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Aufbau – Bedienung – Wartung - SAF-HOLLAND GmbH

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Sattelkupplung
SK-L 26.3
Aufbau – Bedienung – Wartung
Sattelkupplung
SK-L 26.3
Montage- und Betriebsanleitung
Inhaltsverzeichnis
1.
Aufbauhinweise
2
2.
Bedienungsanleitung
6
3.
Schmierung
8
4.
Wartung
9
5.
Verschleißgrenzen
10
Allgemeine Hinweise
Die Missachtung dieser Instruktionen kann zu gefährlichen Betriebsbedingungen führen.
Bitte vor Aufbau und Anwendung der Sattelkupplung die Hinweise durchlesen und
entsprechend einhalten.
• Veränderungen jeglicher Art schließen Garantieansprüche aus und führen zum
Erlöschen der Bauartgenehmigung.
• Der Aufbau von Sattelkupplung, Montageplatte, Verschiebeeinrichtung und
Zugsattelzapfen sowie Instandsetzungsarbeiten dürfen nur durch Fachpersonal und in
geeigneten Werkstätten erfolgen.
1.
Aufbauhinweise
• Wir empfehlen die Verwendung von Georg Fischer
Befestigungselementen (siehe Seite 5).
• Für den Aufbau der Sattelkupplung sind die Aufbauhinweise von Georg Fischer und der
Fahrzeughersteller zu beachten.
2
Hinweis für Aufbauhersteller
Für die Montage der SK-L 26.3 ist eine ausreichend steife Rahmenkonstruktion (WX , WY)
notwendig (Ausführungsbeispiele siehe Bild 1 u. 2).
Darüber hinaus sind die Vorschriften der Fahrzeughersteller zu beachten.
Fahrzeuglängsträger
Ebene, durchgängige Fläche
zur Lagerbockaufnahme
(Stahl, Stärke min. 12mm)
Rahmen-Querversteifungen
(häufig U-Profile)
Bild 1: Beispiel für eine Rahmenkonstruktion mit einer durchgängigen, ebenen
Montagefläche für den Aufbau der SK-L 26.3
Fahrzeuglängsträger
Ebene Fläche für
Lagerbockaufnahme
Rahmen-Querversteifungen
(häufig U-Profile)
Bild 2: Beispiel für eine Rahmenkonstruktion mit zwei ebenen Montageflächen für den
Aufbau der SK-L 26.3
3
• Die Sattelkupplung ist auf das vom Fahrzeughersteller empfohlene Sattelvormaß
auszurichten.
• Die Sattelkupplung kann in Längs- und Querrichtung durch entsprechende Schubbleche
gesichert werden.
• Die Georg Fischer Sattelkupplung muss mit 8 Schrauben (4 Schrauben pro Seite) befestigt werden:
DIN- Norm
Variante 1
28765 o.
28676
980-8
125-1
7943
24014 o.
24017
Variante 2
Schraube
Mutter
Scheibe
Anzugsmoment
M16 x 1,5 - 8.8
M16 x 1,6 - 8
kopfseitig
mutterseitig
230 Nm
+/- 10%
M16 - 8.8
980
M16 - 8
125-1
7943
kopfseitig
mutterseitig
220 Nm
+/- 10%
• Generell gilt, dass im Klemmbereich der Schrauben oder Unterlegscheiben die
Schichtdicke des Lackaufbaus den gesetzlichen Normen entsprechen muss, um den
Kraftschluß nicht zu beeinträchtigen. Die TÜV-Vorschriften über Schrauben und deren
Sicherung im Kraftfahrzeugbau sind einzuhalten.
• Auf die Forderungen des § 27 STVZO, hinsichtlich der Daten in den Fahrzeugpapieren,
wird hingewiesen.
• Die Sattelkupplung muss sich frei bewegen können und darf bei bestimmungsmäßigem
Gebrauch weder Montageplatte noch Teile des Rahmens oder Hilfsrahmens berühren.
• Beim Einbau der Sattelkupplungen sind die geltenden nationalen Zulassungsvorschriften
zu beachten.
• Wird die Sattelkupplung auf eine Verschiebeeinrichtung montiert, müssen die dafür
geltenden Aufbauvorschriften beachtet werden.
4
Neben der Sattellast ist der D-Wert ein Kriterium für die Belastbarkeit von Sattelkupplungen
und Montageplatten. Er errechnet sich laut DIN 74081 nach folgender Formel:
Berechnungsbeispiel:
D=g⋅
0,6 ⋅ mK ⋅ mA
in KN
mK + m A - A
D = 9,81 ⋅
0,6 ⋅ 2,5 ⋅ 5
= 16,35 KN
2,5 + 5 - 3
Hier bedeuten:
mK
Geg:
mA
mA
A
A
g
= zulässiges Gesamtgewicht der Sattelzugmaschine in t
mK = 2,5 t
= Zulässiges Gesamtgewicht des Sattelanhängers in t
=5t
= zulässige Sattellast in t
=3t
= Erdbeschleunigung mit 9,81 m/sec.²
Die zulässigen Belastungsdaten für Georg Fischer Sattelkupplungen und Montageplatten
sind den jeweiligen Prospektblättern zu entnehmen. Sie gelten für den Betrieb auf
befestigten Straßen und Transportverhältnissen, wie sie in Mitteleuropa üblich sind. Bei
davon abweichenden Einsatzbedingungen bitten wir um Nachfrage.
5
2.
Bedienungsanleitung
Achtung:
Vor dem ersten Aufsatteln muss der Verschluss und die Sattelkupplungsplatte gefettet
werden. (siehe Kapitel 3)
2.1 Aufsatteln
Der Auflieger muss gesichert und abgestützt sein.
Die Sattelkupplung muss einfahrbereit, d.h.
der Entriegelungsgriff muss ganz nach außen
gezogen sein. 1,2,3.
Der Verschluss ist in geöffneter Position.
1
2
3
-
Die Aufliegerplatte muss ca. 5 cm tiefer stehen als die Sattelkupplungsplatte.
Zwischen den Fahrzeugen heraustreten.
Mit der Zugmaschine langsam unter den Auflieger fahren.
-
Der Verschluss verriegelt automatisch.
-
Wichtig: Anfahrruck in kleinem Gang durchführen.
Sicherung:
Das Einhängen des Karabinerhakens, neben dem
Entriegelungsgriff, dient zur Verschlusskontrolle.
Wenn dies nicht möglich ist, muss der
Aufsattelvorgang wiederholt werden.
Achtung: In jedem Falle ist zu kontrollieren, ob die Sattelkupplung richtig geschlossen und
gesichert ist.
6
2.2 Absatteln
•
Sattelanhänger durch Unterlegkeile und Feststellbremse sichern.
•
Sattelanhänger auf festem ebenem Untergrund sicher abstützen.
•
Alle Verbindungskabel zwischen Zugmaschine und Auflieger sind zu lösen.
•
Verschluss der Sattelkupplung öffnen:
•
Karabinerhaken aushängen 1
•
Entriegelungsgriff nach vorne
schwenken 2, nach außen
ziehen 3 und mit der Nase am
Plattenrand einhängen 4 & 5.
2
1
3
5
•
Mit der Zugmaschine ausfahren.
Die Sattelkupplung ist automatisch wieder einfahrbereit.
7
4
3.
Schmierung
Plattenschmierung
Die Plattenoberfläche ist vor dem ersten Aufsatteln und dann regelmäßig alle 2000 km ausreichend
mit Hochdruck – Langzeitfett* einzustreichen.
Vor dem jeweiligen Abschmieren ist das alte Fett auf der Oberfläche mit einem Spachtel zu
entfernen.
Die Schmierintervalle müssen aber den jeweiligen Betriebsbedingungen angepasst werden, sodass
auch kürzere oder längere Intervalle möglich sind.
* Empfohlen wird ein Langzeit Hochdruckfett (NLGI Klasse 2) mit MoS2 oder Graphitzusätzen (z.B.
MOTOREX MOLY 218, SHELL RETINAX HDX2, Renolit LZR 2 H (geeignet für Zentralschmieranlagen),
Renolit FG 150). Bei Verwendung anderer Schmiermittel sind die Schmierintervalle entsprechend
anzupassen. Bei Verwendung mit Zentralschmieranlagen sind die Angaben des Herstellers zu
beachten.
Verschlussschmierung
Der Schmiervorgang kann nur im abgesattelten Zustand durchgeführt werden.
8
4.
Wartung
Verschiedene Teile unterliegen im Fahrbetrieb einem normalen Verschleiß, der aber durch
sachgemäße Wartung auf ein Minimum reduziert werden kann. Deshalb sind
vor Inbetriebnahme und bei jedem Wartungsdienst die folgenden Punkte zu beachten:
•
Auflageflächen von Sattelkupplung und
Aufliegerplatte, sowie den Zugsattelzapfen
auf Beschädigungen prüfen und diese
gegebenenfalls beheben (siehe auch
„Verschleißgrenzen“).
•
Abgenützte oder beschädigte Teile sind durch
Georg Fischer Original-Ersatzteile zu
ersetzen.
•
Wichtig: Jede Sattelkupplung ist mit einer
Serien-Nr. versehen, welche auf dem
Typenschild und zusätzlich am Plattenrand
eingeprägt ist. Sie dient der einwandfreien
Identifizierung.
9
5.
Verschleißgrenzen
Die Abnützung an der Sattelkupplungsplatte kann an den sichtbaren Verschleißgrenzen,
ohne Hilfsmittel, kontrolliert werden. Für die Verschleißkontrolle am
Sattelkupplungsverschluss und am Zugsattelzapfen ist die Grenzmaßlehre (Georg Fischer
Verkehrstechnik Bestellnummer: A 659 920 032) empfehlenswert.
Kupplungsplatte:
Sichtkontrolle
Wenn bei Abnutzung der Platte an
einer Stelle die Vertiefung der
Schmiernut erreicht ist, muss die
Platte ausgetauscht werden.
Kupplungsverschluss:
Mit der Schublehre die Abnützung auf
Verschleißmaße am Verschluss
überprüfen.
Wenn die Verschleißmaße erreicht sind,
muss das Schlossstück ersetzt werden.
2“-Zugsattelzapfen
Beide Durchmesser mit der Grenzmaßlehre
in Längs- und Querrichtung messen. Sind
die Maße 71 bzw. 49 erreicht, ist der
Zugsattelzapfen unbedingt auszutauschen.
10
Zusatzinformationen
Haben Sie noch Fragen oder Wünsche? Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Unsere Firmenanschrift ist:
Georg Fischer Verkehrstechnik GmbH
Julius-Bührer-Str. 12
78224 Singen
Unseren zentralen Kundendienst erreichen Sie unter
Tel.: (+49)7731 / 886-0
Fax: (+49)7731 / 886-704
Email: info@vkt.georgfischer.com
Besuchen Sie uns im Internet unter:
http://www.vkt.georgfischer.com
Hier finden Sie aktuelle Informationen zu unseren Produkten. Außerdem können Sie online
unsere Ersatzteillisten und technischen Daten abrufen.
Diese Druckschrift enthält keine Garantiezusagen, sondern soll lediglich technische
Informationen vermitteln. Wir verweisen auf unsere Verkaufsbedingungen.
746 / 18.11.04
© Georg Fischer Verkehrstechnik GmbH
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