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Betriebsanleitung - Pratissoli Hochdruckpumpen

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Betriebsanleitung
Hochdruckpumpe
Typ KE
Betriebsanleitung für Hochdruckpumpen Typ KE
________________________________________________________________________
Seite
Inhaltsverzeichnis
1) Allgemeines
2) Eigenschaften von Plungerpumpen
3) Beschreibung der Plungerpumpe Typ KE
3.1) Übersicht der Maße Pumpentyp KE
3.2) Leistungsdaten und NPSH
3.3) Typenschild
4) Übersicht der Anschlüsse
5) Aufbaurichtlinien
5.1) Antriebsdrehrichtung
6) Sicherheitshinweise für Wartungs- und Montagearbeiten
7) Verbot von eigenmächtigen Umbauten und Veränderungen an der Pumpe
8) Montage
8.1) Die Saug- oder Zulaufleitung
8.2) Vordruckpumpe
8.3) Filter
8.4) Vorlauftank
8.5) Überströmleitung
9) Inbetriebnahme
10) Tägliche Wartung
10.1) Tägliche Kontrolle des Ölstands
10.2) Ölwechsel
10.3) Ölsorten Auswahltabelle
10.4) Empfohlene Getriebeöle
10.5) Wartung des Pumpenkopfs
10.6) Wartung des Wasserzulaufs
10.7) Wartung bei Frostgefahr (ab +4°C und darunter)
11) Hinweise für Wartungsarbeiten
11.1) Überprüfen der Ventilsätze
11.2) Demontage der Ventile
11.3) Instandsetzung der Ventileinsätze
11.4) Montage der Ventile
11.5) Anziehen der Ventildeckelschrauben
11.6) Austausch der Dachmanschetten
11.7) Anziehen der Pumpenkopfschrauben
10.8) Austausch der Plunger
10.9) Demontage der Kurbelwelle
10.10) Montage des Triebwerks
11) Überprüfung der Kurbelwellenlager
11.1) Austausch der Kurbelwellenlager
11.2) Einstellen des Lagerspiels
12) Drehmomente
13) Sicherheitsvorschriften
13.1) Personalqualifikation und -schulung
13.2) Regel und Vorschriften
13.2) Regel und Vorschriften
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Betriebsanleitung für Hochdruckpumpen Typ KE
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Inhaltsverzeichnis
Seite
14) Garantiebedingungen
15) Mögliche Fehlerquellen
16) Bauteile Zeichnung
17) Bauteile Stückliste
18) Ersatzteile Pakete
19) Durchflußgeschwindigkeit in Abhängigkeit vom Leitungsdurchmesser
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Betriebsanleitung für Hochdruckpumpen Typ KE
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1) Allgemeines
Die Hochdruckpumpen Typ KE wurden speziell für den Einsatz in Kommunalfahrzeugen und stationären
Reinigungsanlagen entwickelt.
Sie sind für den intermittierenden Einsatz und für den Dauerbetrieb bestens geeignet.
Bei fachgerechter Aufstellung, Bedienung und Wartung wird die Pumpe stets zu Ihrer Zufriedenheit arbeiten.
Bei Beachtung der im nachfolgenden genannten Bedienungs- und Wartungsvorschriften übernehmen wir die
Gewährleistung entsprechend unseren Lieferungsbedingungen.
Wird die Pumpe unter anderen Bedingungen eingesetzt als denjenigen, die in der Auftragsbestätigung
genannt werden, oder kommt es durch unsachgemäße Behandlung zu Schäden, entfällt die Gewährleistung.
2) Eigenschaften von Plungerpumpen
Das Einsatzgebiet von Plungerpumpen ist der Bereich hoher Drücke und kleiner Fördermengen. Bei Beginn
des Saughubes öffnet sich das Ansaugventil und das Wasser folgt dem zurückweichenden Plunger. Am
Ende dieses Hubvorganges schließt das Saugventil entweder durch sein Eigengewicht oder durch Federdruck, und der Druckhub beginnt. Dieser Druckhub öffnet das Druckventil und fördert das Wasser in die
Druckleitung. Am Ende des Druckhubes schließt das Druckventil und ein neuer Saughub beginnt.
Die Druckhöhe kann theoretisch jeden beliebigen Wert annehmen und ist in der Praxis nur von der
Festigkeit der Pumpenteile sowie der Antriebsleistung abhängig. Eine ausreichende Absicherung der
Druckseite durch Druckregelorgane und Sicherheitsvorrichtungen ist deshalb unerläßlich.
Der Einlaufseite (Saugseite) der Pumpen muß stets besondere Beachtung gewährt werden, da das
Ansaugvermögen und somit die Lebensdauer der Pumpe, von Leitungsführung, Vordruck, Flüssigkeitstemperatur, und anderen Einflüssen abhängig ist.
3) Beschreibung der Plungerpumpe Typ KE
KE-Pumpen sind liegende Dreiplungerpumpen mit angeflanschtem Pumpenkopf und leicht austauschbaren
Plungerwechselsätzen.
Die Haupteile der Pumpe sind:
- Pumpentriebwerk
(Gehäuse, Kurbelwelle, Pleuel, Führungskolben)
- Plungerwechselsätze (Plunger, Plungerlaufbuchse, Dachformmanschette)
- Pumpenkopf
Das Pumpentriebwerk besteht aus dem Pumpentriebwerksgehäuse, der Kurbelwelle mit angebauten
Pleuel und den Führungskolben an denen die Plunger angebaut sind.
Diese Plunger befinden sich in den Plungerlaufbuchsen und sind durch Dachformmanschetten abgedichtet.
Durch ein System von verschiedenen Plungerwechselsätzen bei denen unterschiedliche Durchmesser
zum Einsatz kommen, kann der Druck und Fördermengen im Rahmen der Antriebsleistung in weiten
Bereichen variiert werden.
Das Pumpentriebwerk wird mit einer maximalen Antriebsdrehzahl von 1450 U/min betrieben.
Der Pumpenkopf ist als komplettes Bauteil an das Pumpentriebwerk angeflanscht und enthält alle Saugund Druckventile sowie die Saug- und Druckanschlüsse.
Die Förderleistung, den Arbeitsdruck, und die maximale Antriebsdrehzahl Ihrer Pumpe entnehmen Sie bitte
dem Typenschild.
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Betriebsanleitung für Hochdruckpumpen Typ KE
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3.1) Übersicht der Maße Pumpentyp KE
3.2) Leistungsdaten und NPSH
Leistungstabelle Pumpentyp KE
Modell
KE 20
KE 22
KE 24
KE 26
KE 30
Drehzahl
1450 U/min
1450 U/min
1450 U/min
1450 U/min
1450 U/min
Druck
300 bar
250 bar
210 bar
150 bar
130 bar
Fördermenge
31 l/min
38 l/min
45 l/min
61 l/min
70 l/min
Leistung
18,2 kW
18,2 kW
18,1 kW
17,9 kW
18,4 kW
NPSHr
2,5 m
3,0 m
3,5 m
4,0 m
4,5 m
Die Baugröße ergibt sich aus der Typenbezeichnung und dem Plungerdurchmesser.
Dadurch ist der in der Pumpe zum Zeitpunkt der Auslieferung eingebauten Plungerwechselsatz bestimmt.
(z.B. KE 20 = Plungersatz 20 mm)
3.3) Typenschild
Jede Pumpe wird bei der Auslieferung
wie folgt gekennzeichnet. Position Typenschild
1. Seriennummer
2. Pumpentyp und Modell
3. Drehzahl max.
4. Antriebsleistung
5. Förderleistung max.
Durch die Angaben des Pumpentyps, Pumpemodells
und der Serienummer ist die Hochdruckpumpe
genau spezifiziert.
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4) Übersicht der Anschlüsse
1. Wasserzulaufanschluß Ø 1“
Hier erfolgt der Anschluss der Zulaufleitung
2. Druckwasseranschluß Ø ½“
Der ungenutzte Anschluss muss druckfest
verschlossen werden
3. Druckwasseranschluß Ø ¼“
Die Anschlüsse können zu problemlosen
Anschluss eines Manometers genutzt werden
5) Aufbaurichtlinien
Die Hochdruckpumpe KE muss auf einem stabilen und absolut geraden Grundrahmen befestigt werden. Die
Neigung der Pumpe im montierten Zustand darf 5° Grad nicht übersteigen, da sonst keine ausreichende
Schmierung sichergestellt werden kann. Hinweis für Fahrzeugaufbauten
Durch den Antrieb darf die Antriebswelle nicht Axial belastet werden.
Bei direktem Antrieb durch einen Motor empfiehlt sich in jedem Fall der Einbau einer elastischen Kupplung.
Hierbei muß sich die Antriebswelle des Motors sowohl vertikal wie horizontal auf gleicher Höhe wie die
Antriebswelle der Pumpe befinden.
Bei Antrieb über eine Gelenkwelle ist diese mit einem Schiebestück auszuführen oder anderweitig
sicherzustellen das Axialbelastungen auf die Antriebswelle ausgeschlossen sind.
Bei Keilriemenantrieb ist auf eine genaue Flucht der Keilriemenscheiben und eine korrekte
Riemenspannung zu achten. Überspannte Riementriebe können unzulässige hohe Kräfte auf die
Antriebswelle übertragen.
Um die bestmögliche Schmierung im Pumpentriebwerk zu erreichen, ist es unumgänglich, die auf dem
Gehäuse angegebene Drehrichtung der Pumpenwelle zu beachten.
Am Pumpenkopf befinden sich zwei Anschlußgewinde zur Montage der Ansaugleitung. Der nicht benötigte
Anschluß muß dicht und druckfest verschlossen werden. Entnimmt die Pumpe ihr Wasser aus einem
Behälter, so muß der minimale Wasserstand im Behälter mindestens auf gleicher Höhe wie der Ansaugstutzen am Pumpenkopf sein. Besser ist jedoch ein Gefälle vom Wasserbehälter zum Ansaugstutzen.
Um Montagearbeiten zu erleichtern, ist auf ausreichend Freiraum zu achten.
Um Schäden an der Pumpe zu vermeiden, ist bei Frostgefahr eine Entleerung der wasserführenden Teile
vorzunehmen. Um das Entleeren des Pumpenkopfs zu erleichtern sollten in der Saug- und Druckleitungen
jeweils an der tiefsten Stelle des Systems Entwässerungshähne montiert werden.
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5.1) Antriebsdrehrichtung
Auf dem Triebwerksgehäuse sind seitlich
in der Nähe der Antriebswellen Pfeile eingeprägt. Der Pfeil zeigt die bevorzugte
Drehrichtung an. Das Bild Nr.4 zeigt die
Drehrichtung vom Pumpenkopf aus
gesehen.
6) Sicherheitshinweise für Wartungs- und Montagearbeiten
Der Betreiber ist verpflichtet alle Wartungs- und Montagearbeiten nur von dafür unterwiesenem und
qualifiziertem Fachpersonal durchführen zu lassen.
Das eingehende Studium der Betriebsanleitung ist die Mindestvoraussetzung um die nötigen Informationen
über die Hochdruckpumpe zu erhalten.
Bei offenen Fragen ist es unumgänglich den Hersteller der Pumpe anzusprechen.
Alle Wartungsarbeiten dürfen nur an einem komplett stillgesetzten und gegen wiedereinschalten
gesicherten Pumpe, sowie mit dem geeigneten Werkzeug ausgeführt werden.
7) Verbot von eigenmächtigen Umbauten und Veränderungen an der Pumpe
Eigenmächtige Umbauten oder Veränderungen an der Pumpe sind aus Sicherheitsgründen nicht gestattet.
Bei Reparaturen sind nur Original- Ersatzteile zugelassen. Nichtbeachtung führt zwangsläufig zum erlöschen der Gewährleitungsansprüche.
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8) Montage
8.1) Die Saug- oder Zulaufleitung
sollte so kurz wie möglich und ausreichend groß dimensioniert sein. Strömungsgeschwindigkeiten
> 0,5 m/sec. (siehe Anhang Diagramm 1) sind unzulässig. Sie muß dicht und so beschaffen sein, daß sie
sich beim Ansaugen nicht zusammenziehen kann.
Es ist darauf zu achten, dass in der Ansaugleitung kein Gegengefälle (Luftsackbildung) montiert wird.
Der direkte Anschluß eines 90° Winkel muß vermieden werden. Vor dem ersten Winkel sollte ein gerader
Zulauf vom ca. 300 mm sein.
8.2) Vordruckpumpe
Bei einer sehr langen Ansaugleitung ist es ratsam, eine Vordruckpumpe für die Wasserversorgung
einzusetzen. Die Wasserleistung der Vordruckpumpe sollte der 2,5-fachen Wasserleistung der
Hochdruckpumpe entsprechen. Als Betriebsdruck der Vordruckpumpe ist ca. 3 bar vorzusehen.
8.3) Filter
Es ist ratsam die Pumpe durch einen Filter in der Ansaugleitung vor unzulässige Schmutzfrachten zu
schützen. Jedoch müssen folgende Bedingungen berücksichtigt werden.
Die Kapazität des Filters (Filtervolumen) sollte wenigstens die 3-fache Wasserleistung der Hochdruckpumpe
betragen. Die Feinheit des Filtergewebes sollte zwischen 0,2mm bis 0,36mm liegen.
Die Konstruktion des Filters muß die Bildung von Luftblasen ausschließen, wobei es ratsam ist am höchsten
Punkt einen Entlüfter zu montieren.
Es muss sichergestellt sein, daß auch bei einem verschmutzen Filter (entspricht sehr langer Ansaugleitung)
genügend Wasser in die Pumpe gelangt.
8.4) Vorlauftank
Der Vorlauftank muß mindestens zwei Kammern haben damit das Ansaugen und das Zurückführen des
Überströmwassers getrennt voneinander erfolgen kann.
Um ein Ansaugen von Bodenschlamm zu vermeiden sollte die Ansaugleitung im Behälter mind. 40mm
oberhalb des Bodens enden. Zur Vermeidung von Siphoneffekten ist im Abstand von ca.100 mm oberhalb
der Ansaugleitung ein Blech anzubringen.
Durch eine Minimum-Füllstandsüberwachung ist sicherzustellen, daß die Pumpe nicht ohne Wasser
betrieben werden kann.
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8.5) Überströmleitung
Im Überströmwasser befinden sich hervorgerufen durch das Entspannen des Wasserdruckes Luftblasen.
Eine Rückführung in die Zulaufleitung ist nur zulässig, wenn sichergestellt ist, daß eine Entlüftung erfolgen
kann. Dies ist bei der Verwendung von Vorlaufbehältern gegeben.
9) Inbetriebnahme
-
Transportölstopfen gegen den mitgelieferten belüfteten Ölpeilstab tauschen.
Ölfüllung und Ölstand überprüfen.
Pumpe an Wasserversorgung anschließen, die Pumpe darf nie trocken laufen.
Druckregelventil auf drucklosen Umlauf stellen.
Antrieb einschalten. Drehzahl und Drehrichtung überprüfen.
Pumpe ohne Gegendruck einige Minuten arbeiten lassen.
Druckregelventil auf den gewünschten Arbeitsdruck einstellen.
Das Einstellen und die Kontrolle des Betriebsdruckes hat in jedem Fall bei geöffnetem Druckverbraucher zu
erfolgen. Hierzu ist der Abnehmer auf die vorhandene Fördermenge der Hochdruckpumpe abzustimmen.
Da bei Verwendung von Abnehmer mit Schließventilen (Spritzpistole u.ä.) eine Druckerhöhung bei
geschlossenem Abnehmer erfolgt, ist die Einstellung des Druckregelventils so zu wählen, daß nach dem
schließen des Abnehmers auf keinen Fall der zulässige Maximaldruck lt. Typenschild überschritten wird.
10) Tägliche Wartung
10.1) Tägliche Kontrolle des Ölstands
Der Ölstand ist täglich mit dem Ölpeilstab
oder durch das Schauglas kontrollieren und
ggf. ergänzen. Ein zu niedriger Ölstand
beeinträchtigt die korrekte Schmierung des
Triebwerks und führt zu einer unzulässig
hohen Temperatur im Öl, was zu einem
Totalschaden des Triebwerks führen.
Legende Bild 7
1 - Ölpeilstab
2 - Schauglas
3 - Ölablassschraube
10.2) Ölwechsel
Der erste Ölwechsel erfolgt nach 50 Betriebsstunden.
Weitere Ölwechsel alle 1000 Betriebsstunden, oder bei Pumpen die weniger als 1000h im Jahr betrieben
werden, mindestens einmal im Jahr. Der Ölwechsel darf nur im betriebswarmen Zustand erfolgen. Das bei
der Auslieferung ab Werk eingefüllte Öl der Sorte SAE 15W40 gewährleisten eine einwandfreie Triebwerkschmierung bei einer Umgebungstemperaturen zwischen -10°C und 50°C. Wird die Hochdruckpumpe bei
anderen Umgebungstemperaturen eingesetzt, entnehmen Sie die passende Ölsorte aus dem nach
stehenden Diagramm
Ölmenge im Triebwerksgehäuse: 2,0 Liter
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10.3) Ölsorten Auswahltabelle
10.4) Empfohlene Getriebeöle
Schmierstoffempfehlung für "PRATISSOLI"-Hochdruckplungerpumpen
Hersteller
Pratissoli
Aral
BP
Castrol
Elf
Bezeichnung
X99 Orginal
Tronic
VISCO 2000
CWX
Sport ST
Motorenöl 15W40
Hersteller
Esso
Mobil
Shell
Agip
Total
Bezeichnung
UNIFLO
SUPER
HELIX SUPER
F1 Supermotor Öl
QUARTZ 5000
10.5) Wartung des Pumpenkopf
Die Ventilsätze des Pumpenkopfs sind in den Intervallen der Ölwechsel zu überprüfen und verschlissene
Ventilteile auszutauschen.
10.6) Wartung des Wasserzulauf
Der Wasserfiltereinsatz in der Saugleitung ist täglich auf Verschmutzungen zu überprüfen und bei Bedarf zu
reinigen bzw. zu erneuern. Die Saugleitung ist regelmäßig auf Dichtigkeit zu überprüfen.
10.7) Wartung bei Frostgefahr (ab +4°C und darunter)
Unterbrechen Sie die Wasserzufuhr, öffnen Sie die Entleerungsventile der Saugleitung und lassen Sie die
Pumpe für ein paar Sekunden arbeiten, ( besser von Hand durchdrehen ) bis sich kein Wasser mehr im
Pumpenkopf befindet.
Sollte der Aufbauer zur Entwässerung von Pumpe und Leitungen eine pneumatischer Restwasserentleerung
installiert haben, ist sicherzustellen das nach dem ausblasen die Druckluft wieder vom Anschluß entfernt
wird. Luft die durch undichte Ventile in die Saug- oder Druckleitung gelangt, führt zu Beschädigungen an der
Pumpe.
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11) Hinweise für Wartungsarbeiten
11.1) Überprüfen der Ventilsätze
Die Ventile unterliegen keinen speziellen Wartungsintervallen. Es ist ausreichend die Ventile im Rahmen
von Instandsetzungsarbeiten an Dichtungen oder Plunger zu überprüfen. Die O-Ringe sind bei jeder
Demontage zu ersetzen.
Bei Störungen des Pumpenbetriebs, die auf die Ventile zurück zuführen sind ist eine sofortige Überprüfung
der Ventile nötig.
11.2) Demontage der Ventile
Lösen Sie die Schrauben der Ventildeckel.
Ziehen Sie die Ventilstopfen mit einer Gewindestange M8 aus dem Pumpenkopf
Demontieren Sie die Ventile mit dem gleichen
Werkzeug (siehe Bild 18)
11.3) Instandsetzung der Ventileinsätze
Die Einzelteile der Ventile sind mit leichtem Druck
zusammengepresst.
Zur Demontage der Ventilführung ist nur ein geringer
Kraftaufwand nötig und ist mit einfachem Werkzeug
möglich.
(siehe Bild 19)
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11.4) Montage der Ventile
WICHTIG:
Vor der Montage der Ventile und O-Ringe müssen die
Bohrungen perfekt sauber sein. Die wichtigen Konturen
im Pumpenkopf sind im Bild. 20 bezeichnet.
11.5) Anziehen der Ventildeckelschrauben
Um die Dichtheit des Pumpenkopfs zu erreichen,
müssen die Ventildeckelschrauben A bis G mit einem
Drehmoment von 80 Nm vorgespannt werden.
Das Anziehen der Schrauben muß mit einem
Drehmomtenschlüssel, in der in Bild 24 festgelegten
Reihenfolge erfolgen.
11.6) Austausch der Dachmanschetten
Lösen Sie die acht Pumpenkopfschrauben
(siehe Bild 21)
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Demontieren Sie die Hochdruckpackung (siehe Bild 22)
aus dem Pumpenkopf. Es ist darauf zu achten das bei der
Demontage weder die Messingbauteile noch die
Bohrungen im Pumpenkopf beschädigt werden.
Achten Sie auf die richtige Reihenfolge der
Bauteile bei der Montage (siehe Bild 23)
1- Frontring
2- Hochdruckpackung
3- Stützring
4- Mittelring
5- Niederdruckpackung
6- Dichtringhalter
7- O-Ring
Wichtig:
Um die Montage der Dichtungsbauteile und das
anschließende Einlaufen der Dichtlippen zu
erleichtern sollten Sie Bauteile mit etwas Siliconfett
bestreichen.
11.7) Anziehen der Pumpenkopfschrauben
Um die Dichtheit des Pumpenkopfs zu erreichen,
müssen die Pumpenkopfschrauben Nr.1 bis Nr.8 in
zwei Schritten mit einem Drehmoment von 20 Nm und
anschließen einem Drehmoment von 40 Nm angezogen
werden.
Das Anziehen der Schrauben muss mit einem
Drehmomentschlüssel, in der in Bild 24 festgelegten
Reihenfolge erfolgen.
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10.8) Austauschen der Plunger
Demontieren Sie den Pumpenkopf wie unter 10.5)
beschrieben. Lösen Sie die Plungerschraube und ziehen Sie
den Plunger aus dem Dichtringhalter.
Wichtig:
Bei dem Wechseln der Plunger müssen immer alle
Dichtungen und O-Ringe ebenfalls ausgetauscht
werden.
10.9) Demontage der Kurbelwelle
Als erstes muss das Öl aus dem Triebwerk abgelassen.
Entnehmen Sie die Paßfeder aus dem Antriebszapfen.
Demontieren Sie den hinteren Gehäusedeckel.
Die Seitendeckel werden mit drei Abdrückschrauben
M6x50 gelöst. (Siehe Bild 9)
Nach dem die Pleuelhalbschalen demontiert wurden,
müssen die Pleuel mit den Kreuzköpfen zusammen
komplett nach vorne geschoben. Anschließend kann die
Kurbelwelle zur Seite herausgenommen werden.
Wichtig:
Damit die Kreuzköpfe weit genug nach vorne
geschoben werden können müssen die Plunger und
die Ölabstreifringe Pos.24 (siehe Zeichnung Seite 21)
demontiert werden. Bei der Entnahme der Pleuel und
Kreuzköpfe muss die Position im Triebwerksgehäuse
so gekennzeichnet werden, dass bei der Montage die
Kreuzköpfe wieder in die gleiche Bohrung eingeführt
werden.
10.10) Montage des Triebwerks
Vor der Montage der Einzelteile muss das
Triebwerksgehäuse gründlich gereinigt werden. Führen
Sie die Kreuzköpfe wieder in die gleiche Bohrung in
Triebwerksgehäuse ein. Führen Sie die Kurbelwelle, ohne
Paßfeder, wieder seitlich in das Triebwerksgehäuse ein.
Die Pleuel und die Pleuelhalbschalen sind nummeriert.
Für die ordnungsgemäße Montage dürfen nur gleich
nummerierte Pleueleinzelteile mit einander verbunden
werden.
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Vor der Montage des Seitendeckels mit der Wellenabdichtung, muss die Lippe des Dichtrings auf Beschädigungen kontrolliert werden.
Hat sich die Dichtlippe in die Oberfläche der Kurbelwelle
eingelaufen, kann der neue Dichtring in einer anderen
Position montiert werden.
(siehe Bild 11)
Bei der Montage des Seitendeckels mit dem Ölschauglas müssen die Distanzscheiben zwischen Deckel und
Triebwerksgehäuse eingelegt werden.
Um die Positionierung der beiden Triebwerksdeckel zu
erleichtern sollten wie in Bild 13 zu sehen die Deckel mit
langen Schrauben (M6x40) angesetzt werden. Nach der
erfolgreichen zentrieren der Seitendeckel müssen die
langen Schrauben gegen die richtigen Deckelschrauben
(M6x16) ausgetauscht werden.
Die der Montage der Pleuelhalbschalen auf die
Nummerierung achten. Das festziehen sollte in drei
Stufen erfolgen. Die Pleuelschrauben müssen am
Gewinde und unter dem Sechskantkopf eingefettet
sein.
Durchgang
1
2
3
Anzugsmoment von – bis [Nm]
6
8
25
28
38
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11) Überprüfung der Kurbelwellenlager
Die für die Lagerung der Kurbelwelle sind Kegelrollenlager verwendet worden. Die Kegelrollenlager
garantieren ein spielfreies Laufen der Kurbelwelle. Bei einem wechseln der Lager, muss die Vorspannung
mit Distanzscheiben, wie nachstehend beschrieben neu eingestellt werden.
Nach der Demontage der Seitendeckel müssen die Kegelrollen und Lageraußenringe auf Beschädigungen
oder Abnutzung überprüft werden. Wenn die Kegelrollenlager keine Beschädigung aufweisen können sie
wieder montiert werden. Hierfür müssen die Bauteile vorher gründlich gereinigt werden.
Anschließend die Lager, mit dem gleichen Öl das im Triebwerk verwendet wird, gleichmäßig einölen.
Die alten Distanzscheiben werden wieder unter den Deckel mit dem Ölschauglas eingesetzt.
Anschießend muss die Vorspannung der Kegelrollenlager überprüft werden.
Wichtig:
Ohne das die Pleuel auf der Kurbelwelle montiert sind darf das Drehmoment bei drehen der
Kurbelwelle nicht unter 4 Nm und nicht über 6 Nm liegen. Mit montierten Pleuelen darf das Moment
bei durchdrehen der Kurbelwelle 8 Nm nicht überschreiten.
11.1) Austausch der Kurbelwellenlager
Wenn die Kegelrollenlager Beschädigungen aufweisen
müssen sie ausgetauscht werden. Der Außenring der
Kegelrollenlager kann mit einem Durchschlag aus dem
Seitendeckel ausgetrieben werden.
(siehe Bild 14)
Der Lagerinnenring mit Rollen und Käfig kann ebenfalls
mit einfachen Werkzeugen von der Kurbelwelle abgezogen werden. (siehe Bild 15)
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Die neuen Lager können mit einer Hydraulikpresse aufgezogen werden. Bei den Montagearbeiten mit einer
Presse dürfen die Lagerschalen nur auf den Stirnflächen belastet werden. Um eine gleichmäßige
Druckverteilung zu garantieren, müssen entsprechende Auflageringe verwendet werden.
Die Lagerringe können auch durch Wärme aufgeschrumpft werden. Hierfür müssen die Ringe auf ca. 120°C
bis 150°C erwärmt werden. Versichern Sie sich sofort bei dem Montieren der erwärmten Lageringe das
diese bis zu Anschlag aufgezogen sind.
Wichtig:
Es dürfen die Einzelteile der beiden Kegelrollenlager auf keinen Fall vertauscht werden.
D. h. der Außenring von Lager 1 mit dem Innenring von Lager 2 und umgekehrt.
11.2) Einstellen des Lagerspiels
Um das Lagerspiel einzustellen gehen Sie vor:
Montieren Sie die Kurbelwelle mit dem Antriebsenden
auf der richtigen Seite (siehe 10.9)
Den Seitendeckel mit der Wellenabdichtung als erstes
montieren und verschrauben.
Anschließend den Seitendeckel mit dem Ölschauglas
montieren und mittels der Schrauben M6x16 so festziehen das die Kurbelwelle von Hand nicht mehr durchgedreht werden kann.
Nun messen Sie mittels Fühlerlehre den Luftspalt
zwischen Deckel und Triebwerksgehäuse.
Luftspalt in mm
von - bis
0,05 - 0,10
0,11 - 0,20
0,21 - 0,30
0,31 - 0,35
0,36 - 0,45
0,46 - 0,55
0,56 - 0,60
Je nach Spaltdicke sind unter den Deckel mit
Ölschauglas entsprechend der Tabelle Distanzscheiben unterzulegen. (siehe Bild 17)
Nach dem Anziehen der Deckelschrauben muss das
Moment zum durchdrehen der Kurbelwelle zwischen
4 Nm und 6 Nm liegen.
Wenn das richtige Drehmoment erreicht ist können die
Pleuel wieder montiert werden.
Liegt das Messergebnis außerhalb der Toleranz muss
der Einstellvorgang wiederholt werden.
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Distanzscheiben Anzahl der
in mm
Scheiben
OK
0
0,1
1
0,1
2
0,25
1
0,35
1
0,35 + 0,10
1+1
0,25
2
Betriebsanleitung für Hochdruckpumpen Typ KE
________________________________________________________________________
12) Drehmomente
Die Drehmomente für die Befestigungsschrauben, die mit einem Drehmomentschlüssel angezogen werden
müssen entnehmen Sie bitte nachfolgender Tabelle:
Bezeichnung
Gehäusedeckelschrauben
Plungerschrauben
Pleuelschrauben
Ventildeckelschrauben
Pumpenkopfschrauben
Stopfen, saugseitig
Stopfen, druckseitig
Stopfen, 1/4"
*
**
***
Positionsnr.
9
28
16
42
41
31
29
55
Drehmoment [Nm]
10
28
38 *
80 **
40 ***
100
120
40
Die Pleuelschrauben müssen in drei Schritten wie in Punkt 10.9 beschrieben angezogen werden
Die Ventildeckelschrauben müssen in der Reihenfolge wie in Bild 24 gezeigt angezogen werden
Die Pumpenkopfschrauben müssen erst mit 20Nm und dann mit 40Nm in der Reihenfolge wie in
Bild 24 gezeigt angezogen werden
13) Sicherheitsvorschriften
13.1) Personalqualifikation und -schulung
Das Personal für Bedienung, Wartung, Inspektion und Montage muß die entsprechende Qualifikation für
diese Arbeiten aufweisen. Verantwortungsbereich, Zuständigkeit und die Überwachung des Personals
müssen durch den Betreiber genau geregelt sein. Liegen bei dem Personal nicht die notwendigen
Kenntnisse vor, so ist dieses zu schulen und zu unterweisen. Dies kann, falls erforderlich, im Auftrag des
Betreibers der Maschine durch den Hersteller / Lieferanten erfolgen. Weiterhin ist durch den Betreiber
sicherzustellen, daß der Inhalt der Bedienungsanleitung durch das Personal voll verstanden wird.
13.2) Regel und Vorschriften
Für den eigentlichen Betrieb der Hochdruckpumpen gelten die Berufsgenossenschaftliche Vorschriften „
Arbeiten mit Flüssigkeitsstrahlern „und die dazugehörige Durchführungsverordnung. Die VGBD 15 (bisher
VDG 87) wird von der Berufsgenossenschaft Bau, 44789 Bochum, Kronprinzenstaße 89 – 93 heraus
gegeben. Die Schriftstücke können beim Karl Heymann Verlag KG, 50939 Köln, Luxemburgerstraße 449
bezogen werden.
Weiterhin sind die sicherheitstechnischen Anforderungen für Hochdruckreiniger und
Hochdruckwasserstrahlmaschinen in der DIN EN 1829 geregelt.
13.3) Sicherheitshinweise
Bitte beachten Sie, daß die, vom Pumpenantriebsmotor aufgebrauchte Leistung am frei auftretenden
Wasserstrahl an der Düse als kinetische Energie wirksam wird. Dies bedeutet, daß der mit hoher
Geschwindigkeit austretende Wasserstrahl fast das gleiche Arbeitsvermögen wie der zum Antrieb der
Pumpe verwendete Motor hat.
Wenn die in der Pumpe erzeugten Drücke durch unsachgemäße Handhabung ungewollt freigesetzt werden,
entsteht erhebliche Verletzungsgefahr die bis zum Tode führen können !!
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Betriebsanleitung für Hochdruckpumpen Typ KE
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Unter anderem sind die nachfolgenden Punkte strikt zu beachten:
•
Nach Abschalten des Antriebmotors steht bei geschlossenem Abnehmer die Druckleitung noch
unter dem vollen Betriebsdruck. Daher ist unmittelbar nach Abschalten des Antriebmotors die
Druckleitung durch öffnen des Abnehmers zu entlasten.
•
Alle Verschraubungen an der Pumpe sowie die der Druckschläuche dürfen nur bei abgeschaltetem
Antriebsmotor (im drucklosen Zustand) nachgezogen werden.
14) Garantiebedingungen
Entsprechend unserer allgemeinen Geschäftsbedingungen gewährleisten wir eine Garantie von
12 Monaten max. jedoch 1 000 Betriebsstunden, ausgenommen hiervon sind übliche Verschleißteile.
Die Garantie entfällt jedoch:
•
•
•
•
•
•
Bei Einsatz unter anderen als von uns zulässigen Bedingungen.
Bei Antrieb mit größeren Motoren, als auf dem Typenschild angegeben
Bei Verletzen der Plomben an den Sicherheitsorganen.
Bei Betrieb der Maschine mit anderen, als mit Original Pratissoli Ersatz- und Zubehörteilen.
Bei Betrieb der Pumpe mit verschmutzten oder nicht zugelassen Fördermedien
Bei Schäden durch:
- unsachgemäße Behandlung,
- Nichtbeachtung der Bedienungsanleitung,
- Verwendung außerhalb des vorgesehenen Einsatzbereiches,
- ungeeignete Betriebsmittel,
- mangelhafte Aufstellung der Pumpe
- nicht fachgemäße Verlegung der Schlauch- oder Rohrleitungen,
- Eigenmächtige Veränderungen oder Umbauten von wichtigen
Pumpenbestandteilen,
- Kavitation (Kavitation = Luft- bzw. Gasblasenbildung).
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15) Mögliche Fehlerquellen
Ölaustritt am Kreuzkopfschaft
Wasseraustritt am Plunger
Regelorgan flattert
Manometer zeigt anormale Schwankungen
Pumpe läuft heiß
Pumpe ist laut
Pumpe saugt nicht an
Pumpe baut keinen Druck auf mit offener Druckleitung
Fehlersymptom
Pumpe baut bei geschlossener Druckleitung keinen Druck auf
FEHLERTABELLE
Fehlerursache
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
Absperrventil der Wasserzuführung verschlossen
Saugleitung oder Filter verstopft
Wassertank leer
Saugleitung undicht oder es wird Luft angesaugt
Luft im Pumpenkopf
Pumpenkopf gerissen
Reglerstange verschlissen am Überstromventil
Reglerkolben klemmt am Überstromventil
Staudruck in der Rückführungsleitung des Bypasses zu hoch
Ventile im Pumpenkopf defekt
Fremdkörper verklemmt Pumpenventil
Packung verschlissen
Plunger defekt
Düse zu groß
Düse zu klein
Kolbenstangendichtung verschlissen
Pleuellager verschlissen
Kreuzkopfschaft defekt
Wasser im Kurbelgehäuse
Ölstand zu hoch
Falsches Öl gewählt
Sicherheitsventil hat angesprochen
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
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X
X
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X
X
X
X
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X
X
X
X
X
X
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16) Bauteile Zeichnung
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17) Bauteile Stückliste
Pos. Teilenummer
1
70.0100.22
2
91.8477.00
3
90.3915.00
70.2200.81
4
70.2203.81
70.2205.81
5
90.0756.00
6
70.2118.01
7
90.3877.00
8
70.1501.22
9
99.1854.00
10
90.3833.00
11
98.2099.00
12
98.2115.00
13
70.1600.22
14
90.3944.00
15
98.2005.00
16
99.3123.00
17
70.0200.35
18
91.4900.00
19
70.1501.22
20
90.1668.00
21
70.0300.43
22
70.0500.15
23
97.7420.00
24
90.1677.00
25
96.7099.00
70.0400.09
70.0401.09
26
70.0402.09
70.0403.09
70.0404.09
27
90.3671.00
28
70.2195.66
29
98.2182.00
30
93.1972.00
31
98.2326.00
32
98.2326.00
70.1200.36
33
70.1200.36
70.1200.36
34
90.3626.00
70.0800.70
70.0801.70
35
70.0802.70
70.0803.70
70.0804.70
Kit
C
C
C
C
C
C
C
C
A+ C
Benenung
Getriebegehäuse
Kugellager
O-Ring
Distanzscheibe 0,1mm
Distanzscheibe 0,25 mm
Distanzscheibe 0,35 mm
Zahnscheibe
Ölschauglas
O-Ring
Gehäusedeckel, ölschauglasseitig
Schraube
O-Ring
Ölablassschraube
Ölpeilstab
Gehäusedeckel, hinten
O-Ring
Kunststoffstopfen
Peulschraube
Kurbelwelle
Passfeder
Gehäusedeckel, wellenseitig
Wellendichtring
Pleul
Führungskolben
Kolbenbolzen
Öldichtring
Spritzschutzscheibe
Plunger KE20
Plunger KE22
Plunger KE24
Plunger KE28
Plunger KE30
O-Ring
Plungerschrauben
Stopfen
Dichtscheibe
Stopfen
Dichtscheibe
Pumpenkopfgehäuse D.20
Pumpenkopfgehäuse D.22-24
Pumpenkopfgehäuse D.28-30
O-Ring
Dichtringhalter D.20
Dichtringhalter D.22
Dichtringhalter D.24
Dichtringhalter D.28
Dichtringhalter D.30
Stück
1
2
2
1
1
1
1
20
1
1
1
1
1
7
6
1
1
1
1
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
1
1
1
1
1
1
1
3
3
3
3
3
3
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Betriebsanleitung für Hochdruckpumpen Typ KE
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Pos. Teilenummer
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
56
57
58
90.2688.00
90.2713.00
90.2737.00
90.2750.00
90.2760.00
70.2160.70
70.2161.70
70.2162.70
70.2163.70
70.2164.70
90.2704.00
90.2730.00
90.2743.00
90.2755.00
90.2774.00
90.2705.00
90.2725.00
90.2745.00
90.2758.00
90.2770.00
70.1000.51
70.1001.51
70.1002.51
70.1003.51
70.1004.51
99.3816.00
90.3671.00
70.2100.36
70.2115.70
90.5180.00
90.3865.00
36.2040.51
94.7401.00
36.2039.66
36.2038.66
90.5178.00
36.7134.01
94.7397.00
90.3585.00
36.7133.01
10.0673.20
99.3084.00
Kit
A+ C
A+ C
A+ C
A+ C
A+ C
A+ C
A+ C
A+ C
A+ C
A+ C
A+ C
A+ C
A+ C
A+ C
A+ C
C
C
C
C
C
C
C
C
C
Benenung
Packung D.20, Niederdruck
Packung D.22, Niederdruck
Packung D.24, Niederdruck
Packung D.28, Niederdruck
Packung D.30, Niederdruck
Mittelring D.20
Mittelring D.22
Mittelring D.24
Mittelring D.28
Mittelring D.30
Stützring D.20, Kunststoff
Stützring D.22, Kunststoff
Stützring D.24, Kunststoff
Stützring D.28, Kunststoff
Stützring D.30, Kunststoff
Packung D.20, Hochdruck
Packung D.22, Hochdruck
Packung D.24, Hochdruck
Packung D.28, Hochdruck
Packung D.30, Hochdruck
Frontring D.20
Frontring D.22
Frontring D.24
Frontring D.28
Frontring D.30
Schraube
Schraube
Ventildeckel
Ventolstopfen
Stützring
O-Ring
Ventilführung
Ventilfeder, saugseitig
Ventilplatte
Ventilsitz
Stützring
Druckventil, komplett
Ventilfeder, druckseitig
O-Ring
Saugventil, komplett
Hydraulikflansch
Schraube
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Stück
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
3
8
14
2
6
6
12
6
3
6
6
6
3
3
3
3
1
6
Betriebsanleitung für Hochdruckpumpen Typ KE
________________________________________________________________________
18) Ersatzteil Pakete
Ersatzteil - KIT's für KE
KIT
für
Anzahl
A Plunger Softparts für 3 Plunger 34 - 36 Ventil druckseitig
3 Ventile 46 - 47 Ventil saugseitig
3 Ventile 46 - 47 C
Pumpe
komplett
Softparts
Versionen
Postitionen
KE 20 KE 22 KE 24 KE 28 KE 30
38 - 39
2002 2004 2006 2008 2010
48 - 49 - 50 - 46 - 51 2001 2001 2001 2001 2001
53 - 49 - 50 - 46 - 51 2000 2000 2000 2000 2000
3 - 5 - 7 - 10 - 20 - 27 - 34 - 36
38 - 39 - 40 - 46 - 47 - 51 - 54
2003
2005
2007
2009
2011
19) Durchflußgeschwindigkeit in Abhängigkeit vom Leitungsdurchmesser
In der Saugleitung sollte die Durchflussgeschwindigkeit 0,5 m/s nicht überschreiten
In der Druckleitung sollte die Durchflussgeschwindigkeit 5 m/s nicht überschreiten
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