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Indas Handbuch Kap. 9 Prozesssteuerung

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Prozesssteuerung
Prozesssteuerung – Einführung
FEATURES sind noch nicht implementiert!
In diesem Menü sind alle Funktionen zusammengefasst, die Eingriffe in den
Prozess ermöglichen. So können hier die Regler bedient und ihre Parameter verändert werden oder ganze Rezepte an die Geräte geschickt werden, um neue
Produktionsabläufe zu implementieren.
Das Menü beinhaltet folgende Funktionen:
•
Bedienen der Regler
•
Ändern der Reglerparameter
•
Produktwechsel
Einige Geräte verfügen über eine Rezeptverwaltung. Mit den nächsten Funktionen werden vorher definierte Rezepte an das Gerät übergeben (Einzelheiten siehe Anhang).
•
Rezepte MF90 aktivieren
Rezeptverwaltung für die Philips Multifunktionseinheit ICS90-MF
•
Ness unigar Programmverwaltung
Programme für Ness unigar digitronic 3 n bearbeiten
•
Ness unigar Maschinenfunktionen
Arbeitsspeicher der Steuerung bearbeiten
Es besteht weiterhin die Möglichkeit, vom Prozessbild aus in den Prozess einzugreifen. Analoge und digitale Ausgangskanäle können dort gesetzt und Rezepte (F5) an ein Gerät geschickt werden (siehe Kap. Bedienung im Prozessbild).
Regler bedienen
In einer Beschreibungsdatei (Extension .REG) können 7 Reglerbilder vordefiniert werden. Jedes Reglerbild kann max. 8 Regler darstellen, die gleichmäßig
über den Bildschirm verteilt werden. Das Reglerbild kann für die Systeme ICS
90, KS 4580, KS 4290, DR 22, DR 24 und die Softwareregler INPART konfiguriert werden.
Indas Handbuch Kap. 9 Prozesssteuerung
Prozesssteuerung • 9-1
Für die Konfiguration sind neben den Standardangaben (siehe Kap. Beschreibungsdatei zur Funktionstastenbelegung) für jeden Regler folgende Eingaben
nötig:
•
Systemnummer
Nummer des Systems, zu dem der Regler gehört (-1 = an diese Position
des Bildes wird kein Regler gezeichnet)
•
Systemname
6-stellige Systembezeichnung (z.B. ICS-90)
•
Reglernummer
CO-Adresse des Reglers bzw. der Multifunktionseinheit (nur ICS 90)
oder die Reglernummer bei INPART
•
Reglername
6-stellige Reglerbezeichnung (z.B. Reg.01)
•
Messwertkurzbezeichnungen
Hier werden die darzustellenden Messwerte für Istwert, Sollwert, Stellgröße und Hand-/Automatik-Umstellung definiert
Der Regler SIPART DR 24 lässt sich bzgl. seiner Aufgabenstellung frei strukturieren. Die Prozessgrößen können beliebigen Ausgängen zugeordnet werden
(siehe Anhang). Daher sind für jeden DR24-Regler weitere Eingaben nötig:
•
Systemnummer des DR 24-Reglers
•
Reglernummer (z.Z. 0)
•
Ausgabe Sollwert
Kanalbezeichnung des Ausgangskanals Sollwert SAE 1.3 .. SAE 8.3
•
Ausgabe Stellgröße
Kanalbezeichnung des Ausgangskanals Stellgröße SAE 1.3 .. SAE 8.3
•
Ausgabe Hand/Auto
Kanalbezeichnung des digitalen Ausgangskanals für Hand/AutomatikUmschaltung Sb E1 .. Sb E8
Die System- und Reglernamen erscheinen im Bild oberhalb des Reglers, ebenso
der Reglerstatus (AUTO/HAND).
Die Angaben zur Skalierung, Dimension und zu den Grenzwerten eines Reglers
werden der Messwertparameterdatei (Istwert) entnommen und über bzw. unter
der Skala dargestellt. Die Skala selbst ist aus Platzgründen in Prozentwerte eingeteilt. Es ist darauf zu achten, dass Ist- und Sollwert eines Reglers denselben
Messbereich haben, da dies sonst zu Fehlinterpretationen der Darstellung führen
kann. Warnwerte sind als gelbe und Grenzwerte als rote Markierungen neben
den Messbalken zu sehen.
Die Messwerte und die Reglerstati werden in dem definierten Scanintervall aufgefrischt. Die Prozentangaben stehen oberhalb der Balken, die genauen Werte in
der angegebenen Dimension unterhalb der Stellgröße, die nur als Prozentwert
angegeben wird. Bei Über- oder Unterschreitung der Skalengrenzen wird der
Balken mit einem Pfeil nach oben bzw. unten versehen. Ausgefallene Messwerte
werden mit dem Text "Störung" bzw. "##" als Ersatz für den Balken dargestellt.
9-2 • Prozesssteuerung
Indas Handbuch Kap. 9 Prozesssteuerung
Mit der Funktionstaste F6 kann ein Reglerbild gedruckt werden. Bis zur Fertigstellung der Druckdatei wird das Bild nicht aufgefrischt.
Eingriffe in den Prozess
Von diesem Bild aus kann in den Prozess eingegriffen werden. Es können Sollwerte, Stellgrößen und Reglerparameter verändert werden.
Mit den Cursortasten oder der Maus kann ein Regler ausgewählt und mit F1 auf
Handbetrieb bzw. mit F2 auf Automatikbetrieb umgeschaltet werden.
Die Kanäle C und D von Multifunktionseinheiten lassen sich nicht auf Hand
nehmen. Stellwert- und Sollwertveränderungen können ebenfalls nicht vorgenommen werden.
Handbetrieb
Mit F8 kann jetzt der Stellwert verändert werden. Es wird ein numerischer Wert
eingegeben, der die Differenz zum eingestellten Wert angibt (-100 % bis +100
%).
Für die Siemens Regler DR22 und DR24 und die Softwareregler INPART wird
der Stellwert als absolute Größe eingegeben. (F8 Y absol)
Sollwerteingabe
Mit den Funktionstasten F4 und F5 kann einer der Sollwerte verändert werden.
Dazu ist es nicht nötig, den Regler vorher auf Hand zu nehmen. Der Sollwert
wird als numerischer Wert eingegeben.
ICS90, KS4580, KS4290:
Mit F4 wird der nicht flüchtige Sollwert Wnonvol und mit F5 der flüchtige Sollwert Wvol geändert. Ist der externe Sollwert oder der Sicherheitssollwert W2
(nur bei ICS90) aktiv, ist eine Sollwertveränderung nicht möglich. Welcher
Sollwert zur Zeit aktiv ist, steht unterhalb des Sollwertbalkens.
Wird der Wnonvol verändert, wird automatisch auch der Wvol auf den gleichen
Wert gesetzt. Damit ist es möglich, beide Sollwerte mit nur einem Befehl zu verändern. Sollen die Sollwerte verschiedene Werte erhalten, muss immer zuerst
der Wnonvol und dann der Wvol definiert werden.
DR22, DR24:
Hier wird mit F5 nur der Sollwert Wabsol als absoluten Wert eingegeben. Je
nach Reglertyp (Strukturschalterstellung S1) wird der "Sollwert intern" gesetzt
(siehe Anhang).
Beim DR24 wird der Sollwert auf den in der Beschreibungsdatei definierten
Ausgang ausgegeben (s.o.).
INPART:
Hier wird mit F5 der Sollwert Wabsol als absoluten Wert eingegeben. Ist der externe Sollwert aktiv, ist eine Sollwertveränderung nicht möglich. Welcher Sollwert zur Zeit aktiv ist, steht unterhalb des Sollwertbalkens.
ACHTUNG!
Wartet der PC auf die Eingabe eines Soll- oder Stellwertes, wird das Bild nicht
mit neuen Messwerten aufgefrischt.
Indas Handbuch Kap. 9 Prozesssteuerung
Prozesssteuerung • 9-3
Damit die Veränderungen von Soll- oder Stellwerten am Bildschirm möglichst
schnell sichtbar werden, holt der PC für den gewählten Regler die Daten zusätzlich zu den zyklischen Messungen sekündlich ab.
F7 verzweigt in den Menüpunkt "Reglerparameter ändern" (siehe Kap. Reglerparameter). Wenn die Reglerparameter nicht zur Verfügung stehen, erscheint eine Fehlermeldung.
Reglerparameter
Die Reglerparameter werden beim Start des Betriebsmodus von den Systemen
geholt und in der Datei REGPARA.SAV (ICS90, KS4580, KS4290),
REGPARAS.SAV (DR22, DR24) bzw. INPPARA.CFG (INPART) abgespeichert. In der rechten oberen Bildschirmecke erscheint dann die Anzeige "RegParam".
Die Abbildung zeigt einen Teil der Reglerparameter des 1. Reglers des Systems
0 an. Die Anzahl der Parameter variiert je nach Reglertyp und kann sich über
mehrere Seiten erstrecken, die mit PgUp und PgDn erreichbar sind. Mit den Cursortasten oder der Maus kann einer der veränderlichen Parameter ausgewählt
und überschrieben werden. Sobald das Eingabefeld mit ENTER verlassen wird,
wird der geänderte Parameter an das System geschickt. Sollte das System den
Parameter nicht akzeptieren, erscheint eine Fehlermeldung. Die Parameter der
Konfigurationsebene von KS4580/KS4290-Reglern lassen sich nicht verändern.
Sie werden in einer getrennten Datei vom Benutzer eingegeben und können hier
nur angezeigt werden (siehe Anhang A).
Mit den Funktionstasten F1 bis F4 kann ein anderer Regler desselben Systems
oder die Reglerparameter eines anderen Systems ausgewählt werden. Zu den
Kanälen C und D der Multifunktionseinheit gibt es keine Parameter. Mit F10
kehrt man in das Menü "Prozesssteuerung" bzw. in das Reglerbild zurück.
Produktwechsel
Mit dem optionalen Programmpunkt "Produktwechsel" ist es möglich, bis zu 10
verschiedene digitale oder analoge Ausgangskanäle oder Reglerparameter
gleichzeitig zu setzen bzw. zu ändern. Die Ausgabe kann auf unterschiedliche
Geräte erfolgen.
Nach dem Aufruf der Funktion "Produktwechsel durchführen" erscheint auf dem
Bildschirm eine Tabelle mit den Produktbeschreibungen und den Ausgabewerten. Der Tabellenaufbau ist frei konfigurierbar.
In einer Beschreibungsdatei wird für jeden der 10 Ausgänge definiert, wohin der
Sollwert, Reglerparameter, Digitalwert etc. ausgegeben werden soll. Zusätzlich
besteht die Möglichkeit, Überschriften und Feldlängen für jede der Tabellenspalten und Felder für die Produktbeschreibung festzulegen.
In einer zweiten Datei werden alle Ausgabewerte bzw. bei Textfeldern die Ausgabetexte (z.B. der Produktname) eingegeben.
In dem Untermenü haben die Funktionstasten folgende Bedeutung:
9-4 • Prozesssteuerung
Indas Handbuch Kap. 9 Prozesssteuerung
Produktwechsel durchführen
Zunächst wird nach dem Namen der Datei mit den Produktdaten gefragt. Vorgegeben wird der Standarddateiname und die Extension ".PTI". Sollte es nötig sein
für einen Produktwechsel mehr als 10 Ausgabewerte abzusetzen, kann diese
Funktion mehrmals mit unterschiedlichen Produktdateien aufgerufen werden.
Aus den Produktdaten und der Tabellenbeschreibung wird eine Tabelle mit maximal 50 Produkten erzeugt und am Bildschirm angezeigt. Sind zuviele Zeichen
für die Tabelle definiert worden oder ist einer der numerischen Ausgabewerte
formal falsch, so wird die Funktion mit einer entsprechenden Fehlermeldung
verlassen.
Nun kann mit den Cursortasten oder der Maus eines der Produkte ausgewählt
und mit F5 auf Wunsch an die Geräte abgeschickt werden. Vor dem Abschicken
des Ausgabewertes an das Gerät wird noch eine Prüfung aller Eingabewerte
durchgeführt und mögliche Definitionsfehler gemeldet. Korrekt definierte Ausgänge werden sofort und ohne Meldung abgesetzt.
Tabelle beschreiben
In einer Beschreibungsdatei mit der Extension ".PTB" werden der Tabellenaufbau und die Ausgabegeräte festgelegt. Für jede Spalte der Tabelle müssen folgende Angaben gemacht werden:
•
Tabellenüberschrift (3 Zeilen mit je. 20 Zeichen max.)
Die Anzahl der Zeichen je Zeile darf die Länge des Tabellenfeldes
nicht überschreiten, da es sonst zu Überschneidungen mit den übrigen
Überschriften kommen kann.
•
Länge des Tabellenfeldes (max. 20)
Insgesamt stehen für alle 10 Felder der Tabelle 77 Zeichen zur Verfügung.
•
Typ des Tabellenfeldes (T/N)
T = Textfeld, sie dienen der Beschreibung des Produkts
N = numerisches Feld
Die folgenden Eingaben sind nur bei numerischen Feldern nötig:
•
Anzahl Dezimalstellen
Für die Ausgabe am Bildschirm und an das Gerät kann die Anzahl Dezimalstellen definiert werden
0
keine Dezimalstellen, Ausgabe im INTEGER-Format
1..4
Ausgabe im REAL-Format mit 1..4 Dezimalstellen
-1..-4
Ausgabe im Exponential-Format mit 1..4 Dezimalstellen
Es muss berücksichtigt werden, dass für die Ausgabe an ICS90Systeme und KS4580/KS4290-Regler nur 6 Zeichen als Länge des Übergabestrings möglich sind.
Indas Handbuch Kap. 9 Prozesssteuerung
Prozesssteuerung • 9-5
•
Zieladresse
Hier muss die vollständige Kanalnummer (inkl. Stationsnummer) angegeben werden (Definition siehe Kap. Verarbeitung von Messwerten).
Welche Kanäle gesetzt werden können, ist dem Anhang A zu entnehmen (Abschnitt Prozesssteuerung bei jedem Systemtyp). Das System
muss definiert und online sein.
•
Code-Nummer
Für Reglerparameter oder Steuerbytes von ICS90-Systemen oder
KS4580/KS4290-Reglern sind die Code-Nummern des zu sendenden
Parameters oder Steuerbytes einzugeben
Die Code-Nummern sind dem entsprechenden Gerätehandbuch zu entnehmen.
Unterstützt werden z.Z. folgende Codes:
ICS90-CO (Kanäle A..D),ICS90-MF (Kanäle A, B):
13,14,21..29,31..34, 41..44,51,62..68,71,81..89,91
KS4580: 21..29,31..34,41..43,51..56
KS4290: 21..29,31..39,41,45,46,51..56,81..83,87,88,101,103,104
Reglerparameter der SIPART-Regler DR22 und DR24 und der Softwareregler INPART sind nicht veränderbar.
•
Typ des Ausgangskanals
D = digitaler Ausgangskanal
A = analoger Ausgangskanal
•
Sollwerttyp
1 = PR 3020: Sollwert in 0..10 V umrechnen
2 = PR 3020: Sollwert in 0..20 mA umrechnen
0 = sonstige Geräte
Ausgabewerte eintragen
In dieser Datei (Extension .PTI) werden für jedes Produkt die Ausgabewerte eingetragen, die später an die Geräte geschickt werden. Die Reihenfolge der
Spalten wird durch die Tabellenbeschreibung festgelegt. Da das Format der Felder hier noch nicht bekannt ist, erfolgt die Eingabe als ASCII-Text.
Eine Prüfung der Eingabe kann erst bei der Durchführung eines Produktwechsels erfolgen.
Der Name der Tabellenbeschreibungsdatei muss nur beim ersten Produkt definiert werden. In der Datei ist Platz für 50 Produkte.
9-6 • Prozesssteuerung
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