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L, NL, A 2,50 € • B 2,90 € • I, GR 3,00 € • F, E, SLO 3,20 € •
P 3,70 € • CY 5,20 € • E (I. C.) 4,80 € • 4,50 CHF •
1375,00 FT • 20,00 PLN • 24,00 DKK • 45,00 SEK •
TR 12,50 TL • N 40,00 NOK • 35,00 KN • BG 10,50 BGN
Euro
05
4 194294 602203
5/ 2014
Exklusive Bilder
7 neue Skoda-Modelle bis 2016
Europas Kaufberater Nr. 1 von
SKODA Yeti
Alle Modelle im Test – plus alle Neuheiten der Polo-Palette
VW Polo
SKODA Fabia
Kompakte Kombis im Vergleich
Neuer HONDA Civic
gegen FORD Focus,
KIA Cee’d, OPEL Astra
und TOYOTA Auris
Weitere Themen in
dieser Ausgabe:
Blickpunkt
Verkehrssicherheit
Verkehrssicherheitsreport –
Konfliktpotenzial auf den Straßen
Kindersitze – So befördern Sie
Ihren Nachwuchs richtig
• Ratgeber Die besten Reifen
für den Sommer im Test
• Ratgeber Neues
Flensburger Punktesystem
• Der Klassiker
25 Jahre Mazda MX-5
• Motorsport Ausblick:
DTM-Saison 2014
>
| Leserecke
Der AvD Experte
Ratgeber Recht
Leserbriefe
Dr. Peter Kramer
AvD Vertrauensanwalt
info@kramer-kanzlei.de
Wer in eine verstopfte Kreuzung
fährt, kann im Schadensfall das
Nachsehen haben
Weitere Infos finden Sie auf
www.avd.de
128
AUTO TEST | Nr. 5 ∧ Mai 2014
Rund 350 000 Kilometer auf einem Bild: Aktuell absolvieren acht Fahrzeuge ihren Dauertest in den Redaktionen
von AUTO TEST und AUTO BILD SPORTSCARS. Neu dabei: Mazda 6 Kombi und Volvo V40
Dauertest-Fuhrpark
AUTO TEST 3/2014
Sie testen in Ihrem DauertestFuhrpark einen Audi S5 mit 333
PS, einen Hyundai Santa Fe mit
197 PS, einen Renault mit 265 PS
sowie je einen BMW und einen
Mercedes mit Preisen über 90 000
Euro. Lediglich der Seat Alhambra
ist für die meisten Leser aufschlussreich. Wieso testen Sie Autos, die vielleicht höchstens zehn
Prozent der Bevölkerung fahren?
Hier wird an den meisten Lesern
vorbeigetestet.
Thomas Seifried, per E-Mail
Anm. d. Red.: Unsere Dauertester
absolvieren ihre Kilometer bei der
AUTO TEST und der AUTO BILD
SPORTSCARS. Deren Leser interessieren sich für die von Ihnen genannten, sportlichen Modelle wie
Audi S5 und BMW M550d. Etwas
vernünftiger und bezahlbarer sind
unsere neuesten Zugänge: Mazda
6 Kombi und Volvo V40 D3.
Steuerketten bei VW
AUTO TEST 3/2014
Der Leserbrief von Herrn Theo
Erismann in AUTO TEST 3/2014
hört sich nicht gerade vertrauenerweckend an. Trotzdem empfehlen
Sie auf Seite 110 „den harmonischen 1.4 TSI“. Wie kann man ei-
nen Motor empfehlen, der im Neuzustand funktioniert, nach relativ
kurzer Zeit aber immense Pro-
Neue C-Klasse
AUTO TEST 4/2014
Zwar kann man zur neuen C-Klasse erfreulich viel aus der automobilen Oberklasse bestellen, ein
wichtiges Detail fehlt jedoch: Eine
Heizung für die Rücksitze ist nicht
zu bekommen. Gerade in unseren
Breiten ist die angenehm, meine
Familie und ich wollen sie in den
Wintermonaten nicht missen.
Georg Friedenberger, A-Linz
Beim für den modularen Querbaukasten entwickelten Motor EA211 kommt
wieder ein Zahnriemen zum Einsatz
bleme aufwirft und damit unangenehme Kosten verursacht? Ist das
eine spezifische Angelegenheit
von VW und Skoda? Von vergleichbaren Opel-Motoren habe ich so
was noch nicht gelesen oder gehört.
Hubert Theinl, per E-Mail
Anm. d. Red.: Tatsächlich sind TSIMotoren in der Vergangenheit mit
Steuerkettenproblemen aufgefallen. Laut VW wurden die Probleme
Mitte 2011 abgestellt. Unsere Empfehlung bezieht sich allerdings auf
den 1.4 TSI neuer Generation, wie
er in den MQB-Modellen Audi A3,
Seat Leon, Skoda Octavia und VW
Golf VII eingesetzt wird. Bei diesem Motor hat VW auf Zahnriemen umgestellt.
Gratulation zu Ihrer Kaufberatung
Mercedes C-Klasse. Frage zu den
super Fotos: Welche Lack-Nummer hat die Farbe der abgebildeten
C-Klasse auf Seite 12 / 13?
Georg Friedenberger, A-Linz
Anm. d. Red.: Es handelt sich um
Cavansitblau mit dem Code 890.
Korrektur: Wertmeister 2014
AUTO TEST 4/2014
Die Tabelle auf Seite 46 „Bester
Werterhalt in Prozent“ ist fehlerhaft. Hier wird ein Wertverlust und
nicht der Werterhalt dargestellt. So
ergibt sich ein falscher Restwert.
Heinz Geiß, per E-Mail
Anm. d. Red.: Spalte 1 müsste mit
„Restwert“ und Spalte 3 mit „Wertverlust“ überschrieben sein. Vielen
Dank für Ihren Hinweis.
Fotos: Redaktion, Hersteller
Da es immer wieder zu Unfällen zwischen einem Fahrzeug des Querverkehrs und dem Kreuzungsräumer
kommt, stellt sich die Frage, welcher
der Beteiligten nun für den Schaden
aufkommt.
Zunächst muss der Querverkehr dem
Kreuzungsräumer Vorrang gewähren.
Der Kreuzungsräumer darf trotz für
ihn abgelaufener Grünphase die Kreuzung räumen. Der Einfahrende darf
nicht in die Kreuzung einfahren, sofern der Verkehr dort stockt oder er
warten müsste (§ 11 Absatz 1 Straßenverkehrs-Ordnung). Der Kreuzungsräumer muss die Kreuzung sehr vorsichtig und unter Beachtung des
Querverkehrs räumen.
Für den Fall einer Kollision hat der
Bundesgerichtshof den Grundsatz
aufgestellt, dass der in die Kreuzung
einfahrende Fahrer üblicherweise für
zwei Drittel des Schadens haftet. Das
restliche Drittel muss der Kreuzungsräumer tragen. Diese Haftungsverteilung wurde durch eine aktuellere
Entscheidung des Oberlandesgerichts
Karlsruhe vom 15.10.2012 (Aktenzeichen 1 U 66/12) nochmals bestätigt.
Wer absehen kann, die Kreuzung nicht
mehr rechtzeitig räumen zu können,
sollte sich deshalb des Risikos einer
Mithaftung bewusst sein.
E-Mail
om
redaktion@auto-test.c
Radarmessung: Die Polizei darf
mit ihren Fahrzeugen Dritte nicht
unverhältnismäßig gefährden
Die Antworten auf Ihre Fragen
entnimmt man der Straßenverkehrsordnung (StVO), wo es in
§ 35 „Sonderrechte“ Absatz 1 Satz
1 heißt: „Von den Vorschriften
dieser Verordnung sind die Bundeswehr, die Bundespolizei, die
Feuerwehr, der Katastrophenschutz, die Polizei und der Zolldienst befreit, soweit das zur
Erfüllung hoheitlicher Aufgaben
dringend geboten ist.“ Dabei ist
der Begriff der Polizei weit auszulegen, sodass alle Dienststellen
und Beamten darunterfallen, die
nach den Gesetzen oder aufgrund
anderer Bestimmungen Polizeiaufgaben hoheitlicher Art zu erfüllen haben. Hierzu gehört mithin auch die Ordnungspolizei
oder Ordnungsbehörde mit ungekennzeichneten Radarmessfahrzeugen. Somit sind unter
anderem Polizei und Ordnungsbehörden von den Vorschriften
der StVO befreit, soweit dies zur
Erfüllung hoheitlicher Aufgaben
dringend geboten ist. Dass die
Bediensteten der Polizei oder
Ordnungsbehörden etwa bei der
Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten hoheitliche Aufgaben
wahrnehmen, steht außer Frage.
Unklar ist allerdings, ob die Inanspruchnahme von Sonderrechten
auch dringend geboten ist. Daher
steht das Sonderrecht vor allem
in dringenden Not- und Eilfällen
zu, etwa zur Lebensrettung und
zur Abwendung besonders
schweren Schadens.
Zu bedenken ist, dass die Sonderrechte immer nur unter Berücksichtigung der öffentlichen
Sicherheit und Ordnung beansprucht werden dürfen (§ 35 Abs.
8 StVO). Sonderrechte dürfen nur
unter größtmöglicher Sorgfalt
wahrgenommen werden. Abzuwägen ist, welches Maß an Wagnis nach Dienstzweck und Verkehrslage zulässig ist. Über
fremden Vorrang darf sich der
Hoheitsträger nur hinwegsetzen,
wenn er nach ausreichender Ankündigung sieht, dass der Verkehr ihm Vorrang einräumt. Also
müssen Hoheitsträger auf der
Autobahn im Rahmen einer
vorzunehmenden Geschwindigkeitsmessung mit ihren Messfahrzeugen nicht zwingend an
die Vorschriften der StVO gebunden sein. Allerdings dürfen Dritte nicht unverhältnismäßig gefährdet werden.
Ich überlege, einen Seat Leon ST
1.2 TSI mit 7-Gang-DSG zu kaufen. Nun lese ich im Qualitätscheck (AUTO TEST 3 / 2014) von
Beschwerden über unzuverlässige
Doppelkupplungsgetriebe (DSG)
bei VW. Welcher Art ist diese Unzuverlässigkeit? Ich nehme an,
dass Seat die gleichen Getriebe
wie VW einbaut.
Ulrich Färber, per E-Mail
Sie haben eine Kaufberatung
verpasst, haben Interesse an
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IMPRESSUM
DSG im VW-Konzern: Bei der 7-GangVersion gibt es u. a. Beschwerden
über ruckelndes Einkuppelverhalten
Der VW-Konzern setzt das
7-Gang-DSG bei Motoren bis 250
Newtonmeter Drehmoment ein,
das sind alle 1.2 TSI und 1.4 TSI
sowie der 1.6 TDI. Bei stärkeren
Motoren wie etwa dem 2.0 TDI
kommt eine Variante mit sechs
Gängen zum Einsatz. Das Getriebe mit sieben Gängen arbeitet
wegen des besseren Wirkungsgrades mit zwei Trockenkupplungen, die Kupplungen der
6-Gang-Variante „schwimmen“
in einem Ölbad. Dadurch kann
ein höheres Drehmoment übertragen werden. Bei der 7-GangVariante gibt es Beschwerden
über ruckelndes Einkuppelverhalten, verschleißfreudige Kupplungsscheiben oder unübliche
Geräusche wie Rasseln oder Klackern. Allerdings hat immer auch
die Fahrweise Einfluss auf die
Lebensdauer.
Herausgeber und Chefredakteur: Olaf Schilling
(verantwortlich für den Inhalt)
Stellvertreter des Chefredakteurs: Michael Iggena (mig)
Redaktionsleiter: Alexander Kuhlig (ak)
Art Director: Marc Rödig
Chef vom Dienst: Alexander Bohnsack
Redaktion: Alexander Bernt (ab), Marc Kaczmarek (mk),
Ralf Kund (alf), Peter Löschinger (pl), Florian Neher (fn),
Andreas Of (aof), Julia Winkler (jw)
Fotoredaktion: André Brüninghoff,
Heidrun Hönninger, Simone Katheder
Schlussredaktion: Torge Eßer (Ltg.),
Andreas Fiegenbaum
Freie Mitarbeiter: Stefanie Wranik (sw)
Illustratoren: Lars Sältzer
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AUTO TEST erscheint monatlich und kostet im Einzelhandel € 2,20 (inkl. 7 % MwSt.), im Abonnement 2,20 € pro
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von Artikeln für elektronische Pressespiegel erhalten Sie
über die PMG Presse Monitor GmbH, Tel. 0 30–28 49 30
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Verlag: Axel Springer Auto Verlag GmbH,
Axel-Springer-Platz 1, Brieffach 82 40, 20350 Hamburg
Geschäftsführer: Dr. Hans H. Hamer, David Löffler
Mai 2014 ∧ Nr. 5 | AUTO TEST
ISSN-Nr. 1861-5295
Fotos: picture-alliance/dpa (M. Becker), T. Bader
Meines Wissens ist es nicht erlaubt, auf Autobahnen zu halten,
zu parken oder rückwärtszufahren – außer man hat eine Panne,
oder es handelt sich um ein gekennzeichnetes Fahrzeug mit Sonderrechten. Ich habe wiederholt
zivile Messfahrzeuge für Radarmessungen auf der Autobahn gesehen, die derart unterwegs waren. Auf der A9 bei Bayreuth parkt
ein ziviler Blitzer im Mittelstreifen
zwischen den Leitwänden. Um ein
Fahrzeug hier platzieren zu können, muss von der linken Fahrspur in Schrittgeschwindigkeit
ausgefädelt und rückwärtsgefahren werden. Ist es erlaubt, dass
ungekennzeichnete Radarmessfahrzeuge sich gegen die Verkehrsregeln auf der Autobahn
und den dazugehörigen Flächen
bewegen dürfen? Sind solche
Messungen erlaubt? Meiner Ansicht nach gefährden solche Aktionen den Verkehr.
Joachim Rückgauer, per E-Mail
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Eine Frage, Herr Keller
Widerspenstige Technik, wiehernder Amtsschimmel,
wilde Stammtischparolen – AvD Experte Keller
stellt die Dinge richtig und gibt klare Antworten auf
knifflige Fragen
an Herrn Keller:
129
THEMA | Blindtext
| Blickpunkt
Copxtext
Unfallgeschehen
Blindtext
Stadtverquer
Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland sinkt zwar seit Jahren trotz steigendem Verkehrsaufkommen.
Doch in unseren Städten ereignen sich nach wie vor die meisten Unfälle. Denn hier kreuzen sich
die Wege unterschiedlichster Verkehrsteilnehmer auf engstem Raum. Was ist zu tun?
K
urz vor acht in der Innenstadt, Stop-and-go auf dem
Weg zur Arbeit. Auf der linken
Spur überholt forsch ein Motorradfahrer. Aus der Haltebucht will
sich ein Linienbus in den Verkehr
einfädeln, und war da nicht eben
im Rückspiegel noch ein Radfahrer? Ah, da ist er ja, auf der rechten
Seite. Stressige Situation und gefährlicher Alltag in unseren Innenstädten. Unterschiedlichste Ver-
130
AUTO TEST | Nr. 5 ∧ Mai 2014
kehrsteilnehmer begegnen sich
hier auf engstem Raum, den oftmals zahlreiche Verkehrszeichen,
Reklameschilder und Streckenhindernisse wie Baustellen noch
unübersichtlicher machen. Knapp
drei Viertel aller Unfälle insgesamt
passieren innerorts, wie die Dekra
in ihrem „Verkehrssicherheitsreport 2014 Urbane Mobilität“ offenlegt. „Im städtischen Verkehr treffen die Stärksten, also Lkw, Busse
und Pkw, auf die Schwächsten,
nämlich Fußgänger und Radfahrer. Dazu sind Straßen- und Stadt-
Die meisten Unfälle
mit Verletzten
passieren in Städten
bahnen unterwegs“, sagt DekraVorstand Clemens Klinke. Das
führt dazu, dass im urbanen Verkehrsraum die meisten schwer-
und leichtverletzten Unfallopfer
zu beklagen sind. Obwohl auch
hier die Zahlen seit 1991 rückläufig sind, kamen 1062 Menschen allein im Jahr 2012 ums Leben. Die
meisten Todesopfer fordern Situationen, in die Fahrzeuge und die
Fahrbahn überquerende Fußgänger verwickelt sind, obwohl dieses
Szenario nur 7,8 Prozent aller Unfälle ausmacht. Insgesamt dominieren im untersuchten Zeitraum
Die sichersten Verkehrsmittel im urbanen Raum sind öffentliche wie Straßenbahnen – sehr gefährlich werden Kollisionen mit ihnen vor allem für Fußgänger
Verwirrende und zugleich
gefährliche Alltagssituation in
unseren Städten. Unterschiedliche
Verkehrsteilnehmer teilen sich
einen engen Verkehrsraum
Pkw-Fahrer treten in der Stadt mit dem meisten Fehlverhalten hervor, mit
Abstand vor den Radfahren, die wiederum vor den Lkw-Fahrern liegen
die Einbiege- und Kreuzungsunfälle. Besonders Fahrradfahrer
und Fußgänger leben überdurchschnittlich gefährlich. „Zum Beispiel ist das Risiko für einen Fußgänger, innerorts bei einem Unfall
getötet zu werden, um mehr als
das Zehnfache höher als etwa für
Pkw-Insassen“, erläutert Klinke.
Das Risiko, auf einem Motorrad
tödlich zu verunglücken, ist gegen
den Trend allgemein sinkender
Zahlen seit Anfang der 90er-Jahre
nahezu konstant geblieben. Die
Gefahr schwerer Verletzungen
steigt sogar leicht. Für Benutzer
von Fahrrädern, Mofas, Mopeds
und Mokicks nimmt das Tötungsrisiko hingegen ab.
Die Zahl der innerorts zumeist
als Fußgänger getöteten Kinder
unter 15 Jahren ging von 1991 bis
2012 um 89 Prozent auf 28 Opfer
zurück – auch dank Verkehrserziehung im Elternhaus und Kindergarten. Fahrradhelme haben
ebenso dazu beigetragen.
Ausgesprochen sicher bewegen
sich die Menschen in der Stadt mit
öffentlichen Verkehrsmitteln. Unfallbedingte Todesfälle sind laut
Bericht eine absolute Ausnahme.
Und auch die Zahl der Verletzungen – in erster Linie infolge von
Stürzen – ist sehr gering. u
Unfälle mit Personenschaden 2012 in Deutschland nach Ortslage
insgesamt
Anteil
Getötete
Anteil
Schwerverletzte
Anteil
Leichtverletzte
Anteil
299 637
100 %
3600
100 %
66 279
100 %
318 099
100 %
206 696
69,0 %
1062
29,5 %
35 350
53,3 %
214 959
67,6 %
Landstraßen
75 094
25,0 %
2151
59,8 %
25 766
38,9 %
80 355
25,3 %
Autobahnen
17 847
6,0 %
387
10,7 %
5163
7,8 %
22 785
7,1 %
innerorts
Quelle: Statistisches Bundesamt
Mai 2014 ∧ Nr. 5 | AUTO TEST
131
Fotos: C. Bittmann, S.Krieger, M.Meiners, picture-alliance/dpa (N. Bachmann, L. E. Balogh, O. Berg, M. Gambarini, K. J. Hildenbrand, M. Krause,
C. Lemuth, V. Moilanen, P. Seeger, D. Spiekermann, K. Suyk, J. Zick), Hersteller
Fußgänger leben mit einem um mehr als zehnfach höheren Risiko,
innerorts bei einem Unfall getötet zu werden, als die Insassen von Pkw
| Blickpunkt Unfallgeschehen
Dekra-Forderungen für mehr
Verkehrssicherheit in Städten
1
Straßenverkehr als soziales
Miteinander verstehen: höheres
Verantwortungsbewusstsein jedes
einzelnen Verkehrsteilnehmers
2
Frühestmögliche Verkehrserziehung im Vorschul- beziehungsweise Grundschulalter, um profunde
Verkehrskompetenzen zu erlernen
3
Gezieltere Verkehrskontrollen
(nicht nur in Sachen Geschwindigkeit) an bekannten Unfallschwerpunkten und in Risikobereichen
5
100-prozentige Nutzung
vorgeschriebener Rückhaltesysteme wie Sicherheitsgurte und
Kindersitze
6
7
Gewährleistung der Funktionstüchtigkeit mechanischer und
elektronischer Komponenten der
Fahrzeugsicherheit ein Autoleben lang
8
9
10
Intelligente Verknüpfung der Verkehrsträger voranbringen (zum
Beispiel geeignete Fahrradabstellmöglichkeiten an Haltestellen des ÖPNV)
132
AUTO TEST | Nr. 5 ∧ Mai 2014
Aktive und aufmerksame Teilnahme
am Straßenverkehr (auf Kopfhörer
verzichten, nicht unterwegs Textnachrichten schreiben etc.)
4
Noch stärkere Marktdurchsetzung
mit Fahrerassistenzsystemen wie
beispielsweise Notbremsassistent oder
Totwinkelwarner (Bild)
Gefährlich wiederum wird es für
Passanten und Radler, wenn Stadtund Straßenbahnen ihre Unfallgegner sind. Dabei liegt in lediglich
13 Prozent der Fälle die Hauptschuld bei den Bahnführern.
Insgesamt ist das Fehlverhalten
von Fahrzeugführern, Radfahrern
und Fußgängern mit Abstand die
häufigste Unfallursache. Autofahrer verhalten sich dabei prozentual am meisten falsch – gefolgt von
Fahrradfahrern. Erst auf Rang drei
finden sich Lenker von Güterkraftfahrzeugen wieder. Hauptsächlich
sind Fehler beim Abbiegen und
Wenden, Missachtung der Vorfahrt, zu geringer Abstand und
falsche Straßenbenutzung die
Unfallursachen sowie falsches
Verhalten gegenüber Fußgängern
(siehe Tabelle auf S. 133 unten).
Doch fern jeder Schuldfrage:
Jeder Tote im Straßenverkehr ist
einer zu viel. Der deutsche Verkehrssicherheitsrat hat sich deshalb die „Vision Zero“ zur Aufgabe gemacht. Das Ziel: keine durch
Unfälle getöteten Verkehrsteilnehmer mehr. Der Dekra-Vorstand hält dies nicht für eine Utopie: „Es gibt viele Städte in Europa,
die dieses Ziel in den letzten Jahren schon erreicht haben.“ Auch in
Deutschland verzeichneten hundert Städte mit mehr als 50 000
Einwohnern im Zeitraum von 2009
bis 2012 mindestens einmal den
Idealwert von null Verkehrstoten.
Um die Zahl der Unfälle zu verringern, stellt die Dekra Forderungen
und setzt Denkanstöße. Die wichtigsten haben wir im Kasten links
zusammengestellt.
Das Bevölkerungswachstum in
den Ballungszentren und auch das
Verkehrsaufkommen werden sich
in den nächsten Jahren noch vergrößern. So kommt der Verbes­
serung der Infrastruktur, zum
Beispiel durch den Ausbau von
Fußgänger- und Radwegen, und
der Erweiterung des öffentlichen
Nahverkehrs eine große Rolle zu,
dem steigenden Mobilitätsbedarf
gerecht zu werden und die Unfallzahlen zu verringern.
Auch der wachsende Zuspruch
beim Carsharing könnte das Fahrzeugaufkommen entlasten. Von
453 000 Kunden teilten sich Anfang 2013 nach Verbandsaussagen
41 Personen ein Auto. Allerdings
könnten stetig wechselnde Pkw
mit ungewohnten Eigenschaften
und Abmessungen bei ungeübten
Wagenlenkern Unsicherheiten
hervorrufen und das Gefahrenpotenzial ansteigen lassen.
Rücksichtnahme und
Perspektivenwechsel
helfen Leben retten
Doch „zu oft sind mangelndes
Risikobewusstsein, zu wenig
Rücksicht und manchmal auch
Aggression die Ursachen für Unfälle mit Personen- und Sachschaden“, erklärt Klinke. Und nicht
zu vergessen: Immer noch gibt es
Gurtmuffel. Mit 96,4 Prozent ist
die Anlegequote innerorts am
niedrigsten. Werte über neunzig
Prozent mögen zwar hoch klingen,
aber damit ist jeder 25. Insasse
nicht angeschnallt.
Wie stressig der Verkehr in der
City auch sein mag: Wer konzen­
triert und besonnen agiert und sich
auch in andere, vor allem schwächere Verkehrsteilnehmer, hineinversetzt, macht einen großen
Schritt in die richtige Richtung.pl
Nachhaltige Optimierung der
Verkehrsinfrastruktur bei
Unterhalt und Ausbau (zum Beispiel
der Bau von Fahrradwegen etc.)
Ausbau des Öffentlichen
Personennahverkehrs (ÖPNV)
zur Entlastung des Straßennetzes
sowie zur Sicherstellung der Mobilität
Eindeutig gekennzeichnete Fahrspuren für unterschiedliche Verkehrsteilnehmer
helfen, im innerstädtischen Verkehr den Überblick zu behalten
Verunglückte innerorts nach Art der Verkehrsteilnahme bei Unfällen mit
Personenschaden 2012 in Deutschland
insgesamt
Verunglückte innerorts
Getötete
251 371
Schwerverletze
Leichtverletzte
35 350
214 959
1062
Der AvD Standpunkt
Gefährliche Stadt
davon
Fußgänger
30 209
388
7450
22 371
Fahrrad-Aufsassen
67 598
248
11 499
55 851
Pkw-Insassen
111 345
217
8566
102 555
Aufsassen von Motorzweirädern
30 987
181
6683
24 119
Insassen von Güterkraftfahrzeugen
3388
12
359
3017
Insassen von Kraftomnibussen
4845
2
318
4525
Insassen von landwirtschaftlichen Zugmaschinen
186
3
44
139
Insassen übriger Kraftfahrzeuge
794
4
137
653
Quelle: Statistisches Bundesamt
Fehlverhalten der Fahrzeugführer bei Unfällen mit Personenschaden 2012
in Deutschland innerorts
abbiegen, wenden
50 080
andere Fehler des Fahrzeugführers
44 946
Vorfahrt, Vorrang
41 185
Abstand
29 001
20 469
Geschwindigkeit
falsche Straßenbenutzung
17 649
1)
15 894
falsches Verhalten gegenüber Fußgängern
Verkehrstüchtigkeit (Alkohol, Drogen, Übermüdung etc.)
12 803
2)
5 934
überholen
nebeneinanderfahren
3 619
ruhender Verkehr, Verkehrssicherung
3 479
vorbeifahren
922
Ladung, Besetzung
414
Beleuchtungsvorschriften nicht beachten
3)
333
1) darunter innerorts 11 594 Radfahrer = 65,7 %
2) darunter innerorts bei Pkw-Fahrern in über
65 % der Fälle Alkohol, bei Radfahrern in 86 %
der Fälle Alkohol
3) darunter innerorts 256 Radfahrer = 77 %
Quelle: Statistisches Bundesamt
Carsharing boomt, birgt aber das Risiko, sich oft ad hoc
auf unterschiedliche Autotypen einstellen zu müssen
Verboten und gefährlich: Gerade im Stadtverkehr sind
höchste Aufmerksamkeit und Konzentration gefordert
Cathrin von der Heide
AvD Expertin
cathrin.vonderheide@avd.de
Rücksicht ist Sicherheit
Das Leben in der Stadt pulsiert. Leider hat
das nicht immer nur positive Seiten. Tag
für Tag begegnen sich hier die unterschiedlichsten Verkehrsteilnehmer – vom
Schulkind zu Fuß über den Radler mit
Elektrobike bis hin zum Lkw. Das drückt
sich in der Unfallstatistik aus. Nirgendwo
passieren mehr Unfälle, verletzen sich
mehr Menschen leicht bis schwer.
Mehr Rücksichtnahme vor allem auf
schwächere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger ist gefragt. Auch die
Fähigkeit zum Perspektivenwechsel ist ein
wichtiger Baustein für ein sicheres Miteinander. Denn schließlich sind wir ja oftmals nicht „Nur-Autofahrer“ oder „NurRadfahrer“, sondern wechseln die Rollen.
Und wir alle sind Passanten – die im Stadtverkehr gefährdetste Gruppe. Ein toleranter und rücksichtsvoller Umgang sollte
daher bereits frühestmöglich im Elternhaus und in der Vorschule mit Verkehrserziehung beginnen, um Kinder über die
Gefahren aufzuklären.
Beim Neuwagenkauf sollten Sicherheitsassistenten wie Totwinkelwarner oder
Notbremsassistent auf dem Bestellzettel
stehen. Ein Appell der Vernunft ist ebenso
das unbedingte Benutzen vorgeschriebener Sicherungssysteme wie Kindersitze
und Sicherheitsgurte. Laut einer Studie
ließe sich zudem die Zahl aller Verkehrstoten in Deutschland um zehn Prozent
verringern, wenn nach dem Unfall umgehend Erste Hilfe geleistet würde – gibt es
einen besseren Grund für einen Auffrischungskurs?
Weitere Infos finden Sie auf
www.avd.de
Mai 2014 ∧ Nr. 5 | AUTO TEST
133
| Verkehrssicherheit
Blindtext Copxtext Blindtext
Kindersitze
Riskantes Kinderspiel
Trotz seit Jahren fallender Tendenz verunglückten 2012 noch über zehntausend Kinder im Auto.
Häufige Ursache: keine oder falsche Kindersitze, fehlender oder mangelhaft
angebrachter Gurt – vermeidbare Nachlässigkeiten, die Leben kosten können
Fotos: T. Bader, S. Krieger, R. Rätzke, Getty Images (Iromaya, R. v. Petten), Hersteller
D
en Anblick kennen wir: Nicht
selten turnt der Nachwuchs
auf dem Rücksitz herum oder sitzt
unangeschnallt auf dem Schoß der
Mutter. Was die Eltern nicht wissen oder teils verdrängen: Nicht
angegurtete Kinder haben ein siebenfach höheres Risiko, bei einem
Unfall schwer bis tödlich verletzt
zu werden, als diejenigen, die richtig gesichert sind. Bei einem Aufprall von 50 km/h werden sie mit
einer Wucht nach vorn geschleudert, die einem Sturz aus zehn Meter Höhe gleichkommt. Schon ein
Crash bei 15 km/h kann tödlich für
sie enden.
Dass die Gefahr vielfach unterschätzt wird, belegen auch die
Zahlen des Statistischen Bundesamtes: 10 363 Kinder verunglück-
134
AUTO TEST | Nr. 5 ∧ Mai 2014
ten 2012 als Insasse eines Pkw.
Häufiger Grund ist die falsche
Sicherung. Dabei gilt seit 1. April
1993 eine entsprechende Vorschrift, nach der der Fahrer verantwortlich dafür ist, dass Kinder bis
zum vollendeten zwölften Lebensjahr, die kleiner als 1,50 Meter
Seit 1993 gilt eine
gesetzliche Kindersicherungspflicht
sind, nur in einem entsprechenden
Sitz im Auto mitfahren. Wie dieser
auszusehen hat, schreibt die ECENorm R44 vor (siehe Kasten
rechts), aktuell in der Ausführung
04. Danach werden Kindersitze in
spezielle Gewichtsklassen eingeteilt. Rückhaltesysteme, die nicht
wenigstens die Kennung 44/03
aufweisen, sind seit April
2008 unzulässig, da sie
dem heutigen Sicherheitsstandard nicht
mehr gerecht werden. Ob ein entsprechender Sitz, der die
Norm erfüllt, in das
gewünschte Auto passt,
klärt die Fahrzeugtypenliste. Am
besten baut man den Sitz vor
dem Kauf probeweise ein. So
können Handhabung und
Einbau getestet
werden. Abhängig von Sitz und
Fahrzeug erfolgt
die Befestigung
per Gurt oder IsoFür Sekunden hilflose Gefangene der Physik: Nur Sitz
und korrekt angebrachter Gurt verhindern Schlimmeres
fix-System. Letz-
Verletzte Kinder unter 15 Jahren bei Straßenverkehrsunfällen
70 000
60 000
50 000
40 000
30 000
20 000
10 000
1978 79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99 2000 01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
‡ Das Unfallrisiko für Kinder ist in den letzten drei
Jahrzehnten deutlich gesunken: 1978 wurden 70 680
Kinder im Straßenverkehr
verletzt. Das waren mehr als
doppelt so viele wie im Jahr
2012 (29 248). Gut 40 Prozent davon kamen als Insasse eines Kraftfahrzeugs zu
Schaden, ein Drittel auf dem
Fahrrad.
Getötete Kinder unter 15 Jahren bei Straßenverkehrsunfällen
‡ Die Zahl der getöteten
Kinder im Straßenverkehr
war 1978 mit 1449 fast 20mal so hoch wie im Jahr 2012
mit 73. Im Vergleich zum
Vorjahr starben 13 Kinder
weniger. Stark verbessert
hat sich die Situation bei
den Fußgängern: 2012 kamen 20 Kinder als Fußgänger ums Leben, 1978 waren
es noch 701.
1400
1200
1000
800
600
400
200
1978 79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99 2000 01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
Quelle: Statistisches Bundesamt
teres ist dabei die sicherere Variante, da hier eine starre Verbindung
zwischen Sitz und Karosserie besteht. Metallösen zwischen Lehne
und Sitzpolster ermöglichen die
Verankerung per Klicksystem. Eine weitere Fixierung durch einen
Stützfuß, einen oberen oder einen
unteren Haltegurt wirkt zudem
Rotations- und Kippbewegungen
des Sitzes entgegen. Die Befestigung ist insgesamt wesentlich einfacher und weniger fehleranfällig
als mit dem Gurt. Denn: Verläuft
dieser nicht durch die vorgesehenen Führungen, ist verdreht, sitzt
zu locker und gibt bei einem Crash
nach, wird das Kind nicht ausreichend zurückgehalten. Die Gefahr
ist groß, dass es mit dem Kopf gegen den Vordersitz prallt.
Hauptgrund für fehlerhafte Sicherung ist unbewusste Nachlässigkeit, gefolgt von mangelndem
Wissen über den korrekten Einbau
sowie falsche Bequemlichkeit, weil
nur eine kurze Fahrt ansteht. Es
sind doch nur drei Kilometer bis
zur Kita, warum das Kind dafür
aufwendig in den Sitz schnallen?
Dieses Denken unterstreicht auch
das Ergebnis einer Erhebung der
Bundesanstalt für Straßenwesen,
Kinder dürfen
im Auto nur in
geeigneten
Rückhaltesystemen
mitfahren. Wie die
aussehen, schreiben
aktuell zwei
ECE-Normen vor,
die parallel
Gültigkeit besitzen
die jährlich Sicherungsquoten von
Pkw-Insassen ermittelt. Sie ergab,
dass 2012 weniger Kinderrückhaltesysteme verwendet wurden als
2011 – vor allem innerorts. Wurden auf Landstraßen zehn Prozent
der Kinder ab sechs Jahren mit Erwachsenengurten und damit nicht
altersgerecht gesichert, waren es
in Ortschaften 25 Prozent. Auch in
der Altersklasse bis fünf Jahre waren mehr Kinder ohne Rückhaltesysteme an Bord unterwegs. Die
Jedes vierte Kind ab
6 Jahren ist innerorts
nicht richtig gesichert
Quote ging außer- wie innerorts
von 97 auf 91 Prozent zurück.
Wer seinen Nachwuchs ohne
jede Sicherung im Auto befördert,
handelt fahrlässig. Nach neuem
Bußgeldkatalog kostet das den
Fahrer 60 Euro, sind mehrere Kinder nicht angeschnallt, sogar 70
Euro. Zudem wird je ein Punkt in
der Verkehrssünderdatei fällig.
Das gilt auch, wenn sich das Kind
während der Fahrt selbst abschnallt. Eltern sind hier in der
Pflicht, ihren Kindern klarzumachen, dass das Gurtschloss u
ECE R 44/04 (seit 2005)
Einteilung nach Körpergewicht
Ob ein nach der ECE-Norm R44/04 zugelassener Kindersitz für ein Fahrzeug geeignet
ist, muss anhand der Typenliste festgestellt werden. Die Befestigung erfolgt entweder
per Gurt oder per Isofix.
➜ Gruppe 0+ (0 bis 13 Kilogramm)
Geeignet für Kinder bis zu etwa 12 Monaten. Um die empfindliche Halswirbelsäule
vor Verletzungen bei einem Frontalcrash zu schützen, müssen die Schalen immer
gegen die Fahrtrichtung montiert werden. Bei abschaltbarem Beifahrerairbag kann
das Baby auch vorn mitfahren.
➜ Gruppe 1 (9 bis 18 Kilogramm)
Geeignet für Kinder ab etwa 12 Monaten bis zu circa vier Jahren. Die Montage erfolgt meist in Fahrtrichtung.
➜ Gruppe 2/3 (15 bis 36 Kilogramm)
Geeignet für Kinder ab etwa 3,5 bis zu 12 Jahren. Diese Kindersitze sind sogenannte Sitzerhöher mit Rückenlehne. Die Montage erfolgt in Fahrtrichtung.
Mai 2014 ∧ Nr. 5 | AUTO TEST
135
| Verkehrssicherheit Kindersitze
ECE R129 (seit 2013) – i-Size-Verordnung
Einteilung nach Körpergröße
Entgegen der Fahrtrichtung
montierte Babyschale: Der Gurt
wird um die Schale herumgeführt, durch eine Öse am Sitz
gefädelt und strammgezogen.
Die Kinderhaltegurte müssen am
Körper des Kindes glatt anliegen
Darauf müssen Sie achten
136
AUTO TEST | Nr. 5 ∧ Mai 2014
i-Size fordert die Verwendung des Isofix-Systems. Das minimiert das
Risiko einer falschen Montage.
2
Seitenaufprallschutz ist obligatorisch. Das heißt, Kinder sind in einem
i-Size-Sitz bei einem seitlichen Crash besser geschützt.
3
Kinder müssen in einem i-Size-Sitz bis zu einem Alter von 15 Monaten
rückwärtsgerichtet fahren.
4
Größenangaben in Zentimetern ersetzen die Kilogramm-Kategorien
und vereinfachen so die Wahl des richtigen Sitzes. Für welchen Größenbereich ein Kindersitz geeignet ist, kann jeder Hersteller selbst festlegen. Er wird danach entsprechend zertifiziert.
5
Jeder i-Size-Sitz passt in jedes i-Size Auto. Dieses muss neben zwei Haltebügeln am Sitz über einen oberen Verankerungspunkt verfügen. Zudem
muss der Wagenboden für den Stützfuß eines Kindersitzsystems ausgelegt sein, und es muss genug Platz für einen i-Size-Sitz vorhanden sein, in
dem das Kind bis zu einem Alter von mindestens 15 Monaten rückwärtsgerichtet fahren kann. Im Bordbuch wird i-Size ausführlich beschrieben.
verschlossen bleibt und ein Herausschlüpfen aus den Schultergurten
verheerende Folgen haben kann.
Doch allein das Bewusstsein
der Eltern zu schärfen, reicht nicht
aus. Deshalb hat auch die Politik
reagiert und im letzten Jahr eine
neue Richtlinie namens i-Size erlassen, um die Sicherheit der Kinder auf europäischer Ebene zu
erhöhen. Damit wird schon die
Auswahl des geeigneten Kindersitzes leichter. Die Einteilung erfolgt
Ausstattung des Fahrzeugs
Abschaltbarer Beifahrerairbag:
Die Verwendung einer nach hinten gerichteten Rückhalteeinrichtung auf dem
Beifahrersitz bei aktivem Beifahrerairbag ist seit 1. September 1997 verboten.
Der Nachwuchs darf nur vorn in der Babyschale mitfahren, wenn der Airbag abgeschaltet ist. Wie es geht, steht in der
Bedienungsanleitung oder der Beifahrertür. Manche Autos müssen dafür
in die Werkstatt. Wer seinen Nachwuchs
trotz betriebsbereitem Airbag in einer
Rückhalteeinrichtung mitnimmt, die
entgegen der Fahrtrichtung montiert
ist, muss bei einer Polizeikontrolle mit
25 Euro Strafe rechnen.
Isofix auf allen Plätzen:
Das wollen viele, gibt es aber nur selten.
Einige Autos mit Einzelsitzen bieten dreimal Isofix nebeneinander an. Auf dem
Beifahrersitz haben nur sehr wenige Autos die genormte Steckverbindung.
Abnehmbare Kopfstütze hinten:
Sehr wichtig, wenn bei älteren Kindern
die Rückenlehne des Kindersitzes in der
Höhe angepasst werden muss. Feste
Kopfstützen können dazu führen, dass
der Sitz gefährlich nach vorn kippt.
Sind im Siebensitzer auf allen Plätzen Kindersitze zugelassen?
Nicht auf allen Plätzen in Großraumlimousinen dürfen Kindersitze montiert
1
Seitenaufprallschutz
ist bei R44 optional,
bei i-Size Pflicht
Renault Twingo: Airbagschalter plus Kurzanleitung
auf dem Warnaufkleber
werden. Oft fällt die dritte Sitzreihe hierfür aus, weil die Sitze dort erst für Kinder
ab zwölf Jahren oder einer Größe von
mindestens 150 Zentimetern zugelassen
sind. Lesen Sie dazu die Bedienungsanleitung Ihres Autos.
nicht mehr nach Gewichtsklassen,
sondern nach Körpergröße, da diese repräsentativer ist. Gleichzeitig
müssen Babys bis zu einem Alter
von 15 Monaten rückwärtsgerichtet im Auto fahren. Eine neue Regelung, weil viele Eltern zu früh
einen größeren Sitz kaufen, der in
Fahrtrichtung montiert ist. Oftmals nehmen sie an, dass der
Nachwuchs zu groß für die Babyschale ist, wenn er mit den Füßen
die Rückbank berührt. Fakt ist:
Erst wenn der Kopf über die Schale hinausragt, ist der Sitz zu klein.
Bei einem verfrühten Wechsel in
einen Sitz der Klasse 1 ist die Gefahr von Nacken- und Kopfverletzungen hoch, da es bei einem
Crash zu großen Belastungen der
Halswirbelsäule kommt.
Hinzu kommt, dass mit i-Size
auch ein verpflichtender Seitenaufprallschutz eingeführt wurde.
Die Norm R44/04 schreibt keine
Sicherheitsstandards für seitliche
Crashs vor, das heißt, auch Kindersitze ohne diesen zusätzlichen
Schutz können zertifiziert sein.
Dabei ist hier vor allem das Verletzungsrisiko im Kopfbereich groß.
Es liegt bei 65 Prozent.
Zudem wird mit i-Size Isofix
zur Pflicht. Seit November 2012
müssen neu homologierte Fahrzeuge bereits die genormte Steckverbindung aufweisen. Aktuell
sind etwa 60 Prozent aller Fahrzeuge auf deutschen Straßen damit ausgerüstet. Noch bis mindestens 2018 ist die Norm ECE R44/04
parallel zu i-Size gültig. Gegen
Jahresende sollen die ersten nach
i-Size zertifizierten Neuwagen in
den Handel kommen.
jw
Tipp
AvD Expertin
Cathrin von der Heide
Welche Anforderungen die Kindersicherungspflicht ab 2018 mit sich bringt, ist aktuell nicht geklärt. Isofix dann als einzige Befestigungsart gelten zu lassen, scheint nicht
praktikabel, da zu diesem Zeitpunkt noch
zahlreiche ältere Autos ohne die genormte Steckverbindung am Straßenverkehr teilnehmen werden.
| Held der Straße
Kurs-Korrektur
Florian Thurm ist „Held der Straße“
des Monats April. Der 24-Jährige
bringt einen Lkw zum Stehen, der
als Geisterfahrer unterwegs war
Fotos: picture-alliance/dpa (H. Schunk), A. Rex
Lkw-Fahrer Florian Thurm ist auf der A21 unterwegs, als ihm plötzlich ein Falschfahrer
entgegenkommt. Mit einem mutigen Manöver stoppt er den verwirrten Fahrerkollegen,
bringt ihn wieder auf Kurs und schützt so den nachfolgenden Verkehr
An unübersichtlichen
Autobahnauffahrten
sind vielfach große
Warntafeln angebracht, die das Risiko
des Falschfahrens
minimieren sollen
F
lorian Thurm fährt am 27. Dezember 2013 gegen 22.30 Uhr
mit seinem Lkw auf der A21 in
Richtung Rendsburg in SchleswigHolstein. Plötzlich realisiert seine
Freundin, dass ein Laster in falscher Fahrtrichtung auf sie zukommt. Der 24-Jährige reagiert
sofort. Während seine Begleitung
die Polizei alarmiert, setzt Florian
Thurm zu einem mutigen Manöver
an, das die aktuelle Straßenlage in
diesem Moment zulässt: Er schaltet
die Warnblinker ein, um den hinter
ihm fahrenden Autos die Gefahr zu
signalisieren, wechselt die Spur
und fährt dem Geisterfahrer direkt
entgegen. „Ich habe an nicht viel
gedacht in diesem Moment. Mir
war nur bewusst, dass ich den falsch
fahrenden Kollegen unter keinen
Umständen an mir vorbeilassen
darf. Das wäre für den nachfolgenden Verkehr gerade bei der eher
unübersichtlich Fahrbahnführung
einfach zu gefährlich gewesen“, erinnert sich der Schönberger. Durch
permanente Lichtsignale und seinen „Kollisionskurs“ gelingt es ihm,
den Falschfahrer zum Abbremsen
zu bewegen und schließlich anzuhalten. Florian Thurm erklärt dem
Kollegen kurz und knapp, dass er
als Geisterfahrer unterwegs ist, und
kann ihn überzeugen, rückwärts
bis zu einem nahe gelegenen Park-
platz zu fahren. Als die Polizei wenig später eintrifft, zeigt er den Beamten das Video seiner Dashcam.
Der kurze Film ist auch online unter http://bit.ly/Geisterfahrer_mit_
Lkw_gestoppt zu sehen.
Wir suchen wahre Helden der Straße unter: www.held-der-strasse.de
Goodyear und der AvD suchen Monat für Monat selbstlose Helden der Straße wie Florian Thurm. Bewerben kann
sich jeder über die Internetseite www.held-der-strasse.de. Auf den aus allen Helden gewählten Helden des Jahres 2014 wartet ein neues i30 Coupe des Automobilpartners Hyundai mit einer Autoversicherung der Allianz für
ein Jahr. Unterstützt wird die Aktion durch den Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Alexander
Dobrindt als Schirmherr sowie durch die beiden Zeitschriften AUTO TEST und TRUCKER. Zahlreiche Helden sehen
ihre Taten nicht als besonders heldenhaft an und bleiben oft unentdeckt. Deshalb sind alle angesprochen, die einen möglichen Helden der Straße kennen und ihn vorschlagen möchten. Schriftliche Bewerbungen nimmt die Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH, Abteilung Kommunikation, Stichwort Held der Straße, Dunlopstraße 2, 63450 Hanau, oder per Telefon
unter 02 21–97 66 64 94 beziehungsweise Fax unter 02 21–9 76 66 93 24 entgegen.
Die Partner:
Mai 2014 ∧ Nr. 5 | AUTO TEST
137
| Rückspiegel
Blindtext Copxtext
Mazda Blindtext
MX-5
w
Sonne, eine Landstraße und ein MX-5:
Manchmal braucht es wenig für das
kleine Autoglück zwischendurch
Originales Plagiat
Nachgemacht! Kopiert! Manchen stört 1989, dass der Mazda MX-5 aussieht wie eine Kopie des Lotus Elan. Viele kaufen
begeistert die erschwingliche Fälschung. Die wird wegen ihres Erfolges selbst zum Original und löst einen Trend aus
Fotos: R. Sassen, Hersteller
D
er Triumph Spitfire war es.
Mit solch einem britischen
Roadster fuhr Kenichi Yamamoto
in die Hakone-Berge. Eine ChinaSack-Reis-Meldung, wäre Yama­
moto nicht Entwicklungsleiter und
später Leitender Direktor der Maz­
da Motor Corporation gewesen.
Yamamoto-san hatte Gefallen ge­
funden am kleinen, offenen Sport­
wagen, den ihm ein junger Journa­
list 1979 vorgeschlagen hatte. 1984
gab Mazda grünes Licht für das
Roadster-Projekt mit der Code­
nummer 729. Bei seiner Premiere
vor 25 Jahren zeigte uns der Maz­
da MX-5 drei Dinge: Ein Roadster
138
AUTO TEST | Nr. 5 ∧ Mai 2014
muss nicht ölen. Sein Verdeck darf
dicht sein. Ein japanisches Auto
kann Spaß machen. Der kleine
Roadster aus Japan war das offene
Fenster, durch das frische Luft in
die Autowelt zog. Ohne ihn gäbe es
vermutlich keinen Audi TT, BMW
Z4, Mercedes SLK und auch kei­
nen Porsche Boxster.
Wie haben sie das gemacht, die
Japaner? Sie haben potenzielle
Kunden beobachtet. In Kalifor­
nien. Jenem US-Bundesstaat, der
Exportweltmeister ist für Ideen
und Trends (Surfen, Joggen, Elek­
tronikspielzeug mit Obstlogo,
Elektroautos mit Reichweite).
Typenkunde:
1. Generation NA in
Rot, hinten die
zweite Generation
NB in Silber, rechts
ein blauer NC. Der
MX-5 wurde seit
1989 etwas größer,
aber nie fett
MX-5 pur: dürres
Lenkrad ohne
Airbag, extrakurzer
Klick-Klack-Schalthebel, Anzeigen für
Geschwindigkeit,
Drehzahl, Öldruck
und Tankinhalt.
Das wenige, was
drin ist, funktioniert präzise und
problemlos
So schön und
schlicht kann
japanische
Großserie sein:
Bei regelmäßigem Wechsel
von Öl und
Zahnriemen
erreicht der
Doppelnockenwellen-Vierzylinder hohe
Laufleistungen
Der MX­5 ist nach einem ein­
fachen Rezept aufwendig kon­
struiert: Motor vorn hinter der
Vorderachse, Hinterradantrieb,
geringes Gewicht, Stoffdach. Die
Silhouette schlank, der Preis
niedrig, der Auftrag klar: den
größtmöglichen Fahrspaß mit
einfachen Mitteln. Ein ehemals
sehr britisches Rezept. Inzwi­
schen sind die Plagiatsrufe ver­
stummt, oder erinnert sich je­
mand an den Lotus Elan? Dass
der brave Vierzylinder aus dem
Mazda 323 mit seinen zwei oben­
liegenden Nockenwellen optisch
an den legendären Doppelnocker
Aus dem AvD Archiv
NA (1989 bis 1998)
Exakt 3,97 Meter kurz und
955 Kilo leicht
war der erste MX-5. Mithin
ein sinnliches
Auto erster Güte dank Hinter
radantrieb,
ehrgeizig konstruiertem Fah
rwerk und
direkter Rückmeldung
Ein Interview war der Auslöser
Bob Hall arbeitete ab 1981 für
Mazda im kalifornischen Irvine
Der AvD ist der
traditionsreichste
Automobilclub
in Deutschland
NB (1998 bis 2006)
Heimlich träumen Journalisten manchmal davon, dass jemand auf sie hört.
Bob Hall ist das passiert. Ihn hatte der Mazda-Entwicklungschef Kenichi
Yamamoto im Februar 1979 gefragt, welches Auto Mazda bauen sollte. Hall
fand, das sollte ein erschwinglicher, zuverlässiger Roadster sein. Die Bedingungen waren günstig, denn der Kreiskolben-Sportwagen RX-7 war gut
in den US-Markt gestartet, und für einen Roadster gab es kaum Konkurrenz. Das hatte sich nicht geändert, als der MX-5 zehn Jahre nach dem Gespräch von Hall und Yamamoto im Februar 1989 Premiere hatte. Dem 3,97
Meter kurzen Roadster genügten für anständige Fahrleistungen 115 PS bei
955 Kilogramm Leergewicht. Als der MX-5 im Frühjahr 1990 offiziell nach
Deutschland kam, war das Jahreskontingent in drei Tagen verkauft.
von Alfa erinnerte, war sicher ein
hübscher Zufall. Der Alfa Spider
war 1989 im Grunde der einzige
verbliebene Konkurrent.
Das vielfach kolportierte Vor­
haben, den nächsten Alfa Spider
gemeinsam mit Mazda zu bauen,
hat Mamma Fiat inzwischen ge­
stoppt. Doch es hätte nicht der
schlechteste Alfa Spider werden
müssen. Denn Hinterradantrieb
und eine unverschämt direkte
Lenkung – die Urtugenden des
MX­5 – tun jedem Roadster gut.
Der Fahrer sitzt tief, seine rechte
Hand fällt auf einen Schaltstum­
mel, der direkt im Getriebe steckt.
Klappscheinwerfer, Chromtürgriffe
sind Zitate an die Vergangenheit. Die
Technik kommt aus der Gegenwart.
Motoren von 90 bis 131 PS.
Kein Zweifel bei der Gangwahl,
keine unnötige Verzögerung. Ein
perfekt gewichtetes Werkzeug.
Anders als Extremisten wie die
Lotus Elise ist der MX­5 weder
teuer noch unpraktisch. Man
kann ihn sich leisten, er verlangt
nicht mehr als ein Golf, und der
Alltagsnutzen ist hoch.
Rund 5000 Euro sind für einen
NA fällig. Achten sollte man auf
Rost – vor allem die Seitenschwel­
ler sind gefährdet – und einen
pfleglichen Vorbesitz. Auch die
originale Ausstattung ist wichtig;
breite Reifen und harte Fahrwer­
ke setzen der Karosserie zu. aof
Mandelförmige Scheinwerfer, Klapptürgriffe, stärkere Motoren, steifere
Karosserie: Die zweite Generation
wird etwas größer und vernünftiger.
NC (seit 2006)
Stämmiger, aber immer noch kompakt. Facelift 2009 und 2012; Mazda
passt die Front an das Hausdesign an.
Zwei Motoren: 126 und 160 PS.
Roadster-Coupé (seit 2007)
Mit dem elektrisch betriebenen Polycarbonatdach als Alternative zum
Stoffdach wird der MX-5 etwas leiser,
der Kofferraum bleibt erhalten.
Im übernächsten Heft: Volvo 240 – der Dauerläufer wird 40
Mai 2014 ∧ Nr. 5 | AUTO TEST
139
| News
Der AvD Experte
Daniel Finsterbusch
AvD Vertrauensanwalt
kontakt@anwaltskanzlei-finsterbusch.de
Ehrlichkeit beim Autokauf
Der Verkäufer eines Fahrzeugs hat beim
Verkauf ungefragt zu offenbaren, ob das
Fahrzeug einen Unfall erlitten hat, bei
dem es zu mehr als „Bagatellschäden“ gekommen ist. Dies gilt auch dann, wenn der
Unfallschaden vollständig und fachgerecht repariert wurde. Als Bagatellschäden zählen nur unbedeutende Beschädigungen, die bei vernünftiger Betrachtung
den Kaufentschluss nicht beeinflussen
können. Dies aber hängt von den Umständen des Einzelfalls ab, wie Alter und Laufleistung des Fahrzeugs, Anzahl der Vorbesitzer, Art der Vornutzung und erkennbarer
Pflegezustand.
Bei der Frage, ob es sich um einen nicht
unüblichen und daher hinzunehmenden
Bagatellschaden oder um einen außergewöhnlichen, nicht zu erwartenden Fahrzeugmangel handelt, kommt es auf die Art
des Schadens und die Höhe der Reparaturkosten an. Als Bagatellschaden hat der Bundesgerichtshof (BGH) in der Vergangenheit
nur ganz geringfügige äußere Lackschäden
anerkannt, nicht dagegen andere (Blech-)
Schäden, auch wenn sie keine weitergehenden Folgen hatten und der Reparaturaufwand nur gering war. Dass es hier doch immer auf den Einzelfall ankommt, zeigt das
Urteil des BGH vom 19.06.2013. Hier hatte
der BGH bei einem gebrauchten Audi A8 mit
einer Laufleistung von 124 000 Kilometern
einen Heckschaden mit Kostenaufwand von
880,49 Euro netto noch als Bagatellschaden eingestuft (BGH, Urteil vom 19.06.2013,
VIII ZR 183/12).
Weitere Infos finden Sie auf
www.avd.de
140
AUTO TEST | Nr. 5 ∧Mai 2014
Airbag-Mängel bei der HU
B
ei insgesamt 2,69 Millionen
Hauptuntersuchungen der
Prüforganisation KÜS fielen im
letzten Jahr 15 420 Fahrzeuge mit
Airbagmängeln auf. Mögliche Folgen: Bei einem Crash wird der
Luftsack nicht ausgelöst, oder er
entfaltet sich schon bei einem an
sich harmlosen Bordsteinrempler.
Bei der Kontrolle aller sicherheitsrelevanten Systeme entfielen auf
den Airbag 48 Prozent der Beanstandungen. Auf den weiteren
Plätzen: ABS (32 Prozent), ESP (4,3
Prozent) und Lenkelektronik (2,0
Prozent). „Die Zahlen beweisen,
dass die Kontrolle der Sicherheitsund Fahrerassistenzsysteme für
die Verkehrssicherheit ebenso
wichtig ist wie beispielsweise die
Überprüfung der Bremsanlage“,
stellt KÜS-Sprecher Hans-Georg
Marmit fest. Erlischt die AirbagKontrolllampe nach dem Motorstart nicht, ist die Fehlersuche oft
mühselig. Günter Geiß, Inhaber
einer freien Werkstatt in Mannheim: „Hauptursachen sind kor-
rodierte Steckverbindungen, gequetschte Kabel oder auch
minderwertiges Kabelmaterial.
Der Luftsack selbst oder der Gasgenerator ist so gut wie nie defekt,
aber ohne Strom zündet der Airbag natürlich nicht.“ Rechnet man
die von der KÜS ermittelten Airbag-Beanstandungen auf den gesamten deutschen Fahrzeugbestand hoch, dann sind weit mehr
als 100 000 Autofahrer mit defekten Airbags unterwegs. Meistens
ohne es zu wissen.
Magnete lenken Auto
V
olvo will autonome Fahrzeuge künftig auch mit
Magnetfeldern lenken. Bislang
orientieren sich selbstfahrende
Fahrzeuge mit Kameras, Radar
oder GPS-Signalen, doch bei Regen, in Tunnels oder wegen verschmutzter Linsen können diese
Leitsysteme ausfallen oder gestört sein. Zur Unterstützung versenken Volvo-Techniker deshalb
40 mal 15 Millimeter große Magnete etwa 20 Zentimeter tief unter die Fahrbahnoberfläche, zunächst auf einer 100 Meter langen
Teststrecke bei Göteborg in Südschweden. Sensoren im Auto spüren sie auf und lenken das Fahrzeug entlang der so gelegten
Autofahren
der Zukunft:
Magnete in
der Fahrbahn
erzeugen
unsichtbare
Schienen
und steuern
so das Auto
Spur. Laut Volvo weichen die
Testfahrzeuge höchstens zehn
Zentimeter vom gewünschten
Kurs ab, damit ist die Genauigkeit
deutlich besser als beim GPSSystem. Im nächsten Schritt soll
die Magnetführung von Fahrzeugen in einem Großversuch zum
autonomen Fahren im normalen
Straßenverkehr getestet werden.
Der Start ist für Anfang kommenden Jahres vorgesehen.
Fotos: picture-alliance/dpa (J. Stratenschulte), R. Timm, Hersteller
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deutschsprachigen Repräsentanten und Hoteltransfer.
2. Tag - Tel Aviv - Jaffa - Caesarea - Galiläa
(ca. 200 km). Am Morgen Stadtrundfahrt durch Tel Aviv.
Vorbei am Dizenhoff-Platz fahren Sie nach Jaffa, wo Sie
die Altstadt besichtigen. Danach erwarten Sie die römischen Ausgrabungen von Caesarea. Entlang der Mittelmeerküste Weiterfahrt nach Galiläa, Ihr heutiges Ziel.
3. Tag - Galiläa - See Genezareth - Nazareth - Galiläa
(ca. 140 km). Freuen Sie sich auf einige geschichtliche
Stätten am See Genezareth. Zunächst besuchen Sie in
Kapernaum die weiße Synagoge. In Tabgha am Nordufer
des Sees entdecken Sie die Kirche der Brotvermehrung
und den Berg der Seligpreisungen. Am Nachmittag
Weiterfahrt nach Nazareth. Dort besichtigen Sie die
Verkündigungskirche und schlendern über einen Basar.
Zum Abschluss des Tages lernen Sie bei einer Führung
im Kibbutz viel Wissenswertes über diese einzigartige
Form des Zusammenlebens.
4. Tag - Galiläa - Totes Meer - Jerusalem (ca. 350 km).
Sie verlassen Galiläa und fahren durch das Jordantal bis
zum Toten Meer. Dort besuchen Sie die Ahava Kosmetikfabrik. Im Anschluss können Sie ein entspanntes Bad im
Toten Meer genießen. Auf Wunsch können Sie an einem
Ausflug nach Massada teilnehmen (ca. 4 Stunden).
5. Tag - Jerusalem. Der heutige Tag ist Jerusalem
gewidmet. Ihre Stadtbesichtigung beginnt auf dem
Ölberg. Über den Palmsonntagweg gehen Sie weiter
zum Garten von Gethsemane und besuchen dort die
Kirche aller Nationen. Ihr Weg führt Sie weiter durch das
Kidrontal zum Stephanstor und entlang der Via Dolorosa
bis zur Grabeskirche. Bei einem Rundgang durch das
muslimische und das jüdische Viertel bekommen Sie
einen Einblick in die Vielfalt der Religionen. Sie sehen
die Klagemauer und gehen weiter zum Zionsberg, wo
Sie den Saal des letzten Abendmahls besuchen.
6. Tag - Jerusalem - Neot Kedumim - Jerusalem Neustadt - Bethlehem - Jerusalem (ca. 130 km). Fahrt
nach Neot Kedumim, wo Sie Ihren eigenen Baum pflanzen.
Fahrt vorbei an der Knesset, dem Israelischen Parlament
und der Menorah sowie Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Am Nachmittag Fahrt nach Bethlehem zur Geburtskirche.
7. Tag - Jerusalem. Dieser Tag steht Ihnen in Jerusalem
zur freien Verfügung.
8. Tag - Abreise. Heute heißt es Abschied nehmen.
Flughafentransfer (ca. 70 km) und Rückflug.
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INKLUSIVLEISTUNGEN
Charterflug mit Air Berlin (oder gleichwertig) nach
Tel Aviv und zurück in der Economy Class
■ Zug zum Flug 2. Klasse inklusive ICE-Nutzung
■ Transfers und Rundreise im klimatisierten Reisebus
gemäß Reiseverlauf inklusive Eintrittsgelder
■ 7 Übernachtungen in Mittelklassehotels/Kibbutzgästehaus im Doppelzimmer inkl. Halbpension
■ Deutschsprachige Reiseleitung (Tag 2 - 6)
■ Deutschsprachige Flughafenassistenz (Tag 1 + 8)
■ 1 Reiseführer Israel pro Zimmer
■
WUNSCHLEISTUNGEN PRO PERSON
■
■
Zuschlag Einzelzimmer € 299,Ausflug Massada (Tag 4) € 30,-
ZUSATZKOSTEN PRO PERSON/TAG
■
Ortsübliche Trinkgelder, empfohlen ca. € 6,(keine Zahlungsverpflichtung)
Termine und Preise 2014 pro Person in €
Reise-Code: RQI003
Abflughafen
Düsseldorf
Preise
Termine
Saison A
03.07.
8-tägig 999,Saison B
17.07. 24.07.
8-tägig 1.099,Saison C
04.09. 11.09. 18.09. 23.10.
8-tägig 1.149,Veranstalter: Berge & Meer Touristik GmbH, Andreéstraße 27,
56578 Rengsdorf, Email: info@berge-meer.de
Änderungen vorbehalten,
maßgeblich ist die Reisebestätigung.
41157
| Motorsport
Blindtext Copxtext
DTM Blindtext
Die DTM steckt 2014 voller
Neuerungen. Und das nicht
nur für AUTO TEST-Pilot
Timo Scheider, der Audiintern das Team gewechselt
hat. Insgesamt sind sieben
Champions heiß auf den Titel
Zurück in die Erfolgsspur? Timo Scheider
gibt in einem schwarzen Audi RS 5 Gas.
Seine Markenkollegen
sind Mike Rockenfeller,
Mattias Ekström, Miguel
Molina, Adrien Tambay,
Edoardo Mortara, Jamie
Green und DTM-Neuling
Nico Müller
142
AUTO TEST | Nr. 5 ∧ Mai 2014
Neues Jahr –
Neues
Glück
D
er Schritt ist vollzogen. Nach
sechs Saisons im Audi Sport
Team Abt ist Timo Scheider (35)
markenintern zum Team Phoenix
gewechselt. Dort will der Meister
von 2008 und 2009 zu alter Stärke
zurückfinden. Denn vor allem in
den letzten beiden Jahren konnte
Scheider nur selten glänzen. Phoenix – das ist die Mannschaft, mit
der Mike Rockenfeller (30) 2013
den Titel holte. „Die Teams arbeiten nur minimal unterschiedlich.
Aber das kann es am Ende vielleicht ausmachen“, blickt Scheider
auf die Zusammenarbeit mit der
Meistermannschaft voraus.
Scheider und Rockenfeller –
die neue Audi-Speerspitze in der
DTM! Und die scheint richtig gut
gewappnet zu sein. Denn bei den
offiziellen Vorsaisontests auf dem
Hungaroring (H) hinterließ der
Audi RS 5 DTM den besten Eindruck. „Auf die Zeiten beim Test
darf man nicht viel geben. Wir haben schon oft erlebt, dass bis zum
Qualifying in Hockenheim alles
relativ ist“, versucht Scheider den
Ball flach zu halten. Ordentlich
Gegenwind wird er sicher auch aus
dem eigenen Lager bekommen.
Denn auch Mattias Ekström (35,
Champion von 2004 und 2007) ist
wieder heiß auf den Titel.
u
Technische Daten
Audi RS 5 DTM
Motor
Hubraum
Leistung
Getriebe
Gewicht
Tankvolumen
0–100 km/h
0–200 km/h
Höchstgeschwindigk.
Preis
V8-Saugmotor
4000 cm³
über 340 kW (460 PS)
6-Gang, sequenziell
1110 kg inkl. Fahrer
120 Liter
ca. 3 Sekunden
ca. 8,5 Sekunden
ca. 270 km/h
700 000 Euro (geschätzt)
DTM
04.05.
18.05.
01.06.
29.06.
13.07.
03.08.
17.08.
14.09.
28.09.
19.10.
Hockenheim (D)
Oschersleben (D)
Budapest (H)
Nürnberg (D)
Moskau (RUS)
Spielberg (A)
Nürburg (D)
Klettwitz (D)
Guangzhou (CN)
Hockenheim (D)
Mai 2014 ∧ Nr. 5 | AUTO TEST
143
Fotos: A. Beil/ITR, Hersteller
| Motorsport DTM
Den BMW M4 DTM steuern 2014 die Herren Spengler, Tomczyk, Farfus, Hand,
Glock und Wittmann. Neu dabei sind Maxime Martin und António Félix da Costa
Das Mercedes AMG C-Coupé wird 2014 von sieben Piloten gefahren – Paffett,
di Resta, Vietoris, Wickens, Wehrlein, Juncadella und Ex-F1-Pilot Witali Petrow
Nicht nur bei Audi, auch bei der
Konkurrenz wurde vor der Saison
am Fahrerkader gearbeitet. BMW
schickte Martin Tomczyk (32), den
Meister von 2011, vom erfolglosen
Team RMG zur Top-Mannschaft
Schnitzer. Dort bildet er mit Bruno
Spengler, dem Titelträger aus
2012, das nächste Meistergespann.
Tomczyk: „Wir haben beide ein
Ziel: die Meisterschaft.“
So weit will Timo Glock (32)
nicht gehen. „Mike Rockenfeller
hat auch einige Jahre Anlauf gebraucht“, stapelt der ehemalige
Formel-1-Star trotz seines Sieges
beim letzten Rennen 2013 tief.
Neues gibt es in der DTM 2014
nicht nur hinterm Steuer, sondern
auch unterm Hintern der Starpiloten. Die größte Änderung vollzog
BMW mit dem Modellwechsel vom
M3 zum M4 DTM. Doch auch Audi und Mercedes haben in den letzten Monaten kräftig geschuftet. So
wurden bei allen drei Herstellern
vor allem Aerodynamik und Fahrwerk überarbeitet. Abgesehen davon haben die Ingenieure wenig
Spielraum für Weiterentwicklung.
Im Reglement sind herstellerübergreifend über 50 Einheitskomponenten definiert. An denen ist jegliche Änderung verboten.
Mercedes dagegen will nach
einer Pleitensaison mit nur zwei
Siegen dieses Jahr wieder im Titelkampf mitmischen. Dafür wurde
Di Resta: „Die DTM ist
kein Abstieg, denn mein
Auftrag ist der Titel“
der 2010er-Meister Paul di Resta
(28) aus der Formel 1 in die DTM
zurückgeholt. „Für mich ist das
kein Abstieg, denn mein Auftrag
ist ganz klar der Titel“, gibt di Resta zu. Gemeinsam mit Gary Paffett
(33) ist er der größte Hoffnungsträger der Schwaben.
Damit die Rennen noch spannender werden, ist dieses Jahr nur
noch ein Boxenstopp vorgeschrieben. Das bedeutet: Alle Fahrzeuge
werden gegen Rennmitte zum Reifenwechsel hereinkommen. Vorteil: Die Rennen werden für den
Zuschauer übersichtlicher. Außerdem wird dadurch mehr auf der
Strecke gegeneinander gekämpft.
Sieben DTM-Champions, neue
Fahrerpaarungen, verbesserte Autos und ein überarbeitetes Rennformat – das sind die Zutaten der
neuen DTM-Saison. Und die werden nicht nur Timo Scheider
schmecken. Oliver Müller
Die glorreichen sieben der DTM: Erstmals seit Gründung der Meisterschaft im Jahre 1984 gehen sieben DTM-Champions in die Saison: (von links) Timo Scheider
(Audi), Bruno Spengler (BMW), Paul di Resta (Mercedes), Mike Rockenfeller (Audi), Martin Tomczyk (BMW), Gary Paffett (Mercedes) und Mattias Ekström (Audi)
144
AUTO TEST | Nr. 5 ∧ Mai 2014
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Kolumne
Die Gebhard-Sanne-
r
) ist Vorsitzender de
Gebhard Sanne (59 on und Vizepräsident
Formel-1-Kommissi rtrieb beim AvD
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Countdown land
zum GP Deutsch
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Mittendrin beim 24h-Rennen
im Hyundai-Team
Einmal das 24h-Rennen am Nürburgring als Mitglied in einem Rennteam
erleben. Davon haben Sie schon immer geträumt? Das kann jetzt
Wirklichkeit werden. Werden Sie Teil des 24h-Teams von Hyundai Motor
Deutschland beim berühmten Langstreckenklassiker (21./22. Juni).
Und packen Sie tatkräftig zu bei anfallenden Arbeiten im Team.
Die Streckenabnahme
In seiner Kolumne berichtet der F1-Kommissionspräsident
über die Arbeit im Vorfeld des deutschen GP. Folge 2
L
Hyundai Motor
umann, dass den Veloster für
Unterstützen Sie das Team Sch schiedensten Aufgaben beim 24h-Rennen
ver
Deutschland einsetzt, bei den
Das sind die Voraussetzungen:
Sie haben nicht nur Spaß an Autos, sondern interessieren
sich auch für Motorsport.
Sie mögen die Marke Hyundai, und Veloster ist für Sie kein Fremdwort.
Sie möchten einen Blick hinter die Kulissen des 24h-Rennens werfen und
anpacken, wenn eine helfende Hand gefragt ist.
Sie können sich vorstellen, anderen mit Begeisterung
von Ihren Eindrücken zu berichten.
Sie sind mindestens 18 Jahre alt und haben einen Führerschein.
Bitte senden Sie eine Kurzbewerbung mit Foto und Mobilnummer an
redaktion@autobildmotorsport.de
Verraten Sie uns in paar Sätzen, warum Sie ins HyundaiyundaiTeam passen könnten. Haben Sie uns überzeugt,
organisieren Sie Ihre Pkw-Anreise am Samstag
(21. Juni) selbst; um die Übernachtung am Ring
kümmert sich Hyundai Motor Deutschland.
Bewerbungsschluss: 23. Mai 2014
Mitarbeiter des Axel Springer Auto Verlags und von Hyundai Motor
Deutschland dürfen nicht teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen..
146
AUTO TEST | Nr. 5 ∧ Mai 2014
Fotos: C. Jaspersen/dpa, Hersteller
So bewerben Sie sich:
iebe Leser, die ersten Rennen
der neuen Formel-1-Saison
liegen bereits hinter uns. Doch der
Höhepunkt aus deutscher Sicht
steigt erst in wenigen Monaten.
Denn am 20. Juli findet der GP von
Deutschland in Hockenheim statt.
Damit die Formel-1-Rennwagen
überhaupt auf die Strecke dürfen,
muss diese vom Weltverband FIA
abgenommen werden. Das macht
Rennleiter Charlie Whiting persönlich. Schon im Frühjahr kommt er
nach Hockenheim, um sich ein Bild
darüber zu machen, welche Veränderungen bzw. Reparaturen für den
Formel-1-Lauf zu machen sind.
Hierzu zählen u. a. die Kerbs, die
Leitplanken, die Reifenstapel und
die Auslaufzonen. Dabei läuft er –
gemeinsam mit einem Vertreter
des Streckenbetreibers sowie einem Streckenabnahme-Kommissar – den Kurs zu Fuß ab. Die notwendigen Änderungen werden in
einem Protokoll festgehalten. Whiting achtet insbesondere auf sicherheitsrelevante Bereiche.
Am Donnerstag vor dem GP
wird die Strecke nochmals inspiziert, um gegebenenfalls kleine
Modifikationen vornehmen zu
können. Dann muss auch sichergestellt sein, dass alle Rettungswege
frei nutzbar sind und nichts den
ordnungsgemäßen Ablauf der
Veranstaltung negativ beeinflusst.
Um die Vorbereitung der Tribünen
kümmert sich der Hockenheimring
selbst. Genauso wie um die Organisation und Vergabe der CampingIhr Gebhard Sanne
plätze.
Noch mehr News online:
www.autobildmotorsport.de
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HD-Sender ist ein HD-Receiver „geeignet für Sky“ erforderlich. Welche HD-Sender in Sky HD enthalten sind, richtet sich nach den gewählten Sky Programmpaketen. Im Sky Welt Paket sind bei
Sat-Empfang 16 HD-Sender enthalten. Fußball Bundesliga Paket: Sky Bundesliga HD 1-10, Sport 1+ HD, Sport1 US HD und Eurosport 2 HD; Sport Paket: Sky Sport HD 1-11, Sport 1+ HD, Sport 1 US
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