close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

ALLWEILER Betriebs– und Wartungsanleitung VM–Nr.: 468.0006

EinbettenHerunterladen
ALLWEILER
Betriebs– und Wartungsanleitung
mit Demontage– und Montageanleitung
VM–Nr.: 468.0006
Ausgabe:
10.97
Ident–Nr.: 550 023
Spiralgehäuse–Kreiselpumpen
in Blockbauart
Baureihe NBF
Für künftige
Verwendung
aufbewahren!
Ausführung mit Befestigungsflansch an der Antriebslaterne
zum Einbau in Behälter
Auftrags–Nr.:
Ident–Nr. der Pumpe:
Maschinen–Nr.:
Pumpentyp:
Betriebsdaten der Pumpe gemäß Auftrags–Datenblatt
Abmessungen gemäß technischer Unterlage VM 529/...
Inhalt
1. Allgemeines
2. Sicherheit
3. Transport und Zwischenlagerung
4. Beschreibung
5. Aufstellung/Einbau
6. Inbetriebnahme/Außerbetriebnahme
Diese Betriebs– und Wartungsanleitung enthält Hinweise des Pumpenherstellers. Sie müssen ggf. um Anweisungen des betreibenden Unternehmens
an sein Personal ergänzt werden.
Spezifische Hinweise für Betrieb und
Wartung der verfahrenstechnischen
Anlage, in die die Pumpe integriert wird,
sind hierbei nicht berücksichtigt. Sie
können nur von demjenigen gegeben
werden, der für Errichtung und Planung
der Anlage verantwortlich ist (Anlagenhersteller).
Solche spezifischen Hinweise für
Betrieb und Wartung der verfahrenstechnischen Anlage, in die die Pumpe integriert wird, haben Vorrang vor
den Hinweisen des Pumpenherstellers.
Siehe Betriebsanleitungen des Anlagenherstellers!
7. Wartung/Instandhaltung
8. Betriebsstörungen, Ursachen und deren Beseitigung
9. Zugehörige Unterlagen
1
NBF
ALLWEILER
1
Allgemeines
1.1
Kurzbezeichnung
Die Kurzbezeichnung der Kreiselpumpen ist nach folgendem Schema aufgebaut und auf dem Typenschild
eingeschlagen.
Beispiel:
1.3
Bauausführungen
Die Pumpen werden in verschiedenen Bauausführungen geliefert, die sich hauptsächlich durch die Wellendichtung und die Werkstoffe unterscheiden.
1.4
Leistungsdaten
Die für die Pumpe zutreffenden genauen Leistungsdaten sind dem Auftragsdatenblatt bzw. dem Abnahmeprotokoll zu entnehmen und auf dem Fabrikschild eingeschlagen.
1.5
Gewährleistung
Unsere Haftung für Mängel der Lieferung ist in unseren
Lieferbedingungen festgelegt. Für Schäden, die durch
Nichtbeachtung der Betriebsanleitung und der Einsatzbedingungen entstehen, wird keine Haftung übernommen.
Sollten sich zu einem späteren Zeitpunkt die Betriebsverhältnisse ändern (z.B. anderes Fördermedium, andere Drehzahl–, Viskositäts–, Temperatur– oder
Zulaufverhältnisse), so muß von Fall zu Fall von uns
untersucht und gegebenenfalls bestätigt werden, ob
die Pumpe hierfür geeignet ist. Sofern keine Sonderabmachungen getroffen worden sind, dürfen von uns gelieferte Pumpen während der Gewährleistungszeit nur
durch uns oder unsere autorisierten Kundendienst–
Vertragswerkstätten geöffnet oder verändert werden,
andernfalls erlischt unsere Haftung für etwaige Mängel.
1.6
Prüfung
Alle Pumpen werden, bevor sie unser Werk verlassen,
einer Dichtheits– und Druckprüfung unterzogen. Je
nach Vereinbarung wurde eine Leistungsprüfung
durchgeführt. Es verlassen nur einwandfrei laufende
Pumpen das Werk, welche die von uns zugesagten
Leistungen erreichen.
Bei Beachtung der nachstehenden Betriebsvorschrift
ist somit die Gewähr für störungsfreien Lauf und volle
Förderleistung gegeben.
1.7
Verfügbarkeit
Wir empfehlen grundsätzlich dann die vorsorgliche Beschaffung und Einlagerung von Ersatzpumpen bzw.
Einschubeinheiten (hydraulisches Wirksystem), wenn
den gelieferten Pumpen entscheidender Einfluß für die
Aufrechterhaltung eines Produktions– bzw. Förderprozesses zukommt. Hiermit können Stillstandszeiten vermieden bzw. auf ein Mindestmaß reduziert werden.
Baureihe
NBF 32–200/01/180 ... –W19–38/300
Druckstutzen–
Nennweite À
Bau–
größe
Laufrad–Nenn–
durchmesser
Hydraulik–Nr.
Laufrad–Istdurchmesser
Wellendichtung
Werkstoffschlüssel
Steckwellen–Bohrungsdurchmesser
zur Befestigung auf Motor–Wellenende
Antriebslaternen– oder Zwischenring–Außendurch–
messer bzw. Flanschgröße des Elektro–Motors
À bei den zweistufigen Baugrößen wird die Stufenzahl mit einem Schrägstrich der Druckstutzen–Nennweite vorangestellt, z.B. 2/32–200/...
1.2
Anwendung und Einsatzbereich
Die Spiralgehäuse–Kreiselpumpen der Baureihe NBF
sind ein– und zweistufige Pumpen in Block–Bauweise
für Reinwasser, Brauchwasser, Seewasser, Kondensat, Öl, Sole, Lauge und Emulsion.
Pumpe und Motor sind zu einem Blockaggregat verflanscht und die Antriebslaterne ist mit einem Befestigungsflansch versehen. Diese Bauart wird bevorzugt
für Behältereinbau eingesetzt, wo raumsparende,
kompakte Abmessungen erwünscht sind.
Die Förderflüssigkeiten dürfen keine abrasiven Bestandteile enthalten und die Werkstoffe der Pumpen
nicht chemisch angreifen.
Die Verwendung von einheitlichen Bauteilen bei mehreren Pumpen–Baugrößen ermöglicht eine wirtschaftliche Bevorratung von Reserveteilen und schnelle Beschaffung von Ersatzteilen.
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
2
NBF
2
ALLWEILER
Sicherheit
Diese Betriebsanleitung enthält grundlegende Hinweise, die bei Aufstellung, Betrieb und Wartung zu beachten sind. Daher ist diese Betriebsanleitung unbedingt
vor Montage und Inbetriebnahme vom Monteur sowie
dem zuständigen Fachpersonal/Betreiber zu lesen und
muß ständig am Einsatzort der Maschine/Anlage verfügbar sein.
Inhalt der Betriebsanleitung durch das Personal voll
verstanden wird.
2.3
Es sind nicht nur die unter diesem Hauptpunkt Sicherheit aufgeführten, allgemeinen Sicherheitshinweise zu
beachten, sondern auch die unter den folgenden
Hauptpunkten eingefügten, speziellen Sicherheitshinweise.
2.1
Gefahren bei Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise
Die Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise kann sowohl eine Gefährdung für Personen als auch für Umwelt und Maschine zur Folge haben. Die Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise kann zum Verlust jeglicher Schadenersatzansprüche führen.
Im einzelnen kann Nichtbeachtung beispielsweise
folgende Gefährdungen nach sich ziehen:
S Versagen wichtiger Funktionen der Maschine/Anlage
Kennzeichnung von Hinweisen in der Betriebsan–
leitung
Die in dieser Betriebsanleitung enthaltenen Sicherheitshinweise, die bei Nichtbeachtung Gefährdung für
Personen hervorrufen können, sind mit dem allgemeinen Gefahrensymbol
S Versagen vorgeschriebener Methoden zur Wartung
und Instandhaltung
S Gefährdung von Personen durch elektrische, mechanische und chemische Einwirkungen
S Gefährdung der Umwelt durch Leckage von gefährlichen Stoffen
Sicherheitszeichen
nach DIN 4844–W9
2.4
Sicherheitsbewußtes Arbeiten
Die in dieser Betriebsanleitung aufgeführten Sicherheitshinweise, die bestehenden nationalen Vorschriften zur Unfallverhütung sowie eventuelle interne Arbeits–, Betriebs– und Sicherheitsvorschriften des Betreibers sind zu beachten.
2.5
Sicherheitshinweise für den Betreiber/Bediener
bei Warnung vor elektrischer Spannung mit
S Führen heiße oder kalte Maschinenteile zu Gefahren, müssen diese Teile bauseitig gegen Berührung
gesichert sein.
Sicherheitszeichen
nach DIN 4844–W8
S Berührungsschutz für sich bewegende Teile (z.B.
Kupplung) darf bei sich in Betrieb befindlicher Maschine nicht entfernt werden.
besonders gekennzeichnet.
Bei Sicherheitshinweisen, deren Nichtbeachtung Gefahren für die Maschine und deren Funktionen hervorrufen kann, ist das Wort
S Beim Betrieb von Pumpenaggregaten in stauberfüllter Umgebung (z.B. Mühlenbetrieb, Spanplatten–
Fertigung, Backwarenfabriken usw.) müssen die
Oberflächen der Pumpen und Motoren abhängig
von der örtlichen Staubkonzentration regelmäßig
gereinigt werden, um die Kühlwirkung aufrecht zu
erhalten und Selbstzündungen auszuschließen.
Siehe hierzu auch Explosionsschutz–Richtlinien
(ZH 1/10).
ACHTUNG
eingefügt.
Direkt an der Maschine angebrachte Hinweise wie z.B.
S Drehrichtungspfeil
S Kennzeichen für Fluidanschlüsse
S Leckagen (z.B. der Wellendichtung) gefährlicher
Fördergüter (z.B. explosiv, giftig, heiß) müssen so
abgeführt werden, daß keine Gefährdung für Personen und die Umwelt entsteht. Gesetzliche Bestimmungen sind einzuhalten.
müssen unbedingt beachtet und in vollständig lesbarem Zustand gehalten werden.
2.2
Personalqualifikation und Personalschulung
Das Personal für Bedienung, Wartung, Inspektion und
Montage muß die entsprechende Qualifikation für diese Arbeiten aufweisen. Verantwortungsbereich, Zuständigkeit und die Überwachung des Personals müssen durch den Betreiber genau geregelt sein. Liegen
bei dem Personal nicht die notwendigen Kenntnisse
vor, so ist dieses zu schulen und zu unterweisen. Dies
kann, falls erforderlich, im Auftrag des Betreibers der
Maschine durch den Hersteller/Lieferer erfolgen. Weiterhin ist durch den Betreiber sicherzustellen, daß der
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
S Gefährdungen durch elektrische Energie sind auszuschließen (Einzelheiten hierzu siehe z.B. in den
Vorschriften des VDE und der örtlichen Energieversorgungsunternehmen).
3
NBF
2.6
Sicherheitshinweise für Wartungs–, Inspektions–
und Montagearbeiten
Der Betreiber hat dafür zu sorgen, daß alle Wartungs–,
Inspektions– und Montagearbeiten von autorisiertem
und qualifiziertem Fachpersonal ausgeführt werden,
das sich durch eingehendes Studium der Betriebsanleitung ausreichend informiert hat.
Grundsätzlich sind Arbeiten an der Maschine nur im
Stillstand durchzuführen. Die in der Betriebsanleitung
beschriebene Vorgehensweise zum Stillsetzen der
Maschine muß unbedingt eingehalten werden.
Pumpen oder –aggregate, die gesundheitsgefährdende Medien fördern, müssen dekontaminiert werden.
Unmittelbar nach Abschluß der Arbeiten müssen alle
Sicherheits– und Schutzeinrichtungen wieder angebracht und in Funktion gesetzt werden.
Vor der Wiederinbetriebnahme sind die im Abschnitt
”6.1 Vorbereitungen zur Inbetriebnahme” aufgeführten
Punkte zu beachten.
2.7
Eigenmächtiger Umbau und Ersatzteilherstellung
Umbau oder Veränderungen der Maschine sind nur
nach Absprache mit dem Hersteller zulässig. Originalersatzteile und vom Hersteller autorisiertes Zubehör
dienen der Sicherheit. Die Verwendung anderer Teile
hebt die Haftung für die daraus entstehenden Folgen
auf.
2.8
Unzulässige Betriebsweisen
Die Betriebssicherheit der gelieferten Maschine ist nur
bei bestimmungsgemäßer Verwendung entsprechend
Abschnitt 1 der Betriebsanleitung gewährleistet. Die im
Datenblatt angegebenen Grenzwerte dürfen auf keinen Fall überschritten werden.
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
ALLWEILER
4
NBF
3
Transport und Zwischenlagerung
3.1
Verpackung
Die auf der Verpackung aufgebrachten Bildzeichen
sind zu beachten.
Saug– und Druckseite sowie Hilfsanschlüsse der Pumpe müssen während Transport und Lagerung mit Stopfen verschlossen sein. Bei der Aufstellung des Pumpenaggregates sind die Stopfen zu entfernen.
3.2
ALLWEILER
Transport
Pumpe oder Pumpenaggregat sind sicher, wenn erforderlich mit einem Hebezeug, zum Aufstellungsort zu
transportieren.
Kranvorrichtung und Anschlagseile müssen ausreichend dimensioniert sein. Die Anschlagseile
dürfen nicht ausschließlich an den Aufhängeösen
des Motors befestigt werden.
Es ist zweckmäßig ein Anschlagseil um den Saugstutzen zu legen und ein weiteres an einer der Aufhängeösen des Flanschmotors anzuschlagen.
3.3
Konservierung und Einlagerung der Kreiselpumpen
3.3.1
Konservierung
Die von uns gelieferten Pumpen haben im Bedarfsfall
bereits den geforderten Konservierungsschutz, entsprechend der vom Besteller angegebenen Einlagerungszeit.
Bei längerer Außerbetriebnahme müssen die Pumpen
gegen Korrosion geschützt werden. Hierzu ist dann eine Außen– und Innenkonservierung vorzunehmen.
Der zeitlich begrenzte Korrosionsschutz ist von der Zusammensetzung des Konservierungsmittels und den
jeweiligen Lagerbedingungen abhängig. Deshalb sollten nur Mittel verwendet werden, die eine Mindesthaltbarkeit von 12 Monaten aufweisen. Das nachstehend
aufgeführte Fabrikat kann für eine Außen– und Innenkonservierung verwendet werden.
3.3.1.1 Außenkonservierung
Konservierungsstellen
Konservierungsmittel
Alle blanken und unlackierten Teile wie:
Wellenenden, Kupplungen,
Flanschflächen, Ventil– und
Manometeranschlüsse
TECTYL 506
oder Mischung aus
TECTYL 506 und
TECTYL 511–M
À
Die Außenkonservierung ist durch Streichen oder Aufsprühen mit einer Sprühpistole aufzubringen.
3.3.1.2 Innenkonservierung
Konservierungsstellen
Konservierungsmittel
Pumpengehäuse innen,
Wellen, Laufräder, Leiträder,
Kugellager, Wellendichtung
Mischung aus:
TECTYL 506 und
TECTYL 511–M
À
À Hersteller:
VALVOLINE OEL GmbH & Co.
Überseering 9
22297 Hamburg
Hinweis: Das aufgeführte Konservierungsmittel ist als
Empfehlung zu betrachten. Vergleichbare Mittel von
anderen Mineralölherstellern können ebenfalls verwendet werden.
Die Innenkonservierung ist durch Befüllen der Pumpe
vorzunehmen. Hierbei ist zunächst die Saugseite der
Pumpe mit einem Blindflansch zu verschließen. Beim
Befüllen muß sich der Druckflansch auf einem höheren
Niveau befinden als der Saugflansch. Während des
Befüllvorganges ist die Welle langsam entgegen der
Drehrichtung zu drehen. Es muß so lange befüllt werden, bis das Konservierungsmittel blasenfrei die Dichtleiste des Druckflansches erreicht. Danach ist die
Druckseite mit einem Blindflansch zu verschließen.
Bild 1: Transport eines Pumpenaggregates in Blockbauart
Beim Transport ist darauf zu achten, daß
ein Umschlagen des Aggregates wegen
eventueller Kopflastigkeit ausgeschlossen wird. Zur Sicherung können die Aufhängeösen des Motors verwendet werden.
3.3.1.3 Überwachung der Konservierung
Bei längerer Einlagerungsdauer muß die Konservierung der Pumpe in regelmäßigen Zeitabständen kontrolliert werden.
Alle 6 Monate ist der Füllstand der Pumpe zu prüfen,
wenn erforderlich, ist Konservierungsmittel bis zur
Dichtleiste am Druckflansch nachzufüllen.
Gleichzeitig ist die Verpackung auf Zerstörung zu
überprüfen und wenn notwendig auszubessern.
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
5
NBF
ALLWEILER
Hinweis: Für Mängel, die durch unsachgemäße Konservierung entstehen, übernehmen wir keine Haftung.
3.3.1.4 Haltbarkeit des Konservierungsmittels
Nach Angaben des Konservierungsmittel–Herstellers
beträgt die Haltbarkeit von »TECTYL 506« 4 bis 5 Jahre bei Innenlagerung und 12 bis 24 Monate bei Außenlagerung und von »TECTYL 511–M« ca. 18 Monate bei
Innenlagerung.
Bei Mischung von »TECTYL 506« und »TECTYL
511–M« im gleichen Verhältnis kann mit einer Haltbarkeit von 2½ bis 4 Jahren bei Innenlagerung und maximal 12 Monaten bei Außenlagerung unter Dach gerechnet werden. Bei zusätzlicher Verpackung erhöht
sich die Standzeit.
Die in den Konservierungsmitteln enthaltenen Wirkstoffe bieten auch bei hoher Luftfeuchtigkeit (See–,
Tropenklima) einen ausreichenden Korrosionsschutz.
Eine Temperaturbegrenzung (+ und –) besteht nicht.
3.3.1.5 Entkonservierung
Vor Inbetriebnahme der Pumpe ist das Konservierungsmittel zu entfernen.
Das zur Innenkonservierung verwendete Konservierungsmittel muß abgelassen und umweltgerecht entsorgt werden.
Die Pumpe ist zu demontieren und vollständig zu reinigen. Dies gilt besonders für Pumpen, die in der Nahrungsmittelindustrie oder in der Trinkwasserversorgung eingesetzt werden. Als Reinigungsmittel kann ein
geeignetes, mit dem Fördermedium (nahrungsmittel–)
verträgliches, Lösungsmittel eingesetzt werden. Geeignete Lösungsmittel sind z.B.: Spiritus, Ritzol 155,
bzw. stark alkalische Seifenlauge. Es können auch
Dampfstrahlreinigungsgeräte mit entsprechenden
Zusätzen verwendet werden (vorher Lösemittel einwirken lassen).
Nach längerer Einlagerungszeit sind alle
Elastomere (O–Ringe, Wellendichtungen)
auf ihre Formelastizität zu prüfen. Versprödete Elastomere sind auszutauschen. Elastomere aus EP–Kautschuk (EPDM) sind grundsätzlich zu erneuern. Die
Pumpe ist mit Förderflüssigkeit aufzufüllen, um ein
Trockenlaufen der Bauteile zu vermeiden.
Hinweis: Sind in der Anlage Rohrleitungen, Behälter
oder sonstige Teile mit dem paraffinhaltigen Konservierungsmittel benetzt, so muß die gesamte Anlage entkonserviert werden. Es dürfen keine Konservierungsmittel–Rückstände mehr vorhanden sein, da dies zu
Störungen an der Pumpe führen kann.
3.3.2
Einlagerung
Bei Einlagerung der Pumpe müssen die Saug– und
Druckstutzen und alle anderen Zu– und Ablaufstutzen
immer mit Blindflanschen oder Blindstopfen verschlossen werden.
Die Lagerung soll in einem staubfreien und trockenen
Raum erfolgen. Während der Lagerung ist die Pumpe
mindestens einmal monatlich durchzudrehen. Teile wie
Welle und Lager sollten dabei jedesmal ihre Drehlage
verändern.
Nur bei fachgerechter Einlagerung und
Verpackung bleibt das Konservierungsmittel haltbar.
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
6
NBF
ALLWEILER
4
Beschreibung
4.1
Konstruktiver Aufbau
Ein– und zweistufige, einströmige Spiralgehäuse–
Kreiselpumpe in Block–Bauart. Steckwelle und Motorwelle sind starr miteinander gekuppelt.
4.1.1
Spiralgehäuse
Spiralgehäuse ohne Füße. Befestigungsflansch an der
Antriebslaterne.
4.1.2
Stutzenstellungen/Flansche
Saugstutzen:
axial
Druckstutzen:
normal radial nach oben
Hinweis: Abweichungen in der Stellung des Druckstutzens sind möglich (siehe technische Unterlagen VM
529/...)
Flansche:
nach DIN 2533.
4.1.3
Hilfsanschlüsse
Erforderliche Hilfsanschlüsse siehe verbindlichen Aufstellungsplan des Pumpenaggregates.
4.1.4
Spaltringe
Spiralgehäuse und Gehäusedeckel können mit auswechselbaren Spaltringen ausgerüstet sein (nicht serienmäßig).
4.1.5
Laufrad
Geschlossenes Radialrad ohne Rückenschaufeln.
Axialschubausgleich durch Entlastungsbohrungen.
Bei zweistufiger Ausführung zwei geschlossene Radialräder ohne Rückenschaufeln. Axialschubausgleich
durch entgegengesetzte Laufradanordnung.
Restschubaufnahme durch Rillenkugellager im angeflanschten Elektromotor.
4.1.6
Steckwelle
Die Steckwelle, mit einer Aufnahmebohrung für das
Motor–Wellenende, ist durch eine Mitnehmer– und
Klemmverbindung starr mit dem angeflanschten Elektromotor gekuppelt.
4.1.7
Lagerung
Durch die im Motor eingebauten fettgeschmierten Rillenkugellager nach DIN 625.
4.1.8
Wellendichtung
S Gleitringdichtung, nichtentlastet À
Ungekühlte, wartungsfreie Gleitringdichtung:
U3..D: mit interner Eigenspülung
U3..K: mit interner Spülbohrung
À Sonder–Gleitringdichtungen mit anderen Kurzbezeichnungen können eingebaut sein.
Die exakten Daten sind dem Auftragsdatenblatt oder
den auftragsspezifischen Unterlagen zu entnehmen.
4.2
Aggregateaufbau
4.2.1
Antrieb
Oberflächengekühlte Drehstrom–Kurzschlußläufer–
Motoren mit Festlager, Bauform IM V1, Schutzart lP
54 nach IEC–Norm, lsoIierstoffklasse B, Leistungen
und Hauptabmessungen nach DIN 42677.
Vom Kunden beigestellte Motoren müssen
ebenfalls ein Festlager haben.
Die exakten Motordaten sind dem Auftragsdatenblatt
zu entnehmen.
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
7
NBF
5
Aufstellung/Einbau
5.1
Aufstellung
Die Pumpen können in jeder Einbaulage aufgestellt
werden.
ALLWEILER
5.1.2
Umgebungstemperatur am Aufstellungsort
Pumpen–Aggregate in geschlossenen Räumen sind
so zu installieren, daß kein Wärmestau entsteht. Sind
Umgebungstemperaturen von über +40°C zu erwarten, muß eine geeignete Raumbelüftung vorgesehen
werden, die die anfallende Strahlungswärme abführt
und den Raum mit ausreichend Frischluft versorgt. Gegebenenfalls ist Rückfrage im Werk erforderlich.
5.2
Befestigungsart
Die Befestigungsart ist abhängig von Bauform und
Größe der Pumpe und des gekuppelten Motors sowie
den örtlichen Einbauverhältnissen.
Aus Sicherheitsgründen ist die Anordnung mit
’’Motor nach unten” nicht zulässig.
5.1.1
Einbaubeispiele
Die nachfolgenden Bilder zeigen zwei prinzipielle Einbaumöglichkeiten.
Genaue Angaben über Form und Maße sind dem Aufstellungsplan zu entnehmen.
Bild 2: Einbau in einer Klima–Anlage
Richtwert: Hz = 2 x DNs
5.3
Raumbedarf für Wartung und Instandsetzung
Die Pumpe muß von allen Seiten zugänglich sein, um notwendige Sichtkontrollen
durchführen zu können.
Für Wartungs– und Instandsetzungsarbeiten ist genügend Raum vorzusehen, besonders für den Ausbau
des Antriebsmotors oder des kompletten Pumpenaggregates. Außerdem ist darauf zu achten, daß sämtliche Rohrleitungen ohne Hindernis an– und abgebaut
werden können.
5.4
Verlegen der Rohrleitungen
5.4.1
Nennweiten
Die Nennweiten der Rohrleitungen müssen nicht unbedingt denen des Eintritts– und Austrittstutzens entsprechen, sie dürfen jedoch nicht kleiner sein. Ungleiche Nennweiten von Anschluß–Stutzen und Rohrleitungen sind durch exzentrische/zentrische Übergangsstücke auszugleichen. Luftsackbildung ist zu
vermeiden.
Zulaufleitung
von oben
Eintrittstutzen
Pumpe
Saug– bzw. Zulaufleitung
von unten
Eintrittstutzen
Pumpe
Bild 4: Verlegen der Rohrleitungen
Bei kurzen Rohrleitungen soll die Nennweite so groß
sein, daß der Strömungswiderstand, insbesondere in
der Saugleitung, möglichst gering ist. Bei langen Rohrleitungen sollte die wirtschaftlliche Nennweite von Fall
zu Fall ermittelt werden.
Bild 3: Einbau in einem Behälter
Absperrschieber in der Druckleitung
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
8
NBF
5.4.2
5.4.3
5.4.4
5.4.5
ALLWEILER
Querschnitts– und Richtungsänderung
Plötzliche Querschnitts– und Richtungsänderungen
sowie allzu scharfe Krümmungen sind zu vermeiden.
5.4.6
5.4.6.1 Absperrschieber in der Druckleitung
In die Druckleitung sollte nahe der Pumpe ein Absperrschieber eingebaut sein, um den Förderstrom regeln
zu können.
Abstützungen und Flanschanschlüsse
Die Rohrleitungen sind spannungsfrei an die Pumpe
anzuschließen. Sie sind nahe der Pumpe abzustützen
und sollen sich leicht anschrauben lassen, um Verspannungen zu vermeiden. Nach dem Lösen der Anschlüsse darf die Rohrleitung weder schräg stehen
noch abfedern und auch nicht unter Druck aufliegen.
Eventuell auftretende Wärmespannungen an den
Rohrleitungen sind durch geeignete Maßnahmen, z. B.
durch Einbau von Kompensatoren, von der Pumpe
fernzuhalten.
5.4.6.2 Rückschlagventil in der Druckleitung
Es wird empfohlen, zwischen Druckstutzen und Absperrschieber ein Rückschlagventil einzubauen, um
bei plötzlichem Stillstand der Anlage schädliche Flüssigkeitsschläge auf die Pumpe zu vermeiden.
5.4.6.3 Entlüftung
In der Druckleitung sollte an der höchsten Stelle eine
Entlüftungsmöglichkeit vorhanden sein.
Reinigung der Rohrleitungen vor dem Anbau
Vor dem Zusammenbau sind alle Rohrleitungsteile und
Armaturen sorgfältig zu reinigen, insbesondere bei geschweißten Rohrleitungen sind Grate und Schweißperlen zu entfernen. Flanschdichtungen dürfen nicht
nach innen vorstehen.
Saug– und Zulaufleitung
Um Luftsackbildung zu vermeiden, muß die Saugleitung steigend, die Zulaufleitung mit leichtem Gefälle
zur Pumpe hin verlegt werden.
5.4.7
Hilfsanschlüsse
Die Lage der Hilfsanschlüsse an der Pumpe ist dem
Schnittbild und dem Aufstellungsplan zu entnehmen.
5.5
Sicherheits– und Kontrolleinrichtungen
5.5.1
Manometer
In der Zulauf– und Druckleitung sind geeignete Druckmeßgeräte vorzusehen.
5.5.2
Sicherheitsorgane in den Zulauf–, Druck– und
Hilfsrohrleitungen
Sicherheitsorgane in Form von Absperrschiebern sind,
wenn noch nicht vorgesehen, in die Rohrleitungen
einzubauen, um ein Absperren und Trennen der Rohrleitungen bei Wartungs– und Instandhaltungsarbeiten
zu ermöglichen.
5.6
Elektrische Anschlüsse
Das Anklemmen der Stromzuführungskabel des gekuppelten Antriebsmotors ist von einer Elektrofachkraft
entsprechend dem Schaltplan des Motorenherstellers
vorzunehmen. Hierbei sind die gültigen VDE–Vorschriften und die Vorschriften des örtlichen Energie–
und Versorgungsunternehmens (EVU) zu beachten.
Gefährdung durch elektrische Energie ist auszuschliessen.
Erlauben die örtlichen Verhältnisse kein stetiges Ansteigen der Saugleitung, so ist an deren höchster Stelle
eine Entlüftungsmöglichkeit vorzusehen.
5.4.5.1 Fußventil und Saugkorb (Saugbetrieb)
Bei Saugbetrieb muß die Saugleitung mit einem Fußventil ausgerüstet sein, welches im Stillstand das Leerlaufen von Pumpe und Saugleitung verhindert.
Der Saugkorb ist so anzubringen, daß weder Schmutz
aus dem Sumpf, noch Luft vom Flüssigkeitsspiegel her
eindringen kann.
5.4.5.2 Absperrschieber (Zulaufbetrieb)
In der Zulaufleitung ist nahe der Pumpe ein Absperrschieber einzubauen, der während des Betriebes vollständig geöffnet sein muß und nicht zum Regeln benützt werden darf.
5.4.5.3 Zulauf–/Saugverhältnisse (NPSH)
Um einen störungsfreien Dauerbetrieb zu gewährleisten, sind die Zulauf– bzw. Saugverhältnisse der Anlage dem Pumpenbedarf (NPSHerf.) entsprechend anzupassen.
Die Betriebsbedingung ist erfüllt, wenn der Anlagen–
NPSH–Wert (NPSHvorh.) über dem Pumpen–NPSH–
Wert (NPSHerf.) liegt. Der NPSHerf. ist den Kennlinienblättern der jeweiligen Pumpe zu entnehmen.
Bei Förderung von Flüssigkeiten nahe
dem Siedepunkt ist besonders auf die anlagenseitigen NPSH–Verhältnisse zu achten, damit die
Pumpe nicht durch Kavitation zerstört wird.
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
Druckleitung
9
NBF
6
Inbetriebnahme/Außerbetriebnahme
6.1
Vorbereitungen zur (Erst–) Inbetriebnahme
6.1.1
Auffüllen und Entlüften der Pumpe
Vor dem Anfahren muß die Pumpe und die Saug– bzw.
Zulaufleitung mit Förderflüssigkeit gefüllt werden.
Während des Entlüftungsvorganges müssen die Absperrschieber in der Zulauf– und in der Druckleitung offen sein, damit Lufteinschlüsse in das Leitungssystem
gelangen und von dort über die Entlüftung entweichen
können.
Bei Pumpen, welche im Behälter eingebaut sind, muß
vor dem Anfahren die Zulaufhöhe Hz = 2 x DNs vorhanden sein. Die beim erstmaligen Auffüllen des Behälters
in der Pumpe hochsteigende Luft kann durch kurzzeitiges Öffnen des Absperrschiebers abgeführt werden.
Sollte die Pumpe bei Inbetriebnahme keinen Förderdruck aufbauen (siehe Druckmanometer), muß der
Entlüftungsvorgang wiederholt werden.
Die Pumpe darf nicht trockenlaufen,
auch nicht zur Drehrichtungskontrolle.
ALLWEILER
Zur Ermittlung des Mindestförderstromes
gilt folgende Zahlenwertgleichung:
Leistung [KW] bei Förderstrom Q = Null (siehe Kennlinie) für den ausgelegten Laufraddurchmesser [mm] x
Faktor 0,5 = Mindestförderstrom [m3/h].
6.2.5
Temperatur
Schlagartig auftretende Temperaturänderungen (Temperaturschocks) sind zu vermeiden.
6.2.6
Größere Dichte oder Viskosität
Wenn die Dichte oder Viskosität der Förderflüssigkeit
größer ist, als bei der Auslegung der Pumpe berücksichtigt, kann es dadurch zu einer unzulässigen Überlastung des Motors kommen.
6.2.7
Größerer Förderstrom
Wird ein größerer Förderstrom gefahren, als bei der
Auslegung der Pumpe berücksichtigt, muß unbedingt
darauf geachtet werden, daß die vorhandene Zulaufhöhe noch ausreicht, weil sonst Kavitation und deren
schädliche Folgen eintreten können.
Bedingung: NPSHAnlage > NPSHPumpe
Der Förderstrom soll den Wert bei hopt möglichst nicht
übersteigen.
6.3
Außerbetriebnahme und Wiederinbetriebnahme
6.3.1
Abstellen
Beim Entlüftungsvorgang an der Pumpe und in der Anlage müssen austretende Flüssigkeits– und Gasmengen von Gefahrstoffen und/oder umweltgefährdenden
Medien sicher aufgefangen und abgeleitet werden.
6.1.2
Drehrichtungskontrolle am Antriebsmotor
Die Drehrichtung des Motors muß mit dem Drehrichtungspfeil der Pumpe übereinstimmen. Zur Drehrichtungskontrolle kann der Motor kurzzeitig eingeschaltet
werden.
Falsche Drehrichtung beeinträchtigt die Förderleistung
und kann zu Schäden in der Pumpe führen.
Bei falscher Drehrichtung kann durch Vertauschen
zweier beliebiger Phasen die Drehrichtung des Drehstrom–Motors umgekehrt werden.
6.2
Inbetriebnahme
6.2.1
Anfahren
Um eine Überlastung des Antriebsmotors zu vermeiden, sollte die Pumpe während der Anlaufphase des
Motors nur gegen einen geschlossenen Druck–Absperrschieber angefahren werden.
Der Absperrschieber in der Zulaufleitung muß vollständig geöffnet sein.
6.2.2
S Nachlauf der Pumpe
Vor dem Ausschalten des Motors muß die Pumpe
gegebenenfalls bei ausgeschalteter Heizquelle einen ausreichenden Nachlauf haben. Die Förderflüssigkeitstemperatur muß soweit reduziert werden,
daß ein Wärmestau innerhalb der Pumpe vermieden wird.
S Druckleitung
Ist in die Druckleitung ein Rückschlagventil eingebaut, kann der Absperrschieber geöffnet bleiben. Ist
kein Rückschlagventil eingebaut, muß der Absperrschieber geschlossen werden.
S Antrieb
Motor ausschalten. Auf ruhigen Auslauf achten.
Antrieb
Motor einschalten.
Auf produktspezifische Besonderheiten achten. Siehe
Betriebsanleitung des Antriebsmotoren– Herstellers.
6.2.3
Einstellen der Förderleistungswerte
Nach Erreichen der Betriebsdrehzahl ist der druckseitige Absperrschieber so weit zu öffnen, bis die erforderlichen Förderleistungswerte erreicht sind.
Zur Sicherung der Wellendichtungsfunktion ist bei
Heißwasser–Förderung ein Mindest–Eintrittsdruck
(erforderliche Sicherheit gegen Verdampfung) einzuhalten.
Pumpen mit heißen Fördermedien nicht berühren.
Verbrennungsgefahr!
6.2.4
Einhalten des Mindestförderstromes
Um Schäden durch Kavitation als Folge zusätzlicher
Erwärmung der Förderflüssigkeit zu vermeiden, ist der
Betrieb gegen den geschlossenen Absperrschieber in
der Druckleitung, außer in der Anlaufphase, zu vermeiden.
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
S Zulaufleitung
Absperrschieber in der Zulaufleitung schließen.
10
6.3.2
Wiederinbetriebnahme
Vor dem Wiedereinschalten muß kontrolliert werden,
ob die Pumpenwelle stillsteht. Bei undichtem Absperrschieber in der Druckleitung kann es vorkommen, daß
durch Rückströmen der Förderflüssigkeit die Pumpenwelle rückwärts dreht.
Die Pumpe darf bei rückwärtsdrehender
Pumpenwelle nicht eingeschaltet werden,
da sonst Schäden an der Pumpenwelle auftreten können.
6.3.3
Maßnahmen bei längerer Betriebsunterbrechung
Ist eine längere Betriebsunterbrechung vorgesehen
und besteht Frostgefahr, muß die Pumpe entleert und
konserviert werden (siehe Abschnitt 3.3).
NBF
7
Wartung/Instandhaltung
7.1
Wartung
ALLWEILER
7.2
S Bei Wartungs– und Instandhaltungsarbeiten sind
die im Abschnitt 2 Sicherheit gemachten Angaben
zu beachten.
Allgemeines
Für Montagen und Reparaturen stehen auf Anforderung geschulte Kundendienst–Monteure zur Verfügung.
Bei Reparaturen, welche durch eigenes Personal oder
durch unsere Fachmonteure durchgeführt werden, ist
sicherzustellen, daß die Pumpe vollständig entleert
und gereinigt ist.
Dies gilt besonders für Pumpen, welche im Reparaturfall an unser Werk oder an eine unserer Vertragswerkstätten versandt werden.
Reparaturannahmen von mit Fördermedium gefüllten
Pumpen, müssen wir zum Schutz unserer Mitarbeiter
und aus Umweltschutzgründen ablehnen. Andernfalls
müssen wir dem Kunden/Betreiber die Kosten für eine
umweltgerechte Entsorgung in Rechnung stellen.
Bei Pumpen, die mit Gefahrstoffen À und/oder umweltgefährdenden Fördermedien betrieben wurden, muß
im Reparaturfall der Kunde/Betreiber das eigene bzw.
unser Montagepersonal vor Ort oder bei einer Rücksendung unser Werk bzw. unsere Vertragswerkstatt
unaufgefordert hierüber informieren.
In diesem Fall ist uns mit der Anforderung eines Kundendienst–Monteurs ein Fördergutnachweis, beispielsweise in Form eines DIN–Sicherheitsdatenblattes vorzulegen.
Alternativ fordern Sie über unsere Kundendienst–Abteilung eine Unbedenklichkeitsbescheinigung (Formblatt Nr. 448/191) an und füllen diese wahrheitsgemäß,
korrekt und vollständig aus. Senden Sie das ausgefüllte Formular an die mit der Reparatur der Pumpe beauftragte Stelle oder legen Sie dieses unserem Kundendienst–Monteur vor.
S Regelmäßig durchgeführte Überwachungs– und
Wartungsarbeiten an der Pumpe und der Antriebsmaschine verlängern die Lebensdauer.
Die nachstehend aufgeführten Hinweise sind allgemeingültig.
7.1.1
Allgemeine Überwachung
1. Die Pumpe darf nicht trockenlaufen.
2. Der Mindestförderstrom darf nicht unterschritten
werden (siehe Abschnitt 6.2.4).
3. Bei Heißwasserförderung muß der erforderliche
Mindesteintrittsdruck gegen Verdampfung eingehalten werden.
4. Die Lagertemperatur darf max. 50°C über RaumĆ
temperatur liegen, jedoch 80°C nicht überschreiĆ
ten.
5. Der Antriebsmotor darf nicht überlastet werden.
6. Gleitringdichtungen dürfen keine unzulässige Lekkage haben.
7. Druck– und Temperaturüberwachungsgeräte sowie
Durchflußmeßgeräte sind zu beobachten.
8. Installierte Reservepumpen sind einmal wöchentlich durch aufeinanderfolgendes Ein– und Ausschalten in Betrieb zu nehmen.
7.1.2
À Gefahrstoffe sind:
S
S
S
S
S
S
S
S
S
S
S
Wartung von Bauteilen
7.1.2.1 Lagerung
Die Lagerung der Steckwelle ist wartungsfrei.
7.1.2.2 Wellendichtung
Zum Einbau kommt eine einfachwirkende, wartungsfreie Gleitringdichtung, welche in ihrer Wirkungsweise
den geforderten Betriebsverhältnissen entspricht. Eine
minimale funktionsbedingte Tropfleckage bei nichtflüchtigen Medien ist grundsätzlich zu erwarten. Bei
verschleißbedingter, starker Leckage ist die Gleitringdichtung zu ersetzen.
Da ein Trockenlaufen der Gleitringdichtung vermieden werden muß, darf die
Pumpe nur gefüllt und entlüftet angefahren werden.
giftige Stoffe
gesundheitsschädliche Stoffe
ätzende Stoffe
Reizstoffe
explosionsgefährliche Stoffe
brandfördernde Stoffe
hoch–, leicht– und normalentzündliche Stoffe
krebserzeugende Stoffe
fruchtschädigende Stoffe
erbgutverändernde Stoffe
Stoffe, die auf sonstige Weise für den Menschen gefährlich sind
Bei allen Arbeiten vor Ort ist das eigene bzw. unser
Montagepersonal auf Gefahren, welche im Zusammenhang mit Reparaturen entstehen können, aufmerksam zu machen.
Aus– und Einbau der Wellendichtung siehe Demontage– und Montageanleitung, Abschnitt 7.2.
In dieser Anleitung sind die wichtigsten Demontage–
und Montagearbeiten beschrieben. Die in den einzelnen Abschnitten beschriebenen Montageschritte sind
konsequent einzuhalten.
7.1.2.3 Antrieb
Siehe Betriebsanleitung des Motorenherstellers.
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
Instandhaltung (Demontage– und Montageanleitung)
11
NBF
7.2.1
ALLWEILER
Demontage der Kreiselpumpe
Vor Beginn der Demontage sind folgende Arbeiten
durchzuführen:
7.2.1.2 Ausbau des Laufrades bei einstufiger Kreiselpumpe
S Laufradmutter (922.01) mit Federring (936.01) von
der Steckwelle (220...) nehmen.
S Stromzuführungskabel durch autorisierte Elektrofachkraft vom Motor abklemmen lassen. Elektrische
Gefährdung ist auszuschließen! Der Motor darf sich
nicht einschalten lassen.
S Laufrad (230.01) von der Steckwelle (220...) abziehen.
S Alle Absperrorgane in der Zulauf– und Druckleitung
schließen.
S Paßfeder (940...) von der Steckwelle (220...) nehmen. Abstandhülse (525.01) und/oder (525.02)
über die Steckwelle abbauen.
S Bei Pumpen, welche in den Behälter eingebaut sind,
Förderflüssigkeit auf Umgebungstemperatur abkühlen lassen und Behälter entleeren.
7.2.1.3 Ausbau der Laufräder bei zweistufiger Kreiselpumpe
S Spiralgehäuse auf Umgebungstemperatur abkühlen lassen.
S Gewindestifte (904.05) im Gewindering (514.01) lösen und herausschrauben.
S Die Förderflüssigkeit in fließfähigem Zustand aus
der Pumpe ablassen. Hierzu die Verschlußschrauben für Entleerung herausschrauben.
Hinweis: Auffangbehälter benutzen.
S Gewindering (514.01) mit Zweilochmutterndreher
vom Laufrad 1. Stufe (230.02) drehen.
S Laufrad 2. Stufe (230.03) vom Laufrad 1. Stufe
(230.02) abnehmen.
S Die Pumpe muß drucklos und entleert sein.
S Stufengehäuse (108.01) mit eingebautem Leitrad
(171.01) aus der Zentrierung des Gehäusedeckels
(161...) über das Laufrad 1. Stufe (230.02) herausziehen.
S Gefahrstoffe und/oder umweltgefährdende Fördermedien müssen so abgeleitet und aufgefangen werden, daß keine Gefahr für Leib und Leben von Personen entsteht. Eine umweltgerechte Entsorgung
ist sicherzustellen.
S Laufradmutter (922.01) mit Federring (936.01) von
der Steckwelle (220...) nehmen.
S Hilfsrohrleitungen, wenn vorhanden, sind zu entfernen.
S Laufrad 1. Stufe (230.02) von der Steckwelle (220...)
abziehen.
S Manometerleitungen, Manometer und Halterungen
abbauen.
S Paßfeder (940...) von der Steckwelle (220...) nehmen.
S Pumpe mit geeignetem Anschlagmittel sichern.
7.2.1.4 Ausbau der Gleitringdichtung, alle Ausführungen
S Befestigungsschrauben am Behälter lösen, die
Pumpe vom Behälter abbauen und am Montageplatz ablegen.
S Nach dem Ausbau des Laufrades (230.01) bzw. der
Laufräder (230.02) und (230.03), der Paßfeder
(940.01) und der Abstandhülse (525.01) und/oder
(525.02), den rotierenden Teil der Gleitringdichtung
von der Steckwelle (220...) nehmen.
7.2.1.1 Ausbau der Antriebseinheit
Hinweis: Dieser Abschnitt ist auch gültig, wenn nur der
Flanschmotor ausgetauscht werden soll. Dazu muß
grundsätzlich die komplette Antriebseinheit ausgebaut
werden.
S Einbaulage des Gehäusedeckels (161...) zur Antriebslaterne (341.01) markieren.
Hinweis: Bei den folgenden Montageschritten ist besonders darauf zu achten, daß die Bauteile konzentrisch ausgebaut und nicht verkantet werden, um eine
Beschädigung des Gleitringdichtungs–Gegenringes
zu vermeiden.
S Sechskantschrauben (901.01) lösen und abschrauben.
S Antriebseinheit gleichmäßig vom Spiralgehäuse
(102.01) abdrücken.
S Gehäusedeckel (161...) mit Gleitringdichtungs–
Gegenring (433...) und O–Ring aus der Zentrierung
der Antriebslaterne (341.01) herausziehen.
S Flachdichtung (400.01) bzw. (400.02) von der Dichtfläche entfernen und Dichtflächen reinigen.
S Gleitringdichtungs–Gegenring (433...) mit O–Ring
aus dem Gehäusedeckel (161...) nehmen.
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
12
NBF
ALLWEILER
7.2.1.5 Abbau der Antriebslaterne und Ausbau der Steckwelle
7.2.2
S Sechskantschrauben (901.10) am Motorflansch lösen und herausschrauben.
Montage der Kreiselpumpe
Vor der Wiedermontage sämtliche Teile
auf Verschleiß prüfen und wenn erforderlich, durch Original–Ersatzteile ersetzen.
Alle Teile vor der Montage reinigen. Grundsätzlich
neue Dichtungen einbauen.
S Antriebslaterne (341.01) gegebenenfalls mit Zwischenring (509.02) aus der Motorflanschzentrierung ziehen und vom Motorflansch abnehmen.
7.2.2.1 Einbau der Steckwelle und Anbau der Antriebslaterne
S Zylinderschraube (914.06) in der Steckwelle (220...)
lösen und herausschrauben.
S Motor–Wellenende und Paßfeder reinigen und mit
normalem Maschinenöl leicht einölen.
S Den Schlitz in der Steckwelle (220...) geringfügig
aufweiten, um ein Abziehen der Steckwelle (220...)
vom Motor–Wellenende zu erleichtern.
Hinweis: Zum Aufweiten der Steckwelle eine Zylinderschraube M10x40, DIN 84 (nicht im Lieferumfang enthalten) als Aufdrückschraube in die Steckwelle schrauben (siehe Bild 5).
S Den Schlitz in der Steckwelle (220...) geringfügig
aufweiten, um ein Aufziehen der Steckwelle (220...)
auf das Motor–Wellenende zu erleichtern.
Hinweis: Zum Aufweiten der Steckwelle eine Zylinderschraube M10x40, DIN 84 (nicht im Lieferumfang enthalten) als Aufdrückschraube in die Steckwelle schrauben (siehe Bild 5).
S Steckwelle (220...) bis zur Anlage an der oberen
schmalen Zentrierung konzentrisch auf das Motor–
Wellenende aufschieben (siehe Bild 7).
Schlitz wird geringfügig aufgeweitet
S Durch einen genau in Achsrichtung geführten leichten Schlag mit dem Bleihammer die obere schmale
Zentrierung der Steckwelle (220...) auf das Motor–
Wellenende auftreiben, bis diese am Bund des Motor–Wellenendes anliegt (siehe Bild 7).
Aufdrückschraube mit
Schraubendreher anziehen,
jedoch ohne übertriebenen
Kraftaufwand.
Bild 5: Aufweiten der Steckwelle
Obere schmale
Zentrierung
(schwarz dargestellt)
S Zwei Schraubendreher oder Flachstähle an zwei
gegenüberliegenden Stellen unter dem Steckwellenbund ansetzen, auf dem Motorflansch aufliegen
lassen und gleichmäßig nach unten drücken; so läßt
sich die Steckwelle leicht aus der oberen schmalen
Zentrierung herausdrücken (siehe Bild 6).
Bild 7: Aufziehen der Steckwelle
Hinweis: Während des Auftreibens der Steckwelle auf
das Motor–Wellenende empfehlen wir, zur Schonung
der Wälzlager im Motor, die Motorwelle auf der Lüfterseite gegenzuhalten.
Obere schmale
Zentrierung
(schwarz dargestellt)
S Zylinderschraube (Aufdrückschraube) aus der
Steckwelle (220...) herausschrauben.
Bild 6: An den mit F bezeichneten Stellen gleichmäßig nach
unten drücken.
S Zylinderschraube (914.06) in die Steckwelle (220...)
schrauben und mit dem Drehmomentschlüssel anziehen.
S Steckwelle (220...) konzentrisch vom Motor–Wellenende abziehen. Der Flanschmotor ist von der Kreiselpumpe abgebaut.
Anzugsdrehmoment
Zylinderschraube
Teile–Nr. 914.06
mit Gewinde
Anzugsdrehmoment
M 8x20
25
[Nm]
S Antriebslaterne (341.01) gegebenenfalls mit Zwischenring (509.02) auf die Motorflanschzentrierung
schieben und mit den Sechskantschrauben
(901.10) am Flanschmotor (801.1) befestigen.
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
13
NBF
ALLWEILER
7.2.2.2 Einbau der Gleitringdichtung, alle Ausführungen
Gleitringdichtungen sind hochwertige Präzisionsteile.
Beim Einbau sind schonende Behandlung und äußerste Sauberkeit Voraussetzung für eine einwandfreie
Funktion. Zur Montageerleichterung kann ein geeignetes Gleitmittel verwendet werden (z.B. Glyzerin oder
Schmierseife, kein Öl).
Gleitmittel in Form von mineralischen Ölen
dürfen nicht mit Elastomeren aus EPDM in
Berührung kommen.
7.2.2.4 Einbau des Laufrades bei einstufiger Kreiselpumpe
S Paßfeder (940...) in die Steckwelle (220...) einbauen.
S Laufrad (230.01) über die Paßfeder (940...) auf die
Steckwelle (220...) schieben.
S Federring (936.01) bzw. Federscheibe (934.01)
oder neuen Dichtring (411.10) über die Steckwelle
(220...) vor das Laufrad (230.01) legen.
Hinweis: Es ist darauf zu achten, daß die aufeinander
gleitenden Teile nur paarweise ausgetauscht werden.
S Laufradmutter (922.01) auf die Steckwelle (220...)
drehen und festziehen.
Hinweis: Gleitringdichtungen mit Elastomer–Faltenbalg (Ausführungen U3.9D und U3.12D) empfehlen wir
grundsätzlich trocken zu montieren, um die Mitnehmerfunktion des Balges zu erhalten. Die Verwendung
von Wasser mit Spülmittelzusatz als Gleitmittel ist zulässig.
7.2.2.5 Einbau der Laufräder bei zweistufiger Kreiselpumpe
S Gleitringdichtungs–Gegenring (433...) mit neuem
O–Ring in den gereinigten Gehäusedeckel (161...)
schieben.
S Laufrad 1. Stufe (230.02) über die Paßfeder (940...)
auf die Steckwelle (220...) schieben.
S Paßfeder (940...) in die Steckwelle (220...) einbauen.
S Federring (936.01) über die Steckwelle (220...) vor
das Laufrad 1. Stufe (230.02) legen.
S Gehäusedeckel (161...) mit eingebautem Gleitringdichtungs–Gegenring (433...) über die Steckwelle
(220...) schieben und in die Zentrierung der Antriebslaterne (341.01) einsetzen. Auf die bei der Demontage angebrachte Markierung achten.
Hinweis: Es ist besonders darauf zu achten, daß
der Gehäusedeckel mit Gegenring und O–Ring konzentrisch über die Welle in die Zentrierung der Antriebslaterne geschoben und nicht verkantet wird,
um eine Beschädigung des Gegenringes zu vermeiden.
S Laufradmutter (922.01) auf die Steckwelle (220...)
vor das Laufrad 1. Stufe (230.02) drehen und festziehen.
S Stufengehäuse (108.01) mit eingebautem Leitrad
(171.01) über das Laufrad 1. Stufe (230.02) in die
Zentrierung des Gehäusedeckels (161...) einbauen.
Hinweis: Es ist darauf zu achten, daß sich eine der
Rückführschaufeln am Leitrad zwischen den im Stufengehäuse eingegossenen Arretiernocken befindet.
S Rotierenden Teil der Gleitringdichtung, (433...) auf
die Steckwelle (220...) an den Gleitringdichtungs–
Gegenring (433...) schieben.
S Laufrad 2. Stufe (230.03) auf das Laufrad 1. Stufe
(230.02) schieben.
Hinweis: Mitnahme–Klauen des Laufrades 2. Stufe
müssen in den Mitnahme–Klauen des Laufrades 1.
Stufe einrasten.
S Gegebenenfalls Abstandhülse (525.01) über die
Steckwelle (220...) bis an den rotierenden Teil der
Gleitringdichtung schieben.
7.2.2.3 Einbau des Zwischenringes bei den damit ausgerüsteten Pumpen–Baugrößen
S Gewindering (514.01) mit Zweilochmutterndreher
auf das Laufrad 1. Stufe (230.02) drehen.
Hinweis: Gewinde des Gewinderinges vor dem
Aufschrauben auf das Laufrad mit Molybdändisulfit
(z.B. Molykote) bestreichen.
S Neue Dichtung (400.02) in den Zwischenring
(509.01) einlegen.
Hinweis: Zur Montageerleichterung empfehlen wir
die Dichtung mit einem geeigneten Haftmittel zu bestreichen.
S Gewindestifte (904.05) als Verdrehsicherung in den
Gewindering (541.01) einschrauben.
S Zwischenring (509.01) mit Dichtung (400.02) über
die Steckwelle (220...) am Gehäusedeckel (161...)
anlegen.
7.2.2.6 Einbau der Antriebseinheit
S Neue Dichtung (400.01) bzw. (400.02) bei Baugrößen mit Zwischenring (509.01) in das Spiralgehäuse (102.01) einlegen.
Hinweis: Zur Montageerleichterung empfehlen wir
die Dichtung mit einem geeigneten Haftmittel zu bestreichen.
S Zwischenring (509.01) mit den Zylinderschrauben
(914.01) an der Antriebslaterne (341.01) befestigen.
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
14
NBF
ALLWEILER
S Antriebseinheit, bestehend aus Laufrad, Steckwelle, Gehäusedeckel, Zwischenring usw. (je nach
Ausführung), mit der Antriebslaterne (341.01) in die
Zentrierung des Spiralgehäuses (102.01) einschieben. Die Dichtung (400.01) bzw. (400.02) darf hierbei nicht verschoben werden.
Nach der Montage der Kreiselpumpe sind folgende
Arbeiten durchzuführen.
S Manometerleitungen, Manometer und Halterungen
an der Pumpe anbauen.
S Pumpe in den Behälter einbauen.
S Komplette Antriebseinheit mit den Zylinderschrauben (914...) oder den Sechskantmuttern (920.01)
am Spiralgehäuse (102.01) festschrauben.
7.2.2.7
S Pumpe und Behälter mit Förderflüssigkeit auffüllen.
S Stromzuführungskabel durch autorisierte Elektrofachkraft anschließen lassen. Elektrische Gefährdung ist auszuschließen! Auf Drehrichtung achten!
Anbau des Flanschmotors an die “ohne Motor” gelieferte Pumpe
Um den Flanschmotor an die “ohne Motor” gelieferte
Pumpe anbauen zu können, sind zunächst die Demontage–Schritte 7.2.1.1 bis 7.2.1.5 durchzuführen.
Pumpe gemäß Abschnitt 6 in Betrieb nehmen.
S Steckwelle (220...) aus dem Haltebügel nehmen
und Haltebügel von der Antriebslaterne (341.01) abschrauben.
S Der Anbau des beigestellten Flanschmotors erfolgt
dann gemäß Abschnitt 7.2.2.
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
15
NBF
7.3
ALLWEILER
Ersatzteile
Für die Ersatzteilhaltung empfehlen wir Teile für die Bedingungen eines zweijährigen Dauerbetriebes gemäß
den Anwendungsrichtlinien im Datenblatt VDMA
24 296 zu bevorraten (siehe Abschnitt 7.3.3)
7.3.2
Zuordnung der Pumpen–Baugröße zum Steckwellendurchmesser an der Wellendichtung
Pumpen–Baugröße
NBF
Aus Gründen der Betriebssicherung empfehlen wir Ihnen jedoch, stets eine komplette Einschub– oder Ersatzpumpe auf Lager zu halten.
Vorteil: Im Schadensfall kann die unbrauchbar gewordene Einheit gegen die Reserveeinheit ohne großen
Aufwand und in kürzester Zeit ausgetauscht werden.
7.3.1
[mm]
25–160/01
16
25–200/01
32–160/01
32–200/01
40–160/01
40–200/01
40–250/01
50–160/01
50–200/01
50–250/01
65–160/01
65–200/02
80–160/01
30
2/25–200/01
2/32–200/01
2/40–250/01
2/50–250/01
30
Reserve–/Ersatzteilbestellung
Bei Reserve– und Ersatzteilbestellungen sind außer
der Teile–Nummer, Benennung und Stückzahl anzugeben:
Kurzbezeichnung der Pumpe,
Pumpen–Nummer,
Baujahr.
Diese Angaben sind auf dem Fabrikschild der Pumpe
eingeschlagen.
7.3.3
Durchmesser der
Steckwelle an der
Wellendichtung
Ersatzteile für einen zweijährigen Dauerbetrieb gemäß VDMA 24 296
Teile–Nr.
Teile–Benennung
Anzahl gleicher Pumpen (einschließlich Reservepumpen)
2
3
4
5
6 und 7
8 und 9
10 und mehr
Satz/Stückzahl der Ersatzteile
171.01
Leitrad
108.01
220.01
220.02
220.03
À
(alle zweistufigen Baugrößen)
1
1
1
2
2
3
30%
Stufengehäuse (alle zweistufigen Baugrößen)
1
1
1
2
2
3
30%
Steckwelle oder
Steckwelle oder
Steckwelle mit Zylinderschraube
Laufradmutter
Federring
Paßfeder
1
1
2
2
2
3
30%
1
1
1
2
2
3
30%
1
1
1
2
2
3
30%
914.06 oder
922... mit
936... und
940...
230.01
Laufrad
(alle einstufigen Baugrößen)
230.02
230.03
514.01
904.05
Laufrad 1. Stufe und
Laufrad 2. Stufe mit
Gewindering und
Gewindestifte
400.01
400.02
Flachdichtung (Satz)
Flachdichtung (bei Ausführung mit Zwischenring)
4
4
6
6
8
8
8
8
9
9
12
12
150%
150%
433...
Gleitringdichtung
2
3
4
5
6
7
90%
À
À Kann als BG/VG bezogen werden (BG = Baugruppe, VG = Verkaufsgruppe).
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
16
NBF
ALLWEILER
8
Störungen, Ursachen und deren Beseitigung
8.1
Störungen mit Hinweis–Nummer für Ursache und Beseitigung
Die nachfolgende tabellarische Übersicht ist als Anleitung für eventuell auftretende Störungen und deren mögliche Ursachen anzusehen.
Treten Störungen auf, die hier nicht genannt sind oder sich nicht auf die angegebenen Ursachen zurückführen lassen, empfehlen wir Rückfrage im Werk, bei unseren Zweigstellen oder unseren Verkaufsbüros.
Bei der Beseitigung von Störungen muß die Pumpe drucklos und entleert sein.
Betriebsstörungen der Kreiselpumpe
Hinweis–Nummern für Ursache und Beseitigung
Förderstrom ist zu gering
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 21, 22
Förderhöhe ist zu gering
2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 21, 22
Leistungsaufnahme der Pumpe ist zu hoch
9, 11, 12, 17, 21, 22
Förderdruck ist zu hoch
9, 12
Pumpengehäuse ist undicht
23
Starke Leckage der Wellendichtung
10, 13, 17
Pumpe läuft unruhig
2, 3, 4, 5, 6, 8, 11, 17, 24, 26
Pumpe wird heiß
2, 5, 26
Schneller Ausfall der Gleitringdichtung
27
8.2
Ursachen und Maßnahmen zur Beseitigung
Hinweis–
Nr.:
Ursache
Beseitigung
1
Der Gegendruck ist höher als der Auslegungs- 1. Absperrschieber in der Druckleitung so weit öffnen, bis der
druck der Pumpe.
Betriebspunkt erreicht ist.
2. Laufrad mit größerem Durchmesser einbauen.
3. Drehzahl erhöhen (Turbine, Verbrennungsmotor).
À
2
Die Pumpe bzw. die Rohrleitungen sind nicht Pumpe bzw. Rohrleitungen entlüften und nachfüllen.
richtig entlüftet oder aufgefüllt.
3
Zulaufleitung oder Laufrad verstopft.
Rohrleitungen und Laufrad reinigen.
4
Es bilden sich Luftsäcke in der Rohrleitung
Eventuell Entlüftungsventil einbauen oder Rohrleitung anders
verlegen.
5
NPSHAnlage (Zulauf) zu niedrig.
1. Flüssigkeitsspiegel im Zulaufbehälter überprüfen.
2. Absperrschieber in der Zulaufleitung ganz öffnen.
3. Zulaufleitung anders verlegen, wenn die Reibungsverluste
zu groß sind.
4. Eventuell vorhandenen Filter in der Zulaufleitung kontrollieren.
6
Falsche Drehrichtung der Pumpe.
Am Motor zwei beliebige Phasen umpolen.
7
Drehzahl ist zu niedrig.
Drehzahl erhöhen (Turbine, Verbrennungsmotor).
8
Übermäßiger Verschleiß an inneren Pumpentei- Verschlissene Teile auswechseln.
len.
9
Dichte oder Viskosität der Förderflüssigkeit Bei Störungen, die durch Abweichungen von den Auslegungsweicht von den Auslegungsdaten der Pumpe ab. daten auftreten, ist Rückfrage erforderlich.
À
À
10
Beschädigte Wellenhülse.
11
Förderhöhe ist kleiner als die Nennförderhöhe 1. Betriebspunkt mit dem Absperrschieber in der Druckleitung
der Pumpe.
einregulieren.
2. Im Falle einer dauernden Überlastung Laufrad abdrehen.
12
Drehzahl ist zu hoch.
Drehzahl verringern (Turbine, Verbrennungsmotor).
13
Wellendichtung ist beschädigt.
Wellendichtungsteile auf Verschleiß prüfen und wenn erforderlich austauschen.
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
Neue Wellenhülse montieren.
17
À
NBF
ALLWEILER
14
–
–
15
–
–
16
–
–
17
Pumpe ist verspannt.
Rohrleitungen auf spannungsfreie Anschlüsse überprüfen.
18
–
–
19
–
–
20
–
–
21
Die Motorspannung stimmt nicht.
Motor mit richtiger Spannung verwenden.
22
Motor läuft nur auf zwei Phasen.
1. Kabelanschluß überprüfen.
2. Sicherungen erneuern.
23
Schrauben sind nicht fest angezogen.
1. Schrauben nachziehen.
2. Dichtungen erneuern.
24
Laufrad hat Unwucht.
1. Laufrad reinigen.
2. Laufrad nachwuchten.
25
–
–
26
Grenze der Mindestfördermenge wird unter- Fördermenge auf Mindestfördermenge erhöhen.
schritten.
27
Wasserqualität ist nicht in Ordnung.
Dosierungshinweise der Hersteller von Additiven zur Wasseraufbereitung beachten.
À Rückfrage im Werk
9
Zugehörige Unterlagen (siehe separate Auftragsdokumentation)
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
18
NBF
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
ALLWEILER
19
NBF
ALLWEILER
Technische Änderungen bleiben vorbehalten.
ALLWEILER AG
Werk Radolfzell
Postfach 1140
D–78301 Radolfzell
Allweilerstraße 1
D–78315 Radolfzell
Germany
Telefon (07732) 86 0
Fax
(07732) 86 436
E–mail: service@allweiler.de
Internet: http://www.allweiler.de
VM 468.0006/10.97 – Ident–Nr. 550 023
20
Document
Kategorie
Technik
Seitenansichten
16
Dateigröße
184 KB
Tags
1/--Seiten
melden