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Anleitung ZV.pdf - VW T3 Atlantic IG

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Anleitung nachträglicher Einbau orig. VW-ZV (viel Text und ein paar Bilder!)
Ich habe schon einige Tipps von Euch aus dem Forum bekommen, daß ich heute einmal
etwas „zurückgeben“ möchte. Ich habe an den letzten Abenden bei unserem Atlantic (JX,
06/1990) eine ZV nachgerüstet, die, so war erklärtes Ziel, die Originalität des Fahrzeugs
erhalten mußte.
Materialliste ZV (aus Spenderfahrzeug):
• Kabellbaum (bestehend aus 5 Teilen: Fahrertür; Beifahrertür; Hauptstrang von
Zentralelektrik, geht bis hi/re (im Dachholm auf Höhe D-Säule); Strang in die Heckklappe
und Abgang in der B-Säule zum Schiebetürkontaktschalter)
• Stellmotoren vordere Türen mit Halteblechen und Umlenkungen für die „Pins“ (Knöpfe)
• Stellmotor Schiebetür mit (idealerweise ausgetrenntem Halteblech)
• Schiebetürkontaktschalter (2 Teile)
• Schiebetürschloß (wg. zusätzlichem Hebel für das Gestänge)
• Stellmotor Heckklappe mit Halteblech
• Schloß Heckklappe mit (!!!) altem Schließzylinder; Schlüssel ist aber nicht notwendig!
Kosten hierfür habe ich € 60,- bezahlt, alles in Top-Zustand!
Zusätzliches Material:
• 1 x Sicherungsgehäuse VW 1H0 937 530 (wird oben am Sicherungskasten an
entsprechender Stelle/Nut eingeschoben)
• 1 x Zuleitung Kl. 30 zum Sicherungsgehäuse (VW 000979 227)
• 2 x Stossverbinder (VW 000 979 941zum sicheren Verbinden (Kl. 30 abgesichert) an den
Kabelstrang
• 6 x Blechschrauben N 01 395 819): 4 x für den Schiebetürkontakt, 2 x für die
Masseverbindung an Heckklappe und Dachholm hi/li
• Blechstreifen 385 x 75 mm, 2mm stark (Trägerblech für den Stellmotor in der Schiebetür,
fehlte bei mir)
• 4,2 mm Poppnieten
• Kabelbinder
Hat rd. € 10,- gekostet!
Werkzeug
• Kreuzschlitzschraubendreher normal
• Kreuzschlitzschraubendreher groß mit Sechskant (um die Schlößer in den Türen zu
lösen)
• Inbus 6er
• Durchschlag, um den Schließzylinder in der Heckklappe zu wechseln
• Bohrer 3,5 mm, 6 mm und 11,5 mm (für den Schietürkontakt)
• Halbrundfeile, Flachfeile (für den Schietürkontakt)
• Poppnietzange
• Kabelzieher (um Pilotkabel zu ziehen, damit anschließend der Kabelbaum durch die
Holme geführt werden kann)
• „Hilfskabel“, einfaches 1,5mm²-Kabel, um später daran den eigentlichen Kabelstrang
durchziehen zu können
• Staubsauger (um gleich die Späne aufzunehmen)
Sonstiges Material:
• Grundierung
• Tupflack in Wagenfarbe
• Hohlraumkonservierung
• Kupferpaste
• Silikonspray
Ich hatte vorher auch noch das SSP 71 (Zentralverreigelung T3) sehr günstig schießen
können, was aber letztlich absolut verzichtbar gewesen wäre!
Copyright by Matthias Brockerhoff, 2009
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Nun geht’s los:
0. Erst einmal: Masse an der Fahrzeug- (start-) batterie lösen!!!
Heckklappe (Dauer rd. 1,5 Stunden):
1. Verkleidung ausbauen (Halteclips gingen schon beim letzten Mal kaputt, habe daher auf
T4-Teile gewechselt (701 867 299 in Kieselgrau), die mit einem guten Inbus ohne
Probleme wieder aufgingen).
2. Isolation `rausnehmen (Atlantic)
3. Druckknopf ausbauen (Kreuzschlitzschraube), Druckknopf dann nach innen rausnehmen.
4. Schloß ausbauen (3 x 6er-Inbus).
5. An der Werkbank mit Durchschlag auf der Innenseite am Drehzapfen den Hohlstift
austreiben, Schließzylinder vorsichtig `rausnehmen.
6. Vom Spenderfahrzeug den Drucknopf nehmen, rückwärtige Verschiebeeinrichtung so
plazieren, daß mit dem Durchschlag der Haltedorn ausgetrieben werden kann.
Schließzylinder vorsichtig rausnehmen.
Geht ohne Schlüssel, aber Achtung: da ist noch die kleine Kugel mit Feder, die die
Senkrechtstellung des Schlüssels fixiert
7. Da der ZV-Schließzylinder etwas länger als der alte SZ ist, muß dieser weiterverwendet
werden. Um meine alte Schließung zu behalten habe ich hierzu die Schließplättchen
beider SZ miteinander ausgetauscht: in gleicher Reihenfolge hierzu die Plättchen jeweils
vorsichtig rausnehmen und nach kurzer Reinigung austauschen.
Achtung, säure- und harzfreies Fett nehmen und auf die Federn achten!!!!
8. Überarbeiteten Spender-Schließzylinder in den Duckknopf einführen (geht nur in einer
Position!), kleine Kugel mit Feder fixieren (s. Punkt 7) Drehzapfen mit dem Hohlstift
fixieren (geht auch nur in einer Position!)
9. Und alles wieder im Fahrzeug rückwarts zusammenbauen.
Wundert Euch nicht: Der Knopf steht jetzt etwas weiter aus der Heckklappe hervor!
10. Stellmotor mit Halteblech durch die beiden (hinter der Verkleidung) vorhanden Löcher
positionieren, und die nach unten (Heckklappe geschlossen) noch fehlenden Bohrungen
anzeichnen und bohren (habe 4,2 mm genommen). Dann alles nieten, aber vorher noch
die Stange im Schloß einhängen!
11. Um den Kabelbaum zu verlegen an der Heckklape oben links den Blindstopfen (und
gegenüberliegend am Fahrzeug) entfernen. Den transparenten 3-fach-Stecker (zum
Stellmotor) entfernen (mit kleinem Schraubendreher von den Flachsteckern ausklinken,
Belegung merken!), mit Tape verkleben und von dem Loch am Dachrahmen im Fahrzeug
her in Richtung Heckklappe führen und anschließend im linken Heckscheibenrahmen
nach unten weiterführen, bis die Kabel an den Stellmotor angeschlossen werden können.
Ich habe zusätzlich die Gummitülle zwischen Klappe und Fahrzeug entfernt und,
nachdem der Strang aus dem Auto `rauskam, mit Silikon wieder durchgeführt. Ging für
mich einfacher.
12. Anschließend den Stecker wieder montieren, an den Stellmotor anschließen und an die
Heckklappe anbinden.
13. Die Massepunkte nicht vergessen zu schrauben (siehe Fotos):
Einer im Fahrzeug (Loch ist schon im Dachholm gestanzt) umd einen an der Heckklappe.
Hierzu hatte ich vorher den Blindstutzen an der Gummitülle aufgeschnitten (habe keine
Heckscheibenheizung am Atlantic), die Masseöse durchgeführt und an einer
vorhandenen Vertiefung der Heckklappe gebohrt und verschraubt.
Copyright by Matthias Brockerhoff, 2009
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Fahrer-/Beifahrertür (Dauer je rd. 1,5 Stunden):
1. Türverkleidung abnehmen.
2. Tropffolie vorsichtig von der Schloßseite her öffnen (Vorsicht: Folie reißt immer wieder
gerne bei den Clips-Löchern ein).
3. Schloß lösen und abbauen, hierzu zunächst den Türgriff entfernen (Schraube unter der
Türdichtung) und das Gestänge für den Pin/Knopf aushebeln. Schloß vorsichtig nach
oben aus der Tür nehmen.
4. Gestänge aus dem Spenderfahrzeug einbauen (Achtung: links und rechts
unterschiedlich!) und mit dem Stellmotor verbinden. Schloß wiedereinführen und auf die
Kunstoffnase achten, daß diese richtig in den Schlitz in der Tür eingeführt wird und mit
dem Gestänge verbunden ist.
5. Schloß wieder fest (!!!) verschrauben und den Türgriff anbauen.
6. Stellmotor mit 3 Poppnieten an den 3 existierenden Bohrungen festnieten.
7. Zentralelektrik lösen und nach unten ziehen.
8. Kabeltülle am Türanschlag innen und an Tür lösen.
9. Stecker für e-Spiegel im Fahrzeug im Bereich der Zentralelektrik trennen (auf der
Beifahrerseite hinter dem Handschuhfach) und durch die Bohrungen zur Tür führen.
10. Stecker vom Kabelbaum entfernen (vgl. 11. Heckklappe) und Kabelbaum nach dem
Tapen durch die Bohrungen vom Fahrzeug in die Tülle (vorher mit etwas Silikonspray
einsprühen) in Richtung Tür führen.
11. Ist das Kabel durch die Tülle gekommen, dann weiter in die Türbohrung und das Kabel
nach oben in Richtung Dreiecksfenster ziehen.
12. Tülle wieder einziehen (Tür und Querholm im Fahrzeug). Sicherstellen, daß Tülle nicht
verdreht ist!
13. Kabel in der Tür zum Stellmotor ziehen und immer wieder mit Kabelbindern an den
bestehenden Löchern befestigen!
14. Stecker auf die Kabel stecken und mit dem Stellmotor verbinden.
15. Einmal das Fenster `runter- und wieder `raufkurbeln, um sicherzustellen, daß nichts
sperrt bzw. klemmt.
16. Tür wieder zusammenbauen.
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Schiebetür (Dauer rd. 1,5 Stunden):
1. Türverkleidung abnehmen.
2. Verriegelung abbauen (verhindert das Zurollen bei geöffneter Tür).
3. Griff außen abbauen (Kreuzschlitzschraube am Innengriff).
4. Schloß ausbauen und aus der Schiebetür zirkeln (ziemliche Fummelei!).
5. Schloß aus Spenderfahrzeug `reinzirkeln (noch größere Fummelei)
6. Alles wieder rückwärts zusammenbauen.
7. Stellmotor über das Gestänge mit dem Schloß verbinden und das Halteblech an der
Schiebtür ausmitteln.
Im Versteifungsblech der Tür ist hierfür schon eine Sicke zu sehen. Diese gibt ein
ungefähres Gefühl, wo das Blech später angeschweißt werden muß.
Ich habe aber erst geschweißt, nachdem alles fertig war und ich den Stellmotor über ein
elektrisches Signal ansteuern konnte. Damit wollte ich sicherstellen, daß die
(mechanische) Spannung auf das Gestänge wegen eines zu großen Abstand zum
Schloß nicht zu groß wird!
Daher vorher noch:
8. Schiebtürkontakt türseitig angezeichnen und 2 Bohrungen (3,5 mm) schön untereinander
setzen (vgl. Foto). Den Rest bei laufendem Staubsauger zunächst sägen und später
auffeilen.
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9. 2 Bohrungen für die Schrauben setzen. Alles entgraten, grundieren und lackieren und
anschließend den Kontakt eingauen.
10. Lüftungsblende von vorn im Beifahrertürrahmen (B-Säule) entfernen.
11. Bei geschlossener Tür an der B-Säule die Position anzeichnen (Foto). Anschließend 4
Bohrungen sauber in einer Flucht untereinander vorbohren (6 mm) und anschließend auf
11,5 mm aufbohren.
Achtung: doppeltes Blech!
12. 2 Bohrungen für die Befestigung setzen (3,5 mm). Alles wieder schön entgraten,
grundieren und lackieren.
Kontakt einschrauben.
Kabelstrang einziehen (Das hat am längsten gedauert (rd. 3 h), kann mit Glück eigentlich
auch schnell gehen!):
1. Den rechten Dachholm freilegen.
Ich habe dazu am Atlantic die komplette obere rechte Verkleidung demontiert
(Lüftungsblenden ab, Gardinen weg, Verschraubungen von der Bettmechanik entfernt
[Aufstelldach], ...). Dann lag der Holm bis zum Dachstaukasten (der blieb `drin!) nackt vor
mir.
2. Beleuchtung über dem Beifahrersitz abnehmen.
3. Dachverkleidung im Fahrerraum losschrauben, lösen und aus den U-Profilen vorn und
seitlich ziehen. Muß aber nicht komplett demontiert werden!
4. Mit dem Kabelzieher durch die Öffnung der Lampe den rechten Dachholm und den
rechten Fensterrahmen nach unten fahren bis dieser aus einer runden Öffnung rechts an
der A-Säule wieder austritt. Dann ein Hilfskabel befestigen und wieder nach oben
`rausziehen. Kabel zunächst liegen lassen.
5. Von hinten links nach hinten rechts im (Quer-) Dachholm mit dem Kabelzieher
durchstochern (da sind diese rd. 25mm Durchmesser großen Löcher je links und rechts
von unten), bis auch hier ein Hilfskabel hinten rechts gezogen werden kann.
6. Der langwieriste Akt kommt jetzt:
Am rechten Dachholm ist auf halber Strecke zwischen C-. und D-Säule an senkrechter
Stelle ein weiteres rd. 25 mm Durchmesser großes Loch. Hier muß der hintere
Kabelstrang von vorn kommend reingehen und durch den Querdachholm hinten nach
links zum Übergang der Heckklappe laufen ...
Hierzu durch das rechte Loch unterm Querdachholm (siehe 5.) durch den rechten
Dachholm bis zu der besagten Bohrung zwischen c- und D-Säule ein weiteres Hilfskabel
setzen (Nach vielen vielen Versuchen mit meinem [Profi-] Kabelzieher und bestimmt
einer Stunde später habe ich einen 1,5mm² Kupferdraht aus der Hauselektrik von der
Rolle genommen: zwei Mal gestochen – und das Kabel guckte heraus!).
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7. Jetzt fehlt noch der Abgang in der B-Säule:
An der B-Säule ist zum Dachspriegel ein Knotenblech, das von vorn parallel zum
Dachholm eine Öffnung hat.
Duch dieses Loch mit dem Kabelzieher nach unten stechen und an der Lüftungsöffnung
in der B-Säule das Ende entgegennehmen und wieder ein Hilfskabel ziehen.
8. Ein weiteres Hilfskabel muß noch parallel zum vorderen (inneren Querträger) von rechts
nach links zur Zentralelektrik gezogen werden.
Hierzu habe ich auch die mittlere Verkleidung vor dem Schaltknüppel abgenommen und
ein Kabel entsprechend `rübergeführt
Das ist das Ende der Vorbereitung, der Kabelstrang kann nun eingezogen werden:
9. Ich habe mit dem hinteren Teil zwischen C- und D-Säule begonnen: Kabelstrang von
hinten mit dem Hilfskabel ziehen, bis der Stecker herauskommt.
10. Kabelstrang Heckklappe (der liegt da ja noch!) von links nach rechts mit dem Hilfskabel
durchziehen und außen mit dem (4-fach-Stecker) des Strangs von vorn stecken.
Anschließend den Stecker in den Holm zurückschieben (fummelig, aber es geht!).
11. Den Hauptkabelstrang von hinten nach vorn durch das hintere Lüftungsloch in den
Dachholm schieben.
Am Knotenblech C-Säule/Dachspriegel war bei mir ein klebriger dauerelastischer
Dichtungsmasse-„bollen“, der das Kabel der rechten Transistorleuchte hielt.
Hiermit auch den Kabelstrang verkleben.
Elektrik anschließen:
1. Die Stecker vorn rechts und links von der Tür zum Kabelstrang stecken.
2. Vom Sicherungskasten hinten Kl 30 an die Sicherung ziehen (VW 000979 227)
3. Abgesicherte Kl. 30 mit dem Kabelbaum verbinden (rot)
4. Zusätzliches Sicherungsgehäuse in einen Platz oben auf der Zentralelektrik stecken 8ich
habe den zweiten Platz von rechts genommen)
Bei mir fehlte im Kabelbaum des Spenderfahrzeugs das zusätzliche Sicherungsgehäuse. Ich
habe aber auch schon Angebote gesehen, wo dieses dabei war!
Letzter Akt: die Masse wieder anklemmen. Dann alles probieren und sich schon einmal
freuen!
Abschließend das Halteblech für den Stellmotor in der Schiebetür ausmitteln.
Achtung: Spannung auf das Gestänge darf im offenen bzw. geschlossenen Zustand nicht zu
groß sein, da sonst der Verschußknopf wieder zurückspringt.
Blech noch einschweißen, alles grundieren und lackieren und die Schiebetür wieder
zusammenbauen.
Viel Erfolg und viel Spaß. Meine Familie und ich freuen uns jedesmal, wenn die Stellmotoren
auf den Schlüsseldreh ´hin surren ...
Matthias
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