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Ipapur IF/Z Ipapur VM/Z - IPA Bauchemische Produkte

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23.01.14
Ipapur IF/Z Ipapur VM/Z
Injektionsharz auf Polyurethanbasis
für das Füllen von Rissen
in beliebigem Feuchtezustand der Risse/Rißufer
in Betonbauteilen
gemäß ZTV-RISS 1993
3.1
Beschreibung des Füllgutes und seiner Komponenten
Als Füllgut wird IPAPUR IF/Z (PUR) eingesetzt. Falls der Wasserzutritt mit IPAPUR IF/Z nicht zu schließen ist, wird zum
schnellen, temporären Abdichten von druckwasserführenden Rissen (zusammenhängender Wasserfilm tritt aus dem Riß
aus) mit IPAPUR VM/Z (SPUR) vorinjiziert.
IPAPUR IF/Z ist ein lösemittelfreies Zweikomponenten-Injektionsharz auf Polyurethan-Basis. Die Komp. A ist transparent,
die Komp. AI hat eine braune Farbe. Die Komponenten werden im Volumenverhältnis 1 : 1 gemischt. IPAPUR IF/Z härtet
auch bei Feuchtekontakt nahezu schaumfrei zu einem elastischen Harz und erzielt eine gute Flankenhaftung sowohl auf
trockenen als auch auf feuchten Untergründen.
IPAPUR VM/Z ist ein lösemittelfreies Zweikomponenten-Injektionsschaumharz auf Polyurethanbasis. Bei Kontakt mit Wasser
reagiert IPAPUR VM/Z unter starker Expansion zu einem im wesentlichen offenzelligen, zähelastischen Schaum. Ohne
Gegendruck wird etwa eine 30-50-fache Volumenvergrößerung erreicht.
Unter Feuchteeinwirkung kommt es beim flüssigen IPAPUR VM/Z zu einer oberflächigen Hautbildung. Bei der Verarbeitung
darf diese Haut nicht untergerührt werden, da die ausgehärteten Partikel Störungen beim Pumpen verursachen können. Die
Haut stellt im Gegenteil eine Schutzschicht gegen weiteren Wasserzutritt dar.
3.2
Lieferung und Lagerung
IPAPUR IF/Z wird für die einkomponentige Verarbeitung in 1-kg-Zweikomponentendosen, für die zweikomponentige
Verarbeitung die Komp. A in 20-kg-Weißblechgebinden, die Komp. B in 23-kg-Weißblechgebinden, IPAPUR VM/Z in 5- oder
20-kg-Einzelverpackungen geliefert. Die Weißblechdosen sind mit Etiketten versehen wie im Anhang 3 beschrieben.
IPAPUR IF/Z und auch IPAPUR VM/Z sollten innerhalb des Temperaturbereiches von 5°C bis 30°C gelagert werden. Beide
Materialien sind vor Feuchtigkeit geschützt in gut verschlossenen Gebinden mindestens sechs Monate lagerfähig.
3.3
Kennzeichnung nach GefStoff V (Gefahrenstoffverordnung)
Nach der GefStoff V sind die Komponenten von IPAPUR IF/Z und IPAPUR VM/Z wie folgt gekennzeichnet:
IPAPUR IF/Z, Komp. A:
IPAPUR IF/Z, Komp. B:
IPAPUR VM/Z
(keine Kennzeichnung erforderlich)
Xn
(gesundheitsschädlich)
Xn
(gesundheitsschädlich)
gesundheitsschädlich
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3.4
Kennwerte des Füllgutes
Tabelle 1:
Art und Umfang der Prüfungen sowie Anforderungen an das Füllen nach Grundprüfung bzw.
Anforderungen gegenüber dem Ergebnis der Grund-prüfung gemäß ZTV-RISS 1993
Prüfvor.
Eigenschaft
TP/FG PUR
2.1.1
2.1.3
2.1.4
2.1.5
2.2. (1)
2.2 (1)
2.2. (2)
2.2. (3)
2.3.1
2.3.2
Dichte
Isocyanatgehalt
Hydroxylzahl
Säurezahl
Aminzahl
Thermogravimetrie
Viskosität
Viskositätsanstieg auf 1.000
mPa*s
Isotherm
Viskositätsanstieg auf 1.000
mPa*s (bei freier Temperaturentwicklung.)
Gebindetemperatur
bei
Erreichen von 1.000 mPa*s
Volumenzunahme
- bei Atmosphärendruck
- bei 5 bar Druck
Verformungsarbeit
bei
unterschiedlicher Lagerung in
- Luft (14 d), Harz o.
Wasser
- Luft (14 d), Harz m.
Wasser
- Wasser (14 d),
Harz m. Wasser
- KOH-Lösung (14
d), Harz m. Wasser
- Luft (28 d), Harz m.
Wasser
- Luft (28 d), Harz m.
Wassser, Temperaturwechsel
Temp.
(°C)
IPAPUR VM/Z
22
1.128
17,6
0,5
8,0
92,18
IPAPUR IF/Z
K. A
976
256
0,2
99,87
K. B
1.120
18,3
Anforderung TP FG PUR
Misch.
1.050
0,2
83,22
2.3.4
2.3.5
Änderung der Masse von mit
Wasser
her-gestellten
Probekör-pern
- Luftlagerung (14 d)
- Wasserlagerung
(14 d)
kg/m³
%
mg/g KOH
mg/g KOH
Gew.%
mPa*s
mPa*s
mPa*s
min
min
min
min
min
425
272
180
46
58
63
55
32
15
23
43
50
°C
°C
16
28
%
%
423**
Nmm
255**
Nmm
23
23
3.600
2.400
± 50
23/50*
283**
< 1,2 x 255
Nmm
263**
<.1,2 x 255
Nmm
300**
Nmm
< 1,2 x 300
Nmm
23/50*
- 4,26
%
23/50*
- 4,00
%
- 15
- 41
°C
°C
Glasübergangstemp.
- ohne Wasser
- mit Wasser
Flüchtige Bestand-teile
- ohne Wasser
- mit Wasser
* rel. Feuchte
PUR
±3
±3
±3
-
8
15
23
8
15
23
15
23
341**
2.3.3
S-PUR
±3
±3
±3
Einheit
- 1,9
- 4,8
≤ 2,0
%
%
** kein Bruch
4
Ausführung
4. 1
Allgemein erforderliche Schutzmaßnahmen
Bei der Verarbeitung von IPAPUR IF/Z und IPAPUR VM/Z sind die Schutzvorschriften der gewerblichen
Berufsgenossenschaften und die EU-Sicherheitsdatenblätter der IPA GmbH zu beachten.
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IPAPUR IF/Z und IPAPUR VM/Z sind nach der Aushärtung physiologisch unbedenklich. IPAPUR IF/Z ist gemäß KTWBestimmungen für den Gebrauch im Trinkwasserbereich zugelassen. Für IPAPUR VM/Z liegt ein Gutachten hinsichtlich des
Einflusses der Injektion auf das Grundwasser vor (in Arbeit).
Die IPAPUR IF/Z, Komp. A ist nicht kennzeichnungspflichtig. IPAPUR IF/Z, Komp. B und IPAPUR VM/Z enthalten
Isocyanate und sind deshalb als gesundheitsschädlich gekennzeichnet. Augen, Atmungsorgane und die Haut können gereizt
werden. Eine Sensibilisierung und Gesundheitsschädigung durch Einatmen von Sprühnebeln (Aerosolen) ist möglich.
Bei der Verarbeitung ist für angemessene Lüftung zu sorgen. Bei unzureichender Frischluftzufuhr ist ein Atemschutz
erforderlich. Es ist darauf zu achten, daß keine Spritzer in die Augen geraten.
Vor Arbeitsbeginn empfiehlt sich die Anwendung einer geeigneten Handschutzcreme (z. B. Travabon). Bei der Verarbeitung
und Reinigung der Geräte sind Schutzkleidung und Schutzbrille zu tragen. Verschmutzungen der Haut sind sofort mit Seife
und viel Wasser zu reinigen. Sollten Spritzer ins Auge gelangen, ist sofort mittels einer Augenspülflasche (in
Sanitätsfachgeschäften erhältlich) mit Wasser nachzuspülen und umgehend ein Augenarzt aufzusuchen, möglichst unter
Mitnahme der Sicherheitsdatenblätter. IPA bietet ein Arbeitsschutzset an.
Zur Brandbekämpfung ist ein Atemschutzgerät anzulegen, da die Brandgase nicht eingeatmet werden dürfen. Gefährdete
Behälter sind mit Wassersprühstrahl zu kühlen. Brandrückstände und kontaminiertes Löschwasser müssen entsprechend
den behördlichen Vorschriften entsorgt werden.
Ausgelaufenes Material ist mit flüssigkeitsbindendem Material (Sand, Kieselgur, Säurebinder, Universalbinder oder
Sägemehl) aufzunehmen. Kontaminiertes Material muß nach Punkt 13 im Sicherheitsdatenblatt entsorgt werden. Bei
Freisetzung größerer Mengen sind diese mit inertem, nicht brennbarem Absorptionsmittel einzudämmen und zu bedecken.
Das Eindringen von nicht ausgehärtetem Material in Kanalisation, Gruben und Keller ist zu vermeiden. In einem solchen Fall
sind die zuständigen Behörden zu benachrichtigen.
Bei der Verarbeitung mit der Injektionsanlage sind die nachstehenden Sicherheitsvorschriften zu beachten:
-
Unfallverhütungsvorschrift VGB 23 – Verarbeiten von Anstrichstoffen
Richtlinien für Flüssigkeitsstrahler – ZH1/406 der Gewerblichen Berufsgenossenschaften.
Der Injektionsanschlußschlauch mit Schiebekupplung darf niemals mit der Öffnung gegen sich oder andere Personen
gerichtet werden. Bei jeder Arbeitsunterbrechung ist dieser zu sichern.
Entsteht bei unsachgemäßer Handhabung eine Verletzung durch einen Materialstrahl, kann sie eine Blutvergiftung zur Folge
haben. Es ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.
Die Injektionsanlage darf nur an Schutzkontakt-Steckdosen angeschlossen werden. In explosionsgefährdeten Räumen ist
eine Erdung der Anlage (Kupferdraht mit mindestens 4 mm2) vorzunehmen.
Zusätzlich sind alle weiteren Vorschriften der Bedienungsanleitungen der
Injektionspumpe (IPA PUMPE ZTV 1K, IPA PUMPE ZTV 2K) einzuhalten.
4.2
Vorbereitung der Injektionsarbeiten
4.2.1
Vorbereitung des Untergrundes
Zur leichteren Sichtbarmachung von feinen Rissen kann die Bauteiloberfläche mit Alkohol (Brennspiritus) abgepinselt
werden. Der Alkohol verdunstet in den Rissen nicht so schnell wie auf der Oberfläche, so daß diese länger feucht bleiben
und sichtbar werden.
In einem Rißprotokoll werden Breite der Risse und Bauteiltemperatur aufgezeichnet.
4.2.2
Verdämmung
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Sollte es notwendig sein, Risse wegen Überbreite o.a. zu verdämmen, so sind die Bauteilflächen mit geeigneten Geräten
(z.B. Handfräsen, Handschleifeinrichtungen oder staubfreies Strahlen) so herzurichten, daß eine ausreichende Haftung der
Verdämmung sichergestellt wird. In der Regel sollte in diesen Bereichen eine Haftzugfestigkeit von 1,5 N/mm2 nach erfolgter
Vorbehandlung erzielbar sein. Nasse und feuchte Oberflächen müssen unmittelbar vor Aufbringen der Verdämmung trocken
geblasen werden.
4.2.3
Setzen der Einfüllstutzen
Mit einem geeigneten Bohrer (∅ 14 mm) sind die Risse gemäß ZTV-RISS 93, Anhang 4, schräg einzubohren (Bohrwinkel
etwa 45°). Die Bohrkanäle sind mit trockener, ölfreier Druckluft auszublasen. In den Bohrkanälen werden die IPA Injektionspacker (13/70 bzw. 13/115) durch Anziehen der Sechskantmutter verspannt (siehe Anlage 3, Seite 3/3).
Bei den Bohrarbeiten ist darauf zu achten, daß keine tragende Bewehrung, insbesondere Spannstahl, beschädigt wird.
Gegebenenfalls kann die Lage der Bewehrung anhand von Bewehrungsplänen oder mit Hilfe von Überdeckungsmeßgeräten
bestimmt werden.
4.3
Verdämmen
In der Regel ist die Injektion mit IPAPUR IF/Z ohne Verdämmung über Einfüllstutzen in Bohrlöchern (Injektionspacker)
auszuführen.
Sollte eine Dämmung wegen zu großer Rißweiten notwendig erscheinen, so wird als Verdämmaterial IPAPUR Spachtel
verwendet. Im gesamten Rißbereich ist eine gleichmäßige Schicht von mindestens 10 cm Breite und einer Dicke von 5 mm
aufzubringen. Hierbei muß auch auf Nebenrisse geachtet werden. Je nach Rißverlauf sind an den Hochpunkten ca. 3 bis 5
cm lange Strecken nicht zu verdämmen, um eine Entlüftung sicherzustellen (Entlüftungsstrecke).
Für IPAPUR Spachtel ist eine Mindest-Härtetemperatur von +5°C erforderlich. Die Temperatur des jeweiligen Untergrundes
muß 3°C über dem Taupunkt liegen (Auflagethermometer und Thermohygrometer verwenden), um die Bildung von
Kondensationsfeuchtigkeit zu vermeiden.
IPAPUR Spachtel härtet zu einem harten, jedoch zähelastischen Material aus und hat nach ca. 24 Stunden ausreichend
Festigkeit für Injektionsdrücke bis 100 bar. Die Gebindeverarbeitungszeit (bei 1 kg und 20°C) beträgt etwa 45 Minuten.
Das Mischverhältnis der Komponenten beträgt A:B = 7:1 Gewichtsteile. Es ist durch die Verpackungsform vorgegeben. Das
Mischen der beiden Komponenten erfolgt mit einem mechanischen Rührwerk bei maximal 300 Upm bei einer Mischzeit von
mindestens 3 Minuten.
Die Verarbeitungstemperatur muß größer + 6°C sein und die relative Luftfeuchtigkeit darf 90 % nicht übersteigen.
Beseitigung von Undichtigkeiten:
Sollte während des Injektionsvorganges die Verdämmung aufreißen und das Füllgut austreten, kann die Undichtigkeit mit
IPAPUR TIX (Mischungsverhältnis 1:1 Vol. T.) geschlossen werden. Vor dem Aufbringen ist der Untergrund so gut wie
möglich von ausgetretenem Füllgut und Verschmutzungen zu reinigen.
4. 4
Funktionsprüfung von Einfüllstutzen, Verdämmung und Injektionsgerät
Einfüllstutzen und Verdämmung werden durch Einblasen von trockener, ölfreier Druckluft auf ihr Funktionsfähigkeit
überprüft. Die Injektionsanlagen sind vor Beginn der Arbeiten auf ihre Funktionsfähigkeit zu prüfen.
Vor Beginn der Injektionsarbeiten muß sichergestellt sein, daß durch Injektionsanlagen nur reines PUR-Material ohne Reste
von Reinigungsmittel, Lösungsmitteln oder sonstigen Fremdstoffen gefördert wird.
4.5
Injektion
4.5.1
Verarbeitungsbedingungen
- Temperaturen und Feuchtigkeiten der Stoffe, des Bauteils und der Luft
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Die Bauteiltemperatur darf nicht unter 6°C liegen. Bezüglich der Witterungsverhältnisse sind im allgemeinen keine
Einschränkungen erforderlich, es muß jedoch darauf geachtet werden, daß die Füllguttemperatur zwischen + 6°C und +
25°C liegt.
Bei hohen Lufttemperaturen ist eine Beeinflussung der Gebindeverarbeitungszeit durch Kühlung des Füllgutes zulässig.
Rißmerkmale und Anwendungsbedingungen sind auf ihre Übereinstimmung mit Tabelle 1 und Tabelle 7 der ZTV-RISS zu
überprüfen.
4.5.2
Mischen (Art und Dauer, Rückstellproben, Zwischenprüfungen)
Bei jedem Arbeitsabschnitt ist mindestens eine Rückstellprobe der Harzmischung zu entnehmen und in Absprache mit dem
Auftraggeber aufzubewahren. Hierfür sind Probengläser von 100 ml Inhalt mit Schraubverschluß zweckmäßig. Die Menge
Rückstellproben sollte etwa 20 ml betragen. Die Proben müssen gekennzeichnet werden
und die Entnahme im Tagesprotokoll (Seite 4/5) verzeichnet werden. Die Rückstellproben sind auf ihren Erhärtungsverlauf
hin zu beobachten.
Weitere Prüfungen siehe ZTV-RISS 93.
4.5.2.1
1K-Injektion
Für das 1K-Injizieren wird IPAPUR IF/Z in 1-kg-Kombigebinden geliefert. Die Komp. A der Polyurethane befindet sich im
unteren Teil, die Komp. B im aufgesetzten, oberen Teil der Dose. Zum Entleeren wird die obere Dose durchstochen, wobei
darauf zu achten ist, daß die Komp. B vollständig in die Komp. A fließt. Die Komponenten werden mit einem mechanischen
Mischer, angetrieben durch eine Bohrmaschine bei max. 300 Upm oder mit Hilfe eines geeigneten Rührlöffels per Hand
homogen vermischt (mindestens 2 Minuten bis die Lösung schlierenfrei ist). Hierbei ist darauf zu achten, daß auch an den
Seiten und am Boden alles gründlich durchmischt ist. Die Temperatur muß beim Mischen mindestens 6°C betragen. Nach
dem Mischen ist das Material in den Oberbehälter der Injektionsanlage zu füllen und nochmals umzurühren.
4.5.2.1
2K-Injektion
IPAPUR IF/Z, Komp. A und Komp. B, werden jeweils in 20- bzw. 23-kg-Kanistern geliefert. Die Temperatur des Materials
muß bei der Verarbeitung mindestens 6 °C betragen. Bei der 2K-Verarbeitung werden die Komponenten mittels eines
speziellen Statikmischers, der sich an der Injektionspumpe zwischen T-Stück und Injektionsanschlußschlauch befindet,
intensiv gemischt.
4.5.3
Verarbeitungszeiten
IPAPUR IF/Z: Die Verarbeitungszeit beträgt
bei der einkomponentigen Verarbeitung
bei
6°C
18°C
23°C
70 min
60 min
50 min
Da bei 2K-Injektionen die Mischung der Komponenten erst vor Eintritt in das Bohrloch in einem Statikmischer erfolgt, sind die
Einzelkomponenten ohne arbeitszeitbedingte Grenzen verarbeitbar. Sollte jedoch Produkt längere Zeit im Mischer stehen, so
ist der Inhalt von Mischer und Injektionsanschlußschlauch nach 30 min mit 100 ml frischem Produkt zu verdrängen
(Bedienungsanleitung Anhang 1/4).
IPAPUR VM/Z: Die Verarbeitungszeit ist bei diesem einkomponentigen Material im Prinzip unbegrenzt. Da CarboStop mit
Wasser reagiert, ist das Gebinde nach jeder Produktentnahme sorgfältig zu verschließen. Die durch Luftfeuchtigkeit an der
Oberfläche der Flüssigkeit entstehende Haut darf nicht untergerührt werden, da dies zum Verstopfen der Pumpe führen
könnte. Ein Ansaugen der Haut ist zu verhindern.
4.5.4
Füllen trockener, drucklos wasserführender und druckwasserführender Risse mit IPAPUR IF/Z
Für die Ausführung der Injektionsarbeiten ist insbesondere Absatz 4.6.2 der ZTV RISS zu beachten.
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Bei der Injektion werden zunächst die am tiefsten gelegenen Rißbereiche gefüllt. Die Injektionsfolge ergibt sich also immer
von unten nach oben. Bei waagerechten Rissen ist von einer Seite ausgehend zu verpressen, um Lufteinschlüsse im Riß zu
verhindern.
Durch den ersten Einfüllstutzen wird solange Füllgut injiziert, bis es am nächsten Einfüllstutzen wieder austritt. Der Vorgang
ist beim nächsten Einfüllstutzen sinngemäß fortzusetzen. Bei der Injektion des letzten Einfüllstutzens ist an der
Entlüftungsstrecke der Harzaustritt zu kontrollieren. Die einzelnen Risse sind ohne Unterbrechung vollständig zu injizieren;
bei einer ungewollten Arbeitsunterbrechung ist an dem Einfüllstutzen fortzufahren, an dem zuletzt injiziert wurde.
4.5.5
Injizieren druckwasserführender Risse mit IPAPUR VM/Z
Können druckwasserführende Risse mit IPAPUR IF/Z alleine nicht abgedichtet werden, wird eine zwischenzeitliche Injektion
mit IPAPUR VM/Z erforderlich. Dabei soll eine separate Pumpe CT-ET 1 verwendet werden. Die Vorgehensweise ist hierbei
wie oben beschrieben. Die Injektion mit IPAPUR VM/Z ist auf die druckwasserführenden Bereiche und die unbedingt
erforderlichen Mengen zu begrenzen, um die Risse anschließend optimal mit IPAPUR IF/Z füllen zu können. D. h. sobald
kein Wasseraustritt mehr erkennbar ist, muß unmittelbar anschließend wieder IPAPUR IF/Z injiziert werden und zwar über
zusätzliche Einfüllstutzen.
4.5.6
Nachinjektion mit IPAPUR IF/Z
Undicht gewordene Risse und Hohlräume können durch eine Nachinjektion abgedichtet werden, die ebenfalls über neue
Injektionspacker durchgeführt werden muß (s. 4.5.5).Nachinjektionen sind unter Beachtung der ZTV-RISS 93 vorzunehmen.
Die Nachinjektion muß noch innerhalb der „Gel-Phase“ erfolgen. Der günstigste Zeitpunkt liegt kurz nach dem Ende der
Gebindeverarbeitungszeit (siehe 4.5.3).
4.5.7
Zulässige Druckbereiche
Bei IPA Injektionspackern richtet sich der maximale Injektionsdruck unter anderem nach der Betongüte des zu
verpressenden Bauteils. Bei einem Rißverlauf senkrecht zur Bauteiloberfläche kann die folgende Faustregel angenommen
werden:
Höchstdruck in bar = 3 x Betongüte gem. EN 205
In der Regel sollte der minimale Druck um 10 bar liegen.
Beispiel: Bei einem Beton B45 liegt der Höchstdruck bei 135 bar.
4.5.8
Dokumentation, Besonderheiten
Das Füllen der Risse ist auf Formblättern gemäß Anhang 2 (Blatt 1 bis 4) und Anhang 3 der ZTV-RISS 1993 zu
dokumentieren. (Formblätter siehe Seite 4/3-4/7)
4.6
Wartezeiten
4.6.1
zwischen IPAPUR VM/Z und IPAPUR IF/Z
4.6.2
Es besteht keine Wartezeit zwischen der Injektion mit IPAPUR VM/Z und IPAPUR IF/Z. Die Injektion mit IPAPUR IF/Z soll
unmittelbar nach der druckwasserstoppenden Injektion mit IPAPUR VM/Z erfolgen. Daher ist die Verwendung von zwei
Injektionspumpen auf der Baustelle ratsam (s.4.5.5).
bis zum Entfernen der Einfüllstutzen und der Verdämmung nach IPAPUR IF/Z
Die Wartezeit bis zum Entfernen der Einfüllstutzen beträgt 24 Stunden.
4.6.3
bis zum Aufbringen von ggf. Oberflächenbehandlungsmaßnahmen
Die Wartezeit bis zur Ausführung von Oberflächenbehandlungsmaßnahmen beträgt ebenfalls 24 Stunden.
5
Nacharbeiten
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5.1
Entfernung der Einfüllstutzen und ggf. Verdämmung
Die Einfüllstutzen sind abzuschrauben. Falls dies Schwierigkeiten bereitet, sind diese mit einem Hammer an der
Sollbruchstelle abzuschlagen.
Die Verdämmung kann mit einem Schälwerkzeug entfernt und die Bauteiloberfläche begradigt werden.
5.2
Oberflächenbehandlungsmaßnahmen
Oberflächenbehandlungsmaßnahmen sind nach der Ausführung der Injektionsarbeiten nicht zwingend erforderlich. Sollte
aus optischen Gründen eine Nachbehandlung erwünscht sein, so kann sie entsprechend den Anforderungen des Bauherrn
ausgeführt werden.
6
Entsorgung
Im nicht ausgehärteten Zustand dürfen, zum Schutz der Umwelt, die Komponenten nicht in die Kanalisation, Gewässer oder
Erdreich gelangen. Bei Eindringen in Gewässer oder Kanalisation sind die zuständigen Behörden zu benachrichtigen.
Verschüttetes flüssiges Material ist mit flüssigkeitsbindendem Material (Sand, Kieselgur, Säurebinder, Universalbinder,
Sägemehl) aufzunehmen und der Entsorgung gemäß des behördlichen Vorschriften zuzuführen.
Die Entsorgung von Materialresten und Leergebinden ist nach Punkt 13 der Sicherheitsdatenblätter unter Angabe der
Abfallschlüssel-Nummern durchzuführen.
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