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Betriebsanleitung (Deutsch)

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KM-70
Einbau-Thermostat
B 60.2045.0
Betriebsanleitung
2008-10-24/00073777
Lesen Sie diese Betriebsanleitung, bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen.
Bewahren Sie die Betriebsanleitung an einem für alle Benutzer jederzeit
zugänglichen Platz auf. Bitte unterstützen Sie uns, diese Betriebsanleitung zu
verbessern. Für Ihre Anregungen sind wir dankbar.
Telefon (06 61) 60 03-7 16
Telefax (06 61) 60 03-5 04
Alle erforderlichen Einstellungen und nötigenfalls Eingriffe im Geräteinnern sind
in der vorliegenden Betriebsanleitung beschrieben. Sollten trotzdem bei der
Inbetriebnahme Schwierigkeiten auftreten, bitten wir Sie, keine unzulässigen
Manipulationen am Gerät vorzunehmen. Sie gefährden dadurch Ihren Garantieanspruch! Bitte setzen Sie sich mit der nächsten Niederlassung oder mit dem
Stammhaus in Verbindung.
Inhalt
Seite
1
Einleitung ................................................................................... 5
1.1
1.1.1
1.1.2
Typografische Konventionen ................................................................... 5
Warnende Zeichen ...................................................................................... 5
Hinweisende Zeichen .................................................................................. 5
1.2
Verwendung ............................................................................................... 6
1.3
Kennzeichnung .......................................................................................... 6
1.4
Sicherheitshinweise .................................................................................. 6
2
Gerät identifizieren ................................................................... 7
2.1
Typenschild ................................................................................................ 7
2.2
Typenerklärung .......................................................................................... 7
3
Montage ..................................................................................... 8
3.1
Abmessungen ............................................................................................ 8
3.2
3.2.1
Einbau-Thermostat befestigen ................................................................ 9
Befestigung des Schaltkopfes .................................................................... 9
3.3
3.3.1
3.3.2
Fernleitung / Temperaturfühler / Schutzhülse ........................................ 9
Allgemeines ................................................................................................. 9
Zugelassene Fühler bzw. Schutzhülsen .................................................... 10
3.4
3.4.1
Zulässige Belastbarkeit an der Schutzhülse ........................................ 13
Schutzhülsen U, US, E und ES ................................................................. 13
4
Installation ............................................................................... 17
4.1
4.1.1
Vorschriften und Hinweise ..................................................................... 17
Elektrischer Anschluss .............................................................................. 17
5
Einstellungen ........................................................................... 19
5.1
Grenzwerteinstellung .............................................................................. 19
5.2
Entriegeln des Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB) ....................... 19
5.3
Grenzwertsicherung ............................................................................... 20
5.4
5.4.1
5.4.2
Selbstüberwachung ................................................................................ 20
Verhalten beim Bruch des Messsystems .................................................. 20
Verhalten bei Untertemperatur .................................................................. 20
6
Gerätebeschreibung ............................................................... 21
6.1
Technische Daten .................................................................................... 21
1 Einleitung
1.1
Typografische Konventionen
1.1.1
Warnende Zeichen
V
A
1.1.2
H
v
abc1
Vorsicht
Dieses Zeichen wird benutzt, wenn es durch ungenaues Befolgen oder Nichtbefolgen von Anweisungen zu Personenschäden kommen kann!
Achtung
Dieses Zeichen wird benutzt, wenn es durch ungenaues Befolgen oder Nichtbefolgen von Anweisungen zu Beschädigungen von Geräten kommen kann!
Hinweisende Zeichen
Hinweis
Dieses Zeichen wird benutzt, wenn Sie auf etwas Besonderes aufmerksam
gemacht werden sollen.
Verweis
Dieses Zeichen weist auf weitere Informationen in anderen Kapiteln bzw.
Abschnitten hin.
Fußnote
Fußnoten sind Anmerkungen, die auf bestimmte Textstellen Bezug nehmen.
Fußnoten bestehen aus zwei Teilen:
Kennzeichnung im Text und Fussnotentext.
Die Kennzeichnung im Text geschieht durch hochstehende fortlaufende Zahlen.
Der Fußnotentext (2 Schriftgrade kleiner als die Grundschrift) steht am unteren
Seitenende und beginnt mit einer hochstehenden Zahl.
✱
Handlungsanweisung
Dieses Zeichen zeigt an, dass eine auszuführende Tätigkeit beschrieben
wird.
Die einzelnen Arbeitschritte werden durch diesen Stern gekennzeichnet, z. B.:
Sollwert einstellen
5
1 Einleitung
1.2
Verwendung
Einbau-Thermostate der Typenreihe KM sind zur Überwachung von Wärmeerzeugern, Boilern, Wärmetauschern und Pumpen in der Heizungs-, Lüftungsund Klimatechnik geeignet.
A
1.3
Durchtrennen oder Knicken der Fernleitung des Einbau-Thermostaten der
Typreihe KM führt zum dauerhaften Ausfall des Geräts!
Kennzeichnung
H
Ausführungen nach DIN 3440:
STB = Sicherheitstemperaturbegrenzer
Einbau-Thermostate der Typenreihe KM entsprechen der VDE 0631.
Baumusterprüfung nach:
H
1.4
- DIN 3440
- Druckgeräterichtlinie 97/23/EG
- DVGW Gasgeräterichtlinie 90 / 396 / EWG
Sicherheitshinweise
H
Beim Bruch des Messsystems kann die Füllflüssigkeit austreten.
Physikalische und toxikologische Eigenschaften der Stoffe, welche bei einem
Messsystembruch austreten können:
Regelbereich
mit
Skalenendwert
≥ +200°C < +200°C
≥ +200°C ≤ +350°C
1
6
GefährBrand- und
liche
Explosionsgefahr
Reaktion Zündtem- Explosionsperatur
grenze
°C
Vol.%
nein
+355°C
0,6 - 0,8V%
nein
+490°C
--
wasserToxikologie
gefährdend
reizend gesund- toxisch
heitsgefährdend
1
ja
ja
nein
ja
ja
1
nein
Über eine Gesundheitsgefährdung bei kurzzeitiger Einwirkung und
geringer Konzentration, z. B. bei Messsystembruch, gibt
es bis jetzt keine einschränkende gesundheitsbehördliche Stellungnahme.
2 Gerät identifizieren
2.1
Typenschild
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(9)
( 7 )( 8 )
( 1 ) Typ / zulässige Umgebungstemperatur
( 2 ) Typenschlüssel
( 3 ) Grenzwert / Umgebungstemperatur
bei der dieser Thermostat kalibriert wurde (Option) / Schutzart
( 4 ) Schaltleistung
( 5 ) Verkaufsartikelnummer
( 6 ) Fabrikationsnummer
( 7 ) Fertigungsjahr
( 8 ) Fertigungswoche
( 9 ) Prüfzeichen
2.2
Typenerklärung
Typenbezeichnung
KM -70/ . Einbau-Thermostat mit Mikroschalter,
mit Fernleitung, serienmässiger Anschluss "A" (glatter Rundfühler),
Schutz-Temperatur-Begrenzer (STB),
mit Wiedereinschaltsperre
/O Öffnungskontakt
/U Umschaltkontakt
7
3 Montage
3.1
Abmessungen
KM-70
(4)
(2)
(1)
(5)
(3)
( 1 ) Skalenanfangswert
( 2 ) Skalenendwert
( 3 ) Flachstecker A 6,3 x 0,8 mm
( 4 ) Schalttafel
( 5 ) Wiedereinschaltknopf
8
3 Montage
3.2
Einbau-Thermostat befestigen
Gebrauchslage
3.2.1
beliebig
Befestigung des Schaltkopfes
Mit zwei Schrauben M4
am Chassis
(1)
( 1 ) Schraube
( 2 ) Schalttafel
3.3
Fernleitung / Temperaturfühler / Schutzhülse
3.3.1
Allgemeines
A
(2)
Das Durchtrennen oder Knicken der Fernleitung des Einbau-Thermostaten
führt zum dauerhaften Ausfall des Geräts!
Der minimal zulässige Biegeradius der Fernleitung beträgt 5 mm.
Der Einbau des Temperaturfühlers muss in JUMO-Schutzhülsen erfolgen –
anderenfalls erlischt die Zulassung des Einbau-Thermostaten.
H
Der Temperaturfühler muss vollständig in das Messmedium eingetaucht sein.
Temperaturfühler und Schutzhülsen sollen Behälter- bzw. Rohrwandungen
nicht berühren.
Um die allgemeine Ansprechgenauigkeit zu gewährleisten, dürfen die Geräte
nur mit den werkseitig mitgelieferten Schutzhülsen verwendet werden.
In Schutzhülsen mit Durchmesser D = 10 mm darf nur ein Fühler mit Durchmesser d = 8 mm eingesetzt werden.
Im Betriebsmedium Luft muss die Anschlussart „A“ (ohne Schutzhülse)
gewählt werden.
9
3 Montage
3.3.2
Zugelassene Fühler bzw. Schutzhülsen
_15
L
~10
L
L1
10
Bauformen
A und H
d
D
Ød
A
Glatter Rundfühler.
H
Wendelfühler.
Bauformen
D, B und C
SW
SW
L1
L1
L1
SW
G
d
10
~15
~15
~15
L
L
L
S
S
S
G
d
d
D
B
C
Glatter Rundfühler,
Gewindestück auf der
Fernleitung aufgelötet
oder geschweißt.
Anschluss „C“ mit loser
Verschraubung, beiderseits Gewinde.
Glatter Rundfühler, mit
Bund und Überwurfmutter. Bund auf der Fernleitung aufgelötet oder
geschweißt.
3 Montage
Bauformen
U und US
Ø 25
27
SW
14
Ø 30
Ø 12
S
S
G½
Ø8
ØD
ØD
U
Einschraubhülse mit
Einschraubzapfen Form
A nach DIN 3852/2. Mit
Feststellschraube.
Bauformen
UH und UO
US
Schutzhülse als Einschweisshülse mit Feststellschraube und Klemmstück.
SW
L1
L1
SW
G
G
S
S
D
d
D
UH
UO
Schutzhülse als Einschraubhülse mit
Festststellschraube,
ohne Dichtbund zum
Einhanfen für Temperaturen bis 110°C.
Schutzhülse ohne
Tauchrohrboden, als
Einschraubhülse, mit
Feststellschraube.
11
3 Montage
Bauformen
E und ES
SW
L1
SW
D2
G
S
S
Ø 12
D
D
E
Schutzhülse als Einschraubhülse,
mit Einschraubzapfen Form A
nach DIN 3852/2, Befestigung der
Hülse mit Überwurfmutter,
Anschluss „C“
ES
Schutzhülse als Einschweißhülse mit
Schweißbund, Befestigung der Hülse mit
Überwurfmutter, Anschluss „C“.
Bauformen
Q und V
Scheibe
Scheibe
Dichtung
Dichtung
Scheibe
Scheibe
Dichtung
SW
L1
G
L1
SW
G
d
12
Ø8
d
Q
V
Doppelverschraubung
zur nachträglichen Montage auf die Fernleitung.
Max. Fühlertemperatur
+200°C.
Dichtung ölbeständig.
Stopfbuchsenverschraubung zur nachträglichen Montage auf
die Fernleitung.
Max. Fühlertemperatur
+200°C.
Dichtung ölbeständig.
3 Montage
3.4
Zulässige Belastbarkeit an der Schutzhülse
3.4.1
Schutzhülsen U, US, E und ES
A
3.4.1.1
Die folgenden Werte beschreiben die maximale Belastbarkeit der betreffenden
Anschlussart. Der maximal abdichtbare Druck ist von den Einbauverhältnissen
abhängig und kann u.U. niedriger sein.
Schutzhülse aus Stahl U, US, E und ES
Werkstoffe
Rohr:
Einschraubnippel bis 300°C:
Einschraubnippel bis 450°C:
Einschweissnippel:
St 35.8 I
9 SMnPb28 K
16 Mo 3 (eingedrehte Rille)
16 Mo 3 (ohne eingedrehte Rille)
Belastbarkeit
Rohrdurchmesser „D“
Temperatur
8 x 0,75 mm
oder konisch
10 x 0,75 mm
15 x 0,75 mm
maximal zulässiger Druck
100°C
89 bar
72 bar
48
150°C
83 bar
67 bar
45
200°C
78 bar
63 bar
42
300°C
59 bar
47 bar
32
350°C
50 bar
40 bar
27
13
3 Montage
zulässige
Anströmgeschwindigkeiten
Temperatur:
Wärmeträger:
+200°C
Luft
Wasser, Öl
Rohrdurchmesser „D“:
..............
08 mm
10 mm
15 mm
Zulässige Anströmgeschwindigkeit „v“ bei maximal zulässiger Druckbelastung
und unterschiedlicher Tauchrohrlänge „S“
Zulässige Anströmgeschwindigkeit „v“ bei maximal
zulässiger Druckbelastung und unterschiedlicher Tauchrohrtemperatur „t“.
Werkstoff:
Tauchrohrlänge „s“:
Wärmeträger:
ST35.8 I
200 mm
Luft
Wasser, Öl
Rohrdurchmesser „D“:
..............
14
08 mm
10 mm
15 mm
3 Montage
3.4.1.2
Schutzhülse aus Edelstahl U, US, E und ES
Belastbarkeit
Werkstoff Rohr und Nippel: X 6 CrNiMoTl 17 122
Rohrdurchmesser „D“
Temperatur
8 x 0,75 mm
oder konisch
10 x 0,75 mm
15 x 0,75 mm
maximal zulässiger Druck
3.4.1.3
100°C
92 bar
74 bar
50 bar
150°C
88 bar
71 bar
48 bar
200°C
83 bar
67 bar
45 bar
300°C
72 bar
58 bar
39 bar
Schutzhülse aus Messing U und E
Belastbarkeit
Werkstoff Rohr und Nippel: CuZn
Rohrdurchmesser „D“
Temperatur
8 x 0,75 mm
10 x 0,75 mm
15 x 0,75 mm
maximal zulässiger Druck
3.4.1.4
100°C
50 bar
40 bar
27 bar
150°C
48 bar
39 bar
26 bar
Schutzhülse aus Messing UH
Belastbarkeit
Werkstoff Rohr und Nippel: CuZn
3.4.1.5
Temperatur
maximal zulässiger Druck
110°C
16 bar
Fühleranschlüsse B, C und D
(Fühler direkt vom Medium berührt)
Nippelwerkstoff
CuZn 39
9 SMnPb.28 K
X 6 CrNiMoTl 17 122
300
400
Temperatur °C
200
Fühlerwerkstoff
Ø mm
Gerätefunktion: STB
4 - 10
2 bar
SF-Cu
ST 35; 1.4571(V4A)
15
3 Montage
A
Bauform A, H, UO, Q, V darf nur in drucklosen Medien eingesetzt werden.
A
- Wegen der allgemeinen Ansprechgenauigkeit darf das Gerät nur mit den
werkseitig mitgelieferten Schutzhülsen verwendet werden.
- Mehrfachbelegung von Schutzhülsen sind nur mit 2 oder 3 Rundfühlern von
Ø 6 mm und Schutzhülsen von 15 x 0,75 mm zulässig.
- Bei Belegung mit 2 Fühlern muß die werkseitig mitgelieferte Andrückfeder
in der Schutzhülse eingebaut werden.
- Für das Betriebsmedium Luft muß der Temperaturfühler ohne Schutzhülse
angewandt werden.
H
Der Temperaturfühler (2) muss vollständig in das Medium eingetaucht sein, da
sonst größere Schaltpunktabweichungen auftreten.
Bei den Anschlussarten „U, US, UH und UO“ wird der Temperaturfühler mit
dem Klemmstück (1) in der Schutzhülse befestigt.
(1)
(2)
16
4 Installation
4.1
Vorschriften und Hinweise
V
■ Der elektrische Anschluss darf nur von Fachpersonal durchgeführt werden.
■ Bei der Wahl des Leitungsmaterials, bei der Installation und beim elektrischen Anschluss des Gerätes sind die Vorschriften der VDE 0100 "Bestimmungen über das Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen
unter 1000 V" bzw. die jeweiligen Landesvorschriften zu beachten.
■ Das Gerät völlig vom Netz trennen, wenn bei Arbeiten spannungsführende
Teile berührt werden können.
■ Gerät an der Klemme PE mit dem Schutzleiter erden. Diese Leitung sollte
mindestens den gleichen Querschnitt wie die Versorgungsleitungen aufweisen. Erdungsleitungen sternförmig zu einem gemeinsamen Erdungspunkt
führen, der mit dem Schutzleiter der Spannungsversorgung verbunden ist.
Erdungsleitungen nicht durchschleifen, d. h. nicht von einem Gerät zum
anderen führen.
■ Neben einer fehlerhaften Installation können auch falsch eingestellte Werte
am Thermostat den nachfolgenden Prozess in seiner ordnungsgemäßen
Funktion beeinträchtigen oder zu sonstigen Schäden führen. Die Einstellung sollte nur dem Fachpersonal möglich sein. Bitte in diesem Zusammenhang die entsprechenden Sicherheitsvorschriften beachten.
4.1.1
Elektrischer Anschluss
■ Klemmen und Anschlüsse geeignet für innere Leiter
■ Anschlussverbindung geeignet für fest verlegte Leitung
■ Leitungsführung ohne Zugentlastung
■ Schutzklasse I, einbezogen sind:
- Schaltkopf inklusiv 4000 mm Cu-Kapillare (einschließlich Fühlerlänge)
- Nur der Schaltkopf bei CrNi-Kapillare und Fühler
Bei Fühlern, Kapillarleitungsarten und Kapillarleitungslängen, die nicht in die
Schutzklasse I einbezogen sind, muss der Anwender für den erforderlichen
Schutz gegen elektrischen Schlag sorgen.
serienmässig
0
(1)
100
(1)
( 1 ) Flachstecker
( 1 ) (A 6,3 x 0,8 mm, DIN 46 244)
17
4 Installation
Kurzzeichen X
(1)
(2)
Schraubklemmen bis 2,5 mm2 Leitungsquerschnitt
( 1 ) Klemmkörper
( 2 ) Anschlussschraube
Anschlussbilder
Typ KM-70
mit Öffnungskontakt
und
Wiedereinschaltsperre
18
Typ KM-70
mit Öffnungskontakt,
Wiedereinschaltsperre
und zusätzlichem
Signalkontakt
5 Einstellungen
5.1
Grenzwerteinstellung
✱ Schaltpunkt vor dem Einbau mit Schraubendreher am Grenzwertsteller einstellen.
(1)
100
0
(4)
(3)
(2)
( 1 ) Skalenteilung
( 2 ) Grenzwertzeiger
( 3 ) oberer Anschlag
( 4 ) Grenzwertsteller
Bei Grenzwertbereichen über 120°C muß der eingestellte Grenzwert gegen
Verstellen gesichert werden.
➩ Kapitel 5.3 "Grenzwertsicherung", Seite 20.
5.2
Entriegeln des Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB)
Nach Unterschreitung des eingestellten Grenzwertes (Gefahrentemperatur) um
ca. 10% des Skalenumfanges, kann der Mikroschalter entriegelt werden.
(1)
✱ Wiedereinschaltknopf ( 1 ) drücken, bis der Mikroschalter entriegelt ist.
19
5 Einstellungen
5.3
Grenzwertsicherung
(1)
(2)
( 1 ) Abdeckung
( 2 ) plombierbare Schraube
5.4
Selbstüberwachung
5.4.1
Verhalten beim Bruch des Messsystems
H
5.4.2
H
20
Beim STB wird bei Messsystembruch (Undichtheit) der Stromkreis bleibend
geöffnet und der Mikroschalter zusätzlich verriegelt.
Verhalten bei Untertemperatur
Wird beim STB die minimale Fühlertemperatur -10°C unterschritten, öffnet sich
der Stromkreis selbsttätig.
Nach Überschreiten der minimalen Fühlertemperatur muss der STB manuell
entriegelt werden.
➩ Kapitel 5.2 "Entriegeln des Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB)", Seite 19.
6 Gerätebeschreibung
6.1
Technische Daten
zulässige
Umgebungstemperatur
Fernleitung
Schaltkopf
max.
+80°C
+80°C
min.
-20°C
+18°C
zulässige
Fühlertemperatur
max. Skalenendwert +15%,
min. -50°C
zulässige
Lagertemperatur
max. +50°C, min. -50°C
Gehäuse
Stahlblech, galvanisch verzinkt
bei Skalenendwert
< 200°C
≥ 200°C ≤ 350°C
Deckel: wärmebeständiger Kunststoff
Anschlussleitung
max.
Schaltleistung
Leitungsquerschnitt maximal 2,5 mm2
Typ
Kontaktart
Kurzzeichen
Strom ( A )
Spannung
Öffnungskontakt bei steigender Temperatur
16 (2)
16 (2)
0,25
400 V AC
230 V AC cos. ϕ = 1 (0,6)
230 V DC
Schließkontakt
bei fallender
Temperatur
2 (2)
2 (2)
0,25
400 V AC
230 V AC
230 V DC
Öffnungskontakt bei steigender Temperatur
16 (2)
16 (2)
0,25
400 V AC
230 V AC cos. ϕ = 1 (0,6)
230 V DC
U
KM-70
O
Kontaktsicherheit
Zur Gewährleistung einer möglichst großen Schaltsicherheit empfehlen wir
eine Mindestbelastung von:
- AC / DC 24 V, 100 mA bei Silberkontakten (standard)
- AC / DC 10 V, 10 mA bei vergoldeten Kontakten (Kurzzeichen "au")
BemessungsStoßspannung
2500 V (über die schaltenden Kontakte 400 V) Überspannungskategorie II
Erforderliche
Absicherung
siehe maximaler Schaltstrom
Schutzart
EN 60 529 - IP 00, Verschmutzungsgrad 3
21
6 Gerätebeschreibung
Betriebsmedium
Wasser, Öl, Luft, Heissdampf
Zeitkonstante
t0,632
Wirkungsweise
in Wasser
in Öl
in Luft / Heissdampf
≤ 45 s
≤ 60 s
≤ 120 s
gemäß EN 60 730-1 und DIN EN 60 730-2-9
STB:
2 BFHKLP
Kurzzeichenerklärung:
2 Wirkungsweise Typ 2
B automatische Wirkungsweise mit Mikro-Abschaltung
F nur mit Werkzeug rückstellbar
H Freilösemechanismus,
dessen Kontakte am Öffnen nicht gehindert werden können
K mit Fühlerbruch-Sicherung
L keine Hilfsenergie erforderlich
P Wirkungsweise Typ 2, durch deklarierte Temperaturwechsel geprüft
Nennlage
beliebig
Gewicht
ca. 0, 3 kg
Fernleitungsund
Fühlermaterial
Skalenendwert
Fernleitung
Fühler
bis +200°C
Kupfer Wst.-Nr.: 2.0090
Ø 1,5 mm
Kupfer, Wst.-Nr.: 2.0090
hart gelötet
bis +350°C
Kupfer Wst.-Nr.: 2.0090
Ø 1,5 mm
Edelstahl, Wst.-Nr.: 1.4571
hart gelötet
gegen Mehrpreis
bis +350°C
minimaler
Biegeradius der
Kapillare
Schaltpunktgenauigkeit
Edelstahl, Wst.-Nr.: 1.4571
geschweisst
5 mm
(in % vom Skalenumfang;
bezogen auf den eingestellten Grenzwert bei TU +22°C)
STB
22
Edelstahl Wst.-Nr.: 1.4571
Ø 1,5 mm
im oberen Drittel der Skala
+0
-5 %
am Skalenanfang
+0
-10
%
6 Gerätebeschreibung
mittlerer
Umgebungstemperatureinfluss
(in % vom Skalenumfang) bezogen auf den Grenzwert.
Bei einer Abweichung der Umgebungstemperatur am Schaltkopf und / oder
der Fernleitung von der Kalibrier-Umgebungstemperatur +22°C, entsteht eine
Schaltpunktverschiebung.
Höhere Umgebungstemperatur = niedrigerer Schaltpunkt
Niedrigere Umgebungstemperatur = höherer Schaltpunkt
Bei Temperaturen mit Skalenendwert:
< +200°C
≥ +200°C ≤ +350°C
Einfluss auf den Schaltkopf
0,17%/K
0,13%/K
Einfluss auf die Fernleitung pro Meter
0,054 %/K
0,11 %/K
23
JUMO GmbH & Co. KG
JUMO Mess- und Regelgeräte
Ges.m.b.H.
JUMO Mess- und Regeltechnik AG
Hausadresse:
Moritz-Juchheim-Straße 1
36039 Fulda, Germany
Lieferadresse:
Mackenrodtstraße 14
36039 Fulda, Germany
Postadresse:
36035 Fulda, Germany
Telefon: +49 661 6003-716
Telefax: +49 661 6003-504
E-Mail: mail@jumo.net
Internet: www.jumo.net
Pfarrgasse 48
1232 Wien, Austria
Telefon: +43 1 610610
Telefax: +43 1 6106140
E-Mail: info@jumo.at
Internet: www.jumo.at
Laubisrütistrasse 70
8712 Stäfa, Switzerland
Telefon: +41 44 928 24 44
Telefax: +41 44 928 24 48
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