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43. KW | Donnerstag, 23.10.2014
Regionalzeitung für Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf & Steglitz-Zehlendorf
Teltow-Werft-Brücke:
Neuer Schwung für
Wiederaufbau
Teltow
Kita “Felsenblume”: Kinder
spielen in Seehofs roter Villa
Ausg. 18/14 | 6. JG
S. 6
Kleinmachnow
Strom aus der Schleuse? Diskussion
S. 3
um Standort für Turbine
Stahnsdorf
Letzte Veranstaltung – neue Pläne:
Abschied vom „Café im Garten“ S. 4
Stegl.-Zehlend.
Auf grünem Rasen: Stadion WannS. 7
see wurde saniert
THEMA DER
WOCHE
Jedem seinen Streik?
Ferienbeginn, aber die Freude der Urlaubsreisenden wird getrübt
durch Streiks der Lokführer und Piloten. Am Wochenende fielen
Züge aus, Flugzeuge bleiben seit Montag am Boden. Ein Ende ist
nicht abzusehen, denn GDL und Vereinigung Cockpit e.V. spielen
ungeniert die Streikkarte im Tarifkonflikt aus. Er wird auf dem
Rücken hunderttausender Betroffener ausgetragen, die sich nicht
dagegen wehren können. Die müssen Umwege, Verspätungen
und sonst noch was auf dem Weg zur Arbeit in Kauf nehmen oder
gelangen nur mit Hindernissen an ihr Urlaubsziel.
Ist das noch angemessen? Nichts gegen den Streik als legitimes
Mittel zur Durchsetzung von Forderungen, aber eine gewisse
Verhältnismäßigkeit muss gewahrt bleiben. Die langanhaltenden
Ausstände legen Teile der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens
lahm oder behindern sie zumindest stark. Ganz zu schweigen von
den dadurch entstehenden Kosten. Einen faden Beigeschmack erhält das ganze zusätzlich, seit durchgesickert ist, dass die Lokführergewerkschaft ihr Muskelspiel dazu benutzen will, ihren Einfluss auszudehnen und für alle Bahnbeschäftigten zu verhandeln.
Jetzt denkt die Bundeskanzlerin darüber nach, konkurrierende
Gewerkschaften in einem Unternehmen per Gesetz zur Tarifeinheit zu zwingen. Ob das der richtige Weg ist, bleibt abzuwarten.
Eine Lösung muss jedoch her! MC K
Ort des gewünschten Brückenschlages: Teltow, Oderstraße, Höhe „Möbel Boss“ – Blick auf Reste der alten Brückenfundamente Foto: C. Oehlmann
TELTOW.KLEINMACHNOW.
ZEHLENDORF. Ein neuer
Vorstoß von Peter Weis (BiK
Kleinmachnow) soll Teltow
auf der einen mit Zehlendorf
und Kleinmachnow auf der
anderen Seite einander näher
bringen. Es geht um den Bau
einer neuen Brücke für Fußgänger und Fahrradfahrer am
Ende der Sachtlebenstraße auf
Zehlendorfer Seite über den
Teltowkanal, wo 1945 die SS
die damals bestehende Brücke
gesprengt hat. Seit mindestens elf Jahren gibt es Anträge
und Beschlüsse zur Prüfung
in der BVV Steglitz-Zehlendorf, in 2003 lag ein Vorschlag
des SPD-Mannes Jens Klocksin in Kleinmachnow vor, vor
drei Jahren hat die Interessengemeinschaft Teltowkanalaue
den Bund in die Planung
Schubkastenbett Caro
einbeziehen wollen, aber bis
jetzt ist es immer wieder zu
Hemmnissen gekommen.
Die historische Brücke war
seinerzeit Element von Treideltechnikanlagen, denn die
Frachtschiffe auf dem Kanal
wurden von Lokomotiven
auf dem Treidelweg gezogen,
weil die Schlepper selbst über
keinen Antrieb verfügten. In
der Werft, deren Bauwerke
unter Denkmalschutz stehen,
stand auch das Kraftwerk zur
Stromerzeugung für die Lokomotiven.
Über die Jahre haben Bürgerinitiativen den Wiederaufbau
der Brücke vorangetrieben,
und die Lokale Agenda 21
Teltow hat inzwischen eine
Machbarkeitsstudie angefertigt, in der sie verschiedene
Varianten für den Brückenbau
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BÄKE COURIER 18 | 23. Oktober 2014
vorstellt. Die Bürgermeister
von Kleinmachnow und Teltow, Michael Gruber und Thomas Schmidt, sowie das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf
haben sich positiv zur Brücke geäußert, der Landkreis
Potsdam-Mittelmark stellte in
Aussicht, eine solche Brücke
mit Fördermitteln zu realisieren – sollte Teltow einfach den
Hut aufhalten?
Alle müssen mitreden und mitentscheiden, denn der Handlungsort befindet sich im Hoheitsgebiet der drei Kommunen, die als Eigentümer die
erforderlichen Planungen gemeinsam angehen müssen.
Abgesehen von den drei politischen Entscheidungsträgern
sind darüber hinaus Kontakte
mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin als Eigentü-
mer weiter voranzubringen.
Das Ministerium für Infrastruktur im Land Brandenburg ist Ansprechpartner für
Finanzierung und Förderung,
und eventuell sind noch ganz
andere (EU-) Töpfe zu bedenken. Keine leichten Gegebenheiten.
Peter Weis, der auch im Kreistag Potsdam-Mittelmark sitzt,
hatte letzten Freitag zu einer
Ortsbesichtigung in die Sachtlebenstraße 60 neben das Betriebsgelände der ehemaligen
Werft eingeladen. Gleich dahinter Richtung Westen stieß
die Mauer auf den Kanal, wo
in Kleinmachnow der Mauerweg endet. Von dort könnte zukünftig entlang dem
Teltowkanalufer eine Anbindung an die Teltow-Werft
(Fortsetzung Seite 2)
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REGIONALES
(Fortsetzung des Artikels „Gleiches Ziel, verschiedene Wege“)
Brücke erfolgen. Weis erklärt: „Früher ist hier eine Brücke über
den Stichkanal der Werft gegangen. Wir wollen diese Brücke
an diesem Weg vorbei bekommen, ohne das Augustinum anzufassen.“ Dieses hat das Grundstück vom Wasser- und Schifffahrtsamt gepachtet. Vorsichtige Gespräche mit der jetzigen
Geschäftsführung des Augustinums finden statt.
Auch auf der Teltower Seite ist ein ufernaher Fuß- und Radweg
geplant. Dieser wird mittels einer Brücke über die Einfahrt des
geplanten Teltower Stadthafens geführt. Aktuell wird bereits
eine asphaltierte Stichstraße von der Oderstraße bis zum zukünftigen Brückenstandort für den Radverkehr freigehalten.
Viele waren nun gekommen, um sich ein Bild von den Möglichkeiten der Überbrückung zu verschaffen. Aus den Parteien am zahlreichsten vertreten waren Bündnis 90/ Die Grünen
aus Teltow, Zehlendorf und Kleinmachnow, gefolgt von den
Piraten. Michael Karnetzki, stellvertretender Bürgermeister
von Steglitz-Zehlendorf sowie Norbert Gutheins von der CDU/
FDP-Fraktion Kleinmachnow waren gekommen, ebenso Vertreter von BiK und BIT. Der ebenfalls eingeladene Staatssekretär Gäbler von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt ließ sich schriftlich entschuldigen, auch weil er
keine Möglichkeit für eine Brückenverbindung sieht, zumal
es „im Bereich der Knesebeckbrücke bereits eine Verbindung“
gäbe. Diese scheint jedem Kenner der Brücke jedoch für Fahrradfahrer nicht geeignet.
Das Anliegen von Peter Weis geht dann auch in Richtung
Steglitz, die Gespräche zu intensivieren und Gäbler von der Bedeutung der Fahrradbrücke zu überzeugen. Schließlich wird
auf Teltower Seite eine Marina gebaut, eine Anlegestelle überwiegend für Wasserwanderer, nicht nur für Yachten, und der
Hafen soll die Altstadt in Teltow beleben. Die Fahrradbrücke
hätte in diesem Zusammenhang ebenfalls touristischen Wert
und würde sich positiv auf das Gewerbe auswirken. Denkbar
ist auch eine Einbeziehung der alten Teltow-Werft mit seiner
historischen Halle und dem Heizhaus, die, verbunden durch
die Brücke, mit der Marina ein charmantes Ensemble bilden
könnte.
Weißenberg, Stadt Teltow, betont abschließend die Bedeutung
der Teltow-Werftbrücke für die Nord-Süd-Verbindung: „Vom
S-Bahnhof Zehlendorf über Sachtlebenstraße oder Mauerweg
über die Teltow-Werft-Brücke, am Friedhof durch die Buschwiesen in die Parforceheide bis in die Rieselfelder – radial aus
Berlin heraus bis Bahnhof Ludwigsfelde.“ Katharina Storch von
der BiK regte eine konzertierte Aktion vor, bei der sich selbst
Kleinmachnow mit nur einem Zipfel Gebiet beteiligen wird.
Maren Schellenberg von
den Grünen
in
Zehlendorf ist sich
sicher, dass
mit
einem
gemeinsamen
Antrag etwas
Gr u ndsät zliches „hoch
gepoppt“
w e r d e n
kann,
und Peter Weis lud zur Ortsbesichtigung an die ehemalige
Foto: C. Oehlmann
Peter Weis Teltowwerftbrücke
will mit allen
Fraktionen im Abgeordnetenhaus sprechen. „Das wird ein dickes Brett“, so Schellenberg, aber Weis ist sich sicher, dass das
Interesse aller Gremien an dieser Veranstaltung ein guter Start
sei. In den nächsten vier Wochen soll ein gemeinsamer Text
zustande kommen.
Christiane Oehlmann
Impressum
Herausgeber:
Info-serv Werbeagentur
Inh. Dipl. Ing (FH) Uwe Valentin
Potsdamer Str. 18 A, 14513 Teltow
Tel. (03328) 47 06 80 Fax 30 38 64
agentur@info-serv.de
Verantwortlicher Redakteur:
Dipl. Ing (FH) Uwe Valentin
Tel. (03328) 47 06 80
Fax (03328) 30 38 64
redaktion@info-serv.de
Ansprechpartner:
Kleinmachnow: Gesine Michalsky
Tel. 0177/259 01 14
gmichalsky@t-online.de
Steglitz-Zehlend.: Jacqueline Lorenz
mail@textlade-lorenz.de
Tel. 0172/630 26 88
Stahnsdorf: Christiane Oehlmann
c.oehlmann1@gmx.de
Tel. 0170/3202883
Teltow: Manuela Kuhlbrodt
manuela.kuhlbrodt@gmx.de
Tel.0176/34054145
Anzeigenleitung
U. Valentin,
Tel. 0171/ 75 33 271
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Direkt Marketing Kusche GmbH,
Kleinmachnow, Fahrenheitstr. 7,
Tel. 033203-88980
Verbreitete Gesamtauflage:
30.000 Exemplare
Die Zustellung erfolgt in Haushalte ausgewählter Wohngebiete von Teltow, Kleinmachnow,
Stahnsdorf, Steglitz-Zehlendorf oder per Abonnement. Ein Anspruch auf Gratis-Zustellung
besteht nicht.
Erscheinungsweise:
14tägig, Donnerstag bzw. Freitag
Redaktions- & Anzeigenschluss:
7 Tage vor Erscheinen
Im Internet unter:
www.baeke-courier.de
Die Veröffentlichung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Fotos ist dem Verlag vorbehalten. Alle Rechte beim Herausgeber. Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung.
DRITTE SEITE
Integration und Kreativität
Schwerpunkte des neuen Leiters der Kreisvolkshochschule
KLEINMACHNOW. Der neue
Leiter der Kreisvolkshochschule, Steffen Cyrus, hat in
diesen Tagen seine Pläne für
die Schwerpunkte des Bildungsprogamms in seinem
Haus vorgestellt. Der 33-jährige Thüringer arbeitet schon
seit 2013 als Programmbereichsleiter für die Volkshochschule, am 1. September
rückte er an die Spitze der
Schule.
Fortsetzen wird die KVHS die
Veranstaltungsreihe „Flucht
und Asyl“. „Es werden weitere
Flüchtlinge ab dem 1. Dezember in unserer Region eine gute
Unterkunft beziehen“, erklärte
Steffen Cyrus den Ausbau des
Programmbereichs. „Es gehört zum Anliegen der VHS,
dass Menschen, egal welchen
Alters, welchen Geschlechts
oder welcher Herkunft sowie welchen Bildungsstandes
kommen können, um etwas
zu lernen.“
Zum ersten Mal wird es ein
thematisches Motto geben –
2015 heißt es „Frauen“. Dazu
wird eine Vortragsreihe an-
geboten. Der Programmbereich „Kultur und Gestalten“
ist eine Herzensangelegenheit
des neuen Leiters, der in Weimar Kunst studiert hat. Goldschmiedekurse, Fotografieren
und Malen nach Bob Ross
werden weiterentwickelt, aber
auch die berufliche Bildung
kommt nicht zu kurz. WebsiteGestaltung oder Crowdfounding heißen hier die wichtigsten Schlagwörter.
Mit einem Sommerferienprogramm 2015 begibt sich die
VHS auf Kontaktsuche zu
Kindern und Jugendlichen,
die bisher nicht zur Zielgruppe der Schule gehörten. „Wir
wollen aber nicht den Jugendfreizeiteinrichtungen, sondern
eher den Sportclubs Konkurrenz machen“, erklärte Cyrus.
Der neue Leiter der VHS kann
über ein breites Spektrum an
spannender Bildung zu bezahlbaren Preisen blicken: 540
Kurse an 28 Unterrichtsorten,
geleitet von 148 Dozenten für
geschätzte 4.800 Teilnehmer in
Potsdam-Mittelmark machen’s
möglich. gm
Strom aus der Schleuse
reicht für 300 Haushalte
Diskussion um Turbinen-Standort
für das Kleinmachnower Wahrzeichen
KLEINMACHNOW.
Das
größte Denkmal der Region,
die Kleinmachnower Schleuse, könne als Stromlieferant
genutzt werden – die Fließgeschwindigkeit des Teltowkanals gebe genügend Druck
her und die Wirtschaftlichkeit sei auch gegeben. Riesige
Freude über diese Nachricht
Die Turbine könnte Erschütterungen auslösen, die dem
Bauwerk schaden. Ein alternativer Standort außerhalb
des Bauwerkes südlich der
Südkammer soll jetzt geprüft
werden, so das erklärte Ziel
der Umweltschützer.
Unterstützung kommt vom
zuständigen Referent des
„Die Schleuse Kleinmachnow ist ein touristisches Ziel
– der Einsatz von erneuerbaren Energiequellen an diesem
prominenten Ort bringt sehr
viel Aufmerksamkeit“, meinte der Referent des Kreises.
Dazu präsentierte der Kleinmachnower Student Alexander Timm die passenden
munen: „Der Anteil der lokalen Stromproduktion ist auf
40 Prozent des Gesamtstromverbrauchs steigerbar.“ Jetzt
liege der Anteil bei insgesamt 10 Prozent. Die Schleuse
sei ein Ort, an dem sehr viel
Energie herauszuholen ist.
Im Finowkanal laufen bereits
erfolgreiche
Kleinwasser-
Bunt und vielfältig
Evangelische Grundschule feierte 10. Geburtstag
KLEINMACHNOW.
Aufbruchstimmung trieb die Eltern und Lehrer an, als sie
sich entschieden, eine christlich geprägte Schule zu gründen. Inzwischen feierte die
evangelische
Grundschule
ihren 10. Geburtstag, und
zahlreiche Gäste, darunter
Landrat Wolfgang Blasig und
die Bürgermeister Thomas
Schmidt und Michael Grubert, gratulierten dem ersten
Kind im Hoffbauer-Campus.
Inzwischen hat die Schule
aber auch viele Geschwister
bekommen.
Vom Kleinkind bis zum Abitur
wird am Schwarzen Weg im
Drei-Gemeinde-Eck christlich
geprägte Bildung vermittelt –
durch die Hoffbauer-Stiftung.
Und während die Lehrer die
ersten Jahre noch im ehemaligen Siemens-Hochhaus provisorisch unterrichten mussten,
lernen die Grundschulkinder
mittlerweile im eigenen Haus.
Aus dem leer stehenden Ge-
lände ist ein lebendiger privater Schulstandort mit Kita,
Gymnasium und Berufsschule geworden.
Mit der Gründung der Grund-
schule aber fing die Erfolgsgeschichte des Campus an.
Man wollte eine Schule in freier Trägerschaft, die „gleichwertig, aber nicht gleich-
artig“ die Schullandschaft
bereichern sollte, berichtet
Heidrun Spengler, Pressesprecherin der Stiftung. Das
kreisförmige, in den Regenbogenfarben gestaltete Haus
soll daher Symbolcharakter haben: Es stehe für bunte
Vielfalt und markiere farblich
die Alterstufen der Kinder.
Im orangenen Haus lernen
zum Beispiel 8- bis 11-Jährige
jahrgangsübergreifend. Familiäre Atmosphäre und soziale Verantwortung sollen den
Schullalltag prägen, und Spiel
und Spaß nach dem Lernen
wird ebenfalls groß geschrieben. Ansprechende Räume
dafür fallen auf, denn sie heißen Baustelle, Kletterwald
oder Nähstube.
Die Evangelische Grundschule Kleinmachnow steht allen
offen, die eine von christlicher
Haltung zu Mensch und Welt
Die 12jährige Philomena Merkel, Schülerin der evangelischen Grund- getragene Schule suchen – unschule mit dem ersten Flyer ihrer Schule, in dem sie als Zweijährige zu abhängig von einer konfessiogm
sehen ist. Foto: gm nellen Bindung. Zornibold lockte
in die Neuen Kammerspiele
Augsburger Puppenkiste: Einsatz für Vorbeugung bei Gewalt- und Suchtproblemen
KLEINMACHNOW. Das Leben der Kleinsten kann manchmal kompliziert sein. Eine Orientierungshilfe gibt die Augsburger Puppenkiste, wie man
in diesen Tagen in den Kammerspielen erleben konnte. Zur
Aufführung des Puppenspiels
„Paula und die Kistenkobolde“
hatte der Verein Papilio eingeladen, und die Kammerspiele
stellten kostenlos die Bühne
zur Verfügung. Gemeinsam
mit dem Bürgermeister ließen
sich die Kitakinder von Zornibold, Heulebold, Bibberbold
und Freudibold begeistern.
Die Aufführung sollte werben
für das Papilio-Suchtpräventionsprogramm. Im Mittelpunkt
der Geschichte stehen die Gefühle Traurigkeit, Ärger, Angst
und Freude, die die Kinder gemeinsam erleben und dabei
spielerisch lernen, im Alltag
damit umzugehen. Freund-
schaften aufbauen oder soziale
Regeln einhalten, will gelernt
sein.
Der aus Augsburg stammende
Verein Papilio widmet sich seit
über zehn Jahren der frühzeitigen Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenz, um damit
gegen Gewaltbereitschaft und
Suchtprobleme im Jugendalter
Ein kleiner Kindheitstraum geht in Erfüllung. Ganz nah dran an der
Augsburger Puppenkiste: Bürgermeister Michael Grubert mit Zornibold.
Daneben Valeska Hanel von den Kammerspielen (links) und Mitarbeiter
von Papilio e.V. Foto: Papilio
vorzubeugen. Bundesweit tourt
der Verein zur Zeit gemeinsam
mit den Augsburger Kistenkobolden und lädt Kinder und Erzieherinnen ein, sie kennen zu
lernen. Finanziert vom Brandenburger Gesundheitsministeriums, können Erzieherinnen
an einer mehrtägigen PapilioFortbildung teilnehmen. Diese
führt in Potsdam der Verein
„Chill out“ durch. Es gibt ein
Begleitbuch sowie Hörspiele
der Kistenkobolde. Darüber
hinaus werden spielerische
Angebote gemacht, die Selbständigkeit und Teamgeist der
3 bis 7-jährigen Kinder stärken.
Das Projekt wurde von Wissenschaftlern und Pädagogen entwickelt. Das Publikum in den
Kammerspielen kam gut vorbereitet an. „Wir haben vorher
das Buch gelesen“, erzählte eine
Erzieherin der Kita Ameisenburg. gm
Einbaulage der Turbine (grün) sowie Rohrführung im Abflusskanal. Machbarkeitsstudie, Beuth-Hochschule für Technik, Prof. Pels Leusden, Labor
für konventionelle und erneuerbare Energien.
Repro: gm
herrscht bei der Arbeitsgruppe Klimaschutz und erneuerbare Energien, deren ehrenamtliche Mitarbeiterin Andrea Schwartzkopf die erste
Diskussionsveranstaltung zu
diesem Thema Anfang Oktober im Bürgersaal moderierte. Es folgte aber schnell die
schlechte Nachricht: Von der
Wasser- und Schifffahrtsbehörde des Bundes kam eine
Absage. Ihr Vertreter Stephan
Sühl bedauerte, dass eine
Turbine ganz sicher nicht im
Schleusengebäude eingebaut
werden darf.
Man habe schon sehr lange um die am Ende von der
Gemeinde Kleinmachnow finanzierte Machbarkeitsstudie von Professor Christoph
Pels Leusden gekämpft und
dabei „so viel Zuspruch erhalten für unsere Idee, dass
wir an dem Projekt dranbleiben wollen“, erklärte die
Grünen-Politikerin Andrea
Schwartzkopf. Mit Simulationen im Labor stellte man an
der Beuth-Hochschule nach,
was eine Turbine und damit
ein kleines Wasserkraftwerk
in der Abflusskammer zwischen den beiden Schleusenkammern
erwirtschaften könnte. Aus dem durchschnittlichen Durchfluss und
der Wasser-Fallhöhe ermittelten die Mitarbeiter mit Zahlen
von 2007 bis 2010, dass „1.600
Mw/h Energie im Jahr gewonnen werden könnte.“ Damit,
so Professor Pels Leusden,
wäre das Projekt wirtschaftlich zu betreiben. Unsicher
sei aber noch die Stabilität
des Schleusen-Fundamentes.
So sieht die potentielle Rohrführung für eine Umleitung aus. Machbarkeitsstudie Repro: gm
Technische Zeichnung der Turbine, Machbarkeitsstudie
Landkreises, Wolfgang Lorenz. Er bescheinigte angesichts der Ergebnisse dem
Projekt
Zukunftsfähigkeit.
Zahlen. Seine Bachelor-Arbeit
über „Potenziale erneuerbarer Energien in TKS“ ist eine
Mahnung an die drei Kom-
AM 07.11. 2014
LATE NIGHT
Shopping
BÄKE COURIER 18 | 23. Oktober 2014
Repro: gm
Foto: © ca
kraftwerke an Schleusen. Sie
werden als private Stromerzeuger betrieben. Der Strom
muss, wie Julian Affeld von
der lokalen Agenda erklärte, nach den gesetzlichen Bestimmungen direkt an die
Anwohner im Umkreis von
4,5 Kilometer verkauft werden. Ein Wasserkraftwerk in
Kleinmachnow reiche nicht
für alle, aber doch für immerhin rund 300 Haushalte. Der
Preis für die Kunden liege
deutlich unter dem der großen Stromanbieter.
Es gibt noch Hoffnung, gemeinsam mit der Wasserund Schifffahrtsbehörde zum
Ziel zu kommen, meinte auch
der
Kreistagsabgeordnete
Axel Müller von den Grünen.
Man habe schon sehr viele
gute Gespräche geführt und
gemeinsam die trockengelegte Schleuse besichtigt.
Stefan Sühl erklärte an diesem Abend noch die oft vergessene Verantwortung, die
seine Behörde mit der Kleinmachnower Sehenswürdigkeit trage: „Der Betrieb der
Schleuse darf nicht benachteiligt werden, das heißt, der
schadlose Wasserabfluss der
Wehranlage hat Vorrang“, erinnerte der Mitarbeiter des
Wasser- und Schifffahrtsamtes. Kleinmachnows Schleuse
ist Teil einer Wehranlage rund
um Berlin, die zwingend im
Falle eines Hochwassers die
Hauptstadt entlasten muss.
Eine Turbine im Abflusskanal des Gebäudes könnte den
Durchfluss im Katastrophenfall entscheidend bremsen.
gm
3
lesen & mitreden
Aufpassen, in einer halben Milliarde Jahren ...
… könnte ein Fracht- oder Schubboot mit einem Sportruderer am Steg des Ruderclubs TKS unterhalb der Machnower
Schleuse kollidieren, so die Wahrscheinlichkeit laut Gutachten des TÜV Süd. Also das Datum schon mal in den Kalender
aufnehmen. Falls Sie dann noch leben, denn viel wahrscheinlicher ist es, dass Sie vorher an Umweltkrebs sterben (einmal in
70.000 Jahren für Städter) oder bei einem Flugzeugabsturz umkommen (auf 3,3 Milliarden Fluggäste kommt ein Toter), wobei das Todesfallrisiko auf dem Weg zum Flieger höher liegt.
Sicher ist auch der Weg zum Ruderboot lebensgefährlicher als
das Betreten des Bootes, selbst wenn gerade ein Frachter mit 5
km/h von der Schleuse ablegt. Aber Ruderer leben länger, weil
sie eben bei UV-Strahlung rudern und ein guter Vitamin-DSpiegel bekanntlich das Todesfallrisiko senkt. Und selbst wenn
der Kapitän nach dem Schleusendurchgang plötzlich in Tiefschlaf verfallen sollte, könnte ein aufgeweckter Ruderer noch
beizeiten dem heranrasenden Frachter ausweichen.
Der Ruderverein hat also Tausende von Euro vorstrecken müssen, damit der TÜV Süd zu dieser unglaublichen Erkenntnis
gelangt, die nun hoffentlich die Bundesregierung zu Einsichten bringt. Vielleicht sollte sie sich lieber den wirklichen Fragen zuwenden, wie nämlich abgewendet werden kann, dass
der Teltowkanal im Klimawandel verschwindet und die Kapitäne vor lauter UV-Schutz kein Vitamin D mehr bilden und früher sterben … Aber was sollen sie denn auch ohne die Frachter!
Rudern? Christiane Oehlmann
ADFC-Ortsgruppe Teltow
gegründet
Am 7. Oktober gründete sich die Ortsgruppe Teltow des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Zum ersten Sprecher wählten die Mitglieder Stefan Overkamp, sein Stellvertreter ist Markus Jurziczek. Beide wollen sich vor allem für eine
Verbesserung der Bedingungen für Radfahrer in Teltow und
Umgebung einsetzen.
Wegen der besonderen Bedeutung der Veranstaltung und dem
erheblichen organisatorischen Aufwand wurde Volkmar Topp
zum Beauftragten für die ADFC-Sternfahrt gewählt.
„Besonders wichtig ist mir, dass wir mit der Ortsgruppe endlich in Teltow eine Struktur haben, die als Partner der Verwaltung und der Politik die Interessen der Radfahrer vertritt“, so
Stefan Overkamp.
Zusammen mit dem ADFC-Kleinmachnow hatten die Mitglieder noch vor Vereinsgründung am Teltower Stadtfest teilgenommen und insgesamt 75 Fahrräder kodiert. Das bedeutet,
dass ein personalisierter Zahlenschlüssel in den Fahrradrahmen graviert wird, anhand dessen sich das Rad eindeutig seinem Besitzer zuordnen lässt.
Für 2015 plant der ADFC Teltow Radtouren und Aktionen wie
Kodierungen und Sicherheitschecks.
Der ADFC ist ein bundesweiter gemeinnütziger Verein mit
mehr als 145.000 Mitgliedern. Er versteht sich als Interessenvertretung der Alltags- und Freizeitradfahrer und arbeitet in
den Schwerpunkten Verkehrsplanung, Verkehrspolitik und
Tourismus. PM/BC
teltOwkanal
Das Programm ab Samstag, 25.10.2014,
12 Uhr, u.a. mit
• 11. Teltowkanal Halbmarathon in Vorbereitung
• Mädels treffen immer - Weltmädchentag 2014
„Alte Stoffe“ im Augustinum Kleinmachnow
• Das Ruhlsdorfer Oktoberfest 2014
• Scheidung leicht gemacht im aktuellen Rechtsmagazin
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