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amz
Zeitschrift für das Kfz-Gewerbe und den Teilemarkt
auto motor zubehör
Automechanika 2008
BOSAL_Titelanzeige_amz_09-2008:RZ
18.08.2008
15:24 Uhr
Seite 1
Vorschau auf die Leitmesse der Kfz-Branche
Weltweit
erfolgreich aufgestellt
68237 | ISSN 0001-1983
Offizielles Organ des
Gesamtverband
Autoteile-Handel E.V.
9
September 2008, 96. Jahrgang
Tanken an der Steckdose?
Genau hingeschaut: Alternative Kraftstoffe
Sicher. Bremsen.
Ferodo.
Das Bremsengeschäft stellt einen hohen Anteil
am Werkstattumsatz.
Deshalb sollten Sie hier kein Risiko eingehen. Weder was die Sicherheit betrifft, noch die Qualität Ihrer Teile.
Wenn Sie sich daher auf OE-Qualität verlassen wollen, kommen Sie an Ferodo nicht vorbei.
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Denn im Geschäftsbereich Bremsbeläge gibt es keinen Anbieter
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amz 9/2008
editorial
W
enn sich in Kürze die Messetore zur
Automechanika 2008 in Frankfurt
am Main öffnen, wird das eine Veranstaltung von besonderer Bedeutung. Die diesjährige Branchenfachmesse findet vom 16. bis 21. September zum 20.
Male statt. Im zweijährigen Turnus ist die Automechanika mit ihrem einzigartigen Produktangebot
in den Bereichen Autoteile, Fahrzeugwäsche,
Werkstatt- und Tankstellenausrüstung, Zubehör
und Tuning für Fachbesucher sowie Entscheidungsträger aus der Automobil- und Kfz-Branche
der wohl wichtigste Treffpunkt für Information,
Kommunikation und Dialog. Im Premierenjahr
1971 ist sie quasi als Lückenfüller gestartet, weil
die IAA in diesem Jahr abgesagt wurde. Damals
entschied man sich, eine eigene Messe für den
Werkstatt- und Teilebereich unter dem Titel „Internationale Ausstellung für Auto-, Werkstatt-, Tankstellen- und Garagenausrüstung“ durchzuführen.
Zogen damals noch 415 Aussteller rund 75 000
Besucher in ihren Bann, sollen dieses Jahr mehr als
4600 internationale Unternehmen rund 160 000
Besuchern eine starke Leistungsschau und umfassende Informationsplattform bieten.
Der hohe Wettbewerbsdruck, schärfere gesetzliche Anforderungen und die Wünsche der Kunden
zwingen die Automobilbranche dazu, sich permanent neu zu erfinden. Treibende Kraft hinter den
Innovationen sind dabei die Zulieferer. Denn rund
80 Prozent der Teile eines Autos stammen von den
Kfz-Teileherstellern, die in der Erstausrüstung Komponenten entwickeln, fertigen und an den Automobilhersteller liefern. Auf der anderen Seite beliefern sie den Kfz-Teilehandel mit diesen Produkten,
die dann im Kfz-Servicemarkt in den Kundenautos
verbaut werden. Auf der Automechanika werden
die Teilehersteller im Bereich „Parts & Systems“
als wohl größte Produktgruppe vertreten sein.
So blickt auch der deutsche Autoteilehandel mit
großen Erwartungen auf die Automechanika. Dort
steht, wie auch bei vielen anderen Unternehmen
und Verbänden an den sechs Veranstaltungstagen,
die Right-to-Repair-Kampagne, also das Recht auf
Reparaturfreiheit, im Fokus. Mittels dieser europaweiten Informationskampagne soll das Profil des
freien Kfz-Teile- und Servicemarktes geschärft und
eine Gesetzgebung in Europa verhindert werden,
Alle (zwei) Jahre
wieder...
_ Die 20. Automechanika soll als
„Die Automechanika wird sich als
Wegweiser für die
Zukunft im Autoservice erweisen.“
die das Recht des Verbrauchers auf freie Werkstattwahl bei Service, Wartung und Reparatur seines
Fahrzeuges einschränkt.
Um Ihnen schon im Vorfeld der Messe einen
Überblick zu den vielfältigen Produkttrends und
dem reichhaltigen Repertoire der Kfz-Zulieferer, Teilehersteller, Systemanbieter und anderen
Ausstellern zu verschaffen, haben wir für Sie in
dieser Ausgabe eine umfangreiche Automechanika-Vorschau zusammengestellt. Außerdem liegt
dieser amz das Spezial Werkstattausrüstung bei.
Damit stellen wir Ihnen den ASA-Verband, seine Aktivitäten und den Nutzen seiner Arbeit für
die Kfz-Werkstätten sowie die Aussteller auf der
diesjährigen Automechanika vor. Zudem soll das
Heft Ihnen als Kfz-Werkstattbetreiber dazu dienen, sich einen umfassenden Überblick der unterschiedlichen Einrichtungen sowie Ausrüstungen
der ASA-Mitgliedsunternehmen für bevorstehende Investitionen in die Werkstattlandschaft zu
verschaffen und den persönlichen Kontakt zu Gespächspartnern anbahnen zu können.
Ebenfalls mit großen Erwartungen werden sowohl die Redakteure als auch die Verlagsmitarbeiter von amz, NKWpartner und bfp fuhrpark + management auf der Automechanika vertreten sein.
Im Durchgang zwischen den Hallen 5.1 und 6.1
erwarten wir Sie zum regen Erfahrungsaustausch
sowie interessanten Gesprächen. Schauen Sie
doch einfach auf einen Smalltalk bei uns vorbei.
Jürgen Rinn (amz-Chefredakteur))
Leitmesse der Kfz-Branche dem
Servicegeschäft wichtige Impulse
geben.
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
amz 9/2008
inhaltsverzeichnis
Weltweit
erfolgreich
aufgestellt
_ Die Bosal-Gruppe macht viel mehr
als nur Abgassysteme und Anhängevorrichtungen. Ein Überblick.
Die Bosal-Gruppe gehört zu den führenden Herstellern von Abgassystemen, Katalysatoren,
Anhängevorrichtungen,
Dachträgersystemen,
Wagenhebern, Präzisionsrohren aus Stahl sowie
Lagereinrichtungssystemen. Neue Technologien
wie Wärmetauscher für Brennstoffzellen ergänzen das Produktportfolio und belegen die Innovationskraft des Unternehmens.
Die Bosal-Gruppe, 1923 im niederländischen
Alkmaar gegründet, umfasst 42 Werke und 27
Distributionszentren in 24 Ländern. Rund 7000
Mitarbeiter arbeiten für den Unternehmenserfolg.
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Auf zu
neuen Ufern
Automechanika 2008:
Jetzt geht´s los...
Ost-West-Gefälle
beim Service
Der Golf VI soll im Oktober bei den
deutschen Händlern sein. Mit der sechsten
Generation des Kompakten will Volkswagen
das Qualitäts- und Komfortniveau steigern.
Das mit 26 Millionen Exemplaren erfolgreichste europäische Auto wurde laut Hersteller in
sämtlichen Bereichen verbessert. (Seite 22)
Nur noch wenige Tage, dann öffnet
die Automechanika in Frankfurt ihre Tore.
Die Veranstalter erwarten mehr als 160 000
Besucher. Doch was bietet die internationale
Leitmesse der Kfz-Branche in diesem Jahr an
Neuigkeiten? Wir haben uns im Vorfeld umgesehen. (Seite 58)
Der Ost-Kunde überholt den West-Kunden beim Leistungsanspruch. Nicht nur die
jährlichen Durchschnittsausgaben pro Pkw differieren im Ost-West-Vergleich, auch die Kundenprofile gestalten sich teilweise verschieden.
Die Ertragschancen fallen je nach Teilmarkt
recht unterschiedlich aus. (Seite 176)
_
VortragMesseLeipzig2008
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
_
_
technik
szene
markt
trends
automobil
automechanika
werkstattpraxis
werkstattausrüstung
werkstattmarkt
teilemarkt
„Mein Vater hat sich einen Traum erfüllt...“
8
Starker Glanz für starke Autos
12
PSA setzt auf Micro-Hybrid-System StARS
14
Fairplay kontra Schadensteuerung
Automärkte im Abschwung
15
16
Autosuche am Bildschirm
18
Elektrik führt Schadenliste an
20
Carat baut
neues Zentrallager
157
Unternehmertag bei Hess
158
Starter und Generatoren
in OE-Qualität
160
Vom Newcomer
zum OE-Lieferanten
162
Auf zu neuen Ufern
22
Einer für´s Grobe
Motor mit variabler Verdichtung
24
26
Plug-In-Hybrid – Tanken an der Steckdose
28
Die Zukunft ist schon unterwegs
30
Sprit aus der Steckdose
34
Batterie-Leasing als Zukunftsmodell
36
Fahren zum halben Preis?
Sauberes Abgas – stufenweise aufgeladen und gekühlt
40
44
Hart im Nehmen
46
Der direkte Draht
50
Strom aus dem Auspuff
52
Zwischen Komfort und Härte
Jetzt geht´s los...
54
58
Großer Bahnhof für yourmove
62
Arbeitserleichterungen für die Werkstatt
68
Service im Fokus
70
Technischer Ideenpool
72
Hella auf zwei Ständen
80
Faszination Autoglas
86
Alle Prozesse im Blick
Messen statt Raten
104
114
Injektor-Reparatur
118
(Gleichlauf-)Gelenk-Schmerzen kann man vorbeugen
122
Automechanika 2008:
Die Zukunft des IAM sichern
149
Elektronische Ladungssicherung
Mit Hochdruck gegen Schmutz
126
128
Automechanika 2008
150
Über Kimme und Korn
130
Methoden der leistungsorientierten Vergütung
151
Neuer Schwung für den Stoßdämpfer-Service
132
Gegen den Trend
Erfolgreich in der dritten Dimension
134
140
Manager Fahrzeugteile:
4. Runde 2008
152
Der Trick mit dem Klick
144
Löchterfeld
sorgt für Bewegung
155
Werden Sie (Daten-)Banker
146
Ost-West-Gefälle beim Service
176
Frauen ticken anders
180
Es sind meist die kleinen Dinge...
182
Marketing mit Langzeitwirkung
184
Komm und mach mit
186
Kontakte knüpfen und pflegen
Richter klären Nutzungsentschädigung
190
193
Rußpartikelfilter verstopft, Geld zurück
194
Arbeitgeber ist schadensersatzpflichtig
195
NEV GmbH:
In Kasachstan gut unterwegs 164
Partslife gewinnt
neuen Systempartner
167
Die Schatzsucher
von Feuerbach
168
Federn von Anfang an
170
Der Bremsbelag
aus einem Guss
172
Startschuss
174
nachrichten
Offizielles Organ des Gesamtverband Autoteile-Handel E.V.
betrieb
management
recht
Editorial:
Alle (zwei) Jahre wieder...
3
Titelanzeige:
Weltweit erfolgreich aufgestellt 6
Profile
196
KBA-Zahlen
198
Impressum
201
Rückspiegel
202
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
titel
anzeige
Bosal hat ein Abgassystem entwickelt, das
günstiger, leichter und
dauerhafter ist als vorherige Generationen.
Weltweit
erfolgreich aufgestellt
_ Die Bosal-Gruppe macht viel mehr als nur Abgassysteme
und Anhängevorrichtungen – sie ist Erstausrüstungslieferant für die Automobilindustrie und
Teilelieferant für den Kfz-Aftermarket. Ein Überblick.
D
ie weltweit aufgestellte BosalGruppe gehört zu den führenden Herstellern von Abgassystemen,
Katalysatoren,
Anhängevorrichtungen, Dachträgersystemen, Wagenhebern, Präzisionsrohren aus Stahl sowie Lagereinrichtungssystemen. Durch das im September
2006 eingegangene Joint Venture mit
der deutschen ORIS GmbH ist Bosal zum
größten europäischen Hersteller von
Anhängevorrichtungen
aufgestiegen.
Neue Technologien wie Wärmetauscher
für Brennstoffzellen ergänzen das Produktportfolio und belegen die Innovationskraft des Unternehmens.
Die Bosal-Gruppe, 1923 im niederländischen Alkmaar gegründet, umfasst
42 Werke und 27 Distributionszentren in
24 Ländern. Rund 7000 Mitarbeiter arbeiten für den Unternehmenserfolg. Die
Firmenzentrale ist im belgischen Lummen
beheimatet. Das Streben nach Fortschritt
und Innovation setzt neue Maßstäbe bei
Material, Verpackung, Gewichtseinsparungen und Emissionssenkungen, während die Kosteneffizienz stets ein Hauptfaktor für den Kunden bleibt.
Erstausrüstungskompetenz
für den Aftermarket
Bosal ist ein weltweiter Erstausrüstungslieferant der Automobilindustrie für
komplette Abgassysteme, einschließlich
vorgefertigter isolierter Krümmer sowie
Katalysatoren, und verfügt über eine starke Stellung im Aftermarket. Durch die
Nutzung der OE-Kompetenz auf dem Aftermarket erfüllen die Abgassysteme von
Bosal die strengsten Standards und garantieren hohe Lebensdauer. Das Abgassystem hat sich dabei zu einem komplexen eigenständigen Produkt entwickelt.
Es kombiniert verschiedene Funktionen
wie Emissionskontrolle, Temperatursteu-
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Meilenstein: Die
wegschwenkbare
Anhängevorrichtung M5
in der OE-Ausführung.
erung, Steuerung der Geräuschmerkmale,
Lärmpegelsenkung und Vibrationsisolierung. Nicht zuletzt deshalb arbeiten mehr
als 200 Ingenieure im Bereich Forschung
und Entwicklung. Dort werden neuartige
Fertigungsverfahren ebenso entwickelt
wie neue Werkstoffe zur Reduzierung des
Gewichts in der Abgasanlage. Moderne
Abgassysteme erreichen heute ein Gewicht von bis zu 30 Kilogramm und mehr.
Bosal ist heute in der Lage – dank seiner
Entwicklungsarbeit – für einen 2,5-Liter-Motor eine um etwa 13 Kilo leichtere
Abgasanlage herzustellen. Alle Produktionsstätten sind nach TS 16949 und ISO
14001, alle Standorte zudem nach DIN EN
ISO 9001 und QS9000 zertifiziert.
In enger Zusammenarbeit mit den Automobilherstellern hat Bosal-Oris eine
Reihe von abnehmbaren, starren und
schwenkbaren Anhängevorrichtungen
entwickelt.
Eine starke Kooperation
Das neue Gemeinschaftsunternehmen
Bosal Oris wurde in den Bosal-Geschäftsbereich Automotive Carrier Systems/Original Equipment (ACS/OE) integriert und
ist für die Koordination und Umsetzung
aller Geschäftstätigkeiten mit den Automobilherstellern (OE) zuständig. Zusammen mit dem parallelen Geschäftsbereich
Automotive Carrier Systems/Aftermarket
(ACS/AM) wurde Bosal Oris zum größten
Hersteller von Anhängevorrichtungen in
Europa. Das Produktprogramm umfasst
Anhängevorrichtungen mit starren und
abnehmbaren Kugelhälsen sowie Anhängevorrichtungen mit wegschwenkbarem
Bosal entwirft und produziert Dachträger zur Lieferung an die Produktionslinien der Erstausrüster.
Fotos: Bosal
Die Anhängevorrichtung
ORIS MATIC schwenkt in
zwei Sekunden hinter die
Stoßstange.
Kugelhals der Marke Oris-Matic in manueller, halb- oder vollelektrischer Ausführung. Das Lieferprogramm im Aftermarket
deckt nahezu das gesamte Spektrum europäischer Fahrzeuge ab. Weitere Produktschwerpunkte bilden Transportsysteme
für die private und gewerbliche Nutzung,
Wagenheber in zahlreichen Ausführungen
sowie Cabrio-Windstops, mit denen Bosal Oris als Weltmarktführer die meisten
europäischen, amerikanischen und japanischen Automobilhersteller beliefert.
Bosal Deutschland
– seit 35 Jahren in Viersen
Seit 1973 ist die Bosal-Gruppe auf dem
deutschen Markt aktiv. Die Bosal Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Viersen sowie
zwei weiteren Servicecentern in Garbsen
(bei Hannover) und Mannheim, gehört
mit 70 Mitarbeitern zu den strategisch
wichtigsten und erfolgreichsten Tochtergesellschaften im europäischen Markt. Im
deutschen Ersatzteilmarkt ist das Unternehmen unangefochtener Marktführer
im Bereich Abgassysteme und liefert vom
Vorderrohr, über den Katalysator bis hin
zum Endschalldämpfer sowie allen dazugehörigen Montageteilen alles aus einer
Hand. Mit einem Vollsortiment von mehr
als 6000 ECE-geprüften Abgassystemen
erreicht Bosal eine Marktabdeckung von
98 Prozent. Monatlich werden mehr als
30 Abgassysteme neu in das Produktsortiment aufgenommen. Neben den
Abgassystemen bietet Bosal dem Nach-
Hochfrequenzbelastungsprobe einer motornahen
Katalysatorgruppe bei
Hitze.
rüstmarkt eine breite Palette an Anhängevorrichtungen. Auch hier brachte das Joint
Venture mit Oris wertvolle Synergien.
Die führende Position im Aftermarket rührt von der guten Produktqualität
und der breiten Produktpalette aber auch
von dem klaren fachhandelsorientierten
Vertriebskonzept. Mit Hilfe des Kfz-TeileGroßhandels bringt Bosal seine Produkte
in die freien Werkstätten. So werden fast
90 Prozent des Umsatzes mit dem kooperierten Großhandel getätigt. Zahlreiche
Serviceleistungen und Verkaufsförderungsmaßnahmen zählen zum umfangreichen Portfolio für den Großhandel und
die Werkstattpartner. Vor allem gemeinsame Schulungsmaßnahmen mit dem
Großhandel in den Werkstätten zeigen,
dass die Produkte von Bosal angenommen werden. Die logistischen Leistungen
sind auf die Erfordernisse von Handel
und Werkstatt ausgerichtet. Ständig sind
mehr als 9900 Artikel lieferbar, was einer Warenverfügbarkeit von mehr als 97
Prozent entspricht. Zwei Läger in Garbsen bei Hannover und in Bobenheim bei
Mannheim sorgen gemeinsam mit dem
Zentrallager im belgischen Oevel für den
Warenfluss. Die Kunden können zwischen
Direktlieferungen ab Zentrallager im Lkw,
über Tagestouren bis hin zum Nachtexpress auswählen. Die Bestellungen für
den Nachtexpress werden bis 17 Uhr entgegengenommen und sind bis acht Uhr
morgens ausgeliefert.
Bosal sieht sich mit seinen logistischen
Leistungen als einen der marktführenden
Zulieferer. Selbstverständlich arbeitet das
Unternehmen auch mit allen relevanten
Verbänden, wie zum Beispiel dem Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) und
Branchenlösungen wie Partslife, TecDoc
und Teccom zusammen. Dies ist vor allem
für Paul Kolhoff, Geschäftsführer Bosal
Deutschland, sehr wichtig und zeigt, welches Engagement das Unternehmen für
den freien Teilemarkt betreibt. Weitere
Unterstützung erfährt der Markt durch
die starke Präsenz auf nahezu sämtlichen
wichtigen Messen, attraktive Kundenveranstaltungen sowie einer ausgeprägten
Marketingunterstützung.
Trends und
neue Entwicklungen
Der starke Marktanteil von Bosal gründet
sich auf lange Erfahrung und ein gutes
Verständnis für die einzigartigen Anforderungen und Betriebsumfelder der
breiten Palette von Anwendungen. Dabei
wird es immer wichtiger, sparsamere und
so genannte grüne Abgassysteme zu produzieren. Bosal arbeitet eng mit Kunden,
Universitäten und Forschungsinstituten
zusammen, um langlebigere, leichtere
und sicherere Produkte zu entwickeln.
Um die weltweiten Chancen der umfassenden Produktpalette zu maximieren, plant man bei der Bosal-Gruppe die
weitere Expansion in neue und sich entwickelnde Märkte und wird außerdem
Investitionen auf den bereits etablierten
Märkten tätigen.
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
technik
szene
Hochzeit in der Fahrzeugproduktion:
Motoreinbau in einen Porsche 356 B
(1960)...
60
60
60
...und in einen 911 Carrera S (2007).
Fotos: Porsche
„Mein Vater
hat sich einen Traum erfüllt...“
_ Porsche feiert Geburtstag: Vor 60 Jahren wurde der Grundstein
für das familiengeführte Unternehmen gelegt, dessen Aufstieg zum
bedeutendsten Sportwagenhersteller der Welt damals sicher
niemand vorherzusagen gewagt hätte.
A
m Anfang schaute ich mich um,
konnte aber den Wagen, von
dem ich träumte, nicht finden.
Also beschloss ich, ihn mir selbst
zu bauen“, sagte Ferry Porsche,
nachdem sein erster Prototyp mit der Fahrgestellnummer 356-001 am 8. Juni 1948
die Straßenzulassung bekommen hatte.
„Mein Vater hat sich mit diesem Wagen
einen Traum erfüllt“, sagt Dr. Wolfgang
Porsche, heute Aufsichtsratsvorsitzender
der Porsche Automobil Holding SE.
Die Basis des ersten Sportwagens war
der von Professor Dr. Ing. h.c. Ferdinand
Porsche entwickelte Volkswagen. Schon
im Februar 1948 war das Fahrgestell fertig,
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
für das ein schnittiger Roadster-Aufbau aus
Aluminium angefertigt wurde. Zur Erprobung nahm der Porsche 356 „Nr.1“ am 1.
Juli 1948 am Innsbrucker Stadtrennen teil
und wurde auf Anhieb Klassensieger. Die
Produktion einer Kleinserie des Typs 356/2
lief noch in der zweiten Jahreshälfte 1948
an. Ebenso wie der Prototyp „Nr. 1“ erhielten auch die Porsche 356/2 eine Aluminiumkarosserie, die Erwin Komenda, Leiter
der Karosserieentwicklung, entworfen
hatte. Schon für die ersten Sportwagen von
Porsche gab es Lob von allen Seiten. Sogar
der Vater von Ferry Porsche war zufrieden:
„Keine Schraube hätte ich anders gemacht“,
sagte er, als er aus der Kriegsgefangen-
schaft zurückkehrte. „Das war für meinen
Vater wie ein Ritterschlag“, erinnert sich
Wolfgang Porsche.
Rückkehr zum alten Standort
Bis 1950 entstanden im österreichischen
Gmünd – dorthin war das Unternehmen während des Zweiten Weltkrieges
ausgelagert worden – 52 Exemplare des
als Coupé und Cabriolet erhältlichen
Porsche 356/2. Doch die provisorischen
Produktionsanlagen ließen kein weiteres
Wachstum zu. Deshalb entschloss sich
die Unternehmensführung 1949 nach
Stuttgart zurückzukehren.
erlost
Die GTÜ v
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20 Eintrit
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technik
szene
In angemieteten Hallen begann die
Fertigung der nun mit Stahlblechkarosserien ausgestatteten Porsche 356 im
März 1950, das Produktionsziel lag zunächst bei bescheidenen 100 Fahrzeugen
im Jahr. Doch der Erfolg bestärkte Ferry
Porsche bei der Umsetzung seiner Vision
vom „Fahren in seiner schönsten Form“:
Bereits zehn Jahre nach der Premiere waren mehr als 25 000 Sportwagen produziert worden; bis ins Jahr 1965 sollten es
sogar 77 766 Fahrzeuge von diesem Typ
werden. Nach nur eineinhalb Jahrzehnten
war der Porsche-Sportwagen bereits zum
Automobil-Klassiker geworden.
In den kommenden Jahrzehnten hat
sich der ehemals kleine Sportwagenspezialist dank effizienter Produktionsmethoden und innovativer Modelle zu einem
der erfolgreichsten und profitabelsten
Automobilhersteller der Welt entwickelt.
Dabei sind dem Unternehmen aber die
Tiefschläge nicht erspart geblieben: Als
Wendelin Wiedeking 1992 die Führung
übernahm, erlebte Porsche gerade seine
schwerste Krise. Das Unternehmen lief
Gefahr, sein kostbarstes Gut zu verlieren –
seine Unabhängigkeit. Porsche war plötzlich ein Übernahmekandidat. Es musste
sofort gehandelt werden. Die Eigner-Familien Porsche und Piëch sagten dem Vorstand ihre Unterstützung zu.
Wiedeking und seine Vorstandskollegen ließen nicht nur den Boxster
produzieren, sondern sorgten auch mit
weiteren Maßnahmen für den wirtschaftlichen Umschwung. Neue Organisations- und Produktionsabläufe wurden
eingeführt, sämtliche Hierarchie- und
Prozessebenen grundlegend verändert.
Die internen Anstrengungen zur Produktivitätsverbesserung sowie das neu
entwickelte Modellprogramm zeigten
schnell Wirkung: Schon 1995 schrieb
Porsche wieder schwarze Zahlen und
begann, sich mit jährlich neuen Rekorden bei Umsatz, Absatz und Ertrag eine
Spitzenposition in der Automobilbranche
zu erobern. „Porsche ist heute stärker
denn je. Wir haben unsere Kosten und
Prozesse im Griff und unsere Unabhängigkeit damit langfristig abgesichert. Wir
haben uns immer als David gesehen, der
sich gegen die Goliaths der Branche behaupten muss. Dieses Selbstverständnis
hat uns in all den Jahren geprägt – es hat
uns aber auch erfolgreich gemacht“, sagt
Porsche-Chef Wiedeking stolz.
Wegweisend im Umweltschutz
Sein Image als beste Sportwagenschmiede hat sich Porsche innerhalb
von sechs Jahrzehnten hart erarbeitet
– auch und besonders auf dem Gebiet
10
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
911 Carrera S auf
dem Akustikprüfstand.
Luftaufnahme Zuffenhausen mit Museumsbaustelle (2007).
des Umweltschutzes. Die Porsche-Ingenieure haben sich noch nie damit zufrieden gegeben, nur die jeweils aktuellen
Umweltauflagen des Gesetzgebers zu
erfüllen. Es war immer ihr Ziel, darüber
hinauszugehen: So wurde schon 1966
mit einem 911 der erste offiziell genehmigte Abgastest in Europa durchgeführt.
Wenig später gründete man eine eigene
Abteilung, die auch die Abgaswerte von
Fahrzeugen anderer Hersteller prüfte.
Porsche entwickelt neue Technologien
nicht nur zur Verbesserung der Fahreigenschaften, sondern auch zur ständigen
Optimierung der Umweltverträglichkeit.
In den vergangenen 15 Jahren ist es
dem Unternehmen gelungen, den Verbrauch seiner Neufahrzeuge – und damit
auch die Kohlendioxid-Emissionen – im
Schnitt jährlich um 1,7 Prozent zu senken.
In Relation zur Motorleistung zählt Porsche schon heute zu den Herstellern mit
dem geringsten Kohlendioxid-Ausstoß.
Und bis 2012 soll der Verbrauch der Porsche-Fahrzeuge um weitere 20 Prozent
sinken – neue innovative Motorentechnologien und der Hybridantrieb für Cayenne
und Panamera machen es möglich.
Mit dem Qualitätssiegel „Made in
Germany“, dem Verzicht auf Subventionen sowie mit der sozialen Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und
der Gesellschaft ist Porsche unbeirrt
seinen Weg gegangen. Dazu gehört seit
September 2005 auch der Schritt in eine
neue Zukunft: die Mehrheitsbeteiligung
an der Volkswagen AG. Mit knapp 31
Prozent des stimmberechtigten Kapitals
ist Porsche bereits heute der größte Einzelaktionär in Wolfsburg. Noch im Laufe
dieses Jahres soll der Anteil auf über 50
Prozent erhöht werden.
Das Ziel ist auch in diesem Fall klar:
Unter dem gemeinsamen Dach der Porsche Automobil Holding SE soll nicht nur
der Wachstumskurs von Porsche und
Volkswagen durch die seit Jahrzehnten
bewährte Entwicklungs- und Fertigungspartnerschaft langfristig gesichert werden, sondern auch die Unabhängigkeit
beider Unternehmen. Wiedeking verspricht im Jubiläumsjahr des PorscheSportwagens: „Porsche wird auch in
Zukunft Porsche bleiben. So wie Volkswagen Volkswagen bleiben wird. Das ist das
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Starker Glanz für starke Autos
_ Die Lackierung der individuellen Wiesmann Roadster oder GT erfordert
handwerkliches Geschick.
Nostalgische Form, fließendes Heck, markante Front, der Wiesmann fasziniert Ralf
Buran noch immer: „Auch nach mehr als
300 lackierten Sportwagen bleibt jedes
Fahrzeug für uns ein Unikat.“ Seit 2003
verleiht die Halterner Autolackiererei
dem Roadster und GT edlen Glanz, und
Spies Hecker liefert das Lackmaterial für
die Serienproduktion.
Die Fahrzeugteile aus GFK-Material
werden von der Automanufaktur aus dem
westfälischen Dülmen direkt angeliefert.
„Zunächst tempern wir die Elemente
neun bis zehn Stunden“, beschreibt der
Betriebsinhaber den Lackierprozesses:
„Dann wird geschliffen und gespachtelt.“
Immer wieder greifen die Spezialisten dabei zum Exenterschleifer, tragen Spachtel
und Füllgrund auf, bis zur Füllerapplikation und zum letzten Schliff vor der Lackierung. Mit Liebe zum Detail geht auch der
Lackierer Devid Ruppert zu Werke. Noch
bevor die Fahrzeugteile in der Kabine ste-
hen, bestimmt der Autokäufer den Farbton
individuell. Exklusive Optik oder dezente
Töne: „Wir applizieren Probelackierungen
auf einem Musterblech, das dann der
Wiesmann-Kunde selbst frei gibt.“ Egal,
ob Zwei- oder Dreischichtlackierung, alle
Fahrzeugteile werden von Devid Ruppert
und seinem Team sorgfältig beschichtet,
Stück für Stück in der Kabine. „Immer wieder stimmen wir neue Farbtrends auch
mit Martin und Friedhelm Wiesmann persönlich ab“, erklärt Betriebsinhaber Ralf
Buran. Damit entspricht die Lackierung
dem Zeitgeist der Individualisten.
Nach dem Decklackauftrag erfolgt
die Klarlackschicht. Dann erhält jedes
Einzelteil ein glänzendes Finish. Insgesamt benötigen die 20 Mitarbeiter der
Halterner Autolackiererei Buran mehr als
120 Arbeitsstunden für die gesamte Lackierung, ohne Trocknungszeit. Am Ende
kehren die einzelnen Bauteile in die Aujr.
tomanufaktur Wiesmann zurück.
Seit 2003 verleiht die Halterner Autolackiererei dem Roadster und GT edlen
Glanz.
Fotos: Spies Hecker
Die gesamte Beschichtung erstellt das
Team mit Spies Hecker-Produktsystemen.
30 Jahre ABS von Bosch
Im Sommer 1978 startete Bosch die Serienproduktion des Antiblockiersystems
ABS. Damit legte man den Grundstein
aller aktiven Sicherheitssysteme im Automobil. Das vom Stuttgarter Zulieferer
entwickelte System mit elektronischer
Steuerung war die erste Lösung, die leistungsfähig und zuverlässig genug für
den Einsatz im Kraftfahrzeug war. 1986
kamen Erweiterungen wie die Antriebsschlupfregelung ASR und 1995 das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP zur
Funktion des ABS hinzu. Im Jahr 2007
waren weltweit über drei Viertel aller
Neufahrzeuge mit ABS ausgerüstet. Allein bei Bosch sollen nach eigenen Angaben 2008 rund 21 Millionen Bremsregelsysteme vom Band laufen.
In Europa, den USA und Japan gehört
ABS mittlerweile zur Standardausstattung der Fahrzeuge. Vielfach wird dort
bereits das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP eingesetzt. In den USA wurde 2007 eine Richtlinie erlassen, die ESP
schrittweise bis zum Modelljahr 2012 zur
Pflicht in allen Fahrzeugen bis 4,5 Tonnen
12
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Weltweit waren 76 Prozent aller Neufahrzeuge im Jahr 2007 mit ABS ausgerüstet.
Grafik: Bosch
Gesamtgewicht macht. In Europa hat
die EU-Kommission eine ähnliche Regelung vorgeschlagen: ESP soll von Oktober
2012 an für alle neuen Fahrzeugtypen
und von Oktober 2014 an für alle Neu-
fahrzeuge verpflichtend werden. Selbst
in den Schwellenländern ist zunehmend
ABS an Bord. So ist in Brasilien gut jedes
siebte Neufahrzeug damit ausgerüstet,
jr.
in China bereits zwei von drei Pkw.
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Mitsubishi-Mechaniker gekürt
Andreas Müller ist bester Mitsubishi-Mechaniker in Deutschland. Der 40-jährige
Kfz-Meister vom Autohaus Gaßner im
bayerischen Rosenheim siegte im nationalen Endausscheid im Trainingszentrum
im brandenburgischen Zossen/Dabendorf
bei Berlin. Bei den sechsten „Mitsubishi
Technician Olympics“ ließ er seine Kollegen Stefan Schwandt und Daniel Elste
(beide Berlin) hinter sich. Müller fährt nun
zum Finale der Europameisterschaft ins
niederländische Utrecht, wo Mitte Oktober 2008 der internationale Champion
von Mitsubishi Motors ermittelt wird. Alle
sechs Finalisten der deutschen Vorausscheidung in Zossen/Dabendorf erhielten
eine Urkunde, einen hochwertigen Chro-
nometer und weitere Accessoires. Für die
30 Erstplatzierten geht es zur Besichtigungstour ins Unternehmen Kali & Salz.
Insgesamt 98 Kfz-Mechaniker, -Servicetechniker und -Meister aus den bundesweiten deutschen Mitsubishi-Partnerbetrieben beteiligten sich am diesjährigen
Wettbewerb. „Das ist Rekord“, sagt Trainer
Wolfgang Wüllenweber. Alle mussten zunächst 50 komplexe Fragen rund um die
Automobiltechnik innerhalb von sechs
Wochen beantworten. Die besten sechs
qualifizierten sich für den deutschen Endausscheid. Dort waren im Praxisteil drei
Stationen (jeweils 40 Minuten) zu meistern. Themen: Elektrik, MPI und Diesel.
Die „Mitsubishi Technician Olympics“, die
Andreas Müller, der beste
Mechaniker von Mitsubishi-Motors Deutschland.
Fotos: Kaiser
Die sechs Finalisten von Mitsubishi-Motors Deutschland
mit dem Sieger Andreas Müller (Dritter von links).
es seit 1998 gibt, werden alle zwei Jahre
ausgetragen. Die deutschen Vertreter waren bisher immer unter den ersten fünf.
Filipp Kaiser
500. AutoCheck-Partner
Der 500. AC AutoCheck-Betrieb kommt
aus dem baden-württembergischen Kirchheim unter Teck: Seit Juli präsentiert sich
das Autohaus Lepadusch im blau-gelben
Design als Konzeptwerkstatt der ATR. Für
die ATR Service GmbH ist der 500. Partner
ein Meilenstein beim bundesweiten Ausbau des AC AutoCheck-Netzwerks. Rund
hundert Werkstätten konnte sie seit Anfang 2007 dazu gewinnen. Das entspricht
einem Wachstum von 25 Prozent.
In den vergangenen Jahren wurde
viel für die Wettbewerbsfähigkeit der
Partner getan. Neue Leistungen wie die
Werbebühne, das Trainingscamp für Azubis oder die Werkstattersatzwagenakti-
on kommen laut Unternehmensangaben
gut an und haben sich in der Branche
herumgesprochen.
Konstantin Lepaduschs Weg zu AC
Auto Check ist typisch für viele neue Partner. Sein Familienbetrieb mit sieben Mitarbeitern, darunter Frau und Tochter, ist in
Kirchheim fest etabliert. Lepadusch selbst
ist als Kfz-Obermeister in der Innung Nürtingen/Kirchheim aktiv. 35 Jahre waren
die Lepaduschs Nissan-Vertragshändler,
bis sie 2007 die immer höheren Händlerstandards nicht mehr mittragen wollten.
Ein zweites Standbein will er sich mit
der markenübergreifenden Kfz-Reparatur
und -Wartung aufbauen. Dabei setzt er
Ziehen künftig gemeinsam an einem Strang:
Petra Puppenberger (von links), Marketingleiter
Thomas Sülzle, Ursula Lepadusch, Konzeptmanagerin Sabine Gans, Konstantin Lepadusch und
Stahlgruber-Konzeptberater Karl-Heinz Blessing.
Foto: ATR
auf die Unterstützung durch AC AutoCheck. Mit der Mobilitätsgarantie hat er
endlich einen Zusatzservice für all seine
Kunden, unabhängig vom Alter des Fahroth
zeugs.
PSA setzt auf Micro-Hybrid-System StARS
Valeo hat nach eigener Aussage mit PSA
einen Vertrag für die Ausrüstung von über
einer Million Fahrzeuge mit der StopStart-Technologie bis 2011 unterzeichnet.
„Dieser Vertrag ist wichtig“, erklärt ValeoChef Thierry Morin: „Damit hat uns die
PSA-Gruppe ihr Vertrauen bewiesen und
gezeigt, dass unsere Strategie von den
Kfz-Herstellern unterstützt wird. Unser
Ziel ist es, kostengünstige Lösungen zu
entwickeln, die für die meisten Autofahrer
zugänglich sind.“ Das steigende Bevölkerungswachstum in den Stadtgebieten hat
einen zunehmend dichteren Stadtverkehr
zur Folge. Mit dem StARS-System können
der Kraftstoffverbrauch und der Kohlendioxid-Ausstoss im Stadtverkehr um bis
zu 15 Prozent gesenkt werden. Im Stadtgebiet steht ein Auto im Durchschnitt ein
Drittel der Zeit und der Motor läuft unnötig im Leerlauf. Da liegen die Vorteile der
Stop-Start-Funktion auf der Hand. Laut Va-
14
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
leo wird der weltweite Einsatz dieses Systems in allen Fahrzeugen unumgänglich.
Durch seine eigenständige Architektur lässt sich das StARS-System anstelle
des Starter-Generators in jedes Neufahrzeug einbauen. PSA-Peugeot-Citroën hat
seine Modelle Citroën C2 und C3 als erster Kfz-Hersteller serienmässig mit dem
System ausgestattet und bekräftigt mit
dem neuen Vertrag sein Vertrauen gegenüber Valeo. Auch das Smart-Modell
mhd (micro-hybrid-drive) ist mit der Valeo-Technologie ausgerüstet und weitere
neue Verträge dürften noch in diesem
Jahr bekannt gegeben werden. Valeo ist
eine unabhängige Unternehmensgruppe,
die sich auf die Entwicklung, Fertigung
und den Vertrieb von Komponenten, integrierten Systemen und Modulen für Pkw
und Nutzfahrzeuge spezialisiert hat. Valeo zählt zu den weltweit führenden Zujr.
lieferern der Automobilindustrie.
Mit dem StARS-System kann der Motor
automatisch abgestellt werden, sobald das
Fahrzeug steht, wie etwa an einer roten
Ampel oder im Stau. Durch Loslassen des
Bremspedals wird der Motor sofort und
völlig lautlos wieder gestartet. Foto: Rinn
Fairplay kontra Schadensteuerung
_ Ist das Allianz-Konzept als Vorbild für andere Versicherer geeignet?
Das Allianz-Fairplay-Konzept als Gegeninitiative zur Kfz-Unfallschadensteuerung hat durch die Zusammenarbeit mit
Opel als erstem Automobilhersteller an
Bedeutung gewonnen. Die Akzeptanz
bei den ausführenden Betrieben wächst
von Tag zu Tag, meint Karosserie-Experte
Karl Damschen. Darüber hinaus müsse
man wissen, dass auch die freien Karosserie-Instandsetzungsbetriebe mit speziellen Vereinbarungen in der Allianz-Konzeption involviert sind. Daher stelle sich
zunehmend die Frage, ob sich aus der
Allianz-Vorgehensweise heraus eine Ausführung für alle nicht steuernden Versicherer kreieren lässt?
Dieses spannende Thema wird im Mittelpunkt des nächsten Kongresses „Aktives
Schadenmanagement“ stehen, das vom
BusinessForum21 in Köln durchgeführt
wird. Am 12. und 13. November 2008 tauschen sich die Experten der Versicherer, Assisteure, Verbände und Fahrzeughersteller
über ihre teils diametralen Strategien aus.
Ein besonderes Highlight verspricht die
Podiums-Diskussion zum Thema „Fairplay
kontra Schadensteuerung“ unter der Leitung des Branchen-Insiders Karl Damschen
zu werden. An der Diskussionsrunde wird
neben den auftretenden Referenten auch
der Unfallschadenmanager der Adam
Opel GmbH, Michael Reitz teilnehmen,
der die Fairplay-Bedingungen der Allianz
für die Opel-Betriebe maßgeblich mitgestaltet hat. Von seiner Seite werden die
Bestrebungen vorangetrieben, „Fairplay“
mit allen interessierten Versicherern zu
praktizieren.
Eine interessante Veranstaltung zum
richtigen Zeitpunkt für die gesamte Branche, bestätigen viele Kenner der Branche.
Für jeden, der mit diesem Thema konfrontiert ist, werde sich nach der Veranstaltung
die zukünftige Entwicklung des Kfz-Unfallschadenmanagements etwas deutlicher
jr.
darstellen, berichtet Damschen. Ist das Allianz-Konzept als Vorbild für andere Versicherer geeignet? Diese spannende
Frage wird im Mittelpunkt des nächsten
Kongresses „Aktives Schadenmanagement“
stehen.
Foto: Rinn
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Automärkte
im Abschwung
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ine neue Studie des Center Automotive Research (CAR) der Fachhochschule Gelsenkirchen prognostiziert bereits für dieses
Jahr in den so genannten TriadeMärkten (Westeuropa, USA/Kanada,
Japan) einen Rückgang um 2,4 Millionen
Fahrzeuge (minus 6,4 Prozent), was etwa
dem Jahresvolumen an Neuwagen in
Großbritannien entspricht. Zweistellige
Zuwachsraten seien dagegen in Russland
(plus 31,8 Prozent), Brasilien (plus 21,5
Prozent), China (plus 20 Prozent) oder
Indien (plus 10,6 Prozent) zu erwarten.
„Der Automarkt in Westeuropa wird in
diesem Jahr auf sein tiefstes Niveau seit
elf Jahren sinken, in Nordamerika sogar
seit 1993“, prophezeit CAR-Direktor Professor Ferdinand Dudenhöffer.
_ Der Pkw-Absatz wird zwar weltweit weiter wach­
sen, in einigen Regionen jedoch zunehmend ins Stocken
geraten.
„Insgesamt wird der Absatz in den
Triade-Märkten das schlechteste Ergebnis seit 15 Jahren erreichen. Die französischen Hersteller beginnen sich ebenso
wie deutsche Autobauer in ihren USAWerken mit verlängerten Werksferien
und Produktionskürzungen auf diese
Situation einzustellen.“ Daran werde
auch das noch im Juli dieses Jahres erreichte Absatzplus von Daimler, BMW
und Volkswagen nichts ändern, weil
im krisengeschüttelten nordamerikanischen Markt die Risiken im wichtigen
Leasinggeschäft stiegen. Die deutschen
Premiumhersteller verkaufen dort rund
die Hälfte ihrer Fahrzeuge über Leasing
und kämpfen gegen rapide sinkende
Erlöse aus auslaufenden Leasingverträgen.
Gewinner und Verlierer im Jahr 2008
China
2005
2006
2007
2008
Diff 2007/08 absolut
Diff 2007/08 in % 2009
2010
3.149
4.261
5.310
6.372
1.062
20,0%
7.920
7.200
Russland
1.520
1.825
2.427
3.200
773
31,8%
3.600
4.000
Brasilien
1.369
1.556
1.975
2.400
425
21,5%
2.300
2.250
Indien
1.107
1.305
1.509
1.670
161
10,6%
1.830
1.980
Süd Korea
943
959
1.049
1.100
51
4,8%
1.050
1.080
Frankreich
2.069
2.001
2.065
2.100
35
1,7%
2.050
2.080
Deutschland
3.342
3.468
3.148
3.100
-48
-1,5%
3.050
3.200
Japan
4.748
4.642
4.400
4.350
-50
-1,1%
4.300
4.350
England
2.440
2.345
2.404
2.330
-74
-3,1%
2.280
2.300
Spanien
1.646
1.633
1.613
1.350
-263
-16,3%
1.360
1.400
Italien
2.217
2.352
2.511
2.210
-301
-12,0%
2.180
2.250
USA
16.995
16.559
16.153
14.500
-1.653
-10,2%
14.700
14.950
(Verkäufe in 1.000 Fzgen) Quelle: CAR
Die Marktblöcke im Detail
2005
2006
2007
2008
Prog.
2009
Prog.
2010
Prog.
Diff
Diff
2007/08 2008/09
Diff
2009/10
West Europa
14.610
14.787
14.793
14.094
13.853
14.253
-4,7%
-1,7%
2,9%
Neue EU-Länder
962
1.023
1.159
1.209
1.205
1.257
4,3%
-0,3%
4,3%
Ost Europa
2.061
2.449
3.236
4.079
4.474
4.900
26,0%
9,7%
9,5%
Nord Amerika
19.700
19.314
18.926
17.260
17.420
17.640
-8,8%
0,9%
1,3%
Latin Amerika
2.344
2.662
3.204
3.711
3.594
3.555
15,8%
-3,2%
-1,1%
Asien
11.383
12.476
13.639
14.896
15.830
16.804
9,2%
6,3%
6,2%
Mittlerer Osten
2.228
2.149
2.198
2.316
2.452
2.553
5,3%
5,9%
4,1%
Afrika
775
923
912
846
830
850
-7,2%
-1,9%
2,4%
Ozeanien
716
705
745
743
754
760
-0,2%
1,5%
0,7%
Welt
54.781
56.488
58.811
59.154
60.412
62.572
0,6%
2,1%
3,6%
(Verkäufe in 1.000 Fzge) Quelle: CAR
16
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Kraftstoffpreis macht dem Nord­
amerika-Markt zu schaffen
Der Absatzeinbruch sei größtenteils
nicht konjunkturell, sondern strukturell
bedingt, stellt die CAR-Studie fest: „Die
hohen Kraftstoffpreise haben den nordamerikanischen Markt aus den Angeln gehoben. Durch den schwachen Dollarkurs
wird dieser Effekt in Westeuropa zwar
etwas abgemildert, aber in der zweiten Jahreshälfte 2008 ist auch dort ein
deutlicher Absatzrückgang zu erwarten.“
Weil der Kraftstoffverbrauch inzwischen
zum entscheidenden Kaufkriterium geworden sei, die Autohersteller jedoch
noch einige Jahre bis zur Marktreife von
Hybridfahrzeugen und extrem sparsamer neuer Modelle benötigten, entstehe eine Produktlücke. Zusätzlich wirkten
sich die rückläufigen Realeinkommen
der Verbraucher kontraproduktiv aus.
Die stärksten Einbrüche in Westeuropa
seien in diesem Jahr in Spanien (minus
16,3 Prozent), Italien (minus zwölf Prozent) und Großbritannien (minus 3,1 Prozent) zu erwarten, während Deutschland
mit einem Rückgang um 1,5 Prozent auf
3,1 Millionen Neuzulassungen relativ
glimpflich davonkomme. Für den USAMarkt sagt die Studie im laufenden Jahr
ein Minus von mehr als 1,6 Millionen Pkw
(minus 10,2 Prozent) voraus.
Der strukturelle Wandel in den Automärkten setze Autohersteller und
Zulieferer gleichermaßen unter hohen
Margendruck. Zum einen seien Rohstoffund Energiepreiserhöhungen, die ein
Mittelklassemodell um etwa 500 Euro
verteuerten, zu verkraften, zum anderen schlage der Einsatz neuer Spritspartechnologien mit durchschnittlich rund
1500 Euro zu Buche. „Ein Preisaufschlag
von 2000 Euro ist jedoch nicht durchsetzbar“, bilanziert Dudenhöffer. Weil in
den kommenden drei Jahren zusätzliche
Modelle und höhere Kosten auf einen
rückläufigen Triademarkt träfen, blieben
Autobauer und Zulieferer auf einem Teil
der Kostensteigerungen sitzen. Wegen
des steigenden Gewinndrucks werde der
notwendige Gang nach Russland Kapazitätskürzungen in Westeuropa erfordern.
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Bei mobile.de sind mehr als 31 000 Händler registriert,
die unter anderem Gebrauchtwagen anbieten.
mobile.de bietet ausschließlich für seinen geschlossenen
Bereich innerhalb der Suchmaske die Freitextsuche für
Fahrzeugbeschreibungen an.
Foto: mobile.de
D
as Internet ist heute als Informationsmedium und Instrument für die Kaufplanung
nicht mehr wegzudenken.
So meldete die AGOF Anfang
des Jahres, dass erstmals über 41 Millionen Menschen in Deutschland ab 14
Jahren im Internet seien. Damit sind 63,7
Prozent der deutschen Wohnbevölkerung innerhalb der vergangenen zwölf
Monate online gegangen (internet facts
2007-III). Auch bei Neu- und Gebrauchtwagenkunden ist das Internet längst
das meistgenutzte Medium, um sich zur
Kaufvorbereitung zu informieren. Fahrzeughändler erreichen über das Netz
potenzielle Kunden weit über das regionale Umfeld hinweg.
Marketinginstrument Internet:
das Fahrzeuginserat
Durch die Nutzung von Internet-Fahrzeugmärkten wie mobile.de ergeben
sich Darstellungsmöglichkeiten, die eine
sinnvolle Ergänzung beispielsweise zu
einer Tageszeitung darstellen. Mithilfe
des Internets können Käufer Fahrzeuge
rund um die Uhr mit ausführlicher Beschreibung und mehreren Fotos besichtigen. mobile.de stellt zahlreiche Services speziell für gewerbliche Nutzer zur
Verfügung, um diese Vorteile zu nutzen
und ihnen einen schnellen Verkaufserfolg zu gewährleisten. So bietet mobile.
de seinen Händlern eine neue Form der
Fahrzeugpräsentation und ermöglicht
die Integration vertonter Videoclips in
das Inserat. Die Blickfänger-Option soll
Händler bei der Präsentation ihres Fahrzeugangebotes unterstützen. Einzelne
Inserate oder der gesamte Fahrzeugbestand eines Händlers werden durch ein
größeres Format, ein größeres Fahrzeugbild und einen farbigen Hintergrund hervorgehoben und erscheinen nach dem
Zufallsprinzip prominent auf der Startseite unter „Aktuell inserierte Fahrzeuge“.
18
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
_ Gebrauchtfahrzeug-Vermarktung via Internet. Eine Kom­
plettüberarbeitung der Suchfunktion von mobile.de soll den
gewerblichen Onlinehandel mit Fahrzeugen vereinfachen.
Wer die Blickfänger-Option nutzt, die
direkt bei der Erstellung des Inserates anwählbar ist, aktiviert damit gleichzeitig
die Abbildung seines Angebots bei eBayMotors, dem Bereich rund um Fahrzeuge,
Teile und Zubehör bei eBay: Die Inserate
erscheinen dort immer dann, wenn ein
Interessent nach Merkmalen sucht, die
der Anzeige entsprechen.
Betreuung von Online-Kunden
Insgesamt ist durch den Einsatz des Internets die Abwicklung von Fahrzeugverkäufen schneller geworden. Die ersten
Anfragen laufen für gewöhnlich bereits
kurz nach dem Einstellen auf. Die GfK
Nürnberg fand im Rahmen einer Studie
heraus, dass Pkw-Händler, die mobile.
de nutzen, durchschnittlich ein Drittel
(34 Prozent) ihrer Verkäufe über mobile.
de generieren, davon sogar mehr als ein
Viertel (27 Prozent) innerhalb der ersten 48 Stunden (GfK 2006). Autokäufer
sind durch das Internet heute bereits im
Vorfeld sehr gut informiert. Dadurch beschleunigen sich Verkaufsgespräche, und
der Zeitraum bis zur Kaufentscheidung
wird verkürzt. Generell gilt, dass Internetkunden die gleiche Aufmerksamkeit
benötigen wie Käufer, die in den Laden
kommen oder Kunden, die von einem
Gebietsverkäufer betreut werden. Für die
einzelnen Bereiche im Autohaus müssen
entsprechende Strukturen geschaffen
werden, die den Online-Fahrzeughandel
unterstützen. Autohäuser werden deshalb an einer Trennung des Internetvertriebs vom klassischen Ladengeschäft
nicht vorbeikommen.
Bildauswahl im Inserat
Für ein aussagekräftiges Online-Inserat
steht die richtige Bildauswahl an erster
Stelle. Denn die Aufmerksamkeit des
Käufers gewinnt man auch im Internet
zunächst über den visuellen Eindruck.
Analysen des Nutzerverhaltens zeigen,
dass Inserate mit Bild wesentlich häufiger angeklickt werden als ohne – und
das steigert die Absatzchancen. mobile.
de-Händler können ihr Angebot mit bis
zu zwölf Fahrzeugbildern und einer Größe von maximal zwei Megabyte einstellen. Zudem ist wichtig, dass das Auto im
Inserat ausführlich beschrieben wird. Alle
Daten zur Serien- und Sonderausstattung
sowie zum Zubehör und eventuellen Unfallschäden müssen vorhanden sein. So
stellt man sicher, dass für den Käufer
keine Fragen offen bleiben, die Anfrage
zum Kaufabschluss führt und Händler
wie Käufer sich überflüssige Rückfragen
ersparen.
Eigener Internet-Auftritt
Der eigene Webauftritt ist inzwischen
die erste Anlaufstelle für die Kunden.
Wichtig ist, dass das Fahrzeugangebot
auf den eigenen Seiten lückenlos abgebildet wird. Es muss eine Möglichkeit geben, Servicetermine zu vereinbaren und
der Kunde muss mit dem jeweiligen Autohaus schnell in Kontakt treten können.
Aber vor allem muss die eigene Homepage auch gefunden werden. mobile.de
unterstützt Händler bei einem professionellen Online-Auftritt und sorgt für einen
Eintrag in die wichtigen Suchmaschinen
(zum Beispiel Google oder Yahoo!).
Die Erfolgskontrolle
Mit dem so genannten Erfolgsmonitor
bietet mobile.de seinen Händlern eine
umfangreiche Reportingfunktion. Ob
Inseratsaufrufe, E-Mail-Anfragen oder
auch die Aufrufe der eigenen Händlerhomepage – alle wichtigen Kennzahlen
werden zusammen mit Prognosewerten
auf einer Seite dargestellt. Wer es genauer wissen will, kann sich in der Inseratsstatistik die Detailinformationen für
jr.
jedes Inserat anschauen.
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Elektrik führt
Schadenliste an
_ Der Freiburger Gebrauchtwagen-Garantieversicherer CG
Car-Garantie hat nach Auswertung von mehr als 500 000 abge­
laufenen Anschlussgarantien für Neuwagen aller Marken und
Modelle eine Rangliste der Baugruppenschäden erstellt.
F
azit: Schon bei jungen Fahrzeugen
rangiert die Elektrik auf dem Spitzenplatz der Schadensliste. Mit 21,4
Prozent aller regulierten Schäden an
den zwischen zwei und vier Jahre
alten Pkw lag die Fahrzeugelektrik auf
Platz eins vor Kraftstoffanlage (20 Prozent) und Motor (12,1 Prozent). Dass
schon kurze Zeit nach Auslaufen der
werksseitigen Garantie oder Gewährleistung häufig kostenintensive Reparaturen
anfallen können, beweist die in den vergangenen fünf Jahren von 360 auf 470
Euro angestiegene durchschnittliche
Schadenssumme.
Der in modernen Fahrzeugen dominierende Trend zu immer mehr Komforte-
20
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
lektrik hinterlässt auch in den Büchern
von Car-Garantie nicht zu übersehende
Spuren: Neben den oben erwähnten
Fahrzeugelektrikschäden entfielen im vergangenen Jahr weitere 8,7 Prozent aller
regulierten Schäden auf die zahlreichen
elektronischen Helfer in Schiebedach,
Fensterhebern, Feststellbremse, Sitzverstellung oder Kofferraumdeckel, um nur
einige Beispiele zu nennen.
„Nicht die Qualität der Fahrzeuge ist
schlechter geworden, sondern ihre zunehmende Komplexität treibt die Schadenhöhe nach oben“, sagt Axel Berger,
Vorstandsvorsitzender der CG Car-Garantie Versicherungs-AG. „Immer mehr
elektronische Steuerungssysteme trei-
ben zwangsläufig die Schadenswahrscheinlichkeit nach oben. Wo mehr drin
ist, kann eben auch mehr kaputt gehen.“
Vergleichsweise niedrig waren die Defektquoten bei Sicherheitssystemen (2,7
Prozent der Schäden), Bremsanlage (3,2
Prozent) und Lenkung (3,9 Prozent), etwas höher bei Getriebe (4,5 Prozent), Klimaanlage (4,9 Prozent), Abgasanlage (5,1
Prozent) und Kühlsystem (6,8 Prozent).
Vor allem die Kostenentwicklung bei den
Motorschäden bereitet dem Freiburger
Versicherer Kummer: Schon bei Mittelklassemodellen werden hierfür nicht
selten Beträge von mehr als 10 000 Euro
fällig, weil es für viele jüngere Fahrzeuge
noch keine Austauschaggregate gibt. Falls
doch, liegen die Schadenskosten immer
noch im Schnitt zwischen 5000 und 6000
Euro, wobei Dieseltriebwerke naturgemäß
deutlich teurer sind als Benzinmotoren.
Defekte an Turbolader und Einspritzanlage zählen zu den häufigsten Ursachen
für kapitale Motorschäden, die selbst bei
Kleinwagen mit durchschnittlich 4000 bis
5000 Euro zu Buche schlagen.
Hans W. Mayer
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technik
markt
Volkswagen beweist Augenmaß: Das klare
und kraftvolle Design der nächsten Generation
neuer Volkswagen soll den Weg in die Zukunft
zeigen.
Fotos: VW
Auf zu neuen Ufern
_ Der Golf VI steht in den Startlöchern und
soll im Oktober bei den deutschen Händlern sein.
Mit der sechsten Generation des Kompakten will
Volkswagen das Qualitäts- und Komfortniveau
steigern.
V
olkswagen hat das wichtigste
Automobil-Geheimnis
des
Jahres enthüllt: den neuen
Golf. Das mit mehr als 26 Millionen verkauften Exemplaren
erfolgreichste europäische Auto wurde
laut Hersteller in sämtlichen Bereichen
verbessert. Die sechste Generation des
Kompakten soll das Qualitäts- und Komfortniveau seiner Klasse in weiten Teilen
völlig neu definieren. So beschreibt VWChef Prof. Dr. Martin Winterkorn den
neuen Golf als „wertiger denn je“. Im
Oktober soll er bei den deutschen Händlern stehen. Der Einstiegspreis wird in
Deutschland bei 16 500 Euro liegen.
Beim Design setzt man in Wolfsburg
auf Augenmaß. Trotz neuen Outfits hat
sich der neue Golf vom alten nicht so weit
entfernt, dass die alten Modelle drastisch
an Wert verlieren. Solche Stetigkeit und
Konsequenz werde den Gebrauchtwagenpreis hochhalten, weiß man beim Hersteller. Erst der direkte Vergleich der Generationen fünf und sechs macht deutlich, wie
stark sich der neue Golf verändert hat. Alle
22
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
wesentlichen
Karosseriekomponenten
wurden neu gestaltet. Unter dem Blech
soll der Sprung nach vorn schon deutlicher
hervortreten. Innovative Antriebstechnologien werden die Verbrauchswerte um bis
zu 28 Prozent senken, sagt man bei VW.
Breite Palette
wirtschaftlicher Motoren
Erstmals sollen besonders leise TDI-Common-Rail-Motoren zum Einsatz kommen.
Geplant ist ein TDI-Leistungsspektrum
von 66 kW/90 PS bis 125 kW/170 PS.
Direkt zur Markteinführung wird Volkswagen den Golf mit einem zwei Liter
großen TDI anbieten (81 kW/110 PS und
103 kW/140 PS) und mit serienmäßigem
Dieselpartikelfilter (DPF). Das Spektrum
der Benziner bilden in der Startphase vier
Motoren mit 59 kW/80 PS, 75 kW/102
PS, 90 kW/122 PS sowie 118 kW/160 PS.
Ab 90 kW/122 PS kommen direkt einspritzende TSI-Motoren mit Kompressorund/oder Turbo-Aufladung zum Einsatz.
Alle Benziner und Diesel erfüllen die
Wertiger denn je soll die nun sechste
Golf-Generation im Qualitäts- und
Komfortniveau sein, sagt Prof. Dr.
Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG.
Grenzwerte der künftig geltenden EU-5Norm. Mit Ausnahme der Einstiegsversionen werden alle Benziner und Diesel
mit den Volkswagen-Doppelkupplungsgetrieben (DSG) kombinierbar sein. Je
nach Motordrehmoment kommt dabei
ein Sechs-Gang- oder Sieben-Gang-DSG
zum Einsatz. Das DSG hat damit die klassische Wandlerautomatik abgelöst.
Die Sicherheit soll
nicht zu kurz kommen
Assistenzsysteme wie die automatische
Distanzregelung (ACC), die adaptive
Fahrwerksregelung (DCC) und die automatische Einparkhilfe Park Assist sind
weitere Technologien an Bord des Golfs.
Ein neues, im Regelbereich feiner ansprechendes ESP-System, gute Crasheigenschaften, sieben Airbags inklusive
Knieairbag, eine im Golf debütierende
„Anschnallerkennung“ für den Fond (in
Verbindung mit Seitenairbags hinten)
und ein serienmäßiges Tagfahrlicht steljr.
len das Sicherheitspaket dar.
Neue EDV-Umgebung
bei Daihatsu
Daihatsu Deutschland will neue IT-Technologien einführen, um sowohl die Verwaltung des Händlernetzes zu optimieren sowie die Kommunikation zwischen
Importeur und Händler zu verbessern.
In diesem Zusammenhang arbeitet die
CC CarConsult GmbH als Anbieter webgestützter Anwendersoftware für Importeure seit einigen Monaten mit Daihatsu zusammen und liefert die selbst
entwickelten IT-Lösungen für verschiedene Bereiche. Die Basis der neuen ITLösungen bildet die Dealer-InformationDatabase DID.
Damit wird der Automobilimporteur in die Lage versetzt, alle Informationen und Daten, die er von Händlern
des Netzes besitzt, zentral in einer Datenbank zu speichern und allen Berechtigten stets Zugriff auf den aktuellen Datenstand zu geben. Auch der Händler hat
über den Dealer-Access Zugriff auf exakt
die gleichen Daten. Dies ist für die Durchführung von Selbstaudits wichtig, deren
Daten über den Dealer-Access erfasst
werden und im DID dann dem Importeur
für die Auswertung von Standards zur
Verfügung stehen. So wird gewährleistet, dass Importeur und Händler immer
auf demselben Informationsstand sind.
Ebenfalls Teil der neuen im Einsatz
befindlichen IT-Lösungen ist das von CC
CarConsult entwickelte Trainingsmanagementsystem TMS, womit Effizienz
und Transparenz bei der Administration
aller Händlertrainings gewährleistet werden soll.
Die CC CarConsult GmbH ist ein international tätiges Beratungsunternehmen in der Automobilbranche mit Sitz in
Friedberg und entwickelt umfangreiche
Software-Lösungen für die Automobilindustrie und den Handel. Das sind branchenspezifische Softwarelösungen speziell für Hersteller und Importeure oder
für den Handel. Schwerpunkte bilden die
Teilebörse H.O.T.A.S. (www.hotas.de) für
den Handel, die Händlerverwaltungssoftware DID, das Training-ManagementSystem TMS oder der webgestützte Verkäuferarbeitsplatz S-offi für Hersteller
jr.
und Importeure.
technik
markt
Einer für´s Grobe
D
er neue Iveco Massif ist ein
robustes Allradfahrzeug, bei
dessen Entwicklung professionelle Offroad-Einsätze im
Mittelpunkt standen. Er verfügt über eine Struktur, die für SUVs
typisch war, bevor sie zu überwiegend
auf der Straße eingesetzten Fahrzeugen
mutierten. Abenteuerlustige können in
ihm eine Rückkehr zu den Wurzeln der
Offroader sehen, der keine Kompromisse
zwischen Straßen- und Geländefahrzeug
kennt.
Starrachsen und Leiterrahmen
Alle Massif-Versionen verfügen über
einen Leiterrahmen, an dem die Starrachsen durch Parabelfedern geführt
werden. Darin sieht Iveco keine Kompromisslösung, denn der separate Rahmen
stellt sicher, dass Beanspruchungen,
denen das Fahrzeug im Geländeeinsatz
unterworfen ist, nicht in die Karosserie
übertragen werden. Und das verlängert
deren Lebensdauer. Parabelfedern vorn
und hinten übernehmen sowohl die Federung als auch die Führung der Achsen.
Dieses bewährte Federungslayout nimmt
Quer-, Antriebs- und Bremsreaktionskräfte auf, so dass keine zusätzlichen Lenker
erforderlich sind; ein Vorteil für OffroadFahrzeuge, so Iveco. Doppelt wirkende
24
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Der Massif als fünftüriger Station
Wagon.
Fotos: Backhaus
Der Massif wühlt sich im
Gelände überall durch.
Styling von Giugiaro: Der Iveco Massif.
_ Gegen den Trend zu weich gekochten SUVs ohne wirkliche
Geländeambitionen hat der Nutzfahrzeugspezialist Iveco mit
dem Massif einen Off-Roader nach alter Schule vorgestellt, der
sich auch durch dicksten Schlamm wühlt.
hydraulische Stoßdämpfer vorn, doppelt wirkende Luftdruck-Stoßdämpfer
hinten sowie Stabilisatoren vorn und
hinten machen das Fahrwerk komplett.
Die zulässigen Achslasten betragen vorn
1017 und hinten 2033 Kilogramm; das
zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs
beträgt 3050 Kilogramm. Alle Modelle
verfügen über eine mechanische Bremskraftverteilung im 4x4-Betrieb. Das optionale ABS kann bei kritischen Geländepassagen abgeschaltet werden und stellt
beim 4x2-Einsatz eine elektronische
Bremskraftverteilung bereit. Leider ist
der Schleuderschutz ESP auch gegen Aufpreis nicht erhältlich.
Design von Giugiaro
Ob das Design des Massif gefällt, ist
Geschmackssache, jedenfalls stammt
es von Giugiaro. Insgesamt erinnert er
doch stark an den größten Konkurrenten
im Segment, den Land Rover Defender.
Den Massif gibt es mit langem Radstand
(2768 Millimeter) als fünftürigen Station
Wagon, als Pick-up und Single Cab sowie
mit kurzem Radstand (2452 Millimeter)
als dreitürigen Station Wagon. Er wird
in Zusammenarbeit mit dem spanischen
Hersteller Santana hergestellt, dessen
ursprüngliches Fahrzeug von Iveco unter
Einsatz der Technik des leichten IvecoNfz Daily optimiert wurde. Der Massif
ist ein echtes Offroad-Fahrzeug für jedes
Gelände mit hohem Leistungsniveau,
das problemlos auch mit extremen Offroad-Strecken fertig wird. Er glänzt mit
einer Steigfähigkeit von 100 Prozent, Böschungswinkeln von 50 Grad vorn und 30
Grad hinten sowie einem Rampenwinkel
von 24 Grad. Die Wattiefe bei Standardausstattung beträgt 500 Millimeter, die
Bodenfreiheit bei serienmäßigen Rädern
und Bereifung 200 Millimeter.
Kraftvoller Antriebstrang
Herz des Massif ist der Drei-Liter-HPI-Motor des Daily, ein 16-Ventil-Vierzylinderdiesel mit Hochdruck-Common-Rail-Einspritzung. Das maximale Drehmoment
Relativ übersichtlicher
Motorraum
trotz großem
Drei-LiterMotor.
von 350 Newtonmeter (Nm) steht über einen Drehzahlbereich von
1400 bis 2800 Umdrehungen zur Verfügung. Die Nennleistung von
107 kW/146 PS wird bei 3000 bis 3500 Umdrehungen abgegeben.
Der Motor entspricht der Abgasnorm Euro 4. Dafür verfügt er über
Abgasrückführung (AGR) zur Reduktion der Stickoxide und einen Oxidationskatalysator, um andere Stoffe im Abgas in den Grenzwerten zu
halten. Den Massif gibt es zudem mit dem Drei-Liter-HPT-Motor. Mit
einem Turbolader mit variabler Geometrie bringt er 176 PS bei Drehzahlen von 3200 bis 3500 Umdrehungen. Das gewaltige Drehmoment
von 400 Nm gibt das Kraftwerk bereits bei 1250 Umdrehungen ab, es
steht dann bis 3000 Umdrehungen konstant zur Verfügung.
Das Sechsgang-Overdrive-Schaltgetriebe ZF 6S400 ist mit dem
separat angeordneten Santana-Verteilergetriebe verbunden, das
4x2- oder 4x4-Antrieb ermöglicht. Das Verteilergetriebe verfügt
über die Übersetzungsstufen „high“ und „low“. In Stellung „high“
(lange Übersetzung) ist über einen separaten Hebel der Allradantrieb sowie eine Längssperre zuschaltbar. Bei Wahl der kurzen
Geländeübersetzung („low“) sind stets Längssperre und Allradantrieb eingeschaltet. Optional erhältlich ist eine 100 Prozent mechanische Differenzialsperre für die Hinterachse für anspruchsvollere
Einsätze. Serienmäßig ist eine manuell schaltbare Freilaufnabe an
den Vorderrädern. Abgeschaltet entkoppeln sie die Naben vom Antriebsstrang und reduzieren Verbrauch und Verschleiß bei Straßennutzung deutlich. Schalt- und Verteilergetriebe stellen zusammen
zwölf Vorwärts- und zwei Rückwärtsgänge zur Verfügung. Der Allradantrieb ist abschaltbar, durch die dann freilaufende Vorderachse
reduziert sich der Kraftstoffverbrauch.
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Hervorragende Geländegängigkeit
Seine Geländequalitäten konnte der Massif auf einem abgesperrten
Off-Road-Gelände bei Ingolstadt eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Dank hochwertiger Allradtechnik wühlt sich der Massif eigentlich
überall durch. Setzt man zudem die hintere hydraulische Differenzialsperre ein, sind tiefe Bodenverwerfungen oder Fugen auch dank
der hohen Verschränkung des Fahrzeugs kein Problem. Leider ertönt
ein durchdringender Warnton, wenn die Differenzialsperre im Betrieb ist und raubt dem Fahrer gerade in dieser Situation die nötige
Konzentration. Iveco hat aber versprochen, die Serienfahrzeuge in
Deutschland ohne Warnton zu liefern. Auf der Straße muss man
sich an die rauhbeinige Art des Massif erst gewöhnen, insbesondere wenn man von einem normalen Pkw umsteigt. Allerdings macht
er dies dem Fahrer dank vernünftiger Lenk- und Kupplungskräfte sowie hervorragender Rundumsicht nicht allzu schwer. Dank bulligem
Antritt kann man bis zur Autobahnrichtgeschwindigkeit von Tempo
130 problemlos im Verkehr mitschwimmen. Höhere Geschwindigkeiten sind wegen des dann schwammigen Fahrverhaltens und der
Windgeräuschentwicklung kein Vergnügen.
Bei Prognosen über die Absatzzahlen hält man sich bei Iveco zurück und verweist auf einen Gesamtmarkt für dieses Segment in
Deutschland von 10 000 Einheiten. Davon möchte sich Iveco spätestens 2009, im ersten vollständigen Verkaufsjahr, ein Stück sichern.
Vertrieben wird das Fahrzeug über ausgewählte Iveco-Stützpunkte,
repariert werden kann es bei allen Iveco-Servicepartnern weltweit.
Übrigens gibt es derzeit keine konkreten Pläne, den Massif auch
über die Händler des Mutterkonzerns Fiat zu vertreiben.
Richard Backhaus
Das Original zählt und zahlt sich immer
wieder aus.
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technik
trends
Die Bauteile des Systems: rechts der
Arbeitskolben wie bei jedem anderen
Motor, rechts der Kolben für die Verdichtungsverstellung. Wird er verschoben, ändert sich die kinematische
Grundeinstellung des Kurbeltriebs.
Innere Werte: Von außen ein ganz normaler
Motor, innen High-Tech mit variabler Verdichtung.
Der Schnitt zeigt das aufwändige
Innenleben.
Fotos: MCE-5-Development
Motor mit
variabler
Verdichtung
_
Bis zu 30 Prozent Kraftstoffeinsparung verspricht das französische Unternehmen MCE-5-Development mit seiner Technologie zur variablen Verdichtung beim Benzinmotor. Bis zur Serienreife müssen sich die Kunden aber noch
gedulden.
B
ei der Fahrzeug- und Motorenentwicklung konzentrieren sich die
Hersteller darauf, den Verbrauch
und damit den KohlendioxidAusstoß sowie die Emissionen
zu senken. Unter dem Einfluss der sich
weltweit verschärfenden Umwelt- und
Abgasbestimmungen, der Klimadebatte
sowie der steigenden Energiekosten
arbeitet die Automobilindustrie intensiv
an der Entwicklung kostengünstiger
Motoren, die sich durch ein hohen Wirkungsgrad auszeichnen. Ottomotoren
werden beispielsweise durch Direkteinspritzung, variable Ventilsteuerung und
Turboaufladung noch sparsamer. Bei der
unter anderem von Daimler, Opel oder
Volkswagen erforschten „Homogeneous
Charge Compression Ignition“, kurz HCCI,
wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch nach
kurzer Kaltstartphase allein durch Kompression gezündet. Als Gesamtkonzept
betrachtet soll ein HCCI-Motor bis zu
80 Prozent der Kraftstoffeffizienz eines
Dieselmotors erreichen, jedoch ohne
die Notwendigkeit einer aufwändigen
Stickoxid-Abgasnachbehandlung.
Daimler kombiniert bei seinem „DiesOtto“ dieses HCCI-Verbrennungskonzept mit einer variablen Verdichtung
durch Änderung der Geometrie des Kurbeltriebs, so dass die Verdichtung zwischen sieben und 14 stufenlos verstellbar
ist. Aber auch Zulieferer arbeiten an Systemen, mit denen das Verdichtungsver-
26
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
hältnis variiert und an die individuellen
Anforderungen des Motors jederzeit
optimal angepasst werden kann. Während man bei Daimler derzeit noch keine
technischen Details der Lösung verraten
will, hat das französische Unternehmen
MCE-5-Development nun eine Technologie zum variablen Einstellen des Verdichtungsverhältnisses vorgestellt, das nach
eigenen Angaben bis zu 30 Prozent Kraftstoffeinsparung zu vernünftigen Kosten
erbringen kann, soll ein Benzinmotor damit doch rund 1000 Euro preiswerter als
ein Diesel und zirka 3000 Euro preiswerter
als ein Hybrid sein, dabei aber denselben
Gesamtwirkungsgrad erreichen.
Wie die variable
Verdichtung funktioniert
Vorteil des MCE-5-Konzepts ist die Möglichkeit, die Verdichtung für jeden Zylinder individuell zu verändern. Bei dieser
neuen Technik ist das Pleuel zweigeteilt.
Ein kurzes Pleuelstück ist fest mit dem
Kolben verbunden. Diese Einheit wird in
der Zylinderwand geführt und kann sich
im Zylinder nur auf- und abwärts bewegen. Am unteren Ende des Pleuelstücks
ist eine Zahnstange angebracht, die in
ein so genanntes Transmissionsrad greift.
Das ist nichts anderes als ein Zahnrad,
dem unten und oben die Zähne fehlen.
Dieses Transmissionsrad stützt sich auf
der gegenüberliegenden Seite der Zylin-
derwand an einer weiteren Zahnstange
ab, die zur eigentlichen Verdichtungsänderung entlang der Zylinderwand verschoben werden kann. In der Mitte des
Transmissionsrads ist ein „Kolbenbolzen“
angebracht, der über das eigentliche
Pleuel mit der Kurbelwelle verbunden ist.
Beim Motorlauf bewegt sich der Kolben
wie bei jedem anderen Motor auf und ab.
Allerdings überträgt er diese Bewegung
über die Zahnstange an das Transmissionsrad. Wie bei einem konventionellen
Motor der Kolben gibt das Transmissionsrad diese Pendelbewegung über das
Pleuel an die Kurbelwelle weiter. Parallel
zum Motorkolben ist ein Arbeitskolben
für die Verdichtungsverstellung als Aktor
angebracht. Er ist mit der Zahnstange
verbunden, die als Gegenlagerung des
Transmissionsrads an der Zylinderwand
dient. Soll die Verdichtung geändert
werden, wird der Aktor bewegt. Dieser
verschiebt die Zahnstange und damit die
Verbindung zwischen Transmissionsrad
und Zylinderwand vertikal. Das Transmissionsrad ist nun weiter oben oder weiter
unten an der Zylinderwand gelagert, so
dass sich die kinematische Grundeinstellung des Kurbeltriebs ändert, mit ihr die
Position des oberen und unteren Kolbentotpunkts – und damit das Verdichtungsverhältnis im Brennraum.
Prototypen von Motoren mit variabler Verdichtung sind fast so alt wie der
Verbrennungsmotor selber. Zuletzt Saab
Die komplexe Technik verträgt auch
Maximaldrehzahlen.
Wenn sich der Kolben bewegt,
pendelt das Transmissionsrad und
bewegt das eigentliche Pleuel.
hatte Ende der 1990er-Jahre ein Konzept vorgestellt, bei dem die Verdichtung
durch ein Abkippen des Zylinderkopfs
vom Zylinder geändert wurde. Eine sehr
elastische Zylinderkopfdichtung sollte
den Spalt zwischen den Bauteilen ausgleichen und die Abdichtung des Brennraums
gewährleisten. Dieser Gedanken ist wie
viele andere auch in der Versenkung verschwunden, weil es unmöglich war, eine
entsprechende Abdichtung in der Großserie wirtschaftlich darzustellen. MCE-5-Development rühmt sich daher damit, den
ersten serientauglichen Motor mit variabler Verdichtung aufgebaut zu haben, der
alle Anforderungen bezüglich Haltbarkeit, Leistung, Kosten und Erfüllung der
schärfsten Abgasstandards erfüllt.
Kleiner Motor:
Kraft wie ein Großer
Ein von MCE-5-Development aufgebauter
1,5-Liter-Motor ist mit 360 Newtonmeter (Nm) Maximaldrehmoment bei 1800
Umdrehungen und 220 PS Leistung bei
5000 Umdrehungen hinsichtlich der
Leistungsfähigkeit vergleichbar mit herkömmlichen Drei-Liter-Benzinmotoren.
Diese spezifischen Leistungsmerkmale
führen zu einer starken Reduzierung des
Hubraums (Downsizing), und der durchschnittlichen Drehzahl (Downspeeding),
und damit zu einer starken Verringerung
des Verbrauchs. Während herkömmliche
Motoren ein festes Verdichtungsverhältnis
von rund zehn haben, arbeitet der MCE-5
mit einem variablen Verhältnis von sieben
bis 18. Dies führt im neuen europäischen
Fahrzyklus (NEDC) zu einem gewichteten
durchschnittlichen Verdichtungsverhältnis von 14 bis 15 und zu einer starken Zunahme des Wirkungsgrades des Motors,
der entscheidend vom Verdichtungsverhältnis bestimmt wird. Ein anderer Vorteil
des MCE-5-Konzepts ist nach Unternehmensangaben die geringe Reibung. Die
bislang untersuchten Motoren mit variabler Verdichtung verloren mehr Energie
durch Reibung als gleichwertige Motoren
mit festem Verdichtungsverhältnis. Zusätzlich ermöglicht die Variabilität des
Verdichungsverhältnisses verschiedene
parallele Strategien zur Optimierung des
Gesamtmotorsystems. Der Motor kann
zum Beispiel seinen Katalysator schneller
erwärmen und produziert dadurch beim
Kaltstart weniger Schadstoffe. Außerdem
kann er unterschiedliche flüssige oder
gasförmige Kraftstoffe wie Ethanol oder
Erdgas mit jeweils optimalem Wirkungsgrad nutzen.
Belts
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Hohe Investitionen
bis zur Serienreife
Seit der Gründung des Unternehmens
MCE-5-Development im Jahr 2000 wurden 20 Millionen Euro in die Entwicklung
des MCE-5-Motors investiert. Dabei entfielen zwölf Millionen auf die Industrie
und acht Millionen Euro auf französische
Förderprogramme und europäische Projekte. Bis zur Serienreife geht das Unternehmen von weiteren Investitionen in
Höhe von 20 Millionen Euro aus. Mehr
als 40 europäische Partner aus Industrie,
Wissenschaft, weltweit tätigen Ingenieursdienstleistern und aus der Finanzbranche sind an diesem Projekt beteiligt.
Die Serienfertigung der MCE-5-Technologie könnte nach folgendem Szenario
erfolgen: Ende 2008 werden die ersten
MCE-5-Prototypenfahrzeuge für Tests
und öffentliche Präsentation auf Basis
eines Peugeot 407 verfügbar sein. Ende
2009 werden die Ergebnisse der mehr als
ein Jahr dauernden Prüfstandtests und
der Fahrversuche bei den kommenden
weiterentwickelten Motoren berücksichtigt. Zwischen 2010 und 2012 würde ein
ausgereifter Motor zur Verfügung stehen, und im Rahmen einer Vorserienproduktion könnte ab 2013 eine begrenzte
Anzahl von Fahrzeugen in den Handel
gebracht werden. Und 2015 könnte bei
einem oder bei mehreren Automobilherstellern die Serienproduktion dieses neuen Motortyps anlaufen.
Richard Backhaus
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trends
Plug-In-Hybrid –
Tanken
an
der
Steckdose
_
Die von Land Rover entwickelten Vollhybrid-Prototypen mit kombiniertem
Diesel-Elektroantrieb haben den Test- und
Versuchsbetrieb auf der Straße aufgenommen.
Foto: Land Rover
Toyota setzt weiterhin auf die
Hybridtechnik als Antriebstechnologie
der Zukunft, und Land Rover testet einen
Vollhybrid-Prototypen mit kombiniertem
Diesel-Elektroantrieb.
Knapp zwei Drittel aller Autofahrer sind auf
Kurzstrecken beziehungsweise im Stadtverkehr
unterwegs, Potenzial für Hybridfahrzeuge ist
also vorhanden.
Foto Continental
Toyota Plug-In-Hybrid. Der japanische Hersteller gibt Ausblick auf seine AntriebstechnoloFotos: Auto-Reporter
gien der Zukunft.
W
eltweit zeigen Autofahrer
großes Interesse für Elektroautos und Fahrzeuge
mit Hybridantrieb. Insgesamt wären 36 Prozent
der Befragten bereit, ein Auto mit Hybridantrieb zu kaufen, sogar 45,8 Prozent
zeigen sich offen für den Erwerb eines
Elektroautos. Dabei gehören steigende
Kraftstoffkosten und Umweltaspekte
gleichermaßen zu den Antriebsfedern.
Das hat eine Umfrage des Automobilzulieferers Continental unter mehr als 8000
Autofahrern in acht bedeutenden internationalen Märkten ergeben. Hybridantriebe verfügen vor allem im Stadtverkehr
über deutliche Einsparpotenziale. Und
genau hier ist eine deutliche Mehrheit der
Autofahrer täglich unterwegs: Insgesamt
85,7 Prozent der Befragten legen im Jahr
eine Strecke von unter 30 000 Kilometern
zurück, mehr als zwei Drittel (69 Prozent)
überwiegend im Stadtverkehr. In Japan
geben sogar 63,7 Prozent der Autofahrer
an, jährlich weniger als 10 000 Kilometer
unterwegs zu sein, davon 63,7 Prozent auf
Kurzstrecken oder im Stadtverkehr.
28
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Toyota setzt auf Plug-In-Hybrid
Diesem Trend folgend setzt der japanische
Autobauer Toyota weiterhin auf die Hybridtechnik als Antriebstechnologie der
Zukunft. Dort setzt man mittelfristig auf
den Plug-in-Hybrid, jedoch sei dafür auch
die Weiterentwicklung der Batterietechnologie nötig. Beim Plug-In-Hybrid handelt
es sich um Hybridfahrzeuge mit Verbrennungs- und Elektromotoren, deren Batterien aus einer üblichen 220-Volt-Steckdose
wieder aufgeladen werden können. Als
Energiespeicher stehen bei Toyota zwei
Nickel-Metall-hydrid-Batterien mit einer
Kapazität von jeweils 6,5 Amperestunden
(Ah) zur Verfügung. Die Spannung liegt
bei 220 Volt. Damit kann der Hybrid eine
Strecke von 13 Kilometern nur mit Batteriestrom zurücklegen. Innerhalb von 60 bis
90 Minuten sollen die Energiespeicher an
der Steckdose aufgeladen werden können.
Der von Toyota vorgestellte Plug-In-Hybrid
verfügt neben dem Elektromotor auch
über einen Verbrennungsmotor, der 100
kW/136 PS Leistung zur Verfügung stellt.
Jedoch muss dieser, bedingt durch die hö-
here Reichweite und Leistung des Elektromotors, seltener eingreifen. Dadurch sinkt
der Kohlendioxid-Wert des Plug-In-Hybrids
auf 90 Gramm pro Kilometer. Das Hybridfahrzeug schaltet im Leerlauf, im Stau oder
an der Ampel stehend den Verbrennungsmotor aus. Hier übernimmt der Elektromotor die Stromzufuhr für das Fahrzeug.
Zudem zieht das Hybridfahrzeug aus den
Bremsvorgängen noch Energie, um seine
Batterien wieder zu laden.
Als zusätzliche Ersparnis sieht man
bei Toyota die Möglichkeit, das Fahrzeug
über Nacht, also mit dem günstigeren
Nachstrom aufzuladen. Zudem sei es
nicht unwahrscheinlich, dass solche Hybridfahrzeuge ebenfalls von Solarzellen
auf dem heimischen Dach profitieren und
somit vollkommen klimaneutralen Strom
einsetzen können. Vor allem in Ballungsräumen sieht man bei Toyota den Hybridmotor als besonders sinnvoll an.
Gemeinsame Forschung
Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts unter dem Oberbegriff
„e-Terrain Technologies“ von Land Rover
und dem Energy-Saving-Trust der britischen Regierung zum Thema moderne
Antriebskonzepte zum Schutz der Umwelt
wurde der Diesel-ERAD-Hybridantrieb
entwickelt. Die Vollhybrid-Prototypen
mit kombiniertem Diesel-Elektroantrieb
haben den Test- und Versuchsbetrieb auf
der Straße aufgenommen. Herzstück
des Antriebs ist ein emissionsarmer und
wirtschaftlicher Diesel: Damit hat Land
Rover eines der ersten Diesel-Hybrid-Programme weltweit aufgelegt. Das Paket
verfügt über einen Integrierten Kurbelwellen-Starter-Generator (CISG), Lithium-IonBatterien der neuesten Generation und
einen Hinterachs-Elektroantrieb. Die modular aufgebaute Hybridtechnologie ist
mit verschiedenen Land Rover- Modellen
und -Antrieben kombinierbar. In diesem
Zusammenhang werden nach eigener
Aussage bei Land Rover neben der DieselERAD-Hybridlösung weitere Technologien
entwickelt, die den Ausstoß von Emissionen verringern und den Verbrauch senken sollen. Die Markteinführung sei innerhalb der nächsten zehn Jahre vorgesehen,
lässt man dort verlautbaren. Den Anfang
soll im kommenden Jahr eine Stopp-StartAutomatik machen, die ab 2009 beim
handgeschalteten Freelander
mit Dieselaggregat zur Serienausstattung zählen wird.
Diesel-ERADHybridantrieb
Der Diesel-ERAD-Hybridantrieb
von Land Rover soll eine „parallele“ Hybridanordnung schaffen, die perfekt mit Allradantrieb und Geländetauglichkeit
harmoniert. Wie bei allen parallelen Hybridlösungen sorgen
entweder ein Elektromotor oder Motor, CISG und ERAD bilden zusammen das Hybridsystem und
der Diesel für Vortrieb, bezie- stellen sicher, dass der für die jeweilige Situation passende Antrieb
hungsweise eine Kombination zum Einsatz kommt – Diesel, Elektromotor oder eine Kombination
der beiden Aggregate. Das jetzt aus beiden Antrieben. Koordiniert wird das ganze System dabei
Foto: Land Rover
realisierte System verspricht von hoch entwickelten Steuerungsmodulen.
im europäischen Fahrzyklus
(NEDC) eine Senkung der Kohlendioxid- (Crankshaft Integrated Starter GeneraEmissionen um mehr als 20 Prozent, im tor) hin, der in den Freelander-Prototypen
Autoalltag dürfte dieser Wert sogar bis mit einem Vierzylinder-Turbodiesel komauf etwa 30 Prozent zu steigern sein, da biniert ist. Die leistungsstarke Elektroder Hybridantrieb vor allem im Stadt- einheit CISG befindet sich innerhalb des
verkehr seine Stärken hat, verspricht der Doppelkupplungsgetriebes der VersuchsHersteller. Als zweites Schlüsselelement fahrzeuge und fungiert als zusätzliche
des Diesel-ERAD-Hybridantriebs weist Antriebsquelle und als Anlasser des Dieman bei Land Rover auf den integrierten selmotors. Dabei bilden Motor, CISG und
Kurbelwellen-Starter-Generator
CISG ERAD zusammen das Hybridsystem. jr.
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
29
technik
trends
Die Zunahme von Elektrik und Elektronik im Automobil bringt für die Werkstattbetriebe eine
ganze Reihe von Veränderungen: teure Prüfgeräte für die neueste Batteriegeneration, Kenntnisse
über starke Elektromotoren und sicherheitsbedingte Schulungen für das gesamte Personal.
Die Zukunft
ist
schon
unterwegs
_
Z
Die Elektrifizierung des Antriebs spielt künftig eine Hauptrolle. Die Einführung
von Wasserstoff erfordert neue Kenntnisse bei Wartung und Reparatur. Ein selbstzündender Otto-Motor ist noch Zukunftsmusik, aber inzwischen fahrfähig.
ündschlüssel rein und los geht‘s:
Ein leises Surren ist das einzige
wahrnehmbare Geräusch. Es
stammt vom Kompressor für den
notwendigen Bremsdruck – damit
der kleine Smart Fortwo electric drive
jederzeit sicher zum Stehen kommt. Der 41
PS/30 kW starke Elektromotor beschleunigt den Kleinwagen in weniger als sechs
Sekunden auf Stadttempo – völlig ohne
Gangwechsel, denn der entfällt beim
Elektroantrieb. 112 Stundenkilometer
schnell kann der Zweisitzer werden, bis zu
115 Kilometer Reichweite sind drin.
Elektrisch fahren
bald auch in Deutschland
Um die Natrium-Nickel-Chlorid-Batterie wieder voll zu laden, muss der Smart
für acht Stunden an eine gewöhnliche
Steckdose. Rund um London sind seit vorigem Jahr einhundert Elektro-Smart im
täglichen Einsatz. Bei Daimler plant man
derzeit ein vergleichbares Pilotprojekt in
einer deutschen Großstadt – dann allerdings auf Basis der neuesten Smart-Generation und mit einer modernen LithiumIonen-Batterie an Bord.
Soviel Elektrik bringt für die Werkstattbetriebe eine ganze Reihe von Veränderungen: teure Prüfgeräte für die neues-
30
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
te Batteriegeneration, im Automobilbau
bisher eher wenig gefragte Kenntnisse
über starke Elektromotoren – und nicht
zuletzt sicherheitsbedingte Schulungen
für das gesamte Personal. „Für Arbeiten
an Elektromotoren mit einer Leistung ab
15 kW setzen wir im Konzern spezielle
Zusatzqualifikationen voraus“, erklärt Dr.
Christian Mohrdieck, Daimler-Chefentwickler im Bereich Brennstoffzelle und
Elektrifizierung. In Vorbereitung auf die
in naher Zukunft in verschiedenen Modellen eingesetzten Elektromotoren – Mitte
2009 kommt die S-Klasse als Benzinhybrid – würden in den Niederlassungen
derzeit Hochvolt-Sicherheitsbeauftragte
ausgebildet. Um Zwischenfälle zu vermeiden, habe sich die Autoindustrie schon vor
einiger Zeit weltweit darauf verständigt,
Hochspannungskabel grundsätzlich in
leuchtendem Orange zu verbauen.
Wasserstoff-Brennstoffzelle
ab 2010 in Kleinserie
Ab 2010 soll ein weiteres ehrgeiziges Vorhaben der Schwaben das Verkehrsgeschehen aufmischen, wenn auch in Zeitlupe:
Täglich eine B-Klasse mit Brennstoffzellenantrieb will Mercedes dann produzieren. „Damit wollen wir zeigen, dass diese zukunftsweisende Technologie schon
heute fahren kann“, freut sich Mohrdieck
auf die abgasfreie Flotte. Im Vergleich zur
2004 vorgestellten A-Klasse F-Cell sei die
B-Klasse leistungsstärker und habe mit einer Reichweite von 400 Kilometern einen
deutlich längeren Atem. „Es wäre allerdings schön, wenn die Mineralölkonzerne
etwas mehr für eine passende Infrastruktur tun würden“, spricht der Ingenieur das
Hauptproblem an. Denn nach wie vor ist
die Betankung mit dem gasförmigen Energieträger Wasserstoff (H2) nur an wenigen Orten der Republik möglich. Fast geräuschlos fährt das Forschungsfahrzeug
F 600 HY-Genius und lässt sich dank einer
Spitzenleistung von 115 PS/85 kW bis auf
Tempo 170 beschleunigen.
Wenn die ersten H2-B-Klassen der
geplanten Kleinserie auf der Straße fahren, werden auch sie von Pannen nicht
verschont bleiben. Glücklicherweise sind
bei kleineren Defekten keine besonderen
Sicherheitsregeln zu beachten. Sollte es
zu Störungen im Wasserstoff-Kreislauf
kommen, wird der Fahrer über das Kombiinstrument gewarnt. Bei Steuergerätefehlern reichen die in Mercedes-Werkstätten
heute bereits vorhandenen Servicehilfsmittel – wie beispielsweise die üblichen
Auslesegeräte – weitgehend aus. Zur
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trends
sind zusätzlich H2-Detektoren erforderlich. Weitere Investitionen bestehen aus
einer Bedruckungsanlage (Kompressoren)
und Testgas (Formiergas oder Helium) zur
Druckprüfung der Wasserstoffleitungen
im Fahrzeug. Zum Befüllen leerer H2Tanks sind so genannte Wasserstoffbündel (Druckflaschen) nötig, zum Aufladen
der Hochvolt-Batterien entsprechende
Ladegeräte.
Und wie muss reagiert werden, wenn
plötzlich unkontrolliert Wasserstoff austritt? Die Antwort von Daimler-Entwickler Dr. Erwin Wüchner kommt prompt:
„Dieser Fall sollte nicht auftreten. Unsere Brennstoffzellenfahrzeuge werden
im Crashversuch getestet und es darf zu
keiner Zeit Gas austreten.“ Sollte es – aus
welchem Grund auch immer – dennoch
dazu kommen, sprechen H2-Detektoren
im Fahrzeug an und verschließen automatisch die Tankventile in den Behältern.
Diesotto-Motor
erstmals auf der Straße
Wer es gern etwas komfortabler mag,
steigt am besten in die futuristische Luxuslimousine der Marke mit dem Stern:
Der 5,17 Meter lange F 700 zeigt, was die
S-Klasse der Zukunft bieten könnte: ein
von der Natur abgegucktes Design und
einen Motor, der die Vorzüge von Diesel
und Otto tatsächlich in sich vereint. Das
238 PS/175 kW starke Diesotto-Triebwerk
bringt dank einiger Veränderungen am
Kurbeltrieb – Details sind noch immer
ein streng gehütetes Betriebsgeheimnis
– und einer variablen Ventilsteuerung
handelsüblichen Ottokraftstoff zur Selbstzündung. Ein Hybridmodul steuert bei Bedarf weitere 20 PS/15 kW Leistung bei. So
wird ein in dieser Fahrzeugklasse bisher
unvorstellbarer Verbrauchswert von 5,3
Litern Superbenzin je hundert Kilometer erreicht. Auf ersten Testrunden – die
32
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Die Zukunft der souveränen Reiselimousine: Das neue Forschungsfahrzeug Mercedes-Benz F
700 als Definition einer entspannten Fahrkultur.
Fotos: Mercedes-Benz
gefahrene Höchstgeschwindigkeit blieb
aufgrund der Streckenbestimmungen auf
120 Stundenkilometer begrenzt – wartete
der Diesotto mit einer überraschenden
Spritzigkeit auf. Der mitunter wahrzunehmende raue Motorlauf soll schon in naher Zukunft ruhiger werden. Anstatt der
heute eingesetzten vier Steuergeräte wird
im Serienbetrieb dann wohl ein einziges
genügen. Da der Diesotto-Motor ein aus
konventionellen Bausteinen zusammengesetztes Technologie-Paket ist, kommt
auf Werkstattbetriebe keine Mehrbelastung zu. „Obwohl das zugehörige Motorsteuergerät eine größere Funktionsbreite
abdecken muss, wird es in gleicher Weise
wie bei heutigen Motoren ausgelesen“,
sieht Daimler-Pressesprecher Matthias
Brock keine Probleme bei der Wartung der
neuen Motorengeneration. Spezielle Sicherheitsregeln seien nicht notwendig.
Wann welche der vorgestellten neuen
Technologien tatsächlich auf den Bestelllisten auftauchen werden, verriet die versammelte Daimler-Ingenieursmannschaft
leider nicht. „Die Zukunft ist manchmal
sehr nah – viel näher, als der eine oder andere denken mag“, schürt Prof. Dr. Herbert
Kohler, Chef für Umweltfragen bei Daimler,
die Gerüchte über eine baldige Marktreife
einiger seiner technischen Wunder. Am
serienreifen Brennstoffzellenantrieb werkelt Mercedes bekanntlich seit den 90erJahren, für den Kunden bezahlbar ist diese
Technologie noch lange nicht. Denn wie so
oft scheitert die rasche Einführung wegweisender Innovationen an den immensen Entwicklungskosten. Bis zum Jahre
2014 sollen weitere 14 Milliarden Euro in
die Forschung und Entwicklung fließen.
Paul-Janosch Ersing
Der zukunftsweisende Diesotto-Antrieb, ein Vierzylinder mit nur 1,8 Litern Hubraum, soll die
Stärken des emissionsarmen Ottomotors und den Verbrauchsvorteil des Dieselantriebs vereinen.
Nissan mit Brennstoffzelle
_ Der japanische Hersteller
lässt der Durchzug dann im Vergleich zu
Nissan schickt sein BrennstoffzellenAuto X-Trail FCV (Fuel Cell Vehicle)
auf Europa-Tournee.
Auffallen würde der Nissan X-Trail FCV
am ehesten in einer stillen Waldlichtung.
Nur dort kann man hören, dass man eigentlich nichts hört. Um ihm auch im
lärmenden Großstadtverkehr die gebührende Aufmerksamkeit zu verschaffen,
sollten die Marketingstrategen statt der
nüchternen
Buchstabenkombination
FCV– sie steht für Fuel Cell Vehicle – vielleicht besser „1,3 Millionen Euro“ auf die
Türen schreiben. Soviel kostet nämlich
der seriennahe Prototyp des Brennstoffzellenfahrzeugs, mit dem wir unterwegs
waren. Sein Elektromotor, ein Koaxialmotor mit Untersetzungsgetriebe, leistet 90
kW/123 PS und stellt vom Start weg sein
maximales Drehmoment von 280 Newtonmeter (Nm) bereit, das erst bei etwa 3000
Umdrehungen pro Minuten kontinuierlich
abzufallen beginnt. Bis zum Erreichen des
Landstraßenlimits schlägt sich der FCV
ganz wacker (Werksangabe: 0 bis Tempo
100 in 14 Sekunden), jenseits dieser Marke
Verbrennungsmotoren spürbar nach. Die
Höchstdrehzahl von 12 000 Umdrehungen
hat daher allenfalls akademische Bedeutung.
Der Prototyp stellt die vorläufige Endstufe einer Entwicklung dar, die bei Nissan 1996 begann und 2001 zum ersten
Versuchsträger mit Brennstoffzelle, dem
Xterra FCV, führte. Im Gegensatz zu seinen drei Vorläufern, deren Antriebskomponenten von verschiedenen Zulieferern
stammten, hat Nissan das Brennstoffzellenpaket der aktuellen FCV-Generation
selbst entwickelt. Nur der Wasserstofftank, in dem sich 5,8 Kilo Wasserstoff bei
700 bar Druck speichern lassen, stammt
nicht aus dem eigenen Haus. Zum Einsatz
kommt eine neue Brennstoffzelleneinheit, die nur noch die Hälfte des Vorgängermodells wiegt und 40 Prozent kleiner
ist. Mit 1860 Kilo Leergewicht ist der FCV
dennoch etwa 400 Kilo schwerer als das
X-Trail-Serienmodell. In Kalifornien legen
derzeit drei Testfahrzeuge Tagesstrecken
von rund 300 Kilometern zurück, ohne
dass es bisher zu Problemen gekommen
ist. Die Nissan-Ingenieure gehen von ei-
Mit einer Behelfstankstelle wie dieser bei Nissan in
Troisdorf kann der Tankvorgang auch schon einmal 20
Minuten dauern, weil die Flaschen nur wenig Druck
anbieten. Sonst dauert das Tanken rund fünf Minuten.
In diesen Tank passen
bei 300 bar Druck vier
Kilogramm Wasserstoff,
bei 700 bar 5,8 Kilogramm, was maximal
für 500 Kilometer mit
dem Nissan FCV reicht.
Fotos: Nissan
ner durchschnittlichen Lebensdauer der
Brennstoffzelle von rund fünf Jahren
und einer Laufleistung von 120 000 Kilometern aus. Hitzetests verliefen ohne
Zwischenfälle, die eingeschränkte Kaltstartfähigkeit soll noch von minus acht
auf minus 20 Grad Celsius verbessert
werden. Ursache dieses konstruktionsbedingten Mankos ist der Feuchtigkeitsbedarf der Kunststoff-Folie zwischen Anode
und Kathode. Spätestens bis 2015 will
Nissan serienmäßige Brennstoffzellenmodelle für Privatkunden anbieten, falls
bis dahin ein entsprechendes Tankstellennetz existiert.
Hans W. Mayer
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trends
Der Plug-in-Hybrid-Antrieb des Volvo C30 ReCharge besteht aus einer Lithium-Polymer-Batterie im Laderaum, vier Elektro-Radnabenmotoren und
dem Verbrennungsmotor, der mit dem Generator zu einem Hilfsstromaggregat gekoppelt ist, das ausschließlich dem Laden der Batterie dient.
Sprit
aus
der
Steckdose
_
Der Volvo C30 ReCharge fährt mit einem Plug-in-Hybrid- oder
auch Steckdosenhybrid-Antrieb. Vier Elektro-Radnabenmotoren
erhalten die Energie von einer Lithium-Polymer-Batterie.
D
ie Weiterentwicklung des
Hybridantriebs ist nicht aufzuhalten. Im Jahr 2020 wird
kein Auto in Europa ohne
Hybridtechnologie
laufen,
prognostiziert Professor Dr. Ferdinand
Dudenhöffer von der Fachhochschule
Gelsenkirchen und Direktor des Centers of Automotive Research (CAR). Die
Stickoxid-Problematik wird den Dieselkraftstoff verteuern, während die technischen Fortschritte den Ottomotor
deutlich attraktiver machen werden.
Der Marktanteil von Hybridantrieben
wird in den kommenden beiden Jahren
zwischen fünf und zehn Prozent liegen.
Und danach startet die Hybridtechnik
endgültig durch, meint der Automobilexperte Dudenhöffer.
Der Aufbruchstimmung im Lager der
Hybridvorkämpfer hat sich Volvo mit seinem ReCharge-Konzept angeschlossen.
Auf der Basis des Volvo C30 entwickelte
die schwedische Ford-Konzerntochter
einen Plug-in-Hybridantrieb mit individuellen Elektromotoren für jedes Rad
und Batterien, die an jeder Haushaltsstromquelle aufgeladen werden können.
Durch das Aufladeprinzip kann das Fahrzeug rund 100 Kilometer allein mit Bat-
34
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
terieleistung gefahren werden, bevor der
Verbrennungsmotor zum Einsatz kommt,
um die Batterie erneut aufzuladen.
Der Volvo C30 ReCharge ist nicht das
erste Elektroauto und nicht das Einzige
mit moderner Antriebstechnik, doch einer Serienfertigung sehr nahe. Bereits
Ferdinand Porsche konstruierte 1897
den Elektro-Radnabenmotor, der 1899
im Lohner-Porsche-Elektromobil einbaut
wurde. Damit entwickelte Porsche das
erste Auto mit Allrad- und Hybridantrieb,
das 1900 auf der Pariser Weltausstellung
große Resonanz fand. Heute, im Rahmen
der Kohlendioxid-Emissionen und der
steigenden Kraftstoffkosten, erfährt der
Plug-in-Hybrid oder auch Steckdosenhybrid seine Wiederentdeckung.
Umweltbewusster
Elektroantrieb
„Zukünftige Anforderungen im Hinblick
auf die Kohlendioxid-Emissionen werden
sich nur mit einem Anteil von Elektrofahrzeugen erfüllen lassen. Vor diesem Szenario stellt unser ReCharge-Konzept eine
äußerst interessante Lösung dar, weil es
eine hohe Reichweite per Batterieantrieb
mit dem Potenzial eines hoch effizienten
Der Volvo C30 ReCharge tankt mit Plug-inHybrid-Antrieb überwiegend an einer Haushaltsstromquelle.
Fotos: Volvo
Verbrennungsmotors kombiniert“, sagt
Magnus Jonsson, Senior Vice President
Forschung und Entwicklung bei Volvo.
„Zwischen aktuellen Hybridfahrzeugen
und unserem Plug-in-Modell besteht
ein wesentlicher Unterschied. Heutige
Modelle nutzen die Batterie lediglich zur
kurzzeitigen Unterstützung des Verbrennungsmotors. Die Volvo-Lösung dagegen
ist für permanenten Elektrobetrieb ausgelegt, der Verbrennungsmotor dient lediglich der Stromerzeugung“, sagt Ichiro
Sugioka, Projektmanager des ReChargeKonzeptes. „Außerdem besitzt der Volvo
C30 auch mit Hybridantrieb die modelltypische Agilität und Sportlichkeit. Die
Beschleunigung von 0 auf 100 Stundenkilometer erfolgt in neun Sekunden bei
einer Höchstgeschwindigkeit von 160
Kilometern pro Stunde.“
Elektromotor für jedes Rad
Das Volvo ReCharge-Konzept kombiniert eine Vielzahl der neuesten technologischen Entwicklungen zum Serienhybrid, bei dem es keine mechanische
Verbindung mehr zwischen Motor und
Rädern gibt. Die im Kofferraum untergebrachte Batterie verwendet die LithiumPolymer-Technologie. Die Lithium-Polymer-Batterie mit zwölf Kilowattstunden
ist so entwickelt, dass sie sogar die
Lebensdauer des Fahrzeugs überdauert. Vier Elektro- Radnabenmotoren
liefern die unabhängige Antriebskraft.
Im Prinzip handelt es sich beim ReCharge-Konzept um ein batteriebetriebenes
Elektrofahrzeug, kombiniert mit einem
Verbrennungsmotor und einem hoch effizienten Generator, der im Falle eines zu
niedrigen Batterie-Ladezustands die vier
Radnabenmotoren mit elektrischer En-
Für optimalen Umweltschutz verfügt das Fahrzeug über eine hoch effiziente, von Michelin
für Radnabenmotor-Fahrzeuge entwickelte
Spezialbereifung.
ergie versorgt und so jederzeit adäquate
Fahrleistungen sicherstellt. Da der VierZylinder-1,6-Liter-FlexiFuel-Motor – wird
derzeit ersetzt durch einen Vier-Zylinder1,6-Liter-Turbo-Motor mit 81 kW/109 PS
– ausschließlich den Generator antreibt,
kann er in einem verbrauchsgünstigen
Bereich mit besonders niedrigem Kohlendioxid-Ausstoß laufen. Der Generator
verfügt über die Kapazität, ein ganzes
Haus mit Elektrizität zu versorgen.
Der Verbrennungsmotor startet automatisch, sobald 70 Prozent der Batte-
Ihr
•
•
•
•
riekapazität aufgebraucht sind. Der Fahrer hat aber auch die Möglichkeit, den
Motor manuell zuzuschalten, um den
Ladezustand der Batterie zu erhöhen –
zum Beispiel, um für eine bevorstehende
Stadtfahrt genügend elektrische Energie
zur Verfügung zu haben.
Kraftquelle vom
Fahrer wählbar
tanzen. Bei Fahrten von weniger als 100
Kilometer, könnte die gesamte Strecke
per Elektroantrieb und einem täglichen
Kraftstoffverbrauch von null Litern auf
100 Kilometer bewältigt werden. Selbst
längere Fahrten, die den Aktionsradius
der Batterie überschreiten, ließen sich
mit einem solchen Fahrzeug sehr wirtschaftlich bewältigen. Das Fahrzeug
selbst bewegt sich mit Allradantrieb im
ursprünglichsten Sinn des Wortes, die
Antriebskraft wird dabei radselektiv geregelt. Das traditionelle mechanische
Bremssystem wird im endgültigen Entwicklungszustand durch ein elektrisches
ersetzt, bei dem sich reibungsbedingte
Energieverluste auf ein Minimum beschränken. Eingaben des Fahrers werden
über eine elektronische, vierfach-redundante Steuerung umgesetzt.
Das ReCharge-Konzept eignet sich für
den täglichen Einsatz auf kürzeren Dis-
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Batterie-Leasing
als Zukunftsmodell
_ Sind bis 2015 schon über
250 000 Elektroautos auf Europas
Straßen unterwegs? Neue Finanzierungsmodelle sollen das
Marktwachstum vorantreiben.
A
lternative Pkw-Antriebe nehmen
an Bedeutung zu. Entsprechend
werden sich Elektroautos von
der Nischenanwendung langsam
aber sicher zum Standardprodukt entwickeln. Im Zuge der Bestrebungen, Fahrzeuge und Strom aus einer
Hand zu bieten, eröffnen sich Chancen
für Energieversorger, Automobilbranche
und Finanzunternehmern gleichermaßen.
Angesichts der Energieproblematik bleibt
den OEMs keine andere Wahl, als sich
dem Trend hin zu elektrisch betriebenen
Pkw anzuschließen, lautet die Aussage
der weltweit tätigen Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Zusätzliche
Motivation könnten innovative Finanzierungsmodelle sowie die Einführung der
Lithium-Ionen-Batterie liefern, die die
gesamte Automobilindustrie revolutionieren dürfte.
Auf Initiative der Elektroautohersteller und unterstützt durch die OEMs
könnte das Batterie-Leasing möglicherweise zur Strategie der Wahl werden.
Dann bleibt laut Frost & Sullivan abzuwarten, wie die Verbraucher auf dieses
Die Batterie als Leasingobjekt der Zukunft?
Auf dem Internationalen Motorensymposium
in Wien hat Continental eine LithiumionenBatterie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
vorgestellt, deren Leistung auf 120 Kilowatt
erweitert wurde.
Foto: Continental
unkonventionelle Finanzierungsmodell
reagieren werden. Neben den Chancen,
die sich aus dem Batterie-Leasing ergeben, profitiert der Markt von Regierungsmaßnahmen auf nationaler und regionaler Ebene, die auf Basis von Gesetzen,
Begünstigungen und Rabatten darauf
abzielen, den OEMs eine marktgerechte
Preisgestaltung zu ermöglichen. „Eine
entscheidende Rolle wird spielen, in welchem Maße die Verbraucher das LeasingModell akzeptieren und welchen Nutzen
sie daraus ziehen“, kommentiert Anjan
Hemanth Kumar, Research-Analyst bei
Frost & Sullivan. „Parallel dazu sind technische Verbesserungen bei den Batterien
unerlässlich. Erhöht sich die Reichweite,
erweitert sich auch der Kundenstamm
über die Stadtgrenzen hinaus. Eine Batterie mit 150 Kilometern Reichweite macht
das Elektroauto auch für die Bevölkerung
der Vorstädte und der Nachbarorte interessant, bei 250 Kilometern Reichweite
zählt dann auch die Landbevölkerung zur
potentiellen Zielgruppe“.
Um ihre Umsätze zu steigern, werden OEMs und damit verbundene Unter-
VW entwickelt Hochleistungsbatterie
Der Volkswagen-Konzern hat eine Kooperation mit Sanyo zur Entwicklung von
Hochleistungsspeichern mit Lithiumionen-Technik vereinbart. „Neben noch
effizienteren
Verbrennungsmotoren
werden wir in Zukunft auch verstärkt
auf elektrisch angetriebene Automobile
setzen“, sagt VW-Chef Prof. Dr. Martin
Winterkorn. Bereits im März konnte der
Wolfsburger Automobilhersteller auf
dem Genfer Automobilsalon mit der Golf
TDI-Hybrid-Studie demonstrieren, wel-
36
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
ches Energiesparpotential die Kombination aus Hightech-Diesel, Elektroantrieb
und
Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe bietet. Dazu kann der Golf TDI
Hybrid auch rein elektrisch fahren. Audi
präsentierte auf der Tokyo-Motorshow
mit dem A1 Project Quattro bereits ein
Fahrzeug, das mit Lithiumionen-Batterie
für eine Reichweite von 100 Kilometern
ausgelegt ist. Die ersten Konzernfahrzeuge mit Lithiumionen-Technik sollen
nach VW-Angaben 2010 möglich sein. jr.
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Die Studie Strategic Assessment of
European Passenger Electric Vehicles
Market ist Bestandteil des Growth
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Assessment for European Market for
Micro, Mild and Full Hybrids. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice
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Marktteilnehmern und bieten detaillierte
Informationen über Marktchancen und
Branchentrends. Weitere Informationen
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Broschüre bietet Herstellern, Endnutzern
und anderen Marktteilnehmern einen
Überblick über die Branche.
nehmen auf unterschiedliche Finanzierungskonzepte zurückgreifen, so seine
Aussage. Am ehesten durchsetzen dürfte sich das Leasing-Modell, das laut Prognose im Jahr 2015 einen Marktanteil
von 75 Prozent auf sich vereinen werde.
Parallel dazu sei davon auszugehen, dass
größere OEMs ihren kleineren Konkurrenten in den kommenden sieben Jahren ein gutes Stück von ihrem Anteil am
Markt für elektronisch betriebene Pkw
abnehmen werden, lautet das Fazit des
Experten. „Die OEMs werden in sämtlichen Kundensegmenten konkurrieren,
von Economy bis Premium, und die Preise für ein Elektroauto werden zwischen
11 000 und 348 000 Euro liegen”, sagt
Kumar. „Mit einem Elektroauto können
sich im Vergleich zum konventionellen
Pkw in Zukunft voraussichtlich 150 bis
700 Euro pro Monat einsparen lassen,
ein durchaus wichtiges Argument für
jr.
potenzielle Käufer.“
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trends
Alternative zu Benzin
_ Mit Erdgas gegen die
Kraftstoff-Preisspirale: Der
Gasantrieb gilt als eine Lösung
gegen die Kostenexplosion an
den Zapfsäulen. Erdgasautos
mit hoher Laufleistung sind
preiswerter und sauberer.
Deutschlandweit sind mittlerweile rund 70 000 Erdgasfahrzeuge zugelassen. Mit ersten Turbomotoren wollen Volkswagen und Opel ihre Erdgasmodelle ab 2009 noch attraktiver machen. Der
Opel Combo CNG (Compressed Natural Gas) fährt mit Erdgas.
Foto: Opel
I
mmer mehr Autofahrer sondieren bei
den hohen Spritpreisen, wie sich der
Posten Treibstoff verkleinern lässt. Von
dieser Situation können die Hersteller
von Gasfahrzeugen und die deutsche
Gaswirtschaft profitieren, denn wer diesen
Kraftstoff tankt, spart an der Zapfsäule
erheblich. Der Unterschied ist nicht darauf
zurückzuführen, dass Gas billiger gehandelt wird als Erdöl, sondern damit, dass
der Staat Gas niedriger besteuert als Diesel
und Benzin und dass es für Gas bis zum 31.
Dezember 2018 einen deutlich reduzierten
Mineralölsteuersatz gibt.
In Zeiten hoher Spritpreise sind Gasfahrzeuge eine preiswerte und zugleich saubere
Alternative. Sowohl beim Erdgas- als auch
Flüssiggas-Betrieb entfleucht deutlich weniger Kohlendioxid aus den Auspufftöpfen.
Ein Nachteil ist jedoch, dass es hierzulande
zurzeit nur rund 800 Erdgastankstellen gibt
und die Fahrt zur Zapfsäule extra eingeplant
werden muss. Nicht um jede Ecke befindet
sich eine Erdgaszapfsäule, wie das bei Benzin und Diesel der Fall ist. „Der Erdgaspreis
bleibt der Hauptvorteil von CNG-Fahrzeugen. In den Bereichen Kraftstoff- und
Kfz-Steuer sind weitere Vorteile zu finden,
dafür kommen beim Neukauf eines Erdgasfahrzeugs Mehrkosten auf die Rechnung.
Erdgas ist bei weitem nicht gleich günstiger
für alle Szenarien“, sagt Jato-DeutschlandChef Nick Margetts.
In Deutschland bieten zurzeit sechs
Hersteller fast 50 verschiedene Modellversionen von elf Baureihen mit CNG-Antrieb ab Werk an (siehe auch Tabelle). Opel
und VW bieten so genannte monovalente
Fahrzeuge an. Die Erdgas-betriebenen Zafira und Combo mit dem Blitz sowie die
Wolfsburger Caddy und Touran haben nur
„Nottanks“, die 14 beziehungsweise 13
Liter Benzin fassen. Die CNG-Modelle von
Citroen, Fiat, Ford und Mercedes dagegen
38
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
haben vollwertige Benzintanks mit einem
Fassungsvermögen von 30 bis 65 Liter Sprit.
Beim CNG-Newcomer B 170 NGT beispielsweise ist der Erdgastank im Sandwichboden untergebracht, was natürlich die Folge
hat, dass der Kofferraum im Vergleich zum
„Normalo“-B 170 etwas kleiner ist. Vorteil
dieser Fahrzeuge ist, dass bei dem relativ
geringen Angebot von CNG-Zapfsäulen in
Deutschland die Fahrt zur CNG-Tankstelle nicht eingeplant werden muss. Zur Not
können viele Kilometer mit dem teuren
normalen Sprit zurückgelegt werden.
Im nächsten Jahr ersetzt Opel bei
seinem Erdgas-Zafira den 1,6-Liter-Saugmotor, der 94 PS leistet, durch einen Erdgas-Turbomotor mit 150 PS und einem
Drehmoment, das bei 210 Newtonmeter
liegt. Auch die Wolfsburger zeigen mit dem
Erdgaskonzept des Golf GTI, dass mit alternativen Energien auch Fahrspaß möglich
ist. Der erdgasgetriebene Golf GTI, unter
dessen Haube 320 PS werkeln, bestand laut
des Initiativkreises Erdgas als Kraftstoff in
Deutschland e.V. beim 24-Stunden-Rennen
seinen ersten Härtetest mit Bravour.
Beim Tanken hat der CNGFahrer Glanz in den Augen
Ein Kilogramm Erdgas (entspricht etwa 1,5
Liter Benzin) kosten nicht mal einen Euro,
für einen Liter Super dagegen müssen zurzeit rund 1,50 Euro und mehr hingeblättert
werden. Auf den ersten Blick ein großer Vorteil zugunsten der CNG-Mobile. Wie sieht
es aber mit den Wartungskosten und dem
Wertverlust dieser Autos aus? „Aufgrund
des niedrigen Angebots sind die Restwerte
von Erdgas-Fahrzeugen sehr gut; sogar besser als bei vergleichbaren Benzin-Modellen.
Bei andauernd hohen Treibstoffpreisen und
unter der Annahme, dass die Differenz zwischen Benzin- und Erdgaskosten weitge-
hend gleich bleibt, wird dies vorrausichtlich
auch so bleiben, da speziell für Vielfahrer,
die lange Strecken zu bewältigen haben,
Erdgas-Fahrzeuge von Vorteil sind“, sagt
EurotaxSchwacke Geschäftsführer Martin
Verrelli. Die Wahl zwischen diesen beiden
Treibstoffarten ist also von der Nutzung
des Fahrzeugs abhängig. „CNG-betriebene
Fahrzeuge sind (noch) kostengünstiger als
Benziner und der Gastank ist zudem besser
vor Explosionen geschützt als der von herkömmlichen Benzinern. Bei serienmäßig
ausgestatteten beziehungsweise nachgerüsteten CNG-Autos amortisieren sich die
Mehrkosten von circa 2200 Euro bereits
nach rund 15 000 bis 20 000 Kilometern
im Jahr. Aufgrund der jüngsten Gerüchte
in bezug auf drastische Gaspreispreiserhöhungen und die vorhandenen Nachteile
der CNG-Fahrzeuge, wie zum Beispiel höherer Verbrauch und die geringere Leistung,
halten wir den Benziner auf lange Sicht für
mindestens so restwertstabil wie die CNGFahrzeuge“, sagt Prognosespezialist Dieter
Fess. Anhand von drei Volumenfahrzeugen
– Ford C-Max, Mercedes B-Klasse und Opel
Zafira – haben Jato Dynamics, AuDaCon
und Bähr & Fess Forecasts für die FAZ die
Betriebskosten pro Kilometer für die Beispiel-Fahrzeuge bei einer Haltedauer von
drei Jahren und Jahreslaufleistungen von 20
000 beziehungsweise 40 000 Kilometer berechnet (siehe auch Tabelle). Auffallend ist,
dass bei dem Kostenvergleich die ErdgasMobile sich nur bei den Treibstoffkosten
besonders positiv hervorheben. Die Ersparnis für die CNG-Piloten aller ausgewählten
Modelle liegt bei einer Jahreslaufleistung
von 20 000 Kilometern bei über 3000 Euro
und bei einer Jahreslaufleistung von 40
000 Kilometern sogar über 7000 Euro. Bei
den Wartungskosten dagegen muss der
Gasfahrer – mit Ausnahme des MercedesEigners – tiefer in die Tasche greifen. Die
Wartungsarbeiten beim Zafira CNG sind laut
den AuDaCon-Experten um 355 Euro (40 000
Kilometer jährlich) teurer, da die Zündkerzen
häufiger gewechselt werden und der Steuerriemen inclusive Rollen eher zu wechseln
ist. Bei einer Jahreslaufleistung von 20 000
Kilometern liegt der Parameter Wartung für
die CNG-Variante nur um 69 Euro über dem
normalen Benzin-Zafira. Ähnlich ist die Wartungslage beim Kölner C-Max. Hier müssen
bei einer Jahreslaufleistung von 40 000 Kilometern 339 Euro mehr für die Erdgasversion
hingeblättert werden (20 000 Kilometer: 113
Euro). Dies ist bedingt durch kürzere Zündkerzenwechselintervalle und Überprüfung beziehungsweise Einstellung des Ventilspiels.
Die Stern-Mobile NGT/Benzin hingegen unterscheiden sich laut Herstellerangaben nicht
in der Wartung. Unterm Strich kommt zurzeit
jedoch alles wieder auf die gefahrenen Kilo-
meter pro Jahr an. Bei einer Haltedauer von
drei Jahren und einer jährlichen Laufleistung
von 20 000 Kilometern kann nur die Opel-Version mit Erdgasantrieb punkten. Die Betriebskosten pro Kilometer für den 94 PS-CNG mit
dem Blitz betragen 0,39 Euro, der reine Benziner dagegen kostet 0,42 Euro. Bei der höheren
Laufleistung von 40 000 Kilometern pro Jahr
dagegen sind alle Erdgas-Modelle auf der
Gewinnerseite. Der Zafira 1.6 CNG kann 0,04
Euro, der Mercedes B170 NGT 0,03 Euro und
der Ford C-Max 0,02 Euro gegenüber seinem
vergleichbaren Benzin-Bruder gutmachen.
Das hört sich zwar erst mal nicht viel an, aber
bei einer Haltedauer von drei Jahren und 120
000 Kilometern sind das beim Zafira CNG immerhin 4800 Euro Ersparnis gegenüber dem
Benziner.
■
einfach
■
zuverlässig
■
schnell
Ute Kernbach
Kostenvergleich Benziner/CNG
Modell
Ford
C-MAX
2.0 Style
(145 PS)
Ford C-MAX
CNG Style
(126 PS)
Differenz
CNG/
Benzin
in €
Mercedes
B 170
(116 PS)
Mercedes
B 170 NGT
(116 PS)
Differenz
CNG/
Benzin
in €
Opel
Opel
Zafira 1.6
Zafira 1.6
CNG
(115 PS)
(94 PS)
Differenz
CNG/
Benzin
in €
22.000,00
25.410,00
+3.410,00
25.109,00
28.798,00
+3.689,00
21.210,00
23.640,00
+2.430,00
Neupreis in €
Betriebkosten in € pro Kilometer bei einer Haltedauer von 36 Monaten, 20.000 km Laufleistung pro Jahr
0,47
CNG 0,47
0,00
0,46
CNG 0,48
+0,02
0,42
CNG 0,39
-0,03
+1.215,00
u.a. sind nachfolgende Faktoren in der Betriebskostenrechnung enthalten
Wertverlust
13.200,00
15.754,00
+2.554,00
12.303,00
14.399,00
+2.096,00
10.605,00
11.820,00
Kraftstoff*1)
6.526,00
CNG 3.294,00
-3.232,00
6.079,00
CNG 2.646,00
-3.433,00
6.347,00
CNG 2.700,00
-3.647,00
Wartung
525,00
638,00
+113,00
673,00
673,00
0,00
486,00
555,00
+69,00
Versicherung
2.789,00
2.789,00
0,00
3.730,00
3.730,00
0,00
2.918,00
2.918,00
0,00
Steuer
405,00
405,00
0,00
344,00
412,00
+68,00
324,00
324,00
0,00
Betriebkosten in € pro Kilometer bei einer Haltedauer von 36 Monaten, 40.000 km Laufleistung pro Jahr
0,33
CNG 0,31
-0,02
0,33
CNG 0,30
-0,03
0,30
CNG 0,26
-0,04
+1.531,00
u.a. sind nachfolgende Faktoren in der Betriebskostenrechnung enthalten
Wertverlust
15.400,00
18.295,00
+2.895,00
15.568,00
18.142,00
+2.574,00
13.362,00
14.893,00
Kraftstoff*1)
13.052,00
CNG 6.588,00
-6.464,00
11.913,00
CNG 5.292,00
-6.621,00
12.695,00
CNG 5.400,00
-7.295,00
Wartung
1.046,00
1.385,00
+339,00
1.112,00
1.112,00
0,00
717,00
1.072,00
+355,00
Quelle: Jato Dynamics, AuDaCon, Bähr & Fess Forecasts
*1) berechnet mit Super 1,49 €/l und Erdgas 0,90 €/kg
Zur Zeit auf dem deutschen Markt ab Hersteller erhältliche CNG-Fahrzeuge
Marke
Modell
Karosserie
kW PS
Neupreis
In €
Normverbrauch
Gas
kg/100 km
1)CNGKosten
auf
100km
CNG Tankinhalt
CO2 CNG
g/km in kg
Normverbrauch
Benzin
l/100km
1)BenzinKosten
auf
100km
Tankinhalt
Benzin
in l
Citroen
C3 1.4 Bivalent Style
Limousine
54
73
16.750
5,0
4,95
119
9
6,5
9,87
45
Fiat
Panda 1.2 Natural
Power
Kombi
44
60
13.570
4,2
4,15
114
11
6,2
9,42
30
Fiat
Doblo 1.6 16V Natural
Power
Kombi
76
103 17.970
5,9
5,84
161
22
9,2
13,97
60
Fiat
Doblo Cargo 16V
Natural Power
Kasten
76
103
17.350 5,9
19254
5,84
161
22
9,2
13,97
60
Fiat
Doblo Cargo 16V
Natural Power
Hochkasten 76
Ford
Focus 2.0 16V CNG
Limousine
Ford
C-MAX 2.0 CNG
Mercedes
B 170 NGT Blue Efficiency
Mercedes
B 170 NGT Blue Efficiency Auto
Mercedes
E 200 NGT BlueEFFICIENCY Automatik
18.540 103
5,9
19.135
5,84
161
22
9,2
13,97
60
107 145
21.410 24.910
5,9
5,84
151
17
7,1
10,78
55
Kombi
107 145
23.910 26.910
6,1
6,03
158
17
7,2
10,94
55
Limousine
85
116 28.798
4,9
4,85
135
16
7,3
11,09
54
Limousine
85
116 30.857
4,9
4,85
135
16
7,6
11,54
54
Limousine
120 163
44.756 6,1
48.118
6,03
168
17
9,0
13,67
65
23.640 5,0
28.360
4,95
138
21
-
-
14
Opel
Zafira 1.6 CNG
Kombi
69
94
Opel
Combo 1.6 CNG
ecoFlex
Kasten
69
94
17.737
4,9
4,85
133
17,5
-
-
14
Opel
Combo 1.6 CNG
ecoFlex
Kombi
69
94
18.580 4,9
22.230
4,85
133
17,5
-
-
14
VW
Touran 2.0 EcoFuel
Kombi
80
109
24.350 5,8
29.125
5,74
154
18
-
-
13
VW
Caddy 2.0 EcoFuel
Kasten
80
109
18.356 6,0
29.893
5,93
157
26
-
-
13
VW
Caddy 2.0 (5-/7-Sitzer)
Kombi
EcoFuel
80
109
16.990 6,0
25.442
5,93
157
26
-
-
13
Inklusive
2 Poliertücher
automechanika
Internationale Leitmesse der Automobilwirtschaft
Frankfurt am Main
16.-21.9.2008
9.1
e
l
l
a
H
05
A
d
n
Sta
Quelle: EurotaSchwacke / Stand Juni 2008
*1) berechnet mit Super 1,519 €/l und Erdgas 0,989 €/kg / bei Opel und VW handelt es sich um monovalente Fahrzeuge, Benzin-Normverbrauch wurde nicht
gemessen
E.V.I. GmbH • Gautinger Strasse 40 a • 82061 Neuried
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technik
trends
Fahren zum
halben Preis?
_ Flüssig-, beziehungsweise Autogas ist bei der Suche nach alternativen Antrieben in den Fokus
des öffentlichen Interesses gerückt. Autogasfahrzeuge fahren umweltschonender und vor allem preiswerter als Benziner.
E
in Liter Autogas kostet hierzulande
zurzeit weit unter einem Euro.
Diesel- und Benzinfahrer dagegen
müssen um die 1,50 Euro für einen
Liter hinblättern. Da lohnt es sich,
eine Umrüstung auf Gas näher in Betracht
zu ziehen. Der Durchschnittsverbrauch im
LPG-Betrieb liegt zwar um rund 15 Prozent höher als im Benzinbetrieb, dafür
fährt man aber auch umweltfreundlicher.
Ein LPG-Pilot feuert rund zehn bis zwölf
Prozent weniger Kohlendioxid aus den
Auspuffrohren seines Gefährts, als das
beim Normal-Benziner der Fall ist. Die
Steuerbindung bei LPG und CNG besteht
noch bis 2018, was in jedem Fall interessant ist, da es absehbar ist, dass die
herkömmlichen Treibstoffpreise steigen
werden. Ressourcenknappheit jener Rohstoffe, die laut BP-Studie nach 41 Jahren
endgültig aufgezehrt sein werden, und
ein vermuteter Barrelpreis, den Experten
auf Spitzenwerte von bis zu rund 180 USDollar schätzen, spielen den gasangetriebenen Fahrzeugen in die Karten.
Ein Vorteil von Flüssiggas gegenüber
Erdgas liegt darin, das für LPG eine einheitliche europäische Norm für die Kraftstoffqualität existiert. Erdgas hingegen wird als
Low-Gas oder auch High-Gas angeboten,
dies kann zu unterschiedlichen Emissionsverhalten führen und auch die Reichweite pro Tankfüllung ist von der Qualität
des Kraftstoffs abhängig. Die Dichte der
Erdgastankstellen, aktuell nur rund 800
Zapfsäulen in Deutschland, liegt erheblich
unter denen der öffentlichen Autogastankstellen mit rund 3900 Einheiten, Tendenz
steigend. Europaweit gibt es derzeit rund
20 000 LPG-Tankstellen. In 2005 registrierte der Deutsche Verband Flüssiggas e.V.
(DVFG) 65 000 LPG-Fahrzeugumrüstungen,
was im Vergleich zu 2007 mit 200 000 Umrüstungen eine Verdreifachung bedeutet.
In diesem Jahr erwartet der DVFG 240 000
Umrüstungen.
Ein Pluspunkt für Autogas liegt auch
darin, dass jeder Wagen mit Benzinmotor
auf Autogas nachgerüstet werden kann,
Ausnahme sind einige Direkteinspritzermodelle. Eine Nachrüstung auf Erdgas
gestaltet sich da bedeutend schwieriger.
Allein die gravierenden Betriebdruck-Unterschiede zwischen LPG (acht bis zwölf bar)
und CNG (hier arbeiten 200 bar) verdeutlichen das. Leitungen und Ventile eines CNGFahrzeugs müssen den 20-fachen höheren
Druck aushalten, was ganz andere Materialien voraussetzt. Bei einem Erdgaswagen
müssen beispielsweise Edelstahlleitungen
eingesetzt werden, die schwieriger zu verarbeiten sind. Bei der LPG-Umrüstung genügen preiswerte Kunststoffleitungen. Der
Kostenvergleich Benziner/LPG
Modell
Kia C’eed Kia C’eed
1.6
1.6 StatiStation
on LPG
Differenz
Subaru
LPG/
Forester
Benzin
III 2.0
in €
Subaru
Forester
III 2.0
LPG
Differenz
VW
LPG/
Sharan
Benzin
2.0
in €
VW
Sharan
2.0 LPG
Differenz
LPG/
Benzin
in €
16.880
+2.799
26.800
+2.900
31.563
+2.488
Neupreis in €
19.679
23.900
29.075
Betriebkosten in € pro Kilometer bei einer Haltedauer von 36 Monaten, 20.000 km Laufleistung pro Jahr
0,37
LPG 0,37
0,0
0,51
LPG 0,50
-0,01
0,60
0,56
-0,04
u.a. sind nachfolgende Faktoren in der Betriebskostenrechnung enthalten
Wertverlust
8.609
11.020
12.667
15.008
Kraftstoff*1)
5.928
LPG 3.095 -2.833
+2.411
7.661
LPG 3.999 -3.662
+2.341
17.445
18.622
+1.177
8.664
4.523
-4.141
Wartung
570
642
+72
773
870
+97
Versicherung
2.993
2.993
0,0
3.621
3.621
0,0
511
511
0,0
2.862
2.862
Steuer
322
322
0,0
404
404
0,0
402
0,0
402
0,0
Betriebkosten in € pro Kilometer bei einer Haltedauer von 36 Monaten, 40.000 km Laufleistung pro Jahr
0,27
LPG 0,26
-0,01
0,39
LPG 0,35
-0,04
0,41
LPG 0,36
-0,05
+1.386
u.a. sind nachfolgende Faktoren in der Betriebskostenrechnung enthalten
Wertverlust
10.803
13.185
+2.382
16.013
17.956
+1.943
19.190
20.516
Kraftstoff*1)
11.856
LPG 6.189 -5.667
15.413
LPG 7.998 -7.415
17.806
LPG 9.036 -8.770
Wartung
1.174
1.319
1.848
2.087
919
919
+145
+239
0,0
Quelle: Jato Dynamics, AuDaCon, Bähr & Fess Forecasts (LPG Mehrverbruach + 15%) Hinweis: Die Werte
für Kia und Subaru sind als Näherungswerte zu sehen, da diese Modelle erst nach der auslieferung durch
den Fahrzeughersteller umgerüstet werden. Durch Unterschiede bei den Umrüstkosten oder Abweichungen
im Kraftstoffverbrauch (mangels Herstellerangabe) können in der Praxis preisliche Differenzen zu den o.g.
Ergebnissen auftreten. Subaru gibt für die LPG-Zusatzarbeiten keine Richtzeiten vor, so das hier mit Erfahrungswerten aus den Werkstätten gerechnet werden musste.
*1) berechnet mit Super 1,52 €/l und Autogas 0,69 €/kg
40
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
A u t o ga s a n lage n /
A u t o ga s s y s t eme a u f de r
A u t o mecha n ika
Auch auf der Automechanika ist das Thema
Autogasanlagen und -systeme präsent. Unter den Ausstellern sind:
•Europspar Autogassysteme GmbH
Halle 1.1 B01
•Emmegas s.p.a. - AGORA C60
•GAS Gunnar Adam Services GmbH – Halle
4.1 L62
•GASKIT - AGORA C50
•Herth + Buss ELPARTS - Halle 3.0 Gang B
Stand 71
•Landi Renzo S.p.A.- Halle 3.0 Gang G
Stand 25
•Tartarini Deutschland Autogasanlagen
Vertriebs GmbH - Halle 4.0 Gang D Stand
95
•ÖCOTEC Autogas Engineering GmbH Halle 1.1 Gang M Stand 12
•VIALLE – Halle 4.1 L72, 72a
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
productpilot.com
Tank eines LPG-Autos findet Platz in der
Reserveradmulde, der Erdgastank, beziehungsweise die Flaschen, deren Wandstärke einen Zentimeter misst, benötigt mehr
Platz und hat ein höheres Gewicht. Beim
werksseitigen Erdgas-Gefährt ist das kein
Problem, da der Wagen dementsprechend
konzipiert ist. Die Auswahl an Umrüster,
die man durch diverse Internet-Maschinen
ausfindig machen kann, scheint endlos.
Aber wie in jedem Bereich sollte man sich
auch hier bei der Auswahl des Nachrüsters
sorgfältig informieren.
Noch immer besteht
hoher Aufklärungsbedarf
Hier hat Chevrolet im Ansatz bereits gute
Arbeit geleistet, seine Autogasfahrzeuge
in Szene gesetzt und über Vorteile immer
wieder informiert. Kostenlose Umrüstung, die eventuell sogar restwerterhöhend wirken könnte, wäre eine Möglichkeit, unmissverständliche Erklärungen,
wo und wie man in Zukunft Gas tanken
kann sowie massives Herangehen an die
dafür in Frage kommende Zielgruppe der
Flotteninhaber und derjenigen, die sich
keine teureren Benzinpreise leisten können oder wollen. Ferner muss klar sein,
dass es zu keinem Mehrverbrauch kommt,
beziehungsweise dieser so unerheblich
ausfällt, dass der Gasbetrieb auch rechnerisch und in Abwägung der Alternativen
ohne Beispiel ist.
Das LPG-betriebene Automobil hat
laut den Experten vom Forecasts-Institut die größten Chancen in jene Restwertregionen vorzustoßen, die bislang
nur Fahrzeugen mit Dieselantrieb der
gleichen Marke vorbehalten waren. Dies
allerdings nur, solange die Gas-/Ölpreisbindung nicht für neuerliche, unangenehme Überraschungen sorgt. Auch die
Experten von EurotaxSchwacke attestieren den LPG-getriebenen Autos eine positive Restwertentwicklung. „Die Restwerte
von Fahrzeugen mit Autogas-Antrieb werden unter bestimmten Voraussetzungen
zwei Prozentpunkte höher liegen als die
vergleichbaren Benzin-Modelle. So erzielen – laut Schwacke-Chef Martin Verrelli
– Autogas-Modelle von Chevrolet bei einer Jahresfahrleistung von 20 000 Kilometern nach zwei Jahren einen um etwa
1200 Euro höheren Wiederverkaufswert
als ihre Benzin-Pendants. Dies gilt unter
der Voraussetzung, dass die steuerlichen
Anreize für alternative Antriebe deutlich
verstärkt werden wie beispielsweise die
Kohlendioxid-Besteuerung.“
Anhand vom Kia C’eed, Subaru Forester und VW Sharan haben Jato Dynamics,
AuDaCon und Bähr&Fess Forecasts die
Betriebskosten pro Kilometer bei einer
Haltedauer von drei Jahren und Jahreslauf-
leistungen von 20 000, beziehungsweise
40 000 Kilometer berechnet (siehe auch
Tabelle). Bei dem Kostenvergleich ist auffallend, dass bei den Autogas-Mobilen die
Spritkosten besonders positiv zu Buche
schlagen. Bei einer Laufleistung von 20 000
Kilometer pro Jahr muss der Sharan-LPG-Pilot zwar einen um rund 1100 Euro höheren
Wertverlust in Kauf nehmen, dafür sind die
Treibstoffkosten um sage und schreibe fast
4150 Euro geringer. In Sachen Wartungskosten sind beim Wolfsburger die gleichen
Vorgaben und dementsprechend keine Unterschiede. Bei den LPG-Versionen vom Kia
C’eed und Subaru Forester liegen die Wartungskosten nur geringfügig über denen
des entsprechenden reinen Benzinmodells.
Der LPG-Kia bekommt laut den AuDaConExperten zusätzlich einen Gasfilterwechsel, was den Mehrpreis von 72 Euro in der
Wartung verursacht. Der Subaru Forester
erhält ebenfalls einen Gasfilterwechsel
und eine Ventilspielüberprüfung – Kostenpunkt 97 Euro. Bei einer Haltedauer von drei
Jahren und einer Jahreslaufleistung von 20
000 Kilometer sind der Gas-Subaru und der
LPG-Sharan auf der Gewinnerseite, der Koreaner liegt gleich auf mit seinem BenzinPendant. Die Betriebskosten pro Kilometer
sind beim LPG-Japaner mit 0,50 Euro um
einen Cent und beim Autogas-Volkswagen
mit 0,56 Euro um vier Cent niedriger als bei
den vergleichbaren Benzinmodellen. Das
bedeutet nach drei Jahren und 60 000 heruntergespulten Kilometern beim VW eine
Ersparnis von 2400 Euro und beim Subaru
von 600 Euro.
Bei höherer Laufleistung
summiert sich das Ganze
Auch hier wieder eine enorme Ersparnis
bei den Treibstoffkosten von mehr als 5600
Euro beim C’eed über rund 7400 Euro beim
Forester bis hin zu 8770 Euro beim Sharan.
Die Wartungskosten der Autogas-Mobile
sind beim Koreaner (plus 145 Euro) und Japaner (plus 239 Euro) wieder etwas höher
als beim vergleichbaren Benzin-Bruder aus
den schon genannten Gründen. Bei den
Betriebskosten pro Kilometer haben nach
der höheren Laufleistung jetzt aber alle
drei Gas-Autos die Nase vorn. Die Betriebskosten des C’eed-LPG-Eigner pro Kilometer
lauten 0,39 Euro. Damit fährt er dann einen Gewinn von 1200 Euro ein. Beim GasSubaru-Piloten beträgt der Gewinn sogar
4800 Euro. Die Betriebkosten betragen
hier 0,35 Euro pro Kilometer nach diesem
Zeitraum. Und der Sharan-Lenker mit dem
Zweiliter-LPG-Gefährt (Betriebskosten pro
Kilometer: 0,36 Euro) hat ganze 6000 Euro
mehr im Geldbeutel als der Eigner des entsprechenden Benzin-Sharans.
Ute Kernbach
Mein Businessportal
ist auch beim Thema
Automotive vorne.
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trends
_ Sauber Gas geben
Ein Emissionsvergleich des Schweizer Forschungsinstituts EMPA Materials Science
and Technology ergab deutliche Vorteile
für Fahrzeuge mit Erdgasantrieb gegenüber solchen mit Benzin- oder Dieselmotoren, teilt der Initiativkreis „Erdgas als
Kraftstoff“ in Bayern mit. Unter die Lupe
nahm die eidgenössische Forschungsanstalt 32 Pkw mit verschiedenen Antriebsarten, wobei die lufthygienisch wichtigsten Emissionen gemessen wurden. Eines
der zentralen Ergebnisse: Erdgasfahrzeuge
produzieren circa 21 Prozent weniger Treibhausgase als Benzinfahrzeuge und rund elf
Prozent weniger als Dieselfahrzeuge.
Bei den für die Ozonbildung verantwortlichen Stickoxid-Emissionen emittieren Erdgas- und Benzinfahrzeuge auf tiefem und vergleichbarem Niveau, während
der Ausstoß von Dieselfahrzeugen etwa
zehnmal höher liegt. Noch krasser fällt
der Unterschied beim gesundheitlich problematischen Stickstoffdioxid aus: Erdgasautos und Benziner stoßen praktisch kein
Stickstoffdioxid aus, bei Dieselautos dagegen liegt der Anteil des Stickstoffdioxids an
den Stickoxid-Emissionen mit Partikelfilter
_ BDK engagiert
sich für den Umweltschutz
Dem Emissionsvergleich des Schweizer
Forschungsinstituts EMPA Materials Science
and Technology zufolge weist der Erdgasantrieb gegenüber Benzin- oder Dieselmotoren
einige Vorteile auf.
Foto: Aral
bei etwa 30 Prozent und ohne bei rund
50 Prozent. Hinsichtlich der Gesamtkohlenwasserstoff-Emissionen gibt es kaum
Unterschiede zwischen den Mittelwerten
bei den verschiedenen Antriebsarten.
Betrachtet man jedoch nur die für die
Ozonbildung und die gesundheitlichen
Auswirkungen wesentlichen Nichtmethan-Kohlenwasserstoffe, so weisen Erdgasfahrzeuge die niedrigsten und Benzijr.
ner die höchsten Emissionen auf.
Die Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
weitet ihr Engagement bei alternativen Antrieben aus. Seit Anfang Juni ist sie Partner
der Initiative Autogas-Wald in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verband Flüssiggas (DVFG) und der Stiftung Unternehmen
Wald. Für jede Umrüstung auf Autogas
und jedes Fahrzeug mit einem alternativen
Antrieb, wenn er über die BDK finanziert
wird, will die Bank zwei Euro an den DVFG
für die Anpflanzung spenden. „Schon seit
2004 engagieren wir uns mit einem Sonderzins für die Finanzierung alternativer
Antriebe. Durch die Zusammenarbeit mit
dem DVFG möchten wir unser Engagement für die Umwelt und unsere Gesellschaft unterstreichen und ausbauen“, sagt
Dr. Hermann Frohnhaus, Sprecher des Vorstands der BDK. „Auf einen alternativen
Antrieb umzusteigen schont nicht nur den
Geldbeutel, es zeugt auch von Verantwortungsbewusstsein. Um diesem gerecht zu
werden, haben wir uns für die Spende zur
Anpflanzung entschieden.“, betont er. jr.
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_ NGK: Untersuchungen zum Gasbetrieb
Die Gasbroschüre von
NGK gibt wichtige
Antworten zum Thema
Gasbetrieb. Foto: NGK
dingungen im Gasbetrieb standhalten.
Nach den Langstreckentests begibt sich
das Testfahrzeug nun in den Stadtverkehr. Bis Ende des Jahres soll herausgefunden werden, wie die Zündtechnik im
Gasbetrieb auf häufiges Stop-and-Go
reagiert.
Die detaillierten Test-Ergebnisse sind
nun in der Broschüre zum Gasbetrieb
nachzulesen. Der Titel lautet: „Gasbetriebene Motoren – Zünd- und Abgas-
technik“. Hier finden sich außerdem viele
nützliche Tipps zur Auswahl der passenden Zündkerze für gasbetriebene Motoren und Antworten auf die von Werkstätten am häufigsten gestellten Fragen
– beispielsweise auch zu Lambdasonden
und Zündleitungen. Außerdem werden
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betrieb vorgestellt.
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Je mehr Fahrzeuge auf den bivalenten
Betrieb mit Flüssiggas und Benzin umgerüstet werden, desto öfter stellt sich
Werkstätten die Frage, welche Auswirkungen der Gasbetrieb auf die Zündund Abgastechnik hat. NGK Spark Plug
Europe präsentiert nun in einer Neuauflage seiner Gasbroschüre Erkenntnisse
aus Tests mit dem eigenen Gasfahrzeug.
Um die Auswirkungen des Gasbetriebs auf Zündkerzen und Zündspulen
genau unter die Lupe zu nehmen, hat der
Hersteller von Zündkerzen und Lambdasonden vor mehr als einem Jahr einen
VW Passat Variant auf den bivalenten
Betrieb mit Gas und Benzin umgerüstet.
60 000 Kilometer ist das Fahrzeug inzwischen gefahren, die ersten 50 000 davon
überwiegend auf Langstrecken. Bestätigt
haben sich im Test beispielsweise ein erheblicher Anstieg des Zündspannungsbedarfs sowie teilweise deutlich höhere
Verbrennungstemperaturen. Gleichzeitig
konnte nachgewiesen werden, dass die
zum Einsatz kommenden Iridium- und
Platin-Zündkerzen den erschwerten Be-
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technik
automobil
Sauberes Abgas –
stufenweise aufgeladen und gekühlt
_ Mit einer zweistufig gekühlten Abgasrückführung und einer
zweistufigen Aufladung wollen die Experten bei Behr Nutzfahrzeuge auf die
strenge Euro 6 bringen. Insbesondere den NOx-Ausstoß soll das StufenSystem künftig reduzieren.
D
ie Euro 5 stellt höchste Ansprüche
an die Motorentechnik und die
Abgasnachbehandlung“,
sagt
Dr. Simon Edwards, Leiter Vorentwicklung Motorkühlung bei
Behr in Stuttgart. Um die strengen Stickoxid- (NOx) und Partikel-Grenzwerte der
Abgasnormen Euro 5 und US 2007 (US
’07) zu erreichen, mussten die Motorenentwickler schon tief in die „Abgas-Trickkiste“ greifen. „Doch die noch größeren
technologischen
Herausforderungen
stehen bereits vor der Tür: Ab Januar 2010
gilt in den Vereinigten Staaten die US
2010 (US ’10) und 2013 soll in Europa die
Euro 6, welche eine nochmalige Halbierung der Grenzwerte verlangt, eingeführt
werden“, so der Experte weiter.
Noch eine lange Zeit bis dahin,
möchte man denken, doch laut Edwards
werden die Nutzfahrzeuge, welche diese
nochmals strengeren Grenzwerte einhalten müssen, bereits heute entwickelt.
„Behr setzt dabei auf die Niedertemperatur-Abgasrückführung, die sich alleine
oder in Kombination mit anderen NOx-
Reduktionstechnologien einsetzen lässt“,
erklärt der Abgas-Experte.
Neue Maßnahmen notwendig
Ein wichtiger Schritt in der Vergangenheit, um den Ausstoß von NOx und Partikeln zu reduzieren, war laut Edwards die
Weiterentwicklung der Brennverfahren.
Optimierte Brennräume, verbesserte
Einspritzsysteme sowie die Aufladung
mit gekühlter Ladeluft bewirkten, dass
sich die Euro-3-Grenzwerte für NOx bei
Nutzfahrzeugen ohne besondere Maßnahmen bei der Abgasnachbehandlung
einhalten ließen. Doch schon für Euro 4
reichte dies vielfach nicht mehr aus. Um
die Grenzwerte zu unterbieten, mussten
sich die Motorenentwickler und Abgasexperten sowohl innermotorische wie
auch außermotorische Maßnahmen einfallen lassen. Bei den innermotorischen
Maßnahmen stehen das gleichzeitige
Minimieren der NOx- und der Partikelemissionen allerdings in Konkurrenz
zueinander. Experten sprechen hier vom
Technologische Herausforderung: Um die strengen und nochmals engeren Grenzwerte zu erfüllen, müssen die
Abgasspezialisten und Motorenentwickler tief in die „Abgas-Trickkiste“ greifen. Behr favorisiert die zweistufig
gekühlte Abgasrückführung mit ebenfalls zweistufiger Aufladung und Zwischenkühlung. Foto: Behr
44
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
„NOx-PM-Zielkonflikt“. „Dieser lässt sich
umgehen, wenn man über innermotorische Maßnahmen nur eine Abgaskomponente minimiert, etwa NOx, und mit
einer außermotorischen die Partikel in
den Griff bekommt, etwa indem man
einen Partikelfilter in den Abgasstrang
integriert“, erläutert Edwards. Werden
dagegen die Partikel innermotorisch minimiert, müssen außermotorische Maßnahmen, etwa die selektive katalytische
Reduktion SCR (Selectiv Catalytic Reduction), die Stickoxide reduzieren.
Unterschiedliche Lösungen
Zusammen mit dem österreichischen
Entwicklungsdienstleister AVL (Anstalt
für Verbrennungskraftmaschinen List)
haben die Spezialisten von Behr die NOxReduktionspotenziale der SCR-Technologie in Kombination mit der gekühlten
Abgasrückführung untersucht. Für Euro
5 kommen demnach sowohl die SCR als
auch die gekühlte AGR in Frage. „Um
Euro 6 zu erfüllen, müssen diese Euro5-Technologien jedoch weiterentwickelt
und ergänzt werden“, sagt Edwards.
Zu den möglichen Methoden gehört
dem Experten zufolge das SCR-Verfahren, das allerdings alleine nicht mehr
ausreicht und mindestens eine einstufige Ladeluftkühlung zur Unterstützung
benötigt. Nach der Einschätzung der
Behr-Fachleute lassen sich auch SCR und
AGR miteinander kombinieren, wobei
vor allem die Variante mit einer gekühlten Abgasrückführung erfolgversprechend sei. Die Aufladung erfolgt dabei
einstufig, die Abgaskühlung wiederum
zweistufig. Vor allem aber die Kombination einer gekühlten Abgasrückführung
zusammen mit einer zweistufigen Aufladung und Zwischenkühlung ist für den
Experten „Euro-6-tauglich“. In diesem Fall
erfolgt auch die Abgaskühlung zweistufig: Mit der Hochtemperatur-Abgaskühlung als erster und der Niedertemperatur-Abgaskühlung als zweiter Stufe. Um
die Partikelemissionen gesetzeskonform
Stufe
NOx [g/kWh]
Partikel [g/kWh]
Euro 3
5,0
0,10 (0,16)
Euro 4
3,5
0,02 (0,03)
Euro 5
2,0
0,02 (0,03)
Euro 6*
0,4 – 0,7
0,01
*Euro 6 noch nicht endgültig festgelegt.
Drastisch: Die Grenzwerte von Euro 3 nach
Euro 6 haben sich stark verringert. Das fordert
die Motorenentwickler immer wieder heraus,
denn die Grenzwerte sollen sich erreichen lassen, ohne dass der Kraftstoffverbrauch steigt.
Quelle: Behr
zu reduzieren, benötigen jedoch alle Systeme einen Dieselpartikelfilter (DPF).
Die praktikabelste Lösung sieht Edwards in der Verknüpfung einer zweistufig gekühlten Abgasrückführung sowie
einer zweistufigen Aufladung. Bei diesem System verringert das rückgeführte
Abgas die Sauerstoffkonzentration der
Zylinderladung, wodurch sich die Geschwindigkeit und die Temperatur des
Verbrennungsvorgangs reduzieren, was
wiederum die NOx-Emissionen senkt.
Um dies zu bewerkstelligen, zweigt das
AGR-System einen Teil des Abgases vor
dem Turbolader ab und leitet es über ein
AGR-Ventil dem Abgaskühler zu.
Bei der zweistufigen Kühlung durchströmt Kühlmittel des Hauptkühlkreislaufs
die erste Kühlstufe der HochtemperaturKühlung, die zweite Kühlstufe (= Niedertemperatur-Stufe) kühlt das Kühlmittel
eines Niedertemperatur-Kreislaufs. Um ein
Sieden des Kühlmittels zu vermeiden, werden in der ersten Kühlungsstufe Abgas und
Kühlmittel im Gleichstrom geführt, in der
zweiten Stufe dagegen im Gegenstrom.
Laut Edwards erhöht sich so die Kühlleistung. Das derart abgekühlte Abgas wird
anschließend der Ansaugluft zugeführt.
Kühlendes Kondensat
Ein weiteres Merkmal der zweistufigen
Abgaskühlung ist die Kondensatbildung
im Abgaskühler, welche eine erhöhte
Wärmeabfuhr bewirkt. Das Kondensat
entsteht als Wasserdampf bei der Verbrennung: Je 1000 Gramm Dieselkraftstoff fallen laut Edwards 1260 Gramm
Wasser an, das zum Teil im Abgaskühler
kondensiert. Die dabei entstehende Verdunstungskälte kühlt einerseits das Ladeluft-Abgasgemisch (= Ansaugluft) und
senkt durch die Verdampfungskühlung
überdies die Temperatur der Ansaugluft im Zylinder. Das Abgaskondensat
verdunstet allerdings nicht vollständig:
das verbleibende Wasser gelangt über
die Ansaugluft in die Zylinder, wo es
schließlich in der Kompressionsphase
!CHTEN
3IEAUFDIE
$ETAILS
Cooles Zwischending: Der Niederdruck-Ladeluftkühler (ND-LLK) kühlt die Ladeluft
zwischen den beiden Ladern herunter, wodurch
der Wirkungsgrad des zweiten Laders steigt.
Die Ladeluft durchströmt den thermostatisch
geregelten Stapelkühler im Gegenstrom, die
Temperatur nimmt das Kühlmittel aus dem
Foto: Behr
Niedertemperatur-Kreislauf auf. verdampft. Der dadurch entstehende,
zweite Kühleffekt reduziert die Erwärmung der Ansaugluft während der
Kompression; damit sinken die Verbrennungstemperaturen und folglich auch
die NOx-Emissionen. Darüber hinaus
bewirkt das Kondensat einen Selbstreinigungseffekt: Der im Abgas enthaltene
Wasserdampf wäscht Ablagerungen aus
den Abgasrohren des Kühlers, so dass
dessen Leistungsfähigkeit über lange
Zeit erhalten bleibt.
Kühle Luft zwischen den Ladern
Bei einem konstant gehaltenen Zylinderhöchstdruck führt das Abkühlen der Ladeluft zu einer größeren Energiedichte und
zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch,
überdies sinken wegen der geringeren
Verbrennungstemperatur auch die NOxEmissionen. Sowohl im Niederdruck- als
auch im Hochdruck-Ladeluftkühler verliert
die zuvor in den beiden Verdichterstufen
stark erwärmte Ladeluft wieder an Temperatur, wobei sich ein Teil der aufgenommenen Wärme auf das flüssige Kühlmittel
überträgt. Der zum System gehörende
Niedertemperatur-Kühlmittelkühler gibt
diese Wärme an die Umgebungsluft ab.
Das Abkühlen der Ladeluft zwischen den
Ladern – deswegen Zwischenkühlung
genannt – wirkt sich günstig auf den Wirkungsgrad des zweiten Laders aus: Während der Ladedruck bei einer einstufigen
Aufladung zwischen drei und vier bar liegt,
erreicht dieser bei einer zweistufigen Aufladung mit Zwischenkühlung Werte von
vier bis fünf bar absolut.
Für den Behr-Fachmann ist die „zweiund-zweistufige“ Lösung das beste Mittel, um die ab 2010 (US ’10) geltenden
und für 2013 (Euro 6) erwarteten Abgasbestimmungen zu erfüllen. „Dieses System hat das Potenzial, sowohl die Euro
6- als auch die US ’10-Grenzwerte allein
und ohne die Hilfe anderer Technologien
zu erfüllen“, ist Edwards sicher.
Klaus Kuss
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technik
automobil
Schwarzarbeiter: Die Dylyn Plus-Schicht von
Bekaert beschert den abgebildeten Motorenkomponenten einen Reibungskoeffizienten
von lediglich 0,05. Damit ist Dylyn Plus besser
und härter als Chrom- oder Titannitrit-Beschichtungen. Zudem schmieren sich derart
beschichtete Teile im Falle eines Schmiermittelmangels selbst.
„Wundersame“ Mischform: DLC-Beschichtungen kombinieren die Graphit- und
Diamantstrukturen von Kohlenstoff (Monitor
links). Diese Mischung ermöglicht eine breite
Palette von Beschichtungen, die nicht nur hart
und verschleißfest, sondern auch besonders
reibungsarm sind.
rigen Drehzahlen bei. Doch die Herausforderung für Motorenentwickler liegt
dem Experten zufolge nicht alleine darin,
die Reibungsverluste zu reduzieren. Vielmehr gelte es, den betriebsbedingten
Verschleiß zu minimieren und gleichzeitig den Kraftstoff- und Ölverbrauch zu
senken, um letztlich die Abgasemissionen zu reduzieren.
Hart im Nehmen
_ Reibung kostet nicht nur Motorleistung, sondern bedeutet
immer auch Verschleiß. „Diamantähnliche“ Beschichtungen
von Motorenkomponenten sollen effizientere, langlebigere
und emissionsärmere Aggregate ermöglichen.
Z
wischen dem Motor einer braven
Familienlimousine
und
dem
eines hochgezüchteten Formel-1Boliden liegen Welten: Während
bei dem einen bei Drehzahlen von
knapp über 6.500/min „Schluss ist“, sind
bei dem anderen Drehzahlen von über
17.000/min „normal“ – und dennoch gibt
es Gemeinsamkeiten, etwa in Gestalt
einer hauchdünnen Grenzschicht, die für
beide lebenswichtig ist.
Gemeint ist damit der dünne Film
Motorenöls, der sich schützend zwischen
alle beweglichen Aggregatteile legt und
maßgeblich dafür verantwortlich ist,
dass der Autobesitzer lange Freude mit
seinem Motor hat – gleichgültig, ob dieser Kimi Räikkönen, Michael Schumacher
oder Otto Normalverbraucher heißt.
Knackpunkt Reibung
Lebensverlängernde Maßnahmen: Das Beschichten von Komponenten des Ventiltriebs
und der Kolbenringe mit einer harten, diamantartigen Kohlenstoff-Schicht (im Bild schwarz
dargestellt) reduziert nicht nur die Reibung,
sondern auch den Emissionsausstoß. Zudem
„lebt“ der Motor länger. Fotos: Bekaert
46
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Reibung tritt auf, wo sich Bauteile berühren. In bestimmten Bereichen, etwa
an Kolben, Lagern, Nockenwellen und
Ventilstößeln, kommt es deshalb zu Verschleißerscheinungen. „Studien zeigen,
dass bis zu 20 Prozent der Motorleistung
durch Reibung verloren geht“, erklärt
Mark Boghe, Produkt-Market-Manager
beim Beschichtungsspezialisten Bekaert.
Das belgische Unternehmen entwickelt
und produziert unter anderem spezielle
reibungsmindernde Hochleistungsbeschichtungen für Motorkomponenten.
Etwa 66 Prozent der Reibungsverluste
gehen laut Boghe auf das Konto von Kolben, Kolbenringen und Lagern, bis zu 25
Prozent trägt der Ventilbetrieb bei nied-
Alternativen gefragt
Das Streben der Ingenieure, die Reibung
im Motor zu minimieren, hat sich lange
Zeit darauf konzentriert, selbst unter
ungünstigsten Betriebsbedingungen einen dünnen Schmierfilm zwischen sich
berührende Metallteile einzubringen
– und diesen für lange Zeit aufrecht zu
erhalten. „Motorenöl ist allerdings nicht
das einzige Lösungsmittel für dieses Problem“, sind die Spezialisten von Bekaert
sicher.
Aus diesem Grund testeten Expertenteams bei Bekaert verschiedene Metallbeschichtungen und suchten nach
Maßnahmen, um den verheerenden
Folgen eines Schmierfilmabrisses entgegen zu wirken. Die Belgier härteten dazu
anfänglich die betreffenden Bauteiloberflächen. Damit kam es zwar bei einem
Ölmangel immer noch zu verbrannten
Oberflächen, doch zumindest fraßen die
Teile nicht mehr ineinander.
Bei den folgenden Versuchen gestalteten die Spezialisten die Bauteiloberfläche zuerst besonders reibungsarm und
härteten diese erst im Anschluss daran.
Herausgekommen ist dabei eine Technik,
die Bekaert unter dem Markennamen
Cavidur vertreibt und die im Motorsport
bereits breite Anwendung findet.
Höchstdrehzahlen
contra Langzeitverschleiß
Doch die Anforderungen zwischen einem
potenten Rennmotor und einem gewöhnlichen „Otto-Normalverbraucher-Motor“
unterscheiden sich gewaltig. Bei einem
Rennmotor etwa, der auf Spitzenleistung ausgelegt ist und vielfach nur einen
DAS
WERTSTEIGERNDE
Hauchdünn: Die Dicke der Dylyn Plus-Kohlenstoffschicht lässt sich einstellen und so
den Betriebsbedingungen anpassen. Während
unbeschichtete Kipphebel bereits nach acht
Stunden Testbetrieb Verschleißspuren zeigen
können, überstehen DLC-beschichtete (im Bild)
die Prozedur für mindestens 300 Stunden.
Dauerläufer: Mit DLC-Produkten beschichtete
Komponenten bieten eine wesentlich höhere
Lebensdauer und Notlaufsicherheit. Selbst
nach Tausenden von Lastwechseln ist die
amorphe Kohlenstoffschicht noch intakt und
lässt die Bauteile reibungsarm aufeinander
gleiten.
Wettbewerb lang standhalten muss, ist
das Thema Verschleiß eher ein Problem
des Teileausfalls. Etwa, wenn sich ein
trocken laufendes Pleuel bei Höchstdrehzahlen mit dem Zapfen der Kurbelwelle
verschweißt und dieses massive Teile
daraufhin auseinander reißt – woraufhin
sich der geplatzte Motor stückchenweise
auf der Rennpiste verteilt.
Auf Motorenentwickler üben Rennmotoren deshalb einen besonderen Reiz
aus, denn starker Verschleiß tritt innerhalb kürzester Zeit auf und zeigt sich
nach dem routinemäßigen Zerlegen sehr
schnell. Die ausgebauten Teile lassen
sich eingehend analysieren, angefangen
beim Vermessen über Röntgenuntersuchungen bis hin zum Magnafluxing. Vorhandene Schwachstellen sind mit diesen
Methoden schnell aufgespürt.
Derart katastrophale Motorschäden
treten bei braven Serienmotoren jedoch
kaum auf; dort stehen vielmehr ein
geringer Langzeitverschleiß und hohe
Stückzahlen im Vordergrund. Dennoch
verschleißt auch diese Spezies mit der
Zeit: Die Schmierspalten zwischen den
Komponenten vergrößern sich, der Öldruck sinkt und der Schmierstoff kann
die Teile nicht mehr ausreichend schmieren – was letztendlich auch zu einem
Motorschaden führt.
für metallische Oberflächen ermöglichen, sondern überdies auch noch härter
als Titannitrid-Oberflächen sein. DLC-Beschichtungen verhindern, dass bei einem
plötzlichen Reißen des Schmierfilms die
betroffenen Komponenten sofort zerstört werden. Zudem sollen derart beschichtete Oberflächen so reibungsarm
sein, dass sie auch ohne Schmierfilm dazwischen übereinander gleiten können
– zumindest für eine geraume Zeit.
Schützende Schichten im Trend
Verschleißbeständige Beschichtungen
versprechen eine Lösung des Problems.
Seit geraumer Zeit favorisieren daher
immer mehr Rennmotorenentwickler
bei Schlüsselkomponenten spezielle Beschichtungstechniken, was Bekaert zufolge eine regelrechte „Beschichtungsrevolution“ ausgelöst hat.
Eine dieser Techniken ist die Dampfphasenabscheidung für DLC-Beschichtungen (Diamond-like Carbon = diamantartiger Kohlenstoff) des belgischen
Beschichtungsspezialisten.
Unternehmensangaben zufolge lassen sich damit
enorm harte Oberflächen erzielen. Diese
sollen aber nicht nur über einen der derzeit niedrigsten Reibungskoeffizienten
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Vom Rennsport in die Serie
Obschon das Herstellen dieser besonderen Metalloberflächen verhältnismäßig
zeit- und kostenintensiv ist, kommt diese Technik zunehmend in der Großserie
zum Einsatz. Ein Verfahren, das sich dort
immer mehr behauptet, ist das Beschichten mit Dylyn Plus. Dabei handelt es sich
um eine kostengünstige, aber nicht weniger harte DLC-Beschichtungsmethode,
welche die Belgier speziell für die Serienfertigung geschaffen haben.
Um die in der Massenproduktion geforderten, hohen Stückzahlen zu bewältigen, mussten die Spezialisten bei Bekaert
unter anderem die Auftragssysteme anpassen und beispielsweise die Aufdampftemperatur auf „nur noch“ rund 180 Grad
Celsius senken. „Hauptnutznießer“ der
Dylyn Plus-Beschichtung sind laut Bekaert Bauteile des Ventiltriebs (Nockenwellen, Stößel), Kolbenkomponenten (Ringe,
Bolzen), Teile der Kraftstoffeinspritzung
sowie Zahnräder – allesamt Komponenten, bei denen sich ein Schmierfilmabriss
besonders verheerend auswirkt.
„Der Schlüssel, diese neuartigen Beschichtungen umfassend in die Serienproduktion einzuführen, liegt darin, die
Ansprüche der Automobilindustrie in Bezug auf Kapazität und Kosteneffizienz zu
erfüllen. Schon deshalb sollte jede Motorenkomponente auf ihr Potenzial, den
Wirkungsgrad und die Wirtschaftlichkeit
des Motors zu verbessern, genauestens
untersucht werden“, empfehlen die Beschichtungsspezialisten von Bekaert.
Klaus Kuss
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automobil
Im Hitzestress: In der heißen Jahreszeit und
in südlichen Gefilden finden Fernfahrer nur
in einer angenehmen klimatisierten Kabine
die notwendige Erholung. Doch Brummis mit
Standklimaanlage gehören immer noch zu den
Exoten. Foto: MAN
Gegen Hitzestress im Fahrerhaus
_ Überhitzte Fahrerkabinen bedeuten Wärmestress für Fernfahrer. „Ungekühlte“ Ruhepausen erfüllen daher ihren Zweck
oft nur unzureichend. Standklimaanlagen können das Problem
lösen, sagen die Klimatechnikexperten von Behr.
S
tarke Sonneneinstrahlung, hohe
Außentemperaturen, die Motorabwärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit in der Kabine wirken
sich während der Ruhezeiten
belastend auf den Fahrer aus. „Derartige Pausen bedeuten sowohl körperlichen als auch nervlichen Hitzestress.
Sie erfüllen damit ihren Zweck nur noch
bedingt – wenn überhaupt“, warnt Dr.
Lubens Simon, Leiter Entwicklung für
Nkw-Klimasysteme beim Klimatechnikspezialisten Behr in Stuttgart.
Gefährlicher Sekundenschlaf
Einer Untersuchung der Uni Regensburg
zufolge ist der Sekundenschlaf eine der
häufigsten Unfallursachen im Transportwesen. „Der Sekundenschlaf dauert
zwar nur etwa ein bis fünf Sekunden.
Doch wenn man bedenkt, dass ein Fahrzeug bei Tempo 80 jede Sekunde eine
Stecke von 22 Metern zurücklegt, kann
„Uncooler“ Arbeitsplatz: Diverse Störfaktoren
beeinträchtigen die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit eines Brummilenkers.
Der thermische Komfort ist daher einer der
Schlüsselfaktoren für sicheres Fahren, sagen
die Klimatechnikexperten von Behr.
48
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
ein großes Nachrüstungspotenzial – sowohl für die Erstausrüstung als auch den
Nachrüstmarkt“, ist Simon sicher.
Kältespeicher contra Elektronik
„Etwa 80 Prozent der Fernfahrer, die keine Standklimaanlage besitzen, lassen in
den Pausen häufig den Motor laufen, um
über die Fahrklimaanlage die Kabine zu
kühlen. Das ist nach § 30 StVO nicht nur
verboten, sondern auch noch äußerst unwirtschaftlich. Auf diese Weise entstehen
für den zusätzlichen Kraftstoff jährliche
„Kühlkosten“ von 500 Euro und mehr“,
weiß der Experte.
Simon und sein Team entwickeln daher bei Behr elektrische Standklimaanlagen. „Für viele Fernfahrer hat eine Standklimaanlage mittlerweile einen ebenso
hohen Stellenwert wie eine Standheizung. Standklimasysteme besitzen daher
Derzeitige Standklimaanlagen funktionieren nach dem Kältespeicher-Prinzip.
Solche Systeme sind vollständig in das
Fahrzeug integriert und ersetzen die
herkömmliche Fahrklimaanlage. Kältespeicher-Anlagen arbeiten mit zwei
Kältekreisläufen, wobei in der Aufladephase ein flüssiger Kälteträger in einem
konventionell betriebenen Kältekreislauf
in einem speziellen Verdampfer stark abkühlt wird. Anschließend kühlt dieses,
von der Verteilereinheit gesteuert, sowohl den Kühlkörper des Klimageräts als
auch den Inhalt des Kältespeichers, der
dabei gefriert. Dieser Kühlkörper ersetzt
bei Kältespeicher-Anlagen den bei Fahrklimaanlagen üblichen Verdampfer und
kühlt die Kabinenluft sowohl während
der Fahrt als auch im Stillstand. Beim
Klimatisieren im Stand befindet sich
der Kältekreislauf allerdings im Ruhezustand.
Eine vorteilhaftere Lösung sieht Klimatechnikexperte Simon allerdings in
der von Behr entwickelten, steckerfertigen 24-Volt-Anlage. „Die Anlage verfügt
über einen konventionell aufgebauten
Gespeicherte Kälte: Bei einer KältespeicherAnlage ersetzt der Kühlkörper im Klimagerät
den sonst üblichen Verdampfer. Die Verteil- und Regeleinheit (grün, Bildmitte) regelt
den Fluss des Kältemediums im Fahr- und
Standbetrieb.
Steckerfertig: Die modular aufgebaute elektrische 24-Volt-Dachklimaanlage von Behr
besteht aus fahrzeugerprobten Komponenten.
In der Kabine sind davon lediglich die Lufteinund Auslassöffnungen sowie die Bedieneinheit
zu sehen. Fotos: Behr
das kurze Einnicken über Leben und Tod
entscheiden“, erläutert Simon. Eine der
Hauptursachen hierfür ist für den Klimatechnikexperten die schlechte Schlafqualität in den Ruhepausen.
Sehr gefragt: Kühlen im Stand
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Coole Aussichten: „Standklima­
anlagen haben ein großes
Marktpotenzial – sowohl in
der Erstausrüstung als auch für
Nachrüster“, ist Dr. Lubens Simon,
Leiter Entwicklung für Nkw-Klimasysteme bei Behr in Stuttgart,
sicher. Foto: Kuss
Kühler Rücken: Die Rückwand-Variante ist analog der Dachversion
aufgebaut. Die Montageschnittstelle verschwindet hinter einer
Foto: Behr
Sichtblende. Kältekreislauf mit elektrisch betriebenem Kompressor, Kondensator mit Lüfter, Sammler, Gebläse und einem Verdampfer mit Expansionsorgan. Sämtliche Komponenten sind bereits fahrzeugerprobt
und werden in einem kompakten Modul untergebracht“, beschreibt
Simon den aktuellen Entwicklungsstand.
Betrieben wird die kürzlich vorgestellte Anlage mit Umluft; die
Steuerung der Frischluftzufuhr ist in die Regelung der konventionellen Fahrklimaanlage integriert. Im Innern der Kabine sind lediglich die Sichtblenden für die Lufteinlass- und Luftauslassöffnungen
sowie die Bedieneinheit zu sehen. Die Behr-Anlage gibt es sowohl
als Dachklimagerät sowie auch als Rückwandanlage.
Zusatzbatterien erforderlich
Zur Stromversorgung benötigt das System allerdings einen zusätzlichen Batteriesatz mit Blei-Gel-Batterien im Fahrzeug. „Herkömmliche Starterbatterien sind für Standklimaanlagen ungeeignet.
Diese sind aber dazu ausgelegt, für eine kurze Zeit hohe Ströme
abzugeben. Für den Betrieb einer Standklimaanlage dagegen ist
über mehrere Stunden ein relativ geringer, aber konstanter Strom
erforderlich“, erklärt Simon. „Tests im hauseigenen Klimalabor haben gezeigt, dass marktübliche Starterbatterien bereits nach dem
ersten Zyklus messbar an Kapazität verlieren. In einigen Tests lag
die Kapazität teilweise nur noch bei rund 82 Prozent, nach 16 Testzyklen blieben sogar nur noch 36 Prozent übrig“, sagt der Experte.
Blei-Gel-Batterien dagegen seien zyklenfest und ließen sich immer
wieder auf eine hohe Kapazität aufladen.
Vorteil für elektrische Systeme
Elektrische Standklimasysteme können laut Simon im Vergleich zu
Kältespeicheranlagen mit zwei entscheidenden Vorteilen punkten.
Simon: „Bei einer elektrischen Standklima-Anlage kann der Fahrer
die Kälteleistung nahezu jederzeit abrufen, weil die Klima-Batterien den vom Generator gelieferten Strom über lange Zeit speichern
und beim Fahren permanent nachgeladen werden. Der Fahrer muss
daher den Einsatz der Anlage nicht vorplanen. Bei einem Kältespeichersystem dagegen muss der Fahrer das Abkühlen des Kältemediums zuerst manuell aktivieren, bevor er sich an einem angenehm
gekühlten Arbeitsplatz in der Fahrerkabine erholen kann. Vergisst er
dies, steht in der Ruhepause keine oder zumindest nur sehr wenig
Kälteleistung zur Verfügung.“
Der zweite Vorteil des elektrischen Systems besteht laut Simon
darin, dass mit dem Batteriesatz für die Standklimatisierung auch
weitere elektrische Geräte betrieben werden können: Fernseher,
Computer, Mikrowellenherd oder etwa die Kaffeemaschine. „Ein
versehentliches Entleeren der Starterbatterie ist damit ausgeschlossen“, erklärt Simon.
Klaus Kuss
ATE fährt jetzt
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Der direkte Draht
Etwa 40 Kilogramm wiegt der komplette
Kabelsatz eines Mittelklassefahrzeugs. Legt
man jedes Kabelstück aneinander, so wird
daraus ein Kabel von 4,5 Kilometern Länge.
Fotos: Delphi
_ Die Weiterentwicklung der elektronischen und elektrischen
Architektur steht derzeit im Mittelpunkt der Automobilentwicklung.
D
ie
elektrische/elektronische
Architektur liefert die Energie
und das Netzwerk für Signalübertragungen für die heute
ständig komplexer werdenden
modernen Fahrzeuge. Einer der Pioniere
in diesem Bereich ist der Automobilzulieferer Delphi. Das nordamerikanische
Unternehmen beschäftigt sich seit gut
20 Jahren mit der E/E-Architektur. Die
Delphi-Ingenieure nutzen selbstentwickelte Konstruktionswerkzeuge und
Software, um ein virtuelles Modell der
E/E-Architektur bis hin zu Anschlüssen,
elektronischen Modulen und dem
gesamten Kabelbaum zu schaffen. Die
Schwierigkeit besteht darin, hierbei die
richtige Balance zu finden. Dies nicht nur
aus Kostengründen. Sie müssen vielmehr
Bedingungen wie Logistik, thermisches
Verhalten,
Feuchtigkeit,
Bauraum,
Schnittstellenanforderungen, Standardisierung oder Diagnose bei ihren Planungen berücksichtigen.
Eine Lösung aus Sicht von Delphi
heißt: verstärkte Integration und Dezentralisierung. Als Dezentralisierung
versteht man Funktionen auf mehrere
Elektronikbauteile zu verteilen, um die
bisherigen großen Module zu entlasten.
So wird beispielsweise ein Außenspiegel
nur noch mit einer Datenleitung und einer Spannungsversorgung angesteuert.
Die Elektronik für Spiegelverstellung,
Heizung, Blinker und Abklappmechanismus ist dezentral direkt auf einem
Flachleiter im Spiegel untergebracht.
Integration heißt, bestehende Ressourcen gemeinsam zu nutzen, wie etwa den
Zusammenschluss von Stromverteilung
und entsprechender elektronischer Steuerung zu einem kompakten Produkt.
50
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Zur korrekten Auslegung und Qualitätsverbesserung von Leitungssätzen
und elektrischen/elektronischen Zentren
trägt die Simulation der Fahrzeugelektrik
bei. Für diesen Zweck entwickelte das
Unternehmen das Softwareprogramm
„CarSim“. Damit lässt sich die komplette
Fahrzeugelektrik mit allen physikalischen
Eigenschaften simulieren. So können beispielsweise Ströme, Spannungsfälle oder
Verlustleistungen berechnet werden.
„CarSim“ kommt bereits während der
Konzeptionsphase zum Einsatz, wodurch
die Entwicklungsergebnisse viel früher
als üblich bewertet werden können.
Durch diese Simulation ist es den Ingenieuren beispielsweise gelungen, das komplexe Innenleben von Autotüren sowohl
elektrisch als auch mechanisch zu vereinfachen. Bisher getrennte Funktionsblöcke wie Schließsystem, Spiegelfunktionen, Fensterheber, Lautsprecher oder
Beleuchtung sind in einem Prototypen
auf nur noch drei bis fünf Leitungen zusammengefasst. Außerdem sind die Bedieneinheiten plug-and-play-fähig. Das
mechanische Zusammenbaukonzept mit
den notwendigen selbstfindenden Stecksystemen komplettiert das Gesamtkonzept.
Konzeptauto für
modernste E/E-Anwendungen
Ein Konzeptfahrzeug von Delphi nennt
sich EVE (Engineering Vehicle Electric/
Electronic). EVE, das auch auf dem Genfer Salon zu sehen war, verfügt über eine
Plexiglashaut. Dadurch lassen sich die
sonst verborgenen Elektrik- und Elektronikbauteile, -module und -systeme gut
einsehen. Technologisch beeindruckt EVE
Flexible Flachleiter sind nicht nur leichter.
Sie lassen sich auch aufgrund ihrer geringen Bauhöhe überall im Fahrzeug integrieren. Oder, wie hier im Bild zu sehen, die
komplette Antenne im möglichst kleinen
Bauraum.
als konsequentes X-by-wire-Fahrzeug,
in dem die Mechanik auf ein Minimum
reduziert oder von der Mechatronik und
Elektronik abgelöst wurde. EVE zeigt,
was möglich ist und wie es in die E/E-Architektur eines Fahrzeuges optimal integriert werden kann.
Von der virtuellen
zur realen Welt
Ein praktisches Beispiel, wie die E/E-Architektur auch in Kleinwagen Einzug
hält, ist der neue Fiat 500. Die E/E-Architektur für den italienischen Kleinwagen
entwickelte ein Team im Turiner Kundenzentrum in Zusammenarbeit mit
Delphi. Das Wuppertaler Kunden-Technologie-Zentrum lieferte die notwendige
Expertise, unterstützt von einem weiteren Entwicklungsstandort in Krakow.
Die Kabelbäume werden im polnischen
Delphi-Werk Jelesina gefertigt, während
der Rechner im ungarischen Werk Szombathely produziert wird. So gesehen sind
Entwicklung und Fertigung eine europäische Gemeinschaftsarbeit. Auch die
elektrische Servolenkung (EPS) des Fiat
500 ist eine Gemeinschaftsproduktion
von Fiat und Delphi. Produziert wird es
im polnischen Delphi-Werk Tychy gemeinsam mit anderen EPS-Systemen für
weitere Fiat-Modelle wie den Panda, den
Grande Punto und den Lancia Ypsilon.
Kabellose Verbindung
Bei Delphi ist man überzeugt, dass der
Bedarf an E/E-Architektur durch steiAufgrund der durchsichtigen Karosserie
lässt sich die E/E-Architektur gut präsentieren. Dabei ist auch deutlich die Funktion
der elektrischen Systeme im Türinneren zu
sehen.
genden Energiebedarf und Spannungsleistung im Automobil zunehmen wird.
Gleichzeitig wird der Bedarf an kabellosen Verbindungen zwischen den Modulen wachsen. Der Trend zur Minimierung
und Standardisierung der Komponenten
setzt sich fort, während die Nachfrage
nach wiederverwendbaren und umweltfreundlichen Produkten steigt.
Zwar ist man in Wuppertal überzeugt, dass die Bordnetzverbindung
sicherheitsrelevanter Funktionen per
„Wireless“-Technologie eher zweitrangig
ist. Vielmehr favorisiert man eine „alte“
Technologie: PLC (Power Line Communication). Bei PLC, oder der Trägerfrequenzanlage (TFA), handelt es sich um die
Übertragung von Daten über das vorhandene Stromnetz.
Da der Kabelbaum im Fahrzeug mit
zu den schwersten Komponenten neben dem Motor und der Karosserie zählt,
erreicht man durch die Nutzung per
Trägerfrequenzanlage beziehungsweise PLC eine deutliche Reduzierung des
Gewichts. Zudem erhöhen sich Übertragungsgeschwindigkeit und Transportmenge von Multimediadaten. Doch damit nicht genug. Weitere Anforderungen
an Bordnetze entstehen durch Hybrid-
fahrzeuge. Sie benötigen den Aufbau von
mehrkreisigen Bordnetzen, deren intelligente Steuerung und Überwachung.
Die zusätzliche Spannungsebene für
den Elektroantrieb muss sicher im Fahrzeug zwischen den Aggregaten verteilt
werden. Bei Spannungen von mehreren
hundert Volt ist hierbei insbesondere
der Schutz von Personen, sowohl gegen
Berührung als auch gegen elektromagnetische Felder eine neue Herausforderung. In heutigen Fahrzeugen existieren
das „konventionelle“ Bordnetz und das
Hybrid-Bordnetz weitgehend getrennt
voneinander.
Investition in die Zukunft
Unter dem Dach von Delphi Electrical/
Electronic Architecture sind die Kompetenzen Verbindungssysteme, Zentralelektriken und E/E-Verteilersysteme
gebündelt. Die europäischen E/EA-Entwicklungsaktivitäten sind am Standort
Wuppertal konzentriert. Die deutsche
Tochter, Delphi Deutschland GmbH, verzeichnete 2006 rund eine Milliarde Euro
Umsatz.
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Strom aus dem Auspuff
_ Ein thermoelektrischer Generator im Abgasstrang soll dazu
beitragen, Spritverbrauch und Abgas-Emissionen zu senken.
D
ie Nachfrage nach effizient
arbeitenden Motoren wird
beim Fahrzeugkauf immer
mehr zum ausschlaggebenden
Argument. Forscher und Entwicklungsingenieure arbeiten an einem
thermoelektrischen Generator für Fahrzeuge. Diese Technologie wird bereits
von der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA seit etwa vier Jahrzehnten
zur Stromerzeugung verwendet. Bei der
thermoelektrischen
Stromgewinnung
macht man sich den Effekt zu Nutze,
dass in thermoelektrischen Halbleiterelementen bei einem Temperaturgefälle
eine elektrische Spannung entsteht, die
der deutsche Physiker Thomas Seebeck
1821 entdeckte. Während die NASA
beispielsweise ein radioaktives Zerfalls­
element als Wärmequelle verwendet,
Der im Abgasstrang integrierte thermoelektrische Generator eines BMW-Fahrzeugs erzeugt momentan 200 Watt. In
absehbarer Zeit sollen aber 1000 Watt möglich sein.
wollen die Forscher und Entwicklungsingenieure im Automobilbereich die
Wärme von Autoabgasen nutzen. Mit
dem Generator soll nicht nur der Spritverbrauch um fünf bis sieben Prozent
gesenkt, sondern auch die KohlendioxidEmissionen verringert werden.
In Verbrennungsmotoren wird nur
rund ein Drittel der Energie, die im Kraftstoff steckt, in mechanische Arbeit zu
Fortbewegung umgesetzt. Der Rest geht
in Form von Wärme verloren und verpufft
in die Atmosphäre. Weltweit arbeiten
Wissenschaftler daran, die ungenutzte
Abwärme von Autos zu nutzen. Darunter
auch unabhängig voneinander Forscher
des Fraunhofer-Instituts für Physikalische
Messtechnik und Entwicklungsingenieure von BMW, sagt Daniel Kammerer von
der BMW-Pressestelle. Die thermoelektrischen Generatoren verwandeln Wärme
in elektrische Energie, indem sie ein Temperaturgefälle nutzen. Je größer die Temperaturunterschiede, desto mehr Strom
kann produziert werden. FraunhoferForscher entwickeln thermoelektrische
Materialien, Module und Systeme für die
Restwärmenutzung im Automobil. „Im
Abgasrohr herrschen Temperaturen von
bis zu 700 Grad Celsius und mehr“, sagt
Dr. Harald Böttner, Leiter der Abteilung
Thermoelektrische Systeme. „Der Temperaturgradient zwischen Abgasrohr und
einer Kühlerflüssigkeitsleitung beträgt
somit bis zu mehreren Hundert Grad Celsius.“ Diesen großen Unterschied nutzt
der thermoelektrische Wandler aus:
Durch den Wärmefluss zwischen den
heißen Abgasen und der kalten Seite an
einer Kühlleitung getrieben, wandern die
Ladungsträger durch spezielle Halbleiter
– es fließt elektrischer Strom. Langfristig soll der thermoelektrische Generator
die Lichtmaschine überflüssig machen
und die permanent steigende Zahl elektrischer Verbraucher im Auto versorgen.
Thermoelektrischer
Generator im Abgasstrang
Die thermoelektrischen Generatoren verwandeln Wärme
in elektrische Energie, indem sie ein Temperaturgefälle
Fotos: BMW
nutzen.
52
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Für die Stromgewinnung im Fahrzeug
integrieren die BMW-Entwicklungsingenieure einen thermoelektrischen Generator in den Abgasstrang. Mit dem
Die bisher im Auto ungenutzte Abgaswärme
soll in absehbarer Zeit die elektrische Energie
für die zahlreichen Verbraucher im Fahrzeug
liefern und damit den Spritverbrauch und die
Abgasemissionen senken.
System wird eine elektrische Energie von
200 Watt erzeugt. Diese Leistung ist allerdings noch zu gering. Die Materialforschung macht aber rasante Fortschritte.
In greifbare Nähe rückt das hochgesteckte Ziel, mit einem thermoelektrischen
Generator bis zu 1000 Watt zu erzeugen,
teilt BMW mit. Eine einfache Rechnung
macht deutlich, wie wichtig die Steigerung der Energieeffizienz im Automobil
ist: In Deutschland sind etwa 50 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen, die
durchschnittlich eine Laufleistung von
200 Stunden im Jahr haben. Könnte man
mit thermoelektrischen Generatoren
deren Abwärme während dieser Zeit zur
Speisung der gesamten Bordelektronik
mit einer Leistung von einem Kilowatt
nutzen, ließen sich insgesamt zehn Terawattstunden (zehn Billionen Wattstunden) Energie pro Jahr einsparen – ein
bedeutender Beitrag. Doch noch sind die
Forscher in der Versuchsphase. Bald sollen beim Fraunhofer-Institut die ersten
Prototypen entwickelt werden, teilt Böttner mit.
Zu einem späteren Zeitpunkt ist
auch denkbar, dass dieses Energierückgewinnungs-System in einen Katalysator integriert wird. Bei Umkehrung des
Seebeck-Effektes könnte das Aggregat
als Katalysatorheizung dienen, um die
Rohemissionen beim Kaltstart zu verringern. Dabei machen sich die Forscher
und Entwicklungsingenieure den von
dem französischen Physiker Jean Charles
Athanase Peltier 1834 entdeckten Effekt
zu nutze, dass ein äußerer Stromfluss
eine Änderung des Wärmetransportes
bewirkt. Sobald das Abgas heiß genug
ist, kann der Prozess umgekehrt werden,
um damit wieder Strom zu erzeugen.
Hans Rosarius
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Zwischen Komfort und Härte
Unter dem Blech der neuen BMW 7er-Baureihe
verbirgt sich verfeinerte Technik...
_ Ein komplett neu entwickeltes Fahrwerk soll beim 7er-BMW den
Spagat zwischen Komfort und Dynamik schaffen. Kameras, die sogar
Verkehrszeichen erkennen, helfen beim sicheren Fahren.
E
rstmals baut BMW in eine Limousine vorn Doppelquerlenker aus
Aluminium sowie eine Alu-Hinterachse ein. Neu entwickelte Stoßdämpfer können elektronisch über
die Fahrdynamikkontrolle per Tastendruck
in vier Stufen von komfortabel bis sportlich angesteuert werden. Gleichzeitig
verändert sich dabei auch die Schaltgeschwindigkeit des Automatikgetriebes,
Gaspedal und Lenkunterstützung sprechen anders an. Auf Wunsch kann zudem
eine Wankstabilisierung (Dynamic Drive)
bestellt werden, wodurch die Seitenneigung der Karosserie bei Kurvenfahrten
spürbar vermindert wird.
Um einerseits bei langsamer Fahrt
die Handlichkeit der großen Limousine zu
verbessern und andererseits bei hohem
Tempo den Komfort zu erhöhen, bietet
BMW für den 7er die so genannte Integral-Aktivlenkung mit an, bei der auch
die Hinterräder zeitweise mitlenken, und
zwar bis Tempo 60 entgegengesetzt zu
den Vorderrädern. Vor allem beim Rangieren, Wenden oder Fahren in engen
Kurven – etwa im Parkhaus – macht sich
dies bemerkbar, weil sich dadurch auch
der Wendekreis um bis zu 70 Zentimeter
verringert. Ab 60 Stundenkilometer lenken die Hinterräder in die gleiche Richtung wie die Vorderräder und verbessern
vor allem für die Mitfahrer im Fond den
Komfort in schnell gefahrenen Kurven
oder bei Spurwechseln. Der Lenkeinschlag der Hinterräder ist auf jeweils drei
Grad begrenzt.
FlexRay-Technologie
ist 20-mal schneller
Schematische Darstellung der Spurwechselwarnung.
54
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Die Vernetzung der Regelsysteme des
Fahrwerks und des Antriebs durch zuverlässige und schnelle Datenübertragung
erfolgt neuerdings durch die FlexRayTechnologie und damit 20-mal schneller
als bisher. Alle Systeme steuert das Integrated Chassis Management (ICM). Die
Elektronik bestimmt nicht nur das Fahrwerk, sondern auch andere Hilfen, die
allesamt der Sicherheit dienen und zwar
in einer weitreichenden Form, wie sie bis
vor kurzem noch unvorstellbar war.
Wirkungsweise und Vernetzung der Systeme innerhalb der Fahrdynamik-Kontrolle.
Viele Autofahrer kennen die Schrecksituation, wenn nachts überraschend
Fußgänger oder Radfahrer im Scheinwerferlicht auftauchen. BMW hat das so
genannte Night Vision System jetzt so
weiterentwickelt, dass eine Wärmebildkamera Personen erkennt, auch wenn sie
sich noch außerhalb des Lichtkegels der
Scheinwerfer befinden. Sofort leuchtet
ein Warnsignal auf dem Bildschirm auf,
falls sich die Menschen in Richtung des
Fahrweges bewegen. Ein Steuergerät
wertet ständig die Videodaten der Kamera aus, gleicht diese mit der gefahrenen
Geschwindigkeit und der Lenkradstellung ab und kann erkennen, ob sich die
Personen auf Kollisionskurs befinden.
Nur dann erfolgt die Warnung des Fahrers – nicht jeder Fußgänger wird angezeigt.
Kamera liefert Signale,
wenn die Spur verlassen wird
...wie zum Beispiel das neu konstruierte Fahrwerk.
Fotos: BMW
Eine weitere Kamera, ebenfalls hinter
dem Innenspiegel eingebaut, liefert Signale, wenn die Spur verlassen wird.
Sie kann auch Verkehrszeichen erkennen. Die Wahrnehmung wird mit dem
Datenbestand im Navigationsgerät
abgeglichen, wobei der Fahrer per Anzeige ständig über die aktuell zulässige
Höchstgeschwindigkeit informiert wird.
Ob der Mensch am Steuer die Beschränkungen beachtet, bleibt ihm überlassen,
elektronische Eingriffe oder automatisches Abbremsen gibt es nicht. Wenn
der Wagen die Spur verlässt, warnen
Lenkradvibrationen. Neu im 7er ist eine
Spurwechselwarnung, bei der Radar den
toten Winkel und die Nebenspuren bis
zu 60 Meter nach hinten überwacht. Ein
Leuchtsymbol im Fuß des Außenspiegels
zeigt an, dass sich seitlich neben oder
hinter dem Wagen ein anderes Fahrzeug
befindet. Setzt der Fahrer in diesem Augenblick zum Spurwechsel an, gerät das
Lenkrad ebenfalls ins Vibrieren. Überdies
steht ein so genanntes Head-Up-Display,
das wichtige Informationen für den Fahrer auf die Windschutzscheibe projiziert,
für den 7er zur Verfügung.
Derartig verfeinerte Sicherheit hat
ihren Preis: Das Nachtsichtsystem steht
mit 2200 Euro, der Spurwechselassistent
mit 620 Euro, die Spurverlassenswarnung
mit 520 Euro und das Head-Up-Display
mit 1340 Euro in der Aufpreisliste.
Bernd-Wilfried Kießler
technik
automobil
Übers ganze Jahr gesehen
_ Der neue Ganzjahresreifen „4Season“ von Goodyear besitzt
eine verbesserte Gummimischung und 3D-Lamellen.
B
islang noch kritisch betrachtet,
schaffte es Goodyear durch seine
inzwischen auch in Fachkreisen
anerkannte Qualität der Ganzjahresreifen, dass im Jahr 2007
bereits 1,2 Millionen dieser Pneus verkauft wurden. Tendenz steigend. Mitte
Juni stellte der Reifenhersteller die
sechste Generation der Vector-Reifen
unter dem Namen „4Season“ vor. Neu
gegenüber dem Vorgänger Vector 5+
sind das Profildesign und eine verbesserte Gummimischung.
Der Überbegriff hierfür nennt sich
„SmartTRED“, was für ein technisches
System steht, das dem Reifen eine bessere Anpassung an Fahrbahn- und Witterungsbedingungen ermöglicht: Eine
Vielzahl von Lamellen in der Laufflächenmitte bilden bei Schnee und Eis eine
hohe Zahl von Greifkanten. Im Sommer
kommt hingegen die komplette Reifenbreite samt stabiler Schulterblöcke zum
Einsatz. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen gehen die einzelnen Profilzonen (stabile Schultern, stark lamellierte
Profilmitte, umlaufende Mittelrippe)
harmonischer ineinander über. Die Lamellendichte nimmt zur Mitte der Lauffläche hin allmählich zu.
3D-Lamellen im Einsatz
Geht es nach den Vorstellungen von Goodyear, so wird
der Anteil der Ganzjahresreifen 2008 weiter steigen und
sieben Prozent des Gesamt-Reifenmarktes erreichen.
Grafik: Goodyear
56
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Ein weiteres Element des SmartTREDKonzepts ist der Einsatz von 3D-Lamellen
über die gesamte Profiltiefe. Sie sorgen
für mehr Grip und Traktion auf Schnee,
Eis und Nässe. Die 3D-Lamellen verriegeln sich gegenseitig und stabilisieren
dadurch die Profilblöcke. Somit erhöht
sich die Fahrstabilität bei trockenem Un-
Wichtig für die Kunden ist die garantierte
Allwettertauglichkeit des Reifens. Diese
Voraussetzungen bringt der Vector 4Seasons
offensichtlich mit.
Foto: Goodyear
tergrund. Um bei nasser Fahrbahn das
Wasser schnell verdrängen zu können,
erhielt der laufrichtungsgebundene Pneu
das so genannte V-TRED-Profil. Insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten soll
somit die Aquaplaning-Sicherheit erhöht
werden. Die neue Silica-Laufflächenmischung soll zudem die Anbindung des
Füllstoffes an das Gummipolymer erhöhen. Was sich letzlich durch eine bessere
Haftung bei Nässe bei gleichzeitig geringem Rollwiderstand bemerkbar macht.
Die positiven Eigenschaften des
Ganzjahresreifens wurden auch von offizieller Seite bestätigt. So kam der TÜV
Süd in einem unabhängigen Vergleichstest zu dem Ergebnis, dass der Vector
4Seasons auf Schnee, Eis und Nässe „hervorragende“ Ergebnisse erzielt. Laut Testergebnis benötigte der Goodyear-Pneu
einen elf Prozent kürzeren Bremsweg auf
Eis. In Sachen Aquaplaning sowie Grip
auf Schnee und Eis konnte sich der 4Seasons ebenfalls von der Konkurrenz absetzen. Ab Herbst ist der Vector 4Seasons
auch in der SUV-Größe 255/55R18 109V
XL erhältlich sowie in RunOnFlat-Varianpero
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In wenigen Tagen geht´s wieder los:
Die Automechanika öffnet ihre Tore.
Foto: Messe Frankfurt
G
anz oben auf der Liste steht
die Initiative „Messe Frankfurt
against Copying“, mit der die
Messe Frankfurt ihre Aussteller
im Kampf gegen die Markenund Produktpiraterie unterstützt. Tipps
und Hilfe gewährt die Messe unter
anderem durch die Broschüre „Schutz vor
Marken- und Produktpiraterie“, die an
alle Aussteller verteilt wird. Im Internet
kann sie unter www.messefrankfurt.
com/corporate/de/unternehmen_publikationen.html heruntergeladen werden.
Zudem hat das Frankfurter Messeunternehmen einen anwaltlichen Notdienst
eingerichtet. Partnerorganisationen der
Initiative sind das Deutsche Patent- und
Markenamt, das Europäische Amt für
Marken- und Musterschutz (HABM), der
Zoll/Zentralstelle gewerblicher Rechtsschutz, die Aktion Plagiarius e.V., der Aktionskreis Deutsche Wirtschaft gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. und das
Euro Info Centre Wiesbaden. Experten
der Partner werden im Foyer der Halle 4.1
am „Messe Frankfurt against Copying“
Informationsstand für Fragen zur Verfügung stehen. Für Aussteller ist es wichtig,
im Vorfeld der Messe Maßnahmen einzuleiten, um zu verhindern, dass es auf
der Veranstaltung zu unangenehmen
Überraschungen kommt. Sie sollten
einerseits ihr Produkt beziehungsweise
ihre Marke beim zuständigen Amt registrieren lassen und andererseits beim Zoll
einen Antrag auf Grenzbeschlagnahme
stellen. Der Zoll kann dann verdächtige
Sendungen anhalten, sie untersuchen,
Proben entnehmen und Fälschungen
vernichten.
Jetzt geht´s los...
_ Nur noch wenige Tage, dann öffnet die Automechanika in Frankfurt ihre Tore.
Die Veranstalter erwarten mehr als 160 000 Besucher. Doch was bietet die internationale
Leitmesse der Kfz-Branche an Neuigkeiten?
58
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Automechanika-Geschäftsführer Detlef Braun:
„Höchste Priorität für uns hat ein fairer Wettbewerb.“
Fotos: Vahle
GVA-Präsident Hartmut Röhl: „ReparaturKnowhow darf kein Herrschaftswissen der
Fahrzeughersteller sein.“
Bereichsleiter Stephan Kurzawski: „Die Automechanika avanciert zum Treffpunkt für die
internationale Autowaschbranche.“
Neun Milliarden Euro Schaden
Höchste Priorität für uns hat jedoch ein
fairer Wettbewerb, der unlautere Methoden ausschließt“, sagt Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.
der Europäische Verband der Automobilclubs (FIA) und der Europäische Verband
des Kfz-Teilegroßhandels (FIGIEFA) unterstützen die Initiative.
Der freie Automotive Aftermarket
beschäftigt laut Auskunft das GVA in
Europa rund 3,5 Millionen Menschen in
der Produktion und im Vertrieb von KfzErsatzteilen, sowie in der Wartung und
Reparatur von Fahrzeugen. Rund 660 000
Unternehmen, in erster Linie kleine und
mittelständische Betriebe, garantieren
dem Verbraucher Wahlfreiheit. Damit das
so bleibt, dafür setzt sich diese Allianz
der Verbände ein. „Der Wettbewerb auf
dem Ersatzteilmarkt darf nicht durch ein
Vertriebsmonopol der Fahrzeughersteller ausgehebelt werden. Das ReparaturKnowhow, die Diagnose-Daten und die
Software der Steuerungselemente dürfen
nicht Herrschaftswissen der Fahrzeugher-
Laut der US-amerikanischen „Federal Trade Commission“ beläuft sich der Schaden durch Produktfälschungen in der Automobilindustrie auf jährlich über neun
Milliarden Euro. Schätzungen besagen,
dass in Europa bis zu zehn Prozent der Ersatzteile gefälscht sind. Produktpiraterie
in der Automobilwirtschaft führt neben
Einbußen auch zu lebensgefährlichen
Situationen im Straßenverkehr. Viele
Autofahrer wissen oft nicht, dass sie bei
der Verwendung minderwertiger Autoersatzteile sich und ihre Umwelt gefährden.
Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe
Frankfurt: „Die Automechanika ist wie
jede Messe Spiegel der Branche. Sie muss
der Globalisierung Rechnung tragen und
den automobilen Wachstumsmärkten
eine Präsentationsmöglichkeit bieten.
Right to Repair
Für einen fairen Wettbewerb tritt auch der
Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA)
in Frankfurt auf. Der Verband wird auf seinem Stand in Halle 5_6.1, Gang B, Stand
03, über die internationale Kampagne
„Right to Repair“ aufklären. Dahinter
verbirgt sich die Forderung, dass der Autofahrer auch künftig das Recht auf freie
Werkstattwahl haben soll. Der Europäische Verband der Karosserie-Reparaturbetriebe (AIRC), der Europäische Verband
der Kfz-Werkstätten (CECRA), der Europäische Verband der Diagnosegeräte- und
Werkstattausrüstungshersteller (EGEA),
„Wenn Sie auch überzeugt sind, dass man sich vom
Wettbewerb unterscheiden muss, um erfolgreich zu sein,
sollten wir mehr voneinander erfahren.”
Wenn man sich immer wieder Aufgaben stellt, die auf den
ersten Blick unmöglich sind, muss man die ausgetrampelten Pfade verlassen und um die Ecke denken können,
um abseits altbekannter Routen die richtigen Lösungen
zu finden. So heben wir uns von der Herde ab.
Die Ergebnisse sind die Systemlösungen von AuDaCon.
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
59
technik
automechanika
steller sein. Sonst wird er Autofahrer zum
gefangenen Verbraucher und ein ganzer
mittelständischer Wirtschaftssektor ausgeschaltet“, sagt Hartmut Röhl, der nicht
nur Präsident des GVA ist, sondern auch
Mitglied des Lenkungsausschusses der
Right-to-Repair-Kampagne.
Professionelle Pflege
Neu in Frankfurt ist auch, dass sich die
Automechanika auf den Weg macht, zum
Treffpunkt für die internationale Autowaschbranche aufzusteigen, wie Stephan
Kurzawski, Bereichsleiter Automechanika,
berichtet. Der Bereich „Service Station &
Car Wash“ präsentiert sich auf dem neuen Freigelände Südwest neben Halle 10
– und zwar deutlich größer als in den Jahren zuvor. Von der Waschanlage über Reinigungs- und Pflegemittel bis hin zu fachspezifischen Dienstleistungen ist hier laut
Veranstalter alles vertreten und auf das
wachsende Interesse in diesem ServiceSektor ausgerichtet. Tiefe Einblicke in das
Thema Autopflege und die Umsetzung in
der Praxis bietet übrigens die Sonderausstellung „Fachgerechte Fahrzeugreinigung
und -aufbereitung“ des Bundesverbandes
60
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Tankstellen und gewerbliche Autowäsche
Deutschland (BTG). Einige Arbeiten, wie
die Beseitigung kleiner Defekte und effektive Reinigungsmethoden, können die
Besucher unter fachgerechter Anleitung
selbst ausprobieren. Das Freigelände Südwest liegt in direkter Nachbarschaft zum
neuen Haupteingang West.
Green Directory,
Automechanika-Studie, Service
Doch damit ist´s mit den Neuigkeiten zur
20. Automechanika noch lange nicht genug: Der Besucherleitfaden „Green Directory“ soll dafür sorgen, dass den Besuchern
technische Neuentwicklungen und umweltorientierte Entwicklungsleistungen
auf dem riesigen Gelände nicht verborgen
bleiben. Der Leitfaden zeigt den Weg zu
Aftermarket-Konzepten, die das Autofahren in Zukunft sauberer, effizienter und
sicherer machen. Erhältlich ist er an den
Infoständen auf der Messe oder vorab als
Download unter www.automechanika.
messefrankfurt.com/frankfurt/de/messebesuch_bes_green_directory.html.
Mit Spannung erwartet das Fachpublikum die erste Automechanika-Studie von
Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer. Sie prognostiziert Auswirkungen der Klimadiskussion auf den automobilen Aftermarket
bis in das Jahr 2020 hinein. Für Entscheidungsträger in der Automobilwirtschaft
könnte sie wichtige Handlungsempfehlungen beinhalten.
Um den Aufenthalt auf der Messe so
angenehm wie möglich zu machen, hat
sich die Messe Frankfurt allerlei Services
für den Besucher einfallen lassen. WLAN und die Möglichkeit, online Tickets
kaufen zu können, gehören heutzutage
zu den Selbstverständlichkeiten. Eine Erleichterung zur Aussteller- und Produktsuche bietet der so genannte XyberScout,
der kostenfrei kurz vor Messebeginn und
auf dem Gelände als Download für das
PDA zur Verfügung steht. Zudem hat der
Veranstalter den Rhein-Main-Hotel-Guide aufgelegt und damit auf die anhaltende Kritik an den Hotelpreisen in Frankfurt
reagiert. Der Hotel-Guide bietet eine
Übersicht über Übernachtungsmöglichkeiten in der Preisklasse bis zu 100 Euro.
Aufgeführt sind auch Privatunterkünfte.
tv
www. automechanika.com
In kürze
Die Automechanika: 16. bis 21. September 2008
Öffnungszeiten:
16. bis 20. September: 9-18 Uhr
21. September: 9-17 Uhr
Eintrittspreise:
Tageskarte (Vorverkauf): 21 Euro
Tageskarte (Kasse): 30 Euro
Dauerkarte (Vorverkauf): 40 Euro
Dauerkarte (Kasse): 56 Euro
Ermäßigte Karten: 8 Euro
Die Eintrittskarten sind zum Vorverkaufspreis
unter der Internetadresse www.automechanika.com erhältlich oder aber telefonisch beim
Besucherservice der Messe Frankfurt unter
der Nummer (069) 75 75 20 04. Die Eintrittskarte gilt zugleich als Fahrkarte im gesamten
Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV).
Anreise:
Mit dem Auto: Hinweisschilder an allen
Autobahnausfahrten leiten die Besucher zum
Parkhaus Rebstock. Von dort fahren Busse
kostenlos zum Messe-Eingang.
Mit der Bahn: Am Frankfurter Hauptbahnhof die Straßenbahnlinien 16 oder 17, die
U-Bahn-Linie U4 oder die S-Bahn-Linien S3,
S4, S5 oder S6 nutzen.
Mit dem Flugzeug: Ab Flughafen die SBahn-Linien S8 oder S9 zum Hauptbahnhof
nutzen. Ab dort weiter wie unter dem Punkt
„Mit der Bahn“. Vom Flughafen fährt ab Terminal 1 und 2 auch ein Shuttle-Bus direkt
zum Messegelände.
Immer mittendrin: amz, bfp fuhrpark + management und NKWpartner sind im Durchgang
zwischen den Hallen 5.1 und 6.1, Stand B03, zu finden.
Foto: Archiv
Die amz ist mittendrin
Wir sind immer da, wo sich die Branche tummelt. So haben wir es immer gehalten und das wird sich auch zur Automechanika nicht ändern: Das Team der
amz, des bfp fuhrpark + management und des NKWpartner ist in Frankfurt im
Durchgang zwischen den Hallen 5.1 und 6.1, Stand B03, zu finden – in direkter
Nachbarschaft zum Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA).
Neben Appetithäppchen und diversen Kaffeespezialitäten halten wir dort
die neuesten Produkte aus unserem Hause griffbereit, wie zum Beispiel die
amz7/8 oder die druckfrische Nummer 9, die Sie gerade in Händen halten und
in der auf mehr als 200 Seiten die wichtigsten Neuigkeiten zur Automechanika
nachzulesen sind. Die Ausgaben bfp9, Nkw-Partner3 und unsere Sonderhefte
„Der freie Kfz-ServiceMarkt“ und „Werkstattausrüstung Spezial“ liegen ebenfalls druckfrisch am Tresen und dienen als Grundlage für interessante Gespräche
mit Ihnen. Gern sprechen die Vertreter der Redaktion oder des Anzeigenverkaufs
auch mit Ihnen über unseren neuen Internet-Auftritt. Wir freuen uns auf Sie.
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technik
automechanika
Großer Bahnhof für yourmove
_ Es wird ein Auftritt wie nie zuvor: Auf 1000 Quadratmetern
präsentiert sich yourmove auf der Automechanika mit den
Themen Oldtimer, Jugend, Ausbildung, Tradition und Handwerk. Die amz unterstützt die Ausbildungsplattform.
Live dabei: yourmove zeigt, wie fachgerechte
Restaurierungsarbeiten aussehen.
Der runtergerittene Golf wird
nach seiner Instandsetzung als
Ausstellungsobjekt dienen.
W
ährend der Oldtimermarkt
europaweit boomt und
zweistellige
Zuwachsraten einfährt, gerät
Deutschland für diesen
Markt nach und nach ins Hintertreffen:
Der Nachwuchs fehlt. Die Ausbildungsinitiative yourmove hat es sich zur Aufgabe
gemacht, das Handwerk der Restaurierung von historischen Fahrzeugen zu etablieren und die Jugend dafür zu begeistern.
Den Besuchern der Automechanika bietet
yourmove über unterschiedliche Themen
und Fachforen Einblicke in die Welt der
Oldtimerei.
Ihre handwerklichen Fähigkeiten werden die jungen Menschen beim Bau von
Seifenkisten unter Beweis stellen. Mehrere
Teams bauen auf der Messe innerhalb von
wenigen Tagen eine Seifenkiste. Das Fahrgestell besteht aus Holz, die Karosserie
aus Blech – und damit aus zwei grundlegenden Zutaten des klassischen Automobilbaus. Die Teams haben alle künstlerischen Freiheiten, wichtig ist nur, dass sie
termingerecht alle Arbeiten abschließen
und am Sonntag, 21. September, zum Rennen antreten können. Premiere hatte der
Seifenkistenbau bereits auf der BremenClassic-Motorshow zu Beginn des Jahres.
Die Resonanz war überwältigend.
ZDK und ZKF sind auch dabei
Auch der Zentralverband Deutsches
Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und der
62
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Traditionelle Blechbearbeitung auf traditinellen Maschinen ist einer der Schwerpunkte
auf dem Stand. Fotos: yourmove
Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) beteiligen sich am yourmove-Auftritt. Während ihrer Leistungsshow
gibt es eine Live-Schaltung zu den parallel
stattfindenden EuroSkills in Rotterdam.
Ehemalige Teilnehmer organisieren dieses
Event und werden Auskunft geben zur
Bedeutung dieser „Olympiade des Handwerks“. Währenddessen wird am Stand
ein Golf II im schlechten Zustand in seine
Einzelteile zerlegt, aufgearbeitet und mit
modernen Tuningteilen ausgestattet. Der
Wagen soll nach Fertigstellung lediglich
mit Klarlack überzogen werden, um auch
weiterhin die hochwertigen Karosseriearbeiten ohne Spachtelmasse bewundern
zu können. Nach der Automechanika wird
der Golf auf anderen Messen als Ausstellungsobjekt dienen.
Den zentralen Punkt der großen Restaurierungswerkstatt auf dem yourmove-Stand bildet die Restaurierung eines
Mercedes aus den 50er-Jahren durch das
Unternehmen Kirschinger&Sohn aus
Karlsruhe. Dort werden alle Gewerke,
wie beispielsweise die Blechumformung,
Sattler- oder auch Stellmacherarbeiten
gezeigt. Zur Verfügung stehen dafür die
Traditionswerkzeuge und -maschinen der
Firma Dinosaurier-Werkzeuge aus Hamburg. Rollenstreckmaschinen, Stauch-
Streckgeräte, Spezialhämmer und andere
Werkzeuge kommen dabei zum Einsatz
und spiegeln alte Handwerkskünste wider. Beachtung finden aber auch die Themen Analyse und Dokumentation, die für
eine hochwertige Restaurierung ebenfalls
wichtig sind. Das Göring-Institut aus München kümmert sich um dieses Thema und
analysiert Lacke und Schichtaufbauten an
dem ersten yourmove-Fahrzeug, einem
BMW V8 aus den 50er-Jahren mit dem
verhältnismäßig seltenem Kombiaufbau.
Im Laufe der Jahre soll dieses Auto von
Jugendlichen im Rahmen der Aus- und
Weiterbildung komplett restauriert und
als Dokumentationsfahrzeug eingesetzt
werden.
Das weitere Programm
Aus Hofolding in der Nähe von München
kommt das Unternehmen Ross, Schmidt
und Partner, dessen Mitarbeiter ihre Arbeit
im Bereich Stellmacherei und Pinsellackierung präsentieren. Die neu gegründete
yourmove-Akademie stellt sich den Fragen
zur Erhaltung historischen Kulturgutes und
bietet zusammen mit einer Vielzahl von
Handwerkskammern Seminare rund um
das Thema Kraftfahrzeug, Oldtimer und
Handwerk an. Ebenfalls vertreten ist die
Lebenshilfe Gießen, die seit vielen Jahren
zu Gunsten von Menschen mit Behinderung Oldtimer gegen eine Spende verlost.
Zur Disposition stehen in diesem Jahr ein
Mercedes 250 SE Coupe, ein Porsche 911
SC, ein Triumph TR6 PI, ein 1200er Käfer
und ein Heinkel-Roller. Etwas zu gewinnen
gibt es auch bei der Aktion des ZKF: Messebesucher können den Schaden an einem
ausgestellten Unfallfahrzeug schätzen.
Der Gewinner kann zu einer Automechanika seiner Wahl reisen. Bei einer Frauenquote von weniger als zwei Prozent im
Kfz-Bereich, darf das Thema Frau natürlich
nicht fehlen. Deswegen ist auch die Betreiberin des Internetportals „Frau ist mobil“
tv
auf dem Stand vertreten.
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technik
automechanika
Gut, schnell
und gern geschehen
ZF will, so Alois Ludwig, Vorsitzender der
Geschäftsführung ZF Services, seine Umsätze
bis 2012 deutlich steigern und zwar um rund
26 Prozent.
Foto: Kernbach
_ Seit dem 1. Januar hat ZF eine neue Struktur und will damit seine Marktposition
deutlich ausbauen. Die ZF Trading GmbH und die Sales&Service-Organisation (SSO) von ZF
in Friedrichshafen wurden zusammengeführt.
M
it einem Umsatz von rund
12,6 Milliarden Euro insgesamt und 10,9 Milliarden
Euro im automobilen Kerngeschäft im vergangenen
Jahr gehört ZF weltweit zu den Top Ten
der Automobilzulieferer. Rund 58 600
Menschen finden in der ZF AG einen
sicheren Arbeitsplatz. „ZF ist in praktisch
allen Kernproduktgruppen Technologieführer. Den Erfolg auf dem Aftermarket
müssen wir uns trotzdem hart erarbeiten. Insbesondere durch Nachbauer
und die stärkeren Aftersales-Aktivitäten
der Automobilhersteller ist ein intensiver Preisdruck entstanden, dem sich die
Marktteilnehmer nur schwer entziehen
können“, sagt Alois Ludwig, Vorsitzender
der Geschäftsführung ZF Services.
Eine große Herausforderung stelle
sich der Branche auch mit der immer weiter zunehmenden Produktpiraterie. Und
schließlich hat ZF mit Lieferengpässen
aufgrund hoher Nachfrage zu kämpfen.
Ein Problem, das speziell für den Nutzfahrzeug-Markt gilt. Dies erlaubt vielen
Anbietern von Produkten minderer Qualität in diese Lücke zu stoßen, denn auch
die direkten Wettbewerber haben Lieferschwierigkeiten. Mit dem neu gegründeten Geschäftsfeld ZF Services stellt
sich das Unternehmen auf die diffizile
Marktsituation ein. ZF Services deckt mit
seinen Kernproduktgruppen über 20 Prozent des weltweiten Ersatzteilpotenzials
ab. Und natürlich profitieren die Partner
von dem Image der Marken Sachs, Lemförder, Boge und ZF Parts, die etabliert
und erfolgreich sind. Unter der Marke
Sachs werden Stoßdämpfer und Kupplungen vertrieben, mit Lemförder deckt
der Zulieferer die Bereiche Fahrwerk/Lenkung und Gummimetall-Teile ab, Boge
steht für Stoßdämpfer, während unter
der vor zwei Jahren etablierten Marke ZF
Parts Lenkgetriebe und Lenkungspumpen vertrieben werden. Hinter diesem
Programm steht mit der ZF Lenksysteme GmbH einer der weltweit führenden
Erstausrüster im Bereich Lenksysteme.
ZF auf der Automechanika
In Frankfurt wird das Unternehmen
erstmals auf einer Messe als ZF Services
auftreten. Es gilt, den Wandel vom Teilehändler zum Systemanbieter anschaulich
Seine technische
Kompetenz macht
das Unternehmen
ZF auch an der
Zahl von Patenten
deutlich. Im Jahr
2006 wurden insgesamt 545 Patente
angemeldet.
Grafik: ZF
64
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Wir nehmen es
ganz genau
darzustellen. Die Messe bietet ein ideales Forum, um bestehendes Knowhow und neue Stärken herauszuarbeiten. Daher wird ZF
erstmals auf der Automechanika Achs- und Getriebemodule ausstellen und keine Einzelteile mehr. So soll der Wandel vom Teileanbieter zum Systemanbieter verdeutlicht werden. Das Konzept, in
zwei Hallen – Halle 3.0 Stand A91 und Halle 8.0 Stand F 51– präsent zu sein, wird beibehalten.
Die Nutzung von Synergien ist nicht nur im Großen – also bei
der Zusammenlegung von zwei Unternehmensbereichen – ein Argument, sie spielt auch bei den ZF-Werkstattkonzepten eine wichtige Rolle. Der Austausch mit den Werkstattpartnern hat ergeben,
dass es keine klare Grenzziehung mehr zwischen Pkw- und NkwBetrieben gibt. Die bisher getrennten Konzepte wurden zusammenzufasst und angeboten wird jetzt nur noch ein optimierter
Original-Sachs-Service (OSS).
r
ie uns auf de
Besuchen S
d B 06
Halle 6, Stan
Produktneuheiten zur Automechanika
Zur Automechanika wird der Zulieferer mit einem Programmpaket
für die Marke Lemförder starten. Zukünftig erhält der Kunden alle
Lemförder-Originalteile aus einem Lager und damit erheblich schneller. Dieser Produktbereich erfährt außerdem eine Vervollständigung.
Der Schwerpunkt liegt hier auf Gummimetall-Teilen für Fahrwerk
und Antriebsstrang. Außerdem wird ein deutlich erweitertes Stoßdämpferprogramm auf der Messe präsentiert. Das Angebot für asiatische Fahrzeuge wurde um über 300 neue Referenzen ausgebaut.
Mit dieser Erweiterung optimiert ZF die globale Programmabdeckung. Ein wichtiger Schritt, um die Nachfrage in osteuropäischen
Ländern und in Ländern mit einem hohen und steigenden Anteil japanischer oder koreanischer Fahrzeuge abzudecken.
Das Firmenmotto auf der Automechanika lautet: „Gut, schnell
und gern geschehen“. „Die Zusammenführung von ZF Trading und
der Sales&Service-Organisation wird das dominierende Thema im
Gespräch mit unseren Großhandelspartnern sein“, sagt Dr. Ulrich
Walz, Leiter Marketing der ZF Trading GmbH.
Ute Kernbach
Info
Das Geschäftsmodell der SSO
Das Geschäftsmodell der SSO (Sales&Service-Organisation) basiert
auf fünf Säulen. Derzeit gibt es weltweit 28 eigene Gesellschaften
mit 41 SSO-Standorten und rund 650 Partnerbetrieben. Die SSO
beschäftigt weltweit rund 1600 Mitarbeiter, davon arbeiten 20 in
der Zentrale in Friedrichshafen.
•Das OEM-Geschäft betrifft den Vertrieb von ZF-Produkten – wie
beispielsweise das neue Achtgang-Automatikgetriebe – an die
Automobilhersteller; SSO arbeitet dabei eng mit den einzelnen
Unternehmensbereichen und natürlich auch mit den Kunden
zusammen.
•Der Bereich Reparatur/Training befasst sich mit der Reparatur von
ZF- und verwandten Produkten sowie dem Training von Anwendern wie etwa den Vertragswerkstattorganisationen.
•Zudem vertreibt die SSO neue Ersatzteile oder aufgearbeitete
ZF-Aggregate im freien Ersatzteilmarkt. Allerdings ist dies für die
SSO bisher nur ein Randgeschäft gewesen und nicht vergleichbar
mit den Aktivitäten von ZF Trading.
•In Zusammenarbeit mit den Geschäftsbereichen und den OEM
werden ZF-Produkte für den Wiederverkauf aufgearbeitet – beispielsweise Getriebe und Achsen.
•Im Auftrag der Unternehmensbereiche führt die SSO den Technischen Aftersales-Kundendienst durch.
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technik
automechanika
Alles auch zum Anfassen
_ Die Schaeffler-Gruppe Automotive Aftermarket bringt ein ganzes
Paket an Produkt- und Serviceneuheiten nach Frankfurt mit.
In Frankfurt zu sehen: Der hydraulische Nockenwellenversteller von INA.Fotos: Schaeffler
M
it den Schwerpunkten Produkte und Services rund
um die Marken LuK, INA
und FAG präsentiert sich
die
Schaeffler-Gruppe
Automotive Aftermarket auf der Automechanika. Das Unternehmen will laut
eigenem Bekunden verschiedene Neuheiten vorstellen: darunter das ServiceKompaktlager für die Nabenreparatur
bei Nutzfahrzeugen und das Radlager
mit Stirnverzahnung von FAG, zudem
das
Fliehkraftpendel
Zweimassenschwungrad von LuK und den hydraulischen Nockenwellenversteller mit Zentralventil und eine Zahnkette für den
Steuertrieb der Marke INA.
Im Zentrum des Messestandes in Halle 2.0, Stand B32, stehen Antriebstechnik,
Motorenteile sowie Fahrwerksanwendungen. Der Aftermarket-Spezialist bietet ein komplettes Programm an Kupplungen und Systemlösungen, Produkte
aus dem Kupplungsumfeld sowie Vakuum- und Lenkhelfpumpen der Marke LuK.
Ergänzt wird dies durch Motoren- und
Getriebeteile der Marke INA, während
die Marke FAG ein umfangreiches Radlager-Programm bietet. Als vierter Kompetenzbereich werden darüber hinaus verschiedene Serviceleistungen präsentiert:
Hierzu gehören unter anderem RepXpert
und die Software AutoView, mit der die
Schaeffler-Gruppe Automotive Aftermarket die Möglichkeit bietet, Märkte und
Einzugsgebiete zu analysieren.
Ein Werkstattstand findet sich in
Halle 9.0, E59. Dort dürfen Profis und
Anfänger selbst Hand anlegen und Reparaturen ausprobieren, Mechaniker und
Meister stehen als Ansprechpartner zur
Verfügung. Dazu wird das Online-Portal RepXpert live gezeigt. Interviews mit
Wolfgang Kaufmann, Racing-Profi in der
FIA-GT-Meisterschaft als auch in der LeMans-Serie, ergänzen am Wochenende
das Standprogramm.
Neue Kataloge
Ebenfalls mit im Gepäck hat das Unternehmen sein Katalog-Programm: Seit
Juli ist ein überarbeiteter Ersatzteile-Katalog der Marke LuK rund um das Thema
Kupplungen für Pkw und leichte Transportfahrzeuge verfügbar. Auf 390 Seiten
66
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Drei Marken unter einem Dach: Die Schaeffler-Gruppe Automotive Aftermarket präsentiert die Produkte von LuK, FAG und INA.
In fünf Sprachen:
Der neue Katalog Riementriebkomponenten.
listet der Katalog insgesamt über 2000
Produkte auf und umfasst rund 5000
Fahrzeugverknüpfungen ab dem Jahr
1988. Damit deckt das Lieferprogramm
nach eigenen Angaben 65 Fahrzeughersteller ab. Der Katalog enthält sämtliche
Informationen in den Sprachen Deutsch,
Englisch, Französisch und Spanisch. Besonderer Wert wurde bei der Gestaltung
auf die möglichst einfache Nutzbarkeit
gelegt: So erleichtert ein neues Register
den schnellen Zugriff auf die Rubriken
Fahrzeugzuordnung, numerische Listen,
Stückliste und Referenznummern-Liste.
Der Katalog schließt mit technischen
Informationen und Praxistipps: Montage-Anweisungen für den Kupplungseinbau, Schadensdiagnose und ServiceTipps, Hinweisen zum Zentralausrücker
sowie zur selbsteinstellenden Kupplung
(SAC) und einer bebilderten Anweisung
für die Montage der SAC.
Mehr als 1700 Produkte enthält der
neue, 605 Seiten starke Katalog der Mar-
ke INA für Riementriebkomponenten für
Pkw und leichte Transportfahrzeuge. Er
umfasst rund 4700 Fahrzeugverknüpfungen ab dem Jahr 1967, das Lieferprogramm deckt damit 53 Fahrzeughersteller ab. Der Katalog ist durchgehend
fünfsprachig gehalten – Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. Auch hier erleichtert jetzt ein Register am Katalogbeginn den schnellen
Zugriff auf die Rubriken Fahrzeugzuordnung, numerische Listen, Stückliste, Referenznummern-Liste und Abbildungen
von Einzelteilen. Dieses Register kann
zudem aus der letzten Umschlagseite
herausgeklappt werden und vereinfacht
so den schnellen Rubrikenzugriff. Da die
Nutzung des Kataloges plakativ erläutert
wird, sind laut Unternehmensangaben
Fehler bei der Artikelidentifizierung weitestgehend ausgeschlossen.
Werkstätten erhalten die neuen Kataloge über die Handelspartner des Unternehmens. Aktuelle Informationen zu
Fahrzeugen finden Werkstätten auch auf
der TecDoc-CD, unter www.repexpert.
com sowie täglich aktualisiert im OnlineKatalog unter www.schaeffler-aftermartv
ket.de.
Halle 2.0, B32
Halle 9.0, E59
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technik
automechanika
Arbeitserleichterungen
für die Werkstatt
_ Der Kautschukspezialist
ContiTech präsentiert auf der Automechanika 2008 neue Lösungen
für Antriebstechnik, Luftfedersysteme und Schwingungstechnik.
D
ie ContiTech Power Transmission Group zeigt ihr Programm
an
Komplettlösungen
für
Antriebsriemen sowie praktische Arbeitshilfen für Werkstätten. Der Geschäftsbereich ContiTech
Air Spring Systems informiert über seine
Traditionsmarken ContiTech und Phoenix und präsentiert die Luftfeder 644 N,
die in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag
feiert. ContiTech Vibration Control stellt
sein Produktportfolio der Schwingungstechnik in Erstausrüsterqualität für das
Ersatzgeschäft vor.
Die ContiTech Power Transmission
Group hat ihr Angebot an Komplettpaketen (Kits) erweitert und setzt damit
diese Philosophie fort. Besucher der Automechanika können sich vor Ort über
Der Rollbalg 644 N
wurde vor 50 Jahren
entwickelt und
ist noch heute als
häufigste Standard-Achsfeder für
Nutzfahrzeuge im
Serieneinsatz.
Wasserpumpen-Kits, Elast-Tool-Kits und
Nfz-Kits informieren. Neu im Programm
sind Keilrippenriemen-Kits mit Torsionsschwingungsdämpfern (TSD) sowie
entkoppelten
Torsionsschwingungsdämpfern (eTSD). Die Kits mit TSD/eTSD
in Originalqualität sind überwiegend für
gängige Dieselmotoren verfügbar und
enthalten neben der Riemenscheibe und
dem Riemen auch die nötigen Befestigungsschrauben und Dichtringe.
Die Wasserpumpen-Kits (WaPuKits) von ContiTech umfassen neben
dem Synchrobelt-Zahnriemen und den
Spann- oder Führungsrollen zusätzlich
eine Wasserpumpe. Hintergrund für die
Ergänzung: Beim Riemenwechsel sollten
stets alle Elemente des Zahnriementriebs
ausgetauscht werden. Dazu gehören neben den Spann- und Umlenkrollen auch
die Wasserpumpen. Wie alle Produkte
von ContiTech werden auch die Elemente
des Wasserpumpen-Kits in Erstausrüsterqualität für den Automotive Aftermarket
angeboten. ContiTech präsentiert darüber
hinaus das Conti-V Multirib Elast Tool Kit.
Weil die elastischen Keilrippenriemen ihre
Spannung selbst halten, benötigen sie
keinen Riemenspanner mehr und senken
so die Kosten für den Antrieb. ContiTech
bietet im Automotive Aftermarket nach
eigenen Angaben das mit Abstand umfangreichste Programm für diese speziellen Anwendungen. Damit bei der Montage nichts schief geht, werden eine Reihe
der Elast-Keilrippenriemen zusammen mit
einem Einmal-Werkzeug nach OE-Vorgabe
und einer Einbauanleitung als komplettes
Das WasserpumpenKit von ContiTech.
Fotos: ContiTech
68
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Das Conti-V
Multirib Elast Tool
Kit enthält neben
dem Riemen eine
Einbauanleitung
und ein Montagewerkzeug.
Tool-Kit angeboten. Zusätzlich zu den
Komplettlösungen im Pkw-Bereich bietet
ContiTech auch Kits für Nutzfahrzeuge an.
Sie enthalten neben dem geeigneten Keilrippenriemen auch den passenden Spanner und sind für die gängigsten Nutzfahrzeugtypen erhältlich.
Praktische Unterstützung bietet die
ContiTech Power Transmission Group ihren
Kunden auch mit dem RiemenspannungsMessgerät (Belt Tension Tester) BTT-Hz
und dem Werkzeugkoffer Conti-Tool-Box.
Der neue BTT-Hz misst die Spannung exakt und nach der aktuellsten Methode
– Frequenzmessung mit Hertz. Das Gerät
ist jetzt zusätzlich zur Spannungsmessung
von Zahnriemen auch für die Spannungsmessung von Keilrippenriemen einsetzbar
und entspricht den Erstausrüster-Vorgaben vieler Automobilhersteller. Mit der
Conti-Tool-Box können Kfz-Mechaniker
Antriebsriemen im Pkw professionell
wechseln und den fachgerechten Einbau
überprüfen. Die Tool-Box wurde jetzt um
weitere Montierhilfen ergänzt: Zwei Nockenwellenarretierwerkzeuge verhindern,
dass sich die Nockenwellen während der
Montage verdrehen, wenn der Zahnriemen abgenommen wurde. Damit wird
nun auch die korrekte Montage des Zahnriemens beim 2.5-TDI-V6-Motor von Volkswagen und Audi unterstützt.
ContiTech Air Spring Systems informiert auf der 20. Automechanika über
eine Legende: die Luftfeder 644 N wird
50 Jahre alt. 1958 wurde mit der Entwicklung des Luftfederbalgs begonnen. Wenige Jahre später ging der Rollbalg in Serie
– erst in Reisebussen von Mercedes Benz,
später dann auch bei Volvo, DAF und Van
Hool. Heute gilt der 644 N als der Standardrollbalg in Europa und Asien. Noch
immer ist er ist die am häufigsten verkaufte Luftfeder von ContiTech im Ersatzmarkt. Auf dem Messestand von ContiTech können Besucher den Jubilar ganz
tv
aus der Nähe betrachten.
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technik
automechanika
Service im Fokus
_ Neben dem Produktprogramm stehen bei Delphi
Delphi kann auf 30 Jahre Erfahrung im Bereich Lambda-Sonde zurückblicken. Im Fokus
steht hier die neue OE-Planar-Technologie
(OSP). Mit 140 Referenzen können 85 Prozent
des Marktes abgedeckt werden. Foto: Delphi
auf der Automechanika das Werkstattkonzept DieselPoint, das Delphi-Service-Center und vielfältige Maßnahmen zur Unterstützung der Werkstätten im Fokus.
Vor der Automechanika informierten Palle
Willumsen (von links), Sales Director Northern
Europe, Sandra Kreutzer, Sales&MarketingCoordinatoer und Dieter Matejat, Diesel
Sales&Service-Manager.
Foto: Tewes
M
it intelligenten HightechLösungen dem Autofahrer
bezahlbare und verlässliche
Mobilität sichern, lautet die
Prämisse bei Delphi. Dazu
hat man dort drei große „Megatrends“
identifiziert – Sicherheit, grüne Technologien sowie Unterhaltung und Kommunikation. Auf den Punkt gebracht lautet die
zentrale Botschaft des Konzerns: „safe,
green, connected“. Mit dieser Aussage
kommt der Globalplayer nach Frankfurt.
„Service ist unser Schwerpunkt“, erklärt
Sandra Kreuzer, Marketing&Sales-Coordinator bei Delphi Product&ServiceSolutions das Motto für den Auftritt des
Automobilzulieferers auf dem 580 Quadratmeter großen Stand auf der Automechanika. Dort will das Unternehmen
seine Produkte und Servicekonzepte für
Werkstätten und Handel präsentieren.
Als nach eigenen Angaben einer der
größten Automobilzulieferer und Nummer zwei auf dem Dieselmarkt, bietet
Delphi Produkte, Werkstattausstattung,
technische Informationen, Logistik und
Schulungen sowie Vertriebsunterstützung für die Werkstätten an. Allein 100
Quadratmeter sind dem Service vorbehalten, hier steht die Präsentation des
Delphi-Service-Center-Konzeptes
im
70
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Delphi hat sein Diagnoseangebot erweitert und bietet das DieselPoint-Konzept auch in Verbindung mit dem Diesel-Service-Center an. Das Konzept besteht aus Klimaanlagen, Chassis und
Motormanagement für Ottomotoren und wird um Technik- und Trainingsangebote für den
Foto: Delphi
Dieselservice erweitert.
Mittelpunkt. Die Einführung dieses Konzeptes sei für das Unternehmen eine
zukunftsgerichtete Maßnahme, mit der
man die angeschlossenen Werkstätten
an der Erstausrüstungs- und Technologiekompetenz partizipieren lassen wolle. So
könne man die Partner frühzeitig auf die
zunehmende Elektronik und das dazu erforderliche Systemdenken im Service einstellen, beschreibt Palle Willumsen, Sales
Director für Nordeuropa, das Konzept der
Delphi Partnerschaft. Deshalb will man
dem Wunsch der Werkstätten, die sich fit
für die Zukunft zu machen, mit Service
und Qualifizierung verstärkt nachkommen. Der jährliche Schulungsbedarf pro
Kfz-Mechaniker steigerte sich von zehn
Stunden im Jahr 1990 auf derzeit etwas
über 70 Stunden. Im Jahr 2015 wird der
Bedarf nach Schätzung von Experten rund
120 Stunden betragen, weiß Willumsen.
DieselPoint und
Delphi-Service-Center
Das Servicekonzept besteht aus den Modulen Klimatechnik, Fahrwerk und Motormanagement für Ottomotoren und
beinhaltet darüber hinaus Technik- und
Trainingsangebote für den Dieselservice.
Das in Wuppertal ansässige Unternehmen hat das DieselPoint-Konzept als ein
Bestandteil des Delphi-Service-Center
entwickelt. Das macht Sinn, denn der
Dieselmotor als Antriebsaggregat setzt
seinen Siegeszug weiter fort. Der Bestand
an Diesel-Pkw wird in Europa von derzeit
56 Millionen Einheiten um 57 Prozent zulegen, darunter werden dann allein rund
neun Millionen Fahrzeuge sein, die ein
Common-Rail-Einspritzsystem von Delphi
eingebaut haben. Das ist der richtige Zeitpunkt interessierten Werkstätten ausgefeilte Diagnosewerkzeuge sowie Technik
für Wartung und Reparatur von Dieseleinspritzsystemen anzubieten, sagt Dieter
Matejat, Diesel Sales&Service-Manager.
Denn mit der Zunahme von Selbstzündern rollen nach und nach auch die mit
dieser Technologie ausgerüsteten Autos
in die Werkstätten, wo man dann künftig
immer häufiger mit moderner Dieseleinspritztechnik konfrontiert wird.
So nimmt man bei Delphi seinen
Worten zu Folge diese Entwicklung zum
Anlass, daran interessierten Werkstätten
entsprechende Diagnosewerkzeuge sowie Technik für Wartung und
Reparatur von Dieseleinspritzsystemen anzubieten. Unter dem Markennamen DieselPoint hat man dort ein attraktives Gesamtpaket für
die Partner im Handel geschnürt. Es umfasst unter anderem ein Diesel-Diagnosekonzept für den täglichen Einsatz in der Werkstatt inklusive der Software und den dazu gehörenden Spezialwerkzeugen,
Schulungen für die Werkstatt-Mitarbeiter sowie eine kompetente
technische Betreuung bei Fragen oder Problemen. Darüber hinaus
unterstützt Delphi die Franchise-Partner mit umfangreichen Marketingmaßnahmen und stellt sein Diesel-Handelsprogramm zur Verfügung. So sollen neben Markenbetrieben auch freien Werkstätten
die Vorteile aus dem wachsenden Dieselmarkt zugänglich gemacht
werden, um an der Nachfrage nach Dieselservice partizipieren zu
können.
Reinhaltung ist bei der Dieselwartung Pflicht
Eine störungsfreie Reparatur der Common Rail-Komponenten ist
heute nur unter Reinraumbedingungen möglich. Sogar kleinste
Schmutzteilchen von der Größe eines Mikrons können erheblichen
Schaden im Common Rail-System verursachen. Aus diesem Grund
stellt Delphi den Werkstätten speziell entworfene Hochdruckrohre
und ein Clean-Kabinett als Ausrüstung zur Verfügung, die ebenfalls
auf der Automechanika vorgestellt werden. Außerdem soll die Palette für Testausrüstungen zur Diagnose und Wartung für Common
Rail und Pumpe-Düse-Systeme gezeigt werden. Das dabei im Mittelpunkt stehende neue Gerät, eine Hartridge-Prüfmaschine Cri-PC, soll
schneller sein, weil aufwändige Rüstzeiten für das Prüfen von Common Rail-Injektoren entfallen. Zudem biete es die Möglichkeit, nicht
nur CR-Injektoren von Delphi, sondern auch von Bosch und Siemens
prüfen zu können. „Die Cri-PC Lösung wurde geschaffen, um Servicewerkstätten eine kostengünstige und flexible Testplattform für Common Rail-Injektoren zur Verfügung zu stellen. Da der Cri-PC automatisch arbeitet, bietet er noch weiteres Potenzial, um den wachsenden
Servicemarkt für Dieselfahrzeuge zu bedienen“, macht Matejat deutlich. Mit neun regionalen Diesel-Regio-Partner hat Delphi ein flächendeckendes Vertriebsnetz in Deutschland eingerichtet, das schnellen
Service und optimale Ersatzteilversorgung sicherstellen soll.
Mit breitem Produktportfolio vertreten
Neben seinem Engagement beim Service und den Werkstattkonzepten will Delphi sein umfangreiches Produktangebot dem Messebesucher vorstellen. Schwerpunkte sind dabei Chassis/Fahrwerk mit
Bremsentechnik (Beläge, Bremsscheiben, Hydraulik) Lenkung und
Aufhängung sowie Stoßdämpfer, Klimatechnik, Fahrzeugelektronik
(Lambdasonden für den schellen Einbau), Diagnose, Servicelösungen
und Unterhaltungselektronik sowie alles zum Thema Diesel (neues
Testequipment für Common Rail-Check). In Frankfurt soll auch der
Startschuss für das Geschäft mit Bremsbelägen fallen. Laut Willumsen will man Bremsbeläge aus eigener Produktion sowie die Ergebnisse einer Testreihe und das POS-Material vorstellen. Ebenfalls im
Rampenlicht soll ein Startpaket für den Klimaanlagen-Service stehen.
Dazu bietet das Unternehmen zur Wartung von Klimaanlagen und
für die fachgerechte Reparatur ein Werkzeug- und Servicepaket an,
das neben Serviceinfos auch Spezialwerkzeuge wie Diagnosegeräte
und Geräte für die Lecksuche sowie Kältemittel zur Neubefüllung
beinhaltet. Die Klimaanlagenbefüllstation wird unter dem Namen
Refmatic Evo geführt. Schutz vor Produktpiraten soll ein neuartiges
Verpackungsdesign bewirken. Dazu hat Delphi eine neue Art des Verpackens für seine Dieseldüsen entwickelt. Die soll zusätzlichen Korrosionsschutz, sicherheitsverpackte Abdeckkappen und zusätzliche
Sicherheitsmerkmale bieten, verspricht man dort.
Jürgen Rinn
Halle 3, F91 & G91
technik
automechanika
Technischer
Ideenpool
_ Neue Materialien und die Integration von Mechanik und
Elektronik eröffnen weiterhin Möglichkeiten zur Reduzierung
von Gewicht und Schadstoffemissionen bei gleichzeitiger Leistungssteigerung im Motorenbau.
merklich verringert. Der jetzt vorgestellte Abgaskühler aus Aluminiumdruckguss
senkt nach Angaben des Herstellers die
Abgastemperatur um über 600 Grad
Celsius. Damit reduzieren sich nicht nur
die Verbrennungstemperatur und die
Stickoxid-Emissionen, auch die Temperaturbelastung der nachfolgenden Motorkomponenten wird geringer.
Möglich wird dies durch eine Abgasrückführung über Lamellen-Rippen. Zudem hat Aluminium gegenüber einem
aus Edelstahl geschweißten Kühler eine
wesentlich höhere Wärmeleitfähigkeit.
Zum Vergleich: Edelstahl besitzt eine
Wärmeleitfähigkeit von etwa 15 W/mK
(Watt pro Meter und Kelvin), während
Aluminium­druck­guss mit rund 150 W/
mK den zehnfachen Wert erreicht. Durch
diese hervorragende Wärmeleitfähigkeit
lässt sich bei relativ kleinem Bauraum
eine sehr hohe Kühlleistung erzielen.
Bypassklappen für
schnelle Betriebstemperatur
Die Kolbenbeschichtung NanofriKS reduziert
die Reibung des Kolbens um bis zu 30 Prozent.
Daraus resultieren geringeres Geräuschverhalten und Reduzierung des Verbrauchs.
Fotos: Kolbenschmidt Pierburg
G
eht es nach den Prognosen des
Automobilzulieferers Kolbenschmidt Pierburg, so wird der
Verbrennungsmotor noch 15
bis 20 Jahre dominieren. Dabei
wird der Benziner eine immer stärkere
Rolle einnehmen und – trotz zunehmendem Interesse am Selbstzünder in
den USA – weltweit die Marktführerschaft ausbauen. „Besonders in Europa“,
sagt Dr. Gert Kleinert, Vorstandsvorsitzender der Kolbenschmidt Pierburg AG,
„wird der Ottomotor den Diesel gewaltig
unter Druck setzen. Sowohl bei den
Kosten, den Emissionen und beim Fahrspaß.“ Bei Kolbenschmidt Pierburg ist
man überzeugt, dass sich beide Technologien auf die künftige Verknappung der
Kraftstoffe einstellen und sich zudem
Gas, Hydrogen und anderen Treibstoffmittel langfristig durchsetzen werden.
Dies nicht zuletzt auch unter dem
Gesichtspunkt der immens wachsenden
Märkte in Asien. Demnach setzt sich der
weltweite Zuwachs, besonders in den
Regionen China, Indien oder Russland
fort, und wird den Prognosen zufolge
von derzeit 65,2 Millionen Einheiten auf
77,6 Millionen Fahrzeuge im Jahr 2014
anwachsen.
Demzufolge konzentriert man sich
in Neckarsulm schon seit Jahren auf sein
72
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Die variablen Ölpumpen können mit
mechanischer, hydraulischer oder elektrohydraulischer Steuerung ausgestattet
werden. Dabei basieren alle auf dem gleichen
Konzept.
Kerngeschäft: die Produktion hochwertiger Motorblöcke, Kolben, Lager, Kühler
und elektrischer Ventile. Auf diesen Feldern hat sich das weltweit agierende Unternehmen inzwischen einen Namen gemacht und zeigt seine Kompetenz immer
wieder mit neuen Technologien und Entwicklungen: Sei es der Anfang 2008 von
einer internationalen Jury prämierten
AGR-Aluminiumkühler, der in einem Modul verpackt als kompakte Einheit ohne
Schlauchverbindungen und Leitungen
direkt an den Motor geflanscht werden
kann, sei es eine neue variable Ölpumpe,
die effektiver und leistungsoptimierter
arbeitet oder die Leichtbaukolben mit
„NanofriKS“, die durch ihre Oberflächenbehandlung reibungsoptimiert sind.
AGR-Kühler aus Aluminium
Die Weiterentwicklung des AGR-Kühlers, der seit 2008 serienreif ist, basiert
im Grunde auf der Forderung des Gesetzgebers nach strengeren Abgasvorschriften. Besonders die Reduzierung
der Stickoxide beim Dieselmotor ist von
wesentlicher Bedeutung. Dabei nutzten
die Entwicklungsingenieure von Kolbenschmidt Pierburg den Effekt, dass sich allein durch das Herunterkühlen der rückgeführten Abgase, der Stickoxid-Ausstoß
Wahlweise elektrische oder pneumatische Bypassklappen sollen den Motor
möglichst schnell auf Betriebstemperatur bringen. Sie leiten die Abgase so
lange am Kühler vorbei, bis der Motor
seine Betriebstemperatur erreicht hat.
Danach erst wird der Weg über den Kühler frei und die eigentliche Kühlung der
zurückgeführten Abgase kann beginnen.
In Kombination mit der entsprechenden
Sauerstoffreduktion wird so eine Absenkung der Stickoxide erreicht. Der AGRKühler ist in einem kompletten Bauteil
integriert, in dem neben dem Kühler, das
AGR-Ventil, Bypass und Aktuator zusammengefasst sind. Dieses Modul wurde
auf dem Internationalen AluminiumDruckguss-Wettbewerb 2008 mit dem
ersten Preis ausgezeichnet.
Variable Ölpumpen
in drei Varianten
Eine weitere technische Neuerung des
Automobilzulieferers ist eine variable
Ölpumpe, die es in drei Varianten gibt:
als mechanische variable Pumpe (2009
in Serie), als elektrische variable Pumpe
(ab 2011) und als elektronische Ölpumpe für Getriebeanwendungen in Hybridfahrzeugen. Variable Ölpumpen können
mit mechanischer, hydraulischer oder
elektrohydraulischer Steuerung ausgestattet werden. Dabei basieren alle auf
dem gleichen Konzept. Lediglich bei der
elektronischen Version wurde das federbelastete Ventil durch ein Magnetventil
ersetzt. Die Erprobung läuft derzeit an
Ottomotoren bis zu vier Litern und Dieselmotoren von 1,3 bis 2,4 Litern.
duzieren und insgesamt eine Kraftstoffeinsparung von bis zu drei Prozent (gerechnet auf das Aggregat) erzielen. Der
Einsatz derartiger Ölpumpen zieht noch
weitere positive Effekte nach sich: Aufgrund der bedarfsgerechten Schmierölversorgung kann einerseits das Problem
der Ölverschäumung im Kurbelgehäuse
minimiert und andererseits das Auftreten von Druckspitzen verringert werden.
Beides reduziert die Ölbelastung und
trägt somit zu einer Verlängerung der
Ölwechselintervalle bei.
Neuartige
Kolbenbeschichtung NanofriKS
Nachdem das Entwicklungspotenzial
des Ottomotors wieder in den Blickpunkt
gerückt ist und aufgeladene Benziner
bei gleichzeitig geringerem Verbrauch
immer näher an die Leistungsdichte des
Dieselmotors heranreichen, wird die
Bedeutung des Ottomotors wieder präsent. Die Entwicklungsschwerpunkte
der OEMs konzentrieren sich deshalb auf
weniger Verbrauch durch Downsizing,
Aufladung, Reibungsreduktion und Verbrennungsoptimierung. Bereits auf der
Internationalen Automobilausstellung
(IAA) 2007 in Frankfurt stellte die KS Kolbenschmidt GmbH eine neuartige Kolbenbeschichtung vor: „NanofriKS“. Damit kommt erstmalig Nanotechnologie
zum Einsatz, die die Schaftreibung um
bis zu 30 Prozent reduziert. NanofriKS
ist eine Beschichtung, die unter anderem Nanopartikel enthält. Nach Angaben des Herstellers ermöglicht diese Beschichtung im Vergleich zu bestehenden
Serienbeschichtungen bis zu 50 Prozent
weniger Reibung und Verschleiß. Von
den inzwischen in der dritten Generation hergestellten Kolben sind derzeit 720
000 Stück in Serie verbaut.
Weiterentwickelt wurde auch die
Bohrungsgeometrie HispeKS, die bei Kolben für Ottomotoren für Anwendungen
mit starken Belastungen des Systems
Kolbenbolzen/Nabe eingesetzt wird. Die
Gestaltung der Kühlkanäle und die verbundene Gießtechnologie für in Pkw-Turbodieselmotoren verbaute Kolben mit
fortgeschrittener variabler Kühlkanal-Geometrie (DynamiKS) wurde verbessert.
Alle technischen Neuerungen wird
das Unternehmen auf der Automechanika in Halle 5.1 Stand 42 zeigen.
Peter Rodenbüsch
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Während die herkömmliche Ölpumpe ihre Ölförderung abhängig von der
Motordrehzahl leistet, die bei Höchstdrehzahl auch am ergiebigsten ist, regelt die mechanisch variable Pumpe die
Ölfördermenge. Ab einer Motordrehzahl
von etwa 3000 Umdrehungen, einer
Drehzahl, die ausreicht, um die optimale Menge zu fördern, wird über einen
Federmechanismus der Durchflussquerschnitt in der Pumpe verändert und das
überschüssige Öl zurückgeführt. Diese
Veränderung führt nach Angaben von
Kolbenschmidt Pierburg neben einem
verminderten Geräuschverhalten und
verringerten Wechselintervallen auch zu
Kraftstoffeinsparungen.
Die elektrisch variable Ölpumpe
leistet noch mehr. Die Pumpe für den
Hauptschmierkreislauf regelt über ein
Steuerventil, das mit dem Zentralsteuergerät des Fahrzeugs in Kontakt steht
und von dort alle notwendigen Daten
über Motordrehzahl, Öltemperatur und
-druck informiert wird, die jeweils erforderliche Ölmenge. Die elektrische variable Pumpe reagiert auch auf den variablen Ventiltrieb oder das Abschalten
von Zylindern. Durch diese „intelligente“
Technik lässt sich die Reibung weiter re-
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
73
technik
automechanika
Ersatzteilhersteller
bügeln Patzer aus
_ Detlev Seeliger, geschäftsführender Gesellschafter der
Mapco Autotechnik GmbH, will mit der Qualitätslinie
High Performance Standard (HPS) mehr Sicherheit
für Werkstatt und Endkunden gewährleisten.
„Nach der Mapco-Philosophie liegt die Zukunft
im Detail. Das bedeutet, dass alle Mitarbeiter
der Qualität bis ins Detail streng verpflichtet
sind“, sagt Detlev Seeliger.
Fotos: Hahn
D
ie Kfz-Rückrufaktionen der vergangenen Jahre erstrecken sich
über alle Marken und Modelle
hinweg. Millionen Fahrzeuge
müssen zurück in die Werkstätten. Doch niemand kennt die genauen
Zahlen der „stillen Rückrufe“, also
wenn Mängel beispielsweise erst beim
nächsten Werkstattbesuch behoben
werden, ohne dass der ahnungslose
Halter davon etwas erfährt. Die Dunkel-
ziffer der so genannten „Liegenbleiber“,
deren Mängel weder per Garantie noch
auf Kulanz behoben werden, wagt
sowieso niemand zu schätzen. Das
jedoch ist die Klientel, deren Probleme
man beim brandenburgischen AutoteileHersteller Mapco mit einer Qualitätsinitiative angehen will. Dort sieht man die
Autofahrer als Leidtragende, weil sich
durch die schnellen Modellwechsel der
Fabrikate die Entwicklungszeiten immer
mehr verkürzen und so immer weniger
Zeit zur Verfügung steht, wichtige Teile
oder Komponenten zu erproben, bevor
sie in Serie gehen.
Detlev Seeliger, geschäftsführender
Gesellschafter der Mapco GmbH, mit
mehr als 30 Jahren Markterfahrung, sieht
die unmittelbaren Ursachen so: „Die
heutigen Fertigungslinien der Automobilindustrie und auch im Maschinenbau
basieren auf mehrstufigen Zulieferketten. Besonders die Lieferanten von Teilen
werden meist zu spät in die Vorproduktion eingebunden und können deshalb
ihr wertvolles Knowhow nicht mehr einbringen. So müssen gravierende Produktmängel zwangsläufig entstehen.“ Als
direkte Folge aus dieser Situation könnte
seiner Meinung nach die Serviceleistung
der deutschen Kfz-Werkstätten im laufenden Jahr 2008 auf knapp 28 Milliar-
den Euro anwachsen. Dies entspräche
einer Steigerung von etwa drei Prozent
und sei angesichts der ansteigenden KfzRückrufaktionen der vergangenen Jahre
die realistische Größenordnung. Dass
Kfz-Nutzer und Halter nicht stärker zur
Kasse gebeten werden, ist seinen Worten zu Folge ohne Zweifel ein Verdienst
der Autoteilehersteller, so laute auch die
Meinung von Experten.
Bei Mapco im brandenburgischen
Borkheide bei Potsdam ist man längst
darauf konzentriert, mehr Sicherheit für
den Endkunden nach eigenem Konzept
zu gewährleisten, macht Seeliger deutlich. Die Chancen einer solchen Qualitätskonzeption zeige sich deutlich im Mapco
HPS – High Performance Standard. Dies
gelte besonders für die im Fahrzeugbau
kritischen Stabilisatorstreben und Lenkungselemente, so sein Fazit. „Während
in diesem Bereich selbst manche Marken
mit mageren acht Millimetern Rundmaterial geradezu geizen, würden Stabilisatorstreben mit weniger als zwölf Millimeter Rundmaterialstärke keinesfalls die
Mapco-Qualitätskontrolle passieren. Das
bringt mehr Verbiegungssicherheit und
längere Lebensdauer der Kugelgelenke“,
jr.
versichert Seeliger.
Halle 6.0, D80
Weltneuheit im Bereich Sensor-Reparatur
Das in Willich ansässige Unternehmen
PMA/TOOLS Division will als international
führender Anbieter von Autoglas-Zubehör auf der Automechanika in Halle 6.3,
Stand C 79 mit SensorTack 2 ein neues
Produkt zur Reparatur von eckigen Scheibensensoren vorstellen Diese werden
unter anderem bei VW Passat B6, Tiguan,
Skoda Roomster eingesetzt. Mit dem von
PMA/TOOLS entwickelten Reparatursystem lässt sich nach eigener Aussage das
Silikonpad, das beim Ausbau des Sensors
häufig beschädigt wird, mühelos und in
wenigen Minuten erneuern. Das SensorTack 2 Reparaturset gilt als revolutionäres
74
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Produkt zur Neuverklebung von Licht- und
Regensensoren auf der Windschutzscheibe. Ein neu entwickeltes Zwei-Komponenten Silikon-Gel macht die kostengünstige
Wiederverwendung von Regen- und Lichtsensoren möglich. Einfach und schnell
aufgetragen kann der alte Sensor mit dem
SensorTack 2 Gel nach wenigen Minuten
wieder an die Frontscheibe angebracht
werden. So können schnell mehrere tausend Euro im Jahr für den Neukauf der Sensoren gespart werden, teilt man dort mit.
Als Vollsortimenter bietet die PMA/TOOLS
Division Montageteile und Werkzeuge,
Klebstoffe und Sensortechnik sowie tech-
Mittels SensorTack 2 Reparaturset ist eine Wiederverwendung von eckigen, mit Gel gefüllten
Licht-/Regensensoren bei der Neuverklebung der
Windschutzscheibe möglich. Foto: PMA/TOOLS
nischen Support rund ums Autoglas. Für
fast jede Aufgabe der Autoglasmontage
hat man dort nach eigener Aussage die
jr.
richtige Lösung im Programm.
Mit praxisgerechten Produkten überzeugen
Mit neuen, praxisgerechten Produkten will
sich die Egon von Ruville GmbH auf der
Automechanika präsentieren. Dazu soll
eine neue Generation von Reparatur-Kits
gehören, die auch das Umfeld des auszutauschenden Bauteiles mit einbezieht.
Zudem werde das Hamburger Unternehmen sein Angebot für Nutzfahrzeuge präsentieren, heißt es dort. Die neuen Reparatur-Kits sind für Pkw gedacht, bei denen
zum Austausch der Wasserpumpe oder
des Thermostats auch die Riementriebkomponenten der Motorsteuerung demontiert werden müssen. Sie
enthalten neben den Spannund Umlenkrollen sowie dem
Zahnriemen auch gleich die
passende Wasserpumpe. Für
mehr als 40 Fahrzeugmodelle
mit Sechszylindermotoren ist
zusätzlich der Thermostat beigegeben, teilt man dort mit.
So werden beim Austausch der
Riementriebkomponenten die
Wasserpumpe und gegebenenfalls der Thermostat gleich mit
gewechselt. Auch die Zusammenstellung des Pkw-Spannrollenkits für den Nebentrieb
enthält neben den Spann- und
Umlenkrollen und dem Keilriemen oder Keilrippenriemen
erstmals auch einen Kurbelwellenschwingungsdämpfer und
nötigenfalls den Generatorenfreilauf. Damit will das Hamburger Unternehmen, das sich
als Erfinder der Reparaturkits
im internationalen Aftermarket
bezeichnet, die Fachbesucher
beeindrucken.
Zusätzlich sollen zur Messe weitere Reparaturkits für
die Nockenwelle sowie Steuerketten in Voll- und Kurzsätzen
sowie Federbeinlager-Kits und
Protection-Kits für Pkw und
leichte Transportfahrzeuge vorgestellt werden. Zudem soll das
Portfolio an Radlagern sowie
die jüngste Entwicklung in diesem Segment, Radnaben mit
Gewicht optimierender Stirnverzahnung sowie Twin-Tandem-Lager für hohe Radlasten
bei geringem Reibmoment, gezeigt werden. Alle Sortimentsprodukte seien ausschließlich
in OE-Qualität verfügbar, versijr.
chert das Unternehmen.
Halle 5.1, B20
Ruville will mit
praxisgerechten
Produktideen auf der
Automechanika die
Fachbesucher beeindrucken. Foto: Ruville
Mit Sicherheit ankommen
Die neuen HEPU® Wasserpumpen-Kits
Jedes Team ist immer nur so stark wie seine Mitglieder. Das gilt für Mannschaften wie für Reparatursätze! Deshalb erfüllen alle Komponenten
der neuen Wasserpumpen-Kits von HEPU® die hohen Anforderungen der Fahrzeughersteller. Neben der HEPU ® Wasserpumpe sind Spann- und
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Frankfurt am Main/16.-21.September 2008
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technik
automechanika
_ Mitten im Geschehen
_ Die eXponentia-Partner informieren zu Produkten
und dem Trainingsprogramm auf dem Gemeinschaftsstand
in Halle 2.
In den individuellen
Partner-Bereichen steht
den Besuchern das
Verkaufs- und Techniker-Team der Partner
für Fragen rund um
das Produktportfolio
sowie für Fragen im
Seminarbereich über
die Aktivitäten rund
um eXponentia zur
Verfügung. Foto: Rinn
Nach erfolgreichem Start in England,
Italien, Polen und Frankreich, ist eXponentia auch auf dem deutschen Markt
aktiv. Die Partner-Initiative wurde gegründet, um die Werkstätten im freien
Kfz-Aftermarket weiter zu entwickeln.
Ziel des Verbundes ist die Sicherung des
Knowhow-Transfers rund um Produkte
und Dienstleistungen bis in die Werkstatt. Dazu bietet eXponentia verschie-
dene technische Trainingsmodule an, um
es den Kfz-Mechanikern zu ermöglichen,
ihre handwerklichen Fertigkeiten zu verbessern. Das sind zwei Serviceleistungen,
einmal technische Trainings und eine
technische Hotline. Bei den Trainings
handelt es sich jedoch nicht um reine Produkttrainings, sondern um gemeinsame
Einheiten, wobei hier rund die Hälfte der
Zeit der Praxis vorbehalten bleibt. Ein
weiterer Teil des Trainings wird der Besserung der kommunikativen Kompetenz
gewidmet. Vorgesehen sind insgesamt
acht Module, die ein bis zwei Trainingstage beinhalten und bundesweit an verschiedenen Standorten durchgeführt
werden sollen. Die Themenschwerpunkte
dort sind Fahrzeug-Elektrik/-Elektronik,
ABS, Motorsteuerung und Abgassysteme, Antriebstechnik, Fahrwerk, Klimaanlagen, elektronische Dieselregelung
sowie Airbags und Sicherheitssysteme.
Die eXponentia-Partner haben sich anlässlich der diesjährigen Automechanika
zu einem Gemeinschaftsstand in Halle 2
zusammengefunden. Auf mehr als 1000
Quadratmetern erwarten den Besucher
Innovationen, Technologien, Produkte
und Serviceleistungen der Partner Gates,
Motor-Service (KS & Pierburg), SKF, Tenjr.
neco, TRW und Valeo.
_ Service für schwere Kaliber
_ Tenneco stellt ein für Monroe Magnum entwickeltes
Schulungsprogramm für Nutzfahrzeug-Werkstätten vor.
Der Hersteller von Monroe-Stoßdämpfern, Tenneco Inc., will künftig verstärkt in
den Nutzfahrzeugmarkt investieren. Auf
Basis langjähriger OE-Erfahrung beabsichtigt der Stoßdämpferspezialist seine
Marktpotentiale im Nutzfahrzeugsektor
mit der Marke Monroe Magnum auszubauen. Ein wichtiger Bestandteil der Produktpolitik sei ein speziell für diese Marke entwickeltes Schulungsprogramm für
Nutzfahrzeug-Werkstätten, das Teil des
4T-Trainingsprogramms (4T – Tenneco
Train The Trainer) ist, teilt man dort mit.
Kernstück ist ein Trainingskoffer, der die
hohen Anforderungen an die Mechaniker
der Nutzfahrzeug-Werkstätten berücksichtigt. Der Koffer beinhaltet einzelne
Komponenten eines Achsstoßdämpfers,
die anschaulich die wesentlichen Qualitätsvorteile von Monroe demonstrieren
sollen. Darüber hinaus werden Werkstätten mit einem digitalen Teilekatalog,
aktuellem Verkaufsförderungs- und POSMaterial unterstützt. Werksführungen,
Broschüren und Kundenveranstaltungen
76
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Tenneco ist mit
der Marke Monroe
Magnum bei allen
großen Herstellern
im Nutzfahrzeugsektor vertreten.
Foto: Monroe
dienen als weitere Informationsmöglichkeiten. Dies alles stellt Tenneco auf der
Automechanika in Halle 2, Stand C96
neben der Magnum-Produktpalette erstmals vor. Das Monroe Magnum-Portfolio
umfasst Stoßdämpfer für schwere Nutzfahrzeuge, Anhänger, Sitze, Achsen und
Fahrerkabinen. Alle Produkte verfügen
über ein hochtemperaturbeständiges
Dichtungssystem, fest eingeklebte Einzelbuchsen sowie teilsynthetische Hydraulikflüssigkeit und erfüllen damit laut
Hersteller die strengen Anforderungen
jr
der Erstausrüstung.
_ Premiere für NTN-SNR
Two brands, one group, one strategy
– zwei Marken, eine Gruppe, eine Strategie: Unter diesem Motto präsentieren sich SNR und NTN, das seit April 51
Prozent der SNR-Anteile besitzt, auf der
Automechanika. Aus dieser Beteiligung
hat sich die neue Gruppe NTN-SNR ergeben, die laut Unternehmensangaben
weltweit drittgrößter Automobilzulieferant für Wälzlager ist. Die Zusammenlegung kommt dem gegenseitigen
Wachstumbedarf der beiden Unternehmen entgegen, sie profitieren von
den sich ergänzenden Märkten, den deckungsgleichen Fachgebieten und der
gemeinsamen Kundschaft. Die neue
Gruppe wird beide Marken weiter führen.
Die Führungsposition von NTN in
der Erstausrüstung auf dem asiatischen
Markt für Radlager und Motorsteuerung,
sowie die Führungsposition von SNR in
Europa für Rad- und Federbeinlager, ermöglichen es der Gruppe, auf die immer
vielseitigeren Anwendungsnachfrage in
Auf der Automechanika bietet NTN-SNR eine
Übersicht über das Produktprogramm.
Foto: NTN-SNR
Europa zu reagieren, verlautet es aus Unternehmenskreisen. Die „Business Unit
Automotive Aftermarket“ liegt in der Verantwortung des Teams SNR Automotive
Aftermarket. Während der Automecha-
nika werden die NTN-SNR-Mitarbeiter
die neue Ausrichtung des Unternehmens
tv
erläutern.
Halle 2.0, B42
technik
automechanika
In einem Erlebnistunnel zeigt Meyle den
Entstehungsprozess optimierter Ersatzteile.
Foto: Meyle
Das Geheimnis
der Heavy Duty-Teile
_ Meyle Products präsentiert neue verbesserte Traggelenke für
den Iveco Daily II sowie Pendelstützen für Ford Mondeo und Opel Astra.
S
eparat austauschbare Traggelenke
für den Iveco Daily II sowie verbesserte Pendelstützen für den Ford
Mondeo und den Opel Astra sind
Neuheiten, die der Ersatzteilehersteller Meyle Products auf der Automechanika zeigen wird. Dabei soll der Besucher in einem Erlebnistunnel erfahren,
wie die Ingenieure Teile gegenüber Originalen optimieren, von der Entwicklung bis zur Produktion. Damit will das
Hamburger Unternehmen seine Position
als Hersteller hochwertiger Ersatzteile
demonstrieren und wartet gleichzeitig
mit zahlreichen Neuerungen auf.
Bereits seit 1995 fertigt Meyle Products, eine Marke der Wulf Gaertner Autoparts AG aus Hamburg, Ersatzteile für
den freien Teilemarkt. Seit 2003 werden
auch so genannte Heavy Duty-Teile (HDTeile) angeboten, die laut Hersteller im
Markt einzigartig sind. Mit HD bezeichnet das Unternehmen Ersatzteile, die im
Vergleich zu den Originalen technisch
verbessert wurden. Je nach Ergebnis wird
die Konstruktion verändert, das Innenleben robuster gestaltet, hochwertigeres
Material eingesetzt oder Gummi-Metallverbindungen umgestaltet, lautet die
Firmenaussage. Weil diese HD-Teile im
freien Teilehandel angeboten werden, sei
für die Verbesserung keine Einwilligung
von Automobilherstellern erforderlich,
macht man bei Meyle deutlich.
Als Messeneuheiten werden zahlreiche Neuerscheinungen aus dem
HD-Produktsortiment vorgestellt, wie
etwa Traggelenke für den Iveco Daily II
sowie Pendelstützen für Ford Mondeo
und Opel Astra. Die HD-Traggelenke von
Meyle sollen gegenüber dem Original
den Vorteil aufweisen, dass sie separat
austauschbar sind. Das heißt, bei Verschleiß eines Gummi-Metallteils muss
nicht der gesamte Querlenker ausgetauscht werden. Um die HD-Pendelstützen für Ford Mondeo und Opel Astra
gegenüber den Originalteilen robuster
und langlebiger zu machen, wurde auch
der Kugeldurchmesser vergrößert. So
werde die Last auf einer größeren Fläche
verteilt. Zudem wurde die Verbindungsstange vergrößert, um die Tragfähigkeit
zu erhöhen und die Lebensdauer der
jr.
Stütze zu verlängern.
Halle 5.1, A10
_ Wahler in Frankfurt
Seit Jahrzehnten konzentriert sich Wahler auf das Temperatur- und Abgasmanagement von Verbrennungsmotoren.
Die Leistungssteigerung der Antriebsaggregate ist eng verbunden mit den Entwicklungen von Wahler auf den Gebieten
der Temperaturregelung und Abgasrückführung. Forschung und Entwicklung ist
eine der größten Abteilungen des Unternehmens, mit einem Investitionsvolumen, das nach eigener Angabe weit über
dem allgemeinen Branchendurchschnitt
liegt.
Mit einem neuem Standdesign will
sich Wahler in Frankfurt präsentieren
und eine internationale Kommunikationsplattform zum gemeinsamen Infor-
78
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Die Gustav Wahler GmbH&Co.KG will zahlreiche Besucher auf dem Messestand informieren.
Foto: Wahler
mationsaustausch schaffen. Exklusiv will
man dort auf dem Messestand neben
dem umfangreichen Thermostatprogramm das nochmals erweiterte Liefer-
programm im Bereich AbgasrückführVentile zeigen.
Halle 5.1, B44
1.200 Inspektionen jährlich.
Unzählige Ersatzteile verbaut.
4 motivierte Mechaniker.
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technik
automechanika
Hella
auf zwei
Ständen
_ Der Licht- und ElektronikSpezialist sowie Behr Hella Service
präsentieren auf der Automechanika
2008 Innovationen für Handel und
Werkstatt an zwei Standorten.
M
it dem stetigen Zuwachs
der Elektronik im Automobil steigen auch die
Anforderungen an die Mitarbeiter in den Kfz-Werkstätten. Neben der Teileverfügbarkeit
setzt man bei Hella mit einer umfangreichen Service- und Marketingstrategie
auf die technische Unterstützung für die
Werkstätten. Diesen Herausforderungen
stellt sich das Lippstädter Unternehmen
mit seiner Vertriebs- und Servicekompetenz. Eine wichtige Grundlage des Erfolgs
ist die so genannte „4+2-Strategie“: Mit
Hilfe einer der weltweit größten Handelsorganisationen für Kfz-Teile mit eigenen
Vertriebsgesellschaften in mehr als 100
Ländern der Erde versorgt Hella den KfzTeilehandel und die Werkstätten mit
Teilesortimenten in den vier Kernkompetenzbereichen Beleuchtung, Elektrik,
Elektronik und Thermo-Management.
Dem Handel stellt Hella zur Verkaufsunterstützung ein modernes Informations- und Bestellsystem, elektronischen Online-Katalog, den Hella
Aftermarket Club und TecCom zur
Verfügung. Für die Unterstützung der
Werkstätten wurde ein technischer Service geschaffen, der Informationen und
Daten übermittelt. Zudem vermitteln
Schulungen das notwendige Knowhow.
Damit kein Kunde im Regen stehen bleiben muss, wurde zusätzlich eine Hotline
eingerichtet. Und last but not least wurde bereits 1999 das Konzept „Hella Service-Partner“ ins Leben gerufen, das mit
inzwischen rund 3000 freien Werkstätten in Europa am Markt präsent ist. Hier
werden die Werkstatt-Partner in den Produktsegmenten Licht, Elektrik, Elektronik und Klima durch Schulungen sowie
technischen Service für die Herausforderungen der Zukunft fit gemacht.
80
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Hella bietet Handel und Werkstatt effektive Verkaufsunterstützung und kompetenten technischen Service.
Unterstützung der Partner
in den Kernkompetenzen
Um moderne Fahrzeuge reparieren zu
können, sind technische Daten und Diagnosetools erforderlich. Den Fehler alleine zu
lokalisieren reicht heutzutage nicht mehr.
Denn es gilt auch das passende Ersatzteil
umgehend zu finden, um die Reparatur
wirtschaftlich durchführen zu können. Als
wichtige Hilfe für freie Werkstätten bietet
Hella deshalb mit dem „Hella Data und
Diagnostic-System“ (Hella DDS) ein voll
integriertes Komplettsystem zur Diagnose von Steuergeräten an. Das Gesamtpaket kombiniert technische Kfz-Daten (Hella
DDS 100) mit einem Diagnose-Interface
(Hella DDS 200). Der Zugriff auf den HellaErsatzteilkatalog sowie die Verknüpfung
mit jedem TecDoc-basierten Teilekatalog
seit April 2008 soll es zu einem benutzerfreundlichen Komplettsystem machen.
Basis für die Entwicklung und Realisierung des Hella DDS war die Übernahme
der Anteilsmehrheit am Software-Spezialisten Tolerance A/S mit Sitz im dänischen
Viborg vor zwei Jahren. Das Unternehmen
entwickelt und vertreibt Software für Internet-basierten technischen Service sowie für
Diagnose und Reparatur von Pkw und Nutzfahrzeugen für Kfz-Werkstätten in Europa.
Gegründet 1956, beschäftigt Tolerance A/S
heute 26 Mitarbeiter. Mit Informationen
für die Diagnose von mehr als 45 Fahrzeugmarken und rund 33 500 Modellen ist das
System auf die Praxisanforderungen der
Werkstatt zugeschnitten. Dabei soll es nicht
bleiben, weil der Datenbestand kontinuierlich erweitert werden soll.
Hella DDS 100 und 200 sind aufeinander abgestimmt und ergänzen sich.
Einer der entscheidenden Vorteile ist der
einfache Wechsel zwischen Diagnose und
technischen Daten. Der Fachmann muss ein
Fahrzeug nur einmal identifizieren. Das
spart Zeit und reduziert die Fehlerquote
durch falsche Eingaben. Sollte die Werkstatt trotzdem technische Unterstützung
benötigen, helfen die Fachkräfte der Hotline. Sie geben Antworten zu Diagnose,
technischen Informationen und Produkten
oder machen Lösungsvorschläge. Darüber
hinaus bietet Hella Anwenderschulungen
für Hella DDS 100 und 200 an.
„Umfassende WerkstattKompetenz“an zwei Ständen
Mit verstärkter Präsenz sowie mit Innovationen, die sich für die Kunden auszahlen
sollen, wollen sich der Licht- und Elektronik-Spezialist Hella sowie Thermo-Management-Experte Behr Hella Service auf
der Automechanika präsentieren. Neben
dem traditionellen Standplatz in Halle 3.0,
D91 mit 900 Quadratmetern Fläche auf
Das Gesamtpaket
„Hella Data and
Diagnostic-System“
ist eine Kombination aus technischen
Kfz-Daten (Hella
DDS 100) und einem
Gerät zur Steuergeräte-Diagnose (Hella
DDS 200).
zwei Ebenen ist Hella erstmals zusätzlich
in Halle 8.0, J58 zu finden. Schwerpunkt
der Präsentation in beiden Hallen wird
das Thema „Umfassende Werkstatt-Kompetenz“ sein. Neben dem breiten Spektrum an Diagnose- und Servicegeräten
will man dort live am Fahrzeug die Fahr-
zeugdiagnose und Reparatur mit dem
Hella Daten- und Diagnose-System DDS
100/200 demonstrieren.
Darüber werden aktuelle Produkte
aus dem Produkt-Sortiment in den vier
Kompetenz-Bereichen Licht, Elektrik/Elektronik und Thermo-Management gezeigt.
Beispiele dafür sind unter anderem der
erste Voll-LED-Serienscheinwerfer für
SUVs sowie zahlreiche Front-, Innen- und
Heckleuchten bis hin zu den neuen Blaulicht-Dachbalken RTK 6-LED und RTK-QS
LED, alle ausgerüstet mit sparsamen, langlebigen und umweltfreundlichen LEDs als
Lichtquellen. Neben den Produkten steht
zusätzlich ein breites Spektrum an Services im Fokus, die dem Großhandel im Tagesgeschäft Zeit und Geld ersparen. Dies
beruht auf einer Vielzahl elektronischer
Serviceleistungen (TecCom, TecCMD, TecTDC, TecWarranty und Aftermarket Club),
umfangreicher Marketing-Unterstützung
jr.
und Logistik-Kompetenz.
400 neue Produkte
Um fast 400 Produkte für Pkw und Nkw
erweitert Behr-Hella-Service das ThermoManagement-Programm im Bereich Motorkühlung und Fahrzeugklimatisierung.
Der Schwerpunkt liegt unter anderem
auf den Produktreihen Kühlmittelkühler,
Ladeluftkühler, Klima-Kompressoren und
Klima-Kondensatoren. Einen Großteil machen Produkte für Fahrzeuge der koreanischen Automobilhersteller Hyundai, Kia
und Chevrolet/Daewoo aus, die neu ins
Programm aufgenommen wurden, das in
diesen Bereich mehr als 330 Produkte erreicht. Damit werden laut Behr-Hella-Service in den einzelnen Produktgruppen für
koreanische Fahrzeuge bis zu 85 Prozent
des Teilebedarfs in Westeuropa abgedeckt.
Außerdem wurde das Portfolio der VisteonProdukte um über 20 Neuheiten erweitert.
Seine Werkstatt-Kompetenz will BehrHella-Service auch durch das umfang-
reiche Programm an Werkzeugen und
Servicegeräten für das Thermo-Management unterstreichen. Neu hinzu kommt
das Desinfektionsgerät EVIDIS, das live auf
dem Messestand vorgeführt wird. Damit
lassen sich laut Anbieter Klima-Verdampfer, Lüftungsanlage und Fahrzeuginnenraum schnell desinfizieren und vertreiben
den unangenehmen Geruch, der mit der
Zeit durch Bakterien und Pilzbefall am
Verdampfer entstehen kann. Es wird im
Fahrzeug-Innenraum an der Steckdose des
Zigarettenanzünders angeschlossen. Dafür steht ein Kabel von knapp einem Meter Länge mit entsprechendem Stecker zur
Verfügung. Um die Desinfektion durchzuführen, wird das Gerät zunächst mit dem
Desinfektionsmittel befüllt. Bei laufendem
Motor, geschlossenen Türen und eingeschalteter Klimaanlage im Umluftbetrieb
vernebelt es das Desinfektionsmittel. Der
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Die Neuheiten sind auf einer DVD dokumentiert, die auf dem Gemeinschaftsstand mit
Hella in Halle 3.0/D91 erhältlich ist.
Foto: Behr Hella Service
Nebel wird nun aus dem Innenraum durch
die Lüftungskanäle zur Verdampferoberfläche transportiert und beseitigt Bakterien
und üblen Geruch. Nach Abschluss der Desinfektion schaltet sich EVIDIS automatisch
jr.
ab.
Halle 3.0, D91
technik
automechanika
speed/visio projiziert die Fahrzeuggeschwindigkeit auf die Windschutzscheibe.
park/vision ist eine Rückfahrkamera, die
den Bereich hinter dem Fahrzeug auf
einem Farbdisplay im Fahrzeuginnenraum
anzeigt.
guideo ist ein Kameramodul mit vier Fahrassistenzfunktionen.
Fotos: Valeo
Für mehr Spaß am Fahren
_ Sechs Innovationen von Valeo zum Nachrüsten sollen Spaß,
Komfort und Sicherheit beim Autofahren steigern.
A
ls leuchtende Idee bezeichnet
der französische Kfz-Zulieferer
sein automatisches Beleuchtungssystem light/on&off, das
die Scheinwerfer einschaltet,
sobald das Licht zu schwach wird (zum
Beispiel im Tunnel) und sie wieder ausschaltet, wenn wieder ausreichend Licht
vorhanden ist. Das soll dem Fahrer einmal
gute Sicht garantieren und die Möglichkeit, rechtzeitig gesehen zu werden.
Desweiteren soll sich beep&park/
keeper, ein neuer Parkassistent mit Ultraschallsensoren vorne und hinten, als
Schutzengel für das Fahrzeug darstellen.
Es ist mit einem Warnton gegen Parkrempler ausgestattet, um den Fahrer
vor ungeschickten Parkmanövern anderer Autofahrer zu schützen. Dank dieser
Anti-Stoß-Funktion kann er laut Hersteller sein geparktes Fahrzeug unbesorgt
verlassen. Eine Warneinrichtung ertönt,
wenn andere Fahrzeuge dem eigenen zu
nahe kommen.
82
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Das Risiko von Einparkunfällen soll
zudem mit der neuen Rückfahrkamera
park/vision gemindert werden, die den
Bereich hinter dem Fahrzeug auf einem
Farbdisplay im Fahrzeuginnenraum anzeigt. Dadurch kann das Risiko von Unfällen mit Fußgängern beim Rückwärtsfahren oder beim Ausparken vermieden
sowie schnelleres und einfacheres Einparken erreicht werden. Dieser Rückfahrassistent sei besonders dann sinnvoll,
wenn man zu einer bestehenden Einparkhilfe eine Kamerafunktion hinzufügen
möchte oder nur eine optische Anzeige
und keinen Einbau einer vollständigen
Einparkhilfe benötige, heißt es bei Valeo.
Das Kameramodul guideo mit seinen
vier Fahrassistenzfunktionen soll den Fahrer zum eigenen Copiloten machen, heißt
es beim Hersteller. Die Funktion Lane Alert, der Spurhalteassistent, warnt beim
Überqueren der weißen Linie. Als zweites
soll die Funktion Optilane bei einer längeren Abweichung von der ursprünglichen
Richtung warnen. Die Funktion Video Box
filmt die Straße bei potenziellen Unfallsituationen, und die Funktion Beep&Watch
warnt bei Staus oder an Ampeln bei jeder
Bewegung vor dem Fahrzeug.
Last but not least gilt der Blick des
Fahrers immer der Fahrbahn. Deshalb
projiziert speed/visio die Fahrzeuggeschwindigkeit in Sichthöhe des Fahrers
unmittelbar auf die Windschutzscheibe
und erzeugt ein Warnsignal, wenn das
Fahrzeug die vorprogrammierte Geschwindigkeit überschreitet. Der Fahrer
kann sich laut Hersteller voll und ganz
auf die Straße konzentrieren, seine Reaktionsfähigkeit wird erhöht und die
Warnsignale erinnern ihn daran, unter
der vorprogrammierten Geschwindigkeit zu bleiben. Von den hier genannten
Produkten wird Valeo voraussichtlich
beep&park/vision, park/vision, guideo
jr.
und speed/visio ausstellen.
Halle 3, A11
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technik
automechanika
Funkenflug bei NGK
Zündkerzen, Glühkerzen, Sensoren sowie
technische Neuentwicklungen zeigt NGK
in Frankfurt. Außerdem will man dort am
Rande der Automechanika einen bedeutenden OE-Erfolg mit einem großen europäischen Autohersteller bekannt geben.
Zudem werde die tragende Rolle im Diesel-Segment durch den Erfolg des D-Power-Glühkerzen-Sortiments für den europäischen Aftermarket geprägt. Deshalb soll
auch die Realisierung eines wichtigen Meilensteins für das weltweite OE-Geschäft
mit Glühkerzen bekannt gegeben werden.
Als nach eigener Angabe größter Hersteller von Lambdasonden beliefert NGK
unter dem Markennamen NTK annähernd alle Automobilhersteller mit Lambdasonden für die Serienproduktion. Das
Unternehmen will in Frankfurt die erste
Anwendung für eine neue Generation
von Breitband-Lambdasonden auf dem
europäischen Fahrzeugmarkt öffentlich
machen.
Für Werkstatt-Kunden wird auf dem
Stand in diesem Jahr wieder die so genannte „Dangke Lounge” eingerichtet.
Sie wurde auf der Automechanika 2006
erstmals ins Leben gerufen und erhielt ein
positives Feedback. Ihr Angebot richtet
sich an Teilnehmer des Dangke-BonusProgramms für die freie Werkstatt. Die
Teilnehmer sammeln mit jeder Einzelverpackung von Zündkerzen, Glühkerzen und
Lambdasonden Punkte, die sie gegen attraktive Produkte tauschen können. Seit
seiner Einführung im Jahr 2004 erfreue
sich diese Aktion zunehmender Beliebtjr.
heit, so die Unternehmensaussage.
Halle 3.0, B51
Auch dieses Mal wird NGK Spark Plug Europe
auf der Automechanika vertreten sein und
Zündkerzen, Glühkerzen sowie Sensoren ausFoto: NGK
stellen. Volles Programm
In Frankfurt will Denso erstmalig sein Konzept für Servicereparaturen vorstellen und
Reparaturarbeiten bei verschiedensten
Motorproblemen durchführen. Zudem soll
über das stetig expandierende Angebot
von Produkten für den Aftermarket wie
Zündkerzen, Glühkerzen, Wischerblätter,
Bauteile für Klimaanlagen, Anlasser und
Generatoren, Bauteile für die Dieseleinspritzung und Lambdasonden informiert
werden. Nach eigenen Angaben investiert
Denso jährlich 8,5 Prozent seiner globalen Erträge in den Bereich Forschung und
Entwicklung. Dieses Engagement hat das
Unternehmen nach eigenen Angaben in
die Lage versetzt, bei Entwicklungen, wie
die erste Zündkerze mit Iridiumelektrode
oder bei mit hohen Drücken arbeitenden
Common-Rail-Dieseleinspritzsystemen,
bei Injektoren mit Piezoaktoren, in der
keramischen Glühkerzentechnologie, in
der dem Einspritzzyklus Rechnung tragenden A/C-Technologie und bei der mit
einem Durchmesser von 0,4 Millimeter
weltweit feinsten Masse-Mittelelektrode für Zündkerzen führend zu sein. Dazu
meint Ingo Fydrich, Vertriebsmanager
bei Denso Aftermarket Sales Deutschland: „Denso liefert Komponenten und
Systeme der Originalausrüstung an alle
führenden Fahrzeughersteller der Welt
und ist seit mehr als 30 Jahren in Europa
präsent. Heute sind wir auch in Europa ein
wichtiger Hersteller, der den Aftermarket
beliefert. Unser Ansatz beim Konzipieren
und Bereitstellen von Programmen für
Der Unternehmensbereich Aftermarket Sales
der Denso Europe B.V. will seine OE-Kompetenz unter Beweis stellen und Reparaturen an
A/C-Systemen demonstrieren.
Foto: Denso
Austauschteile, die der OE-Spezifikation
entsprechen, gilt als einmalig, und wir beabsichtigen, dies auf der Automechanika
auf unserem Messestand in Halle 3, F51
jr.
klar unter Beweis zu stellen.”
Halle 3, F51
AVA sorgt für die richtige Kühlung
Auf der Automechanika will AVA Deutschland aus Berlin sich erstmalig als deutsche
Niederlassung der AVA-Gruppe präsentieren. Bisher erfolgte der Vertrieb für
Deutschland über die Haugg-Kühlerfabrik
in Aachen. AVA Deutschland entstand
nach der Übernahme der Firma Richter
Export GmbH im Frühjahr 2008. Neu ist
auch das neue Corporate Design, das am
Stand erstmalig zu sehen sein wird. Publikumsmagnet am Messestand wird der
modernste BMW M3-Fahrsimulator sein,
verspricht man dort. Zudem gibt es eine
neue AVA Produktlinie „Lüfter“, die dort
ausgestellt wird. Auch der Katalog wird
zur Automechanika zu haben sein.
84
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Insgesamt umfasst das neue Segment bislang 500 verschiedene Teile.
Für die Zukunft sei vorgesehen, das Sortiment weiter an den Markt anzupassen, wenn neue Automodelle auf den
Markt kommen. Alle Teile sind in OEQualität gefertigt. Darauf legt man dort
Wert. Zudem vertreibt AVA komplette
Lüftereinheiten für die Motorkühlung,
bestehend aus Lüfterhaube, Lüfterrad
und Elektromotor. Die Lüftereinheiten
in Originalqualität sind in das Sortiment
integriert. Weitere Produktneuheiten
bei AVA Deutschland sind neben dem
Lüftersortiment auch Viskokupplungen
für Pkw der Marke Auradia sowie ein
AVA Deutschland wird zur Messe auch einen
Katalog „Servicewerkzeuge und Verbrauchsmaterialien für Kfz-Klimaanlagen“ unter der
Marke AVA herausbringen, weil dieses Sortiment europaweit angeboten werden wird.
Foto: AVA
breites Wasserpumpensortiment aus
400 Referenzen.
jr.
Halle 6.1, B46
technik
automechanika
Faszination
Autoglas
_ Im Automobildesign zeichnet sich
seit einigen Jahren ein klarer Trend zur
Steigerung des Glasanteils an der
Karosserie ab. Design, Qualität und
Sicherheit: an die Verglasung werden
hohe Anforderungen gestellt.
V
or etwa 25 Jahren betrug die
durchschnittliche
Glasoberfläche eines Autos drei Quadratmeter, heute sind es bereits
4,5 Quadratmeter. Glasflächen
vermitteln dem Insassen das Gefühl
von Freiraum. Viele Automobilhersteller
setzen
2-in-1-Panorama-Windschutzscheiben bei ihren Modellen ein, weil
diese besonders viel Licht in den Innenraum bringen. Das sind Windschutzscheiben, die fließend ins Dach übergehen, Panoramadächer oder komplexe
Heckscheiben mit immer unterschiedlicheren Formen. Neben dem Design
spielt auch der Aspekt Sicherheit eine
wichtige Rolle, wobei dem Verbundsicherheitsglas eine immer bedeutendere
Rolle zukommt.
Herkömmliche Seitenscheiben bestehen aus Einscheibensicherheitsglas. Bei
Bruch zerfällt das Glas in kleine, stumpfkantige Splitter. Verbundsicherheitsglas
hingegen besteht aus zwei Glasscheiben,
die durch eine Kunststofffolie verbunden
sind. Wenn dieses Glas zerbricht, bleiben
die Splitter an der Kunststoffzwischenschicht haften, so dass die Glasscheibe
in ihrer Struktur erhalten bleibt. Dieses
Bruchverhalten ist von der Windschutzscheibe bekannt, bei der das verbundene
Glas bereits seit Beginn der 80er-Jahre
Pflicht ist. Durch seinen speziellen Aufbau hat Verbundsicherheitsglas verschiedenste verbesserte Eigenschaften gegenüber Einscheibensicherheitsglas.
Sicherheit und Komfort durch
innovative Funktionalitäten
Studien haben ergeben, dass 66 Prozent
aller aus dem Fahrzeug geschleuderten
Unfallopfer durch die Seitenfenster he-
86
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
UV-Schutz: Seitenscheiben aus Verbundsicherheitsglas schützen sowohl die
Fahrzeuginsassen als auch die Innenraumausstattung vor schädlicher UV-Strahlung.
Fotos: Saint-Gobain Sekurit
rausgeschleudert wurden. Sie tragen eher
schwerste Verletzungen davon als jene,
die im Fahrzeug gehalten wurden. Seitenscheiben aus Verbundsicherheitsglas verringern ebenso wie Windschutzscheiben
dieses Risiko. Verbundsicherheitsglas,
eingesetzt als Rundumverglasung, ist
somit ein häufig unterschätztes Sicherheitselement im Fahrzeug, das die aktive
und passive Sicherheit unterstützt.
Neben der Sicherheit erwarten Verbraucher aber auch einen verbesserten
Komfort durch die Fahrzeugverglasung.
Die heutigen Produkte von Saint-Gobain
Sekurit sind nach deren Aussage darauf
ausgerichtet, den Aufenthalt für die Insassen im Fahrzeug so angenehm und
sicher wie möglich zu gestalten. Visueller
Komfort trägt nicht nur zum entspannten Fahren bei, sondern auch zur Sicherheit. Heizbare Scheiben ermöglichen
ein schnelles Enteisen und eine schnelle
Beschlagfreiheit der Oberflächen. Windschutzscheiben mit einer Antireflex-Beschichtung reduzieren die Reflexionen
des Armaturenbrettes bei einer gegebenen Neigung von 60 Grad um bis zu
40 Prozent. Bei Windschutzscheiben mit
einer wasserabweisenden Beschichtung
haften Wassertropfen nicht an der Glasoberfläche, stattdessen bilden sich nahezu kugelförmige Tropfen, die leicht vom
Fahrtwind weggetragen werden können.
Die Temperatur im Innenraum eines
Autos stabil zu halten, ist ein schwieriges
Unterfangen. Deshalb müssen Scheiben
für einen angenehmen thermischen
Komfort sorgen, indem sie die Sonnenenergie absorbieren oder reflektieren,
macht man bei von Saint-Gobain Sekurit
deutlich. Durch die vom Glashersteller
verwendete Art der Verglasung wird den
Insassen ein Gefühl von Privatsphäre ver-
mittelt, denn die eingefärbten Scheiben
ermöglichen nur eine eingeschränkte
Sicht von Außen in das Fahrzeuginnere.
Bei der elektrochromen Verglasung kann
der Grad des Lichteinfalls in das Fahrzeuginnere nach eigenen Wünschen selbst
bestimmt werden. Der Fahrer kann durch
einen Regler im Cockpit den Tönungsgrad
des einfallenden Lichts von vier bis 20
Prozent frei wählen.
Wiederherstellung der Sicherheit nach einer Beschädigung
Die Fahrzeugverglasung ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil, das zur Karosseriesteifigkeit des Fahrzeugs beiträgt und
die Funktion der Airbags unterstützt.
Deshalb ist bei einer Beschädigung der
Im Vergleich zu herkömmlichen Scheiben
aus Einscheibensicherheitsglas tragen Seitenscheiben aus Verbundsicherheitsglas
dazu bei, dass weniger Motor-, Roll- und
Windgeräusche in den Fahrzeuginnenraum gelangen.
Scheibe eine unverzügliche Reparatur oder ein Austausch
notwendig. Selbst winzige Löcher, Kratzer oder Risse können die komplexe Struktur der Scheibe zerstören und zu einer reduzierten Steifigkeit der Karosserie führen. Durch den
Stabilitätsverlust kann auch der Beifahrerairbag an Wirkung
verlieren. Der Steinschlag rangiert mit über 80 Prozent an der
Spitze der Schadensursachen. Ursachen sind neben höheren
Fahrgeschwindigkeiten, schlechten Straßenverhältnissen
auch der Neigungswinkel der Windschutzscheibe. Durch die
flacheren Winkel der Windschutzscheibe wird eine bessere
Windschnittigkeit erzielt. Dies wiederum hat zur Folge, dass
Steine häufiger auf die Windschutzscheibe treffen können.
Mit dem Wandel vom Funktions- zum Designelement
vollzieht sich auch ein Veränderungsprozess beim Reparaturweg bezüglich des Scheibenwechsels. Konnte man in der
Kfz-Werkstatt vor rund 30 Jahren noch mit einem dünnen
Strick die Scheibe aus dem Gummi trennen und so wieder
einbauen, geht das bei den geklebten Frontscheiben heutzutage schon ein wenig problematischer einher. Die PUR-Direkteinglasung ermöglicht auf der einen Seite den Einsatz
innovativer Technologien im modernen Karosseriebau, was
zur Gewichtseinsparung bei selbsttragenden Karosserien,
niedrigerem Kraftstoffverbrauch, höherer Steifigkeit von bis
zu 40 Prozent, optimaler Aerodynamik und Kosteneinsparung
in der Produktion beiträgt. Auf der anderen Seite führt dies zu
starken Veränderungen im Reparaturbereich und stellt hohe
Anforderungen an elektrische Leitfähigkeit (Alu-Karosserien/
Heckscheibenheizungen) sowie das Hochfrequenzverhalten
(eingebaute Antennen ) und Schubmodul (Leichtbauweise
der Karosserie) des Scheibenklebers.
Noch vor Jahren gehörten die Scheibenreparatur und der
Scheibenaustausch zu den Geschäftsbereichen, die von größtenteils kleinen oder regionalen Autoglasern sowie Autoglaserketten abgewickelt wurden. Durch die rückläufige Auslastung
im Werkstattgeschäft sehen jedoch vermehrt auch Kfz-Betriebe ihre Chance, dem Kunden ein komplettes Servicepaket
anzubieten. Gerade weil viele Fahrzeuge, die zur Reparatur in
die Werkstatt kommen, eine beschädigte Scheibe aufweisen,
bietet sich hier die Möglichkeit an, dieses Potenzial mit einem
jr.
Full-Service-Paket entsprechend auszuschöpfen.
Halle 6.2, A90
I nfos in K ü rze :
Saint-Gobain Sekurit ist nach eigener Aussage Marktführer in
Europa und stattet nahezu jedes zweite Auto mit Fahrzeugglas
aus. Saint-Gobain Autover Deutschland GmbH ist als Handelsunternehmen zuständig für die Betreuung des freien Ersatzteilmarktes. Durch die Flächendeckung von Autover mit sieben
Standorten in Deutschland kann laut Unternehmensaussagen
jeder Autoglaskunde über Nacht mit der benötigten Scheibe bedient werden. Das aktive Produktsortiment deckt mehr
als 10 000 Artikel rund um die Scheibe und das notwendige
Zubehör für Pkw, Nutzfahrzeuge und Busse ab. „Um unserem
Anspruch der Marktführerschaft gerecht zu werden, ist es uns
ein wichtiges Anliegen, dem Kunden auf der Automechanika Innovationen und Trends der Branche näher zu bringen.
So werden wir auf unserem Messestand unter anderem die
Funktionsweise eines Head-up Displays oder die Wirkung
von Aquacontrol demonstrieren“, erklärt Nicole Puschmann,
Key Account Manager bei Saint-Gobain Autover Deutschland
GmbH.
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automechanika
Pfiffige Lösungen für Motoren
_ Pünktlich zur Automechanika will die Sogefi Filter Division
neue Entwicklungen wie Lösungen zur Kraftstofferwärmung
bei der Dieselfiltration sowie eine leichte Motorölwanne aus
Polyamid-Kunststoff vorstellen.
B
ei Fahrzeugen mit Dieselmotoren kam es in der Vergangenheit häufig zu Startproblemen
oder auch zum Leistungsabfall
während des Betriebs im Winter.
Denn bei niedrigen Temperaturen verdichten sich die schweren Dieselkraftstoffpartikel. Das dadurch entstehende
Paraffin führt zu Verunreinigungen
des Kraftstoffes, die durch den Filter
zurückgehalten werden. Ohne Vorwärmeeinrichtung würde dieses Phänomen
infolge einer Filterverstopfung zwangsläufig zum Stillstand des Motors führen.
Die Weiterentwicklung der Motoren
erfordert auch eine Weiterentwicklung
der Dieselfilter. Denn mit zunehmender
Leistungsfähigkeit der Einspritzsysteme,
insbesondere der Common-Rail-Technologie, wachsen auch die Anforderungen
an die Kraftstofffiltration.
So sind neben immer leistungsfähigeren Filtermedien seit etwa zehn
Jahren auch Dieselfilter mit integrierter
Vorwärmfunktion bei Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen nicht mehr wegzudenken. Dieselheizungen sorgen dafür, dass
die Kraftstofftemperatur über dem so genannten Trübungspunkt bleibt, ab dem
sich Paraffinkristalle zu bilden beginnen.
Bei den integrierten Filterheizungen unterscheidet man drei Typen: passive Heizungen, Heizung mittels Motorkühlwasser und elektrische Heizungen. Bereits
seit den 90er-Jahren entwickelt die Sogefi Filter Division Dieselkraftstofffilter mit
integrierten elektrischen und passiven
Heizungen für die anspruchsvollen Common-Rail-Einspritzsysteme.
Passive Heizungen vermischen im
Einlassbereich des Kraftstofffilters den
heißen Dieselkraftstoff von der Einspritzpumpe mit kaltem Diesel aus dem
Tank nach einem genauen Verhältnis
durch ein thermisch gesteuertes Ventil.
Dieses System kann allerdings nur bei
Längsschnitt durch einen Dieselkraftstofffilter mit integrierter Heizeinrichtung.
Fotos: Sogefi Filter Division
Filtern eingesetzt werden, die sich nahe
am Motor befinden und wenn der Kraftstoffzufluss richtig konzipiert ist. Beim
Heizen durch Motorkühlwasser wird der
Kraftstoff durch den Motorkühlkreislauf
erwärmt.
Dieselkraftstofffilter mit
integrierter Heizeinrichtung
Kunststoffölwanne spart Gewicht. Ein Blick auf die integrierte Motorölwanne aus PolyamidKunststoff.
88
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Elektrische Dieselheizungen bieten die
höchste Flexibilität, um sie je nach Anwendung passgenau sowohl im Filter als
auch den Filter im Fahrzeug zu integrieren. Sie basieren üblicherweise auf so genannten PTC-Heizelementen und werden
durch einen Thermoschalter aktiviert. Diese Heizungen werden auf zwei gut wärmeleitende, ringförmige Kontaktplatten
montiert, die für eine optimale Wärmeübertragung auf den durchströmenden
Kraftstoff sorgen.
Gemeinsam mit Iveco hat die Sogefi
Filter Division eine neue Generation integrierter elektrischer Dieselheizungen
entwickelt und in Serie gebracht. Damit
liefert der Filterspezialist den nach eigenen Angaben kompaktesten und integriertesten Kunststoffdieselfilter für
europäische Iveco-Transporter. Die Dieselheizung basiert auf einer Elektronik,
die im Innern des Filtergehäuses montiert ist und dadurch permanent mit dem
Kraftstoff in Verbindung steht. Auf einer
Seite sorgt eine Platine aus Kupfer für die
Dieselerwärmung. Auf der anderen Seite
können weitere Funktionen wie Temperatur-, Druck- oder Wassersensoren untergebracht werden. Die äußerst kleine
Bauform und die hohe Integrationsdichte bieten den Automobilherstellern eine
weitere Möglichkeit, Bauraum, Gewicht
und Kosten einzusparen.
Kunststoffölwanne
spart Gewicht
Auf dem Gebiet des Flüssigkeitsmanagements und der Motorschmierung hat
die Sogefi Filter Division eine integrierte
Kunststoff-Ölwanne vorgestellt. Als tiefliegendstes Bauteil im Motorblock sammeln Ölwannen das zurückfließende Mo-
toröl, bevor es durch die Ölpumpe wieder
die beweglichen Motorteile erreicht. Je
nach Bauart unterscheidet man zwischen
einfachen Ölwannen mit reiner Deckelfunktion und Ölwannen, die zur Versteifung des Motor-Getriebe-Verbundes
beitragen, so genannte strukturierte Ölwannen. Den Sogefi- Ingenieuren ist es
nun gelungen, eine integrierte Ölwanne
aus Vollkunststoff zu entwickeln, die den
hohen Anforderungen an die Steifigkeit
des Moduls und den Temperaturbelastungen gerecht wird. Dank seiner hohen
Kompatibilität eignet sich das Bauteil
sowohl für Diesel- und Ottomotoren in
Reihen- oder V-Bauweise in Pkw und Lkw
gleichermaßen.
Wirtschaftliche Integration
anderer Funktionen
Durch die Verwendung thermoplastischer Kunststoffe sind Ölwannen für
die Integration vieler weiterer Funktionen hervorragend geeignet. So kann
eine integrierte Kunststoff-Ölwanne
beispielsweise auch die Hauptverbindung zum Zylinderblock, Befestigungen
für das Getriebe, das Getriebegehäuse, Ölfilter und Ölkühler, Ölabscheider,
Schwallblech und Ölsaugrohr sowie
benötigte Leitungen und Verbindungen
oder auch akustische Dämpfer aufnehmen. Diese hohe Funktionsintegration
spart Gewicht, Montagezeit und Kosten. Die Ölwanne wird aus Polyamid
6.6 unter Beigabe von 30 bis 60 Prozent
Glasfasern gefertigt. Der thermoplastische Kunststoff hält Temperaturen von
bis zu 170 Grad Celsius stand. Darüber
hinaus hat die stark gewebeverstärkte
Kunststoffverbindung hervorragende
mechanische Eigenschaften, die es erlauben, auch die Funktion strukturierter
Ölwannen – die Stabilisierung des Motorblock-Getriebe-Verbundes – zu erfüllen. Im Vergleich zu herkömmlichen
Aluminium-Ölwannen lässt sich das
Fahrzeuggewicht mit einer integrierten
Kunststoff-Ölwanne um bis zu zwei
Kilo reduzieren. Ein weiterer Vorteil des
Kunststoffs ist die um bis zu drei Dezibel gedämpfte Geräuschemission.
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
89
technik
automechanika
Auf Nummer
sicher gehen
Für den Handel gehören
Bremse, Lenkung und
Radaufhängung zu den
wichtigsten Produktprogrammen. TRW bietet
nach eigener Aussage als
Lieferant das umfassendste
Chassis-Produktprogramm
aus einer Hand.Foto: TRW
_ Sicherheit ist kein Spielplatz für Nachbauteile.
TRW weist darauf hin, dass Systemkenntnis für hohe
Qualitätsstandards entscheidend ist.
W
er an der Qualität von
Sicherheitsteilen spart,
spart am falschen Ende.
Deshalb weist TRW Automotive alle Marktteilnehmer darauf hin, dass der Verkauf und
Einbau von sicherheitsrelevanten Komponenten wie Bremsen-, Lenkungs- und
Aufhängungsteile keine Frage von Preis,
aggressivem Marketing oder gut gestalteten Labeln sein darf. Produkttests
haben gezeigt, dass Nachbauteile häufig
nur die Minimalanforderungen erfüllen
und somit ein hohes Sicherheitsrisiko für
Autofahrer, Werkstatt und Handel sind.
90
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
„Wir registrieren, dass Nachbauer
verstärkt in dieses Produktsegment drängen, ohne über entsprechende Systemkenntnisse, das Testequipment und die
Spezifikationen zu verfügen. Und das ist
heute bei den komplexen Brems- und
Fahrwerkssystemen Grundvorrausetzung
für die Herstellung von Originalmarkenersatzteilen für den Aftermarket“, sagt
Jochen Leuthold, Vertriebsleiter der TRW
Kfz-Ausrüstung GmbH. Als weiteres Problem in diesem Zusammenhang erweist
sich, dass es nicht für alle sicherheitsrelevanten Bauteile an Bremse, Lenkung und
Aufhängung EU-weite Genehmigungs-
verfahren, wie die ECE-R90 für Bremsbeläge, gibt. „TRW ist an der Entwicklung
von neuen Testspezifikationen für Ersatzteile beteiligt, denn wir wollen, dass KfzTeilehandel und -Werkstatt immer auf
der sicheren Seite stehen und zufriedene
Kunden haben“, sagt Leuthold. Bremsen, Lenkungs- und Aufhängungssysteme
seien keine stand-alone-Komponenten,
sondern das optimale Zusammenspiel
von Mechanik, Hydraulik und Elektrik sei
das Ergebnis intensiver Entwicklungsarbeit der Systemhersteller. „Nur wer das
gesamte System kennt und versteht, kann
optimal abgestimmte Komponenten für
den Ersatzteilmarkt entwickeln. Ohne
dieses Knowhow verhalten sich Nachbauteile wie Fremdkörper in diesen komplexen Systemen“, führt er weiter aus.
Ähnlich verhält es sich bei Komponenten
für die Bremse. Bremssättel, Bremsbeläge und Scheiben, Bremshydraulik, elektrische und elektronische Komponenten
bilden eine Einheit. Das TRW-Bremsenentwicklungszentrum in Koblenz arbeitet
eng mit der Zentrale für den Ersatzteilmarkt in Neuwied zusammen.
Die enge Abstimmung bezieht sich
nicht nur auf die jeweiligen Spezifikationen der Bremsenteile, sondern auch auf
die Nutzung des gesamten Testequipments. Zudem nutzen die Ingenieure
Teststrecken und auch die Hochalpenstraße am Großglockner, um die maximale Belastbarkeit von Bremsbelägen
und Bremsscheiben für den Ersatzteilmarkt zu testen. Nur wenn die Bremsen
diese Dauerbelastungstests nach den
Erstausrüstungsspezifikationen bestehen, werden sie für die Produktion frei
gegeben. So stellt man sicher, dass die
Teile ausreichend Reserven haben.
„Für Bremsbeläge gilt die EU-einheitliche Qualitäts- und Sicherheitsrichtlinie
ECE R90. Diese ist für uns aber nur eine
Minimalanforderung. Wir setzen auf
wesentlich härte Anforderungen und
die optimale Kombination aus Scheibe
und Belag“, sagt Leuthold. Bei Bremsbelägen legt TRW drei weitere Maßstäbe
an: Komfort, Umwelt und Verschleiß.
Zum Komfort zählt, dass der Belag nicht
rubbelt und quietscht. Deshalb sind alle
TRW-Beläge mit Shims ausgestattet. Bei
der Zusammensetzung des Reibmaterials verzichtet TRW auf schwermetallhaltige Rohstoffe. „Handel, Werkstatt und
letzlich auch die Endkunden profitieren
gleich in mehrfacher Weise von unseren
Originalteilen. Diese garantieren nämlich
den Werkstätten Qualität und Sicherheit
beim Einbau. Das spürt auch der Autojr.
fahrer“, macht Leuthold deutlich.
Halle 2.0, Gang C, Stand 96
EVOLUTION: DAS NEUE BATTERIE-PROGRAMM VON EXIDE
Die Batterie-Lösung für alle Fahransprüche
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In den letzten Jahren ist der Energiebedarf in manchen modernen Fahrzeugen um bis zu 300 % gestiegen. Bei der
Wahl der richtigen Batterie reicht es nicht mehr, nur die
Größe des Motors oder des Fahrzeugs zu berücksichtigen.
Aus diesem Grund hat Exide das Evolution-Programm ins
Leben gerufen. Es ist ein einzigartiges Programm, das aufgrund der Analyse von vier Leistungsanforderungen an die
Fahrzeugbatterie entwickelt wurde. Evolution hilft Ihnen, die
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technik
automechanika
Karosserie-Instandsetzung im Fokus
_ Die Schadenforscher des KTI demonstrieren auf der ZDK-Sonderschau Schweißaufgaben
und Fügetechniken.
Auf der Automechanika zeigt das KTI auf
der ZDK-Sonderschau wie die fachgerechte
Unfallinstandsetzung an modernen Karosseriestrukturen künftig zu gewährleisten ist.
Foto: KTI
Das Kraftfahrzeugtechnische Institut mit
Sitz in Lohfelden stellt in Frankfurt auf
dem Stand der ZDK-Sonderschau „Zukunft. Technik. Servicekompetenz.“ seine
Perspektiven zur modernen KarosserieInstandsetzung vor und informiert über
den Umgang mit modernen Fahrzeugkarosserien im Hinblick auf hoch- und höherfeste Stahlbleche sowie den Einsatz
neuer Werkstoffe und Fügetechniken.
Anhand von Schweißaufgaben mit hochfesten Stählen demonstrieren Experten
den Generationswechsel bei Maschinen
und Anlagen. Ein weiterer Schwerpunkt
wird das Kleben von crashrelevanten
Strukturen moderner Karosserien sein.
In modernen Fahrzeugen kommen
immer mehr hoch- und höherfeste Stähle zum Einsatz. Bei einigen Fahrzeugen
liegt deren Anteil im Strukturbereich bereits deutlich über 50 Prozent. Tendenz:
stark steigend. Gleichzeitig nimmt in
Verbünden der Trend zu einem Materialmix aus Aluminium, Magnesium und
Kunststoffen deutlich zu. Unter diesen
Voraussetzungen ist eine fachgerechte
Unfallinstandsetzung an modernen Karosseriestrukturen künftig nur dann zu
gewährleisten, wenn die Werkstätten
auf angepasste Reparaturverfahren,
Techniken, Werkzeuge sowie Reparaturanleitungen zurückgreifen können.
Für die Betriebe ist hierbei häufig
schwierig zu erkennen, welche Stahlsorten in welchem Verbund verbaut sind,
wie sie fachgerecht zu trennen und zu
fügen sind. Vor allem für freie, aber auch
für markengebundene Betriebe steigt
der Aufwand, Informationen über den
korrekten Reparaturweg einzuholen. Das
Kraftfahrzeugtechnische Institut stellt
sich der Aufgabe, Reparaturen in Hinblick
auf Wirtschaftlichkeit und Praktikabilität
zu untersuchen und die gewonnenen Erkenntnisse der Branche zur Verfügung zu
stellen. Dazu untersuchen die Experten,
welche Herstellervorgaben es gibt, wie
Kfz-Betrieben der Zugang dazu verschafft
werden kann und was bei der Umsetzung
jr.
zu beachten ist.
Die Magie von Liqui Moly
Neue und verbesserte Produkte, wie beispielsweise das Top Tec 4200, wird Liqui
Moly präsentieren. Der Ulmer Schmierstoff-Spezialist setzt auf einen unkonventionellen Automechanika-Auftritt. Im
Bereich Serviceprodukte und Reparaturhilfen bietet das Unternehmen mit Klima
Fresh eine saubere und effektive Möglichkeit zur Reinigung von Klimaanlagen.
Das Reifen-Montage-Spray und der Liquimate 2-K-Epoxykleber zählen ebenso zu
den Neuerscheinungen.
Nicht einfach Motorenöle und Additive
anbieten, sondern Wertschöpfung und
Nutzen für den Kunden, lautet das Motto.
„Die große Kunst ist es, Handel und Werkstätten eine starke, international profilierte Marke zu bieten, kombiniert mit
cleveren, umfassenden Geschäftsideen,
Konzepte und Systeme samt Service mit
quasi eingebautem Profit“, beschreibt Geschäftsführer Ernst Prost. Dabei setzt man
dort auf Individualität statt Maßnahmen
von der Stange. Servicebausteine bilden
die Basis, um gemeinsam mit dem Kunden ein individuelles Paket zusammenzu-
92
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Wie bereits 2006
will Liqui Moly
auch auf der
diesjährigen Automechanika für
Aufsehen sorgen.
Foto: Liqui Moly
stellen. „Wir nehmen Maß und schneidern
das passende Gewand“, sagt Prost. Die
Bandbreite der Maßnahmen ist enorm,
von der Lösung zur Altölentsorgung, Versorgung mit Frischöl, den Wünschen entsprechender Werbeunterstützung, wie
Tankstellen- oder Werkstattaußengestaltung, bis hin zur Entwicklung völlig neuer
Geschäftsideen.
Am Automechanika-Stand in Frankfurt wird das gesamte Leistungsspektrum des Unternehmens offeriert, aber
mehr noch verspricht Geschäftsführer
Ernst Prost: „Wir wollen Kunden und Besucher eintauchen lassen in die Magie
jr.
der Liqui Moly-Welt.“
Halle 9.1, C06
technik
automechanika
AutoCrew:
Vom Plakat bis zum Neubau
_ Kunden-Ersatzfahrzeuge, großflächige Plakatwerbung,
ein neues Fahrzeughandelsmodul und eine Lösung für den
Werkstattbau – AutoCrew hat für seine Partner ein ansehnliches Päckchen zur Automechanika geschnürt.
Unübersehbar: Von der Großflächenwerbung
kann jeder AutoCrew-Partner profitieren.
D
er neue Fiat 500 entwickelt
sich mehr und mehr zu einem
sehr
beliebten
Fahrzeug.
AutoCrew-Partner können das
kleine Fahrzeug jetzt günstig
als Kunden-Ersatzfahrzeug leasen und
damit nicht nur eine sympathische,
sondern auch wirtschaftlich attraktive
Alternative anbieten. Weiterhin bleibt
auch der Grande Punte im Leasing-Programm. Beide Fahrzeuge sind natürlich
im AutoCrew-Design und mit persönlicher Firmenwerbung gestaltet, die sich
auf Heckklappe, Motorhaube und auf
dem Dachschild findet. Angesichts der
geringen Leasingraten macht sich der
Wagen bereits nach einigen Tagen im
Monat bezahlt, danach dient er als kostenlose Werbung in der Region.
Neu im Programm des FullserviceKonzeptes ist auch die Großplakatwerbung als regionale Werbemaßnahme. Im
AutoCrew-Werbeportal stehen rund 180
000 Standorte in ganz Deutschland zur
Auswahl. Jeder Werkstattpartner kann
94
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Sympathieträger: Der Fiat 500 ist neu als
Kunden-Ersatzfahrzeug.
Fotos: AutoCrew
Nagelneu: So kann ein mit dem Modul „Werkstatttechnik“ geplanter Betrieb aussehen. Foto: T&L
aus einer Vielzahl von Motiven das passende Plakat auswählen und individualisieren. Es besteht auch die Möglichkeit,
eigene Flächen an der Wand oder auf
dem Firmengelände zu nutzen. Alternativ
dazu besteht die Möglichkeit, die freien
Flächen an den Dienstleister zu verpachten, der dort dann Werbeträger für die
Eigenwerbung des AutoCrew-Partners
und zusätzlich auch für andere Firmen
aufstellt. Der Dienstleister kümmert sich
auch darum, dass dabei kein Wettbewerber ins Spiel kommt.
Mit dem komplettierten Modul
„Fahrzeughandel“ bietet AutoCrew jetzt
eine Bezugsquelle für konfigurierbare
EU-Neufahrzeuge, gebrauchte Pkw und
leichte Nutzfahrzeuge bis dreieinhalb
Tonnen. Der Mehrmarken-Händler kann
damit seinen Kunden sofort maßgeschneiderte Angebote zu attraktiven
Konditionen unterbreiten. Zur Absicherung aller Unwägbarkeiten und aller
Kundenwünsche bietet das FullserviceKonzept unter anderem Fahrzeugga-
rantie, Gebrauchtwagen-Garantie, europaweite Mobilitätsgarantie und auch
Finanzierungsmöglichkeiten für Reparaturen, Zubehör, Räder, Reifen oder sogar
für die Umrüstung auf Gasbetrieb. Als
unterstützende Marketingmittel sind
im Portal zum Beispiel individualisierte
Anzeigenmotive, Großplakatwerbung,
Flyer oder auch komplette Aktionspakete
abrufbar.
Wer in absehbarer Zukunft seinen
Kfz-Betrieb renovieren oder komplett neu
bauen möchte, für den ist sicherlich das
Modul „Werkstatttechnik“ interessant.
AutoCrew bietet damit die Möglichkeit,
die Planung einem Dienstleister zu überlassen, der sich mit derlei Projekten auskennt und alles aus einer Hand bietet.
Das beginnt bei der Planung mit all ihren
Besonderheiten, geht über die Einrichtung und reicht sogar bis hin zur zertifizierten Schulung der Mitarbeiter, damit
die Werkstatt optimal funktioniert. tv
Halle 8, Stand F51
Alles auf einen Blick:
Der reichlich illustrierte
Motorkatalog 2008.
Unter einem Dach…
Unser europäisches
PKW-Werkstattnetz
Kein unsicherer Altteilewert, kein aufwändiges Rückgabesystem: Die vormontierten SKF-Antriebswellensätze mit Gleichlaufgelenken für den schnellen Austausch.
Fotos: SKF GmbH
Unser Konzept
für den Handel
_ SKF: Kataloge und Gelenke
Den Motorkatalog 2008 und ihre Gleichlaufgelenkwellen-Reparatursätze haben die Mitarbeiter von SKF zur Automechanika im
Gepäck.
Um die Suche zu vereinfachen, hat SKF im erstmals erschienenen Motorkatalog alle seine Motor-Reparatursätze übersichtlich
sortiert. Darin enthalten sind Spannrollen/-sätze für Synchronund Nebentriebe sowie Wasserpumpen – einschließlich aller erforderlichen Kleinteile und einer Montageanleitung. Das mehrsprachige Nachschlagwerk listet auf rund 1100 Seiten über 2700
Anwendungen für alle gängigen europäischen und asiatischen
Fahrzeuge auf. Verglichen mit den bislang gedruckten Einzelkatalogen enthält der neue Katalog über 900 zusätzliche Referenzen.
Allein die Steuerriemen-Kits decken laut Unternehmensangaben 96 Prozent der europäischen und 85 Prozent der asiatischen
Modelle ab. Die neuen Nebenantriebsriemen liefert SKF für über
600 Anwendungen. Insgesamt wuchs das Angebot an Nebentriebs-Reparatursätzen seit dem vorigen Papierkatalog auf über
1000 Anwendungen. Neu im Motorkatalog sind auch die detaillierten Beschreibungen aller Reparatursätze, die Zeichnungen der
Einbausituation am Motor sowie die Auflistung sämtlicher Einzelanwendungen. Die Inhalte sind auch im TecDoc-Informationssystem gelistet sind.
Zudem will SKF in Frankfurt auf seine GleichlaufgelenkwellenReparatursätze hinweisen, bei denen das Unternehmen auf die
Altteile-Verrechnung verzichtet. Laut Aussagen von SKF kommt diese Praxis in den Werkstätten gut an. Die SKF-Palette umfasst rund
1400 Reparatur-Kits für Antriebswellen mit Gleichlaufgelenken,
die laut Unternehmensaussagen 85 Prozent der europäischen und
60 Prozent der asiatischen Pkw, Vans, Transporter und Geländewagen abdecken. Je nach Reparaturbedarf stehen den Werkstätten
drei verschiedene Komplett-Reparatursätze für Antriebswellen
mit Gleichlaufgelenken zur Auswahl, die auch alle erforderlichen
Teile und Hilfsmittel für die fachgerechte Montage beinhalten. tv
Halle 2, Exponentia-Gemeinschaftsstand
Unser Konzept für
NKW-Werkstätten
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technik
automechanika
Der Multi-Clip deckt vier verschiedene
Toplock- und Sidelock-Schnittstellen der
weltweit bedeutendsten Fahrzeughersteller
ab.
Foto: Bosch
Innovative Lösungen
für den Reparaturmarkt
_ Auf der Automechanika wird Bosch eine ganze Reihe interessanter
Lösungen für den Reparaturmarkt zeigen. Mit dabei: Das Aerotwin-Wischblatt
mit Multi-Funktionsadapter und ein Reparaturkit für Kraftstoff-Fördermodule.
G
elenkfreie
Scheibenwischer
werden mittlerweile von allen
europäischen
Fahrzeugherstellern verwendet. Mit dem
Aerotwin-Wischblatt
von
Bosch sind die Vorteile dieser Wischertechnologie auch für ältere Fahrzeuge
nutzbar. Seine Qualitäten hat es erst
kürzlich in einem GTÜ-Vergleichstest
unter Beweis gestellt. Die Fachleute der
GTÜ hatten acht Produkte verschiedener
Hersteller miteinander verglichen. Dabei
ging Aerotwin als Testsieger hervor und
holte sich in den Testkriterien Montage,
Reinigungsleistung und Qualität jeweils
die Bewertung „sehr gut“.
Auf der Automechanika wird Bosch
einen Multifunktionsadapter für das
Aerotwin-Wischblatt vorstellen. Der so
genannte Multi-Clip deckt vier verschiedene Toplock- und Sidelock-Schnittstellen
der weltweit bedeutendsten Fahrzeug-
hersteller ab. Im Handel wird laut Bosch
damit die Komplexität der Lagerhaltung
vereinfacht. Dank vormontiertem Multiclip soll bei der Verkaufsabwicklung
zudem der Beratungsaufwand reduziert
werden. Für Endanwender und Werkstatt
sinkt das Risko, den falschen Scheibenwischer auszuwählen. Denn die Identifikation der Schnittstelle wird immer schwieriger. Selbst innerhalb einer Modellreihe,
etwa dem VW Golf V, werden Schnittstellen vom Fahrzeughersteller geändert.
Da es nur noch einen direkten Montageschritt gibt, soll die Montage deutlich erleichtert werden.
Reparaturkit für
Kraftstoff-Fördermodule
Mit den neuen Reparaturkits für Kraftstoff-Fördermodule eröffnet Bosch
außerdem den Werkstätten neue
Möglichkeiten, ihren Kunden eine zeitwertgerechte Reparatur anzubieten
und gleichzeitig die Wertschöpfung im
eigenen Haus zu steigern. Die Reparaturkits enthalten alle Verschleiß- und
die benötigten Montageteile. Nach dem
Ausbau des Kraftstoff-Fördermoduls
werden alle elektrischen und hydraulischen Anschlüsse gelöst sowie die
Benzinpumpe und der Filter vom Pumpenhalter entfernt. Anschließend wird
das Reparaturkit in das Kraftstoff-Fördermodul eingesetzt, alle elektrischen
und hydraulischen Verbindungen wieder hergestellt. Danach ist das Modul
wieder einbaubereit. Eine ausführliche
Montageanleitung liegt jedem Kit bei.
Diese Reparaturlösung steht laut Bosch
für 750 Fahrzeugmodelle zur Verfügung.
rl
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96
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Die Leistung
des Originals
Erstklassige Filter
passgenau & zuverlässig!
Als wichtiges Umweltthema stellt MannFilter den Filterwechsel
in den Mittelpunkt.
Foto: Mann+Hummel
Die Umwelt im Fokus
_ Mit moderner Filtertechnik die Ressourcen zu schonen
lautet die Messeaussage von Mann+Hummel und Mann-Filter.
F
iltermaterialien für Biokraftstoffe,
Einspareffekte bei Kraftstoffverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß
durch rechtzeitigen Filterwechsel
sowie Potenziale moderner Simulationstechniken in der Produktentwicklung – das sind die Topthemen von
Mann+Hummel und Mann-Filter auf
der Automechanika in Halle 3.0, Stand
A50 und A51. Das Ludwigsburger Unternehmen forciert nach eigener Aussage
seine Entwicklungsarbeiten für die Optimierung von Filtermedien und Komponenten für den zunehmenden Einsatz
von Biokraftstoffen. In einem speziellen
Prüflabor untersucht der Entwicklungspartner und Serienlieferant der internationalen Automobilindustrie derzeit
das Langzeitverhalten unterschiedlicher
Bioprüfkraftstoffe auf Filtermaterialien
und Komponenten wie Dichtungen und
Schläuche. Weltweit sind rund 30 unterschiedliche neue Bioprüfkraftstoffe im
Einsatz. Ebenso werden in Langzeitstudien verlässliche Prüfparameter ermittelt
und aussagekräftige Prüfkombinationen
festgelegt, lässt man dort verlautbaren.
Das gewonnene Knowhow stehe allen
Unternehmen
der
Mann+HummelGruppe weltweit zur Verfügung und bilde
die Grundlage für eine weitere Optimierung von Filtermaterialien und Komponenten in Hinblick auf die zunehmende
globale Verwendung von Biokraftstoffen,
lautet die Unternehmensaussage. Auf der
Automechanika wolle man daher über
den Stand der Entwicklungen und über
das Angebot an hochwertigen Filtern in
Erstausrüstungsqualität informieren, die
bereits heute für die gängigen Bioanteile
im Kraftstoff ausgelegt seien.
Weiteres Umweltthema
ist der Filterwechsel
Zudem wird das Thema Filterwechsel
im Mittelpunkt stehen. Eine wichtige
Maßnahme, den Leistungsverlust des
Motor eines Fahrzeuges möglichst gering zu halten, ist der rechtzeitige Filterwechsel. Wird der Luftfilter regelmäßig
gewechselt, schützt er den Luftmassensensor vor Schmutz und trägt zu einem
optimalen Luft-Kraftstoff-Gemisch bei;
außerdem verringert sich der Druckverlust im Ansaugtrakt. Vorteil: Der Kraftstoffverbrauch wird geringer, die Kohlendioxid-Emissionen gesenkt und die
Lebensdauer des Motors erhöht.
Außerdem will das Unternehmen als
weiteres zukunftsweisendes Arbeitsfeld
die Simulation vorstellen, wovon auch
die Kunden im Ersatzteilegeschäft profitieren sollen. Durch detailgetreue Darstellung von Filtrationsprozessen in 3-DFaserstrukturen sei es mittels moderner
Simulationstools erstmals gelungen,
die Leistungsfähigkeit von Filtermedien
rechnerisch zu ermitteln, lautet die Aussage. Moderne Simulationsprogramme
helfen, die Faserstruktur neuer Filtermedien ressourcensparend und zielgenau auf die Anforderungen der Kunden
auszulegen. An anderer Stelle unterstützen und beschleunigen sie die Entwicklung von hochwertigen, komplexen
Filtersystemen. Diese Vorgehensweise
helfe, Entwicklungszeiten zu verkürzen.
Zudem sollen sich durch die steigenden
Rechenleistungen von IT-Systemen
ständig neue Möglichkeiten eröffnen,
die Entwicklung neuer Produkte weiter
jr.
zu optimieren.
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technik
automechanika
Der Neue am Heck
_ Westfalia Automotive steigt in den Fahrrad­
trägermarkt ein und nutzt die Automechanika für
die offizielle Vorstellung des Portilo.
Vielen ist Westfalia-Automotive bislang
als Produzent von Anhängevorrichtungen
in der Kfz-Branche bekannt. Jetzt erweitert das Unternehmen sein Geschäftsfeld und steigt als neuer Anbieter in den
Fahrradträgermarkt ein. Unter dem Namen „Portilo“ hat das ostwestfälische
Unternehmen einen Fahrradträger für
die Anhängekupplung entwickelt, der
neue Technik- und Bedienerstandards
im Fahrradträgermarkt setzen soll. Das
besondere daran ist, der Portilo ist bei
Nichtgebrauch zusammenklappbar und
aufgrund der geringen Abmaße von 580
x 220 x 690 Millimeter (B/H/T) laut Hersteller der kompakteste Träger im Markt.
Durch sein kompaktes Design und einen
Transportbügel ist er leicht zu tragen.
Zudem lassen sich dank einer maximalen
Zuladung von 60 Kilogramm auch schwere Elektrofahrräder transportieren, verspricht der Hersteller.
Einfach und praktisch
in der Handhabung
Der neue Träger ist laut Westfalia-Automotive für alle gängigen Fahrzeugmodelle in Europa kompatibel und kann
zwei, mit einem Zusatzkitt auch drei
Fahrräder transportieren. Eine Besonderheit im Segment der Trägersysteme sei
die Justierung des Portilo auf der Anhängekupplung: Der Träger lasse sich einfach
seitlich im eingeklappten Zustand auf
dem Kugelkopf positionieren und mit geringer Hebelkraft exakt und sicher auf der
Anhängekupplung fixieren. Die schmale,
kompakte Bauweise im zusammengeklappten Zustand erleichtere zudem den
98
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Der neue Portilo von
Westfalia-Automotive will
durch kompaktes Design
und optimales Handling
überzeugen.
Fotos: Westfalia-Automotive
Anschluss an die Stromversorgung des
Pkw. Mit Hilfe des Abklappmechanismus
werde der Zugang zum Kofferraum auch
mit einem montierten Träger inklusive
Fahrräder ermöglicht. „Unsere Entwickler haben den Wunsch der Kunden nach
Komfort und Kompaktheit in einer neuen
Form umgesetzt. Wir beschreiten damit
den ersten Schritt zu einem Anbieter von
Transportsystemen“, sagt Jens Waldau,
Vorsitzender der Geschäftsführung von
Westfalia-Automotive.
Aufrüstbar zur
Multi-Carrier-Unit
Neben dem Transport von Fahrrädern ist
der Portilo durch die Befestigung einer
Transport-Box oder -Plattform auch zu einer Multi-Carrier-Unit aufrüstbar. Beide
Erweiterungen lassen sich ohne den Einsatz von Werkzeugen auf dem Fahrradträger befestigen und bieten Stauraum
für Alltagsgegenstände. Der Innenraum
der Box kann durch Schiebewände den
Anforderungen flexibel angepasst werden. Integrierte Rollen am Boden sollen
den komfortablen Transport zum Pkw
oder in die Garage ermöglichen.
jr.
Halle 3.0, 81B
I nf o s in K ü r z e
Westfalia-Automotive bietet Produkte
für den Anhängekupplungsmarkt. Neben
dem Portilo entwickelt und produziert
das Unternehmen etwa 1000 Anhängekupplungstypen für nahezu alle Fahrzeugfabrikate. Die Produktion umfasst
jährlich etwa 1,2 Millionen Anhängevorrichtungen. Zu Westfalia-Automotive
gehören neben dem Stammwerk in Wiedenbrück die französische Herstellerfirma
SIARR sowie der schwedische Hersteller
Monoflex. Die Westfalia-AutomotiveGruppe erwirtschaftete im vergangenen
Geschäftsjahr mit rund 850 Mitarbeitern
einen Umsatz von rund 150 Millionen
Euro.
FÜR DAS GUTE
IM MOTOR
.PUPSNBOCSJOHUEJFCFTUFO.PUPSFOUFJMFGS8FSLTUjUUFOVOE*OTUBOETFU[FS
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6OTFSF1SPEVLUNBSLFO
technik
automechanika
Die neue „PremiumClass Nano-LackVersiegelung“ schützt
den Lack bis zu neun
Monate. Der Abperleffekt (linke Fahrzeughälfte) verdeutlicht die
Schutzwirkung. Rechts:
Lackfläche ohne Konservierung.Foto: Sonax
Glasharte Schutzschicht für den Lack
Mit der Vorstellung der „Premium-Class
Nano-Lack-Versiegelung“ will Sonax auf
der Automechanika eine Weltpremiere
feiern. Eine innovative Hybrid-Formel
aus dem Labor des Unternehmens soll
dafür sorgen, dass der Lackschutz gegen
aggressive Umwelteinflüsse neun Monate hält. Das hochwertig ausgestattete
Lackkonservierungs-Set sei so konzipiert,
dass es ohne Profi-Kenntnisse und Hilfsmittel von Jedermann eingesetzt werden
kann, verspricht der Hersteller.
Für den Werkstatt-Profi steht unter
anderem die Premiere der neuen SonaxProfessional-Serie auf dem Messeprogramm. Mit insgesamt zwölf Produkten
deckt das Neuburger Unternehmen damit weitgehend die typischen Werkstatt-
Einsatzbereiche bei Montagearbeiten,
Reinigung, Schmierung und Wartung
der Fahrzeugtechnik ab. Weitere Produktinnovationen für die professionelle
Fahrzeugaufwertung und das Autowaschgeschäft sollen die Schwerpunkte
jr.
in Frankfurt abrunden.
Halle 9.1, D06
Alles für die schnelle Lackreparatur
Mit Highlights aus dem SprayMax-Bereich will die Peter Kwasny Unternehmensgruppe die Besucher beeindrucken.
Foto: Kwasny
Die Peter Kwasny Unternehmensgruppe ist nach eigener Aussage Innovations- und Technologieführer im Bereich Lackspraydosen und verfügt über
eine eigene Produktion von Aerosolen,
Lackstiften,
Lackiervorbereitungsmaterialien und Kunststoffteilen. Die Vermarktung der Produkte erfolgt weltweit. Auf der Automechanika 2008 will
die Unternehmensgruppe ihre Innovationen präsentieren. Das sind einmal das
100
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
SprayMax-LackRepair-System für Kleinschadenreparaturen. Dieses komplette,
in sich abgestimmte Lackiersystem,
steht für hochwertige Reparaturlackierungen im Kleinschadenbereich (SpotRepair) und bis zu 50 Prozent Prozesskosteneinsparungen gegenüber einer
Lackierpistolenapplikation.
Das System ist laut Anbieter ein von
den führenden Automobil- und Lackherstellern anerkanntes und gefördertes
System, das aus drei Modulbausteinen
plus Zubehör besteht. Das sind LackRepair-Koffer, LackRepair-FillClean und
LackRepair-Mini-Mischsystem. Die Technologie vereint mehrere patentierte Innovationen in sich und stellt im Bereich
der Lackspraytechnik den höchsten Stand
des derzeit Machbaren dar, heißt es aus
dem Unternehmen.
Außerdem stehen die neuen Farbtöne 2008 beim Auto-K-Spray-Set im
Fokus. Diese Auto-Originalfarbtöne aus
der Lackspraydose seien ideal für eine
einfache, schnelle und kostengünstige
Lackausbesserung am Auto, verspricht
der Hersteller. Das Sortiment wurde um
neue, trendgerechte Auto-Originalfarbtöne erweitert, teilt man bei Kwasny mit.
Die Marke Auto-K umfasst alle Produkte
für die Reparatur von Lackschäden am
Auto, von der Lackiervorbereitung bis
hin zur Decklackierung im Originalfarbton, sowie Lackstifte für die ganz kleinen
jr.
Lackreparaturen.
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JEDEN DIE PERFEKTE POWER.
Einerlei, ob vier Ringe, ein Stern oder eine springende Raubkatze Ihren Kühler
kompromisslosem Qualitätsdenken und einer kompletten Produktlinie ist VARTA
Erstausrüster praktisch aller führenden Marken. Damit das so bleibt, erfüllen
wir einen klaren Auftrag: das Beste immer weiter zu verbessern. Jüngstes
Ergebnis ist die neue PowerFrame-Technologie für ein deutliches Plus an Leistung.
Eine VARTA ist Ihr starker Partner unterwegs, der für Sie immer eines ist:
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zieren – unter der Haube befindet sich mit Sicherheit eine VARTA. Denn mit
technik
automechanika
Wir denken weiter
_ Werbas zeigt das komplette Werkstattmanagement vom Kleinwagen
bis zum Nutzfahrzeug und einiges mehr.
„Unsere Softwarelösungen erfüllen keinen
Selbstzweck, sondern sollen die Arbeit in den
Werkstätten unterstützen und erleichtern“, macht
Werbas-Vorstand Harald Pfau deutlich,
B
ei der Werbas AG stehen die Aktivitäten seit August 2007, nach
der Übernahme durch Harald
Pfau als alleiniger Eigentümer,
ganz im Zeichen auf die Rückbesinnung auf den Service- und Werkstattbereich und auch auf ein vorausschauendes Konzept, das sich an den
Bedürfnissen der Anwender ausrichtet.
In der Zukunft werde es nicht ausreichen, den Kunden nur Softwarelösungen
zu präsentieren. Gefordert seien ganzheitliche Systemlösungen für die sich in
den Werkstätten stellenden Aufgaben,
meint Pfau. Darauf will das Softwareunternehmen auch seinen Auftritt im
Rahmen der Automechanika ausrichten.
In Halle 9.1, Stand E 32 soll deutlich
werden, dass vernetzte Lösungskonzepte
den Weg in die Zukunft weisen.
Dabei soll eine Softwarelösung im
Mittelpunkt stehen, die auf modernste
Entwicklungsplattformen
(Microsoft.
Net) aufsetzt und sich damit in alle modernen EDV-Landschaften einbinden
lässt. Durch unterschiedliche Ausprägungen werde den unterschiedlichen
Anforderungen der verschiedenen Bereiche Rechnung getragen, verspricht der
Softwarehersteller. So stehe für Nutzfahrzeugwerkstätten ebenso eine eigene
Softwarelösung zur Verfügung wie für
den Fahrzeughandelsbereich. Modular
und vielseitig will sich das Unternehmen
nicht nur bei der inhaltlichen Ausprägung der Systeme zeigen. Auch bei den
technischen Möglichkeiten sollen die
Anwender auf unterschiedliche Lösungskonzepte zugreifen können. Eine lokale
Installation sei ebenso realisierbar wie
die Einbindung in eine Filialstruktur oder
die Nutzung als ASP-Lösung (ApplicationService-Providing). Zudem könne jeder
Arbeitsplatz auf die individuellen Anfor-
102
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
derungen des Mitarbeiters konfiguriert
werden.
Kooperationen im
Interesse der Kunden
Vor kurzem konnte eine Kooperation mit
dem ebenfalls auf die Automobilbranche
spezialisierten Softwareunternehmen
HRF vereinbart werden. „Unsere Aufgabe
ist es, unseren Kunden die bestmöglichen
Lösungen anzubieten, die wir aber nicht
alle selbst programmiert haben müssen“, macht Pfau seine Philosophie deutlich. Was man schon bei der Kundenbindungssoftware Werbas CRM zusammen
mit einem Partner mit Erfolg umgesetzt
habe, wird nun auf andere Bereiche ausgeweitet. Deshalb wurden im Vorfeld der
Automechanika die Werkstattplanung
WPS, das Provisionsabwicklungsmodul
PRV sowie die Miet- und Ersatzwagenverwaltung MEV von HRF in die WerbasWelt integriert.
Zusätzlich will man über das Dokumenten-Management-System Werbas
Find-it! sowie neu geschaffene Module
informieren, die je nach Konfiguration zu
einer individuell passenden Softwarelösung ausgebaut werden können. Zu den
ergänzbaren Modulen zählt das Zeitmanagement ebenso wie ein Modul für den
Fahrzeughandel. Andere Erweiterungen
ermöglichen die Mehrfilial-, die Mehrfirmen- sowie die Mehrmarkenfähigkeit. Statistische Auswertungen können
ebenso ergänzt werden wie verschiedene Markenfunktionalitäten für zahlreiche Pkw- und Nutzfahrzeugmarken.
Weitere Module sind Rückrufaktionen,
Werkstattvernetzung, Kassenfunktionalitäten, Gruppierungen, Fremdaufträge,
typenbezogene Arbeitswerte und Arbeitsgänge als „Best of Positionen“. Neu
ist auch Werbas RAS, das Reifen-Auskunft-System. Zusammen mit einem
Partnerunternehmen wurde es für die
Preiskalkulation von Fahrzeugreifen und
dem entsprechenden Zubehör angelegt.
Dabei stehen viele herstellerbezogene
Kalkulationsschemen zur Verfügung. In
Ergänzung zu Werbas bietet RAS zudem
eine komfortable Reifensuchfunktion
und ermöglicht auch die Verwaltung von
Reifen, den Auftragsbeständen und dem
jr.
gesamten Reifenlager.
Schutz vor Plagiaten
_ TecCom präsentiert vier Lösungen
auf der Automechanika.
Die TecCom GmbH präsentiert in Frankfurt vier Lösungen für den Markenschutz
und zur Prozessoptimierung im freien
Kfz-Ersatzteilemarkt: TecIdentify, TecCMD, TecTDC und TecOrder. Das aktuelle
Produktprogramm ist bei TecCom in Halle 5_6.1, Stand A 10, zu sehen.
Für die Überprüfung der Echtheit von
Automobilteilen weltweit wurde die Lösung TecIdentify entwickelt. TecCom und
der europäische Dachverband der Automobil-Zuliefererindustrie (CLEPA) arbeiten im Kampf gegen Produktpiraterie und
für einen besseren Markenschutz zusammen. Die Lösung TecIdentify ermöglicht
es, Autoteile, die mit dem CLEPA-Sicherheitscode markiert sind, auf Echtheit zu
überprüfen. Die Nutzer können die Codes
per Scanner ins System einspeisen oder
per Handykamera übertragen. TecCMD
steigert die Qualität von Preis-, Artikelund Logistikdaten und garantiert die
einfache und schnelle Abwicklung der
Schutz vor Plagiaten: Der Sicherheitscode
gibt Aufschluss über die Echtheit von Ersatzteilen. Foto: TecCom
Prozesse zwischen Industrie und Großhandel. TecCMD steht für „Collaborative
Managed Data“ und gewährleistet allen
Teilnehmern durch Nutzung einer gemeinsamen Datenbasis den Zugriff auf
aktuelle, komplette und korrekte Daten.
TecTDC, das „Trusted Document Center“ von TecCom, unterstützt die Anwender bei der elektronischen Rechnungsstellung und beim Rechnungsempfang.
Rechnungen als Pdf oder in sonstigen
Formaten werden gesetzeskonform signiert, wodurch ein uneingeschränkter
Vorsteuerabzug sichergestellt wird. TecTDC lässt sich problemlos in vorhandene
Kundenlösungen integrieren, optimiert
den rechtssicheren Rechnungsversand
und automatisiert Rechnungseingang
und -verarbeitung.
TecOrder ist laut eigenen Angaben
die wichtigste Lösung zur elektronischen
Auftragsabwicklung im freien Autoersatzteilmarkt. Über die Handelsplattform sind 200 Marken erreichbar. Über
11 000 Händler tätigen monatlich mehr
als sieben Millionen Transaktionen. tv
So sehen Sieger aus.
Automechanika
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
103
technik
automechanika
Alle Prozesse im Blick
_ Auf der Automechanika will die Automotive Solution Center AG deutlich machen,
mit welchen erweiterten Leistungen sie dem Anwender beim Sparen helfen kann.
Screenshot aus der neuen Auftragsdisposition.
Fotos: ASC AG
W
er EDV-Lösungen für Autohäuser und Werkstätten
schafft, kann sich nicht
nur auf die reine Softwareentwicklung beschränken.
Es sind die kompletten Prozesse, die ins
Blickfeld rücken und für Verkaufs- und
Werkstattprofis in IT-Systeme umgesetzt
werden müssen. Dieses Verständnis setzt
man bei der Automotive Solution Center
AG seit Jahren erfolgreich um. Grundlage für die Realisierung von Effizienzpotentialen ist für die Geschäftsleitung
Christoph Reichert und Udo Herrmann
die Softwarelösung C/A/R/E, die schon
bei über 1000 Betrieben im Einsatz ist.
„Auf diese Lösung aufbauend bieten
wir unseren Kunden die Möglichkeit, die
eigenen Stärken zu nutzen, sich gegenüber dem Wettbewerb zu differenzieren
und sich damit optimal aufzustellen.“
Kundenbeziehung
als Aktivposten
Bei C/A/R/E spielt die ganzheitliche Betreuung der Kunden eine zentrale Rolle.
Mit dem integrierten Modul Kundenkontakt sei die Verwaltung und Nutzung der
vorhandenen Kundendaten mit ihren
Ansprechpartnern und Adressen ein Kinderspiel, lautet die Firmenaussage. Die
einzelnen Kundenkontakte werden dabei
104
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Zukunftsweisende Themen werden die Diskussionen und Vorführungen am Messestand der ASC AG in Frankfurt bestimmen.
detailliert festgehalten, Folgeaktionen
eingetragen und alle wichtigen Informationen an andere Personen weitergeleitet.
Das gesamte Wissen über die Kunden und
ihre Erwartungen steht somit allen Mitarbeitern zur Verfügung. Bei Beratungsgesprächen und Telefonkontakten kann so,
unabhängig vom Gesprächspartner, ein
kompetenter Eindruck vermittelt werden.
Mit dem Modul Adresspflege kann die
Qualität des eigenen Adressbestandes
gepflegt und der Aktualisierungsprozess
einmalig als Service oder regelmäßig auf
dem eigenen Server durchgeführt werden. Die Prüfungsvarianten sind modular
aufgebaut. Die Möglichkeiten reichen von
der Prüfung der postalischen Richtigkeit
und gemeldete Umzüge, bis hin zur Dubletten- und Telefonnummernkontrolle.
In der Werkstatt ist vorausschauende Planung der Werkstatttermine gefragt. Mithilfe der integrierten Auftragsdisposition
kann die Auslastung aller Werkstatt-Komponenten am Bildschirm abgelesen und
gesteuert werden.
Das integrierte Modul Zeitwirtschaft
dient zur Übersicht sowie Reduzierung
von Verwaltungstätigkeiten. Zusätzlich
ist es auch ein Mittel zur Personalführung. Alle Kommen- und Gehen-Zeiten
sowie Urlaube, Fehlzeiten, Überstunden
und die individuelle Arbeitsleistung sind
immer im Blick. Mittels einer Magnet-
oder Strichcodekarte erfassen die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit selbst und können
diese auch auswerten. Die Auswirkungen
von Anpassungen zu überwachen, mögliche Entwicklungen durchzurechnen,
die Planerreichung zu verfolgen – dabei
wird der Anwender durch den Navigator
unterstützt. Dieser ermöglicht die zeitnahe Abfrage unterschiedlichster Kennzahlen.
Konzentration auf
Kernkompetenzen
Die erforderliche IT-Infrastruktur im Autohaus wird immer komplexer, ebenso
die Betreuung und der Unterhalt. Trotzdem muss diese Technik störungsfrei
jederzeit bereitstehen. Bereits seit dem
Jahr 2000 widmet sich die ASC AG deshalb als Pionier dem Thema Application
Service Providing (ASP), also der zur Verfügungstellung erforderlicher Anwendungen und Funktionen über Netzwerke.
Das rasante Wachstum dieser Dienstleistung hat im Juli 2007 zur Gründung der
ASC InfoLog im Bereich Datensicherung
geführt. Auf Stromausfälle und andere
Störungen sind Rechenzentren professionell vorbereitet, Werkstätten und Autojr.
häuser für gewöhnlich nicht.
Halle 9.1, E48
Fahrzeugsitze
individuell konfigurieren
Zum Abschluss jeder Konfiguration wird beim Verkaufsgespräch im Autohaus mithilfe des Sitzkonfigurators ein
Konfigurationscode erstellt und dem Kunden am Bildschirm
Foto: Hero Hesse GmbH
der Endpreis angezeigt.
Für viele Autobesitzer spielt die Gestaltung ihres
Autos eine wichtige Rolle. Davon können auch Werkstätten und Autohäuser profitieren und sich zusätzliche Geschäftsfelder erschließen, wie etwa durch die
Aufwertung von Neu-, Lagerwagen und Gebrauchtfahrzeugen durch hochwertige und zugleich preisgünstige Lederausstattungen. Seit 30 Jahren ist hier
die Hero Hesse GmbH aktiv. Schon seit vielen Jahren
arbeitet man dort beim Vertrieb von individuellen
Lederausstattungen eng mit Fahrzeughändlern und
Herstellern zusammen. Das Unternehmen hat einen
eigenen Sitzkonfigurator entwickelt und stellt ihn
Autohäusern sowie Werkstätten digital zur Verfügung. Gegen eine geringe zweistellige Jahresgebühr,
die bei entsprechenden Umsätzen zurückerstattet
wird, kann die Lizenz für die Flash-Anwendung mit
integrierter Datenbank erworben und in die eigene IT-Landschaft eingebunden werden. Somit steht
vor Ort ein modernes Tool zur Verfügung, mit dem
Fahrzeugsitze und Türverkleidungen nach den individuellen Wünschen der Kunden gestaltet werden. Dabei lassen sich nicht nur unterschiedliche Lederarten
berücksichtigen, sondern auch Sitze mit verschiedenen Farbkombinationen anlegen. Hierbei können
verschiedene Felder pro Sitz individuell gestaltet
werden. Zudem besteht die Möglichkeit, Ziernähte,
Steppungen und Perforationen beim persönlichen
Design auszuwählen, hinzuzufügen oder wieder zu
löschen. Die jeweiligen Änderungen werden immer
sofort im Sitzkonfigurator angezeigt. Teil des Systems ist eine umfassende Datenbank, in die bereits
zahlreiche Fahrzeugmodelle von insgesamt 33 Herstellern eingepflegt wurden und die kontinuierlich
ausgebaut wird. Die Palette der Hersteller reicht
dabei von Audi bis Volkswagen sowie auch alle bekannten Importeure. Auf dem Stand der Werbas AG
in Halle 9.1, Stand E 32, will die Hero Hesse GmbH die
jr.
moderne Softwarelösung vorstellen.
technik
automechanika
Waschanlage für alle Fälle
_ Kärcher erweitert die Waschanlagenreihe CB-Line um die individuell konfigurierbare
Portalwaschanlage CB Flex.
D
er Reinigungsspezialist Kärcher
erweitert seine Waschanlagenreihe. Das jüngste Modell der
so genannten CB-Line heißt CB
Flex. Betreiber können das neue
Waschportal flexibel aus dem umfangreichen Ausstattungsangebot bestücken. Damit soll sie sich für den Einsatz
in Autohäusern, Kfz-Werkstätten, Tankstellen, Waschzentren, bei Fuhrparks,
Hotels und Supermärkten eignen.
Individuelle Konfiguration
Die individuelle Konfiguration ist dank einer neuen Prozessorgeneration und eines
neuen Wasser- und Hochdruckverteilers
möglich, so Kärcher. Aus einer Vielzahl
von Optionen – etwa Hochdruckvorwäsche, Intensivreinigung, Heißwachs oder
Langzeitkonservierung mit dem neuen
Pflegemittel „Kärcher Polish Plus“ – kann
beliebig kombiniert werden. Die Zusammenstellung der Waschprogramme kann
jederzeit speziell auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt werden. Entsprechend
anpassen kann der Betreiber auch die
Waschgeschwindigkeit. Das sei von Vorteil, wenn beispielsweise an der Tankstelle
am Wochenende der Fahrzeugdurchsatz
erhöht werden soll. Für Autohäuser hat
Kärcher ein spezielles Waschprogramm
Die neue Portalwaschanalge CB
Flex lässt sich
flexibel an die
Bedürfnisse des
Betreibers anpassen.
Foto: Kärcher
entworfen. Dabei wird in weniger als vier
Minuten ein Fahrzeug gewaschen, gespült
und zweimal getrocknet.
Die Betriebszeiten der CB Flex können programmiert werden. Somit ist ein
manuelles An- und Abschalten der Anlage nicht mehr notwendig. Alle wichtigen
Kennzahlen und Maschinendaten sind
laut Anbieter übersichtlich im Betreibermenü einsehbar.
Weniger Wartungsarbeiten
Die Technik der CB-Line soll einfach, robust und zuverlässig gestaltet sein. Die
verschleißarmen Antriebe, Lager und
Führungen sorgen dem Anbieter zu Folge
für hohe Standzeiten. Wartungsarbeiten
sollen sich damit auf ein Minimum re-
duzieren. Alle Stahlteile sind feuerverzinkt und mit einer Pulverbeschichtung
geschützt. Türen, Verkleidungen, Führungsschienen und alle Komponenten,
die ständig mit Wasser und Reinigungsmittel in Berührung kommen, seien aus
besonders hochwertigem Kunststoff
oder Edelstahl gefertigt. Die Fahr- und
Hubmotoren werden frequenzgesteuert
angetrieben, die Regelung erfolgt elektronisch. Dadurch lasse sich das Fahrzeug
konturgenau erfassen und der bestmögliche Anpressdruck der Bürsten über die
gesamte Oberfläche halten. Das Ergebnis
sei ein ruhiger und sanfter Waschablauf,
so der schwäbische Reinigungsgeräterl
hersteller.
Freigelände Süd-West, C17
Werbung für das Waschgeschäft
Produktangebote und Expertentipps
sind ab sofort im neuen WashTec-Werbemittel-Katalog erhältlich. Das überarbeitete und erweiterte Sortiment an
praxiserprobten sowie kosteneffizienten Werbemitteln dient allen unabhängigen Betreibern von Waschgeschäften als professionelle Unterstützung in
Sachen Standortmarketing. Wie kann
man seinen Waschanlagenstandort
einladend und aufmerksamkeitsstark
gestalten? Wie kurbelt man den Verkauf
von Autowäschen effektiv an? Welche
Maßnahmen sind zur Gewinnung und
Bindung von Waschkunden besonders
geeignet? Die passenden Antworten auf
diese wichtigen Fragen hält der neue 40
Seiten starke Werbemittel-Katalog des
106
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Augsburger Waschanlagenherstellers
bereit.
„Teilweise sind es ganz einfache und
nahe liegende Maßnahmen, die das
Waschgeschäft spürbar vorantreiben.
Weithin sichtbare Plakate, Banner und
Fahnen gehören ebenso dazu wie leicht
verständliche Schilder zur Kundenführung oder ein simples Bonussystem. Natürlich sind neben der Standortgestaltung auch regelmäßige Werbeaktionen
für den Erfolg unverzichtbar. Wir freuen
uns, Betreibern von Autowaschanlagen
mit dem neuen Werbemittel-Katalog
Impulse zu geben, Produkte anzubieten
und mit Tipps und Tricks beratend zur
Seite stehen zu können“, macht WashTec
Werbeleiter Thomas Roth deutlich. jr.
Betreiber von Autowaschanlagen können
den kostenlosen Katalog per E-Mail mit
vollständiger Anschrift und dem Stichwort
„Werbemittel-Katalog“ unter washtec@
washtec.de bestellen. Alternativ steht der
Katalog auch als pdf-Datei zum kostenlosen Download im Internet unter www.
washtec.de zur Verfügung. Foto: WashTec
Fahrradtransport in
Premiumqualität.
chanika
autome Stand C11
Halle 4.0
Istobal ist auf dem
Freigelände anzutreffen.
Foto: Istobal
Alles für die stufenweise Wäsche
Das spanische Unternehmen Istobal
S.A., Hersteller von Fahrzeugwaschanlagen, will zur Automechanika mit einer Ausstellungsfläche von mehr als
700 Quadratmetern zahlreiche Neuigkeiten präsentieren. Die Produktpalette
umfasst Pkw-Portalwaschanlagen und
-Waschstrassen, SB-Waschplätze, Nutzfahrzeugwaschanlagen,
SB-Zahlungsund Bedienungssysteme, Stahlbauten,
Wasseraufbereitungsanlagen und ein
breites Ergänzungsprogramm. Die für
Kfz-Betriebe in Frage kommenden Portalwaschanlagen sind mit hochwertigen
Antriebseinheiten und Steuerungselementen ausgestattet und verfügen über
einen feuerverzinkten, verwindungssteifen Profilstahlrahmen, verspricht der
Hersteller. Alle Waschwalzen können
sowohl mit herkömmlichem PE-Bürsten
als auch mit besonders lackschonendem
Material aus reinem Textil oder auch SoftKunststoff bestückt werden und erhöhen
dadurch den Glanz des Lackes. Auf dem
Messestand sollen folgende Neuheiten
gezeigt werden: Waschstraßenreihe mit
integriertem Stahlbau, DurchfahrtsNutzfahrzeugwaschanlage, ContainerSystem für SB-Waschplätze, Touchlessjr.
Waschanlage aus der Plus-Reihe.
Freigelände F, Gang SW, C21
Wieder eine Innovation mehr
Strada
Strada – für hohen
Anspruch an Design
und Komfort.
0 Kraftaufwand - durch neuen Auszug
1 Meter - kompaktes neues Design
10 Sekunden - schnelle Montage
12 Kilo - Leichtgewicht
100 Prozent - Beladekomfort
Die Neuheiten der Otto
Christ AG können auf
dem Freigelände SW,
Stand C09 besichtigt
werden.
Foto: Christ
Als wichtigste internationale Leitmesse
der Carwash-Branche bezeichnet man bei
der Otto Christ AG die Automechanika.
Unter dem Motto „Christ – kann jede Anforderung aus dem Bereich der Fahrzeugwäsche erfüllen“ stellt das Unternehmen
dort sein vollständiges Produktprogramm
aus. Im Bereich der Portalwaschanlagensysteme werden die Modelle Centus, Varius und Genius vorgestellt und
als Messe-Highlight die neu entwickelte
Portalwaschanlage Quantus. Um mehr
Kapazität bei gleichem Platzbedarf zu erreichen, wurde die Waschkapazität einer
Doppelportalanlage erfolgreich auf eine
Einzelportalanlage übertragen. Auf der
20 Meter langen Waschstraße, die voll
funktionsfähig ist, kann auch die aktuelle
Waschstraßen-Hybridtechnik besichtigt
werden. Für den Bereich der Nutzfahrzeugwäsche wird die neue entwickelte
Lkw/Bus-Waschanlage Magnum präsentiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf
dem neu gestalteten SB-Waschplatzsystem. Auch die Unternehmensbereiche
Christ Xpress, also Werbemittel und Zubehörteile sowie Autowasch- und Pflegeprodukte, ergänzen das Produktprogramm.jr.
Mehr Infos unter: 0751/76 04-0 oder www.atera.de
technik
automechanika
Modulares Bauen für die Kfz-Branche
Die Mannheimer Graeff Container&
Hallenbau GmbH zeigt auf der Automechanika eine Palette von Baulösungen
von der Produktionshalle für Fahrzeughersteller und Zulieferer über das architektonisch anspruchsvolle Autohaus bis
zum repräsentativen, preisgünstigen
Verkaufspavillon für den Kfz-Handel. Verkaufspavillons für den Kfz-Handel müssen nicht von der Stange kommen, heißt
es bei Graeff. Mit einer Vielzahl gestalterischer Besonderheiten könne man dort
zu vertretbaren Kosten Beratungs- und
Verkaufsräume liefern, die sich als äußere Visitenkarte sehen lassen können.
Auch für Kfz-Werkstätten und Reifenfachbetriebe habe man in jeder Hinsicht
passende, funktionale Bauten, heißt es
dort. Das Mannheimer Unternehmen
kann auf eine lange Referenzliste verweisen, wie Werkhallen für Hersteller und
Schon auf der Reifenmesse
Essen sorgte das Mannheimer
Unternehmen für Aufsehen mit
dem Aufbau einer Reifenhalle
mit mehreren Arbeitsplätzen, in
der unter realen Bedingungen
der Betrieb einer Werkstatt
gezeigt werden konnte.
Foto: Graeff
Zulieferer, Autohäuser mit modernster
Energieversorgung, Werkstatt- und Serviceräume für Kfz-Werkstätten sowie Pavillons für den Autohandel. Aktuell wurde
eine Tank-Service-Station mit Waschstraße, Werkstätte, Reifenlager und Kundenbereich einschließlich Bistro fertig
gestellt. Als weiteres Vorzeigeobjekt weisen die Mannheimer das in Mittelbaden
ansässige Autohaus Rummel aus, das ein
neues Service- und Verkaufsgebäude in
Betrieb genommen hat. Über die architektonischen Ansprüche hinaus galt es
laut Vorgabe der Verantwortlichen, das
Gebäude mit alternativen Energiequellen
auszustatten. Eine Wärmepumpe sorgt
dort für die Klimatisierung des Komplexes. Solarzellen auf dem Dach sorgen
für einen Beitrag zur Stromversorgung
mit entsprechenden Kostenvorteilen. jr.
Systembau auf der Überholspur
_ Modern, architektonisch anspruchsvoll, schnell realisiert,
schlüsselfertig – OECON präsentiert das modulare Autohaus.
Auf dem knapp 100 Quadratmeter großen
Messestand will OECON einen modernen
Systembau als Beispiel für ein modernes,
aus einzelnen Raummodulen zusammengesetztes, mobiles Autohaus zeigen. Modern, einladend, großzügig und dennoch
funktional soll dort alles sein. Mit Partnern
aus dem Bereich Werkstattausrüstung und
einem zur Verfügung gestellten Automobil
als Interieur will man die Funktionalität
und Wandelbarkeit der Räume veranschaulichen und den Besuchern Einblicke
und Ideen zur Gestaltung moderner Verkaufsgebäude und Werkstätten geben.
Mit großzügigen Glasfronten sowie
unterschiedlichen
Außenverkleidungsmöglichkeiten soll das repräsentative
Gebäude überzeugen. Dabei sollen Sechseck- Module der Produktreihe Avant
kombiniert mit der Qualitätslinie Variant
durch einzigartige Kompatibilität der Produkte, schnelle Montage und Fertigstellung eines modernen und architektonisch
anspruchsvollen Autohauses nach Kundenwunsch den Fachbesucher überzeugen, teilt man dort mit. Beide Produkte
seien umbauflexibel und schnell auf- beziehungsweise abgebaut, verspricht der
Hersteller. So können einzelne Bereiche
noch im Nachhinein verändert, vergrößert
oder wieder verkleinert werden. Als Systembaupartner bietet das Unternehmen
darüber hinaus auch Möglichkeiten für
Miete, Leasing oder Finanzierung indivi-
Auf dem Freigelände F10 K.46 will OECON ein modulares Autohaus präsentieren.
Foto: Schwed
dueller Projekte sowie ein breites Dienstleistungsspektrum an.
jr.
Freigelände F10, K.46
Modulare Reifenlager
Auf der Automechanika wird Hacobau aus
Hameln erstmals sein neues modulares
Reifenlagersystem präsentieren. Auf dem
Freigelände können Besucher sich auf 100
Quadratmetern Standfläche über die modularen Reifencontainer und Reifenlagerhallen informieren.
Die modularen Reifenlagersysteme
sind laut Anbieter in Länge, Breite und
Höhe variabel und passen sich somit dem
individuellen Platzbedarf an. Als Gesamtpaket liefert Hacobau nach eigener Aussage die Reifencontainer sowie Hallen
mit passender Regalausstattung, so dass
108
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
unmittelbar nach dem Aufbau die Reifen
eingelagert werden können. Laut Hacobau soll die Amortisationszeit nicht einmal zwei Jahre betragen, denn durch die
zusätzliche Kundenbindung könne man
von einer Amortisation vom ersten Tag an
sprechen. Neben den Reifenlagermöglichkeiten präsentiert das Unternehmen eine
modular isolierte Halle, die Verwendung
als Direktannahme, Prüfstation, Reifenwechselhalle oder kleine Werkstatt findet.
Mit über 200 Referenzen im Kfz-Bereich
können sich Interessenten auch in ihrer
Nähe jederzeit ein Objekt vor Ort anschau-
Die Reifenlagersysteme können nicht nur
gekauft, sondern auch geleast werden.
Foto: Hacobau
en und sich bei den Händlerkollegen über
die Produkt- und Abwicklungsqualität
überzeugen, verspricht der Hersteller. jr.
Freigelände F10, M26
Parti Motore: guidavalvole,
sedivalvole, piattelli registro valMotorenteile: Ventilführungen, Ventilsitze,
vole, punterie idrauliche.
Ventileinstellscheiben, Hydrostoessel.
Engine Parts: valve guides, valve
seats, valve shims, hydraulic lifters. Piezas para motores: guías de
válvulas, asientos de válvulas, plaquita
de ajuste de válvulas, taques hidráulicos.
Pièce
Scheibenbremsbeläge
moteur: guides de soupapes,
sièges,
pas
tilles de réglage soupapes,
poussoirs hydrauliques.
Mo torenv en
teile: ventilführungen,
Bremsscheiben
b
Bremsenund Kupplungsteile:
tilsitze,
ventileinstellscheiben,
hydrostoessel.
Pompe
Radzylinder, Hauptzylinder, Bremskraftregler,Vormontierte
kit, Bremstrommeln,
Nehmerzylinder
und Geberzylinder.
Pompes
à eau
acqua. Water Pumps. Bombas
de agua.
Wasserpumpen. Parti
Freno e Frizione: pasti
glie freno, dischi
freno, cilindretti freno
pompe
freno, correttori d
frenata, rapid kit
t a m - buri
Wir möchten Ihre Wasserpumpen
freno,
Aufmerksamkeit
cilinauf uns lenken !dri frizione e
pompe frizione.
Brake and Clutch Parts: brake Getriebe:
pads, brake discs, wheel cylinders, Gleichlaufgelenke und antriebswellen.
master cylinders,
3 regulating valve,
/(3pressure
master and
premounted kit, brake
5+*clutch
:;(drums,
slave cylinders. Piezas para frenos y embragues: pastillas
de freno, discos de freno, cilindros de freno, bombas de
freno, correcto
res de frenado, kit premontados, tambores de freno, cilindros principale
Metelli S.p.A. via bonotto, 3/5 25033 Cologne (BS) Tel 030705711 metellispa@metellispa.it www.metellispa.it
technik
automechanika
_ Filterlose Abwasserreinigung
Mit der neuen Abscheider-Baureihe
System H-Supra präsentiert Inowa im
Rahmen der Automechanika eine weitere Abscheidergeneration, die für die
aktuelle Marktanforderung entwickelt
wurde. Sie soll es dem Unternehem ermöglichen, für jeden Einsatzzweck die
passende Abscheidertechnologie anbieten zu können.
Die H-Supra-Baureihe arbeitet filterlos und verfügt über eine wartungsfreie
Koaleszenzeinrichtung. Der geforderte
Ablaufwert nach EN 858 wird laut Anbieter durch eine hydrodynamische Koaleszenzwirkung auf Basis physikalischer
Gesetze erreicht. Die mindestens halbjährliche Filterwartung entfällt komplett.
Die filterlose Abscheidertechnologie soll
somit Garant für eine gleichbleibende
maximale Reinigungsleistung sein. Das
Verschlammen von Koaleszenzfiltern,
Zusetzen durch Biokraftstoff oder biologischem Bewuchs sei bei dieser Abscheiderbaureihe nicht möglich. Ein weiterer
entscheidender Vorteil soll die direkt in
Die Abscheider-Baureihe System
H-Supra von Inowa verfügt über
eine integrierte Probenahmestelle.
Foto: Inowa
das Kompaktsystem integrierte Probenahmestelle gemäß Normvorschriften
sein. Die Installation eines separaten
Probenahmeschachts könne damit entfallen, so der Anbieter.
Auch bei Anwendungsbereichen, in
denen eine Abscheideranlage zwar nicht
gesetzlich zwingend vorgeschrieben ist,
aber aus Gründen der Betriebssicherheit
anzuraten ist, soll die neue Abscheiderreihe entscheidende Vorteile bringen. So
sei beispielsweise der Betrieb einer Autowaschanlage mit einer entsprechenden
Kreislaufführung für das Waschwasser
auch ohne den Einsatz eines Mineralölabscheiders möglich. Allerdings ist schon
alleine aus Sicherheitsgründen der Einsatz eines Abscheiders anzuraten, um
zum Beispiel bei erhöhtem Salzgehalt
auch mit Frischwasser den Waschbetrieb
aufrecht erhalten zu können. Mit den
modularen Abscheider- und Beckensystemen von Inowa liege der wirtschaftliche Aufwand für diese Betriebssicherheit deutlich unter den üblichen Kosten
rl
für einen Mineralölabscheider.
Halle 10.0, C28
_ Elektronisch laden
und schweißen
Batterieservice- und Schweißgeräte
„Made in France“ für Kfz-Betriebe bilden
den Schwerpunkt im Herstellungsprogramm des mittelständischen französischen Werkstattausrüsters GYS. Nach
eigenen Angaben stellt das Unternehmen mit hoher Fertigungstiefe elektronisch geregelte Batterieladegeräte, Startbooster sowie Inverter-Schweißgeräte
und Plasma-Schneider am Firmensitz in
Saint-Berthevin (Westfrankreich) her.
In Deutschland hat seit Frühling 2006
die in Aachen ansässige Vertriebs- und
Serviceniederlassung GYS GmbH (www.
gys-schweissen.com) den Vertrieb des
Produktportfolios inne.
Pünktlich zur Automechanika meldet
GYS die Serienreife eines neuen Ladegeräts, mit dem sich nahezu alle Arten
von sechs-, zwölf- und 24-Volt-Kfz-Batterien von 35 bis 350 Amperestunden
(Ah) laden lassen sollen und das gleichzeitig auch für Traktionsbatterien von
Flurförderfahrzeugen von 35 bis 180 Ah
110
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Familienzuwachs:
Das mikroprozessorgesteuerte
Ladegerät Batium
25-24 ergänzt ab
sofort das Batterieservice-Programm des
französischen Herstellers
GYS.
Foto: GYS
geeignet ist. Damit empfehle sich das
Batium 25-24 insbesondere auch für den
gemischten Fuhrpark von Spediteuren
und Fuhrparkbesitzern, heißt es in der
Produktinformation.
Mit dem mikroprozessorgesteuerten
Modell Batium 25-24 ergänzt GYS die
bestehende Batium-Serie, die seit Jahren
über den automotiven Fach- und Großhandel auch in Deutschland vertrieben
wird. Produktinformationen zufolge arbeitet das Gerät mit batterieschonenden
WUoU- beziehungsweise WUIo-Ladekennlinien und verfügt überdies über
eine integrierte „SOS-Recovery Funktion“
für tief entladene und teilsulfatierte Batterien.
Auch die Allround-Ladegeräte bekommen mit dem neuen GYSTECH 7000
zur Messe „Familienzuwachs“. Das automatische 12-/24-Volt-Gerät wird als
„größerer Bruder“ des GYSTECH 3800
gehandelt, welches für das Laden und
die Laderhaltung von Batterien in Aufsitzmähern, Motorrädern und kleineren
kk
Fahrzeugen konzipiert wurde.
Halle 8.0, D06
Der Klimaservicespezialist
_ Komprimiertes Zahnriemen-Knowhow
Viele Fahrzeughersteller haben in der Vergangenheit ihre Intervalle zum Zahnriemenwechsel drastisch verkürzt. Um die
Fahrzeuge korrekt warten zu können – und
vor allem um Schadensersatzansprüche
zu vermeiden – benötigt der Werkstattfachmann unbedingt aktuelle Informationen. Das Zahnriemenhandbuch des
Datenspezialisten Autodata ist daher bei
freien wie (Fremd-) Marken-Werkstätten
ein beliebtes Hilfsmittel.
Seit kurzem ist die Ausgabe 2008 erhältlich. Laut Autodata beinhaltet das
1150 Seiten starke Werk alle Benzin- und
Dieselfahrzeuge der Baujahre 1998 bis
2008 und liefert dem Anwender darüber
hinaus in komprimierter und praxisgerechter Form das nötige ZahnriemenKnowhow inklusive einer Hilfestellung bei
der Fehlersuche.
Zum Inhalt gehören unter anderem
Angaben zu Wechselintervallen, zum
Prüfen, Einstellen und Austauschen sowie zu den Anzugsdrehmomenten. Auch
Grafiken zum Riemenverlauf und den
Steuerzeiten-Markierungen haben die
Datenexperten eingepflegt. Darüber hinaus geben sie Hinweise auf eventuelle
Motorschäden bei einem Zahnriemenriss. Zudem findet der Fachmann Abbildungen zu allen relevanten Anbauteilen
Ecotechnics ist seit über einem Jahrzehnt einer der führenden
Hersteller von Klimaservicegeräten. Die herausragenden
Produktentwicklungen des Jahres sind die Klimaservicegeräte
ECK 2500-N8 und ECK 3000-N8. Dies sind die ersten
europäischen Klimaservicegeräte, die die strengen Standards
der SAE J-2788 erfüllen.
Riemen-Bibel: Die aktuelle Ausgabe des
Zahnriemenbuches von Autodata enthält alle
wichtigen Angaben für Benziner und Diesel
von 1998 bis 2008.
Foto: Autodata
wie Kurbelwellenscheibe, Spannrolle und
Wasserpumpe sowie den dazugehörigen
Spezialwerkzeugen.
Über das gesamte Fachbuch-Angebot von Autodata kann sich der Kfz-Profi
auf der Automechanika informieren: Am
Stand von Autodata sowie am Stand des
langjährigen deutschen Distributors Fust,
kk
Wever & Co in der Galleria.
Klimaservicegerät
ECK 2500-N8
Halle 8.0, M44
Halle GAL.0, A09
_ Hilfe für Karosseriebauer und Lackierer
VOC-konforme Füller und Klarlacke
sind neu im Carsystem-Programm.
Foto: Vosschemie
Vosschemie stellt auf der Automechanika
mit der Marke Carsystem zahlreiche Produkte für die Karosserieinstandsetzung
und Fahrzeuglackierung vor. Das Portfolio reicht von Folienschleifpapier für den
Finishbereich über Ausblaspistolen und
Microfasertücher bis hin zu Staubbindetücher speziell für den Wasserbasislackbereich und neue Polymer-Kleber und
Abdichtmassen. Neu im Programm sind
VOC-konforme Füller und Klarlacke. Eigenen Angaben zu Folge setzt das Unternehmen auf Innovationen und Qualitätsbewusstsein. Ein gutes Beispiel hierfür
sei der patentierte Speedmixer, mit dem
der Carsystem-Polyesterspachtel immer
im richtigen Mischungsverhältnis blarl
senfrei gemischt wird. Halle 9.2, C81
Klimaservicegerät
ECK 3000-N8
Im Vertrieb der
CarCon GmbH - Ihr Partner
in Fragen Werkstattausrüstung
CarCon GmbH · Fuchsweg 10 · D-15236 Frankfurt (Oder)
Telefon: 0335 / 6101691 · Telefax: 0335 / 6101690
E-Mail: info@car-con.org
technik
automechanika
_ Wirtschaftliches Lackieren
Lutro zeigt auf der Automechanika Anlagentechnik für hohe Durchsatzgeschwindigkeiten und wirtschaftliche
Verarbeitung von wasserlöslichen und
UV-Lacksystemen. So sei die Lackieranlage Super 50 mit vielen sinnvollen Neuerungen versehen, die eine effiziente
Verarbeitung zukunftsorientierter Lacksysteme ermöglichen sollen. Zur schnellen
Lacktrocknung sei die Lackieranlage mit
der patentierten Großflächenfilterdecke
ausgestattet. Für neue Lacktechnologien
bietet Lutro bedarfsgerechte Lösungen
für die beschleunigte Luft-, Infrarot- beziehungsweise UV-Trocknung an.
Lackieranlagen von
Lutro versprechen ein
schnelles und wirtschaftliches Verarbeiten
von Wasserbasis- und
UV-Lacken. Foto: Lutro
Um den Energieverbrauch zu senken,
sind die Lutro-Lackieranlagen mit frequenzgeregelten Motoren ausgestattet.
Mit der serienmäßigen Anschlussmöglichkeit für den Teleservice hat der Kunde
laut Anbieter die Sicherheit, sich bei Be-
darf rund um die Uhr unter Zuschaltung
eines Telefonmodems direkt mit der Kundendienstzentrale im Werk verbinden zu
rl
lassen. Halle 9.0, B83
_ Schlagkräftiges Leichtgewicht
Im Vorfeld der Automechanika hat Hazet sein Druckluftwerkzeug-Programm
um einen neuen pneumatischen Schlagschrauber der „Ultraleicht-Klasse“ erweitert. Mit 1210 Gramm ist das Modell
9012 UL tatsächlich das Leichtgewicht
im Angebot des Remscheider Werkzeugspezialisten. Aufgrund seines speziellen
Kunstoff-Gehäuses soll der neue Schlagschrauber wesentlich leichter sein als
vergleichbare Geräte mit Aluminium-Gehäuse.
Doch das geringe Gewicht soll der
Leistung des handlichen Geräts keinen
Abbruch tun: Mit Hilfe eines Hochleistungs-Doppelschlagwerks generiert der
kompakte Schrauber Produktinformationen zufolge ein maximales Lösemoment von 493 Newtonmeter (Nm), das
maximale Anzugsmoment gibt Hazet
mit 461 Nm an. Der mehrstufige Rechtsund Linkslauf schafft Drehzahlen von
maximal 10 000 in der Minute.
Laut Hazet ist das Gerät trotz seines
Leichtbaus aufgrund des robusten Kunststoffs „extrem haltbar“ und soll überdies
um bis zu 15 Dezibel leiser arbeiten als
herkömmliche Geräte. Niedrige Vibrationswerte sollen zudem bei häufigem
Einsatz die Gelenke und die Muskulatur
des Anwenders schonen. Die Antriebsluft
wird komfortabel durch den kälteisolierten Handgriff nach unten abgeführt, der
empfohlene Betriebsdruck beträgt 6,3
bar.
Auf der Automechanika zeigt der
Werkzeugspezialist außerdem sein um-
Leicht und stark:
Der neue Schlagschrauber
9012 UL wiegt gerade mal
1210 Gramm und soll dennoch ein Lösemoment von
493 Nm zustande bringen.
Foto: Hazet
fangreiches Pneumatik-Programm, das
gerade um vier neue Produkte erweitert
wurde. Ab sofort sind das Reifenfüll- und
Messgerät 9041-1, die Fettpresse 90421, die Kombi-Spritzpistole 9042-4 für Unterbodenschutz und Hohlraumkonservierungen sowie der Ausblasstift 9040-5
mit drei Meter Schlauch im autorisierten
kk
Fachhandel erhältlich. Halle 8.0, D96
_ Automatisch Reifen füllen
Mit der Reifenfüllstation TI-Digital bietet
Dürr Technik ein bedienerfreundliches
und platzsparendes Gerät für Werkstätten und Tankstellen. Die elektronisch gesteuerte Einheit korrigiert den gewählten
Reifenluftdruck automatisch, nachdem
der Anwender zuvor per Knopfdruck den
gewünschten Luftdruck am Display der
Station eingestellt hat. Ein Signalton meldet, wenn der gewählte Sollwert erreicht
ist. Während des Füllens zeigt die Station
den aktuellen Soll-/Ist-Wert auf dem Display an.
Der integrierte Kompressor der Füllstation ist Produktinformationen zufolge
nicht nur öl- und wartungsfrei, sondern
auch dauerlauffest und leistungsstark. Die
Einheit lässt sich damit unabhängig von
einem Druckluftnetz betreiben, lediglich
112
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
ein 230-Volt-Stromanschluß ist notwendig.
Der maximale Fülldruck der TI-Digital liegt
bei zehn bar, wobei Dürr die Füllgenauigkeit mit plus/minus fünf Prozent angibt.
Der Anschlussschlauch ist serienmäßig
acht Meter lang, zudem bietet der Hersteller eine Schlauchspirale mit Tankstellenstecker sowie mit Hebel- oder Momentstecknippel an. Zudem ist das Reifenfüllgerät in
unterschiedlichen Ausführungen und mit
umfangreichem Zubehör erhältlich.
Das wetterfeste Gerät lässt sich im Innen- wie auch Außenbetrieb verwenden,
das beleuchtete Display und die beleuchteten Taster sollen ein korrektes Befüllen
selbst bei widrigen Sichtverhältnissen sikk
cherstellen. Halle 10.0, A27
Immer den
korrekten Druck:
Mit der elektronisch gesteuerten
Reifenfüllstation
TI-Digital bietet
Dürr Technik ein
bedienerfreundliches und platzsparendes Gerät.
Die TI-Digital
korrigiert den gewählten Fülldruck
automatisch.
Foto: Dürr
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technik
werkstattpraxis
Messen statt Raten
_ Die meisten Störungen am Ottomotor lassen sich mit dem
kombinierten Einsatz moderner Messtechnik sicher finden.
amz hat mit Unterstützung des Prüftechnikspezialisten Bosch
ein „Grundsatzprogramm“ aufgestellt.
D
ie Fehlersuche am Benzinmotor
scheint immer komplizierter
zu werden: Mehr Sensoren,
Aktoren und Regelsysteme, leistungsfähigere Elektronik, vernetzte Fahrzeugsysteme und verbaute
Motorräume stellen den Kfz-Fachmann
vor immer neue Herausforderungen.
Nicht selten stehen Profis bei Kundenbeanstandungen vor einem nicht erklärbaren Problem. Die Lösung wird leider
oft noch im probeweisen Austausch
diverser Bauteile gesucht. Doch das ist
der denkbar schlechteste und teuerste
Weg, Fahrzeuge zu reparieren.
Grundsätze der Fehlersuche
Trotz aller Komplexität hat sich am Arbeitsprinzip des Ottomotors seit seiner
Erfindung nichts geändert: Ein KraftstoffLuftgemisch wird im Zylinder verdichtet
und kurz vor dem oberen Totpunkt gezündet. Die schlagartig erwärmte Luft
dehnt sich aus und drückt den Kolben
nach unten. Die Elektronik rund um den
Ottomotor hat lediglich die Aufgabe, den
Verbrennungsprozess so zu beeinflussen
und zu steuern, dass die maximale Leis-
114
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
tung bei minimalem Kraftstoffverbrauch
und ebensolchen Emissionen erzielt werden kann.
Hält man sich diesen Grundsatz vor
Augen, ist rasch zu erkennen, dass sich
auch am Prinzip der Fehlersuche am Ottomotor wenig geändert hat. Bei Kundenbeanstandungen gilt es immer zu klären, ob
der Motor all das bekommt, was er zum
Laufen braucht: gute Kompression, ungehinderter Gaswechsel, korrekte Kraftstoffdosierung und einen kräftigen Zündfunken im richtigen Augenblick. Um das
prüfen zu können, benötigt der Fachmann
ein Diagnosegerät für die Kommunikation
mit dem Steuergerät, ein Multimeter, ein
Oszilloskop mit Motortestfunktionen, einen Viergas-Abgastester und technische
Literatur aus der Aufbau, Funktionsweise
und Besonderheiten der Motorsteuerung
sowie Sollwerte und Schaltpläne zu entnehmen sind.
Wege zum Ziel
Bei Beanstandungen rund um den Ottomotor ist der erste Diagnoseschritt – übrigens wie bei allen elektronisch gesteuerten Systemen – die Kommunikation mit
Das Prüfen des Sekundärsignals gibt Auskunft
über den Zustand der Hochspannung führenden Bauteile und die Verbrennungsabläufe im
Zylinder. Fotos: Linzing
dem Steuergerät. Ideal ist natürlich der
Zugang über die herstellerspezifischen
Diagnoseprotokolle. Hat man aber kein
Diagnosegerät, das diese unterstützt,
kommt man auch mit der EOBD und
einem einfachen Scantool schon recht
weit. Im Fehlerspeicher hinterlegte Fehler bieten bereits einen guten Hinweis
auf einen möglichen Fehlerpfad.
In der Praxis wird leider immer wieder der Fehler gemacht, dass von einem
Fehlerspeichereintrag auf ein defektes
Bauteil geschlossen wird. Nach dem Austausch desselben kommt dann die große
Enttäuschung, wenn der Fehler immer
noch nicht beseitigt ist. Deshalb muss
jeder Fehlerspeichereintrag auf Plausibilität geprüft werden. Hierbei sind folgende Fragen zu klären:
• Kann der Fehlerspeichereintrag durch
Über- oder Unterspannung hervorgerufen sein?
• Können externe Einflüsse wie zum
Beispiel Falschluft oder verengte Ansaug- beziehungsweise Abgaswege zum
Fehlerspeichereintrag geführt haben?
• Kann der Fehlerspeichereintrag durch
ein anderes Bauteil des Systems (Folgefehler) verursacht worden sein?
• Kann der Fehlerspeichereintrag durch
den Einfluss anderer Fahrzeugsysteme
hervorgerufen sein?
• Sind die Signalübertragungswege
physikalisch intakt (Unterbrechung,
Kurz-, Plus- oder Masseschluss)?
Um diese Fragen zu beantworten,
muss der Fachmann je nach Fehlerbild
entscheiden, welche Prüfmittel er ein-
Der erste Schritt bei der Diagnose ist das
Auslesen des Fehlerspeichers. Abgelegte Fehler
müssen vor dem Austausch von Bauteilen
messtechnisch auf Plausibilität geprüft werden.
setzt. Die reichen von der einfachen
Sichtprüfung und Dichtheitskontrolle der
Ansaug- und Abgaswege über das Auswerten der Istwerte, Stellgliedtests und
testerspezifische Prüfroutinen bis hin
zum Analysieren der Abgaszusammensetzung und dem Einsatz des Multimeters
und Oszilloskops zum Messen elektrischer
Größen und Aufzeichnen der unterschiedlichsten Sensor- und Ansteuersignale.
Nicht selten steht der Kfz-Profi aber vor
dem Problem, dass trotz zu geringer
Leistung, zu hohem Kraftstoffverbrauch
oder unrundem Motorlauf kein Eintrag
im Fehlerspeicher zu finden ist. In einem
solchen Fall gilt es, logisch vorzugehen,
und alle Punkte zu checken, die der Motor zum Laufen braucht.
Als erstes ist die Motormechanik zu
prüfen – sprich, ob die Kompression an
allen Zylindern stimmt. Das lässt sich mit
einem klassischen Kompressionsdruckschreiber erledigen. Aber angesichts stark
verbauter Motorräume und schlechter
Zugänglichkeit an die Zündkerzen gibt
es mittlerweile viel elegantere und vor
allem demontagefreie Möglichkeiten,
die Kompression dynamisch zu prüfen.
Zum einen kann das über eine spezielle
Prüffunktion der KTS-Diagnosegeräte
geschehen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Motorsteuergerät
diese Funktion unterstützt. Hierbei unterdrückt die Diagnosesoftware der KTSTester das Anspringen des Motors während des Startvorgangs und vergleicht die
Drehzahlen der einzelnen Zylinder. Gibt
es einen oder mehrere Ausreißer nach
oben, deutet das auf eine schlechte Kom-
Die dynamische Kompressionsprüfung spart
beim Prüfen der Motormechanik viel Zeit.
Mit dem Messen des Abgasgegendrucks lässt
sich ermitteln, ob das Abgassystem frei ist.
Logisch vorgehen
technik
werkstattpraxis
Der Lambdasonden-Adapter lässt sich vielseitig
einsetzen, beispielsweise zum Messen des
Abgasstaudrucks oder der Abgaswerte vor dem
Katalysator.
Praktisch: Das Prüfen des Kraftstoffdrucks
mit dem Motortester ermöglicht die grafische
Darstellung des Druckverlaufs auch über eine
längere Zeit.
Die meisten Fahrzeugmodelle verfügen zum
Prüfen des Kraftstoffdrucks über einen genormten Anschluss.
pression an den jeweiligen Zylindern hin.
Zum anderen lässt sich die Kompression
bei allen Motoren dynamisch über die
Starterstromaufnahme mit Hilfe eines
Motortesters schnell und einfach ermitteln. Hierzu muss der Anwender lediglich
eine Strommesszange mit geeignetem
Messbereich an die Plus- oder Masseleitung der Batterie anschließen und mit
einer entsprechenden Maßnahme (zum
Beispiel Abziehen der Sicherung für die
Kraftstoffpumpe) verhindern, dass der
Motor anspringt. Danach wird der Motor für die vom Tester vorgegebene Zeit
gestartet. Anschließend analysiert der
Tester die Starterstromaufnahme der
einzelnen Zylinder. Eine geringe Stromaufnahme bedeutet eine niedrige Kompression. Die Tester der FSA-Baureihe von
Bosch zeigen nach dem Startvorgang die
Messwerte zur einfacheren Analyse und
Dokumentation auch in Form einer Balkengrafik an. Eine fahrzeugspezifische
Datenbank liefert Sollwerte für den Vergleich.
die nachfolgenden Schalldämpfer genau
zu überprüfen. Denn Trümmerteile des
Monolyths können auch hier zu Verstopfungen führen. Am einfachsten lässt sich
die Durchgängigkeit des Abgassystems
mit Hilfe einer Abgasgegendruckmessung ermitteln. Hierfür bietet Bosch einen speziellen Adapter an, der an Stelle
der Lambdasonde in das Abgasrohr beziehungsweise den Abgaskrümmer geschraubt wird. Liegt der Staudruck über
300 bis 500 Millibar (mbar), sollte eine
genauere Untersuchung der Abgasanlage erfolgen.
Tipp: Um Schäden am Messgerät
während der Staudruckmessung zu
vermeiden, sollte ein längerer Abgasschlauch verwendet werden, so dass die
Abgase etwas abkühlen können.
Gemischaufbereitung checken
Luftwege prüfen
Ist die Kompression in Ordnung, folgt das
Prüfen der Luftwege. Hierbei ist zu klären, ob der Luftfilter sauber ist und den
Spezifikationen des Fahrzeugherstellers
entspricht. Ferner ist zu prüfen, ob die
Verstelleinrichtung für die Steuerzeiten
funktioniert, die Einlassventile sauber
sind, die Drallklappen funktionieren, das
Abgasrückführventil richtig schließt, gegebenenfalls die Aufladung (zum Beispiel
Turbolader oder Kompressor) und die
Ladeluftkühlung intakt sind und ob alle
Schnittstellen der Ansaugluftwege dicht
sind. Letzteres gilt natürlich auch für die
Abgaswege. Denn Risse oder andere Undichtigkeiten vor der Lambdasonde führen zu Falschlufteintritt und bringen die
Lambdaregelung durcheinander.
Ein häufig unterschätztes Problem
ist der Zustand des Katalysators. Ist der
Monolyth lose, teilweise zerbröselt oder
angeschmolzen, verstopft er die Abgaswege und führt zu Leistungsverlust und
erhöhtem Kraftstoffverbrauch. Beim
Wechsel eines defekten Katalysators sind
116
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Abgasanalyse
Als nächstes folgt das Prüfen der Abgaszusammensetzung mit Hilfe eines Viergastesters. Hierbei entscheidet sich, ob
die Fehlerursache eher im Bereich der
Gemischaufbereitung oder der Zündung
zu suchen ist. Allerdings macht das Messen der Abgase am Endrohr nur wenig
Sinn, da der Katalysator Fehler in der Abgaszusammensetzung „glattbügelt“. Bei
der Abgasmessung im Rahmen der Fehlersuche kommt wiederum der Adapter
zum Einsatz, der an Stelle der Lambdasonde eingeschraubt wird. Bei mehreren
Zylinderbänken mit getrennten Abgaswegen müssen die Abgase an jeder Zylinderbank einzeln gemessen werden.
Für einen intakten Ottomotor gelten
vor dem Katalysator gemessen folgende
Werte als Orientierung für eine gute Verbrennung:
• CO: 0,5 - 1,5 Vol.-%
• CO2: 14 - 14,5 Vol.-%
• HC: 80 - 200 ppm
• O2: 0,7 - 1,2 Vol.-%
Ein zu fettes Gemisch lässt beispielsweise den CO-Wert ansteigen und O2Wert absinken. Ein zu mageres Gemisch
wirkt sich genau umgekehrt auf die Abgaswerte aus. Ein sehr hoher HC-Anteil
weist dagegen auf Verbrennungsaussetzer hin.
Besteht der Verdacht auf einen Fehler
in der Gemischaufbereitung, sollte der
Fachmann zunächst mit Hilfe eines Oszilloskops das Einspritzsignal analysieren.
Am Signalverlauf lässt sich ablesen, ob
das Einspritzventil öffnet, ein elektrischer
Fehler vorliegt (zum Beispiel ein Windungs- oder Massesschluss) und wie lang
die Einspritzzeit ist. Bei betriebswarmem
Motor liegt letztere im Leerlauf bei etwa
zwei bis drei Millisekunden. Eine zu lange Einspritzzeit – beispielsweise hervorgerufen durch ein fehlerhaftes Signal
des Temperaturfühlers – bedeutet ein zu
fettes Gemisch und erhöhten Kraftstoffverbrauch.
Ein weiterer wesentlicher Faktor für
die Gemischbildung ist der Kraftstoffdruck. Dieser lässt sich recht einfach mit
Hilfe eines Manometers überprüfen.
Meistens liegt er im Leerlauf zwischen
drei und vier bar (Herstellerangaben
beachten!). Hilfreich ist dabei ein Adapter für die Druckmessung mit Hilfe
des Motortesters. Auf diese Weise kann
der Druckverlauf über einen längeren
Zeitraum überprüft und gegebenenfalls
dokumentiert werden. Ist der Kraftstoffdruck zu niedrig (fehlerhafte Kraftsoffpumpe, abgeknickte Kraftstoffleitung,
verstopfter Kraftstofffilter) fehlt dem
Motor die Leistung. Ist er zu hoch (defekter Druckregler, abgeknickte Rücklaufleitung) läuft der Motor zu fett und
verbraucht zu viel Kraftstoff.
Im Rahmen der Kraftstoffdruckanalyse ist es auch wichtig, den Haltedruck
nach dem Abstellen des Motors zu beobachten. Nach zehn Minuten sollte er im
Regelfall nicht unter zwei bar abfallen.
Fällt der Druck zu schnell ab, kann das
auf ein undichtes Einspritzventil oder
Rückschlagventil hindeuten. Die Folgen
sind erhöhter Kraftstoffverbrauch und
Heißstartschwierigkeiten aufgrund von
Dampfblasenbildung im Kraftstoffsystem. Bemängelt der Kunde zu wenig
Leistung bei Vollast, ist desweiteren eine
Kraftstoffmengenmessung sinnvoll. Diese wird immer unter Last (im Kraftstoffrücklauf) durchgeführt.
Motortester
Prüffunktionen der FSA
Der Motortester macht unsichtbare Signale
sichtbar und ermöglicht den Vergleich gemessener Werte mit den jeweiligen Vorgaben. Er
sollte bei der Profi-Fehlersuche nicht fehlen.
Neue Adaption: Mit der KV-Schlinge kann
das Sekundärsignal bei Stabzündspulen
optimal abgegriffen werden.
Zündungs-EKG
Vergleichskurven erleichtern das Beurteilen
gemessener Signale. In der neuesten Version
der FSA-Software lassen sich die Abgaswerte
in jedem Messbildschirm einblenden.
Mit dem Messen des Starterstroms lässt sich
die Kompression an jedem Verbrennungsmotor unabhängig von der Motorsteuerung
beurteilen.
Das Aufzeichnen des Kraftstoffdrucks über
längere Zeiträume offenbart Fehler im Kraftstoffversorgungssystem.
Der Vergleich der Abgaswerte vor und nach
dem Katalysator gibt Auskunft über Störungen in der Gemischbildung oder Abgasnachbehandlung.
Störungen im Bereich der Zündanlage
lassen sich am besten mit Hilfe eines
Oszilloskops anhand des Sekundärsignals lokalisieren. So kann der Fachmann
auf einen Blick erkennen, ob überhaupt
ein Zündfunke da ist. Ferner hilft der Vergleich von Zündspannungsnadel, Brennspannungshöhe und Brennspannungsdauer sowie der Ausschwingvorgänge
alles über den Zustand der hochspannungsführenden Teile, von der Zündspule bis zur Zündkerze, zu erfahren.
Bei vielen Fahrzeugmodellen wird
das Aufzeichnen des Sekundärsignals
durch schlechte Zugänglichkeit erschwert. Hinzu kommt, dass bei den
heute üblichen Einzelfunkenspulen der
Signalabgriff spezielle Adaptionen erfordert. Doch mittlerweile gibt es von Bosch
hierfür eine breite Palette an modellspezifischem und universellen Zubehör für
den Abgriff des Sekundärsignals. Interessant und sehr praktisch ist in diesem
Zusammenhang die Universal-KV-Sonde.
Sie braucht lediglich über die Zündspule
gehalten werden, um das Sekundärsignal sichtbar zu machen. Eine ganz neue
Entwicklung von Bosch für die Sekundäradaption ist eine Schlinge für Stabzündspulen. Damit lässt sich auch das Signal
dieses Zündspulentyps mit geringem
Aufwand einwandfrei analysieren.
Beim Bewerten des Sekundärsignals
ist zu beachten, dass sich Fehler auf der
Primärseite immer auch auf der Sekundärseite auswirken. Bei Störungen ist
das Primärsignal und gegebenenfalls die
Spannungsversorgung sowie die Signalleitung zum Steuergerät zu überprüfen.
Welche Prüfreihenfolge der Fachmann wählt, hängt letztendlich von
dessen Erfahrung und vom jeweiligen
Fehlerbild ab. Schließlich kommt es darauf an, mit allen zur Verfügung stehenden Prüfmitteln eine sichere Diagnose
zu stellen. Nur so lassen sich Fehler zielgerichtet und kostengünstig beseitigen
und das Vertrauen des Kunden langfristig sichern.
Richard Linzing
technik
werkstattpraxis
Injektor-Reparatur
_ Common-Rail-Injektoren sind sehr hoch belastete Bauteile.
Bei älteren Fahrzeugen mit hoher Laufleistung steigt die Nachfrage nach kostengünstigen Reparaturlösungen. Delphi hat
hierfür ein marktgerechtes Reparaturkonzept entwickelt.
D
ie Service-Experten von Delphi
sind sich sicher: Dieselmotoren werden Kfz-Werkstätten
in den nächsten Jahren ein
beachtliches Reparatur- und
Umsatzpotenzial bringen. Damit ist aber
nicht gemeint, dass heutige Dieseleinspritzsysteme, allen voran das CommonRail-System, nicht ausgereift seien. Vielmehr sind es die äußeren Umstände,
die Störungen und Reparaturbedarf
verursachen. So führen schlechte Kraftstoffqualität, mangelnde Wartung und
qualitativ minderwertige Filtermedien
zwangsläufig zu erhöhtem Verschleiß
an den Hochdruckkomponenten neuerer
Dieseleinspritzsysteme. Hinzu kommt
die hohe Abgasrückführungsrate bei
aktuellen Selbstzündern, die Ansaugwege, Einlassventile, Brennräume und
Injektoren regelrecht mit Ruß und Verbrennungsrückständen zusetzt.
Sollte der Diesel dann mal nicht mehr
so laufen, wie es seine Entwickler vorgesehen haben, weicht die Freude des Autofahrers über niedrigen Kraftstoffverbrauch und bäriges Drehmoment meist
einem Schockzustand, angesichts der
vergleichsweise extrem teuren Ersatzteilkosten. Vor allem bei Fahrzeugen mit
Auf dem Prüfstand durchlaufen die Injektoren
in allen Druckbereichen ausführliche Tests.
höherer Laufleistung und Kunden mit
schmalem Geldbeutel sind dann Reparaturlösungen gefragt, die professionell
und dennoch kostengünstig den Selbstzünder wieder flott bekommen.
Zeitwertgerechte Reparatur
Eine der häufigsten von Störungen betroffenen Bauteilgruppen von CommonRail-Systemen sind die Injektoren. Für
diese hat Delphi ein Reparaturverfahren
entwickelt, so dass Kfz-Betriebe ihren
Kunden eine zeitwertgerechte und dennoch qualitativ hochwertige Reparatur anbieten können. Allerdings muss
dazu vorweg gesagt werden, dass die
Reparatur von Common-Rail-Injektoren
ausschließlich in Hände geschulter Dieselinstandsetzer gehört, die über das
benötigte Equipment verfügen. Die Diagnose, ob und welcher Injektor Verbrennungsstörungen verursacht, kann dagegen jede Werkstatt mit recht einfachen
Mitteln durchführen. Hierzu reicht ein
geeignetes Diagnosegerät für die Kommunikation mit dem Motorsteuergerät
und ein ebensolches Mengenmessgerät
für das Ermitteln der Leckmengen an den
Injektoren. Einen ausführlichen Artikel
über die Diagnose und Fehlersuche an
Common-Rail-Systemen von Delphi gab
es übrigens in der amz 9/2007 ab Seite
80. Wer dieses Heft verlegt hat, kann den
Artikel online unter www.amz.de/service/epaper abrufen.
Aufwändige Prüfschritte
Bei der Eingangsprüfung werden das Spritzbild, der Öffnungsdruck und die Rücklaufmenge beurteilt.
118
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Unmittelbar nach dem Ausbauen des Injektors müssen bereits in der Werkstatt
alle Öffnungen mit geeigneten Kunst-
erneut einer Funktionskontrolle am Injektorprüfgerät unterzogen. Dieser Schritt ist
wichtig, um den Injektor mit sauberem
Prüföl für den nächsten Schritt, dem Diagnosetest auf dem Prüfstand, durchzuspülen. Auf dem Prüfstand werden die
Injektoren dann einem ausführlichen Test
in allen Druckbereichen unterzogen. Werden die Sollwerte hierbei nicht erreicht,
wird die Reparatur eingeleitet.
Vor dem Prüfen des Injektors muss er einer gründlichen
Reinigung unterzogen werden.
Reinraum auf kleinstem Raum
Der Injektor wird im Clean Cabinet unter
Reinraumbedingungen zusammen­gebaut.
stoffstopfen verschlossen werden, damit
kein Schmutz in das Innere der sensiblen Präzisionsbaugruppe gelangen kann.
Beim Dieselinstandsetzer wird der Injektor nun äußerlich gereinigt. Anschließend
erfolgt das Prüfen der Injektorspule mit
Hilfe eines sehr speziellen Multimeters.
Hierbei wird der Widerstand der Spule
gemessen (etwa 180 Ohm) und geprüft,
ob ein Masseschluss vorliegt. Im nächsten
Schritt spannt der Dieselinstandsetzer den
Injektor auf das Injektorprüfgerät, etwa
den Hartridge Testmaster, und prüft die
Funktion, das Spritzbild und die Rücklaufmenge. Liegen die Werte außerhalb der
Sollwerte, erfolgt eine Intensivreinigung
der Injektorspitze in einem Ultraschallreinigungsgerät. Danach wird der Injektor
Das Zerlegen der Common-Rail-Injektoren von Delphi für Reparaturzwecke erfolgt auf einer speziellen Montage- und
Demontagevorrichtung. Ist der Injektor
aufgespannt, wird bei Ford-Injektoren
zuerst die Düsenmutter mit Hilfe eines
Rohrschneiders aufgetrennt. Desweiteren
wird die Spannung vom Gewinde genommen. Dies schützt das Gewinde und
den Injektorrumpf vor Beschädigungen.
Alle Teile, die wieder verwendet werden,
müssen anschließend in einem Teilereinigungsbad gesäubert und entfettet werden. Danach folgt eine Intensivreinigung
im Ultraschallbad und abschließend das
Spülen mit gefilterter Prüfflüssigkeit. Für
den letzten Reinigungsschritt gibt es von
Hartridge das Spülgerät HM1009. Hier
wird die Prüfflüssigkeit in einem Kreislauf
geführt. Vor dem Austritt durchfließt sie
einen handelsüblichen Kraftstofffilter für
Delphi-Common-Rail-Systeme.
Die Montage aller Komponenten erfolgt anschließend in dem Clean Cabinet
von Hartridge. Hierbei handelt es sich
um einen speziellen Arbeitsplatz, der auf
kleinem Raum in jeder Werkstatt Reinraumbedingungen schafft. Ein Gebläse
saugt Umgebungsluft an und erzeugt
Intensivreinigung im Ultraschallbad: So werden auch
hartnäckige Schmutzpartikel gelöst.
Vor dem Zerlegen muss die Düsenmutter zum Schutz des
Injektorrumpfes aufgeschnitten werden.
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
119
technik
werkstattpraxis
Das Verschrauben des zusammengebauten Injektors
erfolgt auf einer speziellen Vorrichtung nach einem
über einen speziellen Filter einen Überdruck im Clean Cabinet. Auf diese Weise
können keine Staubpartikel in den Montagebereich eindringen.
Festgelegte Montageschritte
Nach der Handmontage aller Komponenten verschließt der Fachmann alle
Öffnungen mit Kunststoffkappen und
spannt den Injektor auf die vorher gründlich gereinigte Montagevorrichtung. Zum
endgültigen Verschrauben des Injektors
muss nun ein exakter Ablauf eingehalten werden. Dabei werden die inneren
Komponenten des Injektors über die Einspritzdüse vorgespannt, so dass die Düsenmutter spannungsfrei mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festgezogen
werden kann. Nachdem sich die inneren
Bauteile gesetzt haben, wird die Düsenmutter wieder gelöst und das Gewinde
an den vorgeschriebenen Bereichen mit
einem Gewindesicherungsmittel (Loctite 222) benetzt. Abschließend wird
Nach der Reparatur folgt ein Prüflauf auf dem Prüfstand. Hartridge
die Düsenmutter nach einem speziellen
Drehwinkelverfahren endgültig festgezogen. Um sicherzustellen, dass während
des Verschraubungsverfahrens keine
Schmutzpartikel in den Injektor eingedrungen sind, müssen alle Öffnungen mit
einer Vakuumpistole abschließend noch
einmal gereinigt werden.
tors unter Beachtung der Herstellervorgaben (beispielsweise müssen die Hochdruckleitungen erneuert werden) muss
der neue C2I-Code mit Hilfe eines geeigneten Diagnosegerätes im Steuergerät
programmiert werden.
Neuer C2I-Code
Das Instandsetzen von Common-Rail-Injektoren ist eigentlich kein „Hexenwerk“.
Das verleitet dazu, auch ohne entsprechende Schulung und Prüfeinrichtungen
selbst Injektoren zu reparieren. Davor warnen die Dieselspezialisten von Delphi aber
ausdrücklich. Und das nicht ohne Grund.
In der allgemeinen Werkstatt besteht die
Gefahr, dass Schmutzteilchen in das Innere des Injektors gelangen. Ferner muss jeder Injektor, der zerlegt wurde, auf einem
Prüfstand einem etwa 30-minütigen Test
unterzogen werden. Außerdem stimmen
die Mengentoleranzen nach dem Zerlegen und Zusammenbauen eines Injektors
nicht mehr mit dem ursprünglichen C2ICode überein. Das Steuergerät rechnet
dann mit falschen Werten. Im besten Fall
läuft der Motor nach einer nicht fachgerechten Injektorreparatur unrund und
mit Leistungs- und Startproblemen. Im
schlimmsten Fall kann es aufgrund dieser
fehlenden Informationen zu falschen Einspritzmengen und im Extremfall zu einem
Motorschaden kommen. Die Zusammenarbeit mit einem Dieselinstandsetzer vor
Ort, oder einem, der einen Versandservice anbietet, ist deshalb für allgemeine
Werkstätten der einzig sinnvolle Weg,
ihren Kunden die zeitwertgerechte Dieselreparatur anbieten zu können.
Nach dem Zusammenbau des Injektors
folgt das Aufspannen auf den Prüfstand.
Beim anschließenden Prüflauf werden alle
Druckbereiche angefahren, die Einspritzund Rücklaufmengen gemessen und mit
den jeweiligen Sollwerten verglichen. Liegen alle Werte im grünen Bereich, wird
ein neuer C2I-Code vom Prüfstand generiert. Dieser lässt sich ausdrucken und auf
dem instandgesetzten Injektor aufkleben.
Sicherheitshalber empfehlen die DelphiSpezialisten, den Code der instandgesetzten Injektoren zusätzlich im Serviceheft
abzulegen. Nach der Montage des Injek-
Nach erfolgreichem Prüflauf erhält der Injektor einen neuen C2I-Code, der mit Hilfe einer speziellen
Nur für Spezialisten
Richard Linzing
120
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Die Praxis-Tipps sind ein Leserservice
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greifen aktuelle Fehlersymptome aus den Bereichen Elektrik, Elektronik, Thermo-Management und Beleuchtung
auf und zeigen schnelle Lösungen. Die Informationen
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Praxis-Tipps
Fiat: Brandgefahr
Neuere Fiat-Modelle mit Benzinmotor
verfügen am Kraftstoff-Einspritzsystem
über einen Serviceanschluss, der die
identische Form und ebensolche Abmessungen eines Serviceanschlusses
für Klimaanlagen besitzt. Wird bei Wartungs- und Reparaturarbeiten das Klimaservicegerät irrtümlich an den Anschluss
des Kraftstoffsystems angeschlossen,
können System- und Geräteschäden
entstehen. Beim Versuch, über diesen
Anschluss Kältemittel abzusaugen oder
aufzufüllen, besteht außerdem Explosionsgefahr. Diese Information ist bei Servicearbeiten an allen aktuellen Fiat-Modellen zu beachten.
Ford Fiesta: Leistungsmangel
Bei allen Ford Fiesta ab Baujahr 2003 mit
1.4-TDCI-Motor (Motorcode F6JB) kann
ein defektes AGR-Ventil zu mangelnder
Motorleistung führen. Schwarzrauchbildung und das Aufleuchten der Motorkontrollleuchte sind weitere Begleiterscheinungen dieses Fehlerbildes. Beim
Auslesen des Fehlerspeichers bestätigen desweiteren die Fehlercodes P1412
(AGR-Ventil klemmt) und P0404 (Abgas-
rückführung Bereichs-/Funktionsfehler,
Schlauch undicht beziehungsweise verstopft, Kabelbaum AGR-Ventil) das defekte AGR-Ventil. In diesem Fall sollte ein
geändertes AGR-Ventil eingebaut und ein
neuerer Softwarestand (Version B44 oder
höher) aufgespielt werden. Nach der Reparatur sollte nicht vergessen werden,
den Fehlerspeicher zu löschen.
VW Sharan:
Unregelmäßiger Lüfterlauf
Bei allen Modellen des VW Sharan, die
zwischen 1995 und 2000 gefertigt worden sind, kann es vorkommen, dass der
Innenraumlüfter unregelmäßig läuft.
Ursache hierfür könnte der Lüfterregler sein. Meist beanstandet der Kunde,
dass das Innenraumgebläse nur auf der
höchsten Stufe oder gar nicht läuft. In
diesem Fall sollte erst der Fehlerspeicher
ausgelesen werden. Wird der Fehler „Lüftermotor defekt“ angezeigt, ist zunächst
das Handschuhfach auszubauen. Danach
sollte der Fachmann die Funktion des Lüftermotors und dessen Spannungsversorgung vom Lüfterregler prüfen. Werden
beim Durchschalten der Gebläsestufen
immer wieder andere Werte gemessen
oder bricht die Spannung teilweise gar
komplett ein, deutet das auf eine defekten Lüfterregler hin. Letzterer befindet sich direkt neben dem Lüftermotor
und hat einen roten Deckel. Nach dem
Erneuern des Lüfterreglers sollte das Innenraumgebläse auf korrekte Funktion
geprüft werden. Abschließend sind alle
Teile wieder einzubauen und der Fehlerspeicher zu löschen.
BMW 3er:
Unerwarteter Regeleingriff
Bei allen BMW-Modellen der 3er-Reihe
(E36 und E46) kann es dazu kommen,
dass das Schlupfregelsystem unerwartet
eingreift. Dies macht sich durch Drosseln
der Motorleistung und/oder durch instabiles Fahrverhalten bemerkbar. In einigen
Fällen kann auch ein Eintrag im Fehlerspeicher des Bremsregelsystems hinterlegt sein. Ursache für dieses Verhalten
ist oft eine unterschiedliche Reifengröße
und/oder eine unterschiedliche Profiltiefe an Vorder- und Hinterachse. Große Unterschiede im Reifenumfang – beispielsweise vorne abgefahrene Reifen und
hinten neue – führen zu Abweichungen
der Raddrehzahlen. Das Schlupfregelsystem versucht, diese Unterschiede auszugleichen. Abhilfe schafft in solchen Fällen
nur das Montieren der gleichen Reifengröße an Vorder- und Hinterachse (sofern
zulässig) oder das Aufziehen von Reifen
mit einheitlicher Profiltiefe.
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werkstattpraxis
Äußerst knackig: Ein defektes Gleichlaufgelenk macht meist schon mit Knackgeräuschen auf sich aufmerksam. Bei angehobenem Rad lässt sich abnormales Verdrehspiel häufig schon feststellen. Außerdem
sieht der Werkstattfachmann so, ob der Faltenbalg noch in Ordnung ist.
Fotos (3): Kuss
Den Dreh raus: Beim Durchdrehen von Hand
muss sich das Gelenk über den gesamten Bereich leicht und ohne zu haken bewegen lassen.
(Gleichlauf-)Gelenk-Schmerzen
kann man vorbeugen
_ Antriebswellen werden hoch beansprucht – und selten
gewartet. Deshalb gilt es, Verschleiß und Vorschäden an Gleichlaufgelenken frühzeitig zu erkennen, um unnötige Ausfälle zu
vermeiden. Die Antriebstechnik-Experten von SKF sagen, wie.
F
ahrstil und Straßenbedingungen
beeinflussen die Lebensdauer von
Antriebswellen wesentlich, ebenso
haben die Wartungs- und Reparaturqualität einen großen Einfluss
darauf. „Deshalb gilt es, den Verschleiß
an Faltenbälgen und Gleichlaufgelenken
rechtzeitig zu erkennen – und bei Bedarf
fachgerecht zu reparieren. Am besten
ist aber, diesen durch regelmäßige Kontrollen zu vermeiden“, empfehlen die
Antriebstechnik-Experten von SKF in
Schweinfurt.
Der Kunde als Indikator
Erste wertvolle Hinweise, ob Handlungsbedarf besteht, kann der Autofahrer
bereits bei der Dialogannahme liefern,
denn dieser kennt sein Auto am besten.
Selbst wenn dieser einen Defekt nicht
identifizieren beziehungsweise lokalisieren kann, so fallen ihm doch abnormale
Fahreigenschaften, „komische“ Betriebsgeräusche und Vibrationen sofort auf.
Meist weiß der Fahrer auch, aus welcher
Richtung diese kommen. Solche Informationen sind für den Werkstattfachmann
122
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
gelenks schließen. Treten die Vibrationen
allerdings vermehrt beim Beschleunigen
oder bei höheren Geschwindigkeiten auf,
deutet dies vielfach auf ein ausgelaufenes inneres oder äußeres Gleichlaufgelenk hin. Doch auch eine verbogene
Antriebswelle kann für derartige Unwuchten verantwortlich sein.
wichtig und können die Fehlersuche entscheidend verkürzen.
Risse im Faltenbalg – die häufigste Ausfallursache
Geräusche als Schadenshinweis
Nur ein intakter Faltenbalg kann die
hochbelasteten Oberflächen des Gleichlaufgelenks dauerhaft vor Fettaustritt,
Trockenlaufen, aggressiven Stoffen,
Fremdkörpern, Schmutz und Feuchtigkeit
schützen. Doch Beschädigungen werden
– weil sie meist schlecht einsehbar im
Verborgenen stattfinden – oft erst zu
spät entdeckt. Am häufigsten sind laut
SKF Risse, Brüche oder Löcher durch Alterung, Fremdkörper, falsche Montage oder
Marderverbiss sowie gelöste Spannringe
anzutreffen. Wird der Schutzbalg nicht
umgehend ersetzt, kann ein Gelenkschaden die kostspielige Folge sein. „Schon
deswegen sollte dem Faltenbalg stets
der erste Blick gelten, wenn das Fahrzeug
wegen „Gelenkproblemen“ in die Werkstatt kommt“, empfehlen die Schweinfurter Spezialisten.
Zum Prüfen dreht der Werkstattfachmann die Antriebswellen bei angehobenen und eingeschlagenen Rädern
und bei guten Sichtverhältnissen langsam durch. Liegen relativ junge Beschä-
„Schadhafte Antriebsgelenke machen
oft schon durch typische Geräusche auf
sich aufmerksam“, wissen die Experten
bei SKF. Laute, sich wiederholende Klickund Knackgeräusche beim starken Einlenken nach einer Seite deuten demnach
auf den Verschleiß des Gleichlaufgelenks
auf der gegenüber liegenden Achsseite
hin. Zum Prüfen fährt man langsam enge
Links- und Rechtskreise.
Dumpfe metallische Schlaggeräusche
beim Beschleunigen oder Gaswegnehmen dagegen können durch ein verschlissenes getriebeseitiges Gleichlaufgelenk,
aber auch von einem Differentialschaden verursacht werden. Kontinuierliche
Brumm- oder Summgeräusche dagegen
deuten auf einen Schmiermittelmangel
– etwa aufgrund eines undichten Faltenbalgs – im Gleichlaufgelenk hin.
Vibrationen oder Antriebswellengeräusche wiederum lassen meist auf einen
Schaden des getriebeseitigen Gleichlauf-
The original power in motion
®
Schmierige Sache: Am Aussehen des Schmierfetts lässt sich oft erkennen,
ob das Gelenk schon Schaden genommen hat. Fühlt sich das Fett überdies
„sandig“ an, lässt dies auf Schmutzeintrag schließen.
digungen vor, lässt sich das Problem meist noch mit einer neuen
Manschette beheben und ein späterer Gelenkausfall verhindern –
vorausgesetzt, die Kugeln und Laufbahnen des Gelenks haben noch
keinen Schaden genommen.
Erst reinigen, dann prüfen
Um festzustellen, ob die Komponenten eines Gleichlaufgelenks noch
in Ordnung sind, sollte man diese in zerlegtem Zustand beurteilen.
Dazu muss man es den Spezialisten von SKF zufolge von der Welle
entfernen, um alle Teile gründlich reinigen zu können. Steht nach
einer eingehenden Sichtprüfung der Wiederverwendung nichts im
Wege, sind alle Teile vor dem Zusammenbau mit Spezialschmierfett
zu versehen – am besten mit dem vor Korrosion schützenden Bestandteil Molybdändisulfid (MoS2).
Verursacht ein Gleichlaufgelenk bereits Geräusche, deutet dies
meist auf einen längeren Trockenlauf im Vorfeld hin. Dann sind wegen des Schmierfettverlusts oft schon mechanische Beschädigun-
®
amz-Praxistipp
M itte l gege n „ A n triebs l osigkeit “
Frühzeitiger Verschleiß von
Antriebswellen und Gleichlaufgelenken lässt sich ebenso
vermeiden wie ihr unnötiger
Ausfall aufgrund einer unsachgemäßen Instandsetzung – beispielsweise, wenn der Kraftfahrzeug-Fachmann die Tipps der
Antriebstechnik-Experten von
SKF beherzigt.
Diese raten
• Faltenbälge stets auf Risse zu
prüfen, diese sind die häufigste
Ursache für einen Gelenkdefekt;
• undichte Faltenbälge möglichst rasch zu ersetzen, da sonst
das Gleichlaufgelenk zwangsläufig Schaden nimmt;
• vor der Montage eines
neuen Faltenbalgs das Gelenk
gründlich zu reinigen und mit
frischem Spezialfett zu versehen
(zum Beispiel mit Molybdänsulfid MoS2);
• Gleichlaufgelenke zum Prüfen
immer auszubauen, zu zerlegen
und gründlich zu reinigen;
• Gelenkkugeln beim Zusammenbau wieder an die ursprüngliche Position zu bringen;
• am Gleichlaufgelenk montierte ABS-Impulsringe mit
beschädigten oder angerosteten Polzähnen unbedingt zu
ersetzten;
• bei vorgeschmierten Gleichlaufgelenken die Schutzabdeckung erst unmittelbar vor dem
Einbau zu entfernen, damit
vorher kein Schmutz eindringt;
• beim Einbau von Gleichlaufgelenkwellen unbedingt die vorgegebenen Anzugsdrehmomente
kk
zu beachten.
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
123
technik
werkstattpraxis
Wer gut schmiert... : Wird der Faltenbalg
ersetzt, ist immer auch eine neue Fettpackung angesagt. Das MoS2-(Molybdänsulfid-)haltige Fett schmiert optimal und
Foto: SKF
schützt zudem vor Korrosion.
gen, Überhitzung oder sogar ein Festfressen eingetreten oder das Gelenk ist stark
mit Schmutz kontaminiert. In letzterem
Fall fühlt sich das Fett aus einem beschädigten Faltenbalg zwischen den Fingern
„sandig“ an. Derart beschädigte Gelenke
sollte man laut SKF in jedem Fall ersetzen.
Die Experten weisen zudem darauf
hin, den richtigen Faltenbalg zu wählen
und auf Material, Größe und Öffnungsdurchmesser zu achten. Faltenbälge aus
Thermoplast etwa sind widerstandsfähiger gegen Hitze und Schmutz als solche
aus herkömmlichem Neopren. Allerdings
sind diese wiederum flexibler als solche
aus Thermoplast.
Aussagefähig prüfen
Zum Prüfen wird bei ausgebautem
Gleichlaufgelenk der innere Laufring
Der Reihe nach: Zum Prüfen muss man
das gereinigte Gelenk zerlegen. Zuerst den
Käfig ganz zur Seite kippen (v. o. n. u.),
dann mit einem stumpfen Werkzeug die
Kugeln „herauspulen“ und schließlich den
Lagerring entnehmen.
Foto: SKF
124
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Ersatz für alle Fälle: Antriebstechnikspezialisten wie SKF bieten für jeden Schaden einen passenden Reparatursatz – von Faltenbälgen über Gelenke bis hin zur Komplettwelle. Foto: SKF
zunächst so weit wie eben möglich zur die Bereiche der Keilnutwelle und des
Seite gekippt. Die erste Kugel liegt dann Spannringsitzes für den neuen Faltenfrei und kann mit Hilfe eines dünnen und balg zu reinigen und zu prüfen. Die Verstumpfen Werkzeugs aus dem Käfigfen- wendung von Passungsrost-Paste (zum
ster gedrückt werden. Dann drückt man Beispiel SKF LGAF 3E) verhindert Korroden Laufring in die entgegensetzte Rich- sion an den Kontaktflächen zwischen
tung, um die nächste Kugel zu entneh- Gleichlaufgelenk und Nabe und erleichmen.
tert den Ausbau beim nächsten Mal.
Nach dem gründAnschließend befestigt
lichen Reinigen können
man den Faltenbalg mit
die Oberflächen aller
einem Spannring innen
Kugeln auf Anzeichen
an der Welle, schiebt
von
Beschädigungen
Unterlegscheibe
und
oder Verschleiß sowie
Dichtung auf und platdie inneren und äußeziert den Sicherungsring
ren Laufringflächen auf
in der Nut.
Spurrillen überprüft werBeim Aufsetzen eiden. Sämtliche Kugeln
nes neuen Gleichlaufgemüssen perfekt in ihr Kä- Tabuzone: Zum fachgerechten
lenks auf die Antriebsfigfenster passen, denn Anziehen und Befestigen der
welle klopft man dieses
ein zu großes Spiel führt Spannringe – erst außen, dann
mit leichten Gummihzu Klick- und Knackge- innen – gibt es eine Spezialammerschlägen auf die
räuschen und auch zu zange. Der Seitenschneider ist
Keilnutwelle, bis der Sivorzeitigem Verschleiß. tabu, weil seine Schneiden nicht
cherungsring einrastet.
Da
Gleichlaufgelenke parallel schließen und es zu
Anschließend kann der
Bruchstellen kommt. Foto: SKF
passgenaue Bauteile mit
Faltenbalg über das Gesehr engen Toleranzen
lenk gezogen und der
sind, sollten die Kugeln beim Zusam- äußere Spannring mit Spezialwerkzeug
menbau wieder an ihre ursprüngliche befestigt werden. Kommt ein werkseitig
Position zurückkommen. Jede Kugel und bereits vorgefettetes Gleichlaufgelenk
jede Laufspur hat ihr ganz eigenes, un- zum Einsatz, sollte dessen Schutzabdecverwechselbares Abnutzungsmuster, ein kung erst unmittelbar vor dem Einbau
Vertauschen der Kugeln wirkt sich auf das entfernt werden, damit kein Schmutz
Spiel aus und kann zu neuen Verschleiß- eindringen kann.
problemen beziehungsweise Geräuschen
führen. Bei dieser Gelegenheit lässt sich Anzugsmomente beachten
bei ABS-Fahrzeugen auch gleich der am
Gelenk angebrachte ABS-Impulsring auf Anschließend ist die Antriebswelle mit
beschädigte Polzähne oder Rost prüfen neuen Schrauben am Getriebe und einer
– und je nach Befund reinigen oder auch neuer Achsmutter/ Achsschraube wieder
einzubauen. Während sich die Schrauben
erneuern.
Falls ein Innenlager oder eine kom- am Getriebe in angehobenem Zustand
plette Welle ausgetauscht werden muss, über Kreuz mit dem vorgeschriebenen
sollten aus Sicherheits- und Wirtschaft- Drehmoment anziehen lassen, muss
lichkeitsgründen immer beide Wellen das Fahrzeug zum Festziehen der Achserneuert werden, empfehlen die Spezia- schraube/Achsmutter auf den Rädern
stehen. Allerdings mahnen die Experten
listen von SKF.
von SKF dabei zur Vorsicht: Übermäßiges
Anziehen beschädigt das Radlager, bei
Erst schmieren, einem zu geringen Anzugsmoment löst
dann montieren
sich die Achsmutter.
Vor dem Ein- beziehungsweise ZusamQuelle: SKF/ kk
menbau der Antriebswelle sind zunächst
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technik
werkstattpraxis
Absturzsicher: Das Stützen der Batterie mit
einem intelligenten Ladegerät verhindert,
dass es bei einer länger dauernden Diagnose
zu Systemabstürzen und unplausiblen Fehlereinträgen kommt.
Foto: Linzing
Elektronische Ladungssicherung schützt vor Ladehemmung
_ Das Abfragen sämtlicher Fehlerspeicher beim Service oder
eine zeitintensive Fehlersuche beanspruchen eine Batterie
sehr. Um den Energieverlust auszugleichen – und um unnötige
Probleme zu vermeiden – ist Stützladen unbedingt notwendig.
W
ährend bei einem Golf 1
die Aufgabe der Batterie
im Wesentlichen darin
bestand, den Anlasser
beim Starten mit Strom
zu versorgen und anschließend beim
Fahren die Zündanlage sowie das Radio
zu betreiben, ist sie in einem aktuellen
Golf 5 zu einem wichtigen Bestandteil
eines komplex aufgebauten Bordnetzes
geworden. Dementsprechend hoch sind
die Anforderungen, die ein moderner
Stromspeicher heute erfüllen muss – und
dies nicht nur beim aktuellen Golf.
Denn nicht nur im Fahrbetrieb, sondern auch im Stand, selbst wenn der Motor nicht läuft, hat die Batterie leistungsfähig zu sein, etwa um die zahlreichen
Steuergeräte der elektronischen Systeme
auch bei Nichtgebrauch mit Spannung
zu versorgen.
Stabile Bordspannung
Zu den Hauptaufgaben einer Batterie gehört also, die Spannung im Bordnetz auch
bei Motorstillstand – wenn der Generator nicht lädt – aufrecht zu erhalten. Diese Anforderungen kann ein ausreichend
dimensionierter und permanent geladener Akku im Normalfall auch erfüllen.
Doch mittlerweile stellen insbesondere
auch Service- und Wartungsarbeiten so-
126
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
wie die Fehlersuche hohe Ansprüche an
ein stabiles Bordnetz – und damit an die
Batterie.
„Die Achillesferse eines Autos im
Service ist immer häufiger die Batterie
– vor allem, wenn der Autobesitzer wenig fährt“, weiß Thomas Buchner, Geschäftsführer der Kunzer GmbH. Das im
bayrischen Forstinning ansässige Werkstattausstattungsunternehmen hat sich
unter anderem auf Batterie-Ladetechnik
spezialisiert und beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit dieser Problematik. Ladetechnik-Spezialist Buchner empfiehlt daher, jedes Fahrzeug, das in die Werkstatt
kommt, prophylaktisch an ein Ladegerät
zu hängen.
Erhöhter Stromverbrauch bei Fehlersuche und Diagnose
Vielen Werkstattprofis ist diese Situation aus eigener Erfahrung bekannt: Nach
der Inspektion macht der Anlasser beim
Drehen des Zündschlüssels keinen Mucks
mehr. Um das Fahrzeug wieder startbereit zu machen, muss der Werkstattfachmann erst einmal Fremdstarten und anschließend die Batterie laden. Ursächlich
für eine derartige Startschwäche ist die
Tatsache, dass der Energiebedarf zum
fachgerechten Ausführen einer Inspektion inklusive dem Auslesen sämtlicher
Fehlerspeicher in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen hat.
Doch auch eine Fehlersuche mit dem
Diagnosetester strapaziert die Batterie
häufig über Gebühr. Insbesondere das
Auslesen der Istwerte aus den fehlerrelevanten Steuergeräten oder das Ausführen eines Stellglied-Tests verbrauchen viel elektrische Energie. Gleicht der
Werkstattfachmann diesen Energieabfluss nicht durch das Anklemmen eines
geeigneten Batterieladegeräts aus, steigt
meist nicht nur das Testgerät aus: Auch
die betroffenen Systeme können abstürzen und dabei Steuergerätedaten und
-einstellungen auf Nimmerwiedersehen
verloren gehen.
Zudem kann eine zu geringe Bordspannung zu unplausiblen Fehlereinträge führen, die den Diagnostiker unnötig
verwirren und bei der Fehlersuche sogar
in eine falsche Richtung lenken können.
Knackpunkt CAN-Bus-Systeme
Nahezu alle modernen Fahrzeuge sind
mittlerweile mit einem oder mehreren
CAN-Bus-Systemen ausgestattet. Diese
bemühen sich in der Fahrzeugelektronik
darum, die zunehmende Flut der digitalen Daten zwischen den Steuergeräten
und den Sensoren und Aktuatoren der
zahlreichen elektronischen Systeme in
geregelten Bahnen ablaufen zu lassen.
Vom Kfz-Fachmann erfordern solche
Systeme wegen ihrer besonderen Eigenarten bei einem Werkstattaufenthalt
erhöhte Aufmerksamkeit: Schon das
banale Öffnen einer Türe beim Service
oder das Ausführen eines Stellgliedtests
kann dazu führen, dass die Steuergeräte
Umweltschutz
schafft Perspektive
diverser Systeme „aufwachen“ und der
„digitale Bus-Verkehr auf der Datenautobahn“, sprich: in den CAN-Bus-Systemen,
beginnt. Dabei können selbst in Kleinund Mittelklassefahrzeugen Ströme von
20 Ampere und mehr fließen.
Aktiv stützen und nachladen
All dies kann dazu führen, dass der Ladezustand einer Batterie nach Wartungsund Diagnosearbeiten deutlich geringer
ist, als vor dem Werkstattbesuch – zumindest, wenn nicht permanent nachgeladen wird. Im günstigsten Fall lässt
sich das Fahrzeug bereits in der Werkstatt nicht mehr starten; im Extremfall
bleibt der Kunde kurze Zeit nach dem
Werkstattaufenthalt mit geschwächter
Batterie liegen. Dieses unangenehme
Phänomen tritt immer wieder bei Kurzstreckenfahrern auf, die im Fahrbetrieb
üblicherweise mehr aus dem Stromspeicher abzapfen, als der Generator nachzuschieben vermag.
Buchner empfiehlt daher, die Fahrzeugbatterie bei stromfressenden Arbeiten nicht nur aktiv zu stützen, sondern
grundsätzlich bei jedem Werkstattaufenthalt prophylaktisch nachzuladen.
Buchner: „Die Energiebilanz einer Batterie darf nach dem Werkstattaufenthalt
niemals schlechter ausfallen als vor dem
Werkstattbesuch.“
Besser geregelt laden
Für das korrekte Stützladen empfiehlt
Ladespezialist Buchner ein primär geregeltes Ladegerät. „Im Vergleich zu herkömmlichen Geräten, welche anfangs
einen sehr hohen Ladestrom an die Batterie abgeben, der in der Folge mehr oder
weniger stark abnimmt, passen elektronisch geregelte Geräte den Ladestrom
dem jeweiligen Ladezustand der Batterie
auf intelligente Weise an“ erklärt Buchner.
Wird etwa während eines Stellgliedtests Strom aus dem Akku abgezogen,
Tragende Säule: Das Ladegerät an der Hebebühne ist in vielen Werkstätten schon Grundausstattung. Stets griffbereit unterstützt es die „elektronische Ladungssicherung“ und verhindert so
unnötige Probleme.
„merkt“ dies die Elektronik des Geräts
und passt über die integrierte Servicefunktion den Ladestrom automatisch an.
Dies schont die Batterie und ermöglicht
überdies ein schnelles Nachladen. Zudem verhindert die Elektronik in modernen Ladegeräten, dass die empfindlichen
elektronischen Komponenten und Steuergeräte Schaden nehmen. Gefährliche
Spannungsspitzen, wie sie beim An- und
Abklemmen des Ladegeräts auftreten
können, kappt die Regelelektronik.
Klaus Kuss
Qualität
schafft Vertrauen
Dem Namen HJS verpflichtet, werden unsere
amz-Praxistipp:
Produkte individuell auf das jeweilige Fahr-
G e n ü ge n d E n ergie
beim F l ashe n
zeug hin entwickelt und nach höchsten Qua-
Während das Thema „Stützladen beim
Service“ mittlerweile sämtliche Werkstätten
betrifft, haben markengebundene Servicestützpunkte mit einem weiteren Problem zu
kämpfen: Bei den meisten Werkstattaufenthalten ist ein mehr oder weniger umfangreiches
Software-Update vorzunehmen. Bei einer solchen vom Hersteller vorgeschriebenen Servicemaßnahme – dem sogenannten Flashen von
Steuergeräten – ist der Strombedarf besonders
hoch. Insbesondere, wenn Steuergeräte beim
Einspielen der neuen Software Notlaufzustände simulieren, bei denen bestimmte elektrische
Verbraucher unter Volllast arbeiten müssen,
können Ströme von bis zu 65 Ampere über
einen längeren Zeitraum fließen.
Weil derartige Vorgänge eine absolut konstante Systemspannung erfordern, schreiben
die Fahrzeughersteller ihren Servicebetrieben
explizit und namentlich spezielle Ladegeräte
vor. Diese sind besonders leistungsfähig und
können Systemabstürze und Datenverluste
verhindern. Ist ein Ladegerät zu gering dimensioniert, fällt beim Flashen die Bordspannung
ab und das Diagnosesystem beziehungsweise
das Steuergerät bricht den Flash-Vorgang
ab. Im schlimmsten Fall kann ein solcher
Systemabbruch das Steuergerät irreparabel
kk
schädigen, warnen die Experten. City-Filter®, Katalysator oder Montagesatz ist
litätsstandards erprobt und gefertigt. Jeder HJS
speziell auf das Fahrzeug abgestimmt. Unsere
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Ständig unter Strom: Schon ein „ganz normaler Service“ kann eine schwache Batterie
stark beanspruchen. Das Anklemmen eines
Ladegeräts gehört daher bei vielen Kfz-Profis
zu den ersten Handgriffen. Fotos: Kunzer
technik
werkstattausrüstung
Mit Hochdruck
gegen Schmutz
_ Kärcher hat die Heißwasser-Hochdruckreiniger der Mittelund Superklasse von Grund auf überarbeitet. Die neuen Geräte
versprechen bessere Mobilität, weniger Energieverbrauch und
höhere Standzeiten.
S
eit nunmehr 14 Jahren haben sich
die bisher aktuellen HeißwasserHochdruckreiniger der Mittelklasse
von Kärcher im Markt bewährt.
Nun haben die schwäbischen Reinigungsspezialisten das Konzept von
Grund auf überarbeitet und zahlreiche
Entwicklungen in die neue Gerätegeneration einfließen lassen. So wurde, um
die Mobilität in der Werkstatt und im
Freien zu verbessern, der Schwerpunkt
der Geräte anders gelegt. Die Pumpe sitzt
nun vor dem Brenner und die zwei großen
gummibereiften Räder wurden nach
hinten versetzt. Zudem gibt es nun statt
einer zwei Lenkrollen. Diese Maßnahmen
führen zu einem verbesserten Bewegungsablauf, der das Rangieren auch bei
beengten Platzverhältnissen optimiert.
Für den mobilen Einsatz sind definierte
Ansatzpunkte für das Verladen mit einem
Gabelstapler vorgesehen.
Sparsamer Energieverbrauch
Alle Bedienelemente sind übersichtlich an der Gerätefront angeordnet. Die
Wassertemperatur lässt sich bedarfsgerecht zwischen 20 und 155 Grad Celsius
einstellen. Um den Energieverbrauch zu
reduzieren, hat Kärcher eine Eco-Stufe
eingeführt. Auf dieser Stufe wird das
Wasser nur bis 60 Grad Celsius erwärmt.
Kärcher zu Folge lassen sich damit 80 bis
128
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
85 Prozent aller anfallenden Reinigungsarbeiten effizient erledigen. In der EcoBetriebsart läuft der Brenner konstant
durch. Der Brennstoffverbrauch wird auf
dieser Stufe um bis zu 20 Prozent gesenkt. Die neuen Hochdruckreiniger lassen sich mit Heizöl, Dieselkraftstoff und
Biodiesel betreiben. Der Brennstofftank
wird bequem von außen befüllt, ohne
dass die Gerätehaube geöffnet werden
muss. Gleiches gilt auch für die beiden
Reinigungsmitteltanks. Die Zudosierung
der Reinigungsmittel kann zwischen 0,5
bis sechs Prozent gewählt werden. Eine
neue Technik verhindert das Verkleben
der Reinigungsmittelventile. Ist die Reinigungsmittelzugabe abgeschaltet, werden die Ventile und Leitungen automatisch mit klarem Wasser gespült.
Neue Pumpengeneration
Die neuen Hochdruckreiniger haben eine
Drei-Kolben-Axialpumpe an Bord. Die
Kolben bestehen aus einem Keramikwerkstoff. Dank optimiertem Strömungsverhalten in der Pumpe konnte der Wirkungsgrad laut Kärcher auf deutlich über
90 Prozent angehoben werden.
Um den Servicebedarf möglichst gering zu halten, verfügen die neuen Hochdruckreiniger über einen Serviceschalter. Dieser ermöglicht das Einstellen des
Gerätes auf die jeweilige Wasserhärte.
Die Reinigungsmitteltanks und der Brennstofftank lassen sich bequem von außen befüllen.
Die neuen Hochdruckreiniger von Kärcher
sparen in der Eco-Stufe bis zu 20 Prozent
Brennstoff ein.
Fotos: Linzing
Für die Systempflege gibt es eine neue
Lösung: Die Flaschen mit dem Systempflegemittel sind nun mit einem Chip
versehen. Sobald eine neue Flasche in
das Gerät eingeschoben wird, erkennt
das Gerät den neuen Behälter und dosiert automatisch die berechnete Menge
des Entkalkers zu. Die Chip-Lösung soll
gewährleisten, dass ausschließlich von
Kärcher freigegebene Entkalkungsmittel
verwendet werden. Diese bieten zusätzlich Korrosionsschutz und verhindern die
Schwarzwasserbildung. Aufgrund dieser
Technik bietet Kärcher nun vier Jahre Garantie für die Heizschlange.
Praktische Details
Die neue Gerätegeneration hat zudem
viele praktische Details zu bieten. Ein
Zubehörfach gestattet die Ablage von
Werkzeug, Zubehör oder Systempflegeprodukten. Die Hochdruckschlauchtrommel ist ins Gerät integriert. Sie wird mit
Hilfe einer Kurbel betätigt. Der 20 Meter
lange Hochdruckschlauch ist am Ende
mit einer Drehkupplung versehen, die
das Entwirren des Schlauches erleichtert.
Die Hochdrucklanze wird mit einer praktischen Gummi-Klemmvorrichtung und
an der Gerätehaube befestigt.
Die neuen Heißwasser-Hochdruckreiniger sind in zwei Leistungsklassen (Mittelklasse und Superklasse) erhältlich. In
jeder Klasse gibt es zwei Geräte mit unterschiedlichen Leistungswerten bezüglich Druck und Fördermenge. Erhältlich
sind die Geräte im Fachhandel zu Preisen
zwischen 2890 und 3790 Euro.
Richard Linzing
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Aber für uns bedeutet es viel mehr
Geschäft ist Innovationskraft,
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technik
werkstattausrüstung
Einfach einhängen: Das Laser-ACC-Justagesystem LC-40 Pkw von Koch verfügt über spezielle, patentierte Messkopfhalter. Damit erübrigt
sich eine Felgenschlagkompensation.
Über Kimme und Korn
_ Fahrerassistenzsysteme wie der adaptive Fahrgeschwindigkeitsregler ACC erhöhen die Verkehrssicherheit – allerdings nur,
wenn sie korrekt funktionieren. Achsmessspezialist Koch hat
ein simples System zum Justieren des ACC-Sensors entwickelt.
D
as adaptive Fahrgeschwindigkeitsregelungssystem
ACC
(Adaptive Cruise Control) – auch
als
Abstandsregeltempomat
oder Distronic bekannt – unterstützt den Fahrer, indem es den Verkehrsraum vor dem Fahrzeug mit Hilfe eines
Radarsensors „beobachtet“. Aus den reflektierten Signalen errechnet das ACC-Steuergerät Richtung, Entfernung und Relativgeschwindigkeit des Vorausfahrenden.
Erkennt der Sensor in der eigenen Fahrspur ein langsameres Fahrzeug voraus,
passt das ACC selbsttätig die Geschwindigkeit an, so dass der eingestellte Abstand
erhalten bleibt. Dazu reduziert das ACC die
Geschwindigkeit je nach Fahrsituation entweder über die Motorleistung oder durch
aktives Bremsen. Sobald der Messbereich
wieder „clean“ ist, beschleunigt das System den Wagen wieder auf die ursprünglich gewählte Geschwindigkeit.
Kundenbeanstandung
„Komisches Fahrverhalten“
„Ein verstellter oder ungenau justierter
ACC-Sensor kann dazu führen, dass sich
das Fahrzeug ‚komisch‘ fährt, insbesondere auf der Autobahn. Erfasst der
Sensor ein langsameres Fahrzeug auf
einer benachbarten Fahrspur, kann das
ACC-System deswegen unnötiger Weise
bremsen“, sagt Harro Koch. Eine Erfahrung, die der Achsmessspezialist und
Hersteller von Laserachsmessgeräten
mit seinem Mercedes AMG SL 55 selbst
schon gemacht hat.
Grund genug für den findigen Tüftler,
ein einfach zu handhabendes Prüf- und
130
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Einstellsystem für ACC-Sensoren auf
Basis seiner Achsmessanlagen zu entwickeln. Die amz-Redaktion hat sich das
ACC-Laser-Justagesystem LC-40 Pkw im
Schulungszentrum von Koch (www.kochachsmessanlagen.de) in Wennigsen bei
Hannover vorführen lassen.
Korrekte Funktion
nur bei korrekter Justage
Bereits geringe Abweichungen des Radarsensors aus der vorgeschriebenen
Soll-Lage können Fehlfunktionen des
ACC-Systems hervorrufen. Insbesondere
die Ausrichtung des Sensors in Fahrzeuglängsachse ist wichtig.
Ist der Sensor horizontal verstellt,
führt dies zwangsläufig zu Fehlern beim
Bestimmen der Positionen vorausfahrender Verkehrsteilnehmer. In einem solchen
Fall kann das System die Fahrspur nicht
exakt zuordnen. Schon eine Fehlstellung
des Sensors von nur einem Winkelgrad
kann auf die Messdistanz eine Abweichung von mehreren Metern ergeben. Im
Extremfall wählt dann das ACC-System
ein auf der benachbarten Fahrspur vorausfahrendes Fahrzeug als Bezugspunkt
und regelt die Distanz fälschlicherweise zu diesem. Das hat zur Folge, dass
das Fahrzeug bei aktivem ACC-System
plötzlich – und aus für den Fahrer unerfindlichen Gründen – beschleunigt oder
bremst.
Ist der Radarsensor dagegen in vertikaler Richtung verstellt, wirkt sich dies
vor allem auf die Reichweite der Radarstrahlen aus. Bei einem zu tief stehenden
Sensor sinkt die Reichweite, so dass es
Einstellungssache: Bereits eine geringe
Fehlstellung des Radar-Sensors verursacht bei
einem ACC-System Funktionseinbussen. Der
Fahrer registriert dies als „komisches“ Fahrverhalten mit undefinierten Bremsmanövern.
Fotos: Kuss
insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten zu „haarigen“ Situationen kommen kann.
Wann justieren?
Das Justieren des ACC-Sensors ist immer
erforderlich, wenn
• das Fahrzeug tiefergelegt wurde;
• eine andere Rad-/Reifenkombination
verbaut wird;
• sich die Hinterachseinstellung ändert;
• nach einem Frontal-Crash (auch leichter Auffahrunfall!) beziehungsweise
wenn an der Fahrzeugfront reparaturbedingt Teile aus- und eingebaut
wurden;
• nach dem Austausch des Sensors;
• der Kunde ein „komisches Fahr- oder
Bremsverhalten“ bei aktiviertem ACC
bemängelt.
Prüfen und einstellen
„wie im Fahrzustand“
Bereits wenn der Sensor um 0,2 Winkelgrade von seiner Soll-Lage abweicht, kann
dies der Fahrer schon an „Funktionseinbussen“ wahrnehmen, sagen die Spezialisten von Bosch, einem der Lieferanten
von ACC-Systemen. Das Vermessen und
Einstellen des Radarsensors erfordert daher nicht nur einen gewissenhaften KfzFachmann, sondern auch ein geeignetes
Einstellgerät.
Mit dem ACC-Justage-System LC-40
Pkw hat Achsmessspezialist Koch eine
einfach zu handhabende und praktikable Mess- und Einstellvorrichtung auf
Laserbasis entwickelt. Damit lässt sich
ein im Fahrzeug verbauter ACC-Sensor
in der Werkstatt – gemäß der Kochschen
Vermessphilosophie – unter straßenähnlichen Bedingungen „wie im Fahrzustand“
prüfen und einstellen. Laut Koch erfordert
das LC-40 keinen speziellen Vermessplatz,
sondern lässt sich auf jeder ebenen Standfläche in der Werkstatt einsetzen.
Bitte in die Mitte: Das ACC-Justage-System
nimmt die geometrische Fahrachse als Bezugslinie. Das Ausrichten der Messtraverse ist mit
Hilfe der Laser schnell erledigt. In Traversenmitte befindet sich die Messeinheit.
Im Prinzip handelt es sich bei dem
ACC-Justage-System um eine Abwandlung beziehungsweise Ergänzung des
bekannten
Laser-Fahrwerksvermesssystems HD-10 EasyTouch. Herzstücke
sind hier wie dort die äußerst präzise
gefertigten, um 360 Grad drehbaren Laser-Messköpfe in Kombination mit den
patentierten Haltern. Diese sind so konstruiert, dass sie sich durch bloßes Einhängen ins Reifenprofil sowohl an Stahl- als
auch Alufelgen gleichermaßen einfach
adaptieren lassen. Eine Felgenschlagkompensation ist laut Harro Koch nicht
notwendig. Außerdem gehören eine einstellbare Messtraverse mit Spiegeln, die
Laser-Messeinheit für den ACC-Sensor
sowie Zusatzskalen für die Laser-Messköpfe zum Systemumfang.
Schnell einstellfertig
Das Handling des LC-40 gestaltet sich
einfach. „Geübte Kfz-Fachleute sollten
bei freigelegtem Sensor und konditioniertem Fahrzeug – Reifenfülldruck, Tankinhalt, Zusatzgewichte und so weiter
laut Herstellervorschrift – innerhalb von
rund zehn Minuten einen kompletten
Prüf- und Einstellturnus inklusive Rüstzeit vornehmen können“, sagt Koch – und
tritt selbst den Beweis an.
Als erstes positioniert der Achsmessspezialist die Messtraverse in einem Abstand von rund einem Meter mittig vor
dem Fahrzeug und richtet diese anhand
der beiden Präzisionslibellen waag- und
senkrecht aus. Anschließend hängt er die
Halter mit den Laser-Messköpfen an die
Hinterräder und befestigt jeweils eine
Zusatzskala am wellenartigen Teil des
Lasers. Nun sind die Skalen auszurichten,
in dem man diese soweit nach links oder
rechts verschiebt, bis die Laserstrahlen
jeweils den gleichen Skalen-Teilstrich
treffen.
Anschließend dreht Koch die Laser
nach vorne, bis die beiden Spiegel der
Zielkonflikt: Bei abgebauter Kühlermaske ist
das Justieren des Radarsensors schnell erledigt.
Das Präzisionsraster der Prüffläche des LC-40
Pkw (kleines Bild) ermöglicht eine Mess- und
Einstellgenauigkeit von 0,05 Grad.
Messtraverse die Laserstrahlen auf die
hinteren Skalen reflektieren. Zeigen diese
nach dem Feinausrichten der Messtraverse die gleiche Anzahl an Teilstrichen, ist
das System exakt auf die geometrische
Fahrachse des Fahrzeugs ausgerichtet.
Exakt ausrichten und einstellen
Im nächsten Schritt „heftet“ Koch die
Laser-Messeinheit zum Justieren des
Radarsensors mit Hilfe des integrierten
Powermagneten an die Stahlplatte in
der Traversenmitte. Dann verschiebt er
die Messeinheit solange, bis die ACC-Einheit am Fahrzeug den Laserstrahl auf die
Prüffläche reflektiert. Mit dem exakten
Ausrichten der Messeinheit mittels der
integrierten Präzisionslibelle sind die
vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen.
Nun lässt sich auf einen Blick erkennen, ob der Sensor verstellt ist. Dazu
sendet das Messmodul einen Laserstrahl
auf die Referenz-Spiegelfläche des ACCSensors in der Fahrzeugfront, die ihrerseits den Strahl auf die Prüffläche der
Einstelleinheit reflektiert. Anhand des
dort aufgedruckten Präzisionsrasters
lässt sich laut Koch mit der Genauigkeit
von 0,05 Grad eine Fehlstellung sofort
erkennen – und durch Verdrehen der Einstellschrauben am Sensorgehäuse auch
gleich gemäß den Herstellervorschriften
korrigieren.
Für den Fall, dass der Radarsensor keine Prüffläche besitzt, hat der Wennigser
Tüftler einen Spezialadapter entwickelt.
Dieser wird mittels einer Spannvorrichtung am Gehäuse des ACC-Sensors befestigt und trägt den Referenz-Spiegel. Bei
Verwendung des Spezial-Adapters muss
der Kfz-Fachmann darauf achten, dass
dessen drei Messtaster gleichmäßig auf
den Referenzflächen des Sensors aufliegen. Anschließend läuft der Messablauf
wie oben beschrieben ab.
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Klaus Kuss
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technik
werkstattausrüstung
„Bremse - Rütteln - Bühne“: So sieht Werksattinhaber Ewald Hauff (rechts)
„seinen“ optimalen Prüfablauf bei der Direktannahme. Das „Rütteln“ soll
künftig ein Fahrwerkstester des französischen
Herstellers Actia Muller
Service (AMS) übernehmen.
Fotos: Kuss
Neuer Schwung
für den Stoßdämpfer-Service
_ Die „Fahrwerksprüfung innerhalb der HU“ hat sich zur unendlichen Geschichte entwickelt. Rührige Werkstätten machen
ihren Stoßdämpferumsatz auch ohne Paragraphenvorschrift.
Ein neuer Tester aus Frankreich soll diesen sogar noch erhöhen.
B
ereits 1973 diskutierte der
Gesetzgeber mit Prüforganisationen,
Branchenverbänden,
Verkehrssicherheitsexperten,
Testgeräteherstellern, Stoßdämpferproduzenten und der Automobilindustrie darüber, einen Stoßdämpfertest in die
Hauptuntersuchung nach §29 StVZO zu
integrieren. Konkrete Ergebnisse dazu gibt
es allerdings nach über 35 Jahren mehr
oder weniger lebhafter Diskussion immer
noch nicht. Derzeit scheint das Thema
Stoßdämpfertest, das im Laufe der Zeit
zur „Fahrwerksprüfung“ mutierte, wieder
einmal auf Eis gelegt.
An Gründen dafür mangelt es den
Beteiligten indes nicht: Mal fehlten fahrzeugmodellspezifische Angaben der Automobilindustrie darüber, ab wann ein
Stoßdämpfer verschlissen ist. Auch konnte man sich nicht über das „richtige“ Prüfverfahren einigen. Selbst die Frage, wer
von den Testgeräteherstellern den geforderten Referenzprüfstand bauen darf, gab
Aktiv-Marketing: Wer Werkstatt und
Testequipment auslasten will, muss
Kunden aktiv einladen.
132
Anlass zur Diskussion, ebenso wie die Reproduzierbarkeit der Prüfergebnisse.
Neuer Ansatz, neues Glück?
Unabhängig davon ist eines sicher: Bei
Stoßdämpfern handelt es sich um typische Verschleißteile, die „irgendwann“
ersetzt werden müssen. Und um eben
dieses „irgendwann“ – losgelöst von allen
Diskussionen und der Entscheidungsunfähigkeit der Beteiligten – zu präzisieren und
den Werkstätten zu einem florierenden
Stoßdämpfergeschäft zu verhelfen, hat
der französische Werkstattausrüster Actia
Muller Service (AMS) zusammen mit den
Stoßdämpferexperten von Tenneco/Monroe einen neuartigen Fahrwerksprüfstand
entwickelt.
Mit diesem soll sich nun endlich eindeutig nachweisen lassen, ob ein Stoßdämpfer „reif für die Tonne“ ist oder nicht.
Die amz-Redaktion hat sich das Testgerät
im Vor-Ort-Einsatz angesehen. Ewald
Hauff, Kfz-Meister
und Mitinhaber des
Autofit-Betriebs
Hauff & Sponholz
an der Total-Tankstelle in Kronshagen, hatte sich für
eine
SicherheitsCheck-Aktion das als
„Profi-Fahrwerkstester“ bezeichnete
Diagnosetool über
sein zuständiges PV
Klare Ansage: Der AMS-Tester liefert
Autoteile-Verkaufsein aussageafähiges Prüfprotokoll,
das die Argumentation erleichtert.
haus in Kiel geordert.
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Verfeinertes Prüfverfahren
Fahrwerksprüfstände gibt es seit längerem in den unterschiedlichsten Formen.
Der wesentliche Unterschiede der Testgeräte liegt dabei im Prüfverfahren, das der
jeweilige Werkstattausrüster favorisiert:
Neben der Wipp-, der Nachschwing- und
der Fall-Methode gehören vor allem das
Boge-(Resonanz-) sowie das EusamaPrinzip zu den bisher gängigen Prüfverfahren.
Einen Schritt weiter geht der von
Actia Muller Service (AMS) entwickelte
„Monroe-AMS-Profi-Fahrwerkstester“.
„Bei diesem Tester haben die Experten
von AMS das bekannte Eusama-Verfahren zusammen mit den Stoßdämpferspezialisten von Monroe weiterentwickelt
und verfeinert“, erklärt Dipl. Ing. Maik
Luschtinetz, Leiter Technisches Marketing bei I+ME Actia. Das in Braunschweig
ansässige Unternehmen organisiert den
Vertrieb des Testers in Deutschland.
Ausgiebige Tests, unter anderem im
Monroe Engineering and Technical Center in St. Truiden, haben gezeigt, dass bei
dem veränderten Messverfahren sowohl
der Reifendruck als auch das Fahrzeuggewicht kaum Einfluss auf das Prüfergebnis
haben. „Zudem lassen sich die Ergebnisse
beliebig oft replizieren“, ergänzt Wolf Jochen Dargel, Gebietsverkaufsleiter bei
Tenneco/Monroe. Der Stoßdämpferspezialist weiß, wovon er spricht: Zu seinen
Aufgaben gehört es, den Tester innerhalb
des „Monroe Sicherheitschecks“ interessierten Werkstattbetreibern vor Ort
vorzustellen. Dabei dokumentiert Dargel
sämtliche Testergebnisse.
Zusätzliche Sensoren
für „genauere“ Ergebnisse
Das „Geheimnis“ des neuen Testers liegt
laut Luschtinetz in zusätzlichen Sensoren,
welche die Genauigkeit des Eusama-Ver-
Neuauflage: Der Fahrwerkstester von AMS
prüft nach dem modifizierten EusamaVerfahren. Das „Geheimnis“ sind Zusatzsensoren unter den Fußplatten, welche die
Phasenverschiebung ermitteln.
fahrens erhöhen und die bisherigen Kritikpunkte (Reifenluftdruck, Fahrzeuggewicht, Wiederholbarkeit) eliminieren. Je
ein solcher Sensor – im Prinzip ein DMSElement (Dehn-Mess-Streifen) zur Aufnahme von Kräften – sitzt jeweils unter
den beiden Fußplatten des Testers, auf
denen die Räder positioniert werden.
Die Sensoren erfassen die Phasenverschiebung zwischen der Plattenbewegung und dem Gegendruck des
Radsystems. „Die Betrachtung des Radsystems als oszillierendes System und
das separate Erfassen der Amplitude von
Schwingung und Phase ermöglichen es,
die Einflussfaktoren zu trennen“, erläutert Luschtinetz. Bei einer hohen Messfrequenz bleibt das Rad bewegungslos: Die
Erregerplatte und das Rad befinden sich in
entgegengesetzter Phase zueinander. Ist
dagegen die Frequenz niedrig, schwingen
Rad und Fußplatte gleichgerichtet: Die Signale sind in gleicher Phase zueinander.
Der Übergang des Zustands „außerhalb der Phase“ in den Zustand „in Phase“,
also wenn die Resonanzfrequenz erreicht
wird, ist maßgeblich vom Dämpfungsvermögen des Stoßdämpfers abhängig.
Je höher die Dämpfungswirkung, desto
„weicher“ ist der Übergang. „Je enger
die Werte für die Frequenz der Fußplatte
und der Radkraft beisammenliegen, desto besser ist die Dämpfungswirkung des
Stoßdämpfers“, erklärt Luschtinetz weiter. Zur verbesserten Hardware haben
die Spezialisten von AMS noch einen speziellen Rechenalgorithmus entwickelt,
um einen Zahlenwert für den Phasenübergang zu definieren. Dieser als „CAP“
(Coefficient of Phase) bezeichnete Wert
ist laut Luschtinetz ein Parameter für das
Dämpfungsverhalten des Fahrwerks.
Tester hilft beim Vermarkten
Stoßdämpfer verschleißen langsam – und
vom Fahrer meist unbemerkt. „Viele Autofahrer gewöhnen sich an diesen schlei-
chenden Prozess und müssen aktiv auf die
verloren gegangene Dämpfungswirkung
hingewiesen werden. Am einfachsten
lässt sich dies mit Hilfe eines geeigneten
Testers und anhand dessen aussagefähigen Prüfprotokolls bewerkstelligen“,
weiß Stoßdämpferspezialist Dargel aus
eigener Erfahrung.
Dass der „Monroe-AMS-Profi-Fahrwerkstester“ das Zeug dazu hat, hat das
2007 mit dem Innovationspreis der Motortec Messe (Madrid) ausgezeichnete Diagnosetool schon mehrfach bewiesen: In
seinem Ursprungsland Frankreich haben
Spezialisten von Monroe an 400 Testtagen über 4000 Autos und somit mehr als
16 000 Stoßdämpfer geprüft – und dabei
festgestellt, dass rund 39 Prozent der
geprüften Dämpfer die Verschleißgrenze bereits deutlich überschritten hatten
und zu ersetzt wären.
, Vorhandene Potenziale nutzen
Ähnlich wie in Frankreich stellt sich die
Situation nach dem Bekunden von Tenneco/Monroe auch in Deutschland dar.
Deshalb können Werkstattinhaber, die
ihr ganz persönliches „Stoßdämpfer-Ersatzpotenzial“ kennenlernen wollen, im
Rahmen eines „Monroe-Sicherheitsprüftags“ die mobile Variante des MonroeAMS-Fahrwerkstesters über ihren Monroe-Versorgungshändler ausleihen.
Von diesem Angebot hat auch Ewald
Hauff, Betreiber einer Total-Tankstelle und
Mitinhaber des angegliederten AutofitBetriebs Hauff & Sponholz, über seinen
zuständigen PV-Außendienstmitarbeiter
erfahren – und sofort Gebrauch davon
gemacht. Um die Aktion möglichst effektiv zu gestalten, ließ Hauff im Vorfeld
mehr als 400 ausgewählte Kunden von
seiner kaufmännischen Betriebsleiterin
Gudrun Kratzert mit einem persönlichem
Brief zum kostenlosen Sicherheits-Check
einladen. Neben Stoßdämpfern prüften
die Werkstattprofis dabei auch Reifen,
Bremsen, Bremsflüssigkeit sowie weitere
sicherheitsrelevante Fahrwerkskomponenten.
Bei dieser Gelegenheit checkte Hauff
außerdem zusammen mit seinem Werkstattleiter Carsten Fahrenkrog die künftigen Möglichkeiten des Testers. „Bislang
haben wir nur etwa 60 Stoßdämpfer pro
Jahr verkauft. Mit dem AMS-Tester können wir unser Stoßdämpfergeschäft sicherlich verzwanzigfachen“, schätzt KfzProfi Hauff. Fraglos ein optimistisches
Ziel, das man dem rührigen Geschäftsmann, der jedem seiner Kunden die
Direktannahme aktiv anbietet, jedoch
durchaus abnehmen darf.
Klaus Kuss
Werkstatt-Entsorgung
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werkstattausrüstung
Die Produktion von Auswuchtmaschinen in
Deutschland hat mittlerweile Seltenheitswert.
Fotos: Linzing
Gegen den Trend
Bei allen Baugruppen des Cura R 2000 – im
Bild der Unterbau der beweglichen Platten für
die automatische Felgenschlagkompensation
– kommt es auf höchste Präzision an.
_ Werkstattausrüstung, die am Standort Deutschland
leiter Produktmanagement bei ATT. Das
berührungslose Achsmesssystem Cura R
2000 wurde komplett im eigenen Haus
entwickelt. Auch die Produktion findet
mit sehr hoher Fertigungstiefe in Kehl
statt. Das sei zwar teilweise mit höheren
Kosten verbunden, als extern fertigen zu
lassen, zahle sich aber aus, meint Vauderwange. Denn bei diesem System komme
es auf sehr hohe Präzision der einzelnen
Baugruppen an. „Da wir alle Prozesse
im eigenen Haus behalten haben, können wir sehr schnell auf Änderungen
oder Qualitätsschwankungen reagieren.
Letztendlich hilft uns das, ein Produkt
mit hoher Qualität und möglichst geringen Ausfallquoten anbieten zu können“,
berichtet der Produktverantwortliche.
Bei der Realisierung dieser bislang einzigartigen Achsmesstechnologie werden
zahlreiche Kompetenzen der einzelnen
Unternehmen der Nussbaum-Gruppe gebündelt. So stammt die Hebebühnentechnik aus dem Stammhaus in Bodersweier.
Nicht nur die Konstruktion, Hydraulik und
Steuerung der Scherenbühne, sondern
auch die Führungen für die Messköpfe
und die beweglichen Aufstandsplatten
für die automatische Felgenschlagkompensation erfordern höchste Präzision bei
der Fertigung und Montage.
Beispielsweise müssen die Messköpfe über die gesamte Fahrschienenlänge
absolut linear geführt werden, um ein
präzises Messergebnis sicherstellen zu
können. Die Fertigung der Führungsschienen für die Messköpfe erfordere daher ein sehr hohes Maß an Präzision und
Knowhow.
Im Bereich der Blechbearbeitung
kann auf die Kompetenz der zur Unternehmensgruppe gehörenden SMT (Sheet
Metal Technologies GmbH) in Kehl-Sund-
entwickelt und produziert wird, gibt es immer seltener. Diese
vom Aussterben bedrohte Spezies gibt es aber noch, beispielsweise bei ATT, einem Tochterunternehmen von Nussbaum.
I
n der Automobilindustrie ist es längst
zum Standard geworden, dass man
– um Kosten zu sparen – in Niedriglohnländern produzieren lässt. Die Fertigungstiefe nimmt kontinuierlich ab.
Mittlerweile fertigen Zulieferer nicht nur
ganze Baugruppen sondern sind auch bei
deren Entwicklung mit einbezogen.
Dieser Trend hat in den vergangenen
Jahren auch vor den Werkstattausrüstern
nicht Halt gemacht. Auch sie geraten zunehmend unter Kostendruck, denn die
Werkstattbetreiberwerden immer preissensibler. Denn auch deren Kunde, der
Autofahrer, spart wo er nur kann – und
das meist bei fälligen Reparatur- und
Wartungsarbeiten. Was liegt also näher,
als die lohnintensive Produktion von
Werkstattausrüstungsgegenständen ins
benachbarte osteuropäische Ausland
zu verlagern? Doch nicht jeder Werkstattausrüster, der diesen Weg aus Kostengründen gegangen ist, kann davon
berichten, dass die Rechnung schließlich
aufgegangen sei.
Kernkompetenz Prüftechnik
Die Nussbaum-Gruppe hat diesen Trend
nicht mitgemacht. Trotz aller Markteinflüsse hält das Unternehmen am Grundsatz fest, alle Wertschöpfungsprozesse
im eigenen Haus zu behalten. Bestes Beispiel dafür sind die Produkte von ATT. Die
134
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Automotive Testing Technologies GmbH
(ATT) wurde 2001 als Gemeinschaftsunternehmen der Otto Nussbaum GmbH
& Co. KG und der Robert Bosch GmbH
gegründet. Im Juli 2004 übernahm Nussbaum die Bosch-Anteile, seitdem ist das
Unternehmen eine 100-prozentige Tochter von Nussbaum. Die Kernkompetenz
des in Kehl ansässigen Unternehmens
liegt in der Entwicklung, Fertigung und
Produktion hochwertiger Prüftechnik
für Pkw und Lkw. Zum Produktportfolio
gehören Achsmessgeräte, Bremsenprüfstände, komplette Prüfstraßen sowie
Reifenservicegeräte.
Alleinstellungsmerkmal
Interessantestes Produkt von ATT ist
zweifelsohne das berührungslose Achsmesssystem Cura R 2000. Damit haben
es die ATT-Spezialisten geschafft, eine
aus der Medizin bekannte Technik zum
dreidimensionalen Erfassen von Gegenständen für den Einsatz in der Werkstatt
zur Serienreife zu entwickeln. Die Nussbaum-Gruppe ist bislang der einzige Anbieter dieser Technologie für die Achsvermessung in der Werkstatt. Mittlerweile
sind weltweit 70 Anlagen in Betrieb.
„Damit sind wir mit dem innovativen
Achsmesssystem längst vom Projektstatus zum Serienprodukt übergetreten“,
sagt Thomas Vauderwange, Abteilungs-
eröffneten Logistikzentrums im Hafengelände von Kehl.
Auswuchttechnik
„Made in Germany“
Das berührungslose Achsmesssystem Cura
R 2000 wird mit hoher Fertigungstiefe bei
ATT in Kehl gefertigt.
heim zurückgegriffen werden. Die Präzisionshydraulik stammt aus der ebenfalls
zur Nussbaum-Gruppe gehörenden Hydraulik Seehausen GmbH. Die Endmontage des Achsmesssystems erfolgt in
einem speziell dafür eingerichteten Bereich innerhalb des im vergangenen Jahr
Im gleichen Gebäude werden auch die
Auswuchtmaschinen gefertigt, was in
Deutschland mittlerweile Seltenheitswert hat. Branchenkenner wissen, dass
Wuchttechnik heute überwiegend aus
Italien kommt. Doch auch hierbei setzt
das Unternehmen auf das Prinzip, alles
im eigenen Hause zu behalten. „Als wir
vor sechs Jahren mit dem Entwickeln
begannen, haben wir alles, was wir bis
dahin über Auswuchtmaschinen wussten, beiseite geschoben und von Grund
auf eine eigenständige Maschine entwickelt“, sagt Peter Gnielka als Produktverantwortlicher für die Auswuchtmaschinen. Ziel war es, dem Anwender eine
solide Mittelklassemaschine mit gutem
Preis-Leistungsverhältnis und hoher Ergonomie zu bieten. So kombiniert die
modern gestylte Sinus-Baureihe hochwertige Elektronik mit einer bedienerfreundlichen Software und einer guten
Raumnutzung dank klappbarer Radschutzhaube.
Die Auswuchtmaschinen der Sinus-Baureihe von
ATT wurden komplett neu entwickelt. Sie bieten
hohe Funktionalität, elegantes Design und Ergonomie dank klappbarem Radschutz.
Am Beispiel ATT zeigt sich, dass es
trotz Preisdruck möglich ist, Werkstattausrüstung in Deutschland zu produzieren. Vauderwange ist davon überzeugt,
dass dieses Konzept Zukunft hat.
Richard Linzing
technik
werkstattausrüstung
_ Trennen und
Schleifen
Von Chicago Pneumatic gibt es einen neuen pneumatischen Winkelschleifer. Der
CP7500D ist speziell für Kfz-Anwendungen
entwickelt worden. Er soll sich vor allem
für Schleif- und Trennarbeiten bei beengten Platzverhältnissen eignen. Dazu lässt er
sich laut Hersteller sowohl mit zweizölligen
Schrupp- als auch mit ebenso großen Trennscheiben betreiben.
Der CP7500D ist 140 Millimeter lang
und soll mit einer Drehzahl von bis zu 22
000 Umdrehungen effektives Arbeiten ermöglichen. Dank der seitlichen Abluftführung wird die Luft direkt aus dem Arbeitsbereich geleitet.
Die EM7470 misst den Höhenschlag von Reifen und Felge und unterstützt den Anwender beim
Foto: Linzing
Optimieren des Rundlaufes.
_ Sparen und Optimieren
Der pneumatische Winkelschleifer soll das Arbeiten bei beengten Platzverhältnissen erleichtern.
Foto: Chicago Pneumatic
Der neue Winkelschleifer ist mit einer um 180 Grad drehbaren Schutzhaube,
einem chemikalienresistenten Gummigriff
und einem Sicherheitsventilhebel ausgestattet. Letzterer soll vor unbeabsichtigtem
Einschalten schützen. Den Geräuschpegel
gibt der Hersteller mit 79 Dezibel an.
Bei Verwendung von Schruppscheiben
sind die Körnungen 60, 80 und 120 vorgesehen. Der mitgelieferte Spannflansch soll
rl
den Schleifmittelwechsel erleichtern.
www.cp.com
Der italienische Werkstattausrüster Corghi
hat kürzlich die neue Reifenauswuchtmaschine EM7470 vorgestellt. Die Bedienung
erfolgt über ein berührungsempfindliches
Tastenfeld – ähnlich wie beim ipod. Die
Raddaten werden mit einem Messarm
automatisch erfasst. Nach dem Messlauf
steuert die Maschine die Position für das
Anbringen der Gewichte automatisch an.
Eine der Besonderheiten der EM7470
ist deren Radoptimierungsprogramm.
Hierbei ermittelt die Maschine den Höhenschlag des Reifens per Ultraschall.
Der Felgenschlag wird mit Hilfe des
Messarms und einer Rolle gemessen.
Anschließend wird die Unrundheit des
Reifens und der Felge auf dem Monitor
in Form einer Grafik dargestellt. Nun
kann der Anwender den höchsten, beziehungsweise tiefsten Punkte anfahren,
markieren und beim Matchen übereinanderlegen. Die neue Auswuchtmaschine verfügt über die Software Weight
Management. Sie ermöglicht es, den Verbrauch an teuren Zinkgewichten in der
Werkstatt zu reduzieren. Hierbei berechnet die Software die statische und dynamische Unwucht getrennt voneinander.
Liegt die dynamische Unwucht unter
einem gewissen Grenzwert, wird nur statisch ausgewuchtet. Ferner wurden die
Grenzwerte beider Unwuchtarten so gewählt, dass einerseits ein gewichtesparendes und dennoch zufriedenstellendes
Auswuchtergebnis erzielt werden kann.
Bei empfindlichen Autofahrern kann der
Anwender jederzeit das klassische Ausrl
wuchtprogramm wählen.
www.corghi.de
_ Sprühnebelfrei lackieren
Die Farbspritzpistole von Metacap reduziert den
Sprühnebel mit Hilfe eines Luftmantels, der den Farbstrahl umhüllt.
Foto: Metacap
136
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Sprühnebel und Farbrückprall verschlechtern bei konventionellen Spritzpistolen
den Auftragswirkungsgrad, Farbverluste
bilden in der Spritzkabine Farbschlamm,
der als Sondermüll entsorgt werden muß.
Der Sprühnebel beeinträchtigt aber auch
die Gesundheit des Lackierers.
Die Farbspritzpistole von Metacap soll
Sprühnebel und Farbrückprall vermeiden.
Der Auftragswirkungsgrad bei großflächigen Werkstücken soll damit bei annähernd 100 Prozent liegen. Bei filigranen
Werkstücken sollen sich dank scharf be-
grenztem Sprühstrahl mehr als 50 Prozent
an Lack und Lösemitteln einsparen lassen.
Um dies zu erreichen, ist die Spritzpistole
laut Anbieter aufwändig konstruiert. Der
Farbstrahl wird von einem Luftmantel umgeben, was bei gleichem Luftverbrauch im
Vergleich zur konventionellen Spritztechnik die Schadstoffemissionen um bis zu
50 Prozent, den Abfall um nahezu 100
Prozent sowie den Rohstoffverbrauch um
rl
etwa 50 Prozent reduzieren soll. www.metacap.de
Leuchtende und piepsende Signale
Als universellen Kfz Schlüssel- und Parksensortester hat Fischer-Elektronik ein
nützliches Tool neu im Lieferprogramm.
Das kleine Gerät eignet sich hervorragend für die schnelle und unkomplizierte
Überprüfung von Ultraschall-, Funk- und
Infrarotsensoren im Kfz-Bereich. Das Gerät mit dem Namen Twin-Check überprüft
Ultraschallsender, die im Bereich von 40
Kilohertz (kHz) senden. Es signalisiert
optisch und akustisch mittels LED beziehungsweise Piep-Tönen, ob der geprüfte
Sender ein Signal aussendet und wo sich
dessen Sendekeule befindet. Per Tasten-
„Flüssigwerkzeuge“ ergänzen das Werkzeugsortiment von Elora. Foto: Elora
_ Chemische
Helfer
Der Remscheider Werkzeugspezialist Elora hat sein Programm um den
Bereich Werkzeug-Chemie erweitert. Die „Flüssigwerkzeuge“ sollen
das Werkzeugsortiment für Profis
in Form von Rostlöser mit VierfachWirkung, Haftschmiermittel, Industrie-Schnellreiniger und Multifunktions-Spray ergänzen.
So lassen sich laut Anbieter mit
der Werkzeug-Chemie extrem verrostete und verfestigte Schrauben
einfach und schnell lösen. Rostpartikel sollen auch in den feinsten
und unzugänglichsten Zwischenräumen erreicht und angelöst werden. Der Rostlöser soll Feuchtigkeit
verdrängen und Edelstahloberflächen reinigen und schützen.
Ein weiteres Beispiel aus dem
neuen Sortiment von Elora ist
der Industrie- und Bremsenreiniger. Mit ihm sollen sich Öle, Fette,
Harze, Teere, Kleberückstände, frische Lack- und Wachsrückstände,
Flecken von Polstern und Werkstattböden entfernen und Bremsen
rl
reinigen lassen. www.elora.de
druck kann die Empfindlichkeit zwischen
fein, mittel und grob gewählt werden.
Zur Messung wird der Twin-Check-Tester
in einem Abstand von etwa zehn bis 150
Zentimeter zum Ultraschallsender gehalten. Die Sendeintensität wird durch die
Drei-Farben-LED grün, gelb und rot angezeigt. Weiterhin überprüft das Gerät
Fernbedienungen im Infrarotbereich und
im Bereich der Funk-Frequenzen von 433
Megahertz (MHz) und 868 MHz. Auch
hier wird optisch und akustisch (mittels
LED beziehungsweise Piep-Tönen) signalisiert, ob die getestete Fernbedienung
Der universelle Kfz Schlüsselund Parksensortester Twin
Check ist als nützliches Tool
seit diesem Jahr im Lieferprogramm.
Foto: Fischer Elektronik
bei ihrer Betätigung ein Signal aussendet. Im Infrarotbereich zeigt ebenfalls die
Drei-Farben-LED die Intensität des empjr.
fangenen IR-Signals an.
technik
werkstattausrüstung
Digitales Farbton-Management
_ Farbtonmessgerät und
Colour-Software – Bei der Reparaturlackierung wird zunehmend auf
elektronische Unterstützung
gesetzt.
Mehr Tempo und mehr Genauigkeit bei der
Reparaturlackierung. Die effiziente ColourSoftware CR Plus und das Farbtonmessgerät
ColorDialog spectro haben sich erfolgreich im
Markt etabliert.
Foto: Spies Hecker
D
er Kölner Lackhersteller Spies
Hecker setzt neben der klassischen
Farbtondokumentation auch auf elektronische
Anwendungen. Denn immer
mehr Lackierer nutzen das digitale
Colour-Management und arbeiten mit
Soft- und Hardware in der Werkstatt
sowie im Mischraum. Dabei wurde in
den vergangenen Jahren die Farbtonbestimmung mit dem digitalen Farbtonmessgerät ColorDialog spectro forciert.
„Das Interesse an der elektronischen
Farbtonbestimmung wächst stark“,
erklärt Colour-Koordinator Dietmar
Wegener. „Bereits seit drei Jahren ist
das Gerät bei Lackierbetrieben im Einsatz. In ganz Deutschland führen heute
_ Da bleibt nichts im Motor zurück
Nichts geht verloren mit dem QuickRelease-System von Stahlwille, denn die
Entriegelung des Zubehörs erfolgt per
Knopfdruck.
Foto: Stahlwille
138
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Geht Knarrenzubehör in Motorräumen
oder bei sensiblen Montagevorgängen verloren, ist Not am Mann. Zeitaufwändige
Such- oder Ausbauaktionen folgen, bis die
Einzelteile gefunden sind. Die EinhandSicherheitsverriegelung QuickRelease des
Wuppertaler Werkzeugspezialisten Stahlwille verhindert laut Unternehmensangaben das unbeabsichtigte Herunterfallen
von Steckschlüsseleinsätzen an Knarren
oder Verlängerungen. Auch das Lösen
der Verlängerungen von den Knarren ist
unmöglich, denn die Entriegelung erfolgt
per Knopfdruck.
Dauertests mit vielen tausend Schaltungen unter Belastung hätten bewiesen,
dass die neuen QuickRelease-Knarren genauso langlebig und zuverlässig sind wie
die Standardknarren von Stahlwille. Dafür
sorge auch der gesenkgeschmiedete Knarrenkörper aus Chrome-Alloy-Stahl mit
matter Verchromung. Abgestimmt auf
hohe Standzeiten seien auch der robuste
Hebelumschaltmechanismus und die Mechanik der QuickRelease-Sicherheitsverriegelung. Hinzu komme, dass die Knarre
einen ergonomisch geformten Zwei-Komponentengriff habe. Er besteht aus einem
hochwertigen, harten Heftkern und einer
rutschhemmenden, skydrolbeständigen,
weichen Griffoberfläche.
Die Knarre ist mit 1/4-, 3/8- und
1/2-Zoll-Antriebs-Vierkant
erhältlich.
Passend dazu ebenfalls in Quick ReleaseAusführung die Verlängerungen in 1/4
Zoll (Längen 54 und 150 Millimeter), 3/8
Zoll (Längen 76, 160 und 240 Millimeter)
und 1/2 Zoll (Längen 52, 130 und 255
Millimeter). Unabhängig von den einzelnen Knarren gibt es verschiedene Sätze
mit jeweils einer Knarre und mehreren
oth
Verlängerungen.
mehr als 500 Werkstätten die Farbtonbestimmung elektronisch durch. Die digitale
Farbtonmessung überzeugt durch sekundenschnelle Analyse und bestimmt den
gesuchten Farbton schnell und präzise.“
ColorDialog spectro und CR Plus
werden weiter entwickelt
„Wir erweitern künftig das Arbeitsspektrum des ColorDialog spectro um einen
Mehrfachkorrektur-Modus“, kündigt der
Experte an. Konkret bedeutet das: „Das Gerät prüft neben dem Originalfarbton auch
das jeweils erstellte Musterblech und kann
so die Applikation des Lackierers mit in die
Analyse einbinden. Bei Abweichungen korrigiert das Messgerät die Farbformel.“
Auch die CR Plus-Software soll in Zukunft mehr Funktionen erhalten. Neue
Programm-Module geben eine klare Übersicht über Materialverbrauch, Lagerbestand und Bestellungen, verspricht der
Hersteller. Damit lassen sich das Controlling und die Materialverwaltung optimieren. Dietmar Wegener: „Die Prozesse im
Mischraum werden so noch besser gesteujr.
ert.“
Kleiner Problemlöser: Der Rohrabschneider mit Ratschenfunktion.
Foto: Kunzer
_ Rohrabschneider
mit Ratschenfunktion
Einen neuen Rohrabschneider für Auspuffrohre von 28 bis 67 Millimeter Durchmesser hat die Kunzer GmbH aus Forstinning im Programm. Durch die Ratschenfunktion muss das Gerät nicht mehr
um das ganze Rohr bewegt werden, zudem ist es auch an schwer
zugänglichen Stellen einsetzbar.
Der Rohrabschneider schneidet neben Stahl, Kupfer, Aluminium unter anderem auch Edelstahl in einer Stärke von bis zu drei
Millimetern. Die Einhandbedienung garantiert ermüdungsfreies
und sicheres Arbeiten. Schalldämpferrohre können nach Angaben
des Unternehmens weitestgehend im eingebauten Zustand getv
trennt werden.
www.kunzer.de
technik
werkstattmarkt
Erfolgreich in
der dritten Dimension
_ Schnell, einfach und genau – so arbeiten Achsmesssysteme
mit digitaler 3-D-Kameratechnik. Bei Hunter Deutschland gehören sie zu den Verkaufsschlagern im Programm. Bis es soweit
war, waren sechs Jahre harte Arbeit notwendig.
N
och vor sechs Jahren war
Hunter ein relativ unbekannter
Name in Deutschland – sowohl
in den Werkstätten als auch
bei den Fahrzeugherstellern.
Doch dies hat sich mittlerweile grundlegend geändert, wie die zahlreichen
Freigaben und Empfehlungen unserer 3D-Geräte zeigen“, sagte Martin Adams,
Geschäftsführer von Hunter Deutschland, vor kurzem bei der Einweihung des
neuen Firmensitzes im Gewerbegebiet
von Greifenberg am Ammersee.
Eigene Deutschland-Vertretung
Ein Grund für diese „relative Unbekanntheit“ war vermutlich die Vertriebstruktur, mit welcher der amerikanische Werkstattausrüster bis zum 31. Mai 2002 den
deutschen Markt bearbeitet hat. Bis zu
diesem Datum kümmerten sich nämlich
überwiegend Importeure und Handelsvertreter um den Vertrieb der Produkte
und betreuten die Kunden in der Automobilindustrie und den Werkstätten.
„Doch insbesondere bei den Fahrzeugherstellern kommuniziert man nicht gerne mit Vertretern“, blickt Adams zurück.
Mit dem 1. Juni 2002 änderte sich
dies, denn an diesem Tag ging die Hunter
Deutschland GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Hunter Engineering
Company, offiziell an den Start – und läutete laut Adams eine ausgesprochen erfolgreiche Ära ein. Adams, der bis dahin
schon seit langem das OEM-Geschäft für
Hunter betreute, übernahm den Posten
des Geschäftsführers. Mit Rolf Lapp hatte
er einen weiteren Branchenprofi im Boot,
der seitdem als Key Account- und Marketingmanager für die vielschichtigen Vertriebsaktivitäten mit verantwortlich ist.
Vermessen in der dritten Dimension: Achsmessgeräte mit digitaler 3-D-Kameratechnik
gibt es von Hunter seit 1996. Viele Fahrzeughersteller empfehlen die Geräte, die beim Vermessen deutlich schneller sind als herkömmliche CCD-Geräte.
Fotos: Kuss
Neuartige 3-D-Kamerasysteme
Dreiecksbeziehung: Die Reflektoren der
neuen Geräte-Generationen fallen kleiner
und handlicher aus, zudem erweitern sie den
Sichtbereich der Kameras. Anhand der Form
der reflektierenden Dreiecke auf den Targets
errechnet die WinAlign-Software die Fahrachswinkel.
140
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Mit „Habicht“-Augen: Vier hochauflösende digitale Videokameras (eine pro Rad) beobachten
permanent die elektronikfreien Reflektoren.
Je nach Ausführung des HawkEye fährt der
Kameraträger synchron zur Hebebühne mit.
Das erste Achsmessgerät, welches mit
Lichtstrahlen arbeitete, entwickelte Hunter bereits 1955 mit dem „Lite-A-Line“.
1969 folgte mit dem „F60/70 Compute-ALine“ erstmals ein computerunterstütztes
Vermesssystem, das ständig weiterentwickelt wurde. Heute repräsentiert die
DSP500-Serie mit CCD-Messköpfen bei
den „herkömmlichen“ Achsmessgeräten
den aktuellen Stand der Technik.
Aufmerksamkeit erregten die Entwickler von Hunter jedoch, als sie 1996
mit dem DSP400 ihr erstes serienreifes
Achsmesssystem mit digitaler 3-D-Kameratechnik präsentierten. Die Vorteile sol-
Problemlöser: Auf den ersten Blick gleicht
das Vibrationskontrollsystem GSP9700
einer „normalen“ Wuchtmaschine. Doch mit
der Zusatzrolle (hinten rechts) lassen sich
selbst hartnäckige Laufruhe- und Seitenzugprobleme meistern.
cher Systeme, welche auch schon die Entwickler am Hunter-Stammsitz in St. Louis
in den Vereinigten Staaten überzeugt hatten, gelten noch heute: Schnell, einfach
und präzise. Bei 3-D-Kamerasystemen
kommen anstelle komplexer und empfindlicher Messköpfe lediglich elektronikfreie und unempfindliche Reflektoren,
so genannte Targets, an die Räder. Diese
werden von vier hochauflösenden digitalen Videokameras permanent gefilmt.
Anhand der unterschiedlich großen Dreiecke auf den Targets berechnet die von
Hunter entwickelte WinAlign-Software
aus den Messbildern die entsprechenden
Fahrachswinkel mit einer Genauigkeit, die
sich hinter CCD-Systemen nicht verstecken muss.
Der im Vergleich zu herkömmlichen
Systemen gelobte Zeitvorteil resultiert
unter anderem aus der Felgenschlagkompensation, die bei einem 3-D-Gerät
viel schneller erledigt ist: Der Anwender
muss lediglich die vier Targets an die Felge montieren, ohne sie zu kalibrieren.
Anschließend rollt er das Fahrzeug um
etwa eine Viertel Radumdrehung zurück
und wieder vor – fertig. Den Rest erledigt
die Software und liefert die Spur- und
Sturzwerte nahezu in Echtzeit.
3-D in der dritten Generation
Die Achsmessanlagen mit digitaler 3-DKameratechnik gehen nun bereits in die
dritte Generation. Nach dem DSP400 und
dem DSP600 hat Hunter Deutschland vor
kurzem die neu gezeichnete HawkEye-
Serie vorgestellt. Die wesentlichen Unterschiede liegen in den deutlich kleineren
Reflektoren und der überarbeiteten
WinAlign-Software. Die kleineren Targets
sind leichter und damit handlicher, zudem ermöglichen sie ein größeres Sichtfeld der Kameras. Zu den verschiedenen
Kameraversionen (Wandbefestigung, Bodenmontage, Durchfahrversion und so
weiter) ist das neue HawkEye nun auch
als mobile Variante erhältlich, die sich an
mehreren Arbeitsplätzen nutzen lässt.
Zudem gibt es eine Variante mit nur zwei
Kameras und einem Kameralift.
Simulierte Straßenlast
Auch beim Wuchten beschreitet Hunter
einen besonderen Weg, vor allem um
Laufruhe- und Seitenzugprobleme zu beseitigen: Der amerikanische Wuchttechnikspezialist hat dazu das Vibrationskontrollsystem GSP9700 entwickelt. Auf
den ersten Blick ähnelt das Gerät zwar
einer „normalen“ Oberklasse-Wuchtmaschine, doch die zusätzliche, rechts
angebrachte Anpressrolle verrät die Besonderheit. Mit deren Hilfe simuliert das
GSP9700 die Kräfte, die im Fahrbetrieb
auf Rad und Reifen wirken. „Road Force
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März
2009
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technik
werkstattmarkt
Sanft montieren: Mit der TCX 550 lassen sich
selbst Superbreitreifen schonend auf die Felge
ziehen. Das optional erhältliche Wulstniederhalter-System (links) erleichtert das Handling
bei harten Seitenflanken.
H u n ter –
Global Player mit Tradition
Tragende Rolle: Die Zusatzrolle presst den
Reifen mit bis zu 635 Kilo ins Felgenbett und
simuliert so die Kräfte der Straßenfahrt. Die
Spezialsoftware berechnet aus den aufgezeichneten Kraftwerten die „Problemzonen“ der
Rad-Reifen-Kombination.
Measurement“ nennt Hunter das Verfahren, das sich auf neudeutsch mit „Straßenkraftmessung“ übersetzen lässt.
Die „Straßenkraftrolle“ drückt den Reifen bei geringer Raddrehzahl in mehreren
Stufen mit bis zu 635 Kilogramm optimal
ins Felgenbett, gleichzeitig erfasst das integrierte Messsystem die radialen Kraftschwankungen im Reifen. Anschließend
bestimmt die Software des GSP9700 die
„Problemzonen“ der Rad-Reifen-Kombination und setzt die Stelle mit der höchsten Kraftschwankung des Reifens mit der
tiefsten Stelle an der Felge gleich.
Darüber hinaus lässt sich seit kurzemr
Zeit die Option „HammerHead“ bestellen,
eine Laser-Positionierungshilfe, die das
exakte Anbringen der Wuchtgewichte erleichtert.
Sparsam mit Gewichten
Als einer der ersten Wuchttechnikanbieter machte sich Hunter überdies Gedanken, wie sich mit den aufgrund der hohen
Rohstoffpreise recht teuren Wuchtgewichte sparsamer umgehen lässt. Die
Auswuchtspezialisten starteten einen
Versuch mit über 7000 Reifenmontagen
und entwickelten dabei ein spezielles
Wuchtverfahren, welches laut Hunter im
Vergleich zum bisherigen eine Gewichtsersparnis von über 30 Prozent – je nachdem ob Schlag- oder Klebegewichte zum
Einsatz kommen – erzielen kann.
142
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Dieses SmartWeight genannte Verfahren gründet im Prinzip auf einer spezielle Wuchtsoftware, die laut Hunter „den
direkten Verursacher der Vibrationen
durch ein getrenntes Messen der statischen und der dynamischen Unwucht
ermittelt und daraus das notwendige
Ausgleichgewicht berechnet“. Im Vergleich zur traditionellen Methode, welche die dynamische Unwucht mit zwei
getrennten Ausgleichsgewichten unter
Berücksichtigung der Felgenmaße beseitigt, kommt das SmartWeight meist mit
einem einzelnen Gewicht aus.
Hersteller und
Werkstattketten im Visier
Schon von Anfang an richtete Hunter
Deutschland einen großen Teil seiner
Aktivitäten darauf aus, bei den deutschen Fahrzeugherstellern Fuß zu fassen
und sich neben den bis dahin etablierten Wettbewerbern zu platzieren. Erste
Früchte zeigten sich bereits im November 2003, als Volkswagen mit einem
mehrköpfigen Expertenstab im damaligen Schulungszentrum und Firmensitz
in Gröbenzell anreiste und sich das kurz
zuvor dem Fachpublikum vorgestellte
Kamerasystem DSP600 vorführen ließ.
BMW rückte wenig später gar mit einem
Referenzfahrgestell an und prüfte das
System auf Herz und Nieren. Der Fokus
lag dabei laut Lapp vor allem auf der
Messgenauigkeit und
der Wiederholbarkeit
der Messergebnisse.
Erste Freigaben gab
es im Februar (Volkswagen), Mai (BMW)
und September (Daimler) 2004 zu feiern, Porsche folgte im September 2006 nach. Doch
Die Hunter Engineering Company mit Sitz
in St Louis/USA ist ein Global Player in Sachen Werkstattausrüstung und darf sich zu
den führenden Anbietern von Fahrwerksvermesssystemen und Radauswuchtmaschinen zählen.
Zum Portfolio des in Familienbesitz befindlichen Unternehmens gehören überdies
Reifenmontiergeräte, Hebebühnen, Bremsenprüfstände sowie Abdrehmaschinen für
Bremsscheiben. Allerdings finden nicht alle
Produktgruppen den Weg über den großen
Teich. In Deutschland sind es die Achsmesssysteme, Radauswuchtgeräte und Montiermaschinen, mit denen sich Hunter an die
Zielgruppen Fahrzeughersteller, Pkw- und
Nutzfahrzeug-Werkstätten sowie Reifenservicebetriebe wendet.
Hunter-Produkte gibt es seit mehr als 30
Jahren in Deutschland, speziell Achsmesssysteme haben eine lange Tradition.
Allerdings wurden die Geräte sehr lange Zeit unter anderem Namen und über
verschiedene Vertriebsorganisationen an
den (Werkstattfach-)Mann gebracht. Zu
den wohl prominentesten Abnehmern der
Hunter-Geräte zählten Bosch und Schenck,
welche diese unter ihrem Namen und in
ihren Farben vertrieben. „Alten Boschlern“
dürfte das Fahrwerksanalyse-System FWA
411 noch bekannt sein, während sich viele
Reifendienste noch an das rote Schenck-Gerät erinnern.
Im Jahre 2002 entschieden die Verantwortlichen in St. Louis, den deutschen Markt
von einer eigenen Niederlassung aus mit eigener Mannschaft zu bearbeiten. Am 1. Juni
2002 ging die Hunter Deutschland GmbH
als hundertprozentige Tochter der Hunter
kk.
Engineering Company an den Start.
auch Werkstattketten interessierten sich
für das 3-D-Messsystem: ATU stattete ab
Dezember 2005 neu zu eröffnende Filialen damit aus und stop&go empfahl es
ab Februar 2007 allen neuen Filialen.
Doch auch bei den anderen Produkten kümmerte sich Lapp um die bei
Werkstattausrüstern so begehrte Herstellerfreigabe: Seit Mai 2005 empfiehlt
Porsche bei Laufruheproblemen das
Vibrationskontrollsystem GSP9700, im
„Porsche-Jargon“ GSP97PO genannt.
Klaus Kuss
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technik
werkstattmarkt
Wege aus der Sackgasse: Modellspezifische
Probleme stellen Markenfremde manchmal
vor unlösbare Aufgaben. Übliche Informationssysteme können dem Werkstattfachmann
in solchen Fällen oft nicht mehr weiterhelfen.
Anwender eines Axone Palm oder Axone Pad
können jedoch seit kurzem online auf die
multinationale Wissensdatenbank von Texa
zugreifen.
Fotos: Texa
Der Trick mit dem Klick
_ Damit die Elektronikdiagnose nicht zum „Aktenzeichen
XY ungelöst“ ausartet, hat der italienische Diagnosespezialist
Texa eine multinationale Wissensdatenbank eingerichtet. amz
zeigt, wie der Diagnoseprofi an die Informationen gelangt.
D
er Kunde bemängelt ein zeitweiliges Flackern der MILampe, das mit einem „weichen Rucken“ des Motors beim
Beschleunigen
einhergeht
– ebenfalls zeitweilig, versteht sich. So
zumindest steht es auf dem Reparaturauftrag, der im Fach des Servicetechnikers der Markenwerkstatt steckt.
Noch bevor der Diagnosespezialist
den Tester mit der OBD-Schnittstelle
verbindet, sichtet er alle Serviceinformationen des Herstellers zu diesem Fahrzeug. Mit geübtem Blick vergleicht der
Techniker die Kundenbeanstandung auf
dem Reparaturauftrag mit den bereits
bekannten Problemen in der „ServiceBibel“ – und wird fündig. Nach einem
kurzen Werkstattaufenthalt kann der
Serviceberater dem Kunden das reparierte Fahrzeug wieder übergeben.
Knackpunkt: die richtige
Information zur rechten Zeit
Für die Diagnosespezialisten in den Markenwerkstätten ist das tägliche Studium
der Serviceinformationen – sei es online oder in Papierform – Pflicht. Solche
Datenblätter enthalten modellspezifische Problemlösungen für bestimmte
Kundenbeanstandungen, welche die
Produktexperten des betreffenden Fahrzeugherstellers erarbeitet, erprobt und
freigegeben haben.
Diese „Werksinformationen“ sollen
den Kfz-Fachmann vor Irrwegen bewahren und helfen, die Fehlersuchzeiten auf
144
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
ein notwendiges Maß zu reduzieren. Bei
Gewährleistungsarbeiten ist das vorrangige Abarbeiten dieser Reparaturlösungen meist zwingend vorgeschrieben
– nicht zuletzt aus Kostengründen. Außerdem sollen diese Serviceinfos dazu
beitragen, bekannte Fehler dauerhaft zu
beseitigen, was wiederum der Kundenzufriedenheit kommt.
Markenfremden wie markenfreien
Kfz-Fachleuten dagegen fehlen derartige
Angaben und Hinweise oftmals, was diese bei der Diagnose – unabhängig von ihrer Erfahrung und ihrem Können – meist
recht schnell ausbremst. Selbst wenn
diese über ein Informationssystem ihres
Diagnosegeräteherstellers oder das eines
anderen etablierten Anbieters verfügen
– aus Aktualitätsgründen bleibt ihnen der
Reparaturerfolg dennoch oft versagt.
Gesammeltes Wissen
Der italienische Diagnosegerätehersteller
Texa hat diese Problematik erkannt und eine
praktikable Lösung entwickelt. Resultat ist
eine multinationale Wissensdatenbank mit
„Google-Suchfunktion“ (siehe dazu auch
amz 3/2008, S. 68ff). Beide sollen künftig
den Anwendern von Texa-Diagnosegeräten
den Werkstattalltag erleichtern. Herzstück
ist eine Wissensdatenbank, deren Inhalte
nicht in der Gerätesoftware, sondern auf
einem Server in der Texa-Zentrale hinterlegt sind – und dort bei Bedarf via Internet-Anbindung angefordert werden.
Gefüttert wird die Datenbank einerseits von den Diagnoseexperten des
Gebündeltes Wissen auf Abruf: Unmittelbar
nach der Fahrzeugidentifikation kann der
Anwender das Diagnosegerät die Texa-Wissensdatenbank nach relevanten Informationen
durchsuchen lassen – noch bevor dieser an
die eigentliche Arbeit geht. Die Suche läuft
selbstständig ab.
Geräteherstellers, zum anderen können
sämtliche Texa-Anwender ihre Fälle mit
den von ihnen selbst erarbeiteten Problemlösungen an die Experten in den europaweit verteilten Stützpunkten melden.
Gesicherte Erkenntnisse
Die in der jeweiligen Landessprache
übermittelten Lösungen laufen in einem
zentralen Callcenter des Diagnosegeräteherstellers auf. Dort prüfen erfahrene Experten sämtliche Eingänge auf Relevanz
und die Lösungswege auf technische
Plausibilität – und überarbeiten diese
bei Bedarf. Auf diese Weise gelangen
nur gesicherte Erkenntnisse in Umlauf.
Anschließend stellen die „Texaner“ die
Informationen in 24 Sprachen übersetzt
in die Datenbank.
Dadurch soll es möglich sein, dass
wenige Tage nachdem ein schwedischer
Kfz-Fachmann ein fahrzeugspezifisches
Problem gelöst hat, sein französischer oder
deutscher Werkstattkollege bei derselben Beanstandung auf diese Erfahrungen
zugreifen kann. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Hotline bietet das Texa-Projekt überdies den Vorteil, dass Ratsuchende rund um die Uhr zugreifen können.
Überdies verifizieren die italienischen
Diagnoseexperten vor dem Hintergrund,
dass gleiche Systeme bei verschiedenen
Fahrzeugmodellen und identische Bauteile in unterschiedlichen Systemen zum
Einsatz kommen, inwieweit die gefundenen Problemlösungen modell- oder
systemübergreifend gelten. Damit soll es
Gesucht – gefunden: Nach
dem Klick auf
den Suche-Button verbindet
sich das Diagnosesystem
via Internet mit
der Texa-Datenbank und
durchforstet
diese nach
bereits verfügbaren ....
... Informationen
für das ausgewählte Fahrzeug
beziehungsweise System.
Es erscheint
eine Liste mit
bekannten
Problemen. Ist
etwas Passendes
dabei, fördert
ein Klick in das
entsprechende
Textfeld (rot)...
... detaillierte
Informationen
zutage. Neben
einer Beschreibung des
Problems und
der möglichen
Ursachen erhält
der Fachmann
in der Werkstatt
auch einen
erprobten Lösungsvorschlag
dafür.
Diese fahrzeugspezifische
Problemlösung
haben die Diagnosespezialisten
von Texa eingehend geprüft
und freigegeben.
Soweit vorhanden, enthält der
Suchende sogar
modellspezifische Prüfwerte.
Fotos: Texa
möglich sein, Fehler zu identifizieren und zu beseitigen, ohne dass
man das zu prüfende Fahrzeug, System oder Bauteil explizit kennt,
versprechen die Italiener.
Weit über 4000 solcher Problemlösungen enthält die Wissensdatenbank mittlerweile, wobei nach Unternehmensangaben wöchentlich im Schnitt 100 weitere dazu kommen. Obwohl die Callcenter-Experten auf Hochtouren arbeiten, kann es dennoch vorkommen, dass
ein ratsuchender Werkstattprofi in der Datenbank (noch) keinen passenden Eintrag findet. In solchen Fällen kann der Kfz-Fachmann auf
die bisherige Weise per Telefon mit der Texa-Hotline Kontakt aufnehmen, wo sich Experten umgehend um eine Lösung kümmern.
Gesucht, gegoogelt, gefunden
Die Datenbank-Suche birgt keine besonderen Geheimnisse und geht
denkbar einfach vonstatten. Der übliche Weg, um an fahrzeug- oder
systemspezifische Informationen zu gelangen, ist das Aktivieren
der „Suche“-Funktion nach abgeschlossener Fahrzeugidentifikation. Anschließend verbindet sich das Diagnosetool automatisch mit
dem Internet und durchforstet die Datenbank auf dem zentralen
Texa-Server. Sämtliche gefundenen Treffer erscheinen bereits nach
kurzer Zeit im Gerätedisplay.
Alternativ dazu kann der Werkstattfachmann mit einem Klick
auf das Fragezeichen-Symbol die Google-Suchfunktion starten. Diese
bietet die Möglichkeit, mit Klartexteingaben in der Wissensdatenbank nach Lösungsvorschlägen zu suchen. Unternehmensangaben
zufolge kommt es bei der Eingabe weder auf die richtige Rechtschreibung noch auf eine perfekte Grammatik an. Gibt es dennoch einmal
Unklarheiten, schreitet die Internet-Suchmaschine automatisch ein
und aktiviert die hinlänglich bekannte „Meinten Sie ...“-Nachfrage.
Wissen ist Macht
Nachdem sich die Suche mit einem einzigen Klick auf das Fragezeichen-Symbol auslösen lässt, anschließend automatisch abläuft und
nur wenige Minuten dauert, bietet es sich förmlich an, dieses Feature bei jedem Fahrzeugkontakt zu aktivieren. Dies hat den Vorteil,
dass der Werkstattfachmann stets über die aktuellen „Wehwehchen“ des betreffenden Fahrzeugmodells informiert ist – und mit
diesem Wissen entsprechend reagieren kann. Überdies ermöglicht
das Wissen um latent vorhandene Mängel dem cleveren Kfz-Profi, ohne großen Aufwand Zusatzgeschäfte zu generieren: Er kann
den Kunden gezielt auf „versteckte Macken“ ansprechen und auch
gleich eine passende Lösung anbieten. Denn eines ist sicher: Wissen
ist Macht – und „macht“ Umsatz erst möglich.
Klaus Kuss
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technik
werkstattmarkt
Werden Sie
(Daten-)Banker
_ Der Mensch ist Jäger und Sammler. Dies gilt insbesondere
für Kfz-Profis, die ständig auf der Jagd nach technischen Informationen sind. Eine in Eigenregie angelegte und gepflegte
Datenbank kann helfen, dass der mühevoll gesammelte Wissensschatz jederzeit verfügbar ist.
Gesammelte Werke: Auch auf Probefahrten in
Grafikform aufgezeichnete Istwerte lassen sich
als Vergleichswerte für später sammeln.
Fotographisches Gedächtnis: Bilder von
ungewöhnlichen Schadensfällen helfen, bei
ähnlichen Problemen Zeit zu sparen.
rsprünglich hatte Burkard
Wild eine Wissensdatenbank
für sich und seine Motoreninstandsetzer-Kollegen
entwickeln wollen. Diese sollte vor
allem kleineren und mittleren Betrieben
den Arbeitsalltag erleichtern und helfen,
die Informationsflut in den Griff zu
bekommen. „Der Alltag von Motoreninstandsetzern ist in den vergangenen
Jahren immer komplexer geworden. Täglich kommen neue Systeme und Komponenten hinzu, die Datenflut ist explosionsartig angestiegen. Sich Einzelheiten zu
merken, ist mittlerweile unmöglich“, weiß
Wild von seiner Arbeit im Instandsetzungsbetrieb „Wild Motoren“ seines Bruders
Richard im fränkischen Unterpleichfeld.
Dazu gehören auch Istwerte, die
Wild bei Probefahrten mit seinem
Handheld-Diagnosegerät „SUN Modis“
aufzeichnet. Dazu unternimmt er mit
jedem Fahrzeug, das den Instandsetzungsbetrieb verlässt, eine ausführliche
Probefahrt und lässt „den Datenfilm
mitlaufen.“ Wild zeichnet sowohl bei
fehlerlosen als auch problembehafteten Fahrzeugen die Istwerte grafisch
auf, „um für spätere Fehlersuchen Vergleichswerte zu haben.“ Bei der Auswahl achtet der Diagnosespezialist darauf, dass die vier Werte, die er mit dem
Modis gleichzeitig aufzeichnen kann, in
Bezug zueinander stehen.
piert, dass sich die Informationen in die
unterschiedlichen Unterkategorien einfach einpflegen und mit Dokumenten,
Bildern, Zusatzinformationen und so
weiter anreichern lassen.
Anpassungsfähige Plattform
Besonderen Wert hat Wild auf eine effektive und schnelle Suchfunktion gelegt und die Optionen „kategoriespezifisch“, „markenspezifisch“ sowie „freie
Suche“ kreiert. „Bei der Suche nach Kategorien gilt: je mehr Unterkategorien,
desto genauer, aber langsamer läuft die
Suche ab“, erklärt Wild. Der Suchbaum,
nach dem das Programm die Datenbank
durchforstet, lässt sich laut Wild nach
eigenem Gusto zusammenstellen.
Um die Datenbank füttern und pflegen zu können, muss man jedoch kein
IT-Experte sein. Das System ist so konzi-
Selektiv vorgehen: Die Kategorien kann jeder
„Daten-Banker“ nach eigenem Belieben belegen, auch die Anzahl ist frei wählbar.
U
Um die „gesammelten Werke“, sprich
Datenblätter, Fachzeitschriftenberichte,
Serviceinformationen der Teileindustrie
oder auch Faxe von Kollegen nicht mehr
in losen Stapeln und überquellenden
Ordnern horten zu müssen, nutzt Wild
die Speichermöglichkeiten seines Computers. Dazu hat der Tüftler eine einfach
zu bedienende und dennoch effektive
Wissensdatenbank entwickelt, die er
möglichst täglich mit den auflaufenden
Informationen füttert.
146
Wissen ist Macht: „Die Macht liegt nicht im
Wissen allein, sondern darin, zu wissen, wo
es steht“, sagt Burkhard Wild. Um nichts von
seinem gesammelten Wissen zu verlieren,
sammelt der Motorenexperte und Diagnosespezialist täglich sämtliche Informationen in
seiner selbst entwickelten Datenbank.
Foto: Kuss
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Einfach suchen, schnell finden
Für alle
Kfz-Spezialisten geeignet
Obschon er bisher nur Motoreninstandsetzer über die Vorteile seiner Datenbank eingeweiht hat, ist Wild sicher,
dass sein „elektronsicher Sammelordner“ auch „normalen“ Kfz-Werkstätten nützen kann. „Für diese lässt sich
die Wissensdatenbank auf einfache
Weise auf ihre Belange hin umstricken und etwa mit Kategorien nach
eigenen Vorstellungen belegen“, sagt
Wild.
Vorerst bietet Wild (info@motorinstandsetzer.de) seine Wissensplattform als lokale, aber netzwerkfähige
Version an. In Zukunft soll es auch
eine internetbasierte Version geben.
Wilds Ziel ist es, ein möglichst umfangreiches „Datensammelbecken“ zu
generieren, damit sich insbesondere
markenunabhängigen Kfz-Fachleute
untereinander mit Informationen versorgen können.
Klaus Kuss
40 000 neue und interaktive Schaltpläne
Schaltpläne gehören schon lange zum
Leistungsumfang der technischen Datenbank AuDaConAIS der AuDaCon AG. Mit
einem neuen Modul kommen jetzt im
ersten Schritt knapp 40 000 neue Fahrzeugverknüpfungen hinzu, die erstmals
auch interaktiv sein sollen. Nach Auswahl
der gewünschten Informationen stehen
unterschiedliche Funktionalitäten zur
Verfügung, die die Arbeit leichter machen, verspricht der Anbieter. Pro Quartal
sollen zukünftig rund 5000 weitere neue
interaktive Verknüpfungen hinzugefügt
werden. Das neue Modul steht in der Onlineversion und der DVD-Variante von AuDaCon AIS zur Verfügung. Bei den ersten
interaktiven Schaltplänen handelt es sich
um Informationen aus den Bereichen ABS,
Klimaanlage und Motorregelung. Zu den
neuen Features gehört hier, dass das Ein-
und Auszoomen in den Plänen aus dem
Mauskontextmenü heraus genommen
und auf separate Schaltflächen gelegt
wurde. Auch für das Bewegen der Pläne
wurden eigene Schaltflächen geschaffen, mit denen die Navigation innerhalb
eines Planes deutlich vereinfacht und zugleich komfortabler wird. Eine weitere
Besonderheit der interaktiven Schaltpläne stellt die Kabelverfolgung dar. Durch
diese Möglichkeit kann der Anwender ein
Kabel farblich und optisch herausheben
und seinen Weg so von einem Bauteil
zum Nächsten problemlos verfolgen. Die
Fehlersuche werde dadurch erheblich vereinfacht, verspricht AuDaCon-Vorstand
Ralf Pelkmann. In den nächsten Monaten
werde das System seinen Worten zu Folge
durch zahlreiche weitere Leistungsbausteine ergänzt. „Durch die Funktionalität
Pro Quartal sollen rund 5000 Schaltpläne zusätzlich eingepflegt werden. Die Reihenfolge der
Ergänzungen richtet sich dabei am Nutzungsverhalten der Anwender aus.
Foto: AuDaCon
in den Schaltplänen zeigen wir erneut,
dass neben der hohen Qualität der Daten auch die Benutzerfreundlichkeit und
der damit verbundene Mehrwert für die
Werkstätten für uns eine wichtige Rolle
spielt. Dies wird auch bei den weiteren
Modulen der Fall sein, die wir im Laufe der
nächsten Monate präsentieren”, sagt er.jr.
www.audacon.com
„Technical Info“ hilft bei Einbaufragen
ContiTech bietet für Kfz-Werkstätten
einen neuen E-Mail-Newsletter an: Jeden Monat klärt die „Technical Info“
Einbaufragen. „Das Motto lautet: Aus
der Praxis für die Praxis“, sagt Frank Wißbröcker vom Technischen Service der
ContiTech Power Transmission Group.
Gemeinsam mit Anwendungstechniker
Kai-Uwe Suppé stellt er regelmäßig hilfreiche Informationen zusammen. Die
meisten „Technical Infos“ stehen im Internet auch zum Download bereit. Hier
ist zudem die bewährte Serie der Einbautipps für verschiedene Riementypen und
Motoren zu finden, zum Beispiel für den
Ford Fiesta 16V und Golf IV 1,9 TDI.
„Der neue Newsletter beschreibt
schnell und in aller Kürze Fehlerursachen
und gibt Lösungshilfen, die durch Bilder
verdeutlicht werden. Zudem informiert
er über technische Modifikationen, Updates und Einbautipps rund um die Themen Zahnriemen und Keilrippenriemen“,
sagt Wißbröcker. Alle Abonnenten der
vierteljährlich erscheinenden Technical
News erhalten ab sofort auch die „Technical Info“ regelmäßig per E-Mail. Interessierte können sich im Internet unter
www.contitech.de/kfz-ersatz (Antriebsriemen) unter dem Punkt „Service/Newsletteranmeldung“ für die Newsletter anjr.
melden.
Mit dem neuen Newsletter „Technical Info“
will ContiTech jeden Monat aktuelle Einbaufragen klären.
Foto: ContiTech
Zündkabelsätze, Zündspulen, Zündkerzenstecker, Zündverteilerkappen & Rotoren, Zündmodule,
Spannungsregler, Schalter & Sensoren, Relais, Kurbelwellensensoren, Nockenwellensensoren
technik
werkstattmarkt
Surftipps für
Werkstatt-Profis
_ Manchmal sind es „globale“ Informationen, die den
Werkstattfachmann beim Lösen eines Problems weiterbringen,
manchmal sind es die konkreten Tipps eines „Kollegen“. Beides
bietet das Internet – man muss nur wissen, wo es zu finden ist.
I
n der Kfz-Technik werden die Halbwertszeiten immer kürzer – dies gilt insbesondere für das aktuelle Fachwissen.
Für den Werkstattfachmann wird es
zunehmend aufwändig, auf einem
aktuellen Wissensstand zu bleiben. Dies
trifft vor allem die Mehrmarkenspezialisten, die sich heute mit diesem und
morgen mit jenem Modell oder System
konfrontiert sehen.
Doch das Internet bietet eine ausgezeichnete Plattform, um sich in Eigenregie weiterzubilden. Nicht nur bekannte
Zulieferer stellen dort ihr Knowhow frei
zugänglich zur Verfügung. Auch viele
„Kleine“ – meist Spezialisten ihres Fachs
– haben es sich auf die Fahnen geschrieben, Werkstattfachleute mit ihren gesammelten Wissensschatz zu unterstützen. Auf deren Webseiten findet man
oft Erfahrungsberichte und Reparaturhinweise, die frei nach dem Motto „von
Kollegen für Kollegen“ verfasst wurden
– und bei einer verzwickten Fehlersuche
sehr hilfreich sein können.
http://aa.bosch.de/aa/de/berufsschulinfo
An die großen, gelben Lehrtafeln von
Bosch mit ihren bunt gefärbten Detailzeichnungen aus dem Berufschulunterricht erinnern sich heute noch viele,
mittlerweile erfahrene Kfz-Profis recht
genau. Auch die Schriftenreihe „Technische Unterrichtung“, besser bekannt
als „die Gelbe Reihe von Bosch“, kennen
viele – und nutzen sie, um ihren Wissensstand zu aktualisieren.
Für Internet-Freaks bieten die Aftermarket-Spezialisten des schwäbischen
Automobilzulieferers mit den „Berufsschulinfos“ eine Reihe weiterer, praxisrelevanter Informationsmittel – nicht nur
für Lehrkräfte und Ausbilder, sondern
insbesondere auch Werkstattprofis. Neben detaillierten System-, Aufbau- und
Funktionsbeschreibungen findet der Surfer in den mehrseitigen Broschüren auch
Expertenhinweise zur Fehlersuche inklusive Montage- und Prüfanleitungen – und
erfährt überdies anhand von Schadens-
148
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Anschauungsunterricht: Bosch
bietet unter dem Titel „Berufsschulinfos“ eine Reihe interessanter Broschüren zum Download
– ideal für Werkstatt-Profis, die
im Selbststudium die Schulbank
drücken wollen. Neben detaillierten Systeminfos erhält der Surfer auch Diagnosehinweise.
Fotos: Kuss
Solidaritätsbeitrag: Die Webseite
von A.E.T. (Automobile Elektronik
Technik) enthält Werkstatttipps, die
auf Praxiserfahrungen beruhen und
einem ratsuchenden Kollegen durchaus den entscheidenden Hinweis zur
Problemlösung geben können.
bildern auch etwas über die mögliche Ursachen des Defekts. Derzeit warten rund
30 PDF-Dateien auf den Download – von
der Fehlersuche am Niederdruckkreis von
CR-Einspritzanlagen über die Sensorprüfung bis hin zu Schadensbildern an elektrischen Kraftstoffpumpen.
www.a-e-t.de
Hinter diesem Link verbirgt sich die Internetseite von A.E.T, kurz für Automobile
Elektronik Technik Trepmann & Tendahl
OHG. Zu den Unternehmensschwerpunkten zählen laut Homepage Beratung,
Schulung und Vertrieb von und für Anlasser, Klimakompressoren, Lichtmaschinen,
Motorsteuergeräte und Zündverteiler.
Doch mindest ebenso interessant
wie die Möglichkeit, dort zeitwertgerecht instand gesetzte Komponenten zu
erwerben, ist die „Problem-Datenbank“,
welche die beiden A.E.T.-Gesellschafter
Rainer Tendahl und Markus Trepmann
für hilfesuchende Werkstatt-Profis ange-
legt haben. In diese Wissensdatenbank
gelangt man nach einem Klick auf „Werkstatt-Tipps“ in der Rubrik „Nützliches“
links auf der Webseite.
Dort hat das Team von A.E.T. mittlerweile rund 120 Praxistipps nach Fahrzeugherstellern (Audi, BMW, Citroen,
Ford, Fiat, Mercedes, Opel, Peugeot und
Renault) spezifiziert gehortet. Die Auswahl erfolgt über Hersteller-Modell-Beanstandung. Nach dem Klick öffnet sich
das gewünschte Fenster und der Surfer
erhält eine knappe, aber professionell verfasste Information, die nach dem Muster
„Beanstandung – Fehlercode (teilweise)
– Ursache – Lösung“ aufgebaut ist.
Sowohl an der Art der Formulierung
als auch den Vorschlägen selbst erkennt
man, dass die Beiträge von Fachleuten
stammen. Nutzer der Werkstatt-Tipps
haben überdies die Möglichkeit, gelöste
Problemfälle aus ihrer eigenen Werkstattpraxis per E-Mail zu melden.
Klaus Kuss
nachrichten
Automechanika 2008:
Die Zukunft des IAM sichern
_ Rasch sind zwei Jahre ins Land gegangen, so dass die Automechanika bereits wieder vor der
Tür steht. Vom 16. bis 21. September öffnet die internationale Leitmesse der Branche wieder
ihre Tore für die Besucher aus Industrie, Teilehandel und vor allem aus den Werkstätten.
D
ie Bedeutung der Automecha- für unabhängige Marktteilnehmer, die
nika als das zentrale Branchen- Festschreibung von Wettbewerbsmögevent ist dabei ungebrochen. lichkeiten auf Sekundärmärkten als ein
Wenngleich
Grundsatz der Brüsseler Gedie Zahl und
setzgebung und das Recht
die Bedeutung der Hausdes Autofahrers auf freie
messen in den letzten
Werkstattwahl vom ersten
Jahren immer weiter
Tag an, werden anschaugestiegen ist und diese
lich dargestellt werden.
für Geschäftsabschlüsse
Gerade der Zugang zu den
mittlerweile wohl ebenso
technischen Informationen
wichtig geworden sind, so
der Fahrzeughersteller ist
ist doch die Automechaein Punkt, an dem sich die
nika als Ort der BegegZukunft des freien Marktes
nung, zum Pflegen besteentscheiden wird.
hender und Anbahnung
Der GVA wird anhand
neuer Geschäftskontakte,
von vier wichtigen Themen
unübertroffen. So werden
des freien Servicemarkts
Hans Jürgen Wahlen
auch in diesem Jahr wieder
die Bedeutung der Kfz-GVO
wichtige Trends und Neueaufzeigen. Diese Sachberungen erstmalig in Frankfurt präsentiert reiche, die u.a. in Foldern näher beleuchtet
werden. Der GVA wird in 2008 wieder auf werden, sind: Diagnosegeräte und Werkder Automechanika vertreten sein und zeuge, Ersatz- und Verschleißteile, Repaden Messebesuchern die Leistungen des ratur- und Wartungsinformationen sowie
freien Marktes erläutern. Daneben wird Schulungen. Ohne einen Zugang etwa zu
die Formulierung klarer Forderungen an Diagnosegeräten und Werkzeugen köndie Politik nach fairen Wettbewerbsbe- nen Reparaturbetriebe den technischen
dingungen nicht zu kurz kommen.
Herausforderungen an die Reparatur moDie nunmehr 20. Ausgabe der Messe derner Fahrzeuge nicht ausreichend gefällt in eine Zeit, in der die politischen Wei- recht werden. Der ungehinderte Zugang
chen für die langfristige Zukunft des freien zu Ersatz- und Verschleißteilen und zu
Kfz-Teile- und Servicemarkts gestellt wer- Reparatur- und Wartungsinformationen
den. Von übergroßer Bedeutung ist dabei ist eine weitere Voraussetzung für die tägdie aktuelle Diskussion um eine mögliche liche Arbeit der freien Werkstätten. Auch
Neuauflage der Kfz-GVO, die im Mai 2010 darf nicht vergessen werden, dass der
ausläuft und die seit ihrem Inkrafttreten im Zugang zu den Schulungen der FahrzeugJahr 2002 eine wichtige schützende Leit- hersteller für einen fachgerechten Service
planke für den freien Markt gewesen ist. unumgänglich ist. Hier sorgt bislang die
Der GVA tritt hier für sektor-spezifische Re- Kfz-GVO für Klarheit, ein ersatzloses Ausgeln auch nach 2010 ein, da die wirtschaft- laufen der Verordnung würde unsere mitlichen Besonderheiten des Kfz-Aftermar- telständisch geprägte Branche gefährden.
kets solche weiterhin zwingend bedürfen.
Diese Themen, die auf dem GVA-MesDiese Forderungen werden auf dem GVA- sestand in ihren verschiedenen Aspekten
Messestand deshalb auch im Zentrum ste- angesprochen werden, betreffen dabei nahen. Umgesetzt wird dies durch die große türlich nicht nur die Werkstätten, sondern
inhaltliche Präsenz der europaweiten zugleich auch den Teilehandel, die Zuliefe„Right to Repair“ Kampagne, die den Kern rer und die Hersteller von Diagnosegeräten
des Messeauftritts bilden wird. Die Ziele und Werkstattausrüstungen. Sie alle haben
der „Right to Repair“ Kampagne, die Erhö- sich deshalb in der europaweiten „Right to
hung des Bekanntheitsgrades des freien Repair“ Kampagne zusammengeschlosKfz-Teile- und Servicemarkts, die Schaffung sen und werden auf der Automechanika
eines einklagbaren Rechts auf Zugang zu „Flagge zeigen“. Auch für die Besucher der
allen reparaturrelevanten Informationen Messe wird sich die Möglichkeit bieten, die
Kampagne zu unterstützen. An zahlreichen
Messeständen wird es möglich sein, Petitionen für das Recht des Verbrauchers auf
freie Werkstattwahl bei Service, Wartung
und Reparatur seines Fahrzeugs zu unterzeichnen, denn Mobilität muss in Europa
bezahlbar bleiben.
Wir freuen uns auch auf Ihre Unterstützung, denn jede Stimme zählt!
Hans Jürgen Wahlen, GVA-Geschäftsführer
g va n a c h ri c h t e n 9 / 2 0 0 8
Inhaltsverzeichnis
Editorial
149
Automechanika 2008
150
GVA-Seminar zu Methoden der
leistungsorientierten Vergütung 151
Manager Fahrzeugteile
4. Runde 2008
152
Erste Bilanz zum
Manager-Jahrgang 2008
153
Hess Unternehmertag
154
Löchterfeld sorgt für Bewegung 155
g va n a c h ri c h t e n
Impressum
Gothaer Straße 17, 40880 Ratingen
Postfach 12 56, 40832 Ratingen
Telefon (0 21 02) 7 70 77-0
Telefax (0 21 02) 7 70 77-17
1. Vorsitzender: Hartmut Röhl
Geschäftsführung: Hans Jürgen Wahlen,
Marita Kloster
Redaktion der GVA-Nachrichten:
Alexander Vorbau (verantwortlich)
Olaf Tewes
Schlütersche Verlagsgesellschaft
mbH & Co. KG, Hans-Böckler-Allee 7
30173 Hannover
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
149
nachrichten
Automechanika 2008
_ Der GVA und viele seiner Mitglieder am Start!
V
Das „Right to Repair“-Logo wird
den Messebesuchern an vielen
Stellen begegnen.
Die „Right to Repair“ Kampagne
wird das zentrale Thema des GVAMessestands sein.
Auch die Vermittlung von Wissen
über den freien Teilemarkt wird
nicht zu kurz kommen.
150
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
om 16. bis 21. September ist
es wieder so weit: Die Messe
Frankfurt wird für fünf Tage fest
in der Hand von Teilehandel und
Teileindustrie sein, wenn die
wichtigste Leitmesse der Branche, die
Automechanika, ihre 20. Auflage hat.
Die Messeverantwortlichen und die
rund 4.600 Aussteller erwarten in diesem
Jahr etwa 160.000 Besucher, die traditionell ein sehr fachkundiges Publikum aus Industrie, Teilehandel und Werkstätten sind.
Die Automechanika setzt in diesem
Jahr einen Schwerpunkt auf die Themen
Klimaschutz und deren Auswirkung auf
den automobilen Aftermarket. Flankiert
wird dies u.a. mit der „Green Directory“,
einem grünen Besucherleitfaden, der
die Besucher auf Produkte aufmerksam
machen soll, die sich durch Energie- und
Materialeffizienz oder Neuerungen im
Emissionsschutz auszeichnen.
Der GVA hat seinen Messeauftritt
ganz ins Zeichen der europaweiten
„Right to Repair“ Kampagne gestellt. So
werden die Ziele von R2R auch im Zentrum des Standes stehen. Zu diesen zählen: den Bekanntheitsgrad des IAM erhöhen, die Wahlfreiheit für die Verbraucher
sicherstellen, das Recht auf Wettbewerb
in der Brüsseler Gesetzgebung verankern
und den Zugang zu technischen Informationen garantieren. Ein aktueller Anlass
ist mit dem Evaluierungsbericht der EUKommission zur Wirksamkeit der KfzGVO gegeben. Die Zukunft dieser für den
freien Markt überlebenswichtigen Verordnung wird darin offen gelassen. Eine
Verlängerung der sektor-spezifischen Regeln für die Branche über den Mai 2010
hinaus wird derzeit immer ungewisser.
Gründe genug für den Verband, auf seinem Messestand aufzuzeigen, welche
große Bedeutung die Kfz-GVO für den
freien Kfz-Teile- und Servicemarkt hat
und welche Folgen ein ersatzloses Auslaufen für die Unternehmen der Branche
und auch für die Verbraucher haben würde. Exemplarisch wird dies auf dem GVAStand an den Themen Diagnosegeräte &
Werkzeuge, Ersatz- und Verschleißteile,
Reparatur- und Wartungsinformationen
sowie Schulungen erfolgen. Gerade in
diesen wichtigen Bereichen spielt die
Kfz-GVO eine große Rolle.
Viele der über 120 GVA-Mitglieder,
die auf der Automechanika ausstellen,
und darüber hinaus andere Verbände
und Unternehmen, werden ebenfalls ihre
Unterstützung für die „Right to Repair“
Kampagne zeigen. So wird es etwa nicht
nur am GVA-Stand möglich sein, die Petition zu R2R zu unterzeichnen sondern
auch auf zahlreichen anderen Messerepräsentanzen. Auch die FIGIEFA plant im
Rahmen der Automechanika einige Aktionen. Neben der bereits erwähnten Petitionsaktion, wird der Europäische Dachverband des Kfz-Teilegroßhandels auch
mit Infomaterialien zur „Right to Repair“
Kampagne an Bord sein. Es wird auch
dafür gesorgt sein, dass die Kampagne
mit ihrem einprägsamen Logo auf dem
ganzen Messegelände präsent sein wird.
Neben Fahnen für das Messegelände hat
die FIGIEFA auch praktische Tragetaschen
im Gepäck. Anzutreffen sein werden die
Vertreter unseres europäischen Dachverbands an den Messetagen auf dem GVAStand.
Auch in diesem Jahr wird es wieder
einen Gemeinschaftsstand von GVA-Mitgliedern geben. Ganz in der Nähe des
Messestandes des Verbands werden die
Unternehmen BU Turbo Systems GmbH,
ELBE Gelenkwellen-Service GmbH sowie
die Hengstenberg GmbH in Halle 5.1,
Gang B, Stand 69 ihre Leistungen dem
Fachpublikum präsentieren.
Neben dem Kernthema Right to Repair wird der GVA die Automechanika natürlich auch nutzen, um den freien Servicemarkt vorzustellen und um einen Ort
für interessante Gespräche und Kontaktpflege zu bieten. Eine gute Möglichkeit
bildet hierfür der GVA-Mitglieder- und
Partnerabend, der am Messedienstag,
den 16.9., im Übergang der Messehallen
5.1 und 6.1 ab 18 Uhr stattfinden wird.
Wie bereits 2006 wird unser Standnachbar TecDoc mit seinem „VIP-Aftermarket-Evening“ Partner des Abends sein.
Bei lockerer Atmosphäre bietet sich die
Möglichkeit für viele interessante Gespräche. Das gleiche gilt auch für den traditionellen Presse-Anstoß des Verbands
am 17.9. ab 17 Uhr, der ebenso auf dem
GVA-Messestand stattfindet.
Wir freuen uns darauf, viele alte und
neue Bekannte zu treffen!
GVA-Seminar zu Methoden der
leistungsorientierten Vergütung
_ Entlohnungssysteme im Vertrieb entscheiden in hohem Maße über die Effizienz der
Vertriebsbemühungen eines Unternehmens.
U
m so mehr kommt es darauf
an, das Vergütungssystem so
zu gestalten, dass es einerseits
die Unternehmensziele realisieren hilft und andererseits zu
Spitzenleistungen motiviert.
Somit kommt dem Außendienst- und
Innendienst-Entlohnungssystem die Bedeutung eines besonderen Marketing-Instruments zu.
Moderne Vergütungssysteme weisen
eine hohe Dynamik und einen starken
Motivationseffekt auf. Sie schließen zahlreiche Mitarbeiter des Unternehmens ein
und sind „spannend“ gestaltet. Natürlich
gehen sie vornehmlich vom Ertrag aus,
den der Mitarbeiter beigesteuert hat.
Das GVA-College widmet sich diesem
Thema in dem Seminar „Neue Methoden
der leistungsorientierten Vergütung im
Außen- und Innendienst“ unter der Leitung von Dr. Heinz-Peter Kieser. Das Seminar richtet sich an Unternehmer, Geschäftsführer, Vertriebs-, Verkaufs- und
Marketingleiter sowie Führungskräfte
aus dem Rechnungswesen und dem Controlling.
Das Thema Vergütungssysteme wird
dabei aus verschiedenen Perspektiven
betrachtet. Das Seminar findet am 20.
Oktober 2008 im Steigenberger Hotel
Frankfurt-Langen statt. Die Seminargebühr beträgt 300 Euro zzgl. MwSt. und
Tagungspauschale. Die Anmeldung ist
bereits möglich.
Weitere Informationen und die Anmeldeunterlagen zu Seminaren im Rahmen des GVA-College erhalten Sie von
der Geschäftstelle des Verbandes telefonisch unter (02102)77077-0 und unter
www.gva.de.
Interview mit dem Dozenten
des Seminars Dr. Heinz-Peter
Kieser
GVA-Nachrichten: Herr Dr. Kieser, welche
Grundzüge hat ein modernes Entlohnungssystem im Handel?
Dr. Kieser: Ein „gut gemachtes“ Vergütungssystem orientiert sich am Ertrag,
den der Mitarbeiter erwirtschaftet, es ist
zielorientiert und arbeitet mit mehreren
Leistungskriterien, die der Mitarbeiter erbringen muss (neben Rohertrag z.B. Forcierung strategisch wichtiger Produkte,
Ausbau wichtiger Kunden/Neukunden
etc.).
GVA-Nachrichten: Welche Faktoren sorgen dafür, dass ein Entlohnungssystem
von den Mitarbeitern als fair empfunden
wird?
Dr. Kieser: Ein Vergütungssystem gilt
dann als fair, wenn bei entsprechender
Mehrleistung gute Chancen auf spürbares
Mehreinkommen bestehen. Dann wird
auch akzeptiert, dass man bei Zielverfehlung entsprechend weniger verdient.
Dozent Dr. Heinz-Peter Kieser
GVA-Nachrichten: Welche Elemente leistungsorientierter Vergütung lassen sich
vom Außen- auf den Innendienst übertragen?
Dr. Kieser: Der Innendienst wird heute üblicherweise in die variable Vergütung mit
einbezogen, mit variablen Anteilen von
bis zu 15 % am Gesamteinkommen. Dabei
müssen dem Innendienst genau die Leistungskriterien vergütet werden, um die er
sich verstärkt kümmern soll, z.B. aktives
Telefonieren, Verkäufe am Telefon, Auftragserfassung etc.
GVA-Nachrichten: Herr Dr. Kieser, wir
danken Ihnen für das Interview.
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
151
nachrichten
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der Ergebnis
Bekanntgabe
Kurz vor der
auf.
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ichte
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Entspan
Gut vorbereitet,
kann man der Prü
fungsfrage
mit einem Lächeln
entgegen sehen.
Manager Fahrzeugteile
4. Runde 2008 _
Ein für Dozenten, Prüfer und vor allem Teilnehmer des
Manager Fahrzeugteile anstrengendes Jahr 2008 ist Ende
Juli abgeschlossen worden. Erstmals gab es in diesem Jahr
vier Durchgänge.
Termine Manager Fahrzeugteile 2009
Die Veranstaltungstermine für den Manager
Fahrzeugteile 2009 sind verfügbar! Da es für die
Veranstaltung viele Interessenten gibt, empfiehlt
sich eine zeitnahe Buchung. So ist die erste Runde
für 2009 bereits ausgebucht.
1. Runde (ausgebucht)
1. Woche 19.01.-24.01.2009
2. Woche 09.02.-14.02.2009
3. Woche 02.03.-07.03.2009
2. Runde
1. Woche 09.03.-14.03.2009
2. Woche 30.03.-04.04.2009
3. Woche 20.04.-25.04.2009
GVA-Vorstand Stephan Klatt gratuliert
3. Runde
1. Woche 11.05.-16.05.2009
2. Woche 15.06.-20.06.2009
3. Woche 06.07.-11.07.2009
Weitere Informationen und die Anmeldeunterlagen zu Seminaren im Rahmen des GVA-College
erhalten Sie von der Geschäftstelle des Verbandes
telefonisch unter (02102) 77077-0 und unter
www.gva.de.
152
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
D
ieser Umstand ist zum einen der
hohen Anzahl an Anmeldungen
geschuldet und zum anderen
der Prämisse, die Teilnehmergruppen der einzelnen Runden
zu verkleinern. Das sorgte für eine bessere Arbeits- und Lernatmosphäre, zumal
in diesem Jahr gleichzeitig auch deutlich
größere Tagungsräume zur Verfügung
standen.
Auch am letzten Prüfungssamstag
des Jahres sah man im Telekom-Tagungshotel in Bad Honnef viele angespannte
Gesichter vor den Prüfungen. 14 Teilnehmer waren diesmal angetreten, den begehrten Abschluss eines Manager Fahrzeugteile zu erhalten. Die vierte Runde
wurde von allen Teilnehmer erfolgreich
absolviert und dies mit guten Leistungen. Die neuesten Manager Fahrzeugteile sind: Abdelilah Benhaddou, Olaf
Bruno, Wolfgang Denkinger, Sabine Duffner-Beck, Viktor Dyck, Ralf Grabenbauer,
Torsten Hahn, Katharina Henkel, Ingo
Lippmann, Michael Medic, Michael Meyer, Helmut Pelzer, Monika Ternes sowie
Mathias Wagner.
Für alle Absolventen 2008 gibt es ein
Wiedersehen auf der Jahresmitgliederversammlung des Verbands am 4./5. November in Hannover.
ten
während der 30 Minu
Volle Konzentration
.
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Prüfungsvorbere
Der Prüfungsau
sschuss und die
Absolventen: Da
Gruppenfoto vo
s traditionelle
r neuer Kulisse.
Erste Bilanz zum
Manager-Jahrgang 2008
_ Gut ausgebildete Mitarbeiter sind nicht nur wichtig für
die einzelnen Unternehmen sondern für den IAM insgesamt!
D
as Jahr 2008 ist aus Sicht des
Manager Fahrzeugteile bereits
abgeschlossen.
Nach
vier
Runden können sich 65 Absolventen mit dem begehrten
Titel schmücken. Stephan Klatt, GVAVorstand und Vorsitzender des Prüfungsausschusses beim Manager Fahrzeugteile, zieht im Interview mit den
GVA-Nachrichten eine erste Bilanz zum
Manager-Jahrgang 2008.
Sache. Das ist positiv, denn es zeigt, dass
die Schulung als Chance zur Fortbildung
von den Teilnehmern ernst genommen
wird. Gut gefallen hat mir auch wieder die
Atmosphäre innerhalb der Teilnehmergruppen und das, obwohl ja vielfach im
Wettbewerb stehende Unternehmen vertreten sind. Hier wird ein Grundgedanke
des GVA-College gelebt: Gut ausgebildete
Mitarbeiter sind nicht nur wichtig für die
einzelnen Unternehmen sondern für den
IAM insgesamt!
GVA-Nachrichten: Herr Klatt, die vier
Runden Manager Fahrzeugteile des Jahres sind abgeschlossen, wie sind Sie mit
den Leistungen der Teilnehmer zufrieden?
Stephan Klatt: Aus fachlicher Sicht schätze ich die Leistungen insgesamt als zufriedenstellend bis gut ein. Auch in diesem
Jahr haben die Teilnehmer naturgemäß
im Fach „Markt“ wieder ihre Stärken gezeigt. Das Vorwissen aus der täglichen
Praxis in den Unternehmen ist hier einfach am größten. Nachholbedarf zeigte
sich, ebenfalls wie schon aus den anderen
Jahren gewohnt, in den Fächern Jura und
Betriebswirtschaft.
Persönlich waren die Teilnehmer wieder
alle sehr motiviert und engagiert bei der
GVA-Nachrichten: Welche Anregungen
der Beteiligten können Sie für das nächste Jahr mitnehmen?
Stephan Klatt: Das komprimierte Lernen
von viel Unterrichtsstoff können wir den
Teilnehmern leider auch im nächsten Jahr
nicht ersparen. Es ist uns bewusst, dass
es eine umfangreiche Stoffmenge ist, die
die Teilnehmer in relativ kurzer Zeit verinnerlichen müssen. Für manche gilt es
auch das Lernen wieder neu zu erlernen.
Hier könnte es helfen, sich vor dem Beginn
des Kurses etwa in die Grundlagen der
BWL einzulesen, was den Einstieg sicher
erleichtern würde. Aber auch unabhängig
von einer Teilnahme an einer Schulung ist
ein solches Selbststudium sinnvoll und begrüßenswert.
Stephan Klatt, GVA-Vorstand und
Vorsitzender des Prüfungsausschusses
Die Unternehmen können ebenso einen
weiteren Teil zum Erfolg beitragen und
die angehenden „Manager Fahrzeugteile“
mehr in die betriebswirtschaftlichen Hintergründe einbeziehen. Mein Eindruck ist,
dass das von den Teilnehmern gewollt ist
und für die Unternehmen nur hilfreich
sein kann.
GVA-Nachrichten: Herr Klatt, wir danken
Ihnen für das Interview.
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
153
nachrichten
Hans Jürgen Wahlen, Geschäftsführer
des GVA, im Gespräch mit Fotios Katsardis,
Geschäftsführer Temot International.
Fachleute unter sich: Hans Jürgen Wahlen, Geschäftsführer GVA, Marcus Sacré, Partner bei
Osborne Clarke und Hans Otto Hess, Geschäftsführer Hans Hess Autoteile (v.l.)
Hess
Unternehmertag
_
Der 14. Hess Unternehmertag war mit 250 Teilnehmern
wieder einmal ein voller Erfolg. Geschäftsführer Philipp Hess
informierte in seinem Vortrag über die gesetzlichen
Rahmenbedingungen.
Norbert Neuhaus, stellvertr. Geschäftsführer, Vertrieb & Marketing Aftermarket der NGK
Spark Plug Europe, und Norbert Schmalfuß, neuer Leiter Vertrieb & Marketing Deutschland
bei NGK (l.).
Peter Kamp und Hans-Ulrich Brings von Continental Interior arbeiten in einer Sitzungspause.
154
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Bernhard Padberg von Bosal ist im Dienst
immer erreichbar.
A
ls Dipl.-Ingenieur ist GVA-Mitglied
Philipp Hess Mitglied im technischen Ausschuss des GVA. In
dieser Funktion engagiert er sich
auch in Arbeitskreisen in Brüssel
und vertritt dort den freien Kfz-Service
Markt. Umso höher ist das Engagement
zu bewerten, dass er seine Kunden aus
Handel, Werkstatt und Industrie über die
Aktivitäten des Verbandes informiert.
Das Thema Designschutz beschäftigt
den freien Teilemarkt schon seit vielen
Jahren. Die EU will den Designschutz europaweit angleichen. Sie hat in der Novellierung der Design-Richtlinie 98/71/EG eine
Reparaturklausel für den Ersatzteilmarkt
vorgesehen. Ob die aktuelle französische
Ratspräsidentschaft bei diesem Thema
positive Auswirkungen hat, wird sich noch
zeigen. Deshalb ist die Lobbyarbeit sehr
wichtig.
Die Diskussion um die Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) birgt einige
Risiken. Generell strebt die EU eine Deregulierung und damit wenige Ausnahmen
vom Kartellrecht an. Es besteht die Gefahr
des Verlustes der Rechte für den Reparaturmarkt. Ein Lichtblick stellt die Regelung
der Euro 5 dar. Sie tritt ab 2009 in Kraft und
gilt für Pkw und Leicht Lkw. Hier konnte der
Zugang zu technischen Daten verankert
werden. Diese Regelung sollte auch für die
Lkw Euro IV übernommen werden. Dazu
ist weitere Lobbyarbeit unabdingbar.
Im Rahmen des Zugangs zu technischen Informationen stellt die Standardisierung von Reparatur- und Wartungsinformationen durch das Europäische
Komitee für Normung, kurz CEN genannt,
einen vielversprechenden Weg dar. Erstmalig konnte wieder ein Dialog mit den Fahrzeugherstellern initiiert werden. In diesem
Zusammenhang informierte Philipp Hess
auch über das Projekt Gateway für Automotive Repair Information, kurz GARI genannt. Siehe hierzu den Artikel im letzten
GVA-Teil in amz 7-8/09, Seite 68.
Abschließend stellte Philipp Hess die
Right-to-Repair Kampagne und ihre Ziele
vor. Die Aktivitäten in den nächsten Monaten sollen vor allem den Bekanntheitsgrad
und Verständnis für den freien Kfz-Teile
und Servicemarkt beim EU-Parlament und
den nationalen Regierungen erhöhen. oth
Thomas Follhardt führt als Geschäftsführer das Großhandelsunternehmen
Löchterfeld.
Der Großhändler sitzt verkehrsgünstig
an der B1 in Dortmund.
Löchterfeld
sorgt für Bewegung
Im modernen Verkaufsraum steht der
Innendienst den Kunden zur Verfügung.
_ Die Wilhelm Löchterfeld GmbH ist seit nunmehr 74 Jahren im Bereich Nutzfahrzeugteile
tätig. Angefangen hat alles mit einem kleinen Lager in einer Garage. Das Großhandelsunternehmen bietet heute nahezu für jeden Bedarf Verschleißteile an.
D
er zentrale Standort liegt verkehrsgünstig in der Semerteichstraße in Dortmund direkt
an der Hauptverkehrsader B1.
In Wiehl wird eine Filiale unterhalten. Der Standort in Dortmund, das
Gelände einer ehemaligen Sackfabrik,
wurde 2001 neu bezogen. Das Betriebsgelände ist 6.000 qm groß. Das Lager
hat eine Grundfläche von 1.600 qm. Im
Handel mit Verschleißteilen und Zubehör
für Nutzfahrzeuge zählen Erfahrung,
Auswahl und Schnelligkeit. Dies zeigt sich
natürlich auch im Lager von Löchterfeld.
Hier sind mehr als 14.000 gängige Artikel
für Nkw, Anhänger und Trailer verfügbar.
Im Lager sind auch Komplettachsen und
–aggregate aller führenden Hersteller
vorhanden. Als Haupthändler betreut
Löchterfeld die Marken BPW, SAF, Haldex,
Knorr und Wabco. Natürlich ist das Lager
auch für diese Markenteile entsprechend
ausgelegt.
Im Zubehörsegment kann das Unternehmen Fahrer- und Beifahrersitze
von Isringhausen genauso liefern wie
Gefahrgutausrüstungen und Schneeketten. Ein weiteres wichtiges Segment sind
Hydraulikschläuche für verschiedene
Anwendungen bei Kippern, Baumaschinen, Staplern etc. Ganz neu wurde ein
Sortiment für Verschleißteile für Land-
maschinen aufgenommen. Für die ZugKugelkupplung von Scharmüller konnte
das Großhandelsunternehmen durch das
Engagement der Inhaber-Tochter Anke
Löchterfeld den Vertrieb in NordrheinWestfalen und Hessen übernehmen.
Diese Zugvorrichtungsvariante stellt
eine interessante Alternative zu den herkömmlichen Bolzenkupplungen dar.
Schließlich wird das Sortiment durch
ein Ersatz- und Verschleißteileprogramm
für Pkw komplettiert. Insgesamt kann
das Unternehmen für seine Kunden aus
einem Artikelpool von über 120.000 Teilen das richtige Verschleißteil identifizieren und umgehend besorgen.
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
155
nachrichten
Selbstabholer können sich bei Wartezeiten an der Kaffeebar bedienen.
Ein eigener Fuhrpark mit zehn Sprintern
sorgt für die schnelle Belieferung der
Kunden.
Mehr als 14.000 Artikel sind im Lager in
Dortmund sofort verfügbar.
Insgesamt arbeiten 40 Mitarbeiter
bei Löchterfeld. Von Dortmund aus werden Kunden in einem Umkreis von 60 bis
70 km beliefert. Das halbe Ruhrgebiet
und das angrenzende Münsterland sowie weite Teile des Sauerlandes und der
Soester Börde profitieren somit von den
angebotenen Leistungen. Über die Niederlassung in Wiehl werden die Kunden
im Sauer- und Siegerland sowie im Oberbergischen Kreis betreut.
Das Sortiment von Löchterfeld besteht aus Originalersatzteilen der ersten
Marken aus dem Nkw-Segment. Viele
langjährige Stammkunden schätzen die
Teileauswahl und den betriebseigenen
Lieferservice mit zehn Sprintern. Täglich
werden fünf fest geplante Touren absolviert. Die anderen Fahrzeuge werden für
besonders eilige Aufträge und zusätzliche Touren benötigt.
Als alt eingesessener Nkw-Großhändler verfügt das Haus über langjährige
Erfahrungen. Das technische Know-how
und das Fachwissen der Mitarbeiter sind
hierfür ausschlaggebend. Eine wichtige
Basis dafür sind regelmäßige Schulungen
im eigenen Haus oder bei den Herstellern. Dies kommt den Mitarbeitern speziell im Innendienst zugute. Die Angebote reichen von der Nkw-Elektronik bis
hin zur optimalen Ladungssicherung.
So können selbst am Telefon schwierige
Sachverhalte durch geübtes Nachfragen
gelöst und das richtige Ersatzteil ermittelt werden.
Reicht die telefonische Unterstützung
nicht aus, verfügt Löchterfeld über sechs
156
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Außendienstmitarbeiter , die direkt vor
Ort Problemlösungen geben können. Sie
werden von den Werkstattpartnern oder
Spediteuren angefordert und leisten Hilfestellung bei schwierigen Reparaturen.
Natürlich können sie fachkundige Fehlerdiagnosen für ABS oder ESP erstellen
oder auch die ABS-Modulation kalibrieren. Auch bei der Vermessung eines neuen Edscha-Verdecks für einen Auflieger
wird geholfen.
Ohnehin werden die Kunden durch
den Außendienst grundsätzlich regelmäßig besucht.
Notfall-Reparaturen an Sonntagen
oder in den Nachtstunden sind kein Problem: Für diese Fälle hat das Unternehmen einen 24 Stunden-Notdienst eingerichtet. Insgesamt sieben Mitarbeiter
sind für diesen Service vorgesehen. Sie
können rund um die Uhr über Handy erreicht werden und jederzeit die benötigten Teile aus dem Lager herausgeben.
Löchterfeld war ehemaliger Gesellschafter der IGF. Die meisten dieser
Gesellschafter haben sich der Nutzfahrzeug-Gruppe innerhalb der Coparts
angeschlossen. Das neue Nkw-Fullservice-Werkstattkonzept Top Truck Service
wird von dieser Gruppe aktiv im Markt
angeboten. Löchterfeld hat bereits drei
Werkstattpartner in Bochum, Menden
und Unna für dieses Konzept gewinnen
können.
Seit diesem Jahr ist das Unternehmen Mitglied des Gesamtverbandes Autoteile-Handel (GVA) geworden. Dieser
Schritt wurde durch Geschäftsführer
Thomas Follhardt unternommen. Entscheidend war und ist die gute Arbeit, die
der GVA in den letzten Jahren zum Wohle
des freien Kfz-Service Marktes durchgeführt hat. „Ohne den GVA würde es den
heutigen Teilemarkt nicht mehr in dieser
Form geben“, ist sich Thomas Follhardt
sicher. „Wir wollen unseren Beitrag leisten und den Verband aktiv unterstützen“,
führt er weiter aus.
Das Großhandelshaus Löchterfeld
hat sich in seiner Region durch seinen
kompetenten Service und seine flexible
Lieferfähigkeit einen guten Namen erarbeitet. Mit neuen Ideen und erweiterten
Dienstleistungen wird das Unternehmen
auch in Zukunft im Nkw-Service Markt
eine Rolle spielen.
oth
Thomas Vollmar (links), Geschäftsführer der Carat-Unternehmensgruppe und Oliver Boensch, Leiter Zentraleinkauf, haben eine erfolgreiche Messe durchgeführt.
Mit dem neuen Zentrallager der Carat in CastropRauxel will die Kooperation ihren Lagerumsatz stark
ausbauen.
Fotos: Tewes
Carat baut
neues Zentrallager
_ Bereits zum vierten Mal fand die Ein- und Verkaufsleiter-
Tagung (EK-VK-Tagung) der Carat-Unternehmensgruppe am
Standort der ad-Autoteile-Logistik GmbH in Dortmund statt.
B
ereits am Vorabend trafen sich
Aussteller, Carat-Mitarbeiter und
Gesellschafter zu einem Gettogether. In seiner Begrüßung
gab Thomas Vollmar, Geschäftsführer der Carat-Unternehmensgruppe,
einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Logistik in den vergangenen
Jahren. Im Jahr 2002 wurde im CaratLogistik-Center (CLC) ein Lagerumsatz
von 31 Millionen Euro erwirtschaftet.
Durch die Gründung der ad-Autoteile
Cargo in 2004 und die enge Zusammenarbeit mit der ad-Autoteile-Logistik
konnte der Umsatz im vergangenen
Jahr auf 109 Millionen Euro gesteigert
werden. Für dieses Jahr sind gut 130 Millionen Euro angepeilt. Für 2010 hat sich
die Carat einen Lagerumsatz von 170
Millionen Euro als Ziel gesetzt. Dies ist
durchaus realistisch, da es immer noch
Carat-Gesellschafter gibt, die ihre Waren
am Zentrallager vorbei bei anderen Versorgungshändlern bestellen.
Aufgrund des stetigen zweistelligen Wachstums der beiden Lagergesellschaften baut die Carat bis zum Jahresende ein neues Lager in Castrop-Rauxel.
Die lockere Atmosphäre im Logistikcenter der Carat war
für Order- und Hintergrundgespräche sehr förderlich.
Der Spatenstich erfolgte bereits am 23.
April. Das neue Lager hat eine Fläche von
25 000 Quadratmetern und ein Raumvolumen von 300 000 Kubikmetern. . Es
kann bei entsprechenden Umsätzen auf
37 000 Quadratmeter erweitert werden.
Das Lager wird mit modernster Technik
ausgestattet, um somit alle logistischen
Prozesse spürbar zu verbessern. Das Investitionsvolumen für die Immobilie liegt
bei 18 Millionen Euro. Die technische
Ausstattung verschlingt zehn Millionen
Euro.
Allein die Aufwendungen für den
Brandschutz erreichen eine Summe von
einer Million Euro. Das Fachbodenlager wird 6800 Quadratmeter groß, für
Neureifen sind 4500 Quadratmeter eingeplant. Durch das neue Zentrallager
kann die Carat ihre Sortimente weiter
ausbauen. Vor allem im NutzfahrzeugSegment sollen mehr Produkte und neue
Sortimente aufgenommen werden. Außerdem werden vor Ort zwei Musterwerkstätten für Pkw und Nutzfahrzeuge
eingerichtet. Damit kann die Carat ihre
praktischen Schulungen intensivieren
und ihren Kunden gleichzeitig die flexible Versorgungslogistik präsentieren.
Der nächste Tag der EK-VK-Tagung
war den geschäftlichen Ordergesprächen
vorbehalten. Der überwiegende Teil der
Aussteller kam aus dem Verschleißteilebereich. Aber auch einige Werkstattausrüster und mehrere Reifenhersteller
sowie Reifendienstleister präsentierten
sich. Die lockere Atmosphäre dieser Veranstaltung ist gerade für die Gesellschafter und die Aussteller ein wesentlicher
oth
Faktor für gute Geschäfte.
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Unternehmertag bei Hess
Kurz vor Beginn des 14. Unternehmertages überprüften Thomas Nelles (links), Vertriebsleiter,
und Geschäftsführer Philipp Hess noch einmal die Power-Point-Präsentation.
_ Schon zum 14. Mal lud das Großhandelsunternehmen Hans Hess
zum traditionellen Unternehmertag ein. Gut 250 Handelspartner,
Werkstätten und Lieferanten folgten der Einladung und kamen ins
Hotel Pullmann in Köln.
D
as Haus Hess kombiniert den
Unternehmertag für alle mit
einer getrennten Motoo-Handels- und Motoo-WerkstattTagung an einem Wochenende.
Der hohe Zuspruch bei Kunden, Partnern
und Lieferanten zeigt, wie erfolgreich
das Großhandelsunternehmen im Markt
agiert.
Hans Otto Hess eröffnete den Unternehmertag mit einem Blick in die
Vergangenheit. Er erinnerte an den seit
gut 40 Jahren währenden Kampf des
freien Teilemarktes gegen Monopolisierungstendenzen der Fahrzeughersteller.
Gleichzeitig rief er alle Gäste dazu auf,
den GVA bei seiner zurzeit laufenden Unterschriftenaktion aktiv zu unterstützen,
da in Brüssel nur viele Stimmen zählen.
Den ersten Teil des Unternehmertages bestritt Philipp Hess. Er gab einen
Überblick über die Trends im Kfz-Service-Markt. Er begann mit dem Endverbraucher, der letzlich für die Umsätze in
Werkstätten und im Großhandel sorgt.
158
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Dieser ist zurzeit stark verunsichert und
schiebt Wartungen an seinem Fahrzeug
heraus. Gleichzeitig steigt der Elektronikanteil der Fahrzeuge, die in die freien
Werkstätten kommen. Dies bedeutet einen steigenden Informationsbedarf, wie
ihn das Haus Hess mit einem um 38 Prozent gestiegenen Hotline-Aufkommen
registriert. Parallel dazu steigen die Umsätze im Großhandel bei Klima- und Lenkungsteilen, Dieseltechnik, Turboladern,
Sensoren sowie Steuergeräten.
Die lukrativen Umsätze im Teilehandel animieren viele Fahrzeughersteller,
ihre Reparaturinformationen mit Ersatzteillieferungen zu koppeln, um Werkstattkunden aus dem freien Kfz-ServiceMarkt zu gewinnen. Aus diesem Grund
entwickeln die Fahrzeughersteller neue
Konzepte in den Fahrzeug-Segmenten
2 und 3. Außerdem bieten sie Zweitqualitäten für den Ersatzmarkt bei den
Originalteilen an. Für den Großhandel
bedeutet diese Situation, dass der hohe
Preiswettbewerb untereinander und im
freien Teilehandel zu einem hohen Margendruck führt.
Philipp Hess fordert deshalb eine
konsequente Verbesserung der Kommunikation über die gesamte Supply-Chain
vom Zulieferer über den Versorgungsgroßhandel, zum lokalen Handel bis hin
zur Werkstatt. Im weiteren Verlauf gab
er einen Überblick über die gesetzlichen
Rahmenbedingungen zu den Themen
GVO, Designschutz, Euro 5 und dem Zugang zu technischen Informationen für
den freien Kfz-Service-Markt (siehe hierzu Artikel im GVA-Teil).
Sehr interessant waren auch seine
Ausführungen zu den aktuellen technischen Entwicklungen im Kfz-Antrieb.
Die aktuelle Modellpolitik der Fahrzeughersteller ist durch eine immer feinere
Segmentierung gekennzeichnet. Für jede
Kundengruppe soll es ein eigenes Fahrzeugkonzept geben. Innerhalb der einzelnen Baureihen wird eine zunehmende
Variantenvielfalt registriert. Dies beinhaltet kürzere Entwicklungszeiten und
auch kürzere Produktlebenszyklen. Allein
beim Golf können so mehr als eine Milliarde Varianten realisiert werden.
Die strengen gesetzlichen Rahmenbedingungen beeinflussen neue
Fahrzeugentwicklungen sehr stark. Interessant ist es, dass immer mehr so ge-
Gastredner Manfred Maus hielt einen Vortrag über Unternehmenswerte.
nannte Nicht-Kfz-Technologien Einzug
halten wie Bluetooth und Wireless LAN.
Die steigende Komplexität erfordert von
den Fahrzeugherstellern neue organisatorische Strukturen.
Insgesamt gesehen liegt die Zukunft
des Automobils in der Softwareentwicklung. Zukünftig werden 90 Prozent aller
Innovationen im Fahrzeug durch neue
Softwareprodukte erreicht. Dies wird eine
neue Kernkompetenz der Fahrzeughersteller. Das stellt natürlich neue Anforderungen an heutige Diagnosesysteme. In
der Entwicklung muss auf spätere Diagnosefunktionen für den freien Kfz-Service-Markt geachtet werden. Der Zwang
zur Vereinheitlichung wird immer größer.
Die umweltpolitischen Diskussion
haben auch Auswirkungen auf die Entwicklung neuer Antriebsstränge. Der
Hybrid wird ebenso kommen wie Bioethanol oder die Brennstoffzelle. Jedoch
bietet der Ottomotor noch genügend
Optimierungspotential.
Folgen für den Servicemarkt
Trotz fortschreitender Elektrifizierung
gehört dem Verbrennungsmotor die
Zukunft. Der Gesamtantrieb wird komplexer, obwohl der Wertanteil des Motors sinkt. Zukünftige Fahrzeuge werden immer mehr zu Systemträgern
Gut 250 Teilnehmer machten den Hess-Unternehmertag zu einem Erfolg.
mit Schwerpunkten in den Bereichen
Sicherheit, Komfort und Multimedia.
Das immer stärker in Mode kommende
„Downsizing“, also die Gewichtsreduktion durch Materialeinsparung, reduziert
auch die „Sicherheitsreserven“. Variable
Verbrennungsverfahren und Biokraftstoffe erhöhen das Risiko von Ausfall und
Verschleiß. Dies bedeutet aber auch, dass
die Restauration zukünftiger Young- und
Oldtimer teurer wird, da zum Beispiel
Steuergeräte weiterentwickelt werden.
Diese müssen dann in ihrer „Leistung“
gedrosselt werden.
Für freie Werkstätten wird die Elektronikkompetenz zu einem Ausschlusskriterium. Die Weiterbildung durch
Schulungen und Trainingsseminare wird
immer wichtiger. Gleichzeitig müssen die
Mehrmarken-Diagnosegeräte aufgerüstet werden, um wirklich alle Fahrzeuge
reparieren zu können.
Ein sehr interessantes Thema behandelte Thomas Nelles, Vertriebsleiter bei
Hess. Er stellte einige interessante Thesen zum Thema „Wertschöpfung im KfzTeilemarkt“ auf. Er verglich die einbauenden Werkstattbetriebe mit „Hausärzten“,
die jedes Problem rund um die Mobilität
lösen. Lieferantenpartner des Handels
sollten als OE-Lieferant eine hohe Produktqualität mit einer 95-prozentigen
Fahrzeugabdeckung garantieren. Gleich-
Namhafte Industrievertreter
kamen nach Köln. Fotos: Tewes
zeitig mahnte er auskömmliche Margen
für alle Handelsstufen an.
Danach charakterisierte er den Vertrieb der Lieferantenpartner. Perfekte
Produktkenntnisse sind genauso wichtig
wie die Preispositionierung. Der Vertrieb
sollte jedoch auch über Trends, Marktveränderungen und Wettbewerbsprodukte
informieren. Außerdem sollte jeder Vertriebsmitarbeiter in die Logistikprozesse
involviert sein und Einsparpotentiale
kennen. Im weiteren Verlauf mahnte
Nelles die manchmal doch sehr abenteuerlichen Promotionsaktivitäten der Industriepartner an. Diese sollten umsetzbar, verkaufsfördernd und auch messbar
sein. In der jüngeren Vergangenheit war
dies nicht immer der Fall. „Wenn wir zehn
Euro für einen Werkstattpartner gutschreiben sollen, dann hat eine Promotionsaktion ihr Ziel nicht erreicht“, gab
Nelles ein Beispiel.
Als Gastredner trat Manfred Maus,
der Gründer der OBI Bau- und Heimwerkermärkte, auf. Er referierte zum Thema
„Führen mit Werten“. An zahlreichen Beispielen aus seiner Vergangenheit als Unternehmer zeigte er auf, wie Unternehmer ihre Mitarbeiter begeistern können.
Gleichzeitig mahnte er jedes Unternehmen, sich um seine Kunden zu bemühen.
Denn nur zufriedene Kunden kommen
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wieder.
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hohe Qualität der wieder aufbereiteten
Produkte.
Valeo sammelt seine
Altteile über den
Großhandel ein.
Starter und
Generatoren in OE-Qualität
_ Als Key Player im globalen Automotive-Markt stellt Valeo in
seinen zehn Produktionsstätten täglich über 100 000 Starterund Generatoreneinheiten her. Der Bedarf für diese Bauteile
steigt im OE- und im Aftermarket stetig an.
J
edes dritte Auto in Europa ist mit
einem Valeo-Anlasser oder -Generator als Erstausrüstung ausgestattet.
Valeo liefert an alle großen Pkw- und
Kleintransporterhersteller direkt ans
Band. Dabei ist natürlich auch Innovationskraft gefragt. Der Bauraum im Motorraum wird immer knapper. Kompaktere
Motoren sorgen für weniger Platz und
lassen zum Beispiel geringere Luftströmungen zu. Dies führt dazu, dass Valeo
Lösungen zur Optimierung der Hitzebeständigkeit der Produkte entwickelt hat.
OE-Kompetenz
Weitere Innovationen zeigen, wie vielschichtig die Anforderungen sind. Zur Erhöhung der Motoreffizienz wird der neue
FE-Generator mit Magneten zwischen
den Klauenpolen des Rotors gebaut. Dadurch wird das Verhältnis von Ampere
pro Kilo erheblich verbessert. Zusätzlich
wurde das Statorwicklungsverfahren optimiert. Ein höherer Kupferanteil führt
160
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
hierbei zu höherer Effizienz, kleinerem
Durchmesser und größerer Trägheit.
Die Magnetgeräuschentwicklung wird
wesentlich reduziert und macht den FEGenerator zu einer ruhigen Maschine.
Durch die Konstruktion des Gehäuses
und des Rotorventilators erhöht sich die
Hitzebeständigkeit der Maschinen, die
aufgrund der beanspruchenden Umgebung der Generatoren ein weiterer Wettbewerbsfaktor ist.
Der TG-Generator setzt einen neuen
Standard für derzeit auf dem Markt erhältliche elektrische Drehstromgeneratoren. Er zeichnet sich durch kraftvolle
Energie bei geringer Geräuschentwicklung aus. Vor dem Hintergrund der aktuellen Tendenz zu wachsendem Strombedarf von Zwölf-Volt-Stromnetzen im
Fahrzeug öffnet dieser Generator das Tor
zu weiteren Entwicklungen von Hochleistungs-Drehstromgeneratoren.
Zu
den Vorteilen zählen unter anderem bis
zu 230 Ampere und damit ein gutes Verhältnis von Leistung zu Gewicht bei kom-
pakten Abmessungen. Insgesamt glänzt
der TG-Generator mit einer verbesserten
Effizienz.
Der Startermarkt ist ebenfalls stark
kostenorientiert. Der Markt teilt sich in
kostenoptimierte Modelle für Benzinmotoren und einem kostenintensiven
Dieselsegment auf. Hier sind hohe Drehzahlen für den Kaltstart der neuen Euro
4- und Euro 5-Dieselmotoren gefordert.
Dank der dualen Starterreihe ist Valeo in
der Lage, diese Anforderungen zu erfüllen. Mit dem FS-Anlasser wird laut Unternehmensangaben eine bahnbrechende
Innovation mit guten Leistungsparametern zu einem wettbewerbsfähigen Preis
angeboten. Der TS-Anlasser verfügt über
eine innovative Wicklungstechnologie,
die sich deutlich von anderen Produkten
auf dem Dieselmarkt unterscheidet.
Aftermarket-Kompetenz
Über zehn Millionen Fahrzeuge fallen
jährlich aufgrund von Starter- und Generatorenproblemen aus. Interessant ist,
dass 40 Prozent der heutigen Fahrzeuge
älter als zehn Jahre sind. Dieses Segment
macht zwei Drittel der Aktivitäten Valeos
im Aftermarket für Starter und Generatoren aus. Dabei nimmt die elektrische
Leistung der Generatoren entsprechend
dem OEM-Trend immer mehr zu. Die Tech-
nik wird durch vollständig integrierte Elektronik, einer besonderen
Konstruktion für eine stärkere Vibrationsabsorbierung und mit einer
Senkung des Geräuschpegels immer komplexer.
Bei den Startern sieht die Entwicklung etwas anders aus. Sie
geht aufgrund von Platzbeschränkungen in der Motorperipherie
in Richtung kompakterer Konstruktionen. Sowohl bei Startern als
auch bei Generatoren nehmen Haltbarkeit und Verschleißfestigkeit
zu. Die Motorperipherie stellt immer größere Herausforderungen,
die heute nur noch OE-Lieferanten meistern können.
Valeos Angebot für den Aftermarket umfasst neue und wiederaufgearbeitete Produkte sowie Ersatzteile. Außerdem zählen Dienstleistungen, wie zum Beispiel das Einsammeln von Altteilen und ein
Altteil-Identifizierungssystem, zum Portfolio. Die Werkstatt lagert
das ausgebaute, gebrauchte Teil in der Schachtel des Ersatzproduktes
und gibt das Paket an den Großhandel zurück. Die Methode „Back
in the Box“ gewährleistet den Schutz während des Transports und
erleichtert durch das Einscannen des Barcodes die schnelle Identifizierung der gebrauchten Teile. Das Identifizierungs-Tool „eCorps“
erhöht die Effizienz beim Einsammeln alter Generatoren, Anlasser
und Kompressoren. Das System besteht aus einem mobilen Terminal
sowie einer Software, mit der die Daten der gesammelten Teile elektronisch übertragen werden können. Dadurch wird das automatische
Rückgabeverfahren und die damit verbundene Altteilegutschrift beschleunigt.
Durch die Kombination des Angebots von neuen und wieder
aufgearbeiteten oder Standard-Austauschprodukten wird dem Aftermarket die Wahl unterschiedlicher Preissegmente ermöglicht.
Das Standardaustausch-Angebot beinhaltet über 1700 Teilenummern und deckt 95 Prozent des europäischen Fahrzeugbestandes
ab. Die Produktauswahl für Neuteile besteht aus über 600 Teilenummern für Pkw und Nutzfahrzeuge. Alle Produkte weisen OEMAusrüstungsqualität auf. Die OE-Qualität wird bei Valeo durch das
Label „valeorigin“ gekennzeichnet. Über 95 der wieder aufbereiteten Anlasser und Generatoren erfüllen die dafür notwendigen Anforderungen.
Zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von Teilenummern für
neu auf den Markt gebrachte Fahrzeuge hat Valeo Service das Programm „Time to Market“ entwickelt. Diese Initiative hat es sich zum
Ziel gesetzt, das Ersatzteil zur selben Zeit auf den Markt zu bringen,
wie das neue Fahrzeugmodell. So bietet Valeo bereits für den gerade erschienenen Audi A4 einen Ersatz-Starter/-Generator für den
Aftermarket an.
Die umfangreichen Produktkataloge sind in Papierform, elektronisch oder auch online erhältlich. Damit wird Valeo unterschiedlichen Markterfordernissen gerecht. Außerdem stellt das Unternehmen ein spezielles Schulungspaket „Starter & Generatoren für
Reparaturkräfte“ als Valeo Training Team Modul zur Verfügung. Die
Schulungsinhalte werden vor dem Hintergrund der neuesten technologischen Produktentwicklungen regelmäßig aktualisiert. Zudem wird gerade eine neue DVD „Repair Market“ fertiggestellt, die
detaillierte technische Informationen für die Reparaturfachkräfte
enthält. Neben verständlichen Anweisungen zum Aus- und Einbau
neuer Starter und Generatoren finden sich auf der DVD nützliche
Diagnosetipps sowie Hinweise zu den benötigten Arbeitszeiten.
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
161
teilemarkt
Vom Newcomer
zum OE-Lieferanten
_ Diese Kurzcharakterisierung beschreibt die Neugründung eines Automotive-Zulieferers nur unzureichend, zeigt
jedoch, wie professionell die Firmengründer das Unternehmen aufgestellt haben.
D
ie saxid GmbH wurde am 2.
August 2006 von Eckhard
Steeger und Wilfried Schnell
gegründet. Beide Geschäftsführer können auf eine lange
Berufserfahrung bei einem renommierten Automotive-Zulieferer verweisen. Steeger hat von der Konstruktion
von Bremsbelägen über Lizenzvergaben
bis hin zum Einkauf in verantwortlicher
Position alle wichtigen Stationen ausgefüllt. Bei saxid ist er für den kaufmännischen Bereich, die Finanzen, den
Einkauf und Vertrieb im AftermarketGeschäft verantwortlich. Schnell ist für
den technischen Bereich der Produktion,
die Entwicklung, die Anwendungstechnik
und die Fahrversuche zuständig.
Das Unternehmen hat sich auf die
Fertigung von Reibbelägen für Pkw
„Made in Germany“ spezialisiert. saxid
versteht sich als eine innovative, kompakte Einheit aus Konzept, Marke und
Unternehmen. Die Kernkompetenzen im
Bereich Original-Equipment dienen der
Entwicklung und Produktion zukunftsweisender Bremsbeläge. Die Sparte Aftermarket hat sich zum Ziel gesetzt, mit
technisch ausgereiften Trommel- und
Scheibenbremsbelägen für Pkw und
Nkw den Großhandel zu versorgen. Der
Hauptsitz des Unternehmens liegt im
Technologiepark von Bergisch Gladbach.
Hier ist auch die betriebseigene Werkstatt mit Möglichkeiten für Tests und
Fahrversuche untergebracht.
Mit der Neugründung begann für die
beiden Geschäftsführer eine sehr arbeitsreiche Startphase. Fast alle Aktivitäten
mussten am besten gleichzeitig durchgeführt werden. Ein entsprechendes Artikelsortiment musste ebenso aufgebaut
werden wie eine völlig neue Fertigung.
Gleichzeitig wurden Kontakte zur Fahrzeugindustrie aufgebaut. Die Gespräche
haben bereits zu ersten Erfolgen und
Freigaben geführt. Das Unternehmen ist
mit weiteren namhaften Fahrzeugherstellern in Kontakt. Natürlich soll auch
das Aftermarket-Geschäft angekurbelt
werden. Dies ist natürlich als Erstausrüstungslieferant einfacher, da sie die Kompetenz und die hohe Produktqualität
eines Unternehmens dokumentieren.
Made in Germany
Der Fertigungsstandort liegt im Industriepark Oberbruch in Heinsberg. Hier
startete Mitte vergangenen Jahres der
Aufbau einer modernen Fertigung für
Bremsbeläge. Daneben wurde hier auch
die Material-Entwicklung untergebracht.
Im ersten Schritt werden hier Scheibenbremsbeläge für den Volumenmarkt Pkw
produziert. Die saxid GmbH startete direkt nach Inbetriebnahme der Fertigung
von Null auf Hundert.
Seit April fährt man im DreischichtBetrieb. Die ersten Auslieferungen an die
Automobilindustrie und in den Ersatzteilmarkt sind bereits erfolgt. Das Auftrags‹‹ In einer Fertigungslinie durchlaufen
diese Reibbeläge verschiedene Bearbeitungsstufen, bevor sie verpackt und
ausgeliefert werden.
›› Plant-Manager Kyriakos Tachmatzidis hat die Fertigungslinie aufgebaut.
162
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
volumen ist zufriedenstellend. Plant-Manager Kyriakos Tachmatzidis ist ein Mann
der ersten Stunde. Er hat die gesamte
Produktion mit geplant und aufgebaut.
Bis 2009 investiert das Unternehmen
6,5 Millionen Euro und schafft etwa 30
Arbeitsplätze am Standort. Für das kommende Jahr wurde bereits die Entscheidung für zusätzliche Investitionen zur
Erweiterung des Produktionsvolumens
getroffen. Eine zweite Produktionslinie
soll installiert werden.
Die Bremsbeläge werden in einer lichtdurchfluteten Produktionshalle hergestellt. Die modernen Maschinen garantieren ein qualitativ hochwertiges Produkt.
Kurze Umrüstzeiten und effiziente Linienfertigung sind das Markenzeichen der zertifizierten Fertigung. Allein in Heinsberg
arbeiten 22 Mitarbeiter in Produktion,
Qualitätswesen und Verwaltung.
Die Reibbelagmischungen werden
nach eigenen Rezepturen hergestellt.
saxid verfügt über verschiedene Rezepturen, die auf eigenen Entwicklungen und
spezifischem Knowhow basieren. Das ISOzertifizierte Unternehmen lässt die freigegebenen Rezepturen vom TÜV prüfen und
vom Kraftfahrtbundesamt genehmigen.
In insgesamt sechs Pressen werden
die Reibbeläge unter Druck, Temperatur
und Zeit in Formen auf eine Stahlträgerplatte gepresst. In einem Ofen werden
die gepressten Bremsbeläge ausgehärtet. In einer Fertigungslinie durchlaufen
diese anschließend verschiedene Bear-
typisch Borgers:
praktisch
solide
preiswert
schlüsselfertig!
‹‹ Am Fertigungsstandort
in Heinsberg fertigt saxid an
hochmodernen Maschinen.
beitungsstufen. Zur Optimierung der
Beläge hat saxid die Infrarot-Oberflächenbehandlung in den Produktionsablauf integriert. Beim so genannten „Scorching“ wird bewusst eine thermische
Behandlung der Bremsbelagreibfläche
vorgenommen. Das Ergebnis ist ein signifikant verbesserter Belag, der schon „eingefahren“ ist und bereits bei der ersten
Bremsbetätigung sehr gute Betriebsreibwerte aufweist. Die fast fertigen Reibbeläge werden danach lackiert, mit Zubehörteilen versehen, qualitätsgeprüft und
verpackt. Jeder Bremsbelag ist mit einer
gültigen Genehmigungsnummer versehen, wenn er das Werk verlässt. So lässt
sich jeder Belag zurückverfolgen.
„Qualität und Qualitätssicherung stehen bei uns an erster Stelle“, sagt Schnell.
Gleichzeitig setzt saxid auf Effizienz. „Die
neuen modernen Produktionsmaschinen
garantieren eine optimale Fertigungsund zeitgerechte Kostenstruktur“, freut
sich Steeger. Kurze Rüstzeiten bedeuten
weniger Kosten und ermöglichen somit
eine marktgerechte Preisgestaltung.
Die Erfolgsfaktoren Sicherheit, Qualität und Wirtschaftlichkeit setzt das
moderne Unternehmen gleich mit dem
Umweltschutz. Deshalb wurde eine aufwändige thermische Nachverbrennung
installiert, deren Abgaswärme zum Beheizen der Härteöfen genutzt wird. Auch
will saxid den Strom- und Gasverbrauch
der sehr energieintensiven Produktion
weiterhin senken.
›› Der Printkatalog von saxid
listet auf 1000 Seiten das PkwReibbelagsortiment auf.
Fotos: Tewes
Mit der saxid GmbH betritt ein neuer
Player den Automobilersatzteilmarkt für
Bremsbeläge. Erste Gespräche mit Großhandelsunternehmen oder Kooperationen
zeigen, dass dort durchaus Interesse besteht. Das Unternehmen kann dem Ersatzteilmarkt einiges bieten. Im Webkatalog
sind über 2000 Artikel aufgeführt. Neben
Scheiben- und Trommelbremsbelägen lassen sich hier Bremsbacken für Pkw und Nkw
finden. Eine einfache Verlinkung zum richtigen Produkt erfolgt wahlweise über die
Stichworte „Fahrzeug“ „Achse“ oder „Artikeldirektsuche“. Gleichzeitig speist das
Unternehmen seine Daten in den elektronischen Teilekatalog Tecdoc ein.
Gerade erst ist die druckfrische Printversion erschienen. Auf knapp 1000 Seiten wird das
aktuelle Pkw-Belagprogramm aus Scheibenbremsbelägen und Bremsbacken präsentiert.
Zur leichteren und eindeutigen Identifizierung
der Fahrzeuge sind auch die Tecdoc-Fahrzeugtypnummern aufgeführt. Abbildungen der
Beläge und Umschlüsselungslisten runden
die Kataloginformationen ab.
Die Neugründung der saxid GmbH zeigt,
dass mit entsprechendem technischem
Knowhow und einem klaren Konzept immer
noch Geschäfte gemacht werden können. Letzlich werden die Kunden über den Erfolg des Unternehmens mit ihren Aufträgen abstimmen.
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NEV GmbH: in Kasachstan
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_ Die NEV GmbH ist ein Kraftfahr-
zeugersatzteile-Großhandel mit Sitz
in Grevenbroich im Rheinkreis Neuss/
Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen
ist seit 1993 Vertriebspartner zahlreicher
namhafter Hersteller.
Schulungsteilnehmer mit Industriepartnern und NEV GmbH.
Z
um Lieferprogramm gehören
Nkw- und Pkw-Verschleißteile
aller Art, Werkstatteinrichtungen,
Werkzeuge, Schmierstoffe und
Öle sowie Zubehör. Das Vertriebsgebiet in Deutschland erstreckt
sich über das Postleitzahlengebiet 4 und
5. Zu den Kunden zählen Speditionen,
freie und markengebundene Werkstätten, Behörden und landwirtschaftliche Betriebe. Zur Konsolidierung der
Unternehmensziele erschließt die NEV
GmbH zunehmend auch Exportmärkte,
vornehmlich in Zentralasien.
Warum Zentralasien? Seit dem Jahr
2000 versorgt die NEV GmbH Kunden zunächst in Kasachstan in enger Abstimmung
mit ihren Lieferanten aus der Industrie mit
Ersatz- und Verschleißteilen für Nkw und
Pkw. Der Kontakt nach Kasachstan kam
über langjährige Geschäftsbeziehungen
zu deutschen Kunden kasachischer Herkunft zustande. Um den ständig wachsenden Anforderungen Rechnung zu tragen,
wurde mittlerweile eine eigenständig arbeitende Vertriebsabteilung mit eigener
Logistik ausschließlich für die GUS-Staaten
aufgebaut. Ziel ist die flächendeckende Versorgung der Kunden mit allen benötigten
Produkten rund um das Kraftfahrzeug.
Der Import von deutschen Pkw-Gebrauchtfahrzeugen erlebte in den vergangenen Jahren einen regelrechten
Boom. Ebenso schnellte die Einfuhr von
Lkw allein im vorigen Jahr um fast 50 Prozent in die Höhe, allein im Jahr 2007 stieg
der Export von Kfz und Kfz-Teilen nach
Kasachstan im Vergleich zum Vorjahr um
Nach Beendigung der viertägigen Schulung wurden Zertifikate überreicht.
164
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Fotos: NEV GmbH
rund 29 Prozent an. Hier erkannte die
NEV GmbH einen erhöhten Schulungsbedarf, um zukünftig die Fahrzeuge warten
und instand halten zu können.
Hubert Sieverding, geschäftsführender Gesellschafter, Wilhelm Kammerzell,
Vertriebsleiter GUS-Staaten, und Uwe
Behrens, Einkaufsleiter, organisierten aus
diesen Gründen eine insgesamt viertägige Schulung im November 2007 vor Ort
in Kasachstan. Strategisch wichtige Lieferanten aus der Industrie waren vor Ort,
um die Kunden aus Groß- und Einzelhandel und Werkstatt, aber auch Studenten
von der örtlichen Technischen Universität (TU) über die Produkte zu informieren. Neben der technischen Schulung der
gemeinsamen Kunden waren auch die
Unterstützung in der Verkaufsargumentation im Vergleich zur Drittlandsware
und ein intensiver Meinungsaustausch
rund um die russischsprechenden Wirtschaftsmärkte Inhalt dieses Events.
Die drei verantwortlichen Mitarbeiter
der NEV GmbH sehen trotz der – bedingt
durch die Krise an den internationalen
Finanzmärkten – leichten Konjunkturabschwächung Anfang 2008, weiterhin sehr
gute Wachstumsmöglichkeiten zur Konsolidierung Ihrer Unternehmensziele. Die
attraktiven Rahmenbedingungen, die stetig steigende Kaufkraft und die traditionell
guten Beziehungen zwischen beiden Völoth
kern geben Anlass zu Optimismus.
Die Schulung stieß auf reges Interesse.
GTÜ testet Scheibenwischer
Bei der GTÜ rät man,
beim Kauf neuer
Wischer lieber etwas
mehr zu investieren,
denn gute Sicht diene
auch der Sicherheit.
Foto: Bosch
Wenn der Wischer dem Autofahrer nicht immer den richtigen
Durchblick verschafft, kann es schnell gefährlich werden. Die
Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) hat für das
ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO acht Scheibenwischer von ATU,
Bosch, Heyner, Intertec, Pit-Stop, Valeo und Volkswagen getestet. Im Sommer wie im Winter sind sie extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt und müssen auch bei starkem Regen
und hohen Geschwindigkeiten stets problemlos funktionieren.
Testsieger sind der „AeroTwin“ von Bosch sowie der „Visioflex“
von SWF. In den drei Bereichen Montage, Reinigungsleistung
und Verschleiß überzeugten sie mit „sehr guten“ Leistungen.
Preislich gehören diese Markenwischer jedoch zu den teuersten
Modellen. Den dritten Platz belegte der Wischer von Heyner,
der nicht nur bei der Reinigung, sondern auch beim Preis glänzte. Durchschnittlich schnitten die Wischer von Volkswagen und
Valeo ab. Sie landeten bei allen Tests im Mittelfeld.
Der Wischer „Titan-Tec“ von ATU bildete in nahezu allen
Bereichen das Schlusslicht. Zusammen mit dem sehr teuren
PitStop-Wischer und dem Intertec „unitec 48“ erhielt er das
Gesamturteil „nicht empfehlenswert“. Sparkäufe zahlen sich
bei Scheibenwischern nicht aus, so das Fazit der Tester.
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Corteco: Mehr Verteiler-Dichtsätze
Corteco hat sein Portfolio um 43 Fahrzeuganwendungen erweitert und stellt die Dichtsätze nun für 73 Applikationen zur Verfügung. Bezugnehmend zum Zahnriemen enthalten die Dichtsätze alle notwendigen Simmeringe. Damit ist es für Werkstätten
deutlich einfacher und weniger aufwändig, beim Zahnriemenwechsel auch gleich die offen liegenden Wellen in einem Arbeitsgang mit neuen Dichtungen zu versehen.
Die Werkstätten profitieren laut Unternehmensangaben von
einem deutlich niedrigeren Aufwand: Wenn sie den Zahnriemen
austauschen, haben sie mit dem Dichtsatz gleich die passenden
Dichtungen für die Kurbel- und Nockenwelle sowie gegebenenfalls für die Nebenwellen zur Hand – aufwändiges Suchen und
Bestellen der Simmerringe entfällt damit. Zusätzlich haben sie
einen Preisvorteil gegenüber dem Einzelkauf. Erneuern die Werkstätten parallel zum Wechsel des Zahnriemens auch den Simmerring, beugen sie Motor- und Umweltschäden vor und vermeiden
damit Reklamationen: Denn ist der Simmerring undicht, kommt
der Riemen mit Öl in Berührung und die Lebensdauer sinkt.
Corteco bietet den Simmerring, hergestellt von Freudenberg,
als Originalteil. Dies ermögliche ein hohes Maß an Qualität, wie
Tests zeigen: Auch nach 24 Stunden Testlaufzeit sei der Simmering wie neu, während Imitate dagegen im gleichen Test bereits
Risse, Abrieb und Rillenbildung aufweisen, heißt es aus der Untv
ternehmenszentrale.
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
165
teilemarkt
Die dritte Dimension
Unter dem Namen 3-in-one Professional
bringt die WD-40-Company im September sechs neue Produkte für Reparatur,
Wartung und Instandhaltung auf den
Markt. Das chemisch-technische Sortiment sei speziell auf die Bedürfnisse
von professionellen Anwendern zugeschnitten, verspricht der Hersteller. Die
Produktpalette reicht vom Rostlöser über
den Universalreiniger, das Silikonspray,
den Motor-Schnellstarter, das UniversalLithiumfett bis hin zum weißen Lithiumsprühfett. Jedes Produkt wurde nach eigener Aussage in enger Zusammenarbeit
mit Praktikern aus Handwerk und Industrie optimiert und soll für seinen Verwendungszweck jeweils die drei für Profis
wichtigsten Eigenschaften aufweisen.
So beginnt die Benutzerfreundlichkeit bereits bei der Aufmachung der einzelnen 3-in-one Professional-Produkte,
merkt man bei der WD-40 Company an.
Durch umfangreiche Forschungsarbeit und zahlreiche Weiterentwicklungen entstand ein breit gefächertes Sortiment für Reparatur, Wartung und Instandhaltung: 3-in-one Professional. Foto: WD-40
Die unterschiedlichen Farben sollen für
einen hohen Wiedererkennungswert
sorgen und die Symbole jeweils die drei
wichtigsten Anwendungsvorteile auf den
Punkt bringen. Sowohl Rostlöser, Silikonspray und Universal-Reiniger sollen, wie
schon das Multifunktionsöl WD-40, mit
Smart Straw erhältlich sein. Die Konstruktion des Sprühkopfes ermöglicht
gezieltes und großflächiges Sprühen. Für
die Detailarbeit muss nicht erst ein Röhrchen gesucht und aufgesteckt werden.jr.
www.3-in-1.eu
Erste Teilebörse mit Neuheit
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166
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Die Business-to-Business-Teilebörse H.O.T.A.S. wartet mit
einer Neuheit auf. Fand die Teile-Identifizierung bisher ausschließlich über die direkte Eingabe der Hersteller-Ersatzteilnummer statt, können H.O.T.A.S.-Nutzer ab sofort Ihre
Ersatzteile auch grafisch identifizieren.
Haben vorher die meisten H.O.T.A.S.-Nutzer nur Teile
ihrer eigenen Marke über das System gesucht und bestellt,
eröffnen sich mit der neuen Teile-Identifizierung ganz neue
Möglichkeiten. Jeder H.O.T.A.S.-Nutzer ist nun in der Lage,
ohne die Kenntnis über die Hersteller-Teilenummer Teile
anderer Marken zu identifizieren. Dies geschieht entweder über den KBA-Schlüssel oder die Auswahl nach Marke,
Modell und Motor. Über einen Baugruppen-Strukturbaum
arbeitet man sich dann bis zum benötigten Ersatzteil vor.
Über die dazugehörige Legende, in der die Teilenummern
aufgelistet sind, kann man die benötigten Teile direkt in
die Suchemaske übergeben. Das System erkennt dann
automatisch die Hersteller-Ersatzteilnummer und sucht
im System nach möglichen Anbietern. An der bisherigen
Funktionsweise der Bestellung eines Ersatzteils hat sich
nichts geändert.
Zum Start sind Opel und die GM-Gruppe (Saab, Cadillac,
Chevrolet, Corvette, Hummer) verfügbar. Für viele weitere
Marken ist kurzfristig eine solche Identifizierungsmöglichkeit in H.O.T.A.S. geplant. Durch diese zusätzliche Funktionalität wird H.O.T.A.S. für Händler der oben genannten
Fabrikate noch interessanter im Teileverkauf und hier im
Handelsgeschäft. Somit wird H.O.T.A.S. besonders auch für
oth
freie Werkstätten interessant.
info@cc-carconsult.de
www.hotas.de
Die alljährliche Beleuchtungsaktion im Oktober bringt es an den Tag: Mehr als jedes zehnte Auto
kommt mit falsch eingestellten Scheinwerfern in die Werkstatt. Viele davon stehen zu hoch und
blenden den Gegenverkehr.
Foto: Hella
Mit dem Licht-Test Kunden gewinnen
„Licht-Test im Kfz-Meisterbetrieb“ heißt
bald wieder die Botschaft. Wenn im Oktober Autofahrer wieder zum kostenlosen Check der Fahrzeugbeleuchtung
in die Werkstätten fahren, können die
teilnehmenden Werkstätten ihre Kompetenz auf diesem Gebiet zeigen und damit
Zusatzgeschäfte realisieren. Das ist auch
Ziel der Herbst-Kampagne 2008, die Hella ab September 2008 startet. Mehr als
11 000 freie Werkstätten erhalten Informationen über die Schwerpunkte der Aktion. Jede Kfz-Werkstatt sollte die Chance
nutzen. Denn Licht-Test heißt zum einen
Kundenkontakt, zum anderen aber auch
ein aktiver Beitrag zur Sicherheit auf
unseren Straßen. Rund zehn Millionen
Servicekunden haben im vergangenen Jahr
eine Licht-Test-Plakette erhalten. Bei einer
Mängelquote von 35 Prozent im vergangenen Jahr sind auf den Pkw-Bestand hochgerechnet rund 14 Millionen Fahrzeuge betroffen.
Im Kfz-Betrieb sollte dem Thema LichtBeratung hoher Stellenwert beigemessen
werden und wenn der Kunde sein Fahrzeug
zur Werkstatt bringt, unbedingt ein Lichtcheck erfolgen. Das dauert nur kurze Zeit,
zahlt sich aber aus. Schnell ist dann ein Glühlampenwechsel fällig. Defekte Autolampen
oder Lampen mit mangelnder Qualität stellen nicht nur ein bloßes Kavaliersdelikt, sondern ein erhebliches Gefahrenpotenzial im
jr.
Straßenverkehr dar.
Partslife gewinnt neuen Systempartner
Die umfangreichen Aktivitäten rund um
die gesetzeskonforme Entsorgung und
weitere Umweltaktivitäten veranlassen
immer mehr Großhandelsunternehmen
und Zulieferer, sich der Branchenlösung
Partslife anzuschließen. Mit der Hermann Peters GmbH & Co. KG aus Ennepetal konnte Partslife den 55. Systempartner begrüßen.
Die Hermann Peters GmbH & Co.
KG vertreibt die Marke Original-PE in
Deutschland und Europa. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung
und Fertigung hochwertiger Nkw-Ersatzteile. Als Systempartner von Partslife
stellt Original-PE sicher, dass Produkte
und Verpackungen nach den gesetzlich
vorgeschriebenen Normen und Richtlinien entsorgt und verwertet werden.
„In Partslife sehen wir die optimale Lösung, unsere Entsorgungsverantwortung
erfolgreich umzusetzen. Auch das Engagement für Initiativen des freien Teilemarktes
ist uns sehr wichtig. Das Bestreben von
Partslife in Richtung Internationalisierung
passt ebenfalls in unser Konzept als weltweit tätiger Partner des freien Teilegroßhandels“, sagt Thomas Lück, Leiter Marketing Original-PE.
Im Partslife-Verbund befinden sich damit
55 namhafte Unternehmen aus dem unabhängigen Aftermarket. Sie vertreten insgesamt 68 Marken. Durch den Beitritt zum Entsorgungskonzept können Großhandel und
Werkstätten sicher sein, dass die Produkte
der im Branchenkonzept aufgeführten Unternehmen nach den gesetzlichen Normen
oth
und Richtlinien entsorgt werden.
AUTOMECHANIKA
HALLE 6.0, STAND B53
teilemarkt
„Vorrangiges Ziel von Automotive Tradition
ist die Sicherung der Ersatzteilversorgung“,
Fotos: Bosch
sagt Lars Stuhlweißenburg.
Mit der Plattform http://Stores.ebay.de/Bosch-Klassik-Teilevermittlung sollen gesuchte Produkte aus
den Beständen von Großhändlern, Instandsetzungsbetrieben und Werkstätten einer breiten Zielgruppe
zugänglich gemacht und darüber hinaus spezielle Dienstleistungen für Oldtimer vermittelt werden.
Die Schatzsucher von Feuerbach
_ Bosch Automotive Tradition bietet Teile, Wissen und Emotionen für den Oldtimermarkt.
Die Spezialisten graben dabei 50 Jahre alte Ersatzteile aus.
W
ie lange bekommt man
Ersatzteile für ein ausgelaufenes Modell? Fünf
Jahre, zehn Jahre oder
länger? Das hängt nicht
zuletzt von Marke und Modell ab. Zwar
gilt überwiegend die Faustregel, dass die
Automobilhersteller bis zehn Jahre nach
Produktionsende zumindest die gängigen
Ersatzteile auf Vorrat halten, aber eine
bindende Verpflichtung gibt es nicht. Bei
dem einen oder anderen wenig gefragten
Modell treten manchmal schon nach
sechs Jahren Engpässe in der Ersatzteilversorgung auf, für andere gibt es auch
nach zwölf Jahren noch beim Markenhändler Teile. Problematisch wird es,
wenn lebenswichtige Verschleißteile
nicht mehr erhältlich sind. Chancen
haben Oldtimer-Besitzer häufig noch bei
den einschlägigen Zulieferern, weil viele
Teile standardisiert sind und oft auch in
jüngeren Modellen zum Einsatz kommen.
168
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Bosch, führender Erstausrüster internationaler Automobilhersteller, hat hier
sogar eine Marktlücke entdeckt und vor
zweieinhalb Jahren seine Aktivitäten im
neu gegründeten Bereich Bosch Automotive Tradition zusammengefasst. Dort
beschafft man noch heute seltene Teile
wie etwa einen nagelneuen Fußabblendschalter für den Opel Kadett A von 1963,
Dieselförderpumpen für Ponton-Benze,
Zündverteiler für den Maserati Ghibli
von 1970, Reglerschalter für Alfa Romeos
Giulia 1600 oder sogar Bremsbacken für
den (Buckel-)Volvo PV 544 von 1958, um
nur einige Beispiele zu nennen.
Einfach ausprobiert
und es hat geklappt
Wir wollten die Leistungsfähigkeit der
Bosch-Oldieexperten testen und bestellten einen tatsächlich benötigten
Öldruckschalter für unseren 51 Jahren
alten Opel Olympia Rekord. Zwei Tage
später mailte uns Lars Stuhlweißenburg,
Leiter von Automotive Tradition: „Das
von Ihnen gesuchte Teil ist in unserem
Karlsruher Zentrallager vorrätig und kostet 10,50 Euro. In vier Tagen haben Sie
es.“ Unsere Verblüffung war perfekt, um
so mehr, weil der originale Öldruckschalter seinerzeit gar nicht von Bosch, sondern von einem Wettbewerber stammte.
Aber er war kompatibel mit jenem Teil,
das die Stuttgarter in den 60er-Jahren an
das Bochumer Opel-Kadett-Band geliefert hatten.
Ein paar Tage später sitzen wir Stuhlweißenburg gegenüber, passenderweise im Unternehmensarchiv in Stuttgart-Feuerbach. Vor der historischen
Kulisse eines jahrzehntealten dunkelbraunen Holzschranks, bestückt mit ebenso alten Scheinwerfern, Signalhörnern
und Anlassern, berichten er und Dietrich
Kuhlgatz, Fachreferent für Produktge-
2.8i, Audi 100, Saab 900 Turbo, Volvo 760
GLE oder Porsche 911 SC unterwegs.
Rechnet sich soviel Nostalgie?
In den Werken und Archiven von Bosch findet sich umfangreiches Wissen zu Konstruktion,
Verwendung und Reparatur von Bosch-Komponenten. Bosch Automotive Tradition bereitet
dieses Wissen auf, nutzt es für Nachfertigungen und Instandsetzungs-Projekte.
schichte, über ihre Arbeit. Schon bald wird
klar, dass beide in der Wolle gefärbte Oldiefreaks sind und sich voll und ganz mit
dem historischen Schild vor dem Archiv
identifizieren. „Bosch-Dienst“ steht darauf in altertümlicher Schrift. Lupenreine
Dienstleistung ist auch ihr tägliches Brot.
„Kürzlich erreichte uns eine Anfrage des
Messerschmitt-Kabinenroller-Clubs von
Südafrika“, berichtet Stuhlweißenburg.
„Die wollten haarklein wissen, welche
Bosch-Teile damals verbaut worden sind
und was davon noch verfügbar ist. Wir
konnten ihnen ebenso helfen wie jenem
Kunden, der einen Anlaßfußschalter für
seinen Cadillac von 1927 suchte oder
dem BMW-Fan aus Atlanta/USA, der einen Zusatzluftschieber für sein betagtes
3.0-CSi-Coupé brauchte.“ Nachgefertigt
werden inzwischen Anlasser für verschiedene Marken, Sechs-Volt-Glühlampen
oder auch die legendäre Einspritzanlage
K-Jetronic, eine antriebslose mechanische
Saugrohreinspritzung, die kontinuierlich
den Kraftstoff proportional zur angesaugten Luftmenge zuteilt. Mit ihr waren
in den 70er- und 80er-Jahren Autos wie
VW Passat und Scirocco, Ford Granada
„Unser Ziel war, eine schwarze Null zu
schreiben, und das wurde erreicht“,
sagt Ulf-Malte Wünsch, Pressesprecher
Bosch-Automobiltechnik/Handel. „Zugute kommt uns dabei, dass dieses spezielle Segment des Teilemarkts deutlich
schneller wächst als der Gesamtteilemarkt. Dass Automotive Tradition darüber hinaus unser Image unterstützt, ist
ein nicht unerwünschter Nebeneffekt.“
Wenn Kuhlgatz und Stuhlweißenburg
sich auf Schatzsuche begeben, müssen
sie zurzeit noch häufig alte Kataloge und
Reparaturhandbücher wälzen. Bis alles
digitalisiert in einer Datenbank verfügbar ist, werden wohl noch ein paar Jahre
vergehen. Dann lässt sich per Knopfdruck
in Sekundenschnelle feststellen, dass die
gesuchte Borgward-Isabella-Zündspule
beispielsweise in einem Madrider BoschLager schlummert.
Hans W. Mayer
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Oder überzeugen Sie sich selbst
auf der Automechanika.
Automechanika vom 16.- 21. September
Halle 5.1, Stand C 44
teilemarkt
Tieferlegungsfedern werden bereits seit 1985 für verschiedene Handelsmarken und Automobiltuner gefertigt. Im Jahr 1990 entstand
dann die Eigenmarke Vogtland für den Bereich Fahrwerktechnik.
Zum Jubiläumsjahr wurden über eine Million Euro in technische Anlagen investiert.
Dabei wurde ein Programm umgesetzt, das sich mit der Organisation und Standardisierung der Arbeitsplätze und Fertigungsabläufe befasst.
Fotos: Vogtland
Das Gefühl, Teil einer Tradition zu sein, wird auch in Zukunft das von Paul-Bernd Vogtland und Martin Vogtland geführte Unternehmen
prägen: Hohe fachliche Kompetenz mit Qualitätssinn sowie klare Kundenorientierung stehen dabei an erster Stelle.
Federn von Anfang an
_ Vogtland, eines der ältesten Federnwerke Deutschlands,
feiert sein hundertjähriges Jubiläum.
I
m Jahr 1908 begann Schlossermeister
Bernhard Vogtland seine erfolgreiche
Unternehmensgeschichte. Nach 100
Jahren wird sie in der vierten Generation der Gründerfamilie gemeinsam
mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten fortgeschrieben. Aber der Reihe
nach: Vogtlands erste Abnehmer kamen
aus der Nürnberger Spielwarenindustrie
und den Herstellern von Reit- und Fahrgeschirren. Es wurden Druck-, Zug- und
Schenkelfedern aller Art hergestellt.
Dem Unternehmen gelang es, Maschinenfabriken der verschiedensten
Branchen für seine Federn zu interessieren und schon in den 30er-Jahren machte der Export fast 35 Prozent der Gesamtproduktion aus. In den 50er-Jahren
wurden Federn für landwirtschaftliche
Maschinen, den Bergbau und Maschinenwerkstätten aller Art produziert. Schwerpunkte des Absatzprogramms waren in
den 80er- und 90er-Jahren die beiden Geschäftsbereiche Technische Federn und
Landmaschinenersatzteile. Heute ist das
170
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Unternehmen Vogtland eines der ältesten, aber nach eigener Aussage eines der
modernsten und produktivsten Federnwerke Deutschlands.
Von der Federntechnik
zur Fahrwerktechnik
Bereits seit 1985 wurden für verschiedene Handelsmarken und Automobiltuner Tieferlegungsfedern gefertigt.
Im Jahr 1990 entstand die Eigenmarke
Vogtland für den Bereich Fahrwerktechnik, die von Christoph Vogtland zu einem
eigenen Geschäftsbereich ausgebaut
wurde. Aus den ehemaligen Produktbereichen Technische Federn und Landmaschinentechnik entstanden die zwei Geschäftsbereiche. Die Federntechnik steht
für kundenspezifische und auftragsbezogene Leistungen für den Automobilzuliefermarkt mit über 50 Prozent Anteil
sowie die Industrie. Die Fahrwerktechnik
bietet eigens entwickelte Sportfahrwerke, Gewindefahrwerke und Tieferle-
gungssätze für den Pkw-Nachrüstmarkt.
Entwicklung und Auslegung der Fahrwerkskomponenten sowie die kontrollierte Produktion befinden sich im eigenen Haus. Jahrzehntelange Erfahrung
aus der Federntechnik zahle sich hier aus,
so die Unternehmensaussage. Zudem sei
man auch Partner für Sonderserien und
Spezialfahrzeuge sowie für Importeure
bei Pkw-Achsfedern. Auch im Bereich
Motorraddämpfung und im Motorsport
ist man aktiv. Vogtland vermarktet seine
Sportfahrwerke weltweit mit einer Exportquote von fast 70 Prozent.
Nachdem das Unternehmen bereits
seit 1999 im amerikanischen Markt vertreten war, startete 2001 die eigene Tochtergesellschaft Vogtland North America,
Inc., um so der Entwicklungsunterstützung für spezielle amerikanische Modelle
Rechnung tragen zu können. Zudem weist
man beim Federnspezialisten darauf hin,
dass sich nicht nur Automobilhersteller,
sondern auch Spezialisten aus dem Bereich Stoßdämpfer auf den Federn- und
Fahrwerksspezialist verlassen. Mit dem
zertifizierten Qualitätsmanagementsystem nach der Norm ISO TS 16949 und zusätzlich der Verifizierung vom Kraftfahrtbundesamt nach den Paragrafen 19 und
20 der StVZO können dort die qualitativen
Standards für die Zulieferung in die Autojr.
mobilindustrie erfüllt werden.
Hände weg von
Sicherheitsbauteilen
Teure, mehrteilige Räder müssen edel glänzen, wenn
sie dem Autofahrer gefallen sollen. Kratzer oder tiefe
Schrammen an hornpolierten oder Edelstahl-Tiefbetten könnten jedoch den ästhetischen Gesamteindruck erheblich stören. Auf der Suche nach rascher
und preiswerter Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes öffnen sich bei der Suche im Internet immer wieder sonderbare Seiten, auf denen
Außenbetten für RH Alurad und andere Hersteller offeriert werden, sowie Zentrierringe, Nabendeckel sowie Rad- und Verbindungsschrauben, darauf macht
man bei RH Alurad aufmerksam.
Wenn nun jemand im Internet derartiges bestellt
und hofft, auf diese Weise günstig ein mehrteiliges
Rad reparieren oder es mit vergoldeten Schrauben
weiter veredeln zu können, bekommt ein Problem.
Er kann dieses Rad anschließend zwar als Kultobjekt
verwenden, aber auf keinen Fall an seinem Auto.
Denn damit würde er sich strafbar machen. Dazu erklärt Andreas Elsenheimer, beim TÜV Nord in Essen
zuständiger Diplom-Ingenieur für die Abteilung Räder, Reifen, Fahrwerk und Tuning: „Für Räder, die Sicherheitsbauteile sind, gilt, dass sie vom TÜV geprüft
sein müssen. Damit wird dokumentiert, dass sie den
Vorschriften entsprechen.“ So veranlasst ein Hersteller wie RH Alurad die Prüfung eines neuen Rades. Der
TÜV prüft dann auch die einzelnen Originalkomponenten wie Schrauben sowie Hälften. Daraufhin wird
ein Prüfbericht erstellt, gemeinhin als TÜV-Gutachten
oder Teilegutachten bekannt. Dazu fügt Elsenheimer
hinzu: „In diesen Gutachten steht ausdrücklich, dass
mehrteilige Räder nur vom Hersteller zusammengebaut werden dürfen. Werden die Räder von jemand
anderem und außerdem Fremdteile montiert, dann
ist das Rad nicht mehr vom Hersteller, folglich gelten
dann die Prüfungsunterlagen auch nicht mehr.“ Es
geht vor allem auch darum, dass ein Fahrzeug laut
Straßenverkehrsordnung seine Betriebserlaubnis
verliert, wenn auch nur ein einziges Rad nicht vom
Hersteller selbst repariert wurde. Damit kann auch
der Versicherungsschutz verloren gehen. Bei RH Alurad zieht man diesbezüglich die Konsequenzen und
geht mit einstweiligen Verfügungen und Unterlassungserklärungen gegen Internet-Anbieter von Hälfjr.
ten und Schrauben vor.
Das beschädigte
Außenbett eines Mehrteilers darf nur der
Hersteller austauschen.
Wer das Rad selbst
repariert und wieder
ans Auto montiert, der
macht sich strafbar
– denn das Auto
verliert dann seine
Betriebserlaubnis.
Foto: RH Alurad
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
171
teilemarkt
Der Ferodo-Bremsbelag
ThermoQuiet ist schon
seit geraumer Zeit im
Markt erhältlich.
Foto: Federal-Mogul
Der Bremsbelag aus einem Guss
_ Der Ferodo-Bremsbelag ThermoQuiet ist nun seit einiger Zeit auf dem Markt
erhältlich. Neben guten Bremsleistungen bietet er eine bisher nicht gekannte
Geräuschdämpfung. Dazu wurden technisch ganz neue Wege gegangen.
E
s gibt europaweit kaum einen
Bremsbelaganbieter, der einen
höheren Serienanteil hat als
Ferodo. Doch gute Bremswerte zu
liefern, reicht heute alleine nicht
mehr aus, um sich an der Spitze des
Marktes zu behaupten. Das Geräuschverhalten, unter allen Fahr- und Witterungsumständen, spielt hier ebenfalls
eine entscheidende Rolle.
Um die hier schon erreichten hohen
Standards weiter zu verbessern, ist Ferodo
einen ganz neuen Weg gegangen – Anlass
dazu gaben folgende Fakten: Moderne Autos neigen eher zu Bremsgeräuschen. Das
liegt unter anderem am Fahrwerk, denn
der Alu-Anteil nimmt stetig zu, als auch an
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������������������������������������������������
der Gewichtszunahme dieser Fahrzeuge.
Diese Fahrwerke haben ein ganz anderes
Schwingungs- und damit Geräuschverhalten, insbesondere dann, wenn stark gebremst wird. Verstärkt wird dieser Effekt
durch das Phänomen, dass im Laufe der
Zeit die Bremsgeräusche zunehmen.
Die wirksamsten Techniken zur Geräuschdämpfung, die so genannten
Shims aus Metallblech auf der Rückseite
der Beläge, sind nämlich empfindlich: So
kann Korrosion die Befestigung lösen.
Der eigentliche Geräuschdämpfer wird
so selbst zur Geräuschquelle, haltlos vibriert das Blech dann in der Zange. Zudem ist diese Verbindung so fragil, dass
sie bei falscher oder unachtsamer Mon-
tage ebenfalls zerstört werden kann.
Wer kennt nicht den Effekt, dass ein
Auto, das niemals zu Bremsgeräuschen
neigte, plötzlich nach dem Belagwechsel
quietscht? Starke Hitzebelastung kann
übrigens die gleichen Folgen haben.
Konsequenterweise hat man daher
bei Ferodo das herkömmliche Shim einfach weggelassen – was nicht da ist, kann
auch nicht schwingen und so Geräusche
erzeugen. Stattdessen verwendet man
den IMI-Geräuschisolator. Er wird zusammen mit dem eigentlichen Belagmaterial
durch die Rückenplatte gepresst, Reibmaterial, Rückenplatte und Isolator bilden
eine Einheit. Der Ferodo TQ-Bremsbelag
entsteht also in der Tat aus einem Guss.
Dazu ist allerdings eine komplett neue Produktionstechnik
nötig.
Der IMI-Isolator hat dabei
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noch einen weiteren Vorteil: Er
����������������������
ist ein Hitzeschild. Damit über�����������������
trägt er nicht nur weniger Hitze
�����������������
auf die anderen Komponenten
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der Bremse, also Bremszange
�����������������
und Bremsflüssigkeit, son������������������
dern er bleibt auch bei starker
Hitze wirksam. So erklärt sich
auch der Name: ThermoQuiet
��������������������������������������������
– Temperatur und Ruhe. oth
����������������������������������������������
www.federal-mogul.com
172
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
_ Millimetergenaue Präzision
Mit rund 600 Keilrippen- beziehungsweise Multi-V-Riemen in exakter Originallänge stellt SKF den freien Werkstätten ein
komplettes, im TecDoc-Informationssystem gelistetes Sortiment für Pkw und
Transporter zur Verfügung.
Mit diesen Riemen können Kfz-Betriebe
laut Unternehmensaussagen bei MotorNebentrieben professionelle Reparaturqualität erbringen. Denn die Originallänge der SKF Multi-V-Riemen garantiere die
optimale Spannung und verhindere so das
Durchrutschen der zum Teil bis zu vier Meter langen Riemen für das sensible System
„Nebentrieb“ mit Riemen, Rollen und Aggregaten. Dieses Mehr an Zuverlässigkeit
Ab sofort bietet SKF eine
komplette Palette hochwertiger
Keilrippen- beziehungsweise
Multi-V-Riemen an. Foto: SKF
und Haltbarkeit minimiere die Gefahren
für Sicherheit und Komfort.
SKF empfiehlt, beim Riemenwechsel
grundsätzlich auch die Spann- und Umlenkrollen zu erneuern und vorbeugend
beim intervallmäßigen Wechsel des
Zahnriemens sowie dessen Spann- und
Umlenkrollen auch gleich die Multi-VRiemen zu überprüfen und gegebenentv
falls zu erneuern.
_ TRW liefert auch ABS-Sensoren
Immer mehr Fahrzeuge sind serienmäßig
mit einem ABS-Bremssystem ausgestattet, selbst in der Kleinwagen-Klasse. „Das
verursacht eine steigende Nachfrage bei
ABS-Ersatzteilen – insbesondere auch
auf dem freien Reparaturmarkt“, sagt
Jochen Leuthold, Vertriebsleiter der TRW
Kfz-Ausrüstung GmbH.
Aus diesem Grund bietet der in Neuwied ansässige Bremsenspezialist nun
auch ein umfangreiches Programm an
ABS-Sensoren in Erstausrüstungsqualität.
Vom Start weg umfasst das Sensor-Angebot 66 Referenzen, mit dem sich viele
Modelle der großen europäischen Fahrzeughersteller abdecken lassen: Audi A2,
A3, A4 und A6, BMW 3er-Serie, Ford Focus,
Mercedes C-Klasse und VW Passat, Golf
und Transporter. Unternehmensangaben
zufolge wird das Programm kontinuierlich erweitert. Ein Katalog mit TRW-Num-
Praktisch: Bremsenspezialist TRW legt den neu ins Programm aufgenommenen ABS-Sensoren
auch gleich die erforderlichen Befestigungsschrauben bei.
Foto: TRW
mern, den entsprechenden OE-Nummern
und Abbildungen soll in Kürze folgen.
Außerdem weist das neue Angebot
eine praktische Besonderheit auf: Jeder
Sensorpackung liegen auch gleich die
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erforderlichen Befestigungsschrauben
bei. Damit spart sich die Werkstatt das
separate Bestellen der Schrauben, die
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
173
teilemarkt
Startschuss
_ TecDoc baut die führende Informations-
plattform des Independent Aftermarkets
(IAM) weiter aus, damit alle Aftermarketteilnehmer auch in Zukunft Geschäftsprozesse
erfolgreich durchführen können.
E
rsatzteilkataloge haben sich in den
vergangenen Jahren zunehmend ins
Internet verlagert. Zudem nimmt
der Wettbewerbsdruck auf elektronische
Informationssysteme
im IAM spürbar zu: Ersatzteil-Identifikationsprozesse werden immer komplexer
und Produkte mit kompliziert zu beschreibenden Einbauorten verursachen hohen
Identifikationsaufwand. Der Datenqualität wird eine immer größere Bedeutung
beigemessen, um zweifelsfrei und akkurat
Ersatzteile beim Teilegroßhandel bestellen
zu können. Nicht zuletzt drängen OE-Informationssysteme der Fahrzeughersteller
mit tagesaktueller Datenbereitstellung in
die freien Werkstätten.
TecDoc, die Suchmaschine, die alle
Teile verschiedener Hersteller für alle Automarken auf einer Plattform abbildet,
hat über die neuen Phoenix-Strukturen
folgende Neuerungen entwickelt:
Tagesaktuelle Datenbereitstellung:
Alle Datenlieferanten stellen Ihre Daten
einfach und komfortabel auf einer Online-Datenbank bereit, aus der die Handels- und TecDoc-Kataloge täglich aktualisiert werden können.
Grafische
Teile-Identifikationsprozesse: Zu den zukunftsorientierten Maß-
nahmen gehört auch die Bereitstellung
detaillierter grafischer Darstellungen
von TecDoc, auf die die Teileindustrie ihre
Daten verknüpfen kann und anhand derer der Werkstattkunde einfach, akkurat
und schnell auch Teile mit komplizierten
Einbauorten identifizieren kann.
OE-Data-Research-Projekte: Außerdem werden den Datenlieferanten OEData-Research-Projekte angeboten, um
deren Produkte noch besser mit den
Originalinformationen der Kfz-Hersteller zu verknüpfen. So können Handel
und Werkstatt Ersatzteile treffsicher und
schnell identifizieren und Rückläufer reduzieren.
Der Start der neuen Phoenix-Strukturen auf Seiten der Teileindustrie ist für
September 2009 geplant. Hierfür wird
das neue Produktdaten-ManagementTool (PDM), welches das heutige Datenpflege-Tool (DMM) ersetzen wird, voraussichtlich in der ersten Augustwoche
ausgeliefert. Erste Testdaten der Stammdaten werden bereits für August/September 2008 erwartet, erste Testdaten
der Bewegungsdaten für Januar 2009.
Die ersten „Just-in-Time“-Kataloge
werden Anfang 2010 auf dem Markt
oth
kommen.
Höchstleistung beim Bremsen
Der internationale Automobilzulieferer TRW gehört zu den führenden Anbietern von Scheibenbremsen und ist
nach eigener Aussage die Nummer eins
bei Entwicklung sowie Produktion von
Bremssätteln weltweit. Mit dem Colette-Bremssattel, dem seit 25 Jahren
führenden Bremssatteldesign für Scheibenbremsen, konnte das Unternehmen
einen Weltstandard setzen. Unter der
Bezeichnung FBC (Foundation Brakes
Composite) führt TRW Automotive Hochleistungsbremssättel in Komposit-Ausführung nach einem neuen Schwimmsattelkonzept auf. Diese Bremssättel
sind auch auf dem Ersatzteilmarkt für
insgesamt 14 Referenzen verfügbar, wie
für die Modelle Audi A5, Audi S5 Coupé
und Cabrio, Audi Q5 sowie die aktuelle
Mercedes C-Klasse. Diese Bremssättel
werden nach den Erstausrüstungsspezifikationen von TRW hergestellt.
Die FBC-Bremssättel seien nicht nur
auf Höchstleistung ausgelegt, sondern
auch kostenoptimiert und aufgrund der
Komposit-Ausführung sehr leicht, teilt
man bei TRW mit. Letzteres sei auch ein
Beitrag zur Senkung des Verbrauchs und
174
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Hohe Bremsmomente und maximale Verzögerung sowie kurzer Bremsweg, die FBC-Bremssättel
erfüllen die hohen Sicherheitsstandards der Automobilhersteller.
Foto: TRW
der Kohlendioxid-Emissionen. Außerdem attestiert der Hersteller den neuen
Bremssätteln gutes Ansprechverhalten
und hervorragendes Pedalgefühl.
Aufgrund der breiten aber dünnen
Bremssattel-Brücke können größere
Belaggrößen und auch größere Bremsscheiben zum Einsatz kommen. Dadurch erhöht sich die Bremsleistung bei
gleichzeitig niedrigeren Temperaturen
im Bremssystem. Die größere Auflagefläche soll zudem die Lebensdauer des
Bremssattels verlängern. Die Konstruktion vereine unter anderem eine innovative Bolzen-Belagabstützung, die eine
präzise Belagbelastung erlaube und zu
reduzierten Bremsgeräuschen beitrage,
resümiert der Hersteller. Zudem weist
man auf das innovative Bremsträgerdesign hin, das ein verbessertes, voll
abgedichtetes Führungssystem und darüber hinaus ein verbessertes Verhalten
gegenüber Vibrationen und Geräuschen
jr.
aufweise.
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betrieb
management
Ost-West-Gefälle beim Service
_ Der Ost-Kunde überholt den West-Kunden beim Leistungs-
anspruch. Nicht nur die jährlichen Durchschnittsausgaben pro
Pkw differieren im Ost-West-Vergleich, auch die Kundenprofile
gestalten sich teilweise verschieden.
A

EntwicklungdesPkwBestandesinDeutschlandbiszumJahr2020
Zuwachs des Pkw-Bestandes
in 2007 gegenüber 2006
Mio.
+0,4%
 ca.18%desGesamtbestandesbefindensichimOsten
54,0
49,4
50,0
46,8
46,0
42,0
Die steigenden Serviceanforderungen lassen die
Ertragschancen je nach betrachtetem Teilmarkt und
bezogen auf die verschiedenen Anbieter des Marktes
recht unterschiedlich ausfallen, macht Michael Horn
von der BBE Retail Experts Unternehmensberatung
deutlich.
Foto: Rinn
43,8
44,4 44,7
45,0
45,4
46,1
46,6
47,5
48,7
50,9
49,1
47,4
Entwicklung
Perspektive:  eineGesellschaft
inBewegung
"Impulse"
42,4
Perspektive:  einezögerliche
Gesellschaft
"Tradition"
38,0
1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2010 2015 2020
 KontinuierlichesWachstumdesBestandesfördertdieNachfrage!
5
Quelle:KBA,Shell,BBE
VortragMesseLeipzig2008
Entwicklung des Pkw-Bestandes in Deutschland bis zum Jahr 2020.
D
er Wunsch nach individueller
Mobilität in Form eines eigenen
Pkw wird auch in den nächsten
Jahren ungebrochen bleiben
und daher die Nachfrage nach
Serviceleistungen auf hohem Niveau
halten. Anfang 2007 wurde in Deutschland ein Fahrzeugbestand von 46,6 Millionen gezählt. Mehr als 72 Prozent waren
davon älter als fünf Jahre, davon rund 60
Prozent älter als sieben Jahre und mehr.
Hier wird ersichtlich, dass die attraktivsten Servicepotenziale im Segment
II liegen, also bei den Fahrzeuge von
vier bis etwa acht Jahren, weil dort die
Halter in den Werterhalt ihrer Fahrzeuge
investieren müssen. Diese Veränderung
der Parameter Durchschnittsalter, Jahresfahrleistung und Wartungsintervalle
führt zu einer Verschiebung der attraktiven Servicepotenziale in Richtung
höheres Fahrzeugalter – das gilt es bei
der Entwicklung der Serviceangebote zu
berücksichtigen.
Die steigenden Serviceanforderungen
lassen jedoch die Ertragschancen je nach
176
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
betrachtetem Teilmarkt und bezogen auf
die verschiedenen Anbieter des Marktes
recht unterschiedlich ausfallen. Auf dem
Workshop „Die Zukunft des freien KfzService-Marktes in den neuen Bundesländern“, der auf der diesjährigen Amitec als
Gemeinschaftsveranstaltung von amz,
Leipziger Messe und GVA veranstaltet
wurde, stellte Michael Horn, Partner bei
der BBE Retail Experts Unternehmensberatung, heraus, dass der Ost-Kunde den
West-Kunden beim Leistungsanspruch
überholt. Der Marktkenner präsentierte
Basisdaten der Kfz-Branche, die dazu
dienen können, Strategien für eine Erfolg
versprechende Marktausrichtung aufzubauen. Dabei richtete er seinen Blick
auf die regionalen Besonderheiten der
Marktbearbeitung in den fünf östlichen
Bundesländern. Dass es dort keine nennenswerten Unterschiede in der Fahrzeugstruktur gibt, kennzeichnete Horn
mit einigen Marktzahlen: So kommen in
West-Deutschland 570 Autos auf 1000
Einwohner, im Osten sind das höchstens
zehn mehr oder weniger, je nach Bundes-
land. Allerdings machte er in den neuen
Bundesländern im vergangenen Jahr
eine größere Kaufzurückhaltung als im
Bundesdurchschnitt aus.
Das Autogeschäft ist lokal
Nicht nur die jährlichen Durchschnittsausgaben pro Pkw differieren im OstWest-Vergleich, auch die Kundenprofile
gestalten sich teilweise verschieden: Der
Ost-Kunde ist anspruchsvoller als der
West-Kunde, lautet Horns Fazit. Insbesondere zu hohe Preise im Vergleich zum
Wettbewerb, eine schlechte Qualität der
ausgeführten Arbeiten sowie lange Wartezeiten auf einen Termin werden von
ostdeutschen Kunden deutlich häufiger
mit einem Werkstattwechsel abgestraft
als von westdeutschen Kunden. Die Ansprüche an die eigene Werkstatt lassen
sich somit im Osten Deutschlands als höher einstufen im Vergleich zum Westen.
Sieht der Ost-Kunde seine Ansprüche bei
der Werkstatt erfüllt, so hält er ihr auch
die Treue, so lautet ein Ergebnis einer
bundesweiten Befragung 2007 von 1000
Autofahrern.
Die Bereitschaft, den Servicebetrieb
je nach Reparaturart zu wechseln, ist
in Ostdeutschland eindeutig geringer
ausgeprägt als in Westdeutschland.
Insgesamt 79 Prozent der befragten ostdeutschen Pkw-Fahrer gaben an, eine
Werkstatt ihres Vertrauens zu haben, zu
der sie ihren Pkw bei Bedarf immer bringen würden (West: 71 Prozent). Somit
A
zent der ostdeutschen Autofahrer mit
dem Gedanken anfreunden können,
Reifen über das Internet zu beziehen,
trifft dieses auf 32 Prozent der westdeutschen Autofahrer zu. Auch den
Reifenkauf via Internet können sich 29
Prozent der Ost-Kunden vorstellen, bei
den West-Kunden liegt der Anteil bei 24
Prozent. Ebenso stößt die Vereinbarung
eines Werkstatttermins über das Internet bei Autofahrern aus Ostdeutschland

Basis:PkwBestandam1.01.2007:46,6Mio.Pkw
über10Jahre
34,0%
910Jahre
12,6%
12Jahre
14,6%
34Jahre
13,3%
78Jahre
13,0%
56Jahre
12,5%
 mehrals72%derFahrzeugedesPkwBestandessind5Jahreundälter
 Rund60%derFahrzeugesind7Jahreundälter
7
VortragMesseLeipzig2008
Pkw-Bestand am 1. Januar 2007: 46,6 Millionen.
lässt sich der Ost-Kunde durchaus als
„treuer“ bezeichnen als der West-Kunde.
Gleichzeitig scheinen sich die ostdeutschen Servicebetriebe stärker um ihre
Kunden zu bemühen als westdeutsche,
denn Kundenbindungsmaßnahmen wie
beispielsweise Zusendungen von Sonderangeboten oder Erinnerungen an
Termine wie Öl-/Reifenwechsel, HU/AU
und so weiter sind bei Werkstätten im
Osten Deutschlands stärker verbreitet
als im Westen. Immerhin 61 Prozent der
befragten Autofahrer aus Ostdeutschland gaben an, regelmäßig von ihrer
Werkstatt angeschrieben zu werden,
weitere 13 Prozent in unregelmäßigen
Abständen. In Westdeutschland hingegen werden mit 51 Prozent deutlich
weniger Autofahrer kontinuierlich von
ihrem Servicebetrieb angeschrieben.
Unterschiede beim Kundenprofil lassen
sich auch im Hinblick auf die Internetnutzung feststellen. Dem Kauf von Autoteilen und Reifen im Internet steht
der Ost-Kunde offener gegenüber als
der West-Kunde. Während sich 35 Pro-
mit 46 Prozent auf größeren Zuspruch
als bei den westdeutschen Autofahrern
mit 35 Prozent.
Zudem verifizierte man bei BBE Retail Experts, dass die Kfz-Servicekosten
im Osten unter dem Bundesdurchschnitt
liegen. Die jährlichen Durchschnittskosten für Werkstattleistungen liegen in
Ostdeutschland bei etwa 560 Euro pro
Pkw, im gesamten Bundesgebiet bei
610 Euro. Die Lohnerlöse, also die unterschiedlichen Verrechnungssätze in West
und Ost, machen hier den Unterschied
aus. Während die jährlichen Lohnkosten
je Pkw bundesweit bei rund 210 Euro im
Durchschnitt liegen, fallen die ostdeutschen Lohnkosten mit etwa 160 Euro pro
Pkw deutlich niedriger aus. Der Aftermarket für Ersatz- und Verschleißteile in
Deutschland liegt bei 11,28 Milliarden
Euro. Das Marktvolumen Pkw-Komponenten insgesamt und Durchschnittsausgaben pro Pkw kann man mit 400
Euro Material plus rund 200 Euro Lohn,
also zusammen mit 600 Euro, pro Jahr
und Fahrzeug festmachen.
Aftersales als
stabilisierendes Geschäftsfeld
Den Aftermarket sieht Prof. Dr. Stefan
Reindl, stellvertretender Leiter des Institutes für Automobilwirtschaft, als sichere Bank – und betrachtet ihn quasi
als Insolvenzverhinderer bei Autohäusern, Werkstätten und dem Fachhandel:
„Betrachtet man die Systemumsätze der
Automobilwirtschaft, also Umsätze, die
direkt an den Kunden weiterberechnet
werden, so zeigt sich, dass heute über 80
Prozent der Umsätze aus dem Handelsgeschäft mit Neu- und Gebrauchtwagen
stammen. Weniger als zehn Prozent werden durch den Handel mit Ersatzteilen
und Zubehör erzielt.“ Ganz anders sieht
es jedoch bei der Gewinnsituation aus:
Bis zu 60 Prozent der Gewinnbeiträge innerhalb der automobilen Wertschöpfung
stammen aus der Vermarktung von Ersatz- und Zubehörteilen. Der Aftermarket
gilt vor diesem Hintergrund als stabilisierendes Geschäftsfeld bei Zulieferern, Automobilherstellern und Automobilhändamz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
177
betrieb
management
lern gleichermaßen. Dennoch bleiben
die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse
gerade im Kfz-Gewerbe seit Jahren weit
hinter den Erwartungen zurück. Obwohl
das Umsatzvolumen bis zu 90 Prozent
aus den Handelsbereichen mit Neu- und
Gebrauchtwagen erwirtschaftet wird,
liefern die umsatzschwachen Werkstattund Teilebereiche auch hier die wesentlichen Deckungsbeiträge in den Werkstattbetrieben und Autohäusern.
Bei näherer Analyse der Ertragsstrukturen im Kfz-Gewerbe kommt man laut
Reindl zu dem Schluss, dass zwar 18 bis
30 Prozent der ergebnisrelevanten Deckungsbeiträge aus dem Ersatzteile- und
Zubehörbereich stammen. Allerdings liefert das Ölgeschäft bereits über die Hälfte
dieser Deckungsbeiträge. Lediglich knapp
die Hälfte stammt aus der Vermarktung
von Ersatzteilen und Zubehör. Zudem ist
davon auszugehen, dass die Beschäftigung im Kfz-Gewerbe auch künftig rückläufig sein wird. Nach Berechnungen des
Instituts für Automobilwirtschaft dürften die Lohnstunden in den Werkstätten
bis zum Jahr 2015 um bis zu 22 Prozent
sinken. Das heißt, die Lohnerlöse und die
damit einher gehenden Erträge werden
im Servicegeschäft weiterhin sinken,
prophezeit Reindl. Ursachen dieser Entwicklung liegen seiner Meinung nach in
der verbesserten Qualität der Fahrzeuge,
der Reparaturfreundlichkeit, der längeren Haltbarkeit von Verschleißteilen und
im Reparatur- und Wartungsverhalten
der Kunden.
Ertragsoptimierung im
Ersatzteil- und Zubehörbereich
Eine geringfügige Kompensation der
rückläufigen Wertschöpfung ist aber
dennoch durch den Zubehör- und Teilebereich zu erwarten. Der Trend zu weniger zeitintensiven Reparaturen und zum
Austausch von Teilen sowie den Einbau
von Zubehörteilen ist schon seit einigen
Jahren verstärkt erkennbar. So wird es
künftig für den Automobilfachhandel,
die Autohäuser und Werkstätten darauf
ankommen, diesen Bereich ertragsseitig
zu optimieren. Dabei ist von so genannten „Hard-Selling-Strategien“ abzuraten,
denn die Preissensibilität der Automobilkunden nimmt schon seit Jahren deutlich
zu. Es geht vielmehr um eine Professionalisierung des Ersatzteile- und Zubehörgeschäfts. Dabei ist verstärkt auf Beratungs- und Service-Leistungen zu setzen,
um den Kunden bei seiner Wartungs- und
Reparaturentscheidung zu unterstützen.
Angesichts des anhaltenden Einbruchs im Neuwagengeschäft (in 2007
um 9,2 Prozent) macht BBE-Experte Horn
die besondere Bedeutung des Teile-, Zu-
178
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
behör- und Servicegeschäftes zur Renditeerzielung für die Marktteilnehmer der
Kfz-Branche deutlich und lässt keinen
Zweifel daran aufkommen, dass auch
weiterhin die individuelle Mobilität bei
den Bundesbürgern einen hohen Stellenwert als Freiheitsmerkmal einnehmen
wird. Deshalb müssten alle Servicebereiche ortsnah die Fahrzeuge ihrer Kunden reparieren können. Als besondere
Herausforderung an die Servicebetriebe
A
ligkeit, also kurze Vorlaufzeiten, geringe
Wartezeiten vor Ort sowie termingetreue
Durchführung. Als weitere Faktoren sieht
er Vertrauen, wobei er Preistransparenz,
Nachweis der durchgeführten Arbeiten
sowie Verbindlichkeit der angebotenen
Leistung im Auge hat und Preiswürdigkeit, was er mit absoluter Preishöhe,
Preis/Leistungsverhältnis sowie funktionsorientierten und zeitwertgerechten
Service erklärt. Last but not least spielt

VeränderungderServicepotenziale
Service
potenzial
0
4
Fahrzeugalter
8
12
● DieattraktivstenServicepotenzialelagenbisherimSegmentII,derFahrzeugevon4bisca.8Jahren,
● dahiereinstarkerAnstiegderServicepotenzialeerfolgtund
● dahierdieHalterindenWerterhaltIhrerFahrzeugeinvestieren.
9
VortragMesseLeipzig2008
Veränderung der Servicepotenziale.
sieht er die zunehmende Zahl der Dieselfahrzeuge, die kompetent gewartet
und instandgesetzt werden müssen. Der
Wettbewerb um den Servicekunden wird
sich weiter verschärfen und an Intensität
bis zum Jahr 2010 weiter zunehmen, davon ist er fest überzeugt.
Business is local
– und persönlich
Regionale Strukturierung und Abgrenzung sichern Kundennähe und Markterfolg. Hier gibt er als Erfolgsstrategie
aus: Lokalkolorit und persönlicher Kontakt können die Marktposition stärken.
Wettbewerbsorientierte Gebietsstrukturierungen könnten Preise stabilisieren,
„Globalisierung“ in Sortiment sowie Region nicht um jeden Preis und nur Größe
allein reduziert häufig die Wirkung. Die
Auswahl des Durchführungsortes von
Reparatur-, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten wird durch folgende Kundenanforderungen und -erwartungen
bestimmt. Das sind laut Horn Schnel-
die Bequemlichkeit, also Servicenähe von
maximal 30 Minuten Fahrzeit, die Öffnungszeiten sowie „Rund-Um-SorglosPakete“ eine bedeutende Rolle.
Die Aftersaleslandschaft
wird unscharf
Der Kunde Ost ist zwar kritischer und
deshalb schneller zum Wechsel der Werkstatt bereit. Bei der Frage, wer macht in
Zukunft das Servicegeschäft, freie oder
Markenwerkstätten, muss man die zunehmend unschärfer werdende Aftersales-Landschaft einbeziehen. Gebunden wird frei und frei wird gebunden, in
welchen Markt geliefert wird, ist nicht
mehr eindeutig, so schätzt Experte Horn
die Perspektiven des Kfz-Aftermarkets
zukünftig ein. Beim gebundenen Markt
(Vertrag mit einem Automobilhersteller)
treten Vertragswerkstätten den Werkstattsystemen bei. Auf der anderen Seite
werden durch Netzbereinigungen gebundene Kfz-Unternehmen frei. Dabei
erfolgt eine Vorwärtsstrategie für ältere
Fahrzeuge durch Vordringen in Kernzielgruppen des freien Marktes. Der freie
Markt hat seinen Worten zufolge in den
vergangenen Jahren stark an Bedeutung
gewonnen und wird sich auch in Zukunft
behaupten können. Jedoch werde die
Zahl der Kfz-Werkstätten weiter zurückgehen, prognostiziert er und macht in
seiner Prognose 2010 einen deutlichen
Rückgang der Autohäuser/Vertragswerkstätten sowie freien Werkstätten aus,

•
•
•
•
•
VeränderungderServicepotenziale
A. Was bewegt
die Branche?
Service
potenzial
0
4
Fahrzeugalter
8
12
● DieVeränderungderParameter(Durchschnittsalter,Jahresfahrleistung,Wartungsintervalle)führtzueiner
VerschiebungderattraktivenServicepotenzialeinRichtunghöheresFahrzeugalter.
● DieseEntwicklunggiltesbeiderEntwicklungderServicenagebotezuberücksichtigen!
10
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Frankfurt am Main, 16. – 21.9. 2008
Als Grundlage für diesen Beitrag dienen die Charts aus
dem Vortrag von Michael Horn, Partner bei der BBE Retail
Experts Unternehmensberatung GmbH & Co. KG in Köln,
auf dem AMITEC-Workshop: „Die Zukunft des freien KfzService-Marktes in den neuen Bundesländern“, der von
amz, Leipziger Messe und GVA veranstaltet wurde. Um
Ihnen einen tieferen Einblick in die Materie zu ermöglichen,
haben wir unter www.amz.de alle dort vorgestellen und dem
Beitrag zugehörigen Aufzeichungen eingestellt. Wenn Sie
also auf der amz-Homepage sind, gehen Sie einfach oben
auf das Feld „Service“ und klicken darin die Markierung
„Downloads“ an. Dann können Sie sich alle Ergebnisse der
Recherche des Marktexperten von BBE Retail Experts im
Detail anschauen.
!54/',!37%2+:%5'%ßß:5"%(d2
A
Allerdings werde sich die Systembildung auf Werkstattebene weiter fortsetzen und im Autohandel der Mehrmarkenhandel zunehmen. In Anbetracht, dass
das Autogeschäft ein lokales Geschäft ist,
räumt er der regionalen Strukturierung
und Abgrenzung sowie der Sicherung der
Kundennähe den größten Markterfolg
ein. Den wichtigsten Erfolgsfaktor in der
Service-Prozesskette sieht er in der Kundenzufriedenheit, die immer wieder aufs
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179
betrieb
management
Frauen ticken anders
Ist das Auto des Mannes liebstes Spielzeug?
Sicherlich trifft dies noch immer zu. Aber auch
den Frauen macht das Autofahren zunehmend
Spaß. Deshalb wollen sie informiert sein, wenn
es um ihr Auto geht. Foto: Hallo Frau GmbH
„Wir stehen mit vielen Ideen für die Zielgruppe
Frauen in den Startlöchern und freuen uns auf
die Zusammenarbeit mit Hallo Frau und auf
erste Erfolgsgeschichten von Werkstätten“, erklärt Thomas Sülzle, Leiter Marketing Services
der ATR Service GmbH.
_ ATR und die Hallo Frau GmbH starten eine Kampagne mit
verschiedenen zielgruppengerichteten Maßnahmen für Frauen, um sie für automobile Belange zu begeistern und den Service in der Werkstatt für diese Zielgruppe zu sensibilisieren.
D
as weibliche Geschlecht nimmt
als Zielgruppe im automobilen
Umfeld einen hohen Stellenwert ein. Die Zeiten, als Frauen
lediglich die Funktion des Beifahrers im Auto beschieden war, gehören
längst der Vergangenheit an. Das Automobil ist heutzutage für die moderne
Frau ebenso ein Garant für uneingeschränkte Mobilität wie für Männer.
Vielen Werkstattmeistern ist zwar im
Hinterkopf bekannt, dass Frauen anders
ticken als Männer, sie messen dieser Aussage aber wenig Bedeutung bei, zumindest, wenn es sich um die Beziehung von
Frauen und Autos handelt. Dabei reden
in neun von zehn Fällen Frauen mit, welches Auto angeschafft wird. Auch die
Anzahl der Halterinnen nimmt kontinuierlich zu. Zurzeit sind laut KBA 31,7 Prozent der Halter weiblich. Und auch rund
die Hälfte der Werkstattbesucher sind
weiblich, lautet eine Aussage von BBE.
Das kommt nicht von ungefähr, immerhin verfügen knapp 80 Prozent der
Frauen über einen Führerschein. Nach einer AXA/Autobild-Umfrage geben 87 Prozent der Frauen an, gerne Auto zu fahren
und mehr als 60 Prozent verbinden Autofahren mit einem Gefühl von Freiheit
und Unabhängigkeit. Der Status quo der
modernen Frau in Deutschland hat mittlerweile einen ganz anderen Stellenwert
180
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
erreicht. „In Deutschland leben rund 35
Millionen Frauen. Kinder, Küche, Kirche
ist nicht mehr, die Entwicklung der Frauen hat sich total geändert“, sagt Christina Guth, Senior Consultant Hallo Frau
GmbH. In Zahlen ausgedrückt bedeutet
das: rund die Hälfte aller Studierenden
sind Frauen. Etwa ein Viertel der Habilitanden an deutschen Hochschulen sind
weiblich und 21 Prozent der Absolventen
eines ingenieurwissenschaftlichen Studiums sind Frauen, das zumindest machen
die Auswertungen des Statistischen Bundesamtes deutlich.
Frauen denken und handeln aber
nicht nur anders als Männer, sie kaufen
auch anders. Marktforscher – vom Allensbacher Institut bis hin zur Gesellschaft
für Konsumforschung – bestätigen das.
Zielgruppenstudien belegen, dass für
Frauen Geld ein geringeres Statussymbol
ist als für Männer. Sie sehen darin primär
ein Instrument, um ihre Bedürfnisse zu
befriedigen. Zudem messen sie bei ihren
Einkaufsentscheidungen dem Thema
Sicherheit eine höhere Bedeutung bei.
Nun ist in den Augen der Männer das
Thema Auto sowie das automobile Umfeld reine Männersache und weit von
den Bedürfnissen und Ansprüchen der
Frauen entfernt. „Deshalb wollen wir
dazu beitragen, bei den Werkstattmeistern den Hebel umzulegen und hier ein
Umdenken in Gang setzen. Denn wer die
Frauen gewinnt, ist einen Schritt voraus“,
argumentiert Guth. Dabei kann sie auf
einige unerfreuliche Anekdoten im Umgang mit Werkstätten aus der eigenen
Erfahrung und der ihrer autofahrenden
Tochter zurückblicken. „Deshalb tragen
wir auch zur Beratung von Werkstätten
bei und stellen Kommunikationsmittel
zur Verfügung“, gibt sie zu verstehen.
Vielerorts wird die Macht
der Frauen unterschätzt
Rund 80 Prozent der Kaufentscheidungen werden laut Faith Popcorn, Evaluation, von Frauen getroffen, und 85
Prozent kaufen laut BauerMedia, World
of women, nicht nur für sich, sondern
für zwei Personen und mehr ein. Auf die
Kfz-Branche bezogen bedeutet das: Sie
wünschen eine umfassende und nicht
stigmatisierte Betreuung. Diese große
und stetig wachsende Zielgruppe wird in
den Kfz-Betrieben und -Werkstätten vielfach völlig außer Acht gelassen. Das hat
ATR erkannt und will diesem Umstand
mit einer Zielgruppen-Kampagne gemeinsam mit Hallo Frau GmbH für Frauen in den über 2100 Partnerwerkstätten
begegnen. Damit will man Frauen für
automobile Belange begeistern und die
Kundin zur Königin machen. „Wir stehen
mit vielen Ideen für die Zielgruppe Frauen. Unsere AC AutoCheck und Meisterhaft-Werkstätten sind mit Kontaktdaten,
Öffnungszeiten und Lageplan ab sofort
in der Datenbank der speziell für Frauen
eingerichteten Internetplattform www.
hallo-frau.de über eine Postleitzahl-Su-
„Hallo Frau ist das Informationsportal für Frauen. Das Internetportal für Mobilität, Finanzen,
Heimwerken und IT bietet
Informationen rund um diese
Themenbereiche“, weiß Christina
Guth, Senior Consultant Hallo
Frau GmbH, zu berichten.
Fotos: Rinn
che bequem zu finden. Darüber hinaus
werden wir noch im diesem Jahr eine Reihe von Maßnahmen umsetzen, die jede
Werkstatt optional einsetzen kann“, sagt
Thomas Sülzle, Leiter Marketing Services
der ATR. Das sind kostenlose Handschuhfach-Ratgeber für Frauen, eine Bonusaktion „Family&Friends-Card“ sowie die
Einbindung des Zielgruppenmarketings
in bereits bestehende Werbemaßnahmen wie beispielsweise Prospekte. So
haben bundesweit alle Autofahrerinnen
2100 Werkstätten zur Auswahl, bei denen sie sicher sein können, dass der
Service stimmt. Auf der Internetseite
haben die Werkstattbesucherinnen darüber hinaus die Möglichkeit, die Betriebe
nach dem Besuch zu bewerten und die
Erfahrungen von anderen Frauen bei der
Wahl der Werkstatt mit einzubeziehen.
Wenn Probleme auftreten, werde man
sich seitens Hallo Frau mit der entsprechenden Werkstatt in Verbindung setzen
und darüber sprechen, sagt Guth. Das ist
wichtig, denn Frauen sprechen ihrer Meinung nach deutlich mehr Weiterempfehlungen aus als Männer und haben für
gewöhnlich auch mehr Kontakte.
Sechs Pilotbetriebe
zum Vorzeigen
Insgesamt sechs ATR-Pilotbetriebe von
AC AutoCheck und Meisterhaft werden
bundesweit verteilt ein Jahr lang quasi
in Vorbildfunktion die Zielgruppe Frauen gemäß der Zielgruppen-Kampagne
von ATR und Hallo Frau ansprechen und
bearbeiten. Sie werden auch als Meßlatte dienen, um das Resultat nach einem
Jahr mit Zahlen und Fakten für die anderen festzumachen. Dass diese Aktion
die Partnerbetriebe im Wettbewerb ein
ganzes Stück voranbringt, darüber ist
man sich bei ATR sicher. Deshalb legt
man dort im Rahmen der Gesamtstrategie in Punkto Image, Differenzierung
vom Wettbewerb, Neukundengewinnung und Kundenbindung den konsequenten Fokus auf die Zielgruppe Frauen.
Das wird denn auch unmissverständlich
durch weibliche Bildsprache in der Werbung und authentischer Zielgruppenansprache umgesetzt. Als weitere Ideen
sind
Frauen-Fahrsicherheitstrainings,
Technikkurse, Informationen zur Werterhaltung, die Wahl des richtigen Autos
und Kids Clubs in der Umsetzungsphase.
„Wir wissen, dass Frauen auf andere Dinge Wert legen als Männer und setzen das
ab sofort um. Unser Ziel: zufriedene Kundinnen und Kunden“, erklärt Sülzle. jr.
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betrieb
management
Es sind meist
die kleinen Dinge, ...
Ohne moderne EDV-Unterstützung wäre
vieles in der Werkstatt, aber auch im Büro
nicht machbar, weiß Werkstattmeister und
Inhaber Roland Ullrich.
Aus dem ehemaligen landwirtschaftlich genutzten Betrieb der Eltern in Ravenstein-Merchingen ist ein stattlicher Kfz-Betrieb mit Meisterhaft-Autoreparatur-Werkstatt geworden.
Der Werkstattbereich wurde großzügig geplant und gebaut, so dass auch Platz für weitere Beschäftigte vorhanden ist. Die moderne Technik der Fahrzeuge erfordert moderne Arbeitsgeräte
zur Überprüfung und Wartung.
G
elebte Servicequalität, individuelle, persönliche Ansprache
sowie
Wahrnehmen
der
Interessen und Wünsche der
Kunden, mit anderen Worten
Kundendienst von A bis Z – für viele
ein Wunschdenken im Kfz-Service und
nicht immer ganz einfach zu realisieren.
Für Roland und Johanna Ullrich sind das
mehr als beflügelte Marketingfloskeln.
In der Meisterhaft-Kfz-Werkstatt R. Ullrich in Ravenstein-Merchingen zwischen
Heilbronn und Würzburg wird deutlich,
welchen hohen Servicegrad eine freie
Werkstatt erreicht, wenn man es nur
will. In Sachen Kundenbindung und Kundenkontakt steht dort der Mensch mit
182
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Chefin und Mutter Johanna Ullrich
(links) und Tochter Julia lassen sich
immer wieder etwas Neues beim Texten
und Gestalten der Kundenanschreiben
einfallen.
Mobilität verschafft das Kundenersatzfahrzeug,
schließlich ist man auf dem Lande.
_ ... die den Unterschied machen. Das fängt beim Service
an und hört bei der Kundenansprache längst nicht auf,
lautet das Erfolgsrezept der Meisterhaft-Kfz-Werkstatt
Ullrich, einem der sechs Pilotbetriebe der ATR-Kampagne
„Hallo Frau“.
all seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt.
Die Ullrichs sind mit ihrer Werkstatt
einer der sechs Pilotbetriebe der ATRKampagne „Hallo Frau“, die mit zielgruppengerichteten Maßnahmen für Frauen
den Service in der Werkstatt auf diese
Zielgruppe sensibilisieren soll.
„Für uns stand außer Frage, dass wir
bei diesem Projekt mitmachen, als man
uns kürzlich von Seiten ATR und HalloFrau darauf ansprach,“ sagt Johanna
Ullrich. Nicht, dass man dort damit Neuland beschreiten will, sondern um eigene
Erfahrungswerte an andere Partnerbetriebe weiterzugeben. Der Kunde, respektive die Kundin, steht bei den Ullrichs seit
Beginn des Geschäftsbetriebes vor rund
zwanzig Jahren an vorderster Stelle. Das
war bereits so, als sie sich 1987 im ehemaligen landwirtschaftlich genutzten
Betrieb der Eltern mit einer kleinen KfzWerkstatt selbstständig gemacht hatten.
Schon in den darauf folgenden Jahren
konnte der Kundenstamm ständig aufgebaut und das Serviceangebot erweitert werden. Bei soviel Nachfrage wurde
der Platz knapp, so dass sechs Jahre später die Einweihung der neu angebauten
Werkstatt mit Büroräumen erfolgte. In
dieser Zeit wurde der Werkstattbetrieb
vom Betriebsinhaber Roland Ullrich als
Werkstattmeister alleine geführt. Unterstützt wurde und wird er von seiner Frau,
die sich um die kaufmännische Seite des
Betriebes und ganz besonders um den
Kundenservice kümmert. Im Herbst 2004
wurde in der Werkstatt erstmalig ein Auszubildender als Kfz-Mechatroniker eingestellt. Für die Ullrichs war das ein Schritt,
der längst nötig war, aber auch organisatorisch bewältigt werden musste. Nachdem im Februar der erste Auszubildende
den Betrieb nach bestandener Prüfung
verließ, arbeiten jetzt zwei Azubis in der
Werkstatt. Demnächst soll auch im Büro
ein Auszubildender seine berufliche Laufbahn starten. Als besonderer Erfolg kann
sicher auch gewertet werden, dass der
zweite Azubi nach Ausscheidung im ATRTrainingscamp in Stuttgart zum Finale
nach Hamburg eingeladen wurde.
Für alle Kunden
und alle Autos gerüstet
Schon ein Blick auf das Angebotsschild
vor der dem Betrieb macht deutlich,
welch breite Leistungspalette hier abgedeckt wird. Neben Reparatur und
Auch Junior Robin Ullrich
weiß sich tatkräftig in den
Betrieb einzubringen.
Fotos: Rinn
Wartung, Fehlersuche an elektrischen
und elektronischen Bauteilen, Motordiagnose, TÜV, Abgasuntersuchung,
Klimawartung, Reifenservice, Unfallinstandsetzung, Schadensabwicklung sowie Fahrzeug-Finanzierungen und Mietfahrzeuge, beschäftigt man sich bei den
Ullrichs auch mit dem Verkauf von Neu-,
Jahres- und Gebrauchtfahrzeugen sowie
EU-Fahrzeugen. „Es steckt schon ein hohes Maß an Disziplin und eisernem Willen in dem Anspruch, sich in fast allen
Fabrikaten auszukennen, eine tägliche
Herausforderung, der wir uns aber gerne stellen. Diesen ständig wachsenden
Anforderungen können wir nur durch
die Teilnahme an vielen Schulungen und
Seminaren gerecht werden“, sagt Roland
Ullrich.
Hier steht der
Kunde im Mittelpunkt
Aber nicht nur auf dem technischen Terrain gibt der Betrieb eine gute Figur ab.
Auch im Service beschreitet man dort
neue Wege, um mit Kunden in Kontakt
zu kommen. So begann man im Frühjahr 2003 mit Pannenkursen speziell und
nur für Frauen. „Auch Kinder durften in
den vergangenen Jahren während der
Sommerferien bei uns reinschnuppern,
die Jungs in der Werkstatt, und für Mädchen boten wir an verschiedenen Tagen
tolle Bastelangebote etwa mit Serviettentechnik an. Die große Anzahl der
Kinder, die mitgemacht haben, zeigt uns,
dass wir auf dem richtigen Weg sind“,
macht Johanna Ullrich die Einbeziehung
aller Kundengruppen deutlich. Bereits
zur Tradition hat sich seit 1996 für die
Kunden das Werkstattfest im November entwickelt, das immer unter einem
bestimmten Motto steht. „Der überaus
große Zuspruch lässt uns immer neue
Ideen finden und setzt meist ungeahnte
Kräfte frei“, gibt Johanna Ullrich zu verstehen. In die Veranstaltungen sowohl in
der Vorbereitung wie auch beim Ablauf
werden die 13jährige Tochter Julia und
der zehnjährige Sohn Robin intensiv mit
eingebunden.
Aber nicht nur bei den vielen Festen
und Veranstaltungen stehen die beiden
Youngster den Eltern zur Seite, sondern
auch bei den alltäglichen Aufgaben im
Betrieb. Und da gibt es reichlich zu tun,
insbesondere was den Bereich Kundendienst angeht. „Jedes Fahrzeug wird nach
der Inspektion ausgesaugt und etwas
Süßes hineingelegt. Mit solchen kleinen
Aufmerksamkeiten sprechen wir gezielt
die Kunden an“, stellt die Chefin klar. Besonderes Augenmerk legt sie gemeinsam
mit Tochter Julia auf die Gestaltung der
Anschreiben an ihre Kunden, die es zu etlichen Anlässen vom Geburtstag bis zum
Weihnachtsgruß gibt. Nicht nur, dass sie
sich immer neue individuelle Texte einfallen lassen, auch das Briefpapier wird
zu jedem Anlass mit persönlichem Motiv
speziell ausgewählt. „Auf jede Rechnung
kommt bei uns ein Gedicht. Das mag
den einen oder anderen Kunden anfangs
verwundert haben. Diese spezielle und
sicher ungewöhnliche Ansprache wird
uns heute jedoch von der Kundschaft
hoch angerechnet“, führt sie weiter aus.
Dass es im Prinzip die kleinen, aber individuellen und insbesondere persönlichen
Dinge sind, die den Unterschied machen
und für die Rückkopplung mit dem Kunden sorgen, wird hier deutlich. So hält
man es bei den Ullrichs wohl mit dem
Zitat „Man kann niemanden überholen,
wenn man nur in seine Fußstapfen tritt“,
und tut gut daran. Jürgen Rinn
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183
betrieb
management
Marketing
mit Langzeitwirkung
Fachleute sprechen hier von der möglichst originellen Location. Dies können
beispielsweise stillgelegte Zechen und Fabrikgelände, ehemalige Luftschutzbunker,
Bahnhöfe, Straßenbahndepots, Zirkuszelte, Schwimmbäder. Üblich sind Events
in eigenen Räumen oder auf einer Regionalmesse, zum Beispiel „Mannheimer
Maimarkt“. Die Veranstaltung im eigenen
Betrieb ist eine preisgünstige Variante mit
viel Eigenbestimmung in Sachen Dekoration, Verpflegung und Termin.
Weg von den
langweiligen Schnittchen
_ Alles rund um den Event: Besucheransprache, Präsentation
und Verabschiedung sind trainierbar. Wir zeigen, wie es geht.
K
aum ein anderer Begriff hat seit
dem Ende der achtziger Jahre im
Marketing eine so steile Karriere
gemacht wie der Begriff Event.
Der Ausdruck aus dem Englischen bedeutet soviel wie „Ereignis“,
„Programm“ beziehungsweise „Veranstaltung“. Heute verbirgt sich eine
Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen unter diesem Begriff: Präsentationen, Tag der offenen Tür und Promotionsveranstaltungen werden als Event
bezeichnet. Ein Event wird entscheidend
von der Atmosphäre geprägt. Die ausgewogene Mischung aus Architektur,
Dekoration, Technik und Menschen zu
einem Gesamtkunstwerk erzeugt diese
Atmosphäre. Dabei ist das Event als
Bestandteil der Unternehmensstrategie
zu sehen. Es ist ein Baustein im Marketing und soll Kunden anwerben und
damit zum Umsatzerfolg beitragen. Deshalb sollte sich eine zentrale Botschaft
wie ein roter Faden durch die Veranstaltung ziehen und immer wieder deutlich
kommuniziert werden.
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Geschlossene
oder offene Events
Bei den geschlossenen handelt es sich
um Veranstaltungen für Teilnehmer mit
persönlicher Einladung, während die
offenen Events grundsätzlich über Massenmedien für die breite Öffentlichkeit
publiziert werden. Events können kombiniert werden. Die Präsentation von Autos
gemeinsam mit einer Modenschau. Models und sportliche Autos passen zusammen. Event-Agenturen übernehmen die
Organisation. Auch ein Schaukochen mit
einem Fernsehkoch lässt sich mit einer
Produktpräsentation kombinieren. Auch
TÜV oder ADAC können in ein Event integriert werden. Event-Agenturen liefern
viele neue Ideen.
Marktplatz oder
Straßenbahn-Depot
Grundsätzlich ist die Auswahl des richtigen Veranstaltungsortes beziehungsweise -rahmens von großer Bedeutung.
Für die meisten Besucher ist Essen und
Trinken ein wesentlicher Bestandteil des
Events. Das wichtigste Erfolgsrezept für
Events mit Erinnerungswert ist die absolut passende Verpflegung, die möglichst „mottokonform“ sein muss. Nicht
der riesige Aufwand mit Kaviar, Hummer
und Champagner ist ein Erfolgsgarant,
sondern die Originalität und das zeitgemäße Angebot. Generell geht der Trend
weg von den langweiligen Schnittchen,
Häppchen und Canapes hin zu Anleihen
bei fernöstlichen Gerichten: zum Beispiel
Sushi, Yaki Tori ( japanische Hühnchenspießchen), Sashimi von der Ente mit
Mango Chutney oder Dim Sum in einer
dekorativen japanischen Bento-Lack-Box.
Auch pfiffige „Understatementküche“ ist
angesagt. Im Trend liegt die Zubereitung
am Büffet, die Endzubereitung direkt
vor dem Gast, speziell Front-Cooking im
Wok. Auch italienische, skandinavische
und mexikanische Küche ist „in“.
Tag der offenen Tür
Aber auch eine „einfache Betriebsbesichtigung“ ist immer willkommen, sofern professionell organisiert. Der Tag der offenen
Tür ist ein Event, an dem Sie Ihre Firma in
ihrer Gesamtheit darstellen können. Wann
sonst hat der Kunde die Möglichkeit, einmal
hinter die „Kulissen“ zu schauen und Ihr Unternehmen kennen zu lernen? Machen Sie
Ihr Unternehmen transparent. Und keine
Angst, dass zu wenige Besucher kommen.
Bieten Sie ein interessantes Programm mit
Kurzvorträgen zum Thema „Umwelt“ oder
„Bessere Techniken“. Ihre Lieferanten empfehlen Referenten, falls sich aus der Geschäftsführung niemand findet.
ervice:
Rund-um-die-Uhr-Bestells
Die Einladungen
Laden Sie Ihre Kunden schriftlich zum
Tag der offenen Tür ein. Die Einladungen
sollten mindestens vier Wochen vor dem
Termin an den Kunden versandt werden.
Bedenken Sie, Ihr Kunde wird einen ebenso vollen Terminkalender haben wie Sie
selbst. Bitten Sie um bestätigende Rückantworten per E-Mail bis zu einem festgesetzten Datum. So können Sie entsprechend planen. Laden Sie auch die Presse
ein. Verschicken Sie zwei Wochen vor dem
eigenen Event eine Pressenotiz an Ihre
Regionalpresse, dass Sie ein Event planen.
Sorgen Sie für ausreichend Parkplätze und
natürlich für ein interessantes Programm.
Die unternehmerische
Präsentation
Gestalten Sie das Umfeld professionell. Vergessen Sie nicht Wegweiser und Informationsschilder aufzustellen. Beispielsweise
wann die nächste Führung beginnt, oder
wo ein Vortrag stattfindet. Aufdringliche
Verkäufer, die erkennen lassen, dass der
Verkauf an oberster Stelle steht, werden
Besucher enttäuschen. Das Personal ist das
Aushängeschild des Unternehmens.
Das Personal einstimmen
Die Mitarbeiter müssen vor allem wissen, welche „Botschaften“ an die Besucher weitergegeben werden sollen. Ein
Event ist nicht der Ort für intensive Einzelgespräche. Es kommt vor allem darauf
an, in Stoßzeiten die Gespräche kurz zu
halten. Vor der Veranstaltung empfiehlt
es sich, in Schulungen durch Rollenspiele
die Mannschaft zu trainieren. Die Mitarbeiter müssen folgendes wissen:
1) Was ist das Mindestziel im Kundengespräch,
Infos in Kürze
Wer heute sein Geschäft langfristig erfolgreich betreiben will, den darf es an pfiffigen Ideen nicht mangeln. Um Kundenbindung erreichen und festigen zu können,
ist Event-Markting als Verbindung klassischer Werbung mit Aktionen am Point of
Sale ein geeignetes Instrument. Klassische
Event-Markteting-Aktionen sind Firmenjubiläen, Feiern anlässlich bestimmter
Ereignisse, Betriebsneueröffnungen und
natürlich der „Tag der offenen Tür“. Diese
Veranstaltungen nehmen einen hohen
Stellenwert ein. Sie müssen Informationen
beschaffen und gleichzeitig vermitteln. So
können langfristig Kundennähe, Kundenbindung und Vertrauen geschaffen werden.
Besucheransprache, Präsentation und
Verabschiedung sind trainierbar.
2) Wie verhält man sich in Stoßzeiten,
3) Welche Kernbotschaften sind zu vermitteln,
4) Wie hoch ist die Maximaldauer einer
Präsentation,
5) Welche Vereinbarungen sollen am Gesprächsende getroffen sein.
Auch bei Erstkunden braucht das Personal Richtlinien: Wie spricht man einen
unbekannten Besucher an? Wie verhält
man sich bei Schaulustigen, bei Besserwissern, bei Reklamierern und... und...
und...
Messekleidung
Die Frage nach der richtigen Kleidung ist
auch Teil der Vorbereitung. Ihre Mitarbeiter repräsentieren Ihre Firma. Die Einheitskleidung der Mitarbeiter erleichtert
Ihren Besuchern die Orientierung. Oberstes Gebot: Sehen Sie immer frisch aus.
Namensschilder haben sich immer stärker durchgesetzt: Sie helfen damit Ihren
Besuchern, Sie anzusprechen. Achten Sie
darauf, dass Ihre Namen aus normaler
Gesprächsentfernung gut zu lesen sind.
Für die Kontaktaufnahme
mit Neukunden gilt:
Sprechen Sie ihn erst dann an, wenn er
sich mit einem Produkt beschäftigt.
Die Nachbereitung
Reservieren Sie bereits vor der Veranstaltung genug Zeit für die Nachbereitung in
Ihrem Terminkalender. Denn die während
des Tages gewonnenen Informationen und
Kontakte sind wertlos, wenn Sie sie nicht
nachbereiten. Am Tag der offenen Tür haben Sie eine Vielzahl von neuen Kontakten
geknüpft. Alle diese Kontakte finden Sie auf
dem Stapel der Kontaktzettel wieder. Jeder
Kontakt ist bereits nach A-/B-/C-Adresse zu
klassifizieren. Notieren Sie Ideen zur Verbesserung. In welcher Weise lässt sich die
Darstellung der Firma und der Produkte auf
der nächsten Veranstaltung wirksamer gestalten und das Verkaufsergebnis steigern?
Last but not least: Feiern Sie den Erfolg
mit allen beteiligten Mitarbeitern und zeigen Sie sich vielleicht sogar durch ein Geschenk erkenntlich. Machen Sie „Manöverkritik“. Was ist gut gelungen, was weniger
gut? So schaffen Sie sich eine Grundlage
für den nächsten „Tag der offenen Tür“,
den Sie vielleicht schon im nächsten Jahr
wiederholen. Bedenken Sie: Events sollten
keine Einmal-Aktion bleiben.
Sprechen Sie einen Besucher nur bei
Rolf Leicher
Blickkontakt an. Der
Blick zeigt Bereitschaft,
angesprochen zu werden. Achten Sie auf die
Distanzzone, laufen Sie
nicht auf ihn auf. Ideal
ist die Entfernung von
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etwa einem Meter. SpreIN ORIGINAL-QUALITÄT
chen Sie erst dann mit
dem Besucher, wenn er
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die Eingangszone überschritten hat. Gönnen
Sie ihm ein paar Sekunden des „Anwärmens“.
Zur Begrüßung genügt
der Tagesgruß. Erwidert
der Besucher Ihren Gruß
nicht, stellen Sie keine
Fragen, sondern nicken
Sie freundlich und lassen ihn allein, behalten
ihn jedoch im Auge – er
wird vielleicht später
Kontakt
wünschen.
Strecken Sie einem unbekannten
Besucher
nicht gleich die Hand
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
185
betrieb
management
Volles Haus, viel Spaß und jede Menge Information und Kommunikation müssen das Motto
einer Sonderveranstaltung sein. Dabei können
aufbereitete Autos aufzeigen, was man mit
einem Serienfahrzeug alles machen kann.
Komm und mach mit
_ Mit Sonderaktionen gezielt Kunden ansprechen –
Der unmittelbare Kontakt mit dem Kunden und die Kommunikation
von Mensch zu Mensch machen das Event-Marketing zum
wichtigen Bestandteil von Werbekonzepten.
U
m Event-Marketing im KfzBetrieb erfolgreich umzusetzen,
sind Kreativität, eine gute Konzeption sowie eine auf die Zielgruppe orientierte Strategie
erforderlich. Am Anfang jeder Veranstaltung steht die Idee. Trotzdem gilt es zu
bedenken, dass auch eine noch so gute
Idee, am falschen Platz und zur falschen
Zeit eingesetzt, zum Flop werden kann.
Ohne Zweifel gilt der „Tag der offenen
Tür“ zu den bekanntesten Aktionen im
Event-Marketing in der Kfz-Branche. Fast
jeder Betrieb hat ein- oder schon mehrmals einen solchen Tag veranstaltet. Allerdings hängt die Zweckmäßigkeit einer
solchen Veranstaltung von einigen Gesichtspunkten ab. Zuerst gilt es die Frage
nach dem Standort des Kfz-Betriebes und
seiner Infrastruktur zu klären. Denn es ist
sicherlich sinnvoll auf dem Lande, wo sich
jeder kennt, einmal im Jahr einen Tag der
offenen Tür zu veranstalten. Aber auch
hier muss man aufpassen, dass die gestiegenen Erwartungen der Kunden befriedigt
werden. Mit einer reinen Produktschau,
gestützt durch Hüpfburg und Freibier
macht man es nur den „Nassauern“ recht.
Noch schlimmer wird es, wenn sich die
Veranstaltungen als austauschbar erweisen. So unterscheidet sich zum Beispiel die
186
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
des Möbelhauses um der Ecke kaum noch
von der des Baumarktes zwei Straßenzüge weiter. Dann kommt der Besucher für
gewöhnlich nur noch „just for fun“ in der
Erwartung eines netten Zeitvertreibs, aber
nicht wegen der Produkte und Dienstleistungen des Betriebes. Der Slogan „für das
leibliche Wohl ist gesorgt“ verspricht ihm
zusätzlich noch die kostenlose Bratwurst
und Bier bis zum Abwinken. Der eigentliche Anlass der Veranstaltung findet
dann kaum noch Bedeutung. Die Gefahr,
dass ein großer Publikumsandrang das
Wesentliche der Veranstaltung verwässert, ist dann besonders groß.
Der Tag der offenen Tür soll aber nicht
grundsätzlich in Frage gestellt werden. Es
gibt durchaus Anlässe, die ihn rechtfertigen. Das wären beispielsweise, wenn der
Betrieb umgebaut hat oder vergrößert
wurde oder ein Jubiläum zu feiern ist.
Das sind allerdings Fälle, in denen man
nicht vordergründig produktbezogen
dieses Event bewirbt, sondern in seinem
Markteinzugsgebiet seine Leistungsfähigkeit dokumentieren will.
Zeigt her Eure Gags
Sonderveranstaltungen können aber nur
dann einen Erfolg haben, wenn sie tat-
sächlich etwas Besonderes bieten. Der
Kunde muss das Gefühl haben, dass es
sich lohnt, dieses Happening zu besuchen. Deshalb muss man sich einen Gag,
besser gesagt, einen Aufhänger, einfallen
lassen. Der sollte nach Möglichkeit noch
nicht von anderen Kfz-Betrieben oder
Händlern dargestellt worden sein. Um
diesen besonderen Gag werblich entsprechend hervorzuheben, stellt man die
Sonderveranstaltung unter ein besonderes Motto. Das kann das Firmen-Jubiläum, ein Frühlingsfest zum Einläuten der
Cabrio-Saison oder das „vierrädrige Oktoberfest“ sowie eine Modenschau sein. Es
gibt unzählige Möglichkeiten, wobei der
Phantasie keine Grenzen gesetzt sind.
Auch Wohltätigkeitsmärkte, Weihnachtsbaumverkauf, Weihnachtsbaumleasing
und sogar Kundenseminare (Fahrsicherheitstraining) werden veranstaltet, um
interessierte Besucher zu mobilisieren.
Kundenkontakte nutzen,
Adressen sammeln
Ein wesentliches Kennzeichen aller Sonderveranstaltungen ist ein Preisausschreiben. Dieses Preisausschreiben wird
nicht veranstaltet, um den Kunden noch
etwas ganz besonders Gutes zu tun,
ende oder ein besonders interessantes
Zubehörteil sein. Eine Autoreise für ein
Wochenende für zwei Personen im Wert
von rund 250 Euro wäre etwa eine Alternative. Oder man fordert seine Besucher
anlässlich einer Sonderschau auf, einen
Werbeslogan zu texten. Eine unabhängige Jury wählt die drei besten Texte aus
und schlägt diese zur Prämierung vor.
durch eigene Veranstaltungen erhält und
sammeln kann, darf er auch für seine
Werbung benutzen. Dieses Ziel verfolgt
unter anderem auch das Weihnachtsbaumleasing. Hierbei wird Kunden in
großstädtischen Einzugsgebieten nicht
wie üblich ein Weihnachtsbaum verkauft, sondern der Baum wird unter Abschluss eines Leasigvertrages mit einem
Restverkaufswert zur Gebrauchsnutzung
über die Weihnachtstage zur Verfügung
gestellt. Zum einen ist das ein Gag,
zum anderen muss jeder Leasingvertrag
den Namen und die Anschrift des Leasingnehmers enthalten. So kann zum
Weihnachtsfest auf diese Art und Weise
der Händler neben anderen werblichen
Schwerpunkten zu vielen zusätzlichen
Adressen kommen.
Adressen richtig
sammeln und auswerten
Kleine Geschenke
erhalten die Freundschaft
Das Sammeln von Adressen mittels eines
Preisausschreibens hat einen wichtigen
Hintergrund. Aufgrund des Datenschutzgesetzes kommen Unternehmen immer
schlechter an verwertbare Adressen zum
Aufbau eines Kontaktprogramms heran.
Die Adressen aber, die ein Kfz-Händler
Werden Sonderveranstaltungen geplant,
so muss man sich ein festes Schema machen, damit die Sonderveranstaltung ein
Erfolg wird. Das beginnt im Allgemeinen
bereits zwölf Wochen vorher. Die Hauptund Teilziele des Events sind festzulegen, die notwendigen Geldmittel und
Auf der letztjährigen Stahlgruber-Tour erwies sich die Stock-Car-Bahn, die dort
europaweit zum Einsatz kam, als Publikumsmagnet.
sondern um auf diese Art und Weise an
Adressenmaterial von Interessenten zu
gelangen. Dazu könnte man beispielsweise einen alten Motorblock auf ein Gestell bauen und die Zylinderbohrungen
mit Spendencents füllen lassen. Die
würden danach selbstverständlich einen
mildtätigen zur Verfügung gestellt. Als
besonderen Gag kann jeder Kunde zum
Abschluss der Veranstaltung seine Schätzung, wieviel Euro sich in den Zylindern
befinden, auf einer vorbereiteten Preisausschreibenkarte eintragen. Selbstverständlich hat er diese mit Namen und
Adresse auszufüllen, denn es wird eine
Preisverlosung stattfinden. Der Hauptgewinn sollte auch in den Rahmen passen.
Das kann das Angebot einer kostenlosen
Werkstattleistung, die Nutzung eines
neuen Vorführmodells für ein Wochen-
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betrieb
management
die Aktionen sind zu planen. Auch die
erforderlichen Genehmigungen von den
städtischen Behörden müssen eingeholt
werden. Müssen eventuell begrenzte
Parkverbote aufgehoben werden, damit die Kunden entsprechend an- und
abfahren und ihre Fahrzeuge abstellen
können? Hier ist unbedingt eine Genehmigung einzuholen. Für die musikalische
Untermalung an diesem Tag ist eine Information an die GEMA sowie Genehmigungen für Preisausschreiben und Wettbewerbe erforderlich.
„Kleine Geschenke erhalten die
Freundschaft“, diese Weisheit hat auch
beim Event Bestand. Deshalb darf das Bestellen des allgemeinen Werbematerials
wie Prospekte, Prospekttaschen, kleine
Werbegeschenke – besonders auch für
Kinder (Luftballons, Fähnchen, Fußbälle, kleine Spiele oder Modell- und Bastelbögen) – nicht vergessen werden. Mit
einem Kugelschreiber, Schlüsselanhänger
oder Kalender, allesamt mit dem Firmenlogo bedruckt, ist der Betrieb im Alltag
ständig präsent. Werbegeschenke sollen
„die Funktion der Anknüpfung, sodann
der Erhaltung beziehungsweise des Ausbaus einer Geschäftsbeziehung“ erfüllen,
kennzeichnet Marketing-Professor Dr. Peter Hammann von der Ruhr-Universität
Bochum die Funktion der kleinen Verführer. Das gilt insbesondere in Zeiten harten
Wettbewerbs. Allerdings klappt das nur,
wenn die Präsente sorgfältig und möglichst individuell ausgesucht werden. Vor
Billigartikeln warnt der Marketing-Professor eindringlich. Werbeschrott dieser Art
ist seiner Meinung nach schon zu viel im
Umlauf.
Interesse wecken,
heißt die Medien einschalten
Die geistige Vorbreitung eines Events
beginnt schon ein halbes Jahr vorher.
Alle Betriebsangehörigen müssen in die
Überlegungen einbezogen werden. Ein
Programm wird erstellt und ein Ablaufplan fixiert, Zuständigkeiten festgelegt,
nach denen sich jeder betroffene Mitarbeiter zu richten hat. Und natürlich
müssen auch entsprechende Zeitungsannoncen ausgearbeitet werden, um die
Aufmerksamkeit der Verbraucher zu wecken. Besonders Stammkunden, wichtige
Gäste, VIPs und auch die Presse müssen
rechtzeitig persönlich eingeladen werden. Für letztere gilt, nicht jede Information gelangt auf schriftlichem Wege in
die Redaktion. Für viele Informationen
müssen bei den Pressevertretern Anlässe geschaffen werden, um ihr Interesse
zu wecken. Angenommen am Tag der
offenen Tür hält ein Mitglied einer politischen Partei eine Rede, ein bekannter
188
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Rennfahrer übernimmt die Preisverleihung eines Wettbewerbs, dann sind das
vielfach Anlässe, Journalisten zu ködern.
Keine halben Sachen bei Sonderveranstaltungen machen
eingangs schon erwähnt, im Vordergrund
sollte immer der Gedanke stehen, nicht
ein Volksfest zu feiern, sondern mit einer
gelungenen Veranstaltung zu erreichen,
dass der Betrieb nach dem Fest in aller
UR
Munde ist.
Halbe Sachen sind bei einem Tag der offenen Tür oder einem anderen Event nicht
gefragt. Deshalb muss ein attraktives Rahmenprogramm für die Veranstaltung auf
die Beine gestellt werden. Zusätzlich ist es
nicht verkehrt, die Veranstaltung unter ein
Motto zu stellen, beispielsweise „ 50 Jahre
Autohaus Hiert – Sicherheit auf zwei und
vier Rädern garantiert“. Damit so richtig
Stimmung gemacht werden kann, gehören Musik, Sänger, Fanfarenkorps, Tombola, Ansprachen oder Folkloregruppen als
Highlights mit einbezogen. Der Phantasie
sind hier keine Grenzen gesetzt. Aber wie
Checkliste
zum Tag der offenen Tür:
• Schriftlich festhalten, aus welchen
Gründen ein Tag der offenen Tür
veranstaltet werden soll und was man
damit in letzter Konsequenz erreichen
will. Dadurch fällt es leichter, zu
bestimmen, welche Zusatzaktivitäten
einzuplanen sind, welche Mittel eingesetzt werden müssen und welcher
Zeitraum für die Realisation anzusetzen ist.
• Genügend Zeitvorlauf für die Realisierung schaffen: Für gewöhnlich geht
man von drei bis vier Monaten aus.
• Terminwahl sorgfältig kontrollieren:
Anstehende Termine kritisch gegenchecken: Liegt ein verlängertes Wochenende vor? Finden im geplanten
Zeitraum andere regionale Veranstaltungen statt? Sind die Schulferien zu
Ende oder beginnt gerade die Urlaubssaison?
• Einen Arbeitskreis bilden und Aufgaben verteilen. Das heißt, es muss
genau festgelegt werden, wer was
wann und wie zu erledigen hat. Und
das sollte für die komplette Zeit der
Vorbereitung und der Veranstaltung
gelten.
• Für VIPs einen Treffpunkt schaffen. Hier reicht schon ein dezenter
Hinweis. Eine angenehme und lockere
Atmosphäre für besonders wichtige
Personenkreise schaffen. Aber bitte so,
dass es nicht bei den übrigen Besuchern anstößig wirkt.
• Es muss immer etwas los sein: In
einem guten Programm gibt es keine
Pausen. Wenn Aktionen durchgeführt
werden, müssen sie einzeln hinterein-
Nicht die Kinder vergessen, denn das
sind die Kunden von morgen. Zauberer, Tanz oder Artistik ziehen das
junge Publikum in ihren Bann.
ander ablaufen, so dass der Höhepunkt
zum Ende der Veranstaltung erfolgt.
• Nicht die Sicherheit der Gäste vergessen. Je größer die Anzahl der Gäste
ist, desto eher besteht die Gefahr, dass
ein unerwartetes Ereignis die Besucher
in Gefahr bringt. Das Rote Kreuz oder
der Malteser Hilfsdienst müssen als
Sanitätsdienstleister eingeschaltet
werden.
• Aktivitäten mit Langzeitwirkung
einplanen: Ein solcher Tag bringt
einen guten PR-Erfolg, wenn er nicht
nur einmal in der Presse erwähnt wird,
sondern über einen längeren Zeitraum
zum Dauerläufer wird. Gute Möglichkeiten zu einem späteren Zeitraum
wieder in den Medien zu erscheinen,
bietet eine Veranstaltung mit BenfizCharakter. Wenn zum späteren Zeitpunkt der Erlös einer Sammlung etwa
einem Kinderheim oder einer anderen
sozialen Einrichtung übergeben wird,
ist die Presse wieder präsent.
* Der Tag der offenen Tür ist erst zu
Ende, wenn der letzte Besucher den
Betrieb verlassen hat. Das heißt, bis
zur letzten Minute wird allen Mitarbeitern Disziplin und Einsatzbereitschaft
abverlangt. Die Macher sollten arbeiten, aber nicht mitfeiern.
* Nach Abschluss mit allen Beteiligten
den Veranstaltungsschluss feiern.
Wenn die Veranstaltung gut gelaufen
ist, dürfen die Sektkorken knallen. Lob
und Anerkennung für die optimale
Durchführung der Veranstaltung und
den bedingungslosen Einsatz der Mitarbeiter sind hier angebracht.
§
AU-Info
U NSER LESER-SERVIC E
Fachlich einschlägige Auszüge aus dem
Verkehrsblatt, die AU und AUK betreffend
Auf dieser Seite finden Sie regelmäßig und verlässlich
alle AU- und AUK-relevanten Änderungen der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO), die vom Bundes­
ministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen,
Berlin, im amtlichen Verkehrsblatt bekanntgegeben
werden.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen gab bis zum
Redaktionsschluss keine relevanten Änderungen der AU-Vorschriften bekannt.
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Kontakte knüpfen und pflegen
Wer seine Kunden
gut kennt und
deswegen gezielt
nach Gruppen
bewerben kann, der
ist auf Dauer auf
der sicheren Seite.
Die Werbemaßnahmen sind effektiv,
die Streuverluste
gering.
Foto: promotor
_ Kennen Sie Ihre Kunden und deren Bedürfnisse?
Das sollten Sie. Denn Ihre Kunden bestimmen die Zukunft Ihres
Unternehmens. Deshalb nutzen Sie sämtliche Möglichkeiten,
mit ihnen in Kontakt zu bleiben.
W
er in Zeiten des Taschenrechners mit dem Rechenschieber operiert oder mit
der elektrischen Schreibmaschine statt mit dem
Computer arbeitet, muss sich als altmodisch bezeichnen lassen. In der Theorie
wird viel diskutiert, eingefordert und für
gut befunden. Es kann gar nicht schnell
genug gehen, bis die Neuerungen in
den täglichen Arbeitsablauf integriert
werden, aber erst muss noch der Umzug
ins neue Gebäude geschafft sein, die
neuen Mitarbeiter eingearbeitet oder
eine andere offene Baustelle geschlossen
werden. „Viele Verkäufer arbeiten nach
wie vor mit Blaupausen statt dem
Kopierer und schicken Angebote mit der
Postkutsche durchs Land. Nach mehreren
Jahren, in denen ich als Verkaufstrainer
hinter die Kulissen von zahlreichen
Unternehmen geschaut habe, kann ich
sagen, die meisten Firmen haben Großes
vor, setzen aber kleine Veränderungen
190
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
nur in den seltensten Fällen konsequent
um“, sagt Marc M. Galal, Vertriebsexperte und lizenzierter NLP-Trainer.
Dabei geht es ihm nicht darum, den
moralischen Zeigefinger zu heben, sondern vielmehr den Jagdeifer nach immer
neuen, innovativen Erfolgsstrategien zur
Optimierung des Marketings zu wecken.
Dabei weist er auch auf bewährte Klassiker und Erfolgsstrategien zur Verbesserung von Kundenbeziehungen hin, die
seiner Meinung nach vielfach zu Unrecht
in einer Schublade verstauben. Was ist
zum Beispiel mit automatisierten Geburtstagsmails? Dabei handelt es sich in
der Tat um einen alten Verkaufs-Hut, was
sicher der Grund dafür sei, dass nur die
wenigsten Unternehmen diese Möglichkeit nutzen, gibt er zu verstehen. Dabei
mahnt er an, dass wir doch an anderen
alten Hüten, wie etwa dem „Guten Tag“
oder „Auf Wiedersehen“ sagen, doch
auch festhalten. So kommt also nicht jeder alte Hut automatisch aus der Mode.
Mit einer personalisierten Geburtstagsmail kann ein Betreuer signalisieren, dass
er den Ehrentag seines Kunden nicht
vergessen hat und ihm Glückwünsche
zukommen lassen kann, unabhängig
davon, wo auf dem Globus das Geburtstagskind gerade unterwegs ist. Inzwischen wissen die meisten Menschen,
dass so eine Geburtstagsmail automatisch versandt wird. „Ich persönlich freue
mich aber deswegen nicht weniger über
die aufmerksame Geste. Dennoch wird
dieses Instrument zur Kontaktaufnahme
zu selten genutzt“, macht er deutlich.
Kontaktdatenbank – das vernachlässigte Stiefkind
Um solche personalisierten Geburtstagsmails automatisiert zu versenden, muss
die Datenbank immer auf dem neuesten
Stand sein und darf nicht nur halbherzig betreut und gepflegt werden. Auch
das ist kein Geheimnis, sondern könnte
kaum öfter gepredigt werden. Theorie
und Praxis liegen auch hier meistens
weit auseinander, denn viele tragen ihre
Kontakte oft zwischen Tür und Angel ein
oder geben die wenigen Daten, die sie
haben, unvollständig ein. Dabei gilt: Je
besser die Datenbank gepflegt ist, desto
besser kann man damit arbeiten. So ist es
ein vordergründiges Interesse, sich perfekt auf Termine vorbereiten zu können,
wichtige Daten im Kopf zu haben und so
die Argumentation auf den jeweiligen
Kunden abstimmen zu können.
Außerdem können bei einer gut geführten Kundendatenbank die Marketing-Maßnahmen präzise auf die unterschiedlichen Zielgruppen abgestimmt
werden. Die meisten Mitarbeiter in
Kfz-Betrieben arbeiten zwar bereits mit
dem Computer, benutzen ihn aber so,
E mpfehlungen im I nternet
als T op - W erbung
Internet-Bewertungsportale für Autohäuser
und Werkstätten werden immer beliebter.
Beim Autohaus Schaetzle in Stuttgart freut
man sich über Erfahrungsberichte ihrer
Kunden, die auf www.autoplenum.de eingestellt sind. Das ist für den Betrieb die beste
Werbung, die man sich dort nur wünschen
kann, verlautet es seitens des Unternehmens.
„Die Werkstatt, der ich meinen Wagen
anvertraue, genießt auch mein Vertrauen“,
so die Autofahrerin Alexa Wackernagel und
Kundin des Autohauses Schaetzle. Mit dieser
Meinung ist sie nicht allein. Auch das Autohaus Podlech in Hattingen hat so profitiert.
Mehr als drei Viertel aller Bewertungen
auf autoplenum.de fallen positiv aus, was
der häufigen Meinung widerspricht, dass
Bewertungsportale grundsätzlich Foren für
negative Berichte sind. „Und selbst wenn
mal eine nicht so gute Bewertung dabei ist,
sehen die Werkstätten darin den Ansporn,
an diesen Punkten zukünftig zu arbeiten
und den Kunden noch besser zu bedienen“,
erklärt Malte Krüger, Geschäftsführer von
autoplenum.de.
Das bestätigt auch eine aktuelle Studie, die
von defacto research & consulting GmbH
aus Erlangen in Zusammenarbeit mit der
Global Market Insite GmbH (GMI) durchgeführt wurde. Darin wird deutlich, dass sich
mittlerweile jeder zweite Internetnutzer im
Netz auf die Suche nach einer passenden
Kfz-Werkstatt macht. Liest man dann
Erfahrungsberichte wie „Alles hat perfekt
geklappt, die Mitarbeiter waren freundlich,
zuvorkommend, kompetent und ehrlich...“,
ist man schnell geneigt, sein Auto in diese
Hände zu geben. Denn die persönliche
Meinung und Empfehlung zählt heutzutage
mehr und gilt als die beste Werbung.
als würden sie noch immer mit Registerkarten hantieren, ärgert sich Galal. Mal
ganz ehrlich: Was tragen Sie wirklich ein?
Name und Adresse des Kunden, Telefonnummer, vielleicht noch das Geburtsdatum und die Mailadresse. Was ist, wenn
ein Kunde zwar derzeit kein Interesse am
Betrieb oder einer Dienstleistung hat,
aber im dritten Quartal sein Auto fällig für den TÜV-Termin ist? Wird dieses
Fakt vermerkt? Was ist mit Details zur
Persönlichkeitsstruktur des Kunden oder
mit nützlichen Informationen zu emotionalen oder logischen Kaufgründen? Was
ist, wenn der Ansprechpartner in eine
höhere Position in einem anderen Unternehmen wechselt? „Mal ehrlich, wer
nutzt tatsächlich die Gelegenheit, gratuliert zum beruflichen Erfolg und bringt
sich so erneut ins Gedächtnis? Es gibt so
viele Möglichkeiten, bei ehemaligen oder
potenziellen Kunden anzuklopfen. Bei ihren Freunden melden Sie sich doch auch
von Zeit zu Zeit und fragen, wie es Ihnen
geht und was es Neues gibt“, sagt der
Vertriebsprofi.
Tipps für die
Kundengewinnung
Direktwerbung ist der beste Weg für alle,
die ihre Zielgruppe sehr genau bestimmen können. Die für den Versand benötigten Adressen beschaffen Sie sich relativ
einfach über Adressverlage. Bei Entwurf
und Gestaltung der Briefe ist es sinnvoll,
sich von einer Werbeagentur unterstützen zu lassen. Vorteil:
Geringe Streuverluste durch gezielte Ansprache. Nachteil: Vor
allem beim ersten
Mal teuer, da hohe
Entwicklungskosten.
Nutzen Sie zusätzlich das Internet
für sich und tragen
Sie sich selbst, Ihr
Unternehmen
und
Ihre
Dienstleistungen oder Produkte in
Portalen wie Xing ein.
So schlagen Sie mehrere Fliegen mit einer
Klappe. Sie werden
gefunden und können kontaktiert werden, wenn jemand
Interesse an Ihren
Leistungen hat.
Anzeigen führen
je nach Produkt und
Einzugsgebiet mit unterschiedlichen Wegen zum Erfolg: Wer
beispielsweise Waren für alle auf einem
eng begrenzten Markt anbietet, sollte
in der Lokalzeitung oder den örtlichen
Anzeigenblättern inserieren. Lässt sich
die Zielgruppe fachlich einschränken, ist
der Weg über die einschlägigen Fachzeitschriften wegen der geringeren Streuverluste vorzuziehen. Für beide Wege gilt
gleichermaßen: Nur eine gut gemachte
Anzeige, die aus der Masse heraussticht,
löst das erwartete Echo aus. Vorteile:
Thema und Motiv der Anzeige ohne Aufwand beliebig veränderbar und Rabatte bei „Abonnent-Schaltung“. Nachteil:
Handgestrickte Lösungen bringen wenig,
daher empfiehlt sich die Einschaltung einer (meist nicht ganz billigen) Agentur.
Bei Prospekten sollte das Produkt oder
die Dienstleistung möglichst viele Kunden auf einem eingeschränkten lokalen
Markt ansprechen können. Was sich also
für den Gastwirt, Schuhmacher, HiFi-Verkäufer durchaus lohnt, ist für einen weniger auf die allgemeinen Verbraucherinteressen abzielenden Unternehmer, zum
Beispiel aus der Gebäudetechnik, kaum
geeignet. Vorteil: Kostengünstig, da wenig Herstellungsaufwand. Nachteil: Können bei der Papierflut in den Briefkästen
leicht untergehen
Besitzen Sie ein Ladengeschäft, dann
gestalten Sie Ihre Außenfenster mit viel
Sorgfalt. Haben Sie den potenziellen Kunden erst einmal aufmerksam gemacht
und betritt er den Laden, haben Sie
schon halb gewonnen. Häufig wechselnde Dekoration weckt die Neugier, nach
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
191
betrieb
management
dem Motto: „Was haben die jetzt schon
wieder ausgestellt?“ Vorteil: Zahlreiche
Gestaltungsmöglichkeiten,
steuerbar
nach Wetter und Saison. Nachteil: Hoher
Aufwand durch ständigen Wechsel, nur
für Unternehmer mit Ladengeschäft geeignet.
Gewinnspiele
sind Adressbagger
Sind Ihnen potenzielle Kunden beispielsweise über ein Gewinnspiel oder eine
Fragebogenaktion mit Adressen und
Telefonnummern bekannt, können Sie
durch telefonisches Nachfassen den Kunden zum Käufer machen. „Kalte“ Anrufe
bei Leuten, die noch nie mit Ihnen in Kontakt waren, untersagt der Gesetzgeber
allerdings. Vorteil: Persönlicher Kontakt
garantiert bei geschickter Ansprache
eine hohe Erfolgsquote. Nachteil: Adressen der möglichen Kunden müssen bekannt sein.
Messen und Ausstellungen, also regionale Verbraucherausstellungen mit starkem Publikumsverkehr, können Anbieter
von Produkten und Dienstleistungen
nutzen, die viele Konsumenten ansprechen. Wer dagegen auf ein Fachpublikum
abzielt, für den lohnen sich überregionale Fachmessen. Vorteil: Direkter Blickkontakt zum Kunden, der wiederum das
Angebot persönlich prüfen kann. Nachteil: Insbesondere bei Fachmessen hohe
Gebühren für die Standflächen.
Einfache Produkte oder die Bewerbung des Betriebes eignen sich am besten zur Plakatwerbung. Als Faustregel
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
gilt: Je weniger und größer der Text und
je ansprechender das Foto, desto erfolgreicher ist dieses Werbemittel. Vorteil:
Geringe Herstellungskosten. Nachteil: Je
nach Produkt hohe Streuverluste, Gefahr
der Zerstörung oder des Überklebens.
Die Zahl der lokalen Radiosender
wächst ständig. Damit werden diese Medien auch für den kleineren Unternehmer
zunehmend wichtig. So nutzen viele lokale Händler auf der „grünen Wiese“ mittlerweile die lokalen Medien, um Kunden
aus den überfüllten Stadtzentren anzulocken. Vorteil: Zum Teil hohe regionale
Akzeptanz der privaten Sender macht die
Spots glaubhaft. Nachteil: Zum Teil sehr
hohe Kosten pro Sendeminute.
Bei der Kinowerbung können Sie die
Chance nutzen, Ihr Angebot zu präsentieren, während die Zuschauer auf den
Film warten. Anders als beim Fernsehen
sind Sie sich hier der ungeteilten Aufmerksamkeit des Zuschauers sicher. Auch
dieses Medium eignet sich am besten
für Unternehmer mit einem regionalen
Markt. Vorteil: Durch die Art des Films ist
die Zielgruppe genau bestimmbar. Nach-
teil: Erstellung des Spots erfordert hohen
organisatorischen und finanziellen Aufwand.
Last but not least ist eine wirksame
„Mund-zu-Mund-Propaganda“
der
Traum vieler Unternehmer. Denn sie ist
die kostengünstigste und glaubhafteste Form der Kundenwerbung. Damit Sie
der Kunde jedoch seinen Freunden und
Bekannten empfiehlt, muss er zunächst
hundertprozentig mit Ihrer Leistung zufrieden sein. Jeder unzufriedene Kunde
schadet dem Image und erschwert daher
die Ansprache neuer Kunden. Reklamationen sind Indikatoren für Schwachstellen in Ihrem Betrieb. Wenn sich die Beschwerden häufen, müssen Sie über kurz
oder lang auch mit Gewinneinbrüchen
rechnen. Nehmen Sie den Unmut Ihrer
Kunden nicht auf die leichte Schulter,
sondern betrachten Sie ihn als ein Controlling-Instrument. Erfassen Sie die Reklamationen systematisch, forschen Sie
nach den Ursachen und kommen Sie so
möglichen Unzulänglichkeiten in Ihrem
UR.
Betrieb auf die Spur.
W ie man E - M ail - A dressverteiler
optimal ausnutzt #
Hohe Klickraten und wenig Abmeldungen
durch den richtigen Versandzyklus: EMail-Adressen für Dialogmarketing sind
wertvoll. Wie man aus jeder Adresse den
größten Nutzen zieht, hat jetzt das E-Mailmarketingunternehmen McCrazy GmbH in
einer Studie ermittelt. Denn wer Adressen
kauft oder mietet, sollte wissen, wie man
E-Mail-Kampagnen optimal fährt. McCrazy
wertete 16 000 Adressen aus. Jede E-Mailadresse ist ein potenzieller Kundenkontakt,
den man möglichst lange nutzen und halten
will. Je nach Kampagnen-Art und -Ziel ist
die Versandhäufigkeit zu planen. Dabei ist
zu bedenken: Wer nur einmal pro Woche
Mailpost bekommt, hat den ursprünglichen
Anlass oft schon vergessen. Tägliche Werbung wird als lästig empfunden. Der Nutzen
ist beim Mittelweg am größten.
Optimaler Rhythmus: Die Studie des EMailmarketing-Unternehmens ergab klare
Empfehlungen: Die Abmeldequote beim
zweitägigen Versand an eine Adresse liegt
fünf Prozentpunkte unter der des täglichen
Versandes. Versendet man seltener, lässt sich
die Abmelderate nur um einen weiteren Prozentpunkt senken. Je nach Kampagnenziel
kann das unwirtschaftlich werden.
Wonach Dialogmarketer fragen sollten: Ob
man Adressen bei einem AdressmarketingUnternehmen kauft, sie durch ein eigenes
Gewinnspiel selbst generieren lässt oder sie
aktionsbezogen mietet: Für eine gute Response, muss eine Adresse frisch sein. Verteiler, die vor langer Zeit entstanden sind,
liefern selten eine gute Performance. Stefan
Appenrodt, Geschäftsführender Gesellschafter von McCrazy rät: „Als Faustregel sollte
man sich merken: Was höchstens vor zwei
Monaten bestätigt wurde, ist noch „warm“
genug, um sehr gute Marketingergebnisse
liefern zu können.“ Wer E-Mail-Adressen
kauft oder mietet, sollte also stets danach
fragen, wie jung sie sind. Übrigens: Adressen, die älter als ein Jahr sind, gelten als
wertlos. Ihre getestete Klickrate erreicht nur
noch weniger als 0,2 Prozent, Hardbounces
und Abmelderate liegen dann kumuliert bei
zehn Prozent.
Streuverluste vorab testen: Und noch einen
zweiten guten Tipp gibt der E-Mail-Marketer
von McCrazy: Ermüdungseffekte und Streuverluste kann man zwar schlecht berechnen,
aber sehr gut und kostengünstig im Vorfeld
testen. Wem sein Budget also etwas wert ist,
der tut gut daran, zunächst einen SplitTest mit einer Verteilerprobe vorzunehmen
und erst anschließend einen „full run“ an
Hunderttausende oder Millionen E-MailEmpfänger zu versenden. Weitere Infos zur
Studie sind unter der Internetadresse www
mccrazy.de zu finden.
Richter klären
Nutzungsentschädigung
_ Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zur
Nutzungsentschädigung eines mangelhaften Verbrauchs­
guts ist für den Kfz-Handel nahezu unbedeutend.
D
er Europäische Gerichtshof
(EuGH) hat entschieden, dass
ein Verbraucher nicht verpflichtet ist, dem Verkäufer
eines
mangelhaften
Verbrauchsgutes Wertersatz für die Nutzung des Verbrauchguts bis zu dessen
Austausch zu leisten, wobei es sich hier
um ein defektes Haushaltsgerät handelte (Rechtssache C-404/06).
Nach deutschem Schuldenrecht
war es bisher uneingeschränkt möglich,
seitens des Händlers, Nutzungsentschädigung bei der Rückgabe des Kaufgegenstandes im Zusammenhang mit
der Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen zu verlangen. Nach
Ansicht des Bundesverbandes der freien Kfz-Händler (BVfK) dürfte das Urteil
vermutlich keine Auswirkungen auf den
Kfz-Handel haben. Tatsächlich würde
es nämlich bei dem Grundsatz bleiben,
dass dem Verbraucher gegenüber eine zu
leistende Erstattung gemindert werden
kann, um der Benutzung der Ware Rechnung zu tragen, die durch den Verbraucher seit ihrer Lieferung erfolgt ist.
Diese Regelung gilt nach wie vor, jedoch nicht mehr uneingeschränkt, so
der BVfK. Der EuGH hat im Falle einer so
genannten Ersatzlieferung eine Ausnahme gemacht. Mit Ersatzlieferung ist der
Umtausch einer Ware gegen eine solche
gemeint, die dem vertraglichen Vereinbarten exakt entspricht. Von dieser Situation sind Gebrauchtwagengeschäfte
im Normalfall nicht betroffen, da es den
identischen Ersatzwagen für gewöhnlich
nicht gibt. Insofern werden Probleme im
Zusammenhang mit Sachmängelhaftung
von Gebrauchtwagen fast ausnahmslos
durch Nachbesserung oder Rückabwicklung gelöst.
Für den BVfK stellt sich die Frage, ob
die Rückabwicklung nicht genau so zu
behandeln ist, wie die Ersatzlieferung.
Schließlich wechselt in einem Fall Auto
gegen Auto, im anderen Auto gegen
Geld. Wenn es auch nicht verständlich
erscheinen mag, gelte nach wie vor der
Grundsatz des Paragraph 346 Absatz 1
des Bürgerlichen Gesetzbuches: „Hat Grund: Die Inbetriebnahme und der erste
sich eine Vertragspartei vertraglich den Haltereintrag in der ZulassungsbescheiRücktritt vorbehalten oder steht ihr ein nigung Teil II führt zu einem Wertverlust
gesetzliches Rücktrittsrecht zu, so sind von mindestens zehn bis 20 Prozent des
im Falle des Rücktritts die empfangenen ursprünglichen Neupreises.
Leistungen zurückzugewähren und die
Nach Ansicht des BVfK erfüllt der
gezogenen Nutzungen herauszugeben.“
damit entstehende Schaden die VorausMit „gezogenen Nutzungen herauszu- setzung, eine Ersatzlieferung zu verweigeben“ ist für den Verband das gemeint, gern. Der Händler kann zwar bei der Erwas dann bei Neuwagen zwischen 0,67 satzlieferung keinen Ersatz mehr für die
und 0,4 Prozent vom Neupreis pro 1000 bisherige Nutzung des Autos verlangen,
gefahrenen Kilometer in Anrechnung er kann jedoch diese Art der Mängelbegebracht wird, wobei für Gebrauchtwa- seitigung wegen Unverhältnismäßigkeit
gen andere Berechnungsmodelle gelten. verweigern. Das heißt, es bleibt in dieDamit reduziere sich die Wirkung dieses sem Falle die Nachbesserung oder die
EuGH-Urteils auf den Fall der Ersatzlie- Wertminderung – eine für den Händler
ferung (Umtausch) für eine neu erwor- wirtschaftlich wesentlich günstigere Löbene Ware. Es gäbe allerdings Einschrän- sung. Der Verband befürchtet, dass trotz
kungen zugunsten des Verkäufers, teilt der unbedeutenden Auswirkung auf die
der BVfK mit. Er kann die Ersatzlieferung Rechtslage im Kraftfahrzeug-Handel, die
verweigern, wenn sich diese Abhilfe als Wirkung in der Praxis groß sein dürfte.
unverhältnismäßig erweist, weil sie ihm Medienberichte könnten bei den Käufern
unzumutbare Kosten verursachen wür- den Eindruck erwecken, es sei künftig bei
de. Zwischen einem Haushaltsgerät und Rückgabe eines Fahrzeuges keine Nuteinem neuen Fahrzeug gäbe es einen Un- zungsentschädigung mehr zu leisten.
terschied. Ein nach kurzer Zeit zurückgeHans Rosarius
nommenes Haushaltsgerät würde nach
Instandsetzung und
späteren
Abverkauf
*.5"64$)
nur einen geringen
/&6-"%&3
wirtschaftlichen Scha"/#"64­5;&
den verursachen. Bei
einem neuen Wagen
-"%&-6'5,Ã)-&3
#54(NC)
ist das Gegenteil zu
1BSBEFJTTUS
erwarten. Ein Neuwa8FJMIFJN
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gen, der nach kurzer
'BY
Zeit wegen Mängel
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F
MM
im Rahmen eines Um8JSTUF BOJLB
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tauschs (Ersatzliefe"VUPNFD UBOE$
4
rung) zurückgegeben
)BMMF
wird, könne selbst in
o rd n u n g s g e m ä ß e n
Zustand nur mit erheblichem
Verlust
verkauft werden. Der
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
193
betrieb
recht
Der Neuwagen mit Dieselmotor schaltete immer wieder auf „Notlauf“, weil der Rußpartikelfilter verstopft war. Nach 14 unfreiwilligen
Aufenthalten in der Werkstatt wollte der Halter
eine Rückabwicklung des Kaufs. Das OLG gab
ihm Recht.
Foto: VW
Rußpartikelfilter
verstopft, Geld zurück
_ Störungen im Fahrzeugbetrieb, die auf die Verstopfung
des Rußpartikelfilters zurückzuführen sind, stellen eine Man­
gelhaftigkeit des Fahrzeuges dar.
D
er Kläger verlangte die Rückabwicklung des Kaufs eines Pkw
mit Rußpartikelfilter. Bereits
kurze Zeit nach dem Kauf des
Wagens kam es mehrfach zu
Störungen, die überwiegend auf einer
Verstopfung des Partikelfilters beruhten.
Der Kläger sah darin einen Mangel des
Fahrzeuges. Dagegen war die Beklagte
der Auffassung, dieses entspreche dem
Stand der Technik. Da der Kläger das
Fahrzeug überwiegend im Kurzstreckenverkehr einsetze, sei keine ausreichende
Reinigung des Partikelfilters gewährleistet. Der Hersteller schreibt daher in
seiner Betriebsanleitung vor, dass der
Filter in bestimmten Intervallen freigebrannt werden müsse. Dazu sei eine
bestimmte Mindestgeschwindigkeit über
mehrere Minuten einzuhalten. Bei einem
extremen Kurzstreckenbetrieb könne der
Partikelfilter nicht freigebrannt werden,
weil die hierzu erforderliche Temperatur
nicht erreicht werde. Der beklagte Verkäufer lehnte eine Rückabwicklung des
Kaufs ab.
Die Richter des 3. Senats des Oberlandesgerichtes Stuttgart (Aktenzeichen
3 U 236/07) urteilten jedoch zugunsten
des Käufers, da sich das Auto nach Ansicht der Richter nicht für die gewöhnliche Verwendung eignet und nicht die
Beschaffenheit aufweist, die der Käufer
eines Dieselfahrzeuges üblicherweise
erwarten darf. Zwar entspreche das vom
Käufer erworbene Fahrzeug dem Stand
der Technik, es bestünden nach Ansicht
der Richter jedoch keine Zweifel daran,
dass Dieselfahrzeuge generell für den
Kurzstreckenbetrieb geeignet sind. Daher
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amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
könne der Käufer grundsätzlich davon
ausgehen, dass ein Diesel-Fahrzeug ohne
weitere Hinweise seitens des Herstellers
oder des Händlers auch im Kurzstreckenbetrieb ohne technische Probleme verwendbar ist.
Verstopfter Rußpartikelfilter
stellt Mangelhaftigkeit dar
Der durchschnittlich informierte Käufer
kann ohne weitere Aufklärung nicht zu
der Erkenntnis gelangen, dass ein mit
Rußpartikelfilter ausgestattetes Neufahrzeug für einen überwiegenden Einsatz im Kurzstreckenverkehr nicht mehr
geeignet ist. Die durch das Angebot eines
Rußpartikelfilters veränderte Erwartungshaltung eines durchschnittlichen
Käufers ist vielmehr darauf beschränkt,
dass das von ihm erworbene Fahrzeug
nur noch einen reduzierten Schadstoffausstoß produziert. Die schwerwiegende
Einschränkung, dass ein bestimmtes
Fahrverhalten, welches mit der herkömmlichen Dieselmotortechnik ohne
weiteres möglich war, aus technischen
Gründen nicht mehr praktiziert werden
kann, stellt damit einen Sachmangel des
Kraftfahrzeugs dar.
Wird der Käufer vor Vertragsschluss
nicht über die mangelnde Kurzstreckentauglichkeit aufgeklärt, so kann sich der
Verkäufer nicht darauf berufen, dass sich
diese Tatsache aus der Betriebsanleitung
ergibt. Denn diese erhält der Käufer bei
Übergabe des Fahrzeuges. Die Aufklärung erfolgt damit zu spät, denn zu diesem Zeitpunkt hat der Käufer nicht mehr
die Wahl, vom Kauf Abstand zu nehmen,
sondern ist bereits an den Vertrag gebunden.
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Arbeitgeber ist schadensersatzpflichtig
_ Arbeitnehmer müssen über das Bestehen einer Unfallversicherung
informiert werden.
Ein Arbeitgeber verletzt seine arbeitsvertragliche Aufklärungspflicht, wenn er den
Arbeitnehmer nicht darüber unterrichtet,
dass er zu dessen Gunsten eine Unfallversicherung abgeschlossen und er ihm
aufgrund einer Vereinbarung mit dem
Versicherungsunternehmen einen Direktanspruch auf Versicherungsleistung eingeräumt hat. Versäumt der Arbeitnehmer
aufgrund dieser unterbliebenen Unterrichtung, die für die Geltendmachung von
Ansprüchen gegen die Versicherung einschlägigen Fristen, so hat der Arbeitgeber
dem Arbeitnehmer den dadurch entstandenen Schaden zu ersetzen. So entschied
der für Schadensersatzansprüche zuständige 8. Senat des Bundesarbeitsgerichts.
(Aktenzeichen 8 AZR 707/06)
In dem Fall hatte der beklagte Arbeitgeber zugunsten seiner Beschäftigten eine
Gruppenunfallversicherung abgeschlossen. Im März 2001 traf er mit der Versi-
cherungsgesellschaft die Vereinbarung,
dass allen versicherten Arbeitnehmern ein
Direktanspruch auf die Versicherungsleistungen zustehen solle. Die beim Beklagten beschäftigte Klägerin hatte im Januar
2001 als Pkw-Insassin bei einem Verkehrsunfall so schwere Verletzungen erlitten,
dass sie seitdem ein Pflegefall war. Der
Beklagte erhielt von dem Unfall der Klägerin unverzüglich Kenntnis und besuchte
diese auch im Krankenhaus. Über die bestehende Gruppenunfallversicherung unterrichtete er allerdings nicht ihre Eltern,
die von Amts wegen als Betreuer bestellt
wurden. Erst am 17. März 2003 erhielten
die Betreuer Kenntnis von der zugunsten
der Klägerin bestehenden Unfallversicherung. Mit Schreiben vom selben Tage
machten die Eltern gegenüber der Versicherung einen Leistungsanspruch geltend.
Das Versicherungsunternehmen lehnte
die Zahlung der Invaliditätsentschädigung
von 149 092 Euro ab, weil diese nicht fristgemäß geltend gemacht worden war.
Das Landgericht verurteilte die Versicherung zur Zahlung der Invaliditätsentschädigung plus Zinsen. Die Versicherung legte Berufung ein. Vor dem
hanseatischen Oberlandesgericht schloss
die Klägerin mit der Versicherungsgesellschaft einen Vergleich. Danach hat die
Versicherung an die Klägerin 80 000 Euro
zu zahlen. Etwaige Ansprüche der Klägerin gegen den Beklagten sollten von
diesem Vergleich unberührt bleiben. Den
Differenzbetrag zur ursprünglich eingeklagten Invaliditätsentschädigung machte die Klägerin als Schadensersatz gegen
den Beklagten geltend. Dem entsprach
das Landesarbeitsgericht Hamburg und
im anschließenden Revisionsverfahren
das Bundesarbeitsgericht.
Hans Rosarius
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profile
ZKF wählte Präsidium
Ende Mai 2008 führte der Zentralverband
Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF)
seinen jährlichen Bundesverbandstag
im niedersächsischen Celle durch. Dabei
wählte die Mitgliederversammlung der
deutschen Karosserie- und Fahrzeugbauer Friedrich Nagel einstimmig für eine
dritte Amtszeit zu ihrem Präsidenten.
Ebenfalls einstimmig wurden die Vizepräsidenten gewählt: Claus Evels (Münster) und neu Ulrich Schäfer (Ilsfeld-Auenstein).
Der dreitägige Bundesverbandstag
wird zum intensiven Erfahrungsaustausch unter Kollegen nicht nur am Be-
Alt und neu: Friedrich
Nagel (mitte) geht in
seine dritte Amtszeit als
Präsident des ZKF. Auch
Claus Evels (links) wurde
als Vizepräsident im Amt
bestätigt, neu im Präsidium
dagegen ist Ulrich Schäfer.
Foto: Klasing
grüßungsabend genutzt, sondern auch
während der branchenspezifischen Fachvorträge für die Pkw- und Nfz-Spezialisten. Interessant waren die Vorträge des
Klebstoffherstellers DOW-Automotive
sowie der Opel AG zur Reparaturtechnik
am neuen Opel Astra.
Vertreter anderer Verbänden und Institutionen sowie ausländischer Branchenverbände waren ebenfalls nach Celle gekommen. Darüber hinaus präsentierten
45 Firmen in einer Fachausstellung den
rund 350 Verbandstagsteilnehmern ihre
jk
Produkte und Dienstleistungen. Politischer Meinungsaustausch
Martin Grapentin (von links), Vorsitzender
des Vorstandes Landessparkasse zu Oldenburg, Jürgen R. Viertelhaus, Vorsitzender des
Vorstandes Vierol AG, Eckart von Klaeden,
Außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Bruns, Vorsitzende des
Kreisverbandes CDU Ammerland, Jan-Dieter
Bruns, Geschäftsführer Bruns-Pflanzen-Export
GmbH & Co. KG, Bruno Steinhoff, Vorsitzender
der Steinhoff International Holdings Ltd., Dr.
Rolf Hollander, Vorsitzender des Vorstandes
CeWe Color AG & Co. OHG. Foto: Vierol AG
Aus Anlass des Besuches der Vierol AG
von Eckart von Klaeden, außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion
der Christdemokraten in Berlin am 28.
Juli fand auf Einladung von Jürgen R.
Viertelhaus, Vorsitzender des Vorstandes der Vierol AG, ein vielseitiger und
zugleich intensiver politischer Infor-
mations- und Meinungsaustausch mit
Persönlichkeiten der Wirtschaft aus der
Region statt.
oth
maßgeblich am Erfolg und der Expansion des Unternehmens beteiligt. Das
Knowhow im Bereich Kleben und Dichten hat Zink von der Pike auf gelernt.
Nach dem Kraftfahrzeugmeister und
dem Betriebsfachwirt war er sieben Jahre bei einem führenden Unternehmen
für Befestigungstechnik und Fahrzeugbauteile im Norden Deutschlands beschäftigt. Danach arbeitete er zwei Jahre
bei der Haacon Hebetechnik GmbH als
technischer Berater für Deutschland und
Skandinavien. Im Jahr 2000 stieg Zink direkt bei der Sika Deutschland GmbH als
Gebietsleiter und technischer Berater für
jr.
Baden-Württemberg ein.
Thomas Zink ist neuer Gesamtvertriebsleiter Deutschland.
Foto: part GmbH
part stärkt Vertrieb
Thomas Zink (44) ist neuer Gesamtvertriebsleiter Deutschland bei der part
GmbH, dem Vertriebsunternehmen für
Schleif-, Dicht- und Klebeprodukte von
sia Abrasives und Sika. In dieser Position
soll er sich in Zukunft schwerpunktmäßig
auf die technische und kaufmännische
Betreuung der großen Handelspartner
und der Lackindustrie konzentrieren,
neue Partnerschaften aufbauen und bestehende weiter forcieren. Schon bei der
Gründung der part GmbH Anfang November 2006 war Zink für Key-AccountKunden und Nutzfahrzeugteilehändler
mit Schwerpunkt Anwendungstechnik
speziell für Sika-Produkte mit dabei und
196
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
50 Jahre Wulf Gaertner Autoparts AG
Ein halbes Jahrhundert Erfolg durch Mut im
freien Teilemarkt. „Mit Pioniergeist voran
gehen, dynamisch handeln und Autoteile
anbieten, die besser sind als das Original“
lautet das Erfolgsrezept der Wulf Gaertner
Autoparts AG. Am Tag seiner Gründung vor
50 Jahren feierte das Hamburger Familienunternehmen am 11. Juli seine 50-jährige
Geschichte mit einem Jubiläumsempfang
und anschließendem Mitarbeiterfest am
Firmensitz in Hamburg Rahlstedt: Knapp
100 geladene Gäste aus der Hamburger
Wirtschaft, Geschäftsfreunde und lokale Partner aus Politik und Nachbarschaft
würdigten das Unternehmen, das unter
der Marke Meyle Products Ersatzteile herstellt und weltweit vertreibt.
In seiner Laudatio spannte der Vorstandvorsitzende Dr. Karl J. Gaertner den Bogen
von dem einstigen Handelsunternehmen
für hochwertige Ersatzteile von 1958 zur
heutigen Marktposition als Hersteller.
Dabei ging er besonders auf den Erfindergeist und die Persönlichkeit seines im
Jahr 2004 verstorbenen Onkels Wulf Gaertner sowie auf das Sortiment der Heavy Duty-Teile ein. Mit den so genannten
HD-Teilen besitzt das Unternehmen nach
eigener Angabe ein Alleinstellungsmerkmal am freien Teilemarkt. Damit bezeichnet man dort Ersatzteile, die im Vergleich
zu Originalen von den Meyle-Ingenieuren technisch verbessert wurden. „Die
Idee der HD-Teile stammt aus dem Mit-
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen
Bestehen der Wulf Gaertner Autoparts AG freute sich
die Geschäftsleitung: Dr. Karl J. Gaertner (Vorstandsvorsitzender, von links), Marita Schwartze (Personalleitung) und Lars Gaertner (Gesamtvertriebsleiter).
Foto: Meyle Products
arbeiterkreis und steht exemplarisch für
den Pioniergeist bei uns“, sagte Dr. Karl
J. Gaertner. „Das zeigt, dass wir mit unseren Unternehmensideen, strategisch
und auch personalpolitisch über unseren
Tellerrand zu schauen, erfolgreich sind.
Diese Strategie werden wir in Zukunft
beibehalten, um auch international zu
jr.
wachsen.“ amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
197
KBA
Zahlen
Trend zu kleineren Autos setzt sich fort
D
er Automarkt konnte im Vergleich zum Vorjahr im Juli 2008
insgesamt Steigerungen verzeichnen. In diesem traditionell
eher schwachen Zulassungsmonat wurden laut KBA mit 317 084 Kraftfahrzeugen die Vorjahreswerte um 2,8
Marke/
Modellreihe
Juli
2008
1
ALFA ROMEO
ALFA 147, GT
ALFA 159, BRERA, GTV, SPIDER
SONSTIGE
Zusammen
ASTON MARTIN
ASTON MARTIN DB9
ASTON MARTIN V8
SONSTIGE
Zusammen
AUDI
AUDI A3, S3
AUDI A4, S4
AUDI A5
AUDI A6, S6
AUDI A8, S8
AUDI Q7
AUDI R8
AUDI TT
SONSTIGE
Zusammen
BENTLEY
BENTLEY CONTINENTAL
SONSTIGE
Zusammen
BMW, MINI
ALPINA B 3
BMW MINI
BMW X3
BMW X5
BMW X6
BMW Z4
BMW 1ER
BMW 3ER
BMW 5ER
BMW 6ER
BMW 7ER
SONSTIGE
Zusammen
CHEVROLET
CHEVROLET CAPTIVA
CHEVROLET EVANDA, EPICA
CHEVROLET KALOS, AVEO
CHEVROLET LACETTI
CHEVROLET MATIZ
CHEVROLET NUBIRA
CHEVROLET REZZO
SONSTIGE
Zusammen
198
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Prozent überschritten. Damit wird auch
der positive Halbjahreswert zum Start der
zweiten Jahreshälfte fortgeschrieben. So
wurden im Juli 262 534 Pkw für den Straßenverkehr neu zugelassen. Die Steigerung
gegenüber dem Vorjahr fiel mit 1,5 Prozent
etwas geringer aus, teilt das KBA mit. Der
Insgesamt
Jan.-Juli 2008
Anzahl
Anteil %
2
3
326
444
17
787
1 413
2 481
32
3 926
36,0
63,2
0,8
0,2
23
41
8
72
145
280
29
454
31,9
61,7
6,4
0,0
4 995
10 106
1 292
3 481
331
572
121
803
37
21 738
34 987
56 071
7 697
28 603
3 035
6 505
882
7 039
312
145 131
24,1
38,6
5,3
19,7
2,1
4,5
0,6
4,9
0,2
7,7
26
8
34
312
22
334
93,4
6,6
0,0
32
2 763
1 486
1 269
285
176
7 513
7 920
4 115
139
314
85
26 097
138
19 978
11 290
9 470
767
1 429
48 286
53 348
27 622
1 500
1 909
317
176 054
0,1
11,3
6,4
5,4
0,4
0,8
27,4
30,3
15,7
0,9
1,1
0,2
9,3
226
74
528
99
850
149
72
5
2 003
2 096
483
3 321
564
5 267
1 385
602
25
13 743
15,3
3,5
24,2
4,1
38,3
10,1
4,4
0,2
0,7
Benzinanteil erhöhte sich auf 56,9 Prozent
(plus 15,5 Prozent). Die größten Zugewinne
konnten die Minis (plus 17,4 Prozent), SUVs
(plus 13,3 Prozent), Mittelklasse (plus 7,2
Prozent) sowie Kompaktklasse (plus 5,4
Prozent) verzeichnen. Rückläufig sind die
obere Mittelklasse (minus 19,5 Prozent)
und Vans (minus 10,8 Prozent). Der Trend
zu kleineren Fahrzeugen wird somit auch
im Juli fortgesetzt. Gasbetriebene neu
zugelassene Pkw blieben knapp unter
einem Prozent. Auffällig sind dagegen die
Steigerungen des Flüssiggas- (plus 210,6
Prozent) und des Erdgasanteils (plus 45,3
jr.
Prozent) im Vergleich zum Vorjahr.
Marke/
Modellreihe
Juli
2008
1
Insgesamt
Jan.-Juli 2008
Anzahl
Anteil %
2
3
CHRYSLER, JEEP, DODGE
CHRYSLER CROSSFIRE
CHRYSLER PT CRUISER
CHRYSLER SEBRING
CHRYSLER VOYAGER
CHRYSLER 300C
DODGE AVENGER
DODGE CALIBER
DODGE JOURNEY
DODGE NITRO
DODGE VIPER
JEEP CHEROKEE
JEEP COMMANDER
JEEP COMPASS
JEEP GRAND CHEROKEE
JEEP PATRIOT
JEEP WRANGLER
SONSTIGE
Zusammen
16
29
57
172
100
64
85
83
132
1
4
28
26
238
68
99
21
1 223
102
534
748
1 169
1 002
431
748
257
942
18
93
389
825
926
530
805
121
9 640
1,1
5,5
7,8
12,1
10,4
4,5
7,8
2,7
9,8
0,2
1,0
4,0
8,6
9,6
5,5
8,4
1,3
0,5
CITROEN
CITROEN BERLINGO
CITROEN C-CROSSER
CITROEN C1
CITROEN C2
CITROEN C3
CITROEN C4
CITROEN C5
CITROEN C6
CITROEN C8
CITROEN JUMPER
CITROEN JUMPY
CITROEN XSARA
SONSTIGE
Zusammen
914
132
1 145
437
463
1 126
1 111
20
177
128
146
347
3
6 149
5 342
1 136
9 152
3 392
4 949
11 219
3 727
331
672
926
992
2 449
20
44 307
12,1
2,6
20,7
7,7
11,2
25,3
8,4
0,7
1,5
2,1
2,2
5,5
0,1
2,3
DAIHATSU
DAIHATSU COPEN
DAIHATSU CUORE
DAIHATSU MATERIA
DAIHATSU SIRION
DAIHATSU TERIOS
DAIHATSU TREVIS
SONSTIGE
Zusammen
15
255
103
334
159
77
1
944
267
1 811
1 046
4 398
1 299
530
9
9 360
2,9
19,3
11,2
47,0
13,9
5,7
0,1
0,5
49
17
66
468
135
603
77,6
22,4
0,0
653
149
6 159
1 171
10,9
2,1
FERRARI
FERRARI F 430
SONSTIGE
Zusammen
FIAT
FIAT BRAVO, BRAVA
FIAT CROMA
Marke/
Modellreihe
FIAT DOBLO
FIAT DUCATO
FIAT FIORINO
FIAT IDEA
FIAT LINEA
FIAT MULTIPLA
FIAT PANDA
FIAT PUNTO
FIAT SEDICI
FIAT SEICENTO
FIAT STILO
FIAT ULYSSE, SCUDO
FIAT 500
SONSTIGE
Zusammen
FORD
FORD EXPLORER
FORD FIESTA
FORD FOCUS
FORD FOCUS C-MAX
FORD FUSION
FORD GALAXY
FORD KA
FORD KUGA
FORD MAVERICK
FORD MONDEO
FORD MUSTANG
FORD S-MAX
FORD TRANSIT CONNECT
FORD TRANSIT, TOURNEO
SONSTIGE
Zusammen
GENERAL MOTORS
GM CADILLAC BLS
GM CADILLAC ESCALADE
GM CHEVROLET HHR
GM CORVETTE
GM HUMMER H2
GM HUMMER H3
SONSTIGE
Zusammen
HONDA
HONDA ACCORD
HONDA CIVIC
HONDA CR-V
HONDA FR-V
HONDA JAZZ
HONDA LEGEND
HONDA S2000
SONSTIGE
Zusammen
HYUNDAI
HYUNDAI ACCENT
HYUNDAI ATOS
HYUNDAI COUPE
HYUNDAI GETZ
HYUNDAI H-1 STAREX
HYUNDAI I 10
HYUNDAI I 30
HYUNDAI MATRIX
HYUNDAI SANTA FE
HYUNDAI SONATA
HYUNDAI TUCSON
SONSTIGE
Zusammen
IVECO
IVECO DAILY
SONSTIGE
Zusammen
JAGUAR
Juli
2008
1
554
1 111
65
6
88
3
1 211
1 341
110
2
8
334
1 462
11
7 108
2
3 994
6 063
1 070
900
741
229
564
4
2 630
64
1 301
150
1 058
18
18 788
Insgesamt
Jan.-Juli 2008
Anzahl
Anteil %
2
3
2 880
5,1
9 434
16,7
267
0,5
319
0,6
594
1,1
68
0,1
9 033
15,9
12 972
22,9
1 749
3,1
80
0,1
96
0,2
1 598
2,8
10 154
17,9
67
0,1
56 641
3,0
14
25 251
37 275
10 254
6 591
4 751
2 383
1 854
51
19 924
379
8 038
1 202
7 906
210
126 083
0,0
20,0
29,6
8,1
5,2
3,8
1,9
1,5
0,0
15,8
0,3
6,4
1,0
6,3
0,2
6,7
9
17
50
44
12
4
203
339
65
94
758
363
200
136
699
2 315
2,8
4,1
32,7
15,7
8,6
5,9
30,2
0,1
187
1 318
549
61
1 076
9
2
3 202
3 364
9 543
4 292
593
6 726
12
78
42
24 650
13,6
38,7
17,4
2,4
27,3
0,1
0,3
0,2
1,3
4
1
54
1 116
99
316
780
97
265
34
772
20
3 558
484
1 577
339
7 400
185
2 005
5 661
2 167
2 146
196
5 388
138
27 686
1,7
5,7
1,2
26,7
0,7
7,2
20,4
7,8
7,8
0,7
19,5
0,5
1,5
68
3
71
563
27
590
95,4
4,6
0,0
Marke/
Modellreihe
Juli
2008
1
5
50
219
21
83
11
389
JAGUAR S-TYPE
JAGUAR X-TYPE
JAGUAR XF
JAGUAR XJ
JAGUAR XK
SONSTIGE
Zusammen
KIA
KIA CARENS
KIA CARNIVAL
KIA CEED
KIA CERATO
KIA MAGENTIS
KIA PICANTO
KIA RIO
KIA SORENTO
KIA SPORTAGE
SONSTIGE
Zusammen
Insgesamt
Jan.-Juli 2008
Anzahl
Anteil %
2
3
261
10,5
430
17,3
940
37,8
220
8,8
627
25,2
12
0,5
2 490
0,1
123
75
967
13
16
369
192
301
206
10
2 272
1 600
716
8 452
213
140
3 501
1 570
2 199
2 248
46
20 685
7,7
3,5
40,9
1,0
0,7
16,9
7,6
10,6
10,9
0,2
1,1
133
44
2
179
974
313
27
1 314
74,1
23,8
2,1
0,1
15
4
19
88
24
112
78,6
21,4
0,0
LANCIA
LANCIA MUSA
LANCIA PHEDRA
LANCIA YPSILON
SONSTIGE
Zusammen
103
19
100
1
223
1 058
121
808
27
2 014
52,5
6,0
40,1
1,3
0,1
LAND ROVER
LAND ROVER DEFENDER
LAND ROVER DISCOVERY
LAND ROVER FREELANDER
LAND ROVER RANGE ROVER
LAND ROVER RANGE ROVER SPORT
SONSTIGE
Zusammen
143
101
151
17
97
3
512
967
912
1 391
443
1 035
28
4 776
20,2
19,1
29,1
9,3
21,7
0,6
0,3
LOTUS
LOTUS ELISE
SONSTIGE
Zusammen
14
1
15
54
20
74
73,0
27,0
0,0
MASERATI
MASERATI GRANTURISMO
MASERATI QUATTROPORTE
SONSTIGE
Zusammen
53
15
68
246
139
9
394
62,4
35,3
2,3
0,0
MAZDA
MAZDA CX-7
MAZDA MX-5
MAZDA RX-8
MAZDA 2
MAZDA 3
MAZDA 5
MAZDA 6
SONSTIGE
Zusammen
112
447
27
1 130
552
623
1 201
6
4 098
1 101
3 375
254
7 822
8 335
6 753
10 399
33
38 072
2,9
8,9
0,7
20,5
21,9
17,7
27,3
0,1
2,0
MERCEDES
MERCEDES A-KLASSE
MERCEDES B-KLASSE
MERCEDES C-KLASSE
MERCEDES CL-KLASSE
MERCEDES CLK
4 808
4 057
9 646
82
582
36 272
28 090
60 941
727
4 594
18,0
14,0
30,3
0,4
2,3
LADA
LADA NIVA
LADA 1118
SONSTIGE
Zusammen
LAMBORGHINI
LAMBORGHINI GALLARDO
SONSTIGE
Zusammen
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
199
KBA
Zahlen
Marke/
Modellreihe
MERCEDES CLS
MERCEDES E-KLASSE
MERCEDES G-KLASSE
MERCEDES GL-KLASSE
MERCEDES ML-KLASSE
MERCEDES R-KLASSE
MERCEDES S-KLASSE
MERCEDES SL
MERCEDES SLK
MERCEDES SLR
MERCEDES SPRINTER
MERCEDES VIANO
MERCEDES VITO
SONSTIGE
Zusammen
MITSUBISHI
MITSUBISHI COLT
MITSUBISHI GRANDIS
MITSUBISHI LANCER
MITSUBISHI L200
MITSUBISHI OUTLANDER
MITSUBISHI PAJERO, MONTERO
SONSTIGE
Zusammen
MORGAN
MORGAN 4/4
SONSTIGE
Zusammen
NISSAN
NISSAN MICRA
NISSAN MURANO
NISSAN NAVARA
NISSAN NOTE
NISSAN PATHFINDER
NISSAN PATROL
NISSAN PRIMASTAR
NISSAN QASHQAI
NISSAN TIIDA
NISSAN X-TRAIL
NISSAN 350 Z
SONSTIGE
Zusammen
OPEL
OPEL AGILA
OPEL ANTARA
OPEL ASTRA
OPEL COMBO
OPEL CORSA
OPEL GT
OPEL MERIVA
OPEL MOVANO
OPEL SIGNUM
OPEL TIGRA
OPEL VECTRA
OPEL VIVARO
OPEL ZAFIRA
SONSTIGE
Zusammen
PEUGEOT
PEUGEOT BOXER
PEUGEOT EXPERT
PEUGEOT PARTNER
PEUGEOT 107
PEUGEOT 206
PEUGEOT 207
PEUGEOT 307
PEUGEOT 308
PEUGEOT 407
PEUGEOT 607
PEUGEOT 807
PEUGEOT 1007
200
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
Juli
2008
1
461
3 472
50
109
889
246
678
350
790
5
395
866
691
62
28 239
Insgesamt
Jan.-Juli 2008
Anzahl
Anteil %
2
3
2 634
1,3
27 325
13,6
550
0,3
963
0,5
9 621
4,8
1 926
1,0
5 072
2,5
2 148
1,1
7 408
3,7
49
0,0
2 772
1,4
5 052
2,5
4 654
2,3
352
0,2
201 150
10,6
957
43
202
7
302
128
12
1 651
7 805
475
2 557
55
3 171
1 199
50
15 312
51,0
3,1
16,7
0,4
20,7
7,8
0,3
0,8
8
3
11
67
10
77
87,0
13,0
0,0
1 224
18
9
610
56
4
51
1 007
293
338
20
57
3 687
7 083
222
50
5 054
710
45
330
8 770
3 067
3 229
259
178
28 997
24,4
0,8
0,2
17,4
2,4
0,2
1,1
30,2
10,6
11,1
0,9
0,6
1,5
1 303
261
6 876
488
5 549
181
2 368
20
344
234
779
482
2 706
63
21 654
5 868
3 039
49 569
3 682
42 696
1 341
21 246
167
3 305
2 374
8 444
3 465
20 234
424
165 854
3,5
1,8
29,9
2,2
25,7
0,8
12,8
0,1
2,0
1,4
5,1
2,1
12,2
0,3
8,7
51
79
297
690
174
3 723
248
1 513
311
19
118
117
322
637
1 278
6 126
1 848
29 737
2 724
10 075
3 496
189
950
740
0,5
1,1
2,2
10,4
3,1
50,4
4,6
17,1
5,9
0,3
1,6
1,3
Marke/
Modellreihe
PEUGEOT 4007
SONSTIGE
Zusammen
1
125
3
7 468
Insgesamt
Jan.-Juli 2008
Anzahl
Anteil %
2
3
890
1,5
18
0,0
59 030
3,1
PORSCHE
PORSCHE BOXSTER, CAYMAN
PORSCHE CAYENNE
PORSCHE 911
SONSTIGE
Zusammen
488
484
1 098
53
2 123
2 843
2 950
5 904
138
11 835
24,0
24,9
49,9
1,2
0,6
728
2 005
2 097
331
1 073
13
967
134
1 249
1 154
1 536
330
1 826
22
13 465
r995
r12372
16 566
2 206
7 123
18
8 633
1 272
9 823
6 345
10 363
2 179
14 004
116
92 015
1,1
13,4
18,0
2,4
7,7
0,0
9,4
1,4
10,7
6,9
11,3
2,4
15,2
0,1
4,9
2
15
0,0
314
24
5
343
2 332
230
21
2 583
90,3
8,9
0,8
0,1
SEAT
SEAT ALHAMBRA
SEAT ALTEA, TOLEDO, LEON
SEAT IBIZA, CORDOBA
SONSTIGE
Zusammen
212
1 832
2 165
4
4 213
1 546
13 528
15 342
21
30 437
5,1
44,4
50,4
0,1
1,6
SKODA
SKODA FABIA
SKODA OCTAVIA
SKODA ROOMSTER
SKODA SUPERB
SONSTIGE
Zusammen
4 381
3 481
1 010
347
10
9 229
33 375
28 668
9 578
2 117
80
73 818
45,2
38,8
13,0
2,9
0,1
3,9
SMART
SMART FORTWO
SMART ROADSTER
SONSTIGE
Zusammen
3 197
1
3
3 201
20 315
22
13
20 350
99,8
0,1
0,1
1,1
SSANGYONG
SSANGYONG ACTYON
SSANGYONG KYRON
SSANGYONG REXTON
SONSTIGE
Zusammen
1
5
7
13
184
186
176
17
563
32,7
33,0
31,3
3,0
0,0
SUBARU
SUBARU B9 TRIBECA
SUBARU FORESTER
SUBARU IMPREZA
SUBARU JUSTY
SUBARU LEGACY
SONSTIGE
Zusammen
32
226
72
160
67
3
560
131
1 930
1 135
1 259
884
16
5 355
2,4
36,0
21,2
23,5
16,5
0,3
0,3
SUZUKI
SUZUKI GRAND VITARA
355
3 258
14,4
RENAULT, DACIA
DACIA SANDERO
DACIA LOGAN
RENAULT CLIO
RENAULT ESPACE
RENAULT KANGOO
RENAULT KOLEOS
RENAULT LAGUNA
RENAULT MASTER, NISSAN INTERSTAR
RENAULT MEGANE
RENAULT MODUS
RENAULT SCENIC
RENAULT TRAFIC
RENAULT TWINGO
SONSTIGE
Zusammen
ROLLS-ROYCE
ROLLS-ROYCE
SAAB
SAAB 9-3
SAAB 9-5
SONSTIGE
Zusammen
Juli
2008
Impressum
Marke/
Modellreihe
SUZUKI IGNIS
SUZUKI JIMNY
SUZUKI LIANA
SUZUKI SPLASH
SUZUKI SWIFT
SUZUKI SX4
SONSTIGE
Zusammen
1
23
397
8
359
1 575
500
5
3 222
Insgesamt
Jan.-Juli 2008
Anzahl
Anteil %
2
3
808
3,6
3 063
13,5
229
1,0
1 697
7,5
8 890
39,2
4 685
20,7
49
0,2
22 679
1,2
TOYOTA, LEXUS
LEXUS GS
LEXUS IS
LEXUS LS
LEXUS RX
LEXUS SC
TOYOTA AURIS
TOYOTA AVENSIS, CARINA
TOYOTA AYGO
TOYOTA COROLLA
TOYOTA COROLLA VERSO
TOYOTA HIACE
TOYOTA LANDCRUISER
TOYOTA PRIUS
TOYOTA RAV 4
TOYOTA YARIS
SONSTIGE
Zusammen
58
132
29
124
4
1 255
766
1 054
7
899
39
312
243
504
2 465
49
7 940
376
731
189
823
39
11 723
6 295
7 393
466
7 428
237
2 179
2 159
5 464
17 398
194
63 094
0,6
1,2
0,3
1,3
0,1
18,6
10,0
11,7
0,7
11,8
0,4
3,5
3,4
8,7
27,6
0,3
3,3
VOLVO
VOLVO C30
VOLVO V50
VOLVO XC 90
VOLVO 40
VOLVO 60
VOLVO 70
VOLVO 80
SONSTIGE
Zusammen
208
710
264
55
34
851
51
2
2 175
2 281
4 714
2 464
488
459
6 765
571
11
17 753
12,8
26,6
13,9
2,7
2,6
38,1
3,2
0,1
0,9
VW
VW CADDY
VW CRAFTER
VW EOS
VW FOX
VW GOLF, JETTA
VW NEW BEETLE
VW PASSAT
VW PHAETON
VW POLO
VW SCIROCCO
VW SHARAN
VW TIGUAN
VW TOUAREG
VW TOURAN
VW TRANSPORTER, CARAVELLE
SONSTIGE
Zusammen
WIESMANN
WIESMANN ROADSTER
SONSTIGE
Zusammen
SONSTIGE HERSTELLER
Neuzulassungen insgesamt
Herkunftsländer der Marken:
Deutschland
Frankreich
Großbritannien
Italien
Japan
Schweden
Spanien
Südkorea
Tschechien
USA
Juli
2008
auto | motor | zubehör
ISSN 0001-1983
Gegr. 1912 als „AUTO-Markt“
Franzensbad-Wien, 96. Jahrgang 2008
Offizielles Organ
des Gesamtverband
Autoteile-Handel e.V.
Das Kraftfahrzeug-Magazin für die Führungskräfte
aus Kfz-Handel, -Werkstätten, -Teilegroß- und Einzelhandel
sowie aus -Industrie und -Zulieferfirmen
Redaktion:
Jürgen Rinn (Chefredakteur)
Winterleiten 23a, 97270 Kist
Telefon 09306 99680, Telefax 09306 99681
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3 374
110
1 092
990
20 124
232
7 371
257
5 954
324
646
3 268
813
5 337
3 333
43
53 268
16 336
815
9 141
8 208
144 766
2 217
56 412
1 865
44 877
446
4 292
18 802
5 835
34 196
24 102
259
372 569
4,4
0,2
2,5
2,2
38,9
0,6
15,1
0,5
12,1
0,1
1,2
5,1
1,6
9,2
6,5
0,1
19,7
Anzeigenverkauf:
Marion Bäre, Telefon 0511 8550-2645, baere@schluetersche.de
Tanja Ehlerding, Telefon 0511 8550-2647,
ehlerding@schluetersche.de
Christian Welc, Telefon 0511 8550-2643, welc@schluetersche.de
Marcus Kipp, Telefon 0511 8550-2646, kipp@schluetersche.de
Derzeit gültige Preisliste: Nr. 46 vom 1. 1. 2008
11
6
17
51
43
94
54,3
45,7
0,0
Bankverbindungen: Sparkasse Hannover
(BLZ 250 501 80), Konto 101 99 00
99
675
262 534 1 895 703
0,0
100,0
175 108 1 219 026
27 082
195 352
901
7 266
8 118
62 581
25 304
207 519
2 518
20 336
4 213
30 437
5 843
48 934
9 229
73 818
3 565
25 698
64,3
10,3
0,4
3,3
10,9
1,1
1,6
2,6
3,9
1,4
Anzeigenabwicklung:
Astrid Büte (Leitung), Telefon 0511 8550-2517
Producer-Team:
Dirk Beinhorn, Tom Kaldewey, Elke Möller
Vertrieb/Abonnement-Service:
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Angeschlossen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. (IVW)
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Meinung der Redaktion.
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nicht.
Gerichtsstand und Erfüllungsort: Hannover
Druck: CW Niemeyer Druck GmbH, Böcklerstraße 13,
31789 Hameln/Wangelist
Einem Teil dieser Ausgabe liegen Prospekte der Firma
Stahlgruber GmbH bei, wir bitten unsere Leser um freundliche
Beachtung.
Die Titel des Verlagsbereichs KFZ im Überblick:
• amz – auto motor zubehör • bfp fuhrpark + management
• Kfz-MeisterService (integriert in amz) • NKWpartner
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
201
rückspiegel
„Meister des MotorEKG“: Für Hannes Bloder,
Produktmanager bei AVL
Ditest, ist es schon die
dritte Ennstal-Classic,
bei der Diagnoseexperte
sich mit viel Herzblut
um die Fitness der Oldies
kümmert.
„Gesundheitsuntersuchung“: Der Abgas- und Zündungscheck des
Grazer Diagnosespezialisten AVL Ditest ist bei vielen Teilnehmern der
Ennstal-Classic ein gerne genutzter Spezial-Service.
Fotos: Kuss
Ist die Katze gesund ... : Deutlich
sind am Oszilloskop die Zündaussetzer am fünften
und elften Zylinder
des Jaguar E-Type
zu sehen. Schuld
waren zwei marode
Zündkabel. Besitzer Michael Übleis
konnte kurzfristig
Ersatz besorgen
(kleines Bild).
Auf Herz und Nieren –
Oldies
beim Fitness-Check
_
G
Bei der Ennstal-Classic kümmern sich Spezialisten von AVL Ditest vor dem
Rennen um die „Gesundheit“ der historischen Boliden. Mit modernem Testequipment prüfen sie Gemischaufbereitungs- und Zündsysteme „am laufenden Band“.
ebannt folgt Michael Übleis
den Ausführungen von Hannes
Bloder und Thomas Schimpl. Die
beiden Diagnosespezialisten von
AVL Ditest erklären dem Besitzer
des roten Jaguar E-Type Cabrio am Oszilloskopbild, warum der V12 ruckelt und
nicht mehr seine volle Leistung hat.
„Hier in der Parade-Darstellung sieht
man ganz deutlich, dass am fünften
und elften Zylinder die Zündnadel nicht
stimmt“, sagt Bloder. Mit dem Zeigefinger
markiert der Experte die kritischen Bereiche auf dem linken Bildschirm der Diagnosestation AVL DiX Twin 660. Der rechte
Monitor zeigt die aktuellen Abgaswerte.
„Der HC-Wert ist zu hoch, weil sich relativ viel unverbrannter Kraftstoff im Abgas
befindet – eine Folge der unvollständigen
Verbrennung“, erklärt Bloder dem Besitzer
der roten Raubkatze mit der Startnummer
203. Der Geschäftsführer des Wiener Systemhauses POS besorgt sich kurzerhand
Ersatz für die beiden maroden Zündkabel.
Mit neuen Strippen schnurrt der 200 kW
starke 5,4-Liter-V12 wieder wie früher –
und nachdem wieder alle 272 britischen
Pferdchen unter der langen Haube galoppieren, belegt das Team Übleis/Polzhofer
den Platz 30 in der Gesamtwertung der
16. Ennstal-Classic.
Heimspiel für den Sponsor
Obige Szene hat sich am 23. Juli bei der
16. Ennstal-Classic im österreichischen
Gröbming abgespielt. Ort des Gesche-
202
amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2008
hens: die Prüfstation von AVL Ditest, die
sich nun schon zum dritten Mal in der Geschichte von Österreichs anspruchsvollstem Oldtimer-Rennen auf dem Gelände
von Ennstal Auto Gröbming befand. Der
Grazer Diagnosespezialist tritt als Partner
und Sponsor dieser internationalen Veranstaltung auf.
Natürlich ließen es sich die Grazer
nicht nehmen, eigene Teams ins Rennen
zu schicken. Ingo Glatter, Director Sales
und Marketing, pilotierte einen 1955er
Jaguar XK 140 FHC mit 3,4-Liter-Maschine
und 155 kW aus dem Rennstall des österreichischen Rallyestaatsmeisters Graf
Ernst Harrach. Mit beherztem Einsatz trieb
Glatter das dunkelgrüne Coupé mit der
Startnummer 57 auf Platz 40. Dr. Werner
Oratsch, kaufmännischer Geschäftsführer
bei AVL Ditest, ging mit einem echten Rallyefahrzeug auf die Piste. Dem roten Volvo 1800 von 1966 mit der Startnummer
190 war seine Vergangenheit deutlich
anzusehen. Doch mit dem von den AVLExperten optimal eingestellten, 103 kW
starken 1,8-Liter-Langhuber schlug sich
das schwedische Sportcoupé achtbar auf
Platz 163.
Begehrter Spezial-Service
Die Teilnehmer der Ennstal-Classic schätzen diesen ganz speziellen Service der
Experten von AVL Ditest, denn um die
schwierige Strecken zu meistern, müssen die Fahrzeuge topfit sein. Insbesondere die Bergprüfung am Stoderzinken
verlangt den Oldies alles ab. Die Besitzer
der betagten Boliden können sich bereits
im Vorfeld einen Werkstatttermin für
das „Motor-EKG“ in der AVL-Prüfstation
reservieren, um das „Herz“ ihres Schätzchens kostenlos durchchecken zu lassen.
Vier Techniker hatte AVL Ditest diesmal
abgestellt, darunter Hannes Bloder und
Thomas Schimpl, die sich zum dritten
Mal um die „Gesundheitsuntersuchung“
der Oldies kümmerten. Mit Hilfe moderner Testgeräte wie dem AVL DiX Twin
660, dem Digital-Oszilloskop DiScope
802 oder dem Abgastester DiCom 4000
checkten die Experten bei rund 40 der
205 startenden Teams die Fitness.
Beitrag zum Umweltschutz
Doch der Gesundheitscheck verfolgt
längst nicht nur den Zweck, den Rennteilnehmern ein gutes Gefühl zu geben.
Vielmehr will AVL Ditest damit auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
„Mit Hilfe von modernen Diagnose- und
Abgastestgeräten stellen unsere Experten die Motoren optimal ein. Das erhöht
nicht nur deren Leistung und -haltbarkeit, sondern schont zugleich auch die
Umwelt, denn die Emissionen sinken
damit auf ein Minimum“, erklärte Dipl.Ing. Gerald Lackner, Vorsitzender der
Geschäftsführung von AVL Ditest, der es
sich auch diesmal nicht nehmen ließ, in
der Prüfstation Rennluft zu schnuppern.
Klaus Kuss
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verteilt in Schwebe und verhindert den Neuaufbau von
Ablagerungen. Der Motor läuft ruhiger, das Ansprechverhalten steigt, die volle Leistung entfaltet sich.
Wir wissen, wie wichtig es für Ihr Geschäft ist, Kunden
zu gewinnen und zu halten. Unser Shell Helix MarketingProgramm hilft Ihnen dabei, diese Ziele zu erreichen:
Unter härtesten Fahrbedingungen getestet
Tests zeigen, dass Shell Helix Motorenöle auch unter
härtesten Einsatzbedingungen aktiv die Bildung von
Ölschlamm bekämpfen können.
120.000 km mit einem
anderen führenden Markenöl
120.000 km
mit Shell Helix Ultra
Der mit Shell Helix betriebene Motor ist deutlich sauberer.
Die Abbildungen zeigen die Ölwannen nach dem Test.
Getestet von Shell Global Solutions von 2001 bis 2005 in Pkws
des Typs Volvo V70 2,3l der Cheshire UK Autobahnpolizei.
www.shell-helix.de
• Umfangreiche Unterstützung bei Vermarktung und Verkauf,
um Rentabilität und Kundenzufriedenheit zu steigern.
• Attraktive Verkaufsförderungsmaßnahmen zur Neukundengewinnung.
• Technische Schulungen für Ihre Werkstattmitarbeiter.
Shell Helix Hotline: 0180 5 6324-00*
*Festnetzpreis 14 ct/min; andere Preise aus Mobilfunknetzen möglich.
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Seele and Geist
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