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07.11.14
Wirtschaftsnews
Eurozone: EZB Leitzinssatz
letzte: 0.05%; erwartet: 0.05%; aktuell: 0.05%
Eurozone: EZB Einlagezinssatz
letzte: -0.20%; erwartet: -0.20%; aktuell: -0.20%
EZB-Präsident Mario Draghi hatte gestern seinen
grossen Auftritt. Spätestens seit der jüngsten
Prognoseanpassung der EU-Kommission von
vergangenem Dienstag wurde die Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank mit grösster
Spannung erwartet. Denn die EU-Kommission
senkte ihre Wachstumsprognose für die Eurozone
deutlich. Für das Jahr 2014 rechnet die Brüsseler
Behörde neu noch mit einem Wirtschaftswachstum von 0.8%. Zuvor war ein Wachstum von
1.2% prognostiziert worden. Für 2015 lautet die
neue Prognose 1.1% gegenüber bisher 1.7%.
Kein Wunder also, dass die Rufe nach zusätzlichen geldpolitischen Massnahmen durch die
Europäische Zentralbank sofort wieder lauter
wurden. Vorerst bleibt jedoch alles unverändert.
Die Europäische Zentralbank belässt ihren Leitzinssatz wie erwartet bei 0.05%. Auch wird der
Zinssatz für die Einlagen der Banken bei
-0.20% belassen.
Wie angekündigt hat die Europäische Zentralbank im Oktober zudem mit dem Ankauf von
„Covered Bonds“ begonnen. Bis jetzt hat die EZB
für knapp 5 Milliarden Euro Anleihen gekauft.
Auch das „ABS-Kaufprogramm“ soll noch in
diesem Jahr gestartet werden. Obwohl die Europäische Zentralbank die Wirkung der beiden
Anleihenkaufprogramme zuerst abwarten will,
arbeitet sie bereits an weiteren aussergewöhnlichen Massnahmen, wie EZB-Präsident Mario
Draghi an der Pressekonferenz bekannt gab.
Diverse Arbeitsgruppen seien mit der rechtzeitigen Vorbereitung entsprechender Massnahmen
beauftragt worden. Denn der EZB-Rat sei sich
einig bezüglich der Bereitschaft, zusätzliche
unkonventionelle Massnahmen zu ergreifen, sollte
dies notwendig werden, um die Risiken einer zu
lang anhaltenden Phase niedriger Inflation weiter
anzugehen. Die Inflationsrate in der Eurozone lag
im Oktober bei lediglich 0.4% gegenüber dem
Vorjahr, weiter unter dem von der EZB anvisierten
Ziel von „unter, aber nahe bei 2%“.
UK: Zinsentscheid Bank of England (BoE)
letzte: 0.50%, erwartet: 0.50%, aktuell: 0.50%
Die Bank of England hält erwartungsgemäss an
ihrer expansiven Gelpolitik fest und belässt die
Leitzinsen bei 0.50%. Die Zinsen verharren damit
seit Mai 2009 auf diesem Tiefstniveau. Wie
erwartet hat die Bank of England auch ihr Aufkaufprogramm britischer Gilts bei 375 Milliarden
Pfund belassen. Die Wirtschaft auf der grossen
Insel zeigte sich zuletzt wieder stärker. Verglichen
mit dem Vorjahr ist die britische Wirtschaft um
3.0% gewachsen und auch der Arbeitsmarkt
verbessert sich kontinuierlich. Die für britische
Verhältnisse tiefe Inflation von derzeit 2.3% gibt
der Bank of England jedoch Zeit, die weitere
wirtschaftliche Entwicklung abzuwarten.
Schweiz: Arbeitslosenquote (Oktober)
Letzte: 3.2%, erwartet: 3.2%, aktuell: 3.2%
Die heute früh publizierte Arbeitslosenquote in
der Schweiz offenbarte keine Überraschung.
Unter Berücksichtigung saisonaler Effekte verharrte die Quote bei 3.2%. Mit saisonalen Effekten
stieg die Quote auf 3.1%, da insbesondere auf
dem Bau und in der Landwirtschaft in der kalten
Jahreszeit weniger Personal benötigt wird.
USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (1. Nov.)
letzte: 288K; erwartet: 285K; aktuell: 278K
USA: Bezüger von Arbeitslosenhilfe (25. Okt.)
letzte: 2387K; erwartet: 2363K; aktuell: 2348K
Überraschend gute Zahlen wurden gestern vom
US-Arbeitsmarkt publiziert. Die Anzahl der Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe ist vergangene
Woche weiter zurückgeglitten. Damit hat sich
auch der etwas weniger volatile Vierwochendurchschnitt weiter verbessert. Er bleibt damit
deutlich unter der wichtigen Marke von 300‘000
Anträgen pro Woche. Überhaupt wurde ein solch
tiefes Niveau von Neuanträgen seit dem Jahr
2000 nicht mehr erreicht. Der US-Arbeitsmarkt
steht aktuell auf einem guten Fundament und es
Disclaimer: Die Angaben in dieser Publikation und insbesondere die Beschreibung zu einzelnen Wertpapieren stellen weder eine Offerte zum Kauf der Produkte
noch eine Aufforderung zu einer andern Transaktion dar. Sämtliche in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind sorgfältig ausgewählt und stammen
aus Quellen, die vom Investment Center der St.Galler Kantonalbank Gruppe grundsätzlich als verlässlich betrachtet werden. Meinungsäusserungen oder
Darstellungen in dieser Publikation können jederzeit und ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Es wird keine Garantie oder Verantwortung bezüglich
der Genauigkeit und Vollständigkeit der Informationen übernommen. Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben wird vollumfänglich abgelehnt.
07.11.14
werden derzeit kaum mehr Stellen abgebaut.
Ebenfalls weiter zurückgeglitten ist die Anzahl der
bereits bestehenden Bezüger von Arbeitslosenhilfe. Der Trend am US-Arbeitsmarkt zeigt klar in die
richtige Richtung. Wir gehen davon aus, dass
sich der US-Arbeitsmarkt weiter kontinuierlich
verbessert.
Aktienmärkte
US-Aktienmärkte:
DowJones: +0.40%, S&P: +0.38%
Nasdaq: +0.38%
Europäische Aktienmärkte:
DJStoxx50: +0.34%, DAX: +0.66%,
SMI: +0.23%
Asiatische Märkte:
aktuell: Nikkei: +0.52%, HangSeng: -0.21%,
S&P/ASX 200: +0.78%
Die Aktienmärkte Europas zeigten sich gestern
kurz nach dem EZB-Entscheid euphorisch. Zwischenzeitlich schoss der breitgefasste EuroStoxx
um über 2% in die Höhe. Allerdings verflog diese
Euphorie schnell wieder. Ziemlich bald wurde
klar, dass Draghi zwar gewillt ist, sich mit allen
Mitteln gegen die drohende Deflation zu stellen.
Die schon lange geäusserten Bedenken, dass die
Umsetzung seiner angekündigten Aufkaufprogramme schwieriger als gedacht wird, liess die
Investoren aber wieder vorsichtiger werden.
Immerhin rettete der Index noch einen kleinen
Vorsprung ins Ziel. Man darf bezüglich der weiteren EZB-Massnahmen gespannt sein! Offensichtlich zaubert Draghi immer wieder etwas Neues
aus dem Hut. ArcelorMittal (+0.38%), der grösste
Stahlkonzern der Welt, zeigte gestern gute Zahlen. Die Quartalszahlen lagen leicht über den
Erwartungen und auch das Ziel von 7 Milliarden
EBITDA für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Der
Einbruch bei den Eisenerzpreisen hat die Bergbaueinheit deutlich in Mitleidenschaft gezogen.
Diesen negativen Effekt mehr als ausgeglichen
hat aber das gute Resultat der Stahleinheit. Die
anziehende Nachfrage nach Stahl in den USA
und Europa verbesserte das Ergebnis deutlich.
Im Schweizer Markt zeigte der weltgrösste Luxusgüterhersteller Richemont (+1.77%) gestern seine
Zahlen. Aufgrund von Wechselkurseffekten sank
der Umsatz um -1%. Auch der Gewinn lag leicht
unter den Erwartungen. Die Demonstrationen in
Hong Kong sowie die härtere Gangart der chinesischen Regierung gegen Korruption zeigen sich
in den Zahlen der europäischen Luxuskonzerne.
Teure Uhren, Handtaschen und Schmuck werden
in China häufig als Schmiergeld verwendet. Dies
scheint nun schwieriger geworden zu sein.
Rohstoffmärkte
Ölpreis WTI: USD 77.49 pro Fass
Goldpreis: USD 1133.55 pro Unze
Das Öl hat seine Talfahrt fortgesetzt. Die führenden OPEC-Mitglieder haben sich gegen eine
Reduktion des Outputs gestemmt. Im Moment ist
im Ölmarkt eine kleiner Preiskrieg zwischen den
USA und der OPEC im Gange. Die USA, ausgelöst durch den Schieferölboom, konnte jüngst ihre
Förderquoten beträchtlich steigern. Hinzu kommt
eine schwächere Nachfrage aus der Wirtschaft.
Beides drückt deutlich auf die Preise. Es ist
durchaus denkbar, dass die OPEC gezielt den
Ölpreis fallen lässt, um unliebsame Konkurrenz
aus dem Markt zu drängen. Schliesslich sind sie
aufgrund ihrer sehr tiefen Produktionskosten am
deutlich längeren Hebel.
Kapitalmärkte
Renditen 10 J:
USA: 2.391%; D: 0.825%; CH: 0.428%
Die Rendite des 10-jährigen US-Treasury zeigt
seit einiger Zeit wieder nur in eine Richtung.
Nachdem wir Mitte Oktober noch bei 2.13%
lagen, notiert diese unterdessen bei knapp
2.40%. Wir gehen davon aus, dass diese Entwicklung noch etwas anhält.
Disclaimer: Die Angaben in dieser Publikation und insbesondere die Beschreibung zu einzelnen Wertpapieren stellen weder eine Offerte zum Kauf der Produkte
noch eine Aufforderung zu einer andern Transaktion dar. Sämtliche in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind sorgfältig ausgewählt und stammen
aus Quellen, die vom Investment Center der St.Galler Kantonalbank Gruppe grundsätzlich als verlässlich betrachtet werden. Meinungsäusserungen oder
Darstellungen in dieser Publikation können jederzeit und ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Es wird keine Garantie oder Verantwortung bezüglich
der Genauigkeit und Vollständigkeit der Informationen übernommen. Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben wird vollumfänglich abgelehnt.
07.11.14
Währungen
US-Dollar in Franken: 0.9728
Euro in US-Dollar: 1.2377
Euro in Franken: 1.2040
Der Euro zeigte sich gestern nach dem EZBZinsentscheid deutlich schwächer. Unterdessen
notiert dieser unter 1.24. Seit Mitte Mai hat nun
der Euro um über 11% verloren. Ein klares Zeichen dafür, dass der Markt einerseits an eine
fortsetzende US-Erholung und andererseits an
eine weiter expansive europäische Geldpolitik
glaubt.
Patrick Häfeli, CFA
Beat Schiffhauer, CFA
Investment Center
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