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Bedienungsanleitung - Elcon Systemtechnik

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Bedienungsanleitung
Übertragungssystem PCM11A3
für elf analoge Telefonanschlüsse
Zwischenregenerator ZWR11/2
für PCM11A3 / PCM11A2 / PCM11A / PCM5D
Fernspeisemodul FSP11
© ELCON Systemtechnik GmbH 2004
Obere Hauptstraße 10
09232 Hartmannsdorf
DEUTSCHLAND
Tel.:
Fax:
E-Mail:
Internet:
(0 37 22) 73 51 - 0
(0 37 22) 61 60
info@elcon-system.com
www.elcon-system.com
Art.-Nr. a0531
Inhalt
1
1.1
1.2
1.2.1
1.2.2
1.2.3
1.2.4
1.2.5
1.3
1.4
1.5
1.6
PCM11A3
Kurzbeschreibung des Übertragungssystems PCM11A3
Technische Daten
Teilnehmerseitige a/b-Schnittstelle
Vermittlungsseitige a/b-Schnittstelle
U-Schnittstelle
Stromversorgung
Einzelalarmschnittstelle
Inbetriebnahme und Prüfung
Fehler- und Störungsmeldungen
Belegung der Stiftleisten am Gerät und im Anschlussfeld des BGTR
Arbeiten am PCM11TA3-Gerät
2
2
5
5
5
5
6
6
6
8
12
14
2
2.1
2.2
2.2.1
2.2.2
2.3
2.4
ZWR11/2
Kurzbeschreibung des Zwischenregenerators ZWR11/2
Technische Daten
U-Schnittstelle
Stromversorgung
Inbetriebnahme und Prüfung
Baugruppenrahmen für ZWR11/2
15
15
15
15
15
16
17
3
3.1
3.2
3.2.1
3.2.2
3.2.3
3.3
FSP11
Kurzbeschreibung des Fernspeisemoduls FSP11
Technische Daten
FSP-Schnittstelle
Stromversorgung
Einzelalarmschnittstelle
Inbetriebnahme und Prüfung
18
18
18
18
18
18
19
4
Sicherheitsvorkehrungen beim PCM11A3-System
20
Version: 2004/10/15
1
1
PCM11A3
1.1
Kurzbeschreibung des Übertragungssystems PCM11A3
Das Übertragungssystem PCM11A3 wird im Ortsanschlussbereich zur Einsparung von Kupferdoppeladern und zum Ausbau des vorhandenen analogen Telefonnetzes eingesetzt. Es ermöglicht die Schaltung von elf analogen Hauptanschlüssen mit Schleifenkennzeichen (Hkz)
oder Mehrfrequenzwahlverfahren (MFV) über eine Doppelader durch den Einsatz einer
784 kbit/s-HDSL-Übertragungsstrecke.
Das PCM11A3-System ist vollständig kompatibel mit den bereits im Netz eingesetzten Komponenten des PCM11A2-Systems der ELCON Systemtechnik GmbH. Wie bereits das
PCM11A2 ist auch das PCM11A3-System an das SISA-Netz anschließbar. Bei den
PCM11A3-Baugruppen (PCM11VA3 und PCM11TA3) besteht hierbei auch die Möglichkeit
des SW-Downloads über die QD2-Schnittstelle.
Die funktionelle Kompatibilität zu Geräten des PCM11A-Systemes ist gewährleistet, wobei
bei Betrieb mit diesen jedoch bezüglich Signalisierung und Fehlerdiagnose Einschränkungen
gemacht werden müssen. So verhalten sich die neuen Geräte ZWR11/2 und PCM11TA3 gegenüber einem alten Gerät PCM11VA bei Schleifenschluss auf der HDSL-Schnittstelle genauso wie die Vorgängergeräte ZWR11 und PCM11TA. Dagegen kann ein neues
PCM11VA3 keine Schleifen in Geräten der alten Generation schließen.
Das Übertragungssystem PCM11A3 besteht aus einem vermittlungsseitigen Gerät
PCM11VA3 und einem teilnehmerseitigen Gerät PCM11TA3. Die erforderlichen Betriebsspannungen werden aus der zugeführten 48 V- / 60 V-Versorgungsspannung erzeugt. Bis zu
sieben PCM11VA3-Geräte können in einem Baugruppenträger betrieben werden. Wird für
die Realisierung der geforderten Reichweiten ein Zwischenregenerator ZWR11/2 benötigt, so
muss dieser über eine zusätzliche Kupferdoppelader gespeist werden. Die benötigte Speiseleistung liefert ein Fernspeisemodul FSP11, das drei voneinander unabhängige Speiseschnittstellen hat und rechts in den Baugruppenträger BGTR eingeschoben wird.
Die a/b-Schnittstellenschaltung des PCM11VA3-Gerätes passt das Übertragungssystem an
die 2-Draht-Schnittstellen der Vermittlungsstelle an. Außer der A/D- und der D/A-Wandlung
der Sprachinformation wird ankommend die Erkennung und Verarbeitung von Rufspannungen sowie Gebührenimpulsen und abgehend die Signalumsetzung in Schleifenkennzeichen
vorgenommen. Funktions- und Fehlerzustände auf den teilnehmerseitigen a/b-Schnittstellen
und systeminterne Fehlermeldungen werden von den Schnittstellenschaltungen des vermittlungsseitigen Gerätes nachgebildet.
Die a/b-Schnittstellenschaltungen des teilnehmerseitigen Gerätes PCM11TA3 bilden die analogen 2-Draht-Schnittstellen der Vermittlungsstelle nach und realisieren die Funktionen A/Dund D/A-Wandlung der Sprachinformationen sowie ankommend die Signalumsetzung der
Schleifenkennzeichen und abgehend die Versorgung der Teilnehmerendeinrichtungen mit
Speisespannung und die Erzeugung von Rufspannung und Gebührenimpulsen.
2
Version: 2004/10/15
Die Reichweite vom PCM11VA3-Gerät bis zum PCM11TA3-Gerät wird durch die max. zulässige Dämpfung von 31 dB bei einer Schwerpunktfrequenz von 150 kHz definiert. Bei kleinen Leiterquerschnitten kann die max. Speisereichweite für das System die Feldlänge begrenzen. Bei dem geforderten Wert von 900 Ω Gleichstromschleifenwiderstand ergeben sich dadurch eventuell Einschränkungen bei Aderndurchmessern von 0,35 mm und 0,4 mm.
Die Entfernung vom PCM11TA3-Gerät bis zur TAE-Dose ergibt sich aus dem max. Schleifenwiderstand von 500 Ω auf diesem Leitungsabschnitt (bei einem max. Widerstand der Endeinrichtung von 540 Ω).
Die max. Reichweiten in Abhängigkeit vom Kabeldurchmesser betragen:
Kabel-∅ in mm
VA-Gerät bis TA-Gerät
l in km
TA-Gerät bis TAE-Dose
l in km
0,35
0,4
0,5
0,6
0,8
2,3
3,0
4,4
5,4
7,4
1,4
(1,3)
1,8
(1,6)
2,9
(2,3)
4,2
(2,9)
7,4
(4,0)
← verdoppelt sich bei
Einsatz des ZWR11/2
Die Angaben in Klammern gelten für einige AsB in den NBL mit einer max. zulässigen Planungsdämpfung PDB von 7 dB bei 800 Hz. Dort ergibt sich die Reichweite zwischen
PCM11TA3-Gerät und der TAE-Dose aus der systembedingt noch zur Verfügung stehenden
Dämpfung von 3 dB.
Das PCM11A3-System ist in der Lage, CLIP-Signale (Rufnummer des rufenden Anschlusses)
nach ETS 300 659-1 zu übertragen. Erreicht wird dies durch ständige Transparenz der NFKanäle, die nur während Rufsignalen oder bei Systemfehlern unterbrochen wird.
CLIP-Signalübertragung:
vermittlungsseitiger Signalpegel:
teilnehmerseitiger Signalpegel:
Frequenzbereich:
-13,5 dBm ± 1 dB an ZL
-17,5 dBm ± 1 dB an ZL
300 Hz bis 3400 Hz
Zur Übertragung von CLIP-Signalen muss sowohl die vermittlungs- als auch die teilnehmerseitige Baugruppe eine Komponente des PCM11A2- oder PCM11A3-Systemes bzw. des auf
CLIP umgerüsteten PCM11A-Systemes sein.
Version: 2004/10/15
3
Teilnehmer
2
1
1
a/b
//
2-Draht
a/b
2
//
2-Draht
.
.
.
a/b
//
2-Draht
a/b
//
2-Draht
PCM11TA3
HDSL
//
ZWR11/2
HDSL
//
.
.
.
PCM11VA3
11
Vermittl.stelle
a/b
//
2-Draht
-48 V / -60 V
a/b
11
//
2-Draht
Einzelalarm
QD2
//
//
FSP-Modul
SISA-GK
//
Bild 1: Systemaufbau PCM11A3
Das PCM11A3-System ist an alle Vermittlungssysteme anschaltbar.
Kundenseitig sind folgende Anschlussarten...
...möglich:
•
•
•
•
alle zugelassenen Telefon-Modelle mit
max. 4 Weckern je Kunde
16 kHz-Gebührenzählung
Telefax
analoge Wählverbindungen mit ANISMerkmalen (gilt für derzeitige ANISAnschlüsse, nicht für angedachte
”CLIP”- Anschlüsse)
...nicht möglich:
•
•
•
•
•
•
•
Durchwahlanlagen
Zweieranschlüsse
Telex
Teletex
Data-over-voice-Dienste (TEMEX,
Kartentelefone)
Sirenen
Notruf
TK-Anlagen ohne Durchwahl können im Bedarfsfall über PCM11A3 betrieben werden.
4
Version: 2004/10/15
1.2
Technische Daten
1.2.1 teilnehmerseitige a/b-Schnittstelle
Fernsprechapparatespeisung
Schleifenwiderstand zwischen
PCM11TA und Fernsprechapparat
Rufspannungsfrequenz
Rufspannung
Tarifeinheitenimpuls
Impulsfrequenz
Impulsspannung
Konstantstrom mit ≥ 22 mA an 540 Ω
≤ 500 Ω
25 Hz ± 2 Hz, sinusförmig
≥ 35 Veff (für max. 4 Weckerlasten mit
R = 1,8 kΩ, C = 850 nF)
16 kHz ± 80 Hz, sinusförmig
≥ 450 mVeff bei 200 Ω
Übertragungstechnische Bedingungen im Gesprächszustand
- Es gelten die Spezifikationen der ITU-T-Empfehlung G.712
Eingangspegel
± 0 dBr
Ausgangspegel
− 7 dBr
1.2.2 vermittlungsseitige a/b-Schnittstelle
Rufspannungserkennung
Rufspannungsfrequenz
Tarifeinheitenimpuls
Impulsfrequenz
Impulspegel an ZL
40 Veff bis 80 Veff
22 Hz bis 28 Hz, sinusförmig
16 kHz ± 80 Hz
11,4 dB (950 mV) bis 21 dB (950 mV)
Übertragungstechnische Bedingungen im Gesprächszustand
- Es gelten die Spezifikationen der ITU-T-Empfehlung G.712.
Relative Pegel der a/b-Schnittstelle
Eingangspegel
Ausgangspegel
− 3 dBr
− 4 dBr
1.2.3 U-Schnittstelle
Leitung
Speisereichweite
Übertragungsreichweite
Leitungscode
Fernspeisespannung
Fernspeisestrom
Version: 2004/10/15
2-Draht-Ortsanschlussleitung
≤ 900 Ω Gleichstromschleifenwiderstand
≤ 31 dB bei 150 kHz
2B1Q
Aufprüfphase:
≤ 60 V
Speisephase:
≤ 320 V ± 10 V
3 mA bis 60 mA
5
1.2.4 Stromversorgung
Versorgungsspannung für PCM11VA3
Leistungsaufnahme
Verlustleistung
48 V / 60 V
≤ 30 W
≤ 15 W
1.2.5 Einzelalarmschnittstelle
Spannung
Normalzustand
- 50 V bis - 75 V
Fehlerzustand
≤ - 3 V
Strom
≤ 20 µA
≤ 100 mA
Tabelle 1: Zustände der Einzelalarmschnittstelle
Bis zur ersten Aktivierung der U-Schnittstelle und bei aktiver SISA-Anbindung ist der EAKontakt nicht aktiv.
1.3
Inbetriebnahme und Prüfung
Der Auslieferungszustand der Geräte entspricht dem Betriebszustand. Das PCM11TA3-Gerät
ist in den entsprechenden KVz-BGTR oder das zugehörige Wandgehäuse einzusetzen, zu
befestigen und die Anschlüsse gemäß der Montageanweisung zu belegen. Das PCM11VA3Gerät belegt im BGTR zwei PCM2VA-Steckplätze und kann auf allen ungeradzahligen
Steckplätzen eingesetzt werden. In den Tabellen 6 und 7 sind die Belegungen der 32-poligen
Stiftleisten des PCM11VA3 dargestellt.
Bevor das System einen Aktivierungsversuch startet, werden die Leitungen zwischen den
Systemgeräten auf Kurzschluss, Unterbrechung und Unsymmetrie getestet. Dieser Leitungstest überprüft auch das Vorhandensein des richtigen Verbrauchers. Wird während des Betriebes ein Kurzschluss, eine Unterbrechung oder Unsymmetrie auf einer Leitung erkannt, so
schaltet das System die Fernspeisespannung ab. In regelmäßigen Abständen wird dann ein
neuer Leitungstest durchgeführt. Ist nicht der richtige Verbraucher an die Leitung geschaltet,
beträgt die maximale Fernspeisespannung 60 V.
6
Version: 2004/10/15
1.4
Fehler- und Störungsmeldungen
Die Tabellen 2 und 3 zeigen die Verknüpfung von Fehler- und Störungsmeldung.
Die Leuchtdioden auf der Frontplatte des PCM11VA3-Gerätes haben folgende Bedeutung:
LED ”PCM11TA” rot
Signalisierung eines Rufspannungsausfalls oder Firmwarefehlers beim PCM11TA3-Gerät
(LED leuchtet) bzw. eines Aktivierungsversuchs der U-Schnittstelle (LED blinkt).
LED ”ZWR” rot
Signalisierung eines Firmwarefehlers beim ZWR (LED leuchtet) oder Aktivierungsversuchs
der U-Schnittstelle (LED blinkt).
LED ”F1” rot
Signalisierung eines Ausfalls der Übertragungsstrecke wegen Signalverlust, Synchronverlust
oder BFH ≥ 10-3 (LED leuchtet) oder Aktivierungsversuchs der U-Schnittstelle (LED blinkt).
LED ”FH” rot
Signalisierung einer erhöhten Bitrate auf der Übertragungsstrecke (BFH ≥ 10-6) (LED leuchtet) oder Aktivierungsversuchs der U-Schnittstelle (LED blinkt).
LED ”FSP” rot
Signalisierung eines Leitungsfehlers, der durch die Fernspeisung erkannt wird (Kurzschluss,
Leitungsunterbrechung, falsche Senke)
LED ”Fehler” rot
Signalisierung einer Sicherheitsabschaltung (Dauerabschaltung bei Überstrom- oder Überspannungserkennung, LED leuchtet; Kurzzeitabschaltung und automatisches Wiederaufprüfen bei Unsymmetrie-Erkennung, LED blinkt)
LED ”FSP (fern)” rot / LED ”Fehler (fern)” rot
Diese LEDs signalisieren Fehlerzustände des FSP-Abschnittes zwischen ZWR11/2 und
PCM11TA3. Sie zeigen den gleichen Zustand an, der auch am ZWR11/2 signalisiert wird.
Blinken beide LEDs gemeinsam, so zeigt dies eine fehlende Speisung vom FSP11 am ZWREingang an.
LED / Taster ”Schleife nah/fern/ZWR” gelb
Signalisierung und Schaltmöglichkeit der U-SStn-Schleifen im PCM11VA3 (nah), im
ZWR11/2 (ZWR) und im PCM11TA3 (fern).
Schleifen-Anforderung:
Taster mindestens 1 Sekunde gedrückt halten
Schleifen-Auflösung:
Taster erneut drücken
Die zugehörige gelbe LED zeigt die Anforderungen (LED blinkt) und das erfolgreiche Schließen der Schleife (LED leuchtet) an. Die LEDs ”F1” und ”FH” geben auch bei geschlossener
Schleife die Bitfehlerhäufigkeit auf der U-SSt. an.
Version: 2004/10/15
7
LED ”EIN” grün
Die LED leuchtet nach dem erfolgreich durchlaufenen Selbsttest des PCM11VA3, der nach
jedem Wiedereinschalten der Stromversorgung durchgeführt wird. Bei internen Fehlern oder
StrV-Ausfall erlischt die LED.
PCM11TA3 und ZWR11/2 haben ebenfalls je eine grüne LED ”EIN” mit der gleichen Bedeutung wie beim PCM11VA3.
LED ”EL” gelb
Nach Abschalten von Alarmen durch die Quittiertaste leuchtet die LED, bis alle quittierten
Alarme beseitigt sind. Es ist zu beachten, dass nach Quittieren eines Alarms dieser nur noch
durch die LEDs am Gerät angezeigt wird. Einer zentralen Stelle wird dann - bis zum Auftreten eines neuen Fehlers - keine Meldung über den Zustand des Systems mehr abgeben.
Die U-Schnittstelle ist ständig aktiv. Die Aktivierung des Systems nimmt ca. 30 s bis 60 s in
Anspruch. Während dieser Zeit blinken die LEDs ”F1”, ”FH”, ”PCM11TA” und ”ZWR”. Bei
Vorliegen eines F1-Alarms versucht das System kontinuierlich eine Aktivierung erfolgreich
abzuschließen.
Erfolgte eine dauerhafte Sicherheitsabschaltung der FSP-Schnittstelle (bei Überstrom und
-spannung), so kann diese nur durch einen Reset des Gerätes (Ziehen/Stecken der Baugruppe
oder Reset-Befehl über QD2) neu gestartet werden.
Zeichenerklärung für die beiden nachfolgenden Tabellen 2 und 3:
1)
2)
3)
4)
5)
6)
7)
8)
9)
10)
11)
12)
13)
14)
15)
16)
17)
8
nur die betroffene Schnittstelle
alle a/b-Schnittstellen
wird bis zu einer erneuten Überprüfung gespeichert
blinkt mit 4 Hz, bis Strecke zwischen PCM11VA3 und ZWR11/2 bzw. PCM11TA3 steht
blinkt mit 4 Hz, bis Strecke zwischen PCM11VA3 und PCM11TA3 steht
blinkt mit 4 Hz
wird bei jedem Ruf überprüft
auch ein verpolter PPA muss erkannt werden
wird bis zu einer erneuten Überprüfung bzw. bis zu einer erneuten Aktivierung durch den
Teilnehmer gespeichert
Messspannung an den a/b-Schnittstellen des PCM11VA3: 20 V bis 60 V
Der Einzelalarmkontakt bleibt so lange angesteuert, bis die Start-up-Prozedur erfolgreich
durchlaufen wurde.
Die LED ist einmal für jede Schnittstelle vorhanden.
Die Signalisierung erfolgt nur an der betreffenden FSP-Schnittstelle.
Die Signalisierung erfolgt an allen FSP-Schnittstellen.
Erneutes Erkennen desselben Fehlers beim Aufprüfen ruft keine erneute Abgabe des Einzelalarms hervor.
Der Grund der Deaktivierung soll auch während der Unterbrechungszeit angezeigt werden.
Der Einzelalarmkontakt EA bleibt so lange angesteuert, bis erneut erfolgreich aktiviert
wurde.
Version: 2004/10/15
ein
Alarmkontakt EA
ein
LED EIN grün
LED ZWR rot
ein
LED EL gelb
LED PCM11A rot
ein
LEDs FSP, Fehler,
FSP (fern), Fehler (fern)
LED FH rot
Ursache
LED F1 rot
Wirkung
a/b-Schnittstelle am
PCM11VA3-Gerät
ein
ein
ein
10)
a/b-Schnittstelle am PCM11TA3
- Ruhezustand
*
1 µF + 2,2 kΩ
1)
- Gesprächszustand
*
ZL
1)
1)
- Rufstrom normal
(Anruforgan + PPA)
7) 8)
*
1 µF + 2,2 kΩ
- Rufstrom fehlt
(PPA messbar)
7) 8)
*
PPA-Nachbildung
- Rufstrom nicht messbar
7) 8)
*
> 1 MΩ || ≤ 0,3 µF
1) 3) 9)
Gerätefehler
- PCM11VA3
-
*
> 1 MΩ || ≤ 0,3 µF
2)
- ZWR
*
*
> 1 MΩ || ≤ 0,3 µF
2)
- PCM11TA3 (z.B. Ausfall des
Rufstromgenerators)
*
*
> 1 MΩ || ≤ 0,3 µF
2) 9)
*
*
> 1 MΩ || ≤ 0,3 µF
2)
*
*
> 1 MΩ || ≤ 0,3 µF
2)
*
*
> 1 MΩ || ≤ 0,3 µF
2)
* 11) > 1 MΩ || ≤ 0,3 µF
2)
> 1 MΩ || ≤ 0,3 µF
2)
> 1 MΩ || ≤ 0,3 µF
2)
- Signalverlust (KDS)
*
- Synchronisationsverlust (SYN)
*
-3
- BFH ≥ 10 erkannt
*
-6
- BFH ≥ 10 erkannt
s. Angaben b. FSPModul
U-Schnittstelle
*
*
*
- Zustände der Fernspeisung
Start-up Prozedur
(Aktivierungsversuch)
*
* 5)
* 5)
* 5)
* 4)
quittierter, aber noch bestehender
Alarmzustand
Stromversorgungsausfall
*
*
-
*
Tabelle 2: Fehlersignalisierung des PCM11VA3-Gerätes
Version: 2004/10/15
9
12) 13)
12) 13)
LED Fehler rot
LED EL gelb
LED EIN grün
Alarmkontakt EA
Ursache
LED FSP rot
Wirkung
FSP-Schnittstelle
ein
ein
ein
ein
ein
13)
FSP-Schnittstelle
- Aufprüfphase
abgeschaltet
*
- deaktiviert
*
*
* 17) Testspannung (U = 60 V - 8%)
*
- Normalbetrieb
Speisespannung
- Leitungsunterbrechung
*
*
* 15) Abschaltung, Aufprüfversuche in Zeitintervallen
von 8 s bis 10 s
- Kurzschluss, Überlastfall
*
*
* 15) Abschaltung, Aufprüfversuche in Zeitintervallen
von 8 s bis 10 s
* 6)
*
- falsche Senke
- Unsymmetrieerkennung
* 6)
*
*
Testspannung (U = 60 V - 8%)
* 15) Abschaltung, Aufprüfversuche in Zeitintervallen
von 8 s bis 10 s
- Ansprechen der Überstromabschaltung
*
*
*
*
Abschaltung
- Ansprechen der Überspannungsabschaltung
*
*
*
*
Abschaltung
*
* 17)
Unterbrechungszeit
* 16) * 16)
FSP-Modul (allgemein)
- Stromversorgungsausfall
*
abgeschaltet
- interner Fehler
*
abgeschaltet
- quittierter, aber noch bestehender
Alarmzustand
*
Tabelle 3: Fehlersignalisierung FSP-Schnittstellen (PCM11VA3, FSP11, ZWR11/2)
10
Version: 2004/10/15
1.5
Belegung der Stiftleisten am Gerät und im Anschlussfeld des BGTR
Tabelle 4: Belegung der Stiftleisten C1 bis G1 im Anschlussfeld Anfd
Tabelle 5: Belegung der Stiftleisten L1 bis N1 im Anfd
Version: 2004/10/15
11
Stecker
1
(obere
Messerleiste)
Kontakt
2
4
6
8
10
12
14
16
18
20
22
24
26
28
30
32
a
c
b
frei
frei
frei
frei
frei
frei
frei
frei
frei
frei
b
b
0
2
4
a
frei
frei
frei
frei
frei
frei
frei
frei
frei
frei
a
a
1
3
EA
Signal
HDSL-Anschlussleitung
QD2an
QD2ab
SISA-Adressen
SISA-Adressen
SISA-Adr./Einzelalarm
Tabelle 6: Belegung der oberen Stiftleiste des PCM11VA3
Stecker
2
(untere
Messerleiste)
Kontakt
2
4
6
8
10
12
14
16
18
20
22
24
26
28
30
32
a
c
FPE
b
b
b
b
b
b
b
b
b
b
frei
−
b
+
FPE
FPE
a
a
a
a
a
a
a
a
a
a
EA
−
a
+
FPE
Signal
Gestell-Erde
1. Teilnehmer
7. Teilnehmer
2. Teilnehmer
3. Teilnehmer
8. Teilnehmer
4. Teilnehmer
9. Teilnehmer
5. Teilnehmer
6. Teilnehmer
10. Teilnehmer
Einzelalarm
48/60 V-Stromversorgung
11. Teilnehmer
48/60 V-Stromversorgung
Gestell-Erde
Tabelle 7: Belegung der unteren Stiftleiste des PCM11VA3
12
Version: 2004/10/15
1.6
Arbeiten am PCM11TA3-Gerät
Muss ein PCM11TA3-Gerät wegen Servicearbeiten ausgetauscht werden, so kann die vorhandene Verkabelung beibehalten werden. Es müssen lediglich die Befestigungsschrauben
des Anschlussmoduls gelöst und dann das Anschlussmodul mit der bestehenden Verkabelung
vom Austauschgerät abgezogen werden. Nach Einbau des neuen Gerätes wird das Anschlussmodul auf dieses aufgesteckt und mit den Befestigungsschrauben fixiert.
Bild 2: Anschlussmodul des PCM11TA3
Version: 2004/10/15
13
2
ZWR11/2
2.1
Kurzbeschreibung des Zwischenregenerators ZWR11/2
Der ZWR11/2 kann zusammen mit den Geräten PCM11VA3, PCM11TA3 bzw. PCM5VD,
PCM5TD und dem Fernspeisemodul FSP11 die Reichweite der Übertragungssystemes
PCM11A3 bzw. PCM5D vergrößern, indem er das übertragene Signal regeneriert und das
PCM11TA3- bzw. PCM5TD-Gerät mit Fernspeisespannung versorgt.
Der ZWR11/2 belegt im ZWR-E und in Regeneratorenmuffen zwei Steckplätze.
2.2
Technische Daten
2.2.1 U-Schnittstelle
Leitung
Speisereichweite
Übertragungsreichweite
Leitungscode
Fernspeisespannung
Aufprüfphase
Speisephase
Fernspeisestrom
2-Draht-Ortsanschlussleitung
≤ 900 Ω Gleichstromschleifenwiderstand
≤ 31 dB bei 150 kHz
2B1Q
≤ 60 V=
Eingänge: 260 V bis 320 V
Ausgang: 320 V ± 10 V
3 mA bis 60 mA
2.2.2 Stromversorgung
Der ZWR11/2 wird vom PCM11VA3/PCM5VD und vom FSP11-Modul ferngespeist.
14
Version: 2004/10/15
2.3
Inbetriebnahme und Prüfung
Der Auslieferungszustand entspricht dem Betriebszustand. Der ZWR11/2 ist in einem Baugruppenträger für Kvz oder in Regeneratorenmuffen einzusetzen. Im ZWR erkannte Störungen der Fernspeiseschnittstellen werden am ZWR mit den LEDs „FSP“ und „Fehler“ und am
PCM11VA3-/PCM5VD-Gerät mit den LED’s „FSP (fern)“ und „Fehler (fern)“ angezeigt.
Die LEDs „FSP“ und „Fehler“ am ZWR haben die gleiche Bedeutung wie die entsprechenden
LEDs am PCM11VA3/PCM5VD. Die grüne LED „Ein“ leuchtet, nachdem die Fernspeisespannung an den ZWR angelegt und ein interner Selbsttest erfolgreich durchlaufen wurde.
Die Belegungen der Stiftleisten am ZWR11/2 sind in Bild 3 dargestellt.
(zum PCM11VA3/PCM5VD)
(zum PCM11TA3/PCM5TD)
Bild 3: Belegung der Stiftleisten am ZWR11/2 (auf die Stifte gesehen)
Bevor der ZWR die Fernspeisespannung für das PCM11TA3-/PCM5TD-Gerät anlegt, wird
die geschlossene Leitung auf Kurzschluss, Unterbrechung und Unsymmetrie getestet. Dieser
Leitungstest überprüft auch das Vorhandensein des richtigen Verbrauchers. Wird während des
Betriebes ein Kurzschluss, eine Unterbrechung oder Unsymmetrie erkannt, so schaltet das
System die Fernspeisespannung ab und führt in regelmäßigen Abständen einen neuen Leitungstest durch. Ist nicht der richtige Verbraucher an die Leitung geschaltet, beträgt die maximale Fernspeisespannung 60 V.
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2.4
PIN
1 a/b
2 a/b
3 a/b
4 a/b
5 a/b
6 a/b
Baugruppenrahmen für ZWR11/2
F1 an
⎯
⎯
⎯
⎯
⎯
⎯
F1 ab, zum PCM11TA3/5TD
Slot 1 PCM11TA3 out
⎯
Slot 2 PCM11TA3 out
⎯
Slot 3 PCM11TA3 out
⎯
F2 an, vom PCM11VA3/5VD
Slot 1 PCM11VA3 in
⎯
Slot 2 PCM11VA3 in
⎯
Slot 3 PCM11VA3 in
⎯
F2 ab, vom FSP11
Slot 1 FSP11 in
⎯
Slot 2 FSP11 in
⎯
Slot 3 FSP11 in
⎯
ZWR Nr. 1
--> Kontakte Nr.1
ZWR Nr. 2
--> Kontakte Nr.3
ZWR Nr. 3
--> Kontakte Nr.5
von FSP11
zu PCM11TA3/5TD
von PCM11VA3/5VD
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3
FSP11
3.1
Kurzbeschreibung des Fernspeisemoduls FSP11
Der FSP11-Einschub dient zur Bereitstellung der Speisespannung für den ZWR11/2. Er besitzt drei voneinander unabhängige Fernspeise-Schnittstellen und kann drei verschiedene
ZWR11/2 speisen. Das FSP11-Gerät belegt im vermittlungsseitigen Baugruppenträger BGTR
einen Einzel-Steckplatz und kann auf den beiden rechten Steckplätzen (213, 214) eingesetzt
werden.
3.2
Technische Daten
3.2.1 FSP-Schnittstelle
Leitung
2-Draht-Ortsanschlussleitung
Fernspeisespannung
Aufprüfphase
Speisephase
Fernspeisestrom
≤ 60 V
320 V ± 10 V
4 mA bis 58 mA
3.2.2 Stromversorgung
Versorgung des FSP11
Leistungsaufnahme
48 V / 60 V
≤ 75 W
3.2.3 Einzelalarmschnittstelle
Spannung
Normalzustand
Fehlerzustand
- 50 V bis - 75 V
≤ 3 V
Strom
≤ 20 µA
≤ 100 mA
Tabelle 8: Zustände der Einzelalarmschnittstelle
Der EA-Kontakt wird erst aktiviert, wenn die Schnittstelle, an der ein Fehler auftritt, einmal
erfolgreich synchronisiert war.
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3.3
Inbetriebnahme und Prüfen
Die FSP-Schnittstellen sind nach Einsetzen des FSP11 in den BGTR mit dem entsprechenden
Schiebeschalter je nach Bedarf ein- oder auszuschalten. Die Anzeigen der LEDs entsprechen
den LEDs „FSP“ und „Fehler“ des PCM11VA3/PCM5VD (siehe auch Tabelle 3). Durch
Aus- und Wiedereinschalten der FSP-Schnittstelle kann ein Reset selbiger durchgeführt werden. Die LED „Ein“ leuchtet, nachdem die 60 V-Versorgungsspannung angelegt und ein interner Selbsttest erfolgreich durchlaufen wurde. Die Belegungen der Stiftleisten M1 und N1
im Anschlussfeld des BGTR können der Tabelle 5 entnommen werden.
Bevor eine Fernspeiseschnittstelle die Fernspeisespannung anlegt, wird die angeschlossene
Leitung auf Kurzschluss, Unterbrechung und Unsymmetrie getestet. Dieser Leitungstest überprüft auch das Vorhandensein des richtigen Verbrauchers. Wird während des Betriebes ein
Kurzschluss erkannt, so schaltet das System die Fernspeisespannung ab und führt in regelmäßigen Abständen einen neuen Leitungstest durch. Ist nicht der richtige Verbraucher an die
Leitung angeschlossen, beträgt die maximale Fernspeisespannung 60 V.
Kontakt
a
c
2
4
6
8
10
12
14
16
18
20
22
24
26
28
30
32
−
frei
−
frei
−
frei
frei
frei
FPE
+
−
frei
frei
frei
frei
frei
+
frei
+
frei
+
frei
frei
frei
FPE
+
−
frei
frei
frei
frei
EA
Signal
1. Fernspeiseleitung
2. Fernspeiseleitung
3. Fernspeiseleitung
Gestell-Erde
60 V-Versorgungsspannung
60 V-Versorgungsspannung
Einzel-Alarm
Tabelle 9: Belegung der Stiftleiste des FSP11-Moduls
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4
Sicherheitsvorkehrungen beim PCM11A3-System
Beim PCM11A3-System beträgt die Fernspeisespannung 320 V ± 10 V, welche hochohmig
(400 kΩ) gegen Erde symmetriert ist. Bevor diese relativ hohe Spannung auf die Leitung geschaltet wird, führen die speisenden Geräte einen Leitungstest mit einer niedrigeren Spannung
(60 V - 8 %) durch. Hierbei wird die Leitung sowohl auf Unterbrechung und Kurzschluss als
auch auf eventuelle Unsymmetrie gegen Erde überprüft. Außerdem wird getestet, ob eine
richtige Senke, also ein Gerät des PCM11A3-Systems, am anderen Ende angeschaltet ist.
Diese Senkenerkennung funktioniert so, dass die Fernspeisesenke (ZWR11/2, PCM11TA3)
bei Anliegen einer Spannung im Bereich der Testspannung durch zyklische Parallelschaltung
definierter Widerstände den Strom moduliert. Sowohl die Werte des fließenden Stromes als
auch die Modulationsfrequenz werden von der Fernspeisequelle auf Einhaltung der Sollwerte
überprüft. Durch diesen Senkentest ist sichergestellt, dass nur bei Anschalten eines richtigen
Verbrauchers der Wert der Linienspannung größer als 60 V ist. Die eigentliche Speisespannung von 320 V wird in den Fernspeisequellen von PCM11VA3, FSP11 und auch ZWR11/2
auf einen Wert im oben angegebenen Bereich geregelt. Sollte diese Regelung durch einen
Gerätedefekt einmal versagen, dann greift eine übergeordnete Überwachungsschaltung zu und
schaltet spätestens bei einem Spannungswert von 340 V die Speisung innerhalb von Millisekunden ab. Nach so einem Fehler prüft das System nicht wieder selbst auf und signalisiert
dies als „Havarie“ an der entsprechenden Schnittstelle über zwei Leuchtdioden an der Frontplatte und über die Abgabe eines Einzelalarms.
Der Strom auf allen Speiseleitungen ist auf einen Maximalwert von 59 mA ± 1 mA begrenzt.
Die Speisequellen besitzen zu diesem Zweck eine Strombegrenzungsschaltung. Sollte diese
einmal versagen, so existiert auch für den Strom eine übergeordnete Überwachungsschaltung,
welche spätestens bei Erreichen von 66 mA für eine sofortige Abschaltung ohne eigenhändige
Spannungswiederkehr sorgt. Diese wird wie die Notabschaltung wegen Überspannung über
einen Einzelalarm und 2 LEDs signalisiert.
Abschaltungen der Fernspeisespannung, bei denen 10 s später ein erneuter Aufprüfvorgang
gestartet wird, werden durch Kurzschluss, Leitungsunterbrechung oder Unsymmetrie gegen
Erde hervorgerufen. Bei letzterem gilt ein Widerstand von ≤ 16 kΩ als Abschaltkriterium. Die
Abschaltzeiten liegen alle im Millisekundenbereich. Die jeweiligen Gründe für eine Abschaltung werden über entsprechende LEDs an den Frontplatten signalisiert. Zusätzlich gibt das
Gerät einen Einzelalarm ab.
Mit den zulässigen Werten von Strom und Spannung lassen sich Speisereichweiten von mindestens 800 Ω zwischen Fernspeisequelle und -senke erreichen.
Die Speiseleitungen des PCM11A3-Systems werden in Deutschland nicht gesondert gekennzeichnet oder gar geschützt, was bisher kein Problem darstellt. Das PCM11A3-System erfüllt
die Trennforderungen der europäischen Sicherheitsrichtlinie EN60950.
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Schutzsystem der Übertragungsstrecke
In dem PCM11A3-System sind umfangreiche Kontrollmechanismen integriert. Diese laufen
unabhängig vom Status der Übertragungsstrecke ab und haben die Aufgabe die Geräte und
den Menschen vor gesundheitlichen Schäden zu bewahren. Im einzelnen werden überprüft:
Unsymmetrie der Leitung
• es wird ein Widerstand < 16 kΩ gegen Erde als Unsymmetrie erkannt
• bei aktivierter Übertragungsstrecke wird nach einer Haltezeit von 1 s die Spannung von
320 V abgeschaltet
• es erfolgt nach ~10 s ein autom. Auftasten (~1 s) zur Überprüfung der Unsymmetrie
• ist die Unsymmetrie behoben, erfolgt ein autom. Wiederaufbau der Übertragungsstrecke
Kurzschluss der Leitung
• als Kurzschluss wird ein Strom von 59 mA und eine Spannung von < 210 V erkannt
• erst nach Beseitigung des Schlusses erfolgt autom. der Wiederaufbau der Übertr.-strecke
Überspannung auf der Leitung
• als Überspannung wird ein Strom von 59 mA und eine Spannung > 320 V erkannt
• es erfolgt eine sofortige Sicherheitsabschaltung der Übertragungsstrecke
• nach Beseitigung des Fehlers muss das vermittlungsseitige Gerät neu gestartet werden
Überstrom auf der Leitung
• als Überstrom wird ein Strom > 59 mA und eine Spannung von 320 V erkannt
• es erfolgt eine sofortige Sicherheitsabschaltung der Übertragungsstrecke
• nach Beseitigung des Fehlers muss das vermittlungsseitige Gerät neu gestartet werden
Des Weiteren wird zur Sicherung der Übertragungsqualität eine ständige Bitfehlermessung
durchgeführt. Auftretende Fehler werden dem Bedienpersonal durch mehrere Anzeigeelemente und durch einen Einzelalarm (EA) angezeigt. Zur Verdeutlichung der Überprüfung der
Übertragung sei der Verbindungsaufbau kurz beschrieben:
• nach Stecken der PCM11VA3-Baugruppe und durchgeführten Selbsttest werden über die
U-Sst 60 V angelegt
• ist an der Übertragungsstrecke ein PCM11TA3 angeschlossen, werden die 60 V für die
Betriebsspannungsversorgung genutzt und nach erfolgreichem Selbsttest mit einer Strommodulation von 80 Hz und einem Strom von < 10 mA beantwortet
• im PCM11VA3 werden die empfangenen 80 Hz überprüft (Senkenerkennung) und dann
erst die 320 V zugeschaltet
• danach werden Unsymmetrie, Überstrom und Überspannung gemessen
• ist kein Fehler feststellbar, ist die Übertragungsstrecke transparent
Sollte während des Betriebes des PCM11A3-Systemes an der Übertragungsstrecke ein Fehler
auftreten, z.B. Berühren der Leitung, wird dies vom DC/DC-Controller im Netzteil erkannt
und an den Microcontroller gemeldet. Sofort wird vom Controller die 320 V-Spannung abgeschaltet und der Fehler über Anzeigeelemente signalisiert. Damit ist Gefährdung von Menschen ausgeschlossen, da bis zur Beseitigung des Fehlers nur Kleinspannung (60 V) auf der
Leitung zugeschaltet ist.
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