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Betriebs- und Montageanleitung Drehkran (PDF, 404.57 KB) - GIS AG

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BETRIEBS- UND MONTAGEANLEITUNG
Säulendrehkran • Wanddrehkran
G IS C RANES
S W I S S Q U A L I TY
SDR
WD
11.12 Originaldokument 9311.9000.0.docx
Inhaltsverzeichnis
2
1
Allgemeines ............................................................................... 4
1.1
1.2
1.3
1.4
Allgemeine Gefahrenhinweise ........................................................................... 4
Bestimmungsgemässer Gebrauch..................................................................... 4
Gewährleistung ................................................................................................. 5
Sonstige Hinweise ............................................................................................. 5
2
Sicherheit................................................................................... 5
2.1
2.1.1
2.2
Allgemeine Hinweise ......................................................................................... 5
Vorschriften ....................................................................................................... 5
Sicherheitshinweise für den Benutzer ................................................................ 5
3
Beschreibung ............................................................................ 7
3.1
3.2
3.2.1
3.2.2
3.2.3
3.2.4
3.2.4.1
3.2.4.2
3.2.5
3.3
3.3.1
Kran .................................................................................................................. 7
Elektrische Ausrüstung ...................................................................................... 8
Netzzuleitung (Hauptstromzuführung) ............................................................... 8
Netzanschlussschalter....................................................................................... 8
Katzstromzuführung .......................................................................................... 8
Steuerungsart.................................................................................................... 8
Schützsteuerung ............................................................................................... 8
Direktsteuerung ................................................................................................. 8
Hängetaster....................................................................................................... 8
Technische Daten ............................................................................................. 8
Schmierstoffe .................................................................................................... 8
4
Montage ..................................................................................... 8
4.1
4.2
4.2.1
4.2.2
4.2.2.1
4.2.2.2
4.2.2.3
4.3
Allgemeine Richtlinien ....................................................................................... 8
Verankerung und Befestigung ........................................................................... 9
Allgemeines....................................................................................................... 9
Vormontage des Auslegers unabhängig von der Säule ..................................... 9
Traglastschilder ................................................................................................. 9
Hebezeug .......................................................................................................... 9
Hinweis zu Elektrobauteilen............................................................................... 9
Elektroinstallation .............................................................................................. 9
5
Inbetriebnahme ......................................................................... 9
5.1
5.2
5.3
5.3.1
5.3.2
5.3.3
Netzanschluss herstellen................................................................................... 9
Drehrichtung der Antriebe ................................................................................. 9
Abnahme und Prüfungen (Verantwortungsbereich des Betreibers).................. 10
Abnahmeprüfung vor erster Inbetriebnahme.................................................... 10
Abnahmeprüfung nach wesentlichen Änderungen ........................................... 10
Wiederkehrende Prüfungen ............................................................................. 11
6
Betrieb ...................................................................................... 11
6.1
6.2
6.3
Betrieb innerhalb geschlossener Hallen........................................................... 11
Betrieb ausserhalb geschlossener Hallen ........................................................ 11
Abnormale Betriebsbedingungen..................................................................... 12
7
Wartung ................................................................................... 12
7.1
7.2
Störung - Ursache - Beseitigung ...................................................................... 13
Reparaturen .................................................................................................... 14
8
Entsorgung, Ausserbetriebnahme ........................................ 14
9
EG-Erklärungen....................................................................... 15
GIS CRANES
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Ersatzteile / Ersatzteilbestellung
Die richtigen Bestellnummern der Original-Ersatzteile sind der jeweiligen Ersatzteilliste
zu entnehmen. Tragen Sie bitte folgende Kenndaten Ihres Drehkran-Typs ein, um sie
jederzeit zur Hand zu haben. Damit ermöglichen Sie eine schnelle Versorgung mit den
richtigen Ersatzteilen.
Drehkran-Typ
: .......................................................................................
Baujahr
: .......................................................................................
Tragfähigkeit
: .......................................................................................
Die Bestellung von Original-Ersatzteilen für die Drehkrane kann bei folgenden Adressen
vorgenommen werden:
1. Hersteller
GIS AG
Hebe- und Fördertechnik
Luzernerstrasse 50
CH-6247 Schötz
Tel. +41 (0)41 984 11 33
Fax +41 (0)41 984 11 44
tel@gis-ag.ch
www.gis-ag.ch
2. Wiederverkäufer
........................................................................................................................................
........................................................................................................................................
........................................................................................................................................
........................................................................................................................................
........................................................................................................................................
........................................................................................................................................
GIS CRANES
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3
1 Allgemeines
1.1 Allgemeine Gefahrenhinweise
Das Erzeugnis ist, sofern seine Bewegungen nicht ausschliesslich durch menschliche
Kraft angetrieben werden, für den Betrieb an industriellen Starkstromnetzen vorgesehen. Während des Betriebes befinden sich im Inneren sowohl gefährliche Spannung
führende blanke Teile als auch sich bewegende oder drehende Teile. Schwere Schäden an Gesundheit von Personen oder an Sachen können als Folge von




unzulässigem Entfernen von Abdeckungen
unsachgemässem Einsatz
falscher Bedienung
unzureichender Wartung und Instandhaltung
auftreten.
Missachtungen der in dieser Anleitung aufgeführten Sicherheitshinweise können zu
Verletzungen oder gar zum Tode von Personen führen.
Gefahren für Leib und Leben können von dem Erzeugnis ausgehen, wenn es von nicht
oder unzureichend unterwiesenem Personal oder in nicht bestimmungsgemässer Weise
betrieben oder eingesetzt wird.
Der Betreiber muss dafür sorgen, dass Unterweisungen des Bedienungs- und des Wartungspersonals rechtzeitig vor dem Arbeiten mit dem Erzeugnis erfolgen.
Dieses Personal darf wegen der Verletzungsgefahren durch z.B. Hängenbleiben oder
Einziehen keine lose Kleidung, offene lange Haare oder Schmuck, auch keine Ringe (!),
tragen.
Unter Einfluss von Drogen, Alkohol oder die Reaktionsfähigkeit beeinflussenden Medikamenten stehende Personen dürfen keinerlei Arbeiten mit oder an dem Erzeugnis
vornehmen.
Kontakte mit konzentrierten Säuren oder Laugen können zu Zersetzungen an Kunststoffgehäusen oder gefährlicher Korrosion an Metallteilen führen; gegebenenfalls angegriffene Teile sind rechtzeitig zu ersetzen.
Das Erzeugnis darf nicht in explosionsgefährdeten Bereichen betrieben werden, es sei
denn, es ist im Einzelfall ausdrücklich dafür hergerichtet.
Während des Betriebes:
Alle in der Anleitung vorgeschriebenen Massnahmen vor, während und nach der Inbetriebnahme sowie Hinweise zur allgemeinen Sicherheit, insbesondere die zur Betriebssicherheit und Unfallverhütung sind strikte zu befolgen; anderenfalls drohen Unfälle mit,
unter Umständen, tödlichem Ausgang.
Verwendung unzulässiger oder ungeeigneter Werkzeuge oder Hilfsmittel können zu
Verletzungen führen.
In Verbindung mit Bewegung oder Drehung von Teilen können Quetsch- und/oder
Scherstellen sowohl am Erzeugnis als auch zwischen dem Erzeugnis und Teilen seiner
Umgebung entstehen; von beweglichen oder sich drehenden Teilen ist immer ausreichender Sicherheitsabstand einzuhalten, um ein Hineinfassen oder die Erfassung von
Kleidungsstücken, Körperteilen oder Haaren auszuschliessen.
Extreme Hitzeeinwirkung (z.B. beim Schweissen), Funkenbildung bei Verwendung von
Reinigungsmitteln oder gar offene Flammen in der Nähe brennbarer oder durch Wärme
verformbarer Teile (z.B. Holz, Kunststoffe, Öle, Fette, elektrische Anlagen oder Leitungen) sind zu vermeiden, anderenfalls droht Brandgefahr mit Entwicklung schädlicher
Gase oder Schäden an z.B. Isolierungen.
1.2 Bestimmungsgemässer
Gebrauch
Die hier beschriebene Anlage ist im Rahmen der zulässigen Traglast und der zugrunde
gelegten Triebwerks- bzw. Beanspruchungsgruppe für den Transport und das Heben
von Lasten geeignet; Traglast, Triebwerks- und Beanspruchungsgruppe sind im jeweiligen Datenblatt/Prüfbuch des Erzeugnisses genannt.
Zum bestimmungsgemässen Gebrauch gehört auch die strikte Befolgung der Montage-,
Betriebs- und Wartungsanleitung.
Als nicht bestimmungsgemässer Gebrauch gilt u.a.:
-
Überschreiten der zulässigen Traglast
Schrägziehen von Lasten
Losreissen, Schleppen oder Ziehen von Lasten
Auffangen fallender Lasten
Befördern von Personen mit der Last oder der Lastaufnahmeeinrichtung
Tippschaltungen
Konterschaltungen (bei laufender Maschine die Gegenrichtung betätigen)
Planmässiges Anfahren von Notendhalteinrichtungen
Siehe hierzu auch Kapitel 2.2 Sicherheitshinweise für den Benutzer.
4
GIS CRANES
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1.3 Gewährleistung
Die GIS AG übernimmt für Schäden am Kran bzw. Hebezeug, die auf nicht bestimmungsgemässen Gebrauch, nicht sachgemässen oder von nicht ausgebildeten Personen durchgeführten Arbeiten beruhen, und gegenüber Dritten, keinerlei Haftungen.
ACHTUNG !
Veränderungen an Bauteilen in eigener Verantwortung, Montage in von der
Anleitung und/oder Anlagenplan abweichender Form oder Verwendung anderer als Original-GIS-Teile führen zum Verlust des Gewährleistungsanspruches für die Gesamtanlage.
Für den sicheren Betrieb des Erzeugnisses ist es unerlässlich, im Bedarfsfall nur GISOriginalteile zu verwenden.
Sicherer und dauerhafter Betrieb ist nur gewährleistet, wenn der Kran/das Hebezeug
entsprechend der Einstufung betrieben wird; Hubklasse, Beanspruchungsgruppe und
Triebwerksgruppe Ihres Kranes/Hebezeuges entnehmen Sie dem Prüfbuch oder dem
Datenblatt des Erzeugnisses.
GIS-Erzeugnisse dürfen nur von ausgebildetem Fachpersonal gewartet und instandgehalten werden
Wir empfehlen die Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten vom GIS-Kundendienst
ausführen zu lassen.
1.4 Sonstige Hinweise
Das Baujahr ist aus dem Stammblatt des Erzeugnisses im Prüfbuch zu entnehmen
Damit das Erzeugnis seine Aufgaben zuverlässig und zufriedenstellend erfüllt, ist es
erforderlich, dass das Erzeugnis nur von Personen bedient, gewartet und instandgehalten wird, die vom Betreiber damit beauftragt und mit den Montage-, Betriebs- und Wartungsanleitungen und den gültigen Sicherheitsvorschiften z.B. Unfallverhütungsvorschriften vertraut sind.
Die Montage-, Betriebs- und Wartungsanleitungen sind den beauftragten Personen
jederzeit zur Verfügung zu stellen.
GIS-Erzeugnisse sind weitgehend wartungsarm.
Die erforderlichen Wartungsarbeiten sind sorgfältig nach der Montage-, Betriebs und
Wartungsanleitung und dem Wartungsplan durchzuführen.
Auf Wunsch übernimmt der GIS-Kundendienst die Wartung.
2 Sicherheit
2.1 Allgemeine Hinweise
2.1.1 Vorschriften
Die Montage-, Betriebs- und Wartungsanleitung muss stets am Einsatzort des GISErzeugnisses aufbewahrt werden und dem Bedienungspersonal jederzeit zugänglich
sein.
Das Bedienungs-, Wartungs- und Instandhaltungspersonal muss vor Arbeitsbeginn die
Betriebsanleitung gelesen und verstanden haben.
Der Betreiber des GIS-Erzeugnisses hat den sicherheitsgerechten Umgang des Personals mit dem Erzeugnis zu überwachen.
Die GIS-Erzeugnisse sind nach europäischen Regeln und Vorschriften gebaut, geprüft
und zu betreiben.
2.2 Sicherheitshinweise
für den Benutzer
ACHTUNG !
Für ein sicheres Arbeiten ist eine sorgfältige Unterweisung des Bedienungsund Wartungspersonals in dieser Montage-, Betriebs- und Wartungsanleitung dringend erforderlich.
Vor Betriebsbeginn sind alle Feststelleinrichtungen zu lösen.
Bei Gefahr ist der Kranschalter auszuschalten.
Bei Betriebsschluss sind Lastaufnahmemittel wie Greifer oder Magnete abzusetzen, der
leere Haken ist hochzuziehen und der Kran ist in Ruheposition zu fahren. Gegebenenfalls vorhandene Feststelleinrichtungen sind einzulegen und der Kranschalter auszuschalten.
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Bei der Bedienung und Wartung des Kranes sind die Sicherheitsvorschriften z.B. Unfallverhütungsvorschriften und die behördlichen Bestimmungen zu beachten.
Der im folgenden Text verwendete Begriff „Kran“ steht auch für eine Schienenlaufkatze.
Gelten für den Betreiber oder den Betrieb andere nationale Vorschriften für den Kranbetrieb, so behalten die unterstehenden Hinweise ihre Gültigkeit, sofern sie zu den
nationalen Vorschriften nicht in ausdrücklichem Widerspruch stehen.
1.
Krane sind vor der ersten Inbetriebnahme und nach wesentlichen Änderungen vor
der Wiederinbetriebnahme durch eine vom Unternehmen beauftragte sachverständige Person zu prüfen.
2.
Krane sind entsprechend den Einsatzbedingungen und den betrieblichen Verhältnissen nach Bedarf, jährlich jedoch mindestens einmal, durch eine vom Unternehmer beauftragte sachkundige Person zu prüfen (siehe Punkt 5.4.3 "Wiederkehrende Prüfung“).
3.
Die Ergebnisse vorgenannter Prüfungen sind zu dokumentieren.
4.
Mit dem Führen (Kranführer) oder Warten (Kranwarte) eines Kranes dürfen Personen beschäftigt werden,
1. die das 18. Lebensjahr vollendet haben.
2. die körperlich und geistig geeignet sind.
3. die im Führen oder Warten des Kranes unterwiesen sind und ihre Befähigung
hierzu gegenüber dem Unternehmen nachgewiesen haben.
4. von denen zu erwarten ist, dass sie die ihnen übertragenen Aufgaben zuverlässig erfüllen.
Sie müssen vom Unternehmer zum Führen oder Warten des Kranes bestimmt
sein.
5.
Der Kranführer hat bei Arbeitsbeginn die Funktionen der Bremsen und Nothalteeinrichtungen zu prüfen, und den Zustand des Kranes auf augenfällige Mängel hin zu
beobachten.
Sicherheitseinrichtungen befreien den Kranführer nicht von seiner Sorgfaltspflicht.
Sie sind installiert, um bei Versagen des Kranführers die notwendige Sicherheit zu
gewährleisten.
6.
Der Kranführer hat bei Mängeln, die die Betriebssicherheit gefährden, den Kranbetrieb einzustellen.
7.
Der Kranführer hat alle Mängel am Kran dem zuständigen Aufsichtsführenden, bei
Kranführerwechsel auch seinem Ablöser, mitzuteilen.
8.
Der Kranführer hat dafür zu sorgen, dass vor der Freigabe der Energiezufuhr zu
den Antriebsaggregaten alle Steuereinrichtungen in Null- oder Leerlaufstellung gebracht sind.
9.
Kann der Kranführer nicht bei allen Kranbewegungen die Last oder bei Leerfahrt
das Lastaufnahmemittel beobachten, so darf er den Kran nur auf Zeichen eines
Einweisers bedienen.
10. Der Kranführer hat bei Bedarf Warnzeichen zu geben.
11. Die Last darf nicht über Personen hinweggeführt werden.
12. Solange eine Last im Haken hängt, muss der Kranführer die Steuereinrichtung im
Handbereich behalten.
13. Das betriebsmässige Anfahren von Endstellungen, die durch Notendhalteinrichtungen begrenzt sind, ist nur zulässig, wenn diesen Einrichtungen Betriebsendhalteinrichtungen vorgeschaltet sind.
14. Krane dürfen nicht über die jeweils höchstzulässige Belastung hinaus belastet
werden.
15. Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass bei schienengebundenen und ortsfesten Kranen beim Lagern ein Sicherheitsabstand von mindestens 0.5m von den
äusseren bewegten Teilen des Kranes zu den gelagerten Materialien hin eingehalten wird.
16. (1) Überschneiden sich die Arbeitsbereiche mehrerer Krane, so hat der Unternehmer oder sein Beauftragter den Arbeitsablauf vorher festzulegen und für eine einwandfreie Verständigung der Kranführer untereinander zu sorgen.
(2) Wird eine Last gemeinsam von mehreren Kranen gehoben, so ist der Arbeitsablauf vorher vom Unternehmer oder seinem Beauftragten festzulegen und in Gegenwart einer vom Unternehmer bestimmten Aufsichtsperson durchzuführen.
6
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17. Wartungsarbeiten dürfen nur durchgeführt werden, wenn der Kran abgeschaltet ist.
Wartungsarbeiten, die nicht vom Boden aus möglich sind, dürfen nur von Arbeitsständen oder Bühnen aus durchgeführt werden.
Wartungs- und Reparaturarbeiten dürfen nur am unbelasteten Kran und bei ausgeschalteten, gegen unbefugtes Einschalten abgeschlossenem Netz- bzw. Trennschalter ausgeführt werden.
Für die Wartung und Reparatur an Kranen ohne Wartungsabläufe muss eine ortsfeste oder transportable Arbeitsbühne vorhanden sein.
18. (1) Bei allen Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten an Kranen und im Kranfahrbereich hat der Unternehmer oder sein beauftragter folgende Sicherheitsmassnahmen anzuordnen und zu überwachen:
1.
2.
3.
4.
Der Kran ist abzuschalten und gegen irrtümliches oder unbefugtes Wiedereinschalten zu sichern.
Besteht die Gefahr des Herabfallens von Gegenständen, so ist der Gefahrenbereich unter dem Kran durch Absperrung oder Warnposten zu sichern.
Der Kran ist durch Schienensperren oder Warnposten zu sichern.
Die Kranführer der Nachbarkrane, nötigenfalls auch die der benachbarten
Fahrbahnen, sind über Art und Ort der Arbeiten zu unterrichten. Dies gilt auch
für Ablöser bei Schichtwechsel.
(2) Wenn die genannten Sicherheitsmassnahmen nicht zweckentsprechend sind
oder aus betrieblichen Gründen nicht getroffen werden können oder nicht ausreichen, hat der Unternehmer oder sein Beauftragter andere oder weitere Sicherheitsmassnahmen anzuordnen und zu überwachen.
19. Das Befördern von Personen mit der Last oder der Lastaufnahmeeinrichtung ist
verboten.
20. Die Last darf nicht unmittelbar mit der Hubkette angeschlagen werden; Tragmittel
dürfen nicht geknickt oder über scharfe Kanten gezogen werden.
21. Schrägziehen oder Schleifen von Lasten sind verboten.
Der Kran darf nicht zu Losreissen, Ziehen, Schleifen oder Schrägzug von Lasten
verwendet werden, da hierbei die Gefahr der Überlastung besteht.
Das Losreissen festsitzender Lasten ist nicht zulässig.
22. Krane dürfen nach Instandsetzung- und Wartungsarbeiten oder nach Arbeiten im
Kranfahrbereich nur in Betrieb genommen werden, wenn der Unternehmer oder
sein Beauftragter den Betrieb wieder freigibt. Vor der Freigabe hat der Unternehmer oder sein Beauftragter sich zu überzeugen, dass
1. die Arbeiten endgültig abgeschlossen sind.
2. sich der gesamte Kran wieder in betriebssicherem Zustand befindet.
23. Beim Betrieb zusätzlicher Kraneinrichtungen und/oder Ausrüstungen sind gegebenenfalls die dazu gehörigen gesonderten Hinweise zu beachten. Für den nachträglichen Einbau zusätzlicher Kraneinrichtungen und -ausrüstungen liegt es im Verantwortungsbereich des Betreibers zu prüfen, ob diese Einrichtungen zulässig und
für die Krananlage geeignet sind.
Bei Inbetriebnahme und nach Arbeiten an den Hauptstromzuführungsleitungen ist die
richtige und einwandfreie Funktion der Steuereinrichtungen zu kontrollieren, da diese
bei Phasenverwechslung nicht wie vorgesehenen arbeiten und somit Unfallgefahr
besteht.
3 Beschreibung
Der Kran besteht aus dem Ausleger mit Bolzen, Konsole und der Säule.
3.1 Kran
Die Säule besteht aus der Kopfplatte, dem Säulenrohr, sowie dem Säulenfuss mit der
Verankerung.
Die Katze – Fahrwerk einschl. Hebezeug – verfährt im GISKB-Profil oder auf dem
Untergurt des Auslegerprofils. Die Katzfahrbewegungen können als Zusatzoption mit
einem Elektrofahrwerk ausgeführt werden.
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3.2 Elektrische Ausrüstung
Arbeiten an der Elektrik dürfen nur von einer Elektrofachkraft und nur in spannungslosem Zustand ausgeführt werden.
Die Einzelheiten der elektrischen Ausrüstung sind dem Schaltplan zu entnehmen.
3.2.1 Netzzuleitung
(Hauptstromzuführung)
Für die Netzzuleitung von der Unterverteilung über den Netzanschlussschalter bis zur
Einspeisung, sind die Querschnitte vom Betreiber festzulegen. Die Netzzuleitung muss
so bemessen sein, dass die Spannung an der Einspeisung nicht unter den unteren Wert
des Spannungsbereiches absinkt.
3.2.2 Netzanschlussschalter
Der Hebezug muss durch einen Netzanschlussschalter oder eine Steckverbindung
freischaltbar sein und gegen Wiedereinschalten zu sichern sein.
Der Netzanschlussschalter befindet sich an der Säule und hat die Aufgabe die Hauptstromzuführung zum Zwecke von Reparatur- und Wartungsarbeiten zu trennen.
3.2.3 Katzstromzuführung
Die Stromzuführung zum Hebezeug erfolgt über Schleppleitung, Schleifleitung oder
Energieführungskette.
3.2.4 Steuerungsart
3.2.4.1 Schützsteuerung
Die Motorleistung wird über Schütze im Hebezeug oder im Schützenkasten geschaltet,
dadurch liegt im Hängetaster die Steuerspannung von 42 V. an.
Die Standard-Schützsteuerung ist für einen Betriebsspannungsbereich von 400 V, 50
Hz ausgelegt. Andere Betriebsspannungen sind möglich. Die Standard-Steuerspannung
beträgt 42 V.
3.2.4.2 Direktsteuerung
Die Motorleistung wird im Hängetaster direkt geschaltet.
3.2.5 Hängetaster
Die Bewegungsantriebe werden über zweistufige Tasten mit Federrückstellung gesteuert. Es ist empfehlenswert, Positionieraufgaben mit der ersten Stufe durchzuführen.
Häufige Tippschaltungen schaden Motoren und Schaltgeräten. Gleichzeitiges betätigen
der Steuertasten in entgegengesetzte Richtungen wird durch mechanische Verriegelung der Schaltelemente verhindert.
Mit der roten Pilztaste wird die geforderte Funktion, Not-Halt von Flur und vom Bedienungsstandort aus, realisiert.
Achtung! Not-Halt ist nicht gleich Not-Aus, d.h. nur die Energiezufuhr zu den Bewegungsantrieben wird unterbrochen und die Bremsen fallen ein. Die Anlage ist aber nicht
spannungsfrei geschaltet.
Not-Halt wird durch Drücken der Pilztaste ausgelöst, Wiedereinschalten durch Drehen
nach links. Not-Halt ist bei folgenden Betriebszuständen zu geben:

wenn die Bewegungsantriebe der Krananlage nicht mehr den normalen Steuerbefehlen gehorchen und dadurch Gefahren entstehen können.
3.3 Technische Daten
3.3.1 Schmierstoffe
Siehe separate Montage-, Betriebs- und Wartungsanleitung für das verwendete Hebezeug und Fahrwerk.
4 Montage
1.
4.1 Allgemeine Richtlinien
2.
3.
4.
5.
8
Die Montage ist mit der nötigen Sorgfalt nach den vorliegenden Anleitungen
durchzuführen.
Alle Schraubverbindungen sind mit den zugehörigen Sicherungselementen zu
sichern.
Sämtliche Elektroteile sind mit in die Schutzerdung einzubeziehen
Die Netzleitung ist entsprechend den geltenden Normen abzusichern.
Transport- und Montageschäden am Anstrich sind unvermeidlich und berechtigen
nicht zu Reklamationen. Sie sind zur Vermeidung weiterer Korrosion umgehend
auszubessern. Bei Kranen, die mit Grundanstrich geliefert werden, ist dieser nach
der Montage unverzüglich auszubessern und der Deckanstrich aufzubringen. Die
Schäden können mit der mitgelieferten Farbe ausgebessert werden.
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4.2 Verankerung und Befestigung
4.2.1 Allgemeines
Schwenkkranverankerungen sind unter Einhaltung der zum Zeitpunkt der Planung und
Ausführung geltenden Vorschriften, Regelwerke und anerkannten Regeln der Technik
ingenieurmässig zu planen und zu bemessen.
Die in den zugehörigen Massblättern des Säulenschwenkkranes angegebenen Fundamente sind Mindestfundamente, die folgende Bedingungen erfüllen:
Bei der Ausführung der Fundamente sind die einschlägigen Normen und Vorschriften
zu beachten.
4.2.2 Vormontage des Auslegers
unabhängig von der Säule
4.2.2.1 Traglastschilder
Die Traglastschilder mit den Angaben über die höchstzulässige Belastung des Kranes
sind beidseitig des Auslegers auf saubere und fettfreie Kontaktflächen dauerhaft und
leicht erkennbar aufzukleben.
4.2.2.2 Hebezeug
Das Hebezeug wird anhand der Montage-, Betriebs- und Wartungsanleitung für das
zugehörige Hebezeug vormontiert.
1.
Einsatz eines GIS-Kettenzuges
Die Vormontage des GIS-Kettenzuges an ein GIS-Handfahrwerk oder ein GISElektrofahrwerk findet man in der zugehörigen Montage-, Betriebs- und Wartungsanleitung für den Hebezeug.
4.2.2.3 Hinweis zu Elektrobauteilen
Zur Montageerleichterung können die Elektrobauteile an den Ausleger angebracht
werden, bevor dieser auf die Säule aufgelegt wird.
4.3 Elektroinstallation
Alle elektrischen Anschlüsse nur im spannungslosen Zustand vornehmen.
Die Verdrahtung erfolgt nach dem beiliegenden Schaltplan.
Es ist zwingend erforderlich, dass der Schutzleiter vom Netzanschluss bis zu jedem
einzelnen elektrischen Betriebsmittel komplett durchgeführt wird. Der Schwenkkran ist
nur an ein 3-Phasen Drehstromnetz mit Schutzleiter anzuschliessen.
5 Inbetriebnahme
ACHTUNG !
Vor Beginn der Elektroarbeiten zur Inbetriebnahme ist die Krananlage
stromlos zu schalten.
Dazu ist der Netz- bzw. Trennschalter auszuschalten und gegen unbefugtes
Einschalten zu sichern.
Die Einzelheiten für die elektrische Versorgung der Krananlage sind den beigefügten
Schaltplänen zu entnehmen.
5.1 Netzanschluss herstellen
Der Netzanschluss ist vom Betreiber herzustellen.
5.2 Drehrichtung der Antriebe
Beim ersten Einschalten der Antriebe ist die Fahrtrichtung der Antriebe mit den Fahrtrichtungsvorgaben der Steuereinrichtung zu vergleichen. Die Bewegungen sind von der
Phasenfolge der Netzleitung abhängig. Als erster Steuerbefehl nach Entriegeln der
roten Pilztaste muss die Steuertaste für Feinheben betätigt werden. Niemals
Senken als erstes drücken! Fährt der Haken nach oben bzw. wird keine Bewegung ausgelöst, weil der obere Hubgrenzschalter bereits angefahren war, ist die
Phasenfolge in Ordnung. Als Gegenprobe wird Feinsenken betätigt. Erfolgt die
ausgelöste Bewegung nicht in die auf der Steuereinrichtung angezeigte Richtung, sind
zwei Leiter der Zuleitung zu tauschen.
Nichtbeachtung kann zu Schäden führen!
GIS CRANES
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9
ACHTUNG !
Werden Abnahme und Prüfungen nicht durch Fachpersonal des Kranherstellers durchgeführt und statt dessen Dritte mit der Wahrnehmung dieser
Aufgabe vom Betreiber beauftragt, so trägt dieser die Verantwortung für die
Auswahl des geeigneten Personals und die Einleitung/Durchführung der
Prüfung.
5.3 Abnahme und Prüfungen
(Verantwortungsbereich des
Betreibers)
Anforderungen an die Person des Prüfers:



umfassende Kenntnis des Maschinenbaues und der Elektrik von Kranen
ausreichende Erfahrung in Betrieb, Montage, Wartung und Instandhaltung von
Kranen
umfassende Kenntnisse der die Abnahme betreffenden Regeln der Technik, Richtlinien und gegebenenfalls Sicherheitsvorschriften z.B. Unfallverhütungsvorschriften
Anforderungen diesbezüglicher nationaler Vorschriften sind im Einzelfall zu beachten.
5.3.1 Abnahmeprüfung vor erster
Inbetriebnahme
Die Abnahmeprüfung vor der ersten Inbetriebnahme muss vom Prüfer am betriebsbereiten Kran unter normalen Betriebsbedingungen durchgeführt werden.
Es muss dafür gesorgt werden, dass bei der Prüfung niemand mehr gefährdet wird, als
nach den Umständen unvermeidbar ist.
Das bei der Prüfung erforderliche Personal, z.B. Kranführer, Anschläger, muss für diese
Arbeiten qualifiziert sein und ist vom Betreiber zur Verfügung zu stellen.
Die einwandfreie Verständigung zwischen den an der Prüfung beteiligten Personen
muss sichergestellt sein. Wenn die direkte Verständigungsmöglichkeit zwischen Anschlagstellen und Steuerstellen nicht gegeben ist, sind vom Betreiber geeignete Einrichtungen zur Verfügung zu stellen.
Die Abnahmeprüfung muss insbesondere umfassen:










Kontrolle des Prüfbuches anhand des Inhaltsverzeichnisses
Prüfung der Übereinstimmung der fertig montierten Anlage mit den technischen
Vorgaben
Prüfung auf Einhaltung eventuell einzuhaltender Sicherheitsvorschriften, z.B.
Unfallverhütungsvorschriften
Prüfung der Sicherheitseinrichtungen und –massnahmen sowie aller Bremsen auf
Wirksamkeit
Prüfung eventuell zu fordernder Sicherheitsabstände
dynamische Probebelastung mit 1,1-facher Nennlast des Kranes;
Die Prüfung wird bei Nenngeschwindigkeit und für alle ungünstigsten Laststellungen durchgeführt.
Die jeweils ungünstigsten Laststellungen sind:
Bei Schwenkkranen ->: Katzstellung in grösster Ausladung
Lässt der Steuerkreis des Kranes mehrere Bewegungen gleichzeitig zu (z.B. Heben und Kranfahren), so ist die Prüfung unter Kombination dieser Bewegungen
durchzuführen.
Die Verwendung einer Federwaage oder ähnlichem zwischen Kran und Bodenverankerung als Ersatz für eine Prüflast, ist nicht zulässig.
Falls zusätzlich eine statische Probebelastung (keine weitere Bewegung ausser
der Hubbewegung) durchgeführt wird, so ist diese ebenfalls in den ungünstigsten
Laststellungen durchzuführen. Bei allen Kranen mit 1,25-facher Nennlast des Kranes. Dabei ist die Last langsam soweit anzuheben, dass sie dicht über dem Boden
schwebt. Es dürfen keine bleibenden Verformungen und offenkundige Mängel am
Kran auftreten. Verhindert die Einstellung der Rutschkupplung ein Anheben der
Prüflast, ist die Zusatzlast auf die hängende Last aufzubringen.
Die Ergebnisse der Prüfungen sind im Prüfbuch zu dokumentieren.
Der Prüfer hat über die Inbetriebnahme zu entscheiden.
Werden im Zuge der Prüfung Mängel aufgedeckt, so hat der Betreiber für deren
Beseitigung Sorge zu tragen; der Prüfer hat darüber zu befinden, ob nach Mängelbeseitigung eine erneute Prüfung durchgeführt werden muss.
ACHTUNG !
Die Abnahmeprüfung gemäss diesem Abschnitt entbindet nicht von eventuell durch nationale Vorschriften geforderten Prüfungen die gegebenenfalls
zusätzlich durchzuführen sind.
Falls nationale Prüfvorschriften für die dynamische bzw. statische Prüfung
höhere Prüflasten vorsehen als die in diesem Abschnitt angegebenen ist
dieser Punkt vor Durchführung mit dem Hersteller des Kranes abzuklären.
5.3.2 Abnahmeprüfung nach
wesentlichen Änderungen
10
Nach wesentlichen Änderungen ist vor der Wiederinbetriebnahme eine Abnahmeprüfung durch einen Prüfer erforderlich.
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Beispiele für wesentliche Änderungen sind:










5.3.3 Wiederkehrende Prüfungen
Änderung der Stromart
Auswechseln von Katzen
Umbau oder Veränderung der Antriebe
Erhöhung der Traglast einer Krananlage
Verlängerung einer Kranbahn
Umsetzen von Kranen auf andere Kranbahnen bei ortsfesten Krananlagen
Schweissen an tragenden Bauteilen
Konstruktive Änderungen der Tragkonstruktion
Umbauten an Teilen der Tragkonstruktion, dazu gehören u.a.: Ausleger, Säule
Änderung der Betriebsverhältnisse hinsichtlich der Laufzeit und des Lastkollektives
der Krananlage
Die Anlage ist entsprechend den Einsatzbedingungen (Ausnutzen der max. Tragfähigkeit, der Betriebshäufigkeit und den Umgebungsbedingungen) nach Bedarf, jährlich
jedoch mindestens einmal durch einen Prüfer zu inspizieren
Eine Anlage mit einer grossen Betriebsstundenzahl, der noch dazu überwiegend mit
Volllast arbeitet, ist häufiger zu prüfen als beispielsweise ein Kran, der nur gelegentlich
zu Montagezwecken benutzt wird und für den die einmalige Prüfung im Jahr ausreichend ist.
Staubige oder aggressive Atmosphären können ebenfalls das Prüfintervall verkürzen.
Die Prüfabstände abweichend vom Maximalprüfzeitraum von 1 Jahr, sind daher unter
Berücksichtigung der Einsatzbedingungen vom Betreiber festzulegen, im Zweifelsfall in
Abstimmung mit dem Hersteller.
Die Ergebnisse dieser Prüfungen sind im Kranprüfbuch zu dokumentieren.
Die wiederkehrende Prüfung muss wesentlich umfassen:






6 Betrieb
6.1 Betrieb innerhalb
geschlossener Hallen
6.2 Betrieb ausserhalb
geschlossener Hallen
Prüfung der Identität der Anlage mit den Angaben im Prüfbuch
Prüfung des Zustandes von Bauteilen (inkl. Schweissnähten) und Einrichtungen
hinsichtlich Beschädigungen, Verschleiss, Korrosion und sonstiger Veränderungen
Prüfung der Vollständigkeit und Wirksamkeit der Sicherheitseinrichtungen und
Bremsen
Prüfung der Kranbahn mit ihren Unterstützungen und Anschlüssen
bei Hebezeugen: Ermittlung des verbrauchten Anteils der theoretischen Lebensdauer
Nachprüfung, wenn sich Mängel, die die Sicherheit beeinträchtigen, ergeben
haben und diese beseitigt sind.
GIS-Schwenkkrane sind für den Betrieb innerhalb allseits geschlossener Hallen konzipiert. Der Bereich der normalen Umgebungstemperatur, in dem GIS-Schwenkkrane
betrieben werden dürfen, reicht von -5 bis +40 Grad Celsius. Der Betreiber muss hiervon abweichende Betriebsbedingungen dem Hersteller mitteilen, damit dieser eine
diesbezügliche Prüfung durchführen und evtl. Sondermassnahmen vorschlagen kann,
dies je nach vertraglicher Festlegung vom Betreiber bzw. vom Hersteller durchgeführt
werden müssen, um einen sicheren Kranbetrieb zu gewährleisten.
GIS-Schwenkkrane sind nicht für den Betrieb ausserhalb allseits geschlossener Hallen
konzipiert. Sie sind werksseitig nicht gegen ungewollte Kran- und Katz-Bewegungen
aufgrund von Windeinflüssen gesichert. Nur ausnahmsweise können daher GISSchwenkkrane mit kleinerer Tragkraft und kürzerer Ausladung im Freien, ausserhalb
geschlossener Hallen betrieben werden, vorausgesetzt, sie sind weder mit einem
elektrischen Schwenkwerk noch mit einem elektrischen Katzfahrwerk ausgerüstet. Die
nachfolgenden Hinweise müssen vom Kranbetreiber (Besteller) und dem oder den von
Ihm eingesetzten Kranführer (n) strikt eingehalten werden:
1.
Nur geschulte Mitarbeiter einsetzten!
Wegen der spezifischen Gefahren, die mit einem Betrieb des Kranes im Freien, ausserhalb allseits geschlossener Hallen verbunden sind, dürfen ausschliesslich geschulte
Mitarbeiter den Kran führen. Die Mitarbeiter müssen vom Betreiber im sach- und fachgerechten Umgang mit dem Kran unterwiesen und mit diesen Hinweisen vollständig
vertraut gemacht werden. Schulungen sind in angemessenen Zeitabständen zu wiederholen!
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2.
Gefährdungen während und ausserhalb des Betriebs ausserhalb geschlossener
Hallen / Sicherheit
Ist eine Kollision des Auslegers oder der Katze einschliesslich ihres Lastaufnahmemitels mit anderen Gegenständen der Umgebung nicht sicher auszuschliessen, müssen
Massnahmen gegen das freie Drehen des Auslegers zur Vermeidung einer solchen
Kollision getroffen werden, z.B. das Einhängen des Lasthakens in eine Öse am Boden.
Gegebenenfalls hat der Betreiber für derartige Sicherungen notwendige bauliche Massnahmen zu ergreifen.
3.
Bewitterung / Schutz gegen Witterung
Aufgrund der dauernden Bewitterung des Kranes bei einem Betrieb ausserhalb geschlossener Halle, ist die Gefahr der Korrosion verglichen mit dem werksseitig vorgesehenen Einsatz in geschlossener Halle erhöht. Korrosion führt neben der Beeinträchtigung des Aussehens zu einer Minderung der Lebensdauer durch Verringerung und
Kerbung der tragenden Querschnitte. Der Korrosionsschutz muss daher entsprechend
den am Betriebsort herrschenden Witterungs- und Klimabedingungen regelmässig
(etwa alle 6 Monate) überwacht und bei Bedarf ausgebessert bzw. erneuert werden.
Zum Schutz gegen die Witterung wird dem Betreiber dringend empfohlen, ein festes
Schutzdach für die Katze vorzusehen, unter das diese bei Betriebsruhe abgestellt
werden kann (z.B. Schutzdach am Ausleger).
4.
Wiederkehrende Prüfungen
Bei einem Einsatz von Schwenkkranen im Freien, ausserhalb geschlossener Hallen
sind die wiederkehrenden Prüfungen gemäss den Witterungs- und Umwelteinflüssen
am Betriebsort in angemessenen, ggf. verkürzten Abständen, mindestens aber alle 12
Monate durchzuführen. Der Korrosionszustand ist in diese Prüfung unbedingt regelmässig mit einzubeziehen.
6.3 Abnormale
Betriebsbedingungen
Als vom Normalbetrieb abweichende Betriebsbedingungen gelten u.a.:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7 Wartung
Bei Abweichung von oben genannten Umgebungstemperaturen ist eine den Gegebenheiten angepasste Öl-Fettqualität in den Getrieben der Antriebsmotoren erforderlich.
GIS-Krane sind für Umgebungen mit aggressiven und explosiven Medien nicht
geeignet.
Kraneinsatz bei hohen Luftfeuchtigkeiten
Transport feuerflüssiger Massen
Magnetbetrieb
Geführte Hublast
GIS-Schwenkkrane verlangen nur geringen Wartungsaufwand. Die Wartungsintervalle
sind den Einsatzbedingungen und den betrieblichen Verhältnissen anzupassen, müssen jedoch mindestens einmal jährlich durchgeführt werden.
Bei Mehrschichtbetrieb müssen die Wartungsintervalle angepasst werden.
Abgenutzte oder schadhafte Teile müssen bei der Wartung ersetzt werden. Für den
sicheren Betrieb des Kranes ist es erforderlich, nur GIS-Originalteile zu verwenden. Nur
bei Einsatz der GIS-Originalteile können evtl. Gewährleistungsansprüche anerkannt
werden.
Der Wartungsaufwand beschränkt sich im allgemeinen auf folgende Punkte:
1.
Ca. 6 Wochen nach Inbetriebnahme sind alle Schraubverbindungen z.B. an den
Klemmpuffern, dem Rollenkasten oder dem Elektroschwenkwerk, dem Katzfahrwerk und den Stromzuführungsbauteilen auf ordnungsgemässen Zustand zu
überprüfen und ggf. zu korrigieren. Diese Massnahmen sind nach erstmaliger
Durchführung auch bei jeder weiteren Wartung zu wiederholen.
Die Säulenfussverankerung ist, entsprechend den Betriebsbedingungen, in regelmässigen Abständen auf festen Sitz zu überprüfen und ggf. zu korrigieren.
2.
Bei erschwerten Betriebsbedingungen und / oder besonders ungünstigen Umgebungseinflüssen (Gase, Säure- oder Laugenbäder, Kühlräume o.ä.), müssen gesonderte Pflege- und Wartungsinstruktionen vom Hersteller erfragt werden.
3.
Die Wartung der Hebezeuge und der Hand- bzw. Elektrofahrwerke ist entsprechen
den zugehörigen Montage-, Betriebs- und Wartungsanleitungen durchzuführen.
GIS-Spezialisten übernehmen gerne für Sie die Wartungsaufgaben. Unsere Sachkundigen sind wartungserfahren und haben die richtigen Werkzeuge an Bord.
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7.1 Störung - Ursache Beseitigung
Die Behebung aller nachfolgend beschriebenen Störungen darf nur von entsprechendem Fachpersonal durchgeführt werden.
ACHTUNG !
Alle Arbeiten an Elektroausrüstungen dürfen nur im spannungsfreien Zustand des Kranes durchgeführt werden.
Störung
Mögliche Ursache
Abhilfe
Kran läuft nicht
Netzspannung nicht
vorhanden
Not-AUS-Taste und
Schütz K1 prüfen
Stromabnehmer überprüfen
Antriebsmotoren
laufen in keiner Drehrichtung und brummen
auch nicht bei Betätigung des Hängetasters
Keine Netzspannung
vorhanden
Netzanschluss nicht
ordnungsgemäss
Spannung prüfen
Alle 3 Phasen korrekt
anschliessen
Sicherungen defekt
Schnellsteckverbindungen, Netzanschluss bzw. Hängetaster nicht richtig
eingesteckt oder
gesichert
Sicherungen erneuern
Schnellsteckverbinder
feststecken und mit
Sicherungsbügel
sichern
Kontaktfehler im
Hängetaster, gebrochene Adern in der
Verkabelung der
Zuleitung oder im
Hängetaster oder
eventuell am Fahrantrieb
Verdrahtung auf Unterbrechungen prüfen,
ggf. Steuerleitung
austauschen
Antriebsmotoren
laufen in keiner Drehrichtung, brummen
aber bei Betätigung
des Hängetasters
ACHTUNG!!!
Motorwicklung kann
dabei verbrennen
defekter Netzanschluss bzw. Ausfall
einer Netzsicherung
Netzanschluss prüfen
Schütz defekt
Schütz austauschen
Antriebsmotoren
laufen schwer an
Bremse lüftet nicht,
Motor läuft gegen
geschlossene Bremse
siehe, Störungen
Bremse
Elektroantriebsbewegungen nur in einer
Richtung möglich
Schaltelement im
Hängetaster defekt
Schaltelement auf
Fehler prüfen bzw.
austauschen
Schütz austauschen,
Steuerkabel prüfen
Schütz defekt, gebrochene Adern
Bremse lüftet nicht
Schaltplan beachten
an der Bremsspule
liegt keine Spannung
an, am Eingang des
Gleichrichters liegt
keine Wechselspannung an
Anschlüsse prüfen
und instandsetzen
Motor prüfen
Achtung: Vor Beginn
der Arbeiten Netzstecker ziehen!
Gleichrichter ist nicht
korrekt angeschlossen
bzw. defekt
Gleichspannung an der
Bremsspule überprüfen; Gleichrichter
korrekt anschliessen
bzw. austauschen
Schaltplan beachten
Bremsspule hat keinen Bremsspule austauelektrischen Durchschen
gang und ist defekt
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Bemerkung
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Zugehörige Montage-,
Betriebs- und Wartungsanleitung beachten
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Störung
Mögliche Ursache
Abhilfe
Bemerkung
Nachlaufweg beim
Heben bzw. Senken
bzw. elektrisch betriebenem Katzfahren zu
gross
max. Luftspalt erreicht
(Verschleissgrenze
erreicht)
Bremsbelag
ersetzen
Zugehörige Montage-,
Betriebs- und Wartungsanleitung beachten
Der Kran schwenkt in
eine Vorzugsrichtung
die Schwenkachse
verläuft nicht senkrecht
erneutes Ausrichten
des Schwenkkranes
Siehe Montagezeichnung
7.2 Reparaturen
8 Entsorgung,
Ausserbetriebnahme
ACHTUNG !
Reparaturen dürfen nur durch entsprechendes Fachpersonal durchgeführt
werden. GIS übernimmt für Schäden aus nicht sachgemäss und von nicht
autorisierten Personen durchgeführten Reparaturen am Kran keinerlei Haftung.
Die Entsorgung der GIS-Produkte nach Wegfall der Nutzung ist umweltverträglich.
GIS ist Hersteller von Kranen, Hebezeugen und Komponenten für Kransysteme. Es
handelt sich um Produkte von hoher Qualität, langer Lebensdauer und weitgehender
Wartungsfreiheit.
Einzelheiten der Entsorgung und Wiederverwertbarkeit der Bauelemente sind der folgenden Übersicht zu entnehmen.
Produkt
Materialien
Entsorgung
Säule
Ausleger
Fahrwerke
Motoren
Getriebe
Treibwerksteile
Metalle
Trennung der Materialien
Bremsbeläge
Vielkomponenten
Auf Sonderdeponien unter Beachtung örtlicher, behördlicher Vorschriften
Schmierstoffe
Öle und Fette
Aufbereitung oder Entsorgung gemäss Abfallgesetzt; z.B. Verbrennung
Kabel, Gehäuse, Stecker, Hängetaster
Gummi, PVC, Silikon,
Polychlorophren
Trennung der Materialien
Zuführung zur Wiederverwertung
Elektronik-Baugruppen
Kunststoffe, Metalle,
Elektrolyte
Auf Sonderdeponien unter Beachtung örtlicher, behördlicher Vorschriften
Zuführung zur Wiederverwertung durch
Einschmelzung
Produkte mit Anstrichen sind entsprechend dem Anstrichmaterial der Wiederverwertung
zuzuführen oder unter Beachtung örtlicher behördlicher Vorschriften auf Sonderdeponien zu entsorgen.
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9 EG-Erklärungen
EG-KONFORMITÄTSERKLÄRUNG
Erklärung für eine Maschine gemäss der EG-Richtlinie 2006/42/EG, Anhang II A
Hiermit erklären wir,
GIS AG, Hebe- und Fördertechnik, Luzernerstrasse 50, CH-6247 Schötz
dass die Maschine
Säulendrehkran, Modellreihe
Wanddrehkran, Modellreihe
Gelenkdrehkran, Modellreihe
SD, SD-H, SDR, SD-HR
WD, WD-H, WD-HR
GSD, GWD
im Traglastbereich
bis 1000 kg
die zum Transport von Lasten entwickelt worden ist, den grundlegenden Anforderungen der nachfolgend aufgeführten EG-Richtlinie, soweit für den gelieferten Umfang zutreffend, entspricht:
EG-Maschinenrichtlinie
2006/42/EG
Angewandte Normen und technische Spezifikationen:
FEM 1.001
FEM 9.901
FEM 9.341
DIN 15018
Heft 1 - 8, soweit zutreffend
Berechnungsgrundlagen
Örtliche Trägerbeanspruchungen
Teile 1 - 3, soweit zutreffend
Bevollmächtigt für die Zusammenstellung der relevanten technischen Unterlagen:
Herr Pius Engel, GIS AG, Luzernerstrasse 50, CH-6247 Schötz.
GIS AG
Schötz, 20.11.2012
I. Muri
Geschäftsleitung
GIS CRANES
E. Widmer
Verkaufsleitung
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EG-EINBAUERKLÄRUNG
Erklärung für den Einbau einer unvollständigen Maschine gemäss der EG-Richtlinie 2006/42/EG, Anhang II B
Hiermit erklären wir,
GIS AG, Hebe- und Fördertechnik, Luzernerstrasse 50, CH-6247 Schötz
dass die unvollständige Maschine
Säulendrehkran, Modellreihe
Wanddrehkran, Modellreihe
Gelenkdrehkran, Modellreihe
SD, SD-H, SDR, SD-HR
WD, WD-H, WD-HR
GSD, GWD
im Traglastbereich
bis 1000 kg
die zum Transport von Lasten entwickelt worden ist, zum Einbau in eine Maschine bestimmt ist und den grundlegenden Anforderungen der nachfolgend aufgeführten EG-Richtlinie, soweit für den gelieferten Umfang zutreffend, entspricht:
EG-Maschinenrichtlinie
2006/42/EG
Ferner erklären wir, dass die technischen Unterlagen gemäss Anhang VII Teil B der Richtlinie 2006/42/EG erstellt wurden. Wir verpflichten uns, die speziellen Unterlagen zu dem Kran auf begründetes Verlangen an einzelstaatliche Stellen zu übermitteln. Die Übermittlung erfolgt elektronisch.
Angewandte Normen und technische Spezifikationen:
FEM 1.001
FEM 9.901
FEM 9.341
DIN 15018
Heft 1 - 8, soweit zutreffend
Berechnungsgrundlagen
Örtliche Trägerbeanspruchungen
Teile 1 - 3, soweit zutreffend
Diese Erklärung bezieht sich nur auf den Kran. Eine Inbetriebnahme ist solange untersagt, bis festgestellt wurde, dass die Anlage, in die der Kran eingebaut ist, den Bestimmungen der o.a. EG-Richtlinie
entspricht.
Bevollmächtigt für die Zusammenstellung der relevanten technischen Unterlagen:
Herr Pius Engel, GIS AG, Luzernerstrasse 50, CH-6247 Schötz.
GIS AG
Schötz, 20.11.2012
I. Muri
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E. Widmer
Verkaufsleitung
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