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Gemeindebrief
September - Oktober 2014
EvangelischEvangelisch - Lutherische Gemeinde Bozen
Comunità Evangelica Luterana di Bolzano
"Selig sind, die Frieden stiften...!"
Seite Eins
Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen." (Matth. 5,9)
Liebe Leserin, lieber Leser,
ein Jahrhundert nach der europäischen Urkatastrophe, dem Ausbruch
des 1. Weltkrieges, reibt man sich die
Augen. Wir leben scheinbar auf einer
Insel des Friedens, des Wohlstandes
und der politischen Stabilität, während um uns herum Gewalt herrscht,
anhaltende Gewalt in Israel und Palästina, in der Ost-Ukraine und im
Irak. Wenn die Probleme im Hintergrund auch sehr unterschiedlich sind,
die Sinnlosigkeit des Tötens und Zerstörens verbindet diese Kriegsschauplätze und lässt uns erschaudern. Wie
viele Leben sind genommen oder auf
ewig schwer beschädigt? Wie viel
Schmerz können und müssen Menschen erleiden? Und zwar nicht nur
individuell und vorübergehend, wie
wir es auch in unserem Leben als
Ausnahme kennen, sondern regulär
unter den Bedingungen des schwelenden Krieges? Nicht erst seit dem Abschuss des Flugzeugs über der Ukraine, jenem unglaublichen "Versehen",
ist uns deutlich, dass ganz Europa mit
verstrickt ist. Indirekt stiften die europäischen Länder auch zur Gewalt an
durch Waffenproduktionen und
durch Geschäfte, die dem Wohlstand
dienen.
Anlass zur Hoffnung geben all jene,
die versuchen, Frieden zu stiften
durch Verhandlungsräume, in denen
sich die politischen Vertreter verfeindeter Lager an einen Tisch setzen. In
der Presse sieht man Poker-Gesichter,
die scheinbar keine Hand breit von
ihrer Linie abweichen, aber immerhin, sie sitzen zusammen auf Einladung und Initiative Dritter. Sie kommen aus weniger betroffenen Ländern, und können durch Gespräch
und Interessenausgleich daran arbeiten, dass die Waffen schweigen. Die
Nachricht beispielsweise, dass Ägypten trotz aller Instabilität wieder seine
Rolle als Vermittler im Konflikt um
den Gazastreifen wahrnimmt, ist ermutigend. Und dass die europäischen
Außenminister im Ukraine-Konflikt
auf der Matte stehen, ist ihre unumgehbare politische Pflicht. All diese
mühseligen und scheinbar aussichtsarmen Schritte sind ohne Alternative,
will man aus der Spirale der Gewalt
ausbrechen, und es betrifft nicht nur
die obersten politischen Ebenen, sondern jeden gesellschaftlichen Level.
Friedensstifter nennt die Bibel Menschen, die diese Initiative einbringen,
2
Gottesdienst
nichts machen können. Friedensinitiative ist immer auch riskant und ergebnisoffen, aber sie kann - mit Gottes Segen - von Erfolg gekrönt sein.
Jesus spricht sie „selig, glücklich“ in
der Bergpredigt und erklärt sie zu
echten Kindern Gottes. Wer Schritte
auf dem Weg des Friedens macht,
wird Gott näher kommen als ein
Krieger in Gottes Namen, daran lässt
das neue Testament keinen Zweifel.
Das gilt sicher auch für die Konflikte,
mit denen wir uns "zu Hause" herum
schlagen. So sind wir aufgefordert,
Friedensstifter zu erkennen, zu unterstützen und selbst zu solchen zu werden, auch dort, wo wir scheinbar
In der Hoffnung, dass bald wenigstens ein Stück mehr Frieden in Aussicht steht, grüßt Sie
"Stufen"
Stufen"
Gottesdienst am
21. September
10.00 Uhr
Christuskirche Bozen
Vorstellung der
Konfirmandinnen
Konfirmanden
neuen
und
Vorstellung des Jahrespraktikanten Markus Kretz
Liturgische Einführung der
neuen Kirchenvorsteherin
Barbara Gödel in ihr Amt.
3
buntes Gemeindeleben
Gemeindefest Pfingsten 2014
mit Konfirmation, goldener Konfirmation und Taufe
v.l.n.r. Pfarrer Schüttlöffel,
Helga Gatto, Regula
Schüttlöffel, Pfarrer Friedrich, Martin Rattini, Frau
Schüttlöffel, Manuel
Gatto, Philip de Zordo
Grillfest im Garten
4
buntes Gemeindeleben
Der getaufte
Lukas Finn Gulino
mit Familie
5
buntes Gemeindeleben
Volles Haus in der Gospelnacht am 23. Mai
drei Stunden Gospel und Pop ohne Pause
6
buntes Gemeindeleben
Durch den Abend moderierten Kuratorin Ulrike Becker und Pfarrer Friedrich, hier mit
dem Gemeindemitglied Kathrin Rydberg aus dem PhosChor
Le Plejadi-mit Swing und Jazz
Choriosum
7
Erntedank
12. Oktober 2014
10.00 Uhr
Familiengottesdienst
mit Großen und Kleinen
Gastpredigerin:
Pilgerpastorin Elisabeth Lidell (Arhus)
anschließend:
Suppenvergnügen im Gemeindehaus
(Suppen und andere Beiträge zum Büffet und zum Gabentisch sind sehr willkommen!)
8
Gottesdienst
Kindergottesdienst
Sonntag,
14. September
10.00 Uhr
und an
Erntedank
9
aktuelle Veranstaltungen
Orgelkonzert mit Michael Radulescu
Dienstag, 2. September, 20.00 Uhr
Evangelische Christuskirche
Ein „ganz Großer“ der Musik zu Gast in Bozen. Michael Radulescu gibt
einen Kurs zum Orgelbüchlein von Johann Sebastian Bach. Leonhard Tutzer hat den Besuch als gemeinsames Projekt des Musikinstitutes und der
evangelischen Kirchengemeinde Bozen organisiert. Der Kurs vom 3.9.3.9.-4.9.
ist für Musikinteressierte offen.
Konzert des MartinMartin-LutherLuther-Bläserkreises
mit Bläsern aus Nordfriesland und Sachsen
Vor zwei Jahren hat der erfahrene und vielfältige
Bläserchor bereits das musikalische Leben der
Kirchengemeinde bereichert. Jetzt fahren sie sogar mit auf den ELKI-Kirchentag, wollen aber
Südtirol und die Gemeinde nicht missen.
Dienstag, 14. Oktober, 20.00 Uhr
Evangelisches Pfarrhaus
Eintritt frei - Spenden erbeten
10
aktuelle Veranstaltungen
"Heil und Heilung"
Kleine Gemeindeakademie
I. "Heil und Heilung - im Neuen Testament"
Pfarrer Marcus Friedrich
30.9. 20.00 Uhr Gemeindesaal
II. "Für die Seele sorgen - Was sich hinter "spiritual care" verbirgt"
Georg Reider, Theologe und Leiter des Zentrums Tau
9.10. 20.00 Uhr Gemeindesaal
Weitere Themen: Patientenverfügung, die heile Familie,
Termine folgen
Ökumenisches Bibelgespräch
"Der Stil Jesu"
mit Prof. Dr. Paul Renner, Brixen
Donnerstag, 16. Oktober, 20.00 Uhr
Evangelisches Pfarrhaus
11
SEPTEMBER
Datum
Uhrzeit
Ort
Veranstaltung
Mo 01.
10.15
Evangelische Christuskirche
Tag der Schöpfung - Ökum. Gebet
Di 02.
20.00
Evangelische Christuskirche
Konzert Michael Radulescu
Mi 03.
15.30
Veranda Pfarrhaus
Erzählcafè
So 07.
10.00
Gottesdienst
12. So.n.Trin. 14.00
Evangelische Christuskirche
Erhardskirche Brixen
Bruneck Kronplatz
Di 09.
19.00
Veranda Pfarrhaus
KV-Sitzung
Mi 10.
15.30
Veranda Pfarrhaus
Frauenverein
Do 11.
20.30
Dominikaner Kirche Bozen
Ökumenisches Gebet
So 14.
10.00
Evangelische Christuskirche
Gottesdienst mit Kindergottesdienst
13. So.n.Trinitatis
Ökumenischer Gottesdienst
Erhardskirche Brixen
Di 16.
19.30
Centro B. Clesio Trient
Gottesdienst
Mi 17.
15.30
Veranda Pfarrhaus
Erzählcafè
Fr 19.
19.00
Evangelisches Pfarrhaus
Singende Gemeinde
Sa 20.
12.30
Evangelisches Pfarrhaus
Konfirmandentreff
So 21.
10.00
14. So.n.Trinitatis
Evangelische Christuskirche
Erhardskirche Brixen
Gottesdienst „Stufen“
mit Abendmahl
Mi 24.
15.30
Veranda Pfarrhaus
Frauenverein
Fr 26.
19.00
Evangelisches Pfarrhaus
Singende Gemeinde
So 28.
10.00
Gottesdienst
15. So.n.Trinitatis
Evangelische Christuskirche
Erhardskirche Brixen
Di 30.
Gemeindesaal
Kleine Gemeindeakademie I
20.00
12
OKTOBER
Datum
Uhrzeit Ort
Veranstaltung
Mi 01.
15.30
Veranda Pfarrhaus
Erzählcafè
Sa 04.
10.30
Christuskirche Meran
Amtseinführung Pfr. Krautwurst
So 05.
Evangelische Christuskirche
Erhardskirche Brixen
Gottesdienst
Erntedank
10.00
18.00
Di 07.
19.00 Veranda Pfarrhaus
KV-Sitzung
Mi 08.
15.30
Frauenverein
Do 09.
20.00 Gemeindesaal
Kleine Gemeindeakademie II
Sa .11
13.00 Evangelisches Pfarrhaus
Konfirmandenunterricht
So 12.
10.00 Evangelische Christuskirche
17. So.n.Trinitatis
Familiengottesdienst zu Erntedank
mit Abendmahl
Di 14.
20.00 Evangelische Christuskirche
Bläserkonzert
Mi 15.
15.30
Veranda Pfarrhaus
19.30
Centro B. Clesio Trient
Erzählcafè
Gottesdienst
Do 16.
20.00
Evangelisches Pfarrhaus
Ökumenisches Bibelgespräch
So 19.
10.00
Evangelische Christuskirche
Gottesdienst
Veranda Pfarrhaus
18. So.n.Trinitatis
Mi 22.
15.30
Veranda Pfarrhaus
Frauenverein
Fr 24.
19.00
Evangelisches Pfarrhaus
Singende Gemeinde
So 26.
10.00
Evangelische Christuskirche
Gottesdienst
Veranda Pfarrhaus
Erzählcafè
19. So.n.Trinitatis
Mi 29.
15.30
13
buntes Gemeindeleben
Familie Smith wohlbehalten zurück in den USA,
dank schneller Hilfe der Gemeinde!
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben - und manchmal
auch richtige Probleme bekommen. So ist es jedenfalls Reverend Smith aus
Pensylvania gegangen.
"Amerikanischer Pastor im Krankenhaus in Bozen transportunfähig, drei
minderjährige Kinder wissen nicht,
wohin. Meine Kollegin Petra Überbacher sucht dich.", diese SMS schrieb
mir am Samstagabend zu Beginn meiner letzten Urlaubswoche Christian
Zarske, als ich gerade das Licht ausmachen wollte, 1200 km entfernt unter dem Reetdach einer alten, kleinen
Kate, umweht von den ständigen
Winden des Nordens. Klar, dass ich
am nächsten Morgen zum Hörer griff,
um bei Frau Überbacher zu hören,
was da los ist in Bozen! Die Lage war
kniffelig, aber nicht aussichtslos.
Reverend John Smith aus Pensylvania, "der Referent", wie Frau Überbacher immer so schön sagte, war mit
seinen zum Glück nicht allzu minderjährigen Kindern (14, 15, 16) auf einer lang ersehnten, zweiwöchigen
Europa-Reise von Stadt zu Stadt,
sightseeing. Bereits in München, nach
etwa Zweidritteln des Trips, bekam er
plötzlich gesundheitliche Probleme.
Den Rat der Münchner Mediziner, zu
bleiben, hatte er ausgeschlagen. Da
zwangen ihn die Schmerzen zu einer
"Notbremsung" in Bozen. Der Vater
schleppte sich verkrümmt auf den
Bahnsteig, und der Sohn ließ über die
Carabinieri den Krankenwagen rufen.
Tatütata und - schwupp! - befand sich
Herr Smith auf der Chirurgie des
Bozner Krankenhauses und seine
Kinder von Samstag auf Sonntag im
Hotel zur Post am Grieser Platz. So
etwas ist schon ein kleiner Alptraum.
Man stelle sich vor, man liegt in einem US- Krankenhaus, kann kein
Englisch, und ist mit drei Kindern
unterwegs, für die man die volle Verantwortung trägt, kennt niemanden
und nichts, und es geht einem
schlecht.
Die Reisegesellschaft, die die Logistik
der Reise zu verantworten hatte,
kannte Frau Überbacher aus ehemaliger Zusammenarbeit und bat sie, in
Bozen Kontakt aufzunehmen. Und sie
wiederum ersuchte bei uns um Hilfe.
Die Kinder sollten unbedingt mit ih14
buntes Gemeindeleben
ren regulären Flügen am Mittwoch
von Rom aus nach Hause fliegen,
durften aber nur in Begleitung eines
Erwachsenen einchecken, den wir
wiederum zuvor autorisieren mussten. Wann der Reverend reisefähig
sein würde, stand zu dem Zeitpunkt
noch in den Sternen, denn die Ärzte
sagten am Sonntag, diese "tickende
Bombe" dürfe keinen Flieger besteigen.
Hintergrund, als ich die Amerikanische Botschaft in Rom anrief. Das
Netz da auf dem Land ist instabil und
hinter dem Schweinstall am besten.
Ich schilderte der Ambassy den Sachverhalt mit dem Ziel, sie in die logistische Verantwortung zu nehmen. Von
Rom-Termini aus hätte einer aus dem
Botschaftspersonal die drei zum Flughafen bringen und die nötigen legitimierenden Schritte unternehmen
können.
Natürlich übernahmen wir zügig Verantwortung, (denn wer wie ich, im
Keller Skier mit dem Aufdruck
„Reverend“ stehen hat, der muss auch
einem Reverend beiseitestehen). Mein
Krisenstab war schnell zusammengestellt: Vakanzvertreter von Gadow mit
seiner Frau (sie als Übersetzerin fungierend) besuchten Herrn Smith. Sie
holten die Kinder noch Sonntag ins
Gästezimmer des Pfarrhauses, versorgten und unterhielten sie mit Frau
Überbacher, "Kanzleramtsministerin"
Ferrari buchte Fahrkarten und sorgte
für den Informationstransfer zur
Fluggesellschaft und nach Rom, ließ
sich von Herrn Smith die nötigen Angaben machen usw. und ich telefonierte mit Putin, nein, quatsch! Ich
telefonierte mit Rom. Am Montag
grunzten die Schweine meines Bauernfreundes in Schleswig-Holstein im
Die Dame hörte sich alles in Ruhe an
und bat mich, auf einen Rückruf zu
warten, sie müsse dies nun erst mit
ihren Mitarbeitern besprechen. Toll,
dachte ich, und wirklich professionell.
Die nehmen das richtig ernst. Die
Antwort war allerdings weniger zufrieden stellend. Sie teilte mir mit,
dass sie in Rom nicht zuständig seien.
Wir müssten die Mailänder Botschaft
anrufen, das wäre sehr strikt nach
Bezirken geregelt. Als ich ihr erzählte,
dass der Kollege Smith das schon
mehrfach versucht hätte und nie jemand dran gegangen sei, sagte sie, wir
sollten etwas länger klingeln lassen, es
seien eben Ferienzeiten.
"Und was ist, wenn die Kinder morgen Abend in Rom aussteigen, sind
sie dann nicht in ihrem Zuständig15
buntes Gemeindeleben
keitsbereich?" "Minor children are not
our duty", konnte sie mir nur antworten. Sie müsse dann die italienischen
Behörden einschalten. Was für eine
Enttäuschung! Ich dachte, Botschaften seien genau für solche Situationen da. Die drei in den Händen der
römischen Carabinieri, das wollte ich
Smiths Gesundheit nicht zumuten.
Ich verabschiedete mich mit den
Worten, dass ich dann wohl mit meinen kirchlichen "Behörden" weiterarbeiten würde, und liess ihr anhaltendes Drängen, wir sollten uns doch
unbedingt unter der Notfallnummer
in Mailand melden, verhallen.
dort in der Gästewohnung der Römischen Gemeinde unterzukommen.
"Reverend" Kruse von der Römischen Gemeinde machte die Angelegenheit dann auch gleich zur Chefsache. Drei Stunden vorher müsse man
einchecken in Rom, wenn es in die
USA ginge, wusste er zu berichten.
Die Sicherheitsvorkehrungen seien
erheblich. "Und was machen wir,
wenn sie sie doch nicht mitnehmen?", war eine seiner ersten Fragen.
"Dann darfst Du sie wieder nach Bozen schicken", versuchte ich ihn zu
entlasten.
Der Kollege Kruse brachte sie am
Mittwoch morgen zum Flughafen und
durfte nicht gehen, bevor die Maschine abgehoben hatte. So heikel ist das
mit dem Herein und Heraus, sobald
es über die EU-Grenze geht.
Am Dienstag Nachmittag bestiegen
die drei den Zug nach Rom, um dann
16
buntes Gemeindeleben
wandeln wollte, und dass er noch nie
im Leben im Krankenhaus war, und
das nun gleich in Bozen so lang, und
in dieser kostbaren Zeit... Für ihn
stand die Rückreise nun fünf Tage
später in Aussicht, seine Gesundheit
konnte stabilisiert werden.
Als ich Smith von der erfolgreichen
Kinderlandverschickung berichtete,
atmete er hörbar auf und hörte nicht
auf, uns zu danken. Auch ich war allen Beteiligten dankbar, dass alles so
gut geklappt hatte. Er erzählte mir,
dass er ja für diese Reise von der Stiftung eines Pharma-Unternehmens
(!!!) ein Stipendium für "retreat"bedürftige Pfarrer erhalten hätte, das
ihm überhaupt erst diese Reise mit
seinen Kindern nach good old Europe
ermöglicht hätte, dass seine Kinder
"viertel-italienisch" seien, und er
"viertel-deutsch" und auf alten Spuren
Schade, dass ich ihn nicht mehr gesehen habe! Ich hätte sicher bestätigt
gefunden, was Bertolt Brecht einmal
so ausgedrückt hat: Der Blick in das
Gesicht eines Menschen, dem geholfen ist, ist wie der Blick in eine schöne
Gegend!
„Ihr seid das Salz der Erde“ Mt. 5,13
Wir begrüßen in unserer Kirchengemeinde
Joanna Stroblmair-Cerna
Helmut Stroblmair
Dr. Eckhard Baum
Kerstin Schultz
Herzlich willkommen!
17
lebendige Ökumene
9. Ökumenischer Tag der Schöpfung in Bozen
Bildung zur Nachhaltigkeit: im Verkehr und bei der Ernährung
Am 1. September begehen die Kirchen auf dem Teritorium der Diozesen
BozenBozen-Brixen, Trient, Como und Belluno Felltre zum 9. Mal den Tag der
Schöpfung. Diesmal wird er von der Diozese BozenBozen-Brixen gemeinsam mit
den ökumenischen Partnern vor Ort ausgerichet. Die Delegationen und
alle Teilnehmenden aus der Umgebung werden auch in der evangelischen
Christuskirche ein ökumenisches Gebet halten und ein Referat zum Thema “Nachhaltigkeit in der Alpinregion” von Andrea Omizzolo hören. Am
Ende des Tages verabschiedet die ökumenische Gemeinschaft eine Erklärung, deren Wortlaut wir hier auf Italienisch abdrucken.
«Si spergiura, si dice il falso, si uccide,
si ruba, si commette adulterio, tutto
questo dilaga e si versa sangue su
sangue. Per questo è in lutto il paese e
chiunque vi abita langue, insieme con
gli animali selvatici e con gli uccelli
del cielo; persino i pesci del mare periscono” (Os 4,2-3).
“Sembra scritta per i nostri tempi
questa tremenda pagina di Osea.
Raccoglie tante nostre dolorose analisi e ben descrive lo smarrimento
che vivono molti territori inquinati
in Italia e nel mondo. Se infatti viene
spezzata
l’armonia
creata
dall’alleanza con Dio, si spezza anche
l’armonia con la terra che langue, si
diventa nemici versando sangue su
sangue e il nostro cuore si chiude in
paura reciproca, con falsità e violenza.”
risposta autentica all’inquinamento e
alla distruzione del creato.
In questa 9° giornata ecumenica per
la custodia del creato ci ritroviamo a
Bolzano come rappresentanti delle
Chiese che vivono nei territori delle
Diocesi di Bolzano-Bressanone, Trento, Como e Belluno Feltre, insieme a
uomini e donne di buona volontà
per riflettere sulla nostra responsabilità verso il Creato e per chiedere a
Dio di aiutarci in un cammino di
continua conversione, per poter vivere in una giusta pace con gli uomini e con la natura che ci circonda.
Il tema proposto in Italia è “Educare
alla custodia del creato, per la salute
dei nostri paesi e delle nostre città”.
Siamo chiamati a fare rete lasciandoci coinvolgere in forme di collabora18
lebendige Ökumene
zione con la società civile e le istituzioni. Va maturata insieme una rinnovata etica civile. Solo così, tramite
questa rete, potremo andare alle radici profonde dei disastri sociali ed ecologici, superando la superficiale emozione del momento. Tanti nostri stili
di vita vanno cambiati, per assumere
la sobrietà come risposta autentica
all’inquinamento e alla distruzione del
creato.
Abbiamo pensato di focalizzare la nostra attenzione su due punti concreti e
praticabili per educarci ed educare
sempre più a questa attenzione: la
mobilità e l’alimentazione sostenibili.
simbolico contributo e uno stimolo
all’imitazione per tutti.
Alimentazione sostenibile
Altrettanto importante ci sembra ripensare il nostro stile di alimentazione, richiamandoci alla sobrietà, al
consumo di cibi più rispettosi della
salubrità della natura e della salute del
nostro corpo, nonché dell’equità della
produzione e distribuzione. In particolare ci riferiamo ai diritti dei lavoratori in tutte le fasi del processo produttivo e distributivo. Ci sembra importante caldeggiare, in un mondo
globalizzato, ossessionato dal profitto
e dimentico dei naturali cicli di produzione, l’utilizzo di prodotti biologici, regionali, stagionali e a filiera corta. La riscoperta del gusto dell’autoproduzione, del cucinare in famiglia e
delle ricette tradizionali crediamo
possano aiutarci in questa direzione.
Così anche iniziative, come il Banco
Alimentare e simili, per evitare quanto più possibile lo spreco, specialmente davanti ad una povertà sempre
maggiore, devono essere sostenute
all’interno e all’esterno dei nostri ambiti ecclesiali.
Mobilità sostenibile
Riconosciamo l’impegno dell’amministrazione locale nel creare concrete
possibilità di mobilità pubblica sostenibile e favorire ed educare anche nei
privati l’utilizzo dei mezzi pubblici e
soluzioni non inquinanti attraverso
efficienti percorsi ciclabili e pedonali,
nonché tariffe agevolate per molte
categorie di persone. Come Chiese
vogliamo impegnarci sempre più a
valorizzare questi sforzi, utilizzandoli
il più possibile e programmando le
attività pastorali con particolare attenzione a questo stile di mobilità.
L’utilizzo in questa Giornata di mezzi
pubblici e biciclette, vuole essere un
Ci sentiamo di invitare a ripensare i
tempi della mobilità e del cibo, non
semplicemente in chiave funzionale e
19
buntes Gemeindeleben
di comodità personale, ma anche
come uno spazio di crescita nelle
relazioni sociali, perché questa riconquistata occasione di comunicazione e
convivialità, possa migliorare la qualità di vita.
Einzelnen klar, dass wir vor allem
über das Internet geworben haben.
Wer dies dennoch rechtzeitig liest, ist
auch spontan willkommen):
Beginn: 1.9.14, 9.30 Uhr
Domplatz vor der Kurie
Fahrrad
(Die nötigen Informationen für den
Ablauf des Tages waren so spät im
am
mit
Pfarrer Marcus Friedrich
Jwd - janz weit draussen
Es ist nicht immer leicht, Gemeindeglieder zu beachten und im Blick zu
behalten, die in eher unzugänglichen Teilen unseres Gemeindegebietes zu
Hause sind. Und weil es über ihre Lebensumstände oft etwas Interessantes
zu erzählen gibt, stellen wir in loser Folge in unserem Gemeindebrief
Menschen vor, die jwd leben. Wo ist denn eigentlich jwd? Wer dann vor
Ort ist, bemerkt: Das ist immer relativ. Aus der Sicht des hinteren Pustertals ist Bozen janz weit draußen.
Sie wollen auch? Dann laden Sie uns ein.
"Sie sind die Einzige auf der
Gemeindeliste, die wir noch im
Gardertal verzeichnet haben", grüße
ich Erika Wiedmann Alfreider. "Jetzt
wissen Sie auch, warum ich so spitze
Ellenbogen habe", antwortet sie
schlagfertig. Das spricht Bände. Frau
Alfreider lebt seit 53 Jahren in La
Villa und betreibt dort mit ihrem
Mann eine Pension. "Er hat mich
hierher mitgenommen. Wir hatten
lange keine einfache Zeit hier. Ich war
ja eben nicht katholisch. Katholisch
getraut bin ich, aber das mussten wir
draußen in Deutschland machen, in
meiner Heilbronner Heimat war ein
katholischer Priester dazu bereit."
20
buntes Gemeindeleben
Alfreiders. So ist die Futterkrippe im
Garten direkt vor den Fenstern des
Gästeraums von Rehen gut besucht.
Im Gardertal ist man eben mitten in
der Natur, im Sommer wie im
Winter. "Wir heizen!", sagt Frau
Alfreider, als ich im August noch
einmal mit ihr telefoniere. "Und jetzt
kommt schon bald wieder der
Winter!"
Auch die Tochter, die engagiert ein
Sportgeschäft führt, weiß noch von
der ein oder anderen Schikane in der
Schule zu berichten. Ihre Mutter war
eben eine "Heidin", so sagte man.
Zwischenzeitlich hat sich das gelegt.
Rüstig führt das Ehepaar Alfreider
noch die Pension "Roch". Die Tiere
liegen Frau Alfreider, wie man auf
dem Foto sieht, ganz besonders am
Herzen. In Zusammenarbeit mit dem
Tierarzt vor Ort kümmert sie sich um
Dutzende verwaiste und verwilderte
Katzen. Regelmäßig sorgt sie mit
ihrer Tochter für die nötigen
Sterilisationen und die Gesundheit
der Tiere. Die Sympathie ist
gegenseitig. Auch die Tiere mögen die
In unserer Kirchengemeinde wurden
getauft
Emmanuel Rizzi Calabrò
geboren am 13. Dezember 2012 in Meran
am 18. Mai 2014 in der evang. Christuskirche Bozen
Lukas Finn Gulino
geboren am 12. Juni 2013 in Meran
am 08. Juni 2014 in der evang. Christuskirche Bozen
21
Kirchengeschichte
Christian Feldmann
Vor 550 Jahren starb Nikolaus von Kues
Fromme Konkurrenz Statt Glaubenskrieg
"Möchten
Möchten doch alle erkennen", das war sein Lebenstraum, "dass in der
Vielfalt der Religionsformen nur eine Religion sich kundgibt!"
Seiner Zeit weit
voraus, lehnte Nikolaus von Kues
jede zwangsweise
Mission von Juden und Muslimen ab und entwarf eine interreligiöse "Einheit in
Verschiedenheit". Er gilt als größter
Philosoph des 15. Jahrhunderts, man
schätzt ihn als Rechtshistoriker, Mathematiker, Theologen, Kirchenreformer, Friedenspolitiker. Am faszinierendsten erscheint aber immer noch
der universale Blickwinkel seines
Denkens.
ordnen: Als Legat des Papstes kämpfte er gegen die Korruption in deutschen Bistumsverwaltungen, gleichzeitig raffte er wie ein Besessener Ämter und Pfründen zusammen.
Auf dem Konzil von Florenz brachte
er eine kurzlebige Union zwischen
Ost- und Westkirche zustande. Der
Cusaner schlichtete Streitigkeiten
zwischen Bischöfen und Domherren,
kämpfte nicht ohne Erfolg gegen den
betrügerischen Handel mit Reliquien,
reformierte den römischen Klerus,
empfahl dem Papst, sich von einem
ständigen Konzil unterstützen und
seine Amtsführung regelmäßig von
Visitatoren überprüfen zu lassen.
Seinen Beinamen (lateinisch Cusanus) trägt der 1401 in Kues an der
Mosel (heute Bernkastel-Kues) wegen
seiner Herkunft; dort war sein Vater
Weinbauer und Moselschiffer. Der
begabte Sohn studierte in Heidelberg
und Padua, lehrte in Köln, diente dem
Vatikan als Diplomat, war Bischof
von Brixen. Sein umtriebiger Charakter lässt sich nicht immer leicht ein-
Spuren in der Philosophiegeschichte
hinterließ seine Idee der "coincidentia
oppositorum": Einheit und Vielfalt,
Bewegung und Ruhe fallen in Gott
zusammen.
Revolutionär schien seine Überzeugung, dass der Kosmos unendlich sei.
22
Kirchengeschichte
in seinem wahren Sein allen verborgen bleibt.
Denn die Erde rutschte damit aus ihrer zentralen Stellung als Mittelpunkt
des Weltalls. Möglicherweise sind
auch andere Milchstraßen bewohnt?
Also frommer Wettstreit im Guten
statt blutiger Glaubenskrieg. Die höhere Einheit der Religionen, in der
alle unterschiedlichen Gottesbilder
und zweitrangigen Gebote aufgehoben und versöhnt sind, trägt bei Cusanus ganz selbstverständlich das
Antlitz des Christentums, wenn auch
eines verhältnismäßig weitherzigen
und vergeistigten. Nikolaus von Kues
starb am 11. August 1464 in Todi
(Umbrien).
Die kleinen Menschlein haben allen
Anlass zur Demut! Müssen sie sich
gegenseitig die Köpfe einschlagen,
weil sie sich nicht über die rechte
Weise einigen können, Gott die Ehre
zu geben? Die lange geübten Gewohnheiten in den einzelnen Religionen verselbstständigen sich, und am
Ende hat man das Entscheidende vergessen: Sie alle suchen den einen, der
"das Leben und das Sein spendet" und
Pfarrer Marcus Friedrich
spricht in der Radiosendung
„Auf ein Wort“
6. bis 11. Oktober
Rai Südtirol um 6.50 Uhr
23
EvangelischEvangelisch-Lutherische Gemeinde Bozen
Comunità Evangelica Luterana di Bolzano
39100 Bozen-Bolzano
Col di Lana 10
Gemeindebüro / Segreteria
Sprechzeiten / Orario: Mo-Mi-Fr / Lun-Mer-Ven ore 8.30 – 13 Uhr
Di-Do / Mar-Gio ore 8.30 – 16 Uhr
● T: 0471 281293 ● Fax: 0471 262918 ● e-mail: info@chiesa-evangelica.it
Pfarrer / Pastore
Dr. Marcus Friedrich
T: 0471 281293
friedrich@chiesaluterana.it
Kirchenvorstand / Consiglio
Ulrike Becker, Kuratorin/Curatrice
Bozen/Bolzano, T: 348 2339968 ● ubecker1@kpmg.it
Barbara Gödel, Lavis (Tn) T: 339 5202077 ● b.goedel@alice.it
Caroline von Hohenbühel, Schatzmeisterin/Tesoriera
Eppan/Appiano, T: 349 4574311 ● caroline@hohenbuehel.net
Marcus Friedrich, Bozen/Bolzano, T: 0471 281293
Christine Hofer, Brixen/Bressanone, T: 0472 200164 ● chris@hofer-net.com
Isabella Schick-Hauser, Kaltern, T: 339 8870064 ● isabella.schick@yahoo.com
Friedrich Menke, Eppan/Appiano, T: 0471 663062 ● menke.fep@rolmail.net
Ingo Stermann, Vizekurator/Vice Curatore
Feldthurns/Velturno, T: 328 7640029 ● ingo.stermann@sb-brixen.it
Christian Zarske, Bozen /Bolzano, T: 0471 973536 ● christian.zarske@gmail.com
Unsere Kirchengemeinde im Internet: / Il nostro sito internet:
www.chiesawww.chiesa-evangelica.it
Ev.--Luth. Kirche in Italien: / Chiesa Evangelica Luterana in Italia:
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Herausgeber ist der Kirchenvorstand / Il Notiziario viene edito dal Consiglio
Redaktion und Gestaltung / Redazione ed impaginazione: Dr. Marcus Friedrich
Nicole Steiner, Claudia Schwarze, Daniela Italia, Gudrun Rathjens
Druck / Stampa: Hausdruckerei / in proprio Auflage /Tiratura: 1000 Stk./copie
Der Gemeindebrief ist kostenlos und kann im Gemeindebüro bestellt werden/
Il notiziario è gratuito e può essere richiesto in segreteria.
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Seele and Geist
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