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Bedienungsanleitung Flaschenanlage - GOK Regler

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Montage- und Bedienungsanleitung
Ausgabe 06.2005
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Mehr-Flaschenanlage für Flüssiggas-Flaschen
Die GOK-Mehr-Flaschenanlage ist für die Verbindung von 2, 4, 6 oder mehreren Flüssiggas-Flaschen zu einer
Versorgungsanlage vorgesehen. Mit Hilfe der Umschalteinrichtung kann die Flüssiggasversorgung auf die Flasche(n) der Reserveseite, wenn die Flasche(n)der Betriebsseite leer ist (sind), umgestellt werden. Ein nachgeschaltetes Druckregelgerät versorgt die Verbrauchsanlagen mit dem eingestellten Nennanschlussdruck.
Einzel-Bauteile
Schlauchleitung Hochdruck
Umschalteinrichtung
Druckregelgerät
Schneidringverschraubungs-Stutzen WL, TL
Übergangsstück
Rohrstutzen kurz / lang
mit Überwurfmutter ML und
Schneidring DL
Halteschiene
Mutter
Schraube
Scheiben
ALLGEMEINES
Für den bestimmungsgemäßen Betrieb und zur Einhaltung der Gewährleistung ist die vorliegende Montageund Bedienungsanleitung zu beachten und dem Betreiber auszuhändigen. Dazu gelten auch die Montage- und
Bedienungsanleitungen der Einzelbauteile (Umschalteinrichtung, Druckregelgerät uund andere).
BETRIEBSMEDIEN
Flüssiggas (LPG, Propan,
Butan) gasförmig
nach DIN 51622 / DIN EN 589
DIN EN 13786
Y:\DatenAustausch\Becke\0507551b_FLA_A5.doc
Montage- und Bedienungsanleitung
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ANSCHLÜSSE (wahlweise)
Anschluss
Anschluss für
Eingang
Flaschenventil der
Flüssiggasflasche
Ausgang
Schlauchleitung
Mitteldruck
Rohrleitung
Abmessung
nach Norm
G.4 - GF Großflaschenanschluss
G.5 / G.19 – Kombiflaschenanschluss
H.3 - G ½ A - LH mit 45° Innenkonus (KN)
Rohrstutzen für Schneidringverschraubung H.8
DIN EN 13785
DIN EN 13786
DIN EN 12864
DIN EN 13786
DIN EN 560
DIN EN ISO 8434-1
SICHERHEITSHINWEIS: Flüssiggas ist ein hochentzündliches Brenngas!
Gesetze, Verordnungen und technische Regeln beachten!
Undichtheiten an den Anschlüssen oder an den Einzel-Bauteilen können zum Entstehen explosionsfähiger Atmosphäre führen. Undichtheiten müssen stets vermieden werden!
Ein Flaschenwechsel ist mit betriebsmäßigen Gasaustritten verbunden. Explosionsschutz beachten!
Die Mehr-Flaschenanlage steht im laufenden Betrieb unter Überdruck. Eine Beschädigung oder Zerstörung der
Einzel-Bauteile gefährdet Menschenleben und führt zu erheblichen Sachschäden!
Keine offene Flamme zur DICHTHEITSKONTROLLE verwenden.
MONTAGE
Vor der Montage ist die Baugruppe auf Transportschäden und Vollständigkeit zu prüfen. Die Montage ist von
einem Fachbetrieb vorzunehmen. Diese Forderung gilt auch für die Inbetriebnahme und Instandsetzung.
Voraussetzung für ein einwandfreies Funktionieren der Mehr-Flaschenanlage ist eine fachgerechte Installation
unter Beachtung der für Planung, Bau und Betrieb der Gesamtanlage gültigen technischen Regeln.
•
Mehr-Flaschenanlage in Abhängigkeit der Flüssiggas-Entnahmemenge auswählen.
Beispiel mögliche Flüssiggas-Entnahmemenge bei 33 kg-Flüssiggasflaschen
2-Flaschenanlage
4-Flaschenanlage
6-Flaschenanlage
⇓ Entnahmeart
kurzzeitig
3,0 kg/h
6,0 kg/h
9,0 kg/h
periodisch
1,8 kg/h
3,6 kg/h
5,4 kg/h
Dauerentnahme
0,6 kg/h
1,2 kg/h
1,8 kg/h
Die Werte gelten für die Entnahme aus den Betriebsflaschen. Die Flüssiggas-Entnahmemenge entspricht dem Gasverbrauch aller angeschlossenen Verbrauchseinrichtungen.
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Die Flaschenanlage ist nicht zur Verwendung in Straßenfahrzeugen und Booten vorgesehen.
Mehr-Flaschenanlage darf nicht in Ex-Zone 0 eingebaut werden.
Montagehinweise
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Montage ausschließlich mit Gabelschlüsseln der entsprechenden Schlüsselweite. Gegenhalten stets am
Anschlussstutzen bzw. am Haltegriff der Schlauchleitung.
Nur bei angegossenem Stutzen am Gehäuse gegenhalten. Eine Rohrzange darf nicht verwendet werden.
Es dürfen nur Verbindungen hergestellt werden, deren Paarungen den technischen Normen entsprechen.
Vor Einbau Sichtkontrolle auf eventuelle Metallspäne oder sonstige Rückstände in den Anschlüssen vornehmen. Diese unbedingt entfernen, um mögliche Funktionsstörungen auszuschließen.
Dichtungen stets sauber und unbeschädigt einbauen!
Umschalteinrichtung und Druckregelgerät spannungsfrei montieren
Einbaurichtung
beachten !
Montagehinweise Schlauchleitungen
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Lagerung: Kühl, trocken und staubarm; direkte Sonnen- oder UV-Einstrahlung vermeiden; in der Nähe befindliche Wärmequellen abschirmen. In unmittelbarer Nähe keine ozonbildenden Beleuchtungskörper verwenden.
Schlauchleitung ordnungsgemäß transportieren, z.B. Aufeinanderschlagen von Schlauch und Schlaucharmaturen vermeiden, Dichtflächen nicht beschädigen.
Schlauchleitung darf insbesondere nicht mit Stoffen in Kontakt kommen, die eine Schädigung bewirken
können, z.B. Säuren, Laugen, Lösemittel.
Angeschlossene Geräte nicht mit der Schlauchleitung ziehen!
Schlaucharmaturen nicht versetzt anordnen. Ein Verdrehen der Schlauchleitung kann dadurch vermieden
werden.
Schlauchleitung keiner Zug- oder Stauchbelastung aussetzen. Spannungsfreie Montage gewährleisten!
Schlauchleitung nicht kleiner als minimaler Biegeradius abwinkeln.
Hochdruck PB 30: Biegeradius ≥ 66,5 mm
Mitteldruck PB 6: Biegeradius ≥ 85 mm
Abknicken unbedingt vermeiden.
Schlauchleitung frei verlegen, um äußere Beschädigung z.B. durch Abrieb und eventuelle Temperatureinwirkung zu verhindern.
Schlauchleitung stets drucklos abkuppeln bzw. lösen
Y:\DatenAustausch\Becke\0507551b_FLA_A5.doc
Montage- und Bedienungsanleitung
Anschluss Flaschenventil – Schlauchleitung Hochdruck
mit Füllgewicht bis 33
kg
Seitenstutzen am
Flaschenventil
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LH = LINKSGEWINDE!
Anschluss Eingang Schlauchleitung Hochdruck
mit Seitenstutzen verbinden
Erläuterungen
G.4
(GF)
3 - Dichtung am Druckregelgerät (Al, PA,
oder NBR)
4 – Überwurfmutter:
Sechskant
G.5
(Kombi-A)
Gewinde W 21,8x1,814-LH
Anschluss Umschalteinrichtung – Druckregelgerät und Umschalteinrichtung – Übergangsstück: wie G.4
Anschluss Außengewinde G 1/2 A LH – KN
Bauelement
Abbildung Anschlussteil
LH = LINKSGEWINDE!
Erläuterungen
Druckregelgerät
Rohrgewinde: zylindrisches Außengewinde
G 1/2A LH – KN in Toleranzklasse A nach DIN
EN ISO 228-1 mit 45 ° Innenkonus nach DIN EN
560, H.3 nach DIN EN 13786
Anschlussverschraubung
von Schlauchleitung Mitteldruck oder Übergangsstück
Überwurfmutter mit Innengewinde G 1/2 LH
nach DIN EN ISO 228-1, Schlauchtülle mit Kugelabdichtung nach DIN EN 560,
H.3 nach DIN EN 13786
Maximales Anzugsdrehmoment = 50 Nm
Schneidringverschraubung, vormontierter Rohrstutzen
Anschlussstutzen von
Schlauchleitung
Hochdruck
oder
Rohrstutzen
⇒
⇐
SchneidringverschraubungsStutzen WL, TL
Montage gemäß GOK-Montageanleitung für Schneidringverschraubungen nach DIN EN ISO 8434-1.
Bei Bedarf anfordern oder als Download im Internet unter www.gok-online.de im Bereich „Service“
Nach dem Anziehen der Überwurfmuttern darf (dürfen) das (die) Bauteil(e) nicht mehr verdreht werden. Ein
Verdrehen kann wieder zu undichten Verbindungen führen. Die Demontage und/oder das Nachziehen von Verschraubungen und Verschraubungsteilen ist nur in vollständig drucklosem Zustand zulässig!
Montage-Reihenfolge
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Anordnung der Einzel-Bauteile der Mehr-Flaschenanlage siehe Abbildung auf Seite 1
Umschalteinrichtung und Druckregelgerät über den Anschluss verbinden und auf Halteschiene
mittels Schrauben und Scheiben montieren. Schrauben fest anziehen. Anschluss dicht verbinden
Halteschiene und Rohrhalterungen (kein Lieferumfang) an der Wand befestigen
2-Flaschenanlage: Schlauchleitung Hochdruck von Betriebs- und Reserveseite fest und dicht verbinden
zwischen Eingangs-Anschluss der Umschalteinrichtung und Flaschenventil der Flüssiggasflasche.
Mehr-Flaschenanlage: Folgende feste und dichte Verbindungen herstellen
•
Beide Übergangsstücke an den Eingangs-Anschlüssen der Umschalteinrichtung (Anschluss G.4)
•
2 Schneidringverbindungen zwischen vormontierte Rohrstutzen kurz und Übergangsstück
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2 Schneidringverbindungen zwischen vormontierte Rohrstutzen kurz und Schneidringverschraubungs-Stutzen TL
•
2 Schneidringverbindung zwischen vormontierte Rohrstutzen lang und Schneidringverschraubungs-Stutzen TL; Bei 6 .. Flüssiggasflaschen weitere Schneidringverbindungen herstellen.
•
Schneidringverbindung zwischen vormontierte Rohrstutzen lang und Schneidringverschraubungs-Stutzen GL
•
Schneidringverbindungen zwischen freien Schneidringverschraubungs-Stutzen GL und TL und
Schlauchleitung Hochdruck von Betriebs- und Reserveseite
•
Alle Schlauchleitungen Hochdruck von Betriebs- und Reserveseite an Flaschenventile
DICHTHEITSKONTROLLE
Die Flüssiggasanlage muss vor der INBETRIEBNAHME, bei jedem Flaschenwechsel, im Zuge von Überwachungs- und Wartungsarbeiten, vor einer Wieder-INBETRIEBNAHME, nach wesentlichen Änderungen und Instandsetzungsarbeiten auf Dichtheit geprüft werden. Einzel-Baugruppen wie in den Montage- und Bedienungsanleitung beschrieben in Betrieb nehmen. Alle Absperrarmaturen der Versorgungsleitung und/oder der
Verbrauchsgeräte schließen und das Flaschenventil öffnen. Die Mehr-Flaschenanlage steht damit unter Be
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triebsdruck mit Flüssiggas! Die Prüfung auf Dichtheit ist für die Betriebs- und Reserveseite der MehrFlaschenanlage durch Betätigen der Umschalteinrichtung vorzunehmen.
Alle Verbindungsstellen mittels schaumbildenden Mitteln nach DIN EN 14291 (Lecksuchspray) oder anderer
geeigneter schaumbildender Mittel auf Dichtheit überprüfen.
Die DICHTHEITSKONTROLLE gilt nur mit dem Prüfungsergebnis „dicht“ als erfüllt.
Bei eventueller Undichtheit AUSSERBETRIEBNAHME und Wiederholmontage.
INBETRIEBNAHME
Die Mehr-Flaschenanlage ist nach Montage und erfolgter DICHTHEITSKONTROLLE sofort betriebsbereit. Die
Inbetriebnahme erfolgt durch langsames Öffnen der Flaschenventile bei geschlossener Absperrarmatur der
Verbrauchseinrichtung. Die Verbrauchseinrichtung selbst kann jetzt nach der ihr beigefügten Bedienungsanleitung in Betrieb genommen werden. Zusätzlich sind zur Inbetriebnahme und Bedienung die Bedienungsanleitungen für Umschalteinrichtung und Druckregelgerät zu beachten.
BEDIENUNG
Im laufenden Betrieb der Flüssiggasanlage wird in gewissen Zeitabständen eine DICHTHEITSKONTROLLE
der Mehr-Flaschenanlage empfohlen. Die Bedienung der Mehr-Flaschenanlage hat durch unterwiesenes Personal zu erfolgen. Während des Betriebs die Flüssiggasflaschen nicht bewegen!
Flaschenwechsel:
•
Umschalteinrichtung auf Seite der Entnahme (volle Flüssiggasflaschen) stellen. Nicht mehr verstellen!
•
Auszutauschende Flüssiggasflaschen: Flaschenventile vollständig schließen.
•
Auszutauschende Flüssiggasflaschen: Anschluss Schlauchleitung Hochdruck lösen.
•
Nach Flaschenwechsel: Anschluss Schlauchleitung Hochdruck wieder fest und dicht verbinden
Beim Anziehen und beim Lösen der Verbindung am Flaschenventil nur die Überwurfmutter verdrehen.
Bei Gasgeruch (außer bei Flaschenwechsel), Undichtheit und Störung an der Mehr-Flaschenanlage sofortige
AUSSERBETRIEBNAHME! Fachbetrieb beauftragen.
AUSSERBETRIEBNAHME
Flaschenventil(e) und dann Absperrarmaturen der Verbrauchseinrichtung(en) schließen.
Bei Nichtbenutzung der Flüssiggasanlage alle Ventile geschlossen halten.
INSTANDSETZUNG
Führen die unter INBETRIEBNAHME, BEDIENUNG und WARTUNG genannten Maßnahmen nicht zur ordnungsgemäßen Wieder-INBETRIEBNAHME und liegt kein Auslegungsfehler vor, muss die Mehrflaschenanlage
zur Überprüfung an den Hersteller eingesandt werden. Unbefugte Eingriffe haben einen Verlust der Zulassung
sowie des Gewährleistungsanspruches zur Folge.
Führen die unter INBETRIEBNAHME und BEDIENUNG genannten Maßnahmen nicht zur ordnungsgemäßen
Wieder-INBETRIEBNAHME und liegt kein Auslegungsfehler vor, muss die Mehr-Flaschenanlage zur Überprüfung an den Hersteller eingesandt werden. Unbefugte Eingriffe haben einen Verlust des Gewährleistungsanspruches zur Folge.
Regelmäßige Sichtkontrolle von Oberfläche und Seele der Schlauchleitungen. Besonders auf Risse, Blasen
und Aushärtungen achten.
Beschädigte Schlauchleitung(en) der Benutzung entziehen oder unbrauchbar machen. Eine Instandsetzung
von Schlauchleitungen darf nur ein Fachbetrieb vornehmen.
Schlauchleitungen, die nicht mehr instandgesetzt werden können, durch Zerschneiden unbrauchbar machen
und fachgerecht entsorgen.
Nach DIN EN 13785, DIN EN 13786 und DIN EN 12864 gilt: „Die Lebenserwartung der Einzelbauteile beträgt
etwa 10 Jahre; es wird empfohlen die Einzelbauteile vor Ablauf von 10 Jahren nach dem Herstellungsdatum
auszuwechseln.“
WEITERE TECHNISCHE DATEN
Temperaturbereich TS
- 20 °C bis + 60 °C
Maximal zulässiger Druck
PS 16 bar
Eingangsdruck p
bis 16 bar
Nennausgangsdruck pd
50 mbar
Nenndurchfluss
4 – 10 kg/h siehe Typschild Druckregelgerät
Abweichende technische Werte siehe Typschild Umschalteinrichtung und/oder Druckregelgerät
GOK Regler- und Armaturen-Gesellschaft mbH & Co. KG
Obernbreiter Straße 2-16, D-97 340 Marktbreit +49 9332 404-0 Fax +49 9332 404-43
E-Mail: info@gok-online.de
Art.-Nr. 05 075-51b
Internet: www.gok-online.de
Ersatz für Ausgabe 02.2003
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