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Handbuch

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ERZ
c001/00300-4
S/ll:CTXU200812 BE
Handbuch
ilt il illlillililllllllllilllllllllllllil
ElEklro-ConlainÊr, 6 m
I
lil
MAS -P rüftec h n ¡ k-System
Stand 04/06
Handbuch Prüftechnik
Sehr geehrter Kunde
Als Beschreibung und Bedienungsanleitung dieses
MAS Prüfsystems stellen wir lhnen dieses Handbuch zur
Verfügung.
Es soll lhnen weiterhin bei der Einrichtung eines vorschriftsmäßigen Prüfplatzes sowie bei der Vorbereitung, Durchführung
und Bewertung der Prüfungen eine Hilfe sein.
lh re
MERZ GMBH
Das Handbuch wurde mit größter Sorgfalt erarbeitet. Die MERZ GMBH und die Autoren können
jedoch für eventuell verbliebene Fehler und deren Folgen weder eine juristische noch sonst irgendeine
Haftung übernehmen.
Das Handbuch ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte bleiben ausschließlich der MERZ GMBH
vorbehalten. Kein Teil des Handbuches darf ohne vorherige schriftliche Genehmigung der MERZ
GMBH in irgendeiner Form durch Fotokopie, Mikrofilm oder andere Verfahren reproduziert oder in
eine für Maschinen verwendbare Sprache übertragen werden. Le2teres gilt insbesondere für Datenverarbeitungsanlagen.
Auch die Rechte der Wiedergabe durch Vortrag, Funk und Fernsehen sind der MERZ GMBH
vorbehalten.
Handbuch Prüftechnik
In
haltsverzeich n is
1 Einleitung........
........ 5
2 Sicherheitshinweise
............. 5
3 Technische Daten und Anordnung der Komponenten........... ................ 6
3.1 Einspeisemodul MAS-EM 3200..
........6
3.1.1 Technische Daten
............ 6
3.1.2 Anordnung der Gerätekomponenten
...... 6
3.2 Funktionsmessmodul FM 3200
.............7
3.2.1 Technische Daten
.............7
3.2.2 Anordnung der Gerätekomponenten
.......7
3.3 Funktionsmessmodul FMD 3200
............ I
3.3.1 Technische Daten
......... 8
3.3.2 Anordnung der Gerätekomponenten
.............. I
3.4 Netzteil Module NMR 3010 / NMR 5005
.....,.. I
3.4.1 Technische Daten
........ I
3.4.2 Anordnung der Gerätekomponenten
............ I
3.5 Gleich- und Wechselspannungsmodul MAS-EWT 1-4........... .......... 10
3.5.1 Technische Daten
....... 10
3.5.2 Anordnung der Gerätekomponenten
.......... 10
4 Montage und lnbetriebnahme eines MAS Prüfsystems an einem ortsfesten
Prüfplatz in der Elektrowerkstatt
.........11
4.1 Einrichten eines Prüfplatzes .......
......., .... 11
4.2 Eingangsprüfung und Montage des Prüfsystems.............. .......12
4.3 Erstprüfung und lnbetriebnahme des Prüfplatzes
.......... 13
5 Betreiben der Prüftafel und des Prüfplatzes
........ 15
5.1 Arbeitssicherheit am Prüfplatz......
...,......... 16
6 Vorbereitung und Durchführung von Prüfungen
.......... 18
6.1 Allgemeines............
.... 18
6.2 Durchführung der Prüfung
............ 19
7 Überprüfung von el. Geräten nach DIN VDE 0701 und DIN VDE 0702 ............20
7.1 Besichtigen/Sichtprüfung..
............22
7 .2
Vorbereitung der Sicherheitsprüfungen.............. ...... 23
7.3 Messung des Schutzleiterwiderstandes
..............23
7.4 Messung des lsolationswiderstandes
.........24
7.5 Messung des Schutzleiterstromes bei Geräten der Schutzklasse I und des
Berührungsstromes bei Geräten der Schutzklasse ll und lll
........25
7.5.1 Grenzwerte für die Schutzleiterstrommessung... ......26
7.5.2 Messung des Schutzleiterstromes durch Ersatzableitstrommessung . 26
7.5.3 Messung des Schutzleiterstromes durch Differenzstrommessung...... 26
7.5.4 Grenzwerte für die Berührungsstrommessung ............27
7.5.5 Messung des Berührungsstromes durch Ersa2ableitstrommessung.. 27
7.5.6 Messung des Berührungsstromes durch Differenzstrommessung...... 27
8 Funktionsprüfungen an Betriebsmitteln
................28
8.1 Funktionsprüfung von Wechselstrom-Betriebsmitteln mit Un = 230 V I AC 28
8.2 Funktionsprüfung von Drehstrom-Betriebsmitteln Un = 2301400 V / AC ..... 28
8.3 Durchgangsprüfung mit Kleinspannung optisch und akustisch .
.......29
8.4 Anwenden der Kleinspannungen AC/DC
....29
8.5 Messung von Strom, Spannung und weiterer elektrischer Größen............ 30
8,6 Prüfungen mit den Modulen MAS-EWT...-4..
...... 31
.
Handbuch Prüftechnik
8.6.1 Tafel EWT 1-A, stufenlos einstellbare Spannung 220V DC
unstabilisiert und 250 V AC ....
.......... 31
8.6.2 Modul MAS-EWT 3-4, Stern-Dreieck-An1auf........ .... 31
9 Protokollieren der Prüfung
10 Anhang
10,1 Abmessungen des Prüfp1at2es..............
10.2 Prüfablaufschemas gemäß DIN VDE 0701 ........
10.3
....32
.........33
..... 33
........ 35
Muster einer Betriebsanweisung für den Prüfplatz in der Elektrowerkstatt. 37
Handbuch Prüftechnik
1
Einleitung
Sie haben eine MAS Prüfsystem erworben, das es lhnen auf komfortable Weise
gestattet, eine Vielzahl von Messungen an elektrischen Betriebsmitteln gemäß den
gesetzlichen Forderungen und den elektrotechnischen Normen durchzuführen und
die Betriebsmittel auf ihre ordnungsgemäße Funktion zu überprüfen,
Für Rückfragen stehen lhnen die Mitarbeiter der MERZ GMBH gern unter folgender
Serviceadresse zur
MERZ GMBH
Kernerstraße 15
74405 Gaildorf
Tel.: ++49 (O)7971 252-0
Fax: ++49 (O)7971 252-350
e-mail : merz@merz-elektro.de
www.merz-elektro.de
Verfügung:
Zur Bedienung des je nach Prüftafeltyp eingebauten Gerätetesters, beachten Sie
bitte auch die separat beigefügte Bedienungsanleitung des Gerätetesterherstellers.
Sicherheitshinweise
Die Sicherheit des MAS Systems kann nur gewährleistet werden, wenn es bestimmungsgemäß entsprechend der Bedienungsanleitung und den einschlägigen
Normen verwendet und angeschlossen wird. Die Betriebssicherheit kann bei
Modifizierungen oder Umbauten nicht mehr garantiert werden.
Bei der Schutzleiterstrom- bzw. Berührungsstrommessung (Bitte auch Hinweis
beachten) wird nur die Prüfsteckdose am Gerätestester auf Netzspannung
(230 V/50 Hz) umgeschaltet. Dabei leuchtet die LED mit rotem Pfeil auf. Bei einem
Schutzleiter- bzw. Berührungsstrom (gemessen über die Greifklemme) größer
5,3 mA wird die Prüfung automatisch beendet.
Bei der lsolationswiderstandsmessung können 500 V / DC mit 1 mA Nennstrom
zwischen der berührungsgesicherten Prüfleitung des Gerätetesters und einem
fehlerhaften Prüfling liegen, wenn die Greifklemme gelöst wird.
Hinweis:
Die Messung des Schutzleiterstrom- bzw. Berührungsstroms kann aus Sicherheits-
gründen nur über die Prüfsteckdose des Gerätetesters und nicht über die
Prüfsteckdosen an der Prüftafel durchgeführt werden.
t)
Handbuch Prüftechnik
3
Technische Daten und Anordnung der Komponenten
3.1
Einspeisemodul MAS-EM 3200
3.1.1 Technische Daten
o Einspeisemodul 32N400V AC, 2MHE, 400 mm breit:
. Eingangssicherung E18, 32 A
. 1x Fl-Schutzschalter 40/0,03 A
. Hauptschalter mit Unterspannungsauslösung
. NOT-AUS-Fernbedienung
. Spannungsmessung intern und extern bis 500 V AC
. . separat abgesicherte Arbeitssteckdose Schutzkontakt
. Durchgangsprüfung optisch und akustisch
o Kleinspannung 24V AC
16N230V
Hinweis: für jedes Prüftechniksystem erforderlich
3.1.2 Anordnung der Gerätekomponenten
12
Position Komponente
1
Fl-Schutzschalter
2
J
4
5
o
7
8
10
Phasen-Kontroll-Leuchten
Hauot-/NOT-AUS-Schalter mit USPA
Voltmeter
LS-Schalter Durchgangsprüfung und
Arbeitsteckdose
Feinsicherunq Durchoanostester
Summer Durchqanqsprüfuno
Leuchte Durchoanosorüfuno
Buchsen Durchqanqsprüfunq optisch
Buchsen Durchgangsprüfung
akustisch
3
Position Komponente
13
Arbeitssteckdose
Buchsen externe SÞannunqsmessunq
Voltmeterumschalter
14
15
Stecker für externen Not
Hauptsicherunq
11
12
-
Aus -Taster
Handbuch Prüftechnik
3.2
Funktionsmessmodul FM 3200
3.2.1 Technische Daten
o
o
.
o
.
o
.
.
Funktionsmessmodul analog 32N400 VAC,2MHE,600 mm breit:
Prüflingsanschlüsse: Sicherheitslaborbuchsen, Schutzkontakt-Steckdose 16
N230 V; CEE 16 A, 3p, 230V;
CEE 16 A und 32 A,5p, 400 V;
Umschalter Drehrichtung für motorische Drehstromverbraucher
Messung Stromaufnahme an Wechselstrom- und Drehstrom-Verbrauchern bis
max.32 A über analoge
Einbauinstrumente
Umschalter Netz - Prüfung DIN VDE 070110702
Anschlussbuchsen für Sicherheitstester extern
3.2.2 Anordnung der Gerätekomponenten
12
34
5
6
7
I
Position Komponente
1
Amoeremeter 0 2
4
5
Position Komponente
112F.. Kl. 1.5
Feinsicherunq 5 x 20mm, 1A
Amperemeter 0 - 6112F., Kl 1,5
Feinsicherunq 5 x 20mm, 6,34
Amoeremeter 0 - 40/804
11
Messbereichsumschalter,,
1
A-6, 3A-
324"
12
13
14
Leitungsschutzschalter C 164, 1 polig
15
Leitungsschutzschalter C 164, 3 polig
Mess- und Arbeitssteckdose
16
Wendeschalter fü r Drehstromantriebe
Laborbuchsen zum Anschluss eines
externen VDE/OVE Prüfqerätes
Wahlschalter Funktionstest / VDE
Prüfuno
Sicherheitslaborbuchsen,, L1 -L2-L3-NPE"
8
I
230V/164, ,,Schuko"
Mess- und Arbeitssteckdose CEE
230V 1 64, P+N+Esteckdose
10
Phasenwahlschalter ..0-L1 -L2-L3"
17
CEE Steckdose 164, 400V, 5pol, 6h
CEE Steckdose 32A, 400V, 5-pol, 6h
Handbuch Prüftechnik
3.4 Netzteil Module NMR 3010 / NMR 5005
3.4.1 Technische Daten
. NMR3010
o Netzteilmodul regelbar 30V / 104 DC
o 2MHE. 200 mm breit:
o stabilisiertes sekundär getaktetes Schaltnetzteil
o . einstellbare Strombegrenzung
. digitale Anzeige für Strom und Spannung
o NMR5005
o Ne2teilmodul regelbar 50V/54 DC
o Alle weiteren Daten wie NMR3010
3.4.2 Anordnung der Gerätekomponenten
6
Position Komponente
1
2
?
4
5
Spannunqsanzeiqe diqital
Stromanzeiqe diqital
Reqler Strom
Sicherheitslaborbuchsen 4mm + / Uberlastanzeiqe Strom
Position Komponente
6
7
Reqler Spannunq
U berlastanzeige Spannu nq
I
Gerätehauotschalter
9
Feinsicheruno Netzteil
Handbuch Prüftechnik
3.5 Gleich- und Wechselspannungsmodul MAS-EWT l-A
3.5.1 Technische Daten
.
.
.
o
.
.
.
Gleich- und Wechselspannungsmodul 0 - 250V
2MHE, 600 mm breit:
Stufenlos einstellbare Gleich- und Wechselspannung
Gleichspannung 0 -230V (unstabilisiert)
Wechselspannung 0 - 250 V
Nennstrom 6 A
Ausgang über Sicherheitslaborbuchsen 16 A (AC und DC) sowie
Schutzkontaktsteckdose 16 A (nur AC)
3.5.2 Anordnung der Gerätekomponenten
5
,ù
I
s
109
Position Komponente
1
Leitungsschutzschalter C 6A
2
J
4
Voltmeter0-250VAC
Amperemeter0-6l12AAC
5
o
NeLkontrollleuchte
Sicherheitslaborbuchsen L1. N. PE
Schutzkontakt-Steckdose 230V I 6A
8
Position Komponente
7
Stelltransformator 0-250V. 6. 3A
(Soartransformator)
I
Sicherheitslaborbuchse PE (DC)
9
Sicherheitslaborbuchsen +(rot) -(blau)
10
Prüfsteckvorrichtu nqen
11
Amoeremeter0-6ADC
Voltmeter0-250VDC
12
Handbuch Prüftechnik
Betreiben der Prüftafel und des Prüfplatzes
Für das Betreiben des Prüfplatzes mit der Prüftafel gelten zunächst wie für jede
elektrotechnische Anlage in gewerblichen Betrieben
. UW BGV A3 (bisher BGV A2 bzw. VBG 4) ,,Elektrische Anlagen und
o
Betriebsmittel"
DIN VDE 0104 (EN
Prüfanlagen".
50191)
,,Errichten und Betreiben von elektrischen
Besonders zu beachten sind infolge der speziellen Bedingungen beim Prüfen und
der damit möglicherweise verbundenen Fehlersuche die Festlegungen in der UW
BGV A3 (bisher BGV A2 bzw. VBG 4) zum Verbot des
Arbeiten an oder in der Nähe unter Spannung stehender Teile (S 6, 7)
und der dazu möglichen Ausnahmen (S 8) Weitere Festlegungen zum Gewährleisten der erforderlichen Sicherheit beim Prüfen finden sich im Abschnitt 4 der oben
genannten DIN VDE 0104.
Um die in den genannten Vorschriften enthaltenen Vorgaben den besonderen Bedin-
gungen des jeweiligen Prüfplatzes anzupassen ist nach UW BGV A3 (bisher
BGV A2 bzw. VBG 4) und DIN VDE 0104 eine betriebliche Anweisung für das Prüfen
an diesem Platz zu erarbeiten. Dies muss durch den Elektromeister als
Betriebsinhaber bzw. als Leiter der für die Prüfungen zuständigen Elektroabteilung
gewährleistet werden. Er trägt die Verantwortung dafür dass der Prüfplatz
ordnungsgemäß entsprechend den Festlegungen von VDE 0104 und der UW BGV
A3 (bisher BGV A2 bzw. VBG 4) betrieben wird. ln dieser Anweisung bzw. auf
andere Weise sind folgende Festlegungen zu treffen:
1. Beauftragen einer
Elektrofachkraft mit der Verantwortung für das vorschriftsmäßige Betreiben des Prüfplatzes.
2. Festlegen der Fachkräfte und/oder unterwiesenen Personen die den Prüfplatz
betreten bzw. Prüfarbeiten durchführen dürfen.
3. Festlegen der Rechte und Pflichten der nach 1. und 2. benannten Personen
bezüglich des Prüfplatzes. Hierzu gehören:
Betreten des Platzes
Alleiniges Prüfen
Prüfen an unter Spannung stehenden Teilen
Verschließen des Hauptschalters
4. Festlegen des Arbeitsablaufs beim Bedienen des Prüfplatzes und beim
Durchführen der Prüfungen in einer entsprechenden Betriebsanweisung.
Hierbei sind die Vorgaben von VDE 0104 und BGVA3 sowie die Besonderheiten der vorliegenden Prüfaufgaben und die einschlägige Literatur zu
berücksichtigen.
5. Belehren der nach 1. und 2. benannten Personen sowie der anderen
Mitarbeiter die befugt sind den Raum zu betreten in dem sich der Prüfplatz
befindet.
o
.
o
.
Seite
l5von42
Handbuch Prüftechnik
5.1 ArbeitssicherheitamPrüfplatz
Ein Prüfplatz in der Elektrowerkstatt, an dem erfahrungsgemäß
die
unterschiedlichsten Prüfungen vorgenommen werden, ist nach DIN VDE 0104 ein
,,Prüfplatz besonderer Art". Es wird davon ausgegangen, dass an einem solchen
Prüfplatz möglicherweise an oder in der Nähe unter Spannung stehender Teile
gearbeitet wird. Die in der genannten Norm getroffenen Festlegungen bezüglich der
Sicherheitseinrichtungen werden durch die Prüftafeln erfüllt. Diese enthalten:
einen Fehlerstromschutzschalter (lan = 30 mA), der im Falle einer direkten
Berührung (L-PE) den Berührungsstrom unterbricht, bevor eine gesundheitsschädigende \Mrkung eintritt
einen verschließbaren, mit einem Unterspannungsauslöser versehenen
Hauptschalter, der bei einer Spannungsunterbrechung die Prüftafel und damit
den Prüfaufbau abschaltet
einen Not-Aus-Taster, bei dessen Betätigung der Hauptschalter ausgelöst
wird (zusätzlicher Anschluss für einen mobilen Not-Aus-Taster bei den
Prüftafeln der Serien PM 2, PM 4, PM 5, PMD 2, PMD 5 und PMD 7)
Anschlussklemmen für externe NOT-AUS-Taster und Signalleuchten des
Prüfplatzes
Sicherheitssteckbuchsen zum Anschluss einzelner Leitungsadern.
o
o
o
o
o
(u)
Hinweis:
Wird die Prüfung nicht durch das Abschalten des Hauptschalters
sondern durch das Stellen des Wendeschalters in die Stellung ,,0"
beendet, so wird damit die Arbeitssteckdose nicht abgeschaltet. Die
dem Arbeitsschutz dienenden Festlegungen für das Gestalten des
Prüfplatzes sind im Anhang dargelegt. Besonders zu beachten sind
darüber hinaus folgende Forderungen aus DIN VDE 0104
(EN 50191).
o
.
.
o
Die Einrichtung des Prüfplatzes soll soweit wie möglich aus nichtleitendem
Material bestehen.
Es sind möglichst schutzisolierende Prüf- und Arbeitsgeräte zu verwenden.
Als Prüfleitungen sind solche mit teilweisem Berührungsschutz anzuwenden.
Der Standort des Prüfenden ist mit einem Belag aus nichtleitendem Material
zu versehen, soweit nicht der Fußboden dieser Forderung entspricht.
Diese Maßnahmen haben alle das Ziel, die Wahrscheinlichkeit von Durchströmungen
der dort prüfenden Personen zu verhindern. Darüber hinaus ist darauf hinzuwirken,
dass sich alle am Prüfplatz tätigen Personen arbeitsschutzgerecht verhalten. In der
Betriebsanweisung (Beispiel siehe Anhang ) sind die darauf hinwirkenden Festlegungen zu treffen.
Der Prüfplatz, seine Elektroanlage und die dort zur Anwendung kommenden ortsveränderlichen Geräte sind halbjährlich in die Wiederholungsprüfung nach BGV A3
(bisher BGVA2 bzw. VBG4) einzubeziehen. Die Sicherheitseinrichtungen sind
täglich im Verlauf der Prüfarbeit zu kontrollieren.
tf
Handbuch Prüftechnik
Wirkungen eines Wechselstromes 50-60 Hz in Abhängigkeit von Einwirkdauer und
Stromhöhe (lEC-Publikation 479-1 11984) mit den Abschaltkennlinien von Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen mit la¡ 10 mA und 30 mA.
Bereich 1:
gewöhnlich keine Wahrnehmungen
ms
10000
Bereich 2:
gewöhnlich keine gefährlichen
5000
Vúirkungen
zWO
Bereich 3:
1000
Muskelverkrampfung, Atemschwie-
II 500
stillstand mit Wiedereinsetzen der
Herztätigkeit, normalerweise keine
rigkeiten vorübergehender Hezt
organischen Schäden
2@
100
Bereich 4:
wie Bereich 3, jedoch Auftreten von
50
Hezkammerflimmern
und
akute Lebensgefahr mit
20
damit
einer
Wahrscheinlichkeit von
10
0,1 0,2
10@ 2000 5000
mA
ca.
ca.
5% bis zur Kurve c2
50o/o
bis zur Kurve zu ca
über 50% über die Kurve
Schutz bei direktem Berühren durch Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen mit
l^n
c
hinaus
s 30
MA
Der Körperstrom von 230 mA wird durch den Fehlerstromschutzschalter in weniger
als 40 ms abgeschaltet, wenn der Prüfer ein aktives Teil (L) und zugleich den
Schutzleiter (PE) berührt.
PE
lm ungünstigsten Fall, d. h. infolge nasser
Hände ist der Hautwiderstand = 0 O, es
begrenzt lediglich der Körperinnenwiderstand
R6 * 1000 O den Berührungsstrom lB.
Handbuch Prüftechnik
10.3 Muster einer Betriebsanwe¡sung für den Prüfplatz in der
Elektrowerkstatt
Betriebsname:
Datum:
Betriebsanweisu ng Prüfplatz
l.
Geltungsbereich
1. Diese Anweisung gilt für den mit der
2.
Prüftafel
ausgerüsteten Arbeitsplatz in der Werkstatt
Prüfarbeiten an ortsveränderlichen oder anderen, von der Anlage getrennten
dürren nur an dem Prürpratz in der werkstatt
:::i:::::ii::iï"Ëetriebsmittern
ll.
Verantwortlichkeit
1. Für alle Arbeiten am Prüfplatz sowie das Anleiten und Kontrollieren der dort
tätigen Personen ist als
verantwortliche Fachkraft
der von mir persönlich beauftragte Mitarbeiter
Herr/Frau
2.
3.
4.
verantwortlich. Er allein bestimmt, wer am Prüfplatz anwesend sein und
mitarbeiten darf. Er ist ebenso verantwortlich für das Einhalten der in dieser
Anweisu ng getroffenen Festleg ungen.
Seine Verantwortung bezieht sich auch
auf die Entscheidung über die Notwendigkeit des Arbeitens an oder in der
Nähe unter Spannung stehender Teile
sowie auf die Entscheidung, welcher der Mitarbeiter allein oder unter der
ständigen Aufsicht eines Fachmanns diese Arbeiten vornehmen darf und
auf das Festlegen der Prüfuorgaben und Prüfmethoden.
Verlässt Herr
..,.. die Werkstatt, tritt er seinen Urlaub an o. ä., so
hat er vorher eine andere Fachkraft mit dem Wahrnehmen der Verantwortung zu
betrauen.
Ohne das ausdrückliche Übertragen der Verantwortung durch Herrn ... oder mich,
ist das Arbeiten am Prüfplatz nicht gestattet.
Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, sich über die mit dem Prüfplatz verbundenen
Gefährdungen und das notwendige eigene Verhalten Klarheit zu verschaffen.
o
o
o
,
Handbuch Prüftechnik
lll.
1.
Vorbereitung der Prüfung
Vor dem Beginn der Prüfung ist von der jeweils verantwortlichen Fachkraft unter
Beachtung der dafür geltenden DIN-VDE-Normen festzulegen, wie zu prüfen ist
und welche Vorgaben nachzuweisen sind. Grundlagen dafür sind.
o die Richtlinie der Berufsgenossenschaft über die Wederholungsprüfungen
o DIN VDE 0701 (nach Reparaturen) und DIN VDE 0702 (bei Wederholungsprüfungen) sowie die dem Prüfling zugeordnete Teile dieser DIN-VDE-
Bestimmungen.
die Bedienanleitung der Prüftafel
die Bedienanleitung der angewandten Prüfgeräte
die Bedienanleitung und etwaige weitere Unterlagen des Prüflings.
2. Jeder Mitarbeiter, der erstmalig am Prüfplatz arbeitet ist vor der Aufnahme dieser
Tätigkeit durch mich zu belehren.
Belehrungen der Mitarbeiter über die einzelnen Prüfaufgaben und die dabei zu
beachtenden Verhaltensweisen sind von der verantwortlichen Fachkraft
Herrn/Frau ... oder einem von ihm damit beauftragten Fachmann durchzuführen.
4. Täglich sind vor dem ersten Beginn der Prüfarbeiten folgende Kontrollen
vorzunehmen
Funktion der Signalleuchte des Prüfplatzes
Funktion der Beleuchtung des Prüfplatzes
Zustand der Prüftafel und der Prüf- und Messgeräte, die am Prüfplatz zur
Anwendung kommen.
Zustand und Lage der lsoliermatte
Funktion der Not-Aus-Schaltung
6. Der Prüfplatz ist vor dem Einschalten durch die dafür vorgesehene Kette
abzusperren. Es ist zu kontrollieren, ob die übrigen zut Absperrung dienenden
Teile ordnungsgemäß angeordnet sind.
.
.
o
.
.
o
o
o
lV. Arbeit am Prüfplatz
1. Am Prüfplatz dart nur gearbeitet
werden, wenn
in der Werkstatt eine zweite
Person anwesend ist.
2. Der Prüfplatz darf als normaler Arbeitsplatz nur benutzt werden, wenn die
Prüftafel abgeschaltet und der Hauptschalter abgeschlossen ist.
Während der Prüfung dürfen am Prüfplatz keine anderen Arbeiten ausgeführt
werden.
Das Benutzen des Platzes als Prüfplatz beginnt mit dem Entfernen des Schlosses
am Hauptschalter der Prüftafel. Vor dem Entfernen des Schlosses sind die
Absperrungen zu schließen.
4. Das Einschalten der Prüftafel darf nur erfolgen wenn
kein Prüfling und kein anderes Gerät an den Abgängen der Prüftafel
angeschlossen ist
der Wendeschalter sich in der Stellung ,,0" und der SteckvorrichtungsUmschalter sich in der Stellung ,,Gerätetester" befinden.
5. Vor dem Einschalten der Prüftafel ist der Fl-Schutzschalter durch das Betätigen
der Prüftaste zu prüfen.
3
o
o
Handbuch Prüftechnik
6.
Vor dem Beginn der Prüfung mit der Prüftafel ist der Prüfling einer Sichtprüfung
zu unterziehen. (Hierzu siehe die Leitlinie der Berufsgenossenschaft zur
Wiederh ol u n gsp rüfu n g).
7. Der Anschluss der Prüflinge hat nur über ihre eigenen Steckvorrichtungen oder
über berührungsgeschützte Leitungen zu erfolgen. Das Anwenden anderer
Anschlusssysteme, die nicht gegen Berühren geschützt sind, bedarf der
ausdrücklichen Genehmigung der verantwortlichen Fachkraft.
8. Als erste Prüfung mit der Prüftafel ist am Prüfling die Sicherheitsprüfung mit dem
Sicherheitsfester vorzunehmen. Erst nach erfolgreich abgeschlossener Sicht- und
Sicherheitsprüfung darf die Funktionsprüfung erfolgen.
9. Das Entfernen der Abdeckungen an mit dem Netz verbundenen Prüflingen ist nur
dann zulässig, wenn keine andere Möglichkeit besteht, etwaige Fehler zu finden.
Die Entscheidungen darüber werden von der verantwortlichen Fachkraft oder von
mir getroffen.
10. Laborversuche und ähnliche Arbeiten dürfen am Prüfplatz nur mit meiner
Genehmigung vorgenommen werden.
Provisorische Prüfaufbauten und Prüfgeräte sowie selbst hergestellte Prüfmittel
und Prüfleitungen dürfen nicht zur Anwendung kommen.
11. Bei der Arbeit und beim Aufenthalt im Prüfplatz dürfen keine metallenen
Schmuckstücke, Schnallen oder andere leitenden Gegenstände am Körper
getragen werden. Es sind eine allseitig den Körper bedeckende Kleidung und
feste Schuhe zu tragen.
12.4m Prüfplatz bzw. auf der Arbeitsfläche dürfen sich keine nicht unmittelbare zur
Prüfung benötigten oder persönliche Gegenstände befinden.
13. Reparaturen dürfen am Prüfplatz nur durchgeführt werden, wenn der Prüfling mit
dem Hauptschalter oder dem Wendeschalter abgeschaltet oder durch seine
Steckvorrichtung von der Prüftafel elektrisch getrennt wurde.
14. Nach dem Ende einer Prüfung ist der Prüfplatz durch den Hauptschalter oder den
Wendeschalter der Prüftafel abzuschalten. Wird der Prüfplatz nicht benutzt oder
verlässt der mit einer Prüfung beauftragte Mitarbeiter den Prüfplatz, so ist dieser
mittels des Hauptschalters abzuschalten. Der Hauptschalter ist dann zu abzuschließen.
Täglich einmal ist die Abschaltung durch das Betätigen des Not-Aus-Tasters
vorzunehmen.
V.
1.
Sonstige Festlegungen
Betriebsfremde dürfen die Werkstatt nur betreten, bzw. dort verbleiben wenn sie
über das richtige Verhalten in der Werkstatt und in bezug auf den Prüfplatz
belehrt wurden. Für das Einhalten dieser Festlegung ist der mit der Prüfung
beauft ragte M itarbeiter verantwortlich.
2. Bei der elektrischen Durchströmung sind alle im Merkblatt
gelegten Maßnahmen einzuleiten.
Jede elektrische Durchströmung
verantwottlichen Fachkraft
Mitarbeiter sofort zu melden.
,,Erste Hilfe" fest-
ist mir bzw. in meiner Abwesenheit der
Herrn
bzw. dem von ihm beauftragten
Handbuch Prüftechnik
Vl. Protokollierung
1. Die Prüfung e¡nes jeden Betriebsmittels ist unter Verwendung des beiliegenden
Prüfprotokolls zu bestätigen. Der mit der Prüfung beauftragte Mitarbeiter hat die
Unterschrift zu leisten.
Elektromeister:
Kenntnis genommen und bestätigt:
Als Fachkraft für den Prüfplatz:
(ve ra ntwortl iche Fach kraft)
Herr/Frau:
Herr:
Frau:
Als
M
itarbeiter (Fach kräfte/u ntenruiesene Personen)
Herr:
Frau:
Als Mitarbeiter (Sonstige)
Herr:
Seite 40 von 42
Handbuch Prüftechnik
Bei der Prüfung, der Fehlersuche und bei allen Arbeiten an
elektrischen Anlagen und Geräten sind stets die
5 Sicherheitsregeln
zu beachten.
l.FREISCHALTEN
2.GEGEN WI EDEREI NSCHALTEN SICHERN
3. SPAN N UNGSFREI
HEIT FESTSTELLEN
4.ERDEN UND KURZSCHLI ESSEN
5.
BENACHBARTE UNTER SPANNUNG
STEHENDE TEILE ABDECKEN ODER
ABSCHRANKEN
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