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Bedienungsanleitung

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Stückholzfeuerung
BIOSMART
Bedienungsanleitung
DE-B30-011-V06-0511-V3.0 (Taurus)
BSM-A-00-00-00-02-BADE
Bedienungsanleitung BIOSMART
Informationen zur Dokumentation
BS-B-00-00-00-01-BADE
Lesen Sie diese Dokumentation bitte aufmerksam durch.
Sie soll Ihnen als Nachschlagewerk dienen und enthält
wichtige Informationen zum Aufbau, zur Sicherheit,
Bedienung, Wartung und Pflege Ihrer Heizanlage.
Wir sind stets bemüht unsere Produkte und Unterlagen zu
verbessern. Für Hinweise und Anregungen danken wir im
Voraus.
GUNTAMATIC Heiztechnik GmbH
ein Unternehmen der Georg Fischer Gruppe
Bruck 7
A-4722 PEUERBACH
Tel: 0043 (0) 7276 / 2441-0
Fax: 0043 (0) 7276 / 3031
Email: info@guntamatic.com
Hinweise, die Sie im eigenen Interesse auf
jeden Fall beachten sollten, sind in dieser
Anleitung wie nebenan bezeichnet.
Sämtliche Inhalte dieses Dokumentes sind Eigentum von
GUNTAMATIC und somit urheberrechtlich geschützt. Jede
Vervielfältigung, Weitergabe an Dritte oder Nutzung zu
anderen Zwecken ist ohne schriftliche Genehmigung des
Eigentümers untersagt.
Druckfehler und technische Änderungen vorbehalten.
2
Bedienungsanleitung BIOSMART
Inhaltsverzeichnis
Seite
Einleitung .............................................................5
BSM-C-00-00-00-01-BADE
1
1.1
1.2
1.3
2
5
5
5
Wichtige Hinweise ...............................................6
2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
3
Kurzbeschreibung
Typenprüfung
Weitere Informationen
Verwendungszweck
Betreiben der Heizanlage
Gewährleistung und Haftung
Sicherheitshinweise
Sicherheitshinweise am Kessel
6
6
6
7
9
Anlagenbestandteile..........................................10
3.1
Schnittbild BIOSMART
10
4
Sicherheitseinrichtungen ..................................11
5
Schaltfeldbeschreibung ....................................12
6
Menü- und Ebenenübersicht.............................13
6.1
6.2
6.3
6.3.1
6.3.2
6.3.3
6.3.4
6.3.5
6.4
6.4.1
6.4.2
6.4.3
6.4.4
6.4.5
6.4.6
6.4.7
7
Infoebene
Hausebene
Kundenebene
Menü Heizkreis
Menü Warmwasser
Menü Kundenmenü
Menü Detailanzeige
Menü Datum/Uhrzeit
Serviceebene
Servicemenü Resetdaten
Servicemenü Fehlerliste
Servicemenü Inbetriebnahme
Servicemenü Parameter Heizkreis / Estrichprog.
Servicemenü Parameter Warmwasser
Servicemenü Parameter HP0
Servicemenü Anlageneinstellungen
14
15
15
16
16
17
17
17
18
18
18
19
20
21
21
22
Kundeneinstellungen ........................................23
7.1
7.2
7.3
7.3.1
7.4
7.5
7.6
7.7
Heizprogramm aktiveren
Heizprogramm deaktivieren
Uhrenprogramm einstellen
Blockprogrammierung
Heizkurve ändern
Warmwasser Soll Temperatur ändern
analoges Raumgerät
digitale Raumstation
23
24
25
25
26
27
28
28
3
Bedienungsanleitung BIOSMART
Inhaltsverzeichnis
8
Seite
Betrieb der Heizanlage ......................................29
8.1
8.2
8.3
8.4
8.5
8.6
8.7
8.8
8.9
9
Inbetriebnahme
Kontrollen an der Heizanlage
Nachrüsten der halbautomatischen WT-Reinigung
Brennstoffbeschaffenheit
Brennstoffe
Verbrennungslufteinstellung
Anheizvorgang
Heizbetrieb
Asche entleeren
29
29
30
30
30
31
32
33
34
Reinigung und Pflege ........................................35
9.1
9.2
Zwischenreinigung
Generalreinigung
37
37
10 Störungsbeseitigung .........................................38
11 Sicherungswechsel ...........................................39
4
Bedienungsanleitung BIOSMART
1
Einleitung
BS-01-00-00-00-01-BADE
Sie haben mit GUNTAMATIC eine gute Wahl getroffen.
Wir liefern Ihnen ein Produkt aus langjähriger KesselbauErfahrung und es ist unser dringlichster Wunsch, dass Ihnen
Ihre Heizanlage stets nur Freude bereiten soll.
Die nachfolgende Anleitung soll Ihnen bei der Bedienung,
sowie bei der Wartung von Nutzen sein. Bitte denken Sie
daran, dass auch die beste Feuerung nicht ohne Pflege und
Wartung auskommen kann. Lesen Sie deshalb diese
Bedienungsanleitung genau durch und lassen Sie die
Erstinbetriebnahme von einem GUNTAMATIC-autorisierten
Fachmann durchführen. Befolgen Sie vor allem die
Sicherheitshinweise in Kapitel 2.
1.1
Kurzbeschreibung
BSM-01-01-00-00-01-BADE
Die Stückholzfeuerung BIOSMART ist ein moderner Heizkessel in den Leistungsgrößen 14 kW oder 22 kW. Die
Beschickung des Kessels erfolgt manuell.
1.2
Typenprüfung
BS-01-02-00-00-01-BADE
Die Feuerung ist entsprechend der Klasse 3 gemäß dem
Entwurf der ÖNORM EN 303-5 (CEN/TC7/WG 1 – Dok. N 36D) vom 15.12.1996 sowie der Vereinbarung der Bundesländer
gem. Art. 15a BVG, gem. österreichischen Brandschutzverordnungen, Sicherheitstechnik, CE und über Schutzmaßnahmen für Kleinfeuerungsanlagen und der Feuerungsanlagen-Genehmigungsverordnung (LGBl. 33/1992) des
Bundeslandes
Steiermark
ausgeführt.
Die
Originaltypenprüfzeugnisse liegen beim Hersteller auf.
1.3
Weitere Informationen
BS-01-03-00-00-01-BADE
Die Dokumentation besteht aus folgenden Bänden:
•
•
Planungsunterlagen
Installationsanleitung
•
Bedienungsanleitung
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Auskunft.
5
Bedienungsanleitung BIOSMART
2
Wichtige Hinweise
BS-02-00-00-00-01-BADE
Die Feuerung ist nach dem neuesten Stand der Technik und
den anerkannten sicherheitstechnischen Regeln gebaut.
Trotzdem kann falsches Bedienen, Verwenden von
unzulässigen
Brennstoffen
oder
Unterlassen
einer
erforderlichen Reparatur zu Personen- und Sachschäden
führen. Sie vermeiden gefährliche Situationen, indem Sie die
Feuerung nur dazu verwenden, wozu sie konstruiert wurde
und sie sachgemäß bedienen, reinigen und warten. Setzen
Sie die Heizanlage nur in Betrieb, wenn sie in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand ist.
2.1
Verwendungszweck
BS-02-01-00-00-01-BADE
Der Heizkessel ist zum Erwärmen von Heizungswasser
konstruiert und dient als Zentralheizung.
Achtung:
2.2
Verwenden Sie den Heizkessel nicht zur
Abfallverbrennung!
Abfallverbrennung führt zu massiver
Korrosion und in der Folge zu massiver
Verringerung der Lebensdauer des
Heizkessels!
Betreiben der Heizanlage
BS-02-02-00-00-01-BADE
Die Heizanlage darf nur von nachweislich geschulten
Personen (lt. Checkliste) betrieben und gereinigt werden.
Kinder, unbefugte Personen oder Personen mit geistiger
Beeinträchtigung dürfen den Heizraum nur unter Aufsicht
einer befugten Person betreten. Ohne Aufsicht muss der Heizraum bzw. das Brennstofflager verschlossen werden und der
Schlüssel für diese Personen unerreichbar aufbewahrt
werden.
Achtung:
2.3
Auch bei gegenteiliger Aufforderung dürfen
Wartungs- und Reparaturarbeiten nur von
autorisierten Fachfirmen durchgeführt werden!
Gewährleistung und Haftung
BS-02-03-00-00-01-BADE
Gewährleistungs- und Haftungsansprüche bei Personen- und
Sachschäden sind ausgeschlossen, wenn sie auf eine oder
mehrere der folgenden Ursachen zurückzuführen sind:
•
nicht bestimmungsgemäße Verwendung;
•
nicht-Beachten der in der Dokumentation angegebenen
Hinweise, Richtlinien und Sicherheitshinweise;
•
unsachgemäßes in-Betrieb-nehmen, Bedienen, Warten
und Reparieren;
Betreiben bei defekten Sicherheitseinrichtungen;
eigenmächtige Veränderungen;
•
•
6
Bedienungsanleitung BIOSMART
2.4
Sicherheitshinweise
BS-02-04-00-00-01-BADE
Um Unfällen vorzubeugen, dürfen sich keine Kleinkinder im
Heizraum oder Brennstofflagerraum aufhalten. Beachten Sie
bitte folgende Sicherheitshinweise! Dadurch schützen Sie sich
und verhindern Schäden an Ihrer Heizanlage.
Netzschalter
BS-02-04-00-01-01-BADE
Hinweis:
Netzstecker
Der Netzschalter muss immer eingeschaltet
bleiben und darf nur im funktionslosen
Zustand ausgeschaltet werden!
BS-02-04-00-02-01-BADE
Gefahr:
Reparaturarbeiten
Lebensgefahr durch Stromschlag!
Die Hauptzuleitung führt über den Stecker
„Netz“ zum Kessel. Dieser Stecker und einige
Komponenten der Anlage bleiben unter
Spannung, auch wenn der Netzschalter an
der Bedieneinheit abgeschaltet ist!
BS-02-04-00-03-01-BADE
Gefahr:
Nur autorisierte Fachleute dürfen
Reparaturarbeiten durchführen!
Berühren von Bauteilen, die unter Spannung
stehen, ist lebensgefährlich!
Auch bei Netzschalter „AUS“ stehen einige
Komponenten der Anlage unter Spannung.
Bei Reparaturarbeiten ist daher unbedingt
durch den „Netzstecker“ oder einen
Sicherungsautomaten die Stromzufuhr zur
Heizanlage zu unterbrechen!
Notfall: Bei Stromschlag die Stromzufuhr sofort unterbrechen!
Erste Hilfe leisten → Notarzt alarmieren!
Störungsbehebung
BS-02-04-00-04-01-BADE
Hinweis:
Manipulationen
Bei Störungen müssen anhand der Hinweismeldungen am Display (F0…) zuerst die Störursachen beseitigt werden, bevor der Betrieb
mit der Taste „Quit“ fortgesetzt werden darf!
BS-02-04-00-05-01-BADE
Hinweis:
Nehmen Sie keine ungeplanten Änderungen
der Einstellungen und keine Umbauten an der
Heizanlage vor!
Gewährleistungs- und Garantieverlust!
7
Bedienungsanleitung BIOSMART
Wartungsarbeiten
BS-02-04-00-06-01-BADE
Hinweis:
Ascheentleerung
Führen Sie Wartungsarbeiten regelmäßig
durch oder machen Sie von unserem
Kundendienst Gebrauch!
BS-02-04-00-07-01-BADE
Gefahr:
Restglut kann zu Bränden führen!
Entleeren bzw. lagern Sie Asche aus dem
Kessel nur in nicht brennbaren Gefäßen!
Kesselreinigung
BS-02-04-00-08-01-BADE
Vorsicht:
Berühren von heißen Teilen kann
zu Hautverbrennungen führen!
Die Reinigung des Kessels darf nur in kaltem
Zustand erfolgen! (Abgastemperatur < 50°C)
Abgasgebläse
BS-02-04-00-09-01-BADE
Gefahr:
Verletzungsgefahr durch rotierende Teile!
Das Gebläse darf nur im stromlosen Zustand
(ausgesteckt) ausgebaut werden!
Dichtungen
BS-02-04-00-10-01-BADE
Gefahr:
Achtung Vergiftungsgefahr!
Austreten von Rauchgas ist infolge einer
beschädigten Dichtung möglich!
Defekte Dichtungen durch einen autorisierten
Fachmann erneuern lassen.
Notfall: Person sofort ins Freie bringen → Notarzt alarmieren!
Frischluftzufuhr
BS-02-04-00-11-01-BADE
Gefahr:
Achtung Erstickungsgefahr
Unzureichende Frischluftzufuhr ist
lebensgefährlich!
Für ausreichend Frischluftzufuhr sorgen!
Hinweis: Bei mehreren Feuerungen im selben Raum, muss
für zusätzliche Frischluft gesorgt werden!
8
Bedienungsanleitung BIOSMART
Heizbetrieb
SY-02-04-00-01-01-BADE
Gefahr:
Achtung Verpuffungsgefahr!
Während des Heizbetriebes dürfen die
Kesseltüren oder die Reinigungsöffnung
nicht geöffnet werden.
Notfall: Hautverbrennungen mit kaltem Wasser kühlen!
Erste Hilfe leisten → Notarzt alarmieren!
Kaminzugregler
BS-02-04-00-12-01-BADE
Gefahr:
Achtung Verpuffungsgefahr!
Ein Kaminzugregler mit Explosionsklappe ist
unbedingt erforderlich!
Sicherheitsabstände
BS-02-04-00-13-01-BADE
Gefahr:
Achtung Brandgefahr!
Lagern Sie keine brennbaren Gegenstände
im Nahbereich des Heizkessels!
Vor Ort gültige Vorschriften einhalten!
Frostschutz
BS-02-04-00-16-01-BADE
Hinweis:
Frostschutzfunktion!
Die Anlage kann die Frostschutzfunktion nur
erfüllen, wenn genügend Brennstoff
vorhanden ist und keine Störung vorliegt!
Feuerlöscher
BS-02-04-00-17-01-BADE
Hinweis:
Feuerlöscher bereitstellen!
Unmittelbar vor der Heizraumtür ist ein
Feuerlöscher bereitzustellen!
2.5
Sicherheitshinweise am Kessel
BSM-02-05-00-00-01-BADE
Warnung vor gefährlicher
elektrischer Spannung
Bedienungsanleitung oder
Installationsanleitung beachten
Warnung vor rotierendem
Bauteil
Anlage vom Stromnetz trennen
Warnung vor heißer
Oberfläche
Winkelstecker zur Seite abziehen
alle Stecker fest andrücken
Warnung vor Verpuffung
Stromversorgung
Erdung
keine starren Kabel für
Installationen verwenden
9
Bedienungsanleitung BIOSMART
3
3.1
Anlagenbestandteile
Schnittbild BIOSMART
1.)
2.)
3.)
4.)
5.)
6.)
7.)
8.)
9.)
10.)
11.)
12.)
13.)
14.)
15.)
16.)
10
Fülltür mit Absaugkanal
Füllraum mit Schutzauskleidung
Gussrost
Aschelade
Primär-Sekundärluftmotor
Primärluft
Sekundärluft
Brennkammer
Reinigungsdeckel
Röhrenwärmetauscher (Wirbulatoren je nach Type)
Staubabscheidezone
Reinigungskanal
Saugzuggebläse
Lambdasonde
Bedieneinheit
Aufpreis: Wirbulatoren-Reinigung
BS-03-00-00-00-01-BADE
BSM-03-01-00-00-02-BADE
Bedienungsanleitung BIOSMART
4
Sicherheitseinrichtungen
BS-04-00-00-00-01-BADE
Um ein Überhitzen des Heizkessels zu verhindern, reduziert
die Regelung die Heizleistung. Droht der Heizkessel trotzdem
zu überhitzen, unterscheidet die Regelung zwischen
mehreren Sicherheitsstufen.
Sicherheitsstufe 1
SY-04-00-00-01-01-BADE
Kesseltemperatur 87°C
Das Saugzuggebläse stoppt und die Verbrennungsluftzufuhr
wird geschlossen.
Sicherheitsstufe 2
SY-04-00-00-02-01-BADE
Kesseltemperatur 95°C
Über die thermische Ablaufsicherung wird der Kessel mit
Kaltwasser über den Sicherheitswärmetauscher gekühlt.
Sicherheitsstufe 3
SY-04-00-00-03-01-BADE
Kesseltemperatur 100°C
Alle Heizungspumpen und die Speicherladepumpe werden
zur Wärmeabfuhr aktiviert.
Sicherheitsstufe 4
SY-04-00-00-04-01-BADE
Kesseltemperatur über 100°C
Der STB (Sicherheitstemperaturbegrenzer) spricht an und
schaltet alle Kesselregelfunktionen ab, die Heizkreispumpensteuerung bleibt jedoch aktiv! Die Anlage bleibt ausgeschaltet,
auch wenn die Kesseltemperatur wieder unter 90°C sinkt. Die
Anlage darf erst wieder in Betrieb genommen werden,
nachdem eine allfällige Störung behoben und der Kessel
überprüft wurde.
Stromausfall
SY-04-00-00-05-01-BADE
Die Regelung, das Saugzuggebläse und alle Umwälzpumpen
schalten mangels elektrischer Energie aus. Das Glutbett am
Rost brennt mit natürlichem Kaminzug weiter. Da dieser
Betriebszustand nicht optimal ist, bleibt auch eine größere
Aschebildung am Rost zurück. Zusätzlich sollte die Verbrennungsluftzufuhr an der Aschetür manuell geschlossen
werden. Dazu die Aschetürverkleidung rechts aufschwenken,
die schwarze Entriegelungstaste am jeweiligen Servomotor
drücken und den Luftschieber gegen den Uhrzeigersinn bis
auf Anschlag verdrehen. Sobald wieder elektrische Energie
zur Verfügung steht, übernimmt die Regelung wieder die
Kontrolle über die Heizanlage.
SY-04-00-00-06-01-BADE
Gefahr:
Achtung Verpuffungsgefahr!
Während dieser Betriebszustände keine
Kesseltür öffnen!
Fülltüre öffnen
SY-04-00-00-07-01-BADE
• das Saugzuggebläse geht auf 100% Drehzahl;
• die Verbrennungsluftzufuhr wird gestoppt;
• nach dem Schließen des Fülldeckels wird die
Betriebsfortführung eingeleitet
11
Bedienungsanleitung BIOSMART
5
Schaltfeldbeschreibung
BS-05-00-00-00-01-BADE
Das Gerät verfügt über eine große Touch-Bedieneinheit mit
Menüführung. Alle Einstellmöglichkeiten und Abfragen werden
im Display angezeigt. Durch Drücken der „Buttons“ am TouchDisplay können alle Einstellungen durchgeführt werden.
Auftretende Meldungen werden am Display eingeblendet.
BSM-05-00-00-01-01-BADE
2
1
3
Netzschalter (1)
BS-05-00-00-02-01-BADE
Bleibt normalerweise immer eingeschaltet. Der Netzschalter
darf nur im funktionslosen Zustand abgeschaltet werden.
Hinweis:
Bei Reparatur- oder Wartungsarbeiten muss
die Anlage am Netzstecker zusätzlich vom
Netz getrennt werden
STB (2)
BS-05-00-00-03-01-BADE
Eine Übertemperatur (ca. 100°C) löst den unter der Abdeckkappe (2) liegenden Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB)
aus; → der Betrieb des Gerätes wird unterbrochen; → nach
Übertemperatur die Fehlerursache beheben und den STB
(Knopf) mit einem dünnen Gegenstand tief eindrücken;
Hinweis:
Touch-Display (3)
Die Anlage darf erst wieder in Betrieb
genommen werden, nachdem eine allfällige
Störung behoben und der Kessel überprüft
wurde. Nötigenfalls muss ein Fachmann
zugezogen werden.
BS-05-00-00-04-01-BADE
Durch leichten Druck mit der Fingerspitze auf die jeweiligen
Buttons am Display gelangen Sie in die verschiedenen
Ebenen, Menüs und Untermenüs. Alle Einstellungen werden
direkt am Touch-Display vorgenommen.
Hinweis:
12
Zur Bedienung des Touch-Displays keine
spitzen Gegenstände, wie z.B.
Kugelschreiber und dergleichen, verwenden!
Bedienungsanleitung BIOSMART
6
Menü und Ebenenübersicht (Menübaum)
BSM-06-00-00-00-01-BADE
Fehlerseite
Information
Info Kessel/Puffer
Info Status
Info Kessel
Info Pufferspeicher
Aus
Info MK Regler 0
Normal
Info MK Regler 1
Warmwasser
Info MK Regler 2
Heizen
Absenken
▲
Infoebene
Absenken bis
Kundenebene
Serviceebene
Parametermenü
WW-Nachladen
▼
▼
▼
Kundenebene
Serviceebene
Parametermenü
CODE
CODE
Kesselparameter
Resetdaten
Heizkreis 0
Heizkreis 1
Fehlerliste
Heizkreis 2
Testprogramm
Heizkreis 3
Inbetriebnahme
Heizkreis 4
Parameter HK0
Heizkreis 5
Parameter HK1
Heizkreis 6
Parameter HK2
Heizkreis 7
▲
Hausebene
Hinweis:
•
•
Strichliert umrahmte Menüs erscheinen nur, wenn sie
im Inbetriebnahmemenü aktiviert wurden!
Änderungen in der Service- und Parameterebene
dürfen nur in Absprache mit GUNTAMATIC
durchgeführt werden!
Parameter HK3
Heizkreis 8
Parameter HK4
Warmwasser 0
Parameter HK5
Warmwasser 1
Parameter HK6
Warmwasser 2
Parameter HK7
Kundenmenü
Parameter HK8
Detailanzeige
Parameter WW0
Datum/Uhrzeit
Parameter WW1
Parameter WW2
Parameter HP0
Anlageneinstellungen
Aufbau des Touch-Bedienfeldes
Kopfzeile
Symbole
BS-06-00-00-01-01-BADE
Scrollbalken
Scrollbuttons
Auswahlbutton
Die Kopfzeile enthält wichtige Informationen zur ausgewählten Ebene bzw. zum Menü. Im
Auswahlfenster können Betriebszustände, Fühlerwerte und Schaltzustände der Anlage
abgefragt werden. Mit den verschiedenen Buttons können Sie z.B. Einstellungen ändern,
speichern oder zu bestimmten Ebenen und Menüs wechseln. Sie wechseln zwischen den
Ebenen und Menüs, indem Sie direkt auf die jeweiligen Buttons am Display tippen.
13
Bedienungsanleitung BIOSMART
6.1
Infoebene (Kunde)
BSM-06-01-00-00-01-BADE
Mit den Buttons „DOWN“
und „UP“
in der Infoebene nach oben bzw. nach unten.
„blättern“ Sie
Störung → oberste Priorität
klar definierte Fehlermeldungen werden angezeigt und mit Datum und
Uhrzeit des Auftretens gespeichert
Fehlerquittierung über den Button „Quit“
Infoebene → Anzeige nur, wenn das Programm „Absenken bis“ aktiviert wurde
1)
wird nach Ablauf der gespeicherten Zeit ausgeblendet
vorzeitiges Deaktivieren über den Button „Quit“
Infoebene Kessel/Puffer → Standardanzeige am Kessel
Anzeige der Kesseltemperatur
Anzeige der Pufferladung → Balkenanzeige ganz rechts = der Pufferspeicher ist geladen
Nachfüllgrenze → Kessel erst einheizen wenn die Nachfüllgrenze (▲) unterschritten wurde
Infoebene - Status → Anzeige Kesselstatus
Anzeige Kesseltemperatur
Anzeige Kesselbetriebsstatus
Anzeige Programmwahl
Anzeige Brenndauer → das Öffnen der Fülltür setzt die Anzeige wieder auf 0 h
Anzeige Außentemperatur
1)
Infoebene - Kessel → Anzeige Kesseldaten
Anzeige Kesselbetriebsart
Anzeige Brennstoffeinstellung
Anzeige Rauchgastemperatur
Anzeige CO2 Wert
Anzeige Wirkungsgrad
Infoebene - Pufferspeicher → Anzeige Pufferdaten
Anzeige Puffertemperatur Oben
Anzeige Puffertemperatur Mitte
Anzeige Puffertemperatur Unten
Anzeige Pufferladung
Anzeige Drehzahl Kesselladepumpe → Standardeinstellung = ohne Drehzahlregelung
1)
Infoebene - Regler 0 → Heizkreisregler 0 (HKR 0)
Anzeige Warmwassertemperatur und Betriebsstatus Speicher 0
Anzeige Betriebsstatus Heizkreis 0 → Pumpenheizkreis; Anzeige Kesseltemperatur
Anzeige Betriebsstatus Heizkreis 1 → gemischter Heizkreis; Anzeige Vorlauftemperatur
Anzeige Betriebsstatus Heizkreis 2 → gemischter Heizkreis; Anzeige Vorlauftemperatur
▼
1)
14
Weitere Infoebenen werden angezeigt, wenn mehrere Heizkreisregler im
Inbetriebnahmemenü aktiviert wurden!
Anzeige nur, wenn ein oder mehrere Heizkreisregler aktiviert sind!
Bedienungsanleitung BIOSMART
6.2
Hausebene (Kunde)
BSM-06-02-00-00-01-BADE
Alle Heizprogramme und Menüs sind aufgelistet beschrieben:
1)
Heizbetrieb und Warmwasserbereitung abgeschaltet
Heizbetrieb und Warmwasserbereitung nach Uhrenprogramm
Warmwasserbereitung nach Uhrenprog. WW-Sommer → Heizbetrieb abgeschaltet
Heizbetrieb → Tag und Nacht (Warmwasserbereitung nach Uhrenprogramm)
Absenkbetrieb → Tag und Nacht (Warmwasserbereitung nach Uhrenprogramm)
1)
1)
1)
1)
1)
Absenkbetrieb bis zu einem bestimmten Zeitpunkt → WW nach Uhrenprogramm
WW-Bereitung außerhalb der programmierten Ladezeiten → Dauer max. 90 min
→ Einstieg in die Kundenebene
→ Einstieg in die Serviceebene → CODE erforderlich
→ Einstieg ins Parametermenü → CODE erforderlich
1)
2)
2)
2)
2)
6.3
durch Antippen der Buttons wechseln Sie zum jeweiligen Programm bzw. in die jeweilige Ebene
Kundenebene (Kunde)
BSM-06-03-00-00-01-BADE
Je nach Anlagenkonfiguration können die Menüebene und die
Untermenüs mit unterschiedlichem Inhalt angezeigt werden.
1)
Menü Heizkreis 0 → zeitgesteuerter Pumpenheizkreis auf HKR 0
Menü Heizkreis 1 → zeitgesteuerter gemischter Heizkreis auf HKR 0
Menü Heizkreis 2 → zeitgesteuerter gemischter Heizkreis auf HKR 0
Menü Heizkreis 3 → zeitgesteuerter Pumpenheizkreis auf HKR 1
Menü Heizkreis 4 → zeitgesteuerter gemischter Heizkreis auf HKR 1
1)
1)
1)
1)
1)
Menü Heizkreis 5 → zeitgesteuerter gemischter Heizkreis auf HKR 1
Menü Heizkreis 6 → zeitgesteuerter Pumpenheizkreis auf HKR 2
Menü Heizkreis 7 → zeitgesteuerter gemischter Heizkreis auf HKR 2
Menü Heizkreis 8 → zeitgesteuerter gemischter Heizkreis auf HKR 2
Menü Warmwasser 0 → auf HKR 0
1)
1)
1)
1)
1)
Menü Warmwasser 1 → auf HKR 1
Menü Warmwasser 2 → auf HKR 2
Menü Kundenebene → Kundeneinstellungen
Menü Detailanzeige → Kesseldaten und Betriebszustände werden angezeigt
Menü Datum/Uhrzeit
1)
3)
4)
5)
3)
wichtige Einstellmöglichkeiten im Kundenmenü
4)
Abfragemöglichkeit von Betriebszuständen, Fühlerwerten und Schaltzuständen im Menü Detailanzeige
5)
Abfrage, bzw. Einstellmöglichkeit von Datum und Uhrzeit im Menü Datum/Uhrzeit
15
Bedienungsanleitung BIOSMART
6.3.1 Menü Heizkreis (Kunde)
BS-06-03-01-00-01-BADE
Im Menü Heizkreis können Sie Einstellungen für die jeweiligen
Heizkreise vornehmen.
6)
Status der Heizkreisansteuerung
Einstellmöglichkeit für Heiz- und Absenkzeiten
Einstellmöglichkeit der Tag-Solltemperatur
Einstellmöglichkeit der Nacht-Solltemperatur
Einstellmöglichkeit Raumeinfluss bzw. Thermostatfunktion
7)
8)
9)
10)
Einstellmöglichkeit der Heizkurve
Wechsel vom Absenkbetrieb auf Solltemperatur-Nacht
Außentemperaturabschaltung der Heizkreise
11)
12)
→ Auto
→ Aus
→ Dauer
6)
Auswahl
7)
Regelung auf „Solltemperatur Tag“ ist nur in Verbindung mit einem Raumgerät oder einer Raumstation möglich; durch Erhöhen
oder Verringern der Solltemperatur wird die Heizkurve parallel verschoben
8)
Regelung auf „Solltemperatur Nacht“ ist nur in Verbindung mit einem Raumgerät oder einer Raumstation möglich; zusätzlich
muss die unter Menüpunkt „Nacht aus AT“ eingestellte Außentemperatur unterschritten sein (Hysterese 2°C)
9)
Auswahl
10)
ein höherer Heizkurvenwert ergibt eine höhere Vorlaufsolltemperatur bei gleicher Außentemperatur
11)
wird während der Absenkphase die eingestellte Temperatur unterschritten, wird auf Solltemperatur-Nacht geheizt
12)
wird während der Heizphase die eingestellte Außentemperatur überschritten, werden die Heizkreise abgeschaltet
→ 0%
→ 25%
→ 50%
→ 75%
→ 100%
→ T 1°C
→ T 2°C
→ T 3°C
der Heizkreis wird in Abhängigkeit von Anforderung und Zeitprogramm EIN/AUS geschaltet
der Heizkreis ist abgeschaltet
die Pumpe läuft dauernd; bei gemischten Heizkreisen keine Mischeransteuerung
kein Raumeinfluss programmiert
Regelung der Raumtemperatur zu 25% nach Raumtemperatur und 75% nach Außentemperatur
Regelung der Raumtemperatur zu 50% nach Raumtemperatur und 50% nach Außentemperatur
Regelung der Raumtemperatur zu 75% nach Raumtemperatur und 25% nach Außentemperatur
Regelung der Raumtemperatur zu 100% nach Raumtemperatur
bei Überschreitung der Raum-Solltemperatur um 1°C wird die Heizkreispumpe abgeschaltet
bei Überschreitung der Raum-Solltemperatur um 2°C wird die Heizkreispumpe abgeschaltet
bei Überschreitung der Raum-Solltemperatur um 3°C wird die Heizkreispumpe abgeschaltet
6.3.2 Menü Warmwasser (Kunde)
BS-06-03-02-00-01-BADE
Im Menü Warmwasser können Sie Einstellungen für die
jeweiligen Warmwasserkreise vornehmen.
13)
Status der Warmwasserbereitung
Einstellmöglichkeit der Warmwasserladezeiten
Einstellmöglichkeit der Warmwasserladezeiten Sommer
Einstellmöglichkeit der Warmwasser-Solltemperatur
Einstellmöglichkeit des Warmwasservorranges
14)
15)
16)
16
→ Auto
→ Aus
→ Dauer
13)
Auswahl
14)
alle im „Uhrenprogramm Warmwasser“ eingestellten Ladezeiten sind aktiv, wenn das Programm „Normal“ eingestellt ist
15)
alle im „Uhrenprogramm WW Sommer“ eingestellten Ladezeiten sind aktiv, wenn das Programm „Warmwasser“ eingestellt ist
16)
Auswahl
→ Nein
→ Ja
die Ladepumpe wird in Abhängigkeit von Anforderung und Zeitprogramm EIN/AUS geschaltet
die Ladepumpe ist abgeschaltet
die Ladepumpe läuft dauernd
während der Warmwasserladung auch Freigabe der Heizkreise
während der Warmwasserladung keine Freigabe der Heizkreise (Werkseinstellung = empfohlen)
Bedienungsanleitung BIOSMART
6.3.3 Menü Kundenmenü (Kunde)
BSM-06-03-01-00-01-BADE
Je nach Anlagenkonfiguration können die Menüs mit
unterschiedlichem Inhalt angezeigt werden:
17)
Auswahl der Betriebsart
Kesselsolltemperatur→ 75 °C – 85 °C
Auswahl Betrieb Saugzug
Auswahl Betrieb Kesselladepumpe
Auswahl Gluterhaltung → RBT min2 /Zeitglied 2
18)
18)
19)
20)
Auswahl der Maximaldrehzahl des Saugzuggebläses
Einstellmöglichkeit der maximalen Rauchgastemperatur
Einstellmöglichkeit der Restwärmenutzung
Einstellmöglichkeit des Sonderausganges HP0
Auswahl der Landessprache
21)
22)
23)
17)
Auswahl
→ Regelung
→ Notbetrieb
18)
Auswahl
→ Auto
→ Aus
→ Dauer
der Ausgang wird automatisch gesteuert
der Ausgang ist abgeschaltet
der Ausgang wird dauernd angesteuert
19)
Auswahl
→ Optimal
Betriebsstatus Gluterhalt wenn RGT für länger als 10 min unter 80 °C ist
Regelung Servo A2 (Primär/Sekundärluft) nach Lambdasonde
Saugzuggebläse läuft mit 100 %; Servo A2 stromlos; Servo manuell einstellen
(RBT min2 / Zeitglied 2 / CO2 = 2,5 % = Fixwert)
→ Lambda
Betriebsstatus Gluterhalt wenn RGT für länger als 10 min unter 80 °C ist und zusätzlich der
Lambdasondenwert unter x,x % gesunken ist (RBT min / Zeitglied 2 / CO2 min = 0,0% = deaktiviert)
→ Optimal
→ Leiser
maximale Drehzahl des Saugzuggebläses = 100 % (SZ d-max)
maximale Drehzahl des Saugzuggebläses = 75 % (→ verringert die Maximalleistung des Kessels!!!)
20)
Auswahl
21)
die maximale Kesselleistung steht bei Werkseinstellung von Parameter „RGT max“ zur Verfügung!!!
22)
Auswahl
23)
der Ausgang HP0 wird im „Servicemenü Inbetriebnahme“ auf die gewünschte Sonderfunktion programmiert
Auswahl
→ Auto
der Ausgang wird automatisch gesteuert
→ Aus
der Ausgang ist abgeschaltet
→ Dauer
der Ausgang wird dauernd angesteuert
→ Nein
→ Ja
keine Restwärmenutzung
Voraussetzung ist der Betriebszustand „Gluterhaltung“ → die Kesselladepumpe läuft bis die im
Servicemenü „Anlageneinstellung“ unter Parameter „Restwärmenutzung“ eingestellte Temperatur
am Kessel unterschritten ist
6.3.4 Menü Detailanzeige (Kunde)
BS-06-03-05-00-01-BADE
Im Menü Detailanzeige können alle möglichen Betriebszustände, Fühlerwerte und Schaltzustände der Anlage abgefragt werden. Es können im Menü keine Einstellungen
vorgenommen werden. Dieses Menü dient vorwiegend der
telefonischen Erkundung möglicher Fehlerquellen und
unterstützt den GUNTAMATIC-Fachmann bei der Behebung.
6.3.5 Menü Datum/Uhrzeit (Kunde)
BS-06-03-06-00-01-BADE
17
Bedienungsanleitung BIOSMART
6.4
Serviceebene (Fachmann)
BS-06-04-00-00-01-BADE
CODE Eingabe erforderlich!
Einstellungen oder Änderungen in der Serviceebene dürfen
nur in Absprache mit GUNTAMATIC oder einem autorisierten
GUNTAMATIC-Fachmann vorgenommen werden!
Servicemenü Resetdaten → Achtung: Möglicher Verlust aller Anlageneinstellungen!!!
Servicemenü Fehlerseite → Fehlerspeicher
Servicemenü Testprogramm → Funktionstest aller Anlagenkomponenten
Servicemenü Inbetriebnahme → Aktivierung aller Anlagenkomponenten
Servicemenü Parameter HK0 → Parameter für HK0
1)
1)
Servicemenü Parameter HK1 → Parameter für HK1
Servicemenü Parameter HK2 → Parameter für HK2
Servicemenü Parameter WW0 → Parameter für Warmwasserspeicher 0
Servicemenü Parameter HP0 → Parameter für Sonderausgang HP0
Servicemenü Anlageneinstellungen→ Anlagenparameter
1)
1)
6.4.1 Servicemenü Resetdaten (Fachmann)
Achtung:
BS-06-04-01-00-01-BADE
Bei falscher Handhabung des Servicemenüs
„Resetdaten“, kann eine Neukonfiguration der
gesamten Anlage erforderlich werden.
gespeicherte Kundendaten können im Bedarfsfall eingelesen werden
Änderungen der Anlagenkonfiguration in den Kundendaten speichern
nur geänderte Parameter einer neuen Software-Version werden geladen
der Betriebsstundenzähler kann auf 0h gesetzt werden
der Servicezeitzähler kann auf 0h gesetzt werden
24)
25)
Werkseinstellung wird geladen → Die Anlage muss neu konfiguriert werden!!!
nach jedem Lambdasondentausch die Kalibrierung reseten
24)
nach einem Wechsel der Softwareversion, werden nur diejenigen Parameter geladen, die in der neuen Version geändert oder
neu hinzu gekommen sind;
25)
Achtung:
→ alle Anlageneinstellungen inkl. Betriebsstunden- und Servicezeitzählerstände gehen verloren;
→ nach einem Steuerungsreset befindet sich die Anlage im Auslieferungszustand;
→ die Anlage muss neu konfiguriert werden;
6.4.2 Servicemenü Fehlerseite (Fachmann)
BS-06-04-02-00-01-BADE
klar definierte Fehlermeldungen werden angezeigt und werden mit Datum
und Uhrzeit des Auftretens abgespeichert
18
Bedienungsanleitung BIOSMART
6.4.3 Servicemenü Inbetriebnahme (Fachmann)
BSM-06-04-01-00-01-BADE
Im Servicemenü Inbetriebnahme werden alle vorhandenen
Anlagenkomponenten programmiert und aktiviert.
Einstellung Kesseltyp
Einstellung Kesselleistung → am Typenschild ersichtlich
Einstellung Drehzahlregelung → für KLP und SLP einstellbar
Einstellung Pufferbetrieb
Aktivierung Heizkreisregler 0 → nur externes Wandgerät möglich
26)
Aktivierung Warmwasserspeicher 0
Programmierung WW-Ladezeiten Speicher 0 → für Programm NORMAL
Programmierung WW-Ladezeiten Speicher 0 → für Programm WARMWASSER
Einstellung WW-Solltemperatur Speicher 0
Einstellung WW-Vorrang Speicher 0
27)
Aktivierung Heizkreis 0
Freigabetemperatur für Heizkreis 0 → wirksam auf Fühler T3 (Puffer oben)
Einstellung Heizzeiten für Heizkreis 0
Aktivierung Raumgerät oder Raumstation für Heizkreis 0
Aktivierung Heizkreis 1
28)
Freigabetemperatur für Heizkreis 1 → wirksam auf Fühler T3 (Puffer oben)
Einstellung der maximalen Vorlauftemperatur für Heizkreis 1
Einstellung der Heizkurve für Heizkreis 1
Einstellung Heizzeiten für Heizkreis 1
Aktivierung Raumgerät oder Raumstation für Heizkreis 1
27)
Aktivierung Heizkreis 2
Freigabetemperatur für Heizkreis 2 → wirksam auf Fühler T3 (Puffer oben)
Einstellung der maximalen Vorlauftemperatur für Heizkreis 2
Einstellung der Heizkurve für Heizkreis 2
Einstellung Heizzeiten für Heizkreis 2
28)
Aktivierung Raumgerät oder Raumstation für Heizkreis 2
Aktivierung Heizkreisregler 1 → externes Wandgerät
Aktivierung Heizkreisregler 2 → externes Wandgerät
Aktivierung Sonderausgang HP0
nach Fertigstellung der Anlagenkonfiguration → Kundendaten speichern!
29)
26)
Auswahl
→ Aus
→ KLP
Drehzahlregelung deaktiviert (= Werkseinstellung)
Kesselladepumpe ist drehzahlgeregelt
Hinweis: Energiesparpumpen dürfen nicht drehzahlgeregelt werden!!
27)
Auswahl
→ Kein
→ Pumpe
→ Mischer
der Heizkreis ist deaktiviert
die Heizkreispumpe kann über das Uhrenprogramm zeitgesteuert werden
die Heizkreispumpe und der Mischer kann über das Uhrenprogramm zeitgesteuert werden
28)
Auswahl
→ Kein
→ RFF
→ RS-Voll
→ RS-HK
kein Raumgerät angeschlossen
analoges Raumgerät ist angeschlossen
digitale Raumstation ist angeschlossen (Einstellmöglichkeiten für alle Heizkreise)
digitale Raumstation ist angeschlossen (Einstellmöglichkeiten nur für zugewiesenen Heizkreis)
19
Bedienungsanleitung BIOSMART
29)
Auswahl
→ ZP
→ ZUP
→ NFA
→ Brenner
→ Verblock
Ladepumpenfunktion mit Differenzregelung zwischen Fühler T3 (Puffer oben) und Fühler T5
(Öl/Gaskessel) zur Realisierung des Anlagenschemas BSM-05-1
die Zubringerpumpe läuft mit, sobald eine Heizkreispumpe der Anlage Anforderung hat
Nachfüllanzeige; der Ausgang ist aktiv, wenn die Temperatur am Pufferfühler oben (T3) kleiner
der Anforderungstemperatur der Heiz- oder Warmwasserkreise ist und die Pufferladung unter
40% (= Fixwert) liegt
Freigabe des Ausganges, wenn die Temperatur am Pufferfühler oben (T3) kleiner der
Anforderungstemperatur der Heiz- oder Warmwasserkreise ist; bei Erhöhung der Temperatur am
Pufferfühler oben (T3) um 10°C (= Fixwert) geht der Ausgang wieder auf „AUS“
Funktion zur witterungsgeführten Steuerung eines Öl/Gaskessels in Verbindung mit einem
Umschaltventil (3-Weg Mischer oder Zonenventil) zur Verblockung des Pufferspeichers; zur
Realisierung des Anlagenschemas BSM-04-1
Hinweis:
Die Funktion „Verblock“ und „ZUP“ kann nur in Verbindung mit einer
witterungsgeführten Heizkreisreglung aktiviert werden!!
6.4.4 Servicemenü Parameter Heizkreis / Estrichprogramm (Fachmann)
BS-06-04-04-00-01-BADE
Einstellmöglichkeit der Heizkreis- und Estrichparameter:
Betriebsstatus des Heizkreises
Einstellung Raumgerät
Einstellung der Mischerlaufzeit
Einstellung der minimalen Vorlauftemperatur
Einstellung der maximalen Vorlauftemperatur
Einstellung der Kesselüberhöhung → wird zur Anforderungstemp. addiert = Kesselsoll
Freigabetemperatur für Heizkreis 1
Einstellung der Heizkurvenparallelverschiebung
Aktivierung des Estrichprogramms
Estrichprog. → Einstellung der Vorlaufanstiegstemperatur
30)
Einstellung der Zeit bis zum nächsten Temperaturanstieg
Einstellung der Vorlauf Minimaltemperatur
Estrichprog. → Einstellung der Vorlauf Maximaltemperatur
Estrichprog. → Einstellung Haltezeit der Vorlauf Maximaltemperatur
Estrichprog. → Start des Estrichprogramms
Estrichprog. →
Estrichprog. →
ACHTUNG:
30)
20
Die Einstellung der Estrichparameter muss in Absprache
mit dem Estrichleger erfolgen!
Die Einhaltung der vorgegebenen Soll-Temperaturen ist
grundsätzlich nicht im gleitenden Betrieb möglich, sondern nur
bei Verwendung von automatischen Mischern. Die Einhaltung
der vorgegebenen Solltemperaturen kann nicht zu 100%
garantiert werden – durch div. Sicherheitsschaltungen und
spezielle Kesselfunktionen können in Ausnahmefällen
deutliche Temperaturüberschreitungen auftreten. Sollte dies
im Sinne von baulichen Schäden problematisch sein, so ist
die Estrichausheizung händisch vorzunehmen.
nach Aktivierung des Estrichprogramms erweitert sich das Menü um die Parameter des Estrichprogramms
Bedienungsanleitung BIOSMART
6.4.5 Servicemenü Parameter Warmwasser (Fachmann)
SY-06-04-02-00-01-BADE
Einstellmöglichkeit der Warmwasserparameter
Betriebsstatus des Warmwasserkreises
Einstellmöglichkeit der Warmwasser Hysterese → Warmwassernachladung
Freigabetemperatur der Speicherladepumpe → SLP 0
31)
31)
fällt die Temperatur im Warmwasserspeicher um 10°C (Hysterese) unter die Soll-Temperatur ab, wird der Warmwasserspeicher
wieder aufgeheizt; Vorraussetzung dafür ist die Freigabe der Ladezeit im Uhrenprogramm des „Menüs Warmwasser“
6.4.6 Servicemenü Parameter HP0 (Fachmann)
SY-06-04-03-00-01-BADE
Einstellmöglichkeit der Param. des Sonderausganges HP0
32)
34)
Betriebsstatus des Sonderausganges HP0
Einstellmöglichkeit der Abschalttemperatur des Ausganges HP0
Einstellmöglichkeit der Umschalttemperatur Fühler T3 auf Fühler T4
Einstellmöglichkeit der Umschaltventillaufzeit
Einstellmöglichkeit der Brennerschaltdifferenz
35)
Einstellmöglichkeit der Brennereinschaltverzögerung
Einstellmöglichkeit der Thermostatfunktion
33)
32)
Funktion
→ ZP
→ ZUP
→ NFA
→ Brenner
→ Verblock
Ladepumpenfunktion mit diff. Regelung zwischen Fühler T3 (Puffer oben) und T5 (Öl/Gaskessel)
die Zubringerpumpe läuft mit, sobald eine Heizkreispumpe der Anlage Anforderung hat
Nachfüllanzeige; der Ausgang ist aktiv, wenn die Temperatur am Pufferfühler oben (T3) kleiner
der Anforderungstemperatur der Heiz- oder Warmwasserkreise ist und die Pufferladung unter
40% (= Fixwert) liegt
Freigabe des Ausganges, wenn die Temperatur am Pufferfühler oben (T3) kleiner der
Anforderungstemperatur der Heiz- oder Warmwasserkreise ist; bei Erhöhung der Temperatur am
Pufferfühler oben (T3) um 10°C (= Fixwert) geht der Ausgang wieder auf „AUS“
ist die Puffertemperatur oben (T3) kleiner der Anforderungstemperatur der Heiz- oder
Warmwasserkreise und die Rauchgastemperatur am BMK/Synchro kleiner 130°C (RGTBrenner), so wird über den Ausgang HP0 (Verblock) der Öl/Gaskessel angesteuert; gleichzeitig
wird der Mischer/Motorventil (UMV) über den Ausgang HP1 (Befehl „Mischer Zu“) für die Dauer
der
im
Parameter
„LZ-Verblock“
eingestellten
Zeit
angesteuert;
sobald
die
Öl/Gaskesseltemperatur 45°C (T4- Brenner) überschreitet, wird der Fühlerwert T4 (Fühler im
Öl/Gaskessel) als Freigabewert für die Heizkreise verwendet; wenn die Puffertemperatur oben
(T3) größer Anforderung oder die Öl/Gaskesseltemperatur (T4) größer Anforderung +6°C
(Brenner diff.) oder die Rauchgastemperatur am Stückholzkessel größer 130°C (RGT- Brenner)
ist, so wird der Ausgang HP0 (Verblock) wieder stromlos; wenn die Kesseltemperatur im
Öl/Gaskessel (T4) den Parameter „T4-Brenner“ um 3°C unterschreitet, wird der Ausgang HP2
(Befehl „Mischer Auf“) für die Dauer der im Parameter „LZ-Verblock“ eingestellten Zeit
angesteuert, vorausgesetzt die Rauchgastemperatur am Stückholzkessel ist größer Parameter
„RGT-Brenner“ (130°C) oder die Puffertemperatur oben (T3) ist größer als die Anforderung;
gleichzeitig wird bei Unterschreiten der unter Parameter „T4-Brenner“ eingestellten
Öl/Gaskesseltemperatur um 3°C wieder der Fühlerwert T3 (Puffer oben) für die Freigabe der
Heizkreise herangezogen
33)
„Aus“ ist voreingestellt; Laufzeit des Mischers oder Umschaltventils (UMV) einstellen; Laufzeit ist einstellbar von 1-5 Minuten;
federbelastete Motorventile auf „Dauer“ einstellen;
Wichtig →
nur endabgeschaltete Triac-taugliche Mischerantriebe verwenden;
34)
wenn die Anforderungstemperatur am Öl/Gaskessel um den Parameter „Brenner diff“ überschritten ist, wird der Ausgang HP0
stromlos; der Öl/Gaskessel schaltet ab;
35)
0°C voreingestellt = Funktion „AUS“; die Puffertemperatur oben (T3) muss den im Parameter „TP0 Verblock“ eingestellten Wert
unterschreiten, damit der Ausgang HP0 (Öl/Gaskessel) aktiv werden kann; mit dieser Funktion wird eine Zwangsentleerung des
Pufferspeichers bis zu einer gewünschten Temperatur erreicht
Beispiel → Param. „TP0 Verblock“ ist auf 50°C programmiert; der Ausgang HP0 (Öl/Gaskessel) wird erst nach Unterschreiten
von Parameter „TP0 Verblock“ aktiv
21
Bedienungsanleitung BIOSMART
6.4.7 Servicemenü Anlageneinstellungen (Fachmann)
BSM-06-04-04-00-01-BADE
Einstellmöglichkeit spezieller Kessel und Anlagenparameter:
Einstellmöglichkeit Anlagentyp → am Typenschild ersichtlich
Einstellmöglichkeit Kesseltyp → am Typenschild ersichtlich
Einstellmöglichkeit der Drehzahlregelung → für KLP und SLP
Einstellmöglichkeit Pufferbetrieb
Einstellmöglichkeit Heizkreisregler 0 → externes Wandgerät
Einstellmöglichkeit Heizkreisregler 1 → externes Wandgerät
Einstellmöglichkeit Heizkreisregler 2 → externes Wandgerät
Einstellmöglichkeit Außenfühler
Einstellmöglichkeit Lambdasonde
Betriebsstatus Lambdasondenheizung
36)
37)
Aktivierung der Lambdasondenkalibrierung
Eingabemöglichkeit der Lambdasondenkorrektur
Einstellmöglichkeit der Lambdasondenkennlinie → nur während des Betriebes
Aktivierung Überwachungsmodus
Möglichkeit zur SD-Karten Datenaufzeichnung
38)
Möglichkeit zum Einlesen von SD-Karten-Daten
Einstellmöglichkeit der Saugzuggebläseansteuerung
Einstellmöglichkeit der Dauer des Pumpenblockierschutzes → 1x pro Woche
Einstellmöglichkeit der Zwangseinschalttemperatur aller Heizkreispumpen
Einstellmöglichkeit der Kesselrestwärmetemperatur
39)
40)
Einstellmöglichkeit der Aktivierungstemperatur der Frostschutzfunktion
Einstellmöglichkeit der Vorlaufsolltemperatur der Frostschutzfunktion
Erhöhen der Kesseltemperatur bis zur Abschaltung durch den STB
40)
36)
Auswahl
→ Nein
→ NGK
→ BOSCH
keine Lambdasonde oder die Lambdasonde ist deaktiviert
Lambdasondentyp NGK ist in der Anlage eingebaut
Lambdasondentyp BOSCH ist in der Anlage eingebaut
37)
Auswahl
→ Auto
→ Dauer
die Lambdasondenheizung ist je nach Betriebsstatus ein- oder ausgeschaltet
die Lambdasondenheizung ist dauernd eingeschaltet
38)
Auswahl
→ Terminal
Datenabfrage über Windows Hyper Terminal / Visualisierung
→ DAQ
Datenabfrage über Onlineschreiber (nur werksseitig einsetzbar)
→ GSM-Modul Datenabfrage, Hinweismeldungen und Kesselsteuerung über GSM-Modul
39)
im Betriebszustand Gluterhalt läuft die Kesselladepumpe, bis die eingestellte Temperatur am Kessel unterschritten ist
40)
die Frostschutzfunktion für alle Heizkreise ist nur im Programm „AUS“ aktiv!!!
bei Unterschreitung der Außentemperatur unter die im Parameter „HKP Frost TA“ eingestellte Frostschutztemperatur, wechselt
der Heizkreis in den Betriebszustand „Frostschutz“; hier wird die Soll-Vorlauftemperatur auf die im Parameter „HKP Frost TV“
eingestellte Temperatur für den Pumpenfrostschutz geregelt und die Heizkreispumpe aktiviert; dieser Frostschutz ist nur aktiv,
wenn der Parameter „Außenfühler vorh.“ (Servicemenü „Anlageneinstellungen“) auf „Ja“ gestellt ist und sich der Heizkreis im
Zustand „AUS“ befindet; bei „Außenfühler vorh.“ auf „Nein“ wird kein Pumpen- und in weiterer Folge auch kein HeizkreisFrostschutz - wie oben beschrieben - durchgeführt
Wichtig: → Für ausreichend Energie im Pufferspeicher sorgen!
(erst wenn der Kessel länger als 50 h im Betrieb „AUS“ ist, schaltet die Lambdaheizung ab)
22
Bedienungsanleitung BIOSMART
7
Kundeneinstellungen
BS-07-00-00-00-01-BADE
7.1
Heizprogramm aktivieren
SY-07-01-00-00-01-BADE
Um das Prog. „NORMAL“ zu aktivieren, gehen Sie wie unten
beschrieben Schritt für Schritt vor:
1) → tippen Sie mit dem Finger auf das Touch-Display
2) → tippen Sie auf den Button „Hausebene“
die aktuelle Programmwahl „Aus“ wird in der Kopfzeile angezeigt
3) → tippen Sie auf den Button „Normal“
die neu ausgewählte Programmwahl „Normal“ wird nun in der Kopfzeile angezeigt
4) → tippen Sie auf den Button „Info“
5) → das Programm „Normal“ wird nun in der Information „Status“ angezeigt
Nach
Aktivierung
des
Heizprogramms
kontrollieren Sie im Auswahlfenster “Information
Programmauswahl. Sobald Wärme benötigt
genügend Energie im Pufferspeicher vorhanden
die Heizkreise vollautomatisch.
„NORMAL“
Status“ die
wird, und
ist, starten
23
Bedienungsanleitung BIOSMART
7.2
Heizprogramm deaktivieren
SY-07-02-00-00-01-BADE
Um das Prog. „NORMAL“ auf Programm „AUS“ zu stellen,
gehen Sie - wie unten beschrieben - Schritt für Schritt vor.
1) → tippen Sie mit dem Finger auf das Touch-Display
2) → tippen Sie auf den Button „Hausebene“
die aktuelle Programmwahl „Normal“ wird in der Kopfzeile angezeigt
3) → tippen Sie auf den Button „Aus“
die neu ausgewählte Programmwahl „Aus“ wird nun in der Kopfzeile angezeigt
4) → tippen Sie auf den Button „Info“
5) → das Programm „Aus“ wird nun in der Information „Status“ angezeigt
Nach Deaktivierung des Programms „NORMAL“ kontrollieren
Sie im Auswahlfenster „Information Status“ die aktuelle
Programmauswahl.
24
Bedienungsanleitung BIOSMART
7.3
Uhrenprogramm einstellen
SY-07-03-00-00-01-BADE
Nur während der im Uhrenprogramm freigegebenen Zeiten
können die Heizkreise oder Ladepumpen angefordert werden.
Im hier angeführten Beispiel wird das Uhrenprogramm des
Heizkreises 1 programmiert.
1) → tippen Sie mit dem Finger auf das Touch-Display
2) → tippen Sie auf den Button „Hausebene“
3) → tippen Sie auf den Button „Kundenebene“
4) → tippen Sie auf den Button „Heizkreis 1“
5) → tippen Sie auf den Button „Uhrenprogramm 1“
6) → tippen Sie auf den zu ändernden Wochentagbutton
7) → tippen Sie auf die zu ändernde „EIN“ oder „AUS“ Schaltzeit
8) → mit den Buttons
und
stellen Sie die Zeit ein
9) → tippen Sie zum Speichern auf den Button
7.3.1 Blockprogrammierung
BS-07-03-01-00-01-BADE
Mit der Blockprogrammierung können alle Tage der Woche
auf dieselbe Ein- oder Ausschaltzeit programmiert werden.
zum Aktivieren der Blockprogrammierung tippen Sie 2x hintereinander auf
denselben Wochentagbutton; alle Tage werden nun markiert und können
gemeinsam auf dieselbe Zeit programmiert werden
25
Bedienungsanleitung BIOSMART
7.4
Heizkurve ändern
BS-07-04-00-00-01-BADE
Nur während der im Uhrenprogramm freigegebenen Zeiten
können die Heizkreise oder Ladepumpen angefordert werden.
Im hier angeführten Beispiel wird die Heizkurve des
Heizkreises 1 programmiert:
1) → tippen Sie auf den Button „Hausebene“
2) → tippen Sie auf den Button „Kundenebene“
3) → tippen Sie auf den Button „Heizkreis 1“
4) → tippen Sie auf den Button „Heizkurve 1“
5) → mit den Buttons
und
ändern Sie die Heizkurve
6) → tippen Sie zum Speichern auf den Button
Heizkurvendiagramm
3,5
80
3,0
2,5
2,0
1,5
Vorlauftemperatur [°C]
70
60
1,0
50
0,5
40
30
20
20
15
10
5
0
-5
Außentemperatur [°C]
26
-10
-15
-20
Bedienungsanleitung BIOSMART
7.5
Warmwasser Soll-Temperatur ändern
BS-07-05-00-00-01-BADE
Im Menü Warmwasser kann die Warmwasser-SollTemperatur verändert werden.
Im hier angeführten Beispiel wird die Soll-Temperatur des
Warmwasserspeichers 0 programmiert:
1) → tippen Sie auf den Button „Hausebene“
2) → tippen Sie auf den Button „Kundenebene“
3) → tippen Sie auf den Button „Warmwasser 0“
4) → tippen Sie auf den Button „WW Solltemperatur 0“
5) → mit den Buttons
und
ändern Sie die Solltemperatur
6) → tippen Sie zum Speichern auf den Button
27
Bedienungsanleitung BIOSMART
7.6
Analoges Raumgerät
BS-07-06-00-00-01-BADE
Ist Ihre Anlage mit einer witterungsgeführten Heizkreisregelung ausgerüstet, kann auf Wunsch jeder Heizkreis mit
einem analogen Raumgerät ausgestattet werden.
Am Raumgerät bietet der Drehknopf die Möglichkeit, die im
Menü Heizkreis voreingestellte Soll-Raumtemperatur zu
ändern. Im Plusbereich (+) des Reglers kann die SollRaumtemperatur um bis zu 3°C angehoben, im Regelbereich
Minus (-) um bis zu 3°C, abgesenkt werden.
Hinweis:
Dadurch wird die in der Detailanzeige angezeigte
Raumtemperatur verfälscht. Die tatsächliche
Raumtemperatur wird nur bei Mittelstellung des
Handreglers angezeigt.
Betriebsarten
Absenken: Absenkbetrieb → wird in der Absenkphase die im
Parameter „Nacht aus AT“ eingestellte Außentemperatur unterschritten, wird auf die im
Parameter „Soll-Temperatur Nacht“ eingestellte
Raumtemperatur geheizt.
Montageort
Normal:
Heiz- und Absenkbetrieb nach Uhrenprogramm
Heizen:
dauernd-heizen auf „Tag Soll Temperatur“
Das Raumgerät in einer Höhe von ca. 1 m – 1,5 m an einer
Innenwand montieren. Der zweckmäßigste Raum ist dort, in
dem sich die Bewohner am häufigsten aufhalten. In diesem
Raum dürfen die Heizkörper nicht mit Thermostatventilen
ausgerüstet sein (Ventile ganz öffnen).
Hinweis:
Anschluss
7.7
Digitale Raumstation
Das Raumgerät sollte nicht im Bereich starker
Sonneneinstrahlung oder im Einflussbereich
eines Kachelofens platziert sein.
Den Drehknopf nach vorne abziehen, die Befestigungsschraube lösen und das Gehäuse nach vorne abziehen.
Anschluss des Raumgerätes an Klemme 1 und 2.
BS-07-07-00-00-01-BADE
Der Raumstation ist eine Bedienungsanleitung beigepackt.
An die Anlage können maximal 3 Stück Raumstationen
angeschlossen werden.
Der Verbindungsaufbau erfolgt über den CAN-Bus.
28
Bedienungsanleitung BIOSMART
8
Betrieb der Heizanlage
BS-08-00-00-00-01-BADE
8.1
Inbetriebnahme
SY-08-01-00-00-01-BADE
BS-08-01-00-01-01-BADE
Erstinbetriebnahme
Die Erstinbetriebnahme und Grundeinstellung der Anlage darf
ausschließlich durch GUNTAMATIC-Fachpersonal oder durch
GUNTAMATIC-autorisierte Partner erfolgen.
Wiederinbetriebnahme
Lassen Sie vor der Wiederinbetriebnahme im Herbst/Winter
die jährliche Kontrolle der Regel- und Sicherheitseinrichtungen auf ihre Funktionsfähigkeit durchführen. Wir
empfehlen Ihnen den Abschluss eines Wartungsvertrages,
damit die Anlage sicher und sparsam arbeitet.
Täglicher Betrieb
Reinigen Sie die Heizanlage genau nach den Vorgaben im
Kapitel Reinigung/Pflege. Der Reinigungsaufwand ist stark
abhängig von der Qualität des verwendeten Brennstoffes und
erfordert möglicherweise höheren Reinigungsaufwand bei
Verwendung minderwertiger Brennstoffe.
BS-08-01-00-02-01-BADE
BS-08-01-00-03-01-BADE
8.2
Kontrollen an der Heizanlage
BS-08-02-00-00-01-BADE
BS-08-02-00-01-01-BADE
Anlagendruck kontrollieren
Der Betriebsdruck liegt normalerweise zwischen 1 bar und 2,5
bar. Zu niedriger Anlagendruck kann zu Fehlfunktionen
führen. Falls notwendig, Heizungswasser nachfüllen.
Hinweis
Das vollständige Entleeren und Füllen der Anlage,
sowie das Nachfüllen einer mit Frostschutzmittel
oder aufbereitetem Wasser gefüllten Anlage, ist
durch den Fachmann durchzuführen.
Heizungswasser nachfüllen
•
•
•
•
das Heizungswasser muss beim Nachfüllen kalt sein →
kontrollieren Sie, ob das Heizungswasser unter 40°C ist;
langsam Wasser einfüllen, bis der erforderliche Betriebsdruck am Betriebsdruckmanometer angezeigt wird;
Heizung entlüften;
den Heizungsbetriebsdruck nochmals überprüfen und
wenn nötig nochmals Heizungswasser nachfüllen
BS-08-02-00-02-01-BADE
Überdruckventil
roten Drehknopf auf der Sicherheitsgruppe drehen; → auf
Dichtheit und Funktion prüfen; → bei Fehlfunktion oder
Undichtheit den Installateur bzw. Heizungsbauer anfordern
SY-08-02-00-01-01-BADE
Thermische Ablaufsicherung
roten Knopf am Ablaufventil fest eindrücken; → kühlt den
Kessel bei Überhitzung mit Kaltwasser aus dem Hauswassersystem; → bei Fehlfunktion oder Undichtheit den
Installateur bzw. Heizungsbauer anfordern;
BS-08-02-00-03-01-BADE
Ausdehnungsgefäß
bei großen Druckschwankungen zwischen warmen und
kaltem Heizsystem den Luftvordruck im Ausdehnungsgefäß
kontrollieren; → bei Fehlfunktion oder Undichtheit den
Installateur bzw. Heizungsbauer anfordern
Heizraumbelüftung
kontrollieren Sie, ob die Verbrennungsluftzuführung frei ist
BS-08-02-00-04-01-BADE
29
Bedienungsanleitung BIOSMART
8.3
Nachrüsten der halbautomatischen WT-Reinigung
ACHTUNG →
8.4
BSM-08-02-01-00-02-BADE
Wird nachträglich eine halbautomatische WT-Reinigung
eingebaut, muss die Software umgestellt bzw. aktualisiert
werden.
Kontaktieren Sie dazu unsere technische Auskunft.
Brennstoffbeschaffenheit
BS-08-03-00-00-01-BADE
Um einen problemlosen Heizbetrieb der Feuerung zu gewährleisten, muss die Qualität des Brennstoffes stimmen.
Scheitholz
BSM-08-03-00-01-01-BADE
•
Scheitholz sollte erst nach einer Trocknungsdauer von
mindestens 1,5 - 2 Jahren verheizt werden;
•
ideale Länge des Scheitholz → 33 cm (max. 34 cm);
•
größere Rundlinge immer spalten;
•
achten Sie darauf, dass das Holz immer möglichst dicht
eingelegt wird;
Grobhackgut
BSM-08-03-00-02-01-BADE
•
Grobhackgut sollte erst mit einer Trocknungsdauer von
mindestens 0,5 - 1,5 Jahren verheizt werden;
•
heizen Sie Grobhackgut nur gemischt mit Scheitholz, d.h.
zwischen jede Lage Scheitholz kann eine Lage
Grobhackgut geschüttet werden;
decken Sie jede Füllung Grobhackgut mit einer Lage
Scheitholz ab;
•
•
8.5
Brennstoffe
legen Sie beim Nachfüllen auf den Glutstock immer eine
Lage Scheitholz vor der Grobhackgutfüllung;
BS-08-04-00-00-01-BADE
BSM-08-04-00-01-01-BADE
Hartholz
Um ein optimales Abbrandverhalten bei rein mit Hartholz oder
Hartholz gemischt mit Weichholz befeuerten Heizkesseln zu
erreichen darf die maximale Scheitholzgröße (Scheitellänge) 9 - 12 cm nicht überschreiten.
BSM-08-04-00-04-02-BADE
Weichholz
Bei der Verbrennung von Weichholz darf die maximale
Scheitholzgröße (Scheitellänge) 6 - 8 cm nicht überschreiten. Weichholz ist im Sinne optimaler Verbrennungseigenschaften gemischt mit Hartholz zu verheitzen.
ACHTUNG →
Verbrennungslufteinstellungen am „Luftkanal innen“ je nach
verwendetem Brennholz beachten!
(Siehe Kapitel Verbrennungslufteinstellung)
BSM-08-04-00-03-01-BADE
30
Bedienungsanleitung BIOSMART
8.6
Verbrennungslufteinstellung
SY-08-05-00-00-01-BADE
BSM-08-05-00-01-02-BADE
Die Primär/Sekundärluftzuführung des Heizgerätes wird
anhand der Lambdasonden- und Abgastemperaturüberwachung mittels Servomotor (2) vollautomatisch angepasst.
Die Primärluftmenge kann manuell über den Handschieber
Primärluft (1) je nach verwendetem Brennstoff voreingestellt
werden. Zusätzlich muss die Verteilung der Primärluft am
Luftkanal innen (6) auf den verwendeten Brennstoff eingestellt
werden. Die Einstellwerte entnehmen Sie den Angaben unten.
Ideale Abgas-Werte bewegen sich während der Abbrandphase zwischen 10% bis 14% CO2.
Handschieber Primärluft (1)
→ BIOSMART 14
→ BIOSMART 22
Voreinstellung der Primärluftmenge je nach Kesseltype mittels
Handschieber (1) vornehmen:
Pos. 3
Pos. 4
CO2 meist unter 11% → in 0,5 Schritten nach oben
CO2 meist über 12% → in 0,5 Schritten nach unten
→ Hinweis
Mögliche Ursachen für starke CO2 SollAbweichungen siehe im Kapitel „Störungsbeseitigung“ in dieser Anleitung.
Entriegelungstaste Servomotor (2)
→ Hinweis
durch Drücken der Entriegelungstaste (2)
und Verdrehen des Dreheinsatzes (5)
kann im Störfall die Verbrennungsluft
manuell eingestellt werden
Servomotor (3)
→ autom. Verbrennungslufteinstellung
Luftschieber (4)
→ Einströmöffnung Primär/Sekundärluft
Dreheinsatz (5) → manuelle Einstellmöglichkeit
durch Drücken der Entriegelungstaste (2)
und Verdrehen des Dreheinsatzes (5) kann
im Störfall der Luftschieber und somit die
Verbrennungsluft manuell eingestellt werden
1
2
3
4
5
6
Luftkanal innen (6)
Zum Einstellen der Primärluftverteilung
(Rost-/Oberluft) die Schrauben lösen und
den Luftschieber (6) wie beschrieben
einstellen.
→ Werkseinstellung
→ Luftöffnung 1/4 offen
→ Hartholz (Hackgut) → Luftöffnung geschlossen bis leicht geöffnet
→ Weichholz
→ Luftöffnung 1/4 - 2/3 offen
→ minderwertiges Weichholz
→ Luftöffnung 3/4 bis ganz offen
31
Bedienungsanleitung BIOSMART
8.7
Anheizvorgang
SY-08-06-00-00-01-BADE
Führen Sie den Anheizvorgang genau nach Anleitung durch.
BSM-08-06-00-01-02-BADE
•
Netzschalter einschalten;
•
Handschieber- Verbrennungslufteinstellung am Servomotor kontrollieren;
•
die Fülltür öffnen; Rostschlitze, Durchbrandkanal und
Sekundärluftkanal in der Brennkammer müssen frei von
Asche sein; wenn nötig sauber reinigen;
•
den Wärmetauscher wenn nötig bürsten;
•
bei Variante mit außenliegenden WT-Reinigungshebel
vor jedem Anheizvorgang den Reinigungshebel 5 - 10
mal betätigen;
•
etwas kleinere Scheiter mit der gespaltenen Seite nach
oben locker vor und bis über den Durchbrandkanal auf
den Rost legen;
Wichtig → die Scheiter möglichst dicht an die linke Seite
des Füllraumes schlichten;
•
Kleinholz (Reisig, Grobhackgut) mit etwas Papier oder
Karton vor den Scheitern locker einlegen;
•
die Fülltür schließen;
•
die Aschetür öffnen, Papier vorne über dem Rost
einschieben und anzünden;
•
Aschetür einige Minuten offen lassen und in der
Informationsebene die Abgastemperatur kontrollieren;
•
Biosmart 14: Abgastemperatur auf 140°C angestiegen Biosmart 22: Abgastemperatur auf 120°C angestiegen → dann die Aschetür schließen
•
anschließend die Fülltür vorsichtig öffnen (Achtung
Verpuffungsgefahr!) und den Kessel mit Scheitholz
befüllen. Die Fülltür wieder schließen;
Wichtig → die Scheiter möglichst dicht an die linke Seite
des Füllraumes schlichten;
SY-08-06-00-02-01-BADE
Gefahr:
Brandgefahr!
Lassen Sie den Heizkessel während der
Anheizphase niemals unbeaufsichtigt.
Verschließen Sie nach der Anheizphase alle
Türen des Heizkessels gewissenhaft!
32
Bedienungsanleitung BIOSMART
8.8
Heizbetrieb
(richtiges Heizen mit Pufferspeicher)
SY-08-07-00-00-02-BADE
Moderne Holzvergaserkessel werden immer in Verbindung mit
einem oder mehreren Pufferspeichern betrieben. Grundvoraussetzung für einen reibungslosen Heizbetrieb ist die
richtige Brennstoffbeschaffenheit und das sogenannte richtige
Heizen mit Pufferspeicher. Lesen Sie die folgenden Punkte
aufmerksam durch und befolgen Sie die Anweisungen genau:
Wichtige Hinweise
•
Die Füllraumöffnung und die Aschetür muss während
der Verbrennung immer geschlossen sein, da ansonsten
die Verbrennungsregelung nicht richtig funktioniert oder
es bei nicht Beachtung zu einem Heizungsbrand
kommen kann;
•
„anbrennen“ lassen nach manuellem anzünden bzw.
nach dem nachlegen des Heizkessels ausnahmslos nur
über die Aschetür bei geschlossener Fülltüre;
•
während des Heizbetriebes dürfen Reinigungsöffnungen
keinesfalls geöffnet werden;
•
die Füll- oder Aschetüre darf während des Volllastbetriebes nicht geöffnet werden; → Hinweismeldungen
am Kesselbedienfeld unbedingt beachten;
•
während des Heizbetriebes niemals Füllraum
Aschetüre gemeinsam öffnen;
richtiges Heizen
und
Grundsätzlich gilt, dass der Kessel erst wieder angeheizt
bzw. nachgelegt werden darf, wenn das Heizgerät bis auf
Grundglut abgebrannt ist und der Pufferspeicher
entladen bzw. bis auf die Nachlegegrenze im Display
abgekühlt ist. Bei Pufferspeichern unter 1400 Liter (bei
Kombispeichern zählt nur das Puffervolumen, ohne
Warmwasservorrat) muss die Nachfüllmenge der Größe
des Pufferspeichers angepasst werden. Zum Beispiel
Pufferspeichervolumen nur 1000 Liter → Hartholz → Holz
maximal bis zur Füllraummitte einfüllen!!!
Anzeige Info Kessel/Puffer
Balkenanzeige Pufferladung
(Balken ganz rechts – Puffer ist voll geladen)
Anzeige Nachlegegrenze
Achtung
Nichtbeachtung oder zu häufiges Nachfüllen während
des Abbrandes kann zu Beschädigungen der FüllraumSchutzauskleidung führen!!!
Achtung
Nichtbeachtung führt zu extremer Verschmutzung des
Wärmetauschers.
33
Bedienungsanleitung BIOSMART
Anschließend kontrollieren, ob noch ausreichend Glut
vorhanden ist, dann nachlegen → ansonsten den
Anheizvorgang wiederholen.
Die Nachfüllmenge entsprechend dem Wärmebedarf abstimmen („Info Kessel/Puffer“ im Display kontrollieren und auf
Grund dessen die Nachfüllmenge bestimmen).
Die Füllöffnung unverzüglich wieder schließen, da nur bei
geschlossenem Fülldeckel die Verbrennungsregelung aktiv
ist und der Verbrennungsvorgang optimal fortgesetzt werden
kann.
Flamme beobachten
Wichtige Hinweise
8.9
Die Brennkammer ist mit einem Schauglas zur Flammenbeobachtung ausgerüstet. Wenn keine Flamme sichtbar ist,
hat das Heizgerät abgeregelt oder das Schauglas ist
verschmutzt.
→
Reinigungsöffnungen dürfen während des Betriebes
nicht geöffnet werden!!!
→
Das Schauglas niemals während des Verbrennungsvorganges reinigen!!!
→
als zusätzliche Sicherheitseinrichtungen können
optische und akustische Warnhinweise über die
Kesselbedieneinheit aktiviert werden!
Asche entleeren
SY-08-08-00-00-01-BADE
Je nach verheizter Brennstoffmenge, Qualität und Heizleistung muss der Aschebehälter regelmäßig entleert werden.
Damit das Verbrennungssystem und die Rostkühlung
funktionieren, darf die Aschelade maximal eben voll sein. Bei
minderwertigen Brennstoffen und hohem Staubanteil verkürzt
sich das Entleerungsintervall. Die anfallende Asche enthält die
Rückstände des Brennstoffes in konzentrierter Form. Wenn
Sie nur unbedenkliche Brennstoffe verwenden, stellt die
Rostasche einen hochwertigen Mineralstoffdünger dar.
Gefahr:
Restglut kann zu Bränden führen!
Entleeren bzw. lagern Sie Asche aus dem
Kessel nur an nicht brennbaren Orten!
34
Bedienungsanleitung BIOSMART
9
Reinigung/Pflege
BS-09-00-00-00-01-BADE
SY-09-00-00-01-01-BADE
Um größtmögliche Wirkungsgrade und ein ideales Abbrandverhalten des Brennstoffes zu erreichen, muss der Heizkessel
samt den Rauchgaswegen regelmäßig gereinigt werden.
Durch die durchdachte Kesselkonstruktion ist dies ohne viel
Mühe innerhalb kürzester Zeit durchführbar.
SY-09-00-00-02-01-BADE
Füllraumreinigung
Zum Reinigen oder Schüren im Füllraum nur das mitgelieferte
Reinigungsgerät verwenden.
Teerbildung
Leichte Holzteerbildung im Füllraum ist normal. Bei starker
Teerbildung ist möglicherweise die Leistungsabnahme nicht
ausreichend, es wurde zu oft nachgelegt, der Pufferspeicher
ist zu klein oder der Brennstoff ist nicht ausreichend trocken.
Wärmetauscherreinigung
Der Wärmetauscher muss je nach Kesselauslastung dementsprechend oft kontrolliert und gereinigt werden. Dazu den
Reinigungsdeckel öffnen (nur wenn der Heizkessel nicht
eingeheizt ist) und die Wärmetauscherröhren mit der
mitgelieferten Rohrbürste sauber reinigen.
Sekundärluftreinigung
Beim Reinigen im Bereich der Aschelade und unter der
Brennkammer (Sekundärluftreinigung) muss das mitgelieferte
Stahlreinigungsgerät (schwarz lackiert) verwendet werden.
SY-09-00-00-03-01-BADE
SY-09-00-00-04-01-BADE
SY-09-00-00-05-01-BADE
SY-09-00-00-06-01-BADE
Risse
Sogenannte Spannungsrisse in der Brennkammer, oder auch
leichte Abtragungen in und an der Brennkammer, werden
durch Temperaturschwankungen und Temperaturen bis über
1000°C in der Brennkammer verursacht. Entscheidend für die
Funktionalität der Geräte ist aber die Formstabilität der
Bauteile. Spannungsrisse beeinträchtigen Funktion und
Wirkungsgrad während der Verbrennung in keinster Weise
und sind, gleich wie zum Beispiel bei einem Kachelofen, als
normal anzusehen.
Pflege
Treten Verunreinigungen an den Verkleidungsteilen und an
den Bedienteilen auf, entfernen Sie diese am besten mit
einem weichen, feuchten Lappen. Zum Anfeuchten dürfen
jedoch nur milde, lösungsmittelfreie Reinigungsmittel
verwendet werden. Lösungsmittel wie Alkohol, Waschbenzin
oder Verdünner dürfen keinesfalls verwendet werden, da sie
die Geräteoberfläche angreifen.
BS-09-00-00-03-01-BADE
35
Bedienungsanleitung BIOSMART
Reinigungsschritte
BSM-09-00-00-01-02-BADE
1. Füllraumreinigung (A)
Nur das mitgelieferte Reinigungsgerät verwenden.
A
2. Aschelade (B)
Die Aschelade regelmäßig entleeren.
3. Wärmetauscherreinigung (C)
Der Wärmetauscher muss je nach Kesselauslastung dementsprechend oft kontrolliert und gereinigt werden. Dazu den
Reinigungsdeckel (D) öffnen und die Wärmetauscherröhren
mit der Rohrbürste (E) sauber reinigen.
Bei halbautomatischer Reinigung kann der Wärmetauscher in
kalten Zustand und bei geschlossenem Reinigungsdeckel
täglich durch 5 - 10 mal „AUF und AB“ Bewegen der
eingebauten Reinigungseinrichtung (F) von außen sauber
gereinigt werden.
B
E
D
C
F
D
C
H
5. Sekundärluftkanal (I)
Die Asche aus dem Sekundärluftkanal mit dem Reinigungsgerät sauber nach vorne heraus entfernen.
G
I
36
4. Brennkammer (H / G)
Die Schamottbrennkammer unten und die aufgesetzte
Ausbrandkammer (H) keinesfalls bürsten. Die Brennkammer
kann dadurch beschädigt werden. Die Brennkammerabdeckung (G) muss - von der Kesselrückseite aus gesehen rechts platziert sein.
6. Reinigungskanal (K / J)
Die anfallende Asche aus dem Wärmetauscher muss durch
den Reinigungskanal mit dem Reinigungsgerät nach vorne
heraus entfernt werden. Dazu die Rein-Kanal-Blende (J)
entfernen. Anschließend die Blende wieder einsetzen.
J
K
Bedienungsanleitung BIOSMART
9.1
Zwischenreinigung
BSM-09-01-00-00-02-BADE
alle 1-2 Wochen
•
Füllraum (1), Rostbereich (2), Flammkanal (3) und die
Brennkammer (4 → nicht bürsten) von Asche säubern;
•
•
Kontrolle Sekundärluftkanal (5) (vorne unten links);
durch die Reinigungsöffnung (6) (vorne unten Mitte) mit
Schürgerät die Asche von hinten nach vorne heraus
reinigen (Öffnung unter der Aschelade); den Vorgang
mehrmals wiederholen;
•
den Wärmetauscher (7) je nach Auslastung durchbürsten.
Bei
halbautomatischer
Reinigung
den
Wärmetauscher mit der von außen zu bedienenden
Wärmetauscherreinigung (8) mehrmals reinigen;
bei Geräuschentwicklung durch das Saugzuggebläseflügelrad (9) dieses ausbauen und sauber reinigen
•
Achtung →
9.2
Vor dem Ausbau Stromversorgung trennen!
Generalreinigung
mind. 1x jährlich durchführen
BSM-09-02-00-00-01-BADE
Zwischenreinigung - wie beschrieben - durchführen und
zusätzlich noch folgende Punkte kontrollieren bzw. reinigen:
•
•
•
sämtliche Dichtungen am Fülldeckel (10), am
Reinigungsdeckel (11) und an der Aschetür (12) auf
Dichtheit überprüfen;
die Lambdasonde (13) herausschrauben, mit weichem
Pinsel sauber reinigen, absaugen und wieder einschrauben; auf festen Sitz kontrollieren;
den Rauchgasfühler (14) herausziehen und reinigen
11
8
10
7
1
12
6
2
4
14
13
3
5
9
37
Bedienungsanleitung BIOSMART
10
Störungsbeseitigung
Störung
Schaltfeld kann nicht
eingeschaltet werden
Rauchaustritt in den
Heizraum
Heizleistung zu gering
Ursache /Funktion
•
Stromversorgung unterbrochen
•
Sicherung defekt
•
•
•
•
•
•
Verpuffung
Primär/Sekundär-luftmotor
kann Position nicht
erreichen
BSM-10-00-00-00-01-BADE
•
•
•
Beseitigung
•
außen-liegenden Netzstecker und/oder
Stromversorgungskabel zwischen den
Platinen überprüfen
Sicherung in der Zuleitung und an der
Schaltfeldplatine überprüfen
Rauchrohr ist undicht
Kaminzugregler ist ungünstig
montiert
Kamin nicht frei oder leistet keinen
Förderdruck
•
•
Undichtheiten beheben
Rücksprache mit Kaminbauer halten
•
Kamin kontrollieren
Kessel ist stark verschmutzt
Heizsystem ungenügend abgestimmt
Boilervorrang aktiv
Leistung KLP zu hoch
Förderdruck im Kamin zu gering
•
•
Generalreinigung durchführen
Heizsystem und Heizungspumpen
abstimmen
warten, bis Boilerladung erfolgt ist oder
Boilervorrang deaktivieren
ggf. Förderdruck im Kamin erhöhen
•
beim Heizen von sehr kurzem und
trockenen Brennmaterial kann es zu
Verpuffungen kommen
•
zusätzlich sollten 2-3 Lagen Scheiter
dazwischengelegt werden
Luftklappe verklemmt
Anschluss an Steuerung und Motor
prüfen
Servomotor defekt
•
in der Kundenebene Betriebsart Notbetrieb einstellen
Servomotor manuell auf 50% - 70% öffnen
SZ-Gebläse lt. Leistungsregelung
defekten Servomotor tauschen
•
•
Fehlermeldung Achtung
Übertemperatur STB gefallen
•
die erzeugte Wärme kann nicht
abgeführt werden – einschalten der
KLP bei 65°C sicherstellen;
Pufferspeicher muss Wärme
aufnehmen können
•
die Ursache für die Überhitzung ist
festzustellen (bei oftmaligen Vorkommen
ist der Fachmann hinzuzuziehen)
Sicherungen auf der Kesselplatine
überprüfen
Lambdasonde defekt
•
Lambdasonde verunreinigt
•
•
•
Lambdasonde locker
Lambdasonde defekt
•
•
Lambdasonde herausschrauben, mit
Pinsel reinigen → absaugen und wieder
einschrauben
Lambdasonde festziehen
in der Kundenebene Betriebsart
„synchron“ einstellen
Lambdasonde erneuern
•
•
•
Gebläse ist verschmutzt
Gebläse oder Flügel sind locker
Schallerzeugung durch Bögen oder
starre Rauchrohreinmündungen in
den Kamin
Gebläselager defekt
•
•
•
•
•
•
Schaden durch Überspannung
Schaden durch Blitzschlag
…
•
•
meist zu wenig CO2
- zu großes Holz
- zu feuchtes Holz
•
meist zu hohes CO2
- zu kleines Holz
- zu trockenes Holz
•
Lambdasonde locker oder defekt
Gebläse zu laut
Steuerung defekt
CO2 meist außerhalb des
Sollbereiches
Einstellungen siehe im Kapitel
Verbrennungslufteinstellung
38
Gebläse reinigen
Ursache beheben
Isolatoren/Manschette einsetzen
Tauschmotor anfordern
•
in der Kundenebene Betriebsart Notbetrieb einstellen
Primär/Sekundärluftmotor manuell auf
50% - 70% einstellen
SZ-Gebläse lt. Leistungsregelung
- Holz kleiner spalten
- maximal 15 - 20% Restfeuchte
- Holz nicht zu klein spalten
- mit „normal feuchtem Holz“ gemischt
verheizen
•
Sonde festschrauben oder erneuern
Bedienungsanleitung BIOSMART
11
Sicherungswechsel
BS-12-00-00-00-01-BADE
Gefahr:
Nur autorisierte Fachleute dürfen
Reparaturarbeiten durchführen!
Berühren von Bauteilen, die unter Spannung
stehen, ist lebensgefährlich!
Auch bei Netzschalter „AUS“ stehen einige
Komponenten der Anlage unter Spannung.
Bei Reparaturarbeiten ist daher unbedingt
durch den „Netzstecker“ oder einen
Sicherungsautomaten die Stromzufuhr zu
unterbrechen!
Welche Komponente mit welcher Sicherung abgesichert ist,
ist auf den Elektroschaltplänen in der Installationsanleitung
ersichtlich.
Sicherungswechsel
1. Die Anlage auf Programm „AUS“ stellen und mind. 10
Minuten abkühlen lassen.
2. Den Netzschalter auf „0“ schalten und die Anlage am
Netzstecker an der Kesselrückseite allpolig vom Netz
trennen.
3. Die
Steuerungsabdeckung
abnehmen.
entsichern
und
4. Mit dem Schaltplan in der Installationsanleitung die
defekte Sicherung lokalisieren und austauschen.
5. Den Sicherungshalter mit einem mittelgroßen
Schraubendreher 2-3 mm eindrücken, eine halbe
Umdrehung nach links durchführen und den
Sicherungshalter
lösen.
Dadurch
wird
der
Sicherungshalter mitsamt der Sicherung einige mm
herausgedrückt.
6. Die defekte Sicherung entnehmen und durch eine
neue Sicherung ersetzten.
7. Den Sicherungshalter einsetzen 2-3 mm eindrücken
und mit einer halben Undrehung nach rechts wieder
fixieren.
39
Bedienungsanleitung BIOSMART
BS-E-00-00-00-01-BADE
GUNTAMATIC Heiztechnik GmbH
A – 4722 PEUERBACH Bruck 7
Tel: 0043 (0) 7276 / 2441-0
Fax: 0043 (0)7276 / 3031
Email: info@guntamatic.com
40
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