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HW2S HF Bedienungsanleitung deutsch_02_10.indd

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Service Energietechnik
HW2S HF-Erdungsmessgerät
Bedienungsanleitung
DEABB 1543 10 D gedruckt in Deutschland (0110-500-GD)
Kontakt
HW2S HF-Erdungsmessgerät
Bedienungsanleitung
Inhalt:
2 Service Energietechnik
Seite 3
Sicherheitsvorkehrungen
Seite 4
Verwendung
Seite 5
Tasten-Funktionen und Anzeigen
Seite 6
Funktionstest
Seite 7
Batterie prüfen, Display Beleuchtung
Seite 8
Messen
Seite 9
Messwertspeicherung
Seite 10
Fehlermeldungen
Seite 11
Laden der Batterie
Sicherheitsvorkehrungen
Das HF-Erdungsmessgerät ist gemäß VDE 0411 gebaut.
Bei bestimmungsgemäßer Verwendung ist die Sicherheit
von Gerät und Bediener gewährleistet.
Das Gerät darf keinem Frost oder Temperaturen über 60° C
ausgesetzt werden.
Wenn das Gerät sichtbare Beschädigungen aufweist, ist anzunehmen, dass ein gefahrloser Betrieb nicht mehr möglich ist.
In diesem Fall ist das Gerät auszuschalten und gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten zu sichern.
Um den sicherheitstechnisch einwandfreien Zustand zu
erhalten und die gefahrlose Verwendung sicherzustellen, ist es
unerlässlich, dass Sie vor Einsatz Ihres Gerätes die Bedienungsanleitung sorgfältig und vollständig lesen und in allen Punkten
befolgen.
Nach längerer Lagerung und ungünstigen Verhältnissen sowie
nach schweren Transportbeanspruchungen, ist das Gerät zu
überprüfen und der gefahrlose Betrieb sicherzustellen. Beim
Öffnen des Gerätes können spannungsführende Teile freigelegt werden. Vor einer Instandsetzung, einem Austausch von
Teilen oder einem Abgleich, muss das Gerät von allen Spannungsquellen getrennt werden.
Messungen mit dem HW2S dürfen nur von Fachpersonal
durchgeführt werden.
Das Gerät darf niemals an spannungsführende Teile angeschlossen werden. Das HW2S ist ein Messgerät, das sorgsam
zu behandeln ist. Insbesondere sind Erschütterungen, Nässe
und äußere elektrische Spannungen zu vermeiden.
Instandsetzungen dürfen nur von einer Fachkraft ausgeführt
werden, die mit den damit verbundenen Gefahren vertraut ist.
Elektrostatische Aufladungen (auch des Bedienungspersonals)
sind unbedingt zu vermeiden, da diese zur Zerstörung des
Messgerätes führen können.
Das Gerät entspricht der Schutzklasse II.
Es ist sicherzustellen, dass nur Sicherungen vom angegebenen Typ und der angegebenen Stromstärke verwendet
werden. Die Verwendung geflickter Sicherungen oder Kurzschließen des Sicherungshalters ist unzulässig.
HF-Erdungsmessgerät HW2S
1 Taste für Gerätekontrolle
2 Display für Informationen
3 Taste für Batteriekontrolle
4 Beleuchtung für Display (2)
1
5 Display für Messwert
2
3
7 Sicherung für Messstromkreis
4
8 230 V Geräte-Steckdose
5
9 Sicherung für Ladestromkreis
10 Kontrolllampe „Laden”
11 Betriebsschalter
12 Kontrolllampe „Betrieb”
13 Buchse Hilfssender (H)
14 Buchse Sonde (S)
15 Buchse Mastfuß (E)
TEST
INFORMATION
6 Taste für automatische Messung
U/I
HW2S
HF-Erdungsmessgerät
AUTO
10
6
11
RS232
7
8
T 1,6 A
230 V
T 0,1 A
Laden
aus
Betrieb
E
S
H
12
13
9
14
15
Service Energietechnik 3
Verwendung
Das HF-Erdungsmessgerät HW2S dient zur Messung des
Erdungswiderstandes von Freileitungsmasten bei aufgelegtem
Erdseil. Das Gerät wurde insbesondere zur routinemäßigen
Kontrolle der Wirksamkeit von Freileitungsmasterdungen mit
geringstem Aufwand und in kürzester Zeit konzipiert.
Das Messprinzip besteht darin, einen sinusförmigen
Strom zwischen dem Mastfuß (E) und dem Hilfserder (H)
fließen zu lassen. Der Spannungsabfall wird mit der
Sonde (S) gemessen. Durch das Verhältnis von Spannung/
Strom kann er Erdungsausbreitungswiderstand bestimmt
werden.
Aufgrund der physikalischen Voraussetzungen sind die Messergebnisse des HW2S mit Niederfrequenzmessbrücken nur in
dem Bereich 2-25 Ohm direkt vergleichbar.
Extreme Verhältnisse und besonders ungünstige Konstellationen
können die Messergebnisse beeinflussen.
Das angezeigte Messergebnis kann durch Störspannungen
verfälscht sein. Dies lässt sich meistens durch Wiederholungsmessungen feststellen.
Das Gerät ist für einen Einsatzbereich bis zu einer Umgebungstemperatur von 50° C geprüft.
Durch die Verwendung hochfrequenter Ströme wird der Einfluss der über das Erdseil verbundenen Erdungen der Nachbarmaste eliminiert.
Das Messergebnis ist mit dem Ergebnis herkömmlicher Messbrücken bei abgehobenem Erdseil vergleichbar, ohne dass
man das zeitraubende und schwierige Isolieren des Erdseiles
gegen den Mast durchführen muss.
Erdungsklemme
Gebrauchsbereich des Gerätes: 2-100 Ohm.
HF Leitung
TEST
INFORMATION
U/I
HW2S
HF-Erdungsmessgerät
Ÿ
Hilfserder H
AUTO
Sonde S
RS232
T 1,6 A
230 V
T 0,1 A
Laden
aus
Betrieb
E
S
H
NYAF
Mastanschluß E
Messanordnung
4 Service Energietechnik
ª
ª
ca 40m
ca 75m
ª
ª
Tasten-Funktionen und Anzeigen
Die Bedienung des Gerätes erfolgt durch 4 Tastenfunktionen.
Die Ausführung einer bestimmten Funktion kann bis zu
15 Sek. dauern. Wird während dieser Zeit eine andere
Funktion ausgewählt, wird der aktuelle Messvorgang
abgebrochen und die neue Funktion gestartet.
Der aktuelle Betriebszustand oder Messwerte werden auf zwei
Displays dargestellt:
Das „Display für Informationen” (2) ist zweizeilig und kann
durch drücken der Taste „Beleuchtung für Display 2“ (4)
beleuchtet werden. Folgende Informationen werden angezeigt:
−
−
−
−
aktueller Betriebszustand (Textanzeige)
Messwerte je nach Funktions-Auswahl
Fehlermeldung (blinkend)
Mastnummer
Das „Display für Messwert“ (5) zeigt nach einer gültigen
Messung den Erdausbreitungswiderstand an. In Bereitstellung
wird ---,-- angezeigt.
2 Display für Informationen
4 Beleuchtung für Display 2
5 Display für Messwert
2
TEST
INFORMATION
U/I
HW2S
HF-Erdungsmessgerät
4
5
AUTO
RS232
T 1,6 A
230 V
T 0,1 A
Laden
aus
Betrieb
E
S
H
Service Energietechnik 5
Funktionstest
Mit der Funktionstaste „TEST“ (1) können 2 verschiedene
Testfunktionen angewählt werden.
Wird die Taste „TEST“ einmal gedrückt, wird der interne
Test ausgeführt; wird die Taste „TEST“ zweimal innerhalb
von 0,5 Sekunden gedrückt, wird der externe Test ausgeführt.
Im Messgerät ist ein 10 Ohm Test-Widerstand zur Ausführung des internen Tests eingebaut. Dabei wird zunächst
der Messstrom auf 20 mA eingestellt, anschließend der
Widerstand durch Spannungsmessung bestimmt.
Test extern
Bei Ausführung des externen Tests wird das an den Anschlussbuchsen angeschlossene Messobjekt gemessen. Ist kein
Messobjekt angeschlossen, wird die Messung abgebrochen.
Zur Ausführung des externen Tests muss die Taste „TEST“ (1)
innerhalb von 0,5 Sekunden zweimal gedrückt werden. Bei
beiden Messungen erfolgt keine Kompensation; evtl. InduktivAnteile des Messobjektes fließen in die Messung mit ein.
Test intern
– „Betriebsschalter“ (11) nach rechts auf Betrieb schalten.
Kontrollleuchte (12) leuchtet auf.
– Taste „TEST“ (1) drücken. Dadurch wird der im Gerät
integrierte Testwiderstand zugeschaltet.
– Nach ca. 5 Sekunden wird das Ergebnis im „Display für
Messwert“ (5) dargestellt. Dieser Wert muss zwischen 9,5
und 10,5 liegen.
– Gerät ausschalten oder mit beliebiger Messung fortfahren.
1 Taste für Gerätekontrolle
1
TEST
5 Display für Messwert
INFORMATION
U/I
HW2S
HF-Erdungsmessgerät
11 Betriebsschalter
12 Kontrolllampe „Betrieb“
5
AUTO
11
12
RS232
T 1,6 A
6 Service Energietechnik
230 V
T 0,1 A
Laden
aus
Betrieb
E
S
H
Batterie prüfen
Display Beleuchtung
Die „Funktionstaste U/I“ (3) dient zur Kontrolle der Batterieversorgung des Messgerätes. Zusätzlich wird der gerade fließende
Messstrom angezeigt.
Mit der gelben „Taste“ (4) kann die Beleuchtung des Displays
für Informationen ein- und ausgeschaltet werden. Die
Beleuchtung kann in jedem Betriebszustand des Messgerätes
eingeschaltet werden.
Bei einem angeschlossenen Messobjekt wird der Strom
auf 20mA eingestellt. Ist kein Messobjekt angeschlossen,
so wird der aktuell fließende Strom angezeigt.
Zur Schonung der Batterie wird die Beleuchtung nach
ca. 5 Sekunden abgeschaltet.
Ausführung
– „Betriebsschalter“ (11) nach rechts auf Betrieb schalten,
„Kontrollleuchte“ (12) leuchtet auf.
– Taste „U/I“ (3) drücken. Nach kurzer Zeit werden im
„Display“ (2) Batteriespannung und Messstrom angezeigt.
Die Batteriespannung sollte zwischen 10,0 V und 13,7 V
liegen.
– Die Nennspannung der geladenen Batterie liegt bei
12,0 V. Beim Laden kann die Batteriespannung bis
ca. 14,5 V betragen.
– Unterschreitet die Batteriespannung 10,0 V, wird dies
als Fehlermeldung angezeigt (siehe Kapitel Fehlermeldungen).
2 Display für Informationen
3 Taste für Batteriekontrolle
4 Beleuchtung für Display 2
2
TEST
INFORMATION
U/I
3
4
HW2S
HF-Erdungsmessgerät
11 Betriebsschalter
AUTO
12 Kontrolllampe „Betrieb"
11
RS232
T 1,6 A
230 V
T 0,1 A
Laden
aus
Betrieb
E
S
H
12
Service Energietechnik 7
Erdungsklemme
Messen
HF Leitung
TEST
INFORMATION
U/I
HW2S
HF-Erdungsmessgerät
Ÿ
Hilfserder H
AUTO
Sonde S
RS232
T 1,6 A
230 V
T 0,1 A
Laden
aus
Betrieb
E
S
H
NYAF
Mastanschluß E
Messanordnung
ca 40m
ª
ª
ca 75m
ª
Mit der Taste für automatisches Messen „(AUTO)“ (6) wird
die Messung eines extern angeschlossenen Messobjektes
ausgelöst. Ein reales Messobjekt ist immer mit einem
induktiven Anteil behaftet. Um diese induktiven Anteile
zu kompensieren, wird in den Messkreis eine Kapazität in
Reihe geschaltet. Das Messgerät ermittelt während des
Abgleichvorgangs die erforderlichen Kapazitäten automatisch. Der Abgleichvorgang und die gerade wirksame
Kapazität mit dem zugehörigen Widerstandswert kann
während des Messvorganges auf dem „Display für Informationen“ (2) verfolgt werden.
Ausführen der Messung
– „Hilfserder (H)“ (ca. 1100 mm lang) und „Sonde (S)”
(ca. 630 mm lang) entsprechend den Längen
der mitgelieferten Messleitungen möglichst geradlinig zum
Messobjekt und möglichst rechtwinklig zur Leitung
einschlagen.
– Hilfserderleitung (ca. 75 m HF-Kabel) in „Buchse
Hilfserder (H)“ (13) stecken und gut am Hilfserder befestigen.
– Sondenleitung (ca. 40 m NYAF) in „Buchse Sonde (S)“ (14)
stecken und gut an der Sonde befestigen
ª
– Masteckstiel über die Messleitung (ca. 1,5 m NYAF)
mit der „Buchse Mastfuß (E)“ (15) verbinden. Dabei muss
die Erdungsklemme am Eckstiel gut leitenden Kontakt
haben.
– „Betriebsschalter“ (11) nach rechts auf Betrieb schalten.
Kontrolllampe „Betrieb“ (12) leuchtet.
– Taste „AUTO“ (6) drücken. Nach ca. 15 Sekunden kann das
Messergebnis vom „Display für Messwert“ (5) abgelesen
werden. Wenn kein Messergebnis ermittelt werden kann,
wird die Ursache auf dem „Display für Informationen“ (2)
angezeigt (siehe Kapitel Fehlermeldung).
– Sind weitere Messungen vorgesehen, kann das Gerät in
Betrieb bleiben. Das Ergebnis der letzten Messung wird
angezeigt und der Messstrom wird unterbrochen. Das Gerät
hat auf Stand-by umgeschaltet, um die Belastung
der Batterie zu reduzieren.
Bei einer längeren Unterbrechung stellen Sie den
„Betriebsschalter“ (11) in Mittelstellung „Aus“.
Die „Kontrolllampe Betrieb“ (12) erlischt.
2 Display für Informationen
5 Display für Messwert
2
TEST
INFORMATION
U/I
6 Taste für automatische Messung
11 Betriebsschalter
12 Kontrolllampe „Betrieb“
HW2S
HF-Erdungsmessgerät
5
AUTO
11
6
13 Buchse Hilfsserder (H)
T 1,6 A
14 Buchse Sonde (S)
12
RS232
230 V
T 0,1 A
Laden
aus
Betrieb
E
S
H
13
15 Buchse Mastfuß (E)
14
15
8 Service Energietechnik
Messwertspeicherung
A
B
V
G
i
g
H
S
E
RE
Aufgelegtes Erdseil
Bezugserde
Hochfrequenzempfänger
Hochfrequenzgenerator
Messstrom
Messinstrument für Mastausbreitungswiderstand
Hilfserder
Sonde
Mastanschluß
Mastausbreitungswiderstand
RS
RH
US
Sondenausbreitungswiderstand
Hilfserderausbreitungswiderstand
Sondenpotential
RAnz
R Korr
Angezeigtes Messergebnis
Messergebnis korrigiert mit
maximalem Gerätefehler
Beispiel: Bei einem geforderten Wert von 7 Ω (RKorr)
darf das Gerät maximal 9 Ω (RAnz) anzeigen.
➛A
➛
RE
RS
RH
G
^
^
S
➛
V
➛
➛
g
➛i
^
^
H
10
➛
E
R Anz [Ω]
200
100
50
5
RE
RS
RH
➛
US
1
B
2
5
10
50 100
RKorr [Ω]
Prinzipschaltbild und Potentialverteilung
Messwertspeicherung
Der integrierte Messwertspeicher erlaubt die Speicherung
von maximal 100 Strommasten bzw. Messwerten. Die gemessenen Werte werden in einem so genannten „Remanenten
Speicher“ (batteriegepuffertes RAM) abgelegt, so dass die
Messwerte auch bei Ausfall der Batterie des Erdungsmessgerätes erhalten bleiben und anschließend gesichert werden
können. Die Messwerte werden über ein serielles Datenkabel
(RS232) als Textdatei heruntergeladen und können zur weiteren Auswertung bzw. Verarbeitung z.B. in eine EXCEL-Tabelle
eingefügt werden.
Nach ordnungsgemäßem Anschluss der Mess-Spieße
(„S“-Sonde, „Hilfserder“-Sonde) und des Mastanschlusses „E“
steht das Erdungsmessgerät für die Messung bereit. Nach
dem Einschalten des Erdungsmessgerätes erscheinen auf
dem Display das Datum und die Uhrzeit, sowie die Meldung
„Bereitstellung“. Datum und Uhrzeit werden zu jeder Messung
aktuell mit dem Messwert abgespeichert. Um die Messergebnisse des Erdungsmessgerätes herunterzuladen und zu sichern,
benötigt man das ABB Protokoll-Programm, welches sich auf
der mitgelieferten CD befindet. Auf der CD befindet sich im
Ordner ABBPrt1 der Ordner „ABBPrt1-Installer“. Darin „Volume“ öffnen und die Anwendung „Setup“ mit einem Doppelklick
starten.
Das Programm „Mess-Protokoll“ kann in den folgenden 4
Sprachen eingestellt werden:
–
–
–
–
Deutsch
Englisch
Spanisch
Französisch
Im HW2S können bis zu 100 Protokolle gespeichert werden
(0-99). Die Mastnummer (0-99) wird nach jeder Messung
um 1 erhöht und wechselt von 99 nach 00. Nicht übertragene Daten werden dann überschrieben! Die Mastnummer
kann am HW2S vor der Messung eingegeben werden. Nach
dem Herunterladen der Protokoll-Daten werden diese nicht
automatisch gelöscht, sondern befinden sich immer noch im
Speicher des Erdungsmessgerätes. Deshalb müssen diese im
Anschluss nach dem Download über den Button „Löschen“
manuell gelöscht werden, damit beim nächsten Einsatz das
Erdungsmessgerät für die Messungen ab Mastnummer 00
bereit steht.
Eine ausführliche Anleitung für die Funktion Messwertspeicherung finden Sie auch auf der CD, die jedem
Erdungsmessgerät beiliegt. Auf dieser CD ist auch das
zur Messwertspeicherung notwendige Programm „ABBProtokoll“-Programm abgelegt.
Service Energietechnik 9
Fehlermeldungen
Tritt während einer Messung ein Fehler auf, so wird die
Messung abgebrochen und dies im „Display für Informationen“ (2) angezeigt.
Es gibt im Wesentlichen 3 Fehlermeldungen, die auftreten
können:
A - Strom zu klein!
Diese Fehlermeldung tritt dann auf, wenn der erforderliche
Messstrom nicht eingestellt werden konnte und daher kein
richtiges Messergebnis ermittelt werden kann.
Ursache für diese Meldung kann sein:
– Unterbrechung in der Messleitung zum Hilfserder
B - Messleitungen unterbrochen
Beim Auftreten dieser Meldung liegt eine Unterbrechung in der
Messleitung oder eine fehlerhafte Verbindung zu den Elektroden
bzw. zum Gerät vor oder zu große Übergangswiderstände.
C - Batterie laden!
Die Batterie-Spannung wird unabhängig von der manuellen
„Batterie-Kontrolle“ (3) immer während des Betriebes überwacht. Die Überwachung erfolgt im Zeittakt von 1 Sek.
(jedoch ohne Anzeige). Bei Unterschreiten der Batteriespannung unter 10,0 V wird dies als Fehler angezeigt. Dieser
Fehler kann nur durch Ausschalten des Gerätes mit dem
„Betriebsschalter“ (11) gelöscht werden. Die Batterie sollte
umgehend nachgeladen werden, um eine Umpolung einzelner
Zellen zu verhindern.
– Mangelhafte Verbindung der Messleitung zur Elektrode oder
Gerät
– Hilfserderwiderstand ist zu groß. Abhilfe erreicht man meist
durch tieferes Einschlagen des Hilfserders oder Einschlagen
eines weiteren Hilfserders in einigen Metern Abstand, der
mit dem ersten Hilfserder verbunden wird. Hilfserderwider
stand max. 1 kohm
– Sondenwiderstand max. 5 kohm
2 Display für Informationen
3 Taste für Batteriekontrolle
2
TEST
INFORMATION
U/I
1 Betriebsschalter
3
HW2S
HF-Erdungsmessgerät
AUTO
11
RS232
T 1,6 A
10 Service Energietechnik
230 V
T 0,1 A
Laden
aus
Betrieb
E
S
H
Laden der Batterie
– Die Batterie wird mit der im Gerät eingebauten Ladeeinrichtung
an einem 230 V-Netz (50/60 Hz) aufgeladen.
– Bedingt durch den geringen Innenwiderstand haben die
Ni-Cad-Zellen eine temperaturabhängige Selbstentladung.
Nachfolgende Kurven zeigen Richtwerte für die Selbstentladung bei verschiedenen Temperaturen.
– Das Gerät kann, ohne Schaden für die Batterie, einige Zeit
auf Ladung geschaltet bleiben. Um ein Umpolen einzelner
Zellen zu verhindern genügt es jedoch, das Gerät ca.
alle 2-3 Monate je 14-18 Stunden zu laden.
– Für Laden, Betrieb und Lagern der Batterie wird die
Einhaltung folgender Temperaturgrenzen empfohlen:
– Nach längerer Lagerzeit, d. h. ca. 2-4 Monaten, sollte die
Batterie vor Gebrauch des Gerätes 18-24 Stunden geladen
werden. Nach zu langer Lagerzeit besteht die Gefahr, dass
sich einzelne oder mehrere Zellen umpolen. Die Möglichkeit,
dass sich Zellen umpolen, besteht immer dann, wenn die
Batteriespannung unter 10,0 Volt absinkt. In diesem Falle
sollte die Batterie umgehend nachgeladen werden.
– Bei normal entladener Batterie (10,0 V) reichen ca. 18
Stunden für eine Vollladung.
– Laden + 10° bis +35°C (max. 50°C)
– Entladen -20° bis +45°C (max. 50°C)
– Lagern 0° bis +45°C (max. 60°C für höchstens 24
Stunden)
Die Temperatur hat einen erheblichen Einfluss auf die
Kapazität, Spannungslage und Lebensdauer der Zelle.
Kapazitätsverlust % K10 (C 10)
Richtwerte für die Selbstentladung bei verschiedenen Temperaturen
-20°C
20%
40%
20°C
60%
30°C
80%
60°C
0
1
2
Lagerzeit t (Monate)
3
Service Energietechnik 11
ABB AG
Energietechnik
Postfach 10 03 51
68128 Mannheim, Deutschland
Telefon: +49 (0) 621 381-30 00
Telefax: +49 (0) 621 381-26 45
E-Mail: powertech@de.abb.com
www.abb.de
Hinweis:
Technische Änderungen der Produkte sowie
Änderungen im Inhalt dieses Dokuments behalten
wir uns jederzeit ohne Vorankündigung vor. Bei
Bestellungen sind die jeweils vereinbarten Beschaffenheiten maßgebend. Die ABB AG übernimmt keinerlei Verantwortung für eventuelle Fehler
oder Unvollständigkeiten in diesem Dokument.
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