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November 2011 | 18. Jahrgang | Fachzeitschrift in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis „NKW- und Anhänger-Teile-Handel“ im GVA
FÜR NUTZFAHRZEUG-SERVICE UND TEILEMARKT
Diagnose
Erscheinungsort Hannover | ISSN 1437-6229 | Bezugspreis pro Ausgabe 8,– Euro
Seite 10
Fachgerechter Service und erfolgreiches
Fehler suchen sind ohne entsprechendes
Diagnoseequipment kaum noch möglich.
Fahrwerkstechnik
Seite 16
Der Fahrwerksservice ist ein Umsatzbringer
für die Nfz-Werkstatt. Aktuelle Technik, Ersatzteile und Tipps für den Werkstattalltag.
Erster Schlauchrollbalg für
moderne Nutzfahrzeuge
¾ Einbau der Luftfeder ohne Werkzeug
¾ Größerer Hub-/Senkbereich gegenüber
heutigen Luftfedern
¾ Optimaler Federungs- und Fahrkomfort
¾ Gewichtseinsparung im Nutzfahrzeug
bis zu mehreren hundert Kilogramm
¾ Jetzt im neuen Mercedes-Benz Actros
air cruise bionics
airsprings for professionals
Lesen Sie mehr auf Seite 19
www.aircruise.com
Winter-Spezial
Seite 28
Besonders in der kalten Jahreszeit
kommt es auf zuverlässiges Equipments
und vorausschauenden Service an.
4
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EDITORIAL
Liebe Leserinnen, liebe Leser...
NICHT LÄNGER WARTEN
Eines der Top-Themen in diesem NKW-PARTNER dreht
sich um „Diagnose“. Ein äußerst brisantes Thema, denn
die Elektronifizierung von Lkw und Bussen geht mit riesen
Schritten voran. Ohne leistungsfähiges Diagnoseequipment
lassen sich viele typische Wartungs- und Reparaturarbeiten
an modernen NKW kaum noch erledigen – von der Fehlersuche an den komplexen Fahrerassistenz- und Komfortsystemen ganz zu schweigen. Und auch bei der Trailerreparatur ist zunehmend ein Diagnosegerät gefragt. Doch es muss
nicht immer „das Wühlen in den Tiefen komplexer Elektronik“ sein, das den NKW-Fachmann zum Diagnosetester
greifen lässt: Selbst „banale“ Ersatzteile wie ein elektrisches
Fensterhebermodul oder der Modulator einer Trailerbremse lassen sich ohne den „elektronischen Schraubenschlüssel“
nicht mehr fachgerecht wechseln.
Wie wichtig dieses Thema ist – und vor allem, dass es
noch lange nicht bei allen Nutzfahrzeug-Profis angekommen ist – hat mir das rege Interesse an den Diagnoseworkshops auf dem 1. Europart-Werkstattgipfel in Kassel im Oktober gezeigt. Gerd Pollakowski, Diagnosefachmann und
Vertriebsleiter bei Texa Deutschland, skizzierte anhand
einiger praxisrelevanter Beispiele, dass es ohne nicht geht.
Und es wird mit dem Start neuer Modellgenerationen nicht
einfacher.
Bei Pollakowskis Vorträgen wurde aber auch deutlich,
dass die Geschichte mit dem Diagnoseequipment alleine
nicht erledigt ist. Schulungen sind erforderlich, klar. Und
auf die Marken- und Modellabdeckung kommt es an, auch
klar. Ebenso auf die Diagnosetiefe und das Bedienkonzept. Vor allem aber ist das „Backoffice“ hinter dem Gerät wichtig, sprich: Gibt es eine Hotline, die bei Problemen
weiterhelfen kann? Erreiche ich dort jemanden zu meinen
Arbeitszeiten? Und welche Leistungen kann ich sonst noch
erwarten? Stichwort Reparaturdaten!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine spannende Lektüre und gute Geschäfte!
Mit dem Kauf eines Testgeräts ist das Thema
Diagnose noch längst
nicht erledigt. Wichtig
ist vor allem die weitere
Unterstützung des
Diagnoseanbieters.
Klaus Kuss
Chefredakteur NKW-PARTNER
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3
INHALT
4-2011
INHALT
Seite 10 Nichts geht mehr ohne: Mit dem Einzug der Elektronik hat sich der Nutzfahrzeugservice
grundlegend verändert. Ohne Diagnosegerät lassen sich viele Wartungs- und Reparaturarbeiten kaum noch fachgerecht erledigen. Und auch für den modernen Bremsendienst ist immer
öfter ein Diagnosesystem nötig. Wir zeigen die wichtigsten Systeme im Überblick.
Seite 16 Fahrwerkskomponenten wie Stoßdämpfer, Federn, Luftfederbälge und Lenkungskomponenten
werden bei Nutzfahrzeugen und Bussen hoch beansprucht. Sie gehören zu den typischen
Verschleißteilen. Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten am Fahrwerk sind ein wichtiger
Umsatzbringer für NKW-Werkstätten. Hier finden Sie Tipps und Teile rund ums Fahrwerk.
EDITORIAL
3
MARKT & UNTERNEHMEN 6
Interessantes in und aus der Nutzfahrzeug-Branche
DIAGNOSE
Nichts geht mehr ohne – Diagnosegeräte sind mittlerweile bei vielen
Service- und Reparaturen ein Muss für die Nkw-Werkstatt .. . . . . . . . . 10
Fit für Turbos – Schulung beim Turboladerspezialisten. . . . . . . . . . . . . 14
Diagnosetools für Dieselspezialisten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
TECHNIK – FAHRWERK
Gutes besser machen – Gezielte Verbesserung von Fahrwerksteilen. . .
Bolzengerade – Worauf es bei Achsschenkelbolzen ankommt. . . . . . . .
Bionisch federt besser – Neues Luftfedersystem von Vibracoustic . . . .
Stabil und sicher in der Spur/Achtung: Abrissgefahr/
Ersatzteilvielfalt rund ums Fahrwerk. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Die „inneren Werte“ – Wissenswertes über Gelenkköpfe. . . . . . . . . . . .
Völlig luftlos – Spülen und Entlüften von Servolenkungen . . . . . . . . . .
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4-2011
TECHNIK – DIESEL Neue Motorsteuerung für Euro 6-Fahrzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Effizienter einspritzen – Der Druck im Common-Rail-System steigt. . . 24
Sicherer Schutz für SCR-Systeme. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Wasser marsch – Wasser im Dieselkraftstoff kann das Einspritzsystem
stören. Ein automatisches Wasserastragssystem verhindert dies. . . . . . 26
TECHNIK – ALTERNATIVE ANTRIEBE
Unterirdisch – Ein induktives Ladesystem im Straßenbelag
soll künftig Elektrobusse im ÖPNV mit Energie versorgen. . . . . . . . . . 27
WINTER-SPEZIAL
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Stets gut geladen – Voll-Calcium-Batterien fachgerecht laden. . . . . . . .
Laden im Doppelpack/Schwedenstrom aus Bayern. . . . . . . . . . . . . . . . .
Laden auf zwei Kanälen/Wartungsfrei spart Kosten/
Jedem die Seine – Batterien für jeden Einsatzzweck. . . . . . . . . . . . . . . .
Ganz schön griffig – Schneeketten mit „ThickThin“-Technologie. . . . .
Wohlige Wärme auf Abruf/Batterien speziell für Busse/
Helfer für schwere Räder. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Effizient heizen unter allen Bedingungen/„Königlicher“ Grip. . . . . . . .
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INHALT
Seite 23 Service, Wartung und Reparaturen an modernen Selbstzündern sind ein lukratives Geschäft. Viele
Arbeiten, die früher „echten Dieselspezialisten“ vorbehalten waren, lassen sich heute auch von
„normalen“ Werkstätten erledigen. Lesen Sie Wissenswertes rund um den Dieselmotor.
Seite 28 In der kalten Jahreszeit werden Nutzfahrzeuge und Busse besonders hart gefordert. Deshalb
kommt es auf wintertaugliches Equipment, aber auch auf die fachgerechte Wartung und Pflege
an. Lesen Sie, worauf speziell im Winter bei Wartung und Service zu achten ist, und mit welchem
Zubehör Ihre Werkstattkunden gut über den Winter kommen.
Seite 34 Der freie Teilemarkt ist eine ernstzunehmende Macht im Reparaturgeschäft. Angesichts des Angebots und der Qualität der Teile ist er eine überaus attraktive Alternative für alle NKW-Werkstätten. Wir präsentieren Ihnen interessante Produkte. Außerdem war der NKW-PARTNER auf der 10.
Carat-Leistungsmesse unterwegs. Sehen Sie, was die Jubiläumsschau zu bieten hatte.
TEILEMARKT
Turbo-Know-How für Werkstattprofis/„Meisterliches“ Programm
für Federung und Dämpfung/Komplettpakete für den
Kühlmittelpumpentausch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bremsen-Komplettpaket/Besser schmieren und pflegen. . . . . . . . . . . . .
Erstausrüsterqualität für den Ersatzbedarf/Nfz-Getriebe dauerhaft
schmieren/Resistent gegenüber aggressiven Kraftstoffen. . . . . . . . . . . .
Es werde Licht – Hintergrundwissen zur Lichttechnik. . . . . . . . . . . . . .
Gipfelgespräche – Teilegroßhändler ruft Nutzfahrzeugwerkstätten
zum „1. Europart Werkstatt-Gipfel“ nach Kassel. . . . . . . . . . . . . . . . . . .
40 Jahre Turbolader aus Köln. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bitte blättern – Aktuelle Kataloge auf dem Redaktionsschreibtisch . . .
NKW-MARKT AUSTRIA
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MESSE
Kassel rockte – Die Carat-Leistungsschau feierte in Kassel ihr
zehnjähriges Jubiläum. Ein Streifzug über die Jubiläumsschau . . . . . . . 42
Variabel – Kurzvorstellung des neuen Iveco Daily. . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
Ausgezeichneter Nutzfahrzeugservice/Top Service aus Tirol/
Der „fliegende Actros“ von Linz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
Online-Portal autoservice.com startet in Österreich/ Ein Actros
für die Ausbildung/Spar fährt auf Hybrid ab . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
NEBEN DER SPUR
Schnellschrauber – Die NKW-PARTNER-Redaktion
bei der Eco Disc Challenge von BPW . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
IMPRESSUM/ VORSCHAU 49
GEWINNSPIEL 50
WERKSTATTPRAXIS – EDV UND IT
Mehr Möglichkeiten – Neue Schnittstellen im WerkstattManagement-System vereinfachen den Werkstattalltag . . . . . . . . . . . . . 44
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MARKT UND UNTERNEHMEN
Echte „Mängelriesen“: Jeder siebte Bus
bekommt bei der Hauptuntersuchung vom
TÜV-Prüfer keine Plakette. Das zeigt der
Bus-Report 2011, den der Verband der TÜV
(VdTÜV) veröffentlicht hat. Fast die Hälfte der
Busse fällt demnach mit Mängeln auf, jeder
siebte sogar mit „erheblichen Mängeln“.
(Foto: TÜV Süd)
Den europäischen Markt im Visier: Der
niederländische Achsenhersteller Valx
gehört zu den Newcomern im Geschäft. Ab
Lager liefert das Unternehmen europaweit
Neun-Tonnen-Achsen für Sattelauflieger. Für
den spanischen Markt wurden nach eigenem
Bekunden Achsen für rund 800 Fahrzeuge
geliefert. (Foto: Valx)
ACHSENHERSTELLER VALX WÄCHST
JEDER SIEBTE BUS FÄLLT DURCH
Der niederländische Achsenhersteller Valx
aus Valkenswaard gehört zu den Newcomern im europäischen Markt. Seit gut
einem Jahr aktiv, vermeldet das Unternehmen bereits gute Fortschritte im ersten
Geschäftsjahr. Seit Anfang 2011 liefert Valx
ab Lager europaweit Neun-Tonnen-Achsen
für Sattelauflieger. Für den südeuropäischen
Markt habe das Unternehmen bereits langfristige Verträge mit Aufliegerherstellern
geschlossen, deren Produktion zu einem
beträchtlichen Teil mit Aufliegerachsen aus
Valkenswaard beliefert werde, heißt es in
einer aktuellen Unternehmensinformation.
Über 800 Fahrzeuge seien bereits an den
spanischen Markt geliefert worden. Bis zum
Jahresende 2011 wolle man dort einen
Marktanteil von 20 Prozent erreichen. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit mit den
Fast die Hälfte der Busse in Deutschland fällt
bei der Hauptuntersuchung mit Mängeln
auf. An jedem siebten Fahrzeug wurden sogar erhebliche Mängel festgestellt. Zu diesen
erschreckenden Ergebnissen kommt der rund
30 Seiten umfassende Bus-Report 2011, den
der Verband der TÜV (VdTÜV) vor kurzem in
Berlin veröffentlicht hat. Demnach liegt die
Quote der erheblichen Mängel aller Linienund Reisebusse bei 13,8 Prozent, geringe
Mängel stellten die TÜV-Experten indes an
30,5 Prozent aller Fahrzeuge fest. Mängelfrei
waren dagegen lediglich 55,5 Prozent. Bei
0,2 Prozent der vorgeführten Busse lautete
das Urteil „verkehrsunsicher“, die Fahrzeuge
wurden laut TÜV umgehend stillgelegt. Auffällig sei ein Anstieg der erheblichen Mängel
mit dem zunehmenden Alter der Busse: Im
Durchschnitt lag sie bei einjährigen Fahr-
Aufliegerherstellern in den kommenden Jahren noch weiter ausgebaut werden. Herstellen lässt Valx seine Starrachsen nach eigenen
Angaben im Taishan (China) im Werk von
Fuwa. Um eine hohe Qualität zu gewährleisten, werden die Fertigungs- und Kontrollprozesse Unternehmensangaben zufolge von
eigens ausgebildeten und von Valx entsandten Vollzeitkräften gesteuert und überwacht.
Um seine Reichweite in Europa zu steigern,
hat der Achsenhersteller nach eigenem
Bekunden im April 2011 einen Vertretungsund Vertriebsvertrag mit dem türkischen
Unternehmen Intermobil geschlossen. Der in
Istanbul ansässige Teilegroßhändler ist unter
anderem Vertriebspartner von Hella, VDO,
Wabco und Weweler und soll künftig für Valx
den türkischen Markt betreuen. kk◀
www.valx.eu
Schneller Checker: Mit dem Inspection Key
bietet Continental unter der Produktmarke
VDO Flottenmanagern und Fuhrparkleitern
die Möglichkeit, den Digitalen Tachographen
schnell und zuverlässig zu kontrollieren. Mit
dem praktischen Helfer lassen sich die Lenkund Ruhezeiten der Fahrer unkompliziert
auslesen. Aber auch Behörden gehören nach
Unternehmensangaben zum Kundenkreis des
Inspection Key.
(Foto: Continental/VDO)
6
zeugen bei 4,5 Prozent. Nach fünf Jahren
betrug sie bereits 11,1 Prozent, nach zehn
Jahren gar 16,4 Prozent. Bei zwanzigjährigen
Bussen stellten die TÜV-Experten eine Quote
von 26,9 Prozent erheblicher Mängel fest.
Für den Busreport werteten die Experten
der Prüforganisation nach eigenen Angaben
rund 50.000 Hauptuntersuchungen von Reise- und Linienbussen aus. Für Fahrzeuge zur
Personenbeförderungen ab acht Sitzplätze
ist diese im jährlichen Rhythmus vorgeschrieben. Die Erhebung dieser Datenbasis
ist nach eigenem Bekunden neutral und objektiv, sie stütze sich auf den amtlichen Prüfkatalog der Hauptuntersuchung, in welchem
vom Gesetzgeber über 130 einzelne Prüfpunkte vorgeschrieben sind. Den Bus-Report
2011 gibt es als Download beim VdTÜV. kk◀
www.vdtuev.de
Der Stern auf großer Fahrt: Zur Markteinführung des neuen Flaggschiffs Actros bei
den Mercedes-Benz Vertriebspartnern und
Niederlassungen initiierte der Nutzfahrzeughersteller am 12. November 2011 eine beeindruckende Sternfahrt. Vom Mercedes-Benz
Werk Wörth aus verließen 450 neue, in edlem
Metallic-Lack glänzende Actros-Vorführfahrzeuge im 40 Sekunden-Takt das derzeit größte
Lkw-Werk der Welt.
(Foto: Mercedes-Benz)
IMMER AUF DER RICHTIGEN SEITE
EIN NEUER STERN KOMMT IN FAHRT
Wenn Fahrer von Last- und Nutzfahrzeugen
ihre Lenk- und Ruhezeiten überschreiten,
müssen sie mit einem Bußgeld rechnen.
Aber auch die betroffenen Unternehmen
können mit Geldstrafen und bei wiederholten Verstößen sogar mit Betriebsüberprüfungen von staatlicher Seite belangt werden.
Deshalb sollte jeder verantwortliche Fuhrpark- und Flottenbetreiber die Lenk- und
Ruhezeiten seiner Fahrer im Auge behalten,
um frühzeitig auf Fehlentwicklungen reagieren zu können, raten die Experten von
VDO. Der Inspection Key biete daher eine
unkomplizierte und praktische Möglichkeit,
die Lenk- und Ruhezeiten der gesamten Flotte zu überprüfen. Das Gerät zeige zuverlässig
etwaige Lenkzeitüberschreitungen an, so
dass der Verantwortliche mit belehrenden
Zur Markteinführung seines neuen Flaggschiffs Actros bei den Mercedes- Benz
Vertriebspartnern und Niederlassungen
initiierte der Nutzfahrzeughersteller am
12. November 2011 eine beeindruckende
Sternfahrt. Am Mercedes-Benz Werk Wörth
starteten im 40 Sekundentakt 450 neue
Mercedes-Benz Actros-Vorführfahrzeuge
vom derzeit größten Lkw-Werk der Welt in
ihre „neue Heimat“. Jeweils zwei neue Actros-Sattelzugmaschinen starten paarweise
auf einer Doppel-Startrampe, am Steuer der
metallic-glänzenden Fahrzeuge MercedesBenz Lkw-Verkäufer aus ganz Deutschland.
Sie überführten die Fahrzeuge in die Showrooms ihrer Betriebe. Die Startreihenfolge
richtete sich nach dem jeweiligen Ziel, wobei
der Konvoi mit der größten Entfernung zu-
4-2011
Gesprächen oder Schulungen reagieren könne. Der Vorteil des Inspection Key liegt laut
VDO in der unkomplizierten Bedienung: Der
Check einer Fahrerkarte dauert nur wenige
Minuten. Es genügt, die Fahrerkarte in die
Vorrichtung des Inspection Key zu stecken
und auf das Signal der LED-Leuchten zu warten. Außerdem sollen sich die ausgelesenen
Daten auch mit Hilfe eines Auswertungssystems wie TIS Web am PC analysieren lassen. Zudem erlaube der Inspection Key, den
gesamten Massenspeicher des Digitalen Tachographen zu prüfen. Dazu müsse das Tool
lediglich in die frontseitige Schnittstelle des
Digitalen Tachographen gesteckt werden.
Der Überprüfungsvorgang startet dann laut
VDO automatisch. kk◀
www.vdo.de
erst startete. „Der neue Actros ist unser ganzer Stolz. In ihm stecken mehr als zehn Jahre
intensive Arbeit und jede Menge Herzblut,“
sagte Hubertus Troska, Leiter Mercedes-Benz
Lkw, der den Startschuss zu dieser Sternfahrt
gab. Nach Unternehmensangaben wurde
vierte Generation des Erfolgsmodells von
Grund auf neu entwickelt. Mehr als zwei
Milliarden Euro habe man in die Entwicklung
und Fertigungstechnik investiert und über
Zwanzigtausend Testkilometer abgespult.
Der neue Actros erfülle bereits die anspruchsvollen Euro VI-Abgaswerte und verbrauchte
dennoch im Vergleich zum bewährten Actros
um bis zu vier Prozent weniger Diesel. In der
Euro V-Ausführung sei der Verbrauch sogar
um bis zu sieben Prozent günstiger. kk◀
www.mercedes-benz.com
Sicherheit – Ohne Kompromisse
Nkw-Ersatzteile der Marke TRW Proequip stehen für kompromisslose
Erstausrüster-Qualität: stark, zuverlässig, langlebig – in allen Fahrsituationen und unter schwersten Bedingungen. Bremsenteile, Lenkungsund Aufhängungskomponenten sowie Stoßdämpfer bilden ein
vollständiges Ersatzteilangebot für Nkw-Werkstätten. Mit mehr als
100 Jahren Erfahrung als Erstausrüster fertigt TRW alle Produkte nach
strengen OE-Standards und testet unter härtesten Bedingungen.
Nkw-Profis vertrauen auf TRW Proequip.
www.trwaftermarket.com/trwproequip
NKW-TEILE VOM ERSTAUSRÜSTER
MARKT UND UNTERNEHMEN
Verstärkung für Fuchs-Hydraulik: Seit kurzem
verstärkt Sven Coerper die Geschäftsführung
des Hebetechnikspezialisten Fuchs Hydraulik.
Der Branchenkenner ist zunächst für die
Geschäftsfelder Vertrieb und Marketing
verantwortlich und will die Produktion weiter
ausbauen.
(Foto: Fuchs Hydraulik)
Neues Land für neue Trailer: Der Trailerhersteller Burg Silvergreen hat ein 100.000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft (hellgrüne
Fläche) und will dort ein Produktionswerk
errichten. Ab 2012 sollen Lkw-Anhänger
und Sattelauflieger vom Band laufen. Das
Unternehmen wurde letztes Jahr gegründet
und beschäftigt derzeit rund 50 Mitarbeiter.
(Foto: Burg Silvergreen)
GESCHÄFTSLEITUNG AUSGEBAUT
NEUE TRAILER AUS SCHWABEN.
Die Geschäftsführung des in Kirn ansässigen
Nutzfahrzeughebetechnik-Spezialisten
Fuchs Hydraulik hat Zuwachs bekommen:
Seit kurzem unterstützt Sven Coerper als
Director Sales & Marketing den Geschäftsführer des Traditionsunternehmens, Björn
Fuchs. Unternehmensangaben zufolge ist
Coerper mit Führungsaufgaben betraut und
zunächst für die Geschäftsfelder Vertrieb und
Marketing verantwortlich.
Demnächst soll es wieder Trailer aus Schwaben geben. Der im vergangenen Jahr in Ulm
neu gegründete Trailerhersteller Burg Silvergreen hat nach eigenem Bekunden mit dem
Kauf eines 100.000 Quadratmeter großen
Gewerbegrundstücks in unmittelbarer Nähe
der Autobahnausfahrt Günzburg einen wichtigen Schritt zum Aufbau eines neuen Werks
zur Produktion von Lkw-Anhängern und Sattelaufliegern getan. Der Newcomer will auf
Vor seinem Wechsel zu Fuchs-Hydraulik
war der Ingenieur und Betriebswirt über
12 Jahre lang für einen anderen namhaften
Hebetechnikhersteller tätig und dort unter
anderem für den weltweiten Service zuständig. Neben der Standort- und Arbeitsplatzsicherung will Branchenkenner Coerper nach
eigenem Bekunden vor allem die Produktion
weiter ausbauen. kk◀
www.fuchs-hydraulik.com
Noch lange nicht ausgeschöpft: Dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG) zufolge sind in
den Töpfen für die Programme „De-minimis”
und „Aus- und Weiterbildung” noch Fördergelder vorhanden. Um die Inanspruchnahme der
Fördergelder noch einmal anzukurbeln, hat
das BAG die Antragsfrist für die Förderperiode
2012 verlängert. (Foto: HJS)
Im Amt bestätigt: Günter Wolf steht für eine
weitere Periode an der Spitze des Verbands
der Motoreninstandsetzungs-Betriebe e. V.
(VMI). Nach einer Satzungsänderung können
künftig auch Unternehmen, die sich mit dem
Aufarbeiten von Antriebsaggregaten und
Baugruppen beschäftigen, Mitglied im VMI
werden. (Foto: Kuss)
8
dem Grundstück ein Produktionswerk errichten und dort ab 2012 Anhänger für den europäischen Markt fertigen. In Günzburg sollen
dadurch langfristig bis zu 300 neue Arbeitsplätze entstehen, erklärte ein Sprecher des
Trailerherstellers. Burg Silvergreen gehört
zur internationalen CIMC Burg Gruppe, deren
Muttergesellschaft CIMC ist ein chinesisches
börsennotiertes Unternehmen ist. kk◀
www.burg-silvergreen.de
MOTORENSPEZIALISTEN IN BREMEN
JETZT NUR NICHTS VERSCHENKEN
Am 07. und 08. Oktober 2011 trafen sich
die Mitglieder des Verbands der MotorenInstandsetzungsbetriebe e.V. (VMI) zur Jahreshauptversammlung in Bremen. Günter
Wolf, 1. Vorsitzender des VMI, begrüßte die
Vertreter der Betriebe und die Fördermitglieder aus der Industrie. Am ersten Tag
standen traditionell Vorträge mit verschiedenen Referenten zu technischen Themen
auf der auf der Agenda, am zweiten Tag
war die Hauptversammlung angesagt. Als
Hauptredner für den Freitag hatte der VMI
den Präsidenten des Gesamtverbands Autoteile-Handel e. V. (GVA), Hartmut P. Röhl, gewinnen können. Röhl zeigte auf, wie wichtig
Lobbyarbeit und der Kontakt zur Politik für
die Kfz-Reparaturbranche ist. Branchenverbänden wie GVA und VMI komme dabei eine
große Bedeutung zu. Außerdem gab Röhl
einen detaillierten Überblick zur Situation
des freien Reparaturmarkts und informierte
unter anderem zum Thema Reparaturdaten.
Wie schon im vergangenen Jahr, präsentierten die Förderfirmen des VMI zwischen
den Vortragsblöcken ihre Produkte und
Dienstleistungen in einer Hausmesse. Anschließend informierte Dipl.-Wirt. Ing. (FH)
Stefan Schweinstig von der Uni Bayreuth
Etwas mehr als 44.000 Zuwendungsbescheide hat das Bundesamt für Güterverkehr
(BAG) nach eigenem Bekunden für das Jahr
2011 erlassen. Bisher wurden jedoch nur
in etwa 5.500 Fällen die bewilligten Fördergelder durch die Vorlage eines Verwendungsnachweises abgerufen. Die noch zur
Verfügung stehenden Gelder können laut
BAG aber 2011 nur dann in vollem Umfang
ausbezahlt werden, wenn die Anzahl von
Verwendungsnachweisen mit nennenswerten Fördergeldern kurzfristig kontinuierlich steigt. Das BAG forderte daher die Unternehmen auf, die Verwendungsnachweise
2011 möglichst noch so rechtzeitig vorzulegen, dass eine Auszahlung noch in diesem
Jahr erfolgen könne. Selbst so genannte
„Teil-Verwendungsnachweise“ können laut
BAG eingereicht werden, um bereits anteilige Auszahlungen zu veranlassen, falls bisher noch nicht alle bewilligten Maßnahmen
durchgeführt werden konnten.
Darüber hinaus wies das Bundesamt
darauf hin, dass sich die Antragsfristen für
2012 geändert haben: Für das De-minimisProgramm läuft die Frist noch bis zum
28. Februar 2012, für das Programm Ausund Weiterbildung nur noch bis zum 15. Ja-
4-2011
über Reinigungstechnologien für die Refabrikation. Sebastian Tannhäuser, Projektmanager bei Partslife, ging auf die Themen
Umwelt-Management und rechtssichere
Entsorgung ein und zeigte, wie sich Kosten
und Risiken minimieren lassen. Enrico Sasse, Vertriebsleiter bei Puritech, sprach zum
Abschluss über aktuelle Abgastechnik und
Diesel-Partikelfiltersysteme sowie deren
fachgerechte Reinigung.
In der Hauptversammlung am Samstag
ging es unter anderem um eine Satzungsänderung, die von den 31 stimmberechtigten
Mitgliedern abgesegnet wurde. Damit
können künftig auch Firmen, die sich mit
dem Aufarbeiten von Antriebsaggregaten
und Baugruppen beschäftigen, Mitglied im
VMI werden. Bei der Vorstandswahl wurden Günter Wolf als 1. Vorstand und Walter
Köppe als Schatzmeister einstimmig im Amt
bestätigt, Werner Fuchs, Otmar Gährken und
Johann Etter wurden als Beiräte gewählt.
Anschließend standen die Ergebnisse der
aktuellen Mitgliederbefragung sowie eine
mögliche Zertifizierung der VMI-Betriebe
auf der Tagesordnung. Interessierte Betriebe
werden hierbei vom VMI unterstützt. kk◀
www.vmi-ev.de
nuar 2012. Die Änderungen wurden laut BAG
im Bundesanzeiger bekannt gegeben.
Auch für 2012 lohnt es sich für zuwendungsberechtigte Unternehmen des
Güterverkehrs wieder, über einen Antrag
nachzudenken. Denn im Rahmen des Deminimis-Förderprogramms gibt es Zuschüsse
je fahrzeugbezogene Maßnahme von bis
zu 3.600 Euro, etwa für den Erwerb eines
Fahrerassistenzsystems oder die Nachrüstung eines Partikelminderungssystems
(Diesel-Partikelfilter). Für personenbezogene Maßnahmen – etwa den Kauf von
Sicherheitsausstattung und Berufskleidung
für das Fahr- und Ladepersonal sowie den
Disponenten – gibt es bis zu 1.400 Euro. Für
Maßnahmen, welche die Effizienz steigern –
etwa der Erwerb von Telematiksystemen sowie von Hard- und Software zur Darstellung,
Auswertung, Verwaltung und Archivierung
der Daten des digitalen EG-Kontrollgerätes
– werden bis zu 2.500 Euro zur Verfügung
gestellt. Welche Produkte gefördert werden,
lässt sich beim Teilefachhandel erfragen.
Und auch Werkstätten sollten ihre Kunden
diesbezüglich informieren, da einträgliche
Zusatzgeschäfte möglich sind. kk◀
www.bag.de
0,00 Euro Servicekosten
100 % wartungsfrei
www.varta-automotive.com/savings-calculator
UND VARTA® HEISST GEBALLTE POWER,
MIT DER SIE BARES GELD SPAREN.
Nicht nur Spediteure wissen: was zählt sind die Total Cost of Ownership – die
Gesamtbetriebskosten des Fuhrparks. Das weiß auch VARTA und bietet Einsparpotenzial mit dem Promotive Trio für nahezu jedes Einsatzgebiet. 100 %ige
Zuverlässigkeit und maximale Effizienz sind kein Wunder, sondern geballtes
VARTA Know-how. Denn dank der einzigartigen Calcium-Silver-Technologie
endgültig der Vergangenheit an – nicht ohne Grund entscheiden sich die meisten
führenden Hersteller bei der Erstausstattung für eine VARTA.
DIE KRAFT DAHINTER. UND DARÜBER HINAUS.
www.varta-automotive.com
und dem Labyrinthdeckel gehören zeit- und kostenintensive Wartungsintervalle
DIAGNOSE
Elektronischer Schraubenschlüssel: Für manche
Nfz-Fachleute ist der Umgang mit dem Diagnosegerät schon zur Routine geworden. Viele
Reparatur- und Servicearbeiten lassen sich ohne
geeignetes Diagnosegerät kaum noch fachgerecht
erledigen – von der Fehlersuche ganz zu schweigen. (Foto: Kuss)
Diagnose vom Dieselspezialisten: Mit dem den
Systemen „KTS Truck“ und „KTS 800 Truck“ (im Bild)
kann Bosch nun auch Nkw-Werkstätten bedienen.
(Foto: Bosch)
NICHTS GEHT MEHR OHNE
Mit dem Einzug der Elektronik hat sich der Nutzfahrzeugservice
grundlegend verändert. Ohne Diagnosegerät lassen sich viele Wartungs- und Reparaturarbeiten kaum noch fachgerecht erledigen.
Und auch für den Bremsendienst ist oft ein Diagnosesystem nötig.
VON KLAUS KUSS
Es ist noch nicht allzu lange her, da konnte der
Nutzfahrzeugfachmann Reparaturen an Lkw,
Bussen, Anhängern und Trailern noch ohne
tiefschürfende Elektronikkenntnisse erledigen.
Doch mit dem Einzug der Elektronik hat sich
das klassisch mechanische Nfz zu einem regelrechten „Schwerlast-Computer auf Rädern“
entwickelt. Ausgestattet mit elektronisch geregelten Diesel-Hochdruck-Einspritzsystem und
vollgepfropft mit unterschiedlichsten Fahrerassistenz- und Komfortsystemen wird es zunehmend schwierig, ein modernes Nutzfahrzeug
fachgerecht zu warten und zu reparieren.
Selbst für scheinbar banale Arbeiten, etwa
den Ölservice oder den Austausch eines Fensterheber-Moduls, benötigt der Nfz-Fachmann
zunehmend die Unterstützung eines Diagnosegeräts – von der Fehlersuche an der Elektronik
ganz zu schweigen. Die NKW-PARTNER-Redaktion hat sich umgesehen, was die Diagnosespezialisten so alles zu bieten haben.
OHNE DIAGNOSEGERÄT CHANCENLOS?
Spätestens wenn es darum geht, nach dem
Ölwechsel, der großen Inspektion oder dem
10
4-2011
Bremsbelagwechsel den „Weihnachtsbaum“
im Armaturenbrett abzustellen, ist ein „elektronischer Schraubenschlüssel“ in Form eines
Diagnosegeräts gefragt. Doch nicht nur um die
Wartungsintervallanzeige für die neue Periode
zu programmieren ist ein solches Tools nötig:
Nach vielen Reparaturen ist eine Grundeinstellung des jeweiligen Systems erforderlich, etwa
nach dem Wechsel der Kupplung, um den Ausrückweg zu justieren und die tadellose Funktion der Trennvorrichtung zu gewährleisten.
Doch auch um elektronische Komponenten – insbesondere bei den zunehmend anzutreffenden CAN-Bus-Systemen – erneuern
zu können, ist ein Diagnosegerät notwendig:
Neue Steuergeräte und Module müssen häufig
erst im jeweiligen System angemeldet, freigeschaltet und auf das Fahrzeug passend codiert
werden, bevor sie ihren Dienst aufnehmen und
ordnungsgemäß funktionieren. Die Liste mit
den Arbeiten, für die mittlerweile ein Diagnosetool notwendig ist, wächst nahezu täglich.
Da es sich bei den nachfolgend beschriebenen Diagnosesystemen überwiegend um
etablierte Systeme handelt, haben wir uns auf
die aktuellen Neuerungen beschränkt, welche
uns die Anbieter genannt haben.
ACTIA www.diagnosewerkstatt.de
Eine einfache Bedienung stand laut I+ME Actia, dem deutschen Vertriebspartner des französischen Diagnoseanbieters Actia, bei der
Entwicklung der Software „Multi-Diag Trucks“
im Vordergrund. So sind etwa alle Funktionen
mit Piktogrammen versehen, welche dem Anwender das Arbeiten erleichtern sollen: Bereits
bei der Auswahl der Fahrzeugkategorie wird in
Lkw, Trailer, LLkw, Busse, Motoren, Schlepper
und Baumaschinen unterschieden und bildlich
dargestellt. Eine Besonderheit sind nach eigenem Bekunden interaktiv verknüpfte Funktionalitäten: Beim Auslesen von Fehlern mit konkreter Zuordnung zu Sensoren etwa zeigt das
System alle hierzu verfügbaren Informationen
wie elektrischen Parameter, Position im Stromlaufplan bis hin zur Einbaulage im Fahrzeug
an. Zudem gibt es für viele Fahrzeuge einen
automatischen System-Scan: Alle ermittelten
Steuergeräte werden mit der Anzahl der gespeicherten Fehler aufgelistet, was eine gezielte
Fehlersuche ohne Zeitverlust ermöglichen soll.
Das Nfz-Diagnosesystem wird von I+ME
Actia in zwei Versionen angeboten: als „Multi-Diag Trucks first“ zur Installation auf dem
eigenen Werkstatt-PC oder Laptop sowie als
„Multi-Diag Trucks Max“ in Verbindung mit
dem werkstatterprobten Diagnose-PC von
Actia. Die Kommunikation zwischen Fahrzeug
und PC erfolgt kabellos über Bluetooth, zudem
lässt sich das System über USB anbinden, was
die Experten von I+ME Actia insbesondere bei
Parametrierungen empfehlen.
DIAGNOSE
AVL DITEST www.avlditest.com
Als „Revolution in den Lkw-Diagnose“ sieht
der Fürther Diagnosespezialist AVL Ditest sein
neuestes Produkt namens „XDS 1000“. Nach
Unternehmensangaben verbirgt sich dahinter
ein Diagnosesystem mit „einer der weltweitgrößten Datenbanken für Pkw, Transporter,
leichte und schwere Nutzfahrzeuge und Trailer“. Diese soll dem Anwender helfen, sich in
der zunehmenden Marken- und Modellvielfalt
zurecht zu finden und darüber hinaus eine
Reihe nützlicher Features bieten, so dass der
Anwender „mit drei Klicks zum Ziel“ gelangen
soll, so die Fürther Diagnosespezialisten.
Ist sich der Mechaniker beispielsweise nicht
sicher, welche Motorsteuerung verbaut ist,
könne er dies mit Hilfe der XDS 1000-Software
herausfinden: Anhand der aus dem Steuergerät ausgelesenen Daten ordne das System automatisch den bereffenden Datensatz zu. Beim
Service dagegen wählt das System laut AVL
Ditest selbstätig das Steuergerät aus, in dem die
Funktion hinterlegt ist. Über dem Menupunkt
„AutoScan“ dagegen könne sich der Techniker
einen schnellen Überblick über alle im Fahrzeug verbauten Steuergeräte verschaffen und
feststellen, ob in diesen Fehler abgelegt sind.
Zudem soll das XDS 1000 interessante Filterfunktionen bieten, etwa das Auslesen von
Fehlercodes oder Messwerten, die nur eine
bestimmte Komponente betreffen. Nicht relevante Daten werden dann laut AVL Ditest
einfach ausgeblendet. Nach Unternehmensangaben ist die Diagnosesoftware auf handelsüblichen PC laufähig, darüber hinaus bietet der
Diagnosespezialist mit dem AVL Dix 105, dem
AVL Dix Drive UM und dem modularen System MDS bei Bedarf die passende Hardware.
Darüber hinaus steht die mit der Version 24
das Update der Diagnose-Datenbank an,
welche signifikante Erweiterungen bei Iveco
bringen soll. Insbesondere bei der Abgasnach-
behandlung seien neue Steuergeräte und Funktionen dazu gekommen. Zudem wurde bei der
Transporter-Diagnose der Diagnoseumfang
und die Diagnosetiefe erweitert.
BOSCH www.werkstattportal.bosch.de
Mit den beiden Diagosesystemen „KTS Truck“
und „KTS 800 Truck“ hat der schwäbische Diesel- und Diagnosespezialist seit geraumer Zeit
ein spezielles System für Nutzfahrzeuge im
Programm. Während es sich beim Komplettsystem „KTS 800 Truck“ um die Topversion mit
dem Tablet-PC „Diagnostic Control Unit 130“
(DCU) handelt, ist das Modul „KTS Truck“
nach Unternehmensangaben für Nkw-Werkstätten gedacht, die bereits einen Werkstatt-PC
oder Laptop besitzen. Das KTS Truck-Modul
wird per Bluetooth-Stick mit dem PC verbunden, wobei eine störungsfreie Übertragung der
Steuergerätedaten über eine Entfernung von
bis zu 100 Metern möglich sein soll. Über den
13 Zoll großen Touchscreen der DCU 130 des
KTS 800 Truck lassen sich Unternehmensangaben zufolge auch andere Testgeräte aus dem
Bosch-Programm steuern.
Basis beider Varianten ist die speziell für
Nkw entwickelte Prüfsoftware „Esitronic für
Truck“. Diese deckt laut Bosch die gängigsten
europäischen Transporter, Lkw, Busse und
Anhänger ab und bietet neben der Steuergerätediagnose auch technische Informationen
wie Schaltpläne, Service- und Reparaturanweisungen sowie Ersatzteilkataloge und Daten zu
den Produkten des Kooperationspartners ZF.
Eine Frage des Niveaus: Nach bestimmten Reparaturen an der Luftfederung ist unter Umständen das
Fahrzeugniveau zu korrigieren. (Foto: AVL Ditest)
Diagnose vom Systemlieferanten: „Diag+“ heißt
die Bremsendiagnose von Haldex. „Fleet+“ ist
Datenaufzeichnungstool für Trailer. (Foto: Haldex)
BRAIN BEE/TECHMESS www.techmess.de
Der Gunninger Werkstattausstatter Techmess
organisiert den Deutschland-Vertrieb für den
italienischen Diagnose- und Klimaspezialisten
Brain Bee. Mit dem Handheld-Tester „ST-6000
Truck“, „Fast-Box 2“ sowie der PC-Variante
„Fast-Box Truck“ hat Techmess unterschied-
Alles im Blick: Ist der Fehlerspeicher leer, kann die
Echtzeit-Datenauslese weiterhelfen. Unplausible
Werte weisen auf Fehler hin. ( Foto: Delphi)
Serviceintervall zurücksetzen Steuergerätekonfiguration Schlüssel codieren Fernbedienungen anlernen
Steuergerät tauschen Konfiguration Einstellung Rückspiegel Notöffnung Kofferaum Drosselklappe
anlernen Lufterneuerungsklappe Taktinitialisierung Programmierung Zündung Programmierung
Kraftstoffdurchflussmenge Konfiguration Sprache Bordinstrument Steuergerät Anhänger konfigurieren
Korrektur Kilometerleistung Bremsen Kalibrierung Querbeschleunigungssensor Rußindexanpassung
Einstellung Lenkwinkel Netzausrichtung Nullsetzung Selbstlernfunktion CAN-BUS Programmierung
Programmierung Fahrgestellnummer Membranventileinlernung Kalibrierung Niveausensoren AU/HU zurücksetzen Fahr
werkskalibrierung Klassifizierung Einspritzdüsen Anhänger-Erkennung erweiterte Kupplungsinitialisierung
Stromentnahme Magnetventil Test Kontrollleuchten erweiterte Liftachsfunktion Reset Tageskilometerzähler
Übertragen
Konfiguration
Steuergerät
Fehlerlampentest Test
Redundanzventil
Gaspedal
anlernen Dieselpartikelfilter freibrennen Kupplung elektrisch einstellen Diagnose und Aktivierung
AdBlue®-Anlage elektrische Bremse deaktivieren Achsmodulator reprogrammieren PASS-THRU und vieles mehr
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DIAGNOSE
Multifunktional: Nutzfahrzeug-Diagnosesysteme
müssen auch die Trailer-Diagnose beherrschen. Ein
einfaches Bedienkonzept erleichtert den Umgang
mit dem Diagnosetool. Bei der Diagnosetiefe eifern
die Universalisten den Markensystemen nach.
(Foto: Actia)
Bewährter Italiener: Bereits im Jahr 2000 hat Brain
Bee seine Nutzfahrzeug-Diagnosesoftware „Fast
Truck“ vorgestellt. Deutschland-Vertreter Techmess
bietet neben dem Handheld-Tester ST-6000 Truck
(im Bild) auch die PC-Version „Fast-Box Truck“ an.
(Foto: Techmess)
Startbereit: Zum Jahresende 2011, spätestens aber
im Frühjahr 2012, soll der Marktstart des Axone 4,
dem neuen Flaggschiff von Texa erfolgen. Wie bei
aktuellen Smartphones, so stellt sich auch der
Bildschirm des Axone 4 auf die Lage des Geräts ein.
(Foto: Texa)
12
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liche Nkw-Systeme im Programm, die es jeweils als Kabel- oder Bluetooth-Varianten gibt.
Seit 2000 auf dem Markt, haben die Italiener
die Systeme weiterentwickelt und angepasst.
Die Fast-Software lässt sich laut Techmess individuell konfigurieren und je nach
Bedarf auf verschiedene Weise nutzten, etwa
um elektronische Systeme (inklusive CAN) in
Lkw, Bussen oder Anhängern zu diagnostizieren. Die Software lässt sich laut Techmess auf
handelsüblichen PC oder Laptops betreiben.
Werkstätten, welche ein separates Handheldgerät bevorzugen, rät der Werkstattausrüster zum
Basispaket ST 6000 Truck „Black Edition“, das
sämtliche Prüfkabel und einen eintägigen Einweisungslehrgang beinhaltet.
DELPHI www.delphi.com
Als Spezialist für Diesel-Einspritzsysteme bietet Zulieferer Delphi auch Diagnosegeräte für
Nkw, Trailer und Transporter an, wobei letztere sowohl in der Nkw- als auch in der PkwSoftware zu finden sind. Das Angebot bietet
Lösungen für Werkstätten, die bereits einen
eigenen Werkstatt-PC oder -Laptop besitzen,
sowie für solche, die ein Handheldgerät bevorzugen. Basis ist jeweils das DS 150 E genannte VCI (Vehicle Commuication Interface
= Auslesegerät), welches die Fahrzeugdaten
aus den Steuergeräten liest und via Bluetooth
an die Hardware schickt. Bei den Handheldgeräten kann der Anwender zwischen dem
Paket DS 350E mit 12,1-Zoll-Tablett-PC oder
der „Convertible“-Variante mit werkstatttauglichem Spezial-Notebook wählen. Die TabletPC-Vaiante bietet laut Delphi gegenüber der
Convertible-Version eine höhere Rechnerleistung.
Zu den Besonderheiten der Systeme von
Delphi gehört unter anderem eine Protokollfunktion, welche es erlauben soll, ausgelesene
Fehlercodes einschließlich des Erklärungstextes
sowie aus den Echtzeitdaten ausgewählte Größen als Zahlenwert und grafisch als Kurve in
ein Protokoll zu übernehmen, abzuspeichern
und auszudrucken. Ein weiteres Feature ist der
„Intelligente System Scan ISS“, der Steuergeräte, zu denen das Diagnosegerät Zugang hat,
auf gespeicherte Fehlercodes überprüfen und
diese anzeigen soll. Darüber hinaus bestehe die
Möglichkeit, Werte, etwa beim Injektortausch,
in Steuergeräte zu schreiben.
HALDEX www.haldex.com
„Diag+“ heißt das Bremsen-Diagnosepaket
des schwedischen Systemspezialisten Haldex.
Mit dessen Software lassen sich Fehler an den
elektronischen Bremssystemen auslesen und
löschen, wobei das Diag+ in „aktive“ und „passive“ Fehler differenziert. Außerdem lassen
sich Parametrierungen – nach entsprechender
Schulung und Zuteilung einer PIN – vornehmen. Den Produktinformationen zufolge soll
das Diag+ eine einfache und schnelle, dabei
selbsterklärende Bedienerführung bieten.
Zum Lieferumfang gehören neben der Diagnosesoftware auch die notwendigen Adapter und
Anschlusskabel sowie ein Transportkoffer.
Zusätzlich ist das Datenaufzeichnungstool
„Fleet+“ für Trailer mit dem EB+-System verfügbar. Mittlerweile in der der dritten Generation, besitzt es eine Suchfunktion im Menü
„Snapshots“, mit der sich bestimmte Kriterien
über vom Anwender spezifizierte Filter abrufen lassen. Beispielsweise, wie oft das ABS
regeln musste oder ob etwa der Vorratsdruck
unter- oder überschritten wurde. Laut Haldex
lassen sich so auf einfache Weise die Ursachen
für hohen Verbrauch oder übermäßigen Bremsenverschleiß ermitteln. Zudem soll Fleet+
dem Nutzer helfen, sich einfacher in der von
der ECU (Electronic Control Unit) des Trailers
gesammelten Datenmenge zurecht zu finden.
TEXA www.texadeutschland.com
Bereits auf der Automechanika 2002 präsentierte der norditalienische Diagnosespezialist
Texa mit dem „Axone 2000“ sein erstes markenunabhängiges Diagnosesystem für Nutzfahrzeuge. Aufgrund der leistungsfähigen Software
und des gebotenen Modell- und Prüfungsumfang hielt das System schnell Einzug in freie
und „Fremdmarken“-Werkstätten gleichermaßen. Seither haben die Italiener die Diagnosesoftware beständig weiterentwickelt und auf
der Automechanika 2010 das Diagnosesystem
„Axone 4“ vorgestellt, das Ende 2011/Anfang
2012 auf den Markt kommen und das bisherige
Flaggschiff „Axone 3 mobil“ ablösen soll.
Der Neuling bietet einen großen TFTTouchscreen, dessen Anzeige sich – wie bei
einem Smartphone – je nach Position des Geräts einstellt. Der Axone 4 arbeitet über eine
Bluetooth-Verbindung mit den Schnittstellen
Navigator TXT, TXC und Navigator Nano.
Über die eingebaute Wi-Fi Karte lässt sich
das Gerät kabellos aktualisieren, zudem steht
darüber die äußerst hilfreiche „Google Suchfunktion“ jederzeit online zur Verfügung. Mit
dem optionalen HSDPA-Modul (= schnelles
Internet via Telefonnetz) soll sich das Gerät
auch außerhalb der Werkstatt, etwa bei mobilen Einsätzen, nutzen lassen.
Ebenfalls auf Automechanika 2010 präsentierte Texa die weiterentwickelte Diagnoseplattform IDC4, welche ab der Softwareversion 22
die bislang eingesetzte IDC3 ablöst. Laut Texa
wurde die Arbeitsoberfläche der IDC4 komplett neu gestaltet und soll sich nun noch einfacher und intuitiver bedienen lassen. Zu den
Neuerungen der Software gehört unter anderem eine Suchfunktion, über die sich ermitteln
lässt, welche Funktionen für das betreffende
Fahrzeug zur Verfügung stehen. So könne die
Werkstatt im Vorfeld entscheiden, ob sie bestimmte Arbeiten auch erledigen kann.
Mit der IDC4 wurde laut Texa nicht nur die
Software an sich erneuert, sondern auch neue
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DIAGNOSE
Steuergerät KB4 TA vollständig abgedeckt sein,
beim Wabco EBS E wurden neue Varianten
implementiert. Außerdem sollen sich bei den
Wabco-Systemen VCSII und ECAS sowie beim
Haldex-System EB+ die Konfiguration des Modulators als Datei speichern lassen.
Zusatznutzen: Seit dem letzten Update
des „W.Easy“ von WabcoWürth gibt es eine
Kundendatenbank für die Flottenverwaltung.
(Foto: WabcoWürth)
Marken, Modelle und Systeme aufgenommen
und um über 3.600 neue Auswahlmöglichkeiten erweitert. Besonderes Augenmerk wurde nach eigenem Bekunden auf den Trailer-Bereich gelegt: Bei den Knorr-Systemen soll das
WABCOWÜRTH www.wabcowürth.com
Zu den Newcomern im Diagnosemarkt zählt
WabcoWürth mit dem Mehrmarken-Diagnosesystem „W.Easy“. Das System kommt als
Komplettlösung in nur einem Koffer daher, der
die Fahrzeugkommunikationseinheit (VCI)
sowie alle erforderlichen Kabel und Adapter
enthält. Allerdings wird das System in sechs
unterschiedlichen Ausstattungsvarianten angeboten, um die individuellen Bedürfnisse der
Nkw-Betriebe bestmöglich abzudecken. Basis
ist die simple PC-Version „Complete Single“
für bereits vorhandene Hardware; Top-Version
ist das Paket „Complete Premium“ inklusive
robustem Werkstattlaptop. Die Pakete „Trailer“ und „Transporter“ sind jeweils auf die
speziellen Diagnoseanforderungen der Fahrzeuge abgestimmt und kommen standardmäßig ohne Eingabegerät zum Kunden. Die
„W.Easy“-Basissoftware ist allerdings bei allen
Versionen identisch. Seit dem letzten Update
werden nach Unternehmensangaben insgesamt 736 Fahrzeugmodelle von 74 Herstellern
abgedeckt. Zudem soll der ECU-Austausch
bei den Trailersystemen Haldex EB+, Knorr
TEBS gen.1/gen. 2 und Knorr KB4TA möglich sein. Laut WabcoWürth dienten dabei die
OE-Anforderungen als Maßstab. Zusätzliche
Erweiterungen sind sieben neue Modelle von
Iveco, außerdem gibt es für Getriebe von Allison neue Funktionen und technische Daten. ◀
Wachstumsmarkt Turbolader: In den Zeiten von
Downsizing und strenger Abgasgesetze gewinnt
die Aufladung immer mehr an Bedeutung. Turboladerspezialisten wie BTS vermitteln Werkstattfachleuten zusammen mit dem Teilehandel das
nötige Know-how. (Fotos: Kuss)
FIT FÜR TURBOS
Die Turbotechnik ist stark im Kommen. Höchste Zeit, sich
für dieses lukrative Geschäftsfeld fit zu machen. Turboladerspezialisten wie BTS vermitteln das nötige Know-how.
VON KLAUS KUSS
Kaum ein Dieselmotor verlässt heutzutage das
Werk ohne Turbolader – und auch bei den Ottomotoren gewinnt die Turboaufladung immer
mehr an Bedeutung. „Downsizing“ heißt das
Zauberwort, das einen Trend in der Motorenentwicklung beschreibt, dessen Ziel es ist, aus
kleineren Motoren mit Hilfe eines Aufladesystems die gleiche oder sogar mehr Leistung herauszuholen, als bei einem deutlich hubraumgrößeren Saugmotor. „Turbolader liegen im
Trend“ sagen auch die Turboladerspezialisten
von BTS Turbo im oberbayrischen Weilheim.
14
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Und weil immer mehr Werkstatt- und Teilehandelsfachleute mit der Turbotechnik und
ihren Tücken in Berührung kommen, liefert
das Unternehmen nicht nur die erforderlichen
Teile, sondern auch das dafür notwendige
Know-how. In Zusammenarbeit mit Handelspartnern organisiert Michael Kranz, Turbolader- und Motorenspezialist bei BTS, seit geraumer Zeit entsprechende Schulungen: Neben
rund zweistündigen Basis-Seminaren, die nach
Feierabend in den vom Handelspartner organisierten Räumen stattfinden und zur Einführung in die Turboladertechnik dienen sollen,
gibt es auch Expertenschulungen, die aufgrund
der komplexen und umfangreichen Themeninhalte deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Der NKW-PARTNER hatte Gelegenheit,
bei einer Basis-Schulung teilzunehmen, die
der österreichische Autoteilespezialist Birner
für seine Werkstattkunden gebucht hatte. Der
Einladung von Werner Kratzinger, Gebietsverkaufsleiter der Birner-Filiale in Salzburg, rund
50 Werkstattprofis – vom Betriebsinhaber bis
zum Lehrling – gefolgt, um sich von Michael
Kranz in die „Geheimnisse der Turboaufladung“ einweihen zu lassen. Der Technikspezialist erklärte das Funktionsprinzip sowie
die unterschiedlichen Turboladerbauarten.
Ausführlich erklärte der Fachmann die Fehlersuche bei Turboladerproblemen, den Umgang mit der BTS-Schadensmatrix sowie die
Beurteilung von Turboschäden. Anhand von
„echten“ Schadensteilen machte er den KfzFachleuten die gängigsten Schadensbilder regelrecht „begreiflich“. Praxistipps zum Einbau
eines neuen Laders rundeten das etwa zweieinhalbstündige Abendseminar ab. ◀
www.bts-turbo.de
Schneller am Ziel.
Auch in der Diagnose.
Schneller zum Fehler: Eine Fehlerquelle bei CommonRail-Einspritzsystemen kann ein defekter HochdruckInjektor sein. Dies lässt sich einfach prüfen, indem man
die Rücklaufmengen der einzelnen Zylinder vergleicht.
Lehnert-Tools liefert einen Universalprüfkoffer, mit dem
sich Injektoren von Bosch, Delphi, Denso und Siemens
prüfen lassen.
(Fotos: Lehnert Tools)
Besser zur Umwelt: SCR-Systeme machen Dieselmotoren
sauberer. Beim Service ist die Harnstoffeinspritzanlage
regelmäßig in vorgeschriebenen Intervallen zu prüfen.
Dieselspezialist Lehnert-Tools hat hierfür sowohl markenspezifische als auch universell einsetzbare Prüfsysteme
entwickelt. Der Denox-Systemkoffer enthält alles Nötige.
DIAGNOSETOOLS FÜR DIESELSPEZIALISTEN
Die Common-Rail-Einspritzung gehört seit über zehn Jahren
bei Dieselmotoren von Nutzfahrzeugen – vom Transporter
bis hin zum 40 Tonner – zum Standard. Mit dem Siegeszug
des elektronisch geregelten Hochdruck-Einspritzsystems hat
sich die Diagnose und Fehlersuche am Selbstzünder grundlegend verändert. Waren bis dahin Arbeiten an mechanischen
Einspritzanlagen die Domäne spezieller „Dieseldienste“, so
können sich heutzutage auch „normale“ Nutzfahrzeugwerkstätten an die Fehlersuche wagen. Darüber hinaus trifft der
Nkw-Fachmann im Service immer öfter auch auf Euro-5Fahrzeuge mit Harnstoff-Einspritzsystem, dessen Funktion
in Intervallen zu überprüfen ist. Grundvoraussetzung für ein
erfolgreiches Arbeiten an modernen Dieselmotoren ist allerdings, dass der Nkw-Fachmann – neben den erforderlichen
Systemkenntnissen – auch das passende Diagnose- und Prüfequipment besitzt.
Denn neben dem allgegenwärtigen SteuergeräteDiagnosetester benötigt die der Nkw-Fachmann zunehmend
auch Spezial-Equipment, um Fehler im und am Kraftstoff-
kreislauf zu finden. Häufig bleiben nämlich diese meist hydraulischen Fehler dem Diagnosetester verborgen und lassen
sich nur über hydraulische Prüfungen am Niederdruckkreislauf oder über den Vergleich der Rücklaufmengen der Injektoren aufspüren. Letzteres kann mittels einzelner Röhrchen,
welche auf die Injektoren gesteckt werden, oder mit Hilfe
einer speziellen Vorrichtung im Kreislaufverfahren erfolgen.
Einer der Experten für solch spezielles Diesel-Prüfequipment
ist Lehnert Tools. Das Unternehmen entwickelt seit 1999
Prüfsysteme für Common-Rail und biete diese sowohl markenspezifisch, etwa für DAF, Iveco, MAN und andere, als auch
universell für freie Nkw-Betriebe an. Auch für den Service und
die Prüfung des AdBlue-Systems haben die Schwaben einen
passenden Denox-Prüfkoffer entwickelt. Die vorkonfektionierten Systemkoffer enthalten je nach Aufgabenstellung die
erforderlichen Manometer, Messbecher, Messgläser, Waage,
Schraub- und Spezialadapter, T-Stücke, Ringösen, sowie Doppelhohlschrauben und lassen sich zudem jederzeit individuell
ergänzen. kk◀
www.lehnert-tools.com
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TECHNIK
Fahrwerk
Standhaftigkeit erwünscht: Nur hochwertige Komponenten halten den Belastungen in Nutzfahrzeugen dauerhaft stand
(großes Bild). Ersatzteilspezialisten wie
die Wulf Gaertner Autoparts AG verbessern daher besonders hart beanspruchte
Verschleißteile, etwa durch den Einsatz
hochwertigerer Materialien oder ein
Umgestalten einzelner Komponenten.
Optimiert: Das kleine Bild zeigt ein
verstärktes Traggelenk der Marke Meyle
für Transporter. Das Kugelgelenke läuft
in einer hochwertigen, besonders
verschleißfesten Kunststoffschale, die die
Spezialisten von Wulf Gärtner zusammen
mit einem Luftfahrtunternehmen
entwickelt haben. Zudem kommt ein
Spezialfett zum Einsatz.
(Fotos: Wulf Gärtner Autoparts AG)
GUTES BESSER MACHEN
Nutzfahrzeugteile werden hart beansprucht. Langlebigkeit und
Stabilität sind daher gefragte Eigenschaften. Mit gezielten Maßnahmen und hochwertigen Materialien lassen sich diese bei Ersatzteilen gegenüber der Erstausrüstung sogar noch verbessern.
Hochwertigere Materialien und eine streng
überwachte Fertigung
bewirken eine deutlich
längere Funktionsdauer.
Hart im Nehmen: Die Traggelenke von Transportern werden hart
beansprucht. Die Ersatzteilexperten von Wulf Gaertner haben
eine verbesserte Version für ihre Marke „Meyle“ entwickelt.
16
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Bei Nutzfahrzeugteilen kommt es vor allem auf
Stabilität und Langlebigkeit an. Denn Nutzfahrzeuge transportieren nicht nur schwere Ladung,
sondern müssen in der Regel auch lange Strecken zurücklegen. Und dies am besten nonstop
und ohne nennenswerte Werkstattaufenthalte
– zumal ein Fahrzeugstillstand den Fachleuten
von Wulf Gaertner Autoparts zufolge ab der ersten Minute bares Geld kostet. Das Hamburger
Unternehmen entwickelt und produziert unter
dem Markennamen „Meyle“ Ersatzteile in Erstausrüsterqualität sowohl für Nkw als auch für
Pkw – und verbessert diese überdies an „besonders neuralgischen Stellen“.
GESCHUNDENE TRANSPORTER
Gerade bei Transportern fallen den Fachleuten
von Wulf Gaertner immer häufiger Mängel bei
Fahrwerk- und Lenkungskomponenten auf.
Eine große Schwachstelle seien Querlenker
und Traggelenke. „Eine schnelle Fahrweise
und häufig hohe Zuladungen beanspruchen
diese Teile der Achsaufhängung extrem. Als
Folge schlagen die Traggelenke aus, die Gummilager werden beschädigt und es treten Geräusche an der Vorderachse auf “, berichten
die Hamburger. Häufig sei ein exaktes, sicheres Lenken nicht mehr gewährleistet. Um
die Langlebigkeit dieser sicherheitsrelevanten
Bauteile zu erhöhen, haben die Ingenieure der
Wulf Gaertner Autoparts AG beispielsweise die
Querlenker für den Mercedes-Benz Sprinter
und den VW Crafter nach ausführlichen Untersuchungen gegenüber dem Original modifiziert – und nach eigenem Bekunden verbessert.
Wie in der Erstausrüstung, so lassen sich
auch bei der so genannten HD-Version von
Meyle die Traggelenke und Gummilager einzeln tauschen. Allerdings haben die Hamburger die Traggelenke optimiert: die Kugelgelenke laufen in hochwertigen, verschleißfesten
Kunststoffschalen, die zusammen mit einem
Unternehmen der Luftfahrtindustrie entwickelt
wurden. Außerdem setzt der Teilehersteller bei
den HD-Teilen ein spezielles Hochleistungsfett
ein, das an die speziellen Anforderungen der
Komponenten angepasst ist. Es soll den Verschleiß wesentlich reduzieren sowie den Ausfall des Gelenks durch Korrosion verhindern.
„Das Zusammenspiel dieser hochwertigen Materialien bewirkt eine deutlich längere Funktionsdauer der Traggelenke“, versprechen die
Fachleute der Wulf Gaertner Autoparts AG.
Die bei den Transportern gewonnenen Erfahrungen überträgt das Unternehmen nach
eigenen Angaben zunehmend auch auf den
Einsatz im Lkw. Aufgrund der größeren Lasten
und der zunehmend schlechteren Fahrbahnbeläge erwarten die Hamburger eine verstärkte
Nachfrage nach stabilen, langlebigen Teilen.
Gerade bei Fahrzeugen mit einer Gesamtlast
von bis zu 40 Tonnen müssten die Materialien
exakt aufeinander abgestimmt sein und die
Fertigung der Teile kontinuierlich überwacht
werden, damit sie den hohen Belastungen langfristig standhalten, so die Experten. kk◀
www.meyle.com
ZF sollte drin sein.
Denn starke Marken schaffen
Vertrauen.
www.zf.com
ZF Services. Wo Sicherheit und Zuverlässigkeit in der Ersatzteileversorgung eine Rolle spielen, gibt es keine
Alternative zur garantierten Markenqualität. Die Original-Ersatzteile von SACHS, LEMFÖRDER und ZF Parts
bieten freien Werkstätten den entscheidenden Vorteil: die Sicherheit und die Qualität der Erstausrüstung. Für
Personenwagen als auch für Nutzfahrzeuge.
Antriebs- und Fahrwerktechnik
TECHNIK
Fahrwerk
C
G
H
F
E
B
A
D
Führungsaufgabe: Herzstück einer Achsschenkellenkung ist der Achsschenkelbolzen (F). Dieser ist
in der Achsschenkelgabel (B) gelagert und dreht
sich im Achskörper (E). Die Lagerbuchse (C) nimmt
Radialkräfte, das Drucklager (D) Axialkräfte auf.
Die Keilschraube (G) verhindert, dass sich der
Bolzen verdreht.
(Fotos: Febi Bilstein)
Komplett im Set: Achsschenkelbolzen sind
sicherheitsrelevante Verschleißteile. Bei einem
Reparatursatz kommt es daher auf die Qualität
jeder einzelnen Komponente an.
BOLZENGERADE
Die Achsschenkelbolzen des Lenksystems gehören zu den sicherheitsrelevanten Komponenten des Fahrwerks. Regelmäßiges Überprüfen beim Service und hochwertige Ersatzteile bei der Reparatur
vermeiden, dass die Fahrt ein fatales Ende nimmt.
Die Achsschenkellenkung gehört seit vielen
Jahren bei Nutzfahrzeugen zum „Stand der
Technik“. Eine wesentliche Rolle, quasi die
„Führungsaufgabe“, kommt dabei dem Achsschenkelbolzen zu. „Achsschenkelbolzen sind
sicherheitsrelevante Bauteile, an die hohe Ansprüche gestellt werden. Ein Versagen, etwa ein
Bruch, kann fatale Folgen haben“, berichten die
Nutzfahrzeugteile-Spezialisten von Febi Bilstein in Ennepetal.
HOCHBEANSPRUCHTE VERSCHLEISSTEILE
Doch Achsschenkelbolzen gehören zu den
typischen Verschleißteilen und sollten beim
Service nach Herstellervorschrift geprüft werden. Zu den „natürlichen Feinden“ eines Achsschenkelbolzens gehören den Fachleuten von
Febi Bilstein zufolge neben Verunreinigungen
durch Schmutz und Spritzwasser auch harte
Fahrbahnbedingungen sowie häufiges Fahren
mit überladenem Fahrzeug – aber vor allem
auch Wartungsmängel wie etwa unterlassenes
Abschmieren. Ein schadhafter Achsschenkelbolzen verrät sich den Fachleuten zufolge durch
ein schwammiges Fahrgefühl, zudem kann das
18
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Spurhalten erschwert sein und das Geradeausfahren ständige Korrekturen erfordern. Darüber hinaus kann eine ausgeschlagene Lagerung
einen ungleichmäßigen Reifenverschleiß verursachen. Vernachlässigtes Abschmieren dagegen macht sich durch schwergängiges Lenken
bemerkbar.
AUF QUALITÄT ACHTEN
Da Ersatz-Achsschenkelbolzen mit den gleich
hohen Beanspruchungen wie die ursprünglichen Bauteile konfrontiert werden, empfehlen die Nutzfahrzeugteile-Spezialisten bei
den Ersatzteilen auf Qualität zu achten. Als
Kriterium führen sie neben der passgenauen
Fertigung vor allem die Materialauswahl nach
Herstellervorgaben sowie die vorgeschriebene
Härtung der Bolzenoberfläche an. Zudem müsse gewährleistet sein, dass der Bolzen spielfrei
und leichtgängig in seiner Führung laufe und
es zu keinem Abscheren an den Reibungspunkten kommen könne. Bei den Bolzenbuchsen
dagegen komme es auf die richtige Steigung der
Fettkanäle an, um eine optimale Schmierung
zu erreichen. Bei den Bolzenlagern indes sollte
der Werkstattfachmann darauf achten, dass
diese eine Phase besitzen, da diese als Mon-
tagehilfe dient und das passgenaue Einführen
des Bolzens unterstützt. Zudem soll die Phase
verhindern, dass beim Montieren Dichtungen
beschädigt werden und später Wasser eindringen kann. Um die Qualität bei den Ersatzteilen
aus hauseigener Fertigung gewährleisten zu
können, führen die Experten von Febi Bilstein
nach eigenem Bekunden regelmäßig Materialund Gefügeuntersuchungen durch.
VORSICHT VOR FÄLSCHUNGEN
In diesem Zusammenhang warnen die Ennepetaler vor Produktfälschern: Bei der Untersuchung von gefälschten Achsschenkelbolzen
(siehe kleines Bild unten) seien gravierende
Abweichungen gegenüber den Herstellervorgaben bei der Oberflächenhärtung festgestellt
worden, außerdem habe man ungeeignete
Werkstoffe festgestellt, so die Ennepetaler. kk◀
www.febi.com
Original und Fälschung: Febi Bilstein warnt vor
Produktfälschern. Bei der Untersuchung gefälschter Achsschenkelbolzen (kleines Bild) haben die
Fachleute bei der Werkstoffauswahl sowie der
Oberflächenhärtung gravierende Abweichungen
gegenüber den Herstellervorgaben festgestellt.
Das große Bild zeigt ein Original Febi-Teil.
BIONISCH FEDERT BESSER
Das Luftfedersystem ist ein wesentlicher
Sicherheitsfaktor bei modernen Nutzfahrzeugen, denn es ermöglicht selbst bei stark
wechselnden Belastungszuständen und
Fahrbahnoberflächen eine optimale Kombination aus Fahrsicherheit, Fahrdynamik und
Fahrkomfort. Die Herzstücke eines Luftfedersystems sind die Federbälge, welche den
Rahmen mit der Achse verbinden.
Üblicherweise gibt es zwei Luftfedern
an der Vorderachse, sowie vier an der Antriebsachse – und soweit vorhanden – zwei
an der Hub- oder Nachlaufachse. Bei herkömmlichen Achskonfigurationen sind die
Federbälge entweder neben oder unter den
Rahmenträgern installiert. Doch beide Anbringungsarten haben Nachteile: Seitlich
angebracht sind aufwändige Anbauteile notwendig, um die Luftfedern mit dem Chassis
und der Achse zu verbinden. Aufgrund des
hohen baulichen Aufwands und des damit
verbundenen Gewichts leidet jedoch die
Zuladung – und damit die Wirtschaftlichkeit des Lkw. Luftfedersysteme, die direkt
unterhalb der Rahmenlängsträger verbaut
und mit der Achse verbunden sind, ermöglichen indes nur einen vergleichsweise geringen Federweg, was den Arbeitsweg einer
Niveauregulierung einschränken und das
Be- und Entladen erschweren kann. Zudem
kann aufgrund des kurzen Federwegs der
Fahrkomfort geringer ausfallen.
Einen ganz neuen Weg beschreitet Vibracoustic mit neu entwickelten, so genannten
bionischen Luftfedern namens „aircruise
bionics“. Nach eigenem Bekunden ist es bei
diesen gelungen, das Know-how aus dem
Pkw- in den Nutzfahrzeugbereich zu übertragen. Zu den Besonderheiten dieses neuartigen Luftfederntyps, der deutlich kleiner
ist als herkömmliche Standard-Luftfedern
und dennoch um bis zu 60 Prozent mehr
Federweg ermöglicht, ist der verklemmte
Schlauchrollbalg aus speziellem, besonders
hitzebeständigem Material. Außerdem lassen sich die aircruise bionics-Luftfedern laut
Vibracoustic platzsparend direkt unterhalb
der Rahmenträger montieren, so dass keine
zusätzlichen Anbauteile notwendig sind.
Nach Unternehmensangaben lassen sich
deshalb bis zu mehrere hundert Kilogramm
Gewicht sparen, was der Nutzlast des Fahrzeugs zugute komme. Zudem fallen mit
dem Einbau der aircruise bionics-Luftfedern
die ungefederten Massen geringer aus, was
sich wiederum positiv auf den Fahrkomfort
auswirke. Den Entwicklern zufolge trägt der
neue Luftfederntyp aufgrund der möglichen
Gewichtsersparnis auch dazu bei, dass die
Nutzfahrzeughersteller die strengen Euro-6Grenzwerte einfacher erreichen. Denn diese
könnten nun die hierfür nötigen, größeren
– und damit schwereren – Komponenten
wie Zusatzkühler oder spezielle Abgasnachbehandlungssysteme einfacher platzieren,
ohne beim zulässigen Gesamtgewicht Abstriche machen zu müssen.
Doch auch für den Werkstattfachmann
hält das aircruise bionics-Luftfedernprogramm eine Besonderheit bereit: Den Entwicklern von Vibracoustic zufolge lässt sich
die Luftfeder aufgrund des so genannten
Push-On-Systems ohne Spezialwerkzeug
einbauen, zudem soll aufgrund eines neuartigen Sicherungsrings das bislang aufwändige Verschrauben entfallen, was wiederum
die Servicezeiten verkürzt. Eines der ersten
Nutzfahrzeuge, das in den Genuss der neuartigen aircruise bionics-Luftfedern kommt, ist
der neue Actros von Mercedes-Benz: An dessen Vorderachse ist die Neuentwicklung des
Hamburger Luftfedernpioniers verbaut. kk◀
www.aircruise.com
Kleiner, leichter, besser: Das Besondere an den
„aircruise bionics”-Luftfedern von Vibracoustic
ist der verklemmte Schlauchrollbalg. Die neuartigen Federbälge sind kleiner als herkömmliche, bieten aber um bis zu 60 Prozent mehr
Federweg. Zudem helfen sie den Nutzfahrzeugherstellern, Gewicht zu sparen.
(Fotos: Vibracoustic)
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bislang notwendige und schwere Anbauteile,
um die Feder mit dem Rahmen zu verbinden,
nicht mehr notwendig sind.
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TECHNIK
Fahrwerk
ACHTUNG: ABRISSGEFAHR
Für Nfz- und Trailerspezialisten: Mit
werkstattorientierten Produktlösungen will
PE Automotive jene unterstützen, die jeden
Anhänger und jedes Nutzfahrzeug optimal
reparieren wollen. Eigene Patententwicklungen wie etwa Leichtbau-Luftfederbälge (links)
sollen zudem das Angebot für den freien
Reparaturmarkt erweitern. (Foto: PE)
STABIL UND SICHER IN DER SPUR
Der Ennepetaler Nutzfahrzeugteile-Spezialist PE hat in den vergangenen Jahren sein
Produktprogramm für Lenkungsteile und
Stoßdämpfer weiter ausgebaut und deckt
mittlerweile nach eigenem Bekunden den
aktuellen Fahrzeugbestand ab 7,5 Tonnen
bis hin zu 40 Tonnen inklusive der marktgängigen Anhänger und Auflieger ab. Um
den Nutzfahrzeugbetrieben über den freien
Ersatzteilemarkt schnellstmöglich adäquate
Alternativen bieten zu können, fokussiert
das Unternehmen nach eigenen Angaben die
zeitnahe Entwicklung von Ersatzteilen und
speziellen Reparaturlösungen.
Die Spezial-Reparaturlösungen sollen
laut PE – nicht nur bei Fahrwerk- sondern
auch bei vielen anderen Reparaturen – den
Reparaturablauf deutlich vereinfachen. Darüber hinaus sollen die neuen Produktentwicklungen Werkstätten den Nutzen bieten,
das sie schneller und günstiger reparieren
können und so konkurrenzfähig bleiben. Als
Beispiel führen die Ennepetaler ihre werk-
stattgerecht konfektionierten Reparatursätze an: Diese enthalten alle für die Reparatur
erforderlichen Ersatzteile, etwa im Bereich
der Achsführung für Achsstreben, Dreiecksund Querlenker. Mit diesen praxisgerechten
Produktlösungen will PE nach eigenem
Bekunden vor allem für diejenigen NfzBetriebe ein attraktives Angebot vorhalten,
welche jeden Anhänger und jedes Nutzfahrzeug optimal reparieren wollen.
Eigene Patententwicklungen sollen zudem das Angebot im freien Ersatzteilemarkt
abrunden. So haben die Nutzfahrzeugspezialisten ihr bestehendes LuftfederbalgProgramm durch eine patentierte Leichtbaulösung passend für Aggregate des Wiehler
Trailerspezialisten BPW ergänzt. Darüber hinaus baut PE eigenen Angaben zufolge das
Sortiment bei den Kompaktradlager-Einheiten (sieh kleines Bild oben) kräftig aus,
wobei der Entwicklungsfokus nach Unternehmensangaben vorerst auf den Marken
auf DAF, Renault und Scania liegt. kk◀
www.pe.de
Nicht nur das Design eines Fahrzeugs unterliegt der Modellpflege, auch der Technik lassen die Fahrzeughersteller mit jedem neuen
Modelljahr diverse Neuerungen angedeihen. Und selbst bei den Ersatzteil-Zulieferern gelingen immer wieder Verbesserungen,
die dann sogar den „älteren Semestern“ im
Fuhrpark zugute kommen – und die die
Fachleute in den Nutzfahrzeugwerkstätten
kennen sollten. Einerseits, um ihren Kunden den damit verbundenen technischen
Fortschritt weiter geben zu können. Andererseits, damit sie mit den Verbesserungen
einhergehende Besonderheiten beherzigen
können und es nicht etwa beim Einbau
zu Komplikationen oder gar zu Beschädigungen kommt.
Zulieferer und Fahrwerksspezialist
Conti Tech Luftfedersysteme beispielsweise
verwendet seit Mitte 2010 bei einigen der
Original-Luftfedersysteme für MercedesBenz Lkw ausschließlich obere Konusplatten
aus Kunststoff. Neben den Vorteilen für den
Kunden – verbesserter Korrosionsschutz,
geringeres Gewicht und damit mehr Nutzlast – verlangt das Kunststoffmaterial einer
Technischen Information des Zulieferers
zufolge vom Mechaniker eine dem Kunststoff angepasste Arbeitsweise: Das Anzugsdrehmoment für den Luftanschluss beträgt
bei der Kunststoffversion nur noch maximal
25 Nm – und nicht wie bei der Stahlversion
100 Nm. Ein roter Warnaufkleber mit dem
entsprechenden Drehmomentwert in der
Nähe des Anschlussstutzens weist laut Conti
Tech darauf hin. Gleichzeitig soll der Aufkleber als Unterscheidungsmerkmal dienen. Gemäß dem Motto „Originalqualität – der beste
Ersatz“ stellt der Fahrwerksspezialist nach
eigenem Bekunden auch im Ersatzmarkt auf
die neuen Teilenummern – und damit auf
das neue Material – um.
Um derartige Neuerungen publik
zu machen, stellen die Technikspezialisten von Conti Tech den freien Werkstätten entsprechende Informationen
online in Form der „Technical News“ unter
www.contitech.de/luftfedern-ersatz in der
Rubrik „Technische Informationen“ zur Verfügung. Außerdem finden Interessierte dort
den aktuellen Online-Katalog sowie weitere
Informationen und Downloads, etwa Poster
mit typischen Schadensbildern oder mit den
korrekten Montageschritten. kk◀
www.contitech.de
Achtung beim Anziehen: Seit kurzem
verwendet Conti Tech bei einigen seiner
Original-Luftfedersysteme für Mercedes-Benz
Lkw ausschließlich Kunststoff für die obere
Konusplatte und stellt auch die ErsatzmarktProdukte entsprechend um. Bei der Kunststoffversion beträgt das Anzugsdrehmoment
maximal 25 Nm (anstatt 100 Nm bei der
Stahlversion). Ein roter Warnaufkleber weist
darauf hin und dient zudem als Unterscheidungsmerkmal.
(Foto: Conti Tech)
ERSATZTEILVIELFALT RUND UMS FAHRWERK
Die Luftfederung dient bei Nutzfahrzeugen
der ruhigen und komfortablen Fahrweise
sowie der Regulierung der Fahrzeughöhe,
unabhängig vom Beladungszustand. Die
Luftfederbälge bilden dabei beim Ein- und
Ausfedern die Gegenkraft zu den fahrdynamischen Kräften an den Achsen und
halten das Fahrzeug sicher auf der Straße.
Eine regelmäßige Prüfung der Komponenten auf Defekte oder Verschleiß sowie ein
rechtzeitiger Austausch gewährleisten die
Fahrzeugsicherheit, sagen die Fahrwerksspezialisten von Diesel Technic. Unter der Marke
DT führt das Unternehmen ein AftermarketKomplettprogramm mit mehr als 22.000
verschiedenen Nutzfahrzeug-Ersatzteilen,
20
4-2011
Rund ums Fahrwerk: Über 330 gängige Ersatzteile, passend für rund 1.600 Teilenummern
für die Luftfederung des Fahrwerks von Lkw,
Aufliegern und Bussen, umfasst das Sortiment
der Marke DT des Kirchdorfer Nutzfahrzeugteile-Spezialisten Diesel Technic. Seit kurzem
gibt es erstmals einen eigenen Produktlinienkatalog für diese Kategorie.
(Foto: Diesel Technic)
das über den autorisierten Teilefachhandel
vertrieben wird. Seit kurzem gibt es nun
auch einen reinen Produktlinienkatalog für
die Luftfederung des Fahrwerks von Lkw,
Aufliegern und Bussen. Rund 330 gängige
Ersatzteile, passend für über 1.600 Teilenummern der führenden Fahrzeug-, Achsen- und
Aftermarket-Hersteller sind darin gelistet.
Der Katalog ist aufgeteilt in Luftfederbälge –
Rollbälge mit Stahlkolben, Kunststoffkolben
oder ohne Kolben sowie Faltenbälge – und
Zubehörartikel wie Kolben, Grundplatten,
Hohlfedern und Federstecker. Neu sind die
integrierten QR-Codes, über die der Anwen-
der via Fotohandy und Internet direkt in
den neuen Produktbereich der DT-Website
gelangt, wo er weitere Informationen erhält.
Der Katalog ist ab sofort im Teilfachhandel
erhältlich, auf Wunsch vermittelt Diesel Technic den Kontakt zum nächsten Händler. kk◀
www.dieseltechnic.com
Fahrwerk
TECHNIK
Kronenmutter
mit Splint
Kugelschale
mit Gummibalg
Verbessert: Der von Templin weiterentwickelte
Gelenkkopf ist an seiner flacheren Bauform zu
erkennen. Zudem wurden typische Schwachstellen verbessert: Ein Polymerring vermeidet
störendes Gelenkklappern, der neuartige
Schutzbalg ist haltbarer.
(Fotos: Templin)
Innere Werte sichtbar gemacht: Der Schnitt
durch den Kugelbolzen eines Gelenkkopfes
von Templins Marke „ST“ zeigt deutlich die
durchgängige Härtung bis zum Konus (links).
Der Vergleichskopf (rechts) dagegen ist nur im
Kopf gehärtet, zudem weicht der Härtegrad in
Teilbereichen sichtbar ab.
Kriterien, die bei Lenkungs- und Fahrwerkskomponenten eine Rolle spielen können.
Darüber hinaus sei das Zusammenspiel
aller Teile im System wichtig: „Ein einzelnes,
besonders stark oder stabil ausgeführtes
Bauteil kann wiederum den Ausfall einer
anderen Komponente bewirken“, warnen die
Experten von Templin. Bei der Entwicklung
und der Produktion von Komponenten sei
daher immer auch das jeweilige Lenksystem
oder gar das komplette Fahrwerksumfeld zu
berücksichtigen.
Eine Weiterentwicklung bei den Fahrwerkskomponenten der Marke „ST“ ist eine
neue Gelenkbauart, welche im Vergleich zu
einem konventionellen Gelenk eine deutlich
flachere Bauform aufweist. Weitere Neuerungen sind nach Unternehmensangaben
die optimierte Bauform des Gummischutzbalgs sowie ein Polymerring anstatt einer
herkömmlicher Feder, um den natürlichen
Verschleiß zu verringern und lästiges Gelenkklappern abzustellen. Templin bietet das
neue Gelenkdesign nach eigenem Bekunden
für alle „Renner-Gelenke“ der Marke ST. kk◀
www.st-templin.com
Kugelbolzen mit gehärtetem
Kugelkopf und Konus, inklusive Stützring
Polymerring
Gehäusedeckel
mit Bördelring
AUF DIE „INNEREN WERTE“ KOMMT ES AN
Lenkungs- und Fahrwerkteile sind Sicherheitsteile und insbesondere bei Nutzfahrzeugen hohen Belastungen ausgesetzt.
Verwendet die Werkstatt Ersatzteile minderer Qualität, kann dies im Extremfall
zum Ausfall führen und zu einer Gefahr
für andere Verkehrsteilnehmer werden.
„Viele Ersatzteilehersteller halten die vorgeschriebene Materialstärke und -zusammensetzung nicht ein oder verkürzen den
Produktionsablauf durch das Weglassen
einzelner Produktionsschritte“, berichten
die Nutzfahrzeugteile-Spezialisten von Templin in Coppenbrügge. Vielfach lassen sich
den Fachleuten zufolge Qualitätsmerkmale,
beispielsweise ob der Kugelzapfen komplett
mit Konus oder nur die Kugel gehärtet ist,
von außen und mit bloßem Auge kaum erkennen. Materialauswahl, Passgenauigkeit,
Weiterentwicklungen, Produktionsverfahren, Qualitätskontrollen sowie zum Produkt
passendes Zubehör sind den Coppenbrügger
Nutzfahrzeugspezialisten zufolge wichtige
Das Sortiment entscheidet.
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TECHNIK
Fahrwerk
Leichter lenken: Hydraulische Lenksysteme sind bei
Nutzfahrzeugen längst Standard. Bei Transportern
sind überwiegend Zahnstangenlenkungen wie
die Servotronic von ZF verbaut (linkes Bild). Die
Lenkung arbeitet geschwindigkeitsabhängig:
Steigt die Fahrgeschwindigkeit, nimmt die
Betätigungskraft zu, beim Rangieren dagegen sind
die Kräfte deutlich geringer.
(Fotos: ZF)
Geburtstagskind: Die kompakte KugelmutterHydrolenkung Servocom für Lkw und Busse feierte
in diesem Jahr ihren 26. Geburtstag. Das bewährte
Lenkungsprinzip wurde kontinuierlich weiterentwickelt und auf spezielle Fahrzeugauslegungen
abgestimmt. Bislang wurden weltweit rund acht
Millionen Exemplare verbaut.
VÖLLIG LUFTLOS
Reparaturen am Lenksystem bedeuten meist auch Arbeiten an
der Lenkhydraulik. Beim Austausch hydraulischer Komponenten
kommt es auf Sauberkeit und Sorgfalt an. Die Fachleute von ZF
Services verraten, worauf beim Spülen und Entlüften zu achten ist.
Getrenntes Arbeiten: Die Zahnstangenhydrolenkung Servoline wurde für schwere Lkw und Busse
entwickelt. Zahnstangeneinheit und hydraulischer
Arbeitszylinder sind voneinander getrennt. Die
kurze Bauform des Lenksystems ermöglicht große
Lenkwinkel.
spülen, hält man beide Leitungen in einen Auffangbehälter; gleichzeitig dreht ein Helfer zehn
bis fünfzehn Mal das Lenkrad jeweils bis zum
Vollanschlag nach links und rechts, bis die gesamte Flüssigkeit ausgelaufen ist. „Die alte Hydraulikflüssigkeit wie auch die Dichtungen der
Schläuche darf man keinesfalls wieder verwenden“, erklärt der Fachmann von ZF Services.
Vor dem Einbau der neuen Lenkungspumpe ist diese per Hand zu füllen: Während man
langsam das Antriebsrad dreht, lässt man frische Hydraulikflüssigkeit über die Zulaufseite
in die Pumpe laufen lassen, bis diese auf der
Druckseite austritt. Nach Einbau der vorgefüllten Hydraulikpumpe werden Zulauf- und
Druckleitung angeschlossen und der Antriebsriemen aufgelegt und vorschriftsmäßig gespannt. Als nächstes wird die Rücklaufleitung
vom Ausgleichsbehälter abgebaut und entleert,
falls nötig ist der Behälter zu reinigen oder zu
ersetzen. Ein im Hydrauliksystem eventuell
vorhandenes, zusätzliches Filterelement ist zu
wechseln.
Nachdem die Rücklaufbohrung am Ausgleichsbehälter verschlossen ist, füllt man
frisches Hydrauliköl auf und stellt für den Helfer eine ausreichende Menge zum Nachfüllen
bereit. Anschließend geht es an das Spülen der
Rücklaufleitung, was üblicherweise bei Starterdrehzahl erfolgt, so dass der Motor mit geeigneten Maßnahmen am Anspringen zu hindern
ist. Die Experten von ZF Services empfehlen
dabei exakt nach den jeweiligen Vorgaben des
Fahrzeugherstellers vorzugehen. Beim „Or-
geln“ tritt das verunreinigte Hydrauliköl aus
der Rücklaufleitung aus und muss aufgefangen
werden, während der Helfer kontinuierlich
frisches Hydrauliköl nachfüllt. Die gespülte
Rücklaufleitung wird wieder am Ausgleichsbehälter angeschlossen und dieser erneut mit
Hydrauliköl befüllt.
Hydraulische Lenksysteme sind bei Nutzfahrzeugen schon lange Standard – gleichgültig ob
Transporter, Lkw oder Bus. Je nach Fahrzeugklasse wird der Werkstattfachmann bei Reparaturen und im Service auf eine Zahnstangenlenkung oder eine Kugelmutterlenkung stoßen.
Beim prinzipiellen Aufbau unterscheiden sich
die Systemvarianten nur marginal. Zu den wesentlichen Komponenten gehören eine vom Motor angetriebene Hydraulikpumpe, der Hydraulikzylinder, ein Servoventil, diverse Saug- und
Druckleitungen sowie der Ölvorratsbehälter.
SPÜLEN DES LENKSYSTEMS
„Bei Arbeiten an der hydraulischen Lenkung
ist auf höchste Sauberkeit und Sorgfalt zu achten. Schon kleinste Schmutzpartikel im Hydrauliksystem können zu Beschädigungen bis
hin zum Komplettausfall führen“, warnen die
Fachleute von ZF Services in Schweinfurt. „Die
Vorgabe eines jeden Herstellers hydraulischer
Lenksysteme lautet, das System nach dem
Einbau eines neuen Bauteils zu spülen und zu
reinigen“, erklären die Experten. Am Beispiel
eines Hydraulikpumpentauschs erklären sie,
worauf der Werkstattfachmann achten sollte.
Bei angehobenem Fahrzeug werden der Antriebsriemen abgenommen, die Zulauf- und
Druckleitungen an der Pumpe gelöst und das
alte Hydrauliköl abgelassen. Anschließend
baut man die Pumpe aus. Um das gebrauchte
Hydrauliköl aus Druck- und Zulaufschlauch zu
22
4-2011
ENTLÜFTEN DES LENKSYSTEMS
Das Entlüften erfolgt schließlich im Leerlaufbetrieb des Motor, wobei anfänglich nicht gelenkt
werden darf. Zudem ist auf einen korrekten
Füllstand im Ausgleichsbehälter zu achten und
gegebenenfalls nachzufüllen. Anschließend
lenkt man bei angehobenem Fahrzeugs zehn
bis fünfzehn Mal langsam und gleichmäßig
von einem Anschlag zum anderen, wobei das
Lenkrad nicht länger als fünf Sekunden am
Anschlag gehalten werden darf. Der Helfer
achtet darauf, dass sich immer ausreichend Hydraulikflüssigkeit im Vorratsbehälter befindet.
Hat sich der Füllstand im Ausgleichsbehälter eingependelt, stellt man den Motor ab und
prüft das System auf Dichtigkeit. „Nach etwa
zehn Minuten sollte man nochmals entlüften,
um jegliche Luft aus dem Hydrauliksystem zu
entfernen“, empfehlen die Experten von ZF
Services. Außerdem sollte der Werkstattfachmann auf einer abschließenden Probefahrt
sämtliche Lenkfunktionen prüfen und vor der
Übergabe an den Kunden den Füllstand im
Ausgleichsbehälter und die Dichtigkeit des Hydrauliksystems checken. kk◀
www.zf.com
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MOTORSTEUERUNG FÜR EURO 6
Mit der ECU S8 hat Zulieferer Continental vor
geraumer Zeit eine Motorsteuerung für Dieselmotoren von schweren Nutzfahrzeugen
vorgestellt. Die Technologie wurde erstmals
bei der R-Serie von Scania mit Euro-5-Motoren eingesetzt. Nach Unternehmensangaben ist diese Steuerungsgeneration aber
auch schon für die ab 2014 gültige, nochmals
strengere Euro-6-Norm gerüstet.
Mit dem in Regensburg entwickelten
und produzierten Motorsteuergerät ECU
S8 (ECU = Engine Control Unit, Motorsteuergerät) liefert Continental nach eigenem
Bekunden einen wichtigen Beitrag, um
die Motoren schwerer Lkw noch sauberer
und umweltfreundlicher gestalten zu können – nicht zuletzt auch, um die nochmals
verschärften Emissionsgrenzwerte der
künftigen Euro-6-Abgasgesetzgebung zu
erfüllen. Einer der ersten Abnehmer der neu
Für Euro 6 gerüstet: Ursprünglich für die Euro
5-Motoren von Scania entwickelt, ist die
Motorsteuergeräte-Generation ECU S8 von
Continental auch für die noch schärferen Euro
6-Grenzwerte gerüstet.
(Foto: Continental)
entwickelten Motorsteuerung ist der schwedische Nutzfahrzeughersteller Scania, der die
ECU S8 erstmals für die Fünf- und Sechszylindermotoren seiner R-Serie verwendet. „Mit
Hilfe des ECU S8-Steuergeräts lassen sich
die Euro-5-Grenzwerte mit rein innermotorischen Maßnahmen erfüllen. Überdies ist
das System auf die 2014 kommende, speziell
für Dieselmotoren noch einmal deutlich ver-
schärfte Euro-6-Norm ausgelegt“, beschreibt
ein Sprecher des Geschäftsbereichs Engine
Systems der Division Powertrain die Vorteile
des Systems. Mit dem Inkrafttreten der Euro 6
müssen die Fahrzeughersteller die ausgestoßenen Partikel und die Stickoxide nochmals
um bis zu 80 Prozent reduzieren, erklären die
Fachleute von Continental.
Die zusammen mit Scania entwickelte
Motorsteuerung ist Unternehmensangaben
zufolge bereits die dritte Generation, welche
für den Einsatz in schweren Lkw-Dieseln,
Schiffs- oder Industriemotoren entwickelt
wurde. Die ECU S8 sei speziell für die XPI-Motoren von Scania konzipiert, die in verschiedenen Modellen der P-, G- und R-Serie zum
Einsatz kommen. Bei der ECU S8 handelt es
sich laut Continental um die Weiterentwicklung der ECU S7, die seit 2006 verfügbar ist.
Mit Hilfe einer neuen Generation von
Mikroprozessoren, die eine deutlich höherer
Rechenleistung als bisher erlaube, soll die
neue Motorsteuerung schon heute für die
Herausforderungen der Euro-6-Norm gerüstet sein. Den Regensburger Entwicklern
zufolge ist die ECU S8 in der Lage, die für
eine möglichst optimale und emissionsarme
Verbrennung erforderliche Mehrfacheinspritzung des Diesel-Luft-Gemischs in die Zylinder effizient zu steuern. In bis zu fünf einzelnen, exakt bemessenen Portionen dosiert
das XPI-Hochdruck-Common-Rail-System
der Scania-Motoren den Kraftstoff mit bis zu
2500 bar in den jeweiligen Zylinder.
Neben der technologischen Komplexität
sind im rauen Nutzfahrzeugalltag vor allem
auch Langzeitqualitäten gefragt. Spezielle
konstruktive Maßnahmen sollen den Entwicklern zufolge gewährleisten, dass das
kompakte Motorsteuergerät eine für LkwAnwendungen bislang unerreichte Robustheit bietet. Wie schon die beiden Vorläufergenerationen, so ist auch die ECU S8 direkt
auf dem Motorblock angebracht, wo sie hohen Umgebungstemperaturen und starken
Vibrationen ausgesetzt ist. Laut Continental
erfüllt die Steuerung dennoch problemlos
die von Scania im Lastenheft geforderten,
extrem langen Laufleistungen.
Neben dem Motorsteuergerät liefert
Continental Division Powertrain noch weitere elektronische Bauteile und Systeme für
R-Baureihe von Scania, etwa die Steuerung
des automatisierten Schaltgetriebes. Das
Getriebesteuergerät OPC4 soll vor allem
schnelle und weiche Schaltvorgänge ermöglichen und zudem den Motor möglichst in
verbrauchsarmen Drehzahlen halten. Bei der
Motor- und Abgassensorik sind die Regensburger überdies mit Hochtemperatur- sowie
NOx-Abgassensoren vertreten. kk◀
www.conti-online.com
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Diesel
EFFIZIENTER EINSPRITZEN
Schwer unter Druck: Das Common-Rail-System
CRSN4-21 (linkes Bild) hat Bosch für schwere
Nutzfahrzeuge entwickelt. Mittels hydraulischer
Druckübersetzung erreicht der Injektor (links)
einen maximalen Einspritzdruck von 2100 bar. Für
mittelschwere bis schwere Nutzfahrzeuge wurde
das CR-System CRSN3 weiterentwickelt. Dessen
Injektor (rechts) ist für bis zu 2200 bar ausgelegt.
Druckmacher für Leichtgewichte: Für leichte Nfz
mit Dieselmotoren bis sechs Zylinder und drei Liter
Hubraum hat Bosch das Common-Rail-System
CRS2 weiterentwickelt (rechtes Bild). Dessen
Magnetventil-Injektor ermöglicht einen maximalen Einspritzdruck von bis zu 2000 bar.
Ohne Hochdruckeinspritzsysteme wären drehmomentstarke,
sparsame und dennoch umweltfreundliche Nutzfahrzeugmotoren
kaum möglich. Dieselspezialist Bosch schraubt den Einspritzdruck
weiter nach oben.
Stetig steigende Kraftstoffpreise und immer
schärfere Abgasgrenzwerte fordern von den
Entwicklern der Nutzfahrzeugbranche permanent Höchstleistungen und neue Ideen. Ein
Meilenstein der Ingenieurskunst sind zweifelsohne die Common-Rail-Hochdruck-Einspritzsysteme, durch die der Dieselmotor noch
sparsamer und umweltfreundlicher geworden
ist. „Bereits mit einer einprozentigen Verbrauchsreduzierung lassen sich bei schweren
Nutzfahrzeugen bei einer Jahresfahrleistung
von 200.000 Kilometern rund 800 Euro im
Jahr sparen“, berichten die Fachleute des Dieselspezialisten Bosch, der sich zu den Innovationstreibern auf diesem Gebiet zählen darf.
„Common-Rail-Systeme leisten zusammen mit
SCR-Katalysatoren einen erheblichen Beitrag,
um die strengen Emissionsziele von Euro VI,
US 10, JPNLT oder auch Tier 4 final zu gewährleisten“, so die Experten des Zulieferers.
SYSTEME FÜR MITTELSCHWERE UND SCHWERE NFZ
Für mittelschwere bis schwere Nutzfahrzeuge
hat Bosch das Common-Rail-System CRSN3
sowie den Magnetventil-Injektor CRIN3 weiterentwickelt, so dass sich damit Dieselmo-
24
4-2011
toren mit bis zu 16 Zylindern im On- und OffHighway-Bereich bestücken lassen. Seit 2005
in Serie und mit Systemdrücken von bis zu
1.800 bar arbeiten, stehen mittlerweile schon
wieder zwei neue Varianten mit noch höheren
Systemdrücken parat: Die Version CRSN3-20
mit 2.000 bar für mittelschwere und die Version CRSN3-22 mit 2.200 bar für schwere Nutzfahrzeuge.
Trotz der höheren Systemdrücke benötigt
die Hochdruckpumpe nicht mehr oder sogar
eine geringere Antriebsleistung als das ursprüngliche System, was den Wirkungsgrad
erhöht. „Der Kunde profitiert von einem geringeren Kraftstoffverbrauch mit entsprechend
reduziertem CO2-Ausstoß sowie einem hohen
Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen“, erklären die Entwickler des Zulieferers. Für das Jahr
2012 ist als nächste Stufe die Serienfertigung
der Variante CRSN3-25 mit 2500 bar geplant.
Das System CRSN4-21 ist laut Bosch ebenfalls für schwere Nfz vorgesehen. Mit Hilfe einer hydraulischen Druckübersetzung erreicht
dieses System einen maximalen Einspritzdruck
von 2100 bar. Da höhere Einspritzdrücke weitere Verbrauchsvorteile und einen reduzierten
CO2-Ausstoß versprechen, soll der Injektor als
Modell CRIN4-25 im nächsten Schritt auf 2500
Kampf den Stickoxiden: Das Dosiersystem Denoxtronic von Bosch mindert zusammen mit einem
SCR-Katalysator (Selective Catalytic Reduction)
die NOx-Emissionen um bis zu 95 Prozent. Im Bild
die aktuelle dritte Generation Denoxtronic 2.2,
wahlweise für 12- oder 24-Volt-Bordnetze.
(Fotos: Bosch)
bar Druck ausgelegt werden. Der Serienanlauf
ist Anfang 2012 angedacht. Das System bietet
den Motorenentwicklern aufgrund seiner flexiblen Einspritzverlaufsformung besondere
Freiheiten bei der Motorauslegung, damit sich
die Euro VI-Grenzwerte erreichen lassen, ohne
zwangsweise den Verbrauch zu erhöhen.
MIT MAGNETVENTIL FÜR LEICHTE NUTZFAHRZEUGE
Für Dieselmotoren leichter Nfz mit bis zu
sechs Zylindern und drei Litern Hubraum
baut Bosch das weiterentwickelte CR-System
CRS2. Die Versionen CRS2-18 mit 1800 bar
und CRS2-20 mit 2000 bar Einspritzdruck basieren auf dem millionenfach bewährten PkwSystem CRS2-16. Die magnetventilgesteuerten
Injektoren der CRS2-Serie bieten den Motorenentwicklern ebenfalls viel Freiheiten, um
den Einspritzverlauf optimal zu gestalten: In
einem engen Zeitfenster sind bis zu acht Einzeleinspritzungen pro Arbeitstakt möglich. Die
Mehrfacheinspritzung senkt den Entwicklern
zufolge den Kraftstoffverbrauch und den CO2Ausstoß und reduziert überdies die Geräuschund Schadstoffemissionen. Ein weiterer Vorteil
– vor allem im urbanen Lieferverkehr – ist die
Start-Stopp-Fähigkeit des Systems. kk◀
www.bosch.com
Diesel
TECHNIK
Feiner filtern: Die kompakt gebauten
Harnstofffilter von Mann-Filter schützen die
Komponenten des SCR-Einspritzsystems vor
Verschleiß und Ausfall. Ein geschäumtes
Ausgleichselement nimmt Druckkräfte auf,
etwa wenn sich die Harnstoffwasserlösung bei
Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ausdehnt, und verhindert so Schäden an System
und Filter. Der Werkstattfachmann muss das
Formteil bei jedem Filterwechsel erneuern.
(Foto: Mann-Filter)
SICHERER SCHUTZ FÜR SCR-SYSTEME
rum die bei der Verbrennung entstehenden
Stickoxide (NOx) im nachgeschalteten SCRKatalysator zu molekularem Stickstoff (N2),
einem Hauptbestandteil der Umgebungsluft,
und Wasser (H2O) umwandelt.
Diese Nachbehandlung der Abgase
reduziert die Stickoxide und mindert die
Partikelemissionen – verglichen mit Euro
IV-Applikationen – deutlich. Zudem arbeiten
SCR-Systeme recht zuverlässig – zumindest,
solange die erforderlichen Wartungsarbeiten
regelmäßig erfolgen. Harnstoff-Systeme
reagieren nämlich empfindlich auf Verschmutzungen und Verunreinigungen in
der Harnstoffwasserlösung – und bestrafen
dies im Extremfall mit einem Totalausfall des
Systems. Da SCR-Systeme in die On-BoardDiagnose (OBD) eingebunden sind, informiert die MI-Lampe im Armaturenbrett den
Fahrer bei Fehlern am SCR-System. Je nach
a
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tion
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fähiger Filter die erforderliche Reinheit des
Reduktionsmittels Ad Blue auch dann noch
sicherstellen, wenn unter harten Alltagsbedingungen im Fuhrpark oder unterwegs
nachgefüllt wird.
Mann-Filter liefert die Harnstofffilter
als Komplett-Kit mit allem notwendigen
Kleinteilen. Dazu gehört unter anderem
auch ein geschäumtes Ausgleichselement.
Dieses Formteil reduziert das freie Volumen
im Gehäuse und nimmt Druckkräfte auf,
etwa wenn sich die Harnstoffwasserlösung
bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt
ausdehnt. Das flexible Ausgleichselement
verhindert auf diese Weise Schäden am Filter und am System – und darf deshalb den
Ludwigsburger Filterspezialisten zufolge
beim regelmäßigen Filterwechsel keinesfalls
vergessen werden. kk◀
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Ingo Lippmann
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Schwere des vorliegenden Fehlers kann das
Motorsteuergerät überdies in einen Notlaufmodus schalten, um den Fahrer so sicher in
die Werkstatt zu dirigieren.
Um Schäden am SCR-System weitgehend auszuschließen, sind den Fachleuten
des Ludwigsburger Filterspezialisten MannFilter zufolge leistungsfähige Harnstofffilter
notwendig, welche etwa beim Tanken eingeschleppte Verunreinigungen und für das
bloße Auge nicht sichtbare Fremdkörper von
wenigen Mikrometern Größe zuverlässig aus
der Reduktionslösung abscheiden können.
Harnstofffilter schützen den Ludwigsburger
Filterexperten zufolge nicht nur die Förderpumpe und die Dosiereinheit, sondern auch
alle zugehörigen Einspritzkomponenten vor
unnötigem Verschleiß und verhindern dadurch einen Systemausfall. Unternehmensangaben zufolge lässt sich dank leistungs-
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Immer mehr Lkw und Busse verfügen über
ein SCR-System, um schädliche Abgasmissionen zu reduzieren und gesundheitsschädliche Schadstoffe wie Stickoxide gar nicht
erst entstehen zu lassen. Spätestens seit dem
die Euro V-Abgasnorm gilt, hat sich diese
Technik zur Abgasnachbehandlung weiträumig etabliert. Die SCR-Technologie basiert
auf einem Reduktionsmittel für Stickoxide,
das eine elektronisch gesteuerte Dosiereinheit vor dem so genannten SCR-Katalysator
in den Abgasstrom spritzt.
Bei dem Reduktionsmittel handelt es
sich um eine 32,5-prozentige Harnstoffwasserlösung, besser bekannt unter dem Handelsnamen „Ad Blue“, das die Fahrzeuge in
einem separaten Tank mitführen. In die heißen Abgase eingespritzt, spaltet sich mit Hilfe des Ad Blue Ammoniak ab, welches wiede-
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TECHNIK
Diesel
Entwässern und entsorgen: Das vollautomatische
Wasseraustragssystem „BlueDrain” von Mahle
scheidet zuerst schädliches Wasser im Kraftstoff ab
und entlässt es dann umweltfreundlich über ein
Aktivkohlefiltersystem ins Freie. Je nach Einsatzzweck und Kundenwunsch kann der Stuttgarter
Automobilzulieferer das BlueDrain-Modul als separate Einheit zum Einbau in die Kraftstoffleitungen
zwischen Tank und Einspritzpumpe (links) oder als
integriertes Modul zum Anbau an den Motor liefern. Das Detail zeigt das Aktivkohlefilterelement.
(Foto: Mahle)
WASSER MARSCH
Die Einspritzsysteme moderner Dieselmotoren reagieren empfindlich auf Schmutz und Wasser im Kraftstoff. Insbesondere Wasser
sollte regelmäßig entfernt werden. Das von Mahle entwickelte
BlueDrain-System erledigt dies automatisch.
Für Hochdruck-Einspritz­
systeme moderner
Dieselmotoren ist im
Kraftstoff enthaltenes
Wasser gefährlich und
muss entfernt werden.
Moderne Hochdruck-Dieseleinspritzsysteme
erfordern einen wirkungsvollen Verschleißschutz. Neben einer effizienten Partikel- und
Wasserabscheidung im Kraftstofffilter ist vor
allem die Entfernung des abgeschiedenen Wassers wichtig. Um bei Dieselkraftstoffen mit
hohem Wassergehalt schädliches Wasser zu
entfernen, hat der Stuttgarter Zulieferer Mahle
mit „BlueDrain“ ein automatisches Wasseraustragssystem entwickelt. Es lässt sich als eigenständiges System oder als integrierte Einheit
von Kraftstofffiltermodulen einsetzen.
KNACKPUNKT WASSERGEHALT
Der Wassergehalt im Dieselkraftstoff schwankt
den Fachleuten des Automobilzulieferers zufolge weltweit sehr stark. In einigen Regionen
ist der Schmutzpartikelgehalt im Kraftstoff
bis zu fünfzehn Mal höher als in Westeuropa;
der Wassergehalt kann sogar um den Faktor
Hundert höher sein, berichten die Experten.
Wasser im Einspritzsystem verursacht Korrosion und Kavitation, zudem verringert es
die Schmierfähigkeit des Dieselkraftstoffs und
begünstig das Wachstum von Mikroorganismen. Stellt sich also die Frage: Wohin mit dem
schädlichen Wasser? Bei herkömmlichen Fil-
26
4-2011
tersystemen musste der Fahrer regelmäßig den
Wasserstand im Kraftstofffilter kontrollieren
und angesammeltes Wasser manuell ablassen –
und dieses Diesel-Wasser-Gemisch auch noch
fachgerecht entsorgen. „Herkömmliche Systeme sind aber häufig schwer zugänglich und
in der Handhabung problematisch“, wissen die
Stuttgarter Filterspezialisten. Sie haben deshalb
das vollautomatisches Wasseraustragssystem
BlueDrain-System entwickelt.
Dieses soll das im Kraftstoff enthaltene Wasser nicht nur zuverlässig abscheiden, sondern
mittels eines patentierten Reinigungskonzepts
auch noch umweltfreundlich aus dem System
entfernen. Das Herzstück des Filtersystems
ist Aktivkohle, welche Kohlenwasserstoffe
selbst bei stark emulgierten Kraftstoff-WasserMischungen zuverlässig adsorbieren soll. Den
Fachleuten von Mahle zufolge darf auszutragendes Wasser einen Kohlenwasserstoff-Restgehalt von 2 ppm nicht überschreiten.
INTELLIGENTE STEUERUNG FÜR OPTIMALE SICHERHEIT
Das im Filter abgeschiedene Wasser wird zunächst gesammelt. Ein mehrstufiger Sensor
überwacht den Füllstand des Sammelbehälters
und aktiviert bei Bedarf entweder eine Entwässerungspumpe (saugseitig) oder Magnetventile (druckseitig), um das Wasser kontrolliert
abzulassen. Zuvor durchfließt es einen Aktivkohlefilter, der die im Wasser enthaltenen
Kohlenwasserstoffe bindet. Unterstützend ist
dabei den Fachleuten zufolge die extrem poröse Struktur der Aktivkohle: Ein Löffel davon
habe eine größere Oberfläche als ein Fußballfeld. Die Kohlenwasserstoffe lagern sich an die
Aktivkohle an, die Fachleute sprechen dabei
von „Adsorption“, während das Wasser hindurchfließt und dann ausgeschieden wird. Ein
unabhängiges Institut hat diesem laut Mahle
sogar Brauchwasserqualität bescheinigt. kk◀
www.mahle.com
UNTERIRDISCH
Das Fahren mit Strom ist nur ein Stein im Mosaik der zukünftigen
Mobilität. Mit dem Programm „Primove City“ will Bombardier die
induktive Energieübertragung für Busse im ÖPNV vorantreiben.
VON LUTZ LISCHKA
Anstatt schwere Batterien an Bord mitzuschleppen, sollen elektrisch betriebene Lkw
und Busse künftig ihren „Treibstoff “ während
der Fahrt aus dem Boden „tanken“. Eine induktive Stromschiene in der Fahrbahn soll dies
ermöglichen.
VIELVERSPRECHENDE PILOTPROJEKTE
Die elektrische Straße – Betreiber Bombardier
nennt sie „Primove-City-Programm“ – wurde
bereits in Augsburg auf einer 800 Meter langen
Strecke mit einer Niederflurstraßenbahn sowie
im belgischen Lommel mit einem Elektrobus
auf einer 1,2 Kilometer langen Strecke erprobt.
„Strom, der aus dem Boden kommt“ – noch
ferne Zukunftsmusik oder bereits realistische
Lösung für Stadtverkehr oder Autobahn? Die
Manager von Bombardier sind optimistisch.
Elektrische Straße: „Primove City” nennt Transportspezialist Bombardier ein Projekt, dass schon
bald Realität werden könnte und das die für elektrisch betriebene Busse und Bahnen notwendigen
Oberleitungen überflüssig machen soll.
Strom von unten: Bei Primove City wird die zum
Fahren notwendige Energie kontaktlos durch
Induktion übertragen. In Europa gibt es bislang
zwei Teststrecken.
(Fotos: Bombardier)
Das Primove-City-Programm soll eine
komfortable Mobilität mit Elektrofahrzeugen
über verschiedene Verkehrsträger hinweg ermöglichen. Dazu sollen Straßenbahnen, Busse,
Lkw und Pkw für den elektrischen Betrieb
ohne Oberleitungen oder Kabel ausgerüstet
werden. „Es wird keine Fahrtunterbrechungen
oder lange Wartezeiten mehr für das Nachladen der Batterien geben. Wichtig ist, dass alle
Fahrzeuge die gleiche Infrastruktur nutzen
können“, erklärt André Navarri, Präsident von
Bombardier Transportation. „Nach dem erfolgreichen Abschluss der Pilotprojekte werden
nun auch Module für Pkw getestet. Wir wollen
diese Technologie schon bald für den gewerblichen Einsatz anbieten“, ergänzt Jeremie Desjardins, Leiter des Primove-City-Programms.
Bombardier wolle jedoch nicht in die Produktion von Fahrzeugen für die Straße einsteigen,
sondern die Primove-Technologie Partnern
aus dem Automotive-Bereich anbieten.
Für den Test in Augsburg wurde die Dauerleistung des Primove-Systems mit 270 kW auf
eine typische Straßenbahn mit 30 bis 42 Meter
Länge und einer Fahrgeschwindigkeit von bis
zu 50 km/h ausgelegt. Nach Unternehmensangaben ist auch eine Leistung von bis zu 500 kW
möglich, etwa für Berganfahrten oder höhere
Geschwindigkeiten von Bussen und Lkw.
STROM VON UNTEN
Beim Primove-Projekt wird der Strom induktive über unterirdisch verlegte Kabel übertragen. Das System führt nur dann Spannung,
wenn es völlig vom Fahrzeug überdeckt wird.
Die Komponenten am Fahrzeug und unter
der Fahrbahn wurden so entwickelt, dass sie
alle Sicherheitsstandards erfüllen. Da sie unter dem Fahrzeug verborgen sind, gibt es keine
störenden Oberleitungen oder Masten mehr,
außerdem erfolgt die Stromübertragung kontakt- und damit verschleißlos. Für Busse und
Lkw soll die Spur auf der Straße vorgezeichnet werden. Die Batterie der Fahrzeuge wird
zusätzlich noch bei allen Verzögerungen und
Bremsvorgängen durch die frei gesetzte Energie geladen, so dass streckenweise das Fahren
nur mit der Bordbatterie möglich sein soll.
Wie allerdings der Strom aus der „elektrischen Straße“ verrechnet werden soll und
wer ihn bezahlt – dafür haben die Visionäre
von Bombardier noch keine Lösung parat. ◀
www.primovecity.com
WINTER-SPEZIAL
STETS GUT GELADEN
Energiewende: Speziell für Fahrzeuge mit
hohem Energiebedarf – Lkw mit Ladebordwand,
Kühltransporter, Fernlaster sowie Reise- und
Stadtbusse – hat Banner die Buffalo SHD professional (oben) entwickelt. Fuhrunternehmer Robert
Kollmannsberger aus Kirchdorf (links) rüstet im
Ersatzfall auf diese Voll-Calcium-Batterien um.
Harald Weiß, Außendienstmitarbeiter von Banner
Deutschland, hilft tatkräftig mit. (Fotos: Banner)
Die zunehmende Elektronifizierung bringt Standardbatterien zunehmend an ihre Grenzen. Voll-Calcium-Batterien dagegen sind
leistungsfähiger. Die Batteriespezialisten von Banner verraten,
wieso und worauf beim Service und beim Laden zu achten ist.
Voll-Calcium-Batterien
verlangen mehr Knowhow beim Laden und
Lagern – und Ladegeräte
mit Spezialprogrammen.
Die Batterien von Nutzfahrzeugen und Bussen leisten Schwerstarbeit. Häufige Kaltstarts,
Stop-an-Go-Verkehr sowie energiezehrende
Zusatzverbraucher wie Hebebühnen und Kühlaggregate stellen hohe Anforderungen. Zudem
fordert die zunehmende Elektrifizierung der
Fahrzeuge mit immer mehr elektronischen Sicherheits- und Komfortsystemen ihren Tribut.
NEUE ANFORDERUNGEN, NEUE TECHNOLOGIEN
Herkömmliche Blei-Säure-Batterien können
die Ansprüche moderner Nutzfahrzeuge und
Busse aber kaum noch erfüllen. Deshalb entstehen bei Batteriehersteller wie Banner aus
Linz immer wieder neue Batterietypen, etwa
jene mit so genannter Voll-Calcium-Technologie. Bei dieser Batterieart werden sowohl an
der positiven als auch an der negativen Elektrode spezielle Calcium-Legierungen eingesetzt.
Die im Sommer 2011 von den Linzern vorgestellte Nutzfahrzeugbatterie „Buffalo Bull SHD
professional“ gehört zu den Vertretern dieser
noch recht jungen Spezies. Derzeit umfasst das
Programm drei Typen in den Leistungsstufen
145Ah, 180Ah und 225Ah.
„Im Vergleich zu herkömmlichen Batterien
bieten Voll-Calcium-Batterien viele Vorteile,
etwa die absolute Wartungsfreiheit und eine erhöht Lagerfähigkeit. Bei der Buffalo Bull SHD
professional setzen wir diese neue Technologie
erstmals ein“, erklärt Günter Helmchen, Geschäftsführer Banner Batterien Deutschland.
28
4-2011
NEUARTIGES FERTIGUNGSVERFAHREN
Bei der Buffalo Bull SHD professional kommt
laut Helmchen ein neues Produktionsverfahren namens „Continuous Casting“, kurz „ConCast“, zum Einsatz. Es verbindet dem Fachmann zufolge die Vorteile eines gegossenen
Gitters (fixer, stabiler Rahmen) mit geringeren
Fertigungstoleranzen und einer höheren Prozessstabilität. Die neuen ConCast-Elektroden
ersetzen bei dem neuen Batterietyp die bisherigen gegossenen „book-casting“ Platten.
AUF DAS „RICHTIGE“ LADEGERÄT KOMMT ES AN
Doch die Voll-Calcium-Technologie erfordert von Werkstätten und Teilehändlern mehr
Know-how beim Laden, so Helmchen. Handelsübliche Ladegeräte arbeiten mit einer Ladespannung von 14,2 bis 14,4 Volt. Am Ende
des Ladens verfügt die Batterie dann zwar
meist über eine ausreichende Spannung. Doch
häufig werde zwei bis drei Wochen später eine
unzureichende Ladung reklamiert oder bei lagernden Batterien ein rascher Spannungsabfall
festgestellt, berichtet Helmchen. „Ursache hierfür ist das Ladeverhalten von Voll-CalciumBatterien. Solche Batterien benötigen nach
einer sehr tiefen Entladung aufgrund der Gittertechnologie eine höhere Ladespannung, um
den Elektrolyt ausreichenden zu durchmischen
beziehungsweise eine unerwünschte Säureschichtung zu vermeiden“, so Helmchen. Mit
Hilfe entsprechender Ladeprogramme – wichtig sind laut Banner eine Ladespannung von
15,8 bis 16 Volt über einen Zeitraum von 24
Stunden, ein Ladestrom von mindestens 1/10
der Nennkapazität sowie eine Umgebungstemperatur von mindestens 15 Grad Celsius – lassen sich geschichtete Voll-Calcium-Batterien
meist wieder in den vollen Ladezustand bringen und behalten ihre Leistungsfähigkeit. kk◀
www.bannerbatterien.com
BATTERIEN LADEN IM DOPPELPACK
Das 24-Volt-Bordnetz eines Nutzfahrzeugs ist üblicherweise
aus zwei seriell geschalteten 12-Volt-Batterien aufgebaut,
deren Ladezustand und Energieinhalt idealerweise identisch sein sollten. Dies lässt sich im Betriebsalltag jedoch
nicht immer sicherstellen. Beim Batterieservice, sprich: beim
Nachladen, sollte allerdings gewährleistet sein, dass am Ende
des Ladevorgangs beide Batterien das gleiche Ladeniveau
Zweifacher Lademeister: Das Mehrkreis-Ladesystem „Acctiva Twin 15A” von Fronius gleicht
unterschiedliche Ladezustände von seriell
geschalteten 12-Volt-Batterien in 24-Volt-Bordnetzen aus. Der kompakte Ladegerät ist zudem
für den Einbau ins Fahrzeug geeignet.
(Foto: Fronius)
aufweisen. Üblicherweise werden die Batterien voneinander
getrennt und einzeln aufgeladen, was allerdings unpraktisch
und zeitintensiv ist. Besser können dies spezielle Ladegeräte,
bei denen sich die beiden Stromspeicher parallel laden lassen.
Mit dem „Acctiva Twin 15A“ hat Ladetechnikspezialist Fronius
ein spezielles Mehrkreis-Batterieladesystem für Nkw, Busse
und Freizeitmobile im Programm. Den Produktinformationen
zufolge verfügt das Gerät über eine intelligente Ladeelektronik mit programmierter Ladekennlinie, die gewährleisten
soll, dass jede Batterie – bezogen auf ihre Größe – den optimalen Ladestrom erhält. Damit – und aufgrund der beiden
getrennten Ladekreise – sollen sich mit dem Acctiva Twin 15A
auch Batterie-Doppelpacks mit unterschiedlichen AusgangsLadezuständen laden und auf Gleichstand bringen lassen.
Auch für unterschiedliche Batteriekombinationen soll
sich das Mehrkreis-Ladesystem laut Fronius einsetzen lassen,
da es die jeweilige Batteriespannung selbsttätig erkennt und
Unterschiede bei seriell geschalteten Batterien automatisch
ausgleicht. Den Ladestatus, den Beginn und das Ende des
Ladevorgangs sowie eventuelle Störungen zeigt das Gerät
dem Anwender auf einem LED-Display an. Optional gibt es
für das Acctiva Twin 15A eine USB-Schnittstelle für SoftwareUpdates sowie die Funktion „Temperaturgeführtes Laden“.
Letztere soll den Wasserverlust bei häufigerem Laden reduzieren und dadurch die Batterielebensdauer verlängern. Auch
eine so genannte FireCAN-Schnittstelle ist erhältlich, über die
sich das Ladesystem mit dem zentralen Kommunikationssystem des Fahrzeuges verbinden lässt. kk◀
www.fronius.com
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SCHWEDEN-STROM AUS BAYERN
Neu im Sortiment des im bayrischen Forstinning ansässigen
Werkstattausstatters Kunzer ist das Ladegerät MXS 5.0 des
skandinavischen Herstellers Ctek. Nach Anbieterangaben
wartet das Hochfrequenzladegerät mit einem Ladestrom von
fünf Ampere auf und bietet damit eine um 25 Prozent höhere
Leistung als sein Vorgänger. Das Laden bis zur Startbereitschaft soll damit bereits nach rund fünfzehn Minuten erledigt
sein, verspricht Kunzer. Die Handhabung des MXS 5.0 gestaltet sich – wie bei allen Ctek-Geräten – denkbar einfach: Das
Gerät über die Ladeklemmen an die Batterie anschließen,
Netzteil mit der Steckdose verbinden, Ladeprogramm wählen
– fertig. Den Rest erledigt das vollautomatische Acht-StufenLadegerät von selbst. Laut Kunzer ist der Lader für alle Batteriearten geeignet. Darüber hinaus bietet das MXS 5.0 den
Produktinformationen zufolge eine Reihe weiterer nützlicher
Funktionen, etwa die integrierte Batteriediagnose. Damit soll
sich feststellen lassen, ob etwa die Batterie Ladung aufnimmt
Freie Fahrt in die
und halten kann. Eine spezielle Rekonditionierungsfunktion,
die tiefentladene Batterien mit Säureschichtenbildung wieder „aufwecken” soll, gehört ebenso zum Ausstattungsumfang wie ein Wartungsladungsfunktion. Dahinter verbirgt
sich ein spezieller Modus für optimiertes Laden bei sehr
niedrigen Temperaturen, außerdem sollen sich damit AGMBatterien fachgerecht laden lassen. Über ein LED-Display
kann der Anwender die einzelnen Prozessschritte verfolgen.
Wie alle Geräte von Ctek, so ist auch das MXS 5.0 spritzwasser- und staubdicht nach IP 65 sowie kurzschluss- und verpolungssicher. Das kompakte, rund 500 Gramm schwere und
GS-geprüfte Ctek MXS 5.0 ist mit einer fünfjährigen Garantie
ausgestattete und inklusive einer praktischen Aufbewahrungstasche und zwei Anschlusskabeln bei Kunzer und über
den Teilegroßhandel erhältlich. Weitere Informationen, etwa
zu optionalem Zubehör, gibt es auf der Homepage von Kunzer
oder telefonisch unter 08121/220-33. kk◀
www.kunzer.de
Kompakter Lademeister: Das Hochfrequenzladegerät MXS 5.0 des schwedischen Ladetechnikspezialisten Ctek bereichert ab sofort das Sortiment
von Kunzer. Mit einem Ladestrom von fünf Ampere
dauert es bis zur Startbereitschaft lediglich 15
Minuten, verspricht der Werkstattausstatter. Das
Gerät verfügt zudem über einen speziellen Modus
für AGM-Batterien und um das Laden bei niedrigen
Temperaturen zu optimieren.
(Foto: Kunzer)
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4-2011
29
WINTER-SPEZIAL
LADEN AUF ZWEI KANÄLEN
Speziell für die besonderen Anforderungen
von Nkw-Werkstätten, Speditionen, Aufbaubetrieben und Regiewerkstätten, etwa
von Polizei und Feuerwehren, hat Midtronics
nach eigenem Bekunden das „ChargeXpress
Pro 50-2“ mit seinen zwei getrennten Ladekreisen entwickelt. Das Zweikanal-Gerät lädt
– wie alle aktuellen Geräte des Ladetechnikspezialisten – mit Hochfrequenz-Technik und
Doppelte Ladung: Mit dem „ChargeXpress
Pro 50-2“ von Midtronics lassen sich zwei
unterschiedliche 12-Volt-Batterien gleichzeitig laden, ohne sie trennen zu müssen.
Eine „intelligente” Ladeelektronik macht dies
möglich.
(Foto: Midtronics)
verfügt über eine „intelligente“ Steuerung
des Ladevorgangs, die beispielsweise den
Ladestrom automatisch elektronisch an den
jeweiligen Ladezustand der Batterie anpasst.
Mit dem ChargeXpress Pro 50-2 lassen sich
nach Unternehmensangaben sowohl einzelne 12-V-Batterien bis maximal 50 A als
auch zwei 12-V-Batterien innerhalb eines
24-V-Batteriesatzes mit jeweils 25 A laden,
um eine ausgeglichenes Ladeniveau herzustellen. Und dies laut Midtronics, ohne die
Brücke zwischen den beiden Batterien entfernen zu müssen. Selbst unterschiedliche
Batterietypen sollen sich gleichzeitig laden
lassen.
Die Bedienung des ChargeXpress Pro
50-2 gestaltet sich einfach: Der Anwender
muss lediglich die betreffende Batterietechnologie (Blei, Ca-Ca, AGM, Spiral oder Gel)
per Knopfdruck festlegen, damit das Gerät
die entsprechende Ladekennlinie wählt.
Überdies ermittelt das ChargeXpress Pro 50-2
automatisch den aktuellen Batteriezustand
und erkennt dabei beschädigte Batterien.
Neben dem Nachladen von Batterien bei
Service- und Wartungsarbeiten gewinnt die
zuverlässige Stromversorgung bei Diagnoseund Programmierarbeiten immer mehr an
Bedeutung. Herkömmliche Ladegeräte sind
für die moderne Nkw-Elektronik allerdings
ebenso ungeeignet wie für Batterien der neuesten Generation. Um ein möglichst breites
Einsatzspektrum abzudecken, empfehlen
die Ladetechnikspezialisten von Midtronics
ein „intelligentes“ Ladegerät wie das ChargeXpress Pro 50-2, bei dem der Ladevorgang
elektronisch gesteuert wird. kk◀
www.midtronics.com
WARTUNGSFREI SPART KOSTEN
Im hart umkämpften Logistikgeschäft zählt
jeder Cent. Darum schauen Unternehmer
nicht mehr nur auf den Kaufpreis, sondern
auf die Gesamtkosten ihres Fuhrparks – Total
Cost of Ownership (TCO) heißt das Zauberwort. Ein Kriterium dabei sind Wartungskosten. „Es macht einen spürbaren Unterschied,
ob Batterien wartungsfrei sind oder ob man
regelmäßig Wasser nachfüllen muss“, erklärt
Jean-François Bouveyron, beim Batteriespezialisten Johnson Controls für das Geschäft
im freien Reparaturmarkt zuständig. „Bei
einem Fuhrpark von 60 Fahrzeugen mit jeweils zwei Batterien und zwei Wartungen
im Jahr lassen sich gut und gerne 7.000 Euro
sparen“, verspricht Bouveyron. Fuhrparkmanager, die es genau wissen wollen, können
sich ihr Sparpotential mit dem OnlineSparkalkulator von Varta selbst ausrechnen.
Zu finden ist das pfiffige Rechentool unter
www.varta-automotive.de/sparkalkulator.
Außerdem ist laut Bouveyron ein weiterer wichtiger Aspekt die Zuverlässigkeit:
Fahrzeuge, die aufgrund eines Batteriedefekts auf der Strecke ausfallen, können dem
Experten zufolge Kosten von einigen 1.000
Euro verursachen. Und dies geschehe recht
häufig: In der Pannenstatistik des ADAC sind
Defekte in der Elektrik in 30 Prozent aller Pannen Ursache für einen „Liegenbleiber“ – und
in einem Viertel dieser Fälle sind mangelhaft
gewarteten Batterien schuld, so Bouveyron.
Mit wartungsfreien Batterien wie den
Modellen Promotive Silver und Promotive
Blue von Varta sollen sich die Ausfälle dank
ausgereifter Technologien deutlich reduzieren lassen. Als Beispiel nennt Bouveyron
die Labyrinth-Verschlussdeckel sowie die
Calcium-Silber-Technologie, welche die Batterien absolut wartungsfrei machen sollen:
Der Wasserdampf, der bei vielen anderen
Batterien unkontrolliert entweicht und
Schäden im Batteriefach verursachen kann,
kondensiert bei den Promotive-Modellen
am Batteriedeckel und fließt aufgrund des
Labyrinthdeckel-Designs wieder in die Batterie zurück. Die integrierte Zentralentgasung indes führt entstandene Gase sicher ab.
Zudem sollen zusätzliche Sicherheitsstopfen
wie Wellenbrecher wirken und bei starken
Erschütterungen einen maximalen Auslaufschutz gewährleisten. kk◀
www.varta-automotive.de
Versorgungsunternehmen: Die Batterie ist
das Herz des Bordnetzes, insbesondere bei
modernen Nutzfahrzeugen und Bussen. Eine
zuverlässige Stromversorgung ist gefragt,
denn die Ausstattungsquote mit Sicherheitssystemen und Komfortelektronik steigt stetig.
Wartungsfreie Batterien wie die Promotive
Silver (vorne) und Promotive Blue (Mitte)
von Varta helfen zudem, die Betriebskosten
zu senken.
(Foto: Varta)
JEDEM DIE SEINE – BATTERIEN FÜR JEDEN EINSATZZWECK
Die Lebensdauer einer Batterie hängt wesentlich von ihrem Einsatzzweck ab. Je mehr
elektrische Verbraucher ein Nutzfahrzeug
besitzt, je häufiger das Fahrzeug im Kurzstreckenbetrieb unterwegs ist oder je extremer die Umgebungstemperaturen sind,
desto höher müssen die Energiereserven des
Stromspeichers sein, erklären die Fachleute
von Exide.
Um den speziellen Energiebedarf von
Nkw und Bussen bestmöglich abdecken zu
können, führt der Batteriespezialist unter
dem Namen „Exide Heavy“ ein spezielles
Nkw-Sortiment, welches aus den vier Batterietypen „Expert Endurance“, „Expert“, „Professional Power“ und „Professional“ besteht.
Nach Unternehmensangaben ist jede Batterie mit der für den jeweiligen Einsatzzweck
30
4-2011
geeigneten, neuesten Technologie ausgestattet. Die Expert Endurance-Serie etwa
bietet die Glassmat/Sb-Technologie und soll
sich für Nkw und Busse ab Baujahr 2000
mit hohem Energiebedarf eignen. Die mit
der Glassmat/SHD-Technologie versehenen
Expert-Modelle dagegen decken einen
mittleren Energiebedarf ab. Beide Bauserien
werden den Produktinformationen zufolge
entsprechend der Erstausrüsterqualität produziert. Für Nkw vor Baujahr 2000 und eher
moderater Beanspruchung durch elektrische
Verbraucher ist die Professional Power mit
HDX-Technologie gedacht, während die
Professional-Serie mit ihrer HD-Technologie
Standardeigenschaften bietet. Um schnell
die passende Batterie für den jeweiligen
Einsatzzweck zu finden, hat Exide eine spezielle Auswahlhilfe entwickelt. Anhand dieser
kann der Kunde den Strombedarf, die Einsatzbedingungen sowie externe Betriebsfaktoren bewerten und die für sein Fahrzeug am
besten geeignete Batterie bestimmen. kk◀
www.exide.de
Leistungsfähiges Kraftpaket: Die „Expert
Endurance“ aus dem „Heavy“-Programm von
Exide ist für Nfz und Busse ab Baujahr 2000
ausgelegt, die einen hohen Elektronifizierungsgrad aufweisen und damit höchste
Ansprüche an die Leistungsfähigkeit ihres
Energiespeichers stellen. Im Inneren befindet
sich die Glassmat/Sb-Technologie, die Produktion erfolgt gemäß der Erstausrüsterqualität.
(Foto: Exide)
WINTER-SPEZIAL
GANZ SCHÖN GRIFFIG
Pünktlich zu Wintersaison hat Schneekettenhersteller Pewag sein Sortiment für Busse,
Nutz- und Militärfahrzeuge überarbeitet.
Schneeketten für diese Klientel müssen nämlich dem österreichischen Grip-Spezialisten
zufolge besonders hohen Ansprüchen genügen, da es bereits auf leicht verschneiten
Fahrbahnen zu gefährlichen Rutschpartien
kommen kann. Schneeketten könnten dies
wirkungsvoll verhindern, so die Fachleute.
Die neuen Ketten sind nach Unternehmensangaben leichter und langlebiger als
ihre Vorgänger, zudem soll sich die verbesserte Generation noch besser auf den jeweiligen Einsatzzweck abstimmen lassen. Eine
Besonderheit der in Österreich entwickelten
Schneeketten ist die so genannte ThickThinTechnologie. Laut Pewag verbergen sich
hinter dem Kürzel TT (ThickThin) in der Modellbezeichnung spezielle Kettenstränge mit
unterschiedlichen Gliedformen und -stärken:
Das höher stehende Glied ist als Wellenprofil
ausgeführt, was den Grip auf schneebedecktem oder eisigem Untergrund verbessern soll. Das Profil des liegenden Gliedes
dagegen weist eine Vierkantform auf und
hat damit einen geringeren Querschnitt. Laut
Pewag spart dieser Kunstgriff Gewicht, ohne
die guten Traktionseigenschaften zu schmälern. Das ThickThin-Verfahren soll außerdem
Fahrzeug, Reifen und Straße gleichermaßen
schonen und die Lebensdauer der Ketten
erhöhen, zudem falle der im Kettenbetrieb
unvermeidbare Treibstoffmehrverbrauch
im Vergleich zu herkömmlichen Varianten geringer aus. Beim bewährten Modell
„Unimove TT“ haben die Entwickler diese unterschiedlichen Gliedformen nach eigenem
Bekunden erstmals verbaut.
Die neue Generation des Allround-Modells „Austro Super verstärkt Zwilling TT“ für
schwere Nutzfahrzeuge mit Zwillingsreifen
soll aufgrund der ThickThin-Technologie um
bis zu zehn Prozent leichter sein als bisher,
was die Montage erleichtere. Gegenüber
dem Vorgängermodell soll die neue Version
eine um rund 15 Prozent höhere Lebensdauer aufweisen. Die Kombination eines Wellenprofilglieds mit einem Vierkantglied aus
dem von Pewag verwendeten Spezialstahl
„TitanGrip“ soll außerdem den Grip des Laufnetzes auf schneebedecktem oder eisigem
Untergrund erhöhen.
Weiter verbessert haben die Österreicher
auch ihr bewährtes Allround-Modell „Austro
Traktionsstark: Zu den Besonderheiten
der Schneeketten von Pewag gehört die
ThickThin-Technologie des Laufnetzes. Die
Ketten wurden vor allem für schwere Einsätze
entwickelt.
Durch dick und dünn: ThickThin-Technologie
nennt Pewag die Kombination unterschiedlicher Gliederformen und -stärken im Laufnetz.
Die Vierkant-Glieder reduzieren das Gewicht
und verbessern die Traktion. (Fotos: Pewag)
Super“, welches sich für mittelschwere Nfz
sowie Transporter eignet. Laut Pewag wurden das Rillenprofil sowie die geschweißten
Ringe optimiert. Dieses Modell ist auch für
Zwillingsbereifung in unterschiedlichen
Stärken verfügbar.
Optimiert wurde außerdem die „Pewag Cervino“, eine Standardkette für den
mittelschweren Nutzfahrzeugeinsatz. Die
„Cervino“-Ketten in der Sieben-MillimeterAusführung werden ab sofort mit Ringen
statt mit Seitenhaken versehen, um laut
Pewag den Belastungen bei größeren Fahrzeugen und Reifen gerecht zu werden und
die Kette noch robuster zu machen. kk◀
www.pewag.com
ProTec S
®
Bei Nutzfahrzeugen hat die Sicherheit von Fahrer, anderen Verkehrsteilnehmern und der Ladung höchsten Stellenwert. Die Bremsen sind zweifelsohne bei jedem Fahrzeug von kritischer Bedeutung für die Sicherheit,
sie sind aber auch empfindlich für Fehler infolge unvorschriftsmäßiger
Montage. BERAL bringt nun auch das innovative Belagniederhaltesystem ProTec S® auf den Markt, das Knorr-Bremse gemeinsam mit den
renommiertesten Nutzfahrzeugherstellern Europas entwickelt hat. Diese
neuentwickelte Technologie gewährleistet eine dauerhafte geschweißte
Verbindung zwischen der Feder und der Belagrückenplatte.
Das sind Ihre Vorteile
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*ProTec S® ist ein von Knorr-Bremse entwickeltes Bremsbelagniederhaltesystem
Sie setzen die neueste Technik ein
Schnelle, fehlerfreie Montage
Höhere Bremse zienz
Weniger Bremsgeräusche und Kaltverschleiß
WINTER-SPEZIAL
WOHLIGE WÄRME AUF ABRUF
Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, die
Luft in der Fahrerkabine, dem Laderaum
oder im Fahrgastraum auf eine angenehme
Temperatur zu bringen: Entweder mit einer
Zusatz-Luftheizung oder mit einer ZusatzWasserheizung. Heizungsspezialist Webasto
hat beides im Programm: Bei der Thermo
Pro 90-Familie handelt es sich um aktuelle,
motorunabhängiger Wasserheizungen, die
Heizgeräte der Serie Air Top Evo dagegen
erwärmen die Luft.
Laut Webasto bringt die Thermo Pro
90 das Kühlmittel des Motors auf optimale
Starttemperaturen. Dadurch sollen sowohl der Kraftstoffverbrauch als auch die
Schadstoffemissionen sinken, gleichzeitig
temperiert die Abwärme des Kühlmittels
den Innenraum. Bei extrem niedrigen Temperaturen schaltet die Gerätesteuerung zu
Anfang automatisch eine so genannte BoostStufe zu, um schneller zu heizen. Ist eine
bestimmte Temperatur erreicht, schaltet die
Heizung in eine niedrigere Teillaststufe, um
die Betriebskosten zu verringern. Die Temperatur der beheizten Kabine lässt sich damit
auf kraftstoffsparende Weise erhalten, etwa
Warmes Wasser oder warme Luft: Mit der
Zusatz-Wasserheizung Thermo Pro 90
(links) von Webasto lassen sich Motor und
Kabinenluft gleichzeitig erwärmen. Das senkt
Kraftstoffverbrauch und Emissionen und
schafft ein angenehmes Kabinenklima. Die
Zusatz-Luftheizungen der Air Top-Serie (oben)
indes sind erste Wahl, wenn es um wirtschaftliches Beheizen von Fahrerkabinen, Laderäumen
oder großen Fahrgasträumen geht.
(Fotos: Webasto)
BATTERIEN SPEZIELL FÜR BUSSE
Eine optimal gewartete Batterie startet den
Motor auch bei tiefen Temperaturen. Sollte
dennoch ein Tausch nötig sein, empfiehlt
Nutzfahrzeugspezialist Winkler Starterbatterien, welche nach EN wartungsfrei und
rüttelfest sind, da diese bei höchster Ladekapazität und geringster Selbstentladung
sofort startbereit sein sollen. Als Alternative
zu den etablierten Marken führt das Unternehmen auch Batterien unter der Eigenmarke „Winkler“. Ab 88 Ah sind diese auch als
Heavy-Duty- und Super-Heavy-Duty-Version
erhältlich, zudem gibt es eine 24-MonateGarantie. Seit kurzem bietet der Stuttgarter
Teilegroßhändler unter seiner Eigenmarke
„Winkler“ auch eine neue, leistungsopti-
Speziell für Busse: Unter seiner Eigenmarke
„Winkler” bietet der Stuttgarter Nutzfahrzeugteile-Spezialist eine Spezialbatterie für
Omnibusse. Das 230 Ampere starke Kraftpaket
soll gegenüber den herkömmlichen HeavyDuty-Modellen eine um zehn Prozent höhere
Kaltstartleistung und eine um 30 Prozent
höhere Zyklenfestigkeit bieten.
(Foto: Winkler)
32
4-2011
mierte Batteriegeneration speziell für Omnibusse. Der harte Dauereinsatz in Bussen
stelle nämlich besondere Ansprüche an die
Leistungsfähigkeit einer Batterie, wobei es
vor allem auf Zyklen- und Rüttelfestigkeit,
Kaltstartleistung, Wartungskomfort und Betriebssicherheit ankomme. Zudem gebe es
aufgrund der steigenden Elektronifizierung
immer mehr elektronische Verbraucher und
Komforteinrichtungen, welche eine BusBatterie zusätzlich belasten.
Die Bus-Spezialbatterie verfügt laut
Winkler über eine Kapazität von 230 Ah
und wurde vor allem für Fahrzeuge mit hohem Energiebedarf konzipiert. Durch eine
optimierte Kombination der verschiedenen
Batterieelemente soll die Bus-Variante mehr
Energie und Kapazität als herkömmliche
Standardbatterien bieten. Die Leistungsstärke der Bus-Batterie basiert Unternehmensangaben zufolge auf einer weiterentwickelten Hybrid-Technologie, welche eine um
zehn Prozent höhere Kaltstartleistung und
eine um 30 Prozent erhöhte Zyklenfestigkeit
erlauben soll. Sie eigne sich damit besonders
für alle Omnibusse, die täglich volle Leistung
bringen müssten und bei denen häufige
Kaltstarts, viel Kurzstreckenverkehr, Klimaanlagenbetrieb und zahlreiche elektronische
Zusatzverbraucher zum typischen Anforderungsprofil gehörten. kk◀
www.winkler.de
um tagsüber in den Pausen optimale Arbeitsbedingungen oder nachts ein angenehmes
Schlafklima zu schaffen. Mit einer Heizleistung von 1,8 bis 9,1 kW soll sich die Thermo
Pro 90 für große Nutz- und Spezialfahrzeuge
sowie für Minibusse gleichermaßen eignen.
Um Fahrerkabinen, Laderäume oder
Fahrzeuginnenräume wirtschaftlich zu
beheizen, empfiehlt Webasto die Luftheizungen Serie Air Top. Diese sollen aufgrund
eines leisen und gleichmäßigen Heizvorgangs bei schnellen Aufheizzeiten einen
hohen Komfort generieren. Zusätzlich zur
Temperaturvorwahl mit dem Regelthermostat oder der Vorwahluhr stehen mit
dem Multi-Komfort-Bedienelement „MC“
insgesamt fünf Anwendungsmöglichkeiten
in einem zur Verfügung. Damit sollen sich
individuelle Wünsche des Betreibers, etwa
Batteriestrom sparen bei häufiger Nutzung,
schnelle Aufheizzeiten bei sehr niedrigen
Außentemperaturen oder das Anpassen des
Heizverhaltens bei niedrigem Luftdruck in
Hochgebirgslagen, erfüllen lassen. kk◀
www.webasto.de
HELFER FÜR SCHWERE RÄDER
Die Umbereifungssaison bedeutet immer
wieder Schwerstarbeit für sämtliche Werkstattmitarbeiter. Insbesondere das hohe Gewicht der Nfz-Räder beim Ab- und Ansetzen,
aber auch der Transport „gehen ins Kreuz“
der Mechaniker. Mobile Radmontagewagen
wie der „Master Wheel 0,5“ des Bräunlinger
Hebetechnikspezialisten Blitz Rotary können
allerdings Abhilfe schaffen und verletzungsbedingte Ausfälle durch Bandscheibenschäden, Hexenschuss et cetera vermeiden
helfen.
Das stabile Gerät – den Produktinformationen zufolge beträgt das Eigengewicht 110
Kilogramm – soll sich einfach verfahren lassen und mit seinen verstellbaren Radaufnah-
Leichtes Spiel bei schweren Rädern: Mit
einem fahrbaren Radmontagewagen wie
dem „Master Wheel 0,5“ des Bräunlinger
Hebetechnikspezialisten Blitz Rotary lassen
sich selbst schwere Zwillingsräder rückenschonend handhaben. Die handbetriebene
Seilwinde bietet einen Arbeitsweg von 1.600
Millimetern.
(Foto: Blitz)
men Lasten bis zu 500 Kilogramm tragen.
Die Aufnahmen sind mehrfach unterteilt
und können mit ihren kugelgelagerten und
verzinkten Rollen Räder von 350 bis 1.500
Millimeter Durchmesser aufnehmen. Den
Arbeitshub von 1.600 Millimetern legt das
Rad via manueller Seilwinde zurück. Eine
automatische, mechanische Arretierung der
Seilwinde sowie eine Kette zur Sicherung des
Rads dienen der Sicherheit des Anwenders.
Unternehmensangaben zufolge sind bei
der Radmontage sowohl die Radmuttern
als auch die Radnabe von hinten her frei
zugänglich. Selbst Zwillingsräder sollen sich
mit dem Master Wheel 0,5 auf einfache Weise wechseln lassen. kk◀
www.blitzrotary.com
WINTER-SPEZIAL
EFFIZIENT UND UNIVERSELL HEIZEN UNTER ALLEN BEDINGUNGEN
Die Ansprüche an die Zuverlässigkeit brennstoffbetriebener Heizgeräte sind sehr hoch.
Speziell in Nutzfahrzeugen, Bussen und
Baumaschinen sind die Heizgeräte im Winter
häufig im Einsatz und müssen auch bei Temperaturen von minus 40 Grad Celsius noch
sicher funktionieren. „Bei diesen Kältegraden
gibt es keine anderen Wärmequellen, mit
denen sich ein zuverlässiger Heizbetrieb garantieren lässt“, so die Experten beim Heizsystemspezialisten Eberspächer in Esslingen.
Für den Einsatz in Nkw und Bussen haben die Esslinger die Hydronic 2 Commercial
entwickelt, die sich in den Kühlkreislauf integrieren lässt. Die im vergangenen Jahr neu
vorgestellte Heizsystemgeneration soll vor
allem durch ihre Zuverlässigkeit selbst bei
extremen Wetterbedingungen zu überzeugen wissen: Bei internen Tests ließ sich die
Hydronic 2 Commercial nach eigene Angaben
selbst bei -46 °C noch problemlos starten.
Hilfreich bei solchen Extremtemperaturen
soll die serienmäßige Power-Stufe sein, die
einen sicheren Kaltstart unterstützt.
Weitere Pluspunkte der Hydronic 2
Commercial sind laut Eberspächer der gute
Wirkungsgrad von 84 Prozent sowie eine
Lebensdauer von bis 5.000 Betriebsstunden. Die volle Heizleistung der als 12- oder
24-Volt-Version erhältlichen Wasserheizung gibt der Heizsystemspezialist mit
4,8 Kilowatt an, zudem sei sie zu
100 Prozent biodieseltauglich. Im Heizbetrieb dosiert eine sensorgesteuerte Regelung die Wärmeabgabe in drei Stufen. Eine
spezielle Kleinleistungsstufe mit 1,2 kW soll
lange Laufzeiten ermöglichen, ohne dass
das Gerät sich ständig abschaltet und beim
Unterschreiten einer bestimmten Temperatur wieder neu starten muss. Neben einer
konstanten Wohlfühltemperatur – insbesondere nachts – soll die Kleinleistungsstufe vor allem einen geringen Strom- und
Kraftstoffverbrauch ermöglichen.
Für den zuverlässigen Einsatz unter extremen Bedingungen besitzt die Heizung
eine robuste und spritzwassergeschützte
Bauform. Laut Eberspächer eignet sich die
Hydronic 2 Commercial nicht nur für Nutz-
fahrzeuge aller Art, sondern auch für Baumaschinen, Wohnmobile und Sonderfahrzeuge.
Das neu entwickelte Halterkonzept und die
optimierte Diagnosezugänglichkeit sollen
einen einfachen Einbau sowie eine problem-
lose Wartung gewährleisten und damit noch
vielfältigere Einsatzmöglichkeiten für das
nach eigenem Bekunden „kleinste Wasserheizgerät am Markt“ ermöglichen. kk◀
www.eberspaecher.com
So funktioniert’s: Zusatz-Wasserheizungen wie die Hydronic 2 Commercial von Eberspächer wärmen
sowohl den Fahrzeuginnenraum als auch das Kühlmittel des Motors vor. Verbrennungsluft aus der
Umgebung und Kraftstoff aus dem Fahrzeugtank werden in der Brennkammer vermischt und gezündet. Der Wärmetauscher gibt die Wärmeenergie an das Kühlmittel- und Heizsystem des Fahrzeugs ab.
(Foto: Eberspächer)
„KÖNIGLICHER“ GRIP AUS ITALIEN
Speziell für lange und harte Einsätze empfiehlt der zur Thule-Gruppe gehörende italienische Kettenspezialist König das kürzlich in
den Markt eingeführte Schneekettenmodell
„Polar Pro“. Dabei handelt es sich um eine
Equipment für Profis: Der italienische
Schneekettenspezialist König gehört seit
2004 zur Thule-Gruppe. Seit 2011 werden die
Ketten der Traditionsmarke ausschließlich
für den professionellen Bereich angeboten.
Die Modelle der „Pro Line”-Serie (unser Bild)
bestehen aus der Spezial-Stahllegierung
„K Premium Steel” und verfügen über ein
Laufnetz mit Diamant-Struktur.
(Foto: König/Thule)
Kreuzkette mit speziellen Verstärkungen
an den horizontalen Verbindungen. Diese
zusätzlich aufgebrachten Greifstege sollen
in Verbindung mit der hohen Anzahl der so
genannten Diamant-Struktur-Elemente einen lange anhaltenden, guten Grip ergeben.
Das Laufnetz ist aus Gliedern mit einem
gehärteten und verzinkten Drahtprofil mit
rundem Querschnitt aufgebaut, wobei die
Größe der Elemente je nach Kettendimension von 57 Millimeter (beim Modell Pro) bis
77,5 Millimeter Länge (beim Modell D-Plus)
reicht. Beim Modell „Polar Pro D-Plus“ verbaut König zudem rund zehn Prozent mehr
Kettenglieder und verwendet zudem ein
77,5 Millimeter langes Drahtprofil mit Dförmigem Querschnitt, was einen höheren
Zugwiderstand bewirken soll. Die Polar ProModelle verfügen über ein traditionelles
Befestigungssystem mit innerer Seitenkette
und Spannhebel, das nach Unternehmensangaben selbst bei extremen Bedingungen
eine hohe Zuverlässigkeit gewährleistet. Als
Variante „Polar D Pro“ ist die Kette überdies
auch für Fahrzeuge mit Zwillingsbereifung
erhältlich. Wie alle Ketten der Marke König,
so sind Unternehmensangaben zufolge auch
die Polar Pro-Ketten aus der hochlegierten
und für König entwickelten Stahl-legierung
„K Premium Steel“ gefertigt. kk◀
www.konig.it,
www.thule.de
Schneeketten für
Bus & Nutzfahrzeuge.
Natürlich von pewag.
Weitere Kettentypen und Informationen
unter: www.pewag.de
4-2011
33
TEILEMARKT
GEBALLTES TURBO-KNOW-HOW FÜR WERKSTATTPROFIS
Turbolader liegen im Trend. Immer mehr
Nutzfahrzeug-Motoren werden aufgeladen. Einerseits, um die strengen Abgasvorschriften erfüllen zu können, andererseits,
um eine hohe Leistung bei einem möglichst
Kraftstoffeinsatz zu erzielen. Mit dem Höhenflug der Ladertechnik kommt der Werkstattfachmann zwangsläufig immer häufiger
– insbesondere auch im Transporter-Bereich
und bei leichten Nutzfahrzeugen – mit Turboladern und Defekten daran in Berührung.
Um den Nfz-Fachmann mit dem nötigen
Fachwissen für die Diagnose und zur Beurteilung von Schadensbildern auszustatten,
hat der Weilheimer Turbolader-Spezialist BTS
eine Reihe von Praxisratgebern aufgelegt.
Nach dem Erfolg der ersten beiden Bände der
„BTS Technik Ratgeber“ gibt es seit kurzem
den dritten Band mit dem Titel „Turbolader-
schäden in der Werkstattpraxis“. Die Broschüre beschäftigt sich mit der Fehlersuche
an modernen Turbolader-Systemen und der
Ladedruckregelung. „Die Neuerscheinung
setzt damit das Bestreben der Bände 1 und 2,
den Werkstattfachmann für den aufstrebenden Turbo-Trend fit zu machen, auf logische Weise fort“, erklärt Ferdinand Ücker,
Geschäftsführer der BTS GmbH.
Nach dem Motto „Wenn einem aufgeladenen Motor die Puste ausgeht, muss nicht
der Turbolader daran schuld sein“, befasst
sich der neue BTS-Ratgeber unter anderem
mit möglichen Fehlern und Defekten an der
Ladedrucksteuerung. Reich bebildert und
detailliert beschrieben geht der dritte Band
nicht nur auf Fehlerursachen am Turbolader
selbst ein, sondern trägt insbesondere dem
technischen Fortschritt bei der Turboaufladung Rechnung, denn die Elektronifizierung
des Kraftfahrzeugs hat auch vor dem einst
rein mechanisch geregelten Turbolader
nicht halt gemacht. Aus diesem Grund liegt
ein Fokus der Broschüre auf der Fehlersuche
und Diagnose am Ladedrucksystem und
dessen elektrischen und elektronischen
Komponenten. Laut BTS will der Ratgeber
den Werkstattfachmann bei seiner täglichen
Arbeit unterstützen und ihm leicht verständlich und anschaulich die Schritte der „dualen
Diagnose“, also der mechanischen und elektronischen Fehlersuche an diesen komplexen
Systemen, vermitteln. Breiten Raum nehmen daher mechanische und elektronische
Prüfungen und Tests sowie der Umgang mit
dem Diagnosegerät ein.
„Mit diesem Band ist uns eine sinnvolle
Fortsetzung der „BTS Technik Ratgeber“-Reihe gelungen, die einmal mehr die Kenntnisse
um den Turbolader vertieft und Hintergründe
Aus der Praxis für die Praxis: Mit dem dritten
Band aus der „BTS Technik Ratgeber“-Reihe
will der Weilheimer Turboladerspezialist BTS
Werkstattfachleute „Fit für den Turbo“ machen. Einer der Schwerpunkt ist die Diagnose
des Ladedrucksystems.
(Foto: BTS)
erklärt“, versprechen die oberbayrischen Turboladerexperten. Erhältlich ist der „BTS Technik Ratgeber“ Band 3 „Turboladerschäden in
der Werkstattpraxis“ ebenso wie Band 1 „Turboladerschäden“ und Band 2 „Turboladerbauarten“ direkt bei BTS in Weilheim. kk◀
www.bts-turbo.de
„MEISTERLICHES“ PROGRAMM FÜR FEDERUNG UND DÄMPFUNG
„Master’s Best“ nennt der Bremer Nutzfahrzeugteile-Großhändler Hofmeister&Meincke
(H&M) seine Hausmarke, die eine „attraktive und wirtschaftliche Ergänzung“ des
klassischen Teileprogramms sein soll. Das
Sortiment umfasst gängige Ersatzteile,
Chemie sowie Werkstattbedarf und wird
kontinuierlich ausgebaut und regelmäßig
um Produktneuheiten am Markt ergänzt.
Jüngstes Beispiel hierfür ist nach Unternehmensangaben die Produktfamilie Federung,
die ab sofort neben Stoßdämpfern auch
hochwertige Luftfederbälge für Nutzfahrzeuge, Anhänger und Busse umfasst. „Wenn
es um Fahrkomfort und sichere Fahreigenschaften geht, bilden Stoßdämpfer und Luftfederbälge eine Einheit“, sagen die Teilespezialisten von Hofmeister & Meincke. Deshalb
sei es nur logisch, nach der Einführung des
Sortiment ausgebaut: Seit kurzem ergänzen
Luftfederbälge der Marke „Master’s Best” die
Produktfamilie Federung für Nutzfahrzeuge,
Anhänger und Busse. Die Hausmarke von
Hofmeister&Meincke soll eine preislich attraktive und dennoch hochwertige Alternative
zum klassischen Ersatzteilsortiment bieten.
(Fotos: Hofmeister&Meincke)
Master´s Best-Stoßdämpferprogramms das
Federungsprogramm mit Luftfederbälgen
abzurunden, heißt es in einer aktuellen Unternehmensmitteilung.
Laut H&M sind die Stoßdämpfer das
Resultat einer langjährigen Forschungsund Entwicklungsarbeit eines deutschen
Herstellers. Sie sollen sich durch eine lange
Lebensdauer, ein gutes Dämpfungsverhalten
und hohe Sicherheitsreserven auszeichnen.
Bei den Master´s Best-Luftfederbälgen handelt es sich laut H&M ebenfalls um geprüfte
Qualitätsprodukte, welche für den täglichen
harten Einsatz ausgelegt sind und für die
hochwertige Rohstoffe verwendet werden.
Die Produktion erfolgt nach den neuesten
Standards, verspricht der Bremer Teilespezialist. Um eine schnelle Identifizierung sowohl
im ein- als auch im ausgebauten Zustand zu
ermöglichen, sind die Ersatzteile dauerhaft
mit der Bestellnummer, dem Markennamen,
und dem Logo gekennzeichnet.
Das Master´s Best-Programm bietet
laut H&M aber nicht nur Fahrzeugteile,
Chemie und Werkstattbedarf: „Neben qualitativ hochwertigen Produkten zu einem
attraktiven Preis-Leistungsverhältnis steht
vor allem auch der Service im Mittelpunkt.
Das bedeutet, dass sich alle Produkte direkt
im H&M-Webshop bestellen lassen. Zudem
rundet eine ständige deutschlandweite Verfügbarkeit den Service ab“, erklärt Ibrahim
Chahrour, verantwortlich für Marketing &
Kommunikation bei dem Bremer Teilespezialisten. kk◀
www.masters-best.de
KOMPLETTPAKETE FÜR DEN KÜHLMITTELPUMPENTAUSCH
Die Kühlmittelpumpe gehört zu den typischen Verschleißteilen eines Motors. Das
Wechseln der im Mechanikerjargon als
„Wasserpumpe“ bezeichneten Komponente
ist Routinearbeit. Damit Nutzfahrzeugwerkstätten den Pumpentausch so schnell wie
möglich erledigen können, schnürt der Hamburger Nutzfahrzeugteile-Spezialist Ruville
seit kurzem auch fahrzeug- beziehungsweise
motorspezifische Reparatur-Sets, welche
neben den Dichtungen auch den oder die
Kühlmittelregler, sprich: Thermostaten, beziehungsweise die Grundplatte enthalten.
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„Große Reparaturlösung“ nennen dies die
Hamburger. Die parallel dazu angebotene
„kleinen Reparaturlösungen“ dagegen enthalten zwar die erforderlichen Dichtungen,
nicht jedoch die Thermostaten beziehungsweise die Grundplatte.
Die Nutzfahrzeugexperten von Ruville
empfehlen die große Reparaturlösung immer dann, wenn es Unsicherheiten gibt,
ob die Thermostaten noch korrekt schalten
beziehungsweise falls die Anlagefläche der
Pumpe stark korrodiert und eine Dichtigkeit
der Pumpe nicht sichergestellt ist. Darüber
hinaus empfehlen die Spezialisten, beim
„Mehr drin“: Für den Kühlmittelpumpentausch bietet Ruville seit kurzem für
bestimmte Fahrzeugmodelle auch fahrzeugbeziehungsweise motorspezifisch konfektionierte Reparatursätze mit zusätzlichen
Komponenten an. Diese so genannte „große
Reparaturlösung“ enthält neben den Dichtungen auch den oder die Kühlmittelregler oder
die Grundplatte.
(Foto: Ruville)
Kühlmittelpumpentausch auch das Kühlmittel zu erneuern und zuvor den gesamten
Kreislauf gründlich zu spülen. Bei starken
Verschmutzungen oder Ablagerungen sind
diese mit geeigneten Mittel zu entfernen.
Beim Kühlmittel sollte man auf die Freigabe
des Herstellers achten, so Ruville. kk◀
www.ruville.de
TEILEMARKT
BREMSEN-KOMPLETTPAKET
Im Erstausrüstergeschäft ist Valeo nach eigenem Bekunden als Entwicklungspartner
auch bei den großen deutschen Nutzfahrzeugherstellern vertreten. Darüber hinaus
liefert die Aftermarkt-Sparte Valeo Service
ein breites Sortiment an Bremsenersatzteilen für sämtliche Nutzfahrzeugmarken sowie
für die Bremssysteme von Aufliegern.
Nach Unternehmensangaben handelt es
sich bei sämtlichen Bremsprodukten entweder um Originalteile oder Teile, die nach den
Qualitätskriterien der Erstausrüster herge-
stellt werden und gängige Marktstandards
wie die ECE R90 erfüllen. Unter dem Namen
„OptiPack“ bietet Valeo Service eine Reihe
von Scheibenbremsbelag-Komplettsets für
die gängigsten Nutzfahrzeuge des deutschen
Markts, die neben den Reibelägen auch das
erforderliche Montagezubehör sowie die
Verschleißsensoren enthalten. Derzeit umfasst das Sortiment 52 Belagkits sowie 26
Verschleißsensoren. Der aktuelle BremsenKatalog ist über den autorisierten Teilegroßhandel erhältlich. kk◀
www.valeoservice.com, www.valeo.com
Bremsen-Komplettpaket: Die „OptiPack“-Scheibenbremsbelag-Sets von Valeo Service enthalten auch
alle notwendigen Montageteile. (Foto: Valeo)
VICTOR REINZ inside
Mercedes Benz
www.reinz.com
BESSER SCHMIEREN UND PFLEGEN
Werkstattchemiespezialist Caramba hat
sein „Profi-Line“-Sortiment um ein weiteres
Produkt erweitert: ab sofort gibt es das nach
eigenem Bekunden neuartige „SyntheseÖl“. Dabei handelt es sich den Produktinformationen zufolge um ein Schmier- und
Pflegemittel, welches sowohl die positiven
Eigenschaften silikonhaltiger, als auch jene
mineralölhaltiger in einer Rezeptur vereint.
Bislang musste sich der Anwender nämlich
entscheiden, ob er wegen des besseren
Verschleißschutzes ein Schmiermittel auf
Mineralölbasis verwendet. Oder ob er ein Silikon-Schmiermittel bevorzugt, welches sich
besser mit Kunststoffen verträgt, ohne Feststoffe und Ablagerungen auskommt und zudem in einem breiteren Temperaturfensters
seine Schmierfähigkeit behält – sich aber
weder überlackieren noch überkleben lässt.
Mit dem „Synthese-Öl“ wollen die
Chemiker von Caramba nun den Spagat geschafft und eine Lösung gefunden haben,
die sich sowohl zum Pflegen als auch zum
Schmieren eignet. Nach ihrem Bekunden soll
sich das farblose und geruchsarme SyntheseÖl mit nahezu allen Oberflächenmaterialien
vertragen und darüber hinaus einen breiten
Anwendungsbereich abdecken. Das Produkt
soll selbst bei hohen Drücken (VKA-Wert
1800 N) noch eine hervorragende Schmierfähigkeit bieten und zwischen -30 °C bis
+200 °C temperaturbeständig sein. Da es
zudem wasserresistent sein soll, soll es auch
im härtesten Winter Metallverbindungen
sowie Gummi und Dichtungen vor Vereisung
und Austrocknung schützen, versprechen die
Duisburger Chemiespezialisten. Außerdem
sei das Synthese-Öl wasserabweisend, so
dass es als Kontaktspray dienen könne. kk◀
www.caramba.de
Das Beste aus zwei
Welten: Das neuartige
„Synthese-Öl” aus Carambas „Profi-Line”-Serie
soll die positiven Eigenschaften silikonhaltiger
und mineralölbasierender
Schmiermittel in einer
Rezeptur vereinen. Das
Mittel soll sich sogar für
lackierende Betriebe
eignen, da der Sprühnebel
im Vergleich zu herkömmlichen Silikonprodukten
überlackierbar ist.
(Foto: Caramba)
Der Markenname VICTOR REINZ steht in der internationalen Automobilindustrie für innovative
High-tech Dichtungssysteme und Dichtungen, die in allen Marken und den besten Werkstätten
der Welt zuhause sind. Ein komplettes Produktprogramm, maximale Produktverfügbarkeit,
kompetente Fachberatung und ein ständig um neueste Fahrzeugtypen erweitertes Programm
machen VICTOR REINZ zur bevorzugten Marke des internationalen freien Ersatzteilgeschäfts.
TEILEMARKT
ERSTAUSRÜSTERQUALITÄT FÜR DEN ERSATZBEDARF
Ursprünglich von Honeywell für die OEAusrüstung des neuen Mercedes-Benz Actros
entwickelt, bietet der Reibbelagspezialist
den identischen Belag seit kurzem auch
für den freien Reparaturmarkt unter seiner
Bremsenmarke „Jurid“ an. Unternehmensangaben zufolge ist der Jurid-Original-Bremsbelag damit nicht nur als OE-Produkt für
den neuen Mercedes Benz Actros erhältlich,
sondern auch als Ersatzteil für ältere ActrosModelle und sowie andere Nutzfahrzeuge
mit dem SN7-Bremssystem von Knorr. Laut
Honeywell ersetzt der Bremsbelag mit der
Nummer „JURID 29 253 0 539 0“ den bisherigen Belag mit der Nummer „JURID 29 108
1 539 0“. Der „alte“ Bremsbelagtyp soll nach
eigenem Bekunden bis Ende 2011 vom Markt
genommen werden.
Zu den Besonderheiten des neuen
Bremsbelagtyps gehören den Reibbelagspezialisten von Honeywell zufolge das
neuartige Bremsbelag-Niederhaltesystem
„ProTec S“, welches zusammen mit dem
Bremssystemhersteller Knorr entwickelt
wurde, sowie das patentierte „Metlock“Haftverfahren, das den Reibbelag selbst bei
hoher Beanspruchung dauerhaft auf der
Bremsträgerplatte hält. Beim ProTec S ist
die Niederhaltefeder über eine verschweißte
Haube untrennbar mit der Trägerplatte
Rennerprobt: Das neuartige Design der
„Jurid”-Bremsbeläge hat sich nicht nur in der
Erstausrüstung des neuen Mercedes-Benz
Actros bewährt, sondern auch im Truckrennsport. Die ursprünglich für den OE-Einsatz
entwickelten Beläge sind ab sofort auch als
Ersatzteilprodukt für ältere Actros-Modelle
und andere Nkw mit SN7-Bremssystem von
Knorr erhältlich.
(Foto: Honeywell/Jurid)
verbunden, was verhindert, dass die Feder
entnommen werden kann. Dadurch sollen
sich einerseits die Beläge schneller wechseln
lassen, andererseits soll es das gefährliche
Wiederverwenden gebrauchter Niederhaltefedern vereiteln.
Beim Metlock-Haftsystem dagegen handelt es sich um eine spezielle Beschichtung,
welche auf die Bremsträgerplatte gesintert
wird und die Kontaktfläche für den Reibbelag
nahezu verdoppelt. Dies soll den Belag selbst
bei extremen Temperaturen (bis 900 °C)
noch sicher auf der Trägerplatte halten. Laut
Honeywell ist es bei dem neuen Bremsbelag
gelungen, das Metlock-Verfahren erstmals
auch bei Trägerplatten aus Gusseisen einzusetzen. kk◀
www.honeywell.com
www.jurid.de
NFZ-GETRIEBE DAUERHAFT SCHMIEREN
Ein Getriebeöl mit der Bezeichnung GL4
HC75W-80 ergänzt seit kurzem das Nutzfahrzeugsortiment des Ulmer Schmierstoffspezialisten Liqui Moly. Das Premium-Getriebeöl
auf HC-Synthesetechnologie bietet nach Unternehmensangaben die Spezifikation MAN
341 Z4 und ist für Handschaltgetriebe, insbesondere solche mit Re- beziehungsweise
Intarder, mechanische nichtsynchronisierte
Getriebe, Lenkungen sowie Zusatzgetriebe
geeignet.
Die speziellen „Dauerläufereigenschaften“ des neuen Schmierstoffs sollen
laut Liqui Moly verlängerte Ölwechselinter-
valle von bis zu 320.000 Kilometern möglich
machen. Darüber hinaus soll sich das NfzGetriebeöl auch als „Problemlöser“ für solche
Fälle eignen, in denen mit Einbereichsölen
oder mit höherviskosen API GL 4-Produkten
Schaltschwierigkeiten auftreten.
Weitere Spezifikationen der neuen Ölsorte sind Unternehmensangaben zufolge
API GL 4, ZF TE-ML 02L, ZF TE-ML 08 sowie
ZF TE-ML 16. Die Schmierstoffspezialisten
von Liqui Moly empfehlen das HC-Syntheseöl
darüber hinaus auch für Einsatzzwecke, für
die Öle nach den Spezifikationen nach DAF,
IVECO, Renault LKW, Volvo 97305 und Eaton
Extended Drain (300.000 km)gefordert sind.
Dauerläufer: Mit dem Getriebeöl GL4
HC75W-80 ergänzt der Ulmer Schmierstoffspezialist Liqui Moly sein Nutzfahrzeugsortiment. Der Premium-Schmierstoff auf HCSynthesetechnologie erfüllt die Spezifikation
„MAN 341 Z4” und soll Ölwechselintervalle
von bis zu 320.000 Kilometer ermöglichen.
(Foto: Liqui Moly)
Das neue Öl ist in den üblichen Gebindegrößen – 20-l-Kunststoffkanister, 60- und
205-l-Stahlfass – sowie im wirtschaftlichen
und umweltfreundlichen „ÖlCoSys“-Wechselcontainer erhältlich kk◀
www.liqui-moly.de
RESISTENT GEGENÜBER AGGRESSIVEN KRAFTSTOFFEN
Mittlerweile gibt es zahlreiche verschiedene
Kraftstoffmischungen – von Dieselkraftstoff
bis hin zu reinem Bio-Diesel sowie eine stetig wachsenden Anzahl von Ottokraftstoffmischungen, die Ethanol, Methanol und verschiedene Ether enthalten. Diese Kraftstoffe
sind zwar in gewissem Maße „umwelt-
freundlich“ und reduzieren die Umweltbelastungen, enthalten aber auch Chemikalien,
welche die Gummimischung von Kraftstoffschläuchen angreifen können, warnen die
Fachleute des Kraftstoffschlauchherstellers
Gates. Aufgrund der Chemikalien könne es
zu einer erhöhten Kraftstoffdurchlässigkeit
des Schlauchmaterials kommen. Insbeson-
dere beim Austausch von Schläuchen an
Einspritzanlagen gelte es darauf zu achten,
dass diese für „aggressive Kraftstoffarten“
geeignet sind, so die Fachleute.
Mit dem kürzlich vorgestellten Schlauchtyp „Barricade“ hat Gates nach eigenem
Bekunden ein Produkt mit geringer Durchlässigkeit für den Ersatzmarkt im Programm,
Standhaft: Dem neuen Schlauchtyp „Barricade” von Gates können auch aggressiven
Chemikalienbeimischungen, wie sie etwa
in Bio-Kraftstoffen vorkommen, nichts
anhaben. Im Vergleich zu herkömmlichen
Kraftstoffschläuchen soll der mit fünflagiger
Greenshield-Sperrschicht-Technologie ausgerüstete Neuling um bis zu 100 Mal weniger
durchlässig sein.
(Foto: Gates)
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wie er in ähnlicher Art schon seit längerem
auch in der Erstausrüstung verwendet wird.
Dieser neue Ersatzmarkt-Schlauch besteht
laut Gates aus einer patentierten, thermoplastischen Gummimischung, deren Besonderheit die so genannte Greenshield-Sperrschicht-Technologie ist. Deren Besonderheit
wiederum seien fünf Speziallagen, welche
Kraftstoffdämpfe wirkungsvoll am Austreten
hindern. Dank des fortschrittlichen Materials
soll der „Barricade“-Kraftstoffinjektionsschlauch rund hundertmal weniger durchlässig sein als ein herkömmlicher Kraftstoffschlauch. Den Fachleuten von Gates zufolge
ist der neue Schlauchtyp für alle Kraftstoffeinspritzsysteme und Kraftstoffarten zugelassen. kk◀
www.gates.com
TEILEMARKT
Profi-Wissen verständlich erklärt: Der „Licht-Profi”
von Hella soll Nfz-Fachleuten in Werkstätten und
dem Teilehandel als Wissensbasis für lichttechnisch
und wirtschaftlich optimale Problemlösungen
dienen.
(Fotos: Hella)
Schönes Licht – gute Sicht: Besseres Sehen bei
Nacht kann durchaus auch gut aussehen. Künstlerisch fotografierte Anwendungsbeispiele ergänzen
die Inhalte des „Licht-Profi Truck” und erfreuen das
Auge des Lesers.
ES WERDE LICHT
Viele Verkehrsunfälle passieren bei Dunkelheit. Mit der Broschüre
„Licht-Profi Truck“ will Lichtspezialist Hella nicht nur über die
medizinischen Hintergründe von Nachtunfällen aufklären, sondern auch technische Lösungen aufzeigen, um diese zu vermeiden.
VON KLAUS KUSS
Verkehrsunfälle ereignen sich besonders häufig bei Dunkelheit. Die Schwachstelle hierbei
ist den Lichtspezialisten von Hella zufolge
vor allem „das visuelle System des Menschen“,
sprich: das Auge. Dieses gelte es den Experten
zufolge durch eine individuell angepasste Fahrzeugbeleuchtung bestmöglich zu unterstützen.
Mit der Informationsbroschüre „Licht-Profi
Truck“ wollen die Lippstädter Licht- und Elektronikspezialisten deshalb nach eigenem Bekunden Aufklärungsarbeit leisten.
In dem 60 Seiten starken Werk erläutern
die Experten von Hella einerseits die medizinischen Hintergründe und zeigen andererseits
unterschiedliche lichttechnische Lösungsmöglichkeiten auf, mit denen sich die Lichtverhältnisse bei Dämmerungs- und Nachtfahrten
verbessern lassen. Im Fokus des „Licht-Profi
Truck“ stehen – nomen est omen – vor allem
große Nutzfahrzeuge. Doch die seit kurzem erhältliche Broschüre sollte nicht nur aus wissenschaftlicher und sicherheitstechnischer Sicht
eine Pflichtlektüre für Trucker und andere
Nutzfahrzeugprofis: Auch die künstlerisch ansprechend ins Licht gerückten Anbaubeispiele
„echter“ Anwender sind äußerst sehenswert.
GUTE SICHT – GUTE FAHRT
Bei der Broschüre handelt es keineswegs um
einen reinen Verkaufsprospekt. Denn gleich
zu Beginn klären die Lippstädter den Leser erst
einmal aus medizinischer Sicht und mit wissenschaftlich gesicherten Fakten über das Sehen
und Gesehenwerden auf und liefern profundes
Hintergrundwissen. So erfährt der interessierte
Leser beispielsweise, dass selbst ein gesundes
Auge in der Dämmerung leicht unscharf sieht.
Im Vergleich zum Tagessehen könne sich die
Sehschärfe um bis zu 90 Prozent verringern,
so dass dem Fahrer eine Sehschärfe von gerade einmal zehn Prozent übrigbleibt. Außerdem
benötige das Auge mindestens 45 bis 60 Minuten Zeit, um sich vom scharfen, farbigen Tagessehen auf das weniger scharfe, schwarz-weiße
Dämmerungssehen umzustellen.
Überdies, so die Experten von Hella, sinkt
bereits bei Vierzigjährigen das Nacht- und
Dämmerungs-Sehvermögen und selbst ab 30
seien schon viele davon betroffen. Auch über
die Volkskrankheit „Nachtblindheit“ informieren die Lippstädter: demnach sind bis zu
20 Prozent der Bevölkerung – unabhängig
vom Alter – davon betroffen und werden bei
Dunkelheit in unterschiedlichem Ausmaß
kurzsichtig. Darüber hinaus schrumpfe die
Pupille altersbedingt, was bedeute, dass sie im
Vergleich zu einer jungen, großen Pupille keinen Anpassungsspielraum mehr aufweise und
deshalb weniger Licht ins Auge fallen lasse.
Der Anpassungsspielraum soll überdies rapide
abnehmen: Bereits bei Vierzigjährigen seien
fahrsicherheitsrelevante Veränderungen messbar, Achtzigjährige sehen demnach bei Tag und
Nacht nahezu gleich schlecht, so die Fachleute
von Hella.
ZUSATZSCHEINWERFER SCHAFFEN ABHILFE
Besserung, so die Lippstädter Lichtspezialisten,
lasse sich mit Zusatzscheinwerfern schaffen.
Welche Zusatzscheinwerferart für welche
Lichtsituation und das persönliche Lichtbedürfnis ideal sind, erfährt der Leser des „LichtProfi“-Broschüre auf den folgenden Seiten. Im
direkten Vergleich von Halogen-, Xenon- oder
Gute Sicht – gute Fahrt: Die Dokumentation
„Licht-Profi Truck” von Hella richtet sich nicht
nur an Berufskraftfahrer, sondern auch an NfzWerkstätten, Fahrertrainer und Fuhrparkverantwortliche. Die hohe Relevanz des Themas „Bessere
Sichtverhältnisse bei Nacht“ ist schon am Umfang
der Broschüre erkennbar: 60 Seiten geballte
Information.
LED-Zusatzscheinwerfer kann der Leser selbst
entscheiden, welche Lichtverteilung und -farbe
für ihn ideal sind.
VERANTWORTUNG ZEIGEN
Mit dem Ratgeber „Licht-Profi Truck“ richtet
sich Hella nach eigenem Bekunden nicht nur
an Berufskraftfahrer, sondern auch an NfzWerkstätten, Fahrertrainer und Fuhrparkverantwortliche. Denn dieser Personenkreis trägt
den Lichtspezialisten zufolge ein hohes Maß
an Verantwortung und kann viel zur Sicherheit
von Mensch, Fahrzeug und Ladung beitragen.
Der „Licht-Profi“ soll interessierten Endverbrauchern in qualifizierten Nfz-Werkstätten
und beim autorisierten Teilefachhandel gegen
eine Schutzgebühr von fünf Euro angeboten
werden. ◀
www.hella.de/truck
4-2011
37
TEILEMARKT
GIPFEL-GESPRÄCHE
Am 11. Oktober 2011 rief Nutzfahrzeugteile-Spezialist Europart
zum „1. Werkstatt-Gipfel“. Teilnehmer aus über 50 Nkw-Betrieben
informierten sich zu aktuellen Themen. Interessante Workshops
und eine integrierte Hausmesse trugen zur positiven Stimmung bei.
Ersatzteile zu beschaffen
ist nicht schwierig – sich
rechtzeitig mit wichtigen
Themen zu beschäftigen,
dagegen schon. (Uwe
Sagurna, Geschäftsführer
Europart Trading)
4-2011
Den Trailermarkt im Visier: „Neben den großen
Trailerherstellern gibt es viele kleinere, die bislang
kein eigenes Servicenetz haben. Mit „Trailerstation”
und „Truckstation” können wir den Fahrzeugbauern
einen echten Mehrwert bieten und die Funktion
eines Servicenetzes für diese übernehmen“,
erklärte Thomas Kotowski, Leiter Aftersales und
Netzentwicklung Werkstattkonzepte bei Europart.
VON KLAUS KUSS
„Mit Europart auf dem Weg zur Spitze“ – Dieser Satz war in der Arbeitsmappe zu lesen,
die die Teilnehmer des „1. Werkstatt-Gipfels“
an die Hand bekommen hatten. Der Hagener
Nutzfahrzeugteilespezialist Europart hatte am
11. Oktober 2011 Werkstätten und Fahrzeugbauer aus ganz Deutschland zur Premierenveranstaltung in das Ramada-Hotel nach Kassel
eingeladen, um sich über künftige Herausforderungen im Nutzfahrzeug-Servicemarkt zu
informieren. „Ersatzteile zu bekommen, ist
heutzutage kein Problem – sich rechtzeitig mit
den wichtigen Themen zu beschäftigen, ist dagegen schon deutlich schwieriger“, sagte Uwe
Sagurna, für Deutschland verantwortlicher Geschäftsführer der Europart Trading, zu Beginn
der Veranstaltung. Rund 50 Unternehmen hatten zum Teil gleich mehrere Mitarbeiter nach
Kassel geschickt.
PRAXISBEZOGENE WORKSHOPS
„Letztlich geht es bei der Beziehung Werkstatt und Handelspartner doch darum, dass
die Werkstatt Bausteine vom Handel benötigt,
die ihr helfen erfolgreich im Markt zu bestehen. Dazu gehören wettbewerbsfähige Preise
ebenso wie technische Informationen, Spezialwerkzeug, Fahrzeugdiagnose, Schulungen –
und eben auch ein Vermarktungskonzept, um
sich überzeugend zu positionieren“, eröffnete
Sagurna die Veranstaltung. Zwischen den Referaten hatte das Europart-Team diverse spe-
38
Gipfelstürmer: Rund 50 Unternehmen der
Nutzfahrzeug-Reparaturbranche schickten ihre
Entscheider zur Premiere des „1. Werkstatt-Gipfels”
des Nutzfahrzeugteile-Spezialisten Europart.
Neben interessanten Vorträgen rund um den
Nfz-Service kamen vor allem die spezifischen
Workshops gut bei den Fachbesuchern an.
Expertengespräche: An den Ständen der integrierten Hausmesse nutzten die Fachbesucher die
Gelegenheit, wichtige Themen mit den Experten
der ausstellenden Firmen im direkten Gespräch
zu vertiefen.
(Fotos: Kuss)
zialisierte Workshops organisiert, in denen die
Lieferantenpartner in 30 Minuten-Sequenzen
aktuelle Themen vorstellten. Zudem dienten
die Workshops der Kommunikation der GipfelTeilnehmer untereinander. Da immer mehrere
Workshops parallel stattfanden, konnte sich
jeder Fachbesucher „seinen“ Werkstatt-Gipfel
zusammenstellen. Außerdem gab es viel Gelegenheit, fachliche Themen mit den Spezialisten
an den Ständen direkt zu vertiefen.
NEUES BEI DEN „SYSTEMEN FÜR SCHWERE JUNGS“
Nachdem die Hagener 2010 die Konzepte
„Truckstation“ und „Trailerstation“ im Markt
eingeführt hatten, investierten die Systemverantwortlichen nach eigenem Bekunden seit
März dieses Jahres viel Zeit und Arbeit darauf,
TEILEMARKT
die Systeme weiter zu entwickeln. Thomas Kotowski, Leiter Aftersales und Netzentwicklung
Werkstattkonzepte bei Europart, informierte
über den aktuellen Stand. „Wir arbeiten am
intensiv unverwechselbaren Profil unserer
Systeme. Dies besteht in der Verbindung von
mittelständischen Fahrzeugbauern einerseits
mit unseren Werkstattsystempartnern andererseits. Europart übernimmt dabei quasi die Rolle des Katalysators und Transmissionsriemens
der Entwicklung“, erklärte Kotowski.
Insbesondere den interessanten Trailermarkt habe man im Visier: „Neben den großen Trailerherstellern wie Kögel, Krone oder
Schmitz gibt es noch viele kleinere Trailerbauer, die bislang kein eigenes Servicenetz haben“,
so Kotowski weiter. „Die Systeme Trailerstation
und Truckstation bieten diesen Fahrzeugbauern einen echten Mehrwert und können die
Funktion eines Servicenetzes für diese über-
nehmen“, erklärte Kotowski. Gespräche diesbezüglich seien bereits in einem fortgeschrittenen
Stadium, verriet der Branchenexperte.
MEHR QUALITÄT STATT QUANTITÄT
Nicht zuletzt deshalb habe man die Messlatte
bei den Standards, welche die Systempartner zu
erfüllen haben, konsequent höher gehängt. Wegen der verschärften Standards bei Servicequalität, Werkstattausstattung und der Qualifikation der Partnerbetriebe ist laut Kotowski eine
überarbeitete Partnervereinbarung notwendig
geworden. Beispielsweise sieht der neue Vertrag mindestens drei Reparaturspuren mit einer
Länge von mindestens 18 Metern und einen eigenen Bremsenprüfstand vor. Außerdem muss
der Betrieb über mindestens ein Bremsendiagnosesystem verfügen, bei Truck-Betrieben
ist zudem ein Multimarken-Diagnosesystem
Pflicht. Auch eine qualifizierte Schweiß- und
Brenntechnik mit entsprechenden Zertifikaten
setzt die neue Partnervereinbarung voraus.
„Wünschenswert wäre auch eine Krananlage
oder eine andere alternative Hebetechnik, vor
allem bei Truckstation-Betrieben, die einen
Kipperservice anbieten wollen. Darüber hinaus
setzen wir eine täglich verfügbare Prüforganisation voraus“, erläuterte Kotowski.
Bis Ende 2013 soll das Netz auf 180 bis 200
Werkstattpartner bei den „schweren Konzepten“ wachsen. Und noch bis zum Jahresende
2011 will die Hagener Systemzentrale aus dem
Kreis bestehender Partner und interessierter
Werkstätten rund 50 Betriebe von den Vorteilen der neuen Partnervereinbarung und den
damit verbundenen Chancen überzeugen, resümierte Kotowski. ◀
www.europart.net
www.trailerstation.net
www.truckstation.net
40 JAHRE TURBOLADER AUS KÖLN
Man schreibt das Jahr 1971. Der Kölner
Flugzeugbau-Ingenieur und Chef des Hans
Hess Autoteilehandels, Hans-Otto Hess,
nimmt die letzen Abstimmungsmaßnahmen
an einem zum Flugzeugmotor umgebauten
VW-Boxermotor vor. Das Besondere daran:
Ein nachträglich angebauter Turbolader des
Herstellers KKK haucht dem so genannten
1,6-l-Flachboxer im Vergleich zur Serienausführung nahezu die doppelte Leistung ein.
91 PS bei 4000/min erzielt Hans-Otto Hess
als Spitzenleistung, 81 PS bei 3400/min sind
als Dauerleistung im Flugbetrieb drin.
1971 ist aber auch das Gründungsjahr
der Motair Turbolader GmbH, die sich fortan
mit der Entwicklung kleiner aufgeladener
Flugmotoren beschäftigt und in den 1980er
Jahren ihren Schwerpunkt in den Automotive-Bereich legt. Motair gehört damit
nach eigenem Bekunden zu den „dienstältesten“ Turboladerspezialisten Europas. Für
Motair-Geschäftsführer Andreas Solibieda
Anlass genug, um den 40. Gründungstag am
14. Oktober 2011 in der Kölner Unternehmenszentrale in der Widdersdorfer Straße 188
zusammen mit Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern würdig zu feiern. Hans-Otto Hess,
der zeitgleich seinen 75 Geburtstag feierte,
ließ es sich nicht nehmen, die Eröffnungs-
worte zu den geladenen Gästen zu sprechen.
Das Kölner Motoren-Urgestein zeichnete
einen launigen Abriss über die Firmengeschichte und hob dabei Highlights wie erste
komplette Umbausätze für den 240D-Motor
des so genannten „/8“ von Mercedes-Benz
hervor. Nachdem in den 1980er Jahren das
Geschäft mit den automotiven Anwendungen immer weiter florierte – Motair
vertrat inzwischen einen Großteil der damals
bekannten Turbolader-Hersteller –, kam in
den 90ern die Aufarbeitung von Turboladern
als neues Geschäftsfeld hinzu. Mit dem bis
dahin angesammelten Turbolader-Knowhow entwickelte sich das Unternehmen laut
Hans-Otto Hess auch auf diesem Gebiet zu
einem der Marktführer in Deutschland.
Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen über 20 Mitarbeiter und versteht sich
laut Geschäftsführer Andreas Solibieda gemäß des Claims „Boosting Your Turbo Business“ – „Wir kurbeln Ihr Turbolader-Geschäft
an“ – als Kompetenzpartner des Handels
sowie von Werkstätten und Motoreninstandsetzern. Als Vollsortimenter vertreten
die Kölner Turboladerspezialisten namhafte
Marken wie Garrett, KKK und Schwitzer
(BorgWarner), Mitsubishi, Holset und IHI.
Zum Leistungsspektrum gehören überdies
ein Prüf- und Instandsetzungszentrum sowie
Turbolader im Aufwind: „Ein Turbolader-Ersatz
ist nicht planbar – aber immer aktuell und
sowohl für den Teilehandel als auch die Werkstatt ein interessantes Geschäftsfeld”, sagte
Motair-Geschäftsführer Andreas Solibieda
auf der 40-Jahrfeier des Unternehmens. Seit
1971 gehören Turbolader zum Kerngeschäft
der Kölner.
(Fotos: Kuss)
Turbolader als Lebenselixier: 1971 gründete
der Flugzeugingenieur und heutige Seniorchef
der Hess-Gruppe, Hans-Otto Hess, die Motair
Turbolader GmbH, und produzierte aufgeladene Flugzeugmotoren in Kleinserie. Zum
40-jährigen Firmenjubiläum ließ es sich der
75 Jahre alte Motorenexperte nicht nehmen,
den geladenen Gästen die Firmenhistorie
eigenhändig zu präsentieren.
die Möglichkeit, als Entwicklungspartner für
Tuning-, Racing- und industrielle Zwecke
Spezialapplikationen anzubieten.
Wie es sich für ein technikbegeistertes Unternehmen zum 40-Jährigen gehört, hatte Solibieda auch ein technisch geprägtes Rahmenprogramm für die Gäste zusammengestellt.
Neben Fachvorträgen zu aktuellen TurboladerThemen von John Wilson, Verkaufsdirektor von
Garrett, und Christian Seibert, Leiter Technik
Aftermarkt bei Borg Warner, wurde diesen
eine Führung durch die Turboladeraufbereitungsabteilung und das reich bestückte Teilelager geboten.
Am Abend stand ein festliches Beisammensein auf dem Programm, bei dem die
Belegschaft ihrem Senior-Chef und Firmengründer Hans-Otto Hess zum 75. Geburtstag
ein Ständchen brachte. Klaus Kuss◀
www.motair.de
4-2011
39
TEILEMARKT
BITTE BLÄTTERN
Seit der letzten Ausgabe des NKW-PARTNER sind wieder einige
interessante neue Kataloge auf dem Redaktionsschreibtisch gelandet. Diese wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten – und Sie
zum Blättern animieren.
VON KLAUS KUSS
Auch wenn immer mehr Teilehändler und -hersteller ihre Ersatzteilkataloge „smartphonetauglich“ machen und entsprechende Apps in
den diversen App-Stores feilbieten: an der Beliebtheit von Print-Katalogen zum „manuellen
Blättern“ scheint dies nichts zu ändern. Allerdings ist eine interessante Entwicklung festzustellen, die gewissermaßen „die Moderne mit
der Tradition“ vereint: Immer öfter findet man
in den Katalogen so genannte QR-Codes zum
Abfotografieren mit dem Smartphone oder
der Webcam. Mit Hilfe einer entsprechenden
Software erhält der Anwender via Internet in
Sekundenschnelle weitere wichtige Informationen, beispielsweise Bauteileskizzen mit Bemaßung zur sicheren Teileidentifikation, weiterführende Produktinformationen – und was
noch viel wichtiger ist – Einbauanleitungen,
Schadensbilder, Reparaturtipps, Einstellwerte
und ähnliches mehr.
DT DIESEL TECHNIC www.dieseltechnic.com
Gleich zwei neue Kataloge hat der Kirchdorfer
Nutzfahrzeugteile-Spezialist Diesel Technic für
seine Marke DT aufgelegt. Der Katalog „Luftfedern und Zubehör“ enthält auf 136 Seiten
rund 330 stark nachgefragte Ersatzteile mit
Produktbildern, passend für über 1.600 Teilenummern der führenden Fahrzeug-, Achsenund Aftermarket-Hersteller. Der Produktkatalog ist aufgeteilt in die beiden Hauptkapitel
Luftfederbälge und Zubehörartikel. Im Kapitel
Luftfederbälge sind alle gängigen Rollbälge
mit Stahlkolben, Kunststoffkolben oder ohne
Kolben sowie Faltenbälge gelistet. Bei den
Zubehörartikeln sind Kolben, Grundplatten,
Hohlfedern und Federstecker zu finden. Eine
Cross-Referenzliste im Vorspann soll die Tei-
40
4-2011
leidentifikation erleichtern. Neu sind die QRCodes, über die der Leser mit dem Fotohandy
direkt über airsprings.dieseltechnic.com in den
neuen Produktlinienbereich Luftfederbälge auf
der DT-Website gelangt.
Ebenfalls noch recht druckfrisch ist der
„DT-Universalteilekatalog“, der auf mehr als
150 Seiten DIN-Verbindungselemente, Zubehör für Druckluft, Zubehör für Elektrik,
Beleuchtungskomponenten,
Betriebsstoffe,
Tachoscheiben, Schläuche und Kabelbinder
enthält.
FEBI BILSTEIN www.febi.com
Auch der
Ennepetaler
Nutz­fahrzeugSpezialist Febi
Bilstein bringt
zwei neue
FahrzeugtypenKataloge auf den
Markt: die aktualisierten Werke
mit Verschleißteilen
für Mercedes-Benz
Nutzfahrzeuge.
Ergänzt um 140 neue Produkte, wartet der
Katalog für die Baureihen Actros und Axor
jetzt mit mehr als 900 Ersatzteilen auf. Neu im
Programm sind etwa die geänderte Version des
elektromagnetischen Lüfterantriebs in Erstausrüster-Qualität für diverse Actros-Modelle
sowie neue Achsstrebenlagerböcke, welche
nach eigenem Bekunden in Eigenproduktion
und „Made in Germany“ gefertigt werden.
Der Atego-Katalog soll sogar 230 neue Produkte und damit nun insgesamt über 1.000
Ersatzteile bieten. Neu im Sortiment sind
unter anderem Bremsnockenwellen, automatische Gestängesteller, Lufttrocknerpatronen
mit und ohne Ölabscheider sowie KraftstoffEinspritzpumpen (nicht nur für den Atego)
und Generatorregler.
HOFMEISTER & MEINCKE www.hofmei.de
Im Vorgriff auf den Jahreswechsel legt der
Bremer Teilegroßhändler Hofmeister & Meincke sein beliebtes Nachschlagewerkes „Fahrzeugbauteile“ auf. Auf 660 Seiten präsentiert
der neue Katalog in fünf Kapitel untergliedert
Fahrzeugbauteile,
Karosseriebauteile,
Verschlüsse, Scharniere und Schlösser,
Rungen, Bordwandprofile und Rollläden sowie den neuen
Themenbereich Beleuchtungstechnik.
Ausführliche technische
Informationen und Beschreibungen sollen bei der Zuordnung der Artikel helfen.
INA www.schaeffler-aftermarket.de
Rund 190 Seiten stark ist die Neuauflage des Katalogs „INA-Generatorfreiläufe“ von Schaeffler
Automotive Aftermarket, der ab sofort insgesamt 220 verschiedene Artikel für über 850 Fahr
zeugmodelle von
mehr als
50 Automobilherstellern
enthält.
Damit
bietet das
INA-Sortiment nach eigenem Bekunden mehr
als 4.400 Fahrzeugverknüpfungen, mit denen
sich rund 85 Prozent des europäischen Fahrzeugparks abdecken lassen sollen.
Neu ist ein viertes Kapitel, das 195 OAPs
(Overrunning Alternator Pulley, GeneratorFreilaufriemenscheibe) und 20 OADs (Overrunning Alternator Decoupler, Generator-Entkoppler) enthält. Um die nicht immer einfache
Teileidentifikation zu erleichtern, haben die
Katalogmacher in dieses Kapitel neben Fotos
auch alle funktionsrelevanten Abmessungen
der Bauteile eingearbeitet. Zudem gibt es einen
praktischen Serviceteil, in dem der Anwender
Nützliches über mögliche Schäden im Nebenabtrieb erfährt und Hinweise zur Funktionsprüfung von OAPs und OADs bekommt.
KUNZER www.kunzer.de
Ebenfalls zwei neue Katalogen legt der
bayrische Werkstattausstatter Kunzer auf den
Werkstattresen. Unter dem Titel „Gute Lösungen für Ihren Werkstattalltag“ findet der
Kfz-Fachmann auf über 100 Seiten Werkzeuge
TEILEMARKT
und Problemlöser für den Arbeitsalltag,
etwa einen Montagesatz für TeflonWellendichtringe oder den
Turbo-Igel, ein Spezialwerkzeug zum Entlacken, Entrosten
und Entfernen von altem Unterbodenschutz. Beim „Batterieservice“Katalog dagegen liegt der Fokus auf
Tools zum Testen, Laden und Starten:
Auf 50 Seiten gibt es unter anderem Hochfrequenzladegeräte von Ctek, Ladegeräte von
Helvi, Batterietester von Argus sowie AkkuStartgeräte der Marke Kunzer zu sehen.
PE AUTOMOTIVE www.pe.de
In den fünf neuen Katalogen „DAF, Iveco,
Renault, Scania und Volvo“ von PE wird unter
anderem ein komplettes Angebot für die Fahrwerkstechnik abgebildet. Unter dem Motto
„Stabil und sicher in der Spur bleiben“ findet
der Nfz-Fachmann ein umfassendes Angebot
an Lenkungsteilen und Stoßdämpfern für Nfz
ab 7,5 bis 40 Tonnen inklusive der marktgängigen Anhänger und Auflieger. Alle für die Reparatur benötigten Ersatzteile im Bereich der
Achsführung werden von PE in Reparatursätzen zusammengestellt, beispielsweise für Achsstreben, Dreiecks- und Querlenker.
Die logische und nach technischen Gesichtspunkten gestaltete Zuordnung der Produkte in Kategorien und Verwendungsbereiche
soll eine schnelle
Id e nt i f i k at i o n
des benötigten
Bauteils
gewährleisten,
wobei Angaben zu den relevanten Fahrzeugtypen
und Vergleichsnummern die
Kataloginformationen
ergänzen.
Will der Anwender weitere detaillierte
technische oder logistische Angaben, sollen
ihm Shortlinks und QR-Codes den schnellen
Einstieg in die vollständige Online-Produktinformationswelt ermöglichen.
WINKLER www.winkler.de
Ende Oktober ist der neue „Hydraulik­
komponenten“-Katalog des NutzfahrzeugteileSpezialisten Winkler erschienen. Das 712 Seiten starke Werk soll Nutzfahrzeugwerkstätten
und -halter gleichermaßen bei der Arbeit an
der Mobilhydraulik unterstützen. Im Katalog
finden sich mehr als 6.000 Produkte rund um
die Hydraulik, die übersichtlich gegliedert in
den Kapiteln Fahrzeuganwendungen, Komponenten, Leitungsteile, Messtechnik sowie im
technischen Anhang zu finden sind. Sattelzugmaschinen, Kippfahrzeuge, Krantechnik,
Kommunal- und Silofahrzeuge sind nur einige
von insgesamt zwölf Anwendungsbereichen,
die Winkler mit Hydraulikkomponenten abdeckt.
Die einzelnen Bereiche
werden im ersten Kapitel des
Katalogs anhand
von FahrzeugSchaubildern dargestellt. Der Nutzer
kann so das gesuchte
Teil leichter identifizieren und durch den Seitenverweis sofort auf die entsprechende Katalogseite mit der betreffenden Produktauswahl
blättern. Die klare Struktur mit zahlreichen
Schaubildern und Verweisen zu den Produkten und Zubehörartikeln sowie zusätzliche
Zwischenübersichten, beispielsweise zu Verschraubungen, Kupplungen und Armaturen,
sollen einen schnellen Weg zum passenden
Ersatzteil weisen.
Ein weiterer Bestandteil des Katalogs sind
Praxistipps, etwa wie sich mit nur fünf Fragen
die Hydraulikanlage identifizieren lässt. Informationen zu Anzugsdrehmomenten verschiedener Verschraubungen sowie Formeln zur
Berechnung von Literleistungen der Hydraulikpumpen oder ein Ausflug in die Filtration
in Hydraulikanlagen runden den gewichtigen
„Schmöker“ ab. ◀
BEST
IN SPARE
PARTS
WWW.PE.DE
MESSE
Anziehend: Gleichgültig, ob beim Carat-Werkstattforum (links) oder zwischen den Ausstellungsständen – die Fachbesucher drängten sich in den
Kasseler Messehallen dicht an dicht über die
10. Leistungsmesse der Carat-Gruppe. Vor allem
die Diagnosethemen im Forum stießen auf reges
Interesse. (Fotos: Kuss, Carat)
KASSEL ROCKTE
Besser gesagt „Carat rockte“ – denn unter diesem Motto stand die
10. Carat-Leistungsmesse in Kassel. Vom 7. bis 9. Oktober 2011
lockte die Jubiläumsmesse rekordverdächtige 25.000 Besucher.
Rekordverdächtig waren aber auch die gebotenen Highlights.
VON KLAUS KUSS
Die 10. Carat-Leistungsmesse mit ihrem
Motto „Carat rockt“ war nicht nur die Jubiläumsmesse der Mannheimer Teilehandelskooperation, sondern zugleich auch die bislang
erfolgreichste: Über 25.000 Besucher zählte das
Organisationsteam nach eigenem Bekunden an
den drei Messetagen bei dieser „erfolgreichsten
Leistungsmesse aller Zeiten“. Und auch die jeweils 4.000 Besucher bei den zwei Messekonzerten können sich sehen lassen. Aber nicht
nur die Besucherzahlen brachen laut Carat alle
Rekorde: Der Messeumsatz war im Vergleich
zum Vorjahr doppelte so hoch.
ELEKTRONIKOFFENSIVE GESTARTET
Rund 210 Austeller boten auf über 15.000 Quadratmetern alles, was Nkw- und Pkw-Werkstätten sowie Karosserie- und Lack-Betriebe
für den Service- und Reparaturalltag benötigen. Dazu präsentierte die Carat-Gruppe ihr
umfangreiches Leistungsangebot, etwa die
neue Marketingkampagne sowie die erweiterten Leistungsbausteine für 2012.
Los ging es am Freitag mit dem offiziellen
Start der neuen Elektronikoffensive „Die
schickt der Himmel“. Im Rahmen dieser Offen-
42
4-2011
sive unterstützt die Carat-Gruppe den freien
Reparaturmarkt mit 500 kostenlosen Diagnosegeräten von AVL Ditest. Dazu passte als weiteres Highlight der „Carat Power-Check“, eine
„geführte Fehlersuche“, welche die Fürther Diagnosespezialisten exklusiv für die Mannheimer entwickelt haben.
Premiere feierte in Kassel außerdem die
verbesserte Version des webElekat, in die ab
sofort das System SilverDAT FI online eingebunden ist. Damit lassen sich Fahrzeuge
und deren Ausstattungsmerkmale anhand der
Fahrgestellnummer (VIN-Nummer) online
identifizieren, etwa, um Kostenvoranschläge
für Wartungs-, Verschleiß- und Unfallreparaturen (geschraubte Teile) zu erstellen. Die
dabei ermittelten Originalersatzteile werden
anschließend per Schnittstelle automatisch in
den webElekat übernommen und dort mit den
bei Carat verfügbaren Ersatzteilen referenziert.
Neu vorgestellt wurden zudem ein neues
Katalogsystem, welches nach den Warengruppen „Lampen“, „Starterbatterien“, „Reifenservice“, „Werkstattbedarf “, „Schmierstoffe“,
„ADR + Ladungssicherung“ sowie in zwei
Kompetenzbroschüren „Verschleißteile Pkw“
und „Verschleißteile Nkw“ sortiert ist. Diese
acht Kataloge gibt es ab sofort auch als Online-
Immer den passende Grip: Vertriebsleiter Reiner
Linning präsentierte die neuen Ketten von Pewag.
Druckfrisch: Vertriebsleiter Jürgen Müller von Diesel Technic stellte den neuen DT-Bus-Katalog vor.
MESSE
Wo immer es praktische Vorführungen gab,
blieben die Fachbesucher interessiert an den
Ständen stehen. Bei Mahle beispielsweise zeigten
die Experten, worauf bei der fachgerechten Motorreparatur und dem Einbau neuer Komponenten zu
achten ist. (Fotos: Kuss)
Das rockte: Peter Maffay und seine Band begeisterten in einem exklusiven Konzert rund 4.000
Besucher der Carat-Jubiläumsmesse. (Foto: Carat)
Version. Zudem sollen sie in Elekat integriert
werden, so dass von dort aus sowohl die direkte Preisinformation als auch die Bestellung
möglich sind.
Darüber hinaus verlieh der Mannheimer
Teilegroßhändler auch auf der Jubiläumsmesse wieder seinen traditionellen Marketingpreis
an besonders verdiente Lieferanten: In diesem
Jahr wählten die Carat-Händler Liqui Moly auf
den ersten Platz vor Sonax (Platz 2) und Mann
+ Hummel (Platz 3) auf das Treppchen.
Entwicklungsleiter Marcel Wendland von AVL Ditest zeigt die geführte Fehlersuche „Power-Check“.
Zeineb Cortes Prado (li.) und Mario Kotusch mit der
neuartigen bionischen Luftfeder von Vibracoustic.
EXKLUSIVES RAHMENPROGRAMM
Am Freitagabend begeisterte schließlich „Peter Maffay & Band“ rund 4.000 Besucher mit
einem exklusiven Konzert in der Rothenbachhalle. Das Konzert steht im Zusammenhang
mit dem Engagement der Carat-Gruppe bei
der „Peter Maffay-Stiftung“, welche unter anderem schwer kranke, behinderte und sozial
benachteiligte Kinder sowie Pflegekinder und
Alleinerziehende unterstützt. Und auch am
Samstagabend ging es hoch her: Im Rahmen
der Kampagne „Carat rockt“ trat die „Manfred
Mann´s Earth Band“ vor ebenfalls rund 4.000
Werkstattfachleuten auf und rockte kräftig ab.
Thomas Vollmar, Geschäftsführer der Carat-Gruppe, zeigte sich bei einem Interview
schon am ersten Messetag zufrieden mit der
Jubiläumsschau, die nach seinem Bekunden zu
den wichtigsten Branchenmessen nach der Automechanika zählt. Einen Film mit allen Interviews von der 10. Carat-Jubiläumsmesse gibt
es im Internet unter www.amz.de/carattage bei
der amz auto I motor I zubehör, der Schwesterzeitschrift des NKW-PARTNER zu sehen. ◀
www.carat-gruppe.de
www.leistungsmesse.de
www.amz.de/carattage
Templin-Geschäftsführer Dr. Rolf Enders (li.) vor
dem neuen Beleuchtungssortiment der Marke ST.
Michael Becker (li.) und Axel Terbeck von Conti Tech
wussten viel über neue Luftfedern zu berichten.
4-2011
43
WERKSTATT-PRAXIS
EDV und IT
MEHR MÖGLICHKEITEN
Effektivität im Service spielt bei markengebundenen und freien
Nutzfahrzeugbetrieben eine gleichermaßen große Rolle. Mit neuen Funktionen und Schnittstellen will Softwarespezialist Werbas
dieser Zielgruppe den Werkstattalltag erleichtern.
VON KLAUS KUSS
Der Holzgerlinger Softwarespezialist Werbas
hat nicht nur für die Servicebetriebe einiger
Nutzfahrzeughersteller passende Lösungen im
Köcher, sondern kümmert sich vor allem auch
um die Bedürfnisse freier Nkw-Werkstätten.
Mit regelmäßigen Updates baut der schwäbische Softwarelieferant die Nfz-Produkte
kontinuierlich aus und versieht diese immer
wieder mit neuen hilfreichen Funktionen und
neuen Schnittstellen – aktuell geschehen bei
der Version 3.141 der Werbas-Software.
MEHRWERT FÜR MAN-BETRIEBE
Eine solche Funktionserweiterung ist etwa
die Anbindung der Werbas-Software an das
Infosystem „Mantis“ des Nutzfahrzeugherstellers MAN. „Startet der Anwender Mantis aus
Werbas heraus, werden zunächst die Fahrzeugdaten an das MAN-System übergeben. Nach
der Artikelsuche wird der Bestellschein als Warenkorb dann nach Werbas übertragen“, erklärt
Harald Pfau, Vorstandsvorsitzende der Werbas
AG. Zudem lassen sich künftig in Mantis Informationen zu einem Artikel aus Werbas einholen. Darüber hinaus lässt sich mit der aktuellen
Version auch eine Liste der offenen WerbasAufträge in Mantis abfragen.
ZUSATZFUNKTIONEN FÜR DAF-WERKSTÄTTEN
Eine intensive Zusammenarbeit verbindet das
schwäbische Softwarehaus zudem mit dem
holländischen Nfz-Hersteller DAF, was sich
laut Pfau nicht zuletzt an einem sehr aktiven
Arbeitskreis niederschlägt. In diesem tauschen
44
4-2011
„Guter Service heißt für mich, mit den Kunden
ins Gespräch zu kommen, gut zuzuhören und
gemeinsam Lösungen zu finden”, sagt Harald Pfau,
Vorstandsvorsitzender beim Softwarespezialisten
Werbas. Die Ergebnisse dieses Dialogs sind unter
anderem anwendergerechte Funktionalitäten und
neuen Schnittstellen sowie Zusatzprogramme.
(Foto: Kuss)
Mehr Schnittstellen, mehr Möglichkeiten: Schnittstellen stellen die Verbindung zwischen unterschiedlichen Software-Programmen her. Je mehr
Schnittstellen ein Werkstattmanagement-System
bietet, desto mehr Freiheiten und Anwendungsmöglichkeiten hat der Nutzer. Softwareanbieter
wie Werbas erweitern ihre Schnittstellen permanent und ermöglichen so ihren Kunden immer
wieder neue und nützliche Funktionen.
(Foto: Werbas)
sich Unternehmensvertreter von DAF, Anwender und Mitglieder des EDV-Arbeitskreises
sowie die Nfz-Spezialisten von Werbas regelmäßig aus. „Dadurch können wir unsere Produkte permanent optimieren“, erläutert Pfau.
Als Beispiel führt er die neue Schnittstelle
zum DAF-Rapido-Service mit den Funktionen des „DAF B2B JobService“ an. Damit
lassen sich ab sofort direkt aus Werbas he-
raus Informationen aus dem Service-Rapido 3
abrufen. Die Schnittstelle liefert Arbeitswerte,
Ersatzteile und Flüssigkeiten als Paket. Außerdem haben die Softwarespezialisten die
Schnittstelle zu DAF-Rapido-Parts überarbeitet, so dass diese mit den Versionen Rapido 2
und Rapido 3 harmoniert. Werbas-Kunden,
die die DAF-Markenfunktionalität bereits einsetzen, erhalten die Erweiterung kostenlos und
automatisch mit dem nächsten Update, so Pfau.
EINFACHER BESTELLEN
Eine weitere Kernkompetenz von Werbas ist die
Einbindung des Teilehandels. So vertreibt etwa
der Hannoveraner Teilehändler Heil&Sohn seit
kurzem das System „Werbas Compact“ unter
seinem eigenen Label. Zu den Besonderheiten
gehört dabei, dass Heil&Sohn auch die Verantwortung für den Support und die Hotline
übernommen hat. Allerdings stehen die Spezialisten von Werbas den Fachleuten des Teilehändlers in Form einer so genannten SecondLevel-Hotline mit Rat und Tat zur Seite.
Neu ist außerdem die Bestellanbindung
„COSy“ (Carat Order System) zum Teilekatalog „Elecat“ der Carat-Gruppe. Damit sollen sich Verfügbarkeits- und Preisauskünfte
schnell einholen und Bestellungen einfach und
aktuell via Internet oder ISDN erledigen lassen.
Der Anwender kann sein Wunschteil direkt aus
Werbas heraus über COSy anfragen und im
Elekat bestellen, ohne Artikelnummern oder
ähnliches mehrfach eingeben zu müssen.
Für die Neimcke-Gruppe aus Mühldorf
(Inn) gibt es mit der neuen Werbas-Version
Schnittstellen zum Teilekatalog (DVD) des
Unternehmens und zum Bestellsystem „Neimcke-Online“. Auch für den Hamburger Teilegroßhändler Matthies waren die Holzgerlinger
Entwickler aktiv: Mit der neuen Werbas-Version ist nun auch eine Schnittstelle zum elektronischen Teilekatalog „Katy“ verfügbar.
ARBEITEN MIT SYSTEM
Auch mit dem Nutzfahrzeugteile-Spezialisten
Europart arbeitet Werbas seit Jahren eng zusammen: Der Teilegroßhändler aus Hagen empfiehlt für seine Werkstattkonzepte „Trailerstation“ und „Truckstation“ die Werbas-Software,
von der es eine spezielle „Europart-Truck“Version gibt, welche die Konzeptpartner zu
einem attraktiven Sonderpreis erwerben können. Zudem wurde die Schnittstelle zu EWOS
(= Europart Werkstatt-Order-System) um neue
Funktionalitäten erweitert: Ab sofort lässt sich
die anhand der TecDoc-Nummer ermittelte
UVP übergeben. kk◀
www.werbas.de
E L PA R T S
Voll variabler Verwandlungskünstler: Rund 7.000
Ausstattungsvarianten sind
beim neuen Iveco Daily zu
bekommen. Über die weit
öffnende Schiebetüre
lassen sich mit dem Stapler
problemlos Euro-Paletten
in den bis zu 17,2 Kubikmeter großen Laderaum
bugsieren. Auf Wunsch lassen sich die Heckflügeltüren zum einfachen Beladen
um je 270 Grad öffnen.
(Foto: Iveco).
VARIABEL
Als „Superman der Leichttransporter“ bezeichnet Iveco den eben
vorgestellten Daily und stattete ihn mit dem Abbild des Hollywood-Helden aus. Tatsächlich ist auch er ein wahrer Verwandlungskünstler: Rund 7.000 verschiedene Konfigurationen sind
erhältlich.
VON LUTZ LISCHKA
Rund 7.000 unterschiedliche Konfigurationen
sind laut Iveco beim neuen Daily möglich.
Die Käufer können aus neun Motorisierungen
wählen: Vom schmalen 78-kW-Motor für Paket und Zustelldienste bis hin zum „bärigen“
150 kW-Aggregat für den Transport schwerer
Lasten. Die Motoren geben bereits kurz überhalb der Leerlaufdrehzahl ein kräftiges Drehmoment ab, weswegen der Verbrauch moderat
ausfallen soll. Optional ist sogar eine StartStop-Funktion erhältlich. Darüber hinaus lässt
sich der „Superman unter den Leichttransportern“ auch mit einem CNG- oder Elektro-Aggregat als Hybridfahrzeug ordern.
JEDEM DAS SEINE
Außerdem gibt es sechs verschiedene Radstände sowie diverse Karosserievarianten, etwa
die Doppelkabine für bis zu sieben Personen.
BESSERE ZEITEN IN SICHT
Die Transportwirtschaft hat das Krisenjahr 2009 hinter
sich gelassen. Im österreichischen Straßengüterverkehr hat die Lkw-Fahrleistung von 2009 auf 2010 um
6,6 Prozent zugenommen, doppelt so viel wäre aber
erforderlich gewesen, um auf die Kilometeranzahl der
Jahre 2007 und 2008 zu kommen. „Die Situation hat sich
seit dem Spätsommer 2010 stark verbessert. Allerdings
wurde das Transportaufkommen der Vorkrisenzeit noch
nicht erreicht“, berichtet Alexander Klacska, Obmann der
Bundessparte Transport. LL◀
Man kann den neuen Daily aber auch gleich als
Schul- oder Mannschaftsbus konfigurieren. Sogar eine Zwillingsbereifung an der Hinterachse
ist möglich. Gefällig ist das Design mit der neuen Frontpartie, die Dynamik und Robustheit
signalisieren soll. Tagfahrlicht ist obligat, das
Abbiegelicht in die Nebelscheinwerfer integriert. Das Stabilitätsprogramm ESP 9 von
Bosch inkludiert eine Anhängerspurstabilisierung, welche einen Überschlagen
vorhindern soll. Dank des großen Lenkwinkels beträgt der Wendekreis lediglich
11,5 Meter. Das Ladevolumen des Kastenwagens ist mit 17,2 Kubikmetern recht geräumig.
Bei einem Gesamtgewicht von 2,8 Tonnen beginnend, sind bis zu sieben Tonnen möglich,
wobei die effektive Nutzlast in diesem Fall
echte 4,1 Tonnen beträgt. Die Hecktüren können auf Wunsch bis
zu 270 Grad geöffnet werden,
wodurch sich die Ladung gut
verstauen lässt. Der Fahrer indes kann seine Sitzbank in ein
kleines Büro verwandeln: Aus
der mittleren Rückenlehne
ist ein modularer Ablagetisch
ausklappbar, für Schreibarbeiten gibt es ein Clipboard, das
sich am Lenkrad befestigen lässt.
Da liegt die Vermutung nahe, dass
der neue Daily im oberen Segment
angesiedelt ist. Weit gefehlt: Als Einstiegspreis
für den äußerst variablen „Superman“ ruf Iveco
moderate 18.600 Euro auf. ◀
www.iveco.at
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4-2011
45
NKW-MARKT AUSTRIA
AUSGEZEICHNETER NUTZFAHRZEUG-SERVICE
Die Service-Organisation des skandinavischen Nutzfahrzeugherstellers Volvo verleiht jedes Jahr die Auszeichnung „Workshop
of the Year“ an Werkstätten, die sich durch
besondere Serviceleistungen hervortun. Der
im österreichischen Wörgl ansässige Berger
Truck Service hat das Zertifikat vor kurzem
zum vierten Mal als „Beste Werkstatt“ überreicht bekommen – passend zur Eröffnung
des neuen Serviceterminals. Göran Simonsson, Europa-Vertriebschef von Volvo, überreichte die Urkunde bei der Eröffnung des
neuen Standortes.
Auf einem 22.000 Quadratmeter großen
Areal hat Berger direkt an der Inntal-Autobahn A 12 in einen hochmodernen Werkstattbetrieb investiert, um nach eigenem
Bekunden „alles bieten zu können, was das
Transportgewerbe benötigt, um mobil zu
Top Service hoch vier: Bereits zum vierten Mal erhielt Berger Truck Service von Volvo die Auszeichnung „Workshop of the Year” – Werkstatt des Jahres. Göran Simonsson, Vertriebsleiter von Volvo
Europa (2.v.r.) überreichte die Urkunde. Im Bild (v.l.n.r.): Dr. Otto Frommelt (Volvo Österreich), Dr.
David Gulda (Geschäftsführer Berger Truck Service), Manfred Mohn (Betriebsleiter Berger Truck
Service), Göran Simonsson und Projektleiter Andreas Färber.
(Foto: Berger/rub-ulm)
TOP SERVICE AUS TIROL
Zehn internationale Teams kämpften am
15. Oktober 2011 im Scania Top Team-Weltfinale in Schweden um einen Platz auf dem
Stockerl. Das Team Scania-Filiale Kirchbichl
belegte dabei den sechsten Platz und zählt
nach dieser hervorragenden Leistung zu den
besten Scania Werkstätten weltweit. Neben
Österreich waren noch neun weitere Teams
aus Lettland, Großbritannien, Belgien, Norwegen, den Niederlanden, China, Australien,
Brasilien und Argentinien für das internationale Finale des Servicewettbewerbes qualifiziert. Der Sieg ging an Australien vor Belgien
und den Niederlanden.
Für Scania liegt der Schwerpunkt des
Top-Team-Servicewettbewerbs nach eigenem Bekunden darin, den Diagnose-Prozess
in der Werkstatt zu beschleunigen, die Ausfallzeiten der Fahrzeuge zu verringern und
den Kunden dadurch Zeit und Geld zu sparen. Das Top Team Weltfinale in Södertälje
bestand neben einem rein theoretischen Teil
aus vier weiteren Stationen zu verschiedenen
technischen Themengebieten. Aufgabe war
es unter anderem, eingebaute Fehler bei Lkw
und Bussen zu finden und parallel dazu knifflige Fragen zur jeweiligen Problemstellung
zu beantworten. LL◀
www.scania.at
Tiroler punkten beim Scania-Servicewettbewerb: Das Werkstattteam der Scania-Filiale Kirchberg
erlangte beim Weltfinale des Top Team-Servicewettbewerbs von Scania den sechsten Platz. „Wir
sind sehr stolz auf dieses tolle Ergebnis. Wir haben sehr viel trainiert und sind zu einem eingespielten Team geworden”, sagte Teamleiter Florian Fahringer (3.v.l.) bei der Siegerehrung.
(Foto: Scania)
46
4-2011
bleiben“. Unternehmensangaben zufolge gehört der Servicebetrieb zu den modernsten
in Europa und bietet „alles, vom Service bis
zur Großreparatur und vom Ölfilter bis zur
kompletten Vorderachse“. Manfred Mohn,
Leiter des Truck-Service-Betriebs, zeigte sich
besonders stolz auf die erneute Auszeichnung: „Wir haben mit unserer motivierten
Mannschaft die hohen Anforderungen erfüllt, die notwendig sind, um den Titel zu
gewinnen.“ Mohn ist sich sicher, dass es noch
nicht die letzte Auszeichnung war.
Doch nicht nur für das rollende „Equipment“ sorgen die Wörgler in ihrem neuen
„Servicetempel“, sondern auch für die Fahrer: Vom Ruheraum über modernste Sanitäranlagen bis zum Truck Shop, der den Fahrern
ein breites Angebot sinnvoller Utensilien für
unterwegs bietet, reicht das Angebot. kk◀
www.berger-truckservice.com
DER „FLIEGENDE ACTROS“ VON LINZ
Acht Tonnen schwer, und dennoch leicht
genug, um zur Österreich-Präsentation
„eingeflogen“ zu werden: der neue Actros.
Mercedes-Benz Österreich präsentierte ihr
neues Flaggschiff Actros in einer spektakulären Flugshow in einer Halle des Linzer
Stahlgiganten Voest. An dicken Stahlseilen – Marke „Voest-Eigenbau“ – hängend
schwebte der Actros unter Jazz-Klängen und
Feuerwerk auf die provisorisch errichtete
Landebahn der Halle. Die Assoziation liegt
nahe: Mit einer hoch stehenden Technologie
ausgerüstet, soll der neue Lkw seinen Entwicklern zufolge der „Airbus der Überlandstraßen und Autobahnen“ werden – denn
außer dem Namen ist von seinem Vorgänger,
dem Actros MP3, nicht viel übrig geblieben.
Die wesentlichen Unterschiede zum Vorgänger sind ein neues Fahrerhausprogramm,
neue Motoren, ein neues Chassis und ein
neues Design mit prägnanten Lichteinheiten.
Das Angebot umfasst Sattelzugmaschinen
und Pritschenwagen in vier Leistungsklassen
von 310 bis 375 kW beziehungsweise 2.100
bis 2.500 Nm Drehmoment. Bei Wartungsintervallen von 150.000 Kilometern soll er eine
Laufleistung von rund 1,2 Millionen Kilometer bieten. Die Euro-6-Motoren sollen drei bis
vier Prozent weniger Energie als die des MP3
verbrauchen, auf Wunsch gibt es auch eine
Euro-5-Version, die sechs bis sieben Prozent
weniger Kraftstoff konsumieren soll.
Zwei Milliarden Euro investierte Daimler
nach eigenen Angaben in die Entwicklung
und Fertigungstechnik des neuen Lkw. Rund
zehn Jahre Arbeit und 20 Millionen Testkilo-
Gut gelandet: Mit einer spektakulären
Flugshow präsentierte Mercedes-Benz
Österreich den neuen Actros als „Airbus
der Überlandstraßen und Autobahnen“
in den Hallen des Linzer Stahlunternehmens Voest.
(Foto: mmotors.at/Johannes Mautner
Markhof)
meter sollen in dem viel beachteten Neuling
stecken. Daimler rechnet damit, dass er die
Verkaufszahlen des MP3 von rund 700.000
Stück übertreffen kann. Bis 2013 sollen bereits 500.000 neue Actros auf den Straßen
unterwegs sein. LL◀
www.mercedes-benz.at
NKW-MARKT AUSTRIA
ONLINE-PORTAL AUTOSERVICE.COM STARTET IN ÖSTERREICH
Das Online-Portal www.autoservice.com von
Trost Service Technik SE soll Werkstätten und
Autofahrer zusammenbringen. Nach einem
erfolgreichen ersten Jahr in Deutschland
steht das Portal seit September auch in Österreich zur Verfügung. Nach nur einem Monat Laufzeit offerieren nach Unternehmensangaben bereits 115 Werkstätten aus den
wichtigsten österreichischen Ballungsgebieten ihre Serviceleistungen über diese Plattform. Nach dem Bekunden des Betreibers
bietet autoservice.com einerseits Werkstätten die Möglichkeit, sich zu präsentieren und
auf Kundenanfragen zu reagieren. Andererseits finden Autofahrer schnell und einfach
die passende Werkstatt in ihrer Nähe oder
können Serviceanfragen stellen. Die Startseite bietet auf einen Blick spezielle Aktionen,
einen Werkstattfinder und eine Reparatur-
Anfrage. „Sparen“, „Finden“ und „Anfragen“
sind daher die drei zentralen Seitenfunktionen, die deutlich hervorgehoben sind.
Unter dem Reiter „Aktuelles“ sind diverse autospezifische Themen aufbereitet. Aktuelle
Aktionen und Leistungen einzelner Werkstätten sind schnell unter „AutowerkstattAngebote“ zu finden. Hinter „AutowerkstattSuche“ verbirgt sich ein Suchfilter, mit dem
sich nach Werkstätten in der Nähe oder
nach einer bestimmten Werkstatt suchen
lässt. Die Leistungen von autoservice.com
sind nach einer kostenfreien Registrierung
unter „Anfrage starten“ nutzbar.
Darüber hinaus sind einzelne Leistungen
des Online-Portals auch über eine iPhoneApp verfügbar, die sich im App-Store kostenlos herunterladen lässt. Damit sollen
Autofahrer direkten Zugriff auf die Angebote nahegelegener Werkstätten inklusive
EIN ACTROS FÜR DIE AUSBILDUNG
Kürzlich eröffnete die Landesberufsschule 1
in Salzburg ihre neuen Kfz-Lehrwerkstätten
und bekam dazu von Pappas, einem der
größten Mercedes-Benz-Partner Österreichs, ein äußerst großzügiges Geschenk:
Gemeinsam mit Mercedes-Benz Österreich
übergab das Unternehmen der Schule einen
Mercedes-Benz Actros, um allen Berufsschülern der Kfz-Branche das praktische Lernen
und Erproben direkt am Fahrzeug zu ermöglichen. Die Zugmaschine vom Typ Actros 1844
wurde von Prokurist Günter Graf, Leiter der
Sparte Kundendienst bei Pappas, an Ing. Kurt
Perner, Direktor der Landesberufsschule 1,
übergeben. Die Pappas-Gruppe plant nach
eigenem Bekunden, künftig ihr Engagement
in diesem Bereich weiter auszubauen.
Für die Pappas-Gruppe ist die Lehrlingsausbildung nach eigenem Bekunden
ein wichtiger Teil der Firmenphilosophie.
„Unsere Lehrlinge sind das Kapital der Zukunft. Während vielerorts über den Fachkräftemangel geklagt wird, setzen wir seit jeher
auf eine fundierte Ausbildung in unseren
kaufmännischen und gewerblichen Lehrberufen und sind damit bestens für die Zukunft
gerüstet“, so Günter Graf über das Engagement der Pappas-Gruppe. Laut Graf darf sich
das Unternehmen zu den fünfzehn größten
Lehrlingsausbildern Österreichs zählen. Im
Herbst 2011 wurden eigenen Angaben zufolge österreichweit rund 90 Lehrlinge neu
aufgenommen, insgesamt bildet die PappasGruppe knapp 400 Lehrlinge aus. LL◀
www.pappas.at
Ein Actros für die Salzburger Berufsschule: Ing. Erwin Pfeiffer (Betriebsleiter Pappas Eugendorf),
Ing. Kurt Perner (Direktor der Landesberufsschule 1), Prokurist Günter Graf (Spartenleiter
Kundendienst bei Pappas), Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, Ing. Johann Egger (Leiter
Technische Organisation bei Mercedes-Benz Österreich) und Peter Hasenöhrl (Betriebsleiter
Pappas Salzburg) bei der Übergabe des Actros 1844 für die Kfz-Ausbildung (v.l.n.r.).
(Foto: Pappas)
Wegbeschreibung haben. Weitere nützliche
Funktionen wie ein Parkplatzfinder, Notfallnummern, Tipps für das richtige Verhalten im
Pannenfall oder ein Bußgeldrechner sollen
die App zum idealen Beifahrer machen. kk◀
www.trost.com
Premiere: Ab sofort ist die Autofahrerplattform www.autoservice.com von Trost auch
in Österreich online. Einzelne Leistungen des
Online-Portals, etwa der Werkstattfinder und
eine Reparatur-Anfrage, sind via kostenloser
iPhone-App verfügbar.
(Fotos: Trost)
SPAR FÄHRT AUF HYBRID AB
Seit kurzem bereichert der erste Volvo FE Hybrid den Fuhrpark des Handelskonzerns Spar:
Ende September trat das umweltfreundliche
Auslieferungsfahrzeug seinen Dienst in der
Wiener Niederlassung an. Die Fahrzeugübergabe erfolgte am Wiener Lustspielhaus. „Es
ist sensationell, dass der Volvo FE Hybrid im
Gegensatz zu E-Bikes und E-Cars nicht an die
Steckdose muss, sondern die Batterie durch
die eigene Bremskraft wieder auflädt“, sagte
Dr. Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender
des europäischen Handelsunternehmens, bei
der Fahrzeugübernahme. Der 26-Tonner soll
überwiegend in Wien eingesetzt werden, wo
wiederholtes Anfahren und Bremsen nicht
zu vermeiden sind, und dort für einen wirkungsvollen Klima- und Lärmschutz sorgen.
Bis 2013 will Spar nach eigenem Bekunden
insgesamt 100 Hybrid-Lkw in 13 europäischen Ländern in Betrieb nehmen. Laut Volvo verbraucht der FE Hybrid im Vergleich zu
einem konventionell angetriebenen Modell
rund 20 Prozent weniger Treibstoff und stößt
dementsprechend auch rund 20 Prozent
weniger CO2 aus. Der Hybrid-Lkw soll mit
seinem Elektromotor bis zu 50 km/h schnell
sein. „Der Volvo FE Hybrid ist ein bedeutender
Meilenstein in und für Österreich. Mit dieser
serienreifen Technologie haben wir großes
Interesse geweckt und freuen uns darauf, im
Bereich nachhaltiger Logistik weitere Meilensteine setzen zu können“, erklärte Herbert
Spiegel, Geschäftsführer von Volvo Österreich
bei der Fahrzeugübergabe. kk◀
www.volvotrucks.com
Dienstbeginn: Seit Ende September gehört ein Volvo FE Hybrid zum Fuhrpark von Spar. Bei der
Fahrzeugübergabe am Wiener Lustspielhaus waren Alois Huber (Geschäftsführer Spar Wien, Niederösterreich und Burgenland), Herbert Spiegel (Geschäftsführer Volvo Austria), Fritz Poppmeier
(Vorstandsdirektor Spar Österreich), Tommy Kohle (Vice President Volvo Trucks Corporation) und
Dr. Gerhard Drexel, (Vorstandsvorsitzender Spar Österreich) (v.l.n.r.) mit von der Partie.
(Fotos: Volvo Trucks)
4-2011
47
NEBEN DER SPUR
Uuund Äktschn: Die Allgäuer Speed Schrauber sind
voll in ihrem Element (links). Mit einer Zeit von
02:36:22 Minuten landete die Nkw-Profis unter
den besten Fünf. Uwe Theis (Mitte), Technikspezialist bei BPW, gibt letzte Tipps (unten). (Fotos: Kuss)
SCHNELLSCHRAUBER
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„Auf die Bremse – fertig – los!“ – so lautete das Motto der Eco Disc-Challenge von BPW. Gesucht
wurde das Schrauber-Team, das die Bremsscheibe der neuen Eco Disc-Trailerbremse am schnellsten
tauscht. Der NKW-PARTNER war bei den „Allgäuer Speed Schraubern“ mit dabei.
48
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„Auf die Bremse – fertig – los!“ – Mit diesem Kommando fiel jeweils
der Startschuss für einen ungewöhnlichen Schrauberwettbewerb: die
„Eco Disc Challenge“ von BPW. Ausgerufen hatte diesen Wettbewerb
der Wiehler Trailerspezialist BPW – nicht zuletzt, um die kürzlich in
den Markt eingeführte Trailerscheibenbremse „Eco Disc“ bei den Nutzfahrzeug-Fachleuten bekannt zu machen und ihre Vorteile in den Fokus
zu stellen. Denn neben der möglichen Gewichtsersparnis von bis zu 39
Kilogramm bei einem Drei-Achs-Aggregat (im Vergleich zu einer herkömmlichen Trailerscheibenbremse) kann das neue Bremssystem mit
einem deutlich reduzierten Wartungsaufwand punkten: Die neuartige,
Compact Design genannte Bauart der Eco Disc reduziert nicht nur das
Achsgewicht, sondern spart auch Zeit beim Bremsenservice. Beim Scheibenwechsel muss nämlich der Bremssattel nicht demontiert werden,
die Montage der Naben-Lagereinheit an der Eco Disc erfolgt quasi in
Formel-1-Manier (siehe dazu auch NKW-PARTNER 3-2011, Seite 10).
Außerdem muss der Mechaniker keine Anziehdrehmomente berücksichtigen, da die Achsschraube über eine integrierte Drehmomentbegrenzung verfügt. In Kombination mit der einfachen Erreichbarkeit
des Rückstellers ist ein Bremsbelag- und Scheibenwechsel in Rekordzeit
möglich: Laut BPW fällt der Wartungsaufwand bei einem Dreiachser
beim Bremsscheibenwechsel insgesamt rund eine Stunde kürzer aus.
Grund genug für die Marketingexperten von BPW, diese Tatsachen
in einen Aufmerksamkeit erregenden Schnellschrauber-Wettbewerb zu
verpacken – die BPW Eco Disc Challenge.
DIE CHALLENGE
Die Zeit, die es zu schlagen galt, hatten Udo Nölling und Uwe Theis,
beides ausgewiesene Technikexperten und langjährige Mechaniker bei
BPW, vorgelegt. Neun Minuten und 28 Sekunden brauchten die beiden
Bremsenspezialisten für den geforderten Bremsscheiben und -belagwechsel. „Keine Demontage der Sättel, keine Schraube, die mit einem Drehmomentschlüssel angezogen werden muss – der Scheibenwechsel geht richtig
NEBEN DER SPUR
Glückliche Gewinner: Wenn sie auch nicht ganz
oben auf den Treppchen gelandet sind – über den
von BPW-Gebietsbetreuer Christian Kosney (li.)
überreichten Tischkicker freuten sich die „Allgäuer
Speed Schrauber“ von Dachser dennoch riesig.
schnell und einfach von der Hand“, berichtet
Nölling. „Und weil zwei Hände für den Wechsel
reichen, haben wir parallel gearbeitet, was auch
wieder Zeit sparte“, fügt Theis hinzu.
Bewerben konnten sich Werkstatt-Teams
aus ganz Deutschland mit mindestens zwei
und maximal vier Teilnehmern. Eine Jury
wählte im Vorfeld unter allen Bewerbern die
zehn vielversprechendsten Teams aus. Ab August fuhr dann der Promotion-Truck mit der
Wettkampf-Achse bei den Werkstätten vor.
JEDES ZEHNTEL ZÄHLT
Vor Ort bekamen die Teams zunächst Gelegenheit, an dem Eco Disc-Exponat zu trainieren.
Beim anschließenden Wettkampf gab es zwei
Versuche, wobei nur der schnellste zählte. Für
das Team „Allgäuer Speed Schrauber“ von der
IMPRESSUM
THEMENVORSCHAU 1-2012
FÜR NUTZFAHRZEUG-SERVICE UND TEILEMARKT
Zeitschrift für den Nutzfahrzeug-, Zubehör-, Teilemarkt und Reparaturwerkstätten in Deutschland
18. Jahrgang 2011 · ISSN 1437-6229
Einem Teil dieser Ausgabe liegen Prospekte der Firma ROMESS Rogg GmbH & Co., sowie eine Beilage der Ferdinand
Bilstein GmbH & Co. KG. Wir bitten unsere Leser um freundliche Beachtung.
Herausgeber und Verlag:
Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
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Klaus Kuss, Maurerweg 30
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der Redaktion. Für unverlangt eingesandte Manuskripte
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Derzeit gültige Preisliste: Nr. 18
DIE TITEL DES VERLAGSBEREICHS
KFZ-MEDIEN IM ÜBERBLICK:
• amz – auto motor zubehör
• bfp fuhrpark + management
• GO GLOBAL BIZ
• NKW PARTNER
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Telefax 0511 8550-2405
vertrieb@schluetersche.de
Spedition Dachser in Memmingen mit Walter
Brey, Christian Kiechle, Werner Kracht und
Manfred Strobel war es am Samstag, 24. September 2011 soweit: Sie übten sich kurz warmund legten los wie die Berserker. Lag die Zeit
bei den Proberunden noch bei knapp dreieinhalb Minuten, steigerten sich die vier auf beachtliche 02:36:22 Minuten im Endlauf. Ein
BPW-blauer Tischkicker war dem in DachserBlau gekleideten Schrauber-Kleeblatt damit
schon mal sicher. Im Gesamtklassement landeten die „Allgäuer Speed Schrauber“ schließlich
auf einem respektablen fünften Platz, wobei es
an der Spitze um Zehntelsekunden ging. Eine
Liste mit allen Teams und Zeiten sowie Videos
und Bilder von allen Wettbewerben gibt es auf
der Internetseite von BPW. ◀
www.bpw.de/challenge
FILTER-SPEZIAL
Filter erfüllen wichtige Aufgaben. Dies gilt nicht nur für Öl-, Kraftstoff- und Luftfilter, sondern auch für Innenraumluft-Filter, Filtertrockner, Wasserabscheider und Diesel-Partikelfilter. Wir präsentieren die Neuheiten und Neuigkeiten der Filtertechnik-Spezialisten.
SCHMIERSTOFF-SPEZIAL
Immer mehr Nutzfahrzeuge und Busse besitzen einen Diesel-Partikelfilter, was spezielle
Motorenöle erforderlich macht. Wir berichten über die Hintergründe und sagen, was hinter
den „Low-Ash-Ölen“ steckt. Außerdem stellen wir Spezialitäten und „Problemlöser“ aus den
Labors der Schmierstoffspezialisten vor.
KLIMA-SPEZIAL
Viele Lkw und Busse verfügen mittlerweile über eine Klimaanlage, die regelmäßig gewartet werden muss. Zudem sind hin und wieder auch Reparaturen fällig. Das Geschäft mit
Klimaanlagen ist daher recht einträglich. Wir zeigen, was alles dazu gehört und wie sich
Zusatzerlöse erwirtschaften lassen. Außerdem geben wir Tipps für die Fehlersuche und Diagnose am Klimasystem. In einer Übersicht zeigen wir aktuelle Klimaservice-Geräte und
interessante Zusatztools. Außerdem sehen wir uns am Markt nach Klimaservice-Teilen um
und berichten über nachrüstbare Klimasysteme.
TOP-THEMA TURBOLADER
Kaum ein Dieselmotor verlässt heutzutage das Werk ohne Turbolader. Und auch, um die
immer strengeren Abgasgesetze erfüllen zu können, benötigen moderne Nfz-Motoren eine
Aufladung. Die Werkstätten kommen daher immer öfter mit Turboladerschäden in Berührung. Wir fragen bei den Experten nach, worauf beim Turbotausch zu achten ist.
TOP-THEMA ANTRIEBSTECHNIK
Moderne Kupplungssysteme arbeiten unauffällig – zumindest solange kein Mangel an den
zum Teil recht komplex gewordenen Komponenten auftritt. Wir geben Tipps zu Diagnose
und Reparatur und stellen interessante Spezialwerkzeuge vor. Außerdem befassen wir uns
mit Zwei-Massen-Schwungrädern und Torsionsschwingungsdämpfern und zeigen, worauf
bei diesen im Service zu achten ist. Außerdem berichten wir über die Wartung, Instandsetzung und den Austausch von Schalt- und Automatikgetrieben.
Gerichtsstand und Erfüllungsort: Hannover
WERKSTATT-AUSSTATTUNG
Passend zu den Schwerpunkten berichten wir über nützliche Produkte und Werkstattausrüstungen, die dem NKW-Fachmann den Werkstattalltag erleichtern.
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Beantworten Sie folgende Frage:
Welche Ladespannung benötigen Voll-Calcium-Batterien für mindestens 24 Stunden?
Q 12,8 bis 13,5 Volt 11. – 15. Preis: Sportsbag
Thomas Michelfelder, Pleidelsheim
Monika Heim, Niedereschach
Johannes Haustein, Klingenthal
Mathias Pflieger, Overath
Thomas Stricker, Betzdorf
16. – 20. Preis: USB Stick
Burkhard Behner, Niederfischbach
Konrad Fössleitner, Salzburg
Martin Rollmann, Wallhausen-Michelbach
Jürgen Schmitz, Herzogenrath
Michael Rausch, Geldern
21. – 25. Preis: Truck Race Spiel (Jeder Gewinner erhält zusätzlich
ein LuK-INA-FAG Schlüsselband)
Thorsten Müller, Siegburg
Holger Meier, Magdeburg
Bernd Ziegler, Ittlingen
Gerhard Hipp, Haigerloch Gruol
Albert Sailer, Ammerbuch
50
1. PreisSoundsystem Spirit of St Louis, Soundsystem in klassischer Soundbox aus Holz-Metall-Kunststoff mit schwenkbarer Teleskopantenne,
Radio, programmierbarer CD Player, i-Pod Anschluss
2. – 5. Preis: je eine MAHLE Armbanduhr, Edelstahlband, Citizen-Werk, 5 atm
wasserdicht, Drehring, Datumsanzeige, Mineralglas mit Lupe
6. – 10. Preis: je ein Lamy Pico Kugelschreiber
11. – 15. Preis: je ein Richartz Taschenmesser Picknick
16. – 25. Preis: je ein limitiertes Herpa-Modell MAN TGA XXL:
Koffersattelzug im MAHLE Design (Maßstab 1:87)
4-2011
Q 14,2 bis 14,4 Volt Q 15,8 bis 16,0 Volt
Name/Vorname
Firma
Position/Abteilung
Straße PLZ/Ort
Einsendeschluss: 11. Januar 2012
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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