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Bedienungsanleitung - Bijur Delimon

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Betriebsanleitung
Pumpe FZ-A
INHALTSVERZEICHNIS
Seite
1. Allgemeines ......................................................................... 2
2. Sicherheit ....................................................................... 2 – 4
A
Pumpentyp ........................................................................... 5
B
Anzahl der Auslässe ............................................................ 5
C
Revision ................................................................................ 5
D
Antriebsarten ................................................................. 6 – 9
E
Antriebslage ......................................................................... 9
F
Behälter .............................................................................. 10
G
Zubehör .............................................................................. 10
3. Anwendung ........................................................................ 11
4. Wirkungsweise .................................................................. 11
5. Antriebsdrehrichtung ........................................................ 12
6. Technische Daten .............................................................. 12
7. Inbetriebnahme .................................................................. 12
8. Wartung ...................................................................... 13 – 14
9. Schilder .............................................................................. 14
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1.
Allgemeines
Vor der Inbetriebnahme empfehlen wir, die Betriebsanleitung sorgfältig durchzulesen, da wir für Schäden
und Betriebsstörungen, die sich aus der Nichtbeachtung dieser Betriebsanleitung ergeben, keine Haftung
übernehmen!
Jeder darüber hinausgehende Gebrauch gilt als nicht bestimmungsgemäß. Für hieraus resultierende
Schäden haftet der Hersteller nicht; das Risiko hierfür trägt allein der Betreiber.
Gegenüber Darstellungen und Angaben dieser Betriebsanleitung sind technische Änderungen, die zur
Verbesserung der Pumpe notwendig werden, vorbehalten.
Das Urheberrecht an dieser Betriebsanleitung verbleibt der Firma DELIMON. Diese Betriebsanleitung ist
für das Montage-, Bedienungs- und Überwachungspersonal bestimmt. Sie enthält Vorschriften und
Zeichnungen technischer Art, die weder vollständig noch teilweise verbreitet oder zu Zwecken des
Wettbewerbs unbefugt verwendet oder anderen mitgeteilt werden dürfen.
Firmen-, Ersatzteil- und Kundendienst-Adresse
DELIMON
Niederlassung
Arminstraße 15
Am Bockwald 4
D-40277 Düsseldorf
D-08344 Grünhain-Beierfeld
Telefon : 0211 77 74-0
E-mail : kontakt@bijurdelimon.com
Telefax : 0211 77 74-210
www.bijurdelimon.com
2.
Sicherheit
Diese Betriebsanleitung enthält grundlegende Hinweise, die bei Aufstellung, Betrieb und Wartung zu
beachten sind. Daher ist diese Betriebsanleitung unbedingt vor Montage und Inbetriebnahme vom Monteur
sowie dem zuständigen Fachpersonal/Betreiber zu lesen und muß ständig am Einsatzort der Maschine /
Anlage verfügbar sein.
Es sind nicht nur die unter diesem Hauptpunkt Sicherheit aufgeführten, allgemeinen Sicherheitshinweise zu
beachten, sondern auch die unter den anderen Hauptpunkten eingefügten, speziellen Sicherheitshinweise.
2.1
Kennzeichnung von Hinweisen in der Betriebsanleitung
Die in dieser Betriebsanleitung enthaltenen Sicherheitshinweise, die bei Nichtbeachtung Gefährdungen für
Personen hervorrufen können, sind mit allgemeinen Gefahrensymbolen
Sicherheitshinweis nach DIN 4844, Warnung vor einer Gefahrenstelle,
bei Warnung vor elektrischer Spannung mit
Sicherheitszeichen nach DIN 4844, Warnung vor gefährlicher elektr. Spannung,
besonders gekennzeichnet
Bei Sicherheitshinweisen, deren Nichtbeachtung Gefahren für Maschine und deren Funktion hervorrufen
kann, ist das Wort
ACHTUNG
eingefügt
Direkt an der Maschine angebrachte Hinweise wie z.B.
•
Drehrichtungspfeil
•
Kennzeichen für Fluidanschlüsse
müssen unbedingt beachtet und in vollständig lesbarem Zustand gehalten werden.
•
Hinweis: Es besteht erhöhte Rutschgefahr bei verschütteten/ausgelaufenen Schmiermitteln. Diese
sind sofort sachgerecht zu beseitigen.
Sicherheitshinweis nach DIN 4844, Warnung vor Rutschgefahr.
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2.
Sicherheit (Fortsetzung)
2.2
Personalqualifikation und -schulung
Das Personal für Bedienung, Wartung, Inspektion und Montage muß die entsprechende Qualifikation für
diese Arbeiten aufweisen. Verantwortungsbereich, Zuständigkeit und die Überwachung des Personals
müssen durch den Betreiber geregelt sein. Liegen bei dem Personal nicht die notwendigen Kenntnisse vor,
so ist dieses zu schulen und zu unterweisen. Dies kann, falls erforderlich, im Auftrag des Betreibers der
Maschine durch den Hersteller / Lieferanten erfolgen. Weiterhin ist durch den Betreiber sicherzustellen,
daß der Inhalt der Betriebsanleitung durch das Personal voll verstanden wird.
2.3
Gefahren bei Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise
Die Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise kann sowohl eine Gefährdung für Personen als auch für
Umwelt und Maschine zur Folge haben. Die Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise kann zum Verlust
jeglicher Schadenersatzansprüche führen.
Im einzelnen kann Nichtbeachtung beispielsweise folgende Gefährdung nach sich ziehen:
•
Versagen wichtiger Funktionen der Maschine / Anlage
•
Versagen vorgeschriebener Methoden zur Wartung und Instandsetzung
•
Gefährdung von Personen durch elektrische, mechanische und chemische Einwirkungen
•
Gefährdung der Umwelt durch Leckage von gefährlichen Stoffen.
2.4
Sicherheitsbewußtes Arbeiten
Die in dieser Betriebsanleitung aufgeführten Sicherheitshinweise, die bestehenden nationalen Vorschriften
zur Unfallverhütung sowie eventuelle interne Arbeits-, Betriebs- und Sicherheitsvorschriften des Betreibers
sind zu beachten.
2.5
Sicherheitshinweise für den Betreiber/Bediener
•
Führen heiße oder kalte Maschinenteile zu Gefahren, müssen diese Teile bauseitig gegen Berührung
gesichert sein.
•
Berührungsschutz für sich bewegende Teile (z.B. Kupplung) darf bei sich in Betrieb befindlicher
Maschine nicht entfernt werden.
•
Leckagen (z.B. der Wellendichtung) gefährlicher Fördergüter (z.B. explosiv, giftig, heiß) müssen so
abgeführt werden, daß keine Gefährdung für Personen und die Umwelt entsteht. Gesetzliche
Bestimmungen sind einzuhalten.
•
Gefährdungen durch elektrische Energie sind auszuschließen (Einzelheiten hierzu siehe z.B. in den
Vorschriften des VDE und der örtlichen Energieversorgungsunternehmen).
2.6
Sicherheitshinweise für Wartungs-, Inspektions- und Montagearbeiten
Der Betreiber hat dafür zu sorgen, daß alle Wartungs-, Inspektions- und Montagearbeiten von autorisiertem
und qualifiziertem Fachpersonal ausgeführt werden, das sich durch eingehendes Studium der
Betriebsanleitung ausreichend informiert hat.
Grundsätzlich sind Arbeiten an der Maschine nur im Stillstand durchzuführen. Die in der Betriebsanleitung
beschriebene Vorgehensweise zum Stillsetzen der Maschine muß unbedingt eingehalten werden.
Pumpen oder -aggregate, die gesundheitsgefährdende Medien fördern, müssen dekontaminiert werden.
Unmittelbar nach Abschluß der Arbeiten müssen alle Sicherheits- und Schutzeinrichtungen wieder
angebracht bzw. in Funktion gesetzt werden.
Gefahren an der FZ Pumpe
Quetschgefahr beim Schließen des Behälterdeckels.
Beim Befüllen des Behälters bei laufender Pumpe nicht in den Behälter hineingreifen. Verletzungsgefahr
durch Abstreifer und Rührwerk.
Bei Antrieb durch Pendelhebel besteht im Bereich des Pendelhebels bei laufender Pumpe besondere
Verletzungsgefahr.
Der Pendelhebelantrieb ist während des Betriebes gegen unbeabsichtigte Berührung mit geeigneten
Mitteln abzudecken.
Beim Umgang mit Schmierstoffen ist darauf zu achten, daß Verunreinigungen der Umwelt vermieden
werden.
Bei der äußerlichen Reinigung der Pumpe sind geeignete lösungsmittelfreie Reinigungsmittel zu
verwenden. Keine Hochdruckreiniger verwenden.
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2.
Sicherheit (Fortsetzung)
Hinweis: Beim Arbeiten mit Press-/ Druckluft ist eine Schutzbrille zu tragen.
(DIN 4844 – Augenschutz tragen)
•
Hinweis: EG-Sicherheitsdatenblatt für verwendete Verbrauchsmaterialien und Hilfsstoffe beachten und
geeignete persönliche Schutzausrüstung benutzen.
(DIN 4844 – Atemschutz tragen)
Vor der Wiederinbetriebnahme sind die im Abschnitt Erstinbetriebnahme aufgeführten Punkte zu beachten.
2.7
Eigenmächtiger Umbau und Ersatzteilherstellung
Umbau oder Veränderungen der Maschine sind nur nach Absprache mit dem Hersteller zulässig.
Originalersatzteile und vom Hersteller autorisiertes Zubehör dienen der Sicherheit. Die Verwendung
anderer Teile kann die Haftung für die daraus entstehenden Folgen aufheben.
2.8
Unzulässige Betriebsweisen
Die Betriebssicherheit der gelieferten Maschine ist nur bei bestimmungsgemäßer Verwendung
entsprechend Abschnitt 1 - Allgemeines - der Betriebsanleitung gewährleistet. Die im Datenblatt
angegebenen Grenzwerte dürfen auf keinen Fall überschritten werden.
2.9
Richtlinien & Normen
1., 2. und 3. Richtlinie (siehe Datenblatt: R&N_2009_1_D)
3.0
Hinweise zum Umweltschutz und zur Entsorgung
Durch den ordnungsgemäßen Betrieb mit Schmierstoffen unterliegen die Komponenten den besonderen
Anforderungen aus der Umweltschutzgesetzgebung.
Die generellen Anforderungen an die Schmierstoffe sind in den jeweiligen Sicherheitsdatenblättern
festgelegt.
Verbrauchte Schmierstoffe sind gefährliche Abfallarten und damit besonders überwachungsbedürftig im
Sinne des § 41 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 Nr. 1 des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes.
Für verbrauchte Öle ist die AltölV – Altölverordnung zu beachten.
Die mit Schmierstoff kontaminierten Geräte oder Bauteile sind durch einen zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb zu entsorgen.
Die Entsorgungsnachweise sind gemäß der Nachweisverordnung (Verordnung über Verwertungs- und
Beseitigungsnachweise NachwV) zu archivieren
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ALLGEMEINE PRODUKTMERKMALE
•
•
•
•
•
Zentralkolbentechnik
Einsatz für Links- und Rechtslauf
Fördervolumen pro Auslaß bis 60cm3/h
Schmierstoff: Öl, Fett, Fließfett
Oberfläche Signalgrau RAL 7004
A
PUMPENTYP FZA
B
ANZAHL DER AUSLÄSSE
Die Auslässe 1 - 6 liegen in der oberen Reihe. Übereinander angeordnete Auslässe können nur in der im
Bild dargestellten Reihenfolge verbunden werden. Zusammenfassungen beginnen bei den Auslässen 1/7
und folgen der Pfeilrichtung. Reihenfolge der Auslässe siehe Bild.
Der Pumpenkörper enthält eine Steuerbuchse zur Führung des Kolbens, sowie, jedem Auslaß zugeordnet,
eine Einstellspindel zum Einstellen des Kolbenhubes und damit der Fördermenge jedes Auslasses (bis 6
Auslässe) oder je zwei übereinander liegende Auslässe gemeinsam (7 bis 12 Auslässe).
Bezeichnung und Lage der Auslässe, Reihenfolge bei Auslaßverbindungen
Bei 2 Auslässen mit jeweils halber Gesamtfördermenge kann ein Auslaß der oberen und unteren Reihe
geöffnet werden.
C
REVISION
Stufe A
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D.
ANTRIEBSARTEN
Antrieb mit Pendelhebel
Die Baugruppe stellt eine Erweiterung der Baugruppe Antrieb mit freiem Wellenende mit den für den
Pendelhebelantrieb erforderlichen Teilen dar. Der Pendelhebel wird von einem geeigneten Bauteil der zu
schmierenden Maschine über Exzenter, Kurbel und Stange hin- und herbewegt, wobei über das Schaltwerk das Schneckenrad unabhängig von der Drehrichtung der antreibenden Welle immer in gleicher
Richtung gedreht wird.
Antrieb mit Pendelhebel
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D.
ANTRIEBSARTEN (Fortsetzung)
Antrieb mit freiem Wellenende
Die Baugruppe enthält das Getriebegehäuse mit Antriebswelle und Schneckenrad. Die Antriebswelle ist
kugelgelagert. Die Verschlußschraube dient zum Einfüllen von Öl in das Getriebe. Die Verschlußschraube
wird entfernt, um den Ausbau der Welle mit einem Dorn zu erleichtern.
Antrieb mit freiem Wellenende
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D.
ANTRIEBSARTEN (Fortsetzung)
Antrieb mit Reduziergetriebe oder mit Reduziergetriebe und Motor
Die Baugruppe besteht aus der Baugruppe Antrieb mit freiem Wellenende, ergänzt durch ein zweites
Schneckengetriebe.
Antrieb mit Reduziergetriebe
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D.
ANTRIEBSARTEN (Fortsetzung)
Antrieb mit Reduziergetriebe und Motor
E.
ANTRIEBSLAGE
Position 1 links
Position 5 rechts
ohne
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F.
BEHÄLTER
Der Deckel ist hochklappbar. Er kann gegen unerwünschtes Öffnen durch ein Vorhängeschloß gesichert
werden. Der Behälter enthält einen Fördereinsatz bestehend aus einem Abstreifer zum Abstreifen des
Fettes von der Behälterwand und einer Förderschnecke zur Erzeugung eines geringen Fettdruckes im
Pumpensaugraum.
Zum Schutz des Pumpensaugraumes gegen Schmutz ist im Behälterboden ein Sieb angeordnet.
G.
ZUBEHÖR
Füllstandschalter
Zur Anzeige des Füllstandes im Behälter ist ein Füllstandschalter lieferbar. Als Fühler dient ein
Ultraschallsensor. Ist der min. oder max. zulässige Füllstand erreicht, erfolgt ein Signal. Dieses Signal kann
mittels Meldeleuchte am Behälter zur optischen Warnung oder zur Steuerung einer automatischen Befüllanlage verwandt werden. Zu dem Füllstandschalter wird bei Bestellung eine separate Bedienungsanleitung
mit dem Code: BA_2005_1_D_76951_6011, beigestellt.
Druckbegrenzung
Zu der Druckbegrenzung wird bei Bestellung eine separate Bedienungsanleitung mit dem Code:
PB_2005_1_D_38132, beigestellt.
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3.
Anwendung
Die Pumpe FZ-A ist eine Einkolbenpumpe mit max. 12 Auslässen. Sie wird hauptsächlich in MehrleitungsZentralschmieranlagen eingesetzt. Der Antrieb der Pumpe erfolgt durch Flanschmotor oder durch die
geschmierte Maschine mittels Pendelhebel oder Kupplung.
4.
Wirkungsweise (Bild 1 und 2)
Das über eine Schneckenwelle angetriebene Schneckenrad (1) hat auf seiner Oberseite zwei Mitnehmer,
in deren Aussparungen ein Kreuzstück (2) eingreift. In zwei weitere Nuten des Kreuzstückes greifen die
Mitnehmer der Hubscheibe (3) ein und versetzen die Hubscheibe und den Kolben (4) in eine
Drehbewegung. Die zwischen Kreuzstück und Hubscheibe befindliche Feder (5) drückt die Hubscheibe
nach oben. Die Hubscheibe hat auf der Oberseite einen Nocken, der bei der Drehbewegung nacheinander
gegen die auf dem Umfang der Pumpe angeordneten sechs Einstellspindeln (6) stößt und dabei jedesmal
einen Saughub des Kolbens bewirkt.
Der Schmierstoff wird dem Pumpensaugraum (S) von einem Fördereinsatz zugeführt.
Die Unterseite der Hubscheibe hat sechs Nocken. Bei der Drehbewegung stoßen die Nocken der
Hubscheibe gegen einen Drucknocken (7), wobei der Kolben jedesmal einen Druckhub ausführt. Bei
Pumpen bis zu 6 Auslässen hat der Kolben drei Vertikalnuten (N), die in einen Ringkanal (R) enden. Bei
Pumpen bis max. 12 Auslässen (2 x 6) hat der Kolben zweimal drei Vertikalnuten, die jeweils in einen
Ringkanal enden. Beim Saughub wird der Schmierstoff aus dem Saugraum (S) in die vertikalen Nuten des
Kolbens und von dort in die Ringkanäle (R) geleitet. Beim Druckhub wird der Schmierstoff aus dem
Ringkanal über eine vertikale Nut in den Druckkanal (D) geleitet.
Die Pumpe kann im Dauerbetrieb einen Gegendruck von 200 bar überwinden. Kurzzeitige Druckbelastungen bis 250 bar sind zulässig. Zum Schutz gegen Überlastungen können in die abgehenden
Leitungen Sicherheitsventile eingebaut werden.
Bild 1 Schnitt durch die Pumpe FZ-A (6-fach)
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Bild 2 Wirkungsweise (FZ-A, 12-fach)
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5.
Antriebsdrehrichtung
Alle Pumpen können wahlweise mit gleicher Leistung und ohne Umbau für Links- oder Rechtslauf
eingesetzt werden.
6.
Technische Daten
Zulässiger Gegendruck : ................................................................................................................... 200 bar
kurzzeitig : ................................................................................................................... 250 bar
Zulässige Drehzahl des Förderkolbens :
bei laufendem Antrieb : .......................................................................................................... max. 10 U/min
bei Pendelhebelantrieb : .......................................................................................................... max. 6 U/min
Anzahl der Pendelhübe : ....................................................................................................... max. 300 min.-1
Bei größeren Drehzahlen und Drehzahlen < 1 und nachgeschalteten Verteilern ZP - A oder E 4 bitten wir
um Rückfrage.
Bei Pendelhebelantrieb ist das Gestänge so anzuordnen, daß der Pendelhebelanschlag nach beiden
Seiten gleich groß ist ∝ 1 = ∝ 2 = max. 50o
Max. Pendelhebelausschlag : ................................................................................................................ 100o
Min. Pendelhebelausschlag : ................................................................................................................... 10o
7.
Inbetriebnahme
Schmierpumpe aufstellen und anschließen
Die Pumpe ist senkrecht aufzustellen und zu befestigen. Der Anschluß des Motors zum Schaltkasten ist
nach Stromlaufplan vorzunehmen (Absatz der Antriebsdrehrichtung beachten).
Schmierstoffbehälter und Leitungen füllen
Sämtliche Rohrleitungen sind vor dem Einbau durch Abklopfen und Ausblasen sorgfältig zu reinigen und
mittels Fettpresse mit sauberem Fett zu füllen. Der Fettbehälter wird für die erste Inbetriebnahme
zweckmäßig zunächst bis zum Sieb mit Öl und dann mit Fett gefüllt, weil sonst beim Entlüften eine längere
Anlaufzeit erforderlich ist. Vor Anschluß der Rohrleitungen muß die Pumpe so lange mit Vollförderung
arbeiten, bis aus jedem Auslaß das Fett gleichmäßig und luftfrei austritt. Nun werden die Leitungen
angeschlossen (Dichtringe benutzen), bis Fett luftfrei am Ende der Leitungen austritt.
Nachdem die anzuschließenden Lager ebenfalls mit Fett gefüllt sind, kann die Verbindung der Rohrleitungen mit den Schmierstellen erfolgen. Die Anlage kann nach Einstellen der gewünschten
Schmierstoffmenge in Betrieb genommen werden.
Einstellen der Fördermenge (Bild 3)
Bei Vollförderung, entsprechend 0,1 cm3 Schmierstoff pro Auslaß und Kolbenhub, zeigt ein Pfeil der
Auslaßkennzeichnung auf die am Kopf der Einstellspindel (2.5) eingeprägte Ziffer 4. Durch Rechtsdrehen
der Spindel wird die Fördermenge verringert. Eine Verringerung unter 1/4 der max. Fördermenge
(Einstellung 1) ist zu vermeiden. Bei Pumpen mit 7 bis 12 Auslässen wird mit einer Einstellspindel die
Fördermenge von zwei übereinanderliegenden Auslässen eingestellt. Der zweite Pfeil der Auslaßkennzeichnung zeigt auf die zur Einstellspindel gehörende Auslaßbohrung.
Durch Verändern der Antriebsdrehzahl oder der inneren Übersetzung der Pumpe oder auch durch
Verändern des Pendelhebelausschlagens wird die Fördermenge aller Auslässe und damit die
Gesamtfördermenge verändert.
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Bild 3 Pumpenkörper FZ-A
* Bei verschlossenen Auslaßbohrungen durch Pos. 2.17 muß aus den dazugehörigen
Entlastungsbohrungen Pos. 2.18 und Pos. 2.19 entfernt werden.
8.
Wartung
Füllung des Fettbehälters
Sobald etwa 3/4 des Behälterinhaltes verbraucht ist, sollte der Fettbehälter erneut gefüllt werden. Der
Fettstand darf nie so tief sinken, daß die Förderschnecke sichtbar wird, da sonst Luft in die Leitungen
dringen kann. Beim Füllen ist darauf zu achten, daß nur sauberes Fett verwendet wird und beim Öffnen
des Deckels kein Schmutz in den Behälter gelangt, da dies zu Betriebsstörungen führen kann. Eine Füllung
über Füllventil und festverlegte Rohrleitungen ist in jedem Falle zu bevorzugen.
Ändern der Auslaßzahl (Bild 3)
Die Pumpe wird gemäß Bestellung mit der gewünschten Auslaßzahl geliefert. Ergeben sich andere
Betriebsverhältnisse, d.h. sind Auslässe stillzulegen oder zu öffnen, ist in folgender Weise zu verfahren.
Ein Auslaß wird stillgelegt, indem der Druckkanal mit dem Pumpensaugraum verbunden wird. Zu diesem
Zweck sind die oberen Auslaßkanäle durch Gewindebohrungen mit dem Pumpensaugraum verbunden.
Zum Stillegen eines oberen Auslasses wird der Behälter abgenommen und die in der Gewindebohrung
eingeschraubte Zylinderschraube M 4 x 6 (2.19) entfernt. Beim Öffnen des stillgelegten Auslasses ist die
Zylinderschraube einzuschrauben, wobei auf gute Abdichtung mittels Dichtring A 4 x 8 (2.18) zu achten ist.
Im übrigen ist der zugehörige Auslaß entweder mittels Verschlußschraube (2.17) zu verschließen oder
durch Herausschrauben der Verschlußschraube zu öffnen.
Falls bei Pumpen mit zwei übereinanderliegenden Auslässen auch der untere Auslaß stillgesetzt werden
soll, müssen die Einstellspindel (2.5), die Kugel (2.6) und die Druckfeder (2.7) entfernt werden. Vor dem
Herausnehmen der Spindel ist die Zapfenschraube (2.9) herauszudrehen. Anschließend ist in die Bohrung
der Einstellspindel der Stopfen (2.20) einzusetzen. Zum nachträglichen Einsetzen der Einstellspindel sind
nach Herausschrauben der Zapfenschraube (2.9) mit Dichtring (2.8) nacheinander die Kugel und die
Druckfeder einzulegen. Von der Zapfenschraube werden Feder und Kugel in die richtige Lage gebracht,
sofern beim nun folgenden Eindrehen der Schraube der Zapfen sinngemäß in die Spiralnut der
Einstellspindel eingreift. Zweckmäßig sollte ein neuer Dichtring verwendet und Kugel sowie Feder vor dem
Einlegen eingefettet werden.
Bei kurzzeitigem Stillegen von zwei übereinanderliegenden Auslässen ist die Einstellspindel auf 0 zu
stellen. Dabei dürfen die Auslässe nicht mehr verschlossen werden. Anstelle von Verschlußschrauben
(2.17) sind Kunststoffstopfen zu verwenden, damit zufällig auftretende Fördermengen abgeführt werden
und kein Überdruck entstehen kann.
ACHTUNG!
Bei unsachgemäßem Ändern der Auslaßzahl sind Schäden an der Pumpe nicht zu vermeiden.
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8.
Wartung (Fortsetzung)
Ausbau der Antriebswelle (siehe Bild)
Nach Abnehmen der Scheibenfeder (3.11) und der Kappe ist der Sicherungsring (3.13) zu entfernen. Nach
Lösen der Verschlußschraube (3.20) kann die Antriebswelle (3.12) einschließlich der Wälzlager (3.17) und
der Buchse (3.16) mittels Kupferstift und Hammer herausgeschlagen werden.
Getriebe :
Die Getriebe sind herstellerseitig mit Schmierstoff Fett, Gearmaster LX00 (Fa. Lubritech) oder
vergleichbares gefüllt. Nur bei Demontage und Reinigung der Getriebe ist die Füllung zu erneuern.
Füllschrauben :
Hauptgetriebe
3.9
Reduziergetriebe
3.20
9.
Schilder
Firmenschild 110 x 60 mm (75511-1531)
Seite 14 von 14
Typenschild 110 x 60 mm (75511-1321)
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