close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Bedienungsanleitung Digital-Multimeter VC98B - TecHome.de

EinbettenHerunterladen
Digital-Multimeter
mit Datenlogger und PC-Link
VC 98B
Bedienungsanleitung
ELV Elektronik AG • PF 1000 • D-26787 Leer
Telefon 0491/6008-88 • Telefax 0491/6008-244
1
Bitte lesen Sie diese Bedienungsanleitung vor der Inbetriebnahme komplett und bewahren Sie die Bedienungsanleitung für späteres Nachlesen auf. Wenn Sie das Gerät
anderen Personen zur Nutzung überlassen, übergeben Sie
auch diese Bedienungsanleitung.
ELV - www.elv.com - Art.-Nr. 72816
1. Ausgabe Deutsch
10/2010
Dokumentation © 2007 eQ-3 Ltd. Hongkong
Alle Rechte vorbehalten. Ohne schriftliche Zustimmung des Herausgebers darf dieses
Handbuch auch nicht auszugsweise in irgendeiner Form reproduziert werden oder unter
Verwendung elektronischer, mechanischer oder chemischer Verfahren vervielfältigt oder
verarbeitet werden.
Es ist möglich, dass das vorliegende Handbuch noch druck­tech­nische Mängel oder Druckfehler aufweist. Die Angaben in diesem Handbuch werden jedoch regelmäßig überprüft
und Korrekturen in der nächsten Ausgabe vorgenommen. Für Fehler technischer oder
drucktechnischer Art und ihre Folgen übernehmen wir keine Haftung.
Alle Warenzeichen und Schutzrechte werden anerkannt. Printed in Hong Kong
Änderungen im Sinne des technischen Fortschritts können ohne Vorankündigung vorgenommen werden.
72816Y2007V2.01
2
Inhalt:
1. Funktion und bestimmungsgemäßer Einsatz...............................4
2. Sicherheitshinweise.....................................................................5
3. Vorbereitung zum Betrieb............................................................8
3.1. Batterie einlegen/wechseln/Low-Bat-Anzeige.............................8
3.2. Verwendung von Messleitungen..................................................9
4. Funktionsbeschreibung................................................................9
4.1. Drehschalter.................................................................................9
4.2. Taste HOLD..................................................................................9
4.3. Taste 2. Bedienebene (gelbe Taste)...........................................11
4.4. Taste RANGE.............................................................................11
4.5. Taste MAXMIN...........................................................................11
4.6. Taste Hz/%.................................................................................12
4.7. Taste REL...................................................................................12
4.8. Mess-/Anschlussbuchsen..........................................................13
4.8.1. Ω/ /V-Buchse.........................................................................13
4.8.2. COM-Buchse.............................................................................13
4.8.3. µAmA-Buchse............................................................................13
4.8.4. 10-A-Buchse..............................................................................13
4.9. Display/Beleuchtung..................................................................13
4.10. Überlaufanzeige.........................................................................14
4.11. Gerät ein- und ausschalten........................................................14
4.12. Auto-Power-Off-Funktion...........................................................14
5. Messungen.................................................................................14
5.1. Undefinierte Anzeigen................................................................14
6. Spannungsmessungen AC/DC..................................................14
7.
Strommessungen AC/DC...........................................................16
8. Widerstandsmessung................................................................18
9. Durchgangsprüfung...................................................................18
10. Diodentest..................................................................................19
11. Kapazitätsmessung....................................................................20
12. Frequenz-/Tastverhältnismessung.............................................21
13. Temperaturmessung..................................................................22
14. Datenlogger................................................................................23
15. Individuelle Einstellungen...........................................................26
16. Datenerfassung über einen PC (DMMVIEW_A)..........................28
17. Sicherungswechsel ...................................................................33
18. Allgemeiner Umgang, Wartung und Pflege................................34
19. Technische Daten allgemein......................................................34
20. Messbereiche, Messgenauigkeit................................................35
21. Entsorgung.................................................................................37
3
1. Funktion und bestimmungsgemäßer Einsatz
Das VC 98B ist ein batteriebetriebenes, mobiles Multimeter mit umfangreichen Messmöglichkeiten, dazu verfügt es über eine isolierte PC-Schnittstelle (USB) zur Datenaufnahme und -visualisierung am PC.
Es verfügt über folgende Gebrauchseigenschaften und Ausstattungen:
- Anzeigeumfang 4.000 Digit, zusätzlich Sekundärdisplay und Bargraph
- Messung von Gleich- und Wechselspannungen
- Messung von Gleich- und Wechselströmen
- Widerstandsmessung
- Kapazitätsmessung
- Frequenz-/Tastverhältnismessung
- Dioden-Test-Funktion
- Durchgangsprüfung
- Temperaturmessung (K-Type, Pt100)
- USB-PC-Schnittstelle mit zugehöriger Auswerte- und Visualisierungssoftware, Speicherung von Messwerten und Messgrafiken
- Hold-/Peak-Hold-Funktion
- Relativwert-Rechenfunktion
- Max-/Min-/Durchschnittswertspeicher
- Datenlogger, intern oder per PC auslesbar
- Lo-Bat-Anzeige zur Signalisierung einer erschöpften Batterie
- Automatische Polaritätsanzeige, Überlaufanzeige
- Display beleuchtbar, automatische Abschaltung einstellbar bis 9000 Sek.
- Automatische Abschaltung, Abschaltzeit einstellbar bis 60 Min.
In dieser Anleitung sind die Sicherheitshinweise wie folgt eingestuft:
Warnung
Kennzeichnet Gefahren für den Benutzer, die durch Handlungen
oder Bedingungen entstehen können.
Achtung
Kennzeichnet Verhaltensweisen, die das Messobjekt oder das
Messgerät beschädigen können.
4
Bestimmungsgemäßer Einsatz
Das Messgerät entspricht der Überspannungskategorie CAT II (1000 V)
nach EN 61010-1.
Der Einsatzbereich nach CAT II ist die lokale Ebene, z. B. Messungen in
oder an Hausgeräten, die an eine Netzsteckdose angeschlossen sind.
Das Messgerät ist für die Messung von Gleich- und Wechselspannungen
bis 1000/750 V, von Gleich- und Wechselströmen bis 10 A, von Widerständen bis 40 MΩ, Kapazitäten bis 100 µF, Frequenzen bis 100 kHz,
Temperaturen von -200°C bis 950°C (K-Type)/-200°C bis +700°C (Pt100),
Durchgangsprüfung, Diodentest sowie die Datenspeicherung und die
Datenübertragung zu einem PC (Betriebssystem MS Windows ab Version 98SE) unter den in den Technischen Daten genannten Bedingungen
vorgesehen.
Wenn dieses Produkt in einer vom bestimmungsgemäßen Gebrauch abweichenden Art verwendet wird, kann dies Sach- sowie Personenschäden
zur Folge haben, die Garantie erlischt.
Für Folgeschäden, die aus Nichtbeachtung dieser Gebrauchsregeln und
der Bedienungsanleitung resultieren, übernehmen wir keine Haftung,
Gewährleistungsansprüche erlöschen ebenfalls.
2. Sicherheitshinweise
Dieses Messgerät wurde nach IEC 1010, Teil 1 (EN 61010-1): Sicherheitsbedingungen für elektronische Messgeräte (Überspannungskategorie
II/1000 V), gefertigt und geprüft und entspricht damit allen herstellerseitigen
Möglichkeiten zur Vermeidung von Unfällen.
Um einen sicheren Betrieb des Messgerätes zu gewährleisten, sind folgende Sicherheitshinweise zu befolgen:
Warnung
- Bei Zweifel über die Arbeitsweise, die Sicherheit oder den Anschluss
des Gerätes eine Fachkraft oder unseren Service kontaktieren.
- Das Gerät nicht verwenden, wenn es von außen erkennbare Schäden
z. B. am Gehäuse, an Bedienelementen oder an den Anschlussleitungen
bzw. eine Funktionsstörung aufweist. Im Zweifelsfall das Gerät von einer
Fachkraft oder unserem Service prüfen lassen.
- Das Gerät ist kein Spielzeug. Es darf nicht im Zugriffsbereich von Kindern
aufbewahrt oder betrieben werden.
5
- Verpackungsmaterial nicht achtlos liegen lassen. Plastikfolien/-tüten, Styroporteile etc. könnten für Kinder zu einem gefährlichen Spielzeug werden.
- Das Gerät darf nicht verändert oder umgebaut werden.
- Bei Arbeiten an Spannungen mit mehr als 30 V AC eff. bzw. 42 V DC
die nötige Vorsicht walten lassen, da die Gefahr eines Stromschlages
besteht.
- Zwischen den Anschlüssen bzw. zwischen den Anschlüssen und Erde
nie eine Spannung anlegen, die die angegebene Nennspannung des
Messgerätes überschreitet.
- Die Messleitungen bezüglich beschädigter Isolation untersuchen.
Durchgang der Messleitungen prüfen, beschädigte Messleitungen
austauschen. Zusätzlich die Isolation der Messgerätebuchsen prüfen.
- Vor dem Gebrauch die Funktion des Messgerätes durch Messen einer
bekannten Spannung sicherstellen.
- Das Messgerät nicht in Umgebungen mit explosiven Gasen, Dampf
oder Staub verwenden.
- Das Messgerät nicht benutzen, wenn die Batteriefachabdeckung oder
andere Teile des Gehäuses entfernt wurden.
- Zur Vermeidung falscher Messwerte, die zu Stromschlag oder Verletzungen führen können, die Batterie ersetzen, sobald das Batteriesymbol
auf dem Display erscheint.
- Die an der Masse anliegende Messleitung/Messspitze zuerst anschließen.
Beim Abnehmen der Messleitungen in umgekehrter Reihenfolge vorgehen,
d. h. die stromführende Messspitze/Messleitung zuerst abnehmen.
- Bei der Verwendung von Messleitungen die Finger stets hinter dem
Fingerschutz am Fühlergriff halten. Niemals die Messspitzen während
einer Messung berühren!
- Nur die mitgelieferten oder gem. EN 61010-1 CAT II (1000 V) zugelassene Messleitungen für den Betrieb des Messgerätes verwenden.
Achtung
- Das Gerät darf nicht an einem feuchten Ort stehen, keinem Niederschlag, Spritzwasser, Staub oder ständiger direkter Sonnenbestrahlung
ausgesetzt sein.
- Starke mechanische Beanspruchungen, wie z. B. Druck oder Vibration
sind zu vermeiden.
- Das Gerät nur mit einem trockenen Leinentuch reinigen, das bei starken
Verschmutzungen leicht angefeuchtet sein darf. Zur Reinigung keine
lösemittelhaltigen Reinigungsmittel verwenden. Darauf achten, dass
keine Feuchtigkeit in das Geräteinnere gelangt.
- Das Gerät darf ausschließlich mit 4 Batterien vom Typ LR03 (Micro/
AAA) betrieben werden. Es darf nicht an einer anderen Spannung, mit
6
anderen Batterietypen oder einer anderen Energieversorgung betrieben
werden.
- Vor der Messung von Widerstand, Kapazität, Kontinuität (Durchgang),
Dioden den Strom des Stromkreises abschalten und alle Kondensatoren
entladen.
- Vor jedem manuellen Wechsel des Messbereichs sind Masseleitung
und die Messspitze vom Messobjekt zu entfernen.
Die Logos und Beschriftungen im Bereich der Messbuchsen, der Messspitzen und auf der Geräterückseite sollen Sie daran erinnern, dass Sie bei
bestimmten Messungen auch bestimmte Verhaltensmaßregeln beachten
sollten. Hier einige Erläuterungen dazu:
Max. 1000 V
Warnung!
Zugehörige Bedienungsanleitung lesen!
Besondere Vorsicht bei Messungen an berührungsgefährlichen Spannungen (>42 V) ! Nicht die Messbuchsen und Messspitzen berühren!
Um elektrische Unfälle und einen Schaden für das Gerät zu vermeiden, schließen Sie diese Messbuchsen nie an eine Spannungsquelle größer 1000 V DC/750 V AC gegen Masse (Erde) an.
CAT II
1000 V
Gerät entspricht Überspannungskategorie II (1000 V)
Gerät entspricht Schutzklasse II (doppelt isoliert)
400
Max. Messstrom 400 mA, intern gesichert
mA fused
Fused
10 A-Strommessbereich, intern gesichert, max. Messdauer
10 A max 15 Sekunden, danach 15 Min. Messpause
7
3. Vorbereitung zum Betrieb
3.1. Batterie einlegen/wechseln/Low-Bat-Anzeige
Warnung
Das Gerät benötigt vier Micro-Batterien des Typs LR03 (AAA). Bei
erschöpfter Batterie erscheint im Display ein Batteriesymbol. Für eine
ordnungsgemäße Funktion sollten Sie die Batterie dann so bald als
möglich wechseln.
Achtung!
Beachten Sie die bereits gegebenen Sicherheitshinweise!
Schalten Sie das Gerät ab und entfernen Sie alle Messleitungen aus
den Gerätebuchsen, bevor Sie die Rückwand des Gerätes öffnen!
1. Nehmen Sie das Holster vom Gerät ab und drehen Sie die Arretierungsschrauben des Batteriefachdeckels eine Vierteldrehung nach links.
F1, F2 - Sicherungen, siehe
„Sicherungswechsel”
2. Nehmen Sie den Batteriefachdeckel ab.
3. Legen Sie vier LR03-Micro-Batterien polrichtig entsprechend der Polungskennzeichnung in das Batteriefach ein.
4. Setzen Sie den Batteriefachdeckel in das Messgerät ein und sichern
Sie ihn durch Rechtsdrehen der Schrauben.
5. Montieren Sie das Holster.
Arbeiten Sie erst wieder mit dem Gerät, wenn das Gehäuse komplett
und sicher verschraubt ist.
8
3.2. Verwendung von Messleitungen
Warnung
- Nur die mitgelieferten oder gem. EN 61010-1 (Überspannungskategorie
II (1000 V)) zugelassenen Messleitungen für den Betrieb des Messgerätes verwenden.
- Bei der Verwendung von Messleitungen die Finger stets hinter dem
Fingerschutz am Messspitzengriff halten.
4. Funktionsbeschreibung
Dieser Abschnitt beschreibt die Funktionen, Bedienelemente und Anzeigen
des Multimeters.
4.1. Drehschalter
Ermöglicht die Auswahl der einzelnen Messarten
Achtung
- Vor jedem Wechsel einer Messart sind die Messspitzen vom Messobjekt
zu entfernen.
4.2. Taste HOLD (Funktionen HOLD, AUTO HOLD, PEAK HOLD)
Hold-Funktion
- Die Hold-Funktion speichert den aktuellen Messwert im Display (außer
Dioden- und Durchgangstest und Datenlogger). Im Min-/Max-/AVGMode erfolgt keine weitere Aktualisierung der Daten, solange die
Hold-Funktion aktiv ist.
Warnung
- Zur Vermeidung eines Stromschlages ist zu beachten, dass eine Veränderung der Spannung am Messeingang bei aktivierter Hold-Funktion
auf dem Display nicht erkennbar ist.
Bedienung
- Drücken Sie kurz die Taste „HOLD”. Der aktuelle Messwert wird im
Display gespeichert. Im Display erscheint „DH”.
9
- Für das Verlassen dieses Messmodes drücken Sie die blaue Taste kurz.
Jetzt geht das Gerät wieder zur aktuellen Messwertanzeige.
Auto-Hold-Funktion
- Die Auto-Hold-Funktion speichert den aktuellen Messwert im Hauptdisplay. Im Sekundärdisplay werden die darauf folgenden Messwerte
weiter aktuell angezeigt.
Sobald ein neuer, stabiler Messwert (mit mehr als 10% Abweichung
gegenüber dem letzten Auto-Hold-Wert) auftritt, erfolgt eine akustische
Signalisierung und eine Aktualisierung in der Hauptanzeige.
Deshalb ist diese Messart nicht für stark und schnell schwankende
Messwerte geeignet.
Bitte beachten!
Diese Funktion ist nicht verfügbar in den Betriebsarten MIN-/MAX,
REL, Widerstandsmessung, Temperaturmessung, dBm, DCmV, ACmV,
Dioden- und Durchgangstest, Kapazitäts-, Frequenz- und Tastverhältnismessung.
Bedienung
- Drücken Sie die Taste „HOLD” 2 x kurz. Im Display erscheinen „A-H”,
in der Hauptanzeige der Speicherwert und in der Sekundäranzeige der
aktuelle Messwert:
- Wenn Sie nun die Messleitungen vom Messobjekt entfernen, wird der
letzte Auto-Hold-Wert in der Hauptanzeige gespeichert.
- Für das Verlassen dieses Messmodes drücken Sie die blaue Taste
kurz. Jetzt geht das Gerät wieder zur aktuellen Messwertanzeige in der
Hauptanzeige.
Peak-Hold-Funktion (nur bei DCV verfügbar!)
- Die Peak-Hold-Funktion speichert laufend den Höchstwert der Messung
im Display. Sobald ein stabiler neuer Höchstwert (positive Polarität, <1
ms) erreicht ist, wird die die Anzeige aktualisiert.
10
Bedienung
- Drücken Sie die Taste „HOLD” 3 x kurz. Im Display erscheint „P-H” und
in der Hauptanzeige der Speicherwert.
- Wenn Sie zusätzlich die Taste „REL” drücken, erscheint der zu diesem
Zeitpunkt aktuelle Spitzenwert in der Sekundäranzeige und in der
Hauptanzeige wird bei den folgenden Messungen nur noch die Differenz
zu diesem Wert angezeigt:
- Mit der Taste „CLR/t” kann die Hauptanzeige gelöscht und der nächste
Differenzwert angezeigt werden.
- Für das Verlassen dieses Messmodes drücken Sie die blaue Taste
kurz. Jetzt geht das Gerät wieder zur aktuellen Messwertanzeige in der
Hauptanzeige.
4.3. Taste für 2. Bedienebene (Gelbe Taste)
- Diese Taste ermöglicht die Anwahl der zweiten Bedienebene für weitere
Einstellfunktionen und den Datenloggerbetrieb.
4.4. Taste RANGE (Automatische/manuelle Bereichswahl)
- Über diese Taste kann durch wiederholtes Drücken eine manuelle
Bereichswahl bei Spannungsmessungen (außer mV) und Strommessungen vorgenommen werden. Die einzelnen Bereiche werden durch
die Position des Dezimalpunktes angezeigt.
- Bei automatischer Bereichswahl (Grundeinstellung) erscheint im Display
„AUTO”.
- Um von manueller Bereichswahl wieder auf automatische Bereichswahl
zurückzuschalten, drücken Sie die gelbe Taste („2nd” erscheint im
Display) und danach die Taste „s”. Jetzt erscheint wieder „AUTO” im
Display.
4.5. Taste MAXMIN
- Diese Taste ermöglicht die Erfassung von Maximal- und Minimalwerten
sowie von Durchschnittswerten während einer Messung von Spannungen (außer DCmV) oder Strömen.
11
Bedienung
- 1 x drücken: Max-Wert-Erfassung. In der Hauptanzeige steht der Maximalwert der Messung, in der Sekundäranzeige der aktuelle Messwert.
Bei einem neuen Max-Wert gibt das Gerät einen Signalton aus und der
neue Max-Wert erscheint in der Hauptanzeige.
- 2 x drücken: MIN-Wert-Erfassung. In der Hauptanzeige steht der Minimalwert der Messung, in der Sekundäranzeige der aktuelle Messwert.
Bei einem neuen Min-Wert gibt das Gerät einen Signalton aus und der
neue Min-Wert erscheint in der Hauptanzeige.
- 3 x drücken: Durchschnittswert-Erfassung. In der Hauptanzeige steht
der Durchschnittswert der Messung, in der Sekundäranzeige der aktuelle
Messwert. Der Durchschnittswert wird ständig aktualisiert.
Bitte beachten!
Während der MAX-/MIN-/AVG-Erfassung verbleibt das Messgerät in
dem Messbereich, der zu Beginn der Messung eingestellt war. Erwarten
Sie also während der Messung ein Überschreiten des Messbereichs,
stellen Sie manuell einen höheren Bereich ein.
- Zum Verlassen der Betriebsart drücken Sie die MAXMIN-Taste für ca.
2 Sek. bzw. verstellen Sie nach Trennen der Messleitungen vom Messobjekt den Drehschalter.
4.6. Taste Hz/%
- Über diese Taste kann bei Strom- und Spannungsmessungen (außer
DCmV) die zugehörige Frequenz und das Tastverhältnis des Signals
angezeigt werden. Genaueres dazu finden Sie im Kapitel „Frequenzmessung”.
Bedienung
1 x drücken: Frequenz in der Hauptanzeige
2 x drücken: Tastverhältnis in der Hauptanzeige
3 x drücken: Spannung/Strom in der Hauptanzeige, Frequenz und
Tastverhältnis in der Sekundäranzeige
4 x drücken: Rückkehr zur Normalanzeige
-
4.7. Taste REL (Relativwert)
- Diese Messart ermöglicht einfache Vergleichsmessungen. Nach Erfassen eines Referenzwertes wird bei dieser Messart bei folgenden
Messungen lediglich die Abweichung gegenüber dem Referenzwert
12
angezeigt. Nicht für Frequenz-/Tastverhältnismessung, MAX/MIN, dBmMessung, Temperatur, Diodentest und Durchgangsprüfung verfügbar.
Keine Funktion bei Überlauf-Anzeige!
Bedienung
- Referenzmesswert anlegen und Taste „REL” drücken.
- Im Display erscheint „s” und die Hauptanzeige geht auf Null. In der
Sekundäranzeige erscheint der gespeicherte Referenzwert.
- Bei den folgenden Messungen in dieser Messart wird nun in der Hauptanzeige lediglich die Differenz zum Referenzwert angezeigt.
- Die Funktion wird durch erneutes Drücken der Taste „REL” verlassen.
- Wird die Messart gewechselt, ist die Relativwertmessung automatisch
abgeschaltet, es erfolgt wieder eine Absolutwertmessung.
4.8. Mess-/Anschlussbuchsen
4.8.1. Ω/ /V-Buchse
Plus-Anschluss für alle Messarten außer Strommessung, ff. V/Ω-Buchse
genannt.
4.8.2. COM-Buchse
Massebezugspunkt für alle Messarten. Hier wird die Messleitung zum
Massepunkt des Messobjekts angeschlossen.
4.8.3. µAmA-Buchse
Plus-Anschluss des Messobjekts für Strommessungen bis 400 mA.
4.8.4. 10 A-Buchse
Plus-Anschluss des Messobjekts für Strommessungen bis 10 A.
4.9. Display/Displaybeleuchtung
Das Display zeigt in einer Hauptanzeige und bis zu zwei Sekundäranzeigen
die Messwerte in 4.000 Digits mit automatischer Polaritäts- und Messbereichsanzeige und Dezimalpunktsetzung an. Ferner erfolgen weitere
Statusanzeigen über Betriebsarten usw.
Eine Bargraph-Anzeige mit 41 Segmenten zeigt mit einer hohen Messrate
(10 Messungen/Sek.) sehr schnell Tendenzen und Polaritäten an.
Mit der grünen Ein-/Aus-Taste ist während des Betriebs die Displaybeleuchtung ein- und ausschaltbar. Die Beleuchtung schaltet sich auch
automatisch ab (Werkseinstellung 30 s), die Leuchtdauer ist einstellbar
(siehe Kapitel „Individuelle Einstellungen”)
13
4.10. Überlaufanzeige
Überschreitet der Messwert die Bereichsgrenze des eingestellten Messbereichs, so erscheint im Display „OL”.
4.11. Gerät ein- und ausschalten
Das Ein- und Ausschalten erfolgt mit der grünen Taste „Light”.
- Einschalten: Taste kurz drücken
- Ausschalten: Taste für ca. 2 Sek. drücken
Bitte beachten!
Warten Sie nach einem Ausschalten mind. 5 Sek., bevor Sie das Gerät
erneut einschalten.
4.12. Auto-Power-Off-Funktion
Das Gerät verfügt über eine automatische Abschaltung, die das Gerät 10
Minuten nach der letzten Benutzung zur Batterieschonung ausschaltet.
- Hat sich das Gerät so abgeschaltet, können Sie es mit kurzem Drücken
der Ein-/Austaste wieder einschalten.
- Die Abschaltzeit kann individuell eingestellt werden sowie die AutoPower-Off-Funktion generell abgeschaltet werden, siehe dazu Kapitel
„Individuelle Einstellungen”.
5. Messungen
5.1. Undefinierte Anzeigen
Bei offenem Messeingang bzw. bei Berühren des Messeingangs mit der
Hand kann es zu undefinierten Anzeigen kommen. Dies ist keine Betriebsstörung, sondern eine Reaktion des empfindlichen Messeingangs auf
vorhandene Störspannungen.
Im Normalfall ohne hohen Störpegel am Arbeitsplatz sowie bei einem Kurzschluss des Messeingangs erfolgt sofort die Null-Anzeige bzw. bei Anschluss
des Messobjekts die exakte Messwertanzeige. Schwankungen der Anzeige
um wenige Digit sind systembedingt und liegen innerhalb der Toleranz.
Hat man den Widerstandsmessbereich, den Durchgangs-Prüfungsbereich
oder den Diodentest gewählt, erscheint bei offenem Messeingang die
Überlaufanzeige.
14
6. Spannungsmessungen AC/DC
Warnung
- Bei Arbeiten an Spannungen mit mehr als 30 V AC eff. oder 42 V DC
die nötige Vorsicht walten lassen, da die Gefahr eines Stromschlages
besteht.
- Zwischen den Anschlüssen bzw. zwischen den Anschlüssen und Erde
nie eine Spannung anlegen, die die angegebene Nennspannung des
Messgerätes überschreitet (siehe Gehäuseaufdruck).
- Die Messleitungen bezüglich beschädigter Isolation untersuchen. Durchgang der Messleitung prüfen, beschädigte Messleitungen austauschen.
Zusätzlich die Isolation der Messgerätebuchse prüfen.
- Vor dem Gebrauch die Funktion des Messgerätes durch Messen einer
bekannten Spannung sicherstellen.
- Den an der Masse anliegende Messeingang zuerst anschließen. Beim
Entfernen der Messspitzen in umgekehrter Reihenfolge vorgehen, d.h.,
den stromführenden Messeingang zuerst abtrennen.
Achtung
- Vor jeder Spannungsmessung ist sicherzustellen, dass sich das Messgerät nicht in einer anderen Messart befindet.
- Zeigt das Gerät sofort nach dem Anschließen an das Messobjekt Überlauf („OL”) an, so entfernen Sie sofort die Messspitzen vom Messobjekt,
nachdem Sie dieses abgeschaltet haben.
Bedienung:
1. Stecken Sie den Stecker der schwarzen Messleitung in die Messbuchse
„COM” und den Stecker der roten Messleitung in die Messbuchse
„V/Ω”
2. Schalten Sie den Drehschalter in die gewünschte Spannungsmessart.
Die ausgewählte Messart wird im Display angezeigt: DCmV, DCV,
ACV.
3. Verbinden Sie beide Messspitzen mit dem Messobjekt (Bei Gleichspannungsmessung polrichtig: rote Messleitung an plus, schwarze
Messleitung an minus). Bei negativer Eingangsspannung erscheint ein
Minus vor dem Messwert.
Für eine Frequenz- und Tastverhältnismessung des AC-Signals drücken
Sie die Taste „Hz%” wie in Kapitel 4.6. und 12 beschrieben.
4. Erhalten Sie eine Überlaufanzeige („OL”), so schalten Sie bei manueller
Messbereichswahl sofort in den nächst höheren Bereich (Taste „RANGE”).
Ist die automatische Messbereichswahl eingestellt, so schalten Sie bei
15
Erscheinen der Überlaufanzeige sofort die Spannung am Messobjekt
ab und trennen das Messgerät vom Messobjekt.
Erscheint im Display ein Blitz-Symbol, so wird hiermit signalisiert, dass
das Gerät eine höhere Spannung als 30 V misst. Diese Warnung soll
Sie daran erinnern, besondere Vorsicht walten zu lassen, da die Gefahr
eines Stromschlages besteht.
Liegt eine Spannung von mehr als 750 V AC an, so gibt das Gerät ein
Dauersignal aus und warnt Sie hiermit zusätzlich, dass die höchste
zulässige Wechselspannung überschritten ist.
dBm-Messung
Bei Wechselspannungsmessungen kann für Pegelmessungen parallel
der Leistungspegel angezeigt werden.
- Drücken Sie die blaue Taste. Nun wechselt die Anzeige: in der Hauptanzeige erscheint die Pegelanzeige und im Sekundärdisplay der Spannungswert.
- Zum Zurückwechseln auf die reine Spannungsanzeige drücken Sie die
blaue Taste erneut.
Bitte beachten!
Die Grundeinstellung des Messgerätes bei der Pegelmessung bezieht
sich auf eine Impedanz von 600 Ω. Zur genauen Pegelmessung kann
für abweichende Bezugsimpedanzen die jeweils vorgeschriebene Bezugsimpedanz eingestellt werden. Als Werte stehen die Impedanzen
50-75-93-100-150-300-600-800-1200-2400 Ω zur Verfügung. Zur
Impedanzeinstellung siehe Kapitel „Individuelle Einstellungen”.
7. Strommessungen AC/DC
Warnung
- Bei Arbeiten an Spannungen mit mehr als 30 V AC eff. oder 42 V DC
die nötige Vorsicht walten lassen, da die Gefahr eines Stromschlages
besteht.
Achtung
- Vor dem Anschließen des Messgerätes an einen Stromkreis ist der Strom
des Stromkreises abzuschalten. Kondensatoren sind zu entladen.
- Zur Strommessung unterbrechen Sie den zu überprüfenden Stromkreis
und schalten das Messgerät in diesen Kreis in Serie mit dem Verbraucher.
- Schließen Sie nie eine Spannungsquelle an die Messbuchsen des Mul-
16
timeters an, wenn ein Strommessbereich gewählt ist. Ein Kurzschluss
und bei genügend leistungsfähiger Spannungsquelle ein Brand sowie
Verbrennungen können die Folge sein.
- Im Messkreis darf keine höhere Spannung als 1000 V DC/700 V AC
vorhanden sein.
Bedienung:
1. Schalten Sie den Drehschalter je nach erwartetem Messstrom auf
den µA-, mA- oder A-Bereich und wählen Sie mit der blauen Taste
zwischen Gleichstrom- (Anzeige „DC”) und Wechselstrommessung
(Anzeige „AC”) aus.
2. Stecken Sie den Stecker der roten Messleitung je nach Bereichswahl
in die Messbuchse µAmA oder A und den der schwarzen Messleitung
in die Messbuchse COM.
3. Schalten Sie die Spannung am Messobjekt ab und verbinden Sie die
Messspitzen mit dem Messobjekt (in Reihenschaltung wie beschrieben,
bei Gleichstrommessung möglichst polrichtig (rot an plus, schwarz an
minus)). Schalten Sie jetzt die Spannung am Messobjekt wieder zu.
Bei negativem Stromfluss erscheint ein Minus vor dem Messwert.
Für eine Frequenz- und Tastverhältnismessung des AC-Signals drücken
Sie die Taste „Hz%” wie in Kapitel 4.6. und 12 beschrieben.
4. Erhalten Sie in den Bereichen bis 4000 µA bzw. 400 mA eine Überlaufanzeige („OL”), so schalten Sie bei manueller Messbereichswahl sofort
in den nächst höheren Bereich bzw. wählen Sie den A-Bereich.
Erscheint die Überlaufanzeige im 10-A-Bereich und ertönt zusätzlich ein
Signalton, beenden Sie sofort die Messung, indem Sie den Messkreis
abschalten und die Messspitzen vom Messobjekt trennen.
5. Erhalten Sie keine Anzeige und alle Verbindungen sind exakt ausgeführt,
kann eine defekte interne Sicherung die Fehlerursache sein, die die
Strommessbereiche absichert. Näheres zum Sicherungswechsel finden
Sie im Abschnitt „Sicherungswechsel”.
6. Hat der Messstrom einen Wert kleiner 400 mA und Sie haben vorher zur
Sicherheit den 10 A-Bereich gewählt, so können Sie die rote Messleitung
auf die µA/mA-Buchse umstecken und auf den mA-Bereich umschalten.
Hier erhalten Sie eine höher aufgelöste Anzeige als im 10 A-Bereich.
7. Schalten Sie den Messkreis ab, bevor Sie die Messspitzen vom Messobjekt entfernen.
Bitte beachten!
- Bei Messungen im 10-A-Bereich ist eine maximale Messzeit von 15 Sekunden je Messung und eine anschließende Messpause von 10 Minuten
einzuhalten. Anderenfalls kann das Gerät durch zu starke Erwärmung
beschädigt werden.
17
8. Widerstandsmessung
Achtung
- Vor der Messung von Widerständen, Kontinuität (Durchgang), Dioden
den Strom des Stromkreises abschalten und alle Kondensatoren entladen.
Bedienung:
1. Stecken Sie den Stecker der schwarzen Messleitung in die Messbuchse
„COM” und den Stecker der roten Messleitung in die Messbuchse
„V/Ω”. Verwenden Sie ggf. kurze Messleitungen mit Klemmen, um das
Messobjekt sicher zu fixieren.
2. Schalten Sie den Drehschalter in den Widerstandsmessbereich.
3. Verbinden Sie beide Messspitzen mit dem Messobjekt.
4. Zeigt das Display Überlauf („OL”) an, so schalten Sie bei manueller
Messbereichswahl in den nächst höheren Messbereich. Erfolgt auch
im höchsten Bereich eine Überlaufanzeige, liegt der Wert über 40 MΩ
bzw. das Bauteil ist defekt (unterbrochen).
Beachten Sie bei der Messung auch die folgenden Hinweise:
- Bei Messungen von Widerständen oberhalb von 1 MΩ braucht das
Messgerät u. U. einige Zeit, um einen stabilen Wert anzuzeigen. Dies
ist im Messprinzip begründet und stellt keine Fehlfunktion dar.
- Um bei sehr kleinen Messwerten den Einfluss der Messleitungen zu
eleiminieren, schließen Sie deren Messspitzen vor der Messung kurz,
drücken dann die Taste „REL” und messen danach den realen messwert
im Relativwert-Modus.
9. Durchgangsprüfung
Die Durchgangsprüfung ermöglicht den Test von Stromkreisen, Leitungen, Bauelementen usw. auf elektrischen Durchgang (d. h., Widerstandswerte unter ca. 50 Ω).
Achtung
- Vor der Messung von Widerständen, Kontinuität (Durchgang), Dioden
den Strom des Stromkreises abschalten und alle Kondensatoren entladen.
18
Bedienung:
1. Stecken Sie den Stecker der schwarzen Messleitung in die Messbuchse
„COM” und den Stecker der roten Messleitung in die Messbuchse
„V/Ω”. Verwenden Sie ggf. kurze Messleitungen mit Klemmen, um das
Messobjekt sicher zu fixieren.
2. Schalten Sie den Drehschalter in den Widerstandsmessbereich und
drücken Sie 2 x die blaue Taste. Im Display erscheint links: „ ”.
3. Verbinden Sie die Messspitzen mit dem Messobjekt, z. B. einem zu
überprüfenden Leiterzug.
4. Liegt der Widerstand des Messobjekts unter ca. 50 Ω, so ertönt der
Summer und der Widerstand wird angezeigt.
Liegt der Widerstand zwischen 50 und 400 Ω, wird nur der Widerstand
angezeigt. Liegt er über 400 Ω, wird Überlauf („OL”) angezeigt.
10. Diodentest
Diese Funktion ermöglicht den Test von Halbleiterstrecken auf Durchgang
und Sperrfunktion.
Achtung
- Vor der Messung von Widerständen, Kontinuität (Durchgang), Dioden den
Strom des Stromkreises abschalten und alle Kondensatoren entladen.
Bedienung:
1. Stecken Sie den Stecker der schwarzen Messleitung in die Messbuchse
„COM” und den Stecker der roten Messleitung in die Messbuchse „V/Ω”.
Verwenden Sie ggf. die kurzen Messleitungen, um das Messobjekt sicher
zu fixieren.
2. Schalten Sie den Drehschalter in den Widerstandsmessbereich und
”.
drücken Sie 1 x die blaue Taste. Im Display erscheint: „
3. Verbinden Sie die Messspitzen mit dem Messobjekt, z. B. einer Diode.
Zeigt das Display dabei Overload („OL”) an, so tauschen Sie die Anschlüsse der Messspitzen am Messobjekt.
4. Zeigt das Display nun einen Wert an, so ist das Bauelement in Ordnung,
es wird die Durchlassspannung des Bauelements angezeigt (bei GE-Dioden ca. 0,2 V, bei SI-Dioden ca. 0,5-0,8 V, Schottky etwas darunter).
5. Zeigt das Display trotz Messspitzentauschs Overload an, so ist die
gemessene Halbleiterstrecke unterbrochen.
6. Zeigt das Display in beiden Anschlussrichtungen, also auch nach dem
Tausch der Messspitzen, einen Spannungswert nahe Null an, so ist die
Halbleiterstrecke kurzgeschlossen.
19
Die Polarität des Bauelements ist wie folgt feststellbar:
Wenn Sie z. B. die Diode mit dem Messgerät verbunden haben und
das Gerät zeigt eine Spannung an, so liegt die rote Messleitung an der
Anode des Bauelements
11. Kapazitätsmessung
Diese Funktion ermöglicht die Kapazitätsmessung an gepolten und ungepolten Kapazitäten bis 100 µF.
Achtung
- Vor der Messung von Widerständen, Kontinuität (Durchgang), Dioden
oder Kapazität den Strom des Stromkreises abschalten und alle Kondensatoren entladen.
- Im Kondensator gespeicherte Restspannung kann das Messgerät zerstören! Entladen Sie den Kondensator nicht durch einen Kurrzschluss,
sondern durch Überbrücken der Anschlüsse mit einem 100 kΩ-Widerstand.
- Messen Sie zur Sicherheit vor einer Kapazitätsmessung nach, ob sich
noch eine Restladung im Kondensator befindet (DCV-Bereich benutzen).
Bedienung:
1. Schalten Sie den Drehschalter in den Kapazitätsmessbereich. Im Display
erscheint „nF”.
2. Stecken Sie den Stecker der roten Messleitung in die Messbuchse V/Ω
und den der schwarzen Messleitung in die Messbuchse COM. Verwenden Sie ggf. kurze Messleitungen mit Klemmen, um das Messobjekt
sicher zu fixieren und bei geringen Kapazitäten keine Messwertverfälschung durch die Eigenkapazität der Messleitung zu erhalten.
3. Verbinden Sie die Messleitungen mit dem Messobjekt. Bei gepolten
Kondensatoren muss der Anschluss polrichtig erfolgen.
Bei Kapazitäten über 100 µF erscheint die Überlaufanzeige.
20
Bei höheren Kapazitätswerten (100 µF-Bereich) kann es durch Umladevorgänge zu einer Wartezeit von bis zu 30 Sek. kommen, bis ein
stabiles Messergebnis erscheint.
Vor der Messung kleiner Kapazitäten drücken Sie bei offenem Messeingang die Taste „REL”. Jetzt erscheint 0.000 im Display und die
Eigenkapazität der Messleitungen ist kompensiert. Nehmen Sie nun
die Messung vor.
Tipp:
- Ein defekter Kondensator äußert sich mit der Anzeige „Null” bzw. um
Null herum in allen Bereichen, wenn er unterbrochen ist.
- Beachten Sie, dass Elektrolytkondensatoren innerhalb ihres Toleranzbereiches erhebliche Streuungen aufweisen können.
- Restspannungen im Kondensator, beschädigte Isolierschichten oder
defektes Dielektrikum können erhebliche Ergebnisverfälschungen
hervorrufen.
- Messen Sie nie innerhalb von Schaltungen, sondern nur am aus der
Schaltung entfernten Bauelement. Ansonsten sind erhebliche Ergebnisverfälschungen möglich.
12. Frequenz-/Tastverhältnismessung
Diese Funktion ermöglicht das Messen von Frequenzen bis 100 kHz sowie
das Feststellen des Tastverhältnisses. Sie ist bei Strom- und Spannungsmessungen zuschaltbar (außer DCmV).
Frequenzmessung bei Strom- und Spannungsmessung
1. Drücken Sie während der Messung die Taste „Hz/%”. Jetzt erscheint
in der Hauptanzeige die Frequenz der anliegenden Spannung.
2. Wollen Sie statt der Frequenz das Tastverhältnis messen, so drücken Sie
die Taste „Hz/%”. Jetzt erscheint in der Hauptanzeige das Tastverhältnis
des Signals.
3. Nach nochmaligem Drücken der Taste „Hz%” erscheinen die Werte für
Spannung/Strom in der Hauptanzeige, Frequenz und Tastverhältnis in
der Sekundäranzeige
4. Durch nochmaliges Drücken der Taste „Hz%” kehrt das Gerät wieder
zur Anzeige der Spannung bzw. des Stroms zurück.
Warnung
- Zur Vermeidung eines Stromschlages ist zu beachten, dass eine Veränderung der Spannung am Messeingang bei aktivierter FrequenzmessFunktion (außer bei Anzeige nach Punkt 3) auf dem Display nicht
erkennbar ist.
21
13. Temperaturmessung
Diese Funktion ermöglicht das Messen von Temperaturen durch einen
externen K-Type- bzw. Pt100-Temperaturfühler.
Bedienung:
Messung mit K-Type-Fühler
1. Schalten Sie den Drehschalter in die Stellung „mV”.
2. Drücken Sie die blaue Taste. 3. Stecken Sie den schwarzen Stecker des K-Type-Temperaturfühlers in die
Messbuchse „COM” und den roten Stecker in die Messbuchse „V/Ω”.
Bei Nutzung von K-Type-Fühlern mit Norm-Flachstecker ist ein Adapter
zu verwenden und der Temperturfühler polrichtig anzuschließen.
4. In der Hauptanzeige erscheint die gemessene Temperatur in °C, in der
Sekundäranzeige die Messspannung des Sensors und die Temperatur
in °F.
Messung mit Pt100-Fühler
1. Schalten Sie den Drehschalter in die Stellung „Ω”.
2. Drücken Sie 3 x die blaue Taste. 3. Stecken Sie den schwarzen Stecker des Pt100-Temperaturfühlers in
die Messbuchse „COM” und den roten Stecker in die Messbuchse
„V/Ω”.
4. In der Hauptanzeige erscheint die gemessene Temperatur in °C, in der
Sekundäranzeige die Messspannung des Sensors und die Temperatur
in °F.
Warnung
- Messfühler mit ungekapselter Messspitze („Perle”) sind nur für die
Messung der Umgebungstemperatur bzw. von festen Oberflächen
einsetzbar. Diese Fühler dürfen nicht für die Messung in explosionsgefährdeter Umgebung, in Flüssigkeiten oder anderen, nicht festen
Medien, z. B. an Lebensmitteln eingesetzt werden. Bei einer Messung
an Oberflächen dürfen diese keine elektrische Spannung führen.
- Halten Sie bei Messungen die am jeweiligen Arbeitsort geltenden
Arbeitsschutzbestimmungen (Schutzkleidung etc.) ein.
22
14. Datenlogger
Diese Funktion ermöglicht die interne Erfassung von Messdaten in einem
Messwertspeicher. Die gespeicherten Daten sind später wieder im Display
des Messgerätes anzeigbar.
Dazu stehen drei verschiedene Speicherarten zur Verfügung: SAVE (500
Speicherplätze), COMP (1000 Speicherplätze) und LOG (1000 Speicherplätze).
Bitte beachten!
- Vor der ersten Messwertaufnahme den Datenspeicher löschen!
- Die Datenspeicherung ist nicht verfügbar in den Betriebsarten: Data
Hold, Auto Hold, Peak Hold, Hz% und MIN/MAX.
Die Speicherart COMP ist zusätzlich nicht bei Kapazitätsmessung
verfügbar, weil keine Bereichsumschaltung erfolgen kann.
- Zeigt das Display bei aktiviertem Datenlogger „----” an, so ist der
Datenspeicher leer. Wird „FULL” angezeigt, ist der Datenspeicher voll
und eine weitere Aufzeichnung wird gestoppt.
- Im LOG- oder COMP-Mode erfolgt keine Aufzeichnung, solange sich
bereits Daten im Speicher befinden, unabhängig davon, ob noch
Speicherplatz frei ist. Hier muss zuerst der Speicher gelöscht werden.
In diesen Modes erfolgt ein automatisches Umschalten in die normale
Messwertanzeige, wenn der Speicher voll ist.
- Erscheint das Batteriesymbol für eine leere Batterie im Display, ist keine Datenaufzeichnung möglich bzw. sollte diese nicht vorgenommen
werden.
Bedienung:
Speicher löschen
1. Trennen Sie die Messleitungen von Messobjekt und Messgerät.
2. Stellen Sie den Drehschalter auf „MEM”. Im Display erscheint „rEAd”.
3. Wählen Sie den zu löschenden Speicher aus:
SAVE: Taste „REL/SAVE” drücken. Anzeige links unten: MEM
LOG: Taste „Hz%/Logging” drücken. Anzeige oben: LOG
COMP: Taste „MAXMIN/COMP” drücken. Anzeige oben: COMP
4. Drücken Sie die Taste „t/CLR” für ca. 2 Sekunden, bis „CLr” im Display
erscheint.
Drücken Sie diese Taste „t/CLR” nochmals, wenn Sie den Speicher
löschen wollen.
Drücken Sie die Taste „s”, wenn Sie den Speicher nicht löschen wollen.
23
Speichern von Daten:
SAVE MODE - manuelle Speicherung
1. Stellen Sie die Messanordnung der aufzuzeichnenden Messung her.
2. Drücken Sie die gelbe Taste, im Display erscheint „2nd”.
3. Drücken Sie die Taste „REL/SAVE”. Jetzt erscheint links unten der
Schriftzug MEM, daneben ist der Speicherzähler zu sehen.
4. Mit jedem weiteren Drücken der Taste „REL/SAVE” wird nun der gerade
aktuelle Messwert gespeichert und der Speicherzähler erhöht.
5. Zur Beendigung des SAVE-Modes drücken Sie die Taste „REL/SAVE” für
ca. 2 Sekunden, bis das Gerät zur Normalanzeige zurückkehrt. Alternativ
kann (nach Trennen des Messobjekts und der Messleitungen vom Gerät)
auch der Drehschalter in eine andere Stellung gebracht werden.
LOG MODE - automatische Speicherung in Intervallen
1. Stellen Sie, wie im Kapitel „Individuelle Einstellungen” beschrieben, die
gewünschte Startzeit, ab der die Aufzeichnung erfolgen soll, sowie das
Aufzeichnungsintervall ein. Wird keine Aufzeichnungszeit eingegeben,
erfolgt der Beginn der Aufzeichnung sofort nach Start des Loggers.
2. Schalten Sie danach das Messgerät wieder ein und stellen Sie die
Messanordnung der aufzuzeichnenden Messung her.
3. Drücken Sie die gelbe Taste, im Display erscheint „2nd”.
4. Drücken Sie dann die Taste „Hz%/LOGGING”. Jetzt erscheinen oben
im Display „LOG” sowie unten links der Speicherplatzzähler und rechts
der Zähler für die Aufzeichnungszeit.
5. Drücken Sie die Taste „HOLD/START”. Jetzt beginnt der Zeitzähler zu
zählen. Ist die Startzeit erreicht, beginnt die Aufzeichnung in den definierten Intervallen. Der Aufzeichnungsverlauf kann im Speicherzähler
verfolgt werden.
6. Ist der Speicher voll, verlässt das Gerät automatisch den Aufzeichnungsmodus.
Soll die Aufzeichnung abgebrochen werden, so drücken Sie die Taste
„Hz%/LOGGING” für ca. 2 Sekunden, bis das Gerät zur normalen
Messwertanzeige zurückkehrt.
Alternativ kann (nach Trennen des Messobjekts und der Messleitungen
vom Gerät) auch der Drehschalter in eine andere Stellung gebracht
werden.
COMP MODE - automatische Speicherung bei Verlassen bzw. Verbleiben in definiertem Bereich
1. Stellen Siwie im Kapitel „Individuelle Einstellungen” beschrieben,
24
ein, ob die Aufzeichnung der Messwerte nur erfolgen soll, wenn diese
sich innerhalb (NO) oder außerhalb (YES) eines zu definierenden Wertebereiches befinden.
2. Schalten Sie danach das Messgerät wieder ein und stellen Sie die
Messanordnung der aufzuzeichnenden Messung her.
3. Drücken Sie die gelbe Taste, im Display erscheint „2nd”.
4. Drücken Sie dann die Taste „MAXMIN/COMP”. Jetzt erscheinen oben
im Display „LOG” sowie unten links der Speicherplatzzähler und rechts
der Zähler für die Aufzeichnungszeit.
5. Drücken Sie zur Einstellung des oberen Grenzwertes die Taste „RANGE/SETUP” einmal. Im Display erscheint „MAX” und eine Stelle in der
Hauptanzeige blinkt.
Stellen Sie mit den Tasten „s” und „t” (Stelle einstellen) sowie der
blauen Taste Stelle auswählen) den gewünschten oberen Grenzwert
ein.
Drücken Sie nochmals die Taste „RANGE/SETUP”. Jetzt erscheint „MIN”
im Display. Stellen Sie nun in gleicher Weise wie beim MAx-Wert den
unteren Grenzwert ein.
Speichern Sie die eingegebenen Bereichsgrenzen mit der Taste „RANGE/SETUP”.
Werden keine Grenzwerte eingegeben, ist Null als oberer und unterer
Grenzwert definiert, es erfolgt also nur eine Aufzeichnung, wenn der
Wert Null anliegt (Einstellung NO) oder wenn ein anderer Wert als Null
anliegt (Einstellung YES).
5. Drücken Sie die Taste „HOLD/START”. Jetzt beginnt der Zeitzähler zu
zählen. Sobald die eingestellten Kriterien durch den anliegenden Messwert erfüllt sind, ertönt ein Signalton, der Messwert wird aufgezeichnet
und der Speicherzähler erhöht.
6. Die Aufzeichnung wird beendet, wenn der Speicher voll ist, bzw. der
Drehschalter, nach Trennen des Messobjekts von den Messleitungen,
in eine andere Stellung bzw. in die Stellung „MEM” geschaltet wird.
25
Auslesen von Daten:
1. Trennen Sie Messobjekt und Messleitungen vom Messgerät.
2. Stellen Sie den Drehschalter auf „MEM”. Im Display erscheint „rEAd”
3. Wählen Sie den auszulesenden Speicher aus:
SAVE: Taste „REL/SAVE” drücken. Anzeige links unten: MEM
LOG: Taste „Hz%/Logging” drücken. Anzeige oben: LOG
COMP: Taste „MAXMIN/COMP” drücken. Anzeige oben: COMP
4. Wählen Sie dann mit den Pfeiltasten den jeweils anzuzeigenden Speicherplatz aus.
5. Um zu einem anderen Speicher zu wechseln, drehen Sie den Drehschalter
kurz auf einen anderen Bereich, dann wieder zurück auf „MEM” und
wählen den Speicher wie unter 3. beschrieben aus.
15. Individuelle Einstellungen
Die individuellen Einstellungen ermöglichen einerseits generelle Einstellungen zur Anpassung des Messgerätes an persönlicher Benutzungsgewohnheiten, andererseits sind hier Einstellungen für die Funktion einzelner
Betriebsarten, z. B. für den Datenloggerbetrieb möglich.
Bedienung:
1. Schalten Sie das Messgerät aus.
2. Drücken Sie die Taste „RANGE/SETUP”, während Sie das Gerät wieder einschalten. Halten Sie die Setup-Taste solange gedrückt, bis die
Anzeige „0010 APOF” im Display erscheint.
3. Durch weiteres, kurzes Drücken der Taste „RANGE/SETUP” können
die einzelnen Einstellebenen des Setups aufgerufen werden.
4. Nehmen Sie nun in der jeweiligen Setup-Ebene die Einstellungen laut
nachfolgender Aufstellung vor.
5. Speichern Sie jede Eingabe mit der Taste „REL/SAVE”, dabei erscheint
kurz „SAVE” in der Hauptanzeige.
6. Beenden Sie den Setup-Mode durch Ausschalten des Gerätes.
26
27
Einstellbare Abschaltzeit: 0...60 Min., Schritte zu je 10 Min.,
Einstellung auf Null: Automatische Abschaltung deaktiviert,
Einstellung mit den Pfeiltasten s und t
Automatische
Abschaltung
Einschaltzeit Displaybeleuchtung
Referenz-Impedanz für dBmMessung
Startzeit für LOGFunktion
Intervall für
Aufzeichnung bei
LOG-Funktion
Auswahl Kriterium
im COMP-Mode
Werkseinstellung
herstellen
apof
Blof
cNos
sTaK
iNTe
lili
fcTy
Taste „REL/SAVE” drücken, im Display erscheint „SAVE”, das
Gerät ist auf Werkseinstellung zurückgesetzt
Aufzeichnung nur, wenn sich die Messerte innerhalb (NO) oder
außerhalb (YES) eines einstellbaren Wertebereichs befinden
Einstellung mit den Pfeiltasten s und t
Einstellbares Intervall: 0...7200 Sek.
Mit blauer Taste Stelle auswählen (angewählte Stelle blinkt)
Einstellung der ausgewählten Stelle mit den Pfeiltasten s und t
Einstellbare Startzeit: 0...3000 Min.
Mit blauer Taste Stelle auswählen (angewählte Stelle blinkt)
Einstellung der ausgewählten Stelle mit den Pfeiltasten s und t
Mit den Pfeiltasten s und t Impedanz auswählen:
50 - 75 93 - 100 - 150 - 300 - 600 - 800 - 1200 - 2400 Ω
Einstellbare Einschaltzeit: 0...9000 Sek., Schritte zu je 30 Sek.,
Einstellung auf Null: Displaybeleuchtung deaktiviert
Einstellung mit den Pfeiltasten s und t
Einstellung
Funktion
----
NO
1 Sek.
0 Min.
(Start sofort)
600 Ω
30 Sek.
10 Min.
Werkseinstellung
16. Datenerfassung über einen PC (DMMVIEW_A)
Diese Funktion ermöglicht die Datenerfassung der Messdaten auf einem
WIndows-PC mit USB-Schnittstelle. Das Messgerät ist über den optischen
PC-Adapter galvanisch vom PC getrennt. Der PC muss geerdet sein
(Schutzleiteranschluss, ggf. Chassis zusätzlich erden).
Die Messdatenanzeige erfolgt digital, analog, als Wertetabelle und Grafik.
Die Daten der Wertetabelle und die Grafik sind speicherbar.
Die Software ist lauffähig auf allen Windows-Versionen bis Windows 7. In
der Windows 7 – 32bit Version ist der Kompatibilitätsmodus zu verwenden.
Windows 7 - 64bit wird nicht unterstützt.
Software-Installation
1. Legen Sie die mitgelieferte CD-ROM in das CD-/DVD-Laufwerk Ihres
PCs ein.
2. Öffnen Sie den Ordner „ENG”, dann den Ordner „Driver Installation”
und starten Sie dort die Datei „CP210x_VCP_Win2K_XP.exe”. Legen Sie
den Installationsort für den Treiber fest, falls die Installation abweichend
vom Vorschlag des Programms erfolgen soll.
3. Gehen Sie nach Abschluss der Installation in den Ordner „DMMVIEW_A”
und starten Sie dort das Programm „Setup.exe”. Folgen Sie den Installationsanweisungen des Programms.
4. Verbinden Sie nun den USB-Port des Multimeters auf der Stirnseite über
das mitgelieferte USB-Kabel mit einem freien USB-Port Ihres Rechners.
Verwenden Sie nur das mitgelieferte USB-Kabel!
5. Schalten Sie das Messgerät ein.
Bitte beachten!
Je nach Betriebssystem kann es nun dazu kommen, dass der Rechner
nach kurzer Zeit eine neue Hardware meldet und nach der Installation
des Treibers verlangt. Folgen Sie den Anweisungen des Installationsassistenten (als Speicherort, falls abweichend zur Programmempfehlung
angegeben, den unter Punkt 2. angegebenen Ort angeben!), übergehen
SIe dabei den Hinweis auf fehlende Windows-Logo-Kompatibilität.
Dabei muss die CD-ROM in das optische Laufwerk Ihres Rechners
eingelegt sein.
Wenig später erhalten Sie die Meldung, dass die neue Hardware nun
eingesetzt werden kann.
6. Da die Programmsoftware für einen durch den Treiber gebildeten
virtuellen RS232-Port ausgelegt ist, muss nun zuerst ermittelt werden,
28
welchen virtuellen Port der Treiber belegt. Durch diesen virtuellen Port
schafft der Treiber die Verbindung zwischen dem belegten USB-Anschluss und der RS232-Abfrage des PC-Programms.
Gehen Sie dabei so vor (Begriffe entsprechen Windows XP, bei anderen
Systemen können diese abweichen):
- Öffnen Sie die Systemsteuerung des Betriebssystems
- Öffnen Sie hier das Programm „System”
- Öffnen Sie dort das Unterprogramm „Hardware”
- Klicken Sie auf den Button „Gerätemanager”
- Öffnen Sie dort das Verzeichnis „Anschlüsse”.
- Suchen Sie dort den Eintrag:
„CP210x USB to UART Bridge Controller COMx”
- COMx ist der belegte virtuelle Port, z. B. COM7
Befindet sich am Eintrag ein gelbes Ausrufezeichen, so drücken Sie
die rechte Maustaste, wählen „Treiber aktualisieren” und lassen eine
Aktualisierung vornehmen. Je nach Betriebssystem ist der Rechner
danach neu zu starten.
7. Starten Sie das Programm „DMMVIEW_A” auf dem PC. Es erscheint
das Programmfenster des Programms (noch ohne Daten!):
29
8. Wählen Sie zunächst „Settings” bzw. das COM-Menüsymbol an und
wählen Sie dort unter „COM Port” den belegten Port COMx entsprechend der Angabe der Systemsteuerung (siehe vorherige Seite) an.
9. Starten Sie über „Realtime Data Receive” -> „New” die Datenerfassung in Echtzeit. Dazu ist zunächst das Erfassungsintervall sowie die
Aufzeichnungszeit einzugeben und die Datenerfassung mit „Start” zu
starten. Bei funktionierender PC-Verbindung erscheinen die aktuellen
Messwerte als Digitalanzeige, als Analog-Anzeige, als Tabelle und
Grafik. Zusätzlich werden Min-, Max-, Durchschnitts- (AVG) Werte
angezeigt.
Über die Buttons „Start” und „Stop” wird die Datenerfassung gestartet
und angehalten. Mit „EXIT” wird das Programm beendet.
Weitere Funktionen:
Daten speichern/laden (Menü „File”)
Unter „File” können Sie die laufende Datenaufzeichnung mit:
„Save” (voreingestelltes Format und Speicherplatz) bzw. „Save as”
(neu einstellbares Format und Speicherplatz” abspeichern. Geben Sie
mit dem Dateinamen auch den gewünschten Suffix (z. B. dateiname.
txt) an.
Mit „Close” wird das aktuelle Aufzeichnungsfenster geschlossen.
Mit „Open” wird eine abgespeicherte Datei aufgerufen.
Daten in Echtzeit aufzeichnen (Menü „Realtime Data Receive”)
Siehe Punkt 10. im Kapitel „Software-Installation”
Daten im Compare-Modus aufzeichnen (Menü „Compare Data Receive”)
Diese Funktion entspricht der Datenloggerfunktion „COMP-Mode”
(siehe Kapitel 14) des Messgerätes.
Nach der Anwahl von „Comp Set” sind das obere und untere Limit
(Upper/Lower) sowie die Aufzeichnungsbedingung (Aufzeiichnung, wenn
sich die Daten im (Inside) oder außerhalb des (Outside) festgelegten
Bereiches befinden:
30
Mit „Comp Start/Stopp” wird dann die Aufzeichnung gestartet bzw.
angehalten. Sobald ein aufzuzeichnender Wert auftritt, wechselt die
Signalfläche „Alarm” auf Rot.
Bitte beachten!
Bei Wechsel eines Messbereiches wird die Aufzeichnung abgebrochen.
Daten aus dem Datenlogger auslesen („Data receive”)
Mit dieser Option sind jeweils die internen Speicher der drei Datenloggerspeicher des Messgerätes auslesbar.
Die Daten erscheinen als Tabelle und Verlaufsgrafik und sind speicherbar.
Daten aus dem Datenlogger auslesen („Monitor receive”)
Mit dieser Option erfolgt allein eine Darstellung der aktuellen Messwerte
auf dem PC-Bildschirm. Mit „Start” und „Stop” wird die Darstellung
gestartet bzw. beendet.
Anzeige einstellen („Windows”)
Mit dieser Option können Sie über „Meter Panel” die Analog-Anzeige
ein- und ausschalten, über „Table form” die Tabelle als Vollbild oder in
das Programmfenster integriert darstellen lassen, sowie über „Graph”
die Verlaufsgrafik als Vollbild oder in das Programmfenster integriert
darstellen lassen.
Cursorfunktionen
Mit den Cursorfunktionen unterhalb der Verlaufsgrafik ist die Darstellungsänderung und Auswertung der Verlaufsgrafik möglich:
Zoom
Cursor
bewegen
Cursor-Stil, -farbe usw.
Scrollbalken für längere
Aufzeichnungen
Cursor-Standort
Cursor schrittweise bewegen
mit Messwert
Cursor-Kontrolle:
Grafik verschieben frei bewegbar oder an
die Messkurve gebunden
31
Zoomfunktionen:
3
1
4
2
5
6
1 - Zoomen eines Kurvenabschnitts: Ausschnitt aussuchen und mit
gedrückter Maustaste vergrößeren
2 - Darstellen der gesamten Messkurve
3 - Zoomen eines Bereichs der X-Achse: Am Anfang des gewünschten
Ausschnitts klicken und dann nach links oder rechts Zoombereich
wählen. Ausschnitt erscheint nach Loslassen der Maustaste.
4 - Zoomen eines Bereichs der Y-Achse: Vorgehen wie bei 3.
5 - Auszoomen der Gesamtkurve: In das Grafikfenster klicken, Maustaste
festhalten, bis gewünschter Ausschnitt angezeigt wird.
6 - Einzoomen der Gesamtkurve: Vorgehen wie bei 5.
X-/Y-Achsenfunktionen:
1
2 3
1 - Achsenbezeichnung
2 - Umschalter zwischen fester und flexibler Skalierung
3 - Einstellfelder für die Skalierungsbeschriftung
32
17. Sicherungswechsel
Die Strommessbereiche sind intern mit Schmelzsicherungen abgesichert.
Achtung!
Schalten Sie das Gerät ab und entfernen Sie die Messleitungen aus
den Messbuchsen, bevor Sie das Gerät öffnen!
Ersetzen Sie die interne Sicherung stets nur durch eine Sicherung
des jeweils gleichen Typs, nie einer höheren Stromstärke oder gar
durch ein Provisorium!
Unfallgefahr, Zerstörung des Gerätes und Garantieverlust sind die
Folge.
1. Nehmen Sie das Holster vom Gerät ab und drehen Sie die Arretierungsschrauben des Batteriefachdeckels eine Vierteldrehung nach links.
2. Nehmen Sie den Batteriefachdeckel ab.
3. Nehmen Sie die Batterien aus dem Gerät.
4. Wechseln Sie die defekte Sicherung aus:
F1: mA-Bereich: F 0,5 A/250 V, 5 x 20 mm
F2: 10 A-Bereich: F 10 A/250 V, 6 x 25 mm
5. Setzen Sie den Batteriefachdeckel in das Messgerät ein und sichern
Sie ihn durch Rechtsdrehen der Schrauben.
6. Montieren Sie das Holster.
7. Arbeiten Sie erst dann wieder mit dem Gerät, nachdem alle Montagearbeiten vollständig abgeschlossen sind.
33
18. Allgemeiner Umgang, Wartung und Pflege
Ihr Digitalmultimeter ist ein hochwertiges Präzisionsinstrument, das entsprechend behandelt werden sollte.
Achtung
- Das Gerät darf nicht an einem feuchten Ort aufbewahrt oder eingesetzt
sein, keinem Niederschlag, Spritzwasser, Staub oder ständiger direkter
Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein.
- Starke mechanische Beanspruchungen, wie z. B. Druck oder Vibration
sind zu vermeiden.
- Das Gerät nur mit einem trockenen Leinentuch reinigen, das bei starken
Verschmutzungen leicht angefeuchtet sein darf. Zur Reinigung keine
lösemittelhaltigen Reinigungsmittel verwenden. Darauf achten, dass
keine Feuchtigkeit in das Geräteinnere gelangt.
- Das Gerät darf nur zum Batterie- oder Sicherungswechsel geöffnet
werden.
Aufgrund der hohen Integration des Gerätes und der Gefahr, die Genauigkeit zu beeinflussen, sollten Sie nie in das Gerät selbst eingreifen. Für
Reparaturen und Kalibrierungsarbeiten sollten Sie in jedem Falle unser
qualifiziertes Servicepersonal in Anspruch nehmen.
Schützen Sie das Gerät vor der Einwirkung von Wasser, Staub, Sand,
Schmutz und extremen Temperaturen. All diese Einflüsse bewirken Schädigungen und eine Verkürzung der Lebensdauer von Kontakten, Batterien,
Gehäuseteilen, Schaltern und elektronischen Bauteilen.
Setzen Sie nur volle und auslaufgeschützte Gerätebatterien, z. B. hochwertige Alkaline-Typen (LR 03) ein.
Nehmen Sie bei längerer Nichtbenutzung die Batterien aus dem Gerät.
19. Technische Daten, allgemein
Anzeigeumfang: .......................................................................4000 Digit
Messrate:................................................................... ca. 3 Messung/Sek.
Arbeitstemperatur: ..................................................................... 5˚C-50˚C
Lagerungstemperatur: . ................................................... -10˚C bis +55˚C
Batterie: ..................................................................4 x LR03 (Micro/AAA)
Abmessungen (B x H x T): . ........................................ 95 x 205 x 42 mm
Gewicht: .................................................................ca. 500 g mit Batterie
Sicherheitsklasse:....................................... CAT II (1000 V) n. IEC 1010-1
34
20. Messbereiche, Messgenauigkeit
Funktion
DC
Spannung*
Bereich
Genauigkeit
40mV
±0,5% + 6 Digit
400 mV
±0,2% + 4 Digit
4 V
40 V
400 V
1000 V
±0,5% + 4 Digits
Auflösung
10 µV
100 µV
1 mV
10 mV
100 mV
1V
AC
Spannung**
DC
Strom***
AC
Strom***
Widerstand
Messspan-
nung (offener
Eingang):
0,4 V
400 mV
±0,5% + 10 Digit
4 V
±0,5% + 4 Digit
40 V
400 V
750 V
400 µA
±0,2% + 4 Digit
4000 µA
40 mA
±0,3% + 4 Digit
400 mA
±0,2% + 4 Digit
4 A
±0,5% + 4 Digit
10 A
±1,0% + 4 Digit
400 µA
±1,0% + 8 Digit
4000 µA
40 mA
±1,5% + 8 Digit
400 mA
±1,0% + 8 Digit
4 A
10 A
±2,0% + 8 Digit
400 Ω
±0,2% + 4 Digit
4 kΩ
40 kΩ
400 kΩ
±0,5% + 4 Digit
4 MΩ
40 MΩ
±1,5% + 4 Digit
100 µV
1 mV
10 mV
100 mV
1V
0,1 µA
1 µA
10 µA
100 µA
1 mA
10 mA
0,1 µA
1 µA
10 µA
100 µA
1 mA
10 mA
0,1 Ω
1Ω
10 Ω
100 Ω
1 kΩ
10 kΩ
Kapazität
50 nF
±5,0% + 50 Digit
500 nF
±5,0% + 5 Digit
5 µF
50 µF
100 µF
10 pF
0,1 nF
1 nF
10 nF
1 µF
35
Funktion
Frequenz****
Bereich
Genauigkeit
50 Hz
±0,1% + 3 Digit
500 Hz
5 kHz
50 kHz
100 kHz
Auflösung
0,01 Hz
0,1 Hz
1 Hz
10 Hz
100 Hz
Taktverhältnis
0,1 -99,9%
0,1%
1% Temperatur
-200°C - 950°C±1,0% + 2 D (≤100°C) 1°C
(K-Type)
±1,0% + 1 D (>100°C)
Temperatur
-200°C - 700°C±0,5% + 2 D
1°C
(Pt100)
Diode
Sperrspannung 1,1 - 1,6 V V 1 mV
Teststrom (Flussrichtung): ca. 0,2 mA
Genauigkeit: 10%
Durchgangsprüfung Signalton bei ≤50 Ω
0,1 Ω
Teststrom typ. 130 µA
Messspannung, offener Eingang: 0,45 V
Peak Hold
Ansprechzeit: >1 ms, Genauigkeit: ±100 Counts
* 40/400 mV: RE > 2,5 GΩ, restliche Bereiche:10 MΩ II 100 pF, Gleichtaktunterdrückung
50/60 Hz: >100 dB; Störsignalunterdrückung 50/60 Hz >45 dB
** Daten gültig im Amplitudenbereich von 6 bis 100%, 400 mV nur manuell einstellbar.
Mittelwertmessung. RE 10 MΩ II 100 pF. Gleichtaktunterdrückung 50/60 Hz: >60 dB
*** bis 4000 µA: RE 100 Ω; bis 400 mA: RE 1 Ω; bis 10 A: RE 0,01 Ω;
**** Anzeige-Refresh: 3/Sek. (bei > 10 kHz)
Spannungs-/Widerstandsmessbereiche: überlastgeschützt bis 1000 V DC/AC rms
Strommessbereiche abgesichert mit:
bis 400 mA: Glasrohrsicherung 5 x 20, F 500 mA/250 V
4/10 A: Glasrohrsicherung 6 x 25, F 10 A/250 V
Genauigkeit bezogen auf eine Umgebungstemperatur von 23 ˚C ± 5˚C und max. 70%
rel. Luftfeuchte, gültig für 1 Jahr. Aufwärmzeit: 5 Minuten
36
21. Entsorgungshinweise
Gerät nicht im Hausmüll entsorgen! Elektronische Geräte
sind entsprechend Richtlinie über Elektro- und ElektronikAltgeräte über die örtlichen Sammelstellen für ElektronikAltgeräte zu entsorgen!
Batterieverordnung beachten!
Batterien gehören nicht in den Hausmüll.
Nach der Batterieverordnung sind Sie verpflichtet,
verbrauchte oder defekte Batterien an den
örtlichen Batteriesammelstellen bzw.
an Ihren Händler zurückzugeben!
ELV Elektronik AG • PF 1000 • D-26787 Leer
Telefon 0491/6008-88 • Telefax 0491/6008-244
37
38
39
40
Document
Kategorie
Technik
Seitenansichten
13
Dateigröße
1 109 KB
Tags
1/--Seiten
melden