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Kachelofen - Heizeinsätze - Schrag

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Kachelofen - Heizeinsätze
SCHRAG-Gas-Heizeinsatz
Junior Compact VA 9-1, einstufig
Junior Compact VA 9-2, zweistufig
Junior Compact HA-9, einstufig
Inhalts-Übersicht Junior Compact
Thema / Überschrift
Seite
9.3
9.4
Bedienungsanleitung
Einleitung
1
1.
Allgemeines
1.1 Alles zur Verbrennungstechnik
1.2 Brennstoff Gas
1.3 Verbrennungsluft - die Luft zum Atmen
2
2
2
2
2.
Betrieb
2.1 Betriebsarten und Regelung
2.2 Vollautomaten Junior Compact VA 9-1 und VA 9-2
2.3 Halbautomaten Junior Compact HA-9 (BM 751)
2.4 Halbautomaten Junior Compact HA-9 (GV 31)
3
3
3
4
4
3.
4.
Wartung und Pflege
5
Störungen
5
4.1 Vollautomaten Junior Compact VA 9-1 und VA 9-2 5
4.2 Halbautomaten Junior Compact HA-9
5
5.
Kundenservice und Wartungsdienst
6
6.
Notizen
7
Aufstellanleitung
Raumthermostat RT 6 GAS (2-stufig)
Raumthermostat RT 200
14
14
10. Inbetriebnahme / Einregulierung
10.1 Dichtheitsprüfung der Gasleitung nach TRGI
10.2 Inbetriebnahme und Entlüften der Gasleitung
10.3 Entlüften ins Freie
10.4 Entlüften über Wasservorlage
10.5 Gasdruckregler für Erdgas
10.6 Gastabelle
10.7 Einstellung der Nennleistung bei VA-9 (1-stufig)
10.8 Einstellung der Nenn- und Teilleistung bei VA-9
(2-stufig)
10.9 Einstellung der Kleinstufe bei Junior Compact
VA-9, 2-stufig
(2-stufig)
10.10 Thermoelement-Überwachung der Gasflamme
bei HA-9
10.11 Einstellung der Nennleistung bei HA-9
10.12 Ionisationsstrom-Überwachung der Gasflamme
15
15
15
15
15
16
16
16
17
11. Zündeinrichtung HA-9
11.1 Zündgas-Düse
11.2 Zündelektroden / Ionisationselektrode
11.3 Luftregulierung Zündflamme
18
18
19
19
12. Bedienung / Regelung HA für GV 31
12.1 Heizeinsatz zünden (Zündflamme)
12.2 Regelung
12.3 Heizeinsatz stillsetzen
20
20
20
20
13. Bedienung / Regelung
13.1 Heizeinsatz zünden
13.2 Temperaturregelung über Raumthermostat
13.3 Heizeinsatz stillsetzen
13.4 Der Gasfeuerungsautomat
21
21
21
21
21
14. Einbauanleitung HKS 100
22
15. Strömungssicherung / Abgasüberwachung
15.1 Strömungssicherung
15.2 Abgasüberwachung
23
23
23
16. Frontplatten-Nischen-System
24
25
25
25
25
26
26
27
27
17
17
17
18
1.
Das passende Heizsystem
1.1 Das Funktionsprinzip
1.2 Typschlüssel
1.3 Ausführungen
1
1
1
2
2.
Kachelofen-Gas-Heizeinsatz
2.1 Anforderungen an den Aufstellraum u. die
Verbrennungsluftversorgung
2.2 Strömungssicherung
3
3
3.
Technische Daten
3.1 Verpackung / Transport
4
4
4.
Vorbereitung vor dem Einbau
4.1 Der Platzbedarf
4.2 Die Einbauöffnung
4.3 Heizkammerwände
5
5
5
5
5.
Einbau des Heizeinsatzes
5.1 Anschlüsse
5.2 Der Einbau
5.3 Kaminzug
6
6
6
6
17. Service und Servicegeräte
17.1 Überwachung der Kachelofen-Heizung
17.2 Servicegeräte
17.3 Funktionskontrolle Abgasüberwachung
17.4 Messung nach der 1. BImSchV
17.5 Berechnung des Abgasverlustes
17.6 Was ist zu tun, ...
17.7 Kachelofen-Gas-Heizeinsatz Junior Compact
6.
Gasanschluss
6.1 Gas-Anschluss R 1/2“ i
7
7
18. Wartung und Inspektion
18.1 Reinigung
28
28
7.
Elektroanschluss nur bei VA 9-1
7.1 Anschlussplan F-3000 (1-stufiger Betrieb)
7.2 Verdrahtungsplan
7.3 Netzanschluss
7.4 Ablaufdiagramm
8
8
10
10
10
8.
Elektroanschluss nur bei VA 9-2
8.1 Anschlussplan F-3300 (2-stufiger Betrieb)
8.2 Verdrahtungsplan
8.3 Netzanschluss
8.4 Ablaufdiagramm
11
11
13
13
13
19. SCHRAG-Ersatzteilliste
19.1 Gas-Heizeinsatz Junior Compact
19.2 Gasbrenner, Vollautomat F 3100 (1-stufig)
19.3 Steuerung F 3320 (1-stufig)
19.4 Gasbrenner, Vollautomat F 3350 (2-stufig)
20.5 Steuerung F 3310 (2-stufig)
20.6 Gasbrenner, Halbautomat F 3250
29
29
30
31
32
33
34
20. Notizen
35
21. Übergabeprotokoll
36
Elektroanschluss nur bei VA
9.1 Thermostat zur Heizungsregelung
9.2 Raumthermostat RT 1 (1-stufig)
14
14
14
9.
3
22. Allgemeine Geschäftsbedingungen
unter www.schrag.de/download/sonstiges
Bedienungsanleitung
für den Betreiber
Dringende Empfehlung!
Wartungsvertrag!
Schließen Sie mit Ihrem Handwerks-Betrieb einen Wartungsvertrag ab!
Dann wird Ihr neues Gerät kontinuierlich zu Ihrer vollen Zufriedenheit
arbeiten!
SCHRAG GmbH
SCHRAG-Kachelofen-Heizeinsätze
Sehr geehrte Kundin,
sehr geehrter Kunde,
Sie wollen eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Heizung, die jederzeit problemlos Ihre Wohnung in
eine warme gute Stube verwandelt. Sie haben das Passende bei SCHRAG gefunden.
Gleichgültig, ob Öl oder Gas zur Heizung verwendet wird, immer finden Sie in SCHRAG einen kompetenten
Partner. Immer weit über den gesetzlichen Anforderungen, mit dem Sinn für Wirtschaftlichkeit und aktiven
Umweltschutz und mit der jahrzehntelangen Erfahrung für die gemütliche Wärme aus Kachelöfen.
Bitte lesen Sie als Betreiber diese Bedienungsanleitung sorgfältig und beachten Sie unsere Ratschläge,
damit die Anlage immer zu Ihrer Zufriedenheit arbeitet und Sie auch Kosten sparen können.
Wir wünschen Ihnen immer „Wohlige Wärme“.
Ihre SCHRAG GmbH
1
1. Allgemeines
1.1 Alles zur Verbrennungstechnik
Verbrennung ist nicht Feuer, Rauch und Gestank, sondern Wohlbefinden und Behaglichkeit, besonders
wenn bewährte SCHRAG-Heizungskomponenten Ihre „gute Stube“ beheizen.
Die Kachelofen-Heizeinsätze sind aus hochwertigen Stahlblechen gefertigt und dauerhaft emailliert. Exakt
berechnete Brennräume und Abgasführungen garantieren den wirtschaftlichen und umweltfreundlichen
Betrieb und die bestmögliche Ausnutzung Ihres Brennstoffs.
Jetzt sind Sie gefordert, denn als Betreiber stellen Sie die hauptsächlichen Komponenten der Verbrennung,
den Brennstoff und die Verbrennungsluft!
1.2 Brennstoff Gas
Der Brenner ist für Ihre Gasart (Erdgas) eingerichtet und wird von Ihrem Fachbetrieb bei der Inbetriebnahme
optimal eingestellt.
Wichtig!
Eine Demontage oder Wiedermontage des Raumthermostaten darf nur vom Elektrofachmann
mit anschließender Funktionskontrolle gemäß Aufstellanleitung vorgenommen werden. Z. B. bei
Renovierungsarbeiten.
Aufstellung und Umstellung darf nur von einem Vertragsinstallateur des Gasversorgungsunternehmens
durchgeführt werden. Die geltenden Installationsbestimmungen müssen beachtet werden.
Beachten:
Zuluft- und Rückluftöffnungen müssen immer freigehalten werden!
Keine brennbaren Gegenstände in die Nähe von Kachelöfen bringen!
1.3 Verbrennungsluft – die Luft zum Atmen
Machen Sie einen kleinen Versuch und stellen Sie ein Glas umgekehrt über eine brennende Kerze. Sie brennt zuerst einwandfrei.
Aber bereits nach kurzer Zeit erlischt die Flamme, weil der Sauerstoff im Glas verbraucht ist.
Die Flamme in Ihrer Heizung erlischt zwar nicht ganz, aber Luftmangel stört die Verbrennung. Der Brenner brennt zuerst im unwirtschaftlichen Bereich und verrußt. Dabei bilden die Ölkohle im Brennertopf und der Ruß an den Heizkammerwänden eine Schikane und
stören immer mehr den Verbrennungsprozess bis der Brenner nicht
mehr brennt.
Diese lästige Störung und den teuren Kundendienst können Sie sich
sparen, wenn Sie für genügend Verbrennungsluft sorgen.
Wo kommt die Verbrennungsluft her?
Durch Ritzen in Fenstern und Türen kann nur eine geringe Menge
Luft zum Brenner gelangen. Stellen Sie deshalb sicher, dass auch
in der kalten Jahreszeit der Brenner immer genügend Luftzufuhr
erhält. Durch Lüftungsöffnungen in den Türen oder durch gekürzte
Türblätter muss aus umliegenden Räumen (Raumverband) die Verbrennungsluft zum Brenner strömen können.
Ihr Heizungsinstallateur erklärt Ihnen diese Richtlinien und kontrolliert die Luftzuführung.
Da ist noch etwas zu beachten!
Küchenlüfter oder andere Ventilatoren ziehen verbrauchte Luft
aus den Räumen ab und blasen diese ins Freie. Das tut zwar
den Menschen gut, aber dem Brenner wird manchmal auch Verbrennungsluft entzogen. Der gleichzeitige Betrieb von Absaugung
und Brenner ist nicht zulässig. Ihr Elektriker weiß Rat und verriegelt den Lüfter so, dass der Betrieb nur bei geöffnetem Fenster
möglich ist.
2
2. Betrieb
2.1 Betriebsarten und Regelung
Stellen Sie anhand der Rechnung oder des Typenschildes fest, welches Gerät eingebaut ist.
Es gibt 3 Möglichkeiten:
Junior Compact VA 9-1
Junior Compact VA 9-2
Junior Compact HA-9
Vollautomat
Vollautomat
Halbautomat
2.2 Vollautomaten Junior Compact VA 9-1, Junior Compact VA 9-2
Temperaturregelung über Raumthermostat
- Der Raumthermostat steuert das Ein- und
Ausschalten des Gasbrenners. Bei einem
Stromausfall schaltet die Gasheizung aus und
startet danach atimatisch wieder.
Heizeinsatz zünden
- Geräteabsperrhahn öffnen
- wenn vorhanden: Schalter am Raumthermostat
auf EIN
- Raumthermostat auf gewünschte Raumtemperatur einstellen
Heizeinsatz stillsetzen
für kurze Zeit:
- Raumthermostat unter Raumtemperatur einstellen
für längere Zeit:
- wenn vorhanden: Schalter am Raumthermostat
auf AUS
- Geräteabsperrhahn schließen
3
2.3 Halbautomaten Junior Compact
HA-9 einstufig (BM 751)
bei Geräten mit Fertigungsdatum vor Juni 1999
Heizeinsatz zünden (Zündflamme)
- Geräteabsperrhahn öffnen
- Temperaturwähler auf Zündbereich stellen
- Temperaturwähler eindrücken und gedrückt
halten
- Taste Piezozünder mehrmals kurz bestätigen,
bis Zündflamme brennt
- nach 10-15 Sekunden Temperaturwähler loslassen und gewünschte Temperatur einstellen
Heizeinsatz stillsetzen
- Temperaturwähler auf Zündbereich drehen
Heizeinsatz für längere Zeit stillsetzen
- Temperaturwähler auf AUS drehen
- Gasgeräteabsperrhahn schließen
2.4 Halbautomaten Junior Compact
HA-9 (GV 31)
bei Geräten mit Fertigungsdatum nach Juni 1999
Heizeinsatz zünden (Zündflamme)
- Geräteanschlusshahn öffnen
- Temperaturwähler auf Stellung 1 stellen
- Zünddrehknopf auf Zündbereich stellen, eindrücken und nach links drehen, bis die Zündflamme brennt, ansonsten mehrmals wiederholen
- nach 10-15 Sekunden Zünddrehknopf loslassen
und nach links bis zum Flammensymbol drehen.
Danach Temperaturwähler auf gewünschte
Temperatur einstellen
- Zündflamme muss brennen bleiben, sonst Zündvorgang frühestens nach 3 Minuten wiederholen
Regelung
Ein Kapillarrohr-Fühler im Heizeinsatz erfasst die
Raumtemperatur und regelt zwischen ca. 13-35
°C entsprechend der Skala 1 bis 7.
Heizeinsatz stillsetzen
- Temperaturwähler auf 1 drehen
für längere Zeit:
- Zünddrehknopf auf AUS " • " drehen
- Gasgerätehahn schließen
4
3. Wartung und Pflege
Auch problemlose und pflegeleichte Heizungsgeräte brauchen regelmäßig Wartung, damit Sie jederzeit
einsatzbereit sind und wirtschaftlich funktionieren können.
Deshalb lassen Sie jährlich Ihren Kachelofen-Gas-Heizeinsatz warten.
Wöchentlich sollten Sie auf Verschmutzung an der Luftansaugöffnung des Brenners achten. Notfalls Heizgerät
abschalten und Verschmutzung entfernen lassen.
Unser Tipp!
Schließen Sie mit Ihrem Heizungsinstallateur einen Wartungsvertrag ab, damit gewissenhafte und erfahrene
Fachkräfte diese wichtigen Arbeiten ausführen und Sie beruhigt dem neuen Winterhalbjahr entgegensehen
können.
4. Störungen
4.1 Vollautomaten Junior Compact VA 9-1, Junior Compact VA 9-2
Der Gasfeuerungsautomat
Der Gasfeuerungsautomat wird vom Raumthermostaten
gesteuert, somit ist eine besonders sichere, komfortable
Raumheizung ohne Zündflamme realisiert.
Wenn der Raumthermostat Wärme anfordert, zündet die
Zündelektrode und das Gasmagnetventil gibt Gas frei.
Innerhalb 5 bzw. 10 Sekunden muss die Flamme brennen,
sonst schaltet der Feuerungsautomat auf Störung und
die rote Kontrolllampe leuchtet.
Drücken Sie nach ca. 60 Sekunden auf die rote Kontrolllampe. Geht der Brenner in Betrieb, ist die Störung behoben. Leuchtet die rote Kontrolllampe zum wiederholten Mal auf, wenden Sie sich bitte an Ihren Heizungsfachmann.
4.2 Halbautomaten Junior Compact HA-9
Wenn beim Zündvorgang die Zündflamme nicht hält und wiederholt ausgeht, wenden Sie sich bitte an Ihren
Heizungsfachmann.
Abgasüberwachung, wenn eingebaut:
Eine Abgasüberwachung schaltet bei Überhitzung oder Stau im Kamin das Heizungsgerät ab.
Nach einiger Zeit (ca. 10-20 Min.), wenn das Gerät abgekühlt ist, gibt die Abgasüberwachung wieder frei.
Der Halbautomat muss dann erneut gezündet werden, während der Vollautomat automatisch wieder in
Betrieb geht.
Bei wiederholtem Ansprechen der Abgasüberwachung, wenden Sie sich bitte an Ihren Heizungsfachmann.
5
5. Kundenservice und Wartungsdienst
Vermeiden Sie eigene Reparaturversuche, denn Sie werden mit Sicherheit die optimale Einstellung verstellen, mit günstigen Verbrennungswerten Ihr Heizöl vergeuden und durch größere Schadstoffimmissionen
die Umwelt belasten oder gar teure Störungen herbeiführen.
Ihre Heizung wird von Ihrem Heizungsinstallateur fachgerecht betreut, denn erfahrene Fachleute kennen
sich mit SCHRAG-Heizungen aus, finden mit wenigen Handgriffen die richtige Einstellung und können Ihnen bei auftretenden Störungen schnell und kompetent helfen. Mess- und Servicegeräte unterstützen ihn
bei der korrekten Einregulierung.
In den wenigen Fällen, wo Ihr Heizungsinstallateur Probleme mit Ihrer Heizung hat, wird er den SCHRAGWerkskundendienst einschalten, der mit Rat und Tat Ihrem Installateur zur Seite steht. Sie selbst können
den SCHRAG-Werkskundendienst nicht direkt anfordern.
Innerhalb der Garantiezeit behebt der SCHRAG-Werkskundendienst alle Material- und Fertigungsfehler
kostenlos. Ausgenommen sind durch unsachgemäße Handhabung beschädigte Teile, Verschleißteile oder
Teile die der Flamme ausgesetzt sind. Über die Garantiezeit hinausgehende Leistungen berechnet der
SCHRAG-Werkskundendienst.
Unser
Heizungsfachmann
Anschrift: .........................................................................................
.........................................................................................
6
Straße:
.........................................................................................
PLZ/Ort:
.........................................................................................
Tel.-Nr.:
.........................................................................................
6. Notizen
Schreiben Sie auf diesem Blatt alles auf, was Sie mit Ihrem Heizungsinstallateur ausgemacht haben und
was Sie Ihm beim nächsten Kundendienst sagen wollen.
Datum
Was ist zu sagen?
7
Aufstellanleitung
1. Das passende Heizsystem
Die Aufgabenstellung
- Richtige Auslegung der Leistung
- Ziel: lange Brennerlaufzeit
- wenig Stillstandverluste
- hoher Nutzungsgrad, Energieeinsparung, Umweltschutz
1.1 Das Funktionsprinzip
Der Gas-Kachelofenheizeinsatz
ist mit einem wartungsfreundlichen Gasbrenner ausgerüstet,
der entsprechend der Raumtemperatur ein- und ausgeschaltet
wird.
Die Antwort von SCHRAG
Berechnen der erforderlichen
Nennwärmeleistung und Auswahl des Kachelofen-Heizeinsatzes nach dem Wärmebedarf
DIN 4701:
Der Kachelofen-Heizeinsatz ist für
Erdgas in den Größen E/H, LL in
der Größe 9,3 kW lieferbar.
Die Heizeinsätze sind vom Werk
auf die bestellte Gasart eingerichtet und voreingestellt worden.
Diese Einstellung muss bei der
Inbetriebnahme auf die Angaben
gemäß Tab. S. 17 überprüft bzw.
eingestellt werden.
Funktion auf einen Blick
Die vom Brenner aufsteigenden Heizgase durchströmen die Heizgasumlenkung, kehren in der Strömungssicherung um und verlassen
den Heizeinsatz über das Abgasrohr.
Dieses Gerät muss nach den geltenden Installationsbestimmungen
angeschlossen werden und darf
nur in einem ausreichend belüfteten Raum aufgestellt werden.
Diese Arbeiten sind unbedingt
erforderlich und dürfen nur von
einem in ein Installateurverzeichnis eines Gasversorgungsunternehmens eingetragenen Installationsunternehmen (gemäß Verordnung über die Allgemeine Bedingungen für die Gasversorgung
von Tarifkunden - AVB Gas V)
durchgeführt werden. Das selbe
gilt für den gasseitigen Anschluss,
die Inbetriebnahme sowie für jede
Erweiterung, Änderung und Unterhaltung der Kundenanlagen. Weiterhin sind die jeweils aktuell gültigen Verordnungen, Richtlinien,
DVGW-Arbeitsblätter, Normen
und die anerkannten Regeln der
Technik zu beachten, insbesondere:
- DVGW - TRGI
- ÖVGW für Österreich
- SVGW für die Schweiz
- DVGW-Arbeitsblätter
(u.a. G 675, G 600)
- TRF
- VDE-Vorschriften
- jeweils gültige BauVO und
FeuVO und betreffende Verwaltungsvorschriften
- Fachregeln bzw. Richtlinien
für den Bau von KachelofenWarmluftheizungen
- Vorschriften des zuständigen
Gas-Versorgungsunternehmens und Elektro-Versorgungsunternehmens
- (örtlich geltende) bau- und
gewerberechtliche Bestimmungen
1.2 Typschlüssel
Geräteart
Regelung
Einbauart
VA Vollautomat
N (Nische)
Größe
(zweistufig)
Junior Compact
VA Vollautomat
9
(einstufig)
HA Halbautomat
F+N
(einstufig)
1
1.3 Ausführung
Der Heizeinsatz Junior Compact kann in zwei Ausführungen geliefert werden:
- mit Nische
- mit Nische und großer Frontplatte
Die Kombination Nische und Frontplatte ist dann vorteilhaft, wenn eine große Heizkammer vorhanden ist.
Das Gerät kann dadurch tiefer eingeschoben werden und ist somit näher an der Kachelwand.
Die kombinierte Ausführung von Nische und Frontplatte ist montagefreundlich, da alle Adapterbleche beigelegt
werden. Für alle Einbauvarianten sind Befestigungsmöglichkeiten vorgesehen.
Junior Compact
mit Nische
mit Nische und großer
Frontplatte
Befestigung des Gerätes
Der Heizeinsatz kann beim Einbau in den Kachelmantel an der Klappnische mit der Fronttür achtmal verschraubt werden.
Sollte kein Fußgestell im Kachelmantel vorhanden sein, kann der Anschraubfuß (B 106) verwendet werden.
2
2. Kachelofen-Gas-Heizeinsatz
Beispiel: Verbrennungsluftverband nach TRGI
2.1 Anforderungen an den
Aufstellraum und die Verbrennungsluftversorgung
Vor der Aufstellung des GasHeizeinsatzes sind die in der TRGI
ge-nannten Voraussetzungen hinsichtlich Aufstellraum und Verbrennungsluftversorgung zu prüfen.
Der Aufstellraum muss pro kW
installierter Wärmeleistung min.
eine Größe von 1 m³ haben.
Abweichend hiervon kann auch
durch geeignete, in der TRGI beschriebene Maßnahmen, wie
z. B. Verbindungsöffnungen ins
2.2 Strömungssicherung
Bei der Inbetriebnahme des kalten Heizeinsatzes tritt zwangsweise eine kleine Menge des
verbrannten Gases aus der Strömungssicherung aus, bis der
Schornsteinzug zum Abziehen
der Abgase ausreicht (Kaminzug
min. 0,05 mbar). Dieser kurzzeitige Austritt ist aber vollkommen
ungefährlich, weil es sich dabei
um Abgas und nicht um Gas
handelt.
Bei Abgasrohren über 1 m Länge oder wenn mehr als 2 Bogen
notwendig sind, sollte der Durchmesser des Abgasrohres um
eine Dimension größer gewählt
werden, damit die Abgase sicher
abgeführt werden.
Freie oder zu einem Nebenraum,
ein sichrer Betrieb nachgewiesen
werden.
Eine ausreichende Verbrennungsluftversorgung gilt nach
der TRGI u. a. als nachgewiesen
bei Räumen mit einer Tür bzw.
einem Fenster ins Freie, wenn
der Rauminhalt mindestens 4 m³
je 1 kW beträgt. Andernfalls sind
Maßnahmen wie z. B. mittelbarer
oder unmittelbarer Verbrennungsluftverbund zu treffen.
In Räumen , aus denen Lüftungsanlagen oder Warmluftheizungsanlagen Luft mit Hilfe von
Ventilatoren absaugen, dürfen
keine SCHRAG-Gas-Heizeinsätze
aufgestellt werden, es sei denn, die
Anlagen wälzen die Luft innerhalb
des Aufstellraumes nur um oder
es ist durch geeignete Sicherheitseinrichtungen (z. B. Verriegelungsschaltung) ein gefahrloser
Betrieb gesichert (vgl. TRGI,
FeuVO).
Die Öffnungen der Strömungssicherung dürfen beim Einbau des
Warmlufterzeugers nicht verengt
werden!
Der Gas-Heizeinsatz kann erforderlichenfalls auch mit einer
thermisch gesteuerten Abgasklappe betrieben werden. Diese
muss gesondert mit einem dafür
vorgesehenen Adapterstück bei
SCHRAG bestellt werden. Es ist
zu beachten, dass sich dann der
Durchmesser der Verbindungsstücke auf 100 mm erweitert.
Achtung!
Im Abgasstutzen der Strömungssicherung befindet sich eine Stauscheibe mit Ø 58 mm.
3
3. Technische Daten
Junior Compact
Nennwärmebelastung (kW)
Nennwärmeleistung (kW)
Gasart für Deutschland (DE)
Gasart für Österreich/Schweiz
(AT/CH)
Abgasmassenstrom 1) (g/s)
Abgastemperatur 2) °C
Zugbedarf 1) (Pa)
Anschlusswert (m³/h)
Durchm. Abgasanschluss (mm)
(bei thermisch gesteuerter Abgasklappe)
Wärmebelastung 3) (%)
(1. Stufe, Kleinstellung)
Nennspannung 4) (V)
Nennfrequenz (Hz)
Nennstrom 4) (A)
Schutzart 4)
Produkt-ID-Nummer VA
Produkt-ID-Nummer HA
4)
Größe
9
10,0
9,3
Kat. I2ELL
Kat. I2H
6,3
132
5 - 10
1,02
80
(100)
60
230
50
0,38
IPX 0
CE-0085AQ0217
CE-0085AQ0218
bei Nennwärmeleistung
nach DIN 3364, je nach Einbau- und Betriebsbedingungen
abweichend
3)
bezogen auf Nennwärmebelastung, nur bei VA 9 zweistufig
4)
gilt nur für VA
1)
2)
3.1 Verpackung / Transport
Alle Komponenten des Kachelofen-Heizeinsatzes sind betriebsfertig zusammenbegaut und in einem Karton verpackt. Der
Heizeinsatz ist im Karton mit der Sackkarre transportierbar.
Gewicht (ohne Verpackung) in kg
Heizeinsatz Junior Compact
4
Gr. 9
46,5 kg
Beispiel:
Heizleistung 9,3 kW x 13 mm/kW
= 121 mm
4. Vorbereitung vor dem Einbau
4.1 Der Platzbedarf
Der Heizeinsatz muss frei in der Heizkammer stehen, um von
der Raumluft gut umströmt werden können.
Zwischen Boden und Heizeinsatz ist ein Abstand von mindestens 15 cm vorgeschrieben. Der Heizeinsatz wird mit der
Stahlblechnische in der Heizkammer befestigt und auf dem
Tragegestell waagerecht ausgerichtet.
Nach den Fachregeln des Kachelofen- und Luftheizungshandwerks muss der Abstand zwischen Oberkante Heizeinsatz und Heizkammerdecke mindestens 18 cm und
zwischen Rauchrohr und Heizkammerdecke mindestens
6 cm betragen. Die seitlichen Abstände zwischen Heizwänden
und Heizflächen sind nach den gültigen Fachregeln des
Kachelofen- und Luftheizungshandwerks festzulegen.
Setlicher Abstang: pro kW Heizleistung ca. 13 mm, jedoch darf der freie Heizkammerquerschnitt nach den
Fachregeln des Kachelofen- und Luftheizungshandwerks nicht unterschritten werden.
4.2 Die Einbauöffnung
kann zwischen 350 mm und 450 mm breit und 850 mm hoch
sein. Die Stahlblech-Einbaunische gleicht Differenzen aus.
Verwenden Sie Türen aus Streckmetall oder mit mindestens
15 x 35 cm großen unverschließbaren Zu- und AbluftAusschnitten, um einen Wärmestau zu vermeiden!
Türe mit
Streckmetall
Falsch! Türe ganz
geschlossen
SCHRAG baut in
geschlossene Türen
einen Streckmetalleinsatz ein, wenn Sie die
kompletten Türen ins
Werk einsenden.
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4.3 Heizkammerwände
Die Heizkammerwände müssen aus unbrennbarem Material
gebaut und so isoliert sein, dass Temperaturen über 70 °C
nicht erreicht werden. Heizkammerwände bzw. die Abstände
zu den Heizkammerwänden müssen den Fachregeln des
Kachelofen- und Luftheizungshandwerks, der jeweils gültigen LBO und der FeuVo entsprechen. Die nebenstehenden
Dämmschichtaufbauten erfüllen diese Anforderungen.
Wärmedämmung Klasse A1
mit Mineralfaserplatte
Luftspalt
Blechabdeckung
40 mm
ohne
0.7 mm
20 - 30 mm
ca. 30 mm
0.7 mm
Der Heizkammerboden muss aus unbrennbarem Material bestehen und ausreichend tragfähig sein. Kein Holzboden! Die
Größe der Zuluft- bzw. Umluftöffnungen der Heizungskammer
sind nach den Fachregeln des Kachelofen- und Luftheizungshandwerks so zu bemessen, dass die Zulufttemperatur 75 °C
nicht überschreitet.
5
5. Einbau des Heizeinsatzes
5.1 Anschlüsse
Vor dem Einbau des Heizeinsatzes müssen alle Anschlüsse
und Öffnungen installiert und gut zugänglich sein:
- Es ist zu prüfen ob der Schornstein den Anforderungen
nach DIN 4705 oder EN 13384 entspricht
- Der Schornstein zum Anschluss der Abgasrohre nach
DIN 18160
- Die Gasversorgung gemäß DVGW-Richtlinien vom
Gas-Haupthahn bis zum Geräteabsperrhahn nach TRGI
’86 +TRF sowie G 675
- Die Netzzuleitung 230 V/50 Hz zum Geräteanschlussstecker nach den Vorschriften der örtlichen EVU’s bzw.
nach den gültigen VDE-Vorschriften
- Die Thermostatleitung zum Raumthermostat,
5 x 1,5 mm2 oder 7 x 1,5 mm2 1)
1)
nur bei VA 9-2
5.2 Der Einbau
Der Heizeinsatz ist ohne zusätzliche Nachheizfläche unmittelbar an den Schornstein anzuschließen. Das Abgasrohr muss auf kürzestem Weg zum Schornstein geführt
werden. Das Abgasrohr nicht direkt über der Heizkammer
führen, damit ein Wärmestau vermieden wird. Vormontierten Heizeinsatz in die Heizkammer einschieben, Nische
an dem Fronttürrahmen festschrauben und mit Wasserwaage ausrichten. Der Heizeinsatz muss spannungsfrei
eingebaut werden, dadurch werden Knackgeräusche
durch Temperaturänderungen vermieden. Rauchgasrohr
am Schornsteinanschluss anschließen und abdichten.
Messbohrung Ø 10 mm in das Abgasrohr bohren (Abstand
2 x Rohr - Ø vom Heizeinsatz). Bohrung immer im geraden
Rohr, auf keinen Fall in einen Bogen setzen.
Alle Schellen festziehen (für absolut gasdichte Verbindung).
Abgasrohr zur Vermeidung von Kondenswasser außerhalb
der Heizkammer isolieren.
5.3 Kaminzug
Für den störungsfreien Betrieb ist der Schornsteinzug ein
wichtiger Faktor. Der Schornsteinzug ist aber kein fester
Wert und stark von Luftdruck, Sonnenschein und Wind
abhängig.
Der Heizeinsatz arbeitet bei geringem Schornsteinzug am
sparsamsten, denn ein Zug von 0,05 mbar ist bei kurzem
Abgasrohr ausreichend. Bei größerem Zug wird über die
Strömungssicherung warme Luft abgesaugt, die als Kaltluft
wieder zuströmt und deshalb zusätzlich erwärmt werden
muss.
Diese verlorene Energie können Sie reduzieren, wenn Sie
mit dem Schornsteinfeger Maßnahmen zur Verringerung
des Schornsteinzugs festlegen können (z. B. Nebenluftvorrichtung).
6
6. Gasanschluss
6.1 Gasanschluss R 1/2“ i
Der Gas-Heizeinsatz ist nur für eine Installation mit Hausdruckregler bestimmt.
Bei Nichterreichen des angegebenen Mindestanschlussdruckes PE,min ist zu prüfen:
- ob alle Absperrhähne vollständig geöffnet sind
- ob evtl. eingebaute Gasfilter verschmutzt sind
Falls die genannten Maßnahmen nicht zum Erfolg führen, ist das zuständige Gas-Versorgungsunternehmen zu verständigen
Gasart
Größe
Hauptgasdüse
Nr.
Zündgasdüse 1)
Nr.
Eingestellt für Erdgas E/H
Wo 15,0
min. 18 mbar
9,3
115
5
9,3
127
5
normal 20 mbar
Eingestellt für Erdgas LL
Wo 12,4
min. 18 mbar
normal 20 mbar
1)
nur bei HA
Anschlussbeispiel für Gasleitung
Brenner muss herausgezogen werden können (Wartung). Gasanschluss kann auch über SicherheitsGasschlauchleitung erfolgen.
Wichtig!
Absperrhanh außerhalb der Brennerplatte setzen.
7
7. Elektroanschluss nur bei VA 9-1
7.1 Anschlussplan F-3000 (1-stufiger Betrieb)
Achtung! Der elektrische Anschluss darf nur von ausgebildeten Elektrofachkräften vorgenommen werden!
Achtung!
Vor Inbetriebnahme ist die Verdrahtung genau nachzuprüfen und eine Funktionskontrolle (Seite 10) durchzuführen.
8
Werkseitige Verdrahtung
9
7.2 Verdrahtungsplan
Der Stromlaufplan zeigt die elektroseitige Funktion des Heizeinsatzes
-eine Hilfe bei einer evtl. Fehlersuche.
Beachten!
Der elektrische Anschluss darf nur
von ausgebildeten Elektro-Fachkräften vorgenommen werden.
7.3 Netzanschluss
Der Gas-Heizeinsatz Junior Compact ist anschlussfertig verkabelt. Am
Heizeinsatz ist ein 6-poliger Stecker
für den Netzanschluss bzw. den Anschluss zum Raumthermostaten vorbereitet.
1. Wichtige Hinweise
Vor Inbetriebnahme ist die Verdrahtung genau nachzuprüfen. Fehlverdrahtung kann das Gerät beschädigen und die Sicherheit der Anlage
gefährden. Feuerungsautomaten
sind Sicherheitsgeräte und dürfen
nicht geöffnet werden.
2. Funktionskontrolle
Eine sicherheitstechnische Überprüfung der Flammenüberwachung muss
sowohl bei der erstmaligen Inbetriebnahme als auch nach Revisionen oder
längerem Stillstand der Anlage vorgenommen werden.
7.4 Anlaufdiagramm TFI 8 12.2
a) Anlauf mit geschlossenem Gasventil:
- Gerät muss auf Störung gehen.
b) Normaler Anlauf: wenn Brenner in
Betrieb, Gasventil schließen:
- Gerät macht neuen Anlaufversuch. Nach Ablauf der Sicherheitszeit muss das Gerät auf
Störung gehen.
IS
Z
V1
V2
SA
Ionisationssonde
Zündung
Magnetventil erste Stufe
Magnetventil zweite Stufe
Externe Störanzeige
tw Vorzündzeit ca. 15 Sek. (Mod. 5)
ca. 10 Sek. (Mod. 10)
ts Sicherheitszeit 5 Sek. (Mod. 5)
10 Sek. (Mod 10)
10
8. Elektroanschluss nur bei VA 9-2
8.1 Anschlussplan F-3300 (2-stufiger Betrieb)
Achtung! Der elektrische Anschluss darf nur von ausgebildeten Elektrofachkräften vorgenommen werden!
Achtung!
Vor Inbetriebnahme ist die Verdrahtung genau nachzuprüfen und eine Funktionskontrolle (Seite 13) durchzuführen.
11
Werkseitige Verdrahtung
12
8.2 Verdrahtungsplan
Der Stromlaufplan zeigt die elektroseitige Funktion des Heizeinsatzes
-eine Hilfe bei einer evtl. Fehlersuche.
Beachten!
Der elektrische Anschluss darf nur
von ausgebildeten Elektro-Fachkräften vorgenommen werden.
8.3 Netzanschluss
Der Gas-Heizeinsatz Junior Compact ist anschlussfertig verkabelt. Am
Heizeinsatz ist ein 6-poliger Stecker
für den Netzanschluss bzw. den Anschluss zum Raumthermostaten vorbereitet.
1. Wichtige Hinweise
Vor Inbetriebnahme ist die Verdrahtung genau nachzuprüfen. Fehlverdrahtung kann das Gerät beschädigen und die Sicherheit der Anlage
gefährden. Feuerungsautomaten
sind Sicherheitsgeräte und dürfen
nicht geöffnet werden.
2. Funktionskontrolle
Eine sicherheitstechnische Überprüfung der Flammenüberwachung muss
sowohl bei der erstmaligen Inbetriebnahme als auch nach Revisionen oder
längerem Stillstand der Anlage vorgenommen werden.
8.4 Anlaufdiagramm TFI 8 12.2
a) Anlauf mit geschlossenem Gasventil:
- Gerät muss auf Störung gehen.
b) Normaler Anlauf: wenn Brenner in
Betrieb, Gasventil schließen:
- Gerät macht neuen Anlaufversuch. Nach Ablauf der Sicherheitszeit muss das Gerät auf
Störung gehen.
IS
Z
V1
V2
SA
Ionisationssonde
Zündung
Magnetventil erste Stufe
Magnetventil zweite Stufe
Externe Störanzeige
tw Vorzündzeit ca. 15 Sek. (Mod. 5)
ca. 10 Sek. (Mod. 10)
ts Sicherheitszeit 5 Sek. (Mod. 5)
10 Sek. (Mod 10)
tv2 Verzögerung 2. Stufe
ca. 20 Sek.
13
9. Elektroanschluss
9.1 Thermostat zur Heizungsregelung
Über einen Raumthermostaten kann der Brenner nach der
Raumtemperatur gesteuert werden. Ein Kabel verbindet
Heizeinsatz und Raumthermostat.
Der Montageort des Thermostaten ist für die Regelung
besonders wichtig. Der ideale Ort ist an der Innenwand in
1,5 m Höhe, möglichst weit von Fenstern und Türen
entfernt.
Strahlungswärme des Kachelofens, Zugluft und Sonnenschein stören das Regelverhalten.
Praxistip!
Nicht in die Nähe von Wärmeerzeugern, Kühlschränken,
Zimmertüren o.ä..
Hinweis:
Nur SCHRAG-Thermostate verwenden!
9.2 Raumthermostat RT 1 (1-stufig)
Der Raumthermostat RT 1 ist ein formschöner mechanischer Bimetall-Thermostat mit thermischer Rückführung.
Die eingebaute Leuchtdiode zeigt den Betrieb an.
Der Einstellbereich kann durch verstellbare Anschläge begrenzt werden.
9.3 Raumthermostat RT 6 GAS (2-stufig)
Der Raumthermostat RT 6 GAS ist ein formschöner elektronischer 2-Stufen-Thermostat mit thermischer Rückführung.
Der Folgekontakt (2. Stufe) schaltet potentialfrei. Eingebaute
Leuchtdioden zeigen die aktuelle Betriebsweise an.
Der Einstellbereich kann durch verstellbare Anschläge
begrenzt werden.
9.4 Raumthermostat RT 200 mit digitaler
Wochenprogramm-Zeitschaltuhr
Der elektronische Uhrenthermostat dient zur raumtemperaturabhängigen Zweipunktregelung von Schrag-Heizgeräten. Für die Komforttemperatur und die Absenktemperatur sind jeweils Drehknöpfe vorhanden. Die
Raumtemperatur ist von 5 - 40 °C einstellbar. Im
Display wird der Wochentag, die Uhrzeit, die Raumtemperatur, die Betriebsart und der Betriebszustand des
Heizgerätes angezeigt.
14
10. Inbetriebnahme / Einregulierung
10.1 Dichtheitsprüfung der Gasleitung nach
TRGI
Gasleitungen müssen vollkommen dicht sein. Besonders
lösbare Verbindungen sind zu beachten. Nach erfolgter
Dichtheitsprüfung gemäß TRGI:
- Gasabsperrhahn langsam öffnen
- alle Verbindungen mit einem vom DVGW zugelassenen Dichtheitsprüfmittel besprühen
- bei Undichtigkeiten sorgfältige Abdichtung, z.B.
Schrauben nachziehen, Dichtung erneuern
- Dichtheitsprüfung der Gasleitung nach der Gasarmatur nur im Betrieb möglich
10.2 Inbetriebnahme und Entlüften der Gasleitung
Gasleitungen müssen nach der Installation nach den Regeln
der TRGI in Betrieb genommen und entlüftet werden, damit
am Brenner zündfähiges Gas zur Inbetriebnahme des GasHeizeinsatzes verfügbar ist.
Diese Arbeiten müssen mit besonderer Vorsicht durchgeführt werden. Beim unsachgemäßen Entlüften von Gasleitungen sind schon oft Schäden entstanden.
10.3 Entlüften ins Freie
Die Entlüftung der Gasleitung ins Freie ist problemlos, wenn
sichergestellt ist, dass sich das ausströmende Luft-GasGemisch nicht entzünden kann.
- Entlüftungsschlauch ins Freie verlegen
- Schraube am Messstutzen PE lösen
- Entlüftungsschlauch aufstecken
- Luft-Gas-Gemisch so lange strömen lassen, bis sicher
reines Gas in der Gasleitung ist
- Entlüftungsschlauch abziehen
- Schraube am Messstutzen PE dicht verschrauben
Bei kleinen Mengen kann das Gas auch an der Austrittsstelle
über geeignete Brenner, z.B. Kochstellenbrenner oder Prüfbrenner, abgebrannt werden. Hierbei ist für ausreichende
Lüftung der Räume zu sorgen.
10.4 Entlüften über Wasservorlage
Diese Art der Entlüftung soll nur angewendet werden,
wenn die Ableitung des Luft-Gas-Gemisches ins Freie nicht
möglich ist. Die Wasservorlage verhindert das gefährliche
Rückschlagen der Flamme in die Gasleitung.
- Schraube am Messstutzen PE lösen
- Entlüftungsschlauch aufstecken
- Entlüftungsschlauch unbedingt in ein Wassergefäß
halten
- mit Feuerzeug o.a. die aufsteigenden Luftblasen anzünden
- sobald reines Gas kommt, brennt eine Flamme über dem
Wasserspiegel
- Gaszufuhr absperren und Entlüftungsschlauch abziehen
- Schraube am Messstutzen PE dicht verschrauben
Bei Leitungsanlagen mit Betriebsdrücken bis 100 mbar
können kleine Mengen auch mittels ausreichender
Durchlüftung des Raumes abgeführt werden. Bei allen
Maßnahmen sind Zündquellen, wenn sie nicht unmittelbar
für das Abbrennen des Gases erforderlich sind, zu vermeiden
(z. B. Rauchen, Schalten elektr. Anlagen, Betrieb sonstiger
Feuerstätten).
15
10.5 Gasdruckregler für Erdgas
Der von SCHRAG verwendete Gasdruckregler ist für Erdgas (3-37 mbar) einsetzbar. Entsprechend der Temperaturdifferenz zwischen dem Sollwert (Thermostatstellung) und
dem Istwert (Raumluft) regelt der Raumthermostat über
das Magnetventil (0 oder 100%) die Raumtemperatur beim
VA-einstufig. Beim VA-zweistufig öffnet der Gasdruckregler
beim Start mit 100% und schaltet bei Bedarf nach frühestens
20-40 Sek. auf die 1. Stufe zurück
1
2
3
4
5
6
7
7
7
=
=
=
=
=
=
=
=
=
Brenneroberfläche
Ionisationselektrode
Zündelektrode rechts
Zündelektrode links
Gasdüse
Gasverteiler
Gasdruckregler, einstufig VR 4605 AA
Gasdruckregler, zweistufig VR 4605 P
Gasdruckregler, einstufig GV 31
10.6 Gastabelle
1)
Belastung in kW
Leistung in kW
Düsenanzahl
Erdgas E/H
Wobbe-Index in kWh/m³
Düsen ∅ in 100/mm
Erdgas LL
Wobbe-Index in kWh/m³
10,0
9,3
2
Düsen ∅ in 100/mm
127
Düsendruck in mbar Gasdurchsatz in l/min bei 15 °C+1013 mbar
NB 100 % NB 60 %
NB 100 %
NB 60 %
15,0
115
15,8
6,11)
16,1
9,71)
12,4
15,8
6,11)
18,9
11,31)
nur bei VA 9-2
10.7 Einstellung der Nennleistung bei VA-9,
einstufig, Gasarmatur VR 4605 AA
Einstellung nach Düsendruck oder Gaszähler. Verschlussschraube der Einstellschraube Druckregler entfernenRechtsdrehung mehr Gas.
16
10.8 Einstellung der Nenn- und Teilleistung bei VA-9,
2-stufig
Gasarmatur VR 4605 P
Einstellung nach Düsendruck oder Gaszähler
Verschlusskappe der Einstellschraube
Gasdruckregler entfernen - äußere Sechskantschraube
Rechtsdrehung mehr Gas
10.9 Einstellung der Kleinstufe bei Junior Compact
VA-9, 2-stufig
Die Kleinstufe wird auf ca. 60 % der Nennlast eingestellt.
- Raumtemperatur so einstellen, dass der Brenner auf
1. Stufe brennt
- Einstellung nach Düsendruck oder Gaszähler
(Rechtsdrehung = mehr Durchfluss)
Beachten!
Bei der Einstellung über den Gaszähler muss über einen längeren
Zeitraum gemessen werden, damit Ablesefehler vermieden werden.
10.10 Thermoelement-Überwachung der Gasflamme bei
HA-9
Ein Thermoelement in der Zündflamme gibt beim Betrieb eine Thermospannung an die Gasarmatur und ermöglicht den Gasfluss nur bei
brennender Flamme. Diese Haltespannung kann nur mit einem empfindlichen Spannungsmessgerät gemessen werden.
Die Thermospannung soll gleich oder größer 3 mV sein.
bei GV 31
10.11 Einstellung der Nennleistung bei HA-9
Gasarmatur GV 31-C4A2E1MO
Einstellung nach Düsendruck oder Gaszähler; Abdeckhaube der Armatur
an Druckreglerschraube entfernen
- Rechtsdrehung mehr Gas
An der Einstellschraube Zündgas
- Rechtsdrehung weniger Gas
17
10.12 lonisationsstrom-Überwachung
der Gasflamme
Über eine lonisationelektrode misst der Gasfeuerungsautomat den in der Gasflamme
fließenden lonisationsstrom.
Für Service-Kontrollen kann mit einem empfindlichen Amperemeter der lonisationsstrom in
Reihenschaltung gemessen werden.
Der lonisationstrom soll gleich oder größer 5 µA
sein.
11. Zündeinrichtung HA-9
11.1 Zündgas-Düse
Die Zündgasdüse Nr. 5 wird in den Zündgasbrenner eingeschoben und mit einem Dichtring
von der Zündgasverschraubung gehalten.
- Zündgasverschraubung anziehen
Zum Zünden ist ein Piezozünder eingebaut, der über ein Zündkabel die Zündspannung auf die Zündelektrode führt. Die
Zündelektrode muss einen Abstand von
ca. 3 - 4 mm zum Zündbrenner haben.
- evtl. Zündelektrode nachbiegen
18
11.2 Zündelektroden / Ionisationselektrode
Am Brenner sind angebaut und mit dem
Feuerungsautomaten über Kabel verbunden:
- zwei Zündelektroden
im Abstand von 3-4 mm zueinander und
5-15 mm zur Brenner-oberfläche eingestellt
- die lonisationselektrode zur Flammenüberwachung
11.3 Luftregulierung Zündflamme
Die Gasmange der Zündflamme ist durch die Zündgaseinstellschraube einstellbar. Die Verbrennungsluft wird mit der Luftregulierhülse eingestellt.
- Luftregulierhülse soweit verdrehen, dass die
Flamme optimal brennt
- Normal voll geöffnet
19
12. Bedienung/Regelung HA
für GV 31
12.1 Heizeinsatz zünden (Zündflamme)
- Geräteanschlusshahn öffnen
- Temperaturwähler auf Stellung 1 stellen
- Zünddrehknopf auf Zündbereich stellen,
eindrücken und nach links drehen, bis
die Zündflamme brennt, ansonsten mehrmals wiederholen
- nach 10-15 Sekunden Zünddrehknopf
loslassen und nach links bis zum Flammensymbol drehen. Danach Temperaturwähler auf gewünschte Temperatur einstellen
- Zündflamme muss brennen bleiben,
sonst Zündvorgang frühestens nach
3 Minuten wiederholen
12.2 Regelung
Ein Kapillarrohr-Fühler im Heizeinsatz erfasst
die Raumtemperatur und regelt zwischen
ca. 13-35 °C entsprechend der Skala 1-7.
Bei Bedarf kann der Kapillarrohr-Fühler auch
außerhalb der Armaturennische montiert
werden.
12.3 Heizeinsatz stillsetzen
- Heizeinsatz stillsetzen
- Temperaturwähler auf 1 drehen
für längere Zeit:
- Zünddrehknopf auf AUS “•“ drehen
Gasgerätehahn schließen
20
13. Bedienung / Regelung
13.1 Heizeinsatz zünden
- Geräteanschlusshahn öffnen
- wenn vorhanden - Schalter am Raumthermostat EIN
- Raumthermostat auf gewünschte Raumtemperatur
einstellen
13.2 Temperaturregelung über Raumthermostat
Der Raumthermostat steuert das Ein- und Ausschalten bzw.
die Groß- und Kleinstufe des Gasbrenners.
Bei einem Stromausfall schaltet die Gasheizung aus und
startet danach automatisch wieder.
Wenn Schalter Dauer-Automatik vorhanden ist, immer
Stellung Automatik schalten.
13.3 Heizeinsatz stillsetzen
für kurze Zeit:
- Raumthermostat unter Raumtemperatur einstellen
für längere Zeit:
- wenn vorhanden - Schalter am Raumthermostat auf
AUS
- Geräteanschlusshahn schließen
Nach längerem Stillstand bei Inbetriebnahme Funktionskontrolle durchführen (s. Seite 10 bzw. 13)
13.4 Der Gasfeuerungsautomat
Der Gasfeuerungsautomat wird vom Raumthermostat gesteuert, deshalb ist mit dem Junior Compact eine besonders sichere, komfortable Raumheizung ohne Zündflamme
realisiert.
Wenn der Raumthermostat Wärme anfordert, zündet die
Zündelektrode und das Gasmagnetventil gibt Gas frei.
Nach 5 bzw. 10 Sekunden muss die Flamme brennen,
sonst schaltet der Feuerungsautomat auf Störung und die
rote Kontrolllampe leuchtet.
Störung beheben und mit der Entstörtaste entriegeln.
Beachten!
Die Entstörung ist erst nach der Abkühlzeit ( ca. 60 Sek.)
möglich.
Hinweis: Funktionskontrolle s. Seite 10 bzw. 13
21
14. Einbauanleitung HKS 100
Einbau der Abgasklappe HKS 100 mit Abgasrohr-Adapter 80 x 100 mm (F 161) in SCHRAG-Gas-Heizeinsatz Junior Compact.
Bitte beachten Sie die beiliegende Einbauanleitung des Herstellers für HKS 100.
22
15. Strömungssicherung / Abgasüberwachung
15.1 Strömungssicherung
Bei der Inbetriebnahme des kalten Heizeinsatzes tritt zwangsweise eine kleine Menge des verbrannten Gases aus der
Strömungssicherung aus, bis der Schornsteinzug zum
Abziehen der Abgase ausreicht (Schornsteinzug min. 0,05
mbar). Dieser kurzzeitige Austritt ist aber vollkommen ungefährlich, weil es sich dabei um Abgas und nicht um Gas
handelt.
Bei Abgasrohren über 1 m Länge oder wenn mehr als
2 Bogen notwendig sind, sollte der Durchmesser des
Abgasrohres um eine Dimension größer gewählt werden,
damit die Abgase sicher abgeführt werden. Für diesen Fall
liefert SCHRAG-Abgasrohr-Erweiterungsstücke.
Die Öffnungen der Strömungssicherung dürfen beim Einbau
des Heizeinsatzes nicht verengt werden!
15.2 Abgasüberwachung
Zur Abgasüberwachung ist ein Temperaturfühler in die
Strömungssicherung eingebaut. Bei Störungen im
Schornstein erwärmen die aus der Strömungssicherung
austretenden Abgase den Fühler. Die Abgassicherung löst
aus und stellt die Gaszufuhr zum Brenner ab.
Erst nach der Abkühlung (ca. 15 Min.) des Temperaturfühlers kann der Brenner wieder starten.
Junior Compact HA-9
Beim Auslösen der Abgasüberwacung erlischt auch die
Zündflamme, die erst nach der Abkühlung und der Freigabe
der Gaszufuhr wieder gezündet werden kann.
Funktionskontrolle: siehe unter „ Service " S. 25.
Die Abgasüberwachung darf weder verändert, eingestellt
noch außer Betrieb gesetzt werden. Bei einem Austausch
der Abgasüberwachung oder Teilen davon, dürfen nur
Original-Ersatzteile von SCHRAG verwendet werden.
Häufiges Auslösen der Abgasüberwachung
Bei geschlossenen Kachelofen-Jalousien kann der GasHeizeinsatz so heiß werden, dass die Abgasüberwachung
anspricht.
Abhilfe:
- Jalousien am Kachelofen öffnen
- bei Gasheizung mit Zündgasflamme:
Zündgasflamme wieder in Betrieb setzten, sobald die
Abgasüberwachung Gas freigibt.
Achtung!
Zuluft- und Rückluftöffnungen müssen immer frei gehalten
werden! Keine brennbaren Gegenstände in die Nähe von
Kachelöfen bringen!
23
16. Frontplatten-Nischen-System für Gas-Heizeinsatz
Junior Compact VA 9-1, VA 9-2 und HA 9
24
17. Service und Servicegeräte
17.1 Überwachung der Kachelofen-Heizung
Kachelofen-Heizeinsätze sind Mehrraum-Heizgeräte und
müssen deshalb nach der 1. Bundes-lmmissions-SchutzVerordnung (1. BimSchV) vom Schornsteinfegermeister
geprüft werden.
Heizungen bis 11 kW werden nur einmalig gemessen,
Heizungen über 11 kW erfordern eine jährliche Wiederholungsmessung (während der Heizperiode).
Nach der 1. BimSchV dürfen bei Nennbelastung (Volllast)
folgende Abgasverluste nicht überschritten werden:
Abgasverlust max. 11 %
17.2 Servicegeräte
SCHRAG empfiehlt einen Servicekoffer mit folgenden
Service- und Messgeräten:
Elektronisches Rauchgasanalysegerät zur:
- Messung der Abgas- und Lufttemperatur
- Bestimmung des Kohlendioxidgehaltes oder
des Sauerstoffgehaltes
- Zugmessung
17.3 Funktionskontrolle Abgasüberwachung
(1 x jährlich)
Die Abgasüberwachungseinrichtung muss von einem
Fachbetrieb einmal jährlich auf Funktion geprüft werden,
hierbei ist wie folgt vorzugehen:
Das Abgasrohr ist aus dem Abgasrohrstutzen der Strömungssicherung zu entfernen. Der Abgasrohrstutzen
muss dann mit einem nichtbrennbaren Material oder
mit einer kreisrunden Blechscheibe (∅ ca. 20-30 mm
größer als Abgasrohr) dicht verschlossen werden. Jetzt
kann das Gasgerät eingeschaltet und auf höchste Stufe
gestellt werden. Durch die an der Strömungssicherung
austretenden Abgase erwärmt sich die Abgasüberwachung und verriegelt die Gaszufuhr nach ca. 12 Min,
wenn das Gerät in kaltem Zustand gestartet wurde. Die
Aufheizzeit kann sich bis auf unter 2 Min reduzieren,
wenn sich das Gerät im warmen Zustand befindet. Bei
verschlossenem Abgasrohrstutzen muss die Gaszufuhr
mind. 15 Min verriegelt bleiben, bevor das Gerät über
den Peizozünder neu gezündet werden kann. Der Junior
Compact VA zündet selbsttätig.
25
17.4 Messung nach der 1. BimSchV
Folgende Werte werden vom Schornsteinfeger bei Nennheizleistung nach Erreichen des Beharrungszustandes gemessen.
Messung: was
wie
- Abgastemperatur in °C
mit elektronischem Rauchgasanalysegerät
- Raumtemperatur in °C
mit elektronischem Rauchgasanalysegerät
- CO2 -Gehalt (oder)
mit elektronischem Rauchgasanalysegerät
O2 -Gehalt
- Kaminzug
mit elektronischem Rauchgasanalysegerät
17.5 Berechnung der Abgasverluste
QA
tA
tL
FG
CO2
B
=
=
=
=
=
=
Abgasverlust in %
Faktoren FG Beiwert
Abgastemperatur in °C Erdgas
0,37 0,009
Lufttemperatur in °C
Flüssiggas 0,42 0,008
Faktor für Gas
CO2-Gehalt in Vol%
Beiwert für Gas
QA = (tA - tL) x ( FG + B)
CO2
QA = (
-
)x(
+
)
Beispiel:
(160 °C - 20 °C) x (
0,37
+ 0,009)
6,5 %
= 9,2 % Abgasverlust
Wenn die gesetzlichen Werte nicht erreicht werden, fordert der Schornsteinfeger eine kostenpflichtige
Nachuntersuchung innerhalb von 6 Wochen.
Sollte diese Messung wieder negativ ausfallen, meldet der Schornsteinfeger die Werte der Behörde, die
dann ein Bußgeld oder die Stillegung der Heizungsanlage erwirkt.
Mit SCHRAG-Kachelofen Heizeinsätzen werden die geforderten Werte bei vorschriftsmäßigem Einbau
problemlos erreicht, denn durch einen hohen Wirkungsgrad sparen Sie Brennstoff und leisten durch
besonders niedrige Schadstoffwerte einen enormen Beitrag zum Umweltschutz.
26
17.6 Was ist zu tun, wenn die geforderten Messwerte nicht erreicht werden?
•
Fehler
- mögliche Ursache
→ Feststellung/Behebung
•
Hohe Abgastemperatur
- Wärme kann nicht vollständig abgeführt werden (Wärmestau) - siehe Einbauvorschriften
→ Abstände von Heizeinsatz zum Abgasrohr und zu den Seitenwänden (Wandisolierung) beachten
→ Strömungskreislauf der Raumluft (Rückluft) im Kachelofen prüfen
→ Freie Querschnitte prüfen; Zu- und Rückluftöffnungen
•
Niedere CO2-Werte - bedeuten ein ungünstiges Verhältnis von Brennstoff und Verbrennungs
luft
- Luftüberschuss durch zu starken Kaminzug
→ Kaminzug prüfen
•
Kaminzug (Maßnahmen nur nach Absprache mit dem Schornsteinfeger)
- zu hoher Zug
→ Nebenlufteinrichtung bei zu starkem Kaminzug einbauen
- zu geringer Zug
→ Kaminsanierung nach Absprache mit dem Schornsteinfeger
17.7 Kachelofen-Gas-Heizeinsatz Junior Compact
Die Raumthermostat geregelten Gasbrenner
- mit Einbaunische für versenkten Einbau
- mit Frontplatte und Nische für große Heizkammern
sind werksseitig auf die bestellte Gasart eingerichtet, generell
aber umstellbar auf die Gasarten:
- Erdgas LL
- Erdgas E/H
Bei Service- oder Reparaturarbeiten an der Brennkammer, an
den Heizgaszügen oder der Strömungssicherung, sowie an allen
Teilen des Brenners ist auf absolute Dichtheit zu achten.
Beachten:
Arbeiten an Gasheizungen nur von ausgebildeten Servicemonteuren nach den Richtlinien des DVGW.
27
18. Wartung und Inspektion
Bei Reinigungs- und Wartungsarbeiten an Anlage oder Schornstein muss die Feuerungsanlage
unbedingt abgeschaltet werden
Am Ende der Heizperiode
Die folgenden Arbeitschritte zum
Ende der kalten Jahreszeit stellen
sicher, dass Ihre Heizung die
warmen Sommermonate sicher
und störungsfrei übersteht und zu
Beginn der nächsten Heizperiode
wieder voll einsatzfähig ist.
Deshalb empfehlen wir:
- Gashahn schließen oder Gas
absperren
- Thermostat auf niedrigste Stufe
einstellen, wenn vorhanden auf
AUS
- evtl. Brenner reinigen lassen
- Primärluft-Ansaugrohr jährlich
reinigen, bei Bedarf auch öfter
Regelmäßige Wartung schont
Ihren Geldbeutel
Einmal im Jahr ist für den
Heizeinsatz und den Brenner eine
Wartung fällig, das fordert nicht nur
der Gesetzgeber sondern auch Ihr
Geldbeutel.
Die Wartung stellt die störungsfreie Funktion sicher, spart Brennstoff und ermöglicht den umweltfreundlichen Betrieb Ihrer Heizung
ohne zusätzliche Kosten zur
Störungsbehebung.
So vorbereitete Heizanlagen
starten mit voller Kraft in die neue
Heizperiode.
Schließen Sie einen Wartungsver-
trag mit Ihrer Heizungsfirma
ab, denn so werden Sie von erfahrenen, kompetenten Leuten
bedient, die folgende Punkte beachten:
- Heizungsanlage spannungslos
machen
- Heizeinsatz und Wärmetauscher überprüfen, bei Bedarf reinigen
- Brenner reinigen und auf Gasdichtheit prüfen
- komplette Funktion und Sicherheit prüfen
- kompletten Heizeinsatz auch
von außen reinigen, hierbei
auch Heizkammer nicht vergessen
Die Wartungsarbeiten müssen von einer Fachfirma durchgeführt werden!
18.1 Reinigung
Zur Reinigung kann der WärmetauschermitReinigungsdeckelngeöffnet werden. Beachten Sie die einwandfreie Beschaffenheit der Dichtungen, die für eine gasdichte
Abdichtung sorgen.
28
19. SCHRAG-Ersatzteilliste
19.1 Gas-Heizeinsatz Junior Compact
F 3000, F 3300 und F 3500
Pos.
Artikelbenennung
Bestell-Nr.
Stück
1
2
3
4
5
6
7
Deckel
Strömungssicherung
Stauscheibe Nr. 58
Keramikgewebeband 10 x 3 mm
Sickenschelle
Dichtring Heizkörper 5 Stück
Keramikgewebeband 10 x 3 mm
F 3032
F 3030
F 3082
F 3017
B 183 A
B 170 A
F 3017
1
1
1
1,3 m
1
1
1,1 m
29
19.2 Gasbrenner, Vollautomat
F 3100
30
Pos.
Artikelbenennung
Bestell-Nr.
Stück
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Winkelanschluss R 1/2“
Gas-Kombiventil, 1-stufig
Zündelektrode
Ionisationselektrode
Halterung Schauglas
Dichtung
Schauglas
Kupferdichtung
Düse-Erdgas E/H
A 15614
F 3016
F 1069
F 1071
A 10810
F 3083
B 731
F 41049
F 1076
1
1
2
1
1
1
1
2
2
10
11
12
13
14
Sickenschelle
Brennersieb (fein)
Brennersieb (mittel)
Dichtung (Glasfaserschnur)
Brennersieb (grob)
F 1087
F 3015
F 1078
B 10151
F 1079
1
1
1
0,805 m
1
19.3 Steuerung F 3320 (1-stufig)
zu F 3000 Junior Compact und F 4000
Pos.
Artikelbenennung
Bestell-Nr.
Stück
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
Zündtrafo
Sockel Steuergerät
Steuergerät
Zündkabel
Ionisationskabel
Anschlusskabel
Anschlussstecker
Stecker Abgasüberwachung
Anschlussbuchse
Buchse Abgasüberwachung
Entstörsatz Zündtrafo
B 10425
F 41123
F 41122
F 10379
F 41130
F 3097
140165
140170
140164
140169
A 15715
1
1
1
2
1
1
1
1
1
1
1
31
19.4 Gasbrenner, Vollautomat (2-stufig)
F 3350
32
Pos.
Artikelbenennung
Bestell-Nr.
Stück
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
Sickenschelle
Brennersieb (fein)
Brennersieb (mittel)
Dichtung (Glasfaserschnur)
Brennersieb (grob)
Düse Erdgas E/H
Kupfer-Dichtring
Ionisationselektrode
Zündelektrode
Schauglas
Winkelanschluss R 1/2“
Gas-Kombiventil, 2-stufig
Dichtung Schauglas
Halter Schauglas
F 1087
F 3015
F 1078
B 10151
F 1079
F 1076
F 41049
F 1071
F 1069
B 731
A 15614
F 41108
F 3083
A 10810
1
1
1
0,805 m
1
2
2
1
2
1
2
1
1
1
19.5 Steuerung F 3310 (2-stufig)
zu F 3300 Junior Compact und F 4300
Pos.
Artikelbenennung
Bestell-Nr.
Stück
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
Zündtrafo
Sockel Steuergerät
Steuergerät
Zündkabel
Ionisationskabel
Anschlusskabel
Anschlussstecker
Stecker Abgasüberwachung
Anschlussbuchse
Buchse Abgasüberwachung
Entstörsatz
Anschlusskabel
B 10425
F 41123
F 41122
F 10379
F 41130
F 3097
140165
140170
140164
140169
A 15715
F 3371
1
1
1
2
1
1
1
1
1
1
1
1
33
19.6 Gasbrenner, Halbautomat, Gasregler GV 31-C4A2E1MO
F 3250
34
Pos.
Artikelbenennung
Bestell-Nr.
Stück
1
2
3
4
5
6
Sickenschelle
Brennersieb (fein)
Brennersieb (mittel)
Dichtung (Glasfaserschnur)
Brennersieb (grob)
Dichtung-Zündbrenner
F 1087
F 3015
F 1078
B 10151
F 1079
F 3220
1
1
1
0,805 m
1
1
7
8
9
10
11
12
Zündbrenner
Gasregler GV 31-C4A2E1MO
Thermoelement
Zündgasleitung
Halterung-Schauglas
Dichtung
F 3240
F 3205
F 410
F 3218
A 10810
F 3083
1
1
1
1
1
1
13
Schauglas
B 731
1
14
15
Kupfer-Dichtring
Düse Erdgas E/H
F 41049
F 1076
2
2
16
Thermoweiche
F 456
1
20. Notizen
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
.......................................................................................................................................................
35
21. Übergabeprotokoll
Hiermit wird bestätigt, dass durch die
Einbaufirma: ...................................................................................................................................................
im Gebäude des
Gebrauchsnehmers: .......................................................................................................................................
ein SCHRAG-Gas-Heizeinsatz vom
Junior Compact
Typ:
Nennleistung:
.............. kW
Serien-Nr.:
....................
Baujahr:
....................
eingebaut wurde.
Der Einbau erfolgte nach den derzeit gültigen technischen Richtlinien.
Am .......................... wurde dem Gebrauchsnehmer ..................................................................................
die gesamte Anlage in einwandfreiem Zustand unter gleichzeitiger Aushändigung der Aufstell- und
Bedienungsanleitung übergeben. Die Hinweise zur Inbetriebnahme wurden berücksichtigt. Hierbei wurde
die gesamte Anlage in Funktion und Betrieb der oben genannten Person erklärt.
Folgende Kontrollen, Kennzeichnungen und Einstellungen wurden vorgenommen:
Gasdurchfluss
l/min
Düsendruck
mbar
CO
ppm
Abgastemperatur
°C
Lufttemperatur
°C
O2-Gehalt
%
Kaminzug
Pa
CO2-
Abgasverlust
%
Bemerkungen: ................................................................................................................................................
........................................................................................................................................................................
......................................................
.............................................................................
Ort, Datum
Firmenstempel, Unterschrift
............................................................................
Unterschrift des Gebrauchsnehmers
36
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F 3000X / 12.2005
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