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Gebrauchsanweisung Defi-Monitor DM 1 - DM 4, deutsch

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Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Inhaltsverzeichnis
Seite
1.
Sicherheitshinweise
3
2.
Gerätebeschreibung
5
3.
Vorbereitende Maßnahmen
15
3.1 Akkuladung
15
3.2 Konfiguration des Defibrillators / EKG-Monitors (Setup-Menü)15
4.
Bedienung des Defibrillators
4.1 Ein- und Ausschalten des Defibrillators / Selbsttest
4.2 Synchron- und Asynchronbetrieb
4.3 Energiewahl
4.4 Energieladung
4.5 Positionierung der Paddles
4.6 Entladung der Energie (Schock)
4.7 Kinderpaddles
18
18
19
19
20
21
22
23
5.
Bedienung des EKG-Monitors
5.1 Auswahl der EKG-Ableitungen
5.2 Einstellen der Signalverstärkung
5.3 Lautstärke des Systolen-Signals
5.4 Aktivieren der Alarme für Herzfrequenz
5.5 Filter
5.6 Positionierung der EKG-Elektroden
24
24
25
25
26
26
28
6.
Bedienung des SpO2-Monitors (nur bei Modell DM 30)
6.1 Anschluß des SpO2-Sensors
6.2 Auswahl des richtigen SpO2-Sensors
6.3 Einstellen der Alarme für SpO2
29
29
30
32
7.
Bedienung des Druckers
7.1 Protokoll des EKG-Signals
7.2 Automatischer Ausdruck nach jedem Schock (Autoprint)
7.3 Ausdruck des Ereignis-Speichers
7.4 Einlegen des Druckerpapiers
33
33
34
35
35
8.
Bedienung des PRIMEDIC™ Pacers
8.1 Anschluß des Pacer-Moduls
8.2 Positionierung der Klebeelektroden für Pacing
8.3 Ein- und Ausschalten des Pacers
8.4 Einstellen der Pacer-Betriebsarten
8.5 Einstellen der Stimulations-Frequenz
8.6 Einstellen der Stimulations-Intensität
8.7 Starten und Stoppen des Pacings
8.8 Defibrillation während des Pacings / Defibrillation über
Klebeelektroden
37
37
38
40
42
44
44
46
48
9.
50
Bedienung des PRIMEDIC™ I/D-Moduls für interne Defibrillation
9.1 Anschluß des I/D-Moduls
50
9.2 Anschluß der Löffelelektroden für die interne Defibrillation50
9.3 Defibrillation über Löffelelektroden
52
10.
Bedienung des PRIMEDIC™ R/D-Moduls für Freihand-Defibrillation
10.1 Anschluß des R/D-Moduls
10.2 Positionierung der Klebeelektroden
10.3 Anschluß des Pacer-/Defibrillationskabel
10.4 Remote-Defibrillation über Klebeelektroden
53
53
53
55
55
11.
Handhabung der Ladekonsole
56
19507 / 07.99
1
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
12.
Handhabung der Wechselakkus
12.1 Wechseln des Akkus
12.2 Paralleles Laden des Akkus in der Ladekonsole
57
58
58
13.
Pflege und Wartung
60
14.
Entsorgung
60
15.
Technische Daten, Zubehör, Bildzeichen
15.1 Technische Daten PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 und DM 30
15.2 Zubehör
15.3 Bildzeichen
62
62
65
66
16.
Gewährleistungsbedingungen
67
17.
Anhang
68
A1
Allgemeine Hinweise und Regeln beim Einsatz von Akkumulatoren68
A2
Allgemeine Hinweise und Regeln im Umgang mit Defibrillatoren70
A3
Allgemeine Hinweise für den Einsatz von Pulsoximetern
79
A4
Darstellung der Spannungs-Zeit-Funktion
81
A5
Beschreibung der Monitordarstellungen und Ausdrucke
83
A6
Sicherheitstechnische Kontrollen
87
PRIMEDIC™ ist eingetragenes Warenzeichen der METRAX GmbH, Rottweil.
2
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
1.
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Sicherheitshinweise
Der von Ihnen erworbene PRIMEDIC™ Defi-Monitor wurde im Hinblick auf die
hohen
Anforderungen
bei
Notfalleinsätzen
entwickelt.
Moderne
Techniken, die auf unseren langjährigen Erfahrungen in der Entwicklung
und der Herstellung von Defibrillatoren beruhen, verbunden mit neuen
schockabsorbierenden Materialien und neuen Erkenntnissen, unterstützen
Sie im Notfall, wenn es besonders schnell gehen muss.
Damit der PRIMEDIC™ Defi-Monitor seine Funktion sicher und zu
Zufriedenheit erfüllen kann und Gefahren für Mensch und
vermieden werden, sind die folgenden Punkte zu beachten:
Ihrer
Sache
1. Jede Benutzung des PRIMEDIC™ Defi-Monitors setzt die genaue Kenntnis
und Beachtung dieser Gebrauchsanweisung voraus.
2. Der PRIMEDIC™ Defi-Monitor ist nur für die in dieser Gebrauchsanweisung
genannten oder beschriebenen Einsatzzwecke bestimmt und geeignet.
Jede andere Verwendung kann unerkannte Gefahren in sich bergen und
ist zu unterlassen.
3. Der PRIMEDIC™ Defi-Monitor ist wie grundsätzlich alle Defibrillatoren
nicht
für
den
Betrieb
in
explosionsgefährdeten
Bereichen
zugelassen.
4. Der PRIMEDIC™ Defi-Monitor darf nur von geschultem und autorisiertem
Personal bedient werden. Das Lesen der Gebrauchsanweisung ersetzt
keine Schulung.
5. Unsachgemäße Anwendung oder zu lange Einsatzdauer des SpO2-Sensors
kann zu Gewebe-schäden führen.
6. Starkes Umgebungslicht, Bewegung und bestimmte Zustände des
Patienten, intravaskuläre Farbstoffe, falsche Anbringung des SpO2Sensors können zu einer falschen Anzeige der Sauerstoff-Sättigung
führen. Verwenden Sie nicht die SpO2-Messung als einzige Methode
zur
Vitalüberwachung.
Die
Hinweise
für
den
Einsatz
für
Pulsoximetern sind zu beachten (Anhang A3).
7. Reparaturen, Veränderungen, Erweiterungen und Installationen des
PRIMEDIC™ Defi-Monitor dürfen nur von METRAX autorisiertem und
geschultem Personal vorgenommen werden. Der PRIMEDIC™ Defi-Monitor
besitzt keine vom Anwender zu reparierenden Teile.
8. Das Gerät darf nur mit Zubehör, Verschleißteilen und Einmalartikeln
verwendet
werden,
deren
sicherheitstechnisch
unbedenkliche
Verwendbarkeit durch eine für die Prüfung des verwendungs-fertigen
Gerätes zugelassene Prüfstelle nachgewiesen ist. Dieses erfüllen
alle originalen PRIMEDIC™ Zubehör- und Verschleißteile.
9. Der Anwender hat sich vor der Anwendung des Gerätes von der
Funktionssicherheit und dem ordnungsgemäßen Zustand des Gerätes zu
überzeugen. Bei z.B. beschädigtem Pacer- / Defibrillationskabel
darf der Defibrillator / Pacer nicht eingesetzt werden.
10. Die im Anhang A1, A2 und A3 aufgeführten Hinweise und Regeln sind
bei der Benutzung des PRIMEDIC™ Defi-Monitor zu beachten.
11. Das Gerät muss sich vor dem Einsatz im Betriebstemperaturbereich
befinden. Das gilt z.B. für die Lagerung des Defibrillators in
einem Rettungsfahrzeug im Winter.
12. Betreiben Sie den PRIMEDIC™ Defi-Monitor nicht in unmittelbarer Nähe
von empfindlichen Geräten (z. B. Meßgeräten), die auf Magnetfelder
sensibel reagieren oder starken Störquellen, die die Funktion des
PRIMEDIC™ Defi-Monitors beeinflussen können. Halten Sie ausreichend
Abstand.
13. Der PRIMEDIC™ Pacer wird vom Akku des PRIMEDIC™ Defi-Monitor gespeist.
Die Akku-kapazitätsanzeige des PRIMEDIC™ Defi-Monitors ist vor und
während der Anwendung des Pacers zu beachten.
19507 / 07.99
3
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
14. Die Klebeelektroden dürfen über die Pacer-/Defibrillationskabel nur
mit den PRIMEDIC™-Modulen verbunden werden. Die Verwendung des
Elektrodensystemes mit anderen Geräten kann die Abgabe von
gefährlichen Ableitströmen an den Patienten verursachen.
15.
Andere therapeutische und diagnostische Energiequellen (z.B.:
Diathermie, Hochfrequenz-Chirurgie, Magnetspintomographie) können
den PRIMEDIC™ Pacer beeinflussen und den Betrieb stören.
Für die Bundesrepublik Deutschland gilt zusätzlich:
16.
Das
Gerät
entspricht
dem
Medizinproduktegesetz
(MPG)
und
unterliegt der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV).
17.
Gemäß Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) ist das
Gerät den in Anhang A6 erläuterten regelmäßigen Kontrollen zu
unterziehen.
18.
Laut MPBetreibV ist
führen.
Regelmäßige
dokumentieren.
für das Gerät ein Medizinproduktebuch
Kontrollen
des
Gerätes
sind
dort
Für die anderen Staaten der Europäischen Gemeinschaft gelten
nationalen Vorschriften für den Betrieb von Medizinprodukten.
Hersteller:
Rheinwaldstraße 22
D-78628 Rottweil
Tel.: (0741) 257-0
Fax: (0741) 257-235
4
zu
zu
die
METRAX GmbH
19507 / 07.99
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
2.
Gerätebeschreibung
7
15 17
16
1
2
3
4
5
6
7
8
8
Abb.: 1
14
13
12
11
10
9
Gesamtansicht PRIMEDIC™ Defi-Monitor
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
EKG-Einheit mit Monitor und Bedienelementen
Tragegriff
Eingangsbuchse für EKG-Patientenkabel
EKG-Patientenkabel zur Aufnahme des EKG’s
Defibrillator-Einheit mit Bedienelementen
Paddlekabel für APEX-Paddle
Entriegelungsknopf für Akku
Wechselakku
Paddle für APEX-Position
Auslöse-Knopf
Drucker mit Abdeckung und Fach für Papierrolle
Auslöse-Knopf
Paddle für STERNUM-Position
Paddlekabel für Sternum-Paddle
PRIMEDIC™-Modulstecker zum Anschluß von Modulen wie z.B. Pacermodul,
I/D-Modul für interne Defibrillation
16
Eingangsbuchse für SpO2-Patientenkabel (nur Modell DM 30)
17
SpO2-Patientenkabel zum Anschluß von NELLCOR®-Sensoren
(Anschlußstecker)
19507 / 07.99
5
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Abb.: 2
20
21
22
23
24
25
26
27
28
6
Gebrauchsanweisung
EKG-Einheit mit Bedienelementen und Monitor
EKG-Monitor
hochauflösender Graphik-EL-Monitor zur
Darstellung der EKG-Signale und wichtiger
Geräte-Parameter.
Paddle-Ableitungs-Taste Auswahl des EKG-Signals von Paddles.
Ableitungs-Wahl-Taste Auswahl der Standardableitungen über
externes EKG-Patientenkabel
Signalverstärkungs-Taste Einstellung der Verstärkungsfaktoren für
das EKG-Signal.
Lautstärke-Taste
Alarm-Taste (SpO2)
Einstellung der Lautstärke des Systolentons.
Aktivierung von Alarmgrenzen für niedrige
und hohe SpO2-Werte, voreinstellbar im SetupMenü (nur bei Modell DM 30 aktiv)
Papiervorschub-Taste Einführen des Druckerpapiers
Drucker Ein/Aus-Taste Ein- und Ausschalten des EKG-On-line-Druckes
Alarm-Taste
Aktivierung von Alarmgrenzen für niedrige
und hohe
(Herzfrequenz)
Herzfrequenzen, voreinstellbar im SetupMenü.
19507 / 07.99
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
30
31
32
33
34
46
35
45
36
44
37
43
42
Abb.: 3
41
40
39
38
Defibrillator-Einheit mit Bedienelementen und Anzeigen
30
Ein-/Standby-Taste
Gerätes
31
LED
32
Energie-Taste
33
SYNC-LED
34
SYNC-Taste
Synchronbetrieb
35
ok-LED
Einschalten bzw. Standbyschalten des kompletten
Anzeige der gewählten Energiestufe
Auswahl der Defibrillations-Energie
Anzeige der Synchronbetriebsart
Umschalten der Defibrillator-Einheit in den
signalisiert, dass die ausgewählte Energie
geladen ist und zum
Schock (Defibrillation / Kardioversion)
bereitsteht
36
Achtung-LED
signalisiert Fehlfunktion der DefibrillationsEinheit
37
Pacer Ein/Aus-Taste
Ein- und Ausschalten des PRIMEDIC™ Pacers
38
Pacer Intensität + Erhöhen der Pacing-Intensität
39
Pacer Intensität - Erniedrigen der Pacing-Intensität
40
Pacer Frequenz Erniedrigen der Pacing-Frequenz
41
Pacer Frequenz +
Erhöhen der Pacing-Frequenz
42
Stimulation Start / Stop Starten bzw. stoppen des Pacers mit den
gewählten Stimulations-Parametern
43
Pacing-LED
signalisiert Pacing-Impuls
44
Betriebsarten-Taste
Einstellung der Pacer-Betriebsarten
45
LED
Signalisiert Ladung der Defibrillations-LED
46
LED
Signalisiert Deaktivierung der Paddles
19507 / 07.99
7
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Abb.: 4
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Charger Ladekonsole mit Anschlüssen und Anzeigen
50
51
Wechselakku (optional)
eingesteckt in Schacht zum Laden
Schacht
Laden bzw. Aufbewahren eines Reserveakkus
PRIMEDIC™ Accu
52
Lademodul (optional)
Laden eines Reserveakkus
53
LED grün
signalisiert, dass Reserveakku geladen wird
54
LED grün
signalisiert Akkukapazität 90 - 100 %
55
LED gelb
signalisiert Akkukapazität 50 - 90 %
56
LED rot
signalisiert Akkukapazität 10 - 50 % bzw.
blinkend einen Akkufehler
57
LED gelb
signalisiert Ladung des Akkus am Defibrillator
58
LED grün
signalisiert, dass Energieversorgung vorhanden
zum Laden des Defibrillators bzw. des
optionalen Reserveakkus
59
Kontake
Übertragung des Ladestroms auf Defibrillator
60
Ladekonsole
Aufstellen des Defibrillators
61
Sicherung
Absicherung des Stromkreises für 12 / 24 V Bordspannung
62
Universalstecker
Anschluß der Netzleitung
63
Spannungswähler
Einstellen des Spannungsbereichs 115 V oder 230
V
64
Gehäusedurchführung
Anschluß der 12 / 24 V - Bordspannung
65
Arretierung (optional)
Verankerung des Defibrillators auf der
Ladekonsole
66
Entriegelungs-Taste
Einhand-Entriegelung des Defibrillators
(optional)
70
Stecker
Anschluß an Universalstecker (62) von
Ladekonsole
71
Netzstecker
Anschluß an Netzsteckdose
8
19507 / 07.99
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
101
102
103
104
Abb.: 5 PRIMEDIC™ Pacer-Modul
PRIMEDIC™ R / D - Modul
101
102
103
104
PRIMEDIC™ Modul-Stecker
Lade- / Auslöse-Tasten
Stecker für Pacer- / Defibrillations-Kabel
Entriegelungstaste
19507 / 07.99
9
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
110
111
112
113
114
Abb.: 6
110
111
112
113
114
10
PRIMEDIC™ I/D-Modul
PRIMEDIC™ Modul-Stecker
Lade- / Auslöse-Tasten
Positiver (+) Anschluß für internes Defibrillationskabel
Negativer (-) Anschluß für internes Defibrillationskabel
Entriegelungstaste
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Defi-Monitor
ist
ein
Der
PRIMEDIC™
Defibrillator mit integriertem MehrkanalEKG-Monitor
und
Online-Drucker.
Der
Defibrillator
kann
mit
dem
EKG
synchronisiert werden, so dass synchrone
Kardioversionen möglich sind.
Die Gerätefamilie ist modular aufgebaut.
Es existieren verschiedene Modelle:
PRIMEDIC™
DM 1
DM 3
DM 10
DM 30
Defi-Monitor
Basismodell
mit Pulsoximeter
mit Modulsteckplatz
mit
Pulsoximeter
Modulsteckplatz
und
An die Modulsteckplätze der DM 10 und DM
30 Modelle können die Module Pacer, I/D
(interne
Defibrillation)
und
R/D
(Freihand-Defibrillation)
angeschlossen
werden.
Die PRIMEDIC™ Defi-Monitore wurden gezielt auf
schnelle
und
sichere
Benutzung
in
Notfallsituationen
konzipiert.
Alle
Funktionseinheiten
und
Bedienelemente
unterliegen folgenden Grundsätzen:
• klare Gliederung der Funktionseinheiten
• Reduzierung
der
Funktionen
auf
Notwendiges
• logische Bedienerführung
• klare, selbsterklärende Bedienelemente
• ergonomische Gestaltung
• nachrüstbare Funktionen, da modular.
Der
EKG-Monitor
verfügt
über
ein
hochauflösendes
EL-Graphic-Display,
das
selbst
unter
problematischen Lichtverhältnissen hohen
Bildkontrast liefert.
Der EKG-Monitor ist nach oben und unten
schwenkbar, um in allen Lagen einen guten
Betrachtungswinkel auf das dargestellte
EKG zu ermöglichen, z.B.:
• Liegend bei Einsätzen im Freien
• Aufrecht
stehend
in
tiefen
Einbaupositionen im Rettungswagen.
In den Geräteversionen DM 3 und DM 30
besteht
die
Möglichkeit
der
kontinuierlichen, nichtinvasiven Messung
der funktionellen Sauerstoffsättigung von
arteriellem Hämoglobin (SpO2). Im PRIMEDIC™
Defi-Monitor
wird
dazu
ein
hochwertiges
Messmodul
der
Firma
NELLCOR
PURITAN
BENNETT Inc. eingesetzt.
Zusammen mit den in Kapitel 6.2 (Auswahl
des
richtigen
SpO2-Sensors)
vorgeschriebenen
Sensoren
ist
die
kontinuierliche
Überwachung
der
Sauerstoffsättigung
von
Erwachsenen,
Kinder und Neugeborenen möglich. Neben den
Meßwerten in % wird eine kontinuierliche
Pulskurve im Monitor dargestellt. Diese
wird auch über den Drucker hochauflösend
dokumentiert.
19507 / 07.99
11
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Bei der Messung der Sauerstoffsättigung
können Alarmgrenzwerte aktiviert werden,
um eine Veränderung des Patientenzustandes
zu bemerken.
Der Drucker kann sowohl zur MonitoringDokumentation als auch zur Registrierung
des Notfallgeschehens (jeweils 5 Sekunden
vor und 5 Sekunden nach einem Schock)
eingesetzt werden.
12
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Die Defibrillator-Einheit ist auf sichere
und
sehr
schnelle
Einsatzbereitschaft
optimiert:
• Ladezeit für 100 Joule ca. 1 Sekunde (*)
• Ladezeit für 360 Joule ca.
5
Sekunden
(*)
(*) = bei Akkukapazität ca. 90 % des
Nennwertes.
In den Modellen DM 10 und DM 30 ist
seitlich ein Modul-Steckplatz vorgesehen.
An
diesen
kann
z.B.
ein
Pacer-Modul
angeschlossen werden. Dieser ist besonders
einfach zu bedienen. Im Gegensatz zu
herkömmlichen Pacern müssen zum Anschluß
des
Pacer-/Defibrillationskabels
die
Paddle
nicht
entfernt
werden.
Beim
Pacer
wird
das
PacerPRIMEDIC™
Defibrillationskabel
einfach
am
Modul
zugesteckt.
Wird
während
des
Pacings
eine
Defibrillation notwendig, kann über die
Klebeelektroden
ein
Schock
abgegeben
werden.
Die
Auslöse-Knöpfe
am
Modul
steuern Energieladung und Schockabgabe.
Das Pacing wird unterbrochen, wenn eine
Defibrillation über die Klebeelektroden
abgegeben werden soll. Auch ohne Pacing
kann
über
angelegte
Klebeelektroden
freihanddefibrilliert werden.
Wird kein Pacer benötigt und wünscht der
Anwender die Energie nicht über Paddle zu
applizieren,
steht
das
R/D-Modul
zur
Verfügung. An dieses Modul werden die
Klebeelektroden
zur
FreihandDefibrillation angeschlossen.
Mit
Hilfe
des
I/D-Moduls
für
interne
Defibrillation
können
Löffelelektroden
über ein sterilisierbares Patientenkabel
angeschlossen werden. Für die Arbeit am
offenen Thorax steht ein umfangreiches
Löffelprogramm zur Verfügung.
Die Energieversorgung der PRIMEDIC™ DefiMonitore erfolgt aus Wechselakkus mit NiCdZellen, unabhängig vom jeweiligen Modell.
Die eingesetzte Ladeelektronik basiert auf
dem
neuesten
Stand
der
Technik
und
ermöglicht so eine maximale Lebensdauer
der verwendeten Akkus.
Der PRIMEDIC™ Defi-Monitor kann im Ruhezustand
auf einer Ladekonsole abgestellt werden.
Die
Konsole
kann
über
verschiedene
Adaptoren (optional) an einer Wand oder im
Rettungswagen
fixiert
werden.
Der
PRIMEDIC™ Defi-Monitor kann bei Bedarf über
die
Einhand-Entriegelung
einfach
und
schnell entnommen werden.
In der Ladekonsole sind die elektrischen
Anschlüsse
(Netzspannung
oder
DCBordspannung) untergebracht. Die Konsole
dient u. a. als Energieversorgung für die
Akkuladung.
19507 / 07.99
13
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Als Option ist die Konsole in KomfortAusführung erhältlich, die zusätzlich das
Laden
eines
zweiten
Wechselakkus
ermöglicht. Bei Verwendung der KomfortVersion mit Akku-Care-Funktion wird der
Akku optimal gepflegt, der gefürchtete
‘‘Memory’’-Effekt wird vermieden. Diese
Akku-Care-Option
ist
in
alle
BasisLadekonsolen nachrüstbar. Der Betrieb des
PRIMEDIC™ Defi-Monitor ist auch möglich, wenn
dieser auf der Ladekonsole abgestellt ist.
Aus
Sicherheitsgründen
muss
für
den
Betrieb der Akku angeschlossen bleiben,
damit im Notfall der Defibrillator nicht
ohne Akku von der Ladestation genommen
wird.
Es ist umfangreiches Zubehör erhältlich.
14
19507 / 07.99
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
3.
Vorbereitende Maßnahmen
3.1 Akkuladung
Vor der ersten Benutzung des PRIMEDIC™ DefiMonitor
muss
zunächst
der
Wechselakku
aufgeladen werden.
Rasten Sie dazu den Wechselakku seitlich
an der dafür vorgesehenen und markierten
Stelle in seine Position (siehe auch
Kapitel 12.1).
Der PRIMEDIC™ Defi-Monitor muss anschließend
auf die Ladekonsole PRIMEDIC™ Defi-Charger
gesetzt werden. Die Ladekonsole muss mit
Energie
versorgt
sein
(Netzoder
Bordspannung), was Sie am Leuchten der
grünen LED (58) erkennen können.
Wenn der Akku aufgeladen werden muss,
startet
die
Ladeelektronik
den
Ladevorgang. Dies erkennen Sie am Leuchten
der Lade-LED (57) der Ladekonsole. Nach
Beendigung des Ladevorgangs erlischt die
Lade-LED (57). Um den Akku in ständiger
Bereitschaft zu halten, wird alle 10
Sekunden die Erhaltungsladung automatisch
geschalten. Die grüne LED (57) leuchtet
dann kurz auf.
Achtung:
Ein vollständig leerer Akku muss für
mindestens 30 Minuten geladen werden. Eine
zu kurze Ladedauer kann aufgrund der Natur
des Akkus zu Fehlinterpretationen der
Ladung
durch
das
Gerät
führen.
Die
Ladungsanzeige
im
Display
wird
fälschlicherweise
einen
vollen
Akku
anzeigen. Der sichere Betrieb des Gerätes
ist u.U. nicht gewährleistet.
3.2 Konfiguration
Defibrillators
(Setup-Menü)
/
des
EKG-Monitors
Der PRIMEDIC™ Defi-Monitor ist werkseitig
konfiguriert.
Um
individuelle
Einstellungen vorzunehmen, können Sie im
Setup-Menü bestimmte Parameter verändern.
Diese Konfiguration bleibt bis zu einer
erneuten Änderung gespeichert, unabhängig
ob der Defibrillator ausgeschaltet oder
der Akku gewechselt wird.
Das
Setup-Menü
ist
auf
zwei
Seiten
aufgeteilt. Die erste Seite erlaubt die
Einstellung folgender Parameter:
Die unterstrichenen Parameter geben die
werkseitige Einstellung an.
1.
Filter
Aus / 50 Hz / 60 Hz
2.
Datum
TT.MM.JJ
3.
Uhrzeit hh.mm.ss
4.
Sprache deutsch / english / français
/ español / portugesh /
italiano / holland / ...
5.
Autoprint Ein / Aus
6.
Print
1-Kanal / 3-Kanal / max
Kanal
19507 / 07.99
15
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
7.
8.
16
Gebrauchsanweisung
Print
25 mm / 50 mm
Memo-Print
aktivieren
19507 / 07.99
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Die zweite Seite erlaubt die Einstellung
folgender Parameter:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
♥ ALARM 1
♥ ALARM 2
♥ ALARM 3
SpO2-Alarm 1
SpO2-Alarm 2
SpO2-Alarm 3
30
40
50
95
90
80
/
/
/
/
/
/
90
130
180
100
100
100
Zum Start des Setup-Menüs müssen Sie
während des Betriebs die Tasten PaddleAbleitung (21) und die Ableitungs-WahlTaste
(22)
gleichzeitig
drücken.
Es
erscheint das Setup-Menü.
Die Tasten (21), (24) und (28) bekommen
während
der
Konfiguration
Sonderfunktionen,
die
als
Symbol
im
Monitorbild dargestellt sind.
Taste (21)
auf
(V)
Taste (24)
ab
(W)
Taste (28)
ok
(↵)
Mit
diesen
Tasten
Konfiguration.
steuern
Sie
die
Nach dem Eintreten in das Setup-Menü ist
der erste Menüpunkt markiert. Wollen Sie
z.B. die Uhrzeit aktualisieren, so bewegen
Sie
die
Markierung
durch
einoder
mehrmaliges Drücken auf die Taste ab (24)
nach unten, bis der Menüpunkt Uhrzeit
markiert ist. Den markierten Menüpunkt
Uhrzeit durch Drücken der Taste ok (28)
auswählen. Die Markierung springt dabei
auf den Stundenwert. Die Stunde wird durch
Drücken der Taste auf (21) oder ab (24)
verändert.
Ist
der
richtige
Wert
eingestellt,
mit
der
Taste
ok
(28)
bestätigen. Die Markierung springt dann
auf den Minutenwert und anschließend auf
den Sekundenwert. Diese können Sie in der
gleichen
Weise
verändern,
wie
eben
beschrieben.
Mit
der
abschließenden
Bestätigung (ok-Taste (28)) springt die
Markierung
wieder
auf
den
Menüpunkt
Uhrzeit. Jetzt können Sie wie am Beispiel
Uhrzeit
gezeigt
weitere
Veränderungen
vornehmen.
Zum Beenden des Setup-Menüs bewegen Sie
die Markierung mit den Tasten auf (21)
oder ab (24) auf den Menüpunkt ENDE und
bestätigen Sie dies mit der Taste ok (28).
Defi-Monitor
befindet
Der
PRIMEDIC™
danach wieder im Monitoring-Betrieb.
sich
Hinweis:
Sollte während des Einstellens von MenüParametern aufgrund eines Notfalls der
Defibrillator
unverzüglich
eingesetzt
werden, besteht die Möglichkeit durch
Drücken einer der Energie-Tasten (32)
sofort das Setup-Menü zu verlassen.
19507 / 07.99
17
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
4.
Gebrauchsanweisung
Bedienung des Defibrillators
4.1 Einund
Ausschalten
Defibrillators / Selbsttest
des
Der PRIMEDIC™ Defi-Monitor wird mit der Ein-/
Standby-Taste (30) eingeschaltet, indem
diese kurz gedrückt wird.
Ausschalten erfolgt durch ca. 2 Sekunden
Drücken der Ein-/ Standby-Taste (30).
Gleichzeitig ertönen 3 Warnsignale. Diese
längere Zeit wurde deshalb gewählt, um ein
versehentliches Abschalten zu verhindern.
Eventuell
geladene
Energie
für
die
Defibrillation
wird
automatisch
intern
entladen.
Hinweis:
Mit der Ein-/Standby-Taste (30) wird das
komplette Gerät ein- bzw. ausgeschaltet.
So
können
ohne
Zeitverzögerung
die
Funktionen
aller
Baugruppen
genutzt
werden.
Erhält der PRIMEDIC™ Defi-Monitor für ca. 10
Minuten
keine
externe
Signale,
z.B.
Tastenbestätigung,
schält
er
sich
automatisch aus.
Unmittelbar nach dem Einschalten läuft ein
interner
Selbsttest
ab,
um
wichtige
Funktionen
und
Signaleinrichtungen
zu
überprüfen. Es leuchten ca. 2 Sekunden
alle
LED’s
der
Defibrillator-Einheit.
Achten sie unbedingt darauf, dass alle
LED’s aktiv sind. Ebenso muss während
dieser Zeit ein Warnsummer ertönen. Achten
Sie
unbedingt
auf
die
Funktion
des
Summers.
Achtung:
Sollten eine oder mehrere LED’s oder der
Warnsummer nicht funktionieren, muss der
Defekt sofort beseitigt werden.
Achtung:
Wird im Display die Meldung ‘‘Interner
Fehler Nr. ...’’ angezeigt, muss das Gerät
einem Servicestützpunkt zur Überprüfung
vorgestellt
werden
(mit
Angabe
der
Fehlermeldung-Nr.) Das Gerät schaltet sich
selbständig aus.
18
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
4.2 Synchron- und Asynchronbetrieb
Nach dem Einschalten des PRIMEDIC™ DefiMonitor be-findet sich die Defi-Einheit
automatisch im Asynchronbetrieb.
Erfordert
die
Notfall-Situation
eine
synchrone Betriebsart des Defibrillators
(Kardioversion), so muss diese bewusst
durch
Betätigen
der
SYNC-Taste
(34)
ausgewählt werden.
Die synchrone Betriebsart wird durch die
LED (33) signalisiert. Zusätzlich wird im
EKG-Monitor
der
Hinweis
‘‘SYNC’’
dargestellt.
Nach
einer
synchronen
Energieabgabe
(Kardioversion) schaltet sich die DefiEinheit auf Asynchronbetrieb zurück.
Hinweis:
In der synchronen Betriebsart werden auf
dem
Monitorbild
EKG-Markierungen
eingeblendet. Für eine sichere synchrone
Betriebsart müssen diese KardioversionsMarker in jedem QRS-Komplex unmittelbar
bei
einer
R-Zacke
erscheinen.
Voraussetzung hierzu ist ein sauberes,
artefaktfreies
EKG-Signal
mit
ausreichender Amplitude.
Sollten keine Markierungen im EKG-Monitor
sichtbar sein, so muss evtl. über die
Signalverstärkungs-Taste
die
Amplitude
verändert oder eine Ableitung mit besserer
Signalqualität gewählt werden.
Hinweis:
Im Synchronbetrieb sollten für die EKGAufnahme
nicht
die
Paddles
verwendet
werden,
sondern
die
externen
EKGPatientenelektroden,
da
sonst
durch
Paddlebewegungen
Artefakte
auftreten
können,
die
zu
einer
Störung
der
Synchronisation führen können.
Hinweis:
Zwischen
Erkennen
eines
QRS-Komplexes
(Synchron-Impuls)
und
Energieabgabe
beträgt die Verzögerungszeit weniger als
60 ms.
Achtung:
Vor dem Auslösen der Kardioversion muss
das Monitorbild be-obachtet werden, ob die
Kardioversions-Marker
eindeutig
den
RZacken zugeordnet sind und nicht z.B. auf
Herzschritt-macher-Impulse oder Artefakte
reagieren.
4.3 Energiewahl
Die Energie wird ausgewählt durch Drücken
einer der Tasten (32). Als Rückmeldung für
die Energieeinstellung leuchtet die LED
(31)
direkt
über
der
gedrückten
Energietaste.
Zusätzlich
wird
die
angewählte
Energiestufe
im
Monitor
angezeigt. Durch nochmaliges Drücken der
angewählten Energietaste wird die Auswahl
wieder
zurückgenommen.
Die
gewählte
Energie erlischt ebenfalls, wenn nach ca.
2 Minuten keine Energie geladen wird.
Hinweis:
19507 / 07.99
19
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Die für die Defibrillation/Kardioversion
nötige
Energiestufe
ist
abhängig
vom
Patienten, dessen Größe und Körpergewicht
und seinem Zustand. Anhaltspunkte hierzu
finden
Sie
im
An-hang
A2.
Wurde
versehentlich eine falsche Energiestufe
aus-gewählt, so ändern Sie diese durch
Drücken der richtigen Taste mit der neuen
Energiestufe. Dies funktioniert auch, wenn
bereits Energie zur Defibrillation geladen
wurde. Bei Änderung der Energiestufe zu
höheren Werten wird die feh-lende Energie
nachgeladen. Bei niedrigeren Werten wird
die
überschüssige
Energie
in
kleinen
Schritten intern entladen.
4.4 Energieladung
Die gewählte Energie wird durch Drücken
einer der Auslöse-Knöpfe (10) oder (12)
geladen und steht damit für den Schock
über die Paddles bereit.
Es
erfolgt
nun
eine
schnelle
Energieladung.
Als
Zeichen
für
den
Ladevorgang blinkt die LED (45). Die
Ladezeit ist abhängig von der gewählten
Energiestufe
und
der
verfügbaren
Akkukapazität.
Eine
Ladung
der
DefiEinheit auf 100 Joule erfolgt in ca. 1
Sekunde, eine Ladung auf 360 Joule in ca.
5 Sekunden. Bei teilweise entladenem Akku
kann sich die Ladezeit etwas verlängern.
Nach der Ladung steht die Energie für 15
Sekunden bereit. Dies wird durch einen
Dauerton und das Leuchten des OK-Signals
(35) signalisiert. Gleichzeitig wird im
Monitor die verbleibende Zeit angezeigt.
Wird in dieser Zeit nicht defibrilliert,
erfolgt eine interne Sicherheitsentladung.
Während
dieser
Zeit
können
Sie
die
geladene
Energie,
falls
notwendig,
nochmals verändern (siehe hierzu Kapitel
4.3). Nach Korrektur steht Ihnen erneut 15
Sekunden die Energie für die Schockabgabe
bereit.
Sollte
während
der
Energieladung
ein
Fehler
auftreten,
ertönt
ein
unterbrochener Warnton und die Achtung-LED
(36) leuchtet.
Achtung:
Bei der Meldung ‘‘Akku laden’’ stehen noch
min. 5 Energieentladungen mit max. Energie
zur Verfügung. Erscheint diese Meldung
sollte der Defi-Monitor möglichst schnell auf
die Ladekonsole zurück zur Akkuladung
gestellt werden.
Achtung:
Sollte die Fehleranzeige (36) aufleuchten,
kann durch Aus- und Wiedereinschalten mit
Hilfe des Selbsttests die Funktion des
Defibrillators überprüft werden. Erlischt
die Anzeige, ist der Defibrillator weiter
einsatzbereit.
Achtung:
Sollte
die
Ausschalten
20
Fehleranzeige
(36)
durch
und
Wiedereinschalten
des
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gerätes nicht erlöschen, muss der Defekt
sofort beseitigt werden.
4.5 Positionierung der Paddles
Die Paddle müssen
plaziert werden.
entlang
der
Herzachse
Das
APEX-Paddle
(9)
wird
im
linken
Brustbereich
positioniert,
über
der
Herzspitze auf der Axiliarlinie.
Das STERNUM-Paddle (13) wird im rechten
Brustbereich, unterhalb des Schlüsselbeins
positioniert.
19507 / 07.99
21
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
4.6 Entladung der Energie (Schock)
Die
Energie
wird
entladen
durch
gleichzeitiges Drücken der Auslöse-Knöpfe
(10) und (12) an den Paddles.
Im Asynchronbetrieb erfolgt unmittelbar
nach dem gleich-zeitigen Tastendruck die
Entladung.
Im
Synchronbetrieb
müssen
die
beiden
Auslöse-Knöpfe
(10)
und
(12)
solange
gleichzeitig gedrückt gehalten werden, bis
der Kardioversions-Zeitpunkt erreicht ist.
Während
dieser
Zeit
ertönt
ein
unterbrochener Signalton.
Werden die Auslöse-Knöpfe währenddessen
wieder
los-gelassen,
erfolgt
keine
Kardioversion.
Erfolgt innerhalb von 3 Sekunden bei
gehaltenen
Auslöse-Knöpfen
keine
Synchronisation, wird die Energie intern
entladen. Der PRIMEDIC™ Defi-Monitor befindet
sich danach im Asynchronmodus.
Während des Schocks kommt es normalerweise
zu einer kurzzeitigen Übersteuerung des
Defi-Monitor
EKG-Eingangs.
Der
PRIMEDIC™
liefert bereits ca. 1 Sekunde nach dem
Schock eine stabile EKG-Nullinie, so dass
unmittel-bar der Erfolg der Defibrillation
beurteilt werden kann.
Achtung:
Vor dem Auslösen der Kardioversion muss
das Monitorbild beobachtet werden, ob die
Kardioversions-Marker
den
R-Zacken zugeordnet sind und nicht z.B.
auf
Herzschrittmacher-Impulse
oder
Artefakte reagieren.
Achtung:
Die Kontaktflächen der Paddle müssen vor
der
Defibrillation
mit
ausreichend
Elektroden-Gel
versehen
werden,
um
Verbrennungen der Haut zu vermeiden.
Achtung:
Beide Paddle müssen mit einer Kraft von
etwa 100 N auf den Brustkorb gedrückt
werden,
um
eine
sichere
Energieübertragung
zu
gewährleisten
bzw.
die
Hautstellen unter den Paddles nicht zu
schädigen.
Achtung:
Achten Sie darauf, dass zwischen den
Paddles keine Berührung bzw. eine leitende
Gelverbindung besteht.
Achtung:
Vor
und
während
der
Energieentladung
müssen alle an den Reanimationsmaßnahmen
Beteiligten
zurücktreten
und
sämtliche
Berührungen mit Patienten oder leitfähigen
Teilen (z. B. Trage) vermieden werden.
Alle angeschlossenen Geräte, die nicht
defibrillationgeschützt
sind,
sind
vom
Patienten vor Schockabgabe zu entfernen.
22
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
4.7 Kinderpaddles
Für die Defibrillation von Kindern müssen
Elektroden mit kleineren Elektrodenflächen
eingesetzt werden. Die Kinder-paddles sind
in
die
Erwachsenenpaddles
integriert.
Schrauben Sie hierzu die großen Elektroden
an beiden Paddles gegen den Uhrzeigersinn
ab.
Aufschrauben der Erwachsenenpaddles
die
Kinder-elektroden
erfolgt
Uhrzeigersinn.
auf
im
Hinweis:
Reinigen
Sie
nach
Benutzung
die
Kinderpaddles
bevor
Sie
die
Erwachsenenpaddles wieder aufschrauben.
Achtung:
Schrauben Sie die Erwachsenenpaddles fest
auf,
damit
der
sichere
Kontakt
der
Erwachsenenpaddles gewährleistet ist.
19507 / 07.99
23
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
5.
Gebrauchsanweisung
Bedienung des EKG-Monitors
5.1 Auswahl der EKG-Ableitungen
Es gibt zwei Arten ein EKG-Signal
aufzunehmen:
1. über Paddle
2. über externes EKG-Patientenkabel.
Nach dem Einschalten des PRIMEDIC™ DefiMonitors
ist
automatisch
die
PaddleAbleitung aktiv. Dies wird durch ein
Paddle-Symbol im Monitor signalisiert.
Ist
kein
externes
EKG-Patientenkabel
angeschlossen, läßt sich der Monitor nicht
auf die Standardableitungen umschalten.
Bei
angeschlossenem
EKG-Patientenkabel
kann
auf
die
Darstellung
der
Standardableitungen umgeschaltet werden.
Drücken Sie auf die Ableitungswahl-Taste
(22), die Ableitung II ist sofort aktiv.
Durch Druck auf die Ableitungs-Wahl-Taste
(22) wird im Ringzählverfahren zwischen
den möglichen Ableitungen I, II, III, aVR,
aVL, aVF, V1 bis V6 umgeschaltet. Die
gewählte
Ableitung
wird
im
Monitor
dargestellt.
Drücken der Paddle-Ableitungs-Taste (21)
schaltet auf Ableitung über Paddle zurück,
unabhängig
ob
über
das
externe
Patientenkabel EKG-Signale verfügbar sind.
Wird während des Monitorings das EKGPatientenkabel aus der Eingangsbuchse des
PRIMEDIC™ Defi-Monitor gezogen, schaltet der
Monitor automatisch auf Paddle-Ableitung
um.
Hinweis:
Wird bei eingeschaltetem Gerät 15 Minuten
lang kein EKG aufgezeichnet oder keine
Taste
betätigt,
schaltet
sich
der
PRIMEDIC™ Defi-Monitor automatisch ab. Ca. 30
Sekunden vor dem Abschalten, wird dies
durch
einen
unterbrochenen
Warnton
signalisiert.
Durch
eine
beliebige
Bedienung
wird
der
Abschaltvorgang
beendet.
Hinweis:
Bei angewählter Paddle-Ableitung wird im
Grundzustand eine unterbrochene Linie mit
dem Hinweis "Elektroden offen" im Monitor
dargestellt. Sobald über die Paddle eine
Ableitung erfolgt wird das EKG-Signal im
Monitor angezeigt.
Hinweis:
Wird bei einem Defi-Monitor mit 12-Kanal EKG
das
4-polige
Patientenkabel
gesteckt,
können
die
Brustwandableitungen
nicht
angewählt werden.
Hinweis:
Werden zwei oder mehrere Elektroden der VAbleitungen als offen erkannt, begrenzt
das EKG automatisch auf I, II, III, aVR,
aVL und aVF.
24
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
5.2 Einstellen der
Signalverstärkung
Es stehen fünf Signalverstärkungs-Stufen
zur Verfügung:
1.
0,5 cm/mV
2.
0,8 cm/mV
3.
1,0 cm/mV
4.
1,5 cm/mV
5.
2,0 cm/mV
Nach dem Einschalten des PRIMEDIC™ DefiMonitors
ist
automatisch
die
Verstärkungsstufe 1 cm/mV aktiv. Durch
Drücken der Signalverstärkungs-Taste (23)
wird im Ringzählverfahren zwischen den
Verstärkungs-Stufen umgeschaltet. Die 1mVReferenz
ist
permanent
am
linken
Bildschirmrand
eingeblendet.
Nach
der
Umschaltung auf einen anderen Wert wird
dieser für ca. 5 Sekunden in der unteren
Status-Zeile eingeblendet.
5.3 Lautstärke des Systolen-Signals
Es stehen drei Lautstärke-Stufen für das
Systolen-Signal zur Verfügung: Aus, leise,
laut.
Nach dem Einschalten ist automatisch die
Lautstärke-Stufe Aus aktiv.
Durch Drücken auf die Lautstärke-Taste
(24) wird im Ringzählverfahren jeweils
zwischen
den
drei
Lautstärke-Stufen
umgeschaltet. D.h. jedes Drücken auf Taste
(24) schaltet eine Stufe weiter.
19507 / 07.99
25
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
5.4 Aktivieren
der
Herzfrequenz
Alarme
für
Es stehen vier Stufen zur Verfügung:
1.
---- ---- ---2.
♥ ALARM 1
30 / 90
3.
♥ ALARM 2
40 / 130
4.
♥ ALARM 3
50 / 180
Die oben genannten Alarmgrenzen sind im
Lieferzustand voreingestellt. Die Werte
der 2. bis 4. Alarmstufe können im SetupMenü geändert werden (siehe Kapitel 3.2).
Nach dem Einschalten des PRIMEDIC™ DefiMonitor ist der Alarm nicht aktiviert. Der
Einstellbereich für die untere Alarmgrenze
liegt im Bereich von 30 - 180, bei der
oberen Alarmgrenze von 60 - 300. Dies wird
im Monitor angezeigt. Durch Drücken der
Alarm-Taste (28) kann dieser aktiviert
werden. Die Alarm-Taste (28) arbeitet im
Ringzählverfahren,
d.h.
jeder
Druck
schaltet immer eine Alarmstufe weiter.
Die Anzeige im Monitor (z. B. ♥ ALARM 30
/ 90, SpO2
90 / 100) bedeutet, dass bei
Überschreitung der Herzfrequenz von 90
Schlägen / Minute bzw. bei Unterschreitung
von 30 Schlägen / Minute ein rhythmischer
Alarmton ertönt. Das Alarmglocken-Symbol
blinkt. Tritt der Alarm auf, können Sie
diesen quittieren (abstellen), indem Sie
die Alarm-Taste (28) kurz drücken. Der
Alarmton
wird
für
ca.
1
Minute
abgeschaltet,
die
Alarmgrenzen
bleiben
jedoch
erhalten.
Während
der
Stummschaltung erscheint das AlarmglockenSymbol durchgestrichen. Möchten Sie die
Alarmgrenzen verändern oder den Alarm
ausschalten, betätigen Sie die Alarm-Taste
(28)
solange,
bis
im
Monitor
die
gewünschte Anzeige z.B. ♥ ALARM ---- ---- ---erscheint.
Nach
einer
Defibrillation
werden
die
Herzalarme automatisch auf AUS gesetzt.
Hinweis:
Testmöglichkeit für Alarmschaltung
Bei nicht angeschlossenem Patient wird ein
Alarmbereich selektiert. Die optische und
akustische
Alarmauslösung
muss
sofort
erfolgen. Nach Quittierung des Alarms
(Taste 28 betätigen) wird der akustische
Alarm für ca. 1 min unterdrückt. Der
optische
Alarm
muss
weiterhin
aktiv
bleiben (blinkende Alarmglocke).
5.5 Filter
Der
Monitor
bietet
die
Möglichkeit,
hochwertige Filter zuzuschalten, um z. B.
50
Hz
(bzw.
60 Hz)-Netzstörungen zu
vermeiden. Dies kann im Setup-Menü (siehe
Kapitel 3.2) eingestellt werden. Es ist
ratsam den 50 Hz-Filter zu aktivieren.
26
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
19507 / 07.99
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
27
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
5.6 Positionierung der EKGElektroden
Die Qualität des dargestellten EKG-Signals
hängt u.a. vom guten Kontakt und der
richtigen Plazierung der EKG-Elektroden
ab.
Bei
sorgfältiger
Anbringung
können
Bewegungsartefakte minimiert werden.
Anbringung der Einmalelektroden:
1. Stecken
Sie
den
Stecker
des
Patientenkabels
(4)
in
die
EKGSteckverbindung (3) deutlich rastend
ein.
2. Befestigen
Sie
die
PatientenElektrodenkabel mit dem Clipanschluss an
der Elektrode sicher.
3. Schutzschicht
von
den
Elektroden
abziehen.
4. Achten Sie darauf, dass kein ElektrolytGel auf die Klebefläche gelangt.
5. Elektroden auf die Haut des Patienten
aufkleben, dabei die Klebefläche gut
andrücken.
Positionierung
gemäß
angegebener Tabelle.
Elektrodenplatzierung mit 4-adrigem Kabel
(mit Neutralelektrode):
Elektrode Position
Rot (R)
direkt unter der Mitte des
rechten Schlüsselbeins
(medioklavikular)
Gelb (L) direkte unter der Mitte des
linken Schlüsselbeins
(medioklavikular)
Grün (F) direkt unter dem linken
Brustmuskel auf der
Medioklavikularlinie
Schwarz
rechte Körperseite, z. B.
(N)
unterste Rippe auf der
Medioklavikularlinie
Elektrodenplatzierung
mit
5und
adrigem Kabel (mit Neutralelektrode):
Elektrode Position
V1 bis V6 Siehe Schaubild links
10-
Nach
Benutzung
der
Einmalelektroden
entfernen
Sie
diese
vom
EKGPatientenkabel,
indem
Sie
die
Elektrodenklammer
zusammendrücken.
Verwenden
Sie
keine
benutzen
Einmalelektroden!
Hinweis:
Verwenden
Sie
Silber/
SilberchloridElektroden (Ag/AgCl) um eine Polarisierung
der Elektroden während der Defibrillation
zu minimieren.
Achtung:
Verwenden Sie nur das Original- PRIMEDIC™Patientenkabel.
Dieses
Patientenkabel
besitzt einen integrierten Defi-Schutz,
der gefährliche Hochspannung vom EKGMonitor fernhält. Bei Verwendung eines
anderen Patientenkabels kann es zur Zerstörung der EKG-Einheit und zur Gefährdung
des Benutzers führen.
Achtung:
28
19507 / 07.99
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Die schwarze EKG-Elektrode (N) muss immer
kontaktiert sein, damit die ElektrodenOffen-Erkennung funktioniert. Bei nicht
kontaktierter
N-Elektrode
erscheint
in
allen
Ableitungen
"N
oder
mehrere
Elektroden offen".
Hat sich eine der anderen Elektroden vom
Patienten
abgelöst,
wird
im
Display
angezeigt
welche
Elektrode
nicht
kontaktiert und welche Ableitung möglich
ist.
Bei
mehr
als
zwei
abgelösten
Elektroden
ist
keine
Ableitung
mehr
möglich.
6.
Bedienung des SpO2-Monitors (nur
bei Modell DM 30)
6.1 Anschluß des SpO2-Sensors
Beim PRIMEDIC™ Defi-Monitor mit integriertem
ist
an
der
NELLCOR®-Pulsoximeter-Modul
linken oberen Gehäuseseite eine blaue
Eingangsbuchse (16) für SpO2-Patientenkabel
vorhanden.
Gehen Sie wie folgt vor:
1. In Buchse (16) den blauen Stecker (17)
des
ca.
1,4
m
langen
SpO2Patientenkabels einstecken.
2. Den NELLCOR®-Sensor in das andere Ende
des SpO2-Patientenkabels einstecken, bis
Zugentlastung einrastet.
3. Prüfen Sie die einwandfreie mechanische
Arretierung der Steckverbindung.
Zum Entfernen des NELLCOR®-Sensors vom
SpO2-Patientenkabel drücken Sie auf die
Entriegelungstaste der Steckverbindung und
entnehmen diesen ohne Gewaltanwendung.
Ist der NELLCOR®-Sensor an einem Patienten
angelegt,
erscheint
nach
ca.
5
sec
Einmesszeit der % - Wert und die Pulskurve
im
Monitor.
Erkennt
das Modul einen
auswertbaren
Sauerstoffsättigungswert,
wird dies durch rhythmisches Auf und Ab
des Signalbalkens am linken Rand der
Pulskurve dargestellt.
Hinweis:
Knicken
Sie
nicht
das
SensorPatientenkabel,
um
Defekte
Fehlfunktionen zu verhindern.
oder
und
Hinweis:
Wiederverwendbare Sensoren können maximal
4 Stunden an ein und derselben Meßstelle
verbleiben, vorausgesetzt, dass regelmäßig
die Hautbeschaffenheit , die korrekte
Anbringung
und
der
sichere Sitz des
Sensors an der Meßstelle kontrolliert
wird. Da die Sensorverträglichkeit an der
Meßstelle
von
der
individuellen
Hautbeschaffenheit abhängig ist, kann es
bei einigen Patienten erforderlich sein,
die Meßstelle häufiger zu wechseln.
Hinweis:
Lesen Sie vor Gebrauch der Sensoren die
beiliegende Gebrauchsanweisung.
19507 / 07.99
29
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Achtung:
Verwenden Sie keine beschädigten Sensoren
oder Sensoren mit ungeschützten optischen
Bauteilen.
Achtung:
Verwenden Sie für die SpO2-Messungen nur
Original NELLCOR®-Sensoren. Alle anderen
Sensoren können Fehlmessungen verursachen
oder das SpO2-Modul schädigen.
Achtung:
Verwenden Sie immer das original SpO2Patientenkabel.
Nur
so
ist
der
einwandfreie Anschluß der NELLCOR®-Sensoren
an den Defi-Monitor möglich.
Achtung:
Vermeiden Sie Zugbelastung am NELLCOR®Sensor oder am SpO2-Patientenkabel.
6.2 Auswahl des richtigen SpO2Sensors
Um den richtigen Sensor für die jeweilige
Anwendung
zu
finden,
sind
folgende
Faktoren zu berücksichtigen:
•
•
•
•
Gewicht des Patienten
Aktivität des Patienten
Dauer der Messung
Durchblutung der Extremitäten.
Beachten
Sie
auch
die Hinweise beim
Einsatz von Pulsoximetern im Anhang A3.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick
über die wesentlichen NELLCOR®-Sensoren mit
Anwendungsbereichen, die beim PRIMEDIC™
Defi-Monitor sinnvollerweise eingesetzt werden
können.
NELLCOR®
Sensoren
DS-100 A
Gewicht
des
Patienten
besondere Merkmale
> 40 kg
D-YS
> 1 kg
RS-10
> 40 kg
OXI-A/N
< 3 od. >
40 kg
OXI-P/I
3 - 40 kg
einfache Handhabung,
wiederverwendbar
Universalsensor,
wiederverwendbar,
mit Ohrclip
verwendbar
Reflexions-Sensor, an
Stirn oder Schläfe
einsetzbar, besonders
bei Patienten mit
eingeschränkter
peripherer
Durchblutung,
wiederverwendbar
wiederverwendbar,
unsterile EinwegKlebefläche
wiederverwendbar,
unsterile EinwegKlebefläche
Weitere NELLCOR®-Sensoren sind verfügbar.
Fragen Sie nach detaillierten Unterlagen.
Hinweis:
30
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Die Bedienung der oben genannten Sensoren
entnehmen
Sie
der
beiliegenden
Gebrauchsanweisung.
Achtung:
Verwenden
Sie
die
Sensoren
nur
entsprechend ihrer Bestimmung (Gewicht des
Patienten, Meßort ...). Genaue Hinweise
und Anweisungen für den korrekten Einsatz
entnehmen Sie bitte der Gebrauchsanweisung
der jeweiligen Sensoren.
19507 / 07.99
31
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
6.3 Einstellen der Alarme für SpO2
Es stehen vier Stufen
1.
---- ---- ---2.
SpO2 Alarm 1
95
3.
SpO2 Alarm 2
90
4.
SpO2 Alarm 3
80
zur Verfügung:
/ 100
/ 100
/ 100
Die oben genannten Alarmgrenzen sind im
Lieferzustand voreingestellt. Die Werte
der 2. bis 4. Alarmstufe können im SetupMenü geändert werden (siehe Kapitel 3.2).
Der
Einstellbereich
für
die
untere
Alarmgrenze liegt im Bereich von 80 - 99%,
bei der oberen Alarmgrenze von 90 - 100%.
Nach dem Einschalten des PRIMEDIC™ DefiMonitor ist der Alarm nicht aktiviert. Dies
wird im Monitor angezeigt. Durch Drücken
(25)
kann dieser
der
SpO2-Alarm-Taste
aktiviert werden. Die SpO2-Alarm-Taste (25)
arbeitet im Ringzählverfahren, d.h. jeder
Tastendruck schaltet immer eine Alarmstufe
weiter.
Die Anzeige im Monitor (z.B. SpO2-Alarm 80
/ 90) bedeutet, dass bei Unterschreiten
eines SpO2-Wertes von 80 % bzw. bei
Überschreiten von 90 % ein rhythmischer
Alarm ertönt.
Das Alarmglocken-Symbol blinkt. Tritt der
Alarm auf, können Sie diesen quittieren
(abstellen), indem Sie die SpO2-Alarm-Taste
(25) kurz drücken. Der Alarmton wird für
ca. 1 Minute abgeschaltet. Während der
Stummschaltung erscheint das AlarmglockenSymbol durchgestrichen. Möchten Sie die
Alarmgrenzen verändern oder den Alarm
ausschalten, betätigen Sie die SpO2-AlarmTaste (25) solange, bis im Monitor die
gewünschte Anzeige z.B. SpO2-Alarm ---- ------- erscheint.
Nach einer Defibrillation werden die SpO2Alarme automatisch auf AUS gesetzt.
Hinweis:
Testmöglichkeit für Alarmschaltung
Bei nicht angeschlossenem Patient wird ein
Alarmbereich selektiert. Die optische und
akustische
Alarmauslösung
muss
sofort
erfolgen. Nach Quittierung des Alarms
(Taste 28 betätigen) wird der akustische
Alarm für ca. 1 min unter-drückt. Der
optische Alarm bleibt weiterhin aktiv
(blinkende Alarmglocke).
Hinweis:
Wird kein SpO2-Wert angezeigt, kann dies
bedeuten:
- kein Sensor oder SpO2-Patientenkabel
angeschlossen
- Sensor defekt
Bei aktivierten Alarmgrenzen erfolgt Alarm
in jedem der oben genannten Möglichkeiten.
32
19507 / 07.99
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
7.
Bedienung des Druckers
7.1 Protokoll des EKG-Signals
Der PRIMEDIC™ Defi-Monitor verfügt über einen
Drucker mit hoher Auflösung. Es ist ein
EKG-Druck
mit
3
bis
12
Kanälen
gleichzeitig möglich. Es stehen 25 und 50
mm/s Druckgeschwindigkeit zur Verfügung.
Zum Protokollieren der EKG-Kurve während
des Monitorings wird durch Betätigen der
Drucker-Ein-/Aus-Taste (27) der OnlineDruck gestartet.
Erneutes Betätigen der Drucker-Ein-/AusTaste (27) stoppt den Protokollausdruck.
Der
EKG-Ausdruck
erfolgt
mit
den
Parametern die im Setup-Menü ausgewählt
sind.
Es
stehen
folgende
Einstellmöglichkeiten zur Auswahl:
1-Kanal-Druck
3-Kanal-Druck
Max. Kanal
25 mm/s Druckgeschwindigkeit
50 mm/s Druckgeschwindigkeit
druckt den im Monitor
dargestellten EKG-Kanal.
Ist die SpO2-Messung aktiv,
wird zusätzlich die Spo2Pulskurve dargestellt.
druckt die Kanäle I, II,
III oder aVR, aVL, aVF
zeitgleich, je nachdem,
welche Ableitung im
Monitor dargestellt ist.
druckt die maximal
möglichen Ableitungen I,
II, III, aVR, aVL, aVF, V1
bis V6 zeitgleich, je nach
angelegten Elektroden, in
3er Blöcken.
Der Ausdruck erfolgt mit
25 mm/s.
Der Ausdruck erfolgt mit
50 mm/s.
In der Geräteversion DM 30 besteht die
im
Möglichkeit,
die
SpO2-Pulskurve
Protokolldruck darzustellen. Dies ist nur
im 1-Kanal-Modus möglich.
Der
Ausdruck
erfolgt
3
Sekunden
zeitversetzt zur Monitor-darstellung, d.h.
es können Ereignisse vor der Aktivierung
des Ausdrucks noch dargestellt werden.
Zum Abtrennen des EKG-Protokollstreifens
verwenden Sie die integrierte Abreißkante
des Druckerdeckels (11). Reißen Sie den
Papierstreifen nach oben seitlich ab.
Hinweis:
Gezieltes und kurzes Drucken spart Energie
und
Papier
und
verlängert
die
Betriebszeit,
in
der
das
Gerät
netzunabhängig arbeiten kann. Dies gilt
besonders für das Drucken mit 50 mm
Vorschubgeschwindigkeit.
19507 / 07.99
33
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
7.2 Automatischer
Ausdruck
jedem Schock (Autoprint)
nach
Der
PRIMEDIC™
Defi-Monitor
bietet
die
Möglichkeit automatisch nach jedem Schock
(Defibrillation
/
Kardioversion)
das
Ereignis zu protokollieren. Dabei werden
jeweils 5 Sekunden vor und 5 Sekunden nach
dem Schock dokumentiert.
Es werden in einem Datenvorspann
relevanten Parameter ausgedruckt:
•
•
•
•
•
•
•
•
Datum, Uhrzeit
Energie (Joule)
Synchron- / Asynchronbetrieb
Ableitung
Herzfrequenz
Filter
Signalverstärkung
Linien
für
spätere
Notizen
Patientenname usw.)
• SpO2-Wert (nur Modell DM 30)
• Geschwindigkeit
alle
(z.B.
Die Autoprint-Funktion kann im Setup-Menü
einund
ausgeschaltet
werden.
Im
Lieferzustand
ist
die
Funktion
ausgeschaltet.
Zum Abtrennen des EKG-Protokollstreifens
verwenden Sie die integrierte Abreißkante
des Druckerdeckels (11). Reißen Sie den
Papierstreifen nach oben seitlich ab.
Hinweis:
Wurde die Autoprint-Funktion im Setup-Menü
eingeschaltet bleibt diese aktiv, selbst
nach Ausschalten des Defibrillators bzw.
Akkuwechsel.
Zum
Deaktivieren
dieser
Funktion
muss
im
Setup-Menü
die
Gerätekonfiguration geändert werden.
34
19507 / 07.99
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
7.3 Ausdruck des Ereignis-Speichers
Der
PRIMEDIC™
Defi-Monitor
speichert
die
letzten 10 Schocks (Defibrillationen /
Kardioversionen)
automatisch
in
einem
Ereignis-Speicher. Dabei wird das EKG
(jeweils 5 Sekunden vor und 5 Sekunden
nach dem Schock), die Pulskurve (nur bei
DM 30 wenn SpO2 aktiv) gespeichert, sowie
alle relevanten Parameter:
•
•
•
•
•
•
•
•
Datum, Uhrzeit
Energie (Joule)
Synchron- / Asynchronbetrieb
Ableitung
Herzfrequenz
Filter
Signalverstärkung
Linien
für
spätere
Notizen
Patientenname usw.)
• SpO2-Wert (nur Modell DM 30)
• Geschwindigkeit
(z.B.
Ein neu hinzukommendes Ereignis ‘‘schiebt’’
das jeweils älteste Ereignis aus dem
Speicher.
Aus
dem
Setup-Menü
wird
der
Speicherinhalt,
mit
dem
zuletzt
aufgezeichneten
Ereignis
beginnend,
ausgedruckt.
Dazu
wird
die
aktuelle
Signalverstärkung verwendet.
Gehen Sie in das Setup-Menü und wählen mit
den Cursor-Tasten den Menüpunkt ‘‘MemoPrint’’ an. Bestätigen Sie den Punkt
"aktivieren". Der Memo-Druck startet. Zum
Stoppen des Ausdrucks betätigen Sie die
Drucker Ein/Aus-Taste (27). Der Ausdruck
erfolgt mit 25 mm/s.
Zum Abtrennen des EKG-Protokollstreifens
verwenden Sie die integrierte Abreißkante
des Druckerdeckels (11). Reißen Sie den
Papierstreifen nach oben seitlich ab.
Hinweis:
Die Daten im Ereignis-Speicher bleiben
auch nach dem Ausdruck erhalten. Sie
können beliebig oft gedruckt werden.
7.4 Einlegen des Druckerpapiers
Zum
Einlegen
des
Druckerpapiers
(Papierrolle) Deckel (11) des Druckers
nach vorne aufklappen. Dafür vorgesehene
Papierrolle
vorbereiten
(Klebestreifen
entfernen, Papier ca. 10 cm abrollen).
Papierrolle in Druckerschacht so einlegen,
dass das Papier wie in nebenstehender
Skizze
gezeigt,
verläuft.
D.h.
der
einzufädelnde Papierstreifen muss mit der
blanken
Seite
nach
oben
eingefädelt
werden. Sollte die karierte Seite nach
oben zeigen, nehmen Sie die Papierrolle
heraus und legen Sie anders herum wieder
ein. Papierende an die Gummiwalze halten
und
die
Papiervorschub-Taste
(26)
betätigen. Das Papier läuft nun in seine
Startposition.
19507 / 07.99
35
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Schließen
Sie
den
Deckel
(11)
und
betätigen Sie erneut die PapiervorschubTaste (26). Das Papier wird automatisch
durch
den
Deckelschacht
bis
zur
Abreißkante transportiert.
Hinweis:
Der Deckel ist so konstruiert, dass er bei
größerer Kraft-einwirkung von außen ohne
Beschädigung aus seiner Position springt,
setzen Sie den Deckel anschließend wieder
ein, indem Sie die Schnappelemente mit
z.B. einem Schrauben-dreher zurückschieben
und den Deckel einrasten lassen.
36
19507 / 07.99
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
8.
Bedienung des PRIMEDIC™ Pacers
8.1 Anschluß des Pacer-Moduls
Das PRIMEDIC™ Pacer-Modul wird wie folgt an
den Defibrillator angeschlossen:
A1 Nehmen Sie zur leichteren Arretierung
das
linke
Paddlekabel
von
seiner
Ruheposition herunter.
A2 Nehmen Sie das PRIMEDIC™ Pacer-Modul mit
den
Anschluss-Kontakten
(101)
nach
oben orientiert in die Hand.
A3 Setzen Sie das Modul seitlich kurz
unterhalb des Modulsteckers (15) an.
Achten Sie darauf, dass das Modul
flach an der Defi-Seite anliegend
mittig ausgerichtet ist.
A4 Schieben Sie das Modul nach oben, bis
es einrastet.
Hinweis:
Das
Pacer-Modul
muss
am
Defi-Gehäuse
anliegend nach oben eingerastet werden.
Ein ‘‘schiefes’’ Einsetzen des Moduls kann
die Steckkontakte beschädigen.
Hinweis:
Wird das Pacer-Modul nicht richtig am Defi
kontaktiert, wird im EKG-Display nach
Inbetriebnahme des Pacers die Fehlermeldung
‘‘Pacer defekt’’ angezeigt. Schalten Sie
dann den Defi aus und nehmen Sie den Pacer
wie nachfolgend beschrieben ab (Schritt B1
bis B4).
Setzen Sie anschließend das Pacer-Modul wie
in Schritt A1bis A4 beschrieben erneut
ein.
Das PRIMEDIC™ Pacer-Modul wird folgendermaßen
vom Defibrillator abgenommen:
B1 Nehmen Sie zum leichteren Wechsel des
Moduls
das
linke
Paddlekabel
von
seiner Ruheposition.
B2 Drücken Sie auf die Markierung des
Entriegelungs-knopfes (104) und halten
Sie den Knopf gedrückt.
B3 Schieben Sie das Modul am Defi anliegend
nach unten, bis es ausrastet.
B4 Lassen
Sie
den
Entriegelungsknopf
(104) wieder los. Entnehmen Sie das
Modul.
19507 / 07.99
37
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
8.2 Positionierung
Klebeelektroden für Pacing
der
Für die Herz-Stimulation haben sich zwei
verschiedene
Elektroden-Positionen
durchgesetzt:
• anterior - anterior - Position
• anterior - posterior - Position.
Die Positionierung und die Polarität der
Elektroden haben einen großen Einfluß auf
die notwendige Stimulations-Intensität.
Die bevorzugte Position ist die anterior posterior - Position.
Elektrode Farb Position
n-Clip
e
anterior
blau linke vordere Brustseite,
( - zwischen Brustbein und
)
linker Brustwarze
(etwa V2/V3-Position)
posterior weiß linke hintere Brustseite,
( + zwischen Schulterblatt)
Spitze und Wirbelsäule
Die anterior-posterior Position hat die
Vorteile,
dass
die
erforderliche
Stimulations-Intensität in vielen Fällen
geringer ist und damit die Brustmuskulatur
geringer stimuliert wird.
Sollte
die
anterior-posterior
Position
kontraindiziert
sein
(z.B.
wenn
der
Eintritt von Kammerflimmern wahrscheinlich
ist), kann alternativ auch die anterior anterior - Position verwendet werden.
Die
Positionen
entsprechen
denen
der
Paddles bei der Defibrillation.
Elektrode Farb Position
n-Clip
e
anterior
blau entsprechend Apex( - Position, linker
)
Brustbereich, über der
Herzspitze auf der
Axilarlinie
anterior
weiß entsprechend Sternum( + Position, rechter
)
Brustbereich, unterhalb
des Schlüsselbeins
Achtung:
Um eine Gefährdung für den Benutzer durch
den Stimu-lationsimpuls zu vermeiden, ist
es wichtig die folgende Reihenfolge bei
der
Anlage
der
Klebeelektroden
zu
beachten: Das Pacer-/Defibrillationskabel
ist zuerst mit dem Elektroden-Clip mit den
am Patienten aufgebrachten Klebeelektroden
zu verbinden. Dann erst darf das Kabel mit
dem Pacer-Modul verbunden werden.
Hinweis:
Sollte
während
des
Pacings
eine
Defibrillation
des
Patienten
notwendig
werden, kann über die Klebeelektroden auch
defibrilliert werden.
Achtung:
Erwachsene dürfen nur mit entsprechenden
Erwachsenen-Klebeelektroden
gepaced
werden,
Kinder
nur
mit
entsprechend
kleineren Klebeelektroden.
38
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Achtung:
Es
dürfen
nur
original
PRIMEDIC™
Klebeelektroden verwendet werden.
19507 / 07.99
39
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
8.3 Ein- und Ausschalten des Pacers
Zur Verwendung des PRIMEDIC™ Pacer muss die
folgende Bedienfolge beachtet werden:
1. PRIMEDIC™ Pacer in Modulstecker (15) des
PRIMEDIC™ Defi-Monitor stecken.
2. PRIMEDIC™ Defi-Monitor einschalten.
3. Klebeelektroden
am
Patienten
applizieren.
4. Klebeelektroden mittels Elektroden-Clip
mit dem Pacer-/ Defibrillationskabel
verbinden.
Dazu
öffnen
Sie
den
Verriegelungshebel des Elektroden-Clips
und
stecken
die
metallisierte
Anschlusslasche
in
den
Schlitz
des
Elektroden-Clip.
Klappen
Sie
die
Oberseite
des
Elektroden-Clips
zur
Fixierung der Verbindung wieder zu.
Achten
Sie
auf
die
farbig
gekennzeichnete
Polarität
der
Elektroden-Clips
an
der
jeweiligen
Elektrodenposition.
5. Pacer-/Defibrillationskabel am Pacer-Modul
in die Buchse (103) einstecken (die
Markierung der Stecker müssen mit jener
der Buchsen übereinstimmen).
6. EKG-Elektroden am Patienten anbringen
und EKG-Patientenkabel in die Buchse (3)
des PRIMEDIC™ Defi-Monitor einstecken.
7. PRIMEDIC™ Pacer einschalten.
Der PRIMEDIC™ Pacer wird durch kurzes
Drücken
der
Pacer
Ein-/Aus-Taste
(37)
eingeschaltet. Der PRIMEDIC™ Pacer gibt
aber seine Stimulations-Impulse noch nicht
ab. Dazu müssen erst die Parameter
• Betriebsart
• Stimulations-Frequenz
• Stimulations-Intensität
eingestellt
und
der
Pacer
gestartet
werden.
Der PRIMEDIC™ Pacer wird durch ca. 2
Sekunden Drücken der Pacer Ein-/Aus-Taste
(37) abgeschaltet. Gleichzeitig ertönen 3
Warnsignale. Diese längere Zeit wurde
deshalb gewählt, um ein versehentliches
Abschalten zu verhindern.
Hinweis:
Pacer
zu
Versucht
man
den
PRIMEDIC™
aktivieren,
ohne
dass
das
Pacer/Defibrillationskabel
in
die
Anschlussbuchse
(103)
des
Pacer-Moduls
eingesteckt ist, ertönt ein kurzer Warnton
und es erscheint der Hinweis "PacerElektroden offen" im Bildschirm.
Hinweis:
Für den Betrieb des PRIMEDIC™ Pacers ist es
notwendig,
das
EKG
des Patienten zu
überwachen.
Daher
muss
das
EKGPatientenkabel in die Buchse (3) gesteckt
und am Patienten angeschlossen sein. Ohne
EKG-Patientenkabel
lässt
sich
der
40
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
PRIMEDIC™ Pacer in der Betriebsart DEMAND
nicht starten.
Hinweis:
Ertönt nach Einschalten des Pacers bei
jedem Schrittmacherimpuls ein Warnton, hat
das Gerät eine Abweichung von ± 15 % von
der
eingestellten
Intensität
erkannt.
Mögliche Ursache dafür kann z.B. ein zu
hoher Patientenwiderstand sein. Wird eine
Abweichung von ± 30 % erkannt, unterbricht
das Gerät den Pacevorgang automatisch.
19507 / 07.99
41
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Achtung:
Der PRIMEDIC™ Pacer wird aus dem Akku des
Defi-Monitors versorgt. Achten Sie
PRIMEDIC™
deshalb
während
des
Pacings auf die
Kapazitätsanzeige im Display. Wenn die
Meldung ‘‘Akku laden’’ erscheint muss der
Akku nachgeladen oder gewechselt werden um
die Stimulation fortsetzen zu können.
Andernfalls kann es durch den Ausfall des
Gerätes
zu
einer
Gefährdung für den
Patienten kommen.
Achtung:
Beim Ausschalten des PRIMEDIC™ Pacers wird
eine evtl. laufende Stimulation beendet.
Hinweis:
Wird der eingeschaltete PRIMEDIC™ Pacer
länger
als
3
Minuten nicht bedient,
schaltet er sich automatisch ab.
8.4 Einstellen der PacerBetriebsarten
Es stehen drei Betriebsarten für den Pacer
zur Verfügung:
• DEMAND (Default-Einstellung)
• FIX
• OVERDRIVE
Betriebsar Bedeutung
t
DEMAND
(Default)
die Stimulation erfolgt nur
‘‘bei Bedarf’’. D.h. nur wenn
die spontane Herzfrequenz
unter die eingestellte DEMANDFrequenz abfällt.
FIX
Festfrequenz-Stimulation. D.h.
unabhängig von einer SpontanHerzfrequenz wird eine feste
Herzfrequenz erzwungen.
OVERDRIVE
Übererregung des Herzens mit
hochfrequenter FestfrequenzStimulation (max. 250 1/min)
zur Beendigung von z.B.
ventrikulärer Tachykardie.
Nach dem Einschalten ist automatisch die
Betriebsart
DEMAND
aktiviert.
Die
Betriebsart wird als Klartext im Monitor
angezeigt. Um eine andere Betriebsart zu
wählen, drücken Sie die BetriebsartenTaste (44) ein oder mehrmals, solange, bis
die gewünschte Betriebsart im Monitor
erscheint.
Zum
Zeitpunkt
der
BetriebsartenEinstellung
werden
noch
keine
Stimulations-Impulse abgegeben.
Während des Pacings kann die Betriebsart
nicht mehr verändert werden. Um z.B. von
FIX auf DEMAND umzuschalten, muss zuerst
der Pacer gestoppt werden.
Wird
das
Pacing
ohne
ändern
der
Betriebsart wieder aktiviert werden die
zuletzt
eingestellten
Stimulationswerte
42
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
appliziert.
Erfolgt
ein
Wechsel
der
Betriebsart oder ein Aus- und Einschalten
des
Pacers,
sind
wieder
die
Grundeinstellungen aktiv.
Hinweis:
Es sollte, wenn möglich, immer die DEMANDEinstellung verwendet werden, außer es ist
zwingend
eine
andere
Betriebsart
indiziert.
19507 / 07.99
43
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
8.5 Einstellen der StimulationsFrequenz
Je nach Betriebsart des Pacers stehen
verschiedene
Stimulations-Frequenzen
(Anzahl der Pacer-Impulse pro Minute) zur
Verfügung:
• FIX, DEMAND
• OVERDRIVE
30 ... 200 1/min
30 ... 250 1/min
Bei Aktivierung des jeweiligen Modi sind
folgende Frequenzwerte voreingestellt:
• FIX, DEMAND
• OVERDRIVE
70 1/min
200 1/min
Sollte eine andere Stimulations-Frequenz
gewünscht werden, kann diese durch die
Tasten Pacer-Frequenz + (41) oder PacerFrequenz - (40) verändert werden. Die
Veränderung mit jedem Tastendruck erfolgt
in 5er-Schritten (jeweils 5 1/min) nach
oben oder nach unten. Die StimulationsFrequenz kann auch während des Pacings
verändert werden.
Wird eine der Tasten Pacer-Frequenz + oder
- (41) oder (40) längere Zeit gedrückt,
wird die Frequenz jede halbe Sekunden um
einen 5er-Schritt verändert. Wird die
Taste losgelassen, bleibt der zuletzt
eingestellte Wert stehen.
Achtung:
Die Stimulations-Frequenz sollte nur dann
verändert werden, wenn dies unbedingt
erforderlich ist. Die Veränderung muss
unter strenger EKG-Überwachung erfolgen,
da der Patient auf die neuen StimulationsParameter
u.U.
veränderte
Reaktionen
zeigt.
8.6 Einstellen
Intensität
der
Stimulations-
Nach dem Einschalten des PRIMEDIC™ Pacers
ist
eine
Stromstärke
von
30
mA
voreingestellt,
unabhängig
von
der
gewählten Betriebsart oder Frequenz.
Die Stimulations-Intensität kann durch die
Tasten Pacer-Intensität + (38) und PacerIntensität - (39) im Bereich von 30 mA bis
180 mA verändert werden. Die Veränderung
mit jedem Tastendruck erfolgt in 5erSchritten (jeweils 5 mA) nach oben oder
unten. Die Stimulations-Intensität kann
auch während des Pacings verändert werden.
Wird eine der Tasten Pacer-Intensität +
oder - (38) oder (39) längere Zeit
gedrückt, so wird die Stromstärke jede
halbe
Sekunde
um
einen
5er-Schritt
verändert. Wird die Taste losgelassen,
bleibt
der
zuletzt
eingestellte
Wert
stehen.
Zu
Beginn
des
Pacings
wird
die
Stimulations-Intensität
mit
einem
Softstart innerhalb von 4 Sekunden auf den
eingestellten Wert hochgefahren.
Die Höhe der Stimulations-Intensität ist
abhängig von der körperlichen Konstitution
44
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
des Patienten. Die Stromstärke sollte so
gewählt
werden,
dass
die
Stimulationswirkung eindeutig im Monitor
erkennbar ist.
Hinweis:
Die Höhe der Intensität ist ein Kompromiss
zwischen guter und wirksamer Stimulation
des Herzens und einer evtl. notwendigen
Sedierung
des
Patienten.
Ist
die
Stimulations-wirkung
im
EKG
eindeutig
erkennbar, so kann durch vorsichtiges
Erniedrigen der Intensität die "optimale"
Intensität ermittelt werden.
19507 / 07.99
45
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Achtung:
Mit dem Pacing ist eine Kontraktion der
Skelettmuskulatur verbunden. Dies ist kein
Zeichen einer wirksamen Herz-Stimulation.
Beobachten
Sie
zur
Beurteilung
der
ausreichenden Intensität des EKG auf dem
Monitor.
Achtung:
Der PRIMEDIC™ Pacer wird aus dem Akku des
PRIMEDIC™ Defi-Monitor versorgt. Achten Sie
deshalb
während
des
Pacens
auf
die
Kapazitätsanzeige im Monitor. Wenn die
Meldung ‘‘Akku laden’’ erscheint muss der
Akku nachgeladen oder gewechselt werden,
um die Stimulation fortsetzen zu können.
Andernfalls kann es durch den Ausfall des
Gerätes
zu
einer
Gefährdung für den
Patienten kommen.
8.7 Starten und Stoppen des Pacings
Die Betriebsart des PRIMEDIC™ Pacer muss
vor dem Start des Pacings ausgewählt
werden. Während des Pacings ist eine
Änderung
der
Betriebsart
nicht
mehr
möglich. Die eingestellte Betriebsart wird
im Monitor angezeigt.
Durch
Drücken
der
Taste
Stimulation
Start/Stop (42) beginnt die Stimulation
mit
den
vorgegebenen
Werten.
Zur
Bestätigung ertönt der Signalgeber. Im
Monitor
beginnt
der
BetriebsartenAnzeigetext zu blinken. Mit jedem PacerImpuls leuchtet die Pacing-LED (43) kurz
auf.
Zum Stoppen der Stimulation drücken Sie
kurz die Taste Stimulation Start/Stop
(42), was durch ein kurzes akustisches
Signal bestätigt wird. Das Blinken des
Anzeigetextes wird beendet.
Begrenzte Stimulationsdauer im OVERDRIVEModus:
Um eine gefährdende, zu lange Stimulation
im OVERDRIVE-Modus zu vermeiden ist die
Zeit der Stimulation ohne Benutzereingriff
auf 15 Sekunden limitiert.
Nach dem Starten der Stimulation mit der
Taste Stimulation Start/Stop (42) erfolgt
die
Stimulation
mit
den
vorgegebenen
Werten. Die Stimulation endet nach 15
Sekunden wenn keine Änderung der Pacer
Intensität
oder
Frequenz
durch
die
Betätigung der Tasten (38) - (41) erfolgt.
Nach dem Betätigen einer dieser Tasten
werden die 15 Sekunden neu gestartet.
Die Stimulation kann vor Ablauf der 15
Sekunden gestoppt werden, in dem die Taste
Stimulation Start/Stop (42) kurz gedrückt
wird.
Für den Betrieb des PRIMEDIC™ Pacers ist es
notwendig,
das
EKG
des Patienten zu
überwachen. Die Überwachung / Aufnahme des
EKGs erfolgt ausschließlich über EKGPatientenkabel. Ist das EKG-Patientenkabel
nicht an Buchse (3) angeschlossen, kann
46
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
die Stimulation nicht gestartet
(gilt nur im DEMAND-Modus).
werden
Hinweis:
Während
des
Pacings
kann sowohl die
Frequenz als auch die Intensität mit den
Tasten (38) - (41) verändert werden.
Hinweis:
Während
des
Pacings
zusätzlichen Überwachung
eingesetzt werden.
19507 / 07.99
können
zur
die Herzalarme
47
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Achtung:
Um eine Gefährdung für den Benutzer durch
den
Stimu-lationsimpuls
zu
vermeiden
dürfen
die
leitfähigen
Flächen
der
Elektroden und der Patient während des
Pacings
nicht
berührt
werden.
Nach
Abschluß
der
Behandlung
sind
die
Klebeelektroden
vom
Patienten
zu
entfernen, bzw. ist sicher-zustellen, dass
das Pacer-/Defibrillationskabel nicht mehr
mit dem Pacer-Modul verbunden ist.
Achtung:
Wird
während
des
Pacings
in
der
Betriebsart DEMAND das EKG-Patientenkabel
oder
das
Pacer-/Defibrillationskabel
unterbrochen oder vom Modul abgezogen,
wird die Stimu-lation sofort beendet. Es
wird ein anhaltender Warnton abge-geben
und
die
Fehlerursache
im
Monitor
angezeigt: ‘‘Pacer-Elektroden offen’’ oder
"EKG-Elektroden offen". Nach Beheben der
Ursache und erneutem Starten wird der
Pacer wieder aktiv.
Achtung:
Während des Pacings ist es notwendig, das
EKG des Patienten permanent zu überwachen,
um die Wirksamkeit der Stimulation sicher
zu stellen. Überprüfen Sie, ob der PacerImpuls in der Diastole erfolgt.
Achtung:
Wird während des Pacings eine EnergieTaste
(32)
gedrückt
wird das Pacing
unterbrochen und es ertönt ein permanentes
Warnsignal um anzuzeigen, dass das Pacing
unterbrochen wurde.
Der Pacer kann durch das Drücken der
Stimulation Start/Stop Taste (42) wieder
aktiviert werden. Die Energie-auswahl wird
zurückgesetzt.
Wird
die
Energieauswahl
durch
nochmaliges
Drücken
der
entsprechenden
Energie-Taste
zurückgesetzt, verstummt der Alarm. Das
Pacing ist nicht wieder automatisch aktiv
und muss mit der Stimulation Start/Stop
Taste (42) reaktiviert werden.
8.8 Defibrillation
während
Pacings / Defibrillation
Klebeelektroden
des
über
Tritt während des Pacings Kammerflimmern
auf,
muss
dies
unverzüglich
durch
Defibrillation beendet werden. Sie können
über
die
applizierten
Klebeelektroden
defibrillieren.
Drücken Sie die gewünschte Energie-Taste
(32).
Es
ertönt
ein
permanentes
Warnsignal, da durch die Energiewahl die
Stimulation beendet wird.
Drücken
Sie
zum
Laden
der
Defibrillationsenergie
kurz
eine
der
Auslösetasten
(102).
Lösen
Sie
die
Defibrillation über die Klebeelektroden
aus, indem die beiden Auslösetasten (102)
gleichzeitig gedrückt werden.
Um nach erfolgter Defibrillation wieder
den Pacer zu aktivieren, müssen Sie diesen
48
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
wieder einschalten (siehe Kapitel 8.1 bis
8.8).
Hinweis:
Sie
können
trotz
applizierten
Klebeelektroden auch über die Paddles
defibrillieren. Laden Sie die gewählte
Energie durch kurzen Druck auf eine der
Paddle-Auslösetasten (10) oder (12) und
defibrillieren Sie durch gleichzeitigen
Druck der Tasten (10) und (12).
Achtung: Beachten Sie alle Sicherheitsund Warnhinweise aus Kapitel 4. (Bedienung
des Defibrillators).
19507 / 07.99
49
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
9.
Gebrauchsanweisung
Bedienung
des
PRIMEDIC™
I/DModuls
für
interne
Defibrillation
9.1 Anschluß des I/D-Moduls
Das PRIMEDIC™ I/D-Modul wird wie folgt an
den Defibrillator angeschlossen:
1. Nehmen Sie zur leichteren Arretierung
das linke Paddlekabel (14) von seiner
Ruheposition herunter.
2. Nehmen Sie das PRIMEDIC™ I/D-Modul mit den
Anschluß-Kontakten
(110)
nach
oben
orientiert in die linke Hand.
3. Setzen Sie das Modul seitlich kurz
unterhalb des Modulsteckers (15) an.
Achten Sie darauf, dass das Modul flach
an
der
Defi-Seite
anliegend
mittig
ausgerichtet ist.
4. Schieben Sie das Modul nach oben, bis es
einrastet.
Hinweis:
Das I/D-Modul muss am Defi-Gehäuse anliegend
nach
oben
eingerastet
werden.
Ein
‘‘schiefes’’ Einsetzen des Moduls kann die
Steckkontakte beschädigen.
Das PRIMEDIC™ I/D-Modul wird folgendermaßen
vom Defibrillator abgenommen:
1. Nehmen Sie zum leichteren Wechsel des
Moduls das linke Paddlekabel (14) von
seiner Ruheposition.
2. Drücken Sie auf die Markierung des
Entriegelungsknopfes (114) und halten
Sie den Knopf gedrückt.
3. Schieben Sie das Modul am Defi anliegend
nach unten, bis es ausrastet.
4. Lassen Sie den Entriegelungsknopf (114)
wieder los. Entnehmen Sie das Modul.
9.2 Anschluß der Löffelelektroden
für die interne Defibrillation
Zur
internen
Defibrillation
stehen
Löffelelektroden
mit
verschiedenem
Löffeldurchmesser zur Verfügung.
Löffelgröße
Patient
Ø 38 mm
Kleinkinder
Metrax Art.Nr.
72507
Ø 64 mm
89 x 67 mm
Kinder
72508
Erwachsene
72509
Schrauben
Sie
die
entsprechenden
Löffelelektroden in die LöffelelektrodenHandgriffe und verbinden Sie diese über
die
Schraubgewinde
mit
dem
internen
Defibrillationskabel.
Stecken Sie den Anschlussstecker für das
Patientenkabel mit dem Pluspol in die
Anschlussbuchse
(112)
und
den
Anschlussstecker für das Patientenkabel
50
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
mit dem Minuspol in die Anschlussbuchse
(113) am PRIMEDIC™ I/D-Modul.
19507 / 07.99
51
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
9.3 Defibrillation
Löffelelektroden
über
Das
PRIMEDIC™
I/D-Modul
muss
vor
dem
Einschalten des PRIMEDIC™ Defi-Monitors im
Modulsteckplatz gesteckt sein, damit es
vom PRIMEDIC™ Defi-Monitor erkannt wird.
Hinweis:
Wurde das Modul nach dem Einschalten des
PRIMEDIC™ Defi-Monitor aufgesteckt kann das
Modul
nur
durch
einmaliges Aus- und
Einschalten des PRIMEDIC™ Defi-Monitors in
Betriebsbereitschaft gebracht werden.
Zum Starten einer internen Defibrillation
drücken Sie die gewünschte Energie-Taste
(32) im Bereich von 2 ... 50 Joule. Höhere
Energien
sind
für
die
interne
Defibrillation nicht zulässig.
Drücken
Sie
zum
Laden
der
Defibrillationsenergie kurz eine der Lade/ Auslösetasten (111). Wurde eine zu hohe
Energiestufe gewählt (> 50 Joule), wird
die
Energiestufenauswahl
zurückgesetzt.
Die unzulässige Energieauswahl wird für
den Benutzer mit einem akustischen Signal
angezeigt.
Lösen Sie die Defibrillation über die
Löffelelektroden aus, indem die beiden
Auslösetasten (111) gleichzeitig gedrückt
werden.
Hinweis:
Sie können trotz gestecktem I/D-Modul auch
über die Paddles defibrillieren. Dazu
stehen Ihnen alle wählbaren Energiestufen
zwischen 2 und 360 Joule zur Verfügung.
Laden Sie die gewählte Energie durch
kurzen
Druck
auf
eine
der
PaddleAuslösetasten
(10)
oder
(12)
und
defibrillieren Sie durch gleichzeitigen
Druck der Tasten (10) und (12).
Achtung:
Beachten
Sie
alle
Sicherheitsund
Warnhinweise aus Kapitel 4. (Bedienung des
Defibrillators).
52
19507 / 07.99
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
10.
Bedienung des PRIMEDIC™ R/DModuls
für
FreihandDefibrillation
10.1 Anschluß des R/D-Moduls
Das PRIMEDIC™ R/D-Modul wird wie folgt an
den Defibrillator angeschlossen:
1. Nehmen Sie zur leichteren Arretierung
das linke Paddlekabel (14) von seiner
Ruheposition herunter.
2. Nehmen Sie das PRIMEDIC™ R/D-Modul mit
den Anschluss-Kontakten (101) nach oben
orientiert in die linke Hand.
3. Setzen Sie das Modul seitlich kurz
unterhalb des Modulsteckers (15) an.
Achten Sie darauf, dass das Modul flach
an
der
Defi-Seite
anliegend
mittig
ausgerichtet ist.
4. Schieben Sie das Modul nach oben, bis es
einrastet.
Hinweis:
Das R/D-Modul muss am Defi-Gehäuse anliegend
nach
oben
eingerastet
werden.
Ein
‘‘schiefes’’ Einsetzen des Moduls kann die
Steckkontakte beschädigen.
Das PRIMEDIC™ R/D-Modul wird folgendermaßen
vom Defibrillator abgenommen:
1. Nehmen Sie zum leichteren Wechsel des
Moduls das linke Paddlekabel (14) von
seiner Ruheposition.
2. Drücken Sie auf die Markierung des
Entriegelungsknopfes (104) und halten
Sie den Knopf gedrückt.
3. Schieben Sie das Modul am Defi anliegend
nach unten, bis es ausrastet.
4. Lassen Sie den Entriegelungsknopf (104)
wieder los. Entnehmen Sie das Modul.
10.2 Positionierung der
Klebeelektroden
Zur Remote-Defibrillation wird
die
anterior
anterior
verwendet.
bevorzugt
Position
Die
Positionen
entsprechen
denen
Paddles bei der Defibrillation.
Elektrode Farb
n-Clip
e
der
Position
anterior
blau entsprechend ApexPosition, linker
( - Brustbereich, über der
)
Herzspitze auf der
Axilarlinie
anterior
weiß entsprechend SternumPosition, rechter
( + Brustbereich, unterhalb
)
des Schlüsselbeins
Hinweis:
19507 / 07.99
53
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Es
dürfen
nur
original
PRIMEDIC™
Klebeelektroden
für
Pacing
und
Defibrillation verwendet werden.
54
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
10.3 Anschluss
des
/Defibrillationskabel
Pacer-
Das Pacer-/Defibrillationskabel wird am
R/D-Modul in die Buchse (103) eingesteckt
(die Markierung des Steckers müssen mit
jener der Buchse übereinstimmen).
Die applizierten Klebeelektroden werden
mit
Elektroden-Clips
mit
dem
Pacer/Defibrillationskabel
verbunden.
Dazu
öffnen Sie den Verriegelungshebel des
Elektroden-Clips
und
stecken
die
metallisierte
Anschlußlasche
in
den
Schlitz
des
Clips.
Klappen
Sie
die
Oberseite des Clips zur Fixierung der
Verbindung wieder zu.
Achtung:
Achten Sie auf die farbig gekennzeichnete
Polarität der Elektroden-Clips an der
jeweiligen Elektrodenposition.
10.4 Remote-Defibrillation
Klebeelektroden
über
Das
PRIMEDIC™
R/D-Modul
muss
vor
dem
Einschalten des PRIMEDIC™ Defi-Monitors im
Modulsteckplatz gesteckt sein, damit es
vom PRIMEDIC™ Defi-Monitor erkannt wird.
Hinweis:
Wurde das Modul nach dem Einschalten des
PRIMEDIC™ Defi-Monitor gesteckt kann das Modul
nur durch einmaliges Aus- und Einschalten
Defi-Monitors
in
Betriebsdes
PRIMEDIC™
bereitschaft gebracht werden.
Drücken Sie die gewünschte Energie-Taste
(32).
Zum
Laden
der
DefibrillationsEnergie
drücken
Sie
kurz
eine
der
Auslösetasten
(102).
Lösen
Sie
die
Defibrillation über die Klebeelektroden
aus, indem Sie beide Auslösetasten (102)
gleichzeitig drücken.
Hinweis:
Sie
können
trotz
applizierter
Klebeelektroden auch über die Paddles
defibrillieren. Laden Sie die gewählte
Energie durch kurzen Druck auf eine der
Paddle-Auslösetasten (10) oder (12) und
defibrillieren Sie durch gleichzeitigen
Druck der Tasten (10) und (12).
Achtung:
Beachten
Sie
alle
Sicherheitsund
Warnhinweise aus Kapitel 4. (Bedienung des
Defibrillators).
19507 / 07.99
55
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
11. Handhabung der Ladekonsole
Der PRIMEDIC™ Defi-Monitor sollte nach jedem
Einsatz auf die Ladekonsole abgestellt
werden, um den Akku wieder aufzuladen.
Falls
nicht,
muss
zur Sicherung der
Einsatzbereitschaft ein zweiter geladener
PRIMEDIC™ Akku verfügbar sein oder der Akku
mit dem externen Lade-/Pflege-Tischgerät
geladen werden.
Wenn der Defibrillator auf die Ladekonsole
aufgestellt wird, kontaktieren automatisch
die
Federkontakte
und
der Akku kann
geladen werden.
In Verbindung mit den Befestigungsmodulen
für Wand- oder Fahrzeugmontage (optional)
Defi-Monitor
sicher
wird
der
PRIMEDIC™
arretiert,
sobald
dieser
auf
die
Ladekonsole abgestellt wird.
Zum Entnehmen des PRIMEDIC™ Defi-Monitors von
der Ladekonsole greifen Sie mit einer Hand
den Griff des Defibrillators und drücken
(z.
B.
mit
dem
Zeigefinger)
die
Entriegelungs-Taste
(66)
nieder.
Jetzt
können Sie den Defibrillator entnehmen
oder nach vorne kippen, um den Ersatzakku
zu erreichen.
Hinweis:
Nach
dem
Aufstellen
sollte
der
Defibrillator
auf
sichere
Arretierung
überprüft werden.
Achtung:
Ein vollständig leerer Akku muss für
mindestens 30 Minuten geladen werden. Eine
zu kurze Ladedauer kann aufgrund der Natur
des Akkus zu Fehlinterpretationen der
Ladung
durch
das
Gerät
führen.
Die
Ladungsanzeige
im
Display
wird
fälschlicherweise
einen
vollen
Akku
anzeigen. Der sichere Betrieb des Gerätes
ist u.U. nicht gewährleistet.
56
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
12. Handhabung der Wechselakkus
Der
Wechselakku
(PRIMEDIC™
Akku)
wird
automatisch
geladen,
sobald
der
Defibrillator
auf
die
Ladekonsole
aufgesetzt wird. Ist der PRIMEDIC™ DefiMonitor in permanentem Einsatz, sind ein
oder
mehrere
Wechselakkus
geladen
bereitzuhalten,
die
im
Bedarfsfall
eingesetzt
werden.
Das
Laden
eines
zusätzlichen Akkus ist in der KomfortAusführung
(optional)
der
Ladekonsole
möglich (siehe Kapitel 12.2).
Alle in NiCd-Technik aufgebauten Akkus
müssen vor dem Laden möglichst komplett
entladen werden, um einen ‘‘Memory’’-Effekt
zu vermeiden (siehe dazu Anhang A1).
Die ideale Akkupflege wird erreicht, wenn
die
Komfort-Ausführung
der
Ladekonsole
bzw. das Tischlade-Pflegegerät eingesetzt
wird. Diese besitzen für die Ladung eines
Akkus die sogenannte Akku-Care-Funktion.
D. h. der eingesteckte Akku wird bewertet
und definiert entladen bevor die Ladung
auf maximale Kapazität erfolgt.
Wird regelmäßig der am PRIMEDIC™ Defi-Monitor
angeschlossene Akku gegen den Akku der
Ladekonsole
getauscht
(ca.
alle
zwei
Wochen) lässt sich wirksam der ‘‘Memory’’Effekt vermeiden.
Hinweis:
Akkumulatoren sind Verschleißteile. Selbst
bei optimaler Pflege ist ein Nachlassen
der Kapazität auf Dauer unvermeidbar.
Sinkt die Akkukapazität nach z. B. 2
Jahren
soweit,
dass
nur noch wenige
Schocks mit maximaler Energie abgegeben
werden
können,
sollte
aus
Sicherheitsgründen der Akku nicht weiter
verwendet werden.
Hinweis:
Akkumulatoren müssen fachgerecht entsorgt
werden. Geben Sie verbrauchte PRIMEDIC™
Akkus bei uns, dem Fachhandel oder Ihrem
örtlichen Recyclingunternehmen ab. Werfen
Sie den Akku nicht in den Hausmüll!
Hinweis:
Wird der Defibrillator mit entladenem Akku
auf die Ladekonsole gestellt, ist der
Betrieb nach Einschalten nicht sofort
möglich. Zum Defibrillieren muss der Akku
mindestens einige Minuten geladen oder
gegen einen geladenen ausgetauscht werden.
Achtung:
Für den Betrieb des PRIMEDIC™ Defi-Monitor
muss der Akku an der rechten Geräteseite
angeschlossen
sein.
Das
gilt
aus
Sicherheitsgründen auch für den Fall, dass
der Defibrillator auf der Ladekonsole
betrieben wird.
19507 / 07.99
57
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
12.1 Wechseln des Akkus
Der PRIMEDIC™ Akku wird wie folgt an den
Defibrillator angeschlossen:
1. Nehmen Sie zur leichteren Arretierung
des Akkus das rechte Paddlekabel (Apex)
von seiner Ruheposition herunter.
2. Nehmen Sie den PRIMEDIC™ Akku mit den
Anschluss-Kontakten nach oben orientiert
in die rechte Hand.
3. Setzen Sie den Akku seitlich in die
dafür vorgesehene Führung. Achten Sie
darauf, dass der Akku flach an der DefiSeite
anliegend
zunächst
in
der
untersten
Position
einwandfrei
ausgerichtet ist.
4. Schieben Sie den Akku nach oben, bis er
deutlich hörbar einrastet.
Hinweis:
Der PRIMEDIC™ Akku muss am Defi-Gehäuse
anliegend nach oben eingerastet werden.
Ein ‘‘schiefes’’ Einsetzen des Akkus ist
nicht möglich.
Der PRIMEDIC™ Akku wird folgendermaßen vom
Defibrillator abgenommen:
1. Nehmen Sie zum leichteren Wechsel des
Akkus das rechte Paddlekabel (Apex) von
seiner Ruheposition.
2. Drücken Sie auf die Markierung des
Entriegelungsknopfes (7) und halten Sie
den Knopf gedrückt.
3. Schieben Sie den Akku am Defi anliegend
nach unten, bis er hörbar ausrastet.
4. Lassen Sie den Entriegelungsknopf (7)
wieder los.
12.2 Paralleles Laden des Akkus in
der Ladekonsole
Das Laden eines zweiten PRIMEDIC™ Akkus ist
z.B.
in
der
Komfort-Ausführung
der
Ladekonsole möglich.
Der PRIMEDIC™ Akku wird mit den Kontakten
nach unten in den Schacht (51) der
Ladekonsole eingesteckt. Das Einstecken
erfolgt von oben nach unten.
Ist die Ladekonsole z. B. an einer Wand
montiert und der Defi darauf abgestellt,
können Sie trotzdem den zweiten Akku in
dem Schacht der Konsole einstecken bzw.
daraus entnehmen. Betätigen Sie hierzu die
Entriegelungs-Taste (66) und kippen den
Defi soweit nach vorne, bis der Schacht
zugänglich ist.
Nach
dem
Einstecken
wird
der
Akku
definiert entladen, was durch das Leuchten
der LED’s (54 - 56) angezeigt wird.
Am Entladeschluss wird der Akku definiert
geladen. Die Lade-LED (53) leuchtet. Ist
der PRIMEDIC™ Akku geladen, erlischt die
Lade-LED (53) und die 100 % - LED (54)
leuchtet, der Akku kann entnommen werden.
58
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Sollte der Akku in der Konsole längere
Zeit
verweilen,
wird
für
eine
Ladeerhaltung des Akkus gesorgt.
Hinweis:
Während der Akku entladen oder geladen
wird, sollte dieser nicht aus dem Schacht
entnommen werden.
19507 / 07.99
59
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
13. Pflege und Wartung
Der PRIMEDIC™ Defi-Monitor, die PRIMEDIC™
Module, sämtliche Zubehörteile wie z. B.
EKG-Patientenkabel
und
die
Ladekonsole
Defi-Charger
können
mit
PRIMEDIC™
handelsüblichen
Haushaltsreinigern
gepflegt
werden.
Benutzen
Sie
ein
feuchtes, sauberes Tuch.
Zur
Desinfektion
der
Paddleelektroden
können übliche Wisch-desinfektionsmittel
verwendet werden (z. B. Gigasept FF).
Achtung:
Verwenden Sie keine tropfnassen Tücher zur
Reinigung.
Schütten
Sie
keine
Flüssigkeiten über das Gerät bzw. tauchen
Sie es nicht ins Wasser.
Unabhängig
vom
Gebrauch
des
Gerätes
empfehlen
wir
eine
regelmäßige
DefiSichtprüfung/Wartung
des
PRIMEDIC™
Monitor und der Zubehörteile durch den
Anwender.
Achten Sie dabei auf folgende Punkte:
1. Sichtprüfung
von
Gehäuseteilen
auf
Beschädigungen (Defibrillator, Module,
Ladekonsole, Akku).
2. Sichtprüfung des EKG-Patientenkabels und
der Paddlekabel auf Beschädigung der
Isolierung.
Sichtprüfung des Pacer-Patientenkabels
auf Beschädigung der Isolierung und die
Funktionalität
der
Folienschnappverbinder.
3. Reinigung
der
Paddleelektroden
von
Gelresten und Verunreinigungen, um einen
sicheren Kontakt zwischen Kinder- und
Erwachsenenelektroden zu gewährleisten
bzw. Spannungsüberschläge zu verhindern.
4. Entfernen
von
Schmutzansammlung
im
Schacht des Druckers.
Achtung:
Bei Beschädigungen von Gehäuseteilen bzw.
Isolationen müssen diese sofort repariert
werden.
Hinweis:
Nähere
Angaben
zu
den
regelmäßigen
sicherheits-technischen
und
messtechnischen
Kontrollen
gemäß
der
Medizinprodukte-Betreiberverordnung
(MPBetreibV) finden Sie im Anhang 6.
14. Entsorgung
Die Geräteverpackung sollte der WertstoffWiederver-wendung zugeführt werden. Die
Metallteile
des
Gerätes
werden
der
Altmetallentsorgung
zugeführt.
Kunststoffteile,
elektrische
Bauteile,
Leiterplatten und das Display werden als
Elektronikschrott entsorgt. Akkumulatoren
sind Sondermüll und müssen fachgerecht
entsorgt werden. Geben Sie verbrauchte
Akkus
bei
Ihrem
örtlichen
PRIMEDIC™
Recyclingunternehmen ab. Werfen Sie den
Akku
nicht
in
den Hausmüll. Weitere
60
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Auskünfte zur Entsorgung von Problemstoffen
gibt
Ihnen
Ihr
örtliches
Entsorgungsunternehmen.
19507 / 07.99
61
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
15.
Gebrauchsanweisung
Technische Daten, Zubehör, Bildzeichen
15.1 Technische Daten PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 und DM 30
Defibrillation / Kardioversion:
Betriebsarten:
synchron oder asynchron, externe Defibrillation
Energiestufen:
2, 5, 7, 10, 20, 30, 50, 100, 200, 300, 360 Joule
(50 Ω)
Entladungen:
60 Schuss mit 360 Joule bei 20 °C, 30 Schuss mit
360 Joule bei 0 °C
Ladezeit, Akku voll: 1 s (100 Joule), 5 s (360 Joule)
Ladezeit nach 15 Schocks:
1,5 s (100 Joule), 5,5 s (360 Joule)
Verzögerungszeit:
< 60 ms zwischen Synchronisations-Impuls und
Energieabgabe
EKG-Monitoring:
Aufbau:
Monitor-Typ:
Monitor-Größe:
Auflösung:
Filter:
Anzeigen:
Alarm:
EKG-Monitor schwenkbar um ± 30° zur optimalen EKGLesbarkeit
hochauflösender EL-Monitor (Elektro-Lumineszenz)
115 x 86 mm (Diagonale 143 mm)
320 x 240 Pixel (Pixelgröße 0,36 x 0,36 mm)
zuschaltbar, 50 oder 60 Hz
Signalverstärkung, Herzfrequenz, Ableitung,
Energiestufe, Akkukapazität, Alarmgrenzen für
Herzfrequenz, SpO2-Wert, Alarmgrenzen für SpO2 (nur
bei DM 30)
einstellbar für Ober- und Untergrenzen der
Herzfrequenz bzw. SpO2 (SpO2 nur bei DM 30)
NELLCOR® - Pulsoximeter - Modul:
Anzeigebereich:
100 ... 0%
Kalibrierbereich: 100 ... 50 %
Meßgenauigkeit:
SpO2
Erwachsene:100 - 70%
+/- 2 Digit
69 - 50%
+/- 3 Digit
50 - 0 %
nicht spezifiziert
Neugeborene: 95 - 70%
+/- 3 Digit
Die Prüfverfahren zur Kalibrierung können vom
Hersteller abgefragt werden.
Wellenlänge:
Rot: 660 nm
Infrarot: 920 nm
Lichtdichte:
0,5 lumen/cm²
Betriebsart:
kontinuierlich
Aktualisierungszeit:
< 2 sec.
Hinweise bzgl. Toxizität der mit dem Patienten in Berührung kommenden
Werkstoffe 18565 Fingersensor DS-100A für Pulsoximeter nach EN 1099310, ISO 10993-5
62
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Pacer - Modul:
transthorakaler Herzschrittmacher (NIP)
Betriebsarten:
Fix, Demand, Overdrive
Pacing Frequenzen:
(Fix, Demand)
30 ... 200 1/min
1
(Overdrive) 30 ... 250 /min
Impulsform:
Rechteck 20 ms
Impulsamplitude:
30 ... 180 mA, stromgeregelt
Genauigkeit der Impulsamplitude:
±15% an 500 Ohm
Voreinstellungen:
(Fix, Demand)
70 1/min, 30 mA
1
(Overdrive) 200 /min, 30 mA
Refraktärzeit
240 ms (100 ... 250 1/min)
340 ms (30 ... 100 1/min)
Betriebsdauer Pacing
aus vollem Akku:
ca. 70 Minuten (mit Parametern: 70 Hz, 100 mA,
20 ms)
Betriebsdauer Pacing
aus Akku bei Anzeige
‘‘Akku laden’’:
30 Minuten (mit Parametern: 70 Hz, 100 mA, 20
ms).
Gewicht Pacer-Modul:
ca. 500 g
R/D - Modul:
Betriebsart
Gewicht R/D-Modul
externe Remote-Defibrillation, Modul für FreihandDefibrillation, zur risiko-losen Applikation der
Schockenergie
2 ... 360 Joule synchron/asynchron über
Klebeelektroden
2 Auslöse-Tasten zum Laden der Energie und zur
Schockabgabe
flexible Elektroden für Pacing und Defibrillation,
leitfähige Fläche 118 cm², Anschluß mit ElektrodenClips
ca. 500 g
I/D - Modul:
Betriebsart
interne Defibrillation
Defibrillation
Bedienelemente
Klebeelektroden
2/5/7/10/20/30/50 Joule (50 Ω)
automatische Begrenzung der Energie auf maximal 50
Joule,
Energie am Defibrillator einstellbar
Defibrillation
über Löffelelektroden
Bedienelemente
2 Auslöse-Tasten zum Laden der Energie und
Schockabgabe
Löffelelektrodenpaar
wahlweise erhältlich
Kleinkinder: Ø 38
Kinder:
Ø 64 mm
Erwachsene:
89 x 67 mm
Schraubgewinde
Handgriff
abschraubbar von Patientenkabel
Patientenkabel
hochflexibles Silikon-Kabel
Sterilisation
134 °C, dampf- oder gassterilisierbar
Gewicht I/D-Modul
ca. 500 g
Energiestufen
19507 / 07.99
63
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Drucker:
Drucker-Typ:
Auflösung:
Papierbreite:
Vorschub:
Betriebsarten:
Sicherheit:
Klassifikation:
Kennzeichnung:
Gebrauchsanweisung
Thermo-Direktverfahren, 1-Kanal
8 Bit / 200 dpi
58 mm
25 / 50 mm/s
Auto-Print (Protokolldruck nach Defibrillation mit
5 s Vor- und 5 s Nachgeschichte)
EKG-Print (EKG-On-line-Protokolldruck)
MEMO-Print (Ausdruck des Ereignisspeichers der
letzten 10 Defibrillationen mit 5 s Vor- und 5 s
Nachgeschichte)
6-Kanal-Print mit 10 s On-line Druck von 2 x 3
Kanälen
Schutzklasse II, Typ BF, Medizinprodukt der Klasse
2b
0123
Das Gerät ist ein Medizinprodukt und entspricht der
EG-Richtlinie 93/42/EWG
Sonstiges:
Energieversorgung: aus Wechselakku (PRIMEDIC™ Akku)
Wechselakku:
14,4 V / 1,5 Ah / NiCd
Betriebsbedingungen:
0 ... 50 °C, 30 ... 95 % rel. Feuchte, jedoch
ohne Kondensation
700 hPa ... 5000 hPa für 1 h,
700 hPa ... 1060 hPa Dauerbetrieb
Lagerbedingungen: -20 ... 70 °C, 20 ... 95 % rel. Feuchte, jedoch
ohne Kondensation
500 hPa ... 1060 hPa
Abmessungen:
42 x 12 x 42 cm (B x T x H)
Gewicht:
8 kg
Änderungen vorbehalten.
64
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Lieferumfang:
Artikel-Nr.
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10
bestehend aus:
1
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10
1
PRIMEDIC™ Akku
1
EKG-Patientenkabel, 4-polig mit integr. Defi-Schutz,
Neutralelektrode
30
EKG-Klebeelektroden Ag/AgCl Ø 55 mm
1
Kontaktgel, 60 g
1
Drucker-Papier, 58 mm
1
Medizinproduktebuch
1
Gebrauchsanweisung Defi-Monitor DM 10 / DM 30
1
Einweisungsprotokoll
96066
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 30
siehe DM 10, jedoch zusätzlich:
1
SpO2-Fingersensor DS-100 A (NELLCOR®)
1
SpO2-Patientenkabel (2,4 m)
72264
72303
18155
13026
18122
13084
19342
18514
96068
18565
18783
96066
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 und DM 30, 12-Kanal
siehe DM 10, jedoch:
1
EKG-Patientenkabel, 10-polig mit integr. Defi-Schutz,
Neutralelektrode
19414
PRIMEDIC™ Pacer-Modul
1
Pacer- / Defibrillationskabel
1
Klebeelektroden für Erwachsene (1 Paar)
72417
18550
18551
PRIMEDIC™ R/D-Modul
1
Pacer- / Defibrillationskabel
1
Klebeelektroden für Erwachsene (1 Paar)
72520
18550
18551
72519
PRIMEDIC™ I/D-Modul
2
Patientenkabel für interne Defibrillation, sterilisierbar, mit
Schraubgewinde
72496
2
Handgriffe für Löffelelektroden
72506
1
Löffelelektroden für Erwachsene (1 Paar)
72509
15.2 Zubehör
Artikel-Nr.
Tasche mit Staufächern
72310
Tragegurt mit Befestigungselementen
72311
Elektroden-Gel, 60 g-Tube
13026
EKG-Patientenkabel, 4-polig mit integr. Defi-Schutz, Neutralelektrode
72303
EKG-Patientenkabel, 5-polig mit integr. Defi-Schutz, Neutralelektrode
19460
EKG-Patientenkabel, 10-polig mit integr. Defi-Schutz, Neutralelektrode
19414
EKG-Einmalelektroden Ag/AgCl, Ø 55 mm (30 St.)
18155
72264
PRIMEDIC™ Akku, 14,4 V / 1,5 Ah, NiCd
Weiteres Zubehör siehe separate Zubehör-/Preisliste.
19507 / 07.99
65
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
15.3 Bildzeichen
Folgende Bildzeichen werden am Gerät verwendet:
Typenschild:
Schutzklasse
IPX1
Tropfwassergeschützt
Gebrauchsanweisung beachten!
Paddle:
Schutzgrad BF,
Eingang
defibrillationsgeschützt
Gefährliche elektrische
Spannung
(Hochspannung)
EKG-Eingangs-Buchse:
Schutzgrad CF in
Verbindung mit EKG
Patientenkabel mit
integriertem
Defibrillationsschutz
SpO2-Eingangs-Buchse:
Schutzgrad BF, Eingang
defibrillationsgeschützt
Gebrauchsanweisung beachten!
66
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
16. Gewährleistungsbedingungen
METRAX gewährt als Hersteller auf dieses Gerät 1 Jahr Garantie ab
Kaufdatum. Innerhalb dieser Zeit beseitigt METRAX unentgeltlich Mängel
am Gerät, die auf Material- oder Herstellungsfehlern beruhen. Die
Instandsetzung erfolgt nach Wahl von METRAX durch Reparatur oder
Austausch.
Durch
eine
Garantieleistung
wird
die
ursprüngliche
Garantiezeit nicht verlängert.
Verschleißteile wie Kunststoffgehäuse, Bedienelemente und Zubehör
unterliegen grundsätzlich nur der gesetzlichen Gewährleistungszeit von
6 Monaten.
Weitergehende vertragliche und außervertragliche Ansprüche gegen
METRAX sind ausgeschlossen, es sei denn, solche Ansprüche beruhen auf
Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit oder zwingenden gesetzlichen
Haftungsnormen.
Für Schäden, die durch unsachgemäßen Gebrauch, Gewalteinwirkung oder
Eingriff von Unbefugten verursacht werden, besteht keine Garantie. Die
Gewährleistungsansprüche des Käufers gegenüber dem Verkäufer (Händler)
werden durch diese Garantie nicht eingeschränkt.
Im Garantiefall wenden Sie sich bitte an Ihren Verkäufer (Händler)
oder senden Sie das Gerät nach Kontaktaufnahme mit METRAX mit
Kaufnachweis, z. B. Rechnung und Angabe Ihres Namens und Ihrer
Anschrift an die
METRAX GmbH
Technischer Kundendienst
Rheinwaldstr. 22
Tel. (0741) 257-275
D-78628 Rottweil.
Fax (0741) 257-265
Der METRAX-Kundendienst steht Ihnen auch nach Ablauf der Garantiezeit
zur Verfügung!
19507 / 07.99
67
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
17. Anhang
A1
Allgemeine Hinweise und Regeln beim Einsatz von
Akkumulatoren
Was ist ein Akkumulator?
Akkumulatoren werden zur Speicherung elektrischer Energie verwendet.
Dabei wird während des Ladevorgangs der Ladestrom in chemischer Form
im Akku gespeichert. Beim ‘‘Entladen’’ des Akkus (während des
Gerätebetriebes) wird die chemische Energie wieder in elektrische
Energie umgewandelt. Dieser Lade- und Entladeprozess ist vielmals
wiederholbar.
Blei- oder NiCd-Akku?
In der Praxis haben sich verschiedene Akkumulator-Konstruktionen
durchgesetzt, die allerdings unterschiedliche, typische Eigenschaften
besitzen.
1.
2.
3.
Blei-Akku
NiCd-Akku (Nickel-Kadmium)
Metallhybrid-Akku
Für die Entwicklung des PRIMEDIC™ Defi-Monitor wurde der NiCd-Akku
ausgewählt, da er in der Praxis einige Vorteile gegenüber anderen
Konstruktionen aufweist.
Der Blei-Akku, eine der ältesten Akkutypen, wandelt bei zu starker
Ladung die Energie in gefährliches Knallgas (Explosionsgefahr) um. Der
NiCd-Akku besitzt im Vergleich zum Blei-Akku eine deutlich höhere
Energiedichte. D. h. bei gleicher Baugröße kann der PRIMEDIC™ Akku
erheblich
mehr
Schocks
abgeben
(bzw.
besitzt
eine
längere
Monitoringzeit) als ein vergleichbarer Blei-Akku.
Der Metallhybrid-Akku besitzt zwar eine nochmals höhere Energiedichte
als ein NiCd-Akku, aber die Höhe des Stroms, die aus diesem Akku
entnommen werden kann, ist zu gering. Dies hätte eine zu lange
Energiebereitstellungszeit
für
den
Schock
zur
Folge,
was
den
Anforderungen heutiger Defibrillatoren widerspricht.
Die Handhabung des NiCd-Akkus ist unproblematisch. Durch modernste,
mikroprozessorgesteurte Ladeschaltungen, wie sie auch im PRIMEDIC™ DefiMonitor
angewendet
werden,
können
sehr
kurze
Ladezeiten
bei
gleichzeitiger Schonung des Akkus erreicht werden.
Wird der NiCd-Akku über einen längeren Zeitraum nur zu einem kleinen
Teil entladen und wieder geladen stellt sich ein typisches Phänomen,
der ‘‘Memory’’-Effekt, ein. Dieser ‘‘Memory’’-Effekt hat in der Praxis
die Auswirkung, dass der Akku, obwohl er eine nominal große
Akkukapazität besitzt, sich verhält, als wäre er ein kleiner Akku mit
geringer Kapazität.
Ein Beispiel zur Verdeutlichung:
Ein Akku hat eine Kapazität von 50 Schocks mit je 360 Joule. Es wird
die Energie für 5 Schocks entnommen und der Akku wird danach wieder
aufgeladen. Wird diese Betriebsweise über eine längere Zeit so
fortgeführt, kann sich der ‘‘Memory’’-Effekt einstellen. D. h. die
Kapazität des Akkus verringert sich auf 5 bis 6 Schocks, da der Akku
auf 5 Schocks ‘‘trainiert’’ wurde.
Der ‘‘Memory’’-Effekt ist nur mit großem Aufwand umkehrbar, der Akku
kann
also
nicht
mehr
sinnvoll
verwendet
werden,
wenn
seine
‘‘Restkapazität’’ einen praktikablen Wert unterschreitet.
68
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Wie kann der ‘‘Memory’’-Effekt vermieden werden?
Um den ‘‘Memory’’-Effekt zu vermeiden, muss der Akku von Zeit zu Zeit
komplett entladen werden, damit zwischenzeitlich ein vollständiger
Ladezyklus durchgeführt werden kann. In der Praxis kann das auf
verschiedene Weise durchgeführt werden:
1.
Wurde der Akku nur geringfügig entladen, nicht sofort wieder
aufladen. Es steht meist noch soviel Energie zu Verfügung, dass zu
einem späteren Zeitpunkt mit der Restenergie weitergearbeitet
werden kann. Der PRIMEDIC™ Defi-Monitor lädt einen Akku nicht in
jedem Fall sofort wieder auf. Erst nach Unterschreiten einer
Schwelle wird der Akku geladen.
2.
Vor dem Aufladen des Akkus wird die restliche Kapazität
aufgebraucht, z. B. durch mehrere Schocks mit hoher Energie oder
Monitoring. Dies ist nicht jedesmal vor Aufladen nötig, sondern
nur von Zeit zu Zeit (jede Woche oder Monat, je nach Häufigkeit
des Einsatzes).
3.
Die optimale Akkupflege ist eine vollautomatische Entlade/Ladevorrichtung, bei der vor jedem Ladevorgang eine definierte
Entladung
stattfindet.
Aus
Sicherheitsgründen
wird
diese
Ladetechnik nicht angewendet bei Akkumulatoren, die direkt im
Defibrillator geladen werden. Es kann sonst der ungünstige Fall
eintreten, dass der Defibrillator gerade in dem Moment benötigt
wird, in dem der Akku gerade vollständig entladen ist.
Die vollautomatische Entlade-/Ladevorrichtung ist als Akku-CareFunktion in der Ladekonsole des PRIMEDIC™ Defi-Monitor realisiert. Mit
dieser Option (auch nachrüstbar) kann ein zweiter PRIMEDIC™ Akku
geladen werden, bei dem durch die Akku-Care-Funktion der
‘‘Memory’’-Effekt wirksam vermieden wird.
Welche Effekte zeigen Akkumulatoren noch?
Akkumulatoren haben zwei weitere Eigenschaften
Praxis:
1.
2.
in
der
täglichen
Selbstentladung
Alterung nach längerer Benutzung.
Die Selbstentladung eines Akkus bedeutet im praktischen Einsatz, dass
ein voller Akku langsam aber stetig seine Ladung verliert. Nach etwa 4
Wochen stehen etwa 90 % der Kapazität zur Verfügung. Dieser Effekt
muss normalerweise nur berücksichtigt werden, wenn mehrere Akkus auf
‘‘Vorrat’’ geladen wurden.
PRIMEDIC™ Defi-Monitor berücksichtigt diesen Selbstentladeeffekt
gleicht ihn durch eine Ladeerhaltungsschaltung aus.
und
Selbst bei optimaler Pflege eines Akkumulators tritt nach einer Zeit
von ca. 2 - 3 Jahren (je nach Häufigkeit der Nutzung) ein
Alterungseffekt ein. Ein Akkumulator ist nach etwa 500 - 1000
Ladezyklen (abhängig vom Typ) nicht mehr in der Lage, die aufgenommene
elektrische Energie in den chemischen Speicher zu überführen. Der Akku
wird dadurch unbrauchbar und muss gegen einen neuen ausgetauscht
werden.
19507 / 07.99
69
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
A2
Gebrauchsanweisung
Allgemeine Hinweise und Regeln im Umgang mit
Defibrillatoren
Was ist Defibrillation?
Unter
Defibrillation
bezeichnet
man
eine
Stromabgabe
an
den
Herzmuskel. Die dadurch bewirkte Kontraktion und damit Depolarisation
des Herzmuskels kann lebensgefährliche Herzrhythmus-störungen beenden.
Herzrhythmusstörungen sind unkoordinierte elektrische und mechanische
Aktivitäten des Herzmuskels.
Rhythmusstörungen
mögliche Maßnahmen
teilweise unkoordinierte
Aktivitäten des Herzmuskels
(z.B. Vorhofflimmern)
synchronisierte Kardioversion
völlige unkoordinierte
Aktivitäten des Herzmuskels
(Herzkammerflimmern).
Unsynchronisierte
Kardioversion (Defibrillation)
Die
o.
g.
Tabelle
zeigt
zwei
generelle
Gruppierungen
Herzrhythmusstörungen mit möglichen Gegenmaßnahmen.
Die beiden Kardioversionsverfahren
folgenden kurz beschrieben:
sind
unterschiedlich
von
und
im
1. Unsynchronisierte Kardioversion (Defibrillation):
Bei diesem Defibrillationsverfahren wird ohne Verzögerung, also
zeitgleich mit dem Betätigen der ‘‘Schock-Auslöse’’-Tasten, die Energie
abgegeben.
Dieses
Verfahren
setzt
voraus,
dass
die
Diagnose
Kammerflimmern bzw. das Fehlen eines Pulses eindeutig und sicher
gestellt wurde.
Wenn die Energie des Defibrillators asynchron in einen Herzrhythmus
abgegeben wird, kann dies zu Herzschäden führen. Trifft die Energie
während der ventrikulären Refraktärzeit (ca. 1. Hälfte der T-Welle)
auf den Herzmuskel, neigt das Herz besonders stark zum Kammerflimmern.
2. Synchronisierte Kardioversion:
Dieses Defibrillationsverfahren setzt voraus, dass der Patient einen
erkennbaren Herzrhythmus besitzt. Für die synchrone Schockabgabe ist
ein deutlicher QRS-Komplex im EKG notwendig. Die Schockabgabe erfolgt,
gesteuert
vom
Synchron-Mechanismus
der
EKG-Einheit,
wenige
Millisekunden (ca. 10 - 60 ms) nach Detektion der R-Zacke.
Die EKG-Einheit markiert die detektierten QRS-Komplexe
‘‘SYNC’’-Marker als Hilfsmittel für den behandelnden Arzt.
mit
einem
Bei
diesem
Verfahren
ist
die
sorgfältige
‘‘Mitarbeit’’
des
schockauslösenden Arztes unabdingbar. Er muss das EKG-Signal des
Monitors ständig beobachten und sicherstellen, dass jeder QRS-Komplex
erkannt wird und nicht auf Artefakte oder Herzschrittmacher-Impulse
synchronisiert wird.
70
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Vorgehensweise bei Defibrillation (unsychronisierte Kardioversion):
Die im folgenden beschriebenen Schritte bei der Defibrillation zielen
nur auf den Umgang mit dem Defibrillator. Es wird nicht der Bereich
der mechanischen, kardiopulmonalen oder pharmakologischen Reanimation
beschrieben.
Grundvoraussetzung
für
das
Verfahren
der
unsynchronisierten
Kardioversion ist Kammerflimmern, also das Fehlen von P- oder T-Wellen
sowie QRS-Komplexe im EKG des Patienten.
1.
Defibrillator und EKG-Einheit einschalten.
Bei PRIMEDIC™ Defi-Monitor wird automatisch
eingeschaltet.
die
EKG-Einheit
mit
2.
Sicherstellen, dass der Defibrillator nicht im Synchronmodus
arbeitet.
Bei PRIMEDIC™ Defi-Monitor startet der Defibrillator immer im
Asynchron-Modus. Selbst nach einem synchron abgegebenen Schock
schaltet er sich in den Asynchron-Modus zurück.
3.
Elektroden-Gel auf Paddle-Elektroden auftragen.
Ausreichend Elektroden-Gel auf die Paddle-Elektroden auftragen,
damit der Übergangs-widerstand gering bleibt und die Energie
vollständig an den Patienten abgegeben werden kann. Zu wenig
Kontaktgel kann Verbrennungen der Hautstellen unter den Elektroden
zur Folge haben.
Achten Sie darauf, dass das Elektroden-Gel nicht über die Griffe
der
Paddles
verteilt
ist,
da
sonst
die
Gefahr
des
Energieüberschlags auf den defibrillierenden Arzt besteht.
4.
Energie wählen.
Die abzugebende Energie richtet sich nach Größe und Gewicht des
Patienten. Es gilt eine ungefähre Faustformel: 2 Joule pro kg
Körpergewicht. Die geeignete Energiemenge ist Erfahrungsache und
von der Notfallsituation abhängig.
5.
Positionierung der Paddles.
Die Paddles müssen fest auf die freigemachte Brust des Patienten
gedrückt werden. Der Anpressdruck eines Paddles muss für einen
einwandfreien Energieübergang etwa 100 N betra-gen. Zu niedriger
Druck kann Verbrennungen unter den Elektroden zur Folge haben. Der
korrekte
Anpressdruck
sollte
an
dafür
vorgesehenen
Trainingsgeräten eingeübt werden.
Die Position der Paddles spielt eine entscheidende Rolle für eine
erfolgreiche Reanimation. Der Stromfluß zwischen den Paddles durch
die Brust muss möglichst viel Herzmuskelgewebe durchfluten. Erst
wenn eine ‘‘kritische Masse’’ von ca. 80 % des Herzens ausreichend
durch-strömt wird, besteht eine Chance auf Beendigung des
Kammerflimmerns.
Bei falscher Paddle-Position kann ein großer Teil des Stromes
wirkungslos am Herzen vorbei-fließen.
Position des Sternum-Paddles: - rechter Brustbereich
- rechts neben Sternum
- unterhalb des Schlüsselbeins
Position des Apex-Paddles:
- linker unterer Brustbereich
- über Herzspitze
- mittlere Axilliarlinie
Achten Sie darauf, dass kein Elektroden-Gel zwischen den Paddles
auf der Brust des Patienten verschmiert ist. Der Strom fließt
sonst oberflächlich zwischen den Paddles. Das Gel darf auch auf
den Paddle-Griffen nicht verschmiert sein, da sonst Überschläge
auf den behandelnden Arzt erfolgen können.
6.
Energie laden
Die gewählte Energie steht nach der Ladung für eine begrenzte Zeit
zur Verfügung. Bei PRIMEDIC™ Defi-Monitor sind das 15 Sekunden. Diese
Zeit
wird
auch
im
Monitor
angezeigt,
im
Sekundentakt
abwärtszählend. Sollte in dieser Zeit kein Schock abgegeben
werden, kommt es aus Sicherheitsgründen zu einer internen
19507 / 07.99
71
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Entladung. Die Energie muss dann für einen weiteren Schock erneut
geladen werden.
7.
Vor Elektro-Schock schützen.
Vor der Defibrillation muss der schockauslösende Arzt laut und
deutlich alle an der Reanimation beteiligten Personen auffordern,
vom Ort des Geschehens zurückzutreten und weder den Patienten, das
Bett noch die angeschlossenen Geräte zu berühren. Alle nicht
defibrillationsfesten Geräte müssen vor Schockabgabe vom Patienten
entfernt werden. Ansonsten können in ungünstigen Situationen
Überschläge auf Personen erfolgen.
72
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
8.
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Energie entladen (Schock).
Den Defibrillator durch gleichzeitiges
Knöpfe auf den Paddles entladen.
Drücken
beider
Auslöse-
9.
Ergebnis beobachten.
Nach der Defibrillation muss der Zustand des Patienten beurteilt
und der EKG-Monitor beobachtet werden. Abhängig vom Resultat der
Defibrillation muss eventuell mehrmals in schneller Folge weiter
defibrilliert werden (Schritte 4 bis 9 wiederholen).
Begleitende manuelle oder pharmakologische Maßnahmen können in
Verantwortung und auf Anweisung des Notarztes erforderlich sein.
10.
Defibrillator einsatzbereit halten.
Am Ende einer Reanimation Paddles, Kabel und Elektroden reinigen,
so dass der Defibrillator schnellstmöglich wieder einsatzbereit
wird. Defibrillator wieder zurück auf Ladestation positio-nieren
bzw. Akku in Ladegerät aufladen, so dass bei erneutem Einsatz
ausreichend Energie vorhanden ist.
Bei
eventuell
aufgetretenen
Störungen
oder
Auffälligkeiten
Defibrillator
sofort
von
autorisierten
Servicetechnikern
überprüfen und wenn nötig instandsetzen lassen.
19507 / 07.99
73
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Vorgehensweise bei synchronisierter Kardioversion
Die im folgenden beschriebenen Schritte zielen nur auf den Umgang mit
dem Defibrillator. Alternative oder begleitende Therapien werden hier
nicht beschrieben.
Voraussetzung
für
eine
synchronisierte
Kardioversion
ist
das
Vorhandensein eines deutlichen QRS-Komplexes. Die synchronisierte
Kardioversion kann zur Therapie von Herzrhythmusstörungen einge-setzt
werden wie z. B. Vorhofflimmern /-flattern, Kammertachykardien mit
Puls oder supraventrikuläre Tachykardien.
1.
Patienten auf synchrone Kardioversion vorbereiten.
Da die meisten synchronen Kardioversionen mit ausreichend Zeit
durchgeführt werden können (elektive Therapie), muss der Patient
auf das Verfahren vorbereitet werden:
a) schriftliche Einwilligung des Patienten einholen (und
Aufklärung),
b) keine Nahrungsaufnahme (6 - 10 Stunden vor der Behandlung),
c) leichte Sedierung des Patienten (Narkosevorbereitung),
d) Patienten sedieren, evtl. Intubation (unter Aufsicht eines
Anästhesisten)
Ausnahme:
Bei
Notfallkardioversion
(z.B.
supraventrikulärer
Tachykardie) ist nur die Sedierung des Patienten notwendig.
2.
Defibrillator und EKG-Einheit einschalten.
Bei PRIMEDIC™ Defi-Monitor wird automatisch
eingeschaltet.
die
EKG-Einheit
mit
3.
EKG-Elektrodenkabel anschließen, EKG durchführen.
Externes
EKG-Elektrodenkabel
an
EKG-Defibrillator/Einheit
anschließen und Patienten-Elektroden zuverlässig an entsprechenden
Ableitungspositionen
befestigen.
Am
Monitor
entsprechende
Standardableitungen
auswählen.
Prüfen
Sie,
ob
in
allen
Standardableitungen ‘‘brauchbare’’ Signale im Monitor dargestellt
werden zur Überprüfung, dass alle Elektroden einwandfreie Kontakte
aufweisen.
Für die synchronisierte Kardioversion günstigste Ableitung ist
meistens die Standardableitung II. Jede andere Ableitung, die eine
deutliche
R-Zacke
liefert,
kann
ebenso
als
Synchron-Basis
herangezogen werden.
Wichtig für eine zuverlässige Synchronisation ist eine deutliche
R-Zacke. Beobachten Sie den Monitor und ‘‘optimieren’’ Sie die
EKG-Kurve gegebenenfalls durch Veränderung der Signalverstärkung.
Ein schwaches EKG-Signal kann durch Verstärkung (z.B. 2 cm/mV) ein
gutes Synchron-Signal generieren. Ebenso kann ein übersteuertes
EKG-Signal die Zuverlässigkeit mindern, d.h. eventuell Signal
abschwächen (0,5 cm/mV).
Ziehen Sie falls nötig eine andere Ableitung heran oder versetzen
Sie geringfügig die EKG-Elektroden am Patienten. Wählen Sie
niemals die Paddle-Ableitung, da leichte Bewegungen (Artefakte)
das Synchronsignal fehlleiten kann.
4.
Defibrillator in den Synchron-Modus schalten.
Für die synchronisierte Kardioversion muss der Defibrillator
unbedingt im Synchron-Modus arbeiten. Asynchrone Betriebsart kann
lebensbedrohende Folgen haben.
Vergewissern Sie sich mehrmals, ob Sie den Synchron-Modus
aktiviert
haben,
sowohl
durch
Beobachten
des
Monitors
(Klartextanzeige: ‘‘SYNC’’ und SYNC-Markierungen im EKG) und
Blinken der LED über der SYNC-Taste (bei PRIMEDIC™ Defi-Monitor).
Beachten Sie, dass sich nach jeder synchronisierten Kardioversion
der Defibrillator in den Asynchron-Modus zurückschaltet, also vor
jeder weiteren synchronen Kardioversion die SYNC-Betriebsart
bewußt eingeschaltet werden muss.
5.
EKG-Signale beobachten.
Für eine zuverlässige synchronisierte Kardioversion muss jede RZacke ein Synchronsignal liefern. Artefakte und HerzschrittmacherImpulse dürfen keine Synchron-Markierungen tragen. Beobachten Sie
74
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
permanent das EKG-Signal und überzeugen Sie sich, dass jede RZacke einen SYNC-Marker aufweist.
Falls nicht, wie unter Punkt 3 beschrieben, Verstärkung verändern,
andere Ableitung wählen oder EKG-Elektroden anders plazieren.
Bei ausgeprägten Tachykardien kann es passieren, dass nur jede
zweite R-Zacke einen SYNC-Markter trägt. Das ist kein Grund zur
Besorgnis, denn nicht jede R-Zacke muss markiert sein, aber jeder
SYNC-Marker muss einer R-Zacke zugeordnet sein.
19507 / 07.99
75
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
6.
7.
8.
Gebrauchsanweisung
Elektroden-Gel auf Paddle-Elektroden auftragen.
Ausreichend Elektroden-Gel auf die Paddle-Elektroden auftragen,
damit der Übergangswiderstand gering bleibt und die Energie
vollständig an den Patienten abgegeben werden kann. Zu wenig
Kontaktgel kann Verbrennungen der Hautstellen unter den Elektroden
zur Folge haben.
Achten Sie darauf, dass das Elektroden-Gel nicht über die Griffe
der
Paddles
verteilt
ist.
da
sonst
die
Gefahr
des
Energieüberschlags auf den defibrillierenden Arzt besteht.
Energie wählen.
Die für die synchronisierte Kardioversion herangezogenen Energien
sind meist niedriger als bei der Defibrillation (unsynchronisierte
Kardioversion), da nicht alle Herzmuskeln depolarisiert werden
müssen.
Die Energiemenge richtet sich grob nach Körpergröße und Gewicht
des Patienten. Bestimmend sind jedoch die Indikationen, d.h. es
gelten folgende Erfahrungswerte:
Kammertachykardie mit instabilem Puls:
50 Joule, bei weiteren
Kardioversionen jeweils um ca. 50
Joule erhöhen (100 J, 160 J, 200 J,
...)
supraventrikuläre Tachykardie: 50 - 100 Joule
Vorhofflattern:
20 - 50 Joule
Vorhofflimmern:
100 Joule
Sollte während der Behandlung Kammerflimmern auftreten, muss
unverzüglich
im
Asynchronmodus
mit
angepaßter,
erhöhter
Energiestufe defibrilliert werden.
Positionierung der Paddles.
Die Paddles müssen fest auf die freigemachte Brust des Patienten
gedrückt werden. Der Anpreßpunkt eines Paddles muss für einen
einwandfreien Energieübergang etwa 100 N betragen. Zu niedriger
Druck kann Verbrennungen unter den Elektroden zur Folge haben.
Die Position der Paddles spielt eine entscheidende Rolle für eine
erfolgreiche Reanimation. Der Stromfluß zwischen den Paddles durch
die Brust muss möglichst viel Herzmuskelgewebe durchfluten. Erst
wenn eine ‘‘kritische Masse’’ von ca. 80 % des Herzens ausreichend
durchströmt wird, besteht eine Chance auf Beendigung der
Kammerflimmerns.
Bei falscher Paddle-Position kann ein großer Teil des Stromes
wirkungslos am Herzen vorbeifließen.
Position des Sternum-Paddles:
- rechter Brustbereich
- rechts neben Sternum
- unterhalb des Schlüsselbeins
Position des Apex-Paddles:
- linker unterer Brustbereich
- über Herzspitze
- mittlere Axilliarlinie
Achten Sie darauf, dass kein Elektroden-Gel zwischen den Paddles
auf der Brust des Patienten verschmiert ist. Der Strom fließt
sonst oberflächlich zwischen den Paddles. Das Gel darf auch auf
den Paddle-Griffen nicht verschmiert sein, da sonst Überschläge
auf den behandelnden Arzt erfolgen können.
9.
Energie laden.
Die gewählte Energie steht nach der Ladung für eine Zeit lang zur
Verfügung. Bei PRIMEDIC™ Defi-Monitor sind das 15 Sekunden. Diese
Zeit wird im Monitor angezeigt, im Sekundentakt abwärtszählend.
Sollte in dieser Zeit kein Schock abgegeben werden, kommt es aus
Sicherheitsgründen zu einer internen Entladung, die Energie muss
dann erneut geladen werden.
10.
EKG-Signal beobachten.
siehe Punkt 5.
11.
Vor Elektro-Schock schützen.
Vor der Defibrillation muss der schockauslösende Arzt laut und
deutlich alle an der Reanimation beteiligten Personen auffordern,
vom Ort des Geschehens zurückzutreten, weder den Patienten, das
Bett noch die angeschlossenen Geräte zu berühren. Alle nicht
defibrillationsfesten Geräte müssen vor Schockabgabe vom Patienten
76
19507 / 07.99
Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
entfernt werden. Ansonsten können
Überschläge auf Personen erfolgen.
19507 / 07.99
in
ungünstigen
Situationen
77
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
12.
Gebrauchsanweisung
Energie entladen (Schock).
Den
Defibrillator
in
Entladebereitschaft
bringen
durch
gleichzeitiges Drücken der Auslöse-Tasten auf den Paddles. Tasten
gedrückt halten. Der Schock erfolgt, von EKG ausgelöst, bei der
nächsten erkannten R-Zacke. Bei schnellem Puls kann der Schock
kurz nach dem gleichzeitigen Drücken der Auslöse-Tasten erfolgen.
Bei langsamem Puls kann eine deutliche Zeitverzögerung erfolgen.
Dabei den Paddledruck auf die Brust das Patienten nicht
verringern.
Auslöse-Tasten
weiter
gedrückt
halten
und
EKG
beobachten. Erfolgt nach mehreren Sekunden kein Schock, erst die
Auslöse-Tasten loslassen, dann die Paddles von der Brust
wegnehmen.
Bei PRIMEDIC™ Defi-Monitor erfolgt eine interne Sicherheitsentladung,
wenn die Auslöse-Tasten länger als drei Sekunden gedrückt bleiben
und in dieser Zeit kein Schock erfolgt (keine R-Zacke vorhanden /
dedektiert). Nach der internen Sicherheitsentladung steht der
PRIMEDIC™ Defi-Monitor im Asynchron-Modus für eine Defibrillation zur
Verfügung.
13.
Ergebnis beobachten
Nach
der
synchronen
Kardioversion
muss
der
Herzrhythmus,
Atemstatus und Zustand des Patienten überprüft werden. Beobachten
Sie
das
EKG
und
entscheiden
Sie,
ob
ein
weiterer
Kardioversionsversuch notwendig ist. Falls ja, die Schritte 4 bis
13 wiederholen.
Beachten Sie, dass bei fast jedem Defibrillator-Fabrikat (auch
PRIMEDIC™ Defi-Monitor) nach einem synchronen Schock automatisch in
den Asynchron-Modus zurückgeschaltet wird.
Nach erfolgreicher Kardioversion muss der Herzrhythmus noch eine
längere Zeit überwacht werden.
14.
Defibrillator einsatzbereit halten.
Am Ende einer Reanimation Paddles, Kabel und Elektroden reinigen,
so dass der Defibrillator schnellstmöglich wieder einsatzbereit
wird. Defibrillator wieder zurück auf Ladestation positionieren
bzw. Akku in Ladegerät aufladen, so dass bei erneutem Einsatz
ausreichend Energie vorhanden ist.
Bei
eventuell
aufgetretenen
Störungen
oder
Auffälligkeiten
Defibrillator
sofort
von
autorisierten
Servicetechnikern
überprüfen und wenn nötig instandsetzen lassen.
78
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PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
A3
Allgemeine Hinweise für den Einsatz von Pulsoximetern
Was ist Pulsoximetrie?
Ein Pulsoximeter ermittelt den SpO2-Wert (Sauerstoff-Sättigung) durch
optische Meßverfahren. Bei diesem Verfahren werden Gewebe und Gefäße
mit Licht unterschiedlicher Wellenlängen durchleuchtet.
Die Bestandteile des Blutes, die bei der SpO2-Messung eine Rolle
spielen, sind das oxigenierte (sauerstoffbeladene) Hämoglobin und das
desoxigenierte Hämoglobin (ohne Sauerstoff), also genau diejenigen,
die für die Sauerstoffversorgung des Organismus von Bedeutung sind.
Mit Hilfe von Sender und Empfänger-Elementen in einem SpO2-Sensor
werden Körpergewebe und Gefäße "durchleuchtet". Je nach Sättigung des
Blutes mit Sauerstoff verändert sich die Lichtmenge, die an der
Empfänger-Seite des Senders ankommt. Durch die Verwendung von präzisen
Bauteilen und kalibrierten Sensoren sind sehr genaue Messungen des
SpO2-Wertes möglich.
Übliche Meßorte, an denen Sensoren angebracht werden, sind
•
•
•
•
Fingerspitze
Zehe
Ohrläppchen
Ferse
Warum gibt es verschiedene Sensoren?
Wie u.a. in Kapitel 7.2 (Auswahl des richtigen
beschrieben,
müssen
für
verschiedene
Patienten
unterschiedliche Sensoren eingesetzt werden, damit
zuverlässig und genau erfolgen kann.
Folgende
Faktoren
berücksichtigen:
•
•
•
•
•
•
•
sind
bei
der
Auswahl
der
SpO2-Sensors)
entsprechend
die Messung
Sensoren
zu
Gewicht des Patienten
Aktivität des Patienten
Dauer des Messung
Durchblutung der Extremitäten
möglicher Ort der Messung
Zustand des Patienten
sterile Messung notwendig?
Es ist einleuchtend, dass es nicht den Sensor geben kann, der alle z.
Zt. in sich widersprüchliche Punkte erfüllt. Die SpO2-Sensoren sind auf
bestimmte Aufgaben spezialisiert.
Als Beispiel ist der Sensor DS-100 A bzw. D-YS von NELLCOR® erwähnt.
Der DS-100 A ist äußerst schnell in der Handhabung und läßt sich auf
unterschiedlich dicke Finger durch seinen ausgeklügelten Mechanismus
einfach aufstecken. Aufgrund der Geometrie des Sensors ist er nicht
für Kinder geeignet. Ebenso kann er nicht für Patienten eingesetzt
werden, die sich sehr stark bewegen, da durch die Mechanik des
Gehäuses ein Abrutschen des Sensors vom Finger nicht verhindert werden
kann. Der Sensor D-YS ist aufgrund eines fehlenden Gehäuses für einen
größeren Gewichtsbereich einsetzbar, flexibler im Anbringungsort und
kann mit Klebestreifen fixiert werden, was ihn allerdings weniger
schnell in der Anwendung macht.
19507 / 07.99
79
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Welche Faktoren können den SpO2-Wert beeinflussen?
Da es sich bei der Messung der Sauerstoffsättigung um ein optisches
Verfahren
handelt,
können
folgende
Einflußgrößen
das
Ergebnis
beeinträchtigen:
•
•
•
•
direkte Sonneneinstrahlung
starkes Umgebungslicht (z.B. OP-Lampen)
Infrarot-Strahler
UV-Strahler (Bilirubin-Lampen)
Bei ordnungsgemäßer Anbringung und lichtundurchlässiger Abdeckung der
Sensoren, läßt sich der Einfluß o. g. Faktoren stark verringern.
Weitere Einflußfaktoren sind:
•
•
•
•
•
•
•
•
Verschmutzung des Messortes
unsachgemäße Reinigung des Sensors
Undurchlässigkeit bzw. Farbverfälschung des Meßortes z.B. Nagellack
starke Bewegung des Patienten
injizierte Kontrastmittel (z.B. Indiozyaningrün oder Methylenblau)
hohe Anteile an dysfunktionalem Hämoglobin (z.B. Carboxihämoglobin)
falscher Anbringungsort (z.B. Ort mit Venenpuls)
Benutzung des Pulsoximeters in der nähe von starken Energiequellen,
wie z.B. Kernspintomographen
• Sensor zur stramm angebracht
• Arterienverschluss in der Nähe des Sensors
• Blutstauung z.B. durch Arterienkatheter oder Blutdruckmanschette.
Einige dieser Punkte sind eindeutig erkennbar (z.B. Nagellack) und
lassen sich beheben bzw. es kann an einem anderen Meßort ein
reproduzierbares Ergebnis erzielt werden.
Andere Punkte (z.B. Kontrastmittel oder Störungen im Blutserum) sind
nicht ohne Weiteres ersichtlich.
Aufgrund dieser Vielzahl an Einflußfaktoren darf die SpO2-Messung nicht
als einzige Vitalfunktionsüber-wachung eingesetzt werden. Es müssen
immer weitere Parameter mit überwacht werden (z.B. EKG, Blutdruck,
Respiration ...).
Bei korrekter Anwendung, Beachtung der Sensorspezifischen Warn- und
Nutzungshinweise und Berücksichtigung klinischer Symptome kann die
SpO2-Messung ein wichtiges Instrument bei der Beurteilung von Patienten
sein.
80
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Gebrauchsanweisung
A4
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Darstellung der Spannungs-Zeit-Funktion
Im folgenden sind die Kurvenformen des Defibrillationsimpulses in
Abhängigkeit des Abschlußwiderstands dargestellt. Die abgebildeten
Kurven sind jeweils 360 Joule-Impulse.
1.
Kurvenform an 25 Ω
U = 2.280 V
2.
2 ms / div.
Kurvenform an 50 Ω
U = 2.940 V
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2 ms / div.
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PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
3.
Kurvenform an 100 Ω
U = 3.180 V
4.
2 ms / div.
Kurvenform an 125 Ω
U = 2.800 V
82
Gebrauchsanweisung
2 ms / div.
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Gebrauchsanweisung
A5
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Beschreibung der Monitordarstellungen und Ausdrucke
Bedeutung:
Betriebsart:
synchron
Ableitung:
aVL
gewählte Energie:
360 Joule
Herzfrequenz:
92 / min
HF Alarmgrenze oben: 150 / min
HF Alarmgrenze unten: 30 / min
SpO2 Alarmgrenze oben: 100 %
SpO2Alarmgrenze unten: 80 %
Signalverstärkung:
2 cm/mV
Akkukapazität:
80 - 100 %
Bedeutung:
Pacer
Demand-Modus
Ableitung:
III
Pacer-Intensität:
30 mA
Pacer-Frequenz
70 /min
Herzfrequenz:
92 / min
HF Alarmgrenze oben: 150 / min
HF Alarmgrenze unten: 30 / min
SpO2-Wert:
97 %
SpO2 Alarmgrenze oben: 100 %
SpO2Alarmgrenze unten: 80 %
Signalverstärkung:
2 cm/mV
Akkukapazität:
80 - 100 %
Betriebsart:
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PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Während des Pacings erscheint folgende Darstellung:
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PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Ausdruck des EKG,
etwas verkleinert)
1-Kanal,
25
mm
Druckgeschwindigkeit
Ausdruck des EKG, 3-Kanal, 50 mm Druckgeschwindigkeit
etwas verkleinert)
Ausdruck des EKG, 1-Kanal, 25
(Darstellung etwas verkleinert)
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mm
(Darstellung
(Darstellung
Druckgeschwindigkeit,
mit
SpO2
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PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
Monitorbilder während Setup mit Beispielen für Einstellung
1. Seite:
Filte r
Da tum
Uhrze it
Sp ra c he
Auto p rint
Print
Print
MEMO -Print
50 Hz
25.07.96
10:27:59
D
EIN
3-Ka na l
50 m m /s
a ktivie re n
-> Ala rm e
End e Se tup
2. Seite:
Ala rm 1
Ala rm 2
Ala rm 3
Sp O2 Ala rm 1
Sp O2 Ala rm 2
Sp O2 Ala rm 3
30 150
40 160
50 180
85 100
80 100
70
90
End e Se tup
86
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Gebrauchsanweisung
A6
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Sicherheitstechnische Kontrollen
Gemäß § 6 (Sicherheitstechnische Kontrollen) der MedizinprodukteBetreiberverordnung
(MPBetreibV)
ist
der
Btreiber
verpflichtet,
regelmäßige sicherheitstechnische Kontrollen nach den Vorgaben von
METRAX
und
entsprechend
den
anerkannten
Regeln
der
Technik
durchzuführen oder durchführen zu lassen. METRAX schreibt gemäß § 6
MPBetreibV diese Kontrollen im 4-monatigen Turnus vor.
Die sicherheitstechnischen Kontrollen darf nur durchführen, wer auf
Grund seiner Ausbildung, Kennt-nisse und durch praktische Tätigkeiten
gewonnenen
Erfahrungen
die
Gewähr
für
eine
ordnungs-gemäße
Durchführung bietet, hinsichtlich der Kontrolltätigkeit keiner Weisung
unterliegt und über geeignete Meß- und Prüfeinrichtungen verfügt.
Werden
anlässlich
sicherheitstechnischer
Kontrollen
Funktionsstörungen, Änderungen der Merkmale oder Leistungen sowie
Unsachgemäßheit
der
Kennzeichnung
oder
der
Gebrauchsanweisung
festgestellt,
die
zum
Tode
oder
zu
einer
schwerwiegenden
Verschlechterung des Gesundheitszustandes eines Patienten, eines
Beschäftigten oder eines Dritten geführt hat oder hätte führen können,
so hat der Betreiber oder Anwender gemäß § 3 MPBetreibV solche Mängel
unverzüglich dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
zu melden. Zugleich soll der Betreiber oder Anwender METRAX
informieren.
In dem gemäß § 7 MPBetreibV zu führenden Medizinproduktebuch sind u.a.
folgende Eintragungen vorzunehmen:
• Fristen und Datum der Durchführung der sicherheitstechnischen
Kontrolle
• Name der die Kontrolle durchführenden Person
• Datum, Art und Folgen eventuell festgestellter Mängel i.S.d. §3
MPBetreibV
• Meldung solcher Mängel an Behörden und Hersteller
Die Verantwortlichkeit von METRAX erstreckt sich nur auf die in der
Gebrauchsanweisung gemachten Angaben. Dies gilt insbesondere für
Neueinstellungen, Instandsetzungen und Änderungen am Gerät.
Während der turnusgemäßen Kontrolle sind folgende
Prüfungen von einem Service-Techniker durchzuführen:
Tätigkeiten
und
1. Gerät auf äußere Beschädigungen prüfen
• Gehäuse nicht deformiert?
(*),
• Paddlekabel,
EKG-Patientenkabel,
SpO2-Patiententenkabel
Pacerkabel (*) unbeschädigt?
• EKG-Eingangsbuchse, SpO2-Eingangsbuchse (*), Modulsteckplatz und
Steckkontakte an den Modulen unbeschädigt?
• Paddle unbeschädigt?
• Erwachsenen-Paddle vorhanden und aufgeschraubt?
• Typenschilder auf Geräterückseite, Rückseite des Akkus und der
Module lesbar?
2. Gerät auf beschädigte Bedienungselemente untersuchen
• Folientastatur lesbar?
• Folientastatur unversehrt?
• Tasten auf den Paddle und den Modulen unbeschädigt?
3. Anzeigende Elemente prüfen
• nach Einschalten des Defibrillators sind für ca. 2 Sekunde alle
LED’s aktiv?
• nach Auswahl einer Energiestufe leuchtet die jeweils zugeordnete
LED? (alle Energiestufen einmal anwählen)
• nach Auswahl der ‘‘SYNC’’-Taste (34) leuchtet die entsprechende
LED (33)?
• nach Einschalten des Defibrillators ertönt für ca. 2 Sekunden
der Warnsummer?
• nach Einschalten des Pacers leuchtet LED neben Ein-/Ausschalter
auf? (*)
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PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
Gebrauchsanweisung
• nach Start des Pacings blinkt Pacing-LED 43 in der StimulationsFrequenz?
4. Messen der Ladezeit.
• die Ladezeit für 360 Joule bei vollem Akku liegt unter 7
Sekunden?
Vorgehensweise für Test:
1. Taste 360 Joule drücken
2. eine Paddle-Auslösetaste (10) oder (12) drücken.
3. gleichzeitig Stoppuhr starten
4. Energie ist fertiggeladen, wenn die grüne ok-LED (35)
leuchtet.
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Gebrauchsanweisung
PRIMEDIC™ Defi-Monitor DM 10 / DM 30
5. Messung der Ausgangsleistung.
Bei der Überprüfung der Defibrillationsenergie ist eine Abweichung
von ± 15 % an 50 Ω bzw. bei 10 und 20 Joule ± 2 Joule erlaubt. Es
werden alle Energiestufen von 10 bis 360 Joule gemessen.
6. Funktion des Pacer-Moduls
• die 3 Betriebsmodi des Pacer werden auf ihre Funktionalität
geprüft.
• die Grenzwerte für den Ausgangsstrom im Normalbetrieb werden an
500 Ω überprüft (Impulsdauer 20ms, Impulsamplitude 180mA, max.
Frequenz im Overdrive Mode 250 1/min).
7. Funktion des EKG-Monitors.
• wird die gewählte Energie im Monitor angezeigt?
Drücken einer oder mehrerer Joule-Tasten (32).
• wird der Synchron-Betrieb im Monitor angezeigt? Drücken der
SYNC-Taste (34).
• wird der DEMAND-Modus mit den Voreinstellungen für Pacer-Impulse
und Pacer-Intensität angezeigt? (*) Drücken der Taste (37).
• wird der SpO2-Wert angezeigt? (*) Einstecken des NELLCOR-Sensors
und des SpO2-Patientenkabels in Buchse (16).
Speisen Sie aus einem EKG-Simulator über das Patientenkabel ein
EKG-Signal mit bekannter Frequenz ein.
• Systolenton läßt sich ein und ausschalten (Taste 24)?
• Herzfrequenz wird mit ± 10 % Toleranz angezeigt?
• alle Ableitungen lassen sich anwählen und werden dargestellt
(Taste 22)?
• EKG-Signal läßt sich mit 0,5 cm/mV bzw. 2 cm/mV darstellen
(Taste 23)?
• nach Drücken der SYNC-Taste (34) erscheinen Synchron-Marker
zugeordnet zu den R-Zacken?
Aktivieren Sie einen von drei Herzalarmen (Taste 28) und schalten
Sie den EKG-Simulator aus.
• ertönt der Herzalarm?
• nach Quittieren des Alarms (Drücken der Alarm-Taste 28) ertönt
nach ca. 60 Sekunden erneut Herzalarm?
8. Funktion des Pulsoximeters (*)
Einstecken
des
NELLCOR-Sensors
DS-100
A
und
des
SpO2Patientenkabels in Buchse (16).Stecken Sie zur Funktionsprüfung den
Zeigefinger in den Sensor oder schließen Sie ein SpO2-Testgerät an
das SpO2-Patientenkabel an.
• wird der SpO2-Wert angezeigt?
• wird die Pulskurve angezeigt?
• wird eine Fehlermeldung angezeigt, wenn das SpO2-Patientenkabel
abgezogen wird?
9. Funktion des Druckers.
Speisen Sie aus einem EKG-Simulator über das Patientenkabel ein
EKG-Signal ein.
• wird ein Online-Druck ausgeführt bei Druck auf die Drucker Ein/Aus-Taste (27)
• wählen Sie eine andere Druckgeschwindigkeit im Setup-Menü (außer
DM 1), prüfen Sie ob
der
Ausdruck
mit
der
eingestellten
Vorschubgeschwindigkeit erfolgt?
10. Funktion des Akkus / Ladeschaltung
Ladekontrolleuchte (57) leuchtet für mindestens
Aufstellen des Defibrillators auf die Ladekonsole.
1
Minute
nach
11. Messung von Ableit- und Patientenhilfsströmen entsprechend IEC 6011.
1. Paddle-Ableitung selektieren (Taste 21) und Messungen für Typ BF
durchführen
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Gebrauchsanweisung
2. Standardableitung selektieren (Taste 22) und Messungen für Typ
CF durchführen
(*)
=
nur wenn entsprechende Option im Gerät installiert ist.
Pulsoximeter sind in den Modellen DM3/DM30 und Modulsteckplätze in
den Modellen DM10/DM30 integriert.
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