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U1_MM_6_06
27.09.2006
9:47 Uhr
Seite 1
D 4945 F 37. Jahrgang Oktober 2006
6/06
Meinung:
Prof. H. Siller: Mitarbeitermotivation
Mountain-Manager 42:
Albert Wyler: GF BB Titlis Rotair
Special:
SNOWMOBILES
U2_MM_6_06_Kässbohrer
26.09.2006
15:14 Uhr
Seite 1
You like it hot? PistenBully 600
Die Zukunft der Pistenpräparation ist da. Wir sagen “FIRE IN RED”
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03_MM_6_06
26.09.2006
9:43 Uhr
Seite 3
Chefredakteur
Dr. Markus Kalchgruber
Erfolg hat, wer dem Wandel antwortet
Der Bericht des Wirtschaftsministers über die Lage der Tourismusund Freizeitwirtschaft in Österreich 2005 unterstreicht einmal
mehr dessen Bedeutung für die heimische Wirtschaft, die Arbeitsplätze und den Standort Österreich. Statistisch gut belegt werden
die enormen Chancen dieser Wachstumsbranchen für die Alpenrepublik, die in Europa die Spitzenposition mit Pro-Kopf-Einnahmen
von 1 511 € hält, gefolgt von der Schweiz mit 1 197 €. Beleuchtet
werden aber auch der Veränderungsdruck durch neue Trends im
Tourismus und Risiken auf dem traditionell jungen touristischen
Arbeitsmarkt durch die fortschreitende Alterung der Gesellschaft.
Vom nächsten Tourismusbericht 2006 sind ebenfalls gute Nachrichten zu erwarten: Wegen der Konjunkturbelebung in den Heimatländern wichtiger Gästegruppen ist für 2006 mit einem Umsatzzuwachs von 4 % zu rechnen. Wobei der Gast der Zukunft immer häufiger aus den zentraleuropäischen und arabischen Märkten mit insgesamt 33,54 Mio. Einwohnern kommt (59 % Nächtigungsplus) – und seinen Werten entsprechend mit individuell gestalteten Produkten angesprochen werden will.
Immer in Bewegung bleiben
Für jedes einzelne dieser Zukunftsbilder entwickelte die ÖW mit ihren Partnern konkrete Handlungsempfehlungen für Betriebe, Tourismusorganisationen und tourismusaffine Unternehmen, um die
Zukunft des heimischen Tourismus positiv zu gestalten.
Drittens bedeutet das alles, dass die Internationalisierung der
Märkte sich fortsetzt, was ein großes Wissen im interkulturellen
Management voraussetzt. Um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein, muss man laut ÖW-Chef Dr. Oberascher drei Fähigkeiten entwickeln: bis zu einem angemessenen Maß großzügig
sein, weiters mutig sein, Regeln für sich und seine Gäste aufzustellen, und schließlich bereit sein, Vorleistungen zu erbringen.
Das Allerwichtigste für eine Dienstleistungsbranche aber ist, immer in Bewegung zu bleiben, das Angebot und die dazugehörige
Atmosphäre immer wieder zu erneuern und mit der aktuellen Zeitqualität in Übereinstimmung zu bringen. Das heißt nicht, die den
Berglern so wichtige Tradition zerstören zu müssen, aber doch, ihr
Wesen ständig neu zu interpretieren. Das einzig stete ist nämlich
der Wandel.
Auseinandersetzung mit Zukunftsbildern
Was bedeutet das für unsere Branche? Erstens, dass in den letzten
Jahren anscheinend einiges richtig gemacht wurde, denn der Wintertourismus mit den Bergbahnen als Zugpferd und Motor hat
bundesweit den Sommertourismus von den Einnahmen her bereits überholt. Der Aufwärtstrend geht also eindeutig von den alpinen Destinationen aus, diese wiederum sind nur so stark wie das
Leitunternehmen Bergbahngesellschaft. Zweitens, dass wir uns
ernsthaft mit der Zukunft auseinandergesetzt haben, was nichts
anderes bedeutet, als dass wir offener geworden sind und zu der
Progressivität anderer Branchen aufgeschlossen haben.
Erinnern wir uns: Der letzte OITAF-Kongress stand nicht zufällig
unter dem Motto „Die Zukunft der Seilbahnen“ und der rot-weißrote Fachverband der Seilbahnen hat nicht zufällig die „Zukunftsstudie Wintersport“ in Auftrag gegeben und einige Initiativen daraus abgeleitet. Auch die Österreich-Werbung entwickelt seit 1998
nicht zufällig Szenarien, die mögliche Zukunftsbilder für den Winter- und Sommertourismus aufzeigen. Kürzlich wurde die Visionsreihe mit „Der Kunde 2015“ fortgesetzt und drei mögliche Lifestyle-Bilder des Kunden der Zukunft gezeichnet:
➤ der „Trüffelsucher“ hat als erfahrener Kunde bereits alles erlebt
und verlangt nach hochwertigen Convenience- und Verwöhnungskulturen,
➤ der „Spirit Spotter“ gehört zur hedonistischen Konsumelite, die
unberechenbar, weit gereist und sehr anspruchsvoll ist. Er bewegt
sich in Communitys und kennt keine Grenzen zwischen Arbeit
und Freizeit.
➤ Der „Sparstrumpf“ schließlich gibt den Großteil seines Einkommens für die Gesundheitsvorsorge aus, den Privatkonsum
bremst er hingegen ein.
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6/2006 MOUNTAINMANAGER
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26.09.2006
8:39 Uhr
Seite 4
INHALT
IMPRESSUM
Editorial
Inhalt
3
4
MM MAGAZIN
Internationale Zeitschrift
für Berg- und Wintersporttechnik
und bergtouristisches Management
Verlag:
EuBuCo Verlag SA, Neuchatel, CH
Im Auftrag:
EuBuCo Verlag GmbH,
Geheimrat-Hummel-Platz 4,
D-65239 Hochheim/M
Tel. +49(0)61 46/605-142, Fax -204
Herausgeber und Geschäftsführer:
Horst Ebel, Tel. +49(0)61 46/605-100
Chefredakteur:
Dr. Markus Kalchgruber
Mobil +43(0)6 64/1 00 21 50
E-Mail: m.kalchgruber@aon.at
Habichtweg 16, A-5211 Lengau
Anzeigenmanagement gesamt:
Joyce Hoch, E-Mail: j.hoch@eubuco.de
Tel. +49(0)61 46/605-142
Anzeigenleitung Österreich:
Otto Roman Fosateder
Mobil +43(0)6 64/4 42 06 80
E-Mail: o.r.fosateder@aon.at
PISTENGASTRONOMIE & ERLEBNISWELTEN
• Meinung: Prof. Siller: Mitarbeiter brauchen gemeinsame Ziele
• FHE: Maßgeschneiderte Lösungen sind das Gebot der Stunde
• Edinger: Präsentation ist entscheidend
• Schorn: Spiel und Spaß für jedes Alter
• Baumkronenweg ist Besuchermagnet
• Wasser & Fels: das energetische Gastein
SKISERVICE & RENT
• Geschärftes Profil von Reichmann
• Montana: Deutlicher Kundenzuwachs
NEUE BAHNEN
• Leitner: Hochalmbahn
• Garaventa: Sunnegga-Blauherd Kombibahn
• Leitner: Forschung schafft Vorsprung
• Doppelmayr/Garaventa: SSB Taksim
• Turracher Höhe
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29
MARKETING & MANAGEMENT
Verlagsbüro Österreich:
Scherenbrandtnerhof-Str. 6, A-5020 Salzburg,
Tel. +43(0)6 62/42 30 12
Fax +43(0)6 62/42 15 15
• 42. MM-Interview: Albert Wyler, Titlis Engelberg
• Jubiläum der Frey AG
• 10 Jahre Mountain Quality Check
30
35
38
TECHNIK & WIRTSCHAFT
Redaktion Österreich:
Dr. Luise Weithaler,
Tel. +43(0)6 62/88 38 32
E-Mail: weithaleripr@aon.at
Redaktion Schweiz:
Thorsten Block
Tel. +49 (0) 7 21/9 82 25 27
Fax +49 (0) 7 21/9 82 25 28
E-Mail: tbka68@aol.com
Gerwigstr. 22
D-76131 Karlsruhe
Produktion & grafische Gestaltung:
Dagmar Wedel c/o EuBuCo Verlag GmbH
E-Mail: d.wedel@eubuco.de
Tel. +49(0)61 46/605-163, ISDN: -232
MM-online: www.mountain-manager.com
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Anzeigenpreise:
Preisliste Nr. 30 vom 1.1.2006
Vertrieb:
Tel. +49(0)61 46/605-112
Fax Tel. +49(0)61 46/605-201
E-Mail: vertrieb@eubuco.de
Bezugspreise
Einzelpreise 9,– €
inkl. Versandkosten und ges. MwSt.
Jahresabonnement
Deutschland: 64,– € inkl. Versandkosten und
ges. MwSt. / Europa: 74,– € inkl. Versandkosten
Übersee: 74,– € + Versandkosten
37. Jahrgang, 2006
ISSN 1618-3622
Alle Rechte © EuBuCo SA, Neuchâtel
SNOWMOBILES
• Technische Tabellen
• Range Runner von Taubenreuther
• Bearcat-Modell 2007
• Prinoth: Präzision im ewigen Eis
• Kässbohrer in Russland
• PistenBully All Season
HALFPIPE & FUNPARK
• Bächler-Neuheiten für Funparks
• Zaugg: Superpipe alleine bringt's noch nicht
BESCHNEIUNG
• Freimoser: Spezialkabelbau
• LENKO in Spizingsee
• Compact Power überzeugt Lech
• High Tech in Russland
• YORK Projekte 2006 weltweit
FIRMEN NEWS
• Carvatech: Positives Echo
• Inauen-Schätti AG
• Kaser Skicarpet v06
• Compac: Wachstum in Sicht
• Pfeifer: Kompetenter Seilbahnpartner
• Baucon: Planung und Abwicklung aus einer Hand
www.alpmedia.at
Ihr Partner für Werbung im Skigebiet
ALP Media@-International Mountain Advertising GmbH | tel +43-1-495 44 69-0 | office@alpmedia.at
MOUNTAINMANAGER 6/2006
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8:40 Uhr
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INHALT
Beiträge zu Pistengastronomie und Erlebniswelten bilden den
Magazinschwerpunkt in MM6. Es geht heute auch am Berg um
maßgeschneiderte Lösungen und attraktives Präsentieren. Den
Bereich „Mitarbeiterführung“ deckt der Meinungsartikel mit Prof.
Siller, MCI Innsbruck, ab.
Lesen Sie von Seite
6–16
Hinweis: Sie finden unter
www.mountain-manager.com
unsere neue Homepage.
Für das 42. MM-Interview wurde Albert
Wyler, Geschäftsführer
der Titlis-Bergbahnen in
Engelberg (CH) ausgewählt. Dieses Schweizer
Bergbahnunternehmen
praktiziert mit seinen
Gastronomiebetrieben
und dem eigenen Hotel
den amerikanischen
Weg „one mountain,
one company“. Welche
Möglichkeiten sich daraus ergeben lesen Sie
im Interview von Seite
30–34
Veranstaltungskalender 2006
19.–20. 10.: Deutsche Seilbahntagung,
Neukirchen b. Heiligblut
24. 10.: Tiroler und Südtiroler Seilbahntagung,
Forum Brixen, 9:30 Uhr
„40 Jahre Frey AG“ wurde Anfang September in Stans
gefeiert, Kabinenbauer Carvatech blickt auf ein Jahr im
„neuen Gewand“ zurück. Weitere interessante FirmenNews von Pfeifer, Compac, Kaser, Schätti und Baucon
Lesen Sie von Seite
66–74
INSERENTENLISTE
Alp Media
Borer Lift AG
Brandauer
Brigger + Käch
Carvatech
Compac
Doppelmayr
Fatzer AG
FHE Franke
GIFAS Electric
HDP Gemini
Hellgeth
Holleis/Snopex
Jakob AG
Kässbohrer
Kaser
Klenkhart
Leitner AG
Lenko
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58
51
31, 33, 35
75
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U4
57
9
40
29
11
U2
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5
1
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Löhnert
15
Montana
37
Multi Skiliftbau
72
Pfister
23
Pool Alpin
8
Prinoth AG
13
RoFlex
32
Salzmann
30
Schneller, Ritz & Partner
67
Schorn
41
Seik
25
Seilbahn.net
11, 42, 46
Stöckl Landmaschinen
65
SUFAG
39
TechnoAlpin AG
71
Weiss Hans
70
Westa
3
Zottl
7
Der Schwerpunkt „Snowmobiles“ kennzeichnet den TechnikTeil dieser Ausgabe mit aktuellen Tabellen und Berichten der
Hersteller. Im Bild der Bearcat von Arctic Cat-Importeuren
Snopex/Holleis.
Lesen Sie Seite
42–50
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8:45 Uhr
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MAGAZIN
AUSBILDUNG
Prof. (FH) Mag.
Hubert Siller, MCI
Mitarbeiter brauchen
gemeinsame Ziele
Die Auswahl an Urlaubsangeboten ist so groß
wie nie. Um die eigene Destination erfolgreich
zu positionieren, müssen alle Beteiligten an
einem Strang ziehen. Prof. (FH) Mag. Hubert
Siller, Management Center Innsbruck (MCI),
gibt wichtige Tipps über den richtigen Umgang
mit den Mitarbeitern.
Management Center Innsbruck (MCI)
Globales Lehren, Lernen und Forschen in einer internationalen Atmosphäre und die aktive Teilnahme am
globalen Dialog sind integraler Bestandteil der MCIUnternehmensphilosophie. Dabei wird die internationale Ausrichtung durch konsequente Einbeziehung
von internationalen Themenstellungen in Aus- und
Weiterbildungsprogrammen, erfolgreiche Beteiligung
an internationalen und europäischen Bildungs- und
Forschungsprogrammen, die Betonung von Fremdsprachen, die Möglichkeit von Studien- und Praxisaufenthalten im Ausland sowie durch Einladung international ausgewiesener Lektoren erreicht.
Auf diese Weise vermittelt das MCI seinen AbsolventInnen nicht nur eine international anerkannte Ausbildung,
sondern leistet auch einen Beitrag zur wirtschaftlichen,
politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Verständigung und Entwicklung auf multilateraler Ebene. Seit
Beginn seines Bestehens ist das MCI in europäische
Kooperationsprojekte wie Sokrates, Leonardo oder das
EU-Rahmenprogramm für Forschung, Technologische
Entwicklung und Demonstration eingebunden. Am
Aufbau eines qualitätsorientierten Netzwerkes internationaler Partnerinstitutionen und eines attraktiven Study
abroad-Programmes wird laufend gearbeitet.
Angeboten werden: Management-Seminare, Maßgeschneiderte Trainings, Management-Lehrgänge,
Postgraduales Master-Studium, Bachelor- & Diplomstudium.
Yi Infos: www.mci.edu
MM-FRAGE: „Welchen Stellenwert
haben Mitarbeiter im Tourismusgeschäft?“
Hubert Siller:
„Der Tourismus ist ein Dienstleistungsgeschäft, indem die Qualität
der Dienstleistung eine entscheidende Rolle spielt. Die Gäste in ihren schönsten Stunden begleiten
zu dürfen, ist ein Privileg. Umso
wichtiger sind deshalb Professionalität und Freude seitens der Mitarbeiter.“
MM-FRAGE: „Wo liegen Ihrer Meinung nach die häufigsten Fehler, die
ein Unternehmer/ein Unternehmen
im Umgang mit seinen Mitarbeitern
macht?“
Siller:
„Unternehmer müssen die Kultur
im Unternehmen aktiv fördern. Das
fördert Vertrauen und Teamgeist.
Zu oft wird das seitens des Unternehmers vernachlässigt. Ist die
Stimmung im Team schlecht, ist
6
Foto: MCI
der Unternehmer immer hauptverantwortlich dafür.“
MM-FRAGE: „Wie viel Führung
bzw. wie viel Spielraum oder Eigenverantwortung braucht der Mitarbeiter?“
Siller:
„Mitarbeiter brauchen gemeinsame Ziele und den Sinn für ihre Arbeit. Mit zunehmender Qualifikation bzw. persönlichem Reifegrad
sollte der Handlungsspielraum des
Mitarbeiters wachsen. Das ist insbesondere für die innere Motivation der Mitarbeiter wichtig.“
„Leitbilder werden viel
zuwenig gelebt“
MM-FRAGE: „Was zeichnet eine erfolgreiche Mitarbeiterführung aus?“
Siller:
„Eine erfolgreiche Mitarbeiterführung zeichnen klare Ziel- und Ergebnisvorgaben aus sowie die Ver-
Gelebte Leitbilder sind ein wesentliches Element im erfolgreichen Unternehmen.
Foto: Skischule Arlberg
MOUNTAINMANAGER 6/2006
Prof. (FH) Mag. Hubert Siller.
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MAGAZIN
AUSBILDUNG
trauensbasis zwischen Unternehmer und Mitarbeiter.“
MM-FRAGE: „Welche Rolle spielt
in diesem Zusammenhang ein
Unternehmensleitbild?“
Siller:
„Aus Sicht der Theorie spielt das
Leitbild eine große Rolle. In der Praxis werden Leitbilder leider viel zuwenig gelebt. Gelebte Leitbilder
sind ein sehr wesentliches Element
zur Kulturentwicklung im Unternehmen.“
MM-FRAGE: „Wie kann im Tagesgeschäft überprüft werden, ob die
Mitarbeiter noch voll hinter dem
Unternehmen stehen – was sind
Alarmsignale, wenn das ,Boot aus
dem Ruder läuft’?"
Siller:
„Solange das volle Engagement
und ein offener, durchaus auch kri-
tischer Dialog spürbar sind, sieht es
gut aus. Wenn sich Mitarbeiter jedoch zurückziehen oder sich eine
gewisse Resignation im Team breit
macht, dann ist Gefahr im Verzug.“
MM-FRAGE: „Wo setzt das Angebot des MCI an und worauf legen Sie
in Ihren Lehrgängen und Trainingseinheiten Wert?“
Siller:
„MCI Tourismus versucht den jungen Menschen das unternehmerische Denken und Handeln näher
zu bringen. Zwischenmenschliches
Verständnis, auch fremder Kulturen, Fremdsprachen und Kommunikation werden speziell gefördert.“
dwl
Ein stimmiges Produkt und ein
engagiertes Team geben den richtigen
Erfolgsmix. Foto: Wendelstein-Bahn
NEUIGKEITEN ZEK-147
Nach einer perfekten Saison 05/06 im dem unsere Maschinen bereits im vollen Einsatz standen, haben wir auch für
die heurige Saison wieder einige Neuerungen anzubieten um die Schneemenge gerade im Grenzbereich von -0,5°
Feuchtkugel zu steigern, unabhängig von der Wassertemperatur. Die Maschine startet mit einer Schneemenge von
12 m3 pro Stunde.
Die Sprungschanzen in Eisenerz und in der Ramsau a. Dachstein sind bereits mit je einer Schneekanone ZEK-147
bestückt worden und können dadurch heuer ab Mitte Oktober allen Sportlern beste Schneeverhältnisse bieten, dank
dem Technologievorsprung dieser einzigartigen Schneekanone.
Dr. Dipl. Ing. Ingo Karl setzt auf die neue Serie der ZEK-147C, somit wird St. Johann in der Saison 2006/07 mit 4Maschinen beschneien und in Tirol jahreszeitlich das erste weiße Schneeband bis in den Talbereich zur Freude der
Wintersportler besitzen.
Zusätzlich wird die ZEK auch heuer wieder durch den großen Erfolg im Vorjahr im Dezember das Münchner
Olympiastadion beschneien gemeinsam mit dem SnowBOX-Schneesystem. Dieses Beschneiungsprojekt wird von der
deutschen Vertretung snow+promotion GmbH durchgeführt.
Unser Team freut sich schon jetzt auf die kommende Wintersaison.
Zottl E. GmbH
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A-2551 Enzesfeld
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MAGAZIN
PISTENGASTRONOMIE
FHE: Maßgeschneiderte Lösungen sind das Gebot der Stunde
Das Großküchenunternehmen
FHE Franke Dornbirn agiert seit
vielen Jahren als Spezialist für
professionelle Lösungen in der
Berg- und Pistengastronomie.
Die Kunden schätzen die maßgeschneiderten Lösungen, die
sich aus der kompetenten Beratung sowie effizienten Planung
ergeben. Auch heuer vertrauen
wieder einige Auftraggeber dem
FHE-Know how, deren wichtigste
im folgenden näher vorgestellt
werden.
FHE Franke hat schon viele namhafte Projekte in der Pistengastronomie realisiert. Im Bild ein Detail des
im Vorjahr realisierten Restaurants für die Kanzelwandbahn. Foto: FHE
„Maßgeschneiderte Lösungen für
die Gastronomie, Hotellerie bis hin
zur komplett ergonomisch, wirtschaftlich und effizient durchgeplanten Großküche sind unsere
Stärke – inklusive der umfassenden
Beratung und Planung, dem zuverlässigen Service und der Montage“,
bekennt Geschäftsführer Beat
Fuchs. „Unser Ziel sind ganzheitliche Lösungen, also solche, die den
gesamten Anspruch unserer Kunden begreifen. Daher haben wir
das Motto gewählt: Ganzheitlich,
komplett und zukunftsorientiert
aus einer Hand! Konkret heißt das,
dass aus der Summe der Erkenntnisse Komplettlösungen entstehen,
die den heutigen Anforderungen
voll entsprechen und gleichzeitig
Raum für künftige Änderungen erlauben. Im Brennpunkt steht dabei
unsere Planungs- und Beratungskompetenz. Sie verbindet die Erfahrung im Großküchen- und Officebereich mit übergreifenden
Themen wie Energiemanagement,
Ablauforganisation ebenso wie architektonische, ökologische, ökonomische und finanzielle Aspekte.“
Kundennähe ist bei so einem anspruchsvollen Konzept eine Selbstverständlichkeit. Um die Kunden
im Kernmarkt Tirol künftig noch
schneller betreuen zu können, wurde das Verkaufsteam der FHE-Filiale
www.pool-alpin.com
Zeit, Geld, Wissen und Transparenz für die Seilbahnbetreiber
Zeit, Marktanteile, direkter Kundenzugang für die Lieferanten
MOUNTAINMANAGER 6/2006
8
Innsbruck erweitert. Michael Payr
verstärkt seit kurzem das Vertriebsteam Tiroler Unterland und Gernot
Weinig ist zusätzlich neu im Vertrieb Tiroler Oberland.
Trend geht zum
Induktionsherd
Ein Trend, den FHE Franke nicht nur
in der TOP-Hotellerie sondern auch
in der Berggastronomie beobachtet, ist die immer häufigere Entscheidung der Kunden für die modularen Induktions-Herdanlagen.
Induktionsherde gibt es seit 1984.
Der Unterschied zum herkömmlichen Herd zeigt sich, sobald man
die Kochzonen der Glaskeramik-
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MAGAZIN
PISTENGASTRONOMIE
platte einschaltet. Es tut sich erst
mal gar nichts: Weder sieht man
unter der Glaskeramikplatte irgendwelche Heizkörper glühen, noch
wird die Kochzone warm. Dass der
Herd funktioniert, merkt man erst,
wenn man einen Topf darauf stellt
und das darin befindliche Wasser
sogar schneller zu sieden beginnt
als bei anderen Herden. Induktionsherde erzeugen die Hitze nur dort,
wo sie tatsächlich gebraucht wird,
nämlich im Topfboden selbst.
Die Vorteile eines Induktionsherdes
sind demnach:
➤ sehr kurze Ankochzeiten;
➤ feinstufige Regulierung der Wärmezufuhr;
➤ kein Festbrennen von überlaufendem Kochgut;
➤ keine Verbrennungsgefahr für
den Benutzer;
➤ automatische Abschaltung bei
leerem oder leergekochtem Kochgeschirr:
➤ keine unnötige Freisetzung von
Wärme (spart Lüftungskosten);
➤ günstiger Stromverbrauch durch
5 % höheren Wirkungsgrad gegenüber normalen Glaskeramikherden bzw. 10 % gegenüber konventionellen Herden mit Kochplatten.
Innovatives Produkt:
icydrink
Die Induktionstechnologie ist auch bei
den Bergrestaurants
immer mehr im
Kommen. Im Bild l.
vorne: Wok, l. hinten:
Pastakocher, M. vorne: Fritteuse und r.
Induktions-Grillplatte.
koholfreie Sommergetränke. Auch
ein Scampi-Cocktail lässt sich im
Eisglas attraktiv präsentieren und
für kreative Desserts gibt es keinen
schöneren Platz. Eisgläser sind der
Hit in der attraktiven Erlebnisgastronomie und bringen die „Kassen
zum Klingeln“. FHE Franke führt die
dazu nötige patentierte Maschine,
die in Dimension und Funktion mit
einer herkömmlichen Eiswürfelmaschine vergleichbar ist, inklusive
Zubehör wie z. B. Einweg-Trägerkelche.
Blick auf die FreeFlow im Bergrestaurant Morenia in Saas
Fee – ebenfalls eine
FHE-Referenz.
FHE Franke überrascht seine Kunden auch gerne mit originellen
Neuheiten. Jüngstes Beispiel ist das
Glas aus Eis – ideal für den Einsatz
an der Bar, im Restaurant, beim
Après ski und bei Top-Events. Eisgläser eignen sich bestens für Sekt,
Champagner, Prosecco oder Spirituosen, kleine Mixgetränke und al-
6/2006 MOUNTAINMANAGER
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Seite 10
MAGAZIN
PISTENGASTRONOMIE
Die aktuellen Projekte
icydrink – ein neues
Produkt für die Erlebnisgastronomie, das
über FHE beziehbar
ist. Foto: FHE
In den österreichischen Skigebieten
ist FHE Franke derzeit an drei Projekten maßgeblich beteiligt:
➤ Elsenalpstube Damüls (Vorarlberg),
➤ Bergrestaurant Isskogel, Skiliftzenrum Gerlos GmbH., Zillertalarena,
➤ Bergrestaurant Hochsöll, Söll (Tirol).
Plan der Firma FHE
zum Innenbereich der
neuen Elsenalpstube
in Damüls. Foto: FHE
Die Elsenalpstube liegt auf
1 850m direkt neben der
Bergstation der Uga-Sesselbahn mitten im Damülser
Skigebiet und war bisher
prädestiniert für Schulen,
Gruppen und Vereine aufgrund des Gruppenlagers
mit insgesamt 55 Betten.
Zur Saison 06/07 wird das
Angebot wesentlich erweitert: ein komfortabler
Neubau für Doppel- und
Mehrbettzimmer bzw. große Wohnungen samt Erlebnisrestaurant und großem Free-Flow kommt
dazu. Es wird Sichtkochen mit Riesenpfanne und WOK geben, eine
Grillstation mit großer Auslage und
viel Nudelgerichte. FHE Franke hat
hierzu die Planung gemacht und
MOUNTAINMANAGER 6/2006
10
die komplette Küche inklusive Induktionsherdanlage (samt Induktionsgrillplatte) sowie Steamer und
Kippbratpfanne, weiters die Free
Flow-Anlage, die Bar/Schankanlage
mit Portionierer und die ganze Kühlung geliefert. Außer dem SB-Bereich steht den Gästen auch ein eigener Raum mit Bedienung und
Spezialkarte zur Verfügung. Bekannt
war die Elsenalpstube schon bisher
für ihre große windgeschützte Sonnenterasse, die einen herrlichen
Rundblick auf die Vorarlberger- und
Schweizeralpen.
Auch das Bergrestaurant Hochsöll,
gelegen an der Mittelstation der
Gondelbahn Söll, modernisiert für
06/07 mit FHE Franke. Die nicht
mehr zeitgemäße 25 Jahre alte SBAnlage wird demontiert und die
alte Line durch eine moderne FreeFlow-Anlage ersetzt. Damit reagiert
Familie Maier auf die gestiegenen
Ansprüchen in der Berggastronomie. Mit der Planung und Lieferung für die ca. 100 m2 große Free
Flow mit Showcooking und Pizzastation sowie mittig einer Getränke
SB-Insel wurde Karl Lampichler von
FHE Franke beauftragt. Parallel
dazu entsteht ein neue Bar mit einem heimischen Tischler.
Das neue Bergrestaurant Isskogel
an der Bergstation Isskogelbahn im
Skiliftzentrum Gerlos/Zillertalarena
wurde von der Edinger Tourismusberatung geplant. Die Bergbahnen
als Betreiber nutzen vom dreigeschossigen Gebäude Erdgeschoss
und Obergeschoss gastronomisch.
Im unteren Bereich sind Räume für
Kinderrestaurants der beiden Skischulen vorgesehen sowie ein Bistro-Café, das letzte Saison bereits
als Mini-Gastronomie eingesetzt
wurde. Das Restaurant im Obergeschoss ist in drei Innenbereiche
strukturiert, die mitsamt der als
Wintergarten ausgeführten Bar 260
Sitzplätze bieten. Der Wintergarten
lässt sich vom übrigen Lokal klimatisch und akustisch durch eine Glaswand trennen, kleinere Events mit
Musik sind möglich. Auf der Terrasse stehen weitere 200 Außenplätze
zur Verfügung.
Die Sichtküche in H2-HygieneStandard inklusive InduktionsherdAnlage stammt von FHE Franke,
ebenso die 120 m2 große FreeFlow-Anlage mit 3 Inseln, Riesenpfanne, Suppenstation bzw. großer
Kaffe- und Kuchenstation sowie die
Baranlage. Für den Bereich Geschirr- und Topfspüle bestellte das
Skiliftzentrum Gerlos einen HobartBandautomat bei FHE.
mak
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8:50 Uhr
Seite 11
MAGAZIN
PISTENGASTRONOMIE
ETB: Die Präsentation ist
entscheidend
Alois Edenhauser, Leiter der Abteilung Gastronomie bei
der Edinger Tourismusberatung (ETB), ist bekannt als jener
Mann, der die SB-Marktrestaurants am Berg salonfähig gemacht hat. Obwohl das Konzept nahezu bis zur Perfektion
ausgereift ist, feilt Edenhauser im Detail weiter. Vor allem
bei der Präsentation und dem Zusatzgeschäft ist noch vieles
möglich.
Edenhauser ist der Überzeugung,
dass SB-Bergrestaurants, die von
Seilbahnunternehmen betrieben
werden, unbedingt noch mehr auf
attraktive Optik setzen müssen, um
sich gegenüber der privaten (Bedien)Konkurrenz erfolgreich behaupten zu können. Man müsse
die Waren anspruchsvoll präsentieren und möglichst großzügige
Free-Flow-Bereiche einrichten.
Wie sich intensive Präsentation auswirken kann, analysierte Edenhauser zuletzt anhand von vier Vergleichsbetrieben im Skigebiet Serfaus-Fiss am Beispiel „Kuchenbuffet“. Das Ergebnis zeigte, dass bei
„normaler“ Präsentation der Anteil
des Kuchenumsatzes am Gesamtumsatz ca. 2 % betrug, hingegen
bei intensiver Präsentation stieg
dieser Anteil auf 6 %, also auf das
Dreifache! „Und da Kuchen als Zusatzgeschäft gilt, wenn man weiß,
zu welcher Tageszeit diese verzehrt
werden, kann diese Entwicklung
für ein Restaurant nur günstig
sein“, so Edenhauser. „Mit anderen
Worten: Es geht um ein gezieltes
Einsetzen dieses Produktes, um das
Nachmittagsgeschäft anzukurbeln.
Wobei es in Skigebieten, in denen
alles über Zeit abgerechnet wird,
durchaus auch gesamtbetrieblich
gesehen einen Nutzen bringt,
wenn man die Verweilzeiten im eigenen Skigebiet erhöhen kann. Das
bringt doppelt Geld. Wenn man
allerdings den Skifahrer ganztags
im Gebiet halten will, muss man
den gestiegenen Anforderungen
gerecht werden. Das heißt, man
muss professionell präsentieren
und auf der gleichen Ebene wie ein
Konditor anbieten!
DAS INFORMATIONSPORTAL
DER SEILBAHNBRANCHE IM INTERNET
Selbstbedienungsbereich soll die Gäste
beeindrucken
Ein Beispiel für diese Philosophie
wird Edenhauser demnächst am
Semmering mit den Skiliften Stuhleck realisieren. An der Bergstation
der neuen kuppelbaren 6er-Sesselbahn, die den Weißenelf-Schlaglift
(SL) ersetzt, soll das neue Pistenrestaurant mit 250 Innen- und 400
Außenplätzen entstehen – übrigens die erste von der Liftgesellschaft selbst betriebene Gastronomie. Es wird einen ausgesprochen
großzügigen Selbstbedienungsbereich geben, der die Gäste beeindrucken soll. Anziehend wird auch
die Architektur sein. Aufgrund der
steilen Hanglage wird das ganze
Restaurant samt Terrasse „in der
Luft stehen“, also auf Stützen platziert. Nur der Küchenbereich und
die Selbstbedienung werden auf
Fundamenten errichtet. „Die Umsetzung stellt hohe Anforderungen,
der sich alle Beteiligten stellen: der
Bauherr, der Architekt und die
Edinger Tourismusberatung. Es
wird Schwerpunkte geben, die etwas von den Fisser Restaurants abgeleitet sind. Z. B. wird man hier in
das Kuchengeschäft massiv einsteigen und eine riesige Kuchentheke
machen. Generell kann man sich
viel von diesem Projekt erwarten“,
meint Edenhauser.
Alois Edenhauser,
Leiter der Abteilung
Gastronomie bei der
Edinger Tourismusberatung, im Gespräch
mit dem MONTAIN
MANAGER.
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MAGAZIN
PISTENGASTRONOMIE
H.u.M. SCHORN Ges.m.b.H.:
Spiel und Spaß für jedes Alter
Moderne Gastronomie legt
immer größeren
Wert auf eine
gute Betreuung
der jüngsten
Gäste. Mit
der passenden
Indoorspielanlage vom Profi ist
man in diesem
Bereich bestens
gerüstet.
Wenn die Witterung zu wünschen
übrig lässt oder Kinder einfach
nicht mehr draußen spielen wollen,
bieten viele Gastronomiebetriebe
heute nicht mehr nur ein durchdachtes Verwöhnprogramm für
den Gaumen. Kinder in den unterschiedlichsten Altersstufen wollen
mehr. Da kommen Spielecken oder
auch ganze Spielräume, je nach
Platz oder Budget der Unternehmen, gerade recht.
In den vergangenen
30 Jahren wurden über
700 Kindergärten, Horte
und Krabbelstuben von
Spiel + Schule ausgestattet. Fotos: H.u.M.
stellt die SCHORN Ges.m.b.H. eine
stimmige Nachbetreuung durch
den Außendienst sicher. Der Kunde
hat bei allen auftretenden Fragen
den richtigen Ansprechpartner, das
Unternehmen erhält auf diese
Weise umfassende Erfahrungswerte
aus der Praxis, die in der Folge ins
Angebot einfließen.
SCHORN Ges.m.b.H.
Für jeden Wunsch
gerüstet
Alles aus einer Hand
Für alle Varianten gibt der Profi die
besten Tipps. Ein Beratungsgespräch
und die Besichtigung der Gegebenheiten vor Ort zeigt den Spezialisten der SCHORN Ges.m. b.H. die
vorhandenen Möglichkeiten auf.
Dann wird in Zusammenarbeit mit
dem Kunden ein Konzept für seine
Spielelandschaft entwickelt, wobei
darauf Bedacht genommen wird,
ob die Kinder unter Beaufsichtigung sind oder allein spielen werden. Bei größeren Projekten greift
man auf eine 3D-Planung mit realistischem Fotomaterial zurück, sodass die Entscheidung für die jeweils gewünschte Variante einfach
zu treffen ist.
Je nach Kundenwunsch werden für
die Kleinsten ganze ThemenlandMOUNTAINMANAGER 6/2006
12
schaften entwickelt,
wobei der Phantasie keine
Grenzen gesetzt sind. Die
Ideen reichen dabei von Burgen und Schlössern über Dschungellandschaften bis hin zur heimischen Bergwelt, in der sich die jungen Gäste im Rahmen zahlreicher
Spielmöglichkeiten austoben können.
Bei den Materialien, bei denen zwischen Holz und Kunststoff gewählt
werden kann, legt man großen
Wert auf Beständigkeit und Robustheit. Nässe durch wetterfeste Kleidung und intensives Benutzen der
einzelnen Komponenten ist einkalkuliert, eine Verletzungsgefahr wird
durch abgerundete Kanten und
Ecken vermieden. Selbstverständlich wird bei der Entwicklung von
den Spielgeräten die Europanorm
EN 1176 berücksichtigt und auf
Kundenwunsch auch TÜV-geprüft.
Einmal aufgestellt und installiert,
Im umfangreichen Sortiment, das
man mittlerweile auch in Russland
zu schätzen weiß, findet man eine
Reihe von Besonderheiten:
➤ Baumodule aus Schaumstoff für
Kleinkinder unter 3 Jahren.
➤ Indoor-Minigolf für Sportbegeisterte jeden Alters.
➤ Rotoplay-Baukastensystem: Die
Grundelemente können je nach
Wunsch ergänzt und erweitert werden, wobei eine Verwendung sowohl Indoor als auch Outdoor
möglich ist. Auf diese Weise kann
der Spielplatz immer wieder neu
gestaltet werden.
➤ Spiel & Design: Ab dem kommenden Herbst wir man eine eigene Designlinie anbieten. Die einzelnen Komponenten konzentrieren
sich aufs Wesentliche und setzen
Akzente in Farbe und Form.
Yi Infos:
www.spielundschule.at
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8:51 Uhr
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Weltweit zuhause.
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8:52 Uhr
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MAGAZIN
ERLEBNISWELTEN
Baumkronenweg entpuppt
sich als Besuchermagnet
Der Baumkronenweg in Kopfing
im Innviertler Sauwald bestätigt
auch im zweiten Jahr seines Bestehens seine führende Rolle als
der oberösterreichische Besuchermagnet. Der innovativste
Naturerlebnisweg Österreichs
konnte im heurigen Sommer bereits die 250 000. Besucherin anziehen und übertraf damit die
kühnsten Erwartungen.
Der Baumkronenweg in Kopfing sorgte für einen phantastischen Erfolg in
der Region Sauwald. Fotos: Baumkronenweg
Der zwei Kilometer
lange Holzweg spricht
mit seinen 30 Stationen alle Sinne an.
Weltmusiker Hubert von Goisern
und
Baumkronenweg-Erfinder
Hans Schopf begrüßten im August
mit Dagmar Grösser aus Kirchdorf/Krems die 250 000. Besucherin des Baumkronenweges in Kop-
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fing. Die außergewöhnliche Idee
des Natur-begreifens, das Wandern
zwischen den Baumwipfeln sowie
der unvergessliche Blick ins weite
Land faszinieren BesucherInnen aus
ganz Österreich sowie zahllose
internationale Gäste.
Der Baumkronenweg bietet ein europaweit einzigartiges Naturerlebnis. Auf einer Länge von 500 m
schwingt sich der Holzpfad bis auf
eine Höhe von mehr als 20 m und
verbindet 26 Plattformen miteinander. Diese bieten einen phantastischen Ausblick ins Innviertel, benachbarte Bayern und Salzkammergut.
Für die Errichtung der bis zu 20
Meter hohen Stege und Aussichtsplattformen brauchte es mehr als
25 Kilometer Rundhölzer, insgesamt wurden rund 700 Festmeter
Holz verbaut. Zehn Tonnen Schrauben und Muttern halten die Konstruktion zusammen. Insgesamt ist
der Weg gut zwei Kilometer lang,
über 30 Stationen sprechen alle
fünf Sinne der Besucher an. Die Investition betrug rund eine Million
Euro – wobei der Umsatz im ersten
Jahr bereits eine halbe Million Euro
erreichte!
Unterstützt wurde das Projekt im
Rahmen der Gemeinschaftsinitiative Leader Plus aus Mitteln des Bundes, des Landes Oberösterreich
und der Europäischen Union. Die
Attraktion ist montags bis sonntags
von 10 bis 18 Uhr geöffnet und
sorgte bereits in den ersten Monaten seines Bestehens für einen Tourismusaufschwung in der sonst
eher wirtschaftlich schwachen Region: zwölf neue Arbeitsplätze
konnten am Baumkronenweg geschaffen werden.
Attraktion 2006:
Entspannen und Erholen
im Baumhotel
Die sechs im Juni 2006 eröffneten
Baumhotels, zehn Meter über dem
Boden und zwischen den Baumkronen platziert, sind heuer unbe-
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MAGAZIN
ERLEBNISWELTEN
stritten die Stars des Baumkronenweges. Zwei bis sechs Personen
können, ausgestattet mit jedem
Komfort, ein paar unvergessliche
Tage zwischen den Baumkronen
verbringen.
„Im Spätherbst wird es spezielle
Angebote für Leute geben, die einfach nur ein ruhiges und entspanntes Wochenende genießen wollen.
Ich biete meinen Gästen die Ruhe
des Waldes an, damit sie dem
Stress und der Hektik des Alltages
entfliehen und ihre Batterien neu
aufladen können“, sagt Hans
Schopf, Geschäftsführer und Initiator des Baumkronenweges. Alle
Baumhäuser sind mit einer Kochnische, Essbereich, Schlafraum sowie
mit Warm- und Kaltwasser, einer
Dusche, WC und Balkon ausgestattet. Das Frühstück, Mittag- und
Abendessen kann im nahegelegenen Gasthaus Oachkatzl genossen
werden.
Kinder im Mittelpunkt
Kinder und Familien genießen
beim Baumkronenweg einen ganz
besonders hohen Stellenwert. Der
ganze Weg ist mit dem Kinderwagen befahrbar. Für die „Tapfersten
der Tapferen“ wird auf Wunsch am
späten Abend eine „Gruselwanderung durchgeführt“. Ein besonderes Naturerlebnis bietet das Programm „vom Sonnenuntergang
bis zum Morgengrauen“ – gemeinsam mit einem Förster geht es da-
bei auf die Pirsch, die Tiere des Waldes können vom Hochstand aus
beobachtet werden. Hoch im Kurs
steht auch das Angebot „Lagerfeuerromantik als Geburtstagsüberraschung“.
Für Schulklassen und Reisegruppen
gibt es zwei weitere Baumhäuser,
die mit Stockbetten ausgestattet
sind: bis zu 16 Abenteuerlustige
finden pro Haus Platz. Die beiden
Häuser sind durch eine Tellerbrücke
verbunden. „Schon jetzt haben wir
eine sehr rege Nachfrage“, freut
sich Hans Schopf. „Die Häuser ha-
ben bis Ende Oktober geöffnet.“
Der Innviertler Baumkronenweg
(www.baumkronenweg.at) ist übrigens das erfolgreichste bäuerliche
Tourismusprojekt in ganz Österreich und mit dem oberösterreichischen Agrarmarketingpreis (2 000
€) ausgezeichnet worden.
Mit dem Preis werden Personen
und Projekte ausgezeichnet, die
agrarische Anliegen und zukunftsorientierte Themen der Land- und
Forstwirtschaft in qualitätsvoller
und vorbildlicher Weise in die Öffentlichkeit transportieren.
mak
Der neueste Hit:
Schlafen zwischen
den Baumwipfeln
in einem der
6 Baumhotels.
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MAGAZIN
ERLEBNISWELTEN
„Wasser und Fels“
– das energetische Gastein
Das Gasteinertal, das seit Jahrhunderten den
Beinamen „Tal des Wassers“ trägt, entdeckt
altes Wissen wieder neu: die Aktivierung von
Kraftplätzen! Unter dem Motto „Wasser und
Fels“ hat sich das Gasteinertal in Zusammenarbeit mit dem deutschen Geomanten und
Künstler Peter Frank auf die Suche nach diesen
uralten Kraftzentren begeben und mittels
Steinskulpturen „punktiert“. Dadurch kann sich
die ursprüngliche Kraft wieder voll entfalten,
was allen Wanderern, Nordic Walkern oder
Bikern entlang dieser Route gesundheitlich
zugute kommen soll.
Beinahe alles dreht sich hier im
Gasteinertal um das energetische
Element Wasser. Neben tosenden
Wasserfällen, glasklaren Gebirgsbächen und tiefblauen Bergseen
rechtfertigen nicht zuletzt die heilenden Thermalquellen, welche die
Alpen Therme in Bad Hofgastein
und die Felsentherme in Bad Gastein speisen, die o. a. Namensgebung. Nun hat Gastein in seiner
Positionierung als GesundheitsDestination wieder ein Schäuflein
nachgelegt. „Energetisches Gastein
– auf Schritt und Tritt neue Energie
tanken“ lautet der geheimnisvolle
Titel der neuen Angebotsschiene.
Konkret geht es um Kraftpunkte
entlang der „Lebensader“ Gasteiner Ache, die dem Gast nutzbar gemacht wurden.
„Wirft man einen Blick auf die
Landkarte, so sieht man zuallererst,
dass das Landschaftsbild des Gasteinertals vor allem von der Gasteiner Ache geprägt wird. Vergleichbar mit einer Wirbelsäule schlängelt
sie sich durch das gesamte
Tal. Und so, wie sich im menschlichen Körper Kraftzentren ausmachen lassen, finden sich auch entlang der Ache Punkte, an denen
sich die Energie konzentriert – also
besondere Naturplätze oder wichtige Ortschaften. Insgesamt gibt es
sieben Kraftplätze: das Nassfeld,
den Schleierfall, die Evian Quelle,
Bad Gastein, Bad Hofgastein, Dorfgastein und die Gasteiner Klamm“,
teilt die Gasteinertal Tourismus
GmbH mit.
Altes Wissen neu
entdeckt: LandschaftsLithopunktur
Wasserfall Walking – ein Teil des neuen Programms „Wasser &
Fels“ im Gasteinertal, das alte Kraftplätze wieder aktiviert.
Foto: Gasteinertal Tourismus GmbH
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Unsere Vorfahren wussten noch
ganz genau, wo und wie sie Bauwerke in die Landschaft setzen
durften, ohne dabei die natürlichen
Energieflüsse zu beeinträchtigen
oder gar zu zerstören. Dieses Wissen ging leider in unserer modernen Gesellschaft immer mehr und
mehr verloren. Deshalb hat sich
das Gasteinertal unter dem Motto
„Wasser und Fels“ in Zusammenarbeit mit dem deutschen Geomanten und Künstler Peter Frank auf die
Suche nach diesen uralten Kraftzentren begeben.
An jedem der sieben Kraftzentren
errichtete der Künstler Steinskulpturen, welche – vergleichbar mit
der Wirkung von Akupunkturnadeln beim Menschen – die Energie
konzentrieren und wieder ungehindert fließen lassen. Durch diese
Landschafts-Lithopunktur kann die
Natur ihre ursprüngliche Kraft wieder voll entfalten.
Energien freisetzen und
zum Fließen bringen
Dazu kommt die Wirkung der in
die Skulpturen gemeißelten Kosmogramme. Für jeden Ort wurde
ein eigenes Symbol gestaltet, das
bestimmte Kräfte konzentrieren
oder reinigen soll. Auf diese Weise
zieht sich vom Nassfeld bis in die
Gasteiner Klamm ein „roter Faden“, dem man auf die verschiedensten Arten folgen kann. Per
Bike, gemütlich zu Fuß oder zum
Beispiel auch mit Nordic Walking
Stöcken. Dabei genießt man nicht
nur die alpine Landschaft, sondern
man tankt bei jedem Schritt neue
Energien und tut gleichzeitig etwas
für seine Gesundheit.
Die Broschüre „Wasser und Fels“ –
Landschafts-Lithopunktur Gastein,
die kostenlos unter info@gastein.
com erhältlich ist, führt Interessierte zu den Kraftorten. Darüber hinaus finden sich Anleitungen für meditative Übungen, die bei der Aufnahme der Energie des Ortes helfen sollen. Nach dem Wandern
oder Biken entlang der Gasteiner
Kraftorte bietet sich in der Alpen
Therme oder Felsentherme eine
weitere Auseinandersetzung mit
„flüssiger Energie“ an.
mak
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8:53 Uhr
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Verlässlichkeit
auf der ganzen Linie
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MAGAZIN
SKISERVICE & RENT
Geschärftes Profil von
Reichmann
Der deutsche Präzisionsmaschinen-Hersteller
Reichmann aus dem bayrischen Weißenhorn
profiliert sich zunehmend als Spezialist in den
einzelnen Disziplinen
des Ski- und Snowboardservice. Nach dem
großen Wurf mit der Profi-KantenTuning-Maschine DTS-U sowie der
Ausbaustufe DTS-U PRO, rücken
weitere Kantenbearbeitungsmaschinen von Reichmann in den Fokus
von Kunden und Interessenten.
Ski- und Boardmodelle, die in
Funktionalität und Layout zunehmend unterschiedlich gestaltet
werden, fordern immer mehr individualisierte Kantenpräparierungen. Deutlich wird das sowohl bei
den stark taillierten Carving-Ski als
auch den derzeit stark nachgefragten, sehr breiten Freeride-Ski mit
ausgesprochen unterschiedlichen
Körpern und Körpergeometrien.
Alle Skivarianten erfordern bei der
Präparation individuelle Vorgehensweisen.
Stefan Reichmann (r.)
und Dieter Miller
überprüfen die umgesetzten Detaillösungen an der Profi-Kanten-Tuningmaschine
DTS-U PRO.
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Die neue DTS-U PRO mit
Touchpanel-Steuerung.
Fotos: Reichmann
Im
Vordergrund steht dabei
das Sicherheitsbedürfnis
der Kunden im Sportfachhandel
und in Rent-Shops. Denn, nur
durch absolut sicheren Grip und
exakte Richtungssteuerung sind die
technisch ausgereiften Sportgeräte
sicher zu beherrschen. Dies gilt, wie
viele Ski- und Snowboard-begeisterte Wintersportfans zu häufig
glauben, nicht nur für
sportlich-orientierte Ski- und
Snowboardfreunde, sondern gerade für Einsteiger und den Großteil aller funorientierten Freunde
des weißen Sports. Je seltener und
je unregelmäßiger dem temporeichen Sport gefrönt wird, desto perfekter muss das Equipment präpariert sein.
Richtige Vorbereitung
Kanten nicht richtig gepflegt, kein
Grip – die Ski verschneiden oder
unfahrbare Sportgeräte sind die
Folgen. Spaßfreie Stunden mit erheblichem Kraftaufwand bei Kunden bedeuten langfristig eine unzureichende Kundenbindung im
Handel. Von langwierigen Verletzungen der Betroffenen ganz zu
schweigen.
Den speziellen Anforderungen werden heute zunehmend Spezialmaschinen für das Kanten-Tuning wie
die DTS-U oder die Reichmann
KFM-U für das Unterkanten-Polishing gerecht.
Insbesondere die DTS-U stellt für
kleinere und mittlere Betriebe eine
einzigartig wirtschaftliche Lösung
dar. Kompakt in den Abmessungen, schnell durch das Präparieren
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MAGAZIN
SKISERVICE & RENT
von Seiten- und Unterkante in nur
einem Arbeitsgang und sowohl für
Ski als auch für Board geeignet, ist
sie wirtschaftlich durch den hohen
Durchsatz nicht zu schlagen.
Zunehmend setzen auch Ski- und
Snowboardhersteller, die das Kanten-Endfinish in der Produktion mit
Profimaschinen wie der DTS-U PRO
durchführen, auf die ReichmannPräzision. Hersteller wie Rossignol,
Völkl, Nidecker, Scott oder auch
Head empfehlen nicht nur den Service mit Reichmann-Maschinen
durchzuführen, sondern setzen die
Maschinen für das Kanten-Tuning
in ihrem Produktionsprozess, bei
der Präparation für Produktpräsentationen und im Weltcup-Rennsport ein.
Neue Rent- und
Depot-Linien
Keine Frage bleibt mehr offen, jede
Herausforderung wird gelöst. Jeder
Dienstleistungsbetrieb für Ski- und
Snowboardservice oder -verleih hat
mit Reichmann den richtigen Berater und Lösungsanbieter als Partner.
Von Kleingeräten über Profi-SingleMaschinen und vollautomatische
Service-Center bis hin zu vollständigen, kundenorientierten Rent- und
Depoteinrichtungen kann mit
Unterstützung des Reichmann-Beratungsteams so gut wie jede Idee
realisiert werden.
Perfekte Trocknung und sichere
Aufbewahrung garantieren hervorragend präparierte Ski, Boards, Hel-
me, Schuhe und Stöcke. Insbesondere die Hygiene Schnelldesinfektion mit Desinfect Plus in Verbindung mit Fresh Air erzeugt größtes
Wohlbefinden beim Tragen von
Ski- und Boardschuhen.
Speziell für geringe Raumabmessungen wurden die Aufbewahrungs- und Depotmodelle entwickelt. Sicher gleiten sie in Schienen,
effizient durchdachte Hänge- und
Schranksysteme sorgen für die beste Ausnutzung des vorhandenen
Raumes. Das Depotsystem glänzt
zudem durch einfaches Handling
mittels elektronischem Transponder. Die neue Software rentmaxx
ist die optimale Ergänzung für die
Rent- und Depotprodukte. In Verbindung mit den Rent- und Depotkomponenten entsteht ein integriertes System mit höchster Transparenz, einfachen Abläufen und
wirtschaftlichem Betrieb für Kunden und Betreiber.
Kreative Grenzen kennen die Rentund Depotlinien so gut wie nicht.
Von der Standard-Version in hellem, freundlichem Holz bis hin zu
Retro- oder Science-Fiction-Einrichtungsvarianten, alles ist realisierbar.
Das Know-how des Reichmann-Beratungsteams garantiert effizienteste Raum- und Prozesslösungen bei
Einrichtungsplanung, Finanzierung
und Realisierung: Jeder Quadratzentimeter wird für bestmögliches
Handling ausgenutzt. Beim Aufbau
unterstützen Montage-Profis zur
schnellstmöglichen Realisierung.
Sowohl die neuen Rent- und Depot-Linien, als auch das notwendige Einrichtungs-Zubehör und die
Rent- und Depot-Software erfüllen
selbstverständlich die hohen Reichmann-Qualitätsansprüche „Anwender orientiert, flexibel und sicher“.
Schnelle und hygienische Trocknung
mit dem Reichmann
CLEAN-DRY Schuhtrockner.
Yi Infos:
www.reichmann-skiservice.de
Helles, freundliches Holz sorgt bei
der Standard-Shopeinrichtung für
eine entspannte Atmosphäre.
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MAGAZIN
SKISERVICE & RENT
MONTANA: Deutlicher
Zuwachs an neuen Kunden
Die neue Maschinengeneration
von MONTANA konnte seit der
ISPO im Februar 2006 zahlreiche
Kunden überzeugen: Allein für
die kommende Saison konnten
international Roboteranlagen
mit über 200 Aggregateinheiten
verkauft werden. Durch diesen
starken Neuverkauf sind nun
weltweit über 600 Roboter im
Einsatz.
Komplettes Lieferprogramm
Serviceanlagen für
Ski & Board
Das vollständige Programm
für jede Werkstattgröße.
Aufbewahrungssysteme
Das neue Aufbewahrungssystem abs plus für Ski, Boards,
Schuhe und Stöcke besticht
durch Funktionalität, Design
und Langlebigkeit.
MONTANA Kantenpräparation in hoher Präzision. Fotos: MONTANA
Die Gründe, weswegen auch zahlreiche Neukunden unter den Besitzern eines MONTANA-Roboters
sind, lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Hervorragende
Serviceergebnisse
Freude am Service dank hervorragender MONTANA Technologie:
Die Arbeitsgänge Belag-Steinschliff,
Seitenkanten-Schleifen mit Keramik-Bändern, belagseitiges Kantentuning und automatisches Wachsen/Polieren sorgen sowohl beim
Material im Verleih als auch beim
Kundenski für hervorragende Resultate.
Für Kundenski kann praktisch jeder
Kundenwunsch mit diversen Kantenwinkeln oder mit genau abgestimmten Strukturen im Belag abgedeckt werden und auch Mietski
können noch am selben Abend
wieder perfekt fahrbereit im Skimietbetrieb stehen.
Entscheidend für jeden Servicebetrieb ist, dass die Wintersportler zufrieden wiederkommen. Die hohen
Steinumdrehungszahlen im Stein-
SPORTS RENTAL VerleihSoftware
Innerhalb von nur vier Jahren
entwickelte sich SPORTS RENTAL zur meistgenutzten Verleih-Software in Europa.
Schnelle und automatisierte
Bindungsmesstechnik
Die intuitive Benutzerführung
gewährleistet einfachste Bedienung und schnellstes Arbeiten. Mit direkter Anbindung
zur SPORTS RENTAL Verleihsoftware
Schlüsselfertige Planung
Ob Skimietbetrieb, Depot oder Servicewerkstatt –
MONTANA plant schlüsselfertig.
Roboter Crystal Diamond im Bereich 7 000 bis > 12 000 Serviceeinheiten/Saison.
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MAGAZIN
SKISERVICE & RENT
schliff, die schonende Bearbeitung
der Seitenkanten und das Tuning
mit den HTT-Steinen für eine glatte
und präzise Kante sind die Bausteine für den Erfolg.
Für optimales Carving gilt: Ein glatter und strukturierter Belag und
präzise Kanten = bester Fahrspaß.
Zuverlässigkeit
Für die Servicewerkstatt ist eine
hohe Zuverlässigkeit mit minimalen bzw. keinen Ausfallzeiten nicht
nur eine Frage der Wirtschaftlichkeit, sondern ein weiteres Element
für hohe Kundenzufriedenheit: Das
Material muss stets zum versprochenen Zeitpunkt zur Verfügung
stehen.
Roboter Snow Cruiser im Bereich
2 000 bis 8 000 Serviceeinheiten/Saison.
Der richtige Roboter für
jedes Serviceaufkommen
Die Anpassung der Kapazität an
das jeweilige Serviceaufkommen ist
entscheidend für die Wirtschaftlichkeit. MONTANA hat die richtige
Roboteranlage für Betriebe mit z. B.
800 bis über 100 000 Serviceeinheiten/Jahr. Ebenso wichtig für die
Wirtschaftlichkeit ist die Lebensdauer des Sportgerätes: Auf MONTANA-Maschinen präparierte Ski
haben dank äußerst schonender
Verfahren eine lange Lebensdauer,
was vor allem beim Verleihgeschäft
finanziell interessant ist.
Roboter Snow Challenge im
Bereich 800 bis 2 800 Serviceeinheiten/Saison.
Yi Infos:
www.ski-service.com
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TECHNIK
NEUE BAHNEN
LEITNER:
Hoch hinaus mit der „Hochalmbahn“
Rechtzeitig vor Beginn der
schneereichen Wintersaison
2005/06 ging in Saalbach
Hinterglemm die neue Hochalmbahn in Betrieb. Sie überzeugt
durch Komfort und moderne
Technik gleichermaßen.
Blick auf die Talstation der „Hochalmbahn“.
Fotos: LEITNER
Der Skicircus Saalbach Hinterglemm
verfügt über 55 Aufstiegsanlagen,
die insgesamt rund 200 km präparierte Pisten erschließen. Dabei
ist das Angebot für unterschiedliche Interessen ausgelegt: von sanften Hängen über schwarze „WM“Abfahrten, vom Funpark über
Rennstrecken bis zur Buckelpiste.
Seit dem letzten Winter leistet die
neue „Hochalmbahn“ von LEITNER
Technische Daten Hochalmbahn:
Seilbahnbauer:
LEITNER
Talstation:
1 103 m
Bergstation:
1 371 m
Höhenunterschied:
268 m
Geneigte Länge:
1 105 m
Antriebseinrichtung:
am Berg - unterflur
Spanneinrichtung:
Tal - hydraulisch
Seildurchmesser:
46 mm
Fahrgeschwindigkeit:
6 m/s
Förderleistung:
2 400 P/h
Anzahl Fahrbetriebsmittel:
34
Antriebsleistung:
416 kW
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dafür einen wesentlichen Beitrag.
Sie erhielt nach einer problemlosen, kurzen Montagezeit Mitte
November 2005 ihre Betriebsbewilligung.
Schnell und komfortabel
Die moderne 8er-Einseilumlaufbahn ersetzt einen Doppelsessellift,
der den Ansprüchen nicht mehr
gerecht wurde. Ausschlaggebend
für die Wahl einer Kabinenbahn
war die Zubringerfunktion, der
man auf möglichst komfortable
und wettergeschützte Weise gerecht werden wollte. Außerdem
sollten Wartezeiten gar nicht erst
entstehen. Ausgelegt ist die Bahn
sowohl für eine Berg- als auch Talbeförderung der Gäste in den Sommer- und Wintermonaten.
Die „Hochalmbahn“ bringt mehr
als 2 400 P/h schnell und sicher zur
Bergstation auf 1 371 m Seehöhe.
Eingesetzt werden dazu 34 formschöne Kabinen, die den heute gewünschten Komfort garantieren,
die Fahrtzeit beträgt rund 3 Minuten.
Die Garagierung der Kabinen erfolgt im geräumigen Kabinenbahnhof, der direkt neben der Talstation
gebaut wurde. Der Verbindungskanal zwischen Bahnhof und Anlage
wurde zweigleisig konzipiert und
mit unabhängigen Antrieben versehen, sodass das Beschicken sowie
das Entleeren der Bahn immer in
Fahrtrichtung erfolgen können. Im
Bahnhof selbst wurde ein Wartungspodest untergebracht, sodass
man hier in der Lage ist, die anstehenden Revisionsarbeiten an den
Klemmen und Kabinen problemlos
durchzuführen.
Der Antrieb wurde in der Bergstation platziert und in der Unterflurvariante ausgeführt. Der Führerraum der Bahn befindet sich seitlich neben der Bergstation. Im gleichen Gebäude, das längs der Bahnachse gebaut wurde, sind auch die
WC-Anlagen für die Mitarbeiter, ein
Aufenthaltsraum, eine Werkstatt
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TECHNIK
NEUE BAHNEN
und ein Lagerraum. Unterhalb der
Einstiegsebene befinden sich der
Maschinenraum, WCs für die Fahrgäste sowie ein zusätzlicher Lagerraum.
Gleichzeitig mit dem Bau der neuen Aufstiegsanlage wurde die Pistenraupengarage um 700 000 Euro
erneuert, dazu gab es Komfortverbesserungen im Rahmen der 6erSesselbahn Hochalm. Ausgebaut
wurde außerdem das Netzwerk an
Beschneiungsanlagen. Auf diese
Weise wurden insgesamt rund 27
Mio. Euro investiert.
Und weiter geht’s...
Für die Saison 2006/07 haben
die Bergbahnen Saalbach-Hinterglemm neuerlich ein volles Programm. So wird u. a. der Sessellift
Westgipfel III durch eine 8er-Kabinenbahn, den Schattberg Sprinter,
ersetzt. Der Auftrag für dieses Projekt ging an den Südtiroler Seilbahnbauer LEITNER, der damit
nach der 6er-Sesselbahn „Spieleck“
und der „Hochalmbahn“ neuerlich
sein Know-how unter Beweis stellen kann.
L/dwl
Der Antrieb wurde am
Berg platziert und in
Unterflurbauweise
ausgeführt.
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TECHNIK
NEUE BAHNEN
Garaventa-Kombibahn Sunnegga – Blauherd:
Kabine oder Sessel –
Neuheit in der Schweiz
Seit der Wintersaison 2005/06
ist in Zermatt die Kombibahn
Sunnegga – Blauherd in Betrieb.
Sie ersetzt eine 4er-Gondelbahn
und verbindet die Standseilbahn
Zermatt – Sunnegga und die
Pendelbahn Blauherd – Rothorn.
Die mit 27 Achter-Kabinen und
27 Sechser-Sesseln ausgestattete
Kombibahn erlaubt einen bequemen Transport sowohl mit oder
ohne Skier. Im Winter wird sie
von den Wintersportlern auch als
Beschäftigungsanlage genutzt.
Mit einer Förderleistung von
2200 Personen pro Stunde
wurde die Kapazität gegenüber
der ersetzten Anlage verdreifacht.
Sunnegga-Blauherd von Garaventa ist die erste Kombibahn der Schweiz und verkehrt in Zermatt mit
atemberaubendem Blick auf das Matterhorn. Fotos: Garaventa
Anstelle der 4er-Gondelbahn Sunnegga – Blauherd verkehrt in Zermatt seit der Wintersaison 2005/06
eine Garaventa-Kombibahn. Sie ist
zwischen der Standseilbahn Sunnegga und der Pendelbahn Blauherd das zweite Glied in der direk-
Blick in Richtung
Talstation.
ten Verbindung aufs Zermatter Rothorn. Es handelt sich allerdings
nicht um eine reine Verbindungsbahn, denn im Winter wird sie von
den Schneesportlern auch als Beschäftigungsanlage genutzt. Dabei
haben die Gäste die Wahl zwischen
abwechslungsweise einem Sessel
oder einer Kabine. Diese 50/50 %Auslegung ist eine Neuheit in der
Schweiz. Während der Sommersai-
son verbleiben die Sessel in der
Garagierung, es wird nur mit den
Kabinen (Level-walk-in) gefahren.
Die stündliche Förderleistung der
neuen Bahn mit ihren 27 AchterKabinen und ebensovielen 6er-Sesseln liegt bei 2 200 Personen. Dies
bedeutet eine Verdreifachung der
Kapazität gegenüber der ersetzten
Anlage. Nur schon der Aussicht
wegen lohnt es sich, die Kombibahn zu benutzen. Von ihr hat man
einen atemberaubenden Blick auf
den wohl bekanntesten Berg der
Schweiz, das Matterhorn.
Bahnsystem und Technik
In der Talstation befindet sich die
Förderseilumlenkung mit hydraulischer Spanneinrichtung. Sämtliche
mechanischen Funktionen werden
laufend mittels Federkraftprüfung,
Lastmessung, Abstandsregulierung,
Stützenfernmessung sowie Blenden- und Näherungsschaltern überwacht. Eine elegante Abdeckung
aus eingefärbtem Stahlblech und
Acrylglas schützt den elektrome-
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TECHNIK
NEUE BAHNEN
Vollautomatische Garagierung
Die Talstation
auf 2 292 m
mit 6er-Sessel
und 8er-Kabine.
Die Garagierungshalle für die Fahrzeuge
befindet sich ebenfalls in der Bergstation
im Gebäude der Rothorn-Pendelbahn. Dabei werden alle Kabinen im einen Teil der
Halle garagiert und die Sessel im anderen.
Beim automatischen Ein- und Ausgaragieren erkennt die Steuerung, ob eine Kabine
oder ein Sessel im Kommen ist und bewegt abwechslungsweise die Weiche für
die Bestückung der Anlage oder die Eingaragierung in den Kabinen- respektive Sesselteil.
mm
Technische Hauptdaten
Höhe Talstation
(Spannung Förderseil):
2 292 m
Höhe Bergstation (Antrieb): 2 569 m
chanischen Teil vor Witterungseinflüssen.
Das Herzstück der Bergstation bildet der
fixe Brückenantrieb. Er ist auf zwei massiven Stehern aufgebaut und mit modernster Antriebstechnik, wie frequenzumgerichtetem Drehstrommotor, hydraulisch
angetriebenem Notantrieb, zwei unabhängigen Bremssystemen usw. bestückt.
Im Kommando- und Leistungsraum befinden sich die Antriebssteuerung und die Sicherheitsanlagen. Vom Kommandoraum
aus überwacht das Betriebspersonal den
Gästefluss aber auch alle in der Kommandozentrale untergebrachten Kontroll- und
Überwachungselemente.
Rein optisch präsentiert sich die Bergstation identisch der Talstation. Alle Abläufe in
der Berg- und Talstation werden per Computer überwacht. Bei Fehlfunktionen wird
die Anlage automatisch abgestellt und die
Fehlermeldung digital erfasst, respektive
protokolliert.
Höhendifferenz:
277 m
Maximale Seilneigung:
70,28 %
Schräge Länge:
1249 m
Anzahl Fahrzeuge:
8er-Kabinen:
6er-Sesse:l
54
27
27
Förderleistung:
2 200 Pers./h
Fahrgeschwindigkeit:
5 m/s
Durchmesser Förderseil:
45 mm
Anzahl Stützen:
16
Nennleistung:
564 kW
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TECHNIK
NEUE BAHNEN
LEITNER:
Forschung schafft Vorsprung
Um den Kundenwünschen
Rechnung tragen zu können,
ist eine ständige Optimierung
der Produkte unabdingbar. Bei
LEITNER steht eine eigene Abteilung für „Forschung & Entwicklung“ zur Verfügung.
Teamarbeit wird in der F&E-Abteilung,
die von Klaus Erharter (stehend) geleitet
wird, groß geschrieben. Fotos: LEITNER
Die Unternehmensabteilung „Forschung & Entwicklung“ wurde vor
4 Jahren im Rahmen einer innerbetrieblichen Umstrukturierung etabliert. Notwendig geworden war
das durch das rasche Wachstum
des Unternehmens, das eine Standardisierung einzelner Bauelemen-
Der Direktantrieb
punktet durch seine
Umweltverträglichkeit.
te notwendig machte, um Anlagen
effizienter und schneller projektieren und letztendlich auch produzieren zu können. Vor diesem
Hintergrund wurden die entsprechenden Fachkräfte, die vorher ihrer Arbeit im Rahmen der Konstruktionsabteilung nachgekommen wa-
ren, unter der Leitung von Ing.
Klaus Erharter zu einem Team zusammengefasst.
Mittlerweile sind im Bereich Aufstiegsanlagen 33 Mitarbeiter für
die Entwicklung tätig. Derzeit liegt
der Schwerpunkt der Arbeit in der
sukzessiven Obtimierung und
marktorientierten Weiterentwicklung von Standardbauteilen.
Um alle Ressourcen auszuschöpfen,
nutzt man bei LEITNER vorhandenes universitäres Forschungspotenzial und vergibt Diplomarbeiten
für Fachhochschulen und Universitäten. Gute Kontakte werden u. a.
mit dem Institut für Fördertechnik
in Stuttgart gepflegt, das im Bereich von Seilprüfungen als führend
gilt. Dazu arbeitet man etwa für
Windkanalversuche mit dem Institut für Aerodynamik zusammen,
wo im Moment Kabinen auf Herz
und Nieren getestet werden.
Aktuelle Fragestellungen
Das Forschungsbudget der LEITNER Gruppe betrug 2005 rund 11
Mio. Euro und damit um 15 %
mehr als im Vorjahr. Im gesamten
Forschungsvolumen des Unternehmens liegt der Schwerpunkt derzeit
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TECHNIK
NEUE BAHNEN
Die neue Klemmengeneration kann leichter zerlegt und gewartet werden.
im Rahmen der „Sonnenrastbahn“ in Kitzbühel gebaut, zur Zeit wird eine Variante in Gröden, in der Nähe des Hotels Socher realisiert.
Das große Plus dieser Antriebsvariante, die man durch Erfahrungen aus der Praxis ständig weiterentwickelt hat, ist vor allem in ihrer Umweltfreundlichkeit zu
sehen. Dazu punktet der Direktantrieb durch einen langsam laufenden Elektromotor (20 Umdrehungen in der Minute), der direkt an die Seilscheibe gekoppelt ist. Dadurch gibt es keine Komponenten, die sich berühren, und nur ein
einziges Wälzlager. Weitere Pluspunkte sind: Wartungsfreundlichkeit, hoher Gesamtwirkungsgrad, gutes Teillastverhalten, vibrations- und geräuscharm, kein
Getriebe, kein Öl, kein mechanischer Verschleiß.
Und noch einen Vorteil kann der Direktantrieb auf sich verbuchen: Sein Funktionsprinzip lässt andere Einsatzmöglichkeiten zu. So kommt die zugrunde liegende Technik im Bereich „Windkraft“ als Generator zur Anwendung, der direkt
an die Flügel des Windrades gekoppelt ist. Prototypen vom „LEITWIND“ in Form
des LTW62 und LTW77 sind auf der Malser Heide in Südtirol in Betrieb.
dwl
mit 30 % auf den Unternehmensbereichen Windenergie und urbane Transportmittel, mit denen
LEITNER die Konzentration auf den Winter aufbrechen will.
Bei den Aufstiegsanlagen stehen die Entwicklungsergebnisse zweier Forschungsprojekte vor
der Markteinführung:
➤ Verfeinerung des bewährten Schlepplifts, der
sich nun durch ein ausgefeiltes Modularitätskonzept und einen hohen Standardisierungsgrad auszeichnet.
➤ Neue runde Kabine „Ruby“ von Sigma. Die
leuchtend roten Varianten werden dem Kunden
ab 2007 zur Verfügung stehen.
Als ständige Herausforderung betrachtet man bei
LEITNER darüber hinaus alle Themen, die mit der
Sicherheit des Fahrgastes und Komfortverbesserung in Zusammenhang stehen.
Beispiel Klemme und Antrieb
Die LEITNER-Klemme für Aufstiegsanlagen gibt es
bereits seit mehr als 20 Jahren am Markt und hat
sich in dieser Zeit bestens bewährt. Dennoch ist
auch sie in den letzten Jahren immer wieder ins
Visier der Forschungsabteilung gerückt. So hat
man vor 2 Jahren begonnen, die bewährte Variante zu überarbeiten und wartungsfreundlicher zu
machen, ohne Funktionalität und Verlässlichkeit
zu beeinflussen.
Die daraus entstandene moderne LEITNER-Klemme „Made in Europe“ zeichnet sich nun durch
eine leichtere Zerlegbarkeit aus, was zerstörungsfreie Prüfungen möglich macht. Außerdem können alle Klemmentypen in der gleichen Station
eingesetzt werden. Für den Stationsbau bedeutet
das die Fertigung in modularer Bauweise, Effektivität und Funktionalität wurden dadurch maßgeblich optimiert.
Als ein herausragendes Ergebnis der Forschungsund Entwicklungsarbeit von LEITNER gilt der Direktantrieb, von dem mittlerweile mehr als 10
Exemplare im Einsatz sind. Der letzte wurde 2005
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TECHNIK
NEUE BAHNEN
Garaventa-Standseilbahn
als Verkehrsmittel in Istanbul
Neben den Straßenbahn-, den U-Bahnund den Eisenbahnlinien ist eine neue
Standseilbahn von Garaventa Teil des
öffentlichen Verkehrsnetzes in Istanbul
geworden. Der Hauptgrund für den Bau
der Anlage war die Verkehrsentlastung
infolge der direkten Verbindung des
Stadtteils „Kabatas“ am Hafen mit dem
europäischen Stadtzentrum „Taksim“
samt Anbindung an das bestehende Metronetz. Die Strecke verläuft komplett in
einem Tunnel und die beiden Fahrzeuge
fassen jeweils bis zu 375 Personen.
Blick auf den Antrieb.
Technische Hauptdaten
Höhe Talstation (Spannung Gegenseil)
- 11,10 m.ü.M.
Höhe Bergstation (Antrieb)
63,90 m.ü.M.
Höhendifferenz
75 m
Maximale Steigung
22,2 %
Fahrbahnlänge
640, 5 m
Fahrbahnspur
1,50 m
Anzahl Fahrzeuge
2x2
Fahrzeug-Fassungsvermögen
375 + 1 Pers.
Förderleistung
7 500 Pers./h
Fahrgeschwindigkeit
10 m/s
Durchmesser Zugseil
53 mm
Durchmesser Gegenseil
35 mm
Durchmesser Antriebsscheibe
4,20 m
Durchmesser Gegenscheibe
4,20 m
Nennleistung
1 428 kW
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Die neue Standseilbahn Taksim – Kabatas in Istanbul wurde von der Schweizer Firma
Garaventa errichtet. Fotos: Garaventa
Istanbul ist eine 16 Millionen-Einwohner-Stadt, liegt am Bosporus
und wird durch ihn in einen europäischen und einen asiatischen Teil
getrennt. Auf der europäischen Seite leben ca. 5 Millionen Einwohner,
auf der asiatischen Seite deren 11
Millionen. Jeden Werktag pendeln
morgens eine Million Personen von
der asiatischen Seite auf die europäische und abends wieder zurück.
Den Benutzern ermöglicht die
neue Standseilbahn eine direkte
Verbindung vom Stadtteil „Kabatas“ am Hafen zum europäischen
Zentrum „Taksim“ und die Anbindung an das bestehende Metronetz. Die Strecke verläuft wie o. a.
komplett in einem Tunnel.
Klassische Standseilbahn
Die neue Bahnanlage entspricht in
Sachen Komfort und Ausführung
dem neuesten Stand der Technik.
Der Antrieb mit Antriebs- und Gegenscheibe und zwei Getrieben
und Motoren befindet sich in der
Station Taksim, die Spannung des
Gegenseils erfolgt mittels Spanngewicht in der Talstation. In der Mitte
der Strecke kreuzen sich die beiden
Zugskompositionen auf einer Abtschen Ausweiche.
Um die geforderte 99 % Verfügbarkeit zu garantieren, wurde in der
Bergstation ein Double Drive System installiert. Dabei wird die doppelrillige Antriebsscheibe von einem der beiden unabhängigen
375 Personen
finden in einem
Zug Platz, der
jeweils aus zwei
Wagen besteht.
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TECHNIK
NEUE BAHNEN
Antriebseinheiten (Getriebe und Elektromotor) bewegt. Dies bedeutet, dass bei einem Getriebe-, Motor- oder Leistungsteildefekt in einer der Antriebseinheiten die
Anlage mit dem noch intakten, zweiten
Antrieb aufrecht erhalten werden kann.
Gefahren wird in einer solchen Situation
mit reduzierter Geschwindigkeit.
Talstation unter
dem Meeresspiegel
In der Talstation ist die Gegenseilspannvorrichtung mit einem Spanngewicht von 18
Tonnen untergebracht. Da die Station unter dem Meeresspiegel liegt, war die Abdichtung der Fundamente eine große Herausforderung für den Bauunternehmer.
Die Züge bestehen aus jeweils zwei Wagen mit einer Gesamtkapazität von je 375
Personen. Es musste für diesen großen
Fahrzeugtyp extra ein neues Drehgestell
entwickelt werden. Die Förderleistung
beträgt 7 500 Personen pro Stunde bei einer maximalen Fahrgeschwindigkeit von
10 m/s.
Turracher Höhe: 2 neue Bahnen von Doppelmayr
Die Turracher Höhe, das moderne Skigebiet an der Grenze
zwischen Kärnten und Steiermark, geht mit dem attraktivsten Skiangebot aller Zeiten in den kommenden Winter: Neu
werden die Panoramabahn (Kombibahn aus 8-er Kabinen
und 6-er Sessel) sowie die Zirbenwaldbahn (6-er Sessel mit
Wetterschutzhauben) und drei neue Pisten sein.
„Die 700m lange Panoramabahn mit 1 800 p/h Kapazität ersetzt
den bestehenden, in die Jahre gekommenen 1-er Sessellift. Sie ist
ideal, um den südlichen Teil der Turracher Höhe noch besser ins
Skigebiet einzubinden und bringt uns eine zusätzliche selektive
Piste (rot). Überdies macht die Panoramabahn den Einstieg der
Skigäste der Turracher Höhe Süd noch komfortabler. Auch die
aus Kärnten kommenden Tagesgäste können von den Parkplätzen in diesem Bereich ihren Skitag ideal beginnen.
Die 6 SBK Zirbenwaldbahn (Länge 1 000 m, Höhenunterschied
250 m, Kapazität 1 800 p/h) erschließt ein skifahrerisches überaus attraktives Gelände, bringt uns zwei hervorragende neue Pis-
ten für perfektes Carving-Vergnügen und optimiert die Anbindung des nördlichen Teils der Turracher Höhe ans Skigebiet“, ist
Fritz Gambs, Geschäftsführer der Bergbahnen Turracher Höhe,
begeistert.
Traditionell früh - am Samstag, den 25. November 2006, erfolgt
der Start in den Winter. Die Saison dauert dann ebenso traditionell lange: bis 1. Mai 2007.
Schon eine Woche später, am Samstag, 2. Dezember 2006,
steht das erste Saisonhighlight am Programm: ein Snocross Motorschlitten EM Lauf. Snocross nennt sich ein besonders
dynamischer, junger Wintersport: Unglaublich leistungsstarke
Motorschlitten, verwegen pilotiert von internationalen SnocrossStars, liefern sich im Rahmen eines Europameisterschaftslaufes
am Nachmittag und Abend des 2. Dezember 2006 spannende
Duelle im Turracher Schnee.
Mit den beiden neuen Doppelmayr-Bahnen, für die 10 Millionen
Euro investiert werden, stehen auf der Turracher Höhe insgesamt
14 Seilbahnen und Lifte sowie 38 km Pisten zur Verfügung.
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MARKETING
MANAGEMENT
SERIE: 42
Albert Wyler, GF Bergbahnen
Titlis Rotair: Die Vorteile eines
Gesamtanbieters nutzen
In der Schweiz praktizieren die Bergbahnen Titlis Rotair mit ihren Gastronomiebetrieben und dem eigenen Hotel den
amerikanischen Weg „one mountain, one
company“. Welche Möglichkeiten sich
daraus ergeben, wie die eigene Positionierung aussieht und was man von der
Zukunft erwartet, erklärte Geschäftsführer Albert Wyler im Gespräch mit dem
Mountain Manager.
Albert Wyler, GF Bergbahnen Titlis Rotair.
Fotos: BB Titlis Rotair
MM-FRAGE: „Wann wurde die 1.
Bahn auf den Titlis gebaut und wie
hat sich das Bergbahnunternehmen
Titlis Rotair weiterentwickelt?“
Albert Wyler:
„Unser Unternehmen ist sehr alt.
So wurde die 1. Bahn, eine Standseilbahn, 1911 gebaut, also zu Urzeiten des Bergbahnbaus. 1927
gab es dann die erste Luftseilbahn
und 1941 den ersten Skilift. 1967
sind wir erstmals zum Gletscher
hochgefahren. Seit 1965 haben wir
eigene Restaurationsbetriebe und
seit 1999 ein eigenes Hotel.“
MM-FRAGE: „Liegt der Hauptumsatz im Sommer oder im Winter?“
Wyler:
„In den Anfängen war unsere Bahn
sicher sommerbezogen, das hat
sich dann mit der Entwicklung des
Wintersports verändert, sodass der
Umsatz in den 50er und 60er Jahren sehr stark winterlastig war. Seit
1975 und dann vor allem in den
90er Jahren ist der Sommer wieder
stärker geworden, weil wir den
SALZMANN – DIE QUALITÄT IN BERATUNG | PROJEKTIERUNG | BERECHNUNG | GENERALPLANUNG | PROJEKTMANAGEMENT
Qualität beginnt bei der Planung
Berg zu dieser Zeit als Ausflugsberg
ausgebaut haben. Heute machen
wir rund 40 % unseres Umsatzes im
Sommer und 60 % im Winter. Damit ist der Winter am stärksten,
aber der Sommer ist auch sehr
wichtig für uns. Im Sommer
2004/05 hatten wir etwa einen
Umsatz von 14,8 Mio. sfr und im
Winter 2005/06 rund 22,2 Mio. sfr.
Diese Zahlen schließen die Gastronomie und den Hotelbetrieb ein.“
MM-FRAGE: „Wie sind Sie mit der
laufenden Sommersaison zufrieden?“
Wyler:
„Die Sommersaison läuft sehr gut.
Wir hatten einen fantastischen Juli der August war wetterbedingt natürlich nicht mehr so gut. Ende Juli
war der Gletscher stark ausgeapert,
Anfang August hat es dann kompakt ca. 50 bis 60 cm geschneit.
Dieser Schnee ist liegen geblieben.
Darauf hat es dann Ende August
nochmals rund 70 cm geschneit,
sodass der Gletscher jetzt wieder
Die optimale Erschließung und
die Perfektion der Seilbahnanlagen
bestimmen das Bergerlebnis,
das der Gast erwartet.
Darüber hinaus müssen wir ihn
durch steigende Qualität überraschen, um ihn zu begeistern und
für uns zu gewinnen.
Salzmann
Salzmann Ingenieurbüro GmbH, Angelika-Kauffmann-Str. 5, A-6900 Bregenz, T 05574/45524-0
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…thinking in solutions
MARKETING
MANAGEMENT
sehr gut aussieht und wir Ende September mit dem Herbstskilauf starten können. Insgesamt schätzen wir, dass es dieses Jahr die beste Sommersaison geben
wird, die wir jemals hatten.“
MM-FRAGE: „Was bieten Sie im Sommer,
gab es dieses Jahr Neues?“
Wyler:
„Sommer- und Wintergäste sind bei uns
völlig unterschiedlich, beide benutzen
aber die gleichen Bahnen. Natürlich passen wir das Angebot wie z. B. die Gastronomie dann entsprechend an.
Am Berg gibt es dazu eine Reihe von
Tourismusangeboten, vom Fotostudio,
wo man nostalgische Fotos machen
kann, bis zum Uhrenladen. Für das ,Uhren-Shopping’ hat der größte Schweizer
Uhrenhändler Bucherer bei uns auf der
Bergstation einen respektablen stylisch
schönen Uhrenladen eingerichtet. Besonders schön ist auch die Gletschergrotte, wo man das Eis anfassen und in stimmungsvoller Umgebung bewundern
kann.
In den letzten Jahren haben wir die Outdoor-Aktivitäten stark ausgebaut. Wir haben eine Sesselbahn ,Ice Flyer’, die im
Sommer über den Gletscher zum Gletscherpark führt. Dort kann man mit
Gummireifen rutschen oder mit kleinen
Schlitten fahren. Ein Förderband bringt
die Gäste dann wieder zurück zum Ausgangspunkt. Das ganze Angebot ist natürlich wetterabhängig, wobei aber
schon sehr schlechtes Wetter sein muss,
damit die vielen jungen Gäste auf diese
Möglichkeiten verzichten.
In diesen Bereich haben wir dieses Jahr
auch wieder viel investiert. So haben wir
das Angebot neu gestaltet und stark ausgebaut. Das hat sich sehr gut bewährt,
sodass wir auf dieser Schiene weiterfahren werden.“
„Wenn das Klima wärmer
wird, gibt es für die
Berge viel Potenzial“
MM-FRAGE: „Welchen Stellenwert hat für
Sie der Sommer generell im Bergbahngeschäft, denken Sie, dass der Sommer in der
Schweiz schon genügend genützt wird?“
Wyler:
„Wir haben in der Schweiz einige tradi-
tionelle Sommer-Ausflugsberge, die ihr
Geschäft praktisch nur im Sommer machen wie z. B. den Pilatus, die Rigi, das
Jungfraujoch oder am Säntis wird auch
nicht Ski gefahren. Ich denke aber schon,
dass man bei einigen geeigneten Bergen
im Sommer noch mehr machen kann.
Wenn ich mir die Entwicklung ansehe
und wenn es stimmt, dass sich das Klima
erwärmt, werden Ferien in den Bergen
attraktiver werden. Man sehnt sich im
Sommer nach der Wärme und wenn
man das wie etwa im letzten Juli bei uns
auch findet, muss man nicht unbedingt
in den Süden. Da fühlt man sich bei 30°
in den Bergen doch viel wohler. Da gibt
es für die Berge und die Alpen noch viel
Potenzial.
Ich finde es deshalb schade, dass sich viele Bergbahnen und Orte einseitig auf den
Winter konzentrieren und im Sommer
passiert relativ wenig, obwohl die Gegend schön ist. Die Infrastruktur liegt
dann einfach brach. Natürlich werden in
einigen Orten schon Anstrengungen
unternommen, um dagegen anzukämpfen – aber es ist natürlich nicht einfach.
Vielfach ist es so, dass eine einzelne Bahn
oder ein Hotel allein nichts machen
kann, da muss schon der ganze Ort mitmachen.“
MM-FRAGE: „Welche Gäste sprechen Sie
im Sommer, welche im Winter an? Gibt es
Unterschiede in der Struktur, dem Einzugsgebiet?“
Wyler:
„Sommer und Winter sind für uns völlig
unterschiedlich. Im Winter kommen
hauptsächlich Wintersportler, Skifahrer,
Snowboarder usw. für eine Woche oder
auch nur einen Tag. Unsere Gäste kommen dabei aus Europa, der Schweiz,
Deutschland, Holland, Schweden, Norwegen – einige Gäste auch aus Amerika.
Dabei hatten wir in den letzten Jahren
auch keine großen Änderungen zu verzeichnen.
Im Sommer haben wir internationale
Ausflugsgäste aus Übersee, Amerika und
Südamerika. Mehrheitlich kommen unsere Sommergäste aber aus Südostasien
– Indien oder China.“
MM-FRAGE: „Wie sieht das Winterangebot aus, gibt es Neues für 2006/07?“
carvatech_SI_73x297 1
KAROSSERIE & KABINENBAU GMBH
SCHLOSS OBERWEIS 2
A-4664 OBERWEIS, AUSTRIA
TEL 0043 7612 63313-0
FAX 0043 7612 63313-57
OFFICE@CARVATECH.COM
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MARKETING
MANAGEMENT
Die Bergbahnen
Titlis Rotair
verkaufen Ferien.
Wyler:
„Im Winter gibt es das umfangreiche Angebot, für das wir bekannt
sind. Neu für die Saison 2006/07
sind die Erweiterungen in der Beschneiung.
dass die Beschneiung auch für die
Natur Vorteile hat. Wenn man über
eine saubere Grundbeschneiung
verfügt, wird die Grasnabe geschützt. Der Widerstand gegen
eine Beschneiung ist nicht mehr so
MM-FRAGE: „Ihr Unternehmen betreibt nicht nur Aufstiegsanlagen,
sondern auch Gastrobetriebe und
das Hotel Terrace – worin sehen Sie
hier Vorteile?“
Wyler:
Wir investieren diesen Sommer
rund 6 Mio. sfr in den Bau von
Schneeanlagen, mit denen dann
ca. 8 bis 9 km Pisten zusätzlich beschneit werden können. Bisher hatten wir zum Großteil eine punktuelle Beschneiung, was natürlich
etwas mühsam ist. Jetzt werden
Teile davon erneuert und ergänzt.
Bei den Bauarbeiten sind wir auf
gutem Weg, wobei es im August
Verzögerungen gegeben hat – aber
wir werden rechtzeitig fertig werden. Wenn die Arbeiten im Oktober abgeschlossen sind, werden
rund 39 % unserer Pisten schneesicher sein. Das ist für die Schweiz
sehr viel, für Österreich weniger.
Bei der Beschneiung sind wir in der
Schweiz im Rückstand. Das hat u. a.
auch damit zu tun, weil grüne
Gruppierungen sich lange Zeit dagegen ausgesprochen haben. Heute wird aber immer offensichtlicher,
groß. Natürlich braucht man die
notwendigen Bewilligungen, aber
die Haltung hat sich doch verändert.
In zwei Jahren wird es dann eine
weitere Etappe zum Ausbau der Beschneiung geben.“
„Wir sind heute ein gesamtheitlicher Anbieter, da liegen die Vorteile auf der Hand. Bei uns kann man
,Ferien’ einkaufen. Der Gast kann
ein fertig geschnürtes Paket bekommen und muss sich dann nur
noch um die An- und Abreise kümmern. Übernachtung, Frühstück,
Abendessen, Animation und der
Skipass sind von einem Anbieter zu
bekommen. Wir haben sogar Allinclusive-Angebote zusammengestellt. Dabei machen wir in Absprache mit dem Ort auch unsere eigene Akquisition.
Bei unseren Unternehmen – Bahn,
Hotel und Gastronomie – ist es uns
wichtig, dass einer den anderen befruchtet. Wenn die Hotelbetten
ausgelastet sind, gibt das Umsatz
für die Bahn und die Gastronomie.
Gute, früh eingeschneite Pisten sorgen für eine gut ausgelastete Hotellerie. Schlussendlich profitiert dann
das ganze Unternehmen, wenn
eine Abteilung der anderen helfen
kann. Das kann man auch gut mit
Zahlen belegen, wie sich das verhält.
Natürlich haben wir diese Vorgangsweise nicht erfunden, das ist
der amerikanische Weg ,one
mountain, one company’. Dort hat
man sich ein Gebiet ausgesucht
und alles aufgebaut. Bei uns ist die
Entwicklung völlig anders abgelau-
Bergbahnzubehör nach Mass
Marcel Rohrer
CH–6390 Engelberg
Tel. +41 (0) 41 / 637 02 02
Fax +41 (0) 41 / 637 02 03
E-Mail: m.rohrer@roflex.ch
www.roflex.ch/bergbahnen
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MM-FRAGE: „Welche Rolle spielen
Events, worauf legen Sie Wert bei der
Auswahl?“
Wyler:
„Generell werden im Moment sehr
viele Events gemacht, da herrscht
fast schon so etwas wie eine ,Eventitis’. Aber natürlich gibt es auch
bei uns unterschiedliche Veranstaltungen, die wir gemeinsam mit Organisationen oder Einzelpersonen
durchführen. Wir legen dabei Wert
auf lustige Sachen. Diejenigen, die
wollen, sehen zu oder machen mit.
Andere Gäste, die sich nicht dafür
interessieren, sollen aber nicht gestört werden. Das ist unser Motto.
So gibt es u. a. den Waterslide-Contest, das Ice Festival oder Rock &
Pop Veranstaltungen. Das größte
Event ist aber das FIS Weltcup Skispringen vor Weihnachten. Das hat
auch starke Aus- bzw. Folgewirkungen, die Presse ist vor Ort, Fernsehstationen sind da.“
„Bei uns kann man
,Ferien’ kaufen!“
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…thinking in solutions
MARKETING
MANAGEMENT
fen. So ist das Hotel, das wir übernommen haben, nicht neu. Es stammt aus
der Jahrhundertwende 19./20. Jhd und
gehörte dem Club Méditerrannée, der
das Hotel verkauft hat. Es stand dann lange leer, bis wir eingestiegen sind – wir
haben also aus der Not eine Tugend gemacht. Grundsätzlich ist es nicht einfach,
wenn man als Bergbahnunternehmen
völlig unterschiedliche Betriebszweige
führen muss. Aber wir haben dazu natürlich unsere Fachleute.“
MM-FRAGE: „Wie sieht das Angebot in
der Gastronomie aus, bodenständig oder
international?“
MM-FRAGE: „Seit 2003 ist der Zusammenschluss der Bergbahnen Meiringen- Hasliberg, Melchsee-Frutt und Titlis
Rotair zum ,Schnee-Paradies HaslibergTitlis’ in Vorbereitung. Was spricht dafür?“
Wyler:
„Alle 3 betroffenen Skigebiete sind
mittelgroß, dazu liegen wir im Einzugsgebiet von Luzern, Basel und Bern. Mit
dieser Ausgangssituation kann man
grundsätzlich gut arbeiten.
Ein Problem, das wir allerdings alle haben, liegt im Ferientourismus, d. h. es ist
eher schwierig, Gäste eine Woche zu uns
zu bringen. Wir merken den Trend zu
Mit 60 % des Umsatzes ist der Winter besonders wichtig für die Bergbahnen Titlis Rotair.
Wyler:
„Das Angebot ist den jeweiligen Gästen
entsprechend unterschiedlich. Im Sommer gibt es asiatische, also thailändische
und indische Küche. Im Winter bieten
wir bodenständige, gut bürgerliche Küche. Wir legen in jedem Fall Wert darauf,
dass der Service gut ist und man sich
wohlfühlt. Das Spektrum reicht vom
Selbstbedienungslokal bis zum Restaurant mit Bedienung, sodass jeder Gast
das Passende findet.
Heute Nachmittag werde ich dazu einen
weiteren Gastrobetrieb mieten, später
kaufen. Dabei handelt es sich wieder um
ein Hotel, das Sporthotel Trübseehof auf
1.800 m, das in Konkurs gegangen ist.
Das werden wir adaptieren und in unser
Gesamtangebot integrieren.“
kürzeren Urlauben sehr stark, die Gäste
kommen am Donnerstag und bleiben bis
Sonntag. Am Sonntag wird es dann ruhig. Um gegen diesen Trend ankämpfen
zu können, braucht es ein großes Skiareal. Das zeigen Beispiele in Frankreich, in
Österreich oder Südtirol. Dort gibt es
dann einfach eine Vielzahl an Möglichkeiten. Warum soll sich der Gast in seinen
Ferien mit 20 km Pisten zufrieden geben,
wenn er in anderen Destinationen 200
km vorfindet, wo er wählen kann?
Hasliberg Meiringen, Melchsee-Frutt
und Titlis Rotair haben die Möglichkeit,
Gebiete zu verbinden und dadurch größer zu werden. Außerdem sehen wir
durch den Zusammenschluss eine WinWin-Situation für alle Beteiligten. Das
muss aber nicht heißen, dass alle Bahnen
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13.06.2006 11:24:29 Uhr
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26.09.2006
15:24 Uhr
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MARKETING
MANAGEMENT
in einer Gesellschaft vereint sind,
hier kann man sich am Beispiel Sella Ronda in Südtirol orientieren. Es
braucht einfach den Willen zur Zusammenarbeit, dann ist schon sehr
viel möglich.“
„Das Projekt wird
allen Beteiligten zugute
kommen“
MM-FRAGE: „Für diesen Zusammenschluss wurde die technische
Machbarkeit überprüft – welches Ergebnis brachte diese Studie?“
Wyler:
„Der Kostenaufwand beträgt geschätzte 55 Mio. sfr, wobei die einzelnen Unternehmen die Kosten
auch selber aufbringen sollen.
Möglich ist das durch den Zeitraum
von rund 7 Jahren, den wir uns geben. In dieser Zeit möchten wir das
Eigenkapital so aufstocken, dass wir
die Realisierung zum Großteil mit
eigenen Mitteln bewerkstelligen
können. Das ist natürlich abhängig
davon, wie sich die kommenden
Jahre wirtschaftlich entwickeln – im
Moment sieht es gut aus. Diese
kutieren. Die Tendenz geht im Moment dahin – wenn schon ein Zusammenschluss, dann unter anderen Vorzeichen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten mit Vorund Nachteilen. Das bezieht sich z.
B. auf die Linienführung, wobei das
Einfluss auf die Anzahl der Anlagen
hätte. Weniger Anlagen bedeuten,
dass weniger Skigebiet erschlossen
wird. Das ist im Endeffekt natürlich
günstiger, wirtschaftlich attraktiver.
Hier sind wir in Gesprächen - wie
weit wir dabei kommen, ist schwer
zu sagen. Wir werden das Projekt
Überlegungen sind auch vor dem
Hintergrund zu sehen, dass zu viel
Fremdkapital entsprechende Risiken mit sich bringt, wenn dann alles nicht so gut läuft.“
voraussichtlich überarbeiten. Parallel dazu müssen wir die kantonalen
Richtpläne anpassen, also die planerischen Voraussetzungen schaffen, dass wir so etwas überhaupt
machen können. Dazu muss die
Politik zustimmen. Aber auch diese
Seite will natürlich genaue Pläne,
genaue Angaben zur Umweltverträglichkeit etc.
Wir sind dabei und gehen Schritt für
Schritt vorwärts. Es ist ein schönes
Projekt und ich bin überzeugt, dass
es allen Beteiligten und der ganzen
Region zugute kommt, wenn wir es
machen könnten. Der touristische
Input im Winter, aber auch im Sommer wäre sehr stark.“
dwl
Blick auf die
Sommer- und
Winterdestination
Engelberg.
Wyler:
„Von der technischen Seite her ist
der Zusammenschluss problemlos
zu machen. Wir haben heute ein
Konzept, wo wir 8 Anlagen bauen
müssen. Diese Anlagen sind logisch begründbar und nachvollziehbar. Unsere Skigebiete liegen
in einer Höhe zwischen 1 800 und
2 500 m, es gibt gute Hanglagen,
es ist nicht zu flach und nicht zu
steil. Dazu ist das Gebiet gut besonnt. Von der Technik her, gibt
das Ganze Sinn und lässt sich machen.“
MM-FRAGE: „Welche Kosten werden anfallen?“
MOUNTAINMANAGER 6/2006
34
MM-FRAGE: „Wie ist der aktuelle
Stand der Dinge?“
Wyler:
„Die aktuelle Situation zeigt eine
sehr große Opposition gegen das
Projekt. Das kommt vorrangig vom
WWF oder Pro Natura, die kategorisch dagegen sind. Wir haben
allerdings eine Gesprächsbasis gefunden, sitzen an einem Tisch und
sprechen vernünftig miteinander.
Wir versuchen also objektiv zu dis-
35_37_MM_6_06
26.09.2006
11:19 Uhr
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…thinking in solutions
MARKETING
JUBILÄUM
40 Jahre Frey AG Stans:
Von der Zufallsbekanntschaft zum Marktführer
Mit insgesamt 410 Gästen und Mitarbeitern feierte die Frey AG Stans
Anfang September ihr 40jähriges Bestehen. Der Anlass auf dem Flugplatz Buochs, unweit des Frey-Firmensitzes in Stans-Oberdorf, war
geprägt vom Selbstbewusstsein eines Leaders in einem hochspezialisierten Markt, der seine Tradition und Zukunft im Dienst am Kunden
sucht und findet.
Seit 1969 residiert die Frey AG Stans mit Verwaltung und Produktion am Standort Stans-Oberdorf. Das Unternehmen beschäftigt heute über 70 hochqualifizierte Mitarbeiter und ist einer der
wichtigsten Arbeitgeber der Region.
Historischer Start-up
Was heute als ein Inbegriff an Verlässlichkeit und Sicherheit steht, begann mit einem Zufall, wie Verwaltungsratspräsident und Unternehmenschef Peter Frey
in seinen Grußworten an die Festgäste
bekannte. Eigentlich suchte sein Vater,
Unternehmensgründer Fritz Frey, vor
vierzig Jahren einen Technischen Leiter
für das damals im Familienbesitz stehende Bürgenstock-Hotel. Es meldete sich
der Elektroniker Gerhard Hürzeler, selbst
auf der Suche nach einem sicheren
Standbein neben seiner kleinen Zwei-
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Bei strahlendem Festwetter folgten über 400 Gäste und Mitarbeiter der Jubiläums-Einladung auf
den Flughafen Buochs.
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26.09.2006
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MARKETING
JUBILÄUM
Peter Frey (Mitte) mit den Gastreferenten des Festabends: Dr. David Bosshart
(l.), CEO Gottlieb Duttweiler Institut für
Wirtschaft und Gesellschaft und einer
der Väter des erfolgreichen Migros-Konzepts, plädierte für eine klare Ausrichtung des Schweizer Tourismusmarketings an neuen gesellschaftlichen Werten – nicht an kurzfristigen Moden und
Trends; Thomas Bucheli, Redaktionsleiter SF Meteo, erläuterte kurz- und langfristige Wetter- und Klimaphänomene.
(Fort-)Schrittmacher
Auch bei den USamerikanischen
Metro-Shuttles der
achtziger Jahre war
die Frey AG Stans
maßgeblich beteiligt.
mann-Firma für Seilbahnsteuerungen. Die Affinitäten waren gegeben – der Familie Frey gehörten damals neben der Bürgenstockbahn
auch mehrere Elektro-Betriebe.
Fritz Frey übernahm kurzerhand
Hürzeler samt Kleinbetrieb und
stieg am Standort Stans in die Entwicklung und Fertigung von Seilbahnsteuerungen ein. Und fand einen dynamischen Markt vor, der
die junge erfolgreiche Frey AG
Stans schon 1969 aus dem angemieteten Garagenbetrieb an den
heutigen Firmen- und Produktions-
sitz in Stans-Oderdorf übersiedeln
ließ. Damals noch neun große Seilbahnbauer und der sich rasant entwickelnde Bedarf an bergtouristischen und industriellen Seilbahnlösungen führten das Unternehmen
auch schnell über die Grenzen des
„Seilbahnkantons Nidwalden“ (Peter Frey) in die Welt. Meilensteine
der frühen siebziger Jahre waren
unter anderem die elektrischen
Ausrüstungen für fünf 80-Personen-Pendelbahnen
und
drei
Schwerlast-Materialbahnen
im
indonesischen Westirian.
Technologisch blieb man nicht nur
auf der Höhe der Zeit, sondern
wurde zum echten Schrittmacher
im Seilbahnbereich. Die Übergänge von der Elektromechanik zur
Vollelektronik bis hin zu den heute
überall anzutreffenden Computersteuerungen wurden entscheidend
von Stans aus mitgeprägt. Von mechanischen Kopierwerken aus eigener Produktion zur FahrzeugStandortermittlung und den Steuerungen für die voluminösen WardLeonard-Antriebe ging die Entwicklung über die ersten thyristorgespeisten Gleichstromantriebe (ab
1978), den elektronischen Kopierwerken (ab 1986) zu den heute aktuellen programmierbaren Steuerungen (PSS) und Frequenzumrichter-Antrieben (1998 bzw. 2000).
Hinzu kamen Kommunikationsund Überwachungssysteme, die
nicht nur den Betrieb immer siche-
Das Frey-Logo im Wandel der Zeit:
„Elektrisiert“ in den Frühzeiten, mit
digitaler Anmutung ins Computerzeitalter, standortbewusst heute.
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26.09.2006
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MARKETING
JUBILÄUM
rer machten, sondern durch moderne Visualisierung auch die Bedienung vereinfachten – weg vom
riesenhaften Analogsteuerpult hin
zum PC-Terminal mit intuitiv bedienbarem Touchscreen.
Die Revolutionen vollzogen sich
dabei freilich meist im verborgenen
– die breite Öffentlichkeit, will heißen der Fahrgast, bekam davon im
Normalfall des störungsfreien Betriebs nichts mit. Umso stolzer ist
man in Stans deshalb auch, dass
viele der spektakulärsten Bahnbauten in den vergangenen vier Jahrzehnten das imaginäre Label „Frey
AG inside“ tragen. Insgesamt fahren bis heute rund 1 300 Seilbahnen in 44 Ländern mit Antriebstechnik und Steuerungen aus
Stans.
Solide Basis für
die Zukunft
Die Frey AG Stans wird seit 1992
von Peter Frey geleitet, beschäftigt
heute 73 Mitarbeiter und ist nach
eigenen Angaben „kerngesund“.
In Stans gab Peter Frey die Übernahme der deutschen EAG Elektro-
nik Apparatebau GmbH bekannt:
als neue Frey FUA AG werden die
Aktivitäten des Weltmarktführers
für Signal- und Sicherheitseinrichtungen an der angestammten Produktionsstätte in Markt Schwaben
bei München weitergeführt.
Als größte Herausforderung am
Markt für Seilbahnsteuerungen,
den sich das Unternehmen als
Schweizer Marktleader (ca. 60 %
Marktanteil) international mit zwei
weiteren Anbietern teilt, sieht man
einen wachsenden Kosten- und
Leistungsdruck im Neu- und Umbausegment sowie wachsende Serviceanforderungen auf Betreiberseite. Nur mit einem klaren Bekenntnis zu hoher Produkt- und
Servicequalität, in deren Zentrum
die maximale Sicherheit für Bahnbetreiber und Fahrgäste steht, lasse
sich diesen Herausforderungen
auch in Zukunft erfolgreich begegnen, so Peter Frey. Dass die Frey AG
Stans hier auf dem richtigen Kurs
ist, zeigt das laufende Geschäftsjahr, das sich nach Aussagen der
Firmenleitung „hervorragend entwickelt“.
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modernen Steuerungstechnik ist die intuitive Bedienbarkeit
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26.09.2006
11:21 Uhr
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MARKETING
MANAGEMENT
10 Jahre Mountain Quality-Check
– ein Gewinn für die Branche
Zur permanenten Weiterentwicklung der
Qualität am Berg muss man sich auf ein System
abstützen. Ein solches existiert seit nunmehr
10 Jahren in Form des Mountain QualityChecks (MQC) der Vorarlberger Firma Mountain Management. 200.000 Fragebögen mit
über 10 Mio. Fragen in Wintersportorten der
Länder Österreich, Schweiz, Deutschland und
Italien wurden seither verarbeitet. Daraus lassen
sich eine Reihe von Grunderkenntnissen für die
Branche ableiten. Außerdem hat Prof. Matzler
von der Uni Linz eine interessante Regressionsstudie aus aktuellen MQC-Daten zusammengestellt mit dem Fazit: Es gibt keine zweite
Chance für den ersten Eindruck.
Michael Partel,
Mountain Management Consulting
Die Kundenorientierung wird von
sehr vielen Skigebieten als einer
der wichtigsten Erfolgsfaktoren erkannt. Die eigenen Stärken/Schwächen im Vergleich zu den Besten zu
kennen, zählt heute zum Standard
fortschrittlicher Bergbahnunternehmen. Diese Informationen bilden nämlich die Basis für eigene
Leitbilder, Strategieentwicklung,
Positionierung, Markenaufbau und
Weiterentwicklung. Dafür wurde
das Basis-Instrument MQC geschaffen. Es hilft mit, viele interne
Diskussionen in die richtige Richtung zu fokussieren, und fördert
damit schnelle Entscheidungen.
Denn wer vorne sein will, muss permanent die Attraktivität steigern,
also laufend auch die eigenen Mitarbeiter für Neues begeistern!
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Grafik: GASTRONOMIE
Grundsätzlich ist der sogenannte
„Branchenbarometer“ eine wichtige Orientierungshilfe über das Ausmaß der Kundenzufriedenheit am
eigenen Berg, wenn man sich mit
der Spitze vergleicht. Hier sind
nicht nur die Top-Werte interessant, sondern auch wie sich diese
innerhalb der letzten 6 Jahre verändert haben. Nachfolgende Tabelle
zeigt exemplarisch den Bereich
„Gastronomie“, einen der „neu-
en“ wichtigen Bereiche, wo die
Spitze den künftigen Standard vorgibt.
GASTRONOMIE
Sitzplatzkapazität von 7,8 auf 8,4
+ 7,7 %
Ambiente/Atmosphäre von 8,2
auf 8,6 + 4,9 %
Qualität der Speisen von 8,1 auf
8,7 + 7,4 %
Angebotsvielfalt von 8,2 auf 8,7
+ 6,1 %
Grafik: MITARBEITER
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26.09.2006
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MARKETING
MANAGEMENT
Preisgestaltung Speisen von 7,0 auf 7,7
+ 10,0 %
Preisgestaltung Getränke von 7,0 auf 7,4
+ 5,7 %
Grafik:
TOP 10
Auch im Bereich „Mitarbeiter“, dem ersten
direkten Kontakt zum Gast, entwickeln
sich die Besten schneller als der Durchschnitt, der leider stagniert!
Die „Stars“ wissen über die Wichtigkeit ihrer Mitarbeiter und deren
direkten Kundenkontakt Bescheid.
MITARBEITER
Erscheinungsbild 8,4 - 9,0 + 7,1 %
Freundlichkeit 8,5 - 9,1 + 7,1 %
Komp. Auskunft 8,5 - 9,0 + 5,9 %
Hilfsbereitschaft 8,7 - 9,2 + 5,7 %
„Wer ganz vorne im Bereich der Kundenzufriedenheit stehen will, sollte sich an den
folgenden Benchmarks der Top-Ten-Bestwerte (alle über 9 auf der 10er-Skala)
orientieren“, empfiehlt Geschäftsführer
Mike Partel.
Top-Ten-Bestwerte
Ski-Passkontrollsystem: 9,5 ( Skala 1–10)
Skigebietsgröße 9,2
Hilfsbereitschaft d. Mitarbeiter 9,2
Schneesicherheit 9,1
Kinderland/Kinderaktivitäten 9,1
Freundlichkeit d. Mitarbeiter 9,1
Abwechslungsr.Pistenangebot 9,0
Präparation der Pisten 9,0
Erscheinungsbild d. Mitarbeiter 9,0
Kompetente Auskunft 9,0
Was zeichnet
Top-Skigebiete aus?
Mehrere repräsentative Untersuchungen
bei Deutschen und Österreichischen Wintersportlern zeigen bei den Besonderheiten von Lieblingsskigebieten folgendes Bild
(Quelle: Online-Befragungen/Falk. deBergfex.at):
Pos. 1 SCHNEESICHERHEIT
Pos. 2 PISTENANGEBOT
Pos. 3 GUT PRÄPARIERTE PISTEN
Pos. 4 ERREICHBARKEIT/LAGE
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26.09.2006
11:22 Uhr
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MARKETING
MANAGEMENT
Pos. 5 PREIS
Damit jedes Skigebiet auf Wunsch selber
solche Online-Befragungen durchführen
kann, bietet Mountain-Management zur
Saison 06/07 ein speziell entwickeltes Online-Tool für die Platzierung auf der eige-
nen Homepage an. Ein ähnliches System
(TQC) wird von MM schon erfolgreich seit
3 Jahren bei Tourismusverbänden wie z. B.
Lech/Zürs, Sölden, St.Moritz, Schladming,
Obertauern, Grindelwald oder SaalbachHinterglem eingesetzt.
Grafik:
GÄSTEERWARTUNG
Worauf achten Sie bei der Wahl
eines Wintersportgebietes?
Eine von Mountain-Management im Winter 05/06 auf 17 Homepages von Wintersportorten (A/CH) durchgeführte OnlineBefragung ergab interessante und wichtige Informationen für die künftige Weiterentwicklung von Skigebieten.
Was erwartet sich der Gast, worauf achtet
er bei der Wahl eines Wintersportortes?
Das Thema Schneesicherheit steht auch
bei dieser Untersuchung an 1. Stelle!
Nicht zu unterschätzen ist der Aspekt der
Sicherheit auf den Pisten. Mit Rang 2 ist
klar, dass eventuelle Schwachstellen (Engstellen, zu volle Pisten etc.) möglichst rasch
behoben werden sollten. Neben Pistenangebot und Beförderungskomfort zählt der
Mitarbeiter auch zu den Top 5 Faktoren!
Im Vergleich zum Vorjahr haben Schneesicherheit und Sicherheit auf den Pisten an
Bedeutung noch zugenommen!
Das Top 10 Ranking ist aus beiliegender
Graphik ersichtlich.
Ergebnisse der großen
Wintersportumfrage
Im Februar 06 wurde von Mountain Management eine Große Wintersportumfrage zum Thema Zufriedenheit mit Ski/Skischuhe in 15 Wintersportregionen (A/CH/
I/D) durchgeführt. Diese wichtige Studie
ergänzt die Befragungen am Berg.
Dazu einige zentrale Ergebnisse:
➤ Die generelle Zufriedenheit lag bei 8,13
( Skala 1–10)
Bei gekauften Skiern: 8,22 und bei geliehenen Geräten 7,82.
In der Schweiz liegt die generelle Zufriedenheit mit 8,30 am höchsten.
➤ Die Zufriedenheit mit geliehenen Skiern
ist höher als jene mit Skischuhen.
➤ Der Anteil an geliehenen Skiern betrug
22 %, wobei der Anteil mit dem
Können fällt (z.B. Anfänger 58 %/Profis
Grafik:
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Modifikation
Gebrauchtfahrzeuge
Sonderanfertigungen
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MARKETING
MANAGEMENT
15 %). Bei jüngeren Skifahrern ist der Anteil höher.
➤ 49 % der Skier sind älter als 3 Jahre.
➤ 32 % der Ausleiher achten auf die Marke.
➤ Die Beratung im Geschäft ist der wichtigste Faktor, weshalb man sich für eine
Marke entschieden hat. An zweiter Stelle
steht die persönliche Erfahrung.
Keine 2. Chance für
den 1. Eindruck
Aus dem reichhaltigen Datenmaterial des
Grafik:
100 %
ZUFRIEDENHEIT
Mountain-Quality-Check führte Univ.-Prof.
Dr. Kurt Matzler von der Johannes Kepler
Universität in Linz eine sogenannte Regressions-Analyse (Rückzugsverhalten) durch.
Dabei wurde bestätigt, dass der erste Eindruck sehr wichtig ist. Ärgert sich der Skifahrer z. B. über die Parkplatzorganisation,
so wirkt sich diese Tatsache sofort um 12 %
auf die Bewertung der Gesamtzufriedenheit aus. Dieser erste Eindruck beeinflusst
die Bewertung der mit dem Parking unzufriedenen Skifahrer – bei Seilbahnen zu
21 %, schlechter Piste 15 %, Gastronomie
18 %, Fun&Action 18 % und die Mitarbeiter 17 % – stärker als bei jenen, die mit
dem Parking zufrieden waren.
Also Unzufriedenheit am Parkplatz ist
durch die anderen Leistungen im Skigebiet
kaum noch wett zu machen!
100 %ige Zufriedenheit zählt!
Grafik:
ZUFRIEDENHEIT &
LOYALITÄT
Eine weitere Analyse zeigt, dass von den
Gästen, welche die Gesamtzufriedenheit
mit 10 (also höchsten Wert) bewertet haben, 77 % das Skigebiet wieder besuchen
werden. Dieser Wert sinkt eklatant, wenn
diese Gesamtzufriedenheit „nur“ mit 9 bewertet wurde, auf knappe 14 %. Bei einer
Bewertung 8 reduziert sich das weiter auf
5,4 %!!! (vgl Graphik Nr. 6)
Während für die Zufriedenheit – und in
Folge auch das Weiterempfehlen – die
Gastronomie am wichtigsten ist gefolgt
von Piste und Mitarbeiter, so ist für die
Entscheidung, das Skigebiet wieder zu besuchen, die Qualität der Pisten gefolgt von
der Gastronomie entscheidend (Grafik 7).
Yi Infos:
Mountain-Management Consulting Est.
Michael Partel
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Tel. +423(0)2 31/13 31
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9:04 Uhr
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Transport
TECHNIK
SNOWMOBILES
Typenbezeichnung
PS / kW
Maße (mm) L / B
Fahrzeuggewicht kg
Nutzlast kg / Personen
Motor
Getriebe
Lenkung
Laufwerk / Spezifizierung
Tankinhalt l
Höchstgeschwindigkeit
km / h
Standardausrüstung
Optionen
NEU
Arctic Cat BEARCAT WIDE
TRACK TURBO Modell 2007
110 / 81
75 / 55
3.378 / 1.168
3.435 / 1.446
314
480
/ Doppelsitzbank + Sitzbank mit – / 2–3
3 Einzelsitzen mit Gurten und
Überrolbügel
Suzuki 660, 4-Takt, EFI-EinspritPeugeot-Citroen-4-Takt-Motor
zer, Dreizylinder, flüssigkeitsgegemäß Euro-3-Norm, G-Kat.,
kühlt, Nass-Sumpfschmierung,
1.360 ccm
turbounterstützt (leistungsverstellbar), Intercooler
Arctic Wide Ratio (rpm sensing),
2 Vorwärtsgänge+ 1 Retourgang, Getriebe m. Stirnradvor- ACT driven clutch
gelege, Kupplung: Fliehkraft u.
Einscheiben-Trockenkupplung
Spurstangenlenkung /
Zwei-Ski mit HD-PE BeschichEinzelaufhängung
tung
2 Raupen, Doppelefekt-Raupen- AWS V, hohes Raupenprofil,
2-teiliges langes Gleitschienenaufhängung ATSS, selbstnivellierend, Lenkskifederung: Tele- laufwerk, FasTrack, einstellbare
skop-Federbeine, Breite 500 mm Torsionsfeder, Ryde FX Stoßdämpfer, Überlastfeder aus
Fiberglas, Raupe B x L x H / mm:
508 x 3.962 x 32
Alpina Sherpa
55
60
60
Drehzahlmesser, digital/analog
Geschwindigkeitsmesser, Tageskilometer, elektronische Tankanzeige, Ölkontrollanzeige,
Wassertemperaturkontrollanzeige, Elektro-Start, Rückwärtsgang, Spiegel, hohes Windschild, verstellbarer Doppelsitzer mit Rückenlehne, Spurbreite
verstellbar, Anhängekupplung,
MRP-Transportaufsätze, 12 V
Ausgang, Gnom (Motorwasservorheizung)
3er-Sitzbank, Transportaufsatz Zubehör für Fracht- und Rettungseinsatz, Gepäcksfläche
hinten, Anhängerkupplung m.
vorne u.hinten, Rundumleuchte,
Schnellwechselvorrichtung,
elektrohydraulische SicherheitsRundumleuchte m. Arbeitsscheinwerfer, Seilwinde f. Front- bremse, Zusatzkühler,
u. Heckanbau kombiniert, elektr. 3. Sitzbank u.v.m.
Heckbackenbremse, Spikes
elektr. Starter, elektron. Kupplungskontrolle (TCMS),
(Schlupfkontrolle), elektr. Kontrollleuchten für Ganganzeige,
Motortemperaturanzeige, Stundenzähler, Tachometer, Kilometerzähler (Tageskilometer + gesamt), Kraftstoffanzeige, 220Volt-Motorvorheizung, elektr.
Griff- und Sitzheizung, Gebläsekühlung, Rückfahrwarnung
Arctic Cat Bearcat 570
Modell 2007
70 / 51
3.378 / 1.181
252
–/2
Arctic Wide Ratio (rpm sensing), Arctic Wide Ratio (rpm sensing), ACT driven clutch
Arctic Wide Ratio (with roller
Arctic Wide Ratio (with roller
cam)
cam)
Spurstangenlenkung /
Einzelaufhängung
AWS V, doppelt geführter A-Arm
mit Ryde-FX Stoßdämpfer, verstellbar, FasTrack Long-Travel
System, verstellbare Torsionsfeder, Fiberglas Überlastfeder,
Raupe B x L x H / mm:
406 x 3.962 x 25
Spurstangenlenkung /
Einzelaufhängung
AWS V, hohes Raupenprofil,
2-teiliges langes Gleitschienenlaufwerk, FasTrack, einstellbare
Torsionsfeder, Ryde FX Stoßdämpfer, Überlastfeder aus
Fiberglas, Raupe B x L x L / mm:
508 x 3.962 x 26
49
60
Geschwindigkeitsmesser, Tageskilometer, Tankanzeige, Ölkontrollanzeige, Elektro-Start, Rückwärtsgang, hohes Windschild,
Zündkerzenhalter, verstellbarer
Doppelsitzer mit Rückenlehne,
Spurbreite verstellbar, Anhängekupplung, Transportaufsatz
Drehzahlmesser, Geschwindigkeitsmesser, Tageskilometer,
Tankanzeige, Ölkontrollanzeige,
Wassertemperaturkontrollanzeige, Elektro-Start, Rückwärtsgang, Spiegel, hohes Windschild, verstellbarer Doppelsitzer mit Rückenlehne, Spurbreite
verstellbar, Anhängekupplung,
MRP-Transportaufsätze, 12 V
Ausgang, Gnom (Motorwasservorheizung)
Zubehör für Fracht- und Rettungseinsatz, Gepäcksfläche
vorne und hinten, Rundumleuchte, elektrohydraulische
Sicherheitsbremse, Zusatzkühler, 3. Sitzbank u.v.m.
Drehzahlmesser, Spiegel,
Not-Stop Leine
Kinder
Foto: Spindelböck
PS / kW
Maße (mm) L / B
Fahrzeuggewicht kg
Nutzlast kg / Personen
Motor
Getriebe
Lenkung
Laufwerk / Spezifizierung
Tankinhalt l
Höchstgeschwindigkeit
km / h
Standardausrüstung
Optionen
Arctic Cat 120
Modell 2007
6,5 / 4,78
1.880 / 915
75
70 / 1
Suzuki 119, Viertakt, Einzylinder,
Trockensumpfschmierung
Arctic Centrifugal
Spurstangenlenkung /
Einzelskiaufhängung
Gleitschienenlaufwerk,
Überlastfeder aus Fiberglas
2
11
Polaris 120
5 / 3,7
1.860 / 788
70
0 /1
4-Takt Motor,
1 Zylinder 120 ccm
1 Vorwärtsgang
Spurstangenlenkung
RAS Einzelskiaufhängung
Raupenbreite 254 mm x Raupenlänge 1.749 mm, Steghöhe
16 mm, Frontstoßdämpfung:
A-Arm (75 mm), Raupenaufhängung: MiniZ (154 mm)
2
8 / 5,8
1.905 / 864
63,5
1 Person
1-Zylinder, 4-Takt, 121 ccm,
luftgekühlt
1 Vorwärtsgang
Spurstangenlenkung /
Einzelaufhängung
AWS V, hohes Raupenprofil,
2-teiliges langes Gleitschienenlaufwerk, FasTrack, einstellbare
Torsionsfeder, Ryde FX Stoßdämpfer, Überlastfeder aus
Fiberglas, drehmomentabh.
Gelenksarm hinten, Raupe B x L
x H / mm: 381 x 3.454 x 25
50
Digital/Analog Drehzahlmesser,
Digital/Analog Geschwindigkeitsmesser, Tageskilometer,
elektrische Tankanzeige, Ölkontrolllicht, Wassertemperaturanzeige, Elektrostarter mit Fernbedienung, Spiegel, hohes
Windschild, verstellbarer
Doppelsitzer mit Rückenlehne,
Gepäckskorb
Anhängekupplung, Fernbedienung f. Elektrostarter
DAS INFORMATIONSPORTAL
DER SEILBAHNBRANCHE IM INTERNET
IFS, Federweg vorne 75 mm,
Ski: Verbund
1,9
Tankanzeige, Not-Stop Leine
MOUNTAINMANAGER 6/2006
42
SKI-DOO Mini Z
1Sitzer, Bremse, Sicherheitsreißleine,
Handwärmer, hohes Windschild Handstart, Licht 35 W
Arctic Cat T 660 Turbo
Touring Modell 2007
110 / 81
3.378 / 1.194
288
– / 1–2
Suzuki 565, Zweizylinder, luftge- Suzuki 660, 4-Takt, EFI-Einsprit- Suzuki 660, 4-Takt-Motor mit
kühlt, getrennte Ölschmierung zer, Dreizylinder, flüssigkeitsge- Intercooler Turbo, EFI-Einspritkühlt, Nass-Sumpfschmierung
zer, 3-Zylinder, flüssigkeitsgekühlt, Nass-Sumpfschmierung
Ski-Doo Mach Z X Adrenaline.
Typenbezeichnung
Arctic Cat BEARCAT WIDETRACK Modell 2007
53 / 39
3.378 / 1.168
306
– / 2–3
Alpina-Sherpa. Foto: Willibald
42_45_MM_6_06
26.09.2006
9:04 Uhr
Seite 43
TECHNIK
SNOWMOBILES
NEU
Typenbezeichnung
PS / kW
Maße (mm) L / B
Fahrzeuggewicht kg
Nutzlast kg / Personen
Motor
Getriebe
Lenkung
Laufwerk / Spezifizierung
Tankinhalt l
Höchstgeschwindigkeit
km / h
Standardausrüstung
Optionen
Buran 640A
Buran 640MD
Buran Taiga 500
Lynx Yeti Pro V-800
28 / 20,6
2.695 x 900
275
250 /2 (Doppelsitzbank)
34 / 25
3.100 x 900
310
220 /2 (Doppelsitzbank)
43 /32
3.210 x 1.025
260
– / Doppelsitzbank
67 / 49
3.090 / 1.215
320
250 / 1 oder 2
Suzuki 660, 4-Takt, EFI-Einspritzer, 3-Zylinder, flüssigkeitsgekühlt, Nass-Sumpfschmierung
ACT driven clutch
2 Zylinder 2-Takt-Motor mit
635 ccm
2 Zylinder 2-Takt-Motor mit
635 ccm
2 Zylinder 2-Takt-Motor mit
496,7 ccm
1 Vorwärts- und 1 Retourgang
1 Vorwärts- und 1 Retourgang
2 Vorwärtsgänge + 1 Retourgang
Spurstangenlenkung /
Einzelaufhängung
AWS V, hohes Raupenprofil,
2-teiliges langes Gleitschienenlaufwerk, FasTrack, einstellbare
Torsionsfeder, Ryde FX Stoßdämpfer, Überlastfeder aus Fiberglas, drehmomentabh. Gelenksarm hinten, Raupe B x L x H /
mm: 381 x 3.454 x 25 Quiet Track
50
1 Lenkski
1 Lenkski
2 Lenkski
Raupe 2 x 38 x 297 cm, Auflagefläche der Raupen 2 x 1,10 m (im
unbel. Zustand), kleinster Wendekreis 6 m, max. erreichbare
Steigung 20 Grad
Raupe 2 x 38 x 380 cm, Auflagefläche der Raupen 2 x 1,50 m
(im unbel. Zustand), kleinster
Wendekreis 6 m, max. erreichbare Steigung 20 Grad
Raupe 50 x 397 cm, Auflagefläche 1,50 m (im unbel. Zustand),
kleinster Wendekreis 6 m, max.
erreichbare Steigung 20 Grad
wassergekühlter österreichischer
Rotax V-810 Motor, 4-Takter mit
Einspritzung
2 Vorwärtsgänge + 1 Retourgang
Mountaingetriebe mit High/Low
Spurstangenlenkung,
Einzelskiaufhängung
Raupenbreite 600 mm x Raupenlänge 3.968 mm, Steghöhe
31,8 mm, Easy Ride XWLS
Fahrwerk
28 (21 Liter auf 100 km/h)
55
28 (21 Liter auf 100 km/h)
60
40 (18,5 Liter auf 100 km/h)
100
Elektrostart
Elektrostart
Arctic Cat Panther 660
Touring Modell 2007
53 / 39
3.251 / 1.194
279
– / 1–2
Elektro-Start
Drehzahlmesser,Geschwindigkeitsmesser, Tageskilometer,
Tankanzeige,Ölkontrolllicht, Wassertemperaturanzeige, Elektrostarter mit Fernbedienung, Spiegel, hohes Windschild, verstellbarer Doppelsitzer mit Rückenlehne
Anhängekupplung
Anhängekupplung, Fernbedienung f. Elektrostarter
Gepäckträger, Anhängekupplung
45
1-Sitzer, Eletrostart, hydraulische
Bremsanlage, Wegfahrsperre,
12V Steckdose, Doppel-HalogenScheinwerfer, Gasgriffheizung,
Tachometer, Tageskilometer, Kontoll-Leuchten, Stauraum unterm
Sitz, Anhängekupplung
Gepäckträger, Anhängekupplung, Spurverbreiterung, Heckbremse
elektrisch/hydraulisch, ÜberrollGriffheizung
bügel, Frontkorb, verstärktes
Fahrwerk, Hartmetall-Spikes,
2 Sitz
NEU
kaser skicarpet junior
Als maßgeschneidertes Produkt für Skischulen,
Funparks, Indoorhallen und Skigebiete, wird
das Förderband KASER Skicarpet Junior
schnell zur Hauptattraktion für jedes Kind
Längen von 9 bis 30 m (in 3-Meter-Schritten)
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Spezielle Bandoberfläche „BOOMERANG“
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6/2006 MOUNTAINMANAGER
43
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26.09.2006
9:04 Uhr
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Sport
Transport
TECHNIK
SNOWMOBILES
Typenbezeichnung
PS / kW
Maße (mm) L / B
Fahrzeuggewicht kg
Nutzlast kg / Personen
Motor
Lynx Adventure
300/550/600/V-800
28 bis 116 / 20 bis 85
1.245 / 3.155
187 bis 340
150 / 1–2
ROTAX 277/552/600SDI/V810
Hubraum 270 bis 800 ccm
Lynx 6900 FCE
Polaris WideTrak
Ski-Doo Freestyle/Tundra
3.020 / 1.070
279
150 / 2
österreichischer Rotax 552,
553,9 ccm Hubraum, 2 Zylinder,
HAC
80 / 59
3.251 / 1.105
292
bis zu 3 Personen
Polaris 500 ccm, 2-Zylinder
wassergekühlt, 2-Takt,
getrennte Schmierung
30 / 22
3.100 / 957
210
Getriebe
1Vorwärts- und 1 Retourgang
Lenkung
HP-Gas TA36 / TA30 Stoßdämp- Spurstangenlenkung
fer vorne
Laufwerk / Spezifizierung
Raupenbreite 381/400 mm x
Raupenlänge 3.456/3.648 mm,
Steghöhe 22/25/32mm,
RCG-2 Fahrwerk
Raupenbreite 600 mm x Raupenlänge 3.968 mm, Steghöhe
23,5 mm, Frontstoßdämpfung:
hydraulisch, Raupenaufhängung: hydraulisch
Tankinhalt l
Höchstgeschwindigkeit
km / h
Standardausrüstung
34 / 38
42
2-Sitzer, E-Starter, hydraulische
Bremse, Doppel-HalogenScheinwerfer, Griffheizungen,
Tachometer, Kontroll-Leuchten,
Anhängekupplung
Optionen
Typenbezeichnung
österreichischer Rotax F300
luftgekühlt, 300 ccm Hubraum,
1 Zylinder,
2 Vorwärtsgänge + 1 Retourgang 2 Vorwärtsgänge + 1 Retourgang 1 Vorwärts- + 1 Retourgang
Mountaingetriebe mit High/Low
Ski-Doo Skandic 550 F SUV/
600 SUV
58 bis 90 / 42 bis 66
3.150 / 1.100
260
120 / 2
österreichischer Rotax 552,
553 ccm Hubraum, 2 Zylinder,
luftgekühlt, 593 ccm ,2-Takter,
wassergekühlt
2 Vorwärtsgänge + 1 Retourgang, Mountaingetriebe mit
High/Low
Spurstangenlenkung
Spurstangenlenkung
Raupenband B x L x H: 51 x 400 x
25 mm, Lenkski: Kunststoff extra
breit, Verschleißeisen m. WIDIA,
Fahrwerk vorne: IFS,
Federweg vorne 184 mm, Federweg hinten 229 mm, 2 zusätzliche Stoßdämpfer hinten f. Transporte, Feder hinten einstellbar
40
95
Raupenbreite 381 mm x
Raupenlänge 3.074/3.455 mm,
Steghöhe 18,4 mm, Frontstoßdämpfung: LTS, hydraulisch,
Raupenaufhängung: Gasdämpfer
Spurstangenlenkung, Einzelskiaufhängung m. Dämpfungsschwingen
Raupenbreite 500 mm x Raupenlänge 3.968 mm, Steghöhe
31,8 mm, Frontstoßdämpfung:
SUV, hydraulische Stoßdämpfer,
Raupenaufhängung: hydraulisch
34
40
2-Sitzer, Elektrostart, hydraulische Bremsanlage, 12 V-Steckdose, Doppel-Halogen-Scheinwerfer, Gasgriffheizung,
Geschwindigkeitsmesser,
Tageskilometerzähler, KontrollLeuchten, Stauraum unterm
Sitz, Anhängehaken
E-Starter, Handwärmer, Retourund Langsamgang, Tacho,
Öl-Warnlicht, Gepäckträger
1+2-Sitzer, hydraul. Bremsanlage, Gasgriffheizung, KontrollLeuchten
2-Sitzer, Elektrostart, hydraulische Bremsanlage, 12 V-Steckdose, Griffheizung, DoppelHalogen-Scheinwerfer, Gasgriffheizung, Geschwindigkeitsmesser, Tageskilometerzähler,
Kontrollleuchten, Stauraum
unterm Sitz, Anhängehaken
Drehzahlmesser,
Hartmetall-Spikes
Spurverbreiterung 136 cm,
Heckbremsbalken, Überrollbügel, Frontkorb, verstärktes
Fahrwerk, Hartmetall-Spikes
Folgetonhorn, Spiegel, autom. Elektrostarter, 2 Sitz
Bremsbetätigung, Abdeckhaube, Straßenzulassung, hydr.
Heckbremse, Überrollbügel,
Rundumleuchte, Spikes, Sicherheitsfahne, hydr. Bremse
Spurverbreiterung 126 oder
136 cm, Heckbremsbalken
eletrisch oder hydraulisch,
Überrollbügel, Frontkorb,
verstärktes Fahrwerk,
Hartmetall-Spikes
Arctic Cat F8 Sno Pro
Modell 2007
142 / 104
3.099 / 1.219
Arctic Cat M 1000 Sno Pro
Modell 2007
162 / 119
3.302–3.530 / 1.181
Arctic Cat Crossfire 1000 Sno Polaris FST IQ Cruiser
Pro Modell 2007
162 / 119
140 / 102
3.225 / 1.181
3.277 / 1.219
Polaris 600 HO Switch Back
CFI
125/92
3.175 / 1.219
Fahrzeuggewicht kg
Nutzlast kg / Personen
Motor
225
– / 1–2
Suzuki 794, EFI-Einspritzer,
2-Zylinder, flüssigkeitsgekühlt
231–234
– / 1–2
Suzuki 999, EFI-Einspritzer,
2-Zylinder, flüssigkeitsgekühlt
237
– / 1–2
Suzuki 999, EFI-Einspritzer,
2-Zylinder, flüssigkeitsgekühlt
Getriebe
Arctic (rpm sensing)
ACT drive system (roller cam)
298
–/2
2-Zylinder 4-Takt Turbo ,
750 ccm, wassergekühlt, Bosch
Einspritzanlage
vorwärts - rückwärts
223,8
–/1
Polaris 599ccm, 2 Zylinder
2 Takt mit Einspritzanlage,
wassergekühlt
vorwärts - rückwärts
Spurstangenlenkung /
Einzelaufhängung
Fas Track Long Travel System
Gleitschienenlaufwerk, einstellbare Torsionsfeder, Leichtgewicht, Aluminium ARC IFP Stoßdämpfer, drehmomentabh. Gelenksarm hinten, Raupe B x L x
H / mm: 381 x 3.454 x 32
Spurstangenlenkung
Spurstangenlenkung,
seitl. Federn
Federweg 254 mm, IQ Fahrwerk,
lange Raupe, Federweg 419 mm,
Raupe 38 mm x 365 mm Höhe
32 mm
41
38,6
38,6
Drehzahlmesser, Digital/Analog
Geschwindigkeitsmesser, Tageskilometer,Tankanzeige,Ölkontrolllicht, Wassertemeraturanzeige, Handwärmer, Daumenwärmer, Zündkerzenhalter,
Keilriemenhalter, Rack,
Rückwärtsgang
Digital/Analog Drehzahlmesser,
Digital/Analog Geschwindigkeitsmesser, Tageskilometer,
Tankanzeige,Ölkontrolllicht,
Wassertemperaturanzeige,
Handwärmer, Daumenwärmer,
Zündkerzenhalter, Keilriemenhalter, Rack, Rückwärtsgang
E-Starter, Rückwärtsgang, Kilometerzähler, Drehzahlmesser,
12 V-Steckdose, Gepäckträger,
Öl-Temperaturanzeige, 2-er Sitzbank, Rückenlehne, Spiegel, Digital und Analog Anzeige MFD,
Handwärmer einstellbar vorne
und hinten
Handwärmer, digitale Anzeige,
Tacho, Tageskilometer, Öl-Temperaturanzeige, Lenker verstellbar
Anhängekupplung,
Not-Stop Leine
Anhängekupplung,
Not-Stop Leine
Anhängerkupplung
E-Starter, Spiegel,
Anhängekupplung
PS / kW
Maße (mm) L / B
Lenkung
Laufwerk / Spezifizierung
Arctic (rpm sensing) mit Titanium Feder, ACT drive system
(roller cam mit Titanium Feder)
Spurstangenlenkung /
Spurstangenlenkung /
Einzelaufhängung
Einzelaufhängung
AWS 7, Fas Track Long Travel Sys- AWS 6, Fas Track Long Travel
tem, Gleitschienenlaufwerk, Fas- System, Gleitschienenlaufwerk,
Track, einstellbare Torsionsfeder, einstellbare Torsionsfeder,
Leichtgewicht Aluminium ARC IFP Leichtgewicht, Aluminium ARC
Stoßdämpfer, A-Arm FOX, drehIFP Stoßdämpfer, A-Arm FOX,
momentabh. Gelenksarm hinten, drehmomentabh. Gelenksarm
Raupe B x L x H / mm:
hinten, Raupe B x L x H / mm:
381 x 3.454 x 32
381 x 3.251 x 25
41
46
Tankinhalt l
Höchstgeschwindigkeit km/h
Standardausrüstung
Digital/Analog Drehzahlmesser,
Digital/Analog Geschwindigkeitsmesser, Tageskilometer,
Tankanzeige,Ölkontrolllicht,
Wassertemperaturanzeige,
Handwärmer, Daumenwärmer,
Zündkerzenhalter, Keilriemenhalter, Rack, verstellbarer Sitz,
Rückwärtsgang
Optionen
Anhängekupplung, Not-Stop
Leine, Electric Start, hohes
Windschild, Doppelsitz
MOUNTAINMANAGER 6/2006
44
Arctic (rpm sensing),
ACT drive system (roller cam)
IQ-Fahrwerk, Federweg vorne
254 mm, Federweg hinten
356 mm, Lenkski: composite,
Accu-Trak, Raupenband:
381 mm x 3.454 mm x 25 mm
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TECHNIK
SNOWMOBILES
Ski-Doo Expetition TUV V
1304 / 600 HO SDI
102 bis 109 / 75 bis 109
3.060 / 1.120
342
150 / 2
wassergekühlter österreichischer
Rotax V-1304, 1.300 ccm Hubraum, 2 Zylinder 4-Takter mit
Einspritzung, 600 ccm 2 Zylinder
2-Takter VDO EMS Einspritzung
2 Vorwärtsgänge + 1 Retourgang
Mountaingetriebe mit High/Low
Spurstangenlenkung, Einzelskiaufhängung mit Dämpfungsschwingen
Raupenbreite 500 mm x Raupenlänge 3.968 mm,
Steghöhe 31,8 mm, Frontstoßdämpfung: SUV, hydraulische
Stoßdämpfer, Raupenaufhängung: hydraulisch/Gas
Yamaha RS VIKING
PROFESSIONAL
120 / 90
3.270 x 1.200
–/2
3 Zylinder 4-Takt-Motor wassergekühlt, Hubraum 973 ccm
2 Vorwärtsgänge + 1 Retourgang
Herstellerinfos:
VK 540 II
50 / 37
2.990 / 1.200
50 / 37
3.120 / 1.130
Alpina:
www.alpina-snowmobiles.com
2 Zylinder 2 Takt, 485 ccm
2 Zylinder 2 Takt, 535 ccm
Arctic Cat:
www.arcticcat.com
Mikui B38-32 x 2, Vorwärts- und
Retourgang
2 Vorwärtsgänge- und 1 Retourgang, Mikuni B38-34 x 2
Buran:
www.snowmobil.com
Polaris:
www.polarisindustries.com
500 x 3.968 x 32 mm, Camoplast
Ripsaw, Federung vorne: Telegabel, Federung hinten: ProAction
Plus einstellbar
381 x 3.456 x 32 mm, vorne:
Trailing Arm Aufhängung,
hinten: Pro Action Plus
500 x 3.968 x 25 mm,
vorne: Teleskop-Aufhängung,
hinten: Pro Action Plus
Ski Doo/Lynx:
www.brp.com
Yamaha:
www.yamaha-motor.com
42
43
45
31
2-Sitzer, Elektrostart, hydraulische Bremsanlage, Zusatzkühler,
Wegfahrsperre , 12 V-Steckdose,
Anti-slip-Fußraster, Doppel-Halogen-Scheinwerfer, Gasgriffheizung, Geschwindigkeitsmesser,
Tageskilometerzähler, KontrollLeuchten, Stauraum unterm Sitz,
Anhängehaken,
2 Sitz abnehmbar
Spurverbreiterung 126 oder
136 cm, Heckbremsbalken
elektrisch oder hydraulisch,
Überrollbügel, Frontkorb,
verstärktes Fahrwerk, HartmetallSpikes
Elektrostart, Griffheizung,
Scheinwerfer: 60/55W Halogen,
Tageskilometerzähler, Kilometerstand-Anzeige
Elektrostarter, Griffheizung
Elektrostarter, Griffheizung
Wir danken folgenden Firmen für die
Unterstützung bei der Erstellung
der Tabellen:
Alpina:
Hans Willibald
www.hans-willibald.de
Arctic Cat:
Holleis GmbH
www.holleis.net
Polaris:
Taubenreuther GmbH
www.taubenreuther.de
Ski-Doo Legend V-810
Ski-Doo MX Z Renagade X
Ski-Doo Mach Z X
66 / 49
3.150 / 1.250
100 bis 163 / 74 bis 120
163 / 119
2.930 / 1.217
231
0/1
Rotax V-810 Viertakter
237
1 Vorwärts- + Retourgang
1-Vorwärts- + Retourgang RER
240
100 / 1+1
wassergekühlter österreichischer 2 Zylinder 4 Takt, 499 ccm,
Rotax 1000 SDI Motor, 2 Zylinder wassergekühlt
2-Takter, 997 ccm Einspritzer
1 Vorwärts- + 1 Retourgang RER
43 KEIHIN x 2, Direkteinspritzung
RF A-Arm Gas MC
HPG R.A.S.
Raupenbreite 406mm x Raupenlänge 3.455 mm, Steghöhe 31,8,
SC - 136 Fahrwerk
SC-4 LT
2-Sitzer, E-Starter, Griffheizung,
hydraulische Bremsanlage, Wegfahrsperre, Halogen-DoppelScheinwerfer, Tachometer, Drehzahlmesser, Anhängekupplung
Yi
Yamaha VENTURE 500 XL
wassergekühlter 2-Takter Vergaser oder Einspritzer
Yamaha PHAZER GT & FX /
PHAZER Mountain Lite
80 / 60
2.820 / 1.225–2.820 /
1.225–3.195 / 1.168
Spurstangenlenkung,
RAS Einzelskiaufhängung
Raupenbreite 381 mm x Raupenlänge 3.074 mm, Steghöhe 31,8
mm, Frontstoßdämpfung: RAS
mit HPG (242 mm), Raupenaufhängung: SC-4 mit HPG (381 mm)
Camoplast Hacksaw - Ripsaw Maverick
355 x 3.074 x 25 mm
355 x 3.074 x 25 mm
355 x 3.658 x 51 mm
40
40
30
1-Sitzer, hydraulische Bremsanlage, Doppel-Halogen-Scheinwerfer, Griffheizungen, Tachometer,
Drehzahlmesser, Tageskilometer,
Kontroll-Leuchten, E-Starter,
Wegfahrsperre,
1+1-Sitzer, hydraulische Bremsan- Elektrostarter, Griffheizung,
lage RT-Type, Wegfahrsperre , 12 Scheinwerfer: 60/55 W
V-Steckdose, Anti-slip-Fußraster, Halogen x 2
Doppel-Halogen-Scheinwerfer,
Gasgriffheizung, Geschwindigkeitsmesser, Tageskilometerzähler, Kontroll-Leuchten, Elektrostarter
Anhängekupplung
Überrollbügel, Spikes
Ski Doo/Lynx:
Kfz-Meisterbetrieb Schmeiser
www.skidoo-schmeiser.de
Yamaha:
Yamaha Motor Austria GmbH
www.yamaha-motor.at
Arctic Cat Bearcat 660 Widetrack Turbo.
Foto: Holleis
IMMER AKTUELL MIT MM ONLINE
Tageskilometerzähler
www.mountain-manager.com
6/2006 MOUNTAINMANAGER
45
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26.09.2006
9:05 Uhr
Seite 46
TECHNIK
SNOWMOBILES
Taubenreuther GmbH:
Neues ATV heißt Range Runner
Auf der Alpitec in Bozen zog das
neue All Terrain Vehicle Range
Runner schon viele interessierte
Blicke auf sich. Schließlich ist
dieses Geländefahrzeug für
Arbeitseinsätze in schwierigem
Gelände ebenso geeignet wie für
den Personentransport.
Schwieriges Gelände
ist für den Range
Runner kein
Problem.
Foto: Taubenreuther
Hoher Schnee, weicher Schlamm
oder steiles Gelände bedeuten
selbst für viele geländegängige
Fahrzeuge das Aus. Nicht so für
den neuen Range Runner, der dank
seiner optimierten Traktion und seiner präzisen Manövrierbarkeit gerade bei schwierigen Bodenverhältnissen punktet.
Angetrieben wird der Range Runner von einem Antriebssystem, das
Technische Daten Range Runner
Gesamtlänge:
2,5 m
Gesamtbreite:
1,6 m
Gesamthöhe mit
Schutzaufbau:
1,8 m
Gewicht
(mit Standardmotor):
691,7 kg
Spurbreite:
394 mm
Bodenfreiheit:
230 mm
Bodenkontaktfläche:
über 1 m2
Kraftstofftank:
40 l
Wendekreis:
auf der Stelle
Geschwindigkeit mit
Standardmotor:
max. 30 km/h
Standardmotor:
Max. Drehmoment:
Modell 7134D, Daihatsu 3-ZylinderTurbodieselmotor, Wasserkühlung,
25,1 kw (34 PS)
78,1 Nm bei 2.200 U/min,
Hubraum 953 ccm.
MOUNTAINMANAGER 6/2006
46
die beiden Gummiraupen unabhängig voneinander steuern kann.
Dazu vereint das Fahrzeug die Vorteile eines Raupenfahrwerks mit
sehr geringem Bodendruck. Mit
1 m2 Raupenfläche und einem Gewicht von rund 720 kg bringt es
der Range Runner auf einen Bodendruck von weniger als 0,07 bar.
Die Steuerung des Fahrzeugs erfolgt mit einem T-Steuergriff, über
den Geschwindigkeit, Richtung
und Bremse kontrolliert werden.
Die langzeiterprobten Sauer/Danfoss Hydraulik-Pumpen und Radmotoren sind praktisch wartungsfrei und sichern dadurch den zuverlässigen Betrieb. Die Karosserie ist
aus faserverstärktem Kunststoff mit
einem umlaufenden Schutzrahmen
aus Metall. Durch die Wannenform
der Karosserie wird eine hohe WattTiefe erreicht. Schwere Bauteile
wurden tief in der Karosserie eingebaut, sodass ein tiefer Schwerpunkt
erreicht wurde.
Vielseitig einsetzbar
Mit Hilfe einer durchdachten Frontund Heckhydraulik können zusätzliche Arbeitsgeräte angebracht
werden. Dadurch sind unterschied-
liche Einsätze wie Überwachung,
Instandhaltung, Rettungsdienst,
Landvermessung etc. möglich.
Ergänzt wird die Grundausstattung
durch umfangreiches Zubehör, mit
dem der jeweilige Einsatzzweck optimiert wird:
➤ Seilwinde vorne/hinten fest oder
abnehmbar,
➤ 3 Hydraulikkreise mit Schnellsteckverbindungen,
➤ 3-Punkt-Aufnahme für verschiedene Anbaugeräte,
➤ Windschutzscheibe,
➤ Scheibenwischer,
➤ Vinyl-Kabine mit Heckscheibe
(Kunststoff),
➤ Kabinenheizung,
➤ Anhängekupplung vorne oder
hinten,
➤ Gepäckträger,
➤ Straßenzulassung etc.
Yi Infos: www.taubenreuther.de
DAS INFORMATIONSPORTAL
DER SEILBAHNBRANCHE IM INTERNET
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9:07 Uhr
Seite 47
TECHNIK
BESCHNEIUNG
Bearcat Widetrack von Arctic Cat:
Modell 2007 ab sofort lieferbar!
Die neuen Bearcat-Modelle sind da mit noch stärkeren
Eigenschaften als bisher.
Bearcat Modelle
2007: Äußerlich das
bewährte Konzept,
jedoch mit interessanten technischen Neuerungen, welche die
Kunden begeistern.
Foto: Arctic Cat
Das neue Fahrwerk ermöglicht mehr Zuladung, Lauflärm und Vibrationen
sind noch geringer als bisher. Höhere Achsschenkel der Frontaufhängung sorgen für präziseres
Steuern, weniger Kraftaufwand am
Lenker und insgesamt perfektes
Handling beim Fahren.
Auch das Getriebe wurde weiterentwickelt: Kein Verschleiß beim
Rückwärtsfahren, erhöhte Lebensdauer der Kette und längere Lebensdauer der Antriebselemente
freuen alle Bearcat-Fahrer.
Kippgefahr minimiert
Der Bearcat ist unter den Motor-
schlitten das sicherste Gefährt auf der Piste:
Der sehr niedrige Schwerpunkt und
die ideale Gewichtsaufteilung sorgen für sicheres Schräg- und Bergauffahren auch auf steilen Pisten.
Werbekampagne mit
echtem Sherpa aus Nepal
„Der Bearcat ist beim Lastentransport so gut wie die bekannt besten
Träger der Welt, die Sherpas in Nepal, wodurch dieser Produktvorteil
glaubwürdig vermittelt werden
kann“ erläutert Helmut Holleis, Ge-
Lakpha Tshering Sherpa als Testimonial für die laufende
Bearcat-Werbekampagne der Arctic Cat-Importeure Holleis
und Snopex. Foto: ramseiden zwei
schäftsführer der Holleis Handels
GmbH, die Strategie der laufenden
Anzeigenkampagne, welche von
den beiden Arctic Cat-Importeuren
Holleis und Snopex entwickelt wurde.
Yi Infos:
Snopex SA
CH-6850 Mendrisio
Tel.: +41 91(0)6 46/17 33
sales@snopex.com
www.snopex.com
Holleis Handels GmbH
Saalfeldner Straße 41
A-5751 Maishofen
Tel.: +43(0)65 42/6 83 46-0
office@holleis.net, www.holleis.net
Das stärkere Fahrwerk, im Speziellen die
robustere hintere Stoßstange, ermöglicht
noch mehr Zuglast als
bisher. Foto: Arctic Cat
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26.09.2006
9:07 Uhr
Seite 48
TECHNIK
PISTENFAHRZEUGE
PRINOTH: Präzision im ewigen Eis
Ungewöhnliche Einsätze in ungewöhnlichem Einsatzgebiet: Als
Präparier- und Transportgeräte
rund um eine antarktische
Forschungsstation beweisen
inzwischen fünf PRINOTH-Fahrzeuge Sinn für millimetergenaue
Maßarbeit.
Schwer beladen stehen die Pistenfahrzeuge zur Abfahrt bereit. Fotos: PRINOTH
Eigentlich gelten der T4S und der
Everest Power von PRINOTH dank
ihrer außerordentlichen Kraft und
Wendigkeit als Idealgeräte für jeglichen Routineeinsatz, bei dem große Leistungskraft und maximale
Betriebssicherheit gefragt ist. Dass
sie genauso ideal sind, wenn es um
millimetergenaue Präzisionsarbeit
in Extremsituationen geht, zeigen
fünf in der Antarktis stationierte
Geräte – ein T4S und vier Everest
Power.
Seit 2003 liefert PRINOTH fast jährlich Schneefahrzeuge in die Forschungsstation des Norwegischen
Polarinstitutes nach Troll, mitten
auf die ewigen Eisflächen der Südhalbkugel. Die Arbeitseinsätze in
der unwirtlichen Region sind genauso ungewöhnlich wie vielfältig.
Damit etwa die schweren Transportflugzeuge aus dem südafrikanischen Kapstadt die Landebahn von
Troll überhaupt anfliegen können,
20 t schwere Container – für PRINOTHPistenfahrzeuge kein
Problem.
MOUNTAINMANAGER 6/2006
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muss die zur Gänze aus Eis bestehende Fläche stets optimal präpariert sein. Sichere Landungen sind
nur bei möglichst geradem Untergrund zu bewerkstelligen, bereits
kleinste Unebenheiten in der Eisdecke können zu lebensgefährlichen
Hindernissen werden. Mithilfe eines Lasermessgerätes gleichen ein
PRINOTH T4S und ein Everest die
3 km lange und 100 m breite Bahn
aus – auf bis zu 8 mm genau. Die
drei weiteren Geräte leisten ganzjährig Präparieraufgaben und werden für den Transport von Personen durch die unendliche Eiswüste
genauso eingesetzt wie für die Beförderung schwerster Lasten. Auch
40 Fuß lange und 20 t schwere
LKW-Container sind für die flexiblen Alleskönner kein Problem.
Optimal vorbereitet
Alle Geräte wurden den speziellen
Bedürfnissen der Benutzer in der
frostigen Klimazone angepasst. So
verfügt der im Jahre 2005 gelieferte Everest über eine zusätzliche
Schlafkabine, spezielle Isolierung,
ein äußerst leistungsfähiges Heizsystem, einen sondergefertigten
Abschlepphaken, Satellitentelefon,
Stahlraupen und ist in den Farben
der norwegischen Fahne ausgeführt.
Entscheidendes Kriterium für den
Ankauf der PRINOTH-Geräte war
die Zuverlässigkeit der Schneefahrzeuge in Extremsituationen. Allein
die Temperaturen in der Arbeitsumgebung schwanken zwischen 5°C und -40°C, die Windgeschwindigkeiten liegen allemal weit über
dem Durchschnitt. Der Standort in
der hochsensiblen Naturregion
stellt zudem große Ansprüche an
die Umweltfreundlichkeit. So sind
alle Materialien der Maschinen auf
tiefste Temperaturen ausgelegt,
Rohrrahmen und Verkleidungen
extra stark, gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsnormen werden
von PRINOTH sogar noch übertroffen. Die Turbodieselmotoren von
Scania und Mercedes, beide auf
maximale Leistungsfähigkeit ausgerichtet, arbeiten äußerst abgas und lärmarm und zeichnen
sich durch niedrigen Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß aus.
Die Hydraulikanlage wird mit biologisch abbaubarer Hydraulikflüssigkeit betrieben. Bewährt hat sich zudem die exzellente Kaltstartfreundlichkeit der PRINOTH-Schneefahrzeuge.
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9:08 Uhr
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TECHNIK
PISTENFAHRZEUGE
KÄSSBOHRER GELÄNDEFAHRZEUG AG
Steigender Skitourismus eröffnet
neue Chancen
Bereits vor der Entstehung des heutigen Russlands und der
GUS-Staaten war die Kässbohrer Geländefahrzeug AG, der
führende Anbieter von Fahrzeugen für die Loipen- und Pistenpflege, mit ihren PistenBully erfolgreich im Gebiet der damaligen UdSSR tätig. Die früheren Erfolge und langjährigen
Geschäftskontakte aus dieser Zeit helfen dem Unternehmen
heute, den Herausforderungen des veränderten Marktes
gerecht zu werden und seine Position auf dem russischen
Markt weiter zu festigen.
Breites Vertriebs- und Servicenetz als Erfolgsfaktor
Skitourismus
bringt Aufwind
„Um unseren Kunden eine gute
und durchgängige Betreuung anzubieten, gilt es hier vor allem die
großen Entfernungen zu überwinden“, erläutert Steve Junghans, seit
6 Jahren Gebietsverkaufsleiter der
Kässbohrer Geländefahrzeug AG
für Russland und den gesamten
ost- und mitteleuropäischen Raum,
eine der speziellen Herausforderungen des russischen Marktes. „Zusammen mit unserer Generalvertretung Skado im russischen Samara arbeiten wir seit einigen Jahren
daran, unser Vertriebs- und Servicenetz Russland- und GUS-weit auszubreiten sowie qualitativ zu verbessern.“ Skado ist mittlerweile
nicht nur von Samara aus tätig,
sondern hält auch für Kunden in
Sibirien, Fernost, im Gebiet des
südlichen Ural und in Moskau
Ansprechpartner vor Ort bereit.
Dass die Strategie in die richtige
Richtung führt, zeigt sich in dem
großen Erfolg der Saison 2005/
2006. Als weiteren Erfolgsfaktor auf
dem russischen Markt sieht Kässbohrer den intensiven Kontakt zu
Kunden und Geschäftspartnern.
„Uns ist hierbei besonders wichtig,
kleinere Kunden genauso zu unterstützen wie große Unternehmen,
die neue Skigebiete erschließen,
wie sie derzeit beispielsweise im
Kaukasus entstehen,“ so Junghans.
In den letzten Jahren ist das Interesse der Bevölkerung am Skisport gestiegen. Diese Tatsache und die
Möglichkeit, bei bestimmten Maßnahmen Fördergelder vom Staat zu
bekommen, lassen die Investitionsbereitschaft von kleineren und
mittleren Skigebieten wachsen.
„Aus diesen Gründen erwarten wir
hier in den nächsten Jahren eine
weitere positive Entwicklung im Bereich des Skitourismus und damit
einen höheren Absatz unserer PistenBully“, so die Einschätzung von
Junghans. „Wir sind gut gerüstet
und freuen uns auf die Herausforderung!“
Ein guter
gebrauchter PistenBully
Neben dem Absatz von Neufahrzeugen sind Verkauf, Service und
Beratung im Bereich der Gebrauchtfahrzeuge ein wesentlicher
Baustein des Erfolges in Russland
und den GUS-Staaten. Im Bereich
der Gebrauchtfahrzeuge arbeitet
Kässbohrer seit vielen Jahren in den
Ländern Ost- und Mitteleuropas
mit einem speziellen Qualitätskonzept und überträgt dieses jetzt auf
Russland. Die gebrauchten Kässbohrer PistenBully sind in drei verschiedenen Ausführungen erhältlich – ECONOMY, STANDARD und
PREMIUM. Die ECONOMY-Fahr-
zeuge sind dabei die günstigste
Option. Sie sind vom Fachpersonal
technisch geprüft. Ein Prüfbericht
wird auf Wunsch des Kunden erstellt, so dass er sich selbst von der
Qualität des Fahrzeugs überzeugen
kann. Die technische und optische
Aufbereitung übernimmt der Kunde selbst. Die Fahrzeuge der STANDARD-Kategorie sind technisch
teilrepariert und sofort einsatzbereit. Auch die Ketten und Zusatzgeräte können sofort eingesetzt
werden. Kunden, die sich für die
PREMIUM-Variante der Gebrauchtfahrzeuge entscheiden, erhalten
Fahrzeuge in hervorragendem Zustand. Die PistenBully sowie Ketten
und Zusatzgeräte sind technisch
wie optisch generalüberholt. Die
PREMIUM-Fahrzeuge sind in bestem Zustand, so dass dafür die
Gebrauchtfahrzeug-Garantie der
Kässbohrer Geländefahrzeuge AG
ausgestellt wird.
Steve Junghans,
Gebietsverkaufsleiter
der Kässbohrer Geländefahrzeug AG für
Russland und den
gesamten ost- und
mitteleuropäischen
Raum.
Fotos: Kässbohrer
Der neue PistenBully
600 mit Winde. Er
wird nicht mehr nur
in Steillagen eingesetzt, sondern vor
allem auch für das
Schieben großer
Schneemengen bergwärts. In der Windenversion ist der PistenBully das optimale
Arbeitsgerät für
Schubarbeiten.
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TECHNIK
PISTENFAHRZEUGE
KÄSSBOHRER GELÄNDEFAHRZEUG AG
PistenBully 100 All Season im Einsatz für die Natur
Das Feuchtgebiet „Marais de Lavours“ ist ein großes Naturschutzgebiet am Fuße der französischen Hochsavoyen. Das
Areal erstreckt sich über 474 ha und beheimatet seltene
Pflanzen- und Tierarten. Diese sensible Biosphäre reagiert
äußerst empfindlich auf maschinelle Eingriffe, die jedoch
von Zeit zu Zeit nötig werden. Die Betreiber des „Marais de
Lavours“ setzen deshalb auf die neueste Ausführung des PistenBully 100 All Season der Kässbohrer Geländefahrzeug
AG.
Das Fahrzeug ist optimal für das Feuchtgebiet geeignet. Der PistenBully 100 All Season erzeugt durch seine große Auflagefläche
einen extrem niedrigen Flächendruck und schont so den empfindlichen Untergrund. Mit seinem Frontmulchgerät befreit er
die Wiesen sorgfältig von Gebüsch und Gehölz, ohne dabei in
das sensible ökologische Gleichgewicht des Naturschutzgebietes
einzugreifen.
Der PistenBully 100 All Season bewegt sich mit flachen Sommerketten im Gelände, die den Boden schonen. Das Fahrzeug
überquert Gräben und Sumpfstellen mühelos. Für ein Radfahrzeug gäbe es unter diesen Bedingungen kein Weiterkommen.
Der PistenBully 100 All Season wendet auf der Stelle, kann so auf
aufwändige Wendemanöver verzichten und auch schwer zugängliche oder kleine Flächen sorgfältig bearbeiten. Der 176 PS
starke Motor macht das Fahrzeug zu einem Allrounder. Er erzeugt genug Leistung, damit der PistenBully 100 All Season über
Front- und Heckkraftheber mit verschiedenen Anbaugeräten wie
Mäher, Schwader, Düngerstreuer oder Kehrmaschine ausgerüstet werden kann. Das Fahrzeug verfügt über eine präzise Hydrauliksteuerung, die selbst bei Fahrten im Kriechgang eine volle hydraulische Leistung für den Antrieb der Zusatzgeräte bietet.
Des Weiteren erlaubt der niedrig gelagerte Schwerpunkt des
Fahrzeugs das Arbeiten in Schichtlinie. Der PistenBully 100 All
Season erreicht außerdem eine Steigfähigkeit von bis zu 100 %.
„Wir haben uns für den PistenBully 100 All Season entschieden,
weil er die Herausforderungen des Naturschutzgebietes perfekt
meistert. Die Vielseitigkeit und Sorgfalt des Fahrzeuges hat uns
überzeugt und bewährt sich jetzt“, so die Betreiber des Naturschutzgebietes „Marais de Lavours“ über die Anschaffung des
PistenBully 100 All Season.
Jahreszeiten-Allrounder
Mit wenigen Handgriffen lässt sich der PistenBully 100 All Season auf die aktuelle Jahreszeit anpassen. Für die Arbeiten im
Sommer kann er mit Anbauplatte und Dreipunktaufhängung
ausgerüstet werden und wird damit zum vielseitigen Helfer, der
mäht, mulcht etc. Zu Winterbeginn lässt sich der PistenBully 100
All Season mit wenigen Handgriffen umrüsten. Anbauplatte und
Dreipunktaufhängung müssen lediglich durch die Kässbohrer
Schnellwechselsysteme ausgetauscht werden. Zusatzgeräte wie
All-Way-Blade, Frässchleuder oder Schneefräse können jetzt
problemlos angebaut werden.
PistenBully 100 All Season bewährt sich in Frankreich im Naturschutzgebiet „Marais de Lavours“. Foto: Kässbohrer
Bächler-Neuheiten: Startanlage
für Boardercross und Funpark-Rails
Die Schweizer Firma Bächler Top Track AG aus
Auw hat einige Neuheiten zu berichten: zum
einen wurde der weltweite Vertrieb von SETECH-Startanlagen für bis zu 8 Fahrer gleichzeitig übernommen, zum anderen kann Bächler
nun seinen Kunden auch Funpark-Rails im Portfolio anbieten. Durch die modulare Bauweise
lassen sich damit fast unbegrenzt Funpark-Elemente zusammenstellen.
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Die Startanlage eignet sich für
Boardercross, Skicross, Parallelslalom oder Bike-Events. Sie ermöglicht durch ein Klappensystem ein
gleichzeitiges Starten von 2, 3, 4
oder mehr Fahrern, wird von der
FIS empfohlen und bereits vielerorts eingesetzt. Bächler Top
Track AG hat den weltweiten Vertrieb dafür übernommen.
Die Vorteile des SE TECH-Systems
liegen in der mechanischen Ausklinkvorrichtung, welche über ei-
nen zentralen Starthebel betätigt
wird. Dadurch ist gewährleistet,
dass alle Starter gleichzeitig starten
können und man nicht auf technische (wetter-/kälteabhängige) Probleme stößt.
Das System ist modular aufgebaut
und kann von einer 2er-Startanlage
jederzeit auf bis zu 8 Startplätzen
ausgebaut werden. Es ist leicht demontierbar und platzsparend zu lagern.
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TECHNIK
HALFPIPES & FUNPARKS
Zerlegbare Funpark Rails
Bächler Top Track vertreibt wie o. a.
neuerdings auch Funpark Rails. „In
der heutigen Zeit ist ein Funpark in
keinem Skigebiet mehr wegzudenken und sozusagen ein Muß, um
dem Publikum ein passendes und
interessantes Angebot in der Infrastruktur zu bieten. Aber nicht nur
aus Marketingzwecken, auch aus Sicherheitsgründen ist ein abgesteckter Funpark ein Publikumsmagnet
für jedes Level und Alter. Darum setzen immer mehr Skigebiete auf solche Einrichtungen um den Trend
wahrzunehmen“, begründet Kaspar
Dubler von Bächler die Entscheidung für diese Produkte.
Alle Rails sind aus Edelstahl und individuell in der Länge zusammenbaubar. Das heißt, sie sind jederzeit
erweiterbar, sehr leicht zu montieren bzw. zu transportieren. Durch
ihre Zerlegbarkeit sind sie auch in
der schneefreien Zeit einfach zu deponieren.
Das modulare Bausystem lässt alle
Formen zum Bau anderer FunparkElemente zu, so dass jederzeit
unterschiedliche Formen von Rails
machbar sind (vgl. dazu die unten
dargestellten Grafiken).
Yi Infos: info@bachler.ch
Funpark-Rails wie dieser „Rainbow“ können neuerdings auch bei
der Bächler Top Track AG geordert werden. Fotos: Bächler
Straight-Rail
Straight Box
Bogen-Rail
Stufen-Rail
S-Bogen-Rail
Brigger + Käch Bauingenieure AG
Generalplaner für Beschneiungsanlagen
Produkte unabhängig planen und realisieren wir mit Ihnen:
Rohrleitungsbau
Pumpstationen
Ruopigenstrasse 6 • CH 6015 Reussbühl
e-mail: brigger@bluewin.ch
Homepage: www.brigger-und-kaech.ch
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Speichersee
Tel. +41 (0) 41 260 66 55
Fax +41 (0) 41 260 66 39
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TECHNIK
HALFPIPES & FUNPARKS
ZAUGG AG: Eine Superpipe allein
bringt’s noch nicht
Innovative Skigebiete vor allem
in Nordamerika haben erkannt,
dass die Verfügbarkeit einer
höchsten Ansprüchen genügenden und von Weltklasse Snowboarder anerkannten Superpipe
allein noch nicht das Allerheilmittel ist, um einem Skigebiet
maximale Besucherfrequenzen
zu verschaffen.
Pipe Monster 22 Foot. Das einzige Geräte, das die Wunschpipe der meisten Elitefahrer herstellen kann.
Fotos: ZAUGG AG
Es ist wie bei den meisten neueren
Sportarten, in der ersten Euphorie
und Pionierphase vergisst man,
dass es danach auch irgendwie
weitergehen sollte, wenn man damit längerfristig Geschäfte machen
möchte. Und dies geht nicht ohne
Pipe Designer
8 Foot. Damit erstellt
man rationell
und wirtschaftlich Pipes für Kinder, Anfänger und Einsteiger.
Lateral-/
TwinblowerSchneefrässchleudern.
Diese Schneefrässchleudern mit zwei
Kaminen
ermöglichen ein zielgenaues Verfrachten des Schnees.
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die breite Masse der Gelegenheitsfahrer. Zudem darf man auch den
professionellen Nachwuchs nicht
außer Acht lassen, denn den
braucht es, um der Sportart die nötige Publizität zu verschaffen. Daher haben in den USA Ski Resorts
damit begonnen, ganz bewusst
kleinere Halfpipes mit der Höhe
von 2,6 m (8 Foot) zu erstellen, die
sich für Anfänger, Einsteiger und
Kinder am ehesten eignen.
Die Herstellung dieser Pipes verrichtet der Pipe Designer von
ZAUGG rasch und hervorragend.
Die Ski- und Snowboardlehrer sind
begeistert über das Interesse und
den Zuspruch und die Skigebietbetreiber freut’s, damit auch den Einsteigern und Gelegenheitsfahrern
das Halfpipe-Erlebnis vermitteln zu
können. Es ist klar, dass die 2,6 oder
3,9 m Höhe einer solchen Pipe weniger Angst machen als eine Superpipe mit einer Wandhöhe von fast
7 m, welche die Profi-Fahrer für
Wettkämpfe benützen. Es ist wie
im Sommer beim Schwimmen
nicht jedermanns Sache, gleich
vom 5 Meter-Brett zu springen. Als
Anfänger zieht man es vor, zuerst
vom 1 Meter-Brett herab Erfahrungen zu sammeln.
Die 8 Foot-Version des ZAUGG Pipe
Designers basiert auf der seit längerem bewährten 13 Foot-Version,
welche sozusagen die Ur-Version
der ZAUGG-Halfpipefräsen ist und
damit die Vorgängerin des bekannten ZAUGG-Pipe Monsters. Dieses
gibt es in einer 18 Foot- und einer
22 Foot-Version und ist das bevorzugte Halfpipe-Shapinggerät der
meisten Weltklasse-Snowboarder.
Denn die sind der Meinung, dass
dies das einzige Gerät sei, das auch
halte, was es verspräche, um eine
meisterhaft zu befahrende Pipe
und in dieser maximalen Größe zu
erstellen. Eine Aussage, die übrigens durch Referenzlisten belegt
werden kann.
Ganz eigene Technik
Die Konstruktion der ZAUGG-Halfpipefräse basiert auf der langjährigen Erfahrung der über 100-jährigen Firma, die man mit der Entwicklung und Konstruktion von
Frässchleudern für die saubere und
effiziente Schneeräumung gewinnen konnte. Die Halfpipefräse
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TECHNIK
HALFPIPES & FUNPARKS
schleudert den Schnee durch den
in alle Richtungen dreh- und
schwenkbaren Auswurfkamin bis
zu 40 m weit genau dorthin, wo
der Fahrer und Pistenpfleger ihn
haben will: sei es auf die zu bearbeitende oder auf die gegenüberliegende Seite, zum Ausfüllen auf
ausgefahrene Stellen, vor das Fahrzeug um Höhe zu gewinnen, für
den Aufbau einer neuen Pipe oder
Schneefall und Verwehungen aus
der Pipe hinauszubringen. D. h.,
der Fahrer muss den Schnee nicht
zuerst in der Mitte der Pipe sammeln, um ihn dann mühsam hinaus zu stoßen. Dazu kommt, dass
die stählernen und rotierenden
Fräshaspeln bestens geeignet sind,
um auch eisigen, schweren, nassen
oder leichten Schnee zu bearbeiten
und zu verfrachten.
Dank der leichten Bauweise sinkt
das Pistenfahrzeug nicht ein und
das Gerät kann innerhalb von
15 min. montiert oder demontiert
werden. Besonders hilfreich ist
auch die elektronische NiveauÜberwachung, die eine kontinuierlich gleichmäßige und mustergültige Form der Pipe garantiert und
problemlos weltweit alle offiziellen
Normen erfüllt. Dadurch und dank
der „elliptischen“ Krümmung der
Fräse wird die Halfpipe so gestaltet,
dass der Snowboarder sicher landen, maximal beschleunigen und
ganz locker wieder abheben kann.
Und genau dieses Detail macht
denn auch die Beliebtheit der von
ZAUGG „geshapten“ Pipes bei den
Elitefahrern aus. Dank steter Kommunikation mit Profi-Fahrern wie
Gian Simmen ist es ZAUGG gelungen, dieses Produkt zu entwickeln
und zu vervollkommnen.
Generell wird von den Pistenfahrzeugfahrern festgestellt, dass man
mit den ZAUGG-Geräten viel Zeit
spart und auch bezeugt, dass man
damit eine Pipe in einem Arbeitsgang richten kann.
Das sagen die Profis
8 Foot Pipe Designer: „We are simply amazed that the 8 foot pipe has
been literally packed with ski school
guests wanting to learn to ride a
pipe since day one.“ Rob Baxter,
Mountain Manager, Snowmass
(Aspen Resort), Colorado, USA.
22 Foot Pipe Monster: „The ma-
SnowBeast mit XDesigner. Multifunktionales Gerät für die
Schneeräumung und
die Herstellung sowie
die Pflege von Quarter- und Tubing-Pipes.
chine really runs well and transports easy. It pretty much is a nice
setup with the gauge and all inside
the cat. It is a dream to use this machine compared to the super dragon, this 500 foot long pipe can be
cut in about 3–4 hours instead of
6–8 hours. With this new cutter, I
am saving time which is good, as
we constantly work 70 hour weeks
and up to 95. When the cutter
saves time, that matters, thanks. All
and all you sell a nice product and
people riding this pipe really enjoy
it, (along with me). I am not the
best rider but can get 10 feet out.”
Tyson Goodrich, Terrain Park grooming supervisor/monster pipe cutter, Park City Mountain Resort,
Utah, USA.
Das komplette
Geräteprogramm
für die professionelle Gestaltung
von Funparks, Snowtubingparks,
Halfpipes, Quarterpipes und Superpipes, die rationelle Verfrachtung
von Schnee mit Pistenfahrzeugen
sowie die Schneeräumung und Pistenpflege mit handgeführten Maschinen umfasst:
➤ Pipe Monster für 18 Foot (5,5 m)
oder 22 Foot (6,7 m) hohe
Pipes für Profis.
➤ Pipe Designer für 8 Foot (2,5 m)
oder 13 Foot (3,9 m) hohe Pipes
für Anfänger, Einsteiger und Kinder.
➤ Tubing Designer 11 Foot (3,4 m)
und 8 Foot (2,5 m) für Tubes, Funparks, Mini-Pipes und Rodelweg.
➤ Twinblower-/Lateralfrässchleuder für das zielgenaue Verfrachten
von Schnee mit dem Pistenfahrzeug.
➤ SnowBeast: Die handgeführte
Schneefrässchleuder kann mit dem
X-Designer bestückt auch für die
Herstellung und Pflege von Tubes
und Quarterpipes eingesetzt werden.
➤ Bulldogg: handgeführte Schneefrässchleuder.
Yi Infos: www.zaugg-ag.ch
Die einzigartigen
Fräshaspeln der
ZAUGG Half PipeFräse. Die stählernen
und rotierenden Fräshaspeln sind bestens
geeignet, um auch
eisigen, schweren,
nassen oder leichten
Schnee zu bearbeiten
und gezielt zu verfrachten.
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15:26 Uhr
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TECHNIK
FIRMEN NEWS
Freimoser kann noch mehr
– Beispiel Spezialkabelbau
Die Firma Wolfgang Freimoser Beschneiungsund Beleuchtungstechnik aus Ruhpolding (D)
wurde in den MM-Ausgaben 4 und 5 mit ihren
vielfältigen Aktivitäten vorgestellt. Der Ursprung
von Freimosers Tätigkeit bei der Firmengründung lag jedoch im Kabel- und Freileitungsbau,
mit dem er weiterhin konfrontiert ist – wenngleich sich mittlerweile das Spektrum sehr
erweitert hat.
ist der Spezialkabelbau im extremen Gelände (für Schneeanlagen
aber auch Seilbahnen. Hier kommen alle Einzugvarianten bis zum
Einblasen (Medium Luft im Leerrohr) und Einspülen (Medium Wasser im Leerrohr) oder Einschieben
der Kabel zur Anwendung. Sowohl
Einblasen als auch Einspülen sind
sehr schonende Möglichkeiten der
Kabeleinbringung über lange Strecken. Hier kann man sich abheben
von den Mitbewerbern, „ so Freimoser.
Der Spezialbau wird mit Kabelwindentechniken abgewickelt.
Welche Technik zum Einsatz
kommt, entscheidet die Anforderung. Wenn z. B. alte Kabeltrassen
belegt werden sollen, dann werden
alte Rohrverbindungen für neue
Kabel verwendet. Hierfür werden
die alten Kabel ausgespült und zugleich wird das neue Kabel mit eingespült.
Diese Technik kennt man eigentlich
sehr wenig, aber sie stellt die schonendste Behandlung der Kabel dar
und erlaubt zugleich die Verwendung alter Kabelwege.“
Speziallösungen
sind gefragt
MM-Gesprächspartner
Wolfgang Freimoser,
Ruhpolding (D).
Foto: mak
Der Kabelbau ist heute charakterisiert durch größere Querschnitte
z. B. in der Beschneiungstechnik.
Der Datenfluss muss gewährleistet
werden mit absolut empfindlichen
Medien wie Glasfaserkabeln, die
meist gleich mitverlegt werden,
um Datennetze aufzubauen. In diesem Bereich wird Freimoser heute
immer mehr gefordert.
„Was sich in den letzten Jahren
bei meinen Leistungen auch als
Schwerpunkt herauskristallisiert hat,
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Auch bei schwierigen Straßenkreuzungen wie z. B. einer Querung
von Bundesstraßen wird immer
wieder von Freimoser eine KabelEinzugmöglichkeit angefordert,
welche die Straße nicht beschädigt.
„Von unserer Seite werden dann
zum Teil Kabelpressungen gemacht, sprich Leerrohrpressungen
unter die Straße durchgeführt,
wenn kein Leerrohr vorhanden ist.
Mit sogenannten Erdraketen wird
ein Tunnel durchgeschossen.“
Freimoser hat also auch Kunden im
Kommunalbereich bzw. größere
Kabelbaufirmen, die mit Engpässen
konfrontiert sind, wenn es keine
herkömmliche Lösung mehr gibt.
Dann kommt Wolfgang Freimoser
zum Einsatz –
z. B. auch bei Autobahnunterführungen, die man im normalen
Fahrbetrieb bestücken muss!
Weiters lässt die Telekom bei Freimoser arbeiten, ebenso die
Bundesbahn für die Verbindung
der Stellwerke untereinander oder
ortsansässige Energieversorgungsunternehmen. Die EON hat z. B.
einen Auftrag gegeben, unter eine
fertige Kreisstraße 700 m Hochspannungskabel einzuziehen. Dieser Auftrag ist von Freimoser mit
Einblasen eines Hilfsseiles, Nachziehen eines Zugseiles und Einziehen mit Kabelwinde (Zugprotokoll),
bewerkstelligt worden. Auf diese
Weise wurde die komplette Energieversorgung des Skigebietes
Oberes Sudelfeld von Freileitung
20kV auf Erdkabel 20kV möglich.
Bei diesem Bauabschnitt konnte
nämlich keine andere Trassenführung gewählt werden, die bestehende Trasse wurde erst 2 Jahre
später, nachdem das Leerrohr verlegt wurde, genehmigt.
Auch das Beliefern der Trafostationen für Biogasstationen ist mittlerweile ein Aufgabenbereich für Freimoser geworden.
Großer Aufwand,
großer Nutzen
Der Aufwand, der dahinter steckt,
um solche Spezialaufträge ausführen zu können, ist natürlich beträchtlich – alleine, wenn man an
das benötigte Equipment denkt
(Kabelwinden, Einblaskompressoren, Erdraketen etc.).
Aktuell wurde der Unternbergbahn
in Ruhpolding von Freimoser ein
Angebot gelegt, die Bergstation mit
einer Stromversorgung zu versehen. Dabei geht es darum, 1 000 m
Leitungen mit 4 x 240 m2 Querschnitt zu verlegen, was hier nur
mit Windeneinsatz und Spezialbagger (Menzi Muck) möglich ist.
Gleichzeitig sollte auch die Verrohrung für das Abwasser mitverlegt
werden.
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15:27 Uhr
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TECHNIK
FIRMEN NEWS
Um den kompletten Kabelzug berechnen zu können, muss Freimoser jeweils die maximale Zugbelastung der Kabel erfragen.
Oftmals stellen sich auch Synergien
für Freimoser ein. So ergab sich z.
B. der o. a. Auftrag für das Sudelfeld
(D) aus dem Projekt für die Oberaudorfer Beschneiung heraus.
Grundsätzlich profitiert ja ein jeder
Kunde davon, wenn eine Firma
möglichst vieles anbieten kann. In
der Bergbahnbranche treten z. B.
sowohl Rohrverlegefirmen als auch
Kabelverlegefirmen als Anbieter auf.
In der Praxis hinkt unter Umständen
dann der eine hinter dem anderen
her. Dadurch bekommt die Baumaßnahme keinen rechten Fluß!
Die Firma Freimoser hat natürlich
nicht jedes Jahr die gleichen Aufträge aus ihrer vielfältigen Angebotspalette zu erledigen. Die Gefahr,
mit der sich ein Unternehmen mit
einem so breit gefächerten Portfolio konfrontiert sieht, ist manchmal
die Skepsis der Kunden, ob man
tatsächlich alles professionell kann.
Viele haben Mühe, sich das vorzu-
Der Spezialkabelbau im extremen
Gelände für Schneeanlagen und
Seilbahnen hat sich für Freimoser
als Schwerpunkt herauskristallisiert.
Foto:Freimoser
stellen. Freimoser nimmt jedoch
prinzipiell keinen Auftrag an, bei
dem er nicht eine optimale Abwicklung zusichern kann. Seine erste
Prämisse ist immer der Zeitfaktor
plus ein Spielraum für einberechnete Komplikationen, ob er sich auf
ein Projekt einlässt. Dann aber geht
es immer professionell zur Sache.
„Denn Probleme will ich mir nicht
schaffen mit einer falschen Politik
bei der Auftragsannahme“, bekennt Freimoser.
Darauf vertrauen auch seine aktuellen Auftraggeber :
➤ Tegelbergbahn: Folgeauftrag für
Glasfasereinzüge und Verlängerung der Steuerleitung
➤ Bischofsgrün: Auftrag Flutlichtfundamente an der Schanzenanlage.
➤ Hoher Bogen: Kabelverlegung.
mak
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TECHNIK
BESCHNEIUNG
Großoffensive am Spitzingsee mit
50 LENKO-Maschinen
Die Alpenbahnen Spitzingsee
GmbH. errichtet derzeit eine der
größten Beschneiungsanlagen
Bayerns: 50 Propellermaschinen
von LENKO werden in zwei Ausbaustufen die Suttenabfahrt und
Teile der Stümpflingabfahrt mit
240 l/s verfügbarem Wasser in
60 Stunden einschneien! Auf diesen Wert hin hat das Ingenieurbüro Klenkhart bei der Gesamtplanung die Schlagkraft ausgelegt. Bemerkenswert ist, dass
man am Spitzingsee bisher noch
28 Türme Winchtower liefert LENKO bei der ersten Ausbaustufe nach Spitzingsee. Foto: LENKO
keine Erfahrungen mit der
Schneeproduktion hat und sich
Am Spitzingsee musste vor drei Weiterführung nach einer intentrotzdem gleich für diese Riesendimension ent- Jahren eine Grundsatzentschei- siven Modernisierung vorstellen
schied, die faktisch einen Endausbau darstellt. dung getroffen werden: aufhören konnten. Geschätzter Investitions-
Panoramabild Wintersportgebiet
Spitzingsee. Foto: Alpenbahnen Spitzingsee
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oder weitermachen. Der international bekannte Urlaubs- und Wintersportort in den Bayerischen Alpen
in der Region Schliersee war vor 30
Jahren die Winterdestination vor
den Toren Münchens schlechthin,
zuletzt musste die damalige Betreibergesellschaft jedoch Konkurs anmelden. Es fanden sich schließlich
Interessenten, die sich eine positive
bedarf: 10 Millionen Euro. Konkret
waren dies die Unternehmensgruppe Schörghuber mit GF Stefan
Schörghuber und die Kreissparkasse Miesbach. Die neue Gesellschaft
begann sofort mit der Erneuerung
des 2er-Sesselliftes Stümpflingbahn
in eine kuppelbare 4er-Sesselbahn,
ein Jahr später folgte die Suttenbahn, die ebenfalls von einem 2erSessellift in eine 4 SBK mit Wetterschutzhaube umgewandelt wurde.
Dadurch wurde das Tegernseer Tal
an das Skigebiet Spitzingsee angeschlossen, und zwar in 6 Minuten
Fahrzeit statt deren 18 wie vorher.
An der Talstation wurden die Parkplätze auf 200 verdoppelt und ein
Ski-/Boardverleih bzw. –Service errichtet. Ein wichtiger Schritt war im
Dezember 2005 auch die Eröffnung der neuen „alten“ Jagahütt’n
am Gipfel des Stümpfling, dem
1 506 m hohen Hausberg am Spitzingsee. Die 100 Jahre alte Traditionsgaststätte im Blockhausstil mit
130 Innen- und 300 Terrassenplätzen wurde von der Valepp neben
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TECHNIK
BESCHNEIUNG
die Bergstationen der am Stümpfling zusammentreffenden Sutten- und Stümpflingbahn versetzt und so zu einem zentralen Treffpunkt in der Skiregion aufgewertet.
Nach wie vor in Betrieb ist Taubenstein-Kabinenbahn (1 700 m) und zwei Schlepplifte.
Diese Maßnahmen sollen das nur 70 Kilometer von München entfernte Skigebiet besonders attraktiv für Incentive- und Gruppenreisen machen, wovon auch die umliegenden Hotel- und Gastronomiebetriebe
profitieren würden.
Was nützen neue Bahnen
ohne Beschneiung?
Jedoch, was nützen all diese Maßnahmen
ohne Beschneiungsanlage? Für die immer
wichtiger werdende Schneegarantie ist eine
solche unabdingbar. Es galt zwar der
Stümpfling selbst immer als „Schneeloch“,
nicht jedoch die Rückseite mit der Suttenabfahrt. Diese Schwachstelle wurde im heurigen Sommer unter dem seit 1. Juli 2006
neu bestellten technischen Geschäftsführer
Peter Lorenz (52) angepackt. Lorenz übernahm das Amt zusätzlich
zu seiner bisherigen Position als Geschäftsführer der Brauneck- und
Wallbergbahnen GmbH. und trat damit die Nachfolge von Fritz
Schloer an, der Ende Juni in den Ruhestand verabschiedet wurde.
Schloer war für die Modernisierung in den letzten drei Jahren mit
ungeheuer viel Engagement, Einsatz und Kraft verantwortlich und
wird für die Alpenbahnen weiterhin noch beratend tätig sein.
Die erste Frage galt der Wasserversorgung. Hierfür wird ein Speicherteich mit 40 000 m3 Fassungsvermögen auf 1 300 m Höhe im
oberen Drittel der Stümpflingabfahrt angelegt (Swietelsky, Folienlieferant IAT). Die Befüllung erfolgt über einen Hochbehälter der Gemeinde. Im Endausbau werden 4 Hochdruckpumpen mit je 60 l/s
Förderleistung eingesetzt, der Anschlusswert der Haupt- und Füllpumpstation beträgt 1 244 kW mit 240 Sekundenliter Förderleistung, im Endausbau sogar insgesamt 4,5 MW. Für die Errichtung
der Pumpstation war das bewährte Team HDP Gemini und Berchtold zuständig, letzterer auch für die komplete LWL-Vernetzung der
gesamten Anlage. Die 5500 m langen Schneileitungen (TRM-Rohre) sind im Lieferumfang der Firma LENKO und werden von den Alpenbahnen selbst verlegt.
ringen Serviceaufwandes erstens kein
Problem (ölfreier Kompressor) und zweitens auch aus ökologischer Sicht besser,
da man sonst beim Aufstellen im Vorwinter die Wiesen in Mitleidenschaft
sziehen müsste.
Baustelle Hauptpumpstation an der neuen
Beschneiungsanlage
Suttenabfahrt. Foto:
DI Weiler/Klenkhart
Lärmarme Whisper-Maschinen gefragt
Die erste Etappe sieht die Beschneiung der Suttenabfahrt und der
Lorapiste vor, nächstes Jahr will man dann noch den unteren Teil
der Stümpfling-Abfahrt machen. Für jede Etappe liefert LENKO jeweils 25 Propellermaschinen der Type FA540, davon sind bei der
heurigen Etappe drei lärmarme Whisper-Maschinen. Außerdem
haben die Alpenbahnen 28 Schneitürme für die 42 Schächte der
ersten Etappe bestellt. Der sogenannte 6 m hohe, elektrisch bedienbare LENKO-Winchtower benötigt kein Fundament, kann also
direkt auf den Schacht gesetzt werden. Durch den Turm erhöht
sich die Schneileistung um ca. 20 %. Neu ist, dass die Schneemaschinen nun auch (bei Bedarf) vom Turm aus bedient werden
können. Im allgemeinen ist dies jedoch nicht notwendig, da die
Anlage vollautomatisch per Funk über das Leitsystem SNOWNet
gesteuert wird. Die Schneerzeuger werden von LENKO komplett
mit grünen Abdeckhauben geliefert, damit sie problemlos auf den
Türmen stehen gelassen werden können. Dies ist aufgrund des ge6/2006 MOUNTAINMANAGER
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TECHNIK
BESCHNEIUNG
Nur 60 Stunden Einschneizeit
Rodlerin in Fiss
(Österreich)
Das Rohr auf dem die Rodeln geführt
werden, wird knapp über dem Boden montiert
(Rodelbahn Marburg - Slowenien).
Die Einschneizeit wurde wie eingangs erwähnt auf 60 Stunden ausgelegt – ein
Wert, der eine schlagkräftige Anlage bedingte. Verständlich, da in diesen Höhenlagen zwischen 1 100–1 500 m jede verfügbare Zeit optimal genutzt werden muss
und viel im Grenztemperaturbereich gearbeitet werden wird. Nach der zweiten Ausbaustufe wird man es am Spitzingsee also
mit einer der größten Anlagen in Bayern zu
tun haben. Man hat hier keine „Salamitaktik“ praktiziert, sondern die Anlage sofort
für den Endausbau konzipiert.
Die Ausschreibung, Oberbauaufsicht und
Behördeneinreichung wurde von DI Christian Weiler, Ingenieurbüro Klenkhart, abgewickelt. Keine leichte Aufgabe für die bewährten Planer, die Auflagen für die Umweltverträglichkeit zu bewältigen. Man
musste Verzögerungen bei der Bewilligung
hinnehmen.
Von den in Frage kommenden drei Schneemaschinenanbietern bekam schließlich
LENKO den Zuschlag. Als Begründung gab
Geschäftsführer Peter Lorenz neben dem
guten Preis-Leistungsverhältnis die Tatsache an, dass der angebotene Schacht
Turmlösungen zuließ, ohne dass Fundamente nötig sind. Weiters war auch die
Whisper-Maschine ausschlaggebend, die
wegen des Lärmgutachtens gebraucht
wird und bei LENKO den Vorteil hat, dass
man diese Maschine aufgrund ihrer zwei
Drehzahlbereiche auch wie eine „normale“
Maschine einsetzen kann. Folglich muss
keine weitere Maschinentype gekauft werden, wie es bei den Mitbewerbern der Fall
gewesen wäre, um diese Schneemenge zu
erreichen.
Wenig Verstellarbeit
durch große Bestückung
Für die Firma LENKO ist dieser Auftrag ein
schönes Referenzprojekt. Selbstverständlich wird man die neu aufgestellte Schneimannschaft bei ihren ersten Schneierfahrungen tatkräftig unterstützen. „Wobei einem ja die Automatik bereits viel Arbeit abnimmt“, bemerkt LENKO-Austria Geschäftsführer Günther Praxmarer. „Auch
das Beispiel Oberjoch zeigt, dass man auf
Anhieb viel Erfolg haben kann. Außerdem
ergibt sich bei dieser großen Bestückung
relativ wenig Verstellarbeit.“
Von der Initiative in Spitzingsee profitiert
übrigens auch Deutschlands größter Skipass- und Bergbahnverbund mit 75 Bahnen und Liften, die „Alpen Plus Partner“,
zu denen auch noch der Skizirkus Brauneck-Wegscheid in Lenggries, die Wallbergbahn in Rottach-Egern/Tegernsee, das Skiparadies Sudelfeld in Bayrischzell/Oberaudorf sowie das Skizentrum Zahmer Kaiser
in Walchsee-Durchholzen/Tirol gehören.
Der seit 2002 bestehende Kartenverbund
setzt auf moderate Kartenpreise und die
schnellere Erreichbarkeit für den Großraum München bzw. Rosenheim. Angesichts der hohen Spritpreise heutzutage
kein unwichtiges Argument für viele Familien.
mak
Bergtransport der Rodeln mit Schlepplift
(Rodelbahn Erbeskopf - Deutschland).
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Die Interviewpartner beim MM-Lokalaugenschein (v. l. n. r.): Günther Praxmarer (LENKO Austria),
Michael Manthei (LENKO Deutschland), Peter Lorenz (Technischer GF Alpenbahnen Spitzingsee)
und BL Stefan Heiß.
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TECHNIK
BESCHNEIUNG
Testergebnisse der SUFAG
Compact Power überzeugten Lech
Die Skilifte Lech (Vorarlberg) haben als traditioneller LENKOKunde heuer nach langem wieder bei SUFAG bestellt. Die
neue Compact Power hat den Schneiverantwortlichen Sepp
Moser am eigenen Schneekanonen-Prüfstand bzw. in der
Praxis überzeugt, so dass am Schlegelkopf zur Saison 06/07
drei „Grüne“ der neuesten Generation mit dem für die
Compact Power typischen geteilten ersten Düsenkranz
zum Einsatz kommen werden. MM-Chefredakteur Markus
Kalchgruber sprach mit Sepp Moser.
MM-FRAGE: „Sepp, Du prüfst ja
bei eurem Schneekanonen-Prüfstand
viele Maschinentypen. Wie ist es zur
aktuellen Entscheidung für die SUFAG Compact Power gekommen?“
Moser:
„Wir ersetzen regelmäßig Schneemaschinen, die ca. 10 Jahre in Betrieb waren, durch neue. Dieses
Mal kam neben LENKO auch SUFAG zum Zug, weil wir gesehen haben, dass die Maschine im Grenztemperaturbereich schwer in Ordnung ist und die Leistung absolut
passt. Außerdem ist diese Maschine
von der Bauart her sauber ausgeführt. Was SUFAG besonders gut
im Griff hat, ist die Verteilung des
Schneegewichts auf die Länge –
also auf 10 m Entfernung wiegt der
Maschinenschnee von der Compact Power 400 kg/m3, auf 15 m
sind es 410 kg/m3 und auf 20 m
ebenfalls wieder 410 kg/m3.
Der nächste Grund war, dass SUFAG ein österreichischer Hersteller
ist und es lag daher auch in meinem
Interesse, diesen zum Zug kommen
zu lassen. Weiters hatten wir im letzten Jahr eine Menge Probleme
durch die Hochwasserfolgen, weil
sich sehr viele Feinteile im Wasser
befunden haben, die wir nicht herausfiltern konnten. Und bei der
Bewältigung dieser Problematik
konnten wir mit der SUFAG Compact Power große Erfolge verzeichnen. Das dürfte am speziellen Düsensystem der SUFAG liegen.“
MM-FRAGE: „Was ist für Dich das
Besondere an der Compact Power?“
Moser:
„Bei der Compact Power ist die
Besonderheit, dass der erste Düsenkranz noch einmal geteilt wird. So
kann man im Grenztemperaturbereich zuerst mit dem halben Düsenkranz fahren, dann kann man
bei Bedarf weitere dazuschalten.
Die Feinabstimmung ist also wesentlich besser. Verglichen mit der
,normalen’ Compact lässt einen die
Power Compact im Grenztemperaturbereich etwas früher mit dem
Schneien beginnen. Wenn es also
wirklich an der Grenze des Möglichen ist, macht man mit der Power noch Schnee, mit anderen
nicht mehr.
Das einzige Handicap an dieser
Maschine für mich ist, dass die
Compact Power über einen Schnell-
läufermotor verfügt, der vom Geräuschpegel her sehr sensibel ist,
sprich eine etwas unangenehme
Frequenz hat. Wir werden daher die
bestellten Maschinen im oberen Bereich am Schlegelkopf aufstellen.
MM-FRAGE: „Wie sieht der Maschinenstand in Lech derzeit aus
und was habt ihr am Schneisektor
noch vor?“
Moser:
„Wir haben insgesamt 25 Propellermaschinen, davon jetzt 4 SUFAG,
40 Lanzen und 55 Hochdruckkanonen Arlberg-Jet und beschneien
damit 85 ha Pistenfläche. Das heißt
aber nicht, dass Lech deswegen
künftig nur noch SUFAG kaufen
wird, wenn wir wieder tauschen
werden. In diesem Punkt sind wir
immer beweglich.
Weiters haben wir heuer auch wieder einiges in Lanzen investiert,
konkret über 20 Stück YORK Rubis
gekauft (Düsenkopf ohne Heizung), die uns sowohl von der
Schneileistung als auch vom Handling her zufriedenstellt.
Die SUPERSNOW von SUFAG hat
bei unseren Messungen sehr gut
abgeschnitten, aber derzeit ist uns
vom Handling her noch die Rubis
lieber. Momentan bauen wir die
Trainingsrennstrecke von 2 300 m –
1 900 m bei der Steinmähder Bahn
und verlegen parallel dazu die
Schneileitungen.“
Die Compact Power
von SUFAG hat ihren
Weg auch nach Lech
gefunden.
Foto: Skilifte Lech
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TECHNIK
BESCHNEIUNG
Russland und Ukraine setzen auf
High-Tech von TechnoAlpin
Ob Magnitogorsk, Krasnojarsk
oder Bukovel: In Russland und
der Ukraine vollzieht sich seit
3 Jahren eine Entwicklung im
Skigebietssektor, wie man sie in
den Alpenländern bis jetzt nicht
kannte: Neue, top-moderne
Skigebiete, mit High-Tech-Lösungen der letzten Generation ausgestattet, werden innerhalb von
kürzester Zeit aus dem Boden
gestampft. Von der Rodung der
notwendigen Flächen bis zum
Bau der Bettenkapazitäten in der
4- und 5*****- Kategorie. Die
kompletten, vollautomatischen
Beschneiungslösungen stammen aus dem
Hause TechnoAlpin.
Krasnojarsk:
Test der Lanzen.
Skifahren auf 100 km bestens präparierten Pisten vom Herbst bis
Ende April, dem Gipfel auf einem
kuppelbaren 8-er Sessellift mit Haube und individuell beheizbarem
Sessel entgegenschweben, Mittagessen in der Skihütte mit Haubenküche, Apres-Ski im Promi-Iglu,
Shoppen in der kleinen, aber sehr
exclusiven Einkaufsstrasse und den
Blick auf Krasnojarsk. Fotos. TechnoAlpin
wohlverdienten Schlaf im 5*****
Hotel genießen – das sind nicht die
Visionen eines Alpentouristikers,
sondern die Realität in den neuen
Top-Skidestinationen Russlands und
der Ukraine, die im Moment sozusagen „auf der grünen Wiese“ entstehen!
Genauso wie die russischen Winterurlauber in den Alpen als sehr exclusiv- und luxusliebend bekannt
sind, ist für die neuen Skizentren in
Russland und der Ukraine der
höchste europäische Standard in
jeder Hinsicht gerade gut genug.
Ob Know-how im Hotelsektor, Aufstiegsanlagen, Pistenpräparierung
oder Beschneiungstechnik, die Investoren setzten zu 100 % auf weltweit führende europäische Technik, auch in der Beschneiung.
Extreme klimatische
Bedingungen
Magnitogorsk, die Stahlstadt am
Fuße des Urals betreibt seit 2003
ein Skigebiet mit mittlerweile 9 km
Pisten. Die besonderen Anforderungen für TechnoAlpin lagen in
den extremen klimatischen Bedingungen des Gebietes, in der LogisMOUNTAINMANAGER 6/2006
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tik und in der sehr kurzen Bauzeit
von nur 6 Monaten für das gesamte Gebiet.
Die Pisten erstrecken sich von 470
bis 925 Meter Seehöhe. Aufgrund
der geringen Höhenlage ist, wie in
anderen europäischen Skigebieten,
die Schneesicherheit über die geplante lange Wintersaison nicht gewährleistet. Trotz Temperaturen
von -40°C im Winter spielt auch am
Ural die Leistung im Grenztemperaturbereich eine sehr große Rolle.
Aufgrund der Dauerfrostböden im
Winter und dem Schlamm im Sommer sind die Installation und der
Betrieb der Leitungen Unterflur beinahe unmöglich. So hat man sich
für eine parallel verlaufende Oberflur-Leitung entschieden, welche
sich mit dem Stoppen der Pumpstation sofort vollständig entleert.
Um die sehr knappen Termine trotz
kurzer Bauperiode und langen
Transportwegen auch sicher einhalten zu können, hat man für die
Kompressor- und Pumpstation eine
vormontierte Lösung in Auftrag gegeben.
Diese wurden daher als vormontierte Containerstationen ausgelie-
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TECHNIK
BESCHNEIUNG
fert, d. h. sämtliche Pumpen, elektrische Elemente und elektronische
Steuerungen wurden bereits in Bozen montiert und 10 000 km weit
nach Magnitogorsk transportiert.
Die Sicherstellung der Logistik war
dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Die Anlage läuft nun den 3. Winter
sehr erfolgreich.
Kühlturmanlage in
Krasnojarsk.
Krasnojarsk –
eine Millionenstadt
Von den klimatischen Bedingungen her ähnlich präsentierte sich
auch die Situation in Krasnojarsk.
Neben Kältegraden bis zu -50°
herrschen auch immer wieder
Grenztemperaturen, teilweise auch
bedingt durch den riesigen Stausee
in der Nähe. (Die Millionenstadt
Krasnojarsk, 4 100 km östlich von
Moskau, betreibt am aufgestauten
Jenissej Fluss eines der größten
Wasserkraftwerke der Welt.
Mit Dezember 2006 nimmt das
komplett ausgebaute Skizentrum
Bobrovy Log seinen Betrieb auf: 9
Pisten mit einer Gesamtlänge von
knapp 9 km. Es wird dann durch
Spitzentechnologie aus Europa
(TechnoAlpin, Doppelmayr, Kässbohrer) zu den Top- Skidestinationen Russlands gehören.
Die Anlage umfasst die Pisten, eine
vollautomatischen Beschneiungsanlage, 2 Liftanlagen, ein Servicecenter, eine Flutlichtanlage für den
Nachtskilauf und Pistenpräpariergeräte. Die geplante tägliche Auslastung beträgt 5 000 Personen.
Im Zuge des Neubaus wurde auch
eine neue Zubringerstraße zum
Skizentrum gebaut, welche bereits
vor einem Jahr feierlich eröffnet
wurde.
Mit Anfang September hat TechnoAlpin als 2. Unternehmen, aller am
Bau beteiligten Firmen die Inbetriebnahme der Anlage sehr erfolgreich über die Bühne gebracht.
Das Schneiwasser wird aus einem
Seitenarm des nahegelegenen Jenissej Flusses entnommen, der
durch die Staustufe (Stausee von
100 km Länge!!) im Zuge der Kraftwerksnutzung immer relativ warmes Wasser führt und so Kühltürme
notwendig machte. Das Wasser
wird über 4 doppelte Kühltürme
gekühlt.
Die Weiterleitung erfolgt über eine
ca. 10 km lange Mehrfachringleitung. Hierbei handelt es sich um
eine oberirdische Stahlrohrleitung,
für welche TechnoAlpin den einwandfreien Betrieb bis -50°C garantiert.
Eine spezielle Lösung wurde von
der hauseigenen Forschungs- &
Entwicklungsabteilung der TechnoAlpin ebenfalls für die Frostsicherheit der 95 Oberflurschächte entwickelt.
An den unterschiedlichen Schneebedarf der verschiedenen Anforderungen angepasst ist sind die eingesetzten Schneeerzeuger. Auf den
Abfahrten wurden 77 Stück der
neuen High-Tech Lanze A9V montiert, während im Snowpark eine
Propellermaschine M18 auf Arm
und 5 mobile M18 eingesetzt werden, um dem höheren Schneebedarf des Fun Parks gerecht zu werden.
schneiungsanlage abgeschlossen.
Insgesamt gingen 170 Sattelzüge
nach Bukovel, beladen mit 430 voll
ausgerüsteten Anschlussstellen, 302
Stück der revolutionären Lanze A9
und 15 Propeller-Schneeerzeugern.
Genauso wie in Magnitogorsk und
Krasnojarsk waren auch in Bukovel
die Zuverlässigkeit der kompletten
Anlage sowie die Leistungen im
Grenztemperaturbereich ausschlagip/mak
gebend.
Containerpumpstation in Magnitogorsk.
302 Lanzen in die Ukraine
Nach den russischen Projekten
Magnitogorsk und Krasnojarsk, realisiert TechnoAlpin in Bukovel, in
der Ukraine das wohl größte Beschneiungsprojekt, das jemals in einer einzigen Etappe realisiert wurde.
In der ersten Etappe entstehen 110
km Piste, 20 Aufstiegsanlagen, Hotels im 4- und 5 Sterne Sektor und
ein Feriendorf mit insgesamt
30 000 Betten.
TechnoAlpin hat mit Ende August
die Lieferung der Komponenten für
die 32 km vollautomatische Be6/2006 MOUNTAINMANAGER
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TECHNIK
BESCHNEIUNG
YORK Neige Aktivitäten 2006
Erfolg durch Erfahrung,
Verantwortung und Innovationskraft
30 Jahre YORK Neige – das Jubiläumsjahr im
Zeichen des Erfolges: wirtschaftlicher Erfolg mit
einer Saison voller „Schnee“-Projekte, darunter
zahlreiche neue Referenzen (Zinal – Schweiz,
Leitariegos – Spanien, Jolster – Norwegen,
Legazuoi und Ponte di Legno – Italien, usw.),
technischer Erfolg mit dem Start neuer Produkte zur Beschneiung (Monoblock-Fertigboxen,
VAR-Ventil, Safyr Autonome, RUBIS ST & Borax
ST-Schneeerzeugerprogramm), nicht zu vergessen der glänzende Erfolg bei der Beschneiung
der Pisten von Sestrières während der Olympischen Winterspiele in Turin, wodurch eine optimale Durchführung der alpinen Wettkämpfe
möglich wurde!
2006 ist für YORK Neige auch das
Jahr der Umweltverantwortung und
-verpflichtung mit dem Start eines
Zertifizierungsverfahrens ISO 14000
sowie einer Beteiligung an allen
Überlegungen und Arbeiten zum
Thema Auswirkungen von Kunstschnee auf die Umwelt, das von den
institutionellen Partnern SNTF &
ADSP initiiert wurde. Das Zertifizierungsverfahren ist die natürliche
Fortsetzung der Initiative „Herstellung des richtigen Schnees“, die
voriges Jahr begonnen wurde und
dazu dient, das Firmen-Know-how
beim Konzept von Beschneiungsanlagen einzusetzen, um die Energie- und Wasser-Ressourcen optimal zu managen.
YORK Neige beabsichtigt, den
Schutz der Ressourcen und die Umweltintegrierung im Gebirge zu einer Hauptlinie seiner Entwicklungen zu machen, sowohl bei Produkten (Öko-Konzept) als auch
Prozessen (Einsatzprinzip). Sich bei
den Betreibern zu engagieren und
konkrete Lösungen für ihre UmMOUNTAINMANAGER 6/2006
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Eine von unzähligen Schneeanlagen-Baustellen 2006, bei denen YORK Neige mit
von der Partie ist. Fotos: YORK Neige
weltprobleme zu finden – das gehört zu den Leitlinien der Firma
YORK Neige.
Die aktive Politik der Geschäftsentwicklung betrifft alle Märkte, insbesondere Osteuropa und den russischen Markt, auf dem YORK Neige
Beschneiungsanlagen in Biela Hora, Kamensk Uralskis und Pylna
Kirovgrad verkauft hat. Die Skistationen der Region Katerinenburg,
auf denen YORK bereits präsent ist,
ergänzen die russischen Referenzen. Außer den genannten geschäftlichen Entwicklungen bietet
YORK ein vollständiges Paket an
Beschneiungslösungen an – je nach
Bedarf und Prioritäten der Betreiber, bestehend aus den Einstiegsprodukten mit manueller Steuerung, wie Rubis VR mit VMR, über
Kompressorlanzen wie Rubis und
Safyr Autonome, bis zu vollautomatischen Lösungen mit LibertySoftware-Steuerung.
Um all diese Aktionen und Aktivitäten zu unterstützen, hat YORK dieses Jahr auch seine Service-Struktur
durch eine neue interne Organisation verstärkt. Laurent Travers, der
zu Jahresbeginn ernannte ServiceDirektor, hat volles Vertrauen in
den Erfolg der Service-Mannschaft
und die Zufriedenheit der Betreiber. Die Palette der Serviceverträge,
die vor 2 Jahren eingeführt wurde –
Initial, Advance, Elite, Expert und
Integral – wird von den Betreibern
sehr geschätzt und ermöglicht
bestmögliche Anpassung an den
Servicebedarf.
Überblick über den
französischen Markt
➤ Les Arcs
Die Skistation Les Arcs verdoppelt
ihr Beschneiungsnetz! Die Wintersportorte Les Arcs realisieren dieses
Jahr ein großes Projekt mit über
9 Pistenkilometern: 4,5 km Pistennetz in den Stationen Arcs 1 600
und 1 800 und knapp 4,8 km in
Arcs 2 000. Diese Arbeiten umfassen insbesondere die Aufstellung
von 100 neuen Zapfstellen an den
Abfahrten sowie die Integration
von 65 bereits vorhandenen AMTE/
Lenko-Lanzen.
Das Jahr 2006 kennzeichnet den
zweiten Teil der im vorigen Som-
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TECHNIK
BESCHNEIUNG
mer begonnenen Arbeiten mit der
Aufstellung von 30 YORK NEIGEZapfstellen mit Rubis R10 und R6,
Rubis Autonome RA10 mit Ventilen,
dem neuen Ventil VAR, Safyr Autonome SA10 sowie die Einrichtung
der Steuerungssoftware Liberty.
Insgesamt werden für die kommende Saison 182 YORK NEIGESchnee-Erzeuger aufgestellt sein,
um vorrangig die Beschneiung der
Verbindungspisten der verschiedenen Abschnitte der Station zu gewährleisten.
➤ Courchevel
Die Skistation Courchevel baut ihre
Ressourcen für Beschneiungswasser
teilweise um. Das Projekt „2006“
betrifft die Einrichtung einer neuen
Pumpstation mit einer endgültigen
Leistung von 900 m3/h. Mit dieser
Pumpstation kann Wasser auf etwa
700 m hochgepumpt werden. Pluspunkt: in Zukunft soll Beschneiungswasser und Trinkwasser gemeinsam genutzt werden.
➤ Méribel Alpina
Die Station Meribel sichert sich ihre
Wasserressourcen durch den Bau
eines neuen Speichersees mit einer
Kapazität von etwa 50 000 m3 Wasser. Damit kann über ein Sofortpotential von global 2 000 m3/h
verfügt werden, davon 800 m3/h
durch Schwerkraft zur Schneeerzeugung. Außerdem setzt der Betreiber
die Erweiterung seines Beschneiungsnetzes fort mit der Anlage von
1 200 m Abfahrten und der Aufstellung von 17 zusätzlichen Zapfstellen
mit Rubis-Schnee-Erzeugern.
➤ Avoriaz
Die Station hat die Beschneiung
der Champfleury-Abfahrt als Verbindung zur Nachbarstation Chatel
in Angriff genommen. Die Arbeiten
auf einer Länge von 3 km umfassen
den Einsatz von 25 neuen SchneeErzeugern Typ Rubis und Borax in
Monoblock-Schächten aus verzinktem Stahl von YORK.
Das Projekt umfasst auch den Ausbau der Pumpstation im Abschnitt
Plateau des Lindarets, um die Wasserversorgung des Höhenspeichers
von Les Lindarets und die KurzzeitLeistung der Anlage zu verbessern.
Neben der Sicherstellung der Verbindungen im Bereich der Station
ist es dadurch auch möglich, die
Leistung zu optimieren und die Betriebskosten zu beherrschen.
➤ Les Gets
Im Rahmen von Überlegungen
zum Management des Beschneiungswassers hat die Station Les
Gets mit Arbeiten zur Sicherstellung ihrer Wasserressourcen begonnen. Der Betreiber hat sich für
die Vergrößerung eines bereits bestehenden Hochspeichers am Golfplatz entschieden. Die damit zusammenhängenden Arbeiten zielen
auf die doppelte Problematik der
Wasserversorgung ab: Trinkwasser
und Wasser zum Beschneien. Durch
eine Verbindung mit dem EcolesSee können die Wasservorräte
entweder zur Schneeherstellung
oder als Trinkwasser genutzt werden. Für den Teil „Beschneiung“
muss ein Maschinengebäude am
Fuß der Anlage mit einer Anfangskapazität von 30 000 m3 Wasser
gebaut werden.
Im Rahmen dieses Projekts wird die
bereits bestehende TechnineigeAnlage aus dem Jahr 1998 vollständig in den YORK Neige-Prozess
integriert und von der LibertySoftware gesteuert. Die gewählte
Lösung ermöglicht eine Weiterverwendung eines Großteils der bereits vorhandenen Einrichtungen.
➤ Tignes
YORK hat die Nachrüstung und Erweiterung der Tignes-Anlage in den
Abschnitten Tignes le Lac und Grande Motte in Angriff genommen.
Die Nachrüstung bezieht sich auf
alle bereits vorhandenen 200
Schächte aus dem Jahr 2004 sowie
auf den kompletten Umbau von 3
Pumpstationen der Anlage und
zielt auf besseres Management der
Ressourcen im Maschinenraum
und der Optimierung der Betriebskosten ab.
Erweitert wird die Anlage um 3 km
neue Pisten mit 30 Schächten für
Rubis-Schnee-Erzeuger, sowie die
Lieferung von Einrichtungen für 20
im Jahr 2004 noch nicht ausgerüstete Schächte.
➤ Mégève
Mégève hat umfangreiche Verbesserungs- und Erweiterungsarbeiten
am Beschneiungsnetz des Abschnitts Rochebrune auf den Abfahrten Crêtes, Alpettes und Girolles vorgenommen. Diese Arbeiten
betreffen einerseits die Vergrößerung der Produktionskapazität der
Anlage und daher eine Reduzie-
rung der Beschneiungszeiten der
Pisten, andererseits eine Vergrößerung des Beschneiungsnetzes mit
weiteren 3,5 km zusätzlichen Abfahrten. Etwa vierzig Boxen werden
dabei aufgestellt und mit SchneeErzeugern vom Typ Borax, Rubis
ausgestattet. Für den Pumpenteil
erfolgte eine Umrüstung des Boosters der Olympischen Spiele.
➤ Serre Chevalier
Die Station Le Briançonnais führt an
den Beschneiungsnetzen der verschiedenen Orte zahlreiche Arbeiten durch. Insgesamt ergänzen
etwa vierzig Zapfstellen und 3,5 km
zusätzliches Netz die vorhandenen
Anlagen.
Projekte in der Schweiz
➤ Zinal
Die Walliser Skistation Zinal im Gebiet um Sierre-Anniviers hat soeben
eine von YORK Neige gelieferte Beschneiungsanlage aufgestellt. Die
Arbeiten gehören zur Einrichtung
eines Netzes von über 4 km und
etwa 65 Boxen, um den Gästen der
Skistation eine optimale Schneelage zu garantieren.
Etwa 60 Rubis R10 und R6, ergänzt
durch einige Schnee-Erzeuger Safyr
S10, werden an den Boxen zur
Schneeerzeugung aufgestellt. Weiters gehört zu diesem Projekt die
Errichtung einer Pumpstation und
einer Kompressorstation. Die gesamte Automatik wird von der
YORK Liberty-Software gesteuert.
Diese Arbeiten werden zusammen
mit der Firma Aeschimann Schnee
System, dem Schweizer Vertreter
von YORK, ausgeführt.
➤ Leysin
Umbau einer Pumpstation, um den
Durchsatz der Anlage zu erhöhen,
Serre-Chevalier
(Frankreich) baut
heuer sein Beschneiungsnetz um 3,5 km
aus.
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TECHNIK
BESCHNEIUNG
YORK-Pumpstation
und Pistenerweiterung mit der Aufstellung von weiteren 23 SchneeErzeugern Typ Rubis und Safyr.
auch eine extensive Verwendung
von Glasfaserleitungen für den Pisten- und Maschinenraum-Dialog.
Diese Technologie erlaubt in ausgedehnten Systemen die Trennung
der verschiedenen Kommunikationsnetze mit erhöhter Sicherheit
und Zuverlässigkeit des Betriebes,
verbunden mit Immunität gegen
äußere parasitäre Störungen.
Bei der Softwarefunktionalität hat
der Betreiber auch auf Innovation
des graphischen Interface gesetzt,
mit der Verwendung einer echten
interaktiven 3D-Anzeige der Beschneiungsanlagen.
Weiters entsteht ein Hochspeicher
mit 160 000 m3, eine zusätzliche
Pumpstation und weitere Abfahrten mit 8 km Länge.
Projekte in Österreich
Mit über 30 km neuen Schneileitungen verankern YORK NEIGE
und INTERFAB im Jahr 2006 die Bifluid-Technologie noch stärker auf
dem österreichischen Markt.
➤ Kitzbühel
In der vorigen Saison hatte Kitzbühel für sein Beschneiungsprogramm
im Bereich Resterhöhe YORK ausgewählt, jetzt folgt die zweite Tranche
des Investitionsplanes.
Die 2005 aufgestellten 80 Zapfstellen werden durch weitere 140 Zapfstellen auf 8,5 km neuen Pisten ergänzt, vorwiegend vom Typ Rubis,
Version R10, R6 und R4, davon 21
Version ST. Einige Borax und eine
Safyr ergänzen 2006 die Ausrüstung
der Anlage. Außerdem wurde die
Pumpleistung des Beschneiungssystems auf 810 m3/h erhöht.
➤ Ischgl: weltweit größte YSCAnlage
Ischgl setzt dieses Jahr sein vor
3 Jahren begonnenes ehrgeiziges
Programm zur Nachrüstung und
Optimierung der Beschneiungsanlagen fort.
Die heurigen Arbeiten umfassen
mehrere Bereiche, darunter den Ersatz sämtlicher MCY-Kommunikationsmodule durch YSC-Supportmodule von SNOCOM für einen
raschen Dialog. Nach dieser letzten
Tranche werden sämtliche 500
Zapfstellen mit YSC-Modulen ausgestattet sein, gesteuert von der
Liberty-Software auf einem einzigen Zentralrechner. Damit besitzt
Ischgl weltweit die größte YSC-Anlage! Die Nachrüstung umfasst
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64
Auf diesen Erweiterungen werden
insgesamt 81 Zapfstellen mit Rubis
R10-Schnee-Erzeugern installiert.
Zur Optimierung werden 25 weitere Schnee-Erzeuger Rubis R10 die
alte Schnee-Erzeuger-Generation
ersetzen.
Diese neuen Schnee-Erzeuger ergänzen die zahlreichen Geräte der
Marke YORK NEIGE in diesem Skigebiet. Die Skistation betreibt seit
der Saison 2005 als Ersatz für die
Lenko-Propellermaschinen 23 Rubis Autonom RA10 und 5 Safyr
Autonom SA10 in Automatikversion, funkgesteuert und Libertyintegriert. Daher brauchte dem
Betreiber die Leistung des großen
Safyr nicht mehr nachgewiesen zu
werden, denn neben den 5 Safyr
SA10 betreibt er bereits 60 Standardmodelle Safyr.
➤ Hintertux
Hier wurde YORK für die Ausrüstung
von 11 weiteren Kilometern seiner
Beschneiungsanlage der Verbindungspisten gewählt. Hierfür werden 130 Zapfstellen für Rubis-Lanzen (R6, R10 und R4ST) aufgestellt.
vea und Forni di Sopra beschlossen.
Die Skiorte Pinzolo, Madonna di
Campiglio, Folgarida, Dantercepiecces, Ciampac, Corvara und Canazei haben ihre Anlagen ebenfalls
weiter ausgebaut, sowohl mit weiteren Abfahrten als auch durch eine
Optimierung mit dem Übergang
auf das SNOCOM-Hochgeschwindigkeits-Dialognetz, bzw. auch bei
den Pumpstationen.
Die Skigebiete des Aosta-Tales sind
sehr aktiv bei Beschneiungsanlagen: Pila, Champoluc und La Thile
haben ihre Netze wesentlich erweitert und die Maschinenräume
weiter ausgebaut.
➤ Ponte di Legno
Im Rahmen eines Investitionsprogramms zur Entwicklung des Skigebiets mit der Anlage von Skiliften
und Abfahrten hat Ponte di Legno
mit der Einrichtung einer Beschneiungsanlage von über 8 km
begonnen. Der Wintersportort hat
YORK für sämtliche Arbeiten ausgewählt, unter der Führung der italienischen Tochtergesellschaft YORK
Neve.
Bei der ersten Tranche des Beschneiungsplanes werden 130
Automatikzapfstellen mit Rubis R10
und Safyr S10 an den Pisten installiert. Im Endausbau wird die Anlage
über 250 automatische mit LibertySoftware gesteuerte Schnee-Erzeuger umfassen, um die optimale Beschneiung der wichtigsten Abfahrten zu gewährleisten.
Die Gesamtpumpleistung der Anlage beträgt 700 m3/h Wasser. Die
Versorgung erfolgt durch einen
Hochspeicher mit einer Kapazität
von 35 000 m3, ergänzt durch Entnahme aus einem Fluss.
Der Beschneiungsplan der Station
sieht für die kommenden Saisonen
Pistenverlängerungen sowie eine
Steigerung der Pumpkapazität vor,
um die Wasserressourcen zur
Schneeproduktion zu sichern.
Projekte in Italien
2006 ist der italienische Markt global sehr vielversprechend mit fast
25 Schneeprojekten und einer neuen bedeutenden Referenz: Ponte di
Legno im Camonica-Tal (Provinz
Brescia). Die Promotur-Firmengruppe hat ein 2005 begonnenes Programm abgeschlossen und für
2006 weitere Investitionen in den
Skistationen Piancavallo, Sella Ne-
Der spanische Markt
Der spanische Markt entwickelt
sich gut. Zahlreiche Betreiber planen weitere Investitionen in Beschneiungsanlagen, vor allem zur
Erweiterung der vorhandenen Abfahrten, um die Skigebiete sicherer
und attraktiver zu machen. YORK
festigt seine Marktstellung mit einer neuen bedeutenden Referenz
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TECHNIK
BESCHNEIUNG
in der autonomen Region Castilla
León im Nordosten Spaniens: Leitariegos.
Die Station in der Kantabrischen
Gebirgskette hat soeben die erste
Beschneiungsanlage mit einem
YORK-System erhalten. Ein deutlicher Vertrauensbeweis, der zeigt,
dass der Hersteller in der Region
mit der Anlage der Station San Isidro Fuß gefasst hat.
Die Arbeiten umfassen die Errichtung eines Netzes von mehr als
4 km mit 68 Automatikzapfstellen.
Bei den Schnee-Erzeugern handelt
es sich um 65 Rubis R10 und 3 Safyr
S10. Ein Maschinenraum mit 4 Beschneiungspumpen sowie Kompressoren dienen zur Versorgung
der Installation mit einer Pumpkapazität von 600 m3/h. Für die Wasserversorgung des Netzes wurde
ein Speicher mit 15 000 m3 gebaut.
➤
La Molina und Nuria
Erfreulich ist auch eine andere Tatsache: Die Ferrocarrils de la Generalitat de Catalunya und YORK setzen
ihre Partnerschaft in Katalonien
fort. Die beiden von der Region
verwalteten Stationen optimieren
ihre Anlagen weiter.
La Molina erweitert die Beschneiungsanlage zum 10. Mal, um das
erst kürzlich erschlossene Gebiet
„Alabaus“ mit abzudecken. Mit
dem Bau der ersten kuppelbaren
6er-Sesselbahn in La Molina wird
dieser Bereich zum Zentrum des
Skigebiets. So werden ca. zusätzliche 3,5 km Netz mit 40 Automatikzapfstellen und Schneeerzeugern
Rubis R10 und Borax ausgestattet
und eine neue Pumpstation mit einer Leistung von 400 m3/h Wasser
errichtet. Diese Erweiterung ergänzt das hier bereits bestehende
20 km YORK-Beschneiungsnetz.
Die Station Nuria setzt ein vor
4 Jahren begonnenes Modernisierungs- und Optimierungs-Programm fort. Dabei werden gleichzeitig die YORK NEIGE-Schneeerzeuger der alten Generationen
(Y10, Y40 und SIL) durch Rubis R10
ersetzt, es wird aber auch eine
Abfahrt mit Propellerkanonen in
die YORK NEIGE-Anlage integriert.
Sämtliche Investitionen, insbesondere in La Molina, gehören zum
Plan „Schnee, Bergtourismus“ der
Region Katalonien und den für das
Jahr 2011 in La Molina geplanten
Snowboard-Weltmeisterschaften.
Die in der Entwicklung ihrer Beschneiungsanlage aktive Station
Baqueira-Beret führt dieses Jahr
eine größere Umstrukturierung ihres Pump- und Wasser-Managementsystems durch. Die Station
teilt ihr Netz in zwei Teile, errichtet
eine Pumpstation mit 450 m3/h
Wasser im unteren Teil, wodurch
die Gesamtleistung der Anlage auf
1 450 m3/h gesteigert wird. Damit
werden zwei Ziele erreicht: einerseits werden die Ressourcen gesichert, andererseits der Betrieb der
Anlage optimiert. In diesem Bereich ist der von der Liberty-Software gesteuerte YORK-Prozess bis
heute unerreicht.
➤ Aramon Formigal
Die aragonesische Skistation der
Aramon-Gruppe setzt ihr vor 3 Jahren begonnenes Beschneiungsprogramm fort. Stufe 3 des FormigalProjekts umfasst die Einrichtung
von 6 km Pisten mit etwa hundert
Detail Schachtbau
Automatikboxen mit Rubis R10CCSchneeerzeugern. Zu den Arbeiten
gehört auch der Bau einer neuen
Maschinenanlage im Bereich Sarrios zur Erhöhung der Pumpleistung um etwa 600 m3/h. In diesem
Gebiet hat die Station einen See
mit 25 000 m3 gebaut.
➤ Pal-Arinsal (Andorra)
Der Wintersportort Pal-Arinsal
schließt die vor 2 Jahren mit YORK
begonnene Nachrüstung seiner Anlage Larchmont-Valteco ab. Für diese letzte Stufe werden 16 Schächte
mit Borax-Schneeerzeugern in die
bereits bestehende YORK-Anlage
integriert, wodurch die Gesamtzahl
der Zapfstellen auf 124 steigt. Für
die Wasserversorgung wurde ein
Speichersee mit 80 000 m3 gebaut,
der sowohl mit Schwerkraft als
auch mit Druckverstärkung für den
Seturia-Sektor arbeitet.
Weitere Projekte für 2006 nennt
YORK in Schweden in Orsa Grönklitt (16 Rubis) und in der südlichen
Hemisphäre in Australien in Thredbo sowie Mount Buller (20 Borax).
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TECHNIK
FIRMEN NEWS
1 Jahr CARVATECH
– positives Echo auf neuen Spirit
Seit dem 1. September 2005
präsentiert sich die ehemalige
Swoboda Karosserie- und
Stahlbau GmbH in einem neuen
„Gewand“. Seither tritt das innovative Team rund um die beiden
Geschäftsführer Ing. Reinhard
Aschauer und Ing. Robert
Vockenhuber unter dem Firmennamen CARVATECH Karosserieund Kabinenbau GmbH auf.
Der Rückblick auf die letzten
12 Monate fällt sehr zufriedenstellend aus.
Die Kabinen Ultra 8 S für den neuen „Planai Golden Jet“ liefert CARVATECH. Fotos: CARVATECH
Für die Standseilbahn
Nordpark der Innsbrucker Nordkettenbahn
fertigt CARVATECH
ebenfalls die Fahrbetriebsmittel.
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„Die Umfirmierung und das neue
dynamische Auftreten des Unternehmens wurden vom Markt und
somit von unseren Kunden gut angenommen. Das Ziel der Firmenumbenennung war, den neuen
Spirit des Unternehmens zum Ausdruck zu bringen, und somit noch
intensiver und motivierter an der
Kundenbeziehung zu arbeiten. „...
thinking in solutions“ muss für den
Kunden sichtbar sein. So war es für
uns sehr wichtig, den Kundendienst zu restrukturieren. Mit unserem neuen Kundendienstleiter
Manfred Köberl, der über viel praktische Erfahrung aus der Produktion verfügt, wollen wir noch näher
am Markt sein und eine aktive
Betreuung unserer Kunden und
Erzeugnisse gewährleisten. Mit
dem Einsatz unserer Produkte hat
sich der Kunde für eine langjährige
Partnerschaft entschieden. Unser
Beitrag für das erstklassige Funktionieren dieser Partnerschaft muss
eine intensive Betreuung sein. Unsere Kunden erkennen die Nähe
unseres Unternehmens zum Markt;
die hohe Flexibilität unseres Teams
garantiert absolute Kundenzufriedenheit“, umreißt Ing. Reinhard
Aschauer die Philosophie des
Unternehmens.
Großprojekt Nordkettenbahn in Innsbruck
Im Rahmen eines „Private Public
Partnership“-Vorhabens zwischen
der Innsbrucker Nordkettenbahnen GmbH, einer Tochtergesellschaft der Stadt Innsbruck, der
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TECHNIK
FIRMEN NEWS
STRABAG und der Leitner AG werden die Planung, die Erneuerung
und der Betrieb der Anlagen auf die Nordkette mit einer Anbindung
an das zentral gelegene Kongresshaus in Angriff genommen.
Carvatech, bekannt durch profunde Umsetzungen designorientierter Lösungen, erhielt von den Innsbrucker Nordkettenbahnen den
Zuschlag für den Bau und die Lieferung der Fahrbetriebsmittel. Ein
maßgeblicher Grund dafür war mit Sicherheit die innovative Designgestaltung der Wagen. Für die Gesamtplanung und Architektur
zeichnet Zaha Hadid verantwortlich, die auch schon die elegante
Berg Isel-Schanze designte.
Das gesamte Projekt unterteilt sich in drei Abschnitte. Für die erste
Teilstrecke von der Altstadt Innsbruck über das Löwenhaus und den
Alpenzoo bis zur Hungerburg ist eine teils unterirdisch verlaufende
Standseilbahn vorgesehen. Die Trasse der Anlage startet beim
Kongresshaus nahezu im Flachen, endet an der Bergstation Hungerburg jedoch sehr steil. Zu diesem Zweck entwickelte Carvatech
gemeinsam mit dem Anlagenbauer Leitner AG für die beiden
Standseilbahnwagen mit ihren fünf Fahrgastabteilen eine automatische Neigungseinrichtung. Diese hydraulische Neigungseinrichtung stellt sicher, dass die Fahrgäste nicht nur in der Tal- und Bergstation, sondern auch in den beiden Zwischenstationen bequem
aus einem horizontalen Fahrgastabteil ein- und aussteigen können.
Die zwei Wagen der Standseilbahn fassen je 130 Personen und werden künftig 1 300 Personen pro Stunde und je Richtung transportieren.
Bei den beiden oberen Teilstrecken von der Hungerburg auf die Seegrube und von dort wieder auf das Hafelekar liegt die Herausforderung darin, ein möglichst modernes, leistungsfähiges Bahnsystem in
die bereits bestehenden Stationsgebäude zu integrieren.
Im Besonderen gilt es dabei, die denkmalgeschützte Baumann-Architektur in den Tal- und Bergstationen der Nordkettenbahn zu erhalten und diese an das Projekt anzupassen. Mit der neuen Pendelbahn auf die Seegrube können in den modernen Seilbahnkabinen
aus dem Hause Carvatech mit je 95 Personen Fassungsvermögen bis
zu 800 Personen pro Stunde und je Richtung transportiert werden.
Hier hat Carvatech wieder bewiesen, dass „… thinking in solutions“
nicht nur ein Slogan, sondern sichtbare Erfolgsgarantie ist.
Wagen für die Standseilbahn Burg Hohenwerfen – ein weiteres Beispiel
für eine designorientierte Lösung aus dem Haus CARVATECH.
So könnte auch Ihr Speichersee für die
technische Beschneiung aussehen
CARVATECH liefert Kabinen für „Planai Golden Jet“
Er wird das goldene Herzstück der Schladminger 4-Berge-Skischaukel werden – der „Planai Golden Jet“. Diese neue Umlaufbahn
ersetzt die beiden Sessellifte „Planai West I und West II“ – der Tunnel
gehört somit der Vergangenheit an. Die Verbindung Planai und
Hochwurzen wird dadurch enorm aufgewertet.
Die neue Anlage besticht vor allem durch ihre außergewöhnliche
Architektur, die im Alpenraum ein Novum darstellt. Das architektonische Konzept beschreitet völlig neue Wege: Die Form des
Gebäudes ist den verschiedenen Radien des Carving-Schwungs
nachempfunden und wird so zur visualisierten und gebauten Energie des Skisports. Dieser dynamische Schwung verbindet mit seiner
Form verschiedenste Funktionen für das Service am Kunden.
Die Anlage wird mit Ultra 8S-Kabinen von Carvatech ausgestattet.
Bei der Farb-gebung der Kabinen wird die Designlinie fortgesetzt,
die für die Firmenphilosophie der Planai-Hochwurzen-Bahnen steht
= modern, dynamisch, schwungvoll, aufstrebend.
Die modernen Lackieranlagen im Werk von Carvatech bieten alle
Voraussetzungen für eine wunschgemäße Umsetzung der Designvorgaben. Die Kabinen werden im Zweischichtaufbau lackiert. Es
kommen Farbgebungen aus der Automobilindustrie (rapsgelb und
meteorgrau) zum Einsatz. Der Carving-Schwung setzt sich also auch
bei den Fahrbetriebsmitteln von Carvatech fort.
Referenzen für technische Schneianlagen:
– Sportbahnen Bellwald Goms AG, Bellwald
– Schilthornbahn AG, Mürren
– Pisten für die Internationalen Lauberhornrennen Wengen u.a.m.
Ingenieurbüro für Bauwesen und Umwelt
Schneller Ritz und Partner AG
Nordstrasse 16, CH-3900 Brig
Tel. +41 27 922 02 00
E-Mail srp@srp.ch; http://www.srp.ch
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TECHNIK
FIRMEN NEWS
Inauen Schätti AG:
Einsatz auf allen Kontinenten
Wenn Spezialisten bei Seilbahnmontagen
oder im Seilbahnbau nötig
sind, ist das
Team der Inauen Schätti AG
gefragt. ErprobUmbau Schrägaufzug Utzigen.
tes Know-how,
Schrägaufzug Telluride.
Wirtschaftlichkeit und Perfek- Extreme Höhen, steiles, Gelände Seilbahnen und
tion bei der Fabrikation, der
Montage und
im Service sind
dabei die großen Pluspunkte
des Unternehmens.
und felsige Abgründe sind die Regionen, in denen die bestens geschulten Mitarbeiter der Inauen
Schätti AG im Einsatz zu finden
sind. Dabei schätzt man sie als zuverlässige Partner in allen Bereichen, wo termingerechte Qualitätsarbeit gefragt ist.
Ein Blick auf die vollen Auftragsbücher 2006 zeigt die Bandbreite der
Aktivitäten, die das Inauen Schätti
Team in die ganze Welt führen:
Seilbahn-Montagen
➤ Pendelbahn Rhäzüns-Feldis: Die
zweispurige 2-Seil-Pendelbahn mit
BAV Bewilligung wird gerade gebaut und soll in der 2. Novemberhälfte in Betrieb gehen. Sie wird
über eine Rettungsbahn, 3 Stützen
und 2 CWA-Kabinen des Typs CONUS verfügen, die jeweils 14 Personen Platz bieten. Die schräge Länge beträgt 2 293 m, die Höhendifferenz zwischen Berg- und Talstation 799 m und die Fahrgeschwindigkeit 7 m/s.
➤ Umbau Pendelbahn Raron-Eischoll.
➤ Umbau von 2 Pendelbahnen der
Kraftwerke Hinterrhein mit Einbau
von Tragseilen mit integrierten
Lichtwellenleiter.
➤ Für GARAVENTA ist man beim
Bau einer 4er- und einer 6er-Sesselbahn in Malbun im Einsatz, für eine
6er-Sesselbahn in Sedrun und eine
4er-Sesselbahn in La Dôle.
Spezial-Montagen
und Spezial-Bahnen/
Schrägaufzüge
Die umfangreichen Kenntnisse der
Inauen Schätti AG werden außerdem häufig bei Projekten nachgefragt, deren Realisation den her-
Rettungsbahn für eine Achterbahn im
Werkstest. Fotos: Inauen Schätti AG
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kömmlichen Arbeitsrahmen sprengen:
➤ Seil-Glasfassade Universität Pisa I.
➤ Stahlbau und Membranüberdachung Radrennbahn Erfurt.
➤ Seilmontage
Stadionüberdachung Wembley-Stadion London.
➤ Stahlbau mit Membranüberdachung Klärbecken ARA Bern.
➤ Rettungsbahn für Roller Coaster
in USA: Bei dieser Anlage handelt es
sich um einen völlig autarken
Schrägaufzug mit Winde und Dieselmotor, der in den USA zum 2.
Mal zum Einsatz kommt.
➤ Schrägaufzug Utzigen.
➤ Schrägaufzug Telluride 2.
➤ Neubau von jeweils 2 Schrägaufzügen in Zermatt und Stettlen.
➤ Neubau Schrägaufzug Freiburg
im Breisgau.
Für den Stahlbau ist 2006 ebenfalls
ein bemerkenswertes Jahr. Ein Highlight dabei ist sicher der Auftrag
über 500 GSM Masten mit einer
Höhe zwischen 18 und 30 m für
die SBB, der über 4 Jahre laufen
wird. Die komplette Abwicklung erfolgt in der Zentrale im schweizerischen Schwanden.
Und auch Sicherheit ist wieder ein
gefragtes Thema. Lawinenwächter
kommen dieses Jahr neu für die
Straßensicherung Rauz und Leukerbad zum Einsatz.
Yi Infos: www.seilbahnen.ch
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TECHNIK
FIRMEN NEWS
Kaser Skicarpet v06:
Umsetzung wachsender Ansprüche
durch innovative Aufstiegstechnik
Der Südtiroler Förderbandexperte Kaser hat die wachsenden
Ansprüche des Marktes in das Lastenheft der neuen Anlagen
einfließen lassen. Daraus entstanden sind die Modellreihe
v06 und das Skicarpet Junior.
Das Qualitätsprodukt Skicarpet v06
zeichnet sich durch hohen Beförderungskomfort und höchsten Sicherheitsstandard sowie einfache
Bedienbarkeit aus. Das Förderband
erfüllt somit die strengen Sicherheitsanforderungen der staatlichen
Behörden in Frankreich, Österreich
und der Schweiz.
Das Skicarpet Junior erreicht eine
Länge von 30 m und soll aufgrund
seiner vorteilhaften Preisgestaltung
vor allem Skischulen ansprechen.
Das neue Produkt ist kinderfreundlich, sicher und flexibel durch
schnelle und einfache Montage
und Demontage. Zusätzlich bietet
Kaser die Errichtung von kompletten Winterspielparks mit Figuren,
Tunnels und vielem mehr an.
men verbesserte Gleitbleche zum
Einsatz. Damit erzielt Kaser einen
kleineren Widerstandswert und erreicht somit eine höhere Belastbarkeit. Um die Skikanten der Benützer
zu schonen, hat man sich ebenfalls
etwas einfallen lassen, nämlich die
mechanischen Verbindungselemente an der Oberseite mit einer
Schutzschicht zu überziehen.
Doch damit nicht genug, auch für
den sensiblen Ausstiegsbereich hat
sich Kaser wiederum einiges einfallen lassen. Durch eine Neugestaltung des Abschaltmechanismus
der Sicherheitswippe konnte die Sicherheit für die Benützer weiter erhöht werden. Der Schaltschrank ist
kleiner und somit kompakter im
Design. Die Geschwindigkeitsregelung von 0,2 bis 0,8 m/s ist nun
stufenlos einstell- und überwachbar. Das LCD Display für die Fehlererkennung bzw. Informationsausgabe liefert noch mehr Informationen für den Betreiber, und das in 8
Sprachen. Dass die Sicherheitswippe jährlich an die geltenden bzw.
laufend abgeänderten Normen angepasst wird, ist für Kaser eine
Selbstverständlichkeit.
Viel Spaß garantiert
das Kaser Skicarpet
im Albl Snowpark/
Südtirol.
Yi Infos: www.kaser.it
Blick auf die Details
Hier nun einige der oben angesprochenen wachsenden Ansprüche des Marktes, die Kaser als Verbesserungen in die Modellreihe
v06 hat einfließen lassen:
Beim Einstiegsbereich wurden die
Umlenktrommeln dahingehend
verbessert, dass noch längere Anlagen (bis zu 215 m) realisiert werden können und der Lauf des Fördergurtes jetzt noch ruhiger ist. Die
Weiterentwicklung der Schnellspannung ermöglicht nun einen
höheren Spannweg. Damit Unbefugte die Anlage nicht starten können, ist der Start/Stopp Befehl gesichert worden.
Im Bereich Mittelelemente kom-
Skicarpet für die Skiarena La Covatilla,
Spanien. Fotos: Kaser
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15:37 Uhr
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TECHNIK
FIRMEN NEWS
Compac GmbH: Wachstum in Sicht
Durch stetige Innovation der
Fördertechnik und massive Investitionen in die Neuentwicklung
der Produktpalette will die Compac GmbH ihren Marktanteil
auch in Zukunft stark steigern.
Zubringerförderband mit Kurve und Kuppel in Stuben am Arlberg. Fotos: Compac
Um das angepeilte Unternehmenswachstum umsetzen zu
können, legt man am Firmenstammsitz Gossensass Wert
auf eine schnelle und effiziente Produktion sowie
rationelle Arbeitsverläufe. In der großzügig gestalteten
Werkshalle ist man durch den hochwertigen Maschinenpark und das geschulte Betriebspersonal auch bestens gerüstet, diese Vorgaben zu erfüllen und die gleich bleibend
hohe Qualität der Anlagen zu garantieren.
Neues für 2006/2007
Förderanlagen, die für die kommende Wintersaison ausgeliefert und installiert werden, punkten mit einer Reihe interessanter Details, die den täglichen Einsatz und das Handling der Produkte erleichtern:
➤ Teppichreinigungssystem auf Antriebswalze.
➤ Touch Screen Bedienelemente mit Diagnosesystem auf
der innovativen Schaltsäule.
➤ Automatischer Neustart: Dieses System startet
das Förderband nach Überprüfung aller Sicherheitseinrichtungen.
➤ Fernbedienung, die größten Komfort für den
Betreiber garantiert.
Optional sind auf Wunsch des Kunden noch folgende Features zu erhalten:
➤ Heizsystem mit Umluftgebläse für die Schneeräumung unter den Tal- und Bergstationen.
➤ Rotierende Bürste auf der Antriebswalze –
eine Nachrüstung bestehender Anlagen ist möglich.
Durchdachte Präsenz
Um Kunden vor Ort bestmöglich beraten und
den gewünschten Service garantieren zu können,
hat sich die Compac GmbH Partnerbetriebe zur
Seite geholt, die ihre Firmenphilosophie im Ausland entsprechend umsetzen. Auf diese Weise
sind kurze Wege garantiert. Tätig sind für:
➤ Österreich: Firma Samtime
➤ Frankreich: Firma Caratec
➤ Russland: Firma Gorimpex
➤ Deutschland: S. NOW Schneesysteme
➤ Korea: Firma Indoor Snow
Interessante Aufträge
Schon das letzte Jahr war für die Compac GmbH
ausgesprochen erfolgreich. 2006 konnte man
diesen Weg fortsetzen, wobei die immer stärkere
internationale Präsenz ins Auge fällt. Ein Blick auf
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15:38 Uhr
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TECHNIK
FIRMEN NEWS
Kinderpark Seiser Alm.
einige der interessantesten Aufträge zeigt die Aktionsbreite des Südtiroler Unternehmens:
Prestigeobjekte 2005:
➤ Stuben am Arlberg: Zubringerförderband mit 90°-Kurve und Kuppel.
➤ Zillertal: 123 m, 33 m, 30 m lange Zubringerförderbänder.
➤ Serfaus: 21 m und 90 m Zubringerförderbänder.
➤ Seiser Alm: In Zusammenarbeit mit der Skischule Seiser Alm und dem Sponsor „Marlene“ hat Compac einen Kinderpark nach dem Motto „Apfelland“ und „Kinderland Sammy“ realisiert.
Prestigeobjekte 2006:
➤ Korea: Skihalle „Al-
tisdome“ mit drei 72 m
langen Förderbändern
und einer 99 m langen
Variante.
➤ Korea: die Skihalle
„Snowcastle“ mit fünf
27 m langen Förderbändern und einem
90 m Förderband mit
Handlauf!
➤ Hamburg: Skihalle
„Wittenburg“ mit einem 70 m, zwei 35 m
und zwei 40 m langen
Förderbändern.
Y
i Infos:
www.compac.bz.it
123 m langes Zubringerförderband im Zillertal.
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15:40 Uhr
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TECHNIK
FIRMEN NEWS
PFEIFER: Kompetenter und vielseitiger Partner für Seilbahnbetriebe
In vielen Branchen ist die Zusammenarbeit mit zuverlässigen, international tätigen Partnerunternehmen ein wichtiger
Erfolgsfaktor. Nicht zuletzt deshalb entscheiden sich auch viele Seilbahnbetriebe für das Know-how, die kompetente
Beratung sowie das qualitativ hochwertige und umfassende Produktprogramm
der PFEIFER-Gruppe.
Vorbereitungen für den Verguss eines 42 mm VVS-Tragseiles einer Pendelbahn. Fotos: PFEIFER
Namhafte Bahngesellschaften in Frankreich,
der Schweiz, Österreich und Deutschland
wie auch in Übersee zählen zu den Stammkunden von PFEIFER. In Österreich erfolgen
Vertrieb, Beratung und Service durch die
PFEIFER Seil- und Hebetechnik GmbH in Asten/OÖ.
Als Kernprodukte liefert PFEIFER Förder-, Trag-,
Zug- und Windenseile für alle Arten von Seilbahnen und Pistenmaschinen. Die Montage
der Seile erfolgt vorzugsweise durch das eigene, erfahrene Montageteam, bei Kapazitätsengpässen unterstützen Partnerunternehmen.
Neue Produktlinien
DRAKO BA und DRAKO XA
Der Prüfservice von PFEIFER nimmt den Betrieben die Verantwortung für die Durchführung der
Sicherheitsüberprüfungen ab.
MULTI LIFT
SNOWTUBING®
BABYLIFT
KARUSSELL
Multi Skiliftbau GmbH, Hauptstr. 1, D-83355 Grabenstätt Tel: 0049 8661-242/Fax -1472
Multi Star Skilift, 507 Chestnut Str.-Sunbury, PA 17801 Phone (570) 473-8545/Fax -3252
E-Mail: info@multiskilift.de, Internet: www.multiskilift.de, www.snowtubing.ch
MOUNTAINMANAGER 6/2006
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Die Herstellung von Drahtseilen für Schlepplifte und Seilbahnen erfolgt im gruppeneigenen
Drahtseilwerk PFEIFER DRAKO Drahtseilerei
Gustav Kocks in Mülheim. Dort werden DRAKO BA als Basic-Seil für Schlepplifte sowie
DRAKO XA als Spezialseil mit reduziertem
Dehnungsverhalten für alle übrigen Bahnarten in den gängigen 6-litzigen Seilkonstruktionen gefertigt. Hierbei fließt die jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Entwicklung
und Seilfertigung in die Produkte ein. Erfolgreiche Tests und Seileinsätze bestätigten die
hohen Qualitätsstandards, für die Produkte
mit der weltweit bekannten Marke DRAKO
stehen.
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26.09.2006
15:40 Uhr
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TECHNIK
FIRMEN NEWS
Leitwolf mit PFEIFER-Super6-Seilen.
Fachkundiger Prüfservice
für die Sicherheit
Der Einsatz von Hebezeugen, Anschlagund Lastaufnahmemitteln sowie persönlicher Sicherheitsausrüstung birgt große
Gefahren für Mensch und Material. Daher sind die wiederkehrenden Sicherheitsüberprüfungen gesetzlich geregelt.
Mit seinem Prüfservice nimmt PFEIFER
den Seilbahnbetrieben die Verantwortung für die Durchführung dieser Prüfungen ab. Nach den gesetzlichen Vorschriften geprüft wird wahlweise vor Ort (bei
entsprechender Anzahl von zu prüfenden Produkten), am Stammsitz der PFEIFER-Gruppe in Memmingen/DE oder in
der österreichischen Tochtergesellschaft
in Asten/OÖ.
Erfolgreich bei Pistenwindenseilen
Im Bereich der Pistenwindenseile blickt PFEIFER
dank eines leistungsfähigen Produktes, dem
PFEIFER-Super6, auf sehr erfolgreiche Wintersaisonen zurück. Dieses Seil bewährt sich hervorragend auf allen Arten von Trommelwinden und
wurde auch bei den Bombardier-Maschinen in
Österreich in der Erstbeseilung verwendet. Die
Bergbahnen Nassfeld/Hermagor haben mit diesen Seilen auf Leitner-LH500-Geräten 850 Einsatz-Betriebsstunden überschritten, wie Werkstättenleiter Hannes Lindermuth zufrieden berichtete. Des Weiteren sind die PFEIFER-Super6Seile auch bei der Fa. Elmar Muxel/Pool Alpin gelistet. Als kostengünstige Variante für TrommelWindenmaschinen liefert PFEIFER-Österreich in
der Exklusivvertretung für PYTHON-Forstseile
auch gehämmerte Seile.
In der Saison 2006/2007 bringt PFEIFER ein
speziell für Spillkopfwinden optimiertes Seil auf
den Markt. Das neue, bereits mehrfach erfolgreich getestete Seil DRAKO D265PC der neuesten Generation ist ein 8-litziges doppelparalleles Seil mit kunststoffummantelter Stahleinlage
und einer für diese Anwendung optimierten
Fettung.
Detaillierte Informationen und Katalogunterlagen sind erhältlich bei PFEIFER Seilund Hebetechnik GmbH
Harterfeldweg 2, A-4481 Asten
Tel. +43(0)72 24/6 62 24-0, Fax +43(0)72 24/66 224-13, psh-austria@pfeifer.de
Offizieller Partner des
ÖSTERREICHISCHEN SKIVERBANDES
Snowmaking without limits!
Umfassendes Produktspektrum
für den Seilbahnbetrieb
Neben der Kernkompetenz „Seil und dessen
Montage“ bietet PFEIFER Seilbahnbetreibern ein
umfangreiches Produktangebot für das Sichern,
Heben und Bewegen von Lasten im Werkstattbedarf sowie ein großes Programm der persönlichen Sicherheitsausrüstung und für die Evakuierung verletzter und/oder eingeschlossener Personen. „Alles aus einer Hand“ – mit allen Vorteilen
einer Lieferanten-Reduktion.
www.lenkosnow.com
Service und exklusiver Vertrieb der SNOWSTAR Produkte in Österreich und Deutschland
6/2006 MOUNTAINMANAGER
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26.09.2006
15:39 Uhr
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TECHNIK
FIRMEN NEWS
BauCon ZT GmbH: Planung und
Abwicklung aus einer Hand
1986 gründete
Harald Schlosser
das Zivilingenieurbüro BauCon ZT GmbH.
Mit viel Engagement und fundiertem Knowhow hat sich
das Unternehmen seither gut
positioniert und
kontinuierlich
weiterentwickelt.
bühel inmitten bekannter Skisportzentren hat sich die Bearbeitung
von Seilbahnprojekten schon in einer sehr frühen Phase der Büroentwicklung als ein Kompetenzschwerpunkt herauskristallisiert.
Dabei erhielt die BauCon GmbH
durch das kontinuierliche Vertrauen
der Auftraggeber die Möglichkeit,
an der Entwicklung einiger Meilensteine im Seilbahnbau direkt mitzuarbeiten. So wurde z. B. im Rahmen
der statisch-konstruktiven Bearbeitung die Entwicklung der kuppelbaren Einseilumlaufbahnen von Beginn an begleitet. In der Folge betreute man dann eine der ersten in
Österreich gebauten Zweiseilumlaufbahnen (Funitels) sowie die erste in Europa realisierte Dreiseilumlaufbahn, den 3S-Safariexpress in
Jochberg bei Kitzbühel.
Bergstation 3S-Safariexpress in Kitzbühel, der ersten 3-Seilumlaufbahn in Europa.
Umfassendes Angebot
Foto: Bergbahnen Kitzbühel
Nach der Betriebsgründung und
den ersten Aufbaujahren trat 1989
Hans-Georg Leitner ins Unternehmen ein. Mit seiner Hilfe wurde die
Umstellung auf CAD zügig in Angriff genommen, sodass man sich
Referenzprojekte aus dem
Seilbahnbereich
➤ Gletscherbahnen Kaprun und Schmittenhöhebahn
➤
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➤
➤
➤
➤
Zell am See: Lösung aller in Betrieb und Ausbau anstehenden Ingenieuraufgaben
Gletscherbus 2 und 3 Hintertux (Funitels): statischkonstruktive Bearbeitung
Pendelbahn 150er Tux (Weltneuheit der Fa. Doppelmayr): statisch-konstruktive Bearbeitung
Zwölferkogel, Westgipfel und Schattberg, SaalbachHinterglemm: statisch-konstruktive Bearbeitung
3S-Safariexpress Bergbahnen Kitzbühel: technisches
Neuland im Seilbahnbau, statisch-konstruktive Bearbeitung
8 CLD/B Steinplattenbahn, Waidring: bautechnische Gesamtplanung
Speicherteich Almbahn, Bergbahnen Flachau: Einsatz grundbautechnischer Spezialverfahren zur
technisch-wirtschaftlichen Optimierung
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schon bald zu den führenden Ingenieurbüros zählen durfte. Komplettiert wurde das Gesellschafterteam
schließlich 1993 durch Gerald
Haussteiner. Neben der Zentrale in
Zell am See verfügt man über
Niederlassungen in Berlin, Kitzbühel, Bozen und seit 2005 in Wien.
Dazu wurde 1993 die AIS Bau- und
Projektmanagement GesmbH gegründet. Auf diese Weise ist man in
der Lage, Ausschreibungen, Bauleitungen und Projektsteuerungen
durch ein professionelles, unabhängiges Team anbieten zu können.
Seit 1997 ist die BauCon für die
Projektplanung, die statisch-konstruktive Planung, örtliche Bauaufsicht und das Projektmanagement
ISO-9001 zertifiziert. Die Rezertifizierung des internen QM-Systems
nach ISO-9001:2000 ging im März
2001 erfolgreich über die Bühne.
Blickpunkt
Seilbahnwirtschaft
Begünstigt durch die Lage der Bürostandorte Zell am See und Kitz-
Aufgrund der Erfahrungen, die aus
dieser Entwicklung gewonnen wurden, ist die BauCon GmbH durch
bestens geschulte Mitarbeiter in
der Lage, ein breites Spektrum an
Dienstleistungen anzubieten:
Statisch-konstruktive Bearbeitungen sämtlicher mit Seilbahnanlagen in Verbindung stehender Bauteile bzw. jeglicher Hoch-, Tief- und
Brückenbauten.
➤ Bautechnische Gesamtplanungen
von Seilbahnanlagen, Tiefgaragen,
Brücken- und Ingenieurbauten.
➤ Ausschreibung und Bauleitung
für Seilbahnprojekte, Beschneiungsanlagen, Hoch-, Tief- und
Brückenbauten einschließlich Planungs- und Baustellenkoordination
gemäß BauKG.
➤ Sicherheitsanalysen für Hochbau
und Geotechnik.
➤ Geotechnische Betreuung von
Seilbahnprojekten, Beschneiungsanlagen und Speicherteichen.
➤ Verkehrswegebau: Straßenbau,
Verkehrsplanung, Verkehrskonzepte.
Yi Infos: www.baucon.at
Tel. +43(0)65 42 / 7 40 55-0
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26.09.2006
15:14 Uhr
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26.09.2006
15:15 Uhr
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