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11.3 Daten-Logging - Bürkert Fluid Control Systems

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„Typ 8620 mxCONTROL“
Typ 8620
mxCONTROL
Multifunktionsregler
für die
Wasseraufbereitung
Bedienungsanleitung
Seite 1
„Typ 8620 mxCONTROL“
Technische Änderungen vorbehalten!
© 2009 – 2010 Bürkert Werke GmbH & Co. KG
Bedienungsanleitung 1007/3_EU_DE_00805847
Seite 2
„Typ 8620 mxCONTROL“
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS
3
1
DIE BEDIENUNGSANLEITUNG
6
2
BESTIMMUNGSGEMÄßE VERWENDUNG
2.1 Beschränkungen
2.2 Vorhersehbarer Fehlgebrauch
7
7
7
3
ALLGEMEINE SICHERHEITSHINWEISE
8
4
ALLGEMEINE HINWEISE
4.1 Lieferumfang
4.2 Gewährleistungsbestimmungen
4.3 Zulassungen
4.4 Informationen im Internet
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10
5
ABKÜRZUNGEN
5.1 Abkürzungen in Software / Dokumentation
5.2 Display-Anzeige der Einheiten
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11
15
6
TECHNISCHE DATEN
6.1 Technische Spezifikationen
6.2 Typschild-Beispiel
6.3 Hardware-Struktur
6.4 Modulübersicht
17
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20
21
7
INSTALLATION
7.1 Sicherheitshinweise
7.2 Schnellstart-Anleitung
7.3 Mechanische Installation
7.4 Elektrische Installation
7.5 Reihenklemmen-Anschlussbelegung
7.5.1 Netzspannungsebene (Power Supply - PS)
7.5.2 Kleinspannungsebene (Instrumentation Supply IS)
7.6 Download der Konfigurations- und Parameterdateien
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27
8
MENSCH-MASCHINE-KOMMUNIKATION
8.1 Sicherheitshinweise
8.2 Bedien- und Anzeigeelemente
8.3 Betriebsmodus
8.3.1 Umschalttaste für Automatik- / Manuellbetrieb
8.3.2 Automatikbetrieb (LED an)
8.3.3 Manuellbetrieb (LED aus)
8.4 Layout des Menübildschirms
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29
29
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30
9
MENÜSTRUKTUR
9.1 Prinzip der Menübaumstruktur
9.2 Setzen numerischer Werte
31
31
33
10
PASSWORTSCHUTZ
34
11
ALLGEMEINES SOFTWARE-KONZEPT
11.1 Überblick über die Funktionen
36
36
Seite 3
„Typ 8620 mxCONTROL“
11.2 Up-/Download von Konfigurations- und Parameterdateien
11.2.1 Download
11.2.2 Upload
11.3 Daten-Logging
11.3.1 Wahl der SD-Kartengröße für das Daten-Logging
11.3.2 Start des Daten-Logging (Aktivierung)
11.3.3 Stop des Daten-Logging (Deaktivierung)
11.4 Konfiguration und Parametrierung
11.4.1 Allgemeines zur Konfiguration / Parametrierung
11.4.2 Sprachauswahl
11.4.3 Fabrik Reset und Parameter-Werkseinstellungen
11.5 Kommunikation
11.5.1 USB
11.5.2 Ethernet (nur Geräte mit Ethernet-Option)
11.5.3 Geräte(fern-)zugang über PC-Tool
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39
42
44
44
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45
45
45
46
46
46
52
12
EINGÄNGE
12.1 Digitale Eingänge
12.1.1 Binäreingänge
12.1.2 Frequenzeingänge
12.1.3 Impulszähleingänge
12.2 Analogeingänge
12.2.1 4…20mA-Eingänge
12.2.2 Pt100-Eingänge
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55
56
57
62
63
63
70
13
AUSGÄNGE
13.1 Relaisausgänge
13.1.1 Relais als Binär-Ausgang (Ein/Aus)
13.1.2 Relais als PFM-Ausgang
13.1.3 Relais als PWM-Ausgang
13.1.4 Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
13.2 Analogausgänge (4...20 mA) - Option
13.3 Transistorausgänge - Option
13.3.1 Transistorausgang als Binärausgang
13.3.2 Transistorausgang als PFM-Ausgang
13.3.3 Transistorausgang als PWM-Ausgang
13.3.4 Transistorausgang als „Fast-PWM“- (Schnell-PWM-) Ausgang
13.3.5 Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
73
73
74
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78
79
80
14
REGELUNGS- UND STEUERUNGSMODULE
14.1 Allgemeine Voreinstellungen
14.1.1 Automatik- und Manuellbetrieb
14.1.2 Definitionen für “Invertierung” und “alle Timer”
14.1.3 “System Switch Override”- Funktion (Spezialist)
14.1.4 „Flow Switch Override“ - Funktion (Spezialist)
14.1.5 Maximalstellwert-Timer (Maximum Output Timer - MOT)
14.2 Allgemeiner PID-Regler (COMMON_PID)
14.3 Leitfähigkeits - Reglermodule
14.3.1 Ein/Aus-Regelung (COND_CONTROL)
14.3.2 PI-Regelung (COND_PI)
14.3.3 Ein/Aus-Verhältnisregelung (COND_CONTROL_RATIO)
14.3.4 PI-Verhältnisregelung (COND_PI_RATIO)
14.4 Korrosionsanzeige (CORROSION_DISPLAY)
Seite 4
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110
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.5 pH-Reglermodule (PH_ACID_CAUS) und (PH_ACID_OR_CAUS)
14.5.1 pH-Regelung (PH_ACID_CAUS)
14.5.2 pH-Regelung (PH_ ACID_OR_CAUS)
14.6 Dosierung von Sauerstoffaufnahmemitteln
14.6.1 Durchfluss- und temperaturbasierte Dosierung (O2_SCAV_CTRL_RATIO)
14.6.2 Prozesswertproportionale Dosierung (OPEN_PROP)
14.7 Chlor- / Redox- Regelung (CL_ORP)
14.8 Batch-Dosing (BATCH)
14.9 Zeitgesteuerte Bioziddosierung (BIOCIDE_DOSING)
14.10 Überwachung von Prozesswerten (MONITOR_PV)
14.11 Zweikanal-Totalisator (TOTALIZER)
112
112
117
121
121
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127
130
133
139
141
15
ALARM- UND FEHLERMELDUNGEN
15.1 Alarmfunktion
15.2 Anzeige von (Eingangs-) Alarmen sowie anderen (Ausgangs-) Zuständen
15.3 Fehlermeldungen und Warnungen
144
144
146
147
16
WARTUNG UND FEHLERBEHEBUNG
16.1 Sicherheitshinweise
16.2 Wartungsarbeiten
16.3 Störungen
155
155
155
155
17
ERSATZTEILE
156
18
VERPACKUNG UND TRANSPORT
156
19
LAGERUNG
156
20
ENTSORGUNG
156
21
ANHÄNGE
21.1 Projekt (Beispiel „BW 06“)
21.1.1 Eingangs-/Ausgangszuordnung – Projekt „BW 06“
21.1.2 Schaltplan-Beispiel für Projekt „BW 06“
21.2 Spannungsversorgung der Aktoren/Sensoren
21.2.1 Spannungsversorgung aus dem mxCONTROL
21.2.2 Separate Spannnungsversorgung
21.3 Hardware-Variante 1
21.3.1 PIN-Zuordnung für Netzspannungsebene (Power supply)
21.3.2 PIN-Zuordnung für Kleinspannungsebene (Instrumentation supply)
21.3.3 Anschlussbeispiele für Ein- und Ausgänge
21.4 Hardware-Variante 2
21.4.1 PIN-Zuordnung für Netzspannungsebene (Power supply)
21.4.2 PIN-Zuordnung für Kleinspannungsebene (Instrumentation supply)
21.4.3 Anschlussbeispiele für Ein- und Ausgänge
21.5 Hauptmenü-Struktur – Menübaum (Beispiel für Projekt „BW 06“)
21.5.1 Prozessdaten – Eingänge – Ausgänge
21.5.2 Prozessdaten – Cond Control
21.5.3 Konfiguration – Eingänge
21.5.4 Konfiguration – Passwörter
21.5.5 System-Einstellungen
21.5.6 Up-/Download - Download
21.5.7 Up-/Download – Upload
21.5.8 Daten-Logging - Kalibrierung - Uhr
21.6 Daten-Logging-Datei (Logdatei) – Beispiel
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177
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Seite 5
„Typ 8620 mxCONTROL“
1
Die Bedienungsanleitung
WARNUNG!
Die Bedienungsanleitung muss gelesen und verstanden werden.
Lesen Sie die Bedienungsanleitung sorgfältig.
Beachten Sie die Kapitel Bestimmungsgemäßer Gebrauch und Allgemeine Sicherheitshinweise!
Darstellungsmittel
GEFAHR!
Unmittelbare Gefahr durch elektrische Spannung!
Tod oder schwere Verletzungen – sind die Folge bei Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise.
GEFAHR!
Unmittelbare Gefahr!
Tod oder schwere Verletzungen – sind die Folge bei Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise.
WARNUNG!
Möglicherweise gefährliche Situation!
Schwere Verletzungen oder Tod – können bei Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise die
Folge sein.
VORSICHT!
Möglicherweise gefährliche Situation!
Mittlere oder leichte Verletzungen – können bei Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise die
Folge sein.
VORSICHT!
Möglicherweise gefährliche Situation!
Bei Nichtbeachtung drohen Sachschäden.
Bezeichnet wichtige Zusatzinformationen, Tipps und Empfehlungen, die für Ihre Sicherheit
und die einwandfreie Funktion des Gerätes wichtig sind.
Verweist auf Informationen in dieser Bedienungsanleitung oder in anderen Dokumentationen.
→ Markiert einen Abschnitt, den Sie ausführen müssen.
Seite 6
„Typ 8620 mxCONTROL“
2
Bestimmungsgemäße Verwendung
WARNUNG!
Bei nicht bestimmungsgemäßem Einsatz des „Typ 8620 mxCONTROL“ können Gefahren für
Personen, Anlagen in der Umgebung und die Umwelt entstehen.
Der „Typ 8620 mxCONTROL“ darf nicht in explosionsgefährdeten Räumen eingesetzt werden.
Der „Typ 8620 mxCONTROL“ darf nur bei Temperaturen ab 0 °C eingesetzt werden.
Für den Einsatz sind die in der Bedienungsanleitung spezifizierten zulässigen Daten und
Betriebsbedingungen sowie die im Kapitel 6.1 beschriebenen Einsatzbereiche zu beachten.
Es liegt in der Verantwortung des Kunden, das geeignete Gerät für seinen Anwendungsfall
auszuwählen.
Voraussetzungen für den sicheren und einwandfreien Betrieb sind sachgemäßer Transport,
sachgemäße Lagerung und Installation sowie sorgfältige Bedienung und Instandhaltung.
Setzen Sie den „Typ 8620 mxCONTROL“ nur bestimmungsgemäß ein.
Der „Typ 8620 mxCONTROL“ ist ein Multifunktionsregler. Dieser Mikroprozessor-Regler wurde für die
Automatisierung der Steuer- und Regelprozesse in Wasseraufbereitungsanlagen entwickelt (z.
Bsp. in Heizungs- oder Kühlsystemen oder in Umkehrosmoseanlagen).
Komplexe Elektronik und neueste Regelalgorithmen gewährleisten zu jeder Zeit optimale Prozessregelung, wobei nur ein Minimum an Eingriffen durch den Bediener erforderlich ist.
Der „Typ 8620 mxCONTROL“ ist je nach Hardware-Variante in der Lage, mehrere analoge und
digitale Eingänge sowie mehrere Relais-, Transisitor- und Analogausgänge gleichzeitig zu verarbeiten.
Kombiniert mit einem gut lesbaren Display in drei Sprachen – Englisch, Deutsch, Französisch (auf
Wunsch in weiteren Sprachen) – bietet das Gerät fast unbegrenzte Möglichkeiten für Prozessautomatisierungssysteme.
Der „Typ 8620 mxCONTROL“ arbeitet stark softwarebasiert. Alle Konfigurations- und
Parameterdateien können schnell und unkompliziert mittels PC-Tool erstellt und mittels SD-Karte
oder USB in den „Typ 8620 mxCONTROL“ geladen werden. Alternativ kann auch die
Ethernetschnittstelle (Option) für die Konfiguration und Parametrierung des Gerätes genutzt werden.
Alle wichtigen Variablen und Parameter lassen sich dann vom Bediener mittels fünf Bedientasten
eingeben und anzeigen.
Der „Typ 8620 mxCONTROL“ wird mit SD-Karte geliefert, welche neben Konfigurations- und
Parameterdateien auch die Bedienungsanleitung enthält.
Drei Berechtigungsstufen (CodeLevel) ermöglichen eine sichere Bedienung des „Typ 8620
mxCONTROL“: Offener Zugang, Zugang nur für eingewiesene Bediener, Zugang für Spezialisten.
2.1
Beschränkungen
Beachten Sie bei der Ausfuhr des Gerätes gegebenenfalls bestehende Beschränkungen.
2.2
Vorhersehbarer Fehlgebrauch
• Der „Typ 8620 mxCONTROL“ darf nicht in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden!
• Belasten Sie das Gehäuse nicht mechanisch (z. B. durch Ablage von schweren Gegenständen
oder als Trittstufe).
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„Typ 8620 mxCONTROL“
3
Allgemeine Sicherheitshinweise
Diese Sicherheitshinweise berücksichtigen keine
• Zufälligkeiten und Ereignisse, die bei Montage, Betrieb und Wartung der Geräte auftreten können.
• ortsbezogenen Sicherheitsbestimmungen, für deren Einhaltung, auch in Bezug auf das
Montagepersonal, der Betreiber verantwortlich ist.
GEFAHR!
Gefahr durch elektrische Spannung
Bei Eingriffen in die Anlage besteht akute Verletzungsgefahr.
Schalten Sie vor Beginn der Arbeiten in jedem Fall die Spannung ab und sichern Sie diese vor
Wiedereinschalten! Beachten Sie die geltenden Unfallverhütungs- und Sicherheitsbestimmungen für
elektrische Geräte!
WARNUNG!
Unbeabsichtigtes Betätigen oder unzulässige Beeinträchtigung können zu allgemeinen
Gefahrensituationen durch die nachgeschalteten Stellglieder bis hin zur Körperverletzung
führen.
Treffen Sie geeignete Maßnahmen, um unbeabsichtigtes Betätigen oder unzulässige Beeinträchtigungen auszuschließen!
Bei Installations- und Instandhaltungsarbeiten können Gefahrensituationen entstehen. Diese Arbeiten
dürfen nur durch autorisiertes Fachpersonal und mit geeignetem Werkzeug durchgeführt werden!
Gewährleisten Sie nach einer Unterbrechung der elektrischen Versorgung einen definierten oder
kontrollierten Wiederanlauf des Prozesses!
WARNUNG!
Nach einer Systemunterbrechung oder nach dem Betrieb im Manuellbetrieb können Schäden
an Personal und am System durch unerwünschtes Betätigen von Endgeräten eintreten.
Vor dem Wechsel des Betriebsmodus (Manuell- oder Automatikbetrieb) müssen entsprechende
Maßnahmen zur Vermeidung von Schaden an Personal und am System getroffen werden, die durch
unerwünschtes Betätigen von Endgeräten (z.B. Biozidpumpe) eintreten könnten.
VORSICHT!
Für die Einsatzplanung und den Betrieb des Gerätes gelten die allgemeinen Regeln der
Technik!
Beachten Sie die Regeln nicht, können Verletzungen entstehen und/oder das Gerät, ggf. auch dessen
Umgebung, können beschädigt werden.
Halten Sie die allgemeinen Regeln der Technik ein!
VORSICHT!
Elektrostatisch gefährdete Bauelemente / Baugruppen
Das Gerät enthält elektronische Bauelemente, die gegen elektrostatische Entladung (ESD)
empfindlich reagieren. Berührung mit elektrostatisch aufgeladenen Personen oder Gegenständen
gefährdet diese Bauelemente. Im schlimmsten Fall werden sie sofort zerstört oder fallen nach der
Inbetriebnahme aus.
Beachten Sie die Anforderungen nach DIN EN 61340-5, um die Möglichkeit eines Schadens durch
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„Typ 8620 mxCONTROL“
schlagartige elektrostatische Entladung zu minimieren bzw. zu vermeiden!
Achten Sie ebenso darauf, dass Sie elektronische Bauelemente nicht bei anliegender Versorgungsspannung berühren!
VORSICHT!
Modifikationen und Änderungen der Hard- und Software
Aus Sicherheitsgründen sind unautorisierte Modifikationen und Änderungen der Hard- und Software
nicht erlaubt.
Stellen Sie sicher, dass die Angaben, Grenzwerte, Bedienungsmodi und Sicherheitshinweise in dieser
Bedienungsanleitung befolgt werden.
Zuwiderhandlung gegen die Hinweise in der Bedienungsanleitung hebt jegliche Ansprüche auf
Schadenersatz auf.
VORSICHT!
Kurzzeitiger Schutz vor Überlast und Kurzschluss
Das Gerät ist - kleinspannungsseitig (Instrumentation Supply: 24 V DC) - gegen Zerstörung durch
Überlast und Kurzschluss geschützt. Für die Dauer einer solchen Störung ist keine sichere Funktion
möglich. Nach einer solchen Störung setzt der „Typ 8620 mxCONTROL“ automatisch seinen
normalen Betrieb fort.
Die Anlage muss so dimensioniert werden, dass die an der Instrumentation Supply-Seite angeschlossenen Geräte/Sensoren dem „Typ 8620 mxCONTROL“ niemals eine Stromstärke von mehr als
1,04 A (in Summe) entnehmen.
Der „Typ 8620 mxCONTROL“wurde unter Einbeziehung der anerkannten
sicherheitstechnischen Regeln entwickelt und entspricht dem Stand der Technik. Trotzdem
können Gefahren entstehen.
Betreiben Sie den „Typ 8620 mxCONTROL“nur in einwandfreiem Zustand und unter
Beachtung der Bedienungsanleitung. Achten Sie ebenfalls auf die Einhaltung der
Einsatzbedingungen gemäß den Angaben im Kapitel 6.1 „Technische Spezifikationen“ und
auf dem Typenschild des Gerätes.
Bei Nichtbeachtung dieser Hinweise und bei unzulässigen Eingriffen in den „Typ 8620
mxCONTROL“entfällt jegliche Haftung unsererseits, ebenso erlischt die Gewährleistung auf
Geräte und Zubehörteile!
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„Typ 8620 mxCONTROL“
4
4.1
Allgemeine Hinweise
Lieferumfang
Überzeugen Sie sich unmittelbar nach Erhalt der Sendung, dass der Inhalt nicht beschädigt ist und mit
dem angegebenen Lieferumfang auf den beigelegten „Delivery Instructions“ übereinstimmt sowie die
Angaben auf dem Typenschild den Einsatzbedingungen entsprechen.
Bei Unstimmigkeiten wenden Sie sich bitte umgehend an unser Sales Center:
Bürkert Fluid Control Systems
Sales Center
Chr.-Bürkert-Str. 13-17
D-74653 Ingelfingen
Tel. :
+49 (0)7940 - 10 111
Fax:
+49 (0)7940 - 10 448
E-mail: info@de.buerkert.com
oder an Ihr Bürkert-Vertriebs-Center.
4.2
Gewährleistungsbestimmungen
Diese Druckschrift enthält keine Garantiezusagen. Wir verweisen hierzu auf unsere allgemeinen
Verkaufs- und Geschäftsbedingungen. Voraussetzung für die Gewährleistung ist der
bestimmungsgemäße Gebrauch des „Typ 8620 mxCONTROL“ unter Beachtung der spezifizierten
Einsatzbedingungen.
Die Gewährleistung erstreckt sich nur auf die Fehlerfreiheit des „Typ 8620 mxCONTROL“ und
seiner Bauteile.
Für Folgeschäden jeglicher Art, die durch Ausfall oder Fehlfunktion des Gerätes entstehen
könnten, wird keine Haftung übernommen.
4.3
Zulassungen
Die auf den Bürkert Typschildern aufgebrachte Zulassungskennzeichnung bezieht sich auf die Bürkert
Produkte.
Nähere Angaben über die Zulassungen sind im Kapitel 6.1 “Technische Spezifikationen“ zu finden.
4.4
Informationen im Internet
Bedienungsanleitungen und Datenblätter zum Typ 8620 finden Sie im Internet unter:
www.buerkert.de → Technische Daten → Bedienungsanleitungen → Datenblätter → Typ 8620.
Die komplette Dokumentation wird auf der SD-Karte mitgeliefert.
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„Typ 8620 mxCONTROL“
5
Abkürzungen
5.1
Abkürzungen in Software / Dokumentation
Es wurden die deutschen und englischen Versionen der Abkürzungen (sofern verschieden) aufgeführt. Die entsprechende anderssprachige Abkürzung steht in Klammern hinter der Erläuterung der
jeweiligen Abkürzung.
Weitere Abkürzungen (Fehlermeldungen) sind im Kapitel 15.3 zu finden.
Abkürzung
Erläuterung
+Tm
Maximale Ausgabezeit
+TmPB
Maximale Vorablass- (Pre-Bleed) Dauer
AH
Oberer Alarmprozesswert
AL
Unterer Alarmprozesswert
Alarm-
Unterer Alarmgrenzwert
Alarm+
Oberer Alarmgrenzwert
AlarmHys
Alarm-Hysterese in % des Prozesswertbereiches
Alarm H
Prozesswertalarm, oberer Wert
Alarm L
Prozesswertalarm, unterer Wert
AnalogIn 1 … 4
Analog-Eingang 1 … 4
ASL
Säure(pumpen)-Stopp-Grenzwert (Acid Stop Limit)
ASL PumpStop
Pumpen-Stopp aufgrund ASL-Alarm
Au
Automatikbetrieb
BATCH (od. Batch-Dosing)
Batch-Dosiermodul (Chargenweise Dosierung)
Binär
Binäreingang (digital: 0 / 24V DC)
BIOCIDE_DOSING
Biozid-Dosiermodul
BioDos
Biozid-Dosiermodul (Kürzel)
Cd
Leitfähigkeitsmodul (Ein-/Aus-Regelung) - Kürzel
Cd-PI
Leitfähigkeitsmodul (PI-Control) - Kürzel
(zum Teil mit 3-Punkt-Schritt-Ausgang)
Cd-PIr
Leitfähigkeitsmodul (PI-Verhältnisregelung) - Kürzel,
Sollwert vom Verhältnis des Ergänzungswasserkanals abhängig
Cd r
Leitfähigkeitsmodul (Ein-/Aus-Verhältnisregelung) - Kürzel,
Sollwert vom Verhältnis des Ergänzungswasserkanals abhängig
CL
Chlor
CL/ORP
Chlor-/Redoxpotential-PI-Modul - Kürzel
CL_ORP
Chlor-/Redoxpotential-PI-Modul (Chlorine/Oxidising Redox Potential)
CM
Kalibrierungsmodus: der 4-20mA-Eingang oder -Ausgang wird gerade kalibriert
CMD
Modulausgang (Command) zum Stellglied (%) – proportional/integral
CMD A
Modulausgang (Acid) – Säurepumpe
CMD C
Modulausgang (Caustic) – Laugepumpe
CMD on
Ausgabewert am Modulausgang z.B. während der Dosierung
CMDsafe
Sicherheitsstellwert, er ist aktiv falls
- am 4…20mA-Eingang weniger als 3.5 mA oder mehr als 20.5 mA anliegen,
- am Pt100-Eingang eine Temperatur außerhalb des Messbereichs anliegt
CMD 1, CMD 2
Modulausgang für Kanal 1, Modulausgang für Kanal 2 (bei BIOCIDE_DOSING)
Cond
Leitfähigkeit (Conductivity)
COND_CONTROL
Leitfähigkeitsmodul (Ein/Aus-Regelung)
COND_CONTROL_RATIO
Leitfähigkeitsmodul (Ein/Aus-Verhältnisregelung),
Sollwert vom Verhältnis des Ergänzungswasserkanals abhängig
Seite 11
„Typ 8620 mxCONTROL“
Abkürzung
Erläuterung
COND_PI
Leitfähigkeitsmodul (PI-Regelung),
(zum Teil mit 3-Punkt-Schritt-Ausgang)
COND_PI_RATIO
Leitfähigkeitsmodul (PI- Verhältnisregelung),
Sollwert vom Verhältnis des Ergänzungswasserkanals abhängig
Cor
Korrosion (Corrosion)
CorroD
Korrosionsanzeige-Modul (Corrosion Display) - Kürzel
CORROSION_DISPLAY
Korrosionsanzeige-Modul (Corrosion Display Module)
Cut-
Untere CutOff-Schwelle (Modul „COMMON_PID“)
Cut+
Obere CutOff-Schwelle (Modul „COMMON_PID“)
D-
max. Rampenanstieg (Sollwertänderung) - pro Minute fallend
D+
max. Rampenanstieg (Sollwertänderung) - pro Minute steigend
Dbnd
Totband (Deadband) – zur Schwingungsvermeidung des Stellgliedes
DigIn 1 … 4
Digital-Eingang 1 … 4
Dos1 … Dos8
Bioziddosierungs-Timer (8 Zeiten pro Tag und pro Kanal möglich)
FA
Analog-Digital-Fehler (AD-Fault)
Fc
Kalibrierdatenfehler (FK)
FC
Konfigurationsfehler (Configuration Fault)
fF
Durchfluss-Schalter (Flow switch): „Kein Fluss“
FI
Eingangsfehler (Input Fault)
Filter
Filterstufe (für Tiefpassfilter)
FK
Kalibrierdatenfehler (Fc)
Fmax
Maximale Stellglied-Ausgangsimpulsefrequenz (pro Minute oder pro Stunde)
fo
fremdbestimmt (forced) durch andere Module
Freq-
unterer Frequenzwert eines Frequenzbereiches
Freq+
oberer Frequenzwert eines Frequenzbereiches
Fr
Freitag (Friday)
fS
System-Schalter (System switch): „Stand-by“
FS
Sensorfehler (Sensor Fault)
FSOR
Flow Switch Override
Hyst
Schalthysterese, Eingabe in physikalischen Einheiten
HO
Prozesswertstatus, Wert-Haltefunktion (Hold) während Nutzer-Kalibrierung der
4-20mA-Eingänge
Inv
Invertierung der Wirkungslinie eines Moduls/eines Signals
IS
Spannungsversorgung für angeschlossene Sensoren etc. (Instrumentation
supply) - Kleinspannungsebene
Kp
einheitenbehafteter Verstärkungsfaktor (in [% Stellwert/Einheit PV])
Kx
Verhältnisfaktor für die interne Sollwertermittlung
Lim-
Untere Ausgabegrenze in %
Lim+
Obere Ausgabegrenze in %
Ma
Manueller Betriebsmodus, Manuellbetrieb
Mo
Montag (Monday)
MONITOR_PV
Modul für die externe Überwachung eines Prozesswertes PV (Daten-Logging)
Mon PV
Modul für die externe Überwachung eines PV (Daten-Logging) -Kürzel
MOT
Maximum Output Timer – Festlegung der maximalen Ausgabezeit
MPY
Korrosionsrate in Mils Per Year
MTPB
Maximum Vorablass- (Pre-Bleed) Timer
µMPY
Korrosionsrate in Micro Mils Per Year
nA
Eingang nicht aktiv
O2_SCAV_CTRL_RATIO
Dosierung von O2-Aufnahmemitteln basierend auf Durchfluss und Temperatur
Seite 12
„Typ 8620 mxCONTROL“
Abkürzung
Erläuterung
O2SCR
Dosierung von O2-Aufnahmemitteln basierend auf Durchfluss und Temperatur Kürzel
OF
Ausgangsfehler der 4…20mA-Ausgänge (Output Fault)
OPEN_PROP
Dosierung proportional zum Prozesswert
OpProp
Dosierung proportional zum Prozesswert - Kürzel
ORP
Redox-Potential (Oxidising Redox Potential)
PB
Vorablass-Grenzwert (Pre-Bleed Limit) beim Bioziddosiermodul in Verbindung
mit den Modulen COND_CONTROL und COND_PI
PB ratio
Vorablass-Grenzwert (Pre-Bleed Ratio Limit) beim Bioziddosiermodul – nur in
Verbindung mit den Modulen COND_CONTROL_RATIO und COND_PI_RATIO
PFM
Pulsfrequenzmodulation
pH-AC
pH-PI-Modul mit Ansteuerung der Säure- und der Laugenpumpe (Kürzel)
pH-A/C
pH-PI-Modul mit Ansteuerung der Säure- oder der Laugenpumpe (Kürzel)
PH_ACID_CAUS
pH-PI-Modul mit Ansteuerung der Säure- und der Laugenpumpe
PH_ACID_OR_CAUS
pH-PI-Modul mit Ansteuerung der Säure- oder der Laugenpumpe
potf. Binär
Binäreingang (digital, potentialfrei)
PS
Spannungsversorgung des Gerätes (Power Supply) - Netzspannungsebene
Psd
Prozess-Schaltungsdiffferenz (Process switching difference)
PumpStop
Pumpenstop aufgrund Überschreitung des Korrosionsgrenzwertes
PV
Prozesswert
PV BSi
Ist-Batch-Größe
PV cal
Leitfähigkeitswert (für TDS-Kalibrierung)
PWM
Pulsweitenmodulation
r
lesbar (read – Zugang über das Konfigurationsmenü bzw. die XML-Konfig.-Datei)
Ref.Date Week1
Bezugsdatum für Woche 1 (Reference Date for week 1)
rw
Les- und überschreibbar (read and write - Zugang … siehe “r”)
Sa
Samstag (Saturday)
Scal-
Minimaler Wert eines Messwertbereiches (in physikalischen Einheiten)
Scal+
Maximaler Wert eines Messwertbereiches (in physikalischen Einheiten)
SP
Sollwert
SP BSi
Soll-Batch-Größe
SpecFunc
Spezielle Eingangsfunktion für 4…20mA-Eingänge
SPLim
Sollwert-Minimum (interner Berechnungswert für Leitfähigkeitsmodul)
SPLim-
Untere Sollwert-Grenze für pH-Messung
SPLim+
Obere Sollwert-Grenze für pH-Messung
SP Limit
Sollwert-Begrenzer (Set point Limiter)
SP Ramp
Sollwertanstieg (Set point ramp)
SSOR
System Switch Override
State
Aktueller Status des Dosierprozesses im Batch-Dosiermodul
Su
Sonntag (Sunday)
Tco cl
Zeit, um Stellglied gänzlich zu schließen (time for complete closing: 100% Æ 0%)
Tco op
Zeit, um Stellglied gänzlich zu öffnen (time for complete opening: 0% Æ 100%)
Tdose
(Gesamte) Biozid-Dosierdauer; Batch-Dosierdauer
TDS
Gesamtgehalt an gelösten Feststoffen (Total Dissolved Solids)
TDS cal
TDS-Wert (Total Dissolved Solids)
Th
Donnerstag (Thursday)
+Tm
Maximale Ausgabezeit (time max.)
+TmPB
Maximale Vorablass- (Pre-Bleed) Dauer
Tm1
Interval zwischen Haupt- und Nachdosiervorgang
Seite 13
„Typ 8620 mxCONTROL“
Abkürzung
Erläuterung
Tm2
Verzögerung nach Nachdosiervorgang bevor Leitfähigkeitsregelung wieder
einsetzt
Tn
Nachstellzeit (Reset time) in Sekunden
Tperiod
Periodendauer
Tpuls
Impulsdauer des Stellgliedausganges in ms oder s
Tsample
Abtastzeit des jeweiligen Regelkreises; Abtastzeit beim Daten-Logging
Tu
Dienstag (Tuesday)
Tv
Vorhaltezeit
w
überschreibbar (write – Zugang über das Konfigurationsmenü bzw. die XMLKonfig.-Datei)
Warn-
Unterer Grenzwert für Warnung
Warn+
Oberer Grenzwert für Warnung
WarnHys
Warn-Hysterese in % des Prozesswertbereiches (AwHyst)
WH
Oberer Warnprozesswert
We
Mittwoch (Wednesday)
WL
Unterer Warnprozesswert
YA
Kürzel in der Alarmanzeige für ASL-Pumpen-Stopp bzw. “ASL-pump-stop”
YF
Outputfehler (Out fails) - maximale Ausgabezeit ist abgelaufen
YS
Sicherheitsstellwert CDMsafe ist aktiv (aufgrund Eingangs-/Sensorfehler)
Seite 14
„Typ 8620 mxCONTROL“
5.2
Display-Anzeige der Einheiten
Aufgrund der beschränkten Display-Anzeige steht nicht immer der erforderliche Platz für die ausführliche Anzeige der Einheit zur Verfügung. In Abhängigkeit der verfügbaren Stellen werden 3 oder 6 Stellen im Display angezeigt, die Entsprechungen sowie die Ausgabe beim Daten-Logging sind in nachfolgender Tabelle – nach Gruppen geordnet - aufgelistet.
Display-Anzeige
max. 3 Zeichen
Display-Anzeige
max. 6 Zeichen
Anzeige bei der
Einheitenauswahl
sowie Daten-Logging
Einheit
L
L
L
Liter
hL
hL
hL
Hektoliter
m3
m3
m3
Kubikmeter
Gal
Gal US
Gal US
U.S. liq. Gallone
bbl
bbl US
bbl US
U.S. Barrel
Volumen-Einheiten
gal
gal Im
gal Imp
Imperial Gallone
ft3
ft3
ft3
Cubic Foot
yd3
yd3
yd3
Cubic Yard
Liter pro Sekunde
Durchfluss-Einheiten
L/s
L/s
L/s
L/m
L/ min
L/ min
Liter pro Minute
L/h
L/h
L/h
Liter pro Stunde
m3M
m3/min
m3/min
Kubikmeter pro Minute
m3H
m3/h
m3/h
Kubikmeter pro Stunde
G/s
Gal/s
Gal/s US
U.S. liq. Gallonen pro Sekunde
G/m
Gal/m
Gal/m US
U.S. liq. Gallonen pro Minute
G/h
Gal/h
Gal/h US
U.S. liq. Gallonen pro Stunde
g/s
gal/s
gal/s Imp
Imperial Gallonen pro Sekunde
g/m
gal/m
gal/m Imp
Imperial Gallonen pro Minute
g/h
gal/h
gal/h Imp
Imperial Gallonen pro Stunde
bbS
bbl/s
bbl/s US
U.S. Barrel pro Sekunde
bbM
bbl/m
bbl/m US
U.S. Barrel pro Minute
bbH
bbl/h
bbl/h US
U.S. Barrel pro Stunde
f3S
ft3/s
ft3/s
Cubic Feet pro Sekunde
f3M
ft3 /m
ft3 /min
Cubic Feet pro Minute
f3H
ft3/h
ft3/h
Cubic Feet pro Stunde
P/s
Pul/s
Pul/s
Pulse pro Sekunde
P/m
Pul/m
Pul/m
Pulse pro Minute
Einheiten für Chemische Analyse
µS
µS/cm
µS/cm
Microsiemens pro Zentimeter
mS
mS/cm
mS/cm
Millisiemens pro Zentimeter
MPY
MPY
MPY
Mils pro Jahr
µMY
µMPY
µMPY
Micromils pro Jahr
mV
mV
mV
Millivolt
mgL
mg/L
mg/L
Milligramm pro Liter
%Sa
%Sat
%Sat
Prozent Sättigung
pH
pH
pH
pH
Fortsetzung auf der nächsten Seite
Seite 15
„Typ 8620 mxCONTROL“
Display-Anzeige
max. 3 Zeichen
Display-Anzeige
max. 6 Zeichen
Anzeige bei der
Einheitenauswahl
sowie Datalogging
Einheit
Temperatur-Einheiten
°C
°C
°C
Grad Celsius
°F
°F
°F
Grad Fahrenheit
°Ra
°Rank
°Rank
Grad Rankine
K
K
K
Kelvin
Druck-Einheiten
bar
bar
bar
Bar
mba
mbar
mbar
Millibar
psi
psi
psi
psi
Diverse Einheiten
ppm
ppm
ppm
Parts per Million
V
V
V
Volt
mA
mA
mA
Milliampere
Pul
Pulse
Pulse
Pulse
Hz
Hz
Hz
Hertz
%
%
%
Prozent
ms
Millisekunde
Sonstige Parametereinheiten
ms
ms
s
s
s
Sekunden
min
min
min
Minuten
h
h
h
Stunden
/m
/min
/min
Pro Minute
/h
/h
/h
Pro Stunde
Seite 16
„Typ 8620 mxCONTROL“
6
6.1
Technische Daten
Technische Spezifikationen
Diese Bedienungsanleitung ist gültig ab der
Allgemeine Angaben zum Gerät
Gehäuse
Gehäuse-Außenabmessungen L x B x H
Gehäusematerial
Masse
Schutzgrad
Graphikdisplay mit Hintergrundbeleuchtung
Bedientasten für manuelle Bedienung
Betriebstemperatur
Lagertemperatur
Elektrische Daten
Netzspannung (Spannungsversorgung)
Leistungsaufnahme (des mxCONTROL)
Gesamt-Leistungsaufnahme (die interne
Spannungsverteilung nutzend)
Gesamt-Stromaufnahme Iin (die interne
Spannungsverteilung nutzend)
Gesamt-Stromentnahme Iout (die interne
Spannungsverteilung nutzend)
Spannungsversorgung für Sensoren/Transistorausgänge
Geräteschutzsicherung (Instrumentation)
Sicherung für Relaisausgänge
Einschaltstrom (typ.)
Elektrische Verbindungen
Elektrische Verbindung der
Netzspannungsebene (Power supply)
Elektrische Verbindung der Kleinspannungsebene (Instrumentation Supply)
Firmware Revision: C.00.00.00
mit Abdeckung der Bedientasten und des Displays
230 x 204 x 119 mm (ohne Kabelverschraubungen)
PC (UL94) mit transparentem Deckel und mit Schlüssel
1,8 kg
IP 65 und NEMA/UL 50, Typ Nr. 4X - bei geschlossenem
Deckel und sorgfältig verschlossenen Kabelverschraubungen,
zusätzliche Abdeckung von USB-Anschluss und SD-Karteneinschub
128 x 64 Pixel, zweifarbig (blau-weiß)
5 Tasten für Bedienereingaben
0 … +50 °C
-20 … +60 °C
100 … 240 V AC, 50/60 Hz, (keine Einstellung notwendig)
max. 35 W (inkl. Sensorversorgung auf InstrumentationSupply-Seite)
Max. 2400 W (bei 240 V AC) oder max. 1100 W (bei 110 V AC)
inkl. der angeschlossenen Aggregate auf der Power-SupplySeite
Max. 10 A
<10 A (inkl. Leistungsaufnahme des Gerätes von 35 W)
24 V DC (±5%), max. 1,04 A (25 W),
vor Kurzschluss und Überlast geschützt
intern: elektronische Sicherung, kehrt nach Beheben der
Störungsursache automatisch zum normalen Betrieb zurück
Relaisausgänge sind bei externer Installation entsprechend der
Aktoren zu sichern
Kaltstart: 30 A / 230 V AC
Hardware-Variante 1:
Schraubklemmen, Raster 5,08 mm,
für Leiterquerschnitte 0,14 … 1,5/2,5 mm2 (AWG 26…14)
Hardware-Variante 2:
Federzugklemmen, Raster 5,0 mm,
2
für Leiterquerschnitte 0,2 … 2,5/4,0 mm (AWG 24…12)
Hardware-Variante 1:
Schraubklemmen, Raster 3,81 mm,
für Leiterquerschnitte 0,14 … 1,0/1,5 mm2 (AWG 26…16)
Hardware-Variante 2:
Federzugklemmen, Raster 3,5 mm,
2
für Leiterquerschnitte 0,2 …1,5 mm (AWG 24…16)
Seite 17
„Typ 8620 mxCONTROL“
Kabelverschraubung und Kabel
Interne Ausstattung - Eingänge
Eingänge
Analogeingänge - Merkmale
Eingangswiderstand der 4…20mA-Eingänge
Messfehler der 4…20mA-Eingänge
Bereich der Pt100-Eingänge
Messfehler der Pt100-Eingänge
Digital-/Frequenzeingänge - Merkmale
Logische Werte
Eingangswiderstand
Maximale Frequenz
Tastverhältnis Frequenzeingänge
Messfehler Frequenz
akzeptierte Eingangssignale von
Interne Ausstattung - Ausgänge
Ausgänge
4...20mA-Analogausgänge - Merkmale
Relaisausgänge - Merkmale
Transistorausgänge - Merkmale
Weitere interne Ausstattung
Mikrocontroller-Kern
Einschub für SD-Karte (Speicherkarte)
Seite 18
Hardware-Variante 1:
9 x M16 (PG9)
5…6,5 mm Kabel-D.
1 x M32 (PG21)
5 mm Kabel-D. (5x)
Hardware-Variante 2:
4 x M16 (PG9)
5…6,5 mm Kabel-D.
2 x M16 (PG9)
6…9,5 mm Kabel-D.
3 x M20 (PG13)
9…13,5 mm Kabel-D.
1 x M32 (PG21)
5 mm Kabel-D. (5x)
Kabel-D. = Kabelaußendurchmesser
Nicht verwendete Kabelverschraubungen müssen mit
passenden Dichtungs-/Verschlussbolzen abgedichtet werden,
um die Schutzklasse IP65 garantieren zu können.
Temperaturbeständigkeit (Kabelmaterial):
105 °C für Kabel der Power Supply-Seite
80 °C für Kabel der Instrumentation Supply-Seite
Hardware-Variante 1:
4 Analogeingänge (4…20 mA oder Pt100)
softwarekonfigurierbar) +
4 Digitaleingänge (Binär oder Frequenz)
Hardware-Variante 2:
4 Analogeingänge 4…20 mA +
2 Analogeingänge Pt100 +
4 Digitaleingänge (Binär oder Frequenz) +
4 Digitaleingänge (Binär)
max. 300 Ω
< 0,2 % des Messbereichs
-20 … +150 °C
max. ±0,25 K
3-Leiter-Anschluss; Drahtwiderstandsausgleich per Software
1 bzw. HIGH: 13 ... 35 V; 0 bzw. LOW: 0 … 4,5 V
≥ 20 kΩ
2 kHz
1:1
max. 0,2 % des Messbereichs
Open Collector; Open Emitter; Push-Pull -Ausgang; Halleffekt;
Reedschalter; Mikroschalter
Hardware-Variante 1:
5 Relaisausgänge +
4 Analogausgänge 4…20 mA (optional) +
4 Transistorausgänge (optional)
Hardware-Variante 2:
5 Relaisausgänge +
2 Analogausgänge 4…20 mA +
2 Transistorausgänge
max. 500 Ohm Last, Ausgangsauflösung 10 bit (effektiv >9 bit)
max. 250 V AC/DC, max. 10 A, potentialfrei, Wechsler,
max. 2500 VA (AC), max. 40 W Ohmsche Last (DC),
3 Mio Schaltspiele bei 1 A, 10 Mio Schaltspiele bei 0 A
24 V DC, Schaltkapazität je max. 16 W, pnp, max. 2200 Hz
32 bit mit integriertem Flash-Speicher
Nutzung für Datenaufzeichnung (Daten-Logging), Up- und
Download von Konfigurations- und Parameterdateien
„Typ 8620 mxCONTROL“
Interne Uhr
Batteriesicherung für Echtzeituhr
Echtzeituhr mit Kalender
Lithiumbatterie CR2032, wechselbar,
Nutzungsdauer ca. 10 Jahre
Datenübertragung/Kommunikation
SD-Karte
SD-Kartengröße: minimal 64 MB, maximal 2 GB,
Formatierung mit FAT16-Dateisystem
Up-/Download d. Konfigurationsdaten/Parameter mittels USB oder SD Karte
Daten-Logging
auf SD Karte
Firmware update
mittels USB
USB Slave Schnittstelle
Standard-USB-Schnittstelle für PC-Kommunikation
Ethernet-Schnittstelle
optional: Ethernet-Schnittstelle für komfortable Diagnose inkl.
Web-Server und E-Mailoption
Extension-Bus-Schnittstelle
CAN-basierter Bus für den Anschluss von Erweiterungseinheiten (z. B. Eingangs-/Ausgangs-Erweiterungen)
Reglerstruktur
Anzahl der Regelkreise
maximal 8 aktive Regelkreise
Reglerausgänge/Modulausgänge
1) Binär
2) Pulsfrequenzmoduliert (PFM)
3) Pulsweitenmoduliert (PWM)
4) Analog
Abtastzeit
ca. 50 ms (bei 1…4 aktiven Regelkreisen);
ca. 100 ms (bei mehr als 4 aktiven Regelkreisen)
Bedienerkonfiguration
Kaskadenregelung möglich; Eingänge, Ausgänge und
Bezeichnungen der Steuer- bzw. Regelfunktionen können
mittels Konfigurationsdatei geändert werden
Merkmale der Module
Allgemeine PID-Regelung
PID-Prozessregler für Festwert-, Folgewert- oder Kaskadenregelung
Leitfähigkeitsregelung
Ein/Aus- oder PI-Regelung - kontinuierliche Dosierung durch
PFM, PWM oder 4…20mA-Analogausgang,
Automatisches oder manuelles Ablassen
Korrosionsanzeige
keine Reglerfunktion, ausschließlich Anzeige der Messwerte;
Einfluss auf allgemeinen Alarmausgang
pH-Regelung
PI-Regelung - kontinuierliche Dosierung durch PFM, PWM
oder 4…20mA-Analogausgang
Modul zur Dosierung von SauerstoffaufnahmeProportionale Dosierung zu Durchfluss und Sauerstoffgehalt in
mitteln
Abhängigkeit vom Durchfluss – mit oder ohne Temp.-einfluss
Chlor-/Redox-Regelung
PI-Regelung - kontinuierliche Dosierung durch PFM, PWM
oder 4…20 mA-Analogausgang
Batch-Dosierung
Erlaubt die Batch-Dosierung einer Chemikalie in Abhängigkeit
der ermittelten Zuflusswassermenge
Bioziddosierung
14-Tage-Programm; 8 Dosierereignisse pro Kanal/pro Tag;
Vorablass-Funktion zur Optimierung der Biozidkontaktzeit
Monitormodul
Anzeige der Prozesswerte
Totalizer-Funktion
Durchfluss-Totalisator für ein oder zwei Kanäle (jeder Kanal
besitzt zwei manuell rücksetzbare Totalisatoren)
Weitere Funktionen
Passwortsicherung, Filter; Auswahl physikalischer Einheiten,
Alarm, Invertierungsfunktion
Normen und Standards
- Umweltstandards
IEC/DIN IEC 60068
- EMV-Standards
EN 61000, EN 55011
- CE-Kennzeichnung
CE-Kennzeichnung, resultierend aus entsprechenden Tests
- UL/CSA (gilt für Versionen mit UL-/CSAStd. UL61010-1 Second Edition “Process Control Equipment”,
Zulassung)
CSA standard C22.2 No. 61010-1 Second Edition
Tabelle 1: Technische Spezifikationen
Seite 19
„Typ 8620 mxCONTROL“
6.2
Typschild-Beispiel
Gerätebezeichnung
Typangabe
evtl. spezifische Konfiguration des Gerätes
Spannungs- und Frequenzbereich, zulässige Stromstärke
Achtung! Manual beachten!
Serien-Nummer und
Bestell-Nummer und Herstellungs-Code
Für die Zulassung in den USA sowie Canada ist die ULZertifizierung erforderlich.
Diese Zulassung wird mit diesem Label dokumentiert
(gilt nur für Versionen mit UL-Zulassung).
6.3
Hardware-Struktur
Dieses vereinfachte Blockdiagramm zeigt die Hauptkomponenten der Hardware des „Typ 8620
mxCONTROL“.
Abbildung 1: Blockdiagramm – Hardware-Struktur
Seite 20
„Typ 8620 mxCONTROL“
Die Anzahl der Ein- und Ausgänge der verschiedenen Hardware-Varianten ist in nachfolgender
Tabelle 2 aufgeführt.
Eingänge
Hardware-Variante 1
Hardware-Variante 2
Analog 4…20 mA
-
4
Analog Pt100
-
2
Analog 4…20 mA oder Pt100
4
-
Digital (Binär)
-
4
Digital (Binär oder Frequenz)
4
4
4 (Option)
2
5
5
4 (Option)
2
Analog 4…20 mA
Ausgänge
Relais
Transistor
Tabelle 2: Anzahl der Ein- und Ausgänge der Hardware-Varianten
6.4
Modulübersicht
Diese Tabelle zeigt die verfügbaren Standardmodule, welche anwendungsspezifisch kombiniert
werden können. Sie können entweder als Regelungs- oder Steuerungs- oder bloße Anzeigemodule
fungieren.
Es werden die Modulnamen, wie sie in den Konfigurationsdateien verwendet werden, aufgeführt
ebenso die Kurzbezeichnungen für das Menü sowie eine kurze Erläuterung des Modultyps.
Modulname für XMLKonfigurationdatei
Kurzbezeichnung
im Menü
Modultyp
NONE
--
--
BATCH
Batch
Batch-Dosierung (chargenweise Dosierung)
BIOCIDE_DOSING
BioDos
Biozid-Dosierung
CL_ORP
CL/ORP
Chlor-/Redox-PI-Regelung
COMMON_PID
PID
Allgemeiner PID-Regler
COND_CONTROL
Cd
Leitfähigkeits-Ein-/Aus-Regelung
COND_CONTROL_RATIO
Cd r
Leitfähigkeits-Ein-/Aus-Regelung, sollwertabhängig vom
Verhältnis des Ergänzungswasserkanals
COND_PI
Cd-PI
Leitfähigkeits-PI-Regelung
COND_PI_RATIO
Cd-PIr
Leitfähigkeits-PI-Regelung, sollwertabhängig vom Verhältnis
der System- zur Zuflusswasserleitfähigkeit
CORROSION_DISPLAY
CorroD
Korrosionsanzeige
MONITOR_PV
Mon PV
Überwachung von bis zu 2 Prozesswerten (Daten-Logging),
und optionale Ausgabe
O2_SCAV_CTRL_RATIO
O2SCR
Dosierung von Sauerstoffaufnahmemitteln basierend auf
Durchfluss und Temperatur des Speisewassers
OPEN_PROP
OpProp
Dosierung (proportional zum Prozesswert)
PH_ACID_CAUS
pH-AC
pH-PI-Regelung mit Ausgängen für Säure- und
Laugenpumpen
PH_ ACID_OR_CAUS
pH-A/C
pH-PI-Regelung mit Ausgang für Säure- (oder Laugen-)
Pumpe
TOTALIZER
Total
Zweikanal-Totalizer
Tabelle 3: Modulbezeichnungen und -typen
Seite 21
„Typ 8620 mxCONTROL“
7
7.1
Installation
Sicherheitshinweise
GEFAHR!
Gefahr durch elektrische Spannung!
Bei Eingriffen in die Anlage besteht akute Verletzungsgefahr.
Schalten Sie vor Beginn der Arbeiten in jedem Fall die Spannung ab und sichern Sie diese vor
Wiedereinschalten!
Beachten Sie die geltenden Unfallverhütungs- und Sicherheitsbestimmungen für elektrische Geräte!
Vergleichen Sie auch die (UL-) Hinweise in Kapitel 7.4 „Elektrische Installation“!
WARNUNG!
Gefahr durch unsachgemäße Montage!
Durch nicht sachgemäße Montagearbeiten können zu Verletzungen, sowie Schäden am Gerät und
seiner Umgebung führen.
Diese Arbeiten dürfen nur durch autorisiertes Fachpersonal und mit geeignetem Werkzeug
durchgeführt werden!
Gefahr durch unbeabsichtigte Betätigung!
Durch unbeabsichtigtes Betätigen der Anlage können Gefahrensituationen entstehen.
Verhindern Sie durch geeignete Maßnahmen, dass die Anlage unbeabsichtigt betätigt werden kann.
7.2
Schnellstart-Anleitung
Installation des „Typ 8620 mxCONTROL“ in
einer Anlage oder montiert auf einem Panel
wie in Bild 2
Abbildung 2:
„Typ 8620 mxCONTROL“ - Installationsbeispiel
→ Installieren Sie die erforderlichen Sensoren und weitere Geräte jeweils entsprechend deren
Installations- und Bedienungsanleitungen.
→ Stellen Sie die elektrischen Verbindungen entsprechend den Angaben in Kapitel 7.4 her.
→ Stellen Sie die Spannungsversorgung her.
→ Laden Sie die Konfigurationsdatei und die Parameterdatei von der SD-Karte herunter (siehe
Kapitel 11.2).
→ Prüfen und überarbeiten Sie die Parameter und Werte im Menü (Codelevel Bediener) entsprechend der Beschreibung des Menüs (siehe Kapitel 9) und der Modulfunktionen (siehe Kapitel 14).
→ Stellen Sie Datum und Uhrzeit (siehe Kapitel 21.5.8).
Seite 22
„Typ 8620 mxCONTROL“
7.3
Mechanische Installation
Direktes Sonnenlicht reduziert den Bildschirmkontrast, ist jedoch harmlos für das Display.
Finden Sie daher einen geeigneten, geschützten Platz für die Installation.
Der „Typ 8620 mxCONTROL“ ist nicht für Umgebungstemperaturen unter 0 °C ausgelegt.
Falls dies unumgänglich ist, muss der „Typ 8620 mxCONTROL“ in einem thermostatgesteuerten Schrank installiert werden, um normale Umgebungstemperaturen einzuhalten.
In Nordamerika darf das Gerät nicht direkt an der Gebäudewand befestigt werden!
Zur Befestigung des Gerätes sind in diesem Falle immer geeignete Installationstafeln oder
Schaltschränke zu verwenden.
→ Öffnen Sie den Deckel (bei mitgeliefertem Schlüssel zuvor aufschließen), indem Sie mit beiden
Daumen auf den Schnappverschluss drücken.
Zum Schließen des Deckels drücken Sie den Deckel nach unten bis ein „klick“ zu hören ist
(verschließen Sie den Deckel evtl. mit dem Schlüssel).
→ Der „Typ 8620 mxCONTROL“ wurde für die Wandmontage entwickelt (Ausnahme: Nordamerika,
siehe Hinweiskasten oben), Abbildung 2 zeigt die bevorzugte Montageposition.
Bohren Sie 4 Löcher (der
Schraubengröße entsprechend) im Abstand wie
nebenstehend gezeigt.
Befestigen Sie das Gerät mit
4 passenden Schrauben
(empfohlene Schrauben:
M4,5 oder M5,
Schraubenkopf: ≤ 9,5 mm).
4 Löcher für die Montage
Abbildung 3: Maßangaben für die Montage
→ Die Wandmontage mittels Schrauben wird durch eine Lochaussparung in jeder Ecke des
Gehäuses ermöglicht (siehe Abbildung 3). Zugang zu diesen Aussparungen erhalten Sie durch das
Öffnen des Deckels.
Seite 23
„Typ 8620 mxCONTROL“
7.4
Elektrische Installation
GEFAHR!
Gefahr durch elektrische Spannung
Bei Eingriffen in die Anlage besteht akute Verletzungsgefahr.
Stellen Sie sicher, dass keine Netzspannung am Gerät anliegt, wenn Arbeiten am Gerät durchgeführt
werden! Stellen Sie vor Inbetriebnahme des „Typ 8620 mxCONTROL“sicher, dass alle elektrischen
Verbindungen den Landes- und anlagenspezifischen Vorschriften entsprechen!.
Achten Sie dabei besonders auf die richtige Auslegung der Sicherung bzw. des
Leitungsschutzschalters in der Versorgungsleitung.
Zur Dimensionierung und Installation des Trennschalters, der Sicherungen etc. beachten Sie
unbedingt die untenstehenden Informationen!
In Nord Amerika dürfen dafür nur Geräte mit UL-Zertifizierung eingesetzt werden.
Dimensionierung der Sicherungen, Leitungsschutzschalter, Überstromschutzeinrichtungen
Es ist besonders auf die richtige Auslegung der Sicherung bzw. des Leitungsschutzschalters in der
Versorgungsleitung zu achten. Die L- und N-Leiter sind durch geeignete Überstromschutzeinrichtungen (max. 10 A) wie z. B. Sicherungen, Leitungsschutzschalter etc. abzusichern.
Ebenso ist eine Vorrichtung zur versorgungsseitigen, allpoligen Trennung in räumlicher Nähe des
Gerätes zu installieren. Das kann z.B. die oben genannte Überstromschutzeinrichtung oder auch ein
geeigneter Trennschalter (110/240 V AC und mit mindestens der Stromgröße der Überstromschutzeinrichtung) sein.
Falls die an der Power Supply-Seite angeschlossenen Geräte dem „Typ 8620 mxCONTROL“ eine
Stromstärke von mehr als 10 A (in Summe) entnehmen, müssen die Geräte an eine separate
Spannungsversorgung angeschlossen werden – beachten Sie die Schemata in Anhang 21.2.
Elektrische Verbindungen
Die bevorzugte Montageposition für den „Typ 8620 mxCONTROL“ ist mit nach unten gerichteten
Kabelverschraubungen, d.h. alle Kabelverschraubungen befinden sich an der Unterseite des Gerätes.
→ Der Zugang zu den elektrischen Verbindungen erfolgt durch Lösen der Schrauben, die die untere
Abdeckplatte fixieren. Die Abdeckplatte wird dann am schwarzen Handgriff angehoben.
→ Die Reihenklemmen für die Netzspannungsebene (Power Supply) und die Kleinspannungsebene
(Instrumentation Supply) sind durch eine Isolationsplatte voneinander getrennt (siehe Abbildung 4).
Seite 24
„Typ 8620 mxCONTROL“
Netzspannungsebene
(Power supply PS)
Kleinspannungsebene
(Instrumentation
supply IS)
(Hardware-Variante 1)
Isolationsplatte
(Hardware-Variante 2)
Abbildung 4:
Blick in das Reihenklemmenfach (bei entfernter Abdeckplatte) des „Typ 8620 mxCONTROL“
oben: Hardware-Variante 1: Schraubenklemmen
unten: Hardware-Variante 2: Federzugklemmen
→ Verwenden Sie geeignete Kabel (Kabelquerschnitte: vgl. Kapitel 7.5) für den Durchgang durch die
Kabelverschraubungen (Kabelaußendurchmesser und Temperaturbeständigkeit: vgl. Tabelle 6.1,
Abschnitt „Elektrische Verbindungen“).
→ Lösen Sie die Mutter der Kabelverschraubung und entfernen Sie zunächst den Dichtungseinsatz.
→ Schieben Sie das Kabel zuerst durch die Mutter der Kabelverschraubung und durch den Dichtungseinsatz und präparieren dann die einzelnen Leiter des Kabels mit Aderendhülsen (siehe
Abbildung 5) der empfohlenen Länge:
(Kabel für Netzspannungsebene:
Kabel für Kleinspannungsebene:
Hülsenlänge: 7 mm,
Hülsenlänge: 5 mm).
Abbildung 5:
Kabel mit Aderendhülsen
→ Führen Sie dann das präparierte Kabel durch die Kabelverschraubungsöffnung ins Gerät und
klemmen anschließend die Leiter an der Reihenklemme an.
→ Schrauben Sie danach die Kabelverschraubungsmutter fest, bis das Kabel sicher hält
(Anzugsmoment für Kabelverschraubung M16: max. 6 Nm
(Anzugsmoment für Kabelverschraubung M20: max. 8 Nm
Anzugsmoment für Kabelverschraubung M32: max. 10 Nm)
→ Befestigen Sie die Abdeckplatte nach dem Anklemmen aller erforderlichen Verbindungen wieder
mit den Schrauben.
Wichtig! Verschließen Sie ungenutzte Kabelverschraubungen mit den Dichtungsbolzen –
anderenfalls ist die Schutzklasse IP65 nicht garantiert.
Seite 25
„Typ 8620 mxCONTROL“
7.5
Reihenklemmen-Anschlussbelegung
7.5.1
Netzspannungsebene (Power Supply - PS)
Schließen Sie die Kabel an wie in den PIN-Tabellen im Anhang (21.3.1 und 21.4.1) vorgegeben.
Die jeweiligen Klemmenbelegungspläne werden mit dem PC-Tool entsprechend des „Projektes“
erstellt. Diese dienen als Grundlage für Schaltpläne und die Ein-/Ausgangszuordnung wie im Beispiel
im Anhang 21.1 gezeigt.
Hardware-Variante 2
Hardware-Variante 1
Abbildung 6:
Reihenklemmen für die Netzspannungsebene, mit PIN-Nummern
Hardware-Variante 1
Hardware-Variante 2
Nummerierung der PIN
1 bis 48
1 bis 36
Reihenklemmen
Schraubklemmen
Federzugklemmen
Klemmen-Raster
5,08 mm, AWG 26 … 14
5,0 mm, AWG 24 … 12
Leiterquerschnitte – starre Adern
0,14 … 2,5 mm²
0,2 … 4,0 mm²
Leiterquerschnitte – flexible Adern
0,14 … 1,5 mm²
0,2 … 2,5 mm²
Anzugsdrehmoment für Schrauben
0,5 … 0,6 Nm (4,5 … 5,3 lb in)
--
PIN-Tabelle
Tabelle im Anhang 21.3.1
Tabelle im Anhang 21.4.1
Seite 26
„Typ 8620 mxCONTROL“
7.5.2
Kleinspannungsebene (Instrumentation Supply IS)
Schließen Sie die Kabel an wie in den PIN-Tabellen im Anhang (21.3.2 und 21.4.2) vorgegeben.
Die jeweiligen Klemmenbelegungspläne werden mit dem PC-Tool entsprechend des „Projektes“
erstellt. Diese dienen als Grundlage für Schaltpläne und die Ein-/Ausgangszuordnung wie im Beispiel
im Anhang 21.1 gezeigt.
Für Sensoreingänge und 4…20mA-Analogausgänge werden abgeschirmte Kabel für die
beste elektromagnetische Verträglichkeit empfohlen. Verbinden Sie die Kabelschirme hierfür
mit den entsprechenden PIN „GND“.
Hardware-Variante 1
Abbildung 7:
Hardware-Variante 2
Reihenklemmen für die Kleinspannungsebene, mit PIN-Nummern
Hardware-Variante 1
Hardware-Variante 2
Nummerierung der PIN
49 bis 111
37 bis 96
Reihenklemmen
Schraubklemmen
Federzugklemmen
Klemmen-Raster
3,81 mm, AWG 26 … 16
3,5 mm, AWG 24 … 16
Leiterquerschnitte – starre Adern
0,14 … 1,5 mm²
0,2 … 1,5 mm²
Leiterquerschnitte – flexible Adern
0,14 … 1,0 mm²
0,2 … 1,5 mm²
Anzugsdrehmoment für Schrauben
0,22 … 0,25 Nm (2 … 2,2 lb in)
--
PIN-Tabelle
Tabelle im Anhang 21.3.2
Tabelle im Anhang 21.4.2
7.6
Download der Konfigurations- und
Parameterdateien
Bevor der „Typ 8620 mxCONTROL“ in einem Automatisierungssystem wirksam werden kann, muss
eine Konfigurationsdatei in den „Typ 8620 mxCONTROL“ geladen werden.
Der Download der Konfigurationsdatei ist nur dem Spezialisten möglich!
Bei erfolgreichem Download der Konfigurationsdatei werden die der Konfigurationsdatei
entsprechenden Parameter auf Werkseinstellung gesetzt. Durch das Laden einer zugehörigen
Parameterdatei werden die Werkseinstellungen überschrieben.
Lesen Sie dazu Kapitel 8 und speziell Kapitel 11.2.
Seite 27
„Typ 8620 mxCONTROL“
8
8.1
Mensch-Maschine-Kommunikation
Sicherheitshinweise
WARNUNG!
Gefahr durch unsachgemäße Bedienung!
Nicht sachgemäße Bedienung kann zu Verletzungen, sowie Schäden am Gerät und seiner Umgebung
führen.
Das Gerät darf nur durch autorisiertes Fachpersonal bedient werden!
Die Bedienenden müssen den Inhalt der Bedienungsanleitung kennen und verstanden haben.
Besonders zu beachten sind die Sicherheitshinweise und die bestimmungsgemäße Verwendung.
8.2
Bedien- und Anzeigeelemente
SD-Karteneinschub und
USB-Schnittstelle unter
dem Klappdeckel
(SD-Karte wird nach
kurzem Druck auf Karte
herausgeschoben)
A/M-Taste – schaltet
zwischen Automatikund Manuellbetrieb um,
mit integrierter LED
Display
4 Bedientasten.
(Die Funktionen
wechseln entsprechend
der Beschriftung in der
untersten Zeile des
Displays)
Griff zum Entfernen der
Abdeckplatte
Abbildung 8: Ansicht
Die Bedienung des „Typ 8620 mxCONTROL“ wird ermöglicht durch 4 Bedientasten unterhalb des
Displays (mit wechselnden Funktionen) und eine A/M-Taste für die Umschaltung zwischen Automatikund Manuellbetriebsmodus.
Die Helligkeit des Displays kann geändert werden. Die Helligkeit ist unter dem Hauptmenüpunkt
„Systemeinstellungen“ in 10 Helligkeitsstufen einstellbar, vergleichen Sie dazu Tabelle 4 in Kapitel 9.1.
Für eine hohe Lebensdauer des Displays wurde die Werkseinstellung auf Helligkeitsstufe 5 festgelegt.
Seite 28
„Typ 8620 mxCONTROL“
8.3
Betriebsmodus
8.3.1
Umschalttaste für Automatik- / Manuellbetrieb
A/M-Taste mit
integrierter gelber LED
Die A/M-Taste schaltet zwischen Automatik- und Manuellbetrieb um;
Die in die A/M-Taste integrierte gelbe LED zeigt an:
LED an
LED aus
LED blinkend
Æ Automatikbetrieb
Æ Manuellbetrieb
Æ ALARM (mindestens ein Alarm) sowohl im
Automatik- als auch im Manuellbetrieb
Im Alarmfall halten Sie sich an die Beschreibungen im Kapitel 15 „Alarm- und Fehlermeldungen“!
8.3.2
Automatikbetrieb (LED an)
Nach dem Einschalten startet der „Typ 8620 mxCONTROL“ im Automatikbetrieb: die LED leuchtet; ein
“laufender Balken” in der obersten Zeile des Displays weist ebenfalls auf den Automatikbetrieb hin.
8.3.3
Manuellbetrieb (LED aus)
Der Betriebsmodus für alle Module kann direkt durch Betätigen der separaten A/M-Taste gewechselt
werden.
Achtung! Alle Dosierprozesse der Batch- und Biozid-Dosierungsmodule werden im
Manuellbetrieb abgebrochen!
(Bei Rückkehr in den Automatikbetrieb wird der nächste Dosierprozess zu seiner
programmierten Zeit gestartet.)
Im Manuellbetrieb wird die Regelung der Prozesswerte vom Gerät auf den Bediener übertragen. Der
Bediener regelt nun manuell die Prozesswerte mittels der Bedientasten des „Typ 8620 mxCONTROL“,
wodurch die angeschlossenen Stellglieder betätigt werden. Dazu sind die Werte im Hauptmenü
„Prozessdaten“ unter dem entsprechenden Modul zu ändern.
Das Umschalten vom Automatik- in den Manuellbetrieb ist “stoßfrei”, außer für die Module
„Biocide-Dosing“- und „Batch-Dosing“. “Stoßfreies” Umschalten bedeutet, dass der letzte Ausgabewert
im Automatikmodus dem aktuellen Ausgabewert im Manuellbetrieb entspricht – solange der Bediener
den Ausgabewert nicht manuell ändert.
Falls die Funktion “System Switch Override” oder die Funktion “Flow Switch Override”
oder der Sicherheitsstellwert (CDMsafe) aktiv sind, so wird der jeweilige Manuellstellwert
auf „0“ zurückgesetzt!
Seite 29
„Typ 8620 mxCONTROL“
8.4
Layout des Menübildschirms
Ein von links nach rechts “laufender Balken” direkt unter der oberen
Bildschirmbegrenzung zeigt den Automatikbetrieb an.
Cursorbalken
Menüpunkte
Aktuelle Position innerhalb des gesamten
Menübaumes
BW 06
Prozessdaten
Parameter
Konfiguration
System-Einstell.
1
WAHL
Menütitel – zeigt die (selbst
gewählte) Bezeichnung für das
„Projekt“ (Modulkombination) an
(oder “No Config. loaded”, falls
keine Konfigurationsdatei
heruntergeladen ist)
Aktuelle Cursorposition innerhalb des aktuellen Menüs
(Gleitbalken)
Die Bedientasten auf dem Gerät haben keine Symbole. Ihre
Funktionen sind in der jeweiligen untersten Menüzeile definiert, wo die
aktuelle Funktion jeder Taste als Text oder Symbol angezeigt wird.
4 Bedientasten
Zur Erklärung der möglichen Vorgänge haben die Tasten Symbole,
im obigen Beispiel:
keine Funktion, Pfeil nach oben, Pfeil nach unten, WAHL
Die aktuelle Position innerhalb des Menübaumes wird in der Mitte der
untersten Zeile des Displays angezeigt.
Mit den Tasten “Pfeil nach oben” und “Pfeil nach unten” lässt sich durch
das Menü scrollen.
Die Menüposition/-Nummerierung wird vom Hauptmenü und max. 4
Untermenüs angezeigt, d.h. es handelt sich maximal um eine 5-ZahlenBuchstaben-Kombination und wird angezeigt im Format:
„4-A-3-1-2.
(Die Nummerierung der Menüpunkte innnerhalb des Menüs erfolgt von 1
bis 9, höhere Positionen werden aufgrund des begrenzten Platzes im
Display mit großen Buchstaben fortgeführt:
von “A” (=10), “B” (=11) bis “Z” (=35).
Die Schriftgröße der aktuellen Positionsangabe ist abhängig von der
Anzahl der anzuzeigenden Untermenüs.
Cond Control
ZRüCK
Seite 30
SP/PV
HOLD
Der Trend des Prozesswertes PV von Standard- (4...20 mA) und
Frequenzsignaleingängen wird als Kurve dargestellt und ständig
aktualisiert.
Im Beispiel ist eine Trendkurve von Sollwert SP und Prozesswert PV zu
sehen – die Beschriftung (“SP/PV“) betitelt nur die Trendkurve ohne eine
Tastenfunktion zu bezeichnen.
“HOLD” friert das Display ein („CONT“ setzt die Kurvendarstellung fort).
„Typ 8620 mxCONTROL“
9
9.1
Menüstruktur
Prinzip der Menübaumstruktur
Nach dem Einschalten des „Typ 8620 mxCONTROL“ erscheint im Display
eine Begrüßung. Danach wird dieser Displayinhalt mit der aktuellen
Revisionsnummer der Software für ca. 4 Sekunden angezeigt.
Wird der „Typ 8620 mxCONTROL“ das erste Mal in Betrieb genommen,
zeigt die nächste Displayausschrift “No Config. loaded”, d.h. es wurden
noch keine (Konfigurations-/Parameter-) Dateien heruntergeladen.
In diesem Fall lesen Sie im Kapitel 11.2. über den Download von
Konfigurations- und Parameterdateien.
Das Menü des „Typ 8620 mxCONTROL“ enthält 8 Hauptmenüpunkte,
deren Untermenüs der Anzeige bzw. Einstellung von Variablen u.
Parametern dienen.
Die erste Ziffer in der untersten Zeile des Displays ist die Nummer des
aktuellen Hauptmenüpunktes (Hauptmenüpunkte 1 bis 8).
Der „Typ 8620 mxCONTROL“ hat je nach Hardware-Variante digitale und analoge Ein- und
Ausgänge, welche nach den Anforderungen des Nutzers konfiguriert werden können.
Die Konfiguration mittels Konfigurationsdatei wird benötigt für die Kennzeichnung und Aktivierung der
gewünschten Ein- und Ausgänge und für die Aktivierung spezieller Eingangsfunktionen. Die Eingangsskalierung, die Filter- und Alarmeinstellungen können mittels Konfigurationsdatei oder auch direkt am
Gerät vorgenommen werden.
Die Haupt- und Untermenüpunkte für ein „Projekt“ (Modulkombination) mit einem frei wählbaren
Namen (in diesem Fall „BW 06“) werden im Anhang (21.5 ff) aufgeführt. Die nachfolgende Abbildung
zeigt beispielhaft einen Teil des Menübaumes und verdeutlicht die Struktur des Menüs.
Abbildung 9: Strukturprinzip des Menübaumes
Seite 31
„Typ 8620 mxCONTROL“
Eine ähnlich aufgebaute Struktur existiert für alle „Projekte“.
Die Hauptmenüpunkte beinhalten beispielsweise die unten aufgelisteten Untermenüs:
Hauptmenüpunkte
Untermenüpunkte
1
Prozessdaten
Anzeige der von der aktuellen Konfiguration abhängigen Prozesswerte:
Ein- und Ausgänge, modulspezifische Prozessdatenanzeigen:
1-1 Eingänge
1-2 Ausgänge
1-3 Cond Control (Modul in Funktion (*) 1)
1-4 O2 Scav Ctrl (Modul in Funktion (*) 2)
…
1-A (Modul in Funktion (*) 8)
Parameter
Zugang zu den Parametern der konfigurierten Module:
2-1 Cond Control
2-2 O2 Scav Ctrl
2-3 Batch Dosing
…
2
(CodeLevel: Bediener)
3
Konfiguration
(CodeLevel: Spezialist)
4
5
System Einstell.
Sprachauswahl, Display-Invertierung, Fabrik Reset (CodeLevel: Spezialist), Geräteinformation (mit Firmware Revision, Anzahl der Neustarts, Neustart-Funktion
(CodeLevel: Spezialist)):
4-1 Sprache
4-1-1 Deutsch
4-1-2 Englisch
4-1-3 Französisch
4-2 Display
4-2-1 normal
4-2-2 invertiert
4-2-3 Helligkeit
4-3 Fabrik Reset (CodeLevel: Spezialist)
4-4 Geräte Info
4-5 Netzwerk Info (CodeLevel: Bediener; nur bei Geräten mit Ethernet möglich)
Up-/Download
Upload / Download von
- Konfigurationsdatei (Spezialist-Passwort erforderlich)
- Parameterdatei (Bediener-Passwort erforderlich)
aus / in den „Typ 8620 mxCONTROL“ mittels SD-Karte:
5-2 Download
5-3 Upload
(CodeLevel:
Bediener / Spezialist)
6
7
Zugang zu den Konfigurationsdaten der konfigurierten Ein- und Ausgänge und
Module. Ebenso Zugang zum Alarmausgang, zur System-Switch- und Flow-SwitchKonfiguration und zu den Passwörtern:
3-1 Eingänge
3-2 Ausgänge
3-3 Module
3-3-1 Cond Control (Modul in Funktion (*) 1)
3-3-2 O2 Scav Ctrl (Modul in Funktion (*) 2)
…
3-6-8 (Modul in Funktion (*) 8)
3-6-9 System Switch
3-6-A Flow Switch
3-6-B Alarm
3-4 Passwörter
(CodeLevel: Bediener)
Start / Stop des Daten-Logging auf SD-Karte, Festlegen der Abtastzeit für das DatenLogging (Tsample), Festlegen von Optionen für die Logdatei,
Einstellungen für EventLog - ereignisbasiertes Loggen - (CodeLevel: Spezialist).
Kalibrierung
Kalibrierung der 4-20mA-Eingänge und 4-20mA-Ausgänge durch den Spezialisten
Daten-Logging
(CodeLevel: Spezialist)
8
Uhr
Stellen von Zeit und Datum.
(CodeLevel: Bediener)
(*) Funktion – siehe Kapitel 11.1 „Überblick über die Funktionen“
Tabelle 4: Haupt- und Untermenüpunkte (im Beispiel für „BW 06“)
Seite 32
„Typ 8620 mxCONTROL“
9.2
Setzen numerischer Werte
Parameter, d.h. deren numerische Werte können innerhalb vordefinierter Bereiche geändert werden.
Diese werden in den folgenden Kapiteln beschrieben. Nicht bei allen numerischen Werten können die
Dezimalpunkte verschoben werden.
Der Bediener muss die Variable oder den Parameter, welche(n) er ändern möchte, mit der Taste
„WAHL“ auswählen.
Bevor der Bediener den Wert eines Parameters ändern kann, muss er das korrekte Passwort
eingeben, welches jeweils abgefragt wird. Für das Ändern von Werten aus den Hauptmenüpunkten
„Parameter“ oder „Konfiguration“ heraus muss das Passwort nur einmal eingegeben werden. Sollen
jedoch aus dem Hauptmenüpunkt „Prozessdaten“ heraus Änderungen vorgenommen werden, so
muss der Bediener jedes Mal, wenn er eine Variable zu ändern wünscht, das Passwort eingeben.
(Vergleichen Sie auch Kapitel 10.)
→ Wenn das Passwort korrekt eingegeben wurde, wird ein spezielles Eingabedisplay angezeigt. Auf
diesem Display wird entweder der Dezimalpunkt (falls vorhanden) oder die niedrigste Ziffer
automatisch als erste Cursorposition ausgewählt.
→ Die aktuelle Cursorposition wird immer invertiert dargestellt. Die Position kann Schritt für Schritt
durch Drücken der Taste “<-“ verändert werden.
→ Falls der Dezimalpunkt als aktuelle Cursorposition ausgewählt ist, kann er Schritt für Schritt durch
Drücken der Taste “+“ bewegt werden.
→ Das Ändern einer ausgewählten Ziffer oder eines Zeichens erfolgt durch (wiederholtes) Drücken
der Taste “+”.
→ Abbrechen lässt sich der Änderungsprozess durch Drücken der Taste “ESC” (Escape).
→ Bestätigt wird der Änderungsprozess durch Drücken der Taste “OK”.
→ Nach dem Verlassen des Änderungsprozesses durch Drücken der Tasten “OK” oder “ESC” wird
wieder das originale Display angezeigt.
Wichtig!
Die neuen Parameter-/Konfigurationsdaten werden erst nach der Rückkehr ins Hauptmenü übernommen – es erscheint dazu kurz die Anzeige „Sichere in EEPROM“ oder „Save
in EEPROM“.
Auch der Passwortschutz ist erst nach der Rückkehr ins Hauptmenü wieder aktiv!
Kehren Sie daher nach Beendigung von Änderungen ins Hauptmenü zurück!
In diesem Beispiel haben die Bedientasten die folgenden Funktionen:
Taste
1
2
3
Taste 1:
ESC
Taste 2:
+
Taste 3:
Å
Taste 4:
OK
4
Seite 33
„Typ 8620 mxCONTROL“
10 Passwortschutz
Für die Bedienung des „Typ 8620 mxCONTROL“ sind drei Berechtigungsstufen (CodeLevel)
vorgesehen:
allgemeiner Zugang, Zugang für Bediener, Zugang für Spezialisten.
Das Passwort besteht aus 4 Ziffern. Der jeweilige Nutzer muss das Passwort der geforderten
Berechtigungsstufe eingeben, um Änderungen in geschützten Menüs vornehmen zu können.
Das Passwort des Spezialisten ermöglicht Änderungen in allen Berechtigungsstufen.
Das Ändern des Passwortes ist separat beschrieben (siehe unten).
Die nachfolgend aufgelisteten Funktionen sind passwortgeschützt:
• Editieren von Parametern und Konfigurationsdaten
• Download/Upload von Parameter-/Konfigurationsdateien
• Kalibrierung der 4-20mA-Ausgänge
• Ändern der Passwörter
• Fabrik Reset
• Software Reset
• Daten-Logging
• Stellen der Uhrzeit und des Datums
Hinweis! Das “Master“-Passwort kann nicht geändert werden. Es gestattet dem Nutzer
dieses Passwortes den Zugang zu allen geschützten Berechtigungsstufen (CodeLevel).
Das “Master“- Passwort kann beim zuständigen Bürkert-Service erfragt werden.
Berechtigung
(CodeLevel)
0
Nutzer
Allgemeiner
Zugang
Bemerkungen
Allgemeine Berechtigungsstufe
Hier werden aktuelle Prozess- und Reglerwerte angezeigt.
Folgende Funktionen sind gestattet:
• Ändern des Betriebsmodus’ des „Typ 8620 mxCONTROL“ zwischen
Automatik- und Manuellbetrieb
•
Ändern von Werten im Manuellbetrieb
•
Bestätigung von Alarmen (z.B. Maximum Output Timer) und Meldungen
•
Sprachauswahl
•
Display-Modus.
Zusätzlich zur Berechtigungsstufe 0 sind folgende Funktionen gestattet:
1
Bediener
(Werkseinstellung:
Code: 0001)
2
Spezialist
(Werkseinstellung:
Code: 0002)
•
Änderung von Parametern
•
Up- and Download von Parameterdateien
•
Daten-Logging
•
Stellen der Echtzeituhr
Zusätzlich zu den Berechtigungsstufen 0 und 1 sind folgende Funktionen
gestattet:
• Änderung von Konfigurationen
•
Up- and Download von Konfigurationsdateien
•
Kalibrierung der 4-20mA-Ausgänge durch den Spezialisten
•
Änderung der Passwörter
•
Fabrik Reset
•
Geräte-Neustart (Software Reset)
Tabelle 5: Passwortschutz - Berechtigungsstufen
Seite 34
„Typ 8620 mxCONTROL“
Ändern eines Passwortes
→ Wählen Sie im Hauptmenü den Punkt “Konfiguration”, drücken Sie die Taste „WAHL”.
→ Geben Sie das geforderte Spezialist-Passwort ein (durch evtl. mehrfaches Drücken der Taste „+“,
für mehrstellige Zahlen verwenden Sie auch die Taste „<-“, drücken Sie dann die Taste „OK“.
→ Suchen Sie mittels der Pfeiltasten das Untermenü “Passwörter”, drücken Sie die Taste „WAHL”.
→ Wählen Sie aus, ob Sie das Bediener- oder Spezialist-Passwort ändern möchten, drücken Sie die
Taste „EINGA“ (Eingabe).
→ Geben Sie nochmals das geforderte Spezialist-Passwort ein, drücken Sie dann die Taste „OK“.
→ Ändern Sie nun das Passwort durch Drücken der Tasten „+” und „<-“, drücken Sie dann „OK“.
(Falls Sie diesen Menüpunkt mit „ESC“ anstelle mit „OK“ verlassen, wird das neue Passwort nicht
angenommen!)
→ Verlassen Sie diesen Untermenüpunkt anschließend durch Drücken der Taste „ZRüCK“.
Seite 35
„Typ 8620 mxCONTROL“
11 Allgemeines Software-Konzept
11.1
Überblick über die Funktionen
Der „Typ 8620 mxCONTROL“ ist ein konfigurierbarer Multifunktionsregler. Seine Funktionsweise kann
in drei Hauptprozessbereiche unterteilt werden:
Eingangsprozess, Steuerungs-/Regelungsprozess und Ausgabeprozess (vergleiche Abbildung 10).
Abbildung 10: Prozessdiagramm
Eingangsprozess:
• Lesen der aktiven Eingänge und Bildung der skalierten Prozesswerte aus den Rohdaten.
• Alarmfunktion für jeden Eingang - außer für binäre und Impulszähleingänge
Steuerungs-/Regelungsprozess:
• Gleichzeitige Aktivität von bis zu 8 Steuer-/Regelfunktionen (nachfolgend Funktion genannt)
• Im Gerät verfügbare Module (siehe Kapitel 14 „Regelungs- und Steuerungsmodule“) können unter
Berücksichtigung der benötigten Ressourcen auch mehrfach als Funktion mit eigenen
Konfigurationsdaten und Parametern verwendet werden. Das sehr datenintensive Modul
„BIOCIDE_DOSING“ kann z. B. nur 1 Mal Verwendung finden.
• Jede Funktion kann so konfiguriert werden, dass sie als eines der vorhandenen Module (siehe
Kapitel 14) arbeitet - insofern die Funktionsstruktur für das jeweilige Modul ausgelegt ist
• Jede Funktion kann Module mit wenigen Modulein- und –ausgängen aufnehmen. Nur bestimmte
Funktionen können als Module mit vielen Ein- und Ausgängen arbeiten.
• Ein- und Ausgänge der Funktionen werden mit Hilfe des PC-Tools verknüpft.
Die meisten Module verfügen über spezielle ”Output Override“-Funktionen (Überschreiben des
ursprünglichen Ausgabewertes), um auf diverse Situationen reagieren zu können wie:
Seite 36
„Typ 8620 mxCONTROL“
-
Eingangs- oder Sensorfehler,
Aktivierung des System- oder Durchfluss-Schalters (System oder Flow Switch) oder
spezielle Zustände bzw. Alarme anderer aktiver Module.
Ausgabeprozess:
Umwandeln und Übertragen der virtuellen Modulausgänge zu den konfigurierten realen Ausgängen
(das heißt, die realen Ausgänge werden so angesteuert, dass sie die konfigurierte Ausgangssignalform ausgeben).
11.2
Up-/Download von Konfigurations- und
Parameterdateien
11.2.1 Download
Bevor der „Typ 8620 mxCONTROL“ in einem Automatisierungssystem wirken kann, muss
eine Konfigurationsdatei (z.B. von der SD-Karte) in das Gerät heruntergeladen werden.
Die jeweils zuletzt heruntergeladene Konfigurations- und Parameterdatei bestimmt die
Arbeitsweise des „Typ 8620 mxCONTROL“!
Der Download der Konfigurationsdatei ist nur für Spezialisten möglich!
Up-/Download-Prozesse per SD-Karte sind nur bei deaktiviertem Daten-Logging möglich!
Für den Download-Vorgang gehen Sie wie nachfolgend beschrieben vor
(vergleichen Sie auch die Beispiel-Menübaumstruktur im Anhang 21.5.6):
→ Spannungsversorgung des „Typ 8620 mxCONTROL“ herstellen
→ SD-Karte (Format: FAT16) in den SD-Karteneinschub unter dem Klappdeckel
einschieben
→ Zu Hauptmenüpunkt “Up-/Download” (mittels Pfeiltasten) scrollen, Taste
“WAHL” drücken
→ Richtiges Passwort eingeben (mittels Tasten „+“ und „<-“)
(Spezialist-Passwort für Konfigurationsdateien,
Bediener- oder Spezialist-Passwort für Parameterdateien).
→ Punkt “Download” anwählen, Taste “WAHL” drücken
→ Ordner, welcher die gewünschte Konfigurations- bzw. Parameterdatei enthält,
mittels Pfeiltasten anwählen.
Durch Scrollen zu “..” gelangt man zurück in den übergeordneten Ordner.
Ordner jeweils durch Drücken der Taste “WAHL” öffnen.
Um den „Typ 8620 mxCONTROL“ mit einer neuen Konfiguration
auszustatten, muß zuerst die Konfigurations- und danach die
zugehörige Parameterdatei ins Gerät heruntergeladen werden.
Seite 37
„Typ 8620 mxCONTROL“
→ Gewünschte Konfigurationsdatei “XXX.cfg” zum Download in den „Typ 8620
mxCONTROL“ auswählen, Taste “WAHL” drücken.
Die Konfigurationsdatei wird nun in das Gerät geladen. War der Download
erfolgreich, wird im Display die Meldung “Successful” bzw. „Erfolgreich“ sichtbar.
→ Für Rückkehr ins Untermenü „EXIT“ bzw. „ZRüCK“ drücken
Der Wechsel in die englische Sprache beim Laden der
Konfigurationsdatei geschieht aufgrund der Werkseinstellung der
englischen Sprache in der Konfigurationsdatei. Im Hauptmenüpunkt
„System Settings“ bzw. „System-Einstell.“ kann danach wieder die
deutsche Sprache ausgewählt werden).
→ Anschließend dazugehörige Parameterdatei „XXX.par“ auswählen, Taste
“WAHL” drücken.
Die Parameterdatei wird nun ins Gerät geladen. War der Download erfolgreich, wird
im Display die Meldung “Successful” bzw. „Erfolgreich“ angezeigt.
→ Für Rückkehr ins Untermenü „EXIT“ bzw. „ZRüCK“ drücken
→ Untermenü verlassen durch (mehrmaliges) Drücken der Taste “ZRüCK”.
SD-Karte kann nun durch kurzzeitigen Druck auf diese entfernt werden.
11.2.2 Upload
Die Funktion “Upload” wurde geschaffen, um spezielle Einstellungen in Parameter- und
Konfigurationsdateien zu speichern.
Kommentare in einer heruntergeladenen Datei (xml-Format) werden im „Typ 8620
mxCONTROL“nicht mitgesichert – beim Upload einer Datei sind keine Kommentare
eingeschlossen!
Up-/Download-Prozesse per SD-Karte sind nur bei deaktiviertem Daten-Logging möglich!
Für den Upload-Vorgang gehen Sie wie nachfolgend beschrieben vor
(vergleichen Sie auch die Beispiel-Menübaumstruktur im Anhang 21.5.7):
→ Spannungsversorgung des „Typ 8620 mxCONTROL“ herstellen
→ SD-Karte (Format: FAT16) in den SD-Karteneinschub unter dem Klappdeckel
einschieben
→ Zu Hauptmenüpunkt “Up-/Download” (mittels Pfeiltasten) scrollen, Taste
“WAHL” drücken
→ Richtiges Passwort eingeben (mittels Tasten „+“ und „<-“)
(Spezialist-Passwort für Konfigurationsdateien,
Bediener- oder Spezialist-Passwort für Parameterdateien).
→ Punkt “Upload” anwählen, Taste “WAHL” drücken
Seite 38
„Typ 8620 mxCONTROL“
→ Auswählen von “Parameter-Datei” (Bediener, Spezialist)
oder “Konfig-Datei” (nur für Spezialisten) mittels Taste “START”.
Speicherung der Datei in den aktuellen Ordner (markiert mit Einzelpunkt „ .“) nach
Drücken der Taste „WAHL“ oder
Scrollen zu einem anderen Ordner, danach Taste „WAHL“ drücken.
Das Gerät verwendet zum Speichern entweder den Namen der zuletzt geladenen
Datei oder kreiert einen neuen internen Namen für die Datei durch Anhängen
einer Versionsnummer vXX. („XX“ wird gezählt von 01 bis 99.).
Falls jedoch eine bereits existierende Datei mit neuen Daten überschrieben
werden soll, die zu überschreibende Datei auswählen, Taste „WAHL“ drücken.
Es erfolgt eine Rückfrage bzgl. des Überschreibens:
→ “JA” führt zum Überschreiben der ausgewählten Datei oder
→ “NEIN” führt zur Speicherung der Datei unter neuem Namen (durch
Anhängen einer Versionsnummer vXX) oder
→ Abbruch des Speichervorganges durch Taste “ZRüCK”.
Wird der Upload-Vorgang abgebrochen – durch Drücken der Taste
“ZRüCK” – so ist die geladene Datei dadurch unvollständig und kann
später nicht zum Download verwendet werden.
Dies führt jedoch erst beim Download zu einer Fehlermeldung!
Dagegen bestätigt die Ausschrift „Erfolgreich“ bzw. „Successful“ den
korrekten Upload-Vorgang.
→ Untermenü verlassen durch (mehrmaliges) Drücken der Taste “ZRüCK”.
SD-Karte kann nun durch kurzzeitigen Druck auf diese entfernt werden.
11.3
Daten-Logging
Die Daten-Logging-Funktion
• dient dem Lesen, Prüfen und Archivieren aller wichtigen Prozesswerte
• muss zu diesem Zweck aktiviert werden
• speichert die Prozessdaten zyklisch gemäß parametrierbarer Abtastzeit „Tsample“
• speichert die Prozessdaten ereignisausgelöst (Details im Kapitel “Ereignisausgelöste DatenLogging-Funktion”)
Jedes Mal, wenn der interne (flüchtige) 512-Byte-Speicher gefüllt ist, wird dessen Inhalt an das Ende
der „Datalog“-Datei auf der SD-Karte (Format: FAT16) gespeichert.
Diese Aufzeichnung erfolgt:
• solange wie die Daten-Logging-Funktion aktiviert ist
• solange bis die SD-Karte vollgeschrieben ist - dies erzeugt eine Fehlermeldung auf dem Display
• solange Daten auf der SD-Karte gespeichert werden können – ist dies aus irgendeinem Grund
nicht (mehr) der Fall, wird das Daten-Logging gestoppt und eine entsprechende Fehlermeldung
angezeigt
Die Abtastzeit “Tsample” hat eine Werkseinstellung von 3600 Sekunden.
Falls die Abtastzeit zu kurz ist, wird eine erhöhte Datenmenge pro Zeiteinheit erzeugt und
führt u. U. dazu, dass der freie Speicherplatz der SD-Karte zu schnell erschöpft ist.
Daher Abtastzeit so wählen, dass die Daten bis zum nächsten (turnusgemäßen)
Seite 39
„Typ 8620 mxCONTROL“
Austausch/Wechsel der SD-Karte auf dieser SD-Karte aufgezeichnet werden können – oder
SD-Karte mit größerem Speicher verwenden (siehe nächster Abschnitt).
Die Aktivierung einer neuen Abtastzeit erfolgt durch die Rückkehr ins Hauptmenü.
Bei aktivem Daten-Logging sind keine Up-/Download-Prozesse per SD-Karte möglich!
Die Daten werden in die aktuelle Logdatei gespeichert: “8620-DEV_ID-DEV_SERIAL-INDEX.log”:
mit:
DEV_ID
DEV_SERIAL
INDEX
Geräte-ID-Nummer
Geräte-Seriennummer
Logdatei-Index (00001...65535)
(8 Ziffern mit führenden Nullen)
(7 Ziffern mit führenden Nullen)
(5 Ziffern mit führenden Nullen)
Die aktuelle Logdatei wird im Menü “Daten-Logging\Logdatei\” unter dem Menüpunkt “Aktuell”
angezeigt.
Der Logdatei-Index “INDEX” kann im gleichen Menü durch den Bediener per Hand erhöht werden:
unter dem Punkt “Neue Logdatei” (CodeLevel: Bediener). In diesem Fall wird eine neue Logdatei
gestartet.
Wenn das Daten-Logging ausgeschaltet wurde, kann der Logdatei-Index angepasst werden (CodeLevel: Spezialist); z.B. um den Logdatei-Index nach einem Firmware-Update oder einem Fabrik-Reset
manuell wiederherzustellen.
Mittels PC können die Daten selektiert, gekennzeichnet, editiert und - falls erforderlich - extern
archiviert werden.
Logdateien werden im Wurzelverzeichnis der SD-Karte gespeichert.
Das Wurzelverzeichnis kann ca. 100 Einträge enthalten (Dateien und Ordner, jeder Datei-/
Ordnername kann aus max. 31 Zeichen bestehen).
Das Layout der Logdatei und die in dem „Überschriftenkopf“ verwendeten Abkürzungen und
Kodierungen sind in einem Beispiel im Anhang (21.6) ersichtlich.
Automatische Größenbegrenzung der Logdatei (FSizeLimit = Ja)
Eine neue Logdatei wird automatisch durch Erhöhung des Logdatei-Index gestartet, wenn
- das Daten-Logging aktiviert ist und
- die Größe der aktuellen Logdatei den Parameter „FSizeMax“ überschritten hat.
Speichern Sie rechtzeitig die Logdateien von der SD-Karte auf den PC. Falls erlaubt, löschen
Sie die Dateien anschließend von der SD-Karte.
Ereignisausgelöste Daten-Logging-Funktion (EventLog)
Die integrierte ereignisausgelöste Daten-Logging-Funktion schreibt einen kompletten Prozessdatensatz mit max. 10 s Verzögerung, nachdem ein spezifisches Ereignis aufgetreten ist.
Solch spezifische Ereignisse (Log-Events) sind:
•
Auftreten / Verschwinden eines Alarms
•
Auftreten einer wichtigen Fehlermeldung
- Batterie leer! / Fehler RTC / Überprüfe Uhr!
- Eeprom Fehler XXY
- Fehler ISR Timing!
- Kal-Fehler 4-20mA In / Pt100 in / 4-20 mA Out
- 4-20mA Out X Fehler
Seite 40
„Typ 8620 mxCONTROL“
•
Wechsel des Betriebsmodus (Automatik- / Manuellbetrieb)
•
An-/Ausschalten eines Ausganges, welcher als Ein/Aus-Ausgang konfiguriert ist
•
Kommunikationsereignisse und -fehler (nur bei Geräten mit Ethernet-Option)
- Start / Ende von eingehenden/ausgehenden Verbindungen
- Wechsel des Netzwerkverbindungs-Status
- Wichtige Kommunikationsfehlermeldungen
•
Sonstige Ereignisse
- Reset des Totalizers (Summenzählwerk)
- Start / Ende der Nutzerkalibrierung (User calibration) eines 4-20mA-Eingangs / Ausgangs.
Die ereignisausgelöste Daten-Logging-Funktion (EventLog) kann ein- / ausgeschaltet sowie
konfiguriert werden. Details sind im Abschnitt „Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)“ beschrieben.
Alarm - Daten-Logging-Fehler
Falls das Daten-Logging scheiterte (z. B. im Falle eines Schreibfehlers oder einer vollgeschriebenen
oder fehlenden SD-Karte), wird ein spezieller Daten-Logging-Alarm ausgelöst, ebenso ein
allgemeiner Alarm.
Dieser spezielle Daten-Logging-Alarm muss durch ein Reset im Daten-Logging-Menü durch den
Bediener rückgesetzt werden.
Parameter (CodeLevel: Bediener)
Parameter
Zugang
über
Datenlog.Menü
rw
Zugang
über XMLParam.Datei
--
Abkürzung
(Menü)
Bereich
--
Ein / Aus
Abtastzeit
Logdatei
rw
rw
Tsample
10 ... 99999 sec
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset oder
beim Start des Parameter-Datei-Download)
Aus (nur nach FabrikReset)
3600 sec *)
Name der aktuellen
Logdatei
r
--
Aktuell
--
--
--
Neue
Logdatei
--
--
rw
FSizeLimit Ja / Nein
Daten-Logging SD-Card
w
Erhöhung des LogdateiIndex um 1 (Neue Logdatei
wird erzeugt)
Automatische LogdateiGrößenbegrenzung
rw
Max. Logdateigröße
rw
rw
FSizeMax 0.1 … 100.0 MB
*) Vorgabewert auch nach erfolgreichem Download der Konfigurationsdatei.
Nein
1.0 MB
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Logdatei
Logdatei-Index (**)
Zugang
über
DatenLog.-Menü
Zugang
über XMLCfg-Datei
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
rw
--
LFI
1 … 65535
1 (nur nach FabrikReset)
Seite 41
„Typ 8620 mxCONTROL“
Konfiguration
Zugang
über
DatenLog.-Menü
Zugang
über XMLCfg-Datei
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
EventLog
Ereignis-Logging-Funktion
rw
rw
EventLog
Ein, Aus
Ein
Log-Events - Logging-Ereignisse *)
Alarme
rw
rw
Alarme
Ein, Aus
Ein
Wichtige Fehlermeldungen rw
rw
F.Meldung
Ein, Aus
Ein
rw
rw
OpMode
Ein, Aus
Ein
Wechsel des
Betriebsmodus
rw
rw
Ein, Aus
Ein
Schalten der Ein/AusE/AAusgänge
Ausgänge
Kommunikation
rw
Komm.
Ein, Aus
Ein
Diverse Ereignisse
Diverse
Ein, Aus
Ein
*) wird nur angezeigt, falls die Ereignis-Logging-Funktion (EventLog) auf “Ein” konfiguriert wurde.
(**) wird nur angezeigt, falls das Daten-Logging auf “Aus” konfiguriert wurde
11.3.1 Wahl der SD-Kartengröße für das Daten-Logging
Die erforderliche Größe für die Speicherung eines Prozessdatensatzes hängt von der aktuellen
Konfiguration ab sowie von der eingestellten Abtastzeit. Bei jedem Abtastzeitimpuls werden neue
Prozessdaten dem internen flüchtigen Daten-Logging-Speicher hinzugefügt.
Freier Speicher
(erforderlich, in [kByte])
mit
(LogsPerDay * Days * SampleData ) + (NOC * HeaderData) + 1024 kByte
86400 s
+ NOE
Tsample
LogsPerDay
=
NOE
“Number Of trigger Events pro Tag” – Anzahl der
ereignisausgelösten Prozessdatensätze pro Tag.
Details siehe Abschnitt “Ereignisausgelöste Daten-LoggingFunktion”.
Tsample:
Abtastzeit, Zeit zwischen der Speicherung zweier zyklischer DatenLogging-Datensätze in Sekunden
Tage:
Anzahl der Tage, an denen Daten aufgezeichnet werden
SampleData:
siehe unten
NOC:
“Number Of Changes”: Anzahl an Ereignissen, welche eine neue
“Überschrift” (Header) in der Datalog-Datei erfordern
HeaderData:
siehe unten
86400 s
= 24 h = 1 Tag
Freier Speicher
(erforderlich, in [MByte])
= Freier Speicher
(erforderlich, in [kByte])
∗
1MByte
1024 kByte
Es ist:
SamplaData - der benötigte SD-Karten-Speicherplatz für die Aufzeichnung eines Prozessdatensatzes und
Seite 42
„Typ 8620 mxCONTROL“
HeaderData - der benötigte Speicherplatz für die Aufzeichnung eines „Überschriftenkopfes“ +
des aktuellen Prozessdatensatzes.
Das heißt, es wird jedes Mal ein neuer „Überschriftenkopf“ sowie ein aktueller Prozessdatensatz
geschrieben, wenn:
• das Daten-Logging aktiviert wird
bzw. bei bereits aktiver Daten-Logging-Funktion:
• nach der Neukonfiguration/-Parametrierung zum Hauptmenü zurückgekehrt wird oder
• der Download erfolgreich beendet wurde / abgebrochen wurde / fehlgeschlagen war.
SampleData in [kByte]
= 0,05 kB ∗ (2 + Modulanzahl)
HeaderData in [kByte]
= 0,4 kB ∗ (1,5 + Modulanzahl) + SampleData
mit
Modulanzahl:
Anzahl der aktiven Module.
Formel zur Abschätzung der SD-Kartengröße, formatiert mit dem FAT16-Dateisystem:
Erforderlicher Freier Speicher [MByte ]
, daraus folgt:
0,9
Benötigte SD-Kartengröße [MByte]
≥
Freier SD-Kartenspeicher [MByte]
= 0,9 ∗ SD − Kartengröße [MByte ]
Formel zur Abschätzung, für wie viele Tage die SD-Kartenspeicherkapazität genügt:
⎛
1024 kByte ⎞
⎟ − (NOC ∗ HeaderData)
⎜⎜ Freier SD - Kartenspeicher [MByte] − 1MByte) ∗
1MByte ⎟⎠
⎝
LogsPerDay ∗ SampleData
Tage =
Beispiel:
Auf eine leere 64MByte-SD-Karte (formatiert mit dem FAT16-Dateisystem) mit einem freien SDKartenspeicher von 0,9 ∗ 64 MByte = 57,6 MByte , könnten die Prozessdaten von folgender Zeitspanne
aufgezeichnet werden:
(Annahmen:
- 4 normale Module (SampleData = 0,3 kB, HeaderData = 2,5 kB),
- geschätzte Anzahl von 1000 NOC (Number Of Changes = besondere Ereignisse):
- mit deaktivierter “ereignisausgelöster Daten-Logging-Funktion“:
- ca. 21 Tage mit TSample = 10 s oder
- ca. 3,5 Jahre mit TSample = 600 s = 10 min
- mit aktivierter “ereignisausgelöster Daten-Logging-Funktion“ und einer geschätzten Anzahl von
1000 NOE (Anzahl von auslösenden Ereignissen pro Tag – was etwa dem 5-maligen An- und
Ausschalten eines jeden der 4 Modulausgänge pro Stunde entspricht):
- ca. 19 Tage mit TSample = 10 s oder
- ca. 5 Monate mit TSample = 600 s = 10 min
Seite 43
„Typ 8620 mxCONTROL“
11.3.2 Start des Daten-Logging (Aktivierung)
Gehen Sie wie nachfolgend beschrieben vor.
Ein Beispiel für das Daten-Logging-Layout ist im Anhang 21.6 zu sehen.
→ SD-Karte (Format: FAT16) mit genügend freiem Speicher in den SDKarteneinschub unter dem Klappdeckel einschieben
→ Zu Hauptmenüpunkt “Daten-Logging” (mittels Pfeiltasten) scrollen,
Taste “WAHL” drücken
→ Bediener- oder Spezialist-Passwort eingeben (mittels Tasten „+“ und „<-“)
→ Daten-Logging „Ein“ anwählen, Taste “WÄHLE” drücken
Das Daten-Logging wird sofort aktiviert!
Aktives Daten-Logging ist am Symbol links oben im Display erkennbar!
Es ist möglich, nun zu einem anderen Menüpunkt zu wechseln (außer
Up-/Download), denn die Daten-Logging-Funktion läuft nun im Hintergrund bis sie deaktiviert wird.
Zur Änderung der Abtastzeit:
→ „Tsample“ auswählen, Taste “EINGA” drücken
→ Neuen Wert für Tsample eingeben (mittels Tasten „+“ und „<-“), Taste „OK“
drücken
Die neue Abtastzeit wird erst nach Rückkehr ins Hauptmenü aktiv!
→ Abbruch der Änderung von Tsample mittels Taste „ESC“
Der neue Wert für Tsample wird nicht übernommen.
→ Untermenü verlassen durch Drücken der Taste “ZRüCK”.
Entfernen Sie nicht die SD-Karte solange die Daten-Logging-Funktion aktiv ist!
Ansonsten ist ein Verlust von Loggingdaten und ggf. eine Beschädigung der Verzeichnisstruktur bis hin zur Nichtlesbarkeit der SD-Karte die Folge.
Bei Wechsel der SD-Karte ist das Daten-Logging erneut zu aktivieren (beachten Sie das
Symbol links oben im Display).
11.3.3 Stop des Daten-Logging (Deaktivierung)
Gehen Sie wie nachfolgend beschrieben vor:
→ Zu Hauptmenüpunkt “Daten-Logging” (mittels Pfeiltasten) scrollen,
Taste “WAHL” drücken
→ Bediener- oder Spezialist-Passwort eingeben (mittels Tasten „+“ und „<-“)
→ Daten-Logging „Aus“ anwählen, Taste “WÄHLE” drücken
Das Daten-Logging wird sofort deaktiviert!
Das Symbol links oben im Display verschwindet.
→ Untermenü verlassen durch Drücken der Taste “ZRüCK”.
Die SD-Karte kann nun für die Bearbeitung der Datei am PC entnommen
werden.
Seite 44
„Typ 8620 mxCONTROL“
11.4
Konfiguration und Parametrierung
11.4.1 Allgemeines zur Konfiguration / Parametrierung
Die Konfiguration (CodeLevel: Spezialist) erfolgt mittels einer speziellen Konfigurationsdatei
(XML-Format), welche in den „Typ 8620 mxCONTROL“ mittels SD-Karte oder USB heruntergeladen
werden kann. Diese Konfigurationsdatei wird mit Hilfe eines speziellen PC Tools erstellt.
Abbildung 11: Schema des Up- und Download von Konfigurations- und Parameterdateien
Diese Verfahrensweise erlaubt eine identische Konfiguration vieler „Typ 8620 mxCONTROL“-Geräte.
Ebenso ist es möglich, ein Upload einer aktuellen Konfigurationsdatei vom „Typ 8620 mxCONTROL“
durchzuführen.
Die Parametrierung kann separat auf dem gleichen Weg erfolgen.
Es ist auch möglich, nur die Parametrierung in der Parameterdatei zu ändern, z.B. für Optimierungen,
und diese Datei dann in das Gerät herunterzuladen.
Genauso kann der „Typ 8620 mxCONTROL“ mittels der Bedientasten parametriert werden. Auch hier
besteht die Möglichkeit des Upload der aktuellen Parameter des „Typ 8620 mxCONTROL“.
Firmware-Aktualisierungen erfolgen ausschließlich über die USB-Schnittstelle.
11.4.2 Sprachauswahl
Die Vorauswahl der Sprache für die Bedienung des Gerätes wird in der Konfigurationsdatei
getroffen. Die Sprache kann jedoch auch vom Benutzer direkt am Gerät im Hauptmenü “SystemEinstell.” geändert werden. Derzeit verfügbar sind die Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch.
11.4.3 Fabrik Reset und Parameter-Werkseinstellungen
Der Befehl “Fabrik Reset” deaktiviert/löscht die aktuelle Konfiguration und Parametrierung.
Sämtliche Parameter sowie die Passwörter werden auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.
Der Weiterbetrieb des „Typ 8620 mxCONTROL“ ist erst nach dem Download einer Konfigurationsund Parameterdatei per SD-Karte möglich.
„Fabrik Reset“ ist ein Untermenü des Hauptmenüpunktes „System-Einstell.“. Es ist durch Passwort
geschützt (CodeLevel: Spezialist).
Seite 45
„Typ 8620 mxCONTROL“
11.5
Kommunikation
11.5.1 USB
Ein Gerätezugang über USB erlaubt einen einfachen Service des “Typ 8620 mxCONTROL”.
Diese Funktionalität ist ab Firmware-Revision C.00.00.00 möglich.
Funktionalität
Details dazu im Kapitel 11.5.3 “Geräte(fern-)zugang über PC-Tool“.
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Dieses Konfigurationsmenü ist unter dem Menüpunkt “Konfiguration\Kommunikation\USB“ erreichbar.
Konfiguration
Zugang über
Konfig.-Menü
USB-Gerätezugang
(über PC-Tool)
rw
Zugang über
XML-CfgDatei
--
Abkürzung
(Menü)
PCTool
Zugang
Wertebereich
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset)
Ein, Aus
Ein
11.5.2 Ethernet (nur Geräte mit Ethernet-Option)
Geräte vom Typ 8620 mxCONTROL mit eingebauter Ethernet-Option besitzen einen Gerätefernzugang und die Möglichkeit der Benachrichtigung per E-Mail.
Abbildung 12: Gerätefernzugang und Benachrichtigungsmöglichkeit per E-Mail (nur bei Geräten mit EthernetOption)
Seite 46
„Typ 8620 mxCONTROL“
Merkmale
Merkmal
OperationsGeschwindigkeit
IP-Adresszuordnung
E-MailBenachrichtigung
Gerätezugang
Sicherheit
10 / 100 Mbps (automatische Einstellung)
statisch (empfohlen) oder dynamisch (DHCP).
Für die dynamische IP-Adresse ist ein DHCP-Server erforderlich.
für Alarm- / Warn- / Fehler- und Neustart-Informationen.
Es ist ein E-Mail-Server mit SMTP (ohne Authentisierung) erforderlich, um E-Mails ins
Intranet und Internet senden zu können.
(Details sind im Abschnitt “E-Mail-Benachrichtigung” beschrieben.)
mittels Bürkert-PC-Tool über seriellen Tunnel und TCP/IP über Port 10001.
(Details sind im Abschnitt “Gerätefernzugang über PC-Tool” beschrieben.)
- passwortgeschützter Geräte-Login über PC-Tool: CodeLevel + Code
- automatischer Logout nach 5 min Betätigungspause (außer wenn Fernbedienung
aktiv ist)
- automatischer Verbindungsabbau nach 5 min ohne Login
- keine Verschlüsselung der übermittelten Daten über TCP/IP
- DMZ (Demilitarized Zone) oder VPN (Virtual Private Network) werden nicht unterstützt –
dafür ist ein externer Gateway mit der benötigten Funktionalität erforderlich.
Anzeige des Ethernet-Status
Die folgende Tabelle zeigt die jeweils angezeigten Symbole des aktuellen Ethernet-Status.
Das Symbol für den Ethernetstatus befindet sich links oben im
Display, rechts neben dem Daten-Logging-Symbol.
Symbol
Beschreibung
Ethernet-Funktion deaktiviert / nicht unterstützt (bei Geräten ohne Ethernet-Option)
Ethernet-Funktion aktiviert, initialisierend / den Netzwerkstatus prüfend
Kein Netzwerk erkannt
Ethernet bereit
Eingehende Verbindung (z.B. vom PC-Tool)
Ausgehende Verbindung (zum SMTP Mailserver)
Update-Modus aktiviert (z.B. für Firmware-Update der Ethernetkomponente)
Die folgenden zusätzlichen Informationen werden im Menu “System-Einstell. \ Netzwerk Info”
angezeigt (benötigter CodeLevel: Bediener oder Spezialist):
Seite 47
„Typ 8620 mxCONTROL“
Gerät
- Aktuelle IP-Adresse und Subnetzmaske
- MAC-Adresse (*)
- Firmware-Revision des Ethernet-Moduls (*)
- Update Mode (*)
Verbindung
- IP-Adresse, mit der das Gerät momentan verbunden ist (0.0.0.0 - wenn keine Verbindung
besteht oder wenn die IP der eingehenden Verbindung nicht erkannt wird)
- Aktuelle IP-Adresse des Gateway
Test-E-Mail
Löst Übertragung einer Test-E-Mail aus (Anzeige nur, wenn die “E-Mail-Benachrichtigung”
senden
aktiviert ist)
Status (*)
Interner Ethernet-Programmstatus
(*) nur ersichtlich mit CodeLevel Spezialist
E-Mail-Benachrichtigung
Voraussetzungen
Es wird ein Mailserver benötigt, welcher
•
SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) ohne vorherige Nutzerauthentisierung unterstützt
•
vom “Typ 8620 mxCONTROL” aus dem Intranet erreichbar ist
Für die Übertragung der E-Mails außerhalb des lokalen Netzwerkes (z.B. zum Internet):
•
Lokaler Netzwerksicherheitsmechanismus erlaubt die Übertragung von E-Mails nach außen
•
Der SMTP-Mailserver im Intranet muss so konfiguriert werden, dass er zumindest E-Mails für
diese bestimmten externen Adressen erlaubt und sie nach außen weiterleitet
Funktionalität
Ein E-Mail-Versand wird durch ein Ereignis ausgelöst.
Es gibt 3 Typen von E-Mails, welche sich durch das den Versand auslösende Ereignis unterscheiden
– Details sind in nachfolgender Tabelle ersichtlich.
E-Mail-Typ
E-Mail 1
E-Mail 2
E-Mail 3
Test-E-Mail
Seite 48
Auslösendes Ereignis
Auftreten eines neuen Alarms:
- Eingangsalarm
- Alarm bzgl. der Steuer-/Regelfunktionen
- Ausgangsalarm
- Daten-Logging-Fehleralarm
Auftreten einer neuen Warnung
- Eingangswarnung
- Warnung bzgl. der Steuer-/Regelfunktionen
Anzeige wichtiger Fehlermeldungen:
- Batterie leer / Fehler RTC / Überprüfe Uhr
- Eeprom Fehler XXY
- Fehler ISR Timing!
- Kal-Fehler 4-20mA In / Pt100 in / 4-20 mA Out
- 4-20mA Out X Fehler
- Datalog DEAKTIVIERT!
SD-Fehler während Daten-Logging:
- SD: Karte ist voll! / Fehler Schreiben! / Fehler Open File / Fehler Synchron. / Keine SD
detektiert
Geräte-(Neu-)Start.
Ausgelöst vom Bediener aus dem Menü “System-Einstell.\ Netzwerk-Info \ Test-E-Mail senden”
(benötiger CodeLevel: Bediener)
„Typ 8620 mxCONTROL“
Jede E-Mail enthält zusätzliche Informationen über das Gerät und das auslösende Ereignis (Beispiele
sind im Abschnitt “E-Mail-Beispiele” aufgeführt, s.u.). E-Mails werden nur in englischer Sprache
versendet.
Die E-Mails werden immer an alle konfigurierten Empfänger übertragen (es sind max. 2 Empfänger
konfigurierbar). Die Priorität und der Betreff der E-Mail-Typen 1 … 3 sind ebenfalls durch den Nutzer
konfigurierbar.
Die Übertragung von nicht benötigten E-Mail-Typen kann deaktiviert werden, wenn der entsprechende
Parameter „Trigger“ auf „Aus“ gesetzt wird.
E-Mails können nur übertragen werden, wenn kein Fernzugriff über das Ethernet besteht (per
PC-Tool).
Bis zu 4 E-Mails können mit einer Serververbindung gesendet werden. Eine erneute Verbindung zum
Mailserver wird frühestens nach einer Verzögerungszeit von 5 s aufgebaut, um einen Fernzugriff auch
im ungünstigen Fall von andauernden neuen auslösenden Ereignissen zu ermöglichen.
Die Verzögerungszeit zu einer erneuten Verbindung wird auf 30 s / 10 s im Falle eines Fehlers bei der
Mailserver-Verbindung / -Kommunikation gesetzt.
Falls eine Verbindung zum Mailserver verzögert wurde oder fehlschlug, werden die letzten Ereignisinformationen in einem flüchtigen Speicher für eine spätere Verbindung aufbewahrt und aktualisiert –
Details sind in nachfolgender Tabelle ersichtlich.
E-MailTyp
E-Mail 1
E-Mail 2
E-Mail 3
Im Falle einer fehlgeschlagenen / verzögerten Verbindung zum Mailserver werden für eine
erneute Verbindung aufbewahrt:
- die letzten 5 Alarme
- die Information, welche Alarme mindestens einmal seit der zuletzt gesendeten E-Mail 1 auftraten
- die letzten 5 Warnungen
- die Information, welche Warnungen mind. einmal seit der zuletzt gesendeten E-Mail 2 auftraten
- die letzten 10 angezeigten wichtigen Fehlermeldungen
- den Zeitstempel des Geräte-(Neu-)Starts
E-Mail-Beispiele
E-Mail 1 – Alarm
E-Mail 2 – Warnung/Fehler
Seite 49
„Typ 8620 mxCONTROL“
Benachrichtigungswiederholung (ReNotify)
Ein Wiederholungsinterval für die Benachrichtigung kann für E-Mail 1 und E-Mail 2 konfiguriert
werden.
Wenn mindestens einer der Alarme (E-Mail 1) oder Warnungen (E-Mail 2) immer noch aktiv ist und
der entsprechende Timer für die Benachrichtigungswiederholung abläuft, wird die entsprechende EMail nochmals gesendet. Ein neues auslösendes Ereignis setzt den entsprechenden Timer für die
Benachrichtigungswiederholung zurück (Reset).
Die E-Mail enthält Informationen zum Gerät und einen Überblick über die momentan aktiven Alarme
(E-Mail 1) oder Warnungen (E-Mail 2).
E-Mail 1 –Wiederholung der
Alarmbenachrichtigung
E-Mail 2 – Wiederholung der
Warnungsbenachrichtigung
Gerätefernzugang über PC-Tool
Voraussetzungen
•
Zugang zum lokalen Ethernet-Netzwerk, in welchem sich das Gerät “Typ 8620 mxCONTROL”
befindet
•
Netzwerksicherheitsregulationen erlauben Austausch (Traffic) auf dem TCP/IP-Port 10001
•
die IP-Adresse des “Typ 8620 mxCONTROL” ist bekannt
•
ein eindeutiger DHCP-Hostname des “Typ 8620 mxCONTROL” ist bekannt
(falls Statische IP = Nein)
Funktionalität
Details im Kapitel 11.5.3 „Geräte(fern-)zugang über PC-Tool”.
Seite 50
„Typ 8620 mxCONTROL“
Daten-Logging
Die Logdatei des Gerätes mit Ethernet-Option enthält 2 zusätzliche Spalten:
“Ethernet-Status” (Ethernet state) und “Ethernet-Ereignis” (Ethernet event).
Ethernet-Status
Ethernet-Status
-1
0
1
5
9
10 - 13
20
30
50
Erläuterung
Ethernet-Funktion deaktiviert
Unbekannter Status
Ethernet-Modul wird initialisiert / periodische Prüfung des Netzwerkstatus
Ethernet-Funktion aktiviert, aber keine Netzverbindung möglich
Trennung einer Verbindung
Ethernet bereit:
PC-Tool-Zugang E-Mail-Benachrichtigung
10
aus
aus
11
ein
aus
12
aus
ein
13
ein
ein
Ausgehende Verbindung zum Mailserver
Eingehende Verbindung (z.B. vom PC-Tool)
Ethernet-Modul im Update-Modus
Ethernet-Ereignis
Die Spalte “Ethernet-Ereignis” enthält z.B.
•
die letzten angezeigten Ethernetmeldungen (max. 5)
•
die E-Mailempfänger, falls E-Mails erfolgreich gesendet wurden
•
Start / Ende der eingehenden Verbindung (PC-Tool-Zugang)
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Ethernet-Funktionalität
Gerätefernzugang
(per PC-Tool)
Einstellungen #)
Statische IP-Adresse
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
rw
Zugang
über
XML-CfgDatei
---
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Ethernet
PCTool
Zugang
Ein, Aus
Ein, Aus
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Ein
Ein
rw
rw
Ja, Nein
Nein
rw
Statische
IP
IP
Geräte-IP-Adresse *)
rw
0.0.0.0
rW
rw
SNM
Gateway-IP-Adresse *)
rw
rw
DHCP-Hostname **)
rw
rw
Gateway
IP
DHCPHostname
0.0.0.0 …
255.255.255.255
255.0.0.0 …
255.255.255.254
0.0.0.0 …
255.255.255.255
max. 16 Zeichen
[a-zA-Z0-9_-] –
für Vorgabewert
Eintrag leer lassen
Subnetzmaske *)
255.255.255.0
0.0.0.0
ID_SERIAL
mit *****)
Seite 51
„Typ 8620 mxCONTROL“
Konfiguration
Zugang
über
Konfig.Menü
Benachrichtigung
rw
Benachrichtigung
per E-Mail
SMTP Mailserver #) ***)
IP-Adresse des Mailservers rw
Zugang
über
XML-CfgDatei
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
rw
Per E-Mail
Ja, Nein
Nein
rw
IP
0.0.0.0 …
255.255.255.255
0 … 65535
0.0.0.0
Port-Nummer für SMTP
E-Mail ***)
Geräte-E-Mailadresse
(Absender) #)
rw
rw
Port
rw
rw
Von (Absender)
Empfänger 1
rw
rw
Empfänger 2
rw
rw
An (Empfänger 1)
An (Empfänger 2)
E-Mail 1, E-Mail 2, E-Mail 3 ***)
E-Mail-Trigger (Auslöser)
rw
rw
E-Mail-Priorität
(für Anzeige im E-MailProgramm auf dem PC)
rw
Wiederbenachrichtigungsintervall ****)
E-Mail-Betreff
rw
25
max. 47 Zeichen
***** *)
[a-zA-Z0-9_@.-]
max. 39 Zeichen
[a-zA-Z0-9_@.-]
max. 39 Zeichen
[a-zA-Z0-9_@.-]
rw
rw
Trigger
Priorität
Ein, Aus
1 (höchste) …
5 (niedrigste)
Ein
1
rw
ReNotify
0 (off) … 10800 min
0 min
rw
Betreff
max. 23 Zeichen
[a-zA-Z0-9 _.:/!+*-]
E-Mail
1: Alarm
2: Warning/Error
3: Device Restarted
#)
*)
**)
***)
****)
*****)
Fragen Sie Ihren lokalen Netzwerk-Administrator für die richtigen Einstellungen.
Nur sichtbar, wenn Statische IP = Ja
Nur sichtbar, wenn Statische IP = Nein
Nur sichtbar, wenn „Per E-Mail“ = Ja
Nur möglich für E-Mail 1 und E-Mail 2
ID = Geräte-Identnr. (8-stellig mit führenden Nullen),
SERIAL = Geräte-Seriennr. (7-stellig mit führenden Nullen)
***** *) Leerer Eintrag aktiviert Defaultabsender: 8620_ID_SERIAL mit *****)
11.5.3 Geräte(fern-)zugang über PC-Tool
Der Gerätefernzugang erlaubt, das Gerät über Ethernet (nur für Geräte mit Ethernet-Option) oder über
USB zu bedienen.
Der Gerätefernzugang kann nur direkt am Gerät über das Konfigurationsmenü deaktiviert werden:
USB:
Konfiguration \ Kommunikation \ USB \ PCToolZugang
Ethernet: Konfiguration \ Kommunikation \ Ethernet \ PCToolZugang
Ein (Vorgabewert) / Aus
Ein (Vorgabewert) / Aus
Die Konfiguration des PCToolZugang wird nicht in der Konfigurationsdatei gespeichert.
Der PCToolZugang muss im Fall eines Fabrik-Reset wieder manuell deaktiviert werden.
Das Gerät kann nur einen Gerätefernzugang zu einem Zeitpunkt verarbeiten.
Seite 52
„Typ 8620 mxCONTROL“
Funktionen
PC Tool-Menüpunkt
Verbindung
Verbindung …
Gerätedaten …
Login
Logout
Fernbedienung
Download
(PCÆ Gerät)
Konfigurationsdatei
Parameterdatei
Upload
(Gerät Æ PC)
Konfigurationsdatei
Parameterdatei
Logdatei
Service
Download
Kalibrierungsdatei
Upload
Kalibrierungsdatei
Erläuterungen
Eine Verbindung zu einem Zeitpunkt möglich.
Herstellen / Schließen einer Verbindung zu einem Gerät.
Geräte mit Ethernet-Option:
Der Nutzer muss die IP-Adresse und die Port-Nummer des gewünschten Gerätes
eingeben. Eine integrierte Adressbuchfunktion erleichtert den Gerätezugang.
Anzeige der aktuellen Geräte-ID & -Seriennummer, Firmware-ID & -Revision.
Geräte-Login-Fenster mit wählbarem Login-Level (Bediener/Spezialist/Master) und
Code-Eingabe.
Geräte-Logout.
Das aktuelle Gerätedisplay wird auch im PC-Tool angezeigt. Die Navigation erfolgt
mittels „Tasten“, als würde man direkt am Gerät stehen, einschließlich CodeEingabe für die zugangscode-geschützten Menüs. Die Tasten am Gerät haben
jedoch Priorität. Die gelbe LED zeigt den Betriebsmodus / Alarmstatus an.
Download der entsprechenden Datei vom PC ins Gerät.
Entsprechender Geräte-Login-Level erforderlich:
Spezialist oder höher
Bediener oder höher
Upload der entsprechenden Datei vom Gerät in den PC.
Entsprechender Geräte-Login-Level erforderlich:
Spezialist oder höher
Bediener oder höher
- Bediener oder höher
- Upload der gesamten Datei oder nur einer speziellen zeitlichen Auswahl.
- Fernlöschung (remote) einer Logdatei auf SD-Karte möglich (CodeLevel
Spezialist).
- Um die aktuelle Logdatei zu löschen, muss das Daten-Logging deaktiviert sein.
Entsprechender Geräte-Login-Level erforderlich:
Master
Master
Seite 53
„Typ 8620 mxCONTROL“
Anzeige des aktuellen Status
Keine Parameter / Werte ändern, wenn Fern-Upload oder -Download aktiviert ist!
Die folgende Tabelle zeigt die jeweils angezeigten Symbole des aktuellen Fernzugriff-Status.
Das Statussymbol des Fernzugriffs befindet sich links oben
im Display, rechts neben dem Ethernet-Statussymbol.
Symbol
Beschreibung
Fernbediener ist eingelogt.
Fern-Download ist aktiv
Fern-Upload ist aktiv
Fernbedienung ist aktiv
Fernzugriff ist aktiv (Lesen von Logdateien auf der SD-Karte)
Seite 54
„Typ 8620 mxCONTROL“
12 Eingänge
Der „Typ 8620 mxCONTROL“ hat der Hardware-Variante entsprechende digitale und analoge
Eingänge, welche gemäß den Anforderungen des Nutzers konfiguriert werden können.
Konfiguration mittels Konfigurationsdatei:
• Aktivierung und Benennung der gewünschten Eingänge
• Aktivierung spezieller Eingangsfunktionen
Konfiguration mittels Konfigurationsdatei oder direkt am mxCONROL Typ 8620:
• Skalierung und Einstellung des Filters
• Einstellung der Alarmfunktion.
Eingänge einer Konfiguration können direkt am Gerät aktiviert oder deaktiviert werden, wenn sie
im entsprechenden Hauptmenüpunkt „Konfiguration“ ein- bzw. ausgeschaltet werden.
Nach Rückkehr in das Hauptmenü sind deaktivierte Eingänge über das Menü „Prozessdaten“ nicht mehr zugänglich.
Eine Reaktivierung ist über das Menü „Konfiguration“ oder durch das Laden der
ursprünglichen Konfiguration möglich.
Durch das Deaktivieren von Eingängen kann es zu einem Konfigurationsfehler bei den mit
ihnen verbundenen Modulen kommen, so dass diese u.U. nicht mehr korrekt arbeiten.
12.1
Digitale Eingänge
Die digitalen Eingänge des „Typ 8620 mxCONTROL“ können folgendermaßen konfiguriert werden:
• als Binäreingang - z.B. für die Durchflussschalter- (Flow Switch) und die Systemschalter- (System
Switch) Override-Funktion oder
• als Impulszähleingang (z.B. für das Batch-Dosiermodul ) oder
• als Frequenzeingang.
Die Konfiguration des Eingangstyps erfolgt mittels Konfigurationsdatei.
Die folgende Tabelle zeigt die akzeptierten Signale in Abhängigkeit vom Eingangstyp.
Digitaleingangstyp
Konfiguration als Typ
Binäreingang
Binär
Push-Pull-Ausgang
potf.Binär
Impulszähleingang
PulseC
Frequenzeingang
Frequenz
Akzeptiert Signale von
- Open Collector (npn, pnp)
- Hall-Effekt
- Reedschalter
- Mikroschalter
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Zugang
über
Konfig.Menü
Zugang
über
XML-CfgDatei
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Typ
r
rw
Typ
Binär
(0/24 V DC Binäreingang),
potf.Binär (potentialfreier Kontakt,
Binäreingang),
PulseC
(Impulszähleingang),
Frequenz (Frequenzeingang),
(kein)
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
(kein)
Seite 55
„Typ 8620 mxCONTROL“
12.1.1 Binäreingänge
Binäreingänge werden gewöhnlich benutzt, um spezielle Außenbedingungen festzustellen, welche auf
das Verhalten des Reglers/Moduls Einfluss haben werden.
Es gibt zwei Typen von Binäreingängen, die sich in der Akzeptanz des Eingangssignals unterscheiden: normale Binäreingänge und potentialfreie Binäreingänge. Entnehmen Sie aus der folgenden
Auswahltabelle Angaben für die Konfiguration der richtigen Eingangstypen.
Digitaleingangstyp
Binär
potf.Binär
Akzeptiert Signale von
Push-Pull-Ausgang
- Open Collector (npn, pnp)
- Hall-Effekt
- Reedschalter
- Mikroschalter
Das Binäreingangssignal kann mittels Konfiguration intern invertiert werden. Entnehmen Sie aus der
folgenden Tabelle Angaben für die logische Zuweisung.
Binär
Eingangsspannung
Logischer Wert
Eingangssignal:
nicht invertiert (Inv = Nein)
Eingangssignal:
invertiert (Inv = Ja)
0 … 4,5 V
0 (nicht aktiv)
1 (aktiv)
13 … 35 V
1 (aktiv)
0 (nicht aktiv)
Binär-potentialfrei (potf. Binär)
Eingangsspannung
Logischer Wert
Eingangssignal:
nicht invertiert (Inv = Nein)
Eingangssignal:
invertiert (Inv = Ja)
Offener Kontakt
0 (nicht aktiv)
1 (aktiv)
0 … 4,5 V
oder 13 … 35 V
1 (aktiv)
0 (nicht aktiv)
Im Display wird der entsprechende logische Wert angezeigt.
(Prozesswert-) Alarm
Eine Prozesswert-Alarmfunktion kann durch Konfigurieren des Alarmmodus aktiviert werden.
Alarmmodus
Beschreibung
Aus
Alarm L
Alarmfunktion nicht aktiviert
Alarm Low (unten) .
Falls das binäre Eingangssignal (nach Inversion) kontinuierlich:
• 0 für länger als die Alarmverzögerungszeit AlarmDel [s] war,
so schaltet der Alarm auf „aktiv“
• 1 für länger als die Alarmverzögerungszeit AlarmDel [s] war,
so schaltet der Alarm „inaktiv“
Alarm High (oben)
Falls das binäre Eingangssignal (nach Inversion) kontinuierlich:
• 1 für länger als die Alarmverzögerungszeit AlarmDel [s] war,
so schaltet der Alarm auf „aktiv“
• 0 für länger als die Alarmverzögerungszeit AlarmDel [s] war,
so schaltet der Alarm „inaktiv“
Alarm H
Seite 56
„Typ 8620 mxCONTROL“
Falls ein Alarm L oder H auftritt, so schaltet der allgemeine Alarmausgang (falls aktiviert) ebenfalls.
Die Alarminformation wird im Menü Prozessdaten\Eingänge als ein Icon angezeigt ähnlich den
Eingangsalarmen der Frequenz- und Analogeingänge. Solange der Alarm „anläuft“ (d.h. wenn das
Binäreingangssignal die Alarmbedingungen bereits „erfüllt”, aber die Alarmverzögerungszeit noch
nicht abgelaufen ist), wird ein Warn-Icon angezeigt.
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Zugang
über
Konfig.Menü
Zugang
über
XML-CfgDatei
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Eingang aktivieren /
deaktivieren
rw
rw
Eingang
Ein / Aus
Aus
Invertierung des Eingangssignals
rw
rw
Inv
Ja / Nein
Nein
Alarm-Modus
rw
rw
Mode
Aus, Alarm L,
Alarm H
Aus
Alarmverzögerungszeit
rw
rw
AlarmDel
0.0 … 1800.0 s
1.0 s
Process value alarm
12.1.2 Frequenzeingänge
Abbildung 13:
Frequenzeingang
Frequenzerfassung
Die aktuelle Frequenz des Eingangssignals wird durch Messen der Zeit zwischen zwei Anstiegsflanken des Eingangssignals erfasst. Frequenzen kleiner als 0,5 Hz werden als 0 Hz gewertet,
Frequenzen größer als 2000 Hz werden als Interferenzen verworfen.
Frequenzeingänge unterstützen nicht die Sicherheitsstellwert- (CDMsafe)-Funktion.
Skalierung
Es gibt zwei Wege, ein Frequenzeingangssignal zu skalieren - durch:
• Festlegen des K-Faktors sowie des unteren und oberen Skalierwertes in der gewünschten Einheit
oder
• Festlegen eines unteren und oberen Frequenzwertes (Freq-, Freq+) mit den dazugehörigen
unteren und oberen Skalierwerten (Scal-, Scal+) in der gewünschten Einheit.
Der Skaliervorgang wird in der Konfigurationsdatei durch den Parameter USE_KFACTOR separat für
jeden Frequenzeingang festgelegt:
USE_KFACTOR
0
Skalierung mit Freq- und Freq+
1
Skalierung mit dem K-Faktor
Seite 57
„Typ 8620 mxCONTROL“
Skalieren mit dem K-Faktor
Das Skalieren mit dem K-Faktor wird empfohlen für die einfache Konfiguration angeschlossener
Durchflusssensoren.
Der K-Faktor definiert die Anzahl der Impulse pro Volumeneinheit. Der K-Faktor kann in
verschiedenen Einheiten angegeben werden – vergleichen Sie im Absatz „Konfiguration“ (s.u.) die
verfügbaren Einheiten.
Die Einstellung der Skalierungseinheit legt die Einheit des Prozesswertes fest. Diese Einheit wird
gleichzeitig für die Skalierwerte, die Alarm- und Warngrenzen dieses Eingangs sowie für bestimmte
Parameter von verbundenen Modulen verwendet.
Einheitengruppe
Einheiten *)
Fluss (Durchfluss)
L/s, L/min, L/h, m3/min, m3/h, Gal/s US, Gal/m US, Gal/h US, gal/s Imp, gal/m Imp,
gal/h Imp, bbl/s US, bbl/m US, bbl/h US, ft3/s, ft3/min, ft3/h, P/s, P/m
*) Sind im Display nicht ausreichend Stellen verfügbar, wird die Anzeige nur 3- oder 6-stellig ausgeführt, die
genauen Abkürzungen der Einheiten finden Sie in der Tabelle in Kapitel 5.2.
Durch die Einstellung des unteren und oberen Skalierwertes wird die Bezugsspanne für die Alarmund Warnhysterese dieses Eingangs sowie für bestimmte Parameter verbundener Module (z.B.
Totband) festgelegt. Außerdem wird der Wertebereich einiger Eingangs- und bestimmter Modulparameter (z.B. Sollwert) durch den unteren und oberen Skalierwert bestimmt.
Der Prozesswert wird durch den unteren und oberen Skalierwert nicht begrenzt.
Skalieren mit unterem und oberem Frequenzwert
Ausgang
Scal+
ScalDir = Rise
ScalDir = Fall
Scal-
FreqFreqFreq+
ScalScal+
Freq+
Frequenz
Abbildung 14:
Frequenzskalierung mit unterem
und oberem Skalierwert.
Unterer Frequenzwert
Oberer Frequenzwert
ScalDir = Rise: Unterer Skalierwert, zugeordnet dem unteren Frequenzwert (Freq-)
ScalDir =Fall: Unterer Skalierwert, zugeordnet dem oberen Frequenzwert (Freq+)
ScalDir =Rise: Oberer Skalierwert, zugeordnet dem oberen Frequenzwert (Freq+)
ScalDir =Fall: Oberer Skalierwert, zugeordnet dem unteren Frequenzwert (Freq-)
Die Skalierungsfunktion ordnet der gemessenen Frequenz einen numerischen Wert zu, der mit dem
physikalischen Parameter korrespondiert, welcher vom Sensor/Transmitter dem Regler übermittelt
wird.
Zu Anzeigezwecken kann dem Eingang eine Einheit zugewiesen werden. Die folgende Tabelle zeigt
die verfügbaren Einheiten, welche für jeden Frequenzeingang separat auszuwählen sind:
Seite 58
„Typ 8620 mxCONTROL“
Einheitengruppe
Einheiten *)
Diverse
ppm, V, mA, Pulse, Hz, %, keine Einheit
Chem. Analyse
µS/cm, mS/cm, MPY, µMPY, mV, mg/L, %Sat, pH
Volumen
L, hL, m3, Gal US; bbl US, gal Imp, ft3, yd3
Fluss (Durchfluss)
L/s, L/min, L/h, m3/min, m3/h, Gal/s US, Gal/m US, Gal/h US, gal/s Imp, gal/m Imp, gal/h
Imp, bbl/s US, bbl/m US, bbl/h US, ft3/s, ft3/min, ft3/h, P/s, P/m
Temperatur
°C, °F, °Rank, K
Druck
bar, mbar, psi
*) Sind im Display nicht ausreichend Stellen verfügbar, wird die Anzeige nur 3- oder 6-stellig ausgeführt, die
genauen Abkürzungen der Einheiten finden Sie in der Tabelle in Kapitel 5.2.
Falls die Skalierungseinheit eines Frequenzeinganges geändert wurde, müssen die
entsprechenden Alarm- und Warngrenzwerte sowie die Sollwerte der zugehörigen Module
manuell auf die Werte geändert werden, die der neuen Einheit des Einganges entsprechen
(Keine automatische Umrechnung von einer Einheit in eine andere!).
Bei Änderung der Skalierwerte sollten die entsprechenden Alarm- und Warngrenzwerte
sowie die Sollwerte der zugehörigen Module auf ihre Relevanz geprüft werden!
Tiefpass-Filter
Um den Einfluss von Spitzen und schnellen Schwankungen zu minimieren, welche auf die
externe Verkabelung des Gerätes einwirken und Interferenzen verursachen können, wird ein TiefpassFilter (PT1) eingesetzt.
Die Einstellung erfolgt über die Auswahl der Filterstufe (vgl. nachfolgende Tabelle 6).
Filterstufe
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Entspricht Grenzfrequenz [Hz]
10
5
2
1
0,5
0,2
0,1
0,07
0,05
0,03
Wirkung
geringste Filterwirkung
größte Filterwirkung
Tabelle 6: Filterstufe und Grenzfrequenz
Seite 59
„Typ 8620 mxCONTROL“
(Prozesswert) Alarm
Diese Funktion aktiviert den allgemeinen Alarmausgang, wenn ein geregelter Prozesswert die
(einstellbaren) oberen und unteren Alarmgrenzen überschreitet.
Abbildung 15:
Alarm-/Warn Schalthysterese
Die Alarmaktivierung ist mit einer Schalthysterese (AlarmHys) versehen, um eine übermäßige Schalthäufigkeit zu verhindern. Die Hysterese wird in % des Prozesswertbereiches
festgelegt (d.h. der Prozesswertbereich (Scal- … Scal+) entspricht 100%).
Für Anzeige- und Daten-Logging-Zwecke gibt es eine einstellbare untere und obere Warngrenze und
eine separate Warn-Hysterese WarnHys.
Die Alarm- und Warngrenzen werden in der Einheit des Prozesswertes konfiguriert.
Die Alarm- und Warnfunktion kann in ihrem Funktionsumfang folgendermassen konfiguriert werden:
Alarm-Modus
Beschreibung
Alarm & Warn
Alarm- und Warnfunktion aktiv.
Alarm
Nur Alarmfunktion aktiv. Parameter der Warnfunktion werden nicht angezeigt.
Aus
Alarm und Warnfunktion nicht aktiv. Parameter werden nicht angezeigt.
Wird eine der beiden Alarmgrenzen bei aktiver Alarmfunktion nicht benötigt, so ist diese Alarmgrenze
auf einen Wert ausserhalb des erreichbaren Prozesswertbereiches zu setzen.
Beispiel:
Seite 60
Durchflussmessung, Prozesswertbereich: 0 - 10 L/s, kein Alarm bei unterer
Alarmgrenze erforderlich Æ untere Alarmgrenze auf -1L/s setzen
„Typ 8620 mxCONTROL“
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Zugang
über
Konfig.Menü
Zugang
über
XML-CfgDatei
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset oder
beim Start des CfgDatei-Download)
Eingang aktivieren /
deaktivieren
rw
rw
Eingang
Ein / Aus
Aus
USE_KFACTOR
--
rw
--
0; 1
0
Einheit K-Faktor *)
rw
rw
K-Faktor
Einheit
(Impulse pro) …
L, m³, Gal US, bbl US,
gal Imp, ft3, Pulse
(Impulse pro) L
K-Faktor *)
rw
rw
K-Faktor
0.001 ... 9999.0
1.0
Frequenzbereich:
unterer Wert**)
rw
rw
Freq-
0 Hz … Freq+
0.0
Frequenzbereich:
oberer Wert**)
rw
rw
Freq+
Freq- … 2000 Hz
2000.0
ProzesswertSkalierung: Einheit
rw
rw
Scal
Einheit
Einheiten von Chem.
Analyse, Volumen,
Fluss, Temperatur,
Diverse;
falls *) nur Fluss ***)
keine Einheit
Prozesswert-Skalierung: unterer
Skalierwert
rw
rw
Scal-
-99999 … Scal+
-99999
Prozesswert-Skalierung: oberer
Skalierwert
rw
rw
Scal+
Scal- … 99999
99999
Prozesswert-Skalierung**): Wirksinn
rw
rw
ScalDir
Rise / Fall
Rise
Filterstufe
rw
rw
Filter
0 ... 9
0
Alarm-Modus
rw
rw
Mode
Aus, Alarm,
Alarm & Warn
Alarm & Warn
Untere Alarmgrenze
****)
rw
rw
Alarm-
-99999 … Alarm+
-99999
Obere Alarmgrenze
****)
rw
rw
Alarm+
Alarm- … 99999
99999
Alarmhysterese
****)
rw
rw
AlarmHys
0.1 … 10.0 % vom
Bereich (Scal- … Scal+)
1.0 %
Untere Warngrenze
****)
rw
rw
Warn-
Alarm- … Warn+
-99999
Obere Warngrenze
****)
rw
rw
Warn+
Warn- … Alarm+
99999
Prozesswertalarm
Warnhysterese
rw
rw
WarnHys
0.1 … 10.0 % vom
1.0 %
****)
Bereich (Scal- … Scal+)
*)
nur sichtbar, falls “ Use K-Factor for Scaling ” = 1
**) nur sichtbar, falls “ Use K-Factor for Scaling ” = 0
***) Einheiten „P/m“, „P/s“ werden nur akzeptiert, falls bei „K-Faktor Einheit“ Impulse pro „Pulse“ gewählt ist.
Übrige „Fluss“ Einheiten werden nur akzeptiert, falls bei „K-Faktor Einheit“ nicht Impulse pro „Pulse“ gewählt
ist.
****) wird nur angezeigt, wenn der entsprechende Alarmmodus gewählt ist
Seite 61
„Typ 8620 mxCONTROL“
12.1.3 Impulszähleingänge
Die Impulszähleingänge können z.B. in Kombination mit den Batch-Dosiermodulen genutzt werden.
Die eingehenden Impulse werden gezählt und für die Weiterverarbeitung per K-Faktor skaliert.
Der K-Faktor definiert die Anzahl der Impulse pro Volumeneinheit. Der K-Faktor kann in
verschiedenen Einheiten angegeben werden – vergleichen Sie im Absatz „Konfiguration“ (s.u.) die
verfügbaren Einheiten.
Im Menüpunkt „Prozessdaten“ \ „Eingänge“ wird bei Impulszähleingängen nur die Anzahl der
eingehenden Impulse angezeigt. Werden mehr als 99999 Impulse gezählt, beginnt die
Anzeige wieder bei 0.
Konfiguration (CodeLevel: Spezialisten)
Konfiguration
Zugang
über
Konfig.Menü
Zugang
über
XML-CfgDatei
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset oder
beim Start des CfgDatei-Download)
Eingang
aktivieren /
deaktivieren
rw
rw
Eingang
Ein / Aus
Aus
Einheit K-Faktor
rw
rw
K-Faktor
Einheit
(Impulse pro) …
L, m³, Gal US, bbl US, gal
Imp, ft3, Pulse
(Impulse pro) L
K-Faktor
rw
rw
K-Faktor
0.001 … 9999.0
1.0
Seite 62
„Typ 8620 mxCONTROL“
12.2
Analogeingänge
Bei bestimmten Hardware-Varianten sind die Analogeingänge mittels Konfigurationsdatei entweder als
4…20mA-Eingänge oder als Pt100-Eingänge konfigurierbar (siehe auch Kapitel 6.2).
Details zu den Analogeingängen sind in den nachfolgenden Kapiteln beschrieben.
12.2.1
4…20mA-Eingänge
Abbildung 16:
4…20mA-Eingang
A/D-Wandlung
Die aktivierten 4…20mA-Eingänge werden alle 50 ms mit einer Auflösung von 10 bit abgetastet, um
das analoge Eingangssignal in einen Digitalwert umzuwandeln.
Zusätzlich werden die aktivierten 4…20mA-Eingänge bei jeder Abtastung geprüft auf:
• Eingangsfehler (Stromfluss kleiner als ca. 3,5 mA),
• Sensorfehler (Stromfluss größer als ca. 20,5 mA),
• AD-Fehler (Fehler während der Abtastung).
• Ein Kalibrierdatenfehler wird wie ein Eingangsfehler behandelt.
Falls solch ein Fehler auftritt, wird der allgemeine Alarmausgang aktiviert.
Zusätzlich wird auch der Sicherheitsstellwert (CDMsafe) in den entsprechenden Modulen
aktiviert, welche die Sicherheitsstellwertfunktion unterstützen und welche mit dem fehlerhaften
Eingang verbunden sind.
Wenn der Sicherheitsstellwert aktiviert ist, so wird der jeweilige Manuellstellwert auf “0”
zurückgesetzt!
Skalierung
ScalDir = Rise:
Scal+
Scal-
Oberer Skalierwert, entspricht der
maximalen Stromstärke (20 mA)
Unterer Skalierwert, entspricht der
minimalen Stromstärke (4 mA)
ScalDir = Fall:
Scal+
Scal-
Oberer Skalierwert, entspricht der
minimalen Stromstärke (4 mA)
Unterer Skalierwert, entspricht der
maximalen Stromstärke (20 mA)
Abbildung 17: Skalierung eines 4...20mA-Eingangs
Seite 63
„Typ 8620 mxCONTROL“
Die Skalierungsfunktion weist dem gemessenen analogen Wert einen numerischen Wert zu, welcher
dem physikalischen Parameter entspricht, der dem Gerät vom Sensor/Transmitter übermittelt wird.
Für Anzeigezwecke kann dem Eingang eine Einheit zugewiesen werden. In der folgenden Tabelle
sind die verfügbaren Einheiten aufgeführt, die jedem 4…20mA-Eingang separat zugewiesen werden
können.
Einheitengruppe
Einheiten *)
Diverse
ppm, V, mA, Pulse, Hz, %, keine Einheit
Chem. Analyse
µS/cm, mS/cm, MPY, µMPY, mV, mg/L, %Sat, pH
Volumen
L, hL, m3, Gal US; bbl US, gal Imp, ft3, yd3
Fluss (Durchfluss)
L/s, L/min, L/h, m3/min, m3/h, Gal/s US, Gal/m US, Gal/h US, gal/s Imp, gal/m Imp,
gal/h Imp, bbl/s US, bbl/m US, bbl/h US, ft3/s, ft3/min, ft3/h, P/s, P/m
Temperatur
°C, °F, °Rank, K
Druck
bar, mbar, psi
*) Sind im Display nicht ausreichend Stellen verfügbar, wird die Anzeige nur 3- oder 6-stellig ausgeführt, die
genauen Abkürzungen der Einheiten finden Sie in der Tabelle in Kapitel 5.2.
Falls die Skalierungseinheit eines 4…20mA-Einganges geändert wurde, müssen die
entsprechenden Alarm- und Warngrenzwerte sowie die Sollwerte der zugehörigen Module
manuell auf die Werte geändert werden, die der neuen Einheit des Einganges entsprechen
(Keine automatische Umrechnung von einer Einheit in eine andere!)
Bei Änderung der Skalierwerte sollten die entsprechenden Alarm- und Warngrenzwerte
sowie die Sollwerte der zugehörigen Module auf ihre Relevanz geprüft werden!
Spezielle Eingangsfunktion
Es gibt eine spezielle Wurzelfunktion, z.B. zur Adaption spezieller Durchflussmesser. Daher steht die
nachfolgend beschriebene Funktion mit dem Skalierwert in Verbindung.
PV, neu = (PV − Scal − )(Scal + − Scal − ) + Scal −
mit:
ScalScal+
PV
(Unterer Skalierwert)
(Oberer Skalierwert)
(skalierter Prozesswert)
Vergleiche auch Abbildung 18: Wurzelfunktion.
Spezielle Eingangsfunktion: Wurzelfunktion
1000
Neuer Prozesswert
800
600
400
200
0
0
200
400
600
800
1000
Prozesswert
keine spezielle Funktion
Seite 64
Wurzelfunktion
Abbildung 18: Wurzelfunktion
„Typ 8620 mxCONTROL“
Tiefpass-Filter
Um den Einfluss von Spitzen und schnellen Schwankungen zu minimieren, welche auf die
externe Verkabelung des Gerätes einwirken und Interferenzen verursachen können, wird ein TiefpassFilter (PT1) eingesetzt.
Die Einstellung erfolgt über die Auswahl der Filterstufe.
Filterstufe
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Entspricht Grenzfrequenz [Hz]
10
5
2
1
0,5
0,2
0,1
0,07
0,05
0,03
Wirkung
geringste Filterwirkung
größte Filterwirkung
Tabelle 7: Filterstufe und Grenzfrequenz
(Prozesswert-) Alarm
Vergleiche Abbildung 15.
Diese Funktion aktiviert den allgemeinen Alarmausgang, wann immer ein überwachter Prozesswert
die eingestellten unteren oder oberen Alarmgrenzen überschreitet.
Die Alarmaktivierung ist mit einer Schalthysterese (AlarmHys) versehen, um eine übermäßige Schalthäufigkeit zu verhindern. Die Hysterese wird in % des Prozesswertbereiches
festgelegt (d.h. der Prozesswertbereich (Scal- … Scal+) entspricht 100%).
Für Anzeige- und Daten-Logging-Zwecke gibt es eine einstellbare untere und obere Warngrenze und
eine separate Warn-Hysterese WarnHys.
Die Alarm- und Warngrenzen werden in der Einheit des Prozesswertes konfiguriert.
Die Alarm- und Warnfunktion kann in ihrem Funktionsumfang folgendermassen konfiguriert werden:
Alarm-Modus
Beschreibung
Alarm & Warn
Alarm- und Warnfunktion aktiv.
Alarm
Nur Alarmfunktion aktiv. Parameter der Warnfunktion werden nicht angezeigt.
Aus
Alarm und Warnfunktion nicht aktiv. Parameter werden nicht angezeigt.
Wird eine der beiden Alarmgrenzen bei aktiver Alarmfunktion nicht benötigt, so ist diese Alarmgrenze
auf einen Wert ausserhalb des erreichbaren Prozesswertbereiches zu setzen.
Beispiel:
Leitfähigkeitsmessung, Prozesswertbereich: 0 - 1000 µS/cm, kein Alarm bei unterer
Alarmgrenze erforderlich -> untere Alarmgrenze auf -1µS/cm setzen
Kalibrierung durch den Nutzer
Die Nutzer-Kalibrierungsfunktion des Typs 8620 bietet die Möglichkeit, die Eingangsskalierung des 420mA-Sensorsignals durch Nutzer-Kalibrierung mit dem Sensor anzupassen.
Funktionsbeeinträchtigungen durch unsachgemäße Kalibrierung!
Die Kalibrierung darf nur von qualifiziertem Personal durchgeführt werden.
Seite 65
„Typ 8620 mxCONTROL“
Beim Download einer Konfigurationsdatei werden die Nutzer-Kalibrierwerte zunächst intern
auf den Defaultwert zurückgesetzt, bevor diese durch die in der Konfigurationsdatei
enthaltenen Werte überschrieben werden.
Es wird daher empfohlen, nach erfolgreicher Kalibrierung
- die nun geänderte Konfigurationsdatei abzuspeichern und
- die jeweiligen Nutzer-Kalibrierwerte für eine spätere manuelle Eingabe zu notieren.
Für den Kalibriervorgang gehen Sie wie nachfolgend beschrieben vor:
→ Zu Hauptmenüpunkt “Kalibrierung” (mittels Pfeiltasten) scrollen,
Taste “WAHL” drücken
→ Spezialist-Passwort eingeben (mittels Tasten „+“ und „<-“)
→ “Eingänge” auswählen, einen Eingang auswählen und Taste “WAHL” drücken
(Diese Menüeinträge werden nur angezeigt, wenn der Eingang als aktiv
konfiguriert und die Kalibrierfunktionalität auf „Ja“ gesetzt wurde)
→ Kalibriermodus (mittels Pfeiltasten) auswählen:
- 1-Punkt oder
- 2-Punkt oder
- Manuell
und Taste “WAHL” drücken
Kalibriermodus “1-Punkt”
Dieser Kalibriermodus kann für die Kalibrierung von
4-20mA-Eingangssignalen verwendet werden, z.B. von
• Redox-Transmittern
• pH-Transmittern
PV
Scal+
Skalierung nach
1-Punkt-Kalibrierung
PV
Für diesen Kalibriermodus wird eine Pufferlösung
benötigt, um eine neue geradlinige Kalibrierkurve zu
erhalten.
Achten Sie auf die Temperaturabhängigkeit
der Pufferlösung/ph-Messung.
Gewöhnlich ist dies auf den Pufferlösungsflaschen vermerkt.
I
Punkt 1
Slope = PV / I
Initiale Skalierung
vor Kalibrierung
Scal-
Offset
4
I_1
20
→ Hold: den aktuellen Prozesswert PV während des Kalibriervorganges
beibehalten: Ja oder Nein
(Vorgabewert: Ja).
Hold-Funktion – für die Kalibrierung ohne Unterbrechung des
Prozesses:
sie hält den Prozesswert während des gesamten Kalibriervorganges
konstant. Hierfür wird der aktuelle PV verwendet, wenn der Kalibriervorgang mit Bestätigung von “Nächster Schritt” gestartet wird.
→ Weiter mit “Nächster Schritt”, Taste “OK” drücken
→ Dann Elektrode Reinigen wie aufgefordert, danach Taste “OK” drücken
Seite 66
„Typ 8620 mxCONTROL“
→ Scrolle zu “Punkt 1”, Taste “EINGA(BE)” drücken.
→ Elektrode in Pufferlösung tauchen und Wert der Pufferlösung eingeben (auf
die Temperaturabhängigkeit achten!), mit “OK” bestätigen.
→ Warten bis der gemessene PV einen gleichbleibenden Wert hat, dann
→ Weiter mit “Nächster Schritt”, Taste “OK” drücken
Das Gerät misst den aktuellen PV der Pufferlösung und die zugehörige Stromstärke I_1…
… und berechnet den Offset- und den Neigungswert (Slope).
→ Elektrode nochmals Reinigen, bevor sie wieder in die Prozessflüssigkeit
getaucht wird!
→ Kalibrierung und die Hold-Funktion des PV mit “Ende” beenden, Taste “OK”
drücken
Kalibriermodus “2-Punkt”
Dieser Kalibriermodus kann für die Kalibrierung
von 4-20mA-Eingangssignalen verwendet
werden, z.B. von
• pH-Transmittern
Für diesen Kalibriermodus werden zwei Pufferlösungen benötigt, um eine neue geradlinige
Kalibrierkurve zu erhalten.
Achten Sie auf die Temperaturabhängigkeit der Pufferlösung/ph-Messung.
Gewöhnlich ist dies auf den Pufferlösungsflaschen vermerkt.
→ Hold: den aktuellen Prozesswert PV während des Kalibriervorganges
beibehalten: Ja oder Nein
(Vorgabewert: Ja).
Hold-Funktion – für die Kalibrierung ohne Unterbrechung des
Prozesses:
sie hält den Prozesswert während des gesamten Kalibriervorganges
konstant. Hierfür wird der aktuelle PV verwendet, wenn der Kalibriervorgang mit Bestätigung von “Nächster Schritt” gestartet wird.
→ Weiter mit “Nächster Schritt”, Taste “OK” drücken
→ Dann Elektrode Reinigen wie aufgefordert, danach Taste “OK” drücken
→ Scrolle zu “Punkt 1”, Taste “EINGA(BE)” drücken.
→ Elektrode in Pufferlösung 1 tauchen und diesen Wert der Pufferlösung
eingeben (auf die Temperaturabhängigkeit achten!), mit “OK” bestätigen.
→ Warten bis der gemessene PV einen gleichbleibenden Wert hat, dann
→ Weiter mit “Nächster Schritt”, Taste “OK” drücken
Das Gerät misst den aktuellen PV der Pufferlösung 1 und die zugehörige
Seite 67
„Typ 8620 mxCONTROL“
Stromstärke I_1…
→ Dann Elektrode Reinigen wie aufgefordert, danach Taste “OK” drücken
→ Scrolle zu “Punkt 2”, Taste “EINGA(BE)” drücken.
→ Elektrode in Pufferlösung 2 tauchen und diesen Wert der Pufferlösung
eingeben (auf die Temperaturabhängigkeit achten!), mit “OK” bestätigen.
→ Warten bis der gemessene PV einen gleichbleibenden Wert hat, dann
→ Weiter mit “Nächster Schritt”, Taste “OK” drücken
Das Gerät misst den aktuellen PV der Pufferlösung 2 und die zugehörige
Stromstärke I_2…
… und berechnet den Offset- und den Neigungswert (Slope).
(Die Anzeige “Kal-Fehler” wird nur angezeigt, wenn die Kalibrierung fehlschlug:
Die Neigung (Slope) konnte nicht berechnet werden - in diesem Fall den
Kalibriervorgang wiederholen.)
→ Elektrode nochmals Reinigen, bevor sie wieder in die Prozessflüssigkeit
getaucht wird!
→ Kalibrierung und die Hold-Funktion des PV mit “Ende” beenden, Taste “OK”
drücken.
Kalibriermodus “Manuell”
Dieser Kalibriermodus kann für die Kalibrierung von 4-20mA-Eingangssignalen verwendet werden,
wenn die Werte für Offset und Neigung (Slope) der Kalibrierkurve bekannt sind.
→ Eingabe der Werte für
Offset in [Scal Einheit] bei 4 mA, dann Taste “EINGA(BE)” drücken und
Slope in [Scal Einheit]/[mA], dann Taste “EINGA(BE)” drücken.
→ Zum Rücksetzen der Werte auf die Vorgabewerte (Defaultwerte):
Taste “JA” für einige Sekunden drücken (Passwortgeschützt: nur für Spezialisten)
→ Kalibrierung mit “Ende” beenden, Taste “OK” drücken.
Seite 68
„Typ 8620 mxCONTROL“
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Zugan
g über
Konfig.
-Menü
Zugang
über
XML-CfgDatei
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Eingang aktivieren /
deaktivieren
rw
rw
Eingang
Ein / Aus
Aus
Spezial-Eingangsfunktion
rw
rw
SpecFunc
0: keine
1: Wurzel aus PV
0
ProzesswertSkalierung: Einheit
rw
rw
Scal
Einheit
Einheiten von Chem.
Analyse, Volumen,
Fluss, Temperatur,
Diverse
keine Einheit
ProzesswertSkalierung: unterer
Skalierwert @ 4 mA
rw
rw
Scal-
-99999 … Scal+
-99999
ProzesswertSkalierung: oberer
Skalierwert @ 20 mA
rw
rw
Scal+
Scal- … 99999
99999
Prozesswert-Skalierung: Wirksinn
rw
rw
ScalDir
Rise / Fall
Rise
Filterstufe
rw
rw
Filter
0 ... 9
0
Alarm & Warn
Alarm (Prozesswertalarm)
Alarm-Modus
rw
rw
Mode
Aus, Alarm,
Alarm & Warn
Untere Alarmgrenze *)
rw
rw
Alarm-
-99999 … Alarm+
-99999
Obere Alarmgrenze *)
rw
rw
Alarm+
Alarm- … 99999
99999
Alarmhysterese *)
rw
rw
AlarmHys
0.1 … 10.0 % vom
Bereich (Scal- … Scal+)
1.0 %
Untere Warngrenze *)
rw
rw
Warn-
Alarm- … Warn+
-99999
Obere Warngrenze *)
rw
rw
Warn+
Warn- … Alarm+
99999
Warnhysterese *)
rw
rw
WarnHys
0.1 … 10.0 % vom
Bereich (Scal- … Scal+)
1.0 %
Kalibrierfunktionalität
rw
rw
KalibFkt
Nein/Ja
Nein
Offset (@4mA) **)
rw
rw
Offset
-99999 … +99999 in
[Scal Einheit] bei 4 mA
0.0
Slope **)
(Neigung der
Kalibrierkurve)
rw
rw
Slope
wenn ScalDir = Rise:
0 … +99999
wenn ScalDir = Fall:
-99999 … 0
in [Scal Einheit] / [mA]
16 mA / [Scal+ - Scal-]
Kalibrierung
-w
Wiederherstellen der
DefaultDefaultwerte für
werte
Offset und Slope **)
*) wird nur angezeigt, wenn der entsprechende Alarmmodus gewählt ist
**) wird nur angezeigt , wenn KalibFkt = Ja
Seite 69
„Typ 8620 mxCONTROL“
12.2.2 Pt100-Eingänge
Abbildung 19: Pt100Eingang
A/D-Wandlung
Die aktivierten Pt100-Eingänge werden alle 50 ms mit einer Auflösung von 10 bit abgetastet, um das
analoge Eingangssignal in einen Digitalwert umzuwandeln.
Zusätzlich werden die aktivierten Eingänge bei jeder Abtastung geprüft auf:
• Eingangsfehler (erfasste Temperatur kleiner als ca. -22 °C),
• Sensorfehler (erfasste Temperatur größer als ca. +155 °C),
• AD-Fehler (Fehler während der Abtastung).
• Ein Kalibrierdatenfehler wird wie ein Eingangsfehler behandelt.
Falls solch ein Fehler auftritt, wird der allgemeine Alarmausgang aktiviert.
Zusätzlich wird auch der Sicherheitsstellwert (CDMsafe) in den entsprechenden Modulen
aktiviert, welche die Sicherheitsstellwertfunktion unterstützen und welche mit dem fehlerhaften
Eingang verbunden sind.
Wenn der Sicherheitsstellwert aktiviert ist, so wird der jeweilige Manuellstellwert auf “0”
zurückgesetzt!
Skalierung
Der Messbereich der Pt100-Eingänge ist hardwareabhängig:
-20 °C ... +150°C bzw. -4 °F ... 302 °F .
Jeder Pt100-Eingang wird separat konfiguriert, verfügbare Einheiten sind hier:
Grad Celsius (°C), Grad Fahrenheit (°F), Grad Rankin (°R) und Kelvin (K).
Die Einheit wird gleichzeitig für die Skalierwerte, die Alarm- und Warngrenzen dieses Eingangs sowie
für bestimmte Parameter von verbundenen Modulen verwendet.
Falls die Skalierungseinheit eines Pt100-Einganges geändert wurde, müssen die
entsprechenden Alarm- und Warngrenzwerte sowie die Sollwerte der zugehörigen Module
manuell auf die Werte geändert werden, die der neuen Einheit des Einganges entsprechen
(Keine automatische Umrechnung von einer Einheit in eine andere!)
Durch die Einstellung des unteren und oberen Skalierwertes wird die Bezugsspanne für die Alarmund Warnhysterese dieses Eingangs sowie für bestimmte Parameter verbundener Module (z.B.
Totband) festgelegt. Außerdem wird der Wertebereich einiger Eingangs- und bestimmter
Modulparameter (z.B. Sollwert) durch den unteren und oberen Skalierwert bestimmt.
Der Prozesswert wird durch den unteren und oberen Skalierwert nicht begrenzt.
Bei Änderung der Skalierwerte sollten die entsprechenden Alarm- und Warngrenzwerte
sowie die Sollwerte der zugehörigen Module auf ihre Relevanz geprüft werden!
Seite 70
„Typ 8620 mxCONTROL“
Korrekturwert
Die Temperaturmessung mit einem Platinwiderstand des Typs Pt100 basiert auf dem wechselnden
Widerstand des Platins in Abhängigkeit der Temperatur. In den Werkskalibrierdaten des Pt100Eingangs ist die Angabe über den konstanten Widerstand des Kalibrierkabels enthalten.
Für die Verkabelung des Pt100-Sensors „im Feld“ mit dem „Typ 8620 mxCONTROL“ wird
gewöhnlich ein anderes Kabel (mit einem anderen konstanten Widerstand) als das
Kalibrierkabel verwendet.
Das führt zu Messwertverfälschungen, d. h. der gemessene Widerstand mit dem “Feldkabel”
ist größer oder kleiner als der gemessene Widerstand des Kalibrierkabels. Diese
Verfälschung muss durch Kompensation des gemessenen Widerstandes korrigiert werden.
Es ist daher eine Vergleichsmessung mit einem kalibrierten Temperatursensor erforderlich,
um den entsprechenden Korrekturwert zu bestimmen. Dieser Korrekturwert kann in der
Konfigurationsdatei oder im Hauptmenüpunkt „Konfiguration“ manuell eingegeben werden.
Bestimmung des Korrekturwertes
1.
Stellen Sie neben dem Pt100-Sensor einen kalibrierten Temperatursensor für die Vergleichsmessung bereit. Ermöglichen Sie das Temperieren beider Sensoren durch angemessene
Wartezeit, so dass beide Sensoren die gleiche Temperatur haben.
2.
Setzen Sie den Korrekturwert des entsprechenden Pt100-Sensoreingangs auf „0“ (im Menü
Konfiguration/Eingänge/AnalogIn X, - Passwort erforderlich -CodeLevel: Spezialist)
3.
Messen Sie die Temperatur mit beiden Sensoren:
-
4.
TPt100 mit dem Pt100-Sensor, verbunden mit dem „Typ 8620 mxCONTROL“ (im Menü:
Prozessdaten/ Eingänge)
- sowie Tvgl mit dem anderen Temperatursensor für die Vergleichsmessung.
(z.B. TPt100 = 25,1 °C und Tvgl = 25,8 °C)
Bestimmen Sie den Korrekturwert mittels folgender Beziehung:
Korrekturwert = TPt100 – Tvgl
(z.B. Korrekturwert = 25,1 °C - 25,8 °C = -0,7 °C)
Beachten Sie, dass beide Werte die gleiche Einheit haben müssen!
Hinweis: Der so ermittelte Korrekturwert ist gültig für Sensoren gleichen Typs unter
Verwendung des gleichen Kabels.
5.
Geben Sie - entsprechend des ermittelten Korrekturwertes - den Parameter “KorWert” (im Menü:
Konfiguration/Eingänge/AnalogIn X) ein.
Der Korrekturwert muss in der konfigurierten Einheit des entsprechenden Pt100-Eingangs eingegeben werden. Achten Sie dabei auf das richtige Vorzeichen des Korrekturwertes. Der neue
Korrekturwert wird nach der Rückkehr ins Hauptmenü aktiv.
Beim Download einer Konfigurationsdatei wird der Korrekturwert zunächst intern auf
den Defaultwert zurückgesetzt, bevor er durch den in der Konfigurationsdatei
enthaltenen Korrekturwert überschrieben wird.
Es wird daher empfohlen, nach der Änderung/Eingabe des Korrekturwertes:
- die nun geänderte Konfiguration abzuspeichern und
- den Korrekturwert für eine spätere manuelle Eingabe zu notieren.
6.
Zur Sicherheit sollte die Vergleichsmessung (wie in Schritt 3) nochmals durchgeführt werden.
Wenn beide Temperaturen etwa den zuvor gemessenen Werten entsprechen, ist die Korrektur
des Pt100-Eingangs abgeschlossen - falls nicht, beginnen Sie nochmals bei Schritt 1.
Seite 71
„Typ 8620 mxCONTROL“
Tiefpass-Filter
Lesen Sie die Beschreibung zum Tiefpass-Filter im Kapitel 12.2.1.
(Prozesswert-) Alarm
Lesen Sie die Beschreibung zum Prozesswert-Alarm im Kapitel 12.2.1.
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Zugang
über
Konfig.Menü
Zugang
über
XML-CfgDatei
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Eingang aktivieren /
deaktivieren
rw
rw
Eingang
Ein / Aus
Aus
ProzesswertSkalierung: Einheit
rw
rw
Scal
Einheit
°C, °F, °Rank, K
°C
ProzesswertSkalierung:
unterer Skalierwert
rw
rw
Scal-
-200 ... Scal+ (in
gewählter Einheit)
-200
ProzesswertSkalierung:
oberer Skalierwert
rw
rw
Scal+
Scal- ... 800 (in
gewählter Einheit)
+800
Korrekturwert
rw
rw
KorWert
abhängig von der
gewählten Einheit:
-20.0 ... + 20.0 °C oder
K
-36.0 ... + 36.0 °F oder
°R
0.0 °C
Filterstufe
rw
rw
Filter
0 ... 9
0
Alarm-Modus
rw
rw
Mode
Aus, Alarm,
Alarm & Warn
Alarm & Warn
Untere Alarmgrenze *)
rw
rw
Alarm-
-99999 … Alarm+
-99999
Prozesswertalarm
Obere Alarmgrenze *)
rw
rw
Alarm+
Alarm- … 99999
99999
Alarmhysterese *)
rw
rw
AlarmHys
0.1 … 10.0 % vom
Bereich ( Scal- …
Scal+)
1.0 %
Untere Warngrenze *)
rw
rw
Warn-
Alarm- … Warn+
-99999
Obere Warngrenze *)
rw
rw
Warn+
Warn- … Alarm+
99999
Warnhysterese *)
rw
rw
WarnHys
0.1 … 10.0 % vom
Bereich (Scal- … Scal+)
*) wird nur angezeigt, wenn der entsprechende Alarmmodus gewählt ist
Seite 72
1.0 %
„Typ 8620 mxCONTROL“
13 Ausgänge
Der „Typ 8620 mxCONTROL“ besitzt standardmäßig 5 Relaisausgänge.
Je nach Hardware-Variante besitzt der „Typ 8620 mxCONTROL“ ggf. zusätzliche Analog- und
Transistorausgänge.
Konfiguration mittels Konfigurationsdatei:
• Aktivierung und die Benennung der gewünschten Ausgänge
Konfiguration mittels Konfigurationsdatei oder direkt am „Typ 8620 mxCONTROL“:
• weitere Einstellungen
Ausgänge einer Konfiguration können direkt am Gerät aktiviert oder deaktiviert werden, wenn sie
im entsprechenden Hauptmenüpunkt „Konfiguration“ ein- bzw. ausgeschaltet werden.
Nach Rückkehr in das Hauptmenü sind deaktivierte Ausgänge über das Menü „Prozessdaten" nicht mehr zugänglich.
Eine Reaktivierung ist über das Menü „Konfiguration“ oder durch das Laden der
ursprünglichen Konfiguration möglich.
Das Deaktivieren von Ausgängen führt dazu, dass die Stellwerte der mit diesen Ausgängen
verbundenen Module nicht mehr an den Prozess ausgegeben werden.
13.1
Relaisausgänge
Die Relais können z.B. genutzt werden zur Aktivierung von:
• Ein-/Aus-Ventilen und -Pumpen
• Dosierpumpen (Pulsfrequenz-modulierte (PFM-) Ausgänge)
• Motorgetriebenen Elementen (3-Punkt-Schritt-Ausgänge)
Die Relais können konfiguriert werden als:
• einfache Binärausgänge (Ein/Aus)
• PFM-Ausgänge
• PWM-Ausgänge.
PFM:
Pulsfrequenzmodulation - Modulation eines Rechtecksignals, wobei die Impulslänge (Tpuls) konstant
bleibt. Die Impulslänge ist parametrierbar.
PWM:
Pulsweitenmodulation - Modulation eines Rechtecksignals, wobei die Frequenz (Tperiod) konstant
bleibt. Die Frequenz ist parametrierbar.
Das Prinzip der PFM und PWM ist in Abbildung 21 und Abbildung 22 dargestellt.
Die Konfiguration aller unterstützten Relaisausgangstypen ist im Kapitel 13.1.4 zusammengefasst.
Seite 73
„Typ 8620 mxCONTROL“
13.1.1 Relais als Binär-Ausgang (Ein/Aus)
Die einfachen Binärausgänge werden
zum Ein- und Ausschalten von
Ventilen, Pumpen und des
Alarmausgangs genutzt.
Die Abbildung zeigt den Betriebsmodus der Binärausgänge.
Abbildung 20:
Relais als Binärausgang –
Betriebsweise: normal oder invertiert
Falls ein Relais als einfacher Binärausgang konfiguriert ist, so wird im Display immer der nicht
invertierte Ausgabewert angezeigt!
13.1.2 Relais als PFM-Ausgang
Pulsfrequenz-modulierte
(PFM-) Ausgänge werden
typischerweise zur
Ansteuerung von
Dosierpumpen verwendet.
Die Abbildung zeigt den
Betriebsmodus der ImpulsAusgänge.
Abbildung 21:
Relais als PFM-Ausgang–
Betriebsweise: normal oder
invertiert
Seite 74
„Typ 8620 mxCONTROL“
13.1.3 Relais als PWM-Ausgang
Relaisausgang (Öffner)
mit konstanter Zeitspanne (T2)
Inv = Nein
T1
T1
T1
T1
Relais
erregt
T2 = Tperiod
T1 – variabel
T2 – konstant
Relais
abgefallen
T2
T2
Zeit t
T2
Relaisausgang (Öffner)
mit konstanter Zeitspanne (T2)
Die PWM-(Pulsweitenmodulierten) Ausgänge
werden für die Ansteuerung
von Schaltventilen genutzt,
welche z.B. für die PIRegelung der Leitfähigkeit
erforderlich sind.
Die Abbildung zeigt den
Betriebsmodus der PWM-Ausgänge.
Inv = Ja
T1
T1
T1
Relais
erregt
T2 = Tperiod
T1 – variabel
T2 – konstant
Relais
abgefallen
T2
T2
Zeit t
T2
Abbildung 22:
Relais als PWM-Ausgang–
Betriebsweise: normal oder
invertiert
13.1.4 Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Zugang
über
Konfig.Menü
Zugang
über
XML-CfgDatei
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Ausgang aktivieren /
deaktivieren
rw
rw
Ausgang
Ein / Aus
Aus
Relaisausgangstyp
rw
rw
Typ
Ein/Aus, PFM, PWM
Ein/Aus
Invertierung des
Ausgangssignals
rw
rw
Inv
Ja / Nein
Nein
Zusätzliche Konfiguration, falls der Relaisausgangstyp „PFM“ gewählt wurde
Einheit Impulsdauer
rw
rw
Tpuls
Einheit
s, ms
ms
Impulsdauer
rw
rw
Tpuls
1 … 9999
100 ms
Einheit
Max. Impulsfrequenz
rw
rw
Fmax
Einheit
/min, /h
/min
Max. Impulse pro Zeit
rw
rw
Fmax
1 … MAX
MAX <= 9999 und MAX
ist abhängig von der
aktuellen Einheit und
Impulsdauer:
MAX = 1/Tpuls mit Tpuls
in Einheiten von
1/(Einheit von Fmax)
160/min
Zusätzliche Konfiguration, falls der Relaisausgangstyp „PWM“ gewählt wurde
Einheit der
Periodendauer
rw
rw
Tperiod
Einheit
s, ms
s
Periodendauer
rw
rw
Tperiod
1 … 9999 s oder
100 … 9999 ms
10 s
Seite 75
„Typ 8620 mxCONTROL“
13.2
Analogausgänge (4...20 mA) - Option
Der Stellwert des verbundenen Modulausganges wird in ein Ausgangssignal 4…20 mA umgewandelt
– wie in Abbildung 23 gezeigt.
Die Nennauflösung des analogen Ausgangsschaltkreises beträgt 10 bit (1024 Schritte), aufgrund der
Werkskalibrierung ist die tatsächliche Auflösung jedoch geringer, mindestens jedoch 9 bit (512
Schritte). Die maximale Last beträgt 500 Ω.
In Kombination mit dem Modul MONITOR_PV können die Prozesswerte überwacht werden, hierbei
wird der Prozesswertbereich (Scal- ... Scal+) in ein Ausgangssignal 4 … 20 mA umgewandelt.
Abbildung 23: 4...20mA-Analogausgang
Falls es bei einem konfigurierten Analogausgang einen Kalibrierdatenfehler gibt, wird am
zugehörigen Analogausgang “0 mA” ausgegeben.
Kalibrierung der 4...20 mA-Ausgänge
Funktionsbeeinträchtigungen durch unsachgemäße Kalibrierung!
Die Kalibrierung darf nur von qualifiziertem Personal durchgeführt werden.
Die 4…20mA-Ausgänge können wie nachfolgend beschrieben kalibriert werden:
BW 06T
System-Einstell.
Up-/Download
Daten-Logging
Kalibrierung
7
WAHL
→ Zu Hauptmenüpunkt “ Kalibrierung ” (mittels Pfeiltasten) scrollen,
Taste “WAHL” drücken
→ Spezialisten-Passwort eingeben (mittels Tasten „+“ und „<-“)
→ „Ausgänge“ wählen (mittels Pfeiltasten),
Taste “WAHL” drücken
→ Einen 4-20mA-Ausgang X auswählen (mittels Pfeiltasten),
Taste “WAHL” drücken
→ Kalibrierung vorbereiten:
an zu kalibrierenden Ausgang X (entsprechender Pin „AUSGANG“) nur einen
Widerstand R (< max. Last von 500 Ohm) und ein Ampere-Meter nach Masse
„GND“ anschließen, derweil alle anderen Verbindungen mit diesem AUSGANG
entfernen
Seite 76
„Typ 8620 mxCONTROL“
→ “Offset” auswählen; Taste „EINGA“ drücken
(Ædas Gerät gibt jetzt am 4-20mA-Ausgang X einen Strom von 4 mA aus)
→ Messen des realen Stromes durch den elektrischen Widerstand R
→ Eingabe des gemessenen Stromwertes (mittels Tasten „+“ und „<-“),
Taste „OK“ drücken
→ “Span” anwählen; Taste „EINGA“ drücken
(Ædas Gerät gibt jetzt am 4-20mA-Ausgang X einen Strom von 20 mA aus)
→ Messen des realen Stromes durch den elektrischen Widerstand R
→ Eingabe des gemessenen Stromwertes (mittels Tasten „+“ und „<-“),
Taste „OK“ drücken
→ „End“ anwählen, Taste “WAHL” drücken.
Beim Verlassen des Menüs wird der Analogausgang anhand der
gemessenen und eingegebenen Werte (Offset, Span) kalibriert und der
„Typ 8620 mxCONTROL“wird re-initialisiert.
Die Nutzer-Kalibrierdaten werden bei der Rückkehr zum Hauptmenü im
Eeprom gespeichert.
(Falls „Fabrikwerte“ gewählt wird, so werden die Nutzer-Kalibrierdaten
mit Fabrik-Kalibrierwerten überschrieben.
Falls „Fabrik Reset“ aktiviert wurde, so werden die Nutzer-Kalibrierdaten
aller 4…20mA-Ausgänge mit den Fabrikwerten überschrieben.)
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Zugang
über
Konfig.Menü
Zugang
über
XML-CfgDatei
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Ausgang aktivieren /
deaktivieren
rw
rw
Ausgang
Ein / Aus
Aus
Wirksinn des
Stromausgangs
rw
rw
Dir
Rise / Fall
Rise
Seite 77
„Typ 8620 mxCONTROL“
13.3
Transistorausgänge - Option
Technische Details der Transistorausgänge sind in Kapitel 6.1 „Technische Spezifikationen“
ersichtlich.
Die Transistorausgänge können genutzt werden z.B. für die Regelung von:
• Ein-/Aus-Ventilen und -Pumpen
• Dosierpumpen (Pulsfrequenz-modulierte (PFM-) Ausgänge)
• Proportionalventile (PWM- / „Fast-PWM“-Ausgang – d.h. „Schnell-PWM“-Ausgang)
Die Transistorausgänge können konfiguriert werden als:
• einfache Binärausgänge
• PFM-Ausgänge
• PWM-Ausgänge
• “Fast-PWM”-/ (“Schnell-PWM”-) Ausgänge
PFM:
Pulsfrequenzmodulation - Modulation eines Rechtecksignals, wobei die Impulslänge (Tpuls) konstant
bleibt. Die Impulslänge ist parametrierbar.
PWM:
Pulsweitenmodulation - Modulation eines Rechtecksignals, wobei die Frequenz (Tperiod) konstant
bleibt. Die Frequenz ist parametrierbar.
Das Prinzip der PFM und PWM ist in Abbildung 21 und Abbildung 22 dargestellt.
Die Konfiguration aller unterstützten Transistorausgangstypen ist im Kapitel 13.3.5 zusammengefasst.
13.3.1 Transistorausgang als Binärausgang
Wird der Transistorausgang als Binärausgang konfiguriert, so verhält er sich wie der Binärausgang
eines Relais. Vergleichen Sie Kapitel 13.1.1.
13.3.2 Transistorausgang als PFM-Ausgang
Wird der Transistorausgang als PFM-Ausgang konfiguriert, so verhält er sich wie der PFM-Ausgang
eines Relais. Vergleichen Sie Kapitel 13.1.2.
13.3.3 Transistorausgang als PWM-Ausgang
Wird der Transistorausgang als PWM-Ausgang konfiguriert, so verhält er sich wie der PWM-Ausgang
eines Relais. Vergleichen Sie Kapitel 13.1.3.
Die Periodendauer ist zwischen 0,1 … 9999 Sekunden konfigurierbar.
Begrenzung der Stellgeschwindigkeit
Zusätzlich kann die Stellgeschwindigkeit des Transistorausgangs begrenzt werden. Dazu wird der von
einem beliebigen Modul stammende Stellwert hinsichtlich seiner Änderung mit dem aktuell
ausgegebenen Stellwert verglichen. Ist die Änderung größer als der parametrierte maximal zulässige
Wert, so wird der ausgegebene Stellwert nur um diesen maximal zulässigen Wert verändert. Die
maximale Stellgeschwindigkeit kann für steigende und fallende Stellwerte separat konfiguriert werden.
Seite 78
„Typ 8620 mxCONTROL“
Der Parameter Öffnungszeit Topen ist auf den Zeitwert zu setzen, der für die Änderung des
Stellwertes von 0% auf 100% mit maximal zulässiger Stellgeschwindigkeit benötigt wird.
Der Parameter Schließzeit Tclose ist auf den Zeitwert zu setzen, der für die Änderung des Stellwertes
von 100% auf 0% mit maximal zulässiger Stellgeschwindigkeit benötigt wird.
Wird keine Stellwertbegrenzung benötigt, so sind die Parameter Topen und Tclose auf 0 s zu setzen.
13.3.4 Transistorausgang als „Fast-PWM“- (Schnell-PWM-)
Ausgang
Der PWM-Frequenzbereich (f = 1/T2) kann zwischen 20 ... 2250 Hz konfiguriert werden (entspricht
einer Periodendauer zwischen 50 … 0,45 Millisekunden), aber nur bestimmte Frequenzwerte
dieses Bereichs werden unterstützt – bei Eingabe einer neuen Frequenz wählt die Firmware
automatisch die nächstgelegene unterstützte Frequenz.
Die Ausgangsauflösung der Impulslänge T1 beträgt 8 bit (d.h. 256 Schritte).
Begrenzung der Stellgeschwindigkeit
Siehe Kapitel 13.3.3 „Begrenzung der Stellgeschwindigkeit“.
Transistorausgänge im „FastPWM“-Modus werden z.B. für die
Regelung von Proportionalventilen genutzt.
Die Abbildung zeigt den Betriebsmodus der PWM-/ „Fast-PWM“Ausgänge.
Abbildung 24: Transistorausgang als
„Fast-PWM“-Ausgang im Normalmodus.
Seite 79
„Typ 8620 mxCONTROL“
13.3.5 Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Zugang
über
Konfig.Menü
Zugang
über
XML-CfgDatei
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Ausgang aktivieren /
deaktivieren
rw
rw
Ausgang
Ein / Aus
Aus
Transistorausgangstyp
rw
rw
Typ
Ein/Aus, PFM, PWM,
„Fast-PWM“
Ein/Aus
Invertierung des
Ausgangssignals
rw
rw
Inv
Ja / Nein
Nein
Zusätzliche Konfiguration, falls der Transistorausgangstyp „PFM“ gewählt wurde
Einheit Impulsdauer
rw
rw
Tpuls
Einheit
s, ms
ms
Impulsdauer
rw
rw
Tpuls
1 … 9999
100 ms
Einheit
Max. Impulsfrequenz
rw
rw
Fmax
Einheit
/min, /h
/min
Max. Impulse pro Zeit
rw
rw
Fmax
1 … MAX
MAX <= 9999 und MAX
ist abhängig von der
aktuellen Einheit und
Impulsdauer:
MAX = 1/Tpuls mit Tpuls
in Einheiten von
1/(Einheit von Fmax)
160 /min
Zusätzliche Konfiguration, falls der Transistorausgangstyp „PWM“ gewählt wurde
Einheit der
Periodendauer
rw
rw
Tperiod
Einheit
s, ms
s
Periodendauer
rw
rw
Tperiod
1 … 9999 s oder
100 … 9999 ms
10 s
Zusätzliche Konfiguration, falls der Transistorausgangstyp „Fast-PWM“ gewählt wurde
PWM-Frequenz
rw
rw
Freq
20 … 2250 Hz
30.1Hz
Begrenzung der Stellgeschwindigkeit,
falls Transistorausgangstyp „Fast-PWM“ oder „PWM“ gewählt wurde
Öffnungszeit für
gesamten Stellbereich
0% -> 100%
rw
rw
Topen
0.0 ... 60.0 s
10.0 s
Schließzeit für
gesamten Stellbereich
100% -> 0%
rw
rw
Tclose
0.0 ... 60.0 s
10.0 s
Seite 80
„Typ 8620 mxCONTROL“
14 Regelungs- und Steuerungsmodule
Steuer-/Regelfunktionen (nachfolgend Funktionen genannt) mit einem Regelungs- oder Steuerungsoder Anzeigemodul können direkt am Gerät aktiviert bzw. deaktiviert werden, wenn sie im entsprechenden Untermenü („Module“) des Hauptmenüpunktes „Konfiguration“ ein- bzw. ausgeschaltet
werden.
Nach Rückkehr in das Hauptmenü sind deaktivierte Funktionen über die Menüs „Parameter“
und „Prozessdaten“ nicht mehr zugänglich.
Eine Reaktivierung ist über das Menü „Konfiguration“ oder durch das Laden der ursprünglichen Konfiguration möglich.
Das Deaktivieren von Funktionen mit Modulen führt dazu, dass die Informationen zugeordneter Eingänge nicht mehr verarbeitet, zugeordnete Ausgänge nicht mehr mit Stellwerten
aktualisiert werden und auch im Manuellbetrieb nicht mehr manuell angesteuert werden
können.
Konfiguration
Zugang
über
Konfig.Menü
Zugang
über
XML-CfgDatei
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Funktion bzw. Modul
aktiv/inaktiv
rw
rw
Modul
Ein / Aus
Aus
Alle Änderungen der Parameter-/Konfigurationsdaten werden erst nach der Rückkehr ins
Hauptmenü übernommen – es erscheint dazu kurz die Anzeige „Sichere in Eeprom“ oder
„Save in Eeprom“.
14.1
Allgemeine Voreinstellungen
Die nachfolgend beschriebenen allgemeinen Voreinstellungen sind in den meisten Regelungs-/
Steuerungs- bzw. Anzeigemodulen (nachfolgend „Module“ genannt) verfügbar. Ausnahmen sind hier
aufgelistet und werden detaillierter in den entsprechenden Kapiteln über die einzelnen Module
beschrieben.
14.1.1 Automatik- und Manuellbetrieb
Vergleichen Sie Kapitel 8.3 „Betriebsmodus“.
14.1.2 Definitionen für “Invertierung” und “alle Timer”
Es gelten die nachfolgend aufgeführten Definitionen:
• Wenn in der Beschreibung keine “Invertierung“ von z.B. Binäreingängen, dem „Flow Switch“ oder
den Modulfunktionen erwähnt wird, so ist der normale (nicht invertierte) Fall beschrieben.
• Der Ausdruck “alle Timer” meint alle Timer (Zeitgeber/Zeitmesser), die genutzt werden für
- die Begrenzung des Stellglied-Ausgangs ( „Maximum Output Timer“ - MOT)
- die Dosierprozesse (“Biocide-Dosing”, “Batch-Dosing”)
Seite 81
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.1.3 “System Switch Override”- Funktion (Spezialist)
Die Funktion “System Switch Override“ (Funktion zum Überschreiben des ursprünglichen Ausgabewertes) wird genutzt, um den Ausgang des Moduls auf ”0” zu setzen, falls an dem als System
Switch genutzten Eingang ein „Stand-By“ des übergeordneten Regelsystems erkannt wird.
Diese Funktion ist sowohl im Automatik- als auch im Manuellbetrieb wirksam.
Zur Vermeidung einer übermäßigen Schalthäufigkeit kann eine Verzögerungszeit parametriert
werden.
Die “System Switch Override“-Funktion kann für jede Funktion separat aktiviert werden, in welcher ein
Modul konfiguriert ist.
Wenn die “System Switch Override“-Funktion für eine Funktion mit einem Modul aktiviert ist, so
werden die entsprechenden Modulausgänge mit „0“ überschrieben, so lange der „System Switch“
aktiv ist.
Das Modul MONITOR_PV unterstützt diese Funktion nicht.
Eingang, konfigurierbar als “System Switch”:
- Binäreingang oder
- poterntialfreier Binäreingang
- 4-20mA-Eingang oder
- Frequenzeingang
Voraussetzungen für ordnungsgemäße Funktion
des „System Switch Override“:
- Zuweisung eines entsprechenden Eingangs
- Aktivierung des „System Switch“
Die Konfiguration des zugewiesenen Binäreingangs gilt auch für den „System Switch“.
Ebenso gilt auch die Invertierung des zugewiesenen Binäreingangs für den „System Switch“.
Falls die Funktion “System Switch Override” aktiv ist, wird der Manuellstellwert auf “0”
zurückgesetzt!
Binäreingang als “System Switch”
Eingangsspannung
Logischer Wert
Eingangssignal:
nicht invertiert (Inv =Nein)
Eingangssignal:
invertiert (Inv = Ja)
0 … 4,5 V (*)
0 / OK
1 / Stand-By
13 … 35 V (*)
1 / Stand-By
0 / OK
potentialfreier Binäreingang als “System Switch”
Eingangsspannung
Offener Kontakt
Logischer Wert
Eingangssignal:
nicht invertiert (Inv =Nein)
Eingangssignal:
invertiert (Inv = Ja)
0 / OK
1 / Stand-By
0 … 4,5 V (*)
1 / Stand-By
0 / OK
13 … 35 V (*)
(*) Die Eingangsspannung muss im jeweiligen Spannungsbereich länger als die parametrierte Verzögerungszeit
kontinuierlich anliegen, bevor es zu einer Annahme bzw. zum Wechsel des logischen Wertes kommt.
Frequenz- oder 4-20mA-Eingang als “System Switch”
Eingangswert
Logischer Wert
< SP Stand-By (**)
1 / Stand-By
>= SP Stand-By (**)
0 / OK
(**) Der Eingangswert muss entsprechend der Bedingung (< oder >=) länger als die parametrierte Verzögerungszeit kontinuierlich vorliegen, bevor es zu einer Annahme bzw. zum Wechsel des logischen Wertes kommt.
Seite 82
„Typ 8620 mxCONTROL“
Konfiguration
Konfiguration
“System Switch”
Zugang
über
Konfig.Menü
Zugang
über XMLCfg-Datei
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
“System Switch”Funktion Ein/Aus
rw
rw
System
Switch
Ein, Aus
Aus
Sollwert (*) Stand-By
rw
rw
SP
-99999 … 99999
(in Einheit des
zugeordneten
Eingangs)
0.0
Verzögerung
rw
rw
Delay
0 … 1800 s
1.0 s
Eingang
r
rw
Eingang
DigIn 1 - 8,
AnalogIn 1 - 4,
kein Eingang
(*) Wird nur angezeigt, falls 4-20mA oder Frequenz-Eingang als Eingang gewählt ist.
kein Eingang
14.1.4 „Flow Switch Override“ - Funktion (Spezialist)
Die Funktion “Flow Switch Override” (Funktion zum Überschreiben des ursprünglichen Ausgabewertes) wird genutzt, um den Ausgang des Moduls auf ”0” zu setzen, falls an dem als Flow Switch
genutzten Eingang „Kein Fluss“ erkannt wird.
Auch der allgemeine Alarmausgang wird bei „Kein Fluss“ aktiv.
Diese Funktion ist sowohl im Automatik- als auch im Manuellbetrieb wirksam.
Zur Vermeidung einer übermäßigen Schalthäufigkeit kann eine Verzögerungszeit parametriert
werden.
Die “Flow Switch Override“-Funktion kann für jede Funktion separat aktiviert werden, in welcher ein
Modul konfiguriert ist.
Wenn die “Flow Switch Override“-Funktion für eine Funktion mit einem Modul aktiviert ist, so werden
die entsprechenden Modulausgänge mit „0“ überschrieben, so lange der „Flow Switch“ aktiv ist.
Die Module MONITOR_PV und CORROSION_DISPLAY unterstützen diese Funktion nicht.
Eingang, konfigurierbar als “Flow Switch”:
- Binäreingang oder
- potentialfreier Binäreingang
- 4-20mA-Eingang oder
- Frequenzeingang
Voraussetzungen für ordnungsgemäße Funktion
des „Flow Switch Override“:
- Zuweisung eines entsprechenden Eingangs
- Aktivierung des „Flow Switch“
Die Konfiguration des zugewiesenen Binäreingangs gilt auch für den „Flow Switch“.
Ebenso gilt auch die Invertierung des zugewiesenen Binäreingangs für den „Flow Switch“.
Falls die Funktion “Flow Switch Override” aktiv ist, wird der jeweilige Manuellstellwert auf
“0” zurückgesetzt!
Binäreingang als “Flow Switch”
Eingangsspannung
Logischer Wert
Eingangssignal:
nicht invertiert (Inv =Nein)
Eingangssignal:
invertiert (Inv = Ja)
0 … 4,5 V (*)
0 / OK
1 / Kein (Durch-)Fluss
13 … 35 V (*)
1 / Kein (Durch-)Fluss
0 / OK
Seite 83
„Typ 8620 mxCONTROL“
Potentialfreier Binäreingang als “Flow Switch”
Eingangsspannung
Logischer Wert
Offener Kontakt
Eingangssignal:
nicht invertiert (Inv =Nein)
Eingangssignal:
invertiert (Inv = Ja)
0 / OK
1 / Kein (Durch-)Fluss
0 … 4,5 V (*)
1 / Kein (Durch-)Fluss
0 / OK
13 … 35 V (*)
(*) Die Eingangsspannung muss im jeweiligen Spannungsbereich länger als die parametrierte Verzögerungszeit
kontinuierlich anliegen, bevor es zu einer Annahme bzw. zum Wechsel des logischen Wertes kommt.
Frequenz- oder 4-20mA-Eingang als “Flow Switch”
Eingangswert
Logischer Wert
< SP Kein Fluss (**)
1 / Kein (Durch-)Fluss
>= SP Kein Fluss (**)
0 / OK
(**) Der Eingangswert muss entsprechend der Bedingung (< oder >=) länger als die parametrierte Verzögerungszeit kontinuierlich vorliegen, bevor es zu einer Annahme bzw. zum Wechsel des logischen Wertes kommt.
Konfiguration
Konfiguration
“Flow Switch”
Zugang
über
Konfig.Menü
Zugang
über XMLCfg-Datei
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
“Flow Switch”-Funktion
Ein/Aus
rw
rw
Flow
Switch
Ein, Aus
Aus
Sollwert (*) Kein Fluss
rw
rw
SP
-99999 … 99999
(in Einheit des
zugeordneten
Eingangs)
0.0
Verzögerung
rw
rw
Delay
0 … 1800 s
1.0 s
Eingang
r
rw
Eingang
(*)
DigIn 1 - 8,
AnalogIn 1 - 4,
kein Eingang
Wird nur angezeigt, falls 4-20mA oder Frequenz-Eingang als Eingang gewählt ist.
Seite 84
kein Eingang
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.1.5 Maximalstellwert-Timer (Maximum Output Timer MOT)
Einige Module besitzen einen Maximum Output Timer für die Erkennung fehlerhafter Ausgänge.
Falls das jeweilige Modul den maximalen Ausgabewert länger als die einstellbare maximale
Ausgabezeit ausgibt, dann wird ein Alarm ”Out fails” generiert, der allgemeine Alarmausgang aktiviert,
und bei einigen Modulen zusätzlich die Reglerausgänge mit 0% überschrieben.
Der MOT-Zeitzähler wird
auf 0 zurückgesetzt:
• im Manuellbetrieb
• falls ein Eingangs-/Sensorfehler auftritt
• falls eine Unterbrechung durch Flow Switch oder System Switch
vorliegt
• falls der MOT-Alarm inaktiv wird
Solange der MOT-Alarm aktiv ist, wird der MOT Zeitzähler nicht erhöht. Der MOT-Alarm bleibt auch
aktiv, falls eine (zwischenzeitliche) Unterbrechung durch Flow Switch oder System Switch vorlag.
Der MOT-Alarm wird
inaktiv:
• falls der Bediener den MOT-Alarm im entsprechenden modulspezifischen Prozessdaten-Menü bestätigt hat (BestätigungsAnzeige ist eine Vollbildschirm-Anzeige)
• falls mindestens einer der Parameter des entsprechenden Moduls
im Parameter Menü geändert wurde
• falls der MOT im Konfigurationsmenü deaktiviert oder ein anderer
Parameter im Konfigurationsmenü geändert wird und der Spezialist in Hauptmenü zurückkehrt
• oder falls eine neue Konfigurations- oder Parameterdatei ins
Gerät geladen wird
Während eines aktiven “ASL Pump Stop” wird der MOT-Zeitzähler angehalten, aber nicht zurückgesetzt (dies gilt, wenn die Module PH_ACID_OR_CAUS bzw. PH_ACID_CAUS mit dem “ASL Pump
Stop” eines verlinkten Moduls vom Typ CORROSION_DISPLAY verbunden wurden).
Weitere Funktionsdetails - siehe entsprechende Modulbeschreibung.
Seite 85
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.2
Allgemeiner PID-Regler (COMMON_PID)
Das allgemeine PID-Reglermodul COMMON_PID ist für die Prozessregelung mit einem einzigen
Stellglied vorgesehen; z.B.:
• Durchflussregelung mit einem Proportionalventil
• Temperaturregelung durch Heizen oder Kühlen.
Das Modul ist ebenfalls für die Konfiguration einer Kaskaden-Regelung geeignet.
Die einzelnen
Komponenten werden
nachfolgend
erläutert.
Abbildung 25: (COMMON_PID)
Sollwertaufbereitung (Ratio, SP Adapt, CutOff, SP Limit, SP Ramp)
Je nach Art der gewünschten Regelung kann dieses Reglermodul sowohl für eine Festwertregelung
mit internem Sollwert, eine Folgeregelung mit externem Sollwert oder für eine kaskadierte Regelung
konfiguriert werden.
Verhältnisregelung (Ratio) mit externem Sollwert
Eine Verhältnisregelung ist ein spezieller Typ der Folgeregelung mit externem Sollwert. Die Aufgabe
der Verhältnisregelung ist es, eine Regelgröße (PV) ständig in einem bestimmten Verhältnis Kx zu
einer anderen Prozeßgröße (PV2) nachzuführen. PV wird als Folgegröße (geregelte Größe) und PV2
als Führungsgröße bezeichnet.
Im ausgeregelten Zustand des Verhältnisregelkreises gilt folgende Gleichung:
Kx = PV / PV2
Dies ergibt den resultierenden Sollwert für die Regelgröße PV:
SP Ext = Kx ∗ PV2
Für eine normale Folgeregelung mit externem Sollwert ist der Verhältnissollwert Kx auf 1,0 zu setzen.
Seite 86
„Typ 8620 mxCONTROL“
Sollwert-Anpassung (SP-Adapt) bei Kaskadenregelung
Wird dieses Reglermodul als Hilfsregler im unterlagerten Regelkreis einer kaskadierten Regelung
eingesetzt, so ist eine Umwandlung des vom Hauptregler vorgegebenen Stellwertes 0 ... 100% in
einen einheitenbehafteten Sollwert für den unterlagerten Regelkreis notwendig.
Dazu muss der Sollwerteingang des unterlagerten Reglers als „int.casc“ konfiguriert sein und mit dem
Stellwertausgang des Hauptreglers verbunden sein. Der vom Hauptregler ausgegebene Stellwert
0 ... 100% wird dann proportional in den Sollwert Scal- ... Scal+ für den unterlagerten Regelkreis
skaliert, wobei Scal- und Scal+ die Skalierungsgrenzen des Prozesswertes des unterlagerten
Regelkreises sind.
Abbildung 26:
SollwertAnpassung
Dichtschließ-Funktion (CutOff)
Diese Funktion bewirkt, dass das Ventil im Automatikbetrieb außerhalb eines sollwertbezogenen
Regelbereiches dicht schließt bzw. vollständig öffnet. Dieser sollwertbezogene Regelbereich wird
hierbei durch eine untere und eine obere Sollwertgrenze definiert.
Ist der aktuelle Sollwert außerhalb dieses Regelbereiches, so wird der Modulausgang im
Automatikbetrieb mit 0% (Dichtschließen / Nullpunktabschaltung) bzw. 100% (Vollständig öffnen)
überschrieben. Die Wiederaufnahme des Regelbetriebes erfolgt mit einer Hysterese von 1% in Bezug
auf den skalierten Prozesswertbereich.
Eine etwaige Invertierung des Stellglied-Wirksinns (siehe Abschnitt „Wirkrichtungssinn des
Stellgliedes“), bewirkt auch außerhalb des sollwertbezogenen Regelbereiches eine Invertierung des
Modulausgangs:
Beispiel:
Normaler Modulwirksinn, inverser Stellglied-Wirksinn.
Im Automatikbetrieb wird der Modulausgang
- mit 100% bei einem Sollwert kleiner als Cut- bzw.
- mit 0% bei einem Sollwert größer als Cut+
überschrieben.
Die Funktionsweise ist außerdem abhängig von der gewählten Wirkungslinie des Moduls (siehe
Abbildung 27).
Die Dichtschließ-Funktion kann in verschiedenen Modi betrieben werden. Im Modus Cut- wird der
Sollwert nur bezüglich der unteren Sollwertgrenze Cut- überprüft, im Modus Cut+ nur bezüglich der
oberen Sollwertgrenze Cut+. Im Modus Cut- & Cut+ wird der Sollwert bezüglich unterer und oberer
Sollwertgrenze überprüft.
Seite 87
„Typ 8620 mxCONTROL“
Abbildung 27:
Dichtschließfunktion
(CutOff)
(COMMON_PID)
Sollwertbegrenzer (SP Limit)
Der Sollwertbegrenzer dient dem Begrenzen des einstellbaren Sollwertes durch einen minimalen und
einen maximalen Wert, so dass das Festlegen falscher Sollwerte, d.h. jenseits dieses
Gültigkeitsbereiches, durch den Benutzer/Bediener verhindert werden kann.
Bei einer Regelung mit externem Sollwert bzw. bei internem Sollwert „Kaskadenregelung“ kann der
Sollwertbegrenzer ebenso zur Begrenzung des minimalen und maximalen Sollwertes eingesetzt
werden.
Rampenfunktion für die Sollwerteinstellung (SP Ramp)
SP
Die Rampenfunktion dient zur Dämpfung von sprunghaften Änderungen des Sollwertes und kann
getrennt für positive und negative Sollwertsprünge parametriert werden. Dadurch können mögliche
Instabilitätsprobleme vermieden werden, die bei großen Sollwertänderungen in schlecht
abgestimmten Systemen auftreten können.
Abbildung 28: Anstieg der Rampe
(slope of the ramp)
Kommt es bei aktivierter Rampenfunktion zu einer sprunghaften Sollwertänderung, welche größer als
als der Rampenanstieg ist, so wird dem Regler nicht sofort der neue Sollwert vorgegeben. Über
eine (durch den Anstieg der Rampe und die Sollwertänderung) definierte Zeit werden dem Regler
kleine Sollwertänderungen vorgegeben, bis der neue Sollwert erreicht ist.
Wenn der Benutzer bei aktivierter Rampenfunktion vom Manuell- in den Automatikbetrieb
umschaltet, so wird der Sollwert erhöht/verringert - ausgehend vom letzten Prozesswert im
Manuellbetrieb bis zum Sollwert im Automatikbetrieb – entsprechend des definierten
Rampenanstieges.
Seite 88
„Typ 8620 mxCONTROL“
Im Manuellbetrieb wird der Sollwert nach der Rampenfunktion auf den aktuellen Prozesswert
gesetzt.
Die Parametrierung der Rampenfunktion erfolgt über die separate Vorgabe des Rampenanstieges für
positive und negative Sollwertänderungen. Dazu muß jeweils die maximal zulässige positive (D+) und
negative (D-) Sollwertänderung pro Minute parametriert werden.
PID-Regler (COMMON_PID)
Der Proportional-Integral-Differential (PID)-Regler wird ebenso wie der PI-Regler für die Prozesswertregelung z.B. mit Hilfe von Proportionalstellgliedern (Proportionalventile, -pumpen, etc.) verwendet durch die Ausgabe des Stellwertes 0 … 100 % als:
• Pulsweitenmoduliertes (PWM-) Signal oder
• Pulsfrequenzmoduliertes (PFM-) Signal oder
• Analogsignal (4…20 mA).
Stellwertbegrenzung:
Der Reglerausgang wird nur im Automatikbetrieb durch die untere und obere Stellwertbegrenzung
(Lim-, Lim+) beschränkt.
Zykluszeit Tsample:
Mit dem Parameter Tsample kann die Zykluszeit (in Sekunden) des Reglers eingestellt werden, in der
im Automatikbetrieb regelmäßig ein Soll-/Istwertvergleich durchgeführt und ein neuer Stellwert berechnet wird.
Verstärkungsfaktor Kp:
Mit dem Verstärkungsfaktor Kp wird das Verhalten des P-Anteils des Reglers beeinflusst. Der
Verstärkungsfaktor Kp ist einheitenbehaftet und wird in [% / Einheit des Prozesswertes] parametriert.
Proportionalanteil (P-Anteil): Yp[%] = Kp ∗ (SP − PV )
(Modul-Wirksinn: normal)
Die Verstärkung Kp des Prozessreglers bezieht sich auf die skalierte Einheit des PV.
Integralanteil (I-Anteil):
Der Integralanteil (I-Anteil) des PID-Reglers wird normalerweise zur Verhinderung einer bleibenden
Sollwertabweichung verwendet.
Die Nachstellzeit Tn (in Sekunden) ist die Zeit, die benötigt wird, um durch den Integralanteil eine
gleich große Stellgrößenänderung zu erzielen, wie sie infolge des Proportionalanteils entsteht.
Der I-Anteil des PID-Reglers kann durch Festlegung der Nachstellzeit Tn auf 9999,0 s
deaktiviert werden
Differentialanteil (D-Anteil):
Der Differentialanteil (D-Anteil) des PID-Reglers wird zur schnellen Reaktion auf Änderungen der
Regeldifferenz verwendet.
Die Vorhaltzeit Tv (in Sekunden) ist die Zeit, die benötigt wird, um bei einer Anstiegsantwort des
Reglers durch den D-Anteil eine gleich große Stellgrößenänderung zu erzielen, wie sie infolge des
Proportionalanteils entsteht.
Verzögerung Tz: Der D-Anteil ist mit einer Verzögerung Tz realisiert. Tz wird intern in Abhängigkeit
von der Vorhaltzeit Tv automatisch gesetzt.
Der D-Anteil des PID-Reglers kann durch Festlegung der Vorhaltzeit Tv auf 0,0 s
deaktiviert werden:
Seite 89
„Typ 8620 mxCONTROL“
Totband:
Durch die Festlegung des Unempfindlichkeitsbereichs (Totband) spricht der PID-Regler erst ab einer
bestimmten Regeldifferenz an. Das bedeutet, durch die Vermeidung von Oszillationen der angeschlossenen Ausgänge/Stellglieder werden diese geschont. Vergleichen Sie untenstehende Abbildung
zur Wirkung des Totbandes.
Das Totband wird in Prozent des zugewiesenen Eingangsbereiches (Scal- und Scal+) festgelegt.
Der D-Anteil besitzt darüber hinaus ein zusätzliches Totband, um Stellwertsprünge infolge des
Verlassens des Totbandes zu vermeiden. Dieses Totband wird intern auf den doppelten Wert des
eingestellten Totbandwertes gesetzt.
Abbildung 29:
Totband
(COMMON_PID)
Modul-Wirksinn:
Der Modul-Wirksinn (Wirkungslinie des Reglers) ist umkehrbar. Gewöhnlich ist der Modul-Wirksinn
nicht invertiert.
Der Modul-Wirksinn kann mittels Konfigurationsdatei oder im Menüpunkt „Konfiguration“ geändert
werden – vgl. nachfolgende Abbildung.
Abbildung 30: Wirksinn des
Moduls (COMMON_PID).
Wirkrichtungssinn des Stellgliedes
Der vom Regler berechnete Stellwert kann mittels dieser Funktion an den Wirkrichtungssinn des
Stellgliedes entsprechend der folgenden Abbildung angepaßt werden.
• Rise:
direkter Wirkrichtungssinn
• Fall: inverser Wirkrichtungssinn
Seite 90
„Typ 8620 mxCONTROL“
Abbildung 31: Wirkrichtungssinn des
Stellgliedes (COMMON_PID).
Falls das angeschlossene Stellglied bei Verwendung eines Proportionalreglers mit Arbeitspunkt 0 %
im ausgeregelten Zustand
• mit 0% angesteuert werden soll
• mit 100% angesteuert werden soll
Æ wähle Wirkrichtungssinn Rise
Æ wähle Wirkrichtungssinn Fall
Stellwertbegrenzung
Der ausgegebene Stellwert wird nur im Automatikbetrieb durch die Stellwertbegrenzung beschränkt.
Für die Begrenzung kann entweder Kennlinie 1 oder Kennlinie 2 gewählt werden:
• Kennlinie 1
• für einfache Stellwertbegrenzung
• Kennlinie 2
• für Stellwertbegrenzung mit Skalierung des Stellwertes auf den
Regelbereich
• z.B. zur Ansteuerung von Stellgliedern mit einem bestimmten nur
annähernd linearen Arbeitsbereich
• z.B. Ansteuerung von Proportionalventilen mit PWM-Signal
Abbildung 32: Stellwertbegrenzung COMMON_PID: Kennlinie 1 und Kennlinie 2 (mit Regelbereich)
Kennlinie 1
Der Stellwert wird nur im Automatikbetrieb durch die untere und obere Stellwertbegrenzung
beschränkt und entsprechend am Modulausgang ausgegeben.
Kennlinie 2
Der Modulausgang wird im Automatikbetrieb durch die untere und obere Stellwertbegrenzung
beschränkt. Gleichzeitig definieren die untere und obere Stellwertbegrenzung Lim- und Lim+ den
Regelbereich im Automatikbetrieb. D.h. der vom Regler berechnete Stellwert 0 ... 100 % wird nicht
Seite 91
„Typ 8620 mxCONTROL“
direkt als Ausgangssignal 0 ... 100 % ausgegeben, sondern bezieht sich auf den Regelbereich und
wird als Stellwert 0 ... 100% innerhalb des Regelbereichs ausgegeben.
Bestimmte Stellglieder, z.B. mittels PWM-Signal angesteuerte Proportionalventile, arbeiten nur in
einem bestimmten Arbeitsbereich annähernd linear. Oft bewirkt die Ansteuerung eines Stellgliedes
erst ab einem bestimmten minimalen Ansteuerwert Lim- eine Änderung der Prozessgröße, ebenso
wie die Ansteuerung oberhalb eines bestimmten maximalen Ansteuerwertes Lim+ keine Änderung der
Prozessgröße mehr bewirkt.
Daher wird insbesondere bei der Ansteuerung von Proportionalventilen die Kennlinie 2 verwendet, um
das Modulausgangssignal möglichst optimal auf das verwendete Stellglied abzustimmen.
Prozesswert
Scal+
Begrenzter
Prozesswertbereich
Scal0%
Lim-
Lim+
100%
0% Regelbereich 100%
physische Ansteuerung des Stellgliedes
Abbildung 33:
Stellwertbegrenzung mit
Regelbereich
(COMMON_PID).
Bei Änderung der Druckverhältnisse müssen die Ansteuerwerte (d.h. untere und obere
Stellwertbegrenzung Lim- und Lim+) eventuell angepasst werden!
Falls eine Dichtschließfunktion erforderlich ist, so muss die CutOff-Funktion entsprechend
parametriert werden!
Ausgangs-Beeinflussung – “Override”-Funktion
Der Ausgang dieses Moduls wird bei bestimmten Zuständen beeinflusst (siehe Abbildung 34).
Der Sicherheitsstellwert sowie optional das System-Switch- / Flow-Switch-Override
überschreiben, insofern sie aktiv sind, sowohl den Automatik- als auch den Manuellstellwert!
Seite 92
„Typ 8620 mxCONTROL“
Abbildung 34: Ausgangs-Beeinflussung (COMMON_PID).
Prozessdaten und Daten-Logging
Angezeigte Daten
Abkürzung
(Menü)
PV
Prozesswert
Prozesswert 2
(externer Sollwert)
Sollwert
Sollwert/Prozesswert
Modulausgang
Display-Darstellung
VollbildTrend
Liste
schirm
graph
x
x
x
PV2
x
SP
SP/PV
CMD
x
DatenLog.
Bemerkungen
x
x
x
x
x
x
x
Nur falls
SP input = Extern
x
x
Parameter (CodeLevel: Bediener)
Parameter
Abtastzeit
Sollwert (*)
Verhältnissollwert(****)
Sollwertrampe
Sollwertrampe
Rampenanstieg: max.
positive Sollwertänderung pro
Minute (**)
Rampenanstieg: max.
negative Sollwertänderung pro
Minute (**)
CutOff
CutOff Mode
Untere CutOffSchwelle
(***)
Obere CutOff-Schwelle
(***)
PID-Regler
Totband
Verstärkungsfaktor
Nachstellzeit
Vorhaltzeit
Arbeitspunkt
Abkürzung
(Menü)
Tsample
SP
Kx
SP Ramp
SP Ramp
D+
Wertebereich
0.05/0.1 … 60.0 s
Scal- …Scal+ des zugewiesenen Eingangs
SPLim- ... SPLim+ (falls SP Limit aktiviert)
0.001 … 9999.0
Vorgabewert
(nach erfolgreichem
Download der Cfg-Datei)
0.2 s
Scal- +
((Scal+ - Scal-)/2)
1.0
Ja / Nein
0.1 … 99999 (Einheit von
Prozesswerteingang)
Nein
1
0.1 … 99999 (Einheit von
Prozesswerteingang)
1
Aus / Cut- / Cut+ / Cut- & Cut+
Scal- ... Scal+
(Scal- u. Scal+ von Prozesswerteingang)
Aus
Scal-
Cut+
Scal- ... Scal+
(Scal- u. Scal+ von Prozesswerteingang)
Scal+
Dbnd
Kp
Tn
Tv
X0
0.1 … 10.0 % des Eingangsbereichs
0.001 … 9999.0 (in % / Einheit)
0.1 … 9999.0 s
0.0 … 9999.0 s
0.0 … 100.0 %
1.0 %
1.0
9999.0 s
0.0 s
0.0 %
D-
CutOff
Mode
Cut-
Seite 93
„Typ 8620 mxCONTROL“
Parameter
AbkürWertebereich
Vorgabewert
zung
(nach erfolgreichem
(Menü)
Download der Cfg-Datei)
Untere Stellwertgrenze
Lim0.0 … Lim+
0.0 %
Obere Stellwertgrenze
Lim+
Lim- … 100.0 %
100.0 %
Sicherheitsstellwert
CMDsafe
0.0 … 100.0 %
0.0 %
(*)
Wird nur angezeigt, falls in der Konfiguration der Parameter „SP Input“ auf „intern“ gesetzt ist.
(**) Wird nur angezeigt, falls Parameter „SP Ramp“ auf „Ja“ gesetzt ist.
(***) Wird nur angezeigt, falls gewählter CutOff Mode den entsprechenden Parameter unterstützt.
(****) Wird nur angezeigt, falls der Parameter „SP Input“ als „Extern “ im Menü „Konfiguration“ ausgewählt ist
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
rw
Zugang
über
XML-CfgDatei
rw
rw
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Modul
InvMod
Ein / Aus
Ja / Nein
rw
rw
SP Input
intern / extern /
int.Kask
intern
Sollwert-Begrenzer
Sollwert-Begrenzer
Untere Sollwertgrenze (*)
rw
rw
rw
rw
SP Limit
SP Limit
SPLim-
Ja / Nein
Scal- ... SPLim+
Obere Sollwertgrenze (*)
rw
rw
SPLim+
SPLim- …Scal+
Nein
Scal- des zugewiesenen Prozesswerteinganges
Scal+ des zugewiesenen Prozesswerteinganges
Modul aktiv/inaktiv
Invertierung ModulWirksinn
Sollwert
Modulausgang
Wirkrichtungssinn
rw
rw
Dir
Rise / Fall
Kennlinie der
rw
rw
CMD Limit
Kennlinie 1 /
Stellwertbegrenzung
Kennlinie 2
Output-Override Funktionen
System Switch Override
rw
rw
SSOR
Ja / Nein
Flow Switch Override
rw
rw
FSOR
Ja / Nein
(*)
Wird nur angezeigt, falls der Parameter „SP Limit“ auf „Ja“ gesetzt ist.
Seite 94
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Aus
Nein
Rise
Kennlinie 1
Nein
Nein
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.3
Leitfähigkeits - Reglermodule
Im Gerät sind verschiedene Reglerstrategien für einen geschlossenen Regelkreis implementiert, um
die Leitfähigkeit des Systemwassers (z.B. in Heiz- bzw. Kühlwassersystemen) mittels Ablassventil zu
beeinflussen. In Abhängigkeit von der Beschaffenheitsschwankung des zufließenden Ergänzungswassers sollte entweder eine einfache Regelung oder eine Verhältnisregelung (Ratio) angewandt werden.
Einfache Regelung
Wenn die Qualität des zufließenden Wassers relativ konstant ist, dann wird gewöhnlich die
traditionelle volumetrische Dosierung von Kesselstein- und Korrosionshemmstoffen in Kombination mit
einer Sollwert-Leitfähigkeitsregelungsstrategie (Ein/Aus- oder PI-Regelung) angewandt.
Verhältnis-Regelung
Wenn die Beschaffenheit des zufließenden Wassers jedoch schwankt, dann ist die Verhältnisregelung der Leitfähigkeit (z.B. innerhalb eines Kühlsystems) für die Regelung der Systemwasserkonzentration die bessere Methode.
Wenn das zufließende Wasser in seiner Beschaffenheit zu stark schwankt, ist es möglich, dass die
Kesselstein- und Korrosionshemmstoffe unter- oder überdosiert werden, da der Regler das Ändern
der Eindickzahl (Verhältnis der Konzentrationen an gelösten Salzen im zufließenden Wasser und im
System- bzw. Kreislaufwasser, englisch: „Cycles of Concentration“) nicht zulässt.
Die Verhältnisregelung nutzt eine Doppelstrategie zur Leitfähigkeitsregelung: zum einen im zufließenden Wasser, zum anderen im Systemwasser. Die Verhältnisregelung behält die Eindickzahl
(Cycles of Concentration) innerhalb des Kühlsystems bei, indem ein festes Verhältnis zwischen
zufließendem und Systemwasser eingehalten wird, wobei eine Optimierung des HemmstoffKonzentrationsniveaus erfolgt.
Für die Verhältnisregelung kann entweder die Ein/Aus- oder die PI-Verhältnisregelung genutzt
werden.
Seite 95
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.3.1 Ein/Aus-Regelung (COND_CONTROL)
Dieses Modul ermöglicht eine einfache Ein/Aus-Regelung der Leitfähigkeit mit einer optionalen
Schnittstelle zum "Biocide Dosing“-Modul.
Die einzelnen
Komponenten
werden
nachfolgend
erläutert.
Abbildung 35:
COND_CONTROL
Vorablassen und “Biocide-Dosing” - Modul
Für die Optimierung der Bioziddosierung wird das Ablassventil während des Dosierens durch den
„Output Override“ geschlossen gehalten, so dass die Kontaktzeit des dosierten Biozids verlängert
wird. Es besteht jedoch die Gefahr der Ausfällung von Härtesalzen infolge Überdosierung, da das
dosierte Biozid die Leitfähigkeit anhebt.
Die Bioziddosierung beginnt gewöhnlich mit einer Vorablass-Phase, in welcher die Leitfähigkeit
bis zu einem eingestellten Vorablass-Grenzwert reduziert wird, bevor die eigentliche Dosierung
startet.
Im Automatikmodus überschreibt daher das “Biocide-Dosing“-Modul den Leitfähigkeits-Sollwert mit
dem Vorablass-Grenzwert während der Vorablass-Phase.
Ist der Leitfähigkeitsprozesswert gleich oder kleiner als der Vorablass-Grenzwert oder wurde der
Manuellbetrieb eingestellt, so wird die Vorablass-Phase beendet.
Detaillierte Informationen zur zeitgesteuerten Bioziddosierung bzw. zum “Biocide-Dosing“-Modul sind
im Kapitel 14.9 ersichtlich.
Für die Nutzung der Vorablass-Funktion müssen folgende Dinge gewährleistet sein:
• die Vorablass-Funktion muss in der Konfigurationsdatei aktiviert sein,
• die Verbindung zwischen Leitfähigkeitsmodul und “Biocide-Dosing“-Modul muss korrekt
konfiguriert sein (in der Konfigurationsdatei),
der Vorablass-Grenzwert muss kleiner oder gleich dem aktuellen Leitfähigkeits-Sollwert sein.
Nur eines der Leitfähigkeitsmodule kann mit dem „Biocide-Dosing“-Modul verknüpft werden.
Seite 96
„Typ 8620 mxCONTROL“
Ein/Aus-Regler
Der Ein/Aus-Regler wird zur Regelung mittels einfachem Binärausgang, wie z.B. das Vorablass-Ventil,
genutzt. Der Ein/Aus-Regler gibt entweder 0 % (aus) oder 100 % (ein) aus, dies hängt vom aktuellen
Prozesswert und dem internen Status des Reglers ab – vergleiche Abbildung 36.
Der Modul-Wirksinn (Wirkungslinie des Reglerausgangs) ist umkehrbar. Gewöhnlich ist der
Wirksinn normal, d.h. nicht invertiert. Der Wirksinn kann mittels Konfigurationsdatei oder im
Menüpunkt „Konfiguration“ geändert werden – vgl. nachfolgende Abbildung.
Abbildung 36:
Wirksinn der Module
COND_CONTROL
und
COND_CONTROL_RATIO
Ausgangs-Beeinflussung – “Override”-Funktion
Der Ausgang dieses Moduls wird bei bestimmten Zuständen beeinflusst (siehe Abbildung).
Abbildung 37: Ausgangs-Beeinflussung (COND_CONTROL)
“Biocide-Dosing”-Beeinflussung
Ist die Verbindung zwischen Leitfähigkeitsmodul und “Biocide-Dosing“-Modul korrekt konfiguriert, so
überschreibt das „Biocide-Dosing“-Modul den Ausgang des Leitfähigkeitsreglers mit 0 %, wenn
die Vorablass-Phase beendet oder übersprungen wurde.
Das heißt, das Leitfähigkeitsmodul arbeitet in den folgenden Phasen der Bioziddosierung nicht:
• Hauptdosierung,
• Verzögerungszeit nach der Hauptdosierung,
• Nachdosierung,
• Verzögerungszeit nach der Nachdosierung.
Nur eines der Leitfähigkeitsmodule kann mit dem „Biocide-Dosing“-Modul verknüpft werden.
Seite 97
„Typ 8620 mxCONTROL“
Maximalstellwert-Timer (Maximum Output Timer - MOT)
Diese Funktion überwacht im Automatikbetrieb den Reglerausgang. Falls der Reglerausgang den
Stellwert 100% länger als die festgelegte Maximalausgabe-Zeit (+Tm) ausgibt, so wird der Alarm
“Out fails” ausgegeben und der allgemeine Alarmausgang aktiviert.
Der Reglerausgang wird vom Alarm nicht beeinflusst. Die Alarmmeldung muß vom Bediener
im Menü „Prozessdaten“ mit den Bedientasten am Gerät bestätigt werden, auch wenn der
Betriebsmodus geändert wurde.
Der interne Timer, der die Zeitspanne des Maximalstellwertes zählt, wird zurückgesetzt, wenn der
Stellwert gleich 0% ist und der Alarm noch nicht ausgelöst wurde.
Der Maximalstellwert-Timer kann durch Konfiguration aktiviert/deaktiviert werden. Siehe Kapitel 14.1.5
für eine allgemeine Beschreibung des MOT.
Anzeige der Summe gelöster Feststoffe (Total Dissolved Solids (TDS)-Display)
Das “TDS-Display” zeigt den Gesamtgehalt an gelösten Feststoffen im Verhältnis zum Leitfähigkeitsprozesswert (z.B Heizwasser) in ppm an. Die Konzentration wird ermittelt durch die Korrelation von
Werten aus einem Diagramm (siehe Abbildung 38) mit den gemessenen Leitfähigkeitswerten
(gemessen in µS/cm):
with
TDS = C * S
C …… gemessener Leitfähigkeitswert
S …… Anstieg des Graphen (die Werkseinstellung beträgt 0,8)
Da die Beziehung zwischen Leitfähigkeit und TDS im Wesentlichen eine lineare Beziehung ist, so
ist es für den Regler möglich, die Anzeige des TDS durch Umwandlung der Leitfähigkeitseingangsinformation in TDS-Einheiten [ppm] vorzunehmen. Diese Umwandlung wird durch das Diagramm in
Abbildung 38 ermöglicht, der Anstieg der Geraden ist in der Parameterdatei abgespeichert.
Hinweis! Der Anstieg der Kurve kann vom Bediener so angepasst werden, dass sie den aktuellen
Zustand des Heizwassers genauer widerspiegelt.
Mit Hilfe von chemischen Analysen des Heizwassers kann für eine bestimmte Kombination von
Faktoren das Verhältnis zwischen Leitfähigkeit und TDS festgestellt werden. Mit diesen Werten kann
der Anstieg der Kurve angepasst werden, nämlich durch Eingabe der Werte für Leitfähigkeit
(PV cal) und TDS (TDS cal) im Menüpunkt „Parameter“.
Spezifische Leitfähigkeit - TDS-Umrechnungstabelle (für den Anstieg = 0,8)
8000
7000
TDS in ppm
6000
5000
4000
3000
2000
1000
0
0
1000
2000
3000
4000
5000
6000
Leitfähigkeit in µS/cm
Seite 98
7000
8000
9000
10000
Abbildung 38:
Beziehung zwischen
Leitfähigkeit und
TDS
„Typ 8620 mxCONTROL“
Prozessdaten und Daten-Logging
Angezeigte Daten
Prozesswert
Abkürzung
(Menü)
PV
Display-Darstellung
VollbildTrend
Liste
schirm
graph
x
x
x
Prozesswert [in ppm]
PV
x
Sollwert
Sollwert/Prozesswert
Modulausgang
MOT-Alarm
(Maximalausgabezeit-Alarm)
SP
SP/PV
CMD
x
DatenLog.
Bemerkungen
x
x
x
x
x
x
x
x
nur, wenn TDS-Display konfiguriert ist
x
x
x
wird nur angezeigt,
wenn MOT aktiviert
wurde u. abgelaufen
ist; Daten-Log im
Modulausgang
Parameter (CodeLevel: Bediener)
Parameter
Abkürzung
(Menü)
Sollwert
SP
Wertebereich
Vorgabewert
(nach erfolgreichem Download
der Cfg-Datei)
Scal- + ((Scal+ - Scal-) /2)
Scal-…Scal+ des
zugewiesenen Eingangs
Schalthysterese
Hyst
0.1 ... 10.0 % des Eingangs- 1.0 %
bereichs
Sicherheitsstellwert
CMDsafe
0.0 ... 100.00 %
0.0 %
Maximalstellwert-Timer (Maximum output timer - MOT)
Maximalausgabe-Zeit (*)
+Tm
1 ... 10800 s
10800 s
Für TDS-Kalibrierung:
1 ... 99999 (in Einheit des
1000
zugewiesenen ProzessLeitfähigkeitswert (**)
PV cal
werteinganges)
TDS-Wert (**)
TDS cal
1 ... 99999 ppm
800 ppm
(*)
Wird nur angezeigt, falls in der Konfiguration der Parameter MOT mit Ja konfiguriert ist.
(**)
Wird nur angezeigt, falls in der Konfiguration der Parameter TDS Disp mit Ja konfiguriert ist.
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Modul aktiv/inaktiv
Invertierung ModulWirksinn
Vorablassen u. “BiocideDosing Output Override”
TDS-Display
System Switch Override
Flow Switch Override
Maximalstellwert-Timer
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
rw
Zugang
über
XML-CfgDatei
rw
rw
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Modul
InvMod
Ein / Aus
Ja / Nein
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Aus
Nein
rw
rw
Vorablassen
Ja / Nein
Nein
rw
rw
rw
rw
rw
rw
rw
rw
TDS Disp
SSOR
FSOR
MOT
Ja / Nein
Ja / Nein
Ja / Nein
Ja / Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Seite 99
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.3.2 PI-Regelung (COND_PI)
Dieses Modul ermöglicht eine Proportional-Integral (PI)-Regelung der Leitfähigkeit mit einer optionalen
Schnittstelle zum "Biocide-Dosing“-Modul. Die Funktionalität ist die gleiche wie bei der Ein/AusRegelung COND_CONTROL bis auf den internen PI-Regler.
Die einzelnen
Komponenten
werden
nachfolgend
erläutert.
Abbildung 39:
COND_PI
Vorablassen und “Biocide-Dosing” - Modul
Es handelt sich hier um dasselbe Modul, wie es im Kapitel zuvor (Kapitel 14.3.1) im Abschnitt
„Vorablassen und “Biocide-Dosing” - Modul“, beschrieben wurde.
PI-Regler
Der PI-Regler entspricht der Beschreibung des PI-Anteiles des PID-Reglers im Abschnitt „PID-Regler
(COMMON_PID)“ des Kapitels 14.2. Besonderheiten/Abweichungen werden nachfolgend aufgeführt.
Proportionalanteil / Modul-Wirksinn:
Der normale Modul-Wirksinn ist hier folgendermaßen definiert:
Proportionalanteil:
Yp[%] = − Kp ∗ (SP − PV )
und kann im Bild wie folgt dargestellt werden:
Abbildung 40:
Wirksinn der Module
(COND_PI
und
COND_PI_RATIO)
Totband:
Ein Totband ist in diesem Modul nicht vorhanden.
Seite 100
„Typ 8620 mxCONTROL“
Ausgangskonverter
Normalerweise wird der Modulausgang CMD für die Ansteuerung von Stellgliedern nur durch den
Ausgangskonverter durchgeschleift und direkt über dem Modulausgang 1 verbundenen realen
Ausgang zugeführt.
Das Modul “COND_PI” ist aber auch für die Regelung eines motorgetriebenen (Ablass-) Ventils mittels
zeitgesteuertem 3-Punkt-Schrittausgang vorgesehen. Hierfür wird der Modulausgang CMD bei entsprechender Konfiguration im Ausgangskonverter umgewandelt und auf den Modulausgang 1
(Schließen) und den Modulausgang 2 (Öffnen) aufgeteilt. Die Einstellungen des 3-Punkt-Schrittausganges können im Menü „Parameter“ geändert werden.
Ausgangs-Beeinflussung – “Override”-Funktion
Der Ausgang dieses Moduls wird bei bestimmten Zuständen beeinflusst (siehe Abbildung).
Abbildung 41: Ausgangs-Beeinflussung (COND_PI)
“Biocide-Dosing”-Beeinflussung
Vergleichen Sie die Beschreibung zur “Biocide-Dosing”-Beeinflussung im Abschnitt “AusgangsBeeinflussung – “Override”-Funktion des Kapitels 14.3.1.
Maximalstellwert-Timer (Maximum Output Timer - MOT)
Diese Funktion überwacht im Automatikbetrieb den Reglerausgang. Falls der Reglerausgang den
maximalen Stellwert länger als die festgelegte Maximalausgabe-Zeit (+Tm) ausgibt, wird ein Alarm
“Out fails” ausgegeben und der allgemeine Alarmausgang aktiviert.
Der Reglerausgang wird vom Alarm nicht beeinflusst. Die Alarmmeldung muß vom Bediener
im Menü „Prozessdaten“ mit den Bedientasten am Gerät bestätigt werden, auch wenn der
Betriebsmodus geändert wurde.
Der interne Timer, der die Zeitspanne des Maximalstellwertes zählt, wird zurückgesetzt, wenn der
Stellwert kleiner ist als der maximale Stellwert und der Alarm noch nicht ausgelöst wurde. Der
Maximalstellwert wird mittels des Parameters „Obere Stellwertgrenze Lim+“ festgelegt.
Der Maximalstellwert-Timer kann durch Konfiguration aktiviert/deaktiviert werden. Siehe Kapitel 14.1.5
für eine allgemeine Beschreibung des MOT.
Anzeige der Summe gelöster Feststoffe (Total Dissolved Solids (TDS)-Display)
Vergleichen Sie die Beschreibung zur “Anzeige der Summe gelöster Feststoffe (Total Dissolved Solids
(TDS)-Display)” im Kapitel 14.3.1.
Seite 101
„Typ 8620 mxCONTROL“
Prozessdaten und Daten-Logging
Angezeigte Daten
Prozesswert
Abkürzung
(Menü)
PV
Display-Darstellung
VollbildTrend
Liste
schirm
graph
x
x
x
Prozesswert [in ppm]
PV
x
Sollwert
Sollwert/Prozesswert
Modulausgang
MOT-Alarm
(Maximalausgabezeit-Alarm)
SP
SP/PV
CMD
x
DatenLog.
Bemerkungen
x
x
x
x
x
x
x
x
nur, wenn TDS-Display konfiguriert ist
x
x
x
wird nur angezeigt,
wenn MOT aktiviert
wurde u. abgelaufen
ist; Daten-Log im
Modulausgang
Parameter (CodeLevel: Bediener)
Parameter
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Abtastzeit
Sollwert
Tsample
SP
Verstärkungsfaktor
Kp
0.05/0.1 … 60.0 s
Scal-…Scal+ des
zugewiesenen Eingangs
0.001 … 9999.0
(in % / Einheit)
0.1 ... 9999.0 s
0.0 % ... Lim+
Lim- ... 100.00 %
1 ... 600 s
Vorgabewert
(nach erfolgreichem Download
der Cfg-Datei)
0.2 s
Scal- + ((Scal+ - Scal-) /2)
10.0
Nachstellzeit
Tn
9999.0 s
Untere Stellwertgrenze
Lim0.0 %
Obere Stellwertgrenze
Lim+
100.00 %
3-Punkt-Schritt-Ausgang (*):
Tco op
60 s
Zeitraum für das Öffnen des Stellgliedes von Position 0% auf 100%
3-Punkt-Schritt-Ausgang (*):
Tco cl
1 ... 600 s
60 s
Zeitraum für das Schließen des Stellgliedes von Position 100% auf 0%
3-Punkt-Schritt-Ausgang (*):
Psd
0.01 ... 20.00 %
2.0 %
Prozess-Schaltdifferenz
Sicherheitsstellwert
CMDsafe
0.0 ... 100.00 %
0.0 %
Maximalstellwert-Timer (Maximum output timer - MOT)
Maximalausgabe-Zeit (**)
+Tm
1 ... 10800 s
10800 s
Für TDS-Kalibrierung:
Leitfähigkeitswert (***)
PV cal
1 ... 99999 (in Einheit
1000
des zugewiesenen
Prozesswerteinganges)
TDS-Wert (***)
TDS cal
1 ... 99999 ppm
800 ppm
(*)
Wird nur angezeigt, falls in der Konfiguration der Parameter 3PS mit Ja konfiguriert ist.
(**)
Wird nur angezeigt, falls in der Konfiguration der Parameter MOT mit Ja konfiguriert ist.
(***)
Wird nur angezeigt, falls in der Konfiguration der Parameter TDS Disp mit Ja konfiguriert ist.
Seite 102
„Typ 8620 mxCONTROL“
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Modul aktiv/inaktiv
Invertierung ModulWirksinn
Vorablassen u. “BiocideDosing Output Override”
TDS-Display
System Switch Override
Flow Switch Override
Maximalstellwert-Timer
3-Punkt-Schritt-Ausgang
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
rw
Zugang
über
XML-CfgDatei
rw
rw
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Modul
InvMod
Ein / Aus
Ja / Nein
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Aus
Nein
rw
rw
Vorablassen
Ja / Nein
Nein
rw
rw
rw
rw
r
rw
rw
rw
rw
rw
TDS Disp
SSOR
FSOR
MOT
3PS
Ja / Nein
Ja / Nein
Ja / Nein
Ja / Nein
Ja / Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Seite 103
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.3.3 Ein/Aus-Verhältnisregelung
(COND_CONTROL_RATIO)
Dieses Modul ermöglicht eine Ein/Aus-Verhältnisregelung der Leitfähigkeit mit einer optionalen
Schnittstelle zum "Biocide-Dosing“-Modul.
Die einzelnen
Komponenten
werden
nachfolgend
erläutert.
Abbildung 42: COND_CONTROL_RATIO
Verhältnis (Ratio)
Da die Beschaffenheit des zufließenden Wassers schwankt, wird die Leitfähigkeit dieses Wassers
gemessen und für die Festlegung eines aktuellen Sollwertes für die Leitfähigkeitsregelung des
Systemwassers genutzt
Die interne Berechnung des Sollwertes SP erfolgt wie unten beschrieben:
Ausgang
Ausgang
Alarm+
PV2
PV2 * kx
SP
SP
Lim
AlarmAlarm-
Verhältnis
SP = kx * PV2
Alarm+
Eingang
SP-Begrenzung, so dass
sich SP innerhalb der
Alarmgrenzen (Alarm-,
Alarm+) von PV1 befindet
SPLim
Eingang
SP > SPLim
(SP muss größer
sein als der Offset)
Abbildung 43: Sollwertberechnung (COND_CONTROL_RATIO)
Zuerst wird der Prozesswert mit dem Verhältniswert Kx multipliziert. Das Ergebnis wird danach auf
die Eingangsalarmgrenzwerte des Systemkanal-Leitfähigkeitseinganges begrenzt, um die Festlegung eines Sollwertes zu verhindern, der später einen Eingangsalarm verursachen könnte. Dann
wird geprüft, ob dieses Ergebnis kleiner ist als das erforderliche Sollwertminimum SPLim („Set Point
minimum“, interner Wert). Ist dies nicht der Fall, so wird das Ergebnis dem (internen) Wert „SPLim“
gleichgesetzt.
Das Sollwertminimum SPLim wird intern folgendermaßen berechnet:
SPLim = PV2 (des Zuflusswasserkanals (Make-up)) + Offset + Schalthysterese [µS/cm]
Falls ein Sensor- oder Eingangsfehler im Zuflusswasserkanal (Make up) auftritt, so wird der
zuletzt berechnete Sollwert verwendet!
Seite 104
„Typ 8620 mxCONTROL“
Vorablassen und “Biocide-Dosing” - Modul
Vergleichen Sie den Abschnitt „Vorablassen und “Biocide-Dosing” - Modul“ im Kapitel 14.3.1.
Ein/Aus-Regler
Vergleichen Sie den Abschnitt „Ein/Aus-Regler“ im Kapitel 14.3.1.
Ausgangs-Beeinflussung – “Override”-Funktion
Der Ausgang dieses Moduls wird bei bestimmten Zuständen beeinflusst (siehe Abbildung).
Manuellstellwert
Sicherheitsstellwert
Betriebsmodus
Manuellbetrieb
Ausgang
des Ein/AusReglers
Automatik
1
Sensor-/Eingangsfehler
des Prozesswertes PV1
vom System-Kanal
oder PV2 vom
Zufluss-Kanal
0
0%
0%
System
Switch
0%
Flow
Switch
1
1
1
0
0
0
Die „System Switch
Override“-Funktion
kann aktiviert oder
deaktiviert werden
Die „Flow Switch
Override“-Funktion
kann aktiviert oder
deaktiviert werden
„Biocide Dosing“-Status:
- Hauptdosierung (HD),
- od. Verzögerung nach HD,
- od. Nachdosierung (ND)
- od. Verzögerung nach ND
ModulAusgang
Die „Biocide Dosing
Override“-Funktion
kann aktiviert oder
deaktiviert werden
Abbildung 44: Ausgangs-Beeinflussung (COND_CONTROL_RATIO)
“Biocide-Dosing”-Beeinflussung
Vergleichen Sie die Beschreibung zur “Biocide-Dosing”-Beeinflussung im Abschnitt “AusgangsBeeinflussung – “Override”-Funktion des Kapitels 14.3.1.
Maximalstellwert-Timer (Maximum Output Timer - MOT)
Vergleichen Sie die Beschreibung des Maximalstellwert-Timers im Abschnitt “Maximalstellwert-Timer
(Maximum Output Timer - MOT)” im Kapitel 14.3.1.
•
Anzeige der Summe gelöster Feststoffe (Total Dissolved Solids (TDS)-Display)
Das TDS-Display ist nur für den Leitfähigkeitsprozesswert des Systemkanals verfügbar.
Vergleichen Sie die Beschreibung zur “Anzeige der Summe gelöster Feststoffe (Total Dissolved Solids
(TDS)-Display)” im Kapitel 14.3.1.
Seite 105
„Typ 8620 mxCONTROL“
Prozessdaten und Daten-Logging
Angezeigte Daten
Abkürzung
(Menü)
PV1
Prozesswert Systemkanal
Prozesswert Systemkanal (in
ppm)
Prozesswert Zuflusswasser(MakeUp)-Kanal
Sollwert
Sollwert / Prozesswert
Systemkanal
Modulausgang
MOT-Alarm
(Maximalausgabezeit-Alarm)
Display-Darstellung
VollbildTrend
Liste
schirm
graph
x
x
x
PV1
x
PV2
x
SP
x
x
SP/PV1
DatenLog.
Bemerkungen
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
nur, wenn TDS-Display konfiguriert ist
x
CMD
x
x
wird nur angezeigt,
wenn MOT aktiviert
wurde u. abgelaufen
ist; Daten-Log im
Modulausgang
Parameter (CodeLevel: Bediener)
Parameter
Abkürzung
(Menü)
Für den Zuflusswasserkanal (Make up):
Verhältnis (Ratio)
Kx
Offset
Offset
Für den Systemkanal:
Schalthysterese
Hyst
Wertebereich
Vorgabewert
(nach erfolgreichem Download der
Cfg-Datei)
1.2 … 9.999
0 … 999.9 µS/cm
2.0
10 µS/cm
0.1 ... 10.0 % des
1.0 %
Eingangsbereichs
Sicherheitsstellwert
CMDsafe
0.0 ... 100.00 %
0.0 %
Maximalstellwert-Timer (Maximum output timer - MOT)
Maximalausgabe-Zeit (*)
+Tm
1 ... 10800 s
10800 s
Für die TDS-Kalibrierung:
Leitfähigkeitswert (**)
PV cal
1 ... 99999 (in Einheit
1000
des zugewiesenen
Prozesswerteinganges)
TDS-Wert (**)
TDS cal
1 ... 99999 ppm
800 ppm
(*)
Wird nur angezeigt, falls in der Konfiguration der Parameter MOT mit Ja konfiguriert ist.
(**)
Wird nur angezeigt, falls in der Konfiguration der Parameter TDS Disp mit Ja konfiguriert ist.
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Modul aktiv/inaktiv
Invertierung ModulWirksinn
Vorablassen u. “BiocideDosing Output Override”
TDS-Display
System Switch Override
Flow Switch Override
Maximalstellwert-Timer
Seite 106
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
rw
Zugang
über
XML-CfgDatei
rw
rw
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Modul
InvMod
Ein / Aus
Ja / Nein
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Aus
Nein
rw
rw
Vorablassen
Ja / Nein
Nein
rw
rw
rw
rw
rw
rw
rw
rw
TDS Disp
SSOR
FSOR
MOT
Ja / Nein
Ja / Nein
Ja / Nein
Ja / Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.3.4 PI-Verhältnisregelung (COND_PI_RATIO)
Dieses Modul ermöglicht eine PI-Verhältnisregelung der Leitfähigkeit mit einer optionalen Schnittstelle
zum "Biocide-Dosing“-Modul.
Die einzelnen
Komponenten
werden
nachfolgend
erläutert.
Abbildung 45:
COND_PI_RATIO
Verhältnis (Ratio)
Vergleichen Sie die Beschreibung zum Abschnitt “Verhältnis (Ratio)” im Kapitel 14.3.3.
Vorablassen und “Biocide-Dosing” - Modul
Vergleichen Sie die Beschreibung zum Abschnitt “Vorablassen und “Biocide-Dosing” - Modul” im
Kapitel 14.3.1.
PI-Regler
Vergleichen Sie die Beschreibung zum Abschnitt “PI-Regler” im Kapitel 14.3.2.
Ausgangs-Beeinflussung – “Override”-Funktion
Der Ausgang dieses Moduls wird bei bestimmten Zuständen beeinflusst (siehe Abbildung).
Abbildung 46: Ausgangs-Beeinflussung (COND_PI_RATIO)
“Biocide-Dosing”-Beeinflussung
Vergleichen Sie die Beschreibung zur „Biocide-Dosing“-Beeinflussung im Abschnitt “AusgangsBeeinflussung – “Override”-Funktion” im Kapitel 14.3.1.
Seite 107
„Typ 8620 mxCONTROL“
Maximalstellwert-Timer (Maximum Output Timer - MOT)
Vergleichen Sie die Beschreibung des Maximalstellwert-Timers im Abschnitt “Maximalstellwert-Timer
(Maximum Output Timer - MOT) ” im Kapitel 14.3.2.
Anzeige der Summe gelöster Feststoffe (Total Dissolved Solids (TDS)-Display)
Das TDS-Display ist nur für den Leitfähigkeitsprozesswert des Systemkanals verfügbar.
Vergleichen Sie die Beschreibung zum Abschnitt “Anzeige der Summe gelöster Feststoffe (Total
Dissolved Solids (TDS)-Display)” im Kapitel 14.3.1.
Prozessdaten und Daten-Logging
Angezeigte Daten
Prozesswert Systemkanal
Prozesswert Systemkanal (in
ppm)
Prozesswert Zuflusswasser(Make up)-Kanal
Sollwert
Sollwert / Prozesswert
Systemkanal
Modulausgang
MOT-Alarm
(Maximalausgabezeit-Alarm)
Abkürzung
(Menü)
PV1
Display-Darstellung
VollbildTrend
Liste
schirm
graph
x
x
x
PV1
x
PV2
x
SP
x
SP/PV1
CMD
x
DatenLog.
Bemerkungen
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
nur, wenn TDS-Display konfiguriert ist
x
x
x
wird nur angezeigt,
wenn MOT aktiviert
wurde u. abgelaufen
ist; Daten-Log im
Modulausgang
Parameter (CodeLevel: Bediener)
Parameter
Abkürzung
(Menü)
Abtastzeit
Tsample
Für den Zuflusswasserkanal (Make up):
Verhältnis (Ratio)
Kx
Offset
Offset
Für den Systemkanal:
Verstärkungsfaktor
Kp
Wertebereich
0.05/0.1 … 60.0 s
Vorgabewert
(nach erfolgreichem Download der
Cfg-Datei)
0.2 s
1.2 … 9.9
0 … 999.9 µS/cm
2.0
10 µS/cm
0.001 … 9999.0
10.0
(in % / Einheit)
Nachstellzeit
Tn
0.1 ... 9999.0 s
9999.0 s
Untere Stellwertgrenze
Lim0.0 % ... Lim+
0.0 %
Obere Stellwertgrenze
Lim+
Lim- ... 100.00 %
100.00 %
Sicherheitsstellwert
CMDsafe
0.0 ... 100.00 %
0.0 %
Maximalstellwert-Timer (Maximum output timer - MOT)
Maximalausgabe-Zeit (*)
+Tm
1 ... 10800 s
10800 s
Für die TDS-Kalibrierung:
Leitfähigkeitswert (**)
PV cal
1 ... 99999 (in Einheit des
1000
zugewiesenen Prozesswerteinganges)
TDS-Wert (**)
TDS cal
1 ... 99999 ppm
800 ppm
(*)
Wird nur angezeigt, falls in der Konfiguration der Parameter MOT mit Ja konfiguriert ist.
(**)
Wird nur angezeigt, falls in der Konfiguration der Parameter TDS Disp mit Ja konfiguriert ist.
Seite 108
„Typ 8620 mxCONTROL“
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Modul aktiv/inaktiv
Invertierung ModulWirksinn
Vorablassen u. “BiocideDosing Output Override”
TDS-Display
System Switch Override
Flow Switch Override
Maximalstellwert-Timer
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
rw
Zugang
über
XML-CfgDatei
rw
rw
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Modul
InvMod
Ein / Aus
Ja / Nein
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Aus
Nein
rw
rw
Vorablassen
Ja / Nein
Nein
rw
rw
rw
rw
rw
rw
rw
rw
TDS Disp
SSOR
FSOR
MOT
Ja / Nein
Ja / Nein
Ja / Nein
Ja / Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Seite 109
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.4
Korrosionsanzeige (CORROSION_DISPLAY)
Die Korrosionsanzeige macht die Korrosionsrate kenntlich, welche von einem Korrosionssensor/transmitter gemessen wird. Obwohl diese Funktion nicht direkt für Regelprozesse genutzt wird, gibt sie
doch wertvolle Informationen über den Systemstatus.
Die einzelnen
Komponenten
werden nachfolgend erläutert.
Abbildung 47: CORROSION_DISPLAY
Säure-Stop-Grenzwert - Acid Stop Limit (ASL)
Wenn die Korrosionsrate einen vordefinierten Wert, den Säure-Stop-Grenzwert ASL übersteigt,
so wird der ASL-Alarm für diese Funktion aktiviert und der allgemeine Alarmausgang ausgelöst. Der
ASL-Alarm wird wieder deaktiviert, wenn der Prozesswert kleiner ist als der ASL minus der ASLHysterese.
Der ASL-Alarm kann mit den Reglermodulen PH_ACID_CAUS und PH_ACID_OR_CAUS kombiniert
werden, um eine zusätzliche Sicherung zur Vermeidung einer Überdosierung von Säuren oder
Basen zu erhalten. Hierbei werden beide Ausgänge – für Säure und für Base (falls vorhanden) – der
angeschlossenen pH-Reglermodule auf „0“ gesetzt (ausgeschaltet), so lange der ASL-Alarm aktiv ist.
Falls der System Switch Override für dieses Modul konfiguriert ist und aktiv wird (Stand-By), wird der
ASL-Alarm inaktiv.
Vergleichen Sie auch die Beschreibungen für die pH-Reglermodule in Kapitel 14.5.1 und 14.5.2.
Seite 110
„Typ 8620 mxCONTROL“
Prozessdaten und Daten-Logging
Angezeigte Daten
Abkürzung
(Menü)
PV
ASL
Prozesswert
Säure-Stop-Grenzwert
(Acid Stop Limit )
Display-Darstellung
VollbildTrend
Liste
schirm
graph
x
x
x
DatenLog.
x
x
Bemerkungen
Daten-Logging: nur
ASL-Alarm
Parameter (CodeLevel: Bediener)
Parameter
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Säure-Stop-Grenzwert
ASL
ASL-Hysterese
Hyst
Scal-…Scal+ des zugewiesenen
Eingangs
0.1 ... 10.0 % d. Eingangsbereichs
Vorgabewert
(nach erfolgreichem Download
der Cfg-Datei)
Scal- + ((Scal+ - Scal-) /2)
1.0 %
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Modul aktiv/inaktiv
System Switch Override
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
rw
Zugang
über
XML-CfgDatei
rw
rw
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Modul
SSOR
Ein / Aus
Ja / Nein
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Aus
Nein
Seite 111
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.5
pH-Reglermodule (PH_ACID_CAUS) und
(PH_ACID_OR_CAUS)
Die pH-Regelung kann als P- und PI-Regelung konfiguriert werden.
Die Strategie für die pH-Regelung schließt ein Säure- und Basendosierregime (PH_ACID_CAUS)
ein, wobei jeder Teil unabhängig festgelegt werden kann.
Weiterhin steht das PH_ACID_OR_CAUS-Modul zur Wahl, welches die pH-Regelung mit der
Dosierung von entweder nur Säure oder nur basischen Stoffen ermöglicht.
14.5.1 pH-Regelung (PH_ACID_CAUS)
Dieses Modul ermöglicht eine pH-Regelung mittels Säuren und Basen und mit einer optionalen
Schnittstelle zum "Corrosion Display“-Modul für eine zusätzliche Sicherung vor Überdosierung.
Die einzelnen
Komponenten
werden
nachfolgend
erläutert.
Abbildung 48:
(PH_ACID_CAUS)
Sollwertbegrenzer (SP Limit)
Der Sollwertbegrenzer dient dem Begrenzen des einstellbaren Sollwertes durch einen minimalen und
einen maximalen Wert, so dass das Festlegen falscher Sollwerte, d.h. jenseits dieses
Gültigkeitsbereiches, durch den Benutzer/Bediener verhindert werden kann.
Rampenfunktion für die Sollwerteinstellung (SP Ramp)
Die Rampenfunktion wird genutzt, um den Sollwert des Reglers in einer Folge von kleinen
Schritten zu erhöhen oder zu verringern, so dass mögliche Instabilitätsprobleme vermieden
werden, welche bei großen Sollwertänderungen in schlecht abgestimmten Systemen auftreten
können.
Seite 112
SP
„Typ 8620 mxCONTROL“
Abbildung 49:
Anstieg der Rampe
(slope of the ramp)
Wenn die Rampenfunktion aktiviert und der Sollwert auf einen neuen Wert geändert wurde, so wird
dem Regler nicht sofort der neue Sollwert vorgegeben. Über eine (durch den Anstieg der Rampe)
definierte Zeit werden dem Regler kleine Sollwertänderungen vorgegeben, bis der neue Sollwert
erreicht ist.
Wenn der Benutzer vom Manuell- in den Automatikbetrieb umschaltet und die Rampenfunktion
aktiviert ist, so wird der Sollwert erhöht/verringert - ausgehend vom letzten Prozesswert im
Manuellbetrieb bis zum Sollwert im Automatikbetrieb - anhand des definierten Rampenanstieges.
Im Manuellbetrieb wird der Sollwert entsprechend der Rampenfunktion auf den aktuellen
Prozesswert gesetzt.
Wenn die Rampenfunktion aktiviert ist, hat der Nutzer die Möglichkeit, den Rampenanstieg den
besonderen Bedingungen anzupassen.
PI-Regler
Der PI-Regler entspricht der Beschreibung des PI-Anteiles des PID-Reglers im Abschnitt „PID-Regler
(COMMON_PID)“ des Kapitels 14.2. Besonderheiten/Abweichungen werden nachfolgend aufgeführt.
Verstärkungsfaktor Kp:
In diesem Modul kann der Verstärkungsfaktor Kp für beide Regler separat parametriert werden, um
den resultierenden Stellwert jeweils möglichst gut an das jeweils verwendete Stellglied anzupassen.
Integralanteil/Nachstellzeit Tn:
In diesem Modul kann die Nachstellzeit Tn zur Beeinflussung des I-Anteils für beide Regler separat
parametriert werden.
Proportionalanteil / Modul-Wirksinn:
Der normale Modul-Wirksinn ist hier folgendermaßen definiert:
Proportionalanteil Säureregler: YpSäure[%] = − Kp Säure ∗ (SP − PV )
Proportionalanteil Basenregler: YpBase[%] =
KpBase ∗ (SP − PV )
Seite 113
„Typ 8620 mxCONTROL“
und kann im Bild wie folgt dargestellt werden:
Abbildung 50:
Modul- Wirksinn
und Totband
Ausgangs-Beeinflussung – “Override”-Funktion
Der Ausgang dieses Moduls wird bei bestimmten Zuständen beeinflusst (siehe Abbildung 51).
Abbildung 51: Ausgangs-Beeinflussung (PH_ACID_CAUS)
Säure-Stopp-Grenzwert – Pumpenstopp (ASL PumpStop)
Das pH-Reglermodul kann durch Konfiguration intern mit einer Korrosionsanzeige (Corrosion Display)
für eine zusätzliche Sicherung verknüpft werden. Dafür wird der ASL-Alarm der zugewiesenen
Funktion (konfiguriert als Korrosionsanzeige) ausgewertet, um eine Überdosierung von Säuren oder
Basen zu vermeiden.
Falls die Korrosionsrate der angeschlossenen Korrosionsanzeige den ASL-Alarm übersteigt, so wird
dieser Alarm aktiv. Solange der ASL-Alarm aktiv bleibt, werden die beiden Reglerausgänge – für
Säure und Base – mit „0 %“ überschrieben, d.h. deaktiviert und damit die beiden Dosierpumpen (für
Säure und für Base) ebenfalls für diesen Zeitraum ausgeschaltet.
Seite 114
„Typ 8620 mxCONTROL“
Maximalstellwert-Timer (Maximum Output Timer - MOT)
Diese Funktion überwacht im Automatikbetrieb den Säure- und Basenreglerausgang des pH-Reglers,
um fehlerhafte Ausgänge zu erkennen.
Falls einer der beiden Reglerausgänge den Maximalstellwert länger als die festgelegte
Maximalausgabe-Zeit (MOT) ausgibt, so werden beide Reglerausgänge mit „0 %“ überschrieben.
In diesem Fall wird ein Alarm “Out fails” ausgegeben, der allgemeine Alarmausgang wird ebenfalls
aktiviert.
Beide pH-Reglerausgänge werden mit “0 %” überschrieben bis der Benutzer die Alarmmeldung im Menü „Prozessdaten“ mit den Bedientasten am Gerät bestätigt hat, selbst wenn
der Betriebsmodus geändert wurde.
Die internen Timer, die die Zeitspanne des Maximalstellwertes zählen, werden zurückgesetzt, wenn
der Stellwert kleiner ist als der Maximalstellwert und der Alarm noch nicht ausgelöst wurde. Der
Maximalstellwert wird für jeden PI-Regler separat mittels des Parameters „Obere Stellwertgrenze
Lim+“ festgelegt.
Der Maximalstellwert-Timer kann durch Konfiguration aktiviert/deaktiviert werden. Siehe Kapitel 14.1.5
für eine allgemeine Beschreibung des MOT.
Prozessdaten und Daten-Logging
Angezeigte Daten
Prozesswert
Sollwert
Sollwert/Prozesswert
Modulausgang Säure
Modulausgang Base
MOT-Alarm
(Maximalausgabezeit-Alarm)
Abkürzung
(Menü)
PV
SP
SP/PV
CMD A
CMD C
Display-Darstellung
VollbildTrend
Liste
schirm
graph
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
DatenLog.
Bemerkungen
x
x
x
x
x
wird nur angezeigt,
wenn MOT aktiviert
wurde u. abgelaufen
ist; Daten-Log im
Modulausgang
Parameter (CodeLevel: Bediener)
Parameter
Abtastzeit
Sollwert
Totband
Sollwertrampe
Sollwertrampe
Rampenanstieg: max.
positive Sollwertänderung pro Minute (*)
Rampenanstieg: max.
negative Sollwertänderung pro Minute (*)
Abkürzung
(Menü)
Tsample
SP
Dbnd
SP Ramp
SP Ramp
D+
D-
Wertebereich
0.05/0.1 … 60.0 s
Scal- …Scal+ des zugewiesenen Eingangs
SPLim- ... SPLim+ (falls SP Limit aktiviert)
0 … 100.0 % des Eingangsbereichs
Vorgabewert
(nach erfolgreichem
Download der Cfg-Datei)
0.2 s
Scal- +
((Scal+ - Scal-) /2)
1.0 %
Ja / Nein
0.1 … 99999 pH/min
Nein
1 pH/min
0.1 … 99999 pH/min
1 pH/min
Fortsetzung der Tabelle auf nächster Seite
Seite 115
„Typ 8620 mxCONTROL“
Parameter
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach erfolgreichem
Download der Cfg-Datei)
Säure-Regler
Verstärkungsfaktor
Kp
0.001 … 9999.0 (in % / Einheit)
10.0
Nachstellzeit
Tn
0.1 … 9999.0 s
300.0 s
Untere Stellwertgrenze
Lim0.0 … Lim+
0.0%
Obere Stellwertgrenze
Lim+
Lim- … 100.0 %
100.0 %
Sicherheitsstellwert
CMDsafe
0.0 … 100.0 %
0.0 %
Basen-Regler
Verstärkungsfaktor
Kp
0.001 … 9999.0 (in % / Einheit)
10.0
Nachstellzeit
Tn
0.1 … 9999.0 s
300.0 s
Untere Stellwertgrenze
Lim0.0 … Lim+
0.0 %
Obere Stellwertgrenze
Lim+
Lim- … 100.0 %
100.0 %
Sicherheitsstellwert
CMDsafe
0.0 … 100.0 %
0.0 %
Maximalstellwert-Timer (Maximum output timer - MOT)
Maximalausgabe-Zeit (**) +Tm
1 ... 10800 s
10800 s
(*)
Wird nur angezeigt, falls Parameter „SP Ramp“ auf „Ja“ gesetzt ist.
(**)
Wird nur angezeigt, falls in der Konfiguration der Parameter „MOT” mit „Ja” konfiguriert ist.
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Modul aktiv/inaktiv
Invertierung ModulWirksinn
Sollwert-Begrenzer
Sollwert-Begrenzer
Untere Sollwertgrenze(*)
Obere Sollwertgrenze(*)
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
rw
Zugang
über
XML-CfgDatei
rw
rw
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Modul
InvMod
Ein / Aus
Ja / Nein
rw
rw
rw
rw
SP Limit
SP Limit
SPLim-
Ja / Nein
Scal- ...SPLim+
rw
rw
SPLim+
SPLim- …Scal+
ASL-Pumpenstopp
rw
rw
ASL PumpStop
Ja / Nein
Verknüpfung zum Modul
r
rw
verknüpfte
“CORROSION_DISPLAY”
Funktion
System Switch Override
rw
rw
SSOR
Ja / Nein
Flow Switch Override
rw
rw
FSOR
Ja / Nein
Maximalstellwert-Timer
rw
rw
MOT
Ja / Nein
(*)
Wird nur angezeigt, falls der Parameter „SP Limit“ auf „Ja“ gesetzt ist.
Seite 116
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Aus
Nein
Nein
Scal- des zugewiesenen Eingangs
Scal+ des zugewiesenen Eingangs
Nein
-Nein
Nein
Nein
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.5.2 pH-Regelung (PH_ ACID_OR_CAUS)
Dieses Modul ermöglicht eine pH-Regelung mittels Säure oder Base und mit einer optionalen
Schnittstelle zum "Corrosion Display“-Modul für eine zusätzliche Sicherung vor Überdosierung.
Sollwert (SP)
SP Limit
Die einzelnen
Komponenten
werden
nachfolgend
erläutert.
Verschiedene
Ereignisse
SP Ramp
Prozesswert (PV)
PI – Regler
4..20mA-Eingang
Corrosion
Display
Output Override
ModulAusgang
CMD
Optionale Verknüpfung für
Säure-Stopp-Funktionalität PH_ACID_OR_CAUS
so lange der Säure-Stopp-Alarm im
„Corrosion Display“ aktiv ist, wird die Pumpe gestoppt
(sowohl im Automatik- als auch im Handbetrieb)
Abbildung 52:
(PH_ ACID_OR
_CAUS)
Sollwertbegrenzer (SP Limit)
Vergleichen Sie die Beschreibung zum Abschnitt “Sollwertbegrenzer (SP Limit)” im Kapitel 14.5.1.
Rampenfunktion für die Sollwerteinstellung (SP Ramp)
Vergleichen Sie die Beschreibung zum Abschnitt “Rampenfunktion für die Sollwerteinstellung” im
Kapitel 14.5.1.
PI-Regler
Der PI-Regler entspricht der Beschreibung des PI-Anteiles des PID-Reglers im Abschnitt „PID-Regler
(COMMON_PID)“ des Kapitels 14.2. Besonderheiten/Abweichungen werden nachfolgend aufgeführt.
Proportionalanteil / Modul-Wirksinn:
Der normale Modul-Wirksinn ist hier folgendermaßen definiert:
Proportionalanteil:
Yp[%] = − Kp ∗ (SP − PV )
und kann im Bild wie folgt dargestellt werden:
Seite 117
„Typ 8620 mxCONTROL“
Abbildung 53:
Modul-Wirksinn
und Totband
Beispiel:
bei gewünschter Säure-Zudosierung wird der Wirksinn „normal“ eingestellt,
bei gewünschter Basen-Zudosierung wird der Wirksinn „invers“ gewählt.
Ausgangs-Beeinflussung – “Override”-Funktion
Der Ausgang dieses Moduls wird bei bestimmten Zuständen beeinflusst (siehe Abbildung 54).
Abbildung 54: Ausgangs-Beeinflussung (PH_ACID_OR_CAUS)
Säure-Stopp-Grenzwert – Pumpenstopp (ASL PumpStop)
Das pH-Reglermodul kann durch Konfiguration intern mit einer Korrosionsanzeige (Corrosion Display)
für eine zusätzliche Sicherung verknüpft werden. Dafür wird der ASL-Alarm der zugewiesenen
Funktion (konfiguriert als Korrosionsanzeige) ausgewertet, um eine Überdosierung von Säuren oder
Basen zu vermeiden.
Falls die Korrosionsrate der angeschlossenen Korrosionsanzeige den ASL-Alarm übersteigt, so wird
dieser Alarm aktiv. Solange der ASL-Alarm aktiv bleibt, wird der Reglerausgang mit „0 %“
überschrieben, d.h. deaktiviert und damit die Säure- oder Basendosierpumpe ebenfalls für diesen
Zeitraum ausgeschaltet.
Seite 118
„Typ 8620 mxCONTROL“
Maximalstellwert-Timer (Maximum Output Timer - MOT)
Diese Funktion überwacht im Automatikbetrieb den Reglerausgang des pH-Reglers, um den
fehlerhaften Ausgang zu erkennen.
Falls der Reglerausgang den Maximalstellwert länger als die festgelegte Maximalausgabe-Zeit (MOT)
ausgibt, so wird der Reglerausgang mit „0 %“ überschrieben.
In diesem Fall wird ein Alarm “Out fails” ausgegeben, der allgemeine Alarmausgang wird ebenfalls
ausgelöst.
Der pH-Reglerausgang wird mit “0 %” überschrieben bis der Benutzer die Alarmmeldung im
Menü „Prozessdaten“ mit den Bedientasten am Gerät bestätigt hat, selbst wenn der
Betriebsmodus geändert wurde.
Der interne Timer, der die Zeitspanne des Maximalstellwertes zählt, wird zurückgesetzt, wenn der
Stellwert kleiner ist als der Maximalstellwert und der Alarm noch nicht ausgelöst wurde. Der
Maximalstellwert wird mittels des Parameters „Obere Stellwertgrenze Lim+“ festgelegt.
Der Maximalstellwert-Timer kann durch Konfiguration aktiviert/deaktiviert werden. Siehe Kapitel 14.1.5
für eine allgemeine Beschreibung des MOT.
Prozessdaten und Daten-Logging
Angezeigte Daten
Prozesswert
Sollwert
Sollwert/Prozesswert
Modulausgang
MOT-Alarm
(Maximalausgabezeit-Alarm)
Abkürzung
(Menü)
PV
SP
SP/PV
CMD
Display-Darstellung
VollbildTrend
Liste
schirm
graph
x
x
x
x
x
x
x
x
x
DatenLog.
Bemerkungen
x
x
x
x
wird nur angezeigt,
wenn MOT aktiviert
wurde u. abgelaufen ist; Daten-Log
im Modulausgang
Seite 119
„Typ 8620 mxCONTROL“
Parameter (CodeLevel: Bediener)
Parameter
Abtastzeit
Sollwert
Abkürzung
(Menü)
Tsample
SP
Wertebereich
0.05/0.1 … 60.0 s
Scal- …Scal+ des zugewiesenen Eingangs
SPLim- ... SPLim+ (falls SP Limit aktiviert)
0 … 100.0 % des Eingangsbereichs
Vorgabewert
(nach erfolgreichem
Download der Cfg-Datei)
0.2 s
Scal- +
((Scal+ - Scal-) /2)
1.0 %
Totband
Dbnd
Sollwertrampe
SP Ramp
Sollwertrampe
SP Ramp
Ja / Nein
Nein
Rampenanstieg: max. po- D+
0.1 … 99999 pH/min
1 pH/min
sitive Sollwertänderung
pro Minute (*)
Rampenanstieg: max. ne- D0.1 … 99999 pH/min
1 pH/min
gative Sollwertänderung
pro Minute (*)
Regler
Verstärkungsfaktor
Kp
0.001 … 9999.0 (in % / Einheit)
10.0
Nachstellzeit
Tn
0.1 … 9999.0 s
300.0 s
Untere Stellwertgrenze
Lim0.0 … Lim+
0.0%
Obere Stellwertgrenze
Lim+
Lim- … 100.0 %
100.0 %
Sicherheitsstellwert
CMDsafe
0.0 … 100.0 %
0.0 %
Maximalstellwert-Timer (Maximum output timer - MOT)
Maximalausgabe-Zeit (**) +Tm
1 ... 10800 s
10800 s
(*)
Wird nur angezeigt, falls Parameter „SP Ramp“ auf „Ja“ gesetzt ist.
(**)
Wird nur angezeigt, falls in der Konfiguration der Parameter „MOT” mit „Ja” konfiguriert ist.
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Modul aktiv/inaktiv
Invertierung ModulWirksinn
Sollwert-Begrenzer
Sollwert-Begrenzer
Untere Sollwertgrenze (*)
Obere Sollwertgrenze (*)
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
rw
Zugang
über
XML-CfgDatei
rw
rw
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Modul
InvMod
Ein / Aus
Ja / Nein
rw
rw
rw
rw
SP Limit
SP Limit
SPLim-
Ja / Nein
Scal- ...SPLim+
rw
rw
SPLim+
SPLim- …Scal+
ASL-Pumpenstopp
rw
rw
ASL PumpStop
Ja / Nein
Verknüpfung zum Modul
r
rw
verknüpfte
“CORROSION_DISPLAY”
Funktion
System Switch Override
rw
rw
SSOR
Ja / Nein
Flow Switch Override
rw
rw
FSOR
Ja / Nein
Maximalstellwert-Timer
rw
rw
MOT
Ja / Nein
(*)
Wird nur angezeigt, falls der Parameter „SP Limit“ auf „Ja“ gesetzt ist.
Seite 120
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Aus
Nein
Nein
Scal- des zugewiesenen Eingangs
Scal+ des zugewiesenen Eingangs
Nein
-Nein
Nein
Nein
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.6
Dosierung von Sauerstoffaufnahmemitteln
14.6.1 Durchfluss- und temperaturbasierte Dosierung
(O2_SCAV_CTRL_RATIO)
Dieses Modul ermöglicht die Dosierung von Sauerstoff absorbierenden Stoffen, welche dem
Heißwasser zum Zweck des Korrosionsschutzes beigegeben werden, basierend auf Durchfluss und
Temperatur des Speisewassers (Feed Water).
Die einzelnen
Komponenten
werden
nachfolgend
erläutert.
Abbildung 55: O2_SCAV_CTRL_RATIO
Durchfluss-Temperatur-Dosiersteuerung (FT-Dosiersteuerung)
Die Durchfluss-Temperatur-Dosiersteuerung ermittelt das Ausgabesignal proportional zum Durchfluss
des Speisewassers und des darin gelösten Sauerstoffes - siehe folgende Abbildung.
Der Sauerstoffgehalt wird über die Temperatur des Speisewassers bestimmt (siehe Abschnitt
„Sauerstoffkonzentration (O2-Konzentration)“). Der Durchfluss-Istwert wird für die Berechnung in
einen skalierten Durchfluss 0 ... 100 % umgerechnet, wobei 0 % dem unteren Skalierwert Scal- und
100 % dem oberen Skalierwert Scal+ des Durchfluss-Einganges entsprechen.
Stellwert = a * b
mit
a … Durchfluss (skalierter Wert)
b … Sauerstoffkonzentration (skalierter Wert)
Abbildung 56:
FT-Dosiersteuerung
Seite 121
„Typ 8620 mxCONTROL“
Sauerstoffkonzentration (O2-Konzentration)
Da das Verhältnis zwischen Temperatur und gelöstem Sauerstoff nichtlinear ist, wandelt das Modul
die eingehende Temperaturinformation in „Gelöst-Sauerstoff-Konzentration“ [mg/l] um. Diese
Umwandlung erfolgt auf der Grundlage der im Speicher befindlichen Korrelationskurve (siehe
Abbildung 57).
Konzentration des in Wasser bei einem barometrischen Druck von 760 Torr
gelösten Sauerstoffs in mg/l in Abhängigkeit von der Temperatur
16
14
Sauerstoff in mg/l
12
10
8
6
4
2
0
0
10
20
30
40
50
60
Temperatur in °C
70
80
90
100
Abbildung 57:
Einfluss der Temperatur auf die
Sauerstoffkonzentration
Stellwertbegrenzung
Der Stellwert wird nur im Automatikbetrieb durch die untere und obere Stellwertbegrenzung
beschränkt und entsprechend am Modulausgang ausgegeben.
Abbildung 58:
Stellwertbegrenzung (O2_SCAV_CTRL_RATIO).
Seite 122
„Typ 8620 mxCONTROL“
Ausgangs-Beeinflussung – “Override”-Funktion
Der Ausgang dieses Moduls wird bei bestimmten Zuständen beeinflusst (siehe Abbildung).
Abbildung 59: Ausgangs-Beeinflussung (O2_SCAL_CTRL_RATIO).
Prozessdaten und Daten-Logging
Angezeigte Daten
Durchfluss-Prozesswert
Temperatur-Prozesswert
(errechneter) Sauerstoffgehalt
Modulausgang
Abkürzung
(Menü)
PV1
PV2
O2
CMD
Display-Darstellung
VollbildTrendListe
schirm
graph
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
Daten
-Log.
Bemerkungen
x
x
x
x
Parameter (CodeLevel: Bediener)
Parameter
Untere Stellwertgrenze
Obere Stellwertgrenze
Sicherheitsstellwert
Sauerstoff (Alarm)
Untere Alarmgrenze
Abkürzung
(Menü)
LimLim+
CMDsafe
Alarm-
Obere Alarmgrenze
Alarm+
Alarmhysterese
AlarmHys
Untere Warngrenze
Obere Warngrenze
Warnhysterese
WarnWarn+
WarnHys
Wertebereich
Vorgabewert
(nach erfolgreichem Download
der Cfg-Datei)
0.0 … Lim+
0.0 %
Lim- … 100.0 %
100.0 %
0.0 … 100.0 %
0.0 %
(Bereich: 0 … 100 % Sat *) oder 0.1 .. 14.55mg/L)
0.0 % Sat… Alarm+ oder
0.0 % Sat oder
0.1 mg/L … Alarm+
0.1 mg/L
Alarm- … 100 % Sat oder
100.0 % Sat oder
Alarm- … 14.55 mg/L
14.55 mg/L
0.1 … 10.0 % des Sauerstoff1.0 %
bereichs
Alarm- … Warn+
0.0 % Sat oder 0.1 mg/L
Warn- … Alarm+
100.0 % Sat oder 14.55 mg/L
0.1 … 10.0 % des Sauerstoff1.0 %
bereichs
*) Sat bedeutet Sättigung
Seite 123
„Typ 8620 mxCONTROL“
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Modul aktiv/inaktiv
Einheit der O2-Anzeige
System Switch Override
Flow Switch Override
*) Sat bedeutet Sättigung
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
rw
rw
rw
Zugang
über
XML-CfgDatei
rw
rw
rw
rw
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Modul
Sauerstoff
SSOR
FSOR
Ein / Aus
%Sat *), mg/L
Ja / Nein
Ja / Nein
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset oder
beim Start des CfgDatei-Download)
Aus
%Sat
Nein
Nein
Wenn die Einheit der Sauerstoffanzeige geändert wird, müssen die Alarm- und Warngrenzwerte angepasst werden! Es erfolgt keine automatische Umrechnung!
Seite 124
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.6.2 Prozesswertproportionale Dosierung (OPEN_PROP)
Dieses Modul berechnet den Stellwert proportional zum skalierten Prozesswert. Dieses Modul kann
z.B. zur Dosierung von Sauerstoff absorbierenden Stoffen verwendet werden, falls der
Temperatureinfluss vernachlässigbar ist und nur proportional zum Durchfluss des Speisewassers
dosiert werden soll.
Die einzelnen
Komponenten
werden
nachfolgend
erläutert.
Abbildung 60: OPEN_PROP
Dosiersteuerung
Die Dosiersteuerung errechnet das Ausgabesignal nur in Abhängigkeit vom Prozesswert (hier:
Durchfluss). Der aktuelle Prozesswert wird in einen skalierten Prozesswert 0 ... 100 % umgerechnet,
wobei 0 % dem unteren Skalierwert Scal- und 100 % dem oberen Skalierwert Scal+ des ProzesswertEinganges entsprechen. Als Stellwert wird der skalierte Prozesswert ausgegeben.
Stellwert = a
mit:
a … Prozesswert (skalierter Wert)
Abbildung 61:
Dosiersteuerung (OPEN_PROP).
Stellwertbegrenzung
Vergleichen Sie die Beschreibung im Abschnitt “Stellwertbegrenzung ” im Kapitel 14.6.1.
Seite 125
„Typ 8620 mxCONTROL“
Ausgangs-Beeinflussung – “Override”-Funktion
Der Ausgang dieses Moduls wird bei bestimmten Zuständen beeinflusst (siehe Abbildung).
Manuellstellwert
Sicherheitsstellwert
Sensor-/
Eingangsfehler
Betriebsmodus
Ausgang des
Stellwertbegrenzers
0%
0%
System
Switch
Flow
Switch
Manuellbetrieb
1
1
1
Automatik
0
0
0
CMD
Die „Flow Switch
Override“-Funktion
kann aktiviert oder
deaktiviert werden
Die „System Switch
Override“-Funktion
kann aktiviert oder
deaktiviert werden
Sensor-/Eingangsfehler des zugewiesenen Durchflusseingangs
ModulAusgang
Abbildung 62: Ausgangs-Beeinflussung (OPEN_PROP).
Prozessdaten und Daten-Logging
Angezeigte Daten
Durchfluss-Prozesswert
Modulausgang
Abkürzung
(Menü)
PV
CMD
Display-Darstellung
VollbildTrendListe
schirm
graph
x
x
x
x
x
DatenLog.
Bemerkungen
x
x
Parameter (CodeLevel: Bediener)
Parameter
Untere Stellwertgrenze
Obere Stellwertgrenze
Sicherheitsstellwert
Abkürzung
(Menü)
LimLim+
CMDsafe
Wertebereich
0.0 … LimLim+ … 100.0 %
0.0 … 100.0 %
Vorgabewert
(nach erfolgreichem Download der
Cfg-Datei)
0.0 %
100.0 %
0.0 %
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Modul aktiv/inaktiv
System Switch Override
Flow Switch Override
Seite 126
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
rw
rw
Zugang
über
XML-CfgDatei
rw
rw
rw
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Modul
FSOR
SSOR
Ein / Aus
Ja / Nein
Ja / Nein
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset oder
beim Start des Cfg-DateiDownload)
Aus
Nein
Nein
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.7
Chlor- / Redox- Regelung (CL_ORP)
Die Chlor-/Redox-Regelung kann als P- und PI-Regelung konfiguriert werden.
Der Chlor-/Redox-Reglerausgang kann durch Kombination mit einem PFM-Ausgang z.B. für die
Regelung von elektromagnetisch arbeitenden Chemikaliendosierpumpen verwendet werden.
Die einzelnen
Komponenten werden
nachfolgend erläutert.
Abbildung 63: CL_ORP
PI-Regler
Der PI-Regler entspricht der Beschreibung des PI-Anteiles des PID-Reglers im Abschnitt „PID-Regler
(COMMON_PID)“ des Kapitels 14.2. Besonderheiten/Abweichungen werden nachfolgend aufgeführt.
Proportionalanteil / Modul-Wirksinn:
Der normale Modul-Wirksinn ist hier folgendermaßen definiert:
Proportionalanteil
Yp[%] = Kp ∗ (SP − PV )
und kann im Bild wie folgt dargestellt werden:
Abbildung 64:
Modul-Wirksinn
(CL_ORP)
Totband:
Ein Totband ist in diesem Modul nicht vorhanden.
Seite 127
„Typ 8620 mxCONTROL“
Ausgangs-Beeinflussung – “Override”-Funktion
Der Ausgang dieses Moduls wird bei bestimmten Zuständen beeinflusst (siehe Abbildung).
Manuellstellwert
Sicherheitsstellwert
0%
Sensor-/
Eingangsfehler
Betriebsmodus
0%
System
Switch
0%
MOT
ist abgelaufen
Flow
Switch
Manuellbetrieb
1
1
1
1
Automatik
0
0
0
0
ModulAusgang
Ausgang des
PI-Reglers
Die „System Switch
Override“-Funktion
kann aktiviert oder
deaktiviert werden
CMD
Optional,
falls konfiguriert
Die „Flow Switch
Override“-Funktion
kann aktiviert oder
deaktiviert werden
Abbildung 65: Ausgangs-Beeinflussung (CL_ORP)
Maximalstellwert-Timer (Maximum Output Timer - MOT)
Diese Funktion überwacht im Automatikbetrieb den Chlor-/Redox-Reglerausgang. Falls der
Reglerausgang den Maximalstellwert länger als die festgelegte Maximalausgabe-Zeit (+Tm) ausgibt,
so wird der Reglerausgang mit „0 %“ überschrieben.
In diesem Fall wird ein Alarm “Out fails” ausgegeben, der allgemeine Alarmausgang wird ebenfalls
ausgelöst.
Der Chlor-/Redox-Reglerausgang wird mit “0 %” überschrieben bis der Benutzer die Alarmmeldung im Menü „Prozessdaten“ mit den Bedientasten am Gerät bestätigt hat, selbst wenn
der Betriebsmodus geändert wurde.
Der interne Timer, der die Zeitspanne des Maximalstellwertes zählt, wird zurückgesetzt, wenn der
Stellwert kleiner ist als der Maximalstellwert und der Alarm noch nicht ausgelöst wurde. Der
Maximalstellwert wird mittels des Parameters „Obere Stellwertgrenze Lim+“ festgelegt.
Der Maximalstellwert-Timer kann durch Konfiguration aktiviert/deaktiviert werden. Siehe Kapitel 14.1.5
für eine allgemeine Beschreibung des MOT.
Prozessdaten und Daten-Logging
Angezeigte Daten
Prozesswert
Sollwert
Sollwert/Prozesswert
Modulausgang
MOT-Alarm
(Maximalausgabezeit-Alarm)
Seite 128
Abkürzung
(Menü)
PV
SP
SP/PV
CMD
Display-Darstellung
VollbildTrend
Liste
schirm
graph
x
x
x
x
x
x
x
x
x
DatenLog.
Bemerkungen
x
x
x
x
wird nur angezeigt,
wenn MOT aktiviert
wurde u. abgelaufen
ist; Daten-Log im
Modulausgang
„Typ 8620 mxCONTROL“
Parameter (CodeLevel: Bediener)
Parameter
Abtastzeit
Sollwert
Abkürzung
(Menü)
Tsample
SP
Wertebereich
Vorgabewert
(nach erfolgreichem Download
der Cfg-Datei)
0.2 s
Scal- + ((Scal+ - Scal-) /2)
0.05/0.1 … 60.0 s
Scal- …Scal+ des zugewiesenen
Eingangs
Verstärkungsfaktor
Kp
0.001 … 9999.0 (in % / Einheit)
10.0
Nachstellzeit
Tn
0.1 … 9999.0 s
9999.0 s
Untere Stellwertgrenze
Lim0.0 … Lim+
0.0 %
Obere Stellwertgrenze
Lim+
Lim- … 100.0 %
100.0 %
Sicherheitsstellwert
CMDsafe
0.0 … 100.0 %
0.0%
Maximalstellwert-Timer (Maximum output timer - MOT)
Maximalausgabe-Zeit (*)
+Tm
1 ... 10800 s
10800 s
(*)
Wird nur angezeigt, falls in der Konfiguration der Parameter „MOT” mit „Ja” konfiguriert ist.
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Modul aktiv/inaktiv
Invertierung ModulWirksinn
System Switch Override
Flow Switch Override
Maximalstellwert-Timer
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
rw
Zugang
über
XML-CfgDatei
rw
rw
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Modul
InvMod
Ein / Aus
Ja / Nein
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Aus
Nein
rw
rw
rw
rw
rw
rw
SSOR
FSOR
MOT
Ja / Nein
Ja / Nein
Ja / Nein
Nein
Nein
Nein
Seite 129
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.8
Batch-Dosing (BATCH)
Das Eingangssignal für die Batch-Dosierung stammt von einem der digitalen Eingänge, der als
Impulszähleingang konfiguriert sein muss.
Das Batch-Dosiermodul wird für die Ansteuerung einer Dosierpumpe (z.B. für Inhibitoren) verwendet.
Das heißt, eine ermittelte Impulsanzahl (korrelierend mit dem Durchflussvolumen) führt zu einem
Dosierereignis für eine vordefinierte Zeitspanne.
Die einzelnen
Komponenten werden
nachfolgend erläutert.
Abbildung 66: BATCH
Batch-Dosiermodul im Automatikbetrieb
Die eingehenden Impulse des zugewiesenen Eingangs werden gezählt. Die aktuelle Anzahl der eingehenden Impulse wird mit dem K-Faktor des zugewiesenen Eingangs skaliert. Das Ergebnis ist die
aktuelle Ist-Batch-Größe (PV BSi), welche mit der Anzahl der eingehenden Impulse seit dem letzten
Zähler-Reset übereinstimmt.
In der Batch-Funktion wird die aktuelle Ist-Batch-Größe mit der parametrierten Soll-Batch-Größe
(SP BSi) verglichen. Sobald die Soll-Batch-Größe erreicht ist, wird der zugewiesene Ausgang für eine
voreinstellbare Zeitspanne aktiviert und der Zähler für die eingehenden Impulse zurückgesetzt.
Der Dosier-Timer wird nur aktiviert, wenn auf dem zugewiesenen Ausgang kein Dosierprozess
abläuft.
Ein neues Dosierereignis wird nur ausgelöst, wenn der vorhergehende Dosierprozess
beendet war. Neue Dosierereignisse, die in der Zwischenzeit ausgelöst wurden, verfallen.
Die verbleibende Dosierzeit wird im entsprechenden Menüpunkt der “Prozessdaten” angezeigt, wenn
der Ausgang aktiviert ist.
Dosierstart-Verzögerungsfunktion
Der Parameter Tdelay verzögert den Start des Dosierprozesses, wenn ein Dosierereignis eintritt.
Diese Dosierstart-Verzögerungsfunktion kann verwendet werden, um 2 Chemikalien (nacheinander)
mit 2 Batch-Steuer-/Regelfunktionen zu dosieren, z.B. in Abhängigkeit von einem der Durchflüsse.
In diesem Fall muss die Startverzögerung genutzt werden, um die Dosierung wie erforderlich zu
staffeln, da es keine Verriegelung zwischen den Steuer-/Regelfunktionen gibt. Es muss auch
sichergestellt werden, dass ausreichend Zeit zwischen den Batch-Dosierereignissen für Tdose und
Tdelay vorhanden ist, da neue Dosierereignisse während der Startverzögerung oder während des
Dosierprozesses verfallen.
Beispiel:
2 BATCH-Steuer-/Regelfunktionen Batch1 und Batch2 sind mit dem gleichen Durchfluss-Eingang
verbunden. ...
Seite 130
„Typ 8620 mxCONTROL“
- Batch1:
- Batch2:
SP BSi = 1000 L (Makeup),
SP BSi = 1000 L (Makeup),
Tdose = 600 s,
Tdose = 180 s,
Tdelay = 0 s
Tdelay = 660 s
Das bedeutet, wenn das Dosierereignis eintritt:
- Batch1 dosiert sofort für 10 min,
- Batch2 wartet 11 min und dosiert danach für 3 min.
Es muss sichergestellt sein, dass der MakeUp-Durchfluss kleiner als 1000 l in 24 min ist, um die
Dosierung wie gewünscht zu staffeln.
Batch Dosiermodul im Manuellbetrieb
Im Manuellbetrieb werden keine eingehenden Impulse gezählt und der zugewiesene Ausgang ist
inaktiv.
Ein aktiver Dosierprozess wird im Manuellbetrieb ebenfalls abgebrochen, der Dosier-Timer wird
rückgesetzt.
Achtung! Wenn ein Binäreingang als Schnittstelle zum Prozesssystem für den Systemstatus
(In Betrieb/Stand-by) oder als FlowSwitch konfiguriert ist und der Binäreingang wird
aktiviert (z.B. Systemstatus = Stand-by), dann wird der Zähler für die Eingangsimpulse
zurückgesetzt.
Wenn ein Binäreingang als Flow Switch konfiguriert ist, hat der Status des Flow Switch
keinen Effekt auf den Batch-Dosierprozess.
Ausgangs-Beeinflussung – “Override”-Funktion
Der Ausgang dieses Moduls wird bei bestimmten Zuständen beeinflusst (siehe Abbildung).
Manuellstellwert
0%
Betriebsmodus
0%
System
Switch
Manuellbetrieb
1
Flow
Switch
1
Modul-
Ausgang des
0
BATCH-Dosierers Automatik
Die „System Switch
Override“-Funktion
kann aktiviert oder
deaktiviert werden
Ausgang
0
Die „Flow Switch
Override“-Funktion
kann aktiviert oder
deaktiviert werden
Abbildung 67:
AusgangsBeeinflussung
(BATCH)
Prozessdaten und Daten-Logging
Angezeigte Daten
Ist-Batch-Größe
Soll-Batch-Größe
Aktueller Status
Abkürzung
(Menü)
PV BSi
SP BSi
Status
Modulausgang
CMD
Display-Darstellung
VollbildTrend
Liste
schirm
graph
x
x
x
x
x
DatenLog.
Bemerkungen
x
x
Bereit, Stand-By, StartDel,
Dosiert, Kein Fluss
x
Seite 131
„Typ 8620 mxCONTROL“
Parameter (CodeLevel: Bediener)
Parameter
Einheit der Soll-Batch-Größe
Abkürzung
(Menü)
SP BSi
Einheit
Wertebereich
Vorgabewert
(nach erfolgreichem Download
der Cfg-Datei)
L
L, hL, m3,
Gal US, bbl US, gal Imp, ft3,
yd3, Pulse *)
Soll-Batch-Größe
SP BSi
0.1 … 9999.0
100
Dosierzeit (Dose Time)
Tdose
1 … 10800 s
120 s
Dosierstartverzögerung
Tdelay
0 … 10800 s
0s
Modulausgang während der
CMD
0 … 100 %
100 %
Dosierung
on
0 %, 100 % (falls Binärausgang)
*) Einheit „Pulse“ wird nur akzeptiert, falls beim zugehörigen Eingang bei „K-Faktor Einheit“ Impulse pro „Pulse“
gewählt ist. Übrige Einheiten werden nur akzeptiert, falls bei „K-Faktor Einheit“ nicht Impulse pro „Pulse“
gewählt ist.
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Modul aktiv/inaktiv
System Switch Override
Flow Switch Override
Seite 132
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
rw
rw
Zugang
über
XML-CfgDatei
rw
rw
rw
Abkürzun
g
(Menü)
Wertebereich
Modul
SSOR
FSOR
Ein / Aus
Ja / Nein
Ja / Nein
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Aus
Nein
Nein
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.9
Zeitgesteuerte Bioziddosierung
(BIOCIDE_DOSING)
Das Bioziddosier-Modul wurde für ein vollautomatisiertes 14-tägiges Dosierregime geschaffen.
Die einzelnen
Komponenten
werden nachfolgend
erläutert.
Abbildung 68:
BIOCIDE_DOSING
Echtzeituhr (Real Time Clock - RTC)
Die akkurate Zeitsteuerung wird durch eine batteriegestützte Echtzeituhr gesichert. Die Uhrzeit kann
vom Bediener eingestellt werden.
Kanal 1 und Kanal 2 (Channel 1, Channel 2)
Die Bioziddosierung wird durch eine Doppelkanal-14-Tage-Schaltuhr gesteuert, welche per Parametrierungsprozess programmierbar ist. Beide Kanäle schalten jeweils einen separaten (Relais-)
Ausgang. Die akkurate Zeitsteuerung wird durch die Echtzeituhr gesichert.
Es ist möglich, 8 individuelle Bioziddosier-Ereignisse pro Tag und pro Kanal zu programmieren.
Das heißt, der Startzeitpunkt des Dosierens und die Dosierdauer (Tdose) können für jedes
Dosierereignis einzeln festgelegt werden.
Die Wartezeiten zwischen Hauptdosiervorgang und Nachdosierung (Tm1) sowie die Wartezeit nach
der Nachdosierung (Tm2) sind für alle Dosierereignisse desselben Kanals gleich – vergleichen Sie
auch Abbildung 69.
Wird für eine Applikation nur 1 Kanal benötigt, so kann der Kanal 2 per Konfigurationsdatei deaktiviert
werden (Kanal-Modus ChMode von „Dual“ auf „Single“ setzen).
Ausgabe der Kanäle im Automatikbetrieb
Für die Bioziddosierung ist eine 2/3 - 1/3-Strategie vorgesehen. Wenn ein Dosiervorgang beginnt,
wird die Dosierpumpe für zunächst zwei Drittel der gesamten Dosierdauer (Tdose) aktiviert. Das
verbleibende Drittel der Dosierdauer ist für die Nachdosierung nach der Wartezeit (Tm1) vorgesehen.
Ist der Dosiervorgang abgeschlossen, so wird die Regelung des Ablassventils nicht sofort dem
Leitfähigkeitsregler „zurückgegeben“ – eine weitere Wartezeit (Tm2) hindert den Leitfähigkeitsregler
an einer eventuell sofort anschließenden Öffnung des Ablassventils. Dadurch wird die Kontaktzeit
verlängert und damit die Effektivität des Biozids verbessert.
Die Ansteuerung der Dosierpumpe während der Dosierung kann für jeden Kanal separat über den
Parameter CMD on angepasst werden.
Seite 133
„Typ 8620 mxCONTROL“
Vorablass-Funktion:
Nachdem die 14-Tage-Schaltuhr die Bioziddosierung in Gang gesetzt hat, ist es eventuell wünschenswert, die Ausführung zu verzögern bis die entsprechende Systemwasserleitfähigkeit auf ein geringeres Niveau reduziert oder die parametrierbare maximale Dauer der Vorablass-Funktion +TmPB
erreicht wurde. Das entsprechende Niveau der Systemwasserleitfähigkeit vor der Dosierung wird
definiert durch den PB-Wert (Pre-Bleed Limit - Vorablass-Grenzwert) - vergleichen Sie dazu die
Abbildung 69 und die Kapitel zu den Leitfähigkeitsmodulen (14.3.1 ff).
Wenn ein Leitfähigkeitsmodul ohne Verhältnisregelung COND_CONTROL oder COND_PI mit
dem Bioziddosiermodul verknüpft wurde, dann wird der Wert des Vorablass-Grenzwertes direkt
festgelegt.
Wenn ein Leitfähigkeitsmodul mit Verhältnisregelung COND_CONTROL_RATIO oder
COND_PI_RATIO mit dem Bioziddosiermodul verknüpft wurde, dann wird der Wert des VorablassGrenzwertes ermittelt durch Addition des Parameters „PB ratio“ mit dem aktuellen Sollwert zum
Startzeitpunkt des Vorablassens; dieser bleibt konstant während der Vorablassphase. Der errechnete
Vorablass-Wert wird hinsichtlich seines Minimalwertes geprüft, um einen nicht erreichbaren
Vorablass-Grenzwert zu verhindern. Ist der Vorablass-Grenzwert kleiner als der Sollwert-Begrenzer
(SPLim-), so wird er diesem Wert gleichgesetzt (vergleichen Sie Abschnitt „Verhältnis (Ratio)“ im
Kapitel 14.3.3).
Wird kein Leitfähigkeitsmodul mit dem Bioziddosiermodul verknüpft, so ist die Vorablassfunktion
nicht aktiv.
Der Zweck des Vorablassens vor der Bioziddosierung ist es, das Ablassventil (normalerweise vom
Leitfähigkeitsregler kontrolliert) während des gesamten Dosierereignisses geschlossen zu halten und
damit die Biozidkontaktzeit zu maximieren, ohne das Risiko der Härtesalzausfällung infolge von zu
hoher Konzentration einzugehen.
Wenn das Vorablassen durch die Zuweisung eines passenden Leitfähigkeitsmoduls konfiguriert
wurde, dann wird das Leitfähigkeitsmodul während des gesamten Dosierprozesses vom Bioziddosierregime gesteuert.
Sollten besondere Bedingungen verhindern, dass nicht der volle Nutzen aus den oben beschriebenen
Funktionen gezogen werden kann, so lassen sich diese Funktionen folgendermaßen deaktivieren:
• Vorablassen (Pre-bleed)
Wenn ein Leitfähigkeitsmodul ohne Verhältnisregelung
(COND_CONTROL oder COND_PI) mit dem Bioziddosiermodul
verknüpft wurde:
Die Funktion wird deaktiviert durch Festlegung des Vorablass-Grenzwertes (PB) auf einen Wert oberhalb des Sollwertes des zugewiesenen Leitfähigkeitsreglers.
Wenn ein Leitfähigkeitsmodul mit Verhältnisregelung
(COND_CONTROL_RATIO oder COND_PI_RATIO) mit dem
Bioziddosiermodul verknüpft wurde:
Die Funktion wird deaktiviert durch Festlegung des Vorablass-Verhältniswertes (PB ratio) auf einen Wert > „0“.
• Maximale Dauer der
Vorablass-Funktion
Durch Festlegung der Konfigurationseinstellung des Maximalen
Vorablass (Pre-bleed)-Timers MTPB auf „Aus“ wird die Dauer des
Vorablassens für beide Kanäle zeitlich nicht begrenzt.
• Biozid 2/3 – 1/3-Teilung
Durch Festlegung der Wartezeit Tm1 = “0” wird das gesamte
Biozid eines Dosierereignisses in einem Vorgang zudosiert.
• Wartezeit nach der
Nachdosierung
Durch Festlegung der Wartezeit Tm2 = “0” wird dem zugewiesenen
Leitfähigkeitsregler ermöglicht, die Regelung sofort nach dem Ende
des Dosierprozesses fortzuführen.
Seite 134
„Typ 8620 mxCONTROL“
Die Abbildung 69 zeigt die Beziehung zwischen der Systemwasserleitfähigkeit und der
Bioziddosierung.
Abbildung 69: Strategie der Bioziddosierung
Regeln für die Bioziddosierung:
●
Ein neues Bioziddosierereignis wird nur in Gang gesetzt, wenn der vorhergehende Dosierprozess auf diesem Kanal beendet ist, ansonsten verfällt es.
●
Beide Bioziddosierkanäle arbeiten unabhängig voneinander.
●
Wenn auf einem Kanal ein Bioziddosierprozess läuft und der andere Kanal beginnt ebenfalls, so
wird der interne Status des Leitfähigkeitsreglers nicht geändert:
●
●
Falls Kanal 1 das Vorablassen beendet hat, so wird das Vorablassen des später startenden
Kanals 2 übersprungen und Kanal 2 beginnt sofort mit dem Dosierprozess.
●
Falls Kanal 1 sich in der Vorablass-Phase befindet und Kanal 2 beginnt ebenfalls, so wird der
kleinere der Vorablass-Grenzwerte beider Kanäle zu Grunde gelegt, um das Ende des
Vorablassens festzulegen. Die maximale Dauer der Vorablass-Phase wird durch die größere
der maximalen Vorablass-Dauern beider Kanäle bestimmt.
●
Wenn beide Bioziddosierkanäle aktiv sind, so kehrt die Regelung zum zugewiesenen
Leitfähigkeitsregler zurück, wenn beide Kanäle ihren Dosierprozess beendet haben
Wenn zumindest einer der Binäreingänge als Binäreingang für den Systemstatus oder als Flow
Switch konfiguriert ist und wenn mindestens einer dieser Binäreingänge aktiv ist/wird, so werden
alle aktiven Bioziddosierprozesse abgebrochen und es wird kein neues
Bioziddosierereignis in Gang gesetzt und gestartet.
Ausgabe der Kanäle im Manuellbetrieb
Im Manuellbetrieb werden alle aktiven Bioziddosierprozesse abgebrochen. Die Regelung der
Bioziddosierung wird vom Bediener übernommen, welcher nun manuell die Bioziddosierung durch
Bedienung der Dosierventile mittels der Bedientasten am „Typ 8620 mxCONTROL“ steuern muss (im
Menü „Prozessdaten“).
Seite 135
„Typ 8620 mxCONTROL“
Ausgangs-Beeinflussung – “Override”-Funktion
Der Ausgang dieses Moduls wird bei bestimmten Zuständen beeinflusst (siehe nachfolgende
Abbildung).
Manuellstellwert 1
0%
System
Switch
Betriebsmodus
Manuellbetrieb
0%
1
Flow
Switch
1
Modul-
Ausgang von
Kanal 1
0
Automatik
Die „System Switch
Override“-Funktion
kann aktiviert oder
deaktiviert werden
Manuellstellwert 2
0%
Manuellbetrieb
Die „Flow Switch
Override“-Funktion
kann aktiviert oder
deaktiviert werden
0%
System
Switch
Betriebsmodus
Ausgang
CMD 1
0
1
Flow
Switch
1
Modul-
Ausgang von
Kanal 2
Automatik
0
0
Die „System Switch
Override“-Funktion
kann aktiviert oder
deaktiviert werden
Ausgang
CMD 2
Die „Flow Switch
Override“-Funktion
kann aktiviert oder
deaktiviert werden
Abbildung 70:
Ausgangs-Beeinflussung
(BIOCIDE_DOSING)
Prozessdaten und Daten-Logging
Angezeigte Daten
Status Kanal 1
Status Kanal 2
Nächste Dosierung Kanal 1
Nächste Dosierung Kanal 2
Modulausgang Kanal 1
Modulausgang Kanal 2
Seite 136
Abkürzung
(Menü)
CMD 1
CMD 2
Display-Darstellung
VollbildTrend
Liste
schirm
graph
x
x
x
x
x
x
DatenLog.
x
x
Bemerkungen
falls ChMode = Dual
falls ChMode = Dual
x
x
falls ChMode = Dual
„Typ 8620 mxCONTROL“
Parameter (CodeLevel: Bediener)
Parameter
Kanal 1
Vorablass-Grenzwert
(in Kombination mit
COND_CONTROL und
COND_PI)
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach erfolgreichem Download der
Cfg-Datei)
PB
0 … 99999
(Die Einheit wird definiert durch
die Einheit des Prozesswertes
des verknüpften Leitfähigkeitsmoduls)
PB ratio
-99999 ... 1.0
(Die Einheit wird definiert durch
die Einheit des Prozesswertes
des verknüpften Leitfähigkeitsmoduls)
1 ... 180 min
Scal- + ((Scal+ - Scal-)/2)
Mitte des Eingangsbereichs (Scal… Scal+) des zugewiesenen
Leitfähigkeitsmoduls, z.B.:
Scal- = 0 µS, Xo = 1000 µS
PB Default-Wert = 500 µS
Hinweis! Falls die Zuflusswasserqualität unbekannt ist, sollte als Vorablass-Grenzwert der maximale
Prozesswert minus 50 µS gewählt werden. (z.B.: PB = max. PV - 50 µS)
Vorablass-Grenzwert
(nur in Kombination mit
COND_CONTROL_RATIO
und COND_PI_RATIO)
-50.0
Max. Dauer der Vorablass- +TmPB
180 min
Phase (*)
Wartezeit nach
Tm1
0 … 180 min
1 min
Hauptdosierung
Wartezeit nach
Tm2
0 … 180 min
1 min
Nachdosierung
Modulausgang während
CMD on
0 … 100 %
100 %
der Dosierung
0 %, 100 % (falls Binärausgang)
Dosierereignisse
Wahl des Tages für das Parametrieren der Dosierereignisses dieses Tages
durch erstens Wahl der Woche (Woche 1 oder 2)
und zweitens durch Wahl des Wochentages (Montag, Dienstag, … Sonntag)
Aktivieren/Deaktivieren
DosierEin / Aus
Aus
aller Dosierereignisse
ereignis
eines Tages
1-8
Dosierreignis 1
Dos 1
Dosierreignis 2
Dos 2
…
…
Dosierreignis 8
Dos 8
Dosierreignis X
Aktivieren/Deaktivieren
Ein / Aus
Aus
Dosierereignis X
Startzeit
Start
00:00 … 23:59
00:00
Dosierzeit (Dauer)
Tdose
1 … 180 min
1 min
Kanal 2
Alle Parameter von Kanal 1 sind auch für Kanal 2 verfügbar, falls Kanal-Modus ChMode auf Dual gesetzt ist.
(*)
Wird nur angezeigt, falls in der Konfiguration der Parameter MTPB mit Ja konfiguriert ist.
Die folgende Abbildung zeigt die Schritte, die für die Festlegung der Dosierzeiten erforderlich sind.
Nach dem Zugang zu den
Biocide Dosing-Parametern:
Für jeden Biozidkanal
separat:
Tage mit programmierten
Dosier-Ereignissen sind
mit einer „Glocke“
markiert:
Dosier-Ereignisse sind mit
einer „Glocke“ markiert: .
Zur Aktivierung der DosierEreignisse müssen sie jedoch
„Ein“-geschaltet werden!
Zur Aktivierung des jeweiligen
Dosierereignisses muss es
„Ein“-geschaltet werden!
===== BioDos ======
14-Tage-Schaltuhr
------------------Biozid Kanal 1
Biozid Kanal 2
__ Biozid Kanal 1 __
PB
500.00µS
+TmPB
1min
Tm1
1min
Tm2
1min
CMD on
100.00%
------ Heute ------Woche 2, Mittwoch
--Dosier-EreignisseWoche 1
Woche 2
====================
_____ Woche 1 ______
_____ Montag _______
-DosEreignisse 1-8Ein
Aus
-------------------Dos 1
05:30
Dos 2
Dos 3
12:00
Dos 4
Dos 5
18:30
Dos 6
Dos 7
Dos 8
====================
______ Dos 1 _______
Ein
Aus
Start
05:30
Tdose
1min
====================
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
====================
Abbildung 71: Parametrierung der 14-Tage-Schaltuhr für die Bioziddosierung
Seite 137
„Typ 8620 mxCONTROL“
Die „Dosier-Ereignisse” müssen als „Ein” markiert sein, damit die Dosier-Ereignisse Dos 1
bis Dos 8 für diesen Tag tatsächlich aktiviert werden.
Auch wenn alle Dosier-Ereignisse eines Tages als “Aus” markiert sind, werden ihre
Startzeiten und die “Glocken” angezeigt!
Um zu verhindern, dass Dosier-Ereignisse in einem Kanal im Automatikbetrieb verfallen,
sollten die Startzeiten nach folgender Regel gewählt werden:
Startzeit >= Startzeit vorhergeh.Dos. + Dosierzeit vorhergeh. Dos(Tdose) + 1min
+ Kanal-Wartezeit n. Hauptdos. (Tm1) + Kanal-Wartezeit n. Nachdos. (Tm2)
+ typische Zeitdauer bzw. maximale Zeitdauer (+TmPB) für Vorablass-Phase
(Startzeit vorhergeh.Dos.: Startzeit des zeitlich vorhergehenden Dosier-Ereignisses)
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Modul aktiv/inaktiv
Kanal-Modus
Referenz-Datum für
Woche 1
Maximaler Vorablass-Timer
für aktive Kanäle
Typ der Verknüpfung zu
Leitfähigkeitsmodul
Verknüpfung zum Leitfähigkeitsmodul (Vorablassen)
System Switch Override
Flow Switch Override
Seite 138
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
r
rw
Zugang
über
XML-CfgDatei
rw
rw
rw
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Ein / Aus
Dual, Single
yyyy-mm-dd (Menü)
rw
Modul
ChMode
Ref.Datum
Woche 1
MTPB
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Aus
Dual
2007-01-01 (Menü)
rw
Ja / Nein
Nein
--
rw
--
NONE
r
rw
Link
NONE, NORMAL,
RATIO
verknüpfte Funktion
rw
rw
rw
rw
SSOR
FSOR
Ja / Nein
Ja / Nein
-- (Menü)
0 (Datei)
Nein
Nein
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.10 Überwachung von Prozesswerten
(MONITOR_PV)
Dieses Modul wurde entwickelt für die externe Überwachung von bis zu zwei Prozesswerten, z.B.
mittels eines 4…20mA-Ausganges. Aber auch die Relais- oder Transistorausgänge können
angeschlossen werden.
Es ist möglich, ein Eingangssignal als Quelle für ein anderes (Regler-) Modul zu nutzen und dasselbe
Eingangssignal auch für die externe Überwachung durchzuschleifen.
Dieses Modul kann auch nur für das Loggen von Prozesswerten genutzt werden; in diesem Fall
brauchen die Modulausgänge nicht realen Ausgängen zugeordnet werden.
Abbildung 72:
MONITOR_PV
Jedes Ausgabesignal wird in Abhängigkeit vom konfigurierten Eingangstyp errechnet.
Wenn das Eingangssignal einen kontinuierlichen Eingangsbereich hat (digitaler Frequenzeingang,
analoge Eingänge), dann wird der Eingangsbereich linear auf dem Reglerausgang abgebildet.
Vergleichen Sie auch nachfolgende Tabelle.
Eingangstyp
Eingangsbereich
Ausgang
Digitaler Binäreingang
Digital-Impulszähleingang
Digitaler Frequenzeingang
Analoger 4…20mA-Eingang
Analoger Pt100-Eingang
0, 1
-Scal- … Scal+
Scal- … Scal+
Scal- … Scal+
0 %, 100 %
0%
0 … 100 %
0 … 100 %
0 … 100 %
Modulausgang verbunden mit 4...20mAAusgang
4 mA, 20 mA
-4 … 20 mA
4 … 20 mA
4 … 20 mA
Prozessdaten und Daten-Logging
Angezeigte Daten
Prozesswert 1
Prozesswert 2
Modulausgang 1
Modulausgang 2
Abkürzung
(Menü)
PV1
PV2
CMD1
CMD2
Display-Darstellung
VollbildTrend
Liste
schirm
graph
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
DatenLog.
x
x
x
x
Bemerkungen
falls ChMode = Dual
falls ChMode = Dual
Seite 139
„Typ 8620 mxCONTROL“
Parameter (CodeLevel: Bediener)
Keine Parameter verfügbar.
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Modul aktiv/inaktiv
Kanal-Modus
Seite 140
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
r
Zugang
über
XML-CfgDatei
rw
rw
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Modul
ChMode
Ein / Aus
Dual, Single
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Aus
Single
„Typ 8620 mxCONTROL“
14.11 Zweikanal-Totalisator (TOTALIZER)
Dieses Modul ermöglicht die separate Aufsummierung der Gesamtmenge des Durchflusses von bis zu
2 digitalen Impulszähleingängen. Das Totalisator-Modul kann per Konfigurationsdatei auch auf eine
Einkanal-Variante reduziert werden.
Die einzelnen Komponenten
werden nachfolgend erläutert.
Abbildung 73: TOTALIZER
Totalisator 1, 2
Jeder der beiden Totalisatoren besitzt einen Gesamt- und einen Tagestotalisator. Die erfasste Menge
der Prozessgröße wird im Totalisator entsprechend der parametrierten Einheit sowie dem
konfigurierten K-Faktor des jeweiligen Impulszähleinganges aufsummiert.
Falls das erfasste Volumen in der parametrierten Einheit zu groß für die Anzeige ist (Volumen >=
1 000 000 Einheiten), wird das Volumen zu Anzeigezwecken in eine größere Einheit umgerechnet.
Jeder der beiden Totalisatoren kann maximal 999 999 m³ erfassen.
Bei größerem Volumen beginnt der jeweilige Totalisator mit Zählen und Anzeige wieder bei 0 in der
parametrierten Einheit.
Die Werte der Gesamt- und Tagestotalisatoren werden alle 10 Minuten in einem nichtflüchtigen Speicher gesichert.
Jeder der Totalisatoren 1, 2 kann separat im Konfigurationsmenü zurückgesetzt werden - dabei
werden jeweils Gesamt- und Tagestotalisator gleichzeitig zurückgesetzt. Das Rücksetzen geschieht
erst bei der Rückkehr ins Hauptmenü. Falls erforderlich, können somit beide Totalisatoren zum
gleichen Zeitpunkt zurückgesetzt werden.
Die Tagestotalisatoren können davon unabhängig im Menü Prozessdaten (CodeLevel Bediener) und
im entsprechenden Parameter-Menü zurückgesetzt werden.
Zu Anzeigezwecken wird der aktuelle Durchfluss jedes Moduleingangs aus der Menge der
detektierten Impulse pro Sekunde berechnet und im modulspezifischen Prozessdatenmenü in einer
konfigurierbaren Einheit angezeigt.
Override 1, 2
Die Aktivität des Moduls TOTALIZER kann von verschiedenen Zuständen beeinflusst werden (siehe
Abbildung): Falls die Funktion „System Switch Override“ oder „Flow Switch Override“ für dieses Modul
aktiviert ist und der entsprechende System Switch / Flow Switch aktiv ist, werden die ankommenden
Impulse nicht von den beiden Totalisatoren erfasst.
Seite 141
„Typ 8620 mxCONTROL“
0
0
System
Switch
Flow
Switch
1
1
0
0
PV 1
Totalisator 1
0
0
System
Switch
Flow
Switch
1
1
PV 2
Totalisator 2
0
0
Die „System Switch
Override“ Funktion
kann aktiviert oder
deaktiviert werden.
Die „Flow Switch
Override“ Funktion
kann aktiviert oder
deaktiviert werden.
Abbildung 74: „Override“Funktion (TOTALIZER)
Prozessdaten und Daten-Logging
Angezeigte Daten
Prozesswert 1
Gesamttotalisator 1
Tagestotalisator 1
Abkürzung
(Menü)
PV1
TOT1
TOT1.
Prozesswert 2
Gesamttotalisator 2
Tagestotalisator 2
PV2
TOT2
TOT2.
Display-Darstellung
VollbildTrend
Liste
schirm
graph
x
x
x
DatenLog.
x
x
x
x
x
x
x
Bemerkungen
Reset mit CodeLevel
Bediener
Anzeige nur bei
ChMode = Dual
Anzeige nur bei
ChMode = Dual
Reset mit CodeLevel
Bediener
Parameter (CodeLevel: Bediener)
Parameter
TOT1.
Reset Tagestotalisator 1
TOT2.
Reset Tagestotalisator 2
Seite 142
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Vorgabewert
(nach erfolgreichem Download
der Cfg-Datei)
Reset
Ja
--
Reset
Ja
--
„Typ 8620 mxCONTROL“
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Modul aktiv / inaktiv
Kanal-Modus
(Gesamt- & Tages-)
Totalisator 1
Einheit
Reset
PV1
Einheit PV1
(Gesamt- & Tages-)
Totalisator 2
Einheit
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
r
Zugang
über
XML-CfgDatei
rw
rw
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
rw
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Aus
Dual
Modul
ChMode
TOT1
Ein / Aus
Dual, Single
rw
Einheit
L
w
--
Reset
L, hL, m3, Gal
US, bbl US, gal
Imp, ft3, yd3
Ja
rw
rw
Einheit
L/s, L/min, L/h,
m3/min, m3/h,
Gal/s US, Gal/m
US, Gal/h US,
gal/s Imp, gal/m
Imp, gal/h Imp,
bbl/s US, bbl/m
US, bbl/h US,
ft3/s, ft3/min,
ft3/h
L/s
siehe Einheit
TOT1
Ja
L
--
TOT2
rw
rw
Einheit
Reset
PV2
Einheit PV2
w
--
Reset
--
rw
rw
Einheit
siehe Einheit
PV 1
L/s
Override
System Switch Override
Flow Switch Override
rw
rw
rw
rw
SSOR
FSOR
Ja / Nein
Ja / Nein
Nein
Nein
Seite 143
„Typ 8620 mxCONTROL“
15 Alarm- und Fehlermeldungen
15.1
Alarmfunktion
Diese Funktion löst den “Allgemeinen Alarm” aus, sobald ein überwachter Prozesswert einen
festgelegten oberen oder unteren Alarmgrenzwert überschreitet oder das Daten-Logging fehlschlug.
Wenn ein Alarmfall in wenigstens einem der Prozesse (siehe Abbildung 10) eintritt, zeigt dies die gelb
blinkende LED in der A/M-Taste an.
Hinweis! Wenn eine Schalthysterese vorhanden ist, so wird die Alarmauslösung durch die
Wertefestlegung beeinflusst (z.B.: das Schalten findet über und unter dem Alarmsollwert statt, um eine
übermäßige Schalthäufigkeit zu vermeiden – vergleichen Sie Abbildung 75)
Zusätzlich können Warngrenzen gesetzt werden, diese dienen jedoch nur der Anzeige und dem
Daten-Logging.
Alarm/
Warnung
AO
Alarm
WO
Warnung
Kein Alarm
AlarmHys
WU
WarnHys
AU
AlarmKein Alarm
AU
AO
WU
WO
AlarmHys
WarnHys
Seite 144
Warn-
kein Alarm aktiv
unterer Alarmwert
oberer Alarmwert
unterer Warnwert
oberer Warnwert
Alarmhysterese
in % des Prozesswertbereichs
Warnhysterese
in % des Prozesswertbereichs
Warn+
Alarm+
Falls AU oder AO aktiv ist
Alarm ebenfalls aktiv
Alarm-, Alarm+,
Warn-, Warn+
Prozesswert PV
ist der (allgemeine)
Spezielle Prozesswerte
Alarm- ≤ XWarn- ≤ XWarn+ ≤ Alarm+
Abbildung 75:
Alarm-/WarnSchalthysterese
„Typ 8620 mxCONTROL“
Einstellbare Alarmparameter:
Analogeingänge
4-20mA, Pt100
Oberer Alarmgrenzwert Alarm+
X
Unterer Alarmgrenzwert AlarmX
Alarm-Schalthysterese AHyst
X
Unterer oder oberer Alarmgrenzwert
mit Verzögerung
Nur zur Anzeige und für Daten-Logging-Zwecke:
Oberer Warngrenzwert Warn+
X
Unterer Warngrenzwert WarnX
Warn-Schalthysterese WarnHys
X
Digitaleingänge
Frequenz
Binär
X
X
X
-
Sauerstoff
Modul O2_SCAV
_CTRL_RATIO
X
X
X
-
X
-
X
X
X
-
X
X
X
Die Alarm- und Warngrenzen für Eingänge können im Hauptmenüpunkt „Konfiguration“, im
Untermenü „Eingänge“ geändert werden.
Die Alarm- und Warngrenzen für Sauerstoff (Modul O2_SCAV_CTRL_RATIO) können im
Hauptmenüpunkt „Parameter“ im zum Modul gehörigen Untermenü gesetzt werden.
Konfiguration (CodeLevel: Spezialist)
Konfiguration
Alarmausgabefunktion
Für Alarmausgabe
genutzter Ausgang
Zugang
über
Konfig.Menü
rw
r
Zugang
über
XML-CfgDatei
rw
rw
Abkürzung
(Menü)
Wertebereich
Ausgabe
Alarmausgang
Ein / Aus
abhängig von konfigurierten und aktivierten
Ausgängen und
angepassten Optionen:
Relais 1 … Relais 5,
4…20mA-Ausgang 1 …
4…20mA-Ausgang 4,
Transistor 1 … Transistor 4,
Kein Ausgang
Vorgabewert
(nach Fabrik Reset
oder beim Start des
Cfg-Datei-Download)
Aus
Kein Ausgang
Der Alarmausgang muss ein konfigurierter und aktivierter Ausgang sein, welcher nicht gleichzeitig als
Ausgang für ein anderes Modul genutzt wird.
Die gelbe LED in der A/M-Taste zeigt auch im Falle einer deaktivierten Alarmausgabefunktion an,
dass ein Alarmfall eingetreten ist.
Seite 145
„Typ 8620 mxCONTROL“
15.2
Anzeige von (Eingangs-) Alarmen sowie
anderen (Ausgangs-) Zuständen
Die Eingangsalarme und Ausgangszustände werden im Hauptmenüpunkt “Prozessdaten” unter den
Untermenüpunkten „Eingänge“ sowie in den Untermenüs der entsprechenden Module angezeigt.
Anzeige:
Eingangsstatus
AU
FA
Unterer Alarmwert
AD-Fehler
AO
FC
Oberer Alarmwert
Konfigurationsfehler
WU
FI
Unterer Warnwert
Eingangsfehler
WO
FK
Oberer Warnwert
Kalibrierdatenfehler
nA
FS
Eingang nicht aktiv
Sensorfehler
OK
Ausgangstatus bzw. Ausgang wird berechnet/beeinflusst von:
Au
fo
Automatikbetrieb
anderem Modul
Ma
fF
Manuellbetrieb
(aktivem) Flow-Switch
OF
fS
4…20mA-Ausgangsfehler
(aktivem) SystemSwitch
YA
ASL-Säurepumpen-Stopp
YS
FK
Sicherheitsstellwert (CDMsafe)
Kalibrierdatenfehler
ist aktiv
(nur im Menü „Ausgänge“ für 4...20mAYF
zurückgesetztem Ausgang
Ausgänge)
(MOT ist abgelaufen)
Zusätzlich werden die folgenden Icons zur einfachen Alarm-/Warnungs-Feststellung in den
übergeordneten Menüs angezeigt:
Icon
A!
Priorität
1 (hoch)
Beschreibung
Es gibt mindestens einen Alarm in den untergeordneten Menüs.
W
2
Es gibt mindestens eine Warnung in den untergeordneten Menüs.
!
3
Es gibt mindestens einen Konfigurationsfehler in den untergeordneten Menüs.
4 (niedrig)
OK
Es wird nur das Icon mit der höchsten Priorität angezeigt, falls mehrere Meldungen (Alarme,
Warnungen, Konfigurationsfehler) in den untergeordneten Menüs auftreten.
Seite 146
„Typ 8620 mxCONTROL“
15.3
Fehlermeldungen und Warnungen
Die meisten Fehlermeldungen und Warnungen werden als Kurzmeldung für etwa 2 Sekunden im
Display angezeigt. Es gibt einen internen Anzeigepuffer für maximal 20 Kurzmeldungen. Wird eine der
4 Bedientasten unterhalb des Displays während der Anzeige einer Kurzmeldung gedrückt, verschwindet die Kurzmeldung.
Eine Dauermeldung wird angezeigt, bis der Bediener die Meldung mit der „OK“-Taste quittiert. Es gibt
einen internen Anzeigepuffer für maximal 10 Dauermeldungen.
Wird eine Dauermeldung bereits angezeigt und einen neue Kurzmeldung muss ebenfalls ausgegeben
werden, so wird die Kurzmeldung zuerst gezeigt und anschließend ist wieder die Dauermeldung
sichtbar, bis sie vom Bediener mit „OK“ quittiert wird.
Warn- oder
Fehlermeldung
4-20mA Out X
Fehler
Anzeige als
Anzeigeintervall
Kurzmeldung
einmalig
Dauermeldung
einmalig
Ursache
Interne Kommunikation mit
dem 4…20mA-Ausgang X ist
fehlgeschlagen:
mehr als 3x hintereinander
mehr als 20x hintereinander
(Nach erfolgreicher Kommunikation wird der interne
Fehlerzähler rückgesetzt.)
AD Fehler
(Eingangsstatus:
FA)
Symbol im
Menüpunkt
Prozessdaten/
Eingänge
so lange der
Fehler nicht
behoben ist
Abhilfe
A/D-Wandlung fehlgeschlagen
Kontaktieren Sie das
Bürkert Sales Center.
Das Gerät muss ersetzt
werden.
Erscheint diese Fehlermeldung mehr als einmal,
kontaktieren Sie das
Bürkert Sales Center.
Zuvor: Download der Kalibrierungsdatei (MasterPasswort erforderlich).
Funktioniert dies nicht,
muss das Gerät ersetzt
werden.
Batterie Leer!
Blinkende
Meldung im
Menü 8 (Uhr)
Einmalig nach Die Sicherungsbatterie der
Initialisierung internen Echtzeituhr ist
ausgefallen.
alle 60 s, so
lange wie die Die Jahreseinstellung der
Uhr nicht
internen Uhr ist kleiner als
gestellt wur2007.
de und bei
der internen
Echtzeituhr
die 59. Sekunde abgelaufen ist
Die Sicherungsbatterie
(Type CR 2032, 3V DC) auf
der Rückseite der
Trägerplatte muss von
qualifiziertem Personal
gewechselt werden.
Dauermeldung
einmalig
Überprüfen Sie, ob die SDKarte während des DatenLogging entfernt wurde
(erschien Fehler-meldung
“Keine SD detektiert”?)
Wenn nicht, prüfen Sie die
freie Speicherkapazität.
Falls der SD-Kartenspeicher nicht voll ist, muss die
SD-Karte ausgetauscht
werden.
Dauermeldung
Kurzmeldung
Datalog DEAKTIVIERT!
Das Daten-Logging wurde
aufgrund eines Fehlers beim
Aufzeichnen auf die SD-Karte
oder wegen fehlender SDKarte gestoppt.
Stellen Sie an der Uhr das
aktuelle Datum und die
Uhrzeit ein.
Seite 147
„Typ 8620 mxCONTROL“
Warn- oder
Fehlermeldung
Download
Abbruch
EEPROM
Fehler XXY
Anzeige als
Kurzmeldung
Anzeigeintervall
einmalig
Dauermeldung
einmalig
Ursache
Abhilfe
Der Download wurde vom
Bediener abgebrochen.
Die vorhergehenden Daten
werden wiederhergestellt.
--
EEPROM-Datenfehler;
Y = Fehlernummer;
XX = betroffene Eepromdaten:
Falls der Fehler plötzlich
nach einem FirmwareUpdate auftritt, kann er
ignoriert werden.
Y=
1 - Checksummenfehler
2 - Fehler Eeprom-Seite
3 - Schreib-Fehler
4 - Lese-/Schreib-Fehler
5 - Fehler nach Download
von Konfig.-/Param.-/
Kalib-Datei
6 - Interner Adressfehler
7 - Acknowledgefehler
(Kommunikation mit
Eeprom)
8 - Fehler während
Anfangsinitialisierung
9 - Fehler während „Fabrik
Reset“
Bei Fehlern mit der
Kombination:
XX =
00 - Konfig.-/ParameterDateidaten
01 - Zyklisch gesicherte,
… modulspezifische Daten
der Steuer-/Regel08 funktion 1 bis 8
21 - Kalt- / Warmstarts
22 - Daten der Kalibrierung
durch den Nutzer
23 - Daten der Werkskalibrierung
24 - Gerätestammdaten
Das Gerät wird in den
Manuellbetrieb gesetzt.
E-Mail Fehler
Seite 148
Kurzmeldung
XX = 00, Y = 1:
versuchen Sie zuerst ein
“Fabrik-Reset” und laden
die Konfigurations- und
Parameterdaten erneut.
XX = 01 … 08, Y = 1:
Prüfen Sie die entsprechenden Modulwerte im
Prozessdatenmenü und
setzen Sie die zyklisch
gespeicherten Parameter
(z.B. Totalizer-Modul:
Haupt- und Tages-Totalizer
(Zähler)) zurück.
XX = 21, Y = 1:
Setzen Sie diese Zähler im
Menü „System-EInstell.“
zurück.
X = 22, Y = 1:
Gehen Sie vor wie bei
XX = 00, Y = 1;
anschließend muss die
Kalibrierung der 4-20mAAusgänge wiederholt
werden.
Y = 2, Y = 6:
Melden Sie diesen Fehler
dem dem Bürkert Sales
Center.
XX = 01 … 08, 21, Y = 1:
Ursache ist meist eine
Unterbrechung der
Spannungsversorgung oder
ein interner Software-Reset
während des Updates der
Eeprom-Werte.
Alle anderen Fehler:
Gehen Sie vor wie bei
XX = 00, Y = 1. Falls dieser
Fehler mehr als einmal
auftritt, muss das Gerät
ersetzt werden.
Fehler während der
Kommunikation mit SMTPServer – Übertragung der EMail fehlgeschlagen.
Beachten Sie die
Fehlermeldung “SMTP
Fehler X Y”, welche zuvor
angezeigt wurde.
Kontaktieren Sie das
Bürkert Sales Center bzgl.
Austausch des Gerätes.
„Typ 8620 mxCONTROL“
Warn- oder
Fehlermeldung
Eingangsfehler
(Eingangsstatus:
FI)
Anzeige als
Symbol im
Menüpunkt
Prozessdaten/
Eingänge
Anzeigeintervall
so lange der
Fehler nicht
behoben ist
Ursache
Abhilfe
Analogeingang:
Überprüfen Sie die
Verdrahtung zwischen
entsprechendem Sensor
und dem mxCONTROL.
4…20 mA: Stromstärke unter
etwa 3,5 mA
Pt100:
Widerstand < Eingangsbereich oder Pt100 nicht
angeschlossen
Symbol / blinkende Mel-dung
in der
Vollbildschirmansicht des
entsprechenden Prozesswertes
Fabrik Reset
Kurzmeldung
einmalig
Alle Konfigurations- und
Parameterdaten werden auf
Default-Werte rückgesetzt
und der mxCONTROL kann
vorerst nicht mehr als Regler
arbeiten.
Die Fortsetzung der
Reglerfunktion ist nach
dem erneuten Download
einer Konfigurations- und
zugehörigen Parameterdatei möglich.
Falscher Code
Kurzmeldung
einmalig
Eingegebenes Passwort entspricht nicht dem geforderten
CodeLevel.
Dadurch ist kein Zugang zum
Zielmenü möglich.
Geben Sie das richtige
Passwort entsprechend
dem geforderten
CodeLevel ein.
Falsches
ParamFile!
Kurzmeldung
einmalig
Die aktuell heruntergeladene
Parameterdatei passt nicht
zur aktuellen Konfiguration.
Laden Sie die korrekte
Parameterdatei herunter.
Die alten Parameter werden
wiederhergestellt, nachdem
der Download beendet oder
abgebrochen wurde.
Gewöhnlich hat die
Parameterdatei einen
ähnlichen Namen wie die
Konfigurationsdatei,
beginnt jedoch mit “Par”
oder “Param” anstatt mit
“Cfg”.
Fehler Ethernet
Dauermeldung
Einmalig pro Kommunikation mit internem
Minute,
Ethernetmodul fehlgeschlasolange der
gen.
Fehler niciht
behoben bzw.
die EthernetFunktion
deaktiviert
wurde
Kontaktieren Sie das
Bürkert Sales Center, falls
dieser Fehler öfter auftritt.
Fehler ISR
Timing X
Dauermeldung
einmalig
Interner Timing-Fehler in
zyklisch ausgeführter
Funktion.
Kontaktieren Sie das
Bürkert Sales Center und
stellen bitte die aktuellen
Konfig.- u. Parameterdateien zur Verfügung.
Fehler RTC
Kurzmeldung
einmalig
Kommunikation mit interner
Echtzeituhr (RTC) fehlgeschlagen. Zeit wird intern
generiert.
Falls Fehler öfter auftritt,
kontaktieren Sie das
Bürkert Sales Center.
Dauermeldung
einmalig
Initialisierung der Echtzeituhr
fehlgeschlagen oder RTC
lieferte widersprüchliche
Zeitangaben.
Uhr (RTC) neu stellen,
dann Gerät neu starten –
falls der Fehler wieder
(mehr als 3 mal) auftritt,
kontaktieren Sie das
Bürkert Sales Center.
Seite 149
„Typ 8620 mxCONTROL“
Warn- oder
Fehlermeldung
Kal-Fehler
4-20mA In
(Eingangsstatus:
FK)
Kal-Fehler
Pt100 In
(Eingangsstatus:
FK)
Kal-Fehler
4-20mA Out
Anzeige als
Anzeigeintervall
einmal nach
Initalisierung
der Konfigurationsdaten
Ursache
Abhilfe
Fehlerhafte Kalibrierdaten für
mindestens einen
konfigurierten 4…20mA- /
Pt100-Eingang.
Kontaktieren Sie das
Bürkert Sales Center.
so lange der
Fehler nicht
behoben ist
Die betreffenden Eingänge
werden wie Eingänge mit
Eingangsfehler behandelt.
Dauermeldung
einmal nach
Initalisierung
der Konfigurationsdaten
Fehlerhafte Kalibrierdaten für
mindestens einen
konfigurierten 4…20mAAusgang.
Symbol im
Menüpunkt
Prozessdaten/
Ausgänge
so lange der
Fehler nicht
behoben ist
Die betreffenden Ausgänge
werden „0 mA“ ausgeben.
Dauermeldung
einmal nach
Initalisierung
der Konfigurationsdaten
Fehlerhafte Kalibrierdaten für Kontaktieren Sie das
die interne Echtzeituhr (RTC). Bürkert Sales Center.
Dauermeldung
Symbol im
Menüpunkt
Prozessdaten/
Eingänge
Symbol / blinkende Mel-dung
in der
Vollbildschirmansicht des
entsprechenden Prozesswertes
(Ausgangsstatus:
FK)
Kal.Fehler
RTC
Kontaktieren Sie das
Bürkert Sales Center.
Die Daten werden auf
Werkseinstellungen gesetzt,
das führt evtl. zu falschen
Zeiteinstellungen.
Keine
Berechtigung
Dauermeldung
einmalig
Eine Datei soll ohne ausreichende Berechtigung
heruntergeladen werden
(CodeLevel verhindert den
Download dieses Dateityps).
Heruntergeladene Daten
werden nicht angenommen.
Sind Sie berechtigt, so
gehen Sie zurück ins
Hauptmenü unter Menüpunkt Up/Download, geben
Sie diesmal das richtige
Passwort (Code
Level: Specialist / Master).
ein und starten nochmals
den Download.
Keine SD
detektiert
Kurzmeldung
einmalig
Keine SD-Karte erkannt.
beim Upload
oder DatenLogging:
Dauermeldung
einmalig
Prüfen Sie, ob die SD-Karte
korrekt im SD-KartenEinschub steckt.
Max.Wert erreicht Kurzmeldung
Seite 150
Kehren Sie dann in der
Menüstruktur zu dem entsprechenden Punkt zurück
und starten den Vorgang
- Download oder
- Upload oder
- Daten-Logging
noch einmal.
einmalig
Der aktuell eingegebene Wert
ist größer als der
Maximalwert dieses
Parameters.
Bearbeiten Sie den Wert,
wenn gewünscht, und bestätigen dann den neuen
Wert durch Drücken der
Taste “ENTER”.
Der Wert wird auf den MaxiFalls der alte Wert
malwert gesetzt und kann vor beibehalten werden soll,
der Bestätigung geändert
drücken Sie die Taste
werden.
„Typ 8620 mxCONTROL“
Warn- oder
Anzeige als
Fehlermeldung
Min.Wert erreicht Kurzmeldung
Anzeigeintervall
einmalig
Ursache
Abhilfe
Der aktuell eingegebene Wert „ESC“.
ist kleiner als der Minimalwert
dieses Parameters.
Der Wert wird auf den Minimalwert gesetzt und kann vor
der Bestätigung geändert
werden.
MOT abgelaufen
Dauermeldung
einmalig
Mindestens einer der
Maximalstellwert-Timer
(MOT) ist abgelaufen und die
zugehörigen Ausgänge
wurden auf “0” gesetzt.
Suchen Sie das
entsprechende Modul im
Menü Prozessdaten.
Um die zugehörigen
Ausgänge wieder zu
aktivieren, muss der MOTAlarm im Prozessdatenmenü des zugehörigen
Moduls bestätigt werden.
SD-Karte
entfernbar
Kurzmeldung
einmalig
Einsatz der SD-Karte war
erfolgreich, sie kann aus SDKarteneinschub entfernt
werden.
--
SD: Falsche
Datei!
Kurzmeldung
einmalig
Die heruntergeladene Datei
ist keine Konfigurations- oder
Parameterdatei. Die Daten
werden vom Gerät nicht
akzeptiert.
Prüfen Sie, ob die
heruntergeladene Datei
eine zugelassene
Konfigurations- oder
Parameterdatei ist.
SD: Fehler ChDir Kurzmeldung
einmalig
Fehler während der
Versuchen Sie wenigstens
Ordnernavigation auf der SD- 3 mal, den Ordner zu
Karte.
wechseln - bleibt der Fehler
bestehen, verwen-den Sie
eine andere SD-Karte.
SD: Fehler
DateiSyst
einmalig
Das Dateisystem der SDKarte konnte nicht initialisiert
werden.
Kurzmeldung
Prüfen Sie das Dateisystem der SD-Karte: nur FAT16 wird unterstützt.
Hat die SD-Karte ein
Es werden nur SD-Karten mit anderes Format,
FAT-16-Dateisystem
akzeptiert.
1. Speichern Sie alle
Ordner und Dateien von
der SD-Karte auf den
PC.
2. Formatieren Sie die SDKarte mit dem FAT-16Dateisystem.
3. Sichern Sie die Ordner
u. Dateien vom PC zurück auf die SD-Karte.
Seite 151
„Typ 8620 mxCONTROL“
Warn- oder
Fehlermeldung
SD: Fehler
Open File
Anzeige als
Kurzmeldung
beim Upload
oder DatenLogging:
Dauermeldung
Anzeigeintervall
einmalig
einmalig
Ursache
Abhilfe
Die Datei auf der SD-Karte
kann nicht geöffnet werden.
Aktueller Vorgang
fehlgeschlagen.
Versuchen Sie es 3 mal.
Funktioniert dies nicht,
prüfen Sie die SD-Karte mit
dem Programm
Chkdsk.exe (nur MS
Windows).
Funktioniert dies nicht,
formatieren Sie die SDKarte wie für die
Fehlermeldung “SD: Fehler
DateiSyst” beschrieben.
Funktioniert auch dies
nicht, verwenden Sie eine
andere SD-Karte.
SD: Fehler
Partition
Kurzmeldung
einmalig
Die Partitionstabelle der SDKarte konnte nicht initialisiert
werden.
Vergleichen Sie die AbhilfeBeschreibung für “SD:
Fehler Open File”.
SD: Fehler
Root -Verz
Kurzmeldung
einmalig
Fehler während des Lesens
Vergleichen Sie die Abhilfedes Wurzelverzeichnisses der Beschreibung für “SD:
SD-Karte.
Fehler Open File”.
SD: Fehler
Schreiben
Dauermeldung
einmalig
Fehler beim Schreiben auf
SD-Karte. Der Schreibprozess wird unter Datenverlust abgebrochen: die auf
SD-Karte geschriebene Datei
ist unvollständig.
Prüfen Sie die freie
Speicherkapazität.
Ist der SD-Kartenspeicher
noch nicht voll, ersetzen
Sie die SD-Karte.
Tritt der Fehler während des
Daten-Logging auf, wird das
Daten-Logging automatisch
deaktiviert.
SD: Fehler
Synchron.
einmalig
Fehler beim Synchronisieren
der SD-Karte. Der
Schreibprozess wird
abgebrochen. Die SD-Karte
kann vor dem Ende des
Synchronierens herausgeschoben werden.
Geschieht dies nach dem
Upload einer Datei auf SDKarte, wiederholen Sie den
letzten Upload-vorgang.
SD: Karte ist voll! Dauermeldung
einmalig
Die SD-Kartenspeicherkapazität ist ausgeschöpft - es
können keine weiteren Daten
auf die Karte geschrieben
werden.
Zum Upload und DatenLogging muss die SD-Karte
gegen eine mit ausreichend
Speicherplatz ausgetauscht
werden.
SD: Nicht
entfernen!
einmalig
Die SD-Karte wird gelesen
oder beschrieben und darf
nicht entnommen werden,
bevor die Meldung “SD Card
entfernbar” erscheint. Bei
vorzeitigem Entnehmen der
SD-Karte kann es zu
Funktionsfehlern bis hin zu
Datenverlust kommen
--
Seite 152
Kurzmeldung
Kurzmeldung
„Typ 8620 mxCONTROL“
Warn- oder
Fehlermeldung
SD schreib
geschützt
Anzeige als
Kurzmeldung
Anzeigeintervall
einmalig
Ursache
Abhilfe
SD-Karte ist schreibgeschützt. Es ist kein
Beschreiben möglich.
Falls das Beschreiben
ermöglicht werden soll:
oder
SD:
Schreibschutz
(beim Upload im
Dateiauswahlfenster)
1. Kehren Sie in der
Menüstruktur zu dem Punkt
zurück, wo die Kurzmeldung „SD-Card entfernbar“
erscheint.
2. Sie können die SD-Karte
entnehmen. Bringen Sie
dann den Schiebeschalter
an der SD-Karte in die
Position „beschreibbar“.
3. Stecken Sie die SDKarte wieder in den SDKarteneinschub.
4. Wiederholen Sie den
fehlgeschlagenen Vorgang.
SD: Timeout
Kurzmeldung
einmalig
Keine korrekte Kommunikation mit der SD-Karte.
Aktueller Vorgang fehlgeschlagen.
Versuchen Sie es erneut.
Bleibt der Fehler bestehen,
verwenden Sie eine andere
SD-Karte.
Sensorfehler
Symbol im
Menüpunkt
Prozessdaten/
Eingänge
so lange der
Fehler nicht
behoben ist
Analogeingänge:
Überprüfen Sie die
Verdrahtung zwischen
entsprechendem Sensor
und dem mxCONTROL.
(Eingangsstatus:
FS)
Pt100:
Widerstand > Eingangsbereich
Symbol / blinkende Mel-dung
in der
Vollbildschirmansicht des
entsprechenden Prozesswertes
SMTPFehler
XY
Kurzmeldung
4…20 mA: Stromstärke
größer als ca. 20.5 mA
einmalig
Kommunikation mit SMTPMail-Server fehlgeschlagen
A: Prüfen Sie Ihre konfigurierten E-Mailempfänger.
X: Kommunikationsphase:
B: Prüfen Sie Ihre konfigurierten Mailservereinstellungen.
CONNECT, HELO, MAIL,
RCPT, RCPT 1, RCPT 2,
DATA, QUIT
Y: SMTP Fehlercode
(siehe Tabelle unten)
(Fortsetzung auf folgender
Seite)
C: Kontaktieren Sie Ihren
Lokalen Netzwerkadministrator. Melden Sie diesen
Fehler. Prüfen Sie, ob die
Anforderungen für die EMail-Benachrichtigung
eingehalten wurden.
D: Falls dieser Fehler
regelmäßig auftritt, melden
Sie dies dem Buerkert
Sales Center.
Seite 153
„Typ 8620 mxCONTROL“
Warn- oder
Fehlermeldung
Anzeige als
Anzeigeintervall
Ursache
Abhilfe
Details
Abhilfe
Mailserver-Service nicht verfügbar
B, C
Empfänger temporär nicht erreichbar
A, C
Mailserver: lokaler Prozessfehler
C
Mailserver: ungenügende Systemspeiche- C
rung
455 wie 555, aber nur zeitweise
C
500 Syntaxfehler, Befehl unbekannt
C
501 Syntaxfehler – Parameter/Argumente
C, D
502 Befehl nicht mplementiert
C
503 Falsche Reihenfolge von Befehlen
C, D
504 Befehlsparameter nicht implementiert
C
521 Mailserver akzeptiert E-Mail nicht
C
550 Empfänger nicht erreichbar
A, C
551 Empfänger nicht lokal
A, C
552 Mailserver: Speicherbelegung überschritten C
553 Empfänger nicht gestattet
A, C
554 Transaktion fehlgeschlagen
C, D
555 Mailserver kann bestimmte Befehle „MAIL C
FROM“ oder „RCPT TO“ nicht verarbeiten
900 Verbindung zum Mailserver fehlgeschlagen B, C
910 Keine Empfänger konfiguriert
A
998 Zeitüberschreitungsfehler (nach 60 s)
D
Falls X = CONNECT
B, C
999 Unbekannter Fehler
D
Uhrzeit und Datum können
Überprüfen Sie die Uhr
aufgrund eines Batteriefehlers (Menü 8, Uhr) im Hinblick
oder zu großer Differenz
auf Datum und Zeit, passen
zwischen interner Zeit und
Sie diese ggf. an die
Echtzeituhr-Zeit inkorrekt
aktuellen Daten an.
sein.
Y
421
450
451
452
Überprüfe Uhr
Dauermeldung
einmalig
Verwendet von
FKT X
Kurzmeldung
einmalig
Der gewählte Alarmausgang
im Menü Configuration\Module\Alarm ist schon besetzt
als Ausgang eines anderen
Moduls in der Funktion X.
Der aktuelle Alarmausgang
wird auf „Kein Ausgang“
gesetzt.
Wählen Sie möglichst einen
anderen Ausgang.
Ansonsten kann der
Alarmausgang in der
aktuellen Konfiguration
nicht genutzt werden.
Der Regler führt bei jedem Neustart einen Selbsttest durch, dabei werden das aktuelle Datum,
Kalibrierungsdaten und EEPROM-Daten geprüft.
Die Analogeingänge werden periodisch während des Abtastens der Eingänge geprüft.
Seite 154
„Typ 8620 mxCONTROL“
16 Wartung und Fehlerbehebung
16.1
Sicherheitshinweise
GEFAHR!
Gefahr durch elektrische Spannung!
Bei Eingriffen in die Anlage besteht akute Verletzungsgefahr.
Schalten Sie vor Beginn der Arbeiten in jedem Fall die Spannung ab und sichern Sie diese vor
Wiedereinschalten! Beachten Sie die geltenden Unfallverhütungs- und Sicherheitsbestimmungen für
elektrische Geräte!
WARNUNG!
Gefahr durch unsachgemäße Wartungsarbeiten!
Die unsachgemäße Wartung kann zu Verletzungen sowie Schäden am Gerät und seiner Umgebung
führen.
Wartungsarbeiten dürfen nur durch autorisiertes Fachpersonal und mit geeignetem Werkzeug
ausgeführt werden.
Gefahr durch unbeabsichtigte Betätigung!
Durch unbeabsichtigtes Betätigen der Anlage können Gefahrensituationen entstehen. Verhindern Sie
durch geeignete Maßnahmen, dass die Anlage unbeabsichtigt betätigt werden kann.
16.2
Wartungsarbeiten
Bei sachgemäßem Gebrauch arbeitet der Regler wartungsfrei. Störungen können auftreten bei
Defekten, unsachgemäßen Anschlüssen und bei Verwendung defekter Teile.
Nur autorisiertem Personal mit geeignetem Werkzeug ist es gestattet, die erforderlichen
Reparaturarbeiten durchzuführen.
Kontaktieren Sie für eventuell erforderliche Reparaturen den zuständigen Service.
Bei kontinuierlicher Nutzung des Reglers kann dieser verschmutzen. Die erforderliche Reinigung darf
nur mit geeigneten Reinigungsmitteln und weichen Tüchern erfolgen. Gegebenenfalls ist zuvor das
Reinigungsmittel auf Verträglichkeit zu prüfen. Vermeiden Sie das Eindringen des
Reinigungsmittels oder anderer Flüssigkeiten in den Regler, besonders in den ungeschützten Bereich
der elektrischen/elektronischen Anschlüsse.
16.3
Störungen
Falls der Regler nicht erwartungsgemäß arbeitet, prüfen Sie zuerst sämtliche elektrischen
Verbindungen innerhalb des Reglers wie auch die Verbindungen der angeschlossenen Geräte.
Falls diese Prüfung keine Abhilfe schafft, kontaktieren Sie den zuständigen Service.
Für Servicefragen geben Sie die Daten des Typenschildes sowie die Parameter und Werte an, die im
Display unter dem Menüpunkt „Systemeinstellungen“ / „Geräte-Info“ angezeigt werden.
Von großem Vorteil ist auch die Zusendung der Konfigurations- und Parameterdateien.
Seite 155
„Typ 8620 mxCONTROL“
17 Ersatzteile
VORSICHT!
Gefahr durch falsches Zubehör und falsche Ersatzteile!
Falsches Zubehör und ungeeignete Ersatzteile können Verletzungen und Schäden am Gerät oder
seiner Umgebung verursachen.
Verwenden Sie nur Originalzubehör sowie Originalersatzteile der Fa. Bürkert Werke GmbH & Co. KG.
18 Verpackung und Transport
VORSICHT!
Transportschäden!
Unzureichend geschützte Geräte können durch den Transport beschädigt werden. Transportieren Sie
das Gerät vor Nässe und Schmutz geschützt in einer stoßfesten Verpackung, möglichst in seiner
Originalverpackung.
Vermeiden Sie Hitze- und Kälteeinwirkungen, die zur Über-/Unterschreitung der zulässigen
Lagertemperatur führen könnten.
19 Lagerung
VORSICHT!
Falsche Lagerung kann Schäden am Gerät verursachen!
Lagern Sie das Gerät trocken und staubfrei, möglichst in seiner Originalverpackung.
Die Lagertemperatur beträgt max. +60 °C.
20 Entsorgung
VORSICHT!
Umweltschäden durch Elektronikteile!
Zur Vermeidung von Umweltbelastung und Rückgewinnung von Rohstoffen sollen ausgediente
Elektronikgeräte gemäß Elektro- und Elektronikgerätegesetz zur geordneten Entsorgung gegeben
werden.
Entsorgen Sie das Gerät und die Verpackung umweltgerecht und entsprechend der örtlichen
Entsorgungsbestimmungen.
Seite 156
„Typ 8620 mxCONTROL“
21 Anhänge
21.1
Projekt (Beispiel „BW 06“)
21.1.1 Eingangs-/Ausgangszuordnung – Projekt „BW 06“
21.1.2 Schaltplan-Beispiel für Projekt „BW 06“
L
mxCONTROL 8620
Hardware-Variante 1
Power
Supply*)
42
44
intern verbunden
*) Power Supply =
Netzspannungsebene
48
53
74
92
95
Inhibitorpumpe
O2- Fängerpumpe
Ablassventil
N
0V
46
50
71
Allgem. Alarm
PE
16
32
Für Sensoreingänge werden für beste EMV-Eigenschaften
abgeschirmte Kabel empfohlen. Verbinden Sie den Schirm
mit der entsprechenden GND-Klemme der Geräteversorgung
(Instrumentation Supply).
54
75
55
76
56
77
96
97
98
24V DC
14
30
4-20mA
40
12
28
Temperatur
Zuflusswasser
38
10
26
Transmitter
4-20 mA – 2-Leiter
37
8
24
Durchfluss 4-20mA
Zuflusswasser- 24V DC
36
6
22
Transmitter
4-20 mA – 2-Leiter
35
5
21
4-20mA
GND
24V DC
34
4
20
Leitfähigkeit
3
19
Transmitter
4-20 mA – 3-Leiter
33
2
18
(Kleinspannungsebene)
Wasserzähler
1
17
Instrumentation Supply
Stand-By
100 .. 240 V AC
Seite 157
„Typ 8620 mxCONTROL“
21.2
Spannungsversorgung der Aktoren/Sensoren
21.2.1 Spannungsversorgung aus dem mxCONTROL
mxCONTROL 8620
Power Supply
100 ..
240 V AC
Relais 1
Relais 2
...
Instrumentation Supply
(24 V DC)
L
max. 10 A
...
N
0V
PE
max. 10 A
L N PE
L N PE
Aktor
1
Aktor
2
...
(intern verbunden)
Aktor/
Sensor 1
...
Summe des entnommenen Stromes
auf der Instrumentation Supply-Seite:
max. 1.04 A
21.2.2 Separate Spannnungsversorgung
Seite 158
Aktor/
Sensor 2
„Typ 8620 mxCONTROL“
21.3
Hardware-Variante 1
21.3.1 PIN-Zuordnung für Netzspannungsebene
(Power supply)
Pin Nr.
1
17
33
2
18
34
3
19
35
4
20
36
5
21
37
6
22
38
7
23
39
8
24
40
9
25
41
10
26
42
11
27
43
12
28
44
13
29
45
14
30
46
15
31
47
16
32
48
Signal
L
N
PE
L
N
PE
L
N
PE
L
N
PE
L
N
PE
L
N
PE
NC
NC
NC
Öffner
Mittelkontakt
Schließer
NC
NC
NC
Öffner
Mittelkontakt
Schließer
NC
NC
NC
Öffner
Mittelkontakt
Schließer
NC
NC
NC
Öffner
Mittelkontakt
Schließer
NC
NC
NC
Öffner
Mittelkontakt
Schließer
Funktion
Eingang Netzspanng.
Eingangs- bzw. Ausgangstyp
Spannungsversorgung
100 – 240 V AC, 50/60 Hz
Ausgang Netzspanng.
100 – 240 V AC, 50/60 Hz
Ausgang Netzspanng.
100 – 240 V AC, 50/60 Hz
Ausgang Netzspanng.
100 – 240 V AC, 50/60 Hz
Ausgang Netzspanng.
100 – 240 V AC, 50/60 Hz
Ausgang Netzspanng.
100 – 240 V AC, 50/60 Hz
--
Relais 1
Binär oder PFM oder PWM
--
Relais 2
Binär oder PFM oder PWM
--
Relais 3
Binär oder PFM oder PWM
--
Relais 4
Binär oder PFM oder PWM
--
Relais 5
Binär oder PFM oder PWM
Seite 159
„Typ 8620 mxCONTROL“
21.3.2
PIN-Zuordnung für Kleinspannungsebene
(Instrumentation supply)
Pin-Nr.
Signal
49
70
91
50
71
92
51
72
93
52
73
94
53
74
95
54
75
96
55
76
97
56
77
98
57
78
99
58
79
100
59
80
101
60
81
102
61
82
103
62
83
104
63
84
105
64
85
106
65
86
107
66
87
108
67
88
109
68
89
110
69
90
111
+24 V DC-Eingang
GND
PE
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
Pt100-Stromquelle
EINGANG
GND
Pt100-Stromquelle
EINGANG
GND
Pt100-Stromquelle
EINGANG
GND
Pt100-Stromquelle
EINGANG
GND
+24 V DC
AUSGANG
GND
+24 V DC
AUSGANG
GND
+24 V DC
AUSGANG
GND
+24 V DC
AUSGANG
GND
+24 V DC
PNP- AUSGANG
GND
+24 V DC
PNP- AUSGANG
GND
+24 V DC
PNP- AUSGANG
GND
+24 V DC
PNP- AUSGANG
GND
Seite 160
Funktion
Bezeichng. im
Konfigurationsmenü
DC_Power_IN
--
Digital-/Frequenz-Eingang 1
DigIn 1
Digital-/Frequenz-Eingang 2
DigIn 2
Digital-/Frequenz-Eingang 3
DigIn 3
Digital-/Frequenz-Eingang 4
DigIn 4
4…20mA-Eingang 1
AnalogIn 1
4…20mA-Eingang 2
AnalogIn 2
4…20mA-Eingang 3
AnalogIn 3
4…20mA-Eingang 4
AnalogIn 4
3-Leiter-Pt100-Eingang 1
AnalogIn 1
3-Leiter-Pt100-Eingang 2
AnalogIn 2
3-Leiter-Pt100-Eingang 3
AnalogIn 3
3-Leiter-Pt100-Eingang 4
AnalogIn 4
4…20mA-Ausgang 1
4…20mA-Ausgang 2
OPTION
4…20mA-Ausgänge 1 bis 4
4…20mA-Ausgang 3
4…20mA-Ausgang 4
Transistorausgang 1
Transistorausgang 2
OPTION
Transistorausgänge 1 bis 4
Transistorausgang 3
Transistorausgang 4
„Typ 8620 mxCONTROL“
21.3.3 Anschlussbeispiele für Ein- und Ausgänge
Digital-/Frequenzeingänge
mxCONTROL 8620
Hardware-Variante 1
Power Supply
L
N
PE
XX
XX
XX
XX
XX
XX
Instrumentation Supply
XX
50
XX
51
71
XX
72
92
1
93
Beispiele:
Anschluss eines potentialfreien
Kontaktes/Frequenzausganges/
Impulsausganges
(1):
pnp-schaltend
an DigIn 1
2
(2):
npn-schaltend
an DigIn 2
+24 V DC
Signal
GND
Interne Verknüpfung
Eingang ist konfiguriert als:
- potentialfreier Binäreingang
- Frequenzeingang
- Impulszähleingang
Digitaleingänge
mxCONTROL 8620
Hardware-Variante 1
Power Supply
L
N
PE
XX
XX
XX
XX
XX
XX
Instrumentation Supply
XX
50
XX
XX
71
XX
72
92
1
93
2
+24 V DC
Bin. out
Signal
GND
Interne Verknüpfung
GND
Eingang ist konfiguriert als:
- Binäreingang
Beispiel:
Anschluss eines einfachen
Binäreinganges
(1): an DigIn 1
externe Signalquelle mit
Spannungsversorgung vom
„Typ 8620 mxCONTROL“
(2): an DigIn 2
externe Signalquelle mit
eigener Spannungsversorgung
(z.B. Binärausgang von SPS)
Analogeingänge 4…20 mA
mxCONTROL 8620
Power Supply
L
N
PE
XX
XX
XX
XX
XX
XX
Hardware-Variante 1
Instrumentation Supply
XX
54
XX
55
75
XX
(1):
Anschluss eines 2-LeiterSensors
an AnalogIn 1
76
96
1
Beispiele:
97
(2):
Anschluss eines 3-LeiterSensors
an AnalogIn 2
2
+24 V
Signal
Interne Verknüpfung
GND
Seite 161
„Typ 8620 mxCONTROL“
Pt100-Eingänge
mxCONTROL 8620
Power Supply
XX
L
XX
N
XX
PE
Anschluss eines Pt100Sensors
an AnalogIn 1
Instrumentation Supply
XX
XX
Beispiel:
Hardware-Variante 1
XX
58
XX
XX
XX
79
XX
XX
100
XX
ISensor
Pt
100
Interne Verknüpfung
Analogausgänge 4…20 mA
Beispiel:
Anschluss eines Gerätes mit
Analogausgang 4…20 mA
an 4…20mA-Ausgang 1
(bei Bedarf auch Anschluss
des Gerätes an die 24 V DCVersorgung – Pin 62)
Transistorausgänge
mxCONTROL 8620
Power Supply
L
N
PE
XX
XX
XX
XX
XX
XX
Beispiele:
Hardware-Variante 1
(1):
Anschluss eines
Proportionalventils etc.
an Transistorausgang 1
Instrumentation Supply
XX
XX
XX
66
67
87
88
108
109
1
(2):
Anschluss eines Gerätes mit
Puls- (PWM-) Eingang
an Transistorausgang 2
2
+24 V In
Pulse In
Interne Verknüpfung
Seite 162
GND
„Typ 8620 mxCONTROL“
Relaisausgänge
Beispiele:
Anschluss eines mit
Netzspannung betriebenen
Gerätes
(1):
an den Schließer von
Relaisausgang 1
(2):
an den Öffner von
Relaisausgang 2
Seite 163
„Typ 8620 mxCONTROL“
21.4
Hardware-Variante 2
21.4.1 PIN-Zuordnung für Netzspannungsebene
(Power supply)
Pin Nr.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
Seite 164
Signal
Öffner
Mittelkontakt
Schließer
L
N
PE
Öffner
Mittelkontakt
Schließer
L
N
PE
Öffner
Mittelkontakt
Schließer
L
N
PE
Öffner
Mittelkontakt
Schließer
L
N
PE
Öffner
Mittelkontakt
Schließer
L
N
PE
L
N
PE
L
N
PE
Funktion
Eingangs- bzw. Ausgangstyp
Relais 1
Binär oder PFM oder PWM
Ausgang Netzspanng.
100 – 240 V AC, 50/60 Hz
Relais 2
Binär oder PFM oder PWM
Ausgang Netzspanng.
100 – 240 V AC, 50/60 Hz
Relais 3
Binär oder PFM oder PWM
Ausgang Netzspanng.
100 – 240 V AC, 50/60 Hz
Relais 4
Binär oder PFM oder PWM
Ausgang Netzspanng.
100 – 240 V AC, 50/60 Hz
Relais 5
Binär oder PFM oder PWM
Ausgang Netzspanng.
100 – 240 V AC, 50/60 Hz
Interne Spannungsversorgung
100 – 240 V AC, 50/60 Hz
Eingang Netzspanng.
Spannungsversorgung
100 – 240 V AC, 50/60 Hz
„Typ 8620 mxCONTROL“
21.4.2 PIN-Zuordnung für Kleinspannungsebene
(Instrumentation supply)
Pin-Nr.
37
57
77
38
58
78
39
59
79
40
60
80
41
61
81
42
62
82
43
63
83
44
64
84
45
65
85
46
66
86
47
67
87
48
68
88
49
69
89
50
70
90
51
71
91
52
72
92
53
73
93
54
74
94
55
75
95
56
76
96
Signal
+24 V DC-Eingang
GND
PE
+24 V DC-Eingang
GND
PE
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
+24 V DC-Versorgung Sensor/Transmitter
EINGANG
GND
Pt100-Stromquelle
EINGANG
GND
Pt100-Stromquelle
EINGANG
GND
+24 V DC
AUSGANG
GND
+24 V DC
AUSGANG
GND
+24 V DC
PNP- AUSGANG
GND
+24 V DC
PNP- AUSGANG
GND
Funktion
Bezeichng. im
Konfigurationsmenü
DC_Power_IN
--
DC_Power_IN
--
Digital-/Frequenz-Eingang 1
DigIn 1
Digital-/Frequenz-Eingang 2
DigIn 2
Digital-/Frequenz-Eingang 3
DigIn 3
Digital-/Frequenz-Eingang 4
DigIn 4
Digital-Eingang 5
DigIn 5
Digital-Eingang 6
DigIn 6
Digital-Eingang 7
DigIn 7
Digital-Eingang 8
DigIn 8
4…20mA-Eingang 1
AnalogIn 1
4…20mA-Eingang 2
AnalogIn 2
4…20mA-Eingang 3
AnalogIn 3
4…20mA-Eingang 4
AnalogIn 4
3-Leiter-Pt100-Eingang 1
AnalogIn 5
3-Leiter-Pt100-Eingang 2
AnalogIn 6
4…20mA-Ausgang 1
4…20mA-Ausgang 1
4…20mA-Ausgang 2
4…20mA-Ausgang 2
Transistorausgang 1
Transistor 1
Transistorausgang 2
Transistor 2
Seite 165
„Typ 8620 mxCONTROL“
21.4.3 Anschlussbeispiele für Ein- und Ausgänge
Digital-/Frequenzeingänge
mxCONTROL 8620
Hardware-Variante 2
Power Supply
Instrument. Supply
XX
XX
31
XX
XX
32
XX
XX
33
XX
XX
34
XX
XX
35
XX
XX
36
39
PE
NL
1
Eingang ist konfiguriert als:
- potentialfreier Binäreingang
- Frequenzeingang
- Impulszähleingang
40
59
60
79
80
Beispiele:
Anschluss eines potentialfreien
Kontaktes/Frequenzausganges/
Impulsausganges
(1):
pnp-schaltend
an DigIn 1
(2):
npn-schaltend
an DigIn 2
2
+24 V In
Signal
Interne Verknüpfung
GND
Digitaleingänge
Eingang ist konfiguriert als:
- Binäreingang
Beispiel:
Anschluss eines einfachen
Binäreinganges
(1): an DigIn 5
externe Signalquelle mit
Spannungsversorgung vom
„Typ 8620 mxCONTROL“
(2): an DigIn 6
externe Signalquelle mit
eigener Spannungsversorgung
(z.B. Binärausgang von SPS)
Seite 166
„Typ 8620 mxCONTROL“
Analogeingänge 4…20 mA
Beispiele:
(1):
Anschluss eines 2-LeiterSensors
an AnalogIn 1
(2):
Anschluss eines 3-LeiterSensors
an AnalogIn 2
Pt100-Eingänge
Beispiel:
Anschluss eines Pt100Sensors
an AnalogIn 5
Seite 167
„Typ 8620 mxCONTROL“
Analogausgänge 4…20 mA
Beispiel:
Anschluss eines Gerätes mit
Analogausgang 4…20 mA
an 4…20mA-Ausgang 1
(bei Bedarf auch Anschluss
des Gerätes an die 24 V DCVersorgung – Pin 53)
Transistorausgänge
mxCONTROL 8620
Power Supply
XX
31
XX
XX
32
XX
XX
33
XX
XX
34
XX
XX
35
XX
XX
36
55
56
75
76
95
PE
NL
Seite 168
(1):
Anschluss eines
Proportionalventils etc.
an Transistorausgang 1
Instrument. Supply
XX
Interne Verknüpfung
Beispiele:
Hardware-Variante 2
(2):
Anschluss eines Gerätes mit
Puls- (PWM-) Eingang
an Transistorausgang 2
96
1
2
+24 V In
Pulse In
GND
„Typ 8620 mxCONTROL“
Relaisausgänge
Beispiele:
Anschluss eines mit
Netzspannung betriebenen
Gerätes
(1):
an den Schließer von
Relaisausgang 1
(2):
an den Öffner von
Relaisausgang 2
Seite 169
„Typ 8620 mxCONTROL“
21.5
Hauptmenü-Struktur – Menübaum
(Beispiel für Projekt „BW 06“)
21.5.1 Prozessdaten – Eingänge – Ausgänge
Diese Menü-Übersichten sind beispielhaft. Die Menüs sind logisch strukturiert und selbsterklärend.
Detaillierte und vollständige Informationen finden Sie in den zugehörigen Kapiteln zuvor – zusammengefasst sind die Daten in den Prozesswert-, Parameter- und Konfigurationstabellen.
Seite 170
„Typ 8620 mxCONTROL“
21.5.2
Prozessdaten – Cond Control
Seite 171
„Typ 8620 mxCONTROL“
21.5.3
Seite 172
Konfiguration – Eingänge
„Typ 8620 mxCONTROL“
21.5.4 Konfiguration – Passwörter
zu Menü
2
von Menü
2
BW 06T
Prozessdaten
Parameter
Konfiguration
System-Einstell.
3
WAHL
zu Menü
3-5
ZRüCK
von Menü
3-5
Konfiguration
Eingänge
Ausgänge
Module
Passwörter
3-1
ZRüCK
WAHL
WAHL
...
ZRüCK
( ++ )
Re-init.
...
von Menü
4
zu Menü
4
ZRüCK
...
Pfeiltasten für das
Scrollen durch die Liste.
Konfiguration
Ausgänge
Module
Passwörter
Kommunikation
3-4
ZRüCK
WAHL
WAHL
Passwörter
Bediener
Spezialist
====================
ZRüCK
ZRüCK
3-4-1
EINGA
( ** ) CodeLevel:
Spezialist
EINGA
ESC
Abbruch
WERT-EINGABE
Bediener:
1
8
0358
ESC
+
<-
OK
( ++ )
Re-init.
Neues Passwort
übernehmen
OK
von Menü
3-1
zu Menü
3-1
ZRüCK
Passwörter
Bediener
Spezialist
====================
ZRüCK
( ** ) Passwortschutz:
Spezialist-Level
3-4-2
EINGA
( ** ) CodeLevel:
Spezialist
EINGA
ESC
Abbruch
WERT-EINGABE
Spezialist:
2
2
7402
ESC
+
<OK
Passwortänderung für
Bediener-Level
Passwortänderung für
Spezialist-Level
OK
Neues Passwort
übernehmen
( ++ ) Alle Module werden bei Rückkehr ins Hauptmenü
mit den aktuellen Parametern und der aktuellen
Konfiguration re-initialisiert .
Rückkehr durch Drücken der ZRüCK-Taste.
Seite 173
„Typ 8620 mxCONTROL“
21.5.5
zu Menü
3
System-Einstellungen
von Menü
3
BW 06T
Prozessdaten
Parameter
Konfiguration
System-Einstell.
4
WAHL
zu Menü
4-5
WAHL
ZRüCK
System-Einstell.
Sprache
Display
Fabrik Reset
Geräte-Info
4-1
ZRüCK
WAHL
...
ZRüCK
von Menü
5
zu Menü
5
ZRüCK
...
WAHL
ZRüCK
...
System-Einstell.
Sprache
Display
Fabrik Reset
Geräte-Info
4-3
ZRüCK
EINGA
System-Einstell.
Display
Fabrik Reset
Geräte-Info
Netzwerk-Info
4-4
ZRüCK
WAHL
Sprache
Deutsch
Englisch
Französisch
===================
4-1-2
ZRüCK
WÄHLE
WAHL
ZRüCK
Display
normal
invers
Helligkeit
5
===================
4-2-1
ZRüCK
WÄHLE
Fabrik-Reset
(**) Passwortschutz:
Spezialist-Level
( ** )
Durch Drücken der EINGA-Taste (ca. 4 s lang) wird das ganze Gerät
auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt.
Vor dem Fabrik-Reset ist das korrekte Passwort des Spezialisten
einzugeben.
!
Vor dem Fabrik-Reset sollte die aktuelle Konfiguration und
Parametrisierung auf SD-Karte oder PC gespeichert werden!
!
Nach dem Fabrik-Reset muss die (neue) Gerätekonfiguration und
-parametrisierung wieder heruntergeladen werden!
WAHL
ZRüCK
zu Menü
4-2
Menüpunkt 4-5 Netzwerk-Info
wird nur bei Geräten mit aktiver
Ethernet Option angezeigt.
Anzeige-Einstellungen
für Display-Invertierung
und Display-Helligkeit
Pfeiltasten für das
Scrollen durch die Liste.
Geräte-Info
Ident-Nr
00188136
Serien-Nr 00001000
Hardware
Hardware-Optionen
4-4-1
ZRüCK
...
von Menü
4-2
Sprachwahl
Pfeiltasten für das
Scrollen durch die Liste.
System-Einstell.
Sprache
Display
Fabrik Reset
Geräte-Info
4-2
ZRüCK
WAHL
...
ZRüCK
von Menü
4-5
ZRüCK
Geräte-Info
Ident-Nr
00188136
Serien-Nr 00001000
Hardware
Hardware-Optionen
4-4-3
ZRüCK
WAHL
...
ZRüCK
...
Geräte-Info
---- Firmware ---Ident-Nr
00797645
Revision C.00.00.00
Eeprom
C.00
4-4-8
ZRüCK
...
ZRüCK
...
Geräte-Info
Ident-Nr
00188136
Serial-Nr 00001000
Hardware
Hardware-Optionen
4-4-4
ZRüCK
WAHL
...
ZRüCK
...
...
Geräte-Info
------------------Kaltstarts
20
Warmstarts
3
Geräte-Neustart
4-4-C
ZRüCK
START
Geräte-Information
- Geräte-Ident-Nr.
- Seriennummer
- Hardware-Informationen
- Hardware-Optionen
Pfeiltasten für das Scrollen durch
die Liste.
WAHL
ZRüCK
Hardware-Informationen
(nur Anzeige)
- PCB MCU und I/O
(je Ident-Nr und Index)
- Details
(nur für Servicezwecke)
Pfeiltasten für das Scrollen durch
die Liste.
WAHL
ZRüCK
Hardware-Optionen
Transistor-Ausg.
4-20mA Ausgänge
Ethernet
ZRüCK
Hardware-Optionen
- nur Anzeige
4-4-4-1
Pfeiltasten für das Scrollen durch
die Liste.
- Aktuelle Firmware-Ident-Nr. und -revision
- Aktuelle Eeprom Revision
- Anzahl der Geräte-Kaltstarts (power off)
- Anzahl der Geräte-Warmneustarts (mittels Geräte-Neustart
oder aufgrund eines internen Fehlers)
Die Anzahl der Kalt- und Warmstarts kann unabhängig
voneinander rückgesetzt werden. Für dieses Rücksetzen ist
das „Master“-Passwort erforderlich.
- Geräte-Neustart: ( ** )
Durch Drücken der START-Taste (ca. 4 s lang) wird ein
Geräte-Neustart ausgelöst. Zuvor ist das korrekte Passwort
des Spezialisten einzugeben.
!
Seite 174
Hardware
----- PCB MCU -----Ident-Nr
00797178
Index
D
----- PCB I/O -----4-4-3-2
ZRüCK
Während des Neustarts werden die Ausgänge in den
Zustand „Power off“ (stromlos) versetzt!
„Typ 8620 mxCONTROL“
21.5.6
Up-/Download - Download
Seite 175
„Typ 8620 mxCONTROL“
21.5.7
zu Menü
4
Up-/Download – Upload
zu Menü
5-1
von Menü
4
BW 06T
Parameter
Konfiguration
System-Einstell.
Up-/Download
5
WAHL
ZRüCK
von Menü
5-1
Up-/Download
----- SD-Card ----Download
Upload
===================
5-3
ZRüCK
WAHL
SD-Card
Parameter-Datei
Konfig-Datei
WAHL
ZRüCK
ZRüCK
5-3-1
START
START
D
ZRüCK
E
zu
Menü 5-3-1-2
von
Falls das Bediener-Passwort
eingegeben wurde, ist nur das Upload
der Parameterdatei möglich.
!
Während des Daten-Logging sind
keine Up-/Download-Prozesse per
SD-Karte möglich.
Falls das Daten-Logging aktiviert ist,
erscheint folgende Display-Ausschrift:
von Menü
6
Up-/Download
----- SD-Card ----Nicht möglich
Daten-Logging
ist aktiv
5-4
ZRüCK
WAHL
zu Menü
6
SD-Card – Speichern nach
von
zu
Menü
5-3-1
D
Speichern nach
.
Sample Projects
USB_Driver
===================
5-3-1-2
ZRüCK
WAHL
START
E
ZRüCK
F
WAHL
SD-Card – Speichern nach
- Ordner und nur .par, .cfg, .xml- und .txt-Dateien werden angezeigt
- max. 15 Einträge (Dateien/Ordner) eines Ordners werden angezeigt
markiert einen Ordner.
+ WAHL-Taste
öffnet einen (Projekt-Ordner)
ProjektName
Speichern nach
.
Sample Projects
USB_Driver
===================
5-3-1-3
ZRüCK
WAHL
ZRüCK
...
...
..
+ WAHL-Taste
kehrt zum übergeordneten Ordner zurück
.
+ WAHL-Taste
Speichert die aktuelle Datei (unter dem bereits vom Download
bekannten Namen) in den aktuellen Ordner
DateiName.cfg
DateiName.par
+ WAHL-Taste
startet das Upload der aktuellen Datei auf den ausgewählten
Dateinamen.
!
Falls eine Datei bereits existiert, erscheint die Frage, ob die existierende
Datei überschrieben werden soll oder nicht.
Soll die existierende Datei erhalten bleiben, erhält die zu speichernde Datei
zum intern gespeicherten Dateinamen eine Endung zwischen v00 … v99.
Upload
Parameter-Datei
von 5-3-1-X
F
WAHL
zu 5-3-1
E
ZRüCK
!
Upload wird abgebrochen die Datei wird dann nicht
fertiggestellt und steht nicht
zum Download zur Verfügung!
Upload erfolgreich
Seite 176
E
ZRüCK
Upload ist fehlgeschlagen
Upload
Erfolgreich.
ZRüCK
zu 5-3-1
Upload läuft.
....
ZRüCK: Abbrechen
SD-Card
ZRüCK
SD-Card
Upload
Fehlgeschlagen.
ZRüCK
SD-Card
„Typ 8620 mxCONTROL“
21.5.8 Daten-Logging - Kalibrierung - Uhr
zu Menü
5
von Menü
5
BW 06T
Konfiguration
System-Einstell.
Up-/Download
Daten-Logging
6
WAHL
zu Menü
6-8
( */** )
WAHL
ZRüCK
von Menü
6-8
Daten-Logging
----- SD-Card ----Ein
Aus
Tsample
3600s
6-3
ZRüCK
WÄHLE
(x)
Re-init.
ZRüCK
Konfiguration
Daten-Logging auf SD-Karte
- Ein/Aus (sofortige Aktivierung
sichtbar an Symbol links oben
im Display: )
- Abtastzeit Tsample (hier z.B.:
alle 3600s ein neuer Datensatz)
Data Logging
Tsample
3600s
Logdatei
EventLog
Ein
Log-Events
6-8
ZRüCK
WAHL
(x)
( */**) Passwortschutz:
Bediener- oder
Spezialisten-Level
(x)
Pfeiltasten für das
Scrollen durch die Liste.
...
...
Nur bei aktivem Alarm
„Datenlogging-Fehler“ wird als
Menüpunkt 6-1 ein Vollbildschirm
eingeblendet, bei dem dieser Alarm
zurückgesetzt werden kann.
!
Die Änderung der
Abtastzeit Tsample wird
erst bei Rückkehr ins
Hauptmenü wirksam.
Bei aktivem Daten-Logging
sind keine Up-/DownloadProzesse per SD-Karte
möglich!
Das Untermenü Logdatei enthält die Einstellungen
für den aktuellen Logdatei-Namen und für die
Logdatei-Größenbeschränkungsfunktion.
Menüpunkte „EventLog“ und „LogEvents“ sind nur bei Spezialisten-Level
sichtbar
Re-init.
von Menü
6-1
zu Menü
6-1
( ** )
BW 06T
System-Einstell.
Up-/Download
Daten-Logging
Kalibrierung
7
WAHL
WAHL
ZRüCK
(x)
Kalibrierung
Eingänge
Ausgänge
===================
ZRüCK
7-1
WAHL
ZRüCK
WAHL
Eingänge
4-20mA Eingang
4-20mA Eingang
4-20mA Eingang
4-20mA Eingang
7-1-1
ZRüCK
WAHL
1
2
3
4
ZRüCK
WAHL
AnalogIn 1
--- Kalibrierung --1-Punkt
2-Punkt
Manuell
ZRüCK 7-1-1-2
WAHL
Re-init.
zu Menü
7-2-1-4
ZRüCK
Kalibrierung
Eingänge
Ausgänge
===================
ZRüCK
7-2
WAHL
ZRüCK
WAHL
Ausgänge
4-20mA Ausgang
4-20mA Ausgang
4-20mA Ausgang
4-20mA Ausgang
7-2-1
ZRüCK
WAHL
1
2
3
4
ZRüCK
WAHL
(x)
Re-init.
von Menü
7-2-1-4
Für Details
4-20mA Ausgang 1
siehe Kapitel:
Offset
4.00mA
„Ausgänge“,
Span
20.00mA
Abschnitt:
Fabrikwerte
„Analogausgänge
Ende
7-2-1-1 EINGA
(4...20 mA)“,
Absatz:
„Kalibrierung der
4...20mAAusgänge“
...
...
4-20mA Ausgang 1
ZRüCK
BW 06T
Sa, 2008-10-27
14:26:10
Uhr
von Menü
1
WAHL
ZRüCK
WAHL
zu Menü
1
Offset
4.00mA
Span
20.00mA
Fabrikwerte
Ende
7-2-1-3
JA
von Menü
7-2-1-4
( */** )
Uhr
------ Stelle ----Zeit
14:26:10
Datum 2008-10-27
===================
8-2
ZRüCK
EINGA
von Menü
8-3
zu Menü
8-3
Für Details
siehe Kapitel:
„Eingänge“,
Abschnitt:
„Analogeingänge“,
Absatz:
„4...20mA-Eingänge – Kalibrierung
durch den Nutzer“
Fabrikwerte
Durch Drücken der
JA-Taste (ca. 4 s lang)
werden die BedienerKalibrierwerte wieder
auf die Fabrik-Kalibrierwerte für diesen
4-20mA-Ausgang
zurückgesetzt.
zu Menü
7-2-1-4
Interne Uhr
- Einstellung der Zeit
- Einstellung des Datums
!
Wenn die interne Uhr gestellt wird, so wird das
„Biocide Dosing“-Modul neu initialisiert.
Das bedeutet, dass alle aktiven Dosierereignisse
dieses Moduls abgebrochen werden!!!
Pfeiltasten für das
Scrollen durch die Liste.
Seite 177
„Typ 8620 mxCONTROL“
21.6
Daten-Logging-Datei (Logdatei) – Beispiel
#HEADER
DatalogFile
Device
Firmware
Project
Cfg-File
Param-File
Rev
Source
ID
Serial
ID
Rev
Name
Name
Applied
Name
Applied
Es werden ausgangsseitig nur die Modulausgänge CMD geloggt.
A.00
DEVICE
188133
1001
797645
C.00.00.00
Project ABCD
Project_ABCD.cfg
19.04.2010
Project_ABCD.par
21.04.2010
Ausnahme für Transistorausgänge im PWM- oder Fast-PWM-Modus:
der geschwindigkeitsbegrenzte Ausgangswert wird geloggt.
14:33:19
12:19:52
#PROCESSDATA
Zeile 1:
Zeile 2:
Zeile 3:
Zeile 4:
0-0-1
date
0-0-2
time
0-1-1
hex
0-1-2
str
Zeile 5:
Date
Time
LogEvent
Event
Zeile 6:
Zeile 7:
Seite 178
YYYY-MM-DD HH:MM:SS
13:32:13
2010-04-22
13:32:33
2010-04-22
13:32:40
2010-04-22
13:32:53
2010-04-22
13:32:59
2010-04-22
13:33:13
2010-04-22
13:33:17
2010-04-22
13:33:20
2010-04-22
13:33:33
2010-04-22
13:33:53
2010-04-22
13:35:00
2010-04-22
13:35:05
2010-04-22
13:35:13
2010-04-22
13:35:23
2010-04-22
und so weiter …
0-2-1
fl
Manual
Mode
00000014 LogEvent 0
0
00000080 Mask:
0
00010000 ffffffff
00000080
0
00010000
0
00010080
0
00010000
0
00100000
1
00010080
1
00000080
1
00110000
0
0a010000
0
00000080
0
0a010000
0
0-3-1
fl
Common
Alarm
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
1
1
1
CL ORP
CL ORP
1-11-1
fl
PV1
CL ORP
mV
458.52
441.87
441.45
442.35
441.99
513.63
513.63
513.63
513.74
520.74
524.10
530.19
532.10
535.38
1-11-2
str
State
PV1
1-11-7
fl
1-11-20
fl
SP
CMD
OK
OK
OK
OK
OK
OK
OK
OK
OK
OK
OK
AH
AH
AH
mV
500.00
500.00
500.00
500.00
500.00
500.00
500.00
500.00
500.00
500.00
500.00
500.00
500.00
500.00
CL ORP
%
0.00
0.00
100.00
100.00
100.00
0.00
0.00
20.00
20.00
20.00
0.00
0.00
0.00
0.00
1-11-21
str
State
CMD
Cond Control
Cd
2-8-1
2-8-2
fl
str
State
PV1
PV1
2-8-7
fl
2-8-20
fl
SP
CMD
2-8-21
str
State
CMD
fS
fS
Au
Au
Au
Au
Au
Ma
Ma
Ma
Au
Au
Au
Au
Cond
µS/cm
823.45
901.61
902.08
901.59
1040.3
1040.3
779.60
933.40
932.91
931.30
933.41
1069.2
1071.6
--
µS/cm
1000.0
1000.0
1000.0
1000.0
1000.0
1000.0
1000.0
1000.0
1000.0
1000.0
1000.0
1000.0
1000.0
1000.0
Bleed
%
0.00
0.00
0.00
0.00
100.00
100.00
0.00
0.00
100.00
100.00
0.00
100.00
100.00
0.00
fS
fS
Au
Au
Au
Au
Au
Ma
Ma
Ma
Au
Au
Au
YS
OK
OK
OK
OK
OK
OK
OK
OK
OK
OK
OK
OK
OK
FI
Biocide Dosing
BioDos
3-10-24 3-10-20
fl
fl
State
Ch1
CMD1
Biocide 1
%
7
0.00
7
0.00
1
0.00
1
0.00
1
0.00
1
0.00
1
0.00
0
0.00
0
0.00
0
0.00
1
0.00
1
0.00
1
0.00
1
0.00
3-10-21
str
State
CMD1
3-10-25
fl
State
Ch2
fS
fS
Au
Au
Au
Au
Au
Ma
Ma
Ma
Au
Au
Au
Au
7
7
1
1
1
1
1
0
0
0
1
1
1
1
3-10-22
fl
CMD2
Biocide 2
%
0.00
0.00
0.00
0.00
0.00
0.00
0.00
0.00
0.00
0.00
0.00
0.00
0.00
0.00
3-10-23
str
State
CMD2
fS
fS
Au
Au
Au
Au
Au
Ma
Ma
Ma
Au
Au
Au
Au
„Typ 8620 mxCONTROL“
Zeile 1:
Zeile 2:
Zeile 3:
Zeile 4:
Zeile 5:
Zeile 6:
Zeile 7:
Legende
(Nutzerdefinierte) Namen der Steuer-/Regelfunktionen
Konfigurierte Reglermodule (Modulkurznamen )
Interner Code für PC-Tool
Datenformat
Interne Namen der überwachten Variablen
Benutzerdefinierte Namen der zugeordneten Ein-/Ausgänge
Einheit der jeweiligen Variable
Biocide Dosing "State Ch1" und "State Ch2"
0
Manuellbetrieb
1
Bereit – Warten auf nächsten Dosierstart
2
Vorablassen
3
Haupt-Dosiervorgang
4
Wartezeit nach Haupt-Dosiervorgang
5
Nachdosierung
6
Wartezeit nach Nachdosierung
7
Stand-By (System Switch aktiv, “Biocide Dosing” nicht aktiv)
8
Kein Fluss (Flow Switch aktiv, “Biocide Dosing” nicht aktiv)
andere Werte sind undefiniert
Status PV (englisch)
AH
Oberer Alarmwert
AL
Unterer Alarmwert
Kalibriermodus: 4-20mA
CM
Eingang wird gerade (ohne
Hold-Funktion) kalibriert
FA
Interner AD-Fehler
Fc
Kalibrungsdatenfehler
FC
Konfigurationsfehler
FI
Eingangsfehler
FS
Sensorfehler
HO
Wert-Haltefunktion (Hold) während Kalibrierung durch Nutzer
nA
Eingang nicht aktiv
OK
Wert OK
WH
Oberer Warnwert
WL
Unterer Warnwert
Status CMD (englisch)
Au
Automatikbetrieb – der Ausgabewert wird vom zugeordneten Regler errechnet
CM
Kalibrierungsmodus: der 4-20mA-Ausgang wird gerade kalibriert
Fc
Kalibrierungsdatenfehler (nur 4…20mA-Ausgänge)
fF
Ausgabewert auf “0” gesetzt - Ursache: der Flow Switch ist aktiv und verursacht Alarm: Kein Fluss
fo
Ausgabewert wird durch ein anderes Reglermodul fremdbestimmt/gesteuert
fS
Ausgabewert auf “0” gesetzt - Ursache: der binäre System Switch ist aktiv
Ma
Manuellbetrieb - der Ausgang wird vom Bediener geregelt
OF
4…20mA-Ausgang-Fehler
YA
Ausgang vom pH-Regler auf “0” gesetzt - Ursache: Alarm: ASL-Pumpen Aus - die Korrosionsrate
hat den ASL (Säure-Stopp-Grenzwert) überschritten
YF
Ausgabewert auf “0” gesetzt - Ursache: „Out Fails“ (Maximalstellwert-Timer (MOT)) ist abgelaufen
YS
Der Ausgang wird auf den Wert des „YSavePos“ gesetzt - Ursache: Eingangs- oder Sensorfehler
bei mindestens einem zugewiesenem Reglermoduleingang
Seite 179
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