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Kempen
WZ MONTAG, 13. OKTOBER 2014
SEITE 15
Heute
Hämmern und Klopfen überall
Meldungen aus der Stadt
HANDWERKERMARKT Bei gutem Wetter lockte
Ratschläge für Schwangere
der Markt viele Besucher in die Altstadt.
Das Fazit fällt rundum positiv aus.
Kempen. Unter dem
Motto „Das Baby verstehen“ trifft sich der
Kugel-Klub für
Schwangere noch bis
zum zum 27. Oktober
jeweils montags von
16.30 bis 18 Uhr im
Haus für Familien
Campus, Spülwall 11.
Dort lernen die werdenden Mütter von Familienkinderkrankenschwester Birgit Weyergraf die Signale und Aufmerksamkeitszustände eines Säuglings zu verstehen. Kosten
entstehen keine. Infos unter Tel. 02152/2737.
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SPORT am Niederrhein S. 25-27
Autorenlesung im Erzählcafé
Tönisberg. Zu einer Autorenlesung am Don-
nerstag um 15 Uhr lädt die evangelische Kirchengemeinde ins Erzählcafé in der Kirche,
Feldweg 8, ein. Krimi-Autorin Irene Scharenberg liest aus ihrem Werk „Die Sünderinnen“.
Anschließend steht sie bei Kaffee und Kuchen
für Gespräche und Fragen zur Verfügung.
Malteserkurs für Führerscheinneulinge
Kempen. Führerscheinbewerber können am
Samstag von 8.30 bis 15.30 Uhr in der Malteser Geschäftsstelle, Verbindungsstraße 27
„Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ erlernen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Mitzubringen sind der Personalausweis und der
Kostenbeitrag von 20 Euro.
Anmelden zur Spielzeugbörse
Kempen. Eine Spielzeugbörse gibt es am 22. November in der Kita „Regenbogen“, Straelener
Straße 47. Von 10 bis 13 Uhr kann nach Herzenslust gestöbert und eingekauft werden.
Standanmeldungen und weitere Informationen unter Tel. 02152/526534.
Der Radarwagen ist wieder unterwegs
Kreis Viersen. Von heute bis Samstag müssen Raser in den Tempo-30-, 50- und 70-Zonen im
Kreis Viersen aufpassen. Heute und Samstag
heißt es auf den Straßen in Kempen, Grefrath
und Willich „Fuß vom Gas“. In Tönisvorst,
Kempen, Willich und Grefrath ist am Mittwoch Vorsicht geboten. Morgen und Freitag
steht der Radarwagen in Tönisvorst und
Kempen. In Willich und Tönisvorst misst das
Team des Kreisordnungsamtes außerdem am
Donnerstag die Geschwindigkeit.
ANGEBOT DER VOLKSHOCHSCHULE
Alte Handwerkskunst
Kempen. Einblicke in „Ebru“, das alte traditionelle Kunsthandwerk der Safis aus Zentralasien und dem Osmanischen Reich, gibt ein Kurs
der Volkshochschule ab
Mittwoch, 26. Oktober.
Sechsmal mittwochs
lernen die Teilnehmer von 18.30 bis
20.45 Uhr im
Berufskolleg, Kleinbahnstraße 61, das Malen
mit reinen natürlichen Farben, wie Pigmenten und Erdfarben auf einer dickflüssigen
Zusammensetzung aus Wasser und Traganth.
Noch gibt es freie Plätze. Kosten: 45 Euro, ermäßigt 31.50 Euro. Anmeldungen unter
Tel. 02162/93480, per E-Mail: volkshochschule@kreis-viersen.de oder Internet:
www.kreis-viersen-vhs.de
Von Rudolf Barnholt
Der Handwerkermarkt im Herzen von Kempen war am Wochenendende
ein großer Publikumsmagnet. An beiden Tagen profitierte davon auch die Gastronomie. Gestern nutzten viele
Besucher zudem den verkaufsoffenen Sonntag. Viele
der Handwerker waren zum
ersten Mal in Kempen. Es gab
also einiges zu entdecken
und zu bestaunen.
Kempen.
Anbieter kamen aus Schwaben
und den Niederlanden
Die ersten Besucher am
Samstag wurden mit spätsommerlichem Wetter belohnt. Viele nahmen auf einem der zahlreichen Strohballen Platz, ließen sich
Flamm- und Reibekuchen,
Bratwurst und Schmalzbrot
schmecken und genossen die
tolle Atmosphäre. „Das ist
richtig schnuckelig hier“,
sagte eine Besucherin zu ihrem Begleiter.
Helga Kurtenbach aus Bad
Honnef war zum ersten Mal
in Kempen und begeistert:
„Die Stadt ist ganz toll. Der
Markt ist sehr gut besucht,
besser kann es nicht sein.“
Sie trug mit ihrem Angebot –
unter anderem Schafsmilchseife mit Lavendelöl und ausgefallenen Marmeladenmischungen wie Erdbeer mit
weißer Schokolade – mit zum
hohen Niveau bei, das den
Markt auszeichnet.
Aus dem Schwäbischen
kam Diana Striegel mit ihrer
„Kerzle-Manufaktur“. Auch
für sie war es das „erschte
Mal“, auch sie war in Kempen zufrieden und auch sie
hatte Ungewöhnliches mitgebracht wie Kerzen in Flammen- und Spiralform mit organischen Pigmenten.
„Die Altstadt ist
wunderschön.“
Harry Waaldebos,
Kupferschmied
Was Brigitte Höwelmeyer
aus Heinsberg mitgebracht
hatte: Eine rund 60 Jahre alte
Drehorgel und ihr Pony „Salto, genannt Zwerg“. Sie hat
zahlreichen
ausgesetzten
Tieren ein Zuhause gegeben,
sammelte Futtergeld. „Ich
möchte die Menschen aber
auch wachrütteln, nicht einfach unüberlegt Tiere zu
Weihnachten zu verschenken“, sagte die Hobby-Drehorgelspielerin.
Auf dem Buttermarkt hatten fast alle Handwerker niederländische Namen. Dini
Roubhorst aus Zieuwent mit
der weißen Spitzenhaube
verkaufte kalte Bauernbuttermilch. „Zehn Liter Milch
muss ich drei Stunden lang
stampfen, damit daraus Buttermilch wird“, erklärte sie
Jolanda Dolphijn werkelt aus Stein ihren Kunden.
Kupferschmied
Harry
ein Gesicht.
Dicht an dicht drängten sich die Besucher am Wochenende durch die Kempener Altstadt.
■
Fotos: Kurt Lübke
MEHR ZUM MARKT
NOSTALGIE Heiner Dünkelmann aus Kalkar war kurzfristig gebeten worden, sein nostalgisches Karussell mitzubringen. Es war der Nachbau eines
Fahrgeschäftes, wie es sich
Ende des 19. Jahrhunderts in
noblen Kaufhäusern als
Attraktion drehte.
ZUSAMMENARBEIT Veranstalter
des Handwerkermarktes,war
der Werbering. Organisiert
hatte das Event die Firma
Orion aus Düsseldorf.
Dinant Beunk lässt an seinem Stand ein Horn erschallen.
Waaldebos brauchte 70 Jahre, um Kempen kennenzulernen: „Die Altstadt ist wunderschön“, sagte er. Was die
Besucher wunderschön fanden: Die filigranen Hufeisen
aus Edelstahl als Halsschmuck, die Laternen, wie
Nachtwächter sie früher mit
sich führten und die Brillenetuis aus Kupfer und Messing. Es war fast permanent
ein Hämmern und Klopfen zu
hören - die Handwerker gaben immer wieder eine Kostprobe ihres Könnens.
Marcus Rösner führte fast
ständig Gespräche mit Besuchern, die ihre Antiquitäten
restaurieren lassen möchten,
überreichte so manche Visitenkarte. Auch für ihn dürfte
sich der Handwerkermarkt
gelohnt haben.
Liftsessel, Modenschau und viele Tipps aus der Praxis
GESUNDHEITSTAG Das Angebot war mehr als
vielfältig. Auch unangenehme Themen
wurden angesprochen.
Kempen. Ob „Zappelphilipp-
Syndrom“ oder ProstataProbleme, der erste Gesundheitstag bot interessante Informationen für Besucher aller Altersklassen. Im Kolpinghaus präsentierten sich
gestern Selbsthilfegruppen
und gewerbliche Anbieter.
Begrüßt wurde man direkt mit einem schweren
Thema: am Eingang war der
Stand der Selbsthilfegruppe
für Männer, die an ProstataKrebs erkrankt sind. Friedhelm Klingen, der Initiator
der Gruppe, hatte sich vor
Jahren seine Prostata entfernen lassen. Seine Empfehlung, wenn ein hoher PSAWert festgestellt wird: „Ganz
ruhig bleiben. Der Wert kann
beispielsweise durch Radfahren oder Geschlechtsverkehr
steigen.“ Klingen lud ein zum
Erfahrungsaustausch, der jeden dritten Mittwoch im Monat um 15 Uhr im Pfarrheim
in Wankum stattfindet.
Helga Lambertz aus Grefrath hatte eine jüngere Zielgruppe: Bei ihr ging es um
das ADHS-Syndrom (Auf-
merksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung). Dazu
bot sie einen Tisch voller Informations-Material. Heiko
Moll leidet seit Jahren unter
Morbus Bechterew, einer
schwerwiegenden entzündlichen Wirbelsäulenerkrankung. Der Tipp des 39-Jährigen: „Bewegung tut gut, Beratung ist wichtig.“ Medikamente hätten oft unangenehme Nebenwirkungen, Pa- Die Besucher des Gesundheitstages in Kempen erwartete ein vielfältiges Angebot im Kolpinghaus.
tentrezepte gebe es nicht:
beispielsweise notrufsystem, das alten und
„Jeder Mensch ist anders.“ Aufstehen
■ FAKTEN
nach einem langen, gemütli- kranken Menschen ein Gechen Fernsehabend erleich- fühl der Sicherheit vermitVortrag zu Krampfadern
tert. Das Gerät in Grün und tels soll. Abgerundet wurde
und Alteranzug testen
TEILNEHMER Organisiert hatte
den Gesundheitstag Peter
Silke S. Hue Beckstedde aus Creme sah aus wie ein neues die Ausstellung durch vier
Fachvorträge:
Kurzfristig
Kuhler, Geschäftsführer des
Bracht wirkte als Künstlerin Produkt von „Vorwerk“.
Reha-Zentrums Viersen. Zehn
Zum Gesundheitstag ge- sprach Dr. Torsten Diana
ein wenig exotisch. Ihre MisSelbsthilfegruppen
sowie
sion: Menschen zu ermun- hörte auch eine Moden- vom Hospital zum Thema
18 gewerbliche Anbieter decktern, herauszubekommen, schau. Gezeigt wurde Bade- Krampfadern.
ten ein breites Spektrum rund
Mal wie 80 fühlen? Angewelche Farben sie mit Ge- mode für Frauen, denen eine
ums Thema „Gesundheit“ ab.
sundheit verbinden. Diese Brust amputiert werden hende Bekleidungsdesigner
musste.
Ines-Vanessa
Gärtder Hochschule Niederrhein
Farben sollten in der heimischen Wohnung eine Rolle ner vom Reha-Zentrum Vier- ließen Neugierige den mit
sen hatte aber auch Stillkis- der Polizei Mönchenglad- sein. Die Studenten zeigten
spielen.
bach entwickelten „Alters- auch spezielle Kleidung für
Besucher mit Einschrän- sen mitgebracht.
Barbara Kleinheyer von anzug“ ausprobieren: Das Senioren mit dezent eingearkungen des BewegungsappaKlei- beiteten Reflektoren für
rats schauten sich unter an- der Diakonie in Grefrath schwergewichtige
derem den Liftsessel mit vier warb für ihren häuslichen dungsstück machte deutlich, mehr Sicherheit bei Dunkelrudi
Elektromotoren an, der das Pflegedienst und das Haus- wie es sich anfühlt, alt zu heit.
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Seele and Geist
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