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Anbohrarmaturen Hawlinger ® zum - Hawle Armaturen

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Bedienungs- und Wartungsanleitung für
Anbohrarmaturen Hawlinger® zum nachträglichen Anbohren
Best.-Nr. 241NA, 242NA
1. Bestimmungsgemäße Verwendung:
Anbohrarmaturen „Hawlinger zum nachträglichen Anbohren“ sind im Trinkwasserbereich für eine Montage auf Rohrleitungen aus Guss, Stahl oder Faserzement bis zu einem maximalen Betriebsdruck von PFA 16 bar verwendbar.
Bei der Montage sind die gültigen Normen und Regelwerke, Unfallverhütungsvorschriften sowie die Vorschriften
der Berufsgenossenschaften einzuhalten.
2. Produktbeschreibung:
Nach DIN 1988 ist eine Vorabverlegung, bei der die Hauptleitung bereits in der Bauphase angebohrt und die Leitung
nur provisorisch mit Absperreinrichtungen (z.B. Schieber) abgesperrt wird unzulässig.
Das nachfolgend beschriebene System wird für die nachträgliche Anbohrung von bereits vorab verlegten Hausanschlüssen verwendet. Die hohen hygienischen Anforderungen, insbesondere die Vorgaben der DIN 1988 (Vermeidung von Totwasserbereichen) werden somit konsequent umgesetzt.
Ein nachträgliches Aufgraben zum Anbohren der Hauptleitung bei Inbetriebnahme des Hausanschlusses ist mit
diesem System nicht erforderlich.
3. Montage:
Vorbereitung der anzubohrenden Rohrleitung:
Bei Rohrleitungen mit PE-Umhüllung nach DIN EN 14628 für Gussrohre und DIN 30670 für Stahlrohre sollte diese
im Bereich der Anbohrarmatur aus Korrosionsschutzgründen nicht entfernt werden. Vorraussetzung dafür ist eine
gute Haftung der PE-Umhüllung um eine Unterwanderung zu verhindern.
Gussleitungen mit ZM-Umhüllung nach DIN EN 15542 bieten ein Korrosionsschutzsystem mit ausreichender Haftung und Oberflächenglätte sowie geringer Mörtelporosität. Eine Entfernung der ZM-Umhüllung im Bereich der
Anbohrung ist nicht vorzunehmen, sofern die ZM-Umhüllung den Anforderungen gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 347
entspricht.
Bei Stahlrohren mit ZM-Umhüllungen gemäß DVGW-Arbeitsblatt GW 340 sind ein mechanischer Schutz und haftet
in der Standardausführung (Typ N) nicht auf der PE-Umhüllung des Stahlrohres. Sie sollte im Bereich der Anbohrarmatur entfernt werden.
Montage der Anbohrarmatur und Einbau:
Montieren des Hawlingers mit der Nennweite entsprechendem Bügel am Hauptrohr. Montage der Einbaugarnitur,
Anbohrschutzrohr 2“, Stopfen mit Vierkantstange 20 mm und Hausanschlussleitung. Um für den späteren Anbohrvorgang sowohl Anbohrschutzrohr, als auch die Einbaugarnitur betätigen zu können empfehlen wir die Verwendung
unserer Straßenkappe 212 mit Tragplatte.
Anbohrvorgang:
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rechteckigen Straßenkappendeckel herausnehmen
Entfernen der Stahlabschlusskappe vom Anbohrschutzrohr 2“
Rausdrehen des Stopfens mittels Vierkantstange
Hawlinger mittels Einbaugarnitur in Offenstellung bringen (ACHTUNG: Halbumdrehung)
Anbohrgerät mit Verlängerung auf das Stahlrohr montieren und Hauptleitung unter Betriebsdruck bei
geöffnetem Spülhahn anbohren
Bohrstange zurückziehen und Spülhahn schließen
Hawlinger in Geschlossenstellung bringen (ACHTUNG: Halbumdrehung)
Anbohrgerät demontieren
Restwassermenge aus dem Anbohrschutzrohr absaugen
10/2013
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Änderungen vorbehalten
Mat-Nr. 690
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Stopfen unter Verwendung von Hanf oder Teflonband eindichten
Abschlusskappe auf verzinktes Stahlrohr (Anbohrschutzrohr 2“) aufschrauben
Hawlinger mittels Einbaugarnitur in Offenstellung bringen (ACHTUNG: Halbumdrehung)
rechteckigen Straßenkappendeckel schließen
4. Wartung
Hawle - Anbohrschellen sind wartungsfrei.
5. Inbetriebnahme
Nach dem Anbohrvorgang Hawlinger mittels Einbaugarnitur öffnen (ACHTUNG: Halbumdrehung) und rechteckigen
Straßenkappendeckel schließen.
Anbohrgerät
Straka-Deckel
Strassenoberkante
Straßenkappe 212
Anbohrschutzrohr 2“
Einbaugarnitur
Bohrstange
Hawlinger
Haltebügel
anzubohrende Leitung
Sollten Sie noch Fragen haben oder weitergehende Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an:
Hawle Armaturen GmbH • Anwendungstechnik • Liegnitzer Str. 6 • 83395 Freilassing
Tel.: +49 8654 6303-0 • Fax: +49 8654 6303-222 • E-Mail: anwendungstechnik@hawle.de
10/2013
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Änderungen vorbehalten
Mat-Nr. 690
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Technik
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