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Brandbekämpfung mit Schaum

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Brandbekämpfung mittels Schaumeinsatz
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Löschwirkung
Unterscheidung Schwer u. Mittelschaum
Aufbau Schaumangriff
Zumischer und Bedienung
Einsatztaktik
Umgang mit Schaummittel
2013/06/24
Marc Stahl
1
Brandbekämpfung mittels Schaumeinsatz
Die Brandbekämpfung mit Schaum gewinnt immer mehr an Bedeutung.
Insbesondere bei Bränden von
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Kunststoffen
Fetten und Schmierstoffen
Kraftstoffen
Mineralölen
Glutbildenden Feststoffen
Grundsatz:
 Genügend Schaummittel
 Ausreichende Wasserversorgung
 Ausreichende Anzahl an Schaumrohren  Nachalarmieren !!
2013/06/24
Marc Stahl
2
Schaum und seine Löschwirkung
 Trenneffekt
 Brandgut wird durch eine geschlossene Schaumdecke von
Sauerstoff getrennt
 Verdrängungseffekt
 Umgebungsluft bzw. Gase werden durch Fluten geschl.
Räume verdrängt
 Dämmeffekt
 Abschirmung von noch nicht brennenden Materialien
 Deckeffekt
 Geschlossene Schaumdecke verhindert weitere Abgabe
brennbarer Gase
2013/06/24
Marc Stahl
3
Schwer- u. Mittelschaum
 Verschäumungszahl
 Verhältnis von: Volumen von Schaum zu Volumen von WasserSchaummittel-Gemisch
 Schwerschaum: 0 - 20
 Mittelschaum: 20 - 200
 Leichtschaum: 200 – 1000
Bsp. Verschäumungszahl 50 bedeutet – das Volumen des Schaums ist 50mal
größer als das Volumen des verwendeten Wasser-Schaummittel-Gemischs
 Wasserhalbzeit
 Maß für Haltbarkeit des Schaums
 Zeit, in der der Schaum die Hälfte seines Wassers verliert
 Schwerschaum (aus MBS): mind. 20 Minuten
 Mittelschaum (aus MBS): mind. 10 Minuten
 In ersten 10 Minuten max. 10% Volumenverlust
2013/06/24
Marc Stahl
4
Zumischer Total Z2
 200l / min
 Kupplung: C
 Ansaugkupplung; D
 Einstellbereich: 0-6%
2013/06/24
Marc Stahl
5
Total Mittelschaumrohr KR 2 -75
 Betriebsdruck: 5 bar
 Wasserleistung: 200 l/min
 Gewicht: 6,00 kg
2013/06/24
Marc Stahl
6
Schaummittel Expyrol Type F15
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Brandklasse A und B
Gefrierpunkt -18°C
Biologisch abbaubar
Keine Gesundheitlichen Risiken
 20l Kanister bei 3% Zumischung und 200l/min = 6l
/min Schaummittel oder
 3,3 min Schaum pro Kanister
 Mittelschaum VZ50 =
 33.000L / 33m³ Schaum pro Kanister
 Raum 3,2 x 3,2 x 3,2 m
2013/06/24
Marc Stahl
7
Schwer- u. Mittelschaum
Schwerschaum
Verschäumungszahl VZ: 10 (9 – 15)
 Wurfweite S4: 20 m
 (max. Reichweite ohne Hindernisse: 24 m)
 Wasserhalbzeit (MBS): mind. 20 min.
 Gute benetzende Wirkung
 Gute Haftfähigkeit
 Brandklasse A und B
 Löschwirkung: Kühl- und Trenneffekt
Mittelschaum
 Verschäumungszahl VZ: 50 (50-75)
 Wurfweite M4: 7 m
 Wasserhalbzeit (MBS): mind. 10 min.
 Gute Fließfähigkeit / Geringe Haftung
 Vorwiegend Brandklasse B
 Löschwirkung Trenn-, Kühl- und Verdrängungseeffekt
2013/06/24
Marc Stahl
8
Aufbau „Geradeausverfahren“
 Keine Zumischung unter 1% und somit kein Netzwasser möglich
 Durflussmenge muss konstant bleiben
 Nicht geeignet für mehrere Strahlrohre
 Nicht geeignet für Strahlrohre mit variablen Durchfluss (Holstrahlrohr)
 Hoher Druckverlust aufgrund des Zumischers (ca. 1/3)
2013/06/24
Marc Stahl
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Aufbau „Nebenanschlussverfahren“
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Zumischung unter 1% möglich
Förderung über länger Wegstrecken möglich (Drehleiter etc.)
Länger Einsatznachbereitung – Spülen der Pumpe notwendig
Vergleichsweise komplizierter Aufbau – erhöhter Schulungsaufwand
2013/06/24
Marc Stahl
10
Aufbau „Nebenanschlussverfahren“
2013/06/24
Marc Stahl
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Zumischer u. Bedienung
Zumischer
 Fließrichtung beachten
 Durchfluss von 400 l/min (kein Hohlstrahlrohr)
 Eingangsdruck von 7 bar
 Druckverlust zwischen Zumischer und
Schaumrohr
 max. 2 bar
Zumischer-Bedienung
 1 Mann mit Kontakt zum Strahlrohrführer (ggf.
Florentine)
 Zumischrate möglichst bei 3%
 Ausreichend Schaummittel bereit halten
 3% Zumischrate bei Z4 400l/min. =
Schaummittelverbrauch 12 l/min.
 1 Schaummittelkanister = ca. 1,5 min.
2013/06/24
Marc Stahl
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Unterbrechungsfreie Schaummittelversorgung
 Erheblicher Vorteil
 Kein Wasser ohne Schaummittel auf dem Schaumteppich
2013/06/24
Marc Stahl
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Schaumstrahlrohr Führung
Schaumstrahlrohr-Führung
 Anfangs nicht direkt in Flüssigkeit spritzen,
Schaumanker“ am Rand setzen
 Bei Brand: möglichst an kühlem Punkt beginnen
 Beim Schaumauftrag nicht wedeln, sondern
ruhig vorgehen
2013/06/24
Marc Stahl
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Einsatztaktik – LKW Brand mit Kraftstoffaustritt
 Grundsätze
 Gesamte Oberfläche der brennbaren oder brennenden Flüssigkeit in einem Zug
abdecken
 Schaumeinsatz erst beginnen, wenn ausreichend Wasser, Schaummittel und
Schaumrohre bereit stehen
 „Kritische Löschintensität“ bei Flüssigkeitsbrand
 4 Liter WSG pro m² für 10 min.
 Faustregel: 1,2 Liter Schaummittel pro Quadratmeter
 Vorgehensweise
 Erkundung und Berechnen der benötigten Ressourcen
 Abriegeln und Kühlen des Tanks mit Wasser oder Schaum
 Kühlen des Tanks - Ziele: Schaummittel sparen, Flüssigkeits-Lache nicht
vergrößern, Schaumteppich nicht zerstören
 Nachalarmierung
 Schaumaufbau mit Bereitstellung
 Schaumangriff
2013/06/24
Marc Stahl
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Einsatztaktik – Phase 1
2013/06/24
Marc Stahl
16
Einsatztaktik – Phase 2
2013/06/24
Marc Stahl
17
Einsatztaktik – Phase 3
2013/06/24
Marc Stahl
18
Einsatztaktik – Phase 4
2013/06/24
Marc Stahl
19
Einsatztaktik – Phase 5
2013/06/24
Marc Stahl
20
Einsatztaktik – Phase 5
2013/06/24
Marc Stahl
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Umgang mit Schaummittel
 Sicherheits-Datenblatt des Herstellers beachten
 Leicht ätzende Wirkung auf Schleimhäute und Augen
 Geräte, Anlagen und Kleidung sind mit viel Wasser zu spülen
 Haltbarkeit und Frostbeständigkeit beachten
 Je kälter desto zähfliesend
2013/06/24
Marc Stahl
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Anhang - Brandklassen
2013/06/24
Marc Stahl
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Anhang - Abkürzungen
 AFFF auch A3F - Aqueous film forming form
 Wasserfilmbildender Schaum
 M2
 Mittelschaumrohr mit einer Leistung von 200l/min
 Z2
 Zumischer mit einer Leistung von 200l/min
 MBS
 Mehrbereichsschaummittel
2013/06/24
Marc Stahl
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