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Markt & Innovationen
Kariesdiagnostik in der
Zahnheilkunde: Ein Update
Eine Übersicht zu den verschiedenen Möglichkeiten
Die täglichen Kontrollen in der Praxis beinhalten bei der Befundung die Inspektion der gesamten
Mundhöhle inklusive der Schleimhäute, Zunge und Zähne. Die Früherkennung von pathologischen
Veränderungen im Cavum oris ist in der Regel dem Zahnarzt vorbehalten und muss zur Untersuchung
dazu gehören – zwischen T1 und T4 in der Tumorerkennung liegt der Faktor Zeit und dieser ist für die
Therapie und das Überleben eines Patienten entscheidend.
Ein Beitrag von Dr. Sebastian Bürklein, Bochum
F
Für die routinemäßige Feststellung von kariösen
Läsionen haben sich im täglichen Behandlungsablauf unterschiedliche Methoden etabliert:
q Visuelle Inspektion
q Radiologische Diagnostik
(insbesondere Bissflügelaufnahmen)
q Faseroptische Transillumination
q Lasergestützte Kariesdiagnostik
q Elektrische Widerstandsmessung
q Kariesdetektoren (beim Exkavieren)
Es kommt bei allen diagnostischen Verfahren auf
die Sensitivität, die Spezifität und die Reproduzierbarkeit an. Die Sensitivität beschreibt den Anteil der tatsächlich kariösen Flächen (Schmelz- und
Dentinkaries), die mit den einzelnen Diagnostikverfahren korrekt als kariös erkannt wurden.
Referenz – also das Validitätskriterium – ist der
histologische Befund. Die Spezifität beschreibt
den Anteil der tatsächlich gesunden Flächen, die
mit den einzelnen Diagnostikverfahren korrekt als
gesund erkannt wurden. Ein diagnostischer Test
wird dann als gut bewertet, wenn die Sensitivität
und Spezifität in der Summe 160 Prozent übersteigen [20]. Generell gilt, dass alle Verfahren eine
Reproduzierbarkeit haben sollen. Diese wird durch
den Kappa-Wert bestimmt, wenngleich dabei
unter Ausschluss des Zufallsfaktors das durchschnittliche Niveau der Übereinstimmung zwischen den Examinatoren beziehungsweise zwischen unterschiedlichen Messreihen eines Untersuchers bezeichnet wird [16]. Werte zwischen 0
bis 0,4 bedeuten eine geringe, Werte von 0,41 bis
0,75 eine gute und Werte ab 0,76 eine sehr gute
Reproduzierbarkeit. Aufgrund der unterschiedlichen Designs der vorhandenen Studien zur Karies296
teamwork
J Cont Dent Educ
diagnostik sowie der Unterscheidung der Läsionen
mit und ohne Dentinbeteiligung und Kavitation
variieren die Werte enorm.
Klinische Untersuchung
Die am häufigsten verwendeten Verfahren zur Feststellung einer Karies sind die klinische Untersuchung sowie Röntgenaufnahmen (Abb. 1). Bei der
traditionellen klinischen Untersuchung sind Spiegel,
gute Ausleuchtung, Luft (zum Erreichen trockener
Bedingungen) und Sonde notwendige Utensilien.
Die taktile Erfassung der Karies durch Hängenbleiben einer in die Fissur eingeführten scharfen Sonde,
wie Black (1914) sie postulierte [5], gilt mittlerweile
Abb. 1 Klinische Inspektion: Approximalkaries in der
Oberkieferfront
Dr. Sebastian Bürklein
Abb. 2 Zahnfilm 46 mit
Approximalkaries durch
eine AgAm-Füllung
verdeckt
Markt & Innovationen
Abb. 3 Bissflügelaufnahme rechts – initiale approximale Läsionen und ...
Abb. 4 ... Bissflügelaufnahme links – initiale approximale Läsionen
Radiologische Diagnostik
Abb. 5
Mach-Band-Effekt
(ein menschliches Sinnesphänomen, welches auf
einer künstlichen Verstärkung der Kontrastwahrnehmung beruht)
als antiquiert. Variabilität der Sondierung, Sondierungsdruck, Morphologie der Fissur, Größe und
Schärfe der Sondenspitze sind Faktoren, die nicht
reproduzierbar sind. Es konnte kein diagnostischer
Gewinn im Vergleich zur alleinigen visuellen Befundung [39, 40, 53] festgestellt werden. Außerdem
kann die taktile Untersuchung irreversible Zahnhartsubstanz-Defekte verursachen [14, 30, 34]. Eine
Transmission kariogener Keime von infizierten in
nicht infizierte Fissuren mit der zahnärztlichen
Sonde ist ein weiterer Grund, warum die Sonde nicht
mehr benutzt werden sollte [26].
Die Lufttrocknung der Zahnoberflächen hat bei der
visuellen Untersuchung eine große Bedeutung [28].
Eine erodierte Oberflächenstruktur und eine gewisse
Porosität des Schmelzes sind in der Regel mit einer
Initialläsion assoziiert. Sie enthalten Wasser, welches
durch Lufttrocknung entfernt wird und die Läsion aufgrund des unterschiedlichen Brechungsindex (trockener Schmelz = 1,0 vs feuchter Zahnschmelz = 1,3 bis
1,6) als kreidige Läsionen sichtbar werden lässt [70].
Bei den Röntgenaufnahmen gilt die von Raper (1925)
eingeführte Bissflügel-Aufnahme als Goldstandard
zur Kariesdiagnostik. Dabei sind die Detektion von
Okklusal- und Approximalkaries, die Einschätzung
der Füllungsqualität sowie die Einschätzung paradontaler Strukturen möglich [58]. Die röntgenografische Beurteilung approximaler Läsionen ist wissenschaftlich anerkannt [11, 22, 75]; gleiches gilt mittlerweile auch für die Diagnostik von Karies auf Okklusalflächen [24, 55, 76, 77] (Abb. 2 bis 4). Klinisch nicht
erkennbare kariöse Läsionen sind zu detektieren [31,
56], wobei meist eine leichte Unterschätzung der
Tiefe einer Läsion eintritt [68]. Nachteilig für den
Gebrauch von Bissflügelaufnahmen wirken sich die
relativ geringe Sensitivität sowie die Belastung des
Patienten mit ionisierender Strahlung aus [36, 54].
Ein Zahnfilm weist als Summationaufnahme mit
einem geringen Objekt-Film-Abstand aufgrund der
fehlenden Verstärkerfolien eine sehr gute Zeichnungsschärfe auf (s. Abb. 3). Der Fokus-ObjektAbstand sollte durch die Verwendung eines entsprechenden Tubus vorgegeben sein. Eine Bleiblende
und ein Rechtwinkeltubus minimieren die Strahlenbelastung. Mittels der Bissflügeltechnik kann Approximalkaries schon in frühen Stadien erkannt werden,
wobei die Diagnose durch Überlagerung und dadurch bedingte additive Summationseffekte bezüglich der Behandlungsbedürftigkeit erschwert sein
kann. Des Weiteren kann insbesondere die approximale radiologische Diagnostik durch den so genannten Mach-Band-Effekt zu falsch positiven Ergebnissen und somit unnötigen Restaurationsentscheidungen führen. Bei scharfen kontrastreichen Übergängen, wie sie an der Schmelz-Dentin-Grenze vorkommen, erscheint das Dentin radioluzenter (Abb. 5).
Karies der Okklusalflächen durch Bissflügelaufnahmen darzustellen, ist wegen der durchstrahlten
Schichtdicke erst bei umfangreicherer Destruktion
Bildnachweis (Aufmacher):
Dr. Giuseppe Allais, Turin
www.teamwork-media.de © 12. Jahrgang, 3/2009
teamwork 297
Markt & Innovationen
Abb. 6 OPG mit kariöser Läsion 14, 44 ...
möglich. Die klinische Diagnose ist dort mit einer
höheren Sensitivität verbunden (s. Abb. 8). Man
unterscheidet die Läsionen anhand des Grades der
Destruktion [58]:
q C0 = keine Demineralisation sichtbar
q C1 = Karies in der äußeren Schmelzschicht
q C2 = Karies in der inneren Schmelzschicht
q C3 = Karies mit Dentinbeteiligung
q C4 = Karies mit starker Dentinbeteiligung
Bei entsprechender Zahnbogenlänge und Fehlständen kann aus diesem Umstand die Notwendigkeit
mehrerer Bissflügelaufnahmen der gleichen Kieferhälfte resultieren. Wenn zwei Bissflügelaufnahmen
pro Kieferhälfte erstellt werden, werden dadurch
im Routinefall 25 Prozent mehr kariöse Läsionen
entdeckt [29]. Der früheren Empfehlung, routinemäßig Bissflügelaufnahmen im Milch-, Wechselund frühen permanenten Gebiss zu machen, wird
heute nicht mehr gefolgt [12]. Ein solches Screening sollte auf Patienten mit hohem Kariesrisiko
beschränkt bleiben [24].
Oft werden Läsionen bei Befundung eines OPG´s
eindeutig sichtbar. Beim Orthopantomogramm handelt es sich um ein Röntgengerät mit Schichtaufnahmetechnik. Fokus und Bildaufnahmeeinheit bewegen sich koordiniert, sodass nur die Objekte, die
innerhalb einer annähernd parabelförmigen Schicht
liegen, abgebildet werden. Bereiche, die außerhalb
dieser Schicht liegen, werden verwischt. Um die
komplexe Form der Kiefer darstellen zu können, sind
mehrere Rotationspunkte von Fokus und Film notwendig. Dennoch kommt es insbesondere im Bereich
der Frontzahnregion wegen der geringen Schichtdicke zu Unschärfen und Überlagerungen durch die
Wirbelsäule. Das macht eine Beurteilung schwierig
(Abb. 6 und 7).
298
teamwork
J Cont Dent Educ
Abb. 7 ... und das klinisches Bild
Zahn 44 (intraorale Kamera)
Einige Autoren sehen in der Kariesdiagnostik eine
weitere Anwendungsmöglichkeit der digitalen
Volumentomografie. In einer aktuellen Studie
wurde die Überlegenheit des DVT gegenüber der
klassischen Bissflügelaufnahme hervorgehoben –
mit einer Sensitivität von 80 Prozent und einer Spezifität von 96 Prozent. Insbesondere bei okklusalen
Läsionen konnte aufgrund der Zeichnungsschärfe
der neuen Geräte mit einer Voxelgröße von bis zu
unter 0,09 mm die Überlegenheit des DVT gegenüber herkömmlichen Röntgenaufnahmen dargelegt
werden [19, 79]. Jedoch gibt es insbesondere im
Bereich metallischer Restaurationen Streustrahlung
und andere Artefakte, die einer genauen Kariesdiagnostik im Wege stehen (Abb. 9). Diese Erkenntnisse in Kombination mit dem Alara-Prinzip (as low as
reasonably achievable) erfordern vom behandelnden Zahnarzt Entscheidungen darüber, ob je nach
Patient und seiner Röntgenanamnese nicht auf
weniger belastende Methoden zurückgegriffen
werden kann.
Dabei gilt es, folgende Werte zu berücksichtigen:
Die Strahlenbelastung eines Zahnfilmes liegt bei
einer effektiven Dosis von < 0,01 mSv, beim OPG
bei bis zu 0,03 mSv und beim DVT abhängig vom
Gerät und FOV zwischen 0,3 bis 2,1 mSv [37, 65].
Die internationale Strahlenschutzkommission
(ICRP = International Commission on Radiological
Protection) empfiehlt aufgrund der gestiegenen
effektiven Dosen, denen ein Patient bei allgemeinen intraoralen und extraoralen Bildgebungsverfahren ausgesetzt ist, dass die Strahlenbelastung
insgesamt reduziert werden sollte. Bei Bildgebungsverfahren im zahnärztlichen Bereich sollten
digitale Techniken oder F-speed Filme sowie eine
Rechteckblende zum Einsatz kommen [38].
Markt & Innovationen
6
9
Abb. 8 Okklusale Karies
Abb. 9
DVT mit axialer, sagittaler
und koronaler Schnittführung.
Multiple kariöse Läsionen sind
erkennbar, Schnitt im DVT auf Höhe
der Kontaktpunkte des
dritten Quadranten
Transillumination
Im Approximalbereich der Seitenzähne sowie bei
den Frontzähnen kann mit Transillumination FOTI
(fiber optic transillumination) noch ein weiteres Verfahren angewendet werden. Der Zahn wird mittels
Licht durchstrahlt und Bereiche, in denen Karies vorliegt, sind als dunkler Fleck erkennbar. Grund: der
Zahn weist eine Porosität auf und das Licht hat einen
anderen Brechungsindex. Das Verfahren wird auch
Diaphanoskopie genannt. Für die Detektion approximaler Läsionen ist das Verfahren geeignet, doch im
Bereich von metalldichten Füllungen ist die Diagnostik schwer möglich. In Kombination mit digitalen
Kameras mit entsprechender Software ist das Verfahren auch gut für das Kariesmonitoring geeignet.
Lasergestützte Kariesdiagnostik
Fluoreszenz ist eine Leuchterscheinung von festen
Körpern, Flüssigkeiten oder Gasen, welche mit Licht,
Röntgenstrahlung oder Korpuskularstrahlung angeregt werden können. Das Fluoreszenzlicht erlischt
direkt mit Ende der Anregung oder kurz danach [73].
Die Atome des Fluoreszenzstoffes absorbieren Energiequanten der einfallenden Strahlung und werden
dadurch in einen angeregten Zustand überführt.
Durch spontane Emission, d.h. durch Aussendung des
charakteristischen Fluoreszenzlichtes, geben sie diese
Energie ab und gelangen wieder in ihren Grundzustand. Grundsätzlich ist die emittierte Fluoreszenzstrahlung energieärmer und somit langwelliger als die
absorbierte Strahlung. Die lasergestützte Kariesdiagnostik basiert auf den fluoreszierenden Eigenschaften der Bakterien, die für die Karies verantwortlich
sind. Der Zahn wird mittels Laserlicht einer bestimmten Wellenlänge angeregt zu fluoreszieren. Ein
gesunder Zahn fluoresziert bei Bestrahlung mittels
Laserlicht auf charakteristische Weise. Die Bakterien
und deren Stoffwechselprodukte verändern die Zahnhartsubstanz. An kariösen Stellen wird ein Licht anderer Wellenlänge emittiert (Fluoreszenz). Mittels des
Diagnosegeräts wird diese registriert.
Werden aktive Kariesbakterien und ihre Stoffwechselprodukte blau-violettem-Licht der Wellenlänge
405 nm ausgesetzt (VistaProof), senden die enthaltenen Porphyrine Fluoreszenzstrahlung aus [74].
Während der gesunde Schmelz grün leuchtet, werden Porphyrine angeregt und senden energieärmeres rotes Licht aus. Diese Art der Befundung gilt als
zuverlässig und reproduzierbar [13, 69]. Im Vergleich
zum histologischen Ergebnis, dem „Goldstandard“,
konnte mit der QLF-Methode eine Spezifität und
Sensitivität von bis zu über 90% erreicht werden,
während die klinische Inspektion bei gleicher oder
höherer Spezifität jedoch deutlich geringere Sensitivitätswerte (76,9 Prozent) aufwies [13,69].
Diagnodent arbeitet mit einer Wellenlänge von 655
nm mit einer Leistung von 1mW, welches gepulst
ausgesendet wird und bis zu 2 mm in den Schmelz
eindringt. Ein spezieller Detektor mit einem Filtersy-
www.teamwork-media.de © 12. Jahrgang, 3/2009
teamwork 299
Markt & Innovationen
stem registriert das modulierte emittierte Licht, und
die Messwerte korrelieren mit der Ausdehnung der
Karies. Bestimmte Zahlenwerte sind der Fluoreszenz
zugeordnet – 0 bis 20 entspricht dem gesunden
Schmelz und bei Werten von über 20 bis 30 ist von
einer Karies auszugehen, ab 30 ist eine restaurative
Therapie indiziert. Damit ist bei fraglichen Fissuren
ein zusätzlicher diagnostischer Weg möglich. Zahnstein, Hypomineralisationen, Füllungsmaterialien,
verbliebene Reinigungspasten und Verfärbungen
können das Ergebnis beeinflussen. Die Zähne sind
im Vorfeld gut zu reinigen und nicht unabhängig
vom klinischen Befund auszuwerten [6, 7, 32, 41, 42,
43]. Auch eine übermäßige Austrocknung kann
falsch-positive Werte verursachen [7].
Elektrische Widerstandsmessung
Der elektrische Widerstand ist von der Integrität
eines Zahnes abhängig. Durch Karies verliert ein
Zahn seine isolierende Eigenschaft und der elektrische Widerstand sinkt. Im Bereich von Fissuren können teilweise kariöse Veränderungen erkannt werden, wenn mit bloßem Auge noch keine Veränderung sichtbar ist. Das Messprinzip der elektrischen
Widerstandsmessung ermöglicht eine Quantifizierung des kariösen Prozesses bei okklusalen Läsionen.
Aufgrund der zufrieden stellenden Reproduzierbarkeit der Messwerte und der guten Korrelation zum
histologischen Befund, wird die Methode als viel versprechende Ergänzung zur klinischen Inspektion
gewertet. Als problematisch gilt jedoch die verhältnismäßig geringe Spezifität von etwa 30 Prozent [62],
daher wird ein klinischer Einsatz nur eingeschränkt
empfohlen. Der Befund sollte nicht unabhängig von
der klinisch-röntgenografischen Untersuchung erfolgen. Abgesehen von diesen grundsätzlichen Einschränkungen sind bei untersuchten Zähnen Kavitationsbildungen nachgewiesen worden. Die „Papillare“ (= Sonde) der Widerstandsmessgeräte ist im Vergleich zur zahnärztlichen Sonde deutlich spitzer
geformt und kann eine Provokation von Oberflächendefekten im Sinne der zahnärztlichen Sondierung verursachen [33]. Bei der Widerstandsmessung
variieren die Werte bezüglich der Sensitivität und der
Spezifität enorm und unterscheiden sich auch bei der
Tiefe der Läsion (C1-C4) (Tab. 1).
Bewertung
Nach Studien von Lussi liegen die Spezifitätswerte
für die klinische Inspektion bei 93 Prozent, für röntgenologische Aufnahmen bei 83 Prozent und für die
Kombination beider Methoden ergeben sich Spezifitätswerte von 87 Prozent. Andere Studien, die allein
nach der restaurativen Therapieentscheidung gehen,
kommen auf Sensitivitätswerte von 62 Prozent und
300
teamwork
J Cont Dent Educ
Sensitivität
Spezifität
Reliabilität
Visuelle Inspektion
0.20-0.55
0.61 [61] (Dentin)
0.72 [1]
0.82 [61] (Schmelz)
0.90 [8]
0.80-1.00
[1,2,8,61]
0,25-0.67
[1,40,52,61]
0.76-0.88 ICDAS II
[10,15,27]
Visuelle Inspektion
Ekstrand
Kriterien[15]
0.92-0.95
0.85-0.9
0.73-0.89 intra
0,54-0,69 inter
Bissflügel
0.59 (Dentinkaries)
0.62 [61] Schmelz
bis 0.96 [61] Dentin
> 0.85 [2]
0.73 [61] Schmelz
0.85 [61] Dentin
0,70-0.89 [25]
Bissflügel okklusal
[39,40]
0.40-0.75
0.80-0.90
0,70-0.89 [25]
Bissflügel (approx)
0.55-0.85 [8]
0.97
0,70-0.89 [25]
FOTI (approx)
0.67-0.77 [25,71]
(Dentinkaries/Initial)
bis 0.89 [51]
0.88-0.99 [2,21]
bis 0.90 [9,25,52]
DiFoti [64]
0.67
0.87
0.52
Laser
0.76-0.93
[8,40,44,61,67,78]
0.63-0.97 [61,67]
0.90-0.96
[41,44,67]
0.29-0.97
[44,59,60]
0.73-0.80 [2]
0.69-0.79
Widerstandsmes0.65-0.78 [2]
sung abhängig
0.96 [72]
vom Gerät und
> 0.90 [44,59,60]
der Läsionstiefe (34)
Tabelle 1 Sensitivität, Spezifität und Reproduzierbarkeit
von unterschiedlichen Diagnosearten
Spezifitätswerte von 96 Prozent [50]. Bei den Sensitivitätswerten wird zwischen kariösen Zähnen mit und
ohne sichtbare Kavität unterschieden. Für Zähne mit
sichtbarer Kavität ergeben sich bei der klinischen
Inspektion Werte von 62 Prozent und bei den röntgenologischen Aufnahmen von 79 Prozent. Bei Kombination beider erhöhen sich die Werte sogar auf 90
Prozent und liegen beim Lasergerät bei 96 Prozent.
Allerdings sind die Werte deutlich schlechter, wenn
es sich um eine Dentinkaries handelt, die sich ohne
sichtbare Kavität unterminierend ausbreitet. Hier
liegt das Lasergerät mit 92 Prozent sowohl deutlich
über den Werten für die klinische Inspektion (12 Prozent), als auch über den Werten für die röntgenologischen Aufnahmen (45 Prozent) und ebenso über der
Markt & Innovationen
Kombination beider (49 Prozent) [46-48]. Die Ausführungen zeigen, dass die klinische Inspektion
sowie die röntgenologische Diagnostik sehr gute
Spezifitätswerte aufweisen, die Sensitivitätswerte
jedoch nicht zufrieden stellend sind. Studien zur
Folge empfiehlt sich somit eine klinische Inspektion
unter Zuhilfenahme und Ausnutzung der Sensitivität
des Lasergerätes als probates Mittel zur Kariesdiagnostik [3, 23, 46, 48, 66].
Zusammenfassend ist die Lokalisation der zu untersuchenden Zahnhartsubstanz (Aproximalflächen,
Glattflächen, Fissuren, Wurzeln) für die Wahl des
Diagnoseverfahrens von großer Bedeutung. Als fürsorglicher Zahnarzt sollte man sich stets vor Augen
halten, dass die Zahnerhaltung eine absolute Priorität
besitzt und auch keine unnötige Übertherapie stattfinden sollte. Eine gute Anleitung des Patienten zur
Prophylaxe, die PZR und regelmäßige Kontrollen, die
auf das individuelle Kariesrisiko abgestimmt sind,
sollten die Basis für die Zahngesundheit sein. Insbesondere für Verlaufskontrollen einer Karies eignen
sich Verfahren, die quantitative, valide und reliable
Aussagen gewährleisten, einfach anzuwenden sind
und kein Schadenspotential besitzen. Dazu gehören:
q standardisierte Röntgenbilder
q elektrische Widerstandsmessung (ECM)
q optische Verfahren
q Reflexion: Light scattering monitor (LSM), QLSM
q Transmission: FOTI, DiFoti
q Fluoreszenz: QLF, Diagnodent; VistaProof
Für die Detektion der Approximalkaries ist die Bissflügelaufnahme geeignet, für die Glattflächenkaries die visuelle Inspektion, für die „hidden“ Karies
die Widderstandsmessung oder Laser und für die
Wurzelkaries die Röntgenkontrolle in Kombination
mit vorsichtiger Sondierung. Im Idealfall sichert
sich die Zahnärztin/der Zahnarzt in fraglichen Fällen mit einer für die jeweilige Fragestellung geeigneten Methode zusätzlich ab. So kann die adäquate Behandlung gewählt werden – jedes Verfahren
hat Vor-, Nachteile und Grenzen.
Kariesdetektoren
Wenn die Entscheidung zur Füllungstherapie
gefallen ist, sollte nach kompletter Kariesentfernung eine entsprechende Füllungstherapie anstehen. Bei der Entfernung der Karies sind neben der
Sonde und dem klinischen Blick (Cri dentaire, sondenhartes Dentin und seidenmatter Glanz) – was
der sehr exakten und verlässlichen konventionellen
Methode entspricht [4] – auch Kariesdetektoren
erhältlich. Diese können das saubere und zügige
Exkavieren unterstützen. Fluorescence Aided
Caries Excavation (FACE), Karies-Detektoren, che-
momechanisches Exkavieren (CariSolv) und das
konventionelle Exkavieren mit rotierenden Hartmetallfräsern (Rosenbohrern) gehören zu den Standardmethoden. In einer Studie wurden kürzlich die
oben genannten Methoden untersucht und eine
Überlegenheit der konventionellen Kariesentfernung und der fluoreszenzgestützten Methode
gegenüber den anderen Techniken festgestellt mit
einem signifikanten Zeitvorteil für die FACEMethode [35]. Bei Kariesdetektoren handelt es sich
um einfache Farbstofflösungen, die auf das Dentin
aufgebracht werden. Die Visualisierung des kariös
veränderten Dentins geschieht in erster Linie durch
das Lösungsmittel (Propylenglycol), das aufgrund
seiner Molekülgröße in die entstandenen Poren der
fortschreitenden demineralisierten Substanz eindringen kann. In gesundes Dentin dringt der Farbstoff nicht ein. Die Gefahr der Fehlinterpretation
von angefärbten Arrealen besteht, weil sie auch
pulpanahe Kavitätenabschnitte aufgrund der dichteren Dentintubuli und den Bereich der SchmelzDentin-Grenze anfärben.
Die chemomechanische Entfernung mit Carisolv
löst infiziertes Dentin an, bringt aber keine Zeitersparnis und erfordert trotzdem noch eine Bearbeitung des Dentins mit Handinstrumenten oder besser rotierenden Bohrern [17, 49]. Carisolv besteht
aus zwei Komponenten; einem Gel auf Carboxymethylzellulose-Basis mit einer Lösung aus drei verschiedenen Aminosäuren, der basischen Aminosäure Lysin, der hydrophoben Aminosäure Leucin sowie einer sauren Aminosäure Glutaminsäure,
das mit Natriumhydroxid auf einen alkalischen pHWert eingestellt wird. Die zweite Komponente
besteht aus einer 0,5 prozentigen Natriumhypochlorit-Lösung, die mit dem Gel vermischt wird.
Das so aktivierte Gel soll selektiv kariöses Dentin
anlösen, um mit einem speziellen, hierfür entwickelten Handinstrument die mechanische Entfernung zu erleichtern. Zusätzlich ist dem Gel zur
Erleichterung der optischen Kontrolle Erythrosin
als Farbstoff beigefügt. Die gelartige Konsistenz
ermöglicht eine Reduktion des Volumens der
Spüllösung sowie eine präzise Applikation. Der
erhöhte Zeitbedarf steht dem angenehmen Gefühl
der Methode für den Patienten gegenüber, jedoch
ergaben sich in Studien auf histologischer Ebene
erhöhte Werte für belassene Restkaries [63]. Die
Anwendung chemischer Lösungen, zum Beispiel
0,5 Prozent basisches Fuchsin in Propylenglycol
und 1 Prozent Säurerot, ermöglicht nach Fusayama
durch selektive Anfärbung die getrennte Darstellung der äußeren von der inneren nicht infizierten
kariösen Schicht und somit eine selektive Art der
Kariesentfernung [18].
Markt & Innovationen
Vertrieb
Hersteller
Produkt
Markteinführung
Funktionsweise
Indikation
Infohotline
Internet/
www.
3M Espe
3M Espe
Clinpro Cario
L-Pop
2003
Probe des Biofilms mit
Milchsäure-Indikatorstäbchen, im Testblister
erfolgt die
Indikatorreaktion
Bestimmung des Kariespotenzials und der Stoffwechselaktivität von Karies verursachenden Bakterien, Monitoring des Kariesprozesses,
Entscheidungshilfe b. restaurativen Maßnahmen
0800 2753773
3mespe.de
Acteon
Germany
GmbH
Sopro (Acteon
Group)
SoproLife
2009
Fluoreszenzverfahren
Kariesdiagnose bis zu
einer Tiefe von
3 mm
0800 7283532
acteongroup.de
soprolife.com
2008
Bestimmung des
pH-Wertes
Unterstützung der
Kariesdiagnose
+49 7247 944 842
denteq.de
Denteq
Beutlich LP, PharMedical
maceuticals, USA
Technologies
e.K.
ph-Paper
(1974 in
USA)
Dürr Dental
AG
Dürr Dental AG
VistaProof
2007
Fluoreszenzverfahren
Kariesdiagnose:
Fissurenkaries,
Glattflächenkaries,
Kariesexcavationskontrolle,
Plaqueerkennung
+49 7142 7053 38
duerr.de
GC Europe
GmbH
GC Europe
GmbH
Plaque
Indicator Kit
2006
Test zur Identifikation
Karies verursachender
Plaque
Hinweis für kariösen
Prozess durch Plaque
+49 89 89667 40
gceurope.de
GC Europe
GmbH
GC Europe
GmbH
Saliva Check
Buffer
2005
Kontrolle der Qualität
des pH-Wertes sowie
Pufferkapazität des
Speichels
Hinweis für kariösen
Prozess durch schlechte
Speichelqualität
+49 89 89667 40
gceurope.de
GC Europe
GmbH
GC Europe
GmbH
Saliva Check
Mutans
2008
Immunochromatographieverfahren zum
Nachweis von
Streptococcus mutans
Hinweis für kariösen
Prozess durch
Streptococcus mutans
+49 89 89667 40
gceurope.de
I.C.Lercher I.C.Lercher GmbH Diagnostikset
Göttingen
GmbH
2003
Transillumination der Kariesdiagnose, Interdentalkaries, Approximalkaries
Zahnhartsubstanz
und so weiter
mittels Lichtsonde
+49 7465 685
ic-lercher.de
Fazit
Letztendlich gibt es bei der Diagnostik und der Therapie eine Vielzahl von Hilfestellungen, die die Hersteller auf den Markt gebracht haben. Die Entscheidung, welches Verfahren zur Anwendung kommt,
liegt beim Anwender. Er möchte dem Patienten eine
schnelle, sichere, günstige und möglichst wenig
invasive Art der Behandlung anbieten. Die Gesetze
des Marktes führen hoffentlich dazu, dass der Patient von den teilweise viel versprechenden Entwicklungen der Industrie profitiert. Die Entscheidung
zur Füllungstherapie sollte sich dennoch nicht nur
auf die technischen Hilfsmittel stützen, sondern
auch immer das individuelle Kariesrisiko, die
Mundhygiene, die Motivation und andere, den Patienten betreffende Faktoren, mit einbeziehen. Hier-
302
teamwork
J Cont Dent Educ
bei sei auf eine gründliche allgemeine und spezielle
Anamnese hingewiesen, denn folgende Individuen
sind einem erhöhten Kariesrisiko ausgesetzt:
q Patienten mit chronischen Allgemeinerkrankungen und einer dauerhaften Medikation, welche
individuelle Abwehrfaktoren in der Mundhöhle
(zum Beispiel die Speichel-Sekretionsrate) negativ beeinflussen können (zum Beispiel Antidepressiva, Rheumamittel, Diuretika, Tranquilizer).
q Patienten mit Allgemeinerkrankungen, welche
direkte Auswirkungen auf die Zähne haben können (zum Beispiel Diabetes, Kalziummangel).
q in schlechten sozioökonomischen Verhältnissen
mit geringer Inanspruchnahme von zahnärztlichen Betreuungsmaßnahmen.
Markt & Innovationen
Vertrieb
Hersteller
Produkt
Markteinführung
Funktionsweise
Indikation
Infohotline
Internet/
www.
i-dent
Addent
Microlux
2005
Transillumination
(High out put LED)
Kariesdiagnose in der
Endodontie– Auffinden
von Kanaleingängen,
als Lichtquelle
0700 69699090
i-dent.org
KaVo Dental
GmbH/
Dentaldepot
KaVo Dental
GmbH
Diagnodent
pen
1998
Laser-FluroreszenzVerfahren
Kuraray
Europe
GmbH/
Dentaldepot
Kuraray Europe
GmbH
Caries
Detector
1978
Kariesdetektor
Ultradent
Products/
Dentaldepot
Ultradent
Products, USA
Seek
Sable Seek
1996
Voco Dental
GmbH/
Dentaldepot
Voco GmbH
1996
Kariesdiagnose,
Rezidivprävention,
minimalinvasive
Füllungstherapie
Kariesdetektion durch Kariesdiagnose (zum Beispiel auf Kavitätenboden),
Anfärbung,
Seek = rot
Sable Seek = dunkelgrün
Caries Marker
Diagnose von
+49 7351 5615 99
Approximal-, Fissuren- und
Glattflächenkaries im
Frühstadium, Hinweis auf
Konkremente mit
der Parosonde
kavo.com
+ 49 69 305 35835
kuraraydental.eu
+49 2203 3592 16
updental.de
+ 49 4721 719 0
voco.de
Sichtbarmachung von
Wurzelkanaleingängen
Abgrenzung des kariösen
Visualisierung der
kariösen Zahnsubstanz zum gesunden Dentin,
Überprüfung nach Kariesentfernung, Demonstration
der kariösen Stellen für
den Patienten, Auffinden
obliterierter Wurzelkanäle,
Auffinden von Mikrorissen
in Füllungen
Clinpro Cario L-Pop von 3M Espe ist ein Chairside Schnelltest zur Bestimmung des allgemeinen Kariespotenzials. Der Test basiert auf dem Nachweis von Milchsäure, gebildet von Karies verursachenden Bakterien im Biofilm der Zunge. Der Test ermittelt über
die Bestimmung der Milchsäurebildungsrate die pathogene Aktivität der Kariesbakterien und trifft so Aussagen zur aktuellen Dynamik im Kariesprozess. Der Wechsel
zwischen aktiven und passiven Phasen der Bakterienaktivität wird sichtbar. Anhand des
Testergebnisses kann beurteilt werden, ob eine Prophylaxebehandlung notwendig ist,
ob sie den gewünschten Erfolg zeigt und das Kariespotenzial reduziert wurde.
q Ältere Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand (Multimorbidität).
q Patienten mit körperlicher oder geistiger Behinderung.
q Patienten mit berufsbedingte Risikofaktoren
(Bäcker, Konditor).
In bestimmten Fällen kann eine Karies-Risikobestimmung mit Speicheltests hilfreich sein. Die bakterielle Besiedlung (Kolonisation) mit kariesrelevanten Bakterien (Streptokokkus mutans, Laktobazillen) , die Speichelfließrate, der pH-Wert und die
Pufferkapazität lassen sich leicht bestimmen und
sind ein didaktisches Hilfsmittel, dem Patienten zu
erläutern, wie die Zahngesundheit langfristig zu
erhalten ist.
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teamwork 303
Markt & Innovationen
Vertrieb/
Produkt
Kontraindikation
Vorbehandlung
Was wird nachgewiesen?
3M Espe
nicht bekannt häusliche ZahnreiMilchsäurebildungsrate,
Clinpro Cario L-Pop
nigung (Produkte Leistungsfähigkeit der Kariesbakterien
m. antibakterieller
Wirkung können Milchsäure zu produzieren, Indikator
für Kariespotenzial
Testergebnis
beeinflussen)
effektive
Arbeitszeit
zirka 5 bis 8
Minuten
2 Minuten
ja,
mittels Farbkarte
sofort
ja,
eigene bzw.
Fremdsoftware
Acteon
Germany
SoproLife
keine
professionelle
Zahnreinigung
Denteq Medical
ph-Paper
k.A.
nein
pH-Wert des Speichels
wenige Sekunden
sofort
in Kartei
Dürr Dental
VistaProof
keine
professionelle
Zahnreinigung
Bakterielle Beläge,
Porphyrine
wenige Sekunden
pro Zahn
sofort
ja
GC Europe
Plaque
Indicator Kit
keine
nein
pH-Wert der Plaque
zirka 10 Minuten
5 Minuten
nein
GC Europe
Saliva Check Buffer
keine
nein
Hydrationsgrad, Speichelkonsistenz,
pH-Messung, Speichelmenge,
Pufferkapazität
zirka 10 Minuten
2 Minuten
nein
GC Europe
Saliva Check
Mutans
keine
nein
kariöse Prozesse durch
Streptococcus mutans
20 Minuten
15 Minuten
nein
I.C.Lercher
Diagnostikset
Göttingen
keine
Zähne trocknen
kariöse Stellen, Approximalkaries,
Schmelzrisse
wenige Sekunden
wenige Sekunde
nicht im System
i-dent
Microlux
nicht bekannt
nicht
erforderlich
kariesbefallene Zahnhartsubstanz,
Approximalkaries,
Schmelzrisse
5 Sekunden pro
Zahn
sofort
nicht möglich
KaVo Dental
Diagnodent pen
keine
professionelle
Zahnreinigung wird
empfohlen
Stoffwechselprodukte
der Bakterien
zirka 1
Minute/Zahn
(Fissuren,
Glattflächen,
Approximalraum)
sofort
nein
Kuraray
Europe
Caries Detector
keine
Entfernung von
deutlich verfärbten
Dentin
kariesbefallene
Zahnhartsubstanz
zirka
20 Sekunden
nach 10 Sekunden
nein
Kavitätenpräparation
kariös verändertes Dentin,
Wurzelkanaleingänge
wenige Sekunden
sofort
nicht möglich
Entfernung von
erweichtem und
deutlich verfärbtem Dentin
irreversible
Dentinstrukturen
Ultradent
nicht bekannt
Products
Seek/Sable Seek
Voco Dental
GmbH/Dentaldepot
Caries Marker
304
teamwork
keine
J Cont Dent Educ
Diagnose: kariöse Schäden
wenige Sekunden
Behandlung: intakte bzw. verdächtige
Gewebezonen
Reaktionszeit/ ArchivierSichtbarkeit
barkeit der
Ergebnisse
wenige Sekunden 5 bis 10 Sekunden
nicht möglich
Markt & Innovationen
Die neue fluoreszenzbasierte Intraoralkamera Sopro Life von Acteon
verfügt über drei Betriebsarten. Im Tageslichtmodus liefert sie mit einer
Bildvergrößerung von 30 bis 100 Prozent erstklassige Aufnahmen. Der
Diagnosemodus ermöglicht eine schnelle und zuverlässige Kariesdiagnose. Im Behandlungsmodus lässt sich mit der Kamera nach einem
sechsstufigen Operationsprotokoll eine effiziente Kariesbehandlung
unter Sichtkontrolle vornehmen. Die speziellen Fluoreszenzaufnahmen
ermöglichen dem
Zahnarzt eine
intraoperative
Unterscheidung
von gesundem und
erkranktem Hartgewebe und somit
eine exakte und
minimalinvasive
Instrumentenführung.
VistaProof von Dürr Dental liefert eine exakte Lokalisation kariöser Läsionen mit hoher Reproduzierbarkeit –
das Plus bei der Plaque- und Kariesdetektion. Werden
aktive Kariesbakterien und ihre Stoffwechselprodukte
blau-violettem Licht bei einer Wellenlänge von 405 nm
ausgesetzt, senden die enthaltenen Porphyrine Fluoreszenzstrahlung aus. Das nutzt VistaProof. Während integriertes LED Licht genau dieser Wellenlänge abgeben,
macht die Kamera Aufnahmen vom zu untersuchenden
Zahn. Die Bilder werden in Echtzeit auf dem Monitor am
Patientenstuhl ausgegeben: Von Karies befallene Bereiche erscheinen rot, gesunder Schmelz stellt sich grün dar.
Dr. med. dent. Henrik-Christian Hollay,
München
Seit jeher gehört es zu den diffizilsten Aufgaben eines jeden behandelnden Zahnarztes, Karies nicht nur in seiner gesamten
Ausdehnung zu diagnostizieren, sondern
sie vor allen Dingen komplett, rückstandslos und trotzdem substanzschonend zu
entfernen. Die meisten Systeme, die in den
letzten Jahren auf dem Markt angeboten
werden (wie zum Beispiel Lasergestützte Verfahren, Fluoreszenz,
Electric Current Density Imaging, Kariesdetektor-Flüssigkeiten und
viele andere) sind entweder kostenintensiv, unhandlich oder brachten nur sehr unspezifische Ergebnisse, die dem Behandler das
Arbeitsleben nicht wirklich vereinfachen konnten. Mit dem LIFE-D.T.System (LIFE = Light Induced Fluorescence Evaluator), das erstmalig
in der SoproLife in einer Intraoral-Kamera integriert wurde,
bekommt man nun ein System, dass an Einfachheit nicht zu übertreffen ist. Die Eigenfluoreszenz des Zahnes und des Ausscheidungsproduktes Porphyrin der Bakterien unterscheiden sich in ihrer Darstellung so eindeutig (gesund = grün, infiziert = rot), dass ein kurzer Blick genügt, die Situation zu beurteilen. So kann man zum
einen dem Patienten eindrucksvoll erläutern, welche Behandlung an
welcher Stelle notwendig ist, initiale kariöse Läsionen, die im röntgenologischen Befund noch nicht erkennbar sind, erfassen und
zudem während der Behandlung das Exkavationsergebnis kontrollieren. Da keine Eingewöhnungszeit für dieses System nötig ist, lässt
sich der Einsatz der SoproLife intuitiv in den Praxisalltag integrieren
und wird in kürzester Zeit zu einem unverzichtbaren Teil des
Behandlungsablaufes.
Der pH-Paper (vertrieben
von Denteq Medical) wird
zur Ermittlung des pH-Wertes
des Speichels verwendet.
Innerhalb von Sekunden nach
dem Benetzen ist das Ergebnis
sichtbar und kann mit der
Referenztabelle auf der
Verpackung verglichen und
bestimmt werden. So kann
die Kariesdiagnostik effektiv
unterstützt werden.
Der GC Saliva-Check Mutans
basiert auf einem sehr spezifischen
Immunochromatographie-Verfahren.
Unabhängig vom Bakterienwachstum
bedeutet dies, dass keine Inkubatoren
oder andere Geräte erforderlich sind.
Genaue Ergebnisse stehen innerhalb
von nur 15 Minuten zur Verfügung.
Die hohe Genauigkeit ist möglich, weil
der Teststreifen zwei monoklonale
Antikörper enthält, die selektiv nur S.
Mutans erkennen. Auf diese Weise können keine anderen Bakterien die Ergebnisse
beeinträchtigen.
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teamwork 305
Markt & Innovationen
Vertrieb/
Produkt
Anwendung
Leistungsumdurch die
fang der
zahnmedizini- gesetzlichen
sche Fachan- Krankenkasse
gestellte?
Aufbewahrung
Lieferumfang bei
Erstbestellung
Starter-Set
Preis
Starter-Set
Verbrauchsmaterial/Preis
Michsäure-Indikatorstäbchen,
Kontrollstäbchen,
farbige Auswerttafel
93,50
(20 Stk.)
s. Starter-Set
(40 Stk.)
168,10
4827
inkl. USB 2Anschluss
(Listenpreis)
Hygieneschutzhüllen
(500 Stück)
178
3M Espe
Clinpro Cario L-Pop
ja
nicht inbegriffen
unter 25 Grad,
geschützt vor
direkter
Sonneneinstrahlung
Acteon
Germany
SoproLife
ja
nicht inbegriffen
in mitgelieferter Box Handstück, Handstückoder im
halter, Dockingstation
Handstückhalter
mit Kabeln, Software
und Schutzhüllen
Denteq Medical
ph-Paper
ja
nicht inbegriffen
20 bis 25 Grad
handlicher Abroller mit
pH-Referenztabelle
(4,57 m für zirka 280
Anwendungen)
29,50
---
Dürr Dental
VistaProof
ja
nicht inbegriffen
Handstückablage
VistaProof mit Handauslösung, Software,
Handstückhalter,
20 Hygieneschutzhüllen,
je 5 Abstandshalter für
Erwachsene und Kinder
3490
Hygieneschutzhüllen
(500 Stück)
220
GC Europe
Plaque
Indicator Kit
ja
nicht inbegriffen
Raumtemperatur
(geschützt vor
Sonnenlicht)
Indikator Solution (3 ml),
Indikator Neutralizing
(3 ml), Plaque Disclosing
Gel (5g Tube),
20 Einwegschälchen,
40 Entnahmeinstrument
55
s. Starter-Set
GC Europe
Saliva Check Buffer
ja
nicht inbegriffen
Raumtemperatur
je 20 Teststreifen,
Speichelbecher,
Kauwachs, Pipetten,
Pufferkapazitätsstreifen
73
s. Starter-Set
GC Europe
Saliva Check Mutans
ja
nicht inbegriffen
kühler, dunkler Ort
10 Testsets mit je
1 Tester, 1 Paraffin,
1 Pipette,
1 Mischbehälter,
1 Fl. Reagenzflüssigkeit 1,
1 Fl. Reagenzflüssigkeit 2
109
s. Starter-Set
I.C.Lercher
Diagnostikset
Göttingen
ja
nicht inbegriffen
über einen im
Beleuchtungshandgriff,
Lieferumfang
gespitzte Sonde für
befindlichen Koffer Approximalkaries, glatte
Sonde für Schmelzrisse
255
keine
i-dent
Microlux
ja
KaVo Dental
Diagnodent pen
ja
Kuraray
Europe
Caries Detector
ja
Lichtleiter in steriler
Verpackung
nicht inbegriffen
Lampe, Lichtleiter,
Batterie
Tischdisplay, spezielle Handstück, Steri-CasetAufsteller
te, Batterie,
Kalibrierreferenz,
1 Fissuren-Sonde,
1 Approximal-Sonde
kühler Ort
(2 bis 25 Grad)
1 Flasche (6ml)
258
(ohne Mwst.)
2782
36,50 (ohne
Mwst.)
Batterie
---
---
Hinweis: Die hier redaktionell bearbeiteten Produktinformationen basieren auf Angaben der Hersteller und wurden von Seiten der Redaktion nicht auf ihre Richtigkeit überprüft.
306
teamwork
J Cont Dent Educ
Markt & Innovationen
Vertrieb/
Produkt
Anwendung Leistungsumdurch die
fang der
zahnmedizi- gesetzlichen
nische
Krankenkasse
Fachangestellte?
Aufbewahrung
Lieferumfang bei
Erstbestellung
Starter-Set
4 x 1,2 ml Spritze
(Seek/Sable Seek),
20 Black Mini-Bürstenansätze
Ultradent
Products
Seek/Sable Seek
nein
nicht inbegriffen
Raumtemperatur
Voco Dental
GmbH/Dentaldepot
Caries Marker
nein
nicht inbegriffen
4 bis 23 °C
Die Kaltlicht-Diagnostiksonde „Göttingen“ von I.C.Lercher mit speziellem
Anschliff wurde zur Früherkennung von Approximalkaries entwickelt. Mit
Hilfe der Transillumation werden kariöse Defekte entdeckt. Im Vergleich
zu Röntgenuntersuchungen wird mit der Faseroptik mehr Dentinkaries
sichtbar gemacht, wie Studien von Prof. Dr. Pieper belegen. Die Sonde
wurde mit einer weiteren Diagnostiksonde auf LED-Basis weiter entwickelt
und bietet nun beste Möglichkeiten für den mobilen Einsatz.
Der KaVo Diagnodent pen nutzt die unterschiedliche Fluoreszenz
gesunder und erkrankter Zahnsubstanz und kann dadurch Karies
schmerzfrei im Frühstadium erkennen. Er ergänzt die herkömmlichen
Diagnoseverfahren. Das Prinzip wird schon seit Jahren eingesetzt:
Ähnlich wie bei Karies sind in Konkrementen fluoreszierende Substanzen enthalten, die vom Diagnodent detektiert werden. Mit der ParoSonde werden
Konkremente
aufgespürt.
Dies ermöglicht eine schonende Reinigung – es wird
nur dort nachgereinigt, wo
tatsächlich
Konkremente
sind.
Preis
Starter-Set
45,90
2 x 3 ml-Flaschen
siehe Depot
(Caries Marker),
(Muster könPele Tim-Schaumstoffpellets nen bei Voco
angefordert
werden)
Verbrauchsmaterial/Preis
4 x 1,2 ml
Seek/Sable Seek
34,90
20 Black Mini-Bürstenansätze 14,90
siehe Depot
Die neue Version des
batteriebetriebenen
Transilluminators
Microlux hat einen
großen Energie-Output und erzeugt
dank seiner modernen LED-Lichtquelle
ein weißes kaltes
Licht. Die auswechselbaren, feinen
Glas-Lichtleiter sind
überall einsetzbar.
Für die Leuchte gibt
es einen Lichtstab,
der ein diffuses Weißlicht abgibt, welches nach dem Spülen mit einer entsprechenden Flüssigkeit die Schleimhautareale mit unregelmässiger Zellbildung weißlich erscheinen lässt. Das Gerät ist handlich und durch die
unabhängige Lichtquelle mit langer Betriebsdauer anwenderfreundlich.
Caries Detektor von Kuraray ist für
die präzise Erkennung von Karies
und schont die gesunde Zahnsubstanz. Er unterstützt das Exkavieren der demineralisierten, kariesbefallenen Zahnhartsubstanzen
und ermöglicht eine optimale Entfernung der Karies. Gleichzeitig
sorgt er dafür, dass so wenig
Sekundär- oder Tertiärdentin wie
möglich entfernt wird und die Pulpenvitalität mit der gesunden
Zahnsubstanz erhalten bleibt. Das
Material verleiht bei der Exkavation Sicherheit, indem nur irreversibel erkranktes Dentin angefärbt
wird.
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teamwork 307
Markt & Innovationen
Seek/Sable Seek von Ultradent Products ist eine Indikatorlösung zur
Kariesidentifikation. Das Material enthält Lebensmittelfarben in einer
glykolhaltigen Lösung. Zur üblichen Prüfung des Kavitätenbodens durch
die Sonde kommt mit Seek ein zusätzliches Hilfsmittel hinzu, um Karies
gezielt identifizieren zu können. Seek ist rot; Sable Seek in grüner
Farbe stellt einen deutlichen Kontrast zur durchschimmernden Pulpa
beziehungsweise zu Blutungen dar. Das Material ist sinnvoll anzuwenden, um vor der Wurzelkanalaufbereitung auf dem Kavitätenboden
die Kanaleingänge darzustellen.
Caries Marker von
Voco ist eine Farbstofflösung zur Visualisierung der Entmineralisation. Durch die
fortschreitende Demineralisation entstehen
im Dentin Poren. Aufgrund der Molekülgröße kann das
Lösungsmittel in Poren
ab einer bestimmten
Mindestgröße eindringen und dabei den Farbstoff mitnehmen. Die
Porengröße ist entscheidend für die Kariesdiagnostik: demineralisiertes
Dentin hat einen größeren Porendurchmesser, die entsprechenden Stellen werden angefärbt. Mit dem Cariesmarker wird die minimalinvasive
Therapie unterstützt, da die Karies punktgenau entfernt werden kann
und gesunde Zahnsubstanz erhalten bleibt.
Dr. Rainer Bail, Koblenz
In der Praxis stellt sich häufig die Frage, welche Dentinpartien so stark kariös verändert sind, dass eine Exkavation
zur korrekten Vorbereitung der Füllungstherapie notwendig ist. Um eine genaue Abgrenzung von kariösem zu
gesundem Dentin vornehmen zu können, benutze ich Caries Marker von Voco. Der zeitliche Aufwand bei dessen
Einsatz ist gering. Nach der Applikation mit den dafür besonders geeigneten Pele Tim-Schaumstoffpellets, einer Einwirkzeit von höchstens zehn Sekunden und dem folgenden Abspülen sind diejenigen Stellen deutlich markiert, an
denen eine Nachexkavation vorgenommen werden muss. So lässt sich auch größenordnungsmäßig der optimale Rosenbohrer auswählen. Zugleich trägt Caries Marker mit diesen Eigenschaften besonders zur Schonung der Pulpa bei profunder Karies bei. Das Material
lässt sich zudem hervorragend zur Lokalisation der Wurzelkanaleingänge im Rahmen einer endodontischen Therapie einsetzen. Die
Lokalisation der Wurzelkanaleingänge kann besonders bei avitalen Pulpen eine zeitaufwendige Angelegenheit sein. Bei einer vitalen
Pulpa hilft die sichtbare Blutung, das Pulpakammerdach optimal abzutragen. Was aber, wenn bei einer avitalen Pulpa diese natürliche
Hilfe entfällt? Hier ermöglicht Caries Marker, den Zugang zum Wurzelkanal relativ einfach zu lokalisieren. Obwohl in meiner Praxis zur
endodontischen Therapie ein Operationsmikroskop eingesetzt wird und damit die visuellen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, erleichtert uns das Material die initialen Therapieschritte bei der endodontischen Behandlung.
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