close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Defibrillator ZOLL AED Plus - fachpresse.com

EinbettenHerunterladen
SICHERHEIT
Notfallmanagement
Defibrillator ZOLL AED Plus
Die neueste Generation halbautomatischer «Laien» – Defibrillatoren (AED) ist nicht nur mit einer äusserst einfachen Bedienerführung, sondern auch mit einem genialen Sensor bestückt, welcher Tiefe und Frequenz der
Herz-Lungen-Wiederbelebung (CPR) misst und entsprechend reagiert.
Flimmert ein Herz, muss innerhalb von 10
Minuten richtig reagiert werden. Mittels
effizienter CPR (Herz-Lungen-Wiederbelebung) kann der Tod des Patienten zwar
hinausgezögert, aber nur durch einen gewaltigen Stromstoss (Defibrillation) das
fibrillierende Herz wieder in seinen normalen Herz-Rhythmus zurückversetzt werden.
Da die Rettungsdienste in der Regel erst
nach diesen kritischen zehn Minuten eintreffen, ist das richtige Reagieren, Reani-
mieren und Defibrillieren durch anwesende Laien oft «Match entscheidend».
Sichere und einfache Bedienung
Jede Reanimation ist ein enormer Stress
für alle Beteiligten. In solch unerwarteten
Situationen reagieren die meisten Leute
völlig kopflos. Dank dem verspielten Design des AEDplus (Fisherprice-Look) sinkt
die Hemmschwelle, einen Defibrillator in
die Hand zu nehmen. Mittels klar verständlicher Piktogramme (Symbole),
Sprachmodul, Text und LED›s wird der Anwender gezielt durch die ganze Reanimation geführt.
Einzigartig ist die Elektrode mit integriertem Beschleunigungs-Sensor. Durch das
Messen von Tiefe und Frequenz wird der
Nothelfer automatisch zur optimalen
Herzmassage geleitet. Zur Offenhaltung
der Atemwege (passiver Airway-Support)
kann dem Patienten der Geräte-Deckel
unter den Nacken geschoben werden.
Praktisch wartungsfrei
Dank integriertem Selbsttest, der 5-jährigen Lebensdauer der Elektroden und Li-
ABO-Bestellung
thium Batterien (im Fotofachhandel erhältlich) ist das Gerät praktisch wartungsfrei und sehr günstig im Unterhalt.
Diese lebensrettenden High-Tech-Geräte
findet man in Spitälern, Feuerwehr- und
Polizeifahrzeugen, aber auch vermehrt
dort, wo sich viele Menschen aufhalten: In
der Bahn, im Flugzeug, auf dem Sportplatz, in der Schule, im Schwimmbad, bei
der Arbeit, im Hotel usw.
Nach einem Herzstillstand zählt jede Sekunde. Mit dem ZOLL AEDplus werden
auch Sie zum Lebensretter. Der Defibrillator für Jedermann.
PROCAMED AG
Kellerhofstrasse 11
CH-8353 Elgg
Tel. 052 368 6000
Fax 052 368 6001
info@procamed.ch
www.aed.ch
www.procamed.ch
« Es gibt einfachere Wege
unsere Fachzeitschrift
zu abonnieren … »
… per Knopfdruck unter
www.fachpresse.com
... oder rufen Sie uns an:
Tel. 061 205 03 80
SKR 2/11
75
PUBLIREPORTAGE
Lebensrettung leicht gemacht
Kommunale Früh-Defibrillatoren retten Leben
Mehr als 300’000 Menschen sterben pro Jahr in Europa an plötzlichem Herzversagen. Der sogenannte «Plötzliche Herztod», kurz PHT, ist
damit Todesursache Nummer Eins und kann jeden treffen – unabhängig von Alter, Geschlecht und Lebensumständen. Durch kommunal
aufgestellte Früh-Defibrillatoren und begleitende Schulungsprojekte für die Bevölkerung wird der öffentliche Raum «herzsicher» – und
trägt damit entscheidend zu einer erfolgreichen Behandlung von Menschen, die einen plötzlichen Herzstillstand erlitten haben, bei.
Der plötzliche Herztod wird durch eine Störung im elektrischen Reizleitungssystem des Herzens hervorgerufen. Statt regelmässig mit etwa 80
Schlägen pro Minute das Blut durch den Körperkreislauf zu pumpen, beginnt das Herz zu «zittern» – also so schnell zu schlagen, dass die Pumpwirkung des Herzens zum erliegen kommt. Dadurch ist der Körper und
insbesondere das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, wodurch der Betroffene rasch das Bewusstsein verliert und es zu
einem Atemstillstand kommt. Ab diesem Zeitpunkt sinkt die Überlebensrate des Patienten um etwa zehn Prozent pro Minute. Nach etwa
drei bis fünf Minuten ohne Behandlung sind dauerhafte Schädigungen nicht mehr auszuschliessen, nach zehn Minuten gibt es so
gut wie keine Überlebenschance mehr. Eine Defibrillation
ist die einzig wirksame Behandlungsform einer lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung wie dem Plötzlichen
Herztod. Da jedoch bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zwischen
zehn und 15 Minuten vergehen können, ist die frühzeitige Defibrillation
und Reanimation durch Laien/Nothelfer von entscheidender Bedeutung
für die Überlebenschancen dieser Patienten. Studien zeigen, dass bis zu
70 Prozent der Opfer überleben könnten, wenn ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) zur Verfügung steht und innerhalb von drei bis
vier Minuten zum Einsatz kommt. Allerdings müssen AEDs flächendeckend verfügbar sein, um dies zu ermöglichen.
Das Gerät gibt dabei über zwei Klebeelektroden, die auf
dem Brustkorb des Patienten angebracht werden, einen elektrischen Impuls ab, der das «Zittern» des
Herzens unterbricht und es ihm ermöglicht, wieder
in einem normalen Rhythmus zu schlagen. Geräte
wie der vollautomatische LIFEPAK CR Plus AED
von Physio-Control wurden speziell für Laienhelfer in kommerziellen und öffentlichen Einsatzbereichen entwickelt.
Der Lifepak CR Plus instruiert
den Helfer mit klaren, deut-
lichen Sprachanweisungen, was zu tun ist: Sowohl für die Defibrillation als
auch für die Reanimation mit Herzdruckmassage und Beatmung. LaienDefibrillatoren, die frei zugänglich auf öffentlichen Plätzen oder in öffentlichen Gebäuden aufgestellt sind, tragen deshalb entscheidend zur Rettung von Menschenleben bei. Denn dank der innovativen Technik, die eigenständig erkennt, ob eine Defibrillation notwendig ist und den klaren,
deutlichen Sprachanweisungen, die den Nothelfer durch die komplette
Wiederbelebung navigieren, ist eine erfolgreiche Lebensrettung auch für
Laien möglich. Physio-Control bietet mit dem speziellen «Heart Save Solution» Programm eine wichtige Unterstützung zum Aufbau von «herzsicheren» Bereichen. Dies umfasst beispielsweise die Bedarfsanalyse, Alarmierungspläne sowie die Unterstützung bei Schulungen und Kommunikationsmassnahmen.
Medtronic (Schweiz) AG / PHYSIO-CONTROL
Talstrasse 9
CH-3053 Münchenbuchsee
Tel. 031 868 0100
Fax 031 868 0198
www.physio-control.com
UMWELT
Energiewirtschaft
Herausforderungen für Schweizer
Energiewirtschaft im Zentrum
des europäischen Energiemarktes
Ein Energieabkommen zwischen der Schweiz und EU rückt näher. Hochkarätige Referenten aus dem In- und
Ausland diskutieren die Auswirkungen auf der 15. EUROFORUM-Jahrestagung «Energiewirtschaft Schweiz» am
28. und 29. Juni 2011 in Rüschlikon.
Bis zum Spätherbst dieses Jahres sollen die
seit über drei Jahren geführten bilateralen
Verhandlungen zwischen der EU und der
Schweiz über ein Energiekommen von der
«materiellen» Seite so weit wie möglich
vorangetrieben werden. Darauf einigten
sich EU-Energiekommissar Günther Oettinger und Bundesrätin Doris Leuthard bei
ihrem Treffen am 19. April 2011 in Brüssel.
Probleme bereiten weiterhin die institutionellen Fragen, die für das Energieabkommen gelöst werden müssen. Neben
einer dynamischen Anpassung der Schweizer Energieregeln an das EU-Recht und
eine gemeinsame Gerichtsbarkeit stellen
vor allem die Liberalisierung des Strommarktes und die regulierten Preise Hindernisse für das Energieabkommen dar.
Besuch aus EU-Kommission
Auf der 15. EUROFORUM-Jahrestagung
«Energiewirtschaft Schweiz» am 28. und
29. Juni 2011 im Gottlieb Duttweiler Institute in Rüschlikon bei Zürich, führen Energieexperten, Meinungsbildner und Entscheidungsträger der Schweizer Ener-
giebranche die Diskussionen über die
künftige Rolle der Schweiz innerhalb der
europäischen Energielandschaft fort und
erörtern die Möglichkeiten der Schweiz als
strategischer Partner der EU. Über den aktuellen Stand der bilateralen Verhandlungen berichtet als Vertreter der EU-Kommission Nicolaas Bel. Er stellt das dritte
EU-Liberalisierungspaket und seine Auswirkungen für die Schweiz und die EUMitgliedstaaten vor und erläutert die Erwartungen der EU an die Schweiz. Aus der
Sicht des Bundesamts für Energie (BFE)
erläutert Dr. Matthias Gysler den Verhandlungsstand mit der EU und berichtet
über die Revision des StromVG zum
1.1.2015. Die Schweiz als Mitglied der
europäischen Energiegemeinschaft und
die politischen Herausforderungen bei
der Umsetzung sind auch das Thema der
grossen Podiumsdiskussion.
Energiemärkte werden
internationaler
Die zunehmende Internationalisierung
des europäischen Energiemarktes ist das
Thema von Asbjørn Grundt (Statkraft
AS). Wie sich Schweizer Unternehmen im
internationalen Geflecht positionieren
und über die Auswirkungen der Zusammenarbeit mit der EU im CO2-Emissionshandel spricht Giovanni Jochum (Repower AG). Die besondere Bedeutung des
Schweizer Übertragungsnetzes auch im
internationalen Kontext und sein Modernisierungs- und Ausbaupotenzial ist das
Thema von Thomas Tillwicks (swissgrid
ag). Die Diskussion über die Möglichkeiten
einer Anreizregulierung greift Renato
Tami (Eidgenössische Elektrizitätskommission EICom) auf.
Energieversorgung nach Fukushima
Die Atomkatastrophe im japanischen
Kernkraftwerk Fukushima hat auch in der
Schweiz eine Diskussion um die Zukunft
der Kernkraft ausgelöst. Die kurz nach der
Katastrophe angeordnete Sistierung der
AKW-Gesuche lässt den nötigen Neubau
von Kernkraftwerken in der Schweiz zurzeit fraglich erscheinen. Dr. Roland Bilang
(Nuklearforum Schweiz) erläutert den
heutigen und künftigen Beitrag der Kernenergie zur Versorgungssicherheit der
Schweiz und geht auf die Herausforderungen durch eine eventuelle Stromlücke
durch den Verzicht auf die Kernenergie ein.
Als etablierter und unabhängiger Branchentreffpunkt für die Schweizer Energiewirtschaft greift die diesjährige EUROFORUM-Jahrestagung auch die Möglichkeiten
für den Ausbau der erneuerbarer Energien
und Verbesserungen bei der Energieeffizienz auf. Unternehmensstrategischen
Trends wird ebenso eine Diskussions-Plattform gegeben wie den Themen Elektromobilität und Smart Grids.
© Sarah C._| PIXELIO
Weitere Informationen, Tagungsprogramm
und Anmeldung: www.energie-tagung.ch
SKR 2/11
77
UMWELT
Energiepolitik
Avenir Suisse zweifelt
an Selbstversorgung mit Strom
von Patrick Aeschlimann
Nach der Katastrophe von Fukushima beherrschen neue erneuerbare Energien und ein allfälliger Ersatz der
Atomkraftwerke den Energiediskurs der Schweiz. Die Denkfabrik Avenir Suisse rückt nun die vierte energiepolitische Säule, die Energieaussenpolitik, in den Fokus: Eine vom Ausland unabhängige Energie- und auch Stromversorgung sei weder technisch sinnvoll noch wirtschaftlich tragbar. Eine stärkere Integration in den europäischen Energiemarkt sei nötig, um die Versorgungssicherheit auch längerfristig zu garantieren.
Während die Schweiz bei Öl und Gas
praktisch gänzlich auf Importe angewiesen ist, sei sie beim Strom derart eng
mit den Nachbarländern vernetzt, dass
die Versorgungssicherheit auch hier nicht
mehr isoliert betrachtet werden könne,
schreibt Energiespezialist Urs Meister von
Avenir Suisse in seinem neuesten Buch
«Energiesicherheit ohne Autarkie. Die
Schweiz im globalen Kontext». «Grossflächige Netz- beziehungsweise Stromunterbrüche in Europa wirken direkt auf
das inländische System und können dieses aus dem Gleichgewicht heben»,
heisst es in der Analyse. Auch der Bau
von neuen Grosskraftwerken im Inland
schaffe keine Unabhängigkeit vom Ausland. Sollten diese wegen Störungen oder
Wartungsarbeiten stillstehen, steige der
Importbedarf sprunghaft an. Dies habe
der mehrmonatige Stillstand des grössten Schweizer Kernkraftwerks Leibstadt
im Jahre 2005 klar gezeigt.
Neue AKWs sinnvoller als
«Clean Tech»?
Trotzdem sollten bestehende AKWs nach
ihrer Ausserbetriebnahme durch neue
Grosskraftwerke ersetzt werden, da erneuerbare Energien wie Windkraft und
Photovoltaik wegen ihrer unsicheren Produktion und des begrenzten wirtschaftlichen Potenzials im Inland die Grundlast
nicht sicherstellen könnten. Eine höhere
Effizienz sowie Veränderungen bei der Zusammensetzung des Energieportfolios
vermöchten den Wachstumstrend des
Verbrauchs zwar abzuschwächen, allerdings würde er dadurch nicht nachhaltig
gebrochen oder gar umgekehrt, heisst es
weiter. Eine inhaltliche Verbindung zwischen der Förderung von Energieeffizienz
78
SKR 2/11
und neuen erneuerbaren Energien mit
Wirtschafts- und Industriepolitik (Stichwort «Clean Tech»), erachtet Avenir Suisse
nicht als sinnvoll. Es bestehe die Gefahr,
dass ineffiziente Subventionen Wirtschaftszweige fördern würden, die längerfristig in einem freien und internationalen
Markt kaum überlebensfähig wären.
Schweiz soll sich mehr im
europäischen Markt einbringen
gefordert wird – sei ohnehin weder technisch sinnvoll noch wirtschaftlich tragbar.
Die Schweiz bräuchte zusätzliche (Gross-)
Kraftwerke, um etwa ausreichend Produktionskapazitäten für Notfälle vorzuhalten, aber auch um inländische Pumpspeicherwerke zu betreiben. Die für den
kleinen Markt überproportional hohen
Kosten müssten Schweizer Konsumenten
bezahlen.
Kraftwerkstrategie nach Fukushima
Auf den ersten Blick scheinen im Strommarkt die Interdependenzen mit Europa
geringer zu sein als bei der Versorgung
mit Öl und Gas. Bei genauerer Betrachtung aber offenbart sich gemäss Avenir
Suisse eine sehr enge wirtschaftliche und
technische Verflechtung. So ist Europa für
Schweizer Kraftwerksbetreiber ein äusserst interessanter Handelspartner. Vor
allem die zunehmend volatilen Strompreise im europäischen Markt würden
den Betrieb von Schweizer Pumpspeicherwerken zur Stromveredelung zu einem wirtschaftlich äusserst attraktiven
Geschäft machen. Der grenzüberschreitende Stromaustausch impliziere aber
auch, dass die Preise in den benachbarten
Ländern nicht unabhängig voneinander
bilden. Sollte Strom in Europa knapp oder
teuer werden, dann übersetze sich das
auch auf das schweizerische Preisniveau
– unabhängig vom schweizerischen Kraftwerkspark. Ungeachtet dieser ökonomischen Verflechtungen sei die Schweiz auch
aus versorgungstechnischer Sicht eng mit
Europa verbunden, schreibt Meister. So
ist das Land bereits heute während der
Wintermonate auf Importe angewiesen,
um die Versorgung im Inland sicherzustellen. Das Ziel einer autarken Stromversorgung – wie sie von der Politik häufig
Das heisst umgekehrt nicht, dass die
Schweiz ihren Strombedarf einfach mit
Importen decken kann. So lässt sich etwa
bei Störungen im Übertragungsnetz die
Versorgung nur schwer aufrechterhalten,
wenn inländische Produktionsmittel fehlen. In ihrer Publikation weist Avenir Suisse
auf die Vorteile einer Kernkraftstrategie,
relativiert aber auch deren Nutzen. Gerade
bei sehr grossen Kraftwerken würde der
Bedarf an Reservekapazität zunehmen,
ausserdem bestünde eine Art «Klumpenrisiko» bei der Versorgung – beide Aspekte
machen eine effektivere Integration in den
europäischen Kontext nötig. Nach den Ereignissen in Japan könnte die Option Kernkraftwerke an Relevanz verlieren. Was
aber wäre ein «Plan B»? Urs Meister evaluiert in seiner Publikation neben der Kernkraft, Importen und neuen erneuerbaren
Energien auch Gaskraftwerke. Aber auch
diese Option hat Schwächen. Einerseits
stellen sie die Klimaziele in Frage, anderseits bestehen Versorgungsrisiken. In der
Schweiz existieren heute keine strategischen Gaslager, zudem wird Gas grösstenteils über eine einzige Pipeline importiert.
Aber auch weil Europa selber immer konsequenter auf Gaskraftwerke setzt, ist ihr
Nutzen für die Schweiz begrenzt. Nach wie
UMWELT
Energiepolitik
vor ist die Abhängigkeit von russischem
Gas und einer Handvoll Pipelines bedeutend. Versorgungsengpässe bleiben möglich und können die Stromproduktion
empfindlich beeinträchtigen. Die Schweiz
bräuchte daher vor allem ein Abkommen
mit der EU, damit sie in Krisensituationen
beim Gas nicht benachteiligt wird.
Vorteile einer Diversifizierung
Bei allen Energieträgern bestehen Versorgungsrisiken. Die häufig geforderte und
prognostizierte Substitution von fossilen
Energien durch (vermeintlich einheimischen) Strom führe daher nicht zwangsläufig zu einer höheren Versorgungsstabilität. Zum einen würde dadurch die Diversifizierung der Versorgung geschwächt,
zum anderen bestünden im europäischen
Kontext zwischen den Energieträgern
enge Interdependenzen – insbesondere
zwischen Gas und Strom.
Aus der Analyse der Versorgungsrisiken
für die Schweiz zieht Avenir Suisse folgende Schlüsse:
1. Eine Vielzahl von Versorgungsrisiken
geht nicht unbedingt mit einem
physischen Ausfall der Versorgung
einher; vielmehr ist damit zu rechnen,
dass der Markt über Preiseffekte
Angebot und Nachfrage zu einem
Ausgleich führt.
2. Während beim Öl und Gas eher
geopolitische Risiken dominieren,
stehen beim Strom technische Risiken
im Vordergrund. Die technischen
Risiken stehen vor allem im Zusammenhang mit den Netzinfrastrukturen.
3. Risiken eines physischen Ausfalls sind
daher vor allem auf Störungen bei
den Transportnetzinfrastrukturen
zurückzuführen. Solche Risiken sind
bei Strom und Gas am grössten.
4. Es besteht eine Interdependenz
zwischen Netzen und Produktion:
Die Gefahr von Versorgungsbeeinträchtigungen durch Störungen bei
den Transportnetzen nimmt zu, je
weiter Produktion bzw. Förderung
und Verbrauch auseinander liegen.
5. Es bestehen Interdependenzen
zwischen den unterschiedlichen
Energieträgern, insbesondere zwischen
Gas und Strom: Da in Europa Strom
vermehrt mit Gas produziert wird,
übersetzen sich steigende Gaspreise
direkt in höhere Strompreise.
6. Versorgungsrisiken bestehen bei allen
Energieformen. Generell gilt, dass
eine Versorgung, die auf unterschiedlichen Energien basiert, eine tendenziell höhere Sicherheit bietet.
7. Sowohl steigende Energiepreise
als auch Versorgungsunterbrüche
sind mit volkswirtschaftlichen Kosten
verbunden.
Urs Meister
Energiesicherheit ohne Autarkie.
Die Schweiz im globalen Kontext.
Verlag NZZ Libro, Zürich 2010
304 Seiten, ISBN 978-3-03823-682-5
SKR an der Suisse Public 2011
Halle 1.0, Stand B042
Besuchen Sie uns und lernen Sie die Menschen,
die hinter der SKR stehen, persönlich kennen.
WETTBEWERBE • ÜBERRASCHUNGEN • VERLOSUNGEN
SKR 2/11
79
Frischer Wind für das Stromnetz?
Beim Bau des grössten Windparks der Welt, der sich im Meer befindet, ist ABB
massgeblich beteiligt. Mit Hilfe unserer umweltfreundlichen Übertragungstechnologie wird der 400-Megawatt-Windpark jährlich 1.5 Millionen Tonnen
an CO2-Emissionen einsparen. Gleichzeitig wird die Stabilität des Stromnetzes
verbessert. Als grösster Zulieferer von Elektrotechnik und Service für Windkraftanlagen wissen wir, wie man alternative Energien erfolgreich im Kampf
gegen den Klimawandel einsetzt. www.abb.ch/betterworld
Natürlich.
UMWELT
Erneuerbare Energien
Sonnenaufgang und Rückenwind
für erneuerbare Energien
von Patrick Aeschlimann
Spätestens seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima ist auch dem grössten Skeptiker klar: Die Zukunft liegt
in den erneuerbaren Energien. Unter diesen Voraussetzungen wurde die energissima, das nationale Treffen für
erneuerbare Energien und Umwelttechnik, heuer zu einer der meist beachteten Messen des Landes.
Schon am Eingang des Messegeländes
«Forum Fribourg» fiel einem sofort auf:
Der durchschnittliche Besucher der energissima und ihren gleichzeitig stattfindenden Schwestermessen ecoHome und
Greentech war jünger und wirkte einiges
dynamischer als sonst an Messen üblich. In
den Hallen, an den Konferenzen und Symposien herrschte fast Goldgräberstimmung – wir befinden uns zweifelsohne an
einem Punkt, an welchem sich der Energiediskurs grundsätzlich verändern wird.
Neue Vision von Swissolar:
20 Prozent Strom von der Sonne
Exemplarisch zeigte sich dies an der
«Swissolar-Tagung»: Noch in den vorab
verschickten Unterlagen sprach der Veranstalter Swissolar, der schweizerische
Fachverband für Sonnenenergie, von der
Vision 10 Prozent Photovoltaikstrom bis
ins Jahr 2025. Swissolar Geschäftsleiter
David Stickelberger erläuterte aber überraschend: «Nach der Atomkatastrophe in
Japan läuft die energiepolitische Diskussion in der Schweiz auf einen geordneten
Rückzug aus der Atomenergie hinaus.
Swissolar hat darum seinen Plan, der vor
der Katastrophe ausgearbeitet worden
war, revidiert: Mit den richtigen politischen Rahmenbedingungen kann Solarstrom bis 2025 zwanzig Prozent des heutigen Strombedarfs decken. Der ‹Deckel›
bei der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) für Photovoltaikanlagen ver-
hindert dies. Der Fachverband fordert darum die sofortige Aufhebung dieser Solarstrom-Bremse.» Wie die Gemeinden via
Raumpolitik positiv auf eine rasche Verbreitung der Photovoltaik Einfluss nehmen könnten, führte Dr. Winfried Hoffmann, Vizepräsident des Europäischen
Photovoltaik-Industrieverbandes (EPIA),
aus: «Auf kommunaler Ebene müssen die
Voraussetzungen für eine optimale Ausnutzung der Solarenergienutzung bei
Gebäuden geschaffen werden. Raumordnungsverfahren sollten mit Fokus auf
Ost-West Firstausrichtung für eine effiziente Installation geändert werden.» Ein
flammendes Plädoyer für den Umstieg
auf rein erneuerbare Energien lieferte
schliesslich der waadtländer SP-National-
«Smart Grids stellen keine Schlüssellösung dar,
sondern eröffnen vielmehr
neue technische Möglichkeiten»
© Olivier Mory
Nils Borg
Executive Director des European Council
for an Energy Efficient Economy (eceee)
UMWELT
Erneuerbare Energien
rat und Präsident von Swissolar, Roger
Nordmann: Für weniger als zehn Franken
Mehrkosten pro Haushalt und Monat sei
bis ins Jahr 2030 die vollständige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien
möglich. Um dieses Ziel zu erreichen,
möchte Nordmann den Anteil Solarstrom
bis etwa 2040 auf 40 Prozent steigern.
«Mit den richtigen politischen Rahmenbedingungen
kann Solarstrom bis 2025 zwanzig Prozent
des heutigen Strombedarfs decken.
Der ‹Deckel› bei der KEV für Photovoltaikanlagen
verhindert dies.»
David Stickelberger, Geschäftsleiter Swissolar
Smarte Stromnetze sinnlos
ohne smarte Politik
Die Experten sind sich einig: Die Energiewende ist nur mit dem Einsatz von intelligenten Stromnetzen, den viel gepriesenen,
aber noch wenig konkret fassbaren «Smart
Grids» zu bewerkstelligen. Ein gut besuchtes internationales Expertenforum innerhalb der energissima nahm sich den Erfahrungen und Zukunftsaussichten dieser
Technologie an. Nils Borg, Executive Director des European Council for an Energy
Efficient Economy (eceee) in Stockholm
relativierte aber allzu hohe Erwartungen
an die intelligenten Netze: «Oft werden
Smart Grids als Wunderlösung für alle
Energie- und Klimaprobleme wahrgenommen. Doch stellen Smart Grids keine
Schlüssellösung dar, sondern eröffnen vielmehr neue technische Möglichkeiten. Im
82
SKR 2/11
Endeffekt hängen ihre Vorteile, Nachfragemanagement und Integration der erneuerbaren Energien, davon ab, wie sie konkret eingesetzt werden.» Aufzupassen
gelte es beispielsweise, wem die Einsparungen, die mit intelligenten Stromnetzen
zweifelsohne erreicht werden, zugutekommen. Borg befürchtet, dass die Versorger
die finanziellen Vorteile nicht immer an die
Verbraucher weitergeben. Lisa Schwartz,
Senior Associate des Regulatory Assistance
Project im US-Bundesstaat Oregon, berichete über die Erfahrungen mit Smart
Grids in den USA. Im Rahmen des Konjunkturpaketes der Regierung Obama werden
dort intelligente Stromzähler, sogenannte
«Smart Meters», und Smart Grids massiv
gefördert. «Smart Grids sind wirkungslos
ohne gleichzeitige smarte politische Entscheide», nahm Schwartz die politischen
Entscheidungsträger in die Verantwortung.
Besonders die intelligente Integration von
erneuerbaren Energien sei in der Praxis eine
komplizierte Sache. Auch die vollständige
Transparenz der erhobenen Daten für die
Verbraucher, ohne eine unnötige Verkomplizierung des Prozesses, stelle die zuständigen Stellen vor eine grosse Herausforderung. Eines scheint klar: Smart Grids
verlangen von Produzenten wie Konsumenten einen erheblichen Mehraufwand
ab – letztlich versprechen sie aber einen
effizienteren Umgang mit der elektrischen
Energie.
UMWELT
Erneuerbare Energien
Solarstrom vom Dach
der neuen Sporthalle
Die sol-E Suisse AG, die Tochtergesellschaft der BKW FMB Energie AG (BKW) im Bereich der neuen erneuerbaren Energien, hat im Mai 2011 eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des neuen Schul- und Sportzentrums
Gadretsch in Sevelen (SG) in Betrieb genommen.
© Scott Schmith | sdfoto.com
Die Planung und Projektentwicklung der
Photovoltaik-Anlage erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Gemeindebehörden
von Sevelen. Die von der sol-E Suisse AG
betriebene Anlage wird mit einer Leistung
von 100 Kilowatt (kW), jährlich ungefähr
100’000 Kilowattstunden (kWh) Strom produzieren, was dem Jahresstrombedarf von
rund 25 durchschnittlichen Haushaltungen
entspricht. Der Strom wird auf einer Dachfläche von 1460 Quadratmetern mit 550
Modulen mit monokristallinen Solarzellen
produziert. Die Modulfläche beträgt 715
Quadratmeter. Die Anlage konnte im Rahmen eines innovativen Partnerschaftsmodells realisiert werden. Die Gemeinde
Sevelen bezieht einen wesentlichen Teil des
produzierten Solarstroms für den Eigengebrauch und stellt die Dachfläche zur
Verfügung.,sol-E Suisse finanziert die Anlage
und vermarktet den der Rest des produzier-
ten Stromes als zertifizierten Ökostrom
über die Kooperations- und Vertriebsplattform der Abonax AG unter der Marke «1to1
energy sun star». Die gesamten Investitionskosten beliefen sich auf rund 650‘000
Franken. Zur Visualisierung der Energieproduktion werden die relevanten Produktionsdaten am Eingang des Schul- und Sportzentrums auf einem grossen elektronischen
Display in Echtzeit angezeigt.
sol-E Suisse AG
Galgenfeldweg 16
CH-3000 Bern 25
www.solesuisse.ch
3BOI>KDBK0FB BFKB3LOC{EORKD
'"!"/%"/20#,/!"/2+$$"4 %0"+IbgYfYGdYn]U`dfcXi_hYg]bX]bgVYgcbXYfYZ’f
;UfhYb!ibX@UbXgW\UZhgVUiibhYfbY\aYb ;YaY]bXYb GiVibhYfbY\aYfibXJYfa]YhÂfaYba]hVYgcbXYfg\c\Yb
5bZcfXYfib[YbUb6Yhf]YVgg]W\Yf\Y]hibXJYfgW\`Y]ggZYgh][_Y]hYbhk]W_Y`hkcfXYb"9gg]bX_cadU_hY fcVighY;Y!
f}hY Uig[YghUhhYha]h`Y]ghib[gghUf_YbibXnijYf`}gg][YbAchcfYba]hnY]h!ibX_f}ZhYgW\cbYbXYb:ib_h]cbYb"
<igejUfbUGW\kY]n5; =bXighf]YghfUggY%$ ))$*A}[Ybk]` HY`"$*&,,+'+$$ ]bZc4\igejUfbU"W\ kkk"\igejUfbU"W\
7cdmf][\hœ&$%$<igejUfbU56diV`"5``f][\hgfYgYfjYX"<igejUfbUUbXch\YfdfcXiWhUbXZYUhifYaUf_gUfYhfUXYaUf_gcZh\Y<igejUfbU;fcidUgX]gd`UmYXUhkkk"]bhYfbUh]cbU`"\igejUfbU"Wca
UMWELT
Erneuerbare Energien
Fernwärmenetz Schwyz
Grüne Energie aus Abfällen
Nachhaltigkeit in der Innerschweiz: Eine Biogas- und Holzschnitzelanlage in der Nähe von Schwyz erzeugt aus
Abfällen Strom und Fernwärme. Frequenzumrichter von ABB sorgen dabei für einen möglichst optimalen und
energieeffizienten Betrieb.
Umgeben von den eindrucksvollen Mythen und viel Natur scheint man im Talkessel von Schwyz besonders umweltbewusst zu sein und setzt auf eine CO2neutrale Energieversorgung aus erneuerbaren Ressourcen. In Ibach betreibt die
AGRO Energie Schwyz AG seit Ende 2009
eine Biogasanlage, die Energie aus Gülle,
Mist, Bioabfällen, Mühlestaub oder Grüngut erzeugt. Produziert wird einerseits
elektrische Energie für die lokale Elektrizitätsgesellschaft, andererseits Fernwärme zum Heizen zahlreicher Haushaltungen und öffentlicher Gebäude in der
ganzen Region. Die ortsansässigen Bauern wiederum nutzen den aus der Biogasproduktion anfallenden Dünger für
ihre Felder.
Zusätzliche Fernwärme wird durch eine
Holzschnitzelfeuerung gewonnen. Den
Rohstoff dazu – Baumkronen und Äste,
Altholz und Sträucher – liefert vor Ort die
grösste Waldkorporation der Schweiz.
Einzelinitiative wird Vorzeigemodell
Was als Einzelinitiative einer grossen Saumästerei zur Entsorgung der eigenen
Gülle angefangen hat, hat sich in wenigen Jahren zu einer ökologischen Erfolgsgeschichte in der Region entwickelt. Die
beiden Anlagen zusammen erreichen
eine Heizleistung von rund 13 Megawatt.
Das bestehende Fernwärmenetz umfasst
rund 11 Trassenkilometer, ein weiterer
Ausbau bis nach Brunnen ist geplant. Die
Zielsetzung der AGRO Energie Schwyz ist,
den Anteil der einheimischen, erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch
substanziell zu erhöhen. «Unsere Vision
ist, dass der Talkessel Schwyz CO2-neutral
wird», erklärt Oswald Bürgi, elektrischer
Berater bei der AGRO Energie Schwyz AG.
Er verhehlt nicht, dass das recht junge Unternehmen anfänglich auf Skepsis stiess.
84
SKR 2/11
Aber da ein in der Region bestens vernetzter Bauer engagiert dahinter steht und die
Anlagen seit Beginn ausfallfrei laufen, lassen sich immer mehr Einzelhaushalte und
Betriebe vom ökologischen Nutzen der
Fernwärme überzeugen. Grösste Abnehmerin neben dem Spital und der Bezirksschule ist mit rund 3 MW übrigens das
Kloster Ingenbohl, das so jährlich 800’000
Liter Heizöl einspart.
Energieeffizienz ist sehr wichtig
Dass bei so viel Umweltbewusstsein auf
Energieeffizienz im Betrieb gesetzt wird,
liegt auf der Hand. Rund 20 Frequenzumrichter von ABB sind im Einsatz. Sie regeln
drehzahlgerecht die Pumpenmotoren für
die Fernleitungen, die Entschwadungsund Wärmerückgewinnungsanlage sowie
den Wärmeaustauscher. Dank der Frequenzumrichter verbrauchen die Pumpen
für nur soviel Energie wie gerade nötig.
UMWELT
Erneuerbare Energien
Verringert sich die Durchflussleistung zeitweise um 10 Prozent, kann bis zu 20 Prozent Energie eingespart werden. «Das
System läuft bedarfsgerecht und vernichtet keine zusätzliche Energie. Energieeffizienz rechnet sich am Schluss auch wirtschaftlich», unterstreicht Bürgi.
Vorteile, von denen Ronald Wenger von
der Industrie- und Gebäudeautomation
ABB Schweiz AG in Baden, den Kunden
nicht lange überzeugen musste. Der Frequenzumrichter ACH 550 ist zudem flexibel ausbaubar, einfach in Inbetriebsetzung
und Bedienung. Er entspricht den EMVVerordnungen und allfällige Probleme mit
Nutzoberwellen werden bereits im Gerät
selber gelöst. Obwohl der ACH 550 hauptsächlich in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaapplikationen eingesetzt wird, eignet
er sich bestens für Fernwärmeanlagen –
ein Gebiet, auf dem Wenger bereits grosse Erfahrung sammeln konnte.
Schäden entstehen. Dank dem Notstrom
kann auch die Zirkulation im Fernwärmenetz reduziert aufrecht erhalten werden.
Notstromsystem geliefert
«ABB hat uns in unseren speziellen Spezifikationen immer sehr kompetent unterstützt», erzählt Bürgi. «Wir haben stets
das Gefühl, einen seriösen Partner im
Rücken zu haben, der uns bei Problemen
schnell hilft.» Dieser guten und unkomplizierten Zusammenarbeit ist es zu verdanken, dass zudem viele Smissline-Geräte
und EMV-Revisionschalter von ABB auf der
Anlage in Betrieb sind. Und kürzlich kam
noch die Notstromanlage dazu: Das Dieselaggregat startet bei einem Netzausfall
automatisch und versorgt die gesamte
Steuerungs- und Leitebene sowie die Zirkulationspumpen der drei Öfen mit Energie, damit keine Überhitzung und daraus
Dem vollen Einsatz der ABB-Fachleute ist
es zu verdanken, dass die Notstromanlage
sehr schnell eingebaut und die Steuerungen an die bestehenden Installationen angepasst wurden: «Wir konnten die Anlage
termingerecht und zur vollen Zufriedenheit des Kunden liefern», erklärt Peter
Wagner vom Geschäftsbereich Niederspannungssysteme in Lenzburg.
ABB Schweiz AG
Brown Boveri Strasse 6
CH-5400 Baden
Tel. 058 585 56 45
Fax 058 585 22 79
www.abb.ch
AGRO Energie Schwyz
Die privatrechtlich organisierte AGRO
Energie Schwyz AG erzeugt seit September 2009 in einer Biogas- und einer Holzschnitzelanlage aus Abfällen
13 MW erneuerbare Energie, hauptsächlich Fernwärme. Das Unternehmen will einheimische Energien und
Arbeitsplätze fördern, zur Reduktion
der Nutzung fossiler Brennstoffe und
zur Erreichung der Minergie-Zertifizierung beitragen.
SKR 1/11
85
UMWELT
Erneuerbare Energien
Umstellung auf Wärme
aus einer Holzfeuerung
von Werner Müller und Mike Cueni
Statt einer fossilen Wärmeerzeugung nutzt Coop in Zukunft eine Holzfeuerung zur Aufheizung des Thermoöl
für die Bäckerei in Gossau. Die damit erzielbare Substitution von CO2 entspricht der langfristigen Strategie von
Coop zur nachhaltigen Produktionsweise.
In der Verteilzentrale von Coop in Gossau
hat die Umstellung der Wärmeerzeugung
für die Grossbäckerei begonnen. In Zukunft
wird dort das Brot zwar nicht aus dem
Holzofen kommen, jedoch mit Wärme einer Holzfeuerung gebacken. Damit geht
Coop den eingeschlagenen innovativen
Weg, welcher ihrer Strategie der CO2-Sustitution entspricht, konsequent weiter.
Erstmals wird in der Schweiz eine fossile
Feuerung für eine Backstrasse durch eine
CO2-neutrale Holzfeuerung ergänzt.
Als Wärmeträger dient Thermoöl, also
eine effizientere Beheizung der Backstrasse
als die direkt befeuerte Variante. Das Thermoöl muss auf eine Temperatur von rund
300 °C erhitzt werden. Bisher wurde in den
beiden fossil betriebenen Feuerungen mit
Zweistoffbrenner (Erdgas/Öl) eine Wärmemenge von 4’900 MWh pro Jahr bereit gestellt. Diese wird für die Backlinien sowie
für die Dampferzeugung zur Befeuchtung
benötigt. Neu übernimmt die Holzfeuerung mit 3’600 MWh pro Jahr die Grund-
3D-Darstellung der neuen Holzheizungszentrale
im Produktionsbetrieb von Coop in Gossau. Planung und
Auslegung der Holzfeuerung – als schweizweit erstmaliger
Einsatz bei einer Backlinie – berücksichtigen die beiden
Kriterien Betriebszuverlässigkeit und Verfügbarkeit
in besonderem Masse
86
SKR 2/11
lastversorgung. Damit können ca. 750 Tonnen CO2 vermieden werden.
Die Holzfeuerungseinheit ist mit einem
speziell konstruierten Thermoölkessel ausgestattet und weist dank einer hydraulisch
betriebenen Queraustragung direkt in den
Feuerungsraum eine äusserst zuverlässige
Beschickung der Holzschnitzel auf. Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit waren bei der
von Eicher+Pauli als GU durchgeführten
Planung der Anlage zwei wesentliche Kri-
UMWELT
Erneuerbare Energien
terien. Die Backproduktion läuft in der Regel in 1 bis 2 Schichten, vorwiegend durch
die Nacht. Hohe Funktionsqualität wird
somit vorausgesetzt.
Die bisher genutzten Kessel dienen in Zukunft nur noch als Spitzenlastabdeckung.
Für die neue Holzfeuerung wird ein Gebäudeausbau realisiert. Der Holzumschlag
erfolgt mit zwei Wechselcontainern, mit
welchen Immissionen im Lebensmittelproduktionsbetrieb vermieden werden
können. Mit lokalen Holzschnitzellieferanten konnten langfristige Verträge abgeschlossen werden.
Die Gesamtinvestition beträgt 3.1 Mio.
CHF. Obwohl die Grenzkosten dieser neuen
Anlage, also der Technologieumstellung,
an der betriebswirtschaftlichen Limite von
Coop liegen, hat sich das Unternehmen für
diese neuartige Möglichkeit zur umweltschonenden Prozesswärmeerzeugung
entschieden..
SKR 2/11
87
UMWELT
Erneuerbare Energien
Wendepunkt im Strassentransport:
weg vom Öl
Die Zahl der Fahrzeuge mit alternativem Antrieb steigt. Dabei spielt der Energieträger Erdgas-Biogas eine prominente Rolle. Und überzeugt ökologisch als auch ökonomisch.
Immer mehr Unternehmen diversifizieren
ihre Fahrzeugflotte und setzen auf den
Treibstoff Erdgas-Biogas. Im Schweizer
Treibstoffnetz sind mindestens 10 Prozent
erneuerbares Biogas enthalten. Darauf hat
sich die Erdgasbranche verpflichtet. Biogas
wird ausschliesslich aus biogenen Abfallund Reststoffen sowie Klärschlamm gewonnen. Der Biogasanteil kann bis auf
100% erhöht werden. Mit Biogas fahren Sie
CO2-neutral. Erdgas hat die beste CO2-Bilanz aller herkömmlichen Treibstoffe und,
ein weiteres Plus, emittiert kaum Luftschadstoffe, wie Feinstaub und Stickoxid.
Ein Vorteil, der besonders in Städten und
Agglomerationen von Bedeutung ist.
Besser als die Norm verlangt
Von Kundenseite steigt die Nachfrage
nach Erdgasfahrzeugen kontinuierlich. Vor
allem Energiestädte und umweltaffine
Flottenbetreiber. Seitens Hersteller bieten
immer mehr Marken technisch voll ausgereifte Erdgasfahrzeuge an, die die höchsten Abgasnorm Euro 5/EEV, zum Teil auch
schon Euro 6 erreichen. Die Palette umfasst PW, leichte und schwere Nutzfahrzeuge, vom Bus, Kehrichtfahrzeug und
Truck bis zur Wischmaschine.
Ein Gewinn
Erdgas kostet an der Tankstelle über 30%
weniger als Diesel. Damit werden die höheren Anschaffungskosten amortisiert.
Zudem unterstützen viele Energieunternehmen die Anschaffung von Erdgasfahrzeugen im Sinne einer Anschubfinanzierung. Ein zusätzlicher Gewinn sind sicher
das bessere Image und die gute Motivation der Chauffeure. Für keinen anderen
Treibstoff besteht eine so saubere, sinnvolle und ökonomische Lösung. Er ist weit
verbreitet und technisch erprobt.
Damit sind Werkhöfe heute bestens ausgestattet:
Die Wischmaschine von RAVO mit einem 3 Liter
Iveco Motor CNG auf Erdgas-Biogas optimiert.
88
SKR 2/11
«Mein Erdgas-Fahrzeug
weist eine um 50%
bessere Umweltbilanz auf.»
Hans Rudolf Friedli
von den Basler Verkehrs-Betrieben
«Ich möchte mein
umweltfreundliches
Erdgas-Kehricht-Fahrzeug
nie wieder gegen
einen Diesel eintauschen.»
Burandzait Hodza
von der Gerber AG
UMWELT
Erneuerbare Energien
In der Schweiz fahren über 130 Busse mit Erdgas-Biogas.
Grössere Busflotten gibt es in Basel, Bern, Grenchen, Lausanne, Olten, Vaduz und Vevey. In Basel wird mit 50% Biogas gefahren. Neu bieten 2011 die Marken Piaggio und Scania Nutzfahrzeuge mit Erdgas-Biogas-Antrieb an.
Coop hat 2010 fünf Renault Trucks in die Flotte aufgenommen, die mit 100 Prozent Biogas fahren – CO2-neutral und
besser als Euro 6. Über 20 Kehrichtunternehmen haben sich
für Erdgasfahrzeuge entschieden.
Expertenrunde «Wendepunkt im Strassentransport»
Mittwoch, 22. Juni 2011, 14.30–16.30 Uhr,
Kongresszentrum BEA bern expo
Referenten:
• Josef Zettel, Coop, Leiter Logistiregion
Zentralschweiz-Zürich
• Tarcis Berberat, Renault Trucks (Schweiz) AG
• Gaby Grolimund, H. Vogelsanger AG
• Ueli Oester, Apex AG
Erdgasfahrzeugen stehen in der Schweiz 130 öffentliche
Tankstellen zur Verfügung. Dazu kommen mehr als 60 Betriebstankstellen.
Diese Marken setzen auf Erdgas-Biogas: Fiat, Ford, Iveco,
Mercedes-Benz, Opel, MAN, Piaggio, Ravo, Renault Trucks,
Scania, VanHool, Volvo, VW.
• René Wahl, Greenfield AG
• Marc Peyer, Peyer Bern Umzüge und Transporte AG
Diskussions- und Fragerunde. Ausklang mit Apéro.
Reservation www.ewb.ch.
Einladung – branchenübergreifende,
persönliche Beratung
Besuchen Sie uns an der Suisse Public 21.–
24. Juni 2011 auf dem Messegeländer BEA
bern expo, direkt beim Eingang B. Am Erdgasstand E5 042 wird eine ganze Palette
von leichten und schweren Nutzfahrzeugen präsentiert, vom Bus, Kehrichtfahrzeug, Truck bis zur Wischmaschine und
Lieferwagen. Dazu Tanklösungen von Apex
und Greenfield. Der grosse Vorteil: Experten für Nutzfahrzeuge, Betankung und
Erdgas-Biogas informieren Sie persönlich
lösungsorientiert und branchenübergreifend.
«Unsere Kundschaft
freut sich über weniger
CO2 im Quartier.»
Neu setzt auch Piaggio auf den
umweltfreundlichen Treibstoff und bietet
den wendigen Porter an, der mit Erdgas-Biogas
und mit Benzin läuft. Das verbessert die
CO2-Bilanz markant und wird allseits geschätzt.
Standardisierte und individuelle Tanklösungen
werden am Erdgasstand persönlich vorgestellt.
Geschäftsführerin Gaby Grolimund
und Chauffeur Enzo Ferina
von der H.Vogelsanger AG Arlesheim
«Ich tanke Erdgas-Biogas
und reduziere den
CO2-Ausstoss um 25%.»
Toni Trajkov
von peyer bern
Gasverbund Mittelland AG
Untertalweg 32
CH–4144 Arlesheim
www.gvm-ag.ch
Suisse Public 2011
Freigelände E5 042
SKR 2/11
89
UMWELT
Erneuerbare Energien
Sicher versorgt mit Holz-Pellets
Der Nachschub an Heizstoffen kann infolge politischer Unruhen, Kriegen oder Transportunfällen plötzlich ins
Stocken geraten. Anders bei Holz-Pellets. Sie sind immer verfügbar, da sie aus heimischer Produktion stammen.
Der Brennstoff Holz-Pellet stammt aus
unseren nahen Wäldern und muss nicht
Tausende von Kilometern durch die Welt
transportiert werden, bis er bei uns ankommt. Er ist ökologisch und bietet dem
Kunden zwei wesentliche Vorteile: die
Liefersicherheit und die Preisstabilität.
Versorgungssicherheit ist wichtig
für die fenaco-LANDI Gruppe
Die fenaco-LANDI Gruppe lässt sich die
Versorgungssicherheit für die Kunden etwas kosten und arbeitet eng mit Produktionspartnern aus der Schweiz zusammen.
Die Partnerwerke verarbeiten während
des ganzen Jahres Holz zu Pellets und lagern sowohl das Holz als auch die fertigen
Pellets vor Ort bzw. in unmittelbarer Nähe
ihrer Werke. Sie unterhalten zudem dezentrale Bereitschaftslager, um möglichst
in der Nähe des Kunden zu sein. Im Sommer offeriert die fenaco-LANDI Gruppe
eine Sommeraktion inkl. Lieferung der
Pellets in die Pelletslager der Kunden.
Sackware ist zudem jederzeit in allen
LANDI-Filialen der ganzen Schweiz zum
Dauertiefpreis erhältlich. Kunden, die ihre
Tanks im Sommer nachfüllen, profitieren
von tieferen Preisen, da der Pellets-Lieferant niedrigere Lagerkosten hat. Diesen
Preisvorteil gibt er dem Kunden weiter.
1000 Franken
für Ihre neue
Holz-PelletHeizung!
Zum Jubiläum 10 Jahre Holz-Pellet
in der fenaco-LANDI Gruppe,
unterstützen wir 100 neue Pelletheizungen
mit 1000 Franken. Profi tieren Sie von
diesem einmaligen Angebot!
Mehr Informationen und das Antragsformular
fi nden Sie auf www.holz-pellet.com.
90
SKR 2/11
« Es gibt einfachere Wege
unsere Fachzeitschrift
zu abonnieren … »
ABO-Bestellung
… per Knopfdruck unter
www.fachpresse.com
holz-pellet.com
0800 PELLET
fenaco-LANDI Gruppe
Holz-Pellet
Erlachstr. 5
CH-3001 Bern
Tel. 058 433 66 88
Fax 058 433 66 80
info@fenaco.com
www.holz-pellet.com
fenaco-LANDI Gruppe
... oder rufen Sie uns an:
Tel. 061 205 03 80
PUBLIREPORTAGE
Graf Regenwassernutzung mit System
Unser Trinkwasser ist für‘s WC und für den Garten viel zu schade.
Die Regenwassernutzung ist darum äusserst sinnvoll und ökologisch
und ökonomisch vorteilhaft:
• Schont die Grundwasservorräte
• Reduziert Aufwand und Kosten für die Wasseraufbereitung
und den Transport
• Wirkt so steigenden Wasser- und Abwasserkosten entgegen
• Entlastet die Kläranlagen, da bei starken Regenereignissen ein Teil
des Regens zur späteren Nutzung aufgefangen wird und Spitzenbelastungen für das Kanalnetz abgeschwächt werden.
Noch immer benutzen die meisten Haushalte wertvolles Trinkwasser
für Anwendungen, die mit Regenwasser aus Sammelanlagen völlig
ausreichend versorgt wären.
Erdtanks aus den Serien «Platin» oder «Carat» von Graf sind unkompliziert im Einbau. Sie bringen in durchdachten Komplettpaketen alles
mit, was für eine gleichbleibend gute Wasserqualität wichtig ist.
Der Teleskop-Tankabschluss passt sich der Geländeoberfläche an,
während ein Tankdom sich leicht an vorhandene Leitungen angleichen
lässt. Die Kunststofftanks sind robust genug, um ein Befahren des
darüber liegenden Geländes mit einem LKW, unversehrt zu überstehen.
Die durchdachten Graf Komplettpakete «Gartennutzung» und
«Garten- und Hausnutzung» bestechen durch das innovative ModulSystem mit den hochwertigen Graf-Elementen.
Der Erdtank Carat oder Platin
Grundstein für das Modulsystem ist der Erdtank; in den Grössen von
1‘500 bis 10‘000 Liter erhältlich. Die hohe Qualität macht sie PKW- oder
LKW-befahrbar und grundwasserstabil.
Die Tankabdeckung
Möchten Sie Ihren Tank im Bereich des Gartens oder in einer Hofeinfahrt installieren? GRAF kann Ihnen unterschiedlichste teleskopierbare
Tankabdeckungen von Kunststoff bis Guss anbieten.
Das Ausbaupaket
Die GRAF Ausbaupakete beinhalten verschiedene Filtertechniken.
Das Technikpaket
Die verschiedenen Technikpakete enthalten das für die Installation
benötigte Zubehör – von der einfachen Gartenpumpe bis zur vollautomatischen Trinkwasser-Nachspeisetechnik.
Die Green-Card Garden GmbH hat langjährige Erfahrung mit dem
Einsatz des Graf Regenwasser-Systems und ist von der Qualität und
der Vielfalt der Graf-Produkte überzeugt.
Green-Card Garden GmbH, 8632 Tann
www.greencard-garden.ch
Regenwassernutzung
Versickerung
Rückhaltung
Bestellen Sie
noch heute
die aktuellen
Kataloge!
senden Sie mir die Kataloge
ich wünsche eine persönliche Beratung
Name
Strasse
25 Jahre
Garantie
latienr
nk P
a
t
h
c
e
a
l
st
F fis und Selb inba:u
akete
ystem P
GRAF S aus & Garten
H
/
n
Garte
für Pro
PLZ, Ort
Tel.
einsenden an:
Green-Card Garden GmbH
!LTE4ANNERSTRs4ANNs4EL
www.regenwassernutzen.ch
SKR 2/11
91
UMWELT
Entsorgung
Mit Prepaid-System gegen
stinkenden Müll auf der Strasse
von Patrick Aeschlimann
Die Gemeinde Sissach (BL) geht neue Wege bei der Abfallentsorgung: Anstatt den Müllsack einfach vor die Tür
zu stellen, kann der Abfall seit Neustem zentral in einem Container entsorgt werden. Bezahlt wird nach Gewicht und mit einer Prepaid-Karte. Ziel ist es, langfristig auf die konventionelle Müllabfuhr zu verzichten.
Am Anfang stand eine Vision: Der Abfallsack soll weg von der Strasse. Stinkende
Säcke, von Füchsen zerrissen und im
schlechtesten Fall erst am Nachmittag
weggeräumt, sollte es in Sissach nicht
mehr geben. Andreas Soppera, Geschäftsführer der für die Entsorgung zuständigen
Autogesellschaft Sissach-Eptingen AG
(AGSE), und sein Team machten sich auf
die Suche nach einer geeigneten Lösung –
und wurden bei den bestehenden Angeboten nicht fündig. So entstand in enger
Zusammenarbeit mit Soft- und Hardwareingenieur Emilio Gimigliano binnen vier
Jahre das eigene Entsorgungskonzept «Vision 2010», das seit März 2011 in einem
Testbetrieb läuft.
Bezahlen nach Gewicht,
statt Volumen
Kern des Konzeptes ist ein von Ingenieur
Gimigliano entwickeltes Prepaid-Kartensystem. Bei der Gemeinde oder auf der
Post kann die Karte für 10 Franken bezogen werden und wird danach jeweils mit
einem Betrag zwischen 30 und 500 Franken aufgeladen. Anschliessend kann der
Abfall im Zentrum von Sissach in einem
speziellen Container entsorgt werden.
Hierzu hält der Kunde seine Karte in die
Nähe des Sensors, worauf sich die Klappe
des Containers öffnet. Nun wird der Müll,
egal in welchem Behältnis, in die Klappe
gelegt, welche gleichzeitig als Wage figuriert. Leise setzt sich die dem Container
vorgelagerte Müllpresse in Betrieb und der
Abfall verschwindet. Was sofort auffällt:
Es ist sehr sauber in und um den Container, auch Gestank ist nicht auszumachen.
Auf dem Display sieht der Kunde die genauen Angaben: Kartennummer, alter
Kontostand, Gewicht des eingeworfenen
Abfalls, Entsorgungspreis pro Kilogramm
(35 Rappen), Gesamtpreis der Entsorgung
92
SKR 2/11
Der neue und saubere Container
auf dem Entsorgungsareal
im Zentrum von Sissach
«Langfristig möchten wir die klassische Müllabfuhr einstellen.
Aber wir wollen die Leute nicht zwingen, sondern an
das neue und bessere System locken»
Andreas Soppera
und neuer Kontostand. Auf Knopfdruck
wird eine Quittung ausgedruckt, was die
Kostentransparenz gewährleistet. «Das
System ist sicherer als Ihr Onlinebanking»,
sagt Entwickler Gimigliano, «es arbeitet
mit neuster Verschlüsselungstechnologie». Die Vorteile des Systems für die Gemeinde sind vielfältig: Je mehr Leute ihren
Abfall selber entsorgen, desto weniger
häufig müssen die Entsorgungstouren
durchgeführt werden, was Personal und
Treibstoff spart und die CO2-Emissionen
markant reduziert. Das von der AGSE angebotene, modular aufgebaute System
verfügt auch über einen 24 Stunden Service, falls die Presse einmal nicht funktionieren sollte. Zudem wird das verschicken
von Rechnungen auf ein Minimum redu-
ziert, da sämtliche für den Bürger anfallenden Kosten direkt über das System
abgebucht werden können. Der verwendete Container ist ein Standard-Container,
lässt sich also problemlos in bestehende
Systeme integrieren.
Flexibilität wird geschätzt
Doch wieso sollten die Leute ihren Abfall
selber zu der Sammelstelle bringen, wenn
er nach wie vor bequem vor der Haustüre
abgeholt wird? «Entscheidend ist die zeitliche Flexibilität bei der Entsorgung», erklärt AGSE-Geschäftsführer Soppera, «der
Bürger geht ohnehin zum Sammelplatz
um Flaschen und Karton zu entsorgen,
kauft in den nahegelegenen Geschäften
UMWELT
Entsorgung
grösseren Gemeinden sogar mehrere. Dies sollte die Hemmschwelle für die Bevölkerung senken, den Service auch wirklich in
Anspruch zu nehmen. Doch bereits nach wenigen Tagen hat die
Bevölkerung das neue System akzeptiert, wie sich beim Besuch
der SKR zeigte. «Ich bin schon zum zweiten Mal hier und entsorge alle leichten und übelriechenden Abfälle hier. Schwere
Dinge entsorge ich nach wie vor auf dem traditionellen Weg via
Kehrichtsack, da dort nach Volumen und nicht nach Gewicht abgerechnet wird», meint ein Sissacher. Die Kunden überlegen sich
also genau, wie sie ihren Abfall am effizientesten entsorgen.
Grosses Interesse an Konzept
Nicht nur die Baselbieter interessieren sich für das innovative
Abfallkonzept: An einer Präsentation für interessierte Gemeinden waren 44 Gemeindevertreter anwesend. «Das Interesse
reicht quer durch die Schweiz. Sogar Gemeinden aus dem Ausland zeigen sich interessiert», freut sich Entwickler Gimigliano.
Ein grosser Vorteil ist, dass das System modular aufgebaut und
somit sehr individuell gestaltet werden kann: «Unsere ‹Vision
2010› umfasst sämtliche Entsorgungen, die ein Bürger durchführen muss. Vom Altpapier, über den Hauskehricht bis zur Kadaverbeseitigung», sagt Soppera stolz. Das Herzstück ist die
Prepaidkartentechnologie, aber auch andere innovative Lösungen wie das Sperrgutmobil «EShop», welches Sperrgut direkt
vor der Haustüre abholt, gehören dazu. Ein Zehn-Tonnen-Container, wie er in Sissach steht, ist für Gemeinden ab 500 Haushalte geeignet, für kleinere Gemeinden ist ein kleinerer Container in Planung.
Schon nach wenigen Tagen
von der Bevölkerung akzeptiert:
Ein Sissacher entsorgt seinen
Abfall im neuen Container
Um das Fernziel der Übung macht Andreas Soppera keinen Hehl:
«Langfristig möchten wir die Kehrichtmenge reduzieren und die
klassische Müllabfuhr einstellen. Dazu ist ein Umdenken nötig,
aber wir wollen die Leute nicht zwingen, sondern an das neue
und bessere System locken.»
ein, oder muss im Gemeindehaus etwas
erledigen. Wenn er im gleichen Schritt
auch gleich seinen Abfall entsorgt, umso
besser». Selbst wenn die Leute extra für
die Abfallentsorgung mit dem Auto zum
Container fahren, lasse sich im Vergleich
zur regulären Kehrichtabfuhr CO2 einsparen, beteuert Soppera, obschon dies natürlich nicht das Ziel der Übung sei. Wer es
geschickt anstellt, kann mit dem Tarif
nach Gewicht anstatt nach Volumen auch
einiges an Geld sparen. Der Testcontainer
im Sissacher Zentrum soll denn auch nicht
der einzige bleiben: Mitte Jahr soll auch in
der nahegelegenen Gemeinde Tenniken
ein solcher Container mit Prepaid-System
entstehen, der mit derselben Karte genutzt werden kann. Mittelfristig soll in allen 36 Gemeinden, in denen die AGSE für
das Abfallwesen zuständig ist, mindestens
ein Container zu stehen kommen. In den
Das innovative Prepaid-System von Ingenieur
Emilio Gimigliano ist das Herzstück des
Entsorgungssystems
SKR 2/11
93
UMWELT
Hochwasserschutz
Dank Klappschott
gegen Hochwasser gewappnet !
Das Oberstufenzentrum Subingen (SO) wurde mit dem breitesten Sicherheitsklappschott (18 Meter) der Welt
gegen Hochwasser ausgerüstet.
Das Sicherheitsklappschott dient zur Abschottung von verschiedenen Gebäuden
wie Einstellhallen, Produktionsstätten, Lagerräume und Gefahrenstofflagern. Das
Rückhaltesystem für Hochwasser, Löschwasser und Gefahrenstoffe ist 24 Stunden,
365 Tage ohne Fremdenergie im Einsatz
und öffnet nur bei Flüssigkeitseintritt. Mit
dem europaweit patentierten System lässt
sich das Problem der Kontrolle chemisch
kontaminierter Löschwasser und gefährlicher Flüssigkeiten wirksam, wirtschaftlich
und sicher lösen.
Die Entwicklung des Anhamm-Sicherheitsklappschotts erfolgte mit der Zielset-
zung, ein System anbieten zu können, das
komplett abdichtet, eine hundertprozentige Funktionszuverlässigkeit garantiert
und sich problemlos in den betrieblichen
Ablauf integrieren lässt. Das Klappschott
wird vor den Tor- und Türöffnungen im
Boden eingegossen und mit der Wand
flüssigkeitsdicht verbunden. Es bleibt im
nicht abgeschotteten Zustand geschützt
vor Explosionen, Bränden und Verkehr in
einer Bodenwanne versenkt. Bei auslaufender Flüssigkeit oder bei Hochwasser
verschliesst das Klappschott automatisch
alle erfassten Tor- und Türöffnungen absolut dicht.
Belastungserprobt, robust und
wartungsarm
Das Anhamm-Sicherheitsklappschott
wurde vom TÜV Duisburg in einem umfangreichen Programm auf Überfahrbarkeit, Funktionsfähigkeit, Brandbeständigkeit und Dichtigkeit geprüft. In der betrieblichen Praxis hat sich gezeigt, dass
auch ein häufiges Überfahren der Klappschotten keine Probleme verursacht.
Selbst mit Gabelstaplern die bis zu 200mal täglich die Klappschotten überfahren,
funktionieren sie problemlos. AnhammSicherheitsklappschotten sind individuelle
Anfertigungen für jeden Kunden. So wird
bei der Konstruktion die Ausführung der
zu erwartenden Belastung angepasst.
Aufgrund der hochwertigen Materialauswahl wie rostfreiem Edelstahl und PTFE,
sowie der guten Prüfergebnisse, wurde
das Klappschottsystem nicht nur als Löschwasserrückhaltung akzeptiert, sondern
schon mehrfach von den zuständigen Behörden als Gefahrenstoffrückhaltung und
Hochwasserabschottung zugelassen.
JOMOS Rauchschutz AG
Sagmattstrasse 5
CH-4710 Balsthal
Tel. 062 386 17 40
Fax 062 386 17 50
rwa@jomos.ch
www.jomos.ch
Suisse Public 2011
Halle 4.1, Stand D033
94
SKR 2/11
Fachmesse für Real Estate Business,
Immobilien-Investments sowie
Standort- und Projektentwicklung
www.real-site.ch
WHERE REAL ESTATE
PROFESSIONALS MEET
Messezentrum Zürich
21.–23. Juni 2011
Medienpartner:
Partnerorganisationen:
FACILITY MANAGEMENT
Glasfasernetze
Referenzbericht FTTH – Systemlösung mit ODF von R&M
FTTH ganz nach Mass
Zollikon – eine traditionsreiche und über 1000 Jahre alte Gemeinde mit privilegierter Lage am Zürichsee. Hier
legt man Wert auf Qualität und Leistung. Das gilt auch für die Breitbandversorgung. Das Zauberwort heisst
FTTH – Fiber To The Home. Für den Ausbau des örtlichen Glasfasernetzes realisierte R&M eine massgeschneiderte FTTH-Zentrale.
zen die Anschlüsse als Verkaufsargument
für Wohnungen. Auch die Elektriker im
Ort sind sensibilisiert und stellen sich auf
den Trend ein.
Zur Lebensqualität von Zollikon mit seinen Villen-Vierteln und luxuriösen Wohnanlagen zählt heute ganz selbstverständlich eine Glasfaserversorgung. Dessen
sind sich die Verantwortlichen vor Ort
bewusst. Örtliche Immobilienfirmen nut-
Es ist abzusehen, dass die Nachfrage nach
einer Ultrabreitbandversorgung noch zunimmt. Die R+F Netz Zollikon, genossenschaftlicher Betreiber eines örtlichen Kabelfernseh- und Telekommunikationsnetzes, wollte dieser Marktsituation entsprechend handeln. Sie hat sich daher
entschieden, 6000 Wohnungen und Einfamilienhäuser sukzessive mit FTTH auszustatten und einen «Open Access» für
verschiedene Provider zu ermöglichen.
Die Genossenschaft R+F Netz Zollikon arbeitet bei dem Projekt eng mit der lokalen Kommunikationsfirma Instakom AG
zusammen, die sich um die Planung
kümmert.
Die Herausforderung bestand darin, auf
engstem Raum eine erste FTTH-Zentrale
einzurichten. Benötigt wurde eine Fasermanagement-Lösung, mit der man eine
wachsende Menge von Glasfaserkabeln
übersichtlich, einfach und sicher handhaben kann. Darüber hinaus sollte sie qualitativ hochwertig und leicht zu installieren
sein. Mehrere Angebote, die R+F Netz
einholte, konnten hinsichtlich Qualität
und Flexibilität nicht überzeugen. Erst
R&M bot die gewünschte Erfahrung und
eine massgeschneiderte modulare Lösung, die alle Anforderungen erfüllte.
ODF-Schranksystem mit drei Stk.
Kombimodulen bestückt mit je 288 Fasern
Schränke passte R&M kurzfristig den speziellen räumlichen Bedürfnissen an. So
konnte die FTTH-Zentrale problemlos in
einer Tiefgarage mit nur zwei Meter
Raumhöhe untergebracht werden.
Das 2010 gestartete Pilotprojekt verlief
somit erfolgreich. «Es steht ganz im Zeichen partnerschaftlicher Zusammenarbeit», bestätigt Instakom-Geschäftsführer Roman Frank. «Ein Projekt, bei dem
sich alle Beteiligten gegenseitig unterstützen.»
Perfekte Lösung für Zollikon
Basis ist der Optical Distribution Frame
(ODF), bestückt mit dem Single-CircuitManagement-(SCM-)System. Die ODF-
Spleisskassette SCM-SE
für 24 Fasern
96
SKR 2/11
Reichle & De-Massari Schweiz AG
Buchgrindelstrasse 13
CH-8620 Wetzikon
Tel. 044 931 97 77
Fax 044 931 93 29
che@rdm.com
www.rdm.com
www.homewiring.ch
FACILITY MANAGEMENT
Glasfasernetze
Stadtwerke als neue Player
auf dem Glasfasermarkt?
von Patrick Sturm und Alexander Steffan
Die Managementberatung Mücke, Sturm & Company hat den
schweizerischen Telekommunikationsmarkt auf das Engagement der Stadtwerke im Kommunikationsbereich untersucht.
Es wird erläutert, unter welchen Voraussetzungen Stadtwerke
und Energieversorger den Einstieg in den Telekommunikationsmarkt erwägen und eine Erweiterung ihres Produktportfolios
vornehmen sollten.
Stadtwerke sind als Infrastrukturbetreiber von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung
In fast allen Städten mit mehr als 12’000 Einwohnern gibt es ein
Stadtwerk. Ihr primäres Leistungsangebot umfasst die Grundversorgung der Bevölkerung mit Strom, Erdgas, Wasser, Wärmeenergie und Entsorgungsdiensten. Seit wenigen Jahren bieten
darüber hinaus einige Stadtwerke Telekommunikationsdienste an.
Durch die Verknüpfung mit der lokalen Wirtschaft, der Bereitstellung wesentlicher Infrastruktur und die hohen jährlichen Investitionen kommt Ihnen eine gesamtwirtschaftliche Bedeutung zu.
Die Voraussetzungen für Stadtwerke wären denkbar günstig.
Stadtwerke verfügen über Erfahrung im Management von Netzwerken und haben bereits einen festen Kundenstamm. Sie wissen
um die regionalen Besonderheiten und profitieren von Skaleneffekten, die sich durch die Geschäftsmodellausweitung ergeben:
Als Spezialisten im Tiefbau wäre es ihnen bei der Erschliessung
von Neubaugebieten oder bei Wartungsarbeiten an Rohrsystemen ohne hohen Aufwand möglich, Glasfaserkabel mitzuverlegen und darüber Breitbandinternet anzubieten. Besonders
die Nutzung bereits bestehender Glasfasernetze und Leerrohre
spart enorme Investitionssummen, die beim Breitbandausbau
insbesondere durch Tiefbauarbeiten anfallen. Die von Mücke,
Sturm & Company durchgeführte Befragung von schweizerischen
Stadtwerken zeigt, dass ein Viertel der befragten Stadtwerke ein
ausgeprägtes Interesse an derartigen Projekten hat. Unsere Befragung ergab weiterhin, dass einige Stadtwerke bereits über bestehende Infrastruktur verfügen. Eine Geschäftsfelderweiterung
um Telekommunikationsprodukte wäre somit problemlos und
auch kosteneffizient durchzuführen.
Starke Zunahme der Nachfrage
nach schnellen Internetverbindungen
Ohne schnelle Internetverbindungen fühlen sich viele Menschen
von der Aussenwelt abgeschnitten. Gerade Unternehmen und
Institutionen sind aber auf die schnelle Kommunikation mit
Kunden und Dienstleistern angewiesen, so dass ein Fehlen der
Breitbandversorgung zu einem erheblichen Standortnachteil
führt. Um das zu verhindern denken viele Gemeindevertreter
und Stadtwerksbetreiber über den Aufbau eigener Breitbandnetze nach. Mit dem Aufbau weiterer Leistungsangebote ergibt
sich für Stadtwerke zudem die Möglichkeit, die eigene Umsatzbasis zu vergrössern und somit im Wettbewerb mit überregionalen Anbietern zu bestehen.
Stadtwerke sind Spezialisten im Tiefbau und verfügen
bereits über Infrastruktur zum Aufbau von Breitbanddiensten wie Leerrohre und verlegte Glasfasern
Beim Breitbandanschluss besteht in den meisten Städten ein
funktionierender Wettbewerb auf dem Telekommunikationsmarkt, und die Bevölkerung kann Breitbandinternet von diversen Anbietern beziehen. In einigen Gegenden der Schweiz gibt
es jedoch so genannte «weisse Flecken» auf der Breitbandkarte.
Das sind jene Gebiete, die unterversorgt sind, da etablierte Telekommunikationsanbieter bisher noch nicht in die Erschliessung
investiert haben - die zu erwartenden Erträge rechtfertigen die
Aufwendungen nicht, die bis zu fünfmal höher sein können, als
innerhalb von Städten.
Viele Stadtwerke bieten bereits Breitbandinternet an oder
planen ein Engagement innerhalb der nächsten Jahre
Laut Umfrage verfügen bereits 37 Prozent der Stadtwerke über
eine Netzinfrastruktur. Immerhin 56 Prozent davon können sich
einen weiteren Ausbau vorstellen. Auch von den 63 Prozent der
SKR 2/11
97
FACILITY MANAGEMENT
Glasfasernetze
Stadtwerke ohne bestehende Infrastruktur würden 13 Prozent
der Befragten in einen Ausbau investieren – über die Hälfte bereits innerhalb der nächsten 5 Jahre.
modells sollte in jedem Fall die aktuelle Marktlage, insbesondere
den vorhandenen Wettbewerb, das gewünschte Dienstportfolio
sowie die jeweils prognostizierten Ertragspotenziale für die verschiedenen Szenarien berücksichtigen.
Insgesamt wird deutlich, dass das Vorhandensein von Glasfaserinfrastruktur einen Vorteil für den zukünftigen Ausbau darstellt.
Bereits 21 Prozent der Stadtwerke bieten Telekommunikationsdienste an. Nicht alle davon stellen Breitbanddienste für Endkunden bereit, sondern vermieten Netzinfrastruktur oder sind als
Anbieter von Dark Fibre tätig. Alle Stadtwerke planen, beim Ausbau von Breitbanddiensten die Glasfasertechnologie zu verwenden, die Mehrzahl sogar in Form von Fibre to the Home, bei der die
Glasfaserverlegung bis zum Endkundenanschluss erfolgt. Dies hat
den Vorteil, das auch zukünftige Breitbanderweiterungen auf Basis
der vorhandenen Technologien, mittels Multiplexing, möglich sind.
In grösseren Städten investieren Stadtwerke bereits jetzt
intensiv in den Breitbandausbau.
Zudem werden im Laufe der nächsten Jahre viele kleinere
Stadtwerke eigene Breitbanddienste etablieren.
Die Mehrheit der befragten Unternehmen
kann sich die Geschäftserweiterung um eigene
Breitbanddienste wie Fernsehen, Internet und Telefon
vorstellen. Einige Stadtwerke wollen ihr Netz vermieten
oder als Dark Fibre anbieten.
Beim Ausbau von Breitbanddiensten stellt sich für jedes Unternehmen die Frage, welches Verhältnis von Risiko und Ertrag eingegangen werden kann. Ein vielfältiges Produktangebot, was von
63 Prozent der Stadtwerke bevorzugt wird, mit einem DiensteMix aus Internet, Fernsehen und Telefon verspricht einen hohen
monatlichen Umsatz pro Kunde und eine starke Endkundenbindung durch die Kombination von klassischen Versorgungsleistungen mit Breitbanddiensten. Es bedarf jedoch gleichzeitig
höherer Investitionen, und der Aufbau eines Vertriebs- und Kundengeschäfts zum Vertrieb der Breitbanddienste ist unumgänglich.
Eine Alternative, die von 37 Prozent der Stadtwerke präferiert
wird, ist die Bereitstellung von Breitbandnetzen als Open Access
/ Dark Fibre. Dank langfristiger Mietverträge sind hier die Einnahmen langfristig gesichert, ohne dass ein separater Vertrieb
aufgebaut und umfangreiche Marketingmassnahmen getroffen
werden müssen. Die Auswahl des entsprechenden Geschäfts98
SKR 2/11
Im Überblick über derzeit bekannte Breitbandprojekte von
Stadtwerksunternehmen zeigt sich, dass in den grösseren
Städten ein vitaler Wettbewerb existiert. In Bern, Sankt Gallen,
Winterthur und Zürich sind die Stadtwerke entweder direkt
oder über Tochterunternehmen als Breitbandanbieter tätig.
Aber auch in vielen kleineren Städten ist rege Aktivität seitens
der Stadtwerke zu beobachten, die sich häufig auf Ortsteile konzentriert, die mit Breitband stark unterversorgt sind. Bei den
kleineren Projekten zeigt sich allerdings, dass nicht alle von den
Stadtwerken allein, sondern teils in Kooperation mit grossen
Energieversorgungsunternehmen vorangetrieben werden. Vorteile dieser Kooperation sind vor allem die Möglichkeit zum Expertise-Austausch und die Bereitstellung des erforderlichen Investitionskapitals durch gemeinsame Projektgesellschaften.
Bei Fortsetzung des aktuellen Trends werden
die schweizerischen Stadtwerke bis 2015 voraussichtlich
600 Millionen Schweizer Franken in den Aufbau
eigener Breitbanddienste investieren
Viele Stadtwerke planen den Aufbau eigener Breitbanddienste
oder sind bereits in den Telekommunikationsmarkt eingestiegen
womit diese eine bedeutende Rolle bei der Erschliessung unterversorgter Gemeinden einnehmen. Auf Basis der Angaben der
Stadtwerke prognostiziert Mücke, Sturm & Company für die
Jahre 2011 bis Ende 2015 ein Breitband-Investitionsvolumen von
etwa 600 Millionen SFr. Allein bis Ende 2011 könnten sich die
Investitionen der Stadtwerke in Breitbandnetze bereits auf
ca. 83 Millionen SFr belaufen.
FTTH ist Ihr Ziel.
R&M heisst Ihr Partner.
Fazit und Handlungsempfehlungen
Die steigende Nachfrage nach Breitbandinternet macht es zunehmend attraktiver, die bisher unerschlossenen und meist
dünn besiedelten Gegenden – die so genannten «weissen Flecken» – an das Breitbandnetz anzuschliessen. Da die Stadtwerke
bereits vor Ort aktiv sind und in vielen Fällen über bestehende
Infrastruktur verfügen, kann ein Engagement als Infrastrukturoder Telekommunikationsanbieter sinnvoll sein; dies muss aber
in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktlage sorgfältig geprüft
werden.
Folgende Schlussfolgerungen ergeben sich aus der Analyse des
Telekommunikationsmarktes:
1) Stadtwerken und Energieversorgungsunternehmen
bietet sich in zweierlei Hinsicht die Möglichkeit, bestehende
Geschäftsmodelle zu erweitern. So kann etwa die bestehende Infrastruktur ausgebaut und vorhandene Trassen
und Leerrohre anderen Firmen zur Verfügung gestellt
werden. Nach Abwägung des bestehenden Kundenstamms,
Nutzbarkeit der Bestandsinfrastruktur und lokaler Präsenz
ist das Geschäftsmodell auszuwählen und evtl. das hauseigene Angebot von Telekommunikationsdiensten möglich.
2) Besteht die Überlegung, in den Telekommunikationsmarkt
einzusteigen, so sollten die Anbieter den regionalen Wettbewerb sowie das Kundenpotenzial untersuchen und darauf
basierend eine Markt und Rentabilitätsanalyse durchführen.
Darauf aufbauend kann die Ertragsfähigkeit geprüft und
die Wahl des Geschäftsmodells getroffen werden.
3) Sofern das Angebot eigener Telekommunikationsdienste
wirtschaftlich nicht tragfähig ist, empfiehlt es sich,
bestehende Infrastruktur zu vermieten oder gar
eigene Glasfaserleitungen
EFFIZI NT
Jetzt können sich Glasfasernetze grenzenlos entfalten.
Dank dem Optical Distribution Frame (ODF).
im Rahmen eines Dark Fibre Modells zur Verfügung zu stellen.
Dies ermöglicht direkte Mittelzuflüsse ohne vorausgehende
hohe Investitionen.
www.rdm.com
R&M Schweiz AG
che@rdm.com Tel 044 931 97 77
FACILITY MANAGEMENT
Smart Metering
Das erste schweizerische Smart
Metering ConsommActeur-Projekt
wurde in Lausanne umgesetzt
Das erste «Smart Metering ConsommActeur»-Pilotprojekt der Schweiz wurde in Lausanne mit der Inbetriebnahme der «kundenorientierten intelligenten Energiezähler» in zwei Gebäuden im Stadtviertel Bugnon umgesetzt. Schon bald sollen 200 Wohnungen des Immobilienfonds Realstone in Lausanne damit ausgerüstet sein.
Die erfolgreiche Technik, die den Verbraucher direkt impliziert, steckt in der Schweiz
noch in den Kinderschuhen, während
heute bereits Millionen von kommunizierenden Zählern auf der ganzen Welt installiert sind. Sie führt nachweislich zu
Energieeinsparungen von bis zu 15 Prozent. Wenn der Verbraucher genau verfolgt, wie viel er verbraucht, kann er die
Kosten kontrollieren und so zur nachhaltigen Entwicklung beitragen. Gleichzeitig
kann er auf diese Weise seine Nebenkosten reduzieren.
Technisch gesehen handelt es sich um eine
Smart Metering-Infrastruktur, die den
Endverbraucher über seinen Energieverbrauch informiert. Die Infrastruktur wurde
dank einer Partnerschaft zwischen dem
öffentlichen Sektor und der Privatwirtschaft möglich. Als erste von mehreren
hundert Schweizer Energieversorgern unterstützen die Stadtwerke von Lausanne
(Services Industriels de Lausanne; SIL) ein
vom Privatsektor initiiertes Smart Metering-Projekt: «Dieser innovative Ansatz,
der bald zur Norm werden soll, entspricht
genau den Zielen unserer Nachhaltigkeitspolitik. Wir sind stolz darauf, hier Pionierarbeit zu leisten«, so Jean-Yves Pidoux, als
Gemeinderatsmitglied der Stadt Lausanne
für die Stadtwerke zuständig.
Das Pilotprojekt entspricht einer gemeinsamen Investition in Höhe von CHF 300’000.
«Mit den intelligenten Zählern und benutzerfreundlichen Schnittstellen können unsere Mieter ihren Energie- und Wasserverbrauch besser verfolgen. Ausserdem entstehen für die Mieter keinerlei Kosten»,
meint Esteban Garcia, Präsident von Realstone SA mit Sitz in Lausanne. «Wir planen,
das Programm mit unseren Partnern neo
technologies und Signa-Terre auf weitere
Kantone auszudehnen, in denen wir Wohnimmobilien besitzen. Wir verhandeln auch
schon mit anderen Energieversorgern.»
Effizientes Instrument
zur Verhaltensänderung
In einigen Jahren dürften alle schweizerischen Haushalte an intelligente Zählersysteme angeschlossen sein. Aber worum handelt es sich eigentlich konkret? Es
gilt, den Verbraucher über seinen Energieverbrauch zu informieren. Der Verbraucher weiss jederzeit und in Echtzeit,
wie viel er verbraucht und kann sein Verhalten entsprechend ändern. Jede Verhaltensänderung ist deshalb sofort sichtbar.
Green E-Value:
eine Schweizer Lösung
© Pierre Menoux | RSA
Die technische Lösung, auf der das Projekt
beruht, heisst Green E-Value. Sie entstand
aus der Partnerschaft von Realstone (Lausanne) mit neo technologies (Renens) und
Signa-Terre (Genf). Die Einführung des Systems stellt zwar eine technologische Herausforderung dar, das System ist aber
sehr benutzerfreundlich und ergonomisch:
100 SKR 2/11
Um diese Informationen darzustellen, werden
in jeder Wohnung Intelligente Stromzähler
installiert. Diese Smart Meters erfassen ebenso
die Daten von Wärme, Gas und Wasser.
© Pierre Menoux | RSA
Zentralisierte und aggregierte Informationen
am Eingang des Gebäudes erlauben den
Bewohnern, den gesamten Verbrauch des
Gebäudes betreffend Wasser, Wärme und
Elektrizität zu konsultieren.
• Im Gebäude zeigt ein Kontrollbildschirm in der Eingangshalle den
Gesamtverbrauch an Strom, Wasser
und Heizenergie (Wohnungen und
gemeinschaftlich genutzte Räume) an.
• Den Verbrauch seiner Wohnung kann
der Mieter über Internet auf einer
gesicherten Plattform abrufen.
In beiden Fällen liefert Green E-Value eine
Anzahl aufbereiteter Daten wie zum Beispiel den durchschnittlichen Monatsverbrauch, die Entwicklung zum Vormonat,
den Trend für die nächsten Tage etc.
Energie: Die Mieter erwarten
mehr von der Hausverwaltung
Im April 2009 führte die Junior Entreprise
(HEC Lausanne) für neo technologies eine
Umfrage in der Westschweiz durch, in deren Rahmen 53 Prozent der befragten Mieter meinten, ihre Hausverwaltung sollte
mehr zur Senkung des Energieverbrauchs
unternehmen. «Unserer Ansicht nach liegt
es am Eigentümer, eine neue Dynamik in
seine Beziehung zu den Mietern einzubringen», erklärt Esteban Garcia. «Als schweizerischer Immobilienfonds, der sich der
FACILITY MANAGEMENT
Smart Metering
nachhaltigen Entwicklung verpflichtet hat, wollten wir hier eine
Vorreiterrolle spielen.»
Stadtwerke von Lausanne aktiv dabei
Die Projektteilnehmer
Realstone Swiss Property | www.realstone.ch
Services Industriels Lausanne SIL | www.lausanne.ch/sil
Seit mehr als einem Jahrhundert versorgen die Stadtwerke die
Stadt Lausanne und die benachbarten Gemeinden mit Strom
und Gas, Fernwärme und Multimedia-Diensten. Als kundennahes Versorgungsunternehmen erzeugen sie Strom im Wasserkraftwerk Lavey sowie in einigen Mini-Kraftwerken in der
Umgebung wie den Windparks in Collonges und Martigny, mehreren Photovoltaik-Solaranlagen sowie dem Wärmekraftwerk
in Pierre-de-Plan. Ferner setzen sich die Stadtwerke für die
nachhaltige Entwicklung und die Umwelt ein. Zu den konkreten
und interdisziplinären Projekten zählen die Investmentgesellschaft SI-REN, die Display-Kampagne, das MEUProjekt (Management der Energiesysteme in urbanen Zonen), Energieanalysen,
die Massnahmen des Fonds zum sparsamen Einsatz von Strom
und zur Förderung erneuerbarer Energien für die Elektromobilität, Verbraucherinformation etc.
Die Strategie der Stadtwerke ist an das Engagement der Stadt
Lausanne auf dem Gebiet der nachhaltigen Entwicklung geknüpft, vor allem in den Bereichen Mobilität, Wohnungsbau,
Stadtplanung, Bildung und Sozialwesen, sowie an Aktionen zum
Umweltschutz (Artenvielfalt, Agrotourismus, Aufwertung des
Holzes und der Wälder). Die Stadtwerke sind bestrebt, ihre
Dienste stetig zu verbessern und auszubauen, um die aktuellen
Bedürfnisse ihrer Kunden dank innovativer Serviceleistungen zu
erfüllen.
neo technologies SA | www.neo-technologies.ch
Signa-Terre SA | www.signa-terre.ch
Neben dem Mehrwert für den Verbraucher bietet das Smart
Metering auch dem Energieversorger zahlreiche Vorteile:
• verbessertes Ablesen des Energieverbrauchs
• verbesserte technische Überwachung des Versorgungsnetzes
• Abbau der Leistungen in Verwaltung und Betrieb
(Ablesen, Verrechnung, Abstellen,
• Fernsteuerung)
• globaler Ansatz (Strom, Gas, Fernwärme, Wasser),
der Einsparungen fördert
• Information der Eigentümer und Mieter mit dem Ziel,
die Energieeffizienz zu steigern
• (Strukturverbesserung, Verhaltensänderungen)
Alleinvertreter in der Deutschschweiz
WIR BIETEN MEHR, ALS SIE ERWARTEN
Altinea ist das einzige Unternehmen, das folgende Dienstleistungen
aus einer Hand anbietet:
– Branchengerechte Informatik-Lösungen, die es Ihnen erlauben,
IT-gestützte Prozesse vollständig oder teilweise auszulagern.
– Business Management Services, wie z. B. Kundendienst, Fakturierung,
Tarifmanagement, Datenfernauslesung, Debitorenverwaltung usw.
– Smart Metering, ein Werkzeug zur Optimierung der Energieeffizienz,
das auf der Lösung Green E-Value beruht, für die Altinea in der
Deutschschweiz Alleinvertreter ist.
Altinea AG – Gottstattstrasse 4 – Postfach 4263 – 2500 Biel 4
Tel. +41 (0) 32 326 27 99 – info@altinea.net – www.altinea.net
SKR 2/11 101
FACILITY MANAGEMENT
Aus- und Weiterbildung
Facility Management
Weiterbildung am Puls der Zeit
von Doris C. Oehninger, lic.oec.publ., ZHAW Institut für Facility Management
Im Mai 2011 schliesst der 11. Studiengang
des Master of Advanced Studies in Facility
Management (MAS) am Institut für Facility
Management (IFM) der ZHAW ab. Die soeben eingereichten Master Thesen greifen
gegenwärtige Trends im Facility Management auf. Wichtig für das Institut für Facility Management ist dabei, ob die Studierenden während der Weiterbildung das
nötige Rüstzeug erarbeitet haben, um
strategische Fragestellungen in ihren Unternehmen zu bearbeiten. Im Folgenden
werden Themen aus einzelnen Master
Thesen aufgegriffen. Dank der Weiterbildung zum Master of Advanced Studies in
Facility Management sind die Studierenden in der Lage, ihren Auftraggebern geeignete Lösungsansätze zu präsentieren.
Immobilienstrategie
einer Zürcher Schulgemeinde
Mit dem neuen Volksschulgesetz sowie
geltenden gesetzlichen Auflagen müssen
in den Schulen Tagesstrukturen und behindertengerechte Erschliessungen geschaffen werden. Dabei treffen Sparmassnahmen auf Aus- bzw. Umbauwünsche.
Die in den Gemeinden zur Verfügung stehenden Finanzmittel sollen primär für den
Unterricht, andererseits auch für die Bauten eingesetzt werden. Nachhaltigkeit ist
dabei ein wichtiges Thema. Strategisches
Facility Management in der Projektent-
wicklungsphase, kann die Planung bezüglich der Bau- und Betriebskosten über den
gesamten Lebenszyklus der Immobilie beeinflussen. Das Certificate of Advanced
Studies (CAS) Gebäudemanagement vermittelt neben den Grundlagen der Gebäudetechnik auch Fachwissen im technischen
und baulichen Gebäudemanagement und
der Gebäudeplanung. Das CAS Immobilienökonomie unterrichtet u.a. Strategisches Immobilienmanagement, Corporate
& Public Real Estate Management sowie
Asset & Property Management.
Nutzung der Büroräumlichkeiten
wie von den Architekten geplant?
Die Frage lautet, ist es sinnvoll von Anfang
an einen Facility Manager, der über die
Wünsche der Mitarbeitenden informiert
ist und sich mit Bürokonzepten auskennt
in den Neubau einer Unternehmung einzubeziehen. Bei einem Neubau schlagen
Architekten in der Regel der Unternehmung anhand von bereits realisierten
Konzepten eine Lösung vor. Die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Nutzer
stehen dabei oftmals im Gegensatz zum
„idealen“ Bürokonzept. Mit dem CAS
Workplace Management eignen sich die
Studierenden Kompetenzen zu Fragestellungen von Betriebs- und Entwicklungskonzepten in Planung und Gestaltung der
Arbeitsumgebung an. Das Ziel des IFM ist
es dass die Absolventinnen und Absolventen sich sowohl mit den Architekten wie
mit der Unternehmensleitung austauschen und ihr Wissen um eine geeignete
Lösung einbringen können.
Leistungsorientierte Reinigung vs.
Ergebnisorientierte Reinigung
Die Funktions- und Werterhaltung von
Immobilien und deren Einrichtung ist von
grosser Bedeutung für das Facility Management. Durch die adäquate Reinigung
wird der Erhalt der Infrastruktur und auch
die optische Erscheinung der Unternehmung gesichert. Unter Leistungsorientierter Reinigung wird verstanden, in welcher
Frequenz welche Räumlichkeiten zu reinigen sind. Dazu wird durch das Facility Management ein Leistungskatalog erstellt.
Bei der Ergebnisorientierten Reinigung
liegt der Fokus auf dem Ergebnis der Leistung. Die Intensität der Reinigung liegt im
Ermessen der Service Equipe. Hat die Leistungsorientierte Reinigung eine Zukunft in
der Schweiz? Im CAS Service Management
wird Wert auf die Kundenorientierung gelegt. Es werden u.a. Grundlagen und strategische Komponenten der FM-Dienstleistungen und des Hospitality Managements
vermittelt.
Weiterführende Informationen unter:
www.ifm.zhaw.ch/weiterbildung
Erfolgreich durch
Weiterbildung in Facility Management
Weiterbildungsstudiengänge MAS, DAS, CAS
Kompetenzmodule MAS in nachhaltigem Bauen
Institut für Facility Management - Weiterbildungsstufe
Standort Zürich - Technoparkstrasse 1 - CH-8005 Zürich
Telefon +41 58 934 51 00
Nächste Informationsveranstaltung
Dienstag, 21. Juni 2011, 18-19 Uhr
Donnerstag, 22. September 2011, 18-19 Uhr
Zürcher Fachhochschule
www.ifm.zhaw.ch/weiterbildung
102 SKR 2/11
BAU
Gebäudemanagement
Flygt N-Pumpen: energiesparend
und verstopfungsfrei
Bei dieser Technik sind die Schaufelkanten am Laufrad speziell nach hinten geformt. Die Abwasserpumpe hat zusätzlich einen Abstreifer, den Guide Pin. Beides sorgt dafür, dass sich Feststoffe nicht auf der Laufradnabe oder den
Schaufelkanten festsetzen. Höchste Zeit, die Flygt N-Pumpen der CARL HEUSSER AG auf Herz und Nieren zu prüfen.
Der konstant hohe Wirkungsgrad bis über
80% und eine besonders geringe Verstopfungsgefahr zeichnen diese Pumpen aus.
Die selbstreinigende Hydraulik ist patentiert
und in allen Baugrössen verfügbar. Eingesetzt werden diese Pumpen in Kläranlagen
oder für andere stark verschmutzte Abwässer. Beispiele: industrielles Abwasser,
Prozesswasser- und Rohwasserbehandlung, Anwendungen in Aquakultur und
Landwirtschaft.
Adaptive Hydraulik
Die Baugrösse N 3085 besticht durch eine
einzigartige Weiterentwicklung in der Hyd-
raulik. Das Laufrad hebt sich bei Bedarf
kurzzeitig an und macht den Weg frei für
grössere Feststoffe. Das adaptive N-Laufrad passt sich so intelligent den Bedingungen an. Die Effizienz der Pumpe wird dabei
nicht beeinflusst, da sich das Laufrad nur
im Bedarfsfall kurzzeitig aus der Idealposition bewegt.
Die Abwasserpumpe verfügt zusätzlich
über einen Abstreifer, den Guide Pin. Die
Feststoffe werden mit dem Guide Pin und
der Entlastungsnut im Gegenring sicher
durch die Hydraulik geführt und abtransportiert. Durch diese neue Technik werden
Verstopfungen und Blockierungen sicher
verhindert. Sie reduziert zudem auch den
Verschleiss, indem Hydraulik, Lager und
Dichtungen geschont werden. Mit der Entwicklung des adaptiven N-Laufrades setzt
Flygt auf dem Abwassersektor entscheidende Impulse.
CARL HEUSSER AG
CH-6330 Cham
Tel. 041 747 22 00
www.heusser.ch
Suisse Public 2011
Halle 3.2, Stand G013
Freigelände E3 112
SKR 2/11 103
BESCHAFFUNGSWESEN
Nachhaltige Beschaffung
Damit aus der Nachhaltigkeit
kein Papiertiger wird
von Patrick Aeschlimann
Nachhaltige Beschaffung ist in aller Munde. Doch der Weg von der Absicht bis zur praktischen Umsetzung ist lang
und schwierig. Die Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz (Pusch) zeigte an einem Kurs für Gemeindevertreter auf, wie man Nachhaltigkeitskriterien rechtlich sauber in Ausschreibungen einfliessen lässt und welche
Erfahrungen Pioniergemeinden damit haben.
Rund 36 Milliarden Franken geben Bund,
Kantone und Gemeinden jährlich für Beschaffungen aus. Immer lauter wird der
Ruf in Richtung der öffentlichen Stellen
nach einer Vorbildsfunktion: Nicht einfach
das billigste Produkt soll den Zuschlag erhalten, sondern eines, dass unsere Umwelt
möglichst wenig belastet und unter menschenwürdigen Bedingungen produziert
wurde. Verantwortliche in Gemeinden, die
Aspekte der Nachhaltigkeit bei der Beschaffung berücksichtigen wollen, sind gefordert. Sie müssen bestens über die für
die Gemeinde geltenden gesetzlichen
Rahmenbedingungen informiert sein und
wissen, welcher Spielraum besteht, wirtschaftliche, ökologische und soziale Kriterien im Beschaffungsprozess zu integrieren. Darüber hinaus haben sie eine grosse
Verantwortung gegenüber verschiedenen
Anspruchsgruppen aus der Bevölkerung,
dem Gewerbe und der Politik. Sollen Beschaffungsentscheide einen Beitrag zur
nachhaltigen Entwicklung leisten, müssen
diese sorgfältig vorbereitet werden.
Mit sauberen Vergaben
Einsprachen verhindern
Die rechtlichen Bestimmungen bilden die
erste Hürde für eine nachhaltige Beschaffung. In den Vergaberichtlinien zur interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (VRÖB) heisst es
etwa in Artikel 32 zunächst lapidar: «Das
wirtschaftlich günstigste Angebot erhält
den Zuschlag.» Soweit wäre alles klar,
doch anschliessend folgen Kriterien, welche für den Zuschlag berücksichtigt werden können. Nebst etwa Qualität und
Preis, nennt die Verordnung explizit auch
die Nachhaltigkeit. Doch damit beginnen
die Probleme erst: Wie definiert man
Nachhaltigkeit vergabepraxistauglich? Am
einfachsten wäre es, nur bekannte Labels
wie etwa FSC, Blauer Engel oder Energy
Star zuzulassen. Die völkerrechtliche Rahmenordnung, das GATT/WTO-Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen (GPA) verbietet aber die explizite Beschränkung auf ein bestimmtes
Label. Die Beschreibung des Beschaffungsbedarfs muss damit zwangsläufig mit
dem Zusatz «oder gleichwertig» ergänzt
werden – sonst drohen unter Umständen
Einsprachen.
«Das Leitmotiv in Sachen
nachhaltiger Beschaffung
muss lauten: Partizipation
statt Vorschriften.»
Andreas Klein
Ein bekanntes Beispiel von suboptimalen
Beschaffungskriterien, waren die neuen
Steine auf dem Dorfplatz des zürcherischen Uitikon-Waldegg, die durch einen
Beitrag in der Rundschau des Schweizer
Fernsehens nationale Bekanntheit erhielten. Das Problem: Der verwendete Granit
wurde aus Kostengründen in Indien beschafft. Er stammt aus der Region Bangalore – und ist wahrscheinlich mit Kinderarbeit gewonnen worden. Seit dem 1.
Januar 2010 und einer Änderung der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen (VöB), müssen für Beschaffun-
Gelten auch für diese Männer die Kernübereinkommen der ILO?
104 SKR 2/11
BESCHAFFUNGSWESEN
Nachhaltige Beschaffung
gen im Ausland mindestens die Kernübereinkommen der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingehalten werden. Diese
verbieten ausdrücklich Kinder- und Zwangsarbeit.
Eine praktische Hilfe für die nachhaltige
Beschaffung wird in Kürze von der Interessengemeinschaft für ökologische Beschaffung (IGÖB) veröffentlicht: Der Leitfaden aus dem Jahre 2000 wird gegenwärtig überarbeitet und dient in Kürze
den Beschaffern an der Front als Orientierungshilfe im Paragraphen- und Labeldschungel.
Die Umsetzung als Knacknuss
Viele Gemeinden, nicht nur die grossen
Städte, haben sich in letzter Zeit mit
nachhaltiger Beschaffung auseinandergesetzt. Meist war ein einzelner Gemeinderat oder leitender Verwaltungsangestellter die «Lokomotive», der das Thema
aufs Parkett brachte und auf eine Einführung von nachhaltigen Beschaffungsrichtlinien beharrte. So war es auch in
Arlesheim (BL) mit rund 9000 Einwohnern, wie Andreas Klein, ETH-Naturwissenschafter und Berater der Gemeinde,
ausführte: «Im Juni 2007 gelangte der
Gemeinderat nach einem Beschluss, mit
seinem Ziel an uns. Im Dezember 2008
wurden die Beschaffungsrichtlinien verabschiedet. Wichtig ist, dass bestehendes
Know-how in der Verwaltung verwendet
wird. Eine abstrakte top-down Verordnung bleibt ein Papiertiger. Die Spezialisten, etwa der Verantwortliche für die IT
oder die Kommunalfahrzeuge, wissen am
Besten, worauf es bei einer Beschaffung
ankommt. Das Leitmotiv muss lauten:
Partizipation statt Vorschriften.»
«Nachhaltige Beschaffung
passiert aber im Arbeitsalltag. Sie ist ein fortdauernder Prozess, der
seine Zeit braucht. Je früher
man damit beginnt, desto
schneller ist man am Ziel.»
Dass nicht nur ein Label definiert werden
kann, welches dann beschafft wird, ist für
Andreas Klein ein Vorteil: «Die Ausgestaltung der Kriterien löst ein Mitdenken der
involvierten aus. Dies führt zu besseren
Ergebnissen als wenn einfach blind ein
Label eingekauft wird.» Doch der Wille
und die Ausarbeitung von Richtlinien und
Kriterien alleine, genügen in der Praxis
nicht. «Wir sind gegenwärtig an der Evaluation des Projekts in Arlesheim», erklärte Klein, «erste Ergebnisse zeigen,
dass die für die Umsetzung zuständige
Stelle finanziell und personell nicht genügend Ressourcen zur Verfügung hat, um
die Implementierung der Richtlinien vollständig umzusetzen». Es zeigt sich: Ideen,
Vorschriften, Leitbilder und Absichten
sind ein Anfang – nachhaltige Beschaffung passiert aber im Arbeitsalltag. Sie ist
ein fortdauernder Prozess, der seine Zeit
braucht. Je früher man damit beginnt,
desto schneller ist man am Ziel.
Der rechtliche Rahmen ist auch hier zentral: Handlungsspielraum für Nachhaltigkeitskriterien bestehen hauptsächlich
beim freihändigen Verfahren und dem
Einladungsverfahren, während ein offenes Verfahren weniger Spielraum zulässt.
Die Stiftung Pusch bietet regelmässig praxisnahe Kurse für Gemeindevertreter zu
Umweltthemen an. Auf der Webseite findet man überdies ein praktischer Ratgeber
für den Überblick im Labeldschungel:
www.umweltschutz.ch.
DESAX AG
Graffiti- und Oberflächenschutz
Riedenstrasse 1
CH-8737 Gommiswald
T 055 285 30 85
F 055 285 30 80
info@desax.ch
www.desax.ch
Ve
rla
Re nge
fe n S
r e ie
nz u
lis n
te s e
. re
Die Graffitischutz-Spezialisten
SKR 2/11 105
BESCHAFFUNGSWESEN
Nachhaltige Beschaffung
Orientierungshilfe für umweltund sozialverträgliche Beschaffung
von Lucia Uebersax
Unternehmen und öffentliche Institutionen sind zunehmend gefordert, ökologische und soziale Kriterien in
ihren Beschaffungsprozessen zu berücksichtigen. Doch wer bei Kaufentscheiden Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen will, sieht sich mit vielen Richtlinien, Standards und Labels konfrontiert, die häufig mehr Fragen
aufwerfen als Antwort geben.
Ob Bund, Kanton oder Gemeinde – sie geraten zusehends unter Druck, dass sie bei
der Beschaffung von Produkten bestimmte
Umwelt- und Sozialkriterien berücksichtigen. Doch die Umsetzung konfrontiert
die Verantwortlichen in Industrie- und Entwicklungsländern häufig mit komplexen
Fragestellungen. Um die öffentlichen Institutionen, aber auch kleine und mittlere
Unternehmen (KMU) in dieser oftmals sehr
komplexen Fragestellung zu unterstützen,
wurde im vergangenen Jahr die Informationsplattform «Kompass Nachhaltigkeit»
(www.kompass-nachhaltigkeit.ch) vom
Staatssekretariat für Wirtschaft SECO geschaffen. Die Plattform verfügt über zwei
Nutzerportale – eines für KMU und eines
für öffentliche Institutionen.
Internetplattform verschafft Übersicht
Die Mitte Dezember letzten Jahres lancierte Internetplattform «Kompass Nachhaltigkeit» bietet eine Orientierungshilfe
an, um sich im Dschungel der Sozial- und
Umweltstandards besser zu Recht zu finden. Mit der Internetplattform werden
umfangreiche praxisorientierte Informationen und Instrumente rund um das
Thema der nachhaltigen Beschaffung zur
Verfügung gestellt. Die Plattform bietet
zudem eine Datenbank mit weitreichenden Auskünften zu Umwelt- und Sozialstandards, praktische Hinweise für die
Umsetzung, Hintergründe zu aktuellen
Nachhaltigkeitsthemen und Beispiele aus
der Praxis. So sehen die Nutzer beispielsweise, wie die vorbildlichen Beschaffungsrichtlinien einzelner Gemeinden sind, oder
sie erfahren beispielsweise, mit welchen
Herausforderungen eine Textilhandelsfirma bei der Einführung eines nachhaltigen Beschaffungsmanagements konfrontiert war.
106 SKR 2/11
Eine zunehmende Anzahl der öffentlichen Institutionen nutzen bereits die Gelegenheit
und integrieren vermehrt ökologische und soziale Kriterien in ihren Beschaffungsprozessen. Die bis anhin auf der Internetplattform publizierten Praxisbeispiele zeigen auf,
wie Beschaffende der öffentlichen Hand Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen.
Gemeinde Arlesheim
Seit dem 1. Mai 2010 befolgt die Gemeinde Arlesheim interne Beschaffungsrichtlinien, welche den Einbezug von Nachhaltigkeitskriterien thematisieren.
Gemeinde Au
Auch die Gemeindeverwaltung Au berücksichtigt ökologische Kriterien bei der Beschaffung und verwendet nur noch Papierwaren, die ausschliesslich aus Recyclingpapier hergestellt wurden. Ebenso bei den Baumaterialien aus Holz sowie den Reinigungsmitteln wird auf Nachhaltigkeit gesetzt.
Stadt Luzern
Nach der Fusion mit Littau will die Stadt Luzern ihre starke Stellung auf dem Beschaffungsmarkt ausnützen und eine nachhaltige Beschaffung vorantreiben. Für die
Mitarbeitenden wurde ein Beschaffungsleitbild erstellt, welches soziale, ökologische
und wirtschaftliche Ziele vereint.
Stadt Zürich
Bei der nachhaltigen Beschaffung nimmt die Stadt Zürich eine Vorreiterrolle ein. Erfolgreiches Beispiel ist das Pilotprojekt der Stadtpolizei Zürich, welche Polizeihemden
aus Bio-Baumwolle herstellen lässt. Mit der «Richtlinie Soziale Nachhaltigkeit» soll
nun die soziale Dimension der Beschaffung umfassend geregelt werden.
Auf kantonaler Ebene ist der Kanton Bern portraitiert. Das Tiefbauamt des Kantons
Bern verpflichtet sich der nachhaltigen Entwicklung und will auf den Kantonsstrassen
nur noch Rand- und Pflastersteine aus sozialverträglicher Produktion einbauen. Es
wurden deshalb innovative Regelungen eingeführt, welche Anreize für die Auftragnehmer schaffen.
Das SECO unterstützt auf diese Weise die
exportorientierten Produzenten aus Entwicklungsländern und fördert gleichzeitig
eine transparente und effektive Informationsvermittlung gegenüber Schweizer
Beschaffern. Damit wird eine Brücke zwischen Anbietern in Entwicklungsländern
und Abnehmern in der Schweiz geschlagen. An dieser Schnittstelle zwischen Produktion und Abnahme setzt die wirt-
schaftliche Entwicklungszusammenarbeit
an. Diverse Projekte in den Bereichen Qualitätssicherung sowie Umsetzung von Umwelt- und Arbeitnehmerstandards helfen
Produzenten, sich auf die Ansprüche des
internationalen Handels vorzubereiten.
Denn damit das angepasste Produktsortiment gezielt Abnehmer findet, bedarf es
einer transparenten und effektiven Informationsvermittlung.
BESCHAFFUNGSWESEN
Neue Gaswarngeräte
für die Arbeitssicherheit
Contrec stellt zwei neue Modellreihen von Gaswarngeräten vor. Das Gas-Pro ist
DIE Lösung für sicheres Arbeiten z. B. in Behältern,
Tanks, Gräben, Kanälen
und Schächten. Es schützt
vor bis zu 5 Gasen gleichzeitig, ist klein, robust,
wasser- und staubdicht.
Das Gerät misst Sauerstoff, toxische und brennbare Gase, sowie Kohlendioxid. Die einfach abzulesende, obenliegende
Anzeige ist so nutzerfreundlich wie die einfache Menüführung und
Einknopf-Bedienung. Die
optionale interne Pumpe
wird durch das Aufsetzen der
Gasflussplatte aktiviert und ermöglicht die Benutzung des Geräts als Diffusions- oder Pumpenmodell. Eine dreifarbige Anzeige
dient zur raschen Beurteilung
des Gerätezustands, ein einzigartiger Gerätemodus zur Abklärung der Gefährdung vor dem
Einstieg. Ein Li-Ion-Akku sorgt
für 19 Std. Laufzeit nach 5 Std.
Ladezeit.
Die neue ToxiRAE Pro Familie umfasst die weltweit ersten tragbaren Eingas-Messgeräte für Sauerstoff, toxische und brennbare
Gase und VOC’s mit Wireless-
Sichtbeton langfristig
schützen sinnvoll
Auch die Sockel des
SIA-Hauses sind geschützt
Funktion. Sie bringt die Arbeitssicherheit auf ein nächstes Level,
indem sie Sicherheitsverantwortlichen ermöglicht, in Echtzeit, von
einem beliebigen Standort aus,
Anzeige und Alarmstatus abzufragen. Dies ermöglicht bessere
Überwachung und schnellere Reaktionszeit. Die intelligenten Sensoren speichern die Kalibrierdaten
und sind dadurch untereinander
austauschbar. Interne Korrekturfaktoren ermöglichen die Anzeige
spezifischer Messgase. Die Geräte
können mit oder ohne WirelessModem geliefert werden und sind
ATEX-zertifiziert.
CONTREC AG
Riedstrasse 6
CH-8953 Dietikon
Tel. 044 746 32 20
www.contrec.ch
Ob im Hoch- oder Tiefbau, ob gegen Schmutz, Wasser oder gar
Graffiti, Sichtbeton oder andere
poröse Bauoberflächen zu schützen ist sinnvoll. Die Oberflächen
können nicht nur sauberer gehalten, auch die Lebensdauer eines
Werks können dadurch verlängert
werden.
Bei Graffiti etwa dringen die aggressiven Lösungsmittel aus der
Spraydose tief in die poröse Oberfläche ein und verursachen irreparable Schäden. Das Entfernen
braucht Zeit und Erfahrung. Meist
ist das Resultat jedoch unbefriedigend: es bleiben Farbrückstände,
die genauso störend sind, wie das
ursprüngliche «Werk». Sie können
oft nur noch mit abrasiven Mitteln entfernt werden, wobei die
Zementhaut oft mitentfernt
wird. Hydrophobierungen verhindern, dass durch Wasser Chloride
und andere Schadstoffe in das Innere des Betons transportiert
werden und den Stahl angreifen
können. Der Bewuchs durch Algen und Ausblühungen kann eingeschränkt werden.
Das zu wählende Schutzsystem
ist immer abhängig von Unter-
grund, Belastungsform, Bauphysik, ästhetischen Ansprüchen und
dem Budget. Es kann sich um Imprägnierungen oder verschiedenste Beschichtungssysteme
handeln. Sie können zusätzlich
teilweise auch koloriert ästhetisch
eingesetzt werden.
Genau in diesem Bereich hat sich
die DESAX AG spezialisiert. Das
Unternehmen ist Spezialist für
den Schutz von sämtlichen Bauoberflächen und hat in vielen
Jahren ein grosses Wissen in der
Applikation von Oberflächenschutzsystemen gesammelt. Ob
Einkaufszentrum Centre Balexert
in Genf, Berner Bahnhofplatz,
Zürcher Letzigrund Stadion, Tinguely Museum in Basel oder Kongresszentrum St.Gallen, Desax
hat eine grosse Erfahrung in
Schutz und Gestaltung von hochwertigen Fassaden.
DESAX AG
Oberflächenschutz
CH-8737 Gommiswald
Tel. 055 285 30 85
Fax 055 285 30 80
info@desax.ch
www.desax.ch
SKR 2/11 107
Mit Oeco-Swiss Kosten senken
PUBLIREPORTAGE
Günstiges und trotzdem umweltfreundliches Verbrauchsmaterial
In der Verwaltung lassen sich parallel zur Industrie bereits
beim täglichen Verbrauchsmaterial wie Toilettenpapier
und Papierhandtücher Betriebskosten langfristig senken.
Zu banal? Vielleicht nicht wenn man sich vor Augen hält,
dass der jährliche Verbrauch an Hygiene- und Haushaltspapier in der Schweiz rund 163’800 Tonnen beträgt
(Quelle: Marktforschung IHA, Schweiz). Dies sind rund 15
voll beladene LKWs, die täglich vorwiegend aus Italien und
Osteuropa solche Produkte in die Schweiz liefern.
Es gilt deshalb ein besonderes Augenmerk auf die Ökologie dieser Artikel zu legen. Hervorragend von der Produktion über die Distribution bis hin zur Entsorgung
schneiden hier die Oeco Swiss-Produkte ab. Oeco Swiss,
und Oeco Swiss Plus Toilettenpapiere, Papierhandtücher
und Haushaltrollen werden vorwiegend aus schweizerischem Altpapier hergestellt. Sie sind zudem mit dem
Umweltzeichen «der Blaue Engel» ausgezeichnet. Da die
Produkte in der Schweiz produziert werden, sind die Distributionswege sehr kurz. Dank diesem Standortvorteil
können Kosten bei der Verteilung der Artikel gegenüber
denjenigen aus dem Ausland importierten eingespart
werden. Ein weiteres Plus dieser inländischen Produktion
ist die hohe Flexibilität und Verfügbarkeit der Artikel. So
können auch grosse Mengen innert 1–2 Tagen ausgeliefert werden. Die gesamten Transportkosten sind bereits
ab 1 Palette im Preis inbegriffen.
Weitere Infos unter Tel. 071 770 03 37
oder unter www.heroshygiene.ch
Oeco Swiss Sortiment
Interview mit Patrick Weder, Beratung und Verkauf, heros hygiene gmbh
Herr Weder, warum glauben Sie an den Erfolg von
Oeco-Swiss Toilettanpapieren und Papierhandtüchern?
Ganz einfach: Sie sind gut, umweltfreundlich und günstig.
Glauben Sie, dass den Konsumenten die Umweltverträglichkeit
dieser Produkte so am Herzen liegt, dass Sie tatsächlich
auf diese Produkte wechseln?
Ja, das hoffe ich schon. Es hat sich gezeigt, dass viele Schulen beim Kopierpapier bereits auf die Auszeichnung «der Blaue Engel» achten.
Warum sollte man dies also nicht auch beim Toilettenpapier oder den
Papierhandtüchern tun? Zudem sind diese Produkte wie bereits erwähnt
nicht teurer als herkömmlich hergestellte Produkte.
Was bedeutet das Umweltzertifikat «der blaue Engel»?
Mit dem blauen Engel werden Unternehmen für ihr Engagement im Umweltschutz belohnt. Es ist das erste und bekannteste Umweltzeichen der
Welt. Der blaue Engel zeigt Verbrauchern seit 1978 den Weg zum ökologisch besseren Produkt. Im Bereich Papier gilt dieses Zertifikat nur für
Recycling und nicht für Zellstoff Papiere.
Produkte z. B. Gross- oder Normalrollen, 2- oder 3-lagiges Papier sinnvoll
sein. Wir legen deshalb besonderen Wert auf eine gute Beratung. Im
Dialog mit dem Einkauf und dem Facility-Management oder Hauswart/
In findet man gemeinsam eine optimale Lösung.
Ein weiterer Punkt liegt in der Verhütung von Verbrauchsmaterialdiebstahl. Als Massnahme empfehlen wir für den öffentlichen Bereich den
Einsatz von robusten Universalspendern vorzugsweise aus Edelstahl.
Der abschliessbare MRU Toilettenpapierspender aus unserer Ophardt
Edelstahl-Waschraumlinie bietet Platz für 4 herkömmliche WC-Rollen
gleichzeitig. Dies erübrigt an manchen Orten das Halten eines «Vorratslagers» in der Toilette.
Klingt einleuchtend. Wo findet man diese Produkte?
Der Produzent von Oeco Swiss-Produkten verkauft selbst nicht an Endverbraucher. heros hygiene führt das ganze Oeco Swiss Sortiment sowie das
Edelstahl Komplettprogramm von Ophart. Man kann diese Artikel ganz
einfach telefonisch, per Fax, Email oder in unserem Web-Shop bestellen.
Herr Weder, vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch.
Sind Zellstoffpapiere nun generell schlechter als Recycling?
Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Es ist aber darauf zu
achten, dass nur Holzfasern aus 100% nachhaltig bewirtschafteten Wäldern
verwendet werden. Das Oeco Swiss Comfort WC-Papier wird ebenfalls in der
Schweiz produziert und besteht zu 100% aus chlorfrei gebleichtem Zellstoff
aus nachhaltiger Forstwirtschaft.
Worin sehen Sie noch Sparpotenzial
für die öffentliche Hand in diesem Bereich?
Auf der einen Seite ist es wichtig, das richtige Produkt am richtigen Ort
zu haben. Je nach Frequenz des Waschraums können unterschiedliche
Aktion bis 31.07.2011
Toilettenpapier Oeco Swiss, Artikel CS1182417
2-lagig, weisslich, 250 Blatt/Rolle, 1 Palette = 1’728 Rollen = CHF 490.–
Papierhandtücher C-Falz Oeco Swiss Plus, Artikel CS4182102
1-lagig, weisslich, 3’456 Blatt/Paket, 1 Palette = 28 Pakete = 96’768 Blatt = CHF 690.–
MRU 4-RollenToilettenpapierspender Edelstahl, Artikel O319800
Mit Anti-Fingerprintbeschichtung oder pulverbeschichtet weiss, 1 Stk. = CHF 199.90
heros hygiene gmbh | Wiesgasse 1 | CH-9444 Diepoldsau
Tel. +41 (0)71 770 03 37 | Fax +41 (0)71 770 03 38 | www.heroshygiene.ch
VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC
Kontakte knüpfen
an der Suisse Public
Hier reicht man sich
zum 20. Mal die öffentliche Hand
Vier Tage Brückenschlag
Vier Tage lang, vom 21. bis 24. Juni 2011, gehen in Bern BranchenKnow-how, Erfahrungen und Empfehlungen von Hand zu Hand.
Dienstleistungen und Produkte wechseln vom Anbieter zum Bezüger. Besucher, Fachexperten und Repräsentanten der Angebotswie auch der Nachfrageseite treffen sich im ungezwungenen
branchenspezifischen Rahmen. Kommunikation ist hier das Anliegen Nummer 1. Suisse Public ist die landesweite wichtigste und
umfassendste Fachmesse der öffentlichen Hand – Knotenpunkt all
der vielseitigen Anliegen von Gemeinden, Kantonen, Bund, Wirtschaft und Handel.
Die absolute Marktübersicht
Hier zeigt sich die Branche in all ihren Dimensionen: in neun Messehallen, mit einer Transferplattform, Materialien oder Dienste
wie EDV, Kommunikation und Verwaltung – das Angebot ist gross.
Hier findet der Besucher die totale Marktübersicht. Eine einzigartige Gelegenheit, um sich Vergleichs- und Evaluationskriterien zu
verschaffen.
Tangieren Ihre Interessen, ob ehrenamtlich oder beruflich, ob als
Zulieferer oder als Auftragsnehmer, in irgendeiner Form die öffentliche Hand? Suisse Public ist das Grossereignis des Jahres, das
Ihnen den Überblick sowie die entscheidenden Kontakte bringt.
Hier verschaffen Sie sich das notwendige Wissen, die Inspiration,
die Entscheidungskriterien, die Problemlösungen. Alles liegt hier –
wortwörtlich – öffentlich auf der Hand.
Willkommen zur Suisse Public 2011!
INHALTSVERZEICHNIS
Grösste Schweizer Leistungsschau für öffentliche Betriebe und Verwaltungen .................................. 111
Suisse Public gestern – heute – morgen
Interview mit Rolf Krähenbühl, Bereichsleiter Messen Industrie und Technik ...................................... 112
Wie innovativ sind Schweizer Gemeinden? ............................................................................................. 115
Die Schweizer Armee zeigt ihre Katastrophenhilfe ................................................................................ 117
Situationsplan / Hallenaufteilung nach Branche ...................................................................................... 118
Inserentenverzeichnis ............................................................................................................................... 118
SKR 2/11 109
,
Guten Tag
vertoom
i Fabritec-O
e
b
t
h
ic
s
e
neue G
weiz.
Ich bin das
für die Sch
h
c
li
rt
o
tw
n
und vera
h
eue ich mic
fr
m
a
e
T
m
mit meine
Zusammen
Wünsche.
auf alle Ihre
r Sie:
viel mehr fü
o
s
n
e
b
a
h
Wir
bshop
• Neuer We
dukte
30.000 Pro
el
• Neu über
10.000 Artik
f
u
a
n
o
ti
k
u
er Hand
• Preisred
ma aus ein
ir
F
ie
d
r
fü
• Alles
• Projekte
r Gruss,
Freundliche
äger
Christoph J
Warum nicht Fabritec?
Der beste Partner für den gesamten
Industrie- und Bürobedarf.
Haben Sie unseren Webshop
schon besucht?
www.fabritec.ch
Transport
& Lagerung
Betriebsgelände
& Werkstatt
Umwelt &
Sicherheit
Verpacken
& Reinigen
B üroartikel
& Bürobedarf
Fabritec-Overtoom GmbH, Hirsrütiweg, 4303 Kaiseraugst
Telefon 061 815 96 00
Fax 061 815 96 15
www.fabritec.ch
verkauf@fabritec.ch
Büro- &
Kantineneinrichtung
VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC
Grösste Schweizer Leistungsschau
für öffentliche Betriebe
und Verwaltungen
An keine andere Veranstaltung delegieren Bund, Kantone, Gemeinden und Privatunternehmen ihre Fachkräfte
in so grosser Zahl, wie an die Suisse Public. Rund 20 000 Fachkräfte finden an der Suisse Public alles, was zur
Bewältigung ihrer Aufgaben erforderlich ist. Arealpflege, Fuhrparkmanagement, Wasserversorgung oder Zivilschutz sind nur einige Themen, welche die Suisse Public zur wichtigsten nationalen Leistungsschau für öffentliche Betriebe und Verwaltungen macht.
In neun Messehallen und auf dem Freigelände treffen vom 21. bis 24. Juni auf
dem Messeplatz Bern Praxis und Innovation aufeinander. An der 20. Suisse Public
besteht die Möglichkeit, aktuelle Entwicklungen im öffentlichen Sektor an vorderster Front zu erleben und in Gesprächen
mit den über 550 Anbietern, Herstellern
und Experten zu diskutieren. Der fachliche
Erfahrungsaustausch an der Suisse Public
ist für alle Teilnehmenden eine Bereicherung: Vom Mitarbeiter des kommunalen
Werkhofs bis zum kantonalen Baudirek-
tor, an der Suisse Public findet jeder den
richtigen Ansprechpartner.
Feuerwehr, Pro Aqua und die Schweizerische Interessensgemeinschaft für Fabrikanten und Händler von Kommunal-Maschinen und -geräten (SIK), bilden seit vielen
Jahren wichtige Bereiche der Suisse Public.
Da die Gestaltung von Sport und Freizeit
immer mehr zur Aufgabe der öffentlichen
Hand wird, ist dieses Jahr zum ersten Mal
der Bereich Sport- und Freizeitinfrastrukturen Bestandteil der Suisse Public. Mit der
SWISSINFRASPORT wird es eine Messe in
der Messe geben, an der Fragen zur Erstellung und dem Betrieb von Aussen- und Innenanlagen der Sektoren Sport und Freizeit
im Mittelpunkt stehen.
Messedauer:
Dienstag, 21. Juni,
bis Freitag, 24. Juni 2011
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag,
9.00–17.30 Uhr,
Freitag 9.00–16.00 Uhr
Webseite:
www.suissepublic.ch
Hausanschlussleitungen für
Wasser, Gas, Elektro, TV, Glasfaser, Fernwärme und andere
Die Erdchirurgen verlegen die Leitungen grabenlos!
Ohne Ihren Garten, Hausplatz oder die Strasse aufzureissen.
Sie sparen erst noch viel Geld, Zeit und Ärger.
Fragen Sie Ihren Bauplaner oder verlangen Sie umgehend eine kostenlose Beratung vor Ort.
5046 Schmiedrued | Tel. 062 726 33 33 | wwww.swissmole.ch
Hochwertige Toranlagen für öffentliche Bauten
Sektionaltore
Schnelllauftore
Falttore
Rolltore
Rollgitter
CH-6056 Kägiswil · CH-8352 Räterschen · CH-4658 Dänikon
Brandschutztore
Kundendienst
www.wolfisberg.com
SKR 2/11 111
VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC
Suisse Public
gestern – heute – morgen
Zum 20. Mal präsentiert die Schweizer Fachmesse für öffentliche Betriebe und Verwaltungen aktuelle Entwicklungen aus dem Kommunalbereich. Was im Jahre 1972 bescheiden begonnen hat, gilt heute als grösste Leistungsschau der Branche. Wie sich die Suisse Public verändert hat und in welche Richtung sie sich entwickelt,
erläutert Rolf Krähenbühl im Interview mit der Kommunikationsabteilung der BERNEXPO AG.
Die Suisse Public feiert dieses Jahr ihre 20. Durchführung. Was
war ursprünglich der Anstoss zur Lancierung einer Fachmesse in
diesem Bereich?
Rolf Krähenbühl: Aus der Geschichte heraus weiss ich, dass
Gemeindebehörden immer wieder Einladungen zu diversen Produkte-Demonstrationen erhielten, welche in irgendeiner Gemeinde vorgeführt wurden. Doch auch wenn das Interesse der
Geladenen am vorgeführten Objekt vorhanden war, erwies es
sich dennoch meistens als zu umständlich, die teils grossen Distanzen nur einer Maschine wegen zurückzulegen. Aus diesem
Grund initiierten der damalige Präsident des Schweizerischen
Gemeindeverbandes Erwin Freiburghaus und René Hugo Ernst,
Direktor der Aussteller-Genossenschaft BEA, die Ausstellung
«Gemeinde». Ziel der Ausstellung sollte es sein, an einem Ort
konzentriert, von überall aus bequem erreichbar, eine umfassende Leistungsschau führender Firmen mit Gemeindebedarf zu
realisieren.
In welcher Form fand die erste Durchführung statt?
R. K.: Am 10. Juni 1972 fand die erste Gemeindeausstellung in
Bern statt. An der ersten Ausstellung, die damals acht Tage
dauerte, nahmen rund 100 Aussteller mit mehr als zwei Dutzend Warengruppen teil. Die ausstellenden Firmen präsentierten sich bereits damals nach Branchen gruppiert in verschiedenen Messehallen, so dass der Besucher auf kleinem Raum seine
Vergleiche ziehen konnte.
Wir planen und liefern
Systemlösungen für Wasserund Gasversorger.
Umfassend und kompetent.
46
Stand D0
Halle 3.2 050
de
Freigelän
Hawle Armaturen AG, Wasser- und Gasarmaturen
8370 Sirnach, T +41 (0)71 969 44 22, www.hawle.ch
Ein Unternehmen der hawle suisse
112 SKR 2/11
· VORSCHAU SUISSE PUBLIC VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC ·
Rolf Krähenbühl, 47,
ist Bereichsleiter Messen Industrie und Technik
bei der BERNEXPO AG.
Er ist seit 1999 für die BERNEXPO AG tätig
und leitet die Suisse Public 2011 zum 7. Mal.
Wie hat sich die Suisse Public in den letzten Jahren entwickelt?
R. K.: An der ersten Messe fehlten noch Angebote wie beispielsweise Bürogeräte. Heute kann es sich kaum mehr eine (Kommunal-)Branche leisten, der Messe fernzubleiben. So präsentiert
die heutige Suisse Public während vier Tagen ein umfangreiches
Angebot, welches für die Bewältigung der vielschichtigen Aufgaben auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene und sogar bei
Grossbetrieben unverzichtbar ist. Einzig im Bereich EDV verzeich-
nen wir einen Ausstellerrückgang. Dies mag in erster Linie den
vielen spezifischen Messen in diesem Bereich zuzuschreiben sein.
Mit der Ausstellungsvielfalt wuchs auch die Aussteller- und Besucherzahl und neue Angebote wurden in die Messe integriert:
der Sektor Feuerwehr zum Beispiel, seit 2001 fixer Bestandteil
der Suisse Public, oder Pro Aqua, welche sich seit dem Jahr 2003
an der Suisse Public präsentiert. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass sich das Angebot an der Suisse Public mit den sich
Ergonomische Transport- & Hebetechnik
1 System
y
=
Nutze
N
en
3
1. Sacckkkaarre
2. Trannsportwagen
p
n
3 Trepp
3.
Trep eensteighilfee
Portable AluuminiumKransysteme
- Einfachee Montage
g
- 500kg bis 5000kg
Abwasserbehandlung
Abwa
Ab
wa
ass
serbeh
b h
& Messtechnik
Schnelle Fest-/Flüssigtrennung
durch patentierte Siebtechnik
- Optional: CO2-Neutralisierung
- Modular erweiterbar
P
Präzise
Wassermesstechhnik
ik
- Einfaches Handlingg
- GPS-Daten, PC-Synchronisierung,
y
g
- Leitfähigkeitsmessung, pH-Wert, - gelöster Sauerstoff uvm.
ECOLISTEC AG
Bottighoferstrasse 1
CH-8280 Kreuzlingen
Fon +41 (0)71 686 90 40
Fax +41 (0)71 688 51 69
Web www.ecolistec.ch
Mail vertrieb@ecolistec.ch
SKR 2/11 113
VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC
verändernden Herausforderungen und Bedürfnissen im öffentlichen Sektor verändert.
Und darum wurde aus der «Gemeinde» die «Suisse Public»?
R. K.: Genau. Mit der Namensänderung im Jahr 2001 wollten wir
uns neuen Thematiken öffnen, welche nicht an den Gemeindegrenzen Halt machen, als Beispiel sei die Arealpflege bei Grossfirmen genannt. Ich denke, dies ist uns gelungen. Zudem ist der
heutige Name offener gegenüber der französisch sprechenden
Bevölkerung und passt in unser Messeportfolio.
Sie haben angesprochen, dass neue Bereiche zur Suisse Public
hinzukamen. Hat der Besucher überhaupt noch den Überblick?
R. K.: Ja, darauf legen wir Wert. Der Grossteil unserer Besucher
bereitet sich gezielt auf ihren Messebesuch vor. Zudem spricht
nicht jeder Bereich denselben Besucher an. Der Werkhofleiter besucht zum Beispiel die SIK-Hallen, der Verantwortliche des Sport-
Suisse Public damals und heute
Jahr 1972
Jahr 2011
Ausstellungsfläche
8’000 m2
78’000 m2
Aussteller
rund 100
über 550
Messedauer
8 Tage
4 Tage
Messehallen
5
9
20
Stand A0
Halle 3.0,
de K7 151
Freigelän
IRIDE Combi
Gastroabfälle sammeln, Container reinigen und desinfizieren
ROELLI Absetzkipper 7.5 t
swiss made in Top-Qualität
BREMACH T-REX 4x4
EFFEDI D35 4x4
170 PS, robust, geländegängig
1.6 m breit ,1.8 t Nutzlast mit Kipper
Carrosserie Rölli AG Galgenried 2 6371 Stans T: 041 619 16 26 www.roelli.ch
114 SKR 2/11
amtes andererseits interessiert sich für die SWISSINFRASPORT
und der Informatikverantwortliche hält sich wohl vorwiegend in
der EDV-Halle auf. Andere wiederum, nehmen wir den Gemeindeschreiber, besuchen Versammlungen.
Wird es die Institution Messe noch geben oder ist das Messewesen ein Auslaufmodell?
R. K.: Das Messewesen wird nie sterben. Die Angebotsvielfalt,
direkte Vergleichsmöglichkeiten und die Gelegenheit, sich mit
dem Anbieter oder Besucher persönlich auszutauschen, sind in
dieser Form nur bei einem Messebesuch möglich. Das Potential
einer solchen Begegnungsplattform lässt sich durch keine Hochglanz-Broschüre oder E-Mail-Konversation ersetzen.
Wie wird die Suisse Public in Zukunft aussehen?
R. K.: Wie bereits erwähnt, richtet sich die Suisse Public nach
den Bedürfnissen der Besucher und den Veränderungen im
Kommunalwesen. So ist zum Beispiel dieses Jahr neu die Messe
für Sport- und Freizeitinfrastruktur – die SWISSINFRASPORT –
Teil der Suisse Public. Durch den Ausbau des Messeplatzes Bern
können wir der Pro Aqua erstmals Platz in unserer modernen
Halleninfrastruktur bieten.
Und dieses Credo verfolgen wir auch in Zukunft: Unsere Bestrebung wird es auch in den nächsten zwanzig Jahren sein, die gesamte Produkte- und Dienstleitungspalette in ihrer ganzen Vielfalt abzudecken und unserem Anspruch als einzige nationale
Leistungsschau im Kommunalbereich gerecht zu bleiben.
· VORSCHAU SUISSE PUBLIC VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC ·
Wie innovativ sind
Schweizer Gemeinden ?
Die in der Öffentlichkeit dominierende Wahrnehmung, die Strukturen der Gemeinden seien träge, widerlegt
die Sonderschau «Innovationsförderung in Schweizer Gemeinden». Schweizer Fachhochschulen zeigen an der
diesjährigen Suisse Public, vom 21. bis 24. Juni in Bern, wie sie auf wirksame Weise die Führungsprozesse einer
Gemeinde unterstützen.
Das Gemeindewesen ist innovativ und zukunftsorientiert, das zeigt neben den Sonderschauen das weitreichende Angebot
der über 550 Aussteller. Ein umfassendes
Angebot an Maschinen, Geräten, Fahrzeugen, Einrichtungen, Materialien und
Dienstleistungen wird auf dem Messeplatz
Bern vom 21. bis 24. Juni in seiner gesamten Vielfalt aufgezeigt. Die Suisse Public
wird ihrem Anspruch als nationale Plattform für den Informations- und Wissensaustausch der öffentlichen Hand auch an
ihrer 20. Durchführung gerecht.
Begegnungsplattform
für innovative Gemeinden
Im Rahmen der Sonderschau «Innovationsförderung in Schweizer Gemeinden»
präsentieren Schweizer Fachhochschulen
Teile ihres Leistungsangebotes für den öffentlichen Sektor. Im Halbstundentakt
werden Lehrangebote und Projekte – teilweise auch gemeinsam mit Partnern (Gemeinden, Unternehmungen, Verbänden)
– vorgestellt. Zudem haben die Besucher
die Möglichkeit, mit Fachleuten der Fachhochschulen direkt in Kontakt zu treten. In
diesem von der Gebert Rüf Stiftung unter-
stützten Projekt wollen der Schweizerische
Gemeindeverband und die Berner Fachhochschule die interdisziplinären Forschungskapazitäten der Schweizer Fachhochschulen besser vernetzen und innovationswilligen Gemeinden den Zugang dazu
erleichtern.
Laufend bauen die Schweizer Fachhochschulen mit den Gemeinden ihr Angebot
aus. So wird u. a. an der Suisse Public die
neue Webplattform gemeindezukunft.ch
lanciert, Projektergebnisse und -ideen sowie Ausbildungsangebote für den öffentlichen Sektor vorgestellt und ein besonderer Schwerpunkt auf das Thema E-Government gelegt. Der Stand der Geschäftsstelle
E-Government Schweiz wird sich ebenfalls
an der Suisse Public präsentieren.
Führungscockpit für Gemeinden
Innerhalb der Sonderschau stellen die
Fachhochschulen u. a. das bereits laufende
Projekt «Gemeindecockpit» vor. Das Projekt unterstützt die Gemeinden bei der
Führung ihrer Aufgaben. Denn die Aufgaben werden zahlreicher und komplexer,
während gleichzeitig ein fortlaufender
Veränderungsprozess zu bewältigen ist.
Damit die Behörden optimale Entscheidungen treffen können, müssen ihnen relevante Informationen kompakt und überschaubar zur Verfügung stehen. Die Berner
Fachhochschule Technik und Informatik in
Biel hat in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westschweiz in Siders, dem
Amt für Gemeinden des Kantons Bern,
dem Schweizerischen Gemeindeverband
(SGV) sowie den Firmen Microsoft Schweiz,
Talus Informatik AG und Ruf Informatik
AG ein Führungscockpit entwickelt, das
Entscheidungsfindungen in den Kommunen unterstützt. Es handelt sich um eine
webbasierte Informatiklösung, die im Rahmen des von der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) des Bundes mitfinanzierten Projekts «Strategische Führungsplattform für kleine und mittlere
Gemeinden» entwickelt wurde. Wie dieses
neue Instrumente und weitere die Führungsprozesse der Gemeinden unterstützen, wird am Stand der Fachhochschulen
vorgestellt.
Die Besucher erfahren an der 20. Suisse
Public wie innovativ Schweizer Gemeinden ihre Zukunft angehen.
Sortimo Fahrzeugeinrichtungen: Mit Sicherheit alles dabei.
er
ns an d
en Sie u ern!
Besuch
B
in
ublic
Suisse P
Massgeschneiderte Fahrzeugeinrichtungen
für Polizei, Feuerwehr und kommunale
Fahrzeuge. Extra leicht, sicher und stabil.
WORKERBOX – Die staub- und wasserdichte
Kiste für alles, was auf den Werkhof muss.
Top Qualität seit über 35 Jahren
Individuelle Beratung
Tel. 044 852 50 60
Mit Sortimo wird Ordnung mobil
info@sortimo.ch
www.sortimo.ch
WORKERBOX aus Alu-Riffelblech
Sortimo Einbauzentrum
7ALTER2àEGG!'s/BERHASLI
SKR 2/11 115
essio
f
o
r
P
ne
sun
lle Lö
gen
Antonio CARRARO ist zurück zu SILENT AG. Als neuer Schweizer Importeur zeigen wir Ihnen Multifunktions-Geräteträger, die begeistern:
Der knickgelenkte RONDO mit 22 oder 30 PS ist
enorm wendig, mit einer Aussenbreite von nur 105
cm geeignet für Trottoirs und schmale Durchgänge.
Recycling- und Absaugmähwerke lassen sich 90°
anheben, diese Servicefreundlichkeit schätzt jeder
Anwender bei Reinigungsarbeiten oder bei einem Messerwechsel.
Die Komfortkabine bietet beste Sicht auf die kurz angebauten Frontgeräte.
Werden mehr PS gewünscht, dann kommt der NEW SUPERPARK mit
einem 38 PS YANMAR Dieselmotor zum Einsatz. Knicklenkung und Allradantrieb wie beim RONDO. Der Joystick vereinfacht die Bedienung
der Anbaugeräte und gehört wie die klimatisierte Komfortkabine und
die Transportbrücke zur Grundausrüstung.
Punkto Multifunktion ist fast alles möglich: Im Winter mit Schneepflug, Schneefräse, Salzstreuer oder Solesprüher und im Sommer mit
Recycling- oder Absaugmähwerk und 1000 l Grassammelcontainer.
Dazwischen als unentbehrlicher Geräteträger mit Böschungsmäher
und Heckenschneider, Schlegelmulcher, Vertikutierer, Laub- und Abfallsauger oder Bläser, Kehr-/Kehrsaugmaschine oder mit Flächenunkrautbeseitiger.
Lust auf eine Probefahrt?
Besuchen Sie unsere grosse Ganzjahres-Ausstellung in Otelfingen
oder vom 21.-24.6.2011 die SUISSE PUBLIC – neben vielen Infos können
Sie ein feines Gelati an unserer Bar am Stand F5 091 geniessen.
Das Kompaktschlepper- und Maschinencenter · Mattenstrasse 2 · 8112 Otelfingen
Telefon 044 847 27 27 · Fax 044 847 27 15 · www.silentag.ch · info@silentag.ch
VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC
Die Schweizer Armee
zeigt ihre Katastrophenhilfe
In der heutigen Zeit sehen wir uns vermehrt mit Naturkatastrophen konfrontiert. Doch wie sind Gemeinde,
Kanton und Bund für solche Notfälle gewappnet? Die Schweizer Armee präsentiert an der Suisse Public ihre
Mittel, welche bei Überschwemmungen zum Einsatz gelangen.
Das Management des Fuhrparks, EDV und
die Wasserversorgung gehören zu den
täglichen Aufgaben einer Gemeinde. Rund
600 Aussteller präsentieren das benötigte
Material, Dienstleistungen und Know-how
an der 20. Schweizer Fachmesse für öffentliche Betriebe und Verwaltungen in
Bern. Gemeinde und Kanton sind aber zunehmend gefordert, was das Management bei Naturkatastrophen angeht.
Hierbei ist eine optimal eingespielte Zusammenarbeit zwischen Kommune, Feuerwehr, Polizei und Zivilschutz wichtig. Und
je nach Ereignisstufe kommt die Schweizer
Armee zum Zuge.
Das Militär im Einsatz
Bei Naturkatastrophen, wie dem Hochwasser im Jahre 2005 in Brienz, reicht das
Arsenal von Feuerwehr und Zivilschutz
zum Teil nicht aus. In solchen Fällen
kommt die Schweizer Armee unter anderem mit ihrem WELAB-System (Wechselladebehälter für Katastrophenhilfe) mit
zusätzlichen Ausrüstungen zum Einsatz
und unterstützt Feuerwehr und Zivilschutz
bei der Arbeit. (Diese Unterstützung findet
subsidiär statt. Das Hilfegesuch wird von
den Kantonen über die Territorialregionen
dem Führungsstab der Armee gestellt.)
Die Schweizer Armee präsentiert im Rahmen der Sonderschau «Militärische Unterstützung bei Überschwemmungen» Komponenten aus dem WELAB-System auf
rund 1800 m2 Fläche.
Jede Minute zählt
Doch wie und wann kommt diese militärische Katastrophenhilfe bei Überschwemmungen zum Einsatz? Auf dem Messegelände sind unter anderem fünf von zwölf
WELAB ausgestellt. Zwei der insgesamt
vier WELAB-Systeme (12 WELAB pro System) sind beim Einsatzkommando Katastrophenhilfe Bereitschaftsverband, ein
System bei der Schadenwehr Gotthard
stationiert. Der Rundgang dieser Sonderschau führt die Besucher zuerst zur Alarmierung. Ein Film zeigt, unter welchen
Umständen der Kanton über welche Stellen des Bundes Hilfe erbitten kann und wie
die angeforderten militärischen Mittel innerhalb von Stunden eingesetzt werden
können. An jeweils stündlich durchgeführten Demonstrationen am 50-m3-Wasserbecken wird gezeigt, wie im Notfall mit einer Wasserpumpe 10 000 Liter pro Minute
abgepumpt werden. Zum Vergleich: «Normale» Wasserpumpen der Feuerwehren
und Wehrdienste schaffen durchschnittlich
1000 bis ca. 4000 Liter pro Minute. Im Weiteren erklären Experten, wie Wassersperren bei Überschwemmungen eingesetzt
werden. Präsentiert werden das Dämmsystem der Armee, welches mit Wasser
gefüllt ist (um fliessende und ansteigende
Gewässer abzuleiten oder zu sperren), und
das Klappsystem, welches als Schnellsperre
für still ansteigende Gewässer dient. Ebenfalls vor Ort im Einsatz ist eine Sandsackabfüllanlage mit einer Abfüllkapazität von
8 bis 10 Sandsäcken pro Minute.
Auch Stromausfälle sind bei einer Katastrophe keine Seltenheit. Die Stromerzeugungsaggregate der Feuerwehr sind meist
auf die eigenen Bedürfnisse ausgerichtet.
Der WELAB 4A erzeugt mit seinen sechs
Stromerzeugungsaggregaten Energie für
lebenswichtigste Infrastrukturen. An der
Suisse Public sind Stromerzeugungsaggregate der neuesten Generation zu sehen.
Weiter wird aus dem Sortiment Beleuchtung und Stromversorgung ein Scheinwerfermast gezeigt, welcher einen Schadenplatz von 5000 m2 – etwa eine Fläche
von zwei Fussballfeldern – ausleuchtet.
Egal welches Ereignis in den nächsten Jahren eintritt, die Schweizer Armee ist mit
dem aufgerüsteten WELAB-System der
Genie- und Rettungstruppen gewappnet.
Live-Rettungsaktion
Ob Einsätze zur Brandbekämpfung, bei
Elementarereignissen, technische Hilfeleistung, Öl- oder ABC-Einsätze, die Feuerwehr
zeigt an ihrer Leistungsschau, dass sie stets
optimal gerüstet ist. Die landesweit führenden Hersteller und Ausrüster sind mit
ihren aktuellen Anlagen und Produkten vor
Ort. Einer der Höhepunkte der Leistungsschau wird die Rettung eines Fassadenreinigers sein. Dem Thema «Absturzsicherung» wird bei Arbeiten an Gebäuden oder
im steilen Gelände oft zu wenig Beachtung
geschenkt: Der Schweizerische Feuerwehrverband macht, gemeinsam mit Berufsfeuerwehren aus der ganzen Schweiz, auf
Gefahren aufmerksam und zeigt Möglichkeiten für sicheres Arbeiten.
SKR 2/11 117
VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC
Suisse Public 2011
Situationsplan / Hallenaufteilung nach Branche
Suisse Public 2011 – Aussteller in dieser Ausgabe
Firma
Halle
Stand
Seite
Firma
Halle
Stand
Seite
A. Leiser AG
FG
G5 070
125, 127, 135
Ilsebo Handels AG
2.2
B023
141
Altinea AG
1
A012
59, 101
Jomos Brandschutz AG
4.1
D033
94
Anteprima Concept AG
1.1
B015
49, 124, 140
LEAB AG
2.2
D006
121, 125
autosys ag
1.1
C013
112, 123
Procamed AG
4.1
F013
74,75
Birchmeier Sprühtechnik AG
FG
I9 136
124
Rapid Technic AG
2.2
B018
132, 133
Carl Heusser AG
3.2
G013
103, 142
Rohrer-Marti AG
3
A019
137
Carl Heusser AG
FG
E3 112
103, 142
RUF Informatik AG
1
B004
35, 123
Carrosserie Rölli AG
3
A020
114, 119
Silent AG
FG
F5 091
116
CM Informatik AG
1
A002
40
Sortimo/Walter Rüegg AG
FG
F5 094
115, 120
Ecolistec AG
3.2
D001
113, 120
Swissmole AG
3.2
C023
111, 122
Emil Frey AG
FG
F3 131
113, 124
Talimex AG
4.1
D025
114, 120
entsorgungstechnik.ch ag
1.1
A012
18, 19
Talus Informatik AG
1
A002
2, 34, 58
Gasverbund Mittelland AG
FG
E5 042
88, 89
Tecalto AG
2.2
D034
7
Gebrüder Egli Maschinen AG
FG
H5 044
121
Verwo Aquacut AG
1.1
B032
119
Hako Schweiz AG
2.2
C020
138, 139
Verwo Aquacut AG
FG
K10 121
119
Hawle Armaturen AG
3.2
D046
112
Walker Vertriebs AG
2.2
B009
119
Hawle Armaturen AG
FG
G10 050 112
Wolfisberg Tor-Technik AG
1.1
B021
111, 122
Höger Tech GmbH
4.1
D052
123
Zaugg AG Eggiwil
3
C016
125, 131, 134
Hubitec AG
FG
F6 054
136
ZEIT AG
1
B017
30
118 SKR 2/11
· VORSCHAU SUISSE PUBLIC VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC ·
Walker Mäher
– Ausgerüstet mit neuster Technik
Über 75’000 zufriedene Nutzer
stehen schon heute für die überragende Qualität der Walker Mäher. Der leistungsstarke Benzinmotor mit Einspritzsystem, der
Kohler Command 2-Zylinder mit
26 PS, erfüllt auch höchste Ansprüche beim täglichen Dauereinsatz mit unterschiedlichen Anbaugeräten. Er bietet die nötigen
Kraftreserven für die gewerbliche
Pflege von grossen Flächen bei
gleichzeitig niedrigem Benzinverbrauch. Optional erhältlich ist die
komfortable Hochentleerung, die
den vollen Grasbehälter elektrohydraulisch in nur 20 Sekunden
auf 170 cm Kipphöhe bringt. Der
Walker ist generell sicher die richtige Wahl für Landschaftsgärtner,
professionelle und kommunale
Anwender, die täglich mit unterschiedlichen Anforderungen konfrontiert werden. Der Walker ist
durch die Anbaumöglichkeit von
zahlreichem Zubehör ganzjährig
und universell einsetzbar. Denken
Sie zukunftsorientiert und sichern
Sie sich schon bei der Auswahl des
Grundgerätes die Voraussetzungen für ein künftig erweitertes
Einsatzgebiet. Walker Kunden geben sich nur mit der Extraklasse
zufrieden!
ROELLI – Die Spezialisten
für kompakte Nutzfahrzeuge
Seit 30 Jahren bietet die Carrosserie Rölli AG mit Sitz in Stans
NW, Spezialfahrzeuge und Aufbauten für individuelle Zwecke,
insbesondere für die kommunale
Kundschaft an. Seien es die Spezialfahrzeuge von BREMACH und
EFFEDI, die Recyclingsysteme von
IRIDE, oder die hochwertigen
Kleinmuldenkipper aus eigener
Produktion, bei ROELLI finden anspruchsvolle Kunden ihre massgeschneiderte Lösung.
Der neue Fahrzeugaufbau IRIDE
COMBI kann Nahrungsmittelabfälle aufnehmen, kompaktieren,
transportieren und die entsprechenden Müllcontainer reinigen
und desinfizieren. Der einfache
Weg einer Seuchenhygienischkorrekten Entsorgung hin zur
Energie-effizienten Nutzung!
Im Freigelände wird ein solches
Fahrzeug ausgestellt und vorgeführt.
Walker Vertriebs AG
CH-8408 Winterthur
Tel. 052 224 0450
www.walker-ag.com
Suisse Public 2011
Halle 2.2, Stand B009
Helvetiabin
– Eine typische Schweizer Familie
Verwo Acquacut entwickelt, produziert und vertreibt - in der
Schweiz und für die Schweiz - innovative und individuell abgestimmte Entsorgungslösungen.
Durch langjährige Erfahrung in
der Entwicklung und Produktion
von Abfallbehältern sowie diversen umgesetzten Kundenwünschen, ist es uns möglich, qualitativ hochstehende Produkte auf
dem Markt anzubieten.
Diverse nützliche Optionen wie
Niveliersockel, Hundebeuteldispenser und Aschervarianten runden das Angebot optimal ab. Die
hohe Funktionalität ermöglicht
eine einfache und zeitsparende
Entleerung und ist deshalb besonders attraktiv für Schweizer
Gemeinden und Städte. Ausserdem bieten wir eine grosse Auswahl an weiteren Behältern für
jeden Bedarf an.
Vom einfachen Wandascher bis
hin zum Abfallbehälter mit 110
Liter Füllmenge ist der Helvetiabin ideal zur Ausgestaltung von
öffentlichen Gebäuden, Firmengeländen, Hauseingängen, Parkanlagen, etc.
Verwo Acquacut AG
CH–8864 Reichenburg
Tel 055 415 84 84
www.helvetiabin.ch
Suisse Public 2011
Halle 1.1. Stand B032
Roelli IRIDE Combi
Die legendären Qualitäten der
BREMACH T-REX 4x4 wurden in
diesem Modell nochmals verbessert, die topmoderne Kabine bietet beste Ergonomie und Sicherheit in einem zeitgemässen Design. Die Aufbaumöglichkeiten
sind fast grenzenlos. Der T-REX ist
DER Herausforderer im schweizerischen Kommunalfahrzeugangebot. Eine Nummer kleiner ist der
EFFEDI 4x4. Der EFFEDI 4x4 ist zwar
nur 1,6 m breit hat aber mit Dreiseitenkipper eine konkurrenzlose
Nutzlast von über 1,8 Tonnen.
Auch bei Müllsammelsystemen,
Grünabfuhr und Recycling bietet
ROELLI Produkte an, die mit kompakten Abmessungen und besonders wirtschaftlichen Betriebskosten eine schweizweit einzigartige
Position einnehmen. ROELLI hat
sich der logistischen Lösung der
Küchenabfall-Entsorgung angenommen, welche ab diesem Jahr
gesetzlich neu geregelt wurde.
Seit 30 Jahren baut ROELLI die
hochwertigsten und langlebigsten Kleinmuldenkipper.
RA’s sind flexible Systeme – das
Ladegut lässt sich jeder Zeit ohne
fremde Hilfe auf- oder absetzen.
Inzwischen gibt es diese Systeme
für ein Gesamtgewicht von 3,5–
10 to. In Bern ausgestellt wird ein
RA_75 auf einem Nissan Atleon
8to. Das kleinste System nennt
sich X-RACK Power-Pickup. Eine
Innovation von ROELLI, welche
den Nutzwert der beliebten
Pickup-Fahrzeuge erheblich steigert. Kompakt und flexibel – eben
typisch ROELLI.
Carrosserie Rölli AG
Galgenried 2
CH-6370 Stans
Tel. 041 619 16 26
www.roelli.ch
Suisse Public 2011
Halle 3.0, Stand A020
Freigelände K7 151
SKR 2/11 119
VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC
Sortimo Fahrzeugeinrichtungen
– mit Sicherheit alles dabei
ECOLISTEC zeigt innovative Wassermess- und Hebetechnik-Systeme
Seit Jahren bietet die Sortimo
Walter Rüegg AG aus Oberhasli
massgeschneiderte Fahrzeugeinrichtungen für Firmenfahrzeuge.
Doch das Sortiment reicht noch
weiter – neben LastenträgerSystemen wird im Zürcher Unterland auch die innovative Workerbox hergestellt.
ECOLISTEC steht im Bereich Abwassertechnik für kleine, mobile
Absetzbecken (Kipp-Cleaner) mit
Siebtechnik, die wenig Absetzzeit
erfordern sowie mobile CO2-Neutralisationsanlagen. Neu wird auf
der SUISSE PUBLIC mobile Wassermesstechnik von AQUAREAD
gezeigt: kleine modulare Systeme um z. B. pH-Wert, Leitfähigkeit, gelösten Sauerstoff
und Trübung GPS-genau messen
und speichern zu können. Ergonomisches Tragen und Heben
wird immer wichtiger. Dabei sollen die Systeme rückenschonend
sein, d. h. weniger Auf- und Abladesituationen erfordern. Der
Bereich Transporttechnik mit
dem ergonomischen Practolino®
– einem System mit drei Nutzen
(Sackkarre, Transportwagen,
Treppensteighilfe) – wird zur
Transport- und Hebetechnik.
Erstmals werden die mobilen,
modularen Aluminiumportal-
Sortimo – dieser Name steht für
hochwertige Profi-Fahrzeugeinrichtungen. Neben unzähligen
Standardlösungen werden auch
massgeschneiderte Einbauten
für praktisch jedes Einsatzgebiet
und jede Branche realisiert.
Für alles, was
auf den Werkhof muss:
die WORKERBOX
In Eigenproduktion entsteht in
Oberhasli die Workerbox. Die
wasser- und staubdichte Box aus
Aluminium-Riffelblech ist stosssicher und kann auf der Pritsche
transportiert werden. Workerboxen gibt es in diversen Grössen
oder individuell nach Mass.
Aluminium Lastenträger
– Perfektion auch auf
dem Dach
Neu hat Sortimo ein modulares
Lastenträgersystem im Sortiment. Es wird aus eloxiertem
Aluminium gefertigt und bietet
z. B. optisch ansprechende Seitenwangen, die eine Montage
von beliebig vielen Querträgern
erlauben.
Als Basis steht dabei das Standardsortiment zur Auswahl, welches beim legendären Sortimo
Metallkoffer beginnt und vom
hochkonfigurierbaren GlobelystSystem über innovative Kunststoffboxen wie die L-BOXX bis zu
robusten Dachträgern reicht.
Fahrzeugeinrichtungen von Sortimo sind sehr leicht, jedoch auch
äusserst langlebig und stabil. Seit
vielen Jahren werden die Produkte mit Crashtests geprüft
und weiterentwickelt – alles für
eine perfekte Ladungssicherung.
120 SKR 2/11
SORTIMO | Walter Rüegg AG
Grabenackerstrasse 1
CH–8156 Oberhasli
Tel. 044 852 50 60
Fax 044 852 50 70
www.sortimo.ch
Suisse Public 2011
Freigelände, Stand F5 094
kran-, Drehkran- und Hebetechnik-Systeme von REID gezeigt. So
lassen sich z. B. die Aluminium
Portalkransysteme von REID mit
einer Tragkraft von 500 kg bis
5000 kg an fast allen Standorten
– auch bei unebenem Untergrund – innerhalb weniger Minuten aufbauen. Damit sind nun
auch Montagearbeiten ergonomisch und mitarbeiterschonend
durchführbar.
Ecolistec AG
Bottighoferstrasse 1
CH–8280 Kreuzlingen
Tel 071 686 90 40
Fax 071 688 51 69
www.ecolistec.ch
Suisse Public 2011
Halle 3.2 Stand D001
Hochwasserschutz-Systeme
der TALIMEX AG
TALIMEX AG – Ihr kompetenter
Partner für Hochwasserschutz.
TALIMEX-Schutzsysteme verhindern bei Hochwassergefahr sicher
und zuverlässig, dass Räumlichkeiten überflutet werden. Die individuellen und massgefertigten
Hochwassersperren passen sich
jedem Untergrund dank einer
hochflexiblen Spezialdichtung perfekt an. Die steck- und stapelbaren Schutzsysteme sind praxisbewährt dicht, schnell montiert und
ohne grossen Kraftaufwand zum
Schutze von Eingängen, Fenstern,
Tiefgaragen oder ganzen Gebäudekomplexen einsetzbar. Folgeschäden wie Schlamm, Feuchtigkeit oder verdorbene Lagergüter
gehören damit der Vergangenheit
an. Getreu dem Motto: «Wer mit
TALIMEX vorsorgt, ist immer auf
der sicheren Seite.»
TALIMEX AG
CH-8603 Schwerzenbach
Tel 044 806 22 60
www.talimex.ch
Suisse Public 2011
Halle 4.1, Stand D025
· VORSCHAU SUISSE PUBLIC VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC ·
Innovative Produkte
für den Garten- und Landschaftsbau
Schliesing Holzhacker überzeugt
im Häckseldienst in den Gemeinden durch den grossen Einfülltrichter, den einklappbaren Einzugstisch und den stufenlos verstellbaren Messern von 5 bis
15 mm Schnitzelgrösse.
Weitere Vorteile sind:
• Flüsterschnitt als Option.
Für nachweislich
30% weniger Lärm!
• Das Schnittholz wird,
dank neu ausgebildeten
Schneidemessern ruhig,
mittig zum Zuführkanal
gehalten, ein seitliches
Ausweichen ist nicht mehr
möglich. Die Arbeitssicherheit
wird dadurch stark erhöht,
was gerade beim Arbeiten auf
der Autobahn sehr wichtig ist.
• Die neuen Einachsmodelle:
350 EX, 460 EX und 480 EX
Diese Modelle sind komplett
überarbeitet worden und
zeichnen sich u. a. durch einen
um 20% vergrösserten
Einzugskanal aus.
Schliesing Holzhacker, der frisst
und frisst und frisst!
Aus diesen Gründen haben sich
schon unzählige Gemeinden für
einen Schliesing Holzhacker entschieden. Verlangen Sie eine Referenzliste und besuchen Sie uns an
der Suisse Public.
• Das Ausblasrohr mit Kugeldrehkranz ist mit Leichtigkeit
um volle 360° drehbar.
• Nachzerkleinerer hackt
homogene Schnitzel.
Im Zuge der Brennstoffverteuerung werden moderne
Feuerungsanlagen zunehmend
mit Abfall- oder Buschholz
betrieben.
• Die Maschinen sind alle
mit Partikelfilter erhältlich.
Lithium liefert mehr Energie
– für längere Zeit
Gebrüder Egli Maschinen AG
Konstanzerstr. 14
CH-9512 Rossrüti
Tel. 071 913 85 60
Fax 071 913 85 61
www.gebr-egli.ch
Suisse Public 2011
Freigelände Stand H5 044
Fahrzeuge müssen immer mehr
leisten, brauchen immer mehr
Equipment und haben so immer
weniger Platz für die Energieversorgung. Mit der komplett neu
entwickelten mobilen Stromversorgung von Clayton Power wird
ein Meilenstein in der Geschichte
der Akku-Technologie gesetzt.
Erstmals wurden Lithium-EisenPhosphat-Zellen in ein vollständig aufeinander abgestimmtes
System (BMS, Ladung über Netz
und Alternator, Wechselrichter
und Anzeige) integriert,
welches in Fahrzeugen
aller Art verbaut werden kann.
Die Batterien haben
wahlweise eine Kapazität von 100 Ah,
160 Ah, 200 Ah, oder
400 Ah (12 V / 24 V) und
können problemlos 80%
entladen werden. Das innovative BMS (Battery-Management-System) erlaubt dabei jederzeit die völlige Kontrolle über
jede einzelne Zelle der Batterie.
Auch in Sachen Gewicht, Abmessungen, Lebensdauer und
Belastbarkeit fällt der Vergleich
von Lithium- zu Blei-Akkumulatoren klar zu Gunsten der neuen
Clayton Power Technologie aus:
Die Lithium Lösung ist dreimal
leichter, hat einen um zwei Drittel geringeren Raumbedarf, beeindruckt mit der zehnfachen
Lebensdauer und kann mit einem fünfmal so starken Ladestrom aufgeladen werden.
So werden Einsatzfahrzeuge
leichter, einsatzfähiger und unabhängiger, bieten mehr Sicherheit und noch mehr Wirtschaftlichkeit. Der Lithium-Technologie
gehört die Zukunft der mobilen
Stromversorgung und mit Clayton Power steht Ihnen diese
schon heute zur Verfügung.
LEAB AG
Power Systems
Oberwolfhauserstrasse 10
CH-8633 Wolfhausen
Tel. 055 253 26 04
www.leab.ch
www.claytonpower.com
Suisse Public 2011
Halle 2.2, Stand D06
SKR 2/11 121
VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC
Der Erd-Chirurg arbeitet günstiger
Bekleidung und Werkzeuge
eines Erdchirurgen
Früher wurde für ein Kabel der
ganze Garten aufgegraben. Heute
verlegen Erd-Chirurgen eine Art
Katheter. Das ist schneller und
günstiger. Niemand würde einen
ganzen Körper aufschneiden,
wenn man auch mit dem praktisch spurlosen Setzen eines Katheters Zugang zum Herz findet.
So absurd der Vergleich anmuten
mag: Im Baugewerbe ist es ähnlich. Weshalb einen Graben ausheben, wenn man auch mit dem
eleganten Verlegen eines passenden Rohrs zum Ziel kommt? Die
Chirurgen im Erdreich vollbringen
heute die Meisterleistung, Hausanschlussleitungen schnell und
präzis via Mikrotunnel zu ziehen.
Variante nur zum Einsatz, wenn
das Aufschlitzen des Erdreichs
nicht möglich war. Heute geht der
fortschrittliche Leitungsbauer
umgekehrt vor: Vorplatz, Strasse
oder Garten werden nur dann
aufgerissen, wenn ein grabenloses
Verlegen aus irgendwelchen
Gründen unmöglich ist. Die Vorgehensweise ist einfach: Zuerst
wird ein Schutzrohr grabenlos
durchs Erdreich gezogen. In dieses
Schutzrohr wird in einem zweiten
Schritt die gewünschte Leitung
eingezogen. Wir kennen die kompletten Arbeitsabläufe aus über
2000 Unterquerungen. Beste Bodenkenntnisse und ein geschärftes Auge für die Gegebenheiten
Hydraulisches,
steuerbares Richtpressgerät zum
Einziehen eines
Erdkatheters
Bestens geeignet
für Leitungen aller Art
Dieses sogenannte Moleing ermöglicht es, schneller und somit
günstiger zu arbeiten. Die ErdChirurgen ziehen bei der direkten
Methode das Produkterohr in ein
Schutzrohr oder direkt ins Erdreich
ein. Das Rohr darf dabei weder
gestreckt noch beschädigt werden. Unsere Spezialisten arbeiten
mit Produkten von höchster Qualität und Lebensdauer. Deshalb
eignet sich diese Technologie hervorragend für das Verlegen allen
Arten von Hausanschlussleitungen. Früher kam die grabenlose
122 SKR 2/11
vor Ort ermöglichen die Genauigkeit, mit der wir die Bohrung ins
Ziel führen. Wir verstehen es, Aufträge von Beginn weg richtig einzuschätzen und unsere Kunden
bestmöglich zu beraten. Wir finden für jeden Auftraggeber die
beste Lösung und unterbreiten
präzise Offerten.
Swissmole AG
Dorfstrasse 294
CH–5046 Schmiedrued
Tel. 062 726 33 33
www.swissmole.ch
Suisse Public 2011
Halle 3.2, Stand C023
Hochwertige Toranlagen
für öffentliche Bauten
Wolfisberg Tor-Technik AG ist über
25 Jahren auf dem Markt bekannt
für die Entwicklung und den Vertrieb von hochwertigen Toranlagen für Gewerbe- und Industriebauten. Unsere Tore sind bereits
in über 300 öffentlichen Bauten
im Einsatz. Wir arbeiten individuell, kundenorientiert und liefern
Produkte, die höchsten Qualitätsansprüchen Stand halten.
Gerne präsentieren wir Ihnen unsere Neuheiten und zeigen Ihnen
die Vielseitigkeit sowie Tore, die
den neusten Anforderungen an
die Wärmedämmung gerecht
werden – lassen sie sich überraschen und inspirieren.
Wolfisberg Sektionaltore, nach
den neuesten Wärmedämmvorschriften, aus Profilen
mit thermischer Trennung
Eine echte Innovation ist unser
Sektionaltore Typ 800 mit thermisch getrennten Profilen. Kaum
ein anderer Tortyp biete so viel
gestalterische Freiheit wie ein
Sektionaltor in der RahmenSprossen-Konstruktion – Die
Höhe der Sektion, die Breite und
Einteilung der Felder, die Auswahl
der Füllungen. Weitere Vorteile
des Sektionaltores sind der geringe Seitenplatz und nicht zuletzt
der Einbau einer Schlupftüre.
Mit dem Typ 800 bietet die Wolfisberg Tor-Technik AG ein Rahmen-Sprossen-Tor, das speziell für
Industrie- und Gewerbebauten
konstruiert wurde. Die Bautiefe
von 80 mm macht selbst breite
Industrietore äussert robust und
langlebig. Sie trotzen selbst widrigen Windverhältnissen bis zur Orkanstärke. Die thermische Trennung der Profile, 51 mm dicke
geschäumte Füllungen und das
3-fach Acrylglas verwandeln das
Tor in eine Energiebremse. Die
Wärmeverluste über das Tor können markant gesenkt werden.
Eine echte Spezialität sind Echtglasfüllungen (ESG 2x 4mm) mit
einem U-Wert von 1.1 W/m2K.
Damit erreicht das Tor eine Brillanz, die viele Jahre erhalten
bleibt. Der U-Wert des Typ 800
wurde mit 1.2 W/m2K im anerkannten Prüfinstitut gemessen.
Unsere Sektionaltore erfüllen die
Sicherheitsvorgaben nach EN
13241-1. Selbst die verschärften
kantonalen Wärmedämmvorschriften können mit dem neuen
Typ 800 erreicht werden.
Wolfisberg Tor-Technik AG
Steinhaussstrasse 2-4
CH-6056 Kägiswil
Tel. 041 666 03 70
Fax 041 666 03 71
www.wolfisberg.com
Suisse Public 2011
Halle 1.1, Stand B021
· VORSCHAU SUISSE PUBLIC VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC ·
Ruf setzt auf Praxislösungen
An der diesjährigen Suisse Public
vom 21.–24. Juni 2011 wird Ruf
In formatik in der Halle 1.0,
Stand B004 mit einigen Neuigkeiten aufwarten. «Outsourcing»,
«eGovWeb» und «eGDV» werden die Schwerpunkte am Ruf
Messestand an der 20. Fachmesse für öffentliche Betriebe
und Verwaltungen bilden.
Öffentliche Verwaltungen müssen immer schneller reagieren auf
veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen, technologische Herausforderungen, Anforderungen
von Bürgern und Unternehmen.
Ruf unterstützt dabei mit:
• Outsourcing - IT-Leistungen
bedarfsgerecht abrufen
• eGovWeb - durchgängige
eServices
• elektronische Geschäfts- und
DokumentenVerwaltung
(eGDV)
Ruf Informatik AG
Rütistrasse 13
CH-8952 Schlieren
www.ruf.ch
info@ruf.ch
Tel. 044 733 84 44
Suisse Public 2011
Halle 1.0, Stand B004
Die Autosys AG
Die Autosys AG ist ein kleines
Schweizer Familienunternehmen,
welches sich der Herstellung und
dem Betrieb von Toiletten-Automaten für den öffentlichen Raum
verschrieben hat. An der Suisse
Public 2011 werden wir eine unserer automatischen Toiletten präsentieren. Dieses Schweizerische
Qualitätsprodukt wird bei uns entwickelt und gebaut um auch im
rauhen urbanen Umfeld zu bestehen. Design und Funktion kommen aus einer Hand und bilden
eine Einheit.
sind weitestgehend rostfreie Materialien wie Glas und Aluminium
eingesetzt. Die integrierte elektronische Steuerung regelt und
überwacht vollautomatisch die
Benützung und den nachfolgenden Reinigungsprozess. Mit hohem Wasserdruck wird in weniger
als 40 Sekunden sauber gemacht
und dabei auch grober Unrat weggeräumt. Danach ist die Kabine für
den nächsten Kunden bereit.
An der Suisse Public erleben sie
direkt, was sich sonst hinter ver-
Fahrzeug- & Signaltechnik
von Höger Tech GmbH
tung in bewährter LED Qualität.
Höger Tech – Ihr Partner für Ausrüstung aller Einsatz- und Sonderfahrzeuge für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste mit
Lichtanlagen von modernster
LED Technik der namhaften Hersteller Whelen und Haztec. Im
Bereich geprüfte Sirenen stehen
das Martin-Horn und elektronische Sirenen zur Wahl. Entsprechende Bedienteile- und Systemsteuerungen in verschiedenen
Ausführungen erfüllen jeden Kundenwunsch. Die Innen- und Aussenbeleuchtungen von Labcraft
bieten bestmögliche Ausleuch-
Neu ist Höger
Tech auch im Bereich Elektronik
für MRS tätig. Ein
Produktportfolio,
das von Standardrelais über
anwendungsspezifische Geräte
bis zu innovativen, programmierbaren Multifunktionsrelais reicht.
Kreativität und Entwicklungskompetenz zeigen sich besonders
bei anspruchsvollen Kundenentwicklungen.
Höger Tech GmbH
Fahrzeug- & Signaltechnik
Grabenackerstrasse 34
CH-6312 Steinhausen
Tel 079 766 33 41
www.hoegertech.ch
Suisse Public 2011
Halle 4.1, Stand D052
Der Swisstoilet-Automat
Der Swisstoilet-Automat ist eine
behindertengerechte, vorfabrizierte öffentliche Toilette mit automatischer Reinigung. Sie ist als
Einbaumodul oder als freistehende
Kabine verfügbar. Die äusserst robuste Konstruktion besteht aus
hochwertigem Chromnickelstahl.
Die WC-Schüssel, verschiedene
Griffstangen, der Behindertengriff
und das Lavabo bieten daher eine
sehr hohe Vandalenresistenz.
Auch in den übrigen Anlageteilen
schlossenen Türen abspielt. Nutzen Sie die Gelegenheit und besuchen unseren Messestand.
Autosys AG
Industriestrasse 12
CH-8192 Glattfelden
Tel. 044 867 51 52
office@autosys..ch
www.autosys.ch
Suisse Public 2011
Halle 1.1, Stand C 013
SKR 2/11 123
VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC
Hoch hinaus – sicher stehen !
LCS-Leiteradapter
sätzlich für sicheren Halt auf
schwierigem Untergrund.
Im vorderen Bereich bohren sich
Zähne in lockere Böden, während
hinten Gummipuffer für Rutschsicherheit auf glattem Grund
sorgen. Selbst auf steilstem Untergrund steht die Leiter mit dieser Sicherung bombenfest. Das
System wurde in Österreich von
der AUVA in Wien (Abteilung für
Unfallverhütung) getestet und
für empfehlenswert befunden.
LC-System aus Österreich hat
nun ein neues patentiertes Niveauausgleichsystem entwickelt.
Mittels Drehachse richtet sich der
Stützfuss am Leiterfuss von
selbst aus.
Steht die Leiter senkrecht, fixiert
man den Bogen mit einem
Drehknopf. Spezielle Klauen am
Ende des Rundbogens sorgen zu-
Dank dem neuen Kanister Rapidon 6 ist das Tanken von kleinmotorisierten Benzingeräten viel
124 SKR 2/11
Von Grund auf stark,
solide und sicher
Stabil und einfach
zu handhaben
Sicherheitskomponenten wie
Umkippsicherung vorn, feuerfeste Verkabelung, Endabschaltung, Leistungssicherung zum
Schutz der Fahrzeugelektronik
und Batterietrennschalter machen den Umgang mit einem
Eurokipper problemlos.
Für einen Eurokipper-Aufbau
wird das Fahrgestell durch zusätzliche Längsträger, eine Zylinderabstützung und LeichtmetallQuertraversen verstärkt. Der
Kolben des Hebezylinders hat
eine verzinkte Hülse und einen
gegen Korrosion geschützen
Schaft. Das hydraulische Kippsystem ist elektrisch gesteuert.
Anteprima Concept AG
Zürcherstrasse 91
CH–8620 Wetzikon ZH
Tel. 044 933 60 20
www.anteprima.ch
Suisse Public 2011
Halle 1.1, Stand B015
Sauber und umweltfreundlich tanken
Der Granomax 5 ist ein Granulatstreuer mit Dosierfunktion. Samen, Rasendünger und Sand lassen sich gleichmässig und schnell
bis 2m Streubreite ausbringen. Im
Winter ist das Gerät ideal zum
Streuen von Salz auf vereisten
Treppen und Garageneinfahrten.
An der kommenden Suisse Public
vom 21.-24. Juni 2011 in Bern
präsentiert das Nutzfahrzeugund Fahrzeugbaucenter der Emil
Frey AG die neueste Ausführung
seines 3-Seiten-Kippers. Die robuste Bauweise und die ausgefeilte Technik machen den
Eurokipper für viele kommunale
Aufgaben, von der Grünbepflanzung bis zur Entsorgung, zu einem vielseitig einsetzbaren «Mitarbeiter».
Eine Entwicklung für mehr Sicherheit beim Benutzen von Leitern
im Aussenbereich.
Sprüh-, Schaum-, Dosier- und
Streugeräte seit 130 Jahren
Streusalz und Dünger
gleichmässig verteilen
Der Eurokipper 3 Special
von Emil Frey AG
einfacher, sauberer und umweltschonender geworden. Ohne Verschütten und schmutzige Hände!
Beim Tanken einfach den Stutzen
und den Druckknopf ausklappen,
den Kanister aufrichten und dosiert auf Knopfdruck den Kraftstoff einfüllen.
Birchmeier Sprühtechnik AG
Im Stetterfeld 1
CH-5608 Stetten
Tel. 056 485 81 81
info@birchmeier.com
www.birchmeier.com
Suisse Public 2011
Freigelände I9/136
In einer Aluminiumlegierung gefertigt, lässt sich der Kipperaufbau an leichte Nutzfahrzeuge jedes Modells und Radstands anpassen. Die vordere Bordwand ist
mit verstärkten Pfosten versehen und fest mit der Kipperstruktur verschweisst. Die äusseren Bordwände werden in individualisierten Onnicar-Profilen
ausgeführt und in Silberfarbe
eloxiert. Der Ladeboden hat je
nach Wunsch eine glatte oder
rutschfeste Oberfläche.
Die Bordwände öffnen sich bis
180° nach unten, die hintere ist
zusätzlich pendelbar mit Zentralverschluss. Die Verschlüsse, mit
eloxiertem Aluminium verstärkt,
sind ergonomisch gestaltet, für
intensiven Gebrauch ausgelegt
und mit einer Sicherheitsblockierung gekoppelt.
Emil Frey AG
Nutzfahrzeug- und
Fahrzeugbaucenter
Industrie Nord
CH-5745 Safenwil
Tel 062 788 88 88
www.emilfrey.ch
Suisse Public 2011
Freigelände F3 131
· VORSCHAU SUISSE PUBLIC VORSCHAU SUISSE PUBLIC · VORSCHAU SUISSE PUBLIC ·
Kugelmann für einen
effizienteren Winterdienst
Kugelmann Salz- und Splittstreuer
sind bei den Anwendern sehr beliebt. Das Doppelkammersystem,
der tiefe Schwerpunkt und die bedienerfreundliche Steuerung
zeichnen diese Streuer aus. Ob als
Aufbau- oder Dreipunktversion
können alle Streuer auch mit einer
Soleanlage ausgerüstet werden.
Kugelmann-Streuer garantieren
nicht nur einen problemlosen und
zuverlässigen Kampf gegen
Schneeglätte und Eis, sondern
auch eine hohe Betriebssicherheit
und eine lange Lebensdauer bei
geringer Wartung. Ob bei Aufbaustreuer oder Dreipunktstreuer,
das einzigartige Doppelkammersystem erlaubt mit Knopfdruck
das Ausbringen und stufenlose
Mischen von zwei Streugütern
gleichzeitig. Die Streuung wird
vom Arbeitsplatz aus mit einem
Hightech-Gerät kontrolliert und
dosiert. Die Kugelmann-Aufbaustreuer wie Dreipunktstreuer
eignen sich für nahezu jedes Träger- respektive Schlepperfahrzeug.
Was die Verantwortlichen von
Kommunen und Lohnbetrieben
besonders erfreut ist der geringere Verbrauch von Streugut.
A.Leiser AG,
Maschinen und Fahrzeuge
Reiden, Münchenbuchsee
Tel. 062 749 50 40
www.leiserag.ch
Suisse Public 2011
Freigelände G5 070
Zimmermann AG, Motorgeräte und Kommunaltechnik
Domat/Ems
Tel. 081 650 30 00
www.zimmermannag.ch
Integration erfolgreich umgesetzt
Per 1. Mai 2010 übernahm die
ZAUGG AG EGGIWIL von der
Bucher Industries die Produktlinien Selbstfahrende Schneefrässchleuder ROLBA. Dank dem
unermüdlichen Einsatz der ZauggMitarbeiter konnte die Integration
erfolgreich durchgeführt und die
Produktion zügig zum Laufen gebracht werden.
Die Resonanz des europäischen
und auch weltweiten Marktes auf
diese Übernahme war durchwegs
positiv und beweist, dass man der
Firma Zaugg die seriöse Weiterführung und Weiterentwicklung
der genannten Produkte absolut
zutraut. Auch zeigt sich eine grosse
Erleichterung im Händlernetz, dass
die bestehende Kundschaft fast
nahtlos mit den ROLBAS weiterversorgt werden kann und keine
unnötigen Kräfte in den Aufbau
von neuen Beziehungen investiert
werden muss.
ZAUGG AG EGGIWIL
Holzmatt
CH-3537 Eggiwil
Tel 034 491 81 11
www.zaugg-ag.ch
Suisse Public 2011
Halle 3.0, Stand C016
SKR an der Suisse Public 2011
Halle 1.0, Stand B042
Besuchen Sie uns und lernen Sie die Menschen,
die hinter der SKR stehen, persönlich kennen.
WETTBEWERBE • ÜBERRASCHUNGEN • VERLOSUNGEN
SKR 2/11 125
WERKHOF
Leistungszentrum für Unterhalt und Werterhaltung
Werkhöfe:
Unterschiedliche Lösungen
führen zum gemeinsamen Ziel
von Werner Müller
Der Werkhof ist ein fester Bestandteil jeder Gemeindeinfrastruktur. Er hat breitgefächerte Aufgaben, die je
nach Gemeinde ganz unterschiedlich definiert sind. Verschiedene politische Zuständigkeiten, individuell gegliederte Aufgaben und unterschiedliche Aufträge führen trotzdem zum angestrebten Ziel: Ordnung, Sauberkeit,
gepflegte Grünflächen und sichere Verkehrswege für die Einwohner einer Gemeinde.
Praktisch jede Gemeinde der Schweiz hat
ihren eigenen Werkhof. Hier arbeiten die
meist orange gekleideten Leute im
Dienste der Allgemeinheit und verrichten
ihre Arbeit mit grossem Einsatz und
Know-how. So einheitlich orange ihre Arbeitskleider oder die Farbe ihrer Fahrzeuge
in den meisten Fällen sind, so unterschiedlich sind ihre Aufgaben und ihre politischen
Dienstherren. Ein Quervergleich über die
Werkhöfe in allen Landesgegenden zeigt
einmal mehr ein typisches Beispiel des
schweizerischen Föderalismus.
Die politische Ansiedelung
Die politische Zuständigkeit über die Werkhöfe ist äusserst different. Verschiedene
Ressorts können für den Werkhof einer
Gemeinde verantwortlich sein. Bei genauerer Analyse einzelner Werkhöfe und der
jeweiligen politischen Gemeindestruktur
fällt auf, dass die Unterschiede besonders
in der Gemeindegrösse aber auch in kantonalen Usanzen ihre Ursache haben. In
meist kleineren und mittelgrossen Gemeinden sind die Werkhöfe gewöhnlich im
Bauamt angesiedelt. Hier unterscheidet
sich aber wiederum nochmals die Kompetenz im jeweiligen Ressort «Tiefbau»,
«Hochbau» oder ganz allgemein im «Bauamt». Alle drei Varianten sind in der
Schweiz anzutreffen. In grösseren Gemeinden und Städten gibt es von Fall zu Fall
auch das Ressort «Werke». Auch hier kann
ein Werkhof angesiedelt sein, versieht
dann aber meist noch zusätzliche Aufgaben wie Energie, Wasser, Abwasser. In der
politischen Führung ist daher meist der
Vorsteher des Ressorts «Bauen» für den
Werkhof zuständig. Die effektive Arbeit auf
der Strasse, bei der Grünflächenpflege oder
in der Recyclingsammelstelle machen aber
die Werkhof-Profis an der Front.
126 SKR 2/11
«Auch wir prüfen immer wieder
die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit unter den Gemeindewerkhöfen»
Marcel Lerch, Leiter Forst- und Tiefbauamt (rechts)
und Walter Canetg, Werkmeister, beide aus Domat/Ems.
© Werner Müller
Die praktischen Aufgaben
Neben den sehr verschiedenen politischen
Zuständigkeiten sind auch in der Praxis die
Aufgaben sehr unterschiedlich definiert.
Ein wichtiger Punkt dabei ist die Trennung
von kantonalen und gemeindespezifischen
Aufgaben der Werkhöfe. Das kantonale
Tiefbauamt übernimmt gewöhnlich die
Pflege, den Unterhalt und den Winterdienst auf den Kantonsstrassen. Der
Werkhof auf Gemeindebene wiederum
konzentriert sich auf die selben Aufträge
auf den Gemeindestrassen. Diese an sich
logische Aufgabentrennung wird aber von
Fall zu Fall auch widerlegt, wenn beispielsweise eine Gemeinde den Kanton mit gewissen Aufgaben beauftragt. So kommen
sich beispielsweise auf der Buchenegg, einem Passübergang im Kanton Zürich, auf
der einen Seite der Schneepflug des kantonalen Tiefbauamtes, auf der anderen
Seite der Winterdienst der entsprechenden Nachbargemeinde entgegen. Bei unterschiedlicher Prioritätensetzung und Einsatzzeit kann dies in einem harten Winter
durchaus zu heiklen Fahrbahnsituationen
führen.
Zu den klassischen Aufgaben eines Werkhofes gehört der allgemeine Unterhalt
von Strassen, Trottoirs, Geh- und Radwegen im Sommer und im Winter. Winterdienst ist daher auch eines der saisonal
wichtigsten Themen in jedem Gemeindewerkhof. Bei der Reparatur von Strassen
teilen sich die Zuständigkeiten bereits
wieder. Während einzelne Gemeinden eigene Strassenbauprofis in ihrem Werkhof-Team haben, beauftragen andere eine
WERKHOF
© Werner Müller
Leistungszentrum für Unterhalt und Werterhaltung
Mit Kugelmann
haben Sie
Eis und Schnee
fest im Griff!
Ein moderner Fahrzeugpark, im Bild ein Kommunalfahrzeug Holder C 345, erfordert eine gezielte
Planung und Budgetierung mit Weitblick
meist lokal ansässige Strassenbaufirma mit grösseren Reparaturarbeiten am Strassenbelag. Auch in der Pflege der Grünflächen werden die Schnittstellen immer wieder unterschiedlich
gesetzt. Einzelne Gemeinden beschränken sich auf die ausschliessliche Pflege von Grünflächen, Sträuchern und Rabatten
auf Gemeindeboden. Andere wiederum mähen mit ihren grossen Rasenmähmaschinen alle Rasenflächen in einer Gemeinde,
von der Schulanlage über den Fussballplatz bis zur Parkanlage
vor dem Altersheim, ob die Flächen nun der Gemeinde gehören
oder nicht.
Zusammenarbeit unter den Werkhöfen: Ja aber ...
Ebenfalls ganz unterschiedlich werden die Strassenbeleuchtungen bewirtschaftet. Oftmals ist das städtische oder kantonale
Elektrizitätswerk oder die industriellen Betriebe dafür verantwortlich. In vielen Gemeinden gehört die Wartung und der Unterhalt der Beleuchtungen zu den klassischen Aufgaben des
Werkhofes.
So autark gewisse Werkhöfe funktionieren und organisiert sind,
so interessant und gleichzeitig problematisch kann eine mögliche Zusammenarbeit unter verschiedenen Werkhöfen sein. Bei
kostenintensiven Anschaffungen taucht dieser Gedanke in
mancher Gemeinderatssitzung immer wieder auf. Wo die Einsatzzeiten flexibel angesetzt werden können, so etwa bei einer
Strassenwischmaschine, lassen sich bestimmt Synergien nutzen. Wo die Leistung eines Fahrzeuges aber gleichzeitig erfolgen
muss, so etwa im Winterdienst, macht eine gemeinsame Beschaffung wenig Sinn.
… setzt neue Massstäbe
in der Streutechnik
Uʜ««iŽ>““iÀÃÞÃÌi“Ê“ˆÌʅœ…iÀÊiÌÀˆiLÃÈV…iÀ…iˆÌ
Uʘˆi`iÀiÊ>ÕÜiˆÃiÊ}>À>˜ÌˆiÀÌÊvÀiˆiÊ,՘`ՓÈV…Ì
UÊ̈iviÀÊ-V…ÜiÀ«Õ˜ŽÌÊvØÀʓi…ÀÊ-ˆV…iÀ…iˆÌ
UÊ}iÀi}iÌiʘÌÀˆiLiÊvØÀÊLiÃÌiʜÈiÀ}i˜>Ո}ŽiˆÌ
Uʏ>˜}B…Àˆ}iʈ˜Ã>Ìⓟ}ˆV…ŽiˆÌi˜ÊLiˆÊ}iÀˆ˜}iÀÊ7>ÀÌ՘}ÊÊ
UʎŸ˜˜i˜Ê“ˆÌÊ-œi>˜>}i˜Ê>ÕÃ}iÀØÃÌiÌÊÜiÀ`i˜
A. Leiser AG
Maschinen und Fahrzeuge
6260 Reiden
Tel. 062 749 50 40
3053 Münchenbuchsee
Tel. 031 869 46 40
www.leiserag.ch
Zimmermann AG
Motorgeräte und Kommunaltechnik
Churerstrasse 1
7013 Domat/Ems
Tel. 081 650 30 00
Fax 081 650 30 09
www.zimmermannag.net
SKR 2/11 127
WERKHOF
Leistungszentrum für Unterhalt und Werterhaltung
Erfahrungen aus verschiedenen Gemeinde-Werkhöfen
Interview von Werner Müller
Wir haben uns mit Werkhof-Profis aus unterschiedlich grossen und regional verschiedenen Gemeinden unterhalten und
sie zu ihrer Arbeit, der Ausrüstung und zu speziellen Themen im Bereich ihrer Tätigkeit befragt. Ein interessanter PraxisVergleich zeigt teils Übereinstimmung, teils unterschiedliche Lösungen zu den bekannten Aufgabestellungen.
Gemeinde/Stadt:
Gem. Domat/Ems GR
Anzahl Einwohner: 7’200
Gemeinde/Stadt:
Gem. Wohlen AG
Anzahl Einwohner: 14’000
Gemeinde/Stadt:
Stadt Wädenswil
Anzahl Einwohner: 20‘376
Fläche:
2’422 ha Total
Fläche:
1’248 ha Total
Fläche:
1‘737 ha Fläche
Höhenmeter:
580–2163 m. ü. M.
Höhenmeter:
421 m. ü. M.
(Höhe Bahnhof)
Höhenmeter:
408 m. ü. M.
(Höhe Bahnhof/See)
Werkhof
angesiedelt im:
Bauamt, Bau- und
Forst-Gruppe
Werkhof
angesiedelt im:
Öffentliche Bauten,
Anlagen und Tiefbau
Werkhof
angesiedelt im:
Ressort
«Planen und Bauen»
Leiter Werkhof:
Walter Canetg,
Werkmeister
Leiter Werkhof:
Bruno Hunkeler,
Werkmeister
Leiter Werkhof:
Werner Kunz,
Strassenmeister
Welche konkreten Aufgaben nimmt der Werkhof in Ihrer Gemeinde wahr ?
Die Bau- und Forst-Gruppe ist seit 1997 im
Werkhof Plong Muling in der Gewerbezone
einquartiert. Im selben Areal befindet sich
auch die Gemeindesägerei. Bei der Grösse
unserer Gemeinde sind wir für alle klassichen
Aufgaben eines Gemeindewerkhofes zuständig. Dazu gehört der gesamte Strassenunterhalt, der Winterdienst, die Betreuung
der Sammelstellen, die Deponie, Beleuchtung der Strassen und Wege, Wasser, Abwasser bis zur ARA. Wir pflegen aber auch
alle Grünflächen der Gemeinde, das Schulareal, den Sportplatz und den Friedhof.
Der Werkhof ist zuständig für den Unterhalt
der Strassen und Flurwege, im Sommerund im Winterdienst. Dazu kommen der
Unterhalt von Kanalisation und Drainage,
die Pflege der gemeindeeigenen Grünanlagen, Schulrasen und Sportplätze. Auch der
Betrieb der Entsorgungsstellen und die Leerung der Papierkörbe auf öffentlichen Plätzen und an Bushaltestellen gehören ins Tätigkeitsgebiet des Werkhofes.
Zu unseren Hauptaufgaben gehört der Strassenunterhalt im Sommer und im Winter, die
Pflege der Grünanlagen, Rabatten, ebenso der
Schulanlagen und der Sportplätze. Hinzu kommen Unterhalt und Reinigung der öffentlichen
Seeuferanlagen. Dies ist bei uns in Wädenswil
eine grössere Aufgabe. Aber auch die Leerung
der Robi-Dog-Kästen, der Abfalleimer an den
Bushaltestellen und auf öffentlichem Grund ist
unsere Aufgabe. Ein weiterer Punkt ist die
Neuerstellung und Wartung der Strassen- und
Wegbeleuchtungen, die wir jedoch in Zusammenarbeit mit dem EKZ besorgen.
Mit wie vielen Mitarbeitern / Stellenprozenten bewältigen Sie diese Aufgaben ?
Bei uns sind vier Mitarbeiter dem Bauamt zugeteilt, drei weitere sind im Forst tätig und
drei in der Sägerei. Zudem bilden wir zwei
Lehrlinge als Forstwarte aus. Sie alle sind in
der Gruppe Bau und Forst angesiedelt. Mit
dieser Zusammenlegung will man vor allem
Synergien nutzen. In Zeiten von grösserem Arbeitsanfall kann so flexibler reagiert und Mitarbeiter können anderswo eingesetzt werden.
Zudem können auf diese Weise Doppelspurigkeiten vermieden werden. Es erfordert von
dem Mitarbeitern eine gewisse Flexibilität,
macht die Aufgabe aber auch interessanter.
128 SKR 2/11
In Wohlen haben wir 12 Vollzeitstellen. Darunter ist ein Lehrling der die 3-jährige Ausbildung «Fachmann Betriebsunterhalt –
Fachrichtung Werkdienst» absolviert.
Heute haben wir 22 Mann im Werkhof. Mit
eingerechnet sind zwei Lehrlinge, im Sommer kommt noch ein dritter dazu. Sie machen die Ausbildung als «Betriebsfachmann».
WERKHOF
Leistungszentrum für Unterhalt und Werterhaltung
Worin lagen die besonderen Herausforderungen beim Winterdienst 2010/2011 ?
Obwohl wir im Kanton Graubünden sind,
hatten wir nahezu keinen Schnee im letzten
Winter. Auch der frühe Wintereinbruch im
Unterland hat bei uns nahezu keine Wirkung
gezeigt. Deshalb war unser Einsatz in der
Schneeräumung äusserst schwach. Vielmehr
zum Einsatz kann jedoch der Salzstreuer. Zur
Vermeidung von überfrierender Nässe und
Glatteis hatten wir bis Weihnachten bereits
rund 40 Tonnen Salz auf die Gemeindstrassen gestreut.
Bekanntlich hatten wir den ersten und einzigen Schneefall in der Zeit von November und
Dezember. Das war sicher eine grosse Herausforderung. Dank guter Vorbereitung und
systematischer Einteilung der Mitarbeiter für
den Winterdienst war das aber keine
Schwierigkeit. Wäre der Winter ähnlich
streng geblieben wie zu Beginn, hätte es im
Salzvorrat jedoch Probleme geben können.
Der vergangene Winter kann als früh, kurz,
aber heftig bezeichnet werden. In der
strengen Zeit im Dezember haben sich bei
den Winterdienst-Mitarbeitern viele Überstunden angehäuft. Wäre der ganze Winter so streng gewesen, wie die ersten drei
Wochen, hätte es sicher noch extremer
ausgesehen.
Hatten Sie trotz frühem Wintereinbruch immer genügend Streusalzvorräte ?
Aktuell haben wir eine Lagerkapazität im
Silo von rund 30 Tonnen Streusalz. Das
macht die Disposition und den Einkauf für
den ganzen Winter nicht unbedingt einfach.
So kam es, dass wir teilweise palettweise
Salz einkaufen mussten. Das Ziel wäre eine
Vergrösserung der Lagekapazität mit einem
neuen Salzsilo auf etwa 50 Tonnen.
So wie es im vergangenen Winter gelaufen
ist, hatten wir immer genügend Salz und
auch immer eine gewisse Reserve. Wir haben
eine Lagerkapazität von 80 Tonnen. Je nach
Winter verbrauchen wir 50 oder 80 Tonnen,
bei einem strengen Winter auch schnell einmal mehr. Die Beschaffung von genügend
Streusalz muss man immer im Auge behalten, um keinen Engpass zu bekommen. Und
bekanntlich ist die Beschaffung im Sommer
einfacher und günstiger als in der Not.
Wir haben einen Salzsilo mit zwei Kammern und einer Kapazität von 50 Tonnen.
Nach den ersten strengen Schneefällen
hatten wir einen hohen Salzverbrauch, eine
Nachlieferung war aber genau im richtigen
Zeitpunkt eingeplant. So hatten wir nie einen Engpass und waren im Winterdienst
immer gut aufgestellt.
Wie gross sind die Schäden auf Ihren Gemeindestrassen aus dem letzten Winter ?
Durch den geringen Schneefall und die wenigen Niederschläge im letzten Winter waren auch die Schäden auf unseren Gemeindestrassen nicht so ins Gewicht gefallen.
Einzelne Nebenstrassen und Feldwege
brauchen punktuell einige Ausbesserungen.
Wir hatten dieses Jahr nur geringe Schäden.
Im Sommer 2010 wurden ganz gezielt viele
schadhaften Stellen mit AC4 L ausgebessert.
Wichtig dabei ist trockenes Wetter und eine
gute Grundierung mit Lack-Bitumen. Dieses
Verfahren ist zwar etwas teurer, lohnt sich
langfristig aber durchaus. Wir haben damit
gute Erfahrungen gemacht.
In Wädenswil legen wir grossen Wert auf
gut unterhaltene Strassenbeläge. Dafür
werden jährlich rund 300’000 Franken budgetiert und auch ausgegeben. Die Arbeiten
werden in der Sommersaison geplant und
ausgeführt. Diese Investition zahlt sich langfristig aus, wir hatten seit Jahren keine grösseren Schadenstellen.
Wie gehen Sie bei deren Behebung vor ?
Wir machen die Ausbesserungen wo sie notwendig sind und suchen nach Möglichkeit
den besten Zeitpunkt und die optimale Witterung dafür aus.
Einzelne Löcher reparieren wir bei Bedarf mit
Kaltbelag. Grössere Sachen erfolgen dann
jedoch nur im Zuge einer Gesamtsanierung
in den Sommermonaten. Wir bearbeiten jedoch nur Flächen bis maximal 10 Meter
Länge. Alles Grössere und auch neue Erschliessungen erfolgen durch ein beauftragtes Strassenbauunternehmen.
Die kleinen Belagsschäden, die es während
des ganzen Jahres geben kann, werden im
normalen Einsatz in Eigenregie repariert.
Haben Sie bereits Erfahrungen
mit den neuen LED-Strassen-/Wegbeleuchtungen gemacht ?
Ja, wir haben dieses Jahr ein neues Quartier
erschlossen und dabei auf die neuen LEDBeleuchtungen umgestellt. Das Resultat ist
aus meiner Sicht durchaus positiv. Es ist heller und die Lichtkegel sind anders geformt,
schliessen sich nahtlos aneinander. Bis jetzt
eine durchaus erfreuliche Sache.
Nein, die Beleuchtung fällt nicht in unsere
Zuständigkeit. Diese Aufgabe wird von der
IBW Industielle Betriebe Wohlen bearbeitet.
Ja, wir haben neulich zwei oder drei Gemeindestrassen mit den neuen LED-Lampen ausgerüstet. Bis jetzt kann ich nur von positiven Erfahrungen berichten. Der Lichtkegel ist breiter,
der Eindruck einfach besser. Insgesamt erscheinen die Strassen nachts heller. Für einen längerfristigen Vergleich zur alten Beleuchtung, eine
Kosten-/Nutzen-Analyse, ist es jedoch zu früh.
SKR 2/11 129
WERKHOF
Leistungszentrum für Unterhalt und Werterhaltung
Je nach Organisation einer Gemeinde nimmt das Grünflächenmanagement
eine immer grössere Bedeutung wahr. Wie läuft das bei Ihnen ?
Die Bewirtschaftung der Grünflächen
nimmt in unserer Gemeinde einen grossen
Teil unserer Arbeit in Anspruch. Zu den
«grünen» Aufgaben gehören konkret der
Friedhof, die Rasenflächen der Schule, die
Pflege der Rabatten und öffentlichen Parkplätze und die Pflege der öffentlichen Spielplätze.
Für den «Gartenbau» sind in der Sommersaison bei uns drei Mann eingeteilt. Sie besorgen den Unterhalt der Blumen und Hecken, die Rasenpflege auch den Sportplätzen
und in den Schullanlagen. Weitere Leute
vom «Tiefbau» kommen für die Pflege der
Strassenränder und Rabatten hinzu. Sie
pflegen auch die Waldränder, die Uferzonen
und den Vita Parcours. Im Herbst ist das
Bäume schneiden und das Lauben eine Aufgabe, deren Intensität auch nicht unterschätzt werden darf.
Die Pflege der Grünanlagen ist eine grosse
Aufgabe, da bei uns die Rasenflächen der
verschiedenen Schulanlagen, zwei grosse
Sportplätze und die ganze Kompostierung
auch dazugehören. Im Sommer sind zwei
Mann nur für diese Aufgabe eingeteilt. Dann
kommen auch noch die Pflege der Rabatten,
Sträucher und der Verkehrskreisel der Gemeinde hinzu. Hier haben wir in Zusammenarbeit mit der Hochschule Wädenswil
ein neues Konzept erarbeitet, das dieses
Jahr erstmals zu sehen ist und das Erscheinungsbild der Strassen nachhaltig verbessern soll.
Welcher Fahrzeug-Park steht Ihnen für Ihre Aufgaben zur Verfügung ?
Wir verfügen über einen den Aufgaben angepassten Fahrzeug- und Maschinenpark.
An Fahrzeugen stehen uns je ein
Subaru Forester
Mitsubishi L200
Holder D358
Holder D240
Reform Muli
zur Verfügung.
Der Holder D 358 ist normalerweise mit einem Mähwerk ausgestattet, der Holder D
240 mit dem Salzstreuer. Die verschiedenen
Aufhängepunkte lassen es aber zu, die Ausrüstung den jeweiligen Erfordernissen anzupassen.
Mercedes-LKW mit Kran
Meili VM 7000
3 Iseki-Kleintraktoren
MFH 2500 Strassenreinigungsmachine
Ransomes Grossmäher
VW LT4 mit Doppelkabine
Toyota Dino
Hinzu kommen zahlreiche Geräte und Maschinen, die im Kommunalbetrieb benötigt
werden. So etwa auch ein zusätzlicher
Front-Mäher, welcher sich an die Iseki-Kleintraktoren anhängen lässt.
Für den Winterdienst stehen uns zwei
Unimog, die drei Kleintraktoren des Bauamtes und vier grosse Traktoren von externen
Landwirten zu Verfügung.
Wir haben einen grossen Fahrzeug- und Maschinenpark. Darunter sind beispielsweise
Unimog 110
Meili VM 7000
Meili VM 1300
Piaggio Porter
Nissan Navara
Ford T350M
Iveco Transporter
Mercedes Kanalreiniger
Mercedes 311
Iseki Kleintraktor
Suzuki Kommunalfahrzeug
Dazu kommen Maschinen und Geräte wie
eine Ammann Walze, verschiedene Kompressoren, je ein Caterpillar Pneulader, Mitsubishi Gabelstapler, ein Elektrostapler, Mäher Ferrari, Mäher Iseki SXG 19 und verschiedene Notstromaggregate.
Das ergibt praktisch auf jeden Mitarbeiter
ein Fahrzeug oder eine Maschine. Für den
Unterhalt der Fahrzeuge haben wir eigens
einen Mechaniker im Werkhof angestellt.
Grosse Reparaturen gehen aber nach wie
vor zum Hersteller oder Vertreter.
Ist in nächster Zeit eine Neubeschaffung an Fahrzeugen oder Maschinen geplant ?
Bestellt ist ein neuer Holder C-270 mit
2-Mann-Kabine. Das ist ein ganz neues
Fahrzeug, ich habe es erst als Prototyp gesehen. Wir freuen uns, diesen Sommer eines
der ersten Serienfahrzeuge geliefert zu bekommen.
130 SKR 2/11
Im Sommer 2011 wird der LKW mit Kran
und 18 Tonnen Gewicht ersetzt. Er wird sehr
vielseitig eingesetzt, sowohl im Winterdienst, als auch für Holztransporte. Dank
dem Kran ist er ein richtiges Allzweckfahrzeug. Im Budget 2012 ist der Ersatz der Reinigungsmaschine vorgesehen. Dazu ist ein
Budget von 180’000 Franken vorgesehen.
Der grosse Rasenmäher hat, bedingt durch
die vielen Rasenflächen die wir mähen, eine
hohe Anzahl Betriebsstunden. Deshalb haben wir die Neuanschaffung für dieses Jahr
budgetiert. Die Maschine wird demnächst
ersetzt. Neuanschaffungen im öffentlichen
Dienst sind meist Projekte, die man mit
Weitsicht planen und frühzeitig einleiten
muss.
WERKHOF
Leistungszentrum für Unterhalt und Werterhaltung
Mit welchen grundsätzlichen Schwierigkeiten kämpfen Sie derzeit in Ihrem Werkhof ?
Bei uns besteht derzeit noch Unklarheit über
den weiteren Betrieb der Sägerei. Je nach
politischem Entscheid müssen wir personalmässig anders disponieren. Ein weiteres Anliegen ist die Erweiterung der Abstellflächen
im Werkhof und der erwähnte grössere
Salzsilo. Beides würde uns bessere Möglichkeiten zu effizientem Arbeiten bieten.
Eigentlich haben wir zur Zeit wenig Sorgen in
unserem Werkhof. Wir befinden uns hier in
der alten Bleicherei in Wohlen. Es steht uns
genügend Platz zur Verfügung, wenn auch
die Gebäude sehr alt sind. Was mir längerfristig etwas Sorgen bereitet, ist die Nachfolge von altershalber ausscheidenden Mitarbeitern. Das Berufsfeld für die Mitarbeiter
im Werkhof wird sich immer wieder verändern und das erfordert vermehrte Flexibilität. Auch die gesundheitliche Belastung und
deren Grenzen für die Mitarbeiter muss aufmerksam verfolgt und öfters einmal hinterfragt werden.
Das grösste Problem bei unserer täglichen Arbeit ist derzeit das Littering, das unbedachte
Entsorgen von Abfall an nahezu jeder Stelle.
Dabei gibt es natürlich neuralgische Zonen
wir die Gegend im Zentrum und um den
Bahnhof, aber auch auf dem Seeplatz. Nach
dem Wochenende gleicht beispielsweise die
Unterführung beim Bahnhof einem Schlachtfeld aus Bierbüchsen, Getränkeflaschen,
Scherben und vielem mehr. Wir beginnen
dann jeweils um 6 Uhr früh mit der Reinigung. Zwei Tage später sieht es wieder gleich
aus. Das kann für meine Mitarbeiter schon
einmal frustrierend sein.
Gibt es bei Ihnen eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit
mit anderen Werkhöfen ?
Nein, zur Zeit gibt es keine explizite Zusammenarbeit, auch nicht mit den Nachbargemeinden. Wir haben dieses Thema aber einmal angedacht und sähen da schon noch
Möglichkeiten. Nimmt man das Beispiel einer gemeinsamen Wischmaschine, ist dieser
Gedanke schon prüfenswert. Das wird sich
aber frühestens mittelfristig ergeben, wenn
das Wille von beiden Seiten dazu da ist.
Ja, mit der Gemeinde Villmergen beispielsweise
haben wir für die Belagsanierung gemeinsam
die Geräte beschafft. Diese braucht man nicht
gleichzeitig an beiden Orten. Zudem findet ein
jährliches Treffen der Werkmeister von zehn
angrenzenden Gemeinden statt. Dabei gibt es
Betriebsbesichtigungen, Vorträge zum Thema
Arbeitssicherheit und einen nachbarschaftlichen Erfahrungsaustausch.
Mit unserer Nachbargemeinde Horgen
kommt es hie und da zu Zusammenarbeiten,
die auch Sinn machen. So etwa bei Bachverbauungen. Auch im Winterdienst hilft man
sich gelegentlich aus, wenn Not am Mann ist.
SKR 2/11 131
PUBLIREPORTAGE
Rapid präsentiert Bewährtes und Neues
an der Suisse Public Bern vom 21.–24. Juni 2011
Anlässlich der Suisse Public Bern (21.–24. Juni 2011) zeigt Rapid Technic AG neben der gesamten Maschinenpalette auch
die aktuellen Highlights aus dem Bereich Kommunaltechnik und Gartenbau. Den Kunden und Handelspartnern werden
folgende Neuheiten präsentiert:
ISEKI präsentiert einen äusserst interessanten
Querschnitt an qualitativ hoch stehenden
Maschinen der Rasen- und Umweltpflege ab
20 PS bis 60 PS. Wo Kraft, Wendigkeit, Komfort und Umweltfreundlichkeit gefragt sind,
kommen die kompakten Fahrzeuge von ISEKI
zum Einsatz. Als innovativer Hersteller wird
ISEKI auch in diesem Jahr eine Fülle an Neuheiten präsentieren.
Egholm Geräteträger: Egholm Park Ranger
2150 und Egholm City Ranger 2200 - Die äusserst kompakten Knicklenker mit einer Aussenbreite von max. 104 cm passen in jede
noch so schmale Gasse und lassen sich bei bescheidenen Platzverhältnissen leicht manövrieren. Sämtliche Anbaugeräte lassen sich
werkzeuglos in kürzester Zeit von nur einer
Person an- und abbauen.
ISEKI TM, von 20 bis 30 PS: Modernste Technik
verpackt in neuem Design. Hervorragendes
Preis-Leistungsverhältnis kombiniert mit vielen Ausrüstungsmöglichkeiten!
ISEKI TH 4365 mit 37 PS: Als Schweizer Premiere wird der 37 PS starke Kompakttraktor gezeigt. Mit nur 128 cm Aussenbreite und exakter Direktlenkung findet diese Maschine in
ganz Europa viel Anklang!
Lindner Traktoren und Transporter: Ein Blickfang an der diesjährigen Suisse Public wird der
Lindner-Traktor Geotrac 94 mit Kommunalausrüstung sein. Neu mit den erhältlichen Optionen wie z. B. einem Cleanfix - Ventilator (automatische Kühlerreinigung) und mit einer neuen
Kabinenfederung. Der Geotrac 94 trägt demzufolge eine orange statt üblicherweise rote Lackierung und ist mit einer Kommunalbereifung
und einer Fronthydraulik ausgestattet.
ISEKI E-Cart: Mit 100% elektrischem Fahrantrieb. Ideal für Friedhof- und Parkanlagen sowie Industriebetriebe. Eine drehbare und kippbare Pritsche machen aus diesem Transporter
einen sauberen und unentbehrlichen Helfer.
Die bewährten Lindner Transporter Unitrac
zeigen ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten
mit verschiedenen Aufbaugeräten. Die wartungsfreundliche Kippkabine ist bei uns in der
Grundausrüstung inklusiv und verringert so-
Iseki: Elektrofahrzeug EcarT,
Kompakttraktor TM 3215
mit den Arbeitsaufwand für den Service und
die Wartungskontrolle. Neu ist der Lindner
Unitrac auch mit der Abgaszertifizierung EURO
5 und einem Gesamtgewicht von 8 Tonnen
lieferbar.
Canycom-Rocky: Canycom hat ein neues Einsteigermodell in der 300 kg Klasse. Der BP31 MF
mit ausziehbaren Seiten- und Frontladen. So
kann die Ladefläche bis auf eine Breite von
1’000 mm (Standard 850 mm) und eine Länge
von 740 mm (Standard 520 mm) vergrössert.
Der bärenstarke 3.4 PS Mitsubishi Motor bringt
auch den BP31, wie die grösseren Modelle von
Canycom, auf jeden Hügel. Einzigartig in seiner
Klasse ist auch sein Getriebe mit 6 Vorwärtsund 2 Rückwärtsgängen.
Rapid SWISS mit neuen Stachelwalzen:
Noch mehr Traktion. Der beliebte und mittlerweile weit über 2000 mal verkaufte Rapid Swiss
wird hauptsächlich im bergigem Gebiet für
Mäharbeiten eingesetzt. Für das Ganzjahresgerät welches auch zum Schnee fräsen oder Mulchen verwendet wird, bietet Rapid nun neue
Stachelwalzen an. Die neu entwickelten Sta-
Rapid Rex mit neuem Ökomulcher,
Stachelrädern und Wickelschutz
132 SKR 2/11
PUBLIREPORTAGE
chelwalzen basieren auf dem Konzept der bewährten Stachelräder des Modells Rapid Rex.
Die Stachelräder zeichnen sich durch höchste
Traktion, ruhigen Lauf und einen selbst reinigenden Effekt aus. Steilhänge bis zu einem Gefälle von 100% lassen sich damit sicher und Boden schonend mähen. Höhere Flächenleistung
dank neuem Wickelschutz.
Neue Wickelschütze:
Mit den neuen Wickelschützen welche sich
auch nachträglich mittels wenigen Handgriffen an die Modelle Rapid Rex und Rapid Swiss
montieren lassen wird ein Wickeln von Gras
während dem Mähen auf ein Minimum redu-
ziert. Das ermöglicht zügiges Vorankommen
ohne lästiges unterbrechen des Mähvorgangs
was die Effizienz beim Mähen maximiert.
Neuer Ökomulcher zum Rapid REX:
Effizientes Mulchen von kleinen Flächen Rapid
bietet neu für seinen als weltweit leichtesten
hydrostatischen Geräteträger bekannten Rapid
Rex einen Ökomulcher an. Diese Kombination
öffnet völlig neue Perspektiven. Wo bisher
Mulcharbeiten mühsam mit Fadenmähern erledigt werden mussten spielt die neue Gerätekombination nun ihre Vorzüge aus. Die einfache Handhabung sowie extreme Wendigkeit
selbst in steilstem Gelände werden auf das
Mulchen übernommen. Mit dem aktiv über den
Holm gelenkten Gerät lassen sich Strasseninseln und -böschungen effizient mulchen. Das
Gerät bei welchem sich bei einer Arbeitsbreite
von 70 cm die Schnitthöhe stufenlos einstellen
lässt arbeitet mit zwei robusten Stahlmessern.
Das Resultat des wartungsarmen Geräts ist bestechend: in kurzer Zeit sauber gemulchte Flächen – dies zur Freude ihres Budgets, der Anwohner sowie aller Kleinlebewesen.
Die Rapid Gruppe mit Sitz in Dietikon/ZH beschäftigt rund 160 Mitarbeitende.
Zur Gruppe gehören die Geschäftsbereiche Industrie (Rapid Technic AG) und Immobilien (Rapid Grünau AG, Rapid M+F Services AG, Logotherm AG). Rapid Holding AG
ist an der Berner Börse BX kotiert, Valor Nummer 3 033 336, Tickersymbol RAPN.
Für allgemeine Anfragen kontaktieren Sie:
Thomas Wirth, Marketing, Telefon +41 44 743 13 39, thomas.wirth@rapid.ch
Weitere Informationen finden Sie auch auch www.rapid.ch
Rapid Technic AG
Industriestrasse 7
CH-8956 Killwangen
Tel. 044 743 11 11
info@rapid.ch
www.rapid.ch
Suisse Public 2011
Halle 2.2, Stand B018
Rapid im Kommunalbereich
Fünf Qualitätsmarken, unbegrenzte
Anwendungen, ein Partner
Offizielle Vertretung von:
Iseki Kompakttraktoren
Die wendigen Helfer in
Kommunaltechnik und
Arealpflege.
Egholm Knicklenker
Beim Kehren und Saugen,
Schneeräumen, Mähen oder
Mulchen macht er eine
hervorragende Figur.
Iseki TH 4330
Egholm 2200
City Ranger
Lindner Unitrac Transporter
Lindner Transporter sind für
den Praxiseinsatz gemacht.
Besuchen Sie uns an
der Suisse Public,
21.–24. Juni 2011,
BEA Expo Bern,
Halle 2.2, Stand B018.
Rapid Technic SA
Industriestrasse 7
CH-8956 Killwangen
T +41 44 743 11 11
www.rapid.ch
Rapid Einachs-Geräteträger
Mit nur 89 kg Gewicht ist
der Rapid Rex bestens für
extreme Steillagen bis zu
120% geeignet.
Rapid REX
Lindner Unitrac
Rapid für den Kommunalbereich
Ihr bewährter Schweizer Partner. Rapid führt
das komplette Programm für einen breiten
Anwendungsbereich eines jeden Werkhofs.
CANYCOM-ROCKY Raupentransporter
Der robuste Canycom-Raupentransporter
ist unentbehrlich für kleinere Transporte
in unwegsamem Gelände.
Canycom-Rocky P50 AZ
SKR 2/11 133
WERKHOF
Kommunaltechnik
Zaugg präsentiert einen neuen
Schneepflug für den LKW-Anbau
Der neue Zaugg LKW-Schneepflug G32 vereinigt die traditionellen Merkmale der Federklappenpflugtechnik
und der Scharsegmentbauweise mit den einzigartigen Vorteilen der seit langem bewährten Zaugg-Elementabfederungstechnik.
Dieser LKW-Schneepflug ist für die Schneeräumung auf Strassen mit wechselnder
Fahrbahnbeschaffenheit und Übergängen
gebaut. Dessen von Zaugg neu entwickeltes Elementabfederungssystem ist eine
Variante des bisherigen Systems und garantiert ein ebenso sicheres Überfahren
von Hindernissen. Die Einzelarmabstützung
der Abfederungselemente ermöglicht ein
speziell abgestimmtes Verhalten an Fahrbahnprofile mit Querrillen.
Die ZAUGG-Schneepflüge können an grosse LKWs ganz locker und leicht von nur
einem Mann montiert werden. Der leicht
gebaute Pflug läuft im Räumeinsatz verblüffen ruhig und erzeugt viel weniger
Widerstand und Lärm als herkömmliche
Schneepflüge – nicht zuletzt dank dem
unkonventionell schrägen Aufstandswinkel. Dadurch ist eine überdurchschnittlich
hohe Räumgeschwindigkeit möglich.
Wobei das Räumbild einwandfrei bleibt.
Das Besondere an der runden und offenen
Pflugscharform ist, dass der Schnee nicht
einfach ausgeworfen sondern «ausgerollt»
wird und einen weiten Schneewurf ermöglicht. All dies ergibt u. a. mehr Sicherheit
für alle Verkehrsteilnehmer und der Fahrer
profitiert von einer auf die Dauer unverschmutzten Windschutzscheibe.
Die grösste Schneefrässchleuder von Zaugg
im Einsatz an einem grossen Fendt mit
drehbarem Fahrersitz und Rückfahreinrichtung
134 SKR 2/11
Die ZAUGG-Schneepflüge gibt es in mindestens 15 Modellen wobei für jedes verschiedene Pflugbreiten angeboten werden.
Der Schwenkwinkel beträgt normalerweise
35°, wobei bei den meisten Modellen auch
45° oder bei gewissen sogar 55° erhältlich
sind. Was es erlaubt mit grossen Räumbreiten zu operieren, auch wenn zwischendurch enge Durchfahrten zu bewältigen
sind.
Im Weitern zeigt ZAUGG Topmodelle aus
seiner umfangreichen Palette von Schneefrässchleudern. Die ZAUGG-Schneefrässchleudern bieten für jedes Trägerfahrzeug
die richtige, den Anforderungen gerechte
und kundenspezifische Lösung. Dank dem
ZAUGG-Baukastensystem können die
Grundkonfigurationen mit individueller Antriebs- und Bedienungsausrüstung bestückt werden. Der Schneefrässchleudertyp
ist vom Fahrzeug abhängig und wird durch
ZAUGG bestimmt, die Auswurfweite kann
vom Kunden in einem gewissen Bereich selber bestimmt werden. Mittels Lasertechnik
und fortlaufender Qualitätsüberprüfung
wird ein hochwertiges Produkt garantiert.
Bei den Rohmaterialien legt ZAUGG Wert
darauf, dass nur Qualitätsprodukte die der
ISO 9001 Zertifikation entsprechen eingesetzt werden. So können eine lange Lebensdauer, Robustheit und zufriedene Kunden gewährleistet werden.
Seit letztem Jahr wurde dieses umfangreiche Sortiment durch die Akquisition des
Teilbereichs für Flugfeld-Kehrblasgeräte
und der selbstfahrenden ROLBA Schneefrässchleudern von Bucher Municipal ergänzt. Dadurch ergab sich für die ZAUGG
die einmalige Gelegenheit, das Produktsortiment im Winterdienstbereich sinnvoll
zu ergänzen und abzurunden, sowie ein
wohlüberlegtes Wachstum zu gewährleisten. Gleichzeitig wurde auch das Weiterbestehen der 50jährigen schweizerischen
Traditionsmarke ROLBA gesichert.
Der neue Zaugg LKW-Schneepflug G32 mit dem
von Zaugg weiterentwickelten Elmentabfederungssystem für eine noch bessere Anpassung
and die Fahrbahnbeschaffenheit
Die Zaugg AG Eggiwil ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung
und Herstellung technisch hochstehender
Geräte für die Schneeräumung auf Strasse
und Schiene und spezialisierter Geräte für
die Bearbeitung von Schneepisten. Die
Zaugg-Produkte sind bekannt für ihre herausragende Schweizer-Qualität, die ausserordentliche Betriebssicherheit, den unübertroffenen Arbeitskomfort, die überdurchschnittlich lange Lebensdauer und
bieten dadurch ein Höchstmass an (Räum)Leistung und Wirtschaftlichkeit. Dank stetiger Innovation und Anpassungsfähigkeit an
die Kundenbedürfnisse, ist das Unternehmen in den letzten Jahren stark gewachsen
und beschäftigt heute in Eggiwil zirka 150
Mitarbeiter.
ZAUGG AG EGGIWIL
Holzmatt
CH-3537 Eggiwil
Tel. 034 491 81 11
Fax 034 491 80 81
www.zaugg-ag.ch
info@zaugg-ag.ch
Suisse Public 2011
Halle 3.0, Stand C016
WERKHOF
Kommunaltechnik
Stadt Luzern setzt
im Winter auf Kugelmann
Im vergangenen Winter wurden erstmals vom Strasseninspektorat der Stadt Luzern fünf Kugelmann-Dreipunkt-Streumaschinen eingesetzt. Die Erfahrungen waren so positiv, dass im nächsten Jahr zwei weitere
Maschinen zum Einsatz kommen.
Ein effizienter Winterdienst auf den Strassen, engen Gassen, Trottoirs und öffentlichen Plätzen ist äusserst wichtig. Warum
das Strasseninspektorat der Stadt Luzern
im Fussgängerbereich neu auf Kugelmann
setzte, gaben uns die beiden Verantwortlichen, Franz Suter, Ressortleiter und Beat
Bienz, Werkstattchef, Auskunft.
chen. Im Weiteren ist der Bedienungsteil
sehr einfach, überschaubar und effizient.
Wie sind die Erfahrungen
im ersten Winter?
Beat Bienz: Vom November bis Anfang
Januar waren die Kugelmann-DreipunktStreumaschinen fast täglich im Einsatz
und wurden von verschiedenen Mitarbeitenden gefahren. Wir hatten keine Probleme in der Bedienung und Störungen sind
auch nicht aufgetreten. Die KugelmannTechnik überzeugt in jeder Beziehung und
wir sind rundum zufrieden.
Kugelmann Duplex
Dreipunkt-Streumaschinen
Beat Bienz (links) und Franz Suter (rechts) vom
Strasseninspektorat der Stadt Luzern
Welche Überlegungen
führten zur Neuanschaffung?
Franz Suter: Die Wegabhängigkeit im
Fussgängerbereich war ausschlaggebend.
Die Streubreiten sind bei Trottoirs, engen
Gassen, öffentlichen Plätzen, usw. verschieden. Uns schwebte ein Gerät vor,
dass auf unsere Kleintraktoren aufgebaut
und die Streubreite von der Führerkabine
aus mit einem Joystick-Befehl umgestellt
werden kann.
Welche Produkte kamen infrage?
Beat Bienz: Wir haben nach Produkten
mit Tellerstreuer gesucht, die zugleich
splitten und salzen können. Zwei Fabrikate von verschiedenen Herstellern kamen infrage und wir haben beide nach
unseren strengen Kriterien getestet.
Warum haben Sie sich
für Kugelmann entschieden?
Franz Suter: Der Entscheid war klar. Einerseits erüllte Kugelmann alle Anforderungen, andererseits entsprach die Verarbeitung unseren hohen Qualitätsansprü-
Sämtliche Antriebsteile und Leitungen
sind an der Heckpartie verkleidet, also geschützt vor mechanischer Beschädigung
und vor Spritzwasser. Der nahe Anbau am
Traktor sorgt einerseits für den optimalen
In Reih und Glied die fünf
Kugelmann-Dreipunkt-Streumaschinen
A. Leiser AG
Maschinen und Fahrzeuge
CH–6260 Reiden
CH–3053 Münchenbuchsee
Tel. 062 749 50 40
www.leiserag.ch
Schwerpunkt und andererseits für hohe
Zuladmöglichkeiten. Die Duplex-Inox-Konstruktion ist serienmässig in Edelstahl
(VA-Qualität) ausgeführt und dadurch absolut säure- und laugenbeständig. Das
Streugut ist mit einer komplett geschlossenen Plane gegen Regen und Spritzwasser auch von unten bestens geschützt.
Erhältlich in 12 verschiedenen Grössen
von 0,35 bis 1,9 m3.
Kugelmann-Aufbau-Streumaschinen
Die niedrige Bauweise dieser AufbauStreumaschine – erhältlich in Duplex oder
Duplex Inox – bietet grosse Sicherheit, weil
eine freie Rundumsicht gewährleistet und
der Gewichtsschwerpunkt tief ist. Das
Standardmodell Duplex verfügt über eine
hochwertige Speziallackierung und einen
grossen Edelstahlanteil, beim Duplex Inox
ist der Streustoffbehälter komplett aus
Edelstahl gefertigt. Die Kombination von
drei Wannenhöhen und jeweils acht Wannenlängen ergibt in Verbindung mit drei
verschiedenen Hecklängen ein BaukastenSystem mit 72 Varianten. Mit jeweils kleinen Anpassungen passen sie eigentlich auf
jedes Trägerfahrzeug. Kugelmann stellt
Aufbau-Streumaschinen von 0,4 bis
5.0 m3 her.
Zuständig für den Vertrieb der KugelmannStreumaschinen in der Schweiz sind die
Leiser AG, Maschinen und Fahrzeuge AG
Reiden LU und die Zimmermann AG in Domat/EMS GB.
Zimmermann AG
Motorgeräte und Kommunaltechnik
CH–7013 Domat/Ems
Tel. 081 650 30 00
www.zimmermannag.ch
Suisse Public 2011
Freigelände G5 070
SKR 2/11 135
WERKHOF
Kommunaltechnik
Der Marktführer
ist immer speziell gefordert
Gerade dies ist immer wieder Ansporn für
die Firma Hubitec AG in 8302 Kloten, zusammen mit seinen Lieferanten, optimale Lösungen und Konzepte für Hebebühnenkunden zu erarbeiten und umzusetzen. Zum einen gilt es den stetig
wachsenden Leistungsansprüchen und
spezifischen Kundenbedürfnissen gerecht
zu werden und zum andern sind das zunehmende Sicherheitsdenken sowie die
verschärften Arbeitssicherheitsvorschriften eine enorme Herausforderung. Durch
die ausgewogene Umsetzung dieser Vorgaben gelingt es der Firma Hubitec AG
mit den Produkten von RUTHMNN aus
Deutschland immer wieder den Kundennutzen zu erhöhen und neue Anwender
zu gewinnen. Waren es früher fast ausschliesslich Elektrizitäts- oder Stadtwerke
die mit Hubarbeitsbühnen arbeiteten,
sind heute Bereiche wie die Gebäudereinigung- und Pflege, der Forstbereich oder
Im mittelschweren Gerätebereich bis 7,5 t
Gesamtgewicht bietet Hubitec Lösungen
bis 33 m Arbeitshöhe auf Chassis/Kabinen
Fahrgestellen und bis 17 m Arbeitshöhe
auf Kastenwagen mit z.B. ausgebauten
Werkstattinnenraum an. Ein Konzept
was insbesondere im kommunalen
Bereich häufig zur Anwendung kommt.
ganz allgemein die Vermietung stark gewachsen. Die vielen unterschiedlichen Anwendungen erforderten von den Geräteherstellern neue Lösungen, hin zu mehr
Gerätevariabilität und Effizients. Die Produktepalette von Ruthmann im leichten,
3,5 t Segment wurde deshalb stark ausgebaut und spezifische Geräteeigenschaften wurden durch z. T. zusätzliche Baugruppen abgedeckt. So ist es heute möglich mit einem Ruthmann-Steiger, Typ TB
270 eine Arbeitshöhe von bis 27 m und
einer Reichweite von nahezu 15 m abzudecken. Durch ein variables Stützensystem sind selbst Höhen von über 20 m mit
einer schmalen, nur 2,10 m breiten Abstützung sicher und einfach erreichbar.
Diese Gerätebaureihe ist in den Höhenstufen 18 m, 22 m und 27 m verfügbar.
Für spezielle Anwendungsbereiche oder insbesondere Elektrizitäts- oder Gemeindesowie Stadtwerke steht auch ein 20 m
Auf einem leichten 3,5 t Fahrzeug bis 27 m
Arbeitshöhe und 15 m Reichweite
Gerät mit beweglichem Korbarm zur Verfügung. Mit 230 kg Bühnentragfähigkeit
und einem Arbeitskorb, welcher sich um
2 x 90 Grad drehen lässt, werden die Geräteleistungsdaten ergänzt. Auf Wunsch
ist der Arbeitskorb isoliert ausgeführt
und/oder mit einer 230 Volt Leitung sowie einem Wasseranschluss bestückt. Der
Arbeitskorb kann über eine grosszügige
Treppe frontseitig bequem und aufrecht
betreten werden. Die erstaunlich einfache
und äusserst präzise Gerätesteuerung
entlastet die Gerätebediener in einer sinnvollen weise. Die Steuerung übernimmt
nicht nur das automatische Aufstellen
des Gerätes, sondern sorgt auch dafür,
dass mittels Knopfdruck, egal aus welcher
Position, das Gerät automatisch zusammenfährt. Ob die Geräte auf einem leichten 3,5 t Trägerfahrzeug oder gar auf einem Allradfahrgestell eingesetzt werden,
kann vom Anwender gewählt werden.
Für schwerste Arbeitseinsätze bieten sich die
T-Geräte von Ruthmann bis über 100 m an.
Bis 30 m Arbeitshöhe können sie die Geräte
sogar mit einer schmalen, senkrechten Stützenausführung ausrüsten und profitieren trotzdem
von Gerätereichweiten von über 20 m.
Wahlweise sogar mit der Fahrzeugbreite
von 2,30 m, damit auch in engen Bereichen
wie z. B. Städten usw. ein sicheres und einfaches
Handling möglich ist. Die T-Baureihe verfügt
über einen grossen Arbeitskorb aus Aluminium
oder Kunststoff und die zulässige Arbeitskorbbelastung liegt mit 300 kg bis 500 kg sehr hoch.
Ergänzt wird das umfangreiche Hebebühnenprogramm durch entsprechende Serviceleitungen. Sei dies im vorzüglich ausgerüsteten Kompetenzzentrum in Kloten, mit
allen notwendigen und wünschenswerten
Werkstattausrüstungen, oder vor Ort bei
den Kunden in der ganzen Schweiz.
Hubitec AG
Steinackerstrasse 57
CH-8302 Kloten
Tel. 043 255 42 00
info@hubitec.ch
www.hubitec.ch
Suisse Public 2011
Freigelände F6 054
136 SKR 2/11
PUBLIREPORTAGE
KramerALLRAD-Technik überzeugt
Stützpunkt-Feuerwehr und Werkhof Küssnacht am Rigi
Schadensereignisse erfolgen auch im Bezirk Küssnacht am Rigi meist unverhofft, dafür aber umso heftiger. Dies
bedeutet für die Verantwortlichen des Werkhofes und der Stützpunktfeuerwehr jedes Mal eine spezielle Herausforderung. Seit 2011 steht den Einsatzkräften ein Kompaktradlader KramerALLRAD, Typ 280 zur Verfügung.
Um effizient arbeiten zu können, fehlte den Mitarbeitern des
Werkhofs Bezirk Küssnacht am Rigi ein Universalgerät, das für
die Ein- Auslagerung und das Be- und Entladen verschiedener
Güter eingesetzt werden kann. Für Strassenreparaturen und
anderen Ausseneinsätzen fehlte oft ein Transportmittel oder
ein Lader. Auch den Spezialisten der Stützpunkt Feuerwehr
Küssnacht fehlte ein geländegängiger Stapler, der das palettisierte Material rasch verladen kann. Bei Schadenstellen, müssen diese Mittel direkt an den Ort des Geschehens verfahren
werden können. «Das Gerät muss miliztauglich sein!» so die
klare Aussage von Hptm. Stefan Meier, Pikett-Chef. Das heisst,
jeder muss mit dem Lader arbeiten können. Bei der Evaluation, konzentrierte sich die Aufmerksamkeit auf den
Kompaktradlader KramerAllrad 280. Sicherheit und Kompaktheit standen für Werkmeister Bruno Achermann im Vordergrund. Diese Kriterien erfüllt der KramerALLRAD 280 vollständig. Die unerreichte Standsicherheit basiert auf dem ungeteil-
ten Fahrzeugrahmen und der einzigartigen Allrad-Lenkung
(Wenderadius 2’280 mm). Der umweltfreundliche Diesel-Motor (28 kW/40 PS), mit Russpartikelfilter, entwickelt genügend
Kraft für den hydrostatischen Fahrantrieb (grosse Zug- und
Schubkräfte), sowie die Arbeitshydraulik mit entsprechend hohen Hub- und Reisskräften (28,0 / 27,3 kN). Mit der soliden
Stapeleinrichtung können Palette bis 1’900 kg verfahren werden und bis zu 2’670 mm hoch gestapelt resp. verladen werden. Die im Lieferumfang enthaltene Greifer-Schaufel erleichtert die Arbeiten im Strassenunterhalt, unterstützt aber auch
die Aufräum- Abbrucharbeiten der Feuerwehr. Im Winterdienst stechen die Eigenheiten des KramerALLRAD 280 besonders hervor. Die Allradlenkung, gepaart mit dem hydraulisch
verstellbaren, 1’800mm breiten Schneeschild, ermöglichen ein
effizientes Räumen von Nebenstrassen, Trottoirs, Park- und
Abstellplätzen. Mit zum Kaufentscheid geführt hat sicher auch
die optimale Beratung und der schweizweite Kunden- und Ersatzteildienst der Rohrer-Marti AG, Zollikofen.
Rohrer-Marti AG
Industriestrasse 53
CH-3052 Zollikofen
Tel 031 910 30 40
mail@rohrer-marti.ch
www.rohrer-marti.ch
Übergabe des KramerALLRAD-Laders, Typ 280
von l. n. r.: Hptm. Stefan Meier (Pikett-Chef), Alfred Chappuis
(Verkaufsberater Rohrer-Marti AG), Bruno Achermann (Werkhofchef)
3052 ZOLLIKOFEN
Suisse Public 2011
Halle 3.0, Stand A019
8716 SCHMERIKON
Halle 3 | Stand A019
www.rohrer-marti.ch | www.agfbs.ch
SKR 2/11 137
PUBLIREPORTAGE
Dank Hako Schweiz AG
Innen und Aussen ein gepflegtes Erscheinungsbild !
Als Tochtergesellschaft von Hako wissen wir, worum es bei der Reinigung geht. Mit den Marken Hako, Multicar, Toro, Yanmar und
Trilo bieten wir Lösungen im Bereich Reinigung, Transport, Arealpflege und Winterdienst. Hako gilt als weltweit führender Hersteller von Reinigungsmaschinen in verschiedenen Bereichen. Wenn es
um Neues geht haben sie immer wieder die Nase vorn.
Ganz Jahreseinsatz auf Plätzen und Strassen
Multicar ist eine Tochtergesellschaft von den Hako Werken GmbH
und bietet Ihnen alle Varianten eines Multifunktionsfahrzeugs. Die
verschiedenen Anbauräume (Front-, Heck- und Aufbau) lassen
keine Wünsche offen. Wählen Sie aus über 150 verschiedenen Anbaugeräten die passende Variante für Ihren Einsatz aus.
Ein Multicar durch und durch – der neue M27
Hohe Transportleistung, gepaart mit starker Geräteträgerleistung
zu einem attraktiven Preis-/Leistungsverhältnis. Das ist die Erfolgsformel des neuen M 27.– der die Stärken seiner Vorfahren in sich
trägt und mit innovativen Technologien den Anforderungen des
heutigen Arbeitsalltags begegnet.
Im M27 stecken die gebündelten Vorteile seiner Klasse. Mit einer
Breite von 1 Meter 62 und einer Höhe von 2 Meter 19 ist er nach
wie vor ein Meister der engen Gassen und Wege. Mit 7,5 Tonnen
Gesamtzuggewicht, bis zu 2,7 Tonnen Nutzlast und Dreiseitenkipper nimmt er auch grosse Lasten auf die leichte Schulter. Und
mit drei Anbauräumen und bis zu 90 Liter/200 bar Arbeitshydraulik
leistet er ganze Arbeit beim Antrieb der An- und Aufbaugeräte. Ein
2-Liter VW-Motor schlägt in seiner Brust. Seine 102 Pferde (75 kW)
bringen ihre Kraft schnell auf die Strasse, und dank Euro 5 mit wartungsfreiem Partikelfilter im geschlossenen System tun sie dies
auch noch sehr umweltfreundlich.
Für die Innen- und Aussenreinigung
Speziell für die staubfreie Reinigung kleiner
ner bis
mittlerer Flächen bietet Hako den Hamster
amster
800. Die handgeführte Kehrsaugmaschine
hine ist
mit dem robusten Ganzstahlchassis und
d der hohen Kehrleistung für den Einsatz.
Der Hako-Hamster 800 ist sowohl mit Verbrennungsmotor als auch mit Elektroantrieb
oantrieb
erhältlich. Damit schafft die kleine Kehrsaugehrsaugmaschine mühelos Steigungen von biss zu 12%,
ohne dass sich der Bediener anstrengen
en muss.
138 SKR 2/11
PUBLIREPORTAGE
Zwei Antriebsvarianten, 4x2 oder 4x4, zwei Radstände, 2450
oder 2990 mm, viele Ausstattungsalternativen und drei Baureihen garantieren dem Anwender das richtige Fahrzeug für den
gewünschten Einsatz.
Die Grünpflege
Aus dem Hause Toro bekommen Sie alles für die Grünpflege.
Aufsitzgeräte bis 4.9 m in Spindel- oder Sichelmähtechnik oder
die Laub- und Transporttechnik. Für kleinere Einsätze bietet
Toro Handrasenmäher in den verschiedensten Ausführungen
bis zu einer Arbeitsbreite von 66 cm.
Für eine
saubere Stadt
EURO 5
mit Partikelfilter
GrandStand Stehrasenmäher bietet hervorragende ProDer Toro GrandStan
Sichtfeld und tollen Bedienerkomfort in einer
duktivität, gutes Si
kompakten Maschine. Er hat eine einzigartige
ansprechenden, ko
gutes Fahrverhalten im schwierigsten Terrain
Federung für ein gu
und eine klappbare Plattform, sodass die Verwendung als Stehhandgeführter Rasenmäher möglich ist. Der
rasenmäher und h
GrandStand-Rasenmäher hat ein Toro TURBO FORCE Mähwerk
GrandStand-Rasen
Bedienhebel, die den Einsatz vereinfachen und dem Garund zwei Bedienheb
Landschaftsbauer eine bessere Schnittqualität bieten.
ten- und Landschaf
Mit Yanmar bietet Ihnen Hako Schweiz AG verschiedene Kompakttraktorenmodelle. Viele Ausrüstungsoptionen lassen den
pakttraktorenmod
im Sommer oder Winter anpassen.
Traktor auf Ihre Bedürfnisse
Bed
Kompetente Beratung vor und nach dem Verkauf
Kompete
Schweiz AG ist auch nach dem Verkauf für Sie
Hako Sch
werksgeschulte Kundendienst weiss Bescheid
da. Der w
gerne für Sie und Ihre Maschinen da. Sei es
und ist g
eigenen Werkstätten, unsere mobilen
durch unsere
un
Monteure oder durch unsere Fachhändler. Wir halten
fit für den Einsatz!
Ihre Maschinen
Masch
Weitere Informationen zu den Produkten
und zu Hako Schweiz AG finden Sie
u
unter www.hako.ch
Oder besuchen Sie uns an der
Public in Bern vom 21.–24.06.2011
Suisse P
am Stand C020 in der Halle 2.2!
Maschinenwahl ist Partnerwahl. Hako bietet hier
als Partner professionelle Lösungen für die optimale Bewältigung der kommunalen Aufgaben.
Und Hako steht nicht nur für Spitzentechnik, Hako
garantiert auch Spitzenservice.
Vor, während und nach dem Kauf.
Deshalb sagen Profis:
”Ich will mehr. Ich will Hako!”
Mehr darüber und über objektbezogene
Leistungsbeweise vor Ort bitte anfordern bei
Hako Schweiz AG
Zeughausstrasse 21 · 6210 Sursee
Tel.: 041 925 26 26 · Fax: 041 925 26 27
www.hako.ch · mail@hako.ch
www.hako.com
”Ich will mehr.
Ich will Hako!”
SKR 2/11 139
PUBLIREPORTAGE
Hoch hinaus – sicher stehen !
… mit LCS-Leiteradaptern
LC-System aus Österreich hat nun ein
neues Niveauausgleichsystem entwickelt.
Weitere Produkte mit
dem gleichen Niveauausgleichsystem:
Mittels Drehachse richtet sich der Stützfuss am Leiterfuss von selbst aus.
Schilder-Aufstellvorrichtung
- Sicherer Stand auch in
schwierigen Böschungsbereichen
für Ihre Beschilderungen
- Automatischer Niveauausgleich
bis zu 30°
- Kompakt zerlegbar, nur 12kg Gewicht
Steht die Leiter senkrecht, fixiert man den
Bogen mit einem Drehknopf. Spezielle
Klauen am Ende des Rundbogens sorgen
zusätzlich für sicheren Halt auf schwierigem Untergrund. Im vorderen Bereich
bohren sich Zähne in lockere Böden, während hinten Gummipuffer für Rutschsicherheit auf glattem Grund sorgen. Selbst
auf steilstem Untergrund steht die Leiter
mit dieser Sicherung bombenfest. Das System wurde in Österreich von der AUVA in
Wien (Abteilung für Unfallverhütung) getestet und für empfehlenswert befunden.
Schubkarren
- Passt sich während des Abstellvorgangs der jeweiligen Untergrundsituation an und steht daher
immer waagrecht und felsenfest
Unebener Boden und plötzliches Wegrutschen sind die häufigsten Ursachen für
Unfälle mit Leitern. Über 90% aller Leiterunfälle sind auf Bedienungsfehler zurückzuführen.
Manufakt – Produkte:
ein Maximum an Wetterbeständigkeit
Bättig-Stapelstühle, Aussenbänke
- Altbekannt und bewährt seit über 50 Jahren
- Feuerverzinkte Konstruktion
mit aufgesetzten PVC-Latten
- Einsetzbar im Schwimmbad,
Schulhaus, Parkanlagen
Klapptische
- Passend zu den Bättigstühlen
- Klappbare Platten in traditionellem Blech
oder mit GFK-Polyesterplatte
Alles in Schweizer Qualität !
Beratung und Vertrieb in der Schweiz:
Anteprima Concept AG
Zürcherstrasse 91 | CH – 8620 Wetzikon ZH
Tel. 044 933 60 20 | Fax 044 933 60 21
www.anteprima.ch
www.lc-system.com
www.manu-fakt.ch
+
WERKHOF
Kommunaltechnik
Umweltfreundlich, effizient, praktisch
Stigas Aufsitzmäher
Park Mirage 5.0 fährt elektrisch
Rechtzeitig zur Gartensaison bringt der
schwedische Gartengerätehersteller Stiga
mit dem Park Mirage 5.0 einen Aufsitzmäher mit Frontmähwerk auf den Markt, der
elektrisch fährt und seine Energie aus sauberen, wieder aufladbaren Akkus bezieht.
Damit gibt das Unternehmen den Startschuss für eine neue, umweltorientierte
Ära des Rasenmähens: Weder wird die
Luft verunreinigt, noch entstehen Geräusche in unangenehmer Lautstärke. Weil er
keinerlei Emissionen freisetzt, wird der innovative Elektromäher den steigenden Ansprüchen an die Nachhaltigkeit gerecht.
Ein typischer «Park»
Die technisch hochwertige und jahrelang
bewährte Ausstattung, die die Park-Serie
von Stiga kennzeichnet, findet sich im Park
Mirage 5.0 wieder. Dank des Combi-Mähwerks kann der Fahrer nach Bedarf zwischen der Multiclip-Mulchfunktion und
dem Heckauswurf wählen. Der Schnitt erfolgt sauber und ohne die Grasnarbe zu
beschädigen. Selbst Engstellen werden
problemlos gepflegt, denn seine echte mittige Knicklenkung macht den Elektromäher
höchst manövrierfähig. Die durchdachte
Antriebsregelung verhindert, dass die Räder durchdrehen.
© Stiga
Rasen mähen so komfortabel
wie nie zuvor
Der Park Mirage 5.0 von Stiga benötigt
keine aufwendige Tankbefüllung oder War-
tung. Stattdessen laden sich seine Akkus
über Nacht in der Steckdose auf. Zusätzlich
bewirkt das regenerative Bremssystem des
Elektromähers, dass die Batterien sich jedes Mal, wenn man bremst, selbst aufladen. Dies spart ebenso wertvolle Energie
wie der Stand-By-Timer, der die Maschine
bei Inaktivität automatisch ausschaltet
und die Fahrsicherheit dadurch erhöht.
© Stiga
Weil der neue Park Mirage 5.0 batteriebetrieben fährt, setzt er keine schädlichen
Emissionen frei. Die Luft bleibt sauber
und die Natur wird geschont.
Der Frontmäher Park Mirage 5.0 besitzt die
Mulchfunktion Multiclip, die das Schnittgut
mehrmals im Gehäuse extrem fein zerhäckselt
und es im gleichen Arbeitsschritt zwischen
die Grashalme dem Boden wieder zuführt
– für optimale Mähergebnisse.
Estate Mirage 5.0
Stigas Gartentraktor Estate Mirage 5.0,
eine Neuheit auf dem Gartengerätemarkt,
fährt jetzt auch mit umweltfreundlichem
Elektroantrieb. Seine Energie bezieht das
Kraftpaket aus Akkus, die weder schädliche
Emissionen freisetzen noch – wie ein traditioneller Verbrennungsmotor – regelmässig
gewartet werden müssen. Dadurch vereint
das geräuscharme Fahrzeug Umweltschutz
mit hohen Komfortstandards und weist die
Richtung für eine neue, nachhaltige Generation von Gartentraktoren.
© Stiga
Der Gartentraktor Estate Mirage 5.0 ist ein
kompaktes Kraftpaket für grosse Rasenflächen,
das seine Energie aus umweltfreundlichen
Akkus bezieht.
ILSEBO Handels AG
CH-5463 Wislikofen
Tel. 056 250 50 06
Fax 056 250 50 08
info@ilsebo.ch
www.ilsebo.ch
Suisse Public 2011
Halle 2.2, Stand B023
SKR 2/11 141
WERKHOF
Logistik
Fastrac – Alleskönner
für Gemeinden, Kantone und Bund
Die Ansprüche an Kommunalfahrzeuge
sind umfangreich. Die Bandbreite reicht
vom Nutzfahrzeug mit Anhängelast bis
zum universellen Schneeräumer oder Mähgerät. Die Fastrac der Marke JCB vereinen
all diese Nutzen – entwickelt nach dem
Trac-Konzept. Bei diesem Konzept ist die
Kabine in der Mitte des Fahrzeuges montiert und die Räder sind gleich gross. Dadurch entsteht am Heck eine zusätzliche
Aufbau-Plattform.
ell macht den Fahrkomfort aus. Dazu
kommt der Touch Screen zum Programmieren von wiederkehrenden Arbeitsabläufen. Die Leistung dieser Fastrac beträgt
bis 230 PS, mit Powerboost 260 PS. Als einzige dieser Kategorie erreichen sie eine
Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Die
2000 Serie mit der 4-Rad Lenkung hat einen Wenderadius von 10.4 Metern. Dadurch sind die Fastrac für Arbeiten auf engem Raum gerüstet.
Fahren mit Vergnügen
Sicher ausgerüstet
Die 3000 XTRA Serie verfügt über das PTronic Teillastschaltgetriebe mit 24 Vorwärts- und 9 Rückwärtsgängen. Der kupplungslose Gangwechsel mit den drei Getriebemodi Automat, Teilautomat, Manu-
Die hochmoderne Fahrerkabine mit Klimaanlage bietet dem Maschinisten einen
hervorragenden Arbeitsplatz. Bei der 3000
Serie sind als Option beheizbare Frontscheiben und Rückspiegel erhältlich.
In jeder Situation kontrollierbar sind die
Fastrac durch:
• die vollständig gefederte
Vorder- und Hinterachse
• die Bremsanlage mit vier grossen
Scheibenbremsen
• das serienmässig eingebaute
Antiblockiersystem ABS.
CARL HEUSSER AG
CH-6330 Cham
Tel. 041 747 22 00
www.heusser.ch
Suisse Public 2011
Halle 3.2, Stand G013
Freigelände E3 112
Fastrac – Alleskönner
für Gemeinden, Kantone
und Bund.
/ Effizienz
/ Kraft
/ Sicherheit
www.heusser.ch
Kraft mal Innovation.
CARL HEUSSER AG
6330 Cham
CARL HEUSSER SA
1844 Villeneuve
Wissen rund um das moderne Public Management
SKR lesen und Bescheid wissen.
Auch morgen. Mit einem Jahres-Abo
zum Preis von 39 Franken !
abo@fachpresse.com
142 SKR 2/11
EVENTPLANUNG
Konferenz- und Seminarräumlichkeiten
Seminar- und Erlebnishotel
RömerTurm****
Das Seminar- und Erlebnishotel RömerTurm liegt hoch über dem Walensee mit
atemberaubender Aussicht auf den See,
die umliegenden Berge und die Linthebene
bis hin zum Zürichsee.
Das gastfreundliche Team setzt alles daran, zum Erfolg der Seminare beizutragen.
Grosszügig und professionell eingerichteter Seminarbereich, in bis zu 7 Seminar-
und Gruppenräume unterteilbar. «Kreativraum» Turmstube. Alle Räumlichkeiten mit
Tageslicht und optimaler Technik. Kostenloses Businesscenter, Wireless LAN. Ein vielseitiges Raumangebot mit moderner Infrastruktur, wird auch dem anspruchsvollen
Seminarteilnehmer gerecht.
Küche: Vom reichhaltigen Frühstücksbuffet bis zum Schlummerbecher an der Hotelbar erleben die Gäste im Panoramarestaurant Gastfreundschaft in der herzlichsten Form. Das kreative Küchenteam
verwöhnt die Seminarteilnehmer mit
leichten und marktfrischen Gerichten.
Die Seminarräumlichkeiten: Cäsarensaal
168 m2 | Saal 2–4 132 m2 | Saal 1–3 104 m2
| Saal 1-2 74 m2 | Turmstube 148 m2 |
Boardroom 43 m2 | Salon 5 17 m2
Parkplätze: 80 Parkplätze vor dem Hotel,
gratis.
Zimmer: 38 grosszügige Zimmer davon 5
stilvolle, geräumige Suiten. Zimmer mit
Gesundheitsmatratzen, Satelliten-TV, Radio, Direktwahltelefon mit eigener Nummer, Haartrockner, Sprudelbad, Balkon,
Minibar und ISDN-Anschluss. W-LAN im
ganzen Hotel und Seminarbereich möglich.
Verlangen Sie unsere spannenden Rahmenprogramme mit vielen Indoor- und
Outdoor Angeboten.
Erlebnis- und Seminarhotel
Römer Turm
CH-8757 Filzbach/Kerenzerberg
Tel. 055 614 62 62
www.seminarhotel.com
SKR-REDAKTIONSNETZWERK / MITWIRKENDE IN DIESER AUSGABE
Folgende Autoren haben in dieser Ausgabe interessante und aktuelle Informationen zu bestimmten Fachgebieten zusammengetragen, damit Sie über die wichtigsten Entwicklungen informiert sind:
Daniel Kübler
Politologe, Professor am IPZ
Institut für Politikwissenschaft
daniel.kuebler@fhnw.ch
11
Fredmund Malik
23
Professor für Unternehmensführung
an der Universität St. Gallen
Malik Management Zentrum St.Gallen AG
www.malik-management.com/de
Yvonne Hunkeler
diplomierte Wirtschaftsprüferin
Leiterin öffentliche Verwaltungen
und Partnerin BDO AG
yvonne.hunkeler@bdo.ch
32
Ernest Peter
38
Dozent an der Fernfachhochschule Schweiz,
Mitglied der Geschäftsleitung der
NetConsult AG, Bern
ernest.peter@netconsult.ch
www.netconsult.ch
Thomas Koch
41
Mitarbeiter des Städtekämmerers Solingen
t.koch@solingen,de
www.solingen.de
Silvia Hagen
Präsidentin Swiss IPv6 Council
shagen@sunny.ch
www.swissipv6council.ch
47
Patrick Baur
60
Sekretär der schweizerischen Gesellschaft
für Ergonomie (SwissEgo)
Me-First.ch GmbH
patrick.baur@me-first.ch
www.me-first.ch
Udo Heinss
Leiter der ASA-Koordinationsstelle
im Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)
in Zürich
udo.heinss@vd.zh.ch
www.ai.zh.ch
64
Ivars Udris
67
Präsident des Vereins stressnostress.ch
Präsident, Schweiz. Gesellschaft für Arbeitsund Organsisationspsychologie (SGAOP)
udris@bluewin.ch
www.sgaop.ch
Urs Meister
Projektleiter Avenir Suisse
urs.meister@avenir-suisse
www.avenir-suisse.ch
78
Patrick Sturm, Alexander Steffan
97
Mücke, Sturm & Company GmbH, München
info@muecke-sturm.de
www.muecke-sturm.de
Werner Müller
Fachjournalist Kommunaltechnik
Ventura Communications GmbH
redaktion-wm@bluewin.ch
126
Martin Waser
144
Stadtrat, Vorsteher des Sozialdepartements
martin.waser@zuerich.ch
www.stadt-zuerich.ch
SKR 2/11 143
SOZIALES
Kommunale Sozialpolitik
«Die Städte als Verhandlungspartner ernst nehmen»
Interview von Matthias Oppliger
Martin Waser ist Sozialvorsteher der Stadt Zürich. Als Präsident der «Städteinitiative Sozialpolitik» verschafft
er den Städten in sozialpolitischen Fragen Gehör gegenüber Bund und Kantonen. Mit der SKR spricht er über
die Tücken des Föderalismus und über mangelnde Realitätsbezüge in Fachgremien.
SKR: Herr Waser, während Bund und Kantone über Fragen der
Sozialpolitik entscheiden, liegt die Umsetzung im Aufgabenbereich der Städte. Wie funktioniert diese Arbeitsteilung?
Martin Waser: Heute funktioniert sie leider noch ziemlich
schlecht. Häufig werden auf Bundesebene oder im Kanton Veränderungen beschlossen, deren Konsequenzen bei der operativen
Umsetzung besonders in den Städten spürbar sind. Wir sind bei
der Planung und Ideenfindung nicht beteiligt, dadurch kommt es
zu Fehleinschätzungen. Die Städteinitiative appelliert darum an
die Beteiligten, die Städte von Anfang an einzubeziehen. Nur so
können taugliche Lösungen erarbeitet werden.
SKR: Findet denn heute keinerlei Zusammenarbeit statt?
M. W.: Es entwickelt sich allmählich. Traditionell ist es so, dass
der Bund mit den Kantonen zusammensitzt. In der neuen Bundesverfassung gibt es aber den Artikel 50, der verlangt, dass die
Städte und Gemeinden einbezogen werden. In der Praxis wird
dieser Artikel leider nur selten umgesetzt.
SKR: Woran liegt diese mangelnde Bereitschaft zusammenzuarbeiten?
M. W.: Da gibt es vermutlich verschiedene Gründe. Zum einen
ist diese Neuerung noch nicht in den Köpfen angekommen. Zum
anderen klingt die Vorstellung, eines weiteren Verhandlungspartners mit eigenen Vorstellungen und Zielen, nach Komplikationen und Mehraufwand. Die Städte wollen sich jedoch nicht
querstellen. Es geht vielmehr darum Know-How und Erfahrung
einzubringen. Wir wollen Lösungsansätze und Ideen aufzeigen
die praktikabel sind und der Realität standhalten. So können am
Ende alle profitieren.
«Erste Schritte sind getan,
nun müssen weitere folgen»
SKR: Sehen Sie Bereiche wo bereits eine konstruktive Zusammenarbeit stattfindet?
M. W.: Wenn ich direkt mit Personen aus dem Kanton oder dem
Bund rede, stosse ich vermehrt auch auf Verständnis. Die konkrete Zusammenarbeit jedoch, sehe ich noch kaum umgesetzt.
Ein Beispiel ist vielleicht die aktuelle Zusammenarbeit mit dem
Kanton bezüglich der Interinstitutionellen Zusammenarbeit, hier
144 SKR 2/11
sind wir von Beginn weg dabei. Ich bin durchaus optimistisch.
Erste Schritte sind getan, nun müssen weitere folgen.
SKR: Die Städte sind die sozialen Brennpunkte der Schweiz. Geht
es aber darum über neue Gesetze und Rahmenbedingungen für
die Sozialpolitik zu entscheiden, haben die ländlichen Kantone
das gleiche Gewicht. Ist das föderalistische System zur Lösung
sozialpolitischer Probleme ungeeignet?
M. W.: Nein, der Föderalismus als solcher ist nicht ungeeignet.
Er hat in der Schweiz drei Ebenen, Bund, Kantone und Gemeinden. So wie heute die Praxis ist, kommt diese dritte Ebene einfach noch zu kurz. Im Sinne des tripartiten Ansatzes müssten
alle drei Parteien am Tisch sitzen und verhandeln und nicht nur
Bund und Kantone. Eine Arbeitsteilung unter den drei Ebenen
macht durchaus Sinn, wenn sie durchdacht und praktikabel ist.
Die Städte haben eine kritische Grösse und somit verschärfen
sich gewisse Probleme. Damit einher gehen bestimmte Aufgaben, welche die Städte zu lösen haben. Aus dem Umgang mit
diesen Problemen resultiert ein reicher Erfahrungsschatz. Dementsprechend sollten die Städte als Verhandlungspartner ernst
genommen werden.
SKR: Die Städteinitiative versucht nun die Position der Städte zu
verstärken. Sie zeigt auf wo Probleme liegen, wo Handlungsbedarf besteht. Unternimmt sie auch konkrete Anstrengungen?
M. W.: Wir wollen uns einbringen, unser Wissen und unsere Erfahrung. Ist der Sozialstaat in der Diskussion, dann häufig nur die
damit verbundenen finanziellen Belastungen. Es ist aber wichtig,
dass man in diesen Diskussionen auch an die Lebensrealität der
betroffenen Menschen denkt. Diese ist ebenso relevant bei der
Lösung von sozialen Problemen. Und genau hier liegt die Stärke
der Städte. Dieses wertvolle Wissen wollen wir mit in die Waagschale werfen. Die Städte tragen einen grossen Teil der Last,
gleichzeitig wollen wir aber auch unseren Teil der Lösungskompetenz konstruktiv einbringen. Die Anstrengungen bestehen nun
darin, dass wir uns Zugang verschaffen, um den Städten die
Stimme und das Gewicht zu geben, die sie verdienen. Auf Bundes- und Kantonsebene muss klar werden, dass da noch jemand
ist, der etwas zur Problemlösung beitragen kann. Wenn also eine
Reform durchgeführt werden soll, wollen wir unsere Erfahrungen
einbringen und unseren Standpunkt begründen. Im Idealfall werden wir schon von Anfang an mit einbezogen. So kommen realisierbare und wirkungsvolle Lösungen zustande.
SOZIALES
Kommunale Sozialpolitik
«Ich will inhaltlich etwas bewegen
und dafür sorgen, dass Fortschritte
gemacht werden»
Martin Waser,
SP-Stadtrat und Sozialvorsteher der Stadt Zürich
SKR: Im Jahr 2008 hat die Städteinitiative die Strategie 2015
veröffentlicht. Können Sie die wichtigsten Ziele erläutern und
eine Zwischenbilanz ziehen?
«Ein Realitätsbezug fehlt
manchmal vollständig»
M. W.: Wir haben in dieser Strategie unsere Sicht auf die Sozialpolitik festgelegt. Wir plädieren für einen interdisziplinären und
ganzheitlicheren Ansatz und sehen sie im Gesamtkontext der
Stadtentwicklung. Es ist wichtig, dass man die Sozialpolitik im
Zusammenspiel insbesondere mit der Bildungs- und Gesundheitspolitik und der Kinderbetreuung betrachtet. Hier gibt es
Zusammenhänge, die man nicht vernachlässigen darf. Es gilt
auch generell über die Grenzen der Departemente hinaus zusammenzuarbeiten, eine Integrationspolitik im weitesten Sinne
anzustreben. Das ist die eigentliche Hauptaussage dieser Strategie. Davon ausgehend wurden weitere Aussagen entwickelt,
die uns als Leitidee gelten sollen. Ein Bereich, in welchem wir
schon einiges erreicht haben, ist die Kinderbetreuung bzw. Frühförderung. Hier sind wir in verschiedenen Städten bereits weit
fortgeschritten. Es bringt nichts, irgendwo ein Problem zu lösen,
wenn dadurch an einem anderen Ort fünf neue auftauchen.
Grundsätzlich wollen wir das ganze unter dem Oberbegriff der
«sozialen Stadt» anpacken.
M. W.: Verschiedene Städte haben konkrete Projekte und Programme lanciert. So sind zum Beispiel in Zürich enorme Anstrengungen unternommen worden im Bereich der Kinderbetreuung. Hier können wir heute eine nahezu vollständige Abdeckung im Vorschulbereich gewährleisten. Der Bedarf ist somit
gedeckt. Jetzt geht es darum, die Qualität der Kinderbetreuung
sicherzustellen und weiterzuentwickeln. Ziel ist, mit gezielter
Frühförderung zu erreichen, dass alle Kinder ohne grosse Handicaps in die Schule starten können. Eine wichtige Aufgabe der
Städteinitiative ist es zudem, eine Kultur des Austausches zu
schaffen. Die Städte sollen untereinander ihre Erfahrungen aus
erfolgreichen und auch aus gescheiterten Projekten weitergeben und so voneinander lernen.
SKR: Was unternehmen Sie, damit eine solche Strategie nicht
zum Papiertiger wird?
SKR: Bei öffentlichen Auftritten geben Sie sich gerne als «Mann
der Tat» der nahe bei den Betroffenen ist und so die Situation an
der Front kennt. Ist das das Privileg des Exekutivpolitikers?
M. W.: Meine eigene Vorstellung eines Exekutivpolitikers ist jemand, der Probleme erkennt, Lösungsstrategien entwickelt und
diese dann auch umsetzt. Das Reden über Probleme alleine hilft
SKR 2/11 145
SOZIALES
Kommunale Sozialpolitik
niemandem weiter. Ich habe diesen Anspruch an mich selbst: Ich
will inhaltlich etwas bewegen und muss dafür sorgen, dass etwas
passiert und Fortschritte gemacht werden. Das ist meine Leidenschaft und insofern auch mein Privileg als Exekutivpolitiker.
SKR: Fehlt den Fachdiskussionen heute dieser Realitätsbezug?
Beispielsweise jetzt aktuell im Vorfeld der 6. IV-Revision?
M. W.: Ja, dieser Realitätsbezug fehlt manchmal sogar vollständig. Wenn man die 6. IV-Revision anschaut, gibt es dort das Ziel
12’500 Personen wieder in das Arbeitsleben einzugliedern. Das ist
ein schönes Ziel. Wenn es aber daran geht, dieses Ziel umzusetzen, muss man sich sehr genau überlegen, wie das möglich
sein soll. Man muss sich informieren, mit sowohl mit den Betroffenen wie auch den Arbeitgebern sprechen und klären, was geht
und was nicht. Es gibt viele Arbeitgeber, die bereit sind, Leute
aufzunehmen, die nicht voll leistungsfähig sind. Von deren Wissen
könnte man doch profitieren, aber diese wurden überhaupt nicht
miteinbezogen. So wie das jetzt geplant ist, habe ich grösste Bedenken, dass eine Umsetzung realistisch ist. Man kann schon an
die Arbeitgeber appellieren, sie sollen Tausende Leute wieder integrieren. Es gilt aber auch die entsprechenden Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt zu diskutieren und gegebenenfalls
Anpassungen vorzunehmen. Das ist hier nicht, oder nur unzureichend, geschehen. Heute lastet der Druck sehr einseitig auf den
Personen, die man integrieren will, während auf der Gegenseite,
also dort wo die Leute integriert werden sollen, überhaupt kein
Druck besteht. Die zwingend notwendigen Beiträge der Arbeitgeber anzusprechen, braucht eben Mut. Und hier fehlt meiner
Meinung nach der Realitätsbezug.
SKR: Wie gelingt es Ihnen, hier oben im 16. Stock über den Dächern Zürichs, diesen Realitätsbezug nicht zu verlieren?
M. W.: Indem ich nicht immer hier oben sitze. Es liegt mir nichts
daran, hinauf in diesen Turm zu flüchten. Mir ist wichtig, dass
ich den Kontakt aufrechterhalte. Darum rede ich viel mit den
Personen, die diese Arbeit machen. So bleibe ich auf dem Laufenden und sehe direkt, welche Massnahmen greifen und welche nicht.
Die Städteinitiative Sozialpolitik
Knapp drei Viertel der Schweizer Bevölkerung leben in Städten
und deren Agglomeration. Das politische Gewicht der Städte
widerspiegelt diese Tatsache jedoch nicht. So haben sich rund
fünfzig Städte der Schweiz in der «Städteinitiative Sozialpolitik»
zusammengeschlossen, einer Sektion des Schweizerischen
Städteverbands. Sie vertritt gegenüber Bund und Kantonen die
sozialpolitischen Anliegen der Städte und macht sich stark für
eine bessere Koordination zwischen den drei Ebenen des Föderalismus und eine fairere Verteilung der Lasten aus der sozialen
Sicherung.
VORSCHAU
in der nächsten Ausgabe …
• E-Government
- Kommunale Kommunikation – Amtstafel 2.0 für Gemeinden
• New Public Management
- Wie sieht gute Führung in unsicheren Zeiten aus?
- Innovationsförderung in Schweizer Gemeinden
• IT-Solutions
- Die Wirtschaft braucht eine speditive Einführung von IPv6
- Cloud Computing – IT-Modell für die öffentliche Verwaltung oder
Sicherheitsrisiko?
• Umwelt / Energie
- Initiative «Smart Grid Schweiz»
- Welche Rolle spielt die öffentliche Hand in der
Umsetzung der 2000-Watt Gesellschaft?
- Littering: Neue Ansätze für saubere Städte und Gemeinden
• Sicherheit
- Sicherheit Schweiz: Jahresbericht 2010
des Nachrichtendienstes des Bundes
- Der Gefahrguttag Schweiz, die Wissens- und
Diskussionsplattform der Gefahrgutbranche
• Facility Management
- SPEZIAL INELTEC BASEL 2011 –
Gebäudetechnologien und Infrastruktur
- Glasfasernetze – Standortvorteil für Gemeinden und Städte
146 SKR 2/11
SKR
• Verkehr
- Verkehrsinfrastrukturen –
Finanzierung von Megaprojekten
- Verkehrsschilder sorgen für Verwirrung auf
europäischen Strassen
• Bildung
- Bildungspolitik – Duale Bildung auch für die Hochschule?
• Gesundheit
- Case Management – Nutzen für eine Gemeinde
- Stress und Arbeit: Die aktuellen Herausforderungen
- Öffentliche Verwaltungen fördern Ergonomie
• Werkhof
- Grünflächenmanagement
Änderungen aus Zeit- und Platzgründen vorbehalten
Die nächste Ausgabe
«Die schweizerische
Kommunal-Revue»
erscheint am 15. August 2011
Die Nr. 1 im Hardcore-SUV-Segment.
MITSUBISHI PAJERO.
Unser bestes Zugpferd.
Bonus bis
6’000.–
ab
42
’9
90
.–*
Abb.: Pajero DID Swiss Edition
Seine genialen Qualitäten überzeugen auf der ganzen Linie: 200 PS, ab 7.9 L/100 km, robust, geräumig, Anhängelast bis 3.5 Tonnen, konkurrenzlose Preise ab CHF 42’990.–. Der Pajero ist der meistverkaufte HardcoreOffroader im Marktsegment grosse SUV. Wann entdecken Sie die Qualitäten unseres besten Zugpferdes?
Genial: variabler 4WD-Antrieb
Super Select 4WD-Antrieb mit 4 Modi, Reduktionsgetriebe,
100% Differenzialsperre hinten1)
Konkurrenzlose Preise
Genial: wirtschaftliche Diesel-Power
3.2 DID Diesel, 200 PS/441 Nm, Normverbrauch ab 7.9 L/100 km
Netto
s Nippon Bonus*
s Cash Bonus oder 2.9% Leasing**
BEST OFFER
Geniales Transport-Talent
3- oder 5-Door, 5–7 Sitze, variabler Laderaum bis 1‘790 Liter,
3. Sitzreihe1) im Boden versenkbar
Geniales Zugpferd
Anhängelast bis 3.5 Tonnen1), Nutzlast bis 675 kg
FFER bis
BEST O6’000.–
CHF
Pajero 3-Door
Ab CHF 42’990.–*
4x4, 200 PS, ab 8.0 L
Pajero Swiss Professional
3-Door
5-Door
47’990.–
3’500.–
1’500.–
42’990.–
50’990.–
3’500.–
1’500.–
45’990.–
Weitere Pajero Modelle: Swiss Professional Plus mit 18“ Alufelgen, 100%
Sperrdifferenzial hinten, Anhängelast 3.5 t, 5-Door CHF 48’990.– inkl. BEST
OFFER* Bonus CHF 5’000.–, Swiss Edition mit BEST OFFER* Bonus CHF 6’000.–
FFER
BEST O 00.–
CHF 2’0
L200 Pickup
Ab CHF 29’990.–*
4 x4, 138–178 PS
*Promotion BEST OFFER: gültig vom 1.1. bis 30.6.2011 bei Kauf und Immatrikulation eines Pajero Neuwagens bei einem offiziellen Mitsubishi Partner. Alle BEST OFFER Preise sind unverbindliche Nettopreise inkl. 8.0% MwSt. sowie
inkl. Nippon Bonus und inkl. Cash Bonus. ** 2.9% Diamond Leasing: gültig vom 1.1. bis 30.6.2011 (Immatrikulation), Vertragslaufzeit 48 Mt., Fahrleistung 10‘000 km/Jahr, eff. Jahreszins 2.94%, Kaution 5% oder mind. CHF 1‘000.–,
Vollkasko obligat. Cash Bonus nicht kumulierbar. MultiLease AG gewährt keine Finanzierung, falls diese zu einer Überschuldung des Leasingnehmers führen kann. 1) Modellabhängig. Normverbrauch 5-Door: ab 7.9 L/100 km,
209 g/km CO2, Kategorie C. CO2-Ausstoss: Durchschnitt aller Neuwagen in der Schweiz: 188 g/km
www.multilease.ch
www.mitsubishi-motors.ch
Ein Wehr, ein Werk!
Die BKW baut ihre Wiege aus: Das Wasserkraftwerk Hagneck ist eines der ältesten der Schweiz.
Mit dem Ersatz des Wehrs und dem Ausbau des Kraftwerks wird die jährliche Energieproduktion um
mehr als ein Drittel gesteigert.
BKW – für nahezu CO2-freie Stromproduktion mit Energieeffizienz, neuen Technologien sowie
Grosskraftwerken. www.bkw-fmb.ch
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
129
Dateigröße
8 601 KB
Tags
1/--Seiten
melden