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Bedienungsanleitung - Taktomat GmbH

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V1.2
Bedienungsanleitung
Universalsteuerung TIC
TAKT
MAT
passion for automation
Inhaltsverzeichnis
Ihre Vorteile
3
1. Sicherheitshinweise
1.1. Allgemeines
1.2. Bestimmungsgemäße Verwendung
1.3. Transport und Lagerung
1.4. Aufstellung
1.5. Elektrischer Anschluss
1.6. Zertifizierung
1.7. Hinweise zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV)
4
4
4
4
5
5
5
5
2. Einbau
6
3. Anschluss
6
4. Übersicht der verwendeten Baugrößen
7
5. Montage
5.1. Explosionsdarstellung
5.2. Darstellung TIC1-055 (Steuerung für 0,55kW Motorleistung) 7
8
8
5.3. Darstellung TIC3-400 (Steuerung für 4kW Motorleistung) 9
6. Bedienung der Konsole
6.1. Zurücksetzen der Parameter auf die Werkseinstellung
6.2. Einstellung des Motornennstromes
6.3. Einstellung der restlichen notwendigen Parameter
6.4. Motorbaugrößenabhängiger Wert für die mechanische
Totzeit des Motors
9
10
10
10
7. Beschreibung der Ein- und Ausgänge
12
8. Anzeigen und Überwachungen
16
9. Fehlermeldungen des Frequenzumrichters
17
10. Betriebsarten
17
11. Schaltpläne
11.1. Schaltplan einphasige Ausführung
11.2. Schaltplan dreiphasige Ausführung
18
18
19
10
Verwendete Symbole
Hinweis / Achtung
Warnung / Achtung
elektrische Spannung
Gefahr - nicht berühren
Gefahr - allgemeines Verbot
2|
Ihre Vorteile
An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei Ihnen für den Kauf unserer Universalsteuerung TIC (Taktomat Indexing Controller) bedanken und Ihnen
die Vorteile aufzeigen, die Sie künftig damit haben werden.
















Taktzeitoptimierung durch exaktes Stoppen des Antriebes am Ende der Rastphase.
Die Maschinensteuerung erhält sofort zu Beginn der Rastphase die Freigabemeldung für die externen Prozesse.
Der Antrieb läuft weiter und wird erst am Ende der Rast wiederhol­-
genau gestoppt.
Eliminieren der Verlustzeiten, die üblicherweise durch mechanische Schütze und variierende Zykluszeiten der SPS auftreten.
Verringern des Installations- und Hardwareaufwandes.
Motorschutzschalter und mechanische oder elektronische Schütze können entfallen. Nur noch Leitungsschutz notwendig.
Einphasiger Motorbetrieb bis 2kW möglich.
Schnelles, getriebeschonendes Bremsen bei Not-Stopp.
Sanfter Wiederanlauf aus Zwischenpositionen oder nach Not-Stopp.
Maschinenschonender Tippbetrieb möglich.
Pendeln oder Drehrichtungsumkehr ohne zusätzliche Hardware möglich.
Einfaches Verändern der Geschwindigkeit möglich.
Kein Bremsverschleiß, die Bremse schließt erst nach Not-Aus.
Der Rundschalttisch ist bei Verwendung der TIC absolut wartungsfrei.
Kurze Inbetriebnahmezeiten, da Rundtischsoftware in der Steuerung schon fertig integriert und parametriert ist.
Einfacher Handshake mit Kundensteuerung (nur Start, Stopp und 
Fehlersignal).
Klare Schnittstelle zwischen Maschine und Rundschalttisch sorgt für schnelle Fehleranalyse per Telefon und spart Zeit und teure Service-
einsätze.
1. Sicherheitshinweise
1.1. Allgemeines
1.2. Bestimmungsgemäße Verwendung
Bevor Sie dieses Gerät installieren und in Betrieb nehmen, lesen Sie bitte
diese Sicherheits- und Anwendungshinweise aufmerksam durch. Lesen
Sie auch alle Warnschilder auf dem Gerät und achten Sie darauf, dass diese
weder beschädigt sind noch entfernt werden dürfen.
Während des Betriebs können spannungsführende oder heiße Geräteteile
zugänglich sein. Sollten Gehäuseteile, das digitale Bedienfeld oder Klemmenabdeckungen entfernt sein, besteht bei fehlerhafter Installation oder
Bedienung die Gefahr schwerer Personen- oder Sachschäden. Weitere
Gefahren können entstehen, da Frequenzumrichter rotierende mechani­sche
Maschinenteile steuern.
Bitte beachten Sie unbedingt die Hinweise der Betriebsanleitung. Die Installation, Inbetriebnahme und Instandhaltung darf nur von qualifiziertem
Fachpersonal durchgeführt werden. Als qualifiziert im Sinne der Sicherheitshinweise gelten Personen, die mit Aufstellung, Montage, Inbetriebsetzung, Betrieb und Wartung von Frequenzumrichtern vertraut sind und
über entsprechende Qualifikationen verfügen. Der sichere Betrieb dieser
Geräte hängt von der bestimmungsgemäßen Verwendung ab.
Nach Abschalten des Frequenzumrichters von der Versorgungsspannung
können die Zwischenkreiskondensatoren noch ca. 5 Minuten Spannung
führen. Deshalb muss vor dem Öffnen des Gerätes diese Zeit abgewartet
werden. Alle Klemmen des Leistungsteiles können noch gefährliche Spannungen führen.
Kinder und nicht autorisierte Personen dürfen keinen Zugang zu diesen
Geräten erhalten.
Bewahren Sie diese Sicherheits- und Anwendungshinweise gut zugänglich auf und übergeben Sie diese an alle Personen, welche in irgendeiner
Form Zugang zu den Geräten haben.
Frequenzumrichter sind zum Einbau in elektrische Anlagen oder Maschinen
bestimmt. Beim Einbau der Frequenzumrichter in Maschinen und Anlagen
sind folgende Produktnormen der Niederspannungsrichtlinie unbedingt zu
beachten:
EN 50178, 1997-10, Ausrüstung von Starkstromanlagen mit elektroni­schen
Betriebsmitteln
EN 60204-1, 1997-12 Sicherheit von Maschinen – Elektrische Ausrüstung
von Maschinen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen (IEC 60204-1:1997)/
Achtung: enthält Corrigendum vom September 1998
EN 61010, A2, 1995 Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-,
Regel-, Laborgeräte. Teil 1: Allgemeine Anforderungen
(IEC 950, 1991 + A1, 1992 + A2, 1993 + A3, 1995 + A4, 1996 modifiziert)
Die CE-Zertifizierung erfolgte entsprechend EN 50178 unter Verwendung
der in dieser Anleitung angegebenen Netzfilter und unter Einhaltung der
dazugehörenden Installationshinweise.
Beim Nichtbeachten dieser und anderer in diesem Handbuch ent­hal­te­ner
Vorsichtshinweise kann der Benutzer hohen Spannungen ausgesetzt werden, und es kann zu Schäden an der Ausrüstung oder auch zu schweren
Verletzungen bis hin zum Tode kommen.
Hinweise:
Diese Bedienungsanleitung ist im November 2006 herausgegeben worden. Die in
dieser Unterlage enthaltenen Informationen sind Eigentum der Taktomat GmbH und
dürfen ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung weder kopiert, reproduziert oder
anderen Parteien übermittelt werden. Im Hinblick auf die Verwendung der hierin
enthaltenen Informationen wird keinerlei Haftung übernommen. Darüber hinaus kön­­
nen die in diesem Handbuch enthaltenen Informationen, da Taktomat seine qua­­­li­ta­tiv
hochwertigen Produkte ständig weiterentwickelt und neuen Erkenntnissen anpaßt,
ohne jede Ankündigung geändert werden. Bei der Erstellung dieses Handbuchs ist
mit aller gebotenen Sorgfalt gearbeitet worden. Taktomat übernimmt keinerlei Verantwortung für irgendwelche Fehler oder Auslassungen, noch wird irgend­eine
Haftung in Bezug auf Schäden übernommen, die sich aus der Anwendung der in die­
ser Veröffentlichung enthaltenen Informationen ergeben.
1.3. Transport und Lagerung
Die Hinweise für Transport, Lagerung und sachgemäße Handhabung müssen
entsprechend den technischen Daten beachtet werden.
4|
1.4. Aufstellung
Die Umrichter müssen entsprechend den Vorschriften, die der Dokumenta­
tion zu entnehmen sind, aufgestellt und gekühlt werden. Die vorge­schrie­­be­
ne Luftrichtung für die Kühlluft muss eingehalten werden. Deshalb darf das
Gerät nur in der vorgeschriebenen Lage (z.B. senkrecht) betrieben wer­den.
Die angegebenen Abstände sind einzuhalten. Die Umrichter sind vor unzulässiger Beanspruchung zu schützen. Es dürfen keine Bauelemente verbogen
oder Isolationsabstände verändert werden. Aus elektro­stati­schen­ Gründen
dürfen keine elektronischen Bauelemente und Kontakte berührt werden.
1.7. Hinweise zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV)
Diese Anleitung wurde zusammengestellt, um jedem Anlagenhersteller,
der den Taktomat TIC verwendet, eine Hilfestellung für den Entwurf und
die Installation von elektrischen Schaltanlagen zu geben. Ferner beschreibt
sie die notwendigen Maßnahmen zur Einhaltung der EMV Norm. Aus diesem Grund müssen die in dieser Bedienungsanleitung angegebenen Hinweise bezüglich Installation und Verdrahtung unbedingt beachtet werden.
Unsere Produkte wurden von autorisierten Stellen unter Anwendung der
unten aufgeführten Normen geprüft.
Produktnorm: EN 61800-3:1996, EN 61800-3, A11 : 2001
1.5. Elektrischer Anschluss
Bei Arbeiten an unter Spannung stehenden Geräten sind die nationalen
Unfallverhütungsvorschriften (z.B. VBG 4) unbedingt zu beachten. Die
elektrische Installation ist nach den einschlägigen Vorschriften durchzuführen. Weitere Hinweise sind der Betriebsanleitung zu entnehmen. Insbesondere sind die Hinweise für die EMV-gerechte Installation z. B. Abschirmung, Erdung, Anordnung von Filtern und Verlegung von Leitungen
zu beachten.
Dies gilt auch für CE gekennzeichnete Geräte. Die Einhaltung der Grenzwerte der EMV liegt in der Verantwortung des Herstellers der Anlage oder
Maschine.
Bei Verwendung von FI-Schutzschaltern im Zusammenhang mit Frequenz­
umrichtern kontaktieren Sie bitte unbedingt Taktomat GmbH oder die
zuständige 0mron Vertretung. In bestimmten Anlagen ist es eventuell er­
for­derlich, zusätzliche Überwachungs- und Schutzeinrichtungen nach den
je­­­­­­­weilig gültigen Sicherheitsbestimmungen und Unfallverhütungsvor­
schrif­ten einzusetzen. Es dürfen keine Veränderungen an der Hardware des
Frequenz­­umrichters vorgenommen werden.
1.6. Zertifizierung
Die Frequenzumrichter VS-606V7 sind nach CE, UL und c-UL zertifiziert.
Warnung Dies ist ein Produkt mit eingeschränkter Verträglichkeit nach
IEC 61800-3. Dieses Produkt kann im Wohnbereich Funkstörungen ver­
ursachen; in diesem Fall kann es für den Betreiber erforderlich sein, entsprechende Maßnahmen durchzuführen.
Verwenden Sie die TIC Universalsteuerung nie ohne den von uns im Auslieferzustand angebauten Netzfilter!
Der Taktomat TIC muss nicht zwingend in einem Schaltschrank installiert
werden. Es ist nicht möglich, detaillierte Hinweise für jede möglich Art
der Installation zu geben. Folglich muss sich diese Anleitung auf allgemeine
Richtlinien beschränken. Alle elektrischen Geräte senden verschiedene
Störfrequenzen aus und können diese auf Kabel übertragen. Ähnlich einer
Antenne geben die Kabel diese Störungen an die Umgebung weiter. Wird
also ein Elektrogerät (z. B. elektrischer Antrieb) ohne Netzfilter mit einem
Versorgungsnetz verbunden, können hochfrequente oder niederfrequente
Störungen in das Stromnetz gelangen. Grundlegenden Maßnahmen gegen
solche Störungen sind die Trennung der Verdrahtung von Steuer- und Lei­
stungselementen, eine fachgerechte Erdung sowie die Abschirmung von
Kabeln. Um hochfrequente Störungen niederohmig zu erden, ist eine groß­
flächige Erdung notwendig. Hierbei ist die Verwendung von Erdungsbändern
anstelle von Kabeln unbedingt empfehlenswert. Ferner müssen Kabel­schir­me
mit dafür vorgesehenen Erdungsschellen befestigt werden.
2. Einbau
Der TIC ist für die senkrechte Wandmontage vorgesehen. Die minimalen
seitlichen Abstände betragen:
oben und unten 50mm
links und rechts 30mm
Bitte sorgen Sie für ausreichende Belüftung.
Rastnasen
3. Anschluss
Bild 1
Um an die Anschlüsse des Umrichters zu gelangen, drücken Sie die 4
Rastnasen vorsichtig nach innen und ziehen die SPS nach oben ab. (Auf
jeder Seite befinden sich jeweils 2 Rastnasen)
P1
Der Wahlschalter für die Betriebsart der Eingänge ist auf PNP voreingestellt und
muss in dieser Betriebsart verbleiben.
Bild 2.1
S1-S4 und SC, PC
MA und MC
Anschlüsse von der Netzdrossel kommend. L1, L2 und L3
Bei einphasigem Anschluß bleibt L3 frei. Diese Anschlüsse sind werksseitig
vorverdrahtet.
Motoranschlüsse T1-T3
Bild 2
Die Anschlüsse I0-I5, und IC und O0-O2 befinden sich auf einem abziehbaren
Stecker.
Die Anschlüsse CO und O3 befinden sich auf einem abziehba­ren Stecker.
Bild 3
6|
4. Übersicht der verwendeten Baugrößen
Typ
Motorleistung
Phasen
Einspeisung
SPS
Umrichter
Netzfilter
TIC1-055
bis 0,55kW
1-phasig
200V-240V +10% / -15%
Inenn 3A
3G3MV-P10CDT5-E
CIMR-V7AZB0P40B
3G3MV-PFI1010D
TIC1-150
bis 1,5kW
1-phasig
200V-240V +10% / -15%
Inenn 8A
3G3MV-P10CDT5-E
CIMR-V7AZB1P50B
3G3MV-PFI1020D
TIC3-220
bis 2,2kW
3-phasig
380V-460V +10% / -15%
Inenn 5,5A
3G3MV-P10CDT5-E
CIMR-V7AZ42P20
3G3MV-PFI3010D
TIC3-400
bis 4,0kW
3-phasig
380V-460V +10% / -15%
Inenn 9,2A
3G3MV-P10CDT5-E
CIMR-V7AZ44P00
3G3MV-PFI3020D
Länge
Breite
Tiefe
TIC1-055
169
71
221
TIC1-150
169
111
251
TIC3-220
169
111
246
TIC3-400
174
144
238
Tiefe
Typ
Breite
Länge
Bild 4
5. Montage
Im Normalfall erhalten Sie den TIC komplett montiert, die SPS programmiert und den Umrichter parametriert.
Sollten Sie aber durch irgendwelche Ausfälle oder Fehler die SPS, den Umrichter oder den Netzfilter tauschen müssen, so gehen Sie wie folgt vor.
Bestellen Sie bei uns die entsprechende Baugruppe aus der Tabelle unter
Punkt 4 nach.
Den Frequenzumrichter und den Netzfilter können Sie sowohl bei uns als
auch bei Ihrer zuständigen OMRON - Vertretung nachbestellen (Bestellnummern finden Sie in der Tabelle „verwendete Baugrößen“ unter Punkt 4).
Die SPS bestellen Sie bitte in jedem Fall bei Ihrer zuständigen TAKTOMAT
Vertretung. Hier muss in jedem Fall das Betriebssystem des TIC aufgespielt
werden. Bitte geben Sie die in den Lieferpapieren aufgedruckte Softwareversion an.
Achtung! Beim Tausch der einzelnen Komponenten unbedingt den Hauptschalter ausschalten!
Frequenzumrichter: Beim Tausch des Frequenzumrichters müssen Sie
vorsichtig mit einem Seitenschneider oder Messer die drei dünnen Kunststoffstreifen, die den Stecker CN2 schützen, entfernen (siehe Bild 5).
Weiterhin stellen Sie den Schalter SW1 auf PNP (siehe Bild 2.1).
Die in Tabelle 6.3 aufgelisteten Parameter stellen Sie bitte genau so wie
beschrieben am neuen Umrichter wieder ein.
Netzfilter: Beim Tausch des Netzfilters beachten Sie bitte, dass es sich auch
hier um netzspannungsführende Teile handelt.
SPS: Die SPS ist mit der für Sie gültigen Softwareversion ausgestattet
und wird lediglich wie in Bild 5 dargestellt auf den Frequenzumrichter aufgerastet. Die Bedienkonsole tauschen Sie bitte von der alten auf die neue
Steuerung.
5.1. Explosionsdarstellung
Bedienfeld
*
SPS
*
*
Frequenzumrichter
Bild 5
Netzfilter
Bild 6
* Kunststoffstreifen vorsichtig durchschneiden!
5.2. Darstellung TIC1-055 (Steuerung für 0,55kW Motorleistung)
Bild 7
8|
5.3. Darstellung TIC3-400 (Steuerung für 4kW Motorleistung)
Bild 8
6. Bedienung der Konsole
Ansicht
Bezeichnung
Funktion
FREF
Frequenzsollwert-Anzeige
Wenn diese Anzeige leuchtet, kann der Frequenzsollwert überwacht oder eingestellt werden.
FOUT
Ausgangsfrequenz-Anzeige
Wenn diese Anzeige leuchtet, kann die Ausgangsfrequenz des Frequenzumrichters überwacht werden.
IOUT
Ausgangsstrom-Anzeige
Wenn diese Anzeige leuchtet, kann der Ausgangsstrom des Frequenzumrichters überwacht werden.
MNTR
Multifunktions-Anzeige
Wenn diese Anzeige leuchtet, werden die in U01 bis U10 eingestellten Werte überwacht.
F/R
Auswahlanzeige Richtung
Wenn diese Anzeige leuchtet, kann bei Betrieb des Frequenzumrichters mit der RUN-Taste die Drehrichtung ausgewählt werden (bei Universalsteuerung nicht relevant).
LO/RE
Auswahlanz. Lokal/Dezentral
Wenn diese Anzeige leuchtet, ist die Bedienung des Frequenzumrichters über die digitale Bedienkonsole
oder gemäß der eingestellten Parameter wählbar (nicht bei TIC).
PRGM
Parametereinstell-Anzeige
Wenn diese Anzeige leuchtet, können die Parameter n001 bis n179 eingestellt oder überwacht werden.
Betriebsarten-Taste
Die Anzeigen für die Elemente der vereinfachten LED-Anzeige (Einstellung und Überwachung) werden
der Reihe nach umgeschaltet.
Eingabe-Taste
Übernahme von Anzeigewerten, Parameternummern und Datenwerten nach deren Änderung.
Aufwärts-Taste
Heraufsetzen von Multifunktions-Überwachungsnummern, Parameternummern und Parameter-Einstellwerten.
Abwärts-Taste
Herabsetzen von Multifunktions-Überwachungsnummern, Parameternummern und Parameter-Einstellwerten.
RUN
STOP
, RESET
Diese beiden Tasten und das Potentiometer haben für die Universalsteuerung keine Funktion
6.1. Zurücksetzen der Parameter auf die Werkseinstellung
Zum Zurücksetzen der Frequenzumrichter-Parameter auf die Werkseinstellung
setzen Sie den Parameter n001 auf den Wert 12.
Tastenfolge
Anzeige
Datenanzeige Erläuterung
(Beispiel)
FREF
50.00
Spannung EIN
PRGM
n001
Drücken Sie wiederholt die Betriebsarten-Taste, bist die PRGM Anzeige leuchtet.
PRGM
0
PRGM
12
Stellen Sie den Wert des Parameters n001 mit der Erhöhen- oder Verringern-Taste auf 12 ein. Die
Anzeige 12 blinkt.
PRGM
12
Drücken Sie die Eingabe-Taste, damit der geänderte Wert übernommen wird. Anschließend wird der
Wert nicht mehr blinkend, sondern konstant leuchtend angezeigt.
nach ca. 1s
n001
Drücken Sie die Eingabetaste. Die Einstellung des Parameters n001 wird angezeigt.
Fertig - die Parameternummer wird wieder angezeigt.
6.2. Einstellung des Motornennstromes
Dieser Parameter regelt das Verhalten des elektronischen Thermorelais
für den Motorüberlastschutz. Bei korrekter Einstellung dieses Parameters
verhindert der Frequenzumrichter das Durchbrennen des Motors bei
Tastenfolge
nach ca. 1s
Anzeige
Überlast. Tragen Sie den auf dem Motortypenschild angegebenen Wert
für den Nennstrom in Parameter n036 ein. Das folgende Beispiel zeigt die
Einstellung auf den Wert 1,8. (Inenn=1,8A)
Datenanzeige Erläuterung
(Beispiel)
PRGM
n001
Anzeige der Parameternummer.
PRGM
n036
Drücken Sie die Erhöhen- oder Verringern-Taste, bis n028 angezeigt wird.
PRGM
1.9
Drücken Sie die Eingabetaste. Die alte Einstellung des Parameters n036 wird angezeigt.
PRGM
1.8
Stellen Sie den Wert des Parameters n036 mit der Erhöhen- oder Verringern-Taste auf den Motornennstrom ein. Die Datenanzeige blinkt.
PRGM
1.8
Drücken Sie die Eingabe-Taste, damit der geänderte Wert übernommen wird. Anschließend wird der
Wert nicht mehr blinkend, sondern konstant leuchtend angezeigt.
PRGM
n036
Fertig - die Parameternummer wird wieder angezeigt.
10 | 11
6.3. Einstellung der restlichen notwendigen Parameter
Parameter
Einstellung
Erläuterung
n001
5
Parameter Schreibschutz
n012
240 oder 400
Maximalspannung (Netzspannung - bei TIC1-XXX 240, bei TIC3-XXX 400)
n018
1
Einheit für Rampen
n019
wird von SPS beschrieben
Startrampe
n020
wird von SPS beschrieben
Stopprampe
n024
25 - 55
Ausgangsfrequenz in Hz für hohe Geschwindigkeit (Parametersatz 1)
n025
10 - 25
Ausgangsfrequenz in Hz für niedrige Geschwindigkeit (Parametersatz 2)
n028
0.22 *
Motorbaugrößenabhängiger Wert für die mechanische Totzeit des Motors (siehe Tabelle)
n029
0.00 oder 0.01
0.00=keine Nachlaufoptimierung, 0.01=mit Nachlaufoptimierung
n030
0.00 - 40.00
Einschaltpunkt der frei programmierbaren Nocke (O2) in s nach Auslösen der Startflanke
n031
0.00 - 40.00
Ausschaltpunkt der frei programmierbaren Nocke (O2) in s nach Auslösen der Startflanke
n035
0
Anzeigeskalierung
n036
Motornennstrom
Nennstrom des Motors vom Typenschild in x.xA
n050
28
Multifunktionseingang S1 (Reset Fehler)
n051
29
Multifunktionseingang S2 (Überwachung Bremsspannung)
n052
30
Multifunktionseingang S3 (Hand-/Automatikbetrieb)
n053
31
Multifunktionseingang S4 (Messzyklus starten)
n057
18
Multifunktionsausgang MA/MB
n058
18
Multifunktionsausgang P1
n059
18
Multifunktionsausgang P2
6.4. Motorbaugrößenabhängiger Wert für die
mechanische Totzeit des Motors
Motorbaugröße
in Parameter n28
einzutragender Wert
63
0,08
71
0.22
80
90
100
120
7. Beschreibung der Ein- und Ausgänge
Klemme
Ort
Typ
Bezeichnung
Erklärung
I0
SPS
Eingang
Start in Automatik
0
I1
SPS
Eingang
Tippbetrieb
1=Rundtischstart, 0 oder Positionssensor=Stopp (Parametersatz 2 aktiv)
I2
SPS
Eingang
Richtungseingang
0=vorwärts, 1=rückwärts, die Auswertung erfolgt mit der Startflanke
I3
SPS
Eingang
Positionssensor
0
I4
SPS
Eingang
Stopp
0=sofortiger Stopp, kein Rundtischbetrieb möglich, 1=Rundtischbetr. möglich
I5
SPS
Eingang
Geschwindigkeit
0=Parametersatz 2 aktiv (langsam), 1=Parametersatz 1 aktiv (schnell)
S1
Umrichter
Eingang
Reset Fehler
0
S2
Umrichter
Eingang
Überwachung Bremssp. VBR
1=Rundtischbetrieb möglich, 0=Fehler Bremsspannung VBR
S3
Umrichter
Eingang
Betriebsart
1=Automatikbetrieb (Parametersatz 1), 0=Tippbetrieb (Parametersatz 2)
S4
Umrichter
Eingang
Messzyklus
1=nächster Start in Automatik startet einen Messzyklus
O0
SPS
Ausgang
Positionsmeldung
Rundtisch steht in Position, externe Bearbeitung kann starten
O1
SPS
Ausgang
Startbereit
Antrieb steht für nächsten Start in Automatikbetriebsart bereit
O2
SPS
Ausgang
programmierbare Nocke
frei programmierbarer Ausgang in Automatikbetriebsart (zeitgesteuert)
O3
SPS
Ausgang
Fehler Position
0=kein Fehler, 1=der Rundtisch steht nicht in Position
PC
Umrichter
Ausgang
Fehler Zykluszeit oder VBR
0=keine Fehler, blinkend=Fehler Zykluszeit, 1=Fehler Bremsspannung VBR
MA
Umrichter
Ausgang
Bremsrelais
0=externes Bremsrelais aus, 1=externes Bremsrelais an
1 Flanke startet einen Rundtischzyklus (Parametersatz 1 aktiv)
1 Flanke stoppt den Rundtisch sofort oder Nachlaufoptimiert (siehe n029)
1 Flanke löscht die Fehlerspeicher
12 | 13
I0 Eingang Start in Automatik
I2 Eingang Richtung
In Betriebsart Automatik (S3=1) wird ein kompletter Zyklus des Rundtisches ausgeführt. Die in Parameter n024 eingetragene Geschwindigkeit
wird verwendet. Voraussetzungen:
Dieser Eingang beeinflusst die Drehrichtung des Antriebsmotors. Er wird
sowohl im Automatik- als auch im Tippbetrieb jeweils mit dem Eintreffen
der Startflanke abgefragt und beeinflusst den nächsten Start.
0=vorwärts, 1=rückwärts



wenn kein Stopp anliegt (I4=1),
wenn der TIC den Startbereitausgang gesetzt hat (O1=1),
wenn kein Fehler Zykluszeit (O3=blinkend) oder Fehler Bremsspan
nung (O3=1) ansteht
Der Antriebsmotor wird gestartet und in Abhängigkeit von Richtungs- und
Geschwindigkeitseingang wird der Motor solange betrieben, bis am Eingang I3 (Positionssensor) die nächste 0 1 Flanke erkannt wird. Mit dieser
Flanke wird der Ausgang O0 (Positionsmeldung) auf 1 geschaltet und der
Motor in Abhängigkeit von Parameter n029 sofort gestoppt (n029=0.00)
oder nachlaufoptimiert am Ende des Positionsnockens gestoppt (n029=0.01).
Dies ist bei Rundschalttischen mit Schaltzeiten größer 0,5s eine gute Mög­
lichkeit, die Verlusstzeiten zu verringern. Der Rundschalttisch steht so für
den nächsten Start in einer optimalen Ausgangsposition. Nach Erreichen
von Ausgangsfrequenz=0Hz wird der Ausgang O1=1 und die Steuerung ist
bereit für den nächsten Start. Alle Überwachungen sind aktiv und mögliche
Fehler werden angezeigt.
Steht beim Start der Rundtisch in Position (I3=1), wird der Motor ohne Rampe und mit voller Geschwindigkeit sofort gestartet. Ist der Rundtisch nicht
in Position (I3=0), wird mit einer Rampe von ca. 0,5s die Last getriebe­
schonend beschleunigt.
I3 Eingang Positionssensor
Hier wird der pnp-Ausgang eines 24V DC schaltenden induktiven Näherungssensors angeschlossen.
0=Rundtisch steht nicht in Position, 1=Rundtisch in Position.
I4 Eingang Stopp
Dieser Eingang beeinflusst alle Betriebsarten der Steuerung.
I4=0 stoppt den angefangenen Zyklus sofort. Ein weiterer Betrieb ist nicht
möglich. Der Zykluszeitfehler wird unterdrückt, Fehler Position wird angezeigt, falls der Rundtisch zwischen den Positionen gestoppt wurde.
I4=1 bedeutet Rundtischbetrieb möglich.
I5 Eingang Geschwindigkeit
Dieser Eingang beeinflusst nur die Betriebsart Automatik.
I5=0 Die in Parameter n025 eingestellte Geschwindigkeit wird benutzt.
I1=1 Die in Parameter n024 eingestellte Geschwindigkeit wird benutzt.
I1 Eingang Start in Tippbetrieb
In Betriebsart Tippbetrieb (S3=0) ist der Rundtischbetrieb in kurzen Schritten
oder bis zum Zyklusende (I3=1) möglich.
Die in Parameter n025 eingetragene Geschwindigkeit wird verwendet.
Voraussetzungen:


wenn kein Stopp anliegt (I4=1),
wenn kein Fehler Zykluszeit (O3=blinkend) oder Fehler Bremsspannung (O3=1) ansteht
Der Antriebsmotor wird gestartet und in Abhängigkeit vom Richtungseingang wird der Motor solange betrieben, bis Eingang I1 wieder 0 wird oder
an Eingang I3 (Positionssensor) die nächste 0 1 Flanke erkannt wird.
Zykluszeit und Position werden nicht überwacht. Der Startbereitausgang
O1 wird nicht gesetzt. Der Rundtisch wird immer mit weichen Start- und
Stopprampen betrieben.
Wenn Sie in Betriebsart Automatik mit Nachlaufoptimierung arbeiten
(n029=0.01), müssen Sie nach Umschalten der Geschwindigkeit unbedingt
einen Messzyklus starten, damit die Nockenlänge bei veränderter Geschwindigkeit neu gemessen wird.
S1 Eingang Reset Fehler
Eine 0 1 Flanke an S1 setzt den Fehler Zykluszeit zurück. Die Fehler
Position und Bremsspannung können nicht zurückgesetzt werden. Hier
muss die Ursache beseitigt werden.
S2 Eingang Überwachung Bremsspannung VBR
Die Steuerung prüft, ob an S2 die 24V der Spannungsversorgung der
Bremse anliegen. Deshalb empfehlen wir bei Verwendung der Universalsteuerung TIC auch unbedingt den Einsatz einer 24V DC Bremse. Sollte
eine Wechselstrombremse oder eine Bremse mit höherer Versorgungsspannung eingesetzt werden müssen, so prüfen sie mit diesem Eingang
die Spannungsversorgung des externen Bremsrelais (falls dies eine 24V
DC Steuerspule besitzt) oder schalten sie mit einem freien Schließer des
externen Bremsrelais 24V DC an den Eingang S2.
S2=0 kein Rundtischbetrieb möglich
S2=1 Rundtischbetrieb möglich
S3 Eingang Betriebsart
S3=0 Tippbetrieb
S3=1 Automatikbetrieb
S4 Eingang Messzyklus
S4=0 normaler Betrieb möglich
S4=1 Der nächste Start in Betriebsart Automatik startet den Messzyklus
für die Nockenlänge der Positionsnocke.
Achtung! Während des Messzyklus dreht der Rundtisch OHNE ANZUHALTEN
bis zu drei Takte (immer zwei komplette Zyklen). Prüfen Sie unbedingt,
dass der Rundtisch drei Takte frei drehen kann, ohne dass an der Maschine
eine Crashsituation entsteht. Sperren Sie alle externen Bearbeitungen
während des Messzyklus und geben Sie diese erst nach dessen Beenden
wieder frei! (O1=1)
14 | 15
O0 Ausgang Position - max. 200 mA bei 24 VDC
Dieser Ausgang wird in allen Betriebsarten geschaltet.
O0=0 Der Rundtisch befindet sich zwischen zwei gültigen Positionen.
O0=1 Der Rundtisch befindet sich in Position (Rastphase). Das bedeutet
nicht, dass der Antrieb nicht mehr dreht. (erst bei O1=1 steht der Motor)
Achtung! Sie müssen in Abhängigkeit der gewählten Betriebart (Automatik, Tippbetrieb, Messzyklus) oder Fehlersituation entscheiden, ob
eine externe Bearbeitung gestartet werden darf oder nicht.
O1 Ausgang Startbereit - max. 200 mA bei 24 VDC
O1=0 Der Antrieb dreht
O1=1 Der Antrieb steht. Dies ist der frühest mögliche Zeitpunkt, an dem
der nächste Startbefehl akzeptiert wird. Startbefehle, die früher gesetzt
werden, werden ignoriert.
O2 Ausgang programmierbare Nocke - max. 200 mA
bei 24 VDC
Dieser Ausgang wird nur in Betriebsart Automatikbetrieb in Abhängigkeit
der Parameter n030 und n031 geschaltet. Der Ausgang wird zeitgesteuert
nach Eintreffen des Startbefehles gesetzt (Wert in 0,01s aus Parameter
n030) und rückgesetzt (Wert in 0,01s aus Parameter n031). Liegt der Aus­
schalt­zeitpunkt außerhalb der aktuellen Taktlänge, so wird die Nocke am
Takt­ende (O1=0) zurückgesetzt. Liegt der Einschaltzeitpunkt später als
das Taktende, so wird die Nocke gar nicht eingeschaltet. Wird innerhalb
einer aktiven Nocke ein Stoppbefehl angelegt (I4=0), so wird die Nocke
zurückgesetzt. Wird dann der aktuelle Rundtischzyklus nach Beenden des
Stoppbefehles (I4=1) wieder fortgesetzt, so wird die Nocke nicht mehr
gestartet.
O3 Ausgang Fehler Position - max. 50 mA bei 48 VDC
Dieser Ausgang wird gesetzt, wenn bei stehendem Antrieb in Automatikbetriebsart der Positionsnocken nicht oder nicht mehr erkannt wird.
O3=0 normaler Betrieb möglich
O3=1 Der Rundtisch steht nicht in Position. Externe Bearbeitungen dürfen
nicht gestartet werden, oder angefangene Bewegungen müssen sofort
gefahrlos zurückgesetzt werden.
Diese Fehlermeldung muss nicht zurückgesetzt werden. Nach Beseitigung
der Ursache kann der Rundtischbetrieb wieder weitergeführt werden.
Der nächste Start löst eine weiche Beschleunigungsrampe aus.
Achtung! Crashgefahr! Externe Bearbeitungen dürfen nicht gestartet
werden, oder angefangene Bewegungen müssen sofort gefahrlos zurückgesetzt werden.
PC Ausgang Fehler Zykluszeit oder Bremsspannungsüberwachung - max. 2 A bei 24 VDC
PC=0 kein Fehler, normaler Betrieb möglich
PC=1 signalisiert Fehler Bremsspannung . Dieser Fehler kann nicht rückgesetzt werden - Verdrahtung prüfen und Ursache beseitigen.
PC=blinkend mit 0,5Hz signalisiert Fehler Zykluszeit . Dieser Fehler muss
mit S1=1 rückgesetzt werden. Ursachen können mechanische Schwergängigkeit oder Blockierung des Rundtischtellers sein. Sollte dieser Fehler
nach Verändern der Geschwindigkeit bei aktiver Nachlaufoptimierung
auftreten, so müssen Sie den Messzyklus wiederholen.
MA Ausgang externes Bremsrelays - max. 1 A bei 30
VDC oder max. 1 A bei 250 VAC
Dieser Ausgang ist ein potentialfreier Relaiskontakt. Der zugehörige Eingang MC kann in den 24V DC Not-Aus Kreis integriert werden.
Der Ausgang wird gesetzt, sobald der Umrichter und die SPS betriebsbereit sind. Er bleibt während des gesamten Betriebes aktiviert. Die Bremse wird zum Stillsetzen des Antriebes nicht benötigt. Dies sorgt für absolute Verschleißfreiheit des Antriebes.
Achtung! Gilt für alle Ausgänge! Beim Anschließen induktiver Lasten
müs­sen die Ausgänge durch Freilaufdioden vor Überspannung geschützt
werden.
8. Anzeigen und Überwachungen
Mit Hilfe des Pedienpanels können die Funktion von SPS und Frequenz­
umrichter, sowie der Status der Ein- und Ausgänge überwacht und angezeigt werden.
Die auf der SPS befindlichen Eingänge I0-I5 und die Ausgänge O0-O3
werden durch LED‘s direkt angezeigt.
Die Ein- und Ausgänge des Frequenzumrichters können durch den Aufruf
bestimmter Parameter in der Betriebsart „Monitor“ ( MNTR leuchtet)
angezeigt werden. Die dafür notwendigen Anzeigeparameter finden Sie
in nachstehender Tabelle.
Bild 9
Parameter
Bezeichnung
Einheit
Erklärung
U-01
Frequenzsollwert
Hz
Anzeige des Frequenzsollwertes (identisch mit Anzeige FREF)
U-02
Ausgangsfrequenz
Hz
Anzeige der Ausgangsfrequenz (identisch mit Anzeige FOUT)
U-03
Ausgangsstrom
A
Anzeige der Ausgangsstromes (identisch mit Anzeige IOUT)
U-04
Ausgangsspannung
V
Anzeige der Ausgangsspannung
U-05
Zwischenkreisspannung
V
Anzeige der Zwischenkreisspannung
U-06
Eingangsklemmenstatus
Anzeige der Eingänge S1-S7
--nicht benutzt-- S4 S3 S2 S1
U-07
Ausgangsklemmenstatus
Anzeige der Ausgänge MA und PC
-------nicht benutzt------- MA PC
U-08
Drehmomentenüberwachung
%
U-09
Fehlerspeicher
die letzten 4 Fehler können wieder aufgerufen werden
U-10
Software Versionsnummer
Anzeige der Version der OMRON Firmware - nicht identisch mit der
Versionsnummer der TIC Software
U-11
Ausgangsleistung
kW
Anzeige des Ausgangsdrehmomentes
Anzeige der Ausgangsleistung
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9. Fehlermeldungen des Frequenzumrichters
Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Umrichterfehler: Die
Erklärungen zu den allgemeinen, umrichterzpezifischen Fehlermeldungen,
die in der Anzeige des Bedienfeldes angezeigt werden, schlagen Sie bitte
in der beiliegenden Bedienungsanleitung zum Frequenzumrichter nach.
Tritt am Frequenzumrichter ein allgemeiner Fehler auf, so nimmt die Universalsteuerung keine Startbefehle mehr an.
oC Überstrom
ou Überspannung
u1 Zwischenkreisspannung zu niedrig
oH Überhitzung
oL1Motorüberlastung
oL2Frequenzumrichterüberlastung
oL3Überdrehmomentenerfassung
10. Betriebsarten
In Abhängigkeit von Eingang S3 stehen Ihnen zwei grundsätzliche Betriebsarten zur Verfügung:
Klemme
S3=L Betriebsart Tippbetrieb
S3=HBetriebsart Automatikbetrieb
Typ
Bezeichnung
Tippbetrieb
Automatikbetrieb
I0
Eing.
Start in Automatik
keine Funktion
möglich
I1
Eing.
Start in Tippbetrieb
möglich
keine Funktion
I2
Eing.
Richtungseingang
wird ausgewertet
wird ausgewertet
I3
Eing.
Positionssensor
wird ausgewertet
wird ausgewertet
I4
Eing.
Stopp
wird ausgewertet
wird ausgewertet
I5
Eing.
Geschwindigkeit
keine Funktion
wird ausgewertet
S1
Eing.
Reset Fehler
wird ausgewertet
wird ausgewertet
S2
Eing.
Überwachung Bremssp. VBR
wird ausgewertet
wird ausgewertet
S3
Eing.
Betriebsart
wird ausgewertet
wird ausgewertet
S4
Eing.
Messzyklus
keine Funktion
wird ausgewertet
O0
Ausg.
Positionsmeldung
keine Ausgabe
wird ausgegeben
O1
Ausg.
Startbereit
keine Funktion
wird ausgegeben
O2
Ausg.
programmierbare Nocke
keine Funktion
wird ausgegeben
O3
Ausg.
Fehler Position
keine Funktion
wird ausgegeben
PC
Ausg.
Fehler Zykluszeit oder VBR
keine Funktion
wird ausgegeben
MA
Ausg.
Bremsrelais
wird ausgegeben
wird ausgegeben
10.1. Normallbetrieb
10.2. Reversierbetrieb
Im Normalbetrieb (Rundtisch dreht immer in eine Richtung) sollten Sie
zeitoptimiert fahren, das heißt, der Antrieb sollte immer am Ende der
Positionsnocke zum Stehen kommen. Dies bedeutet, dass Sie bei Rundschalttischen mit einer Schaltzeit größer als 0,5s die Nachlaufoptimierung aktivieren sollten. (n029=0,01)
Bei Reversierbetrieb dreht der Rundschalttisch immer zwischen zwei Positionen vor und zurück. Das bedeutet, der Antrieb muss sofort zu Beginn der
Positionsnocke gestoppt werden, damit die Nocke in der entgegengesetzten
Drehrichtung des Antriebes sofort wieder verlassen werden kann. Das geht
am schnellsten bei ausgeschalteter Nachlaufoptimierung. (n029=0,00)
11. Schaltpläne
11.1. Schaltplan einphasige Ausführung
Start
I0
O0
Positionsmeldung
Tippbetrieb
I1
O1
Startbereit
Richtung
I2
O2
frei programmierbare Nocke
Sensor
I3
Stopp
I4
O3
Fehler Position
Geschwindigkeit
I5
CO
+24V
Masse
C3
CI
CI
SPS für V7 Serie
P1
PC
SC
Reset Fehler
S1
Überwachung VBr
S2
Hand / Auto
S3
Messzyklus
S4
Achtung! Alle Ausgänge bei
induktiven Lasten mit Freilaufdiode
schützen.
Fehler Zykluszeit (blinkend)
Fehler Bremsspannung (dauer)
Motorleitung max. 20m lang
T1
T2
T3
**
Versorgung Bremse VBR
MA
externes Bremsrelais
MC
N
L1
Netzversorgung
1x230V / 50Hz
Frequenzumrichter für V7 Serie
NOT-AUS
kundenseitig
L1
N
L1
N
Netzfilter für V7 Serie
*!! Achtung! Bei Verwendung von Bremsen mit Versorgungsspannung
von 230VAC oder 400VAC darf KEINE Brücke zwischen MC und S2 gezogen werden. In diesem Fall ist S2 direkt an +24V DC anzuschließen. Es
erfolgt dann keine Überwachung der Bremsspannung.
Bei Verwendung dieser Universalsteuerung empfehlen wir dringend den
Einsatz einer 24V DC Bremse.
** Drehstromnormmotore mit 230/400VAC Anschlussspannung müssen
bei Verwendung unserer einphasigen Universalsteuerung TIC unbedingt
in Dreieckschaltung angeschlossen werden. Beachten Sie dazu die im
Motorklemmbrett beiliegende Beschreibung.
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11.2. Schaltplan dreiphasige Ausführung
Start
I0
O0
Positionsmeldung
Tippbetrieb
I1
O1
Startbereit
Richtung
I2
O2
frei programmierbare Nocke
Sensor
I3
Stopp
I4
O3
Fehler Position
Geschwindigkeit
I5
CO
+24V
Masse
CI
C3
CI
SPS für V7 Serie
P1
SC
Reset Fehler
S1
Überwachung VBr
S2
Hand / Auto
S3
Messzyklus
*!!
PC
MA
externes Bremsrelais
MC
Fehler Zykluszeit (blinkend)
Fehler Bremsspannung (dauer)
Motorleitung max 20m lang
T1
T2
T3
S4
Versorgung Bremse VBR
Achtung! Alle Ausgänge bei
induktiven Lasten mit Freilaufdiode
schützen.
**
L3
L2
Netzversorgung
3x400V / 50Hz
L1
Frequenzumrichter für V7 Serie
NOT-AUS
kundenseitig
L1
L2
L3
L1
L2
L3
Netzfilter für V7 Serie
*!! Achtung! Bei Verwendung von Bremsen mit Versorgungsspannung
von 230VAC oder 400VAC darf KEINE Brücke zwischen MC und S2 gezogen werden. In diesem Fall ist S2 direkt an +24V DC anzuschließen. Es
erfolgt dann keine Überwachung der Bremsspannung.
Bei Verwendung dieser Universalsteuerung empfehlen wir dringend den
Einsatz einer 24V DC Bremse.
** Drehstromnormmotore mit 230/400VAC Anschlussspannung müssen
bei Verwendung unserer dreiphasigen Universalsteuerung TIC unbedingt
in Sternschaltung angeschlossen werden. Beachten Sie dazu die im Motor­
klemmbrett beiliegende Beschreibung.
MAT
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Rudolf-Diesel-Str. 14 D 86554 Pöttmes Tel +49 (0)82 53-99 65-0 Fax +49 (0)82 53-99 65-50
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