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”
Es ist nicht der Unternehmer,
der die Löhne zahlt – er übergibt nur das Geld.
Es ist das Produkt, das die Löhne zahlt.
Henry Ford
Inhalt
2
03
11 Megapixel
04
Breitbildfunktion
06
mobil / stationärer Einsatz erfreut sich großer Beliebtheit
08
Vom mobilen zum stationären Messeinsatz
10
Einseitensensor ES3.0 -STATIONÄR-
12
Zulassung der SV 1.007.1 durch die PTB erteilt
14
SV 1.007.1 im Detail
16
Schulungen – jetzt auch beim Bundesligisten FC Augsburg in
18
Auszug aus der Rechtsprechung
22
Original oder Fälschung?
24
Rückblick eso – Foren 2013
26
Messetermine 2014
28
Streetech
32
eso investiert in neues Gebäude
34
eso investiert in Photovoltaik-Anlage
der SGL-Arena
“
11 Megapixel
11-Millionen-Pixel-Kamera für eine gestochen scharfe Verkehrsüberwachung
Sie eignet sich hervorragend für die Erfassung von Geschwindigkeitsverstößen im Rahmen der Verkehrsüberwachung über mehrere Fahrspuren hinweg. Die robuste und kompakte Fotografieeinrichtung ist wasser- und
staubundurchlässig konzipiert.
Die hochauflösenden digitalen Fotografieeinrichtungen
von eso:
• eignen sich hervorragend für die Erfassung von Geschwindigkeitsverstößen über mehrere Fahrspuren hinweg
• eignen sich für den abgesetzten Betrieb auf Stativ, aus
dem Fahrzeug heraus oder für den kombinierten mobilen
und stationären oder ausschließlich stationären Betrieb
• eignen sich für eine unauffällige Verkehrsüberwachung
durch deutliche Reduzierung des Einsatzequipments am
Straßenrand
• lassen sich horizontal und vertikal über Touch-Funktion
schwenken
• sind mit Ihrem bestehenden Einseitensensor ES3.0 oder
Einseitensensor ES3.0 -MATRIX- einsetzbar
• verfügen über einen fixen Fokus mit großem Schärfebereich
• lassen sich schnell für den Messeinsatz konfigurieren
und sind in einem großen Abstand zum Messgerät abgesetzt einsetzbar
11 Megapixel für gestochen
scharfe Aufnahmen
Deutlich reduziertes “Blooming”
durch neuen CMOS-Chip
Breitbildfunktion, speziell für die
Überwachung von Autobahnen
Einstellung Weitwinkel, Normal
sowie zwei Telebereiche
Reduktion der Komponenten am
Straßenrand und Erhöhung der
Einsatzflexibilität
3
Breitbildfunktion
4
Optimaler Zoom auch bei großen Distanzen
Speziell für die optimale und beweissichere Überwachung von mehrspurigen Straßen und Bundesautobahnen
ist die neue digitale Kamera mit einer
Breitbildfunktion ausgestattet.
Keine Verpixelung auch bei mehrfachem digitalen Zoom
Gestochen scharfe Kennzeichen
5
mobil/stationärer Einsatz erfreut sich großer Beliebtheit
Sie haben zum Beispiel einen mobilen Einseitensensor ES3.0 und möchten auch in die
stationäre Verkehrsüberwachung einsteigen? Dann sind Sie bei uns richtig! Messen Sie
mit dem mobilen ES3.0 auch stationär – profitieren Sie von den Vorteilen der Sensormesstechnik aus unserem Haus:
• Einseitensensor ES3.0 mobil kann mit Schutzgehäusen auch stationär betrieben werden
= eine Anlage – mehrere Möglichkeiten!
• Optisch Messen, es werden keine straßenseitige Einbauten benötigt.
• Beide Verkehrsrichtungen gleichzeitig überwachbar
• Vollautomatisches Messen mit digitaler Fotodokumentation
• Mehrere Spuren dokumentierbar
• Optimale Fotoqualität, daher sehr gute Fahrer- und Kennzeichenidentifikation für eine
erfolgreiche Nachverfolgung
• Keine halbjährliche Wartung vorgeschrieben
• Gerät nahezu vollständig umsetzbar
• Eindeutige Zuordnung durch Spurselektion und geschwindigkeitsunabhängigen Fotopunkt
• Abbiege- bzw. Busspuren können ausgeblendet werden
• Alle Messdaten und Bilder sind Public Key-gesichert. Daher können nur unveränderte
Bilder und Messdateien ausgewertet werden.
• Auswertung der Falldaten kann an einem beliebigen Ort erfolgen
• LAN-, UMTS- bzw. WLAN-Anbindung
• Klimatisiertes Schutzgehäuse
• alarmgesichert
6
Beide Verkehrsrichtungen gleichzeitg messen
Ein weiteres Novum dieser stationären Technik
ist, dass Sie mit einer zusätzlichen digitalen Fotografieeinrichtung FE5.0 den zu- wie auch den
abfließenden Verkehr gleichzeitig, unabhängig
und beweissicher dokumentieren können. Die
Umsetzung der mobilen Gerätekomponenten in
das Einsatzfahrzeug oder in die Wechselmessstelle ist einfach und intuitiv gehalten.
Die elegante Aufnahmesäule der Kameraeinheit passt in jedes Stadt- und Landschaftsbild.
Die Daten können via WLAN, LAN und UMTS
oder herkömmlich über USB ausgelesen werden.
7
Vom mobilen zum stationären Messei
Beendigung des Messeinsatzes
mobil
Anfahrt der stationären Messstelle
Bestücken mit Kamera FE5.0
Bestücken mit Blitzeinheit BE2.0
8
nsatz
Sensor einrichten
Querneigung der Fahrbahn prüfen
Messstelle eingeben
Einstellungen werden automatisch übernommen
- Messbetrieb aktivieren
- Anlage verschließen
Kfz-Messbatterien an die
Ladestation
9
Einseitensensor ES
10
S3.0 -STATIONÄR-
11
Zulassung der SV 1.007.1 durch die PTB erteilt; die Vorteile im Überblick
Manuelle Umschaltung auf MATRIX
Gebrauchsanweisung mit Stand
10.Oktober 2013
SV1.0
Zurücksetzen in die Werkseinstellungen
Automatischer Reset bei Fehlermeldungen
12
k:
Datenübernahme bei gleicher Messstelle
Überwachung Auslöseverzögerung
Funkkamera
007.1
Erweiterungen für den stationären
Betrieb
Automatische Ausgabe des
Public-Key
13
SV 1.007.1 im Detail
Allgemeiner Hinweis
Die folgenden Erläuterungen dienen dazu, Ihnen die neuen
Schaltflächen ab dem Softwarestand 1.007.1 zu erklären.
Schulung erforderlich?
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass keine neue
Beschulung nötig ist, wenn ein neuer Softwarestand auf
Ihrem Gerät aufgespielt wurde.
Bild 1
Gebrauchsanweisung
ab dem 30.11. gelten für alle Softwareversionen die Gebrauchsanweisung mit Stand:10. Oktober 2013
Eingabe Messstelle
Die Eingabe der Messstelle erfolgt nun in einem gesonderten Fenster (Bild 1).
Erst wenn die Messstellennummer eingegeben wurde, erscheinen nun die Felder für den Zeugen und Abstand
Straße.
Datenübernahme bei gleicher Messstelle
Wird die Anlage ES3.0 heruntergefahren und beim nächsten
Hochfahren der Anlage direkt wieder die gleiche Messstellennummer (Bild 1) eingegeben, können die „alten Einstellungen“ von Belichtungszeit, Objektive, Grenzwerte etc.
übernommen werden (Bild 2).
Bild 2
Bild 3
14
Manuelle Umschaltung auf MATRIX
Die Anzeige Tag/Nacht bei Bild 3 ist nun eine Taste. Hier
kann der Öffnungswinkel der Matrixsensoren manuell umgeschaltet werden.
Die Standardeinstellung ist, dass die Anlage selbstständig
zwischen dem Tag/Nacht-Betrieb wechselt. Wird manuell
umgeschaltet, ist die automatische Aktivierung/Deaktivierung der Matrix so lange ausgeschaltet, bis die Anlage wieder heruntergefahren wurde.
Neuerungen im
Kameramenü
Richtungspfeil
Wird die Taste „Lage“ gedrückt (Bild
4), kommt eine Abfrage, ob der Fahrtrichtungspfeil gedreht werden soll.
Grundeinstellungen
Die „Default-Taste“ setzt die Anlage
auf die Grundeinstellungen, welche
durch eso eingestellt wurden, zurück.
Grenzwerteinstellungen
Die Standardeinstellung ist, dass der
Auslösebereich der Kamera (Abstand
von m bis m) auf 2 Spuren begrenzt
ist.
Das heißt, es wird automatisch der Abstand Sensor zur Straße + 6,5 Meter
eingetragen.
Nur in diesem Bereich werden die Kameras ausgelöst.
Beispiel:
Im Bild 5 lösen die Kameras ab 2,5
Meter bis 9 Meter aus.
Sollen Spuren überwacht werden, welche weiter entfernt sind als 9 Meter,
muss der Bereich an die Messstelle
angepasst werden (z. B. bis 12 Meter).
Bild 4
Bild 5
Herunterladen von Daten (Bild 6)
Public-Key
Sollten Sie nur den Public-Key auf den
USB-Stick übertragen wollen, ist dies
nun über die Taste „Public Key“ am
Ende der Messung möglich.
Fehlermeldungen
Wenn eine Fehlermeldung erscheint,
wird wie bisher die Messbereitschaft
deaktiviert. Wenn die Meldung wieder
verschwindet, weil die Situation sich
geändert hat, so wird „messbereit“
wieder aktiviert, aber nur dann, wenn
zuvor „messbereit“ aktiv war. Ein typischer Fall ist die Temperaturüberwachung bei stationär betriebenen
Anlagen. Bei einer Temperaturüberschreitung werden solange keine Messungen
durchgeführt,
bis
die
betroffenen Anlagenteile sich wieder
im erlaubten Temperaturbereich befinden.
Bild 6
15
Schulungen – jetzt auch beim
Bundesligisten FC Augsburg
in der SGL-Arena
Anwender
Bei eso können Sie praxisorientierte Schulungen zu verschiedenen Themen der Verkehrsüberwachung besuchen:
• Lernen Sie ein problemloses Aufstellen und Einrichten der eso-Geschwindigkeitsmessgeräte mit Fotografier- und Blitzeinrichtungen
• Erfahren Sie mehr über aktuelle Gerichtsurteile und
PTB-Stellungnahmen
• Erklärungen und Erläuterungen zu Themen aus der
jeweils aktuellen Gebrauchsanweisung der eso-Geschwindigkeitsmessgeräte
• Lernen Sie den effektiven Einsatz von Polarisationsund Rotfiltern
• Erfahren Sie nützliche Tipps und Wartungshinweise
• Lernen Sie den Umgang mit dem computergestützten Auswertesystem esoDigitales
• Frischen Sie Ihr Wissen auf und nehmen Sie an den
zahlreichen Diskussionsrunden mit anderen Praxisanwendern teil
Unser Wissen ist Ihr Erfolg
Unsere Dozenten sind erfahrene Experten aus der Praxis,
die Ihnen neben theoretischen Grundlagen auch viele nützliche Tipps und Tricks in Form von praktischen Übungen mit
auf den Weg geben.
Schulungsablauf
Die Schulungen finden in unseren Räumen in Tettnang am
Bodensee, bei Ihnen vor Ort oder neuerdings auch in der
SGL-Arena in Augsburg statt und dauern jeweils von 9.00
bis ca. 16.00 Uhr.
Multiplikatoren
Bei der Multiplikatorenschulung bildet eso eine kleine
Gruppe von Anwendern intensiv an den eso-Geschwindigkeitsmessgeräten aus. Die Multiplikatoren wiederum geben
ihre erworbenen Kenntnisse jeweils an die Kollegen ihrer
Dienststelle weiter.
Voraussetzung ist, dass die Teilnehmer bereits Anwender an
dem betreffenden eso-Geschwindigkeitsmessgerät sind und
über mindestens sechs Monate praktische Einsatzerfahrung
besitzen.
16
Die Schulung dauert zwei Tage und hat sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Teil, in dem die Teilnehmer ihr neu erlerntes Wissen direkt unter Beweis stellen
können.
Nach erfolgreich bestandenem Abschlusstest erhalten alle
Teilnehmer ein zwei Jahre gültiges Zertifikat. Mit Ablauf der
zwei Jahre ist die Neuerlangung des Zertifikats notwendig,
um auf dem aktuellen Stand zu bleiben.
Service und Instandsetzung
Spezielle Schulungen erhalten die Personen, die Wartungsund Servicearbeiten oder Reparaturen an unseren Systemen durchführen. Die Schulungen dauern zwei Tage. Der
Lehrplan ist individuell und wechselt ständig.
Schulungstermine
Die Schulungstermine entnehmen Sie bitte unserem Jahresplaner für 2014. Den Jahresplaner für 2014 können Sie
unter http://s209826979.online.de/web/downloads/Kalender_eso_2014_1.pdf herunterladen oder als gedruckte Version bei uns anfordern.
17
Auszug aus der Rechtsprechung – einige Entscheidungen zum Geschwindigkeitsmessgerät ES3.0 von Oberlandesgerichten:
Oberlandesgericht Zweibrücken, Beschl. v. 22.10.2012 - 1 SsBs 12/12 Urteil AG Kaiserslautern aufgehoben
Leitsatz: Die mangelnde Kenntnis der genauen Funktionsweise des Geschwindigkeitsmessgerätes ESO ES 3.0,
begründet keine rechtliche Unverwertbarkeit des Messergebnisses.
Oberlandesgericht Hamm, Beschl. v. 29.1.2013 - III-1 RBs 2/13
Leitsatz: Die mangelnde Kenntnis der genauen Funktionsweise des Geschwindigkeitsmessgerätes ESO ES 3.0,
das eine Bauartzulassung von der Physikalisch-Technische Bundesanstalt erhalten hat, begründet keine rechtliche Unverwertbarkeit des Messergebnisses. Die genaue Funktionsweise von Messgeräten ist den Gerichten
auch in den Bereichen der Kriminaltechnik und der Rechtsmedizin nicht bekannt, ohne dass insoweit jeweils Zweifel an der Verwertbarkeit der Gutachten aufgekommen wären, die auf den von diesen Geräten gelieferten Messergebnissen beruhen. Nach welchem Prinzip das Geschwindigkeitsmessgerät funktioniert ist bekannt. Bei dem
Messverfahren handelt es sich um ein standardisiertes Messverfahren. Zweifel an der Zuverlässigkeit der Messung können aber nur konkrete Anhaltspunkte für eine Fehlmessung begründen. Ohne derartige Anhaltspunkte,
würde der Tatrichter die an seine Überzeugungsbildung zu stellenden Anforderungen überspannen, wenn er dennoch an der Zuverlässigkeit der Messung zweifelt (OLG Koblenz a.a.O. – mit diesem Urteil wurde das vom Betroffenen zitierte Urteil des AG Kaiserslautern vom 14.03.2012 – 6270 Js 9747/11.1 OWi aufgehoben). Solche
Anhaltspunkte lagen hier – s. o. – nicht vor
Oberlandesgericht Zweibrücken, Beschl. v. 15.04.2013 1 SsBs 14/12 Urteil AG Landstuhl aufgehoben
Leitsatz: 1.) Die mangelnde Kenntnis der genauen Funktionsweise des Geschwindigkeitsmessgerätes ESO ES
3.0 allein begründet keine rechtliche Unverwertbarkeit des Messergebnisses.
2.) Allein der Umstand, dass das Fahrzeug bei Auslösung des Bildes noch vor der Fotolinie befindlich gewesen
ist und lediglich der dem Fahrzeug zugeordnete Schattenwurf die Fotolinie erreicht hatte, belegt nicht, dass bei
der konkreten Messung von der Bedienungsanleitung des Gerätes abgewichen worden ist.
Oberlandesgericht Köln, Beschl. v. 06. 03. 2013 • Az. 1 RBs 63/13
Auszug: […] Wie zuletzt in der Senatsentscheidung vom 20.02.2013 - III-1 RBs 45/13 - ausgeführt, sind die Anforderungen an die tatrichterliche Feststellungen zu einer in einem standardisierten Messverfahren ermittelten
Geschwindigkeit in der Rechtsprechung hinreichend geklärt (BGHSt 43, 277 ff.; SenE v. 11.02.2003 - Ss 5/03 Z
- = VRS 105, 224 [226]; SenE v. 28.012009 - 82 Ss-OWi 11/09 -; SenE v. 26.10.2011 - III-1 RBs 260/11).
18
Bei einer Geschwindigkeitsmessung mit dem hier verwendeten Messgerät ESO 3.0 (ES 3.0) handelt es sich um
eine solche in einem standardisierten Messverfahren (vgl. OLG Koblenz B. v. 16.10.2009 - 1 SsRs 71/09 -; OLG
Zweibrücken B. v. 19.10.2012 - 1 SsBs 12/12 - = zfs 2013, 51 = DAR 2013, 38; OLG Hamm B. v. 29.01.2013 - III1 RBs 2/13 -; AG Saarbrücken Urt. v. 25.05.2012 - 22 OWi 68 Js 331/12 [251/12] -, zitiert nach juris). Zweifel an
der Zuverlässigkeit der Messung können daher nur konkrete Anhaltspunkte für eine Fehlmessung begründen.
Ohne derartige Anhaltspunkte würden die an die Überzeugungsbildung des Tatrichters zu stellenden Anforderungen überspannt.
Die mangelnde Kenntnis der genauen Funktionsweise des Geschwindigkeitsmessgerätes, das eine Bauartzulassung von der Physikalisch-Technische Bundesanstalt erhalten hat, begründet keine rechtliche Unverwertbarkeit des Messergebnisses (OLG Koblenz a. a. O.; OLG Zweibrücken a. a. O.; OLG Hamm a. a. O.; KG Berlin B.
v. 30.6.2010 - 3 Ws (B) 213/10 -, zitiert nach juris; SenE v. 20.02.2013 - III-1 RBs 45/13 -; AG Zwickau Urt. v.
18.12.2012 - 19 OWi 220 Js 16391/12 -; AG Montabaur Urt. v. 29.08.2012 - 2020 Js 46355/11 12 OWi -; zum
Messgerät PoliScan speed, zu dessen Funktionsweise ebenfalls Informationen fehlen: AG Saarbrücken Urt. v.
25.5.2012 - 22 OWi 68 Js 331/12 [251/12] -, zitiert nach juris). Durch die amtliche Zulassung eines Messgerätes
bestätigt die Bundesanstalt, dass sie die Ermittlung des Messwertes auf der Grundlage der in der Gebrauchsanweisung festgelegten Vorgehensweise einer sachverständigen Prüfung unterzogen und die Messergebnisse als
innerhalb einer zulässigen Toleranz liegend eingestuft hat. Damit steht die generelle Zuverlässigkeit und Geeignetheit des Geräts fest und macht Informationen zu dessen genauer Funktionsweise entbehrlich. Die genaue
Funktionsweise von Messgeräten ist den Gerichten auch in den Bereichen der Kriminaltechnik und der Rechtsmedizin nicht bekannt, ohne dass insoweit jeweils Zweifel an der Verwertbarkeit der Gutachten aufgekommen
wären, die auf den von diesen Geräten gelieferten Messergebnissen beruhen. Nach welchem Prinzip das Geschwindigkeitsmessgerät funktioniert, ist bekannt.
Soweit vereinzelt (vgl. AG Kaiserslautern zfs 2012, 407 [aufgehoben durch OLG Zweibrücken a. a. O.], AG Landstuhl zfs 2012, 408 und AG Groß-Gerau DAR 2012, 406) die Auffassung vertreten worden ist, aufgrund der fehlenden Kenntnis von der Funktionsweise des Geräts sei es der Verteidigung nicht möglich, substantiiert zu Fehlern
der Messung vorzutragen, ist darauf hinzuweisen, dass die Betriebsanleitung des Geräteherstellers (vgl. zur Verfügbarkeit von Bedienungsanleitungen Kärger DAR 2013, 54) und die Zulassungsbedingungen der PhysikalischTechnischen Bundesanstalt dem Betroffenen durchaus Möglichkeiten geben, Fehler beim konkreten Einsatz des
Gerätes aufzudecken (SenE v. 20.02.2013 - III-1 RBs 45/13 -; vgl. a. OLG Hamm a. a. O.) […]
Oberlandesgericht Bamberg, Beschl. v. 27.03.2013 – 2 Ss OWi 283/2013
Auszug: […] Lediglich ergänzend verweist der Senat hinsichtlich der Zuordnung des Messverfahrens eso ES3.0
zu den sog. „standardisierten Messverfahren“ auf die Entscheidung des OLG Koblenz vom 16.10.2009 – 1 Ss Rs
71/09 – bei juris. Im Übrigen kommt Cierniak in seinem von der Rechtsbeschwerde herangezogenen Aufsatz (zfs
2012, 664/677) unter Hinweis u. a. auf die Entscheidung des OLG Frankfurt a. M. vom 01.03.2010 (DAR 2010,
216) nicht zum Ergebnis einer grundsätzlichen Unverwertbarkeit des Messergebnisses wegen mangelhafter
Kenntnis der genauen Funktionsweise des Messgerätes (siehe auch OLG Zweibrücken DAR 2013, 38 zum Messverfahren eso ES3.0).[…]
Oberlandesgericht Hamm, Beschl. v. 02.08.2012 - III-3 RBs 178/12
Leitsatz::Die Fotolinie stellt bei der Geschwindigkeitsmessung mit dem Geschwindigkeitsüberwachungsgerät ES
3.0 lediglich ein Mittel der eindeutigen Zuordnung der Messung zu einem bestimmten Fahrzeug dar.
Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt trifft in diesem Zusammenhang zum Thema Fotolinie folgende Aussage:
„Die Gebrauchsanweisung des Gerätes stellt klar, dass die Fotolinie der eindeutigen Zuordnung eines abgebildeten Fahrzeugs zu einem Geschwindigkeitsmesswert dient. Insbesondere in Fahrsituationen mit mehreren,
dicht hintereinander fahrenden Fahrzeugen ist eine eindeutige Messwertzuordnung zu berücksichtigen. Die
PTB-Bauartzulassungsprüfungen sind - neben der richtigen Messwertbildung - auf die Erfordernisse einer eindeutigen Zuordnung von Messwerten zu Fahrzeugen abgestimmt. Dies schließt auch Regelungen für die von
einer Normallage deutlich abweichenden Fotopositionen mit ein. Somit beinhaltet die Gebrauchsanweisung
des betreffenden Gerätes auch Beschreibungen von Sonderfällen, bei denen es zu einer deutlichen Abwei-
19
chung in der Fotoposition bezogen auf die Normallage kommt, um auch hier eine eindeutige Zuordnung zu gewährleisten. Bei Beachtung der Festlegungen der Gebrauchsanweisung wird somit sichergestellt, dass es
auch in Sondersituationen nicht zu einer fehlerhaften Zuordnung von Fahrzeug und Messwert kommen kann.
Wie bereits erwähnt, deckt die Bauartzulassung der PTB diese Erfordernisse ab, eine Notwendigkeit zu weiterführenden quantitativen Analysen bezüglich der Fotolinie ergibt sich dabei jedoch nicht. Eine Plausibilitätsprüfung der Geschwindigkeitsmessfunktion anhand dieser Fotolinie ist weder erforderlich noch vorgesehen und
auch nicht in den PTB-Anforderungen enthalten.“
Saarländisches Oberlandesgericht, Beschl. v. 02.14.2012 Ss (Z) 218/2012 – PTB Prüfung/ES3.0
Auszug: […] Bei der hier vorgenommenen Geschwindigkeitsmessung mit dem Gerät ES3.0 der Fa. eso handelt
es sich, wie der Senat wiederholt (z. B. Senatsbeschluss a.a.O.= und was andere Oberlandesgerichte (etwa
OLG Koblenz NZW 2003,495 f.) ebenso entschieden haben, um ein standardisiertes Messverfahren. Das verwendete Messgerät war mit der durch die PTB am 8.12.2010 genehmigten Softwareversion 1.003 ausgestattet
[…].
[…] Der Zulassung durch die PTB gehen umfangreiche Prüfungen eines Mustergerätes unter Labor- und Nenngebrauchsbedingungen voraus. Dazu gehören insbesondere Messreihen, deren Ergebnisse mit denen der hochgenauen Referenzgeräte der PTB verglichen werden. Nur wenn diese Prüfungen ergeben, dass das Messgerät
Gewähr dafür bietet, dass es während der Gültigkeitsdauer der Eichung im Rahmen der zulässigen, zu Gunsten
Betroffener in Abzug zu bringenden Fehlertoleranzen ausnahmslos richtige Messergebnisse (§ 36 Abs. 1 EO) liefert, wird die Zulassung erteilt […].
Herausgabe von Gebrauchsanweisungen an Gerichte,
Rechtsanwälte und Sachverständige
Allgemein:
Ab dem 30. November 2013 findet für alle Softwareversionen des Einseitensensors ES3.0 die Gebrauchsanweisung vom 10. Oktober 2013 Anwendung. Die älteren Versionen der Gebrauchsanweisung waren noch mit einer
Übergangsfrist bis zum 30.11.2013 gültig und konnten entsprechend Verwendung finden.
Die Hersteller wurden am Verkehrsgerichtstag 2013 in Goslar teilweise bezüglich einiger Formulierungen in der
Gebrauchsanweisung kritisiert. Aus diesem Anlass heraus hatte die Physikalisch-Technische Bundesanstalt und
die Firma eso GmbH gemeinsam die Gebrauchsanweisung des ES3.0 kritisch betrachtet:
Auszug aus der Zulassung vom 10. Oktober 2013, Seite 10:
[...] Die neu zugelassene Gebrauchsanweisung vom 10.10.2013 unterscheidet sich zu den bereits zugelassenen
Gebrauchsanweisungen nur in der Klarstellung einiger missverständlicher Punkte.
Eine Schulung des Mess- und Auswertepersonals ist seitens der Zulassung nicht erforderlich […].
20
Herausgabe von Gebrauchsanweisungen:
Dem fair-trial-Grundsatz geschuldet kann jeder Rechtsanwalt die Gebrauchsanweisung auf der folgenden Plattform kostenlos einsehen, ausdrucken und für ein Bußgeldverfahren verwenden:
Plattform
www.mydrive.ch
Benutzername
Rechtsanwalt@esoGmbH
Passwort
kann bei der Bußgeldstelle oder bei der Firma eso angefordert werden.
Das Passwort wird von Zeit zu Zeit geändert und muss dann ggf. neu bei eso erfragt werden. Der Account beinhaltet i. d. R. immer die aktuelle bzw. gültige Gebrauchsanweisung. Bitte beachten Sie Folgendes:
Es gilt, dass kein Teil dieser Dokumente ohne ausdrückliche Genehmigung der Fa. eso GmbH reproduziert oder
unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden dürfen. Der betreffende Rechtsanwalt darf lediglich die Daten für ein anliegendes Verfahren verwenden.
Ergänzend weisen wir darauf hin, dass die
• Gerichte die Gebrauchsanweisung kostenfrei bekommen und für interne Zwecke beliebig vervielfältigen
oder auf elektronischen Datenträgern vorhalten dürfen.
• Die Sachverständigen im Rahmen der Fortbildung und Studium die Gebrauchsanweisung käuflich erwerben müssen
Herausgabe von der sog. Statistikdatei
In den letzten Monaten wurde seitens einiger weniger Sachverständigen die Forderung zur Herausgabe der Statistikdatei an die Anwender gestellt. Hintergrund dieser Anfrage ist es, die Messrichtigkeit und Messbeständigkeit
der Geschwindigkeitsmessanlage prüfen zu wollen. Die Statistikdatei ist aber eine optionale Funktion, welche für
die Messrichtigkeit und Messbeständigkeit des Geschwindigkeitsüberwachungsgerätes ES3.0 keine Bedeutung
hat.
Ergänzende Stellungnahmen hierzu:
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB):
[…] Die Erstellung und Speicherung der Statistikzählerdaten fallen nicht in den Geltungsbereich der Bauartzulassung des Geschwindigkeitsüberwachungsgerätes ES3.0 (siehe Abschnitt 1.5 in der Anlage zum Zulassungsschein). Es handelt sich dabei um eine optionale Funktion, die für die Messrichtigkeit und Messbeständigkeit des
Geschwindigkeitsüberwachungsgerätes ES3.0 keine Bedeutung hat.
Da die abgespeicherten Statistikdateien nicht mit dem geheimen Schlüssel der Recheneinheit signiert werden,
können Manipulationen an den ausgelesenen Statistikdateien nicht erkannt werden. […]
Polizeiakademie Hessen:
[…] Ich teile die Auffassung der PTB in vorstehender Angelegenheit uneingeschränkt. Die von der Messanlage
zur Verfügung gestellten beweiserheblichen Daten sind ausreichend, um eine gegenständliche Messung abschließend beurteilen zu können.
Der Angabe weiterer statistischer Daten bedarf es hierzu nicht. […]
21
Original mit 128 km/h und Darstellung des Public-Key. Der angezeigte Public-Key ist mit der
Messanlage identisch.
Der Einseitensensor ES3.0 verwendet eine Public-Key-Infrastruktur. Die Echtheitsprüfung wird dabei mit dem
zum jeweiligen Messgerät passenden Schlüssel durchgeführt. Infolgedessen ist die Manipulation aufgedeckt, sobald der in der Behörde hinterlegte Schlüssel nicht mehr passt. Fehlerhafte Echtheitsprüfungen durch den Anwender sind daher zuverlässig ausgeschlossen.
HUMOR
22
Trifft ein Mann eine Fee:
Fee: „Du hast einen Wunsch frei!“
Mann: „Dann möchte ich unsterblich sein!“
Fee: „Den Wunsch kann ich dir leider nicht erfüllen.“
Mann: „Gut, dann möchte ich erst sterben, wenn der HSV Deutscher Meister wird.“
Fee: „Du kleine raffinierte Sau…“
Fälschung mit 28 km/h und Darstellung des Public-Key. Der angezeigte Public-Key ist mit der
Messanlage nicht identisch.
Original oder Fälschung?
Public-Key-Prüfung
• Das computergestützte Auswertesystem esoDigitales II verfügt seit Dezember 2012
über die Möglichkeit, automatisch ein Original von einer Fälschung zu erkennen. Der
Anwender muss einmalig den oder die Schlüssel der Messanlage(n) in das System einpflegen. Beim Einlesen der Falldaten wird der Schlüssel dann automatisch geprüft.
Sollte eine „manipulierte“ Datei vorliegen, wird dies angezeigt.
• Der esoDigitales II Viewer liefert alle fallrelevanten Daten aus der verschlüsselten Falldatei. Er ermöglicht Gutachtern, Richtern und Sachverständigen, Originalbilder unverändert zu sichten. Mit dem Button „Public-Key“ wird der Schlüssel angezeigt. Mittels
eines Vergleiches mit dem Schlüssel der Messanlage lässt sich ein Original von einer
Fälschung unterscheiden. Der Viewer wurde im Dezember 2012 von der PTB zertifiziert.
23
Rückblick eso-Foren 2013
Bei der zweitägigen Fachveranstaltung in Tettnang und Langenargen am Bodensee erfuhren unsere Kunden und Interessierte nicht nur das Aktuellste über die eso-Produkte und
deren Anwendungen, sondern erlebten spannende Fachvorträge von Gastreferenten zu Themen wie Eichung, Ergebnisse von Verkehrssicherheitsmaßnahmen, Studien zur
Verhinderung von Falschverfahren und vieles mehr.
Stimmen zum 5. eso-Forum
„Eine in jeder Hinsicht gelungene Veranstaltung mit informativem Charakter in ausgezeichnetem Ambiente, welche
vielfältige Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch bot und
den Teilnehmern sowohl die technischen Neuerungen des
Hauses als auch umfangreiches Hintergrundwissen aus anderen Perspektiven unter Darlegung relevanter Kriterien näherbringen konnte."
24
„Ich möchte mich auf diesem Wege bei Ihnen und Ihren Mitarbeitern für die Durchführung und Organisation des ESOForums bedanken. Es waren interessante zwei Tage mit
guten Vorträgen, an denen aber auch der persönliche Kontakt zu den anderen Bundesländern nicht zu kurz kam."
„Nochmals herzlichen Dank für die freundliche Aufnahme in
Ihrem Haus und den informativen Nachmittag. Wir konnten
sowohl zusammen mit Ihnen, Ihrem technischen Personal als
auch den Anwendern die für uns notwendigen Entscheidungen für die Beschaffung einer Eso-Anlage ES 3.0 treffen.“
„Ich möchte es nicht versäumen, Ihnen für die Einladung zu
danken. Es waren wieder sehr schöne, unvergessliche
Tage!
Auch die Vorträge und der Austausch mit den anderen Kollegen waren wieder sehr interessant.“
„Ich möchte mich noch einmal bei Ihnen für die beiden Forumstage bedanken.
Am Vortag gab es viele gute und informative Gespräche mit
den Ämtern, Dienstleistern und Polizeibeamten. Ebenso waren
die Vorträge am Forum auch sehr interessant gewesen.“
25
Messeterm
Besuchen Sie uns vom 25. bis 28. März 2014 auf der
Messe „Intertraffic" in Amsterdam
Besuchen Sie uns auf unserem innovativen Messestand und lassen Sie sich von den eso-Produktn
nischen Verkehrsüberwachung. Lernen Sie eso noch besser kennen und knüpfen Sie intensive Kon
26
mine 2014
Besuchen Sie uns vom 09. bis 11. September 2014 auf der
Messe „GPEC" in Leipzig
Die GPEC General Police Equipment Exhibition & Conference ist Europas größte geschlossene Spezialmesse für Fachbesucher aus Behörden und weiteren Bereichen
der öffentlichen Sicherheit. Im Fokus stehen Polizeiausrüstung, Sicherheitstechnik und
Dienstleistungen sowie entsprechende Aus- und Weiterbildung für Behörden.
neuheiten überraschen. Wir bieten die optimalen Produkte für nahezu jede Anwendung in der techntakte mit unserem kompetenten Messeteam!
27
28
Studentisches Entwicklungsprojekt der DHBW Heidenheim
WƌŽũĞŬƚ-ΘWƌŽĚƵŬƚďĞƐĐŚƌĞŝďƵŶŐ
Projektbeschreibung
Marktorientierte Produkt-Entwicklungsprojekte (MPE)
Die Durchführung von marktorientierten Produktentwicklungsprojekten an der DHBW
Heidenheim ist seit Jahren im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen fester Bestandteil des
Lehrplans und bietet den angehenden Wirtschaftsingenieuren einen enormen Mehrwert.
Diese MPE-Projekte werden im Zeitraum vom vierten bis zum sechsten Semester (1,5 J ahre)
durchgeführt.
MPE-Projekt ͣStreeTech ʹ ƐĂĨĞƐLJŽƵƌǁĂLJ͞
Im Rahmen unseres studentischen Entwicklungsprojekts entwickeln wir ein Frühwarnsystem
gegen Falschfahrer auf Autobahnen. Folgenschwere Unfälle sollen dadurch verhindert und
die Autobahnen sicherer gemacht werden.
Entwickelt wird ein modulares und kostengünstiges Falschfahrerfrühwarnsystem. Ziel ist es
durch die effiziente Kombination aus Erkennungs-, Warn- und Übermittlungstechnik eine
sofortige, aktive Warnmeldung an den jeweiligen Falschfahrer sowie den betroffenen
Verkehr abzugeben und den Falschfahrer mittels Bildmaterial zu dokumentieren. Mit diesem
modularen, preiswerten und schlanken System können Gefahrensituationen durch
Falschfahrer bereits bei ihrem Entstehen erkannt und dadurch folge nschwere Unfälle
vermieden werden. Die Sicherheit eines jeden Autofahrers wird damit erhöht.
Das Projektteam StreeTech, bestehend aus elf Studenten des Studiengangs
Wirtschaftsingenieurwesens an der Dualen Hochschule Heidenheim, entwickelte in diesem
Rahmen das technische Konzept. Dieses wird in Zusammenarbeit mit den Firmen
ͣƌĞŵŝĐŬĞƌƌ Verkehrstechnik GmbH & Co. <'͞ ƵŶĚ ͣĞƐŽ 'ŵď,͞ ĂƵƐŐĞĂƌďĞŝƚĞƚ ƵŶĚ zunächst
in Form eines Prototyps verwirklicht.
Das Projekt ist in drei Teile aufgeteilt. Zu Beginn des MPE -Pr
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ǁĂLJ͞ wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt (technische, finanzielle und
wirtschaftliche Machbarkeit). Hierbei wurden Methoden wie beispielsweise das
Benchmarking eingesetzt und eine Marktumfrage durchgeführt. Des Weiteren wurden
Partnerfirmen gesucht und Spendengelder, die die finanzielle Machbarkeit ermöglichen ,
gesammelt. Im zweiten Teil, der Realisierungsphase, ist der Prototypenbau zentrales
Element des Projekts. Ein Feldversuch und die Öffentlichkeitsarbeit sind im drit ten und
letzten Teil des MPE-Projekts anzugehen.
Bisherige Erfolge
Das Projektteam StreeTech wurde bereits mit dem 4. Platz bei der European Satellite
Navigation Competition BW-Challenge 2013, welche im Stuttgarter Schloss stattfand,
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Studentisches Entwicklungsprojekt der DHBW Heidenheim
ausgezeichnet und konnte auf dem 5. eso-Forum der eso GmbH in Tettnang erste Erfolge
präsentieren.
Aktuelle Informationen zu StreeTech finden Sie im Internet unter www.streetech.de.
Produktbeschreibung
Technisches Konzept von StreeTech
Das technische Konzept des Projektteams StreeTech besteht aus 2 Teilsystemen, dem
Erkenner ST 1.0 und dem Vorwarner ST 2.0. Die Funktionsweise des
Falschfahrerfrühwarnsystems von StreeTech ist folgendermaßen zusammenzufassen.
Der Erkenner ST 1.0 wird an Autobahnausfahrten installiert, also direkt dort, wo die meisten
Falschfahrten beginnen. Er ist für die Detektion, Dokumentation sowie für die Warnung des
Falschfahrers zuständig. Zusätzlich verfügt der Erkenner ST 1.0 auch über ein
Übermittlungssystem, welches den Vorwarner ST 2.0 aktiviert, die Gefahrenmeldung an die
Polizei weiterleitet und an die vorhandenen Wechsel-Verkehrszeichen anbindet.
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Dieser ist an der Autobahn vor der Autobahnabfahrt installiert und kann je nach Bedarf auch
beliebig oft, z. B. kilometerweise erweitert werden. Der Vorwarner wird mittels des Signals
vom Erkenner ST 1.0 aktiviert, warnt dann aktiv die Verkehrsteilnehmer und leitet den
Verkehr auf die rechte Fahrspur.
Der Erkenner ST 1.0
Ğƌ ƌŬĞŶŶĞƌ ^d ϭ͘Ϭ ďĞƐƚĞŚƚ ĂƵƐ ĚĞŵ sĞƌŬĞŚƌƐƐĐŚŝůĚ ͣ'ĞŝƐƚĞƌĨĂŚƌĞƌ tĂƌŶƚĂĨĞů͞ ;'ĞůďĞƐ
Schild mit Hand), 2 Warnleuchten, die oberhalb des Schildes angebracht werden, sowie
einem Kasten, in welchem die Technik integriert ist. Die Energieversorgung wird über einen
Akku, der an ein Solarpanel angeschlossen ist, sichergestellt. Alle Bauteile sind an einer
Stange montiert, die mit einem Fundament im Boden verankert ist (vergleiche
herkömmliche Verkehrsschilder).
30
Der Erkenner ST 1.0 detektiert den Falschfahrer mittels eines Radars bereits zu Beginn der
Falschfahrt. Dieses Detektionssignal löst mehrere Folgeaktionen aus, die zeitgleich ablaufen.
Zu diesen zählen die Dokumentation und Warnung des Falschfahrers sowie die
Übermittlung der Gefahrensituation. Ist der Falschfahrer erkannt, wird eine Kamera
aktiviert, die den Falschfahrer zu Nachverfolgungszwecken dokumentiert (Bild/Video).
Dieses Bildmaterial wird auf einem Speichermedium mit allen wichtigen Informationen
gespeichert und kann später ausgewertet werden. Gewarnt wird der Falschfahrer aktiv über
das Blinken der Warnleuchten (LED), die die Aufmerksamkeit des Falschfahrers direkt auf die
ͣ'ĞŝƐƚĞƌĨĂŚƌĞƌtĂƌŶƚĂĨĞů͞;^ĐŚŝůĚͿůĞŶŬĞŶ͘ĞŝƚŐůĞŝĐŚǁŝƌĚĚŝĞ Gefahrenmeldung an mehrere
^ƚĞůůĞŶƺďĞƌŵŝƚƚĞůƚ͘ƵŵĞŝŶĞŶǁŝƌĚĚĂƐ^ŝŐŶĂůͣ&ĂůƐĐŚĨĂŚƌĞƌĞƌŬĂŶŶƚ͞ĂŶĚĞŶsŽƌǁĂƌŶĞƌ^d
2.0 mittels Funktechnologie oder GPRS gesendet, wodurch dieser aktiviert wird. Zum
2
Studentisches Entwicklungsprojekt der DHBW Heidenheim
anderen gelangt das Signal über einen GPRS-Server an die Polizei, wodurch die
Gefahrenmeldung in den Verkehrsfunk und somit an alle Radiosender gemeldet werden
kann und eine Anbindung an die Wechselverkehrszeichen möglich ist.
Da der Erkenner ST 1.0 modular aufgebaut ist, ist es möglich einzelne Komponenten, je nach
Bedarf, zu- oder abzubestellen (Erweiterungsmodell).
Der Vorwarner ST 2.0
Der Vorwarner ST 2.0 besteht aus einem Prismenwender (evtl. später LED-Matrix), welcher
eine beschriftete und zwei leere Seiten aufweist. Die Beschriftung zeigt auf, dass eine
Gefahrensituation auf der Autobahn vorhanden ist und lenkt mittels Leitpfeilen den Verkehr
auf die rechte Fahrspur. Zusätzlich ist am Vorwarner ST 2.0 ein Empfangsmodul (Gegenstück
zum Sendermodul im Erkenner ST 1.0) angebracht, welches das Signal vom Erkenner ST 1.0
verarbeitet und eine Aktivierung auslöst. Die Energieversorgung wird wiederum über einen
Akku, der an ein Solarpanel angeschlossen ist, sichergestellt. Die Bauteile sind ebenfalls an
einer Stange angebracht und mit einem Fundament im Boden verankert.
ŵƉĨćŶŐƚĚĞƌsŽƌǁĂƌŶĞƌ^dϮ͘ϬĚĂƐ^ŝŐŶĂůͣ&ĂůƐĐŚĨĂŚƌĞƌ erkannt͞ǀŽŵƌŬĞŶŶĞƌ^dϭ͘ϬůƂƐƚ
ĚĞƌtĂƌŶŵĞĐŚĂŶŝƐŵƵƐĨƺƌĚŝĞtĂƌŶƵŶŐĚĞƌͣZŝĐŚƚŝŐĨĂŚƌĞƌ͞ĂƵƐ͘ĞƌWƌŝƐŵĞŶǁĞŶĚĞƌǁĞŶĚĞƚ
sich von der leeren Seite auf die beschriftete Seite. Zusätzlich ziehen die blinkenden
Warnleuchten (LED) die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer auf den Vorwarner ST 2.0.
Der fließende Verkehr wird somit vor einer Gefahrensituation gewarnt und auf die rechte
Fahrspur geleitet.
Komponenten
Die Komponenten für die Fertigung der Prototypen werden größtenteils von der Firma
Bremicker-Verkehrstechnik zur Verfügung gestellt. Die verbaute Kamera ist ein Produkt der
eso GmbH. Einzelne weitere Bauteile werden vom Projektteam angeschafft.
HUMOR
Hilfsbereite Männer
Im Supermarkt stoßen zwei Männer zusammen.
Meint der eine völlig aufgelöst:
„Entschuldige, aber ich bin total durcheinander, ich suche meine Frau!“
Darauf der andere:
„Mir geht es auch so, seit 30 Minuten suche ich schon. Wie sieht deine denn aus?“
„Meine hat blonde lange Haare, ist 1,90 m groß, braungebrannt, vollbusig, schlanke Figur, hat einen
Mini an, eine weißes enges Top und Schuhe mit hohen Absätzen. Und wie sieht deine aus?“
„Scheiß drauf, wir suchen deine.“
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eso investiert in neues Gebäude
Auf ca. 2.500 qm Nutzfläche werden alle mechanischen Teile wie Stative, Gelenkspannköpfe etc. durch die
Maschinenpark wie z. B. 5-Achs-CNC-Fräsmaschinen. In Zukunft sollen hier auch alle relevanten Teile für die
fertigt werden.
Separate Garagen sorgen zudem dafür, dass ausgebaute Messfahrzeuge sicher bis zur Auslieferung abgest
Beim Neubau setzt die Bauherrin auf regional ansässige Unternehmen. Wie auch Ihre Geschwindigkeitsmes
bel gestaltet.
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Firma BA-TEC produziert. Zur Verfügung steht ein moderner
e mobilen und stationären Geschwindigkeitsmessanlagen ge-
tellt werden können.
ssanlagen wird auch der Fertigungsprozess effektiv und flexi-
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eso investiert in Photovoltaik-Anlage
Insgesamt 512 Module sind auf dem Dach der Produktionsstätte ifm-Straße installiert.
Ihre Leistung wird mit 111,43 kWp angegeben. Dies soll zu einer jährlichen CO2-Einsparung von rund 90 Tonnen führen. Alleine 2.200 mittlere Laubbäume wären nötig,
um diese Menge an CO2 zu binden. Ein mittlerer Laubbaum bindet jährlich ca. 40 kg
CO2. Erst im Dezember 2012 wurde der Produktionsneubau in der ifm-Straße eingeweiht. Mit der Einweihung der Anlagen auf dem Produktionsgebäude für die stationäre
Geschwindigkeitsmessanlage vom Typ ES3.0-ST feiert eso einen weiteren Meilenstein
in der über 35-jährigen Firmengeschichte.
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