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Bedienungsanleitung V1 - Moses Modellbau

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______________________________________
Bedienungsanleitung zum Softwarestand V1.12
Und

Einführung:
Herzlichen Glückwunsch zum Kauf Ihres GyroBot 900 Wing oder Wing Jet
Sie haben ein sehr hochwertiges und präzises dreiachsiges Lageregelungssystem erworben,
welchen komplett in Deutschland entwickelt und gefertigt wird. Bitte beachten Sie diese
Anleitung genau und nehmen Sie das Gerät nicht in Betrieb, bevor Sie sie komplett
durchgelesen und umgesetzt haben.
Da wir den ordnungsgemäßen Einbau und Betrieb des Gerätes nicht kontrollieren
können, lehnt die Fa. LF-Technik GmbH jede Art von Haftung ab.
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Inhaltsverzeichnis
Seite
Kapitel
1
2
4
6
11
12
13
Einführung, Inhaltsverzeichnis
Lieferumfang, Was ist GyroBot 900 Wing?
Welche Modelle sind geeignet?
Einbau im Modell
Steckplatzbelegung am GyroBot und Extensionboard
Menüstruktur GyroBot 900 Wing Softwareversion V1.10
Erklärungen zur Flugphasenumschaltung, Erklärungen zur
Programmierung
Programmierung des GyroBot 900 Wing
Erklärung zum P- und I Anteil
Erklärung zum "RC-Gain"
Erklärung zu "Airspeed"
Erklärung zum Trimmen mit GyroBot 900 Wing
Das Einfliegen
Installieren von Software-Updates
Technische Daten GyroBot 900 Wing
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23
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26
28
29
Lieferumfang:
Je nachdem, welche Komponenten Sie bestellt haben, sind folgende Teile enthalten:
Best Nr. 5002:
1. GyroBot 900 Wing Zentraleinheit incl. Extension Board und Staudruckrohr
2. 7 dreipolige Kabel (Servostecker beidseitig), je 10cm
3. Ein 4m Schlauchstück Festo 3mm
4. 2 Festo Steckverbinder 3mm
5. 3 Klebepads
6. CD mit Software und Bedienungsanleitung
7. Dekorbogen
Best Nr. 5000/1:
1. USB Interface Kabel (zum Programmieren über den PC und für Software-Updates)
Best Nr. 5000/2:
1. „Cockpit“ Programmier Box (zum Programmieren ohne weitere Hilfsmittel)
2. 1 dreipoliges Kabel (Servostecker-Servobuchse)
3
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Best Nr. 5002
Best Nr. 5000/1
Best Nr. 5000/2
Was ist der GyroBot 900 Wing?
Beim GyroBot 900 Wing handelt es sich um Weltneuheit: Die erste 3 AchsFluglagenregelung incl. Stabilisierung für die Längs- Quer- und Hochachse eines
Modellflugzeuges. Querruder, Höhenruder und Seitenruder werden dadurch beeinflußt und
gesteuert. Dabei werden die Flugeigenschaften jedes Modells dahingehend verbessert, daß
das sog. „Eigenleben“ des Modells nicht mehr vorhanden ist. Ein sauber eingestellter
GyroBot 900 Wing versucht immer, das Modell in der Lage zu halten, in die Sie es zuletzt
gesteuert haben, sobald sie die Steuerknüppel auf neutral bringen oder loslassen. Die
Gasfunktion wird dabei nicht berücksichtigt. Konkret heißt das für Sie: Das Modell fliegt mit
GyroBot viel besser und präziser als vorher. Das Fliegen wird einfacher. Kunstflug wird
einfacher, da das Modell jetzt in „statische“ Figuren (Figuren, die keinen ständigen Wechsel
der Steuereingaben erfordern, sondern nur Korrektureingaben benötigen) nur noch einmal
hineingesteuert werden muß, GyroBot 900 Wing hält das Modell dann automatisch in dieser
Lage, bis Sie wieder eingreifen. Grundsätzlich müssen Sie während des Fluges das Gerät
nicht ein- oder ausschalten, sondern GyroBot ist immer aktiv und unterstützt Sie laufend
beim Flug. Figuren wie Rückenflug, Messerflug, Hovern, Torquerolle usw. steuert das Gerät
vollkommen alleine (mit Ausnahme der Gas-oder Schubregelung), Sie müssen das Modell
nur einmal in diese Lage steuern. Sie können das Gerät jedoch jederzeit übersteuern, wenn
Sie möchten und damit die Figur beenden und weiter fliegen oder die Lage des Modells
beeinflussen oder ändern (vorausgesetzt, die Regelung ist auf alles 3 Achsen eingeschaltet).
Das Gerät hält immer nur die relative Lage des Modells im Raum, es orientiert sich weder
am Horizont noch an den Himmelsrichtungen.
GyroBot 900 Wing darf NICHT in turbinengetrieben Modellen verwendet werden !!!
Was ist GyroBot 900 Wing Jet?
GyroBot 900 Wing Jet ist eine für den Betrieb in Turbinenmodellen optimierte und
zugelassene Version des GyroBot 900 Wing. Das Gerät ist auch für alle anderen
Modelle geeignet, und kann genau wie GyroBot 900 Wing behandelt und programmiert
werden. Der einzige „Nachteil“ bei kleineren Modellen sind die größeren
Abmessungen und das höhere Gewicht.
Für den Betrieb in Turbinenmodellen MUSS GyroBot 900 Wing Jet verwendet
werden !!!
Kann ich das Gerät auch im Flug ein- oder ausschalten?
Ja, über die Flugphasen. GyroBot verfügt über 3 vom Sender aus umschaltbare Flugphasen,
die komplett gleichwertig sind und komplett frei konfiguriert werden können. Die Regelung
jeder einzelnen Achse kann ein- oder ausgeschaltet werden. Schalte ich jetzt z.B. in
Flugphase 1 die Regelung für alle 3 Achsen aus, fliegt sich das Modell in Flugphase 1 wie
vorher ohne GyroBot 900 Wing. Schalte ich nun z.B. in Flugphase 2 die Regelung für alle
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Achsen ein, so kann ich im Flug zwischen ungeregelt (Flugphase 1) und komplett geregelt
(Flugphase 2) über einen Schalter am Sender umschalten.
ACHTUNG:
MIT DEM KAUF DIESES GERÄTES VERPFLICHTEN SIE SICH, DIE FLUGPHASE 1
IMMER KOMPLETT OHNE REGELUNG ZU KONFIGURIEREN (REGELUNG AUF ALLEN
3 ACHSEN AUS).
Sie finden den Menüpunkt im jeweiligen „Tuning“ Menü für Querruder, Höhenruder und
Seitenruder an erster Stelle. Der Vorteil dieser Maßnahme liegt darin, daß Sie für allen
unvorhergesehenen Fälle wie falsche Einstellungen der P und I Werte oder falsch gepolte
Sensor-Drehrichtungen (wird später erklärt) immer in die Flugphase 1 zurückschalten
können, in der sich das Modell genauso fliegt, wie ohne GyroBot 900 Wing. Verwenden Sie
diese Flugphase auch immer zum starten und landen, solange Sie nicht mit dem Gerät
vertraut sind. In Sicherheitshöhe können Sie dann in eine der geregelten Flugphasen
schalten und die Einstellungen testen.
Ein weiterer Grund für die zwingende Notwendigkeit einer Flugphase mit Regelung auf allen
Achsen aus ist folgender: Wenn aus irgend einem Grund einer oder mehrere Sensoren
defekt sind oder gestört werden, würde Ihr Modell auf den entsprechenden Achsen evtl.
unsteuerbar werden, solange die Regelung eingeschaltet ist. Auch hier können Sie durch
Umschalten in die Flugphase ohne Regelung das Modell normal weitersteuern.
GyroBot 900 Wing weiß NICHT, ob eine Fluglage „richtig“ oder „falsch“ ist. Wenn Sie das
Modell in einen senkrechten Sturzflug nach unten steuern, wird das Gerät auch diese Lage
halten. Weiterhin kann das Gerät die Physik nicht außer Kraft setzen.
In welchen Fällen sollte die Regelung immer ausgeschaltet sein ?
1. Im Landeanflug sollte die Höhenruderregelung IMMER ausgeschaltet sein, da sich ein
Strömungsabriss durch zu geringe Fluggeschwindigkeit NICHT MEHR (wie beim normalen
Modell ohne GyroBot) vorher durch senken der Nase ankündigt. Das Modell wird mit aktiver
Höhenruderregelung seine Lage (Neigung, Anstellung) unweigerlich bis zum Schluß halten,
der Strömungsabriß erfolgt dann ÄUSSERT ABRUPT und das Modell fällt ohne Vorwarnung
vom Himmel.
Deshalb gilt immer: HÖHENRUDERREGELUNG AUS BEIM LANDEANFLUG UND BEI DER
LANDUNG SOWIE BEI ALLEN TIEFEN LANGSAMFLÜGEN MIT UNGEEIGNETEN
MODELLEN (AUSGENOMMEN 3D MODELLE, FUNFLYER USW.).
2. Im Stand oder wenn das Modell zum Startplatz getragen / gerollt / gesteuert wird, sollte
die Regelung immer auf allen 3 Achsen komplett ausgeschaltet sein (Sie können dazu die
Flugphase 1 nutzen, die Sie wie oben beschrieben sowieso so konfiguriert haben sollten).
Das hat folgenden Grund: Da es sich beim GyroBot 900 Wing um einen hochkomplexen und
intelligenten Regler handelt, kann er nur sauber arbeiten, wenn der Regelkreis geschlossen
ist, d.h. wenn sich das Modell um alle Freiheitsgrade bewegen kann, denn nur so kann das
Modell den Vorgaben des GyroBot "folgen". Am Boden ist das nicht der Fall und es kann
vorkommen, dass die Ruder mit eingeschalteter Regelung Ihre Neutralstellung verlassen und
auf Ausschlag stehen bleiben, da das Gerät versucht, die Lage des Modells zu regeln, das
Modell aber nicht "folgt", da es noch auf dem Boden steht oder rollt. Würden Sie jetzt
abheben, würde das Modell, sobald es in der Luft ist, schlagartig die Lage, die die Ruder im
Moment vorgeben, einnehmen, was denkbar ungünstig für einen Start ist. (Dies beruhigt sich
zwar sehr schnell und nach wenigen Grad Drehbewegung wieder, ist aber eine
unangenehme "Schrecksekunde", die wir natürlich vermeiden möchten).
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Die richtige Vorgehensweise beim Start sieht wie folgt aus:
Zum Startplatz tragen oder rollen Sie bitte immer mit komplett ausgeschalteter Regelung auf
allen Achsen (die Ruder stehen dann alle auf neutral).
Wenn das Modell die endgültige Startposition erreicht hat und vor dem Anrollen nicht mehr
bewegt wird, schalten Sie (nur wenn Sie bereits alle Werte im Flug eingestellt haben und
Erfahrung mit dem Gerät haben) jetzt die Regelung ein und geben zügig Gas und heben
dann (am besten ohne zu Steuern oder nur mit wenig Höheruderausschlag) ab.
Noch sicherer ist es, komplett ohne Regelung (in Flugphase 1) zu starten und im Flug erst
die Regelung einzuschalten.
Für alle Piloten ohne Erfahrung mit dem Gyrobot 900 Wing gilt:
Starten Sie bitte in Flugphase 1, die Sie vorher wie oben beschrieben konfiguriert haben
(Regelung auf allen Achsen aus).
Welche Modelle sind geeignet?
Prinzipiell sind alle aerodynamisch gesteuerten Flugmodelle geeignet, im Folgenden finden
Sie eine Aufstellung der gängigen Modelle und der dazu passenden praxistauglichen
Regelungen:
1. Kunstflugmodelle:
In 3D und Kunstflugmodellen können Sie die Leistung des GyroBot sehr eindrucksvoll
demonstrieren. Mit einer auf allen Achsen aktiven Regelung gelingen viele sehr schwere
Kunstflugfiguren auch dem ungeübten Piloten sehr schnell und präzise. Einmal in die Figur
gesteuert, hält der sauber eingestellte GyroBot 900 Wing das Modell komplett alleine (außer
der Gasfunktion) im Messerflug, Rückenflug, Hovern und in der Torquerolle. Auch
komplexere Figuren sind sehr einfach zu steuern. So ist z.B. einen liegende Messerflugacht
wie folgt zu steuern: Das Modell wird einmal mit einer 1/4 Rolle in den Messerflug gebracht
und dann wird mit dem Seitenruder die Nase des Modells etwas nach oben gesteuert, jetzt
bleibt eine gut Kunstflugmaschine schon komplett alleine in dieser Lage.
Sie müssen jetzt nur noch die "Acht" steuern, indem Sie einmal Höhenruder und dann wieder
Tiefenruder geben. Ein Messerfluglooping ist genauso einfach, Sie müssen hier nur das
Seitenruder in der Messerfluglage steuern.
Alle Faktoren, die diese Figuren ohne GyroBot 900 Wing so schwer machen wie Wegrollen
um die Längsachse (Querruder), Wegtauchen oder Steigen um die Hochachse (Seitenruder)
oder ausbrechen um die Querachse (Höhenruder) werden vom GyroBot ausgeregelt und
sind nicht mehr vorhanden.
Diese Schema lässt sich auf alle Flugfiguren übertragen.
2. Jets:
ACHTUNG: GyroBot 900 Wing ist nur für Jets mit Elektroimpeller geeignet. Für Jets
mit Turbinenantrieb ist das Gerät nicht zugelassen!!! Das Gerät wird relativ sicher
durch die Turbine massiv gestört, was Abstürze usw. zur Folge haben kann. Wir
übernehmen hierfür keine Haftung.
Verwenden Sie für Turbinenjets unbedingt unseren GyroBot 900 Wing Jet. (Er wird
genauso eingebaut und eingestellt wie GyroBot 900 Wing).
Jetmodelle haben z.B. im Langsamflug und Landeanflug oft die Eigenschaft, schnell kippelig
auf der Längsachse (Querruder) zu werden, dies wird durch eine auf dieser Achse aktive
Regelung wirkungvoll verhindert. Eine Regelung auf der Hochachse (Seitenruder) beim Start
sorgt dafür, daß der Jet schnurgerade auf der Bahn rollt, ohne seitlich auszubrechen.
Im Flug neigen einige Jets dazu, Kunstflugfiguren nicht sauber zu halten und wollen auf
mehreren Achsen z.B. aus dem Messerflug "herausdrehen", GyroBot verhindert dies
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natürlich komplett. Für grossräumingen Jet-Kunstflug bietet sich eine Flugphase mit auf allen
Achsen aktiver Regelung an, das Modell geht dann wie auf Schienen durch alle Figuren,
auch Windeinflüsse usw. werden weitgehend ausgeregelt.
3. Motormaschine und Segler beim F-Schlepp:
Beim F-Schlepp kann der GyroBot 900 Wing das gesamte Schleppgespann beruhigen und
so einen sauberen Schlepp für den Piloten des Motormodells und auch des Seglers
wesentlich vereinfachen.
Es ist z.B. möglich, einen gleichbleibenden Steigwinkel der Motormaschine mit dem
Höhenruderknüppel einmal vorzugeben und dann das Höheruder während des gesamten
Schlepps nicht mehr zu steuern (Höhenruderregelung muß hier natürlich aktiv sein). Der
Vorteil liegt klar auf der Hand: Gleicher Steigwinkel bedeutet gleiche Geschwindigkeit und
somit keine Geschwindigkeitsschwankungen zwischen Segler und Motormodell. Diese sind
meistens dafür verantwortlich, dass das Schleppseil einmal durchhängt und dann wieder
stark gespannt wird. Die Folge daraus ist eine Beunruhigung des Gespanns bis hin zu sehr
starken Ruckbewegungen und eventuellen Abstürzen.
Ist bei der Motormaschine die Regelung auf allen 3 Achsen aktiviert, fliegt das Modell auf der
Geraden wie auf Schienen, ohne gesteuert werden zu müssen. Und das so lange Sie wollen.
In großen Kurven reicht es oft schon, nur wenig mit dem Seitenruder zu arbeiten, so bleibt
der konstante Steigwinkel erhalten.
In großen Höhen ist oft die Lage um die Längsachse (Querruder) des Modells ebenfalls nicht
mehr gut zu erkennen, mit GyroBot 900 Wing müssen Sie sich darum ebenfalls nicht mehr
kümmern.
Im Segler ist eine Regelung der Längsachse (Querruder) zu empfehlen. Die Regelung der
Querachse (Höhenruder) und der Hochachse (Seitenruder) würde nur gegen die
Richtungsvorgabe des Schleppseiles arbeiten und sollte im F-Schlepp ausgeschaltet
werden.
4. Segelflugmodell:
Hier muß man unterscheiden:
Bei Kunstflugseglern während des Programmes ist eine Regelung aller Achsen sinnvoll, da
alle Figuren wesentlich sauberer und einfacher zu fliegen sind.
Im speziellen Fall der Höhenruder-Regelung gilt, wie oben bereits erwähnt: Halten Sie das
Modell immer auf Fahrt, ein evtl. Strömungsabriss kommt sehr abrupt und wird nicht vorher
angezeigt.
Beim Thermiksegeln sollte man im Kreisflug in der Thermik die Querruder- und
Höhenruderregelung ausschalten, da sie die Indikatoren für das finden der Thermik
ausregeln würde.
Das Modell würde Ihnen weder durch "wackeln" mit den Tragflächen noch durch das steigen
im Kreisflug das durchfliegen von Aufwindfeldern anzeigen.
Eine aktive Seitenruderregelung ist durchaus sinnvoll, da sie das dynamische Kreisen mit
gleichen Radien unterstützt.
Fliegen Sie mit Vario, kann auch die Querruderregelung aktiv bleiben, da sie natürlich das
saubere und gleichmäßige Kreisen durchaus unterstützt.
Im Streckenflug zwischen zwei Aufwindfeldern ist eine Regelung aller Achsen sehr sinnvoll,
da Sie nie mit weniger Höhenverlust und auf kürzerer Strecke von A nach B kommen
werden, als mit GyroBot 900 Wing.
Das gleiche gilt sinngemäß für F3B- oder F3J Modelle.
In der Streckenflug- und Speedflugdisziplin der Sparte F3B werden Sie nach etwas Übung
7
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mit GyroBot 900 Wing erstaunliche Ergebnisse erzielen. (unabhängig von der Freigabe des
Gerätes im Wettbewerb).
Für alle Segler gilt: Schalten Sie zum Landen die Höhenruderregelung aus
(Strömungsabriss).
5. Anfängermodelle:
Für den Anfänger ergibt sich eine sehr große Erleichterung und Lernhilfe durch das Gerät.
Da das Modell mit komplett aktiver Regelung keinerlei "Eigenleben" mehr besitzt, müssen
Sie wirklich nur noch das steuern, was Sie auch bewirken wollen, z.B. eine Kurve.
Die große Schwierigkeit im Erlernen des Modellfliegens besteht jedoch darin, die vielen
kleinen Eigenheiten des Modells , die noch dazu immer anders sind, auszusteuern, d.h. das
Modell immer sauber auf einer Bahn zu halten. Diese Arbeit wird ihnen vom GyroBot 900
Wing komplett abgenommen. Das steuern eines Modellflugzeuges ist mit dem Gerät fast so
einfach wie das steuern eines RC Cars oder Bootes.
Natürlich gibt es viele weitere Modelle, in denen der Einsatz des Gerätes sinnvoll ist.
Auch die oben beschriebenen Empfehlungen sind nur Richtwerte und können jederzeit nach
Ihren Wünschen geändert werden. Vor allem dann, wenn Sie schon Erfahrung mit dem
Gerät haben.
Einbau im Modell:
Zuerst einige wichtige Informationen zum Thema Vibrationen:
Sie sollten das Gerät (die Gyrobot Zentraleinheit) immer mit EINEM ORIGINAL
Klebepad im Modell befestigen. Den GyroBot 900 Wing Jet können Sie mit 1,5 Pads
(hintereinander) befestigen.
Speziell bei Benzinmotoren mit starken Schwingungen ist es SEHR WICHTIG, den
GyroBot auf einem SEHR STABILEN BRETT zu befestigen, welches SEHR FEST mit
dem RUMPF verbunden ist. Das Brett darf NICHT SCHWINGEN und sich NICHT
BIEGEN. Die 1-2 mm starken Servobrettchen in den heutigen Holz Arf Modellen
reichen NICHT aus. Sie sollten hier ein neues Brett aus mind. 6-8 mm starkem
mehrfach verleimtem sehr stabilem Sperrholz einbauen.
Bei Elektroantrieben und Turbinen ist dies weniger kritisch.
Die Zentraleinheit des GyroBot 900 Wing muß im Modell PARALLEL zu allen 3
Hauptachsen eingebaut werden. Das heißt, er muß parallel zur Längsachse (von der Seite
gesehen meistens die Profil-Mittellinie) und Querachse (von vorne gesehen parallel zu den
Tragflächen) und Hochachse (von oben gesehen parallel zu Längs- und Querachse) montiert
werden. Er sollte zudem direkt neben dem Empfänger bzw. der Akkuweiche sitzen, da er mit
den beiliegenden Kabeln mit diesen verbunden wird.
Die Steckerleiste des GyroBot MUSS in Flugrichtung nach vorne oder nach hinten
zeigen, jedoch NICHT nach links oder rechts.
Verwenden Sie zur Befestigung NUR eines das beiliegenden Original Klebepads.
Achten Sie darauf, dass das Gerät auf einer glatten und stabilen Fläche montiert wird. Die
Fläche (Servobrett o.ä.) muß stabil mit dem Rumpf des Modells verbunden sie und darf nicht
schwingen o.ä. Achten Sie unbedingt auf einen guten Halt des Klebepads, das Gerät
darf sich in keinem Fall im Flug lösen !!!
Die nachfolgenden Abbildungen zeigen den richtigen Einbau des GyroBot 900 Wing im
Modell:
8
______________________________________
Einbau im Elektromodell
Einbau im Modell mit Benzinmotor
9
______________________________________
Einbau im Turbinen Jet
Montieren Sie das Gerät niemals schräg zu einer der 3 Achsen im Modell.
Das Staudruckrohr muß mit dem Ansaugtricher in Flugrichtung und parallel zur Längsachse
des Modells montiert werden.
Hierbei ist es absolut wichtig, das Rohr NIE im Propellerstrahl oder Triebwerksstrahl- oder
Sog zu platzieren.
Der beste Platz für das Staudruckrohr ist immer außen am Randbogen (siehe Bild) oder
zumindest an der Tragfläche. Sie können es mit doppelseitigem Schaumklebeband oder
einem beiligenden Klebepad befestigen und mit Klebefilm sichern.
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______________________________________
Unsere Erfahrungen haben gezeigt, daß die Montage z.B. in der Rumpfspitze eines Jets oft
zu falschen Meßergebnissen führt, da der Turbinensog immer eine Rolle spielt. Wir messen
dann nicht die reine Fluggeschwindigkeit, sondern eine Mischung aus Fluggeschwindigkeit
und Turbinensog. Da die Staudruckmessung sehr wichtig für eine präzise Regelung über
den gesamten Geschwindigkeitsbereich ist, führen falsche Meßergebnisse hier schnell zu
einer unpräzisen Regelung mit einerseits zu weichem "Einrasten" und andererseits einem
möglichen Aufschwingen der jeweiligen Achse.
Sie müssen den mitgelieferten 3mm Festo Schlauch halbieren und die beiden
Schlauchhälften fest auf die beiden Messingrohre stecken (falls sie sich zu leicht
aufschieben lassen, fixieren Sie die Schläuche bitte mit SEHR WENIG Sekundenkleber am
Ende des Schlauches).
Bevor Sie die Schläuche durch die Tragfläche führen, markieren Sie bitte beide Seiten
EINES Schlauches mit einem schwarzen Permanentmarker, um später zu wissen, welcher
Schlauch welcher ist. Markieren Sie bitte den Schlauch, der auf dem GERADEN
MESSINGROHR sitzt.
Führen Sie beide Schläuche jetzt durch die Tragfläche und führen Sie sie an der Wurzelrippe
wieder heraus. Dort werden Sie jetzt mit den beiden Anschlüssen des Staudrucksensors
verbunden. Achten Sie bitte UNBEDINGT auf die richtige Zuordnung.
Der vorher markierte Schlauch (der auf dem geraden Messingrohr des Staudruckrohres sitzt)
wird auf den OBEREN Anschluß des Sensors im Extensionboard geschoben. Der zweite
Schlauch auf den unteren Anschluß des Sensors.
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Anschlußschema:
Der richtige Platz für das Extensionboard:
Idealerweise sollten Sie das Extensionboard mit doppelseitigem Klebeband (oder mit einem
der beiliegenden Klebepads) im Rumpf direkt neben der Zentraleinheit des GyroBot 900
Wing montieren. Die Lage des Boards im Modell ist egal, da es keine Lagesensoren enthält,
diese sind alle in der GyroBot Zentraleinheit (es muß also nicht parallel zu den Hauptachsen
montiert werden, wie die Zentraleinheit).
Sie müssen dann nur die beiden 3mm Festo Schläuche, die zum Staudruckrohr in der
Tragfläche führen, bei der Demontage des Modells trennen. Dazu verwenden Sie bitte die
beiden beiliegenden 3mm Festo-Steckverbinder. Schneiden Sie die Schläuche an geeigneter
Stelle mit einem scharfen Cuttermesser durch und verbinden Sie sie wieder mit den
Steckverbindern. Stecken Sie die Steckverbinder fest auf jeweils beide Enden des
Schlauches. Zum Trennen schieben Sie bitte auf jeweils nur einer Seite das blaue Plättchen
des Verbinders zurück und ziehen dann gleichzeitig den Schlauch heraus.
ACHTUNG: Markieren Sie unbedingt beide Seiten mindestens eines Schlauches mit
gleichfarbigem Schrumpfschlauch oder Klebeband, so daß eine „Verpolung“ der
beiden Schläuche bei der nächsten Montage der Tragfläche ausgeschlossen ist.
Achten Sie bei der Montage IMMER auf die richtige „Polung“, sonst funktioniert die
Regelung im Flug nicht.
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______________________________________
Wenn es möglich ist, können Sie das Extensionboard mit doppelseitigem Klebeband (oder
mit einem der beiliegenden Klebepads) auch im Bereich der Wurzelrippe in die Tragfläche
kleben.
Achten Sie bitte darauf, daß Sie die 6 Steckplätze noch erreichen können, um die Stecker
aufzustecken. Zur Demontage der Tragfläche würden dann die entsprechenden Kabel nur
vom GyroBot abgezogen (wie z.B. ein Querruderservo von Empfänger oder Weiche). Sie
können hier natürlich jederzeit Verlängerungskabel o.ä. verwenden. Die Trennung der
Schläuche entfällt dann, Sie benötigen die FESTO Verbinder dann nicht.
Nach dem korrekten Einbau aller Komponenten verbinden Sie bitte den GyroBot sowie das
Extensionboard mit Empfänger (oder Weiche) und Servos. Gehen Sie dazu bitte GENAU
nach der folgenden Tabelle vor:
13
______________________________________
Die Steckplätze am GyroBot 900 Wing (und Jet) und Extension Board sind wie folgt
belegt:
Steckplatz
am GyroBot
Belegung
1
2
3
4
5
6
7
Programmier- und Update Anschluss
Seitenruder Ausgang (zum Seitenruderservo)
Seitenruder Eingang (Seitenruderkanal von Empfänger oder Weiche)
Querruder Eingang (Querruderkanal von Empfänger oder Weiche)
Höhenruder Eingang (Höhenruderkanal von Empfänger oder Weiche)
Verbindung zum Extension Board (dort auf Steckplatz 4 stecken)
Eingang Flugphasenumschaltung (Freier Kanal am Empfänger,
mit 3 Stufen Schalter am Sender bedienbar)
Höhenruder Ausgang 1 (zum Höhenruderservo 1)
Höhenruder Ausgang 2 (zum Höhenruderservo 2) falls vorhanden
Querruder Ausgang 1 (zum Querruderservo 1)
Querruder Ausgang 2 (zum Querruderservo 2) falls vorhanden
8
9
10
11
Steckplatz
Belegung
am Extension
Board
1
2
3
4
5
6
Für spätere Erweiterungen, im Moment ungenutzt
Für spätere Erweiterungen, im Moment ungenutzt
Für spätere Erweiterungen, im Moment ungenutzt
Verbindung zum GyroBot (dort auf Steckplatz 6 stecken)
Eingang RC-Gain (Empfindlichkeitsverstellung vom Sender aus) (Freier
Kanal am Empfänger, mit Schieber oder Drehregler am Sender bedienbar)
Für spätere Erweiterungen, im Moment ungenutzt
Nachdem Sie jetzt alles richtig angeschlossen und eingebaut haben, können Sie mit der
Programmierung des Sender und des GyroBot beginnen.
Vorbereitung/Programmierung des Senders
1.
2.
3.
4.
5.
Leeren Speicher wählen (alle Werte auf 0), auch wenn Sie das Modell vorher schon
ohne GyroBot geflogen haben
Alle Mischer ausschalten
Servoweg für Höhenruder, Seitenruder und Querruder auf +/-100% stellen
Alle Trimmungen exakt auf Null stellen
3 fach Schalter für Flugphasenumschaltung sowie Schiebe-oder Drehregler für RCGain im Sender festlegen
Zur Erklärung:
Alle Servowege, Servoumpolungen, Servoneutralstellungen werden im GyroBot
programmiert, nicht mehr wie bisher im Sender (für Seitenruder, Höhenruder und
Querruder). Die Wendigkeit des Modells stellen Sie mit dem Servoweg im Sender für
die jeweilige Achse ein (z.B. wenn das Modell schnellere Rollen fliegen soll, müssen
Sie den Servoweg im Sender für den Querruderkanal vergrössern) Dies gilt für alle 3
Achsen (Seitenruder, Höhenruder und Querruder).
14
______________________________________
Sehen Sie sich bitte zunächst die folgende Menüstruktur an.
Menüstruktur GyroBot 900 Wing (und Jet) Softwareversion V1.11
System
Running
Deutsch /
English
Kalibrieren
Knüppel
loslassen
und Taste
drücken
Seitenruder
Basis
Seitenruder
Tuning
Höhenruder
Basis
Höhenruder
Tuning
Querruder
Basis
Querruder
Tuning
Standard
Servo in
Mittenlage
Seitenruder
Regelung
Ein/Aus
Servos in
Mittenlage
Höhenruder
Regelung
Ein/Aus
Servos in
Mittenlage
Querruder
Regelung
Ein/Aus
Eingänge
Vibrationsfilter
Mitte
Seitenruder P
/ RC Gain
Ein/Aus
Servo 1
Wirkrichtung
Höhenruder P
/ RC Gain
Ein/Aus
Servo 1
Wirkrichtung
Querruder P /
RC Gain
Ein/Aus
Extension
Board
Minimum
Seitenruder I
/ RC Gain
Ein/Aus
Servo 2
Wirkrichtung
Höhenruder I
/ RC Gain
Ein/Aus
Servo 2
Wirkrichtung
Querruder I
/ RC Gain
Ein/Aus
Modelltyp
Servo
Ansteuerfrequenz
Maximum
Seitenruder
Gyro Wirkrichtung
Totzone
Seitenruder
Airspeed
Ein/Aus
Servo 1
Mitte
Servo 2
Mitte
Totzone
Höhenruder
Airspeed
Ein/Aus
Servo 1
Mitte
Servo 2
Mitte
Höhenruder
Minimum
Querruder
Minimum
Höhenruder
Maximum
Querruder
Maximum
Höhenruder
Gyro Wirkrichtung
Querruder
Gyro Wirkrichtung
Totzone
Querruder
Airspeed
Ein/Aus
Testmenü
Gyrosensor
Beschleunigungssensor
Kopiere
Flugphase
Von [ ]
Nach [ ]
15
______________________________________
Erklärungen zur Flugphasenumschaltung
Der Gyrobot 900 Wing besitzt 3 Flugphasen (3 Speicherplätze), die Sie komplett
unterschiedlich programmieren können. Um zwischen den Flugphasen umschalten zu
können, verbinden Sie den Steckplatz 7 am GyroBot mit einem freien Ausgang Ihres
Empfängers. Diesem Ausgang muß am Sender ein 3 Stufen Schalter zugeordnet werden
(Servoweg, Geberweg, Servomitte, Gebermitte bleiben unverstellt (+/- 100%).
Sie sehen die aktuelle Flugphase immer im GyroBot Menü rechts oben als Zahl (1,2 oder 3).
Sie programmieren immer die Flugphase, in der Sie sich beim Eintritt im das
Programmiermenü (längeres drücken der Taste am Cockpit oder der Leertaste am PC)
befinden. Auch beim Programmieren wird rechts oben die aktuelle Flugphase angezeigt.
Während der Programmierung können Sie NICHT zwischen den Flugphasen wechseln, Sie
müssen das Programmiermenü erst wieder verlassen (durch drücken der Taste so oft, bis
wieder "System Running" im Display steht).
Es werden komplett ALLE WERTE umgeschaltet. Sie können später im Menü Kopieren
Flugphase die Phasen kopieren. Dabei kopieren Sie immer aus der aktuellen Flugphase in
eine andere, diese können Sie mit dem Hecksteuerknüppel auswählen und dann den Taster
drücken.
ACHTUNG: Bitte achten Sie immer darauf, daß Sie die Flugphasen auch
programmieren, wenn Sie umschalten möchten. Wenn Sie während des Fluges in eine
nicht programmierte Flugphase schalten, ist Ihr Modell nicht mehr steuerbar.
Sie sollten daher IMMER die aktuelle Phase (wenn diese eingestellt ist) in alle anderen
kopieren, um sicherzustellen, daß keine Flugphase unprogrammiert ist. Dort können
Sie später je nach Bedarf einzelne Werte verstellen oder die Regelung ein- oder
ausschalten.
Die Drehrate (Wendigkeit, Agilität) für die Querruder-, Höhenruder, und Seitenruderfunktion
wird mit dem Servoweg der entsprechenden Funktionen am Sender eingestellt.
Erklärungen zur Programmierung
Sie können den GyroBot 900 Wing wahlweise mit der Cockpit (oder Cockpit Sport)
Programmierbox oder mit dem USB Interface Kabel und Ihrem OC oder Laptop
programmieren.
Wenn Sie die Programmierbox verwenden, müssen Sie diese nur mit dem beiliegenden
70cm Kabel am Steckplatz 1 des GyroBot anstecken. Stecken Sie dazu eins der 10cm Kabel
in den Steckplatz 1 des GyroBot und fixieren Sie das andere Ende des Kabels im Modell so,
dass es einfach erreichbar ist. Verbinden Sie jetzt das 70 cm Kabel auf der einen Seite mit
dem 10cm Kabel und stecken Sie es mit der anderen Seite in eine der beiden Buchsen in
der Cockpit Box.
Sie können beide Seiten verwenden, wobei minus (das braune Kabel) am Cockpit
immer unten ist (auf der Seite des Tasters).
Wenn Sie den PC verwenden, stecken Sie bitte das USB Interface Kabel (nachdem Sie es in
einen freien USB Steckplatz am PC gesteckt haben) an das freie Kabel auf Steckplatz 1 am
GyroBot an.
Sie müssen jetzt das auf der CD enthaltene Programm „Cockpit-Simulator“ auf Ihren PC
kopieren und starten (Doppelklick auf die Datei, keine Installation nötig). System
Voraussetzungen hierfür sind Windows XP, Windows Vista oder Windows 7.
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______________________________________
Stellen Sie dann im Cockpit Simulator den richtigen Com Anschluß ein (einfach alle Com
Ports nacheinander auswählen und dazwischen immer On/Off drücken), bis das Startmenü
„System Running“ erscheint. Sollte der Cockpit Simulator nicht funktionieren, müssen Sie
folgenden Treiber installieren:
http://www.ftdichip.com/Drivers/CDM/CDM20802_Setup.exe
Der Treiber wird benötigt, um das USB Interfacekabel benutzen zu können. Evtl. ist er auch
schon vorhanden.
Die Programmierung wird mit dem Taster auf der Programmierbox (oder mit der Leertaste,
wenn Sie mit dem Interface Kabel und PC arbeiten) und dem Seitenruder-Steuerknüppel des
Senders wie folgt durchgeführt:
Navigation durch das Menü >>>
Verstellen von Werten >>>
Cockpit
Programmierbox
Taster
SeitenruderSteuerknüppel
USB Interface Kabel
Leertaste am PC oder Schaltfläche
„Menü“ im Cockpit-Simulator
SeitenruderSteuerknüppel
Dabei ist jeder Wert beim Verlassen des jeweiligen Menüs automatisch abgespeichert.
Es gibt für Seitenruder, Höhenruder und Querruder ein „Basis“ – und ein „Tuning“ Menü. Im
Basis Menü werden grundsätzliche Einstellungen wie Servowege usw. vorgenommen, im
Tuning Menü werden Werte wie Empfindlichkeit usw. eingestellt.
Das Menü „Kalibrierung“ dient zum Einlesen der Neutralstellungen des Senders, im Menü
„Testmenü“ kann nichts eingestellt werden, es dient nur zur Überprüfung der Sensoren, Sie
können hier auch die Impulse Ihres Senders ablesen. Im Menü "Modelltyp" wählen Sie ihren
Modelltyp aus (Standard oder Delta) und im Menü "Kopiere Flugphase" können Sie ganze
Flugphasen kopieren.
Programmierung des GyroBot 900 Wing
Stellen Sie jetzt bitte Ihr komplett zusammengebautes Modell mit komplett eingebautem und
richtig angeschlossenem GyroBot usw. sowie Ihren wie oben beschrieben vorbereiteten
Sender und Ihre angeschlossene Cockpit Programmierbox oder Ihren PC mit verbundenem
USB Interfacekabel bereit und schalten Sie den Sender sowie die Empfangsanlage ein.
Achtung: Solange der Gyrobot "hochfährt", darf er bzw. das Modell nicht bewegt
werden. Das System ist hochgefahren, wenn die grüne LED im Gyrobot dauerhaft
brennt. Im GyroBot 900 Wing Jet sehen Sie keine LED, hier müssen Sie warten, bis die
Servos einmal kurz gezuckt haben und/oder in die Neutralstellung gefahren sind (Zur
Sicherheit können Sie ein Ruder vor dem Einschalten mit der Hand aus der Mitte
bewegen).
BEACHTEN SIE DIES IMMER BEIM EINSCHALTEN, SONST ARBEITET DAS GERÄT IM
FLUG NICHT RICHTIG.
Schalten Sie jetzt die Flugphase 1 mit Ihrem 3 Stufen Schalter am Sender ein, im Gyrobot
Display muß rechts oben eine 1 stehen. (Möchten Sie die Flugphase 1 auf der anderen Seite
des Schalters haben, polen Sie den Schalter bitte jetzt im Sender um).
Auswählen der Sprache
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Drücken Sie jetzt die Programmiertaste und halten Sie diese gedrückt. Wählen Sie jetzt mit
dem Seitenrudersteuerknüppel Ihre Sprache aus (Deutsch oder Englisch) und lassen Sie
den Taster los.
1 Kalibrieren
Jetzt befinden Sie sich im Menü Kalibrieren , drücken sie jetzt kurz den Taster. Jetzt
erscheint Steuerknüppel loslassen und Taster drücken. Stellen Sie alle Knüppel und
Trimmungen genau in die Mitte und drücken Sie den Taster erneut. Jetzt hat der Gyrobot die
Neutralstellungen des Senders eingelesen und gespeichert (Achtung: Die Kalibrierung wurde
nur für den aktuellen Flugzustand durchgeführt und wirkt nicht global). Sie sind jetzt wieder
im Einschalt- und späteren Flugmenü System Running.
Wichtige Info zum Kalibrieren: Immer wenn Sie Änderungen am Sender oder am
GyroBot Menü durchführen, sollten danach alle 3 Flugphasen kalibriert werden, um
die Neutralstellungen wieder korrekt einzulesen. (Auch Änderungen im Expo-oder
Servoweg Menü des Senders können kleinste Änderungen der Neutralstellungen mit
sich bringen, die bei ausbleibendem Kalibriervorgang zu einem Weglaufen der Ruder
im Stand führen können.
ACHTUNG: Sie Kalibrieren immer nur die aktuelle Flugphase im GyroBot. Wenn im
Betrieb nach dem Einschalten oder nach dem Umschalten in eine andere Flugphase die
Ruder weglaufen gilt immer: Zuerst Kalibrieren. Wenn das Weglaufen später wieder auftritt,
sollten Die die jeweilige Totzone etwas vergrössern (wird später erklärt).
2 Modelltyp
Drücken Sie jetzt den Taster wieder etwas länger und lassen Sie ihn dann los, um wieder ins
Menü zu kommen. Navigieren Sie jetzt mir dem Seitenruder-Steuerknüppel in das Menü
Modelltyp.
Im Moment können Sie nur dem Modelltyp „Standard“ auswählen. Dies ist ein
normales Flugmodell mit Kreuz- oder T Leitwerk. Weitere Modelltypen werden später
per Softwareupdate verfügbar sein.
Drücken Sie den Taster erneut kurz und wählen Sie dann mit dem Hecksteuerknüppel Ihren
Modelltyp aus.
Wählen Sie "Standard", wenn Sie ein normales Flächenmodell mit Kreuz- oder T Leitwerk
besitzen.
Drücken Sie jetzt kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Vibrationsfilter.
Lassen Sie diesen zunächst auf 1 stehen. Der Filter ist wichtig bei Modellen mit
Benzinmotoren, die starke Vibrationen und Schwingungen erzeugen. Er wird später
eingestellt. Im Elektromodell und im Jet kann er in der Regel auf 1 stehen bleiben.
Drücken Sie jetzt kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Servo Ansteuerfrequenz.
Wählen Sie jetzt mit dem Seitenruder-Steuerknüppel die gewünschte Ansteuerfrequenz für
Ihre Servos aus. Falls Sie diese nicht kennen, wählen Sie bitte „Standard“ aus. Moderne
Digital- oder Brushless Servos können meistens ohne Probleme mit „Speed“ oder „High
Speed“ angesteuert werden. Als Faustregel gilt: Wenn sich das Servo feinfühlig steuern lässt
und keinerlei Brummgeräusche erzeugt, sollte die gewählte Frequenz möglich sein.
Wir können dies aber nicht garantieren, im Zweifelsfall verwenden Sie bitte immer
„Standard“. Die Performance ändert sich dadurch nur relativ geringfügig.
Drücken Sie wieder kurz den Taster, Sie haben jetzt alle Einstellungen des Menüs
Modelltyp durchgeführt und befinden sich jetzt wieder im Start-oder Flugmenü System
Running.
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3 Seitenruder Basis
Drücken Sie jetzt den Taster wieder etwas länger und lassen Sie ihn dann los, um wieder ins
Menü zu kommen. Navigieren Sie jetzt mir dem Seitenruder-Steuerknüppel in das Menü
Seitenruder Basis.
Drücken Sie jetzt kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Servo in Mittenlage. Das
Seitenruderservo wurde jetzt auf Neutralstellung gefahren, justieren Sie bitte jetzt den
Servohebel in Neutralstellung und schrauben Sie ihn wieder fest. Auch das Gestänge sollte
jetzt so eingestellt werden, daß das Seitenruder jetzt ungefähr auf neutral steht
(Feineinstellung erfolgt noch).
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Seitenruder Mitte. Hier
Stellen Sie jetzt das Seitenruder mit dem Seitenruder-Steuerknüppel GENAU in die Mitte.
Sollte die Wirkrichtung des Seitenruders falsch herum laufen (d.h. Sie steuern links und das
Seitenruder bewegt sich nach rechts) polen Sie bitte die Seitenruderfunktion jetzt im Sender
um. Beim GyroBot bleiben Sie einfach in diesem Menü und stellen nach der Umpolung im
Sender jetzt sauber und GENAU die Seitenruder Mitte ein.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Seitenruder
Minimum. (Dies kann der linke oder rechte Vollausschlag sein). Das Seitenruder fährt
automatisch in die Richtung, deren Ausschlag jetzt eingestellt wird. Stellen Sie jetzt mit dem
Seitenruder-Steuerknüppel den Vollausschlag ein. (Dies hat nichts mit der Wendigkeit des
Modells zu tun, Sie müssen hier immer den maximal möglichen Vollausschlag einstellen).
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Seitenruder
Maximum. (Dies kann der linke oder rechte Vollausschlag sein). Das Seitenruder fährt
automatisch in die Richtung, deren Ausschlag jetzt eingestellt wird. Stellen Sie jetzt mit dem
Seitenruder-Steuerknüppel den Vollausschlag ein. (Dies hat nichts mit der Wendigkeit des
Modells zu tun, Sie müssen hier immer den maximal möglichen Vollausschlag einstellen).
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Gyro-Wirkrichtung. Hier
können Sie die Wirkrichtung des Seitenruder Gyros umpolen, falls das notwendig ist.
Gehen Sie wie folgt vor: Drehen Sie das Modell schnell um die Hochachse (die Achse, um
die das Seitenruder das Modell dreht) nach links, das Seitenruder muß jetzt dagegen steuern
(es muß versuchen, das Modell nach rechts zu steuern). Falls es das nicht tut, polen Sie die
Wirkrichtung mit dem Seitenruder-Steuerknüppel um.
ACHTUNG: Die Wirkrichtung aller Gyros (Drehratensensoren) muß UNBEDINGT
stimmen, sonst führt ein Flug mit eingeschalteter Regelung zum SOFORTIGEN
ABSTURZ). Falls Sie sich nicht sicher sind, holen Sie sich Hilfe bei einem erfahrenen
Modellpiloten.
Drücken Sie wieder kurz den Taster, Sie haben jetzt alle Einstellungen des Menüs
Seitenruder Basis durchgeführt und befinden sich jetzt wieder im Start-oder Flugmenü
System Running.
Sollte Ihr Seitenruder jetzt nicht exakt auf neutral stehen, kalibrieren Sie bitte nochmal
(einfach 3 mal den Taster drücken). Steht es dann immer noch nicht genau in der Mitte,
wiederholen Sie bitte die Einstellung Seitenruder Mitte nochmal. (Also nochmal in das Menü
Seitenruder Basis gehen, so oft den Taster drücken, bis Sie
im Menü Seitenruder Mitte sind, mit dem Seitenruder Steuerknüppel die Mitte einstellen und
den Taster so oft drücken, bis Sie wieder im Menu System Running sind.
4 Seitenruder Tuning
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Drücken Sie jetzt den Taster wieder etwas länger und lassen Sie ihn dann los, um wieder ins
Menü zu kommen. Navigieren Sie jetzt mir dem Seitenruder-Steuerknüppel in das Menü
Seitenruder Tuning.
Drücken Sie jetzt kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Seitenruder Regelung.
Da wir ja im Moment die Flugphase 1 programmieren (keine Regelung auf allen Achsen),
stellen wir jetzt mit dem Seitenruder Steuerknüppel die Regelung auf "Aus".
(Zur Information: Regelung "Aus" bedeutet, daß sich das Modell auf der jeweiligen Achse so
steuert, wie ohne GyroBot, vorausgesetzt, das jeweilige Basis Menü ist korrekt eingestellt).
Wenn die Regelung auf "Aus" steht, werden die nachfolgenden Menüpunkte nicht
eingeblendet.
Drücken Sie wieder kurz den Taster, Sie haben jetzt alle Einstellungen des Menüs
Seitenruder Tuning durchgeführt und befinden sich jetzt wieder im Start-oder Flugmenü
System Running.
5 Höhenruder Basis
Drücken Sie jetzt den Taster wieder etwas länger und lassen Sie ihn dann los, um wieder ins
Menü zu kommen. Navigieren Sie jetzt mit dem Seitenruder-Steuerknüppel in das Menü
Höhenruder Basis. (Verwenden Sie nur ein Höhenruder Servo, stecken Sie dieses bitte an
Steckplatz 8 im GyroBot, verwenden Sie 2 Höhenruder Servos, stecken Sie diese bitte an
Steckplatz 8 und 9).
Drücken Sie jetzt kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Servos in Mittenlage. Das (die)
Höhenruderservo(s) wurde(n) jetzt auf Neutralstellung gefahren, justieren Sie bitte jetzt den
(die) Servohebel in Neutralstellung und schrauben Sie ihn (sie) wieder fest. Auch das (die)
Gestänge sollte(n) jetzt so eingestellt werden, daß die Höhenruder jetzt ungefähr auf neutral
stehen (Feineinstellung erfolgt noch).
Drücken Sie jetzt kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Servo-1 Wirkrichtung.
Hier können Sie die Wirkrichtung des Höhenruderservos 1 umpolen. Steuern Sie mit dem
Höhenruder Steuerknüppel hin und her und kontrollieren Sie, ob das Höhenruder richtig
herum läuft (wenn Sie "hoch" steuern, muss sich auch das Ruder "hoch" bewegen). Ist dies
nicht der Fall, polen Sie es mit dem Seitenruder Steuerknüppel um.
Drücken Sie jetzt kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Servo-2 Wirkrichtung.
Wenn Sie nur ein Höhenruder Servo verwenden, müssen Sie hier nichts einstellen.
Wenn Sie 2 Höhenruder Servos verwenden, wiederholen Sie bitte die Umpolung wie oben
für das Servo 1 beschrieben auch für das Servo 2.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Servo-1 Mitte. Hier stellen
Sie jetzt mit dem mit dem Seitenruder Steuerknüppel das Höhenruderservo 1 so ein, daß
das zugehörige Höhenruder GENAU in der Mitte steht.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Servo-2 Mitte. Hier stellen
Sie jetzt mit dem mit dem Seitenruder Steuerknüppel das Höhenruderservo 2 so ein, daß
das zugehörige Höhenruder GENAU in der Mitte steht. Wenn Sie nur ein Höhenruder Servo
verwenden, müssen Sie hier nichts einstellen.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Höhenruder
Minimum. (Dies kann der obere oder untere Vollausschlag sein). Das Höhenruder fährt
automatisch in die Richtung, deren Ausschlag jetzt eingestellt wird. Stellen Sie jetzt mit dem
Seitenruder-Steuerknüppel den Vollausschlag ein. (Dies hat nichts mit der Wendigkeit des
Modells zu tun, Sie müssen hier immer den maximal möglichen Vollausschlag einstellen).
Diese Einstellung gilt für beide Höhenruder Servos gemeinsam (falls vorhanden).
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Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Höhenruder
Maximum. (Dies kann der obere oder untere Vollausschlag sein). Das Höhenruder fährt
automatisch in die Richtung, deren Ausschlag jetzt eingestellt wird. Stellen Sie jetzt mit dem
Seitenruder-Steuerknüppel den Vollausschlag ein. (Dies hat nichts mit der Wendigkeit des
Modells zu tun, Sie müssen hier immer den maximal möglichen Vollausschlag einstellen).
Diese Einstellung gilt für beide Höhenruder Servos gemeinsam (falls vorhanden).
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Gyro-Wirkrichtung. Hier
können Sie die Wirkrichtung des Höhenruder Gyros umpolen, falls das notwendig ist.
Gehen Sie wie folgt vor: Drehen Sie das Modell schnell um die Querachse (die Achse, um
die das Höhenruder das Modell dreht) nach oben (Nase nach oben), das Höhenruder muß
jetzt dagegen steuern (es muß versuchen, das Modell nach unten zu steuern, also tief
geben). Falls es das nicht tut, polen Sie die Wirkrichtung mit dem Seitenruder-Steuerknüppel
um.
ACHTUNG: Die Wirkrichtung aller Gyros (Drehratensensoren) muß UNBEDINGT
stimmen, sonst führt ein Flug mit eingeschalteter Regelung zum SOFORTIGEN
ABSTURZ). Falls Sie sich nicht sicher sind, holen Sie sich Hilfe bei einem erfahrenen
Modellpiloten.
Drücken Sie wieder kurz den Taster, Sie haben jetzt alle Einstellungen des Menüs
Höhenruder Basis durchgeführt und befinden sich jetzt wieder im Start-oder Flugmenü
System Running.
6 Höhenruder Tuning
Drücken Sie jetzt den Taster wieder etwas länger und lassen Sie ihn dann los, um wieder ins
Menü zu kommen. Navigieren Sie jetzt mit dem Seitenruder-Steuerknüppel in das Menü
Höhenruder Tuning.
Drücken Sie jetzt kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Höhenruder Regelung.
Da wir ja im Moment die Flugphase 1 programmieren (keine Regelung auf allen Achsen),
stellen wir jetzt mit dem Seitenruder Steuerknüppel die Regelung auf "Aus".
(Zur Information: Regelung "Aus" bedeutet, daß sich das Modell auf der jeweiligen Achse so
steuert, wie ohne GyroBot, vorausgesetzt, das jeweilige Basis Menü ist korrekt eingestellt).
Wenn die Regelung auf "Aus" steht, werden die nachfolgenden Menüpunkte nicht
eingeblendet.
Drücken Sie wieder kurz den Taster, Sie haben jetzt alle Einstellungen des Menüs
Höhenruder Tuning durchgeführt und befinden sich jetzt wieder im Start-oder Flugmenü
System Running.
7 Querruder Basis
Drücken Sie jetzt den Taster wieder etwas länger und lassen Sie ihn dann los, um wieder ins
Menü zu kommen. Navigieren Sie jetzt mit dem Seitenruder-Steuerknüppel in das Menü
Querruder Basis. (Verwenden Sie nur ein Querruder Servo, stecken Sie dieses bitte an
Steckplatz 10 im GyroBot, verwenden Sie 2 Querruder Servos, stecken Sie diese bitte an
Steckplatz 10 und 11).
Drücken Sie jetzt kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Servos in Mittenlage. Das (die)
Querruderservo(s) wurde(n) jetzt auf Neutralstellung gefahren, justieren Sie bitte jetzt den
(die) Servohebel in Neutralstellung und schrauben Sie ihn (sie) wieder fest. Auch das (die)
Gestänge sollte(n) jetzt so eingestellt werden, daß die Querruder jetzt ungefähr auf neutral
stehen (Feineinstellung erfolgt noch).
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Drücken Sie jetzt kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Servo-1 Wirkrichtung.
Hier können Sie die Wirkrichtung des Querruderservos 1 umpolen. Steuern Sie mit dem
Querruder Steuerknüppel hin und her und kontrollieren Sie, ob das Querruder richtig herum
läuft (wenn Sie "links" steuern, muss sich auch das Ruder nach "links" bewegen). Ist dies
nicht der Fall, polen Sie es mit dem Seitenruder Steuerknüppel um.
Drücken Sie jetzt kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Servo-2 Wirkrichtung.
Wenn Sie nur ein Querruder Servo verwenden, müssen Sie hier nichts einstellen.
Wenn Sie 2 Querruder Servos verwenden, wiederholen Sie bitte die Umpolung wie oben für
das Servo 1 beschrieben auch für das Servo 2.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Servo-1 Mitte. Hier stellen
Sie jetzt mit dem mit dem Seitenruder Steuerknüppel das Querruderservo1 so ein, daß das
zugehörige Querruder GENAU in der Mitte steht.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Servo-2 Mitte. Hier stellen
Sie jetzt mit dem mit dem Seitenruder Steuerknüppel das Querruderservo 2 so ein, daß das
zugehörige Querruder GENAU in der Mitte steht. Wenn Sie nur ein Querruder Servo
verwenden, müssen Sie hier nichts einstellen.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Querruder
Minimum. (Dies kann der linke oder rechte Vollausschlag sein). Das Querruder fährt
automatisch in die Richtung, deren Ausschlag jetzt eingestellt wird. Stellen Sie jetzt mit dem
Seitenruder-Steuerknüppel den Vollausschlag ein. (Dies hat nichts mit der Wendigkeit des
Modells zu tun, Sie müssen hier immer den maximal möglichen Vollausschlag einstellen).
Diese Einstellung gilt für beide Querruder Servos gemeinsam (falls vorhanden).
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Querruder
Maximum. (Dies kann der linke oder rechte Vollausschlag sein). Das Querruder fährt
automatisch in die Richtung, deren Ausschlag jetzt eingestellt wird. Stellen Sie jetzt mit dem
Seitenruder-Steuerknüppel den Vollausschlag ein. (Dies hat nichts mit der Wendigkeit des
Modells zu tun, Sie müssen hier immer den maximal möglichen Vollausschlag einstellen).
Diese Einstellung gilt für beide Querruder Servos gemeinsam (falls vorhanden).
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Gyro-Wirkrichtung. Hier
können Sie die Wirkrichtung des Querruder Gyros umpolen, falls das notwendig ist.
Gehen Sie wie folgt vor: Drehen Sie das Modell schnell um die Längsachse (die Achse, um
die das Querruder das Modell dreht) nach links (linke Fläche nach unten), das Querruder
muß jetzt dagegen steuern (es muß versuchen, das Modell nach rechts zu steuern (also
rechte Fläche nach unten). Falls es das nicht tut, polen Sie die Wirkrichtung mit dem
Seitenruder-Steuerknüppel um.
Als kleine Hilfe können Sie sich Folgendes merken: Das Querruder der Fläche, die Sie nach
oben bewegen, muß vom GyroBot auch nach oben gesteuert werden. Das Querruder der
Fläche, die Sie nach unten bewegen, muß vom GyroBot auch nach unten gesteuert werden.
ACHTUNG: Die Wirkrichtung aller Gyros (Drehratensensoren) muß UNBEDINGT
stimmen, sonst führt ein Flug mit eingeschalteter Regelung zum SOFORTIGEN
ABSTURZ). Falls Sie sich nicht sicher sind, holen Sie sich Hilfe bei einem erfahrenen
Modellpiloten.
Drücken Sie wieder kurz den Taster, Sie haben jetzt alle Einstellungen des Menüs
Querruder Basis durchgeführt und befinden sich jetzt wieder im Start-oder Flugmenü
System Running.
8 Querruder Tuning
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Drücken Sie jetzt den Taster wieder etwas länger und lassen Sie ihn dann los, um wieder ins
Menü zu kommen. Navigieren Sie jetzt mit dem Seitenruder-Steuerknüppel in das Menü
Querruder Tuning.
Drücken Sie jetzt kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menü Querruder Regelung.
Da wir ja im Moment die Flugphase 1 programmieren (keine Regelung auf allen Achsen),
stellen wir jetzt mit dem Seitenruder Steuerknüppel die Regelung auf "Aus".
(Zur Information: Regelung "Aus" bedeutet, daß sich das Modell auf der jeweiligen Achse so
steuert, wie ohne GyroBot, vorausgesetzt, das jeweilige Basis Menü ist korrekt eingestellt).
Wenn die Regelung auf "Aus" steht, werden die nachfolgenden Menüpunkte nicht
eingeblendet.
Drücken Sie wieder kurz den Taster, Sie haben jetzt alle Einstellungen des Menüs
Querruder Tuning durchgeführt und befinden sich jetzt wieder im Start-oder Flugmenü
System Running.
Einstellen und ggf. Reduzieren der Ruderausschläge
Bitte widmen Sie diesem Absatz besondere Aufmerksamkeit.
Jetzt passen wir die „Servowege“ im Sender für Seitenruder, Höhenruder und
Querruder an, dazu gehen Sie bitte wie folgt vor:
Der GyroBot steht im Flugmodus „System Running“ in Flugphase 1, wir beginnen mit
dem Seitenruder:
Wenn Sie jetzt Seitenruder steuern, kann es sein, daß sich das Ruder nur bis zu einem
Teil des Knüppelausschlages mitbewegt, d.h. z.B. bei der Hälfte des Knüppelweges ist
das Ruder schon auf Vollausschlag, obwohl der Knüppel noch Weg zur Verfügung hat.
Reduzieren Sie jetzt im Sender den Servoweg für die Seitenruderfunktion so lange (für
beide Seiten, muß nicht unbedingt genau symmetrisch sein, das hängt von Ihren
Wegeinstellungen im GyroBot ab), bis sie den Steuerknüppel bis zum Endanschlag
nutzen können und keine Totzone mehr übrig ist.
Wiederholen Sie den Vorgang dann auch noch für Querruder und Höhenruder.
Mit dem Servoweg im Sender stellen Sie später auch die Wendigkeit des Modells ein.
Im Moment haben sie die maximal mögliche Wendigkeit (Drehgeschwindigkeit um die
jeweilige Achse) eingestellt. Ist das Modell auf einer Achse zu agil (zu wendig), können
Sie den Servoweg für diese Funktion (symmetrisch) reduzieren, um das Modell um
diese Achse ruhiger zu machen.
Wenn Sie von vorneherein Ihr Modell schon etwas ruhiger machen möchten,
reduzieren Sie jetzt die Servowege für die entsprechenden Ruder (Achsen) noch
weiter. Sie werden sehen, daß sich auch der maximale Ruderausschlag am Modell
reduziert. Reduzieren Sie bitte die Servowege für alle 3 Ruder jetzt soweit wie Sie sie
auch ohne Gyrobot reduzieren würden (Sie mit dem Servoweg im Sender auch nach
dem Einfliegen jederzeit die Wendigkeit des Modells anpassen).
Sie haben jetzt alle Einstellungen der Flugphase 1 vorgenommen, kalibrieren Sie zum
Abschluß nochmal (einfach 3 mal den Taster drücken), um sicherzustellen, daß alle
Neutralstellungen eingelernt wurden.
Jetzt kopieren wir die Flugphase 1 in die Flugphase 2 und 3, damit wir die kompletten Basis
Einstellungen übernehmen können.
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______________________________________
Gehen Sie dazu wie folgt vor (Sie befinden sich im Moment im Start- und Flugmenü "System
Running", wenn nicht, bitte so oft den Taster drücken, bis Sie dort sind):
10 Kopiere Flugphase
Drücken Sie jetzt den Taster wieder etwas länger und lassen Sie ihn dann los, um wieder ins
Menü zu kommen. Navigieren Sie jetzt mit dem Seitenruder-Steuerknüppel in das Menü
Kopiere Flugphase.
Drücken Sie jetzt kurz den Taster, Sie sind jetzt im Menüpunkt Kopiere Flugphase.
In der oberen Zeile wird immer die aktuelle Flugphase angezeigt, hier muß also:
von [1]
stehen (diese Zahl können Sie nicht verändern, sie ergibt sich durch die beim Eintritt in das
Menü aktive Flugphase).
In der 2. Zeile können Sie mit dem Seitenruder Steuerknüppel die Flugphase wählen, in die
die aktuelle Flugphase (hier 1) kopiert werden soll. Wählen Sie also hier bitte:
nach [2]
aus und drücken Sie kurz den Taster. Sie haben jetzt die Flugphase 1 in die Flugphase 2
kopiert und befinden sich wieder im Start- und Flugmenü "System Running").
Jetzt kopieren Sie bitte die Flugphase 1 noch in die Flugphase 3, dazu drücken Sie jetzt den
Taster wieder etwas länger und lassen Sie ihn dann los, um wieder ins Menü zu kommen.
Navigieren Sie jetzt mit dem Seitenruder-Steuerknüppel wieder in das Menü Kopiere
Flugphase. Drücken Sie jetzt kurz den Taster und wählen Sie dann mit dem Seitenruder
Steuerknüppel in der unteren Zeile die Flugphase 3 aus und drücken Sie kurz den Taster.
Sie befinden sich jetzt wieder im Start- und Flugmenü "System Running".
Wir programmieren jetzt die Flugphase 2, gehen Sie dazu bitte wie folgt vor:
Schalten Sie am Sender mit dem 3 Stufen Schalter auf Flugphase 2 um, im rechten oberen
Eck des GyroBot Displays muß jetzt eine 2 stehen.
Wir gehen jetzt für die Flugphase 2 davon aus, daß Sie eine aktive Regelung auf allen
3 Achsen (Rudern) nutzen möchten. Sollte dies nicht der Fall sein, lassen Sie die
Regelung für die entsprechenden Achsen (die nicht geregelt werden sollen) einfach
auf "aus" stehen (erster Unterpunkt im jeweiligen Tuning Menü).
Drücken Sie jetzt den Taster wieder etwas länger und lassen Sie ihn dann los, um wieder ins
Menü zu kommen. Navigieren Sie jetzt mit dem Seitenruder-Steuerknüppel in das Menü
Seitenruder Tuning.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Seitenruder
Regelung. Stellen Sie diese jetzt mit dem Seitenruder Steuerknüppel auf "Ein".
Erklärung zum P- und I Anteil
Während der GyroBot 900 Wing im Flug viele Werte und Parameter selbst "erlernt" und
optimiert, muß der P Anteil und I Anteil von Ihnen eingestellt werden. Diese beiden Werte
gibt es für jede Achse. Der P Anteil ist verantwortlich für ein "knackiges" Einrasten des
jeweiligen Ruders beim Loslassen des Steuerknüppels, der I Anteil sorgt dafür, daß das
Modell seine Lage auf dem jeweiligen Ruder so gut wie möglich hält. Beide Werte
zusammen ergeben (stark vereinfacht ausgedrückt) die "Gyro-Empfindlichkeit".
Das Verhältnis dieser beiden Werte ist gut aufeinander abgestimmt, deshalb gilt:
24
______________________________________
P und I für eine Achse sollen immer den gleichen Zahlenwert besitzen.
Das heißt: Wenn P auf 150 steht, soll I auch auf 150 stehen.
Erhöhen Sie jetzt die "Empfindlichkeit" auf dieser Achse, müssen Sie z.B. P auf 175 und I
auch auf 175 stellen.
(Ein getrenntes Verstellen der beiden Werte ist möglich, sollte aber nur von Profis mit viel
Erfahrung mit dem GyroBot 900 Wing durchgeführt werden).
Das Prinzip der Einstellung ist immer das gleiche und sieht wie folgt aus:
Im Flug werden die Werte solange erhöht, bis das Modell auf dem jeweiligen Ruder beim
Loslassen des Steuerknüppels "knackig" einrastet und stabil die Lage hält, wenn nicht
gesteuert wird.
Die Werte sind erst dann zu hoch, wenn das Modell beginnt, auf dieser Achse zu schwingen.
Dann müssen beide Werte wieder etwas reduziert werden. Ist die Achse korrekt eingestellt,
sollte das Modell in keiner Fluglage und bei keiner Fluggeschwindigkeit schwingen.
Jetzt kommen wir zurück zur Programmierung:
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Seitenruder P.
Stellen Sie jetzt der Wert mit dem Seitenruder Steuerknüppel auf 150 (falls es da noch nicht
steht).
Im 2. Teil dieses Menüs können Sie das sog. "RC-Gain" ein- und ausschalten.
Erklärung zum "RC-Gain"
RC-Gain heißt, daß Sie damit den jeweiligen Wert im Flug vom Sender aus verstellen
können. Steht RC-Gain auf "Aus", ist der Regler am Sender für das RC-Gain nicht aktiv.
Steht RC-Gain auf "Ein", ist der Regler am Sender für das RC-Gain aktiv und Sie können
den jeweiligen Wert im Flug verstellen, um das Modell schneller einstellen zu können.
In der Praxis ist es sinnvoll, für den P und I Anteil jeweils einer Achse RC-Gain einzuschalten
und diese Achse dann im Flug einzustellen. Danach sollte gelandet werden und das RCGain für diese Achse ausgeschaltet werden (natürlich für beide Werte). Sobald Sie RC-Gain
ausschalten, werden die erflogenen Werte im GyroBot abgespeichert.
Sie sollten jetzt RC-Gain für den P und I Anteil der nächsten Achse aktivieren und diese im
Flug optimieren. Das sollten sie für alle 3 Achsen durchführen.
Bitte beachten Sie, daß Sie den Dreh-oder Schieberegler immer annähernd im die Mitte
stellen, BEVOR Sie RC-Gain einschalten (aber erst NACHDEM sie die vorher erflogenen
Werte abgespeichert haben, indem Sie RC-Gain wieder ausgeschaltet haben). So haben Sie
den vollen Verstellweg nach oben und unten. Des Weiteren müssen Sie wissen, in welche
Richtung Sie die Werte erhöhen und in welche Richtung Sie die Werte verringern (evtl. kleine
Markierung am Sender).
Sollten Sie das RC-Gain für einen Wert später (evtl. zum Feintuning) nochmal einschalten,
verstellen Sie den Wert erst, wenn Sie den Dreh-oder Schieberegler bewegen (unabhängig
von dessen momentaner Position). Sie können dies also beliebig oft wiederholen.
Ihr Dreh- oder Schieberegler am Sender wirkt hier wie ein „Inkrementalgeber“.
Jetzt kommen wir zurück zur Programmierung:
Wir befinden uns noch im Menü Seitenruder P und haben den P Anteil mit dem Seitenruder
Steuerknüppel bereits auf 150 gestellt. Jetzt wollen wir für diesen Wert das RC-Gain
einschalten. Dazu drücken wir den Taster und Halten ihn gedrückt. Nach kurzer Zeit wird die
Zeile RC-Gain sowie der Wert für den P Anteil ausgeblendet. Jetzt können wir den Taster
loslassen und wir haben das RC-Gain eingeschaltet. Es steht jetzt:
RC-Gain: Ein
25
______________________________________
in der unteren Zeile des Displays.
Auf gleichem Wege können wir das RC-Gain auch wieder ausschalten: Taster lang drücken
bis die Zeilen ausgeblendet sind, dann den Taster loslassen.
Es steht jetzt:
RC-Gain: Aus
in der unteren Zeile des Displays.
Da wir das RC-Gain einschalten wollen, wiederholen wir das Ganze noch ein drittes Mal:
Taster lang drücken bis die Zeilen ausgeblendet sind, dann den Taster loslassen.
Es steht jetzt wieder:
RC-Gain: Ein
in der unteren Zeile des Displays.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Seitenruder I.
Hier gehen wir genauso vor, wie bei Seitenruder P.
Also Wert auf 150 stellen und RC-Gain auf Ein stellen.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Totzone.
Die Totzone ist ein Bereich um die Knüppelmitte herum, in dem der GyroBot nicht auf
Knüppelbewegungen reagiert. Sie ist wichtig, um Ungenauigkeiten an den Senderpotis zu
ignorieren. Wäre die Totzone nicht vorhanden, wäre die Funktion immer „vertrimmt“ bzw. das
Ruder würde im Stand schon weglaufen.
Wenn es diese Probleme im Betrieb nicht gibt, können Sie den Wert auf 30 stehen lassen.
Läuft das Ruder jedoch manchmal weg, kalibrieren Sei zuerst. Tritt das Problem dann immer
noch auf, erhöhen Sie bitte den Wert für die Totzone, bis das Ruder immer stehen bleibt,
wenn Sie nicht steuern. Ziel ist es, mit möglichst niedrigem Wert ein Weglaufen des Servos
zu vermeiden. Ein zu hoher Wert führt dazu, dass sich das Modell um die Mitte etwas
weniger feinfühlig steuern lässt.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Seitenruder
Airspeed.
Erklärung zu "Airspeed"
Mit Airspeed bezeichnen wir die Messung der aktuellen Fluggeschwindigkeit über das
Staudruckrohr am Randbogen sowie den zugehörigen Staudrucksensor im Extension Board.
Diese Messungen werden als weitere Informationen in der Regelung verarbeitet. Da die
Aerodynamik sowie Anströmung des Modells nicht linear zur Geschwindigkeit verläuft,
sondern sehr komplexen Zusammenhängen unterliegt, werden bei unterschiedlichen
Geschwindigkeiten jeweilig komplett unterschiedliche Programmteile im Gyrobot aktiviert, die
sich immer wieder selbst kalibrieren und somit ständig „lernen“ und die Flugeigenschaften
optimieren.
Sie als Pilot bekommen von all dem nichts mit, Sie profitieren nur von den perfekten
Flugeigenschaften über den gesamten Geschwindigkeitsbereich.
Für eine saubere Regelung muß also Airspeed immer „Ein“ sein.
Da die Regelung bei Null Anströmung, d.h. wenn das Modell steht (oder in der Torquerolle),
sehr empfindlich ist, ist ein Zittern der Servos bei eingeschalteter Airspeed absolut normal.
Sie können das kontrollieren, indem Sie mit dem Finger die vordere Öffnung des
Staudruckrohres zudrücken. Sie bauen dann einen Druck auf (was dem GyroBot eine
gewisse Fluggeschwindigkeit „vorspielt“) und das Zittern der Servos sollte sich verringern
bzw. ganz weg sein.
Jetzt kommen wir zurück zur Programmierung:
Wir befinden uns noch im Menü Seitenruder Airspeed und stellen diese jetzt bitte mit dem
Seitenruder Steuerknüppel auf „Ein“.
26
______________________________________
Drücken Sie wieder kurz den Taster, Sie haben jetzt alle Einstellungen des Menüs
Seitenruder Tuning durchgeführt und befinden sich jetzt wieder im Start-oder Flugmenü
System Running.
Drücken Sie jetzt den Taster wieder etwas länger und lassen Sie ihn dann los, um wieder ins
Menü zu kommen. Navigieren Sie jetzt mit dem Seitenruder-Steuerknüppel in das Menü
Höhenruder Tuning.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Höhenruder
Regelung. Stellen Sie diese jetzt mit dem Seitenruder Steuerknüppel auf "Ein".
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Höhenruder P.
Stellen Sie jetzt den Wert mit dem Seitenruder Steuerknüppel auf 150 (falls es da noch nicht
steht).
Im 2. Teil dieses Menüs können Sie das sog. "RC-Gain" ein- und ausschalten. Dieses
Schalten Sie bitte jetzt „Aus“, da wir im ersten Flug nur das Seitenruder per RC-Gain
optimieren möchten.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Höhenruder I.
Hier gehen wir genauso vor, wie bei Höhenruder P.
Also Wert auf 150 stellen und RC-Gain auf „Aus“ stellen.
Für die beiden letzten Punkte im Höhenruder Tuning Menü gilt:
Totzone auf 30 lassen und Airspeed „Ein“ schalten.
Drücken Sie wieder kurz den Taster, Sie haben jetzt alle Einstellungen des Menüs
Höhenruder Tuning durchgeführt und befinden sich jetzt wieder im Start-oder Flugmenü
System Running.
Drücken Sie jetzt den Taster wieder etwas länger und lassen Sie ihn dann los, um wieder ins
Menü zu kommen. Navigieren Sie jetzt mit dem Seitenruder-Steuerknüppel in das Menü
Querruder Tuning.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Querruder
Regelung. Stellen Sie diese jetzt mit dem Seitenruder Steuerknüppel auf "Ein".
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Querruder P.
Stellen Sie jetzt den Wert mit dem Seitenruder Steuerknüppel auf 100.
Im 2. Teil dieses Menüs können Sie das sog. "RC-Gain" ein- und ausschalten. Dieses
Schalten Sie bitte jetzt „Aus“, da wir im ersten Flug nur das Seitenruder per RC-Gain
optimieren möchten.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich jetzt im Menü Querruder I.
Hier gehen wir genauso vor, wie bei Querruder P.
Also Wert auf 100 stellen und RC-Gain auf „Aus“ stellen.
Für die beiden letzten Punkte im Querruder Tuning Menü gilt:
Totzone auf 30 lassen und Airspeed „Ein“ schalten.
Jetzt haben wir die Flugphasen 1 und 2 für den Erstflug vorbereitet, Flugphase 3 ist eine
Kopie von 1, also ohne Regelung auf allen Achsen.
Wir weisen nochmals darauf hin. Daß dies nur ein Beispiel ist, es ist für 3D und
Kunstflugmodelle mit guten Flugeigenschaften anwendbar, bei denen das Ziel ist, alle 3
Achsen zu regeln. Wollen Sie z.B. bei einem Modell nur das Querruder regeln, müssen Sie
die Einstellungen für die Flugphase 2 natürlich dementsprechend anpassen (Seitenruder und
Höhenruder Regelung „Aus“, Querruder Regelung, RC-Gain für P und I und Airspeed „Ein“).
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Erklärung zum Trimmen mit GyroBot 900 Wing
Bitte widmen Sie diesem Absatz besondere Aufmerksamkeit.
Das Trimmen der Ruder ist mit GyroBot anders als bisher und muß hier speziell erklärt
werden.
Ist eine Achse ungeregelt (wie alle 3 Achsen in Flugphase 1) können und müssen Sie diese
genauso trimmen wie vorher ohne GyroBot. Ist eine Achse geregelt (wie alle 3 Achsen in
Flugphase 2 unseres Beispiels), DÜRFEN SIE NIE TRIMMEN. Der GyroBot würde eine
Trimmung (Veränderung der Neutralstellung) sofort als Steuereingabe interpretieren und
würde sie in einen langsame Drehbewegung des Modells um die jeweilige Achse umsetzen.
Er kann nicht unterscheiden, ob das Signal vom Sender getrimmt oder gesteuert ist. Des
Weiteren würde diese Veränderung der Neutralstellung beim nächsten Kalibrieren wieder
weg sein. Das ist soweit noch kein Problem, denn Sie werden auf geregelten Achsen nicht
trimmen müssen.
Das Problem ergibt sich bei der Umschaltung zwischen ungeregelten (Flugphase 1) und
geregelten Flugphasen. Sie trimmen z.B. in Flugphase 1 zuerst Ihr Modell auf Allen Achsen
aus, damit es gerade fliegt.
Schalten Sie jetzt in eine geregelte Flugphase, ergibt sich das, was oben beschrieben wurde,
das Ruder läuft langsam weg, das Modell bewegt sich langsam aus der Neutrallage, ohne
daß Sie etwas steuern.
Dieses Problem kann auf zwei Arten behoben werden.
Die erste Methode sieht wie folgt aus:
1. Sie trimmen Ihr Modell in Flugphase 1 (alles ungeregelt) komplett aus und landen
dann wieder, ohne eine andere Flugphase benutzt zu haben.
2. Jetzt schalten Sie um in Flugphase 2 und kalibrieren diese. Dann schalten Sie um in
Flugphase 3 und kalibrieren diese ebenfalls. Durch das Kalibrieren werden die
verstellten Trimmwerte vom Sender für Flugphase 2 und 3 unwirksam, weil sie als
neue Neutrallagen im GyroBot abgespeichert wurden.
3. Jetzt starten Sie wieder in Flugphase 1, DIE SIE ABER JETZT NICHT MEHR
TRIMMEN DÜRFEN. Schalten dann auf die geregelten Flugphasen um und stellen
Ihr Modell wie später beschrieben ein.
Der Nachteil hierbei ist: Sie dürfen nicht mehr „zwischendurch“ trimmen, da Sie sonst die
Prozedur wiederholen müssen. In der Praxis kann man damit meist gut leben, da geregelte
Achsen nach der Einstellphase nur selten ungeregelt geflogen werden.
Die zweite Methode ist weitaus komfortabler, erfordert aber eine Flugphasenumschaltung
oder Phasentrimmung am Sender und wird wie folgt realisiert:
1. Sie schalten mit dem gleichen Schalter, mit dem Sie die Flugphasen am GyroBot
umschalten, auch Flugphasen oder eine Phasentrimmung im Sender um. Dann
können Sie z.B. Flugphase 1 im GyroBot, der im Sender z.B. die Phasentrimmung A
zugeordnet ist, immer trimmen. Wenn Sie in eine andere (geregelte) Flugphase im
GyroBot umschalten, wird im Sender auf die Phasentrimmung B umgeschaltet, wo
alle Trimmungen auf Null stehen.
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Das Einfliegen
ACHTUNG (Der rot gedruckte Abschnitt gilt nur für Turbinenmodelle):
Bei Turbinenmodellen müssen Sie unbedingt GyroBot 900 Wing Jet verwenden. Des
Weiteren müssen Sie vor dem Flug unbedingt folgenden Test durchführen:
Schalten Sie Sender und Empfänger ein, bewegen Sie dabei das Modell nicht.
Schließen Sie Ihre Cockpit Programmierbox oder Ihren PC mit dem USB Interfacekabel
an den GyroBot an und navigieren Sie in das „Testmenü“ und weiter in das
Untermenü „Gyrosensor“. Hier werden die Signale der 3 Gyrosensoren als
Balkenanzeige dargestellt. Wenn das Modell nicht bewegt wird, darf hier nichts
angezeigt werden.
Starten Sie jetzt die Turbine, halten Sie das Modell fest und fahren Sie langsam alle
Drehzahlen durch, beachten Sie dabei GENAU die Balkenanzeige.
Es darf bei keiner Drehzahl in der Balkenanzeige ein Ausschlag sichtbar sein (auch
nicht ein Balken).
Wiederholen Sie diesen Test 2-3 mal. Haben Sie absolut keinen Ausschlag festgestellt,
ist alles ok.
Haben Sie einen Ausschlag festgestellt, montieren Sie den GyroBot so weit wie
möglich entfernt von der Turbine und wiederholen Sie den Test. Verwenden Sie immer
nur das Original Klebepad zur Montage des Gerätes im Modell.
SIE DÜRFEN NICHT FLIEGEN, WENN DIESER TEST NICHT ZUFRIEDENSTELLEND
ABSOLVIERT WURDE.
ACHTUNG (Der blau gedruckte Abschnitt gilt hauptsächlich für Modelle mit
Benzinmotoren):
Benzinmotoren zwischen 20 ccm und 250 ccm oder mehr erzeugen starke Vibrationen,
die die korrekte Regelung des GyroBot stören können. Um Abhilfe zu schaffen, gibt es
2 Punkte:
1. Ein sehr stabiles Montagebrett für den GyroBot wie oben bereits beschrieben.
2. Den Vibrationsfilter im Menü „Modelltyp“.
Das Brett ist Grundvoraussetzung !
Gehen Sie wie folgt vor:
Schalten Sie auf allen Achsen die Regelung und Airspeed ein und stellen Sie sicher,
daß alle P und I Werte mindestens den Wert 300 haben (nur für diesen Test).
Fixieren Sie das Modell, lassen Sie den Motor an und steuern Sie ihn langsam durch
alle Drehzahlen und beobachten Sie dabei alle Ruder.
Läuft keines der Ruder weg oder bewegt sich, ist alles ok und Sie müssen nichts tun.
Läuft eines oder mehrere Ruder weg oder bewegt sich hin und her, erhöhen Sie in 5er
Schritten den Vibrationsfilter solange, bis alle Ruder bei allen Drehzahlen des Motors
stillstehen. Wiederholen Sie den Test dann noch 1-2 mal.
Der Vibrationsfilter filtert nicht nur Vibrationen weg, sondern er beinflußt auch die
Regelung negativ, er macht sie „unsensibel“, wenn er zu hoch ist.
Deshalb gilt: Den Filter nur so hoch wie nötig einstellen und nicht höher.
Vergessen Sie nach erfolgter Einstellung nicht, den ermittelten Wert in allen
Flugphasen einzustellen.
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SIE DÜRFEN NICHT FLIEGEN, WENN DIESER TEST NICHT ZUFRIEDENSTELLEND
ABSOLVIERT WURDE.
Wir bleiben bei unserem Beispiel (3D Motormaschine), das wir oben programmiert haben,
kalibrieren ein letztes Mal alle Flugphasen und testen, ob wirklich alle Ruder und GyroWirkrichtungen stimmen. Alle Ruder stehen in Flugphase 1 absolut neutral, beim Umschalten
in Flugphase 2 bleiben Sie auf neutral, solange das Modell nicht bewegt wird. Wenn wir das
Modell in Flugphase 2 bewegen, steuern die Ruder sinngemäß gegen die Bewegung. In
Flugphase 2 ist die Regelung auf allen Achsen aktiv, das RC-Gain ist jedoch nur für das
Seitenruder (P und I) aktiv.
Das heißt, im Flug werden alle Achsen geregelt, wird können jedoch nur das Seitenruder
optimieren. Für Höhenruder und Querruder sind die P und I Werte relativ „harmlos“ gewählt,
so daß sich hier bei den meisten Modellen kein Aufschwingen ergeben sollte, viel mehr
werden sich diese Achsen „weich“ und „schwammig“ anfühlen und das Modell nach
Steuereingaben „nachdrehen“ und nicht abrupt abstoppen.
Wenn wir alles kontrolliert haben, starten wir das Modell wie vorher gewohnt, aber
UNBEDINGT in FLUGPHASE 1 (alle Achsen ungeregelt).
Wir gewöhnen uns an die (sicher etwas anderen) Ausschläge und gehen auf
Sicherheitshöhe. Sollten die Wendigkeiten zu groß oder zu klein sein, können wir diese am
Sender mit dem Servoweg für das jeweilige Ruder verändern (Mehr Servoweg ergibt mehr
Wendigkeit, weniger Servoweg ergibt weniger Wendigkeit. Auch die Expo Funktion des
Senders können wir benutzen). Dann bringen wir das Modell in eine gerade und waagrechte
Flugbahn gegen den Wind und schalten dann in Flugphase 2 um. Wir gewöhnen uns jetzt
erst einmal vorsichtig an das andere Flugverhalten. Sollte etwas Unvorhergesehenes
passieren, können wir sofort wieder in Flugphase 1 umschalten. Ist dies nicht der Fall,
setzten wir unseren Flug in Flugphase 2 fort und konzentrieren uns auf das Seitenruder:
Steuert es sich noch zu „weich“ und rastet das Modell beim loslassen der Knüppels noch
nicht ein, erhöhen wir jetzt mit dem RC-Gain Regler die P und I Werte IN GANZ KLEINEN
SCHRITTEN (jeweils nur ein Raster am Poti) solange, bis sich das Ruder „knackig“ und
eigenstabil anfühlt.
Steuert es sich von Anfang an sehr hart und schwingt es bei abrubten loslassen des
Knüppels nach oder schwingt es sich schon ohne zu steuern auf, reduzieren wir jetzt mit
dem RC-Gain Regler die P und I Werte IN GANZ KLEINEN SCHRITTEN (jeweils nur ein
Raster am Poti) solange, bis sich das Ruder „knackig“ und eigenstabil anfühlt, aber bei
keiner Geschwindigkeit oder Fluglage mehr schwingt.
Jetzt landen wir wieder (in Flugphase 1), ohne zwischenzeitlich den RC-Gain Regler am
Sender bewegt zu haben. Die Empfangsanlage und der GyroBot bleibt eingeschalten. Wir
schließen jetzt das Cockpit (oder den PC) an, und navigieren in das Menü Seitenruder
Tuning und schalten in Seitenruder P und Seitenruder I jeweils RC-Gain „Aus“.
Wir gehen jetzt in das Menü Höhenruder Tuning und schalten dort für Höhenruder P und
Höhenruder I das RC-Gain „Ein“.
Wir starten erneut (in Flugphase 1), schalten dann in Flugphase 2 um und stellen dann das
Höhenruder ein, genauso, wie wir es vorher mit dem Seitenruder getan haben.
Das ganze wieder holen wir dann in einem dritten Flug für das Querruder.
Das Ziel ist dann erreicht, wenn das Modell auf allen Achsen, die geregelt werden sollen,
stabil bleibt und nicht wegdreht und „knackig“ einrastet, ohne in irgendeiner Fluglage oder
bei irgendeiner Fluggeschwindigkeit aufzuschwingen.
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Achtung: Stellen Sie die Werte zu hoch ein, kann sich das Modell aufschwingen. Sollte
das der Fall sein, schalten Sie SOFORT wieder in die ungeregelte Flugphase 1 zurück
und reduzieren mit dem RC Gain Regler den Wert sofort wieder etwas. Starkes
Aufschwingen kann zur Zerstörung des Modells führen.
Sie können jetzt die Drehrate (Drehgeschwindigkeit, Agilität, Wendigkeit) der einzelnen
Ruder anpassen, indem Sie die Servowege für die jeweiligen Funktionen im Sender
reduzieren (weniger Wendigkeit) oder erhöhen (mehr Wendigkeit). Die Expo Funktion im
Sender können Sie ebenfalls nutzen, um die Wendigkeit z.B. um die Knüppelmitte herum an
Ihre Vorlieben anzupassen.
Achtung: Stellen Sie die P und I Werte zu hoch ein, kann sich das Modell
aufschwingen. Sollte das der Fall sein, schalten Sie SOFORT wieder in die ungeregelte
Flugphase 1 zurück und reduzieren mit dem RC Gain Regler den Wert sofort wieder
etwas. Starkes Aufschwingen kann zur Zerstörung des Modells führen.
Wichtig dabei ist, das RC-Gain nach abgeschlossener Einstellung einer Achse immer wieder
sofort auszuschalten und dies nicht zu vergessen, sonst verstellt man beim nächsten Flug
diese Werte wieder.
Diese Vorgehensweise ist, wie bereits gesagt, nur ein Beispiel für eine sinnvolle
Einstellprozedur. Sie können dies natürlich beliebig verändern und an Ihre Wünsche und an
Ihr Modell anpassen.
Die Flugphase 3 können Sie ebenfalls beliebig belegen und Ihren Wünschen anpassen.
z.B.
Flugphase 1: komplett ungeregelt (Pflichteinstellung !!!)
Flugphase 2: komplett geregelt für Kunstflug
Flugphase 3: nur Querruder geregelt für die Landung z.B. beim Jet
9 Testmenü
Hier können Sie nichts einstellen, jedoch verschiedene Werte ablesen bzw. kontrollieren.
Drücken Sie dazu im Menu „System Running“ wieder etwas länger den Taster und
navigieren Sie dann mit dem Seitenruder Steuerknüppel zum Menü Testmenü.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich im Testmenü für die Eingänge
des Senders. Hier können Sie kontrollieren, ob die Eingänge des Senders richtig ankommen
und auf neutral stehen. Es werden die Kanäle für Höhenruder, Querruder, Seitenruder und
den Kanal für die Flugphasenumschaltung (AUX) angezeigt. Stehen die Eingange nicht auf
neutral (Zahlenwert ca. +10 bis –10), stellen Sie bitte alle Trimmungen genau auf 0 und
wiederholen Sie die Kalibrierung.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich im Testmenü für das Extension
Board. Hier sehen Sie zuerst den Eingang des Airspeed Sensor mit dem Staudruckrohr. Er
soll in Ruhe ca. auf 0 stehen. Wenn Sie jetzt mit dem Finger auf die Spitze des
Staudruckrohres drücken oder hineinblasen, muß der Zahlenwert ins positive (mit
Vorzeichen +) steigen. Tut er das nicht oder steigt er ins negative, haben Sie entweder die
beiden Schläuche vertauscht oder es liegt ein Defekt vor. Auch ein durch Schmutz und / oder
Feuchtigkeit verstopftes Staudruckrohr kann die Ursache sein.
Wenn diese Funktion nicht einwandfrei arbeitet, dürfen Sie NICHT fliegen.
In der nächsten Zeile können Sie den Eingangswert der Dreh-oder Schiebereglers
kontrollieren, den Sie am Sender für die Verstellung des RC-Gain festgelegt haben. Steht
der Regler in der Mitte, sollte sich ein Zahlenwet um 0 ergeben.
Die dritte Zeilen „Throttle“ ist noch ohne Bedeutung und wird evtl. für spätere Anwendungen
benötigt.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich im Testmenü für die GyroSensoren. Wenn Sie jetzt das Modell um die entsprechenden Achsen drehen, sehen Sie im
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______________________________________
Balkendiagramm, wie der jeweilige Sensor arbeitet. H steht für Höhenruder, Q für Querruder
und S für Seitenruder. In Ruhe sollen alle Balken in der Mitte stehen bzw. nicht angezeigt
werden.
Ist dies nicht der Fall, schalten Sie bitte den GyroBot erneut ein, OHNE ihn zu bewegen, bis
die grüne LED dauerhaft brennt und testen Sie dies erneut. Ist dies danach immer noch
nicht der Fall, liegt evtl. ein Defekt vor und Sie dürfen nicht fliegen.
Drücken Sie jetzt wieder kurz den Taster, Sie befinden sich im Testmenü für die
Beschleunigungssensoren. Wenn Sie jetzt das Modell um die entsprechenden Achsen
drehen bzw. in die entsprechende Richtung linear bewegen, sehen Sie am Zahlenwert wie
der jeweilige Sensor arbeitet. X,Y und Z gibt die jeweilige Achse an. Es ist normal, daß der Z
Wert bei ca. 0350 steht (Erdanziehungskraft).
Installieren von Software-Updates
Da wir Ihren Gyrobot immer auf dem aktuellsten Stand der Technik halten möchten, bieten
wir Ihnen die Möglichkeit, das Gerät selbst mit neusten Softwareständen zu versehen.
Gehen Sie dazu wie folgt vor:
Notieren Sie sich sicherheitshalber alle Ihre erflogenen Werte. Im Normalfall bleiben die
Werte zwar erhalten, jedoch können wir für die Zukunft nicht garantieren, daß, wenn evtl.
neue Menüs dazu kommen, alle Werte immer erhalten bleiben.
Ist dies der Fall, bieten wir zur neuen Software auch eine neue Bedienungsanleitung an, die
diese Version ersetzt. Lesen Sie die neue Anleitung unbedingt vollständig durch, bevor Sie
wieder fliegen.
Laden Sie sich die neue Softwaredatei „gyrobot.bin“ von www.lf-technik.de herunter und
speichern Sie diese auf Ihrer Festplatte. Es ist sinnvoll, hierfür einen Ordner mit Datum und
evtl. weiteren Informationen anzulegen, damit Sie später nachvollziehen können, welches
Ihre neuste Datei ist (Sie können die Datei auch umbenennen).
Stecken Sie das USB Interface Kabel (Nr. 5000/1) am Ihrem PC und an den Steckplatz 1
des GyroBot an.
Kopieren Sie jetzt die Datei „flasher.exe“ von der beiliegenden CD auf Ihren PC und starten
Sie diese durch doppelklicken (keine Installation notwendig). Systemvoraussetzungen hierfür
sind Windows XP, Windows Vista oder Windows 7.
Wählen Sie jetzt den richtigen Com Anschluß (einfach alle Anschlüsse nacheinander
durchtesten) und klicken Sie auf die Schaltfläche „LOAD“. Jetzt öffnet sich ein
Browserfenster, im dem Sie die neue Softwaredatei „gyrobot.bin“ bitte auswählen und mit der
Taste „ÖFFNEN“ bestätigen. Jetzt sollte ein Text ähnlich dem Folgenden im Fenster stehen.
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______________________________________
Klicken Sie jetzt auf die Schaltfläche „FLASH“ und versorgen Sie innerhalb von 10
Sekunden danach den GyroBot mit Strom. Sie dürfen den GyroBot nicht vorher einschalten,
da er nur während des Hochfahrens ganz kurz für Software Updates bereit ist.
Achten Sie bei BEC Betrieb unbedingt darauf, zum Updaten einen separaten
Empfängerakku zu verwenden oder sicher zu stellen, daß der Motor des Modells nicht
anläuft. Der Sender sollte aus diesen sicherheitsrelevanten Gründen eingeschaltet sein,
obwohl er für den Updatevorgang nicht benötigt wird.
Wenn alles stimmt, läuft jetzt ein Balken am unteren Rand des Flasher-Fensters voll und der
Gyrobot blinkt rot. Warten Sie in jedem Fall, bis der Balken im Fenster komplett ist und bis
der Gyrobot wieder grün dauerleuchtet. Jetzt können Sie die Stromversorgung und das USB
Kabel abziehen.
Sollte der Updatevorgang nicht funktionieren, installieren Sie bitte folgende Treiber:
http://www.ftdichip.com/Drivers/CDM/CDM20802_Setup.exe
und
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=de&FamilyID=0856eacb4362-4b0d-8edd-aab15c5e04f5
Gibt es Probleme beim Update oder sind Sie sich nicht sicher, wiederholen Sie bitte das
Update.
Fliegen Sie nicht, wenn das Gerät nach dem Update nicht einwandfrei funktioniert.
Wir übernehmen hierfür keine Haftung.
Kontrollieren Sie danach immer alle Werte, da sie sich bei evtl. neuen Menüs verschieben
oder ändern können.
Technische Daten GyroBot 900 Wing und Wing Jet
-CNC gefrästes Aluminium Gehäuse, hochglanzverchromt
-Abmessungen: GyroBot 900 Wing 32x32x16 mm, Gyrobot 900 Wing Jet 50x50x31 mm
-Gewicht: GyroBot 900 Wing 20g, GyroBot 900 Wing Jet 180g
-Gyro-Elemente: MEMS-Sensoren, geringster Temperaturdrift (im Flug nicht relevant),
höchstmögliche Auflösung
-Beschleunigungssensoren auf 3 Achsen
-Meßbereich: +/- 1000°/s mit Auflösung 0,2°/s
-Drift- und rauscharme Signalverarbeitung mit spezieller Filterung
-RISC Prozessor
-EMV Optimiert
-Stromversorgung: 3 – 12,6 V
-Stromaufnahme: Typisch 65 mA bei 5,5 V, Maximal 100 mA
Empfohlenen Servos:
Ideal: Futaba BLS 451, Futaba S 9650 und alle schnellen Futaba Digital Servos (Jedoch
KEINE Heckrotorservos wie BLS 251).
Für den Großteil der Anwendungen funktionieren auch einfachere Servos (aller Hersteller)
relativ gut. Grundsätzlich gilt: Je schneller, präziser und stärker das Servo ist, desto besser
ist die Regelung. Die Ansprüche an die Servos sind aber im Vergleich zum Helicopter eher
gering.
Beachten Sie bitte, daß der Gyrobot das Servo im Flug laufend bewegt. Das ist beim
normalen Steuern nicht der Fall. Dadurch werden die Servos mehr belastet.
Wir können nicht garantieren, daß andere als die empfohlenen Servos den erhöhten
Steueranforderungen durch den Gyrobot dauerhaft standhalten.
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Wir gehen in jedem Fall davon aus, daß Sie Erfahrung im Umgang mit RC Flugmodellen und
Computerfernsteuerungen haben. Als Anfänger sollten Sie sich unbedingt von einem
erfahrenen Kollegen helfen lassen. Wenn Sie Niemanden kennen, kontaktieren Sie uns.
Wir wünschen Ihnen Viel Spass und Viele Schöne Flüge mit Ihrem Gyrobot 900 Wing.
Ihr LF-Technik Team
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