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Wirtschaftskraft
Landkreis Stendal
Eine Anzeigen-Sonderveröffentlichung der Volksstimme
24. Oktober 2014
2 | Wirtschaftskraft Landkreis Stendal
Die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis Stendal
Die Altmark ist keine Insel.
Das klingt banal. Aber dieser
Tatsache müssen sich alle Akteure in Wirtschaft und Verwaltung stets bewusst sein. Die
Entscheidungen und Strategien
unserer Unternehmen sind immer im Zusammenhang mit der
wirtschaftlichen Situation in
Deutschland, ja in der ganzen
Welt zu betrachten.
Drei entscheidende globale
Faktoren prägen auch die wirtschaftliche Entwicklung in der
Altmark. Das ist zum einen
die noch immer schwächelnde
Weltkonjunktur, zum zweiten
der immer spürbarer werdende
demografische Wandel mit dem
daraus resultierenden Fachkräftemangel und der immer rasanter werdende Übergang in die
Informationsgesellschaft mit
der existenziellen Abhängigkeit
von funktionierenden Kommunikationssystemen.
Eine bedeutende strukturelle Stärke hat die Altmark in der
Vergangenheit stets gut durch
Krisenzeiten gebracht. Traditionell stark ist hier das Handwerk.
Mit ca. 1 500 Betrieben weist der
Landkreis Stendal eine sehr
hohe Unternehmensdichte in
dieser Branche auf. Daneben
gibt es eine große Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe und
viele Unternehmen des nahrungsmittelverarbeitenden Gewerbes. Abgerundet wird dies
durch einen starken Dienstleistungssektor. Mit dieser bodenständigen Struktur, ergänzt
durch leistungsfähige Großunternehmen, ist unsere Region
gut aufgestellt, um auch künftige konjunkturelle Schwankungen gut abzufedern.
Immer mehr Betriebe spüren die Auswirkungen des Bevölkerungsrückgangs und einer
zunehmend älter werdenden Gesellschaft. Für spezielle Tätigkeiten wird oft lange nach qualifizierten Fachkräften gesucht und
so manch ausscheidender Fir-
Grußwort
Carsten Wulfänger
meninhaber findet nur schwer
einen geeigneten Nachfolger.
Deshalb sind die Landkreise,
Städte und Gemeinden der Altmark bemüht, Rahmenbedingungen zu schaffen, die das Leben in der Region attraktiv für
junge Menschen machen. So ist
es zum Beispiel den Familienintegrationscoaches des Landkrei-
ses Stendal gelungen, junge Eltern wieder in Arbeit zu bringen.
Das wiederum ist nur möglich
durch die sehr gute Versorgung
mit Kindertageseinrichtungen.
Auf der anderen Seite beraten
Wirtschaftssenioren junge Unternehmer und sorgen dadurch
dafür, dass Fachwissen weiter
gegeben und erhalten wird. Weitere Ideen, die sich der demografischen Entwicklung entgegen
stellen, werden aktiv gesucht
und erprobt.In der heutigen
Zeit ist die stabile und schnelle Anbindung aller Orte an das
Internet genauso wichtig, wie
die Erschließung durch Straßen
oder die Versorgung mit Strom
und Wasser. Für immer mehr
Bürgerinnen und Bürger stellt
schnelles Internet ein Stück
unverzichtbare Lebensqualität
dar. Und für Unternehmen sind
verlässlich verfügbare Informationen und internetbasierte Geschäftsabwicklung inzwischen
nahezu existenziell wichtig. Die
Akteure der Altmark haben dies
bereits früh erkannt und schon
vor Jahren den ersten kommunalen Breitbandzweckverband
in Sachsen-Anhalt gegründet.
Ziel dieses Verbandes ist die Errichtung einer nachhaltigen
und zukunftsfesten Breitbandinfrastruktur. Jeder Haushalt
und jede Firma soll über ein leistungsfähiges Glasfasernetz an
das weltweite Web angeschlossen werden. Dies ist ein wichtiger Baustein zur Sicherung von
Unternehmensstandorten und
den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Region.
In dieser Broschüre stellt sich
eine Vielzahl an Unternehmen
vor, die in dem oben skizzierten Umfeld erfolgreich sind, die
beispielhaft für eine leistungsfähige und zukunftsorientierte
Wirtschaft im Landkreis Stendal und in der Altmark stehen.
Carsten Wulfänger, Landrat
des Landkreises Stendal
55300 Euro für zehn Firmen
Gute Bilanz für Wirtschaftsfonds Altmark / Unternehmensnetzwerk sucht weitere Mitstreiter
Kredite werden nicht mehr
nur von Banken vergeben,
sondern zunehmend auch
von kleinen Fonds, die
damit vor allem kleine
Projekte finanziert. Seit
zwei Jahren gibt es mit
dem Wirtschaftsfonds
Altmark auch Hilfen für
die Region.
Von Dirk Andres
Altmark ● Verpackungen für eigene Suppen, ein Bohrgerät,
ein Schulungsmotorrad oder
auch eine Praxisausstattung:
Anschaffungen wie diese wurden in den vergangenen zwei
Jahren über Kleinstkredite finanziert. Seit der Auflegung des
Wirtschaftsfonds Altmark vor
zwei Jahren konnten Kredite in
Höhe von 55 300 Euro an zehn
verschiedene Unternehmen in
der Region vergeben werden.
Una-Chef Andreas Bosse (von links) mit Kreditnehmer Daniel Köhler und Thomas Barniske. Der Unternehmer konnte durch den Mikrokredit einen Bagger kaufen.
Foto: privat
Für Andreas Bosse, Vorsitzender
des Unternehmensnetzwerks
Altmark und Mitglied des Kreditausschusses des Fonds, eine
wichtige Bestätigung, dass Mikrokredite auch hierzulande
benötigt werden. „Mir haben
die Hilfen bedeutend den Start
erleichtert. Ich konnte mir einen Bagger kaufen und damit
unser Dienstleistungsangebot
erweitern“, sagt Daniel Köhler,
Geschäftsführer von Bau- und
Pflasterunternehmen Köhler
in Osterburg. Seit zwei Jahren
führt er das Unternehmen und
konnte durch die Fondsmittel
die Zahl der Mitarbeiter auf 15
erhöhen. „So schnell und unbürokratisch hätte ich den Kredit
sonst nicht bekommen“, sagte
Köhler. Für Thomas Barniske,
Geschäftsführer vom Innovations- und Gründerzentrum
„BIC Altmark“ und ebenfalls
Mitglied im Kreditausschuss,
gehört das Bauunternehmen
zu den Musterbeispielen, wie
Kleinstkredite kurzfristig eine
große Wirkung erzielen können.
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„Natürlich wollen wir auch die
Zahlen der Unternehmen sehen
oder Infos von den Steuerberatern bekommen und mussten
auch schon Anträge ablehnen“,
erklärte der BIC-Chef. Kreditausfälle gab es noch nicht. Seit der
Auflegung des Fonds vor zwei
Jahren konnte ein Gesamtkapital von 18 200 Euro gesammelt
werden. Diese Mittel werden
als Kredite in Höhe von 1000
bis 10 000 Euro an Betriebe und
Selbstständige zu einem Zinssatz von etwa 2,5 Prozent vergeben. Überschaubar sind nicht
nur die Zinsen, sondern auch
der Antragsaufwand. Der Kreditantrag umfasst nur 1 bis 2 Seiten und kann nach Tagung des
Kreditausschusses, der durch
Michael Pohl von der Commerzbank in Stendal komplettiert wird, binnen weniger Tage
und Wochen bewilligt werden.
„Wir könnten noch mehr Unternehmen helfen, wenn wir noch
mehr Kapital hätten“, sagte Andreas Bosse und denkt dabei nicht
nur an große Beträge. So könnte auch mit kleinen Zahlungen
von Firmen oder Förderern der
Region das Grundkapital aufgestockt werden. In seinen Augen
ist der Fonds auch ein wichtiges
regionales Finanzierungsinstrument, das immer noch seinesgleichen sucht. Wer sich dafür
interessiert, erhält bei Thomas
Barniske (03931/68 14 46) oder
Andreas Bosse (03931/699 00)
weitere Informationen.
Kurz & Knapp
Mit Mikrokrediten sollte ursprünglich nur Bedürftigen in
Schwellenländern geholfen
werden. Doch seit etwa 2010
gibt es auch in Deutschland
einen Markt für Mikrokredite,
die Kleinstunternehmern
oder Existenzgründern helfen
sollen, an Startkapital zu
kommen.
Der Wandel des Kreditmarkts
hat auch dieses Segment erfasst. Da Kredite unter 1000
Euro für die Banken in der
Regel nicht interessant sind,
springen auch hierzulande
andere Dienstleister ein.
Richtig kam das Geschäft
aber erst ins Rollen, nachdem
die Regierung den Mikrokreditfonds Deutschland
eingerichtet hatte. Der Fonds
hat ein Volumen von 100
Millionen Euro.
Mit dessen Hilfe arbeitet
etwa die GLS Gemeinschaftsbank in Kooperation mit dem
Deutschen Mikrofinanz-Institut. Bundesweit sind heute
40 Mikrofinanzinstitute akkreditiert. Darüber
hinaus gibt es auch einige
regionale Fonds, zu denen
auch der Wirtschaftsfonds
Altmark gehört.
Wirtschaftskraft Landkreis Stendal | 3
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Das Wissen um das wirtschaftliche und mediale Geschehen in unserer Region ist für uns als Mediengruppe
Magdeburg geradezu ein Lebenselixier. Unsere neueste Studie liefert in einem noch nie dagewesenen
Umfang Ergebnisse zu den Lebensgewohnheiten der Einwohner von der Altmark bis zum Harz.
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4 | Schönhauser Firmen stellen sich vor
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für Landwirtschaft und Gewerbe. Auch der Pkw-Handel ist
Teil des Fachbetriebes, der 2014
das Gütesiegel „Werkstatt des
Vertrauens“ erhielt. Das Unternehmen hat jüngst auch den
unangekündigten Werkstatttest mit Erfolg bestanden.
Ziel von Werner Ostheeren
ist die Kundenzufriedenheit
Bereits zu Beginn der 90er
sowie die Überzeugung durch Jahre begann in Schönhausen
hohe Qualitätsstandards.
die Umnutzung der Flächen im
heutigen Gewerbegebiet. Mit
dem Ende der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) standen innerhalb
kurzer Zeit viele Flächen und
auch Objekte zur Verfügung.
Nichts wurde abgerissen. Alles,
was damals der LPG gehörte,
wird heute von den dort ansässigen Firmen genutzt. Garagenkomplex und Lagerhallen
– alles fand neue Eigentümer.
So sind es mehr als 20 Jahre
nach der Wende etliche Hektar
Fläche, die klein- und mittelHandwerksbetriebes gehören ständische Unternehmen von
die Ausstattung von Bädern, Schönhausen an der Bundesdie Installation von Heizun- straße 107 am Ortseingang aus
gen, welche mit Gas oder auch Richtung Genthin kommend
Erdwärme betrieben werden. für ihre gewerblichen Zwecke
Auch Solarmodule bringt der nutzen.
Fachbetrieb auf Wunsch der
Kunden an. Außerdem gehört Wiederaufbau nach dem
der Reparatur-Notdienst zum Hochwasser 2013
Service von Werner Zander.
Auch wenn das Potential an
freien Flächen erschöpft ist, so
gibt es doch immer noch die
Möglichkeit, auf Anfragen postiv zu reagieren. Denn auch in
anderen Orten der Verbandsgemeinde besteht die Möglichkeit
sich anzusiedeln, so beispielsweise in Hohengöhren links
der Bundesstraße 107 aus Richtung Schönhausen kommend.
Zu den größten Arbeitgebern in Schönhausen gehört
neben der Lebenshilfe mit ihren Elbe-Havel-Werkstätten die
Sicherungsfirma. Mehr als 140
Mitarbeiter zählt sie und beträgen. Doch auch sämtliche schäftigt diese bundesweit zur
andere Dacheindeckungen und Bahnsicherung.
Bauklempnerarbeiter überTrotz des vernichtenden
nimmt der Betrieb.
Elbehochwassers im verganSebastian Schramm mach- genen Jahr haben sich alle
te sich im September 2005 mit Handwerksbetriebe und Firseiner Zimmerei selbständig, men wieder aufgerappelt und
nachdem er wenige Wochen zurück in den Geschäftsalltag
zuvor seinen Meistertitel er- gefunden. Selbst die Firma
worben hatte. Als bester Meis- Thermoplast, die einen komterschüler erhielt er sogar eine plett neuen Firmensitz errichUrkunde vom Bundeshand- ten musste, ist nach wie vor in
Schönhausen zu finden.
werkspräsidenten.
Heute übernimmt der
Wer den Wunsch hat, östSchönhauser mit zwei Ange- lich der Elbe, nahe von Bundesstellten überall in der Region straße 107 und 188 anzusiedeln,
Aufträge entgegen. Zu dritt der findet die entsprechenden
errichten sie Dachstühle und kompetenten AnsprechpartCarports , übernehmen Dach- ner im Verwaltungsamt in
ausbau, Fassadenverkleidung Schönhausen. Sie sind unter
und sämtliche anderen Holz- der Rufnummer (039323) 84010
arbeiten.
zu erreichen.
Fachbetrieb vor Ort
Seit 20 Jahren ist WernerZander mit seinem Unternehmen für Heizung und Sanitär in
Schönhausen vertreten. Das
Fachmann ist nicht allein unterwegs. Während seine Frau
die Büroarbeiten erledigt, ist er
mit zwei Angestellten für die
Kundenwünsche zuständig.
Zum Leistungsumfang des
Dächer aus Meisterhand
Egbert und Sebastian
Schramm teilen sich im Gewerbegebiet von Schönhausen
an der Bundesstraße 107 einen
Firmenstandort. 1996 hatte
sich Dachdeckermeister Egbert
Schramm hier seinen Unternehmenssitz gebaut.
Doch bereits seit 1990 leitet
er das Unternehmen in vierter
Generation. 1975 war der Schönhauser in den väterlichen Betrieb eingestiegen, hatte hier
seine Ausbildung absolviert
und 1982 seinen Meistertitel
im Dachdeckerhandwerk erworben.
Mit sechs Mitarbeitern ist
Egbert Schramm heute in der
Region im Einsatz. Ziegeldächer und Metallfassaden gehören zu den häufigsten Auf-
Schönhausen
an zwei
Verkehrsadern
Freie Flächen
in Ortsteilen
Tangermünder Firmen stellen sich vor | 5
Tangermünde Große Industrie und
Mittelstand als Arbeitsplatz-Garant
24 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung hat
die Kleinstadt an der Elbe ihren
Platz in der Gesellschaft gefunden. Sie ist heute nicht mehr nur
Industriestandort.
Ein wichtiges Standbein der
Tangermünder ist heute der
Tourismus. Mehr als 500 Betten in zahlreichen kleinen und
großen Hotels sind deutliches
Zeichen dafür, dass sich die Unternehmer dieser Stadt darauf
eingestellt haben. Am internationalen Elberadweg möchten sie
mit Service glänzen, die Gäste
beeindrucken und zum Wiederkommen einladen. Das gelingt
inzwischen, denn inzwischen
sind über das Jahr verteilte viele Wochenende restlos ausgebucht. Gern besuchte Veranstaltungen, wie der Töpfermarkt am
vergangenen Sonnabend und
Sonntag, das Burgfest oder des
Adventswochenende mit den
offenen Höfen haben sich im
Lauf der Jahre zu regelrechten
Magneten entwickelt.
Tourismus ist ein wichtiger
Wirtschaftsfaktor
Wer in der Stadt an der Elbe
noch ein Zimmer bekam, hatte Glück. Es sind die Natur, das
Ambiente der Stadt, die kulturellen Angebote und auch die
Region selbst, die immer mehr
Menschen hierher locken. Es
spricht sich rum, dass Tangermünde ein nettes Städtchen ist.
Viele Menschen aus Großstädten haben es mittlerweile für
sich entdeckt und kommen immer wieder gern hierher.
Wer nicht in der Hotellerie
und Gastronomie beschäftigt
ist, der hat vielleicht in einem
der klein- oder mittelständischen Betriebe Tangermündes
eine Arbeit gefunden. Allein im
Gewerbegebiet an der Stendaler
Straße haben 15 Unternehmen
Fuß gefasst. Auf der zehn Hektar
großen Fläche sind damit nach
1990 etwa 100 Arbeitsplätze entstanden. Platz für weitere Ansiedlungen ist nur noch recht
wenig. Etwa 12 000 Quadratmeter stehen laut Mitteilung der
Stadtverwaltung noch zur Verfügung. Auch wenn nicht alles
gewerblich genutzt werde, so sei
doch das Gros verkauft.
Direkte Anbindung an
drei Bundesstraßen
Der Industriepark an der
Arneburger Straße ist mit seinen fast 70 Hektar wesentlich
größer. Er hat deshalb in der
Vergangenheit auch Unterneh-
men wie das Müsli produzierende Dailycerwerk an die Elbe
gelockt. Auf einer Fläche von
22 Hektar sind Industriehallen
entstanden, in denen mehr als
800 Produkte hergestellt werden.
Die im Industriegebiet erst
vor wenigen Jahren angesiedelten Biodiesel- sowie Holzpelletwerke sind heute Investruinen,
stehen ungenutzt da. Auch die
Chemische Fabrik Tangermünde hat Insolvenz angemeldet.
Dafür wurde auf dem Gelände der Firma Sturm in jüngster
Vergangenheit der erste Spatenstich für Neubauten vollzogen.
Mehr als drei Millionen Euro investierte Unternehmer Thomas
Sturm in eine moderne Logistikstruktur.
Im Industriegebiet der Stadt
sind laut Auskunft der Verwaltung auch die meisten Flächen
vergeben, wenn auch nicht in
allen Fällen bebaut. 14 000 Quadratmeter stünden hier noch
zur Verfügung, könnten noch
für produzierendes Gewerbe zur
Verfügung gestellt werden.
Mit der Anbindung an die B
188 und 189 sowie 107 ist dieser
Standort optimal, wenn es um
An- und Auslieferung der Produkte geht.
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3 3
•••Schüttguttransporte
Schüttguttransporte
bis
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bis
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bis
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•••Verkauf
Verkauf
von
Kies,
Sand,
Schotter,
Verkaufvon
von
Kies,
Sand,
Schotter,
Kies,
Sand,
Schotter,
Splitt
und
Muttererde
Splittund
undMuttererde
Muttererde
Splitt
••(Anlieferung
Erdbewegungen
auch in Kleinstmengen)
Erdbewegungen
3
•••Multicar-Container
Multicar-Container
1–3
1–3
m3mm2
Multicar-Container
1–3
3m3 3
•••Containergrößen
Containergrößen
von
3–40
von
3–40
m
Containergrößen von 3 –40
m
•••Abfuhr
Sperrmüllabfuhr
von Sperrmüll, Mischabfall,
Sperrmüllabfuhr
••Bauschutt
Bauschutt
und Sondermüll
Bauschutt
•••Schrott
Schrott
kostenlos
Schrottkostenlos
kostenlos
•••AbrißAbrissund
Ladearbeiten
Ladearbeiten
Abriß-und
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Ladearbeiten
Einsammeln + Befördern
•••Verleih
Verleih
von
Schuttrutschen
Verleihvon
vonSchuttrutschen
Schuttrutschen
• Baggervermietung (mobil)
• Entrümpelung
007/1999
Know-how in 3. Generation
Seit 1935 gibt es in Tangermünde die Tischlerei Berndt.
Geleitet wird das Unternehmen
heute in dritter Generation von
Tino Berndt und seinem Vater
Wolfgang Berndt, der ihn dabei nach wie vor unterstützt. 45
Männer und Frauen arbeiten im
Handwerksbetrieb, 6 davon sind
Tischlermeister, 15 sind länger
als zehn Jahre hier beschäftigt.
Außerdem ist das Unternehmen
als Mitglied der Tischlerinnung
Ausbildungsbetrieb. Derzeit erlernen hier sechs junge Männer den Tischlerberuf. Individualität und vor allem Qualität
werden in der Tischlerei Berndt
groß geschrieben. Jeder einzelne Kunde steht im Mittelpunkt
der Bemühungen. Von Einzelmöbelstücken, Türen, Treppen
oder Fenster bis zu kompletten
Projekten im Laden- und Bankenausbau, im Denkmalschutzbereich und auf Schiffen kann
man vom Team der Tischlerei
Berndt alles aus einer Hand bekommen. Ob an Land oder an
Bord von Schiffen, vom Unikat
bis zur Serie wird in hochqualifizierten und motivierten Teams
mit modernem Maschinenpark
(CNC-Fertigung) gearbeitet,
um jeder Anforderung gerecht
werden zu können. Der Kunde
kann beispielsweise mit seinen
eigenen Entwürfen vorbei kommen. Es gibt quasi nichts, was
das Team nicht umsetzen kann.
Geplant wird mit modernen
CAD-Programmen. Ihr Knowhow beweisen die Tangermünder nicht nur beim Schiffs- und
Yachtbau, wie in diesem Jahr
auf 4 Flusskreuzfahrtschiffen
der Viking Serie, der Queen
Elizabeth 2 oder verschiedener
Yachten sondern auch bei Möbelfertigungen für Volksbanken,
Krankenhäuser und Ladeneinrichtungen sowie Altbausanierungen & Privatkunden in Tangermünde & Umgebung.
Qualität hat viele Farben
Mit seinen 60 Mitarbeitern, ge ausgebildet. Wer hier eine
davon 16 Maurer, hat das Unter- Ausbildung absolviert, wird
nehmen Busse Maler und Mau- auch übernommen, denn nach
rer nicht nur in Tangermünde, und nach gehen langjährige,
sondern auch weit über
für das Unternehmen
die Stadt-, Landkreiswertvolle Mitarbeiter
und Landesgrenzen hiin den Ruhestand.
naus einen guten Ruf.
War es vor Jahren
Viele Jahrzehnte hatte
noch Alltag, viele AufDietrich Busse diesen
träge weit entfernt von
Handwerksbetrieb
Tangermünde zu erleaufgebaut. Seit 2008
digen, kommen diese heute zu etwa der
ist Thomas Staudt Geschäftsführer.
Hälfte aus der Region:
Der
40-jährige- Thomas Staudt Kirchen, öffentliche
Tangermünder lernte
Aufträge, Schulen, Seeinst selbst in diesem
niorenheime, Museen
Betrieb, ist seit 2005 Meister sind derzeit aktuelle Bausteldes Maler- und Lackiererhand- len. Sogar auf einem Schiff und
werks und führt das Unterneh- an einer Waschanlage wirken
men seit mittlerweile sechs die Tangermünder mit. Aber
Jahren erfolgreich weiter. auch etliche private AuftraggeDerzeit werden zwei Lehrlin- ber tragen das Unternehmen.
Maler
Q Maurer
Q Bodenbeläge
Q
Innenausbau
Q Fassade
Q Gerüstbau
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6 | Wirtschaftskraft Landkreis Stendal
Buga 2015: 1,5 Millionen Touristen von Brandenburg bis Havelberg
Erste Schau an fünf Orten ist Chance für die Region / Otto von Bismarck wird 200 Jahre alt
Tangermünde/Salzwedel ● Der
Countdown läuft. Nur noch
ein halbes Jahr bis zum Start
der Bundesgartenschau (BUGA)
in der Havelregion unter dem
Motto „Von Dom zu Dom – Das
blaue Band der Havel“. Die Vorbereitungen sind in der heißen
Phase. Vom 18. April 2015 bis
18. Oktober 2015 soll das Megaereignis rund 1,5 Millionen
Besucher in die Region locken.
Sachsen-Anhalt wird davon
nicht nur am Standort Havelberg profitieren. Die Hansestadt
ist neben Rathenow, Premnitz,
Brandenburg und dem Amt
Rhinow im Land Brandenburg,
Veranstaltungsort der ersten
länderübergreifenden Bundesgartenschau. Für die Tourismusbranche bedeute die BUGA interessante Chancen, weiß Mandy
Hodum, Geschäftsführerin des
Tourismusverbandes Altmark
e.V.. „Im kommenden Jahr heißt
es daher bei uns nicht `Alle Wege
führen nach Rom´, sondern ´Alle
Wege führen zur BUGA´“, sagt
sie. „Egal ob per Rad, zu Wasser
und per Pedes, unsere Mitglieder
haben verschiedene Angebote
gestrickt.“
Von den „Wandernestern“ in
Kamern (Wanderweg 10 Kilometer), Schollene (7,3 Kilometer)
und Klietz (2 x 5 Kilometer) aus,
lässt sich das sachsen-anhaltische Havelland zu Fuß hervorra-
Impressum
Wirtschaftskraft
Landkreis Stendal
Anzeigen-Sonderveröffentlichung
der Volksstimme
24. Oktober 2014
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Blick auf den Havelberger Dom
gend erkunden. Dabei erfahren
die Wanderer zum Beispiel, was
es mit den Sagen der „Frau Harke“ auf sich hat, sie können den
Pfad der Erholung einschlagen
oder die Natur hautnah kennen
lernen. Mehr Infos dazu bietet
die neue Wanderbroschüre des
Tourismusverbandes, erhältlich
in den Tourist-Informationen
und beim Tourismusverband
Altmark.
Von Werben (Elbe) und Schollene (Havel) aus können Wassersportfreunde sich per Kanu
auf den Weg machen. Wer es
gemütlicher mag, kann ab Tangermünde eine BUGA-Dampferfahrt unternehmen. Ein besonderes Erlebnis ist sicherlich die
Tour mit dem Charterboot. Das
Havel PonTOM ist über das ArtHotel Kiebitzberg® in Havelberg
buchbar.
Das Havelland ist auch ein
Paradies für Radler. Die Region
lässt sich per Pedale aus allen
Himmelsrichtungen erreichen.
Für Besucher aus dem Raum Berlin – Brandenburg ist der Havelradweg die beste „Einflugschneise“. Wer aus Hamburg (Norden)
oder Dresden (Süden) kommt,
kann Deutschlands beliebtesten
Radweg, den Elberadweg, nutzen und einen Abstecher in die
Havelregion unternehmen. Für
die westlichen Nachbarn bietet
sich der Altmarkrundkurs an,
der verschiedene Anknüpfungspunkte an Elbe- und Havelradweg bietet.
Der Altmarkrundkurs ist
mit insgesamt 500 Kilometern n
einer der längsten regionalen
Radwanderwege Deutschlands.
Nach Ergebnissen des StatisDerzeit wird die Info-Broschüre
tischen Bundesamtes wurden
dazu für die kommende Radsaivon Januar bis Juni 2014 in
son 2015 aktualisiert. Die PubDeutschland 187,8 Mio. (+3,4
likation ist eine wichtige und
% zum Vorjahreszeitraum)
gern genutzte Planungshilfe für
Gästeübernachtungen in
Gäste. Noch haben Gastgeber
Beherbergungsbetrieben mit
die Gelegenheit, sich mit einem
zehn und mehr SchlafgelegenEintrag in der Broschüre und
heiten und auf Campingplätauf der Internetseite www.altzen gezählt.
markrundkurs.de zu beteiligen.
Für Sachsen-Anhalt konnten
Anfragen nimmt der Tourisim gleichen Zeitraum 1.375.396
musverband Altmark bis zum
Ankünfte (+5,5 %) und
17. Oktober 2014 entgegen
3.375.133 Übernachtungen
Für den Norden Sachsen-An(+5,3 %) ermittelt werden.
halts bringt das Jahr 2015 noch
Damit konnten die Ergebnisse
ein weiteres touristisches Grodes Erfolgsjahres 2012 wieder
ßereignis. Der 200. Geburtstag
erreicht und leicht überbodes bekanntesten Altmärkers,
ten werden. Für die Altmark
Otto von Bismarck, am 1. April,
unterteilt zeigt sich auflaufend
wird internationale Aufmerk(Jan.-Jun. 2014) folgendes
samkeit auf die Region ziehen.
Ergebnis:
Der „Eiserne Kanzler“ stammt
■ Ankünfte: 101.758
aus Schönhausen/Elbe. Der Ort
■ Veränderung: 11,4
liegt genau zwischen den BU■ Übernachtungen: 252.309
GA-Standorten Havelberg und
■ Veränderung: 4,3
Rathenow.
Weitere Informationen:
Unter dem Motto „BUGA,
Tourismusverband Altmark
Bismarck, Buchsbaum“, hat der
Marktstr. 13
Tourismusverband beide The39590 Tangermünde
men, mit der seit Jahren erTel. 039322/3460
folgreich laufenden VeranstalFax 039322/43233
tungsreihe „Gartenlandschaft
E-Mail:
Altmark“, bei der private Parks
tv@altmarktourismus.de
und Gärten ihre Pforten für Bewww.altmarktourismus.de
sucher öffnen, verknüpft.
Wertschöpfung in Landwirtschaft, Tourismus
Handwerk, Handel und Industrie
● Die Land-, Agrar-,
Ernährungs- und Forstwirtschaft trägt als wichtiger Arbeitgeber und Geschäftspartner von mittelständischen
Unternehmen wesentlich zur
Wertschöpfung in der ländlichen Region des Landkreises
Stendal bei. Immerhin 148091
ha der 242307 ha großen Gesamtfläche wird landwirtschaftlich genutzt, wobei der
Grünlandanteil mit knapp
30 Prozent im Verhältnis des
Landes Sachsen-Anhalt hoch
ist. Die Landwirtschaft ist mit
ihren vor- und nach gelagerten Bereichen dennoch einer
der wichtigsten Wirtschaftszweige im Landkreis Stendal.
Allein in diesem Sektor wird
deutschlandweiteine Bruttowertschöpfung von rund 250
Millionen Euro erwirtschaftet, Ein Großteil entfällt dabei
nach wie vor auf die Milcherzeugung.
Ein weiterer wenn auch noch
Altmark
recht kleiner Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus. Er sorgt
in der Altmarkregion für etwa
3000 Vollzeitarbeitsplätze und
bringt jährlich einige Millionen Euro in kommunale Haushalt. Gemessen am Volkseinkommen der Altmark von 3,3
Milliarden Euro hat der Tourismus jedoch nur einen Anteil
von 3,38 Prozent, da laut Seidel für diese Berechnung nur
die tatsächliche Wertschöpfung von 112 Millionen Euro
zu Grunde gelegt werde. Auf
Landessicht trägt die Altmark
immerhin schon sieben Prozent zur touristischen Wertschöpfung bei.
Mit mehr als 4,8 Millionen
Beschäftigten in rund 975000
Betrieben und einem Jahresumsatz von knapp 490 Milliarden Euro ist das Handwerk ein
Schwergewicht der deutschen
Wirtschaft. Es gibt heute kaum
einen Lebensbereich, in dem
wir auf die Fertigkeiten und
das Know-how von Handwerkerinnen und Handwerkern
verzichten können. Auch in
der Altmark ist dieser Bereich
nicht unerheblich. Immerhin
gibt es knapp 3000 Handwerksbetriebe in beiden altmärkischen Landkreisen, die von der
Kreishandwerkskammer Altmark als freiwillige Mitglieder
betreut werden.
Nicht zu vergessen sind die
vielen weitere Unternehmen,
die unter dem Dach der Industrie- und Handelskammer in
der Region organisiert sind.
Etwa 10000 Betriebe sind dort
registriert und machen damit
den Großteil der altmärkischen
Wirtschaft aus.
Wirtschaftskraft Landkreis Stendal | 7
Nachwuchsförderung mit Bewerbercheck und Ein-Tag Chef
Wirtschaftsjunioren Altmark setzen sich für die Region ein / Fünfter Nachwuchstag am 2. Juli 2015
Bereits zum vierten Mal haben die Wirtschaftsjunioren
Altmark in diesem Jahr das
Projekt „Ein Tag Chef“ veranstaltet. Dabei lernten insgesamt
20 Schüler aus sechs altmärkischen Schulen den Arbeitsalltag
von Chefs verschiedener Unternehmen und Institutionen in
der Altmark kennen. Sie waren
Teilnehmer des Schüler- und
Fachkräfteprojektes „Ein Tag
Chef – Nutze Deine Chance“.
Ambitionierte Jungen und
Mädchen der neunten und
zehnten Klassen an Sekundarschulen sowie der Abiturjahrgänge 2014 und 2015 konnten
einen ganzen Tag lang hautnah
die Rechte und Pflichten einer
Führungskraft erleben. Dafür
stellten zahlreiche Geschäftsführer und Führungskräfte aus
unterschiedlichen Branchen
ihren Chefsessel zur Verfügung.
Paula Dieckmann (16) vom Winckelmann-Gymnasium Stendal
schaute beispielsweise Thomas
Barniske, Geschäftsführer des
Innovations- und Gründerzentrums (IGZ) in Stendal über die
Schulter. „Wenn man dual studieren möchte, muss man sich
frühzeitig kümmern“, sagte die
16-Jährige.
Nach den ersten Gesprächen
mit dem IGZ-Chef war sie erstaunt, wieviele Forschungsaktivitäten es in der Altmark gibt.
Ganz aktuell beschäftigt sich
Thomas Barniske beispielsweise mit einem Projekt, das im Ergebnis des Bundeswettbewerbs
„Jugend forscht“ realisiert
werden soll. Die Fähre Sandau
soll bis zur Bundesgartenschau
mit erneuerbaren Energieer-
Janet Gellert warb auf der Ausbil- Nach ihrer Teilnahme bei Ein-Tag-Chef wurde Jasmin Lawrenz darin bestärkt, nach dem Abi in den Polidungsmesse für das Cheftag 2015 zeidienst zu gehen.
zeugern ausgestattet werden.
Die Schülerin wollte sich mit
Projekttag nicht nur orientieren, sondern auch einmal erfahren, wie jemand den Weg
in die Selbstständigkeit findet.
„Als Unternehmer wird man ja
schließlich nicht geboren“, sagt
die 16-Jährige, die vielleicht
einmal Wirtschaftspsychologie
studieren möchte.
Einen Blick hinter die Kulissen von Sachsen-Anhalts
großer Tageszeitung Volksstimme bekam Schülerin Lucien Finger (16). Sie schaute
Redaktionsleiter Bernd Volker
Brahms über die Schulter und
erlebte selbst in der Kleinstadt
Stendal stündlich verändernde
Nachrichtenlage, die die Inhalte der nächsten Tagesausgabe
mehrfach veränderte. Dass
der Zeitungschef kaum noch
schreibt, sondern als Chef viel
koordiniert hat die Schülerin
überrascht. „Trotzdem war es
eine sehr schöne Erfahrung.
Vielleicht werde ich wirklich
einmal Journalistin“, sagte die
junge Frau.
Am Projekttag wurden
Schüler und Chef nicht allein
gelassen, sondern von den
Mitgliedern der Arbeitsgruppe
„Schule/Wirtschaft“ besucht
und kurz interviewt. Eine der
Betreuer war Torsten Klipp,
Inhaber und Geschäftsführer
vom Ostprodukte-Versand in
Tangermünde. Er sieht in dem
Projekt eine gute Chance, Schüler auf Führungsrollen vorzubereiten. Der spannendste Besuch
war für den Unternehmer bei
der Polizei. Dort lernte Jasmin
Lawrenz (17) den Alltag der Gesetzeshüter vom Innendienst
über die Ermittlungseinheiten
bis zum Außendienst kennen.
Ganz neu war der Schülerin die
Polizeiwelt nicht. Doch nach
zwei Praktikas und dem Cheftag tendiert sie mehr und mehr
zum Polizeidienst.
Sven Strauß, Cheforganisator des Projektes, ist sich sicher:
„Das Projekt “Ein Tag Chef“
trägt wesentlich zur Berufsorientierung der Teilnehmer
bei. Zudem wird deutlich, dass
es für die Schulabgänger in der
Altmark Chancen und Perspektiven gibt. Im Namen der
Wirtschaftsjunioren Altmark
danke ich allen teilnehmenden
Unternehmen, Institutionen
und Schulen.“ Auch wenn 20
Teilnehmer auf den ersten Blick
nicht viel klingen, haben es die
Vorbereitungen in sich. Immerhin sind die Wirtschaftsjunioren regelmäßig in Schulen,
treffen sich mit den potentiellen Chefs und präsentieren das
Projekt auf Veranstaltungen.
So warb Janet Gellert zuletzt
auf der Ausbildungsmesse in
Stendal für das Projekt. „Es ist
meine Berufung, junge Menschen bei der Suche nach ihrem Wunschausbildungsplatzoder –studium zu unterstützen.
Und dafür bietet das Projekt der
Wirtschaftsjunioren Altmark
ambitionierten Schülern altmärkischer Realschulen und
Gymnasien eine super Plattform.“ Die fünfte Auflage und
damit das erste kleine Jubiläum
findet am Donnerstag, 2. Juli
2015 statt. Die Vorbereitungen
dafür laufen schon auf Hochtouren. Abgerundet wird das
Projekt durch einen Bewerbercheck, den viele Mitglieder
der Wirtschaftsjunioren Mitte
Oktober in einem Pilotversuch
unterstützt haben.
Weitere Informationen zum
Projekt gibt es auf www.wj-altmark.de oder auf unserer Facebookseite www.facebook.com/
EinTagChef.
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Paula Dieckmann hat einen Tag lang BIC-Chef Thomas Barniske
(rechts) über die Schulter geschaut.
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8 | Wirtschaftskraft Landkreis Stendal
Altmark ist eine von vier Modellregionen
Die Altmark ist eine von vier
Energetischen Modellregionen
des Landes Sachsen-Anhalt. Dieses wurde im Juli 2014 anlässlich
einer Auszeichnungsveranstaltung in der Landeshauptstadt
Magdeburg offiziell durch den
Minister für Landwirtschaft
und Umwelt Dr. Hermann Onko
Aeikens bekannt gegeben. Bestandteil jeder Modellregion sind
energetische Kernkommunen.
Für die Altmark sind das die Einheitsgemeinde Stadt Arendsee
und die Verbandsgemeinde Seehausen (Altm.) Der Titel bedeutet einerseits eine Würdigung
bisheriger Aktivitäten. Andererseits ist damit der Anspruch
verbunden, auch künftig aktiver
zu sein als andere und eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung der
Energiewende zu übernehmen.
Um der Vorreiterrolle ein wenig
„Anschub“ zu verleihen, werden für die Modellregionen und
Kernkommunen Fördermittel
durch das Land bereitgestellt,
die in den nächsten Monaten
zur Vorbereitung richtungsweisender Projekte genutzt werden
können. In der Altmark sind das
die Erstellung einer Energie- und
Klimaschutzstrategie für die
Die Errichtung der REA ist
ein deutliches Signal dafür, dass
sich Politik und Verwaltung in
der Altmark ihrer Verantwortung im Rahmen der Energiewende bewusst sind und diese
auch gestalten wollen.
KONTAKT
Planungsregion Altmark sowie
die Erarbeitung von Wärmeversorgungskonzepten in den Kommunen Seehausen (Altm.) und
Arendsee. Bei der Umsetzung
der inhaltlichen Schwerpunkte
in der Modellregion spielt die
Regionale Energieagentur Altmark [REA] eine wesentliche
Rolle. Sie ist ein kooperativer
Zusammenschluss der Energieagenturen des Landkreises
Stendal und des Altmarkkreises
Salzwedel. Wirtschaftliche Träger dieser (lokalen) Energieagenturen sind die Innovations- und
Gründerzentren in den beiden
zung einer regionalen EnerLandkreisen, die jeweils durch
giestrategie für die Planungsregion Altmark,
ihre kommunalen Gesellschafter mit der Durchführung die- ■ die Vernetzung der vielfältiser Leistung beauftragt wurden.
gen regionalen Aktivitäten,
Fester Bestandteil der REA ist
die Initiierung und Begleidas Projektbüro der Bioenergietung konkreter EinzelmaßRegion Altmark.Das Leistungsnahmen bzw. -projekte,
spektrum umfasst verschiedene ■ die Einbindung in überregioHandlungsfelder und beinhaltet
nale Aktivitäten auf Landesinsbesondere:
und Bundesebene,
■ die Bereitstellung von regio- ■ sowie eine auf den regionalen
nalen Basisdaten zur EnergieBedarf angepasste Informaerzeugung und zum Energietionsvermittlung verbunden
verbrauch,
mit einer breiten Öffentlich■ die Entwicklung und Umsetkeitsarbeit.
Regionale Energieagentur
Altmark Regionale
Energieagentur Altmark
c/o IGZ BIC Altmark GmbH c/o
IGZ Altmarkkreis Salzwedel
Arneburger Straße 24
Bahnhofstraße 6
39576 Hansestadt Stendal
29410 Hansestadt Salzwedel
Ansprechpartner:
Herr Thomas Barniske
Herr Erhard Prehm
Telefon: 03931-681446
Telefon: 03901-845674
Herr Heiko Böker
Herr Henning Kipp
Telefon: 03931-681556
Telefon: 03901-845550
Mail: stendal@altmark-energieagentur.de Mail: salzwedel@
altmark-energieagentur.de
Weitere Informationen:
www.altmark-energieagentur.de
Forschung und Entwicklung – gute Potenziale, die noch zu unbekannt sind
Im Rahmen eines Projektes,
dass durch das Regionalbudget
des Landes Sachsen-Anhalt gefördert wurde, erstellte die IGZ
BIC Altmark GmbH aus Stendal
im Auftrag beider altmärkischer
Landkreise den „Forschungsund Entwicklungsatlas Altmark“. Dieser wurde im September in Salzwedel vorgestellt.
Selbst wenn aufgrund der regionalen Wirtschaftsstruktur
die Forschungsintensität in der
Altmark unter dem Bundesdurchschnitt liegt, gibt es viele regionale Unternehmen, die
bemerkenswerte Innovationen
entwickeln.
In einer Unternehmensbefragung wurden zunächst 136
altmärkische Firmen zu ihren
Aktivitäten bei Forschung und
Entwicklung (FuE), aber auch
zu den Hemmnissen für fehlende Arbeiten in diesem Bereich
befragt. Dabei wurde bewusst
zwischen Forschung und Entwicklung unterschieden, da viele Entwicklungen vor allem auf
firmenspezifischen Innovationen ohne direkte wissenschaftliche Begleitung basieren.
Mit einer Rücklaufquote von
65% konnte die Befragung ein
durchaus repräsentatives Ergebnis erzielen. 88 Unternehmen nahmen an der Befragung
teil, von denen 69 im Bereich
Forschung und Entwicklung
aktiv sind. Von den 69 aktiven
Firmen kommen 41 aus dem
Landkreis Stendal und 28 aus
dem Altmarkkreis Salzwedel.
Die Hauptbetätigungsfelder der
Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung sind
dabei die Produkt- und Technologieentwicklung sowie die
Produktionssteuerung. Das Aktivitäten im Bereich FuE nicht
unbedingt nur bei größeren Firmen aktuell sind, wird dadurch
belegt, dass immerhin 26% der
69 aktiven Firmen weniger als
20 Mitarbeiter haben. Es wurde deutlich, dass die Entwicklungen unserer altmärkischen
Firmen sich auch auf dem internationalen Markt behaupten
können, denn immerhin 71% der
FuE-avinnen Firmen gaben an,
dass ihre Produkte auch für den
Export bestimmt sind.
wie D. Dornblüth&Sohn, Kalbe/
Milde. Darüber hinaus wurden
auch außerbetriebliche Angebote in der Altmark erläutert und
vorgestellt, die von der Hochschule in Stendal bis zum Regionalwettbewerb „Jugend forscht“
reichen. So ist auch kaum bekannt, dass es in Falkenberg,
einem Ortsteil von Seehausen/
Altmark, eine Außenstelle des
Helmholtz-Umweltforschungszentrums gibt.
Ein Großteil der Firmen
möchte sich in einem regionaAls Haupthemmnisse für Ak- len Netzwerk künftig zu Fragen
tivitäten im Bereich FuE wurden
vor allem fehlende Personalkapazitäten und Finanzierungsmittel genannt. Auf die Nutzung
von Fördermitteln im Bereich
FuE verzichten 54% der aktiven
Unternehmen, wobei generell
der bürokratische Aufwand bei
deren Einwerbung und Abrechnung beklagt wurde.
Im Atlas wurden 20 regionale Firmen mit ihren konkreten
Entwicklungen näher vorgestellt. Das soll u. a. dazu dienen,
die vorhandenen Potenziale in
der Region selbst bekannter als
bisher zu machen. Beispielhaft
sind hier folgende innovativen
Firmen aus der Region zu nennen: Ollendorf-Mess-Systeme,
Brunkau; IDS Innomic GmbH,
Salzwedel; Geo-DV GmbH, Stendal, Cesima Ceramics, Wust so-
von FuE austauschen, auch um
die vorhandenen regionalen
Möglichkeiten besser kennen zu
lernen. Es stellte sich ferner heraus, dass es ein gutes regionales
Potenzial im Firmensegment
der Steuer-, Prüf- und Messtechnik vorhanden ist. Hier sind
branchenspezifisch, aber auch
generell im Bereich FuE, weitere
regionale Beratungen geplant,
wobei die beiden IGZ in Stendal
und Salzwedel nach dem Projektende durchaus eine koordinierende Funktion der weiteren
Arbeit übernehmen können.
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