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Ahmed Azzaoui-Becks Diplom-Ingenieur - tec

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E
ine große Umfrage unter gesetzlich Versicherten zeigt: Ein großer Teil der potenziellen Patienten findet es schwer, medizinische Information zu finden, zu verstehen und
praktisch umzusetzen. Und wer weiß, wie die
Befragung ausgefallen wäre, wenn nicht Menschen wie Sie, die ∫ bis zum Ende
lesen, dabei gewesen wären.
Die Deutschen fühlen sich schlechter informiert als der EU-Durchschnitt. Gerade bei den
Themen Krankheitsbewältigung und Prävention haben mehr als die
Hälfte der Befragten große Lücken. Diese Unterschiede in der Gesundheitskompetenz gehen
uns alle an. Denn Gesundheit entsteht zum größten Teil nicht in der
Arztpraxis oder dem Krankenhaus, sondern jeden Tag – im Alltag. Ständig treffen wir Entscheidungen: Apfel oder Pommes, Mayo oder
Ketchup, Rad oder Auto? Nach welchen Gewohnheiten und mit welchem Wissen im Hinterkopf entscheiden wir? Noch gewichtiger,
wenn es darum geht, eine Krankheit bestmöglich zu behandeln und zu heilen. Gefragt wurde
auch, welche Wege man kennt, die seelische
Gesundheit zu fördern. Da schnitten Frauen
besser ab als Männer. Kein Wunder, sie können
immer eine Freundin fragen, die gerade mit Yoga oder Walken im Wald angefangen hat. Noch
ein Ergebnis: Je älter die Menschen, desto
mühsamer finden sie sich im Gesundheitswesen zurecht. Und die Lösung? Dazu sagt die
Umfrage nichts, aber ich: Früher mit der Ausbildung von Gesundheitskompetenz anfangen!
Ich finde es haarsträubend, dass wir uns zwischen den Bundesländern
nicht einig werden, was in
der Schule gelernt werden
soll.
Immerhin
führt
Schleswig-Holstein jetzt
ein Schulfach Gesundheit
und Verbraucherkompetenz ein. Egal, ob G8, G9
oder Gesamtschule: Man kann einen Schulabschluss machen und hat keine einzige Stunde
etwas darüber gelernt, wie Menschen ticken
und warum sie manchmal austicken. Wieso
hab ich was über Punische Kriege
gelernt, aber nix über Panikattacken
und den Krieg im eigenen Kopf?
Ängste und Angststörungen begegnen einem garantiert im Leben.
Heißt das nicht „fürs Leben lernen“?
Jetzt
Gesundheit
lernen!
Bis zum nächsten Mal, herzlich Ihr
Dr. Eckart von Hirschhausen
34
www.aok.de
Dr. Eckart von
Hirschhausen
Der Arzt, Kabarettist, TVModerator und Autor von
Bestsellern wie „Wohin
geht die Liebe, wenn sie
durch den Magen durch
ist?“ schreibt hier exklusiv
für ∫-Leser. Sie
wollen ihn live auf der Bühne sehen? Alle Termine auf
www.hirschhausen.com.
Und falls Sie eine Kolumne
verpasst haben, finden Sie
alle Folgen im Netz unter
www.aok.de/bleibgesundaktiv – mit Gewinnspiel.
Stichwort: Gesundheitskompetenz
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)
meint damit die Fertigkeiten, mit denen Menschen ihre Lebensweise
gesundheitsförderlich gestalten können: Wie und
wo finde ich Zugang zu
Informationen, wie gut
verstehe ich das alles und
kann ich es in mein tägliches Leben einbauen?
PS: Ich hab das frei übersetzt. Die offizielle Definition von „Health Literacy“
verstehe ich leider selbst
schon nicht.
Foto: wdv/J. Lauer; Bild: Fotolia
verschreibt
Foto: wdv/J. Lauer
Hirschhausen
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Seele and Geist
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