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Bedienungsanleitung - DRUCK & TEMPERATUR Leitenberger GmbH

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Multifunktionaler Prozess-Kalibrator B-20
Bedienungs-Anleitung
Bedienungs-Anleitung
für
Multifunktionaler Prozess-Kalibrator
Typ B-20
DRUCK & TEMPERATUR Leitenberger GmbH
Bahnhofstr. 33 C D-72138 Kirchentellinsfurt C Germany
Tel.: 0 71 21 - 9 09 20 - 0 C Fax: 0 71 21 - 9 09 20 - 99
E-Mail: DT-Info@Leitenberger.de C http://www.druck-temperatur.de
Technische Änderungen vorbehalten. Freibleibend C (Rel. 051128)
B-20
Multifunktionaler Prozess-Kalibrator B-20
Bedienungs-Anleitung
B-20
Multifunktionaler Prozess-Kalibrator B-20
Das Miniatur-Kalibrierlabor zum Testen elektronischer und pneumatischer Prozessinstrumente vor Ort.
Misst und simuliert
• Druck und Vakuum mit Handpumpe und Feineinstellung (von ±50 mbar bis -1/+21 bar)
• Drücke bis 700 bar mit optionalem externen Referenz-Drucksensor (sep. Handpumpe erforderl.)
• Elektrische Größen (mA, V)
• Thermische Größen (Widerstandsthermometer & Thermoelemente)
• Frequenz (nur Messen)
RS232-Schnittstelle und PC-Software “EasyLink” inklusive.
Wichtiger Hinweis zur eigensicheren Ausführung Typ
B-20-IS
mit Zulassung ATEX EX II 2 G EEx ib IIC T4
Die Bedienung ist grunsätzlich gleich wie bei Typ B-20, jedoch mit
einigen Änderungen, die der originalen englischsprachigen Anleitung,
die dem Typ B-20-IS beigefügt ist, zu entnehmen ist.
Das Netzteil ist bei diesem Typ nicht eingebaut sondern extern.
Es steht jeweils nur 1 Kanal für die Strom- und Spannungsausgabe zur Verfügung.
• WARNUNG: das Gerät darf nur mit einem leicht feuchten oder
antistatischem Tuch gereinigt werden, um statische Aufladungen zu vermeiden.
• WARNUNG: Laden der Batterie in eigensicherer Umgebung nur mit
lmax = 250 mA
• WARNUNG: Wenn der Kalibrator B-20-IS im Ausgabemodus verwendet wird
(Geben bzw. Simulieren von Strom/Spannung/Thermische Größen)
dürfen die am Anschluss OUT+Ps angeschlossenen Systeme nicht mit
anderen Quellen verbunden sein.
Der Typ B-20-IS wird mit aufladbarer Batterie versorgt:
Spannung:
12 V
Kapazität:
1,9 Ah
Max. Ladestrom:
250 mA
Umgebungstemperatur: 0...50/C
Der Kalibrator B-20-IS darf in der Ex-Zone nur an eigensichere Systeme nach EN 50014 und EN 50020
angeschlossen werden, mit folgenden Daten:
Eingangs-Parameter (Messen):
Ui # 30 V
Ii # 215 mA
Pi # 1 W
Ci = 0
Li = 0 (vernachlässigbar)
Ausgangs-Paramter (Simulation):
Uo = 25,2 V
Io = 84,2 mA
Po = 0,7 W
Co # 155 nF
Lo # 4,6 mH
DRUCK & TEMPERATUR Leitenberger GmbH
Bahnhofstr. 33 C D-72138 Kirchentellinsfurt C Germany
Tel.: 0 71 21 - 9 09 20 - 0 C Fax: 0 71 21 - 9 09 20 - 99
E-Mail: DT-Info@Leitenberger.de C http://www.druck-temperatur.de
Technische Änderungen vorbehalten. Freibleibend C (Rel. 051128)
INHALTSVERZEICHNIS
KAPITEL
Abschnitte
Unter-Abschnitte
Seite
1. EINLEITUNG .......................................................................................................... 3
2. BEDIENUNG .......................................................................................................... 4
2.1 Stromversorgung .......................................................................... 4
2.1.1 Netzbetrieb ..................................................... 4
2.1.2 Batteriebetrieb .................................................4
2.1.3 Batterieaufladung ............................................ 4
2.2 Einschalten des Kalibrators ............................................................5
2.3 Kalibrator Setup ........................................................................... 6
2.3.1 Wahl der Ursprungsgrössen REF/ANZ/AUX .........8
2.3.2 Wahl der Masseinheiten .................................10
2.3.3 Setup der Messbereiche .................................10
2.3.4 Setup der ANZ/REF Kennlinie ......................... 11
2.3.5 Setup der Fehlergrenze .................................. 11
2.3.6 Setup des Kalibrator-Setups ........................... 11
2.4 Durchführung von Kalibrierungen ..................................................13
2.4.1 Eingabe von Daten über die Tastatur .............. 13
2.4.2 Erzeugung von Druck oder Vakuum ................ 14
2.4.3 Messung von Druck oder Vakuum .................. 14
2.4.4 Spannungs- oder Frequenzmessungen ............. 16
2.4.5 Strommessungen ...........................................16
2.4.6 Simulation elektrischer Signale ....................... 16
2.4.7 Niederspannung und TE messen ..................... 16
2.4.8 Widerstand und RDT messen ......................... 17
2.4.9 Niederspannung und TE simulieren ..................17
2.4.10 Widerstand und RTD simulieren ..................... 17
2.4.11 Kalibrier-Zyklen .............................................18
2.4.12 Speicherung von Kalibrierpunkten ...................18
2.5 Hilfsfunktionen (AUX Menu) ........................................................ 20
2.5.1 Ausdruck Daten ............................................ 20
2.5.2 Daten zeigen .................................................20
2.5.3 Daten löschen ...............................................20
2.5.4 Freier Speicher ..............................................21
2.5.5 Datum und Zeit .............................................21
2.5.6 RS-232 Schnittstelle ......................................21
2.5.7 Sprache ........................................................21
2.5.8 B-20 LINK .....................................................21
2.5.9 Automatische Abschaltung (AUTO OFF) ..........21
2.5.10 Kalibrier-Zyklen .............................................21
2.5.11 Software-Version ..........................................22
2.5.12 Temperatur externe Kaltlötstelle .....................22
2.5.13 Rejustierung (Rekalibrierung) ..........................22
Hinweise zu B-20/A, /AT, /H, /HT Modellen ............... 24
2.6 Typische Anwendungen und Setups ......................................25...35
3. INSTANDHALTUNG ..............................................................................................36
3.1 Stromversorgung ........................................................................ 36
3.2 IN / OUT Sicherungen .................................................................36
3.3 Kontrasteinstellung des LCD-Displays ........................................... 36
3.4 Rejustierung OUT 1 und OUT 2 ...................................................37
Abb. 1 Innenansicht und Anschlüsse ..................................................38
Abb. 2 Wechsel der Netz-Versorgungsspannung ..................................39
3.5 Liste der Komponenten ............................................................... 40
3.6 Liste der empfohlenen Ersatzteile .................................................41
Seite 2
FRONTANSICHT B-20
Abbildung 1 Fronttafel-Komponenten B-20
1
2
3
4
5
1.
Ausgang 1, mA/V 6
Ausgang 1, mA/V 7
Eingang mA/V/Hz 8
Eingang/Ausgang TE/RTD
Tastatur
Feineinstellung Druck/Vakuum
Flüssigkristall-Anzeige
Druck-/Vakuum-Anschlüsse
9
Handpumpe Druck/Vakuum
EINLEITUNG
Die Kalibratoren der Serie B-20 sind multifunktional und
microprozessorgesteuert, sie beinhalten:
-
eine pneumatische Einheit zur Messung und Simulation von
Druck und Vakuum
eine elektronische Einheit zur Messung und Simulation von einer
Anzahl von Prozessignalen
Die Hauptansicht der vorderen Kontrolleinheit zeigt (siehe Frontansicht, oben):
-
die pneumatische Einheit auf der rechten Seite mit einer
Handpumpe zur Erzeugung von Druck oder Vakuum, einem
variablen Volumen für die Feineinstellung, ein Dreh- oder
Druckkopf zur Betätigung des Entlüftungsventil und 2 Schnellkurs
für den Druck- und Vakuumanschluss.
-
die elektronische Einheit auf der linken Seite beinhaltet 4 Blöcke
für Eingänge und Ausgänge der verschiedenen Funktionen. Diese
4 Blöcke korrespondieren mit 4 internen Sektionen zur Messung
und Erzeugung von Signalen. Jede Sektion ist unabhängig und
elektrisch isoliert von allen Anderen.
Seite 3
-
Die Kontroll-Tastatur in der Mitte ist mit einer grossen LCAnzeige ausgestattet, auf der die Werte von 3 unterschiedlichen
Signalen simultan dargestellt werden können.
Die Technik ist untergebracht in einem schwarzen ABS-Koffer, einer SpezialKonstruktion, und stossabsorbierend eingebaut. Die gängigen Abmessungen
und ein Schultergurt ermöglichen einen problemlosen Transport. Anschlüsse für
Stromversorgung und Kommunikation sind auf der Rückseite des Koffers
angebracht, ebenso das Typenschild mit der Seriennummer - die Sie bitte bei
evtl. Anfragen oder Anforderungen von Ersatzteilen angeben.
Diese Bedienungsanleitung beinhaltet im Folgenden zwei operative Kapitel:
-
2. Bedienungsanleitung
3. Wartungshinweise
2.
BEDIENUNG
2.1
Stromversorgung
Die Versorgung des Kalibrators erfolgt über Netzanschluss oder über die
eingebauten wiederaufladbaren Batterien.
2.1.1
Netzbetrieb
Die Stromversorgung des Kalibrators ist vom Werk voreingestellt. Entweder mit
110/120 V oder 220/240 V, beide mit 50/60 Hz., je nach Anforderung des
Bestellers. Bevor Sie den Kalibrator ans Netz anschliessen, prüfen Sie bitte Ihre
Stromversorgung auf Übereinstimmung mit der erforderlichen Stromversorgung des
Kalibrators - diese ist auf dem Typenschild vermerkt.
Die Verbindung zu einer geerdetem Steckdose muss mit dem Netzkabel, das mit
dem Kalibrator geliefert wurde, hergestellt werden. Um den Kalibrator
einzuschalten betätigen Sie die ON/OFF-Taste auf der Tastatur. Falls das Display
des Kalibrators nicht aufleuchtet, lesen Sie bitte die Wartungshinweise in Kapitel
3.
2.1.2
Batteriebetrieb
Nach Betätigung der ON/OFF-Taste leuchtet das Display. Wird in einem Zeitraum
von 15 Minuten keine Taste betätigt, schaltet sich der Kalibrator automatisch ab,
so dass die Batterien vor unnötiger Entladung geschützt werden. Die Funktion
automatische Abschaltung kann stillgelegt werden (siehe 2.5.9).
2.1.3
Batterieaufladung
Den Kalibrator an die Netzversorgung anschliessen (2.1.1). Die Batterien werden
unabhängig davon aufgeladen ob der Kalibrator ein- oder ausgeschaltet ist. D.h.
während des Betriebes des Kalibrators am Netz erfolgt auch die Aufladung der
Batterien. Selbstverständlich erfolgt die Aufladung der Batterien schneller, wenn
der Kalibrator ausgeschaltet ist. Die komplette Aufladung der Batterien in
ausgeschaltetem Zustand erfolgt in ca. 8 Stunden.
Seite 4
2.2
Einschalten des Kalibrators
ON/OFF-Taste auf der Tastatur betätigen. Das Display zeigt folgendes an:
"SCANDURA B-20 Calibrator"
"Selbsttest im Gang"
Einige Sekunden später erscheinen folgende Daten auf dem Display:
a)
b)
c)
Datum und Zeit
Batteriespannung
Anzahl der Protokolle im Speicher
und eventuell: "SELBSTTEST, gefundene Fehler: ....." (bloss wenn ein Fehler
gefunden wurde, gefolgt von der Angabe des Fehlers.
Die folgenden Hinweise beziehen sich auf die Punkte a), b) und c) :
a)
Der Kalibrator ist mit einer eingebauten Echtzeituhr ausgestattet, die intern
auch beiausgeschaltetem des B-20 mit einem sehr geringem Stromverbrauch
weiter läuft. Diese Uhr wird benötigt, damit bei der Speicherung der
Messergebnisse und Kalibrierdaten auch das Datum und die Zeit mit
abgespeichert werden können. Es ist daher erforderlich, die Uhr auf das
korrekte Datum und Zeit einzustellen. Dazu lesen Sie bitte das Kapitel
Hilfsfunktionen 2.5.5 Datum und Zeit.
b)
Für eine ordnungsgemässe Funktion des B-20 Kalibrators in Batteriebetrieb
muss die Batteriespannung min. 11 Volt betragen. Fällt die Spannung unter,
erscheint auf dem LC-Display eine Warnung, dass der Kalibrator an die
Stromversorgung anzuschliessen ist um die Messung fortzusetzen und
gleichzeitig die Batterien wieder aufzuladen. Fällt die Batteriespannung unter
10 V, lässt sich der Kalibrator nicht mehr einschalten, bzw. schaltet sich
automatisch ab. Kalibrierdaten im Speicher des Kalibrators bleiben jedoch
erhalten.
c)
Die Zahl der angezeigten Reports im Speicher ist ungleich Null, falls der
Speicher nicht vorher gelöscht wurde. Bei der ersten Inbetriebnahme des
Kalibrators und nach jedem Batteriewechsel ist der Speicher zu löschen
(siehe Kapitel Hilfsfunktionen 2.5.3 Daten löschen).
Nach diesem Schritt kann der Bediener nur 3 Tasten drücken:
1)
SETUP, um die Eingänge und Ausgänge des B-20 je nach Ausstattung zu
programmieren
2)
AUX MENU zur Auswahl der Zusatzfunktionen, z.B.:
Daten drucken (Daten zu einem Drucker oder PC über die RS-232
Schnittstelle senden)
Daten anzeigen (Anzeige gespeicherter Daten)
Daten löschen (löschen gespeicherter Daten)
Freier Speicher (Anzeige verfügbarer Speicherkapazität für die
Datenspeicherung)
Datum und Zeit (Einstellung)
Serielles Interface (Einstellung der RS-232 Baudrate)
Sprache (Auswahl der Sprache)
Fortsetzung (für weitere Funktionen, z.B. Kalibrierzyklen und
Rekalibrierung).
Seite 5
3)
LIGHT/CONTR, zum Ein- und Ausschalten der DisplayHintergrundbeleuchtung oder zur Einstellung des Kontrastes.
Diese Taste ist in jeder Bedienungsphase aktiv:
Taste kurz drücken um die Hintergundbeleuchtung ein- oder
auszuschalten
Taste gedrückt halten, um den Kontrast einzustellen - bei optimalen
Kontrast Taste loslassen
Ist die Hintergrundbeleuchtung des Displays ausgeschaltet, reduziert sich der
Stromverbrauch, aber das Display ist schlechter abzulesen.
2.3
Kalibrator Setup
Der B-20 ist eine multifunktionale Einheit, die unterschiedliche Ein- und Ausgänge
beinhaltet. Der erste Schritt ist deshalb die Auswahl der Signale, die generiert
werden sollen (Ausgänge) und jener die gemessen werden sollen (Eingänge)
entsprechend den Anforderungen der Kalibrieraufgabe.
Nach dem Drücken der Taste SETUP erscheinen die momentanen Einstellungen
für Simulation bzw. Messung (max. 3) auf dem Display mit Ihren relevanten
Messbereichen. Einmal abgespeicherte INPUT/OUTPUT Einstellungen bleiben auch
nach dem Abschalten des B-20 erhalten und werden nach einem Neustart wieder
angezeigt.
Ein Beispiel:
In der vorausgehenden Anwendung wurde ein Drucktransmitter getestet; nach
dem Einschalten zeigt das Display beispielsweise:
SETUP - Druecke 1..3 zum Aendern ...
1 > REF: Druck, -1/1.5 bar g, bar
v.Ber 0.0000 / 1.0000
2 > ANZ: IN - Strom, mA
v.Ber 4.000 / 20.000
3 > AUX: OUT 1 Speisespannung 24 V
Die oben angezeigten Werte haben folgende Bedeutung:
Seite 6
1)
REF, steht für Referenz, dies ist die Anzeige des Sollwert-Signals (oder
allgemein gesprochen der physikalischen Grösse z.B. Druck oder
Temperatur), das auf den Prüfling gegeben wird.
2)
ANZ, steht für Anzeige, dies ist die Messung des Ausgangssignals des zu
testenden Prüflings.
3)
AUX, steht für Auxiliar- (Hilfs-) Kanal, dies kann die Definition sowohl eines
Eingangs als auch eines Ausgangssignals sein. Eine typische Anwendung ist
die 24 V Stromversorgung des zu testenden Transmitters.
Er kann für irgendeine weitere Funktion nach Wahl genutzt werden, z.B. für
die Sollwertsimulation, die Eingabe über die Tastatur (ein Beispiel: die
Umgebungstemperatur).
In den meisten Fällen wird REF ein Ausgangssignal sein (z.B. erzeugter Druck zur
Beaufschlagung eines Differenzdruck-Transmitters, ANZ ist ein B-20
Eingangssignal (z.B. 4...20 mA Ausgangssignal eines Transmitters).
In allen B-20 Menus wird in der ersten und falls erforderlich in der zweiten Zeile
die gegenwärtig durchgeführte Operation angezeigt (SETUP) und es werden
Hinweise zur Ausführung gegeben (z.B. Druecke 1...3 zum Aendern...).
Alle bereits vorhandenen Setups lassen sich mit den PFEILTASTEN sichten
(Vermerk SETUP - REP x/y, gekennzeichnet durch vertikalen Balken links) oder
kopieren als gültiges SETUP. Dies zu wissen ist deshalb wichtig, weil es so häufig
nicht notwendig ist, alle Einstellungen neu einzugeben, sondern vorhandene
Einstellungen anzupassen (Siehe auch 2.3.6 Speicherung).
Im Setup-Hauptmenu erscheint in der ersten Zeile folgende Meldung:
"SETUP - Druecke 1..3 zum Aendern ..."
d.h., dass zum Einstellen der Funktionen REF/ANZ/AUX die Tasten 1, 2 oder 3
gedrückt werden müssen.
Die nächsten Schritte sind:
a)
Taste 1 drücken, um das Submenu für die Funktion REF zu aktivieren; die
folgenden Anzeigen erscheinen auf dem Display:
REF - Anzeige Referenz
1..3 Aendern, ENTER Bestaetigung
1 > Ursprung:
Druck, -1/1.5 bar g
2 > Einheit
bar
3 > Bereich:
0.0000 / 1.0000
4 > Kennlinie
linear
Weitere Submenus erlauben die Einstellung der Funktionen ANZ und AUX.
b)
Nach erneuter Betätigung der Taste 1 ist es möglich, mittels der
PFEILTASTEN den gewünschten Ursprung der REF-Grösse zu wählen, z.B.:
Druck
IN - Strom
IN - Spannung
IN - Frequenz
TC/RTD/mV/ohms
OUT 1
OUT 2
nichts gewaehlt
von Tastatur
(die Verfügbarkeit der aufgelisteten Ursprünge kann je nach B-20 Modell
unterschiedlich sein).
c)
Nach Betätigung der Taste 2 lässt sich die Masseinheit wählen, falls diese
nicht schon durch die vorherige Wahl der Ursprungsgrösse vorgegeben ist
(Vermerk >>>Keine andere Wahl moeglich<<<). Im Fall von Druck ist es
möglich, die mit den PFEILTASTEN die gewünschte Einheit zu wählen.
d)
Nach Betätigung der Taste 3 lässt sich der gewünschte Messbereich
definieren.
e)
Nach Betätigung der Taste 4 kann mit den PFEILTASTEN die Kennlinie des
Prüflings gewählt werden.
Nach Abschluss aller Eingaben die Taste ENTER betätigen, das neue vollständige
SETUP wird zur Überprüfung angezeigt.
Seite 7
2.3.1
Auswahl der Ursprungsgrössen für die Funktionen REF/ANZ/AUX
Zur Wahl der Ursprungsgrössen können die PFEILTASTEN Auf und Ab genutzt
werden, es werden alle verfügbaren Alternativen angezeigt. Die angezeigte Option
wird durch Betätigung der ENTER-Taste ausgewählt. Die verfügbaren
Möglichkeiten sind im folgenden aufgelistet. Es sei angemerkt, dass nicht alle
davon für alle Parameter in REF, ANZ oder AUX und für alle B-20 Modelle
gewählt werden können. Insbesondere:
-
ANZ kann kein simuliertes Signal sein
AUX kann lediglich als Hilfs-Speisung, als Schalterstatus oder als
AUTOSTORE Zeitintervall (automatische Speicherung) definiert werden
WÄHLBARE MÖGLICHKEITEN
-
Druck:
Messung von Druck oder Vakuum (Eingang über die
Druck- oder Vakuum-Schnellkupplungen oder über
den optionalen externen Drucksensor SP-1)
-
IN - Strom:
Messung der Stromstärke (Klemmen) mA und COM)
-
IN - Spannung:
Messung der Spannung (V-Hz und COM)
-
IN - Frequenz:
Messung der Frequenz (Klemmen V-Hz und COM)
-
OUT 1:
Simulierte Stromstärke- und Spannungssignale,
Simulation eines 2-Leiter-Transmitters, 24V
Stromversorgung oder Auslesen des Schalterstatus
(Klemmen OUT 1)
-
OUT 2:
Entspricht OUT 1 (Klemmen OUT 2)
-
TC/RTD/mV/Ohms:
(nur für Modelle mit der Bezeichnung /T am Ende der
Typenbezeichnung) Messung oder Simulation von
Thermoelementen oder Widerstandstemperaturfühlern
(Thermowiderstände); Niederspannung; Widerstand
-
von Tastatur:
Wenn die abgelesenen Messwerte über die Tastatur
eingegeben werden (z.B. Fernanzeigen in Schalttafeln,
digitale oder Zeiger-Manometer usw.)
-
AUTOSTOREZeitintervall:
Timer für die wiederholte Speicherung von REF und
ANZ Messungen in einem vorgegebenen Zeitintervall
-
nichts gewaehlt:
keine oder nicht definierbare Ursprungsgrösse
Ein Teil der Ursprungsgrössen Druck, OUT 1, OUT 2, von der Tastatur,
TC/RTD/mV/ohms, benötigen zur Auswahl weitere Eingaben, die mit den
PFEILTASTEN angewählt werden können und durch Betätigung der ENTER-Taste
bestätigt werden.
Seite 8
Für OUT 1 sind die verfügbaren Möglichkeiten:
-
OUT 1 mA, V max 24V:
Generierung der Stromstärke mit 24 V
Speisung durch den Kalibrator
1 mA, sim TX 2-Leiter: Regelung der Stromstärke in einem 2-Leiter
Kreis mit externer Energieversorgung
1, 0-10V Signal:
Simulation eines Spannungssignals
1, Speisespannung 24 V: 24V Spannung für einen Prüfling im Test
1, Schalter Status:
Erkennung ob ein Schalter geöffnet oder
geschlossen ist
-
OUT
-
OUT
OUT
OUT
Die selben Möglichkeiten sind für den Ausgang OUT 2 verfügbar.
Wenn die Parameter über die Tastatur eingegeben werden, fragt das Menu nach
der Definition des ausgewählten Signals (Stromstärke, Spannung, Druck,
Temperatur, etc.) um die richtige Masseinheit zu wählen.
Für die Wahl der Grösse Druck ist folgende weitere Auswahl zu treffen:
Druck, -1/1.5 bar g
Druck, 0/20 bar g (nur für B-20/D) ev. 0/7 bar g
Ext.Druck, ??/?? bar
Der Typ des externen Drucksensors SP-1 bleibt solange undefiniert (??/?? bar), bis
ein externer Drucksensor an den B-20 Kalibrator angeschlossen wird.
Für die Kalibratoren der B-20/T Serie sind die Möglichkeiten für die Funktionen
TC/RTD/mV/ohms:
-
TE mess, CJ int
-
TE mess, CJ ext
-
Messen mV an TE-Eing
-
RTD 3-Leiter
-
RTD 4-Leiter
Widerstand, 3-Leiter
Widerstand, 4-Leiter
TE sim, CJ int
-
TE sim, CJ ext
-
Ausgang mV
Simul. RTD
-
Simul. Widerstand
Temperaturmessung von Thermoelementen;
Kaltlötstelle intern kompensiert durch den B20, durch die Messung der Temperatur an
den TE-Klemmen
Temperaturmessung von Thermoelementen;
mit externer Kaltlötstellenkompensation bei 0
°C (siehe Punkt 2.5.12 um eine von 0 °C
abweichende externe Kaltlötstelle zu
definieren)
Messung einer Niederspannung, am TEEingang
Temperaturmessung mit Thermowiderstand,
3-Leiter Schaltung
wie oben, 4-Leiter Schaltung
Widerstandmessung, 3-Leiter Schaltung
wie oben, 4-Leiter Schaltung
Simulation eines TE-Signals für eine gegebene
Temperatur und einen TE-Typ; Kaltlötstelle
intern kompensiert durch den B-20, durch die
Messung der Temperatur an den TE-Klemmen
Simulation eines TE-Signals für eine gegebene
Temperatur und einen TE-Typ, mit externer
Kaltlötstellen-Kompensation bei 0 °C
Erzeugung eines Niederspannungs-Signals
Simulation eines Thermowiderstandes,
gegebene Temperatur und RTD Typ
Simulation eines Widerstandes, bei
gegebenem Ohmwert
Seite 9
Wurde ein RTD oder TC Signal ausgewählt, gleich ob für Messung oder
Simulation, sind weitere Eingaben erforderlich, momentlich von deren Typ. Diese
können mit den PFEILTASTEN ausgesucht und durch Betätigung der ENTER-Taste
bestätigt werden.
2.3.2
Auswahl der Masseinheiten
Nach Auswahl der Möglichkeiten für die Funktionen REF, ANZ oder AUX, wählt
der Kalibrator automatisch die vorgegebenen Masseinheiten aus.
In wenigen Fällen können die Masseinheiten nicht durch den Bediener geändert
werden (z.B.: mA für Stromstärke, dafür gibt es keine Alternative); sonst kann die
Masseinheit geändert werden.
Nachfolgend ein Beispiel für ein Druck Setup, mit folgender Displayzeige:
REF - Anzeige Referenz
1..3 Aendern, ENTER Bestaetigung
1 > Ursprung: Druck, -1/1.5 bar g
2 > Einheit:
bar
3 > Bereich:
0.0000 / 1.0000
4 > Kennlinie
linear
Nach dem Betätigen der Taste 2 können mit den PFEILTASTEN folgende
Masseinheiten ausgewählt werden: mbar, psi, kPa, mmH2O, mmHg, inches H2O,
inches Hg, kg/cm2, die Bestätigung erfolgt durch das Drücken der ENTER-Taste.
Wurde z.B. die ENTER-Taste betätigt als die Masseinheit psi angezeigt wurde, so
erscheint auf dem Display folgendes modifizierte Setup:
REF - Anzeige Referenz
1..3 Aendern, ENTER Bestaetigung
1 > Ursprung: Druck, -1/1.5 bar g
2 > Einheit
psi
3 > Bereich::
0.0000 / 14.504
4 > Kennlinie: linear
Beachten Sie bitte, dass der Kalibrator den Messbereich entsprechend der
ausgewählten Masseinheit neu berechnet hat. Gegebenenfalls ist gemäss dem
folgenden Absatz eine neue runde Zahl für den Messbereichsendwert einzugeben.
2.3.3
Setup der Messbereiche
Die Definitionen der Bereiche des B-20 werden zu folgenden Zwecken benötigt:
Anzeige des Messwertes als Prozentwert des Messbereichs
Berechnung des Fehlers zwischen Eingang und Ausgang eines Prüflings im
Test als Differenz zwischen beiden Werten ausgedrückt in Prozent der
entsprechenden Messbereiche.
Erzeugung eines Zyklus von elektrischen Werten (z.B. 4, 8, 12, 16, 20 mA),
jeder Wert entspricht einem definierten Prozentwert (0, 25, 50, 75, 100 %)
des Messbereichs (4-20 mA)
Werden obgenannte Funktionen nicht benötigt, kann der Messbereich undefiniert
bleiben.
Der Messbereich kann durch Drücken der Taste 3 bestätigt oder modifiziert
werden, während die Funktionen REF oder ANZ Setup angezeigt werden.
Die Definition des Messbereichs ist nicht implementiert für den AUX Hilfsausgang.
Seite 10
Der Messbereichsanfang und das Messbereichsende werden über die
Zahlentastatur eingegeben und mit ENTER bestätigt. Die Taste CE löscht falsch
eingegebene Werte und erlaubt eine erneute Eingabe. Der B-20 Kalibrator
akzeptiert nur Wertepaare, bei denen der obere Wert grösser ist als der untere.
Dies ist die einzige Einschränkung während des Kalibrator-Selbsttests.
Messbereichswerte ausserhalb des Kalibrator-Mess- bzw. Simulationsbereiches
werden akzeptiert: Die Messbereiche werden in der Tat definiert entsprechend
dem Prüfling, da auch die Kalibrierung bloss eines Teils seines Nennmessbereichs
sinnvoll sein kann.
Sind der Messbereichsanfang und -ende gleich, ist wird der Messbereich als nicht
definiert betrachtet.
Für simulierte Signale (Strom, Spannung, TE, RTD), werden die zu erzeugenden
Werte nicht durch das SETUP definiert, sondern im laufenden Betrieb.
2.3.4
Setup der ANZ/REF Kennlinie (REF Submenu)
Folgende Funktionen stehen zur Auswahl:
linear
Y = YL + k0 * (X - XL)
radizierend
Y = XL + k1 * sqrt (X- XL)
umgekehrt
Y = YH - k0 * (X - XL)
Dabei sind:
X
= REF Wert
XL = REF Messbereichs-Anfang
XH = REF Messbereichs-Ende
Y
= ANZ Wert
YL
= ANZ Messbereichs-Anfang
YH = ANZ Messbereichs-Ende
k0
= (YH - YL) / (XH - XL)
k1
= (YH - YL) / Wurzel (XH - XL)
Die Wahl der Kennlinie wird durch den B-20 benutzt, um den Fehler des Prüflings
zu errechnen (z.B. ist bei REF = 25 % des Messbereichs, ANZ = 50 % des
Messbereichs und die Kennlinie = radizierend, so beträgt der Fehler 0 %).
2.3.5
Setup der Fehlergrenze (ANZ Submenu)
Hierbei handelt es sich um den maximal erlaubten Fehler der ANZ-Werte,
ausgedrückt als Prozentwert des ANZ-Messbereichs.
Sollte der aktuelle Fehler den hier definierten Wert überschreiten, wird während
dem Betrieb eine blinkende Warnung erzeugt und jeder Messwert ausserhalb der
Toleranz wird im Kalibrier-Report markiert.
Wird die Fehlergrenze auf 0 gesetzt, gilt er als nicht definiert und eine Warnung
wird nicht erzeugt.
2.3.6
Speicherung des Kalibrier-Setups
Die B-20 Kalibratoren sind mit einem Speicher ausgerüstet in dem KalibrierReports gespeichert werden können um sie später auszudrucken oder auf einen
Computer zu überspielen. Falls Sie diese Funktion nicht nutzen möchten, können
Sie dieses Kapitel überspringen.
Ein Kalibrier-Report besteht aus einem Reportkopf und einer willkürlich festgelegten Anzahl von Kalibrier-Punkten; die maximale Speicherkapazität des B-20
reicht für 63 Reportköpfe mit 1200 Kalibrierpunkten.
Der Reportkopf beinhaltet Angaben zur Identifizierung (Zeit, Datum, Identifizierungsnummer des Prüflings, etc.) und Angaben zum Kalibrator-Setup.
Jeder Kalibrierpunkt besteht aus einem Satz von REF, ANZ und AUX Werten und
einem Status (vor/nach der Kalibrierung).
Der Kopf des Protokolls muss vor der Speicherung der Kalibrierpunkte definiert
sein und kann nach der Speicherung nicht mehr geändert werden.
Seite 11
Ê
Im Setup-Hauptmenu kann mit der Taste STORE ein neuer Kalibrier-Report erzeugt
werden mit dem ausgefüllten Reportkopf, dem aktuellen Setup und folgenden
zusätzlichen Informationen:
Datum und Zeit: Werden von der internen Echtzeituhr übernommen
Tag-Nummer: Bis zu 16 alphanumerische Zeichen, die über die Tastatur
eingegeben werden können
Job-Nummer: Code des Benutzers zur Identifizierung des Reports bestehend
aus bis zu 8 alphanumerischen Zeichen, die über die Tastatur eingegeben
werden können
Geräte-Typ: Kann aus einer Liste ausgewählt werden durch Benutzung der
PFEILTASTEN
Benutzercode: Initialen des Benützers, 2 alphanumerische Zeichen, die über
die Tastatur eingegeben werden können
Bemerkung: Bis zu 30 alphanumerische Zeichen, die über die Tastatur
eingegeben werden können
Kalibrier-Zyklus: Der aktuelle Kalibrierzyklus (die Vorgabe ist 0 - 100 % in
Schritten von 25 % auf und ab)
Um alphanumerische Zeichen über die Tastatur eingeben zu können, gehen Sie
wie folgt vor:
a)
Drücken Sie die gewünschte Taste, die entsprechende Ziffer wird angezeigt
(z.B. 1, durch Drücken der Taste 1 / ABC)
b)
Drücken Sie ALFA Taste einmal, zweimal oder dreimal um die
entsprechenden Buchstaben A, B oder C einzugeben, usw.
c)
Um die letzte Eingabe zu löschen, die Taste CE drücken
d)
Zum Bestätigen und Beenden der Eingabe drücken Sie die ENTER-Taste
Wenn Sie den Reportkopf ausgefüllt haben, drücken Sie zur Bestätigung die
ENTER-Taste ein letztes Mal, um ihn im Speicher abzulegen.
Falls mindestens ein Kalibrier-Report erstellt wurde, sind im Setup-Hauptmenu die
PFEILTASTEN aktiv und erlauben dem Benutzer, das aktuell erstellte Setup zu
nutzen oder eines der gespeicherten Setups zu aktivieren. Gespeicherte Setups
können nicht mehr geändert werden (die Anzeige "Druecke 1..3 zum Aendern"
erscheint nicht). In der 1. Zeile der Anzeige steht die Tag-Nummer, die den
Report identifiziert, weitere Felder des Kalibrier-Reports können durch Drücken der
ALFA-Taste angezeigt werden.
Um einen neuen Kalibrier-Report zu erstellen, der einem bereits vorhandenen
ähnlich ist, ist es einfacher, den vorhandenen zu kopieren, zu modifizieren und
dann wieder zu speichern. Um dies zu tun, gehen Sie wie folgt vor:
a)
Wählen Sie den zu kopierenden Kalibrier-Report im Setup-Hauptmenu mit
Hilfe der PFEILTASTEN aus
b)
Drücken Sie ENTER: Der gespeicherte Kalibrier-Report wird nun kopiert und
angezeigt
c)
Änderungen im Setup durchführen, falls gewünscht
d)
Betätigen der Taste STORE: Alle alphanumerischen Felder im Kopf des
neuen Reports werden gespeichert mit den Inhalten des Kalibrier-Reports,
der kopiert wurde (siehe Punkt b)
e)
Falls erforderlich, können jetzt noch Änderungen durchgeführt werden, zum
Abschluss aller Eingaben die ENTER-Taste drücken.
Das aktuell im Betrieb genutzte Setup ist das letzte im Setup-Hauptmenu
ausgewählte, vor dem vorliegenden Setup.
Seite 12
2.4
Durchführung von Kalibrierungen
Bis zum Drücken der RUN-Taste führt der B-20 weder Messungen aus noch
generiert er irgendwelche Signale; die zwei Ausgangskanäle OUT 1 und OUT 2
insbesondere sind ausgeschaltet und haben eine hohe Impedanz an ihren
Klemmen, deshalb belasten sie in keiner Weise angeschlossene Prüflinge.
Nach dem Drücken der Taste RUN beginnt die Kalibrier-Prozedur unter
Zugrundelegung der gegenwärtig ausgewählten Setup-Optionen. Wurde ein
Kalibrier-Report initialisiert und gewählt, zeigt die erste Zeile im Display "RUN
REP x/n leer" oder "RUN REP x/n NP = y", falls bereits Messwerte
abgespeichert wurden (NP = Anzahl gespeicherte Kalibrierpunkte).
Einige wenige Konfigurationen, die sich während des Setups wählen liessen,
können nicht wirklich ausgeführt werden und führen zu Fehlermeldungen.
Dies sind gewöhnlich Funktionen unterschiedlicher Art, die dieselben Klemmen
benützen, z.B.:
-
REF: OUT 1 = 0/10V Signal
AUX: OUT 1 = Speisespannung 24 V
Inkompatibilitäten existieren ebenso bei den Modellen B-20/A, B-20/AT, B-20/H
und B-20/HT zwischen der Frequenzmessung und der Druckmessung, wegen
Einschränkungen der Kalibrator-Schaltung.
In diesen Fällen ist es erforderlich das SETUP zu modifizieren um die
Inkompatibilitäten zu beheben.
Mit dem Start durch Betätigen der Taste RUN werden die Messwerte auf dem
Display angezeigt und die Signale generiert. Die simulierten Signale werden auf
den jeweiligen Messbereichs-Anfang gesetzt, wie er im Setup definiert wurde oder
auf Null, falls der Messbereich nicht definiert wurde.
Die Werte für REF, ANZ und AUX werden in den ausgewählten Masseinheiten
angezeigt. REF und ANZ werden auch als Prozentwert der entsprechenden
Messbereiche angezeigt, falls jene im Setup definiert wurden.
Im Fall des Auftretens von Fehlern werden statt der REF, ANZ oder AUX Werte
Warnmeldungen angezeigt wie "Ueberlast" oder "Wert zu hoch".
Wurden im Setup die beiden Bereiche REF und ANZ definiert, so wird der Fehler
als Differenz in Prozent zwischen ANZ und REF angezeigt; der Fehler wird
ebenfalls in Form eines Balken-Diagramms dargestellt, um dem Bediener die
Kalibrierung zu erleichtern.
Ein blinkender Fehlerwert in der letzten Zeile des Displays zeigt an, dass der
maximale Fehler, wie unter 2.3.5 definiert, überschritten wurde.
2.4.1
Eingabe von Werten über die Tastatur
Während des Kalibrator-Setups waren die Simulations- oder Messwerte, die der
Bediener über die Tastatur eingeben kann, wählbar. Unter RUN erscheint ein
kleiner Pfeil auf der linken Seite des Displays und markiert den ersten Wert, der
einzugeben ist.
Falls verschiedene Werte einzugeben sind, wird durch Betätigung der ENTER-Taste
der kleine Pfeil zum nächsten Wert verschoben.
Die Werte sind einfach mittels der numerischen Tasten einzugeben. Die CE-Taste
löscht die Eingabe zum Ändern des Werts. Durch Drücken der ENTER-Taste wird
er bestätigt.
Seite 13
Der bestätigte Wert ersetzt den auf dem Display durch den kleinen Pfeil
gekennzeichneten.
Zusätzlich kann ein angezeigter Wert geringfügig erhöht oder gesenkt werden
mittels der PFEILTASTEN (Auf oder Ab). Die zusätzliche Funktion ist speziell dann
sinnvoll, wenn der Bediener das einem gegebenen Ausgangssignal eines Prüflings
entsprechende Eingangs-Signal prüfen will.
2.4.2
Erzeugung von Druck oder Vakuum
Der B-20 ist ausgestattet mit einer Handpumpe (PUMP) und einem variablen
Volumen für die Feineinstellung (FINE ADJ), dies ermöglicht die Erzeugung von
Druck oder Vakuum und seiner Feineinstellung in einem geschlossenen System.
Die Erzeugung von Druck oder Vakuum geschieht wie folgt:
Anschluss des zu testenden Prüflings an den Druck-Anschluss (PRESSURE)
oder Vakuum-Anschluss (VACUUM) des Kalibrators mit den mitgelieferten
Schnellkupplungen (siehe Zubehörliste).
Durch Betätigung der Handpumpe wird Druck erzeugt, falls der
pneumatische Kreislauf an PRESSURE angeschlossen wurde oder es wird
Vakuum erzeugt, falls der Anschluss VACUUM benützt wird.
Nähert sich der Druck (bzw. Vakuum) dem gewünschten Wert, kann dieser
mit dem variablen Volumen feineingestellt werden.
Durch Betätigung des Ventils VENT wird das System entlüftet.
Es muss sichergestellt sein, dass die Druck- bzw. Vakuumerzeugung mit der
eingebauten Handpumpe in einem geschlossenen System ohne Luftverbrauch
erfolgt. Die Verbindungen müssen absolut dicht sein ohne jedes Leck.
Die kleinste Volumenänderung im System verursacht eine Veränderung des
gemessenen oder simulierten Drucks (Vakuum). Der angeschlossene Schlauch ist
ein kritischer Teil, da er sich während des Druckaufbaus ausdehnt. Das
Systemvolumen wird dadurch grösser und der angezeigte Druck sinkt. Der
Kalibrator wird mit einem Stück dickwandigem rotem Schlauch geliefert, der
diesen Ausdehnungseffekt minimiert. Es wird empfohlen, denselben für alle
Prüfaufgaben zu verwenden.
2.4.3
Messung von Druck oder Vakuum
Die Messung von Druck oder Vakuum basiert auf der Auswahl, die während des
Setups getroffen wurde, entweder von "PRESSURE" oder "EXT.PRESSURE" als
Ursprung für REF, ANZ oder AUX.
Zur Druckmessung verbinden Sie die Schnellkupplung, die mit dem Kalibrator
geliefert wurde, mit dem pneumatischen Anschluss PRESSURE, zur Messung von
Vakuum mit dem pneumatischen Anschluss VACUUM.
Für Messungen mit einem externen Drucksensor SP-1 verbinden Sie diesen mit
dem Anschluss auf der Rückseite des B-20 Kalibrators, bevor Sie das SETUP
definieren. Typ und Messbereich des externen Drucksensors werden ausgelesen
und angezeigt.
Niedrige positive oder negative Drücke, wenige kPa vom Atmosphärendruck,
können sowohl am PRESSURE- als am VACUUM-Anschluss gemessen werden.
Wird der Druck nicht mit der integrierten Handpumpe erzeugt, so muss
"Instrumenten-Luft" verwendet werden, d.h. sauber, trocken und ölfrei. Dies ist
speziell zwingend erforderlich für die Modelle B-20/A und B-20/AT, B-20/H und B20/HT.
Andere B-20 Versionen tolerieren verschiedene Gase, sofern trocken und nicht
korrosiv.
Seite 14
In keinem Fall dürfen Flüssigkeiten in den Kalibrator gelangen! Besondere Vorsicht
muss angewandt werden, damit nicht vom zu testenden Prüfling Flüssigkeiten
angesogen werden; dies kann leicht passieren während des Tests mit Vakuum
oder beim Betätigen des VENT-Ventils nach der Druck-Beaufschlagung.
Die B-20 Serie, soweit sie mit einer pneumatischen Einheit ausgestattet ist,
beinhaltet die folgenden Versionen:
1.
Die Modelle B-20/B und B-20/BT sind ausgestattet mit einem Drucksensor
mit einem Messbereich von -800...+1500 mbar, dies ist der
Basismessbereich.
2.
Die Modelle B-20/D und B-20/DT sind ausgestattet mit zwei parallelen
Drucksensoren:
der erste mit einem Messbereich von -800...+1500 mbar
der zweite mit einem Messbereich von 0...20 bar (eventuell 0...7 bar)
3.
Die Modelle B-20/L und B-20/LT sind ausgestattet mit zwei parallelen
Drucksensoren:
der erste mit einem Messbereich von -800...+1500 mbar
der zweite mit einem sehr niedrigen Messbereich von ±50 mbar
4.
Die Modelle B-20/A und B-20/AT sind ausgestattet mit einem hochgenauen
resonanten Sensor für den Absolutdruck-Messbereich von 35...2500 mbar
abs.
5.
Die Modelle B-20/H und B-20/HT sind ausgestattet mit zwei Drucksensoren:
einem hochgenauer resonanter Sensor, für den AbsolutdruckMessbereich 35...2500 mbar abs
einem Drucksensor für den Standardmessbereich 0...20 bar (eventuell
0...7 bar)
Die Niederdrucksensoren sind durch eine Überdrucksicherung geschützt, die bis zu
einem Druck von 25 bar belastet werden kann. Alle Drucksensoren können zum
2-fachen ihres Messbereichs überlastet werden. Der Drucksensor für den grössen
Messbereich 0...20 bar (0...7 bar) hat keine Überdrucksicherung, da er mit einem
höheren Druck überlastet werden kann als die entsprechende Drucksicherung.
Die Taste ZERO ADJ erlaubt die Nulleinstellung der Druckmessung. Dies wird
aktiviert durch das Drücken der Taste ZERO ADJ und unter Beachtung der
Anweisungen, die im Display angezeigt werden.
Während der Nulleinstellung muss das VENT-Ventil geöffnet sein.
Eine blinkende Doppelkreuzmarke neben dem angezeigten Druckwert zeigt an,
dass eine Nulleinstellung erfolgte.
Die Nulleinstellung kann für alle B-20 Modelle nützlich sein um eine Nullpunktdrift
zu beheben, aber sie ist speziell wichtig für Relativdruckmessungen mit den B20/A und B-20/H Modellen, die mit einem Absolutdrucksensor ausgestattet sind.
Die Nulleinstellung ist speziell empfehlenswert bei der Messung von niedrigen
Drücken in Bezug auf den Messbereich des Drucksensors, wenn der NullpunktFehler sehr dominant ist.
Die Nulleinstellung mittels der Taste ZERO ADJ ist nur im RUN Status wirksam.
Wird ein Drucksensor gefunden mit einem signifikanten und permanenten
Nullpunkt-Fehler, so muss eine Nullpunkt-Rekalibrierung durchgeführt werden
(siehe Paragraph 2.5.9).
Seite 15
2.4.4
Spannungs- oder Frequenzmessungen
Spannungsmessungen hängen ab von der IN - Spannung Auswahl der
Möglichkeiten für REF, ANZ oder AUX während des SETUP.
Analog wird für die Frequenzmessung die Auswahl IN - Frequenz im SETUP
benötigt.
Das Eingangssignal muss an den V-Hz und COM Klemmen anliegen. Die
Eingangsimpedanz ist ungefähr 1 Mohm/50pF.
Die maximale Spannung die an den V-Hz und COM Klemmen anliegen darf, ohne
den Kalibrator zu beschädigen, beträgt 200 V.
Drei Spannungs-Messbereiche sind verfügbar: ± 5 V, ± 20 V, ± 80 V mit
automatischer Bereichswahl.
Für präzise Spannungsmessungen unter 1 V mit den Modellen B-20/BT, B-20/DT,
B-20/AT oder B-20/HT wird empfohlen, den "TC/RTD/mV/ohms" Kanal zu
benutzen und "Messen mV an TE-Eing" zu definieren.
Der Frequenzmessbereich ist 0...10 kHz. Das niedrigste Eingangssignal ist 1 V pp,
für eine Rechteckspannung.
2.4.5
Strommessungen
"IN - Strom" muss im SETUP gewählt worden sein für REF, ANZ oder AUX.
Das Eingangssignal muss an den Klemmen IN mA und COM anliegen.
Drei Messbereiche für den Strom sind verfügbar: ± 6.25 mA, ± 25 mA und ±
100 mA, mit automatischer Bereichswahl. Der interne Shunt-Widerstand beträgt
10 Ohm und er ist durch eine Sicherung geschützt (siehe Paragraph 3.2).
2.4.6
Simulation elektrischer Signale (OUT 1 und OUT 2)
Die SETUP Auswahl für die Kanäle OUT 1 oder OUT 2 für REF, ANZ oder AUX
ermöglicht die Erzeugung von Strom und Spannung, 2-Leiter TransmitterSimulation, 24 V Speisung für einen Prüfling (nur AUX) oder die Erkennung des
Status eines Schalters (nur AUX).
Die zwei Ausgangskanäle OUT 1 und OUT 2 sind identisch und voneinander
isoliert. Sie können in Serie oder parallel verbunden werden, um folgende Signale
zu erzeugen:
Spannung bis zu 20 V
Strom bis zu 50 mA
Hilfs-Speisung, 24 V / 50 mA oder 48 V / 25 mA
Beide Kanäle OUT 1 und OUT 2 widerstehen ohne Beschädigung der Verpolung,
einem Kurzschluss und externen Spannungen bis zu ± 40 V. Eine Sicherung
schützt gegen höhere Spannungen (siehe Paragraph 3.2).
Der Schaltertest wird bei 10 V, max. 4 mA durchgeführt.
2.4.7
Niederspannung und Temperatur durch TE-Messung (B-20/T Serie)
Nach der Wahl des "TC/RTD/mV/ohms"-Kanals im SETUP mit der Definition der
relevanten geeigneten Möglichkeiten für REF, ANZ oder AUX sind folgende
Messungen möglich:
Spannung bis zu 1,2 V
Temperatur von Thermoelementen
Dabei sind die Eingangs-Klemmen mit dem Thermoelement-Symbol zu benutzen.
Drei Spannungsmessbereiche sind grundsätzlich verfügbar: ± 75 mV, ± 300 mV
und ± 1,2 V, mit automatischer Bereichswahl und Nullung.
Seite 16
Die Eingangsimpedanz ist sehr hoch, mehr als 100 Mohm für Spannungsmessungen; sie sinkt bis etwa 1 Mohm für Temperaturmessungen, weil der B-20
einen niederen Strom in das Thermoelement injiziert um seine Integrität zu
überprüfen. Ist das Thermoelement nicht an den B-20 angeschlossen, oder es ist
defekt, erscheint auf dem Display eine Fehlermeldung.
2.4.8
Widerstands- und Temperaturmessungen mit RTD-Messung (B-20/T Serie)
Nach der Wahl des "TC/RTD/mV/ohms"-Kanals im SETUP mit der Definition der
relevanten geeigneten Möglichkeiten für REF, ANZ oder AUX sind folgende
Messungen möglich:
Widerstand, Bereich 0...3900 Ohm
Temperatur von Thermowiderständen (RTD)
Dabei sind die Eingangs-Klemmen mit dem Widerstands-Symbol zu benützen. Der
dritte und evtl. vierte Leiter, abhängig von der Schaltung (3- oder 4-Leiter), sind
an die Klemmen mit der Bezeichnung "3W" oder "4W" anzuschliessen.
Von Kalibrierungen im 2-Leiter-Schaltung wird wegen der damit verbundenen
Fehler abgeraten, sie sind aber dennoch möglich durch die Wahl der "3-Leiter"
Möglichkeit und die Überbrückung zwischen der Klemme "3W" und der
benachbarten "+" klemme.
Drei Widerstandsmessbereiche sind standardmässig verfügbar: 250, 1000 und
3900 Ohm mit automatischer Bereichswahl und Nullung.
2.4.9
Niederspannungs- und TE-Simulation (B-20/T Serie)
Nach der Wahl des "TC/RTD/mV/ohms"-Kanals im SETUP mit der Definition der
relevanten geeigneten Möglichkeiten für REF, ANZ oder AUX sind folgende
Messungen möglich:
Erzeugung von Spannung bis 1,2 V
Simulation eines TE-Signals für eine gegebene Temperatur und TE-Typ
Die Ausgangs-Klemmen, gekennzeichnet mit dem Thermoelement-Symbol, sind zu
benützen.
Drei Bereiche zur Simulation von Spannung sind standardmässig verfügbar:
± 75 mV, ± 300 mV, ± 1,2V.
2.4.10 Widerstands- und RTD-Simulation (B-20/T Serie)
Nach der Wahl des "TC/RTD/mV/ohms"-Kanals im SETUP mit der Definition der
relevanten geeigneten Möglichkeiten für REF, ANZ oder AUX sind folgende
Messungen möglich:
Widerstand bis 3900 Ohm
RTD-Werte, für eine gegebene Temperatur und RTD-Typ.
Die Ausgangs-Klemmen, gekennzeichnet mit dem Widerstands-Symbol für 3- oder
4-Leiter, sind zu benützen. (Siehe Beispiele typischer Anwendungen, Seite 34?).
Drei Bereiche zur Simulation von Widerstand sind standardmässig verfügbar:
250, 1000 und 3900 Ohm.
Die Widerstands-Simulation wird elektronisch erreicht durch entsprechende
Regelung der Klemmen-Spannung in einem konstanten gegebenen Verhältnis zum
aufgenommenen Strom. Die Regelschaltung hat operative Grenzen von ± 2,5 mA
für den Strom und ± 4 V für die Spannung; ausserhalb dieser Grenzen kann das
Spannungs-/Strom-Verhältnis nicht so konstant wie erforderlich gehalten werden,
eine "Überlast-Warnung" erscheint auf dem Display.
Seite 17
Die Simulations-Genauigkeit ist substantiell abhängig vom der Stromstärke. Das
Optimum wird bei einem Strom von etwa 1 mA erreicht, dem typischen BetriebsNiveau für die Pt100 Thermowiderstände. Wenn die Stromstärke sinkt, fällt die
Genauigkeit entsprechend; geht der Strom gegen Null, so sinkt die Spannung an
den Klemmen ebenfalls gegen Null und der simulierte Widerstand wird undefiniert.
2.4.11 Kalibrier-Zyklen
Ein Kalibrier-Zyklus besteht aus der Erzeugung einer Sequenz von Werten des
Referenz-Signals (REF) entsprechend definierten Prozentwerten seines Bereichs.
Die CYCLE-Taste erzeugt, immer wenn sie gedrückt wird, einen REF-Wert
entsprechend dem nächsten Schritt der Prozentsequenz von 0, 25, 50, 75, 100
% des Bereiches erst steigend, dann fallend (Normal-Zyklus), es sei denn, vom
Bediener wurde eine andere Prozentsequenz definiert (siehe 2.5.10).
Beispiele:
REF hat einen Bereich von 4...20 mA
Mit der CYCLE-Taste werden sequentiell die Werte 4, 8, 12, 16, 20 mA
simuliert
-
REF ist eine Thermoelement-Simulation und der Setup-Bereich des Bedieners
entspricht 500...1500 °C.
Die CYCLE-Taste erzeugt eine Sequenz von Spannungswerten, die den
Temperaturen 500, 750, 1000, 1250, 1500 °C entspricht.
Die Nutzung des CYCLE ist strikt äquivalent zur Sollwert-Berechnung und deren
Aufruf über die numerische Tastatur.
Die Werte, die durch die CYCLE-Taste erzeugt werden, können verändert, erhöht
oder gesenkt werden; durch erneutes Drücken der CYCLE-Taste wird der
definierte Wert der Sequenz wieder erstellt.
Die CYCLE-Taste hat keine Funktion, falls das REF-Signal durch den B-20 nicht
modifiziert werden kann oder falls der REF-Bereich im SETUP nicht definiert
wurde.
2.4.12 Speicherung von Kalibrierpunkten
Die STORE-Taste erlaubt während des Betriebs die Speicherung von
Kalibrierpunkten im B-20-Speicher. Die Speicherung von Kalibrier-Punkten erfordert
die vorhergehende Initialisierung und Auswahl eines Kalibrier-Reports im Setup
(siehe 2.3.6). Geschah dies nicht, läuft der B-20 also im laufenden Setup, so wird
der Benützer gefragt, ob er einen neuen Report durch Eingabe aller relevanten
Informationen für den Report-Kopf (siehe 2.3.6) erstellen will.
Falls ein Report gewählt ist, "friert" die STORE-Taste die angezeigten Daten ein:
der Benützer wird gebeten, ihre Gültigkeit zu bestätigen und ob sie von vor oder
nach einer Justierung stammen.
Durch ein weiteres Drücken der ENTER-Taste wird die Speicherung abgeschlossen
oder durch Drücken der CE-Taste wird die Operation abgebrochen.
Die Funktion der STORE-Taste ist anders, falls AUX als AUTOSTORE-Zeitintervall
definiert wurde.
In diesem Fall definiert der über die Tastatur eingegebene AUX-Wert (2...255 s,
normal 2 s) das Zeitintervall zwischen repetitiven Speicherungen und die STORETaste startet effektiv die Funktion AUTOSTORE.
Seite 18
Die AUTOSTORE-Funktion ist eine einfache "Datalogging"-Einrichtung, um eine
langsame Veränderung von Signalen oder die Stabilität eines Gerätes zu
überwachen.
Im AUTOSTORE-Modus
werden REF- und ANZ-Werte entsprechend dem eingegebenen Zeitintervall
gespeichert.
wird die Zeit, z.B. "hh:mm:ss" von der internen Uhr des B-20 als AUX-Wert
gespeichert.
ist die Markierung vor/nach Justierung nicht verfügbar.
werden Fehlerzustände aufgezeichnet und unterbrechen die Speicherung
nicht.
Die Speicherung stoppt, wenn die STORE-Taste erneut gedrückt wird oder falls
999 Punkte gespeichert wurden oder in jedem Fall, wenn der Speicher des B-20
voll ist.
Um gespeicherte Daten anzuzeigen, zu drucken oder zu löschen siehe 2.5.1,
2.5.2 und 2.5.3.
Seite 19
2.5
Hilfsfunktionen (AUX Menu)
Nach Betätigen der Taste AUX MENU erscheint folgendes Hauptmenu auf dem
Display:
AUX MENU - Hilfs-Funktionen
Druecke 1..8
1 > Ausdruck Daten
5 >
2 > Daten zeigen
6 >
3 > Daten loeschen
7 >
4 > Freier Speicher
8 >
Datum und Zeit
RS-232 Interf.
Sprache
Fortsetzung ....
Nach Betätigen der Taste 8 wird ein Hilfs-Funktions-Untermenu angezeigt. Es
beinhaltet seltener benötigte Funktionen und erscheint wie folgt:
AUX MENU - Hilfs-Funktionen
Druecke 1..8
1 > B20LINK
5 >
2 > Auto off: ON
6 > Ext. CJ : 0.0 °C
3 > Kalibrier-Zyklus
7 > Rejustierung
4 > Softw.-Version
8 > Fortsetzung ....
Die nicht belegten Tasten sind für spätere, jetzt noch nicht verfügbare Funktionen
reserviert.
Nach dem Betätigen der Taste 8 erscheint wieder das AUX MENU Hauptmenu.
Eine AUX MENU Funktion wird ausgewählt durch Drücken der zugehörigen
numerischen Taste. Das AUX MENU kann durch Drücken der Tasten SETUP oder
RUN verlassen werden.
2.5.1
Ausdruck Daten
Der B-20 wird mit dem Drucker verbunden unter Verwendung des Druckerkabels,
das mit dem Kalibrator geliefert wird, siehe Liste Standard Zubehör Liste. Der
Drucker muss mit einer korrekt eingestellten seriellen Schnittstelle RS-232
versehen sein (siehe 2.5.6). Nach Betätigen der Taste 1 (Hauptmenu) kann mit
den PFEILTASTEN die Report-Liste gesichtet werden.
Durch Betätigen der ENTER-Taste wird ein ausgewählter Report gedruckt, mit CE
wird die Funktion verlassen.
2.5.2
Daten zeigen
Um gespeicherte Daten auf dem Display anzuzeigen, die Taste 2 (Hauptmenu)
drücken. Mit den PFEILTASTEN die Report-Liste sichten.
Taste ENTER drücken, um einen ausgewählten Report anzuzeigen. Mit der CETaste kann die Funktion verlassen werden.
2.5.3
Daten löschen
Taste 3 (Hauptmenu) drücken um
1 > alle Reports zu löschen
2 > einen einzelnen Report zu löschen
3 > den zuletzt gespeicherten Kalibrierpunkt zu löschen
Im Fall der Wahl von 2 oder 3 kann mit den PFEILTASTEN ein Report aus der
Liste ausgewählt werden. Vor der endgültigen Löschung kann die Wahl mit der
CE-Taste widerrufen werden.
Seite 20
2.5.4
Freier Speicher
Taste 4 (Hauptmenu) drücken und die Zahlen der gespeicherten Reports und
Kalibrierpunkte werden angezeigt.
2.5.5
Datum und Zeit
Taste 5 (Hauptmenu) drücken um Datum und Zeit einzustellen. Datum und Zeit
bleiben auch im abgeschalteten Zustand des B-20 erhalten, so dass diese
Funktion selten benötigt wird.
2.5.6
RS-232 Schnittstelle
Taste 6 (Hauptmenu) drücken, um die Baudrate der seriellen Schnittstelle
einzustellen. sie muss jener des Druckers oder PC's entsprechen (bitte den
Handbüchern entnehmen), andernfalls ist ein Datenaustausch nicht möglich.
Die richtige Einstellung der Baudrate ist normalerweise genügend für die korrekte
serielle Verbindung, sollte dennoch ein Fehler auftreten, beachten Sie folgende
Hinweise:
die B-20-Schnittstelle überträgt 8 Bit seriell, das erste Bit ist weniger
signifikant, kein Paritätsbit, vorausgehend ein Startbit, gefolgt von einem
Stopbit
in den Datenfluss sind sowohl ein XON/XOFF-Protokoll integriert als auch
ein HW-Handshake, der das DTR-Signal vom Drucker oder PC nutzt.
2.5.7
Sprache
Taste 7 (Hauptmenu) drücken um die Menusprache festzulegen. Diese bleibt auch
im abgeschalteten Zustand erhalten. Die Grundsprache ist immer Englisch. Zur
Zeit sind Deutsch, Französisch und Italienisch als Zweit-Sprache verfügbar,
weitere Sprachen und Kombinationen werden folgen.
2.5.8
B-20 LINK
Diese Taste drücken bevor das B-20 LINK-Software-Paket auf einem PC oder
kompatiblen Computer gestartet wird (nur wenn die B-20 LINK Option installiert
ist).
B-20 LINK ermöglicht den Transfer von Kalibrier-Reports aus dem B-20-Speicher in
ein Datenfile des PC's und das Laden von vorbereiteten Reportköpfen aus einem
Datenfile in den B-20-Speicher.
Siehe B-20-LINK Benutzer-Handbuch für weitere Informationen.
2.5.9
Automatische Abschaltung (AUTO OFF)
Wird der B-20 mit Batterie betrieben, so schaltet er automatisch ab, falls 15 min.
lang keine Taste betätigt wird oder früher, wenn die Batterie schwach ist. Der
Benutzer kann diese Funktion für bestimmte Anwendungen (z.B. die Beobachtung
eines sich langsam verändernden Signals) abschalten. Die automatische
Abschaltung ist immer verfügbar, wenn der B-20 eingeschaltet wird.
2.5.10 Kalibrier-Zyklen
Ein Kalibrier-Zyklus ist eine vordefinierte Sequenz von Kalibrier-Schritten, dies sind
REF- Werte, ausgedrückt als Prozentwerte eines REF-Bereiches. Der Bediener kann
den Startpunkt, den Endpunkt, die Zahl der Schritte und die Art der Kalibrierung
(nur aufwärts / auf- und abwärts) definieren.
Der voreingestellte Zyklus ist 0, 25, 50, 75, 100 % des REF-Bereiches, aufwärts
und abwärts. (siehe auch 2.4.11).
Seite 21
2.5.11 Software-Version
Taste 5 des Untermenus drücken, um Informationen zur Version und dem Datum
der eingesetzten Firmware anzuzeigen, dies ist im Fall der Diagnose möglicher
Fehlfunktionen nützlich.
2.5.12 Temperatur externe Kaltlötstelle
Diese Option ermöglicht die TE-Messung oder Simulation mit KaltlötstellenKompensation ausserhalb des B-20. Die voreingestellte externe CJ-Temperatur
wird mit 0 °C angenommen, diese wird in den meisten Fällen adäquat sein. Der
Bediener kann abweichende Werte in einem Bereich von -273 °C bis +327 °C
einstellen.
2.5.13 Rejustierung (Rekalibrierung)
Nach Drücken der Taste 7 im Untermenu erscheint die folgende Meldung auf dem
Display:
RECAL - Wahl Anzeige/Ausgang
Pfeile zur Wahl, ENTER bestaetigt
-> Druck, -1/1.5 bar g
Mit den PFEILTASTEN kann gewählt werden, von welchen der folgenden Grössen
die Eingänge oder Ausgänge rejustiert werden sollen:
Druckbereich (2 Druckbereiche in den entsprechenden B-20 Versionen)
Externer Druckbereich (SP-1 externer Drucksensor)
IN Strom
IN Spannung
Messung mV an TE-Eingang nur in /T Versionen
Messung Widerstand, 4-Leiter
nur in /T Versionen
Simulation Widerstand
nur in /T Versionen
Die B-20 Rejustierung wird hauptsächlich durch Software-Prozeduren unter
Berücksichtigung von gespeicherten Kalibrier-Koeffizienten durchgeführt.
Die Kanäle OUT 1 und OUT 2 können nur manuell justiert werden mit einem
individuellen Kalibrier-Trimmer, der innerhalb des Kalibrators installiert ist (Siehe
Kapitel Unterhalt, Punkt 3.4).
Die Druck-Nullpunkt-Einstellung ist die einfachste Justier-Operation. Sie erfordert
kein spezifisches Referenz-Instrument, nach Betätigen der Taste 1 (Null) des
RECAL-Druck-Untermenus belüften Sie den Drucksensor zur Atmosphäre durch
Öffnen (bei älteren B-20 Versionen Drücken) des VENT-Knopfes und betätigen
(während Sie bei älteren Versionen den VENT-Knopf gedrückt halten) die ENTERTaste.
Alle anderen Justier-Prozeduren mit Ausnahme der Druck-Nullpunkt-Einstellung
müssen mit Hilfe von Primär-Normalen durchgeführt werden oder mit ReferenzInstrumenten welche eine mindestens 2 bis 4 mal höhere Genauigkeit aufweisen
als die der B-20 Klasse und welche mit einem neueren, auf nationale oder
internationale Normale zurückverfolgbaren Zertifikat versehen ist.
Der Zugang zu den Justier-Prozeduren ist nur möglich nach der Bestätigung der
folgenden Warnung, die auf dem Display erscheint:
Seite 22
>>> ACHTUNG <<<
Bedienungsanleitung sorgfältig durchlesen
vor Beginn einer Rejustierung !
Vorgehensweise in der Betriebsanleitung
nachschlagen, oder CE zum Abbruch
Zum Verständnis sei angemerkt, dass eine Rejustierung eine Modifzierung der
Original-Werkskalibrierung bedeutet, dafür muss zuerst überprüft werden, ob die
Normal-Instrumente verfügbar sind, welche fähig sind, Druck und/oder elektrische
Grössen mit der erforderlichen Genauigkeit zu simulieren und zu messen,
Die empfohlene Ausstattung von Normale-Instrumenten wäre z.B.:
für die Justierung des gesamten Druckmessbereichs
(RECAL-Druck, Untermenu Taste 2), Verstaerk:
Gewichts-Kolben-Manometer, Fehlergrenze kleiner als ±0,02 % bezogen auf die
Druckwerte entsprechend 90 % des B-20 Druckbereichs, z.B. bis 1,35 bar
bezogen auf den Basis-Bereich und 18 bar (resp. 6,3 bar) bezogen auf den
zweiten hohen Bereich.
Ebenso geeignet sind Druck-Primär-Standards HUBER mit einer Messunsicherheit
von maximal 0,01 % des jeweils aktiven Bereichs und der zusätzlichen Möglichkeit eines Rechneranschlusses.
-
für die Justierung der Eingänge I und V, TE/mV Ein/Aus:
Multimeter mit einer Genauigkeit besser als ±0,02 %, bezogen auf die
folgenden Werte:
5, 20, 80 mA
4, 16, 64 V
62, 250, 1000 mV
Geräte zur Erzeugung von stabilisierten Strom- und Spannungssignalen
entsprechend den o.g. Werten.
-
für die Justierung des Eingangs RTD/Ohm:
Eine Widerstands-Dekade oder Referenz-Widerstände für die Werte 200,
800, 3200 Ohm, Genauigkeit besser als ±0,02 %.
-
Rejustierung der Widerstands-Simulation:
Multimeter mit einer Genauigkeit besser als ±0,02 % bei einer
Widerstandsmessung von 200, 800, 3000 Ohm, mit einem nominellen
erregerstrom von 1 mA.
Nach dem Feststellen der Verfügbarkeit der Master-Geräte kann die geschützte
Justier-Prozedur durch gleichzeitiges Drücken der ALFA und STORE Tasten
eingeleitet werden.
Das Rejustier-Menu verlangt die Beaufschlagung mit den erwähnten Werten und
fordert zu jedem davon die Bestätigung.
Die CE Taste erlaubt, bis zu diesem Punkt, die laufende Operation abzubrechen
oder zum nächsten Justierpunkt zu springen. Später werden die bisher
vorhandenen Werte durch die neu errechneten überschrieben.
Seite 23
Hinweise zu den B-20/A, /AT, /H UND /HT Modellen
Diese Versionen erlauben die Druckmessung mit einer Genauigkeit von 0,01 %: eine
Rejustierung durch den Benützer ist möglich, aber wir empfehlen dringend, den Service
eines akkreditierten Kalibrierlabors in Anspruch zu nehmen, und zwar aus folgenden
Gründen:
1.
Die Normal-Geräte müssen die für diese Aufgabe erforderliche sehr hohe
Genauigkeit aufweisen.
2.
Um die nominelle hohe Genauigkeit der Normal-Geräte zu erreichen müssen die
Umgebungsbedingungen (z.B. lokale Gravitation, Temperatur etc.) geprüft und
erforderliche Korrekturen durchgeführt werden.
Benutzen Sie trockene Instrumentenluft als Prüfmedium: reiner Stickstoff führt bei
Sensoren auf Schwingungsbasis zu grossen Fehlern (über 0,06% des Messwertes), ein
hoher Feuchtigkeitsgehalt führt ebenfalls zu feststellbaren Fehlern.
Die Nullpunkt-Korrektur und jene des Verstärkungsfaktors wird nicht durch den B-20
errechnet, wie für andere Justierungen, sondern nach dem Zugang zur Rekalibrier-Prozedur
(ALPHA und STORE- Tasten) über die Tastatur eingegeben.
Diese Korrekturen müssen vorgängig durch zwei Messungen berechnet werden, eine bei
50 mbar abs (der B-20 ist kalibriert bis hinab auf 35 mbar abs) und eine in der Nähe des
Endwertes, dies mit dem B-20 und mit dem Normal-Gerät.
Bevor die B-20 Kalibratoren das Werk verlassen, werden sie dort kalibriert, so dass bei
einem neuen Kalibrator die meisten gespeicherten Korrekturfaktoren nicht mehr auf Null
stehen.
Dies gilt nicht für die Druckmessung in den hochgenauen B-20 Versionen: Das Setzen der
Nullpunkt- und Verstärkungs-Korrekturen auf 0 ppm erlaubt, ausschliesslich für diese
Messungen, jederzeit zu den Original-Werkseinstellungen.
Seite 24
2.6
Typische Anwendungen
Kalibrierung eines 2-Leiter Druck-Transmitters
-
Der Referenzdruck wird erzeugt und gemessen vom B-20
-
Das 4...20mA Ausgangssignal wird gemessen vom B-20
Typisches Kalibrator-Setup:
1 > REF:
Druck, -1/1.5 bar g, mmH2O
v.Ber: 0 /
2000
2 > ANZ:
IN - Strom, mA
v.Ber: 4.000 / 20.000 +-0.50%
3 > AUX:
OUT 1 Speisespannung 24V
Seite 25
Typische Anwendungen
Kalibrierung eines 2-Leiter Differenzdruck-Transmitters mit
Radizierung (Linearer Ausgang bezogen auf Durchfluss oder Menge)
-
Der Referenzdruck wird erzeugt und gemessen vom B-20
-
Das 4-20mA Ausgangssignal wird gemessen vom B-20
-
Stromversorgung des Transmitter mit der 24V Hilfsspannung des Kalibrators
Typisches Kalibrator-Setup:
Seite 26
1 > REF:
Druck, -1/1.5 bar g, mbar
v.Ber: 0 /
144 *sqrt*
2 > ANZ:
IN - Strom, mA
v.Ber: 4.000 / 20.000 +-0.50%
3 > AUX:
OUT 1 Speisespannung 24 V
Typische Anwendungen
Kalibrierung eines Rechner-Relais oder Reglers mit Fern-Sollwert-Einstellung
-
Die Eingangs- und Ausgangs-Variabeln sind 0...10V Signale.
Typisches Kalibrator-Setup:
1 > REF:
OUT1 0-10V Signal,V
v.Ber: 0.000 / 10.000
2 > ANZ:
IN - Spannung, V
v.Ber: 0.000 / 10.000 +-0.10%
3 > AUX:
OUT2 0-10V Signal,V
Seite 27
Typische Anwendungen
Kalibrierung eines elektro-pneumatischen Umformers
-
Das 4-20 mA Signal wird erzeugt vom B-20
-
Das 3-15 psi Ausgangssignal des Druckmessumformers wird vom B-20
gemessen
Typisches Kalibrator-Setup:
Seite 28
1 > REF:
OUT1 mA, sim TX 2-Leiter, mA
v.Ber: 4.000 / 20.000 *inv*
2 > ANZ:
Druck, -1/1.5 bar g, psi
v.Ber: 3.0000 / 15.000 +-0.50%
3 > AUX:
nichts gewaehlt
Typische Anwendungen
Kalibrierung eines Manometers oder sonstigen Druck-Messgeräts
-
Der Referenzdruck wird erzeugt und gemessen vom B-20
-
Der abgelesene Messwert des Prüflings wird über die Tastatur eingegeben
Typisches Kalibrator-Setup:
1 > REF:
Druck, -1/1.5 bar g, mbar
v.Ber: 0 /
1000.0
2 > ANZ:
von Tastatur, Druck, mbar
v.Ber: 0.000 / 1000.0 +-1.00%
3 > AUX:
nichts gewaehlt
Seite 29
Typische Anwendungen
Kalibrierung eines Thermoelements
(Nur mit B-20/T, B-20/DT, B-20/AT und B-20/HT)
-
Der Sensor ist eingetaucht in ein thermostatisches Bad als Referenztemperatur-Quelle, die mit einem Präzisions-Thermometer gemessen wird
-
Die Referenztemperatur wird über die Tastatur eingegeben
-
Die Thermoelement-Signale werden vom B-20/T gemessen und umgewandelt
in °C mit interner Kaltlötstellenkompensation
Typisches Kalibrator-Setup:
Seite 30
1 > REF:
von Tastatur, Temperatur, °C
v.Ber: 0.0 /
1000.0
2 > ANZ:
TE mess,CJ int, J IEC, °C
v.Ber: 0.0 / 1000.0 +-1.00%
3 > AUX:
nichts gewaehlt
Typische Anwendungen
Kalibrierung eines Widerstands-Temperatur-Fühlers (RTD)
(Nur mit B-20/T, B-20/DT, B-20/AT und B-20/HT)
-
Sensor eingetaucht in einem thermostatischen Bad als ReferenztemperaturQuelle, die mit einem Präzisions-Thermometer gemessen wird
-
Die Referenztemperatur wird über die Tastatur eingegeben
-
Der Widerstand des RTD Pt 100 werden vom B-20/T gemessen und
umgewandelt in °C
Typisches Kalibrator-Setup:
1 > REF:
von Tastatur, Temperatur, °C
v.Ber: 0.00 /
200.00
2 > ANZ:
RTD 3-Leit., Pt100 IEC, °C
v.Ber: 0.0 / 200.0 +-1.00%
3 > AUX:
nichts gewaehlt
Seite 31
Typische Anwendungen
Kalibrierung eines Temperatur-Anzeiger-Reglers mit Sollwert-Ferneinstellung
(Nur mit B-20/T, B-20/DT, B-20/AT und B-20/HT)
-
Entsprechend der definierten Temperatur wird das Thermoelement-Signal
vom B-20/T simuliert.
-
Der Sollwert wird vom B-20/T simuliert.
-
Das Ausgangssignal 4...20 mA des Prüflings wird vom B-20/T gemessen.
Typisches Kalibrator-Setup:
Seite 32
1 > REF:
TE sim, CJ int, J IEC, °C
v.Ber: 0.0 / 1000.0
2 > ANZ:
IN - Strom, mA
v.Ber: 4.000 / 20.000 +-0.25%
3 > AUX:
OUT1 mA, mit int. Speis., mA
Typische Anwendungen
Kalibrierung eines 2-Leiter Temperatur-Transmitters
(Nur mit B-20/T, B-20/DT, B-20/AT und B-20/HT)
-
Entsprechend der definierten Temperatur wird das Thermoelement-Signal
vom B-20/T simuliert.
-
Das Ausgangssignal 4-20 mA des Prüflings wird vom B-20/T gemessen
-
Die 24 V Speisung des Prüflings erfolgt durch den B-20/T
Typisches Kalibrator-Setup:
1 > REF:
TE sim, CJ int, J IEC, °C
v.Ber: 0.0 / 1000.0
2 > ANZ:
IN - Strom, mA
v.Ber: 4.000 / 20.000 +-0.25%
3 > AUX:
OUT1 1 Speisespannung 24V
Seite 33
Typische Anwendungen
Kalibrierung eines 2-Leiter Temperatur-Fühlers (RTD-Eingang)
(Nur mit B-20/T, B-20/DT, B-20/AT und B-20/HT)
-
RTD-Signal wird vom B-20/T simuliert.
-
Das 4...20 mA Signal wird vom B-20/T gemessen
-
Die Stromversorgung des Transmitters erfolgt mit der 24V-Hilfsspannung
des Kalibrators.
Typisches Kalibrator-Setup:
Seite 34
1 > REF:
Simul. RTD, Pt100 IEC, °C
v.Ber: 0.0 / 200.0
2 > ANZ:
IN - Strom, mA
v.Ber: 4.000 / 20.000 +-0.25%
3 > AUX:
OUT1 1 Speisespannung 24V
Typische Anwendungen
Kalibrierung eines 200 bar Druckmessgerätes
-
Der Referenzdruck wird mit einer hydraulischen Handpumpe erzeugt und
durch den B-20 mit dem externem Drucksensor SP-1 gemessen
-
Die am Prüfling abgelesenen Messwerte werden über die Tastatur
eingegeben.
Typisches Kalibrator-Setup:
1 > REF:
Ext.Druck, 0/200 bar g, bar
v.Ber: 0.000 /
160.00
2 > ANZ:
von Tastatur, Druck, bar
v.Ber: 0.00 / 160.00 +-0.50%
3 > AUX:
nichts gewaehlt
Seite 35
3.
INSTANDHALTUNG (Abb. 1)
Um Zugang zum Inneren des Kalibrators zu bekommen, sind die sechs Schrauben
auf der Frontplatte zu lösen, dann die gesamte Einheit aus dem Koffer nehmen.
Beachten Sie bitte, das die Kabel von der Apparate-Steckdose (Z), vom RS-232Stecker (X) und jenem vom Anschluss für externe Drucksensoren (W), die auf
Rückseite des Koffers angebracht sind, nicht beschädigt werden.
Um die Einheit aus ihrem Gehäuse zu nehmen, sind die Kabel von den
Anschlüssen (F) und (J) abzuziehen.
2.1
Stromversorgung
Die Stromversorgung ist werksseitig voreingestellt, entweder 110/120V AC oder
220/240 V AC, beide mit 50/60 Hz, je nach Anforderung des Nutzers. Die interne
Verdrahtung zwischen der Apparatesteckdose (Z) und den Anschlüssen (F) zeigt
Abb. 2. Die werksseitig eingestellte Spannung ist auf dem Typenschild,
angebracht auf der Rückseite des Kalibrators über der Apparatesteckdose (Z);
abzulesen.
Die elektrische Absicherung erfolgt durch eine Hauptsicherung (Y), eingebaut
neben der Apparatesteckdose (Z) für die Stromversorgung auf der Rückseite. Die
Sicherung ist mittelträge mit einem Wert von 100 mA (Typ T oder M)
Es wird empfohlen, Sicherungen nur durch den gleichen Typ zu ersetzen. Zwei
Ersatzsicherungen gehören zum Lieferumfang des Kalibrators.
3.2
Eingangs-/Ausgangs-Sicherungen
Die folgenden Sicherungen befinden sich innerhalb des Kalibrators:
-
Sicherung (G), zum Schutz des Shunt-Widerstandes, am Eingang für die
Spannungsmessung
Sicherung (H), zum Schutz des Ausgangs OUT 2
Sicherung (I), zum Schutz des Ausgangs OUT 1
Alle drei Sicherungen sind identische Feinsicherungen, flink, mit einem Wert von
100 mA. Fünf Sicherungen werden mit dem Kalibrator geliefert.
3.3
Kontrasteinstellung des LCD-Displays
Die normale Kontrasteinstellung erfolgt mit der Taste LIGHT-CONTR. Ist dies nicht
ausreichend, gehen Sie wie folgt vor:
den Trimmer (O) einstellen, bis die beste Ablesbarkeit gegeben ist.
die Taste LIGHT-CONTR drücken und prüfen, ob der Kontrast stärker und
schwächer eingestellt werden kann, ist dies nicht der Fall, den Trimmer (O)
nochmals einstellen.
3.4
OUT 1 und OUT 2 REJUSTIERUNG
Für die zwei Ausgangs-Kanäle OUT 1 und OUT 2 ist keine Software-Rejustierung
implementiert.
Die beiden Trimmer (M) und (N) werden nach Anlegen einer Spannung von 10 V
DC mit einem Referenz-Voltmeter mit einer Genauigkeit von ±0,02 % im Bezug
auf die abgelesene 10 V-Spannung justiert.
Nach dieser Justierung sollte die Stromerzeugung auf ±0,03% genau eingestellt
sein.
Seite 36
Abbildung 1:
A
B-E
F
G
H
I
J
L
M
N
Innenansicht und Anschlüsse
Netzteil
diverse Prints
5-poliger Hauptanschluss
mA Sicherung Eingang
OUT2 Sicherung
OUT1 Sicherung
20-poliger Anschluss
Batterie (YUASA NP 2,1-12)
OUT1 Trimmer
OUT2 Trimmer
O
P
Q
R
S
T
W
Y
Z
LCD Kontrast-Trimmer
Handpumpe bis 21 bar (ev. 7 bar)
Drucksensor hoher Messbereich
Drucksensor niedriger Messbereich
Variables Volumen
Drucksensor bei Versionen /A, /H, /L
Anschluss ext. Drucksensor
Sicherung Stromversorgung
Apparatesteckdose Netzkabel
Seite 37
Abbildung 2: Wechsel der Versorgungs-Spannung
Verdrahtung der Stromversorgung
- durchgezogene Linien:
- gestrichelte Linien:
Seite 38
220/240 V AC, 50/60 Hz
110/120 V AC, 50/60 Hz
3.5
Liste der Komponenten
Ref.
Anzahl Bezeichnung
Code-Nr.
A
1
B-20/B /D Stromversorgungs-Print
85CS161
-
1
B-20/A /H Stromversorgungs-Print
85CS161 + 85CS162
B
1
Master-Print
C
1
OUT 1-2 Print
D
1
Temperatur-Print
E
1
PMAV Print
1
Haupt-Print
G
1
Sicherung, Eingang mA
630828
H
1
OUT 2 Sicherung
630828
I
1
OUT 1 Sicherung
630828
-
1
kompletter Tragkoffer
221004
K
1
LCD-Display
213016
L
1
12 V Batterie YUASA NP 2,1-12
630022
P
1
Handpumpe
84BA-51S
Q
1
Drucksensor hoher Messbereich
R
1
Drucksensor niedriger Messbereich
S
1
Variables Volumen
T
1
Drucksensor für B-20/A, /H, /L
W
1
Anschluss für ext. Sensor
X
1
RS-232 Print und Stecker
Y
1
Haupt-Sicherung
Z
1
Apparatesteckdose
213027
1
Verbindungskabel zum Drucker
241008
1
Zubehör-Satz
231014
1
Pneumatik-Aufbau ohne Transducer
84BA-31S
85CS175
Seite 39
Multifunktionaler Prozess-Kalibrator B-20
Bedienungs-Anleitung
3.6
Liste der empfohlenen Ersatzteile
Ref.
Bezeichnung
Code-Nr
.
G-H-I Feinsicherung, flink, 100 mA
630828
Y
Hauptsicherung 0,1 A T
630801
-
PVC-Schlauch 1/4"
616003
-
O-Ring-Set für (P)
241003
-
O-Ring-Set für (S)
241004
-
Pneumatischer Anschluss (w)
231008
-
Pneumatischer Anschluss (m)
231007
-
Pneumatischer Anschluss (w)
mit Nadel-Ventil
231011
ADRESSE DES HERSTELLERS
Die multifunktionalen Prozess-Kalibratoren B-20 und B-20-IS werden in Italien
hergestellt durch:
Dott. Ing. SCANDURA & C. S.p.A.
Via Ambrosoli, 8
20141 Milano
Tel.: +39-02-89506051
Fax: +39-02-8467737
In der Bundesrepublik Deutschland, in der Deutschsprachigen Schweiz und in
Österreich werden die multifunktionalen Prozess-Kalibratoren B-20 und B-20-IS
vertrieben und gewartet durch:
DRUCK & TEMPERATUR Leitenberger GmbH
Bahnhofstr. 33
72138 Kirchentellinsfurt
Tel.: +49-7121-90920-0
Fax: +49-7121-90920-99
E-Mail: DT-Info@Leitenberger.de
Internet: www.druck-temperatur.de
DRUCK & TEMPERATUR Leitenberger GmbH
Bahnhofstr. 33 C D-72138 Kirchentellinsfurt C Germany
Tel.: 0 71 21 - 9 09 20 - 0 C Fax: 0 71 21 - 9 09 20 - 99
E-Mail: DT-Info@Leitenberger.de C http://www.druck-temperatur.de
Technische Änderungen vorbehalten. Freibleibend C (Rel. 051128) • SEITE 40
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