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16. - 20. März 2015 Suppe, Vorspeise Dessert Montag: Käsespätzle

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We i n h a n d e l
W EINLISTE 2014
letzte Aktualisierung 16. November 2014
Guten Tag und vielen Dank,
daß Sie mich auf meiner Internetseite mit meiner Weinliste
besuchen! Diese "Online-Weinliste" aktualisiere ich ständig.
Natürlich gibt es bei meiner Vielfalt an Weinen immer wieder Veränderungen. Es kommen neue Jahrgänge, manche
Weine gibt es nicht mehr, ich nehme neue Weingüter ins
Programm. Nicht nur bei den Weinen gibt es Änderungen,
sondern auch die Texte "leben". Neue Weine oder gar
Weingüter erfordern neue Beschreibungen. Auf meinen
Reisen zu den Weingütern, meist am Wochenende oder im
"Urlaub", fange ich neue, berichtenswerte Informationen
ein oder mache neue Fotos. Das führt immer wieder zu
Änderungen im Text. Mir macht es Freude, Sie mit aktuellen
Neuigkeiten und Informationen zu versorgen. Punktbewertungen interessieren mich höchstens am Rande. Aber ich
möchte Sie teilhaben lassen am Wissen um die Menschen,
die hinter meinen Weinen stehen, was sie denken, wie sie
ihre Weine machen, auf welchen Böden die Reben wachsen,
wie alt sie sind...
Wenn Sie ein gedrucktes Exemplar meiner Weinliste zum
Schmökern auf dem Sofa haben möchten, erhalten Sie es
gerne kostenlos. Die gedruckte Weinliste erscheint einmal
jährlich im Herbst. Aktuell gehalten wird sie eben durch die
Online-Weinliste.
Links im Browser-Fenster können Sie die Option "Lesezeichen" anklicken (falls sie nicht automatisch angezeigt wird).
Dort gewinnen Sie einen Überblick über mein Sortiment, das
europäisch ausgerichtet ist:
Deutschland - Österreich - Frankreich - Italien - Spanien Portwein + Madeira - "Alles, was schäumt" mit Sekt,
Crémant, Champagner, Frizzante + Mousseux - Brände +
Liköre - Traubensaft - Feinkost - Essig & Öl.
Zum Suchen nach einem Stichwort benutzen Sie einfach das
Suchen-Fenster in der Menüleiste oder die Tastenkombination Strg + F (oder CTRL + F) und geben dann das Gesuchte
ein.
In der Weinliste finden Sie anklickbare Links zu den Internetseiten der Weingüter. So können Sie auch auf deren
oftmals interessante Informationen zugreifen. Außerdem
habe ich viele virtuelle Weinbergsspaziergänge angelegt, die
Sie duch Anklicken unternehmen können. Sollte irgendwo
das Kartenmaterial überholt sein, bin ich für eine entsprechende Information dankbar. Dieser Hinweis ist manchem Benutzer vielleicht hilfreich: funktionert das Anklicken
in Ihrem Browser nicht, so kopieren Sie den Link einfach und
fügen ihn in ein neues Browserfenster ein. Dann können Sie
alle Funktionen nutzen.
Riesling und Schiefer - eine ideale Kombination.
Hier in Lorch im nördlichen Rheingau.
Haben Sie schon unter dem entsprechenden Menüpunkt
mein spannendes Angebot an Weinproben entdeckt?
Für den deutschen Teil meiner Weinliste gibt es den folgenden Link. Er betrifft die weingesetzlich noch nicht geregelte
Lagenklassifikation des VDP. Vielleicht hilft die Darstellung
des VDP, mehr Klarheit in die vereinsinternen neuen Bezeichnungen zu bringen:
http://www.wein-kern.de/download/wein_briefe/WeinBrief%202013-02-28.pdf
Für Verbesserungsvorschläge, sowohl was die Handhabung
dieser Weinliste als auch ihren inhaltlichen Aufbau angeht,
bin ich immer dankbar.
Herzliche Grüße
Wolfgang Kern
Weinhändler
Walkmühlenstraße 16 : D - 52074 Aachen
Telefon +49 (0)241 - 955 9110
wein@wein-kern.de : www.wein-kern.de
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 1
DEUTSCHLAND
Ahr
Weingut J.
J. Adeneuer Ahrweiler
Fein und finessenreich, dabei doch dicht und konzentriert - und
dabei vor allen Dingen immer mit den typischen Aromen der Ahrburgunder, so lassen sich die Weine von Frank und Marc Adeneuer
charakterisieren. Die Aromen, die wir noch aus viel, viel früheren,
unseligen süßen Zeiten auf der Zunge haben, sind einerseits von der
Rasse, andererseits der erdigen Mineralik der Grauwacke- und
Schieferböden geprägt, und wir können genau diese Aromen als
Terroir beschreiben. Auch wenn die Weine heute natürlich auf
modernem Qualitätsstandart und völlig trocken ausgebaut sind,
finden wir dieses Terroir im Anbaugebiet nirgendwo so genial
wieder wie in den Weinen der Brüder Adeneuer! Deshalb ist J. J.
Adeneuer für mich der Top-Betrieb des Ahrtals.
Die beiden Brüder leiten den Familienbetrieb mit über 500jähriger
Tradition seit 1984. Heute verfügt er über rund 12 ha Reben in
besten Weinbergslagen in Neuenahr, Ahrweiler und Walporzheim.
87% der Rebfläche nimmt der Spätburgunder ein. Das Prunkstück
des Gutes ist alter Familienbesitz: die Walporzheimer Gärkammer,
mit 0,64 ha die kleinste deutsche Weinbergslage überhaupt.
Die Reben wachsen auf oft schwindelerregend steilen Böden aus
Schiefer und Grauwacken in den Spitzenlagen nördlich von Ahrweiler. Die Gärkammer besteht aus vielen kleinen Terrassen, die von
jahrhundertealten Trockenmauern gestützt werden. Hier herrscht
ein ganz spezielles, fast "mediterranes" Kleinklima. Übrigens sind
die Trockenmauern kürzlich mit hohem Kostenaufwand von den
Adeneuer-Brüdern restauriert worden, um die Einzigartigkeit der
historischen Lage und ihres speziellen Klimas zu erhalten.
kann man geologisch letztlich als homogen bezeichnen, deshalb
macht diese Vorgehensweise absolut Sinn.
Den Einstieg in diese Linie finden wir mit dem J. J. Adeneuer, im
Weingut kurz "JJ" genannt. Es ist ein mittelgewichtiger Wein mit
schöner Frucht und ansprechender Frische. Er wird grundsätzlich im
traditionellen Fuder ausgebaut. J. J. Adeneuer N° 2 ist gehaltvoller,
er beinhaltet Trauben mit höherer Reife und ist entsprechend konzentrierter, auch üppiger in den Aromen. Er reift je zur Hälfte in Fuderfässern und mehrfach gebrauchten Barriques. Die Spitze bildet
endlich J. J. Adeneuer N° 1, betriebsintern "die Nummer Eins" gerufen, der in der Qualität einer großen, gehaltvollen trockenen Auslese vergleichbar ist. Die feinsten Beeren sind für diesen Wein reserviert. Er wird in neuen und gebrauchten Barriques ausgebaut und
verfügt über viel Delikatesse und feine, elegante Pinot-Noir-Frucht.
Blick über Ahrweiler Silberberg und Rosenthal
auf die Neuenahrer Lagen Schieferley und Sonnenberg.
Die Spätburgunder in der Gärkammer beginnen zu reifen.
Bei Adeneuers sind schon die "kleinen" Weine sehr gut, denn auch
für sie wird gutes Traubenmaterial aus eigenen Weinbergen verwendet! Zum Beispiel das gesamte Lesegut der Lage Forstberg geht in
den "Ahrweiler", auch die sehr guten Fraktionen. Deshalb ist auch
der Einstiegswein hier gut und eigenständig und voller Charakter. Er
wird in gebrauchten großen Holzfässern ausgebaut.
Etwas erklärungsbedürftig ist die "J. J. Adeneuer"-Linie: die Weine
aus den Toplagen nördlich von Ahrweiler werden nicht nach Lage,
sondern lagenübergreifend nach ihrer Reife gelesen. Das bedeutet
zwar den Verzicht auf den Lagennamen, ermöglicht es aber, ein gut
strukturiertes Weinsortiment anzubieten, ohne mit so vielen kleinen
Mengeneinheiten arbeiten zu müssen. Den Ursprung der Weine
Die "normale" Walporzheimer Gärkammer reift übrigens grundsätzlich im Fuder, um die ganz typische feine, elegante und warme
Frucht dieser Lage (eben die Aromen dieses Terroirs!) zu erhalten. In
der letzten Zeit wurde bisweilen Barriqueeinsatz vermutet, tatsächlich stammt die Aromakonzentration von immer perfekterer Vinifikation, die auch etwas mehr Geduld bis zur Trinkreife fordert.
Die spektakulärsten und teuersten Weine des Gutes sind die Grossen Gewächse, Weine von außerordentlicher Güte, komplex, dicht,
mit eleganter Textur und tiefer Frucht. Ausgebaut werden sie im
Barrique, denn Weine dieser Konzentration gelingen nur bei geduldigem Ausbau in kleinen Fässern. (08/12)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.adeneuer.de/
Ihr Blick in die GÄRKAMMER: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/adeneuergoogle.htm
Fotogalerie: http://www.weinkern.de/galerien/adeneuer/adeneuer.htm

2013 Ahrweiler Spätburgunder trocken
10,00




2013 J. J. Adeneuer Spätburgunder trocken
2012 J. J. Adeneuer Spätburgunder trocken
2012 J. J. Adeneuer N° 2 Spätburgunder trocken
2011 J. J. Adeneuer N° 1 Spätburgunder trocken
12,20
12,20
15,70
23,50


2013 Walporzheimer Gärkammer Spätburgunder trocken
2012 Walporzheimer Gärkammer Spätburgunder trocken
23,50
23,50


2011 Ahrweiler Rosenthal Spätburgunder VDP.GROSSES GEWÄCHS
2011 Walporzheimer Gärkammer Spätburgunder VDP.GROSSES GEWÄCHS
34,90
54,70

2013 Spätburgunder Blanc de Noir trocken
9,90

2013 Spätburgunder Weißherbst trocken
9,60
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 2
DEUTSCHLAND
Mosel: Saar
Weingut Schloss
Wo heute Schloss Saarstein steht, bauten schon die
Römer Wein an. 1828 gründete ein Trierer Unternehmer das Weingut, kaufte die Weinberge des
damaligen "Saarsteiner Schloßberges" und baute im
Tal ein Kelterhaus. Sein Enkel, Michael Hansen,
errichtete auf dem Bergsporn das imposante Gutsgebäude und führte von dort aus sein Unternehmen.
Ende des Jahrhunderts war Schloß Saarstein Gründungsmitglied des Großen Rings (heute VDP-Regionalverband) in Trier.
Der zweite Weltkrieg mit dem Bau des Westwalls
veränderte die Lage in Serrig dramatisch. Auf dem
Gut lebte nur noch ein Verwalter, der das Haus für
militärische Zwecke räumen mußte.
Nach dem Krieg verkaufte die Familie Hansen das
Weingut an Dieter Ebert, dessen Familie ihre
landwirtschaftlichen Güter in Brandenburg im Krieg
verloren hatte. Seit 1956 baute er die Weinberge
wieder auf, reparierte das Haus und führte den
Betrieb zu altem Ruhm. Die Weinberge, arrondiert
unterhalb des Schlosses gelegen, tragen den
Lagennamen "Serriger Schloss Saarsteiner". Seit den 1970er Jahren
zählt Schloss Saarstein wieder zu den führenden Weingütern in der
Region. Zu Beginn der 1990er Jahre übernahm Sohn Christian das
Weingut.
Bei Serrig treffen unterschiedliche Gesteinsformationen aufeinander, eigentlich genau im Schloss Saarsteiner: Devonschiefer und
Grauwacke. Diese tritt vor allem im Westteil der Lage zutage,
während im flacher werdenden Ostteil Schiefer anzutreffen ist.
Die Reben wachsen am steilen Schieferhang mit 60% Steigung
gerade unterhalb des Betriebs. Der Weinberg ist einer der südlichsten des Anbaugebietes Mosel-Saar-Ruwer mit einer Höhe von 160
bis 200m über NN.
Saarstein Serrig
Die meisten Arbeiten im Weinberg geschehen von Hand - zwangsläufig, denn in den steilen Reben ist ein Maschineneinsatz kaum
möglich. Nur wenige Arbeiten können in einem Teil der Rebparzellen mit einer Raupe erledigt werden. Kunstdünger und Insektizide
kommen grundsätzlich nicht zum Einsatz. Den Riesling-Stöcken wird
beim Rebschnitt nur eine Rute belassen, intensive Laubarbeit und
Mengenreduzierung zur Qualitätssicherung sind Standart.
Die Handlese spät im Herbst geschieht selektiv. Da die Wege zum
Kelterhaus dank der besonderen Situation extrem kurz sind, kann
man hier sehr flexibel nach dem Reifegrad der Trauben ernten.
Spektakuläte Lage: Schloss Saarstein. Foto (1): Schloss Saarstein
Christian Ebert erzeugt trockene Weine mit ausdrucksstarkem
Charakter. Die Rieslinge zeigen eine wunderbar klare, deutliche
Frucht, verspielt im leichteren Bereich, kraftvoll die Spätlesen aus
den ältesten Reben des Gutes. Die Säuren sind kristallklar (das freut
die Fans!), reif und sehr gut eingebunden und keinesfalls störend.
Auch die restsüßen Weine profitieren von den Besonderheiten der
Saar: ihre rassige Säure paart sich mit angenehmer Süße zu einem
spannenden Aromenfeuerwerk. Der Alkoholgehalt dieser Weine
liegt im angenehmen einstelligen Bereich - wie übrigens auch bei
der spektakulären trockenen 1988er Riesling Spätlese!
Wer kennt und liebt sie noch, die wirklich klassischen rassigen Saarweine? Hier sind sie! (08/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.saarstein.de/
Ihr Blick in den SCHLOSS SAARSTEIN: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/saarsteingoogle.htm
Fotogalerie: http://www.weinkern.de/galerien/saarstein/saarstein.htm
Christian Ebert in seinen Reben.
Die Reben werden von den Eichenwäldern auf der Höhe vor den
kalten Nord- und Ostwinden geschützt, und sie profitieren von der
Sonnenreflektion der Saar. Der mineralische, stark skelettierte Boden
hat nur eine geringe Humusauflage und zwingt die Reben, ihre
Wurzeln tief in die Steine zu treiben.
Der Serriger Schloss Saarsteiner ist im Alleinbesitz des Weinguts. Die
ältesten Reben stehen in einer wurzelechten Anlage aus dem Jahre
1943; sie lassen besonders in der trockenen Riesling Spätlese das
Terroir erkennen. Daneben liegen zwei größere Parzellen, die in den
60er Jahren gepflanzt wurden. Sie befinden sich jetzt in ihrer
stärksten Phase und bringen Jahr für Jahr die höchsten Mostgewichte bei niedrigen Erträgen. Im unteren Teil des Berges fördern
Herbstnebel, die von der Saar heraufsteigen, die Botrytis, und da
werden in guten Jahren die edelsüßen Weine selektioniert, die
Schloss Saarstein auch in erheblichem Umfang erzeugt. Neben der
Hauptsorte Riesling erzeugt Christian auch einen saftigen, fruchtbetonten Weißburgunder (Pinot Blanc).
8,75
9,50


2013 SAARSTEIN Riesling trocken
2011 SAARSTEIN Riesling trocken

2013 SCHLOSS SAARSTEIN 'Grauschiefer'
Riesling Kabinett trocken
11,00
2012 SCHLOSS SAARSTEIN 'Grauschiefer'
Riesling Kabinett trocken
11,00







2013 SCHLOSS SAARSTEIN 'Alte Reben'
Riesling Spätlese trocken
2008 SCHLOSS SAARSTEIN 'Alte Reben'
Riesling Spätlese trocken
1988 Serriger Schloss Saarsteiner
0,5 l
Riesling Spätlese trocken
2011 Serriger Schloss Saarsteiner
Riesling Kabinett feinherb
2009 Serriger Schloss Saarsteiner
Riesling Spätlese
2006 Serriger Schloss Saarsteiner
Riesling Auslese
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 3
1 Liter
16,00
13,50
12,00
10,50
14,00
22,50
DEUTSCHLAND
Mosel: Ruwer
Weingut Karthäuserhof Eitelsbach
Der Karthäuserhof im Ruwertal wird schon 1335 urkundlich erwähnt: am 29. August dieses Jahres schenkte Kurfürst Balduin von
Luxemburg den Gutshof am "Ysilspach" den Karthäusermönchen
der nahegelegenen Trierer Karthause. Bis zur Französischen Revolution blieb das Gut in ihrem Besitz. 1811 erwarb Valentin Leonardy,
Generalintendant der französischen Armee, den Karthäuserhof vom
französischen Staat. Sein Schwiegersohn war Johann Wilhelm Rautenstrauch. Dessen jüngster Sohn Wilhelm erbte den Hof nach dem
Tode Leonardys. Seit 1986 ist es Christoph Tyrell, der in der 6. Generation den Karthäuserhof sicher und konsequent auf Qualitätskurs gehalten hat. Am 1. August 2012 hat er nun das Gut an seinen
Vetter Albert Behler übergeben; somit wird es als Familienbesitz
fortgeführt. Christoph wird dem Gut weiter als Berater zur Verfügung stehen, jedoch einen größeren Teil seiner Zeit seiner Familie
widmen. Seit einigen Jahren schon liegen die weinbaulichen Geschicke in den Händen vom jungen Gutsverwalter und Kellermeister
Christian Vogt, der die Nachfolge von Ludwig Breiling angetreten
hat, der lange für die Weine des Gutes verantwortlich war.
Funde deuten auf eine weinbauliche Nutzung des zum Gut gehörigen Weinberges bereits in der Römerzeit hin, und auch die Karthäuser, deren Katze noch immer das Etikett der Karthäuserhofweine ziert, kelterten Wein. Valentyn Leonardy kümmerte sich
intensiv um den Weinbau, und seine Nachfahren begründeten letztlich den Weltruf des Weingutes. Heute ist der Karthäuserhof eines
der großen Denkmäler deutscher Weinkultur.
Der kostbare 19-ha-Weinberg liegt im Wortsinn vor der Haustüre.
Der Karthäuserhofberg - die Lage ist im Alleinbesitz des Karthäuserhofs - ist ein arrondierter Bergrücken in Süd-Südwestlage gleich am
Weingut. Bis vor wenigen Jahren war er in fünf Unterlagen aufgeteilt, die Kronenberg, Sang, Stirn, Burgberg und Orthsberg hießen.
"Eitelsbacher Karthäuserhofberg" wude jeweils vorangestellt - es
waren wahrhaft lange Namen. Christoph hat sich dann bemüht, all'
dies als eine einzige Lage deklarieren zu dürfen. Daraufhin wurde
der Karthäuserhofberg als Einzellage eingetragen. Dabei ging es
natürlich nicht um die Länge der Lagennamen, sondern Christoph
wollte in seinem Weinberg die Trauben einheitlich nach ihrer Reife
ernten können, unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Kleinlage. Das war auch absolut richtig.
Der Boden des überwiegend steilen Weinbergs besteht aus leichten
devonischen Schieferverwitterungen und ist stark eisenhaltig. Daher
stammt die besondere, unverwechselbare Mineralität. Zu 90% ist
der Weinberg mit Riesling bepflanzt, auf dem Rest steht Weißburgunder. Im südwestlichen Teil stehen die ältesten Reben, teilweise
noch wurzelecht. In diesen Parzellen wachsen sowohl die trockenen
Spätlesen, die heute "Alte Reben" heißen, als auch die "Großen
Gewächse".Mit dem Jahrgang 2011 kommt aus den "Großes-Gewächs"-Parzellen ein weiterer Wein: "Tyrell's Edition". Er greift die
Tradition der großartigen trockenen Auslesen auf, die es bis 2007
gab. Diese sind inzwischen der ständigen Umstrukturierung der internen Weinbezeichnungen durch den VDP zum Opfer gefallen.
Organische Düngung ist seit langem Standart auf dem Karthäuserhof; gesundes Lesegut und geringe Erträge sind weitere Voraussetzungen für erstklassige Weine, deren Erzeugung diese Spiztenlage
ermöglicht. Das enge Ruwertal mit seinen kühlen nächtlichen
Luftströmungen aus dem Hunsrück und der mineralische Boden sind
für die kristallklare, rassige Säure der Karthäuserhofberger Rieslinge
verantwortlich. Diese wird im Keller bewußt erhalten und beschert
den Weinen ihre unverwechselbare Frische, Rasse, Lebendigkeit,
Eleganz und brillante Frucht. Sie sind kernig, hochmineralisch, gut
strukturiert und äußerst lagerfähig.
Die Etiketten des Karthäuserhofes sind besonders auffällig: es gibt
auf den Flaschen nur eine große Halsschleife (allerdings seit dem
Jahrgang 2009 zusätzlich ein Rückenetikett). Wilhelm Rautenstrauch
kühlte bei "Sitzungen" mit seinen Freunden die Flaschen im Eitelsbach, da war ein Etikett auf dem Flaschenbauch unpraktisch - und
Gattin Katinka, eine geborene Mühlens aus Köln, entdeckte die fortschwimmenden Etiketten auch nicht! Tatsächlich wurde daraus die
rechtlich geschützte Halsschleife.
Christian Vogt genießt im historischen Kachelzimmer.
Mit dem Jahrgang 2009 tritt auf dem Karthäuserhof wie bei vielen
VDP-Mitgliedern eine deklaratorische Änderung ein. Auf dem Gut
wird jetzt die Möglichkeit genutzt, in der klassifizierten MonopolLage ein "Großes Gewächs" zu erzeugen. Deshalb verlieren aber die
anderen Weine die Lagen-Bezeichnung. Die neuen Bezeichnungen
entnehmen Sie bitte der Weinliste unten.
Die 2010er sind von knackiger Frische, kristallklar und ausgeprägt
rassig - sehr typisch Karthäuserhof! Im Vergleich dazu sind die Weine aus 2011 runder, in der Säure sanfter, von ausgewogener Reife
gekennzeichnet. 2012 zeigt eine angenehm frische, aber doch dezente Säure, Karthäuserhof-typische Mineralität und herzhafte
Rasse. Erstaunlich sind die 2008er mit ihrer Frische und Komplexität!
(03/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.karthaeuserhof.com/
Ihr Blick in den KARTHÄUSERHOFBERG: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/karthausergoogle.htm
Alle Weine stammen aus der im Alleinbesitz befindlichen Lage EITELSBACHER KARTHÄUSERHOFBERG.


2012 Karthäuserhof 'Ruwer-Riesling' trocken
2008 Eitelsbacher Karthäuserhofberg Riesling trocken
9,90
9,90


2012 Karthäuserhof 'Schieferkristall' trocken (Riesling Kabinett)
2010 Karthäuserhof 'Schieferkristall' trocken (Riesling Kabinett)
12,50
12,50



2012 Karthäuserhof 'Alte Reben' trocken (Riesling Spätlese)
2010 Karthäuserhof 'Alte Reben' trocken (Riesling Spätlese)
2008 Eitelsbacher Karthäuserhofberg Riesling Spätlese trocken
15,90
15,90
15,90


2011 Karthäuserhofberg 'Tyrell's Edition' trocken (Riesling Spätlese)
2011 Karthäuserhofberg Riesling trocken VDP.GROSSES GEWÄCHS
19,90
29,00

2008 Eitelsbacher Karthäuserhofberg Riesling Spätlese
17,50
Die Weine des 2013 Jahrgangs folgen nach Erlangen von ausreichender Flaschenreife.
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 4
DEUTSCHLAND
Mosel: Mittelmosel
Weingut Staffelter
Der Staffelter Hof wird urkundlich erstmals im Jahr 862 erwähnt. Er
war Inhalt einer Schenkung König Lothars II. (Urenkel Karls des
Großen; die Karolinger besaßen einen Königshof in Kröv) an die
reichsfreie Abtei in Stavelot (daher "Staffelter" Hof!) in den Ardennen, nahe Malmedy. Schon damals wurde hier Weinbau betrieben,
und der Lesehof in Kröv sicherte der Abtei Einnahmen. So zählt der
Staffelter Hof sicher zu den ältesten Weingütern an der Mosel.
In dieser Zeit spielt auch die Legende um das Wappentier des Lesehofes, einen Wolf. Es wird erzählt, daß dieser den Esel des Hofes riß,
der zum Steineschleppen eingesetzt wurde. Daraufhin bestrafte ihn
der Heilige Remaclus, erster Abt des Klosters, indem der Wolf fortan
die Steine schleppen mußte. So kam der Wolf ins Wappen des Hofund später des Weingutes. Familie Klein erzählt: "In über 1000
Jahren war der Wolf stets ein guter Freund und Wächter des Staffelter Hofes. In Anerkennung seiner Treue tauften wir ihn Magnus
und befreiten ihn von seiner Steinlast. Nun lebt er fröhlich und frei
auf dem Staffelter Hof und genießt die guten Moselweine".
Nach der Säkularisation erwarb 1805 der letzte Hofmann des Klostergutes, Peter Schneiders, das Anwesen. Er war der Vorfahre der
Familie Klein, die heute Besitzer des Weingutes ist. Damals heiratete
der Winzer Kilian Klein die Enkelin und Erbin von Peter Schneiders.
Die heutigen Statthalter sind Gerd und Gundi Klein, für den Wein
ist inzwischen ihr Sohn Jan Matthias zuständig - übrigens eine überaus herzliche Familie!
Die klassischen Kröver Weinlagen wie der Steffensberg gehören zu
den klimatisch am besten geschützten Arealen an der Mosel. Neben
erstklassigen Parzellen hier hat der Staffelter Hof mit seinen gut 7 ha
auch Besitz in Piesport und Dhron. Den Dhron Hofberger brachte
Gundi Klein als "Mitgift" mit. Natürlich ist der allergrößte Teil der
Weinberge mit Riesling bestockt, der auf den teils atemberaubend
steilen Schieferhängen Weine mit wunderbarer Finesse, Mineralität
und Eleganz ergibt. Aber die Weine haben auch Stoff und damit
Nachhaltigkeit und Länge.
Die Palette der Weine vom Staffelter Hof reicht vom saftigen trockenen Menüwein über leichte feinherbe Zechweine und filigrane
Hof Kröv
fruchtsüße Verführer bis hin zu konzentrierten edelsüßen Spezialitäten wie Beerenauslese oder Eiswein. Zur Linie der "Motivweine"
gehören 'Magnus' und 'Paradies' - der sich fröhlich lümmelnde
Magnus ist in verschiedenen Posen auf dem Etikett zu finden. Die
Prädikatsweine gehören zur Linie der "Wappenweine" mit dem
historischen Wappen, und die Edelsüßen zählen zu den "Signaturweinen". Beide sind ausschließlich in Steillagen gewachsen und in
aufwendiger Handarbeit gepflegt und geerntet worden.
Die Reben für die 'Alten Reben' stehen hoch über der Mosel in den
Lagen Letterlay und Paradies; sie sind rund 100 Jahre alt und überwiegend wurzelecht. Die Weine haben eine spektakuläre Fruchttiefe
und benötigen immer eine gewisse Zeit der Flaschenreife, bis sie sich
von ihrer besten Seite zeigen. Die 2011 Dhron Hofberger Riesling
Spätlese ¾ 'GEGE' hat kurz vor der Trocken-Marke die Gärung eingestellt. Der ungemein dichte, mineralgeprägte Wein schmeckt fast
trocken und ähnelt in der Stilistik den "Grossen Gewächsen" des
VDP. 'GEGE' - honi soit qui mal y pense! Ich kann Ihnen Jans Erklärung allerdings nur hinter vorgehaltener Hand weitergeben: 'GEGE'
steht nämlich für 'Geiles Gesöff'!
Ein Wein ganz anderen Zuschnitts ist 'Old School', ein Wein, der
bereitet ist "wie früher". Der 13er Jahrgang erlaubte eine Lese bei
phenolischer Reife und gleichzeitig geringer Zuckerkonzentration.
So hat Jan einen Wein geerntet, der nur 10,5 % Alkohol hat. Er
wurde teils im traditionellen Fuder, teils im Edelstahl ausgebaut.
Trotz des geringen Alkohols hat der Wein viel Aroma, dazu Frische
und Rasse - und sicher gutes Alterungspotential. (07/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.staffelter-hof.de/
Ihr Blick auf KRÖV: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/kroevgoogle.htm
Ihr Blick in den DHRON HOFBERGER: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/dhrongoogle.htm
Fotogalerie: http://www.weinkern.de/galerien/staffelter/staffelterhof.htm




2012 'Magnus' Riesling trocken
2013 'Old School' Riesling trocken
2012 Alte Reben «862» Riesling trocken
2010 Alte Reben «S» Riesling Spätlese trocken
7,50
9,00
13,90
13,90


2010 Dhron Hofberger Riesling Spätlese trocken
2011 Dhron Hofberger Riesling Spätlese ¾ 'GEGE'
12,90
14,50



2013 'Paradies' Riesling feinherb
2011 Kröver Letterlay Riesling «K» Kabinett feinherb
2011 Kröver Steffensberg Riesling Spätlese
7,50
9,50
12,50



2005 Kröver Steffensberg Riesling Auslese
2005 Dhron Hofberger Riesling Beerenauslese
2004 'Paradies' Riesling Eiswein
0,375 l
0,375 l
18,00
49,00
35,00
Jan Klein auf dem Staffelter Hof; auf dem rechten Bild vertreibt die Augustsonne den Morgennebel über der Mosel
und dem Dorf Kröv. Ein strahlender Tag beginnt für die Reben im Steilhang. Blick aus dem Steffensberg.
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 5
DEUTSCHLAND
Mosel: Terrassenmosel
Weingut Franzen Bremm
Familie Franzen hat Besitz in den steilsten
Weinbergen Europas. Darunter ist der
Bremmer Calmont mit über 65° Hangneigung
der Star - tatsächlich der allersteilste! Der
Flußabschnitt von Zell bis Koblenz heißt
"Terrassenmosel", weil hier die steilen
Weinberge stark terrassiert sind, um den
Reben überhaupt Halt zu geben. Schieferquarzite und Grauwacken bilden den leichten,
trockenen Weinbergsboden. Die Rieslinge von
hier sind in der Aromatik floraler, feinduftiger
als die markant-würzigen von der Mittelmosel,
und die Säuren sind reif und angenehm rund.
Deshalb ist diese Gegend auch sehr zur
Erzeugung trockener Rieslinge prädestiniert.
Den guten Ruf des Weingutes Franzen
begründete Ulrich mit seiner Frau Iris. Am 22.
Juni 2010 ist Ulrich bei einem tragischen Unfall
erst 52jährig in seinem Weinberg ums Leben
gekommen. Das ist natürlich für die Familie,
aber auch für den Bremmer Calmont und die
ganze Region der Terrassenmosel ein großer
Verlust.
Iris Franzen und die Kinder Kilian mit Angelina,
Verena und Max hatten sich bald entschlossen,
trotz zu erwartender Schwierigkeiten das
Weingut in Ulrichs Sinne weiterzuführen. Seit
dem Sommer 2012 ist nun Kilian der
Eigentümer des Weingutes. Bereits mit dem
Jahrgang 2010 hat er gezeigt, daß er sehr
wohl in der Lage ist, hervorragende Qualitäten in die Flasche zu
bringen! Und das, obwohl der Jahrgang den Winzern ganz großes
Können abverlangt hat! Damit hat Kilian seine Feuertaufe trotz aller
Jugend - er ist jetzt 26 - bravourös bestanden, und mit den
Folgejahrgängen setzt sich die hervorragende Qualität fort. Ganz
dezent hat sich der Stil der Weine gewandelt; Ulrichs Weine waren
floral und duftig, Kilians sind nun etwas präziser, kraftvoller und
würziger.
Aus Calmont und Frauenberg kommen die Lagen-Rieslinge des
Gutes. Mit 'Goldkapsel' werden Calmont und Frauenberg aus den
reifsten Trauben und schönsten Beeren bezeichnet, etwa entsprechend einer trockenen Auslese. Aus jungen Reben und nicht so steilen
Weinbergen stammt der Gutsriesling 'Quarzit-Schiefer', bereits von
hoher Qualität (0,75- und 1-Liter-Füllung sind übrigens gleich).
Mal nicht der "steilste Weinberg Europas", der Bremmer Calmont:
hier fällt der Blick auf die fast senkrecht abfallenden Steilsthänge
des Neefer Frauenbergs, der parallel zum Calmont liegt.
Durch geringe Mengenerträge und aufwendige Weinbergsarbeit
verfügen die Weine über guten Körper und viel Kraft sowie reife
Säuren, die gut eingebunden sind. Im Keller liegen sie immer lange
auf der Hefe und haben ausreichend Zeit zur Reife. So bestechen die
Weine durch eine kristallklare Frucht, Finesse und Eleganz und sind
natürlich exzellente Essensbegleiter. Auch im Vergleich mit anderen
berühmten Gewächsen zählen Franzens Rieslinge für mich zur
absoluten Moselspitze!
Kernig-markant und auch feinfruchtig ist der Elbling, ein Wein aus
der "Urrebe" der Mosel, die hier schon zu Zeiten der Römer wuchs.
Gegenüber den Vertretern von der Obermosel haben wir es hier mit
einem ausdrucksstarken, absolut eigenständigen Wein zu tun; auch
der Elbling steht bei Kilian in guten Schiefer-Lagen.
Franzen-Weine sind immer trocken, auch wenn manchmal durch die
hohe Reife des Lesegutes und die sehr kalten Keller ein paar wenige
Gramm Zucker nicht vergären. Aber gerade dem Moselriesling tut
das durchaus gut, besonders, wenn es ein natürlicher Zuckerrest ist.
(06/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.weingut-franzen.de/
Ihr Blick auf CALMONT und FRAUENBERG: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/franzengoogle.htm
Fotogalerie: http://www.wein-kern.de/galerien/franzen/franzen.htm
Der sympathische "Jungwinzer" Kilian Franzen.
Unterstützt wird Kilian von seiner Ehefrau Angelina, die mit ihm
zusammen in den letzten Zügen des Weinbaustudiums liegt, und
einem jungen Betriebshelfer, der von der Weinsberger Technikerschule kommt.
Kilian bewirtschaftet rund 10 ha Weinberge, ein großer Teil davon
in der Top-Lage Bremmer Calmont, außerdem in besten Parzellen im
Neefer Frauenberg, nicht minder steil und gut. 2002 hat die Familie
mit Hilfe des Kulturamtes ein knapp 1,5 ha großes Stück Calmont
erwerben können - von 112 verschiedenen Besitzern!
In mühsamster Handarbeit wurde gerodet, rekultiviert, Reben gepflanzt, eine kleine Einschienenbahn in die schwindelnde Höhe
verlegt: Familie Franzen liebt den Calmont! Die Reben im Herzstück
des Calmonts sind 80 bis 100 Jahr alt, und im Frauenberg-Besitz ist
keine Rebe jünger als 60 Jahre, und alle sind noch wurzelecht!
 2013 'Quarzit-Schiefer'
1 Liter 8,90
Riesling trocken
 2013 'Quarzit-Schiefer' Riesling trocken
7,90
 2012 FranZero Riesling trocken (durchgegoren) 10,50
2013 Neefer Frauenberg Riesling trocken
2012 Neefer Frauenberg Riesling trocken
2013 Bremmer Calmont Riesling trocken
2012 Neefer Frauenberg
Riesling trocken GOLDKAPSEL
 2012 Bremmer Calmont
Riesling trocken GOLDKAPSEL




 2013 Elbling trocken
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 6
10,90
10,50
11,90
19,50
19,50
7,50
DEUTSCHLAND
Rheingau
Weingut Graf
von Kanitz Lorch
Die Geschichte des Weingutes reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück,
als es die Herren von Staffel gründeten. Später gehörte es für einige
Jahrhunderte den Freiherren vom Stein, von denen es 1926 in direkter Erbfolge an die Grafen von Kanitz überging. Sebastian Graf von
Kanitz hat das Weingut vor wenigen Jahren von seinem Vater
geerbt, der es damals verkaufen wollte. Der junge Graf steckte aber
lieber noch einmal Geld in den Betrieb, um die Produktion sehr
guter Qualitäten zu ermöglichen. Der Weinkeller profitierte durch
Modernisierung am meisten davon. Außerdem suchte sich Graf von
Kanitz einen neuen Gutsleiter und tat mit Kurt Gabelmann einen
perfekten Griff. Der brachte 2004 seine erste Ernte ein und präsentierte Weine von einer Klasse, die es bisher auf dem Weingut nicht
gab! Das war eine erstklassige Leistung, die in den Folgejahren ihre
Fortsetzung fand.
Bereits Anfang der 1960er Jahre stellte der damalige Gutsverwalter,
Gernot Boos, das Weingut auf ökologische Arbeitsweise um, als das
alles andere als ein Trend war. Er war ein Mann der Landwirtschaft,
und für ihn war die Gesundheit von Mensch und Tier die treibende
Kraft für die Umstellung. Heute wird das Gut voll ökologisch bewirtschaftet und ist seit Mitte der 90er Jahre bereits von Ecovin zertifiziert.
Auf den rund 13 ha stehen überwiegend Rieslingreben; aber auch
der Gewürztraminer hat in Lorch eine lange Tradition, ebenso wie
der Spätburgunder, den es hier immer schon gegeben hat
(immerhin ist der Nachbarort das für seine Spätburgunder berühmte
Assmannshausen!). Deshalb finden wir diese Rebsorten auch in den
Kanitz'schen Weinbergen. Kurt Gabelmann hat zusätzlich noch
Weiß- und Grauburgunder gepflanzt.
fordernd ist, in der Frucht mehr an dunkle Beeren erinnernd.
Lorch und seine Weinberge.
Im Lorcher Kapllenberg - im Boden Schiefer pur.
Lorch liegt zwischen der Loreley und Rüdesheim auf den Ausläufern
des Rheinischen Schiefergebirges. Wie eine Perlenkette erstrecken
sich seine fünf steilen und steilsten Weinbergslagen am Rhein entlang auf den Schieferböden mit Quarzitanteilen, die aus dem nahen
Taunus stammen. Überwiegend haben sie eine südwestliche Exposition. Die Hauptrebsorte ist Riesling. Elegant, fein und mit betonter
Frucht sind die Weine aus dem Schloßberg und der Pfaffenwies. Der
Kapellenberg hat eine etwas höhere Feinerdeauflage, daher sind
seine Weine mehr von Kraft und Nachhaltigkeit geprägt. Die Rieslinge aus der Krone sind ihnen ähnlich, zeigen aber auch wieder
etwas mehr Frucht. Betont mineralisch, rassig, elegant und vornehm
sind die Rieslinge aus dem steilen Bodental-Steinberg. Das Weingut
der Grafen von Kanitz hat in ihnen allen Besitz.
Die Lorcher Rieslinge sind lebendig und rassig; deutlich lassen sich
bei den Kanitz-Weinen die geologischen und topographischen Unterschiede der einzelnen Lagen erschmecken. Ihre gemeinsamen
Merkmale sind Rasse und feine Noten von Pfirsich mit Anklängen
von Stachelbeere und etwas Zitrus. Außerdem sind sie stoffig, kraftvoll und wunderbar reintönig. Sie haben Saftigkeit, Mineralität und
Finesse und verfügen aufgrund ihrer guten Säurestruktur auch über
eine erwähnenswerte Langlebigkeit. Eine Besonderheit ist der Kabinett aus dem Kapellenberg - inzwischen wegen der VDP-Vorschriften nicht mehr mit der Lage beschriftet -: er ist grundsätzlich durchgegoren, was dem kraftvollen Kapellenberg gut steht.
Für die Spätburgunder-Rotweine hat Kurt Gabelmann eine sehr
traditionelle Weinbereitung eingeführt: lange Maischestandzeit und
geduldiger, langer Ausbau im Holzfaß. Der Lohn sind Rotweine von
nicht erwarteter Qualität! Schon der Guts-Rote ist echt klasse! Die
Spätlesen aus Schloßberg und Kapellenberg unterscheiden sich: der
Schloßberg ist feinduftig und elegant, fast verspielt, mit Aromen von
kleinen roten Früchten, während der Kapellenberg komplex und
Der Gewürztraminer ist frisch, für die Rebsorte überraschend lebendig, zart und doch fordernd, schlank - der braucht keine fetten
Speisen! Ebenso lebendig ist der Blanc de Noirs, er zeigt eine feine
Spätburgunderfrucht mit Kopfnoten von kleinen roten Früchten und
angenehme, Lorch-typische Rasse. (03/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.weingut-kanitz.de/
Ihr Blick auf die spannenden Lagen von LORCH: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/kanitzgoogle.htm



2012 Graf von Kanitz Riesling trocken
2012 Graf von Kanitz Riesling trocken
2013 Lorcher Riesling trocken



2010 Lorcher Pfaffenwies Riesling Kabinett trocken
2012 Riesling Kabinett trocken (Lorcher Kapellenberg)
2012 Lorcher Riesling trocken 'Quarzit' (Lorcher Bodental-Steinberg)
7,95
9,20
12,10


2012 Lorcher Krone Riesling ALTE REBEN
2011 Lorcher Pfaffenwies Riesling VDP.ERSTES GEWÄCHS
15,50
21,50


2012 Gewürztraminer trocken
2012 Spätburgunder Blanc de Noirs trocken



2011 Graf von Kanitz Spätburgunder Rotwein trocken
2011 Lorcher Kapellenberg Spätburgunder Rotwein Spätlese trocken
2007 Lorcher Kapellenberg Spätburgunder Rotwein VDP.ERSTES GEWÄCHS
1 Liter
7,80
7,40
7,70
9,00
7,70
7,70
14,50
30,00
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 7
DEUTSCHLAND
Rheingau
Weingut Peter
Jakob Kühn Oestrich
Das Weingut Peter Jakob Kühn ist ein alter
Familienbetrieb. Heute wird das 20-ha-Weingut
von Peter Jakob und Angela Kühn in der 11.
Generation geführt. Die 12. Generation ist mit
den drei erwachsenen Kindern bereits aktiv:
Tochter Sandra ist Weinbau-Ingeneurin und arbeitet mit Peter Jakob Hand in Hand, Kathrin
regelt mit ihrer Mutter Verwaltung und Verkauf,
Peter Bernhard studiert im benachbarten
Geisenheim Weinbau und arbeitet schon länger
im elterlichen Weingut mit.
Peter Jakob und Angela Kühn haben den Betrieb 1979 übernommen und 2001 aus persönlicher Überzeugung mit der Umstellung zum
biologischen Weinbau begonnen. Sie sind der sicherlich richtigen - Ansicht, daß Nachhaltigkeit
im Weinberg und Qualität in der Flasche ursprünglich zusammenhängen. Ihre Arbeit ist
korrekt mit ökologisch-dynamischer Landwirtschaft beschrieben. Die Weinberge werden mit
verschiedenen Saaten begrünt, was sowohl dem
Boden als auch den Kleinstlebewesen zugute
kommt. Durch eine Unterstützung der Nützlinge
wird die Bekämpfung der Schädlinge vereinfacht, die bei Kühns ja nur mit Mitteln aus der
Natur geschieht. Vollwertiger Kompost - aus
eigener aufwendiger Herstellung - dient den Reben als unterstützende Nahrung und dem Boden zur Strukturgewinnung. Die Reben werden mit verschiedenen
Kräuterauszügen gespritzt, die teils der Stärkung dienen, teils dem
Pilzschutz. Die selbstgesammelten Kräuter stammen aus der
Umgebung, werden im Weingut getrocknet und im eigenen
"Teekocher" zu Spritzbrühe (= "Tee") verarbeitet. Familie Kühn
zerreibt in mühsamer Handarbeit auch den Quarzit selber in feinste
tonige Körnchen, der zum Nutzen der Beeren in den Weinbergen
gespritzt wird. Peter Jakob Kühn sagt: "Nichts entscheidet so sehr
über die spätere Qualität des Weines wie die ganzjährigen
Arbeitsprozesse im Weinberg. Dabei ist die wichtigste Aufgabe, die
Reben durch unsere biodynamische Arbeitsweise so zu stärken, dass
sie gesund und stressfrei wachsen können."
gebaut werden sie im Edelstahl, in klassischen Stück- und Halbstückfässern und manche in tönernen Amphoren. Im Keller spielt Ruhe
eine große Rolle. Bei der Gärung ebenso wie beim Ausbau wird den
Weinen ausreichend Zeit gelassen.
Das läßt sich am Ergebnis schmecken: Kühn-Weine sind auf wunderbare Weise im Gleichgewicht. Ihre reife Säure, ihre präzise und
doch seidige Frucht, ihre harmonische Textur auf der Zunge, alles
paßt herrlich zusammen, und doch sind die Weine so spannungsreich und aufregend!
Vater und Sohn: Sohn Peter Bernhard und Peter Jakob Kühn.
Foto (1): Weingut Peter Jakob Kühn.
'Jacobus', der Gutsriesling, überzeugt bereits mit viel Körper, Dichte
und Länge. In den Aromen spielen Akzente von grünen Kräutern
eine wichtige Rolle. Der 'Rheinschiefer' aus dem Hendelberg zeigt
ein nachhaltiges Aromen-Feuerwerk mit Noten von reifen gelben
Früchten bei eleganter, feiner Säure und animierende, zart erdige
Noten vom Schiefer, der hier oben am Taunusrand zutage tritt. Der
vom Taunus abgetragene Quarzit in den Oestricher Lagen prägt den
'Quarzit'-Riesling: knackig, präzise, vibrierend, hoch mineralisch,
Noten von weißem Pfirsich - noch ganz, ganz jung. Opulenter wird's
beim Hallgartener Hendelberg, dem natürlich auch ein Jahr längere
Flaschenreife guttut: gewachsen auf buntem, teils eisenhaltigem
Devonschiefer in einer "späten" Lage, aus perfekt reifem Lesegut
gekeltert, mit feiner Säurestruktur und saftiger Frucht. Der Wein hat
ein paar Gramm Restzucker, die aber kaum schmeckbar sind,
sondern die Fülle des Weines unterstreichen.
Auf der anderen Wegesseite vom 'Quarzit' wächst im Doosberg das
Grosse Gewächs - der Grand Cru, wie Angela Kühn sagt. Die Reben
sind deutlich älter als in der Nachbarparzelle. Auch werden in den
"Grand-Cru"-Weinbergen der Kühns die Reben etwas anders erzogen, die Laubwand weniger beschnitten und anders gebunden, um
nicht Wüchsigkeit der Ruten und Prallwerden der Beeren zu unterstützen. Der 2012er Doosberg Grosses Gewächs zeigt als Ergebnis
eine unerhörte Dichte, dazu Rasse und feine Mineralität, Spannung
und Spiel und Kompexität, die zum Teil auch auf den Ausbau im
klassischen Holzfaß zurückzuführen ist. So jung und doch schon so
spannend! (10/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.weingutpjkuehn.de/
Ihr Blick auf den HALLGARTENER HENDELBERG: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/hendelgoogle.htm
Rieslingreben im Hallgartener Hendelberg.
Wichtige Arbeiten auf dem Weingut werden nach den natürlichen
Biorythmen organisiert - schon lang ist das Gut bei bio-dynamischer
Bewirtschaftung angelangt. Dementsprechend ist es bereits einige
Jahre bei Demeter zertifiziert. Übrigens ist es auch Mitglied bei der
Gruppe "La Renaissance des Appellations", deren Hauptaugenmerk
- neben der Biodynamie - auf der Wahrung der Böden und damit
der Terroirs liegt. Ein sehr komplexes Thema, das den Rahmen
meiner Weinliste leider sprengt. Mitglieder sind zum Beispiel auch
Pian dell'Orino in Montalcino und Zind-Humbrecht im Elsaß (siehe
jeweils dort in meiner Weinliste).
In den großen Riesling-Lagen wird selektiv von Hand geerntet. Die
Weine vergären grundsätzlich mit den traubeneigenen Hefen. Aus-

2012 'Jacobus' Riesling trocken

2012 'Rheinschiefer' Hallgarten
Riesling trocken
2012 'Quarzit' Oestrich
Riesling trocken



2011 Hallgartener Hendelberg
Riesling trocken ERSTE LAGE
2012 Oestricher Doosberg Riesling
VDP.GROSSES GEWÄCHS
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
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9,30
12,80
14,80
16,80
30,00
DEUTSCHLAND
Rheinhessen: Bereich Bingen
Weingut Bischel Appenheim
Wenn man im Weingut Bischel am Fenster sitzt,
kann man über den Rhein nach Geisenheim und
auf die Rheingauwälder schauen. Wir befinden
uns im nördlichen Rheinhessen, im Rheinhessischen Hügelland, das der Volksmund die
"Toskana Rheinhessens" nennt. Eine historische
Besonderheit: die Freiherren von Greiffenclau,
damals Besitzer von Schloß Vollrads im Rheingau, besaßen seit dem 15. Jahrhundert in
Appenheim Weinberge samt Lesehof. Erst mit
der Säkularisation erlosch diese Verbindung um
1803.
Seit über fünf Generationen betreibt die Familie
Bischel Weinbau in Appenheim. Im Rahmen der
Flurbereinigung errichtete Karl Heinz Bischel
Mitte der sechziger Jahre einen völlig neuen,
zukunftsorientierten
Weinbaubetrieb,
den
"Sonnenhof". Heute hat sein Schwiegersohn
Hartmut Runkel mit seiner Frau Heike das Sagen.
Und die beiden Söhne Christian und Matthias
sind inzwischen ebenfalls voll in das Weingut
integriert. Mit der jungen und perfekt ausgebildeten Mannschaft hat das 15-ha-Weingut
vor einigen Jahren Kurs auf höchste Weinqualität genommen. Ohne Übertreibung darf
man sagen, daß die Runkels heute zur absoluten
rheinhessischen Spitze gehören - Aufsteiger, die
entsprechende Anerkennung finden!
Appenheim ist nicht sehr bekannt. Wenn man aber wenige Kilometer nach Nordosten wandert, überquert man einen Bergrücken
und gelangt ins Tal der Selz. Zügig erreicht man Ingelheim am
Rhein, das ja wesentlich bekannter ist als Appenheim. Der Rhein ist
aber auch von Appenheim aus zu sehen - siehe oben!
In Appenheim besitzt die Familie Runkel vor allem ein großes Stück
im Hundertgulden, einer echten Spitzenlage, die überwiegend steil
ist. Ihr Untergrund ist ein 23 Mio. Jahre altes Kalkalgenriff. Dessen
tonige Verwitterung nennt man "Terra Fusca" oder auch Braunerde.
Hier wachsen Rieslinge mit kühlem Ausdruck, mineralisch, fast
salzig, gehaltvoll, mit wunderbarer Frische und reifer Frucht, die sehr
lagerfähig sind.
Im etwas nordwestlich gelegenen Gau-Algesheim gehören die erstklassigen Lagen Sankt-Laurenzikapelle und Johannisberg zum Betrieb. Mergel und Kalkstein bilden hier die Böden, weshalb sich hier
auch der Spätburgunder wohl fühlt.
Ein weiteres Sahnestück kam 2004 dazu: die Familie Runkel konnte
einen mit alten Rieslingreben bestockten Weinberg im Binger Scharlachberg erwerben. Nicht sehr bekannt, ist er doch eine der besten
Weinlagen Deutschlands! Die Scharlachberg-Weine können es qualitativ mit den berühmten Weinen von Mosel, Saar, Ruwer und dem
Rheingau aufnehmen und waren im 19. Jahrhundert weltweit begehrt!
Der südsüdöstlich exponierte Weinberg ist überwiegend steil, sein
Boden besteht aus devonischen Schieferquarziten. Vom hohen Eisenoxidanteil rührt die rote Bodenfarbe, auf die wohl auch der
Name zurückgeht. Der Scharlachberg ist der endgültige Ausläufer
des nördlich gelegenen Rheinischen Schiefergebirges, die "Verlängerung" des Rüdesheimer Berges, der in Sichtweite mit parallelem
Verlauf auf der anderen Rheinseite gegenüber liegt. Die Scharlachberg-Weine sind von großartiger Eleganz und Rasse, in der Frucht
mit Anklängen von weißem Pfirsich, und benötigen eine gute Zeit
der Flaschenreife.
Die Bischels investieren großen Aufwand in die Pflege der Weinberge. Nach einer späten, häufig selektiven Lese - von Hand, versteht
sich! - werden die Trauben schonend gepreßt. Vor der Abfüllung
liegen die Weine lange auf der Feinhefe, um ihre Charakteristik zu
entwickeln. Die Weine der Familie Runkel sind von bestechender
Frische, lebendig, sehr präzise in Frucht und Aroma, mit schönem,
immer gut eingepaßtem Säurespiel, das von der guten Reife der
Säuren kündet, und sind immer sehr typisch für Rebsorte und Lage.
Der Guts-Riesling ist rheinhessisch-saftig, typisch, animierend. Die
Lagenrieslinge sind großartige Botschafter ihres Terroirs, wahre
Monumente, und dazwischen liegt der "Ortswein" Terra Fusca.
Besonderes Augenmerk verdienen die Silvaner, einst die Rebsorte
Rheinhessens. Der Guts-Silvaner, auf Mergel und Kalk gewachsen,
besticht mit Saftigkeit und Birnen-Frucht, "Terrassen" mit dichter
Textur und anmutiger Kraft, dicht und tiefgründig ist der Goldberg!
Weiß- und Grauburgunder sind klar von den Rebsorten geprägt, der
eine rassig-würzig, der andere durchaus mit Lebendigkeit, beide
frisch, nachhaltig und "lecker". Scheurebe und Sauvignon sind sehr
klar in der typischen Frucht und von nachhaltiger Rasse.
Schattenmorellen und zarte dunkle Beerentöne sind Merkmale vom
"Guts"-Spätburgunder - ein klasse Rotwein mit attraktivem Preis!
Der Frühburgunder glänzt mit Körper, Struktur, heller, klarer Frucht
mit Noten von Cassis und mit brillanter Eleganz! (01/14)
Christian (links) und Matthias im Hundertgulden. Foto (1): Weingut
Ihr Klick zum Weingut: http://www.weingut-bischel.de/
Ihr Blick auf APPENHEIM: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/appenheimgoogle.htm
Ihr Blick in den BINGER SCHARLACHBERG: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/bingengoogle.htm






2013 Riesling trocken
2013 Silvaner trocken
2013 Weißer Burgunder trocken
2013 Grauer Burgunder trocken
2012 Scheurebe trocken
2013 Sauvignon Blanc trocken

2013 Gau-Algesheimer
Silvaner 'Terrassen' trocken
2013 Appenheimer Riesling
'Terra Fusca' trocken
2013 Binger Riesling 'Quarzit' trocken






2012 Gau-Algesheimer
Goldberg Silvaner trocken
2012 Appenheimer Hundertgulden
Riesling trocken
2010 Appenheimer Hundertgulden
Riesling trocken
2012 Binger Scharlachberg
Riesling trocken
7,40
7,40
7,40
7,40
8,70
9,90
9,90
10,90
11,20
17,90
18,90
16,30
18,90


2011 Spätburgunder trocken
2011 Frühburgunder trocken

2013 Appenheimer Hundertgulden
Riesling Auslese Goldkapsel 0,375 l 14,90
2012 Huxelrebe Beerenauslese
Goldkapsel
0,375 l 16,90

Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 9
7,90
13,90
DEUTSCHLAND
Pfalz: Mittelhaardt
Weingut Pflüger Bad Dürkheim
Bereits vor gut 20 Jahren hat Bernd Pflüger das
Weingut auf biologische Wirtschaftsweise umgestellt. Sein Sohn Alexander, der heute für das
Weingut verantwortlich zeichnet, sagt: "Mein
Vater war Pionier für den Bio-Anbau in der Pfalz.
Er machte bereits Weine im Einklang mit der
Natur, als die wenigsten Winzer ihren Weinberg
als lebendigen Ort verstanden. Der Wunsch,
unsere Kulturlandschaft zu bewahren, trieb uns
2008 noch einen Schritt weiter: zum biologischdynamischen Anbau". Heute ist das Weingut
biodynamisch zertifiziert, nämlich bei Demeter.
Große Bedeutung haben für Alexander Pflüger die
Präparate, die der Steiner'schen Lehre zufolge in
homöopathischen Mengen in den Weinbergen
ausgebracht werden, die Herstellung von eigenem
Kompost, die Orientierung an naturgegebenen
Rhythmen und die Begrünung der Rebzeilen, weil
das alles die Böden und Rebpflanzen positiv
beeinflußt. Es bringt die Natur im Weinberg ins
Gleichgewicht und fördert seine Biodiversität.
Es ist unbestritten, daß solcherart erzeugte Weine
authentisch, dicht und komplex sind - jedenfalls,
wenn ein kompetenter und engagierter Winzer
dafür verantwortlich zeichnet!
Der Betrieb umfaßt rund 20 ha Weinberge. Darauf stehen zu 50%
Riesling-Reben, außerdem weiße und rote Burgundersorten und
einige andere wie zum Beispiel Sauvignon Blanc.
Die Lese erfolgt nach Reifegraden gestaffelt, nach schonender
Pressung werden die Moste weitestgehend sich selbst überlassen
und reifen im Edelstahl, aber auch großen und kleinen Holzfässern
ihrer Weinwerdung entgegen. Bis zur Abfüllung läßt Alexander den
Weinen so viel Zeit zur Entwicklung, als es nötig und möglich ist.
Alexander Pflüger in seinen Reben.
Alexanders wichtigste Weinbergsparzellen liegen nördlich von Bad
Dürkheim in Richtung Ungstein. Die Reben genießen hier den
Schutz des gleich westlich aufsteigenden Pfälzer Waldes.
Auf historischen Terrassen liegt der knapp 5 ha kleine Michelsberg
in Südexposition, der seinen Namen von der Kapelle hat, die auf
seiner Kuppe thront. Der Weinberg wurde der Terrassen wegen nie
flurbereinigt. Deshalb stehen hier besonders viele alte Rebstöcke.
Der Boden besteht aus Buntsandsteinverwitterungen, die üppig von
Kalkmergeladern durchzogen sind. Würze, Mineralität und Kraft
sind die Folge.
Nördlich an den Michelsberg schließt der Herrenberg an, der Straße
nach Ungstein folgend. Für pfälzer Verhältnisse ist die südöstlich
ausgerichtete Lage fast steil. Der hier vorherrschende Lößlehmboden
weist einen hohen Kalksteingehalt auf. Die Mineralität der Weine
wird von einer ganz eigenen, an gelbe Früchte erinnernden Aromatik und viel Frische begleitet.
Etwas nordwestlich liegt der Spielberg auf einem Begrücken. Das
Bodengemenge besteht aus Buntsandsteinverwitterungen und
Lößlehm, wiederum von Kalkmergel durchzogen. Spielberg-Weine
sind im Gleichgewicht zwischen saftiger, frischer Frucht und einer
kühlen, vom Kalkstein geprägten Mineralität.
Spätsommerabend: Reben zwischen Spielberg und Herrenberg.
Der Chardonnay ist klasse: angenehme frische Säure paart sich mit
schöner Cremigkeit vom langen (Edelstahl-)Ausbaus auf der Feinhefe. Der "Guts"-Riesling 'Vom Buntsandstein' kommt aus den
Weinbergen zwischen Bad Dürkheim und Wachenheim und hat viel
Frucht mit den typischen Rieslingaromen Pfirsich und Aprikose.
Die "Orts"-Weine sind natürlich gehaltvoller, mit geringeren Erträgen gelesen, und gehen geschmacklich deutlich auf die unterschiedlichen Terroirs ein. Der Ungsteiner ist vom Kalkstein geprägt, elegant, fast verspielt, dabei saftig, würzig und gelbfruchtig, während
der Dürkheimer - aus den stark buntsandsteinhaltigen Lagen Hochbenn, Spielberg und Michelsberg gekeltert - ein zupackender Wein
ist, der neben seiner Mineralität feine Zitrusaromen zeigt.
Die "Lagen"-Weine nehmen in der Hierarchie die Spitze ein. Der
knalltrockene Fuchsmantel, wieder auf Buntsandstein gewachsen,
hat in der Frucht reife Pfirsicharomen, delikat abgerundet mit einem
Hauch Zitrus, und zeigt im Fond viel Mineral. Im Michelsberg stehen
ganz alte Reben, die einen dichten, tiefgründigen Wein ergeben,
den Alexander im großen Holzfaß ausbaut. Ein Feuerwerk an Aromen beschenkt den Genießer mit vibrierender Spannung.
Bei den Rotweinen plegt Alexander Pflüger einen kräftigen, herzhaften Stil, der sich ein bißchen an bordelaiser Aromatik orientiert.
So ist der Sankt Laurent dicht, dunkelbeerig, auch mit schöner Rasse
und Eleganz. Eine Cuvée wird aus uralten Reben gekeltert: zu 80%
aus Cabernet-Sauvignon und 20% aus Merlot. Mit seiner Dichte
und reifen, dunklen Frucht mit Noten von Brombeere und Cassis
und der ganz dezenten Eichenholznote ist es ein begeisternder
Wein. Die andere Cuvée enthält 80% Merlot plus Cabernet. Sie
glänzt mit saftiger Frucht, samtiger Textur und feinem Finale.
Fronhof im Osten von Dürkheim liegt auf sandigem Löß und Terrassenschotter, das Kalkriff reicht nicht bis hier. Das gibt dem Spätburgunder "R" eine etwas andere Prägung. Auch er ist dunkelbeerig in
der Frucht, zart rauchig, etwas "speckig" und sehr gehaltvoll. (08/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.pflueger-wein.de/
Ihr Blick in die Weinberge: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/pfluegergoogle.htm




2013 Chardonnay 'Vom Quarzit' trocken
2013 Riesling 'Vom Buntsandstein' trocken
2013 Dürkheimer Riesling trocken
2013 Ungsteiner Riesling trocken


2013 FUCHSMANTEL Riesling trocken
2013 MICHELSBERG Riesling trocken
11,50
14,50




2013 Friedelsheimer Sankt Laurent
2012 Cuvée Junge Reben
2012 Cuvée Alte Reben
2012 FRONHOF "R" Spätburgunder
10,00
12,00
19,00
19,00
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 10
7,00
7,00
9,00
9,00
DEUTSCHLAND
Pfalz: Mittelhaardt
Weingut Winterling Niederkirchen
Vor mehr als 30 Jahren haben Anne und Martin
Winterling ihren Betrieb als "Sektgut" gegründet.
Mit Akribie erzeugen sie Sekte auf höchstem
Qualitätsniveau. Früher haben sie Trauben gekauft;
aber lange schon bereiten sie ihre Produkte nur noch
aus den Trauben von 11 ha eigenen Weinbergen,
die in Niederkirchen, Ruppertsberg, Meckenheim,
Deidesheim und Forst gelegen sind.
Zum Glück haben sich die Winterlinge vor einigen
Jahren entschlossen, aus ihren Trauben auch Wein
zu machen. Gerade die Buntsandsteinböden um
Ruppertsberg und die Granit- und Porphyrböden bei
Forst ergeben Rieslinge mit sehr eigener, reizvoller
Frucht, deren Aromen sich zwischen schwarzer
Johannisbeere und Pfirsich bewegen. Die Rieslinge
der Winterlinge sind finessenreich, und eine frische,
lebendige Fruchtsäure gibt rassiges Spiel, das sich
elegant mit der Frucht paart. Die Burgundersorten
für Sekt (Crémant Pfalz!), Weiß-, Rot- und
Roséweine stehen überwiegend in der Ebene
zwischen Ruppertsberg und Niederkirchen. Die
schweren Lehmböden versorgen sie gut mit Wasser und geben
ihnen Gehalt und Fülle.
Auch bei den Weinen zahlt sich die Sorgfalt bei der Kellerarbeit aus,
die den Winterlingen durch die Sektbereitung in Fleisch und Blut
übergegangen ist! Reintönigkeit und strahlen-de Klarheit in der
Frucht sind der Dank für die Sorgfalt.
Für Anne und Martin lohnt sich der Aufwand, ihr Geld nicht nur in
Weinberge, sondern auch in teure Kellerausrüstung zu stecken:
inzwischen sind alle drei Kinder im Weingeschäft tätig. Stefan, der
Älteste, winzert auf Mallorca. Sebastian ist Teilhaber am elterlichen
Weingut, während Susanne den Betrieb in werblicher Hinsicht berät
und sich in Weinberg und Verkauf betätigt.
Familie Winterling hat diesen alten Terrassenweinberg in der Lage
Deidesheimer Mäushöhle kürzlich erworben.
Der Liter-Riesling ist ein knackiger, durchgegorener Wein, kernig,
aber mir saftiger Rieslingfrucht. Die Nußbien-Spätlese aus sehr alten
Reben ist elegant mit präziser Frucht, während der Paradiesgarten,
im großen Holzfaß ausgebaut, sich körperreich und gehaltvoll zeigt.
Der Rosé ist leicht und doch komplett, mit herrlicher Frucht und
"Sommerfeeling". Wärme, Feuer und dichte, tiefe Frucht mit Noten
von roten Beeren, auch Tabak und Leder, sind die Merkmale des
Spätburgunders aus sorgfältig selektioniertem Lesegut. (05/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.winterling-sekt.de/
Ihr Blick in den LINSENBUSCH: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/linsenbuschgoogle.htm
Ihr Blick in den PARADIESGARTEN: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/paradiesgoogle.htm


Martin Winterling in seinen Reben.
Mit dem Jahrgang 2005 gab es bei den Winterlingen Neuerungen in
der Kellertechnik. Eine Reihe von Edelstahltanks wurden durch
traditionelle Stückfässer (1200 Liter-Eichenfässer) ersetzt, und es
wurden einige Barriques für Rotweine angeschafft. Auch bei der
alkoholischen Gärung ging man "einen Schritt zurück": statt
moderner Reinzuchthefen setzen die Winterlinge auf die Spontangärung, also die Vergärung mit den weinbergseigenen Hefen. 2007
wurde der Betrieb auf biologische Wirtschaftsweise umgestellt. Die
Winterlinge waren überzeugt, daß das für die Weinqualität unabdingbar ist, und sind mit diesem Schritt jetzt sehr zufrieden.



2013 Riesling trocken
1 Liter
2011 Ruppertsberger Nußbien
Riesling Spätlese trocken
2011 Deidesheimer Paradiesgarten »S«
Riesling Spätlese trocken
2013 Spätburgunder & Schwarzriesling
Rosé trocken
5,40
9,90
14,30
6,50
2011 Spätburgunder »S« Spätlese trocken
'Schwarzer Sand'
17,50
Sekte finden Sie weiter unten bei "ALLES, WAS SCHÄUMT"
Pfälzer Impressionen: die Kirche in Niederkirchen ist wegen ihres Vierungsturmes berühmt; Weinbergskreuz in Deidesheim, hinten am
Waldrand die Mäushöhle; das Elsaß ist nah: Weinberghäuschen zwischen Schweigen und Wissembourg (von links nach rechts).
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 11
DEUTSCHLAND
Pfalz: Südpfalz
Weingut Jülg Schweigen
"Der Trend ist ein launischer Genosse. Weil er oft
seine Richtung wechselt, muß man ihm meistens
hinterherlaufen." Und das hält Werner Jülg
eindeutig für reine Energieverschwendung. Das
Weingut Jülg hat immer schon für den trocken
ausgebauten Wein gestanden, und das wird auch
in Zukunft so sein. Die heute wieder beliebte,
trendige Restsüße, die "trockene" Weine zu
Schmeichlern macht, gibt es bei den Jülgs nicht.
Die Weine gären durch, was aber nicht heißt, daß
sie sauer oder spröde wären! Durch eine
aufwendige und kluge Bewirtschaftung der
Weinberge wachsen Beeren, die einen guten
Mineralstoffhaushalt haben und den Weinen
somit Kraft und Stoff mit auf den Weg geben.
Auch vor der Säure schreckt Werner nicht zurück,
im Gegenteil, es ist ihm wichtig, daß er durch
geschickte Wahl des Lesezeitpunktes eine
anständige Weinsäure erhält. Sie ist immer gut im
Körper eingebunden und verleiht den Weinen
Frische, Lebendigkeit und Alterungspotential.
Schweigen liegt im südlichsten Zipfel der Pfalz, gleich an der Grenze
zum Elsaß. Ein Kuriosum ist, daß viele Schweigener Weinberge auf
französischem Staatsgebiet in Wissembourg liegen - vor Schengen
gingen die Winzer mit dem Reisepaß in der Tasche in ihre Reben! -,
und nicht die schlechtesten dazu. Die Lage heißt Schweigener
Sonnenberg. Da sie recht groß und damit der Name deshalb nicht
bedeutsam ist, werden die guten Parzellen mit Flurnamen
bezeichnet wie 'Sankt Paul', einer hervorragenden Lage, die sich
zwischen dem namengebenden alten Pauliner-Schloß und dem
Waldrand befindet.
Schweigen liegt an der Kante des Rheingrabenbruchs; dadurch
treten hier in Schichten unterschiedliche geologische Formationen
zutage. Oben am Waldrand liegt Buntsandstein, in manchen Schichten gelb, in anderen rötlich als Hinweis auf den Eisengehalt. Darauf
wächst zum Beispiel teilweise der 'Sankt Paul'. Der Buntsandstein
geht dann am Hang schnell in jurassischen Kalk über, teils mit Ton
vermischt. Hier werden die Weine mineralischer, kühler in der
Aromatik. Am Hangfuß finden wir auch Löß und Sand.
Inzwischen geht mehr und mehr Verantwortung auf Sohn Johannes
über. Nach dem Studium machte er Praktika bei berühmten Winzerkollegen an der Mosel und der Ahr sowie bei Clos des Lambray in
Burgund. Er arbeitet schon länger mit Werner Hand in Hand. Vor
allem die hervorragenden Rotweine tragen inzwischen seine
Handschrift. Auch Friedrich ist bald mit dem Studium fertig und
ergänzt das Team inzwischen.
Zum Weingut gehört eine weithin gerühmte Weinstube, die Karin
Jülg mit ihrer Schwiegermutter Erika Jülg bewirtschaftet. Die servierten Pfälzer Spezialitäten werden alle im Haus selbst zubereitet.
Im Sommer sitzt man im lauschigen Innenhof, ansonsten wird in der
heimeligen Gaststube serviert. (03/14)
Am Waldrand liegt der kostbare 'Sankt Paul' auf elsässer Boden.
Ihr Klick zum Weingut: http://www.weingut-juelg.de/
Ihr Blick auf SCHWEIGEN: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/schweigengoogle.htm



2013 Riesling trocken
2012 Weißer Burgunder trocken
2013 Grauer Burgunder trocken
1 Liter
1 Liter
1 Liter
5,90
5,70
5,90



2013 Chardonnay Kabinett trocken
2012 Grauer Burgunder Kabinett trocken
2013 Weißer Burgunder
'Kalkmergel' trocken
2012 SONNENBERG
Weißer Burgunder trocken
2012 SONNENBERG
Grauer Burgunder trocken
7,90
7,90





2013 Riesling trocken
2013 Riesling 'Buntsandstein' trocken
2013 Riesling 'Kalkmergel' trocken


2011 ST. PAUL Riesling trocken
2011 SPRINGBERG Riesling trocken


2013 Muskateller trocken
2011 SONNENBERG
Sauvignon Blanc trocken
Werner und Johannes Jülg am Grenzstein. Foto (1): Weingut
Auf rund 18 ha Rebfläche liegt der Schwerpunkt auf den Burgundersorten und Riesling, ergänzt um Muskateller, Gewürztraminer,
Sauvignon Blanc und einige andere. Lese per Hand ist Standart, es
wird schonend gepreßt, und bei der Reifung in einem Mix aus
Edelstahl sowie großen und kleinen Holzfässern wird den Weinen
viel Zeit gelassen.
Die Jülg-Rieslinge Jülg spiegeln in perfekter Weise ihr Terroir, die unterschiedlichen Böden, man schmeckt die Lage Jahr für Jahr deutlich
heraus. Sie bestechen mit Kraft, Geradlinigkeit und reifer Säure. Bei
den Spätburgundern setzen die Jülgs auf Seidigkeit, tiefe Eleganz
und reife Frucht - burgundische Klasse zu fairem Preis!
9,00
11,80
11,80
7,80
9,00
9,00
10,75
12,90
8,50
12,90


2012 Rotwein trocken
2009 Merlot trocken
1 Liter
5,70
9,70





2010 Spätburgunder trocken
2011 Spätburgunder 'Alte Reben' trocken
2012 Spätburgunder -R- trocken
2011 SONNENBERG Spätburgunder tr.
2011 Pinot Noir trocken
7,50
11,00
16,00
25,00
37,00
Sekte finden Sie weiter unten bei "ALLES, WAS SCHÄUMT"
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 12
DEUTSCHLAND
Baden: Breisgau
shelter winery Kenzingen
Der eigenwillige Name des deutschen
Weingutes entstand aus der dringenden
Suche nach einer Unterkunft für das junge Weingut, denn in englischer Sprache
heißt Unterkunft "shelter" - siehe unten.
Silke stammt aus Paderborn, Hans-Bert
aus dem Harz, und Englisch ist ihre gemeinsame Fremdsprache....
Hans-Bert Espe hatte nach seinem Studium in Geisenheim zunächst bei einem
rheingauer Weingut gearbeitet; ich
selber kenne ihn aus seinen Zeiten als
Betriebsleiter beim ortenauer Weingut
Wolff-Metternich. Zusammen mit seiner
Lebensgefährtin Silke Wolf, die wie er in
Geisenheim den Weinbau erlernte, gründete er 2003 ein Weingut im badischen
Breisgau. Die beiden kauften Weinberge
in Kenzingen und Malterdingen und
benötigten vor der ersten Lese auch ein
Betriebsgebäude. Sie mieteten sich auf
dem verlassenen kanadischen Flughafen
in Lahr ein und richteten ihre erste Kellerei in einem grasbewachsenen Bunker
ein, dessen Pflege eine Schafherde übernommen hatte.
Kürzlich haben die beiden diese idyllische Stätte verlassen müssen und deshalb einen modernen neuen Betrieb in
Kenzingen erbaut. Die gesamte Weinbereitung geschieht mit Hilfe der Schwerkraft, Pumpen ist nicht nötig. Auch was
das Filtern der Weine angeht, sind die
beiden sich einig: "Unsere Geduld ersetzt den Filter".
Überhaupt wird die Philosophie von Silke
und Hans-Bert vom schonenden Umgang mit Trauben und Most
geprägt. Basis für gute Qualität bedeutet für die beiden gesundes
Lesegut aus gepflegten Weinbergen mit niedrigen Erträgen. So ist
sorgfältige Weinbergsarbeit von Hand selbstverständlich, in die
kleinen Ernteboxen gelangt nur kerngesundes Lesegut: optimal
ausgereifte Früchte ergeben aromatischen und komplexen Wein.
Laubarbeit ziemlich aufwendig, dennoch werden die Reben in etwa
einem Drittel der Weinberge so "erzogen".
Nach langer Maischegärung in klassischen Holzbottichen wird das
rote Lesegut auf einer antiquiert anmutenden, alten Korbkelter
gepreßt - aber welch wunderbar klare Frucht ermöglicht dieses
schonende Gerät! Dann ist für den Pinot Noir eine komfortabel
lange Zeit und Ruhe zum Reifen vorgesehen. Das geschieht in
Barriques; die einfache Qualität benutzt dafür die gebrauchten,
älteren Fässer des Top-Pinot-Noirs.
Hans-Berts Spätburgunder-Reben in Lyra-Erziehung.
Der 2012er Blanc de Noir stammt aus gut 20jährigen Reben; Achtung vor der Frucht zahlt sich auch hier aus. Durch die Ernte in
kleine Obstkörbe kommt perfektes Lesegut auf die Kelter. Für diesen
Wein und den Sekt gibt es extra eine hochmoderne Kelter - ein
ziemlicher Luxus für das kleine Weingut! Der Wein dankt die sorgsame Behandlung: wir finden eine wunderbare, kristallklare Frucht!
Ein knackiger, aber auch körperreicher Blanc de Noir mit feinster
Burgunderfrucht trotz dezentem Alkohol - echt klasse!
Der 2011er Spätburgunder ist ein gehaltvoller und auch feiner Rotwein mit intensiven Noten von roten Kirschen und Erdbeeren.
Tannin und Säure sind mit der Fruchtstruktur fein verwoben, und
der Wein hat eine delikate Rasse. Komplexer und dichter ist
natürlich der geniale 2008er Pinot Noir, der jetzt erst beginnt, sich
zu öffnen. Viel Extrakt, tiefe Struktur, Kraft, Finesse und überzeugende Eleganz sind die Merkmale dieses Weines, der noch viel
Zukunft hat. Ein Spätburgunder von außergewöhnlicher Güte!
(08/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.shelterwinery.de/
Ihr Blick auf die LYRA in MALTERDINGEN: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/sheltergoogle.htm
Hans-Bert Espe im Gartenrestaurant.
In den Weinbergen steht fast ausschließlich Spätburgunder, erst
kürzlich kam eine kleine Anlage mit Chardonnay dazu. Die Reben
stehen in den Lagen Malterdinger Bienenberg und Kenzinger Hummelberg. Alte Reben und die intensive Ertragsregulierung sorgen für
eine natürliche Konzentration der Inhaltsstoffe. Diese wird auch
durch die sogenannte Lyra-Erziehung unterstützt, was die Wuchsform der Reben bezeichnet: wie zwei sonnenhungrige Kollektoren
fängt die geteilte Laubwand die Sonnenenergie auf und unterstützt
die Reifung der Trauben. Zwar ist diese Erziehungsmethode in der




2013 Blanc de Noir trocken
(Spätburgunder)
2012 Spätburgunder trocken
2012 Pinot Noir trocken
2008 Pinot Noir trocken
9,00
9,00
28,00
28,00
Sekt finden Sie weiter unten bei "ALLES, WAS SCHÄUMT"
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 13
DEUTSCHLAND
Baden: Kaiserstuhl
Weingut Arndt
Köbelin Eichstetten
Arndt und Monika Köbelin gründeten 2005 ihr
eigenes Weingut in Eichstetten. Das Dorf liegt im
östlichen Teil des Kaiserstuhls im Tal der Alten
Dreisam. Oberhalb der Weinberge sind üppige
Eichen- und Buchenwälder, unterhalb der
weinbaulich genutzten Fläche läuft das Mittelgebirge - der Kaiserstuhl erreicht eine Höhe von
555 m - in Äckern, Gärten und einer anmutigen
Wiesenlandschaft aus.
Der Kaiserstuhl verdankt seine Entstehung den
vulkanischen Aktivitäten im Oberrheingraben. Im
Untergrund finden wir vulkanisches Gestein, auf
dem Löß aufliegt, der etwa 85% des Kaiserstuhls
bedeckt. Überwiegend wurde er in der letzten
Eiszeit von den Kalkalpen her angeweht. Die
Mächtigkeit ist unterschiedlich und reicht bis zu
30 Metern, wie zum Beispiel bei Eichstetten. Löß
ist für den Weinbau interessant, weil er eine gute
Belüftung sowie eine hohe Wasserspeicherfähigkeit bietet. Das ist am Kaiserstuhl besonders
wichtig, ist er doch die wärmste und trockenste
Gegend Deutschlands.
In Eichstetten zeigt das Landschaftsbild Lößhänge und Lößterrassen
mit ihren Reben; der Vulkanboden im Untergrund, der eine eigene
Mineralik zur Weinaromatik beisteuert, tritt zum Waldrand hin
immer mehr zutage.
Die Köbelins betreiben ihr Weingut nach ökologischen Prinzipien,
haben sich jedoch bisher nicht zertifizieren lassen. Den Kompost zur
Düngung der Weinberge stellt Arndt selber her. Er bekommt den
Grünschnitt vom Ufer der Dreisam von der Gemeinde, dazu einjährigen Pferdemist von einem befreundeten Gestüt. Daraus wird
durch planmäßiges Umschichten der Kompost gewonnen. Die
Rebzeilen werden begrünt, die verwendeten Aussaten dienen der
Bodenpflege und natürlichen Düngung ebenso, wie sie der Erosion
entgegenwirken. Laubarbeiten und die genaue Überwachung der
Erträge enden in einer gestaffelten Lese im Augenblick der idealen
Traubenreife. Die liegt für den frischen, lebendigen Rivaner naturgemäß anders als für den Drei-Sterne-Spätburgunder.
Vollreife ja, Überreife nein, ist Arndts Grundsatz. Das Lesegut kann
im neuen Gutsgebäude völlig ohne Pumpeneinsatz, ausschließlich
durch Falldruck bewegt werden. Die Gärung erfolgt spontan, mit
den eigenen Hefestämmen; die Weine liegen in der Regel lange auf
der Feinhefe. Die Weine bleiben möglichst "naturrein", werden also
nicht chaptalisiert. Zum Ausbau verfügt Arndt über Edelstahlgebinde, große Holzfässer und Barriques.
Die Weiß- und Grauburgunder-Kabinette reiften beide zu kleinen
Anteilen im alten Holzfaß. Dadurch haben sie eine klasse Struktur
und sind komplex und nachhaltig, aber auch saftig, mit toller
Frische. Der Weißburgunder ist rassiger, der Grauburgunder zarter
in der Säure, etwas breitschultriger und mit dezenten Nußaromen.
Die drei Sterne der Selektions-Weine erklärt Arndt so: *alte Reben,
*ertragsreduziert, *im großen Eichenfaß ausgebaut (Spätburgunder:
Barrique). Alle drei Weine sind aus Reben gekeltert, die 1970
gepflanzt wurden. Bei allen, auch bei den Weißen, wurde der
biologische Säureabbau durchgeführt. Weiß- und Grauburgunder
sind gehaltvoll mit Länge und opulenter Frucht, mit bestechender
Frische, seidiger Textur und tiefer Struktur. Das gilt auch für den
überraschend eleganten Grauburgunder, der ja manchmal zur
Behäbigkeit neigt.
Arndt Köbelin ist ein großer Fan seiner Weine. Foto (1): Weingut
Der rote Spätburgunder wurde rund ein Jahr im großen Holzfaß
ausgebaut. Er besticht mit wunderbarer Kirschfrucht und frischer,
schöner Klarheit, ist elegant und angenehm saftig. Der Drei-SterneSpätburgunder ist von großer Finesse mit ganz fein angelegten
Fruchtaromen mit Noten von reifen Kirschen und dunklen Beeren. Er
besticht mit Eleganz und feinem Tannin. Mein Rat lautet allerdings:
gönnen Sie ihm immer zwei, drei Jahre Flaschenreife! (09/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.weingut-koebelin.de/
Ihr Blick auf das WEINGUT ARNDT KÖBELIN und den KAISERSTUHL:
http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/koebelingoogle.htm
Alle Weine wachsen in der Lage Eichstetter Herrenbuck.
Auf den Terrassen hinter dem neuen Weingutsgebäude
wachsen Weiß- und Grauburgunder.
Die Weinberge konnte Familie Köbelin teils von den Eltern übernehmen. Viele Anlagen sind bis zu 45 Jahre alt. Neuanlagen werden
mit altem, ungeklonten Pflanzmaterial bestockt. In den Weinbergen
stehen die klassischen Rebsorten des Kaiserstuhls: Weiß-, Grau- und
Spätburgunder, dazu ergänzend Gewürztraminer, Muskateller,
Scheurebe, Riesling und Rivaner.
Der Rivaner wird im Edelstahl ausgebaut. Er ist zart und angenehm
leicht, dazu frisch und mit angenehmer Frucht mit Noten von Zitrus.

2013 Rivaner Kabinett trocken
5,50


2013 Weißer Burgunder Kabinett trocken
2013 Grauer Burgunder Kabinett trocken
8,00
8,00

2013 Weißer Burgunder
Spätlese trocken ***
2013 Grauer Burgunder
Spätlese trocken ***

14,50
14,50

2013 Spätburgunder Rosé Kabinett trocken 7,80


2012 Spätburgunder trocken
2012 Spätburgunder trocken ***
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 14
10,00
17,50
DEUTSCHLAND
Baden: Tuniberg
Weingut Kalkbödele Merdingen
Das Weingut ist auf Teilen der Reserveflächen des Kalkwerks der
Gebrüder Mathis entstanden. Damit ist klar, daß der Boden stark
kalkhaltig ist, wie das ganze Plateau des Tunibergs. Diese Böden
sind ideal für alle Burgundersorten. Deshalb stellen sie naturgemäß
den Löwenanteil im Weingut Kalkbödele. Neben Weiß- und Grauburgunder sind rund 60% der Fläche mit Spätburgunder bestockt,
der damit natürlich die Spezialität des Weingutes darstellt und mit
einer umfangreichen Palette angeboten wird.
Die Vergärung der Rotweine im hölzernen Gärständer und die
Reifung im Holzfaß sind seit einiger Zeit Standart im Weingut und
haben seinerzeit einen großen Qualitätssprung gebracht. Für den
Ausbau kommt das traditionelle große Holzfaß zum Einsatz, in dem
die Weine ihre klare, frische Frucht behalten mit schönen Aromen
von roten Beeren.
Für den "Pinot Noir" hat Martin Schärli, der ehemalige Betriebsleiter, in einer sehr guten Parzelle Spätburgunder-Klone aus Burgund
gepflanzt, die sich in der Aromatik anders zeigen als die Rotweine
aus deutschem Klonmaterial. Sie sind ein bißchen direkter in der
Frucht, sind mehr mineralisch als seidig, vielleicht auch einen Tick
eleganter. An der Spitze der Rotweinproduktion steht die Reserve,
gewachsen in den besten Parzellen, geerntet mit geringen Erträgen
und sorgfältig im Holzfaß gereift.
Gesunder, reifer Spätburgunder in Kalkbödeles bester Lage.
Tuniberg-Impression: die Ehrentrudis-Kapelle auf den Terrassen aus
Jura-Kalkgestein. Im Hindergrund der Schwarzwald.
Die körperreicheren Weine werden auch im Barrique ausgebaut.
Übrigens gehört Kalkbödele zu den deutschen Pionieren dieser französischen Ausbauart: bereits seit 1978 sind die kleinen Fässer auf
dem Weingut zu Hause! Der Grund ist einfach: die Gründer des
Gutes wollten Rote im französischen Stil erzeugen, die sie gerne
tranken, aber in Deutschland vermissten. Deshalb war das Barrique
unverzichtbar. Und der erste Leiter des Gutes, Joachim Lang, war
schon ein Könner im Umgang mit dem kleinen Holzfaß. Die Barrique-Roten zeigen mehr Würze und Fruchttiefe, sind kraftvoller. So
kann der Weinfreund wählen zwischen den seidigen Spätburgundern mit der lebendigen Frucht und den kraftvollen Exemplaren mit
der dichteren Struktur.
Weil's ausreichend Spätburgunder hat, kann das Weingut auch
komfortabel Weißherbst und Rosé in guten Qualitäten zubereiten.
Bei den Weißweinen, vor allem aus Grau- und Weißburgunder, ist
auf Kalkbödele die Erhaltung einer schönen Säure wichtig, damit die
Weine auch Lebendigkeit und Frische haben. Auch hier kann man
zwischen den leichteren und gehaltvolleren Exemplaren wählen:
vom Liter-Wein für alle Tage über schlanke, fruchtbetonte
Kabinette bis zu den stoffigen Reserve-Qualitäten, die teils im
großen Holzfaß, teils im Edelstahl reifen und besonders mit Tiefe,
dichter Textur und reifer Fruchtüberzeugen.
Die Kalkbödele-Weine werden grundsätzlich trocken ausgebaut,
eine Philosophie, die seit der Gründung des Gutes unangetastet
geblieben ist. Seit dem Frühjahr 2013 leitet Manfred Zimmermann
die Geschicke des Gutes, der bis dato für den Außenbetrieb verantwortlich war. (05/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.kalkboedele.de/
Ihr Blick auf MERDINGEN: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/merdingengoogle.htm
Alle Weine wachsen in der Lage Merdinger Bühl.



2012 Weißburgunder trocken
2013 Weißburgunder Kabinett trocken
2011 Weißburgunder Reserve trocken
1 Liter
5,60
7,80
12,50



2013 Grauburgunder trocken
2013 Grauburgunder Kabinett trocken
2011 Grauburgunder Reserve trocken
1 Liter
5,60
7,80
12,50

2013 Spätburgunder Weißherbst trocken
1 Liter
5,20

2011 Spätburgunder trocken
1 Liter
6,10




2010 Spätburgunder trocken
2011 Spätburgunder trocken 'Alte Reben'
2010 Pinot Noir
2009 Spätburgunder Reserve trocken
8,20
9,30
10,30
21,50
Mousseux finden Sie weiter unten bei "ALLES, WAS SCHÄUMT"
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 15
DEUTSCHLAND
Baden: Markgräflerland
Schlossgut Ebringen Ebringen
Das 7,5 ha große Schlossgut Ebringen
wurde im Jahr 2003 von der Gemeinde
gegründet, weil einerseits einige Parzellen
Rebland in erstklassigen Lagen brachlagen, andererseits mit dem Schloß und
seinem historischen Keller eine stilvolle
(und arbeitsgerechte) Heimat für's Weingut vorhanden war. Die Gegebenheiten
waren also günstig für den nachhaltigen
Schutz der Kulturlandschaft. Zum Verwalter des neuen Weingutes wurde Andreas
Engelmann bestellt, der nach seinem
Diplom in Geisenheim schon in Baden und
im Rheingau gearbeitet hatte.
In der sanften Hügellandschaft des Markgräflerlandes liegt Ebringen am Fuße des
Schönberges. Dieser bildet zum Schwarzwald hin noch ein Tal, das die Ebringer
Lagen vor kühlen Strömungen von dort
schützt. Durch seine Lage auf dem
Schönberg erstreckt sich der Sommerberg
- das ist auch der Lagenname der Ebringer
Weine - von Ost nach West und hat
dadurch eine hervorragende Südlage. An
manchen Stellen ist der Sommerberg
extrem steil. Auf der gegenüberliegenden
Talseite gibt es weniger hitzige Westlagen.
Lößlehme und Kalkmergel beherrschen
die Bodenformationen, die oft skelettreich
sind, gut drainierend, und die Rebe zu
tiefem Wurzeln zwingen.
Im Schlossgut werden Weiß-, Grau- und
Spätburgunder (der immerhin auf rund
40% der Rebfläche steht!) kultiviert, dazu
natürlich Gutedel (= Chasselas), die
Hauptsorte des Markgräflerlandes, und
Sauvignon Blanc. Die beiden Letztgenannten gedeihen auf den kühleren Westhängen, um die feinen Aromen zu
erhalten und die Weine durch zuviel Hitze nicht zu mächtig werden
zu lassen.
langsam ab, was den Weinen auf natürliche Weise ein wunderbares
Fruchtgefüge erhält. Die Weißweine reifen lange auf der Feinhefe
im Edelstahltank, der Grauburgunder »S« teilweise im Holzfaß, um
ihm eine gute Struktur zu geben. Auch der Chasselas hat etwas
Holzreife und besonders langes Hefelager, um dem gehaltvolleren
Gutedel-Lesegut mehr Tiefe und Cremigkeit zu geben. Zur
Unterscheidung zum frischen, spritzigen Alltags-Gutedel trägt er
deshalb die schweizerisch-französische Bezeichnung Chasselas.
Blick auf Ebringen und seinen Sommerberg.
Die Weißweine der "Gutslinie" sind lebendige, frische und leichte
Alltagsweine. Die Weine der Selektionslinie, erkennbar am »S«, sind
gehaltvoll und nachhaltig, vergleichbar mit hochwertigen trockenen
Spätlesen, überraschend dicht und tief und mit überzeugender
Länge. Eine feine Säure verleiht ihnen eine spannende Struktur.
Die Rotweine reifen nach rund dreiwöchiger Maischegärung grundsätzlich mindestens ein Jahr im Eichenholz. Andreas erntet seine
Pinot Noirs übrigens gerne zeitig, damit sie eine schöne Kirschfrucht
zeigen und im Alkohol nicht zu mächtig werden.
Genau so präsentiert sich der Pinot Noir: fein in der Frucht, mit
schönem Körper, aber nicht zuviel Alkohol, ausgeglichen und mit
schönem Trinkfluß. Der »S«-Spätburgunder zeigt eine wunderbare
Finesse und Eleganz, von Frucht gut verpackte Kraft und ein
bestechend schönes Finale - ein klasse Wein!
Ihr Klick zum Weingut: http://www.schlossgut-ebringen.de/
Ihr Blick auf EBRINGEN: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/ebringengoogle.htm
Alle Weine wachsen in der Lage Ebringer Sommerberg.
Andreas Engelmann im Piratenlook im Sommer bei seinen Reben.
Andreas Engelmann hat seine Rebanlagen dauerbegrünt, er düngt
bei Bedarf organisch und betreibt eine schonende Bodenpflege, die
das Bodenleben und damit die nachhaltige Nährstoffversorgung der
Reben sicherstellt. Das ist ein Teil der Qualitätssicherung. Dann geht
es im Herbst so weiter: selektive Traubenlese, Transport der Trauben
in kleinen Lesebehältern und schonende Verarbeitung. Kompromißlos werden auf dem Lesetisch alle Trauben ausgelesen, die den Ansprüchen des Gutes nicht genügen.
Der alte Schloßkeller, ehemals als Zehntkeller tief in die Erde gegraben, ist im Herbst und Winter sehr kalt. Dadurch läuft die Gärung



2012 Gutedel trocken
2012 Weißburgunder trocken
2013 Grauburgunder trocken
5,90
6,90
7,50



2012 Chasselas trocken
2012 Weißburgunder »S« trocken
2013 Grauburgunder »S« trocken
8,90
9,90
11,50

2013 Sauvignon Blanc trocken
10,90




2011 Pinot Noir
2010 Pinot Noir »S«
2008 Pinot Noir »S«
2007 Pinot Noir »S«
11,90
22,50
21,50
21,50
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Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 16
DEUTSCHLAND
Württemberg
Weingut Dautel Bönnigheim
Die Bönnigheimer Weinberge wurden
schon vor 1200 Jahren urkundlich erwähnt.
Und immerhin schon seit dem Jahre 1510
betreibt die Familie Dautel Weinbau. Ernst
Dautel übernahm das Weingut 1978. Er
ging von Anfang an eigene Wege. So
begann er schon wenige Jahre später, die
ersten Weine in französischen Barriques
auszubauen. 1990 entstanden seine ersten
Cuvées im "rebsortenreinen" Württemberg. Besonders wichtig war Ernst immer
die qualitative Weiterentwicklung der
Weine aus den heimischen Sorten Lemberger, Spätburgunder und auch Riesling. Seit
dem Sommer 2013 ist Sohn Christian der
Eigentümer des Gutes, der die gleiche
Stilrichtung wie sein Vater vertritt: elegante,
feine Weine mit klarer, deutlicher Frucht,
keinesfalls fett oder modern konzentriert.
Christian betont, wie froh er ist, daß seine
Eltern ihm weiterhin zur Seite stehen mit
Ratschlägen und auch tatkräftiger Hilfe.
Zum Weingut gehören rund 11 ha Weinberge, die in vielen kleinen Parzellen auf
den östlichen Ausläufern des Strombergs
im Herzen Württembergs liegen. Die beiden
Hauptrebsorten sind Riesling und der gebietstypische Lemberger. Ergänzt werden
sie vor allem von Weiß- und Spätburgunder
und Trollinger, aber auch von Chardonnay,
Cabernet Sauvignon und Merlot. Insgesamt machen die roten
Rebsorten etwa 60% der Weinbergsfläche aus.
Die Dautels konzentrieren sich auf nachhaltige und naturnahe Bewirtschaftung ihrer Weinberge. Ernst: "Im Weinberg gemachte Fehler lassen sich auch durch noch so sorgfältiges Arbeiten im Keller
nicht mehr beheben. Nur aus Trauben höchster Qualität wird hochwertiger Wein."
Unverwechselbare, individuelle und sortentypische Weine mit komplexer Struktur und großem Reifepotential sind das Ziel der Dautels.
Die Grundlage für die kräftigen und charaktervollen Rotweine ist
eine lange klassische Maischegärung. Die schöne Gerbstoffstruktur
prädestiniert sie für eine lange Lagerung. Die besten Weine reifen
bis zu zwei Jahren im Barrique. Erst dann binden sich auch die
Eichennoten gut in die Aromastruktur ein. Beim Weißwein steht der
Erhalt der klaren Fruchtaromen und der feinen Fruchtsäure im
Vordergrund. Eine lange Lagerung auf der Feinhefe sorgt für Struktur und Finesse.
Die Weine werden klassisch trocken ausgebaut. Auch wenn sie
normalerweise nicht chaptalisiert werden, werden Prädikate auf
dem Weingut seit Ernsts Beginn nur für die seltenen edelsüßen Weine genutzt.
Mühsame Arbeit: kleine Weinbergsterrassen in Württemberg.
Die betriebsinterne Sterne-Klassifikation wird nach und nach von
unteschiedlichen Kapselfarben abgelöst, das sich an die VDPKlassifikation anlehnt: die Gutsweine erkennt man an der weißen
Kapsel, es sind Weine mit klarer Frucht, deutlichem RebsortenCharakter und erfrischendem Trinkfluß. Die schwarzgekapselten
Ortsweine werden aus Lemberger, Spätburgunder, Riesling und
Weißburgunder gekeltert und tragen zusätzlich den Hinweis auf ihre
Bodenformation. Sie benötigen viel Handarbeit im Weinberg und
zeigen deutlich ihr Terroir. Goldene Kapseln haben die Lagen- und
Selektionsweine sowie die Grossen Gewächse: besonders hochwertige Weine mit viel Charakter und Reifepotential aus den ältesten
Reben und kostbarsten Parzellen des Weingutes. (10/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.weingut-dautel.de/
Ihr Blick auf den WURMBERG: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/wurmberggoogle.htm
Christian Dautel bei der Weinbergsarbeit. Foto (1): Studio Kistner
Im Bönnigheimer Sonnenberg bestehen die Böden aus buntem
Mergel, Schilfsandstein und Gipskeuper. Hier reifen vor allem Trauben für gehaltvolle und füllige Weine. Der Körperreichtum garantiert großes Reifepotential mit langer Lebensdauer. Die steilen Südhang-Muschelkalkterrassen des Besigheimer Wurmbergs liegen am
Ufer der Enz. Bereits im Mittelalter wurden die Trockenmauern
errichtet, die die Anlage winziger Terrassen ermöglichten. Sie sorgen
für ein günstiges Kleinklima, indem sie eine gute Wasserversorgung
der Reben begünstigen und nachts die Tageswärme abgeben. Der
mineralstoffreiche Muschelkalk ergibt feine, elegante Weine. Neben
dem klasse Riesling reift hier auch Trollinger, die württembergische
Brot-und-Buttersorte, zu einem echt komplexen Wein heran!
Im Weinkeller ist Sorgfalt bei der Traubenverarbeitung oberstes
Gebot. So wird Pumpen und Filtrieren der Weine auf ein unbedingt
notwendiges Minimum reduziert. Der Ausbau der Weine erfolgt in
Edelstahltanks, traditionellen großen Holzfässern und in Barriques.

2012 Weißburgunder trocken **
8,90



2012 Riesling trocken
2013 Riesling 'Gipskeuper' trocken **
2012 Besigheimer Wurmberg
Riesling trocken ***
6,90
9,40
11,95

2012 Trollinger Terrassenlage trocken
7,70


2012 Spätburgunder trocken **
2012 Spätburgunder
'Schilfsandstein' trocken ***
2011 Spätburgunder Kalkschupen
VDP.GROSSES GEWÄCHS
9,90




2012 Lemberger trocken (**)
2012 Lemberger
'Gipskeuper' trocken ***
2011 Lemberger St. Michaelsfeder GG
VDP.GROSSES GEWÄCHS
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 17
14,20
28,50
9,90
14,40
28,50
DEUTSCHLAND
Franken
Weingut Bürgerspital Würzburg
Das wunderbar barocke Würzburg, seit 1168 die Kapitale mächtiger
Fürstbischöfe, verfügt über ausgezeichnete Weinbergslagen. Im Jahr
1316 stiftete das wohlhabende Bürgerpaar Johannes und Mergardis
von Steren vor den Toren der Stadt ein Spital zur Pflege der Gebrechlichen und Versorgung der Armen: es war die Geburtsstunde
des Bürgerspitals! 1334 flossen auf dem Wege von Zustiftungen die
ersten Weinberge ein. Seit dem 17. Jahrhundert finanziert das Bürgerspital seine Aufgaben zu erheblichen Teilen aus dem Weinbau.
Heute hat die Stadt Würzburg die Aufsicht über die Stiftung.
Die Terrassen der Würzburger Inneren Leiste, spektakulär
unterhalb der Festung Marienberg gelegen.
Das Bürgerspital ist mit rund 100 ha unter Reben eines der größten
deutschen Weingüter - um so erstaunlicher ist die hohe Qualität und
Individualität seiner Weine! Beheimatet ist das Weingut in einer
wunderschönen Hofanlage inmitten der Stadt. Längst ist die Stadt
so gewachsen, daß das Weingut nicht mehr "vor den Toren" liegt.
Die Hang- und Steillagen - manche davon mit 50 bis 70% Steigung
- liegen entlang des Mains auf wärmespeichernden Muschelkalkböden, knapp 80 ha davon auf Würzburger Gemarkung. Klangvolle
Namen nennt das Gut sein Eigen: Würzburger Stein und Stein-Harfe
- diese Lage im Alleinbesitz - sowie Innere Leiste, Abtsleite und Pfaffenberg. Weitere Weinberge sind in Thüngersheim, Veitshöchheim,
Randersacker und Frickenhausen. Silvaner und Riesling sind die
bedeutendsten Rebsorten, gefolgt von Müller-Thurgau, den Burgunder- und Rotweinsorten.
Die Leitung des Weingutes hat seit einigen Jahren Robert Haller
inne, den viele meiner Kunden noch aus seiner Zeit bei Fürst Löwenstein kennen. Er hat die Bewirtschaftung der Weinberge optimiert,
und im Keller setzt er auf traditionelle Arbeitsweise unter Einsatz
moderner Technik.
Die weitläufigen Weinberge sind in untadeligem Zustand und werden im Laufe des Vegetationsjahres perfekt gepflegt. Das Geheimnis
sind zwei hochmotivierte Weinbergsmannschaften, auf die Robert
Haller sich verlassen und stützen kann. Dennoch ist er immer wieder
in den Reben, um die Fäden in der Hand zu halten.
Im alten Gewölbekeller des Bürgerspitals stehen moderne Edelstahltanks, die eine temperaturgesteuerte Vergärung ermöglichen. Ausserdem verfügt das Weingut über einer der größten Holzfaßkeller
Deutschlands mit über 200 Eichenholzfässern, teils mit kostbarem
Schnitzwerk, die zum Ausbau der Weine im Gebrauch sind. Robert
setzt auf den Ausbau im Holzfaß, weil die Weine darin an Struktur
gewinnen. Auf jeden Fall reifen die gehobenen Qualitäten darin,
während die einfacheren Weine zur Erhaltung der Frucht und
Spritzigkeit im Edelstahl ausgebaut werden.
Die Stilistik der Bürgerspital-Weine ist aus einem Guß, bei der Größe
des Gutes besonders erwähnenswert! Die Weine sind elegant und
geschliffen, niemals laut, aber immer deutlich, mit feiner Frucht und
klarer Frische. Die Silvaner sind klar und saftig, aus dem Würzburger
Stein mehr mit nachhaltiger Frucht, aus der Inneren Leiste eher mit
mineralischen Noten. Die Rieslinge haben immer viel Spiel und Rasse
mit immer reifen Säuren, vom leichten Basiswein bis hin zum Grossen Gewächs. Der großartige Weißburgunder Grosses Gewächs
stammt aus dem östlichen Teil des Steins, daher seine Eleganz und
große Finesse!
Eine besondere Erwähnung verdient der rote Blaufränkisch (= Lemberger). Die Reben wurden in den 90er Jahren gepflanzt: wenngleich die Rebsorte dort verblüfft, ist der Wein elegant und überzeugend! Ein großer Rotwein ist der Spätburgunder aus dem Sonnenschein: dicht und komplex, dennoch voller Eleganz und feinster
Frucht, selbst in der Jugend schon ein großer Genuß!! (08/13)
Der Würzburger Stein an einem schwülen Juli-Nachmittag.
Ihr Klick zum Weingut: http://www.buergerspital.de/weingut/vinifikation/index.html
Ihr Blick in den WÜRZBURGER STEIN: http://www.wein-kern.de/content/wein_li/google_karten/steingoogle.htm
Ihr Blick auf die WÜRZBURGER INNERE LEISTE: http://www.wein-kern.de/content/wein_li/google_karten/ileistegoogle.htm
Ihr Blick auf den VEITSHÖCHHEIMER SONNENSCHEIN: http://www.wein-kern.de/content/wein_li/google_karten/veitshoegoogle.htm





2013 Würzburger Silvaner trocken
2012 Würzburger Stein Silvaner trocken
2011 Würzburger Stein-Harfe Silvaner Spätlese trocken
2012 Würzburger Stein-Harfe Silvaner trocken VDP.GROSSES GEWÄCHS
2011 Würzburger Stein Silvaner trocken VDP.GROSSES GEWÄCHS
8,50
12,00
14,40
26,00
22,00



2013 Würzburger Riesling trocken
2012 Würzburger Stein Riesling trocken
2011 Würzburger Stein-Harfe Riesling trocken VDP.GROSSES GEWÄCHS
8,50
12,00
22,00



2012 Würzburger Scheurebe trocken
2012 Würzburger Gewürztaminer trocken
2011 Würzburger Stein Weißer Burgunder trocken VDP.GR.GEWÄCHS
12,00
18,00
22,00

2012 Würzburger Rieslaner Spätlese
14,00



2008 Würzburger Stein Blaufränkisch trocken
2012 Würzburger Stein Blaufränkisch «R» trocken
2011 Veitshöchheimer Sonnenschein Spätburgunder «R» trocken
13,40
16,00
21,00
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 18
DEUTSCHLAND
Franken
Weingut Schloss
Sommerhausen Sommerhausen
Sommerhausen ist ein pittoreskes Dorf am Main, 10 Kilometer südlich von Würzburg. Die Weinberge des 26-ha-Weingutes Schloss
Sommerhausen liegen alle auf Muschelkalk. Mit dem Sommerhäuser
Steinbach hat Martin Steinmann eine absolute Top-Lage im Besitz,
das Juwel des Weingutes.
stand, der Weinberg mußte zunächst restauriert werden; 2003
brachte er dann seinen ersten Ertrag: dieser Weinberg erbringt
Spätburgunder von hervorragender Güte, sowohl in der Mittelklasse
als auch bei den Großen Gewächsen. Auch bei den Spätburgundern
muß man Martin attestieren, daß er es kann! Er keltert Spätburgunder mit Tiefe, dichter Frucht und durchaus fränkischer Würze.
Noch ein Wort zum Blauen Silvaner. Dies ist der ursprüngliche Silvaner mit dunkler Beerenschale und einem zarten Lachston im Wein.
Nach der Reblauskatastrophe wurden daraus die reichtragenden
und frühreifen Stöcke selektiert, die zu den Stammeltern des heutigen Grünen Silvaners wurden. Der Blaue Silvaner starb fast aus.
Heute gibt es gerade noch ein paar Hektar davon, dank der Steinmann'schen Rebschule die meisten auf Schloss Sommerhausen.
Martin sagt dazu: "Die Mutter aller Silvaner, ein lebendiger
Dinosaurier, UNSER Wein!".
"Dinarazade" ist nicht nur die Schwester Scheherazades aus "Tausendundeiner Nacht", sondern auch eine wundervolle Cuvée aus
Muskatsilvaner (der alte fränkische Name vom Sauvignon) und
Muskateller. Martin: "Klar und rein wie ein Eiskristall in der
Wintersonne; aromatisch wie ein orientalischer Basar." Ja! (04/12)
Martin Steinmann, immer erkennbar am Hut!
Im Jahr 2008 hat Martin sein Weinsortiment auch optisch konsequent in eine dreistufige Qualitätspyramide eingeteilt. Die Basis
bildet die Gruppe "Fränkisch Frech" mit Weinen für jeden Tag. Im
Mittelbau finden wir zum einen die Lagen-Weine aus dem Steinbach
mit den Prädikaten Kabinett und Spätlese. Damit wird der ganz
eigenen Aromatik und dem hohen Reifepotential dieser Lage Rechnung getragen. Diese steile Lage zieht sich in reiner Südausrichtung
am Main entlang und hat ein hohes Qualitätspotential mit den
aromatischen Merkmalen eines guten Terroirs.
Daneben steht mit gleicher Wertigkeit die neue "ST-Linie", die Selektion Steinmann. Martins Eltern haben 1947 neben dem Weingut
auch eine Rebschule gegründet, die heute zu den führenden in Europa zählt. Dadurch ergab sich für die Steinmanns die Möglichkeit,
aus alten Weinbergen die besten Rebstöcke auszulesen und gezielt
zu vermehren. Und natürlich konnten sie in der Folge aus diesem
Schatz jeweils das passende Rebmaterial für den eigenen Bedarf
auswählen - eine echte Selektion Steinmann. Gekennzeichnet werden diese Weine mit der Rebsorte und den Buchstaben ST plus der
"Zuchtnummer"; in meiner Weinliste fehlt wegen der Übersichtlichkeit diese Nummer.
Die Spitze der Pyramide bilden
einerseits die Sekte (siehe Abschnitt "Alles was schäumt"), andererseits die "Großen Gewächse" (= GG), die aus Silvaner, Riesling und Spätburgunder im Steinbach wachsen. Die Weine haben
neben ihrer feinen Frucht Rasse
und Körper. In einer etwas sanfteren Steinbach-Parzelle, die mehr
Wasser führt, stehen SilvanerReben. Die Silvaner aus dem Steinbach sind saftig und markant, in
der Jugend durchaus mit Ecken
und Kanten, mit Tiefe und toller
Struktur - eben Weine aus einer
großen Lage. Gleiches gilt für die
Rieslinge, die mit einer eleganten Säure punkten. Für die SteinbachWeine gilt das heute arg strapazierte Wort Mineralik absolut!
Vor einigen Jahren konnte Martin bei der Auflösung eines Weingutes eine große Parzelle Steinbach kaufen, die mit uralten Spätburgunder-Reben bestockt war. Die Reben waren in schlechtem Zu-
Der steile Steinbach liegt gleich am Main.
Ihr Klick zum Weingut: http://www.sommerhausen.com/
Ihr Blick in den STEINBACH: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/steinbachgoogle.htm



2013 Weißer Burgunder trocken
2013 Grauer Burgunder trocken
2012 Chardonnay trocken
11,50
11,50
11,50


2013 'Dinarazade' trocken
2012 'Dinarazade' trocken
12,50
12,50


2012 Blauer Silvaner trocken
2012 Sommerhäuser Steinbach
Silvaner Kabinett trocken
2010 Sommerhäuser Steinbach
Silvaner Spätlese trocken



2012 Sommerhäuser Steinbach
Riesling Kabinett trocken
2009 Sommerhäuser Steinbach
Riesling trocken
VDP.GROSSES GEWÄCHS
Sekte finden Sie weiter unten bei "ALLES, WAS SCHÄUMT"
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 19
9,50
9,50
14,00
9,50
23,00
ÖSTERREICH
Wachau
Weingut Holzapfel Joching
In der uralten Kulturlandschaft Wachau mit ihren steinernen
Urgesteinsterrassen, im Jahr 2000 von der UNESCO in die Liste der
Weltkulturerbestätten aufgenommen, betreibt Karl Holzapfel sein
Weingut (und die Obstbrennerei und seine Frau Barbara das
Gutshof-Restaurant) im Prandtauerhof. Der 700 Jahre alte historische Weinlesehof des Chorherrenstiftes Sankt Pölten wurde 1696
vom berühmten Barockbaumeister Jakob Prandtauer barockisiert,
der auch Stift Melk erbaute. Im Inneren des stattlichen, behäbigen
Vierflügelhofes empfängt den Besucher ein zweigeschossiger Arkadenhof, der beschwingt fast mediterranes Flair ausstrahlt. Hier kann
man in toller Atmosphäre die Gastfreundschaft des Restaurants mit
anspruchsvoller bodenständiger Küchenkultur genießen - und
natürlich die Produkte aus Karls Keller und Destillerie dazu.
Wenn man mit Karl durch die Weinberge streift, ist er nicht mehr
ansprechbar: er hat nur noch Augen und Ohren für seine "RebenKinder"! Alle Weingärten werden mit genau bedachten Pflanzenmischungen begrünt.
Karl Holzapfel nimmt die Dinge ernst: er macht Weine mit eher
mäßigem Alkoholgehalt, sie sind konzentriert, aber nicht schwer, sie
sind präzise in der Frucht, lebendig und animierend. Voraussetzung
dafür ist neben den geringen Erträge eine präzise abgepaßte Lese,
sodaß die Beeren nicht zu reif werden oder gar Botrytis haben.
Karl läßt seine Weine grundsätzlich durchgären, und sogar die
Smaragde haben - im Gebiet keine allzu oft geübte Praxis - nur
einen unbedeutenden Zuckerrest. So zeigen die Steinfeder- und
Federspielweine von Grünem Veltliner und Riesling ihre feine Frucht,
gepaart mit eleganter Lebendigkeit und die Smaragde Cremigkeit
und kompakte Saftigkeit; alle weisen die für die Wachau typische
Mineralik deutlich auf. Ein besonderes Weinbergs-Kleinod ist die
Riede Achleiten mit ihrem Urgesteinsboden, eine der kostbarsten
Veltliner-Lagen überhaupt (und meine Lieblingsriede!). Für würzige
Veltliner steht die Kollmitz, für ausgewogene Rieslinge mit reifer
Säure die Riede Vorderseiber, beide auf hartem Urgestein mit teils
nennenswerter wasserspeichernder Lößauflage.
Auch bei den Rotweinen ist Karl Spitze, sein Zweigelt Zehenthof
glänzt als ausgezeichneter Roter, auch wenn man das in er Wachau
nicht vermutet! Das Geheimnis liegt in rigoroser Selektion und
langer, sorgfältiger Reife im Keller. So hat der Wein eine wunderbare Frucht mit Noten von reifen Kirschen, auch Gewürzen wie
Lorbeer und Nelke, und besticht mit Feuer und Samtigkeit! (05/12)
Urgesteinsterrassen in der Ried Achleiten.
Karl Holzapfel ist ein Fanatiker, wenn es um seine Weine geht. Er
hat das 14-ha-Weingut in den letzten Jahren zu einem der Spitzengüter der Wachau gemacht. Er will Weine, die glasklar in der
Struktur und präzise in der Frucht sind, rassig und frisch, voller
Leben und Spannung. Dies erreicht er durch pingeligste Arbeit im
Weinberg und äußerste Präzision im Keller.
Ihr Klick zum Weingut und dem Gutshofrestaurant:
http://www.holzapfel.at/
Ihr Blick auf den PRANDTAUERHOF: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/prandtauergoogle.htm
Ihr Blick in die ACHLEITEN: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/achleitengoogle.htm

2013 Grüner Veltliner Steinfeder
9,90



2013 Grüner Veltliner Federspiel 'Zehenthof'
2011 Grüner Veltliner Federspiel 'Zehenthof'
2013 Grüner Veltliner Federspiel Ried Achleiten
11,90
11,50
13,25


2011 Grüner Veltliner Smaragd Ried Kollmitz
2011 Grüner Veltliner Smaragd Ried Achleiten
19,50
21,50

2011 Riesling Federspiel 'Zehenthof'
13,25

2008 Riesling Smaragd Ried Vorderseiber
19,50

2013 PINK Rosé

2011 Zweigelt 'Zehenthof'
9,90
11,50
Oben der mediterrane Innenhof des Prandtauerhofes; unten pures Urgestein in der Ried Achleiten.
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 20
ÖSTERREICH
Kremstal
Weingut Proidl Senftenberg
Franz Proidl ist der ungekrönte König der Steilhänge. Überall dort,
wo auf steilem Gelände Reben stehen konnten, sich aber nur
Bäume, Büsche oder Felsen aufhielten, rückte er mit dem Bulldozer
an. Als er den elterlichen Betrieb Mitte der 80er Jahre übernahm,
hörte er von alten Leuten, daß der Burgberg früher Weinberg gewesen sei. Im letzten Krieg war er verwildert, weil keiner zum Bearbeiten da war; 1982 standen dort keine Reben mehr. Recherchen
ergaben, daß im Burgberg bereits im Mittelalter Weinbau betrieben
wurde. Franz gelang es, den gesamten Berg mühsam von vielen Besitzern zusammenzukaufen - und noch manche steile Parzelle dazu und errang in vielen Gefechten mit den Behörden die Genehmigung, dort wieder einen Weinberg anzulegen. Der Bagger kam zum
Einsatz, Grüner Veltliner und Riesling wurde gepflanzt, und 1991
gab es den ersten Ertrag aus der Ehrenfels - das ist der Name der
Riede im Burgberg. Seither macht Franz mit den Weinen aus seiner
Monopol-Lage immer und überall Schlagzeilen. Leider gute, denn
dadurch sind die sensationell schönen Weine immer knapp!
In den letzten Jahren hat Franz von seinem Nachbarn gute Weinberge übernehmen können, in besten Lagen, überwiegend mit alten
Reben bestockt, große zusammenhängende Flächen, sinnvoll zu
bewirtschaften. So sind zum Beispiel Pellingen 'Alte Reben' und
andere gesuchte Weine zukünftig nicht mehr ganz so knapp. In der
Lage Pellingen stehen auch Reben, die noch nicht das Alter für die
"Alten Reben" erreicht haben. Der Wein daraus zeichnet sich durch
eine bestechende Frucht aus. Franz füllt ihn separat ab und nennt
ihn "Burg".
Grüner Veltliner und Riesling sind die Hauptsorten auf besten Standorten; das Urgestein in den steilen Lagen speichert kein Wasser, so
daß die Reben sehr tief wurzeln müssen; das fördert die Qualität.
Nachts dringen kühle Luftmassen aus dem Böhmer Wald ins obere
Kremstal; das begünstigt eine intensive Fruchtausbildung.
Die Grünen Veltliner sind äußerst würzig, sie sind durchaus rassig,
und in der Frucht finden sich Noten von Steinobst. Rasse und zupakkende Art haben auch Franz' Rieslinge, die das Mineralische der
steilen Weinberge voll ausspielen.
Eine Spezialität von Franz ist auch der Muskateller: lebendig und
frisch, aber auch dicht im Fond, ist er einerseits ein erfrischender
Apéritif, andererseits bei Tisch gut einsetzbar: zu Salaten, zur Kürbissuppe mit Kernöl und zu saftig-festem weißem Fisch mit Sauce
von und mit gelber Paprika. Ein ganz neues Projekt ist der Traminer,
eine persönliche Leidenschaft von Franz. In einer Wanne im Hochäcker, wo die Rebsorte genug Wasser findet, hat er gut einen
halben Hektar ausgepflanzt und 2010 den ersten Wein davon
geerntet. Der 2011er hat eine satte, aber elegante Frucht mit Noten
von Rosen, eine feine Textur und stattliche Länge!
Ebenfalls von erhabener Qualität sind die edelsüßen Weine. Teils
reifen sie kurz im kleinen Holzfaß, wodurch sie Dichte und herrliche
Cremigkeit erhalten. Hier sei besonders die Trockenbeerenauslese
vom Müller-Thurgau erwähnt: in der Konzentration der edelfaulen
Beeren tritt die Sortenaromatik in den Hintergrund, und der Wein ist
ein herrliches edelsüßes Gewächs mit Finesse und großem Nachhall
- zu sensationell günstigem Preis!
Erwähnt sei unbedingt, daß es im Proidl-Keller definitiv keine Eile
gibt. Nach später Lese können sich die Weine zum Ausbau soviel
Zeit lassen, wie sie mögen. Oft füllt Franz seine Weine ab, da sind
andere Winzer schon fast ausverkauft. Dafür aber sind seine Weine
auch besonders lagerfähig. (10/12)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.proidl.com/
Ihr Blick auf die EHRENFELS: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/ehrenfelsgoogle.htm




2013 "Freiheit" Grüner Veltliner
2013 Senftenberger Rameln Grüner Veltliner
2010 Senftenberger Rameln Grüner Veltliner
2013 Senftenberger "Burg" Grüner Veltliner
6,90
8,50
8,00
9,80





2013 Senftenberger Pellingen Grüner Veltliner Alte Reben Reserve
2011 Senftenberger Pellingen Grüner Veltliner Alte Reben Reserve
2013 Senftenberger Ehrenfels Grüner Veltliner vom Urgestein Reserve
2011 Senftenberger Ehrenfels Grüner Veltliner vom Urgestein Reserve
2008 Senftenberger Ehrenfels Grüner Veltliner vom Urgestein
14,25
13,50
19,50
17,75
17,50



2013 "Steilheit" Riesling
2010 Senftenberger Hochäcker Riesling vom Urgestein Reserve
2008 Senftenberger Hochäcker Riesling vom Urgestein
9,70
18,00
17,50

2013 Gelber Muskateller
11,80


2004 Senftenberger Müller-Thurgau Trockenbeerenauslese
2004 Chardonnay Essenz
0,375 l
0,375 l
17,50
45,00
Andrea Proidl kümmert sich nicht nur drum, daß "alles läuft" und richtet die Weinproben aus, sondern ist auch Franz' letzte Kontrollinstanz.
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 21
ÖSTERREICH
Kamptal
Weingut Birgit
Eichinger Strass im Strassertal
Im Kamptal - etwas östlich von Krems stehen etwa 3900 ha unter Reben. Hier
stoßen verschieden Bodenformationen zusammen. Aus Nordwesten reichen Ausläufer
der Böhmischen Masse mit ihren Gneisen
und Glimmerschiefern, also Urgesteine, bis
etwa nach Langenlois und zum Heiligenstein.
Ab dem Strasser Gaisberg wechselt das
Urgestein langsamzu einer Lößformation, die
sich östlich bis zum Wagram entwickelt. Zwei
Klimata beeinflussen den Weinbau im
Kamptal: es reichen die Ausläufer des
pannonischen Klimas bis hierher und bringen
Wärme, andererseits gibt es besonders
nachts kühle Strömungen aus dem Waldviertel, die den Weinen ihre klare Frucht und
feinrassige Säure erhalten.
Birgit Eichinger besitzt gut 15 ha Weinberge
in den besten Strasser Lagen und im
berühmten Heiligenstein. Traditionell ist das
Kamptal Weißweingebiet. Das zeigt sich auch
bei Birgit: vor allem kultiviert sie Grünen
Veltliner (60%), der sich auf Gneis und Löß
äußerst wohl fühlt. Auf den Urgesteinsböden
steht überwiegend Riesling. Eine Spezialität
ist der Rote Veltliner, der nicht mit dem
Grünen Veltliner verwandt ist (wohl aber mit
dem Zierfandler der Thermenregion). Mit
dieser Rebsorte verbindet Birgit Eichinger
eine Haßliebe: im Weingarten neigt er zum
unendlichen Wuchern, ständig müssen Laub
und Behang gestutzt werden. Aber er ergibt
kraftvolle Weine mit wunderbarem Schmelz
und einer an reife, pralle Früchte erinnernden Aromatik. Birgit baut
den Roten Veltliner "mollig" aus, rund und kräftig.
Chardonnay rundet die Palette ab, er steht im Gaisberg und wird im
Edelstahl ausgebaut. Es ist ein typisch österreichischer Wein, saftig
und mit klarer Fruchtigkeit.
Im mittleren Teil des Gaisbergs steht Grüner Veltliner, der Fülle,
Kraft und Frucht aus dem Löß entnimmt, und dessen mineralischer
Fond dem Urgesteins-Untergrund entstammt. Am Hangfuß wächst
der Chardonnay, dem der mächtigere Löß hier eine gute Wasserversorgung gewährleistet.
Mit der Lage Lamm besitzt Birgit Eichinger seit jüngerem auch eine
absolute Paradelage für Grünen Veltliner - ihr "Lämmchen", wie sie
sagt. Die Lage verlängert südwestlich Heiligenstein und Gaisberg.
Hier erntet Birgit einen Veltliner mit üppiger Frucht, viel Struktur und
Tiefe, den sie im Fuderfaß ausbaut.
Jenseits des Strasserbaches liegt der Wechselberg wie ein Hohlspiegel. Auch er hat im Untergrund noch Urgestein, darauf liegt
eine Lößschicht, die stellenweise eine Mächtigkeit von 30 Metern
erreicht. Ein saftiger Grüner Veltliner mit rassiger Frucht und
animierendem Trinkfluß kommt von hier! Nach Osten setzt sich der
Wechselberg im Stangl fort, in dem der Rote Veltliner wächst. Zum
Dorf hin laufen die Weinberge im Hasel aus. Der Hasel-Veltliner ist
etwas leichter, mit schöner pfeffriger Fruchtigkeit, lebendig und
frisch.
Blick in die Terrassen der berühmten Riesling-Lage Heiligenstein.
Birgit Eichinger macht Weine, wie sie selbst sie liebt: die Weine sind
stoffig und gehaltvoll und "mollig". Mit dem Begriff "leicht" kann
sie im Glase nicht wirklich was anfangen. Ihre Weine sind immer
saftig, zeigen Sortentypizität, reiche Frucht und Würze, und sie
animieren immer zum nächsten Schluck! (05/12)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.weingut-eichinger.at/
Ihr Blick auf die STRASSER LAGEN: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/strassgoogle.htm
Birgit Eichinger lacht durch ihr "Handwerkszeug" hindurch.
Foto: Weingut Birgit Eichinger (1)
Die Paradelage für Riesling - eine der besten in Österreich! - ist der
Heiligenstein mit einem Bodenkonglomerat aus rötlichem, verwittertem Wüstensandstein und Vulkanbestandteilen auf Urgestein im
Untergrund, ein Ergebnis der Sandstürme der Eiszeit. Der Wein zeigt
wunderbare Tiefe, eine warme Würze und spannende Mineralik.
Im Gaisberg tritt oben das pure Urgestein zutage, je tiefer wir
gelangen, umso mächtiger wird die Lößauflage. Dementsprechend
hat Birgit im oberen Gaisberg Riesling stehen, der die Mineralik voll
ausspielt. Der Riesling 'Vom Berg' ist die Vorlese der Weine aus dem
Heiligenstein und dem Gaisberg; es ist ein lebendiger, frischer und
durchaus knackiger Riesling, von den mineralischen Böden geprägt,
mit weißem Pfirsich in den Kopfnoten.





2013 Grüner Veltliner Hasel
2012 Grüner Veltliner Wechselberg
2012 Grüner Veltliner Gaisberg Reserve
2011 Grüner Veltliner Gaisberg Reserve
2012 Grüner Veltliner Lamm Reserve
7,90
10,90
15,50
15,50
22,50

2013 Roter Veltliner Stangl
12,70

2012 Chardonnay Gaisberg
12,70




2011 Riesling 'Vom Berg'
2012 Riesling Gaisberg Reserve
2011 Riesling Gaisberg Reserve
2012 Riesling Heiligenstein Reserve
10,90
15,50
14,80
21,00
Birgit Eichinger und Franz Proidl arbeiten mit an der Lagenklassifikation der Österreichischen Traditionsweingüter (ÖTW).
Klicken Sie auf diesen Link, um mehr darüber erfahren (auf der Startseite finden Sie unten links das LAGENBUCH als PDF):
http://www.traditionsweingueter.at/lagenklassifizierung.html
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 22
ÖSTERREICH
Thermenregion ("Südbahn")
Weingut Stadlmann Traiskirchen
Am südlichen Stadtrand von Wien beginnt
die Thermenregion, die trotz jahrhundertealter Weinbautradition international nicht
sehr bekannt ist. Dabei wachsen hier Weine
der Extraklasse, zum Teil aus autochthonen
Reben, was den Reiz noch erhöht. Auf erstklassigem Terroir wachsen zwei weiße
Rebsorten, die wegen ihrer speziellen Ansprüche nur hier gedeihen: Zierfandler und
Rotgipfler. Der Zierfandler ergibt kräftige
Weine mit rassiger Säure. In den üppigen
Aromen zeigen sich Noten von Quitte, Steinobst, Pfirsich und Ananas, sie sind cremig
und füllig, die schöne Säurestruktur macht sie
saftig. Weine vom kernigen Alltagswein bis
zur hochexcellenten Trockenbeerenauslese
lassen sich daraus gewinnen, und seine Weine sind extrem lagerfähig. Nebenbei, es gibt
überhaupt nur rund 110 ha Zierfandler-Fläche an der Südbahn, es ist also eine Rarität.
Das Weingut Stadlmann ist Besitzer der
größten Zierfandlerfläche in Österreich und
damit weltweit!
Ebenso heimisch dort ist der Rotgipfler, der
auch Weine von burgundischem Format
bringt: sie sind reich und üppig in Frucht und
Körper mit Noten von Birne und reifer
Melone, kraftvoll, dabei mit geschliffener,
dezenter Säurestruktur. Auch von ihm gibt's
nur rund 120 ha.
Manche Weinfreunde kennen noch den klassischen "Gumpoldskirchner", einst ein gefeierter Weinstar, später
dann etwas in Verruf gekommen und noch später in Vergessenheit
geraten. Er wurde aus Spätrot und Rotgipfler gekeltert; Spätrot ist
ein anderer Name für den Zierfandler, den er trägt, weil die
sonnenbeschienene Beerenseite sich mit der Reife rötlich verfärbt. In
diesem Wein jedenfalls spielten die beiden oben beschriebenen
Rebsorten lange Zeit ihre Traumrolle. Allerdings: heute sind sie als
Solisten wirklich von großer Klasse und verdienen besondere
Beachtung!
Südbahn heißt die Thermenregion übrigens seit den 70er Jahren des
19. Jahrhunderts, als die Eisenbahnlinie von Wien über Baden nach
Graz gebaut wurde, eben die Südbahn. Mit ihr fuhr der Wiener zum
Heurigen in die Thermenregion, und der Name der Bahnlinie wurde
zum Synonym für das Weinbaugebiet.
Als Vorkämpfer für hohe Qualität in der Thermenregion und TopSpezialist für Zierfandler und Rotgipfler ist Johann Stadlmann bekannt. Man nennt ihn in Österreich auch "Mister Zierfandler". Sein
Weingut befindet sich in Traiskirchen bei Baden. In 7. Generation
kultiviert er rund 12 ha. Natürlich gibt es viel Zierfandler; der
wertvollste stammt aus der Superlage Mandel-Höh. Auf Muschelkalkböden gedeiht hier aus rund 50 Jahre alten Reben ein gehaltvoller Wein mit dichter Textur, Finesse und überragender Eleganz.
Darüber hinaus gewinnt Hans regelmäßig Hochprädikate bis zur
Trockenbeerenauslese - ein Muß für den Fan von Edelsüßem! Es
sind Weine von unendlicher Dichte und großartiger Rasse. Hoch am
Hang liegt der Weingarten 'Tagelsteiner'. Von hier stammt Hans'
bester Rotgipfler. Der Boden der Lage auf dem Abhang des Wiener
Waldes besteht aus Terra fusca, einer skelettreichen Braunerde mit
Kalkschotter. Bei dezenter Säure hat der Wein eine wunderbare
tiefe Würze und herrlich gelbfruchtige Aromen.
Der Stadelmann'sche Weißburgunder zeichnet sich neben seinem
Körper auch immer durch eine wunderbare Rasse, die helle Frucht
Durch den pannonischen Klimaeinfluß ist die Thermenregion auch
bestens für den Rotweinanbau geeignet. Klare Frucht bei gleichzeitiger guter Reife sind hier typisch. Ein gutes Beispiel ist Hans'
Zweigelt. Er hat feine Kirsch- und Zwetschgenaromen, dazu eine
schöne Frische und klare Struktur. Die Aromen vom St. Laurent
gehen mehr in Richtung Brommbeere und Sauerkirsche. Es ist ein
gehaltvoller, warmer, saftiger Rotwein.
und seine Nachhaltigkeit aus.
Die Mandel-Höh ist Hans Stadlmanns Superlage für Zierfandler.
Hans schätzt es, wenn seine Weine eine frische Säure haben, und im
Keller setzt er auf Tradition: das große Holzfaß ist sein bevorzugtes
Instrument. Mit ihm erzielt er Weine von tiefer und vielschichtiger
Struktur, die gleichzeitig eine feste, klare Sortenfrucht und brillante
Frische behalten. Seit 2007 bewirtschaftet Familie Stadlmann ihr
Weingut biologisch und ist inzwischen auch zertifiziert. (07/12)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.stadlmann-wein.at/
Ihr Blick auf die MANDEL-HÖH: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/mandelhoehgoogle.htm


2013 Grüner Veltliner 'Wienerwald'
2011 Weißer Burgunder 'Anninger'
7,90
9,80




2013 Rotgipfler 'Anninger'
2011 Rotgipfler 'Anninger'
2013 Zierfandler 'Anninger'
2011 Zierfandler 'Anninger'
9,80
9,80
9,80
9,80







2011 Weißer Burgunder HÖFEN
2013 Rotgipfler TAGELSTEINER
2010 Rotgipfler TAGELSTEINER
2011 Zierfandler IGELN
2013 Zierfandler MANDEL-HÖH
2010 Zierfandler MANDEL-HÖH
2007 Zierfandler MANDEL-HÖH
19,30
21,00
19,30
14,00
26,00
22,80
19,50



2012 Zweigelt
2012 Cabernet Sauvignon
2011 St. Laurent
8,50
11,00
11,90


2006 Zierfandler Beerenauslese 0,375 l
2009 Zierfandler ' MANDEL-HÖH '
0,375 l
Trockenbeerenauslese
16,00
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 23
34,00
ÖSTERREICH
Burgenland: Neusiedlersee-Hügelland
AUSVERKAUF :
auf alle Schönberger-Weine gibt es 10 % Rabattnaturgemäß nur solange der Vorrat reicht !
Bitte beachten Sie, daß die Mengen nur noch gering sind !
Weingut Schönberger Mörbisch
Günther Schönbergers Weinberge in den Gemarkungen von Mörbisch und Rust sind vom
pannonischen Steppenklima geprägt und tatsächlich von der Sonne verwöhnt. Bei den weißen
Rebsorten geben Pinot Blanc (Weißburgunder)
und Chardonnay, neuerdings auch Sauvignon
Blanc und Viognier, die Rhônerebe, den Ton an.
Das Klima am Neusiedlersee ist für sie ideal. Es
reifen Trauben heran, die die Fülle haben, die
Schönberger für seine Ausbaustilistik benötigt.
Weiter stehen in den Weinbergen Welschriesling,
Grüner Veltliner und Neuburger. Teils werden sie
reinsortig ausgebaut, teils sind sie Teil einer
Cuvée, zum Beispiel der weißen Herbst Cuvée.
Diese enthält immer einen Anteil Neuburger, der
eine eigene reizvolle Würze beisteuert; die
Reserve-Qualität 'Schönberger weiß' wird rein aus
Chardonnay gekeltert und ist im Stil mit einem
mineralisch-würzigen Meursault-Typ vergleichbar,
allerdings hat er immer eine heimatliche burgenländische Aromatik!
Der regionaltypische Blaufränkisch hat bei den
roten Reben den größten Anteil. Außerdem gibt
es in Schönbergers Weinbergen Zweigelt, Pinot Noir, Syrah sowie
Merlot. Der rote 'Schönberger', Günthers feinster Blaufränkisch,
kommt aus der Lage 'Lehmgrube'. In der roten Herbst Cuvée findet
sich neben Blaufränkisch auch etwas Merlot.
burgundisch bezeichnen, was natürlich gewollt ist. Trotzdem gehen
die burgenländischen Aromaeigenheiten natürlich nicht verloren, die
Weine schmecken ganz nach ihrer Heimat. Sie haben gleichzeitig
Fülle, Finesse und Eleganz.
Günther Schönberger ist überzeugt, daß nur ein biologisch aktiver
Boden die beste Grundlage für gesundes Traubengut ist; er setzt
ausschließlich natürliche Pflanzenpflegemittel zur Gesunderhaltung
des Öko-Systems ein und überhaupt nur Mittel, die aus dem Kreislauf der Natur stammen. Die Arbeiten im Weingarten und in der
Kellerwirtschaft erfolgen unter Beachtung der Mondphasen: auf
Günther Schönbergers 26-ha-Weingut wird kosequent biologischdynamisch gearbeitet. Das Weingut ist Demeter-zertifiziert.
Die Weinernte muß einen Tag Pause machen: Regenstimmung im
September in der Lage Kräften mit Blick auf den Neusiedlersee.
Ihr Klick zum Weingut: http://www.schoenberger.eu/
Ihr Blick auf MÖRBISCH und Umgebung: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/moerbischgoogle.htm
Günther hofft auf tatkräftige Unterstützung von Sohn Jakob!
Da Günther in seinen Hanglagen gehaltvolle Weine ernten will,
begrenzt er die Erträge streng; im Durchschnitt erzielt er gerade
eben mal 25 hl/ha! Auch im Keller geht es mit größter Sorgfalt zu.
Nach besonders behutsamer Pressung der Trauben gären die Moste
spontan, also ohne Zusatz von Fremdhefen. Der Ausbau der Weine
geschieht grundsätzlich im Barrique. Allerdings werden die Fässer
über viele Jahre gebraucht, und nur für die Premiumweine werden
jährlich rund 25% neue Fässer verwendet. Deshalb haben Günthers
Weine auch keine Eichenholzaromen. Sie werden vor der Abfüllung
weder filtriert noch geschönt. Man kann Schönbergers Stilistik als



2010 Sauvignon Blanc 'Kräften'
2009 SCHÖNBERGER Weiß (Chardonnay)
2008 SCHÖNBERGER Weiß (Chardonnay)
21,00
21,00
20,00





2009 Merlot
2009 Herbst Cuvée Rot
2007 Herbst Cuvée Rot
2008 Blaufränkisch 'Kräften'
2009 SCHÖNBERGER Rot
Blaufränkisch 'Lehmgrube'
17,00
17,00
16,50
21,00

2006 SCHÖNBERGER Süß
(Welschriesling Trockenbeerenauslese)
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 24
34,00
0,375 l
23,50
ÖSTERREICH
Steiermark: Südoststeiermark
Weingut Winkler-Hermaden Kapfenstein
Die meisten Weinberge der Südoststeiermark liegen auf sanften bis
steilen Hügeln vulkanischen Ursprungs. Auch das Weingut WinklerHermaden liegt auf einem solchen "Kogel". Der Ursprung von
Schloß Kapfenstein ist eine Wehrburg aus dem 11. Jahrhundert. Seit
1896 gehört es der Familie Winkler-Hermaden und beherbergt auch
das Hotel-Restaurant mit der feinen bodenständigen Aromaküche,
schönen Zimmern und toller Terrasse. Die Eltern Winkler-Hermaden
begannen hier mit einem Buschenschank. Das war auch der Ausgangspunkt für das Weingut, das Georg Winkler-Hermaden mit 4
ha Reben übernahm und das er heute mit seiner Frau Margot führt.
Bis zur Reblauskatastrophe um 1890 war der Kogel fast vollständig
Weinberg; erst 1935 wurden die ersten Flächen rekultiviert.
Herbstlicher Blick vom Kapfensteiner Kogel auf die Lage
"Winzerkogel" und das steirische Vulkanland.
Heute umfaßt das Weingut 40 ha, überwiegend auf den steilen
Vulkanhängen unmittelbar ums Schloß, aber auch in Klöch gelegen.
Auf den Kapfensteiner Kuppen besteht der Boden rein aus Tuff,
tiefer, in den Brandungszonen der Urmeere, finden wir Zungen mit
mergeligem Silt, Sand und kiesigem Sand. Dauerbegrünung, intensive Laubarbeit und geringe Erträge sind in den Weinbergen selbstverständlich. Inzwischen ist der Betrieb auf biologische Arbeitsweise
umgestellt, und mit dem Jahrgang 2012 wird das dokumentiert. Seit
einiger Zeit kümmert sich eine Schafherde um die Pflege der Begrünung der Rebzeilen.
Der weiße Schwerpunkt liegt bei Sauvignon Blanc und den Burgundersorten - Weißer und Grauer Burgunder sowie dem Chardonnay,
der in der Steiermark Morillon heißt und, ebenso wie der Sauvignon
Blanc, hier seit der Reblauskatastrophe heimisch ist. Auch der Trami-
ner und Gewürztraminer haben in der Vulkan-Steiermark Tradition,
mehr als in Kapfenstein gar noch in Klöch, das genau für diese
Rebsorte einst weltberühmt war! Die Klasse der (Gewürz-)Traminer
hat unter dem etwas verblaßten Ruf aber keineswegs gelitten, im
Gegenteil, die Renaissance ist zumindest in Österreich voll im Gange
und die Weine sind zu Recht begehrt!
Für die Steiermark weniger typisch ist, daß Georg Winkler-Hermaden rund 50% Rotwein erzeugt, und noch sehr guten dazu! Insbesondere Zweigelt steht in seinen Weinbergen. Aus den besten, reifsten Zweigelt-Trauben macht er seinen "Olivin", einen äußerst
komplexen Roten mit dichter Frucht, herrlich tief, von großer Finesse
und Eleganz, in Kapfensteiner Barriques ausgebaut. Benannt ist er
übrigens nach einem grünen Halbedelstein, der in den vulkanischen
Weinbergsböden vorkommt.
Weiters gibt es größere Flächen Pinot Noir, der auf den Böden am
Kogel eine ganz eigene reizvolle Aromatik entwickelt, sowie etwas
Merlot und Cabernet Sauvignon in den Weinbergen.
Bereits seit vielen Jahren baut Georg die Weine des berühmten
Gräflich Stürgkh'schen Weingutes im nahegelegenen Klöch aus.
Inzwischen hat er die Weinberge des Gutes gepachtet. Somit kann
er neben seinen Kapfensteinern auch die gesuchten Gewürztraminer, aber auch Sauvignon Blancs und mehr vom nächsten Vulkan
unter seinem eigenen Namen anbieten.
Schonende Traubenverarbeitung ohne Pumpen ist der Grundstock
zur Qualitätserhaltung im Keller. Die Gärung erfolgt teils im Edelstahl, teils in Eichenfässern. Die Weine der "Steirischen Klassik"
werden mit deutlicher Frucht ausgebaut. Saftig und mit schönem
Körper kommen sie daher. Die Lagen-Weißen reifen zum Teil in kleinen Fässern, die übrigens aus eigener Kapfensteiner Eiche gefertigt
werden, und bleiben bis zur Abfüllung auf der Feinhefe. Es sind
stoffige Weine, dicht, reich und üppig, dazu voller herrlicher
Aromen, aber immer mit klarer Frucht, teils betont mineralisch
unterlegt. Die Rotweine werden grundsätzlich im Holzfaß ausgebaut, manche in großen Fässern, Olivin und Pinot Noir im Barrique.
Bei allen Rotweinen legt Georg neben schöner Frucht größten Wert
auf gute Struktur.
Die Gruppe "Steirische Terroir- und Klassikweingüter" ist eine Interessenvereinigung steirischer Weingüter mit größtem Engagement
für die regionaltypische Weinkultur. Die Bezeichnung "Steirische
Klassik" steht für sorten- und jahrgangstypische Weine mit präsenter Frucht, im Edelstahl gereift. Die großen Lagen, von der Gruppe
genau definiert, werden "Erste STK Lage" und "Große STK Lage"
bezeichnet. (8/13)
Ihr Klick zum Weingut und dem herrlichen Restaurant & Hotel
Schloß Kapfenstein: http://www.winkler-hermaden.at/
Infos zur STK-Gruppe: http://www.stk-wein.at/
Ihr Blick auf KAPFENSTEIN: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/kapfensteingoogle.htm




2012 Welschriesling 'Steirische Klassik'
2013 Weißburgunder 'Steirische Klassik'
2012 Morillon (Chardonnay) 'Steirische Klassik'
2013 Sauvignon Blanc 'Steirische Klassik'
8,40
9,50
10,50
12,50



2013 Morillon Ried Rosenleiten -Erste STK Lage2011 Grauburgunder Ried Schloßkogel -Erste STK Lage2011 Sauvignon Blanc Ried Kirchleiten -Große STK Lage-
16,00
19,50
21,00

2013 Ölberg Gewürztraminer Domäne Stürgkh halbtrocken
13,50


2011 Blauer Zweigelt 'Klassik'
2012 OLIVIN Zweigelt
9,50
18,50
ältere Jahrgänge OLIVIN auf Anfrage


2006 Hochwarth Beerenauslese Domäne Stürgkh
2001 Ried Kirchleiten Trockenbeerenauslese
0,375 l
0,375 l
14,50
22,50
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 25
FRANKREICH
Elsaß
Domaine Zind-Humbrecht Turckheim
Das Weingut zählt schon lange berechtigterweise
zu den angesehensten im Elsaß und in Frankreich.
In der jüngeren Vergangenheit haben die Humbrechts es verstanden, die Qualität der Weine
zuverlässig auf sehr hohem Niveau anzusiedeln.
Zunächst hatten Zénon Humbrecht und Emile Zind
eigene Weingüter. Die Familie Humbrecht taucht
in den Annalen des 18. Jahrhunderts als Pächter
der Weinberge der Abtei Marbach nahe
Guebwiller auf, ist seit 1620 Winzer im Elsaß.
1959 vereinigten die beiden Familien ihre Güter
zur Domaine Zind-Humbrecht mit heute 40 ha.
Von 1975 bis 1990 erwarb die Domäne umfangreichen Besitz in bedeutenden Lagen. Heute gehört sie der Familie Humbrecht. Zwei Generationen teilen sich die Arbeit im Weingut: während
Vater Léonard etwas kürzer tritt, trifft Olivier
inzwischen die wichtigen Entscheidungen.
Nach langen Überlegungen und Diskussionen
stellte die Familie Humbrecht ihren Betrieb auf
biologische Arbeitsweise um in der Überzeugung,
nur so zu wirklich guten Qualitäten und den typischen Aromen der einzelnen Lagen zu gelangen der ursprüngliche Terroirgedanke stand Pate. Im
Jahr 2000 erfolgte die Bio-Zertifizierung. Zwei
Jahre später war die Umstellung in voller Konsequenz vollzogen: der
Betrieb wurde biodynamisch geführt und auch so zertifiziert.
Die Weine der Domäne sind unglaublich komplex, voller Kraft und
Saftigkeit, die alle die Geschichte ihrer Weinberge erzählen. Schon
vor der Umstellung auf ökologische Bewirtschaftung wurden Weine
erzeugt, die auf langes Leben angelegt waren. Das gilt selbstverständlich noch heute. Man sollte den Weinen auch Zeit zur Reife
lassen, sie danken es mit einem Feuerwerk an Aromen!
Die Zind-Humbrecht-Weine sind so unterschiedlich wie ihre Böden,
die Erträge sind gering, die Weine konzentriert, und trotzdem hinterlassen die klassischen Rebsorten deutlich ihre Spuren. Immer
reifes Lesegut, nie chaptalisiert, eine langsame Vinifikation ohne Eile
und der ausgiebige Gebrauch klassischer großer, alter Holzfässer
läßt auf dieser Ausnahme-Domäne wunderbare Wein-Monumente
entstehen, die oftmals atemberaubend sind!
zeitlose Monumente mit schier unbegrenztem Alterungspotential.
Hier ordnet sich die Rebsorte dem Terroir unter, im Glas haben wir
Weinberg pur. Die erste Erwähnung fand der Rangen im Jahr 1296:
am 13. Juni wird beurkundet, daß das Basler Dominikanerkonvent
hier "4 scadi" (= 16 ha) Weinberge besitzt. Zind-Humbrecht ist
heute alleiniger Besitzer der 5,5-ha-Parzelle Clos Saint Urbain.
Die berühmte Wehrkirche in Hunawihr bei Riquewihr.
Auch der Clos Windsbuhl, ebenfalls 5,5 ha groß und in dem kleinen
Dorf Hunawihr mit seiner pittoresken Wehrkirche gelegen, verfügt
über einen besonderen Boden: im Elsaß gibt es nur hier reinen
Muschelkalk. In dem Weinberg steht überwiegend Pinot Gris, aber
auch Riesling und Gewurztraminer. Der 2005er Riesling hat eine
animierende, seidige Textur, die zusammen mit der kristallinen Säure Spannung aufbaut. Es ist ein weiter, einladender Wein, der mit
köstlicher Frucht, unterlegt mit zarter Mineralität, verwöhnt! Der
Gewurztraminer 2004 ist zwar mächtig, aber sagenhaft vielschichtig, ein Wein mit Kraft und Eleganz - ein Gewurztraminer zum
"Reinsetzen"!
Die Reben weiterer Lagen wachsen auf kalkhaltigem Lehmboden
wie im Turckheimer Heimbourg oder auf aromatisch kühler Kreide
wie zum Beispiel im Clos Häuserer in Wintzenheim, der am Fuße des
Grand Cru Hengst gelegen ist.
In Gueberschwihr gibt es einerseits Kalkstein, zum anderen, nahe
dem Grand-Cru Goldert, hellen bis violetten Sandstein, wie er an
der Abrißkante des Rheingrabenbruchs oft auftritt. Die Weine
zeigen dadurch eine feine Aromatik mit Noten von kleinen roten
Früchten und haben eine schöne Wärme in der Frucht. (08/12)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.zindhumbrecht.fr/
Ihr Blick auf den RANGEN: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/rangengoogle.htm
Ihr Blick auf den RANGEN: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/hunawihrgoogle.htm
Rangen de Thann auf Vulkangestein und die Urbanus-Kapelle.
Natürlich nimmt die Weinbergsarbeit den größten Anteil des Aufwandes ein, der für die Weine betrieben wird. Maschinen sind in
den Weinbergen verpönt, aber ein Teil der Arbeiten wird von Pferden unterstützt. Sie vermeiden eine Verdichtung der Böden und
damit Schäden, die wiederum die Versorgung der Reben durch die
Wurzel behindern.
Eine herausragende Lage ist der berühmte, steile Grand Cru Rangen
mit der Parzelle Clos Saint Urbain in Thann. Diese Südlage ist in
vielerlei Hinsicht eine Besonderheit: es ist der einzige elsässer
Weinberg auf Vulkangestein, und er ist der südlichste Weinberg im
Elsaß. Die Trauben reifen hier spät, und Olivier nutzt die langsame
Traubenreife bis in den Oktober, ja sogar in den November hinein.
Er erntet mächte Rieslinge von kraftvoller Struktur, reif in den
Säuren, groß im Körper und von unglaublicher Aromadichte. Es sind


2012 Riesling
2008 Riesling
12,00
15,00



2010 Riesling Gueberschwihr
2008 Riesling Clos Häuserer
2005 Riesling Clos Windsbuhl
22,00
28,50
44,00

2008 Riesling Clos Saint Urbain
Grand Cru Rangen de Thann
2005 Riesling Clos Saint Urbain
Grand Cru Rangen de Thann

58,00
56,00


2012 Pinot Blanc
2010 Pinot Blanc
11,50
15,00



2012 Gewurztraminer
2010 Gewurztraminer Gueberschwihr
2004 Gewurztraminer Clos Windsbuhl
12,50
22,00
38,50
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 26
FRANKREICH
Elsässer Impressionen von oben links im Urzeigersinn: Nothalten in seinen Reben; Weinberge im Herbst und die strenge Symmetrie im
Winter (beides bei Rodern); die Dächer der Stiftskirche von Thann; das Vulkangestein in der Grand-Cru-Lage Rangen de Thann und die
Hochkönigsburg oberhalb von St. Hippolyte.
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 27
FRANKREICH
Burgund: Côte de Nuits
Domaine des Lambrays Morey-Saint-Denis
Die Domäne besitzt mit dem 8,8 ha großen Clos
des Lambray eine der schönsten Grand-CruLagen Burgunds. Seine Geschichte war allerdings überaus wechselhaft. Verschiedene Besitzer in den vergangenen Jahrhunderten scheinen
das Anwesen mehr als Sommerresidenz genutzt
und die Weinberge als unnötiges Anhängsel
empfunden zu haben.
Entsprechend traurig war der Zustand von Keller
und Weinberg, der zunächst über viele Jahre als
Premier Cru eingestuft war. 1981 - die Domäne
war im Besitz der Brüder Saier aus Algerien wurde er zum Grand Cru hochgestuft. Dazu
muß man wissen, daß im Burgund weder der
Wein noch der Rebbestand der Lage die Einstufung zu einem bestimmten Rang entscheidet,
sondern ausschließlich die potentielle Qualität,
die der betreffende Weinberg hervorzubringen
imstande ist.
Mit dem Jahrgang 1991 gelang Thierry Brouin,
dem Verwalter der Domäne, die Wende. Er
wurde von den Saiers zum Leiter des Gutes
bestellt und ist es noch heute. Ende der Acht-
ziger Jahre standen ihm endlich ausreichende Mittel zur Verfügung,
Weinberge und Keller in einen Zustand zu versetzen, der die
Erzeugung eines wahren Grand Cru ermöglichte. Mit Brouin war
auch ein Mann ausgewählt worden, der von seiner Qualifikation
und Philosophie her in der Lage war, die Geschicke des Betriebes
zum Guten zu wenden. Wie gesagt, 1991 machte er den ersten
wirklich großen Grand Cru Clos des Lambrays. Und seitdem ist die
Qualität nicht nur stabil, sondern wird von Jahr zu Jahr perfekter.
Was auch daran liegt, daß die nachgepflanzten Reben ein gutes
Alter erreichen. Seit 1996 gehörte die Domäne der Familie Freund
aus Koblenz. Auch sie war getrieben von dem Willen zur Erzeugung
höchster Qualitäten, sodaß Brouin nun auch von Seiten der Besitzer
die notwendige Unterstützung sicher war. Eine Reihe großartiger
Jahrgänge beweist, daß es Brouin stets gelingt, die Klasse dieses
Grand Cru im Wein widerzuspiegeln.
Aktuell ist die Domäne - für extrem viel Geld, wie man hört - an den
Konzern Louis-Vuitton-Moët-Hennessy verkauft worden. (09/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.lambrays.com/
Ihr Blick in den CLOS DES LAMBRAYS: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/lambraysgoogle.htm

2011 Clos des Lambrays Grand Cru
115,00
Domaine Hudelot-Noëllat Chambolle-Musigny
Alain Hudelot zählt für mich zu den interessantesten Winzern
Burgunds, auch wegen seiner Persönlichkeit. Seine Weine sind wunderbar aromatisch und bei aller Reichhaltigkeit und Tiefe überaus
elegant und vornehm strukturiert. Finessenreich kommen die Pinot
Noirs aus den unterschiedlichen Gemeinden und Lagen daher, und
das jeweilige Terroir ist aufs Beste erkennbar. Die Grand-Cru-Weine
sind überwältigend.
Eigen ist den Weinen aber insbesondere, daß sie das "Terroir
Burgund" leicht zugänglich machen. Wenn jemand sich ernsthaft
für klassische Pinot-Noir-Weine zu interessieren beginnt, findet er
mit Alains Weinen einen guten Einstieg. Pinot Noir kann manchmal
divenhaft unnahbar sein - nicht so die Weine der Domäne HudelotNoëllat. Es scheint fast so, als mache der lebensfrohe Monsieur
Hudelot diese saftigen Weine ausschließlich für sich selber, denn er
erzeugt Weine, die mit ihrer bestechenden Frucht ungeheuer Spaß
machen.
Seit 2004 ist Vincent Mugnier für den Keller verantwortlich.
Inzwischen geht die Verantwortung für den Betrieb zunehmend auf
Alains Enkel Charles van Canneyt über. Klar ist, daß beide am bisherigen Stil festhalten werden. Darüber hinaus werden sie die Domäne
künftig biologisch bewirtschaften.
Domaine Robert
Ihr Blick in den CLOS DE VOUGEOT: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/vougeotgoogle.htm
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2012 Bourgogne Pinot Noir
2011 Bourgogne Pinot Noir
17,50
16,80
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2012 Chambolle-Musigny
42,00
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2011 Nuits-Saint-Georges
'Les Bas de Combes'
2009 Nuits-Saint-Georges
'Les Bas de Combes'
36,50
2011 Nuits-Saint-Georges
1er Cru Les Murgers
67,00
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2011 Clos de Vougeot Grand Cru
37,50
112,00
Chevillon Nuits-Saint-Georges
Robert Chevillon, Jahrgang 1938, hat das Zepter auf der Domäne
schon lange an seine Söhne Denis und Bertrand übergeben. Die
traditionell bereiteten Weine sind von herausragender Qualität und
zählen zu den besten in Nuits. Unter der jüngeren Generation sind
sie gar noch feiner geworden. Die Frucht der Chevillon-Weine ist
immer dicht, mit einem Hauch dunkler Beeren in den Kopfnoten.
Der harte Boden auf Kalkfelsen gibt den Weinen eine mineralische
Note, die bisweilen auch etwas rauchig unterlegt ist. Ein besonderes
Merkmal der Domäne ist, daß die Chevillon-Brüder dank
umsichtiger Weinbergsarbeit und gegegenenfalls Verzicht auf nicht
perfektes Lesegut auch in schwierigsten Jahrgängen ausgezeichnete
Weine auf die Flasche bringen.
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2011 Nuits-Saint-Georges 'Vieilles Vignes'
2011 Nuits-Saint-Georges
1er Cru Les Chaignots
2011 Nuits-Saint-Georges
1er Cru Les Cailles
2011 Nuits-Saint-Georges
1er Cru Les Vaucrains
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 28
36,00
49,00
67,00
71,00
FRANKREICH
Burgund: Côte de Beaune + Côte Challonaise + Chablis
Domaine Chanson Beaune
Das Haus Chanson Père & Fils wurde
1750 gegründet, damals noch unter dem
Namen seines Gründers. Der war Simon
Verry, der außer mit Wein auch mit Käse,
Korken, Rebstöcken und Olivenöl handelte. Später bot er nur noch seinen Wein
an.
Im Zuge der Revolution ging die Stadtbefestigung von Beaune ins Gemeingut
über. Die Stadtmauer entstand nach dem
Abgang der Burgunder-Herzöge aus dem
Hause Vallois zu Ende des 15. Jahrhunderts. Mehrere Ecktürme dienten als
Bastionen. Eine davon, die Bastion de
l'Oratoire nahe der Porte Saint-Nicolas,
erwarb Simon Verry im Jahr 1794. Noch
heute dient der Turm mit seinen 8 Meter
dicken Mauern der Domäne zum Lagern
ihrer Weine. Zwischenzeitlich war der
Turm um zwei Stockwerke erweitert
worden, da seine Kapazität knapp wurde.
Mit seinen dicken Mauern garantiert er
noch heute gleichbleibende Feuchtigkeit
und Temperatur - ideal für den Ausbau
und die Lagerung von Wein!
Im Jahr 1847 fand dann der Namenswechsel statt: Simon Verry verkaufte den
Besitz an Alexis Chanson, mit dem er
schon seit 40 Jahren zusammenarbeitete.
Die Familie Chanson brachte ihren
wertvollen Weinbergsbesitz ein. Noch
heute sind diese Weinberge - vor allem
Premier-Cru-Lagen in Beaune, Savigny-lès-Beaune und PernandVergelesses - das Herzstück des Gutes.
Die Weine aus Beaune, Pernand und Savigny sind ausschließlich
Domänen-Abfüllungen. In Chablis und an der Côte Chalonnais
stammen die Trauben von Vertragswinzern. Teilweise werden die
Weinberge von der Chanson-Mannschaft betreut. Die übernimmt
dann spätenstens ab der Hand-Lese die gesamte Verantwortung.
1999 erwarb das Familienunternehmen Jacques Bollinger, ein angesehenes Champagnerhaus, die Domaine Chanson. Bedeutende Investitionen in die Weinberge und den Kellerbetrieb brachten einen
gewaltigen Qualitätsschub, dessen Auswirkungen sich erst heute
richtig zeigen! Inzwischen wurden rund 7 ha weiterer Weinberge in
Puligny-Montrachet, Chassagne-Montrachet und Santenay erworben. So gehören heute rund 45 ha zum Gut, fast ausschließlich
erstklassige Premier- und Grand-Cru-Lagen.
In den Weinbergen wird konsequent naturnah gearbeitet; das
Lesedatum wird für jede einzelne Parzelle gesondert festgelegt. Die
Trauben werden ausschließlich von Hand in kleine Kisten geerntet
und schnellst zur Kellerei gebracht. Dort werden sie nochmals von
einer 20köpfigen Mannschaft sortiert, um nur perfekte Trauben zu
verarbeiten.
Chanson arbeitet im Keller traditionell. Das Lesegut der Rotweine
wird nicht entrappt. Die Maischestandzeit richtet sich nach den
Anforderungen des Jahrgangs. Nach der Gärung reifen die Roten im
Schnitt 18 Monate in Eichenfässern, von denen nie mehr als 30%
neu sind. Das Holz soll die feinen Aromen des Pinot Noir nicht
überdecken, Mainstream-Weine sind nicht erwünscht!
Für die Weißweine werden Preß- und Scheitermost verworfen, nur
das perfekte Mittelstück wird ausgebaut. Während des Ausbaus im
Eichenfaß werden immer wieder die Hefen aufgerührt. So entwikkelt sich eine perfekte Aromastruktur mit herrlicher Fülle und
saftiger Komplexität.
Chanson ist einerseits ein 'Maison', ein Handelshaus - eines der
kleinsten -, andererseits eine Domäne mit wertvollem eigenem
Besitz. Und die Weine aus den Vertragsflächen aus langjährigen
Partnerschaften werden wie eigene behandelt und sind deshalb
auch von untadeliger Qualität!
Der weiße wie der rote Premier-Cru Bastion wird aus den jüngeren
Reben der Premiers Crus in Beaune gekeltert. Der Rote hat eine
besonders strahlende Frucht und ist zugleich ein seidiger Wein, und
auch der Weiße besticht mit finessenreicher Eleganz.
Teuron stammt von einem Terroir, das den Weinen Kraft und Würze
mit auf den Weg gibt. La Dominode aus Savigny ist ein femininer,
eleganter Wein mit Finesse, der Pernand-Vergelesses ist kräftiger.
Die Weine der Côte Chalonnaise erinnern in Stil und Aromatik ein
wenig an die Côte de Beaune, an die das Gebiet südlich anschließt.
Hier wachsen die Reben auf Kalkstein mit einsenhaltigem Mergel.
Der Mercurey ist ein kräftiger Rotwein mit saftiger Frucht, die an
kleine rote Beeren wie reife Kirschen mit einem Hauch Himbeere
erinnert.
In den Weinbergen von Beaune.
Sowohl der weiße wie der rote Clos des Mouches sind vornehm und
sehr komplex. Diese Lage bringt wohl die elegantesten Weine von
Beaune hervor. Eine Besonderheit ist der weiße Caradeux in Savigny:
Er verfügt über die gleiche Mineralität wie sein großer Nachbar
Corton-Charlemagne!
Der Chablis wird traditionell Edelstahl ausgebaut; die Frucht ist
rassig und von kühler Mineralik unterlegt. Üppige Frucht und fast
monumentaler Gehalt zeichnen den Premier-Cru Montée de Tonnerre aust. Der großartige Grand Cru Les Clos ist elegant und voller
Finesse, äußerst vornehm und lang! Die Premiers- und Grands-Crus
werden teils in gebrauchten, älteren Holzfässern ausgebaut. (05/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.domaine-chanson.com/
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2011 Bourgogne Pinot Noir
2012 Mercurey
2007 Savigny-lès-Beaune
1er Cru La Dominode
2007 Pernand-Vergelesses
1er Cru Les Vergelesses
2009 Beaune 1er Cru Bastion
2009 Beaune 1er Cru Teurons
2007 Beaune 1er Cru Clos des Mouches
2012 Chablis
2011 Chablis 1er Cru
Montée de Tonnerre
2008 Chablis 1er Cru
Montée de Tonnerre
2009 Chablis Grand Cru Les Clos
2007 Chablis Grand Cru Les Clos
2008 Savigny-lès-Beaune
1er Cru Hauts Marconnets
2008 Pernand-Vergelesses
1er Cru Les Caradeux
2011 Beaune 1er Cru Bastion
2008 Beaune 1er Cru Bastion
2007 Beaune 1er Cru Clos des Mouches
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 29
13,75
19,00
26,50
26,50
33,00
35,00
49,50
17,50
26,50
23,00
43,50
43,50
19,90
29,80
31,00
31,00
61,00
FRANKREICH
Domaine Rémi
Rémi Jobard arbeitete seit 1992 auf der 9-haDomaine seines Vaters Charles mit. Als dieser
1996 in Rente ging, übernahm Rémi den Betrieb. Innerhalb kürzester Zeit erwarb er sich
einen ausgezeichneten Ruf, und heute mischt er
unter den Top-Gütern der Appellation mit.
Zum Domäne gehören Weinbergslagen vom
Allerfeinsten. Rémi ist besonders stolz darauf,
daß er über sehr alte Reben verfügt. Die Chardonnay-Reben in 'Les Chevalières' zum Beispiel
wurden 1940 gepflanzt! Vom Terroir her ist
diese Lage einem Premier-Cru näher als einer
village-Lage, die sie ja tatsächlich "nur" ist. Es
ist ein Wein, der immer etwas Zeit braucht, mit
etwas Reife dann eine wunderbare tiefe und
reichhaltige Frucht zeigt. Auch im Premier-Cru
'Les Genevrières' sind die Reben sehr alt. Aus
dieser Lage kommen majestätische Weine mit
der für Meursault typischen Opulenz, fest im
Kern, mit reifer, reicher Frucht, nachhaltig, auch
immer verschlossen in der Jugend, dafür aber
außergewöhnliche Langsteckenläufer.
Rémi Jobards Weine lassen sich allgemein so beschreiben: sie sind
vollmundig, intensiv mineralisch und von bestechender Eleganz, auf
jeden Fall kraftvoll, aber auch immer voller Finesse: nicht viele
Winzer in Meursault haben so fein strukturierte Weine zu bieten!
Jobard Meursault
Im Keller geht Rémi mit dem Holz meisterlich um. Natürlich reifen
die Weine im Barrique, aber jegliche Holzaromatik in seinen Weinen
ist ihm verhaßt. Sie sollen ihre großartige Frucht zeigen, nicht intensive Holz- und Vanillenoten. Auch hierin unterscheiden sich seine
Weine von vielen modernen Exemplaren, in denen das Holz völlig
überbetont ist. Rémis Ziel sind klassische Weine abseits moderner
Strömungen.
Seit 2005 bewirtschaftet Rémi Jobard seine Rebberge biologisch.
Seitdem kommen die einzelnen Terroirs noch besser zur Geltung,
und die Weine sind dadurch womöglich noch frischer, tiefgründiger
und reintöniger geworden. (09/13)
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2012 Bourgogne Blanc
2011 Bourgogne Blanc
19,50
19,50
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2012 Meursault 'Les Chevalières'
2011 Meursault 'Les Chevalières'
2010 Meursault 'Les Chevalières'
2009 Meursault 'Les Chevalières'
47,00
45,50
45,50
42,00



2012 Meursault 1er Cru Les Genevrières 63,00
2011 Meursault 1er Cru Les Genevrières 61,00
2011 Meursault 1er Cru Les Charmes
69,50
Links: das Château de
Santenay in Santenay
wird heute Château
Philippe Le Hardi
genannt, nach dem
ersten Herzog von
Burgund (1342 1404), dem es einst
gehörte. Auch das
sonst eher schlichte
Rathaus von
Meursault (rechts) hat
ein buntes Ziegeldach.
Domaine Jean
Chartron Puligny-Montrachet
Die Domäne wurde 1859 von Jean-Edouard
Dupard in Puligny gegründet. Monsieur Dupard
war es, der als Bürgermeister im Jahre 1873 die
Verwaltung dazu brachte, dem Dorfnamen den
Namen des berühmtesten Weinberges der
Gemeinde anzuhängen: der Doppelname PulignyMontrachet war geboren.
Für etwa 30 Jahre war die Domäne mit dem
Handelshaus Chartron & Trebuchet verbunden;
2004 hat Jean-Michel Chartron, der das Gut in
fünfter Generation führt, die Domäne aus dem
Verbund gelöst und arbeitet wieder völlig
eigenständig. Inzwischen umfaßt der Besitz 13
ha, vor allem in Puligny- und ChassagneMontrachet und Aubin. Ein stolzes LagenPortfolio gehört zum Betrieb. Darunter sind
Chevalier-Montrachet Grand Cru 'Clos des
Chevaliers' sowie die Puligny-Montrachet 1 er
Crus 'Clos du Cailleret' und 'Clos de la Pucelle' im
Alleinbesitz von Domaine Chartron.
Natürlich kann hier, in ihrer wahren Heimat, die Chardonnay-Rebe
alle ihre Trümpfe ausspielen. In den begnadeten Weinbergen
wachsen die besten Chardonnays heran. Dennoch muß ein guter
Winzer ihr mit größter Sorgfalt Hilfestellung bei der Weinwerdung
geben. Jean-Michel Chartron tut das perfekt: er zählt heute zu den
besten Erzeugern in Puligny-Montrachet. Seine Weine sind wunderbar ausgewogen und elegant, dabei haben sie eine gute Struktur,
feine Mineralität und dichte Textur, sie sind finessenreich und
brillieren mit ihrer kristallklaren Frucht. Es sind eben große weiße
Burgunder von außerordentlich kostbaren Terroirs. (09/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.bourgogne-chartron.com/
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2011 Rully 'Montmorin'
17,50
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2012 Puligny-Montrachet
2011 Puligny-Montrachet
2010 Puligny-Montrachet
42,00
39,50
39,50
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2012 Puligny-Montrachet
1er Cru Clos du Cailleret Monopole 69,50
2011 Puligny-Montrachet
1er Cru Clos du Cailleret Monopole 67,00
2012 Chevalier-Montrachet Grand Cru
219,00
Clos des Chevaliers Monopole
2011 Chevalier-Montrachet Grand Cru
198,00
Clos des Chevaliers Monopole
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Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 30
FRANKREICH
Domaine Marc
Morey Chassagne-Montrachet
Fernand Morey gründete die Domaine Morey et
Fils 1919; er begann mit 2 ha Weinbergen, und
als Gutsgebäude diente ihm das Café-Restaurant
seines Vaters, eine alte Postkutschenstation. Ende
der 30er Jahre hatte Fernand die Fläche des Gutes
bereits vergrössert, und er begann selber abzufüllen. Seit 1944 arbeitete sein Sohn Marc mit im
Weingut und übernahm nach Fernands Tod 1964
die Domäne. Er baute 1972 ein neues Gutsgebäude mit Kellern, weil die gewachsene Weinbergsfläche das erforderte. 1977 trat Schwiegersohn Bernard Mollard in die Domäne ein, die
er heute mit Frau Marie-Jo und Tochter Sabine
leitet.
Die Domäne besitzt heute 9,25 ha Weinberge,
davon 2 ha mit roten Trauben in ChassagneMontrachet und Beaune. Auf der restlichen
Fläche stehet Chardonnay: ein halber Hektar für
Bourgogne Blanc, ein viertel Hektar für Chassagne-Montrachet Villages. Alle anderen Lagen
haben Premier-Cru- beziehungsweise die 13 ar
Bâtard-Montrachet Grand-Cru-Status.
En Virondot ist eine ganz besondere Lage, nur 2,3 ha groß, mit über
320 m höher als alle Nachbarlagen, geschützt durch Wald und
Buschwerk. Die Nächte sind in dieser Höhe kühl; dadurch entwikkeln die Weine eine klare, elegante Frucht. Die Bodenstrukturen
ändern sich selbst auf der kleinen Fläche häufig. Harter Kalk bildet
den Untergrund, und es gibt sehr steinige Areale, die weiß von
kalkhaltigen Felstrümmern sind, und andere, wo der Oberboden
stärker verwittert ist.
gehört der Familie Boudrant, die aber seit Jahren ihre Trauben an
die Domaine Morey abgibt, die damit die Lage praktisch im
Alleinbesitz hat.
Opulent und schmeckbar Grand Cru kommt Bâtard-Montrachet
daher. Bernard ist stolz, auch hier Besitz zu haben, und zwar im Teil,
das zu Chassagne gehört. Viel Kraft, aber auch Schliff und
Alterungspotential sind dem Bâtard aus über 60jährigen Reben
zueigen. Ein Schatz der Domäne ist auch der Premier Cru Les
Pucelles in Puligny, gleich neben den Grand-Cru-Lagen.
Bernard Mollard erntet seine Trauben ausschließlich von Hand. Die
weißen Moste beginnen ihre Gärung nach dem Pressen in Edelstahltanks. Etwa nach der halben Gärung kommen sie in Holzfässer,
rund ein Viertel davon neu, wo sie die alkoholische und im Winter
auch die malolaktische Gärung beenden. Üblicherweise füllt Bernard
die Weine nach einem knappen Jahr Reifezeit auf Flaschen.
Ein seltener Anblick: der Weinberg im Chassagne-MontrachetPremier-Cru Les Vergers wird neu angelegt. Wir sehen den eisenhaltigen Lehmboden, der die dünne Auflage auf der Kalkfelsplatte im
Unterboden bildet und eine unendliche Menge Felstrümmer enthält.
Die Weine der Domaine sind würzig, mit klarer, reichhaltiger Frucht,
kraftvoll und gut strukturiert. Das Eichenholz, maßvoll eingesetzt,
bändigt die Kraft, drängt sich im Geschmack aber nicht nach vorne.
Aus dieser Sicht ist Bernard ein Traditionalist, der eine klare Frucht,
aber keine Holzaromatik in seinen Weinen will. (04/13)

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Bernard Moillard im Weinkeller.
Der Boden gibt den Virondot-Weinen eine wunderbare Mineralik
und Finesse. Die ältesten Reben hier sind über 50 Jahre alt. Rund
90% von En Virondot gehören der Domaine, die restliche Fläche
Château Pierreclos im südlichen Mâconnais.

2006 Chassagne-Montrachet
1er Cru En Virondot
44,50
2006 Chassagne-Montrachet
1,5 l MAGNUM 93,50
1er Cru En Virondot
2004 Puligny-Montrachet
1er Cru Les Pucelles
Burgundische Impressionen:
Weinbergsarbeit mit dem Pferd.
55,00
Im Grand Cru Corton.
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 31
FRANKREICH
Burgund: Mâconnais
Domaine Saumaize-Michelin Vergisson
Das Dorf Vergisson unterhalb seines Felsens. Auf den Abhängen
wächst Mâcon-Vergisson. Wer den unten angegebenen Link in die
Weinberge nutzt, findet dort eine "Wegbeschreibung" zur Domaine
Saumaize-Michelin mit dem Hinweis auf den freistehenden Baum
auf halber Höhe zwischen Dorf und Felsen.
Die Rebstöcke der Domaine Saumaize-Michelin wachsen an den
Abhängen und zwischen den beiden berühmten spektakulären Felsen im Mâconnais, dem Roche de Solutré und dem Roche de Vergisson. Die geologischen und klimatischen Bedingungen sind hier ideal
für die Chardonnay-Rebe, die ja ausschließlich für die Weißweine
mit den regionalen Appellationen zugelassen ist. Jura-Kalk bildet die
Bodengrundlage, und an den Hängen auf den Bergflanken befinden
sich die besten Lagen.
Christine und Roger Saumaize bewirtschaften 9,5 ha in vier Appellationen. Knapp 6 ha davon sind Pouilly-Fuissé in verschiedenen
Lagen und Parzellen, etwa 2 ha Saint-Véran und der Rest MâconVillages und Mâcon Rouge. Kürzlich wurde den Flächen MâconVillages, die am Abhang des Roche de Vergisson liegen, eine eigene
Appellation zuerkannt: Mâcon-Vergisson. Das ist quasi die "Hauslage" der Saumaizes, denn sie liegt gleich hinter ihrem Haus (auf
dem Bild oben zwischen dem Dorf und dem Felsen). Die Reben
wachsen hier direkt auf hartem Kalk mit nur geringer Feinerdeauflage.
Die Saumaizes sind nur selten auf der Domäne anzutreffen: ständig
sind sie in den Reben, sie lassen den Böden und den Pflanzen große
Sorgfalt angedeihen. Über einige Jahre haben sie den Betrieb umgestellt, jetzt wird er konsequent biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Natürlich wird auf der Domäne ausschließlich von Hand geerntet, und schonendste Verarbeitung und geringste Eingriffe im Keller
sind Voraussetzung zum Erhalt der hohen Qualität des Lesegutes.
Hinter den sahneweißen Charolaisrindern erkennt man in der
sanften Herbstabendstimmung den Roche de Solutré und im
Hintergrund den Roche de Vergisson.
Roger vinifiziert alle Weine nach Parzellen und damit auch Bodenunterschieden getrennt. Dank seiner akribischen Arbeit zeigen seine
Weine supergut das Terroir und den Charakter Südburgunds.
Der Mâcon-Vergisson ist für eine "einfache" Appellation ungewöhnlich stoffig und nachhaltig. Der Wein zeigt klasse die Typizität
des Chardonnay (einzig zugelassene weiße Rebsorte hier), ist saftig,
rassig, frisch und deutlich mineralisch.
Dichter noch ist der Saint-Véran 'Les Crèches', cremig-rund, mit
eleganter, prononcierter Frucht und langem, animierenden Finale.
Seit dem Jahrgang 2011 erzeugt Roger nur noch einen Saint-Véran:
auch das Vieille-Vigne-Lesegut ist in diesem Wein enthalten, da alle
Reben inzwischen sehr alt sind. Beim vornehmen Pouilly-Fuissé gibt
es einen ganz besonderen Leckerbissen, den 'Clos sur la Roche' aus
einer hoch am Hang gelegenen Parzelle, auf hartem Fels mit hohem
Kalkgehalt und sehr alten Rebstöcken. Sie ist von einem alten
Mäuerchen umgeben. Der Wein ist von betörender Eleganz, mit
feiner Textur und unglaublicher Fruchttiefe, mit klasse Mineralik
unterlegt - ganz großer burgundischer Chardonnay! (03/13)
Ihr Blick auf VERGISSON samt Felsen: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/vergissongoogle.htm
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2012 Mâcon-Vergisson 'La Roche'
2012 Saint-Véran 'Les Crèches'
2012 Pouilly-Fuissé 'Clos sur la Roche'
2012 P.-F. 'Clos sur la Roche'
0,375 l
Südburgundische Impressionen:
Südburgund im Herbst.
Eindrucksvolle Reste der Abtei Cluny.
Das berühmte Fresco in Berzé-la-Ville.
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 32
15,50
16,50
22,50
12,00
FRANKREICH
Beaujolais
Domaine de La
Madone Le Perréon
Jean Bererd und seine Söhne Bruno, Olivier und Frédéric sind Winzer
in Le Perréon, dem Nachbardorf von Vaux-en-Beaujolais, das als
"Clochemerle" im gleichnamigen Roman von Gabriel Chevalier berühmt wurde: es ging um den Bau einer öffentlichen Bedürfnisanstalt, und die Charaktere der Dorfbewohner werden auf's Köstlichste beschrieben! Die 25-ha-Domäne ist die älteste in Le Perréon: die
Familie Bererd bewirtschaftet sie bereits seit dem 16. Jahrhundert!
Bruno Bererd (rechts) mit seinem Bruder Frédéric beim Rebschnitt.
Man sieht, daß im Beaujolais der moderne Drahtrahmen Einzug
gehalten hat. Damit ist ein erheblich besseres Laubmanagement
möglich als mit den traditionellen Reberziehungsformen.
Hier, im nördlichen Beaujolais, in der Nähe der Cru-Lagen, bestehen
die Böden überwiegend aus Granit. Wenn man mit Bruno durch die
Weinberge geht, ist man erstaunt, wie steil die Hügel hier sind! Die
Weinberge der Bererds, zu etwa 90% auf Granit, der Rest auf
schiefrigem Untergrund, sind von Südost über Süden nach Südwest
Von der Madonnenfigur auf dem Granithügel entlehnte die Domaine La Madone ihren
Namen.
ausgerichtet. Die Bererds arbeiten mit moderner Drahtrahmen-Erziehung, um die Laubwand perfekt kontrollieren zu können.
Im Beaujolais ist die rote Gamay-Traube zu
Hause, richtiger gesagt die Gamay noir au jus
blanc. Sie liefert Weine mit saftiger Frucht und
dezentem Tannin. Auf den Granitböden bei Le
Perréon - ähnlich wie in den Cru-Lagen - sind
die Weine rassig und finessenreich.
Bruno Bererd, der auf der Domäne das gewichtigste Wort zu sagen hat, will vollreifes
Lesegut ernten. So erreicht er Weine mit
üppiger Frucht, aber auch Dichte, Fülle und
Konzentration. Notwendig ist dafür ein hoher
Personalaufwand bei der Ernte. Mit acht
Leuten wird die Vorlese betrieben, Reifes geborgen und Grünes herausgeschnitten. Für die
Hauptlese treten rund 40 Helfer an, die
meisten aus dem Dorf. Nach etwa zwei
Wochen Arbeit ist der Lohn der Arbeit in den
Keller eingebracht. Rund 90% der Trauben
werden entrappt, um eine sanfte Tanninstruktur zu erzielen. Die Cuvaison dauert je nach
Jahrgang etwa zwei bis drei Wochen, um ein
Maximum an Frucht zu extrahieren.
Ein Teil der Weine aus älteren Reben reift in kleinen Eichenholzfässern, die 'Cuvée élevée en fûts de chêne'. Während die traditionelle
Cuvée mit charmanter, saftiger und satter Frucht und schönem
Körper erfreut, ist die Eichenholzcuvée mehr auf Tiefe, Eleganz und
vor allem Struktur ausgelegt - Burgund läßt grüßen!
Zu den Beaujolais' genießt man traditionell Wurstwaren, aber auch
helles Fleisch und Ziegenkäse sind hervorragende Begleiter. (03/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.bererd-fils.com/
Ihr Blick auf LE PERRÉON: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/madonegoogle.htm
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2010 Beaujolais-Villages 'Le Perréon'
Impressionen aus dem Beaujolais:
Das Rathaus von Vaux-en-Beaujolais oder
"Clochemerle" - siehe oben!
Das Schloß von Pierreclos liegt im südlichen
Mâconnais, aber es ist schon typisch für die
Landschaft des Beaujolais'.
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 33
7,50
FRANKREICH
Südliche Rhône: Rasteau + Côtes du Rhône
Domaine du Trapadis Rasteau
Das 800-Seelen-Dorf Rasteau liegt auf dem
Abhang der Montagne de Ventabren, ein
Schwemmkegel aus alpinem Gestein. Wir
finden hier Ton und sandigen Lehm auf einem
Untergrund von kalkhaltigem Fels, tertiäre und
quartäre Ablagerungen. Die Böden der
Weinberge sind mehr oder weniger stark mit
Kieseln und galets roulés durchsetzt.
Die Weinberge sind amphitheatermässig angeordnet, was ihnen Schutz vor dem oft
blasenden Mistral bietet, und liegen auf einer
Höhe von 130 bis 250 m.
Um 1850 begann die Geschichte der Domaine
du Trapadis, als beide Urgroßväter von Helen
Durand, dem heutigen Besitzer, Weinberge in
Rasteau besaßen. Durch Heirat und Erbschaft
wurde die heutige Familiendomäne daraus. Als
Helen 1990 mit 16 Jahren begann, auf der
Domäne zu arbeiten, füllte man erstmals selbst
den eigenen Wein in Flaschen. Bis dahin wurden die Weine lose an Handelshäuser verkauft.
Helen studierte damals noch und machte später
ein Praktikum auf Château de Beaucastel in
Châteauneuf-du-Pape. Dann übernahm er
1996 die Verantwortung für die Domäne.
Auf den 23 ha der Domäne überwiegt die Rebsorte Grenache für
die Rotweine deutlich mit zwei Dritteln des Bestandes. Ihr zur Seite
stehen Syrah, Carignan und Mourvèdre. Die älteste GrenacheParzelle wurde 1922 gepflanzt und heißt "Trapadis" - provenzalisch
für eine Grube, in der eine Quelle entspringt. Insgesamt haben die
Reben ein Durchschnittsalter von 40 Jahren.
Synthetische Mittel sind tabu, Reben und Boden sollen zusammen
mit Flora und Fauna im Weinberg ein intaktes Ökosystem bilden. Im
Zusammenspiel mit perfektem Wurzelwerk ist der Weinberg dann
gegen ungünstige Einflüsse optimal geschützt. Helen ist überzeugt,
daß so der Ausdruck und das Potential des Terroirs am besten zur
Geltung kommen. Die Ernte erfogt mit sorgfältiger Selektion von
Hand. Ideale Reife ist das Ziel von Helen, gesunde Trauben mit guter
Konzentration der Inhaltsstoffe.
Die gesamte Ernte wird entrappt und sanft angepreßt, die Maischegärung findet in Betoncuves statt, einem Material, das in Frankreich
wegen seiner hervorragenden Eigenschaften sehr geschätzt wird.
Die Gärung erfolgt immer mit den eigenen Hefen. Die gesamte
Kellerarbeit zielt auf eine klare, frische Frucht und sanfte, feine
Tannine ab. Zum Ausbau verwendet Helen so gut wie keine Holzfässer. Das unterstreicht seine traditionelle Arbeitsweise und belohnt
mit köstlicher, frischer Frucht und wunderbar sanften Tanninen in
seinen Weinen! Vor der Abfüllung werden die Weine leicht filtriert fertig.
Schon der Basiswein der Domäne, der Côtes du Rhône, hat nur
einen Ertrag von 40 hl/ha. Der reine Grenache-Wein reifte vor der
Abfüllung 18 Monate in der cuve: saftig und mit trinkfreudiger
Leichtigkeit. Im Rasteau Tradition finden wir 70% Grenache und je
10% Carignan, Mourvèdre und Syrah. Auch hier besticht eine
frische Frucht, in den Kopfnoten rote Beeren und Sauerkirsche, ein
Wein voller Spannung und Lebendigkeit.
Rasteau auf dem Abhang der Montagne de Ventabren.
Les Ardrès keltert Helen Durand aus sehr alten Reben am Hang:
80% Grenache und je 10% Carignan und Mourvèdre. 10% des
Weines werden im Eichenholzfaß ausgebaut. Es ist ein Wein mit
dichter Frucht, feinkörnigem, dezentem Tannin und durchaus
nachhaltiger Kraft, in den Aromen vor allem Noten von dunklen
Beeren und gutem Reifepotential. (06/12)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.domainedutrapadis.com/
Ihr Blick auf RASTEAU: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/rasteaugoogle.htm



2010 Côtes du Rhône
2010 Rasteau 'Tradition'
2010 Rasteau 'Les Ardrès'
7,50
9,95
15,50
Südfranzösische Impressionen
Die Provence und ihre nähere Umgebung ist gespickt mit historischen Monumenten der
unterscheidlichsten Epochen. Sie alle entführen uns in eine spannende Vergangenheit und
fesseln mit ihrer Geschichte: Die kleine Abtei Sénanque im abgeschiedenen Tal der
Sénancole, einmal ohne den blühenden Lavendel, strahlt die Ruhe der zisterziensischen Regeln
des Bernard von Clairvaux aus. Das Aquädukt, der Pont du Gard, ist eine Meisterleistung
römischer Ingenieure und hat seit 2000 Jahren allen reißenden Hochwassern des Gardon
widerstanden. König Ludwig der Heilige kaufte von einer untergegangenen Abtei den Grund,
auf dem er Aigues Mortes als Seehafen baute; von hier brach er 1248 zum 6. Kreuzzug auf;
die eindrucksvolle Stadtmauer erinnert daran. Der Papstpalast beherrscht das Bild Avignons;
auf Druck der französischen Krone residierten die Päpste hier von 1309 bis 1377.
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 34
FRANKREICH
Südliche Rhône: Gigondas + Vacqueyras + Sablet
Domaine du Grand
1992 verließ Pierre Varenne die Genossenschaft von Gigondas und gründete
mit seiner Frau Marie-Claude eine eigene
Domäne: Grand Bourjassot, benannt
nach dem Nachbarweiler, in dem MarieClaude Reben besaß. Einige Jahre vorher
hatten sie die Weinberge ihrer Eltern
geerbt, Pierre in Gigondas und MarieClaude in Sablet.
Heute umfaßt die Domäne 7,5 ha
Weinberge in den Gemeinden Gigondas,
Vacqueyras, Sablet und Séguret. Rund die
Hälfte davon liegt in Gigondas. Der
Boden besteht hier weitestgehend aus
stark kalkhaltiger Sandsteinverwitterung,
teils heftig mit Kieseln durchsetzt, die
überwiegend aus dem Kalkgestein im
Untergrund stammen. Man kann das gut
beobachten: Pierre bewirtschaftet seine
Weinberge schon lange biologisch (seit
kurzem ist die Domäne auch zertifiziert).
Das heißt natürlich auch, daß er keine
Herbizide einsetzt. Statt dessen wird der
Boden umgepflügt. Pierre lacht: "Eigentlich sehe ich gerne Gräser zwischen
meinen Reben wachsen, weil dann
Wasser da ist - auf der anderen Seite
benötigen aber meine Reben das Wasser
dringend!" Also pflügt Pierre seine Zeilen
von Zeit zu Zeit um. In den frisch
gepflügten Zeilen sieht man eine Melange aus braunem Lehm und weißen
Kieseln. Nach einiger Zeit setzt sich die
Krume wieder nach unten ab, und auf der Oberfläche bleiben die
kargen Steine übrig.
In Sablet und Séguret sind die Bodenverhältnisse ähnlich, aber sandiger, während in Vacqueyras der Boden eisenhaltiger ist. Das erklärt, warum die Weine von dort ihre eigene pfeffrige Würze haben.
Das Wetter unter dem Grand Montmirail ist extrem. Im Sommer ist
es heiß und trocken, im Herbst und Frühjahr gibt es oft sintflutartige
Regenfälle; dazu kommt noch der häufig wehende Mistral. Die Rebe
hat sich den extremen Bedingungen angepaßt; der Mistral bläst die
Reben nach den starken Unwettern schnell wieder trocken, so daß
die Gefahr von Pilzerkrankungen hier gering ist.
Bourjassot Gigondas
Sablet wird aus diesen Sorten gekeltert: 27% Roussanne, 27%
Bourboulenc, 18 % Viognier sowie je 14% Marsanne und Clairette.
Im Weinberg werden keine chemischen Mittel eingesetzt, und zum
Düngen wird Pferdemist verwendet. Die Varennes ernten alles von
Hand. In mehreren Durchgängen wird nur reifes und vor allen
Dingen ganz gesundes Lesegut geborgen.
Pierre Varenne bei seinen Grenache-Reben in der Gemarkung
"Santa Duc"; in dem cabanon genannten Weinbergshäuschen im
Hintergrund machten Pierres Vater und dessen Pferd Mittagspause
im Schatten – wie Tisch und Futterkrippe im Inneren belegen!
Im Keller werden die Rebsorten getrennt verarbeitet und erst später
cuvetiert. Die Maischegärung dauert üblicherweise rund 15 Tage;
für den Ausbau der Weine stehen Gebinde unterschiedlicher Materialien bereit: Betoncuves (die sich wegen ihrer Luftaustauschfähigkeit
besonders gut eignen und in Frankreich oft benutzt werden, allerdings weniger romantisch sind!) und Holzfässer aus Nevèrs-Eiche.
Ganz typisch für die Grand-Bourjassot-Weine ist, daß sie immer eine
schöne Frucht und eine auffallend feine, seidige Textur aufweisen.
Bei aller Fülle haben sie auch eine burgundisch anmutende Finesse.
Cuvée Rubis ist ein reiner Grenache, ein warmer Wein mit sanfter
Frucht, angenehm und unkompliziert. Der rote Sablet wird zu 65%
aus Grenache sowie Syrah gekeltert: "leicht", vielschichtig, mit
schöner Frucht mit zarten Noten von Himbeere und feiner Würze.
Auch im Vacqueyras überwiegt die Grenache deutlich. Er ist in Farbe
und Aroma dunkel, hat eine ausgesprochen würzige Aromatik mit
einem Hauch Pfeffer, was für die Weine dieser Appellation ganz typisch ist. Vor allem dunklen Beeren und ein wenig Cassis prägen
sein Aroma. Die schöne Würze schmeckt lange nach.
Der langlebige Gigondas schließlich beinhaltet 80% Grenache sowie
Syrah und etwas Mourvèdre; ein Teil der Cuvée wurde traditionell in
der cuve ausgebaut, ein anderer in kleinen Fässern unterschiedlichen
Alters. Der Wein ist natürlich kraftvoll, glänzt aber auch mit Frische
und elegantem, samtigem Tannin, dichter Textur und langem Finale.
Die Frucht erinnert an dunkle Kirschen und viel reife Brombeeren.
Der weiße Sablet wird (zum Glück) nicht mehr im Holz ausgebaut.
Er glänzt mit Kraft, aber auch südlicher, saftiger Frucht mit Noten
von Ananas und Birne und dezenter Säure. (03/14)
Ihr Blick auf GRAND BOURJASSOT: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/varennegoogle.htm
Blick über die Reben auf die Dentelles de Montmirail, eine aus
mehreren Bergkämmen bestehende jurassische Felsenlandschaft.
Auf der Domäne hat die Grenache ganz klar die Oberhand mit rund
80%. Dazu gesellt sich Syrah und ein kleiner Anteil Mourvèdre.
Besonders im Bestand der Grenache verfügt die Familie Varenne
über einen hohen Anteil alter Reben, viele über 60 Jahre. Der weiße

2013 Côtes du Rhône Villages Sablet BLANC
9,80




2012 Cuvée Rubis
2012 Côtes du Rhône Villages Sablet ROUGE
2010 Vacqueyras
2010 Gigondas 'Cuvée Cecile'
5,95
9,80
12,50
14,90
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 35
FRANKREICH
Südliche Rhône: Châteauneuf-du-Pape + Côtes du Rhône
Domaine le Clos
du Caillou Courthézon
Die Domaine Clos du Caillou ist unter
den angesehenen Spitzendomänen in
Châteauneuf-du-Pape eine der jüngsten. Claude Pouizin, Sylvie Vacherons
Vater, gründete sie 1956. 1995 übernahm seine Tochter Sylvie das Weingut
zusammen mit ihrem Mann Jean-Denis
Vacheron, der von einer großartigen
Domäne in Sancerre stammte (deren
Weine Sie auch bei WEIN-KERN finden). Binnen kurzem machten sie Clos
du Caillou zu einem der angesehensten
Güter in Châteauneuf. 2002 kam JeanDenis auf tragische Weise ums Leben.
Sylvie entschloß sich, mit Hilfe von
Freunden das Weingut weiterzuführen.
Bruno Gaspard, der bereits vorher auf
der Domäne gearbeitet hat, übernahm
die Verantwortung für die Weinberge
und den Keller.
Schon bald zeigte sich, daß das ein
Glücksfall für Clos du Caillou war.
Bruno ist ein talentierter und überlegter
Mann, der die Qualität der Weine
stetig voran treibt. So haben es Sylvie
und Bruno bravourös geschafft, die
Domäne weiter auf Kurs zu halten und
erstklassige Qualitäten auf die Flasche
zu bringen. Die Weine wurden weiterhin finessenreicher und brillanter und
sind qualitativ auf hohem Niveau.
Insgesamt gehören heute 54 ha zum
Gut, und zwar 45 ha in der Appellation
Côtes-du-Rhône-Villages und weitere 9
ha Châteauneuf-du-Pape. Die Domäne
liegt direkt im Clos du Caillou, einem
ehemaligen Jagdreservat von 17 ha, das von einer alten Mauer
umgeben ist - ein "Clos" muß in Frankreich eine Umgebungsmauer
haben, und sei sie noch so niedrig. Es ist einer üblen Laune des Vorbesitzers zu verdanken, daß das Clos nicht als Châteauneuf-du-Pape
klassifiziert ist: als 1936 die Bewertungskommission zur Klassifizierung des Terroirs erschien, hatte er keine Lust, sie auf sein Gelände
zu lassen, er dachte, es seien Steuerfahnder....
Blick aus dem Clos du Caillou: unten galets roulées, vorne Reben
und hinten die Dentelles de Montmirail und der Mont Ventoux.
1936 wurde Châteauneuf-du-Pape nämlich zur ersten "Appellation
Côntrollée" Frankreichs deklariert. So zählt das erstklassige Terroir
im Clos - es ist durchaus Châteauneuf-würdig! - zur Appellation
Côtes du Rhône Villages. Auf dem Etikett wird der Zusatz Villages
heute allerdings nicht mehr geführt. Es gelang Claude Pouizin schon
bald, hervorragende Parzellen in der Appellation Châteauneuf-duPape zu erwerben, die im Westen und im Süden direkt ans Clos
grenzen. So erklärt sich die heutige Rebfläche.
Die sandigen Böden liegen auf einem Untergrund von stark kalkhaltigem Mergel. Weite Flächen sind übersät mit galets roulés. Auf
anderen finden wir den durch großen Druck entstandenen Sandstein, der hier safres heißt. Die Böden drainieren gut. Das ist ein
großer Vorteil, denn die Regenfälle im Rhônetal sind oftmals sindflutartig.
Claude Pouizin hat 1956 den überwiegenden Anteil der Reben neu
gepflanzt. Deshalb sind sie jetzt im im besten Alter. Selbst die
jüngsten Stöcke sind inzwischen weit über 30 Jahre alt. Auch daraus
resultiert die großartige Qualität der Weine von Clos du Caillou. Die
Rebsortenpalette ist umfangreich; die Vielfalt hat ja in Châteauneufdu-Pape Tradition (13 zugelassene Rebsorten)! Die führende rote
Sorte auf dem Gut ist mit rund 80% die Grenache, gefolgt von
Syrah (9%), Mourvèdre (5%), Carignan (2,5%), Counoise (1,5%),
Cinsault und Muscardin (je 1%). Für die Weißen gibt es Clairette
rose (32%), Grenache blanc (27%), Roussane (24%), Clairette
blanche (9%), Viognier (6%) und Bourboulenc (2%). Es mag
erstaunen, daß einige Sorten - mit dem Zusatz der Farbe - doppelt
genannt werden. Tatsächlich gibt es in Südfrankreich relativ viele
Rebsorten, die durch natürliche Mutation ihre ursprüngliche Farbe
variiert haben und nun "doppelt" vorkommen.
Bruno Gaspard vor einem der großen 'foudres',
die zum Ausbau der Weine auf Clos du Caillou benutzt werden.
Schon lange wird auf Clos du Caillou biologisch gearbeitet, seit dem
Jahrgang 2010 ist die Domäne zertifiziert. Der nächste Schritt ist
schon getan: seit einigen Jahren wird das Weingut auf biodynamische Bewirtschaftung umgestellt. Die Lese erfolgt grundsätzlich
von Hand, und eine strenge Selektion der Beeren ist im Zuge der
Qualitätssicherung Standart. Die weißen Trauben werden zur Erhaltung der Frische in den kühlen Morgenstunden geerntet und werden immer entrappt. Ob die roten Trauben teilweise oder komplett
abgebeert ("entrappt") werden, hängt vom Jahrgang ab. Die
Gärung erfolgt ausschließlich mit den traubeneigenen Hefen
("Spontangärung").
Die Rotweinbereitung ist weitestgehend traditionell. Der Kaltmazeration des eingemaischten Mostes zur Gewinnung einer intensiven
Frucht folgt eine Maischegärung von oft mehr als einem Monat.
Während der Gärung der Roten finden "méthode remontage" und
"pigeage" Anwendung (das Überbrausen des Gärgebindes mit
unten entnommenem Wein und das Untertauchen des oben
schwimmenden Tresterhutes). Die Rotweine reifen etwa 18 Monate
in großen Holzfudern und kleineren Fässern wie Demi-Muids (600
Liter). Die Weißen werden im Edelstahl ausgebaut, nur der weiße
Châteauneuf-du-Pape reift 8 Monate in Barriques.
Die Weine von Clos du Caillou haben eine klasse Struktur, seidiges
Tannin und zeigen eine opulente, warme Frucht - wunderbare
Weine für jede Gelegenheit! (07/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.closducaillou.com/
Ihr Blick in den CLOS DU CAILLOU: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/caillougoogle.htm
Weine siehe folgende Seite!
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 36
FRANKREICH
Domaine le Clos
du Caillou Courthézon

2012 'Le Caillou' Côtes du Rhône Blanc

2012 'Bouquet des Garrigues' Côtes du Rhône Blanc
12,50

2013 'La Réserve' Côtes du Rhône Blanc
25,00

2011 + 2012 'Les Safres' Châteauneuf-du-Pape Blanc
38,00








überwiegend aus Clairette rose (Pflanzjahr 1961!) aus geringen Erträgen, dazu Grenache Blanc;
saftig, durchaus lebendig, frisch, mit Noten von frischen Blüten und weißem Pfirsich.
aus 40% Grenache blanc, 30% Clairette rose, 15% Viognier und 15% Bourboulenc;
schöne Fülle und Nachhaltigkeit, in der Frucht Weinbergspfirsich und Holunderblüte, vielleicht ein Hauch Pampelmuse.
ein Monument! Aus 65% Clairette rose, 15% Viognier und 20% Grenache blanc von sandigen Böden mit galets roulés
gekeltert, teils im Halbstück, teils im Barrique und teils im Edelstahl ausgebaut: ein gehalt- und kraftvoller Wein mit üppigen
Aromen nach weißen und gelben Früchten wie Ananas und Quitte, elegante Textur, langanhaltend
aus Grenache blanc, Clairette und Roussanne mit einem geringen Ertrag von 31,5 hl/ha geerntet; 8 Monate Ausbau
in 6 bis 8 Jahre alten Eichenfässern. Ein kraftvoller Wein mit feiner Würze, perfekter Struktur und großer Frische.
2012 'Le Caillou' Côtes du Rhône Rouge
geerntet aus Reben im Clos, alle 1950/51 gepflanzt, auf sandigem Boden, geringer Ertrag von nur 28 hl/ha:
90% Grenache, 5 %Syrah, 3% Mourvèdre und 2% Counoise; wunderbar saftig, rund, fruchtig, trinkig - purer Spaß!
9,50
9,50
2012 'Bouquet des Garrigues' Côtes du Rhône Rouge
13,50
2013 'Nature' Côtes du Rhône
16,00
2011 + 2012 'Les Quartz' Côtes du Rhône
18,50
2011 + 2012 'Tradition' Châteauneuf-du-Pape
25,00
2011 + 2012 'Les Safres' Châteauneuf-du-Pape
32,00
2011 'Les Quartz' Châteauneuf-du-Pape
52,00
2011 'La Réserve' Châteauneuf-du-Pape
89,00
aus einem verrückten, letztlich aber richtig klasse Jahrgang (heißes Frühjahr, kühler Sommer, wohltuender Niederschlag
im Hochsommer, dann folgte ein langer, goldener Altweibersommer, der absolut gesundes Lesegut bescherte);
der wichtigste Wein der Domäne wächst auf rund 30 ha sehr gutem Terroir auf galets roulés mit rotem Ton-Untergrund;
80% der Reben sind über 50 Jahre alt. 85% Grenache, 10% Syrah, 5% Carignan, Mourvèdre, Cinsault, nur 28 hl/ha.
14 Monate Ausbau in großen Holzfässern. Im Aroma Waldbeere, Brombeere und Himbeere, ein Hauch Cassis....
aus je 50% Syrah und über 50jährigen Carignan-Reben sehr spät, bis in den Oktober hinein, geerntet. Der Wein wurde
nicht geschwefelt, mit natürliche Hefen vergoren ("Spontangärung") und enthält absolut keine Zusatzstoffe, drei Monate
Ausbau in der cuve, ohne Holzeinsatz, keine Filtration: ein wunderbar süffiger, fruchtbetonter Wein mit Aromen von reifen
kleinen roten Früchten, sehr klar und mit animierender Frucht - und auch ein bißchen anders, spannend!
aus geringen Hektarerträgen in besten Parzellen im Clos mit galets roulés, die eigentlich die Appellation Châteauneuf-duPape erhalten sollten; aus 85% Grenache und 15% Syrah gekeltert; die Gärung und der 16monatige Ausbau erfolgte in
verschiedenen Fässern aus Eichenholz. Besonders feiner Wein mit dunkelbeerigen Aromen und elegantem, langem Finale.
diese Cuvée wird mit dem Jahrgang 2011 erstmals vorgestellt. Sylvie hat sich entschlossen, den Ertrag der etwas jüngeren
Grenache-Reben separat zu vinifizieren. Somit handelt es sich um einen reinen Grenache-Wein, der ebenso ausgebaut wird
wie Les Safres, nämlich in großen Eichenfässern. Der Wein schmeckt wunderbar typisch nach Châteauneuf-du-Pape, paart
Kraft mit Eleganz, hat eine herrliche Frische und eine dichte Waldbeer-Aromamatik.
Ausgewogen mit guter Struktur, wunderbarer Frucht und seidigem Tannin, auch kompakt und kraftvoll. Die Parzellen mit
sandigem Boden und safres, verdichteten Sandsteinsedimenten, wurden zwischen 1954 und 1972 bepflanzt:
95% Grenache, der Rest ist Mourvèdre, Vaccarèse und Cinsault. Der Wein hat einen wunderbaren Schmelz, ist saftig und
zeigt eine köstliche Frucht mit kleinen roten Früchten und dunklen Beeren.
der früheste Blütebeginn seit Menschengedenken ließ an einen frühreifen Jahrgang denken. Ein kühler Sommer machte
diese Gedanken dann zunichte; ihm folgte aber ein wahrhaft goldener Herbst, der den Trauben für diesen kostbaren Wein
viel Zeit zum völligen Ausreifen bei bester Gesundheit bescherte. Der Wein wächst in einer Parzelle mit galets roulés über
sandigem Unterboden und wird zu 85% aus Grenache-Reben gekeltert, die 1956 und 1958 gepflanzt wurden; der Rest ist
Syrah. Ausgebaut wurde der Wein teils in großen Holfässern, teils in Barriques. Er ist ein betont elegant mit viel Struktur und
Volumen, im Aroma mit tiefer Würze und Noten von dunklen Pflaumen und frischen Feigen.
die Réserve wird nur in den besten Jahrgängen gekeltert - ein absoluter Ausnahmewein! 60% Grenache und 40% Mourvèdre, auf Sandsteinböden gewachsen, sind die Basis für diesen großartigen, komplexen Wein voller Frische und Finesse. Er
wurde rund 18 Monate in gebrauchten 600-Liter-Fässern ausgebaut. Der Wein ist üppig und reichhaltig, seine Aromen erinnern ein wenig an Kirschbrand, an Konfitüre von wilden Pflaumen, haben aber auch eine angenehm pfeffrige Würze. Es ist
rundum ein großer Wein - und hat obendrein ein unendliches Alterungspotential!
INFO:
galets roulés
Der Begriff heiß übersetzt "gerollter Stein". Es
handelt sich um Gesteinstrümmer aus den Alpen,
die die Rhône von dort im Laufe von Millionen
Jahren flußabwärts transportiert und auf ihrem
Wege rundgeschliffen hat. Galets roulés links als
Bodenbelag auf dem "Pont d'Avignon", rechts als
"Teppich" in Châteauneuf-du-Pape.
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 37
FRANKREICH
Provence: Luberon
Domaine de Mayol Apt
Die Appellation Luberon (bisher hieß sie Côtes
du Luberon) deckt sich etwa mit dem
Luberon-Gebirge, das am Übergang von der
Rhône zur Haut Provence gelegen ist. Der
Einfluß der Alpenvorgebirge sorgt für etwas
kühlere Temperaturen als an der Rhône;
deshalb fallen die Weine hier eine Spur leichter aus. In ihrem Grundgeschmack finden wir
die Komplexität des nahen Châteauneuf-duPape und der Rhôneweine in spannendem
Wechselspiel mit dem Charme und der
"Leichtigkeit" der Provence.
Bernard Viguiers Domaine de Mayol liegt im
nördlichen Teil der Appellation. Die Weinberge liegen auf sonnigen Abhängen des
Luberon, nach Norden vom Mont Ventoux
geschützt, die schon seit römischen Zeiten
unter Reben stehen. Die kalkhaltigen Böden
sind teils eisenhaltig, teils marmorartig, teils
üppig mit galets roulés übersät.
Auf den rund 35 ha der Domäne stehen vor
allem die klassischen südlichen Rebsorten
Grenache, Syrah, alte Carignan und Cinsault.
Mit sehr vernünftigen Erträgen gelesen,
bereitet Bernard daraus Rotweine mit schöner
Frucht, angenehmer Würze und erstaunlichem
Alterungspotential! Um die Ausgewogenheit
der Weine zu erreichen, läßt Bernard sie in Ruhe reifen und füllt erst
spät ab - Eile ist nicht sein Ding. Die aktuelle Abfüllung des Luberon
2007 ist vom Sommer 2012!!
Den roten Luberon erntet Bernard aus Syrah, Grenache und den
Erträgen seiner alten Carignan-Reben. Der Ausbau erfolgt in der
cuve ohne Holzeinfluß. Die Weine sind nicht zu schwer, zeigen eine
schöne Würze und haben eine ausgewogene Frucht mit Kopfnoten
von kleinen roten Früchten: der 2007er hat einen ruhigen Trinkfluß
und schöne Komplexität - und trotz des Alters eine untadelige
Frische! -, 2009 zeigt mehr üppige Frucht bei gleichzeitig kräftigerem Tannin (in heißen Sommern bilden die Beeren dickere Schalen,
dadurch bekommen die Weine bei klassischer Maischegärung ein
kräftigeres Tanningerüst). Die Weine schmecken jedenfalls gut zu
Geflügel, auch zu Ente und Gans, zu kräftiger Wurst und natürlich
zu dunklem Fleisch.
ist ein üppiger, aromareicher Wein aus besonders gutem Grenacheund Syrah-Lesegut, gehaltvoll und vielschichtig. Dabei ist das Tannin
dezent und feinkörnig. Man kann ihn bestens zu Lamm, Wild und
kräftigen Käsen genießen.
Mit den Weinen 'Emotions' und 'Antique' erlaubt sich Bernard eine
Liebhaberei. Er keltert beide aus allerfeinstem Syrah-Lesegut. Beide
Weine haben eine traditionelle, lange Maischegärung und sind
voller Kraft und dichter, tiefer Frucht. 'Antique' wird ohne Holz
ausgebaut, rein aus Syrah - psst, der von der Appellation vorgeschriebene Anteil einer zweiten Rebsorte existiert nur auf dem Papier! - und ist voll dunkler, würziger Frucht und sehr ursprünglich.
'Emotions' reift zur Hälfte im kleinen Eichenfaß, beinhaltet rund
20% Grenache und ist eleganter, schmeichelnder - Bernard sagt, er
macht ihn "für die Damen".
Blick über die Mayol-Reben - rechts die Domäne - auf den Luberon.
Der Rosé 'Clair' wird aus rund 60% Grenache plus Cinsault und
Mourvèdre gekeltert. Es ist ein typisch provencalischer Rosé, hell,
mit Charme, lebendig, erfrischend und mit herrlicher Beerenfrucht.
Für die 'Cuvée Baccarah' verwendet Bernard 90% Syrah plus
Grenache. Er ist dunkler in der Farbe und auch in der Aromatik, hat
mehr Kraft und Würze, Dichte und Struktur und ist langlebiger.
Natürlich werden die Rosés nicht im Holzfaß ausgebaut, um die
begehrte feine und aromatische Frucht zu erhalten.
Auch der weiße Luberon ist rein in der cuve, ohne Reifung im Holzfaß, ausgebaut. Bernard keltert ihn aus Marsanne, Roussanne,
Grenache Blanc und Clairette. Neben einer kräftigen Würze zeigt er
schöne Aromen von weißen Blüten, Melone und einem Hauch
Apfel.
Bernard hat mir berichtet, daß die Pläne fertig sind und die Finanzierung steht, um mit Umbau und Modernisierung seiner Kellergebäude zu beginnen. Das war schon lange sein Traum. Kürzlich hat er
sich einen anderen Riesenwunsch erfüllt und in Deutschland eine
neue Kelter im Gegenwert eines guten Mittelklassewagens gekauft.
Die Präzision dieses Gerätes zeigt sich in der Güte des Rosés 'Clair',
und Bernard sagt dazu: "Jetzt bin isch sehr fröhlisch!". Aktuell
überlegt er, sich eine zweite Presse zuzulegen.... (04/14)

2011 Luberon Blanc
7,50

2013 Luberon Rosé 'Clair'
7,75
Bernard Viguier, der sympathische Winzer von Mayol.


2009 Luberon
2007 Luberon
7,50
6,90
Die Cuvée Tradition wird im Eichenholzfaß ausgebaut; sie ist kräftig
und ausdrucksstark. 2006 hat dichte Aromen von reifen Brombeeren, ist komplex mit herrlicher Struktur und wunderbarer Länge. Es


2009 Luberon 'Cuvée Tradition'
2006 Luberon 'Antique'
Diesen kleinen Degustations-Film (auf französisch) habe ich über den
2009er Luberon von Bernard gefunden: http://vimeo.com/52682470
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 38
11,00
19,80
FRANKREICH
Languedoc: Pic Saint Loup
Château de Lascaux Vacquières
Jean-Benoît Cavalier übernahm das Fami-
liengut. Heute besitzt er 85 ha Reben.
Noch immer ist der alte Keller aus dem 11.
Jahrhundert Teil des Betriebes. Das
Weingut befindet sich im Norden der Appellation Pic Saint Loup, die an den Abhängen der Cevennen in der Zone der
garrigue liegt, jenes Heidebewuchses mit
dem intensiv-kräuterigen Duft, der in Südfrankreich so typisch ist. Pic Saint Loup
liegt rund 30 km nördlich von Montpellier
im Landesinneren und wird überragt von
den beiden Gipfeln Pic Saint Loup mit 658
m und Hortus mit 512 m, die die Reben
vor dem heftigen Mistral schützen. Pic
Saint Loup ist das nördlichste "Cru" im
Languedoc.
Eine wichtige Rolle für die Appellation Pic
Saint Loup spielen die Cevennen und die
garrigue. Die vom Hochland herannahenden Regenwolken regnen sich vor dem
nächsten quer verlaufenden Gebirgszug
ab, so daß das Anbaugebiet mit 900 mm
Niederschlag im trockenen Süden vergleichsweise gut dasteht. Die einzelnen
Weinbergsparzellen sind immer wieder
von garrigue eingefaßt. Das Bild unten
läßt das ein wenig erkennen. Diese kleinen Biotope sind wichtig für das natürliche biologische Gleichgewicht in den
Rebbergen. So sind die einzelnen Terroirs
geschützt und in sich abgeschlossen.
Besonders im Sommer sind die Tage heiß, die Nächte durch die
Luftströmungen aus den nahen Cevennen aber kühl, was der präzisen, kühlen Frucht der Weine zugute kommt. Diese Thermik und
eine lange Vegetationsperiode gibt den Weinen der Region einen
ganz eigenen Ausdruck.
Im Hintergrund das Dorf Vacquières und - nur zu erahnen - die
Gipfel von Pic Saint Loup und Hortus.
Wie das gesamte Languedoc, so steht auch Pic Saint Loup auf
mächtigen Kalksteinformationen im Untergrund. Darauf besitzt
Château de Lascaux drei verschiedene Terroirs mit unterschiedlichen
Böden (der oberste verwitterte Teil der Erdkruste). Auf kalkhaltigem
Tonmergel stehen die weißen Rebsorten Vermentino, Roussanne,
Marsanne und Viognier. Sie finden hier wassertechnissch bessere
Bedingungen als auf den stark steinigen Böden der beiden anderen
Formationen. Dort gibt es Parzellen mit stärker verwittertem Gesteinsmaterial; auf dem felsigen Untergrund liegt eine Lehmschicht,
die stark mit kleinen Steinplättchen durchmischt ist - siehe die Fotos
rechts. Die anderen Parzellen haben kaum eine Feinerdeauflage,
und die Steine sind viel größer, an manchen Stellen kommt der
nackte Fels durch. Die großen Kalksteine ("lascaux") zwischen den
Reben gaben der Domäne ihren Namen.
Hier wachsen die roten Rebsorten Syrah, Grenache, Mourvèdre und
etwas Cinsault. Die intensive Arbeit in den Weinbergen ist die
Grundlage für die hohe Qualität der Lascaux-Weine. Jean-Benoît
legt großen Wert auf sorgfältige Boden- und Laubarbeit, Pflanzenschutzmaßnahmen werden nur im unbedingt nötigen Rahmen
durchgeführt. Da paßt es, daß Cavalier 2006 begonnen hat, die
Domäne auf biologische Arbeitsweise umzustellen; mit dem Jahrgang 2009 sind alle Lascaux-Weine von Ecocert biozertifiziert.
Das Lesegut wird grundsätzlich abgebeert. Nachdem bereits im
Weinberg eine Selektion durchgeführt wurde, wird in der Kellerei
nochmals sorgfältig kontrolliert, daß nur gesunde Beeren in die
cuves gelangen und eventuelle Stiele und Blätter entfernt. Damit
möchte Jean-Benoît jegliches grünes Tannin in den Weinen vermeiden. Die Weine reifen grundsätzlich mindestens ein Jahr im Keller,
teils in der cuve, das gehaltvolle Lesegut im Barrique. Auf eine
Filtration bei der Abfüllung verzichtet Jean-Benoît weitgehend.
Syrah - frisch gepflanzt und 30jährig - auf steinigem Boden.
Die Weine von Château de Lascaux zeichnen sich durch eine feine,
rassige Frucht aus, sie sind elegant und finessenreich. Bei den Roten
gibt stehts die Syrah den Ton an.
Der rote 'Classique' aus der Appellation Languedoc wird aus 60%
Syrah, 30% Grenache sowie 10% Mourvèdre gekeltert. Er hat schöne Aromen dunkler Beeren, ist langanhaltend, wunderbar würzig
und hat eine angenehme Frische.
'Carra' leitet sich sprachlich vom weißen Kalkgestein der Gegend
ab. Seine Rebsorten sind 60% Syrah und 40% Grenache. 'Carra'
hat eine gewisse Opulenz und Fülle und ist auch ausgesprochen
elegant. Er ist aromatisch dicht mit kühler Frucht und wunderbarer
Frische, saftig und kraftvoll und hat eine spannende Textur. Ein
herrlicher Wein und typischer Pic Saint Loup!
'Les Nobles Pierres' - die edlen Steine - ist vom Lesegut her reifer
und präsentiert sich geschliffen, elegant und mit sehr feiner Struktur. Wärme, Frische und eine extravagante Waldbeerfrucht zeichnen
den kraftvollen Wein aus den besten Parzellen aus. Gekeltert wurde
er je zur Hälfte aus Syrah und den Erträgen uralter Grenache-Reben.
Für den weißen 'Classique' verwendet Jean-Benoît 50% Vermentino
(= Rolle), je 20% Roussanne und Marsanne sowie 10% Viognier.
Der Wein ist angenehm floral mit schönen kühlen Akzenten,
dezenter Säure, mittelgewichtig und - dank der hochgelegenen
Weinberge - von schöner Frische. Der Rosé wird aus 50% Cinsault,
30% Grenache und 20% Syrah gekeltert. Das ist in Südfrankreich
das Rezept für ausgewogene Rosés mit feiner, beeriger Frucht.
Dieser ist saftig, rund und wunderbar fruchtig.
Der Name von Jean-Benoît Cavalier bedeutet übrigens Reiter, was
das Pferd auf den Etiketten von Lascaux erklärt. Und erinnert Sie das
Bild des Pferdes nicht auch an die Höhlenmalereien von Lascaux?
Allerdings stellt es tatsächlich ein Prewalsky-Pferd dar: die Rasse war
in der polnischen Heimat vom Aussterben bedroht, wurde am Pic
Saint Loup unter Bedingungen wie zu Hause erhaltensgezüchtet
und inzwischen dort wieder ausgewildert. Und hat ein Zuhause auf
dem Etikett von Jean-Benoît gefunden. (06/12)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.chateau-lascaux.com/
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2011 'Classique' Rouge
2012 Pic Saint Loup 'Carra'
2006 Pic Saint Loup 'Les Nobles Pierres'


2013 'Classique' Blanc
2013 'Classique' Rosé
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 39
8,50
10,50
15,50
7,90
7,90
FRANKREICH
Languedoc: Terrasses du Larzac + Picpoul de Pinet +
Faugères + Saint Chinian + Minervois + Corbières
Calmel & Joseph Carcassonne
'Créateurs de Grands Vins en LanguedocRoussillon' nennen sich die beiden Protagonisten des Hauses, Laurent Calmel und Jérôme
Joseph. Sie betreiben zusammen das 1995
gegründete "négoce" - ein Handelshaus, das
eigentlich doch kein richtiges ist. Das klassische Handelshaus kauft Trauben oder Moste
von verschiedenen Erzeugern und bereitet
daraus Weine im eigenen Betrieb. Das kann
durchaus ein ehrenwertes Unterfangen sein.
Calmel & Joseph betreiben ihr Unternehmen
anders. Sie haben im Laufe der Jahre viele
Winzer kennengelernt, die nach ihren Vorstellungen arbeiten, die auf Terroirs begütert sind,
die die beiden interessieren - und die auch
bereit sind, ihnen Parzellen zu verpachten und
sie nach deren Vorgaben zu bearbeiten, die es
Laurent Calmel gestatten, die Weine auf ihrer
eigenen Domäne auszubauen. Bei meinem
Besuch habe ich erlebt, daß die Winzer bei
jedem Treffen mit Laurent auch gerne seinen
Rat einholen. Mit einem haben wir ein neues
Gerät im Weinberg besichtigt, das sehr schonend Gräs und Kräuter unter den Rebstöcken
entfernt - unerwünschte Nahrungskonkurrenz
wird also rein mechanisch entfernt. Zwischen Laurent und den
Winzern sind Partnerschaften entstanden, die auf gegenseitigem
Vertrauen basieren - im Weinbau durchaus ein wichtiges Fundament!
Auf diese Weise verfügen Laurent und Jérôme über ein Portfolio,
das von Nîmes im Nordosten des Languedocs bis zum Roussillon
ganz im Süden, nahe den Pyrenäen, reicht - das ist immerhin eine
Ausdehnung von rund 250 km! So können sie von allen wichtigen
Terroirs hervorragende Weine anbieten, die ganz ihrem eigenen Stil
entsprechen.
Gleichgewicht der Aromen. Dafür ist eine gute Säure notwendig.
Deshalb wird bei der Festlegung des Lesezeitpunktes auf eine
Balance zwischen physiologischer Reife und harmonischer Säure
geachtet. Das Lesegut wird abgebeert - von den Stielen getrennt und an Lesetischen nochmals selektioniert.
Diese Carignan-Rebe wurde 1890 gepflanzt! Dem Boden sieht man
den Wassermangel an - aber das Blattwerk steht in sattem Grün.
Ein nützliches Insekt, das nur in den heißen Weinbergen im
Languedoc vorkommt: Epiphygère de Montpellier. Es ernährt sich
von Schadinsekten - und signalisiert ökologisch intakte Weinberge.
Die meisten Parzellen der Calmel & Joseph-Linie liegen hoch oben
auf den Ausläufern der Vorgebirge der Montagne Noire und der
Cevennen, oftmals sogar am Rande der weinbaulichen Möglichkeiten. Hier wird das Klima kühler und ermöglicht einen Weinstil mit
viel Frische. Im Weinberg arbeiten Jérôme und Laurent (und lassen
arbeiten) immer in respektvollem Umgang mit der Umwelt. Die
Ernte geschieht grundsätzlich von Hand, wenn das Lesegut seine
optimale Reife erreicht hat. Das Wichtigste ist den beiden das
Die Gärung geschieht oftmals mit den weinbergseigenen Hefen
("Spontangärung"). Ob eine pigeage, das Untertauchen des Tresterhutes während der Gärung, durchgeführt wird, wird je nach Beschaffenheit des Lesegutes und des Jahrgangs entschieden. Der
Ausbau ist traditionell ausgerichtet. Die meisten Weine reifen in der
cuve, Holzfässer werden zurückhaltend eingesetzt. Für den Ausbau
im Holz benutzen Laurent und Jérôme Barriques von 225 und 450
Litern sowie Fuderfässer mit rund 2.000 Litern Inhalt. Alle Weine
reifen etwa anderthalb Jahre in den Kellern, bevor sie abgefüllt werden. Ob es vor der Abfüllung eine Schönung oder Filtration gibt,
wird ebenfalls von Wein zu Wein und von Jahr zu Jahr entschieden.
Ich schätze Calmel & Joseph nicht nur als Typen, sondern auch, weil
ihre Weine die verschiedenen Terroirs sehr authentisch abbilden,
und das in erstklassiger Qualität. Dabei ist es erfreulich, daß Jérôme
und Laurent auch eine sehr faire Preispolitik betreiben. (07/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.calmel-joseph.com/
Ihr Blick zu den alten Reben: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/minervoisgoogle.htm
Weine siehe folgende Seite!
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 40
FRANKREICH
Calmel & Joseph Carcassonne


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Frühjahr 2015
2014 'Villa Blanche' Picpoul de Pinet
Das Anbaugebiet, das nach seiner Rebsorte Picpoul de Pinet benannt ist, liegt zwischen Sète und Pézenas am Nordwestufer
des Ètang de Thau. Dieser beherbergt wohl die größten Austernzuchten weltweit. Das paßt gut: Picpoul de Pinet ist der
ideale Wein für alle Genüsse aus dem Meer schlechthin! In den Aromen zeigen sich delikate Noten von Feuerstein, Ananas,
Orange und Pampelmuse. Leicht und frisch.
2013 'Villa Blanche' Grenache Gris Rosé
6,80
2012 'Villa Blanche' Syrah
6,80
2013 Languedoc Blanc
7,50
2013 Languedoc Rouge
7,50
2012 Faugères
8,50
2011 Saint Chinian
8,50
2011 Vieux Carignan (Minervois)
8,50
2011 Corbières
8,50
Grenache Gris ist eine uralte Varietät der Grenache Noir, die früher weit verbreitet war, heute aber selten geworden ist.
Dank der "grauen" Beerenhaut in der Reifephase ist sie für Rosé gut geeignet. Der lebendig-frische Wein hat eine aparte
Frucht mit Noten von Himbeere mit einem Hauch Kirsch.
In der hügeligen Landschaft südöstlich von Pézenas stehen die Syrahreben. Sie ergeben einen rassigen Rotwein mit schöner
Frische und klarer Frucht: Noten von Brombeeren, ein Hauch Cassis, auch Feige und Lakritze. Ein kleiner Teil des Weines
wurde der Struktur wegen in gebrauchten Holzfässern ausgebaut.
Ein Wein des Südens: saftig, dezent in der Säure, gut im Körper, Geschmack nach den Kräutern der garrigue, auch weißer
Pfirsich, etwa Zitrus. Aus 70% Marsanne und 30% Roussanne gekeltert, die auf den Abhängen der Cevennen nördlich von
Faugères auf Schiefer und vulkanischem Gestein wachsen. Ausgebaut in der cuve mit langem Hefekontakt.
30% Grenache von Granit- und Schieferböden im nördwestlichen Roussillon, 50% Syrah und 20% Carignan vom kalkhaltigen Lehm an den Ausläufern der Montagne Noire im nördlichen Minervois, alle von Hand geerntet, Ausbau ohne Holzeinsatz in der cuve. Würzig, mit schönen Aromen von roten Früchten; rundes Tannin, schöne Länge.
Faugères ist die einzige Appellation im Langeudoc, die komplett auf Schieferböden steht. Diese Reben wachsen nahe Cabrerolles: 60% Syrah, 20% Grenache und 20% Carignan aus über 50jährigen Reben. Der Wein wurde in der cuve ausgebaut.
Er ist saftig, rund, nachhaltig und besonders elegant, die Tannine fein und die Frucht zeigt Noten von dunklen Beeren.
60% Syrah, 30% Grenache und 10% Carignan werden am Übergang vom Schiefer zum tonigen Kalk geerntet: vom einen
Boden die Rasse, vom anderen Fülle und Kraft. Der Wein ist fein und finessenreich. Ausbau in der cuve.
Die Reben für diesen Wein stehen im östlichen Minervois auf kalkhaltigem Lehmboden: Carignan, der im Jahr 1890
gepflanzt wurde, 121 Jahre alt!!! Der Wein, ohne Holzeinsatz ausgebaut, ist rund und saftig, dunkelbeerig, mit seidigen
Tanninen, mit Frische, Fülle und tiefer Würze.
Der Wein stammt aus dem Norden der Appellation. Er wurde aus 50% Syrah, 30% Grenache und 20% Cinsault gekeltert.
Die Reben wachsen auf Hängen mit kalkhaltigem Lehm. Ein kleiner Anteil der Syrah wurde im Barrique ausgebaut, der Rest
des Weines traditionell in der cuve. Er ist seidig und ganz ausgewogen, er hat eine klare, reife Frucht mit Noten von roten
Johannisbeeren und Brombeeren, dazu eine schöne südliche Würze.
2011 Terrasses du Larzac
Die Appellation liegt im Nordwesten von Montpellier auf den Abhängen der Causse du Larzac. Die Weinberge sind von der
Kühle begünstigt, die vom Kalkplateau mit immerhin 850 m Höhe zu Tal zieht. Der Temperaturunterschied beträgt im Sommer zwischen Tag und Nacht manchmal 20° C. Die daraus resultierende langsame Reife begünstigt eine komplexe Aromenausbildung. Auch das Terroir ist von besonderer Güte. Die kalkhaltigen Lehm- und Sandböden sind voller galets roulés, die
dem Boden das Skelett geben.
Die niederen Erträge wurden zu 50% aus Mourvèdre, zu je 25% aus Syrah und Grenache gewonnen; der Wein wurde rund
18 Monate im Holzfaß ausgebaut. Er ist ausgewogen, mit guter Kraft und dichtem, reifem Tannin, mineralische Noten ergänzen sich mit der Würze von Lorbeer und garrigue und den reifen Aromen dunkler Früchte.
Nahe Faugères: Karl der Große gründete 805 die Abtei Cassan bei Pézenas (links); uralte Grenache-Reben bei Faugères.
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 41
12,80
FRANKREICH
Languedoc: La Clape
Château Pech-Redon Narbonne
Die Montagne de la Clape ist ein Kalksteinmassiv, das 214 Meter über das Meer
herausragt. Bis zur geologischen Neuzeit war
der Felsen eine Insel im Mittelmeer, die aber
inzwischen trocken gefallen ist. La Clape ist
der wärmste Ort Frankreichs. Im Sommer
sind es auf der Hochfläche oft 40° C und
mehr, außerdem ist es sehr trocken; 200
Tage im Jahr fegt der Tramontane unbarmherzig über die Landschaft. So nimmt hier
die Natur von sich aus eine kräftige Ertragsreduzierung vor!
Der Coffre de Pech Redon ist die höchste Erhebung auf der Hochebene der Montagne
de la Clape. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf's Mittelmeer, und hier
liegt das Weingut Château Pech-Redon von
Christophe Bousquet.
Die Böden bestehen überwiegend aus kalkhaltigem Ton, üppig mit Felstrümmern
durchsetzt. Der Durchschnittsertrag liegt bei
rund 30 hl/ha - mehr gibt das Land nicht
her. Generell werden alle Wein von Hand
geerntet. Für die Rotweine von Pech-Redon
sind die klassischen Rebsorten Grenache,
Carignan, Syrah, Cinsault und Mourvèdre
verantwortlich. Sie werden grundsätzlich
entrappt und mit den eigenen Hefen
vergoren. Die Ausbaustilistik von Christoph
Bousquet ist durchaus als klassich zu beschreiben. Die komplexen und dichten Weine sind füllig, mit herzhaftem Tannin, und
zeigen die typische würzige Aromatik von La Clape.
Die Cuvée L'Epervier - nach dem reife Trauben stehlenden Sperber
benannt - bezieht ihre tiefe Frucht von 40% Syrah, weiters enthält
sie 40% Grenache und 20% Carignan. Die kühle Frucht nach
Sauerkirschen ist mineralisch unterlegt, der Wein ist geradlinig und
schlank. Ausgebaut wurde er teils im großen Holzfaß, teils im
Barrique. Les Cades, aus Carignan, Grenache und Cinsault gekeltert,
wurde in der cuve ausgebaut. Fest im Tannin und mit angenehmer
Kühle im Kern, ist es ein Wein mit herzhafter Frucht nach dunklen
Beeren, garrigue und Kräutern wie Lorbeer und Thymian. Er braucht
immer erst eine Zeit der Reife, bis er geschmeidig wird, ist aber auch
echt langlebig!

2004 La Clape 'L'Épervier'
La Clape ist ein wildes Terroir gleich am Mittelmeer, das oben rechts
zu erkennen ist. Trotz Hitze und Sturm gedeiht die Rebe hier gut.
9,95
Südfranzösische Impressionen
Von links: Ockerfelsen bei Roussillon in der Provence;
provencalischer Innenhof (das gastliche Haus Lumani in Avignon); das berühmte Bergdorf Gordes in der Provence.
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 42
FRANKREICH
Languedoc: Fitou
Domaine Bertrand-Bergé Paziols
Jérôme Bertrand ist in 6. Generation Winzer in
diesem wilden Landstrich des Corbières-Massivs,
das im späten Mittelalter den verfolgten Katharern letzte Zuflucht bot. Schon Ende des 19.
Jahrhunderts machte Jérômes Vorfahr Jean
Sirven hier Wein, und er gewann sogar auf der
Weltausstellung 1900 in Paris eine Goldmedaille
- für einen Wein aus dem nicht sehr berühmten
Fitou!
Jérômes Eltern lieferten ihre Trauben noch bei
der örtlichen Winzergenossenschaft ab; er selbst
wollte aber eigenen Wein machen, war hochmotiviert, gut ausgebildet und konnte auf die
guten Lagen der Eltern zurückgreifen. 1993
übernahm der die Weinberge und gründete das
Weingut, das er nach der Familie seines Vaters
Bertrand und der seiner Mutter Bergé benannte.
Heute umfaßt die Domäne 33 ha.
Fitou liegt im südlichen Languedoc und grenzt
schon ans Roussillon. Man kann es als Enklave
von Corbières betrachten und es hat die besten
Terroirs am Massif des Corbières; es erhielt
bereits 1948 den Appellations-Status und ist
damit die älteste Appellation des Languedocs. Das Fitou ist
zweigeteilt: das Fitou Maritime liegt nahe am Étang de Leucate und
dem Mittelmeer, Fitou de Hautes-Corbières liegt rund 10 km landeinwärts am Fuße des Mont Tauch auf etwa 400 m Höhe in teils
dramatischer Berglandschaft. Bei Paziols, wo die Domaine BertrandBergé beheimatet ist, bestehen die Böden aus tonigem Kalklehm,
zum Teil auch aus Kiesterrassen. Viele Parzellen sind mit galets
roulés bedeckt, in anderen kommen große Felsbrocken aus dem
Untergrund zutage. In Weinbergen, die Jérôme in der jüngeren Zeit
neu angelegt hat, hat er dieses Gestein aufwendig von gewaltigen
Maschinen zertrümmern lassen und als "Mineralisierung" in den
Boden gemischt.
Nach den Appelationsvorschriften des Fitou - unter diesem Namen
gibt es übrigens nur Rotwein - spielt die Rebsorte Carignan die "erste Geige". Das ist auch im Languedoc eine Besonderheit. Ihr wichtigster Partner ist die Grenache. Außerdem sind Mourvèdre und
Syrah zugelassene Rebsorten. Ein Fitou ist grundsätzlich eine Cuvée
aus den Erstgenannten, denen die Letzteren zugesellt werden dürfen. Gebietsstandart ist heute etwa 40% Carignan, 40% Grenache
und 20% Mourvèdre und/oder Syrah. So wie bei der Grenache
stand die Wiege der Carignan wohl in Spanien. Aber sie ist in
Südfrankreich schon "ewig" heimisch. Die Bedingungen sind für sie
in Fitou ideal, und wenn das Lesegut von alten Rebstöcken und aus
kleinen Erträgen stammt, können aus ihr atemberaubende Weine
entstehen!
Die Weine aus dem gebirgigen Teil Fitous sind wilde Weine mit
nachhaltigen dunklen Aromen. Sie sind füllig, kraftvoll, durchaus
auch robust und haben ein schönes Tanningerüst, das mit etwas
Reife seidig wird. Ihre Aromen sind warm und erinnern neben
dunklen Beeren auch etwas an getrocknete Früchte. Dank ihrer
Struktur reifen sie sehr gut und gewinnen dabei an Geschmeidigkeit
und Samtigkeit.
Seine Weinberge stellt Jérôme Bertrand schon seit längerem auf biologische Bewirtschaftung um. Geerntet wird auf der Domäne grundsätzlich von Hand. Dabei wird das Lesegut zum ersten Mal selektioniert, die zweite Selektion erfolgt am Lesetisch in der Kellerei. Die
Beeren werden entrappt, dann folgt eine traditionelle Maischegä-
rung mit Untertauchen des Tresterhutes (méthode pigeages) und
Überbrausen des Mostes (méthode rémontage). Während der Maischegärung bleiben die Moste zum größten Teil in cuves.
Seine Cuvée 'Origines' bereitet Jérôme aus rund 60% Carignan und
40% Grenache. Die Reben sind gut 20 Jahre alt und wachsen auf
tonigem Lehmboden. Mit 40 hl/ha ist der Ertrag der Reben durchschnittlich. Der Wein reift etwa 18 Monate in der cuve ohne Einsatz
von Eichenholz. 'Origines' schmeckt schön würzig mit Noten von
reifen roten Früchten, der Wein ist rund und intensiv mit saftigweichen Tanninen aus den Schalen der Carignan.
Jérôme Bertrands Carignan-Reben auf dem steinigen Terroir;
gegenüber die schroffen Felsen der Montagne de Corbières.
'Les Mégalithes' ist sozusagen der Fitou-Klassiker: geerntet aus gut
90% Carignan und etwas Grenache! Die Reben stehen in den
besten Carignan-Parzellen der Domäne (und der Region!), die dick
mit galets roulés übersät sind. Die Rebstöcke sind mehr als 90 Jahre
(!) alt, und die Erträge liegen unter 30 hl/ha. Auch 'Les Mégalithes'
reifte ohne Holzeinsatz anderthalb Jahre in der cuve und wurde
ohne Schönung und Filtration abgefüllt. Es ist ein mächtiger Wein
mit elektrisierender Aromatik, ungestüm und dennoch mit anziehender Wärme, mit Dichte und herrlich samtiger Textur.
Im 'Ancestrale' sind alle vier zugelassenen Rebsorten vereint. Jérôme
baut sie natürlich alle an, auch wenn die Carignan die meiste Fläche
einnimmt. 'Ancestrale' ist ein Wein moderner Vinifikation: er hat
besonders viel Frucht dunkelbeeriger Prägung und schöne Gewürznoten. Er ist voll am Gaumen, hat eine wunderbare Frische und
ausgeprägte Länge. Er wurde teilweise im Holzfaß ausgebaut: der
Syrah-Anteil reifte 12 Monate im Barrique, der Anteil Mourvèdre
reifte ein Jahr in demi-muids (Muid ist ein 1200-Liter-Holzfaß; hier
waren es halbe, also Fässer von 600 Liter Fassungsvermögen).
Carignan und Grenache verbrachten die gleiche Zeit in der cuve. Sie
alle wurden erst nach dem Ausbau kurz vor der Abfüllung zu einer
Cuvée assembliert - mit einem köstlichen Ergebnis! (07/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.bertrand-berge.com/

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
2011 Fitou 'Origines'
2010 Fitou 'Les Mégalithes'
2010 Fitou 'Ancestrale'
8,90
12,90
14,90
Zement-cuves, rechts ein Blick ins Innere: sie sind atmungsaktiv, aber aroma- und tanninneutral und in südlichen Weinbaugebieten Standart.
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 43
FRANKREICH
Roussillon
Domaine Boudau Rivesaltes
Die Domaine Boudau wird heute von den
Geschwistern Véronique und Pierre Boudau (Foto
unten in den Reben) geleitet. Gegründet wurde
sie in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts
von Hippolyte Boudau. 1940 übernahm sein
Sohn Henri das Gut; er erweiterte den Weinbergsbesitz und pflanzte vor allem Grenache Noir
neu an. Dazu wählte er hochwertiges Pflanzgut
in Châteauneuf-du-Pape aus, was sich noch
heute in der Qualität der Weine widerspiegelt.
Die Böden der Domäne bieten dieser Rebsorte
ideale Bedingungen.
Als Henri 1967 plötzlich starb, hinterließ er seiner
Frau Anne-Marie und den drei kleinen Kindern
rund 60 ha Rebfläche. Zu dieser Zeit wurden
noch die im Roussillon traditionellen Süßweine
Rivesaltes und Muscat de Rivesaltes erzeugt;
allerdings brach das Geschäft damit Ende der
80er Jahre stark ein. Im Jahr 1992 beschloß die
Familie Boudau, die Produktion vor allem auf
trockene Weine umzustellen. Die beiden
jüngeren Kinder Véronique und Pierre gaben ihre
erlernten Berufe auf und übernahmen die Leitung
des Gutes.
Der Rebsortenspiegel der Domäne wird von der Grenache mit mehr
als der Hälfte des Bestandes dominiert. Für die Roten und Rosés gibt
es weiters Syrah und Carignan; für den weißen Muscat de Rivesaltes
und trockenen Muscat gibt es auch Muscat à petit grain und Muscat
d'Alexandrie.
Die heute 48 ha Weingärten der Domäne verteilen sich auf zwei Lagen. Im Norden von Rivesaltes, auf den Ausläufern des Massif des
Corbières, liegt 'Le Clos' mit gut 23 ha. Die zusammenhängende
Rebfläche steht auf extrem felsigem Untergrund mit kalkhaltigem,
teils sehr steinigem Tonboden. Gewaltige Gesteinsbrocken werden
häufig bei der Bodenbearbeitung sehr aus dem Weinberg geholt.
Auf 'Le Clos' wachsen Grenache, Syrah und Cinsault, aber auch
Muscat für die Weinweine. Sie profitieren vom Tramontane, dem
trockenen Nordwestwind. Allein durch die rauhen Lebensumstände
bringen die Reben hier sehr geringe Erträge um 20 hl/ha.
Der zweite Weinberg, 'La Pinède', befindet sich auf dem Plateau von
Baixas, südwestlich von Perpignan. Auch diese 25 ha sind voll arrondiert. Die kalkhaltigen Böden liegen auf einer Terrasse aus der
letzten Eiszeit. Die meisten Parzellen sind mit großen Flußkieseln
(galets roulés) durchsetzt - idealer für die über 50jährigen GrenacheReben, die hier immer hervorragend aus ausreifen!
Maischegärung für die Roten erfolgt das Untertauchen des Tresterhutes, méthode rémontage, je nach Bedarf der einzelnen cuve. Die
fruchtigen Weine werden recht jung abgefüllt, während die gehaltvollen länger im Keller reifen, teils in cuves, teils auch in Eichenholzfässern.
Der rote Côtes du Roussillon 'Le Clos', gekeltert aus 80% Grenache
und 20% Syrah, reift ohne Holzeinfluß in cuves; er zeigt viel Frucht
mit Noten von roten Beeren im Überfluß, ist saftig und rund! Dazu
kommt eine gute Kraft und Würze. Gefällt zu herzhaften Wurstspeisen, zu Gegrilltem und dunklem Braten. Schmeckt dank des
dezenten Tannins auch ohne Speisen wunderbar!
Im 'Henri Boudau' finden wir 70% Syrah sowie 30% Grenache. Er
reift etwa ein Jahr in Eichenfässern, teils neu, teils mehrfach
gebraucht. Der Wein ist betont elegant, hat aber auch eine tolle
Frische, komplexe Struktur und wunderbare Frucht mit Noten von
dunklen Früchten, außerdem besonders seidige, feine Tannine.
Lammgerichte und kräftige Käse passen gut. 'Tradition' enthält
mehr Grenache, dazu 30% Syrah und 20% Carignan, reift ebenfalls
ein Jahr im Eichenholz, allerdings ausschließlich in mehrfach benutzten Fässern. Er ist ein Tiefstapler: in sich ruhend und wunderbar
komplex, dabei ausbalanciert und sehr nachhaltig. Das ist ein besonders guter Tischgenosse: zu Wild, das keine tanninreichen Weine
verträgt, zum dunklen Braten und mehr.
Blick vom 'Le Clos' auf das Massif des Corbières.
'Padri' entstammt einer neu erworbenen Parzelle; er ist aus
Mourvèdre gekeltert zuzüglich rund 20% Grenache. Es ist ein fülliger, kraftvoller Wein, der pikante Noten von Pfeffer hat und dazu
eine grandiose Frucht nach einem Cocktail von reifen kleinen Beeren
- eben ein Mourvèdre. Die Cuvée 'Patrimoine' ist aus feinster, sehr
alter Grenache gekeltert, der mit 20% Syrah ergänzt wird: der
Weine reift bewußt ohne Holzeinfluß in der cuve - sehr traditionell -,
hat viel Kraft und ist pure, superintensive Frucht!
Der 'edelsüße' rote Rivesaltes Grenat 'Sur Grains' ist aus Grenache
gekeltert: feines Spiel zwischen zartem, feinem Tannin, sehr angenehmer Süße und glockenheller Frucht mit dunklen Aromen macht
den Wein hochspannend. Ausgebaut ohne Holzeinfluß, ist er kräftig, würzig, sehr nachhaltig - ideal zum Schokoladendessert! Der
Muscat de Rivesaltes, aus Muscat d'Alexandrie aus der Lage 'Le
Clos', ist ein weißer Süßwein mit wunderbarer, köstlicher Frucht,
perfekt zu Gänseleber und - vor allem - fruchtigen Desserts. (09/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.domaineboudau.fr/
Pierre beim Foto-Shooting in den Reben von Le Clos.
Auf der Domaine Boudau werden alle Trauben von Hand geerntet.
In normalen Jahren beginnt die Lese mit den frühesten Sorten Mitte
August, die letzten Trauben werden Ende Oktober geborgen.
Bereits in den Weinbergen wird das Lesegut selektiert, eine weitere
Kontrolle und Auslese findet am Sortiertisch in der Cuverie statt. Ein
Kellerneubau ist rechtzeizig für die Aufnahme der Ernte 2013 fertig.
Moderne Ausrüstung ermöglich äußerst schonenden Umgang mit
dem Lesegut, um Weine von höchstmöglicher Qualität zu erzeugen.
Alle Parzellen werden getrennt vinifiziert, um ihre Eigenarten zu
erhalten. Die Trauben werden entrappt; nach der traditionellen

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


2013 'Le Clos' Côtes du Roussillon
2011 'Tradition' C.d.Roussillon Villages
2010 'Henri Boudau' C.d.Rouss. Villages
2012 'Padri' C.d.Roussillon Villages
2011 'Patrimoine' C.d.Roussillon Villages
8,75
9,50
11,50
14,80
17,80


2013 Muscat de Rivesaltes
2012 Rivesaltes 'Sur Grains'
13,50
14,50
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 44
FRANKREICH
Loire-Centre: Pouilly-Fumé
Domaine A.
Cailbourdin Maltaverne - Pouilly-sur-Loire
Das Anbaugebiet von Pouilly-Fumé liegt
bei Pouilly-sur-Loire auf den Hügeln aus
Kalk und Feuerstein, an denen der
breite, aber flache Fluß gemächlich vorbeifließt. Alain Cailbourdin keltert hier
seine Weißweine aus einer einzigen
Rebsorte: Sauvignon Blanc. Er besitzt
die 18-ha-Domäne seit 1980; die Hälfte
seiner Reben ist zwischen 45 und 75
Jahre alt, die anderen hat er nach 1980
gepflanzt. Seine Weinberge liegen auf
verschiedenen Parzellen mit unterschiedlichen Böden, deren Weine er
separat ausbaut. Ertragsbegrenzung,
Ausbrechen überflüssiger Triebe am
Stock, Begrünung der Weinberge, integrierter Pflanzenschutz und die Beachtung der öko-biologischen Zyklen legen
den Grundstock für hohe Traubenqualität.
Alain erntet im Augenblick optimaler
Reife, jedoch nicht überreif, was Leichtigkeit und Frische seiner Weine erklärt;
im Keller wird traditionell, auch mit
Spontangärung, aber mit moderner
Ausrüstung gearbeitet, und grosse
Sorgfalt und Hygiene erklären die
Eleganz, Feinheit und vor allem die
glasklare Frucht der Weine. Alain hat
gerade seine Kellerei vergrößert und
modernisiert. Er kann jetzt alle Vorgänge besonders schonend mittels
Schwerkraft bewerkstelligen und überhaupt noch präziser und effizienter
arbeiten. Außerdem arbeit sein Sohn
Loïc inzwischen im Betrieb mit; seitdem konnten die Cailbourdins 2
ha zukaufen, die zu den Lagen 'Les Cris' und 'Boisfleury' gehören.
Zwischen Boisfleury und dem Hügel von St. Andelain stehen die
Reben für die 'Cuvée de Boisfleury' auf einem Plateau mit unterschiedlichen Böden: 'Calcaires du Barrois' mit viel hartem Kalkstein
und sandige Formationen mit Feuerstein ('silex'). Der Wein von hier
besticht mit seiner frischen Frucht mit Aromen von Passionsfrucht,
Mandarine und Akazie; servieren Sie ihn als Apéritif oder zu leichten
Mahlzeiten, besonders zu Fisch.
begleitet hervorragend helles Fleisch wie Kalb und Huhn in cremigen
Saucen.
Alain Cailbourdin in den Reben von Boisfleury.
'Les Cris' liegt in bester Südwestlage ganz nah am Fluß auf dichtem,
feinporigem Kalk ('portlandien'); die Lage bietet excellentes Sauvignon-Terroir und ist teilweise steil, die Reben sind schon alt. Der
Wein daraus hat eine brillante Rasse und knackfrische Frucht, ist
nachhaltig und elegant, mit dichter Textur und fokussierter Mineralität. Er ist bestens zu Fischgerichten geeignet, aber auch zu den
feinen Ziegenkäsen der Region, zum Beispiel zum Valençay oder
dem berühmten Crottin de Chavignol.
Alter Rebstock und steinübersäter Weinbergsboden in 'Les Cris';
auch tief im Boden gibt es diese enorme Menge an Steinen.
Alains Weine sind delikat und von großer Klasse. Zu rühmen ist
neben ihrer Klarheit in der Frucht und ihrer Präzision auch ihre unerwartete Alterungsfähigkeit. Man sollte ihnen möglichst ein paar
Jahre der Reife gönnen, um in ihren vollen Genuß zu gelangen. Auf
jeden Fall gehören sie zur absoluten Spitze dieser berühmten Appellation! (12/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.domaine-cailbourdin.com/
Ihr Blick auf POUILLY-SUR-LOIRE: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/cailbourdingoogle.htm
Die Lage 'Les Cris' hat auch steile Anteile - im Besitz von Alain.
Rund 45jährige Reben stehen in der Lage 'Les Cornets' auf 'marnes
kimméridgiennes', einer stark von Steinen, Ammoniten und kleinen
Austern durchsetzten Mergelschicht, sehr typisch für Pouilly-Fumé.
'Les Cornets' ist ein saftiger Wein, eher rund, mit schöner Kraft und
Länge und viel Frucht mit Noten von Aprikose und reifem Apfel. Er
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2012 Pouilly-Fumé 'Boisfleury'
2012 Pouilly-Fumé 'Les Cornets'
2012 Pouilly-Fumé 'Les Cornets' 0,375 l
2012 Pouilly-Fumé 'Les Cris'
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
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FRANKREICH
Loire-Centre: Sancerre
Domaine Vacheron Sancerre
Vielleicht erzeugt die Domaine Vacheron die
elegantesten und nachhaltigsten Weine in Sancerre,
zu den allerbesten zählen sie jedenfalls! Das Weingut wird heute von den Cousins Jean-Dominique
und Jean-Laurent Vacheron geleitet. Die Väter,
Jean-Louis und Denis Vacheron, die Gründer des
Gutes, wirken weiterhin mit.
Knapp 40 ha Weinberge gehören zum Besitz, überwiegend auf den kalkreichen Böden mit hohem
Feuersteingehalt im Norden des Dorfes Sancerre. Es
gibt zwei Rebsorten im Betrieb, eben die beiden, die
in der Appellation Sancerre zugelassen sind: Sauvignon Blanc für die Weißweine und Pinot Noir für
Rosé sowie die Roten.
Das Weingut wird biodynamisch bewirtschaftet und
ist seit einigen Jahren bei Demeter zertifiziert.
Natürlich sind die Weinberge begrünt, synthetischen
Dünger haben die Vacherons nie ausgebracht, und
verschiedene Kräutermischungen dienen zur Stärkung der Reben. Handlese im optimalen Reifestadium ist selbstverständlich. Im Keller geht es modern zu, die Trauben werden sehr
schonend gepreßt, der Saft nimmt seinen Weg mittels Schwerkraft,
ohne Einsatz von Pumpen. Die Finesse und brillante Klarheit der
Vacheron-Weine ist eben kein Zufall!
Alle vier Vacherons sind sehr sympathische Menschen, die gerne
über ihren Wein sprechen. So kommunikativ sie auch sind, bei der
Führung ihres Betriebes sind sie allerdings rigoros: alle Arbeit und
Mühe wird in den Weinberg gesteckt, möglichst null Eingriff im
Keller. Der weiße Sancerre und der Rosé reifen im Edelstahl, die
weißen Lagenweine in Eichenholzcuves. Die Rotweine werden teils
im Eichenholz ausgebaut.
Der Sancerre der Vacherons ist von unglaublicher Rasse und Präzision, mit kristallklarer, feinster Frucht und großer Nachhaltigkeit. An
den Lagenweinen kann man gut die Unterschiede im Terroir auf
engstem Raum erkosten. Wenngleich es Weine aus einer Hand sind,
schmecken sie ganz unterschiedlich nach den Eigenheiten ihrer Böden und Expositionen. So kommt der südexponierte 'Le Paradis' von
einem reinen Muschelkalkboden mit dünner Kalklehm-Auflage; die
Wurzeln treiben direkt ins Gestein. Der Wein hat ist eine mineralische Würze, elegantes Säurespiel, Komplexität, klare Frucht mit
Noten von weißem Pfirsich und eine unendliche Länge. Im südöstlich orientierten 'Les Romains' finden wir eine Auflage von
kalkhaltigem Lehm auf Silex. Der Wein ist saftiger und mehr gelbfruchtig mit Noten von karamellisiertem Pfirsich. Weniger die
Mineralität als die klare Frucht steht im Vordergrund. (02/13)

2013 Sancerre
19,00
Château de Thauvenay Sancerre
Château de Thauvenay ist schon lange im Besitz
der Familie von Comte Georges de Choulot de
Chabaud la Tour. Ein Vorfahre, der Comte de
Montalivet, war ein Freund Napoléon Bonapartes.
Als Krönung seiner Laufbahn wurde er 1809
dessen Innenminister. 1819 kaufte er das Schloß in
Thauvenay mit seinen Weinbergen. Heute umfaßt
das Gut 18 ha Weinberge an den Südosthängen
südlich von Sancerre, im Weiler Thauvenay. Comte
Georges führt das Gut zusammen mit seiner Frau,
Comtesse Anne de Choulot.
Der äußerst umgängliche und lebensfrohe Graf
erzeugt traditionelle Weine. In seinen Weinbergen
steht ausschließlich Sauvignon Blanc, und in seinen
Kellern entsteht ausschließlich weißer Sancerre. Die
jüngsten Reben sind 15 Jahre alt, in den ältesten
Weinbergen stehen über 85jährige Reben mit
geringem, aber besonders hochwertigem Ertrag.
Die Reben wachsen auf jurassischem Muschelkalk,
teils stark mit Steinen durchsetzt, in einigen
Parzellen auch mit Feuerstein. Das erklärt, warum die Weine vom
Château de Thauvenay so wunderbar ausgewogen sind und eine
saftige, kraftvolle Frucht haben. Es sind schlanke, rassige Weine,
nachhaltig, mit schönem Körper und guter Struktur.
Durch ihre traditionelle Bereitung und gute Kraft ist die Frucht sehr
gut in das gesamte Aromabild mit Kopfnoten von reifen gelben
Früchten integriert. Der Graf macht keine Weine mit vorlauter
Frucht, die nach Kaltgäraromen schmeckt und bald in sich zusammenfällt. Im Gegenteil, die Thauvenays sind sehr gut lagerfähig und
entwickeln sich prima über einige Jahre, wenngleich sie natürlich
auch jung ein Genuß sind! Château de Thauvenay steht für rassige
und ganz klassische Weine der Appellation Sancerre.
Der Keller des Weingutes ist sehr malerisch untergebracht: keine
500 Meter von den Reben entfernt, befindet er sich im Kreuzgewölbe der romanischen Kapelle des Schlosses aus dem 12. Jahrhundert. Die Kapelle wurde einst über einem gallo-römischen Tempelbezirk samt seiner Quelle errichtet. Einige Exponate berichten
noch von dieser Zeit. Anne und Georges bewohnen das schöne
Schloß mit seiner antiken Einrichtung, und sommers genießen sie
ihren großen, parkartigen Garten unter den alten Bäumen. Von der
Kellerei trennt sie nur eine schmale Straße. (03/14)
Comte Georges und Comtesse Anne in ihrem historischen Keller.
Ihr Klick zum Weingut: http://www.chateaudethauvenay.com/
Ihr Blick auf CHÂTEAU DE THAUVENAY: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/thauvenaygoogle.htm
Fotogalerie: http://www.wein-kern.de/galerien/thauvenay/index.htm
In den Reben vom Château de Thauvenay.
Am Horizont liegt Sancerre auf der Hügelkuppe.
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2011 Sancerre 'Château de Thauvenay'
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
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FRANKREICH
Loire-Centre: Menetou-Salon
Domaine Philippe
Gilbert Menetou-Salon
Menetou-Salon ist eine in Deutschland wenig
bekannte Loire-Appellation mit hervorragendem
Potential. Sie erstreckt sich auf rund 500 ha
über zehn Gemeinden und schließt südwestlich
an Sancerre an, einige Kilometer nördlich vom
mittelalterlichen Bourges. Ein großer Liebhaber
der Weine war Jacques Coeur, der um 1440
Finanzminister Karls VII. war und in MenetouSalon Schloß und Weinberge besaß.
Menetou-Salon liegt geologisch im Pariser Bekken und hat sehr ähliche Böden wie Sancerre,
nämlich überwiegend Mergel und Kimmeridgium-Kalk aus dem Erdzeitalter Jura. Überall findet man versteinerte kleine Muscheln in den
Böden.
Außer den Böden verbinden die beiden Appellationen ihre Rebsorten. Genau wie beim Nachbarn, sind auch in Menteou-Salon nur zwei
Sorten zugelassen: in den geeigneten Hanglagen wächst Sauvignon Blanc für den Weißwein,
der etwa 70% des Ertrages der Appellation
ausmacht, auf dem Rest Pinot Noir für Rotweine
und Rosés. Die Vorraussetzungen sind auch für
diese burgundische Rotweinsorte gut. Sie profitiert von den Böden und vom atlantisch geprägten Klima, das ihr
Delikatesse und klare Frucht verleiht.
Bei Philippe Gilbert stehen derzeit mehr rote als weiße Reben in den
Weingärten. Seine Rotweine haben eine klare, elegante Frucht. Weil
sie im Edelstahl ausgebaut werden, wird das Lesegut nicht entrappt.
So erhalten die Weine Struktur und ein dezentes Tannin, das ihre
schöne Kirschfrucht unterstützt. Nur 'Les Renardières' Rouge reift in
gehaltvollen Jahrgängen im Holzfaß.
Saftige, biodynamisch bewirtschaftete Reben in Vignoux: in den
60ern gepflanzte Pinot Noirs und Sauvignon Blancs.
Die weißen Sauvignons werden immer im Edelstahl ausgebaut, auch
'Les Renardières', der Wein aus der besten Parzelle mit alten Reben,
mit besonders dichter Struktur. Sie erinnern an Orangenblüten und
Quitte, etwas an schwarze Johannisbeeren, frischen Apfel, manchmal mit einer Spur Gewürzen. Sie sind elegant und fein, etwas "femininer" als Sancerre, mit subtiler, klarer Frucht. All' dies trifft auf
die Weine von Philippe besonders zu - Sauvignon at it‘s best!
Gegründet wurde die Domäne im Jahre 1768 und war seitdem ununterbrochen in Familienbesitz. 1998 übernahm Philippe sie vom
Vater. Er wird von seinem Önologen Jean-Philippe Louis unterstützt,
der auch über die Arbeiten im Weinberg wacht. Man sagt den
beiden nach, daß sie mit ihrem gemeinsamen Streben nach höchster
Qualität und ihren hervorragenden Fachkenntnissen ein perfektes
Team sind.
Vor einigen Jahren hat Philippe sein 28-ha-Weingut aus Überzeugung komplett auf biodynamische Arbeitsweise umgestellt. Er fragt
sich heute oft, warum er nicht schon immer so gearbeitet hat: lebendige Böden, vitale Pflanzen, Rebstöcke mit ganz anderem Glanz
auf den Blättern....
Im Restaurant spendiert Philippe auch Wasser zu seinem Wein...
Die Weinberge der Domäne liegen in vier Gemeinden. Die größte
Parzelle, 'Champaloin', befindet sich in Vignoux. Der südöstlich
orientierte Weinberg wurde von Philippes Vater zu Begin der 60er
Jahre bepflanzt, 4 ha mit Pinot Noir, 2 ha mit Sauvignon. Im Dorf
Menetou-Salon liegen 'Chandelières', Mitte der 70er Jahre mit weissen und roten Reben bestockt, und die Lage 'Davet', in der die
Reben 1990 gesetzt wurden. 'Le clos de Morogues' in Morogues ist
der jüngste Erwerb des Weingutes: ein hervorragendes Terroir für
Pinot Noir. Drei Weinberge liegen in Parassy: 'La Montaloise', 'Le
Clos du Bourg' und 'Les Treilles'. Im letztgenannten stehen die
ältesten Reben, sowohl Sauvignon als auch Pinot Noir. Hier erntet
Philippe die Topweine 'Les Renardières' in rot und weiß. (07/13)
Der uralte Pinot-Noir-Rebstock hat sich entschlossen, nach vielen
Jahren mit Trockenheit, Frost oder Hagel doch noch auszutreiben.
Ihr Klick zum Weingut: http://www.domainephilippegilbert.fr/
Ihr Blick auf die DOMAINE PHILIPPE GILBERT: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/gilbertgoogle.htm
2012 Menetou-Salon Blanc
2011 Menetou-Salon Blanc
'Les Renardières'
14,00

2013 Menetou-Salon Rosé
13,50
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2011 Menetou-Salon Rouge
2010 Menetou-Salon Rouge
'Les Renardières'
2008 Menetou-Salon Rouge
'Les Renardières'
14,50
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Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
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21,90
FRANKREICH
Loire: Reuilly + Quincy + Touraine
Domaine Les
Poëte Preuilly
'Les Poëte' läßt vermuten, daß der Name des Weingutes auf einen Dichter hinweist, was aber falsch
ist: der Urgroßvater des heutigen Winzers heiratete
Ester Poëte, und nach ihr hat Guillaume das Weingut benannt, es ist sozusagen der "Familienname".
Der junge Guillaume Sorbe ist der Winzer auf Les
Poëte. Sein Vater Jean-Michel Sorbe - er verbrachte
eine Zeit in der Türkei, was ihm bei Freunden den
Spitznamen "Memet" einbrachte - besaß schon
früher ein Weingut mit Flächen in Quincy und
Reuilly, das er seinem Freund Joseph Mellot
verkaufte, weil damals keiner seiner drei Söhne am
Winzerberuf interessiert war. Aber er blieb immer
in der Gegend: sein Wort als Berater war dort sehr
geschätzt. Heute steht er seinem Sohn mit Rat und
Tat zur Seite.
Zunächst wurde Guillaume Sommelier. Aber dann
kam doch das Winzerblut in ihm durch, und er studierte Weinbau in Beaune und wollte sein eigenes
Weingut haben. Er machte sich mit seinem Vater
auf die Suche. In Thésée, einem Dorf am rechten Ufer des Cher in
der Touraine nahe Chenonceaux, wurden sie 2007 fündig: eine
1948 gepflanzte Parzelle Gamay in bestem Zustand, daneben gut
30 Jahre alte Côt-Stöcke plus Cabernet Franc und ein halber Hektar
Sauvignon Blanc - alles in bester Ausrichtung, auf guten Böden mit
kalkhaltigem Lehm, insgesamt etwa 1,5 ha - die "Grundausstattung" war zusammen.
Nordufer, die stark mit Kieseln und teils mit Feuerstein durchsetzt
sind. Hier sind die Weine besonders rassig. Guillaume baut seinen
Sauvigon im Edelstahl aus und läßt ihn lange auf der Hefe reifen; er
ist delikat, rassig, frisch und finessenreich.
Die Appellation Reuilly umfaßt sieben Gemeinden in den Départements Indre und Cher. Neben dem Sauvignon für die Weißweine
gedeiht Pinot Gris, aus dem hier Rosé (!) gekeltert wird, sowie Pinot
Noir für Rotwein und auch Rosé. Die Böden sind lehmiger, tiefgründiger als in Quincy. Das führt dazu, daß die Weißen runder und
"freundlicher" sind als dort. Weil Guillaume mit seinen Terroirs sehr
anspruchsvoll ist, haben auch sie viel Tiefe und Struktur.
Guillaume hat immer Weinberge gekauft, die besonders arbeitsaufwendig sind, nämlich solche, die stark steinige Böden haben. Das
gibt viel Mineralität und Extrakt. Im Augenblick gedeiht ein interessantes Projekt. In Lury im Norden Reuillys hat Monsieur Sorbe eine
ganz hochwertige Fläche gerodet und Reben gepflanzt. Es ist tiefgründiger, kalk- und eisenhaltiger Lehm, der von großen Kalkfelstrümmern durchsetzt ist: ein wunderbares Pinot-Noir-Terroir und
auch für gehaltvollen Sauvignon geeignet. Beides hat Guillaume
gepflanzt, die ersten Reben vor drei Jahren, einige gerade aktuell.
Unterhalb dieser Lage gibt es einen steilen Hang, der auf's Roden
wartet - den Zuschlag dafür hat Guillaume schon! Arbeit für die
nächsten Jahre wartet also.
Auch Guillaumes Reuilly Blanc kommt von verschiedenen Parzellen
mit unterschiedlichen Böden, von lehmigen Kalksteinverwitterungen
bis zu stark kiesigen Böden. Ebenfalls lange im Edelstahl ausgebaut,
ist es ein saftiger Wein, rund und nachhaltig mit klasse Struktur.
Guillaume Sorbe in einem seiner Weinberge in Reuilly.
Typisch für das Berry: Felder und Weinberge in schönster Eintracht,
hier Wiese und Reben der Domaine Les Poëte.
Was Weinfreunde in Deutschland immer wieder erstaunt, ist der
hohe Anteil an roten Rebsorten an der Loire. Die Loire-Roten sind
bei uns aber wenig bekannt - und zu unrecht wenig geschätzt. Deshalb sind sie auch in meinem Sortiment nur spärlich vertreten.
Zurück zu Guillaume Sorbes; er erwarb später auch rund 5 ha Weinberge in Reuilly und Quincy, die 2011 den ersten eigenen Ertrag
brachten. Der Besitz ist auf viele kleine Parzellen verteilt. Das streut
das Risiko (Frost, Hagel...), erfordert vom Winzer aber wegen der
langen Wege auch eine perfekte Logistik. Übrigens sind beide
Appellationen echt klein: in Reuilly stehen nur etwa 190 ha unter
Reben, in Quincy rund 230. Mit der Gründung 1936 bzw. 1937
(Reuilly) zählen sie mit zu den ältesten Appellationen in Frankreich.
Die beiden Anbaugebiete am Cher liegen westlich von Bourges, in
der Verlängerung der Achse Pouilly - Sancerre - Menetou-Salon. Die
historische Stadt Bourges ist die Kapitale des Berry, jenes alten Herzogtums, das im Westen etwa bei Châteauroux am Indre beginnt
und sich östlich bis zur Loire bei Sancerre ausdehnt. Das Berry liegt
auf der Jurakalktafel des südlichen Pariser Beckens. Im westlichen
Teil herrschen Weideflächen, besonders für die Schafzucht, sowie
Getreideanbau vor, im Osten nutzt der Weinbau die kalkhaltigen
Hänge, eben in Reuilly, Quincy, Menetou-Salon und Sancerre.
Die Dörfer Quincy und Brinay bilden die Appellation Quincy, in der
ausschließlich Weißwein aus Sauvignon Blanc gekeltert wird. Die
Reben wachsen überwiegend am Südufer des Cher auf sandigen
und kiesigen Böden. Guillaume besitzt einige der raren Parzellen am
Der Weinberg in der Touraine im Dorf Thésée ist westwärts gelegen.
Die Reben wachsen auf lehmigem Kalkstein, der dort auch stark
feuersteinhaltig ist. Der Sauvignon wird bis in den Mai hinein auf
der Hefe in 400-Liter-Fässern ausgebaut und unterscheidet sich dadurch im Stil deutlich von denen aus Reuilly und Quincy. Er ist
kräftig, zart rauchig, ohne daß das Eichenholz durchschmeckt, und
das Aroma hat gelbfruchtige Noten, auch etwas Zitrus und reife
Stachelbeeren, und der Wein ist geschliffen und nachhaltig.
Der sorgsame Umgang mit seinen Reben hat für Guillaume oberste
Priorität. So werden mechanische Beanspruchungen des Bodens
durch den Einsatz von Maschinen auf das absolut notwendige
reduziert. Viel Arbeit steckt er in Boden und Blattwerk. Im Keller
sind die Arbeitsabläufe so optimiert, daß sie umweltschonend und
die Weine besonders bekömmlich sind, zum Beispie durch Begrenzung des Schwefeleinsatzes auf ein absolutes Minimum. Und eigentlich macht Guillaume im Keller nichts außer warten - der Wein
wird von alleine eines Tages fertig sein! (07/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.lespoete.com/
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2011 Touraine Sauvignon Blanc
2012 Quincy
2012 Reuilly Blanc
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
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FRANKREICH
Loire: Touraine
Domaine Xavier
Zwischen Tour und Blois liegt das Örtchen
Mosnes inmitten der Appellation Touraine
-Amboise. Auch Amboise mit seinem berühmten Schloß aus dem 15. Jahrhundert,
in dem Leoranrdo da Vinci die letzten drei
Jahre seines Lebens verbrachte und 1519
starb, ist nicht weit. Hier besitzen Isabelle
und Xavier Frissant 22 ha Rebfläche, die
sich am südlichen, linken Loireufer befindet.
Xavier hatte in Carcassonne Weinbau
studiert und anschließend in verschiedenen Weingütern im Languedoc, in Bordeaux und an der Loire gearbeitet. 1990
gründete er dann sein Weingut in Mosnes
und begann mit 5 ha. Teilweise stehen die
Reben auf Plateaus hoch über der Loire,
teils auf den südlich gelegenen Hängen
"landeinwärts".
Die Böden bestehen überwiegend aus
perruche, stark mit Kieseln und Silex
durchmischtem Letten. In anderen Lagen
herrscht sandiger Lehm vor, auf dem vor
allem rote Rebsorten gut gedeihen. Die
Weinberge werden nachhaltig bewirtschaftet und das Weingut ist Mitglied in
der Vereinigung Terra Vitis. Intensive
Bodenarbeit und Begrünung der Rebzeilen gehören als feste Bestandteile zum
Qualitätsmanagement der Frissants.
Im Stil sind die Weine von Xavier betont
frisch, hell und klar in der Frucht und
voller Rasse und Lebendigkeit.
In seinen Weinbergen stehen an roten Rebsorten vor allem Cabernet
Franc und Côt = Malbec, dazu ein wenig Gamay. Für die Weißweine
werden Chenin Blanc, Sauvignon Blanc und Fié Gris angebaut.
Wegen der geringen Nachfrage nach roten Loireweinen habe ich
zunächst nur die Weißweine im Sortiment.
Die Appellation Touraine-Amboise ist eine Enklave der allgemeinen
Appellation Touraine und umfaßt 220 ha Rebberge östlich von
Amboise. Für Rotweine sind Côt, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon sowie Gamay zugelassen, für die Weißweine ausschließlich
Chenin Blanc.
Frissant Mosnes
schaft verbreitet, in Montlouis, im Anjou wie in Savennières. Man
kennt sie auch unter dem Namen Pineau de la Loire.
Auf der Domaine Frissant hat sie einen hervorragenden Standort auf
einem stark steindurchsetzten Boden. Hier ist die Drainage gut, und
die Rebe muß tief wurzeln, um sich mit Wasser zu versorgen - gut
für Aromatik und Mineralität. Eine feine Säure gibt dem Wein Rasse
und Struktur. Die Frucht hat Noten von Ananas, Melone und Pfirsich. Auch wenn man dem knackig-frischen und äußerst wohlschmeckenden Wein es nicht anmerkt: er hat ein erhebliches Reifepotential! Zu Salaten, Fischgerichten und Ziegenkäse ist der Wein
ein perfekter Begleiter.
In der typischen Frissant-Stilistik ist auch der Sauvignon Blanc. Er ist
frisch, mit schöner lebendiger Frucht, animierend und nachhaltig.
Natürlich ist es ein perfekter Sommerwein, aber er schmeckt auch
hervorragend zur gebratenen Forelle oder zu Lachs in Sauerampfersauce - übrigens klassisch von der Loire!
Sauvignon-Reben in einer sehr guten Lage am Rande der
Appellation Touraine. Typisch: Wald und Felder grenzen an.
Die Rebsorte Fié Gris ist auch unter den Synonymen Sauvignon Rose
(ohne Akzent wie Rosé) und Sauvignon Gris bekannt. Wir kennen ja
die Bezeichnung grau = gris ebenfalls vom Grauburgunder, der in
der Schalenfarbe dem Sauvignon Rose ähnelt, und aus dem man in
Reuilly tatsächlich Rosé keltert (siehe Text bei Domaine Les Poëte).
Zurück zum Fié Gris. Mit zunehmender Reife verfärbt sich seine
Schale in Richtung Orange bis Lachs. Sein Fruchtfleisch ist weiß, und
es wird Weißwein daraus bereitet. Die Weine aus dieser Rebsorte
erinnern in der Frucht schon an Sauvignon Blanc, aus dem die Sorte
einst durch natürliche Mutation entstand. Sie haben etwas weniger
Säure und sind im Mund runder, cremiger, weicher. Die Frucht ist
etwas satter und wirkt vielleicht eine Spur reifer mit Noten von
Reineclauden und weißem Pfirsich, auch einem Hauch Zitrus und
Honig. Im Fond spielt auch Mineralität eine aromatische Rolle.
Es gibt nur noch geringe Flächen von dieser anspruchsvollen, alten
Loire-Rebsorte und nicht viele Winzer, die sie kultivieren. Fast wäre
sie nach der Reblauskatastrophe in Vergessenheit geraten. Bei
Xavier steht sie in einem Weingarten, der 'Le Clos de Verger' heißt.
Diese Lage und die Schalenfarbe geben dem Wein seinen Namen.
Bei Tisch verträgt er sogar cremige Saucen: ein Maishühnchen in
Sahne oder Kalbsbrust mit Morchelrahm. Er schmeckt auch klasse
zu Jakobsmuscheln, Krustentieren und Fischgerichten. (07/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.xavierfrissant.com/
Xavier Frissant in seiner Probierstube.
Chenin Blanc ist eine spät reifendene Rebsorte, die sich auch hervorragend zum edelsüßen Ausbau eignet (siehe Domaine des Quarres).
Das milde atlantische Klima am Unterlauf der Loire ermöglicht dem
Chenin eine lange Vegetationsperiode mit guter Reife. Berühmt ist
die Rebsorte als "Königin des Vouvray" und auch in der Nachbar-
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2012 Touraine Sauvignon Blanc
2012 Touraine-Amboise
'Chenin des Pierres'
2012 Touraine Fié Gris (Sauvignon Rose)
'Les Roses du Clos'
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
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FRANKREICH
Loire: Touraine
Domaine des Echardières Pouillé
Luc Poullain sagt, er habe Deutsch auf
dem Hochsitz gelernt. Er ist nämlich
Jäger und hat einen Jagdfreund im
Harz. Zu Hause geht er schon mal auf
Schnepfenjagd. So ist es nicht verwunderlich, daß der kleine Vogel das Etikett seiner Weine ziert.
Die 16 ha Weinberge der Domaine des
Echardières liegen am Cher, nur wenige Kilometer vom berühmten Schloß
Chenonceau entfernt. Die jüngste Appellation der Touraine bezieht daher
auch ihren Namen: Touraine Chenonceaux (mit x, wie das Dorf!).
Wenn man hoch über dem Flüßchen
Cher steht, erkennt man gut die sche
Topographie und die Lage der Weinberge in dieser Region: immer wieder
wird die Hochfläche durch Taleinschnitte durchbrochen. Die Hänge sind
für den Weinbau meist ungeeignet,
die Reben wachsen auf dem Plateau.
Die Böden sind arm, die Humusauflage
sehr gering, und die Reben müssen
ihre Wurzeln durch den Kalkfelsen
treiben. Der Boden ist skelettreich
durch die vielen Kalksteintrümmer und
kann deshalb Regenwasser schnell abführen. Manche Parzellen haben eine
dichte Lehm- und Tonschicht. Sie sind
für den Weinbau nicht geeignet, weil
sich hier das Wasser staut. Das erkennt
man bei nasser Witterung in den
Reben: auf diesen Grundstücken stehen dann die Pfützen knöchelhoch.
Man kann in den Taleinschnitten gut
die Geologie des Tales erkennen. An
manchen Stellen kommt noch der
weiche Tuffstein zum Vorschein, der vom Loireufer zwischen
Saumur und Tours bekannt ist. Dort haben die Menschen schon im
Mittelalter Höhlen in den weichen Stein getrieben, die sie bewohnt
haben. Heute werden sie wegen ihrer gleichbleibenden Temperatur
eher als Weinkeller und für die Champignonzucht genutzt.
Links sieht man in der gegossenen Bodenplatte den Einlaß für den
7500-Liter-Edelstahltank, der ins Erdreich eingelassen wurde - eine
mehr als mühsame Arbeit! Hier reift grundsätzlich die letzte Füllung
von Lucs Sauvignon auf der Hefe. Rechts erkennt man das Kalkgestein, in das der Keller hineingetrieben wurde.
Vor allen Dingen aber erkennt man die harten Kalkfelsplatten, die
an manchen Stellen sehr mächtig sind, und deren Trümmer aus der
Phase der Bodenbildung. Bisweilen sind die Böden mit Silex,
Feuerstein, durchsetzt. Diese Bodenart nennt man hier perruches.
Den harten Kalksteinfelsen kann man auch gut im Keller von Luc
Poullain sehen.
Die Domaine des Echardières hat ihren Namen von einem Weinberg
auf dem Plateau oberhalb von Angé. Das ist das Dorf, in dem sich
die Weinberge und auch der Keller des Weingutes befinden. Alle
Reben stehen in den Appellationen Touraine und Touraine-Chenonceaux. In der letzteren erzeugt Luc vor allem Rotweine. Rote Rebsorten nehmen rund zwei Drittel seiner gesamten Rebfläche ein: Côt
(= Malbec), Cabernet Franc und Gamay. Auf dem restlichen Drittel
steht Sauvignon Blanc. Die Domäne wird nachhaltig bewirtschaftet
und ist deshalb Mitglied in der Vereinigung Terra Vitis, die die Nachhaltigkeit aller Abläufe, also auch der im Keller, ja sogar beim Bezug
der Flaschen, kontrolliert (www.terravitis.com).
Der stets gut aufgelegte Luc Poullain versteht sich als "artisan
vigneron", als handwerklich arbeitender Winzer. Hier steht er vor
der Kalksteinwand seines Kellers - schierer Fels!
Luc säht zwischen seine Rebzeilen verschiedene Kräuter, die einerseits bei der Bodenbewirtschaftung helfen, wie zum Beispiel Tiefwurzler, die den Boden lockern können. Andererseits stellen die
Einsaaten für die Reben eine Nahrungskonkurrenz dar, die sie zu tieferem Wurzeln zwingt. Das erhöht die Mineralität im Wein.
Auf den Plateaus weht ständig ein sanfter Wind, der die Trauben
nach Niederschlägen schnell trocknet und verhindert, daß sie mit
Pilzbefall zu kämpfen haben. So können die Winzer oftmals auf entsprechenden Pflanzenschutz verzichten. Jetzt habe ich häufig über
Regen geschrieben, und doch gibt es hier durch die atlantischen
Einflüsse nur wenig Niederschlag. Das Klima ist mild, und das Licht
ist in dieser Region auffallend schön!
Holzfässer kommen bei Luc nur für den Ausbau der kräftigen Rotweine zum Einsatz. Die fruchtigen Roten, aber vor allem Sauvignon
Blanc und Rosé reifen ausschließlich in der cuve, um die feine Frucht
zu erhalten. Der lebendige Rosé wird aus den drei roten Rebsorten
der Domäne gekeltert und zeigt animierende Noten von Erdbeeren
und einen Hauch Granatapfel - ein unkomplizierter, aber wunderbar
nachhaltiger Wein.
Der Sauvignon Blanc ist ein frisch-fruchtiger Wein, lebendig, mit
schönen Noten von Holunder, Ananas und Zitrus und den Aromen
reifer gelber Früchte. Der Wein für die vierte Abfüllung, immer die
letzte vor dem Herbst - wie dieser 2012er -, reift grundsätzlich im
unterirdischen Edelstahltank. Es ist der Wein aus dem besten Lesegut, mit Körper, Fülle und ansprechender Länge. (02/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.domaine-echardieres.com/
Ihr Blick auf Landschaft und Weinberge: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/echardieresgoogle.htm

2012 Touraine Sauvignon Blanc
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 50
7,50
FRANKREICH
Loire: Touraine
Domaine Sauvète Monthou-sur-Cher
Georges Sauvète pflanzte 1905 seine ersten
Reben. Heute leitet Jerôme Sauvète die
Domäne mit seiner Frau Dominique. Auf einem
Plateau östlich des Dorfes, im Weiler La
Bocagerie, befinden sich die 16 ha Weinberge
der beiden. Auf 7,5 ha stehen weiße Rebsorten, vor allem Sauvignon Blanc. Die roten Rebsorten nehmen 8,5 ha ein. Es sind klassische
Touraine-Rebsorten: der leichte und fruchtige
Gamay, der hier die Alltagsroten liefert, der
dunkle, kräftige Malbec, auch Côt genannt, der
vor langer Zeit aus Bordeaux einreiste, sowie
der Cabernet Franc, auch Breton genannt, weil
seine Reise aus Bordeaux ihn über die Bretagne
führte.
Die Reben für den Sauvignon Touraine stehen
auf sandigem Boden mit tonig-steinigem Untergrund, teils mit Feuerstein. Auf den Ausläufern
der Sologne, mit herrlichem Blick auf den Cher,
wachsen die roten Sorten auf Böden mit
hohem Kieselanteil.
Um die Böden und Rebpflanzen zu schützen,
wird die Domäne biologisch bewirtschaftet.
Pflanzenschutz betreiben die Sauvètes nur mit
natürlichen Produkten und Zubereitungen auf Pflanzenbasis. Vielfältige Pflanzen und eine gesunde Bodenpopulation in den Weinbergen sind die Folge. Kurzer Rebschnitt im Winter ist selbstverständlich. Nach der Blüte wird die Anzahl der Früchte überprüft und
überzählige junge Trauben werden ausgebrochen. Später wird die
Laubwand immer wieder überarbeitet und der Boden unter den
Rebstöcken mechanisch bearbeitet. Die Ernte schließlich erfolgt von
Hand und selektiv.
Alle Partien werden separat ausgebaut; bei der Gärung werden
weder Hefen noch sonstige Präparate zugesetzt. Die Weine reifen je
nach ihrer Art in cuves oder kleinen und großen Holzfässern. Der
Sauvignon Touraine gehört zu den fruchtigen Weinen ohne Holz.
Der rote 'Privilège' wird zu 80% aus Malbec und zu 20% aus
Cabernet Franc gekeltert. Das kostbare reife und gesunde Lesegut
wird entrappt und traditionell vergoren. Dabei wird der Tresterhut
immer wieder untergetaucht. Nach rund zwei Jahren Reifezeit im
großen Holzfaß wird der Wein abgefüllt. Es ist ein opulenter,
nachhaltiger Wein, dennoch voller Feinheit und mit Schmelz und
vielschichtigen Aromen! Man schmeckt reife schwarze Beeren und
feine Gewürznoten. Und trinkt ihn gerne zum Wild, zum dunklen
Braten mit kräftiger Sauce oder zum herzhaften Käse. (04/14)
Jerôme und Domique bei ihren Reben. Foto: Domaine Sauvète
Ihr Klick zum Weingut: http://www.domaine-sauvete.com/

2006 Touraine Rouge PRIVILÈGE
11,80
Loire: Chinon
Château de Coulaine Beaumont-en-Véron
Chinon ist eine historische Stadt: hier überredete Jeanne d'Arc den späteren König Karl VII.,
sich in Reims zum französischen König krönen
zu lassen. Heinrich Plantagenet, Graf von
Anjou, wurde zwar 1154 König von England,
wählte aber Chinon als seine Residenz und begann mit dem Bau der berühmten, groß dimensionierten Burg. Knapp 300 Jahre später hielt
sich Karl VII. hier auf, und hier begann sein
Siegeszug gegen die Engländer, die immer
noch Frankreich beanspruchten.
Jehan de Garguesalle war der Feldmarschall des
Königs - und ist Vorfahr des heutigen Schloßherren Etienne de Bonnaventure. Die Familie
blickt nicht nur auf eine lange Geschichte,
sondern auch auf eine lange Winzertradition
zurück, die ihren Ursprung um das Jahr 1300
nahm. Das Schloß, in dem die Familie Bonnaventure heute noch lebt, wurde im 15.
Jahrhundert auf den Resten einer noch älteren
Anlage errichtet.
Chinon, südwestlich von Tours an der Vienne
gelegen, ist Rotweinland. Die Reben wachsen
auf dem berühmten weichen Kalktuff, einer
lockeren Kreidevariante, und auf feuerstein-
haltigem Ton. In den Tuff wurden im Mittelalter Höhlen getrieben
und die daraus gewonnenen Steine zum Bau der Burg verwendet.
Manche Höhlen wurden sogar als Wohnungen genutzt.
Für die Rotweine wird in Chinon fast ausschließlich Cabernet Franc
angebaut; eine maximal 10%ige Zugabe von Cabernet Sauvignon
ist erlaubt. In den 12 ha Weinbergen von Château de Coulaine allerdings steht ausschließlich Cabernet Franc, den man hier getrost als
die traditionelle Rebsorte betrachten kann. Es gibt in den Weinbergen des Schlosses auch ein paar Zeilen weiße Reben: der Weißwein
wird ausschließlich aus Chenin Blanc gekeltert.
Etienne baut seine Cuvée 'Château de Coulaine' in großen, gebrauchten Holzfässern aus. So bekommt der Wein eine gute
Struktur und verliert doch nichts von seiner intensiven, schönen
Frucht mit Noten von kleinen roten Früchten, aber auch Sauerkirsche und ein aparter Anteil schwarze Johannisbeere. Das Tannin
ist seidenweich, und die Säure sehr zurückhaltend. Es ist ein klassischer Typ, der wunderbar zu Wild und anderem dunklen Fleisch
paßt. Auch Käse und herzhafte Wurstwaren kann man gut dazu
anbieten.
1988 hat Etienne de Bonnaventure begonnen, sein Weingut biologisch zu bewirtschaften. Schon 1997 wurde es zertifiziert. (02/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.chinon.com/vignoble/chateaucoulaine/

2011 'Château de Coulaine' Chinon
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 51
11,50
FRANKREICH
Loire: Savennières-Roche aux Moines
Domaine Aux
Moines Savennières
Chenin Blanc ist die Königin der Loire, sagt man
in Frankreich. In Deutschland allerdings ist diese
Rebsorte weniger bekannt, am ehesten noch
aus Südafrika, wo man sie auch anbaut. Ihre
Heimat aber ist das Anjou, nahe der Stadt
Angers. Das kleine Anbaugebiet Savennières
und erst recht die nur 19 ha kleine MiniAppellation Savennières-Roche aux Moines
rechts der Loire sind berühmt für ihre großen
trockenen Chenin-Weine. Edelsüße Chenins
gibt es auf der anderen Flußseite, am Layon
(siehe Domaine des Quarres!).
Die vorherrschenden Aromen beim jungen
Chenin Blanc sind Apfel, Quitte und Zitrusfrüchte, dazu kommen florale und vor allem
mineralische Noten. In reiferen Weinen werden
die Aromen sehr komplex und haben Anklänge
von Heu, Weißdorn, Lindenblüte, Melone,
Aprikose, manchmal etwas Honig.
Weine aus Chenin Blanc sind sehr lagerfähig
(siehe mein eigenes Angebot, das bis 1992
zurückreicht, ein klasse Wein von 20 Jahren und
kein bißchen müde!). In der Literatur wird das
immer wieder auf seine hohe Säure zurückgeführt. Tatsächlich ist seine Säure nicht besonders hoch, und dennoch hat Chenin ein sagenhaftes Alterungspotential. Und noch etwas ist beachtlich, nämlich
seine vielfältigen Möglichkeiten. Man kann vom leichten, frischen
Tischwein über gehaltvolle trockene große Weine und zarte fruchtsüße "Spätlesen" bis hin zu großen edelsüßen Weinen im Stil der
Trockenbeerenauslese alles aus ihm keltern. In dieser Hinsicht ist er
vergleichbar mit dem Riesling und dem Grünen Veltliner.
Savennières-Roche aux Moines liegt auf einem Hügel mit Blick auf
die Loire. Die Böden bestehen aus blauem Schiefer, rotem und
grünem Tonschiefer und sind mit stark quarzhaltigem Vulkangestein
(Rhyolit) durchmengt. Sie speichern gut die Tageswärme und geben
sie nachts an die Reben ab.
Bereits um 1120 bauten die Mönche der Abtei St. Nicolas in Angers
auf dem Roche aux Moines (übersetzt Felsen der Mönche) Wein an.
Sie betrieben ihre Domäne bis zur Französischen Revolution, dann
wurde sie Nationaleigentum. Später hatte sie verschiedene Eigentümer, darunter den Automobilpionier Carl Friedrich Benz. Im Jahr
1981 kaufte Familie Laroche das Weingut und nannte es Domaine
aux Moines.
Selbstverständlich haben sie für den Weißwein ausschließlich Chenin
Blanc. Die Reben sind im Durchschnitt gut 25 Jahre alt; es gibt zwei
Parzellen mit über 80jährigen Reben. Als Familie Laroche das Gut
kaufte, gab es gegenüber dem Schloss bereits einen Weinberg mit
Cabernet-Reben, nämlich 70% Cabernet Franc und 30% Cabernet
Sauvignon. Auch diese Reben sind inzwischen über 80 Jahre alt.
Seit über 30 Jahren ist Monique Laroche unermüdlich als Botschafterin für die so eigenständigen Weine vom Felsen der Mönche im
Einsatz. Seit über zehn Jahren wird sie von ihrer Tochter Tessa unterstützt, die seit 2009 die Domäne auf biologischen Weinbau umstellt. Beide Damen schwören auf's Traditionelle. So gibt es keine
malolaktische Gärung für die Weißweine, möglichst wenig neue
Holzfässer wegen zu intensiver Eigenaromatik. Die Weine sollen ihr
Terroir widerspiegeln und elegant und finessenreich sein. Und das
gelingt Monique und Tessa auf jeden Fall!
Savennières-Roche aux Moines ist orange markiert. Um Details zu
betrachten, folgen Sie dem türkis unterlegten Link unten!
Der Weißwein wird überwiegend im Edelstahl ausgebaut, nur eine
kleine Menge reift in Barriques, wo sie lange auf der Feinhefe bleibt.
Dann werden beide Partien wieder zusammengeführt. So bekommt
der Wein eine gute Struktur und Festigkeit, ohne von Holzaromen
dominiert zu werden.
Reizvoll ist der Vergleich der Jahrgänge. Der 2010er ist natürlich extrem jugendlich und benötigt eigentlich noch Zeit. Dennoch zeigt er
sehr gut das Terroir, die wunderbare Mineralität, die Klarheit der
Chenin Blanc, die Präzision seiner Frucht. Der 2004er ist bereits gut
entwickelt. Er ist reich an Extrakt, hat viel Kraft, eine gute Säure und
schöne Balance. Im 1998er erkennen wir eine angenehme Reife bei
gleichzeitig perfekter Frische, der Wein ist puristisch und zeigt eine
klare, geradlinige Frucht mit Kopfnoten von weißem Pfirsich. Der
1992er schließlich ist in sich ruhend, alles ist "am Platz", er zeigt viel
Frische und überhaupt keine Müdigkeit, ein Feuerwerk an Aromen
lädt zum Genießen ein!
Der Rotwein hat eine strahlende Frucht mit Noten von reifen Herzkirschen und ein seidiges Tannin. Er ist mittelgewichtig und ausgesprochen fein und elegant. (06/12)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.domaine-aux-moines.com/
Ihr Blick auf SAVENNIÈRES-ROCHE AUX MOINES: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/larochegoogle.htm
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
2010 Savennières-Roche aux Moines
2004 Savennières-Roche aux Moines
1998 Savennières-Roche aux Moines
1992 Savennières-Roche aux Moines
18,00
14,00
15,00
17,00

2010 Anjou-Villages
14,50
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 52
FRANKREICH
Loire: Anjou
Domaine des Quarres Rablay-sur-Layon
Im Jahr 1949 läßt sich Alfred Bidet als
Winzer in Rablay-sur-Layon nieder und
gründet die Domaine des Quarres. Stück
für Stück kauft er gute Weinberge
zusammen, besonders die Parzellen auf
dem steilen Hang in reiner Südlage, der
'La Magdelaine' heißt, haben es ihm
angetan. Der Boden besteht hier aus
schwarzem Schiefer, durchsetzt mit
vulkanischem Rhyolit. Weil die Erde so
mager ist, müssen die Reben um ihre
Nahrung kämpfen. Das ergibt Tiefe und
Aroma im Wein. Bidet erwirbt alle
Parzellen der Spitzenlage, die 13 ha am
Stück werden terrassiert und ausschließlich
mit Chenin Blanc bepflanzt. 2008 haben
Cédric und Véronique Aubert-Goudron die
32-ha-Domäne von Luc und Sylvaine Bidet
gekauft.
Véronique stammt vom Layon, Cédric
hingegen kommt aus dem Roussillon. Das
merkt man seinen Rotweinen an! Während er bei den Weißweinen die Arbeitsweisen von Luc übernommen hat, hat er
für den Jahrgang 2009 die Weichen für
seine Roten anders gestellt. Im Weinberg
kleinere Erträge und im Keller eine traditionelle, längere Maischegärung hat
sofort bessere Ergebnisse bei den Roten
gebracht! Die Weine haben jetzt eine
schöne Kraft mit präziser, strahlender
Frucht. Sie werden aus Cabernet gekeltert,
wie an der Loire üblich. 'Tradition' wird zu
100% aus Cabernet Franc erzeugt. Das ist
tatsächlich die klassische rote Loire-Rebe! Natürlich ist sie auch in
Bordeaux zu Hause, aber eben auch an der Loire. Die Cuvée 'Métis'
hingegen wird je zur Hälfte aus Cabernet Franc und Cabernet
Sauvignon gekeltert. Der erste ist herzhaft und würzig, mit dem
typischen Nachhall dunkler Beeren, 'Métis' ist geschmeidiger und
hat mehr Eleganz in der Frucht.
dafür im Flußtal durch die Herbstnebel prädestiniert sind. Leider sind
diese wunderbaren Weine in Deutschland eher unbekannt, während
sie in Frankreich oftmals Pasteten, Terrinen und Desserts begleiten.
Die Ernte der kostbaren edelsüßen Tropfen findet in mehreren
selektiven Lesegängen statt, um jeweils die reifsten Beeren zu
ernten; in normalen Jahren werden etwa zwischen Mitte Oktober
und Mitte November 5 bis 6 "tris" durchgeführt.
Coteaux du Layon Rablay 'La Chesnaie' ist ein sogenannter Vin
Moelleux, der einer gehobenen deutschen Auslese entspricht. Er
wird im Edelstahl ausgebaut. Es ist ein herrlich rassiger Wein mit
frischer, saftiger Frucht und feiner, zarter Süße, der sich herrlich als
Apéritif eignet. Die Lage La Chesnaie liegt am linken Ufer des Layon
und wächst auf sandigem Boden mit kalkhaltigem Geröll.
Die beiden noch reichhaltigeren Weine werden als Vins Liquoreux
eingestuft. Sie stammen beide aus der steilen, terrassierten Lage La
Magdelaine am rechten Ufer des Layon, die im Alleinbesitz der
Domäne ist, und wachsen auf Schiefer.
Coteaux du Layon Faye 'La Magdelaine' Prestige ist mit einer
Beerenauslese vergleichbar. Der Wein wird im Eichenholz ausgebaut; am Gaumen zeigt er sich cremig, er besitzt eine feine Säure,
die ihm eine gute Struktur gibt, und hat auslandende Aromen von
reifen Früchten wie Aprikosen und auch von saftigen Äpfeln. Im
Fond zeigt sich die Mineralität des Schieferbodens - ein spannender
Wein!
MYLORD ist eine "Sélection des Grains Nobles" (Auswahl der
besten Beeren; der englische Name ist ein französisches Wortspiel),
eine feine Trockenbeerenauslese. Es ist ein konzentrierter Süßwein
mit feiner seidiger Textur, ein großartiger Schmeichler, elegant und
mit feinster Fruchtsüße.
Uralte Chenin-Blanc-Rebe im terrassierten Weinberg La Magdelaine.
Der Sauvignon Blanc - zur Erhaltung der frischen Frucht im Edelstahl
ausgebaut - wächst am linken Layon-Ufer; er hat eine lebendige
Frucht mit Frische und Rasse, schönen Blütennoten und Aromen
weißer Früchte - und ist auch preislich sehr attraktiv! (02/12)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.domainedesquarres.com/
Ihr Blick auf LA MAGDELAINE: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/magdelainegoogle.htm
Typisch angevinisch: Das Eingangstor zu Domäne und Park.

Eine Neuigkeit ist 'Le Loupiot'. Seine Rebsorte heißt Grolleau. Es ist
eine alte Loire-Rebe, die aber in Vergessenheit geraten ist. Sie
erbringt Weine mit pikanter, aber angenehmer Säure und frischem,
belebendem Tannin. Eigentlich ist 'Le Loupiot' ein zeitgemäßer Rotwein: frisch, ganz eigenwillig, ein echter 'Bistro'-Wein! Jedenfall ist
es schön, daß Cédric - neben ganz wenigen anderen Loire-Winzern
- auch diese alte Sorte 'reanimiert' hat!
Die Hauptrebsorte auf der Domäne ist mit über 20 ha der Chenin
Blanc, aus dem vor allem edelsüße Weine gewonnen werden. Edelsüße sind am Layon die Hauptproduktion, weil die Möglichkeiten



2010 Coteaux du Layon Faye
'La Magdelaine'
2005 Coteaux du Layon Faye
'MYLORD'
0,5 l
2012 Grolleau 'Le Loupiot'
2009 Anjou-Villages 'Tradition'
Crémant finden Sie weiter unten bei
"ALLES, WAS SCHÄUMT"
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 53
11,80
23,90
6,50
7,90
FRANKREICH
Loire: Muscadet Côtes de Grandlieu
Domaine du Haut
Der Name der Appellation Muscadet deutet nicht auf eine Region
hin, sondern hat historische Wurzeln. Im späten Mittelalter standen
Muscat-Weine an den feudalen Höfen hoch im Kurs. Im Jahr 1709
vernichtete ein verheerender Frost alle Rebpflanzungen am Unterlauf der Loire. In der Folge bepflanzte man die Weinberge mit einer
Rebsorte aus dem Burgund, dem Melon de Bourgogne, der regional
auch Melon Musqué und später Muscadet genannt wurde. In seiner
Heimat ist er lange vergessen, aber im Pays Nantais ist er noch heute
die einzig zugelassene Rebsorte für alle Muscadet-Appellationen.
Junge Traube in 'Le Pavillon' am 15. Juli 2013 - 10 Tage nach Blüte!
Die Appellation Muscadet Côtes de Grandlieu ist die westlichste mit
Namen Muscadet und damit die dem Atlantik nächste. Sie liegt
unmittelbar südlich von Nantes am linken Loireufer, rund um den
Lac de Grandlieu. Der Name der 1994 eingerichteten Appellation
leitet sich von diesem See ab, dem größten Süßwassersee Frankreichs mit einem großen Naturschutzgebiet. Es wurden recht geringe Hektarerträge vorgeschrieben, bestimmte Vorschriften für den
Rebschnitt und andere Bestimmungen erlassen, die der Qualitätssteigerung dienen. So ist die Appellation Côtes de Granglieu heute
die wichtigste im Muscadet-Gebiet. Das Klima hier ist mild und
niederschlagsarm.
Die Domaine du Haut Bourg und ihre Weinberge liegen in der 6000-Seelen-Stadt
Bouaye. Die Weinberge stehen auf nur 15 bis
20 m Seehöhe. Die Böden bestehen aus
Glimmerschieferschiefer, Granit und Sand.
Inzwischen hat die 4. Generation mit den
Brüdern Hervé und Nicolas Choblet das
Sagen auf der 40-ha-Domäne. Die ältesten
Melon-Stöcke wurden 1944 gepflanzt.
Muscadet macht heute gut die Hälfte der
Rebfläche des Gutes aus, daneben werden
lokale weiße Rebsorten wie Folle Blanche und
Grolleau Gris, außerdem Sauvignon sowie die
roten Sorten Gamay, Merlot und Cabernet
gepflegt.
Die Choblets ernten im Zeitpunkt der
optimalen Reife und keltern das Lesegut
umgehend mit einer pneumatischen Presse.
Der Saft wird durch "Absitzen" vorgeklärt
und anschließend in cuves bei 18 bis 20° C
vergoren. Die frischen Muscadets reifen "sur
lie". Bei diesem Verfahren bleibt der Wein bis
zur Abfüllung auf der Feinhefe liegen.
Dadurch behält er eine besondere Frische
und Lebendigkeit und gewinnt an Dichte. Die
Hefe wird immer wieder aufgerührt, um ihre
positiven Einflüsse zu nutzen. Diesen Vorgang nennt man übrigens bâtonnage. Die
gehaltvollen, älteren Weine tragen die
Bezeichnung "sur lie" nicht, weil die frische,
perlige Kohlensäure aus der Gärung sich im Laufe des Reifens
weitestgehend verflüchtigt hat.
Bourg Bouaye
'Le Pavillon' ist der Name einer stark kieshaltigen Parzelle auf
Glimmerschiefer und Granit. Die Reben wurden 1977 gepflanzt. Der
Wein bleibt rund acht Monate auf der Feinhefe; er hat Struktur und
Tiefe. Man schmeckt deutlich die Mineralität des Bodens, dazu
kommen feine Noten von Ananas und gelben Früchten, auch etwas
Aprikose und ein Hauch Zitrus. Es ist ein aparter Wein zu Muscheln
und - sehr klassisch - zu Austern, natürlich auch zu allem anderen
Getier aus dem Wasser. Mit seiner Leichtigkeit und Frische begleitet
'Le Pavillon' auch die gesellige Runde durch eine lange, lauschige
Sommernacht!
Mit den Cuvées 'Signature' und 'Origine' tritt Hervé, der für den
Keller zuständig ist, den Beweis an, daß man aus Melon de Bourgogne auch großartige Weine mit Dichte, Fülle und Struktur erzeugen kann und widerlegt damit die Annahme, daß es sich beim
Melon um eine "einfache" Rebsorte handelt! Diese Weine liegen
zwar bis zur Abfüllung auf der Hefe, aber sie werden nicht "sur lie"
bezeichnet, weil sie nicht die Spritzigkeit und Lebendigkeit der jungen Weine haben, sondern gehaltvoll in sich ruhen.
Die Parzelle für 'Signature' wurde 1968 bestockt; die Trauben für
diesen Wein werden bei absoluter Vollreife sehr spät geerntet. Das
geht nur in den besten Jahrgängen. Daraus erklärt sich, warum
'Signature' grundsätzlich nicht chaptalisiert wird. Natürlich wird er
vollkommen trocken ausgebaut. Der Ausbau geschieht in unterirdischen Edelstahltanks, die eine konstante Reifetemperatur ermöglichen - übrigens eine Methode, die an der Loire weit verbreitet ist -,
und in den ersten 12 Monaten wird die Hefe immer wieder
aufgerührt. Der 2009er zum Beispiel reifte 39 Monate auf der Hefe.
'Signature' ist dicht und langanhaltend, kraftvoll, komplex und
überraschend frisch, messerscharf und präzise, mit lebendiger
Frucht. 'Signature' paß perfekt zu Fisch in kräftiger Sauce, zum
Kalbsbraten und Ziegenkäse. Der 2003er 'Origine' hat sich zu einem
dichten, tiefgründigen Wein entwickelt. Die Reben wurden 1944
gepflanzt! Im Sommer 2013 (!) habe ich den Wein noch aus dem
unterirdischen Tank verkostet, bevor er abgefüllt wurde: reife, satte
Aromen von Aprikose, etwas exotische Früchte, viel Kraft - ein
Ausnahmewein! (09/13)
Edelstahlgebinde und die Bodenöffnungen zu unterirdischen cuves.
Ihr Klick zum Weingut: http://www.hautbourg.fr/
Ihr Blick auf Bouaye und die Lage 'Le Pavillon': http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/bouayegoogle.htm
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
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2013 Muscadet Côtes de Grandlieu
Sur Lie 'Le Pavillon'
2012 Muscadet Côtes de Grandlieu
Sur Lie 'Le Pavillon'
2009 Muscadet Côtes de Grandlieu
'Signature'
2003 Muscadet Côtes de Grandlieu
'Origine'
7,50
7,50
9,80
12,80
Sekt finden Sie weiter unten bei "ALLES, WAS SCHÄUMT"
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 54
FRANKREICH
Bordeaux (Rotweine)
Château David

Beaulieu Galgon
2011 Château David Beaulieu
Bordeaux Supérieur
7,50
Rechts der Garonne, zwischen Libourne und dem Anbaugebiet Fronsac gelegen; Familie Duporge besitzt das 53-ha-Gut seit 1910. Auf kalkhaltigen Lehmböden wachsen zu 70% Merlot, 19% Cabernet Franc und 11% Cabernet Sauvignon. Die Weine werden mit wenig
Holzeinsatz ausgebaut. Der Wein ist saftig-"süß" mit viel Schmelz und umwerfender Frucht mit Noten von roten Früchten und dunlen
Beeren, dazu ein angenehmes, aber wunderbar eingebundenes Tannin, reif und angenehm. Sehr gelungen, ganz frische Frucht, toll mit
kleinem Preis! (12/13)
Château Lamanieu Mazères

2011 Château Lamanieu
Graves
8,75
Es handelt sich um den Zweitwein von Château Beauregard Ducasse. 20-ha-Weingut auf sandigen und kiesigen Böden mit Kalkanteil. Die
Rebsorten setzen sich wie folgt zusammen: 45% Merlot, 50 %Cabernet Sauvignon, 5% Cabernet Franc. Die Weine werden von Hand
geerntet. Der frische, zugängliche Wein hat eine saftige, animierende Frucht, im Tannin ist er eher zurückhaltend. Dafür zeigt er eine frische,
Graves-typische, animierende Säure und schöne Länge. Richtig guter "kleiner" Wein! (09/13)
Château Sémonlon Avensan


2011 Château Sémonlon
2010 Château Sémonlon
Haut-Médoc
Haut-Médoc
10,90
10,90
Das kleine Gut verfügt über 7 ha nahe der Appellation Margaux. Das Weingut wurde von Monsieur Lagune gegründet, dem Urgroßvater des
heutigen Besitzers, Olivier Dumora. Die Böden sind karg und besonders steinig, die Reben, 35 Jahre und älter, sind 60% Cabernet Sauvignon
und 40% Merlot. Ein geradliniger Wein, in dessen Aromaspektrum der Cabernet den Ton angibt. Angenehmes, reifes Tannin gibt dem
harmonischen Wein eine schöne Struktur. Schöner Körper, Klasse. (09/13)
Château Lestage-Darquier Moulis-en-Médoc

2010 Château Lestage-Darquier
Moulis-en-Médoc
14,50
Die 10 ha Rebfläche des Familienweingutes von Brigitte und François Bernard befinden sich im westlichen Teil des kieshaltigen Terroirs im
Ortsteil Grand Poujeaux. Das Gut ist schon viele Jahre von "Terra Vitis" zertifiziert. Lestage-Darquier wird aus Cabernet-Sauvignon, Merlot
und Cabernet-Franc gekeltert und klassisch im Barrique ausgebaut; etwa ein Drittel der Fässer wird jährlich erneuert. Es handelt sich um
einen klassischen Bordeaux, der in der Jugend ein durchaus schmeckbares Tannin mitbringt, das sich mit der Reife gut einbindet. In den
Kopfnoten des Weines finden wir vor allem Brombeere; er verfügt über ein gutes Reifepotential. (12/13)
Château Coutelin-Merville Saint-Estèphe

2006 Château Coutelin-Merville
Saint-Estèphe (Cru Bourgeois, Classement 2003)
24,00
Das 26-ha-Château liegt im Westen der Appellation, Richtung Cissac, und ist bereits seit 1902 im Familienbesitz. Bernard und François
Estager leiten den Betrieb seit dem Tod des Vaters 1987. Der Rebsortenspiegel lautet: 50% Merlot, 25% Cabernet Sauvignon, 20% Cabernet Franc, 5% Petit Verdot. Die Reben sind im Durchschnitt 30 Jahre alt, sie wachsen auf kalkhaltigen Tonböden. Die Lese geschieht von
Hand; ausgebaut wird klassisch in Barriques, von denen jährlich etwa ein Viertel erneuert werden. Der 2006er ist ein kräftiger Wein mit
festem Kern, gehaltvoll und saftig, auch mit kraftvollem Tannin und reicher, dunkelbeeriger Frucht. (09/13)
Château Pontet-Canet Pauillac

2007 Château Pontet-Canet
Pauillac (5ième Grand Cru Classé)
69,00
Zum Weingut gehört ein Besitz von rund 120 ha, wovon 81 ha in drei Parzellen mit 9.000 Reben pro ha dicht bestockt sind. Der
Rebsortenspiegel umfaßt 60% Cabernet Sauvignon, 33% Merlot sowie etwas Cabernet Franc und Petit Verdot. Die Lese erfolgt von Hand,
das Lesegut wird im Keller nochmals sortiert. Nach der klassischen Maischegärung reift der Wein in Barriques, von denen jährlich etwa 60%
erneuert werden. Der Wein wird vor der Abfüllung nicht filtriert.
Die Geschichte des Gutes geht auf das Jahr 1725 zurück, als der Gouverneur des Médoc, Jean-François de Pontet, ihm seinen Namen verlieh.
1975 wurde das Weingut von Guy Tesseron gekauft. Aufgrund der umfangreichen Investitionen konnte sein Sohn Alfred das Weingut zu
Beginn der 90er zu alter Größe führen. Die jetztigen Gutsverwalter sind Gerald und Alfred Tesseron. (09/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.pontet-canet.com/
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 55
FRANKREICH
Bordeaux (Rotweine)
Château du Courlat Lussac Saint Emilion




2009 Château du Courlat
2009 Château du Courlat
2006 Château du Courlat 'Cuvée Jean-Baptiste'
2006 Château du Courlat 'Cuvée Jean-Baptiste'
Lussac Saint Emilion
Lussac Saint Emilion
Lussac Saint Emilion
Lussac Saint Emilion
0,375 l
0,375 l
14,00
7,80
17,50
9,50
Das Château du Courlat gilt als eines der Besten in der Appellation Lussac Saint Emilion. Im Mittelalter gehörte es den Seigneurs Barons de
Montagne, die auf den kalkhaltigen Hängen schon Reben anpflanzten. Die rund 18 ha im Besitz der Familie Bourotte sind heute bepflanzt
mit 80% Merlot, 15% Cabernet Franc und 5% Cabernet Sauvignon. 4 ha davon sind der 'Cuvée Jean-Baptiste' vorbehalten, die zu 100%
aus sehr alten Merlot-Stöcken gewonnen wird. Der Wein ist von unerhörter Fruchtdichte und Kraft und hat eine wunderbar samtige Textur.
Der "normale" Courlat hat eine saftige, kraftvolle Frucht nach dunklen Beeren und ist elegant und schmeichelnd. (09/13)
Château La Croix

Chantecaille Saint Emilion
2007 Château La Croix Chantecaille
Saint Emilion Grand Cru
18,50
Die 8,5 ha des Gutes liegen auf besten Böden in Saint Emilion, nahe den Châteaux La Dominique und Croque-Michotte sowie den PomerolChâteaux L'Evangile und Gazin. La Croix Chantecaille gehört seit 1879 der Familie von Anne Carole Angle. Leichte Steinböden auf kalkhaltigem Untergrund bilden das Terroir. Sie sind zu zwei Dritteln mit Merlot, der Rest mit Cabernet Franc bepflanzt. Ausschließlich perfekt
reifes Lesegut wird von Hand geerntet. Die Weine reifen 12 Monate in Barriques, davon rund ein Drittel neu. Der Wein ist von bestechender
Eleganz, sehr fein, mit prononcierter Frucht, schöner Struktur und samtiger Textur. (09/13)
Château Les Hauts-Conseillants Lalande-de-Pomerol


2008 Château Les Hauts-Conseillants
2008 Château Les Hauts-Conseillants
Lalande-de-Pomerol
Lalande-de-Pomerol
0,375 l
22,00
11,80
Die 10 ha des Weingutes sind zu 85% mit Merlot bestockt, der Rest ist Cabernet Franc; mit 6- bis 8.000 Reben pro Hektar ist die Pflanzdichte relativ hoch. Ton- und sandhaltigen Boden auf kiesigem Grund finden wir in den Parzellen bei Néac, die 4 ha in Lalande liegen auf
einer kieshaltigen Kuppe. Die Weinlese geschieht komplett von Hand; der Ausbau des Weins erfolgt in neuen und gebrauchten Fässern,
wobei die Familie Bourotte-Figeac besonders viel Wert auf beste Qualität des verwendeten Holzes legt.
Der Wein hat eine wunderbar seidige Textur, in den Aromen zeigen sich reife dunkle Beeren, im langen Finale auch rauchige Aromen. (09/13)
Château La Grave

Trigant de Boisset Pomerol
2005 Domaine Trigant de Boisset
Pomerol
34,50
Die Weine vom "Zweitwein" von Château La Grave Trigant de Boisset werden aus jüngeren Reben gekeltert. Die Weinberge liegen auf steinigen Böden im Nordwesten des Plateaus von Pomerol, in der Nachbarschaft von Lalande-de-Pomerol. Merlot mit einem kleinen Anteil
Cabernet Franc ergibt einen äußerst delikaten, eleganten, finessenreichen Wein voller Frische und animierendem Trinkfluß. Heute ist das Gut
im Besitz von Christian Moueix, zu dessen Reich so schillernde Namen wie Château Pétrus gehören. (09/13)
Clos du Clocher Pomerol

2008 Clos du Clocher
Pomerol
56,00
Auf dem Plateau von Pomerol, gegenüber der Kirche, liegt das 4,6-ha-Gut der Familie Bourotte-Auby. Der Lehmboden ist stark kieseldurchsetzt, im Untergrund ist der Boden eisenhaltig. Im Clos stehen rund 75% Merlot und 25% Cabernet Franc. Die Reben sind mit 6.000
bis 8.000 Stöcken pro Hektar recht dicht gepflanzt; im Schnitt sind sie rund 35 Jahre alt.
Der Wein zeigt einen festen, dichten Pomerol-Stil mit tiefer Würze und durch den Cabernet-Anteil eine saftige, dunkle, nachhaltige Frucht.
Kraft und Eleganz sind wunderbar im Gleichgewicht. (09/13)
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 56
FRANKREICH
Bordeaux (trockene Weißweine)
Château Peyruchet Loupiac

2013 Château Peyruchet
Bordeaux (Blanc Sec)
7,50
Bernard Queyrens bewirtschaftet das Weingut in Loupiac mit seinem Sohn Romain. Die 25 ha Reben des Gutes liegen auf den Hängen zum
Garonne-Tal, die Sémillon-, Sauvignon- und Muscadelle-Reben für trockenen und edelsüßen weißen Bordeaux gedeihen auf kieshaltigem,
skelettreichem Lehm. Den trockenen Bordeaux Blanc keltert Bernard überwiegend aus Sauvignon mit kleinen Anteilen an Sémillon und Muscadelle. Weil er im Edelstahl ausgebaut wird, ist es ein betont fruchtiger und erfrischender Wein. (09/13)
Château Château

2011 Clos du Roy
Piada Barsac
Graves (Blanc Sec)
9,90
Das Familiengut wird heute von Jean-Fréderic Lalande geleitet. Es wurde bereits 1274 in "Les Hommages d'Aquitaine" erwähnt und ist damit
eines der ältesten Güter in Barsac-Sauternes. Neben den berühmten Süßwein-Spezialitäten wird auch Rot- und Weißwein erzeugt. Der beste
trockene Weißwein wächst in der benachbarten Appellation Graves nahe dem Weiler Illats auf kalkhaltigem Lehm mit Silexeinschlüssen. Sauvignon, Sémillon und Muscadelle sind beteiligt. Der Wein ist stoffig, nachhaltig und angenehm konzentriert: man merkt ihm seine Herkunft
aus einem Gut an, das auf kraftvolle Weine spezialisiert ist. Ein komplexer Wein mit schöner, frischer Aromatik mit floralen Noten. (09/13)
Château Beauregard Ducasse Mazères

2012 Château Beauregard Ducasse
Graves (Blanc Sec)
11,00
Château Beauregard Ducasse befindet sich im Süden der Appellation, nahe Langon, und ist im Besitz von Marie-Laure et Jacques Perromat.
Für den weißen Graves sind rund 9 ha reserviert, die mit 60% Sauvignon und 40% Sémillon bestockt sind und auf sandigen und kiesigen
Böden auf einem südwärts ausgerichteten Hang liegen. Geerntet wird von Hand, der Wein rund acht Monate im Edelstahl ausgebaut. Neben
seiner Frische und Klarheit hat er eine anregende Aromatik mit Noten von weißem Pfirsich und frischen Blüten. (09/13)
Clos Floridène Pujols-sur-Ciran

2010 Clos Floridène
Graves (Blanc Sec)
24,50
Denis Dubourdieu, der zusammen mit seiner Frau Florence Eigentümer des 40-ha-Gutes ist, ist in Bordeaux kein Unbekannter. Er gilt als
bester Weißweinwinzer und ist für viele Betriebe als Berater tätig. Das Gut liegt nahe Barsac mit sandig-kiesigen, eisenhaltigen Böden auf
kalkreichem Untergrund. Auf knapp 24 ha stehen die weißen Reben: 56 % Sémillon, 43 % Sauvignon and 1 % Muscadelle. Nach der Handlese wird der Wein im Eichenholz vinifiziert, wo er auch etwa acht Monate auf der Hefe reift. Weißer Pfirsich, Limone und Pampelmuse finden sich im intensiven Aroma des hervorragend lagerfähigen Weines ebenso wie mineralische und Noten von Brioche. (09/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.denisdubourdieu.fr/
Das Weingut und Reben von Clos Floridène in Pujols-sur-Ciran. Der kiesreiche Boden gab dem Anbaugebiet Graves seinen Namen
(das französische Wort graves steht für Kies). Fotos (2): Clos Floridène
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
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FRANKREICH
Bordeaux (edelsüße Weißweine)
Château Les Arroucats Sainte-Croix-du-Mont


2013 Château Les Arroucats 'Cuvée Virginie'
2011 Château Les Arroucats 'Cuvée Virginie'
Sainte-Croix-du-Mont
Sainte-Croix-du-Mont
11,00
11,00
Monsiuer Labat gründete das Weingut in den 50ern, seine Tochter Annie Lapouge modernisierte es um die Jahrtausendwende, und jetzt ist
Enkelin Virginie Barbe die Winzerin auf Arroucats. Auf 25 der 45 ha wird der edelsüße Sainte-Croix-du-Mont aus 70% Sémillon, 20%
Sauvignon und 10% Muscadelle aus überwiegend alten Reben erzeugt. Handlese ist für ausgezeichnete Süßweinqualität Voraussetzung. Die
Cuvée Virginie ist ein reichhaltiger, verführerischer und komplexer Wein. Er schmeckt natürlich exzellent zur Gänseleber, in Frankreich trinkt
man ihn auch gerne zu Aal oder Kalbsbries mit süßlicher Sauce, klassisch natürlich zu Desserts mit Früchten und feinem Gebäck. (12/13)
Château Martillac Loupiac


2013 Château Martillac
2012 Château Martillac
Loupiac
Loupiac
11,00
11,00
Marc Ducau hat das Ruder der sechsten Generation übergeben, seinem Neffen Daniel Sanfourche, der jetzt für die 28 ha Weinberge verant-
wortlich zeichnet. Loupiac liegt etwa 40 km südöstlich der Stadt Bordeaux, seine südorientierten Weinberge blicken über das Garonne-Tal,
die Böden bestehen aus kalkhaltigem Lehm. Mehr als 40 Jahre alt sind die 95% Semillon- und 5% Sauvignon-Reben, aus denen nach der
händischen Lese komplexe Süßweine mit Aromen von Feige, Lebkuchen, getrockneten Aprikosen und einem Hauch Zitrus entstehen, die
man in Frankreich gerne zu Steinbutt, Geflügel, natürlich Gänseleber und Desserts reicht. Ich empfehle den Wein aber wegen seiner Rasse
auch gerne als außergewöhnlichen, köstlichen Apéritif. (12/13)
Château Haut-Mayne Preignac




2012 Château Haut-Mayne
2012 Château Haut-Mayne
2011 Château Haut-Mayne
2010 Château Haut-Mayne
Sauternes
Sauternes
Sauternes
Sauternes
0,375 l
25,80
14,00
24,80
24,80
Seit 1997 führen die Brüder Bruno und Guy Roumazeilles in dritter Generation das Gut, das benachbart zum Grand-Cru Suduiraut und anderen gelegen ist. Nach einem furchtbaren Gewitter mit immensen Schäden im Dezember 1999 wurde der gesamte Betrieb renoviert und technisch überholt. Die historische Bausubstanz der mittelalterlichen Abtei wurde dabei mit großem Aufwand sorgfältig restauriert.
Das Gut liegt auf dem Plateau von Preignac, oberhalb des Dorfes Sauternes, mit stark kieshaltigen Sand- und Lehmböden. Es verfügt über 11
ha Weinberge, deren 85% Semillon- und 15% Sauvignon-Reben ein Durchschnittsalter von 55 Jahren haben. Es wird streng selektiv von
Hand geerntet. Die Trauben werden grundsätzlich entrappt, die Vinifikation geschieht teils in Barriques, teils in der cuve. Der Wein wird dann
rund 16 Monate in Barriques ausgebaut. 2010 ist ausgewogen, frisch und mit zarten Apfelnoten. 2011 hat reiche Botrytis, ist dicht und
cremig. 2012 ist wieder rassiger, schlanker und mit etwas weiger Botrytis ausgestattet.
Die köstlichen Weine von Château Haut-Mayne finden sich unter anderem auf der Weinkarte des Restaurants Cheval Blanc (2 Sterne) im
noblen Grand Hotel "Les Trois Rois" in Basel. Sie sind finessenreich, haben üppige Aromen von kandierten Früchten, etwas Honig, reife
Aprikosen, frische Blüten, Mandeln und einen Hauch getoastetes Brioche. Man trinkt sie gerne als ganz besonderen Aperitif. Sie passen auch
besondeers gut zur Gänseleberterrine, zu Fisch und Huhn in Sahnesaucen, zum Roquefort und natürlich zum Obstsalat und zur ApfelCharlotte. Die Weine von Haut-Mayne gelten als "best value" unter den Sauternes. (09/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.chateauhautmayne-chateaugrillon.fr/
Weinlandschaft an der Garonne.
Kleines Château mit Kellerei in den Graves.
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 58
ITALIEN
Südtirol
Weingut Manincor Kaltern
Der 400 Jahre alte historische Ansitz der Familie
Goëss-Enzenberg mit großen landwirtschaftlichen
Flächen und Rebbergen beherbergt heute das
moderne Weingut Manincor von Michael Graf
Goëss-Enzenberg. Vor rund 15 Jahren beschloß
Graf Michael, die weinbaulichen Flächen neu zu
strukturieren, insbesondere, sie auf biodynamischen und qualitätsorientierten Weinbau umzustellen, und in eine moderne Kellerei zu investieren. Inzwischen greifen alle Maßnahmen, und das
Weingut erzeugt Weine von höchster Qualität mit
individuellem Charakter und gesellt sich zu den
Topweingütern Südtirols. Der gesamte Betrieb mit
seinen 463 ha, davon 50 ha Wein, der Rest Obst,
Wald und Wiesen, ist bio- und nach Demeter biodynamisch zertifiziert. Mit Helmuth Zozin hat das
Gut einen erfahrenen Direktor, der auch der
Weinmacher von Manincor ist. Er kennt die regionalen Traditionen - natürlich ist er Südtiroler -, hat
aber auch weit über den Tellerrand hinausgeschaut, ist ausschließlich qualitätsorientiert und
sehr zielstrebig in seinem Handeln.
Die Lage Manincor in Kaltern im Südtiroler Unterland ist ein
eiszeitlicher Moränenschutthügel auf dolomitischem Kalkschotter,
durchzogen von vulkanischem Granit, Porphyr, Quarz und Basalt.
Ähnliche Böden weist Mason auf - wegen der Höhe ideal für
Spätburgunder. Campan ist eine Lage auf 500 m Höhe innerhalb
der Mauern des Schlosses Campan. Weitere Spitzenterroirs gehören
zum Besitz, wie etwa Panholzer. Diese Seelage bildet mit ihren
kräftigen Lehmböden auf Kalkschotter die Basis für die 'Réserve del
Conte' aus Lagrein mit Merlot und Cabernet. Es ist ein kräftiger,
geschmeidiger Roter mit saftiger Frucht und Noten von dunklen
Beeren. Die Reben für den feinen, eleganten und dunkelfruchtigen
Lagrein 'Rubatsch' wachsen in Terlan und Kaltern. Die Cuvée
'Sophie' ist Chardonnay-dominiert und von unglaublicher Saftigkeit
und Würze. Die Weißburgunder- und Sauvignonreben wachsen
weiter im Norden, in Terlan, wo das Terroir dafür perfekt ist: ein
Schuttkegel aus Kalk und Porphyr. Daher kommen Mineralität und
Kernigkeit. Der Terlaner 'Réserve della Contessa' ist ein frischer,
fruchtbetonter Weißburgunder, süffig, fast möchte ich sagen
unkompliziert, aber auch mit guter Struktur, Tiefe und Potential. Der
Sauvignon glänzt mit tiefer Struktur, hat mehr Dichte als
vordergründige Frucht und unendliche Länge.
Eine Besonderheit ist der edelsüße Wein aus der Rebsorte Petit
Manseng, die aus den französischen Anbaugebieten auf den Ausläufern der Pyrenäen stammt. Der Wein wurde drei Tage vor
Weihnachten gelesen und hat ein ausgewogenes Verhältnis
zwischen Alkohol, Säure und Zucker - und eine traumhafte, kristallklare Frucht mit Noten von reifen Aprikosen, auch Mango, Honig
und feine Botrytisnoten - sehr apart, sehr elegant!
Die Manincor-Weine überzeugen mit hoher Qualität und wunderbarem Trinkfluß. Sie haben ebensoviel Tiefe wie Eleganz, eine feine
Textur und sind durchaus anspruchsvoll. (03/14)
Das südtiroler Weingut Manincor. Foto (1): Inka Tettenborn
Ihr Klick zum Weingut: http://www.manincor.com/

2013 'La Manina' (vor allem Pinot Bianco)
11,00



2012 Terlaner 'Réserve della Contessa'
2012 'Sophie' Chardonnay
2012 'Tannenberg' Sauvignon Blanc
12,50
20,00
19,50


2011 'Réserve del Conte'
2011 'Rubatsch' Lagrein
14,00
20,00



2011 'Mason' Pinot Nero
2010 'Mason di Mason' Pinot Nero
2009 'Castel Campan' Merlot
24,00
44,00
57,00

2011 Le Petit (Petit Manseng)
27,90
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 59
0,375 l
ITALIEN
Südtirol
Castelfeder Kurtinig a. d. Weinstraße
Castelfeder war zu römischen Zeiten und im frühen
Mittelalter eine Siedlung mit militärischem Zweck.
Der Platz befindet sich oberhalb von Auer und liegt
auf 405 m Höhe. Heute hat man von der Ruine der
Barbarakapelle aus einen wunderbaren Blick über
das Tiroler Unterland. Am Fuße der CastelfederAnhöhe gründete Alfons Giovanett 1970 seine
eigene Kellerei, nachdem er lange Jahre in
berühmten Südtiroler Weingütern Chefkellermeister war. Er nannte seinen Betrieb "Castelfeder".
1989 übernahm sein Sohn Günther den Betrieb,
und heute ist bereits Enkel Ivan der Chef im Keller,
während Enkelin Ines für Verwaltung und Verkauf
zuständig ist.
Die rund 50 ha Weinberge von Castelfeder liegen
im Südtiroler Unterland, etwa zwischen Bozen und
Salurn auf unterschiedlichen Böden. Hier herrschen
für den Weinbau günstige Klimabedingungen; im
Norden schützen die Alpen vor kalten Winden, und
von Süden spürt man bereits den mediterranen Einfluß.
Der Name des Weißburgunders, 'Vom Stein', läßt seine steinigen,
mit etwas Sand durchsetzten Böden erahnen. Die Weinberge liegen
bei Kurtinig, Salurn und Margreid; der Wein ist feinnervig und zart
mineralisch, mit geradliniger Frucht.
Die '15' bezeichnet beim Pinot Grigio tatsächlich die Herkunft! Und
Günther Giovanett erklärt, daß sie eine der ältesten und besten
Grauburgunder-Lagen Südtirols sei. Diese Lage sowie die Lagen um
den Ort Kurtinig, wo sich das Weingut befindet, können als die
Wiege des Pinot Grigio in Italien bezeichnet werden! Die Rebsorte
wurde Anfang des 18. Jahrhunderts von Meinrad Graf von Tirol
zusammen mit anderen Burgundersorten in Südtirol angesiedelt.
Der '15er' ist ein saftiger, ausgewogener Wein mit Aromen von
saftigen Birnen und grünen Äpfeln - spannend! Der Chardonnay hat
in der Frucht exotische Noten, die sich mit der schönen Mineralität
paaren. Es ist ein kraftvoller, nachhaltiger Wein, mit typisch Südtiroler Mentalität. Der Sauvignon ist angenehm frisch, mit Noten von
Holunder, Brennessel und Pfirsich, hat eine schöne Struktur und
wunderbare Lebendigkeit.
Im St. Magdalener finden wir 90% Vernatsch und 10% Lagrein, die
schon im Weinberg im gemischten Satz stehen: der Tradition nach
soll für diesen Wein jeder zehnte Stock ein Lagrein sein. Der
'Schallerhof' wächst in den steilen Terrassen bei St. Magdalena und
Gries, ist ein zarter, duftiger, auch etwas heller Rotwein mit aparten
Noten von Veilchen und Mandeln. Der Lagrein - eine spätreifende,
autochthone Rebsorte Südtirols - ist kräftiger und würziger. In den
Aromen finden wir dunkle Beeren, und sein Tannin ist frisch und
feinkörnig. Dafür wurde er teilweise im Barrique gereift, und während der Gärung wurde der Tresterhut nicht oft untergetaucht, um
zu viel Tannin zu vermeiden.
Ihr Klick zum Weingut: http://www.castelfeder.it/



2012 Chardonnay 'Doss'
2012 Pinot Bianco 'Vom Stein'
2012 Pinot Grigio '15'
10,50
10,80
10,80



2013 St. Magdalener 'Schallerhof'
2011 Lagrein 'Rieder'
2010 Blauburgunder 'Glener'
9,80
11,50
14,00
Venetien: Valpolicella
Azienda Agricola Ca'
Das Weingut wurde 1902 von Pietro Castellani
gegründet, der damals Traubenerzeuger war.
Heute wird es in vierter Generation der Brüdern
Alessandro und Nicola Castellani geleitet. Es
liegt im Herzen der traditionellen ValpolicellaClassico-Zone. Die Gemeinde Valgatara befindet sich zwischen Lazise am Ostufer des
Gardasees und Negrar. Als die beiden den Betrieb vor einigen Jahren von ihrem Vater übernahmen, haben sie sich zu einer grundlegenden Umstrukturierung entschlossen, denn bis
dato wurde nach der Devise "Masse statt
Klasse" produziert. Die beiden Jungs wollten
aber zeitgemäß arbeiten und ein Weingut mit
anerkannten Qualiäten leiten. Es war ganz
sicher kein einfacher Weg, den sie einschlugen,
denn sie wollten eine extrem reduzierte Produktion mit kompromißlos guter Qualität. Inzwischen gibt es eine moderne Kellerei, die nur mit
Falldruck - also ohne Pumpen - arbeitet und ein
präzises Arbeiten auf hohem Qualitätsniveau
ermöglicht.
Auf den rund 29 ha Rebfläche von Ca’La
Bionda werden die autochthonen Rebsorten
Corvina, Corvinone, Rondinella und Molinara
angebaut. Die Weinberge sind überwiegend ostexponiert und liegen
auf einer Höhe von 150 bis 300 Meter. Die Böden bestehen aus
Kalk- und Kalksandstein. Inzwischen wird das Weingut biodynamisch bewirtschaftet.
Die Weine werden in Holzfässern ausgebaut: der Valpolicella Classico für etwa ein Jahr, die mächtigen Amarone für rund vier Jahre.
Der Valpolicella Classico hat bei seiner schönen dunkelbeerigen und
fröhlichen Frucht auch eine gute Struktur - ein richtiger Rotwein
eben! 'Casal Vegri' ist ein Lagen-Valpolicella, ein gehaltvoller Wein
mit reifer Kirschfrucht und zartem, feinem Tannin, guter Kraft, dich-
La Bionda Valgatara
ter Struktur und viel Potential. Dabei ist er elegant, feinwürzig und
hat ein langes Finale.
Die mächten Amarone sind berühmte Monumente, auf die die venezischen Winzer besonders stolz sind. Die spät im Herbst und sehr
reif geernteten Corvina-, Corvinone- und Rondinella-Trauben werden im Winter auf dem Dachboden in Holzsteigen gelagert. Die
winterlichen Winde der Region und der Wechsel von kalten und
wärmeren Temperaturen führen dazu, daß das Lesegut weiter eintrocknet - um immerhin 40%! Nur sorgfältig arbeitenden Winzern
gelingt es, die Trauben völlig ohne Schimmelbildung und andere
hygienische Probleme über den Winter zu bringen. Für reintönige
Weine ohne Fehler wie Essigaromen, flüchtige Säuren und andere
ist das aber unbedingt notwendig.
Der 2009er Amarone ist ein vielschichter, saftiger Wein mit wunderbaren Aromen von Amarenakirschen, kandierten Früchten und
Mandeln, harmonisch und nachhaltig. Mehr Mineralität bringt der
Wein aus streng selektionierten Trauben der Lage Ravazzól mit.
Seine vielschichtigen, atemberaubenden Aromen werden von einem
feinen, elganten Tannin strukturiert. Bei Ca' La Bionda werden die
Amarone-Weine grundsätzlich unfiltriert abgefüllt. (03/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.calabionda.it





2012 Valpolicella Classico
2011 Valpolicella Classico Superiore
'campo Casal Vegri'
2010 Valpolicella Classico Superiore
'campo Casal Vegri'
2009 Amarone della Valpolicella Classico
2008 Amarone della Valpolicella Classico
'Vigneti di Ravazzól'
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 60
9,50
16,90
15,90
36,00
39,50
ITALIEN
Venetien: Soave
Azienda Agricola I
Campi Monteforte d’Alpone
Flavio Prà entstammt einer Veroneser Winzerfamilie. 2006 machte
er sich mit seinem eigenen Betrieb selbständig. Er nannte ihn I
Campi, die Felder. Das drückt deutlich seine Philosophie aus: das
wichtigste für die Weinbereitung ist der Weinberg und sein Boden.
So tragen auch alle seine Rebparzellen Namen, die mit Campo
beginnen.
Zu Flavio Pràs Besitz gehören Weinberge mit unterschiedlichen
Böden und in verschiedenen Höhen, bis hinauf auf 500 m. Für den
weißen Soave gibt es - ganz allgemein - zwei Zonen. Auf den Hängenwachsen die Reben auf vulkanischem Gestein, das den Weinen
Mineralität und Dichte gibt. Die Weine heißen Soave Classico. Im Tal
bildet Schwemmsand mit Geröll den Boden, die Weine sind leichter,
frischer, und heißen nur Soave. Ich habe mich in diesem Jahr für den
Soave entschieden, der eine schöne Frische und lebendige Säure
hat. Der Wein aus Garganega und Trebbiano hat schöne Aromen
mit Noten von frischen Blüten, Birnen und einem Haus Zitrus. (09/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.icampi.it/

2013 Soave "Campo Base"
7,90
Lombardei
Azienda Agricola Ca'
dei Frati Lugana di Sirmione
Die Appellation Lugana erstreckt sich in ost-westlicher Richtung am
Südufer des Gardasees. Der kleinere östliche Teil liegt noch in Venetien, die größere Fläche zählt zur Lombardei. Auf kalkhaltigen Lehmböden gedeiht hier die Rebsorte Trebbiano di Lugana, die zur grossen Trebbiano-Familie gehört. Auf dem Gut Ca' dei Frati wird eine
Spielart gepflegt, die Turbiana heißt und als autochthon angesehen
wird. Der Wein zeigt delikate Blütenaromen, auch schöne Noten
von frischen Mandeln und reifen Aprikosen, fein unterlegt von
mineralischen Anklängen.
Das berühmte Gut Ca' dei Frati war schon immer Qualitätsmotor für
den Luganawein und maßgeblich daran beteiligt, daß Lugana eine
der ersten Appellationen Italiens erhielt. Die Weine der Familie Dal
Cero reifen in den wunderschönen Gewölbekellern einer historischen Klosteranlage. (09/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.cadeifrati.it/
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2013 Lugana 'Vigna I Frati'
11,90
Piemont
Azienda Agricola Mauro
Die Familie Veglio hat über viele Generationen in der Langhe Wein
angebaut. Wie manch andere aber haben sie aus den Trauben selber keinen Wein gekeltert, sondern die Früchte an den Handel
verkauft. Mauro Veglio gründete 1992 mit dem ererbten Besitz sein
Weingut. Damit folgte er seinem Freund und Nachbarn Elio Altare.
Heute gehören zum Gut rund 12 ha Weinberge, viele davon in den
Spitzenlagen Barolos.
Mauro fuhr die Erträge drastisch herunter und ließ die Moste in der
neu gebauten Kellerei temperaturkontrolliert vergären. Der Ausbau
erfolgte überwiegend im Barrique. So gelang es ihm mit der Zeit,
Weine mit eleganten, feinen Tanninen zu produzieren. Zwar sagen
die Traditionalisten, daß ein Barolo nichts im Barrique verloren habe.
Azienda Agricola Ca'
Auf dem Besitz von Luigi Grasso begegnen einem Pferde auf Schritt
und Tritt: der Großvater liebte Rennpferde. Treiso ist etwa fünf
Kilometer von Barbareso entfernt. Der Typ der Weine hier ist deutlich elegant und delikat, während dort mehr die Kraft im Vordergrund steht. Das kann man unschwer in den Weinen von Ca' del
Baio erschmecken. Sandigere Böden sind der Grund.
Die Weinberge des Gutes liegen alle in unmittelbarer Nähe der
Kellerei. Das Wohnhaus der Familie Grasso steht hoch oben in den
Weinbergen, die das Tal umsäumen, unten, am Fuße des Hangs, hat
Luigi die Kellerei errichtet. So sind die Wege in die Reben kurz, was
besonders in der Erntezeit von Vorteil ist.
In den Weinbergen steht vor allem Nebbiolo, aber auch andere rote
piemonteser Sorten. Ergänzt werden sie von etwas Chardonnay, der
im Piemont schon lange verbreitet ist.
Der Chardonnay mit dem malerischen Namen Augustmond wird
ausschließlich im Edelstahl vergoren und ausgebaut, eine malolaktische Gärung erfolgt nicht. So behält der Wein eine wunderbare
Frische und Mineralität. Zunächst schmeckt man eine rassige Säure typisch für leichtere Chardonnays -, dann kommt eine kristallklare
Frucht mit Noten von grünem Apfel, aber auch gelben Früchten,
schöne Mineralität und Rasse. Es ist ein herrlich spannungsreicher
Wein, der an's Mâconnais erinnert!
Veglio La Morra
Was die Tradition angeht, haben sie damit sicher Recht. Ich aber
finde diesen 2008er ungemein spannend und habe ihn bis zum letzten Tropfen genossen. Also wollte ich ihn auch haben!
Der Wein stammt aus verschiedenen Lagen von den jüngeren Reben
des Gutes. Der Ausbau in überwiegend alten Barriques hat dem
Wein eine köstliche, tiefründige und facettenreiche Frucht belassen,
dazu eine klare Frische, die ihm eine angenehme "Trinkigkeit" gibt.
Reicher Extrakt gibt dem Wein einen dichten Fond. (09/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.mauroveglio.com/

2008 Barolo
24,00
del Baio Treiso
Auch der Langhe Nebbiolo wird im Edelstahl ausgebaut. Er hat für
einen Nebbiolo eine überraschend samtige, frische Frucht mit Noten
von Kirschen und Himbeeren. Das Tannin ist sanft, die Säure sehr
angenehm und strukturiert den Wein gut. Er ist elegant, unkompliziert und hat einen wunderbaren Trinkfluß.
Große Eleganz ist auch das Merkmal des Barbarescos aus der hoch
gelegenen Lage Valgrande. Natürlich ist er viel komplexer; sein
Tannin ist herzhafter, aber feinkörnig, der Wein hat eine klasse
Struktur. Auch er hat eine ganz klare Frucht mit Noten von reifen
roten Beeren, ist saftig und wunderbar balanciert. Der Ausbau
erfolgt in großen Holzfässern. Trotz seiner Jugend macht er schon
"bella figura". Für Valgrande muß es nicht immer rotes Fleisch sein,
auch ein Fasan oder gutes Huhn sind passende Begleiter! (09/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.cadelbaio.com/
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

2013 Chardonnay Langhe
'Luna d'Agosto'
11,00
2013 Langhe Nebbiolo
2011 Barbaresco Valgrande
11,00
26,50
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 61
ITALIEN
Piemont
Azienda Vitivinicola Elio
Anfang des 20. Jahrhunderts gründete Evaristo Filippino in Neive, im
Tal des Tanaro nahe Barbaresco, sein Weingut. Er erzeugte aber nur
Trauben, die er an den Handel weiterverkaufte. In den 50er Jahren
begann sein Sohn Domenico, aus den eigenen Trauben selbst Wein
herzustellen, zunächst auch für den Verkauf an den Weinhandel.
Anfang der 80er Jahre füllte er dann seine ersten eigenen Flaschen
ab. Heute leitet sein Sohn Elio Filippino mit seiner Frau Miriam das
Weingut, sehr gut ausgebildet und hoch motiviert.
In den Weinbergen stehen die klassischen Rebsorten des Piemont.
Allen voran natürlich der großartige Nebbiolo, aber auch Dolcetto
und Barbera. Ein Schmuckstück ist die Lage San Cristoforo in
Barbaresco, die besonders delikate Weine hervorbringt. Aus dieser
Lage kommt der Langhe Nebbiolo, ein "kleiner Barolo", wie man
sagt, zu sehr attraktivem Preis.
Der lebendige Dolcetto mit seiner jugendlichen Kirschfrucht reift
ohne Holzeinsatz heran. Die anderen Weine werden mehr oder
Filippino Neive
weniger lang in großen, gebrauchten Fässern aus slowenischer
Eiche ausgebaut, der traditionellen Art im Piemont. Elio lehnt den
Ausbau in Barriques ab, er ist ein "tradizionaliste". Er mag nicht die
aalglatten Rotweine produzieren, obwohl sie durchaus im Trend
liegen. Seine Weine sind eher puristisch, von der Landschaft des
Piemont geprägt. (03/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.eliofilippino.com/

2013 Gavi
9,25

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
2013 Dolcetto d'Alba 'Sorì Capelli'
2013 Barbera d'Alba 'Nuela'
2011 Langhe Nebbiolo
'Vigneti in San Cristoforo'
7,90
8,50
10,50
Azienda Agricola Sottimano Neive
Maggiore "Rino" und Anna Sottimano gründeten das Weingut
1975 im Dörfchen Cottà am Fuße der gleichnamigen BarbarescoLage. Sie erwarben ein Gehöft nebst dazugehörigem Weinberg und
kauften in den folgenden Jahren weitere Parzellen in sehr guten
Lagen dazu. Heute umfaßt das Weingut 18 ha mit Besitz in den
hervorragenden Barbaresco-Lagen Currà, Cottà, Fausoni, Pajorè und
Basarin. Die Kinder der Sottimanos sind auch schon lange im
Weingut dabei: Andrea ist Weinbauingenieur, und Tochter Elena
befaßt sich mit Vertrieb und Verwaltung.
Das Weingut in der Lage Cottà. Foto (1): Sottimano
Das Barbaresco-Gebiet liegt in der Langa im südlichen Piemont im
Dreieck zwischen Barbaresco, Neive und Treiso und stößt im Süden
an die Ausläufer der Ligurischen Alpen. Diese schützen die Reben
vor feuchten Winden vom Meer. Das Klima ist kontinental geprägt,
mit heißen Sommern und kalten Wintern. In den Böden finden wir
Lehm, Sand und vor allem kalkhaltigen, blauen Mergel. Dieser
Boden gibt den Weinen eine besondere Eleganz, die ein Merkmal
des Barbarescos ist. Seit den 1990er Jahren werden auf dem
Weingut weder Kunstdünger noch chemiche Pflanzenschutzmittel
verwendet. Auch bei der Gärung setzen die Sottimanos auf die
weinbergseigenen statt auf Reinzuchthefen, es wird grundsätzlich
"spontan" vergoren. Die Weine werden nicht geschönt oder filtriert.
Sottimano ist ein Rotweingut, in den Weinbergen stehen vier rote
Rebsorten: Brachetto, Barbera, Dolcetto und mehrheitlich Nebbiolo.
In der Barbaresco-Lage Basarin gibt es jüngere Nebbiolo-Reben, aus
denen "Langhe Nebbiolo" gekeltert wird. Der Dolcetto aus den
Lagen Cottà, Basarin und San Cristoforo wird ausschließlich im Edelstahl vergoren und ausgebaut. Das erhält seine klare Kirschfrucht.
Die Reben für den Langhe Nebbiolo sind rund 15 Jahre alt und für
einen Barbaresco noch nicht alt genug. Deshalb wird er zum Langhe
Nebbiolo abgestuft. Er ist ein fein und elegant, mit Noten von
Kirsche und Tabak; die wunderbare Würze in der Nebbiolo-Frucht ist
seiner guten Herkunft zuzuschreiben.
Die Lage Pajorè mit Südwest-Exposition zählt zu den Top-Barbaresco-Lagen. Der 2011er wurde Mitte Oktober mit einem Ertrag von
nur knapp 25 hl/ha geerntet. Er ist elegant, finessenreich und typisch für Pajorè - besonders seidig, sein Tannin ist ganz fein und
die Würze sehr nachhaltig. Kleine rote Beeren prägen sein Aroma.
Langhe Nebbiolo und Pajorè wurden ähnlich ausgebaut. Nach
klassischer Maischestandzeit von zwei bzw. drei Wochen reiften beide Weine in Barriques. Familie Sottimano kauft die Fässer grundsätzlich bei François Frères in Burgund, bei denen auch die Domaine
Romanée-Conti seit Jahrzehnten Kunde ist. Jährlich wird rund ein
Viertel der Fässer erneuert, und sie werden vier Jahre benutzt. Der
Nebbiolo reift etwa 15 Monate in den Holzfässern, der Barbaresco
eineinhalb Jahre. Durch den gemäßigten Anteil an Neuholz bleibt
die Eiche geschmacklich im Hintergrund, verhilft aber den Aromen
zu Dichte und Eleganz. (04/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.sottimano.it/

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2012 Dolcetto d'Alba 'Bric del Salto'
2012 Langhe Nebbiolo
2011 Barbaresco Pajoré
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 62
11,50
16,00
45,00
ITALIEN
Toskana: Chianti Classico
Poderi Castellare
di Castellina Castellina in Chianti
Castellare di Castellina ist ein Betrieb mit rund 80
ha Landbeitz im Herzen des Chianti-ClassicoGebietes. Es liegt in den Hügeln nahe des Dorfes
Castellina in Chianti. Genaugenommen ist Castellare selber ein kleines Dorf. Denn es ist das, was in
den Übersetzungen immer als Bauernhof beschrieben wird. Tatsächlich sind das alte historische
Landgüter, die völlig autark waren. Es gab das
Herrenhaus, dazu Gesindeunterkünfte, Viehställe,
Getreidespeicher, Schmiede und so weiter. Und
ein Kirchlein gehörte immer dazu. Es waren
selbstverständlich ursprünglich die Besitztümer des
Landadels.
Castellare di Castellina entstand 1968 durch die
Zusammenlegung von fünf Gehöften. Das Zentrum bildet das mittelalterliche Kirchlein San
Niccolò. Ende der 1970er Jahre erwarb Paolo
Panerai, ein Verleger aus Mailand, das Ensemble
Castellare di Castellina. Er bewohnt heute das
Haus neben der Kirche. Den Betrieb leitet Penerais
Direktor Alessandro Celai, der auch der ChefÖnologe ist.
Der Besitz verteilt sich aktuell auf 33 ha Rebfläche auf den umliegenden Hügeln, die amphitheatermäßig angeordnet sind. Dazu
kommen 15 ha Oliven und 12 ha gemischte landwirtschaftliche
Fläche, der Rest ist Wald.
Die Weinberge weisen überwiegend eine südöstliche Exposition auf.
Die Böden bestehen aus kalkhaltigem Mergel, Ton sowie galestro,
einem typischen Boden der Toskana. Das ist verwitterter Tonschiefer, der sehr brüchig ist und einen leichten Bodentyp ergibt, der gut
drainiert wird.
Der Stolz des Weingutes ist die Rebsorte Sangioveto. Das ist sozusagen der genetische Urahn des Sangiovese. Paolo Penerai traf diese
Rebsorte bei seinem Eintreffen auf Castellare an, war begeistert von
ihr und hat sich für ihren weiteren Erhalt stark gemacht. So wird sie
heute auf dem Weingut genetisch weitervermehrt und da eingesetzt, wo Neupflanzungen notwendig sind. Sangioveto ist in der
"Farbe" der Aromen etwas dunkler als Sangiovese, neben den klassischen Kirscharomen zeigt er auch Noten von Wald- und Brombeere. Das schmeckt man in den Weinen von Castellare ganz
deutlich.
Außerdem werden die Weinberge von weiteren klassischen toskanischen Rebsorten "bevölkert" wie Malvasia Nera, Canaiolo und
Ciliegiolo. Wenngleich sich Paolo Penerai der Toskana verbunden
und verpflichtet fühlt, gibt es doch für spezielle Cuvées auch Flächen mit internationalen Rebsorten, die aber streng getrennt von
den klassischen Weinen der Toskana ausgebaut werden. Und dann
sind da noch Malvasia Bianca und Trebbiano Toscano, weiße Rebsorten, aus den der köstliche Vin Santo gewonnen wird.
Die Erträge der Reben sind auf Castellare naturgegeben schon weit
geringer, als die Appellationsvorschriften zulassen. Durch entsprechenden Anschnitt werden die Reben aber noch kürzer gehalten, um Weine mit hoher Mineralität und reifer Säure zu ernten. Die
Lese erfolgt grundsätzlich von Hand.
Die Gärung der Weine erfolgt normalerweise in temperaturkontrollierten Edelstahlgebinden. Nur spezielle Cuvées gären in Holzbehältern. Zum Reifen kommen dann meist Fässer aus französischer Eiche
zum Einsatz. Das sind zum einen große Fässer mit einem Volumen
von 2- bis 5.000 Liter, zum anderen für spezielle Weine auch Barriques. Diese sind dann oftmals gebraucht und dementsprechend
teils sehr alt, für den Vin Santo zum Beispiel über 30 Jahre!
Der elegante, rassige Chianti Classico wird aus Sangioveto, Canaiolo
und Malvasia Nera gekeltert. Nach der Gärung im Edelstahl wird er
ein gutes halbes Jahr in großen gebrauchten Fudern ausgebaut. Für
einen Chianti ist die Farbe durchaus dunkel - dank des Sangioveto.
Der Wein ist komplex, gut strukturiert und erinnert mit seinen Aromen an reife rote Früchte und Waldbeeren.
Aus den gleichen Rebsorten, aber von etwas kostbareren Parzellen
und reiferem Lesegut wird die Riserva gewonnen. Sie reift länger in
den Fudern und ist gehaltvoller als die Annata; zu den Aromen von
reifen Kirschen und Waldbeeren gesellen sich Noten von Veilchen.
Der Wein ist dicht und kraftvoll, hat aber auch die Chianti-typische
Rasse und reifes, angenehmes Tannin.
Die Riserva aus der kostbaren Lage Il Poggiale wird aus alten Reben,
90% Sangioveto und je 5% Canaiolo und Ciliegiolo, geerntet und
reift ein gutes Jahr in Barriques, von denen ein Teil jährlich erneuert
wird. Es ist ein finessenreicher Wein mit viel Kraft, Tiefe und Struktur, mit reicher Frucht nach reifen roten Beeren und wunderbarer
Länge.
Eine besondere Kostbarkeit ist der süße Vin Santo del Chianti
Classico aus 60% Malvasia Bianca und 40% Trebbiano Toscano.
Nach der Ernte, meist im Oktober, werden die Trauben an Schnüre
gereiht und in einer gut belüfteten Stallung zum Trocknen aufgehängt. Dieser Vorgang dauert bis in den Dezember hinein, dann
werden die Trauben gekeltert. Der Wein reift etwa fünf Jahre in
alten kleinen Fässern. Dadurch wird er lohfaben. Der Duft ist
verführerisch nach kandierten Früchten, Honig und Vanille. Das setzt
sich im Geschmack fort, der sehr reichhaltig ist, jedoch auf keinen
Fall zu süß - der toskanische Ausnahmewein! (09/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.castellare.it/
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
2012 Chianti Classico Castellare
2011 Chianti Classico Riserva Castellare
2010 Chianti Classico Riserva
'Vigna Il Poggiale'
12,50
18,50
26,00
2007 Vin Santo del Chianti Classico 0,375 l 18,00
Toskana: Val di Cornia Suvereto
Tenuta Rubbia
Suvereto liegt in der Provinz Livorno auf einer Anhöhe über dem Tal
des Flusses Cornia, etwa 15 km vom Tyrrhenischen Meer entfernt.
Genaugenommen zählt es nicht mehr zur südlich gelegenen Maremma. In Deutschland eher unbemerkt, haben sich hier in den
letzten 20 Jahren viele Güter niedergelassen, die auf hohe Qualität
setzen. Die Gebrüder Muratori bauten ihr neues Betriebsgebäude
2008, und zwar mehr oder weniger unterirdisch, um das Landschaftsbild zu erhalten. Dank eines modernen Photovoltaik-Systems
gewinnt das Gut seine Energie selber.
Acht Weine werden produziert, neben den in der Gegend üblichen
Bordeaux-Blends auch reine Sangiovese-Weine, die etwas üppiger
und saftiger, dafür weniger rassig als im Chianti ausfallen.
'Drumo' wird im großen Holzfaß ausgebaut und hat reife, mürbe
Tannine, eine zarte, angenehme Säure und bei dezentem Alkohol
herrliche Trinkigkeit. Warme, saftige Frucht mit Kopfnoten von
Mirabelle und Speckkirsche.
al Colle Suvereto
Hochinteressant ist der 'Barricoccio' aus 90% Sangiovese und 10%
Ciliegiolo: die Muratoris haben ihn "in der Tradition der Etrusker" in
barriquegroßen Terrakotta-Gefäßen ausgebaut. Er hat eine überraschende, spannungsreiche Frische, natürlich keine Holzaromen,
trotzdem eine gute Struktur und feine Säure, dazu würzige Kräuteraromen, viel satte Kirschfrucht und einen Hauch Schokolade. (09/14)
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
2008 'Drumo' Sangiovese
2007 'Barricoccio' Sangiovese
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 63
7,90
14,50
ITALIEN
Toskana: Brunello
Azienda Agricola Pian
Caroline und Jan Hendrik Erbach sind in
Montalcino "Zugezogene". Caroline stammt
aus Südtirol, vom alten Familienbesitz und
Renaissanceschloß Castel Katzenzungen,
während Jan Hendrik aus dem Badischen
stammt. Nach der Winzerlehre studierte er in
Geisenheim, ging nach Frankreich, später
nach Montalcino, wo er Caroline traf...
Hier gründeten die beiden ein Weingut, das
heute 6 ha umfaßt, übrigens in direkter
Nachbarschaft zum berühmten Weingut
Biondi-Santi. Von Anfang an wurden die
Weinberge auf Pian dell'Orino ökologisch
bewirtschaftet. "Unser Ziel ist es, im Lebensraum Weinberg größtmögliche Harmonie
zwischen Reben, Klima, Boden und Mensch
zu schaffen", erklärt Caroline. Logischerweise kommen keine Herbizide, chemischsynthetische Fungizide, Insektizide oder
Mineraldünger zum Einsatz, stattdessen
Pflanzentees und biodynamische Präparate,
die die Pfanzen stärken. Begrünung der
Weinberge fördert die Biodiversität und
erhält den Humusgehalt.
In den Weinbergen steht die in Montalcino
autochthone Rebsorte Sangiovese grosso, die
auf Pian dell'Orino nur geringe Erträge
bringen darf. Natürlich wird hier von Hand
geerntet. Nach der schonenden Kelterung
werden die Moste mit den traubeneigenen
Hefen spontan vergoren. Der Ausbau erfolgt dann mit viel Zeit im
Holzfaß. Der Weinkeller des Gutes wurde übrigens nach
baubiologischen und landschaftlichen Gesichtspunkten konzipiert,
aus atmungsaktiven Materialien wie Lehm, Holz und Kalk aus den
eigenen Weinbergen gebaut.
Caroline und Jan Hendrik nennen vier verschiedene Weinberge ihr
Eigen: Pian dell’Orino, der dem Weingut den Namen gab, Pian
Bossolino, Scopeta und Cancello rosso, in dem die besten Trauben
für den Brunello wachsen. Die Böden sind unterschiedlich, es gibt
feinkörnige Tonsedimente mit Einschlüssen von Muscheln ebenso
dell'Orino Montalcino
wie humusarme Verwitterungsböden mit Kalksedimenten und
Parzellen mit rotem, eisenreichem Boden ("Terra Rossa").
Da die Trauben vor der Gärung abgebeert werden, haben die Weine
eine feine Tanninstruktur. Die rassige, reife Säure der Sangiovese
grosso verleiht ihnen eine wunderbare Eleganz und Struktur.
Pian dell'Orino in Montalcino. Foto: Inka Tettenborn
Piandorino ist ein trinkiger Sangiovese mit herzhafter Frucht, der
Rosso di Montalcino zeigt eine wunderbar feine Fruchtigkeit mit
schönem Trinkfluß, die Brunello Riserva aus dem klassischen Jahrgang 2004 ist zeitlos und äußerst langlebig, der 2005er Brunello
saftig und mit feiner Würze, rund und satt. Alles in allem: klasse
Weine aus einer der ganz großen Appellationen Italiens!
Ihr Klick zum Weingut: http://www.piandellorino.com/
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2010 Rosso di Montalcino 'Bassolino'
2005 Brunello di Montalcino
2004 Brunello di Montalcino Riserva
21,00
45,00
76,00
Sizilien + Apulien + Sardinien
Palazzo Malgara Menfi
Palazzo Malgara ist ein Projekt mehrerer italienischer Önologen unter Führung von Ivan Giovanett von Castelfeder in Südtirol. Die Gruppe
ist in verschiedenen italienischen Anbaugebieten
aktiv; sie kauft dort jeweils Lesegut, das ihren
Vorstellungen entspricht und läßt es in Vertragskellereien nach ihren Vorgaben ausbauen. Ziel
der jungen Önologen ist es zu zeigen, daß
moderne, aber herkunftstypische Weine aus den
klassischen Rebsorten zu vernünftigen Preisen
zu erzeugen sind. Wegen der italienweiten
Tätigkeit der Gruppe findet sich auf dem Etikett
der Hinweis auf den Firmensitz der "Enoselezione" in Rom.
Sizilien bietet mit seinen unterschiedlichen Böden und vielfältigen Landschaften gute Voraussetzungen für den Weinbau: hohe Sonneneinstrahlung, die gesundes, vollreifes Lesegut
begünstigt, gebirgiges Terrain mit vielen Hanglagen in bester Exposition mit kargen Böden
und großen Temperaturunterschieden zwischen
Tag und Nacht infolge der Höhenlage. Dazu
kommt, daß die große Insel über eine Vielfalt
autochthoner Rebsorten verfügt. Moderne Weinbereitung hat den
sizilianischen Weinbau weit voran gebracht; heute ist etwa die
Hälfte der Insel mit Bewässerungssystemen ausgerüstet, die den
Reben auch im heißen Klima das Überleben ermöglichen.
Nero d'Avola ist die klassische Rotweinrebe; der Wein ist würzig,
nachhaltig und hat schöne Aromen von dunklen Früchten. Der
weiße Grillo hat eine würzige Frucht mit nussigen Anklängen, auch
etwas Zitrus, weißen Pfirsich und Melone.
Auch Projekte in Apulien werden von Palazzo Malgara betrieben.
Der Primitivo di Manduria - aus der Rebsorte Primitivo - ist kraftvoll,
dicht, lang, dabei geschmeidig, feurig, mild und sehr ausgewogen.
Der Cannonau schließlich kommt aus Sardinien und ist die wichtigste rote Rebsorte auf der Insel. In Frankreich heißt sie Grenache.Der
Wein hat eine wunderbare warme Würze, aber trotzdem auch eine
schöne Frische, dazu in der Frucht Noten von Waldbeeren und
reifen dunklen Pflaumen. (04/13)

2013 Grillo Sicilia
6,80



2009 Cannonau di Sardegna
2013 Nero d'Avola Sicilia
2013 Primitivo di Manduria
7,90
6,90
8,50
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 64
ITALIEN
Sizilien
Azienda Agricola COS Vittoria
COS zählt zu den berühmtesten
Weingütern Italiens. Das liegt zum
Teil daran, daß dort TerracottaAmphoren für die Reifung einiger
Weine zum Einsatz kommen, aber
natürlich auch und vor allem an der
Weinqualität des relativ jungen
Gutes mit ihrer klaren sizilianischen
Typizität.
Gegründet wurde das Gut von den
drei Freunden Giambattista "Titta"
Cilia, Giusto Occhipinti and Cirino
"Rino" Strano, deren Anfangsbuchstaben den Namen des Betriebes ergaben. Ihre gemeinsame Liebe zum Wein entdeckten sie schon
zu Studienzeiten. Sie kauften das
kleine Weingut von Tittas Vater.
Rino beschloß später, doch seinem
erlernten Arztberuf nachzugehen
und übergab seinen Anteil am
Weingut seiner Schwester, die ihn
1995 den beiden anderen Eigentümern verkaufte. Heute umfaßt der
Betrieb rund 30 ha Weinberge.
Die Böden hier an der Südostspitze
Siziliens bestehen aus subalpinen
Sanden, Kalkgestein mit Feuersteineinlagerungen und Kalktuff. Es
stehen vor allen Dingen, aber nicht
ausschließlich autochthone sizilianische Rebsorten in den Weinbergen von COS. Neben Insolia, Greciano, Frappato, Nero d'Avola und
Moscato gibt es auch ein wenig
Cabernet Sauvignon und Merlot. Die Weinberge werden schon
lange biologisch und nach den Prinzipien der Biodynamie
bearbeitet, um den Weinen eine natürliche Balance und Harmonie
zu geben. Auf COS ist man vor allem bemüht, die Eigenart und
Mineralität der Böden und ihren Einfluß auf den Wein zu verstehen:
"Die Rebsorten können sich ändern, die Böden aber nie.".
Die Eigentümer sind von alten Kellertraditionen fasziniert. Das führte
dazu, daß sie beschlossen, einige Weine in Terracotta-Amphoren
auszubauen. Die ersten Amphoren kamen im Jahr 2000 aus Spanien
an. Inzwischen verfügt COS mit rund 150 Amphoren über einen der
größten Bestände an Amphoren weltweit. Ein Teil der COS-Weine
wird in Betoncuves vergoren und reift in Holzfässern, cuves oder
Edelstahlgebinden. Die Pithos-Linie allerdings wird mit den eigenen
Hefen in 250- und 400-Liter-Amphoren vergoren und ausgebaut.
Dieser Vorgang unter 100% "natürlichen" Bedingungen ergibt
Weine von ausgesuchter Ruhe und Eleganz.
Die Amphoren werden auf COS im kathedralenartigen Weinkeller,
der eine gute Luftzirkulation zuläßt, in Sand eingegraben. Das gibt
den zerbrechlichen Behältnissen Stabilität. Den Abschluß bildet eine
dünne Kiesschicht, die regelmäßig befeuchtet wird: die Amphoren
haben gerne eine etwa 70%ige Feuchtigkeit. Die Moste werden
spontan, also mit traubeneigenen Hefen, auf den Schalen vergoren;
die Schalen verbleiben etwa sechs Monate im Wein und werden im
Stil der pigeage täglich einmal in den Most untergetaucht. Den
Vorteil der Amphoren sehen die COS-Leute darin, daß Ton ähnlich
atmet wie Holz, jedoch völlig geschmacksneutral ist. In der Amphore
entstehen keine konzentrierten, sondern elegante und rassige
Weine mit klarer Mineralität.
Die besondere Liebe der COS-Eigentümer gilt dem Cerasuolo di
Vittoria. Die Geschichte dieses Weines beginnt 1607 mit der Gründung der Stadt Vittoria. 1974 erlangte er D.O.C.-Status. Die Eigenständigkeit dieses Weines, verbunden mit Eleganz, Finesse und
Mineralität, begeisterte Giambattista Cilia und Giusto Occhipinti
ganz besonders - und es war der Wein ihrer Herkunft. So wundert
es nicht, daß sie maßgeblich an der Renaissance des traditionsreichen Weines beteiligt waren. 2005 war es soweit, der Cerasuolo di
Vittoria erhielt mit dem Zusatz "Garantita" die D.O.C.G., und bis
heute ist er der einzige Sizilianer mit dieser höchsten Stufe des
italienischen Weinrechts.
Mit großer Leidenschaft fügen Titta und Giusto moderne Erkenntnisse der Weinbereitung mit dem jahrhundertealten Erbe Siziliens
zusammen. Ihr Leitspruch lautet "Wer eine Flasche COS aufmacht,
der soll Sizilien darin finden".
Geerntet wird auf COS gründsätzlich von Hand. Bei verschiedenen
Lesedurchgängen wird das Lesegut bei idealer Reife geborgen. Bei
der Gärung wird die Temperatur kontrolliert, außer in den Amphoren, wo die Moste sich selbst überlassen werden. Während der
Gärung werden die Tresterhüte der Rotweine immer wieder untergetaucht. Die meisten Weine reifen dann in Holzfässern weiter. Man
sagt auf dem Weingut, daß jedes Jahr 1.500 Liter durch die
Faßdauben verdunsten, der sogenannte "Anteil der Engel".
Der weiße Ramí wurde je zur Hälfte aus Inzolia und Grecanico
gekeltert; er ist einer der wenigen Weine, die in Betoncuves reifen.
Ganz anders wird der weiße Pithos bereitet, und er schmeckt auch
anders. Es ist ein reiner Grecanico, der in 400-Liter-Amphoren ausgebaut wird. Die ganzen Beeren werden mit den eigenen Hefen vergoren; der Wein wird etwa 7 Monate in den Amphoren ausgebaut,
dann werden die verschiedenen Behältnisse assembliert und der
Wein abgefüllt. Er zählt zu den Orange-Wines, über die heute viel
gesprochen wird. Der Ausbau ist stark oxydativ, und die Weine
zeigen deshalb eine "orange" Farbe. Sie haben - wie könnte es anders sein - Befürworter und Gegner. Die einen führen die Natürlichkeit und Bekömmlichkeit dieses Weintyps an und verweisen darauf,
daß Orange-Wines auch dann noch zu Speisen passen, wenn
herkömmliche Weine längst "das Handtuch geworfen" haben. Ihre
Gegner halten sie für mikrobiologische Zeitbomben. Zu einer Lösung kann man nur schwerlich kommen, und ich glaube, daß der
Widerstreit vor allem philosophischer und geschmacklicher Natur ist.
Und er bezieht sich besonders auf Weißweine; ähnlich ausgebaute
Rotweine sind aufgrund ihrer Tanninstruktur weniger "auffällig".
Jedenfalls hat Pithos keine klar definierte Fruchtigkeit, sondern ist
ein gehaltvoller, in sich ruhender Wein mit Würze und Länge.
Für die beiden Weißweine sei erwähnt, daß sie bei allem Aromareichtum mit nur 11,5 % Alkohol auskommen!
Frappato ist eine der autochthonen Reben Siziliens. Der Rotwein
wird in der cuve ausgebaut, um die saftige, beerige Frucht zu erhalten. Er ist mild in der Säure und hat wenig Tannin. So ist erunkompliziert zu trinken und paßt hervorragend zu Gerichten mit reifen
Tomaten.
Im roten Pithos finden wir 60% Nero d'Avola und 40% Frappato;
Gärung und Reifung finden in Amphoren statt. Während der
Gärung wird der Saft bisweilen im Stile der pigeage von Hand über
den Tresterhut gepumpt. Das ist der einzige Eingriff, ansonsten ist
der Wein auch hier wieder für rund 7 Monate sich selber überlassen.
Das Ergebnis ist ein überaus feiner, eleganter und auch rassiger Rotwein, sehr präzise in der Frucht, mit Anklängen von reifen Kirschen
und kleinen roten Beeren. Der Cerasuolo di Vittoria hat die gleiche
Rebenzusammensetzung wie Pithos Rosso; der Nero d'Avola-Anteil
wurde im großen Holzfaß ausgebaut, die Partie Frappato in der
cuve. Er ist mehr der samtige, warme Typ mit einer ausgeprägten,
schönen Kischfrucht, die für den Nero d'Avola typisch ist, und mit
angenehm eleganter Tanninstruktur. (04/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.cosvittoria.it/


2012 Ramí Bianco
2011 Pithos Bianco
16,50
19,00



2012 Frappato
2011 Pithos Rosso
2010 Cerasuolo di Vittoria Classico
14,90
19,00
19,80
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 65
ITALIEN
Sizilien
I Custodi delle vigne dell’Etna Castiglione di Sicilia
"I Custodi delle vigne dell’Etna"
sehen sich als Bewahrer der Weinberge am Ätna. Das heißt für sie auch,
die Landschaft in ihrer ursprünglichen
Form zu bewahren - Weinbau ist ja
Landschaftsschutz - und die Traditionen zu erhalten. Gegründet wurde
I Custodi von Mario Paoluzi. Maurizio
Pagano ist im Betrieb für die
Weinberge verantwortlich und Salvo
Foti ist der Önologe der Bewahrer.
Liebevoll wird immer wieder über das
vierte Lebewesen gesprochen: das
Maultier Ciccio! Er ist treuer Arbeitsgefährte, denn einen Maschinenpark
gibt es nicht. Hier am Ätna ist alles
Handarbeit. Unterstützt wird die
Mannschaft von I Custodi von Weinbergsarbeitern, die in der Vereinigung
"I Vigneri" zusammengeschlossen
sind. 1435 wurde diese Gilde in
Catania gegründet. Maurizio Pagano
und Salvo Foti haben der traditionellen Gemeinschaft wieder Leben
eingehaucht. Die Vigneri arbeiten
heute für sechs Weingüter, über ganz
Sizilien verteilt, die sich zusammengeschlossen haben, um das sizilianische
Erbe zu bewahren. Zu erkennen sind
die Weine dieser Güter an der
speziellen Flasche mit dem "I Vigneri"-Zeichen, das eine alberello-Rebe
darstellt.
Die Weinberge von I Custodi liegen
alle auf den Nordwest- bis Ostabhängen des Ätna in Höhen
zwischen 650 und 1200 Meter. Oftmals muß man über erkaltete
Lavaströme klettern, um zu den Weinbergen zu gelangen. I Vigneri
haben die alten Lavastein-Terrassen restauriert, die ganz stark die
Landschaft am Ätna prägen. Sie lassen das Regenwasser schnell
abfließen und bieten den Reben eine ausgezeichnete Durchlüftung.
Der vulkanische und teils sandige Boden ist reich an Mineralien.
Die Weinberge sind dicht bepflanzt. Auch in den uralten Rebanlagen, die zum Besitz des Gutes gehören, stehen auf einem Hektar
rund 9.000 Reben. Sie alle werden im typischen alberello-System
erzogen. Die Reben stehen in Form kleiner Bäumchen im Weinberg,
und jede einzelne wird von einem Kastanienholz-Pfahl gestützt.
Gepflanzt wurde im traditionellen Quincunx-Raster. Benannt nach
einer römischen 5-"unciae"-Münze, sieht das Raster etwa aus wie
die 5 auf dem Würfel. Einige der Rebanlagen des Gutes wurden erst
kürzlich neu bepflanzt, andere tragen uralte Reben. Weit über
100järige Reben gibt es viele, und von einigen berichtet Mario
Paoluzi, daß sie mehr als 250 Jahre zählen! Der Anteil an
wurzelechten Reben jedenfalls ist extrem hoch.
Nerello Mascalese, Nerello Cappuccio und Alicante, Carricante,
Minella und Grecanico heißen die autochthonen Rebsorten, die in
den Weinbergen von I Custodi gedeihen. Wie alle anderen Arbeiten
geht natürlich auch die Lese von Hand vonstatten. In den Lagen, die
sich steil am Vulkan hochziehen, ist das auch anders garnicht
möglich. Die Weine werden je nach ihrer Art in Edelstahl, Betonbehältern und Holzfässern ausgebaut.
Der rote Pistus wird zu 80% aus Nerello Mascalese und zu 20% aus
Nerello Cappuccio gekeltert und ohne Holzeinsatz ausgebaut: er
reift in historischen Betoncuves, die die Bewahrer in der alten Kel-
lerei vorgefunden haben, die sie für ihr Projekt übernommen haben.
Der jugendliche Wein besticht mit einer intensiven Frucht mit Noten
von Sauerkirsche, angenehm weichen Tanninen und einer zarten,
frischen Säure. Er ist durchaus lebhaft, ich finde ihn spannend und
sehr animierend. Bei Tisch paßt er gut zu herzhaften Gerichten und
würzigen Wurstwaren.
Ciccio mit einem Vignero zwischen den Alberello-Reben. Man
erkennt die niedere Wüchsigkeit der Reben. Foto (1): Weingut
Im Etna Rosso mit Namen 'Aetneus' finden sich die gleichen Rebsorten wie im Pistus, ergänzt um einen kleinen Anteil Alicante. Diese
Rebsorte hat nichts zu tun mit der tiefschwarzen Neuzüchtung mit
Namen Alicante Bouschet, sondern es handelt sich um die gute alte
Grenache, die in kleinen Mengen schon lange auf Sizilien heimisch
ist (ähnlich wie auf Sardinien, wo sie Cannonau heißt). Die Reben
für Aetneus sind bis zu 150 Jahre alt! Das Lesegut wurde in kleinen
Steigen zur Kelter gebracht und zu etwa 80% entrappt. Der Wein
reifte in kleinen Holzfässern. Er hat ein großes Reifepotential, ist
komplex, dicht, von feinen Tanninen sehr gut strukturiert, hat eine
wunderbare Frische sowie eine kräftige Frucht mit Noten von dunklen Beeren.
'Ante' ist in der Mythologie der Sohn des Vulkans. Im Falle des
Weißweins von I Custodi muß man den Namen rückwärts lesen, um
der Wahrheit auf die Spur zu kommen: noch wird der Wein in
einem kleinen Gebäude ausgebaut, das nicht in der Etna-Zone liegt.
So bleibt ihm zunächst diese Appellation versagt und er tritt mit
seinem Synonym auf. Gekeltert wird er zu 70% aus Carricante
sowie aus Minnella und Grecanico. Obwohl es ein gehaltvoller Wein
ist, wird er ohne Holzeinsatz im Edelstahl ausgebaut. Der Wein zeigt
eine ausgeprägte Mineralik, dazu Noten von gelben Früchten, auch
etwas grüne Kräuter und Anis. Es ist ein eigenwilliger Wein, der von
einer angenehmen Säure gut strukturiert wird. Er paßt ebenso gut
zur sizilianischen Gemüseküche wie zu einfachen und anspruchsvollen Fischgerichten. (02/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.icustodi.it/de
Eine weitere interessante, besuchenswerte Webseite:
Ihr Klick zu Informationen: http://www.quincunx.it/home/de.html

2011 ANTE (Etna Bianco)
23,00


2012 PISTUS Etna Rosso
2008 AETNEUS Etna Rosso
12,90
23,00
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 66
SPANIEN
Empordà
*lavinyeta Mollet de Peralada
*lavinyeta ist ein Wein- und Olivengut im Hinterland der Costa Brava im äußersten Nordosten Kataloniens, in der Provinz Girona. Das
Weinbaugebiet heißt auf katalanisch Empordà,
spanisch Ampurdán und deutsch Ampurien.
Die Appellation wurde 1975 gegründet. In
Deutschland ist sie trotz der Nähe der Touristengebiete nahezu unbekannt. Die Rebflächen
liegen auf den Ausläufern der nahen Pyrenäen.
Daß es in Ampurien viele unzerstörte prähistorische Zeugnisse gibt, liegt daran, daß die
Landschaft hier weit ab vom Weg liegt und
viele Natur- oder archäologische Parks ausgewiesen sind.
Josep Serra Pla und seine Frau Marta haben die
ersten Weinberge für ihr neues Weingut 2002
erworben. Die Reben, vor allem Cariñena und
Garnacha, waren damals zwischen 50 und 100
Jahre alt. Inzwischen besitzt das Gut 30 ha
Reben, davon rund 22 ha arrondiert am Weingut. 2006 wurde das neue Weingutsgebäude
fertig, in dem jetzt optimal gearbeitet werden
kann. Die Rebsorten in den Weinbergen des
Gutes sind Garnacha und Cariñena (die
katalanisch "samsó", auf französisch Carignan
heißt), die ergänzt werden von Syrah, Merlot
und Cabernet Sauvignon, wie es in den katalanischen Weinbergen heute oft zu finden ist. Insgesamt sind es 19
Rebsorten, die Josep in seinen Weinbergen stehen hat, manche nur
in Minimengen zu Versuchszwecken.
Die Erträge sind gering - die Erde gibt hier auch gar nicht viel her -,
und die Ernte geschieht schließlich von Hand. Das Gut arbeitet
integriert, das heißt, es werden keine chemischen Pflanzenschutzmittel und Dünger eingesetzt. Neben den Reben bevölkert heute
auch eine Schafherde das Weingut. Außerdem gibt es im Wäldchen
eine große Volière, in der mehrere Hühnervölker leben.
Vor den Reben Lavendel, dahinter die Bergkette der Pyrenäen.
Gut 10 km nördlich vom Weingut sind bereits die Pyrenäen, auf
deren anderer Seite das französische Roussillon liegt. Oft fegt der
Tramuntana über's Land. Damit sie vor ihm geschützt sind, wachsen
die Reben nicht sehr hoch. Der starke Nordwind ist für die Rebgesundheit von Vorteil: regennasse Blätter und Trauben trocknet er
rasch ab. So sind die Reben gut vor Pilzkrankheiten geschützt. Die
Winter sind mild mit wenig Frost und die Sommer trocken und heiß.
Oftmals wehende Brisen von See wirken etwas mäßigend auf die
Hitze. Hier, in der Nähe des Gebirges, bilden quarzhaltiger Granit
vulkanischen Ursprungs und dunkler Schiefer ("llicorella") die
kargen Böden.
Die neue Kellerei ermöglicht schonendes Arbeiten: die Traubenannahme findet ebenerdig statt, wo auch die Sortiertische für das
Lesegut und die Traubenmühle stehen. Dann geht es mittels
Schwerkraft abwärts in den darunterliegenden Keller. Hier stehen
Edelstahlgebinde zur Vinifikation und zum Ausbau; einige Cuvées
werden auch in Barriques ausgebaut.
Marta und Josep Serra Pla vor ihren Reben und Mandelbäumen.
Die Weine von *lavinyeta sind zwar würzig und zeigen ihre südliche
Herkunft, aber sie sind nicht schwer. Das Gestein der kargen Böden
gibt ihnen Mineralität, sie sind gut strukturiert und moderat im Alkohol.
Heus Negre ist fast ein zarter Wein mit animierendem Trinkfluß! Er
wird aus Cariñena (= samsó), Garnacha, Syrah und Merlot gekeltert
und ohne Holzeinfluß ausgebaut. Im Mund ist er wunderbar frisch,
unaufdringlich und doch sehr deutlich, fein und transparent, die
schöne Frucht zeigt Noten von kleinen roten Früchten.
Llavors wird aus Cariñena (50 - 70 Jahre alt), Merlot, Cabernet
Sauvignon und etwas Cabernet Franc bereitet und kurze Zeit in
Barriques unterschiedlicher Herkunft ausgebaut: ein gehaltvoller
Wein, mit Festigkeit, guter Struktur und würzigem Finale. Sein
Etikett zeigt jedes Jahr einen Auszug einer lokalen Tageszeitung, die
auf die Weinernte Bezug nimmt, und steht meist auf dem Kopf.
Puntiapart ist der Spitzenwein des Gutes. Er wird überwiegend aus
Cabernet-Sauvignon (85%) gekeltert, der Rest ist Cariñena aus 80bis 110jährigen Reben. Er reift gut ein Jahr in Barriques und besticht
durch wunderbare Frische und eine klare, saftige, cassisgeprägte
Frucht, dazu Brombeere und schwarze Kirsche, etwas Rauch- und
Röstnoten. Es ist ein ausgewogener, großartiger Cabernet-Wein,
dem Dekantieren natürlich guttut. Auch Puntiapart erhält mit jedem
Jahrgang ein neues Etikett, und zwar immer in der Art eines
"Daumenkinos", natürlich der runden Flaschenform angepaßt. Für
die Gestaltung der Etiketten, Kartonagen usw. ist übrigens der
Designer Lluís Serra verantwortlich, Joseps Bruder. (07/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.lavinyeta.es/de/
Hier finden Sie eine Broschüre von *lavinyeta: http://www.weinkern.de/download/downdatei/wein_infos/lavinyeta.pdf
Ihr Blick auf LAVINYETA: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/lavinyetagoogle.htm



2012 Heus Negre
2011 Llavors
2010 Puntiapart
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 67
9,95
14,50
18,50
SPANIEN
Toro + Ribera del Duero + Rueda
Bodega del Palacio de los Frontaura y Victoria Villabuena del Puente
Die Referenz für das Anbaugebiet Toro nicht gerade ein bescheidener Anspruch,
dennoch ist es das Ziel der relativ jungen
Bodega Frontaura, deren kompletter Name
Bodega del Palacio de los Frontaura y
Victoria lautet! Im geschützten Hügelland
am Ufer des Guareña liegen Weingut und
Einzellage Pago de Valdelacasa. Rund 180
ha Rebland gehören zur Bodega, wovon
derzeit gut 100 bepflanzt sind.
Ulpiano González kaufte die Weinberge
Mitte der 90er Jahre. Das Unternehmensziel
ist klar definiert - siehe oben! Dafür ist der
Bodega allerdings definitiv auch keine Anstrengung zuviel! Die Geschäfte leitet
Camino Pardo, deren Familie der Landwirtschaft entstammt. Für die Arbeit in Weinberg und -keller hat sie sich bestens ausgebildete und anerkannte Fachleute ins Boot
geholt. Später kaufte die Bodega den Palast
Frontaura y Victoria in Toro. Er stammt aus
dem Jahr 1574. Von ihm leitet sich auch ihr
Name ab (in der Zeit des Aufbaus war der
Betrieb zunächst namenlos). Das historische
Gebäude wird vorsichtig restauriert und
später für repräsentative Zwecke genutzt.
Die Weinberge liegen auf einer Höhe von
etwa 650 m. Das Klima ist kontinental mit
heißen Tagen und kühlen Nächten; die
Gegend weist die geringsten Niederschläge
Spaniens auf. Eine moderne Tröpfchenbewässerungsanlage ermöglicht eine Grundversorgung der Reben in extremen Zeiten.
Der kostbare Weinbergsboden besteht in
Toro aus steinigem Flußgeschiebe, Ton und kalkhaltigem Gestein
(Braunerde). In den Weinbergen steht für die Rotweine ausschließlich die Rebsorte Tinta de Toro, die eine lokale Varietät des
Tempranillo ist und hier als autochthon angesehen wird. Frontaura
verfügt über teils uralte Reben. Sie geben eine kleine Ernte, aber
besonders komplexe Weine von großer Dichte und Feinheit. Selbstredend werden die Erträge gering gehalten; rund 30 hl/ha sind
Betriebsdurchschnitt. José A. Seco, der für die Weinberge verantwortlich ist, läßt seine Mannschaft grundsätzlich von Hand ernten;
gesundes Lesegut im optimalen Reifezustand ist das Ziel.
Die Kellerei ist in einem avantgardistischen Projekt des angesehenen
spanischen Architekten Carlos Ferrater untergebracht. Sie ist auf
drei Ebenen angelegt. Damit kann die Weinbereitung der Schwerkraft folgen und jegliches Pumpen vermieden werden. Im Keller
zeichnet der Önologe Don Juan Martín-Hinojal verantwortlich.
Von Anfang an arbeitet die Bodega mit ausgewählten Böttchern
zusammen, die die Fässer für den Ausbau herstellen. Überwiegend
wird französisches Holz aus Allier verarbeitet. Absolut perfektes
Lesegut und Präzision in Ausbau und Reifung ermöglichen die
Produktion von eleganten Weinen mit feinem, elegantem Tannin
und sehr angehmer, klarer, tiefer Fruchtstruktur. Zur bestechenden
Frische aller Weine gesellen sich Fruchtnoten mit Anklängen von
reifen Schwarzkirschen und vor allem Brombeeren, dazu zarte
Noten von Zedernholz.
Der erste Jahrgang, den Frontaura unter eigenem Namen auf den
Markt brachte, war 2004. Die lange Zeit der Vorbereitung war klug
und hat sich mit den hervorragenden Qualitäten bezahlt gemacht.
Die Reserva ist stets ein Wein von großer Tiefe, mit fester Textur und
saftiger Frucht. Die Crianza zeigt dicht verwobene Aromen mit
dunklen Kopfnoten, reife Säure und elegantes Tannin - ebenfalls ein
großer Rotwein! Etwas leichter, in der Aromatik mehr kleine rote
Früchte, ebenfalls bestechend präzise und fein der Valdelacasa: er ist
nachhaltig und hat eine angenehme Würze. Natürlich ist auch der
Basiswein 'Vega Murillo' sehr ansprechend. Er ist ausgewogen und
hat eine schöne, runde und beerige Frucht und guten Körper - und
außerdem ein klasse Wein-Geld-Verhältnis!
Kurz nach dem Erwerb der Weinberge in Toro gelang es der Familie
González, hervorragende Weinberge in Ribera del Duero zu erstehen. Hier war es keine arrondierte Fläche wie in Toro, sondern fünf
Parzellen auf 38 ha in sehr guten Hanglagen auf kalkhaltigem
Tongestein. Sie liegen alle im Tal des Dueros, südlich der Orte
Pesquera und Piñel. Bis die Weinberge vollständig dem Anspruch
der Besitzer genügten, verging auch hier viel Zeit, und das Startjahr
lag mit 2005 ein Jahr später. Auch in Ribera del Duero stehen ausschließlich Tempranillo-Reben, die elegante, tiefgründige und feine
Weine ergeben. Dicht, kraftvoll, mit fester Struktur und viel Finesse
ist die großartige Crinaza aus 2006, und der Nexus aus 2011, aus
jüngeren Reben gekeltert, hat einen umwerfend schönen Trinkfluß,
eine elegante Textur, ist voller Frische mit wunderbaren roten und
dunklen Beerenaromen! Für den Nexus + wird hochfeinstes Lesegut
ausgewählt, und der Wein reift lange in den besten Fässern. Das
Ergebnis ist ein Wein mit noch mehr Fülle als die Crianza, aber auch
erhabener Finesse. Der Basiswein Tierras Guindas wird mit der gleichen Sorgfalt behandelt, jedoch ist sein Lesegut natürlich nicht so
kostbar. Dennoch ist es ein typischer Ribera-Wein mit der schönen
Eleganz von dort, zu sehr attraktivem Preis!
Don Juan, der Önologe des Gutes, besitzt Weinberge in der benachbarten Rueda, die mit Verdejo bestockt sind. Er hat sie an das
Weingut verpachtet, das somit auch über "eigene" Weinberge in
diesem wichtigen Weißweingebiet verfügt. Der 2012er Verdejo ist
überwiegend im Edelstahl ausgebaut und nur kurz "vom Holz geküßt" worden. Das aber reichte aus, ihm neben seiner saftigen
Frucht auch eine wunderbare Struktur zu geben: ein Wein, der nicht
nur in diesen einen Sommer paßt! (07/13)
TORO:



2012 Vega Murillo Tempranillo
2005 Frontaura Crianza
2005 Frontaura Reserva
7,50
25,50
34,50
RIBERA DEL DUERO:




2012 Tierras Guindas
Roble Tempranillo
2012 Nexus
2006 Nexus Crianza
2009 Nexus +
7,50
12,50
28,75
49,50
RUEDA:

Blick auf den Pago Gral Verano.
2012 Tierras Guindas Verdejo
7,50
Ihr Klick zum Weingut: http://www.bodegasfrontaura.com/
José A. Seco ist für die Weinberge
verantwortlich.
Fotos: Bodegas Frontaura (2)
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 68
SPANIEN
Bierzo
Bodegas Estefanía Ponferrada
Im Jahr 1999 wurde Bodegas Estefanía von der
Familie Frías im Weiler Dehesas gegründet, im
Bierzo im Nordwesten Spaniens. Biezo liegt etwa
im Dreieck León, Galizien und Asturien. Von
vorneherein wurde der Betrieb auf die Erzeugung
von Qualitätsprodukten ausgelegt. Die Wahl der
Rebsorten war vom Gebiet vorgegeben, ihre
Anzahl knapp: im Bierzo ist die rote Rebsorte
Mencía heimisch, und für Weißweine herrscht dort
Godello vor, beides autochthone Rebsorten dieser
Gegend. Das sind natürlich auch die Rebsorten,
mit denen Familie Frías arbeiten wollte.
Die Familie kaufte rund 40 ha feinster Weinberge
mit unterschiedlichen Terroirs auf mineralhaltigen
Lehmböden. Die meisten Reben waren alt,
manche gar über 100 Jahre. Zunächst mußten die
meisten Weinberge restauriert, die Rebstöcke
vorsichtig durch klugen Schnitt wieder "verjüngt"
und ertragsfähig gemacht werden. Die Weinberge
liegen auf einer Höhe von 500 bis 850 Metern.
Das Klima ist hier kontinental mit atlantischen Einflüssen.
Die Geschichte der Region beginnt wie so oft mit den Römern. Kurz
vor der Zeitenwende befand sich in der Provinz Hispania nahe der
Stadt Ponferrada die wichtigste Goldmine des Römischen Reiches, in
der hügeligen Landschaft von Las Médulas. Diese Kulturlandschaft
ist seit 1997 Weltkulturerbe der UNESCO. Es waren auch die Römer,
die hier die ersten Weinberge anlegten.
Einer der Götter der damaligen Zeit war Teleno, der Kriegsgott, aus
dem später Tilenus wurde. Bodegas Estefanía wählte seinen Namen
für die Reihe der Mencía-Weine; außerdem ziert das Etikett das Bild
einer römischen Münze, die in den Weinbergen gefunden wurde.
Es ist nicht lange her, da erlebte das Pilgern nach Santiago de
Compostela eine gewisse Renaissance. Das lange wenig beachtete
Weinbaugebiet Bierzo profitierte davon, denn es liegt am Pilgerweg.
Zu etwa gleicher Zeit wurde die dortige rote Rebsorte Mencía
trendy. Manch spanischer Önologe fand in Bierzo die Möglichkeit,
neue Projekte mit einer "wiederentdeckten" Rebsorte ins Leben zu
rufen. Auch Bodegas aus benachbarten Gebieten kauften sich in
Bierzo ein, um am Mencía-Boom zu partizipieren.
Man attestiert der Rebsorte, daß sie meist "hochwertige, leichte,
frische, säuerliche Rotweine" hervorbringt. Das ist eine
Beschreibung, die tatsächlich auf Mencía-Weine früherer Zeit
zutrifft. In jüngerer Vergangenheit wurden die Weine aber durchaus
komplexer und verloren ihre etwas ungestüme Säure durch höhere
Traubenreife. Ich selber habe mich mit der Rebsorte mehrfach
auseinandergesetzt und letztlich beschlossen, daß der neue Hype
nicht berechtigt war. In der Folgezeit habe ich deshalb auch kaum
mehr Mencía-Weine verkostet.
Kürzlich aber haben mich die Weine von Estefanía elektrisiert! Ich
habe wunderbar fruchttiefe, kraftvolle, komplexe Weine getrunken,
die in schönem Gleichgewicht waren und dazu noch aus älteren
Jahrgängen. Das fand ich sensationell, bewiesen diese Weine doch
ein Riesenpotential!
Verantwortlich für diese hervorragenden Weine sind der
"bodeguero", der Kellermeister Carlos Garcia, und der Technische
Direktor, Raúl Pérez, der der festangestellte Önologe des Weingutes
ist. In früheren Zeiten hat Pérez auch schon mit Dirk van der
Niepoort in Portugal zusammengearbeitet.
Die Weine werden grundsätzlich von Hand geerntet und die Rotweine werden filtriert. Bereits die Cuvée "Roble" ist aus alten Rebstökken gekeltert und reifte in Fässern aus französischer und amerikanischer Eiche. Danach gönnte ihm die Bodega noch ein gutes Jahr
Flaschenreife, bevor er in den Verkauf kam. Der pikante Wein hat
Kopfnoten von Brombeeren, angenehm dezentes Tannin, Frische
und eine gute Struktur.
Die Reben im steilen Weinberg 'La Florida', auf rund 650 m Höhe
gelegen, sind über 70 Jahre alt. Der aus geringen Erträgen geerntete
Wein reifte ein gutes Jahr in wenig getoasteten französischen Barriques. Darauf folgte ein langes Flaschenlager vor der Vermarktung.
Es ist ein finessenreicher Wein mit dunkelroter Farbe, reifen roten
Früchten im Aroma, von feinem Tannin strukturiert und wunderbar
balanciert. (11/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.tilenus.com/origen/


2010 TILENUS Envejecido en roble
2007 TILENUS La Florida (Crianza)
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 69
11,80
16,50
SPANIEN
Rioja
Criadores de Rioja Alberite
Das Iregua-Tal grenzt im Norden an die Stadt Logroño und den Ebro
und im Süden an die Ilallana- und Laturce-Berge. Am Fuße des
Laturce liegt das Dorf Clavijo, das von seiner mittelalterlichen Burg,
dem 'Castillo de Clavijo', überragt wird. Auf etwa 440 m über dem
Meer wachsen hier die Reben in Flußnähe auf Schwemmlandböden,
auf kargen, steinigen Böden an den Hanglehnen. Klimatisch treffen
atlantische und mediterrane Einflüsse aufeinander.
Vor den Toren des Dorfes Clavijo liegt die Bodega Criadores de
Rioja. Die Hauptrebsorte der Bodega ist Tempranillo, ergänzt um
kleine Anteile der Rioja-Klassiker Graciano und Mazuelo. Die einfachen Qualitäten werden im Edelstahl ausgebaut, für die gehobenen sind Fässer aus amerikanischer und französischer Eiche
vorhanden.
Die Weine der Criadores de Rioja zeichnen sich durch eine klare,
frische und lebendige Frucht aus. Sie widerspiegeln die klassischen
Aromen der Rioja, ohne die Schwere früherer Zeiten aufzuweisen.
Angenehme frische Beerentöne sind die Kopfnoten. Der 2010er
Tempranillo ist rein aus dieser Rebsorte gekeltert, die Crianza bein-
Bodegas Dinastía
1915 begann Pedro Vivanco Gonzalez in
Alberite, Wein zunächst für den Familiengebrauch aus eigenen Weinbergen herzustellen. 1940 kaufte er dann dort eine kleine
Kellerei, aus der übrigens letztlich die
Criadores de Rioja hervorgingen - siehe
oben! 1946 wurde Pedro Vivanco Paracuellos geboren. Er schlug früh den Weg
zum Winzer ein, studierte entsprechend und
befaßte sich mit dem Weingeschäft.
Während seiner Aktivitäten sammelte er
übrigens alles, was mit Wein zu tun hatte.
Heute verfügt Dinastía Vivanco über ein
eigenes großes Weinmuseum für all' diese
Exponate, von den einfachen bis hin zu
seltenen Kostbarkeiten.
Später heiratete Pedro Angélica Saenz, Winzertochter aus Alberite. 1985 kauften sie
erstklassiges Weinbergsland in Briones, im
Herzen der Rioja Alta. Es vergingen noch
fünf Jahre, bis ein ehrgeiziges Projekt
Gestalt annahm: Bodegas Dinastía Vivanco.
Inzwischen hat der literatur- und kunsthistorisch interessierte Sohn Santiago Vivanco
das Management der Bodega übernommen,
während sein Bruder Rafael Vivanco, Agronom und Önologe, sich um die Produktion
kümmert. Er wählt die besten Weinberge der Familie aus, daraus
wieder die besten Lesepartien, um daraus große Rioja-Weine zu gewinnen, die Flaggschiffe von Dinastía Vivanco.
Briones liegt in den Ausläufern der Kantabrischen Berge, nahe am
Fluß Ebro. Ein mildes Klima und kalkhaltige Mergelböden bieten
haltet einen kleinen Anteil Garnacha, die Frucht und Fülle beisteuert. Die Castillo- Clavijo-Weine haben ein sehr gutes Wein-GeldVerhältnis und sind klassische Weine dieser angesehenen Weinregion. Lesen Sie zu Criadores de Rioja auch unten den Text über
Bodegas Dinastía Vivanco, den "großen Bruder".
Ihr Klick zum Weingut: http://www.criadoresderioja.com/


2010 Castillo Clavijo Tempranillo
2009 Castillo Clavijo Crianza
6,90
8,50
Vivanco Briones
dem Weinbau gute Voraussetzungen. Die Weinberge der Familie
Vivanco befinden sich bei Briones und Haro, der kleinen Stadt, von
der einst wichtige Qualitätsimpulse für die Rioja ausgingen.
In den Vivanco-Weinbergen stehen überwiegend TempranilloReben, die Hauptrebsorte der Rioja. Speziell in der Gegend um
Briones ergibt der Tempranillo Weine von besonderer Eleganz.
Außerdem gibt es bei Vivanco die ebenfalls für die Rioja klassischen
Rebsorten Garnacha, die für eine saftige Frucht sorgt, Graciano,
eine spätreifende Rebsorte, die Extrakt, Tannin und feine Säure
beisteuert, sowie den Mazuelo, der in Frankreich Carignan heißt
und den Weinen Festigkeit gibt. Dinastía Vivanco erzeugt reinsortige
Tempranillos, aber auch Tempranillos mit dem einen oder anderen
Verschnittpartner. Außerdem ist es ein Hobby von Rafael, aus den
vier Rebsorten große, konzentrierte Rebsorten-Weine im PremiumSegment zu keltern.
Die Crianza ist ein reiner Tempranillo, während für die Reserva dem
Tempranillo etwas Graciano beigegeben wird. Das unterstreicht die
Rasse und Eleganz dieses Weines.
Dinastía-Vivanco-Weine sind traditionelle Rioja-Weine, die unter
Berücksichtigung moderner Erkenntnisse der Önologie erzeugt
werden. Sie überzeugen mit Frische und klarer Frucht, schöner
Struktur und Eleganz. Eine Besonderheit ist die Flasche, die die
Bodega verwendet. Sie ist die Nachbildung einer riojanischen
Flasche aus dem 18. Jahrhundert, die noch mundgeblasen war - das
Original befindet sich natürlich im hauseigenen Museum! Die Wahl
dieser Flasche unterstreicht die Verbundenheit der Familie Vivanco
mit ihrer Heimat und deren Weinen.
Ihr Klick zum Weingut: http://www.dinastiavivanco.com/


2009 Dinastía Vivanco Crianza
2007 Dinastía Vivanco Reserva
Die Kellerei von Dinastía Vivanco liegt nahe bei den Weinbergen in einer atemberaubenden Landschaft. Foto: Dinastía Vivanco
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 70
12,80
18,50
PORTUGAL
Madeira
Justino Henriques Santa Cruz
Etwa 600 Kilometer von der Küste Marokkos und
knapp 850 km von Portugal entfernt liegt im Atlantik
die 'Grüne Blumeninsel' Madeira. Die rund 730 km2
große Insel ist Heimat einiger der weltweit feinsten
Koch-, Dessert- und Aperitifweine. Zu den ältesten
Erzeugern auf dem subtropischen Madeira gehören
Vinhos Justino Henriques, dessen Tradition man bis ins
Gründungsjahr 1870 zurückverfolgen kann. Selbst
heute verfügt das renommierte Haus noch über einen
Bestand an Fässern mit sehr alten und seltenen
Madeira-Jahrgängen.
Die über lange Jahre in großen Eichenfässern gereiften
Weine aus der roten Rebsorte Negra Mole und den
Weißen Sercial, Verdelho, Boal und Malvasía (diese
stammt wohl aus Griechenland und wurde von den
Portugiesen 1419 nach der Eroberung der Insel angepflanzt) sind
hervorragende Begleiter der exquisiten Küche und international für
ihre Qualität geschätzt. Drei- bis fünfjährige Madeiras eignen sich
sehr gut als Aperitif; zehn Jahre alte Madeiras werden traditionell
gerne zu Käse, zu einem Dessert oder als krönender Abschluß eines
besonderen Essens gereicht. Wer tief in das Thema Madeira
eintauchen möchte, sollte die rebsortenreinen 10-Jährigen
probieren. Übrigens: Geöffnete Madeiras sind lange haltbar und
bleiben somit über einen längeren Zeitraum trinkbar.



Madeira Reserve Fine Dry 5 years
Madeira Dry 10 years old Reserve
Sercial 10 years old
-Rebsortenwein, trocken, Apéritif, leicht kühlen-
18,95
29,95
34,95
Portwein
Niepoort Vila Nova de Gaia
Die kleinen unabhängigen Portweinhäuser werden immer weniger, aktuell (2010) sind es noch
fünf an der Zahl, und über vier wird gesagt, daß
sie zum Verkauf stehen. Das zweitkleinste ist
Niepoort - dennoch für den Markt sehr bedeutend
und mit anerkannt hohen Qualitäten! Gegründet
wurde das Haus 1842 von Franciscus Marius van
der Niepoort, der 1813 im holländischen Hilversum geboren wurde. Heute leitet Dirk van der
Niepoort, geboren 1964, den Betrieb in fünfter
Generation.
Ohne Übertreibung darf man sagen, daß unter
Dirks Leitung das Haus zu einem Star der Portweinerzeugung geworden ist. Dirks ganzes
Augenmerk gilt den Weinbergen, den kostbaren
Lagen und erstklassig gepflegten Reben, Perfektion im Keller, aber auch traditionellen
Methoden.
Niepoort ist ganz besonders berühmt für seine
kostbaren Vintage-Portweine. Mit den großartigen, vielgelobten
Vintage-Jahrgängen der jüngeren Vergangenheit gelang es Niepoort
endgültig, sich seinen Platz unter den Top-Portwein-Erzeugern zu
sichern.
Heute ist auch das Thema Late Bottled Vintage (= LBV) ein Aushängeschild des Hauses. LBV wird wie der Vintage zu 100% aus
einem Jahrgang gekeltert, reift aber viel länger im Eichenholz als
dieser (Vintage maximal 2, LBV rund 6 Jahre). Er wird abgefüllt,
wenn er trinkreif ist, während der Vintage viele Jahre der Flaschenreife benötigt, um sein Optimum zu erreichen. In gewisser Weise
ähnelt der LBV mit seiner kraftvollen roten Frucht den Ruby-Typen,
ebenso wie die Vintage-Portweine. Die Rubies sind dunkelfarben,
vollfruchtig und angenehm süß.









Das atemberaubende Dourotal. Foto (1): Fürbach
Saftig rund und weich mit harmonischer Süße präsentiert sich der
Tawny, neben dem Ruby der zweite klassische Portweintyp. Durch
längeres Faßlager ist er seidig und besonders elegant, seine farbe ist
durch den Ausbau hell geworden. Tawnies sind äußerst meditative
Weine. Eine weitere Spezialität von Niepoort sind die weißen Ports,
beachtlich mit ihrer Frische und Komplexität.
Dirk van der Niepoort hält fest daran, die Portweine in Vila Nova bei
Oporto reifen zu lassen: dort ist das Klima gemäßigt, und die
Sommer sind nicht so heiß wie in Santo Adrião, wo douroaufwärts
die neue Quinta de Nápoles liegt.
Ihr Klick zum Weingut: http://www.niepoort-vinhos.com/
Niepoort Dry White
Niepoort White 10 Years Old
Niepoort Fabelhaft Ruby 'Max'
2008 Niepoort Late Bottled Vintage
2005 Niepoort Late Bottled Vintage
2001 Niepoort Colheita
Niepoort Fabelhaft Tawny 'Moritz'
Niepoort Fabelhaft Tawny 'Moritz'
Niepoort Tawny 10 Years Old
12,80
36,00
0,375 l
0,375 l
15,50
21,00
12,00
39,50
19,00
10,50
41,50
Weine von Niepoort (Fabelhaft und andere) auf Nachfrage.
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 71
ALLES, WAS SCHÄUMT
Champagne
Champagne Delamotte Le Mesnil-sur-Oger
Das Champagnerhaus wurde 1760 von dem
Weingutsbesitzer François Delamotte gegründet.
Damit zählt es zu den ältesten Champagner-Unternehmen überhaupt. Er etablierte das Haus in Le
Mesnil-sur-Oger in einer herrschaftlichen Villa.
1828 geht das Haus über an den Chevalier Nicolas
Louis Delamotte, der drei Jahre zuvor die
prächtigen Feierlichkeiten zur Krönung des Königs
Karl X. von Frankreich ausgerichtet hatte, und
seinen Bruder Alexandre. Im Jahr 1989 hat
Champagne Laurent-Perrier das Champagnerhaus
Delamotte gekauft. Seitdem arbeitet hier die gleiche Mannschaft wie im Schwesterhaus Champagne
Salon, einem anderen sehr berühmten, ja legendären Produzenten. Delamotte ist eines der
qualitativ herausragenden Häuser an der Côte des
Blancs im Süden der Champagne. Beide, Delamotte
und Salon, werden seit 1997 gemeinsam von Didier
Depond geleitet.
Die hohe Qualität der Delamotte-Champagner ist kein Zufall. Die
Dörfer Le Mesnil-sur-Oger, Oger, Avize und Cramant liegen im
Herzen der Weinberge der Côte des Blancs in der südlichen
Champagne und ihre Rebflächen sind ausschließlich als 100 %
Grand Crus eingestuft. Hier gedeihen auf stark kalkhaltigen Kreideböden die großen Chardonnays der Champagne, die Delamotte
für seine Cuvées nutzt. Die roten Pinot- Noir-Trauben kommen
ebenfalls aus 100 % Grand-Cru-Lagen, nämlich aus der Montagne
de Reims: aus Bouzy, Ambonnay und Tours-sur-Marne. Sie finden
im Brut und im Rosé Verwendung.
Allerfeinstes Traubenmaterial ist der erste Schritt zu hochklassigen
Champagnern. Sorgfältigste Behandlung beim Pressen und Einlagern ist selbstverständlich. Nach der zweiten Gärung reifen die
Delamotte-Champagner mindestens drei Jahre auf der Hefe. Eine
begrenzte Produktion sowie konsequentes Qualitätsmanagement
sind Garanten für die außerordentliche Qualität. Delamotte-Champagner sind rassig-frisch und langlebig, sie haben eine klare Struk-
tur, feinste Perlage und animierende, verlockende Aromen - sie sind
einfach richtig klasse!
Delamotte Brut wird aus den drei klassischen Rebsorten assembliert:
55% Chardonnay, 35% Pinot Noir und 10% Pinot Meunier. Es ist
ein geradlinier, durchaus kräftiger, aber auch wunderbar eleganter
Champagner. Der Blanc de Blancs wird ausschließlich in den GrandCru-Lagen der Côte des Blancs geerntet und reift über 48 Monate
auf der Hefe. Die Cuvée enthält etwa 10% Reserve-Weine. Die
Kreideböden geben ihm eine mineralische Grundstruktur, es ist ein
sagenhaft finessenreicher, klarer, frischer und rassiger Champagner
mit dezenten Zitrusnoten. Der Rosé beinhaltet 80% Pinot Noir Grand Crus von der Montagne de Reims - und 20% Grand-CruChardonnay aus Le Mesnil-sur-Oger. Bei Delamotte gilt die Regel:
jede unserer Cuvées enthält Chardonnay. Der Pinot Noir wird bereits
rosé gekeltert (die meisten Rosé-Champagner werden hell gekeltert
und mit Rotwein gefärbt), und Pinot Noir und Chardonnay vergären
bereits zusammen. Der Rosé reift mindestens 36 Monate auf der
Hefe. Seine Farbe ist ein aparter Lachston. Er versprüht im Aroma
die Eleganz von feinem Pinot Noir und rassigem Chardonnay, seine
dichte Frucht mit Noten von kleinen roten Beeren und gelben Früchten ist komplex und äußerst animierend! (09/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.salondelamotte.com/

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
DELAMOTTE Brut
DELAMOTTE Brut
DELAMOTTE Brut
0,375 l
1,5 l MAGNUM
32,80
18,50
69,50

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
DELAMOTTE Blanc de Blancs Brut
DELAMOTTE Blanc de Blancs Brut 0,375 l
DELAMOTTE BdeBl. Brut 1,5 l MAGNUM
39,80
26,50
86,00


DELAMOTTE Blanc de Blancs Brut 2002
DELAMOTTE Rosé Brut
56,00
56,00
Champagne Salon Le Mesnil-sur-Oger
Champagne Salon zählt einerseits zu den
kleinsten Champagner-Häusern, andererseits aber
auch zu den berühmtesten, und seine Champagner sind weltweit gesuchte Raritäten. Die Produktion ist mit rund 60.000 Flaschen jährlich sehr
gering. Es wird ausschließlich Chardonnay verarbeitet, Champagne Salon ist also grundsätzlich ein
Blanc de Blancs. Es wird nur eine einzige Cuvée
erzeugt, Salon »S«, die nur aus Trauben aus Le
Mesnil-sur-Oger gekeltert wird, ein Ort mit GrandCru-Klassifikation. Eine 1 ha große Parzelle hinter
dem Gutsgebäude ist im Besitz von Salon. Insgesamt werden Trauben aus etwa 20 Parzellen
verarbeitet.
Es versteht sich von selbst, daß Salon »S« nur in
hervorragenden Jahrgängen hergestellt wird. Im
20. Jahrhundert gab es nur 37 Jahrgänge, der
letzte ist der excellente 1999er.
Die Geschichte von Champagne Salon begann
1911, als das Haus von Eugène-Aimé Salon gegründet wurde. In
seiner Jugend hatte er oft seinem Schwager geholfen, der in einer
kleinen Firma arbeitete, die nur aus einer einzigen Lage, dem Clos
Tarin, Champagner erzeugte. Später gründete dieser Schwager die
Genossenschaft Union des Producteurs de la Côte des Blancs.
Eugène-Aimé wurde zunächst Lehrer, dann Pelzhändler. Nachdem
ihm dieses Geschäft ein kleines Vermögen eingebracht hatte, kaufte
er Weinberge in Le Mesnil, um einen Jugendtraum zu verwirklichen:
aus einer einzigen Herkunft und einer einzigen Rebsorte, nämlich
Chardonnay, einen perfekt ausgewogenen Champagner herzustellen. Die Kelter für den Most seines Champagners stand bei der
Union des Producteurs unter der Obhut seines Schwagers. Eigentlich
wollte Monsieur Salon nur Champagner zu seiner eigenen Freude
und zur Bewirtung seiner Freunde und Kollegen produzieren. Bald
aber kamen Nachfragen von potentiellen Kunden, die er aber ablehnte, weil er ja Kürschner war. Die Anfragen wurden wegen der
hohen Qualität hartnäckiger, und er gab nach. Zu guter Letzt fand
er sich als Besitzer eines Champagner-Hauses wieder! 1921 stand
als erster Jahrgang auf einem Salon-Etikett. Obwohl die Produktion
sehr behutsam ein wenig vergrößert wurde, ging dies nie zu Lasten
der Qualität.
Eugène-Aimé starb 1943. Das Haus ging an seinen Großneffen über
und kam später in den Besitz von Besserat de Bellefon. 1988 kaufte
das Familienunternehmen Laurent-Perrier das Haus Salon und ein
Jahr später auch das "Schwester"-Haus Delamotte. In einem waren
sich die jeweiligen Besitzer gleich: sie taten alles Notwendige zur
Wahrung der hohen Salon-Qualität.
Noch heute steht eine eigene Kelter für die Salon-Trauben bei der
Genossenschaft in Le Mesnil; der Most wird dann nach Tours-surMarne zu Champagne Laurent-Perrier gebracht, wo der chef de
caves des Hauses, Michel Fauconnet, für die weiteren Arbeitsschritte
verantwortlich ist. Die Grundweine werden im Edelstahl ausgebaut
und machen keine malolaktische Gärung durch, was ihre unendliche
Frische erklärt. Außer der Güte des Terroirs, der excellenten Qualität
der Trauben und der besonders sorgfältigen Behandlung von Most
und Wein gibt es keine Geheimnisse bei der Entstehung dieses
großen Champagners - außer der Tatsache, daß er mindestens zehn
Jahe auf der Hefe reift, manchmal auch erheblich länger. Die
Dosage ist immer gering, der 1999er hat zum Beispiel nur 5 g/l.
Er hat eine typische feine Note von Brioche, reizvolle Walnußnoten
und einen ungeheuren Reichtum an Frucht mit Noten von weißen
und gelben Früchten, er ist gleichzeitig elegant und konzentriert, er
hat Rasse, Frische, Kraft und viel Biß, er ist komplex und finessenreich, mineralisch und reintönig mit rasanter Frische - ein großer
Champagner mit einer Textur wie Seide! Außerdem hat er immer
noch eine große Zukunft vor sich. Auch das unendliche Reifepotential ist typisch für Champagne Salon. (01/14)

SALON »S« Brut 1999
Blanc de Blanc Le Mesnil
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 72
260,00
ALLES, WAS SCHÄUMT
Sekt
Sekt- und Weingut Winterling Niederkirchen / Pfalz
Heutzutage können die Winterlinge ihren Sekt ausschließlich aus
eigenen Trauben machen. 10 ha Weinberge an der Mittelhaardt
liefern unterschiedliche Grundweine: auf den Buntsandsteinböden
um Ruppertsberg wachsen feinfruchtige Rieslinge, stoffige, strukturierte Burgunder werden auf den Lehmböden zwischen Niederkirchen und Deidesheim geerntet. Alle Sekte werden in der
Traditionellen Flaschengärung hergestellt. Wegen der schonenden
Herstellungsmethoden dürfen sie sich Crémant Pfalz nennen. Die
Crémant-Erzeugung betrachten die Winterlinge als ihre Wurzeln,
das machen sie seit Gründung des Weingutes vor mehr als 30
Jahren: Handlese in kleine Kisten, schonende Ganztraubenpressung,
moderne Kellertechnik und traditionelle Flaschengärung sind die
Stationen, die letztendlich zu diesen Spitzensekten führen. Die
Winterling-Sekte zeigen sich von der frischen und lebendigen Seite,
sind lebensfröhlich und charmant. Beim Blanc de Blancs handelt es
sich um 80% Chardonnay mit Weißburgunder, der Pinot Rosé
besteht zu 100% aus Spätburgunder. (05/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.winterling-sekt.de/
Hier finden Sie eine Erklärung zur Herstellung von Crémant:
http://www.weinkern.de/download/downdatei/wein_infos/cremant.pdf

2012 Riesling Brut
2012 Riesling Brut
Ruppertsberger Reiterpfad
2010 Riesling Extra Brut
13,00
14,50


2012 Blanc de Blancs Brut
2012 Pinot Rosé Brut
12,90
13,00


12,00
Weingut Jülg Schweigen / Südpfalz
Ein bißchen ist der Sekt Hobby von Werner Jülg, ein bißchen ist er
Notwendigkeit für die Weinstube. Und die Rebfläche des Weingutes
läßt mengenmäßig die Sektproduktion zu.
Crémant, Blanc de Noirs und Rosé (diese beiden aus Spätburgunder)
haben eine gewisse Leichtig- und Fröhlichkeit, während Chardonnay
und Blanc de Blancs (aus Weißburgunder gekeltert) markanter sind.
Die Grundweine reifen teils im Stil der Champagne im Holz. Völlig
"verrückt" ist der Muskateller-Sekt: mit aromatischer Rosenfrucht,
feinem, frischem Säurespiel und wunderbarer Lebendigkeit!
Natürlich werden alle Sekte in der klassischen Champagnermethode
hergestellt; sie reifen im Keller des Weingutes auf Rüttelpulten und
werden noch von Hand gerüttelt. (03/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.weingut-juelg.de/


2011 Chardonnay Extra Brut
2011 Blanc de Blancs Extra Brut
10,25
10,25



2011 Crémant Brut
2011 Rosé Brut
2011 Blanc de Noirs Brut
9,25
10,25
10,25

2011 Gelber Muskateller Brut
11,25
shelter winery Kenzingen / Baden
Hans-Bert Espe und Silke Wolf haben diesen Sekt zu 100% aus
Pinot Noir = Spätburgunder gekeltert, der in der Lage Kenzinger
Hummelberg aus über 20jährigen Reben geerntet wurde. Die technischen Schritte waren schonende Ganztraubenpressung im Stil
eines Blanc de Noir, natürliche Vorklärung über Nacht, langsame
Vergärung in gebrauchten Holzfässern, biologischer Säureabbau,
Lagerung auf der Feinhefe in Halbstückfässern bis zur Versektung.
Diese erfolgte natürlich im traditionellem Champagnerverfahren.
Anschließend reifte der Sekt 40 Monate auf der Hefe. Der weiße
Sekt (Blanc de Noir!) hat eine eleganta, feine Perlage und dank des
Holzfaßausbaus des Grundweines ein vielschichtiges Aroma, das ihn
zum perfekten Menübegleiter macht.
Ihr Klick zum Weingut: http://www.shelterwinery.de/


2010 Sparkling Brut
2007 Sparkling Brut
1,5 l MAGNUM
19,00
45,00
Schlossgut Ebringen Ebringen / Baden
Andreas Engelmann macht nicht immer Sekt, aber wenn, dann ist es
immer ein Crémant (eine Erklärung dazu finden Sie auf dieser Seite
oben bei Winterling). Andreas keltert einen Sekt rein aus hellgepreßtem Spätburgunder, den er nach dem Rütteln ohne Dosage beläßt,
eben "Brut Nature". Es ist ein kraftvoller Sekt mit deutlicher PinotNoir-Frucht, lebhafter Mousse und angenehmer Herbe. Außerdem
gibt es einen Rosé, der mit seiner feinen Frucht besticht.
Ihr Klick zum Weingut: http:// www.schlossgut-ebringen.de /


2011 Pinot Noir Rosé Crémant Brut
2010 Pinot Blanc de Noir
Crémant Brut Nature
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 73
11,50
16,50
ALLES, WAS SCHÄUMT
Weingut Schloss
Sommerhausen Sommerhausen / Franken
Martin Steinmann hat mit den Jahren eine excellente Sektproduktion aufgebaut. Im ehemaligen Zehntkeller des Schlosses, tief in
den Muschelkalkboden getrieben, werden hochwertige Gutsweine
ausschließlich in Traditioneller Flaschengärung zu Sekt veredelt. Hier
reifen sie wie in der Champagne: dunkel, kühl und erschütterungsfrei. Martin beläßt sie grundsätzlich lange auf der Hefe. Die Cuvée
Schloss Sommerhausen - die derzeitige Cuvée lag sieben Jahre auf
der Hefe! - ist ein kraftvoller Sekt mit Champagnerattributen. Die
Trauben für den Riesling-Sekt stammen aus der "Große-Gewächs"Lage Steinbach, die Dosage dieses Sektes erfolgte mit Eiswein! Der
Auxerrois ist ein knochentrockener Aristokrat mit kräftiger Struktur
und unglaublichem Tiefgang. Der Rosé aus Spätburgunder ist ein
verführerischer Charmeur mit cremiger Fülle und Esprit.
Ihr Klick zum Weingut: http://www.weingut-schlosssommerhausen.de/

Schloss Sommerhausen Brut
14,50



2008 Riesling Brut
2005 Auxerrois Extra Brut
2008 Pinot Rosé Brut
19,00
19,00
19,00
Der Zehntkeller aus dem 15. Jahrhundert beherbergt heute den
Sektkeller von Schloss Sommerhausen. Tief in den Muschelkalk
getrieben, ist Martin Steinmann stolz auf Bedingungen wie in der
Champagne. Der Keller ist erschütterungsfrei und hat jahrein,
jahraus eine gleichbleibende Temperatur von 12° C, ist also ideal für
die Produktion von Sekten, die lange auf der Hefe reifen.
Crémant de Loire
Domaine des Quarres Rablay-sur-Layon / Anjou (Loire)
Nachdem Cédric Aubert und Véronique Gourdon die Domäne gekauft hatten, haben sie einige Dinge geändert, zum Beispiel hat
Cédric, der aus dem Roussillon stammt, die Rotweinbereitung zu
Gunsten einer höheren Qualität modifiziert (siehe bei den Weinen).
Aber die beiden haben sich auch auf die alte Loire-Tradition der
Schaumweinbereitung bedacht und die Produktion von Crémant
aufgenommen. Sehr erfreulich ist die hohe Qualität der Sekte! Sie
haben eine wunderbare, langanhaltende Perlage und sind mit ihrer
Art ganz der Landschaft verbunden. Der weiße Crémant ist rein aus
Chenin Blanc gekeltert. Da es in den dafür vorgesehenen Reben in
Domaine du Haut
den letzten Jahren wiederholt Frostschäden gab, gibt es ihn
zunächst nicht mehr. Der Rosé wird aus Cabernet bereitet. Auch er
hat eine wunderbare ausdrucksstarke Frucht. Es dominieren feine
Noten von frischer Erdbeere und Himbeere. Es ist ein nachhaltiger
Crémant mit herrlichem Nachklang. (03/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.domainedesquarres.com/

Crémant de Loire Rosé Brut
12,50
Bourg Bouaye / Pays Nantais (Loire)
Die Brüder Hervé und Nicolas Choblet machen nicht nur sehr hochwertigen Muscadet im Grandlieu-Gebiet, sondern auch einen wunderbaren Sekt. Aus der dort heimischen Rebsorte Grolleau Gris keltern sie einen Grundwein, der vor dem Pressen kurz auf der Maische
verbleibt. Das gibt mehr Mineralstoffe und damit einen schönen
Körper. Die Rebsorte verleiht dem Sekt eine feine, lebhafte Frucht
mit Noten von frischen Büten und gelben Früchten. Die Perlage ist
fein und langanhaltend, lebendig und animierend. 'Plaisance' ist
Brut dosiert, also ein trockener Sekt. Aber er ist nicht knochentrok-
ken, sodaß es ein herrlicher Apéritifsekt ist, und zu einem Dessert
mit reifen Früchten wie zum Beispiel einem Apfel-Crumble paßt er
auch sehr gut. (03/13)
Ihr Klick zum Weingut: http://hautbourg.fr/

'Plaisance'
Méthode Traditionelle Brut
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 74
8,90
ALLES, WAS SCHÄUMT
Crémant de Limoux
Domaine J.
Laurens La Digne d'Aval
Das Weinbaugebiet Limoux liegt im Süden
der Stadt Carcassonne, westlich der Berge
von Corbières, und im Süden stößt es an die
Pyrenäen. Gerade der südliche Teil des
Limouxin hat bereits gebirgigen Charakter.
Die Böden bestehen aus Kalkmergel, Sandstein und Puddingstein, einem Konglomeratgestein mit recht hohem Kieselanteil. In
der Gegend, wo die Domaine J. Laurens
beheimatet ist, treffen atlantische und
mediterrane Wettereinflüsse zusammen; es
gibt heiße Perioden, die Nächte sind relativ
kühl, und es hat ausreichend Niederschläge.
Die Reben wachsen in Höhen von etwa 160
bis 300 m.
Zwar werden hier auch Weiß- und Rotweine
hergestellt, doch berühmt ist Limoux für
seine Schaumweinproduktion: Blanquette
de Limoux, schon seit dem 16. Jahrhundert
bekannt, und Crémant de Limoux, als
Appellation seit 1990 anerkannt. Außerdem
gibt es Limoux Méthode Ancestrale, der
jedoch wegen seiner mikrobiologischen Instabilität nur lokale Bedeutung hat.
Die Winzer in Limoux sind überzeugt, daß
die Benediktinermönche der Abtei SaintHilaire 1531 durch Zufall den Schaumwein
erfanden - also rund 140 Jahre vor dem
Wirken Dom Pérignons in der Champagne.
Blanquette de Limoux und Crémant de Limoux unterscheiden sich
vor allem durch die verwendeten Rebsorten. In der Herstellung sind
sie letztlich gleich: sie durchlaufen ihre zweite Gärung in der Flasche
in der traditionellen Methode, die früher méthode champénoise
hieß, und reifen dann mindestens neun Monate auf der Hefe. Die
Blanquette ist etwas leichter, auch etwas eigenwilliger. Das liegt an
der verwendeten Rebsorte: es ist ein mindestens 90%iger Anteil
Mauzac vorgeschrieben, ergänzt um Chenin Blanc und/oder Chardonnay. Mauzac ist eine regionale weiße Rebsorte, die wohl aus
Gaillac stammt. Ihr Aroma ist deutlich von grünem Apfel gekennzeichnet, und sie hat eine erfrischende Säure.
Pinot Noir und Mauzac vergesellschaften. Er ist gehaltvoller als die
Blanquette, meist auch fruchtiger und eleganter.
Die Domaine J. Laurens bewirtschaftet rund 30 ha Weinberge und
stellt ausschließlich Sekte her, also "bulles". In den 1980er Jahren
kaufte Michel Dervin aus der Champagne einige Hektar Rebland,
weil er von der Güte des Terroirs in Limoux überzeugt war. Daß der
Sektherstellung in der Appellation besondere Bedeutung zukommt
geht daraus hervor, daß die Reben dafür ausschließlich in den
besten Hanglagen stehen müssen. Natürlich gibt es auch Reben in
den flachen Lagen. Daraus darf aber ausschließlich Wein gekeltert
werden.
2002 erwarb Jacques Calvel das Besitztum. Dervin stand ihm noch
als Berater zur Verfügung. Insbesondere aber konnte er sich auf
Henri Albrus stützen, ein "Blanquetier" alter Schule, der 2000 zur
Laurens-Equipe stieß. Er übernahm von Michel Dervin einige Eigenheiten der Sektherstellung in der Champagne und zeichnet auch
weiterhin verantwortlich für die wunderbare Eleganz und Feinheit
der J.-Laurens-Sekte.
Jacques investierte einiges in die Kellerei, um für das Lesegut und
die bulles noch schonender arbeiten zu können. So ist die Domäne
stolz darauf, daß sie alle Vorgänge von der Traubenannahme über
die erste und zweite Gärung, das Rütteln und Enthefen bis zur
Flaschenfüllung selber vornimmt. Kein anderer Hersteller in der
Region ist so gut ausgestattet - mit Ausnahme von zwei riesengrossen Produzenten. Auch das zahlt sich in Brillanz, Klarheit und Frische
der Produkte aus.
In dieser Vorrichtung wird der Hefepfropf zum Degorgieren vereist.
Mir gefallen die Sekte besonders gut wegen des wunderbar feinen
Mousseux', der langen Perlage und der saftig-nachhaltigen Frucht.
Die Blanquette wird aus 90% Mauzac plus Chardonnay gekeltert.
Delikate Aromen von Apfel, Aprikose und ein wenig Haselnuß
erwarten den Genießer. Für den weißen Crémant werden 60%
Chardonnay, 30% Chenin Blanc und je 5% Pinot Noir und Mauzac
verwendet: er ist elegant, zeigt Noten von Zitrus, ein wenig Trockenobst und besonders schöne Aromen von frischen Blüten. Sehr apart
ist auch der Crémant Rosé aus 60% Chardonnay, 25% Chenin
Blanc und 15% hell gekeltertem Pinot Noir: feinste Bläschen, schöne
Aromen von roten Früchten, herrliche Leichtigkeit, Verspieltheit und
Rasse - ein wunderbarer Sekt! (07/14)
Ihr Klick zum Weingut: http://www.jlaurens.fr/
Ihr Blick auf die Domaine LAURENS: http://www.weinkern.de/content/wein_li/google_karten/limouxgoogle.htm
Tausenden Flaschen Crémant reifen dem Genuß entgegen:
das Stapeln in dieser Form ist gefährlich; deshalb werden die
Flaschen mehr und mehr in Stahl-Gitterboxen gelagert.
Für den Crémant muß mindestens 50% Chardonnay verwendet
werden. Wir finden im Limouxin das kühlste Klima des Languedocs.
Deshalb fühlt sich der Chardonnay hier wohl. Im Crémant darf man
ihn mit Chenin Blanc und - begrenzt auf jeweils maximal 20% -



Blanquette de Limoux 'Le Moulin' Brut
Crémant de Limoux Brut
'Les Graimenous' 2011
11,50
Crémant de Limoux Rosé Brut 'N° 7'
13,80
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 75
12,80
ALLES, WAS SCHÄUMT
Frizzante - Mousseux
Weingut Kalkbödele Merdingen / Baden
Manfred Zimmermann hat zum Frizzante eine deutsche Alternative:
man nehme ganz gesundes, aber nicht zu reifes SpätburgunderLesegut, presse es hell ab (weißer Wein aus roten Trauben = Blanc
de Noir!), und man erhält einen leichten Wein mit nur 11,5%
Alkohol. Dies fülle man mit ein wenig Kohlensäure ab, und man
erhält: Mousseux Blanc de Noir! Ein mousseux mit supertoller Frucht
nach frischen Erdbeeren, saftig-rund und doch trocken, sehr
erfrischend, ein toller Apéritif oder Terrassentrunk! (06/13)

Blanc de Noir Mousseux
7,60
Bosco del Merlo Annomne Veneto / Venetien
Prosecco war der Name einer alten venetischen Rebsorte, aus der
vor allem frizzante (Perlwein oder mousseux), Schaumwein = Sekt
(spumante) und Grappa hergestellt wird. Wein daraus ist sehr
selten. Die Rebe heißt seit 2010 offiziell Glera, und der Begriff
Prosecco ist seitdem die Herkunftsbezeichnung für frizzante und
spumante aus Venetien und Friaul-Julisch-Venetien aus der Rebsorte
Glera.
Die Geschwister Carlo, Lucia und Roberto Paldin führen die Kellerei
Bosco del Merlo. Sie liegt im nördlichen Venetien, nahe der Dolomiten. Die Böden sind reich an schwerem kalkhaltigem Lehm, das
Klima durch den Einfuß der Adria gemäßigt.
Der Prosecco hat eine besonders schöne Perlage und eine klare,
feine Frucht mit Noten von Pfirsich und frischen Blüten. (02/14)

Prosecco Frizzante
7,90
BRÄNDE & LIKÖRE
Distillatori Nonino Pavia di Udine/ Venetien
Distilleria Fratelli Marolo Alba / Piemont
Die Noninos brennen bereits seit 1897, aber der großartige Ruf
des Hause geht auf Benito Nonino zurück: ein qualitätsbessener
und neugieriger Brenner. Er erfand zum Beispiel den Grappa aus
nur einer Rebsorte (Monovitigno), aber auch ÙE, ein Destillat aus
ganzen Trauben. Schale, Fruchtfleisch und Saft werden zusammen
gebrannt, es ensteht ein Traubenbrand mit den Merkmalen von
Weinbrand und Grappa gleichzeitig, aber mit wunderbarer
Fruchtigkeit.
Die Distillerie heißt eigentlich "Distilleria Santa Teresa dei Fratelli
Marolo", nach einem Fresko an der Außenwand. Paolo Marolo
begann erst in den 1970er Jahren mit dem Brennen, als er Lehrer
an der Weinbauschule in Alba war. Innerhalb weniger Jahre hat er
sich den Ruf verschafft, einer der besten Brenner des Piemonts zu
sein. Er brennt ganz überwiegend Grappa, und diesen nur aus
Trester seiner Heimat, meist von Spitzenweingütern. Die Etiketten
hat sein Freund Gianni Gallo entworfen. Inzwischen brennt Sohn
Lorenzo mit gleicher Begeisterung wie Paolo im Betrieb mit.
Grappa Friulano Monovitigno
Grappa Chardonnay Barrique
ÙE Monovitigno Fragiolino
ÙE Monovitigno Sauvignon
0,7 l
0,7 l
0,7 l
0,7 l
36,00
35,50
46,50
46,50
Grappa di Moscato
Grappa di Brunello
Grappa di Barolo 9 Anni
Hier gibt's viele Informationen: http://www.grappanonino.it/de/
0,7 l
0,7 l
0,7 l
Hier gibt's viele Informationen: http://www.marolo.com/
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 76
39,50
42,50
63,50
BRÄNDE & LIKÖRE
Marc vom Spätburgunder Holzfaß
Pfläumle
Williams-Christ-Birne
Kirschwasser
Mirabell
Sauerkirsch
Zibärtle - Wildpflaume
Jean-Paul Metté Ribeauvillé / Elsaß
Jean-Paul Metté zählte zu den bekanntesten Brennern des Elsaß
und seine Brennerei noch heute zu den Besten. Metté begann in
den 60er Jahren mit dem Brennen, und schnell waren seine
wunderbaren Qualitäten Legende. Er brannte handwerklich auf
höchstem Niveau und mit bewundernswerter Präzision. 1998 hat
er die Brennerei mitsamt seinem Wissen und seiner Philosophie an
seinen Patensohn Philippe Traber weitergegeben, der in seinem
Sinne weiterarbeitet: nur gesunde, reife Früchte werden im klassischen Verfahren doppelt gebrannt und vor dem Verkauf sorgfältig
gereift - Brände von gewohnt hoher Qualität!
Prunelle Sauvage (Wilde Schlehe)
Prunelle Sauvage (Wilde Schlehe)
Vieille Mirabelle (12jährige Mirabelle)
Vieille Mirabelle (12jährige Mirabelle)
Vieille Prune (holzfaßgereifte Pflaume)
Vieille Prune (holzfaßgereifte Pflaume)
Framboises Sauvage (Waldhimbeere)
Framboises Sauvage (Waldhimbeere)
0,7 l
0,35 l
0,7 l
0,35 l
0,7 l
0,35 l
0,7 l
0,35 l
Karl Holzapfel gehört zu den angesehensten Brennern Österreichs! Er hat eine eigens für ihn konstruierte Brennerei in den
ältesten Gebäudeteilen des Prandtauerhofes unter einem
mächtigen Kreuzrippengewölbe installiert. Beim Brennen arbeitet
er mit der gleichen Präzision wie bei der Weinbereitung. Die
Schnäpse werden aus 100% Frucht ohne jeglichen Zusatz im
traditionellen Doppelbrand (Rauh- und Feinbrand) gebrannt. Reife,
handverlesene Früchte werden dazu eingemaischt, Früchte wie
Marille und Kirsche werden von Hand entkernt. Dadurch gelingt
es Karl, die pure Frucht fast archaisch ins Glas zu bringen. Alle
Brände werden mit Jahrgang geliefert. Karl Holzapfel ist Mitglied
der angesehenen Brenner-Vereinigung Quinta Essentia.
47,00
25,00
47,00
25,00
47,00
25,00
59,00
29,00
Williamsbirne
Marille
Weichsel (Sauerkirsche)
Quitte
Schwarze Ribisl (Johannisbeere)
Hof Kröv / Mosel
Familie Klein hat an der Mosel ein altes Brennrecht; Vater Gerd ist
für die Destillerie zuständig. Die herrlich klaren Brände werden nur
in kleinen Mengen produziert und überzeugen mit präziser und
deutlicher Frucht.
Weinbergspfirsich-Likör
0,5 l
13,50
Williams-Christ-Birne
Mirabellenbrand
Quittenbrand
Weinbergspfirsich-Brand
Alte Hefe (8 Jahre faßgereift)
0,5 l
0,5 l
0,5 l
0,5 l
0,5 l
17,00
17,00
19,00
17,00
19,50
Olivin Tresterbrand
Alter Apfelbrand
Birnenbrand
Quittenbrand
Arndt Köbelin brennt seine kaisertühler Früchte und Trester selber
aus Leidenschaft (aus Hobby, wie er sagt) und lagert die
Tresterbrände teils im Holz. Besonders hervorzuheben ist der feine
Likör von der Wildsauerkirsche mit dezenter Süße, zartrassiger
Säure und einer wunderbaren Frucht!
12,80
Muskateller Tresterbrand
Gewürztraminer Tresterbrand
Spätburgunder Tresterbrand
0,35 l
0,35 l
0,5 l
12,80
12,80
14,80
34,00
25,00
24,00
27,00
Weiche, sanfte Aromen von Pflaumen und Tabak, Kaffee, Schokolade und Karamel zeichnen diese Brandy aus, der über viele Jahre
in 520-l-Eichenfässern im Solera-Verfahren reifte: aus der unteren
Reihe der Fässer wird etwa ein Drittel des fertig gereiften Brandy
abgefüllt. Diese teils geleerten Fässer werden mit jüngerem Brand
aus der nächsthöheren Reihe befüllt. Diese Vorgehensweise wird
wiederholt, bis die höchste Reihe leer ist und mit jungem Brand
nachgefüllt wird. Die ältesten Anteile dieses Brandys sind über 25
Jahre alt.
Weingut Arndt Köbelin
Eichstetten am Kaiserstuhl / Baden
0,35 l
0,5 l
0,5 l
0,5 l
0,5 l
Garvey Jerez de la Frontera / Andalusien
17,00
Wildsauerkirschlikör
42,00
48,00
45,00
61,00
58,00
Der Olivin-Trester ist wirklich fein und im Aroma vielschichtig Olivin läßt grüßen! Der Alte Apfel wird viele Jahre in kleinen
Fässern gereift und ist ein großartiger Gegenspieler des Calvados;
er ist angenehm rund und mild. Birne und Quitte haben eine
kräftige, klare, direkte Frucht.
Der Tresterbrand wurde aussschließlich aus den eigenen PinotNoir-Trestern der shelter winery vom befreundeten Brennmeister
Herbert Rösch in einem von ihm mitenwickelten Kupferbrenngerät
dreimal gebrannt. Es ist ein stoffiger Schnaps mit feinem PinotAroma, klarer "Frucht" und festem Nachhall.
0,35 l
0,5 l
0,5 l
0,5 l
0,5 l
0,35 l
Weingut Winkler-Hermaden
Kapfenstein / Steiermark
shelter winery Kenzingen / Baden
2008 Soul of Pinot Noir
17,50
17,50
18,50
21,00
21,00
23,00
25,50
Obstbrennerei Holzapfel Joching / Wachau
Weitere Metté-Brände auf Anfrage!
Weingut Staffelter
0,7 l
0,7 l
0,7 l
0,7 l
0,7 l
0,7 l
0,7 l
Brandy de Jerez 'Renacimiento'
Solera Gran Reserva
0,7 l
44,80
Eva's Distillery Llucmajor / Mallorca
Stefan Winterling, der Sproß des pfälzer Weingutes, betreut auf
Mallorca Weingüter - und brennt Gin! Die Basis ist wilder Wacholder aus den Dünen von Es Trenc, der dem Gin Würze und eine
leicht salzige Note verleiht. Außerdem sind über zwanzig Gewürze
und Früchte aus Mallorca beteiligt; die Zitronen sind noch etwas
grün, wenn sie verarbeitet werden. Das gibt ein besonderes Aroma. Pur zu genießen oder auch als erfrischendes Gin Tonic, ganz
einfach mit ein wenig Zitronenschale.
Obstbrennerei Tobias Burtsche
Ihringen am Kaiserstuhl / Baden
Die Brände der Familie Burtsche werden weitestgehend aus
eigenen Früchten gebrannt, die sie in Ihringen am Kaiserstuhl
anbauen. Tobias brennt im traditionellen Verfahren zweimal, was
eine besonders milde und feine Fruchtigkeit beschert. Die Brände
haben einen herrlich klaren Fruchtausdruck und Topqualität.
Hier gibt's viele Informationen: http://www.evasdistillery.com/
Mallorca Dry Gin 'Eva'
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 77
0,7 l
34,90
FEINKOST & ESSIGE & OLIVENÖL
Essigmanufaktur Alois
Gölles Riegersburg
Cesare Giaccone Abaretto / Piemont
Bei Alois Gölles finden nur die schönsten Früchte finden ihren
Weg ins Essigfaß. Sie werden schonend gemaischt und gepreßt,
der so gewonnene Saft (und nichts als der!) wird zu Obstwein
vergoren. Es entsteht Alkohol, der anschließend durch Essigbakterien zu Essigsäure umgewandelt wird.
Für die Balsamessige wird der Saft von steirischem Mostobe in
großen Kesseln so lange eingekocht, bis er die gewünschte Süße
erreicht (Methode Aceto Balsamico Tradizionale). Bei der mindestens achtjährigen Lagerung in Fässern verdunstet ständig Wasser.
Die Extrakte, Aroma- und Mineralstoffe, Fruchtsäuren und -zucker
werden immer konzentrierter. Der Essig wird immer geschmeidiger, weicher milder und runder, je länger er lagert.
Apfel-Essig
Marillen-Essig
Quitten-Essig
Himbeer-Essig
Tomaten-Essig
0,5 l
0,25 l
0,25 l
0,25 l
0,5 l
7,70
8,50
8,50
12,20
12,20
Balsam-Birnen-Essig
Balsam-Apfel-Essig
Weißer Balsam-Essig
0,25 l
0,25 l
0,5 l
14,50
17,50
12,20
Cesare Giaccone bereitet im Piemont gang, ganz hochwertige
rebsortenreine Weinessige, die ich nur mit einem staunenden
"Wie elegant" beschreiben kann! Wunderbare Frucht, klare Säurestruktur und eine unnachahmliche Frische sind die herausragenden Merkmale.
Aceto di Vino Moscato
Aceto di Vino Arneis
Aceto di Vino Barbera
Aceto di Vino Barolo
Zum Weingut Castellare di Castellina (siehe dort Chianti Classico
und andere) gehören 15 ha Olivenhaine. Aus den Erträgen gewinnt das Gut sein hervorragendes Olivenöl. Es wird aus den Olivensorten Frantoi, Pendolino, Ascolane und Moraiolo gewonnen.
Die Ernte wird umgehend verarbeitet, um Frische zu erhalten und
jeglicher Oxydation vorzubeugen. Das Ergebnis ist ein grünes Olivenöl mit goldenen Reflexen und angenehm cremiger Textur. Im
Aroma findet man Artischocke, Tomate und einen Hauch frisch
geschnittenes Gras. Die leichte Schärfe im zart pfeffrigen Abgang
weicht mit ein paar Monaten Reife einer aromatischen Würze.
Aus ausgewählten Weinen wird ein hervorragender Rotweinessig
hergestellt: mit schöner Frucht, aber nicht zuviel, mit frischer
Säure, aber sehr ausgewogen im Geschmack - perfekt zum hauseigenen Olivenöl, aber natürlich auch super mit anderen Ölen!
Der Weinessig aus Grünem Veltliner ist von wunderbare Frische
und Ausgewogenheit. Die Marmelade, aus handgepflückten und entsteinten Früchten hergestellt, ist von sensationeller Qualität!
0,5 l
250 g
9,80
6,80
Weingut Winkler-Hermaden Kapfenstein
Die Essige reifen bei Winkler-Hermaden weit weg vom Wein - die
Essigfäßchen stehen auf dem Hof (der Essig reift also im Holzfaß).
Die Quittenessenz wird aus konzentriertem Quittensaft und feinem Weinessig hergestellt - ein genialer "Balsamessig" mit tollem
Aroma!
Weinessig
Quittenessenz ("balsamischer Essig")
0,5 l
0,25 l
12,50
12,50
12,50
14,50
Poderi Castellare di Castellina
Castellina in Chianti
Weingut Holzapfel Joching
Weißweinessig
Wachauer Marillenmarmelade
0,25 l
0,25 l
0,25 l
0,25 l
'L'Olionovo' Olio Extra Vergine di Oliva 0,5 l
0,5 l
Aceto di Castellare - Rotweinessig
18,00
12,00
4,90
10,75
Aceteria Bellei Rovarino
Die Familie Bellei kann ihre Wurzeln in der Gegend von Modena
bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts zurückverfolgen. Heute verfügt sie über mehr als 3.000 Holzfässer, in denen die verschiedenen Essige reifen.
'Estensis Nobilitatis' ist ein ausgewogener Essig für den täglichen
Gebrauch, ausdrucksstark, mit feiner Säure und dezenter Süße,
während der viel ältere 'Rombo' deutlich mehr aromatische Tiefe
besitzt, insgesamt viel mehr Aroma mit eleganter Spannung zwischen herzhafter Süße und eleganter, gereifter Säure.
'Suite' ist zwar etwa gleich alt wie 'Rombo', aber ein Essig, der
mehr auf Süße und Cremigkeit angelegt ist und dessen Säure nur
sehr dezent auftritt: ein idealer Essig für dichte, dunkle Saucen.
Filotea Ancona / Marken
Aceto Balsamico di Modena
'Estensis Nobilitatis' - 5 Jahre
Aceto Balsamico di Modena
'Rombo' Invecchiato - 12 Jahre
Aceto Balsamico di Modena
'Suite' Invecchiato - 12 Jahre
0,25 l
8,50
0,25 l
18,90
0,25 l
15,80
Mir schmecken die traditionell gefertigten Nudeln von
Filotea besonders gut. Deshalb biete ich sie auch im
Geschäft an. Z. B.
Fettuccine agli Spinaci, Fettuccine, Linguine, Tagliolini,
Tagliatelle, Spaghetti, Pappardelle, Penne...
Je nach Sorte 250 g zwischen 3,50 und 4,90
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 78
FEINKOST & OLIVENÖLE
Marina Colonna
Pierre Etienne Beauvosin / Nyons
San Martino in Pensilis / Molise
Der Hinweis einer Freundin in Châteauneufdu-Pape hat mich in die kargen Berge hinter
Vaison-la-Romaine gelockt. In den Seitentälern der Rhône wird nämlich eines der besten
Olivenöle Frankreichs hergestellt: das Huile
d'olive de Nyons mit geschützter Herkunftsbezeichnung (= AOP). Hier, bei Pierre-Henri
Etienne, sollte es besonders gutes Öl geben.
Also bin ich hin.
Pierre Henri betreibt mit seinem Vater Obstund Olivenanbau. Ich kam gerade am Ende
der Kirsch- und Aprikosensaison dort vorbei.
So habe ich frisches Obst gekauft und alles,
was man in Gläsern oder Flaschen mitnehmen konnte, vor allem natürlich Olivenöl.
Wieder in Aachen angekommen, habe ich
alles in Ruhe verkostet und mit großem Vergnügen verspeist. In der Tat: die EtienneProdukte hatten alle einen außerordentlichen
Wohlgeschmack, und sie werden eben alle
auf einem kleinen Familienbetrieb produziert! Das Olivenöl ist das beste aus Nyons,
das ich je probiert habe.
Für das Olivenöl von Nyons wird nur eine
Olivensorte verwendet, die Tanche heißt. Die
Produktionsvorschriften besagen, daß die
Oliven im Zustand der Vollreife geerntet
werden und spätestens vier Tage nach der
Ernte verarbeitet sein müssen. So kommt es übrigens, daß es
echte schwarze Oliven aus Nyons gibt. Die meisten anderen
schwarzen Oliven werden nämlich gefärbt!
Das Landgut der Fürstin Marina Colonna bei
Termoli in der Molise, südöstlich der Toskana gelegen, umfaßt 320 ha, von denen
rund 70 mit Olivenbäumen bepflanzt sind.
13 Olivensorten pflegt sie, darunter auch
solche, die sie aus anderen Regionen "importiert" hat. Alle diese Sorten sind im
"normalen" Extra Vergine enthalten. Es ist
ein wunderbar cremiges Öl mit schönem
Mundgefühl und frischen Aromen wie
Äpfel, ein Hauch Zitrus, dezent auch frisches
Gras, das am Ende ganz zarte pfeffrige
Noten zeigt.
Das Öl mit der geschützten Herkunftsbezeichnung (= DOP) Molise, quasi ein "Grand
Cru", wird statutengemäß aus den Sorten
Leccino und Gentile di Larino gewonnen.
Das intensiv-aromatische Öl hat eine wunderbare Frische, dazu eine zart pikante, angenehme Schärfe und feine Pfeffertöne, es
ist fast ein bißchen "süß" und zeigt schöne
Noten von Mandeln.
Ihr Klick zum Landgut: http://www.marinacolonna.it/
Olio Extra Vergine di Oliva
0,75 l
Olio Extra Vergine di Oliva DOP Molise 0,75 l
18,00
19,00
Provence Tradition Avignon / Provence
"Provence Tradition" ist eine Gesellschaft, die seit über 25 Jahren vor
allem die vielfältigen aromatischen
Kräuter der Provence zusammenträgt und vertreibt. Direktor Vincent
Mignerat ist ganz begeistert von den
köstlichen Düften und Wohlgeschmäckern seiner Heimat.
Alle Prokukte stammen zu 100%
aus der Provence. Für Kräuter unterhält die Gesellschaft eine Sammelund Verarbeitungsstelle in Aix-enProvence.
Ich finde die Qualität der getrockneten Kräuter phantastisch. Sie
duften wunderbar und würzen die Gerichte mit ihren betörenden
typischen Aromen. Die Kräuter gibt es in schönen kleinen Dosen
oder in preiswerteren, aber ebenfalls sehr netten "Briefen" als
nachfüllpackung
Köstlich zum Würzen von gebratenem Fisch oder Fleisch ist das
Fleur de Sel, parfümiert mit Piment aus dem baskischen Espelette.
Die confits sind eine Art würzige Gemüsepürrés. Man kann sie wie
Bruschetta auf gegrilltem Baguette genießen oder in kleinen
Mengen zum Würzen und Aromatisieren von Fisch oder Fleisch
benutzen.
In dieser kargen Landschaft wachsen Pierre-Henris Olivenbäume.
Pierre-Henri erntet oft erst im Januar oder Februar, und die Oliven
sind der Qualität wegen grundsätzlich wenige Stunden später auf
der Mühle. Das Öl wird filtriert, in Edelstahlbehältern eingelagert
und nach Bedarf abgefüllt.
Das Öl hat eine wunderbar cremige Textur und ist reich an schönen Aromen wie Artischocken, Tomate und Mandeln. Dank der
hohen Reife der Oliven ist das Öl angenehm mild und hat keine
pfeffrige Schärfe. Wunderbar schmeckt es auf frischem Weißbrot
mit feinem fleur de sel. Aber es ist natürlich ideal für Salate, auch
zum Würzen von Fisch und Gemüsen.
Die Tapenade ist besonders gut, weil die verarbeiteten Oliven
klasse sind! Die Marmeladen mögen beim ersten Probieren etwas
süß erscheinen. Ihren Wohlgeschmack entfalten sie aber erst
richtig, wenn man sie nur dünn (!) auf's Brötchen gibt. Dann
schmeckt man die herrlichen Früchte aus der wilden Bergwelt der
Voralpen!
Romarin de Provence (Rosmarin)
Brief 30 g / Dose 35 g
Brief 30 g / Dose 30 g
Origan de Provence (Oregano)
Brief 30 g / Dose 30 g
Thym de Provence (Thymian)
Brief 18 g / Dose 25 g
Basilic de Provence (Basilikum)
Brief 16 g
Bouquet garni de Provence (Kräutersträußchen)
Brief 7 g
Laurier de Provence (Lorbeerblätter)
Brief 30 g / Dose 30 g
Herbes de Provence (Kräutermischung)
Brief 20 g / Dose 15 g
Lavande de Provence (Lavendel)
Preise zwischen 3,95 und 5,25
Fleur de Sel de Camargue
au Piment d'Espelette
Confit de Tomates, Thym et Romarin
Confit de Poivrons au Romarin
Confit aux Aubergines
125 g
110 g
120 g
90 g
(Tomate mit Thymian und Rosmarin/Paprika mit Rosmarin/
Auberginen. Auf Toast, zum Käse, zu Grilladen oder Fisch)
9,50
5,50
5,50
5,50
Huile d'olive de Nyons AOP
Vierge Extra -pression à froid-
0,75 l
19,50
Tapenade Noire
Confiture de Reineclaude
Confiture de Quetsche
90 g
350 g
350 g
4,80
5,80
5,80
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 79
FEINKOST
Duca Carlo Guarini Scorrano / Apulien
Die alte Familie Guarini besitzt ein 700-ha-Landgut im südlichsten
Italien, nahe Lecce. Ich weiß nicht, wie sie es schaffen, aber ihre
Produkte sind von außerordentlichem Wohlgeschmack: erstklassige schwarze Oliven ohne Stein, sagenhaft fruchtige passierte
Kirschtomaten mit wunderbar würzigem Aroma....
Passata di Pomodoro ciliegnio
Olive Cellina Denocciolate
750 g
5,50
(entsteinte schwarze Oliven in Olivenöl)
180 g
7,25
Le Saunier de Camargue
Aigues Mortes / Camargue
Normalerweise ist auch Fleur de Sel aus der Camargue vorrätig.
EAI Chiaramonte Gulfi / Sizilien
Hinter dem Kürzel EAI verbirgt sich "Eccellenze Alimantari Italiane". Die EAI trägt Spitzen-Lebensmittel aus Italien zusammen,
vorwiegend aus Sizilien. Die herrlich fruchtigen Bruschette genießt
man auf Baguette, ich esse die vollaromatischen halbgetrockneten
Kirschtomaten in Olivenöl gerne zum tollen Thun....
Bruschetta Melanzane (mit Aubergine)
Bruschetta Pomodoro Secco
190 g
190 g
4,50
4,50
190 g
500 g
6,50
4,50
300 g
11,50
300 g
(saftiges Bauchfleisch vom Thun aus der sizilian. See)
13,50
(mit sonnengetrockneten Tomaten)
Halbgetrocknete Kirschtomaten
Pomodori Pelati
(ganze geschälte Tomaten, nur im eigenen Saft)
Filetti di Tonno Alalunga
(Filet vom weißen Thun aus der sizilianischen See)
Ventresca di Tonnetto
Metzgerei Klaus
Ein Freund hat mir geschrieben:
"Lieber Wolfgang, nächstes Mal
musst Du in Deine Werbung den
Hinweis aufnehmen, dass Du den
Saumagen des Metzgers verkaufst,
der schon in den 80er Jahren den
Deidesheimer Hof beliefert hat, in
dem Helmut Kohl seinen Staatsgästen Saumagen servieren ließ, unter
anderem dem früheren spanischen
König Juan Carlos.
Beim Verzehr des Hambel-Saumagens wird ja das herrlich wohlige
Gefühl der Bonn-Oggersheimer Republik gewissermaßen mitgegessen."
Blut- und Leberwurst sprechen für sich, Schwartenmagen wird aus
grob gewürfeltem, magerem Schweinefleisch hergestellt und
ähnelt dem burgundischen jambon persillé, aber eben ohne
Petersilie. Die Bratwurst ist die Füllung ohne Pelle. Der Pfälzer ist
sie kalt zum Brot, man kann sie aber auch braten. Der Pfälzer Saumagen ist ja nun echt eine bekannte Spezialität! Man schneidet
den Saumagen in Scheiben und brät ihn peu à peu in guter Butter. In der Pfalz gehört dazu "Schwarzbrot" und Weinkraut.
La Chikolodenn Carantec / Nordbretagne
La Chikolodenn ist eine handwerklich arbeitende conserverie im
Nord-Finistère. Bester Fisch und feine bretonische Rezepturen liegen den Produkten zugrunde. Als Apéritif auf Toast.
Rillettes de Sardines (mit Gurke und Kapern)
Rillettes de Rouget (mit wildem Fenchel)
100 g
100 g
Hambel Wachenheim / Pfalz
5,90
6,90
La Gondola Matosinhos / Portugal
Pfälzer Leberwurst ........... 200 g 2,70 ... 400 g
Pfälzer Blutwurst .............. 200 g 2,70 ... 400 g
Pfälzer Schwartenmagen . 200 g 2,90 ... 400 g
Pfälzer Bratwurst ............. 200 g 3,20 ... 400 g
Bierwurst ......................... 200 g 3,20
Pfälzer Saumagen ................... .......... .... 400 g
Fábrica de Conservas La Gondola ist eine der ältesten und angesehensten Fischkonservenfabriken Portugals und Mitglied der
Genossenschaft Propeixe. Die Verarbeitung der fangfrischen
Fische erfolgt umgehend, und die Dosen werden sorgfältig von
Hand befüllt. Die geöffneten Dosen sind eine Augenweide, und
der Inhalt äußerst schmackhaft! Die Sardinen sind ausgenommen
und kommen natürlich ohne Kopf und Schwanz in die Dose.
4,50
4,50
4,90
5,30
5,60
Hier ist nicht immer alle Feinkost aufgelistet.
Weitere Produkte finden Sie im Geschäft.
Sardinhas 'Petingas'/Sardinen in Olivenöl 118 g 4,25
Filetes de Cavala/Makrelenfilets in Olivenöl 118 g 4,25
TRAUBENSAFT
Weingut Staffelter
Hof Kröv / Mosel
Wenn die Erntemenge es erlaubt, erzeugt Jan Klein einen wunderbar fruchtigen Traubensaft, der eine angenehm zurückhaltende
Süße hat. Der ideale "Kinderwein"!
Bio-Traubensaft
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 80
0,75 l
3,50
RIEDEL - WEINGLÄSER
The Wine Glass Company Riedel Kufstein
Ich behaupte: RIEDEL fertigt die allerbesten Weingläser im Sinne der
perfekten Abbildung eines Weines. In den jeweils für einen Weintyp
konzipierten Größen kommen die vorgesehenen Weine in der Tat
am besten zur Geltung. Allerdings sind auch Weinfehler in diesen
Gläsern am besten erkennbar. Alle "Nachbauten" sind den RiedelGläsern im direkten Vergleich unterlegen. Die "Plagiate" bedienen
sich zwar oftmals der von Riedel entwickelten Form, nicht jedoch
der tatsächlichen Materialqualität des Glases! Jedem, der seine
Gläser von Hand spült, fällt der Unterschied sofort auf. Die hochwertige Oberfläche der Riedel-Gläser verhält sich völlig anders als
die anderer Gläser und hat auch eine andere Haptik.
Die Familie Riedel läßt sich bis ins Jahr 1678 zurückverfolgen.
Johann Christoph Riedel war Glashändler in Böhmen. Sein Sohn
führte das Geschäft weiter und war Glasmaler und Vergolder. Die
folgenden Generationen handelten weiter mit Glas, begannen aber
auch die Glasproduktion. Die Wirren des Zweiten Weltkrieges "verschlagen" die Familie Riedel ins österreichische Tirol, nach Kufstein.
Dort übernimmt sie die marode Tiroler Glashütte und gründet das
moderne Unternehmen Riedel.
Claus Riedel (9. Generation) erkannte als erster in der Glasgeschichte den Einfluß der Form des Glases auf die geschmackliche Wahrnehmung von Wein: er entdeckte, daß derselbe Wein aus verschiedenen Gläsern unterschiedlich schmeckt und daß dafür das Zusammenspiel von Form, Größe und Mundranddurchmesser eines Glases
verantwortlich ist. Daraus ergibt sich, daß der Inhalt die Form
bedingt und die Sortentypizität der Reben nach unterschiedlichen
Formen und Inhalten verlangt, in denen ihre Botschaften optimal zur
Geltung kommen.
Die verschiedenen Glasserien beinhalten zum Teil unterschiedliche
Größen. Die Glastypen sind nicht in allen Serien identisch. Zum
Beispiel ist Hermitage-Sommeliers perfekt für reine Syrahweine von
der Nordrhône, manche sehr körperreiche südfranzösische Weine
sind aber im Syrah-Vinum besser aufgehoben. Die Form des "SyrahGlases" ist in Sommeliers und Vinum jeweils sehr unterschiedlich.
Ich persönlich finde, daß man die Serien auf dem schön gedeckten
Tisch durchaus mischen kann, wenn der servierte Wein das erfordert.
Der private Weinliebhaber wird sich die Kollektion seiner Gläser
nach seinen Lieblingsweinen auswählen, denn man muß ganz sicher
nicht alle Gläser einer Serie haben, um gut ausgerüstet zu sein. In
der Regel ist man mit vier oder fünf Größen hervorragend aufgestellt!
Sie verkosten übrigens auf den Weinproben bei WEIN-KERN ausschließlich mit Riedel-Gläsern (Riesling Grand Cru-Vinum, das ist ein
gutes Allround- und Kostglas)! Ich finde, daß Sie gute Weine bei mir
verkosten, also bekommen Sie auch ein gutes Glas!
Sollten Sie einmal einen Test machen wollen, ob Ihr eigenes NichtRiedel-Glas einem Glas von Riedel überlegen ist, lade ich Sie herzlich
ein, diesen Vergleich bei mir durchzuführen.
Ich berate Sie gerne persönlich
bei allen Fragen rund um's Glas!
Auf Bestellung sind ALLE Produkte von RIEDEL lieferbar!
Die Serie SOMMELIERS ist das Flaggschiff von Riedel. Sie wurde zu
Beginn der 1970er Jahre entwickelt. Der Entwurf für das links
abgebildete Glas "Burgunder Grand Cru" geht auf das Jahr 1958
zurück und ist seit 1973 im New Yorker Museum of Modern Art
ausgestellt. Es gesellten sich immer mehr Gläser dazu, und 1973
ging die Serie Sommeliers mit zehn Größen in Produktion.
Sommeliers wird in aufwendigen Verfahren und vielen Arbeitsschritten aus Bleikristall mundgeblasen und in Handarbeit hergestellt. Das Glas ist sehr dünnwandig, aber in sich elastisch. Das verringert die Bruchgefahr. Sommerliers hat eine wunderbare, fast
samtige Haptik und ist auch geschmacklich der Star unter allen
Weingläsern.
Burgunder Grand Cru
Bordeaux Grand Cru
Hermitage
Tinto Reserva
Riesling Grand Cru
Grüner Veltliner grüner Stiel
Chablis/Chardonnay - Reifer Bordeaux
Montrachet
Loire
Jahrgangschampagner
Vintage Port
Sherry
Sauternes
Wasser
72,00
72,00
62,00
62,00
53,00
62,00
53,00
53,00
53,00
53,00
53,00
53,00
53,00
53,00
Hinweis: aus dieser Serie sind nicht immer alle Größen vorrätig
und müssen möglicherweise bestellt werden.
Fortsetzung nächste Seite
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 81
RIEDEL - WEINGLÄSER
1986 brachte Riedel die Serie VINUM auf den Markt. Die Serie ist eng
an Sommeliers angelehnt und wird aus dem gleichen hochwertigen
Kristallglas gefertigt. Allerdings werden diese Gläser nicht mundgeblasen, sondern maschinell gefertigt. Sie haben nicht ganz die bestechende Eleganz von Sommeliers, sind aber auch geschmacklich
von untadeliger Güte und deutlich preisgünstiger. Bild unten links.
Riesling Grand Cru *
Chablis / Chardonnay *
Montrachet
Sauvignon Blanc
Bordeaux *
Brunello di Montalcino
Tempranillo
Syrah
Burgunder
Port
Grappa
Cuvée Prestige (Sekt, Champagner)
Gourmet Glas
Wasser
19,50
19,50
19,50
19,50
19,50
19,50
19,50
19,50
19,50
19,50
19,50
19,50
9,75
9,75
Die Serie VINUM XL wurde 2009 entwickelt und ergänzt Vinum um
Größen speziell für gehaltvolle Weine. Beide Serien ergänzen sich
untereinander gut. Bild unten rechts.
Riesling Grand Cru *
Pinot Noir *
Syrah *
Cabernet Sauvignon *
22,00
22,00
22,00
22,00
Maximilian Riedel (11. Generation) stellte seinen Chefingenieur Franz
Schmid und sein hochqualifiziertes Team im Werk Weiden vor die
schwierige Aufgabe, die zartesten und leichtesten Gläser aus
maschinengeblasenem Bleikristall herzustellen, die es jemals gegeben
hat. Das Ergebnis überzeugt absolut! Die Gläser sind etwa 15%
größer als Vinum, aber 25 Prozent leichter und viel dünnwandiger.
Sie sind trotzdem spülmaschinenfest und bruchsicher und sie eignen
sich daher perfekt für den täglichen Gebrauch zu Hause. Riedel
beschreibt Veritas als Glasserie, "die den Charme handgefertigter
Gläser mit der Präzision, die nur eine Maschine möglich macht,
vereint." Die Serie geht im September 2014 an den Start.
Veritas ist eine echt klasse neue Serie. Sie vereint die Alltagstauglichkeit von Vinum mit der Eleganz von Sommeliers. Lassen Sie sich
von den Glas-Bezeichnungen nicht verwirren! Ich berate Sie gerne
bei der Auswahl! Drei Größen im Bild oben.
Cabernet / Merlot
New World Shiraz
Old World Shiraz
New World Pinot Noir
Old World Pinot Noir
Riesling
Chardonnay
Viognier / Chardonnay
Champagne Glass
Die Serie ohne Stiel wurde 2004 entwickelt. Ich empfehle sie als Glas
für Wasser, aber auch für die Party und vor allem das Picknick.
Riesling / Sauvignon
Viognier / Chardonnay **
Cabernet / Merlot **
DECANTER (Bleikristall maschinengefertigt)
Decanter Cabernet
Decanter Cabernet Magnum
DECANTER (Bleikristall mundgeblasen)
Decanter Vinum
Decanter Amadeo
Decanter Swan Bild rechts
9,50
9,50
9,50
29,00
48,00
115,00
225,00
225,00
* Angebot: 4 kaufen, aber nur 3 bezahlen!
** Angebot: 8 kaufen, aber nur 6 bezahlen!
Legende:  WEISSWEIN  BLANC DE NOIR  ROSÉ  ROTWEIN  EDELSÜSS  SCHAUMWEIN
Seite 82
24,00
24,00
24,00
24,00
24,00
24,00
24,00
24,00
24,00
GÜDE - MESSER
Güde Solingen
Die handwerklich hergestellten und qualitativ besonders hochwertigen Messer der Solinger Manufaktur Güde bereichern seit Neuestem mein Sortiment. Natürlich hat das damit zu tun, daß Essen und
Trinken zusammengehören und damit auch das Werkzeug zur Speisenbereitung dazu gehört - was ja auch für Le Creuset zutrifft. Mich
fasziniert aber vor allem die hohe Qualität dieser Messer, die selbstverständlich ihren festen Platz in meiner eigenen Küche haben. Ich
liebe jedes Einzelne, und selbst das sorgfältige Schleifen macht mir
echte Freude. Ich habe diese Messer genauso gerne in der Hand wie
ein perfektes Weinglas von Riedel. Und da man diese Messer nicht
an jeder Ecke kaufen kann, habe ich mich entschlossen, in Aachen
Ihr Ansprechpartner für Güde-Messer zu sein.
Solingen, am Rande des Bergischen Landes gelegen, ist das Zentrum
der deutschen Klingen- und Messerindustrie. Sie trägt sogar den
Namenszusatz "Klingenstadt". Immerhin etablierte sich schon im
ausgehenden Mittelalter die Zunft der Waffen- und Messerschmiede
hier. Wichtige Gründe für die Ansiedelung der Klingenschmiede
waren die vielen Wasserläufe, die die entscheidende Energie lieferten, und die Nähe zur damals schon bedeutenden Handelsstadt
Köln.
Als Karl Güde seine Manufaktur 1910 gründete, gab es rund 9.000
Handwerksbetriebe in und um Solingen, die Schneidwaren produzierten. Von Anfang an wurden bei Güde aus einem Stück Stahl im
Gesenk geschmiedete Messer von Hand geschliffen, mit Griffen versehen und von Hand abgezogen. Das ist die hohe Kunst der
Messerschmiede und die Grundlage für die hohe Qualität der GüdeMesser.
Franz Güde, der Sohn des Gründers, erfand in den 1940er Jahren
den "Güde-Wellenschliff", einen Wellenschliff mit spitzen Zähnen.
Dieser erhöht die Schneidfähigkeit und Schnitthaltigkeit von Brotmessern deutlich. Die Zähne dieses Schliffs machen das große "Brotmesser Franz Güde" zu einem archaischen, aber äußerst wirkungsvollen Werkzeug. Ich benutze es mit seiner wirkungsvollen 32-cmKlinge sowohl zu Hause als auch im Betrieb. Es schneidet große,
kräftige, dunkel gebackene Brotlaibe ebenso mühelos und präzise
wie ein Butter-Croissant, das nämlich auch nicht gequetscht, sondern schonend geschnitten werden möchte.
Güde-Messer mit ihrer perfekten Balance und den wunderbaren
Materialien nimmt man gerne zur Hand. Fotos (3): Güde
Die Messerschmiede Güde zählt zu den Besten in Deutschland und
auch in Europa. Es ist eine kleine und feine Manufaktur in Solingen,
in der geschmiedete Messer in kleiner Stückzahl von Hand produziert werden. Sie wurde 1910 gegründet und ist seitdem in Familienbesitz. Heute leitet sie Dr. Karl Peter Born in vierter Generation.
Die großen Brotmesser sind schon geschmiedet. Aber die Olivenholzgriffe müssen noch angepaßt, genietet und poliert werden.
Hier wird ein Messer von Hand geschliffen - mit stiebenden Funken.
Die herausragenden Merkmale der Güde-Messer sind ihre perfekte
Schärfe - ich sage immer: ein Messer, das nicht wirklich scharf ist, ist
so wertlos wie eine Uhr, die nicht präzise geht -, also die hohe
Schneidfähigkeit, und die lange Schnitthaltigkeit. Diese hängt
natürlich von der Materialqualität ab, aber auch vom Schneidegut,
der Messerhaltung und -handhabung, zum Beispiel ziehender oder
drückender Schnitt.
Das Güde-Sortiment umfaßt die klassischen Messertypen wie Schäl-,
Gemüse-, Spick-, Ausbein-, Filier-, Koch- und Schinkenmesser und
mehr, natürlich auch Brot- und Käsemesser, alles auch in unterschiedlichen Klingenlängen. Dazu kommen noch besondere Formen
wie Kräutermesser, asiatische Messerformen, Wetzstähle und andere. Und die Messer gibt es in unterschiedlichen Serien, in verschiedenen Designs bis hin zu damaszierten Messern.
Ich habe eine Auswahl der wichtigsten Messer vorrätig. Was nicht
da ist, wird bestellt und schnell geliefert. Wichtig ist natürlich auch,
daß ich Sie vor dem Messerkauf gerne berate. Auch zum Thema
Schleifen gebe ich Ihnen auf Wunsch Hilfestellung.
Wegen der Vielfalt der Messer kann ich hier keine Preisliste veröffentlichen. Seien Sie aber sicher, daß die Preise in klassischer WEINKERN-Manier fair und korrekt sind. Auf Anfrage nenne ich Ihnen
natürlich jeden Preis zu jedem Produkt sofort.
Ihr Klick zur Manufaktur: http://www.guede-solingen.de/
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LE CREUSET - SCREWPULL
Le Creuset Kirchheim / Teck
Seit 1992 besitzt Le Creuset die Marke Screwpull. Die berühmten
Screwpull-Korkenzieher haben alle eines gemeinsam: sie helfen, mit
geringstem Kraftaufwand den Korken unkompliziert aus der Flasche
zu ziehen und überzeugen mit ihrem Design.
Das Original genießt fast Kultstatus - es ist DER Korkenzieher.
Schlichte Formgebung, zeitloses Design und pure Funktionalität
zeichnet den klassischen Korkenzieher aus. Wie alle Korkenzieher
von Le Creuset reduziert er den Kraftaufwand beim Korkenziehen
auf das denkbare Minimum. Dazu gehört natürlich der praktische
Kapselschneider, der die Kapselkappe sauber abtrennt.
Design trifft Funktion. Der Begriff Leverpull steht für spektakuläre
Innovation, gepaart mit futuristischem Design. Dieser Korkenzieher
ermöglicht besonders elegantes Öffnen der Flasche ohne Drehen: er
wird auf die Flasche aufgesetzt und öffnet sie mittels Hebelkraft.
Le Creuset ist noch mehr: eine Reihe weiterter Korkenzieher und
Kellnermesser, Sekt- und Champagnerflaschen-Öffner, aktive Weinkühler...
Schauen Sie sich alles bei mir im Geschäft an und lassen Sie sich
inspirieren. Im Le Creuset-Regal finden Sie auch immer ein schönes
Geschenk für Weinfreunde.
Der klassische Screwpull; hilfreicher Sekt-Star; Technik pur: der Leverpull; die Spirale vom "Activball" ist zweigeteilt. Fotos (6): Le Creuset
Der Name Le Creuset läßt die Augen von Amateur- und Profiköchen
aufleuchten: er steht für das ultimative gußeiserne Kochgeschirr!
1925 wurde Le Creuset von zwei Belgiern in Fresnoy-le-Grand in der
Picardie in Nordfrankreich gegründet. 1988 kaufte Paul van Zuydam
Le Creuset und wurde alleiniger Eigentümer. Er erwarb 1992 auch
die Firma Allen International, ein Unternehmen für Weinaccessoires
unter der Marke Screwpull - siehe oben!
Gußeisen ist zum Kochen ein wunderbares Material. Es heizt sich
gut auf, und die Hitze wird im gesamten Geschirr gleichmäßig
verteilt. Weil das Material die Hitze gut hält, benötigt man nur recht
niedere Temperatureinstellungen.
Gußeiserne Bräter und Pfannen von Le Creuset werden zweimal
emailliert. Man kann in ihnen hervorragend anbraten und braten.
Für kurzgebratene Fleischstücke, Fisch, Gemüse und mehr sind die
Pfannen in verschiedenen Größen und Höhen ideal. Die Bräter groß oder klein, rund oder oval - eignen sich perfekt für Schmorgerichte. Klassiker wie bœuf bourguignon oder coq au vin gelingen
darin wunderbar. Übrigens sind die Gerätschaften für alle Herdarten
inclusive Induktion geeignet.
Auch die gußeiserne Tagine, die Produkte aus der Poterie, die antihaftbeschichteten Back- und Bratformen und vieles mehr sind interessant. Le Creuset bietet für viele Bereiche hervorragende und
nützliche Produkte.
Ich bin ein echter Le Creuset-Fan. Schon seit Jahrzehnten benutze
Pfannen, Bräter und andere Sachen mit viel Freude. Mir gefällt, daß
die Produkte schön und gut sind. Das hat mich veranlaßt, Le Creuset
in mein Sortiment aufzunehmen und Ihnen anzubieten. Schauen Sie
sich Le Creuset doch bei mir im Geschäft an! Natürlich berate ich Sie
gerne. Ist Ihr Wunschprodukt nicht vorrätig, wird es schnell bestellt.
Ihr Klick zu Le Creuset: http://www.lecreuset.de/
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LIEFERBEDINGUNGEN
Die Preise verstehen sich in Euro inclusive Mehrwertsteuer, Glas und Verpackung pro 0,75-l-Flasche, wenn keine
andere Größe angegeben ist.
Den Literpreis eines Weines ermitteln Sie, in dem Sie wie folgt rechnen:
0,75-Liter-Flasche: Flaschenpreis dividiert durch 3, dann multipliziert mit 4
1,50-Liter-Flasche: Flaschenpreis dividiert durch 3, dann multipliziert mit 2
0,375-Liter-Flasche: Flaschenpreis dividiert durch 3, dann multipliziert mit 8.
Irrtum und Zwischenverkauf vorbehalten. Alle Rechnungen sind innerhalb acht Tagen netto zahlbar. Es gilt der
übliche Eigentumsvorbehalt.
Ihre Bestellung bei mir ist per Telefon, eMail oder Post möglich.
Öffnungszeiten für den persönlichen Einkauf:
Dienstag bis Freitag von 14 bis 19 Uhr (Donnerstag bis 20 Uhr),
Samstag von 10 bis 14 Uhr,
außerdem gerne nach telefonischer Absprache.
Lieferservice im Raum Aachen:
In Aachen und Umgebung stelle ich ab 24 Flaschen kostenfrei zu, in den Kreisen Heinsberg und Düren ab 36
Flaschen; darunter Frei-Haus-Zustellung gegen 8,90 Euro Gebühr.
Bundesweiter Versand:
Ab 36 Flaschen liefere ich kostenfrei; darunter liefere gegen Berechnung von 8,90 Euro Frachtkostenanteil pro
Sendung. Der Versand innerhalb Deutschlands erfolgt per Post oder Spedition. Bei unbekannten Kunden liefere
ich in der Regel gegen Vorauskasse oder Bankeinzug.
Versand ins Ausland:
Versandkosten auf Anfrage.
Präsentdienst:
Ich kümmere mich um Ihre Weinpräsente: verschiedenste Geschenkverpackungen sind vorrätig, und jede InhaltsSortierung ist möglich. Mein Geschenk- und Versand-Service zu jedem Anlaß funktioniert schnell, zuverlässig
und preisgünstig. Ihre Grußkarte wird auf Wunsch beigelegt. Die Rechnung wird korrekt nach steuerlichen
Gesichtspunkten erstellt.
Weinproben
Weinproben finden wöchentlich donnerstags bis samstags statt, oftmals sind die Winzer persönlich dabei,
Termine und Themen finden Sie auf www.wein-kern.de. Die Weinproben sind normalerweise gratis, eine
Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Seele and Geist
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