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Jahresabschluss 2004 - Deutz AG

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No.
1
The engine company.
Geschäftsbericht 2004
DEUTZ Konzern: Kennzahlen
2001
2002
2003
2004
Veränderung in %
Stück
146.645
154.032
156.237
173.440
11,0
Stück
Stück
145.538
1.107
153.285
747
155.523
714
172.684
756
11,0
5,9
Umsatz
Mio. €
1.184,9
1.160,9
1.172,6
1.242,1
5,9
Auslandsanteil
%
Absatz
Kompaktmotoren
Mittel- und Großmotoren
75,6
74,5
74,6
74,5
–
Mio. €
1.184,9
746,1
438,8
1.160,9
815,0
345,9
1.172,6
843,0
329,6
1.242,1
909,7
332,4
5,9
7,9
0,8
Ergebnis vor Zinsen, Steuern,
Abschreibungen und Tilgungen (EBITDA)
Mio. €
89,1
103,0
104,9
104,4
-0,5
Operatives Ergebnis (EBIT)
Mio. €
27,9
41,0
44,0
50,1
13,9
Mio. €
Motorengeschäft
Kompaktmotoren
Mittel- und Großmotoren
Mio. €
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Mio. €
-13,7
4,4
11,3
20,7
83,2
Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss
Mio. €
-31,8
2,0
6,0
-18,6
–
Ergebnis je Aktie (unver wässert)
€
-0,49
0,03
0,09
-0,20
–
Ergebnis je Aktie (ver wässert)
€
-0,43
0,03
0,08
-0,14
–
Bilanzsumme
Mio. €
1.142,2
1.048,6
1.017,0
960,2
-5,6
Anlagevermögen
Mio. €
520,8
496,8
466,5
443,2
-5,0
Eigenkapital
Mio. €
93,0
95,0
169,7
155,6
-8,3
Eigenkapitalquote
%
8,2
9,1
16,7
16,2
–
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Mio. €
45,4
56,5
34,6
92,9
168,5
Netto-Finanzverschuldung*
Mio. €
339,7
302,0
224,2
100,0
-55,4
Gesamtverschuldung
Mio. €
473,4
404,3
347,7
323,0
-7,1
**
Investitionen
Mio. €
41,7
59,5
40,7
41,0
0,7
Abschreibungen
Mio. €
65,8
62,4
64,0
54,4
-15,0
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
Mio. €
48,3
47,1
54,9
69,5
26,6
Beschäftigte (31.12.)
Anzahl
5.979
5.470
5.454
5.472
0,3
*
**
Netto-Finanzverschuldung: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, abzüglich flüssiger Mittel.
Gesamtverschuldung: Netto-Finanzverschuldung + Anleihen + Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
+ Wechselverbindlichkeiten + sonstige Verbindlichkeiten.
DEUTZ Konzern: Umsatz nach Regionen
in % (Vorjahreswerte)
DEUTZ Konzern: Umsatz nach Segmenten
in % (Vorjahreswerte)
Asien/Pazifik 16,4 (19,3)
Afrika
4,0 (5,0)
Deutschland
25,5 (25,4)
Mittel- und Großmotoren
26,8 (28,1)
Kompaktmotoren
73,2 (71,9)
Amerika
14,2 (12,8)
Übriges Europa
39,9 (37,5)
DEUTZ Segmente
Kompaktmotoren
Mittel- und Großmotoren
Unsere Kompaktmotoren haben ein Leistungsspektrum von 4 kW bis 440 kW. Innerhalb dieses
Segments produzieren wir in Köln, Ulm
und Zafra (Spanien) flüssigkeitsgekühlte und
luftgekühlte Dieselmotoren.
Unsere Mittel- und Großmotoren haben ein
Leistungsspektrum von 180 kW bis 4.000 kW.
Innerhalb dieses Segments produzieren wir in
Mannheim Diesel- und Gasmotoren.
Motoren
740,2 (677,1)
158,0 (159,3)
Mobile Arbeitsmaschinen
310,5 (272,6)
–
Stationäre Anlagen
205,5 (161,5)
123,5 (111,7)
Landtechnik
124,3 (112,7)
–
Automotive
63,1 (91,2)
–
Marine
14,7 (13,1)
34,5 (47,6)
Sonstiges
22,1 (26,0)
–
Service
169,5 (165,9)
174,4 (170,3)
DEUTZ Konzern
909,7 (843,0)
332,4 (329,6)
Anwendungssegmente
Umsatz in Mio. € (Vorjahreswerte)
Weltweite Präsenz
Über 800 selbstständige DEUTZ Vertriebs- und Servicepartner in mehr als 130 Ländern
4 Produktionswerke · 22 Vertriebsgesellschaften · 14 Vertriebsbüros · 18 Service-Center
Amerika
Europa
Afrika
Asien
Australien
Buenos Aires (Argentinien)
Deutschland
Hydra (Algerien)
Dhaka (Bangladesch)
Braeside
Santa Amaro (Brasilien)
Berlin
Casablanca (Marokko)
Beijing, Shanghai (VR China)
Hornsby
Ville St.-Laurent (Kanada)
Duisburg
Kowloon (Hongkong)
Kalgoorlie
Atlanta (USA)
Erfurt
Pune (Indien)
South Fremantle
Hamburg
Teheran (Iran)
Springwood
Hannover
Cainta Rizal (Philippinen)
Köln
Singapur (Singapur)
Mannheim
Seoul (Südkorea)
München
Abu Dhabi (VAE)
Nürnberg
Übersee
Ulm
Wilhelmshaven
Übriges Europa
Antwerpen (Belgien)
Kopenhagen (Dänemark)
Gennevilliers, Boulogne-sur-Mer,
Chassieu (Frankreich)
London, Newbury (Großbritannien)
Dublin (Irland)
Rotterdam, Harlingen,
Ijmuiden (Niederlande)
Wien, Wels (Österreich)
Moskau (Russland)
Barkarby, Frölunda (Schweden)
Madrid, Zafra, Las Palmas
de Gran Canaria, Vigo (Spanien)
Istanbul (Türkei)
Budapest (Ungarn)
Januar 2004
DEUTZ erweitert seine seit 1995 bestehende Zusammenarbeit
mit der SAME DEUTZ-FAHR Gruppe und wird damit im Laufe
der nächsten Jahre der Hauptmotorenlieferant für einen der
weltweit führenden Landtechnikhersteller.
Highlights 2004
März 2004
DEUTZ präsentiert seine neuen Kompaktmotor-Baureihen auf
der bauma 2004, der weltgrößten Messe für Baumaschinen
und Untertagegeräte. Fünf Motortypen mit Leistungen von
9 bis 50 kW ergänzen die Produktpalette im unteren Leistungsbereich.
140 Jahre DEUTZ. Am 30. März 1864 gründeten Nicolaus
August Otto und Eugen Langen in Köln die erste Motorenfabrik
der Welt.
Mai 2004
DEUTZ richtet sein Mittel- und Großmotorengeschäft neu aus.
Das neue Segment »DEUTZ Power Systems« konzentriert
sich zukünftig auf die umweltfreundliche dezentrale Energieerzeugung mit Gasmotoren.
Juli 2004
Die erfolgreiche Platzierung einer Wandelanleihe belegt das
gewachsene Interesse des Kapitalmarkts an DEUTZ.
Die SAME DEUTZ-FAHR Gruppe erhöht ihren Anteil an der
DEUTZ AG auf 29,9 Prozent und unterstreicht damit ihre langfristig angelegte strategische Partnerschaft mit DEUTZ.
September 2004
Am 18. September feiert DEUTZ mit einem großen Sommerfest die Grundsteinlegung der neuen Montagehalle für den
zukünftigen Nutzfahrzeugmotor am Standort Köln-Porz sowie
das 140-jährige Jubiläum des Unternehmens.
Oktober 2004
DEUTZ unterzeichnet ein Partnerschaftsabkommen mit dem
algerischen Landtechnikunternehmen CMT. Damit wird eine
30-jährige erfolgreiche Zusammenarbeit durch die Einbringung
neuester Technologie um weitere zehn Jahre verlängert.
Dezember 2004
Mit 20 zusätzlich geschaffenen Lehrstellen setzt DEUTZ ein
klares Zeichen für den Standort Deutschland. Insgesamt sind
200 junge Menschen bei DEUTZ in der Ausbildung.
Innerhalb von nur 18 Monaten entsteht in Köln-Porz eine hochmoderne Motorenmontage für den neuen Premium-Motor TCD 2013. Bereits sechs
Monate nach der Grundsteinlegung durch unseren Vorstandsvorsitzenden Gordon Riske im September 2004 konnte sich der DEUTZ Vorstand vom
zügigen Fortschritt der Baumaßnahmen überzeugen.
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
KOMPAKTMOTOREN
»1«
Seit 1864
1
WEITERE INFORMATIONEN
FINANZINFORMATIONEN
AKTIE
ERNEUERBARE
ENERGIEN
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
MITARBEITER
Vor 140 Jahren haben wir Geschichte geschrieben.
Als Nummer 1, als erste Motorenfabrik der Welt.
Nach 140 ereignisreichen Jahren kehren wir wieder
zu unseren Wurzeln als klar fokussierte Motorenschmiede zurück. Warum? Weil es unverändert unser
Anspruch ist, die Nummer 1 zu sein. In vielen unserer
Märkte nehmen wir bereits die Spitzenposition ein.
Der er folgreiche Re-Launch von 2001 bis 2003
versetzt uns nun in die Lage, in weiteren Segmenten
die Marktführerschaft ins Visier zu nehmen.
»Erste Wahl zu sein – dieser Anspruch
muss alles, was wir anpacken, begleiten.«
Gordon Riske, Vorstandsvorsitzender
Sehr geehrte Aktionäre,
liebe Freunde unseres Unternehmens,
im Jahr 1 nach dem Re-Launch ist DEUTZ kraftvoll in eine neue und viel versprechende Zukunft
gestartet. Der Absatz an Motoren stieg 2004 um elf Prozent auf 173.440 Stück. Der Umsatz
nahm um sechs Prozent auf 1,24 Milliarden € zu, und das operative Ergebnis lag mit 50,1 Millionen € um 14 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit haben wir 2004 unsere hoch gesteckten
Ziele erreicht.
Das war nicht einfach auf einem Markt, der von Wettbewerbsdruck, konjunkturellen Turbulenzen,
Rohstoffverteuerung und Dollarverfall geprägt war. Trotzdem gelang es DEUTZ, die führende Position als unabhängiger und fokussierter Anbieter von Diesel- und Gasmotoren in Deutschland und
Europa weiter auszubauen.
Auch unsere Bilanzstruktur haben wir weiter verbessert. Die Mitte 2004 begebene Wandelanleihe und unsere Initiative zur Senkung des Working Capitals versetzten uns in die Lage, die
Netto-Finanzverschuldung um mehr als die Hälfte auf 100,0 Millionen € zu reduzieren. Außerdem hat uns die er folgreiche Platzierung der Wandelanleihe bestätigt, dass wir auf dem Weg
sind, an den Finanzmärkten wieder als gute Adresse zu gelten.
Als eine der wichtigsten Aufgaben im Jahr 1 nach dem Re-Launch realisierten wir 2004 die
strategische Neuausrichtung des Segments Mittel- und Großmotoren. Nach dem Mitte 2004
beschlossenen Rückzug aus dem Neumotorengeschäft für Marinemotoren veräußerten wir konsequenterweise Anfang 2005 das Marine-Servicegeschäft. Zu einem Verkaufspreis von 115 Millionen € ging dieses Servicegeschäft an das finnische Unternehmen Wärtsilä.
Umso stärker legen wir im Mittel- und Großmotorensegment nun den Fokus auf unsere Kernkompetenz dezentrale Energieerzeugung mit Gas- und Dieselmotoren. Insbesondere auf dem
wachstumsträchtigen Markt mit Energieerzeugungsanlagen, die mit regenerativen Kraftstoffen
wie Bio-, Gruben- oder Klärgas betrieben werden, haben wir bereits hervorragende Marktpositionen, die wir nun konsequent ausbauen können. Kein Wettbewerber weist hier so umfangreiche Er fahrungen auf wie DEUTZ. Mit dezentralen Energieerzeugungssystemen sind wir
in Deutschland bereits Marktführer und rangieren europaweit auf dem zweiten Platz. Ziel ist die
Marktführerschaft in Europa.
2
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
Helmut Meyer, Vorstand Finanzen und Personal
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
Mit der Entscheidung für die dezentrale Energieerzeugung war auch die Ausgliederung und
rechtliche Verselbständigung des Mittel- und Großmotorengeschäfts in der »DEUTZ Power
Systems GmbH & Co. KG« verbunden. Anfang Januar 2005 nahm die 100-prozentige Tochter der
DEUTZ AG ihre Geschäftstätigkeit auf. Die Zusammenfassung der gesamten Wertschöpfungskette unter einheitlicher Leitung sichert dem Management von DEUTZ Power Systems die nötige
Handlungsfreiheit im Geschäft, nimmt es aber auch von Anfang an in die volle Verantwortung
für das Ergebnis.
MITARBEITER
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
KOMPAKTMOTOREN
Karl Huebser, Vorstand Technik
»Wir haben in harten Zeiten gelernt,
als Einheit zusammenzustehen.«
»1«
»Der Markt nimmt uns wieder als
Technologieführer wahr. Zu Recht.«
ERNEUERBARE
ENERGIEN
Für die strategisch notwendige und zukunftsweisende Restrukturierung des Mittel- und Großmotorengeschäfts haben wir einen außerordentlichen Aufwand von 35 Millionen € im Jahresabschluss 2004 berücksichtigt. Wir gehen davon aus, dass wir mit den beschlossenen
Maßnahmen mittelfristig die Ertragskraft um rund 20 Millionen € verbessern werden und den
Cashflow erheblich steigern können. Bereinigt um diesen einmaligen Aufwand ergibt sich für
das Geschäftsjahr 2004 ein Jahresüberschuss, der fast dreimal so hoch ist wie der Vorjahreswert von sechs Millionen €.
3
WEITERE INFORMATIONEN
FINANZINFORMATIONEN
AKTIE
Das Geschäft im Kompaktmotorensegment verlief in 2004 sehr positiv. Dem starken Nachfragewachstum folgend, haben wir im Herbst am Standort Köln-Porz den Grundstein für eine
neue Montagehalle gelegt, Teil eines Investitionspakets von mehr als 50 Millionen € in den
Jahren 2004 und 2005. In der neuen Halle wird ab 2006 die Serienproduktion der neu entwickelten Premium-Motoren für den Einsatz in mittelschweren Lastkraftwagen und in der
Landtechnik anlaufen. Dank der Kooperationen zwischen DEUTZ und unseren Großkunden und
Hauptaktionären Same und Volvo wird die Auslastung der Kapazitäten in den nächsten Jahren
weiter steigen. Ende 2004 haben wir außerdem den Aufbau der Produktionsanlagen für die
neuen Kompakt-Baureihen 2008 und 2009 gestartet, deren Serienproduktion in diesem Frühjahr anläuft. Im volumenträchtigen Leistungsbereich unterhalb 50 kW komplettieren wir damit
unsere Produktpalette.
Für das Jahr 2005 erwarten wir weiter steigende Umsätze in unserem Kerngeschäft. Wir gehen
davon aus, mit Hilfe dieses organischen Wachstums den planmäßigen Umsatzausfall aus dem
Verkauf des Marine-Servicegeschäfts ausgleichen zu können. Daher erwarten wir einen Gesamtumsatz auf dem Niveau des Vorjahres.
Mit Gegenwind ist im laufenden Jahr auf der Ertragsseite zu rechnen. Das abgegebene MarineServicegeschäft wird nur noch im ersten Quartal positive Beiträge zum operativen Ergebnis
leisten. Negative Einflüsse werden aus weiter steigenden Rohstoffpreisen und Wechselkursrisiken erwartet, denen wir mit entsprechenden Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragssituation begegnen werden. Diese sehen weitere Verbesserungen unserer Kostenstrukturen,
Preiserhöhungen und die gezielte Absatzmixveränderung vor. Einen wesentlichen Ertragszuwachs
erwarten wir aus der Fokussierung des Mittel- und Großmotorengeschäfts auf das profitable
Systemgeschäft mit Energieerzeugungsanlagen. Wir gehen davon aus, auf diesem Wege einen
großen Teil der negativen Ergebniseinflüsse kompensieren zu können. Aus dem Verkauf des
Marine-Servicegeschäfts erwarten wir zusätzlich einen hohen zweistelligen außerordentlichen
Ertrag.
Bis 2008 planen wir eine Steigerung der Motorenproduktion auf mehr als 200.000 Einheiten
jährlich. Das wird es uns erlauben, die EBIT-Marge von heute vier Prozent bis dahin deutlich
zu steigern. Damit werden wir nachweisen, dass sich DEUTZ selbst in schwierigen Zeiten am
Markt durchsetzt. Das Ziel lautet: DEUTZ soll über alle Produkte profitabel sein.
Unser unternehmerisches Engagement ist eingebettet in eine Unternehmenskultur, die durch
Teamgeist und interne wie externe Offenheit gekennzeichnet ist. Da ist es beruhigend zu
wissen, dass sich die Führung auf eine Mannschaft verlassen kann, die wie eine 1 hinter ihr
steht und dem bewährten Leitsatz folgt: »Anpacken, und dann nie aufgeben.« Ihr gilt unser
besonderer Dank, ebenso wie unseren Geschäftspartnern und Anteilseignern, die mit ihrem
Vertrauen die positive Entwicklung unseres Unternehmens wesentlich mitgetragen haben. Als
starke Einheit blicken wir der Zukunft von DEUTZ mit Tatendrang und Optimismus entgegen.
Mit freundlichen Grüßen
Gordon Riske
4
Karl Huebser
Helmut Meyer
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
KOMPAKTMOTOREN
»1«
Dr. Michael Endres, Vorsitzender
Im Berichtsjahr 2004 fanden sechs Sitzungen des
Aufsichtsrats statt. Die Beschlussfassungen fanden
in den Sitzungen auf der Basis einer ausführlichen
schriftlichen und mündlichen Information sowie einer
eingehenden Diskussion statt.
In den Organen der Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Jahr keine Veränderung ergeben.
AKTIE
FINANZINFORMATIONEN
Der Jahresabschluss 2004 wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 7. April 2005 diskutiert. Der vom Vorstand
aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2004, der Konzernabschluss sowie der Lagebericht
des Vorstands sind unter Einbeziehung der Buchführung
und des Risikofrüherkennungs- und -über wachungssystems von der PricewaterhouseCoopers GmbH,
Köln, im April 2005
Der Aufsichtsrat
Dr. Michael Endres, Vorsitzender
5
WEITERE INFORMATIONEN
Der nach dem Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebene Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen
werden. Der Prüfungsausschuss tagte zweimal, der
Personalausschuss einmal. Über die Ergebnisse der
Beratungen in den Ausschüssen wurde der Aufsichtsrat jeweils informiert.
Namens des Aufsichtsrats danke ich dem Vorstand der
DEUTZ AG für die im Geschäftsjahr 2004 geleistete
Arbeit. Mein Dank gilt auch allen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern von DEUTZ sowie ihren gewählten Vertretern für ihre Arbeit und ihr besonderes Engagement.
Dieses trug entscheidend zur positiven Entwicklung
des Unternehmens bei.
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldor f, geprüft
und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
versehen worden. Jahresabschluss, Konzernabschluss
und Lagebericht sowie die entsprechenden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern
des Aufsichtsrats vorgelegen. Die Abschlussunterlagen
wurden in der oben erwähnten Bilanzsitzung des Aufsichtsrats in Gegenwart und nach einem Bericht des
Abschlussprüfers ausführlich besprochen und gebilligt.
Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
ERNEUERBARE
ENERGIEN
Der Aufsichtsrat der DEUTZ AG hat die Geschäftsführung durch den Vorstand überwacht und beratend
begleitet. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig und
umfassend über die Geschäftslage und die Entwicklung des Unternehmens sowie über die Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich der
Finanz-, Investitions- und Personalplanung sowie über
zustimmungspflichtige Geschäfte und bedeutsame Einzelmaßnahmen mündlich und schriftlich unterrichten
lassen.
MITARBEITER
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
Bericht des Aufsichtsrats
Seit dem 1. Januar 2004 ist Re-Launch für uns Geschichte – allerdings ein Teil unserer Geschichte, an den wir uns gerne zurückerinnern. Haben wir doch hier die Basis für eine Er folg versprechende Zukunft gelegt. In das Jahr 1 nach Re-Launch gehen wir
operativ profitabel, mit schlanken Strukturen und Prozessen, mit einem gestrafften Portfolio und einer gut gefüllten Produktpipeline.
6
WEITERE INFORMATIONEN
FINANZINFORMATIONEN
AKTIE
ERNEUERBARE
ENERGIEN
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
MITARBEITER
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
KOMPAKTMOTOREN
»1«
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
VORWORT
Bei DEUTZ erwächst
aus Einzelnen mit
ganz individuellen
Talenten eine schlagkräftige Einheit.
8
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
»1«
KOMPAKTMOTOREN
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
MITARBEITER
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
ERNEUERBARE
ENERGIEN
AKTIE
FINANZINFORMATIONEN
WEITERE INFORMATIONEN
Wir sprechen viele Sprachen, doch stets
mit einer Stimme. Grenzüberschreitend
verbinden und motivieren uns dieselben
Überzeugungen, Ansprüche und Ziele.
Dies macht uns weltweit erfolgreich.
Das große 1x1 der Motorentechnologie
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1470
1519
1568
1617
1666
...
2009
2058
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...
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...
800
...
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1500
1550
1600
1650
1700
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2050
2100
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1830
1891
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2013
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101
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2020
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2008
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14624
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2008/2009
...
...
...
... 18737
19194
Die legendären Luftgekühlten von DEUTZ. Mit der Baureihe 914 fit für die
Emissionsanforderungen der Zukunft.
Geringste Abgas- und Geräuschemissionen, vibrationsarm und zukunftssicher.
Die neuen Kompaktmotor-Baureihen 2008 und 2009, speziell entwickelt für höchste
Beanspruchungen in mobilen Arbeitsmaschinen.
2013
Der neue Premium-Motor TCD 2013. Mit dem innovativen DEUTZ CommonRail-Einspritzsystem eine komplette Neuentwicklung für die Segmente
Automotive und Landtechnik.
2015
Hohe Leistung bei extrem kompakten Einbaumaßen. Die V-Motoren der Baureihe
2015, als Diesel- und Gasvariante in einer Vielzahl von Anwendungen im Einsatz.
2016
Hervorragende Wirkungsgrade und lange Wartungsintervalle. Der Gasmotor
TCG 2016, die umweltfreundliche und kostenbewusste Form der Energieerzeugung.
2020
Die hochmodernen Gasmotoren der Baureihe 2020. Niedrigster Energieverbrauch
und optimale Ver fügbarkeit bei unterschiedlichsten Gasarten.
2032
Minimale Investitions- und Betriebskosten. Die Baureihe 2032 besticht durch
kompakte Abmessungen und exzellenten spezifischen Kraftstoff- und Ölverbrauch.
Wir beherrschen das große 1x1 des Motorenbaus wie vielleicht kein zweites Unternehmen in diesem Geschäft. Darum stimmen unsere Resultate: Motoren, die den Anforderungen unserer Kunden
gerecht werden.
10
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
»1«
KOMPAKTMOTOREN
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
MITARBEITER
Unsere Gesellschaft bewegt
zwischen dem wachsenden
Bedürfnis nach Mobilität
und der Notwendigkeit,
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
sich in einem Spannungsfeld
wie möglich zu reduzieren.
Wir investieren viel, um
ERNEUERBARE
ENERGIEN
Umweltbelastungen so weit
unseren Beitrag zum Erhalt
der Balance in diesem
und Emissionswerte betrifft.
FINANZINFORMATIONEN
Maßstäbe, was Verbrauch
WEITERE INFORMATIONEN
Unsere Motoren setzen
AKTIE
Spannungsfeld zu leisten.
12
WEITERE INFORMATIONEN
FINANZINFORMATIONEN
AKTIE
ERNEUERBARE
ENERGIEN
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
MITARBEITER
Gemeinsam erreicht man
mehr. Starke Partnerschaften
verleihen unserem Geschäft
Stabilität.
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
KOMPAKTMOTOREN
»1«
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
VORWORT
Wirtgen-Kaltfräse W1000F mit 6-Zylinder-Motor der Baureihe 1013.
»Als einer der führenden Baumaschinenhersteller weltweit sind wir für unsere
Kunden ein Garant für Qualität. Der Kunde
kann sich beim Kauf einer Baumaschine
der Wirtgen Group auf die Zuverlässigkeit
und lange Lebensdauer verlassen. Hier
sind die Motoren von DEUTZ für uns ein
entscheidender Faktor.« Stefan Wirtgen,
Geschäftsführer Wirtgen Group
Kompaktmotoren
Programmierte Expansion – Gewinn bringendes Wachstum DEUTZ hat 2004, im ersten Jahr nach dem ReLaunch, so viele Kompaktmotoren produziert und verkauft wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr: über
173.000 Einheiten. Das sind gut elf Prozent mehr als 2003 und für uns ein klarer Beweis, dass wir die Anforderungen unserer Kunden mehr als erfüllen – mit Motoren, die noch zuverlässiger, sparsamer, wartungs- und
umweltfreundlicher geworden sind.
Unser mittelfristiges Produktionsziel liegt nun bei jährlich über 200.000 Motoren. In unseren Montagewerken
sind die Produktionskapazitäten sehr gut ausgelastet. Diese Auslastung ist unter anderem das Ergebnis unserer
1998 gestarteten Motorenkooperation mit Volvo im 4- bis 7-Liter-Hubraumbereich. Seit den ersten Lieferungen
im Jahr 2000 haben sich die jährlichen Stückzahlen stetig gesteigert und 2004 bereits eine Größenordnung von
24.600 Stück erreicht. Zusätzlich zu den Motoren für den Einsatz in Baumaschinen, Aggregaten, Pumpen und
Schiffen werden wir ab 2006 ebenfalls die mittelschweren Lastkraftwagen der Marken Volvo und Renault mit
Motoren ausrüsten – eine weitere Steigerung der Lieferungen um 20.000 bis 25.000 Motoren pro Jahr. Auch
unser Partner SAME DEUTZ-FAHR wird ab 2007, zusätzlich zu den bisher gelieferten 8.000 bis 9.000 Motoren
jährlich, rund 20.000 weitere Motoren beziehen.
Dies alles bedeutet nicht nur programmierte Expansion, sondern auch Gewinn bringendes Wachstum, da wir die
Vorteile der Kostendegression bei Vollauslastung ausschöpfen können. Auch unsere deutlichen Produktivitätsverbesserungen steigern die Ertragskraft: Wo früher pro Stunde zwölf Motoren vom Band liefen, waren es Ende 2004
bereits 20 Einheiten – eine Steigerung binnen weniger Jahre um zwei Drittel.
Umfangreiches Investitionsprogramm am Standort Köln Gemeinsam mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Peer Steinbrück hat unser Vorstandsvorsitzender Gordon Riske am 18. September in Köln-Porz den
Grundstein für die neue Montagehalle gelegt. Die neue Halle mit einer Kapazität von zunächst 25.000 Motoren
pro Jahr ist das Herzstück eines Gesamtpakets von rund 50 Millionen €, die wir bis Ende 2005 in den Ausbau
14
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
SAME-Traktor Diamond 215 mit 6-Zylinder-Motor der Baureihe 1013.
Massimo Bordi
KOMPAKTMOTOREN
»1«
»Die Kooperation mit DEUTZ ist von
strategischer Bedeutung für unsere
Gruppe. Sie sichert uns auch in Zukunft
die Verfügbarkeit von technologisch
führenden Produkten. Zudem erfüllen
die DEUTZ Motoren problemlos die
Emissionsstandards, die aufgrund
ihrer strengen Vorgaben die Zahl der
Marktteilnehmer reduzieren werden.«
Massimo Bordi,
Die Technologie, die Rechte für beide Baureihen und ein Entwicklungszentrum wurden 2004 von einem englischen
Motorenhersteller übernommen. Damit haben wir uns nicht nur ein komplett eingerichtetes Forschungs- und
Entwicklungszentrum mit insgesamt 27 Mitarbeitern gesichert, sondern unsere eigenen Entwicklungskapazitäten
auch entscheidend erweitert und mit einer schnellen Umsetzung in die Produktion den Faktor »time to market«
entscheidend verkürzt.
15
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
ERNEUERBARE
ENERGIEN
AKTIE
Ende 2004 wurde in der Halle 100 am Standort Köln-Deutz auch die Installation der Montageanlagen für die zwei
neuen Baureihen 2008 und 2009 gestartet. Es handelt sich dabei um fünf kompakte Dieselmotortypen für eine
Vielzahl von Anwendungen in dem volumenträchtigen Leistungsbereich von 9 bis 50 kW. Sie wurden als wassergekühlte Baureihen entwickelt und eignen sich speziell für hohe Beanspruchungen in Mobilen Arbeitsmaschinen,
in der Landtechnik sowie bei Pumpen und Generatoren. Geringste Abgas- und Geräuschemissionen, Vibrationsarmut und kompakte Abmessungen zeichnen die neuen Motoren aus. Die sehr positiven Reaktionen von Kunden
und Fachleuten bei der Präsentation auf der weltgrößten Baumaschinenmesse bauma 2004 haben unsere Einschätzung hinsichtlich einer hohen Akzeptanz im Markt voll bestätigt.
FINANZINFORMATIONEN
Köln ist seit der Stunde 1 Stammsitz unseres Unternehmens.
Der Bau einer neuen Montagehalle in Köln-Porz ist unser klares
Bekenntnis zum Standort Deutschland.
WEITERE INFORMATIONEN
unserer Montage- und Fertigungskapazitäten allein für die neue Baureihe TCD 2013 investieren werden. Ab Februar 2006 startet hier die Serienproduktion dieses neuen Premium-Motors für den Einsatz in Nutzfahrzeugen und im
Segment Landtechnik. In der 6-Zylinder-Variante leistet der Reihenmotor mit DEUTZ Common-Rail-System 235 kW
bei einem Hubvolumen von 7,2 Liter. Erste Prototypen befinden sich bereits im harten Alltagstest auf den Straßen.
Wir untermauern damit unseren Anspruch, mit innovativen Produkten und erstklassigem Service im Motorenbau
zur Weltspitze zu gehören.
MITARBEITER
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
Vorstandsvorsitzender SAME DEUTZ-FAHR Gruppe
JLG-Teleskopstapler 307 mit 4-Zylinder-Motor der Baureihe 2012.
William M. Lasky (links), Gordon Riske
»DEUTZ ist ein wichtiger Zulieferer und Partner von JLG. In
2004 haben wir Rekordergebnisse erzielt und dabei mit der
Unterstützung von DEUTZ die gestiegenen Ansprüche unserer
Kunden erfüllt. Bei unserem weiteren Wachstum und dem
Erschließen neuer Märkte sind die DEUTZ Motoren perfekt
geeignet für unsere Produkte.«
William M. Lasky, Präsident und CEO JLG Industries, Inc.
Die neuen Baureihen 2008 und 2009 runden das DEUTZ Produktprogramm, ergänzend zu den Motoren der Baureihen 2011 und 2012, nach unten hin optimal ab. Der Montageprozess ist so ausgelegt, dass er selbst bei
größeren Marktschwankungen nachhaltig wirtschaftlich ist. Der Serienstart für beide Baureihen ist für das Frühjahr 2005 geplant. Die neuen Motoren er füllen nicht nur die strengen Abgasrichtlinien der Stufe II (Europa/USA),
sondern sind technisch bereits auf die nächsten Abgasstufen III und IV vorbereitet, die ab 2008 schrittweise in
Kraft treten.
Gemeinsam mit unseren Partnern realisieren wir Synergiepotenziale in Entwicklung und Produktion.
DEUTZ – in vielen Anwendungen die 1. Wahl Im Anwendungssegment Mobile Arbeitsmaschinen haben wir als
unabhängiger Motorenanbieter bei fast allen klassischen Anwendungen wie Baumaschinen, Flurförderzeuge,
Gabelstapler, Arbeitsbühnen oder Untertagegeräte in 2004 unsere Position weiter verbessert. So konnten wir beispielsweise bei Verdichtergeräten unseren Marktanteil erhöhen und sind nun, genau wie bei Kompakt-Radladern,
weltweit die Nummer 1. Vor drei Jahren gelang uns der Einstieg bei den Teleskopstaplern. Inzwischen sind wir in
diesem Marktsegment bei fast allen europäischen Herstellern vertreten und konnten in dieser kurzen Zeit unseren
Marktanteil deutlich erhöhen. Im amerikanischen Markt entschied sich Ende 2004 der Baumaschinenproduzent
JLG für DEUTZ. Dessen neuer Teleskopstapler wird von einem 4-Zylinder-Motor der Baureihe 2012 angetrieben,
der sich gegen den internationalen Wettbewerb durchsetzen konnte. Bei den mobilen Arbeitsbühnen beherrschen
drei Gerätehersteller den Weltmarkt, ab der Leistungsklasse 20 kW ist DEUTZ bei diesen Marktführern die erste
Wahl. In Deutschland sind wir bei den Mobilen Arbeitsmaschinen bereits die Nummer 1, in Westeuropa nehmen
wir eine führende Marktstellung ein. Ziel ist es, auch am Weltmarkt unsere Position weiter auszubauen.
16
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
Geert Follens
Atlas Copco Kompressor XAS 67 mit 3-Zylinder-Motor der Baureihe 2011.
KOMPAKTMOTOREN
»1«
»Seit mehr als 25 Jahren ist DEUTZ ein
strategischer Zulieferer für Atlas Copco.
Bei unserer breiten Palette von mobilen
Kompressoren und Generatoren vertrauen wir auf DEUTZ Motoren, um unsere Kunden zuverlässig mit Druckluft und
Strom zu versorgen, wo immer sie sind.«
17
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
ERNEUERBARE
ENERGIEN
WEITERE INFORMATIONEN
FINANZINFORMATIONEN
In der Landtechnik decken wir mit dem umfassenden Leistungsspektrum unserer Motoren eine Vielzahl von Anwendungen ab. So haben wir 2004 als der klassische Premium-Lieferant unsere erste Position im europäischen
Ackerschleppermarkt zwischen 50 und 200 kW ausgebaut. Führende Landtechnikhersteller wie Same, AGCOFendt, der türkische Schlepperproduzent Uzel oder auch das algerische Landtechnikunternehmen CMT (Complexe
Moteurs Tracteurs) vertrauen bei der Motorisierung ihrer Traktoren und Erntemaschinen auf DEUTZ. Uzel hat
2004 mit der Modellreihe MF-3000, die mit der bewährten 2012-Baureihe 57 bis 81 kW auf die Achse bringt,
über 3.000 Traktoren verkauft und damit den Absatz gegenüber 2003 mehr als verdoppelt. Mit CMT wurde am
18. Oktober 2004 im Beisein von Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem algerischen Präsidenten Abdelaziz
Bouteflika ein Vertrag unterzeichnet, der die 30-jährige Zusammenarbeit durch Einbringung neuester Technologie
für die dort in Lizenz gefertigten luftgekühlten DEUTZ Motoren um weitere zehn Jahre verlängert.
AKTIE
Sehr gut hat sich im letzten Jahr auch das Geschäft mit Motoren für Stationäre Anlagen, also für Stromerzeugungsaggregate, Kompressoren und Pumpen, entwickelt. Gegenüber dem Vorjahr konnten wir den Absatz um 17 Prozent
steigern. Besonders erfreulich: Einen großen Teil dieser Verbesserung haben wir mit neuen Kunden erreicht. Für
viele dieser Kunden war dabei unsere Baureihe 1013FC mit Leistungen von 180 bis 200 kVA die erste Wahl. Bei
Motoren für Kompressoren haben wir gemeinsam mit langjährigen Kunden deutliche Steigerungsraten erzielt und
damit unseren Marktanteil erhöhen können. Dieser Erfolg ist vor allem auf die sehr erfolgreiche Markteinführung
der abgasoptimierten Variante der Baureihe 2011 zurückzuführen. Gerade im wichtigen Markt USA haben sich
die Absatzzahlen für diesen Motor besonders gut entwickelt. Insgesamt gehen wir für das laufende Geschäftsjahr
bei den Motoren für stationäre Anlagen von einem weiteren Absatzwachstum aus. Die Steigerung wird sich hauptsächlich bei den Aggregatemotoren und im Pumpeneinsatz abspielen. In beiden Anwendungsfeldern gehen wir vor
allem bei den luftgekühlten Baureihen und bei der Baureihe 2011 von einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung aus. Wachstumsschwerpunkte erwarten wir in den USA und den Ländern des Mittleren Ostens.
MITARBEITER
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
Geert Follens, Präsident Atlas Copco Portable Air Division
Yarovit-LKW Gloros mit 6-Zylinder-Motor der Baureihe 1015.
Terex, einer der führenden Hersteller von Geräten für die Bau- und Landwirtschaft, setzt bei seiner Tochter Terexlift
im neuesten Teleskopstapler auf Hightech-Motoren der Baureihen 2011 und 2012. Die Weltpremiere des neuen
Gerätekonzepts mit mechanischem Antrieb stieß auf der Messe EIMA im italienischen Bologna bei den Kunden auf
großes Interesse. Die Vorteile des Motors kommen dabei voll zur Geltung: starkes Drehmoment über einen breiten
Drehzahlbereich für eine hervorragende Arbeitsleistung des Geräts. Und das bei geringem Kraftstoffverbrauch und
niedrigen Abgas- und Geräuschemissionen. Für die Zukunft erwarten wir vor allem durch die Kooperation mit der
SAME DEUTZ-FAHR Gruppe den weiteren Ausbau unserer Top-Position auf dem weltweiten Landtechnikmarkt.
Wir haben das Potenzial, unsere internationalen Top-Positionen
sukzessive auszubauen.
Neben unserem Kooperationspartner Volvo setzen in dem Wachstumssegment Automotive auch die Hersteller in
den aufstrebenden Märkten Osteuropas zunehmend auf DEUTZ Motoren. Von sechs ukrainischen Bus- und Fahrzeugherstellern bauen bereits vier Unternehmen unsere wassergekühlten Motoren ein. So hat sich die Firma LAZ,
einer der großen Busproduzenten des Landes, bei ihren neuen City- und Intercity-Bussen für den serienmäßigen
Einbau von DEUTZ Motoren entschieden. Zum Einsatz kommen 6-Zylinder-Motoren der Baureihe 1013 mit Turboaufladung und Ladeluftkühlung. Bei dem weißrussischen Nutzfahrzeughersteller MAZ kommen unsere Motoren
in der Abgasstufe EURO III in Lastkraftwagen und Bussen zum Einsatz; ein klares Zeichen, dass sich modernste
Motorentechnologie in allen Märkten der Welt bezahlt macht. In türkischen Metropolen beherrschen Kleinbusse
von Otokar seit Jahrzehnten das Stadtbild, den Antrieb liefern Motoren von DEUTZ. 2004 konnten wir den Absatz
noch einmal kräftig steigern und lieferten insgesamt rund 2.700 Motoren der wassergekühlten Baureihen 1012
und 1013 an den türkischen Bushersteller. Entscheidend für diesen Erfolg war die Motorisierung des neu in den
Markt eingeführten Midibusses »Sultan«.
18
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
»1«
Andrej Biryukov
»Unsere Kunden fordern von uns Nutzfahrzeuge, die leistungsstark und auch
unter härtesten Einsatzbedingungen
absolut zuverlässig sind. DEUTZ
Motoren verbinden diese Eigenschaften
mit modernsten Emissionsstandards
und hoher Wirtschaftlichkeit. Die
Entscheidung für DEUTZ fiel uns daher
leicht.«
19
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
ERNEUERBARE
ENERGIEN
AKTIE
China – für DEUTZ eine der ersten Adressen China, wohl der weltweit wichtigste Zukunftsmarkt für Diesel- und
Gasmotoren, hat 2004 eine zum Teil deutliche Abschwächung des Wachstumstempos erlebt. Hervorgerufen wurde
dies vor allem durch Maßnahmen der Regierung in Peking, die den überhitzten chinesischen Markt abkühlten.
Beispielsweise wirkte sich eine restriktive Handhabung von Bau- und Importgenehmigungen nachteilig auf den
Nutzfahrzeugmarkt aus, so dass 2004 die Lieferungen an unseren Partner FAW, die Nummer 1 im chinesischen
Nutzfahrzeugmarkt, zurückgingen. Allerdings sehen wir hier bereits deutliche Zeichen für eine Erholung des Marktsegments. Sehr positiv verlief das China-Geschäft mit Motoren für Stromerzeugungsaggregate. In diesem Bereich
konnten wir unseren Absatz im letzten Jahr gegenüber 2003 verdreifachen. Trotz der kurzzeitigen Stagnationsphase sind wir von dem enormen Wachstumspotenzial des chinesischen Marktes weiterhin überzeugt. Für dieses
Wachstum ist DEUTZ – in China bereits seit den siebziger Jahren aktiv – gut aufgestellt. Neben FAW beliefern wir
auch den Fahrzeughersteller Norinco mit unseren Motoren, über unseren Kooperationspartner Volvo profitieren
wir von der rasanten Entwicklung in der dortigen Baumaschinenbranche, und wir sind über unser Joint-Venture
Weifang Diesel mit einem Produktionsstandort vor Ort vertreten. Beste Voraussetzungen also, auch hier weitere
Steigerungen im Blick zu haben.
FINANZINFORMATIONEN
Für die Zukunft sehen wir auch die Chance, im Nutzfahrzeugsegment stärker vom Captive-Markt zu profitieren.
Denn die großen Fahrzeughersteller, die bislang ihre eigenen Motoren bauen, sehen sich zunehmend bei freien
Motorenanbietern um. Die Volvo-Kooperation ist ein Beispiel dafür, dass sich dieser Markt bewegt und ein Teil des
Captive-Segments sich nun auch für einen unabhängigen Motorenhersteller öffnet. Insbesondere bei kleineren
Stückzahlen lohnt es sich, wenn Nutzfahrzeughersteller ihre Motorenproduktion an einen unabhängigen Hersteller
wie DEUTZ auslagern. Auf diesem Wege können über Volumeneffekte die Entwicklungs- und Produktionskosten pro
Motor optimiert werden.
WEITERE INFORMATIONEN
Dass der neue Nutzfahrzeugmotor TCD 2013 für die Abgasstufe EURO IV, der ab 2006 in den mittelschweren Trucks
der Marken Volvo und Renault zum Einsatz kommen wird, die höchsten Kundenansprüche erfüllt, versteht sich
von selbst. Ein weiterer Beweis für die Spitzenstellung des Premium-Motors: In den Fahrzeugen des italienischen
Busproduzenten Breda Menarini kommen noch in diesem Jahr erste Prototypen auf die Straße.
MITARBEITER
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
KOMPAKTMOTOREN
Andrej Biryukov, Präsident Yarovit
OTSI S.A.-Energieerzeugungsanlage San Millán mit zwei V16-Motoren der Baureihe TCG 2032.
Mittel- und Großmotoren
Mittel- und Großmotorengeschäft neu ausgerichtet Im ersten Jahr nach dem Re-Launch haben wir die Neustrukturierung des Segments Mittel- und Großmotoren begonnen. Sämtliche Aktivitäten dieses Bereichs wurden
mit Wirkung zum 1. Januar 2005 aus der DEUTZ AG ausgliedert und in der neuen Gesellschaft DEUTZ Power
Systems GmbH & Co. KG gebündelt. Die Zusammenfassung der gesamten Wertschöpfungskette vom Einkauf über
Produktion und Vertrieb bis hin zum Service unter einheitlicher Leitung ermöglicht die optimale Ausrichtung auf das
projektbezogene Systemgeschäft mit Energieerzeugungsanlagen. Es ist das Ziel, die Präsenz im stark wachsenden
Marktsegment der Kraft-Wärme-Kopplung mit erneuerbaren Energien weiter auszubauen und Mannheim zu einem
ertragsstarken Hightech-Standort für Gas- und Dieselmotoren zu machen.
Nachdem im Rahmen der Restrukturierung der Rückzug aus dem Neumotorengeschäft mit Mittel- und Großmotoren
für Marineanwendungen beschlossen wurde, folgte Anfang 2005 konsequenterweise auch die Veräußerung des
Marine-Servicegeschäfts an die finnische Wärtsilä Corporation. Zu einem Kaufpreis von 115 Millionen € übernimmt Wärtsilä das Servicegeschäft mit Original-Ersatzteilen und das Reparatur- und Wartungsgeschäft für dieselgetriebene Mittel- und Großmotoren in Schiffen und Offshore-Anwendungen. Weltweit werden rund 200 DEUTZ
Mitarbeiter von dem finnischen Unternehmen übernommen. Damit profitieren nicht nur unsere Kunden, sondern
auch unsere Mitarbeiter im Marine-Servicegeschäft, die bei Wärtsilä eine bessere Perspektive haben.
Das gesamte Maßnahmenpaket zur Restrukturierung des Mittel- und Großmotorengeschäfts erfordert einen
einmaligen Aufwand von 35 Millionen €, eine strategisch entscheidende und sinnvolle Investition in die Zukunft
20
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
VORWORT
21
WEITERE INFORMATIONEN
FINANZINFORMATIONEN
AKTIE
Konzentration auf dezentrale Energieerzeugung Im neuen Segment DEUTZ Power Systems fokussieren wir uns
zukünftig mit unseren modernen Mittel- und Großmotoren verstärkt auf die umweltschonende dezentrale Energieerzeugung. Die Anforderungen an unsere Kunden aus der Energiewirtschaft werden immer größer. Strom, Wärme
und Kälte müssen zu jeder Zeit und an jedem Ort zuverlässig und unterbrechungsfrei bereitstehen. Gleichzeitig
rücken Umwelt- und Klimaschutz immer mehr in den Vordergrund. Internationale Klimaschutzvorhaben – gemäß
den Vereinbarungen aus den Kyoto-Protokollen zur Vermeidung von Methan- und Kohlendioxidemissionen aus
den Bereichen Bergbau, Ölförderung und Abfallentsorgung – sorgen für eine stetig steigende Zahl von attraktiven
Projekten, für die DEUTZ Power Systems mit seinen Produkten eine hervorragende Wettbewerbsposition hat.
Energiesparen und die Ablösung fossiler Primärenergien durch erneuerbare Energiequellen gewinnen steigende
Priorität. Wir erwarten deshalb zweistellige Zuwachsraten bei Motoren für dezentrale Energieerzeugungsanlagen,
die mit erneuerbaren Energiequellen betrieben werden können.
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
In Deutschland sind wir schon die Nummer 1, in Europa wollen
wir es werden.
ERNEUERBARE
ENERGIEN
des Standorts Mannheim. Die erforderlichen strukturellen und personellen Veränderungen werden mit Ende des
laufenden Geschäftsjahres abgeschlossen sein und zukünftig den Break-even für das Neumotorengeschäft ganz
entscheidend senken.
MITARBEITER
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
OTSI S.A.
»1«
Inigo Bertrand, Vizepräsident Technologie
KOMPAKTMOTOREN
German Cabrera, Präsident
»Mit mehr als 180 MW, installiert in
30 Anlagen, ist OTSI S.A. einer der
Hauptakteure im spanischen Gaszu-Strom-Markt. Besonders mit der
Baureihe TCG 2032 bietet uns DEUTZ
Power Systems ein maßgeschneidertes Produkt für unseren Markt. Der
exzellente Wirkungsgrad, niedrige
Abgas- und Geräuschemissionen und
die hohe Zuverlässigkeit der DEUTZ
Energieerzeugungsanlagen erfüllen
die Anforderungen unserer Kunden
auf perfekte Weise.«
Von dieser Entwicklung versprechen wir uns einen Schub bei Gasmotoren. Bisher lag das Produktionsverhältnis
von Diesel zu Gas bei 2:1. Diese Relation wird sich durch die Umstrukturierung zugunsten der Gasmotoren
umkehren. Dieselmotoren bleiben aber weiterhin eine technologisch unverzichtbare Ergänzung im Bereich der
dezentralen Energieerzeugung und sind ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber Hauptwettbewerbern, die ausschließlich Gasmotoren in ihrem Produktportfolio haben.
In wichtigen Märkten entwickeln wir konsequent Alleinstellungsmerkmale.
Lösungen für schwierigste Anwendungsfelder Gasmotoren, wie sie DEUTZ Power Systems in seinen Energieerzeugungsanlagen einsetzt, zeichnen sich durch geringe Betriebskosten und hohen Nutzungsgrad, durch überdurchschnittliche Betriebssicherheit und Verfügbarkeit sowie durch niedrige Abgas- und Geräuschemissionen aus.
Im Leistungsbereich zwischen 180 und 4.000 kW erzeugen die Gensets aus unterschiedlichsten Gasarten, wie
Erdgas, Deponie-, Klär- und Biogas sowie Grubengas und Kokereigas, nachhaltig und mit optimalem Wirkungsgrad
Strom, Wärme und Kälte. Mehrere Motoren können, modular hintereinander geschaltet, problemlos zu größeren
Kraftwerkseinheiten kombiniert werden.
Dabei entwickelt DEUTZ Power Systems in strategischen Marktsegmenten konsequent Alleinstellungsmerkmale
gegenüber dem Wettbewerb, so zum Beispiel auf der Kokerei Italiana Coke, wo neun Gensets der Baureihen
22
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
Aus den unterschiedlichsten Gasarten, wie Erdgas, Bio-, Deponie- und Klärgas sowie Gruben- und Kokereigas, erzeugen die Gasmotoren von DEUTZ Power Systems nachhaltig und mit optimalem Wirkungsgrad Strom, Wärme und Kälte. Niedrigste Abgas- und
23
WEITERE INFORMATIONEN
FINANZINFORMATIONEN
AKTIE
Unsere umfassende Produkt- und Dienstleistungspalette deckt die Anforderungen des Marktes optimal ab. In
Deutschland sind wir damit die Nummer 1 geworden. Das wollen wir auch in Europa werden, wo wir noch den
zweiten Platz belegen. Zudem planen wir den verstärkten Einstieg in die boomenden Märkte Osteuropas und Asiens.
In der anspruchsvollen Umsetzung der oft sehr individuellen Kundenanforderungen im Bereich Sondergase produziert DEUTZ Power Systems Hardware und Dienstleistungen, mit denen wir technologisch und wirtschaftlich zur
internationalen Spitzenklasse gehören.
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
Starkes Standbein im Servicegeschäft Unsere Kompetenz reicht über die reine Installation der Anlage weit
hinaus. Denn die Erlöschancen im Systemgeschäft steigen, wenn der Lieferumfang ausgedehnt wird. So gewährleisten beispielsweise begleitende Wartungsverträge über einen Vertragszeitraum von 10 bis 15 Jahren konstante
Erträge. Neben der Stromerzeugungsanlage liefert DEUTZ Power Systems auch die erforderlichen Dienstleistungen
rund um die Energieerzeugung, von der Inbetriebnahme über die Wartung bis hin zur Generalüberholung.
ERNEUERBARE
ENERGIEN
TBG 632 und TCG 2032 aus den problematischen Abgasen der Koksproduktion 25 Megawatt elektrische Energie
erzeugen, bei einer nachgewiesenen Verfügbarkeit der Motoren von über 98 Prozent. Damit ist DEUTZ Power Systems weltweit der einzige Anbieter, der zu 100 Prozent Koksofengas im Dauerbetrieb verwerten kann, bei gerade
einmal halbjährlichen Regelwartungen. In Zentralchina, im Projekt Citic Guan, erzeugen sieben TCG 2032-Gensets
28 Megawatt Strom aus Erdgas für einen modernen Industriekomplex zur Rohstoffförderung in einer Region fernab jeder zentralen Energieversorgung.
MITARBEITER
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
KOMPAKTMOTOREN
»1«
Geräuschemissionen sind dabei eine Selbstverständlichkeit.
Beate Rosner und Andrea Ciolka, welt-
Wolfgang Knaak, Motorenschlosser im Bereich Versuch.
weiter Teileeinkauf für Kompaktmotoren.
Alfred Jaeger, Leiter Arbeitsplanung
der Kölner Montagewerke.
»Jeder hat seine Stärken und
Schwächen. Im Team muss es
optimal zusammenpassen.«
»Ich will die besten Motoren der
Welt bauen!«
Mitarbeiter
Die Mannschaft steht wie eine 1 Die gemeinsam erreichten Ziele der zurückliegenden Re-Launch-Jahre haben
den Leistungswillen der DEUTZ Mannschaft noch weiter gesteigert und sie noch enger zusammenwachsen lassen.
Dank ihres Engagements, ihrer Kreativität und ihres Verantwortungsbewusstseins kommt den Mitarbeitern ein
entscheidender Anteil an der Weiterentwicklung unseres Unternehmens und an der Sicherung des eigenen Arbeitsplatzes zu. Der Vorstandsvorsitzende Gordon Riske konnte sich in den regelmäßigen Talk-Runden, in denen Mitarbeiter über Visionen, Ziele und Probleme offen mit ihm diskutieren, davon überzeugen: Die Mannschaft steht auf
allen Ebenen wie eine 1 hinter DEUTZ.
Der Stolz auf das eigene Unternehmen wurde besonders deutlich auf dem großen Sommerfest, das DEUTZ anlässlich des 140-jährigen Jubiläums und der Grundsteinlegung für die neue Motoren-Montagehalle am Standort
Köln-Porz veranstaltete. Tausenden von Angehörigen und Freunden präsentierten die Mitarbeiter ihr Unternehmen.
Die Entwicklungs- und Montagebereiche boten dabei ebenso wie die zahlreichen historischen Exponate und die
Kundengeräte neuester Generation vielfältige Gelegenheiten für einen Blick hinter die Kulissen.
Erstklassige Adresse für den Berufsstart Auch für ambitionierte junge Menschen ist DEUTZ nach wie vor eine
attraktive Adresse. Gerade in Zeiten hoher Jugendarbeitslosigkeit nimmt die Unternehmensleitung die gesellschaftliche Verantwortung zur Ausbildung ernst. So starten bei uns jährlich rund 50 Schulabgänger ihre berufliche Laufbahn. Und mit 20 zusätzlichen Ausbildungsplätzen haben wir in 2004 das Lehrstellenangebot noch einmal deutlich
erhöht. Wir sehen dies nicht nur als Engagement für die Jugend und als Aufforderung an die jungen Menschen,
ihre Chancen zu ergreifen, sondern setzen damit auch ein klares Zeichen für den Standort Deutschland.
Die Auszubildenden von heute sind die qualifizierten Fachkräfte von morgen. Das Spektrum der Ausbildung reicht
im gewerblichen Bereich vom Zerspanungsmechaniker bis zum Elektroniker, im kaufmännischen Bereich von
der Fachkraft für Bürokommunikation bis zu Industriekaufleuten. Insgesamt waren bei DEUTZ in 2004 mehr als
200 Auszubildende beschäftigt. Nach bestandener Prüfung bieten wir ihnen zunächst befristete Arbeitsverträge
an. Bis heute konnten wir daran anschließend alle Nachwuchskräfte in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis überneh-
24
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
Rositha Kautz, Sekretariat
Alexander Becker, Montage Kompaktmotoren.
Tilo Sigeneger, Projektleiter »Produktion Nutzfahrzeugmotor«.
Leiter Forschung
»1«
und Entwicklung,
Qualitätsmanagement.
KOMPAKTMOTOREN
Generationenübergreifendes Engagement Das Potenzial der Jugend mit der Er fahrung des Alters zu verbinden,
dies wird für viele Unternehmen in der Zukunft ein entscheidender Erfolgsfaktor sein. In diesem Zusammenhang
sind wir bei DEUTZ auf eine Zahl besonders stolz: 21 Jahre ist die durchschnittliche Zugehörigkeit zum Unternehmen. Umfangreiches Know-how, das uns in vielen Bereichen den 1. Platz sichert. Sei es in der Ausbildung, bei der
Begleitung der Trainees durch die Mentoren oder bei der Zusammensetzung von Projektteams – wir sorgen dafür,
dass dieses Know-how weitergegeben wird und die Jungen und die Erfahrenen voneinander profitieren können.
Damit verbessern wir kontinuierlich die Qualität unserer Arbeit und unserer Produkte. Davon profitieren unsere
Kunden. Und das wiederum sichert dauerhaft die Arbeitsplätze.
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UMWELT UND
GESELLSCHAFT
ERNEUERBARE
ENERGIEN
AKTIE
Mit unseren Trainee-Programmen bieten wir zukünftigen Führungskräften die Chance, früh Verantwortung zu übernehmen. Vom ersten Tag an werden die Hochschulabsolventen in praxisnahe Projekte eingebunden und dabei von
so genannten Paten unterstützt. Zugleich werden sie von Mentoren begleitet, die ihnen während der gesamten
Ausbildung als Ansprechpartner, Kontaktperson und Koordinator zur Verfügung stehen. Mit fortschreitender Reduzierung von Hierarchien und der Bündelung von Funktionen erwarten wir von unseren künftigen Managern vor allem
die Fähigkeit zum fachübergreifenden, vernetztem Denken sowie Verantwortungsbewusstsein. Dabei legen wir
besonderen Wert auf die innere Bereitschaft zur Kundenorientierung und internationale Mobilität. Im Berichtsjahr
wurden sieben Trainees eingestellt, um sie auf spätere Führungspositionen vorzubereiten – für uns eine lohnende
Investition in die eigene Zukunft.
FINANZINFORMATIONEN
Unsere Stärke gewinnen wir aus der Vereinigung unterschiedlichster Charaktere und Begabungen
WEITERE INFORMATIONEN
men. In Zusammenarbeit mit dem Träger IN VIA, einem Fachverband des Deutschen Caritasverbandes, und der
Agentur für Arbeit bereiten wir außerdem 36 Jugendliche in der Ausbildungswerkstatt und in den Betrieben auf
eine Berufsausbildung vor. Ein soziales Engagement mit einer inzwischen über 10-jährigen Tradition.
MITARBEITER
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
»DEUTZ war mein erster Arbeitgeber. Ich
kann mir überhaupt nicht vorstellen,
woanders zu arbeiten.«
»Serienanläufe, neue Motorvarianten, kontinuierliche
Produktivitätssteigerungen.
An Herausforderungen
mangelt es bei uns nicht.«
Jungen Menschen den Start in das Berufsleben ermöglichen. Für DEUTZ
auch eine gesellschaftliche Verantwortung.
Umwelt und Gesellschaft
Handeln mit Blick über den Tellerrand Bei DEUTZ hat nicht nur der Bau erstklassiger Motoren Tradition. Auch
Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Arbeitssicherheit waren, lange bevor dies in Deutschland durch Gesetze und
Verordnungen zur Pflicht wurde, integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie.
Ein gestiegenes Umweltbewusstsein hatte uns im Vorjahr die Einführung des Umweltmanagementsystems nach
DIN EN ISO 14001 am Standort Köln erheblich erleichtert. Von renommierten Zertifizierungsgesellschaften wird
uns jetzt bestätigt, dass DEUTZ die international geltenden Umweltstandards sicher erfüllt und dass das System
funktionsfähig ist.
Es sind die vielen kleinen Dinge, an denen Erfolge und Nachhaltigkeit abzulesen sind. So verbesserten wir 2004
unsere Abfallbilanz ganz entscheidend. Mit einer Fülle betrieblicher Maßnahmen gelang es, bei der Produktion
entstehende Öl- und Wassergemische um 38 Prozent und Galvanikschlämme sogar um 65 Prozent zu reduzieren.
Anfallende Lösemittelgemische konnten wir um 28 Prozent und Lackierabfälle um 14 Prozent abbauen. Mit nur
noch 28 Unfällen pro 1.000 Mitarbeiter erzielten wir 2004 zudem unseren bisher höchsten Sicherheitsgrad am
Arbeitsplatz. Damit liegen wir 25 Prozent unter dem Branchendurchschnitt.
Schon in der Forschungsarbeit stellen wir die Weichen dafür, dass alle denkbaren umweltbezogenen Anforderungen
an unsere Produkte erkannt und konsequent umgesetzt werden. Dies gilt insbesondere für die Einführung innovativer Technologien. Grundgedanke ist dabei die Vermeidung von schädlichen Emissionen und die Schonung vorhandener Ressourcen.
26
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
Allein in 2004 haben wir die Lackierabfälle um 14 Prozent reduziert:
Aus- und Weiterbildung von Ingenieuren.
ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz.
Unseren Kunden bieten wir eine umfangreiche Motorenpalette, die neben höchsten Qualitätsansprüchen auch alle
Umweltanforderungen erfüllt. Mit unserer modular aufgebauten Emissions-Reduktionstechnologie DVERT® haben
wir für alle Anwendungsbereiche Kraftstoffverbrauch, Schadstoffausstoß und Geräuschemissionen im Griff – bis
über das Jahr 2010 hinaus.
MITARBEITER
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
KOMPAKTMOTOREN
»1«
Der VDI ehrt Helmut Müller für seine Verdienste bei der
27
ERNEUERBARE
ENERGIEN
WEITERE INFORMATIONEN
FINANZINFORMATIONEN
AKTIE
Chancen eröffnen – Wissen vermitteln – Traditionen pflegen DEUTZ stellt sich heute mehr denn je auch der Verantwortung für die Gesellschaft. Dabei haben wir auch immer den Nachwuchs im Blick. So arbeiten wir seit über
zehn Jahren mit IN VIA zusammen, um jungen Menschen über Qualifizierungsmaßnahmen die Chance auf eine
Berufsausbildung zu geben, die ansonsten nur schwer Zugang zum Arbeitsmarkt finden können. Beispielhaft ist
das Engagement für den wissenschaftlichen Nachwuchs. So gibt unser Technikvorstand Prof. Karl Huebser an der
Universität Györ, Ungarn, die Erfahrung aus mehr als 30 Jahren Industriepraxis an die nachfolgende Ingenieursgeneration weiter. Und Helmut Müller, seit 30 Jahren in leitender Funktion bei DEUTZ, wurde für seine Veröffentlichungen, Seminare und Lehrgänge im Sektor Marketing und Produktplanung sowie insbesondere für seinen besonderen Einsatz an der Schnittstelle Wissenschaft/Technik/Markt im technischen Vertrieb vom Verein Deutscher
Ingenieure (VDI) mit der Fritz-Kesselring-Ehrenmedaille gewürdigt. DEUTZ ist Leihgeber vieler Exponate aus den
Anfängen des Ottomotors an Museen und Ausstellungen rund um den Globus. Der Zweck ist mehr als legitim: Die
Menschen sollen immer wieder daran erinnert werden, dass die Wiege der Motorisierung in Köln-Deutz steht.
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
Schonung der Umwelt und Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung: feste Bestandteile unserer Unternehmenskultur.
Exkurs: Erneuerbare Energien
»Bei der Biomasse kann sich Deutschland, wie zuvor schon bei der Windenergie, an die Spitze des Weltmarkts für nachhaltige Energietechniken
setzen. Gezielte Forschungsförderung, geeignete Markteinführungsprogramme
und passende Rahmenbedingungen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz
müssen den Weg ebnen. Von allein passiert dies nicht.«
Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium
Heute leben auf unserem Globus rund sechs Milliarden Menschen. Im
Jahre 2030 soll die Erdbevölkerung bereits auf acht Milliarden angewachsen sein, um spätestens 2050 die Zahl von zehn Milliarden zu erreichen.
Die Menschen in den geburtenstarken Schwellenstaaten und unterentwickelten Ländern werden nach jenem Wohlstand streben, den die so
genannte Erste Welt längst erreicht hat. Das ist ohne eine ausreichende
und sichere Energieversorgung nicht machbar.
Vor dem Hintergrund knapper werdender fossiler Energieträger, die zudem noch den Nachteil haben, mit ihren Schadstoffen die Luft, die wir
atmen, zu belasten und die schützende Ozonschicht zu zerstören, richtet
sich der Fokus zunehmend auf die regenerativen Energieträger. Weltweit
ist der Bereich Erneuerbare Energien eines der am stärksten wachsenden Marktsegmente innerhalb der dezentralen Energietechnik.
Neben Wind- und Sonnenkraft erfüllt eine Vielzahl von Gasen das Kriterium der Erneuerbarkeit. Die meisten dieser Gase sind weit gehend unvermeidbare Nebenprodukte, wie sie zum Beispiel in der Abfallwirtschaft
Landwirtschaftliche Betriebe mit Tierhaltung eignen sich besonders für eine konsequente Ressourcennutzung in Form einer
Kreislaufwirtschaft. Die anfallende Gülle liefert das Biogas für das Blockheizkraftwerk, das wiederum Strom, Wärme und Kälte für die
Gebäude und Anlagen des Hofes produziert.
28
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
»1«
Grubengas entsteht sowohl im leben-
als direkte Folge des Kohleabbaus. Unter
Tage ist Grubengas als Ursache für
Schlagwetterexplosionen eine enorme
Gefahr für die Bergleute. Weltweit verunglücken jedes Jahr mehr als 30.000 Kumpel
Moderne Bewetterungsanlagen fördern
dieses gefährliche Gas über Tage, wo es
sinnvoll zur Energieerzeugung im Bergbau
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
als Folge von Methangasexplosionen.
und für die Menschen im Revier genutzt
werden kann. Das CO2-Reduktionspotenzial
durch Grubengasnutzung allein an Rhein
und Ruhr beträgt ca. vier Millionen Tonnen.
Weltweit ist ein enormes Potenzial an
Grubengas vorhanden. So deckt in China die
MITARBEITER
In Europa konnten sich in den letzten Jahren immer mehr nationale
Regelungen zur Förderung regenerativer Gasnutzung etablieren, so zum
Beispiel in Großbritannien im Rahmen der Renewables Obligation (RO)
oder in Deutschland durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).
Obwohl sich die Handhabung entsprechender nationaler Regelungen teilweise stark unterscheidet, entstanden vor allem in Europa und den USA
in den letzten rund 15 Jahren neue Absatzmärkte – insbesondere für die
Hersteller und Betreiber von Gasmotorentechnik.
KOMPAKTMOTOREN
den als auch im stillgelegten Bergbau
Steinkohleförderung mit über 70 Prozent
immer noch den größten Anteil der nationalen Energieversorgung ab – mit steigender
Tendenz.
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
oder der Landwirtschaft aus organischem Material durch biologische
Abbauprozesse entstehen. Dort, wo diese Gase entstehen, besteht in
der Regel auch entsprechender Bedarf an dezentral erzeugter Energie.
Ebenso entstehen bei der Gewinnung und Verarbeitung von Öl und Kohle
enorme Mengen klimaschädlicher Gase, die überwiegend ungenutzt und
ungefiltert in die Atmosphäre gelangen. Letztere Gase, insbesondere
Grubengas und Koksofengas, können zwar im engeren Sinne aufgrund
ihres fossilen Ursprungs nicht als erneuerbar gelten. Ihre Verwertung
wird jedoch in einigen Ländern im Sinne eines erweiterten Klimaschutzes
entsprechend mit gefördert. Analog zum Bereich der Biogase nimmt auch
hier die wirtschaftliche Notwendigkeit zur Verwertung dieser bislang wenig
beachteten Ressourcen zu.
ERNEUERBARE
ENERGIEN
Primärenergieverbrauch Europas
Kohle
Erdöl
Nuklear
1990
2000
2010
2020
2030
2040
FINANZINFORMATIONEN
Biomasse
2050
29
WEITERE INFORMATIONEN
Erdgas
AKTIE
Wasser
Wind
Solar
DEUTZ Power Systems hat die technologischen und wirtschaftlichen
Herausforderungen, die die Verwertung solcher oft stark verunreinigter
Gase mit sich bringt, erfolgreich bewältigt. Heute steht eine breite Produktpalette für den weltweiten Export zur Verfügung. Sie zeichnet sich
unter anderem aus durch die Möglichkeit, sich mit Mehrmotorenanlagen
schwankenden Gasmengen modular anpassen zu können. Gegenüber
Gasturbinen weisen Gasmotoren außerdem das bessere Teillastverhalten und den höheren elektrischen Wirkungsgrad auf.
International ist mit der Ratifizierung der Kyoto-Verträge durch die Russische Föderation der endgültige Startschuss für Projekte zur gezielten
Vermeidung von klimaschädlichen Gasen gefallen. Insbesondere Methan,
dessen Schadenspotenzial, verglichen mit dem von Kohlendioxid, um
den Faktor 21 höher angesetzt werden muss, eignet sich gut als Treibstoff für stationäre Energieerzeugungsanlagen auf der Basis moderner
Gasmotorentechnologie. Durch den Einsatz von erneuerbaren Methangasen in Motoren wird zum einen durch die Verbrennung von Methan
zu Kohlendioxid die Schädlichkeit um das 21fache reduziert, zusätzlich
werden fossile Ressourcen wie Erdgas im Wege der Substitution durch
erneuerbare Gase geschont.
Helmut Drotziger, Geschäftsführer DEUTZ Power Systems
»Grubengasnutzung mit Gasmotorenanlagen von DEUTZ Power Systems
dominiert bereits heute die heimischen Kohlereviere an Rhein, Ruhr
und Saar. Auch in den polnischen und britischen Kohleabbaugebieten
hat die hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit unserer Produkte zu
einer Vielzahl von erfolgreichen Projekten beigetragen. Zusammen mit
Saar Energie entwickelte DEUTZ Power Systems das erste Projekt, in
dem auch Grubengas mit nur 25-prozentigem Methangehalt bei voller
Motorenleistung verstromt werden kann.«
Helmut Drotziger
30
VORWORT
»1«
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
Eine Vielzahl von Projekten wird durch diese Mechanismen, gerade in
Schwellenländern ohne eigene Programme für erneuerbare Energien,
überhaupt erst finanzierbar. Nach einhelliger Expertenmeinung wird
gerade die Nutzung von Deponie-, Bio-, Klär- und Grubengas hierdurch
international enormen Aufschwung nehmen.
Koksofengas entsteht bei der Umwandlung
und Gießereikoks. Das Produkt Koks gehört
weltweit immer noch zu den gefragtesten
Rohstoffen in der Schwerindustrie und hat
seinen Marktpreis in den letzten Jahren
aufgrund verstärkter Nachfrage nahezu
KOMPAKTMOTOREN
von Steinkohle zu hochofenfähigem Koks
verzehnfacht. Das bei hohen Temperaturen
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
aus der Kohle ausgetriebene Gas ist in
der Regel stark verunreinigt und enthält
zu über 50 Prozent Wasserstoff, was den
Einsatz in hocheffizienten, modernen
Gasmotoren nahezu unmöglich erscheinen
lässt. DEUTZ Power Systems bietet mit
seiner Baureihe TCG 2032 weltweit den
MITARBEITER
Dieser doppelte Nutzen findet immer breitere Anwendung in Projekten,
die durch die Instrumente des Clean Development Mechanism (CDM)
und der Joint Implementation (JI) erst ermöglicht werden. Geberländer
und Geberorganisationen erhalten hier die Möglichkeit, außerhalb ihrer
Landesgrenzen in Klimaschutzprojekte zu investieren und als Dividende
so genannte Carbon Credits zu generieren. Diese Zertifikate, die
beispielsweise die Vermeidung einer Tonne Kohlendioxid nachweisen,
können wiederum von Emittenten erworben werden, die damit einen
Mehrausstoß von Kohlendioxid kompensieren können – wozu sie als
Unternehmen eines Beitrittslandes zum Kyoto-Vertrag nach der Maßgabe
entsprechender Emissionsobergrenzen verpflichtet sind. Ein emissionsintensives Unternehmen kann somit entweder direkt in Klimaschutzprojekte investieren, um die jeweiligen Obergrenzen einzuhalten, oder
von Dritten Carbon Credits erwerben, um Strafzahlungen zu vermeiden.
einzigen Gasmotor an, der zu 100 Prozent
Koksofengas im Dauerbetrieb in Energie
umwandelt. Nahe Genua, Italien, liefern neun
25 Megawatt Strom – bei einer nachgewiese-
30
31
WEITERE INFORMATIONEN
FINANZINFORMATIONEN
Weltweit einzigartig: In der Kokerei Italiana Coke nutzen Motoren der Baureihe TCG 2032 zu 100 Prozent Koksofengas zur Erzeugung von Energie.
AKTIE
ERNEUERBARE
ENERGIEN
nen Verfügbarkeit von über 98 Prozent.
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
solcher Gasmotorenaggregate insgesamt
Bei DEUTZ Power Systems ist dieser weltweite Trend frühzeitig erkannt
und erfolgreich in technische und wirtschaftliche Lösungen und Alleinstellungsmerkmale umgesetzt worden. Für diesen bedeutenden Markt,
der immer mehr an Fahrt gewinnt, sind somit die Weichen bereits auf
Erfolg gestellt.
Entwicklung der DEUTZ Aktie im Geschäftsjahr 2004
in %
150_
125_
100_
75_
50_
2.1.2004
30.12.2004
DEUTZ
SDAX
Prime Industrial
Aktie
Bewegtes Jahr für die DEUTZ Aktie Die DEUTZ Aktie ist im Geschäftsjahr 2004 wieder stärker in das Blickfeld
der Investoren gerückt. Ausgehend von 3,22 € Ende 2003 erreichte die DEUTZ Aktie bereits im Januar 2004 bei
deutlich gestiegenen Umsätzen mit 4,70 € ihren Jahreshöchststand. Ende Juni notierte sie noch bei 3,55 € und
wies damit eine Wertsteigerung von 10,2 Prozent auf. Das ist etwas weniger als der SDAX mit plus 14,4 Prozent,
aber deutlich mehr als der direkt vergleichbare Branchenindex Prime Industrial, der um 0,8 Prozent sank.
Im zweiten Halbjahr gab die DEUTZ Aktie unter Schwankungen, im Wesentlichen verursacht durch markttypische
Kursreaktionen auf unsere im Juli bekannt gegebene Wandelanleihe, nach. Im Jahresvergleich büßte die DEUTZ
Aktie letztlich neun Prozent ihres Wertes ein – gegenüber einem Index-Plus im SDAX von 21,6 Prozent und einem
Plus von 2,9 Prozent beim Prime Industrial. Der Kurs lag zum Jahresende bei 2,93 €.
Wandelanleihe erfolgreich platziert Mit der Wandelanleihe 2004 wurden Schuldverschreibungen mit einer
Laufzeit von fünf Jahren ausgegeben, ausgestattet mit einem Wandlungsrecht 1:1 in jeweils eine neue Aktie der
DEUTZ AG. Bezugspreis und Nennwert je Schuldverschreibung betragen 3,40 €, die Verzinsung 3,95 Prozent.
Von den insgesamt angebotenen 19.792.998 Schuldverschreibungen wurden 10.759.918 den Aktionären und
Inhabern von Wandelgenussrechten zum Bezug angeboten. Same, unser größter Aktionär, hat im Rahmen dieser
Kapitalmaßnahme seine Bezugsrechte ausgeübt. Mit der Begebung der Anleihe flossen der DEUTZ AG zunächst
Mittel in Höhe von 53,8 Mio. € zu, die sich bis Jahresende, nach Platzierung restlicher Schuldverschreibungen von
13,5 Mio. €, auf insgesamt 67,3 Mio. € erhöhten. Diese Mittel sollen zur Stärkung der Kapitalstruktur und zur
Finanzierung des mittelfristigen Wachstums verwendet werden.
Mit forciertem Wachstum, besserer Auslastung der Produktionskapazitäten und steigenden operativen Ergebnissen
wollen wir in den nächsten Jahren die Grundlage für eine höhere Bewertung der DEUTZ Aktie schaffen. Unsere
mittelfristigen Finanzziele sind entsprechend anspruchsvoll. Die EBIT-Marge soll bis 2008 von heute vier Prozent
deutlich steigen. Die Zielmarke 2008 für den Return auf das eingesetzte Kapital (ROCE) ist mit zwölf Prozent rund
doppelt so hoch wie im Berichtsjahr (2004: 5,7 Prozent).
32
VORWORT
Aktionärsstruktur
in %
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
SAME DEUTZ-FAHR
29,9
VOLVO 7,1
Streubesitz
53,1
DWS Investment 5,4
DE0006305006
WKN
630500
Reuters
DEZG.F
Bloomberg
DEZ.GR
Marktsegment
Amtlicher Markt/Prime
Standard
Zum Jahresende lag der Streubesitzanteil an der DEUTZ AG gemäß der
Berechnungssystematik der Deutschen Börse AG bei 63,0 Prozent. Die
sich daraus errechnende Marktkapitalisierung belief sich Ende 2004 auf
168 Millionen €. Durch eine weiter intensivierte, systematische InvestorRelations-Arbeit beabsichtigen wir, neue Investoren von unserer EquityStory zu überzeugen.
Handelsplätze
XETRA, Frankfurt,
Düsseldorf
Corporate Governance Vorstand und Aufsichtsrat der DEUTZ AG haben im
Dezember 2004 die gesetzliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG
abgegeben, die in sechs Punkten von den Empfehlungen des Deutschen
Corporate Governance Kodex abweicht. Die Erklärung ist im Internet unter www.deutz.com jederzeit einsehbar. Um eine zeitnahe, gleichberechtigte und umfassende Information zu gewährleisten, stellen wir allen Zielgruppen Pressemitteilungen, Zwischenberichte, Geschäftsberichte und
weitere relevante Informationen in deutscher und englischer Sprache auf
unserer Internetseite zur Verfügung. Im Rahmen eines systematischen
Risikomanagements sorgen wir dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt
und geeignete Maßnahmen zur Minimierung eingeleitet werden.
Aktienkurs
(31.12.) in €
3,22
2,93
Aktienkurs
(hoch) in €
3,45
4,70
Aktienkurs
(tief) in €
1,35
2,41
289,7*
267,1
0,09
-0,20
Anzahl der Aktien
(31.12.)
91.147.905* 91.149.075
Marktkapitalisierung in Mio. €
Ergebnis je
Aktie in €
Basis: Schlusskurse XETRA
*
Darin 26.861.760 junge Aktien
(mit Schlusskurs 31.12.2003: 3,08 €).
33
ERNEUERBARE
ENERGIEN
2004
AKTIE
2003
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
ISIN
FINANZINFORMATIONEN
Die DEUTZ Aktie
WEITERE INFORMATIONEN
Aktionärsstruktur verändert Die Deutsche Bank AG hat am 2. Juli 2004
den von ihrer Tochter DB Value GmbH gehaltenen 10,5-prozentigen Anteil
an DEUTZ durch Teilverkauf an die SAME DEUTZ-FAHR Group S.p.A.
auf 4,5 Prozent reduziert. Die Eigentümerposition der Deutschen Bank
ist seither nicht mehr meldepflichtig. Unser größter Einzelaktionär, die
SAME DEUTZ-FAHR Gruppe, hat ihren Anteil von 22,2 auf 29,9 Prozent
entsprechend weiter ausgebaut. Mit unverändert 7,1 Prozent bleibt der
schwedische Nutzfahrzeughersteller AB Volvo zweitgrößter Einzelaktionär,
gefolgt von der DWS Investment GmbH, die 5,4 Prozent der Anteile hält.
MITARBEITER
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
KOMPAKTMOTOREN
»1«
DB Value 4,5
Finanzinformationen
34
35
Lagebericht
44
Jahresabschluss
44
Bilanz
45
Gewinn- und Verlustrechnung
46
Kapitalflussrechnung
46
Segmentberichterstattung
47
Eigenkapitalspiegel
48
Anlagenspiegel
50
Anhang und Konzernanhang
61
Bestätigungsvermerk
62
Anteilsbesitz
64
Aufsichtsrat/Vorstand
VORWORT
DEUTZ Konzern im Überblick
2003
in Mio. €
Auftragseingang
1.264,9
1.179,7
7,2
Absatz (Stück)
173.440
156.237
11,0
Umsatz
1.242,1
1.172,6
5,9
Auslandsanteil (in %)
74,5
74,6
–
Operatives Ergebnis (EBIT)
50,1
44,0
13,9
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
20,7
11,3
83,2
Jahresfehlbetrag/-überschuss
-18,6
6,0
–
Bilanzsumme
960,2
1.017,0
-5,6
Eigenkapital
155,6
169,7
-8,3
16,2
16,7
–
Eigenkapitalquote (in %)
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Netto-Finanzverschuldung
Investitionen
Aufwendungen für Forschung & Entwicklung
Beschäftigte (Anzahl 31.12.)
»1«
KOMPAKTMOTOREN
Veränderung in %
92,9
34,6
168,5
100,0
224,2
-55,4
41,0
40,7
0,7
69,5
54,9
26,6
5.472
5.454
0,3
35
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
2004
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
DEUTZ konnte sich trotz eines starken Wettbewerbsdrucks,
konjunktureller Turbulenzen und eines vom Dollarverfall
geprägten Marktumfeldes gut behaupten und hat seine führende Position als unabhängiger Anbieter von Diesel- und
Gasmotoren in Deutschland und Europa weiter ausgebaut.
MITARBEITER
Geschäftsentwicklung
ERNEUERBARE
ENERGIEN
In den letzten Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres
wurde diese Entwicklung zusätzlich gebremst durch die Abschwächung der Wachstumsdynamik in den USA sowie die
hohen Öl- und Stahlpreise.
AKTIE
Trotz dieser Wachstumsimpulse blieben die wesentlichen
Konjunkturdaten in Deutschland und im gesamten EuroRaum hinter den Erwartungen zurück. Gründe hierfür lagen
zum einen in der relativen Stärke des Euro gegenüber dem
US-Dollar, zum anderen in der schwachen Binnennachfrage.
DEUTZ gehört mit einem Absatz von über 173.000 Motoren
zu den fünf größten Anbietern weltweit mit einem Marktanteil zwischen sieben und acht Prozent und hat insbesondere
in den Anwendungssegmenten Mobile Arbeitsmaschinen,
Stationäre Anlagen und bei dezentralen Energieerzeugungsanlagen mit Sondergasen eine hervorragende Marktposition.
Aus regionaler Sicht konnten die größten Zuwächse beim
Absatz in Deutschland, Westeuropa und Nordamerika erzielt werden.
FINANZINFORMATIONEN
Nach Anlaufschwierigkeiten im ersten Quartal hat die Weltkonjunktur im vergangenen Jahr insbesondere im asiatischen
Wirtschaftsraum und in den USA einen kräftigen Aufschwung
genommen. Auch die mittel- und osteuropäischen Staaten
haben durch ein robustes Wachstum positive konjunkturelle
Impulse für die exportorientierten westeuropäischen Länder
ausgelöst.
Der für DEUTZ relevante globale Non-Captive-Markt für
Dieselmotoren größer 7,5 kW und Gasmotoren größer
200 kW ist auch in 2004 weiter gewachsen. Weltweit
wurden rund 2,3 Millionen Motoren für unterschiedlichste
Anwendungen verkauft.
WEITERE INFORMATIONEN
Wirtschaftliches Umfeld
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
Lagebericht
DEUTZ AG und DEUTZ Konzern
Der Auftragseingang stieg um 7,2 % auf 1.264,9 Mio. €
(Vj.: 1.179,7 Mio. €). Zum 31. Dezember 2004 lag der
Auftragsbestand mit 207,8 Mio. € um 11,6 % über dem
vergleichbaren Vorjahreswert.
Der Motorenabsatz erhöhte sich um 11,0 % auf 173.440
Motoren (Vj.: 156.237). Davon entfielen auf das Segment
Kompaktmotoren 172.684 Motoren (Vj.: 155.523) und
auf das Segment Mittel- und Großmotoren 756 Motoren
(Vj.: 714). Entsprechend konnte der Umsatz deutlich
gesteigert werden: Mit einem Wert von 1.242,1 Mio. €
lag der Umsatz mit 5,9 % über dem Vorjahreswert
(1.172,6 Mio. €). Der Auslandsanteil lag fast unverändert
bei 74,5 % (Vj.: 74,6 %).
Im Segment Kompaktmotoren steigerte DEUTZ den
Umsatz überdurchschnittlich um 7,9 % auf 909,7 Mio. €
(Vj.: 843,0 Mio. €). Neben Umsatzsteigerungen mit den
Kooperationspartnern Volvo, Same und Uzel zeigte sich in
diesem Segment auch eine deutliche Verbesserung des
Inlandsgeschäfts sowie des US-Geschäfts, das gegenüber
dem Vorjahr um 16,6 % anstieg. Im Segment Mittel- und
Großmotoren lag der Umsatz mit 332,4 Mio. € leicht über
dem Vorjahresniveau von 329,6 Mio. €. Diese Steigerung
wurde vor allem mit dem Servicegeschäft bei stationären
Anlagen erzielt. Das Marinegeschäft wurde im Zuge der
Neuausrichtung dieses Segments auf dezentrale Energieerzeugung gezielt reduziert.
In der DEUTZ AG stieg der Umsatz mit 6,1% auf
1.099,1 Mio. € (Vj.: 1.036,3 Mio. €).
Im Segment Mittel- und Großmotoren konnte DEUTZ das
operative Ergebnis (EBIT) um 3,9 Mio. € auf 13,1 Mio. €
verbessern. Ausschlaggebend waren hier die in 2004 begonnene Konzentration auf die dezentrale Energieerzeugung und der gezielte Rückzug aus dem weniger profitablen
Marinesegment. Belastend wirkten sich die Umgliederungseffekte von Kosten in Höhe von 1,4 Mio. € aus dem Segment Sonstiges (im Vorjahr Zentrale Bereiche) aus.
Im Segment Sonstiges (im Vorjahr Zentrale Bereiche) werden
mit dem Geschäftsjahr 2004 nur noch Aufwendungen gezeigt, die keinen Bezug zu der operativen Tätigkeit der
Segmente Kompaktmotoren und Mittel- und Großmotoren
haben. Diese Maßnahme dient der verursachungsgerechteren Zuordnung von Aufwendungen und damit einer höheren
Transparenz des Ergebnisausweises. Bedingt dadurch wurden insgesamt Aufwendungen in Höhe von 8,1 Mio. € den
operativen Segmenten zugeordnet. Darüber hinaus sind im
Vergleich zum Vorjahr geringere Aufwendungen für Personalmaßnahmen und für die Equity-Bewertung von Beteiligungsgesellschaften im Zuge der Dollarkursentwicklung angefallen. Insgesamt ist der Verlust im Segment Sonstiges mit
-12,2 Mio. € um 18,4 Mio. € geringer als im Vorjahr.
Durch die erfolgreiche Platzierung der Wandelanleihe und
ein deutlich reduziertes Working Capital reduzierte sich
die Netto-Finanzverschuldung um mehr als die Hälfte auf
100 Mio. €. Der Zinsaufwand verringerte sich infolgedessen um 10,1 % auf -29,4 Mio. € (Vj.: -32,7 Mio. €). Damit
hat sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 20,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von
11,3 Mio. € fast verdoppelt.
Ergebnisentwicklung
DEUTZ hat im Geschäftsjahr 2004 das operative Ergebnis
(EBIT) von 44,0 Mio. € um 13,9 % auf 50,1 Mio. € gesteigert. Die EBIT-Rendite verbesserte sich auf 4,0 %
(Vj.: 3,8 %). Belastungen aus gestiegenen Materialkosten,
dem weiteren Verfall des Dollarkurses sowie höheren F&EAufwendungen konnten durch die, im Vergleich zum Vorjahr,
deutlich bessere Absatz- und Umsatzentwicklung überkompensiert werden.
Im Segment Kompaktmotoren verringerte sich das operative Ergebnis (EBIT) im Berichtsjahr um 16,2 Mio. € auf
49,2 Mio. € (Vj.: 65,4 Mio. €). Ursache hierfür waren vor
allem die Belastungen aus höheren Materialkosten, Währungskurseinflüssen und hohen F&E-Kosten. Hinzu kamen
Umgliederungseffekte von zuvor im Segment Sonstiges (im
Vorjahr Zentrale Bereiche) ausgewiesenen Kosten in Höhe
von 6,7 Mio. €. Die positive Umsatz- und Absatzentwicklung
konnte diese Belastungen insgesamt nicht ausgleichen.
36
Im außerordentlichen Ergebnis sind die mit der Restrukturierung des Mittel- und Großmotorengeschäfts verbundenen
Aufwendungen in Höhe von 35,0 Mio. € ausgewiesen, die
um 5 Mio. € geringer ausfielen als mit 40 Mio. € ursprünglich erwartet.
Nach Abzug dieses Ergebniseffekts und nach Abzug der
Steuern liegt der Jahresfehlbetrag des DEUTZ Konzerns
bei -18,6 Mio. € (Vj.: Jahresüberschuss 6,0 Mio. €).
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt -0,20 €
(Vj.: 0,09 €), das verwässerte Ergebnis je Aktie liegt bei
-0,14 € (Vj.: 0,08 €).
In der DEUTZ AG lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bei 28,9 Mio. € (Vj.: 5,6 Mio. €), das
außerordentliche Ergebnis bei -35,0 Mio. € (Vj.: -). Der
Jahresfehlbetrag betrug -8,8 Mio. € (Vj.: Jahresüberschuss
1,5 Mio. €).
Marine 1,6 (1,6)
Automotive
7,0 (10,8)
Landtechnik
13,7 (13,4)
Stationäre Anlagen
22,6 (19,1)
Im Anwendungssegment Mobile Arbeitsmaschinen wurde
der Umsatz um 13,9 % auf 310,5 Mio. € (Vj.: 272,6 Mio. €)
erhöht. Diese Steigerung basiert vor allem auf Lieferungen
an den Kooperationspartner Volvo, der im Berichtsjahr
seine Baumaschinenproduktion weiter ausbaute. Darüber
hinaus konnte DEUTZ im Bereich »Material Handling« im
US-Geschäft Umsatzsteigerungen erzielen.
Der Umsatz im Anwendungssegment Stationäre Anlagen,
das Motoren für Kompressoren, Pumpen und Stromerzeugungs- und Schweißaggregate beinhaltet, konnte
von 161,5 Mio. € um 27,2 % auf 205,5 Mio. € deutlich
gesteigert werden. Die Umsätze mit langjährigen Kunden
im Inland und europäischen Ausland sowie im wichtigen
US-Geschäft mit Motoren für Pumpen und Schweißaggregate haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Sehr positiv
verlief auch das China-Geschäft mit Motoren für Stromerzeugungsaggregate.
Das Segment Mittel- und Großmotoren, in dem wassergekühlte Diesel- und Gasmotoren in einem Leistungsbereich
von 180 bis 4.000 kW zusammengefasst sind, wurde im
Geschäftsjahr 2004 neu ausgerichtet. Das neue Segment
DEUTZ Power Systems konzentriert sich noch stärker als
bisher auf profitable Marktsegmente. Dabei steht das Geschäft mit Gasmotoren für die dezentrale Energieerzeugung
im Vordergrund. Im Berichtsjahr erhöhte sich der Auftragseingang um 5,8 % auf 347,5 Mio. € (Vj.: 328,3 Mio. €).
Der Absatz stieg um 5,9 % von 714 auf 756 Motoren, und
der Umsatz blieb mit 332,4 Mio. € auf einem stabilen
Niveau (Vj.: 329,6 Mio. €). Der Auslandsanteil lag mit
74,5 % leicht unter dem Vorjahr (74,9 %).
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
KOMPAKTMOTOREN
»1«
Segment Mittel- und Großmotoren
MITARBEITER
Mobile Arbeitsmaschinen
34,1 (32,3)
Mittel- und Großmotoren: Umsatz nach Anwendungssegmenten
in % (Vorjahreswerte)
Stationäre Anlagen
37,2 (33,9)
FINANZINFORMATIONEN
Sonstige
2,4 (3,1)
Im Servicegeschäft mit Kompaktmotoren erhöhte sich der
Umsatz um 2,2 % von 165,9 Mio. € auf 169,5 Mio. €.
Während der Ersatzteilhandel und das Xchange®-Geschäft
mit Austauschprodukten zulegen konnten, war der Umsatz
im Werkskundendienst in den Service-Centern rückläufig.
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
Service 18,6 (19,7)
Im Anwendungssegment Marine wurde ein Umsatzplus von
13,1 Mio. € auf 14,7 Mio. € erreicht. Dabei erhöhten sich
insbesondere die Lieferungen nach Asien, während das
Umsatzvolumen mit Volvo konstant blieb.
ERNEUERBARE
ENERGIEN
Kompaktmotoren: Umsatz nach Anwendungssegmenten
in % (Vorjahreswerte)
Der Umsatz im Anwendungssegment Automotive ging um
30,8 % auf 63,1 Mio. € (Vj.: 91,2 Mio. €) zurück. Dieser
deutliche Umsatzrückgang wurde vor allem verursacht
durch einen Nachfrageeinbruch im chinesischen Nutzfahrzeugmarkt, von dem unser Kunde FAW als größter chinesischer Nutzfahrzeughersteller besonders betroffen war.
Auch das Geschäft mit dem algerischen Nutzfahrzeughersteller SNVI war rückläufig.
AKTIE
Im Segment Kompaktmotoren, das luft- und flüssigkeitsgekühlte Dieselmotoren in einem Leistungsbereich von 4 bis
440 kW aus den Produktionswerken in Köln, Ulm und Zafra
umfasst, stieg der Auftragseingang im Berichtsjahr um
7,8 % auf 917,4 Mio. € (Vj.: 851,4 Mio. €). Da sich der Absatz um 11,0 % von 155.523 auf 172.684 Motoren erhöhte,
steigerte DEUTZ den weltweiten Umsatz mit Kompaktmotoren um 7,9 % auf 909,7 Mio. € (Vj.: 843,0 Mio. €).
Insbesondere durch die Ausweitung der Kooperationen mit
den Partnern Volvo, Same und Uzel und durch die sehr gute
Geschäftsentwicklung im Inland in fast allen Anwendungssegmenten sowie im US-Geschäft wurde der Neumotorenumsatz um 9,3 Prozent auf 740,2 Mio. € gesteigert.
Auch im Service konnte der Umsatz leicht um 2,2 % von
165,9 Mio. € auf 169,5 Mio. € verbessert werden. Der
Auslandsanteil im Segment Kompaktmotoren lag mit
74,6 % auf dem hohen Niveau des Vorjahres von 74,5 %.
Im Anwendungssegment Landtechnik konnte DEUTZ die
gute Marktposition weiter ausbauen. Dies zeigt sich in
einem Umsatzanstieg um 10,3 % von 112,7 Mio. € auf
124,3 Mio. €. Grund für diese Steigerung waren die Umsatzzuwächse mit führenden europäischen Landmaschinenherstellern wie SAME DEUTZ-FAHR und Fendt sowie dem
türkischen Schlepperproduzenten Uzel.
Service
52,4 (51,7)
Marine
10,4 (14,4)
37
WEITERE INFORMATIONEN
Segment Kompaktmotoren
Bei Motoren für Stationäre Anlagen stieg der Umsatz um
10,6 % auf 123,5 Mio. € (Vj.: 111,7 Mio. €). Dabei verzeichnete das Dieselmotorengeschäft einen Zuwachs von
9,4 %. Das Geschäft mit Gasmotoren legte insbesondere
im Inland, in den Niederlanden, in Russland und in Asien
um insgesamt 11,1 % zu.
Die Entwicklung in Asien/Pazifik wurde im Berichtsjahr
durch einen Nachfrageeinbruch im chinesischen Nutzfahrzeugmarkt, von dem unser Kunde FAW als größter chinesischer Nutzfahrzeughersteller besonders betroffen war,
beeinträchtigt. Der Umsatz ging um 9,8 % auf 203,7 Mio. €
zurück (Vj.: 225,9 Mio. €).
Im Anwendungssegment Marine ging der Umsatz durch den
gezielten Rückzug aus diesem Marktsegment und die Konzentration auf Motoren für dezentrale Energieerzeugungsanlagen um 27,5 % von 47,6 Mio. € auf 34,5 Mio. € zurück.
In Afrika verringerte sich der Umsatz um 15,5 % von
59,2 Mio. € auf 50,0 Mio. €. Einbußen im Kompaktmotorengeschäft sowie im Servicegeschäft konnten durch
Umsatzsteigerungen im Geschäft mit Mittel- und Großmotoren nicht vollständig kompensiert werden.
Im Servicegeschäft mit Mittel- und Großmotoren stieg der
Umsatz um 2,4 % auf 174,4 Mio. € (Vj.: 170,3 Mio. €).
Vor allem im Werkskundendienst und im AustauschteileGeschäft mit den in Duisburg aufgearbeiteten Xchange®Produkten konnte der Umsatz gesteigert werden. Im Handel
mit Ersatzteilen war der Umsatz rückläufig.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme des DEUTZ Konzerns wurde im Berichtsjahr trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens weiter
verkürzt und lag per 31. Dezember 2004 mit 960,2 Mio. €
um 56,8 Mio. € unter dem Vorjahreswert.
Regionale Geschäftsentwicklung
DEUTZ Konzern: Bilanzstruktur
Im Heimatmarkt Deutschland hat DEUTZ seine starke
Marktposition weiter ausgebaut. Der Umsatz stieg um
6,2 % auf 316,4 Mio. € (Vj.: 298,0 Mio. €). Zurückzuführen
ist dieser Anstieg auf Zuwächse bei Kompaktmotoren für
Baumaschinen, Landmaschinen und Kompressoren sowie
im Neuanlagengeschäft bei Mittel- und Großmotoren.
In den übrigen Ländern Europas stieg der Umsatz kräftig
um 12,7 % von 440,0 Mio. € auf 495,9 Mio. €. Besonders
gut entwickelte sich das Kompaktmotorengeschäft in der
Türkei, Schweden, Polen und in Spanien. Auch im Gasmotorengeschäft für stationäre Anlagen war der Geschäftsverlauf deutlich positiv.
Der Umsatz in Amerika erhöhte sich von 149,5 Mio. € um
17,8 % auf 176,1 Mio. €. Dies war im Wesentlichen durch
Umsatzsteigerungen mit Kompaktmotoren in Nordamerika
bedingt. Dadurch wurden die rückläufigen Umsätze in Südamerika überkompensiert.
31.12.
2003
3,7
2,6
in %
Aktiva
Aufwendungen für die Erweiterung
des Geschäftsbetriebs
Anlagevermögen
46,1
45,9
Vorräte
24,0
24,6
Forderungen/Sonstige
Vermögensgegenstände/
Rechnungsabgrenzungsposten
25,4
24,4
Flüssige Mittel
Bilanzsumme
0,8
2,5
100,0
100,0
16,2
16,7
2,7
2,5
43,6
41,2
Passiva
Eigenkapital
Wandelgenussrechte
Rückstellungen
Verbindlichkeiten/
Rechnungsabgrenzungsposten
DEUTZ Konzern: Umsatz nach Regionen
in % (Vorjahreswerte)
31.12.
2004
Bilanzsumme
37,5
39,6
100,0
100,0
Asien/Pazifik 16,4 (19,3)
Afrika
4,0 (5,0)
Deutschland
25,5 (25,4)
Amerika
14,2 (12,8)
Übriges Europa
39,9 (37,5)
38
Das Anlagevermögen hat sich um 23,3 Mio. € reduziert.
Dies betrifft sowohl das Sachanlage- als auch das Finanzanlagevermögen. Durch ein konsequentes Vorrats- und Forderungsmanagement verringerte sich das Umlaufvermögen
um 49,6 Mio. €.
Infolge des außerordentlichen Aufwandes für die Restrukturierung des Segments Mittel- und Großmotoren sank das
Eigenkapital um insgesamt 14,1 Mio. € auf 155,6 Mio. €
(Vj.: 169,7 Mio. €). Die Eigenkapitalquote lag mit 16,2 %
geringfügig unter dem Vorjahreswert von 16,7 %.
Netto-Finanzverschuldung
Anleihen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
Sonstige Verbindlichkeiten/Wechsel
Gesamtverschuldung
-25,6
224,2
67,3
–
121,9
93,2
33,8
30,3
323,0
347,7
Aufgrund eines deutlich reduzierten Working Capitals
konnten die Verbindlichkeiten insgesamt um 42,3 Mio. €
auf 360,1 Mio. € reduziert werden (Vj.: 402,4 Mio. €).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten
durch die erfolgreiche Platzierung der Wandelanleihe
um 141,9 Mio. € auf 107,9 Mio. € abgebaut werden.
Nach Abzug der Flüssigen Mittel in Höhe von 7,9 Mio. €
(Vj.: 25,6 Mio. €) betrug die Netto-Finanzverschuldung
zum Bilanzstichtag 100,0 Mio. €. Das entspricht einer
Reduzierung um 55,4 % gegenüber dem Vorjahreswert von
224,2 Mio. €. Dadurch hat sich die Finanzierungsstruktur
des DEUTZ Konzerns entscheidend verbessert. Die Gesamtverschuldung reduzierte sich um 24,7 Mio. € auf
323,0 Mio. € (Vj.: 347,7 Mio. €).
Cashflow
DEUTZ Konzern: Kapitalflussrechnung (verkürzt)
2004
2003
26,5
55,5
-9,1
-6,0
Veränderung Working Capital
55,7
12,8
Veränderungen der übrigen Forderungen, kurzfristigen Rückstellungen
und übrigen Verbindlichkeiten
19,8
-27,7
in Mio. €
Cashflow
Aufwendungen für die Erweiterung
des Geschäftsbetriebs
Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit
92,9
34,6
Cashflow aus Investitionstätigkeit
-36,0
-25,6
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
-74,6
-2,7
Veränderung der flüssigen Mittel
-17,7
6,3
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
»1«
-7,9
100,0
Investitionen
Im Geschäftsjahr 2004 lagen die Investitionen mit
41,0 Mio. € auf Vorjahresniveau (40,7 Mio. €). Insgesamt
lagen die Investitionen in Sachanlagen mit 38,1 Mio. €
über dem Vorjahreswert von 30,8 Mio. €. Dieser Erhöhung
standen deutlich verringerte Investitionen in Finanzanlagen
von 2,9 Mio. € (Vj.: 9,9 Mio. €) gegenüber.
Im Segment Kompaktmotoren investierte DEUTZ
32,3 Mio. € (Vj.: 25,2 Mio. €) in Sachanlagen. Schwerpunkte der Investitionen waren Kapazitätserweiterungen
für die neuen Motorbaureihen sowie Weiterentwicklungen
für neue Motorentechnologien, hierbei war ein wesentlicher
Posten die Übernahme sämtlicher Rechte für zwei neue
Baureihen von einem englischen Motorenhersteller. Außerdem wurde im Werk Köln-Porz in die Weiterentwicklung von
4- bis 7-Liter-Hubraummotoren für die Abgasstufe III sowie
in neue Motorenprüfstände für die zukünftigen Abgaswerte
EURO IV und EURO V investiert.
Am Standort Zafra wurde zur Kapazitätserweiterung in die
Zahnradfertigung, einschließlich einer neuen Härteanlage,
sowie in neue Bearbeitungszentren für Zylinderköpfe für 4bis 7-Liter-Hubraummotoren investiert.
KOMPAKTMOTOREN
Flüssige Mittel
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
249,8
MITARBEITER
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
107,9
in Mio. €
ERNEUERBARE
ENERGIEN
31.12.
2003
An den Standorten Köln-Deutz und Ulm wurden zur
mechanischen Bearbeitung von Komponenten für 4- bis
7-Liter-Hubraummotoren modernste Schleifmaschinen mit
CBN-Schleiftechnologie angeschafft.
Im Segment Mittel- und Großmotoren investierte DEUTZ
2,3 Mio. € (Vj.: 5,6 Mio. €) insbesondere in eine Absorbtionskälteanlage für das Mittel- und Großmotorenprüffeld
und in messtechnische Einrichtungen.
AKTIE
31.12.
2004
Im Segment Sonstiges wurden 3,5 Mio. € vor allem in moderne Rechnungswesen- und Controllingsysteme investiert.
39
FINANZINFORMATIONEN
DEUTZ Konzern: Verschuldung
Die deutliche Steigerung des operativen Cashflows um
über 58,3 Mio. € auf 92,9 Mio. € (Vj.: 34,6 Mio. €) ist
das Ergebnis einer konsequent verfolgten Senkung des
Working Capitals und des Entfalls des Mittelabflusses
aus dem Vergleich mit General Electric, USA, in 2003. Der
Cashflow aus Investitionstätigkeit stieg auf -36,0 Mio. €
(Vj.: -25,6 Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -74,6 Mio. € (Vj.: -2,7 Mio. €). Darin enthalten
sind der Mittelzufluss aus der Emission der Wandelanleihe
in Höhe von 67,3 Mio. € sowie eine Rückführung der Bankverbindlichkeiten um 141,9 Mio. €. Die Flüssigen Mittel
wurden im Zuge der Verbesserung des Cash-Poolings um
17,7 Mio. € (Vj.: 6,3 Mio. €) abgebaut.
WEITERE INFORMATIONEN
Die Rückstellungen haben sich leicht um 0,4 Mio. € auf
418,9 Mio. € (Vj.: 419,3 Mio. €) vermindert. Dem planmäßigen Rückgang der Pensionsrückstellungen stand eine
Erhöhung der sonstigen Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen des Segments Mittel- und Großmotoren
gegenüber.
DEUTZ Konzern: Investitionen und Abschreibungen Sachanlagen
in Mio. €
04
54,3
38,1
03
60,9
30,8
Abschreibungen
Investitionen
Forschung und Entwicklung
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen im
Berichtsjahr mit 69,5 Mio. € erheblich über dem Niveau
des Vorjahres (54,9 Mio. €). Dies entspricht einer Steigerung von 26,6 %. Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten
waren Neu- und Weiterentwicklungen für die Optimierung
der Produktpalette. Der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen am Umsatz des Neumotorengeschäfts
stieg von 6,6 % auf 7,7 %.
Im Segment Kompaktmotoren steigerte DEUTZ die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen um 35,2 % auf
55,3 Mio. € (Vj.: 40,9 Mio. €) und damit auf einen Anteil
am Neumotorenumsatz von 7,5 % (Vj.: 6,0 %). Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten lagen
zum einen im Abschluss der Markteinführung der Motoren
für die Abgasstufe II und zum anderen in der Neu- und
Weiterentwicklung von Motoren für die Abgasstufe III sowie
einer neuen Generation von Nutzfahrzeugmotoren nach
der Abgasgesetzgebung EURO IV, die ab dem Jahr 2006 in
Serienproduktion gehen.
Beschäftigte
Zum Jahresende 2004 hatte DEUTZ weltweit 5.472 Beschäftigte, 0,3 % mehr als im Vorjahr (5.454 Beschäftigte).
Sowohl im Inland als auch im Ausland stieg die Anzahl der
Beschäftigten mit 4.284 (Vj.: 4.270) beziehungsweise
1.188 (Vj.: 1.184) nur geringfügig. Die Anzahl der Auszubildenden stieg um 7,5 % auf 201 (Vj.: 187), dies entspricht,
bezogen auf die Anzahl der Beschäftigten im Inland, einer
Ausbildungsquote von 4,7 % (Vj.: 4,4 %). Mit zusätzlichen
Lehrstellen hat DEUTZ sein normales Ausbildungsplatzangebot noch einmal deutlich erhöht und hat nun 53 Auszubildende im ersten Lehrjahr unter Vertrag. Die Palette der
Berufe reicht dabei von Industriekaufleuten über den Zerspaner bis zum Industriemechaniker.
DEUTZ Konzern: Beschäftigte
31.12.
2004
31.12.
2003
DEUTZ Konzern
5.472
5.454
davon Köln
2.599
2.548
Anzahl
Mannheim
830
869
Ulm
363
361
Übrige inländische
Standorte
492
492
Inland gesamt
4.284
4.270
Ausland
1.188
1.184
davon Arbeiter
3.077
3.091
2.194
2.176
201
187
2004
2003
Löhne
119,3
115,1
Gehälter
128,4
127,5
51,4
50,4
Angestellte
Auszubildende
DEUTZ Konzern: Personalaufwand
Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Segment Mittel- und Großmotoren lagen mit 14,2 Mio. € auf
Vorjahresniveau (14,0 Mio. €). Der Anteil am Neumotorenumsatz erhöhte sich in diesem Segment von 8,8 % auf
9,0 %. Bei den Gasmotoren lag der Schwerpunkt auf einer
weiteren Steigerung der Robustheit, so dass auch stark
verunreinigte Gasarten mit hoher Zuverlässigkeit verstromt
werden können. Zusätzlich gelang es, die hohen Ansprüche
eines Chip-Herstellers bezüglich sehr enger Netzfrequenztoleranzen zu erfüllen. Bei den Dieselmotoren standen
Weiterentwicklungsmaßnamen zur Qualitätsverbesserung
im Vordergrund.
DEUTZ Konzern: Forschungs- und Entwicklungsaufwand
in Mio. €
40
04
69,5
03
54,9
in Mio. €
Soziale Abgaben
Altersversorgung
DEUTZ Konzern
3,3
3,0
302,4
296,0
Risikomanagement
DEUTZ ist weltweit in verschiedenen Anwendungssegmenten
tätig und steuert sein Geschäft über eigene Tochtergesellschaften, Service Center, Vertriebsbüros und Vertragshändler. Dadurch ist das Unternehmen verschiedenen geschäftsspezifischen und regionalen Risiken ausgesetzt.
Das übergeordnete unternehmerische Ziel von DEUTZ ist
die Erzielung eines nachhaltigen Gewinns. Die Erreichung
dieses Ziels erfordert die frühzeitige Erkennung und Bewertung von Risiken und die Durchführung von Maßnahmen,
die den Eintritt der Risiken verhindern beziehungsweise die
Auswirkungen der Risiken bei ihrem Eintritt mildern. Zu diesem Zweck besteht bei DEUTZ ein RisikomanagementSystem, das die Selbstkontrolle sowie das Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter für Risiken erhöht, die rechtzeitige Aufdeckung, Bewertung und Kommunikation von
41
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
KOMPAKTMOTOREN
»1«
Absatzrisiken: Die derzeitigen Marktprognosen zeigen zwar
Wachstumstendenzen in den meisten Regionen und Anwendungssegmenten, in denen DEUTZ vertreten ist, sie sind
aber aufgrund der schwer prognostizierbaren Konjunkturund Wechselkurseffekte risikobehaftet. DEUTZ hat sich jedoch in den letzten Jahren durch den Ausbau der Marktposition in Wachstumsregionen und -segmenten sowie
durch Vereinbarung enger Kooperationen mit Großkunden
konsequent gegen Absatzrisiken abgesichert. Ein weiterer
Schritt zur Senkung von Absatzrisiken erfolgte durch die
Konzentration des Mittel- und Großmotorengeschäfts auf
Gasmotoren für die dezentrale Stromerzeugung. Darüber
hinaus hat DEUTZ seine Entwicklungsaktivitäten auf produktstrategische Ziele fokussiert, die wiederum im Rahmen
der Marketingplanung eng mit der Vertriebsstrategie verzahnt sind. Durch eine kontinuierliche Marktbeobachtung
wird sichergestellt, dass die Produktstrategie unter Berücksichtigung von beispielsweise veränderten Kundenanforderungen, Wettbewerbsverhalten oder Verschärfungen der
Emissionsgesetzgebung aktualisiert wird. Damit wird das
Risiko von Fehlentwicklungen begrenzt sowie eine rechtzeitige und kundenorientierte Entwicklungsarbeit ermöglicht.
MITARBEITER
Vorstand und Aufsichtsrat der DEUTZ AG haben im Dezember 2004 die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen
der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der ab 4. Juli 2003 gültigen Fassung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der
Website der Gesellschaft (www.deutz.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
Corporate Governance
ERNEUERBARE
ENERGIEN
Im Bereich der Arbeitssicherheit konnte DEUTZ sein Ziel
erreichen, die so genannte Tausendmannquote (Zahl der
Arbeitsunfälle pro tausend Mitarbeiter) bei 28 zu stabilisieren. DEUTZ liegt mit dieser Quote um etwa 25 % unter
dem Branchendurchschnitt.
Im Rahmen von regelmäßigen Risikoinventuren wird durch
Risikobevollmächtigte in allen Unternehmensbereichen
festgestellt, ob und wie verabschiedete Maßnahmen gewirkt haben beziehungsweise wirken und ob neue wesentliche Risiken entstanden sind. Entsprechende Gegenmaßnahmen, verbindliche Durchführungstermine und die für die
Durchführung Verantwortlichen werden auf Basis der Auswertungen und Vorschläge des Risikomanagement-Komitees
vom Vorstand der DEUTZ AG beschlossen. Über wesentliche
neue Risiken oder zunehmende Bedrohungen durch bekannte Risiken muss unabhängig von der turnusmäßigen
Berichterstattung ad hoc berichtet werden. Im Geschäftsjahr 2004 wurden die Risikoinventuren dreimal durchgeführt. Im Zusammenhang mit der Begebung der Wandelschuldverschreibung im Juli 2004 wurde zusätzlich eine
umfassende Risikobewertung mit Anwälten durchgeführt.
AKTIE
Das im Vorjahr eingeführte Umweltmanagementsystem
nach DIN EN ISO 14001 wurde erfolgreich weiterentwickelt.
Alle umweltrelevanten Produktionsanlagen erfüllen den
Stand der Technik, der sich durch die kontinuierlichen
Verbesserungsprozesse des Managementsystems weiterentwickelt. Die Einhaltung von behördlichen Auflagen und
gesetzlichen Bestimmungen ist für die DEUTZ AG selbstverständlich und wurde für das Berichtsjahr durch die Einführung neuer Gefahrenmeldesysteme optimiert. Es
besteht ein ständiger konstruktiver Dialog zwischen den
Überwachungsbehörden und der DEUTZ AG, der dazu beiträgt, dass Rechtsnormen rechtzeitig umgesetzt werden.
FINANZINFORMATIONEN
Im Bereich Umweltschutz und Arbeitssicherheit hielt DEUTZ
im Berichtsjahr mit 6,5 Mio. € die Aufwendungen auf dem
Niveau des Vorjahres (6,7 Mio. €).
Risiken gewährleistet und das zur Umsetzung von effektiven
Gegenmaßnahmen zur Risikovermeidung führt. Die Grundprinzipien, Kontrollstandards, personellen Zuständigkeiten,
Funktionen und Abläufe des Risikomanagements wurden
hierzu vom Vorstand der DEUTZ AG festgelegt und sind in
einem Handbuch enthalten, das neuen Erkenntnissen und
gesammelten Erfahrungen entsprechend laufend weiterentwickelt wird. Durch ein verbindliches Berichtswesen und
das hierfür eingerichtete Risikomanagement-Komitee wird
sichergestellt, dass alle wesentlichen Risikofelder erfasst
und kommuniziert sowie geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen frühzeitig ergriffen und nachgehalten werden.
WEITERE INFORMATIONEN
Umweltschutz und Arbeitssicherheit
Produktionsrisiken: Zur Vermeidung von Fehlplanungen
und -investitionen werden die erforderlichen Produktionskapazitäten jährlich im Rahmen der rollierenden Mittelfristplanung sowie wöchentlich im Rahmen der operativen Bauprogrammplanung mit den Absatzerwartungen für die einzelnen Baureihen und Motortypen abgestimmt. Darüber
hinaus hat DEUTZ in den vergangenen Jahren die Auslastungsrisiken durch die Straffung der Produktion, durch
Outsourcing der Gießerei und die Fokussierung auf Kernkompetenzen weiter reduziert.
Personelle Risiken: DEUTZ hat Risiken aus personellen
Überkapazitäten insbesondere im administrativen Bereich
in den vergangenen Jahren gezielt abgebaut. Durch Bündelung der Aktivitäten des Mittel- und Großmotorengeschäfts
am Standort Mannheim und die Konzentration auf profitable
Anwendungsgebiete wird DEUTZ mit einem weiteren Stellenabbau die erforderlichen Kostensenkungen in diesem Segment umsetzen. Die gesamte Organisation wird dadurch
schlanker und effizienter. Darüber hinaus werden für die
Beschäftigten verschiedene Qualifizierungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen durchgeführt. Die Nachfolge für
Führungspositionen wird im Rahmen eines neuen Programms
zur Entwicklung des Führungsnachwuchses gesichert.
Informations-Technologie(IT)-Risiken: DEUTZ verfolgt eine
konzernweite IT-Strategie auf Basis einer einheitlichen ITInfrastruktur. Durch die regelmäßige Anpassung der Hardund Software an den technologischen Standard und die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistungsgesellschaften
werden Risiken aus dem IT-Bereich begrenzt. Die zum 1. Januar des Berichtsjahrs erfolgte Umstellung der HauptComputersysteme der DEUTZ AG auf die Software SAP R/3
verlief erfolgreich. Die Umstellung bei den Tochtergesellschaften soll stufenweise bis Ende des Jahres 2006 durchgeführt werden. Damit soll eine durchgängige einheitliche
Software-Plattform für den gesamten DEUTZ Konzern entstehen, die dem technologischen Standard entspricht und
weitere Innovationen im IT-Bereich ermöglicht. Zur Vermeidung von Störungen beziehungsweise Unterbrechungen
des Betriebsablaufs im Rahmen der Umstellung auf
SAP R/3 sind geeignete Maßnahmen ergriffen worden.
Diese Maßnahmen werden von einem Lenkungsausschuss
begleitet, der die Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen und die sachlich richtige und rechtzeitige Erfüllung der
Umstellungsvoraussetzungen sicherstellt.
Organisationsrisiken: Zur Vermeidung von Organisationsrisiken unterstützen Zentralbereiche in Form einer MatrixOrganisation die einzelnen Vertriebsbereiche. Die standortund segmentübergreifende organisatorische Zusammenfassung zentraler Funktionen und Dienste gewährleistet ein
einheitliches unternehmensweites Vorgehen in den verschiedenen Funktionsbereichen. Alle operativen Ebenen
einschließlich der ausländischen Tochtergesellschaften
sind in ein detailliertes Planungs-, Controlling- und Reporting-
42
System eingebunden. Kernelemente dieses Systems sind
revolvierende Kurz- und Mittelfristplanungen, monatliche
Plan/Ist-Analysen, vierteljährliche Vorschauen und regelmäßige Review-/Planungs-Gespräche. Dabei werden alle
wesentlichen eingetretenen oder erwarteten geschäftsrelevanten Vorgänge berücksichtigt und gegebenenfalls
erforderliche Maßnahmen zeitnah eingeleitet.
Zum 1. Januar 2005 richtete DEUTZ sein Mittel- und Großmotorengeschäft neu aus. Hierzu wurde die DEUTZ Power
Systems GmbH & Co. KG mit Sitz in Mannheim gegründet,
bei der das Geschäft mit Gasmotoren für die dezentrale
Stromversorgung im Vordergrund steht. Defizitäre Geschäfte
wie das Marinegeschäft werden zurückgefahren. Hierdurch
erhöhen sich die Effizienz und die Ertragskraft im Mittelund Großmotorengeschäft.
Qualitätsrisiken: Zur Reduzierung von Qualitätsrisiken hat
DEUTZ im Rahmen des Re-Launch-Programms ein zentrales
Qualitätswesen eingerichtet, das für die Qualitätssicherung
in allen Werken und Unternehmensbereichen zuständig ist.
Dabei werden Gewährleistungsrisiken durch die systematische Analyse der Fehlerquellen, die Optimierung der eigenen Produktionsprozesse und die Absicherung von Serienanläufen reduziert. Darüber hinaus wurden einheitliche
Standards für die Lieferantenauswahl geschaffen und Prozess-Audits zur Qualitätsverbesserung bei Lieferanten eingeführt. Die eingeleiteten Maßnahmen haben in den zurückliegenden Jahren zu einer deutlichen Reduzierung der Fehlerkosten geführt.
Finanzielle Risiken: DEUTZ setzt sich zum Ziel, Chancen,
die sich aus dem operativen Geschäft am internationalen
Markt ergeben, zu nutzen und gleichzeitig vorausschauend
die hiermit verbundenen finanziellen Risiken zu reduzieren.
Zur Reduzierung finanzieller Risiken wird eine jährliche
Finanzplanung mit unterjähriger Analyse der Planabweichungen durchgeführt. In der Außenfinanzierung arbeitet
DEUTZ mit führenden Kreditinstituten zusammen. Die zugesagten und nicht ausgenutzten Kreditlinien sichern aus
heutiger Sicht eine ausreichende Liquidität. Das Risiko von
Forderungsausfällen wird durch eine laufende Überwachung
und regelmäßige Analyse des Forderungsbestands und der
Forderungsstruktur reduziert. Wechselkursrisiken werden
durch ein zentrales Währungsmanagement überwacht und
durch Kurssicherungsgeschäfte vermindert. Darüber hinaus verstärkt DEUTZ gezielt die Einkäufe im Dollar-Raum,
um Wechselkursschwankungen zwischen Euro und US-Dollar
abzumildern.
Dem Risiko steigender Zinsen bei variablen Zinsvereinbarungen begegnet DEUTZ durch Zinsswap-Geschäfte, die
den aktuellen Zins über die Laufzeit des Kredites absichern.
Eine weitere Maßnahme war die Begebung der Wandelanleihe, für deren Laufzeit von fünf Jahren ein fester Zinssatz
von 3,95 % festgelegt ist.
DEUTZ geht davon aus, auf diesem Wege einen großen Teil
der negativen Ergebniseinflüsse kompensieren zu können.
Aus dem Verkauf des Marine-Servicegeschäfts an Wärtsilä
erwartet DEUTZ zusätzlich einen hohen zweistelligen außerordentlichen Ertrag.
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
Mit Gegenwind ist im Jahr 2005 auf der Ertragsseite zu
rechnen. Das abgegebene Marine-Servicegeschäft wird nur
noch im ersten Quartal positive Beiträge zum operativen
Ergebnis leisten. Negative Einflüsse werden aus weiter steigenden Rohstoffpreisen und Wechselkursrisiken erwartet,
denen mit entsprechenden Maßnahmen zur Verbesserung
der Ertragssituation begegnet wird. Diese sehen weitere
Verbesserungen unserer Kostenstrukturen, Preiserhöhungen
und die gezielte Absatzmixveränderung vor. Ein wesentlicher
Ertragszuwachs wird aus der Fokussierung des Mittel- und
Großmotorengeschäfts auf das profitable Systemgeschäft
mit Energieerzeugungsanlagen erwartet.
KOMPAKTMOTOREN
»1«
Für das Jahr 2005 werden weiter steigende Umsätze im
Kerngeschäft erwartet. DEUTZ geht davon aus, mit Hilfe
dieses organischen Wachstums den planmäßigen Umsatzausfall aus dem Verkauf des Marine-Servicegeschäfts ausgleichen zu können. Daher wird ein Gesamtumsatz auf dem
Niveau des Vorjahres erwartet.
MITARBEITER
Risiken aus Rechtsstreitigkeiten aus der Restabwicklung
von Altaufträgen aus dem Industrieanlagengeschäft, die
nach dem Verkauf dieses Unternehmensbereichs im Jahr
2001 bei der DEUTZ AG verblieben sind, wurden im Jahr
2004 in erheblichem Maße abgebaut. Der Anspruch der
griechischen Steuerbehörden gegenüber einer griechischen
Tochtergesellschaft der DEUTZ AG auf Steuernachzahlungen und Bußgelder in Höhe von insgesamt circa 35 Mio. €
ist weiterhin anhängig, ebenso wie die Klagen zweier Privatpersonen wegen behaupteter Gesundheitsschäden durch
Asbest gegen mehr als 100 Unternehmen, darunter auch
zwei amerikanische Tochtergesellschaften der DEUTZ AG.
Ausblick
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
Rechtliche Risiken: Bei DEUTZ werden bestehende und
drohende Rechtsstreitigkeiten kontinuierlich erfasst, analysiert und hinsichtlich ihrer rechtlichen und finanziellen Auswirkungen bewertet. Dadurch wird gewährleistet, dass angemessene Maßnahmen eingeleitet und gegebenenfalls erforderliche bilanzielle Vorsorgen getroffen werden. Durch
hausinterne Standards wie beispielsweise Allgemeine Geschäftsbedingungen, Vertragsmuster für verschiedene Anwendungsfälle sowie durch entsprechende Ausführungsbestimmungen in Form von Organisationsrichtlinien wird der
Eintritt neuer Risiken von vornherein reduziert. Darüber
hinaus werden bei Projekten und Vertragsabschlüssen,
die sich außerhalb der für das Tagesgeschäft entwickelten
Standards bewegen, regelmäßig die Rechtsabteilung und
erforderlichenfalls auch externe Anwälte eingeschaltet.
gewerblichen Schutzrechten, Ersatzteilvorräte und weltweite
Logistik. Weltweit werden rund 200 DEUTZ Mitarbeiter von
Wärtsilä übernommen.
ERNEUERBARE
ENERGIEN
Die notwendige Beschaffung von Komponenten, Vorprodukten und Dienstleistungen von Dritten kann aufgrund unerwarteter Lieferschwierigkeiten, unvorhergesehener Preiserhöhungen oder infolge von Marktengpässen Risiken unterliegen. Diesen lieferantenbezogenen Risiken wird durch
eine intensive Marktbeobachtung, gründliche Prüfung von
Lieferqualität sowie durch langfristige Lieferverträge begegnet, um eine vorteilhafte Belieferung sowie Preisgestaltung
im Materialbereich von Lieferungen und Leistungen zu gewährleisten.
Alle bestehenden rechtlichen Risiken werden regelmäßig bewertet und in der laufenden Risikovorsorge entsprechend
berücksichtigt.
Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres
Der Transfer des Marine-Servicegeschäfts umfasst Kundeninformationen, Know-how, Nutzungsrechte an Marken und
43
WEITERE INFORMATIONEN
FINANZINFORMATIONEN
AKTIE
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2004 wurde das
Marine-Servicegeschäft mit Mittel- und Großmotoren an die
Wärtsilä Nederland B.V. für 115 Mio. € zum 31. März 2005
verkauft. Der Verkauf umfasst das Geschäft mit OriginalErsatzteilen sowie das Reparatur- und Wartungsgeschäft
für dieselgetriebene Mittel- und Großmotoren in Schiffen
und Offshore-Anwendungen.
Jahresabschluss
Bilanz
Aktiva
DEUTZ AG
Anhang
DEUTZ Konzern
31.12.2004
31.12.2003
31.12.2004
31.12.2003
Aufwendungen für die Erweiterung des
Geschäftsbetriebs
35,7
26,6
35,7
26,6
Immaterielle Vermögensgegenstände
15,2
6,7
24,5
18,1
Sachanlagen
148,9
153,8
359,3
387,4
Finanzanlagen
243,6
231,7
59,4
61,0
in Mio. €
Anlagevermögen
1
407,7
392,2
443,2
466,5
Vorräte
2
166,9
192,1
230,7
250,5
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
3
236,3
255,4
233,4
245,5
Flüssige Mittel
4
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzungsposten
5
Bilanzsumme
3,1
15,7
7,9
25,6
406,3
463,2
472,0
521,6
8,0
1,1
9,3
2,3
857,7
883,1
960,2
1.017,0
233,0
233,0
233,0
233,0
13,2
6,1
9,0
1,8
–
–
-2,6
–
-76,9
-68,1
-82,6
-64,0
Passiva
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Unterschied aus Währungsumrechnung
Bilanzverlust
Anteile anderer Gesellschafter
am Eigenkapital
–
–
-1,2
-1,1
169,3
171,0
155,6
169,7
Eigenkapital
6
Wandelgenussrechte
6
25,6
25,6
25,6
25,6
Rückstellungen
7
372,3
368,3
418,9
419,3
Verbindlichkeiten
8
290,5
318,2
360,1
402,4
857,7
883,1
960,2
1.017,0
Bilanzsumme
44
VORWORT
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
Jahresabschluss
Gewinn- und Verlustrechnung
DEUTZ Konzern
2004
2003
2004
2003
Umsatzerlöse
11
1.099,1
1.036,3
1.242,1
1.172,6
Bestandsveränderung der Erzeugnisse
12
-6,0
-3,7
0,8
-6,5
Andere aktivierte Eigenleistungen
12
»1«
DEUTZ AG
Anhang
6,2
1.172,3
Sonstige betriebliche Erträge
13
74,7
64,3
64,1
60,5
Materialaufwand
14
-691,1
-619,3
-726,3
-638,4
Personalaufwand
15
-244,7
-240,4
-302,4
-296,0
Abschreibungen
16
-26,2
-27,2
-54,3
-60,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen
17
-169,0
-183,9
-187,7
-192,7
Beteiligungsergebnis
18
1,6
2,3
4,5
2,3
–
-9,1
-0,1
-3,1
-18,9
-19,9
-29,4
-32,7
28,9
5,6
20,7
11,3
Abschreibungen auf Finanzanlagen
Zinsergebnis
19
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
–
-35,0
–
-2,2
-3,5
-2,7
-3,4
Sonstige Steuern
-0,5
-0,6
-1,6
-1,9
Jahresfehlbetrag/-überschuss
-8,8
1,5
-18,6
6,0
Verlustvortrag
-68,1
-69,6
-64,0
-70,0
Bilanzverlust
-76,9
-68,1
-82,6
-64,0
AKTIE
FINANZINFORMATIONEN
20
ERNEUERBARE
ENERGIEN
-35,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
9,4
1.252,3
MITARBEITER
6,2
1.038,8
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
9,4
1.102,5
45
WEITERE INFORMATIONEN
Gesamtleistung
KOMPAKTMOTOREN
in Mio. €
Jahresabschluss
Kapitalflussrechnung
DEUTZ Konzern
2004
2003
in Mio. €
Jahresfehlbetrag/-überschuss
-18,6
6,0
Abschreibungen auf das Anlagevermögen (inkl. A.O. Aufwendungen)
57,1
64,0
Ergebnis aus der Bewertung at equity
Veränderung der Pensionsrückstellungen
Gewinne/Verluste aus sonstigen Anlageabgängen
Cashflow
Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs
Veränderung der Vorräte
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
-2,0
–
-10,2
-13,4
0,2
-1,1
26,5
55,5
-9,1
-6,0
17,8
3,2
9,1
-11,2
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
28,8
20,8
Veränderung Working Capital
55,7
12,8
Veränderung der übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen
6,1
0,7
13,7
-28,4
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
92,9
34,6
Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
-38,1
-30,8
-1,5
-2,9
Investitionen in Finanzanlagen
Erlöse aus sonstigen Anlageabgängen
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Einzahlungen aus Wandelschuldverschreibungen
Einzahlungen aus Kapitalerhöhung
3,6
8,1
-36,0
-25,6
-141,9
-71,5
67,3
–
–
68,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
-74,6
-2,7
Veränderung der flüssigen Mittel
-17,7
6,3
Segmentberichterstattung
Aufteilung nach Segmenten
Kompaktmotoren
Mittel- und
Großmotoren
Sonstiges
DEUTZ Konzern
2004
2003
2004
2003
2004
2003
2004
2003
909,7
843,0
332,4
329,6
–
–
1.242,1
1.172,6
Operatives Ergebnis
(EBIT)
49,2
65,4
13,1
9,2
-12,2*
-30,6
50,1
44,0
Investitionen
35,2
28,0
2,3
5,7
3,5
7,0
41,0
40,7
Abschreibungen
45,5
52,2
8,1
11,4
0,8
0,4
54,4
64,0
Vermögen
667,0
670,1
236,4
289,3
56,8
57,6
960,2
1.017,0
Beschäftigte
(Anzahl 31.12.)
3.516
3.495
1.519
1.560
437**
399**
5.472
5.454
in Mio. €
Umsatz
*
Im Geschäftsjahr 2004 wurden aus dem Segment Sonstiges (im Vorjahr Zentrale Bereiche) 8,1 Mio. € ver ursachungsgerecht mit 6,7 Mio. € dem Segment Kompaktmotoren und mit 1,4 Mio. € dem Segment Mittel- und Großmotoren zugeordnet.
**
Davon Auszubildende: 201 (in 2004) bzw. 187 (in 2003).
46
VORWORT
Aufteilung nach Regionen
Umsatz
Investitionen
Beschäftigtenzahl
(31.12.)
Abschreibungen
2004
2003
2004
2003
2004
2003
2004
2003
Deutschland
316,4
298,0
26,9
30,3
47,0
53,0
4.284
4.270
Übriges Europa
495,9
440,0
12,1
7,6
6,7
7,1
882
884
Amerika
176,1
149,5
1,3
2,1
0,3
1,4
142
136
50,0
59,2
0,6
0,5
0,2
0,2
33
33
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
Segmentberichterstattung
Asien/Pazifik
DEUTZ Konzern
203,7
225,9
0,1
0,2
0,2
2,3
131
131
1.242,1
1.172,6
41,0
40,7
54,4
64,0
5.472
5.454
Eigenkapitalspiegel
KOMPAKTMOTOREN
Afrika
»1«
in Mio. €
Gesamt
in T€
Stand 1.1.2003
164.345
–
5.952
-69.612
100.685
Kapitalerhöhung
68.671
–
95
–
68.766
Jahresüberschuss 2003
–
–
–
1.500
1.500
233.016
–
6.047
-68.112
170.951
Erhöhung durch Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen
–
–
7.184
–
7.184
Erhöhung durch Ausübung der Umtauschrechte
von Wandelgenussrechten/Wandelschuldverschreibungen
3
–
–
–
3
Jahresfehlbetrag 2004
–
–
–
-8.800
-8.800
233.019
–
13.231
-76.912
169.338
Anteile
Bilanzanderer
verlust/
GesellVerlust- schafter am
vortrag Eigenkapital
Gesamt
Stand 31.12.2003
Stand 31.12.2004
MITARBEITER
Kapitalrücklage
Bilanzverlust/
Verlustvortrag
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
Unterschied
Gezeichaus der
netes WährungsKapital umrechnung
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
Entwicklung des Eigenkapitals DEUTZ AG
Stand 1.1.2003
164.345
–
1.717
-69.978
-1.064
95.020
Kapitalerhöhung
68.671
–
95
–
–
68.766
Veränderung der Anteile
anderer Gesellschafter
–
–
–
–
-35
-35
Jahresüberschuss 2003
–
–
–
6.000
–
6.000
Stand 31.12.2003
233.016
–
1.812
-63.978
-1.099
169.751
Erhöhung durch Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen
–
–
7.184
–
–
7.184
Erhöhung durch Ausübung der Umtauschrechte von Wandelgenussrechten/Wandelschuldverschreibungen
3
–
–
–
–
3
Währungsumrechnung 2004
–
-2.621
–
–
-2.621
Veränderung der Anteile anderer
Gesellschafter
–
–
–
–
-56
-56
Jahresfehlbetrag 2004
–
–
–
-18.600
–
-18.600
233.019
-2.621
8.996
-82.578
-1.155
155.661
Stand 31.12.2004
47
AKTIE
in T€
FINANZINFORMATIONEN
Kapitalrücklage
WEITERE INFORMATIONEN
Unterschied
Gezeichaus der
netes WährungsKapital umrechnung
ERNEUERBARE
ENERGIEN
Entwicklung des Eigenkapitals DEUTZ Konzern
Jahresabschluss
Anlagenspiegel
DEUTZ AG
Bruttowerte
Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2004
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2004
26.600
9.132
–
–
35.732
73.954
12.439
21.812
2
64.583
6.491
–
6.491
–
–
80.445
12.439
28.303
2
64.583
80.092
199
9
-6
80.276
256.166
1.928
7.827
2.506
252.773
138.100
8.715
8.252
240
138.803
2.820
7.507
–
-2.742
7.585
Sachanlagen
477.178
18.349
16.088
-2
479.437
Anteile an verbundenen Unternehmen
212.727
25
3.033
–
209.719
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
117.624
–
–
–
117.624
9.385
–
–
–
9.385
41.420
–
–
–
41.420
in T€
Aufwendungen für die Ingangsetzung und
Erweiterung des Geschäftsbetriebs
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
Geschäfts- oder Firmenwert
Immaterielle Vermögensgegenstände
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Beteiligungen
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
Sonstige Ausleihungen
Finanzanlagen
867
–
7
–
860
382.023
25
3.040
–
379.008
Anlagevermögen
939.646
30.813
47.431
–
923.028
Gesamt
966.246
39.945
47.431
–
958.760
DEUTZ Konzern
Bruttowerte
Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2004
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2004
26.600
9.132
–
–
35.732
64.724
12.465
22.339
2
54.852
64.724
12.465
22.339
2
54.852
233.166
245
672
-6
232.733
474.800
6.965
14.468
2.771
470.068
180.166
9.212
9.956
240
179.662
3.317
9.234
749
-3.007
8.795
891.449
25.656
25.845
-2
891.258
12.747
97
163
–
12.681
3.431
–
3.431
–
–
11.589
1.399
44
–
12.944
1.834
–
–
–
1.834
41.420
in T€
Aufwendungen für die Ingangsetzung und
Erweiterung des Geschäftsbetriebs
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
Immaterielle Vermögensgegenstände
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Sachanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Assoziierte Unternehmen
Übrige Beteiligungen
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
41.420
–
–
–
Wertpapiere des Anlagevermögens
2.016
93
551
–
1.558
Sonstige Ausleihungen
2.682
1.265
200
–
3.747
Finanzanlagen
75.719
2.854
4.389
–
74.184
Anlagevermögen
1.031.892
40.975
52.573
–
1.020.294
Gesamt
1.058.492
50.107
52.573
–
1.056.026
48
VORWORT
35.732
26.600
67.214
3.942
21.812
–
49.344
15.239
6.740
6.491
–
6.491
–
–
–
–
73.705
3.942
28.303
–
49.344
15.239
6.740
21.170
2.216
9
–
23.377
56.899
58.922
190.894
11.717
7.690
–
194.921
57.852
65.272
111.274
9.634
8.265
325
112.318
26.485
26.826
–
–
–
–
–
7.585
2.820
323.338
23.567
15.964
325
330.616
148.821
153.840
140.297
–
104
15.000
125.193
84.526
72.430
–
–
–
–
–
117.624
117.624
3.608
–
–
–
3.608
5.777
5.777
5.788
–
–
–
5.788
35.632
35.632
691
106
–
–
797
63
176
150.384
106
104
15.000
135.386
243.622
231.639
547.427
27.615
44.371
15.325
515.346
407.682
392.219
547.427
27.615
44.371
15.325
515.346
443.414
418.819
Bruttowerte
Abschreibungen
Nettowerte
1.1.2004
Zugänge
Abgänge
Zuschreibungen
–
–
–
–
–
35.732
26.600
46.667
5.919
22.265
–
30.321
24.531
18.057
46.667
5.919
22.265
–
30.321
24.531
18.057
58.167
7.340
459
–
65.048
167.685
174.999
295.711
32.468
12.710
–
315.469
154.599
179.089
149.944
11.483
9.863
325
151.239
28.423
30.222
200
–
–
–
200
8.595
3.117
504.022
51.291
23.032
325
531.956
359.302
387.427
5.701
128
21
–
5.808
6.873
7.046
–
–
–
–
–
–
3.431
1.310
–
–
–
1.310
11.634
10.279
1.413
–
–
–
1.413
421
421
5.788
–
–
–
5.788
35.632
35.632
7
–
–
–
7
1.551
2.009
450
106
30
–
526
3.221
2.232
31.12.2004
31.12.2004
31.12.2003
14.669
234
51
–
14.852
59.332
61.050
565.358
57.444
45.348
325
577.129
443.165
466.534
565.358
57.444
45.348
325
577.129
478.897
493.134
49
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
–
»1«
–
KOMPAKTMOTOREN
–
31.12.2003
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
–
31.12.2004
MITARBEITER
–
31.12.2004
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
Abgänge
ERNEUERBARE
ENERGIEN
Zugänge
AKTIE
1.1.2004
FINANZINFORMATIONEN
Nettowerte
Zuschreibungen
WEITERE INFORMATIONEN
Bruttowerte
Abschreibungen
Jahresabschluss
Anhang und Konzernanhang
Allgemeine Erläuterungen
Konsolidierungsgrundsätze
Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der
DEUTZ AG für das Geschäftsjahr 2004 sind nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des
AktG aufgestellt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung des
Buchwerts mit dem Konzernanteil am anteiligen Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung.
Ein sich danach ergebender Goodwill wird gegen die
Gewinn- bzw. Kapitalrücklagen aufgerechnet bzw. zu Lasten
des Ergebnisses abgeschrieben.
Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der
DEUTZ AG werden im Folgenden zusammen erläutert;
sofern Angaben nicht für beide Abschlüsse gelten, ist dies
gesondert vermerkt. Im Interesse der Klarheit sind in den
Bilanzen und in den Gewinn- und Verlustrechnungen einige
Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das
Gesamtkostenverfahren angewandt.
Konsolidierungskreis und assoziierte
Unternehmen
Im Konzernabschluss sind – neben der DEUTZ AG – 5 (Vj.: 5)
inländische und 14 (Vj.: 16) ausländische Unternehmen
konsolidiert.
Für den inländischen Konsolidierungskreis ergaben sich
keine Veränderungen.
Für die DEUTZ Nordic AB, Barkaby (Schweden), und die
DEUTZ Nordic A/S, Kopenhagen (Dänemark), wurden infolge des Verkaufs zum 31. Dezember 2004 nur noch die
Erträge und Aufwendungen des abgelaufenen Geschäftsjahres in den Konzernabschluss einbezogen.
Wegen untergeordneter Bedeutung sind 5 (Vj.: 4) inländische und 13 (Vj.: 13) ausländische Unternehmen nicht
in den Konzernabschluss einbezogen worden. Die nicht
einbezogenen inländischen Gesellschaften umfassen die
für den DEUTZ Konzern operierenden Serviceunternehmen
und Vermögensverwaltungsgesellschaften.
In den Konzernabschluss sind wie im Vorjahr keine inländischen und 3 (Vj.: 3) ausländische Unternehmen nach den
Vorschriften über assoziierte Unternehmen einbezogen.
Bei den übrigen Beteiligungsgesellschaften waren die Voraussetzungen für eine Konsolidierung nicht gegeben.
50
Die Konsolidierung assoziierter Unternehmen nach der
Equity-Methode folgt hinsichtlich der aktiven und passiven
Unterschiedsbeträge und des Aufrechnungszeitpunkts denselben Grundsätzen. Der Konzernanteil am Jahresergebnis
dieser Unternehmen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung im Beteiligungsergebnis ausgewiesen.
Die Abschlüsse der einzelnen Unternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften zur Einbeziehung
in den Konzernabschluss nach einheitlichen Konzernbilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt und geprüft.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen zwischen den konsolidierten Unternehmen sind
aufgerechnet; Zwischenergebnisse wurden eliminiert. Bei
assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden, sind Zwischenergebnisse nicht eliminiert
worden.
Währungsumrechnung
Nach Inkrafttreten von DRS 14 wurde die Währungsumrechnung gemäß den Vorschriften des DRS 14 umgestellt.
Die Umrechnung der in funktionaler Währung der ausländischen Konzernunternehmen aufgestellten Abschlüsse
erfolgte für die Bilanzposten – mit Ausnahme des Eigenkapitals – zu Stichtagskursen. Die Posten der Gewinn- und
Verlustrechnung einschließlich des Jahresergebnisses
wurden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Das
Eigenkapital – mit Ausnahme des Jahresergebnisses –
wurde zu den jeweiligen Vorjahresstichtagskursen umgerechnet. Differenzen aus der Umrechnung der Bilanzen
infolge der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen
Kursen sowie der Umrechnung des Jahresergebnisses zu
Jahresdurchschnittskursen wurden erfolgsneutral in einen
gesonderten Eigenkapitalposten eingestellt. Im Berichtsjahr wurden 2,6 Mio. € eigenkapitalmindernd eingestellt.
Für ein ausländisches Konzernunternehmen, das seine
Bücher nicht in seiner funktionalen Währung führt, wurden
Verluste und Gewinne aus der Umrechnung in die funktionale Währung, die der Konzernwährung entspricht, erfolgswirksam erfasst.
Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Technische Anlagen und
Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
5–40
2,5–20
10–20
5–10
3–10
10–33,3
Soweit den Anlagegegenständen am Bilanzstichtag ein
niedrigerer Wert beizulegen ist, werden außerplanmäßige
Abschreibungen verrechnet.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der aus
wirtschaftlichen und politischen Gründen notwendigen
Abschreibungen bilanziert. Zinslose und gering verzinsliche
Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.
Die Altersversorgung richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen in den verschiedenen Ländern und den im Einzelnen zwischen den Gesellschaften und ihren Mitarbeitern
vereinbarten Leistungen. Die Versorgungszusagen werden
durch Pensionsfonds, Versicherungen, Unterstützungskassen und, insbesondere bei den inländischen Konzerngesellschaften, durch Pensionsrückstellungen abgedeckt.
Diese werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren unter Berücksichtigung
eines Zinssatzes von 6 % ermittelt, bei ausländischen
Konzerngesellschaften grundsätzlich nach vergleichbaren
Verfahren.
Zur Verbesserung der Aussagefähigkeit der Abschlüsse wird
bei den Pensionsverpflichtungen der Aufzinsungsanteil sowohl im Jahresabschluss der DEUTZ AG als auch im Konzern
nicht als Bestandteil des Personalaufwands, sondern als
Zinsaufwand erfasst.
Umlaufvermögen
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
Kaufteile erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren
Tagespreisen. Der Ermittlung der Anschaffungskosten
liegen gewogene durchschnittliche Beschaffungspreise
VORWORT
FINANZINFORMATIONEN
Gebäude und Außenanlagen
Abschreibungssatz
%
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
»1«
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
Nutzungsdauer
Jahre
KOMPAKTMOTOREN
Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird allen erkennbaren wirtschaftlichen und
politischen Risiken durch angemessene Abwertungen
Rechnung getragen. Für das allgemeine Kreditrisiko bestehen pauschale Abschläge. Unverzinsliche Forderungen mit
Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr sind abgezinst.
Fremdwährungsforderungen mit Fälligkeiten bis zu einem
Jahr werden mit den Kassakursen des Bilanzstichtags bewertet. Längerfristige Außenstände werden zu Sicherungskursen oder mit den niedrigeren sich aus einem Vergleich
von Einbuchungs- und Stichtagskursen ergebenden Werten
bilanziert. Sicherungsgeschäfte ohne Zusammenhang mit
längerfristigen Forderungen oder schwebenden Auftragsbeständen unterliegen einer Mark-to-market-Bewertung nach
den Verhältnissen am Bilanzstichtag.
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder
Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die
Gebäudeabschreibung erfolgt in den Einzelabschlüssen
und im Konzern nach steuerlichen Grundsätzen. Die
Gebäude werden einheitlich über die voraussichtliche,
angemessene Nutzungsdauer abgeschrieben. Die beweglichen Sachanlagen werden nach Maßgabe der jeweiligen
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer überwiegend linear
und zeitanteilig abgeschrieben. Entsprechend der Änderung
der Steuergesetzgebung werden Zugänge des Sachanlagevermögens ab dem Berichtsjahr nicht mehr nach der steuerlichen Halbjahresregel behandelt. Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
MITARBEITER
Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen,
bewertet.
Sind die erzielbaren Verkaufserlöse unter Berücksichtigung
der zukünftig noch anfallenden Kosten niedriger, kommen
diese zum Ansatz. Die Bestandsrisiken, die sich aus Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit und Auftragsverlusten
ergeben, werden durch zusätzliche Abwertungen berücksichtigt.
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
Anlagevermögen
ERNEUERBARE
ENERGIEN
Ausgewiesen werden Aufwendungen im Zusammenhang
mit der Erschließung des Marktsegments Nutzfahrzeuge.
AKTIE
Aufwendungen für die Erweiterung des
Geschäftsbetriebs
zugrunde. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden zu
Herstellungskosten bewertet, in die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie aktivierungsfähige Verwaltungskosten
gemäß § 255 Abs. 2 HGB einbezogen sind.
Sonstige Rückstellungen
Alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und
ungewissen Verpflichtungen sind durch angemessene
Rückstellungen berücksichtigt.
51
WEITERE INFORMATIONEN
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Für die Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten gelten die Erläuterungen zu den
Fremdwährungsforderungen analog.
rechts des § 250 Abs. 3 HGB gebildet. Dieser wird linear
über die Laufzeit der Anleihe aufgelöst. Bei vorzeitiger
Wandlung wird das anteilige Disagio erfolgsneutral gegen
die Kapitalrücklage aufgelöst.
Derivative Finanzinstrumente
Die im Berichtsjahr begebene Wandelschuldverschreibung
wird mit 3,95 % verzinst und hat eine Laufzeit bis 2009.
Der anhand des abgezinsten Vorteils der Unterverzinslichkeit berechnete Preis des Wandlungsrechts wurde in die
Kapitalrücklage eingestellt. In entsprechender Höhe wurde
ein Rechnungsabgrenzungsposten in Ausübung des Wahl-
Derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- und Optionsgeschäfte) werden bei DEUTZ ausschließlich nur für Sicherungszwecke im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit
eingesetzt.
Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen:
Derivate mit positiven
Marktwerten
Derivate mit negativen
Marktwerten
Nominalwerte
Marktwert
Buchwert
Marktwert
Buchwert
45.124
–
–
-222
45.124
1.743
1.447
1.743
–
–
in T€
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Geschäfte
Zins-Swaps (gleiche Währung)
Währungsbezogene Geschäfte
OTC-Geschäfte
Devisen-Termingeschäfte
Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinnund Verlustrechnung
1. Anlagevermögen
Im Konzern hat sich das Anlagevermögen gegenüber dem
Vorjahr um 23,3 Mio. € vermindert.
von 0,3 Mio. € stehen Abschreibungen und Anlagenabgänge
mit 54,1 Mio. € gegenüber.
Im Wesentlichen aufgrund der Übernahme der Technologie
für zwei neue Baureihen von Kompaktmotoren sind die
immateriellen Vermögensgegenstände um 6,4 Mio. € angestiegen. Das Sachanlagevermögen hat sich im Vergleich
zum Vorjahr um 28,1 Mio. € vermindert. Den Investitionen
(Zugängen) in Höhe von 25,7 Mio. € und Zuschreibungen
Der Rückgang der Finanzanlagen in Höhe von 1,6 Mio. €
setzt sich im Wesentlichen aus Zugängen von 2,9 Mio. €
und Abgängen von 4,3 Mio. € zusammen.
Die Aufstellung des wesentlichen Anteilsbesitzes ist auf
Seite 62/63 aufgeführt.
2. Vorräte
DEUTZ AG
DEUTZ Konzern
31.12.2004
31.12.2003
31.12.2004
31.12.2003
104.152
103.510
122.059
122.447
53.573
52.878
60.800
59.401
in T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Kauf-, Ersatzteile
Unfertige Erzeugnisse
Fertige Erzeugnisse
Geleistete Anzahlungen
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Gesamt
52
20.559
28.273
60.007
62.177
178.284
184.661
242.866
244.025
1.379
12.038
2.388
12.601
179.663
196.699
245.254
256.626
-12.730
-4.552
-14.525
-6.065
166.933
192.147
230.729
250.561
VORWORT
98.167
104.029
b)
189.668
611
190.279
200.337
a)
108.999
–
108.999
122.284
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
b)
6.607
–
6.607
9.437
a)
7.666
5.821
13.487
15.946
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
b)
8.954
5.848
14.802
16.422
Sonstige Vermögensgegenstände
a)
14.404
1.237
15.641
13.073
b)
20.313
1.359
21.672
19.279
Gesamt
a)
229.236
7.058
236.294
255.332
b)
225.542
7.818
233.360
245.475
Bei der DEUTZ AG entfallen von den Forderungen gegen
verbundene Unternehmen bzw. von den Forderungen gegen
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, 82.388 bzw. 5.625 (Vj.: 90.457 bzw. 6.604) T€ auf
Lieferungen und Leistungen.
Im Konzern entfallen von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht,
4.717 bzw. 4.818 (Vj.: 7.140 bzw. 7.052) T€ auf Lieferungen und Leistungen.
4. Flüssige Mittel
Unter dieser Bezeichnung werden Kassenbestand sowie
Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen.
5. Rechnungsabgrenzungsposten
In den Rechnungsabgrenzungsposten sind bei der
DEUTZ AG 8,0 (Vj.: 1,1) Mio. € und im Konzern 9,3
(Vj.: 2,3) Mio. € vor allem der abgezinste Zinsvorteil der
Wandelschuldverschreibung vom Juli 2004 in Höhe von
6,8 Mio. €, Rentenzahlungen und sonstige Aufwendungen
enthalten.
6. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der DEUTZ AG betrug Ende 2004 233.018.911,12 € und ist in 91.149.075
auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Im Geschäftsjahr 2004 sind 1.130 Wandelschuldverschreibungen
und 4 Genussrechte in insgesamt 1.170 Stückaktien der
DEUTZ AG umgetauscht worden.
Die Deutsche Bank AG, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt
am Main, hat gemäß §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG i. V. m. § 32
Abs. 2 InvG mitgeteilt, dass ihre Tochtergesellschaft DWS
Investment GmbH, Mainzer Landstr. 178 – 190, 60327
Frankfurt, am 12. Januar 2004 die Schwelle von 5 % der
Stimmrechte an der DEUTZ AG überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 5,07 % hält.
Die Deutsche Bank AG, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt
am Main, hat gemäß §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG i. V. m. § 32
Abs. 2 InvG mitgeteilt, dass ihre Tochtergesellschaft DWS
Investment GmbH, Mainzer Landstr. 178–190, 60327 Frankfurt, am 28. Mai 2004 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der DEUTZ AG unterschritten hat und nunmehr
einen Stimmrechtsanteil von 4,97 % hält.
Ferner hat die Deutsche Bank AG, Taunusanlage 12,
60325 Frankfurt am Main, gemäß §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG
i. V. m. § 32 Abs. 2 InvG mitgeteilt, dass ihre Tochtergesellschaft DWS Investment GmbH, Mainzer Landstr. 178–190,
60327 Frankfurt, am 15. Juli 2004 die Schwelle von 5 %
der Stimmrechte an der DEUTZ AG überschritten hat und
nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 5,38 % hält.
Die Deutsche Bank AG, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt
am Main, hat gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt,
dass sie am 2. Juli 2004 die Schwellen von 10 % und 5 %
der Stimmrechte an der DEUTZ AG unterschritten hat und
nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 4,51 % hält. Diese
Stimmrechte sind der Deutschen Bank AG gemäß § 22
Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Ferner hat die Deutsche Bank AG gemäß § 21 Abs. 1
i. V. m. § 24 WpHG mitgeteilt, dass ihre Tochtergesellschaft DB Value GmbH, Scharnhorststraße 20, 06686
Sössen, am 2. Juli 2004 ebenfalls die Schwellen von 10 %
und 5 % der Stimmrechte an der DEUTZ AG unterschritten
hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 4,51 % an
der DEUTZ AG hält.
Die Same Deutz-Fahr Group S.p.A., V. le Cassani 14,
24047 Treviglio (BG), Italien, hat gemäß §§ 21 Abs. 1,
24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der
Same Deutz-Fahr Holding & Finance BV, Herengracht 548,
1017 CG Amsterdam, Niederlande, an der DEUTZ AG am
2. Juli 2004 die Schwelle von 25 % überschritten hat und
nun 29,90 % beträgt. Diese Stimmrechte sind der Same
Deutz-Fahr Group S.p.A. nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
53
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
–
»1«
98.167
KOMPAKTMOTOREN
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
a)
in T€
MITARBEITER
31.12.2003
Gesamt
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
31.12.2004
Gesamt
ERNEUERBARE
ENERGIEN
Restlaufzeit
über 1 Jahr
AKTIE
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
FINANZINFORMATIONEN
DEUTZ AG a)
DEUTZ Konzern b)
WEITERE INFORMATIONEN
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Bedingtes Kapital
Am 29. Juni 1995 beschloss die ordentliche Hauptversammlung, das Grundkapital um 50.000.000 DM durch
Ausgabe von 10.000.000 Stück auf den Inhaber lautende
Aktien im Nennbetrag von 5 DM bedingt zu erhöhen. Die
bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten an die Inhaber von Wandelgenussrechten,
die von der Gesellschaft Ende August 1995 begeben
wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit
durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelgenussrechten
von ihrem Wandelgenussrecht Gebrauch machen.
Durch Beschluss der Hauptversammlung am 28. Juni 2001
wurde das Grundkapital um bis zu 16.600.000,00 € bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die
a) Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungsrechten oder
Optionsscheinen, die den von der DEUTZ AG oder deren
unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften bis zum 27. Juni 2006 auszugebenden
Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen beigefügt
sind, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch
machen oder wie die
b) zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der
von der DEUTZ AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften bis zum
27. Juni 2006 auszugebenden Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen.
Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw.
Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil.
Am 27. Mai 2004 beschloss die Hauptversammlung, das
Grundkapital um bis zu 34.000.000 € bedingt zu erhöhen.
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die
a) Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungsrechten oder
Optionsscheinen, die den von der DEUTZ AG oder deren
unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften bis zum 26. Mai 2009 auszugebenden
Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen beigefügt
sind, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch
machen oder wie die
b) zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der
von der DEUTZ AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften bis zum
26. Mai 2009 auszugebenden Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen.
Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw.
Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil.
54
Kapitalrücklage
Der anhand des diskontierten Vorteils der Unterverzinslichkeit der Wandelschuldverschreibung berechnete Preis
des Wandlungsrechts wurde in Höhe von 7,2 Mio. € in die
Kapitalrücklage eingestellt.
Unterschied aus Währungsumrechnung
Differenzen aus der Umrechnung der Bilanzen infolge der
Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen
sowie der Umrechnung des Jahresergebnisses zu Jahresdurchschnittskursen wurden erfolgsneutral in einen gesonderten Eigenkapitalposten eingestellt. Im Berichtsjahr
wurden 2,6 Mio. € eigenkapitalmindernd eingestellt.
Wandelgenussrechte
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung am
29. Juni 1995 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum
31. Dezember 1996 mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf
den Namen lautende vinkulierte Wandelgenussrechte im
Gesamtnennbetrag von bis zu 50.000.000 DM zu begeben.
Im August 1995 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch
zu machen und Wandelgenussrechte im Gesamtnennbetrag
von 50.000.000 DM auszugeben. Die 1.000.000 vinkulierten, auf den Namen lautenden Wandelgenussrechte wurden
im Verhältnis 59:1 gegen Bareinzahlung zum Ausgabekurs
von 100 DM je Wandelgenussrecht im Nennbetrag von
50 DM begeben.
Die Genussrechte gewähren einen Anspruch auf jährliche
Ausschüttung in Höhe der auf Aktien im selben Nennbetrag
entfallenden Dividende und nehmen bis zur Höhe des Ausgabekurses am Liquidationserlös teil. Werden die Genussrechte vorher zur Rückzahlung fällig, so wird grundsätzlich
nur der Nennbetrag erstattet. Eine Verlustbeteiligung besteht nicht.
Ein Recht auf Teilnahme an der Hauptversammlung der
Gesellschaft, Stimmrechte, Bezugsrechte auf neue Aktien
oder neue Genussrechte sind mit den Genussrechten nicht
verbunden.
Die Genussrechte sind von der Gesellschaft und den Genussrechtsinhabern unter Einhaltung einer Frist von sechs
Monaten mit Wirkung jeweils zum Tag nach einer ordentlichen Hauptversammlung kündbar, erstmals jedoch mit
Wirkung zum Tag nach der ordentlichen Hauptversammlung,
in der der Jahresabschluss des am 31. Dezember 2006
endenden Geschäftsjahres vorgelegt wird.
Die Genussrechte berechtigen im Verhältnis 1:1 der
Nennbeträge zum Umtausch in Aktien der DEUTZ AG.
Im Geschäftsjahr 2004 sind 4 Wandelgenussrechte in
Aktien der DEUTZ AG umgetauscht worden; das Genussrechtskapital betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2004
25.552.553,14 €.
VORWORT
7. Rückstellungen
DEUTZ Konzern
31.12.2004
31.12.2003
31.12.2004
31.12.2003
248.000
256.000
270.388
280.573
in T€
Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen
5.268
3.598
4.250
3.159
Sonstige Rückstellungen
119.030
108.725
144.282
135.611
Gesamt
372.298
368.323
418.920
419.343
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
MITARBEITER
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
ERNEUERBARE
ENERGIEN
Die Steuerrückstellungen enthalten Vorsorgen für das
laufende Jahr und den noch nicht der steuerlichen Außenprüfung unterliegenden Zeitraum. Die Steuerrückstellungen
betreffen mit 4,7 Mio. € bei der DEUTZ AG und 3,4 Mio. €
im Konzern latente Steuern, die sich aufgrund unterschiedlicher Wertansätze in der Handels- und Steuerbilanz
er geben.
Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen für drohende Verluste aus dem zum Bilanzstichtag vorliegenden Auftragsbestand (Festbestellungen) wurden unter Berücksichtigung
von Vollkosten gebildet. Die Bewertung der darüber hinaus
aus langfristigen Lieferverträgen bzw. Rahmenvereinbarungen des Motorengeschäfts zu erwartenden Aufträge ergibt
zu Teilkosten keinen zusätzlichen Rückstellungsbedarf. Die
Ermittlung einer möglichen Deckungslücke zu Vollkosten
ist aufgrund variabler Vertragsgestaltung für langfristige
Lieferverträge bzw. Rahmenvereinbarungen nicht sinnvoll
zu ermitteln.
AKTIE
Für Pensionszusagen nach ausländischem Recht sind neben
den nach Landesrecht zulässigen Rückstellungen entsprechende Vorsorgen für unterdotierte Pensionsfonds und
andere pensionsähnliche Verpflichtungen in vergleichbarer
Größenordnung gebildet worden.
FINANZINFORMATIONEN
Bei der Unterstützungsgesellschaft mbH der DEUTZ Aktiengesellschaft, Köln, für die die DEUTZ AG Trägerunternehmen ist, wurde für den Fehlbetrag zwischen dem Teilwert
nach § 6a EStG und dem zulässigen Kassenvermögen
nach § 4d EStG eine Rückstellung (2,9 Mio. €) gebildet.
Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren
Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen. Ein
wesentlicher Posten betrifft Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Hier sind vor allem Vorsorgen und
Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung
des Mittel- und Großmotorengeschäfts und der Abwicklung
von im Rahmen des Verkaufs des Geschäftsbereichs Industrieanlagen übernommenen Altaufträgen und Personalabfindungen ausgewiesen. Weiterhin sind Aufwendungen
für Gewährleistungen und Wagnisse, Vertragsrisiken sowie
Rückstellungen für Personal- und Sozialaufwendungen
enthalten.
55
WEITERE INFORMATIONEN
Die Pensionsrückstellungen der DEUTZ AG und der inländischen Konzernunternehmen sind zum versicherungsmathematischen Teilwert gemäß § 6 a EStG passiviert.
Dabei wird vornehmlich von einem Pensionierungsalter von
65 Jahren ausgegangen. Es besteht kein Fehlbetrag.
KOMPAKTMOTOREN
»1«
Steuerrückstellungen
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
DEUTZ AG
8. Verbindlichkeiten
DEUTZ AG a)
DEUTZ Konzern b)
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit
über 5 Jahre
31.12.2004
Gesamt
31.12.2003
Gesamt
a)
–
67.292
–
67.292
–
b)
–
67.292
–
67.292
–
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
a)
25.140
6.165
–
31.305
151.933
b)
51.414
36.849
19.652
107.915
249.761
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
a)
101.700
–
–
101.700
78.593
b)
121.975
–
–
121.975
93.201
in T€
Anleihen
a)
–
–
–
–
–
b)
158
–
–
158
155
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
a)
71.807
–
–
71.807
72.511
b)
6.132
23.040
–
29.172
29.100
Verbindlichkeiten
aus Steuern
a)
–
–
–
–
–
b)
5.024
–
–
5.024
4.664
Verbindlichkeiten im Rahmen
der sozialen Sicherheit
a)
7.114
–
–
7.114
6.832
b)
8.333
–
–
8.333
8.132
a)
11.300
–
–
11.300
8.368
b)
20.214
11
–
20.225
17.334
a)
217.061
73.457
–
290.518
318.237
b)
213.250
127.192
19.652
360.094
402.347
Wechselverbindlichkeiten
Übrige sonstige Verbindlichkeiten
Gesamt
Der Vorstand der DEUTZ AG hat im Juli 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Wandelanleihe in Höhe von
67,3 Mio. € begeben. Ein Bankenkonsortium unter der
Führung der HSBC Trinkhaus & Burkhardt KGaA hat insgesamt 19.792.998 Schuldverschreibungen übernommen.
10.759.918 Schuldverschreibungen wurden den Aktionären und Inhabern von Wandelgenussrechten angeboten.
9.033.080 Schuldverschreibungen wurden unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre und der Inhaber
von Wandelgenussrechten im Rahmen eines BookbuildingVer fahrens bei Investoren platziert. Insgesamt sind der
DEUTZ AG bis 31. Dezember 2004 67,3 Mio. € zugeflossen, die zur Verbesserung der Kapitalstruktur eingesetzt
werden.
Die ausgegebene Wandelschuldverschreibung ist mit
einem Zinssatz 3,95 % pro Jahr auf den Nennwert von
3,40 € und einer Laufzeit von 5 Jahren ausgestattet
und am 22. Juli 2009 zur Rückzahlung fällig. Der Bezugspreis betrug 3,40 €. Die Stücke sind mit einem Wandlungsrecht auf jeweils eine Stückaktie der DEUTZ AG
ausgestattet, das nach Ermessen des jeweiligen Inhabers
bis 10. Juli 2009 ausgeübt werden kann.
Der Kapitalmarktzins und der Nominalzins der Anleihe
wurden am Ausgabetag am 22. Juli 2004 ermittelt. Die
Differenz zwischen beiden Komponenten repräsentiert den
Preis des Wandlungsrechts und ist mit 7,2 Mio. € in die
Kapitalrücklage eingestellt worden. In entsprechender Höhe wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, der über die Laufzeit der Wandelschuldverschreibung
ergebniswirksam aufgelöst wird.
Bei der DEUTZ AG entfallen von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.043 (Vj.: 922) T€
auf Lieferungen und Leistungen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige
Verbindlichkeiten sind durch Grundpfandrechte sowie
Sicherungsübereignung und -abtretung in Gesamthöhe von
104,6 Mio. € (DEUTZ AG: 35,4 Mio. €) gesichert.
Bei den Lieferantenverbindlichkeiten bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.
Im Konzern entfallen von den Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 3 (Vj.: 45) T€ auf Lieferungen
und Leistungen.
Die Netto-Finanzverschuldung per 31. Dezember 2004 des
DEUTZ Konzerns betrug 100,0 (Vj.: 224,2) Mio. €.
56
VORWORT
9. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
DEUTZ AG
DEUTZ Konzern
31.12.2004
31.12.2003
31.12.2004
31.12.2003
4.474
3.401
18.007
15.291
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften
24.811
32.780
11.481
18.783
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen
17.701
23.522
6.944
11.805
in T€
Wechselobligo
Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten
–
–
7
7
46.986
59.703
36.439
45.886
Die DEUTZ AG und andere Konzerngesellschaften sind an
einer Reihe von Rechtsstreitigkeiten und Schiedsgerichtsver fahren beteiligt, die im Wesentlichen behauptete Leistungsstörungen, Mängelfolgeschäden sowie Schadensersatzklagen betreffen.
Es handelt sich dabei um Verpflichtungen aus Miet- und
Leasingverträgen im Nennbetrag von 211,9 (Konzern:
57,7) Mio. € bei einer Restlaufzeit der Verträge bis zu
8 (Konzern: 16) Jahren und aus dem Bestellobligo aus
Anlageninvestitionen von 38,8 (Konzern: 38,8) Mio. €.
Für die Risiken aus diesen Rechtsstreitigkeiten wurde
bilanziell Vorsorge getroffen.
Der Ausgang dieser anhängigen Verfahren kann gegenwärtig
naturgemäß nicht abschließend beurteilt werden. Nach
unserer Einschätzung sind wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
DEUTZ AG und des Konzerns nicht zu erwarten.
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
Den Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bei
der DEUTZ AG stehen Gegenansprüche im Nennbetrag von
3,8 (Konzern: 8,0) Mio. € gegenüber.
11. Umsatzerlöse
Aufgliederung nach Segmenten
DEUTZ AG
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
10. Schwebende und drohende Rechtsstreitigkeiten
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen und nicht unter
den Haftungsverhältnissen angegeben sind, belief sich
am 31. Dezember 2004 bei der DEUTZ AG auf 250,7
(Vj.: 267,9) Mio. €, davon gegenüber verbundenen Unternehmen 177,6 (Vj.: 199,9) Mio. €, und im Konzern auf
96,5 (Vj.: 91,7) Mio. €.
MITARBEITER
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
KOMPAKTMOTOREN
»1«
Gesamt
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
Haftungsverhältnisse
DEUTZ Konzern
2004
2003
2004
2003
Kompaktmotoren
835,6
779,0
909,7
843,0
Mittel- und Großmotoren
263,5
257,3
332,4
329,6
1.099,1
1.036,3
1.242,1
1.172,6
Gesamt
ERNEUERBARE
ENERGIEN
in Mio. €
Aufgliederung nach Regionen
2003
Deutschland
309,7
294,5
316,4
298,0
Übriges Europa
424,4
365,6
495,9
440,0
Amerika
148,2
132,7
176,1
149,5
32,3
42,5
50,0
59,2
in Mio. €
Afrika
Asien/Pazifik
Gesamt
184,5
201,0
203,7
225,9
1.099,1
1.036,3
1.242,1
1.172,6
57
FINANZINFORMATIONEN
2004
AKTIE
DEUTZ Konzern
2003
WEITERE INFORMATIONEN
DEUTZ AG
2004
12. Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen
Bestandsveränderung
DEUTZ AG
DEUTZ Konzern
2004
2003
2004
2003
81.151
84.903
121.578
128.094
-1.001
–
-1.001
–
in T€
Bestand Erzeugnisse 1.1.
Bestandsverminderung im Außerordentlichen Ergebnis
Veränderung im Konsolidierungskreis
–
–
-632
–
Bestand nach Veränderungen
80.150
–
119.945
128.094
Bestand Erzeugnisse 31.12.
74.132
81.151
120.807
121.578
-6.018
-3.752
862
-6.516
Bestandsveränderung
Andere aktivierte Eigenleistungen
Ausgewiesen werden im Wesentlichen Leistungen, die im
Zusammenhang mit der Erschließung des Marktsegments
Nutzfahrzeuge erbracht werden.
Bei der DEUTZ AG sind hier zusätzlich die Zuschreibung von
15,0 Mio. € des Anteils an der DEUTZ of America Corporation, Atlanta (USA), sowie Konzernumlagen für Verwaltungsaufwand und für sonstige Aufwendungen enthalten.
13. Sonstige betriebliche Erträge
Die Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen
betragen im Konzern 12,1 (Vj.: 19,7) Mio. € und bei der
DEUTZ AG 9,7 (Vj.: 14,7) Mio. €.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus sonstigen Dienstleistungen, Erträge aus
der Auflösung von Rückstellungen, Währungskursgewinne,
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen sowie
übrige betriebliche Erträge.
14. Materialaufwand
DEUTZ AG
DEUTZ Konzern
2004
2003
2004
2003
670.340
603.978
698.174
616.797
20.759
15.353
28.120
21.569
691.099
619.331
726.294
638.366
in T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
Aufwendungen für bezogene Leistungen
Gesamt
15. Personalaufwand
Personalaufwand
DEUTZ AG
DEUTZ Konzern
2004
2003
2004
2003
203.916
199.873
247.743
242.639
39.536
39.297
51.381
50.415
1.287
1.240
3.306
2.954
244.739
240.410
302.430
296.008
2004
2003
2004
2003
Arbeiter
2.505
2.544
3.157
3.159
Angestellte
1.549
1.545
2.206
2.187
172
167
172
168
4.226
4.256
5.535
5.514
in T€
Löhne und Gehälter
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung
Aufwendungen für Altersversorgung
Gesamt
Beschäftigte (im Jahresdurchschnitt)
Auszubildende
Gesamt
58
VORWORT
16. Abschreibungen
2004
DEUTZ Konzern
2003
2004
2003
in T€
Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
3.942
3.569
5.919
5.615
Sachanlagen
22.229
23.630
48.384
55.299
Gesamt
26.171
27.199
54.303
60.914
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
DEUTZ AG
Bei der DEUTZ AG sind im Außerordentlichen Ergebnis
1.338 T€ und im Konzern 2.907 T€ ausgewiesen.
»1«
17. Sonstige betriebliche Aufwendungen
18. Beteiligungsergebnis
DEUTZ AG
DEUTZ Konzern
2004
2003
2004
2003
1.598
2.365
1.129
824
–
–
72
61
269
265
–
–
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
KOMPAKTMOTOREN
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Dienstleistungsaufwendungen, erforderliche
Risikovorsorgen für schwebende Geschäfte und Gewährleistungen, Miet- und Leasingaufwendungen, den Verwaltungs- und Vertriebsaufwand einschließlich Verkaufsfrachten und Provisionen sowie Verluste und Aufwendungen aus
Wertminderungen des Umlaufvermögens ohne Vorräte.
Erträge aus Beteiligungen
– von verbundenen Unternehmen
– von übrigen Unternehmen
Ergebnis der assoziierten Unternehmen
Aufwendungen aus Verlustübernahme
Gesamt
–
–
3.329
1.415
-287
-310
-26
-29
1.580
2.320
4.504
2.271
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen
MITARBEITER
in T€
19. Zinsergebnis
2003
7.368
7.635
1.892
1.713
in T€
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens
– davon aus verbundenen Unternehmen
5.587
6.028
–
–
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
2.172
2.402
1.106
1.331
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
– davon an verbundene Unternehmen
Gesamt
1.724
1.951
206
260
-28.439
-29.953
-32.446
-35.750
-3.020
-2.700
-1.271
1.665
-18.899
-19.916
-29.448
-32.706
FINANZINFORMATIONEN
– davon aus verbundenen Unternehmen
AKTIE
2004
ERNEUERBARE
ENERGIEN
DEUTZ Konzern
2003
20. Außerordentliches Ergebnis
Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von
35,0 Mio. € betreffen Einmalaufwendungen für die Neuausrichtung des Mittel- und Großmotorengeschäfts.
59
WEITERE INFORMATIONEN
DEUTZ AG
2004
21. Sonstige Angaben
Corporate Governance
Vorstand und Aufsichtsrat der DEUTZ AG haben im Dezember 2004 die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate
Governance Kodex in der ab 4. Juli 2003 gültigen Fassung
gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf
der Webseite (www.deutz.com) der Gesellschaft dauerhaft
zugänglich gemacht.
Nahe stehende Personen
Gemäß Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS)
Nr. 11 sind nahe stehende Personen und die Auswirkungen
mit nahe stehenden Personen auf die DEUTZ AG und ihre
Tochtergesellschaften offen zu legen. Im Berichtsjahr gab
es weder nahe stehende Personen aufgrund eines Beherrschungsverhältnisses noch gab es bedeutende Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen, die wesentliche
Einwirkungsmöglichkeiten auf die Gesellschaft hatten.
Organe der Gesellschaft
Die Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats und des
Vorstands (mit zusätzlichen Aufsichtsratsmandaten) sind in
der gesonderten Übersicht auf Seite 64/65 aufgeführt.
Gesamtbezüge des Vorstands, ehemaliger Vorstandsmitglieder sowie des Aufsichtsrats
Die Gesamtbezüge des aktiven Vorstands für das Geschäftsjahr 2004 betrugen bei der DEUTZ AG und im
Konzern insgesamt 2.404 T€ und setzen sich aus einem
festen Anteil von 1.900 T€ und einer variablen Tantieme
in Höhe von 504 T€ zusammen.
Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer
Hinterbliebenen beliefen sich bei der DEUTZ AG und im
Konzern auf 1.272 T€; für Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis besteht eine Rückstellung von
13.901 T€.
Die Vergütung an den Aufsichtsrat betrug für das Geschäftsjahr 2004 bei der DEUTZ AG und im Konzern 168.750 €
und besteht ausschließlich aus einer fixen Vergütung.
Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält eine jährliche feste Vergütung von 12.500 €; der Vorsitzende erhält das Doppelte,
sein Stellvertreter das Eineinhalbfache. Das Sitzungsgeld
für die Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen betrug
bei der DEUTZ AG und im Konzern 93.500 €. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält pro Sitzung ein Sitzungsgeld von
1.000 €; der Vorsitzende erhält das Doppelte, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache.
60
Vorschüsse und Kredite an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder
Am 31. Dezember 2004 bestanden keine Vorschüsse und
Kredite an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder; ebenso
wenig wurden zugunsten dieses Personenkreises Bürgschaften oder sonstige Gewährleistungen übernommen.
Köln, den 9. März 2005
DEUTZ Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Gordon Riske
Karl Huebser
Helmut Meyer
VORWORT
Jahresabschluss
»1«
KOMPAKTMOTOREN
MITARBEITER
Nach unserer Überzeugung vermitteln der Jahresabschluss
und der Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns. Der
zusammengefasste Lagebericht gibt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft und des
Konzerns und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung
zutreffend dar.
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Düsseldorf, 10. März 2005
ERNEUERBARE
ENERGIEN
Kessels
Wirtschaftsprüferin
AKTIE
Kaiser
Wirtschaftsprüfer
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZINFORMATIONEN
Wir haben unsere Jahres- und Konzernabschlussprüfung
nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach
ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des
durch den Jahres- und Konzernabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch
den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der
Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche
und rechtliche Umfeld der Gesellschaft und des Konzerns
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.
Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie
Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahres- und
Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die
Prüfung umfasst für den Jahresabschluss die Beurteilung
der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und für den Kon-
zernabschluss die Beurteilung der Jahresabschlüsse der
in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der
Abgrenzung des Konsolidierungskreises und der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze sowie
für beide Rechenwerke die Beurteilung der wesentlichen
Einschätzungen des Vorstandes der Gesellschaft und die
Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
61
WEITERE INFORMATIONEN
Wir haben den Jahresabschluss unter Einbeziehung der
Buchführung und den Konzernabschluss der DEUTZ Aktiengesellschaft, Köln, mit einem zusammengefassten Anhang
sowie den zusammengefassten Bericht über die Lage der
Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis 31. Dezember 2004 geprüft. Die Buchführung
und die Aufstellung dieser Unterlagen nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung
des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es,
auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine
Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung
der Buchführung und über den Konzernabschluss sowie
den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
Bestätigungsvermerk
Anteilsbesitz
DEUTZ AG und DEUTZ Konzern
Stand: 31. Dezember 2004
Kapitalanteil
in %
Eigenkapital
T€
Jahresergebnis T€
–
169.338
-8.800
2 DEUTZ Beteiligungsverwaltung GmbH, Köln
100,0
511
-261
3 DEUTZ Grundstücksverwaltung GmbH, Köln
100,0
95
-105
4 DEUTZ Vermögensverwaltung GmbH, Köln
100,0
307
469
5 Unterstützungsgesellschaft mbH der DEUTZ Aktiengesellschaft, Köln
100,0
26
–
94,0
1.541
-862
7 DEUTZ Austria GmbH, Wien (Österreich)
100,0
2.177
291
8 DEUTZ Benelux NV, Antwerpen (Belgien)
100,0
2.755
160
Lfd. Nr.
Name und Sitz der Gesellschaft
1 DEUTZ AG
Verbundene Unternehmen Konsolidierungskreis
Inland
6 Ad. Strüver KG (GmbH & Co.), Hamburg
Ausland
Europa
9 DEUTZ Benelux B.V., Rotterdam (Niederlande)
100,0
4.632
839
100,0
-1.330
-1.915
11 DEUTZ DITER COMPONENTES S.A., Zafra (Spanien)
100,0
11.773
995
12 DEUTZ FRANCE S.A., Gennevilliers (Frankreich)
100,0
9.277
594
10 DEUTZ DITER S.A., Zafra (Spanien)
13 DEUTZ IBERIA S.A., Madrid (Spanien)
100,0
4.675
-1.036
14 DEUTZ UK Ltd., London (Großbritannien)
100,0
9.226
390
Amerika
15 DEUTZ Canada Inc., Ville St.-Laurent, Quebec (Kanada)
100,0
3.337
266
16 Deutz Corporation, Atlanta (USA)
100,0
15.434
1.289
17 DEUTZ of America Corporation, Atlanta (USA)
100,0
29.090
1.332
18 Nlle Ste MAGIDEUTZ S.A., Casablanca (Marokko)
100,0
1.629
48
19 DEUTZ Asia-Pacific (Pte) Ltd., Singapur (Singapur)
100,0
2.789
-2.119
20 Deutz Australia (Pty) Ltd., Braeside (Australien)
100,0
2.644
36
Afrika/Asien/Australien
62
VORWORT
Lfd. Nr.
Name und Sitz der Gesellschaft
Kapitalanteil
in %
Eigenkapital
T€
Jahresergebnis T€
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
Stand: 31. Dezember 2004
Andere verbundene Unternehmen
DEUTZ Sicherheit Gesellschaft für Industrieservice mbH, Köln
100,0
26
557
22
DEUTZ Versicherungsvermittlung GmbH, Köln
100,0
1.534
572
23
DEUTZ Power Systems Verwaltungs GmbH, Mannheim
100,0
25
–
24
DEUTZ CHINA LIMITED, Kowloon (Hongkong)
100,0
-577
130
25
DEUTZ Hungaria Kft., Budapest (Ungarn)
100,0
350
12
26
KHD Humboldt Wedag Espana S.A., Madrid (Spanien)
100,0
717
-208
Ausland
KOMPAKTMOTOREN
21
»1«
Inland
Ausland
DEUTZ AGCO MOTORES S.A., Haedo (Argentinien)
50,0
2.792
1.161
28
ASIA POWER (PRIVATE) LIMITED, Colombo (Sri Lanka)
31,8
25.950
5.256
29
D.D. Power Holdings (Pty) Ltd., Elandsfontein (Südafrika)
30,0
8.469
1.707
63
WEITERE INFORMATIONEN
FINANZINFORMATIONEN
AKTIE
ERNEUERBARE
ENERGIEN
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
MITARBEITER
27
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
Assoziierte Unternehmen
Aufsichtsrat
Dr. Michael Endres
Vorsitzender
Ehemaliges Mitglied des Vorstands der Deutsche Bank AG,
Frankfurt/Main
Michael Haupt
Ehemaliges Mitglied der Konzernleitung der AB SKF,
Schweinfurt
a) ARCOR Verwaltungs-AG, Eschborn
Bankgesellschaft Berlin AG, Berlin
Landesbank Berlin, Berlin
Schott AG, Mainz
Weberbank Privatbankiers KGaA, Berlin
Dr. Helmut Lerchner
Unternehmensberater, Aichtal-Rudolfshöhe
a) ElringKlinger AG, Dettingen, Vorsitzender
b) Beirat (Süd-West) Dresdner Bank AG, Frankfurt/Main
b) Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Frankfurt/Main,
Vorsitzender
Hertie School of Governance, Berlin
Werner Scherer*
Stellvertretender Vorsitzender
Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der DEUTZ AG, Köln
Prof. Klaus-Otto Fruhner
Ehemaliger Beigeordneter der Stadt Köln
Geschäftsführer K.O.F.-Projektberatung GmbH, Köln
a) Flughafen Köln/Bonn GmbH, Köln
(bis 18. Februar 2004)
Reinhold Götz*
2. Bevollmächtigter der IG-Metall-Verwaltungsstelle
Mannheim, Mannheim
a) ABB-Calor Emag Mittelspannung GmbH, Ratingen
b) Sparkasse Rhein-Neckar-Nord, Mannheim
64
Helmut Müller*
Vorsitzender des Sprecherausschusses
der leitenden Angestellten der DEUTZ AG, Köln
b) Henkelhausen Holding GmbH, Krefeld
Karl-Heinz Müller*
Stellvertretender Vorsitzender des
Konzernbetriebsrats der DEUTZ AG, Köln
Dr. Witich Roßmann*
1. Bevollmächtigter der IG Metall Köln, Köln
a) Ford Werke AG, Köln
Ford Deutschland Holding GmbH, Köln
Peter Schwab*
Vorsitzender des Betriebsrats der DEUTZ Power Systems
GmbH & Co. KG, Mannheim
Prof. Dr. Marco Vitale
Präsident der Vitale-Novello & Co SRL, Mailand (Italien)
(ab 1. Januar 2004)
Gordon Riske (47)
Vorsitzender
Markt, Köln
a) Same Deutz-Fahr Italia S.p.A., Treviglio (Italien),
Vorsitzender
Same Deutz-Fahr Group S.p.A., Treviglio (Italien)
a) ISRA VISION SYSTEMS AG, Darmstadt
Dräger AG, Lübeck
b) Tengelmann Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH,
Mülheim a. d. R.
The New Germany Fund, Inc., New York (USA)
VORWORT
»1«
KOMPAKTMOTOREN
a) Escada AG, München, Vorsitzender
GfK AG, Nürnberg
Merck KGaA, Darmstadt, Vorsitzender
Kaisers Tengelmann AG, Viersen
b) DEUTZ FRANCE S.A., Gennevilliers (Frankreich)
Deutz Corporation, Atlanta (USA),
Vorsitzender
Karl Huebser (59)
Technik, Overath
b) DEUTZ DITER S.A., Zafra (Spanien), Vorsitzender
DEUTZ DITER COMPONENTES S.A., Zafra (Spanien),
Vorsitzender
WEIFANG WEICHAI DEUTZ DIESEL ENGINE CO. LTD.,
Weifang (VR China)
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
Peter Zühlsdorff
Geschäftsführender Gesellschafter der DIH Deutsche
Industrie Holding GmbH, Frankfurt/Main
Geschäftsführer Duales System Deutschland GmbH, Köln
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
Vorstand
Helmut Meyer (55)
Finanzen, Personal, Düsseldorf
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
a) Mitgliedschaft in in- und ausländischen Aufsichtsräten
FINANZINFORMATIONEN
AKTIE
ERNEUERBARE
ENERGIEN
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
65
WEITERE INFORMATIONEN
* Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer.
MITARBEITER
b) Motorpal a.s., Jihlava (Tschechische Republik)
Glossar
bauma 2004 Internationale Fachmesse für Baumaschinen
und Untertagegeräte, die alle drei Jahre in München stattfindet. Sie ist die weltweit wichtigste und größte Messe der
Baumaschinen-Branche.
Captive-Markt, -Segment (engl.) »Eigenbedarfsmarkt«.
Marktsegment, das Geräte- und Fahrzeughersteller umfasst, die über eine eigene Motorenproduktion verfügen.
Carbon Credits (engl.) »Kohlenstoff-Guthaben«. Das KyotoProtokoll erlaubt den Handel von Emissionszertifikaten, mit
denen Staaten oder Unternehmen ihre eigenen Treibhausgas-Emissionen ausgleichen können.
Clean Development Mechanism (CDM) (engl.) »SaubereEntwicklung Mechanismus«. Flexibles Instrument im Rahmen des Kyoto-Protokolls, mit dem eine möglichst effiziente, globale Reduzierung der klimaschädlichen Emissionen
erreicht werden soll. Mit dem CDM kann ein Industriestaat
in ein emissionsreduzierendes Projekt in einem Entwicklungsland investieren und die dort erzielten Ergebnisse zur
Erreichung seines Reduktionsziels anrechnen.
Common Rail (engl.) »gemeinsame Leitung«. Einspritzsystem für Dieselmotoren, bei dem eine hinter der Einspritzpumpe angebrachte gemeinsame Kraftstoffleitung für
alle Zylinder als Druckspeicher zur drehzahlunabhängigen
Steuerung des Einspritzdrucks verwendet wird.
Corporate Governance (engl.) »Unternehmensführung«.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält die in
Deutschland geltenden Regeln und Empfehlungen für die
Unternehmensleitung und -überwachung in börsennotierten
Aktiengesellschaften.
DIN EN ISO 14001 (Abk.) »Deutsches Institut für Normung
– Europa Norm – International Organization for Standardization – 14001«. Internationale, europa- und deutschlandweit
anerkannte Norm für das Umweltmanagement.
66
DVERT® DEUTZ Variable Emissions-Reduktions-Technologie.
Kombination von Systemen, Komponenten und Verfahren,
die modular miteinander kombiniert werden, um technisch
optimale und gleichzeitig kostengünstige Lösungen zur Reduktion von Abgas- und Lärmemissionen darzustellen.
EBIT (engl.) »Earnings before Interest and Taxes«. Auch im
deutschen gebräuchlicher Ausdruck für das Unternehmensergebnis vor Zinsen und Steuern.
EIMA Jährlich stattfindende Landtechnikmesse in Bologna,
Italien.
Emissionsstufen I/II/III/IV Stufen der europäischen beziehungsweise US-amerikanischen Emissionsgesetze, die für
die Inbetriebnahme von mit Dieselmotoren ausgerüsteten
Geräten die Einhaltung bestimmter Grenzwerte bei den
Abgasemissionen vorschreiben. Die Stufen treten in einer
bestimmten zeitlichen Abfolge in Kraft. Grundsätzlich sinken die Grenzwerte von Stufe zu Stufe weiter ab.
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Im März 2000 in
Deutschland in Kraft getreten, letzte Novellierung in 2004.
Ziel ist die Förderung des Ausbaus der erneuerbaren
Energien zur Stromerzeugung als zentrales Element für
den Klimaschutz.
EURO IV Von der Europäischen Union festgelegte Abgasnorm für Motorfahrzeuge. Sie bestimmt Grenzwerte für die
im Abgas enthaltenen Schadstoffe Schwefeldioxid, Stickoxide, Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid
und Partikel (Diesel). Tritt im Oktober 2006 in Kraft.
Genset (engl.) »Stromversorgungsaggregat«, Kurzform für
Generating Set. Mobile oder stationäre, motorbetriebene
Anlage zur dezentralen, netzunabhängigen Stromerzeugung.
IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit Deutscher Verband e.V. Fachverband der Caritas, Bildungsträger und
anerkannter Träger der Jugendhilfe.
VORWORT
Prime Standard (engl.) »Höchste Anforderung«. Zulassungssegment der Deutschen Börse für Unternehmen, die
sich auch gegenüber internationalen Investoren positionieren wollen. Diese Unternehmen müssen hohe internationale Transparenzanforderungen erfüllen. Die Zulassung zum
Prime Standard ist eine Voraussetzung für die Aufnahme in
die Auswahlindizes DAX, MDAX, TecDAX und SDAX.
Wandelanleihe Anleihe einer Aktiengesellschaft. Gibt dem
Inhaber neben dem Recht auf die Zahlung eines festen
Zinses die Möglichkeit, die Schuldverschreibung zu einem
bestimmten Zeitpunkt in einem festen, im Voraus festgelegten Verhältnis in Aktien umzutauschen.
Working Capital (engl.) Ist die Summe aus Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
UMWELT UND
GESELLSCHAFT
MITARBEITER
MITTEL- UND
GROßMOTOREN
KOMPAKTMOTOREN
»1«
BERICHT DES
AUFSICHTSRATS
Prime Industrial (engl.) Branchenindex der Deutschen Börse, der alle klassischen Industrieunternehmen innerhalb
des Prime Standards zusammenfasst.
Streubesitz gemäß Leitfaden der Deutschen Börse
Zum Streubesitz zählen – unabhängig von der Höhe der
Beteiligung – alle Anteile, die von Vermögensverwaltern
und Treuhandgesellschaften, Fonds und Pensionsfonds,
Unternehmensbeteiligungsgesellschaften, Kapitalanlagegesellschaften oder ausländischen Investmentgesellschaften
in ihrem jeweiligen Sondervermögen mit kurzfristigen Anlagestrategien gehalten werden.
ERNEUERBARE
ENERGIEN
Material Handling (engl.) »Materialtransport«. Bezeichnung
für ein spezielles Anwendungssegment, in dem Dieselmotoren für Materialtransport-Geräte wie beispielsweise Gabelstapler, Kräne oder Förderbänder eingesetzt werden.
SDAX Auswahlindex der Deutschen Börse für kleinere Unternehmen, so genannte Small-Caps, aus den klassischen
Branchen. Er umfasst 50 Werte, die im Teilbereich Prime
Standard des Amtlichen Marktes zugelassen und bezüglich
Marktkapitalisierung und Börsenumsatz unterhalb des
MDAX angesiedelt sind.
AKTIE
Marktkapitalisierung Marktpreis eines börsennotierten
Unternehmens. Er errechnet sich aus dem Kurswert der
Aktie multipliziert mit der Gesamtzahl der Aktien.
ROCE (engl.) Return on Capital Employed. Gibt die Rendite
auf das in einem Unternehmen insgesamt eingesetzte
Kapital an.
FINANZINFORMATIONEN
Kyoto-Protokoll 1997 einigten sich rund 150 Staaten
im so genannten Kyoto-Protokoll auf quantitative Ziele
für die Verringerung der Emissionen von sechs wichtigen
Spurengasen, darunter Kohlendioxid (CO2) und Methan. Die
Industriestaaten verpflichten sich darin, ihre Emissionen im
Zeitraum 2008 bis 2012 um durchschnittlich 5 % unter das
Niveau von 1990 zu senken.
Renewables Obligation (engl.) »Verpflichtung zu erneuerbaren Energieträgern«. In 2002 in Großbritannien eingeführt,
verpflichtet die Energieversorgungsunternehmen, den Anteil
an der insgesamt erzeugten Energie, der aus erneuerbaren
Energieträgern stammt, von heute rund 5 % bis 2010 auf
10 % zu erhöhen.
Re-Launch (engl.) »Wiedereinführung«. Re-Launch wird vor
allem für die Überarbeitung und Wiedervorstellung einer bereits vorhandenen Marke oder eines Produkts verwendet.
Im Zusammenhang dieses Geschäftsberichts bezeichnet
Re-Launch die strategische Neuausrichtung des Unternehmens.
67
WEITERE INFORMATIONEN
Joint Implementation (JI) (engl.) »Gemeinsame Durchführung«. Flexibles Instrument im Rahmen des Kyoto-Protokolls, mit dem eine möglichst effiziente, globale Reduzierung der klimaschädlichen Emissionen erreicht werden soll.
Industriestaaten können im Rahmen des JI gemeinsam
emissionsreduzierende Projekte durchführen und die
erzielten Ergebnisse zur Erreichung ihrer Reduktionsziele
anrechnen.
Finanzkalender
2005
Tag
Datum
Uhrzeit
Ereignis
Ort
Dienstag
12.04
10.00
Bilanzpressekonferenz
Veröffentlichung Geschäftsbericht 2004
DEUTZ AG, Köln
Mittwoch
13.04.
10.00
Analystenkonferenz
Frankfurt/Main
Dienstag
03.05.
–
Veröffentlichung Bericht 1. Quartal 2005
–
Donnerstag
09.06.
10.00
Hauptversammlung
Koelnmesse,
Köln
Donnerstag
28.07.
10.00
Pressekonferenz
Veröffentlichung Halbjahresbericht 2005
DEUTZ AG, Köln
Donnerstag
27.10.
–
Veröffentlichung Bericht 1.–3. Quartal 2005
–
Tag
Datum
Uhrzeit
Ereignis
Ort
Donnerstag
22.06.
10.00
Hauptversammlung
Koelnmesse,
Köln
2006
68
Impressum
Herausgeber
DEUTZ AG
Deutz-Mülheimer Straße 147–149
D-51063 Köln
Abteilung Investor & Public Relations
T + 49 221 822 2491
F + 49 221 822 2116
info@deutz.com
www.deutz.com
Konzept und Gestaltung
Kirchhoff Consult AG, Hamburg
Litho und Druck
Lead-Supplier der DEUTZ AG:
Peter Rey Copia GmbH, Kerpen
Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor.
Unsere Vision ist es, Maßstäbe zu
setzen und die Zukunft zu gestalten.
Unsere Mission ist es, DEUTZ zu
einem international führenden Unternehmen in den relevanten Märkten
zu machen.
Der Kunde steht im Mittelpunkt
unserer Aktivitäten. Wir setzen unsere
Kompetenzen für die Er reichung
seiner Ziele ein.
Im Interesse unserer Kunden, Mitarbeiter und Kapitalgeber wollen wir
eine kontinuierliche Wertsteigerung
von DEUTZ er reichen.
Wir bei DEUTZ leben Veränderungen
vor und wollen auf unsere Leistungen
stolz sein.
DEUTZ – the engine company.
DEUTZ AG
Deutz-Mülheimer Straße 147–149
D-51063 Köln
www.deutz.com
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