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JDN BETRIEBS-UND MONTAGEANLEITUNG - JD Neuhaus

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J D N B E T R I E B S - U N D M O N TA G E A N L E I T U N G
DRUCKLUFT-HEBEZEUGE
EINSCHIENENHUBWERKE
Original-Betriebs- und
Montageanleitung
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Bitte tragen Sie hier die Fabr.-Nr. Ihres
JDN-Druckluft-Hebezeuges ein.
Diese Betriebanleitung, Ausgabe 12/2009,
gilt für folgende JDN-Druckluft-Hebezeuge:
Fabr.-Nr.
Fabr.-Nr.
Fabr.-Nr.
Fabr.-Nr.
für folgende JDN Einschienenhubwerke (EH) nur in
Verbindung mit der Betriebsanleitung „Laufkatzen“:
EH 25
Fabr.-Nr.
EH 75
Fabr.-Nr.
EH 37
EH 50
Fabr.-Nr.
Fabr.-Nr.
EH 100
Fabr.-Nr.
und für folgende JDN-Ultra-Flachhubwerke (UH) nur in
Verbindung mit der Betriebsanleitung „Laufkatzen“:
UH 75
Fabr.-Nr.
UH 100
Fabr.-Nr.
Sie ist vor jeglichem Umgang mit einem Hebezeug sorgfältig und vollständig zu lesen! Bei Hebezeugen in
Laufkatze siehe auch Betriebsanleitung JDN-Laufkatzen.
Seite 2
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INHALT
SICHERHEITSMASSNAHMEN
BETRIEB
Organisatorische Maßnahmen . . . . . . . . . . . . . . . 5
Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Sicherheit von Personen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Betriebsstoffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Sachschäden vermeiden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Steuerungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Kette . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
P R O D U K T I N F O R M AT I O N
Lasthaken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
Zu dieser Betriebsanleitung . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
Symbole und Hinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Beheben von Störungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
Kennzeichnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Betriebsweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Explosionsschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Emissionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Bestimmungsgemäße Verwendung . . . . . . . . . . . 14
Einsatzbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
I N S TA N D H ALT U N G
Pflege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Wartungseinheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
Prüfen der Betätigungseinrichtungen . . . . . . . . 35
Prüfen der Bremsfunktion . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
CE-Kennzeichnung/Einbauerklärung . . . . . . . . . .14
Prüfen der Notendhalteinrichtung . . . . . . . . . . . 35
Kette schmieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
ANWENDUNG
Inspektion und Instandsetzung . . . . . . . . . . . . . 36
Anwendungsbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Anschlagpunkte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Energiebedarf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Wartungsliste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
Inspektionsliste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
Prüfmaße . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
T R A N S P O R T I E R E N U N D L AG E R N
ZUBEHÖR
Sicheres Transportieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Lagerbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Kettenspeicher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
Filterschalldämpfer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
IN BETRIEB NEHMEN
Überlastsicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .40
Auspacken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Montage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Verstärkereinheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Axiallager . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Hebezeug anbringen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Steuerungseinrichtung anschließen . . . . . . . . . . 19
ANHANG
Ans Druckluftnetz anschließen . . . . . . . . . . . . . 20
Abmessungen / Technische Daten . . . . . . . . . . . . 42
Prüfung vor Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . 21
Schaltpläne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Seite 3
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Bitte beachten Sie!
In der Bundesrepublik Deutschland sind beim Betrieb
von Druckluft-Hebezeugen
die UVV Winden, Hub- und Zuggeräte (BGV D8)
die UVV Lastaufnahmeeinrichtungen im Hebezeugbetrieb (VBG 9a)
und beim Einbau von Druckluft-Hebezeugen in
Laufkatzen zusätzlich
die UVV Krane (BGV D6)
in der jeweils letzten gültigen Fassung vom Betreiber zu
beachten und die vorgeschriebenen Prüfungen von ihm
zu veranlassen (siehe auch „Grundsätze für die Prüfung
von Kranen“ BGG 905 (ZH 1/27)).
In allen anderen Ländern sind die entsprechenden
nationalen Vorschriften zu beachten.
Beim Einbau von Druckluft-Hebezeugen in Anlagen
sowie bei außergewöhnlichen Einsatzfällen sind ggf.
besondere Regeln zu beachten.
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SICHERHEITSMASSNAHMEN
SICHERHEITSMASSNAHMEN
O R GA N I SATO R I S C H E M A S S N A H M E N
S I C H E R H E I T VO N P E R S O N E N
JDN-Druckluft-Hebezeuge/Einschienenhubwerke (nachfolgend JDN-Druckluft-Hebezeuge genannt) sind nach
dem Stand der Technik und den anerkannten sicherheitstechnischen Regeln gebaut. Dennoch können bei ihrer
Verwendung Gefahren für Leib und Leben des Benutzers
oder Dritter bzw. Beeinträchtigungen des Hebezeugs
und anderer Sachwerte entstehen, wenn
Sicherheitsregeln missachtet werden.
Das Personal für Bedienung, Wartung, Inspektion und
Rüstarbeiten muss sachkundig sein oder sich von sachkundigen Personen vor Beginn der Arbeiten einweisen
lassen.
Das mit Tätigkeiten am Hebezeug beauftragte Personal
muss vor Arbeitsbeginn die Betriebsanleitung gelesen
und verstanden haben, hier insbesondere das Kapitel
Sicherheitsmaßnahmen. Dies gilt besonders für Personal,
das nur gelegentlich an dem Hebezeug tätig ist, z.B. für
Wartungs- oder Nachrüstungsarbeiten.
Der Betreiber von JDN-Druckluft-Hebezeugen ist verpflichtet, einen sicheren und gefahrlosen Betrieb zu
gewährleisten. Dies kann durch folgende Maßnahmen
erreicht werden:
Bedienungsanleitung ständig am Einsatzort des
Hebezeuges bereitstellen,
regelmäßige Schulungen durchführen,
Prüfbuch anlegen und regelmäßig führen,
sicherheits- und gefahrenbewusstes Arbeiten des
Personals regelmäßig überprüfen.
„Sachkundige Personen“ haben aufgrund ihrer fachlichen
Ausbildung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse über
Hebezeuge. Sie sind mit den einschlägigen Arbeitsschutzvorschriften und Unfallverhütungsvorschriften
soweit vertraut, dass sie den arbeitssicheren Zustand
von Hebezeugen beurteilen können.
Beachten Sie die Betriebsanweisung für Ihren
Arbeitsplatz.
Befolgen Sie die Unfallverhütungsvorschriften,
insbesondere BGV D8 (Winden, Hub- und Zuggeräte)
und VBG 9a (Lastaufnahmeeinrichtungen im
Hebezeugbetrieb).
Lassen Sie sich über den Umgang mit Gefahrstoffen
unterweisen.
Befolgen Sie die in dieser Betriebsanleitung aufgeführten Sicherheitshinweise.
SAC H S C H Ä D E N VE R M E I D E N
Der Betreiber von JDN-Druckluft-Hebezeugen ist dafür
verantwortlich, das mitgelieferte Prüfbuch regelmäßig
und ordnungsgemäß zu führen.
Halten Sie die vorgeschriebenen WartungsIntervalle ein.
Verwenden Sie JDN-Druckluft-Hebezeuge ausschließlich
für die Arbeiten, die als bestimmungsgemäß beschrieben sind.
Beachten Sie die in dieser Anleitung beschriebenen
Einsatzbedingungen für Hebezeuge.
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PRODUKTINFORMATION
PRODUKTINFORMATION
Z U D I E S E R B E T R I E B SA N L E I T U N G
SY M B O L E U N D H I N W E I S E
Diese Betriebsanleitung soll es dem Benutzer leicht
machen, die JDN-Druckluft-Hebezeuge kennen zu lernen
und ihre bestimmungsgemäßen Einsatzmöglichkeiten
zu nutzen.
Sicherheitshinweise sind in dieser Bedienungsanleitung
dreistufig klassifiziert:
Diese Betriebsanleitung enthält wichtige Hinweise, um
die JDN-Druckluft-Hebezeuge sicher, sachgerecht und
wirtschaftlich zu betreiben. Ihre Beachtung hilft,
Gefahren zu vermeiden, Reparaturkosten und Ausfallzeiten zu verringern und die Lebensdauer der JDNDruckluft-Hebezeuge zu erhöhen.
Stellen Sie die Bedienungsanleitung ständig am
Einsatzort des JDN-Druckluft-Hebezeuges bereit.
Das Personal für Bedienung, Wartung oder Reparatur
der JDN-Druckluft-Hebezeuge muss die Anweisungen in
dieser Bedienungsanleitung lesen und befolgen.
G E FA H R !
Sicherheitshinweise, deren Nichtbeachtung
zur Gefährdung von Personen führen kann,
sind mit diesem Symbol gekennzeichnet.
Das Symbol steht bei unmittelbar drohenden
Gefahren. Die möglichen Folgen einer Nichtbeachtung können Tod oder schwerste
Verletzungen sein.
VO R S I C H T !
Dieses Zeichen steht bei möglicherweise
gefährlichen Situationen. Mögliche Folgen
einer Nichtbeachtung können leichte
Verletzungen sein.
AC H T U N G !
Dieses Zeichen steht vor Warnhinweisen, die
Schäden am Gerät oder an anderen Sachen
betreffen.
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PRODUKTINFORMATION
KENNZEICHNUNG
Zur genauen Identifizierung Ihres JDN-DruckluftHebezeuges finden Sie das Typenschild mit allen wichtigen
Angaben auf dem Gehäusedeckel.
www.jdn.de · e-mail: info@jdn.de
Wenn Sie Fragen zum Umgang mit JDN-DruckluftHebezeugen haben, die in dieser Betriebsanleitung
nicht beantwortet werden, wenden Sie sich an
23,5 x 66 TN
J.D. NEUHAUS GMBH & CO. KG
Windenstraße 2-4
D - 58449 Witten-Heven
1000141
Telefon 02302 208-0
Telefax 02302 208-286
www.jdn.de
e-mail: info@jdn.de
Beispiel für ein Typenschild auf dem Gehäusedeckel
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PRODUKTINFORMATION
BETRIEBSWEISE
JDN-Druckluft-Hebezeuge entsprechen der Triebwerkgruppe 1 Bm/M3 (nach FEM/ISO)1).
Serien-Hebezeuge haben eine begrenzte Lebensdauer.
Nach Ablauf der theoretischen Nutzung sind besondere
Prüfungen erforderlich (siehe Abschnitt Inspektion
und Instandsetzung, Seite 36).
1)
FEM: Féderation Européenne de la Manutention –
Europäische Vereinigung der Fördertechnik
EXPLOSIONSSCHUTZ
Grundlage der folgenden Angaben ist eine gutachtliche
Stellungnahme der DMT Gas & Fire Division über den
Einsatz von JDN-Hebezeugen, Laufkatzen und Krananlagen in explosionsgefährdeten Bereichen auf der
Basis der europäischen Richtlinie 94/9/EG1 („ATEX
100a“). Die DMT ist akkreditiert zur Prüfung von
Geräten und Schutzsystemen zur bestimmungsgemäßen
Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen.
GRUNDSÄTZLICHER EXPLOSIONSSCHUTZ
D E R S TA N DA R DAU S F Ü H R U N G E N
VO N J D N - P R O D U K T E N
JDN-Druckluft-Hebezeuge in der Standardausführung
sind Geräte der Kategorie 2 (Richtlinie 94/9/EG, DIN EN
1127-12), einsetzbar in den Zonen 1 und 2 bei Gasen
der Explosionsgruppe IIA (s. auch IEC 60079-123 und
IEC 60079-204). Diese Geräte sind ebenfalls einsetzbar
in Zone 2 bei Auftreten von Gasen der Explosionsgruppe
IIB, sofern die Stoffe Schwefelwasserstoff und Ethylenoxid ausgeschlossen werden, darüber hinaus in den
Zonen 21 und 22 bei Stäuben mit Glimmtemperaturen
über 210°C und Zündtemperaturen über 202°C, sofern
keine Leichtmetall- und anderen schlagempfindlichen
Stäube vorkommen. In den Zonen 1 und 21 sowie bei
Auftreten von Stoffen der Explosionsgruppe IIC, Schwefelwasserstoff oder Ethylenoxid oder Leichtmetall- oder
anderen schlagempfindlichen Stäuben müssen Reib- und
Schlagvorgänge im Arbeitsbereich der Kette ausgeschlossen werden.
Diese Geräte werden gekennzeichnet mit:
Z U SAT Z K E N N Z E I C H E N „ X “
II 2 GD IIA T4(X)/ II 3 GD IIB T4(X) oder
II 3 GD IIA T4(X):
Diese Kennzeichnung erlaubt nicht den Einsatz bei den
extrem zündempfindlichen Stoffen Schwefelwasserstoff
und Ethylenoxid sowie ebenfalls nicht bei Leichtmetalloder anderen schlagempfindlichen Stäuben, außerdem
nicht bei Stäuben mit Glimmtemperaturen unter 210°C
und Zündtemperaturen unter 202°C.
...IIC T6(X): Diese Kennzeichnung erlaubt den
Einsatz bei Schwefelkohlenstoff oder anderen Stoffen der
Temperaturklasse T6 nur unter speziellen Bedingungen,
die mit dem Hersteller vereinbart und in der Krandokumentation beschrieben sind (Europa: im Prüfbuch) und
die maximalen Oberflächentemperaturen des Gerätes
festlegen.
AL L G E M E I N E R H I N W E I S Z U R K E N N Z E I C H N U N G
Die für Hebezeug bzw. Fahrwerk jeweils maximal möglichen Kennzeichnungen werden im Normalfall durch eine
Kennzeichnung ersetzt, die dem üblichen Zusammenbau
zu einem kompakten Gesamtgerät (Laufkatze oder
Krananlage) entspricht.
JDN-HEBEZEUGE
„MIT ERHÖHTEM FUNKENSCHUTZ“
JDN-Hebezeuge in der Ausführung „mit erhöhtem
Funkenschutz“ (FS) erfüllen weitere Anforderungen an
den Explosionsschutz. Sie sind mit Ausnahme von
Schwefelkohlenstoff bei allen Gasen in den Zonen 1 und
2 sowie bei Stäuben mit Glimmtemperaturen über 210°C
und Zündtemperaturen über 202°C einsetzbar und können maximal mit
II 2 GD IIC T4 bei Einbau in eine
Laufkatze, je nach Ausführung der Laufkatze (siehe
unten) aber auch mit
II 2 GD IIB T4 gekennzeichnet werden. Weitere Einsatzbedingungen siehe Hinweise
für den sicheren Betrieb (Hinweise D und E ).
JDN-HEBEZEUGE FÜR DEN EINSATZ BEI GASEN
DER TEMPERATURKLASSE T6 ODER BESONDERS
EXPLOSIONSGEFÄHRDETEN STÄUBEN
Nach gesonderter Überprüfung, speziell über Umgebungstemperaturen und Betriebsweise, kann auch der
Einsatz bei Schwefelkohlenstoff oder bei Stäuben mit
besonders niedrigen Glimm- oder Zündtemperaturen
möglich sein, mit Kennzeichnung
II 2 GD IIC T6(X),
II 2 GD IIA T4(X)/ II 3 GD IIB T4(X).
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PRODUKTINFORMATION
die das Zusatzkennzeichen „X“ für spezielle
Bedingungen (s. Zusatzkennzeichen „X“) enthält.
Bei diesbezüglichen Anforderungen sprechen Sie uns
bitte an.
E I N SAT Z I M B E R G BAU
JDN-Druckluft-Hebezeuge, Laufkatzen und auch Krananlagen in der Standardausführung sind grundsätzlich
auch einsetzbar in Untertagebetrieben von Bergwerken
sowie deren Übertageanlagen, die durch Grubengas
und/oder brennbare Stäube gefährdet werden können.
Es sind Geräte, die beim Auftreten von Ex-Atmosphäre
abgeschaltet werden können. Sie sind mit
Schutzmaßnahmen ausgerüstet, die einen hohen Grad
an Sicherheit bieten. Die Schutzmaßnahmen von
Produkten dieser Kategorie bieten bei normalem Betrieb
auch unter erschwerten Bedingungen und insbesondere
rauer Behandlung und bei sich ändernden Umgebungseinflüssen das erforderliche Maß an Sicherheit. Für die
erschwerten Bedingungen, die unabhängig vom Explosionsschutz auch bei der allgemeinen Handhabung der
Geräte im Bergbau vorherrschen, stehen die speziellen
Bergbau-Hebezeuge von J.D. NEUHAUS zur Verfügung.
Die laut EN 13463-15 maximal zulässige Oberflächentemperatur von 150°C bei Kohlenstaub-Atmosphäre
wird nicht erreicht. Für den Einsatz im Bergbau lautet
die Kennzeichnung der Hebezeuge, Laufkatzen und
Krananlagen:
I M2.
W E R K S TO F F E B E I R E I B - U N D S C H L AG G E FA H R
Eine erhöhte Zündgefahr geht vom Aufeinandertreffen
spezieller Werkstoffpaarungen aus. Diese sind nicht
korrosionsbeständiger Stahl oder Gusseisen gegen
Aluminium, Magnesium oder entsprechende Legierungen.
Dies gilt insbesondere, wenn Rost, auch als Flugrost,
vorhanden ist. Speziell an der Kette und am Lasthaken
kann sich an den Reibstellen Rost (auch Flugrost) bilden.
Generell gilt in den Zonen 1 und 21, aber auch in
Zone 2 bei Gasen der Explosionsgruppe IIC, Schwefelwasserstoff oder Ethylenoxid, sowie in Zone 22 bei
Leichtmetall- und anderen schlagempfindlichen Stäuben:
Es ist für den bestimmungsgemäßen Betrieb der Hebezüge sicherzustellen, dass an den oben genannten
Reibstellen
kein Rost und im Einsatzbereich der Hebezüge an möglichen Reib-, Schlag- oder Schleifstellen keine
Materialkombinationen aus o.a. Leichtmetallen und
Stahl (Ausnahme nichtrostender Stahl) vorhanden sind.
Dadurch kann eine Funkenbildung mit diesen Materialkombinationen infolge mechanischer Einwirkungen
ausgeschlossen werden.
DRUCKLUFTSCHLÄUCHE
Druckluftschläuche müssen in Zone 1 über einen ausreichend niedrigen Oberflächenwiderstand von kleiner
109 Ω verfügen, um elektrostatische Zündgefahren zu
vermeiden. Andernfalls (bei >109 Ω) müssen die
Schläuche bei Explosionsgruppe I, IIA und IIB ∅ ≤ 30
mm und bei Explosionsgruppe IIC ∅ ≤ 20 mm besitzen,
oder es muss der Nachweis erbracht werden, dass sie
nicht gefährlich aufladbar sind.
AC E T Y L E N U N D K U P F E R
Bei Betrieb der JDN-Produkte in explosionsgefährdeten
Bereichen, in denen acetylenhaltige Atmosphäre auftreten kann, ist sicherzustellen, dass verkupferte Teile
trockengehalten werden, um die Möglichkeit einer
Oxidation des metallischen Kupfers und die Bildung
einer mit Acetylen reaktionsfähigen wässrigen Phase
auszuschließen, die zu Explosionsgefahren führen könnte.
ERDUNG
Durch eine sichere Erdung können elektrostatische
Zündgefahren vermieden werden. In den Zonen 1 und
21 ist die Erdung der Hebezüge erforderlich. Sie ist über
Traghaken oder Tragösen zu erreichen, wenn die Hebezeuge an entsprechend geerdeten Teilen (Erdableitwiderstand kleiner 106 Ω) angeschlagen werden.
Entsprechendes gilt auch für den Betrieb mit Laufkatzen
oder Kranen. Deren Fahrbahn ist bauseitig zu erden.
Grundsätzlich dürfen Laufräder und Laufschienenoberflächen nicht mit Lackschichten versehen werden,
wodurch die Erdableitwiderstände unzulässig hohe
Werte erreichen können.
Die Erdung des Lasthakens erfolgt über die Kette
(s. auch „Lastkette“ weiter unten).
Lasten müssen während des Transports geerdet sein.
Eine separate Erdung ist z. B. erforderlich, wenn nichtleitende Anschlagmittel benutzt werden.
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PRODUKTINFORMATION
R E I N I G U N G VO N K U N S T S TO F F O B E R F L Ä C H E N
Wenn JDN-Druckluft-Hebezeuge oder JDN-DruckluftWinden Kunststoffbauteile aufweisen, so dürfen deren
Oberflächen nur mir einem feuchten Tuch (Putzlappen
mit Wasser) gereinigt werden. Dadurch reduzieren
Sie die elektrostatische Aufladung die durch die
mechanische Reibung an der Kunststoffoberfläche
entstehen kann.
G E FA H R !
Durch mechanische Reibung an Kunststoffoberflächen kann es zu elektrostatischer
Aufladungen kommen, von denen Büschelentladungen ausgehen können und Gase
und Luftgemische entzünden können.
LASTKETTE
Zur Vermeidung mechanischer Funkenbildung sind Kette
und Last in den Zonen 1 und 21, aber auch in Zone 2
bei Gasen der Explosionsgruppe IIC, Schwefelwasserstoff
oder Ethylenoxid, sowie in Zone 22 bei Leichtmetalloder anderen schlagempfindlichen Stäuben oder
Materialkombinationen aus Leichtmetall und Stahl, stets
so zu führen, dass eine schleifende und/oder reibende
Berührung mit fremden Anlagen- oder Bauteilen unterbleibt.
Zur Sicherstellung der erforderlichen Erdung dürfen
rostige Ketten in den Zonen 1 und 21 nicht mehr verwendet werden. Denn je nach Korrosionsgrad kann sich
die Ableitfähigkeit der Kette so verschlechtern, dass sie
nicht mehr ausreichend ist.
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PRODUKTINFORMATION
EXPLOSIONSGRUPPEN UND TEMPERATURKLASSEN DER WICHTIGSTEN GASE UND DÄMPFE (-AUSWAHL-)
(nach DIN VDE 01656, Redeker8, Nabert, Schön7, IEC 60079-123 und IEC 60079-204)
Ex-Gruppe
T1
T2
Temperaturklasse
T3
T4
> 450°C
450-300°C
Zündtemperatur
300-200°C
200-135°C
450°C
T5
T6
135-100°C
100-85°C
Höchstzulässige Oberflächentemperatur der Betriebsmittel
300°C
200°C
135°C
100°C
II A
Aceton
Ammoniak
Anilin
Benzol
Chlorbenzol
1,2-Dichlorbenzol
Essigsäure
Ethan
Ethylacetat
(Ethylbromid)
Ethylchlorid
(Kohlenoxid)
o-Kresol
Methan
Methylacetat
Methylalkohol*1
Methylbromid
Methylchlorid
Methylenchlorid
Naphthalin
(Nitrobenzol)
Phenol
Propan
Toluol
o-Xylol
(Ethylalkohol)
(Ethylenglykol)
i-Amylacetat
n-Butan
n-Butylalkohol
1-Butylen
1,2-Dichlorethan
Di-i-Propyläther
Erdgas
Essigsäureanhydrid
n-Propylacetat
(n-Propylalkohol)
i-Propylalkohol
Vinylchlorid
n-Amylalkohol
Benzine
(Ottokraftstoff)
Diesel
Heizöl
n-Hexan
Düsenkraftstoffe
Acetaldehyd
II B
Cyanwasserstoff
(Ethylbromid)
(Kohlenoxid)
(Nitrobenzol)
Stadtgas
Butadien-1,3
Dioxan-1,4
Divinyläther
(Ethylalkohol)
Ethylen
(Ethylenglykol)
**Ethylenoxid
Isopren
(n-Propylalkohol)
Dimethyläther
**Schwefelwasserstoff
Ethyläther
Äther
Schwefeläther
Diethyläther
II C
**Wasserstoff
**Acetylen
85°C
**Schwefelkohlenstoff
( ): Bei den in Klammern gesetzten Stoffen liegen die Messwerte für die Eingruppierung in die Explosionsgruppe oder
Temperaturklasse in der Nähe der Grenze zur kommenden Gruppe oder Klasse. Deshalb wurden sie in beiden aufgenommen.
**: extrem zündempfindliche Stoffe (vgl. Zusatzkennzeichen „X“)
*1 (Methanol = Methylalkohol)
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PRODUKTINFORMATION
ENTSCHEIDUNGSKRITERIEN ZUR RICHTIGEN AUSWAHL VON JDN-HEBEZEUGEN
IN EXPLOSIONSGEFÄHRDETEN BEREICHEN
Explosionsgruppen der Gase und Dämpfe
Ausführung*1
Zone
Betrieb*2
(vgl. Explosionsgruppen und Temperaturklassen der wichtigsten Gase und Dämpfe)
II A
2
1
A
2
II B (X) ohne Schwefelwasserstoff, Ethylenoxid
(besonders zündempfindlich)
1
II B
2
1
II C / T4
2
1
II C/ T6(X)
2
1
Explosionsgefährliche Stäube
22
21
*1:
21
A
A
FS
D
A
FS
D
E
A
FS
D
E
A
FS
D
E
A
FS
D
E
A
FS
D
E
T
A
FS
D
E
T
FSR
FSR
Betrieb*2
A
A
22
Leichtmetall- oder schlagempfindliche Stäube
D
Ausführung*1
Zone
übliche industrielle Stäube
A
D
A
FS
D
A
FS
D
Ausführungsmerkmale:
A:
Die Kette ist aus verzinktem Stahl, Metall-Steuerungen sind leitfähig mit dem Hebezeug verbunden. Dies gehört
zur Standardausstattung. Die Kette der Größe 31,5 x 90 ist aus technologischen Gründen nicht in verzinkter
Ausführung erhältlich. Sie wird nur bei extrem langsam laufenden Kettentrieben großer Hebezeuge eingesetzt,
so dass die Gleitgeschwindigkeiten möglicher Reibstellen zwischen Kette und Umgebung weit unter 1 m/s bleiben.
FS: Hebezeuge „mit erhöhtem Funkenschutz“:
Lasthaken und Unterflaschengehäuse verkupfert mit Klappe aus Messing.
FSR: Fahrwerke „mit erhöhtem Funkenschutz“:
Laufräder der Laufkatzen und Krane sind bronziert oder aus Bronze gefertigt.
*2:
Hinweise zum sicheren Betrieb:
D : Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des Hebezeugs oder des Krans sind keine Zündgefahren zu erwarten. Reib- und
Schlagvorgänge im Arbeitsbereich der Kette, die nicht aus dem bestimmungsgemäßen Betrieb des Hebezeugs oder
Kran resultieren und zur Funkenbildung führen, sind auszuschließen. Dies gilt insbesondere im Zusammenhang mit
Leichtmetallen bzw. Leichtmetalllegierungen. (Ausnahme nichtrostender Stahl)
E : Gasfreiheit oder Funkenfreiheit ist im Arbeitsbereich sicherzustellen. Das heißt, dass z.B. ein Pendeln der Kette,
der Unterflasche oder des Lasthakens gegen Teile der Umgebung auszuschließen oder Gasfreiheit sicherzustellen ist.
T : Temperatur der Umgebung und Betriebsweise sind gesondert zu überprüfen. Die auftretenden
Oberflächentemperaturen sind von der Betriebsweise und der Umgebungstemperatur abhängig. Bei Stoffen der
Temperaturklassen T5 und T6 sind deshalb gesonderte Überprüfungen erforderlich. Bei der Angabe der
Temperaturklasse wird eine maximale Umgebungstemperatur von 40 °C vorausgesetzt (s. auch EN 500149).
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PRODUKTINFORMATION
T E M P E R AT U R G R E N Z E N
BEI EXPLOSIONSGEFÄHRLICHEN STÄUBEN
In Bereichen, die durch brennbare Stäube explosionsgefährdet sind, darf die Oberflächentemperatur zwei
Drittel der Zündtemperatur in °C des Staub/LuftGemisches nicht überschreiten. Temperaturen von
Oberflächen, auf denen sich gefährliche Ablagerungen
von glimmfähigen Stäuben bilden können, dürfen die
um 75K verminderte Glimmtemperatur des jeweiligen
Staubes nicht überschreiten. Größere Sicherheitsabstände sind erforderlich, wenn die Schichtdicke der
Stäube 5 mm überschreitet.
Nach HVBG/BIA-Report 12/9710 „Brenn- und
Explosionskenngrößen von Stäuben“ lassen sich aus
den dort angegebenen niedrigsten Werten für Glimmund Zündtemperaturen von Stäuben die entsprechenden
Oberflächentemperaturen zuordnen:
Synthese-Kautschuk, rußhaltig:
Glimmtemperatur 220°C – 75°C = 145°C max. zulässige
Oberflächentemperatur
Stearinsäure:
Zündtemperatur
190°C x 2/3 = 126°C max. zulässige
Oberflächentemperatur.
B I T T E B E AC H T E N S I E AU C H I H R E
E N T S P R E C H E N D E N N AT I O N AL E N
VO R S C H R I F T E N .
1
Richtlinie 94/9/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 23. März 1994 zur Angleichung der
Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten für Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung
in explosionsgefährdeten Bereichen
2
DIN EN 1127-1: Explosionsfähige Atmosphären - Explosionsschutz, Teil 1: Grundlagen und Methodik, 1997-10.
3
IEC 60079-12: Electrical apparatus for explosive gas atmospheres, Part 12: Classification of mixtures of gases and
vapours with air according to their maximum experimental safe gaps and minimum igniting currents, 1978.
4
IEC 60079-20: Electrical apparatus for explosive gas atmospheres,
Part 20: Data forflammable gases and vapours, relating to the use of electric apparatus, 1996-10.
5
EN 13463-1: Nichtelektrische Geräte für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen - Teil 1:
Grundlegende Methodik und Anforderungen, 07/2009
6
DIN VDE 0165: Errichten elektrischer Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen, 1991
7
Nabert, Schön: Sicherheitstechnische Kennzahlen brennbarer Gase und Dämpfe 2. Auflage,1978
8
Redeker, Schön: 6. Nachtrag zu Sicherheitstechnische Kennzahlen brennbarer Gase und Dämpfe, 1990
9
DIN EN 50014 (VDE 0170/0171 Teil 1): 2000-02
Elektrische Betriebsmittel für explosionsgefährdete Bereiche: Allgemeine Bestimmungen
10
HVBG/BIA-Reprot 12/97: Hauptverband der Deutschen Berufsgenossenschaften/Berufsgenossenschaftliches Institut
für Arbeitssicherheit
Seite 13
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PRODUKTINFORMATION
EMISSIONEN
E I N SAT Z B E D I N G U N G E N
Die Schallemissionswerte sind in der Tabelle Technische
Daten, Seiten 42 und 43, angegeben.
JDN-Druckluft-Hebezeuge sind sehr robust und wartungsarm. Sie eignen sich für Einsätze in explosionsgefährdeten Bereichen ebenso wie in Bereichen mit erhöhtem
Aufkommen von Ruß, Staub, Feuchtigkeit und Temperaturen von -20°C bis ca. +70°C. Die Wärmebelastbarkeit
von Kette und Haken beträgt -40°C bis +150°C.
Der Messflächenschalldruckpegel in 1 m Abstand von
der Maschinenoberfläche wurde gemäß DIN 45 635, Teil
20 bei dem von uns vorgeschriebenen Druck der Arbeitsluft ermittelt. Die Abnahme des Schalldruckpegels beträgt
in der Halle je Entfernungsverdopplung ca. 3 dB(A).
VO R S I C H T !
Beim Berühren metallischer Handsteuerungen,
die kälter als 0°C sind, können innerhalb
weniger Sekunden Erfrierungen der Haut
auftreten, bei Temperaturen oberhalb 55°C
können Verbrennungen auftreten.
Beim Betrieb werden außerdem – bedingt durch die
Motorschmierung – geringe Mengen Schmieröl mit der
Abluft an die Umgebung abgegeben.
Bei Verwendung eines Filterschalldämpfers (siehe
Abschnitt Überlastsicherung, Seite 40) kann die
Ölemission vermieden werden. Zusätzlich wird der
Schallemissionswert reduziert.
Schutzmaßnahme:
geeignete Schutzhandschuhe tragen.
-KENNZEICHNUNG/
E I N BAU E R K L Ä R U N G
B E S T I M M U N G S G E M Ä S S E VE R W E N D U N G
JDN-Druckluft-Hebezeuge sind zum Heben von Lasten
mit senkrecht angeordneter Kette konstruiert. Unter
bestimmten Voraussetzungen ist jedoch auch das Heben
von Personen-Aufnahmemitteln in Ausnahmefällen
erlaubt. In Kombination mit einer Laufkatze sind JDNDruckluft-Hebezeuge auch zum flurfreien horizontalen
Bewegen von Lasten geeignet.
Im Bereich der EU dürfen nur Hebezeuge betrieben
werden, deren EG-Konformität gemäß EG-MaschinenRichtlinie 2006/42/EG erklärt wurde.
Im Falle einer
-Kennzeichnung gibt nur die
EG-Konformitätserklärung Aufschluss, welche
EG-Richtlinie erfüllt wird.
Eine andere oder darüber hinausgehende Benutzung gilt
als nicht bestimmungsgemäß. Für hieraus resultierende
Schäden haftet die Firma J.D. NEUHAUS GMBH & CO. KG
nicht. Das Risiko trägt allein der Anwender. Siehe auch
Sicherheitshinweise, Seite 22.
Seite 14
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ANWENDUNG
ANWENDUNG
ANWENDUNGSBEREICH
Abhängigkeit des Istdrucks vom Schlauchquerschnitt
und von der Schlauchlänge.
Bei ständigem stationären Einsatz im Freien müssen die
Hebezeuge vor Witterungseinflüssen geschützt und die
Wartungsintervalle verkürzt werden.
Bei Berechnung der Hebezeugleistung haben wir deshalb
einen Abfall des Nenndruckes um 10 % beim Heben der
für das Hebezeug festgelegten Maximallast berücksichtigt.
Konkret: Ein für 6 bar ausgelegtes Hebezeug erreicht
die angegebenen Leistungswerte bei einem Istdruck von
5,4 bar.
A N S C H L AG P U N K T E
G E FA H R !
Anschlagpunkte für JDN-Druckluft-Hebezeuge
sind so auszubilden, dass die zu erwartenden
Kräfte sicher aufgenommen werden können.
Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr JDN-DruckluftHebezeug unter Last frei ausrichten kann, da
sonst unzulässige Zusatzbelastungen auftreten
können.
G E FA H R !
Die Tragkonstruktion der Hebezeuge muss
eine starre Lagerung bilden. Schwingungen
schädigen die Kette und können zum Kettenbruch führen. Des weiteren dürfen keine
Schwingungen von außen auf das Hebezeug
übertragen werden (z.B. durch die anhängende
Last).
E N E R G I E B E DA R F
G E FA H R !
Beim Arbeiten mit Systemdrücken von mehr
als 6 bar besteht die Gefahr der Überlast.
Deshalb muss der Druck auf 6 bar begrenzt
werden.
JDN-Druckluft-Hebezeuge müssen mit ausreichend
sauberer und trockener Arbeitsluft betrieben werden
(um diese Anforderungen zu erfüllen, muss ggf. ein
Lufttrockner vorgeschaltet werden).
Betreiben Sie JDN-Druckluft-Hebezeuge nicht mit
anderen Gasen (ggf. Hersteller fragen).
Die Arbeitsluft muss folgenden Qualitätsanforderungen
genügen:
Feststoffgehalt:
Teilchengröße kleiner als 40 µm,
Teilchendichte kleiner als 5 mg/m3
Drucktaupunkt:
mindestens 10°C unter der niedrigsten zu erwartenden
Umgebungstemperatur am Einsatzort.
Luftdruck, Luftmenge und Anschlüsse siehe Tabelle
Technische Daten, Seite 42-43.
L U F T D R U C K A N GA B E N
JDN-Druckluft-Hebezeuge sind unter anderem durch den
auf dem Gerät angegebenen Nenndruck (Überdruck)
identifiziert. Mit der Nenndruckangabe wollen wir das
Hebezeug einem in der Größe gleichen Systemdruck
(Druckluftnetz) zuordnen.
An einem angeschlossenen Druckluft-Hebezeug liegt der
Systemdruck des Druckluftnetzes, solange es nicht eingeschaltet wird. Nach dem Einschalten sinkt der anliegende Systemdruck auf den Istdruck. Abhängig von der
Lastgröße einerseits und Bewegungsrichtung der Last
andererseits (Heben und Senken), verändert sich der
Istdruck (Betriebsdruck). Darüber hinaus besteht eine
Zur Schmierung des Motors muss die Arbeitsluft
Schmieröl in folgender Menge enthalten:
Ölgehalt:
10 mg pro m3 Luftverbrauch.
Der in der vorzuschaltenden Wartungseinheit integrierte
Öler sorgt für den erforderlichen Ölgehalt der Arbeitsluft (siehe Abschnitt Wartungseinheit, Seite 31).
Achten Sie besonders bei Umgebungstemperaturen am
Einsatzort um oder unter 0°C und bei längeren
Einschaltzeiten (z.B. von mehreren Minuten) darauf,
dass die Arbeitsluft nicht zu feucht ist – sonst besteht
Vereisungsgefahr für Luftleitungen, Steuerventil, Motor
und Bremse!
Seite 15
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ANWENDUNG
Durch Vorschalten eines Lufttrockners können Sie Vereisungen vermeiden. Unter Umständen genügt es, ein
Schmieröl mit Vereisungsschutzzusatz (siehe Abschnitt
Betriebsstoffe, Seite 25) in die Arbeitsluft einzuspeisen
(siehe Abschnitt Wartungseinheit, Seite 31).
Seite 16
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TRANSPORTIEREN UND LAGERN
TRANSPORTIEREN UND LAGERN
SICHERES TRANSPORTIEREN
G E FA H R !
JDN-Druckluft-Hebezeuge nicht werfen
oder stürzen.
Achten Sie darauf, dass Lasthaken, Kettenschlaufen
und Steuerschläuche nicht herabhängen.
Steuerschläuche und Schaltelemente dürfen beim Ablegen
der JDN-Druckluft-Hebezeuge nicht beschädigt werden.
- Gefahr von Fehlfunktionen!
L AG E R B E D I N G U N G E N
Lagern Sie Ihr JDN-Druckluft-Hebezeug an einem
trockenen und sauberen Ort.
Schützen Sie den Anschluss für den Luftschlauch
gegen Beschädigungen und das Eindringen von Schmutz
und Fremdkörpern.
Bei längeren Betriebspausen schützen Sie Ihr JDNDruckluft-Hebezeug einschließlich Kette und Lasthaken
gegen Korrosion. Um den Motor gegen Korrosion zu
schützen, geben Sie nach dem letzten Einsatz ein
Konservierungsöl in den Luftschlauch (siehe Abschnitt
Betriebsstoffe, Seite 25). Lassen Sie anschließend Ihr
JDN-Druckluft-Hebezeug kurze Zeit laufen.
Nach längeren Betriebspausen reinigen Sie den Motor
mit etwa 30 cm3 Petroleum. Gießen Sie es in den
Luftschlauch und lassen Sie anschließend Ihr JDNDruckluft-Hebezeug etwa eine halbe Minute laufen.
Sofort danach geben Sie etwas Schmieröl in den
Luftschlauch – die weitere Schmierung übernimmt
die Wartungseinheit.
Seite 17
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IN BETRIEB NEHMEN
IN BETRIEB NEHMEN
AU S PAC K E N
HEBEZEUG ANBRINGEN
VO R S I C H T !
Beachten Sie beim Auspacken das Gewicht
des Hebezeuges! (siehe Technische Daten,
Seiten 42 - 43).
G E FA H R ! VE R L E T Z U N G S G E FA H R !
JDN-Druckluft-Hebezeuge dürfen nur von
qualifizierten Personen installiert werden.
Eine fehlerhafte Installation kann schwerste
Unfälle zur Folge haben.
AC H T U N G !
Steuerleitungen nicht knicken! Geknickte
Steuerleitungen können zu Funktionsstörungen führen.
Begleitpapiere an den vorgesehenen Platz in der Nähe
des Einsatzortes legen.
Hebezeug vorsichtig aus der Verpackung heben
(falls vorhanden).
Verpackung der örtlichen Wiederverwertung zuführen.
G E FA H R !
Die Anschlagpunkte für JDN-Druckluft-Hebezeuge müssen die zu erwartenden Kräfte
sicher aufnehmen können.
Geeignete Arbeitsbühne bereitstellen.
Hebezeug mit dem Aufhängehaken (oder der Aufhängeöse) stationär oder an einem Fahrwerk aufhängen.
Sicherstellen, dass die Hakenmaulsicherung selbsttätig schließt.
M O N TAG E
JDN-Druckluft-Hebezeuge werden in der Regel fertig
montiert geliefert.
Wenn nicht, lesen Sie zuerst die Abschnitte
Steuerungseinrichtung anschließen (Seite 19)
Seilsteuerung anschließen (Seite 20)
Kettenspeicher (Seite 39)
D I E K E T T E M U S S VO R I N B E T R I E B N A H M E
GESCHMIERT WERDEN (SIEHE SEITE 36).
Hebezeug sicher mit Aufhängehaken oder -öse aufhängen.
Seite 18
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IN BETRIEB NEHMEN
AC H T U N G !
Achten Sie darauf, dass der Schlauch beim
Einstecken nicht geknickt wird.
STEUERUNGSEINRICHTUNG ANSCHLIESSEN
KO M P L E T T E S T E U E R U N G A M H E B E Z E U G
BEFESTIGEN
FI-Steuerung:
Zunächst den Schlauchhalter befestigen. Dazu die
Sechskantschraube herausdrehen und den
Schlauchhalter anschrauben.
E- und F-Steuerung:
Die Schlaufe der Zugentlastung (Drahtseil) in die vorhandene Ringschraube einhängen.
STEUERSCHLÄUCHE ANSCHLIESSEN
Zu Ihrer Orientierung werden werksseitig kurze
Schlauchstücke in die Steckanschlüsse gesteckt, deren
Farbe den zu montierenden Schläuchen entspricht.
So können Sie nacheinander Schlauch für Schlauch
anschließen.
Das Ende des jeweiligen Schlauches in die Bohrung
des entsprechenden Steckanschlusses stecken.
Den Schlauch bis zum Anschlag hineindrücken,
wobei darauf zu achten ist, dass der Schlauch nicht
geknickt wird.
Die Verbindung durch Ziehen am Schlauch prüfen.
Sollte beim Betrieb des Hebezeuges noch Luft an den
Verbindungen austreten, versuchen Sie, den entsprechenden Schlauch noch weiter hineinzudrücken.
STECKVERBINDUNG HERSTELLEN
Luftanschluss SENKEN
Steuerschlauch ROT
Steuerschlauch WEISS
Hauptluftnebenanschluss
Luftanschluss HEBEN
1
E, F and
HT-Steuerung:
Ringschraube zur
Befestigung des
Drahtseils
für Zugentlastung
Hauptluftanschluss
S C H L AU C H S T Ü C K E L Ö S E N
Den Klemmring 1 mit einem geeigneten Werkzeug
(z.B. Schraubendreher) hineindrücken und gleichzeitig das Schlauchstück 2 herausziehen.
Steuerschlauch GRÜN
FI-Steuerung:
Sechskantschraube
zur Befestigung des
Schlauchhalters
2
Steckverbindung herstellen
Motorseite des Druckluft-Hebezeuges
Seite 19
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IN BETRIEB NEHMEN
SEILSTEUERUNG ANSCHLIESSEN
Beide Steuerseile an den Enden des Steuerhebels
verknoten.
Grünen Kegel mit der Spitze nach oben in das Seil
einknoten, das die Betriebsart HEBEN aktiviert.
Gelben Kegel mit Spitze nach oben in das Seil einknoten, das die Betriebsart SENKEN aktiviert.
Griff so einknoten, dass die aufgedruckten Pfeile den
tatsächlichen Bewegungsrichtungen entsprechen.
Seilsteuerung, Motorseite
ANS DRUCKLUFTNETZ ANSCHLIESSEN
AC H T U N G !
JDN-Druckluft-Hebezeuge können mit einer
Wartungseinheit betrieben werden. Diese darf
nicht weiter als 5 Meter vom Hebezeug entfernt sein.
Luftanschlußstutzen auf Verschmutzungen untersuchen und ggf. säubern.
Druckluftschlauch durchblasen, um Fremdkörper zu
entfernen.
Druckluftschlauch auf den Anschluss am Hebezeuggehäuse stecken. Überwurfmutter fest aufschrauben.
Druckluftschlauch aufstecken und Überwurfmutter
fest aufschrauben.
Seite 20
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IN BETRIEB NEHMEN
G E FA H R !
Wenn die Hubbewegung in der Mittelstellung
des Steuerhebels nicht gestoppt wird und der
Steuerhebel in der Senken-Stellung blockiert,
Hebezeug nicht mehr benutzen!
Das Hebezeug muss vor weiterem Einsatz
instand gesetzt werden.
P R Ü F U N G VO R I N B E T R I E B N A H M E
Hebezüge einschließlich der Tragkonstruktion müssen
vor der ersten Inbetriebnahme und nach wesentlichen
Änderungen vor Wiederinbetriebnahme durch eine sachkundige Person geprüft werden. In Laufkatzen eingebaute Hebezüge und Einschienen-Hubwerke sowie UltraFlachhubwerke müssen von einem Sachverständigen
geprüft werden. Die Prüfung erstreckt sich auf die ordnungsgemäße Aufstellung und Betriebsbereitschaft.
BREMSFUNKTION PRÜFEN
Vor Inbetriebnahme unbedingt die Funktion der Bremse
wie folgt prüfen:
Unbelastetes Druckluft-Hebezeug abwechselnd auf
Heben und Senken schalten.
N OT- H ALT- S C H ALT E R P R Ü F E N
Hubbewegung schalten und bei gedrückter Taste
roten NOT-HALT-Knopf eindrücken. Hubbewegung
muss sofort zum Stillstand kommen. NOT-HALT-Knopf
wieder entriegeln.
Senkbewegung schalten und bei gedrückter Taste
roten NOT-HALT-Knopf eindrücken. Senkbewegung
muss sofort zum Stillstand kommen. NOT-HALT-Knopf
wieder entriegeln.
Wenn Sie einen Steuerungsknopf loslassen, darf die
Kette nicht nachlaufen.
G E FA H R !
Wenn die Kette nachläuft, Hebezeug nicht
benutzen! Hebezeug muss instandgesetzt
werden.
BEWEGUNGSRICHTUNG PRÜFEN
Bewegungsrichtung des Lasthakens mit der Richtung
der Pfeile an den Steuerungseinrichtungen auf
Übereinstimmung prüfen.
N OT E N D H ALT E I N R I C H T U N G P R Ü F E N
Unbelasteten Lasthaken bis kurz vor die obere
Endstellung fahren.
Vorsichtig weiter heben, bis der Haken oder das
Abschaltstück gegen die Endabschaltung fährt.
Die Hubbewegung muss stoppen, wenn der Steuerhebel
die Mittelstellung erreicht hat.
Seite 21
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BETRIEB
BETRIEB
Auf den folgenden Seiten werden einige wichtige
Punkte für den sicheren Betrieb von JDN-DruckluftHebezeugen aufgelistet, die Ihnen helfen sollen,
Gefahrenquellen zu vermeiden.
SICHERHEITSHINWEISE
R E G E L N F Ü R D E N S I C H E R E N U M GA N G
MIT HEBEZEUGEN
Als Bediener von Hebezeugen sind Sie für Ihre eigene
und die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter im Arbeitsbereich
des Hebezeuges verantwortlich.
Als nicht bestimmungsgemäße Verwendung
gilt unter anderem:
Nur vom Betreiber beauftragte Personen dürfen
Hebezeuge bedienen.
Machen Sie sich vor dem ersten Einsatz des JDNDruckluft-Hebezeuges mit allen zulässigen
Betriebszuständen vertraut. Lesen Sie dazu diese
Betriebsanleitung genau durch und vollziehen Sie
die beschriebenen Tätigkeiten Schritt für Schritt
am Hebezeug nach.
Melden Sie jede Funktionsstörung sofort Ihrem
Sicherheitsbeauftragten, damit die Störung umgehend
beseitigt werden kann.
Befolgen Sie die Vorschriften der UnfallschutzOrganisationen, in Deutschland z.B. die UVVs
der Berufsgenossenschaften.
Überschreiten der zulässigen Tragfähigkeit
Schrägziehen von Lasten
Definition Schrägzug:
Schrägzug ist das Abweichen von der vertikalen Lage
der Lastkette und des Kettenzuges bei geradlinigem
Verlauf der Kraftwirklinie zwischen dem Kraftangriffspunkt der Last am Lasthaken und der Aufhängung an
der Tragkonstruktion.
Grundvoraussetzung für einen ordnungsgemäßen Betrieb
ist das Einhalten der in der Bedienungsanleitung
aufgeführten Anweisungen sowie das Durchführen der
empfohlenen Inspektions- und Wartungsarbeiten.
Hebezeuge müssen durch einen Sachkundigen mindestens
einmal pro Jahr oder nach einer Betriebszeit von 160
Stunden überprüft werden (siehe Abschnitt Inspektionund Instandsetzung, Seite 36).
Zusätzlich zu der jährlichen Inspektion durch einen
Sachkundigen sollten JDN-Druckluft-Hebezeuge gemäß
der Wartungs- und Inspektionsliste überprüft werden
(siehe Abschnitt Wartungs- und Inspektionsliste,
Seite 37.)
JDN-Druckluft-Hebezeuge dürfen z.B. nicht eingesetzt
werden:
In kritischen Bereichen von kerntechnischen Anlagen.
Über Säurebädern oder anderen Anlagen mit
aggressiven Stoffen.
In Bereichen, in denen organische Säuren vorkommen.
Während sie auf dem Boden liegen.
Um Lasten horizontal zu bewegen.
Seite 22
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Schrägzug
Unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen, die der
jeweiligen Situation vor Ort entsprechen, können
JDN-Druckluft-Hebezeuge für Schrägzug eingesetzt
werden. Dabei darf kein Kettenspeicher verwendet
werden, da die Kette herausfallen oder sich verknoten
könnte. Hebezeuge in Laufkatzen dürfen nicht für
Schrägzug eingesetzt werden. Bitte sprechen Sie uns
bei Bedarf an.
BETRIEB
Losreißen, Schleppen oder Ziehen von Lasten
Haken an der Spitze belasten
Auffangen von fallenden Lasten
Befördern von Personen
Tippsteuerungen über längere Hubwege
Umschalten bei laufender Bewegung in die
Gegenrichtung
Betriebsmäßiges Anfahren der Notendhalt-Position
Niemals in oberer oder unterer Grenzlage des
Lasthakens die Kette im Bereich des Mittelteiles unter
Spannung halten.
Für die Sicherheit von Personen beim Umgang mit
JDN-Druckluft-Hebezeugen beachten Sie unbedingt
die folgenden Punkte:
Niemals die laufende Kette ergreifen.
Niemals zulassen, dass sich Personen unter der schwebenden Last aufhalten.
Beachten Sie die entsprechenden Anweisungen beim
Anschlagen von Lasten.
Stellen Sie sicher, dass dem Bediener am Arbeitsplatz
keine Gefahr durch Anschlagmittel oder die Last
droht.
Beginnen Sie vorsichtig mit dem Heben der Last.
Niemals bei hängender Last versuchen, eine Störung
zu beseitigen.
Verwenden Sie das Hebezeug niemals auf dem Boden
liegend oder beim horizontalen Bewegen von Lasten.
Vermeiden Sie das betriebsmäßige Anfahren der
Notend-Halteposition.
Niemals verbogene, offene oder verformte Lasthaken
benutzen oder wieder richten. Das Hebezeug muss zur
Reparatur, der Haken muss ausgetauscht werden.
Benutzen Sie niemals einen verklemmten Haken an
der Kette. Inspektion!
Benutzen Sie niemals einen verklemmten Haken ohne
Last am Gehäuse. Inspektion!
Belasten Sie niemals die Hakenspitze, sondern ausschließlich die tiefste Stelle des Hakens.
Niemals Haken am Verbindungspunkt feststellen.
Niemals den Haken glühen.
Niemals die Tasten der Steuerung feststellen.
Niemals schwergängige Betätigungselemente
benutzen. Reparatur!
JDN-Druckluft-Hebezeuge nur mit original JDNSteuerungen betreiben.
Unkontrollierte externe Krafteinflüsse (wie z.B. durch
Hydro-Zylinder, fallende Lasten) sind nicht erlaubt.
Nur geeignete und zugelassene Anschlaghilfen verwenden, Haken am Anschlagpunkt nicht verklemmen.
Niemals die Kette des Hebezeuges zum Anschlagen
von Lasten benutzen.
Vor dem Anschlagen die Last genau senkrecht unter
dem Hebezeug ausrichten. Kette muss vor dem Heben
senkrecht hängen.
Niemals Lasten in die Tragmittel des Hebezeuges
fallen lassen.
Vor dem Heben von Lasten sicherstellen, dass die
zugelassene Höchstlast nicht überschritten wird!
Anschlaghilfen müssen zur Last hinzugerechnet werden.
Bei schlaff hängender Kette nicht mit maximaler
Geschwindigkeit die Last aufnehmen.
Beim Anheben und Absetzen auf stabile Lage der Last
achten, um Unfälle durch Kippen oder Stürzen der
Last zu vermeiden.
Niemals gegen festsitzende Lasten fahren.
Immer nur eine Last heben, niemals mehrere Lasten
gleichzeitig.
Kette nie auf Biegung beanspruchen.
Bei Energieausfall Last absichern.
Hebezeugkette nicht verbinden oder flicken.
Verformten Lasthaken austauschen.
Beschädigte Hakensicherung instandsetzen.
Schwergängige Hakenlager instandsetzen.
Steuerschläuche nicht knicken oder abquetschen.
Gelöste Schraubenverbindungen von Instandsetzung
befestigen lassen.
Vor dem Lösen von Druckluftschläuchen Druckluft
absperren.
Zulässige Füllmenge des Kettenspeichers nicht überschreiten.
Bei Betrieb ohne Kettenspeicher: Gefahren durch
Leerkette vermeiden (Herabstürzen, Verhaken,
Anschlagen) (siehe Abschnitt Kettenspeicher,
Seite 39).
Bremsweg zu groß, Instandsetzung.
Kette blockiert, auf Beschädigung prüfen.
Kette auf Beschädigungen prüfen, falls sich das
Hebezeug im eingeschalteten Zustand nicht bewegt.
Mit mehreren Druckluft-Hebezeugen eine Last heben:
Überlastung durch falsche Lastverteilung vermeiden.
Sicheren Bedienungsstandort wählen.
Richtigen Betriebsdruck nicht überschreiten.
Verdrehte Kette ordnen (z.B. bei durchgeschlagener
Unterflasche).
Seite 23
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BETRIEB
Nicht mit beschädigter oder verschlissener oder
rostiger Kette arbeiten.
Nicht mit steifgezogener, verbogener oder verlängerter
Kette arbeiten.
Niemals die Kette zum Anschlagen von Lasten
benutzen.
Es ist nicht erlaubt, Hebezeugketten zu verbinden
oder zu flicken (z.B. mit Schrauben, Notgliedern
und dergleichen).
Entfernen Sie die Kette, die sich vor dem Ketteneinzug aufgetürmt hat.
Kette nie auf Biegung beanspruchen.
Zulässige Kettentemperaturbereich für Kette und
Haken: -40°C bis +150°C, zulässige Wärmeaufnahme
des Hebezeugkörpers: max. 90°C, zulässige
Umgebungstemperatur: -20°C bis +70°C.
Niemals metallische Handsteuerungen, die kälter
als 0°C oder wärmer als 43°C sind, ohne Schutzhandschuhe berühren.
Keine Veränderungen am Hebezeug vornehmen.
Es ist nicht erlaubt, andere als JDN-Komponenten mit
JDN-Druckluft-Hebezeugen zu verwenden wegen der
damit verbundenen Gefahren.
Es dürfen nur Original-JDN-Ersatzteile verwendet werden. Beim Einsatz fremder Komponenten und/oder
Veränderungen durch nicht autorisierte Personen
übernimmt die Firma J.D. Neuhaus GmbH & Co. KG
keine Haftung.
Wenn die Druckluftzufuhr unterbrochen ist, sichern
Sie den Bereich unter der Last, bis die Energiezufuhr
wieder hergestellt ist.
Schalten Sie die Druckluftzufuhr ab, bevor Sie den
Hebezeug vom Druckluftnetz nehmen.
Betätigen Sie nie ein Druckluft-Hebezeug mit
einsträngiger oder mehrsträngiger Kette, wenn
die Unterflasche noch abgestützt ist.
Bei besonders schwierigen Einsatzfällen mit Hebezeugen
hat der Anwender unter Berücksichtigung dieser
Betriebsanleitung eine Betriebsanweisung in verständlicher Form in der Sprache des Bedieners zu erstellen.
Darin müssen entsprechend den betrieblichen
Gegebenheiten Maßnahmen für den sicheren Betrieb
geregelt werden.
Zusätzlich ist es zwingend notwendig, alle Anweisungen
in den Abschnitten Bestimmungsgemäße Verwendung
und Einsatzbedingungen, Seite 14, zu befolgen.
Die Lastketten der JDN-Druckluft-Hebezeuge sind
Rundstahlgliederketten. Beim Einsatz muss Abschnitt 5
nach DIN 685 beachtet werden.
Auszug: „Auf Betreiben des Bedieners müssen im
Betrieb befindliche Ketten in regelmäßigen Abständen
durch einen Sachkundigen geprüft und getestet werden“
(siehe Abschnitt Inspektionsliste, Seite 37).
G E FA H R !
Stellen Sie sicher, dass der Lasthaken bei
allen Einsätzen der Druckluft-Hebezeuge bis
auf den Boden gesenkt werden kann um zu
vermeiden, dass eine Last in die untere
Grenzlage gefahren wird, ohne den Boden zu
erreichen! Gefahr durch Überlastung!
Seite 24
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BETRIEB
B E T R I E B S S TO F F E
M OTO R R E I N I G U N G
Reines Petroleum
M OTO R S C H M I E R U N G
Schmieröl „D“ (Druckluftöl), DIN 51502, kinematische
Viskosität etwa 32 mm2/s (cSt) bei 40°C, (ISO VG 32,
DIN 51519).
KETTENSCHMIERUNG
Kraftfahrzeug-Motorenöl, kinematische Viskosität
etwa 150 mm2/s (cST) bei 40°C.
Wirkstoffe: Korrosions- und Verschleißschutz sowie
Reinigungszusätze.
Bei verschleißfördernden Umgebungseinflüssen am Einsatzort wenden Sie sich bitte an den Hersteller, um entsprechende Motor- und Kettenschmierstoffe zu erfragen.
Bei Umgebungstemperaturen am Einsatzort um oder
unter 0°C ist je nach Feuchtigkeitsgehalt der Druckluft
ein Vereisungsschutzmittel zum Schmieröl oder ein
Druckluftöl mit Vereisungsschutzzusatz für entsprechende Temperaturen zu empfehlen.
VO R S I C H T !
Öle und Fette können Hautreizungen verursachen. Tragen Sie immer Schutzhandschuhe.
AC H T U N G !
Möglicher Motorschaden! Synthetische Öle
nie mit mineralischen Ölen vermischen, da
sich die physikalischen und thermischen
Eigenschaften verschlechtern können.
Bei Betrieb mit Wartungseinheit dürfen keine synthetischen Schmierstoffe verwendet werden. Als Vereisungsschutzmittel sind Alkohole nicht zugelassen.
M OTO R KO N S E R V I E R U N G
Verwenden Sie nicht verharzendes und nicht
verklebendes Konservierungsöl mit einer Konservierungsschutzdauer, die der Dauer der geplanten
Betriebspause entspricht.
L AG E R - U N D G E T R I E B E S C H M I E R U N G
Getriebeschmierstoff Wälzlagerfett lithiumverseift,
Walkpenetration: 265 - 295 (0,1 mm),
Tropfpunkt: 190°C,
Einsatztemperaturbereich: -30°C bis +130°C,
Grundölviskosität bei 40°C: 190 mm2/s, DIN 51502,
Wirkstoffe: Korrosions- und Alterungsschutz
Seite 25
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BETRIEB
STEUERUNGEN
JDN-Druckluft-Hebezeuge werden durch folgende
Steuerungen betätigt:
Steuerung
feinfühlig
ja
E-Steuerung
F-Steuerung
1)
x1)
in Sonderausführung
FI-Steuerung
x1)
Seilsteuerung
x
NOT-AUS-Schalter
wahlweise
nein
ja
x
x
x
x
nein
Die NOT-AUS-Funktion wird durch Drücken des roten
NOT-AUS-Knopfes geschaltet. Dadurch werden alle
sonstigen Betätigungselemente wirkungslos.
Die Lasthakenbewegung wird ebenfalls stillgesetzt.
x
Durch einfaches Entriegeln des NOT-AUS-Knopfes wird
die Funktion wieder zurückgestellt.
x
bis 20 t Tragfähigkeit
E-Steuerung
Die Betätigungselemente (Druckknöpfe, Hebel) gehen
nach Loslassen selbsttätig in Nullstellung zurück.
F-Steuerung
FI-Steuerung
Seilsteuerung
Seite 26
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BETRIEB
Außerdem entsteht an rostigen Ketten starker Verschleiß.
KETTE
Schützen Sie die Kette vor Korrosion.
Achten Sie vor Inbetriebnahme des JDN-DruckluftHebezeuges auf den einwandfreien Zustand der Kette.
E I N FA H R VO R S C H R I F T E N F Ü R H E B E Z E U G K E T T E N
VO R D E R Ü B E R L A S T P R Ü F U N G
AC H T U N G !
Sollte diese Anweisung nicht beachtet werden,
beschädigen Sie die hochwertige Kette in
Ihrem Hebezeug/Hubwerk bereits bei der
Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme. Dafür
übernimmt der Hersteller keine Haftung.
Hebezeugketten ab 25 t Tragfähigkeit müssen vor der
Überlastprüfung eingefahren werden, damit sie die
sehr hohe Flächenpressung an den Kontaktstellen der
Kettenglieder (in den Gelenken) ertragen können.
Zur Vorbereitung auf die Prüfung mit Überlast sind
folgende Voraussetzungen zu erfüllen:
1. Die Kette muss in den Gelenken sorgfältig geschmiert
werden. Beachten Sie dazu die Hinweise in der
Betriebsanleitung.
2. Die Kette muss mit ca. 50 % der Nenntragfähigkeit
fünfmal durch Heben und Senken belastet werden.
Dadurch wird die Tragfähigkeit der Gelenke ausreichend erhöht.
3. Insbesondere das Teilstück der Kette, das mit Überlast geprüft werden soll, muss noch einmal sorgfältig
geschmiert werden.
Erst jetzt darf die Prüfung mit Überlast erfolgen.
G E FA H R !
Durch extreme Korrosion (Lochkorrosion)
fällt die Schwingfestigkeit von Ketten stark
ab. Es entsteht Bruchgefahr!
Wasserstoffinduzierte Versprödung mit nachfolgender Spannungsrisskorrosion durch stark
korrodierende Medien (z.B. Seewasser) kann
an hochfesten Stählen (z.B. an der Kette)
auftreten. Bruchgefahr!
Sogenannte Rekombinationsgifte begünstigen diesen
Vorgang. Dafür bekannt sind Schwefelwasserstoff,
Cyanide, Arsenverbindungen und Rhodanide.
Ordnen Sie die Kette, falls sie verdreht sein sollte.
Achten Sie darauf, dass die Kette stets geordnet
laufen kann, damit ein Blockieren vor dem Ketteneinlauf am Mittelteil verhindert wird.
Die Kette ist in regelmäßigen Abständen zu prüfen
(siehe Abschnitt Inspektionsliste, Seite 37).
Schon bei einem der folgenden Mängel:
verlängerte Kettenglieder
verbogene Kettenglieder
äußerlich beschädigte Kettenglieder
steif gezogene Kette
starker Verschleiß in den Gelenken
Korrosionsnarben
muss das JDN-Druckluft-Hebezeug sofort zur
Instandsetzung (siehe Abschnitt Prüfmaße, Seite 38).
Die Kette muss in entlastetem Zustand geschmiert werden (siehe Abschnitt Kette schmieren, Seite 36).
Geeignete Schmierstoffe siehe Abschnitt Betriebsstoffe,
Seite 25.
Die Schmierintervalle sind von der täglichen Laufzeit
abhängig.
Bei verschleißfördernden Umgebungseinflüssen kann
erhöhter Kettenverschleiß auftreten.
Kontrollintervalle verkürzen
Aus Sicherheitsgründen beachten Sie bitte, dass es
unzulässig ist, die Hebezeugkette
zum Anschlagen zu benutzen,
während des Laufens zu ergreifen,
auf Biegung zu beanspruchen, so dass die
Kettenglieder beim Einlauf verbogen werden können,
zu flicken oder mit anderen Hebezeugketten zu verbinden (z.B. mit Schrauben, Notgliedern und dergleichen).
Der zulässige Kettentemperaturbereich beträgt -40°C
bis +150°C.
Darüber hinaus entstehen Gefahren durch rostige Ketten
bei der Verwendung von Kettenspeichern, da die Kette
aus dem Kettenspeicher fallen kann, wenn diese sich
auftürmt.
Wenn Sie einen Kettenspeicher benutzen, darf die
zulässige Füllmenge nicht überschritten werden
(siehe Abschnitt Kettenspeicher, Seite 39).
Seite 27
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BETRIEB
LASTHAKEN
Prüfen Sie bei in Gebrauch befindlichen JDN-DruckluftHebezeugen mindestens einmal im Jahr die Maulweite
„a“ und die Höhe „h“ des Lasthakens (siehe Abschnitt
Prüfmaße, Seite 38).
Lasthaken dürfen nicht
auf der Spitze belastet werden,
gerichtet werden,
geglüht werden.
Kette nicht verdreht und die Unterflasche – falls vorhanden – nicht durchgeschlagen ist. Ordnen Sie die
Kette, falls notwendig.
Beachten Sie beim Anschlagen von Lasten alle einschlägigen Vorschriften!
Vor jeder Inbetriebnahme und nach längeren Betriebspausen sind die folgenden Maßnahmen in der angegebenen Reihenfolge durchzuführen:
1. Kontrollieren Sie den Energiebedarf (Luftdruck und
Luftverbrauch siehe Abschnitt Technische Daten,
Seite 42–43) und die Reglereinstellung der Wartungseinheit.
Ist der Lasthaken verbogen, muss das JDN-DruckluftHebezeug zur Inspektion.
Der zulässige Lasthakentemperaturbereich beträgt -40°C
bis +150°C.
2. Prüfen Sie den Ölstand im Öler der Wartungseinheit
und füllen Sie ggf. Öl nach (siehe Abschnitt
Wartungseinheit, Seite 31).
INBETRIEBNAHME
3. Schmieren Sie die Kette, falls erforderlich.
JDN-Druckluft-Hebezeuge einschließlich Tragkonstruktion
sind vor der ersten Inbetriebnahme durch einen Sachkundigen zu prüfen.
Werden JDN-Druckluft-Hebezeuge vom Betreiber in Laufkatzen oder Krananlagen eingebaut, so sind diese kraftbetriebenen Krane vor der ersten Inbetriebnahme oder
nach wesentlichen Änderungen vor der Wiederinbetriebnahme von einem Sachverständigen zu prüfen.
JDN-Druckluft-Hebezeuge müssen zur Aufbereitung der
Druckluft mit einer Wartungseinheit betrieben werden.
Die Wartungseinheit darf nicht mehr als 5 m vom
Hebezeug entfernt sein.
Die Wartungseinheit wird ohne Ölfüllung ausgeliefert.
Öler und Regler sind bereits eingestellt.
4. Blasen Sie den Druckluftschlauch vor dem
Anschließen aus.
5. Schließen Sie den Druckluftschlauch an
(Schlauchgröße und Luftanschlussgewinde siehe
Abschnitt Technische Daten, Seiten 42–43).
6. Prüfen Sie die Bremsfunktion und – in Verbindung
damit – die Betätigungseinrichtungen und die
Notendhalteinrichtung (siehe Abschnitt
Notendhalteinrichtung prüfen, Seite 35).
Schalten Sie dazu das unbelastete JDN-DruckluftHebezeug abwechselnd kurzzeitig auf Heben und
Senken. Wenn Sie das Betätigungselement loslassen,
darf die Kette nicht nachlaufen. Wenn die Kette
nachläuft und/oder das Betätigungselement nicht
selbsttätig in die Ausgangsstellung zurückkehrt,
muss Ihr JDN-Druckluft-Hebezeug zur Instandsetzung!
Füllen des Ölers siehe Abschnitt Betriebsstoffe,
Seite 25, und Wartungseinheit, Seite 31.
Das Schmieren der Kette durch den Betreiber vor der
Inbetriebnahme ist besonders wichtig (siehe Abschnitt
Kette schmieren, Seite 36, und Betriebsstoffe,
Seite 25).
Ein geordnetes Einlaufen der Kette ist Voraussetzung für
das einwandfreie Arbeiten mit dem JDN-Druckluft-Hebezeug. Vor jeder Inbetriebnahme prüfen Sie bitte, ob die
Seite 28
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BETRIEB
B E H E B E N VO N S T Ö R U N G E N
Störung
Behebung
Motor hat zu wenig Leistung
– Luftdruck überprüfen, ggf. erhöhen
oder bleibt stehen
– Luftleitungsquerschnitt prüfen
(siehe Abschnitt Technische Daten, Seiten 42–43)
– Leitung auf freien Luftdurchgang prüfen
– Steuerleitungsanschlüsse und Steuerleitungen
auf Dichtigkeit prüfen
– Ölstand prüfen
– Schalldämpferdurchlässigkeit prüfen
- auswaschen oder auswechseln
Alle anderen Störungen sind durch
Instandsetzungsarbeiten zu beseitigen.
Seite 29
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INSTANDHALTUNG
INSTANDHALTUNG
Bei Instandhaltungsmaßnahmen, die über Pflege und
Wartung hinausgehen, wenden Sie sich bitte an den
Hersteller.
Hinweise zur Qualifikation des Instandhaltungspersonals
siehe Abschnitt Sicherheitsmaßnahmen, Seite 5.
PFLEGE
Wenn Ihr JDN-Druckluft-Hebezeug nicht ortsfest
eingehängt, angeschlagen oder eingebaut ist, sondern
an häufig wechselnden Einsatzorten gebraucht wird
– besonders in schmutziger und feuchter Umgebung –
sorgen Sie bei Betriebspausen für eine Aufbewahrung an
einem sauberen und trockenen Ort (siehe Abschnitt
Lagerbedingungen, Seite 17).
Seite 30
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INSTANDHALTUNG
WA R T U N G S E I N H E I T
AC H T U N G !
Wenn ein Hebezeug mit einer Wartungseinheit betrieben wird, sollte diese nicht
weiter als 5 m entfernt vom Hebezeug
angebracht sein.
Die Wartungseinheit besteht bei den Druckluft-Hebezeugen PROFI 25 TI bis PROFI 50 TI aus den zwei
Elementen Filterregler und Öler. Bei den Hebezeugen
PROFI 100 TI sowie bei den Einschienen-Hubwerken
besteht sie aus drei Elementen: Filter, Regler und Öler.
Z W E I T E I L I G E AU S F Ü H R U N G
Filterregler prüfen und einstellen
Der Filterregler ist ab Werk auf den Solldruck von 5,4
bar eingestellt (Solldruck bei laufendem Motor). Sollte
das Manometer einen anderen Wert anzeigen, prüfen Sie
zunächst die Genauigkeit des Manometers. Bei
Gutbefund müssen Sie den Filterregler bei laufendem
Motor und maximaler Last neu einstellen. Zur fehlerfreien Einstellung ist ein Druck von mindestens 7 bar vor
der Wartungseinheit erforderlich.
Zweiteilige Ausführung: Filterregler und Öler
Reglerknopf anheben.
Reglerknopf drehen, bis das Manometer 5,4 bar
Druck anzeigt.
Im Uhrzeigersinn: mehr Druck,
Gegen den Uhrzeigersinn: weniger Druck,
Reglerknopf durch Niederdrücken verriegeln.
Reglerknopf
Hilfsweise können Sie den Filterregler bei ruhendem
Luftstrom auf einen Druck von 6 bar einstellen. Diese
Einstellung ist nur bei einem Druck von mindestens 7 bar
vor der Wartungseinheit richtig.
Luftleitung hinter der Wartungseinheit drucklos
machen und wieder schließen.
Reglerknopf gegen den Uhrzeigersinn drehen, um die
Einstellfeder zu entspannen.
Reglerknopf drehen, bis das Manometer 6 bar Druck
anzeigt. Im Uhrzeigersinn: mehr Druck,
Gegen den Uhrzeigersinn: weniger Druck.
Reglerknopf durch Niederdrücken verriegeln.
Wenn der Solldruck von 5,4 bar trotz eines ausreichend
hohen Drucks vor der Wartungseinheit nicht erreicht
wird, ist der Luftleitungsquerschnitt zu klein!
Öler
Filterregler
Seite 31
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INSTANDHALTUNG
Filterelement reinigen
KO N D E N SAT A B L A S S E N
Im Laufe der Zeit sammelt sich im Behälter des
Filterreglers Kondensat, das regelmäßig abgelassen
werden muss. Prüfen Sie den Kondensatstand durch das
Sichtglas im Filterbehälter. Der Kondensatstand darf die
Trennscheibe nicht erreichen.
AC H T U N G !
Verwenden Sie keinen Alkohol zum Reinigen
der Wartungseinheit! Alkohol kann Teile der
Wartungseinheit beschädigen. Durchsichtige
Teile dürfen nur mit Seifenlauge gereinigt
werden.
Das Entleeren des Behälters kann manuell oder halbautomatisch in Abhängigkeit von der Einstellung des
Ablassventils erfolgen:
Das Filterelement muss einmal pro Jahr gereinigt
werden. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
Stellung OFF
In dieser Stellung ist das Ablassventil geschlossen.
Ab Werk ist in der Regel die Stellung OFF eingestellt.
Stellung ON
In dieser Stellung kann ein manueller Kondensatablass erfolgen. Betätigen Sie das Ablassventil durch
Drücken nach oben (siehe Bild).
Bei angeschlossener Druckluftversorgung steht das
Ablassventil unter Druck. Wir empfehlen beim
Kondensatablass ein geeignetes Hilfsmittel als
Spritzschutz (Tuch, Flies) zur Hilfe zu nehmen, da
sonst das Kondensat unkontrolliert austritt.
Das austretende Kondensat auffangen und entsorgen,
da evtl. ölhaltig.
Stellung AUTO
In dieser Stellung erfolgt ein halbautomatischer
Kondensatablass. Wenn der Druck vor der
Wartungseinheit 0,2 bar unterschreitet, entleert sich
der Behälter automatisch. Bei dieser Einstellung ist
darauf zu achten, dass im Falle einer Entleerung ein
geeigneter Behälter zum Auffangen des austretenden
Kondensats bereit steht.
Wasser ablassen
Druckluftzufuhr abstellen, Restdruck vorsichtig entweichen lassen.
Behälter des Filterreglers entriegeln, bis zum
Anschlag nach links drehen und abnehmen.
Trennscheibe abschrauben. Das Filterelement befindet
sich lose auf der Zentrierung der Trennscheibe.
Filterelement mit Seifenlauge reinigen und kräftig
durchblasen.
Sauberes Filterelement wieder montieren und die
Trennscheibe festschrauben.
Behälter des Filterreglers ins Gehäuse einsetzen und
nach rechts drehen. Behälter verriegelt selbsttätig.
Filterelement
Trennscheibe
Sichtglas
Filterbehälter
Filterelement reinigen
Seite 32
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INSTANDHALTUNG
Öler füllen und einstellen
Der Öler sorgt dafür, dass die Arbeitsluft des Hebezeuges
gleichmäßig mit einer genau dosierten Menge Öl versorgt wird. Die regelmäßige Kontrolle des Ölers ist sehr
wichtig, da der Lamellenmotor bei Schmierstoffmangel
Schaden nehmen könnte. Der Öler kann auch unter
Druck nachgefüllt werden.
Ölstand durch das Sichtglas am Behälter kontrollieren.
Der Ölstand darf die Marke Minimum nicht unterschreiten!
Öleinfüllschraube öffnen.
Behälter bis zur Marke Maximum mit Öl auffüllen und
mit Öleinfüllschraube wieder verschließen.
Öltropfrate am Sichtfenster prüfen während der Motor
läuft.
Öldrosselschraube mit Schraubendreher so lange drehen,
bis die gewünschte Tropfenanzahl pro Minute erreicht
ist. Drehen im Uhrzeigersinn verringert die Ölmenge,
drehen gegen den Uhrzeigersinn erhöht die Ölmenge.
Ölstand max.
Ölstand min.
Öltropfraten (Heben ohne Last):
Für PROFI 25 TI, 37 TI und 50 TI:
jeweils 15 Tropfen pro Minute
AC H T U N G !
Für den Betrieb mit synthetischen Ölen sind
die Wartungseinheiten nicht zugelassen.
Sie dürfen auch nicht an Druckluftnetze
angeschlossen werden, die von Kompressoren
versorgt werden, die mit Syntheseöl
geschmiert werden.
Ölstand kontrollieren und ggf. nachfüllen
Sichtglas
Öleinfüllschraube
Öldrosselschraube
Öltropfrate am Sichtglas prüfen und einstellen
Seite 33
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INSTANDHALTUNG
D R E I T E I L I G E AU S F Ü H R U N G
Regler prüfen und einstellen
Siehe Beschreibung Zweiteilige Ausführung.
Wasser ablassen
Das Wasser im Behälter wird automatisch abgelassen.
•
Einstellfeder
Filterelement reinigen
•
•
Eingang
Ausgang
Ventilstößel
•
Ventilsitz
•
Bodenschraube
Federhaube
Atemrohr
•
•
Das Filterelement muss einmal pro Jahr gereinigt
werden. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
Druckluftzufuhr abstellen, Restdruck vorsichtig
entweichen lassen.
Behälter durch Linksdrehung der Überwurfmutter
abschrauben.
Trennkappe abschrauben.
Filterelement von Stehbolzen nehmen.
Filterelement mit Seifenlauge reinigen und kräftig
durchblasen.
Gereinigtes Filterelement wieder auf den Stehbolzen
setzen und die Trennscheibe fest anschrauben.
Behälter durch Rechtsdrehung der Überwurfmutter
fest anschrauben.
•
•
Öffnung für
Rückstellung
AC H T U N G !
Verwenden Sie keinen Alkohol zum Reinigen
der Wartungseinheit! Alkohol kann Teile der
Wartungseinheit beschädigen. Durchsichtige
Teile dürfen nur mit Seifenlauge gereinigt
werden.
Einstellschraube
•
Arretiermutter
Rückholfeder
Regler
Eingang
Ausgang
Gehäuse
•
•
Filterelement
•
Stehbolzen
•
Trennscheibe
•
•
Behälter
Filter
Seite 34
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•
•
Drallkappe
Beruhigungszone
Ablassautomat
INSTANDHALTUNG
Öler füllen und einstellen
PRÜFEN DER BETÄTIGUNSEINRICHTUNGEN
Siehe Beschreibung Zweiteilige Ausführung.
Der Öler kann unter Druck nachgefüllt werden.
Ölstand durch das Sichtglas am Behälter kontrollieren.
Der Ölstand darf die Marke Minimum nicht unterschreiten!
Öleinfüllschraube öffnen.
Behälter bis zur Marke Maximum mit Öl auffüllen
und mit Öleinfüllschraube wieder verschließen.
Öltropfrate am Sichtfenster prüfen während der
Motor läuft.
Öldrosselschraube mit Schraubendreher so lange drehen,
bis die gewünschte Tropfenanzahl pro Minute erreicht
ist. Drehen im Uhrzeigersinn verringert die Ölmenge,
drehen gegen den Uhrzeigersinn erhöht die Ölmenge.
Öltropfraten (Heben ohne Last):
Die Betätigungselemente Ihres JDN-Druckluft-Hebezeuges müssen nach Loslassen selbsttätig in Nullstellung zurückgehen.
Prüfen Sie einmal täglich die Leichtgängigkeit der
Betätigungselemente.
PRÜFEN DER BREMSFUNKTION
Prüfen Sie die Funktion der Bremse täglich wie folgt:
Wenn Sie einen Steuerungsknopf loslassen, darf die
Kette augenscheinlich nicht nachlaufen.
Für EH 25 bis EH 50:
Jeweils 15 Tropfen pro Minute
G E FA H R !
Wenn die Kette nachläuft, muss das Hebezeug sofort aus dem Betrieb genommen
werden und vor jedem weiteren Einsatz
instandgesetzt werden.
Für PROFI 100 TI, EH 75, EH 100,
UH 75 und UH 100:
Jeweils 25 Tropfen pro Minute
Gehäuse
Venturidüse
Einstellknopf
•
Einstellnadel
•
•
Öler-Schauglas (Sichtdom)
•
•
Eingang
Unbelasteten Druckluft-Hebezeug abwechselnd auf
Heben und Senken schalten.
Aus physikalischen Gründen kann der Bremsweg nicht
den Wert Null erreichen. Jedoch darf bei dieser
Funktionsprüfung ein Nachlaufen der Kette augenscheinlich nicht wahrnehmbar sein.
Ausgang
P R Ü F E N D E R N OT E N D H ALT E I N R I C H T U N G
Ansaugrohr
Behälter
Öler
•
•
•
Sichtglas
Fahren Sie den Haken nacheinander in die obere und
untere Endstellung. Unmittelbar vor Erreichen der
Endstellungen anhalten und vorsichtig (z.B. durch
mehrmaliges Antasten des Betätigungselements) in die
Endstellung hineinfahren.
Die Bewegung der Kette muss selbsttätig durch
Abschaltung des Motors unterbrochen werden, wenn der
Steuerhebel die Mittelstellung erreicht hat, oder wenn
die Begrenzungsventile für Heben und Senken von den
Konturen der Unterflasche oder des Leerkettenendes
betätigt werden. Bei Geräten ohne Steuerhebel bzw.
Begrenzungsventile muss die Überlastsicherung den
Motor abschalten, wenn der Puffer in der Grenzlage
mäßig verformt wird.
Seite 35
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INSTANDHALTUNG
Der Faktor fv hat die Größe von 1 bei 50 % der Nennlast,
linear ansteigend auf 1,5 bei 100 % der Nennlast
(P = Nennlastprozentsatz).
KETTE SCHMIEREN
Die Kette des JDN-Druckluft-Hebezuges muss in entlastetem Zustand in den Gelenken geschmiert werden.
fv = 1+0,5
Kette in einen geeigneten Behälter legen.
Kette mit Kraftfahrzeugmotorenöl einsprühen, so
dass sie vollständig mit einem Ölfilm bedeckt ist
(siehe Abschnitt Betriebsstoffe, S. 25).
Wenn Sie die hängende Kette schmieren wollen, achten Sie darauf, dass die Kettenglieder in den
Berührungspunkten geölt werden. Bewegen Sie dazu
die Kette hin und her.
JDN hält ein Hochleistungsschmiermittel in der
Sprühdose bereit, das nach dem Verdunsten des
Lösungsmittels gut an der Kette haftet und nicht
abtropft, Art.-Nr. 12066 (Sprühdose 400 ml).
Bei Betrieb in Bereichen mit starker Korrosionswirkung,
z.B. im Off-Shore-Bereich, kann die Kette durch Spezialschmierstoffe weitgehend vor Korrosion geschützt werden.
Derartige Schmierstoffe zeichnen sich u.a. durch
Witterungsbeständigkeit, Wasserunlöslichkeit und gute
Hafteigenschaften aus.
Die Nachschmierintervalle sind abhängig von der Beanspruchung festzulegen.
Bitte sprechen Sie uns bei Bedarf an.
I N S P E K T I O N U N D I N S TA N D S E T Z U N G
Serienhebezeuge werden gemäß ihrer zugrunde gelegten
Betriebsweise in Gruppen eingestuft und dimensioniert
(Triebwerkgruppen nach FEM/ISO). Die tägliche Laufzeit
und das Lastkollektiv bestimmen die Einstufung
(1 Bm/M3). Die theoretische Nutzung beträgt 1600
Stunden im Lastkollektiv 2 (mittel). Das entspricht
400 Volllaststunden.
P-50 (für P > 50%)
50
Zum Erreichen sicherer Betriebsperioden muss der
Betreiber bei jeder Inspektion durch den verantwortlichen Sachkundigen überprüfen lassen, ob die theoretische Nutzung erreicht wurde. Dieses muss mindestens
einmal im Jahr im Prüfbuch dokumentiert werden. Das
Prüfbuch enthält ein Schema zur Ermittlung der
tatsächlichen Nutzung.
Bei Erreichen der theoretischen Nutzung ist eine
Generalüberholung durchzuführen. Detaillierte Erläuterungen zur Ermittlung der tatsächlichen Nutzung und
deren Dokumentation sind den nationalen Sicherheitsvorschriften zu entnehmen. Die Generalüberholung ist
vom Betreiber zu veranlassen und im Prüfbuch zu dokumentieren. Angaben zur Generalüberholung sind beim
Hersteller anzufragen.
Nur bei Übereinstimmung der Gruppeneinstufung mit
der tatsächlichen Betriebsweise des Hebezeuges entspricht eine sichere Betriebsperiode der theoretischen
Nutzung. Abweichungen der tatsächlichen von der
zugrunde gelegten Betriebsweise verlängern oder verkürzen die sichere Betriebsperiode.
Für alle Inspektionsarbeiten, die nicht zur täglichen
Überprüfung gehören, ist das Hebezeug aus seiner
Aufhängung zu nehmen.
Dabei wird vorausgesetzt, dass die Strecken für Heben
und Senken etwa gleich sind.
Bei überwiegend im Senkenbetrieb genutzten Geräten
(ab 75% der Einschaltzeit) würde die Lebensdauer
wegen der höheren Senkgeschwindigkeit im Bereich von
50 % bis 100 % der Nennlast verkleinert. Deshalb muss
der ermittelte verbrauchte Anteil der theoretischen
Nutzung mit dem Faktor fv multipliziert werden.
Seite 36
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Luftleitung druckfrei machen.
Geeignete Arbeitsbühne bereitstellen.
Luftanschluß und Steuerleitungen vom Hebezeug
abbauen.
Hebezeug aushängen und an einen zur Durchführung
aller notwendigen Arbeiten geeigneten Ort bringen.
VO R S I C H T !
Nach jeder Instandsetzung ist das Hebezeug
auf Betriebsbereitschaft zu prüfen.
INSTANDHALTUNG
WA R T U N G S L I S T E
Nr.
Durchzuführende Maßnahmen
Häufigkeit
siehe Abschnitt
1
Ölstand für Motorschmierung prüfen
täglich
Wartungseinheit, Seite 31
2
Betätigungseinrichtungen prüfen
täglich
Prüfen der Betätigungseinrichtungen,
Seite 35
3
Bremsfunktion prüfen
täglich
Prüfen der Bremsfunktion, Seite 35
4
Notendhalteinrichtung prüfen
täglich
Prüfen der Notendhalteinrichtung, Seite 35
5
Kette schmieren
nach Bedarf
Betriebsstoffe Seite 25, und
Kette schmieren, Seite 36
6
NOT-AUS-Schalter prüfen
täglich
Steuerungen, Seite 26
7
Puffer der Notendhalt-Einrichtung prüfen
(falls keine Endabschaltung vorhanden ist)
täglich
Alle hier aufgeführten Maßnahmen sind in Abschnitt
Wartungseinheit, Seite 31, beschrieben.
INSPEKTIONSLISTE
Die angegebenen Inspektionsintervalle beziehen sich auf
normalen Betrieb (siehe Abschnitt Betriebsweise, Seite 8).
Bei häufigem Betrieb müssen die Inspektionen öfter
durchgeführt werden.
Nr.
Durchzuführende Maßnahmen
Häufigkeit
1
2
3
4
5
Kette prüfen
Kettennuss und Kettenführungen prüfen
Bremsverschleiß prüfen
Alle Schrauben- und Bolzenverbindungen prüfen
Sitz und Zustand der Lasthaken und –ösen prüfen
(last- und tragseitig)
Motor prüfen
Getriebe prüfen und Schmierstoffwechsel
Wellenkupplung prüfen
Lastkupplung prüfen
Steuerung prüfen
Wartungseinrichtung prüfen
Filterschalldämpfer prüfen
Überlastsicherung prüfen
Axiallagerung der Haken und Lagerung
der Kettennüsse prüfen und nachschmieren
Puffer an Notendhalt-Einrichtungen austauschen
Druckluftanschlüsse auf Schäden überprüfen
Im Offshorebereich und ähnlich korrosiver Umgebung
Kette regelmäßig austauschen
mindestens alle 3 Monate
bei jedem Kettenwechsel
alle 250 Stunden*
alle 250 Stunden*
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
* mindestens einmal jährlich
alle 250
alle 250
alle 800
alle 800
alle 800
täglich
jährlich
jährlich
jährlich
Stunden*
Stunden*
Stunden**
Stunden**
Stunden**
jährlich
mindestens alle 5 Jahre
jährlich
mindestens alle 5 Jahre
** mindestens alle 5 Jahre
Seite 37
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INSTANDHALTUNG
PRÜFMASSE
Anmerkung: Beim Prüfen der Ablegereife muss zukünftiger Verschleiß bis zum nächsten Überprüfungstermin
berücksichtigt werden.
Wechseln Sie mit der Kette auch die Kettennuss aus,
da die neue Kette sonst einem erhöhten Verschleiß
unterliegt. Jeder Kettenwechsel muss im Prüfbuch
dokumentiert werden.
Kette d x t
22 x 66
23,5 x 66
31,5 x 90
Maß A max.
783,4
787,9
518,3*
11 x t innen
741,2
743
457,8*
Maß B max.
69,5
69,5
93,8
Maß C min.
19,8
21,2
28,35
Maß D max.
113,3
116,4
157,6
Maße in mm
* Messlänge bezogen auf 5 x t
Gerätetyp
Zulässiges Größtmaß
der Maulweite a1)
Zulässiges Kleinstmaß
der Höhe h
25 TI
EH 25,
83,4 mm
80,8 mm
37 TI, 50 TI,
EH 37, EH 50,
110,2 mm
116,9 mm
100 TI, EH 75, EH 100,
UH 75, UH 100
131,0 mm
152,0 mm
1)
Bei eingebauter Sicherungsklappe ist die Blechdicke
der Sicherungsklappe von dem zulässigen Größtmaß
der Maulweite a abzuziehen.
d2
d1
+ d2
C = d1
2
Seite 38
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ZUBEHÖR
ZUBEHÖR
G E FA H R !
Beim Einsatz von Kettenspeichern ist das
Schmieren der Kette von besonderer
Bedeutung um zu verhindern, dass die Kette
herausfällt.
KETTENSPEICHER
Verwenden Sie an JDN Druckluft-Hebezeugen nur
Original-JDN-Kettenspeicher. Fremdkonstruktionen
können ein hohes Sicherheitsrisiko bedeuten.
AC H T U N G !
Beim Heben von Lasten darf der Kettenspeicher nicht von der Last angefahren
werden. Fügen Sie ggf. ein Abschaltstück
in die Kette ein.
Überschreiten Sie nie die für einen Kettenspeicher
festgelegte Füllmenge.
Für Ketten in Speichern ist die Schmierung für das volle
Ausnutzen des Speichervolumens von besonderer Bedeutung. Rost auf den Ketten begünstigt hohes Auftürmen
der Kette im Speicher und ist deshalb unzulässig.
AC H T U N G !
Vermeiden Sie ein Auftürmen der Kette im
Kettenspeicher.
Beim Einlaufen der Kette in den Speicher müssen zwischen Unterkante Mittelteil und Kettenhaufwerk mindestens 5 Kettenglieder Kette frei hängen.
Die Kette darf nur über den Kettentrieb in den Speicher
gelangen. Sollte sie aus dem Speicher gefallen sein, z.B.
beim Transport, muss sie auf der Lasthakenseite vollständig ausgefahren und danach in Arbeitsposition des
Druckluft-Hebezeuges über den Kettentrieb erneut in
den Speicher gefahren werden.
Wenn eine Last dicht unter dem Lasthaken angeschlagen wird, ist sicherzustellen, dass sie nicht gegen den
Kettenspeicher gefahren werden kann. Gegebenenfalls
muss oberhalb des Lasthakens eine Klemmhülse an die
Kette montiert werden, die eine vorverlegte NotendAbschaltung am Steuerhebel bewirkt.
G E FA H R !
Wenn JDN-Druckluft-Hebezeuge ohne Kettenspeicher betrieben werden, ist darauf zu
achten, dass die am Kettenrad ab- oder auflaufende Leerkette (unbelastetes Kettenende)
keine Gefahren verursacht, z.B. durch
Verhaken, Anschlagen oder Herabstürzen.
Gefahren durch Herabstürzen können auch
entstehen, wenn sich die Leerkette beim
Heben zunächst auf großflächigen Lasten
oder anderen Flächen oberhalb der Verkehrsebene ablegt, danach abrutscht und herabstürzt.
AC H T U N G !
Zulässige Füllmenge nicht überschreiten!
Gefahr des Kettenabsturzes!
F I LT E R S C H AL L D Ä M P F E R
1 Verteilersystem
2 Filter-SchalldämpferElement
3 Gehäuse-Oberteil
4 Auffangschale
5 Befestigungsbolzen
6 Ableiter
Filterschalldämpfer
WIRKUNGSWEISE
Die Funktion des Feinfilter-Schalldämpfers läuft in drei
Schritten ab:
1. Die verbrauchte und ölhaltige Arbeitsluft strömt über
den Eintritt in ein konisches Verteilersystem (1) zur
gleichmäßigen Anströmung des Filterelements und
Reduzierung der Strömungsgeschwindigkeit.
2. Beim Durchströmen durch das Filtermedium aus
Micro-Glasfaser-Material werden die Ölpartikel aufgrund des „Coalescing-Effect“ zu größeren Tropfen
formiert, die in dem äußeren Schaumstoffmantel
Seite 39
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ZUBEHÖR
gesammelt werden und von dort in die transparente
Auffangschale (4) abtropfen können. Der erreichte
Wirkungsgrad beträgt > 99,99 % aller Ölaerosole nach
dem DOP-Test.
3. Die nun saubere Druckluft kann sich auf Umgebungsdruck entspannen. Die gezielte Verlangsamung der
Strömungsgeschwindigkeit führt zu einer Geräuschdämmung von > 4 dB (A).
4. Ergebnis: Saubere und ruhige Umgebungsluft.
Der aufwändige Aufbau des Filtrationsmaterials (2) mit
einem großen Hohlvolumen (ca. 90 %) hat zur Folge,
dass die Aufnahme von Feststoffpartikeln erheblich ist.
Die Standzeit ist entsprechend hoch bzw. der Druckabfall äußerst gering.
WA R T U N G
Es ist unbedingt darauf zu achten, dass das ausgefilterte
Öl oder die Emulsion, die sich im Auffangbehälter
gesammelt hat, entleert wird. Dieses sollte durch
Drehen des Knopfes des Ableiters (6) um 90° geschehen,
bevor der Flüssigkeitsspiegel das FilterschalldämpferElement (2) erreicht hat.
Wir empfehlen deshalb, die schlaffe Kette zuerst langsam
stramm zu fahren, bevor die Last angehoben wird.
Falls Sie Ihr Hebezeug mit einer Überlastsicherung
nachrüsten wollen, wenden Sie sich an den Kundendienst von J.D. NEUHAUS GMBH & CO. KG.
ÜBERLASTPRÜFUNG BEI PROFI 25 TI BIS
P R O F I 1 0 0 T I S OW I E E H 2 5 B I S E H 1 0 0
Zum Zwecke einer Überlastprüfung kann die Überlastsicherung übersteuert werden, indem Sie die Verschlussschraube herausdrehen.
G E FA H R !
Nach der Prüfung Verschlussschraube unbedingt wieder einschrauben und festen Sitz
sicherstellen.
Verschlussschraube herausdrehen.
Der Druckwaagekolben wird jetzt auf der HEBEN-Seite
nicht beaufschlagt. Die Abschaltfunktion ist daher
nicht wirksam.
Nach der Prüfung Verschlussschraube wieder einschrauben und festen Sitz sicherstellen.
ÜBERLASTSICHERUNG EINSTELLEN
Erst nach ca. 2.500 Betriebsstunden, abhängig von der
Feststoffbelastung, braucht das Element gegen ein neues
ausgewechselt zu werden. Der Filter-Schalldämpfer bleibt
dabei in der Leitung montiert. Die Unterschale, mit 4
Schnappverbindungen am Oberteil befestigt, kann leicht
durch eine Drehbewegung demontiert werden, ebenso
das Element, das durch den Bolzen (5) gehalten wird.
G E FA H R !
Bei falsch eingestellter Überlastsicherung
besteht Bruchgefahr für die Kette!
ÜBERLASTSICHERUNG
Die JDN-Druckluft-Hebezeuge sind in der EU-Ausführung
serienmäßig mit einer Überlastsicherung ausgestattet.
Diese schaltet automatisch die Hubbewegung des
Lasthakens ab, wenn das Hebezeug mit der eingestellten
Lastgröße oder höher belastet wird. Der Abschaltwert
beträgt 110 % bis 125 % der zulässigen Höchstlast. Nach
der Abschaltung kann nur noch die Senkbewegung
geschaltet werden.
Die Überlastsicherung kann auch ansprechen, wenn die
anzuhebende Last unterhalb der eingestellten Lastgröße
liegt, und zwar dann, wenn mit voller Leerlaufgeschwindigkeit und schlaffer Kette gegen eine Last gefahren wird.
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Abdeckschraube herausdrehen, um den dahinterliegenden Gewindestift zu erreichen.
Gewindestift drehen, um die Überlastsicherung
einzustellen: im Uhrzeigersinn drehen, um den
Abschaltwert zu erhöhen, gegen den Uhrzeigersinn
drehen, um den Abschaltwert zu vermindern.
Abdeckschraube wieder hineindrehen, um die ordnungsgemäße Funktion der Überlastsicherung
zu überprüfen.
ZUBEHÖR
.
.
Schnitt A - A
(
•
. . . .
(
(
Abdeckschraube
. . . . . .
.
A
. . . . . .
. . . .
.
. . . .
•
Verschlussschraube
. .
A
Überlastsicherung (am Motor)
VE R S T Ä R K E R E I N H E I T
Zur Verkürzung der Reaktionszeiten von Indirektsteuerungen (E und F) wird ab 10 m Steuerschlauchlänge ein Zusatzventil am Motor installiert.
Außerdem wird damit ein Steuerdruckverlust im
Steuerzylinder des Motorventils vermieden.
A X I AL L AG E R
Bei der Standardausführung von JDN-Druckluft-Hebezeugen können Sie den Traghaken zur Aufhängung nur
im unbelasteten Zustand um seine Längsachse drehen,
da die Hakenaufnahme im Gehäuse ohne Wälzlager
ausgeführt ist.
Falls in speziellen Anwendungen eine leichtgängige
Drehbewegung des Traghakens erforderlich ist, kann
zwischen Gehäuse und Traghaken ein Axiallager mit
separatem Lagergehäuse eingebaut werden.
Diese Zusatzeinheit vergrößert die Bauhöhe des
JDN-Druckluft-Hebezeuges.
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ANHANG
ANHANG
A B M E S S U N G E N / T E C H N I S C H E DAT E N
D
G
C
E1
B
A
S P E Z I F I K AT I O N E N VO N
JDN HEBEZEUGEN PROFI
E2
F
Typ
25 TI
37 TI
50 TI
100 TI
A kleinste Bauhöhe*
1282
1466
1700
2200
B
948
935
1144
1475
C
393
377
475
705
D
839
807
1005
1417
E1
75
100
100
120
E2
75
100
100
120
F
466
518
310
440
G größte Breite
610
745
539
767
* Kettenkästen vergrößern die Bauhöhe
Abmessungen in mm
Typ
25 TI
37 TI
50 TI
100 TI
kw
bar
25
2
6,0
6
37,5
3
6,0
6
50
4
6,0
6
100
4
10,0
6
Hubgeschwindigkeit bei Nennlast m/min
1,1
0,65
0,45
0,35
Hubgeschwindigkeit ohne Last
m/min
2,3
1,6
1,3
0,7
Senkgeschwindigkeit bei Nennlast m/min
1,9
1,5
1,4
0,8
Luftverbrauch
bei Nennlast
5,5
5,5
5,5
11
6,5
6,5
6,5
12
G1
G1
G1
G11⁄2
mm
25/39
25/39
25/39
35/51
kg
498
880
855
2460
Tragfähigkeit
Anzahl der Kettenstränge
Motorleistung
Luftdruck
Heben
Senken
t
m3/min
Luftanschluss
Schlauchgröße
( innen/ außen)
Gewicht bei Standardhub,
Seilsteuerung, ohne Δp
Kettenabmessung
1
mm
23,5 x 66
23,5 x 66
23,5 x 66
31,5x90
Gewicht der Kette pro Meter
kg
12,2
12,2
12,2
21,3
Standardhub
m
3
3
3
3
Steuerlänge bei Standardhub
m
2
2
2
2
Schalldruckpegel bei Nennlast1
mit Standardschalldämpfer-Heben dB (A)
83
83
83
88
Schalldruckpegel bei Nennlast1
mit Standardschalldämpfer-SenkendB (A)
83
83
83
89
gemessen aus 1 m Abstand gemäß DIN 45635 Teil 20
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ANHANG
A
H
F
E
S P E Z I F I K AT I O N E N VO N
J D N E I N S C H I E N E N - H U BW E R K E N
G
J
Typ
A
B
C
D
E
F*
G
H
J
K
L
M
EH 25
146
70
277
25
198
998
170
75
350
1185
377
434
EH 37
100
68
287
35
220
1070
190
100
455
1730
379
430
L
EH 50
125
68
292
40
283
1150
420
100
340
1680
462
560
EH 75
100
68
287
35
220
1480
286
120
740
3210
640
655
M
EH 100
125
68
292
40
283
1535
575
120
470
3130
762
750
Abmessungen in mm
* Kettenkästen vergrößern die Bauhöhe
Typ
Tragfähigkeit
Anzahl der Kettenstränge
Motorleistung Fahrwerk
Motorleistung Hubwerk
Luftdruck
C
b+B
b
D
K
t
kw
kw
bar
EH 25
EH 37
EH 50
EH 75
EH 100
25
2
1,4
6
6
37,5
3
1,4
6
6
50
4
1,4
6
6
75
3
2,8
10
6
100
4
2,8
10
6
Hubgeschwindigkeit bei Nennlast
m/min
1,1
0,65
0,5
0,45
0,35
Hubgeschwindigkeit ohne Last
m/min
2,3
1,6
1,1
0,85
0,65
Senkgeschwindigkeit bei Nennlast
m/min
1,9
1,5
0,9
1,0
0,75
Fahrgeschwindigkeit bei Nennlast
m/min
12
12
12
12
12
Fahrgeschwindigkeit ohne Last
m/min
13,5
13,5
13,5
13,5
13,5
Luftverbrauch bei Luftverbrauch Fahrwerk m3/min
2,6
2,6
2,6
5,2
5,2
Luftverbrauch Hubwerk
5,5
5,5
5,5
11
11
G 11⁄2
G 11⁄2
G 11⁄2
G 11⁄2
G 11⁄2
35/51
35/51
35/51
35/51
35/51
Luftanschluss
Schlauchgröße
( innen/ außen)
Gewicht bei Standardhub
mm
kg
950
1450
1780
4000
5700
Kettenabmessung
mm
23,5 x 66
23,5 x 66
23,5 x 66
31,5 x 90
31,5 x 90
Gewicht für 1 m Kette
kg
12,2
12,2
12,2
21,3
21,3
Standardhub
m
3
3
3
3
3
Steuerlänge bei Standardhub
m
2
2
2
2
2
Schalldruckpegel bei Nennlast1
mit Standardschalldämpfer - Heben
dB (A)
83
83
83
88
88
Schalldruckpegel bei Nennlast1
mit Standardschalldämpfer - Senken
dB (A)
83
83
83
89
89
1
gemessen aus 1m Abstand gemäß DIN 45635 Teil 20
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ANHANG
S C H ALT P L Ä N E
J D N D R U C K L U F T- H E B E Z E U G P R O F I 2 5 T I – 1 0 0 T I
SEILSTEUERUNG
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ANHANG
J D N D R U C K L U F T- H E B E Z E U G P R O F I 2 5 T I – 1 0 0 T I
E - S T E U E R U N G , 2 - FAC H , M I T N OT- H ALT- E I N R I C H T U N G
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ANHANG
J D N E I N S C H I E N E N - H U BW E R K E H 2 5 – E H 5 0
E - S T E U E R U N G , 4 - FAC H , M I T N OT- H ALT- E I N R I C H T U N G
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ANHANG
J D N E I N S C H I E N E N - H U BW E R K E H 7 5 – E H 1 0 0
E - S T E U E R U N G , 4 - FAC H , M I T N OT- H ALT- E I N R I C H T U N G
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BA 811 D · Änderungen vorbehalten · Frühere Ausgaben sind mit
dem Erscheinen dieser Fassung überholt und verlieren ihre Verbindlichkeit · 122009
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Telefon 02302 208-0 _ Fax 02302 208-286
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