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AEBI Terratrac TT120 und TT140 Klassiker der Mittelklasse

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AEBI Terratrac TT120 und TT140
Klassiker der Mittelklasse
Von Ing. Josef WIPPL, FJ-BLT Wieselburg und Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau
Die Schweizer Bergspezialisten AEBI
Der Praxiseinsatz an der FJ-BLT Wiebieten derzeit drei Zweiachsmäher in selburg wurde mit dem TT120 und folder Mittelklasse an: TT140, TT220 und genden Anbaugeräten absolviert: Wieden TT240. Bis auf die unterschiedli- senegge 3 m, Scheibenmähwerk 2,50 m,
chen Detroit VM Dieselmotoren mit Kreiselzetter 3,2 m und Bandrechen
Turbolader sind die Modelle TT220 und 3,0 m.
TT240 technisch baugleich. Verrichtet
4-Zylinder
im TT220 ein 3-Zylindermotor mit 65 PS
seinen Dienst, so leistet der 4-Zylinder
mit ausreichender Leistung
im TT240 81 PS. Der von der FJ-BLT
Der TT140 wird von einem 4-ZylinWieselburg gefahrene TT120 hatte wie
der TT220 den schwächeren 3-Zylin- der VM-Motor mit einer Nennleistung
dermotor von Detroit VM. Wie die Wie- von 59,8 kW/81,3 PS (nach 97/68/EG)
selburger Prüfingenieure waren auch angetrieben. Die Nenndrehzahl beträgt
Kunden von AEBI der Meinung, dass diese mechanisch
geschaltete Maschine in vielen Fällen mit der Motorleistung an der Grenze ist. AEBI
hat darauf reagiert, den TT120
auslaufen lassen und das Modell TT140 mit dem stärkeren
4-Zylindermotor kreiert. Da
der TT120 und der aktuelle
TT140 bis auf den Motor nahezu baugleich sind, können
die praktischen Prüfergebnisse mit Ausnahme des Kraftstoffverbrauchs vom alten
120er auf den neuen 140er
„übertragen“ werden. Die MoDer Bordmonitor und die Folientastatur auf der
torprüfung wurde auch mit
rechten Seite setzen einen neuen Maßstab im Bedem TT140er-Modell gemacht
dienungskomfort.
(siehe technische Daten).
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Der AEBI Terratrac 140
ist ein mechanisch geschalteter Zweiachsmäher
der Mittelklasse. Die FJBLT Wieselburg hat ihn
und seinen Vorgänger,
den TT120, in über 400
Einsatzstunden in der
Praxis und auf dem
Prüfstand getestet.
2.600 U/min. Das maximale Drehmoment von 274 Nm stellt dieser Motor
bei 1.800 Motorumdrehungen zur Verfügung. Der durchschnittliche Treibstoffverbrauch bei Nennleistung betrug
20,3 l/h.
Während der gesamten Versuchszeit
musste kein Motoröl nachgefüllt werden. Servicearbeiten und Ölwechsel
wurden laut Betriebsanleitung durchgeführt.
DER FORTSCHRITTLICHE LANDWIRT • www.landwirt.com
Mechanischer Antrieb
Das Wendegetriebe mit 12
Gängen (3 Gruppen/4 Gänge) deckt den erforderlichen
Geschwindigkeitsbereich ab.
Die Synchronisation funktioniert makellos. Der Allrad
wird elektrohydraulisch vorwählbar zugeschaltet. Die
Heft 1 / 2010
TECHNIK
Differenzialsperren sind ebenfalls elektrohydraulisch vorwählbar. Sie schalten sich beim Durchdrehen der Räder
selbstständig ein und im unbelasteten
Zustand wieder aus.
Die hydraulisch bediente Einscheiben-Trockenkupplung musste nach 160
Betriebsstunden repariert werden. Sie
wurde auf Empfehlung des Herstellers
nach 250 Stunden gegen eine stärkere
Kupplung ausgetauscht. Diese funktionierte bis zum Ende der Versuche einwandfrei. Diese stärkere Kupplung hat
AEBI auch in die Serienproduktion einfließen lassen.
Die technischen Daten des TT140
Motor
wassergekühlter 4-Zylinder von Detroit VM
Nennleistung bei 2.600 U/min (nach 97/68/EG)
59,8 kW/81,3 PS
Max. Drehmoment bei 1.800 U/min
274 Nm
Drehmomentanstieg
24,8 %
Kraftstoffverbrauch bei Nennleistung
20,3 l/h
Tankinhalt
85 Liter
Getriebe
synchronisiertes Wendegetriebe:
4 Gänge, 3 Gruppen (12V/12R)
Eigengewicht Grundfahrzeug
2.520 kg
Maximale Vorderachslast
2.400 kg
Maximale Hinterachslast
2.400 kg
Zulässiges Gesamtgewicht
3.800 kg
Listenpreis inkl. MwSt.
Grundgerät (Serienausstattung)
99.000,– Euro
4 Lenk-Varianten
Der TT140 besitzt eine Front-,
Heck-, Allrad- und Hundeganglenkung,
die sich je nach Bedarf über Knopfdruck
vorwählen lassen. Zusätzlich besteht
die Möglichkeit wiederkehrende Bedienungsabläufe zu automatisieren. Der
Lenkmodus lässt sich z.B. durch die
Hubwerksbetätigung ändern. In der
Praxis schaltet dann zB beim Anheben
des Mähwerkes am Feldrand die Lenkung automatisch auf Allradlenkung
f
Das Fronthubwerk lässt
sich um 460 mm seitlich
verschieben.
ƒ
Heckhubwerk: Kat II mit
Schnellkuppler, doppelt
wirkender Hydraulikanschluss und Außenbedienung.
Die Fronthydraulik ist mit einem
um. Enges, bodenschonendes Wenden
ist somit garantiert. Beim Absenken selbstregelnden Entlastungssystem auswird wieder auf Frontlenkung umge- gestattet. Dieses kalibriert sich beim Anheben des Gerätes automatisch. Der
stellt.
Fahrer braucht danach nur noch den
Fronthydraulik
Entlastungsgrad in Prozent einzustelmit elektronischer Entlastung len. Dieser Einstellwert lässt sich, z.B.
beim Durchfahren von Mulden oder
Der maximale Volumenstrom der Überfahren von Kuppen, temporär am
Hydraulikpumpe beträgt bei der Multifunktionsgriff für eine bessere BoMotornenndrehzahl von 2.600 U/min denanpassung um 20 % erhöhen oder
34 l/min.
absenken.
Das Fronthubwerk entspricht der Kategorie I und hat eine maximale AusNeues Bedienkonzept
hubhöhe über dem Boden von 805 mm.
Die durchgehende Hubkraft beträgt
Das Fahrzeug besitzt ein grundsätz1.260 daN. Das Heckhubwerk ist als lich neues Bedien- und Kontrollsystem.
Kategorie II ausgeführt, hat eine gering- Über eine Tastatur und einen Monitor
fügig größere Aushubhöhe und kann lässt sich ein Großteil der Bedienvordurchgehend 950 daN heben.
gänge erledigen, vorwählen oder vorHeft 1 / 2010
programmieren. Um
die Vorteile dieses
Systems nutzen zu
können, ist eine genaue Einschulung
für den Fahrer notwendig. Nach einer
kurzen Eingewöhnungsphase lernt
man die Vorzüge
dieses Bedienkonzeptes schnell zu
schätzen.
Die Kabine sitzt
vibrationsund
lärmgedämpft auf
Gummielementen,
wirkt aufgeräumt und ist gut überschaubar. Heizung und eine automatische Klimaanlage gehören zum Serienumfang.
Hohe Flächenleistung
Der TT120 und die verwendeten Arbeitsgeräte waren gut aufeinander abgestimmt. Mit dem 3. Gang L wurde
beim Mäheinsatz mit dem 2,5 m breiten Scheibenmäher von AEBI/Ziegler
eine Flächenleistung von 1,5 ha pro
Stunde, mit dem 4. Gang L wurde eine
Flächenleistung von 2,0 ha pro Stunde
erreicht. Die Feldlänge betrug etwa
80 m, die Hangneigung in Schichtenlinie 30–35 %. Das Fronthubwerk lässt
sich um 460 mm seitlich verschieben.
Durch diesen Seitenverschub werden
das Randmähen und das Ausmähen
von Hindernissen wesentlich erleichtert. Die Bodenfreiheit mit 240 mm unter der Vorder- und Hinterachse war in
der Praxis kein Problem, der Futterdurchfluss war gegeben.
Mit dem Bandrechen wurde eine maximale Flächenleistung von 2,7 ha/h bezogen auf 105 m Feldlänge erreicht.
Das Anbauen der in der Praxis getesteten Geräte dauerte etwa 2 bis 3 Minuten, der Abbau ist in 1 bis 2 Minuten zu bewerkstelligen.
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