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Manual IBC-500 deutsch - Flugsportunion

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Technische Dokumentation
Dokumentationen
zum
Flugfeldtankanhänger IBC–500
bestehend aus
Spezial-Fahrgestell ZAA 0,75
LFZ-Kraftstoffcontainer 500/IBC
und Varianten
Artikel-Nr.: 28260
Bedienungsanleitung
EU - Konformitätserklärung
Zulassungen und Bescheinigungen
Entwicklung und Herstellung:
Maul & Co.
Inhaber: Dipl.-Ing. Wilhelm Maul
Am Stadtwald 19/23
D - 08525 Plauen
phone:
fax:
mobil:
e-mail:
http:
++49/3741/ 5485-11
++40/3741/ 5485-59
++49 172 3786066
wilhelm.maul@saxon.de
www.saxon.de
Alle Rechte vorbehalten. Kopien oder Auszüge nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Herstellers verwendbar.
Maul & Co. - Prüftechnik und Tankanlagenbau - Am Stadtwald 19, D-08525 Plauen, IBC-500 Ausführung 01.10.2008
Seite 1
Technische Dokumentation
EG-Konformitätserklärung
Declaration of Conformity
Déclaration de Conformité
Dichiarazione di Conformità
Hiermit bescheinigt Maul & Co. die Konformität des Produktes:
The company Maul & Co. herewith declares conformity of the product:
La société Maul & Co. déclare la conformité du produit:
La società Maul & Co. dichiara la conformità del prodotto:
Gegenstand / Object /Oggetto:
Typ / Type /Tipo:
Kraftstofftankanhänger ZAA 1,4
Fuel tank trailer ZAA 1,4
Remorque citerne à essence ZAA 1,4
Fuel tank trailer ZAA 0,75
Rimorchio serbatoio carburante ZAA 1,4
LFZ KC 1000 / IBC
Standard
de Luxe
LFZ KC 500 / IBC
Saug/Druck-Anlage
Ident-No.:
28000
28220
28240
28260
28284
mit den folgenden Richtlinien:
with the following applicable regulations:
avec les directives suivantes valables en matière:
con le seguente direttive vigente:
EG-Richtlinie:
EC-terms of reference:
Directive CE:
Direttiva CE:
67/548/EWG; 73/23/EWG; 89/392/EWG
89/336/EWG – 93/31/EWG
91/368/EWG - 93/44/EWG
94/9/EG – 98/37/EG
Angewandte harmonisierte Normen :
Harmonized standards applied:
Normes harmonisées appliquées:
Norme armonizzate applicate:
EN 292 1/2( Nov. 92 )
EN 60 204 ( Sept.93 )
EN 500 81- 1 u. 2 ( 1992 )
ADR/RID/MDG
ATEX 95, ATEX 137
Angewandte nationale Spezifikationen :
National technical specifications applied:
Normes nationales appliquées:
Norme nazionale applicate:
VDE 0113 – 1; -100; -160
WHG, GSG, BetrSiV,
GGVS
TRbF 20, 30, 40, 50 und 60
TRwS 784
The Fuel feeling system specification n°:
AVD/50 00/NT/0109/SAG/00 Rev2
Datum / Date / Data : 01.05.2009
Unterschrift / Signature / Firma
Technischer Leiter / CE - Beauftragter
Technical advisor / CE - Representative
Directeur technique / Mandataire - CE
Responsabile tecnico / Incaricato - CE
:
........................................................
Cert.-Ing. Wilhelm Maul
Maul & Co. - Prüftechnik und Tankanlagenbau - Am Stadtwald 19, D-08525 Plauen, IBC-500 Ausführung 01.10.2008
Seite 2
Technische Dokumentation
Inhaltsverzeichnis
Seite
0.
Konformitätserklärung
2
1.
Einleitung
4
2.
Sicherheitshinweise
5-7
3.
Transport und Verpackung
8
4.
4.1
4.2
4.3
4.3.1
4.3.2
4.3.3
4.3.4
Aufbau und Wirkungsweise
Verzeichnis und Funktion der Armaturen am IBC (Dom)
Verzeichnis und Funktion der Armaturen im Armaturenschrank
Wirkungsweise
Armaturenstellung beim Transport
Armaturenstellung bei der Lagerung
Befüllung des IBC-Tank und Füllstandkontrolle
Inbetriebnahme
11
9
10
10
10
10
10
10
5.
5.1
5.2
5.3
5.4
5.5
Technische Daten
Allgemeine technische Daten
Technische Daten des Anhängers
Technische Daten des Tankbehälters
Technische Daten der Armaturen
Zubehör
11
11
12
12
13
13
6.
Wartungs- und Prüfpflichten
7.
Behebung von Störungen
14
8.
8.1
8.2
8.2.1
8.2.2
8.2.3
Anhang
Bildergalerie
Verzeichnis der Zertifikate
Für den Tankanhänger
Für den Tankbehälter
Für die Armaturen
15
15-16
17
17
17
17
Maul & Co. - Prüftechnik und Tankanlagenbau - Am Stadtwald 19, D-08525 Plauen, IBC-500 Ausführung 01.10.2008
Seite 3
Technische Dokumentation
1. Einleitung
Wir beglückwünschen Sie zum Erwerb eines Tankanhänger IBC-500 für die Befüllung und
Entleerung von Flugzeugen, Kraftfahrzeugen oder Arbeitmaschinen mit Automobil- oder
Flugbenzine mit oder ohne zugemischten Schmierölen, Kerosine, Diesel oder artgleiche
und stoffverträgliche andere Flüssigkeiten.
Die Auslegung erfolgte nach den neusten europäischen Vorschriften 2008 für die
Herstellung und die flexible Nutzung für öffentlichen oder betrieblichen Straßen-,
Schienen- oder Seetransport. Der höchste technische Sicherheitsstandard, die geringe
Größe des Tankvolumen und der Pumpenleistungen ermöglichen eine vereinfachte
Auslegung und einfache Bedienung bei stark wechselnden Einsatzbedingungen und
Personal auch unter extremen Klimabedingungen.
Bitte lesen Sie diese Dokumentation vollständig, bevor Sie mit der Nutzung beginnen.
Der Tankanhänger besitzt alle für die Bauart erforderlichen Zulassungen und wird mit
Werksprüfzeugnis ausgeliefert. Die BetriebsSicherheitsVerOrdnung und die TRbF 20, 30,
40, 50 und 60 sind erfüllt. Die Örtlichkeiten für die Nutzung unterliegen den dort jeweils
gültigen Vorschriften, deren Einhaltung der Nutzer zuständig ist. Dazu können die
beigefügten Dokumenten gleichzeitig als Behördenvorlage verwendet werden. Auf das
darüber hinaus zutreffende technische Regelwerk TRwS 784 (Technische Regeln für
wassergefährdende Stoffe) für die Betankungsstelle auf Flugplätzen wird verwiesen
Der Tankanhänger IBC-500 ist für die Beförderung, die Lagerung, die Befüllung und die
Entleerung von Flugzeugen mit Benzin bzw. Benzin-Gemisch als explosives Gefahrgut
ausgelegt und schließt damit Kerosine und Diesel mit ein.
Nach den ADR-Kap. 2.1 erfolgt eine Klassifizierung für das Gefahrgut Benzin nach EN228
in UN 1203 grün, Kerosin UN1223 schwarz, Diesel UN1202 gelb, AVGAS UN1268 rot.
Klasse 3
Entzündbare flüssige Stoffe in Aufsetztanks
mit einem Volumen kleiner 1000 Liter
Verpackungsgruppe II:
Stoffe mit mittlerer Gefahr oder diedriger
Tankprüfung:
UN 31A/Y/01.06/D/BAM 0489-rietberg/0/763
Ausführung:
Doppelwandig, explosionsdruckstoßfeste Bauart
Das Fahrzeug ist als Spezial-Plattformanhänger ausgelegt und besitzt die Einzelprüfung
mit EU-Kfz-Beschreibung bzw. auf Wunsch den EU-KFZ-Brief mit HerstellerErstzulassung.
Der Anhänger ist mit dem IBC-Tank als selbständiges Transportgut mit getrennter
Baumusterzulassung mit Ladungssicherung verbunden (nicht dauerhaft fest!).
Die dadurch zulässigen Vereinfachungen reduzieren bei Einhaltung der nachfolgenden
Sicherheitsinstruktionen nicht die Sicherheit für den Transport und die Nutzung.
Die nachfolgenden Angaben können in das Explosionsschutzdokument nach BetrSiVO
übernommen werden.
Ihr Maul & Co. Team
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Technische Dokumentation
2. Sicherheitshinweise und Schutzzonen.
Das entzündliche Gefahrgut und die Bauart
ergibt die nachfolgenden Zonen für den
Explosionsschutz am Tankanhänger (Bild 1)..
Innerhalb dieser Zonen dürfen sich
keinerlei Zündquellen befinden
(kein Feuer, offenes Licht,
unzertifizierte elektrische Geräte
Generator
oder Steckverbindungen,
außerhalb
Rauchverbot!).
Ex-Zonen
Zone 1
R 0,5m
Zone 0
innen
Zone 2
0,8m
Zone 2
R 3m
Zone 1
Bild 1: Explosionsschutzzonen am
Tankanhänger:
Zone 0
Tankbehälter innen
Zone 1
0,5 m um äußere
Armaturen und Rohrleitungen (rot)
Zone 2
3 m Umkreis bis zu
einer Höhe von 0,8 m (grün)
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Technische Dokumentation
Vor der Nutzung ist die Fahrzeugelektrik des Tankanhängers vom Zugfahrzeug zu trennen
(Anhängerstecker ziehen), sofern keine abschaltbare Anhängersteckdose vorhanden ist.
Ist während der Nutzung eine Beleuchtung erforderlich, darf diese nur von außerhalb der
Schutzzonen aufgestellt werden oder sie muss den zulässigen Schutzgrad aufweisen.
Auch gewöhnliche Taschenlampen oder Batterieanschlüsse ohne Explosionsschutz sind
innerhalb der Schutzzonen nicht zulässig.
Wird der Anhänger abgekoppelt, so ist seine Standsicherheit durch die beiden Stützen bei
ebenem Gelände gegeben. Die Handbremse ist anzuziehen bzw. die Anlegeklötze sind
anzulegen. Ein Besteigen zum Zwecke der Bedienung des Domes ist ohne Abstützung
nicht möglich. Bei Schräglage sollte die Kopplung am Zugfahrzeug bleiben.
Alle Teile des Tankanhänger sind leitend verbunden und über ein Erdungsband mit der
befestigten Fahrbahn elektrostatisch ausgeglichen. Für unbefestigte Aufstellungen ist
optional ein Erdungsspieß zu schlagen, bevor die Stromversorgung für die Pumpe
angeschlossen wird.
Während des Transportes sind sämtliche Ventile im Dom zu schließen (gegen Auslaufen
und Explosionsschutz bei Unfällen). Bei Abstellen in dafür zulässigen Gebäuden/Hangars
bleiben ebenfalls die Ventile im Dom geschlossen. Ein Be- oder Enttanken innerhalb von
Gebäuden ist allgemein unzulässig.
Schutzzonen am Luftfahrzeug:
R 0,5m
1m
Das entzündliche Gefahrgut und die Bauart
ergibt die nachfolgenden Zonen für den
Explosionsschutz am Flugzeug (Bild 2).
Innerhalb dieser Zonen dürfen sich
keinerlei Zündquellen befinden
(Feuer, offenes Licht,
ungeschützte elektrische Geräte
oder Steckverbindungen
(Rauchverbot!).
Zone
1
0,8m
R 1m
R 3m
Zone 2
Bild 2: Explosionsschutzzonen am
Flugzeug (Beispiel C182)
Zone 0
Tankbehälter innen
Zone 1
0,5m um die Tanköffnung
bis 1m höher, R 1m am Boden
Zone 2
3 m Umkreis bis zu einer Höhe
von 0,8 m
Kerosin- oder dieselbetriebene Flugzeuge haben nur die Schutzzone 2 bis 0,8m Höhe mit
R 3m, darüber kegelförmig bis zur Einfüllhöhe.
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Beim Heranfahren des Tankanhängers ausreichenden Sicherheitsabstand zu allen
Flugzeugteilen halten.
Als Erstes den Potentialausgleich mit dem felxiblen Kabel des Tankanhängers an einem
metallischen Hauptteil des Flugzeuges anschließen (z.B. Auspuff des Motors) und als
Letztes nach dem Betanken wieder lösen. Auf Grasplätzen ohne gesicherten
Erdübergangswiderstand zusätzlich einen externen Erdspieß schlagen und an die
Erdungslasche anschließen.
Schlauchleitung vollständig aus dem Tankanhänger auspacken und ebenerdig bis zum
Flugzeug auslegen Der Füllschlauch ist ausreichend dimensioniert. Schutzkappen
benutzen und nur mit automatisch abschaltenden Zapfpistolen arbeiten.
Vor dem Anschluss einer Trockenkupplung die Flugzeugtankbelüftung kontrollieren.
Schutzkappen beidseitig bis unmittelbar vor der Koppelung geschlossen halten.
Die Koppelung erst abschließen, wenn ein deutliches Einrasten zwischen den
Kupplungshälften erfolgt ist.
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Technische Dokumentation
3. Verpackung, Transport und Lagerung
Alle Teile für die Nutzung sind fest mit dem Tankanhänger verbunden. Das Zubehör für die
ADR-Schutzausrüstungen befindet sich in der Box linksseitig, die Wartungsausrüstungen
und das Elektroanschlusskabel und weiteres Zubehör in der Box rechtsseitig.
Der Armaturenschrank, die Klapphaube und beide Boxen für Zubehör sind verschlossen.
Es existieren für jedes Schloss 2 Schlüssel. Durch die selbständige, verschlossene Einheit
ist der Transport auch ohne zusätzlichen Aufwand möglich.
Folgende Abmaße und Gewichte sind gegeben:
Länge über alles
Breite
Höhe
Gewicht leer
3,15m
1,52m
2,04m
330 kg
Verlademöglichkeiten:
- Durch Lasthaken.
Die Anhängung erfolgt an der Lasthakenöse oben am Tank oder über 4-fach Gehänge an
den Ringschrauben des Chassis (Sonderausstattung).
- Durch Ladebordwand:
Das Auf- und Abladen mit Ladebordwänden erfolgt quer zur Fahrtrichtung, mit
angezogener Feststellbremse und voll ausgefahrenem Stürzrad.
- Durch Gabelstapler:
Stapler mit verlängerten Gabeln von hinten unter die Achsen unterfahren und dabei
Abstandklötze (Gummi) zu den Auflagepunkten am Chassis verwenden. Auf Bremsseile
und Fahrzeugelektrik achten.
Bild 3,
Anhängeöse am IBC-Tank.
Die Lagerung bis zur Erstinbetriebnahme kann bis zu 12 Monaten bei Temperaturen von –
20 bis +50°C bei einer Luftfeuchtigkeit bis zu 75% erfolgen, ohne dass Besonderheiten bei
der Inbetriebnahme erforderlich sind.
Der Speditionstransport vom Hersteller zum Kunden erfolgt leer und ohne Gefahrgutinhalt.
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Technische Dokumentation
4. Aufbau und Wirkungsweise
IBC
Saug- und
Entlüftungsventil
PS
VE
FilterWasserabsorber
10 micro
VS
Zähler FILL-RITE
seriell und kummulativ
Peilstab
Handpumpe 0,3 ltr/2-Hub
Motorpumpen FILL-RITE
230V AC 35 od 65 ltr/min
12, 24 V DC 25 ltr/min
Saug-Druck-Anlage
VSÜ Überdruck
ventil 0,65 bar
M
VC Vakuumkontrolle
BFA Befüllung
2-2½ “
95%
3/4
grün – MOGAS
rotAVGAS
gelbDIESEL
schwarz KEROSINE
1/2
Generator
230 V AC
2000 W
Tank 500 l
1/4
VB
3%
Hinteres
Stützrad
ChassisErdungsband
Automatikpistole
und Zapfschlauch
CONTITAN 16
Handaufwicklung o.
Schlauchaufroller
Potentialausgleich
Kabeltrommel
optional
ADR-Zubehör
bis 3,5 to.
zGG
Vorderes
Stützrad
Bild 4: Aufbauplan mit Saug-Druck-Anlage mit Netz- und/oder Generatorbetrieb
IBC-Tank 500 l, doppelwandig Stahl oder Edelstahl, innen und außen feuerverzinkt,
Vakuum-Lecküberwachung, explosionsdruckstoßfest,
alle Rohrleitungen DN 16 nach DIN 2444, Zapfschläuche CONTITAN 16,
Weitere Spezifikation siehe Auftragsbestätigung
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4.1 Verzeichnis und Funktion der Armaturen am IBC (Dom)
Armatur
VB
VE
VS
VHS
PS
VSÜ
VC
BFA
Bezeichnung
Bodenventil mit Filter
Entlüftungsventil
Saugleitungsventil
Hebeschutzventil
Peilstab
Überdruckventil
Vakuummanometer
Befüllanschluss
Funktion
Verhindert den Rücklauf in der Saugleitung
Ist während des Transportes geschlossen
Ist während des Transportes geschlossen
Verhindert das Nachlaufen ohne Pumpe
Füllstandmessung mit gasdichtem Verschluss
Überdruckventil bei geschlossenen Behälter
Kontrolle Vakuumisolation Zwischenraum Behälter
Gasdichter Tankwagenanschluss od. Handbefüllung
4.2 Verzeichnis und Funktion der Armaturen im Armaturenschrank
Armatur
VP
PHand
PMotor
F
Bezeichnung
Zweiwegeventil
Handpumpe
Motorpumpe
Filterkombination
Funktion
Saugleitung Handpumpe oder Motorpumpe
0,4 l/min je Doppelhub
230V, 2,4A, 500 Watt, 50 l/min, 1,6 bar
Partikel >30 µm, 0,3 l Wasserabsorption
4.3 Wirkungsweise
4.3.1 Armaturenstellung beim Transport
Zur Erfüllung der Transportsicherheit sind sämtliche Anschlüsse am IBC-Tank gasdicht
geschlossen und durch einen Schutzring mit Armaturenschrank geschützt. Alle
Verschlüsse sind durch Schlösser geschlossen. Die Bauart ist so ausgeführt, das der Tank
Fallversuche aus 30m ohne zu bersten übersteht (Explosionsdruckstoßfestigkeit). Daher
besitzt der Tank auch keinen Sumpf und keine Anschlüsse außerhalb des Schutzringes.
Ein Sicherheitsventil VSÜ verhindert Überdruck z.B. durch Erwärmung über 0,65 bar.
Die Ventile im Armaturenschrank befinden sich in einer Stellung wie im Bild 4 gezeichnet,
die auch ein Auslaufen von Kraftstoff aus Rohrleitungen verhindern. Der ADRSicherheitsabstand von >100mm gegen Auffahrbeschädigungen von hinten ist
eingehalten.
4.3.2 Armaturenstellung bei der Lagerung
Die Abstellung des Tankanhänger in geschlossenen Räumen darf nur im gesicherten
Zustand erfolgen. Alle Verschlüsse sind Schlösser geschlossen und die Schranktür
zuverlässig verschlossen. Über die Feststellung des Anhängers mit Handbremse und/oder
Anlegeklötze entscheiden die örtlichen Bedingungen.
4.3.3 Befüllung des IBC-Tank und Füllstandkontrolle
Über den Befüllanschluss BFA kann der Tankwagen durch Pistolenbefüllung mit
automatisch abschaltenden Zapfpistolen bis auf 95% = 475 Liter befüllt werden (kontrolle
durch Peilstab-obere Markierung, um die Ausdehnung durch Temperaturschwankungen
ohne Austritt von Kraftstoff ausgleichen zu können. Das Entlüftungsventil VE ist dabei
geöffnet. Eine direkte Tankwagenkoppelung mit Grenzwertgeber GWG an die
Überfüllsicherung des Tankwagen ist nur optional möglich.
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Technische Dokumentation
Die Verschlusskappe des Befüllanschlusses wird gasdicht zugedreht und kann zusätzlich
durch ein Schloss arretiert werden.
Am gasdichten Verschluss für den Peilstab besteht ebenfalls die Möglichkeit, ein
unzulässiges Öffnen zu verhindern.
Für die Füllstandkontrolle erfolgt das Öffnen und Herausziehen des Peilstabes mit den
Markierungen bei ¼ ,½, ¾ und maximaler Füllstand. Z uvor ist muss mit Öffnen des
Entlüftungsventils Druckausgleich hergestellt werden.
4.3.4 Inbetriebnahme
4.3.4.1 Erstinbetriebnahme
Nach der sachgerechten Herstellung der Betriebsbereitschaft (siehe Punkt 2) und dem
gefüllten IBC-Tank sind das Saugleitungsventil VS und das Entlüftungsventil VE geöffnet.
Das Pumpenventil VP ist auf die gewählte Pumpe – Motorpumpe – zu stellen, wenn
parallel eine Handpumpe vorhanden ist (je nach Spezifikation).
Der Zapfschlauch ist abzuwickeln, die Automatikpistole an der Überwurfmutter
abzuschrauben und der offene Zapfschlauch in den eigenen Befüllanschluss des IBCTank einzuhängen.
Damit arbeitet die Pumpe bei der Erstinbetriebnahme gegen offene Schieber ohne
Widerstand. Die Saugleistung der Motorpumpe reicht aus, um Kraftstoff innerhalb weniger
Sekunden trotz der Luft in der Saugleitung anzusaugen. Es bietet sich an, dieses
Zurückpumpen in den eigenen Tank für ca. 100 Liter laufen zu lassen, bis ein gewünschter
Anfangsstand am Zähler erreicht ist.
Eine Saugzeit von über 30 sec. ohne Kraftstoff soll vermieden werden. Hier könnte ein
Ansaugen von Falschluft in der Saugleitung die Ursache sein (Verschraubungen
nachziehen).
Nach der Erstfüllung der Saug- und der Druckleitungen wird die automatische Zapfpistole
wieder für den normalen Betrieb angeschraubt.
Anmerkung: Automatische Zapfpistolen öffnen erst ab einem Mindestdruck über 0,2 bar,
der bei leerer Saug- und leerer Druckleitung durch die Flügelpumpe bei Luftbetrieb nicht
erreicht wird.
4.3.4.2 Wiederkehrende Inbetriebnahme
Das Wiedereinschalten nach dem Auftanken des IBC-Tank kann auch bei angebautem
und auch geschlossenen Automatikventil erfolgen, weil sich noch Kraftstoff in der Saugund Druckleitung befindet. Wurde jedoch zuletzt völlig leergezapft und das veränderte
Pumpengeräusch nicht beachtet, dann befindet sich wieder Luft in der Saug- und
Druckleitung. In diesem Fall wieder die Prozedur wie bei der Erstinbetriebnahme
wiederholen.
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Technische Dokumentation
5. Technische Daten
5.1 Allgemeine technische Daten
- Der Tankanhänger ist speziell als Flugfeldtankanhänger und mit Zulassung für den
Straßen- Schienen- und Seetransport im gefüllten Zustand für Netto-Mengen bis
950 Liter für flüssige, entzündbare Stoffe der Klasse 3 nach ADR Kap. 9 ausgelegt
und gekennzeichnet.
- Die Tankkonstruktion ist als IBC doppelwandig, explosionsdruckstoßfest und mit
Vakuumüberwachung ausgelegt. Sie darf daher keine äußere Draineinrichtung
besitzen.
- Jeglicher Flüssigkeitsstrom durchläuft deshalb ein nicht abschaltbares Filter mit
Absorber für Schmutz und Wasser.
- Alle technischen Einrichtungen sind für Viskositäten von Flug- und
Automobilkraftstoffe geeignet. Die Zähler besitzen eine Justageeinrichtung für den
Abgleich zur Viskosität.
- Der allgemeine elektrische Schutzgrad beträgt
IP 55.
- Der Explosionsschutzgrad in der Zone 1 beträgt
für die Motorpumpe
EX II 2 G c T3 X
für den Grenzwertgeber
EX II 1G EEx ia IIC T4
- Relative Luftfeuchtigkeit
20 ... 95%
- Temperatureinsatzbereich der Technik
-20°C ... + 50°C
5.2 Technische Daten des Anhängers
Der Anhänger ist eine Spezialkonstruktion für den IBC-Tank KC 1000 mit besonders
niedriger Schwerpunktlage und breitem Radstand auf zwei getrennten Achsen. Damit
verfügt der Anhänger über eine hohe Geländegängigkeit und Kippsicherheit. Im
abgekoppelten und gebremsten Zustand sind keine Abstützungen für die gewöhnliche
Nutzung erforderlich. Das Besteigen einer Person ist ohne Abstützung im leeren als auch
im vollen Zustand zulässig. Für das Rangieren im abgekoppelten Zustand kann das
Stützrad soweit ausgefahren werden, das die vordere Achse freigehoben ist und über die
Hinterachse dreht. Ein Reifenschaden an einem Rad beeinträchtigt nicht die
Standsicherheit des Anhängers.
- Zulässiges Gesamtgewicht
<750 kg
- Leergewicht
330 kg
- Zulässige Einzel-Achslasten
1 x 750 kg
- Zulässige Stützlast
70 kg
- Fahrzeugelektrik
12 V, 13-poliger Stecker
- Bereifung
155/80R13 2,2 bar
- ADR-Kategorie Kap. 9.1
ohne < 1 m3
5.3 Technische Daten des Tankbehälters
Ausführliche Unterlagen mit Zertifikat wenden für jeden Behälter und mit Prüfzeugnis
separat mitgeliefert. Angaben des Typenschildes am Kraftstoffcontainer-IBC:
- Zulassungs- Nr.:
UN 31A/Y/01.06/D/BAM 0489-rietberg/0/763
- Fassungsraum
500 Liter
- Tankwerkstoff:
S 235 JRG 2
- Masse (Brutto max.):
763 kg
- Herstell-Datum:
siehe Typschild
- Zulässiger Druck:
0,65 bar
- Mindestwanddicke:
Innen 2,0; außen 1,5 mm
- Leermasse
170 kg
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Technische Dokumentation
5.4 Technische Daten der Armaturen
-
Rohleitungen
-
Ventile und Dichtungen
Zähler
-
Filter
-
Motorpumpe
-
Handpumpe
-
Zapfschlauch
Potentialausgleich LFZ
-
Potentialausgleich Anhänger
Stahlrohr verzinkt DIN 2444 od. 1.4301
mit Gewindeverschraubung
Viton
FILL-RITE Modell 807C,
mechanisch, Schwingscheibe, 3/4“ Anschluss
20....80 l/min, max. 3,5 bar
Justagebereich ± 3%,
Genauigkeit 1% ab 20 Liter
Cim-Tek 260 HS-II-10 mit Hydr-Sorb 0,3 ltr
< 65 l/min
FILL-RITE Modell 700, 230V 50 Hz, 2,4A,
35 ltr/min, 1,5 bar,
FILL-RITE Modell 2400
0,4 ltr je Doppelhub
CONTITAN 16 (grün, rot, schwarz, gelb)
mechanische Haspel mit Handaufwicklung oder
Federrückzug 4 qmm Cu, gelb-grün mit
Klemmzange
Erdungslasche
5.5 Zubehör
Das Zubehör befindet sich in den Stauboxen, montiert auf den Kotflügeln
-
2
1
1
2
1
2
Stück
Set
Stück
Stück
Stück
Stück
-
1
2
Stück
Stück
-
1
Stück
Feuerlöscher 2 kg ABC
ADR-Schutzkoffer mit Ausrüstungen
Warnweste mit Schutztasche
Warndreiecke
Taschenlampe
Warntafeln, 1x 40x30 angebaut, 1x 13x7
beigelegt,
Stauboxen, montiert mit Schloss
Kennzeichnung UN-Nr./entzündb. Stoffe
angebracht, Hinweisschild, Rauchverbot
Vorhängeschloss
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Technische Dokumentation
6. Wartungs- und Prüftabelle:
Lfd.
Nr.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
Wartungs- oder Prüfmaßnahme
Allgemeine Sichtkontrolle auf
Undichtigkeiten, Reifenluftdruck,
Behälter-Vakuum, Beschädigungen,
Lichtanlage,
ADR-Kennzeichnung, Zubehör
Reifenluftdruck prüfen / einstellen 2,2
bar
Behältervakuum prüfen / einstellen >-0,3
bar
Funktion aller Ventile der Tanktechnik
Filterwechsel bei Anfall oder spätestens
Festsitz aller Schrauben und
Kupplungen
Nachstellen der Handbremse
Kontrolle der Auflaufbremsanlage/Reifen
Kontrolle der Messgenauigkeit nach
Bedarf
Anhänger Inspektion (TÜV)
Behälter Inspektion (TÜV)
1x
Tag
X
1x
Monat
1x
Jahr
1x
5 Jahre
X
X
X
X
X
X
X
X
2-jährig
X
7. Behebung von Störungen
Störungen können durch Verschleiß oder falsche Bedienung entstehen. In nachfolgender
Tabelle sind Hinweise über Ursachen und Maßnahmen enthalten.
Lfd.
Nr.
1
2
3
4
5
Störung
Motor- oder Handpumpe
saugt nicht an
Motor- oder Handpumpe
saugt nicht an, VS offen
Ursache
Saugleitungsventil VS
nicht geöffnet
Kein Kraftstoff in der
Ansaugleitung,
Behälter leer,
Saugleitung zieht Luft
Filter zu
Motor- oder Handpumpe
saugt an, aber kein Druck
Handpumpe fördert nicht Ventil VP in falscher
Motorpumpe geht
Stellung
Anzeigefehler zu groß
Verstellung der Justage
Maßnahme
Ventil öffnen
-
Behälter nachfüllen
Saugleitung füllen
Verschraubungen
nachziehen
Filter wechseln
-
Ventil VP umstellen
-
Justage durchführen
(Anleitung siehe
Dokumente Zähler)
Neu kalibrieren
-
-
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Technische Dokumentation
8. Anhang
8.1 Bildergalerie
Tankanhänger ZAA 0,75 and 1,4 mit LFZ KC 500 und 1000 / IBC – linke Seite
Tankanhänger IBC-500 mit Fahrgestell ZAA 0,75 und LFZ KC 500/IBC – Standard
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Technische Dokumentation
Externer
Sauganschluß
Ventil
offen
Lüftungsventil VE
offen
Saugventil VS
offen
Tankanhänger IBC-500 mit geöffnetem Armaturenschrank, vorn Handpumpe, dahinter
Motorpumpe, Zähler, Filter, Zapfschlauch (hier rot), automatische Zapfpistole und externer
Sauganschluss mit Saugleitung (hier grün)
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8.2 Zertifikate
Die Dokumente und Zertifikate befinden sich nach folgender Gliederung bei den
vereinbarten Übergabedokumenten entsprechend der vertraglichen Festlegungen.
8.2.1 Tankanhänger
-
Europäisches Gutachten zur Erlangung der Kraftfahrzeugzulassung
oder mit Erstzulassung und EU-KFZ-Brief des Herstellers
-
Begutachtung des Fahrzeuge durch TÜV/DEKRA mit positivem Ergebnis
8.2.2 Tankbehälter
-
Prüfzeugnis für den IBC-Tank – Original –
-
Zulassungsschein UN 31A/Y/01.06/D/BAM 0489-rietberg/0/763als IBC-Tank für
Straßen-, Schienen- und Seetransport des Bundesamtes für Materialforschung und
–prüfung (BAM) mit Nachweis Explosionsdruckstossfestigkeit und doppeltem
Reinigungsintervall für wiederkehrende Prüfungen,
-
Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-65.22-262 für die VakuumLecküberwachung
8.2.3 Armaturen
-
Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-65.17-226 des Grenzwertgeber GWS;
Zapfpistole, Aufroller u.a. (wenn vorhanden)
-
Dokumentation über ATEX-Kennzeichnung aller Baugruppen,
-
Einzeldokumentation aller Baugruppen soweit erforderlich und vorhanden,
-
Betriebsparameter des Filters als Aufdruck auf der Filterpatrone
-
Generatorunterlagen - gesonderte Dokumentation
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