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Bedienungsanleitung - SHP Steriltechnik AG

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Laboklav
Dampfsterilisatoren
Steam sterilizers
Typen 25 Liter
Bedienungsanleitung
Ausgabe 03/2009
SHP Steriltechnik AG
Gustav-Ricker-Str. 62
D-39120 Magdeburg
Tel:
Fax:
E-Mail:
Internet:
+49 (0) 391 626988-0
+49 (0) 391 626988-1
info@shp-steriltechnik.de
www.shp-steriltechnik.de
Dampfsterilisator Laboklav 25
Bedienungsanleitung
3
Bevor Sie die Arbeit mit diesem Gerät beginnen, lesen Sie bitte sorgfältig diese Bedienungsanleitung.
Sie gibt Ihnen wichtige Hinweise zur richtigen Aufstellung, Installation und Benutzung des Gerätes.
Bewahren Sie diese Bedienungsanleitung sorgfältig auf und sorgen Sie dafür, dass sie stets
auffindbar ist.
Alle in dieser Bedienungsanleitung enthaltenen WARNUNGEN, WICHTIGE
INFORMATIONEN und HINWEISE sind mit folgenden Symbolen versehen:
WARNUNG
Bei Nichtbeachtung der Warnung kann es zu Verletzungen
oder sogar Tod kommen. Das Symbol bedeutet für den
Nutzer auch, dass er sich mit der entsprechenden Passage
der Bedienungsanleitung vertraut machen muss.
WICHTIG

Dieses Symbol beschreibt Hinweise, um eine Beschädigung
des Gerätes oder der Beladung zu vermeiden.
ACHTUNG

Beachtung der so im Text markierten Stellen ist zur richtigen
Handhabung des Gerätes notwendig.
Allgemeine Warnhinweise:
Zugang zur Bedienungsanleitung des Gerätes sollten nur zur
Bedienung autorisierte Personen haben.
Das Gerät darf nur von autorisiertem Personal bedient
werden, Personal, welches nicht in die Bedienung
eingewiesen ist oder nicht in der Lage ist, die
Sicherheitshinweise zu lesen, ist nicht berechtigt, das Gerät
zu bedienen.
Während der Installation des Gerätes, nach einer Wartung
und nach einem Wechsel von Steuerungselementen sowie
Heizungen muss eine Schutzleiterüberprüfung stattfinden.
4
Bedienungsanleitung
"Dampfsterilisator Laboklav 25"
Inhaltsverzeichnis
Seite
I. Anwendungen, Konstruktion und Betrieb des Dampfsterilisators Laboklav 25 ................................................... 5
II. Dampfsterilisator Laboklav 25 technische Daten ................................................................................................ 6
III. Sterilisierprogramme verfügbar im Dampfsterilisator Laboklav 25 .................................................................... 8

Standardprogramme................................................................................................................................... 8

Programme mit Schnellkühlung ................................................................................................................. 9

Programme mit Vakuum (Varianten V und MV) ....................................................................................... 10
IV. Bedienung des Dampfsterilisators Laboklav 25 .............................................................................................. 13
1. Liste der gelieferten Teile.......................................................................................................................... 13
2. Installation ................................................................................................................................................. 14
 Aufstellen des Gerätes........................................................................................................................ 14
 Stromversorgung ................................................................................................................................ 14
 Wasserversorgung.............................................................................................................................. 14
3. Inbetriebnahme ......................................................................................................................................... 15
 Einschalten des Gerätes..................................................................................................................... 15
 Beladen des Gerätes .......................................................................................................................... 15
 Bedienfeld ........................................................................................................................................... 16
 Programmauswahl .............................................................................................................................. 17
 2. Anzeigeebene ................................................................................................................................. 17
 Programmstart .................................................................................................................................... 17
 STOP Taste ........................................................................................................................................ 17
 Programmparameter ändern .............................................................................................................. 18
4. Sterilisierprogramme und Verlaufsanzeige ............................................................................................... 19
5. Fehlerbehandlung ..................................................................................................................................... 21
6. Bedienung des Gerätes – allgemeine Hinweise ....................................................................................... 22
 Gerät vorheizen .................................................................................................................................. 22
 Sterilisiergut vorbereiten ..................................................................................................................... 22
 Abbruch eines Programms ................................................................................................................. 23
 Entleerung des Kondensatbehälters................................................................................................... 23
 Dokumentation des Sterilisiervorgangs .............................................................................................. 24
V. Wartung des Gerätes........................................................................................................................................ 25
 Regelmäßig durchzuführende Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen..................................... 26
 Reinigung ............................................................................................................................................ 26
 Überprüfen des Sicherheitsventils ...................................................................................................... 27
 Wechsel des Belüftungsfilters............................................................................................................. 27
 Liste der Verbrauchsmaterialien ......................................................................................................... 28
VI. Beschreibung der Sicherheitseinrichtungen .................................................................................................... 29
VII. Weitere Hinweise ............................................................................................................................................ 30
 Definition der Speisewasserqualität.................................................................................................... 30
 Kundendienst und Notfallkontakt ........................................................................................................ 30
Anhang:
 Dampfsterilisator Laboklav 25 – Fließschemata
 Legende zu Fließschemata Dampfsterilisator Laboklav 25
 Verdrahtungsschemata Dampfsterilisator Laboklav 25
Dampfsterilisator Laboklav 25
Bedienungsanleitung
5
I. Anwendungen, Konstruktion und Betrieb des Dampfsterilisators Laboklav 25
Der Kleinsterilisator Laboklav 25 mit einer Sterilisierkammer von ca. 25 Liter Volumen wird eingesetzt
für die Sterilisation von Instrumenten, Materialien mit nichtmedizinischer Zweckbestimmung sowie
Flüssigkeiten. Alle Gerätevarianten sind mit einer Thermosperre gemäß IEC 61010-2-42 ausgerüstet.
Entsprechend den Erfordernissen der unterschiedlichen Sterilisiergüter bezüglicher validierbarer
Sterilisierzyklen, werden unterschiedliche Ausbaustufen des Gerätes definiert.
In der Basisversion (Laboklav 25 B) ist die Sterilisation der oben genannten Sterilisiergüter möglich,
die Zyklen sind als allgemein verwendbare Zyklen konfiguriert. Es können unverpackte Instrumente
und Materialien sowie Flüssigkeiten sterilisiert werden, solange sie für den angewendeten
Temperaturbereich zugelassen sind. Von der Sterilisation von Hohlkörpern (z.B. Schläuche) und
poröse Materialien (z.B. Textilien) ist abzusehen. Diese Zyklen sind in der Basisversion nicht
validierbar, das Sterilisierergebnis ist demzufolge undefiniert.
In der Version mit Schnellkühlung (Laboklav 25 M) ist ein forciertes Abkühlen der Flüssigkeiten
integriert, welches die Verkürzung der Flüssigkeitsprogramme gegenüber der Basisversion um bis zu
40 % erlaubt. Achtung! Damit ist stets auch ein erhöhter Flüssigkeitsverlust im Sterilisiergut
verbunden.
In der Version mit Vakuum (Laboklav 25 V) ist eine Vakuumeinrichtung integriert
(Vakuummembranpumpe). Diese ermöglicht die deutliche Verbesserung der Entlüftungsleistung
sowie das Trocknen des Sterilisiergutes nach der Sterilisation. Kompliziert zu entlüftende
Sterilisiergüter wie Hohlkörper, Textilien oder verpackte Instrumente können mit dieser Version
sterilisiert werden. Die Standardprogramme für die Sterilisation von Flüssigkeiten wie im Basisgerät
vorhanden, sind auch hier verfügbar.
In der höchsten Ausbaustufe (Laboklav 25 MV) sind die Möglichkeiten der Ausbaustufen M und V
miteinander kombiniert. Damit stehen alle generell möglichen Sterilisationszyklen dieser Baureihe zur
Verfügung.
Der Hersteller haftet nicht, wenn
bestimmungsgemäß verwendet wird.
das
Gerät
nicht
Der grundsätzliche Funktionsablauf des Dampfsterilisators Laboklav 25 beinhaltet die Entlüftung der
Sterilisierkammer und des Sterilisiergutes, die Erzeugung und Einspeisung von Wasserdampf in die
Sterilisierkammer, Aufheizen der Kammer entsprechend des gewählten Programms unter
Sattdampfbedingungen (hauptsächlich 121°C oder 134°C bei Überdruck bis auf 1.1 bar oder 2.1 bar
entsprechend der Sattdampftabelle) und das Halten der entsprechenden Bedingung über eine
definierte Zeit (mindestens 15 Minuten bei 121°C und 3 Minuten bei 134°C) sowie das Abkühlen der
Kammer und Beladung und ggf. das Trocknen des Sterilisiergutes.
Bezüglich Konstruktion, Bedienung und Wartung bietet der Laboklav 25 folgende zusätzliche
Merkmale:
- Vorwärmen der Sterilisierkammer mittels elektrischer Heizung auf 116 °C zur Vermeidung von
übermäßiger Kondensatbildung bei kaltem Gerät
- Entlüftung der Sterilisierkammer und des Sterilisiergutes sowie Abbau des Dampfdruckes in der
Sterilisierkammer mittels fraktioniertem Vakuum, erzeugt durch eine eingebaute Vakuumpumpe
(nur in den Varianten V und MV), in den anderen Varianten wird ein Druckwechselverfahren oder
das klassische Gravitationsverfahren zur Entlüftung eingesetzt,
- „Trockendampferzeugung“ durch Injizieren kleiner Wassermengen in den aufgeheizten
Dampferzeuger
- Kühlen der Kammer und flüssiger Sterilgüter mittels Raumluft und Radialventilator (nur Typen M
und MV),
- Trocknung des Sterilgutes im Vakuum (nur Variante V und MV), Druckentlastung durch Sterilfilter
- Mikroprozessorsteuerung zur überwachungsfreien Sterilisation
6
Bedienungsanleitung
"Dampfsterilisator Laboklav 25"
Gesamtansicht Dampfsterilisator Laboklav 25
Wassereinfüllöffnung
für VE-Wasser
Lufteinlaß für Schnellkühlen (Option)
Drucker (Option)
Bedienteil für
Steuerung
Netz Ein-/Aus-Schalter
Hauptsicherung
Tür
Belüftungsfilter
II. Dampfsterilisator Laboklav 25 technische Daten
Außenmaße (B x H x T)…..…….................................
435 x 560 x 680 mm
Benötigter Platz auf der Arbeitsfläche (B x T)….........
50 x 57 cm
Gewicht (netto)............................................................
ca. 60 kg
Volumen Speisewassertank........................................
ca. 3 l
Volumen Kondensattank ............................................
ca. 3 l
Maximale Beladung:
-
Instrumente .....................
Textilien ..........................
Flüssigkeiten……………..
5 kg
2 kg
5 Liter Gesamtvolumen
Sterilisierkammer:
Gesamtvolumen ..........................................................
ca. 25 l
Kammermaße (Durchmesser x Tiefe)..........................
 265 x 450 mm
Nutzbares Volumen ..................................................…
ca. 25 l
Kammer Nutzmaße (B x H x T)....................................
Maximal zulässiger Druck (PS)....................................
ca. 200 x 200 x 430 mm
2.8 bar
Maximal zulässige Temperatur (TS)............................
138°C
Nenndruck Sicherheitsüberdruckventil.........................
2.8 bar
Stromversorgung:
Versorgungsspannung.................................................
230 V (10%), 50 Hz
Stromaufnahme ...........................................................
13.0 A
Nennleistung ................................................................
2500 W
Mittlerer Energieverbrauch je Zyklus.............................
0.75 kWh
Schutzklasse......................……………………………...
I
Dampfsterilisator Laboklav 25
Bedienungsanleitung
7
Wasserversorgung:
Destilliertes oder demineralisiertes Wasser
(entsprechend Anhang C EN 13060:2004)
Mittlerer Wasserverbrauch pro Charge........................
ca. 0.7 l
Umgebungsbedingungen für Betrieb und Lagerung:
Temperatur...................................................................
5  40°C
Luftfeuchte ...................................................................
max. 85%
Sterilisierprogramme:
5 vordefinierte Programme frei zugänglich:
- P1: Instrumente 134°C, 15 min, Trocknen - in den Varianten V und MV
- P2: Instrumente 121°C, 20 min, Trocknen - in den Varianten V und MV
- P3: Müll 134°C, 20 min
- P4: Flüssigkeiten 121°C, 20 min, Schnellkühlen aktiv – in den Varianten M und MV
- P5: Flüssigkeiten 121°C, 20 min, Kühlen passiv
5 Programme weitere Programme (P6 – P10) vordefiniert wie P1
10 Programme (Programme P11 bis P20) Code geschützt vorbelegt wie P1
2 Testprogramme (Bowie&Dick-Test, P11, Vakuumtest, P12) - nur in den Varianten V und MV
Schnittstelle für Drucker (intern) Einbaudrucker als Option
Schnittstelle für Computer - serielle Schnittstelle RS 485
8
Bedienungsanleitung
"Dampfsterilisator Laboklav 25"
III. Sterilisierprogramme verfügbar im Dampfsterilisator Laboklav 25

Druckwechselverfahren
Programmende
Ausgleich
Sterilisieren
Dampfablaß
Instrumente
Aufheizen
Entlüften mit
automat. Vorheizen
Standardprogramme
250
120
190 kPa
100
Temp (°C)
Druck (kPa)
200
140
150
100
80
120 kPa
60
Athmosphärischer Druck [kPa]
40
50
20
0
0
Zeit
Programmende
Ausgleich
Dampfablaß
Aufheizen
Sterilisieren
Müll
Druckwechselverfahren
Entlüften mit
automat. Vorheizen
Programmablauf Instrumente in der Version Laboklav 25 B und M
250
120
190 kPa
100
Temp (°C)
Druck (kPa)
200
140
150
80
120 kPa
60
100
Athmosphärischer Druck [kPa]
40
50
20
0
0
Zeit
Programmablauf Müll in der Version Laboklav 25 B und M
Dampfsterilisator Laboklav 25
Bedienungsanleitung
9
Programmende
Ausgleich
Belüften
Abkühlen
Sterilisieren
Aufheizen
Gravitationsverfahren
Entlüften mit
automat. Vorheizen
Flüssigkeit
250
140
120
100
Temp (°C)
Druck (kPa)
200
150
80
60
100
Athmosphärischer Druck [kPa]
40
50
20
0
0
Zeit
Programmablauf Flüssigkeit in der Version Laboklav 25 B und V (P4 und P5: alle Versionen)

Ausgleich
Belüften
Abkühlen aktiv
Abkühlen aktiv/passiv
Sterilisieren
Flüssigkeit
Aufheizen
Gravitationsverfahren
Entlüften mit
automat. Vorheizen
Programme mit Schnellkühlung
250
140
120
100
Temp (°C)
Druck (kPa)
200
150
80
60
100
Athmosphärischer Druck [kPa]
40
50
20
0
0
Zeit
Programmablauf Flüssigkeit in der Version Laboklav 25 M und MV (P4)
10
Bedienungsanleitung

"Dampfsterilisator Laboklav 25"
Programme mit Vakuum (Varianten V und MV)
Ausgleich
Belüften
Trocknungsvakuum
Dampfablaß
Sterilisieren
Dampfspülen
Aufheizen
Vorvakuum
fraktioniertem
Entlüften mit
Vorheizen / Start
Instrumente mit Trocknungsvakuum
250
140
120
100
150
Temp (°C)
Druck (kPa)
200
170kPa
80
60
100
Athmosphärischer Druck [kPa]
40
50
20
min 7 kPa
0
0
Zeit
Programmablauf Instrumente in der Version Laboklav 25 V und MV
Beschreibung der Programmphasen
Der Sterilisiervorgang im Dampfsterilisator Laboklav 25 (siehe Zeichnung oben) besteht aus
folgenden Phasen:
- Vorheizen:
Der Dampferzeuger und die Sterilisierkammer werden aufgeheizt, dies ist nur bei kalter Kammer
erforderlich. Dies dauert ca. 5 Minuten. Wenn die Kammer bereits heiß ist, verkürzt sich die
Vorheizzeit erheblich oder wird übersprungen.
- Entlüftung
In allen Flüssigkeitsprogrammen wird in der Vorprogrammierung ein Gravitationsverfahren zur
Entlüftung gewählt.
In den Varianten Laboklav 25 B und M (keine Vakuumpumpe vorhanden) wird für die
Programmabläufe Instrumente und Müll in der Voreinstellung das Druckwechselverfahren mit 3 - 5
Druckwechseln zwischen 190 und 120 kPa Absolutdruck gewählt.
In den Varianten Laboklav 25 V und MV erfolgt für die Instrumenten- und Müllprogramme die
Entlüftung der Kammer und des Sterilisiergutes mittels eines Wechsels zwischen Überdruck (durch
Dampfeinströmung in die Kammer) und Vakuum (Luft/Dampfgemisch wird evakuiert) unter Einsatz
der Vakuumpumpe. Mit welchem Schritt begonnen wird, ist programmierbar.
Dampfsterilisator Laboklav 25
Bedienungsanleitung
11
- Aufheizen
Das Aufheizen von Kammer und Sterilisiergut auf die vorgewählte Temperatur erfolgt mittels Dampf,
ein extra Dampfspülen wird in der Regel nicht genutzt.
- Sterilisieren
Halten der vorgewählten Sterilisiertemperatur über die vorgeschriebene Zeit, innerhalb der zulässigen
Toleranzen
- Dampfablaß
Dampfentleerung der Kammer, durch den Dampfkondensator in den Kondensatbehälter. Je nach
Programm erfolgt dieser Schritt schnell (Instrumente) oder langsam (Flüssigkeiten).
- Kühlen
Nur bei Flüssigkeitsprogrammen. Erfolgt passiv in allen Varianten in Programm P5, in den Varianten
M und MV erfolgt auf Programmplatz P4 das Kühlen aktiv (Schnellkühlen)
- Trocknung (nur für Varianten V und MV)
Trocknen im Vakuum, alternativ ist auch ein intermittierendes Belüften-Vakuum-Pulsverfahren mit
Lufteinlaß durch Sterilfilter möglich
- Belüften
Belüften der Sterilisierkammer durch den Sterilfilter zum Angleichen an den Umgebungsdruck
- Ausgleich
Aus Sicherheitsgründen werden nach Erreichen der Entnahmekriterien noch einige Sekunden als
Sicherheitszuschlag gewartet, bis die Kammer geöffnet werden kann.
- Programmende
Nach dem Ende eines Programms wartet die Steuerung auf das Quittieren des Programms durch den
Bediener! Dieser Zustand wird angezeigt durch ein blinkendes Display und ein kurzes akustisches
Signal. Das Quittieren geschieht durch Drücken der Stop-Taste. Nach weiteren 3 Sekunden wird
dann die Tür entriegelt.

Testprogramme
Der Bowie&Dick-Test ist eine Prüfung der Entlüftungsleistung mittels Prüfkörper. Er sollte nach
Bedarf durchgeführt werden.
Der Vakuumtest ist integriert, um die Dichtigkeit von Kammer und Ausrüstungsteilen zu überprüfen.
Er sollte in monatlichen Abständen durchgeführt werden. Zum Start des Vakuumtests ist es
erforderlich, dass die Kammer kalt ist! Stellt das Gerät eine Temperatur von mehr als 40°C in der
Kammer fest, kann der Test nicht gestartet werden.

Ist ein Testergebnis als fehlerhaft anzusehen, ist das Gerät
als defekt zu betrachten. In diesem Fall darf es nicht zur
Sterilisation eingesetzt werden!
Alle Sterilisationszyklen laufen vollautomatisch ab. Die Dauer eines Zyklus hängt von der Art der
Entlüftung, der Anzahl der fraktionierten Vakuumzyklen / Druckwechsel während der Entlüftung, der
Haltezeit selbst und ggf. der eingestellten Trocknungszeit oder der Kühldauer ab. Weitere Faktoren
sind die Beschaffenheit des Sterilisiergutes (z.B. Instrumente, poröse Beladung oder Textilien,
Flüssigkeiten), die Größe des Sterilisiergutes oder ihre Masse oder die Temperatur der
Sterilisierkammer beim Start des Programms. Grundsätzlich gilt: Je höher die Masse der Beladung
und je kälter Sterilisiergut und die Sterilisierkammer desto länger die Zeit pro Zyklus.
12
Bedienungsanleitung
"Dampfsterilisator Laboklav 25"
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die in den verschiedenen vorbelegten Programmen
gewählten Programmparameter und die durchschnittliche Dauer des Programms bei mittlerer
Beladung und bereits vorgewärmter Kammer.
Prog.
Materialien
Entlüften
Sterilisier
-zeit
Sterilisiertemp.
Trocknen
Dauer
P1 (B/M)
Instrumente
Druckwechsel: 3x
190 kPa / 120 kPa
15 min
134°C
nein
41 min
P1 (V/MV)
Instrumente
Vakuum + Dampf:
2x 35 kPa / 170 kPa
15 min
134°C
5 min
45 min
P2 (B/M)
Instrumente
Druckwechsel: 4x
190 kPa / 120 kPa
20 min
121°C
nein
45 min
P2 (V/MV)
Instrumente
Vakuum + Dampf:
2x 35 kPa / 170 kPa
20 min
121°C
5 min
55 min
P3 (B/M)
Müll
Druckwechsel: 5x
190 kPa / 120 kPa
20 min
134°C
nein
50 min
P3 (V/MV)
Müll
Vakuum + Dampf:
2x 35 kPa / 170 kPa
20 min
134°C
nein
55 min
P4
(M/MV)
Flüssigkeiten
Gravitation
20 min
121°C
Kühlen
aktiv
1:20 h
P4 (B/V)
Flüssigkeiten
Gravitation
20 min
121°C
Kühlen
passiv
1:50 h
P5
Flüssigkeiten
Gravitation
20 min
121°C
Kühlen
passiv
1:50 h
P6 – P20
Wie P1
Wie P1
Wie P1
Wie P1
Wie P1
Wie P1
P21
(V,MV)
Bowie&DickTest
Vakuum + Dampf:
3x 35 kPa / 170 kPa
3:30 min
134°C
3 min
60 min
P22
(V,MV)
Vakuumtest
20 min
Dampfsterilisator Laboklav 25
Bedienungsanleitung
IV. Bedienung des Dampfsterilisators Laboklav 25
1. Liste der gelieferten Teile
- Sterilisator Laboklav 25 - 1 Stk.
Inklusive folgenden Zubehörs:
- Bodenauflage - 1 Stk.
- flexibler Referenzfühler für Zeitauslösung und Thermosperre – 1 Stk.
- Entleerungsschlauch - 1 Stk.
Folgendes Zubehör kann zusätzlich bestellt werden:
- Drucker: CBM-910
- Einsatzgestell für Siebschalen
- Siebschalen (bis zu 4 Stk. möglich)
- Dokumentation - 1 Satz
- inkl. CD Software Dokumentator
13
14
Bedienungsanleitung
"Dampfsterilisator Laboklav 25"
2. Installation

Aufstellen des Gerätes
Der Sterilisator sollte auf einer geraden, horizontalen Fläche aufgestellt werden. Am besten eignet
sich ein stabiler Tisch. Die benötigte Fläche beträgt: 50 cm (Breite) und 60 cm (Tiefe), in der Höhe
sollte etwa 85 cm Platz sein. Der Tisch sollte eine Tragkraft von mindestens 80 kg haben. Lassen Sie
bitte 10 cm Platz zwischen der Rückwand des Gerätes und der Wand. Der Raum sollte gut
belüftet sein, die Wärmeabgabe des Gerätes an die Umgebung sollte nicht behindert werden.

Stromversorgung
Das Gerät ist mit einem Netzkabel versehen (ca. 2,5 m lang) und fertig zum Anschluss an eine
Schutzkontaktsteckdose mit einer Versorgungsspannung von 230 V Wechselspannung, 50 Hz, 16 A
Absicherung. Für den kommerziellen Einsatz gilt die Pflicht des Anschlusses an ein mit einem
Fehlerstromschutzschalter versehenes Netz!
Wenn das Gerät an eine Steckdose mit mangelhafter Erdung
angeschlossen wird besteht die Möglichkeit eines
elektrischen
Schlages
(Berührung
gefährlicher
Netzspannung).
Der Anschluss des Gerätes an eine Stromversorgung mit
weniger als 16 A Absicherung kann zu einem Überhitzen der
Anschlussleitung und zu einem Brand führen.

Wasserversorgung
Der Dampfsterilisator Laboklav 25 benötigt destilliertes oder vollentsalztes Wasser (VE-Wasser siehe
auch VII Weitere Hinweise) zum Betrieb des eingebauten Dampferzeugers. Hierfür muss der
Speisewasservorratstank mit ca. 3 l geeignetem Wasser aufgefüllt werden. Der Tank ist zugänglich
nachdem die Tankabdeckung geöffnet ist. Der Tank ist, in Abhängigkeit von der Chargenanzahl,
regelmäßig aufzufüllen.

Vorsicht! Lassen Sie den Tank nicht überlaufen! Ist der
maximale Füllstand erreicht, ertönt ein Warnton!
Auch die minimale Füllmenge wird durch ein Tonsignal angezeigt. Wenn das Signal ertönt, kann der
begonnene Sterilisiervorgang noch abgeschlossen werden, vor dem Start eines neuen Vorganges
muss der Tank aufgefüllt werden.
Auch der Kondensatauffangbehälter ist mit einer akustischen Warneinrichtung für den maximalen
Füllstand ausgerüstet. Wenn dieses Signal ertönt, muss der Behälter entleert werden, der begonnene
Sterilisiervorgang kann aber zu Ende geführt werden.
Dampfsterilisator Laboklav 25
Bedienungsanleitung
15
3. Inbetriebnahme

Einschalten des Gerätes
Wenn das Gerät ordnungsgemäß mit der Stromversorgung verbunden ist, der Hauptschalter auf Ein
geschaltet ist, ist das Gerät betriebsbereit. Das Display zeigt Ihnen das Herstellerlogo und die
Softwareversion, dabei führt das Gerät einen Selbsttest durch. Anschließend geht das Gerät in den
Bereitschaftsmodus. Sehen Sie nach dem Einschalten keine Veränderung am Display, überprüfen
Sie die Sicherung am Gerät.
Manipulieren Sie nicht am Gerät wenn beim Einschalten des
Gerätes das Gerät nicht reagiert. Ist das Gerät
ordnungsgemäß mit dem Stromnetz verbunden und die
Sicherung an der rechten Seite des Gerätes eingeschaltet,
sind keine weiteren elektrischen Maßnahmen nötig, um das
Gerät in Betrieb zu setzen. Das Öffnen des Gerätes darf nur
durch berechtigtes Personal erfolgen!


Nachdem das Gerät betriebsbereit ist und das gewünschte
Programm aktiviert wurde (ausgenommen P12 Vakuumtest)
werden bei geschlossener Tür der Dampferzeuger und der
Kammermantel elektrisch vorgeheizt!
Beladen des Gerätes
Wir empfehlen den Einsatz des optionalen Kammereinschubsystem und der Siebschalen. Zumindest
die Bodenabdeckung sollte eingesetzt werden um einen Kontakt des Sterilisiergutes mit anfallendem
Kondensat am Kammerboden zu vermeiden.
Beim Be- oder Entladen des Gerätes ist darauf zu achten,
dass die Oberflächen des Gerätes, die Kammer, die
Einschubsysteme oder das Sterilisiergut sehr heiß sein
können. Es besteht die Gefahr des Verbrühens!

Benutzen Sie geeignete Schutzausrüstung, z.B. wärmeisolierende Handschuhe.
16

Bedienungsanleitung
Bedienfeld
1
"Dampfsterilisator Laboklav 25"
2
6
3
7
4
5
8 9
10
11
1 Display
zum Anzeigen aller Programmparameter, Zyklusdaten und Störungen
2 Cursortaste nach links
bewegt den Cursor nach links
3 Cursortaste nach oben
bewegt den Cursor nach oben und dient dem Verändern von Werten an der
aktuellen Cursorposition, Öffnen des Deckels / der Tür
4 Cursortaste nach rechts
bewegt den Cursor nach rechts
5 Programmwahltaste
durch Drücken dieser Taste gelangt man in das Programmauswahl-menü. Hier
kann mit Hilfe der Cursor nach oben und Cursor nach unten Tasten das
entsprechend gewünschte Programm ausgewählt werden. Die Bestätigung der
Programmwahl erfolgt durch Drücken der Entertaste.
6 Displaytaste
wechselt die Anzeige zwischen der Standard-Programmanzeige und der
Anzeige aller vorhandenen Sensoren
7 Entertaste
bestätigt eine Eingabe und wird benutzt, um in den
Codeeingabemodus zu gelangen
8 Cursortaste nach unten
bewegt den Cursor nach unten und dient dem Verändern von Werten an der
aktuellen Cursorposition, Schließen des Deckels / der Tür, dabei den Deckel
gegen die Verschlussspindel drücken
9 Escape-Taste
zum Verlassen eines Menüpunktes vor oder nach einer Änderung
10 Starttaste
startet das gewählte und im Display aktuell angezeigte Programm
11 Stoptaste
zum manuellen Abbrechen eines laufenden Programms und Quittieren des
Programmende Signals. Das Entriegeln des Verschlusses erfolgt erst 2
Sekunden nach Quittieren des Programmendes
Dampfsterilisator Laboklav 25

Bedienungsanleitung
17
Programmauswahl
Das Anwählen eines Programms erfolgt durch Drücken der Programmwahltasten P9. Es öffnet sich
das Programmwahlmenü. Mittels der Cursortasten „nach oben“ (4) und „nach unten“ (5) wird das
gewünschte Programm ausgesucht und mittels der Entertaste (7) die Programmwahl bestätigt und
das Programmwahlmenü geschlossen. Beachten Sie bitte, dass die mit einem Schlüssel
gekennzeichneten Programme nur nach Bestätigung eines Codeschlüssels angewählt werden
können. Dies erfolgt in folgendem sich automatisch öffnenden Menü:
Die Cursortasten dienen zur Navigation, mittels Enter wird
der Code bestätigt.

2. Anzeigeebene
Mit der Displaytaste kann in eine zweite Anzeigeebene gewechselt werden. Hier werden die Werte
weiterer Sensoren angezeigt.
Die Kürzel haben folgende Bedeutung:








Tk – Kammertemperatur,
Trf – Referenztemperatur,
Pk – Kammerdruck,
Tg – Temperatur Dampferzeuger,
Tm1, Tm2 – Temperatur der Mantelheizungen oben und unten,
Tpp – Temperatur im Kopf der Vakuumpumpe,
Tcj – Referenztemperatur in der Elektronik.
Programmstart
Nach dem Anwählen eines Programms wird dieses durch Drücken der Start Taste gestartet.

STOP Taste
Drücken Sie die Stop Taste, um ein Programm abzubrechen. Aus Sicherheitsgründen fragt das Gerät
nach, ob es tatsächlich abbrechen soll. Bestätigen Sie dies, geht das Gerät automatisch an das
Programmende, baut den Kammerdruck ab und geht in die Ausgleichsphase. Sind die
Entnahmekriterien erfüllt, kann das Gerät geöffnet werden. Ein abgebrochenes Programm ist
grundsätzlich als fehlerhaft anzusehen!

Benutzen Sie den Programmabbruch nur im Notfall! Das
Gerät wird normalerweise selbst im Fehlerfall versuchen, das
Programm regulär zu beenden. Hierfür wurde extra ein
Errorhandlingsystem entworfen, welches die Schwere eines
Fehlers selbständig bewertet und die richtigen Maßnahmen
einleitet.
18

Bedienungsanleitung
"Dampfsterilisator Laboklav 25"
Programmparameter ändern
Um Programmparameter zu verändern, drücken Sie die Enter Taste. Sie gelangen in das Menü zur
Eingabe Ihres Zugangscodes (2000). Geben Sie den Code ein und bestätigen Sie ihn mit der Enter
Taste. Zum Navigieren benutzen Sie die Up und Down Tasten sowie die Shift Taste.
Bei richtiger Eingabe Ihres Zugangscodes gelangen Sie in das Hauptmenü. Je nach Zugangsebene
werden Ihnen unterschiedliche Hauptmenüs angezeigt. Nachfolgend finden Sie den maximal
angezeigten Menübereich. Dieser ist dem Zugang durch autorisierte Techniker vorbehalten. Auf der
Ebene der verantwortlichen Betreiber finden Sie die Einträge Programmparameter bis
Gerätekonfiguration, auf der reinen Benutzerebene (Code 2000) wird Ihnen nur der Menüpunkt
Programmparameter angezeigt.
Wählen Sie den Menüpunkt Programmparameter, es erscheint eine Liste der verfügbaren
Programme, wählen Sie das zu ändernde aus. Entsprechend der gewählten Zugriffsebene
erscheinen die entsprechend verfügbaren Parameter zum Ändern des Programms.
In diesem Menü können Sie
Programmphase direkt anwählen.

die
zu
ändernde
Verändern Sie die Programmparameter nur, wenn sich
daraus ein unmittelbarer Nutzen ableiten lässt. Die
vorbelegten
Programme
sind
validiert
und
mit
entsprechenden Testbeladungen ausgiebig getestet worden.
Im Alltag sollten die 5 vorbelegten Programme ein Arbeiten in
hoher Qualität gewährleisten. Im Zweifel der ausreichenden
Sterilisationsleistung ist das veränderte Programm zu
validieren!
Sind alle Programme konfiguriert, sollte als Abschluss der Installation der Vakuumtest und der
Bowie&Dick-Test durchgeführt und dokumentiert werden. Gegebenenfalls sind die Programme einer
Qualifizierung zu unterziehen.
Dampfsterilisator Laboklav 25
Bedienungsanleitung
19
4. Sterilisierprogramme und Verlaufsanzeige
Der Programmablauf ist vollautomatisch. Die Anzeige der Programmphase und der Fortschritt des
Programms werden fortlaufend im Display angezeigt.
Der erfolgreiche Abschluss des Sterilisiervorganges wird im Display angezeigt. Dies gilt auch für
einen nicht erfolgreich abgeschlossenen Vorgang, wobei zusätzlich zur Mitteilung im Display (z.B.
Programmabbruch, Stromausfall) auch ein akustisches Signal ertönt.
Folgende typische Displayanzeigen finden Sie während der Arbeit mit Ihrem Gerät:
Das Gerät ist eingeschaltet, es befindet sich im
Bereitschaftsmodus. Ein Programm wurde angewählt,
dadurch wird das Gerät bei geschlossener Tür
automatisch vorgeheizt. Der Dampferzeuger wird ebenfalls
auf Solltemperatur für einen unmittelbaren Programmstart
gebracht.
Im Display wird der gewählte Programmplatz P1
angezeigt, hier konfigurierte Programm wird mit seinen Programmtyp oder wenn mit einem
Eigennamen belegt mit dem individuellen Eigennamen (hier Programmtyp: Instrumente) aufgerufen.
Die wesentlichen Programmparameter werden angezeigt. Hier sind dies die Programmierung der
Entlüftungsphase, die maßgeblichen Sterilisationsparameter Temperatur und Zeit sowie die Definition
der Trocknungsphase. Die wichtigsten Sensorenmesswerte von Kammertemperatur, Kammerdruck
und wenn konfiguriert die Referenztemperatur, werden angezeigt. Zu Dokumentationszwecken
werden Datum und Uhrzeit stets mit angegeben.
Es wurde versucht ein Programm zustarten doch das
Gerät hat einen für den Programmstart unzulässigen
Zustand (Kammertür offen) festgestellt. Das Gerät meldet
den Fehler durch 3maliges Piepen. Wird das Gerät
geschlossen erkennt das Gerät dies selbständig, der
Fehler wird gelöscht andernfalls kann der Fehler auch
durch Drücken von Esc gelöscht werden. Bei erneutem
Programmstart erscheint der Fehler dann erneut.
Das Gerät wurde ordnungsgemäß in Betrieb gesetzt und
ein Programm wurde gestartet. Das Gerät hat festgestellt,
das einige Sollparameter für die Definition des
betriebsbereiten Zustands (Gerät ist vorgeheizt) bei
Programmstart noch nicht erreicht waren. Nun wird das
Gerät automatisch in den betriebsbereiten Zustand
gebracht, dann erst wird das eigentliche gewählte
Programm
P1
gestartet.
In
diesem
Zustand
(automatisches Vorheizen) ist ein Abbruch noch unkritisch.
Das Programm wurde ordnungsgemäß gestartet, das
Gerät war betriebsbereit. Alle Parameter des Programms
werden nun automatisch initialisiert. Ein Abbruch an
dieser Stelle führt zur Bewertung dieser Charge als
„Fehlerhaft“.
20
Bedienungsanleitung
"Dampfsterilisator Laboklav 25"
Das Programm wurde ordnungsgemäß initialisiert, es
befindet sich nun in der Entlüftungsphase. Der
Verlaufsbalken zeigt für jeden Programmschritt innerhalb
der Phase den Verlauf an. Der zugehörige Sollwert wird
angezeigt (hier soll ein Überdruck von 85 kPa erreicht
werden).
Die Entlüftung wurde erfolgreich beendet, nun erfolgt das
Aufheizen auf die Solltemperatur für die Sterilisation.
Das Gerät befindet sich in der Sterilisationsphase, 2 der 4
Minuten Sollzeit sind bereits um, es sind noch 2 Minuten
Restzeit verblieben.
Die Sterilisation wurde erfolgreich abgeschlossen.
Programm befindet sich nun in der Dampfablassphase.
Das
Der Kammerdruck wurde während der Dampfablassphase auf
10 kPa reduziert, es läuft die Trocknungsphase. Der
Mindestunterdruck wurde erreicht und der Timer gestartet, es
ist noch die Hälfte der Trocknungszeit verblieben.
Die Trocknung ist beendet, die Kammer wird über den
Sterilbelüftungsfilter belüftet.
Dampfsterilisator Laboklav 25
Bedienungsanleitung
21
Die Belüftung ist abgeschlossen, die Entnahmekriterien
wurden erreicht.
Aus Sicherheitsgründen ist
eine
Ausgleichszeit nachgeschaltet.
Der Sterilisationszyklus wurde erfolgreich beendet, die
Kammer kann nun geöffnet werden und das Sterilisiergut
entnommen werden.
Im Fall eines als „Fehlerhaft“ erkannten Sterilisationszyklus erscheint folgende Ansicht
Hier erfolgte ein manueller Abbruch vor Beendigung der
Sterilisationsphase.
5. Fehlerbehandlung
Folgende Fehler können auftreten, die vom Gerät nicht als schwerwiegend eingestuft werden, da sie
durchaus normale Betriebzustände repräsentieren. Da die Zustände dazu führen können, dass ein
Programm möglicherweise nicht mehr beendet werden kann oder zu schwerer Störung führt, ist ein
Programmstart in dieser Situation nicht mehr möglich. Beim Auftreten während eines laufenden
Programms allerdings führen diese Fehler nicht zum Programmabbruch sondern nur zur Information
des Bedieners.
22
Bedienungsanleitung
"Dampfsterilisator Laboklav 25"
6. Bedienung des Gerätes – allgemeine Hinweise

Gerät vorheizen
Nach dem Einschalten des Gerätes geht das Gerät in einen Wartemodus. Wird ein Programm
angewählt geht das Gerät in den Bereitschaftsmodus, wird nun die Tür des Gerätes geschlossen,
erfolgt automatisch das Vorheizen des Gerätes. Dabei werden der Dampferzeuger und das
Druckgefäß auf eine in den Startbedingungen für das gewählte Programm festgelegte Temperatur
vorgeheizt. Die automatische Vorheizfunktion ist in allen Programmen aktiv außer im
Vakuumtestprogramm. Sie kann nicht deaktiviert werden. Nur durch Verändern der Programmierung
für die Startbedingungen kann das generelle Vorheizen deaktiviert werden.
Ist die Tür offen, erfolgt kein automatisches Vorheizen!
Das Vorheizen ist notwendig, um einheitliche Prozessbedingungen zu gewährleisten. Nur so sind
Prozesse validierbar und nur so kann sichergestellt werden, dass die sonstigen
Umgebungsbedingungen den Sterilisationsprozess nicht negativ beeinflussen!
Wird während des Vorheizens das Programm gestartet, wird das Vorheizen fortgesetzt bis die
programmierten Startbedingungen erreicht sind. Dann folgt automatisch der Programmstart, der
durch einen 3-maligen Piepton signalisiert wird.

Sterilisiergut vorbereiten
Feste Sterilisiergüter sollten grundsätzlich gereinigt sein bevor sie sterilisiert werden. Die Reinigung
trägt maßgeblich zum Sterilisationserfolg bei, da hier bereits eine erste Keimminderung auf der
Oberfläche stattfindet! Keime, die sich auf der Oberfläche befinden werden durch den
Sterilisationsprozess zwar getötet, die Reste dieser Keime bleiben aber auf den Oberflächen haften!
Der Sterilisationsprozess ist kein Reinigungsprozess!

Feste Sterilisiergüter sind vor der Sterilisation zu reinigen!
Nur so ist eine zuverlässige Sterilisation gewährleistet!
Sterilisiergüter die verpackt sterilisiert werden sollen, sind so zu verpacken, dass die Verpackung
während der Sterilisation sich nicht öffnet. Das Verpackungsmaterial muss zur Sterilisation geeignet
sein! Es darf die Entlüftung nicht behindern. Prozesse für die Sterilisation von verpackten
Sterilisiergütern sind auf den Erfolg der Sterilisation hin zu überprüfen, gegebenenfalls (im
Zweifelsfall) ist eine Validierung durchzuführen!
Verpackte und poröse Güter nur mit Vakuumprogrammen
sterilisieren! Auch Müllbeutel gelten als Verpackung! Die
Entlüftungsleistung des Druckwechselverfahrens reicht bei
nur schwer zu entlüftenden Sterilisiergütern oft nicht aus!
Besonders bei verpackten Sterilisiergütern ist auf die Beladung des Gerätes zu achten. Die einzelnen
Packungen sind nicht zu dicht zu packen. Der Dampf muss die Verpackung gleichmäßig erreichen
können.
Schwere Sterilisiergüter sollten unten in das Gerät eingebracht werden die leichteren sollten darüber
platziert werden. In jedem Fall sollte das Gerät nur mit einer Sorte Sterilisiergut beladen werden! Die
Vermischung von festen mit flüssigen Sterilisiergütern ist unbedingt zu vermeiden!
Schwer zu entlüftende Sterilisiergüter (Textilien) sind in einem anderen Programm zu sterilisieren als
normal zu entlüftende Materialien oder Flüssigkeiten!
Um die Trocknungsleistung nicht zu beeinträchtigen, sollten in Sterilisierfolie verpackte Sterilisiergüter
vertikal in die Kammer eingebracht werden. Bei horizontal eingebrachten Sterilisiergütern muss Seite
Dampfsterilisator Laboklav 25
Bedienungsanleitung
23
die durchsichtig ist nach oben zeigen! Horizontal eingebrachte Sterilisiergüter sollten in keinem Fall
übereinander liegen!
Nach der Entnahme von verpackten Sterilisiergütern ist die Verpackung auf Unversehrtheit zu
überprüfen!
Die maximale Beladung ist folgendermaßen definiert: 6 kg für Instrumente / Glaswaren, 2 kg für
Textilien, 5 Liter Gesamtvolumen für wässrige Lösungen.
Flüssigkeiten dürfen nur sterilisiert werden, wenn eine Thermosperre aktiv ist. Dies geschieht
automatisch in allen Flüssigkeitsprogrammen. Benutzen Sie daher für Flüssigkeiten nur die
entsprechenden Flüssigkeitsprogramme! Um das richtig Funktionieren der Thermosperre und des
entsprechenden Programms zu gewährleisten ist es notwendig, dass der Referenzfühler in einem
Gefäß platziert wird, das soviel Wasser enthält wie ihr größtes in der Kammer befindliches
Einzelvolumen!
Ist der Referenzfühler nicht richtig platziert oder befindet sich
gar außerhalb des Referenzgefäßes, kann es beim Öffnen des
Gerätes zu Siedeverzug und damit zu Verletzungen durch
Verbrühung kommen. Außerdem wird die Sterilisierzeit zu
früh ausgelöst!
Vorsicht beim Umgang mit heißen Flüssigkeiten! Bereits ab
60 °C besteht Verbrühungsgefahr bei unmittelbarem Kontakt
mit der Haut!

Abbruch eines Programms
Jedes Programm kann nach einem Start durch den Benutzer durch Drücken der STOP-Taste auch
wieder abgebrochen werden. Das Gerät fragt vor dem Abbruch nach, ob es dies tatsächlich auch tun
soll. Nach einem Programmabbruch gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, was das Programm dann
tut. Die unterschiedlichen Möglichkeiten sind abhängig von der Art des gewählten Programms und
dem Zustand in welchem sich das Gerät zum Zeitpunkt des Programmabbruchs befindet.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Zustand der Thermosperre bei Verwendung eines
Flüssigkeitsprogramms. Die Thermosperre wird aktiviert, wenn an der Referenzstelle die Temperatur
zur sicheren Entnahme, definiert in den Parametern der Ausgleichsphase, überschritten wurde. Dann
ist ein sofortiges Öffnen der Kammer nach erfolgtem Abbruch nicht möglich! Es muss dann erst die
Bedingung zur sicheren Entnahme erreicht sein. In der Regel wird dies durch eine Selbstabkühlung
erreicht!
Im Fall eines Programmabbruchs vor Beendigung der
Sterilisierphase ist das Sterilisiergut als „nicht steril“
anzusehen und dementsprechend zu deklarieren und zu
behandeln!
Wird in einem Instrumentenprogramm mit abschließender Trocknung ein Programmabbruch
initialisiert, sind Sterilisiergut und die Kammer anschließend nass! Das Sterilisiergut kann in diesem
Zustand selbst bei korrekt erfolgter Sterilisation nicht länger als 2 Stunden gelagert werden! Die
Kammer ist vor einem erneuten Programmstart nach Möglichkeit zu trocknen.

Entleerung des Kondensatbehälters
Zur Entleerung des Kondensattanks ist ein Entleerungsschlauch im Lieferumfang enthalten. Gerät
und Schlauch sind mit einer Schnellkupplung für Fluide versehen. Stecken Sie das Kupplungsstück
des Schlauches in das am Gerät befindliche Gegenstück bis es einrastet. Halten Sie das andere
Ende in ein Gefäß um das Kondensat aufzufangen. Wenn kein Wasser mehr aus dem Tank läuft, ist
der Tank entleert. Zum Lösen der Verbindung der Schnellkupplung schieben Sie den am Gerätestück
24
Bedienungsanleitung
"Dampfsterilisator Laboklav 25"
befindlichen Ring nach hinten, das am Schlauch befindliche Kupplungsstück wird automatisch
ausgeworfen.


Im Zustand des verbundenen Kupplungsstücks haben Sie ein
System kommunizierender Röhren geschaffen! Wenn das
freie Ende des Schlauches in einer Flüssigkeit steckt und
diese über die Höhe der Schlauchkupplung angehoben wird,
besteht die Gefahr, dass Flüssigkeit von Ihrem Auffanggefäß
zurück läuft in den Kondensattank und diesen überfüllt!
Dokumentation des Sterilisiervorgangs
Das Gerät ist für 2 verschiedene Arten der Prozessdokumentation vorbereitet. Zum einen kann jeder
Vorgang mittels Drucker die relevanten Prozessdaten direkt auf Papier festhalten. Gleichzeitig ist im
Gerät ein Speicher enthalten, der abhängig von der Anzahl der zur Dokumentation definierten
Analogkanäle sowie der Anzahl der pro Zeiteinheit zu speichernden Werte zwischen 30 und 50
Zyklen abspeichert. Diese Daten können mittels einer PC-Verbindung und einer speziellen
Dokumentationssoftware „Dokumentator“ ausgelesen und archiviert werden. Mittels Datum und
Uhrzeit können die Zyklen entsprechend zugeordnet werden. Ist der Speicher voll werden die ältesten
auf dem Speicher befindlichen Daten automatisch überschrieben.
Eine parallele Nutzung beider Dokumentationsmöglichkeiten ist ebenfalls möglich.
Die DOKUMENTATOR Software ermöglicht verschiedene Ausbaustufen. Im Grundmodul sind
folgende Funktionen enthalten:
-
Dokumentation des laufenden Sterilisationszyklus;
Auslesen des Speichers (älterer Sterilisierzyklen) und Archivierung auf üblichen
Speichermedien des PC’s;
Anzeige der verschiedenen Analogkanäle;
Ausdruck der Kurven und Daten in grafischer und Tabellenform;
Aufruf, Anzeige und Ausdruck bereits archivierter Daten;
Schutz der Daten vor unberechtigten Veränderung;
In nachfolgender Abbildung ist das Hauptfenster der Dokumentator Software abgebildet.
Dampfsterilisator Laboklav 25
Bedienungsanleitung
25
Der Drucker CBM-910 CITIZEN ist ein Punktmatrix-Drucker. Er ist als integriertes Gerät erhältlich
welches über eine serielle Schnittstelle RS 232 mit dem Gerät verbunden wird. Der Drucker
ermöglicht das Ausdrucken aller relevanten Prozessparameter während des Zykluslaufs oder danach.

Der Drucker ermöglicht auch das nachträgliche Ausdrucken
von Prozessdaten direkt aus dem Speicher. Hierfür ist im
Hauptmenü das Untermenü Archivfunktionen anzuwählen.
V. Wartung des Gerätes
Das Gerät sollte in regelmäßigen Abständen gereinigt und gewartet werden. Einige
Verbrauchsmaterialien sind regelmäßig zu ersetzen. Die einfachen Wartungsarbeiten sind dabei ohne
große Probleme durch den Nutzer selbst durchzuführen.
Spezielle Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sind nur durch befähigte Personen in Sinne
97/23/EU und Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) durchzuführen. Hierzu empfehlen wir,
einmal im Jahr einen Sicherheitscheck durch unser autorisiertes Fachpersonal oder von uns
autorisierte Fachwerkstätten durchführen zu lassen.

Es wird empfohlen, ein Gerätebuch zu führen, in welchem
alle Wartungs- und Pflegemaßnahmen nachgewiesen
werden!
26

Bedienungsanleitung
"Dampfsterilisator Laboklav 25"
Regelmäßig durchzuführende Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen
Empfohlener Zeitraum
Arbeiten
Tägl Wöc Mon Halb jährli
hntl. atl. jährl ch
X
X
X
X
X
X
X
X
Einschubgestell u. Bodenaufl. reinigen
X
X
X
Kammer innen reinigen
X
X
X
Gerät außen reinigen
X
X
X
Reinigen der Dichtfläche der Kammer
Einlegeschalen reinigen
X
Sicherheitsventil überprüfen
Speisewasservorratstank entleeren
X
X
X
Belüftungsfilter tauschen
X
X
X
Türdichtung auswischen
Dichtheit prüfen
und
auf
Bemerkungen
Dichtung wechseln
wenn nötig
X
Dichtung wechseln
wenn nötig (SERVICE)
Funktionsprüfung aller Ventile
X
SERVICE
Kondensattank reinigen
X
SERVICE
Funktionstest Vakuumpumpe
X
SERVICE
nach Bedarf
Bowie&Dick-Test
Programmierung prüfen
X
SERVICE
Türeinstellung prüfen
X
SERVICE
Vakuumtest (Programm)
BGVA 2-Test
nach Bedarf
X
SERVICE
Achtung! Öffnen der Verkleidung nur durch autorisiertes Personal (SERVICE)!

Reinigung
Bevor Sie mit der Reinigung des Gerätes beginnen, trennen
Sie das Gerät vollständig vom Netzanschluss durch
Entfernen des Netzsteckers aus der Netzanschlussdose.
Lassen Sie das Gerät abkühlen wenn es in Funktion war.
- Reinigung der Dichtfläche am Druckgefäß – Reinigen Sie regelmäßig die Dichtfläche am
Kammerflansch. Benutzen Sie dazu ein feuchtes Tuch, eventuell ein handelsübliches Stahlputzmittel.
Verwenden Sie bitte keine aggressiven Mittel die die Oberfläche des Edelstahls angreifen. Auch harte
Gegenstände wie metalldurchwirkte Schwämme oder ähnlichen sollten nicht verwendet werden, sie
zerkratzen die Oberfläche und verhindern dadurch das ordnungsgemäße Abdichten der Tür gegen
die Kammer. Verwenden Sie zur Reinigung der Türdichtung keine organischen Lösungsmittel wie
Alkohol oder Azeton! Diese greifen das Material der Türdichtung stark an und beschädigen diese.

Benutzen Sie keine aggressiven Putz- und Scheuermittel zur
Reinigung
des
Gerätes
sowie
keine
organischen
Lösungsmittel!
Dampfsterilisator Laboklav 25
Bedienungsanleitung
27
- Reinigung der Kammerinnenwandung – wischen Sie die Kammer regelmäßig mit einem
feuchten weichen Tuch aus. Spezielle Putzmittel sind zur Kammerinnenreinigung nicht erforderlich.
Reinigen Sie auch das Sieb am Dampfauslaß. Vermeiden Sie dabei die Beschädigung des O-Rings
zum Abdichten des Siebs! Vermeiden Sie Beschädigung oder Veränderung an der Position des
Kammersensors!

Putzmittelreste oder Schmutzreste im Inneren der Kammer
werden
bei
nachfolgenden
Steriliationen
auf
das
Sterilisiergut übertragen. Benutzen Sie daher keine
aggressiven Putz- und Scheuermittel zur Reinigung des
Gerätes sowie keine organischen Lösungsmittel!
- Reinigung des Zubehörs – Reinigen Sie die Siebschalen, das Einschubgestell und die
Bodenauflage mit einem feuchten Tuch oder unter klarem fließenden Wasser.
- Reinigung des Gehäuses – das Gehäuse ist mit einem nur leicht befeuchtetem Tuch nur
abzuwischen, weitere Maßnahmen sind nicht erforderlich.
- Entleeren des Speisewassertanks – entleeren Sie regelmäßig den Speisewassertank durch
Anstecken des Entleerungsschlauches am rechten Entleerungsstutzen (Schnellverschluß)

Überprüfen des Sicherheitsventils
Das Sicherheitsventil sollte mindestens jährlich im Rahmen der jährlichen Wartung auf seine Funktion
überprüft werden. Dies sollte durch einen autorisierten Kundendiensttechniker erfolgen! Nach
längerem Stillstand des Gerätes sollte eine Wiederinbetriebnahme durch eine befähigte Person
erfolgen. In diesem Rahmen ist auch eine Überprüfung des Sicherheitsventils durchzuführen. Die
Überprüfung des Sicherheitsventils erfolgt durch Drehen der Rändelschraube am oberen Ende des
Sicherheitsventils bis das Ventil öffnet. Danach wird das Ventil wieder geschlossen. Um das Ventil
abblasen zu lassen, muss in der Kammer ein Überdruck herrschen, es ist also ein Programm zu
starten, der Test erfolgt in der Heizphase des Programms, das Programm wird danach abgebrochen.
Während des Dampfaustritts darf sich keine Person in
direkter Abblaserichtung des Ventils befinden. Ein direkter
Kontakt mit dem Dampf kann zu schweren Verletzungen
führen. Das Ventil inklusive der Rändelschraube wird
schlagartig sehr heiß! Tragen Sie Handschuhe beim Öffnen
des Ventils!
Sollte die Öffnungs- oder Schließfunktion des Ventils nicht
gewährleistet sein oder Zweifel am ordnungsgemäßen
Zustand des Ventils bestehen, ist das Ventil in jedem Fall zu
wechseln!

Wechsel des Belüftungsfilters
Der Verschleiß des Luftfilters ist maßgeblich abhängig von der Qualität der Umgebungsluft.
Besonders partikelbelastete Luft setzt den Filter schneller zu. Dies kann jahreszeitlich bedingt über
das Jahr schwanken. Hohe Luftfeuchtigkeit verkürzt die Lebensdauer des Luftfilters. Wir empfehlen,
den Filter im Winter nach 450 Zyklen, im Sommer nach 300 Zyklen zu wechseln bzw. einen
28
Bedienungsanleitung
"Dampfsterilisator Laboklav 25"
regelmäßigen Turnus zu definieren der der individuellen Häufigkeit gemäß unserem Vorschlag
entspricht.

Liste der Verbrauchsmaterialien
Ersatzteil
Zeichnungsnr.
Luftfilter; 0.3 m / 99.5% –  50 (1/8” NPT)
Türdichtung
Artikelnr.
40-0719-142-014
Laboklav 25
Dampfsterilisator Laboklav 25
Bedienungsanleitung
29
VI. Beschreibung der Sicherheitseinrichtungen
Der Dampfsterilisator Laboklav 25 ist mit einer Anzahl von Sicherheitseinrichtungen ausgestattet, um
eine gefahrlose Bedienung des Gerätes zu ermöglichen und ein optimales Sterilisationsergebnis zu
erreichen. Dies beinhaltet sowohl mechanische wie auch elektronische Schutzeinrichtungen sowie
Softwareroutinen mit speziellen Sicherheitsfunktionen.
- Schutz gegen Überdruck – stellt die Steuerung einen Druck über 345 kPa Absolutdruck fest
(2,45 bar Überdruck) wird ein Alarm ausgelöst und die Heizfunktionen des Gerätes abgeschaltet,
es erfolgt ein automatischer Programmabbruch. Bei einem Überdruck von 2,8 bar öffnet das
Sicherheitsventil und bläst den Dampf in das Gehäuse ab. Durch den austretenden Dampf
besteht keine Verbrühungsgefahr, da er bereit entspannt ist. Vorsicht bei geöffnetem Gehäuse!
Hier besteht Verbrühungsgefahr bei unmittelbarem Kontakt mit gespanntem Dampf!
Beachte: Um die Funktion des Sicherheitsventils zu prüfen kann ein spezielles Programm
implementiert werden bei dem die vorherige Abschaltung der Heizfunktionen überbrückt wird.
Dieses Programm wird nur auf speziellen Kundenwunsch implementiert da durch das Abblasen
Schäden an den elektronischen Bauteilen im Gerät entstehen können.
- Schutz gegen Öffnen der Kammertür bei vorhandenem Überdruck in der Kammer – das
Gerät verfügt über eine Thermosperre. Diese ist über die Steuerung nur zu öffnen, wenn ein
bestimmter Druck (Entnahmedruck) unterschritten wurde. Der Druck in der Kammer wird
zusätzlich über einen Druckschalter überwacht, der das Öffnensignal der Steuerung unterbricht,
wenn ein Druck höher als 0,15 bar in der Kammer herrscht.
- Schutz gegen Öffnen der Kammertür bei zu hoher Referenztemperatur im Sterilisiergut –
das Gerät verfügt über eine Thermosperre. Diese ist über die Steuerung nur zu öffnen, wenn am
Ort des Referenzfühlers eine Temperatur gemessen wird, die unter der in den Entnahmekriterien
definierten Entnahmetemperatur liegt. Der Referenzfühler ist in allen Flüssigkeitsprogrammen in
einem Gefäß zu positionieren, welches in Größe und Geometrie dem größten in der Kammer
befindlichen Gefäß gleicht und mit der gleichen Menge Wasser gefüllt ist wie das größte in der
Kammer befindliche flüssige Einzelvolumen.
- Schutz vor Dampfaustritt bei geöffneter Kammertür – Die Dampferzeugung wie auch das
Vorheizen der Kammerwandung wird automatisch unterbrochen, wenn die Kammertür geöffnet
ist. Nach einem erfolgten Programmende geht das Gerät stets in den Standby Modus, befindet
sich also außerhalb eines angewählten Programms. Hier ist generell keine Vorheizfunktion aktiv.
Erst nach erneutem Programmanwählen wird die Vorheizfunktion wieder aktiviert.
- Schutz gegen Überhitzug des Dampferzeugers – der Dampferzeuger ist mittels einer
Übertemperatursicherung gegen Überhitzung geschützt. Wurde diese Sicherung ausgelöst, muss
diese vor autorisiertem Servicepersonal mechanisch zurückgesetzt werden bevor das Gerät
erneut in Funktion gesetzt werden kann.
- Schutz gegen Überhitzung der Sterilisierkammer – da die Kammer elektrisch beheizt wird, ist
auch sie mittels Übertemperatursicherung gegen Überheizen geschützt. Wurde diese Sicherung
ausgelöst, muss Mantelheizung von autorisiertem Servicepersonal gewechselt werden.
30
Bedienungsanleitung
"Dampfsterilisator Laboklav 25"
VII. Weitere Hinweise

Definition der Speisewasserqualität
Gemäß Anhang C der EN 13060:2004 – “Dampf-Klein-Sterilisatoren”
Table C.1 – Inhaltsstoffe in Kondensat und Speisewasser
Speisewasser
Kondensat
Verdampfungsrückstand
 10 mg/l
 1.0 mg/kg
Siliziumoxid, SiO2
 1 mg/l
 0.1 mg/kg
 0.2 mg/l
 0.1 mg/kg
Cadmium
 0.005 mg/l
 0.005 mg/kg
Blei
 0.05 mg/l
 0.05 mg/kg
Andere Schwermetallspuren
 0.1 mg/l
 0.1 mg/kg
 2 mg/l
 0.1 mg/kg
 0.5 mg/l
 0.1 mg/kg
 15 S/cm
 3 S/cm
5 do 7
5 do 7
Eisen
Chlorid
Phosphat
Leitfähigkeit (at 20C)
pH-Wert
Aussehen
Farblos, klar, ohne Sedimente
 0.02 mmol/l
Härte
Farblos, klar, ohne Sedimente
 0.02 mmol/l
Anmerkung 1: Die Verwendung von Wasser mit Verunreinigungen, deren Werte die in dieser Tabelle
angegebenen Werte überschreiten, für die Dampferzeugung kann die Lebensdauer Ihres Gerätes
stark verkürzen. Die Garantie erlischt in diesem Fall.
Anmerkung 2: Das Kondensat hat sich aus Dampf gebildet, der aus der leeren Kammer stammt.
Die Erfüllung dieser Anforderung sollte nach anerkannten Analyseverfahren geprüft werden.

Kundendienst und Notfallkontakt
Bei Problemen informieren Sie bitte sofort den Hersteller bzw. Händler für dieses Produkt. Hier
erhalten Sie Unterstützung und Informationen über den nächstgelegenen autorisierten Kundendienst.
Adresse / Nummer
Öffnungszeiten
Hersteller
SHP Steriltechnik AG, Gustav-Ricker-Str. 62,
39120 Magdeburg
Fax
+49 391 6269881
08:00 bis 17:00 werktags
Tel.
+49 391 6269880
08:00 bis 17:00 werktags
Mobil
+49 177 6269882
24 h
Email
info@shp-steriltechnik.de
08:00 bis 17:00 werktags
Dampfsterilisator Laboklav 25
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Bedienungsanleitung
"Dampfsterilisator Laboklav 25"
Dampfsterilisator Laboklav 25
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Bedienungsanleitung
"Dampfsterilisator Laboklav 25"
Dampfsterilisator Laboklav 25
Bedienungsanleitung
Legende zum Fliessschema des Dampfsterilisators Laboklav 25
FK
FP
FZ
GS01
H1
H5.1
H5.2
H7.1
H7.2
KR
LHS03
LLS03
LHS09
MW
PIS 02
PLS
PP
PT
PW
SV
SG
TT
THSZ01
THZ11
TIC21
TIC22
TIC71
TIC72
TL1
WN 1, WN 2
Y2
Y3
Y4
Y5
ZWC
ZWZ
ZZ 1
ZZ 2
ZZ 3
Sieb im Kammerauslass
Belüftungsfilter
Sieb im Speisewassertank
Positionsschalter Kammertür
Heizung Dampferzeuger
Heizung Pumpenkopf Vakuumpumpe
Heizung Pumpenkopf Vakuumpumpe
Heizung Kammerwandung oben
Heizung Kammerwandung unten
Düse ( 0,8 mm)
Wasserstandsfühler Speisewasservorratstank „voll“
Wasserstandsfühler Speisewasservorratstank „leer“
Wasserstandsfühler Kondensattank „voll“
Manometer
Drucksensor für Kammerdruck Pk
Druckschalter Kammerdruck niedrig
Vakuum pump
Behälterdurchführung Drucktest
Wasserpumpe
Sicherheitsventil
Dampferzeuger
Behälterdurchführung Temperaturtest
Übertemperaturschalter Dampferzeuger
Übertemperaturschalter Kammer
Kammertemperatursensor
Referenztemperatursensor
Temperatursensor Mantel oben
Temperatursensor Mantel unten
Thermosperre
Ventilatoren für Kammerkühlung aktiv
Dampfauslassventil
Ventil Wassereinspeisung
Belüftungsventil
Vakuumventil
Speisewasservorratsbehälter
Kondensatbehälter
Rückschlagventil Belüftung
Schnellkupplung Kondensatentleerung
Schnellkupplung Speisewasserentleerung
35
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