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Bilz-Autofacer Bedienungsanleitung - Hermann Bilz GmbH & Co.KG

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Bilz-Autofacer
Bedienungsanleitung
Autofacer mit Schwungscheibe
5100 / 5200 / 5500 / 5600
Autofacer mit Drehmomentstütze
1600 / 1700 / 2500 / 2600
Autofacer mit Reibleisten-Betätigung
2100 / 2400
Autofacer mit Auffahrkonus
1800 / 1900 / 2200 / 2300
Hermann Bilz GmbH & Co. KG Präzisionswerkzeuge • Röntgenstr. 30 • 73730 Esslingen
Tel. 0 7 11 / 93 0 25 - 0 • Fax 0 7 11 / 93 0 25 - 20 • E-mail: info@hermann-bilz.de
Seite 1
04.09.06
Der Autofacer ist konzipiert für den Einsatz mit hoher Schnittgeschwindigkeit und relativ
geringem Vorschub. Die Bearbeitung kann nur mit vollständig geöffneter Schneide erfolgen.
Für Einstechoperationen ist er nicht geeignet, da die Schneide nicht radial zustellbar ist. Um
die Schneide vollständig öffnen zu können, muß eine ausreichender Freiraum im Werkstück
vorhanden sein.
1.
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6.
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8.
Turbinengehäuse rückwärts aufbohren
Standard Rückwärtssenkung
Rückwärts anplanen einer vorstehenden Fläche
Rückwärts anplanen und einstechen
Rückwärts kegelsenken
Rückwärts plansenken und fasen
Vorwärts und rückwärts senken
Kugel- und Planflächen im Ausgleichsgehäuse vorwärts
und rückwärts ansenken
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Schnittgeschwindigkeiten und Vorschübe
AUTOFACER arbeiten im Gegensatz zu mehrschneidigen HSS-Rückwärtssenkern mit hoher
Schnittgeschwindigkeit und geringem Vorschub.
In der folgenden Tabelle sind die maximalen Vorschub- und Schnittwerte für die jeweiligen
Senk-, bzw. Bohrungsdurchmesser angegeben. Die Schnittgeschwindigkeiten beziehen sich
auf den Senkdurchmesser.
Die jeweilige Drehzahl n (U/min) kann nach der folgenden Formel berechnet werden:
n = Drehzahl ( U / min )
Vc = Schnittgeschwindigkeit ( m / min )
d = Senkdurchmesser ( mm ); nicht Bohrungsdurchmesser!
n = 318 x Vc / d
Empfohlene Vorschübe und Schnittgeschwindigkeiten
Die angegebenen Werte gelten nur für Senkdurchmesser bis zum 1,5-fachen
Bohrungsdurchmesser. Bei größeren Schnittbreiten muss der Vorschub entsprechend um
50 bis 70% reduziert werden!
Bohrungsdurchmesser B
(mm)
≤ 12,0
12,1 – 20,0
20,1 – 25,0
25,1 – 30,0
30,1 – 40,0
40,1 – 50,0
> 50,0
Vorschub
(mm/U)
Schnittgeschwindigkeit
(m/min)
f
Vc
f
Vc
f
Vc
f
Vc
f
Vc
f
Vc
f
Vc
Messing
Aluminium
Grauguss
Kohlenstoff
stahl
Rostfreier
Stahl
0,08
240
0,13
240
0,15
240
0,20
240
0,25
240
0,40
240
0,50
240
0,08
240
0,13
240
0,15
240
0,20
240
0,25
240
0,40
240
0,50
240
0,04
90
0,05
90
0,08
90
0,10
90
0,15
90
0,20
90
0,3
90
0,04
90
0,05
60
0,08
60
0,10
60
0,13
60
0,15
60
0,25
60
0,025
60
0,04
45
0,05
45
0,06
45
0,08
45
0,09
45
0,10
45
Autofacer dürfen nur mit innerer oder äußerer Kühlmittelzufuhr direkt auf die Schneide
eingesetzt werden.
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Montageanleitung für Schneiden oder Schneidenträger
1.
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Entfernen Sie eine eventuell vorhandene Schutzbeschichtung und Verpackung.
Die meisten Schneiden werden mit zwei Gewindestiften befestigt.
Entfernen Sie den äußeren Gewindestift und legen Sie ihn beiseite.
HINWEIS: Kurze Schneiden und Schneidenträger haben nur einen Gewindestift.
Stellen Sie sicher, dass der innere Gewindestift nicht die Öffnung für den Drehzapfen
versperrt.
6. Wenn nur ein Gewindestift vorhanden ist, bauen Sie ihn aus und benetzen ihn mit einem
Schraubensicherungsklebstoff (Loctite) auf dem Gewinde und nicht in der Bohrung! Dies
verhindert bei Vibrationen ein mögliches Lösen des Gewindestiftes. Bauen Sie den
Gewindestift wieder ein (noch nicht festziehen); er darf jedoch nicht in die DrehzapfenBohrung ragen. Nur Gewindestifte mit planer Stirnfläche verwenden!
7. Ziehen Sie den Drehzapfen aus dem AUTOFACER und legen Sie ihn beiseite.
8. Halten Sie den Autofacer am Schaft und drehen Sie den Konus bzw.
Betätigungsmechanismus im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag bzw. bis Sie einen
deutlichen Widerstand fühlen.
9. Bauen Sie die Schneide in geöffneter Position ein und führen Sie dann den Drehzapfen
mit einer drehenden Bewegung durch Grundkörper und Schneide, bzw. Schneidenträger
ein, bis die Nut des Drehzapfens in den Mitnehmer der Betätigungsstange greift.
10. Der Drehzapfen sitzt korrekt, wenn die Nut und der abgerundete Kopf des Zapfens nach
Montage sichtbar bleiben.
11. Bündig abschließende Drehzapfen sind mit einer Gewindebohrung ausgestattet, um den
Ein- und Ausbau durch Verwendung einer entsprechenden Schraube zu vereinfachen.
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Bündig abschließende Drehzapfen sind korrekt eingebaut, wenn sie bündig abschließen
oder etwas tiefer sitzen.
12. Ziehen Sie den Gewindestift flächig an der Fläche des Drehzapfens fest. Schließen Sie
dazu die Schneide etwas, damit der Gewindestift die Fläche findet. Lösen Sie den
Gewindestift etwas und ziehen Sie ihn dann wieder fest um einen guten Sitz zu
gewährleisten. Nicht überdrehen!
13. Testen Sie die Funktion des AUTOFACER. Die Schneide sollte leicht und vollständig
ein- und aussteuern.
14. Drehen Sie den Sicherungsgewindestift ein. Benutzen Sie nur Gewindestifte mit planer
Stirnfläche.
15. Um die Schneide oder den Schneidenträger wieder auszubauen wiederholen Sie den
Vorgang umgekehrt.
Schneidenträger für Wendeschneidplatten
Hinweis:
Einige AutofacerGrößen sind sowohl
mit gelöteten HMSchneiden als auch
mit Schneidenträger
und
Wendeschneidplatte
n einsetzbar.
Wegen
unterschiedlicher
Position der
Klemmflächen sind
die Drehzapfen
nicht kompatibel.
Gelötete HM-Schneiden: Schneidengeometrie für Nachschliff
Spanwinkel 0° bis 7° je nach
Werkstoff und Anwendungsfall.
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Wichtige Montage- und Betriebshinweise
Beachten Sie folgende Punkte, bevor Sie den Autofacer einsetzen !
1. Prüfen Sie das vollständige Öffnen und Schließen der Schneide indem Sie den
Auffahrkonus, die Reibleiste, die Drehmomentstütze oder die Schwungscheibe von Hand
links und rechts herum drehen.
2. Prüfen Sie den Festsitz des Gewindestiftes in Schneidenträger bzw. Schneide.
Vergewissern Sie sich, dass ggf. ein zweiter Gewindestift installiert ist oder
Schraubensicherungsklebstoff verwendet wird um das Lösen des Gewindestiftes durch
Vibrationen zu verhindern.
3. In geschlossener Position darf die Schneide nicht über den Durchmesser der
Führungsbuchse hinaus ragen und muss fest in ihrer Position verbleiben ohne übermäßige
Bewegungsfreiheit.
4. Falls in geöffneter Position eine Lockerheit der Schneide feststellbar ist, prüfen Sie deren
Befestigung am Drehzapfen. Der Gewindestift muss vollständig an der Fläche des
Drehzapfens anliegen um eine korrekte Ausrichtung der Schneide zu gewährleisten (s.
Einbauanleitung der Schneide). Vergleichen Sie den Durchmesser der Führungsbuchse
mit dem Bohrungsdurchmesser. Die Führungsbuchse muss kleiner sein als die Bohrung.
5. Vergleichen Sie die Länge der Führungsbuchse mit der größten Dicke des Werkstücks.
Die Schneide muss sich frei öffnen können, bevor sie sich in Schnittrichtung drehen kann.
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•
•
•
•
Programmierungs- und Bedienungshinweise:
Beachten Sie die empfohlenen Vorschübe und Schnittgeschwindigkeiten auf Seite 3
Beachten Sie die Betriebsabfolge Ihres Autofacer auf Seite 8 - 11.
Beachten Sie die Einbauanleitung der Schneide, s. Hinweise oben und Seite 4.
Beachten Sie die Hinweise zur Fehlerbehebung auf Seite 12.
Beachten Sie die Anleitung zum Nachschleifen der Schneide auf Seite 5.
1. Aktivieren Sie die Innenkühlung durch die Spindel erst wenn die Schneide vollständig
ausgefahren ist.
2. Deaktivieren Sie die Innenkühlung bevor Sie die Drehrichtung umkehren um die Schneide
einzufahren.
3. Autofacer mit Scherstift müssen mindestens 50 mm vom Werkstück weggefahren werden,
bevor die nächste Bohrung angefahren werden kann. Dadurch kann der Schaft vollständig
vom Grundkörper abgezogen werden, falls der Scherstift abgebrochen ist und das
Werkzeug in der Bohrung verbleibt.
Technische Informationen
Abstand zwischen Werkstückbohrung und Führungsbuchse des Autofacers
Um den Autofacer sicher in der Bohrung zu führen und ein Verklemmen zu vermeiden, sind
folgende Durchmesserdifferenzen (Untermaße) einzuhalten. Größere Abstände können die
Bearbeitung (z.B. Senkdurchmesser) negativ beeinflussen.
Bohrungsdurchmesser(mm)
≤ 19
19,1 - 51
51,1 - 76
> 76
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Untermaß der Führungsbuchse (mm)
0,05
0,075
0,1 - 0,13
0,13 - 0,15
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Informationen zu Wartung und Montage für alle Autofacer mit
Drehmomentstütze
Vorbeugende Wartungsintervalle
Alle Autofacer mit Drehmomentstütze sollten bei der Montage mit Schmierfett geschmiert
werden; sowie nach max. 10 Stunden Einsatzzeit, falls ohne Innenkühlung gearbeitet wird.
Bei Nichtbeachtung kann das Werkzeug ausfallen oder beschädigt werden.
Alle Autofacer Modelle sollten regelmäßig demontiert und gereinigt werden.
Empfohlener Schmierstoff
OKS 400 − MOS2 − Mehrzweck-Hochleistungsfett
Empfohlene Ersatzteile
A Für die Modelle 1600 bis 1900 sollten folgende Ersatzteile vorrätig gehalten werden.
1. Scherstift
2. Drehzapfen
3. Betätigungsstange
4. Sicherungsring für Scherstift
5. Druckscheibe
B Für die Modelle 2100 bis 5600 sollten folgende Ersatzteile vorrätig gehalten werden.
1. Scherstift
2. Drehzapfen
3. Betätigungsstange
4. Sicherungsring für Scherstift
5. Druckscheibe
6. Betätigungsstift
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Autofacer Betriebsabfolge
Hinweis: Die Schneide des Autofacers kann nur durch Drehrichtungsänderung geöffnet
und geschlossen werden. Bei Autofacer mit Schwungscheibe wird die Schneide durch die
Trägheit der Schwungscheibe beim Beschleunigen und Abbremsen der Spindel betätigt.
Bei geringer Beschleunigung funktioniert die Schwungradbetätigung nicht. Starten Sie
immer die Spindeldrehung im Uhrzeigersinn bevor Sie in das Werkstück einfahren.
Autofacer mit Schwungscheibe - Modelle 5100, 5200, 5500, 5600
1. Mit ausgeschalteter Kühlung die Spindel im Uhrzeigersinn drehen um die Schneide
zu schließen bevor in das Werkstück eingefahren wird. (Die Drehgeschwindigkeit der
Spindel muss im oberen Bereich bei 300 - 800 U/min liegen um die Schneide korrekt
aktivieren zu können). Der Autofacer wird in die Bohrung eingefahren während sich die
Spindel im Uhrzeigersinn dreht. Das Werkzeug muss solange zugestellt werden bis sich
die Schneide ungehindert öffnen kann.
Hinweis: Die Schneide muss frei sein von allen Hindernissen.
2. Aktivieren Sie die Kühlmittelzufuhr. Die Drehrichtung der Spindel wird umgekehrt
bei 300 bis 800 U/min. Stellen Sie nach einer Sekunde Verzögerung die
Umdrehungsgeschwindigkeit auf die korrekte Schnittgeschwindigkeit ein (vgl.
Tabelle "Vorschübe und Schnittgeschwindigkeiten", S. 3). Die Schneide wird ausgefahren
und in Position gehalten um unmittelbar mit der Bearbeitung beginnen zu können.
3. Fahren Sie das Werkzeug mit Arbeitsvorschub zurück (vgl. Tabelle "Vorschübe und
Schnittgeschwindigkeiten", S. 3). Eine kurzes Verbleiben auf der Bearbeitungstiefe wird
empfohlen um die Späne zu entfernen.
4. (Nur Modelle 5200 und 5600) Fahren Sie mit erhöhtem Vorschub die Stirnseite an,
Senken Sie mit Arbeitsvorschub bis zur Bearbeitungstiefe und erzeugen Sie eine saubere
Planfläche durch kurzen Verbleib auf der Bearbeitungstiefe.
5. Fahren Sie das Werkzeug mit erhöhtem Vorschub aus der Senkung in den freien Bereich.
Schalten Sie die Kühlung aus.
6. Kehren Sie nun die Spindeldrehung um. Dadurch wird die Schneide zurück in die
Aufnahme geklappt. Die Spindeldrehzahl muss hoch genug sein, damit die Schneide
eingeklappt werden kann (400 - 800 U/min). Fahren Sie mit erhöhtem Vorschub
mindestens 50 mm aus dem Werkstück heraus um den Bearbeitungszyklus zu vollenden.
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04.09.06
Autofacer mit Drehmomentstütze - Modelle 1600, 1700, 2500, 2600
1. Starten Sie mit eingeschalteter Außenkühlung und ausgeschalteter Innenkühlung die
Spindeldrehung im Uhrzeigersinn, um die Schneide einzuklappen, bevor Sie in das
Werkstück einfahren. Der Autofacer wird in die Bohrung eingefahren während sich die
Spindel im Uhrzeigersinn dreht. Das Werkzeug muss solange zugestellt werden, bis sich
die Schneide ungehindert öffnen kann.
2. Aktivieren Sie die Innenkühlung (sofern der Autofacer dafür ausgelegt ist). Kehren Sie
die Spindeldrehung um. Die Schneide wird in die Bearbeitungsposition ausgeklappt und
dort in Position gehalten.
3. Stellen Sie die empfohlenen Werte für Vorschub und Schnittgeschwindigkeit ein (s. Seite
3) und fahren Sie das Werkzeug mit Arbeitsvorschub bis zur Bearbeitungstiefe zurück.
Ein kurzes Verbleiben auf der Bearbeitungstiefe wird empfohlen um die Späne zu
entfernen.
4. Fahren Sie mit erhöhtem Vorschub die Stirnseite an (Nur bei Modellen 1700 und 2600).
Senken Sie mit Arbeitsvorschub bis zur Bearbeitungstiefe und verbleiben Sie dort kurz.
5. Fahren Sie das Werkzeug mit erhöhtem Vorschub aus der Senkung in den freien Bereich.
Schalten Sie die Kühlung aus.
6. Kehren Sie nun die Spindeldrehung um. Dadurch wird die Schneide zurück in die
Aufnahme geklappt. Fahren Sie mit erhöhtem Vorschub min. 50 mm aus dem Werkstück
heraus um den Bearbeitungszyklus zu vollenden.
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Autofacer mit Reibleiste - Modelle 2100 und 2400
1. Schalten Sie die Außenkühlung ein und die Innenkühlung aus. Der Autofacer wird in
die Bohrung eingefahren während sich die Spindel rechts herum dreht [ungefähr 100
U/min und 2,5 m/min]. Das Werkzeug wird zugestellt bis sich die Reibleiste im Bohrloch
befindet. Die Reibleiste und die Führungsbuchse hören auf sich zu drehen. Hinweis: Das
Einhalten der Bohrungstoleranzen ist sehr wichtig, da die Reibflächen nur geringe
Kompressionsmöglichkeiten haben.
Hinweis: Die Schneide muss frei sein von allen Hindernissen.
2. Aktivieren Sie die Innenkühlung. Kehren Sie die Spindeldrehung um. Die Schneide
wird in die Bearbeitungsposition ausgeklappt und dort in Position gehalten.
3. Fahren Sie das Werkzeug mit erhöhtem Vorschub an die zu bearbeitende Fläche heran.
4. Stellen Sie die empfohlenen Werte für Vorschub und Schnittgeschwindigkeit ein (S. Seite
3). Fahren Sie das Werkzeug mit Arbeitsvorschub bis zur Bearbeitungstiefe zurück. Ein
kurzes Verbleiben auf der Bearbeitungstiefe wird empfohlen um die Späne zu entfernen.
Fahren Sie mit erhöhtem Vorschub die Stirnseite an (Nur bei Modell 2400). Senken Sie
mit Arbeitsvorschub bis zur Bearbeitungstiefe und verbleiben Sie dort kurz.
5. Senken Sie die Umdrehungsgeschwindigkeit auf 100 U/min. Fahren Sie das Werkzeug
mit erhöhtem Vorschub vor in den freien Bereich bis die Reibflächen in der Bohrung
greifen.
6. Schalten Sie die Innenkühlung aus. Kehren Sie nun die Spindeldrehung um. Dadurch
wird die Schneide in den Schneidkopf eingeklappt. Fahren Sie mit erhöhtem Vorschub
min. 50 mm aus dem Werkstück heraus um den Bearbeitungszyklus zu vollenden.
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04.09.06
Autofacer mit Auffahrkonus - Modelle 1800, 1900, 2200, 2300
1. Schalten Sie die Außenkühlung ein und die Innenkühlung aus. Der Autofacer wird in
die Bohrung eingefahren während sich die Spindel rechts herum dreht [ungefähr 100
U/min und 2,5 m/min]. Das Werkzeug wird zugestellt bis der Auffahrkonus den
Bohrungsrand berührt.
Hinweis: Die Schneide muss frei sein von allen Hindernissen.
2. Der Konus wird um ca. 1,5 mm zusammengedrückt und die Drehrichtung wird
umgekehrt. Die Schneide wird in die Bearbeitungsposition ausgeklappt und dort in
Position gehalten. Aktivieren Sie die Innenkühlung.
3. Fahren Sie das Werkzeug mit erhöhtem Vorschub an die zu bearbeitende Fläche heran.
4. Stellen Sie die empfohlenen Werte für Vorschub und Schnittgeschwindigkeit ein (s. Seite
3). Fahren Sie das Werkzeug mit Arbeitsvorschub bis zur Bearbeitungstiefe zurück. Ein
kurzes Verbleiben auf der Bearbeitungstiefe wird empfohlen um die Späne zu entfernen.
5. Senken Sie die Umdrehungsgeschwindigkeit auf 100 U/min. Fahren Sie das Werkzeug
mit erhöhtem Vorschub vor bis der Auffahrkonus das Werkstück berührt, und kehren Sie
die Spindeldrehung um.
6. Schalten Sie die Innenkühlung aus. Stellen Sie das Werkzeug weiter zu, so dass der
Auffahrkonus um 1,5 mm komprimiert wird; dadurch wird die Schneide in den
Schneidkopf eingeklappt. Fahren Sie mit erhöhtem Vorschub min. 50 mm aus dem
Werkstück heraus um den Bearbeitungszyklus zu vollenden.
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Fehlerbehebung bei Autofacern
Bruch des Scherstifts
Die übliche Ursache ist eine erhöhte Schnittkraft aufgrund stumpfer oder beschädigter
Schneidplatten. Prüfen Sie die Schneidplatte und ersetzen Sie sie ggf.
Eine andere Ursache können Aufhärtungen im Material oder ein zu großer Vorschub sein.
Ersetzen Sie den Scherstift, prüfen Sie Vorschub und Schnittgeschwindigkeit und
wiederholen Sie die Bearbeitung. Falls der Scherstift erneut bricht, erhöhen Sie die
Schnittgeschwindigkeit um 25% und senken Sie den Vorschub um den selben Betrag.
Ein Bruch des Scherstifts kann ebenso von einer erhöhten Schnittkraft aufgrund eines hohen
Schneideneckenradius kommen. Wenn der Radius größer als R 0,4 ist , verringern Sie die
empfohlene Vorschubgeschwindigkeit um 50% oder mehr.
Eine erhöhte Schnittkraft kann auch durch eine beim Nachschleifen veränderte Schneidenlage
erzeugt werden. Schleifen Sie niemals die Spanfläche einer Autofacerschneide nach.
Der Span bricht nicht
Unterbrechen Sie den Vorschub regelmäßig während des Bearbeitungszyklus für einige
Umdrehungen, damit der Span abreißen kann. Die Späne werden durch die Zentrifugalkraft
beseitigt.
Die Schneide sitzt nicht fest auf dem Drehzapfen
Die meisten Schneiden haben eine Befestigungsschraube und eine Sicherungsschraube.
Entfernen Sie äußere Sicherungsschraube und ziehen Sie die Befestigungsschraube nach.
Setzen Sie die Sicherungsschraube wieder ein und ziehen Sie sie fest. Beachten Sie die
Montageanleitung (Seite 4)!
Die Schneide öffnet oder schließt sich nicht vollständig
Prüfen Sie die Ausrichtung der Befestigungsschraube gegen die Fläche des Drehzapfens.
Vergewissern Sie sich, dass die Schneide korrekt montiert ist. Falls die Schneide korrekt
montiert ist, prüfen Sie Späne oder andere sichtbare Störungen.
Rattern
Prüfen Sie ob die Durchmesserdifferenz zwischen Bohrung und Führungsbuchse zu groß ist
(s. Seite 6).
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