close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Bedienungsanleitung DE V.2.2 Rittal Modulsafe Extend (LMS 9.3)

EinbettenHerunterladen
Rittal Modulsafe
Extend (LMS 9.3)
Bedienungsanleitung
DE V.2.2
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Technische Änderungen vorbehalten
Inhaltsverzeichnis
Version 2.2
1
Einleitung ............................................................................................................ 4
1.1
Vorbemerkungen.............................................................................................................................. 4
1.2
Sicherheitshinweise zum Personenschutz....................................................................................... 5
1.3
Sicherheitshinweise zur Verhinderung von Beschädigungen des Modulsafes ............................... 6
1.4
Garantieerklärung ............................................................................................................................ 8
2
Produktbeschreibung......................................................................................... 9
2.1
Zweckbeschreibung ......................................................................................................................... 9
2.2
Produktbeschreibung ..................................................................................................................... 10
2.3
Technische Daten .......................................................................................................................... 11
2.4
Maßzeichnungen............................................................................................................................ 12
2.4.1
Single Modulsafe LMS 9.3 mit zwei einflügligen Türen ................................................................. 12
2.4.2
Single Modulsafe LMS 9.3 mit einer einflügligen und einer zweiflügligen Tür............................... 13
2.5
Kabelschottung .............................................................................................................................. 14
2.5.1
Weichschott.................................................................................................................................... 14
2.5.2
Hartschott (Füllstücke) ................................................................................................................... 14
2.6
Klimatisierung................................................................................................................................. 15
2.6.1
Technische Daten der Kompakt- und Outdoor-Klimatisierung ...................................................... 17
2.6.2
Liquid Cooling Package – LCP ...................................................................................................... 18
3
Umfeld................................................................................................................ 19
3.1
Anforderungen an die Statik .......................................................................................................... 19
4
Bedienung und Funktion.................................................................................. 22
4.1
Handhabung der Türen .................................................................................................................. 22
4.1.1
Mechanisches Schlüsselschloss.................................................................................................... 23
4.1.2
Elektronisches Tastenkombinationsschloss .................................................................................. 24
4.1.3
Elektronikschloss vorbereitet zur Ansteuerung durch ein Zutrittskontrollsystem........................... 39
4.2
Bedienung der Klimaanlage ........................................................................................................... 40
4.2.1
Klimasplit-Kompaktgerät ................................................................................................................ 40
4.2.2
Lagerung und Transport des Klimagerätes.................................................................................... 40
4.2.3
Funktionsvoraussetzungen ............................................................................................................ 40
4.2.4
Bedienung Comfort-Regler ............................................................................................................ 41
4.2.5
Bedienung des Liquid Cooling Package und des Outdoorgerätes mit Invertertechnik ................. 48
Bedienungshandbuch
Seite 2
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Technische Änderungen vorbehalten
Inhaltsverzeichnis
Version 2.2
5
Wartung ............................................................................................................. 49
5.1
Wartungsvertrag............................................................................................................................. 49
5.2
Warten der Sicherheitszelle ........................................................................................................... 49
5.3
Warten der Klimaanlage................................................................................................................. 49
5.3.1
Klimasplit-Kompaktgerät ................................................................................................................ 49
5.3.2
Klimasplit-Outdoorlösung ............................................................................................................... 50
6
Zubehör ............................................................................................................. 51
6.1
19“-Befestigungsrack ..................................................................................................................... 51
6.2
CMC-TC Computer Control Top Concept...................................................................................... 52
6.3
Brandfrüherkennung – EFD Plus ................................................................................................... 53
6.4
Brandmelde- und Löschanlage DET-AC Plus................................................................................ 53
6.5
Brandmelde- und Löschanlage DET-AC Plus Slave ..................................................................... 53
6.6
Unterbrechungsfreie Stromversorgung - PMC 12 ......................................................................... 54
6.7
Power System Modul – PSM Stromverteilersystem ...................................................................... 54
Bedienungshandbuch
Seite 3
Rittal Modulsafe Extend
Technische Änderungen vorbehalten
1
Einleitung
1.1
Vorbemerkungen
Einleitung
Version 2.2
Dieses Bedienungshandbuch ist Bestandteil des Lieferumfangs. Halten Sie es in Zugriffsnähe des Modulsafes bereit, aber bewahren Sie es niemals im Modulsafe selbst auf. Änderungen durch technische Weiterentwicklung gegenüber den in diesem Bedienungshandbuch genannten Daten und Abbildungen behält sich der
Hersteller vor.
Nachdrucke, Übersetzungen und Vervielfältigungen in jeglicher Form, auch auszugsweise, bedürfen der
schriftlichen Zustimmung des Herausgebers. Dieses Bedienungshandbuch unterliegt keinem Änderungsdienst.
Hinweise des Herstellers für den Benutzer
Mit Ihrem Entschluss, den Sicherheitsschrank Modulsafe LMS 9.3 einzusetzen, haben Sie eine weitsichtige
Entscheidung getroffen. Die Sicherheitsschränke entsprechen in Technik, Funktion und Schutzwirkung dem
aktuellen Stand der Technik und den grundlegenden gesetzlichen Sicherheitsanforderungen. Als Betreiber
sind Sie für die Einhaltung aller Sicherheitshinweise und für die bestimmungsgemäße Verwendung des Modulsafes LMS 9.3 verantwortlich. Sorgen Sie dafür, dass jeder Nutzer die Handhabung des Modulsafe beherrscht und ihn gefahrlos bedienen kann.
Dieses Bedienungshandbuch beschreibt die Bedienung des Rittal Modulsafes LMS 9.3.
Nicht beschrieben sind das Aufbauen, Anschließen und Außerbetriebnehmen, da diese Arbeiten vom Hersteller oder von seinem Bevollmächtigten ausgeführt werden.
Bitte beachten Sie unbedingt alle Sicherheitshinweise und Bedienungshinweise!
Bedienungshandbuch
Seite 4
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Einleitung
Technische Änderungen vorbehalten
1.2
Version 2.2
Sicherheitshinweise zum Personenschutz
GEFAHR
Stromschlag
Unfachmännisch ausgeführte Arbeiten an der elektrischen Ausrüstung
des Modulsafes können zu schweren Verletzungen und Tod führen.
Arbeiten an der elektrischen Ausrüstung des Modulsafes dürfen nur von
einer Elektrofachkraft oder von unterwiesenen Personen unter Leitung und
Aufsicht einer Elektrofachkraft gemäß den elektrotechnischen Regeln vorgenommen werden.
Die Netzanschlussdaten auf den Typenschildern müssen eingehalten werden.
Vor Wartungsarbeiten ist der Modulsafe von der Netzspannung zu trennen.
GEFAHR
Einsturzgefahr
Beim Versagen der Gebäudestatik kann es zu schweren Verletzungen
und Tod kommen.
Überprüfen Sie vor der Montage des Modulsafes die Anforderungen an die
Statik des Gebäudes.
Der Modulsafe darf nur dort aufgestellt werden, wo die Gebäudestatik ausreichend dimensioniert ist.
WARNUNG
Klemmgefahr
Beim Öffnen oder Schließen der Sicherheitstüren kann es zu Verletzungen kommen.
Achten Sie darauf, dass Sie beim Öffnen und Schließen der Türen nicht
zwischen Tür und Rahmen gelangen. Halten Sie ausreichenden Sicherheitsabstand.
WARNUNG
Versperrte Fluchtwege
Versperrte Fluchtwege können im Notfall zu Verletzungen oder Tod
führen.
Achten Sie bei der Wahl des Standortes für den Modulsafe auf ausreichend
breite Fluchtwege. Stellen Sie keine Gegenstände im Bereich der Sicherheitstüren des Modulsafes ab.
Bedienungshandbuch
Seite 5
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Einleitung
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
WARNUNG
Einsperren von Personen
Beim Einsperren von Personen im noch nicht vollständig bestückten
Modulsafe kann es zu Verletzungen kommen.
Vergewissern Sie sich vor dem Schließen des noch nicht vollständig bestückten Modulsafes, dass sich keine Personen mehr in dem Modulsafe
befinden.
1.3
Sicherheitshinweise zur Verhinderung von Beschädigungen des Modulsafes
HINWEIS
Der Modulsafe darf nur senkrecht stehend auf einem planebenen Boden mit max. 2° Abweichung aufgestellt werden, damit die korrekte
Funktion der Sicherheitstüren gewährleistet ist.
HINWEIS
Verändern Sie nicht selbst den Standort des Modulsafes und demontieren Sie ihn nicht.
Kontaktieren Sie den Hersteller oder ein vom Hersteller autorisiertes
Serviceunternehmen, um diese Arbeiten durchführen zu lassen.
HINWEIS
Überprüfen Sie vor der Montage des Modulsafes LMS 9.3 die Anforderungen an die Betriebsumgebung.
Verbauen oder verstellen Sie nie die Luftein- und Luftaustrittsöffnung
der Klimaanlage auf der Innenseite und auf der Außenseite des Modulsafes LMS 9.3.
Die Wärmelast im Inneren des Modulsafes LMS 9.3 darf die auf dem
Typenschild der Klimaanlage angegebene Nennleistung nicht überschreiten.
Die Umgebungstemperatur am Aufstellort des Modulsafes muss innerhalb der Temperaturgrenzen von 10 °C und 35 °C liegen. Sorgen Sie für
eine ausreichende Belüftung oder Klimatisierung des Aufstellortes.
HINWEIS
Verwenden Sie nur Originalersatzteile. Kontaktieren Sie hierzu den
Kundenservice der Fa. Rittal.
Bedienungshandbuch
Seite 6
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Einleitung
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
HINWEIS
Bewahren Sie Schlüssel zum Öffnen der Sicherheitstüren nur an einem
für unbefugte Personen nicht zugänglichen Ort auf. Bewahren Sie die
Schlüssel keinesfalls im Modulsafe auf.
HINWEIS
Warten Sie nach Abschluss der Montage des Klimagerätes noch mindestens 2 Stunden, bevor Sie die Anlage in Betrieb nehmen. Die Inbetriebnahme muss durch autorisiertes Personal erfolgen. Der durch das
Kabelschott ausgeführte Kondensatablauf muss bauseitig funktionstüchtig abgeführt werden.
HINWEIS
Die Sicherheitstüren des Modulsafes LMS 9.3 können nur begrenzt weit
geöffnet werden. Vermeiden Sie es, die Türen gewaltsam weiter zu öffnen, weil Sie dadurch den Modulsafe beschädigen.
HINWEIS
Bevor Sie die Türen schließen müssen die Sicherungsbolzen eingezogen sein. Der Modulsafe wird ansonsten beschädigt.
HINWEIS
Vorsicht: Kippgefahr bei 180° geöffneten Türen und gleichzeitig leerem
Gehäuse!
HINWEIS
Bohren Sie niemals die Seiteteile, Kopf- oder Bodenelemente oder die
Sicherheitstüren an. Es können Beschädigungen an den Isoliermaterialien der Safewandungen entstehen.
Der Gewährleistungsanspruch erlischt in diesem Fall!
Bedienungshandbuch
Seite 7
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Einleitung
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
HINWEIS
Lassen Sie nach Inbetriebnahme des Safes keine Schlüssel von einem
Schlüsseldienst duplizieren. Sollten weitere Schlüssel gewünscht werden, setzen Sie sich mit dem Service des Herstellers in Verbindung.
Gehen Schlüssel verloren, muss das Schloss umgehend ausgetauscht
werden.
1.4
Garantieerklärung
HINWEIS
Nach Einbrüchen, Einbruchversuchen, unsachgemäßen Eingriffen in
die Konstruktion und Funktion sowie nach Fällen von Wassereinbruch
und Bränden innerhalb und in unmittelbarer Nähe des Modulsafes erlischt die Gültigkeit auf Anerkennung der Prüfprädikate. In solchen
Fällen setzen Sie sich bitte unverzüglich mit dem Hersteller in Verbindung, sonst erlischt die Gewährleistung.
Bedienungshandbuch
Seite 8
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Technische Änderungen vorbehalten
2
Produktbeschreibung
2.1
Zweckbeschreibung
Produktbeschreibung
Version 2.2
Der Rittal Modulsafe LMS 9.3 ist ein modular erweiterbares Minirechenzentrum. Er bietet ein Höchstmaß an
physikalischer Sicherheit und schützt effektiv vor Feuer, Wasser und unerlaubtem Zugriff.
Alle Komponenten, die ein vollständiges Rechenzentrum kennzeichnen, können in unterschiedlichen Ausführungen integriert werden. Angefangen von einer energieeffizienten, auf die Anforderungen abgestimmten
Klimatisierung, über die Energieteilung, bis hin zur Brandfrüherkennung und Löschtechnik.
Der Modulsafe bietet physikalischen Schutz vor:
Feuer: Feuerwiderstand F 90 nach DIN 4102, sowie Einhaltung der max. Temperatursteigerung
von 50 K und einer relativen Luftfeuchte von max. 85 % über 30 Minuten
Löschwasserdichtigkeit nach EN 60529: IP 56
Rauchdichtigkeit in Anlehnung an DIN 18095 / DIN EN 1634
Vandalismus
Einbruchschutz WK 2 , Werkzeugangriff analog DIN V EN V 1630
optional wählbar Widerstandsklasse 3 oder 4
Trümmerlasten
Staubdichtigkeit nach EN 60529: IP 56
Fremdzugriff
Bedienungshandbuch
Seite 9
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Technische Änderungen vorbehalten
2.2
Produktbeschreibung
Version 2.2
Produktbeschreibung
Der Rittal Modulsafe LMS 9.3 besteht aus Einzelelementen, die mit einer formschlüssigen Verbindungstechnik zusammengefügt werden. Ohne Systemunterbrechung der unterzubringenden Hardware-Komponenten
kann der Modulsafe im laufenden Betrieb installiert werden. Die spezielle Verbindungstechnik ermöglicht
eine spätere Demontage und somit auch eine Erweiterung des Systems oder einen Standortwechsel.
Zwischen den Stoßstellen der Zellenelemente sind Hochtemperatur-, Expansions- und wasserabweisende
Dichtungen angeordnet.
Die Zellenelemente selbst bestehen aus wärmedämmender Spezialisolierung mit Dampfdiffusionssperren,
montiert in Stahlblech-Kassetten.
Die modulare Sicherheitszelle besteht in ihrer Standardausführung aus je einem Kopf- und Bodenelement,
zwei Seitenelementen, Bediener- und Servicetüre sowie zwei Montagerahmen. Hierbei sind standardmäßig
in beide Türelemente unterschiedlich schließende Schlüsselschlösser eingebaut. Beide Seitenelemente sind
mit einem Kabelschott ausgestattet.
Der Modulsafe ist mit einer Potentialausgleichschiene ausgestattet, die bauseitig auf einen zentralen Erdungspunkt zu erden ist (mind. 6 mm² / gelb/grün).
Die Klimatisierung ist als Klimasplitgerät ausgeführt und verhindert somit, dass Staub und korrosive Brandgase in den Safe eindringen. Angepasst an die Verlustleistung und an die bauseitigen Gegebenheiten können verschiedene Ausführungen und Leistungsstufen gewählt werden.
Zur Innenraumüberwachung steht optional das CMC-TC als netzwerkfähiges Monitoring-System zur Verfügung.
Unterbrechungsfreie Stromversorgung, eine Brandfrüherkennung sowie eine Bandmelde- und Löschtechnik
(auch als ein Monitoring-System) sind ebenfalls als 19“-Bausteine integrierbar und bieten ein hohes Maß an
Sicherheit.
Bedienungshandbuch
Seite 10
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Produktbeschreibung
Technische Änderungen vorbehalten
2.3
Version 2.2
Technische Daten
Rittal Modulsafe LMS 9.3 – 47 HE, Innentiefe 1020 mm
Eigengewicht Modulsafe [kg]
ca. 800
Element
Abmessungen innen [mm]
(H x B x T)
2230 x 920 x 1020
Gewicht [kg]
Abmessungen außen [mm]
(H x B x T)
2410 x 1100 x 1215
Abmessung [mm]
Kopf / Boden
60
1205 x 1105 x 90
Seitenteil 2x
125
2400 x 1205 x 90
Bedienertüre
110
2345 x 1035 x 90
Servicetüre
110
2345 x 1035 x 345
Rittal Modulsafe LMS 9.3 – 42 HE, Innentiefe 1020 mm
Eigengewicht Modulsafe [kg]
Abmessungen innen [mm]
(H x B x T)
Abmessungen außen [mm]
(H x B x T)
2030 x 920 x 1020
2210 x 1100 x 1215
Gewicht [kg]
Abmessung [mm]
Kopf / Boden
60
1205 x 1105 x 90
Seitenteil 2x
115
2200 x 1205 x 90
Bedienertüre
100
2145 x 1035 x 90
Servicetüre
100
2145 x 1035 x 345
Abmessungen innen [mm]
(H x B x T)
Abmessungen außen [mm]
(H x B x T)
ca. 760
Element
Rittal Modulsafe LMS 9.3 – 47 HE, Innentiefe 1220 mm
Eigengewicht Modulsafe [kg]
ca. 890
Element
2230 x 920 x 1220
Gewicht [kg]
2410 x 1100 x 1415
Abmessung [mm]
Kopf / Boden
70
1205 x 1105 x 90
Seitenteil 4x
80 je Element
2400 x 700 x 90
Bedienertüre
110
2345 x 1035 x 90
Servicetüre
110
2345 x 1035 x 345
Rittal Modulsafe LMS 9.3 – 42 HE, Innentiefe 1220 mm
Eigengewicht Modulsafe [kg]
Abmessungen innen [mm]
(H x B x T)
Abmessungen außen [mm]
(H x B x T)
2030 x 920 x 1220
2210 x 1100 x 1415
Gewicht [kg]
Abmessung [mm]
Kopf / Boden
70
1405 x 1105 x 90
Seitenteil 4x
67 je Element
2200 x 700 x 90
Bedienertüre
100
2145 x 1035 x 90
Servicetüre
100
2145 x 1035 x 345
ca. 820
Element
Bedienungshandbuch
Seite 11
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Produktbeschreibung
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
2.4
Maßzeichnungen
2.4.1
Single Modulsafe LMS 9.3 mit zwei einflügligen Türen
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Innentiefe Ti [mm]
1020
1220
42
47
42
47
Ta [mm]
3324
3324
3524
3524
Ta2 [mm]
1204
1204
1404
1404
Ha [mm]
2210
2410
2210
2410
Hi [mm]
2030
2230
2030
2230
HE
Bedienungshandbuch
Seite 12
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Produktbeschreibung
Technische Änderungen vorbehalten
2.4.2
Version 2.2
Single Modulsafe LMS 9.3 mit einer einflügligen und einer zweiflügligen Türe
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Innentiefe Ti [mm]
1020
1220
42
47
42
47
Ta1 [mm]
2854
2854
3054
3054
Ta2 [mm]
1204
1204
1404
1404
Ha [mm]
2210
2410
2210
2410
Hi [mm]
2030
2230
2030
2230
HE
Bedienungshandbuch
Seite 13
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Produktbeschreibung
Technische Änderungen vorbehalten
2.5
Version 2.2
Kabelschottung
HINWEIS
Erweiterungen in einem bereits installierten Kabelschott dürfen nur
von autorisiertem Servicepersonal durchgeführt werden, da sonst der
Gewährleistungsanspruch erlischt! Sollen in ein Kabelschott weitere
Leitungen oder Kabel eingezogen werden, ist der Hersteller zu informieren.
2.5.1
Weichschott
Das Weichschott besteht aus flexiblem Material, welches um die in den Modulsafe einzuführenden Datenund Versorgungsleitungen installiert wird. Die einzuführenden Kabel müssen in einzelnen Positionen verteilt
angeordnet werden. Um die zugesicherten Eigenschaften gegen äußere Gefährdungspotentiale sicherzustellen, dürfen keine Kabel gebündelt in den Modulsafe eingeführt werden. Die nicht immer linear verlaufenden Daten- und Versorgungsleitungen werden im Bereich des Kabelschotts zusätzlich mit einem Schutzanstrich abgedichtet.
2.5.2
Hartschott (Füllstücke)
Um im Bereich des Kabelschotts eine höhere Manipulationssicherheit zu erzielen, kann optional ein Hartschottsystem eingesetzt werden. Jedes Kabel wird in einem dem Kabeldurchmesser angepassten Füllstück
verlegt. Eine Abschlussdichtung sorgt für das Verpressen des kompletten Systems.
Zur Stabilisierung ist das Schottsystem in einen Baurahmen eingefügt, der den Pressdruck aufnimmt.
Bedienungshandbuch
Seite 14
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Produktbeschreibung
Technische Änderungen vorbehalten
2.6
Version 2.2
Klimatisierung
Hohe Temperaturen, Wärmenester oder leitende Stäube im Modulsafe erhöhen das Ausfallrisiko und vermindern die Lebensdauer moderner elektronischer Komponenten. Um für die im Modulsafe untergebrachte
Hardware ein angepasstes Klimaumfeld bereitzustellen, ist eine Kühlung des Safeinnenraumes erforderlich.
Hierzu stehen Systeme in unterschiedlichen Ausführungen und Leistungsstufen zur Verfügung. Grundsätzlich ist der Modulsafe mit einem Klimasplitgerät ausgestattet. Im Inneren des Safes ist die Verdampfereinheit
platziert, außerhalb des Safes befinden sich der Kompressor (ausgeführt als Indoor- oder Outdoor-Version)
und der Kondensator.
Funktionsweise der Splitgeräte
Der Verdampfer im Inneren des Safes besteht im Wesentlichen aus einem Wärmetauscher und einer Ventilatorengruppe, die die Luft innerhalb des Safes umwälzt, d. h., die gekühlte Luft wird vor der 19“- Ebene
ausgeblasen, die warme Luft wird hinter den Servern angesaugt. Im Direktverdampfer wird die Wärme an
das Kältemittel abgegeben.
Um den Kältekreislauf aufrecht zu erhalten, wird das Kältemittel mittels des außen angeordneten Kondensators auf ein einsetzbares Temperaturniveau rückgekühlt.
Durch die Split-Bauweise, d.h. hermetische Trennung zwischen Innen- und Außenkreislauf ist eine Rauchdichtigkeit des Klimagerätes gewährleistet. Innen- und Außenkreislauf sind über Kühlmittelleitungen und
Steuerleitungen, die durch eine brandgeschützte Kabeleinführung in den Safe eingeführt werden, miteinander verbunden. Diese Funktionsweise gilt für alle Gerätekonfigurationen.
Klimatisierungsvarianten
Abhängig von der Aufstellsituation des Safes und der abzuführenden Wärmemenge sind unterschiedliche
Varianten wählbar.
Kompakt-Lösung
Bei der Kompakt-Klimatisierung ist das Verdampferteil des Klimasplitgerätes im Inneren des Modulsafes
platziert. Das Außengerät (bestehend aus Kompressor und Kondensator) befindet sich auf der Außenseite
der Servicetür. Die Aufstellung des Rittal Modulsafes mit einer Kompakt-Klimatisierung kann nur an Orten
mit geringer oder keiner Anforderung an den Geräuschpegel erfolgen und in Räumen, die klimatisiert oder
gut belüftet sind.
Dimensionierung einer Raumbelüftung
Zur Abführung der erzeugten Wärme der Klimageräte müssen bauseitig folgende Parameter gegeben sein:
•
2,5 kW Klimatisierung – Luftaustausch 1.000 m³/h
•
4,0 kW Klimatisierung – Luftaustausch 2.000 m³/h
HINWEIS
Eine Belüftung ist unter Umständen nicht in allen Fällen ausreichend.
Dimensionierung einer Raumklimatisierung
Die benötigte Kühlleistung zur Auslegung der Raumklimatisierung wird mit dem 1,6-fachen Wert der Kühlleistung des Klimasplit-Kompaktgerätes berechnet.
Das Klimasplit-Kompaktgerät kann in den Temperaturgrenzen zwischen +10 °C bis +35 °C eingesetzt werden. Bei Über- oder Unterschreiten dieser Grenzwerte ist die Funktionalität der Klimaanlage nicht mehr gewährleistet.
Bedienungshandbuch
Seite 15
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Technische Änderungen vorbehalten
Produktbeschreibung
Version 2.2
Outdoor-Lösung
Bei der Outdoor-Lösung ist das Verdampferteil des Klimagerätes (genau wie bei der Kompakt-Lösung) im
Inneren des Modulsafes platziert.
Der witterungsbeständige Kondensator samt Kompressor sind jedoch für die Außenmontage ausgelegt. Die
beiden Kreisläufe werden mittels Kühlmittelleitungen und den entsprechenden Steuerleitungen bauseitig
miteinander verbunden. Beträgt der Abstand zwischen Safe und Außengerät mehr als 20 m und die Höhendifferenz mehr als 5 m ist eine Projektierung erforderlich.
Das Display des Komfortreglers zeigt die aktuelle Temperatur im Safeinneren sowie Störmeldungen. Es
befindet sich auf der Servicetür des Modulsafes.
Die Outdoor-Lösung bietet den Vorteil, dass die Abwärme direkt nach draußen geführt wird und somit keine
zusätzliche Raumbelüftung bzw. Klimatisierung notwendig ist. Des Weiteren ist auch die Geräuschentwicklung des Kompressors nach außen verlagert.
Das Klimasplit-Outdoorgerät kann in den Temperaturgrenzen zwischen -15 °C bis +35 °C eingesetzt werden. Bei Über- oder Unterschreiten dieser Grenzwerte ist die Funktionalität der Klimaanlage u. U. nicht mehr
gewährleistet.
Outdoor-Lösung mit Invertertechnik (5 – 8 kW)
Für die bedarfsgerechte Kühlung des Modulsafes wird ein spezielles Kühlgerät eingesetzt, welches mit aufeinander abgestimmten Komponenten eine energieeffiziente Entwärmung sicher stellt.
Das Aussengerät (Verflüssiger) ist auf Basis der Invertertechnik und für das Kältemittel R 410 A konzipiert.
Der Inverter ermöglicht eine bedarfsabhängige Drehzahlregulierung des Verdichters. Die Regelung der Kältemittelmenge erfolgt über das elektronische Expansionsventil.
Die Anpassung an den Kältebedarf ermöglicht eine Energieersparnis von bis zu 40 %.
Das Innengerät (Verdampfer) ermöglicht eine gezielte Luftführung im Inneren des Modulsafes.
Die kalte Luft wird im Modulsafe vor der 19-Zoll Ebene ausgeblasen, die warme Luft wird auf der Rückseite
der Geräte angesaugt. Durch angepasste Luftleitbleche wird eine zusätzliche Effizienzsteigerung und die
Vermeidung von Wärmenestern erzielt.
Spannungsversorgung der Klimatisierung
Die Spannungsversorgung muss bauseitig zur Verfügung gestellt werden und ist gemäß der nachfolgend
aufgeführten Anschlusswerte auszuführen.
Bei der Kompakt-Klimatisierung wird die bauseitige Zuleitung über die Kabeleinführung ins Innere des
Safes zum Verdamferteil geführt und dort angeschlossen. Das auf der Tür platzierte Außengerät wird über
das Innenteil (Verdampfer) versorgt.
Bei der Outdoor-Klimatisierung wird die bauseitige Zuleitung zum Außengerät geführt. Das Innengerät
(Verdampfer) wird über das Außengerät mit Spannung versorgt.
Wahl der Kühlleistung
Die Kälteanlagen für den Modulsafe müssen so ausgelegt sein, dass die Kühlleistung in etwa mit der Verlustleistung im Safe übereinstimmt.
Bei einer Abweichung von >10–15 % (d. h. bei „zu wenig“ Verlustleistung) empfiehlt sich der Einsatz einer
Leistungsregelung, da es sonst zur Schwitzwasserbildung im Safe kommen kann. Dieses Zusatzpaket kann
optional angeboten werden.
Bei der Outdoor-Lösung mit Invertertechnik passt sich die Kühlleistung der Verlustleistung im Safe im Bereich von 5 kW – 8 KW an.
Luftführung im Safe
Die Ansaug- und Ausblasöffnungen des Klimagerätes dürfen nicht zugebaut werden. Offene Felder im
Frontbereich der 19“-Ebene sind mit Blindplatten zu verschließen, um einen Luftkurzschluss zu vermeiden.
Bedingungen am Aufstellort
Bei Aufstellorten mit extremen Bedingungen (aggressive Medien in der Umgebungsluft, hohe Luftfeuchtigkeit, etc…), muss die Aufstellung eines klimatisierten Safes vorher überprüft werden.
Bedienungshandbuch
Seite 16
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Produktbeschreibung
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
HINWEIS
Der geschlossene Kältemittelkreislauf enthält Kältemittel und Öle. Im
Falle eines Austausches dieser Stoffe oder der gesamten Klimaanlage
müssen sie als Sondermüll zum Schutz der Umwelt fachgerecht entsorgt werden. Dies kann beim Hersteller der Anlage durchgeführt werden.
HINWEIS
Aufgrund der hohen Einschaltströme und unvermeidbaren Netzunsauberkeiten der Klimaanlage, empfehlen wir, diese nicht an eine eventuell
vorgeschaltete unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) anzuschließen.
HINWEIS
Die Umgebungstemperatur am Aufstellort des Modulsafes darf die
Temperaturgrenzwerte von 10 °C und 35 °C nicht unter- bzw. überschreiten. Es muss für eine ausreichende Belüftung oder eine Klimatisierung des Aufstellortes gesorgt sein.
2.6.1
Technische Daten der Kompakt- und Outdoor-Klimatisierung
A
r
t Einheit
i
k
e
l
Kompakt
Outdoor
Outdoor mit Inverter
2,5 kW
4 kW
2,4 kW
5 kW
2,4 kW
5 kW
5-8 kW
redundant redundant Inverter
5-8 kW
Inverter
redundant
400/460
50/60
3~
4.1/4.8
230
50
1~
3.8
400
50
3/N~
4.1
230
50 (2x)
1~
2 x 3.8
400
50
(2x)
3/N~
2 x 4.1
230
50
1~
10.4
230
50 (2x)
1~
10.4
Spannung
V
Hz
Bemessungsstrom
Anlaufstrom
A
400/460
50/60
3~
3.3/3.5
A
14.2/14.7
15.2/15.8
19.5
35
2 x 19.5
2 x 35
36
36
Vorschaltbare
Sicherung
A
6.3-10
6.3-10
16
3 x 16
16
(2x)
3 x 16
(2x)
16
16 (2x)
Nutzkühlleistung W
L35/L35
Geräuschpegel dB(A)
db(A) (Aggregat)
2500/3090
4000/4010
2400
5000
2400
5000
7850
L18*/L35
7850
L18*/L35
> 70
> 72
40
***
42
***
40
***
42
***
48-49
***
Gewicht
Innenteil (ca.)
Gewicht
Außenteil (ca.)
Temperatur
Bereich außen
kg
65
70
59
59
63
66
70
48 - 49
je Gerät
***
2 x 70
kg
65
70
38
74
2x38
2x 74
63
2 x 63
°C
+10/+35
+10/+35
-15/+35
**
-15/+35
**
-15/+35
**
-15/+35
**
--15/+35
**
-15/+35
**
* = L18 = Servereinblastemperatur
** = bis + 43° C mit ca. 10 % Leistungsverlust
*** = in 10 Meter Abstand (Freifeldbedingungen)
Bedienungshandbuch
Seite 17
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Produktbeschreibung
Technische Änderungen vorbehalten
2.6.2
Version 2.2
Liquid Cooling Package – LCP
Das LCP ist ein in Bezug auf die Raumtemperatur neutrales Kühlkonzept, mit dem eine max. Kühlleistung
von bis zu 20 KW erzielt werden kann. Das LCP arbeitet mit Kaltwasser und benötigt somit einen Anschluss
an ein bauseitiges Kaltwassernetz oder an einen Rückkühler zur Kälteerzeugung. Durch die Verwendung
von EC- Lüftern wird maximale Effizienz erreicht.
Moduldarstellung und Luftzirkulation
Die Komponenten des LCPs sind für eine hohe Lebensdauer ausgelegt. Die Kaltwasseranschlüsse und der
Wasserfilter sind einer regelmäßigen Stichprobe bzw. Reinigung zu unterziehen.
Durch die räumliche Trennung der wasser- und luftführenden Bereiche ist gewährleistet, dass kein Wasser
in den Bereich der Server gelangen kann. Zusätzliche Sicherheit bietet der Einsatz eines Leckagesensors.
Wird eine Leckage detektiert, kann ein Magnetventil im Vor- und Rücklauf angesteuert (bzw. geschlossen)
werden.
Vorteile in der Anwendung des LCP:
•
hohe Energieeffizienz
•
komplette Zugänglichkeit der 19“-Ebene auf der Front- und auf der Rückseite
•
absolut gleichmäßige Verteilung der kalten Luft vor der 19“-Ebene
•
skalierbar, erweiterbar, nachrüstbar
•
Einbindung in ein ganzheitliches Überwachungssystem
•
Aktives Kondensatmanagement
•
vorhandene Raumklimatisierung wird nicht belastet
Vorteil gegenüber luftgekühlten Lösungen:
Durch das Abführen der Verlustleistung mit Wasser aus dem LCP ist eine optimale Trennung zwischen zugeführter Kaltluft und abgeführter Wärmeenergie gegeben. Wasser kann aufgrund seiner stofflichen Eigenschaften fast 4.000 mal „besser“ Wärmeenergie transportieren als Luft.
HINWEIS
Bitte beachten Sie ebenfalls die zusätzlich zu diesem Bedienungshandbuch beigefügte Bedienungsanleitung für das Klimagerät.
Bedienungshandbuch
Seite 18
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Umfeld
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
3
Umfeld
3.1
Anforderungen an die Statik
Der Modulsafe LMS 9.3 muss auf einem planebenen Boden (planebener Decke) aufgestellt werden. Der
Boden bzw. die Decke muss die Verkehrslast gemäß DIN 1045 tragen können; z. B. Stahlbetondecke, Rippendecke.
Begriffserklärungen
Verkehrslast:
Gewicht des Modulsafes plus Gewicht der Gegenstände, die im Modulsafe LMS 9.3
untergebracht sind.
Lastfläche:
Fläche, die der Modulsafe LMS 9.3 unmittelbar abdeckt.
Verkehrsfläche:
Lastfläche zuzüglich einer Freifläche vor und hinter dem Modulsafe, die sich aus dem
Schwenkbereich der Sicherheitstüren ergibt. Auf der Verkehrsfläche dürfen sich außer
dem Modulsafe keine Möbel oder andere schwere Gegenstände befinden. Der normale
Personenverkehr ist jedoch zulässig.
Nutzlast:
Last, die durch den Personenverkehr vor Safetüren auftritt. Sie wird mit durchschnittlich
100 kg/m² angenommen.
Bedienungshandbuch
Seite 19
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Umfeld
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Entspricht die Deckenkonstruktion nicht DIN 1055, muss vor Aufstellen des Modulsafes
LMS 9.3 anhand einer statischen Berechnung geprüft werden, ob der Safe an der gewählten
Stelle aufgestellt werden darf.
Entspricht aber die Deckenkonstruktion DIN 1045, darf der Modulsafe LMS 9.3 auch ohne
besondere statische Berechnung in solchen Räumen aufgestellt werden, die in Teil 3 dieser
Norm aufzählt sind. Das sind:
5a
Wohnräume mit Trennwandzuschlag für Ständerwerkswände oder gemauerte Wände (115mm Stärke).
6b
Büroräume mit Trennwandzuschlag für Ständerwerkswände oder gemauerte Wände
(115mm).
7a-10
Alle übrigen Räume nach höheren Nutzlasten gemäß DIN 1055.
Hierzu gehören insbesondere Verkaufsräume über 50 m², Schulräume, Werkstätten,
Laborgebäude, Versammlungsräume, Archive, Aktenräume, Gaststätten u. a.
Die mittlere Flächenlast des Modulsafes LMS 9.3 darf die der Decke nicht überschreiten.
GEFAHR
Einsturzgefahr
Beim Versagen der Gebäudestatik kann es zu schweren Verletzungen
und Tod kommen.
Überprüfen Sie vor der Montage des Modulsafes die Anforderungen an die
Statik des Gebäudes.
Der Modulsafe darf nur dort aufgestellt werden, wo die Gebäudestatik ausreichend dimensioniert ist.
Sie berechnet sich nach folgender Formel:
Mittlere Flächenlast =
Bedienungshandbuch
Verkehrslast + (Verkehrsfläche – Lastfläche) x Nutzlast
Verkehrsfläche
Seite 20
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Umfeld
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Verkettung mehrerer Modulsafes
Mehrere Modulsafes können zu einem größeren Modulsafe zusammengefügt
werden, auch Verkettung genannt. In einem solchen Fall werden von jedem
Modulsafe die zueinander angeordneten Seitenteile durch spezielle Verkettungselemente ersetzt.
Die mittlere Flächenlast muss auch bei verketteten Modulsafes anhand der auf
Seite 20 beschriebenen Formel neu berechnet werden, siehe auch nachfolgende Tabelle:
Verkettungsbeispiel für
2 Modulsafes
Mittlere Flächenlast des LMS 9.3, 42/47 HE mit 300 kg Nutzlast
Rittal Modulsafe LMS 9.3, zwei einflüglige Türen
Verkettung mehrerer Modulsafes
1 Modulsafe
2 Modulsafes
3 Modulsafes
4 Modulsafes
Mittlere Flächenlast [kg/m²] 47 HE1000
367
353
349
346
Mittlere Flächenlast [kg/m²] 42 HE1000
356
342
338
335
Safe
Rittal Modulsafe LMS 9.3, zwei zweiflüglige Türen
Verkettung mehrerer Modulsafes
1 Modulsafe
2 Modulsafes
3 Modulsafes
4 Modulsafes
Mittlere Flächenlast [kg/m²] 47 HE1000
483
463
457
453
Mittlere Flächenlast [kg/m²] 42 HE1000
467
448
441
438
Safe
Rittal Modulsafe LMS 9.3, eine einflüglige und eine zweiflüglige Tür
Verkettung mehrerer Modulsafes
1 Modulsafe
2 Modulsafes
3 Modulsafes
4 Modulsafes
Mittlere Flächenlast [kg/m²] 47 HE1000
415
399
393
390
Mittlere Flächenlast [kg/m²] 42 HE1000
402
386
380
377
Safe
Bedienungshandbuch
Seite 21
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
4
Bedienung und Funktion
4.1
Handhabung der Türen
Version 2.2
Beachten Sie beim Öffnen und Verschließen der Türen des Modulsafes folgende Hinweise:
WARNUNG
Klemmgefahr
Beim Öffnen oder Schließen der Sicherheitstüren kann es zu Verletzungen kommen.
Achten Sie darauf, dass Sie beim Öffnen und Schließen der Türen nicht
zwischen Tür und Rahmen gelangen. Halten Sie ausreichenden Sicherheitsabstand.
WARNUNG
Einsperren von Personen
Beim Einsperren von Personen im noch nicht vollständig bestückten
Modulsafe kann es zu Verletzungen kommen.
Vergewissern Sie sich vor dem Schließen des noch nicht vollständig bestückten Modulsafes, dass sich keine Personen mehr im Inneren befinden.
HINWEIS
Die Sicherheitstüren des Modulsafes LMS 9.3 können nur begrenzt weit
geöffnet werden. Vermeiden Sie es, die Türen gewaltsam weiter zu öffnen, weil Sie dadurch den Modulsafe beschädigen.
HINWEIS
Bevor Sie die Türen schließen müssen die Sicherungsbolzen eingezogen sein. Der Modulsafe wird ansonsten beschädigt.
HINWEIS
Vergewissern Sie sich vor dem Schließen, dass sich im Modulsafe keine Schlüssel (auch keine Notschlüssel) befinden!
In den Innenraum des Modulsafes darf nicht eingestiegen werden!
Die Sicherheitstüren weisen auf der Innenseite keine Panikentriegelung
auf.
Bedienungshandbuch
Seite 22
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
HINWEIS
Vorsicht: Kippgefahr bei 180° geöffneten Türen und gleichzeitig leerem
Gehäuse!
4.1.1
Mechanisches Schlüsselschloss
HINWEIS
Serienmäßige Lieferung von 2 Schlüsseln. Alle Schlüssel sind an einem für unbefugte Personen sicheren Ort aufzubewahren. Geht ein
Schlüssel verloren, ist es erforderlich, das Schloss auszutauschen!
Schützen Sie die Schlüssel vor starker Verschmutzung.
Das Schloss darf nicht geölt oder gefettet werden.
Öffnen des Safes (DIN rechts)
Arbeitsschritt
1.
Schlossabdeckung nach oben drehen
2.
Schlüssel in Schlüsselführung einführen und nach rechts drehen.
3.
Griff nach links bis zum Anschlag drehen und Safetür aufziehen.
Schließen des Safes
Arbeitsschritt
1.
Safetür an der scharnierabgewandten Seite langsam zudrücken.Türgriff nach rechts bis in die waagerechte Stellung drehen. Bei zu schnellem Zuschlagen der Safetür entsteht ein Luftpolster, dass das
Schließen der Safetür verhindert.
2.
Eingeführten Schlüssel nach links bis zum Anschlag drehen.
3.
Schlüssel abziehen.
4.
Schlossabdeckung nach unten drehen
Bedienungshandbuch
Seite 23
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
HINWEIS
Lassen Sie nach Inbetriebnahme des Safes keine Schlüssel von einem
Schlüsseldienst duplizieren. Sollten weitere Schlüssel gewünscht werden, setzen Sie sich mit dem Service des Herstellers in Verbindung.
Gehen Schlüssel verloren, muss das Schloss umgehend ausgetauscht
werden.
4.1.2
Elektronisches Tastenkombinationsschloss Code Combi B
Das elektronisches Tastenkombinationsschloss Code Combi B ist mit einem Revisionsverschluss (zur Notöffnung) ausgestattet. Lesen Sie die Bedienungsanleitung sorgfältig, bevor Sie das Tastenschloss in Betrieb
nehmen und beachten Sie bitte die Sicherheitshinweise auf der folgenden Seite:
Tastenschloss (Option)
Lieferumfang/Eigenschaften:
• Elektronisches Tastenschloss
• ca. 1.000.000 verschiedene Codemöglichkeiten
• max. zwei 6-stellige Codes können programmiert werden
(Abbildung zeigt
Bedieneinheit)
• Batteriebetrieb mit 1 Stück 9 Volt E-Blockbatterie
(Batterie nicht im Lieferumfang enthalten)
• ca. 30.000 Öffnungszyklen mit einer Batterie
• dreiseitige Verriegelung
• Schloss mit integriertem Batteriekasten
• Zertifizierungen: EN 1300, ECB·S, VdS-Klasse 1, GOSTKlasse A, IMP-Klasse A
• Akustische und optische Bedienerunterstützung
• Eingabeeinheit: Kunststoff, basaltgrau (RAL 7012)
Bedienungshandbuch
Seite 24
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Wichtige Sicherheitshinweise:
HINWEIS
Programmiervorgänge nur bei geöffnetem Schloss und geöffneten Sicherheitstüren durchführen!
Jede korrekte und vom Schloss anerkannte Tastenbetätigung wird mit
einem akustischen Signal bestätigt. Diese Bestätigungssignale werden
in den folgenden Beschreibungen nicht berücksichtigt.
Für jede einzelne Tasteneingabe haben Sie max. 20 Sekunden Zeit.
Wenn innerhalb dieser 20 Sekunden keine Taste bedient wurde, schaltet sich die Elektronik automatisch ab. Nicht beendete Bedienungen
müssen danach neu gestartet werden.
Codeeingaben können durch Drücken der Taste P abgebrochen werden.
Das Schloss ist bei Anlieferung auf den Werkcode 123456 eingestellt.
Ändern Sie aus Sicherheitsgründen diesen Werkcode sofort auf Ihren
persönlichen Code. Verwenden Sie für Ihren Code keine persönlichen
oder bekannten Zahlenkombinationen.
Sofern die Batterie nicht von außen zugänglich ist, muss bei entladener
oder defekter Batterie das Schloss über den Revisionsschlüssel geöffnet werden.
Der Revisionsschlüssel ist an einem sicheren Ort (keinesfalls im Inneren des Modulsafes) aufzubewahren.
Das Schloss ist ausgelegt zur Nutzung im Temperaturbereich zwischen
+10 °C bis +50 °C.
Die Reinigung darf nur mit einem feuchten Tuch erfolgen (keine aggressiven Reinigungsmittel verwenden).
Das Schloss darf nicht gefettet werden.
Öffnen Sie niemals das Schlossgehäuse. Falls Demontagen am Beschlag erforderlich sind, diese nur entsprechend den Vorgaben in dieser Bedienungsanleitung ausführen. Missachtung führt zum Verlust der
Gewährleistungsansprüche.
HINWEIS
Bitte beachten Sie ebenfalls die zusätzlich zu dieser Bedienungsanleitung beigefügte Bedienungsanleitung des Code-Kombi B Schlosses.
Bedienungshandbuch
Seite 25
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Signale und ihre Bedeutung
Symbol
Signal
Bedeutung
Grüne LED blinkt 1 mal
Gültiger 6-stelliger Code wurde
eingegeben
Grüne LED leuchtet konstant
Schloss ist programmierbereit
Rote LED blinkt 3 mal
Ungültiger Code wurde eingegeben
oder
Eingabe wurde mit P abgebrochen
10 x
Rote LED blinkt 10 mal nach Drücken der ON-Taste
Unterspannung
1, 2, 4, 8 oder 16 Minuten
Rote LED blinkt im Sekundentakt
1, 2, 4, 8 oder 16 Minuten nach
Drücken der ON-Taste
Schloss befindet
Sperrzeit
Rote LED blinkt alle 5 Sekunden
Schloss befindet sich in der Öffnungsverzögerung
Rote und grüne LED blinken abwechselnd 3 mal
Schloss wurde zuletzt mit einem
anderen Code geöffnet
Rote und grüne LED blinken abwechselnd begleitet von einem
akustischen Signal
Blende an der Bedieneinheit wurde für Schlüsselöffnung abgenommen
Grüne LED blinkt alle 5 Sekunden
begleitet von einem akustischen
Signal
Schloss befindet sich in der Öffnungsbereitschaftszeit
Akustisches Signal ertönt 1 mal
Ende der Öffnungsbereitschaftszeit
Akustisches Signal ertönt 2 mal
Bei Programmierung wurde neuer
6-stelliger Code eingegeben
Akustisches Signal ertönt 3 mal
Bei Programmierung wurde ungültiger 6-stelliger Code eingegeben
1x
3x
3x
/
/
1x
2x
3x
Bedienungshandbuch
sich
in
der
Seite 26
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Bedienmodi
Das Schloss kann mit einem Code (Erstcode), mit zwei Codes (Erst- oder Zweitcode) oder mit einem Doppelcode (1. und 2. Teilcode) geöffnet werden. Nur der Inhaber des übergeordneten Erstcodes kann den
Zweitcode und den Doppelcode freigeben.
• Erstcode: 6-stellige Geheimzahl
• Zweitcode: Zusätzliche 6-stellige Geheimzahl für weiteren Benutzer
• Doppelcode: Aus zwei 6-stelligen Teilcodes bestehende 12-stellige Geheimzahl für zwei Benutzer des
Modulsafes. Beide Benutzer müssen zur Öffnung des Schlosses ihren 6-stelligen Teilcode eingeben
(Vieraugenprinzip).
Bei der Bedienung des Schlosses unterscheidet man 3 Bedienmodi. Die Öffnungsberechtigung der unterschiedlichen Modi wird nachfolgend dargestellt. Werkseitig eingestellt ist der Parallele Modus.
Als Erstcode ist der Werkscode 1 2 3 4 5 6 programmiert.
Paralleler Modus
Deligierter Doppelcode Modus
Einfacher Doppelcode Modus
Bedienungshandbuch
Seite 27
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Schlossfunktionen
HINWEIS
Programmiervorgänge nur bei geöffnetem Schloss und geöffneter Bedienertür durchführen!
Funktion Paralleler Modus
Öffnen mit Erst- oder Zweitcode
Arbeitsschritt
1.
ON drücken.
2.
Gültigen 6-stelligen Erst- oder Zweitcode eingeben.
3.
Balkengriff innerhalb von 4 Sekunden im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
Anzeige
1x
Wurde das Schloss zuletzt mit einem anderen Code geöffnet, erfolgt die Signalmeldung 3 x
Öffnen nach drei oder mehr fehlerhaften Codeeingaben ⇒ Sperrzeit
Nach drei fehlerhaften Eingaben schaltet das Schloss in eine 1-minütige Sperrzeit. Bei jeder weiteren fehlerhaften Codeeingabe erfolgt eine Verlängerung der Sperrzeit auf 2, 4, 8 und max. 16 Minuten. Während der
Sperrzeit blinkt die rote LED im Sekundentakt und es ist keine weitere Codeeingabe möglich. Die Sperrzeit
kann mit dem Revisionsschlüssel übergangen werden (siehe Seite 37).
Arbeitsschritt
Anzeige
1.
Nach Ablauf der Sperrzeit zu einem beliebigen Zeitpunkt ON drücken.
2.
Gültigen 6-stelligen Code eingeben.
1x
Meldung: Ungültiger 6-stelliger Code wurde bei einem früheren Öffnungsversuch
eingegeben.
3x
3.
Balkengriff innerhalb von 4 Sekunden im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
Bedienungshandbuch
Seite 28
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Ändern des Erstcodes durch Erstcodeinhaber
Arbeitsschritt
Anzeige
1.
Schloss mit gültigem 6-stelligem Erstcode öffnen (siehe Seite 28).
2.
ON drücken.
3.
P drücken.
4.
Gültigen 6-stelligen Erstcode eingeben.
5.
Neuen 6-stelligen Erstcode eingeben.
/2x
6.
Neuen 6-stelligen Erstcode nochmals eingeben.
1x
7.
Neu programmierten Erstcode durch Schließen und nochmaliges Öffnen testen.
Wurde der neue Erstcode in 6. nicht korrekt bestätigt, erfolgt die Signalmeldung 3 x
Dann den Vorgang ab 2. wiederholen.
.
Zuschalten/Ändern des Zweitcodes durch Erstcodeinhaber
Arbeitsschritt
Anzeige
1.
Schloss mit gültigem 6-stelligem Erstcode öffnen (siehe Seite 28).
2.
ON drücken.
3.
P drücken.
4.
Gültigen 6-stelligen Erstcode eingeben.
5.
P drücken.
6.
3 drücken.
7.
Neuen 6-stelligen Zweitcode eingeben.
/2x
8.
Neuen 6-stelligen Zweitcode nochmals eingeben.
1x
9.
Neu programmierten Zweitcode durch Schließen und nochmaliges Öffnen testen.
Wurde der neue Zweitcode in 8. nicht korrekt bestätigt, erfolgt die Signalmeldung 3 x
Dann den Vorgang ab 2. wiederholen.
.
Ändern des Zweitcodes durch Zweitcodeinhaber
Arbeitsschritt
1.
Schloss mit gültigem 6-stelligem Zweitcode öffnen (siehe Seite 28).
2.
ON drücken.
3.
P drücken.
4.
Gültigen 6-stelligen Zweitcode eingeben.
5.
Neuen 6-stelligen Zweitcode eingeben.
6.
Neuen 6-stelligen Zweitcode nochmals eingeben.
7.
Neu programmierten Zweitcode durch Schließen und nochmaliges Öffnen testen.
Wurde der neue Zweitcode in 6. nicht korrekt bestätigt, erfolgt die Signalmeldung 3 x
Dann den Vorgang ab 2. wiederholen.
Bedienungshandbuch
Anzeige
1x
.
Seite 29
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Löschen des Zweitcodes durch Erstcodeinhaber
Arbeitsschritt
1.
Schloss mit gültigem 6-stelligem Erstcode öffnen (siehe Seite 28).
2.
ON drücken.
3.
P drücken.
4.
Gültigen 6-stelligen Erstcode eingeben.
5.
P drücken.
6.
0 drücken.
Anzeige
1x
Durch Drücken der Tastenkombination P und 0 werden alle programmierten Funktionen
(Zweitcode, Doppelcode, Öffnungsverzögerung, Öffnungsbereitschaftszeit) gelöscht.
Schließen
In Verbindung mit einem Riegelwerk muss nach dem Schließen der Tür das Riegelwerk verriegelt und danach das Schloss geschlossen werden.
Arbeitsschritt
1.
Anzeige
Balkengriff gegen den Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
Funktion Delegierter Doppelcode Modus
Zuschalten/Ändern eines Doppelcodes durch Erstcodeinhaber
Arbeitsschritt
Anzeige
1.
Schloss mit gültigem 6-stelligem Erstcode öffnen (siehe Seite 28).
2.
ON drücken.
3.
P drücken.
4.
Gültigen 6-stelligen Erstcode eingeben.
5.
P drücken.
6.
5 drücken.
7.
Neuen 6-stelligen 1. Teilcode eingeben.
/2 x
8.
Neuen 6-stelligen 1. Teilcode nochmals eingeben.
1x
9.
Neuen 6-stelligen 2. Teilcode eingeben.
/2 x
10.
Neuen 6-stelligen 2. Teilcode nochmals eingeben.
1x
11.
Neu programmierten Doppelcode durch Schließen und nochmaliges Öffnen testen.
Wurde der 1. oder 2. Teilcode nicht korrekt bestätigt, erfolgt die Signalmeldung 3 x .
Dann den Vorgang ab 2. wiederholen.
Die Reihenfolge der Teilcodes und deren nochmalige Bestätigung muss eingehalten werden.
Bedienungshandbuch
Seite 30
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Öffnen
Öffnen mit Erstcode durch Erstcodeinhaber
Arbeitsschritt
Anzeige
1.
ON drücken.
2.
Gültigen 6-stelligen Erstcode eingeben.
3.
Balkengriff innerhalb von 4 Sekunden im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
1x
Wurde das Schloss zuletzt mit dem Doppelcode geöffnet, erfolgt die Signalmeldung 3 x
.
Öffnen mit Doppelcode durch Doppelcodeinhaber
Arbeitsschritt
Anzeige
1.
ON drücken.
2.
Gültigen 6-stelligen 1. Teilcode eingeben.
1x
3.
Gültigen 6-stelligen 2. Teilcode eingeben.
1x
4.
Balkengriff innerhalb von 4 Sekunden im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
Wurde das Schloss zuletzt mit dem Erstcode geöffnet, erfolgt die Signalmeldung 3 x .
Die Reihenfolge der Teilcodes muss eingehalten werden. Um das Schloss zu öffnen, muss zunächst der
1. Teilcode und anschließend der 2. Teilcode eingegeben werden.
Öffnen nach 3 oder mehr fehlerhaften Codeeingaben ⇒ Sperrzeit
Nach drei fehlerhaften Eingaben schaltet das Schloss in eine 1-minütige Sperrzeit. Bei jeder weiteren fehlerhaften Codeeingabe erfolgt eine Verlängerung der Sperrzeit auf 2, 4, 8 und max. 16 Minuten. Während der
Sperrzeit blinkt die rote LED im Sekundentakt und es ist keine weitere Codeeingabe möglich. Die Sperrzeit
kann mit dem Revisionsschlüssel übergangen werden (siehe Seite 37).
Arbeitsschritt
Anzeige
1.
Nach Ablauf der Sperrzeit zu einem beliebigen Zeitpunkt ON drücken.
2.
Gültigen Code eingeben.
Meldung:
Ungültiger
eingegeben.
3.
1x
Code
wurde
bei
einem
früheren
Öffnungsversuch
3x
Balkengriff innerhalb von 4 Sekunden im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen
Ändern des Erstcodes durch Erstcodeinhaber
Arbeitsschritt
Anzeige
1.
Schloss mit gültigem 6-stelligem Erstcode öffnen (siehe Seite 31).
2.
ON drücken.
3.
P drücken.
4.
Gültigen 6-stelligen Erstcode eingeben
5.
Neuen 6-stelligen Erstcode eingeben
/2 x
6.
Neuen 6-stelligen Erstcode nochmals eingeben
1x
7.
Neu programmierten Doppelcode durch Schließen und nochmaliges Öffnen testen
Wurde der neue Erstcode in 6. nicht korrekt bestätigt, erfolgt die Signalmeldung 3 x
Dann den Vorgang ab 2. wiederholen.
Bedienungshandbuch
.
Seite 31
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Ändern des Doppelcodes durch Doppelcodeinhaber
Arbeitsschritt
Anzeige
1.
Schloss mit gültigem Doppelcode öffnen (siehe Seite 31).
2.
ON drücken.
3.
P drücken.
4.
Gültigen Doppelcode nochmals eingeben.
5.
Neuen 6-stelligen 1. Teilcode eingeben.
/2 x
6.
Neuen 6-stelligen 1. Teilcode nochmals eingeben.
1x
7.
Neuen 6-stelligen 2. Teilcode eingeben.
8.
Neuen 6-stelligen 2. Teilcode nochmals eingeben.
9.
Neu programmierten Doppelcode durch Schließen und nochmaliges Öffnen testen.
1x
Wurde der 1. oder 2. Teilcode nicht korrekt bestätigt, erfolgt die Signalmeldung 3 x .
Dann den Vorgang ab 2. wiederholen.
Die Reihenfolge der Teilcodes und deren nochmalige Bestätigung muss eingehalten werden.
Löschen des Doppelcodes durch Erstcodeinhaber
Arbeitsschritt
1.
Schloss mit gültigem 6-stelligem Erstcode öffnen (siehe Seite 31).
2.
ON drücken.
3.
P drücken.
4.
Gültigen 6-stelligen Erstcode nochmals eingeben.
5.
P drücken.
6.
0 drücken.
Anzeige
⇒
1x
Doppelcode gelöscht
Durch Drücken der Tastenkombination P und 0 werden alle programmierten Funktionen (Zweitcode, Doppelcode, Öffnungsverzögerung, Öffnungsbereitschaftszeit) gelöscht.
Schließen
Siehe Seite 30.
Bedienungshandbuch
Seite 32
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Funktion Einfacher Doppelcode Modus
Aktivierung des Einfachen Doppelcode Modus durch Erstcodeinhaber
Bei dieser Aktion wird der Erstcode gelöscht und durch einen Doppelcode ersetzt. Das Schloss kann nun nur
noch mit dem 1. und 2. Teilcode (Vieraugenprinzip) geöffnet werden.
Arbeitsschritt
1.
Schloss mit gültigem 6-stelligem Erstcode öffnen (siehe Seite 28).
2.
ON drücken.
3.
P drücken.
4.
Gültigen Doppelcode nochmals eingeben.
5.
P drücken.
6.
7 drücken.
7.
Neuen 6-stelligen 1. Teilcode eingeben.
8.
Neuen 6-stelligen 1. Teilcode nochmals eingeben.
9.
Neuen 6-stelligen 2. Teilcode eingeben.
10.
Neuen 6-stelligen 2. Teilcode nochmals eingeben
11.
Neu programmierten Doppelcode durch Schließen und nochmaliges Öffnen testen.
Anzeige
/2x
1x
1x
Wurde der 1. oder 2. Teilcode nicht korrekt bestätigt, erfolgt die Signalmeldung 3 x .
Dann den Vorgang ab 2. wiederholen.
Die Reihenfolge der Teilcodes und deren nochmalige Bestätigung muss eingehalten werden.
Öffnen mit Doppelcode durch Doppelcodeinhaber
Arbeitsschritt
Anzeige
1.
ON drücken.
2.
Gültigen 6-stelligen 1. Teilcode eingeben.
1x
3.
Gültigen 6-stelligen 2. Teilcode eingeben.
1x
4.
Balkengriff innerhalb von 4 Sekunden im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
Die Reihenfolge der Teilcodes muss eingehalten werden. Um das Schloss zu öffnen, muss zunächst der
1. und anschließend der 2. Teilcode eingegeben werden.
Bedienungshandbuch
Seite 33
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Öffnen nach 3 oder mehr fehlerhaften Codeeingaben ⇒ Sperrzeit
Nach drei fehlerhaften Eingaben schaltet das Schloss in eine 1-minütige Sperrzeit. Bei jeder weiteren fehlerhaften Codeeingabe erfolgt eine Verlängerung der Sperrzeit auf 2, 4, 8 und max. 16 Minuten. Während der
Sperrzeit blinkt die rote LED im Sekundentakt und es ist keine weitere Codeeingabe möglich. Die Sperrzeit
kann mit dem Revisionsschlüssel übergangen werden (siehe Seite 37).
Arbeitsschritt
Anzeige
1.
Nach Ablauf der Sperrzeit zu einem beliebigen Zeitpunkt ON drücken.
2.
Gültigen Doppelcode eingeben.
1x
Meldung: Ungültiger Doppelcode wurde bei einem früheren Öffnungsversuch eingegeben.
3x
3.
Balkengriff innerhalb von 4 Sekunden im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
Ändern des Doppelcodes durch Doppelcodeinhaber
Arbeitsschritt
Anzeige
1.
Schloss mit gültigem 6-stelligem Erstcode öffnen (siehe Seite 33).
2.
ON drücken.
3.
P drücken.
4.
Gültigen Doppelcode nochmals eingeben.
5.
Neuen 6-stelligen 1. Teilcode eingeben.
/2x
6.
Neuen 6-stelligen 1. Teilcode nochmals eingeben.
1x
7.
Neuen 6-stelligen 2. Teilcode eingeben.
/2x
8.
Neuen 6-stelligen 2. Teilcode nochmals eingeben.
1x
9.
Neu programmierten Doppelcode durch Schließen und nochmaliges Öffnen testen.
Wurde der 1. oder 2. Teilcode nicht korrekt bestätigt, erfolgt die Signalmeldung 3 x .
Dann den Vorgang ab 2. wiederholen.
Die Reihenfolge der Teilcodes und deren nochmalige Bestätigung muss eingehalten werden.
Bedienungshandbuch
Seite 34
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Wechsel vom Einfachen Doppelcode Modus in den Parallelen Modus: Ändern des Doppelcodes in
Erstcode
Beim Löschen wird der 1. Teilcode als neuer Erstcode übernommen.
Durch Drücken der Tastenkombination P und 0 werden alle programmierten Funktionen (Zweitcode, Doppelcode, Öffnungsverzögerung, Öffnungsbereitschaftszeit) gelöscht.
Arbeitsschritt
Anzeige
1.
Schloss mit gültigem Doppelcode öffnen (siehe Seite 31).
2.
ON drücken.
3.
P drücken.
4.
Gültigen Doppelcode nochmals eingeben.
5.
P drücken.
1x
6.
0 drücken.
1x
⇒ 2. Teilcode gelöscht
Schließen
Siehe Seite 30.
Funktionen Öffnungsverzögerung (ÖV) und Öffnungsbereitschaftszeit (ÖZ)
Als Öffnungsverzögerung (ÖV) bezeichnet man die Zeit, nach deren Ablauf das Öffnen des Schlosses möglich ist. Als Öffnungsbereitschaftszeit (ÖZ) bezeichnet man die Zeit, während der das Schloss nach Ablauf
der ÖV geöffnet werden kann. Jeder gültige Code kann mit einer ÖV und ÖZ belegt werden.
Zuschalten/Ändern der ÖV/ÖZ
Arbeitsschritt
1.
Schloss mit gültigem Code öffnen.
2.
ON drücken.
3.
P drücken.
4.
Gültigen Code nochmals eingeben.
5.
P drücken.
6.
1 drücken bei Eingabe von ÖV/ÖZ für
Anzeige
- Erstcode im Parallelen Modus
- Erstcode im Delegierten Doppelcode Modus
- Doppelcode im Einfachen Doppelcode Modus
2 drücken bei Eingabe von ÖV/ÖZ für
- Zweitcode im Parallelen Modus
- Doppelcode im Delegierten Doppelcode Modus
7.
Eingabe einer zweistelligen ÖV (01-99 Minuten) und
Eingabe einer einstelligen ÖZ (1-9 Minuten)
1x
Beispiel: 092 für 9 Minuten ÖV und 2 Minuten ÖZ
8.
Neu programmierte ÖV und ÖZ durch Schließen und nochmaliges Öffnen testen.
Bedienungshandbuch
Seite 35
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Öffnen bei programmierter ÖV/ÖZ
Arbeitsschritt
1.
ON drücken.
2.
Gültigen Code eingeben.
Anzeige
1x
Automatischer Beginn der ÖV: visuelle Signalmeldung alle 5 Sekunden.
Nach Ablauf der ÖV: akustische Signalmeldung.
Automatischer Beginn der ÖZ: visuelle Signalmeldung alle 5 Sekunden.
5.
Gültigen Code während der ÖZ nochmals eingeben.
4.
Innerhalb von 4 Sekunden den Balkengriff im Uhrzeigersinn drehen.
1x
/
1x
Durch Drücken der Taste P innerhalb der ÖV wird diese Funktion abgebrochen. Zur erneuten Öffnung muss
der Vorgang vollständig wiederholt werden.
Innerhalb der ÖZ sind drei Codeeingaben möglich. Nach der dritten falschen Eingabe muss der Vorgang
vollständig wiederholt werden. Die ÖV/ÖZ kann durch die Verwendung des Revisionsschlüssels übergangen
werden (siehe Seite 37).
Löschen der programmierten ÖV/ÖZ
Arbeitsschritt
1.
Schloss mit gültigem Code öffnen.
2.
ON drücken.
3.
P drücken.
4.
Gültigen Code nochmals eingeben.
5.
P drücken.
6.
1 drücken bei Eingabe von ÖV/ÖZ für
Anzeige
- Erstcode im Parallelen Modus
- Erstcode im Delegierten Doppelcode Modus
- Doppelcode im Einfachen Doppelcode Modus
2 drücken bei Eingabe von ÖV/ÖZ für
- Zweitcode im Parallelen Modus
- Doppelcode im Delegierten Doppelcode Modus
7.
000 drücken (ÖV/ÖZ jeweils auf 0 setzen).
1x
⇒ ÖV/ÖZ
gelöscht
Bedienungshandbuch
Seite 36
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Technische Änderungen vorbehalten
Bedienung und Funktion
Version 2.2
Stromversorgung
Das Schloss wird durch eine 9 Volt Blockbatterie mit Strom versorgt (Ausnahme: Stromversorgung durch
Einbruchmeldeanlage). Wir empfehlen, eine Alkali/Mangan Batterie mit reduziertem Schwermetallgehalt
einzusetzen.
Bitte nach einem Batteriewechsel die Altbatterie über die Recycling-/Sammelboxen umweltgerecht entsorgen. Werfen Sie die leere Batterie niemals ins Feuer, ins Wasser oder in den Hausmüll.
Unterspannungsanzeige
Arbeitsschritt
1.
Nach dem Betätigen von ON
2.
Unverzüglich Batterie tauschen
Anzeige
10 x
Unterspannung wird angezeigt, wenn nach der Betätigung der ON-Taste die rote LED 10 mal blinkt. Für
ca. 50 Öffnungen ist nun noch ausreichend Energie vorhanden, es dürfen aber keine Programmierungsvorgänge mehr vorgenommen werden.
Bei Unterspannungsanzeige unverzüglich einen Batteriewechsel vornehmen. Wird der Batteriewechsel über
einen extrem langen Zeitraum missachtet, kann aufgrund der Selbstentladung der Batterie die Anzahl der
möglichen Öffnungszyklen reduziert werden.
Sofern die Batterie nicht von außen zugänglich ist, muss bei entladener oder defekter Batterie das Schloss
über den Revisionsschlüssel geöffnet werden (siehe Seite 37).
Batteriewechsel bei separatem Batteriekasten
Das Schubfach des Batteriekastens gemäß der angedeuteten Pfeilrichtung (Riffelung auf dem Schubfach)
verschieben und komplett herausziehen. Verbrauchte Batterie entnehmen und neue Batterie einlegen.
Schubfach einlegen und zurückschieben bis es hörbar einrastet.
Revisionsöffnung mit Schlüssel
Wenn z. B. der Code vergessen wurde, kann das Schloss mit dem Revisionsschlüssel geöffnet werden. Um
das Schlüsselloch freizulegen, muss die Blende an der Bedieneinheit mit einem geeigneten Hilfswerkzeug
entfernt werden.
Das Abnehmen der Bedieneinheit wird vom Schloss als Sabotageversuch erkannt. Diese Demontage wird
bei jeder späteren Bedienung nach der Codeeingabe als Signalmeldung ausgegeben. Die Signalmeldung
muss gelöscht werden.
Bedienungshandbuch
Seite 37
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Öffnen
Arbeitsschritt
Anzeige
1.
Hilfswerkzeug in das rechte Loch drücken, bis sich die Verrastung löst.
2.
Hilfswerkzeug gedrückt halten, während die Blende vorsichtig gehoben wird.
3.
Vorgang am linken Loch wiederholen.
/
4.
Blende nun vorsichtig abziehen.
/
5.
Balkengriff und Antriebswerte (Vierkant) abziehen.
6.
Blende (ohne Balkengriff) wieder aufstecken und verrasten.
7.
Schlüssel einführen und im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen (Schlüssel nicht abziehbar).
Soll nun auch der Code geändert werden, ist wie folgt zu verfahren. Eine aktivierte Sperrzeit muss immer
abgewartet werden, bevor ein neuer Erstcode programmiert werden kann.
Arbeitsschritt
8.
ON drücken.
9.
P drücken.
10.
P drücken.
11.
0 drücken.
12.
ON drücken.
13.
P drücken.
14.
Neuen 6-stelligen Erstcode eingeben.
15.
Neuen 6-stelligen Erstcode eingeben.
Anzeige
1x
1x
Wurde der Erstcode in 15. nicht korrekt bestätigt, erfolgt die Signalmeldung 3 x .
Den Vorgang ab 8. wiederholen.
Durch Drücken der Tastenkombination P und 0 werden alle programmierten Funktionen (Zweitcode, Doppelcode, Öffnungsverzögerung, Öffnungsbereitschaftszeit) gelöscht.
Schließen
Arbeitsschritt
Anzeige
1.
Schlüssel gegen Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
/
2.
Schlüssel abziehen und sicher verwahren.
/
3.
Blende mit Hilfswerkzeug demontieren (siehe Seite Fehler! Textmarke nicht definiert.).
/
4.
Antriebswelle mit der Bohrung voraus einführen.
/
5.
Balkengriff aufstecken (ursprüngliche Stellung des Balkengriffs berücksichtigen).
/
6.
Blende aufstecken und alle vier Rastpunkte verclipsen.
/
7.
Alarm löschen (nur vom Erstcodeinhaber im Parallelen Modus oder vom Doppelcodeinhaber im Einfachern Doppelcode Modus durchführbar):
7a.
ON drücken.
7b.
P drücken.
7c.
Gültigen 6-stelligen Erstcode eingeben.
7d.
P drücken.
7e.
9 drücken.
Bedienungshandbuch
1x
Seite 38
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Kurzanleitung Revisionsöffnung
Zum Ausschneiden:
4.1.3
Elektronikschloss zur Ansteuerung durch ein Zutrittskontrollsystem
Elektronikschloss (Option)
Lieferumfang/Eigenschaften:
• Ausführung als 12 V oder 24 V
• Dreiseitige Verriegelung
• Eingabeeinheit: Kunststoff, basaltgrau (RAL 7012)
(Abbildung zeigt
Bedieneinheit)
• Leser- oder Bedieneinheit ist nicht im Lieferumfang enthalten
• Energieversorgung durch bauseitige Lesereinheit
Das Elektronikschloss zur Ansteuerung durch ein bauseitiges Zutrittkontrollsystems ist in die Safetür eingebaut. Das Kabel für den bauseitigen Anschluss wird im Safeinneren zur Verfügung gestellt.
Nachfolgend finden Sie den Anschlussplan.
Die Spannungsversorgung von 12 V DC bzw. 24 V DC muss kundenseitig vom Zutrittskontrollsystem für die
Zeit der Freigabe zur Verfügung stehen.
Bedienungshandbuch
Seite 39
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
4.2
Bedienung der Klimaanlage
4.2.1
Klimasplit-Kompaktgerät
Version 2.2
Inbetriebnahme und Regelverhalten
Nachdem der elektrische Anschluss hergestellt ist, läuft der Innenventilator an und wälzt die Luft im Inneren
des Modulsafes um. Dadurch entsteht eine gleichmäßige Temperaturverteilung im Modulsafe. Verdichter
und Verflüssigerventilator werden über die Mikrocontroller-Regelung geschaltet. Die Mindestausschaltzeit
beträgt 90 sek. Die Schaltdifferenz beträgt 5-10 K und wird automatisch angepasst.
4.2.2
Lagerung und Transport des Klimagerätes
HINWEIS
Wird das Klimagerät beim Transport bzw. bei der Montage senkrecht
aufgestellt, so darf dies auf keinen Fall über Kopf gedreht oder auf den
Kopf gestellt werden!
Nach einem waagerecht liegenden Transport darf das Klimagerät mindestens zwei Stunden nicht in Betrieb genommen werden!
4.2.3
Funktionsvoraussetzungen
Um die optimale Leistung des Klimagerätes zu erreichen, sind verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen:
Dichtigkeit des Safes
Achten Sie in der Montagephase darauf, dass alle Dichtungen unbeschädigt sind. Ist dies nicht der Fall, so
sind vor Ort die entsprechenden Dichtungen auszutauschen (Ersatzteilliste).
Luftzirkulation im Safe
HINWEIS
Es muss eine gleichmäßige Luftzirkulation im Safe gewährleistet sein.
Luftein- und Austrittsöffnungen im Innenkreislauf dürfen auf keinen
Fall verbaut werden (Abstand > 150 mm), da dadurch eine Luftzirkulation im Schrank verhindert wird und die Kühlleistung des Gerätes nicht
ausreichend genutzt werden kann. Hierauf sind die Nutzer des Modulsafes hinzuweisen!
Nicht belegte Höheneinheiten im 19“-Rack sind auf der Bedienerseite
mit Blindplatten zu verschließen.
Kondensatablauf nach DIN 3168
Durch ein Ablaufrohr an der Verdampfertrennwand wird Kondensatwasser, das sich am Verdampfer bilden
kann, unten aus der Klimaanlage herausgeführt (Kondensatwasser bildet sich vorzugsweise bei hoher Luftfeuchtigkeit und niedrigen Innentemperaturen im Safe). Auf dieses Ablaufrohr muss ein Schlauch der Größe
12 x 2 mm gesteckt werden, damit das Kondensatwasser störungsfrei nach unten abfließen kann (siehe
Kapitel 5.3). Das in das Abflusssystem eingebaute Siphon muss immer mit Wasser gefüllt sein, um das Eindringen von Rauchgasen über den Kondensatablauf zu verhindern.
Der Kondensatablauf wird durch das Montagepersonal aus dem Kabelschott des Modulsafes geführt. Bauseitig ist für einen störungsfreien Ablauf des Kondensats zu sorgen.
Bedienungshandbuch
Seite 40
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
4.2.4
Version 2.2
Bedienung Comfort-Regler
Mit dem Comfort-Regler (Controller), der auf der Servicetüre des Modulsafes platziert ist, können Sie das
Kühlgerät bedienen.
Dies trifft nicht für das Klimasplit- Outdoorgerät mit Invertertechnik zu.
HINWEIS
Die Solltemperatur des Basisreglers ist werkseitig auf 25 C eingestellt.
Aus Energiespargründen sollte die Solltemperatur nicht niedriger einstellen, als es erforderlich ist.
Regelung durch Comfortcontroller
Legende
1. Programmiertaste, zugleich Anzeige der eingestellten Temperatureinheit (Grad Celsius)
2. Set-Taste
3. Programmiertaste, zugleich Anzeige der eingestellten Temperatureinheit (Grad Fahrenheit)
4. 7-Segment-Anzeige
Bedienungshandbuch
Seite 41
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Eigenschaften
•
Drei Spannungsvarianten möglich:
115 V
230 V
400/460 V, 3 Phasen
•
Mehrspannungsfähig ohne Umverdrahten
•
Integrierte Anlaufverzögerung und Türendschalterfunktion
•
Schutzfunktion gegen Vereisung
•
Überwachung aller Motoren (Verdichter, Verflüssigerventilator, Verdampferventilator)
•
Phasenüberwachung bei Drehstromgeräten
•
Master-/Slave-Funktion mit bis zu 10 Geräten. Ein Gerät fungiert als Master-Gerät. Bei Erreichen der
Solltemperatur bei einem der im Verbund befindlichen Slave-Geräte oder bei Türendschalterfunktion
meldet das jeweilige Slave-Gerät an das Master-Gerät, welches alle anderen Kühlgeräte zu- bzw. abschaltet.
•
Schalthysterese: einstellbar 2–10 K, voreingestellt auf 5 K.
•
Visualisierung der aktuellen Schaltschrank-Innentemperatur sowie aller Störungsmeldungen in der 7Segment-Anzeige.
•
Mit einer Schnittstellenkarte ist die Einbindung in übergeordnete Fernüberwachungssysteme möglich,
z. B. Rittal Computer Multi Control CMC.
Das Kühlgerät arbeitet automatisch, d. h. nach Einschalten der Stromversorgung läuft der Verdampferventilator kontinuierlich und wälzt die Schrankinnenluft permanent um. Verdichter und Verflüssigerventilator werden durch den Comfortcontroller geregelt.
Der Comfortcontroller verfügt über eine 7-Segment-Anzeige. Auf ihr wird nach dem Einschalten der Stromversorgung zunächst für ca. 2 Sek. die aktuelle Softwareversion angezeigt. Im normalen Betrieb stellt die
Anzeige sowohl die Temperatur (in Grad Celsius oder Grad Fahrenheit umschaltbar) als auch Störungsmeldungen dar.
Die aktuelle Schaltschrank-Innentemperatur wird normalerweise permanent angezeigt. Bei Auftreten einer
Störungsmeldung erscheint diese im Wechsel mit der Temperaturanzeige.
Die Programmierung des Gerätes nehmen Sie über die Tasten 1–3 vor. Die Parameter dazu erscheinen
ebenfalls in der Anzeige.
Testmodus starten
Der Comfortcontroller ist mit einer Testfunktion ausgestattet, bei der das Kühlgerät unabhängig von Solltemperatur oder Türendschalterfunktion den Kühlbetrieb aufnimmt.
• Drücken Sie gleichzeitig die Tasten 1 und 2 für mind. 5 Sek.
Das Kühlgerät startet den Betrieb. Nach ca. 5 Min. bzw. bei Erreichen von 15 °C ist der Testmodus beendet.
Das Gerät schaltet ab und geht in den normalen Betrieb über.
Allgemeines zur Programmierung
Mit den Tasten 1, 2 und 3 können Sie 24 Parameter innerhalb der vorgegebenen Bereiche (Min.-Wert, Max.Wert) verändern.
Die Tabellen auf den Seiten 44 und 46 zeigen, welche Parameter Sie verändern können. Die Grafik auf Seite 45 zeigt, welche Tasten Sie dabei drücken müssen.
Bedienungshandbuch
Seite 42
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
HINWEIS
Hinweis zur Schalthysterese:
Bei geringer Hysterese und damit kurzen Schaltzyklen besteht die Gefahr, dass die Kühlung nicht ausreicht oder nur partielle Schranksektionen gekühlt werden.
HINWEIS
Hinweis zur Solltemperatur:
Die Solltemperatur des Comfortreglers ist werkseitig auf 25 °C eingestellt. Aus Energiespargründen sollte die Solltemperatur nicht niedriger
einstellen, als es erforderlich ist.
HINWEIS
Hinweis zur Nutzkühlleistung:
Interaktive Kennlinienfelder zur Ermittlung der Nutzkühlleistung finden
Sie unter www.rittal.com.
Die Programmierung ist für alle einstellbaren Parameter prinzipiell immer gleich. Um in den Programmiermodus zu gelangen:
• Drücken Sie die Taste 2 („Set“) für ca. 5 Sek.
Der Regler befindet sich nun im Programmiermodus. Wenn Sie innerhalb des Programmiermodus für ca.
30 Sek. keine Taste drücken, blinkt zunächst die Anzeige, dann wechselt der Regler wieder in den normalen
Anzeigemodus. Die Anzeige „Esc“ signalisiert Ihnen, dass bis dahin gemachte Änderungen nicht gespeichert
wurden.
• Drücken Sie die Programmiertasten σ (°C) bzw. τ (°F), um zwischen den einstellbaren Parametern hinund herzuwechseln (siehe Tabellen auf den Seiten 44 und 46).
• Drücken Sie die Taste 2 („Set“), um den angezeigten Parameter zum Ändern auszuwählen.
Der aktuelle Wert dieses Parameters wird angezeigt.
• Drücken Sie eine der Programmiertasten σ (°C) bzw. τ (°F).
Die Anzeige „Cod“ erscheint. Um einen Wert ändern zu können, müssen Sie den Autorisierungscode „22“
eingeben.
• Halten Sie die Programmiertaste σ (°C) so lange gedrückt, bis „22“ erscheint.
• Drücken Sie Taste 2 („Set“), um den Code zu bestätigen.
Nun können Sie den Parameter innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte verändern.
• Drücken Sie eine der Programmiertasten σ (°C) bzw. τ (°F), bis der gewünschte Wert angezeigt wird.
• Drücken Sie Taste 2 („Set“), um die Änderung zu bestätigen.
Nun können Sie auf die gleiche Weise weitere Parameter verändern. Den Änderungscode „22“ müssen Sie
dazu nicht erneut eingeben.
• Um den Programmiermodus zu verlassen, drücken Sie die Taste 2 („Set“) erneut für ca. 5 Sek.
Im Display erscheint „Acc“, um anzuzeigen, dass die Änderungen gespeichert wurden. Danach wechselt die
Anzeige wieder zum Normalbetrieb (Schaltschrank- Innentemperatur).
Sie können den Comfortcontroller auch über eine Diagnose-Software programmieren, in deren Lieferumfang
auch ein Verbindungskabel zum PC enthalten ist. Als Schnittstelle dient der Stecker des Verbindungskabels
auf der Rückseite des Comfortcontroller-Displays.
Bedienungshandbuch
Seite 43
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Veränderbare Parameter
Progr.Ebene
DisplayAnzeige
Parameter
Min.
Wert
Max.
Wert
Werkseinstellung
Beschreibung
1
St
Sollwert SchaltschrankInnentemperatur Ti
20
55
35
Der Sollwert der Schaltschrank-Innentemperatur ist
werkseitig auf 35 °C eingestellt und im Bereich von
20 – 55 °C veränderbar.
2
Fi
Filtermattenüberwachung
10
60
99 (=Aus)
Zur Aktivierung der Filtermattenüberwachung stellen Sie
die Anzeige auf mind. 10 K
über den im Programmiermodus
„Fi“
angezeigten
Temperaturdifferenzwert ein.
Werkseitig ist die Filtermattenüberwachung ausgeschaltet (99 = Aus).
3
Ad
Master-/Slave-Kennung
0
19
0
Siehe Hersteller-Anleitung.
4
CF
Umschaltung °C/°F
0
1
0
Die Temperaturanzeige ist
von °C (0) auf °F (1) umstellbar. Die aktuelle Temperatureinheit wird über die entsprechende LED angezeigt.
5
H1
Einstellung
Schaltdifferenz (Hysterese)
2
10
5
Das Kühlgerät ist werkseitig
auf eine Schalthysterese von
5 K eingestellt. Eine Veränderung dieses Parameters
sollte nur in Absprache mit
dem Hersteller erfolgen.
6
H2
Differenzwert der Fehlermeldung A2
3
15
5
Wenn die SchaltschrankInnentemperatur über 5 K
des eingestellten Sollwertes
ansteigt, dann erscheint die
Fehlermeldung A2 (Schaltschrank-Innentemperatur zu
hoch) auf dem Anzeigeterminal. Im Bedarfsfall können
Sie hier den Differenzwert im
Bereich von 3 – 15 K verändern.
Bedienungshandbuch
Seite 44
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Technische Änderungen vorbehalten
Bedienung und Funktion
Version 2.2
Programmierung Übersicht
Bedienungshandbuch
Seite 45
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Systemmeldungen zur Auswertung definieren
Systemmeldungen werden im Display des Comfortcontrollers durch die Anzeige A1 bis A20 sowie E0 dargestellt. Eine nähere Erläuterung zu den Systemmeldungen finden Sie im Abschnitt „Displayanzeige und Systemanalyse der Comfortregelung“, Seite 47.
Siehe auch Grafik auf Seite 45.
Progr.Ebene
DisplayAnzeige
Min.
Wert
Max.
Wert
Werkseinstellung
Art bzw. Ort der Störung
7
A1
0
2
0
Schaltschranktür offen
8
A2
0
2
0
Schaltschrank-Innentemperatur zu hoch
9
A3
0
2
0
Filterüberwachung
10
A4
0
2
0
Umgebungstemperatur zu hoch bzw. zu niedrig
11
A5
0
2
0
Vereisungsgefahr
12
A6
0
2
1
PSAH-Druckwächter
13
A7
0
2
2
Verdampfer
14
A8
0
2
1
Kondensatwarnung
15
A9
0
2
1
Verflüssigerventilator blockiert oder defekt
16
A 10
0
2
1
Verflüssigerventilator blockiert oder defekt
17
A 11
0
2
2
Verdichter
18
A 12
0
2
1
Verflüssiger
19
A 13
0
2
1
Temperaturfühler Umgebungstemperatur
20
A 14
0
2
1
Temperaturfühler Vereisung
21
A 15
0
2
1
Temperaturfühler Kondensatwarnung
22
A 16
0
2
1
Temperaturfühler Innentemperatur
23
A 17
0
2
1
Phasenüberwachung
24
A 18
0
2
0
EPROM
25
A 19
0
2
0
LAN/Master-Slave
Sie können die Systemmeldungen A1 – A19 zusätzlich durch zwei potentialfreie Systemmelderelais auswerten. Dazu können Sie jede Systemmeldung einem der beiden Systemmelderelais zuordnen.
Systemmelderelais mit Wechsel- und Schließerkontakt:
siehe Anschlussschemen in der Herstelleranleitung:
- Klemme 3: NC (normally closed)
- Klemme 4: C (Anschluss Versorgungsspannung Systemmelderelais)
- Klemme 5: NO (normally opened)
Die Definitionen NC und NO beziehen sich auf den spannungslosen Zustand. Sobald Spannung am Kühlgerät anliegt, zieht das Systemmelderelais an, so dass die Relaiskontakte ihren Zustand wechseln (Kontakt 3 –
4 geöffnet; Kontakt 4 – 5 geschlossen). Dies ist der normale Betriebszustand des Kühlgerätes. Sobald eine
Systemmeldung auftritt oder die Spannungsversorgung unterbrochen wird, fällt das Relais ab.
Systemmeldungen programmieren mit Wert
0: Systemmeldung wird nicht an die Systemmelderelais geschickt, sondern nur im Display angezeigt
1: Systemmeldung wird durch Relais 1 ausgewertet
2: Systemmeldung wird durch Relais 2 ausgewertet
Bedienungshandbuch
Seite 46
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Displayanzeige und Systemanalyse der Comfortregelung
DisplayAnzeige
Systemmeldung
Mögliche Ursache
Maßnahmen zur Störungsbeseitigung
A01
Schaltschranktür offen
Tür geöffnet oder Türendschalter nicht korrekt
positioniert
Tür schließen, Türendschalter
korrekt positionieren, ggf. Anschluss überprüfen
A02
Schaltschrankinnentemperatur zu hoch
Kühlleistung
zu
gering/Gerät unterdimensioniert.
Kühlleistung prüfen
Folgefehler der Meldungen A03 bis A17.
A03
Filterüberwachung
Filtermatte verschmutzt
Reinigen oder austauschen; Comfortcontroller zurücksetzen (Reset)
A04
Umgebungstemperatur zu
hoch/zu niedrig
Umgebungstemperatur
außerhalb des zulässigen
Betriebsbereiches (+10°C
bis +60°C)
Umgebungstemperatur anheben
oder absenken (z. B. Raum heizen oder belüften)
A05
Vereisungsgefahr
Betriebsmäßige Anzeige
bei
Vereisungsgefahr.
Evtl. Verdampferventilator
mechanisch
blockiert
oder defekt.
Sollwert
für
SchrankInnentemperatur höher einstellen.
Verdampferventilator
kontrollieren, ggf. freisetzen oder austauschen.
A06
PSAH-Druckwächter
Umgebungstemperatur
zu hoch
Umgebungstemperatur senken;
Comfortcontroller
zurücksetzen
(Reset)
Verflüssiger verschmutzt
Verflüssiger reinigen; Comfortcontroller zurücksetzen (Reset)
Filtermatte verschmutzt
Reinigen oder austauschen; Comfortcontroller zurücksetzen (Reset)
Verflüssigerventilator
defekt
Austauschen; Comfortcontroller
zurücksetzen (Reset)
E-Ventil defekt
Reparatur durch Kältetechniker;
Comfortcontroller
zurücksetzen
(Reset)
PSAH-Druckwächter
fekt
de-
Austausch durch Kältetechniker;
Comfortcontroller
zurücksetzen
(Reset)
A07
Verdampfer
Kältemittelmangel; Fühler
vor oder hinter Verflüssiger defekt.
Reparatur durch Kältetechniker;
Comfortcontroller
zurücksetzen
(Reset)
A08
Kondensatwarnung
Kondensatablauf geknickt
oder verstopft
Kondensatablauf überprüfen; evtl.
Knicke oder Verstopfungen im
Schlauch beseitigen
Nur bei Geräten mit optionaler
Kondensatverdunstung
Verdunstungseinheit prüfen, evtl.
austauschen
A09
Verflüssigerventilator
Blockiert oder defekt
Blockade beseitigen; ggf. Austausch
A10
Verdampferventilator
Blockiert oder defekt
Blockade beseitigen; ggf. Austausch
Bedienungshandbuch
Seite 47
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Bedienung und Funktion
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
DisplayAnzeige
Systemmeldung
Mögliche Ursache
Maßnahmen zur Störungsbeseitigung
A11
Verdichter
Verdichter
(interner
schutz)
Keine Maßnahme; Gerät schaltet
selbstständig wieder ein
überlastet
Wicklungs-
Defekt
(Widerstandsmessung der Wicklung
prüfen)
Austausch durch Kältetechniker
A12
Temperaturfühler Verflüssiger
Leitungsbruch
Kurzschluss
oder
Austauschen
A13
Temperaturfühler
bungstemperatur
Umge-
Leitungsbruch
Kurzschluss
oder
Austauschen
A14
Temperaturfühler Vereisung
Leitungsbruch
Kurzschluss
oder
Austauschen
A15
Temperaturfühler
satwarnung
Konden-
Leitungsbruch
Kurzschluss
oder
Austauschen
A16
Temperaturfühler
temperatur
Innen-
Leitungsbruch
Kurzschluss
oder
Austauschen
A17
Phasenüberwachung
Nur bei Drehstromgeräten: Falsches Drehfeld/Phase fehlt
Zwei Phasen tauschen
A18
EPROM-Fehler
Neue Platine verbaut
Softwareupdate nötig (nur nach
Platineneinbau mit neuerer Software): mit Code 22 in die Programmierebene gehen; Taste 1
drücken und mit „Set“ bestätigen, bis „Acc“ erscheint. Nun
Gerät vom Netz trennen und
erneut anschließen.
A19
LAN/Master-Slave
Master und Slave nicht
verbunden
Einstellung bzw. Kabel überprüfen
A20
Spannungsabfall
Störanzeige wird nicht
dargestellt
Ereignis wird im Logfile gespeichert
E0
Displaymeldung
Verbindungsproblem
zwischen Display und
Reglerplatine
Reset:
Spannungsversorgung
aus- und nach ca. 2 Sek. wieder
einschalten
Kabel defekt; Steckverbindung lose
Platinen austauschen
OL
Overload
Umgebungsparameter bzw. Verlustleistung ausserhalb der
Geräteeinsatzgrenze
LH
Low heat
Geringe Verlustleistung im Schrank
rSt
Reset
Manueller Geräte-Reset erforderlich
Comfortcontroller zurücksetzen (Reset)
Nach Auftreten der Störungen A03, A06 und A07 müssen Sie den Comfortcontroller zurücksetzen (Reset
durchführen).
• Drücken Sie die Tasten 1 (σ) und 3 (τ) gleichzeitig 5 Sek. lang.
Die Systemmeldungen verschwinden und die Temperaturanzeige erscheint.
4.2.5
Bedienung des Liquid Cooling Package und des Outdoorgerätes mit Invertertechnik
Hinweise zur Bedienung des Liquid Cooling Package und der Outdoor-Klimatisierung mit Invertertechnik
entnehmen Sie bitte der Betriebsanleitung des Herstellers.
Bedienungshandbuch
Seite 48
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Wartung
Technische Änderungen vorbehalten
5
Wartung
5.1
Wartungsvertrag
Version 2.2
Wir empfehlen, einen Wartungsvertrag über eine jährliche Inspektion abzuschließen. Diese Sicherheitsinspektionen bieten die Garantie für die volle Funktionsfähigkeit des Modulsafes LMS 9.3. Unabhängig vom
Abschluss eines Wartungsvertrages muss folgendes beachtet werden:
•
Um die Leichtgängigkeit der Sicherheitstüren zu verbessern, sollten die Verstellscharniere regelmäßig
geölt werden. Es darf in keinem Fall harzhaltiges Schmiermittel verwendet werden.
•
Das Schloss und seine Bedienteile dürfen nicht geölt oder gefettet werden.
5.2
Warten der Sicherheitszelle
Alle mechanischen Bauteile sollten in einem Abstand von ca. 12 Monaten einer Sichtprüfung durch den Nutzer/Kunden unterzogen werden. Sollten Schäden, z. B. eine verschlissene Lippendichtung an den Türen
aufgetreten sein, sollten Sie umgehend den Hersteller-Service informieren:
Rittal GmbH & Co. KG
Auf dem Stützelberg
D-35745 Herborn
Bei Fragen zu Service- und Wartungsverträgen wenden Sie sich bitte an unseren Service-Vertrieb.
Tel.Nr.: +49(0)2772/ 505-1717
5.3
Warten der Klimaanlage
5.3.1
Klimasplit-Kompaktgerät
GEFAHR
Stromschlag
Unfachmännisch ausgeführte Arbeiten an der elektrischen Ausrüstung
des Klimagerätes können zu schweren Verletzungen und Tod führen.
Wartungsarbeiten an der elektrischen Ausrüstung des Klimagerätes dürfen
nur von einer Elektrofachkraft oder von unterwiesenen Personen unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft gemäß den elektrotechnischen Regeln vorgenommen werden.
Vor Wartungsarbeiten ist das Klimagerät von der Netzspannung zu trennen.
Der Kältekreislauf, als wartungsfreies, hermetisch geschlossenes System, ist werksseitig mit der erforderlichen Menge Kältemittel gefüllt, auf Dichtigkeit geprüft und einem Funktionsprobelauf unterzogen worden.
Die eingebauten wartungsfreien Ventilatoren sind kugelgelagert, feuchtigkeits- und staubgeschützt und mit
einem Temperaturwächter ausgestattet. Die Lebenserwartung beträgt mindestens 30.000 Betriebsstunden.
Die Klimaanlage ist damit weitgehend wartungsfrei. Lediglich die Komponenten des äußeren Luftkreislaufes
sollen je nach Schmutzanfall von Zeit zu Zeit mit Pressluft gereinigt werden.
Bedienungshandbuch
Seite 49
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Technische Änderungen vorbehalten
Wartung
Version 2.2
Kondensatablauf
Das Kondensat muss störungsfrei abfließen können. Bei Kondensatableitung über eine längere Distanz achten Sie auf eine knickfreie Verlegung des Schlauches und überprüfen Sie den ordnungsgemäßen Ablauf,
damit ein Rückstau und Überlauf des Kondensates vermieden wird.
5.3.2
Klimasplit-Outdoorlösung
Halten Sie die Kühlrippen des Verflüssigers stets von Staub, Laub und anderem Schmutz sauber. Schmutzablagerungen behindern die Belüftung, mindern die Kühlleistung und erhöhen die Betriebskosten. Wählen
Sie die Reinigungsintervalle je nach Verschmutzungsgrad der Umgebung. Blasen Sie den Verflüssiger
hierzu mittels Pressluft aus. Auch bei abgeschlossenem Wartungsvertrag sollte von Zeit zu Zeit eine Sichtprüfung erfolgen.
Bedienungshandbuch
Seite 50
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Technische Änderungen vorbehalten
6
Zubehör
Version 2.2
Zubehör
Folgendes Zubehör gehört nicht zur Grundausstattung und muss, wenn es gewünscht wird, zusätzlich bestellt werden.
6.1
19“-Befestigungsrack
Um Systemkomponenten in den Modulsafe LMS 9.3 einbauen zu können, gibt es als Zubehör ein 19“Befestigungsrack, das je nach Erfordernissen mit verschiedenen Zwischenböden und Zwischenracks ausgerüstet werden kann.
Die Basisausstattung des 19“-Befestigungsracks umfasst folgendes:
19“-Befestigungsrack TS 8 47 HE
•
1 Stück TS 8 DK-Netzwerkschrank modifiziert (BxHxT 600x2200x1000 / 800x2200x1200)
•
Schrankrahmen aus 16-fach profiliertem Stahlblech verschweißt mit umlaufend 25 mm DIN Rasterlochung, vorne und hinten offen, Dach offen
•
Schrankrahmen und Flachteile innen tauchgrundiert RAL 7044
•
Schrank außen pulverbeschichtet RAL 7035
•
Vordere und hintere 19“ Ebene
19“-Befestigungsrack TS 8 42HE
•
1 Stück TS 8 DK-Netzwerkschrank modifiziert (BxHxT 600x2000x1000 / 800x2000x1000)
•
Schrankrahmen aus 16-fach profiliertem Stahlblech verschweißt mit umlaufend 25 mm DIN Rasterlochung, vorne und hinten offen, Dach offen
•
Schrankrahmen und Flachteile RAL 7044
•
Schrank außen pulverbeschichtet RAL 7035
•
Vordere und hintere 19“ Ebene
Bedienungshandbuch
Seite 51
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Zubehör
Technische Änderungen vorbehalten
6.2
Version 2.2
CMC-TC Computer Control Top Concept
Beschreibung:
Das CMC-Paket ist eine intelligente Safeüberwachung mit einem Ethernet Netzanschluss 10 BaseT. Der
Schwerpunkt des Funktionsumfangs liegt im Überwachen, Steuern und Dokumentieren von physikalischen
Parametern im Innern des Modulsafes LMS 9.3. Diese Funktionen werden über verschiedene Protokolle
administriert und gesteuert. Die Basis des CMC bildet die Processing Unit. An die Processing Unit werden
über Patchkabel eine oder mehrere I/O Units angeschlossen. Diese Funktionsgruppe(n) werden dann über
RJ 12-Stecker mit den Sensoren verbunden. Die Sensoren sind mit einer Codierung versehen, so dass bei
den Funktionsgruppen eine automatische Erkennung gewährleistet ist.
Alle Funktionsgruppen können mittels eines 19“, 1 HE-Montagerahmens im Rack integriert werden.
Die Processing Unit verfügt über eine Konfigurationsschnittstelle, über einen Netzwerkanschluss, eine Traffic/Link-LED und vier LEDs als Statusanzeige für die anzuschließenden I/O Units. Das Netzteil ist separat
und nicht im Gehäuse integriert. Alle Funktionsgruppen werden über die Processing Unit mit Spannung versorgt.
An der Vorderseite der I/O Units sind die Status-LEDs und ein Taster untergebracht. Auf der Rückseite befinden sich die Sensoranschlüsse.
Technische Daten
Processing Unit
Universal I/0 Unit
•
Basis des Überwachungssystems
•
•
Netzwerkschnittstelle 10BaseT
Automatische Erkennung der Sensoren und
Aktoren
•
Integrierter Web-Server
•
Maximal 4 Sensoren und Aktoren
•
Maximal 4 Sensor Units
•
Energieversorgung erfolgt über das Cat 5 Kabel
•
Zentrale Energieversorgungseinheit für alle angeschlossenen Sensoren
•
Eintastenbedienung
•
Protokolle: TCP/IP, SNMP, Telnet
•
FTP, HTTP
•
Power I²C Schnittstelle für Erweiterungseinheit
•
Spannungsüberwachung AC
•
RS 232 Schnittstelle
•
Piezo Signalgeber
•
Alarmausgang (Wechslerkontakt 24VDC/1A)
•
Echtzeituhr
Verbindungskabel RJ 45
•
Verbindung Processing-Unit – Universal I/O Unit
Programmierkabel
•
Wird zur Erstinbetriebnahme benötigt
Sensoren
•
Temperatursensor
•
Digitaler Eingang Störmeldung Klimaanlage,
Vor - und Hauptalarm, Brandmelde - und Löschanlage)
•
Rauchmelde-Sensor (optional)
Montagematerial
•
19“ Montageeinheit 1 HE
Netzteil
•
Das Netzteil versorgt die an die Processing Unit
angeschlossenen Sensoren und Aktoren
•
Eingang 100-240 V AC/50-60 Hz,
•
Ausgang 24 V DC
Kabelabfangbügel
HINWEIS
Bitte beachten Sie ebenfalls die zusätzlich zu diesem Bedienungshandbuch beigefügte Bedienungsanleitung des CMC-TC.
Bedienungshandbuch
Seite 52
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Zubehör
Technische Änderungen vorbehalten
Version 2.2
Brandfrüherkennung – EFD Plus
Die EFD Plus ist eine Brandfrüherkennungsanlage, die eine Brandentstehung bereits in der Pyrolysephase
erkennt und meldet.
Im Gehäuseinneren der EFD Plus erzeugt ein Ventilator Unterdruck, wodurch die Luft über ein Rohrsystem
kontinuierlich aus dem Safe angesaugt wird und über die beiden Rauchmelder geleitet wird. Der hochsensible Rauchmelder erkennt schon in einer sehr frühen Phase die Entstehung eines Brandes und löst den Voralarm aus. Der zweite Rauchmelder, der für den Hauptalarm verantwortlich ist, detektiert zu einem späteren
Zeitpunkt bei einer Lufttrübung von 3 – 5 %/m.
Über die Relaiskontakte können die Sammelstörung, der Voralarm und der Hauptalarm auf das CMC-TC
(Monitoring System) weitergeleitet werden (Plug & Play).
HINWEIS
Bitte beachten Sie ebenfalls das zusätzlich zu diesem Bedienungshandbuch beigefügte Technische Handbuch der EFD Plus.
6.4
Brandmelde- und Löschanlage DET-AC Plus
Die DET AC Plus Anlage beinhaltet neben der Brandfrüherkennung auch die aktive Brandlöschung. Das
umweltfreundliche, nicht personengefährdende Löschgas NOVEC 1230 ist in einem sehr kleinen Behälter
untergebracht. Aufgrund dieser Innovation ist die Brandmelde- und Löschtechnik in einem Gehäuse von nur
1 HE integriert.
Die Früherkennung und Detektion erfolgt identisch zur oben beschriebenen EFD Plus. Liegt ein Hauptalarm
an, wird automatisch die Brandlöschung ausgelöst. Über die Relaiskontakte können die Sammelstörung, der
Voralarm und der Hauptalarm auf das CMC-TC (Monitoring System) weitergeleitet werden (Plug & Play).
HINWEIS
Bitte beachten Sie ebenfalls das zusätzlich zu diesem Bedienungshandbuch beigefügte Technische Handbuch der DET-AC Plus.
6.5
Brandmelde- und Löschanlage DET-AC Plus Slave
Die DET-AC Plus Slave Anlage kommt bei der Löschung mehrerer Sicherheitssafes zum Einsatz. Die Slave
Anlage arbeitet immer in Verbindung mit der DET-AC Plus Master Anlage (diese enthält bereits das Löschmittel für 3 m³) oder mit der EFD Plus Anlage (nur Erkennung, keine Löschmittelbevorratung).
Die kontinuierliche Erkennung erfolgt für alle Schränke über die Mastereinheit (DET-AC Plus oder EFD
Plus). Es können bis zu 4 Slave-Anlagen an eine Mastereinheit angeschlossen werden. Die Slave-Anlagen
bevorraten das Löschmittel. Die Auslösung der Löschung geschieht durch die Mastereinheit.
HINWEIS
Bitte beachten Sie ebenfalls das zusätzlich zu diesem Bedienungshandbuch beigefügte Technische Handbuch der DET-AC Plus Slave.
Bedienungshandbuch
Seite 53
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Zubehör
Technische Änderungen vorbehalten
6.6
Version 2.2
Unterbrechungsfreie Stromversorgung - PMC 12
Um die im Modulsafe geschützte IT auch vor Hardwareschäden, Datenverlusten und Betriebsstillstand durch
Stromausfall und Spannungsspitzen zu schützen, ist es wichtig, dass Stromausfälle, Spannungsspitzen und
ähnliche Störungen durch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung kompensiert werden.
Die im 19“-Einschub integrierte 1-phasige USV Anlage zeichnet sich durch den Einsatz der DoppelwandlerTechnologie aus, die Grundlage für eine optimale Versorgungsspannung aller angeschlossenen Lasten ist.
Die PMC 12 USV ist dadurch hervorragend für alle Anwendungen im IT-Umfeld geeignet. Eine skalierbare
Autonomiezeit bis zu 2 Stunden bei 100 % Last bietet die Möglichkeit eines breiten Einsatzspektrums.
Vorteile und technische Merkmale der PMC 12:
•
Hochwertige Doppelwandlertechnologie mit perfekter Sinusausgangsspannung
•
Serielle / USB Schnittstelle und Emergency Power OFF (EPO) Kontakt
•
2 HE Einbauhöhe
•
Batterien „hot swap“-fähig, von vorne wechselbar
•
Leistungsstufen 1, 2, 3, 4, 5 und 6 kVA
•
Integrierte Batterien bei den USV Anlagen 1 – 3 kVA
•
Externe Batterien bei den USV Anlagen 4,5 und 6 kVA
•
Parallelschaltfähigkeit der USV Anlagen 4,5 kVA und 6 kVA möglich
6.7
Power System Modul – PSM Stromverteilersystem
Die PSM-Schiene bietet ein intelligentes Stromverteilungssystem und reduziert den Verkabelungs- und Montageaufwand. Das modulare System bietet eine Grundausstattung in Form einer vertikalen Trägerschiene
mit 3-phasiger Einspeisung.
In die Trägerschiene können die verschiedenen Einsteckmodule zur Versorgung der aktiven Komponenten
eingerastet werden. Dies ist im laufenden Betrieb möglich, da das Trägersystem berührungsgeschützt aufgebaut ist. Die verschiedenen Module Schuko, IEC320 o.ä. können gemischt in die Trägerschiene eingesteckt werden.
Vorteile und technische Merkmale des PSMs:
•
3-phasiger Aufbau mit einem max. Strom von 3 x 16 A.
•
Zusätzlich kann eine redundante Einspeisung mit 3 x 16 A erfolgen.
•
Der redundante Stromkreis ist komplett von den 3 Phasen der Trägerschiene getrennt.
•
Jedes Einsteckmodul greift auf der Trägerschiene eine Phase ab, je nach Steckrichtung von Einspeisung A oder redundanter Einspeisung B.
•
Module können im laufenden Betrieb nachgerüstet werden.
•
Alle Einsteckmodule sind mit einem integrierten Überstromschutz versehen. Dadurch wird bei zu hohem
Strom ausschließlich das betroffene Modul abgeschaltet. Die restlichen Module bleiben in Betrieb.
•
Überspannungsschutz in die Zuleitung integrierbar.
•
Die Module können in Verbindung mit den CMC-TC über http und SNMP ein- und ausgeschaltet werden.
HINWEIS
Bitte beachten Sie ebenfalls das zusätzlich zu diesem Bedienungshandbuch beigefügte Technische Handbuch des PSM Stromverteilersystems als auch des USV- Systems.
Bedienungshandbuch
Seite 54
Rittal Modulsafe LMS 9.3
Technische Änderungen vorbehalten
Bedienungshandbuch
Zubehör
Version 2.2
Seite 55
Schaltschrank-Systeme
Industrial Enclosures
Coffrets et armoires électriques
Kastsystemen
Apparatskåpssystem
Armadi per quadri di comando
Sistemas de armarios
Stromverteilung
Power Distribution
Distribution de courant
Stroomverdeling
Strömfördelning
Distribuzione di corrente
Distribución de corriente
Elektronik-Aufbau-Systeme
Electronic Packaging
Electronique
Electronic Packaging Systems
Electronic Packaging
Contenitori per elettronica
Sistemas para la electrónica
System-Klimatisierung
System Climate Control
Climatisation
Systeemklimatisering
Systemklimatisering
Soluzioni di climatizzazione
Climatización de sistemas
Communication Systems
Communication Systems
Armoires outdoor
Outdoor-behuizingen
Communication Systems
Soluzioni outdoor
Sistemas de comunicación
Rittal GmbH & Co. KG · Postfach 1662 · D-35726 Herborn
Telefon +49(0)2772 505-0 · Telefax +49(0)2772 505-2319 · eMail: info@rittal.de · www.rittal.de
07/10
IT-Solutions
IT Solutions
Solutions IT
IT-Solutions
IT-lösningar
Soluzioni per IT
Soluciones TI
Document
Kategorie
Technik
Seitenansichten
22
Dateigröße
3 720 KB
Tags
1/--Seiten
melden