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Lunedi, 23. marzo 2015

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Regeln zur Abwicklung fokussierter Transferprojekte
im Rahmen der Nachhaltigkeitsmaßnahme Technologietransfer
Stand: 24. Oktober 2014
(Seite 1 von 7)
1
Zielsetzung des Technologietransfers
Basisunternehmen stellen das Gros der Unternehmen im Spitzencluster. Obwohl diese kein
eigenes großvolumiges Innovationsprojekt durchführen, haben sie dennoch ein vitales Interesse an den im Cluster entstehenden Technologien. In der Regel handelt es sich um kleine
und mittelständische Unternehmen.
Ziel der Nachhaltigkeitsmaßnahme Technologietransfer ist es daher, allen Basisunternehmen den Einstieg in die Technologieplattform des Clusters zu ermöglichen. Diese beinhaltet u.a. Methoden, Werkzeuge, Softwarebausteine und prototypische Lösungen und wird
insbesondere durch die fünf Cluster-Querschnittsprojekte erarbeitet:

Selbstoptimierung (Leiter Prof. Dr.-Ing. Ansgar Trächtler, Universität Paderborn)

Mensch-Maschine-Interaktion (Leiter Prof. Dr. Jochen Steil, Universität Bielefeld)

Intelligente Vernetzung (Leiter Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite, Hochschule OWL)

Energieeffizienz (Leiter Prof. Dr.-Ing. Joachim Böcker, Universität Paderborn)

Systems Engineering (Leiter Dr.-Ing. Roman Dumitrescu, Fraunhofer IPT-EM)
Diese Zielsetzung soll in erster Linie durch sogenannte fokussierte Transferprojekte erreicht werden. Dabei handelt es sich um kleine Projekte in der Größenordnung von 5 bis 10
Personenmonaten, in deren Rahmen die Einführung und Qualifikation von Clustertechnologien gefördert wird. Beispiele für derartige Projekte sind:

Potentialanalyse für den Einsatz von Selbstoptimierung

Erweiterung einer Anlagensteuerung um intelligente Regelungs- und Steuerungsfunktionen

(Pilot-)Studien für die Evaluation von existierenden Bedienschnittstellen

Lösungen zur vereinfachten Inbetriebnahme und Rekonfiguration von Anlagen

Implementierung von Betriebsstrategien für ein effizientes Energiemanagement

Optimierung des Anforderungs- und Entwicklungsmanagements
Regeln zur Abwicklung fokussierter Transferprojekte
2
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Anforderungen und Bewertungskriterien für fokussierte Transferprojekte
Um eine zielgerichtete und zweckmäßige Abwicklung zu ermöglichen, müssen fokussierte
Transferprojekte folgende Anforderungen erfüllen:
A1
Das Projekt ist eine Kooperation zwischen einer Forschungseinrichtung (Transfergeber) und einem Industrieunternehmen (Transfernehmer). Es sind auch Verbünde mit
mehreren Transfergebern und/oder mehreren Transfernehmern möglich.
A2
Es werden neue Teilsysteme, Systeme, Produkte, Verfahren, Methoden, Werkzeuge
oder technische Dienstleistungen im Unternehmen entwickelt oder eingeführt.
A3
Die Laufzeit des Projektes beträgt in der Regel 5 bis 10 Monate.
A4
Das Fördervolumen beträgt pro Projekt ca. 30.000 Euro bis max. 50.000 Euro (inkl.
aller zusätzlichen Kosten, wie z.B. der Projektpauschale). Der Aufwand des Transfergebers (Personal- und Reisekosten) wird zu 100% gefördert. Der Transfernehmer trägt
den eigenen Aufwand, der formal nicht nachzuweisen ist. Er ist jedoch laut Kooperationsvertrag zu beschreiben bzw. zu dokumentieren (vgl. Kap 4).
A5
Das Projekt leistet einen Beitrag zu den Zielen des Spitzenclusters (vgl. Strategiepapier) und ist konform zu dessen Strategie. Dies setzt eine klare Zuordnung zu einem
oder mehreren Cluster-Querschnittsprojekten voraus. Darüber hinaus können Inhalte
anderer Cluster-Nachhaltigkeitsmaßnahmen transferiert werden, sofern die definierten
Pilotprojekte dieser abgeschlossen sind.
A6
Sowohl der Transfergeber als auch der Transfernehmer sind aus der Clusterregion.
A7
Die Beantragungsunterlagen umfassen: Eine Projektskizze, in der die Projektpartner
das Vorhaben beschreiben, und eine Absichtserklärung des Transfernehmers (LoI).
A8
Das beteiligte Unternehmen muss Mitglied im Verein it’s OWL e.V. sein (spätestens
zum Start des Transferprojektes). Eine Fördermitgliedschaft ist ausreichend.
Der Technologietransfer richtet sich vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen.
Aus diesem Grund werden Projektskizzen von diesen Unternehmen bevorzugt. Kernunternehmen des Spitzenclusters sind von Transferprojekten ausgeschlossen. Das Projekt
darf nicht im Rahmen einer anderen Förderung unterstützt und/oder im Auftrag Dritter
durchgeführt werden.
Regeln zur Abwicklung fokussierter Transferprojekte
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Die Projektskizzen werden nur dann begutachtet, wenn sie die oben genannten Anforderungen erfüllen. Die fachliche Bewertung der Projekte erfolgt anhand nachfolgender Kriterien:
K1
Neuheitsgrad, Originalität
K2
Konformität zur Clusterstrategie, insbesondere zum Technologiekonzept
K3
Hebelwirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit des Transfernehmers (Verwertbarkeit)
K4
Dringlichkeit: z.B. strategisches Projekt, Nähe zum Markt, Risikoprojekt, usw.
K5
Klarheit und Nachvollziehbarkeit der Projektskizze
K6
Angemessenheit des dargestellten Projektbudgets
3
Auswahlverfahren für fokussierte Transferprojekte
Fokussierte Transferprojekte können vom 1. Juli 2014 bis zum 30. Juni 2017 durchgeführt
werden. In dieser Zeit sollen bis zu 120 Transferprojekte abgewickelt werden. Projektskizzen
können kontinuierlich eingereicht werden, die Auswahl der Projekte erfolgt allerdings aus
förderrechtlichen Gründen in drei Tranchen. Stichtage (Abgabefrist) für die Einreichung von
Projektskizzen sind:

Der 31. Januar 2014 für Projekte, die in der Zeit vom 1. Juli 2014 bis 30. Juni 2015
durchgeführt werden (Tranche 1).

Der 31. Januar 2015 für Projekte, die in der Zeit vom 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016
durchgeführt werden (Tranche 2).

Der 31. Januar 2016 für Projekte, die in der Zeit vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017
durchgeführt werden (Tranche 3).
Das Auswahlverfahren der fokussierten Transferprojekte erfolgt in drei Schritten (vgl. Bild 1).
Phasen
Projektdefinition
Tätigkeiten
● Transfergeber schreibt in Zusammenarbeit mit
dem Transfernehmer eine Projektskizze
● Projektskizze muss Anforderungen erfüllen
● Projektskizze wird im Transferbüro eingereicht
1
Projektbewertung
Projektskizze
● Transferbüro prüft Projektskizze auf
formale Richtigkeit
● Jury bewertet Projektskizzen fachlich auf
Basis einer Kriterienliste
● Problembeschreibung
(Transfernehmer)
● Lösungsansatz (Transfergeber)
● Arbeitsplan mit Arbeitspaketen
Ranking
Projektskizzen
2
Projektauswahl
Resultate
● Clusterboard wählt Projekte auf
Basis der Projektbewertung aus
3
Bild 1: Auswahlverfahren für fokussierte Transferprojekte
Ausgewählte
Transferprojekte
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Phase 1: Projektdefinition. Die Projektpartner verfassen eine Projektskizze (max. 12 Seiten) und reichen sie beim Clustermanagement ein (Herr Dr.-Ing. P. Ebbesmeyer, Koordination Technologietransfer). Die Projektskizze muss die in Kap. 2 gestellten Anforderungen erfüllen. Ein Unternehmen darf pro Tranche max. 2 Projekte durchführen. Über die Gesamtlaufzeit der Nachhaltigkeitsmaßnahme Technologietransfer sind max. 3 Transferprojekte je
Unternehmen möglich. Wenn ein Unternehmen verschiedene Transferprojekte beantragt,
müssen diese unterschiedliche Themenbereiche adressieren. Eine Formatvorlage ist auf der
Internetseite erhältlich (www.its-owl.de/transfer).
Phase 2: Projektbewertung. Die Projektskizzen werden von einer unabhängigen Jury anhand definierter Kriterien (vgl. Kap. 2) bewertet. Mitglieder der Jury sind fachlich versierte
Experten von Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Spitzencluster. Somit
entsteht ein Ranking der eingegangenen Projektskizzen.
Phase 3: Projektauswahl. Das Clusterboard entscheidet auf Basis des Ranking über die
Auswahl einzelner Transferprojekte. In Abhängigkeit des Gesamtbudgets aller beantragten
Projekte der Tranche kann aus der Entscheidung eine verteilte Kürzung des Fördervolumens
für die einzelnen Projekte resultieren. Die formale Bewilligung erfolgt nach positiver Prüfung
der Anträge seitens des Projektträgers auf Basis der ausgewählten Transferprojekte.
4
Durchführung und Abschluss der fokussierten Transferprojekte
Vor dem Start eines fokussierten Transferprojektes muss ein Kooperationsvertrag zwischen Transfergeber und Transfernehmer vorliegen. Dieser regelt die Zusammenarbeit im
Projekt (Rechte und Pflichten). Dazu zählen u.a. die Handhabung von Schutzrechten (intellectual property rights, IPR) und die Dokumentation der Aufwände des Transfernehmers.
Den Abschluss des fokussierten Transferprojekts bildet eine Abschlusspräsentation. Die
Transferprojekte einer Tranche werden im Rahmen einer Clusterveranstaltung Technologietransfer präsentiert. An dieser Veranstaltung nehmen die Projektpartner, das Clustermanagement sowie Vertreter des Förderers (BMBF) und des Projektträgers PTKA teil. Für jedes
fokussierte Transferprojekt muss zudem ein Abschlussbericht angefertigt und an das Clustermanagement übergeben werden. Darin sollen auf max. 10 Seiten die erreichten Ergebnisse sowie der Nachweis des Projekterfolgs im Sinne einer Projektevaluation aufgezeigt werden. Darüber hinaus wird von den Projektpartnern die Teilnahme an weiteren übergeordneten Transferveranstaltungen erwartet.
Regeln zur Abwicklung fokussierter Transferprojekte
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Leitfaden zur Begutachtung
Fachliche Bewertung des Transferprojekts
Titel des Transferprojekts
Akronym des Transferprojekts
Transfernehmer (Unternehmen)
Transfergeber (Hochschule, Insitut)
Assoziierte Partner
Fördervolumen (in Euro)
Adressiertes Querschnittsprojekt
Nr.
Bewertungskriterium
Gewichtung
K1
Neuheitsgrad, Originalität
15%
K2
Konformität zur Clusterstrategie, insbesondere zum Technologiekonzept
20%
K3
Hebelwirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit des Transfernehmers (Verwertbarkeit)
15%
K4
Dringlichkeit, z.B. strategisches Projekt, Nähe zum Markt, Risikoprojekt
10%
K5
Klarheit und Nachvollziehbarkeit der Projektskizze
25%
K6
Angemessenheit des dargestellten Projektbudgets
15%
Kommentar der Gutachterin / des Gutachters
Bewertung
0
2
4
6
8
10
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Bewerten Sie die Projektskizze anhand der Bewertungskriterien K1 bis K6.
Die nachfolgenden Leitfragen dienen dabei der Orientierung.
Kriterium 1 (K1)




Wird der Transfernehmer bei der Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen oder
Prozesse unterstützt? Wird die Technologieplattform auf neue Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse übertragen?
Liefert das Transferprojekt einen vielversprechenden Ansatz zur Erprobung der Methoden, Werkzeuge usw. der Technologieplattform?
Wird das Transferprojekt (Aufgabenstellung, Lösungsansatz) als unterstützendes Instrument auf dem Weg des Transfernehmers zu Intelligenten Technischen Systemen
nachvollziehbar dargestellt? (Befähigung des Transfernehmers)
Wie ordnen Sie das Transferprojekt hinsichtlich der Merkmale (vorausschauend,
adaptiv, robust und benutzerfreundlich) Intelligenter Technischer Systeme ein?
Kriterium 2 (K2)





Ist die Einordnung und Verknüpfung des Transferprojekts in das Spitzenclusters it‘s
OWL überzeugend dargestellt? (maßgeblich: Abschnitt 3.2 Clusterbeitrag)
Welcher Bezug besteht zum anvisierten Cluster-Querschnittsprojekt? Wird der Zusammenhang zur Technologieplattform des Clusters deutlich?
Welcher Bezug besteht zur anvisierten Cluster-Nachhaltigkeitsmaßnahme?
Welchen Beitrag leistet das Transferprojekt zum Spitzencluster? Zeigt das Transferprojekt die technologische Weiterentwicklung bzgl. Intelligenter Technischer Systeme
(z.B. Ressourceneffizienz, Verlässlichkeit, Usability) sowie die allgemeine Steigerung
der Leistungsfähigkeit (z.B. Produktionsstandort OWL, Wettbewerbsfähigkeit, Mitarbeitergewinnung, internationale Ausstrahlung)?
Findet eine Zusammenarbeit und somit Vernetzung mehrerer Clusterpartner statt
(assoziierte Partner, mehrere Transfergeber/Transfernehmer)?
Kriterium 3 (K3)



Ist es wahrscheinlich, dass die Ergebnisse des Transferprojekts beim Transfernehmer weiterverwertet werden? Wird die Anschlussfähigkeit aufgezeigt?
Ist auf Basis der Ergebnisse des Transferprojekts mit der Entwicklung innovativer
Produkte oder Dienstleistungen zu rechnen?
Werden zentrale Prozesse (Entwicklungsprozess, Geschäftsprozess, Fertigungsprozess, usw.) des Unternehmens weiterentwickelt?
Kriterium 4 (K4)


Bitte stufen Sie die Notwendigkeit und Dringlichkeit des Transferprojekts für den
Transfernehmer im Marktumfeld Intelligenter Technischer Systeme ein.
Stellt das Transferprojekt für den Transfernehmer einen notwendigen Schritt auf dem
Weg zum Einsatz / der Entwicklung Intelligenter Technischer Systeme dar?
(z.B. Abschätzung der Zukunftsperspektiven, Definition einer Roadmap, usw.)
Regeln zur Abwicklung fokussierter Transferprojekte



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Wird mit dem Transferprojekt unmittelbar Nutzen für den Transfernehmer generiert?
Würde das Vorhaben für das Unternehmen ein höheres Risiko bedeuten, wenn es
nicht gefördert wird?
Besteht ein Risiko, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Transfernehmers sinkt, wenn
das Transferprojekt nicht durchgeführt wird?
Kriterium 5 (K5)






Ist der Aufbau der Projektskizze inhaltlich stringent?
Werden die Problemstellung und der Handlungsbedarf nachvollziehbar dargestellt?
Wird das angestrebte Gesamtziel des Transferprojekts deutlich? Erfolgt eine sinnvolle Gliederung in Teilziele?
Wird die geplante Vorgehensweise innerhalb des Transferprojekts deutlich?
(Übergang vom Ist- zum Soll-Zustand)
Wird der Lösungsansatz klar und nachvollziehbar aufgezeigt?
Ist die Einordnung der geplanten Aufgaben in die Arbeitspakete sinnvoll?
Kriterium 6 (K6)


Ist der geplante Personalaufwand für die Arbeitspakete angemessen?
Ist das angegebene Budget in Bezug auf die Ziele des Projekts angemessen und
nachvollziehbar?
Kommentarfeld
Bitte bewerten Sie in diesem Feld die Projektskizze frei formuliert. Dabei soll zwischen drei
Varianten unterschieden werden:
1) Ich empfehle die Förderung […]
2) Ich empfehle die Förderung nicht […]
3) Ich empfehle die Förderung nur unter Einschränkung, wenn die folgenden Aspekte
angepasst werden […]
6
Auskunft und Beratung
it’s OWL Clustermanagement GmbH
Koordinationsstelle Technologietransfer (Transferbüro)
Zukunftsmeile 1, Büro 03-31
33102 Paderborn
Dr.-Ing. Peter Ebbesmeyer
p.ebbesmeyer@its-owl.de
0 52 51 / 54 65 – 344
Fax:
Web:
0 52 51 / 54 65 – 102
www.its-owl.de/transfer
Dipl.-Ing. Christian Fechtelpeter
c.fechtelpeter@its-owl.de
0 52 51 / 54 65 – 267
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