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HANDBUCH Turbo-HP-Serie - Cattani

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HANDBUCH
Turbo-HP-Serie
CATTANI Deutschland
GmbH & Co. KG
Scharnstedter Weg 20
27637 Nordholz
Tel.: 04741 – 18 19 80
Fax: 04741 – 18 19 810
E-mail: info@cattani.de
www.cattani.de
Turbo -HP
INHALTS VERZEICHNIS
-
Einleitung
Sicherheitshinweise
Allgemeine Eigenschaften
Technikraum
Planung der Absaugleitungen
Inbetriebnahme
Betriebs- und Funktionsweise
Funktionsweise des Amalgamabscheiders
Funktionsweise der Amalgamfüllstandsmesseinrichtung
Dem Praxispersonal vorbehaltene ordentliche Wartung der Absauganlage
Außerordentliche Wartung der Absauganlage
Wichtige Hinweise
Transport und Lagerung
Transport von Gebrauchtgeräten
Wartungsblatt für die ordentliche Instandhaltung
Wartungsblatt für die außerordentliche Instandhaltung
Zeichnungen
- Vo rläufig e Fas s ung -
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Einleitung
Diese Präsentation dient der Darstellung der betreffenden Absaugmaschinen und –anlagen.
Weiterhin vermittelt sie sowohl dem Techniker als auch dem Bediener die erforderlichen
Informationen und Sicherheitshinweise.
Zum besseren Verständnis soll an dieser Stelle kurz erklärt werden, was unter
Trockenabsaugung, Nassabsaugung und Kombianlagen zu verstehen ist.
• Bei der Trockensauganlage wird das abgesaugte Luft-Flüssigkeits-Gemisch bereits in der
Behandlungseinheit getrennt. Im Saugsystem wird ausschließlich Luft transportiert, die
mittels einer Unterdruckturbine (trockene Saugmaschine) angesaugt wird.
• Bei der Nassabsaugung durchläuft das abgesaugte Luft-Flüssigkeits-Gemisch das
gesamte Saugsystem. Mittels einer Pumpe (nasse Saugmaschine) wird die Flüssigkeit
abgepumpt.
• Bei der Kombianlage durchläuft das abgesaugte Luft-Flüssigkeits-Gemisch wie bei der
Nassabsaugung das gesamte Saugsystem. Erst in der Maschine findet eine Trennung der
beiden Medien statt. Die Flüssigkeit wird durch eine Zentrifugalpumpe abgeschieden und
die Luft wird durch eine Turbine (trockene Saugmaschine) abgesaugt.
Kurz gesagt:
• Bei der Trockenabsaugung läuft Luft durch Absaugkreis und Turbine.
• Bei der Nassabsaugung läuft Flüssigkeit durch den Absaugkreis und die Pumpe.
• Bei der Kombianlage läuft Flüssigkeit durch den Absaugkreis und Luft durch die Turbine.
Siche rheits hinw eis e
Stromschlaggefahr, auch 230 V können tödlich sein.
Biologisches Risiko, Infektionen durch ansteckende Krankheiten.
Allgemeines Gefahrensignal.
Hohe Temperaturen.
Vorgeschriebene Fluss- und Drehrichtung.
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Nicht immer kann mit einem Signal der erforderliche Gefahrenhinweis gegeben werden.
Daher muss der Benutzer die Hinweise aufmerksam lesen und beachten. Das Nichteinhalten
eines Signals oder eines Gefahrenhinweises kann dem Benutzer oder dem Gerät schaden.
Die Schutzvorrichtungen dürfen nicht demontiert, die Struktur und die Betriebsweise der
Maschine oder der Anlage nicht verändert werden. Trotz unserer Bemühungen können die
Hinweise nicht vollständig sein. Daher bitten wir den Anwender, selbst auf uns
möglicherweise entgangene Gefahrenquellen zu achten und uns diese mitzuteilen.
Bei allen Reinigungs- und Wartungsarbeiten sind Einweghandschuhe, Schutzbrille,
Schutzmaske und Einwegschürze zu tragen. Vor jedem Eingriff in das Gerät sind einige
Spülgänge mit einem vom Hersteller empfohlenen Desinfektionsmittel durchzuführen. Dazu
ist das Desinfektionsmittel gemäß der Bedienungsanleitung der Behandlungseinheit
aufzusaugen. Vor allen weiteren Eingriffen in das Gerät schalten Sie die
Spannungsversorgung ab (Hauptschalter, Sicherung usw. gegebenenfalls abschließen). Alle
Montage-, Installations- und Wartungsarbeiten sind grundsätzlich von einem autorisierten
Techniker durchzuführen.
Allg e me ine Eig ens chaften
In der aktuellen Reihe kleiner Kombiabsaugmaschinen werden angeboten:
Das Aggregat Turbo-Jet 1 modular und Turbo-Jet 1 modular Modell UK, ausreichend für
einen Behandlungsstuhl.
Turbo-HP due/ Turbo-Jet 2 modular für ein und zwei Behandlungsstühle
Turbo-HP tre/ Turbo-Tecno modular für zwei bis drei Behandlungsstühle
Turbo-HP quattro/ Turbo-Flux modular für zwei bis drei Behandlungsstühle
Turbo-HP tre 2 V/ Turbo-Tecno 2 V modular für zwei bis drei Behandlungsstühle
Turbo-HP quattro 2 V/ Turbo-Flux 2 V modular für drei bis vier Behandlungsstühle
Die empfohlene Anzahl der Behandlungsstühle ist nicht verbindlich, da die erforderliche
Leistung von verschiedenen Faktoren abhängt:
Durchmesser, Länge und Verlauf der Saugleitung (Anzahl der Bögen und Abzweigungen)
sowie Typ des Behandlungsstuhls. Die 2 V-Maschinen mit doppelter Turbine überwinden
dabei erhebliche Distanzen und begrenzen die Leistungsverluste. Diese Distanz kann nicht
in Metern angegeben werden, da auch bei diesen Maschinen die Leistungsverluste vom
Durchmesser, Länge und Verlauf der Saugleitung abhängig sind. Einige Richtwerte sind
jedoch der Tabelle auf S. 16 und der zeichnerischen Darstellung auf S. 12 zu entnehmen.
Alle Absaugmaschinen sind mit einem temperaturabhängigen Nebenluftventil ausgestattet,
welches bei zu hohen Temperaturen öffnet, um eine Überhitzung der Maschine zu
verhindern. Sollte die Maschine in einem nicht frostsicheren Bereich aufgestellt werden,
empfehlen wir Maschinen mit Gehäuse und Frostschutzanlage.
Alle Komponenten, wie z. B. Ventile, Kanülenhalterung und Amalgamabscheider von
Trocken- und Nassabsauganlagen können uneingeschränkt auch für die Kombimaschinen
verwendet werden.
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De r Te chnikraum
Mit den folgenden Anmerkungen möchten wir einige nützliche und praktische Empfehlungen
hinsichtlich der Planung und Organisation des Technikraums geben. Unabhängig von den
hier gemachten Empfehlungen sind die gültigen Richtlinien und Vorschriften der örtlichen
Behörden zu beachten. Dieses gilt insbesondere für die Sicherheit des Personals und der
Patienten.
Absauganlagen und Kompressoren sind in einem Raum zu installieren, zu dem Patienten
und Unbefugte keinen Zutritt haben. Falls ein solcher Raum nicht zur Verfügung steht,
müssen die Maschinen durch geeignetes Schutzgehäuse geschützt werden. Da es bei
Eigenkonstruktionen sehr leicht zu einer Überhitzung der Maschine kommen kann, sind
ausschließlich die vom Hersteller der Maschinen entwickelten Schutzgehäuse zu verwenden.
Der Technikraum ist mit einem Rauchmelder mit Fernanzeigeelement im Sekretariat
auszustatten. Vor dem Technikraum ist ein Feuerlöscher aufzustellen, dessen
Funktionstüchtigkeit regelmäßig zu kontrollieren ist.
Der Technikraum ist nicht als Abstellraum für Gegenstände und Geräte zu verwenden, die
nicht für die Maschinen erforderlich sind. Insbesondere dürfen keine leicht entzündlichen
Materialien in diesem Raum gelagert werden. Außerdem ist darauf zu achten, dass sich
keine leicht entzündlichen, explosiven Gemische bilden können.
Alle Fehler und Gefahrenmeldungen der Maschinen, z. B. zu hohe Temperatur,
Maschinenstillstand, müssen vom Maschinenraum in einen Raum geleitet werden, in dem
sich normalerweise Personal aufhält. Diese Gefahrensignale müssen durch ein akustisches
oder optisches Signal angezeigt werden.
Alle Maschinen müssen durch autorisierte Techniker installiert und in Betrieb genommen
werden. Die Elektroinstallation hat gemäß den örtlichen Vorschriften und Bestimmungen zu
erfolgen, z. B. IEC-Norm, VDE-Vorschriften und technische Anschlussbedingungen der
Stromversorger. Da es sich um Geräte der Schutzklasse 1 handelt, ist eine Erdung bzw. ein
ordnungsgemäßer Potenzialausgleich unerlässlich. Außerdem ist es empfehlenswert, die
Elektroinstallation gegen Überspannung, z. B. Blitzschlag, zu schützen. Es ist
sicherzustellen, dass die Lufttemperatur im Technikraum min. 5 °C und max. 35 °C erreicht.
Bei Bedarf ist hierzu ein entsprechendes Zu- und Abluftsystem aufzubauen. Die über die
Absauganlage angesaugte Luft ist über einen zugelassenen Abluftfilter ins Freie zu leiten.
Die abgesaugte und vom Amalgam befreite Flüssigkeit ist durch einen Geruchsverschluss
dem Abwassersystem (Kanalisation) zuzuführen.
Nach erfolgter Installation sind die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsprüfungen sowie
die Funktionsprüfungen aller Bauteile zwingend erforderlich. Mittels einer Sichtkontrolle sind
täglich alle, im Technikraum aufgestellten Maschinen auf Undichtigkeit und Verschmutzung
zu überprüfen. Auf der Internetseite www.cattani.it finden Sie unsere aktualisierten
Handbücher. Wir empfehlen, diese Handbücher und insbesondere die enthaltenen
Aktualisierungen betreffend Sicherheit zu lesen.
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Planung de r Abs augleitung en
Die Dimension der Hauptsaugleitung muss einen dem Fluss der Saugmaschine
angemessenen inneren Durchmesser aufweisen. Hierzu können die Werte aus Tabelle,
S. 16, sowie die Angaben aus der Zeichnung S. 12 herangezogen werden.
Alle Rohrleitungen des Praxissaugsystems sind nach den allgemeinen Regeln der
Abwassertechnik mit einem leichten Gefälle zur Saugmaschine und ausschließlich mit Bögen
nicht größer als 45 °C (90 °C = 2 x 45 °C) zu installieren. Auch eventuelle
Inspektionsöffnungen dürfen den Ablauf nicht behindern.
Um einen kompletten Abfluss der Flüssigkeit zu gewährleisten, ist am Ende des
Saugsystems ein Nebenluftventil zu installieren (Das Ventil eventuell auf die Förderhöhe der
Saugmaschine einstellen.).
Nach der Installation hat eine Dichtigkeitsprüfung des Systems zu erfolgen. Hierzu ist
folgendermaßen vorzugehen. Das System ist zu verschließen und unter leichten Druck zu
setzen. Mit einem geeigneten Instrument ist dann zu kontrollieren, ob dieser Druck konstant
bleibt. Zusätzlich sind alle Behandlungseinheiten und die Saugmaschine mit einer
Steuerleitung mindestens 5 x 1,5 untereinander zu verbinden.
Inbe trie bnahme
Stromschlaggefahr, auch 230 V können tödlich sein.
Biologisches Risiko, Infektionsgefahr durch ansteckende Krankheiten.
Allgemeines Gefahrensignal.
Hohe Temperaturen.
Vorgeschriebene Fluss- und Drehrichtung.
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•
Das Gerät anhand der auf der Verpackung abgebildeten Anweisung auspacken.
Den Karton ordnungsgemäß entsorgen.
Stellen Sie sicher, dass das Gerät während des Transportes keinen Schaden erlitten hat.
Niemals ein beschädigtes Gerät an das Stromnetz anschließen.
Keine Verlängerung, Mehrfachstecker oder fliegende Leitungen verwenden.
Alle Maschinen sind nur an einem sauberen Ort, fern von Wärmequellen, zu installieren.
Insbesondere ist darauf zu achten, dass die angesaugte Luft weder Staub noch Gase noch
Flüssigkeiten enthält. Vor der Installation der Kompressoren bzw. Absaugmaschinen ist
sicherzustellen, dass die Rohrsysteme keine Fremdkörper enthalten. Eventuell ist es
erforderlich, diese im Vorfeld zu spülen oder auszublasen. Um den Kompressor in Betrieb zu
nehmen, ist es ausreichend, den Hauptschalter einzuschalten. Die Absaugmaschinen sind
über einen entsprechenden Schalter von der Behandlungseinheit aus anzusteuern, um diese
in Betrieb zu nehmen. Bei allen Drehstrommaschinen, Kompressoren und Absaugmaschinen
ist das Drehfeld vor der Inbetriebnahme zu überprüfen. Entsprechende Drehrichtungspfeile
befinden sich auf dem Schutzgitter des Ventilators.
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Be trie bs - und Funktions we is e
Um eine ordnungsgemäße Bedienung der Maschine gewährleisten zu können, ist es
unerlässlich, dass jeder Anwender diese Bedienungsanleitung aufmerksam liest und sich mit
der Maschine vertraut macht.
Zusammen mit der abgesaugten Flüssigkeit werden auch feste Partikel abgesaugt. Daher
muss in unmittelbarer Nähe der Behandlungseinheit ein Filter mit einer Maschengröße von
max. 0,8 mm installiert werden, welcher das Absauggut filtriert. Alle Filter der CATTANIAbsauganlagen erfüllen diese Bedingung.
Funktions weis e
Das Absauggut gelangt über den Saugeingang (5) in den Separator, wo die Luft von der
Flüssigkeit getrennt wird. Die Flüssigkeit wird über den Abfluss (6) abgepumpt, während die
Luft über die Turbine ins Freie gelangt. Entsprechende Bakterienfilter mit Zertifikat sind
erhältlich.
Der Anlauf des Zentrifugalseparators erfolgt vor der Turbine. Das hat den Vorteil, dass die
Flüssigkeit, die sich noch im Separator gesammelt hat, in jedem Fall abgepumpt wird und
nicht in die Saugmaschine gelangt.
Bei allen Turbo-Jet modular, Turbo-HP 230 V Wechselstrommaschinen sowie Turbo-Tecno
modular und Turbo-Flux modular mit der Steuerplatine AC48B bzw. AC58B ist über einen
Mikroschalter eine Nachlaufzeit von 10 bis 120 Sekunden einstellbar.
Damit nach dem Abschalten der Saugmaschine durch die Behandlungseinheit die
nachlaufende Flüssigkeit den Separator nicht überfüllen kann, ist die Einstellung der
Nachlaufzeit besonders wichtig, wenn die Absaugmaschine auf einer Etage unterhalb der
Behandlungseinheit installiert ist. Außerdem darf die Saugleitung nicht senkrecht in den
Separator geführt werden. Vielmehr sollte darauf geachtet werden, die Saugleitung auf Höhe
der Saugmaschine zu verlegen. Die Installation eines Nebenluftventils ist unbedingt
erforderlich (siehe Planung der Absaugleitungen).
Diverse Leuchtdioden auf den Steuerplatinen AC48B bzw. AC58B informieren über den
Betrieb des Separators bzw. über die Stromaufnahme der Motoren.
Wenn im Separator der Flüssigkeitsstand unvorhergesehen ansteigt, wird die Saugmaschine
gestoppt und startet erst wieder, wenn ein normaler Flüssigkeitsstand erreicht ist. Sollte
dieser nicht erreicht werden, wird die Anlage komplett abgeschaltet.
Es besteht auch die Möglichkeit, den Separator und die Saugmaschine auf getrennten
Ebenen zu installieren, was teilweise erhebliche Vorteile mit sich bringt.
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Funktions weis e de s Amalg amabs c he iders Hydro z yklo n ISO 18 (S . 14)
In dem vorgeschalteten Separator wird die Luft von der gesamten Flüssigkeit der
Behandlungseinheiten getrennt.
Über den Abwasserzulauf (1) des Amalgamabscheiders erreicht die Flüssigkeit die fünf
Verteilungsöffnungen (2), die die Flüssigkeit gleichmäßig im Amalgamabscheiderkegel
verteilen und ihr eine nach unten weisende Drehbewegung verleihen.
Sobald die Flüssigkeit das Ende (3) des Amalgamabscheiderkegels erreicht, wechselt die
Drehrichtung und folglich auch die Fließrichtung der Flüssigkeit. Zu diesem Zeitpunkt ist die
Geschwindigkeit gleich null. Dadurch sinken die Amalgampartikel auf den Boden des
Amalgamsammelbehälters (5), während die gereinigte Flüssigkeit in der Kegelmitte aufsteigt
und nach oben austritt.
Sollte das System die erforderliche Mindestdurchlaufmenge von 0,5 l/mm nicht erreicht
haben, öffnet das Durchlaufmengenkontrollventil (24) auf Grund seines Eigengewichtes
nicht. Die Flüssigkeit wird über das Umlaufsystem (siehe Phase A) zum LuftFlüssigkeitstrenngerät zurückgeführt.
Die Flüssigkeit wird erneut dem Amalgamabscheider zugeführt und erst wenn das System
die erforderliche Mindestdurchlaufmenge erreicht, wird auch der festgelegte Abscheidegrad
(siehe Phase B) erreicht. Folglich öffnen das Durchlaufmengenkontrollventil (24) und das
Ablaufventil (25), damit die vom Amalgam befreite Flüssigkeit über den Ablauf (4) der
Entwässerungsanlage zugeführt werden kann.
Be s chre ibung de r Amalg amfülls tands me s s einrichtung und de r Warns ys te me
Rückseitig des Amalgamsammelbehälters erfasst eine Füllstandsmessvorrichtung durch ein
Fotodiodenpaar den Amalgamfüllstand im Sammelbehälter.
Erreicht der Sammelbehälter einen Füllstand von 95 %, wird dieses durch die gelbe Anzeige
und ein akustisches Signal angezeigt. Der Separator und der Amalgamabscheider arbeiten
ohne Unterbrechung weiter. Das akustische Signal kann durch die Reset-Taste
ausgeschaltet werden. Zu diesem Zeitpunkt sollte der Amalgamsammelbehälter gewechselt
werden.
Erreicht der Sammelbehälter einen Füllstand von 100 %, wird dieses durch die rote Anzeige
und ein akustisches Signal angezeigt. Der Separator und der Amalgamabscheider arbeiten
so lange ohne Unterbrechung weiter, bis das Gerät über die Behandlungseinheit
ausgeschaltet wird.
Ein erneutes Einschalten ist erst nach einem Wechsel des Amalgamsammelbehälters
möglich.
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De m Pra xis pe rs onal vo rbehaltene o rde ntliche Wartung de r Abs aug anlag e
Bei allen Wartungsarbeiten sind Einweghandschuhe, Schutzbrille, Schutzmaske und
Einwegschürze zu tragen.
In den Maschinen und Rohrleitungen kann das infizierte kontaminierende Absauggut unter
Druck stehen. Bei Bruch eines unter Druck stehenden Teiles erhöht sich daher das
biologische Risiko.
Nach chirurgischen Eingriffen oder Eingriffen mit hohem Infektionsrisiko ist mit dem PulseCleaner die Reinigungslösung Puli-Jet plus anzusaugen.
Nach einem halbem Arbeitstag (vor der Mittagspause) ist an jedem Behandlungsstuhl mit
dem Pulse Cleaner eine Puli-Jet plus Lösung anzusaugen. Pro Behandlungseinheit ist eine
Maßeinheit Puli-Jet plus zu verwenden.
Die Gebrauchsanleitungen sind auf der Puli-Jet plus Flasche angegeben.
Hierzu werden die Saugschläuche an den Endstücken des Eimers angebracht.
Der Saugvorgang erfolgt auch in Abwesenheit des Personals. Die auf dem Eimerboden
verbleibende Lösung in das Speibecken gießen.
Wir empfehlen die Anwendung von Puli-Jet plus nach jedem Eingriff mit hohem
Infektionsrisiko sowie am Abend nach dem letzten Patienten.
Nicht spülen – Puli-Jet plus wirkt über Nacht ein.
Auch die Filter an den Absauganlagen und an den Behandlungsstühlen sind täglich zu
wechseln.
Damit keine kontaminierten Flüssigkeiten aus den Filtern tropfen, ist vor dem Herausziehen
der Filter aus der Behandlungseinheit die Absauganlage in Betrieb zu setzen, ohne
Flüssigkeiten anzusaugen.
Die während des Arbeitstages verwendeten Filter herausziehen und in eine Reinigungs- und
Desinfektionsmittellösung
legen.
Saubere
Filter
mit
den
desinfizierenden
Antischaumtabletten einsetzen.
Auf die gleiche Weise müssen alle Filter an den Speischalen-Ventilen und an den
Saugaggregaten ersetzt werden; das eventuell in den Filtern vorhandene Amalgam muss
gemäß den Normen ISO 11143 gesammelt und zugelassenen Entsorgungsunternehmen
übergeben werden, da es sich um giftiges, schädliches und kontaminiertes Material handelt.
Vor jedem Eingriff an der Maschine ist die Stromzufuhr zu unterbrechen.
Kontrollieren Sie, dass die im Garten, unter Treppen oder anderen praxisexternen
Umgebungen aufgestellten Maschinen die erforderliche Belüftung aufweisen.
Regelmäßig die Raumtemperatur und den Geräuschpegel der Maschinen überprüfen, damit
Bruch und Überhitzung verhindert werden.
Die Häufigkeit der beschriebenen Eingriffe sollte von der Arbeitslast der Praxis abhängen.
Das Personal weiß aus Erfahrung, ob die Eingriffe mehr oder weniger häufig erforderlich
sind.
Die keiner ordentlichen Wartung unterzogenen Maschinen bleiben wie die unter zu hohen
Temperaturen arbeitenden Maschinen stehen, weil die feuchten Schmutzpartikel durch die
angesaugte Luft in die empfindlichen Bereiche transportiert werden, wo sie zu Reibung
führen, wogegen die feuchten Schmutzpartikel bei Überhitzung und der darauffolgenden
nächtlichen Abkühlung das Schmierfett der Lager trocknen und dadurch zu
Größenabweichungen der mechanischen Teile führen, was die Isolierstoffe und
Elektrokomponenten beschädigt.
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Auße ro rdentliche Wartung de r Abs auganlag e (S. 13)
Stromschlaggefahr, auch 230 V können tödlich sein.
Biologisches Risiko, Infektionsgefahr durch ansteckende Krankheiten.
Hohe Temperaturen.
Mit der außerordentlichen Wartung ist ein autorisierter Techniker zu beauftragen. Die
Anlagen sind regelmäßig zu überprüfen.
Die Häufigkeit der außerordentlichen Wartung hängt von dem Arbeitsaufkommen in der
Praxis ab.
Bei einer Praxis, die an 5 Wochentagen täglich 8 Stunden arbeitet, und bei der die Anlagen
auch durch das Praxispersonal überwacht werden, ist eine außerordentliche Wartung alle
sechs Monate fällig.
Bei allen Wartungsarbeiten sind Einweghandschuhe, Schutzbrille, Schutzmaske und
Einwegschürze zu tragen. In den Maschinen und Rohrleitungen kann das infizierte
kontaminierende Absauggut unter Druck stehen. Bei Bruch eines unter Druck stehenden
Teiles erhöht sich daher das biologische Risiko.
Vor Eingriffen ist die Stromversorgung zu unterbrechen und der Trennschalter
gegebenenfalls abzuschließen.
Bei der ersten Kontrolle nach einem längeren Arbeitszeitraum der Anlage hat der Techniker
zu überprüfen, dass die Klemmen der elektrischen Steuereinheit festgezogen sind und die
Kabelschuhe keine Zeichen von Übererhitzung aufweisen.
Die in Mikrofarad ausgedrückte Leistung der Kondensatoren ist nach einer gewissen Anzahl
von Eingriffen erschöpft. Wenn die Kondensatoren nicht rechtzeitig ersetzt werden, können
sie bersten und zur Beschädigung der Maschine führen.
Die Überprüfung der Kontrolllampen sowie der zusätzlichen Nebenluftventile und
Magnetventile und der dem Praxispersonal unzugänglichen Filter sind für eine gute
Instandhaltung und Pflege der Anlage notwendig.
Nach Eingriffen an Elektrokomponenten muss der Techniker die Anlage gemäß der Norm
CEI EN 60204-1 wieder überprüfen.
Ferner hat der Techniker alle Funktionen der Anlage zu überprüfen und diese
gegebenenfalls Instand zu setzen.
Kontrolle von Durchsatz und Förderhöhe: Wenn die Leistungen der Anlage im Laufe der Zeit
nachgelassen haben, muss der Techniker eingreifen. Eine Leistungsabnahme kann
verschiedene Ursachen haben: Verstopfung durch Fremdkörper und Bakterienablagerungen,
alte, brüchige Schläuche, gequetschte oder verformte Schläuche, mit Flüssigkeit oder
Fremdkörpern gefüllte Siphons oder Gegengefälle der Saugkanalisierungen.
Bei laufendem Saugaggregat die Absaugung schließen und die Funktionstüchtigkeit des
temperaturabhängigen Nebenluftventils (Det. 8) überprüfen.
Den Ablassschlauch entfernen (Det. 6), eine größere Wassermenge ansaugen und
kontrollieren, dass der Separator die Flüssigkeit mit dem erforderlichen Schub ablässt;
stellen Sie sicher, dass kein Wasser aus dem Abluftkanal austritt.
Mehr als von den Betriebsstunden hängt die Lebensdauer der Maschinen von der Wartung
und der Raumtemperatur ab.
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Wic htig e Hinwe is e
• Auf die Geräte wird eine einjährige Garantie gewährt, die am Verkaufsdatum einsetzt. Um
Anrecht auf die Garantie zu erhalten, muss dem Hersteller der entsprechende
Garantieschein unter Angabe des Kaufdatums, des Verkäufers und des Verwenders
zurückgesendet werden.
• Die Garantie und die Haftung des Herstellers verfallen, wenn die Geräte mit ungeeigneten
oder von den angegebenen Produkten abweichenden Produkten behandelt werden oder
durch Eingriffe jeglicher Art seitens nicht vom Hersteller zugelassener autorisierter
Personen verändert werden.
• Der Hersteller, die Vertragshändler, die Vertreter und autorisierten Techniker stehen gerne
für die Lieferung von Ersatzteilen, Unterlagen, Anleitungen und anderen nützlichen
Informationen zur Verfügung.
• Der Hersteller behält sich das Recht ohne Vorankündigung auf Abänderungen der von ihm
hergestellten Produkte vor, wenn technische Anforderungen, Produktverbesserungen,
Zulassungs- und Betriebsschwierigkeiten sowie die Verfügbarkeit von Produkten und
Ersatzteilen es erfordern.
• Auf der Internetseite www.cattani.it finden Sie unsere aktualisierten Handbücher. Wir
empfehlen, diese Handbücher und insbesondere die Aktualisierungen betreffend
Sicherheit zu lesen.
Trans po rt und Lag e rung
• Beim Transport und bei der Lagerung können die verpackten Ausrüstungen Temperaturen
zwischen - 10 °C und + 60 °C ausgesetzt werden.
• Die Kolli dürfen weder Wasser, noch Feuchtigkeit über 70 % ausgesetzt werden.
• Es können jeweils nur drei Kolli mit dem gleichen Gewicht gestapelt werden.
Trans po rt von Ge brauchtg e räten
• Bevor das Gerät verpackt wird, ist es ordnungsgemäß zu reinigen und zu desinfizieren.
• Entfernen Sie alle restlichen Flüssigkeiten und Feststoffe aus dem Gerät, verschließen Sie
alle Öffnungen mit Polyäthylenstopfen und verpacken das Gerät in mindestens
dreischichtiger Wellpappe.
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WARTUNGS BLATT FÜR DIE ORDENTLICHE WARTUNG
Abs aug anlag e
Die s e s Blatt mus s be i je de r orde ntlic he n Wartung aus ge füllt we rde n.
Die ordentliche Wartung muss entsprechend eingewiesenem Praxispersonal
anvertraut werden. Bei allen Wartungseingriffen sind Einweghandschuhe,
Schutzbrille, Schutzmaske und Einwegschürze zu tragen.
Datum de s Eing riffs ..................................
Unte rs c hrift de s Ins tandhalte rs ..................................
Täglich: Abendliches Ansaugen von Puli-Jet plus und warmem Wasser
(Pulse-Cleaner ist zu verwenden)
JA
NEIN
Vor jedem Eingriff an der Maschine die Stromzufuhr unterbrechen
JA
NEIN
Täglich: die Filter an dem Behandlungsstuhl und an der Absauganlage
wechseln
JA
NEIN
Täglich: die desinfizierende oder reinigende Antischaumtabletten an den
sauberen Filtern anbringen
JA
NEIN
Gelegentlich: die Temperatur im Maschinenraum überprüfen
(+ 0,5 °C  + 35 °C)
JA
NEIN
Im Maschinenraum darf nichts stehen, was nicht zur Maschine gehört, dies gilt
besonders für entflammbare Materialien. Überwachen Sie stets, dass sich keine
korrosiven entflammbaren oder explosiven Gemische bilden
JA
NEIN
Bei jedem Eingriff: Kontrollieren, dass die Belüftung der Maschinen nicht durch
Staub oder andere Gegenstände behindert wird
JA
NEIN
* Bei erhöhter Temperatur oder steigendem Geräuschpegel den Techniker kontaktieren.
11/16
12/16
13/16
14/16
AC 58-B Elektrisches Diagramm
15/16
Ze ntrale S augs ys te me mit Turbo -Je t modular Abs auganlage n
Empf. Anzahl
von gleichzeitig
arbeitenden
Dentaleinheiten
1
2*
3
4
4*
6
8
3
4
Hauptleitung
Absauganlagen
Turbo-Jet 1
Turbo-HP due
Turbo-Jet 2
Turbo-HP tre
Turbo-Tecno
Turbo-HP quattro
Turbo-Flux
2 Turbo-HP due
2 Turbo-Jet 2
2 Turbo-HP tre
2 Turbo-Tecno
2 Turbo-HP quattro
2 Turbo-Flux
Turbo-HP tre 2 V
Turbo-Tecno 2 V
Turbo-HP quattro 2 V
Turbo-Flux 2 V
* Wir empfehlen die Verwendung von Kanüle Nr. 22.
16/16
Nebenleitungen
Ø in mm
Max.
Enfernung
in m
Ø in mm
Max.
Enfernung
in m
30
2
30
/
30
6
30
2
40
10
30
3
50
12
30
3
40
10
30
2
50
14
30
3
60
16
30
3
40
20
30
4
50
25
30
4
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