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DREI JÄGER UND IHRE IDEE - Schweizer Jäger

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Schweizer
®
Das aktuelle
Monatsmagazin
für den Jäger
Nr. 11 November 2012
97. Jahrgang
Fr. 9.80 (inkl. MWST)
ISSN 0036-8016
Novemberzauber
Gamsbrunft 32
Geradezugrepetierer
Rössler Titan 16
46
Swarovski EL
Range
50
Interview
Axel Drescher
18
DREI JÄGER
UND IHRE IDEE
6
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Die Tageszeitungen rissen sich im vergangenen September darum:
«Wolfsnachwuchs am Calanda». Die zuständigen Behörden gaben sich
wohlweislich bedeckt, denn hier geht es nicht mehr alleine um das
Individuum, sondern um die Sache im Allgemeinen. Darum ist hier
besonders (jagd)politischer Spürsinn gefragt. Wer kann es den
zuständigen Behörden denn auch bei den jeweils reisserischen Berichterstattungen einzelner Tagesmedien verübeln, mit Informationen
vorsichtig hauszuhalten?
Und die Jäger? Ein Teil unserer Nimrode befasst sich nach wie vor
mit der Frage, ob der Wolf in der Schweiz willkommen ist und
akzeptiert werden soll. Liebe Jagdkameraden, aufwachen ist gefragt!
Wir beschäftigen uns nicht mehr mit dem Dafür oder Dagegen – der
Wolf ist definitiv da. Spätestens auch nach der vielbeachteten Sendung
«Netz Natur» des Schweizer Fernsehens vom 17. Oktober sollte diese
Erkenntnis eingekehrt sein.
Mit Erstaunen durften die Zuschauer von den zeitaufwendigen
Recherchen der Bündner Wildhut – also Fotos, DNA-Auswertungen etc. –
der letzten Monate Kenntnis nehmen und viele spannende Details in
Erfahrung bringen. Die Sendung liess nachträglich betrachtet doch auch
die Vermutung aufkommen, dass Informationen nur allzu spärlich geflossen sind. Zumindest habe ich dies aus meiner Position und aus den
Rückmeldungen der Leser/innen so aufgenommen. Haben wir da, neben
der Redaktion von «Netz Natur», etwas verpasst? Die genetische Herkunft
des Muttertieres «F07», welche am 28. Juli feststand, konnte zum Beispiel
nur mit Suchen über die Seite der KORA in Erfahrung gebracht werden.
Seitens der Behörden fand nach dem Bildnachweis des Wolf-Nachwuchses
am Bündner Calanda, erbracht durch einen Jäger, keine Medienmitteilung
mehr statt.
Mit dem Auftauchen und dem Sesshaft werden von Wölfen wird sich in den
nächsten Jahren, und das bezogen auf weite Teile der Schweiz, einiges verändern. Gerade in dieser heiklen «Anfangsphase» ist es mitentscheidend,
ob das «Abenteuer» Grossraubwild Zukunft hat. Denn nur mit Einbezug
der Öffentlichkeit, und dazu gehört als Minderheit auch die Jägerschaft,
wird eine entsprechende Akzeptanz geschaffen. Alles andere füllt die
Gerüchteküche, besonders auch die der Skeptiker, die übrigens genau so
ernst genommen werden sollten wie die Befürworter!
Schlussendlich wird die gesamte Gesellschaft langfristig gesehen – gerade
auch aufgrund sachlicher Information – zwischen «Sein oder Nichtsein»
entscheiden. Ich wünsche mir für alle Beteiligten den nötigen Weitblick.
GIPFELSTÜRMER.
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Transparenz ist gefragt
03 // Kannelierter Lauf und Kammer: Gezielt auf
spielend leichtes Handling getrimmt und doch mit
der legendären SAUER-Präzision.
Abgabe von Waffen nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis.
Editorial
Foto: zVg
Monatsthema
Drei Jäger und
ihre Idee
Die von drei
Hofstetter-Jägern
vor zwei Jahren gegründete Firma
‹bergnatur PUR› will
mit ihren verschiedenen Aktivitäten die
einzigartige Bergwelt
des Berner Oberlandes erlebbar
machen. Dabei leisten
die Jäger auch wertvolle Öffentlichkeitsarbeit für die Jagd.
6
50
Ausrüstung
Distanzen messen
und gleichzeitiges
Beobachten ohne
optische Einbussen –
Swarovski setzt
mit dem EL Range
neue Massstäbe.
4
Schweizer Jäger 11/2012
Foto: Nina Hemmi
Swarovski
EL Range
46
INHALT
Jagd & Wild
Foto: zVg
Ausrüstung
Rössler Titan 16
Die österreichische Firma Rössler Waffen
präsentiert einen neuen Geradezugrepetierer.
Peter Pulver sah sich die Waffe genauer an.
Monatsthema
Jagdpraxis
Tierarzt
Wildkunde
6
20
29
30
Waffen & Ausrüstung
Interview
Rössler Tital 16
Swarovski EL Range
Interessantes für den Jäger
Wildkunde
Novemberzauber Gamsbrunft
Mit hohem Tempo liefern sich die schwarzen
Gämsen im frischen Novemberschnee
halsbrecherische Verfolgungsjagden. Unsere
Fotografen waren mit dabei – eine eindrückliche
Fotostory aus der Bergwelt.
32
18
46
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Jäger & Hund
Berichte
Jägermarkt
24
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Jagdspektrum
Veranstaltungen
Satire
Auflösung Testbogen
Leser schreiben
Kapitale Trophäen
Kinderseite
Literatur
Schnappschuss
Testen Sie Ihr Wissen
Jagdgeschichten
JagdSchweiz
Bund und Kantone
Sonne Mond Solunar
Abschied
Jagdschiessen
Ausland
Impressum
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Foto: Stefan Meyers
Vorschau 12/2012
www.schweizerjaeger.ch
sSchwarzwild: Jagddruck und
Überlebensstrategien
s58. Ordenskonvent
«Silberner Bruch» in Davos
Schweizer Jäger 11/2012
5
Monatsthema
6
Schweizer Jäger 11/2012
Die Einwohner der kleinen Gemeinde Hofstetten/BE oberhalb
Brienz waren schon im Mittelalter weitsichtig und fortschrittlich
– wurden aber meist schlecht belohnt. Ähnlich wie heute. Die
von drei Hofstetter-Jägern vor zwei Jahren gegründete Firma
‹bergnatur PUR› will mit ihren verschiedenen Aktivitäten die einzigartige Natur- und Bergwelt des Berner Oberlandes erlebbar
machen.
DREI JÄGER
UND IHRE IDEE
Von Angelo Zoppet
Was haben drei Hofstetter
Jäger, eine Jagdhütte und die
schnellen norwegischen Skirennläuferinnen mit einem geschnitzten Steinadler gemeinsam? Hier
der Kampf auf den Skipisten um
Hundertstelsekunden, dort die
Ruhe und Beschaulichkeit von
Natur, Wildbeobachtung und aktiver Erholung. An einem schönen
Augusttag dieses Jahres trafen sie
zusammen: die drei Jäger und sieben schnelle Norwegerinnen samt
Betreuerstab. Sie stiegen auf verschlungenen Wildbeobachtungsund Jägerpfaden hoch zur SteliJagdhütte unter dem Höch Gumme in den steilen Südhängen der
Brienzer Rothornkette. Doch vorerst zurück zur Idee der drei Jäger
– in die vergangenen Nullerjahre.
Zum Autor
Angelo Zoppet-Betschart (65)
Bauingenieur und Fachjournalist, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Angelo Zoppet wohnt
seit seiner Geburt im Schwyzer Bergsturzdorf
Goldau. In seiner Freizeit streift und wandert er
als naturliebender Mensch viel um seinen Hausberg, der Rigi, mit dem bedeutenden Jagdgebiet
und hat den Bezug zur Jagd seit seiner Kindheit,
ohne aber selbst aktiv zu jagen.
Vom Sinn des Lebens
Manche Menschen fühlen sich
besonders wohl, wenn der Strom
des Lebens ruhig fliesst. Andere
sind ruhe- und rastlos, schwimmen im hektischen und schnellen
Strom zuvorderst mit und finden
darin vermeintlich ihre Erfüllung.
Bis sie irgendwann kaum noch einen Sinn in ihrem Tun erkennen
können und sich fragen, was ihr
Leben ausmacht. Dann begeben
sie sich auf Visionensuche mit
Reiseziel zu sich selbst.
Zu Letzterem mussten sich
unsere drei Jäger, Fischer und
Geschäftsleute noch nie hinterfragen. Paul Fuchs, Holzbildhauer und Gemeindepräsident
von Hofstetten östlich von Brienz,
Denis Büschi, Schneesportlehrer
und Versicherungsfachmann sowie der Jüngste im Bunde, Erich
Sterchi, ein ehemaliger Spitzenlangläufer und Nationaltrainer
der Schweizer Langläufer, gehören zur Kerngruppe des Jagd- und
Wildschutzvereins Brienz und
Schweizer Jäger 11/2012
7
Monatsthema
Die drei Hofstetter-Jäger Denis Büschi, Paul Fuchs und Erich Sterchi (vlnr)
gründeten vor zwei Jahren die Firma ‹bergnatur PUR›.
Umgebung. Vor über 20 Jahren
konnte Paul Fuchs die schmucke,
auf 1600 m gelegene Steli-Jagdhütte vom Kanton Bern pachten.
Das heutige Steli-Jagdhaus wurde
anfangs des letzten Jahrhunderts
vom Kanton Bern als Schutzhütte und Unterkunft für die umfangreichen Schutzmassnahmen,
hauptsächlich forstliche Verbauungs- und Aufforstungsprojekte
der Brienzer Wildbäche erstellt
und genutzt.
Die steilen und wenig zugänglichen Berghänge zwischen dem
Brienzer See und der Rothornkette, besonders die Einzugsgebiete
der Brienzer Wildbäche, fielen
im Mittelalter grossen Waldrodungen zum Opfer. Das Fehlen
des Schutzwaldes oberhalb von
1500 Meter wirkte sich auch negativ auf den Wasserabfluss und
den Geschiebehaushalt aus. Grosse Verwüstungen im Tal und an
den Dörfern am See waren sozusagen eine langzeitliche, leider negative Nachhaltigkeit der
früheren Waldabholzungen. Man
denke nur etwa an die grosse
Murgangkatastrophe vom 23. August 2005 in Brienz und Umgebung. Die Zusammenhänge zwischen Schutzwaldwirkung und
Wasserabflüsse bei Unwettern erkannten einige weitsichtige Hofstetter bereits vor über 400 Jahren und planten schon im Jahre
1599 ein Verbot der Holznutzung
oben am Berg. Doch es bildete
8
Schweizer Jäger 11/2012
sich starker Widerstand und ein
Berner «obrigkeitliches Schiedsgericht» erlaubte das so genannte
Schwenten wieder. Mit den fatalen Auswirkungen bis in die heutige Zeit.
Ja, wir machen es!
Auf ihren unzähligen Naturund Wildbeobachtungsgängen,
bei Weginstandstellungen und
Mithilfe bei Schutz- und Aufforstungsmassnahmen sinnierte
der harte Kern der Jagdvereinigung Brienz und Umgebung wie
man dieses wunderschöne Gebiet mit den grandiosen Tiefblicken auf die Oberländer Seen und
auf die imposanten Viertausender
der Berner Alpen auch touristisch
besser nutzen könnte. Nein, nicht
für Projekte in Richtung Massentourismus. «Es sollen naturnahe
Sommer- wie auch Winteraktivitäten sein – wir müssen doch etwas gegen die in den vergangenen
Jahren immer mehr an den Rand
gedrängte Region vom Brienzer
See bis ins Haslital tun», sinnierten Erich Sterchi, Paul Fuchs und
Denis Büschi. Besonders nach der
letzten Unwetterkatastrophe war
den drei Hofstettern klar, dass
nur Selbstinitiative, wie diejenige ihrer Vorväter, langfristig etwas bringt. «Was nützt uns stetes
Jammern und der Ruf nach Fördergeldern und Subventionen?»,
fügt der Hofstetter Gemeindepräsident fragend bei: «Schliesslich
Die Steli-Jagdhütte liegt oberhalb des Brienzer
Sees auf 1600
Meter über Meer.
Nicht TrendsportAktivitäten,
sondern Ruhe
und Naturerlebnis, verbunden
mit sinnvoller
Arbeit stehen im
Vordergrund.
waren schon unsere Vorfahren vor
über 400 Jahren weitsichtig, klug
und tatkräftig.»
Das Ziel war bald formuliert:
Also naturnahe Aktivitäten vermitteln – heute auch Entschleunigung genannt – und nicht risikoreiche, meist wenig nachhaltige
Nervenkitzel-Aktionen. Einige
gut umsetzbare Möglichkeiten
für Sommer und Herbst: Wildbeobachtungen, Holzen wie vor 100
Jahren, Fischen im Bergbach oder
im 1900 Meter hoch gelegenen
Eissee auf der anderen Seite des
Rothorns. Weiter Wander- und
Bergwege oder Naturpfade bereitstellen und unterhalten, Wildheuen, Führungen zum Thema
Jagd und Naturgefahren, Übernachten auf einem Jagdhochsitz
oder Skulpturen schnitzen. Das
alles schwebte in den Köpfen
unserer Jäger. Und im Winter: Schneeschuhtouren, Birkhahnbalz beobachten
oder Nachtansitz auf den Fuchs, dann
Vollmondschlitteln, kleine Skitouren
und Skilanglaufunterricht. Alles langsame, nicht hektische Aktivitäten, dabei
die Fauna und Flora näher bringen, ohne
diese aber nachteilig zu beeinflussen.
Und was ist bei schlechtem Wetter?
Da bieten sich Besuche im nahen Freilichtmuseum Ballenberg an oder Hüttenabende in der Steli-Jagdhütte mit
einem guten Wildessen oder Indoorschiessen an. Nachdem Erich Sterchi
wegen seiner jungen Familie nach den
Olympischen Winterspielen in Turin den
Trainerposten bei Swiss Ski aufgab und
danach ein Teilmandat als Jugendarbeiter in Meiringen übernahm, waren noch
Kapazitäten für Neues frei. 2009 fassten die drei Natur- und Jagdkollegen
den Entschluss: «Ja, wir machen es!» –
und gründeten 2010 ihre Erlebnisfirma
‹bergnatur PUR›, die auf den drei Säulen Abenteuer, Inspiration und Erholung
beruht.
Zuerst die Schweizer Skidamen,
dann die Norwegerinnen
Geschäftsführer und Frontmann von
‹bergnatur PUR› ist Erich Sterchi mit
seinem grossen und weit verzweigten Beziehungsnetz. Von seiner Trainerausbildung kennt Erich Sterchi Stefan Abplanalp, ebenfalls ein Berner
Oberländer und Haslitaler – aber in der
schnellen Sparte der Alpinskifahrer daheim. Bis März 2011 war Abplanalp
M 03
JUBILÄUMSMODELL
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Abgabe von Waffen nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis.
Kodiak.de 2012
Die Vermittlung über Sinn und Zweck der
Jagd sowie Zusammenhänge in der Natur
erklären, darauf legen die Initianten von
‹bergnatur PUR› besonderen Wert.
Damen-Speedtrainer der Schweizerinnen. «Schon damals hatte ich mit Erich
Sterchi vereinbart, dass wir für unsere
Schweizerinnen einen speziellen, kreativen und den Teamgeist fördernden Tag
zwischen zwei Sommertrainings-Einheiten machen. Nach meinem etwas unschönen Abgang bei Swiss Ski wollte
ich das Versprechen bei ‹bergnatur PUR›
einlösen – nun halt mit den schnellen
Norwegerinnen», lacht der umtriebige
und engagierte Neutrainer von Norwegens Skidamen.
Treffpunkt am frühen Morgen an einem schönen Augusttag war die Taverne vor Hofstetten. Dort lud der ehemalige Gemeindepräsident Simon Ernst die
sieben norwegischen Skimädels und den
fünfköpfigen Betreuer- und Trainerstab
zu einer ersten Stärkung mit Hobelkäse
und Zopf ein. Denn es stand ein wildromantischer, steiler Aufstieg mit 800 Höhenmetern zur Steli-Jagdhütte an. Zuerst
auf einem Waldsträsschen im Schutzwald ob Hofstetten erreichte die illustre
Gruppe schon bald die engen, schluchtartig ausgebildeten Couloirs des Eistlenbaches, einer der ganz bösen Brienzer
Wildbäche. Auf dem verschlungenen Jägerpfad erblickten die Nordländer/innen
in einem Felsenkessel, auf etwa halber
Wegstrecke, einen beinharten Altjahresschneekegel, den es zu queren galt. Da
kamen die nicht ganz Bergtouren konform befussten Skifahrerinnen auf ihrer
bevorzugten Unterlage erstmals ganz
schön ins Schwitzen. Aber die erfahrenen Führer von ‹bergnatur PUR› schlugen kurz ein paar Tritte in den schon gut
verfirnten Hartschnee und die sommerlich bekleideten Mädels meisterten diese
Passage – wenn auch vorsichtig und et-
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Monatsthema
was wackelig. Zwischenhalte gaben stets Gelegenheit auf die Artenvielfalt hinzuweisen und auf
die Bedeutung der Jagd mit Hege
und Pflege von Fauna und Flora.
Und tatsächlich kam die sportliche Truppe auch in den Genuss einer Wildbeobachtung: Im steilen
Gelände ergötzte eine Hirschkuh
mit ihrem Kalb auf dem morgendlichen Weg die ganze Gruppe.
Beim zweistündigen, abwechslungsreichen Aufstieg ergab sich auch die Gelegenheit,
nicht nur mit den Protagonisten
von ‹bergnatur PUR› über Sport
und Natur, Gott und die Welt zu
diskutieren, sondern auch interessante Gespräche mit Fahrerinnen und Betreuern zu führen, die
sonst nur Insidern vergönnt sind.
Der norwegische Cheftrainer und
Koordinator Jørgen Nordlund ist
nach dem für die Norwegerinnen
enttäuschenden Abschneiden an
den Olympischen Spielen 2010
in Vancouver und dem Rücktritt
aller älteren Skifahrerinnen der
einzige «Überlebende» aus dem
damaligen Betreuer- und Trainerstab. Mit der Berufung von Stefan Abplanalp soll der vor zwei
Jahren eingeleitete Neuaufbau
kontinuierlich fortgeführt werden. Nordlund, eine zurückhaltende, kompetente und bodenständige Persönlichkeit, erzählt
über die nicht ganz einfache Aufgabe und über die Unterschiede
zur Schweiz: «In Norwegen hat es
auch sehr gute Trainingsmöglichkeiten, aber die Trainingskultur
ist dort etwas anders. Und natürlich sind alle unsere Mädels sehr
naturverbunden und sind auch gut
für die Probleme der Jagd sensibilisiert.» Er erzählt auch einiges
aus seinem persönlichen und privaten Umfeld und der Familie:
«Es ist schon hart, besonders für
meine Frau und die Kinder, wenn
der Vater über 200 Tage im Jahr
abwesend ist. Es braucht sehr viel
Verständnis beider Seiten. Aber
die kurze Zeit, die wir dann zusammen sind, geniessen wir umso
intensiver.»
Ein handgeschnitzter Adler
Endlich oben. Nach einem kurzen Begrüssungstrunk und Stär-
10
Schweizer Jäger 11/2012
kung wurde das Geheimnis für
den zweiten Tagesteil gelüftet: Einen Adler schnitzen als Maskottchen für die kommende Weltcupsaison mit dem Höhepunkt WM
in Schladming! Als kreativen und
aktiven Beitrag zur Förderung des
Teamgeistes. Erich Sterchi, Denis Büschi und Paul Fuchs hatten
schon am Vortag alles vorbereitet, genügend Schnitzwerkzeuge sowie ein spezielles LindenHolzstück präpariert und in sechs
Rohlinge geschnitten. Nach der
Einteilung in sechs Zweiergrüppchen mit der fachkundigen Instruktion von Paul Fuchs war
vorerst Mittagspause. Bei Älplermaggaronen und Apfelmus ergaben sich anregende und lustige
Gespräche. Und natürlich auch
sportliche.
Zu den sportlichen Zielen in
diesem WM-Winter wollte sich
das junge norwegische Team, mit
einem Durchschnittsalter knapp
über 20, nicht konkret festlegen:
«Weisst du», sagt Teamleaderin
Nina Løseth, «ich bin erst 23 Jahre alt und bin als älteste faktisch
Oben: Bereits auf
dem Aufstieg zur
Jagdhütte gab’s
erste Wildbeobachtungen.
Oben rechts: Die
Gastgeber überraschten das norwegische Team
mit einem Riesen-HofstetterMeringuekuchen,
samt fein eingearbeiteter norwegischer Flagge.
Es wird fleissig
geschnitzt. Ob’s
so wohl passt?
die Mutter der Mannschaft. Diese verantwortungsvolle Rolle ist
manchmal nicht einfach», und
lacht dabei herzhaft mit Schalk in
den Augen. Abschliessend überraschten die Gastgeber das bestens gelaunte und hochmotivierte norwegische Team mit einem
Riesen-Hofstetter-Meringuekuchen samt fein eingearbeiteter
norwegischer Flagge. Ein spezielles Dessert als krönender Abschluss. Alle drei ‹bergnatur
PUR›-Beteiligte sind auch leidenschaftlich gute Köche.
Dann ging es los mit dem Adlerschnitzen. Der König der Lüfte ist ein symbolträchtiges Tier
der Gebirgswelt und eignet sich
als Maskottchen und Glücksbringer bestimmt gut, dachte sich
Holzbildhauer Paul Fuchs. Mit
grossem Eifer und nach den ersten Versuchen erstaunlich gut,
schnitzten die Mädels und ihre
Betreuer an den sechs Einzelteilen – mit grossem, künstlerischem Geschick. Für Auflockerung und Lacher war der stets
gutgelaunte spanische Service-
Ein gelungener Anlass
Alle Skimädels waren von diesem
speziellen Tag begeistert – auch von
der Gegend. Fast schon wehmütig sinnierte Teamleaderin Nina Løseth: «Es
war ein Traum, in dieser wunderschönen Landschaft so etwas Kreatives zu
schaffen und dabei auch noch so Interessantes über Fauna und Flora zu erfahren. Es ist fast wie bei mir zu Hause inmitten der Fjorde.» Auf dem Rückweg
über die Gummenalp treffen die auch
künstlerisch begabten Sportlerinnen auf
mehrere Gruppen Gämsen mit Jungtieren, die sich am späten Nachmittag in
tiefere Lagen begeben. Nicht nur Lotte
Smiseth Sejersted beneidet die schnellen
Gebirgstiere um ihr behändes, schnelles Fortbewegen, sondern auch um de-
Die norwegischen Skidamen mit ihrem Betreuerteam und den Gastgebern sowie dem
rund einen Meter grossen selbstgeschnitzten
Holzadler, der ihr Ski-WM-Maskottchen 2013
in Schladming sein wird.
ren gewaltige Sprungkraft. Nach der
Rückfahrt ab Gummenalp hinunter zum
Brienzer See schlenderte das glückliche
und zufriedene norwegische Skiteam an
den idyllischen Bade- und Campingplatz
an der alten Aaremündung. Bis zum Eintreffen ihres Kunstwerks bewiesen die
mit dem Element Wasser befreundeten
Skidamen Ausdauer und Geschicklichkeit: Stehend auf Surfbrettern paddelnd
fuhren sie in der Abendsonne vor der
prächtigen See- und Bergkulisse um die
Wette. Dann war es endlich soweit. Kurz
vor sechs Uhr wurde der prächtige, rund
einen Meter grosse Holzadler lautstark
auf Norwegisch begrüsst. Alle Teilnehmer stellten sich mit berechtigtem Stolz
zu einem abschliessenden Gruppenfoto.
Bekanntlich ist bei den Norwegern
Natur und fairer Sportsgeist tief verwurzelt. Die glänzenden Augen der Teilnehmer mit dem Dank an das Team von
‹bergnatur PUR› zum Schluss bestätigte, dass dieser kreative Teambildungstag bestens gelungen war. Für Trainer
Stefan Abplanalp gehört ein abwechslungsreiches polysportives Sommertraining zu seiner Philosophie: «Ausflüge
und Tätigkeiten auf und im Wasser sowie in die Natur oder Klettern sind gut
für Bewegungsschulung und für die Kreativität der Fahrerinnen. Zudem sind sie
eine willkommene Abwechslung zum
anstrengenden und oft etwas eintönigen
Konditionstraining im Sommer.» Auch
unsere drei Jäger sehen sich mit ihrem
Konzept bestätigt. Dazu gehört ebenfalls
eine gute und zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit. Der kreative Erlebnistag des
norwegischen Skiteams auf der SteliJagdhütte war dazu bestes Beispiel – und
natürlich auch etwas Werbung in eigener Sache.
Weitere Infos unter: www.bergnatur-pur.ch
Kodiak.de 2012
mann Oviedo Prada besorgt. Das Erstellen des «Schriftzuges Schladming
2013» ins Sockelstück war dem neuen Speedtrainer Stefan Abplanalp und
der Abfahrts-Juniorenweltmeisterin von
2011, Lotte Smiseth Sejersted, vorbehalten. Bereits nach zwei Stunden war eine
nach der anderen Gruppe mit ihren Teilstücken fertig. Dann die bange Frage:
Passt auch alles zusammen? Andächtig
schaute Mann und Frau dem Meister zu,
wie sich die Teile des Adlers zu einem
Ganzen zusammenfügten. Wunderbar,
alles passte wie erwartet. Nach dem Zusammenräumen, die Arbeitsplätze säubern und reinigen ging’s wieder ins Tal
zurück, um in der Werkstatt von Holzbildhauer und Gemeindepräsident Paul
Fuchs den letzten Finish vorzunehmen.
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Anthrazit
Veranstaltungen
Veranstaltungen
Ausstellungen
30. November –
2. Dezember
19. Internationale
Waffenbörse
Palais de Beaulieu,
Lausanne
8. Juni 2013
JagdSchweiz
DV 2013
Wallis
Stiftung Wildtierwarte
Niedergösgen
Ausstellung speziell für
angehende Jäger
Auskunft und Vorbestellung
von Führer mit Ausbildner:
079 332 61 52
www.wildtierwarte.ch
Schweiz. Nationalpark
Zernez
Auskunft:
Tel. 081 851 41 11
Fax 081 851 41 12
Neue Sonderausstellung
im Nationalparkzentrum
(bis 28. Februar 2013):
Greifvögel und Eulen
Aktuelle Zusammenstellung
aller Anlässe und Tagesprogramm unter:
www.nationalpark.ch/
veranstaltungskalender
Galerie «Arche de Noé»,
Vicques
Grösstes Privatmuseum für
präparierte Tiere in Europa
Öffnungszeiten:
Mi 13.30–17.30 Uhr,
Sa 14–17.30 Uhr, für
Gruppen nach Anfrage
www.arche-noe.ch
Naturkundemuseum
mit Wildlife-Show
in Bad Säckingen am
Hochrhein
Modernes Schiesskino
und Nutzungsmöglichkeit
des Konferenzraumes durch
Jagdgesellschaften
Öffnungszeiten:
Montag–Freitag 14–18 Uhr
Samstag/Sonntag 10–16 Uhr
www.golfwelt-hochrhein.de
Natur- und Tierpark
Goldau
Parkstrasse 40
Telefon 041 859 06 06
www.tierpark.ch
Täglich geöffnet
1. April bis 31. Oktober: Mo–
Fr 9–18 Uhr, Sa/So 9–19 Uhr
1. November bis 31.März:
täglich 9–17 Uhr
Ausflüge
Waffenmuseum Suhl
Öffnungszeiten:
täglich von 10.00–18.00 Uhr
info@waffenmuseum.eu
0049 36 81 74 22 18
Wildpark Peter und Paul
Kirchlistrasse 92, St. Gallen
Telefon 071 244 51 13
www.wildpark-peterundpaul.ch
Der Wildpark ist bei freiem
Eintritt 7 Tage in der Woche
geöffnet. Hunde sind an der
kurzen Leine zu führen!
Museum für
Urgeschichte(n)
Hofstrasse 15, 6300 Zug
Telefon 041 728 28 80
Öffnungszeiten:
Di–So 14–17 Uhr
Bündner Naturmuseum
Masanserstrasse 31, Chur
Telefon 081 257 28 41
Öffnungszeiten:
Di–So 10–17 Uhr
Mo geschlossen
www.naturmuseum.gr.ch
Alpengarten
Schynige Platte
Öffnungszeiten:
täglich 08.30 bis 18.00 Uhr
www.alpengarten.ch
Internationales Baumarchiv (IBA), Winterthur
Öffnungszeiten: Fr 10–12,
15–18 Uhr, Sa 11–17 Uhr
Schulklassen-Workshops
und Gruppenführungen nach
Absprache
Telefon 052 212 61 00
www.naturmuseum.tg.ch
Naturmuseum Thurgau
Freie Strasse 26, Frauenfeld
Telefon 052 724 22 19
www.naturmuseum@tg.ch
Öffnungszeiten:
Di–Sa 14–17 Uhr,
So 12–17 Uhr
Naturhistorisches
Museum
der Burgergemeinde Bern
Öffnungszeiten: Mo 14–17
Uhr, Di/Do/Fr 9–17 Uhr, Mi
9–18 Uhr, Sa/So 10–17 Uhr.
Monte Generoso
Der ideale Ferienausflug ins
Tessin: Begleitete Besuche
der Bärenhöhle auf dem
Monte Generoso.
Auskunft erteilt:
Ristorante Monte Generoso,
Telefon 091 649 77 22
Pro Natura Zentrum
Champ-Pittet,
Yverdon-les-Bains
Ausstellungen und Naturlehrpfade. Informationen:
Telefon 024 426 93 41
www.pronatura.ch/champ-pittet
Schweiz. Vogelwarte
Sempach
Vögel sehen und hören:
In der neuen Ausstellung
sind die Vögel der
Vogelwarte-Sammlung nach
Lebensräumen gruppiert; ihre
Stimmen können an Ort und
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Gruppen und Schulen bieten
wir spezielle Führungen an.
Auskunft und Vorbestellung
von Führungen:
Tel. 041 462 97 00
Fax 041 462 97 10
Aussenstelle Wallis:
Natur-Zentrum, Salgesch,
Tel. 027 456 88 56
Schweiz. Alpines
Museum Bern
Helvetiaplatz 4. Öffnungszeiten: Mo–So 10–17 Uhr;
an allen Feiertagen geöffnet.
Anmeldung: 041 480 20 22.
12
Schweizer Jäger 11/2012
Jagdhornbläser
Hubertusmessen
10. November
17.00 Uhr
Hubertusmesse
in der katholischen Kirche
Überstorf
mit Begleitung der
Jagdhornbläser – Jägertee
Jagdschutzverein
Hubertus-Sense
11. November
09.15 Uhr
Hubertusmesse
in der Paulus-Kirche
Hofegg, Gossau SG
JHB Hubertus St. Gallen
11. November
10.00 Uhr
Hubertus-Familiengottesdienst
in der reformierten Kirche
Frutigen
Jagdhornbläser Rätia GR
www.jägerverein-kandertal.ch
11. November
10.30 Uhr
Hubertusmesse
Pfarrkirche Dallenwil NW
Jagdhornbläser «Auerhahn»
16. November
19.30 Uhr
Ökumenischer
Jägergottesdienst
in der reformierten
Kirche in Untervaz
Jagdhornbläser Rätia
17. November
18.30 Uhr
Hubertusmesse
Kirche Rothenburg
Hubertusbläser Luzern
18. November
09.30 Uhr
Jäger- und
Familiengottesdienst
in der ref. Kirche in
Wohlen b. Bern
Frau Pfarrerin Rebekka Grogg
Gürbetaler ParforcehornBläser
18. November
10.00 Uhr
Jägergottesdienst
in der Michaelskirche
Meiringen
mit:
Obwaldner Jagdhornbläser
Jagdhornbläser Oberhasli
Jägerchörli Oberhasli
Anschliessend offerierter
Apéro im Kirchgemeindehaus
DER DRÜCKJAGDPROFI
Z6(i) 1-6x24. HAT ALLES IM BLICK
Ihr Drückjagdstand kann viele Gesichter haben: Enge Schneisen
mit wenig Schussfeld, Altholzbestände oder sogar offene Flächen
für weite Sicht. Mit dem Z6(i) 1-6x24 haben Sie dank eines
bestechenden Sehfelds von 42,5 m, einer 6fach-Vergrößerung
und einem sicheren Augenabstand die Gewissheit, für alle
Drückjagdsituationen optimal gerüstet zu sein –
egal wo sie abgestellt sind.
18. November
17.00 Uhr
Hubertusmesse
Schlosskirche Interlaken
Hubertusmesse in Es
von Reinhold Stief,
vorgetragen durch die Diana
Jagdhornisten Burgdorf
Liturgie: Pfr. Claude
Hämmerly, Habkern
2. Dezember
09.30 Uhr
Hubertusmesse
in der ref. Kirche Sonnenfeld
Steffisburg
Hubertusmesse in Es
von Reinhold Stief,
vorgetragen durch die Diana
Jagdhornisten Burgdorf
Liturgie: Pfr. Kurt Bienz
DAS KOMPROMISSLOSE
PAKET FÜR DIE DRÜCKJAGD:
- überragendes Sehfeld
- 6fach-Vergrößerung
- bestechende Optik
NEU PERFEKTIONIERT IM Z6(i) – 2nd GENERATION:
NOCH ELEGANTER UND INTELLIGENTER
- schlanke, niedrige Beleuchtungseinheit
- optimierte Handhabung
- automatische An- und Abschaltfunktion
(SWAROLIGHT)
8. Dezember
Waldweihnacht mit
Hubertusmesse
in der «Hinteren Untersteiglen»,
Stöckalp
umrahmt durch die
Klänge der Obwaldner
Jagdhornbläser
(siehe auch Seite 73)
13. Januar 2013
10.00 Uhr
Hubertusmesse
Kirche Eich LU
Jagdhornbläser «Auerhahn»
1. Juni 2013
28. Eidgenössisches
Jagdhornbläserfest
in Brig, der Oberwalliser
Alpenstadt am Simplon.
(siehe auch Seite 16)
SEE THE UNSEEN
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Schweizer Jäger 11/2012
13
TV-Tipps
Typisch! Der Hirschrufer
Montag, 12. November
13.30 Uhr
hr fernsehen
Als Jäger, Falkner und Jagdlehrer lebt Immo Ortlepp in
und mit der Natur. Der 52-Jährige aus der Wedemark bei
Hannover hat sich auch über
die Landesgrenzen hinaus als
«Hirschrufer» einen Namen
gemacht. Ziel ist es, während
der Brunftzeit des Rotwildes,
dem «Platzhirschen» einen
Nebenbuhler vorzutäuschen,
damit er aus der Deckung tritt.
Die Filmautorin Kerstin
Patzschke-Schulz begleitete
Immo Ortlepp bei seinen vielfältigen Aktivitäten und ging
mit ihm im Frühherbst auf die
Pirsch.
Von den Alpen
zum Ammersee
Naturbeobachtungen
im Ammertal
Dienstag, 13. November
15.15 Uhr
hr fernsehen
Schroffe Felswände, einsame Wälder, klare Gebirgsbäche und das Weidmoos gehören zu einem bayerischen
Naturwunder am Rande der
Alpen. Filmautor Jens-Uwe
Heins führt von den Hängen
und Tälern des Graswangtales in den Ammergauer Bergen bis zur Mündung in den
Ammersee und zu den Rothirschen im Graswangtal. Er
berichtet von seltenen Wasseramseln, Flussuferläufern,
Brachvögeln und Bibern, die
an der Ammer leben, von einem Berufsjäger, einem Naturschützer und einer Biologin aus Äthiopien, die sich für
den Erhalt der Ammer und ihrer Tierwelt einsetzen und sie
erforschen.
NaturNah
Wildschweinalarm
auf Hiddensee
Dienstag, 13. November
18.15 Uhr
NDR Fernsehen
14
Schweizer Jäger 11/2012
Bild: NDR/NDR Naturfilm
Veranstaltungen
für den Jäger
Waldrentiere sind in Europa äusserst selten geworden:
Ausser in Teilen Russlands gibt es sie nur noch in Finnland –
der kapitale Hirsch ist in der Brunft.
Wildes Skandinavien
Finnland
Mittwoch, 14. November
20.15 Uhr
NDR Fernsehen
Die siebenteilige NDR Naturfilmreihe «Wildes Skandinavien» präsentiert mit überwältigenden Bildern die raue,
ungezähmte Natur des hohen
Nordens. «Wildes Skandinavien – Finnland» gewährt etliche
Einblicke in das faszinierende
Leben wilder Gleithörnchen,
Bären, Wölfe und Vielfrasse.
Die beiden Filmemacher Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg
haben über drei Jahre lang das
Verhalten von Tieren filmen
können, das vorher so noch
nicht im Fernsehen zu sehen
war. (Wdh. am Donnerstag um
11.30 Uhr.)
Tiere bis unters Dach
Wie die Wildsau
Donnerstag, 15. November
6.10 Uhr
SWR Fernsehen
Wildschweine
machen
Waldau unsicher und bedrohen Grieshabers Maisernte.
Als Almuts Schwarm Rektor Stelzl mannhaft die Attacke eines Wildschweins abwehrt und sich dabei verletzt,
beschliesst Gretas Oma, ihre
Abreise zu verschieben: Sie
muss Stelzl gesund pflegen!
Die Familie hat kaum Zeit darüber nachzudenken. Denn
von dem ebenfalls verletzten
Wildschwein geht grosse Gefahr aus – Dr. Hansen, Grieshaber und Förster Nachtweyh
machen sich gemeinsam auf
die Suche. Aber Greta hat mit
dem Borstenvieh mal wieder
eigene Pläne.
NETZ NATUR
Donnerstag, 15. November
20.05 Uhr
Schweizer Fernsehen SF1
Die Redaktion NETZ NATUR versucht das Leben von
Wildtieren möglichst ohne
Störung zu dokumentieren.
Eine weitere Sendung in diesem Jahr wird ausgestrahlt am
20.12.2012, 20.05 Uhr, SF1.
Wiederholungen werden am
Folgetag der Sendung ausgestrahlt – um ca. 1.45 und
um 11.00 Uhr auf SF1. Ältere Sendungen von Netz Natur
können im Video-Portal des
Schweizer Fernsehens SF1 im
Internet geschaut werden.
Übersicht: http://www.sen
dungen.sf.tv/netz-natur/Nach
richten/Archiv/2008/10/02/
netznatureinzel/VIDEOUe
B E R S I C H TNETZ-NATUR
Der Bulle von Tölz
Bulle und Bär
Freitag, 16. November
20.15 Uhr
Bayerisches Fernsehen
Deutscher Spielfilm. Franz
Kufner, ein passionierter Jäger, wird tot im Nachbarrevier
aufgefunden. Es stellt sich heraus, dass die tödlichen Verwundungen von einem Bären
stammen. Die Medien überschlagen sich, doch Benno
Berghammer will nicht an die
Bärentheorie glauben....
X:enius
Wölfe – Ist der Wolf
eine Bedrohung für
den Mensch?
Mittwoch, 21. November
8.25 Uhr
arte
Der Wolf ist zurück in den
europäischen Wäldern. Seit
dem 19. Jahrhundert galt er in
Mitteleuropa als ausgerottet,
doch jetzt ist er wieder da. Seine Zuwanderung aus Osteuropa wird von Naturschützern in
Deutschland und Frankreich
begrüsst. Doch in der Bevölkerung, etwa in der Lausitz, gibt
es viele Ängste. Jäger fürchten, dass der Wolf die Rehe
und Hirsche dezimiert, Bürgerinitiativen treibt die Sorge
um, die Rudel könnten Wanderer oder Pilzsucher anfallen.
Die «X:enius»-Moderatoren
Dörthe Eickelberg und Pierre
Girard sind heute dem Mythos
des grossen, bösen Wolfes auf
der Spur. (Wdh. am Donnerstag, 22. November, um 13.00
Uhr auf arte.)
Hier ab vier
u.a. mit «Iss was?!»
Sternekoch Christian Henze
Christians Wild-Gerichte
Freitag, 23. November
17.00 Uhr
MDR Fernsehen
Hirschbraten oder herzhafte Scheiben vom Wildschwein,
schön langsam geschmort,
sind einfach und lecker. Wildgerichte haben eine lange Tradition in der mitteldeutschen
Küche. Christian Henze stellt
Bild: PHOENIX/ARD-Studio Rio de Janeiro
Rezepte vor, bei denen das
Fleisch rosa bleibt, herrlich
zart ist und wunderbar aromatisch schmeckt. Freuen Sie
sich auf Steak vom Wild, rosa
gebratenes Fleisch und geschmorten Braten mit leckerer Sosse.
Millionen für ein
Naturparadies
Chiles Patagonien
in Gefahr
Sonntag, 25. November
21.45 Uhr
Phoenix
Eine Kulisse, wie aus einem Traum. Hohe, mit Gletschern bedeckte Berge, weite
Täler, Sümpfe, Seen und bizarre Wälder. Jagdgründe der
Pumas. Lamas sind hier zuhause und die vom Aussterben
bedrohten Huemul-Hirsche.
Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.
St.Moritz/Silvaplana
erhält den Zuschlag für die
Ausführung der Jäger
Ski WM 2013
Nachdem die Jäger Ski
WM zwei Jahre hintereinander im österreichischen Montafon stattgefunden hat, wird
die WM im Jahr 2013 zum
ersten Mal in der Schweiz
durchgeführt. Die Initianten
und bisherigen Organisatoren
der Jäger Ski WM gaben Mitte September der Kandidatur
St.Moritz/Silvaplana den Zuschlag für diesen speziellen
sportlichen Anlass.
Die Jäger Ski WM 2013
findet zum ersten Mal nicht
in Österreich, sondern in der
Schweiz statt. Eine Delegation
aus Silvaplana und St.Moritz
nahm im April 2012 an der
WM in Schruns/Tschagguns
teil, um diesen Anlass aus der
Nähe anzuschauen und erste
Gespräche über eine mögliche
Übernahme des Events zu führen. Nach der WM war schnell
klar, dass St.Moritz/Silvaplana kandidieren wird. Die Kandidatur war erfolgreich und
St.Moritz/Silvaplana konnte sich gegen mehrere andere Bewerber aus der Schweiz,
Deutschland und dem Südtirol
durchsetzen.
Was ist die Jäger Ski WM,
welche vom 21. bis 24. März
2013 stattfinden wird?
Wie der Name schon sagt,
geht es um ein Skirennen für
Jäger. Das Programm der Jäger Ski WM besteht aus verschiedenen Teilen. Die offizielle
Begrüssung
und
Eröffnung der WM findet am
Donnerstagabend statt. Am
Freitag findet ein jagdliches
Schiessen auf verschiedene
Scheiben statt, bei welchem
es um Spezial- und Tageswertungen geht. Im Falle von
schlechtem Wetter werden
diese Wertungen am Samstag
zur WM dazugerechnet. Am
Samstag wird dann das WMRennen durchgeführt, wobei
jeder Teilnehmer zwei Riesenslalomläufe zu absolvieren hat
und in der Mitte der Läufe ei-
nehmern eine gute Zeit unter Gleichgesinnten zu ermöglichen. Organisiert wird die
Veranstaltung von Silvaplana
Tourismus in Zusammenarbeit mit verschiedenen Hotels
aus Silvaplana und St.Moritz.
Weitere Infos unter: www.engadin.stmoritz.ch
Veranstaltungen
Jäger Ski WM in
St.Moritz/Silvaplana
nen Schuss auf eine Scheibe abgeben muss. Damit alle
die Chance haben Weltmeister
zu werden, gewinnt diejenige
Person, welche die geringste
Differenz zwischen dem ersten und zweiten Lauf aufweist.
Gestartet wird in vier Kategorien Jäger, Jägerinnen, 4er
Teams und Treiber (Nichtjäger). Am Abend finden die
Preisverteilung und der grosse
Galaabend statt.
Erwartet werden rund 200
Teilnehmer aus der Schweiz,
Österreich, Deutschland und
Italien. Ziel der Veranstaltung
ist, die Nachsaison zu beleben, den Teilnehmern zu zeigen, dass man im Engadin
auch Ende März noch sehr gut
Skifahren kann und den Teil-
Veranstaltungen
28. Eidgenössisches Jagdhornbläserfest
in Brig
Die Alpenstadt Brig am
Simplon wird Austragungsort
des 28. Eidgenössischen Jagdhornbläserfestes sein. An den
alle zwei Jahre stattfindenden
musikalischen Wettspielen des
Schweizerischen Jagdhornbläserverbandes vom 1. Juni 2013
werden mehrere hundert aktive Bläserinnen und Bläser aus
der ganzen Schweiz erwartet.
Das Organisationskomitee wird aus Vertretern des
Oberwalliser Jagdhornbläserverbandes, der sieben Oberwalliser Jagdhornbläserformationen sowie des Oberwalliser
Jäger- und Naturfreundechors
gebildet. Es setzt alles daran,
den aus allen Landesteilen anreisenden Vereinen und Besuchern ein einmaliges und unvergessliches Fest zu bieten.
Die musikalischen Wettspiele finden ganztags am 1. Juni
2013 statt und werden am frü-
hen Abend mit einem Gesamtspiel sowie der Rangverkündigung abgeschlossen. Idyllische
Orte in der Simplonstadt Brig,
welche gleichzeitig den hohen
musikalischen
Anforderungen gerecht werden, dienen als
Freiluft-Bühnen.
Das 28. Eidgenössische
Jagdhornbläserfest soll es
den teilnehmenden Formationen erlauben, sich im friedlichen Wettkampf gegensei-
tig zu messen. Überdies wird
aber auch der nichtjagenden
Bevölkerung die Gelegenheit
geboten, den traditionellen
und kulturellen Wert des Jagdhornblasens kennen und erfahren zu lernen.
Willkommen – Bienvenue
– Benvenuti – Benvegni! in
Brig.
Auskunft: Adrian Zumstein, OK-Vizepräsident
und Verantwortlicher Medien und Marketing,
a.b.zumstein@bluewin.ch, +41 79 302 35 62
Bevor der Jagd
die Argumente ausgehen
Stellt die Jagd die Ursache oder die Lösung im WaldWild-Konflikt dar? Kann
die Jagd die zunehmenden
Schwarzwildbestände regulieren? Ist die Jagd im 21. Jahrhundert gesellschaftlich vertretbar? Wozu braucht man
überhaupt die Jagd?
Die mächtige Wissenslücke zwischen Forschern und
Praktikern im Revier schliesst
seit 2008 der Universitätslehrgang Jagdwirt/in der Universität für Bodenkultur Wien
(BOKU). An zehn Wochenenden werden kontinuierlich
aktuelle Forschungsergebnisse zur Jagd vermittelt, wobei
die Bandbreite biologische,
gesellschaftliche, wirtschaftliche, technische und rechtliche
Aspekte rund um das Weidwerk umfasst. Das gewonnene Wissen findet Eingang in
die Abschlussarbeit der Teilnehmer, die zur Bezeichnung
«akademische/r Jagdwirt/in»
führt.
Bewerbungen für 2013 werden bereits angenommen
Der Universitätslehrgang
Jagdwirt/in wurde als Weiterbildungsinitiative des Instituts
für Wildbiologie und Jagdwirtschaft an der BOKU im
Jahr 2008 erstmals abgehalten. Die Dauer beträgt 4 Semester. Jedes Jahr beginnt ein
16
Schweizer Jäger 11/2012
Lehrgang, parallel laufen also
zwei Jahrgänge pro Jahr. Im
März 2013 wird der VI. Jahrgang starten, in dem wieder 20
TeilnehmerInnen aufgenommen werden sollen.
Ein Lehrgang besteht aus
10 Modulen, den sogenannten
«Lehreinheiten», die jeweils
an 3–4 Tagen in verschiedenen Wildlebensräumen innerhalb ganz Österreichs abgehalten werden. Die Teilnehmer
müssen in diesem Zeitraum
einen Seminarbeitrag leisten, eine Hausarbeit und eine
Abschlussarbeit erstellen und
ihr erworbenes Wissen in einer Prüfung unter Beweis stellen. Eine Akademische Feier
ist der feierliche Schlusspunkt
dieser Weiterbildung, die in
der jagdlich relevanten Öffentlichkeit immer wieder grosses
österreichweites und internationales Interesse weckt.
Die gesamten Ausbildungskosten inkl. der Ho-
telunterkunft betragen EUR
3.000,– pro Semester. Mehr
Informationen und Bewerbungsunterlagen auf www.
jagdwirt.at bzw. Telefon 01 /
47654-4469. Die Bewerbungsfrist für den VI. Jahrgang endet Mitte Januar 2013.
19. Internationale
Waffenbörse Lausanne
30. November bis
2. Dezember 2012 in
Beaulieu Lausanne
Anlässlich ihrer 19. Auflage
schlägt die Internationale Waffenbörse von Lausanne eine
interaktive Ausstellung über
das Mittelalter mit Demons-
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Stichwort «Waffenbörse» an vinko.peic@rgannoncen.ch
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trationen europäischer historischer Kriegskünste vor.
Die Besucher werden an
mehreren Aktivitäten wie Axtwerfen und Armbrustschiessen teilnehmen können. Sie
werden auch einen Raum besuchen können, der dem Ritter
des 13. Jahrhunderts, den Wikingern und den Handwerkern
des Mittelalters gewidmet ist.
Die Waffenbörse ist am
Freitag und am Samstag von
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Schweizer Jäger 11/2012
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Ihr Spezialist für Jagdreisen nach Ungarn
17
Interview
NEUER OPTIK-STERN
am schweizerischen
JAGDHIMMEL
Mit dem deutschen Optikspezialisten DDoptics gibt es seit
kurzem einen neuen Anbieter für Jagdoptik im Schweizer Markt.
Der «Schweizer Jäger» sprach mit dem Firmengründer Axel
Drescher.
Unser Produktsortiment umfasst optische Geräte für Jagd,
Sport und Freizeit wie Ferngläser, Zieloptiken, Spektive aber
auch Nachtsichtgeräte.
Was war für dich ausschlaggebend, eine eigene Optikmarke zu
gründen?
Bereits als Kind hat mich das
Thema Optik fasziniert. Damals
bekam ich von meinen Eltern einen Astronomie-Koffer, mit welchem ich selber experimentieren
Qualität doch einen recht hohen
Standard gewöhnt. Wir haben damals beschlossen, ein eigenes
Fernglas nach unseren Wünschen
zu konstruieren und im kleinen
Kreis, unter unsern ostdeutschen
Jagdkollegen, zu vermarkten. Die
Produktion dieses Modells beschränkte sich anfangs auf 100
Stück und traf genau die Bedürfnisse unserer Kunden in der Region – «Gute Qualität, zu leistbaren
Preisen». Damit war die DDoptics geboren!
«Bereits als Kind hat mich
das Thema Optik fasziniert.»
Alex Drescher,
aktiver Jäger
und Gründer der
DDoptics Dresden.
18
«Schweizer Jäger»: Axel,
kannst du dich und deine Firma
den Leser/innen des «Schweizer
Jäger» kurz vorstellen?
Axel Drescher: Mein Name
ist Axel Drescher, Gründer der
DDoptics Dresden. Ich führe das
Unternehmen gemeinsam mit
meiner Frau Constanze als typisches Familienunternehmen.
Schweizer Jäger 11/2012
konnte. Vor der Wende war der
Optikbereich in der Region Dresden einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Als ich nach meiner Militärlaufbahn Dresden als
meine neue Heimat entdeckte,
war die Optikbranche in den neuen Bundesländern am Boden und
viele hochqualifizierte, auch ältere Spezialisten mit jahrelanger
Erfahrung hatten keine Aussicht
auf eine Anstellung.
Obwohl die Kaufkraft in der
Region noch weit hinterher hinkte, waren die Kunden bezüglich
Worauf beruht der Erfolg von
DDoptics in diesem eng umkämpften Markt?
Den Erfolg von DDoptics sehe
ich in der Kombination mehrerer
Faktoren. Hauptfaktoren sind sicherlich unsere Kundennähe und
das weitreichende Serviceangebot, wie beispielsweise 30 Jahre
Produktgarantie auf alle unsere
Produkte.
Der direkte Kundenkontakt
wird nicht nur von unseren Kunden hoch geschätzt, sondern ist
auch mir persönlich ein grosses
sen relativ rasch Aufmerksamkeit
in der Jäger-Gemeinde zu erlangen. Aus diesem Grund ist der
Bereich Jagdoptik seit Unternehmensgründung für uns das wichtigste Marktsegment. Mit unseren
Tactical-Zieloptiken bieten wir
aber auch für Sportschützen attraktive Produkte und stellen mit
unserem DDoptics-Shootingteam
sechs Deutsche Meister im jagdlichen Schiessen.
«Der direkte Kundenkontakt wird nicht nur
von unseren Kunden
hoch geschätzt.»
Diese eher konservative aber
kostensparende und kundenorientierte Expansionspolitik ermöglicht es uns, eine führende
Position bei Preis/Leistung mit
unseren Produkten einzunehmen
und stellt gleichzeitig eine hohe
Nachhaltigkeit unserer Umsätze
sicher.
Ist DDoptics denn ausschliesslich als Anbieter von Jagdoptik
anzusehen, bzw. inwiefern richtest du dich mit deinen Produkten
auch an andere Käuferschichten
wie beispielsweise Sportschützen?
Beim Thema «Optik», gehören
nach meiner Erfahrung Jäger sicher mit zu den anspruchsvollsten Kunden. Wenn es um Qualität und optische Leistung geht,
besteht bei diesem sehr engen
Bisher ist DDoptics vor allem in Deutschland bekannt. Wie
siehst du den Schweizer Markt
im Vergleich zu deinem Heimatmarkt und mit welchen speziellen
Herausforderungen siehst du dich
hier konfrontiert?
«Den Schritt in die
Schweiz erachte ich als logische Konsequenz.»
«Jäger gehören sicher
mit zu den anspruchsvollsten Kunden.»
Kundensegment kaum Kompromissbereitschaft. Dieses hohe
Kundenbewusstsein ermöglichte es aber auch, einem noch recht
jungen bzw. unbekannten Anbieter wie DDoptics mit hochwertigen Produkten zu attraktiven Prei-
Der Hauptsitz von DDoptics
ist bei Dresden in Deutschland.
Werden die Produkte auch in
Deutschland produziert?
An unseren Hauptsitzen in
Dresden und Chemnitz werden neue Optiken entwickelt
und es erfolgt die Endmontage, wie beispielsweise der Einbau unseres speziellen Glasfaser Leuchtpunkts, bei sämtlichen
Zielfernrohren. Die Basis-Fertigung unserer Produkte erfolgt
fast ausschliesslich in Kooperation mit japanischen Lieferanten.
Wir erhalten in letzter Zeit
vermehrt Anfragen von Schweizer Interessenten und konnten für
diese Kunden bisher leider keine
optimale Lösung anbieten. Den
Schritt in die Schweiz erachte ich,
nach unserem Erfolg in Deutschland, aber auch in Österreich, als
logische Konsequenz.
Für unsere, speziell in den
Schwarzwild-Regionen Deutschlands, sehr beliebten lichtstarken Nachtgläser sehe ich für die
Schweizer Bergregionen nur eingeschränktes Potential. Für die
speziell zur Bergjagd entwickelten leichten und hochauflösenden
EDX-Ferngläser der 2012er-Se-
rie aber sehe ich in der Schweiz
durchaus Bedarf.
Unsere grösste Herausforderung ist die «anfängliche Skepsis» gegenüber einem neuen Anbieter. Das braucht Zeit und ich
erwarte hier auch keine Wunder.
Mittelfristig, davon bin ich persönlich überzeugt, werden wir uns
aber auch in der Schweiz mit unserer Philosophie und dem konsequenten Fokus auf Preis/Leistung
durchsetzen.
Sind deine Produkte schon direkt in der Schweiz erhältlich bzw.
welche Vertriebsstrategie verfolgst du speziell für die Schweiz?
Ja, unsere Produkte sind inzwischen auch in der Schweiz erhältlich. Der Vertrieb in der Schweiz
erfolgt ausschliesslich über ausgesuchte Fachhändler und Büchsenmacher. Das Ziel ist hier nicht,
möglichst viele Vertriebspartner zu finden, sondern eine möglichst landesweite Abdeckung mit
ein bis zwei Anbietern pro Region
sicher zu stellen.
Die von DDoptics sich selber auferlegten qualitativen Mindestanforderungen entsprechen
der gehobenen Mittelklasse dieser Produktsegmente. Aus diesem Grund bietet DDoptics keine
Billigprodukte für den Massenmarkt an. Abgedeckt wird ausschliesslich der Qualitätsbereich
zwischen Gut bis Premiumklasse, zu dem jeweils bestmöglichen
Preis-/Leistungsverhältnis. Damit bietet DDoptics seinen Vertriebspartnern in der Schweiz
eine äusserst attraktive Alternative bzw. Ergänzung ihrer bestehenden Sortimente.
Axel, ich bedanke mich für das
ausführliche und interessante Gespräch und wünsche dir weiterhin
viel Erfolg und Freude in deiner
Tätigkeit.
Ich danke dir, Kurt, für das Gespräch und wünsche allen Lesern
und Leserinnen und auch dir ein
herzliches Weidmannsheil!
Schweizer Jäger 11/2012
19
Interview
Anliegen, um Bedürfnisse aber
auch Kritik unserer Kunden umgehend in die laufende Optimierung unserer Produkte und Serviceleistungen mit einfliessen zu
lassen.
Der Grossteil unserer Investitionen fliessen nicht in den Vertrieb, das Marketing oder die
Verwaltung, sondern in die Entwicklung neuer bzw. verbesserter Produkte. Die meisten unserer
Neukunden werden daher auch
aufgrund persönlicher Empfehlungen zufriedener DDopticsNutzern auf uns aufmerksam.
Jagdpraxis
«ES BLIES EIN JÄGER
WOHL IN
SEIN HORN …»
Ein Beitrag zur Geschichte des Jagdhorns
Nachdem vor Jahresfrist an dieser Stelle der Geschichte der Hubertuslegende nachgegangen und versucht wurde, ihre Wirkung
und Bedeutung in der Gegenwart zu ergründen, soll der diesjährige Hubertustag zum Anlass genommen werden, die historische Entwicklung des wohl wichtigsten Requisits aller dieser
Feiern, Messen und Jagden darzustellen und einen kurzen Blick
auf die gegenwärtige Bedeutung des alten Instruments zu richten.
Quelle: Wikipedia, Creative Commons-Lizens: Foto: Jan Mehlich
20
Schweizer Jäger 11/2012
Ein älteres Fürst-Pless-Horn, hier einmal
mit einer braunen Lederumwicklung. Das
handliche Horn in dieser ursprünglichen
Ausführung ohne Ventile wird von den
meisten hörnerblasenden Jägern bevorzugt.
Repro: Verfasser
Jagdpraxis
Quelle: Wikipedia, Creative Commons, Foto: Carolus Ludovicus
Im Aachener Domschatz wird das «Jagdhorn Karls des Grossen» gezeigt, das jedoch erst etwa 200 Jahre nach dessen Ära angefertigt wurde. Im Vordergrund ist
ein ebenfalls dem frühmittelalterlichen Kaiser zugeschriebenes Jagdmesser zu sehen, das aber gleichfalls jünger ist.
Von Klaus Böhme
3. November – der Tag des heiligen Hubertus. An keinem anderen Tag des Jahres erschallen in
den Ländern und Gegenden, in
denen mit Gottesdiensten und
Gesellschaftsjagden des Schutzpatrons der Jäger und des Wildes
gedacht wird, so viele Jagdhörner,
von den Bergen herab, aus den
Wäldern, wo bei einer der unzähligen kleinen Hubertuskapellen
eine Andacht gehalten wird, oder
auch in den grossen Kathedralen
der Städte bei einer der vielen
Hubertusmessen aus Anlass dieses «Festtages der Jäger».
Quelle: Wikipedia, gemeinfrei
Von der Urzeit bis ins Mittelalter
Die Geschichte der Hörner
ist fast so alt wie die Geschich-
te der Menschheit. Wie die dem
lateinischen Wort «cornu» verwandte Bezeichnung erkennen
lässt, wurden Hörner zur Übermittlung von Signalen bereits in
frühesten Kulturepochen aus dem
Kopfschmuck von Boviden, meist
von Rindern gefertigt. Hirten und
Jäger hielten schon vor Jahrtausenden mit solchen urtümlichen
Tierhörnern untereinander Kontakt. In den frühen Städten bestand das «Hifthorn» der Nachtwächter, dessen Name sich nicht
vom Tragen an der Hüfte, sondern vom althochdeutschen «hiofan» für «wehklagen» ableitet,
aus Rinderhorn und wurde erst
im Laufe der Zeit mit einem Metallmundstück versehen. Weitere
Naturmaterialien zur Herstellung
von Hörnern waren etwa in Assyrien grosse Schneckengehäu-
Diese farbenfrohe
Abbildung aus dem
im 14. Jahrhundert
gedruckten «Jagdbuch» des französischen Lehnherrs Gaston II.,
genannt Phoebus,
zeigt einen mittelalterlichen Jagdknecht beim Aufspüren des Wildes,
der ein einfaches
Naturhorn am langen Riemen an der
Hüfte trägt.
Erst bei genauem Hinsehen erkennt man, dass
der böhmische
Zeichner und
Kupferstecher
Wenzel Hollar
(1607–1677) hier
fünf verschiedene
Jagdhörner dargestellt hat.
se oder bei den Völkern am Meer
voluminöse Muscheln.
Eine Besonderheit stellt der
«Olifant» dar, altfranzösisch cor
d’éléphant genannt. Das legendäre Signalhorn, mit dem aber
meist nur ein Ton erzeugt werden
konnte, bestand tatsächlich aus
einem Elefantenstosszahn und
soll eine unglaubliche Reichweite gehabt haben. Nach dem mittelalterlichen Rolandslied rief der
Held in der Schlacht von Roncesvalles mit einem Olifanten Karl
den Grossen zu Hilfe. Das Horn
des Markgrafen Roland – das allerdings nach einer Version der
Sage angesichts der Niederlage
von ihm selbst zerstört worden
sein soll – ist im Museum der Kathedrale von Santiago de Compostela ausgestellt. Aber auch der
St.-Veits-Dom in Prag macht geltend, dieses Horn zu besitzen und
im Aachener Domschatz befindet sich ein Olifant, der Karl dem
Grossen gehört haben soll, aber
wohl erst rund 200 Jahre nach
dessen Ära angefertigt wurde.
Ausser aus Tierhörnern wurden alte Blasinstrumente auch aus
Holz oder, wie bei den Etruskern,
aus Terracotta gefertigt; Hörner aus Naturmaterialien wurden
trotz der sehr kurzen Tonleiter bis
zum Ende des 18. Jahrhunderts
für jagdliche Zwecke verwendet.
Daneben aber hatten schon viele Völker des Altertums und der
Antike die Fähigkeit, Metallrohre
dünnwandig zu formen, zu einer
Kunst entwickelt und so erhielten die Naturhörner zunächst MeSchweizer Jäger 11/2012
21
Jagdpraxis
Repro: Verfasser
tallmundstücke und wurden bald
ganz aus Metall gefertigt.
Seit der Spätantike schliesslich
sind auch Metallhörner mit kreisrund gebogenen Röhren bekannt;
diese Hörner, die allerdings nach
der auch aus anderen Bereichen
zu beobachtenden «Kulturpause»
erst im Mittelalter wieder gebaut
wurden, werden aufgrund dieses charakteristischen Merkmals
als Vorläufer der heutigen Jagdhörner angesehen. Vermutlich bereits in der Spätphase dieser Epoche und zu Beginn der Neuzeit, als
Jagdtechniken und Brauchtum allgemein einen bedeutenden Aufschwung erlebten, entstanden Variationen wie der «halbe Mond»,
auch Flügelhorn genannt und die
Ursprungsformen des Waldhorns.
Das Parforcehorn
Eine besonders durch Rituale geprägte Form der Jagd war
die höfische Parforcejagd, die in
Frankreich aufkam und ab 1680
von zahlreichen Herrschern deutscher Kleinstaaten übernommen
wurde. Den Erfordernissen dieser
Hetzjagd zu Pferde entsprechend
wurde aus mittelalterlichen Vorläufern ein grosswindiges – heu-
22
Schweizer Jäger 11/2012
te mit 45 cm Durchmesser gefertigtes – Horn entwickelt, das der
Jäger während des Rittes über der
Schulter tragen konnte, um beide
Hände frei zu haben. Die frühen
Parforcehörner, nur für die Jagd
gedacht, waren noch einwindig,
verfügten aber über einen breiten
Tonumfang für viele neue Signale.
Mit der Entwicklung des Parforcehorns in zweiwindiger Ausführung etablierte sich auch Jagdmusik, wiederum von der feudalen
Jagd am französischen Königshof
ausgehend, als Element der Hofmusik. Ludwig XIV. beschäftigte 14 Parforce-Hornisten, für die
besondere Partien und Soli komponiert wurden. Die Art der bei
den Hofkonzerten benutzten Instrumente ergibt sich hingegen aus
den überlieferten Texten nicht immer eindeutig und anscheinend
wurden häufig die Begriffe vermengt. Die eigentliche französische Bezeichnung des Parforcehorns ist Cor de Chasse, aber auch
Diese Abbildung
Trompe de chasse wurde und wird
aus dem 1882 er- es in seinem Ursprungsland geschienenen Jagd- nannt. Offenbar wurde auch häulexikon des Forst- fig das Corno da caccia geblasen,
das, wie der Name erkennen lässt,
manns und
aus Italien kommt und eigentlich
Jagdschriftstellers Oskar von Rie- kein Horn, sondern eine kleine
Trompete in Form eines Hornes
senthal (1830–
1898) zeigt neben ist. Die Bezeichnung Tromba da
caccia lässt hingegen nicht immer
den heute noch
sicher auf die Verwendung von
bekannten auch
verschiedene Arten echten Trompeten schliessen und
von Jagdhörnern, manchmal wurde wohl auch mit
dem Begriff des Instruments ledie schon lange
nicht mehr im Ge- diglich die Stimmlage bezeichnet.
Franz Anton Reichsgraf von
brauch sind.
Sporck (1662–1738) brachte nach
einem Aufenthalt in Versailles die
französischen Hörner und ihre
Musik in seine böhmische Heimat, von wo aus die Instrumente
bald in Bayern nachgebaut wurden. Mit dem Rückgang der Parforcejagd in Deutschland verlor
aber das Parforcehorn ab der Mitte des 19. Jahrhunderts ausserhalb
Frankreichs zunächst seine Bedeutung, wurde sodann gegen Ende
der 20er-Jahre durch das Trompetenkorps der Reichswehr wieder
populär gemacht, geriet dann erneut in Vergessenheit und wird erst
etwa seit 1970 in der Jagdmusik
wieder gern und häufig gespielt.
Das Fürst-Pless-Horn
Das wohl bekannteste auf der
Jagd und im Brauchtum verwendete Blasinstrument ist das FürstPless-Horn; gegenüber dem Parforcehorn mit einem Windungsdurchmesser von etwa 20 cm sehr
viel kleiner und handlicher. Den
Namen hat das Horn von Hans
Heinrich XI. Fürst von Pless (1833–
1907), der Oberstjägermeister
unter den Kaisern Wilhelm I. und
Wilhelm II. war. Der Fürst führte
nicht nur um 1870 das zweiwindige Horn in die Hofjägerei ein,
sondern machte sich auch mit der
Zucht von Wisenten, deren Erfolg
bis heute nachwirkt, um die Tierwelt in Europa verdient.
Das kreisförmige Signalhorn
lernte er als Offizier im Deutschen Bundesheer schätzen.
Durch seinen Einfluss und auch
durch die im Heer dienenden Förster und Jäger, die es in ihren Zivilberuf übernahmen, fand es bald
weite Verbreitung im Jagdwesen.
Wie das Fürst-Pless-Horn hat ein
grosser Teil der heutigen Jagdsignale und Jägermärsche seinen Ursprung im preussischen Militärwesen, wo die Signale naturgemäss
eine andere Bedeutung hatten und
für die Jagd umgewidmet wurden.
Das regelmässig mit grünem,
manchmal auch mit braunem Lederband umwundene kleine Horn,
das dennoch einprägsame, rhythmische und gefällige Melodienfolgen hervorbringt, erfreut sich bis
in die Gegenwart grösster Beliebtheit; als leicht zu transportierendes «Clewingsches Taschenjagdhorn», benannt nach dem Sänger
und Musiker Professor Carl Clewing, wird es sogar mit einem
Kreisdurchmesser von nur 12 Zentimetern hergestellt. Während auf
der Jagd die traditionelle, ventillose Bauart meist den Vorzug geniesst, wird die durch den Einbau
von drei Ventilen verfeinerte, den
Tonumfang einer Trompete erreichende Version zusammen mit
Parforcehörnern oft und gern in
Bläsergruppen verwendet.
Der Sauerländer Halbmond
Weitere Formen und Ausführungen von Jagdhörnern, die es
einmal gab, sind grösstenteils in-
zwischen verschwunden und so
soll nur noch kurz der Sauerländer
Halbmond erwähnt werden. Das
grosse, nicht gewundene, sondern lediglich halbkreisförmige
Horn, meist aus Kupfer gefertigt,
entwickelte sich aus dem bereits
erwähnten alten «halben Mond»
und fällt durch ein aufwendig gearbeitetes Riemenzeug, auch Ledergehänge oder Hornsatz genannt, auf. Von alters her gehörte
der Halbmond zur Ausrüstung
der Brackenjäger, die ihre Art des
Jagens seit dem 17. Jahrhundert
aber nicht etwa nur im Sauerland,
sondern im gesamten nördlichen
Deutschland und in den angrenzenden Küstenregionen von den
Niederlanden bis nach Ostpreussen ausübten. Zwar ist das heute ausschliesslich «Sauerländer»
Halbmond genannte Instrument
allgemein selten geworden, wird
aber gerade in seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet bei feierlichen Anlässen und in Bläsercorps noch gern gespielt.
Quelle: Wikipedia, Creative Commons-Lizens: Foto: Luna04
Jagdhorn und Jagdsignale –
kein «verstaubtes Relikt»!
Walter Frevert, der bis heute viel gelesene Bewahrer jagdlichen Brauchtums, beklagte noch
in einer Ausgabe seines viel-
www.schweizerjaeger.ch
Dieses Trompe
des Chasse stellt
die alte französische Form des
im deutschen
Sprachraum als
Parforcehorn bezeichneten, weit
reichenden Instruments zur Verständigung während der weiten,
schnellen Ritte im Zuge einer
Parforcejagd dar.
fach neu aufgelegten Standardwerkes aus dem Jahre 1951, dass
bei Treibjagden die traditionellen
Hornsignale durch Trillerpfeifen,
Rangierhörner, wie man sie früher bei der Eisenbahn brauchte
oder sogar durch Autohupen ersetzt wurden. Erfreulicherweise
aber sind seine Befürchtungen,
die Hörner könnten eines Tages
völlig aus dem Jagdbetrieb verschwunden sein, ungeachtet der
enormen Fortschritte auf dem
Gebiet der Telekommunikation,
die er noch nicht einmal erahnen
konnte, nicht Realität geworden.
Vielmehr kann, sei es aufgrund
von Freverts Appellen oder auch
nicht, offenbar gerade seit den
50er-Jahren, verstärkt sogar noch
in den letzten Jahrzehnten eine erfreuliche Renaissance des Jagdhornblasens sowohl im Jagdbetrieb als auch in musikalischen
Darbietungen beobachtet werden.
Bei Gesellschaftsjagden sind
die Hornsignale, vor allem die
Jagdleitsignale nach wie vor unverzichtbar. Nur mit dem Signal
«Das Ganze halt!» zum Beispiel
können alle Teilnehmer eines
Treibens innerhalb von Sekunden zum Stillstand gebracht werden, kein Handy oder etwas Ähnliches wäre zu diesem Zweck
einsetzbar und daher ist das Erkennen der sicherheitsrelevanten Signale auch unabdingbare
Voraussetzung für das Bestehen
der Jägerprüfung. Aber auch das
Totverblasen, die Ehrung des gestreckten Wildes ist für viele Jäger keineswegs ein völlig «verstaubtes Relikt». So wird, nicht
zuletzt durch die Aktivitäten der
Jagdvereine und Bläsergruppen
auch weiterhin, und nicht nur am
Hubertustag, der Klang der Hörner aus den Bergen und Wäldern
erschallen und bekunden, dass die
Jagd zum Selbstverständnis der
menschlichen Kulturgeschichte
unentbehrlich ist.
Literaturverzeichnis: Frevert, Walter: Das
jagdliche Brauchtum. 5. Aufl., Berlin/Hamburg 1951 – Hartig,
Georg Ludwig: Lexikon für Jäger und Jagdfreunde. Nachdruck
der Ausgabe Berlin 1836. Osnabrück 1979 – Riesenthals
Jagdlexikon. Nachdruck der Ausgabe Neudamm 1916,
Augsburg 1999 – Seilmeier, Gerhard (Hrsg.): Jagdlexikon.
4. Aufl., München 1987 – Willkomm, Hans-Dieter: Die
Waidmannsprache. Berlin 1990 – www.wikipedia.de,
Stichwort «Waldhorn» u. a.
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Schweizer Jäger 11/2012
23
Drei Gespanne haben Herzliche Gratulation
1000-m bestanden
Hund
Schweiz. Niederlaufhund- und Dachsbracken-Club
Wir gratulieren den Mitgliedern zum Geburtstag
Am Samstag, 8. September
2012, trafen vier Gespanne in
Schötz zur 1000-m-Schweissprüfung an. Tags zuvor hatten Prüfungsleiter Ruedi Merz
und Richterin Elisabeth Duss
zusammen mit den Revierführern Ivo Linggi, Markus Merz,
Roland Schwegler und Markus
Wechsler die Fährten in einem
dazu bestens geeigneten Waldstück gelegt.
Nun galt es mit dem Hund
zur Decke zu finden. Die klimatischen Bedingungen dazu
waren gut. Tatsächlich haben
drei Gespanne sehr gute Arbeit
geleistet, wie Franz Nyffenegger, der Verantwortliche für
das Jagdhundewesen von Revier Jagd Luzern, am Schluss
der Prüfung bestätigen konnte.
Er dankte den drei Hundeführern für ihre aufopfernde
Vorbereitung, den Richtern –
am Prüfungstag kamen noch
die Richter Fredy Kuster und
Ueli Eicher dazu – und den
Revierführern für ihre Arbeit
sowie den Revieren Alberswil
und Schötz für das zur Verfügung stellen der Revieranteile.
Die 1000-m-Schweissprüfung haben
bestanden
Louis Bucher, Alberswil, mit Bignia von Kurhessen (DKH), Stefan Dräyer, Zürich, mit Ayco von der
Stellwand (BGS), Hermann Studer, Escholzmatt, mit
Bianca von der Hirschschwand (BGS).
Hermann Büttiker
November
Margrit Kuster, Pfeffikon LU (6.)
Crista Niehus, Zumikon (26.)
Zum 65. Werner Hunziker, Mooslerau (9.)
Zum 70. Max Oesch, Langnau am Albis (23.)
Zum 71. Marcel Riener, Zeihen (11.)
Rudolf Tanner, Schaffhausen (28.)
Zum 72. Jean-Luis Sommer, Monible (30.)
Zum 73. Lorenz Von Arx, Egerkingen (2.)
Werner Ulmann, Biel (3.)
Zum 78. Paul Poloni, Euthal (15.)
Zum 80. Roland Rieder, Rothenfluh (5.)
Max Lehmann, Muhen (22.)
Zum 82. Willy Battaglia, Scharans (7.)
Zum 89. Walter Schmid, Bassersdorf (16.)
Zum 91. Ernst Hardmeier, Zollikerberg (2.)
Zum 92. Martin Amiet, Bettlach (12.)
Walter Meierhofer, Regensberg (30.)
Präsident SNLC: Fredy Kuster, Gräbackerstrasse 117, 5735 Pfeffikon, Tel. 062 771 82 01
Sekretariat SNLC: Elisabeth Duss, Aurora Dorf 7, 6166 Hasle, Tel. 041 480 20 55
Zuchtwart: Samuel Kaderli, Kreuzfeldstrasse 44, 4932 Lotzwil, Tel. 062 922 16 87
Aufruf an alle Führer/innen von
rassekonformen Schweizer Laufhunden
und Niederlaufhunden
Sonderausstellung im
Schloss Landshut
Jedes Jahr organisiert
das Naturhistorische Museum der Burgergemeinde
Bern im Schweizerischen
Museum für Wild und Jagd
auf Schloss Landshut in Utzenstorf eine Sonderausstellung. 2014 soll es um das
Jagdhundewesen gehen. Es
ist geplant, Teile dieser Ausstellung anschliessend in
eine permanente Ausstellung zu integrieren.
Besondere Bedeutung der
Laufhunde
Selbstverständlich sollen in einer Jagdhunde-Ausstellung im Schweizerischen
Museum für Wild und Jagd
unsere einheimischen Laufund Niederlaufhunde eine
besondere Rolle spielen.
24
Schweizer Jäger 11/2012
Es fehlt an geeigneten Präparaten von Laufhunden
In dieser Ausstellung möchten wir lebensechte Präparate
von je einem Schweizerischen
Lauf- und Niederlaufhund zeigen. Zur Zeit fehlen uns allerdings solche Präparate.
Deshalb möchten wir Hundeführer und -führerinnen bitten, uns beim Tod eines ihrer
Tiere (natürlicher Tod, Euthanasie oder Unfall) zu informieren und uns den Kadaver
zur Verfügung zu stellen, damit ihn die Präparatoren des
Naturhistorischen Museums
der Burgergemeinde Bern
fachgerecht präparieren können.
Modalitäten
– Die Sammlung von Kadavern erfolgt ab jetzt bis ins
Frühjahr 2013.
– Der Kadaver muss so rasch
wie möglich ins Naturhistorische Museum Bern verbracht werden.
– Die Kadaver werden durch
die folgenden Personen abgeholt:
Dr. H.J. Blankenhorn,
Telefon 031 829 24 40
079 334 73 78
Jean Pierre Boegli,
Telefon 079 622 14 82
Andreas Ryser,
Telefon 031 352 57 95
079 350 87 73
Weitere Informationen
Die neue Hundeausstellung
wird unter der Federführung
des Naturhistorischen Museums der Burgergemeinde
Bern geplant. Die Gesellschaft
Schweizer Museum Wild und
Jagd Schloss Landshut wird
das Projekt aber eng begleiten.
Die Vorstandsmitglieder
Jean Pierre Boegli, Zuchtwart des schweizerischen
Laufhundeklubs, und Dr.
Hansjörg Blankenhorn, ehemaliger eidg. Jagdinspektor, werden zusammen mit
Walter Müllhaupt, Präsident
der Technischen Kommission Jagdhundewesen (TKJ)
der SKG, Paul Annen, Präsident des schweizerischen
Laufhundeklubs, und Thomas Althaus, Kynologe, die
begleitende Arbeitsgruppe
bilden.
Wir danken schon zum
Voraus für Ihr Verständnis
und Ihre Zusammenarbeit.
J.P. Boegli
H.J. Blankenhorn
Kurs «Hundepfeifen und Hundelederleinen herstellen»
2. und 3. März 2013 in Wallisellen ZH
Lernen Sie an diesem zweitägigen Kurs, wie Mann/Frau eine
Hundepfeife und eine Hundeleine selbst herstellt. Der Rhöner
Hundepfeifen-Schnitzer Thomas Schuhmann (www.hundepfeifen.de) lehrt die Teilnehmer theoretisch und praktisch, aus verschiedenen Materialien wie Horn oder Holz, eigene Hundepfeifen, und aus Rinderleder Leinen exakt nach persönlichen
Bedürfnissen und Wünschen anzufertigen.
Ein Superwurf
Kleiner
Münsterländerhunde
Ein einmaliger Wurf Kleiner Münsterländer Hunde
wurden im Emmental, genauer in Ursenbach geboren. Seit
der Gründung des Schweizer Klubs für Kleine Münsterländer Vorstehhunde im Jahre
1927 ist kein so grosser Wurf
bekannt.
13 kleine Welpen: Vier
Rüden und neun Hündinnen
hat die Fenny von der Postweide zur Welt gebracht und
alle sind in bester Verfassung
seit Geburt an. Der Vater des
grossen Wurfes ist Bojan vom
Haldengut, Besitzer ist Markus Büttiker in Pfaffnau. Die
Kleine Münsterländerin Fenny mit Jahrgang 2007 hatte so
viel Milch, dass sie alle Welpen säugen konnte. Die tägliche «wägete» zeigte, dass alle
kleinen Hunde genug Milch
bekamen und gut im Gewicht
zunahmen.
Nun sind die Welpen wie
Ameisen, fast nicht mehr zu
halten. Alles muss erobert und
erprobt werden. Der stolze
Besitzer und Züchter Niklaus
Morgenthaler ist nur noch am
Futter schleppen und mit den
Welpen am Spielen, damit sie
einmal auch tüchtige Jagdhunde werden.
Bald werden die ersten
Junghunde zu ihren neuen Besitzern wechseln und ihnen
zu Hause grosse Freude bereiten und die neue Welt dort
kennenlernen. Wir gratulieren
Niklaus zu diesem Wurf und
wünschen ihm viel Spass bei
der Abrichtung der Junghunde
zu Vorstehhunden.
Urs Hoppler, Berikon
Datum
Samstag, 2. und Sonntag, 3. März 2013
Zeit
Sa. 9.30 Uhr bis ca. 17.00 Uhr
So 9.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr
Kursort
Werkhof Forstrevier Hardwald, 8304 Wallisellen
Kosten
Kursgebühr Fr. 170.– + Materialkosten, die am Schluss des
Kurses individuell abgerechnet werden.
Material
für die Pfeifen: trockene Harthölzer und Geweih von Reh sowie
Gehörn von der Gams können gerne mitgebracht werden.
Ebenfalls bringt Thomas Schuhmann verschiedene Hölzer und
Rehgeweihe mit. Leder für die Leinen wird von Thomas
Schuhmann mitgebracht.
Teilnehmer
maximal 12 Personen
Von Vorteil
handwerkliches Geschick, scharfes Sackmesser
Mittagessen
Individuell, z.B. Aser aus dem Rucksack (im Werkhof) oder
Verköstigung in der naheliegenden Pizzeria
Hunde
sozialverträgliche Hunde sind im Werkhof willkommen.
Sie müssen an der Leine geführt werden.
Übernachtung auf eigene Kosten
Anmeldungen nimmt Jolanda Giger, Jagdspezifische Prägungstage
gerne entgegen:
giger.j@gmx.ch oder 044 865 24 88
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Auflösung
1
2
3
4
5
A Stecher
C Sitz der Bürzeldrüse
B Ständer
D Bürzel
B
Vogel mit dem langen
Gesicht
A
C (beiderseits die
kleine verkümmerte
«Daumenschwinge»
am Flügelbug)
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Ausgabe 9/12
Premiere
in Grindelwald
Am 20. September 2012,
dem letzten Tag der Hirschjagd im Kanton Bern, um
07.05 Uhr, durfte mein Jagdfreund Fritz Schlunegger aus
Grindelwald diesen schönen,
ungeraden Zwölfender erlegen. Das Besondere daran ist,
dass es sich dabei um den ersten Hirsch handelt, der jemals
auf der Sonnenseite von Grindelwald erlegt werden konnte.
Beschti Grüess und Jägersgfehl!
Hans Schwarz,
Grindelwald
Dankeschön!
Zum ersten Mal die Steinwildjagd auszuüben ist etwas
Besonderes. Erst noch in Begleitung zweier aktiver Jägerinnen. Ich möchte mich bei
meiner Tochter Sandra und
meiner Partnerin Nina ganz
herzlich für die Unterstützung
bedanken.
26
Schweizer Jäger 11/2012
Ebenfalls ein Dankeschön
gehört den zuständigen Wildhütern Ricardo Engler und
Florin Buchli, die mit ihrem Wissen zur erfolgreichen
Steinwildjagd in der Kolonie
Rothorn beigetragen haben.
Kurt Gansner, Seewis
Sehr geehrte Leserschaft
Ich möchte mich zuerst bei
der Zeitschrift «Schweizer
Jäger» für all das Geleistete
herzlich bedanken und einen
Glückwunsch für die vielen
interessanten,
spannenden
und lehrreichen Artikel aussprechen.
Gerade in der Ausgabe 9/12
haben mich zwei Artikel speziell und sehr persönlich interessiert und auch betroffen.
«Die Flamme bewahren»
Stichwort: sich nicht in die
Rolle des Schädlingsbekämpfers (speziell beim Schalenwild) drängen zu lassen. Die
Reduktion von Räubern (Krähen, Raubwild) wird abgelehnt.
Wildbrethygiene
Wie wichtig sofortiges Bergen und Versorgen von wertvollem Wildbret ist, musste
ich leider selber erfahren.
Zugegeben, mein Schuss,
den ich am 5. September 2012
einem Hirschstier um ca.13.35
Uhr antrug, war alles andere
als eine «Mouche». Auf den
Schuss sprang er ab wie ein
Springpferd und verschwand
im Jungwuchs. Nach der erforderlichen Wartezeit stieg
ich zum Anschuss runter. Fand
Schaleneindrücke, doch keinen Schweiss. Also Anschuss
verbrechen, rechtwinklig wegtreten und versuchen, Handyempfang zu finden.
Wahrscheinlich so gegen
14.30 Uhr erwischte ich den
zuständigen Wildhüter. Nach
kurzer Erklärung sagte er mir,
dass sämtliche sechs Hundegespanne im Kanton im Einsatz seien. Ist ja löblich, dass
die Glarner Jägerschaft sich
weidgerecht verhält!
Ca. 15 Minuten später meldet sich Hansjürg F., zum
Glück ein ortskundiger Jäger.
Wir verabreden, uns innert
Kürze zu treffen.
Nach ca. 40 Minuten meldet mir Hansjürg, dass er erst
eine Gams mit Schweiss nachsuchen müsse, da dies näher
an seinem Standort sei. Ok.
Um 17.00 Uhr habe ich wieder mal Handyempfang. Mir
wird versprochen, es dauere
nicht mehr lange. 18.30 Uhr,
Hansjürg mit kleiner Münsterländerhündin kommt gesprungen. Kurze Besprechung, dann
Abmarsch zum Anschussplatz,
Einweisung etc. Hansjürg beruhigt mich: «Will nichts heissen, kein Schweiss am Anschuss».
Die Nachsuche beginnt.
Nach ca. 200 Meter im Dornendickicht verweist Anka ein
paar Schweisstropfen. Phuu,
auf der richtigen Fährte. Das
Gespann sucht im unwegsamen steilen Gelände tapfer
und sicher weiter. Nach «gefühlten» langen Stunden plötzlich der Ruf von Hansjürg:
«Wir haben ihn, Totsuche. Ein
ungerader Kronenzwölfer».
Wow, war das herrlich!
Wir mussten uns beeilen
mit Bergen und Ausweiden,
denn es dunkelte schon. Den
Metzger erreichte ich nicht
mehr, schade. Musste im Anschluss dann sehr viel wertvolles Wildbret wegwerfen.
Ich denke, bei frühzeitiger
Bergung und Abtransport wäre
eine bessere Verwertung möglich gewesen.
Ich möchte allen Hundeführern, die sich vor dem Aufwand nicht scheuen, einen
Schweisshund zu führen, mein
grosses Lob aussprechen und
wünsche allen «Suchen Heil».
Super, Hansjürg, du hast
das tadellos gemacht. Nochmals Danke!
Peter Marti, Mollis
Monatsthema
Leser schreiben
«Die Flamme
bewahren»
Gedanken über das
Weidwerk
heute und in der Zu
kunft
Nachdem bekannt geworden ist, dass sich am Calanda eine Wolfsfamilie mit drei
Jungtieren gebildet hat, befasste sich die Südostschweiz
am Sonntag mit der Frage, ob diese geschützten Tiere aufgrund der revidierten
eidg. Jagdverordnung, welche erst Mitte Juli dieses Jahres in Kraft getreten ist, zum
Abschuss freigegeben werden
können, wenn sie das Wild zu
stark dezimieren. In einem interessanten Beitrag sind dann
auch namhafte Persönlichkeiten zum brisanten Thema befragt worden.
Wildbiologe und TV-Mann
Andreas Moser spricht von einer «rein politischen Verordnung», die weder die praktische Umsetzung noch die
wildbiologischen
Grundlagen berücksichtigt. Er schätzt,
dass die Wolfsfamilie am Calanda jährlich bis zu 150 Rehe,
Gämsen, Steinböcke oder Hirsche reissen wird. Was dem
eidg. Jagdinspektor Dr. Reinhard Schnidrig und dem Vertreter des Amtes für Jagd und
Fischerei des Kantons Graubünden für die Erteilung einer
Abschussbewilligung nicht
ausreicht. Nach ihrer Meinung
kann man den Schaden auch
nicht an der Anzahl der gerissenen Wildtiere messen. Eine
Regulierung durch Abschüsse
komme sowieso erst in Frage,
wenn eine Region flächig mit
Wölfen besiedelt sei und es regelmässig Nachwuchs gebe.
Die
Interessensgemeinschaft «Jäger für die Artenvielfalt» legt Wert darauf,
folgende Ergänzungen und
Präzisierungen zum erwähnten Artikel anzubringen:
DIE FLAMME
BEWAHREN
Monatsthema
Wo stehen wir?
Wohin gehen wir?
Die Möglichkeit der jagdlichen Regulierung des Wolfes
ist keine neue Regelung, die
erst mit dem Erlass der Bundesjagdverordnung entstanden
ist. Diese Regelung ist Teil des
Bundesgesetzes über die Jagd
und seit jeher fester Bestandteil des jagdrechtlichen Artenschutzes in der Schweiz. Warum? Der Artenschutz wird von
der Leitmaxime beherrscht,
dass die wildlebenden nutzbaren Arten (wie z.B. Gämse,
Hirsch, Wildschwein und Reh)
in ihrem Bestand zu erhalten
und zum Zwecke der Nutzung
(Jagd) zu heben sind. Gleichzeitig sollen aber auch bedrohte Arten geschützt und Wildschäden vermieden werden. In
der Regel bestehen zwischen
diesen Aspekten des Artenschutzes keine Konfliktsituationen. Wo solche bestehen,
hat der Gesetzgeber bestimmt,
dass die Erhaltung und Hebung der nutzbaren Arten Vorrang haben.
Im Rahmen der parlamentarischen Beratungen haben
beim Erlass dieser Bestimmungen in keiner Weise, wie
von A. Moser befürchtet, politische Motive eine Rolle gespielt. Hinter dieser Regelung
steht die Umsetzung der Biodiversitätskonvention und die
Berücksichtigung des kantonalen Jagdregals. Die Konvention von Rio anerkennt
den Wert der Nutzung als artenschutzrechtlichen Erhaltungsfaktor für wildlebende
Resourcen und das kantonale Jagdregal, welches eine typisch schweizerische Eigenart
darstellt und auf der Welt einzigartig ist bestimmt, dass die
Kantone (und nicht einzelne
privilegierte Personen oder der
Grundeigentümer) zur Nutzung und umfassenden Regelung der Jagd zuständig sind.
Aus diesen Gründen hat die
Nutzung und das Nutzungsinteresse am Wild eine starke
Bedeutung in der Schweiz erhalten.
Der oben zitierte Artikel
stellt die richtigen Fragen: Wo
ist die Schwelle für die Regulierung des Wolfes anzusetzen? Wann beginnen die bestehenden Gesetze zu greifen?
Auch hierzu bestehen verbindliche Vorgaben, in welchen,
entgegen der Meinung der eidgenössischen und bündnerischen Jagdverwaltungen ausdrücklich erwähnt wird, dass
der Bestand einer bestimmten
Anzahl von Wölfen in einer
Region keine Voraussetzung
für deren Regulierung ist.
Die Festlegung der Schwelle hat sich an der Qualität des
örtlichen Lebensraumes und
der sich darin abspielenden
Prädationsdynamik zwischen
Raubtier und Beutetier zu orientieren. Die Kantone können
bei der Festlegung der Regulierung sehr wohl auch lokale
Verhältnisse berücksichtigen.
Zusammenfassend halten
wir fest, dass keine Ungewissheit besteht, wie die Verordnung zu interpretieren ist. Die
Frage der Regulierung kann
und soll sachlich beantwortet
werden. Eine Politisierung ist
nicht notwendig.
Für die IG
«Jäger für die Artenvielfalt»
Jon Peider Lemm, S-chanf
Dr. Thomas Müller, Zug
Wolf als Chance
Als junger, begeisterter Jäger in Ausbildung habe ich
mit Interesse das Monatsthema der September-Ausgabe
(«Die Flamme bewahren») gelesen. Ich bin selbst Kommunikationsberater für bekannte Sportler. Im Artikel wurde
die Öffentlichkeitsarbeit und
das Image der Jäger angesprochen.
Die Rückkehr des Wolfes
bietet eine enorme Public Relations Chance für die Schweizer Jäger. Die Mehrheit der
Schweizer Bevölkerung sympathisiert mit dem Wolf (es
gibt dazu diverse repräsentative Umfragen). Diese Mehrheit kann es denn auch nicht
verstehen, wenn die Jäger mit
einer überholten Denkweise den Wolf als Konkurrenten
betrachten.
Die Bündner Jäger rund um
den Calanda haben diese PR-
Chance genutzt. Sie haben die
Medien mit interessanten Informationen beliefert (z.B.
einmalige Bilder eines Wolfswelpen) und kamen in diesen
Medien entsprechend zu Wort.
Die Jäger äusserten sich wohlwollend zur ersten Schweizer Wolfsfamilie und sprachen von einem Privileg, einen
Wolf in freier Wildbahn sehen
zu können. Mit dieser zeitgemässen, freundlichen Darstellung des Wolfes beeinflussten
die Bündner Jäger ihr Image
unmittelbar positiv!
Ich hoffe, dass in Zukunft
mehr Jäger diesen Weg der
Modernisierung gehen. So sichern wir uns weiterhin die
Unterstützung der breiten Bevölkerung, gerade auch in
städtischen Gebieten.
Stefan Meier, Biel-Benken
Spielregeln Leserbriefe
Die Meinungen unserer Leser/innen sind uns wichtig und
wir veröffentlichen Einsendungen gerne. Diese Äusserungen
müssen nicht mit der Meinung der Redaktion oder des Verlages übereinstimmen. Beleidigende oder anonyme Schreiben
werden nicht abgedruckt. Zudem behält sich die Redaktion
das Recht vor, Einsendungen zu kürzen.
Die Redaktion
Schweizer Jäger 11/2012
Wir jagen gerne und
wissen um die Bede
utung des Weidwerk
in der heutigen Zeit.
s
Doch wir Jägerinnen
der moder
und Jäger
27
Leser schreiben
«Reissen die Wölfe zu viel Wild,
könnten sie gejagt werden»
Leser schreiben
Steinbockabschuss
empört Touristen
Artikel in der
Neuen Luzerner Zeitung
vom 12. September 2012
Dass Steinwild reguliert
werden muss und dass auch in
jede Altersklasse eingegriffen
werden muss, das ist klar. Mit
diesen Worten von Jagdverwalter Peter Lienert sind auch
die meisten Personen einverstanden. Jetzt kommt das grosse Aber: Wo, wie und wann
ein solcher Abschuss getätigt
wird, das ist eine Frage der Intelligenz und des Charakters.
Was war der Anlass für diese Empörung? Freitag, 7. September 2012, ein herbstlicher
Bilderbuchmorgen. Die Jägerfamilie fuhr mit der ersten
Bahn auf den Pilatus. Dazu
gehörten der Jagdverwalter,
Gratulation zum 80.
Josef Müller, «Merzächrischtli Seebi», aus Unterägeri
Am 28. Oktober 1932 hat dich die Mutter in die Wiege gelegt,
den Geburtstagsbock hast du am 1. Oktober 2012 erlegt.
Über ein halbes Jahrhundert trägst du dein Gewehr,
ein treuer Vierbeiner gehört zu deiner Ehr.
Früher erlegtest du Böcke bis du warst satt,
die Erinnerungen sind geblieben, man würde meinen,
es fände heute statt.
Danke Seebi, dass wir heuer feiern das 30. Jagdjahr,
weiterhin mit Ruhe am Aserfeuer, bis alles ist gar.
Ein kräftiges Weidmannsheil!
dein Jagdkamerad Ueli Winteler
Kapitale Trophäen Rehbock
Gross ist die Freude, wenn
ein Bock mit kapitalen Trophäen erlegt werden kann,
wohlwissend, dass Hegeabschüsse für die Entwicklung
einer Population von grosser
Bedeutung sind. Der «Schweizer Jäger» bietet den Service
der Trophäenbewertung weiterhin an. Mit Ruedi Suter,
Muotathal, und Röbi Nigg,
Gersau, konnten dafür zwei
anerkannte Juroren gewonnen
werden. Damit die Bewertung
transparent wird und die Leserschaft daraus lernen kann,
publizieren wir jeweils das Bewertungsblatt mit Foto.
Wenn Sie eine Trophäe bewerten lassen wollen, schicken
Sie diese gut verpackt und
eingeschrieben an: Ruedi Suter, Schützenstrasse 5, 6436
Muotathal.
Notieren Sie neben Ihrem
Namen diejenigen Angaben,
die Sie auf dem Bewertungsblatt erwähnt haben wollen.
Bei grossen Trophäen und
Vollpräparaten vereinbaren Sie
mit Ruedi Suter einen Termin
28
Schweizer Jäger 11/2012
(Tel. 041 830 22 59). Eine Bewertung inkl. Rücksendung
der Trophäe und detailliertes
Bewertungsblatt mit Foto kostet
Fr. 40.–. Bitte diesen
Betrag beilegen. Die
Veröffentlichung im
«Schweizer Jäger» geschieht nach der Reihenfolge der Eingänge.
Erleger:
Kurt Elsasser, Reinach AG
Datum/Ort: 12. Juli 2012, Zetzwil
Messung
Stangenlänge
links
rechts
19.3
14.8
249.4
83.6
7.7
cm
cm
g
ccm
cm
Durchschnitt
Faktor
17.05
x 0.5
Punkte
8.525
Gewicht
x 0.1
24.940
Gehörnvolumen
x 0.3
25.080
Auslage
45.2%
4.000
Farbe
0–4 P.
3.000
Perlung
0–4 P.
1.000
Rosen
0–4 P.
1.000
Spitzen der Enden
0–2 P.
1.500
Regelmässigkeit und Güte*
0–5 P.
0.000
Abzüge*
0–5 P.
0.000
Gesamtsumme
69.045
* Abnormitäten können grundsätzlich nicht bewertet werden.
Bewertung ausserhalb CIC.
Jägerprüfungsexpertin
sowie Wildhüter in Pension, sowie der spätere Steinbockjäger. Diese sind alle Inhaber
des Obwaldner Hochjagd-Patentes.
In unmittelbarer Nähe von
Hotel, Bahn und Wanderwegen wurde dieser junge und
auch gesunde Steinbock geschossen. Wer gab das OK für
diesen Abschuss, da der zuständige Wildhüter nicht dabei
war? Ein solcher Abschuss im
Fotobereich der Touristen und
Wanderer ist ein grobes Vergehen und unwürdiges Verhalten eines echten Weidmannes.
Vom Pilatus bis zur Kantonsgrenze gäbe es genug Möglichkeiten für einen solchen
Abschuss, aber man müsste
halt zu Fuss gehen. Der Steinbock wurde dann zur Bergstation getragen und ins Tal
transportiert. Nachher fuhr der
Jäger in Begleitung mit seinem
Geländefahrzeug ins Jagdgebiet. Die mit einem Fahrverbot
belegte Alpstrasse interessierte diese Person jedoch kaum.
Wer stellte für diese Fahrt die
Bewilligung aus? Da wurden
der Steinbock sowie der vom
Verwalter in der Zwischenzeit
erlegte Gamsbock ausgiebig
bei der Alphütte gefeiert. Am
Abend, kurz vor 20.00 Uhr,
fuhr die Jägerfamilie mitsamt
Gamsbock ins Tal. Ist das alles nicht eine Provokation gegenüber Touristen und übrigen
Jägern? Für solche Machenschaften wie an diesem Freitag
braucht’s kein «Schönreden»,
sondern eine ernsthafte Entschuldigung aller Beteiligten.
Solche Leute sollten doch Vorbilder sein und nicht von Wasser predigen und selber Wein
trinken. Wir Alpnacher Jäger
distanzieren uns klar von solchen Machenschaften.
Josef Zumbühl, Alpnach
R ABEN- UND
KRÄHENATTACKEN
AUF HIRSCHKÄLBER
derungen den Hirschkälbern
vor und nach dem Eintritt des
Todes zugefügt wurden, ist nur
bedingt möglich. Die Gewebsläsionen im Bereich der Augen
und des Äsers mit scharf umschriebener blutiger Infiltration sind aber mit hoher Sicherheit auf den Zeitpunkt
vor Eintritt des Todes zurückzuführen. Intravitale Verletzungen erkennt man an einer
blutigen Infiltration der Wundränder, d.s. scharf begrenzte, intensiv schwarzrote Farbveränderungen des Gewebes.
Eine histologische Untersuchung (feingewebliche Untersuchung von Gewebeschnitte
unter dem Mikroskop) frischer
Wundränder kann zusätzlich
Aufschluss über die Verletzungen in Bezug auf den Todeszeitpunkt geben.
Ähnliche Fälle können natürlich auch in freier Wildbahn
vorkommen, werden dort nur
weniger leicht beobachtet bzw.
aufgefunden.
Univ. Doz. Dr. Armin Deutz
www.schweizerjaeger.ch
S 303 Forest XT
in Standardkaliber
8x57IS und 7x64
CHF 2666.–
ab Lager lieferbar
Dieses Kalb wurde
vermutlich noch
lebend von Raben
und Krähen attackiert und getötet.
Fragen an den Tierarzt
Unsere Tierarztseite soll
dazu animieren, sich mit
Fragen an die Redaktion zu
wenden, um Antworten auf
häufiger und seltener gestellte Fragen zu erhalten.
Bitte senden Sie entsprechendes Bildmaterial mit
möglichst vielen Hintergrundinformationen an die
Redaktion.
Den Einsendern für diesen
Beitrag danken wir recht
herzlich.
Die Redaktion
www.felder-jagdhof.ch
Gemäss den Aussagen der
Tierhalter wurden mehrere
Raben-/Krähenattacken unter Klagen und stark wahrnehmbaren Schmerzenslauten
der Hirschkälber beobachtet.
Die amtstierärztliche Untersuchung von Hirschkalb Nr. 2
und 3 erbrachte folgenden Befund: Alter der Kälber 2 bis 6
Tage; Erhaltungszustand gut;
verletzungsbedingter Verlust
von Augen, Verletzungen an
der Zunge, am Äser im Bereich des Weidloches sowie an
der seitlichen Brustwand und
im Nackenbereich; Herz, Lunge und Verdauungstrakt ohne
Besonderheiten.
Eine eindeutige Zuordnung,
welche der genannten Verän-
Besuchen Sie unsere neue Hompage mit Online-Shop
Anfang Juni heurigen Jahres ereigneten sich in einem
Rotwildgatter im Bezirk Weiz/
Steiermark, Österreich, spektakuläre Attacken von zuerst
Kolkraben und in der Folge
von Aaskrähen auf drei wenige Tage alte Rotwildkälber.
Am 8. Juni 2012 wurde der
zuständige Amtstierarzt Dr.
G. Kutschera über den Tierverlust von zwei Hirschkälbern aus diesem Gatter informiert. Hirschkalb Nr. 2 wurde
am 8. Juni verendet mit den
unten angeführten pathologisch-anatomischen Veränderungen im Gatter aufgefunden, Hirschkalb Nr. 1 Anfang
Juni und Hirschkalb Nr. 3 am
12. Juni 2012.
Sehr gut
für Nachsuche
geeignet.
Sichere
Handspannung.
Drückjagdvisier.
Produkte- und
Preisänderungen
vorbehalten.
tappten in 52 Fotofallen
Der Nordostschweizer Luchsjahrgang von 2010 war ein Guter. Gleich
mehrere der Jungtiere leben noch in der Region. Insgesamt wurden zehn
Luchse festgestellt. Dies ergab das diesjährige Luchsmonitoring in den Kantonen St. Gallen, Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden und Zürich.
Von Katharina Rutz
Insgesamt 10
Luchse wurden
mittels Fotofallen
nachgewiesen.
Mehrere in der Ostschweiz im
Jahr 2010 geborene Luchsjunge
haben das Erwachsenenalter erreicht. Dies ist für Andreas Ryser,
Projektleiter des Luchsmonitorings von diesem Frühjahr, sowohl
überraschend, als auch erfreulich.
«Bisher konnten wir zwar immer
wieder Junge nachweisen, jedoch
verschwanden diese häufig vor
dem Erreichen des Erwachsenen-
alters.» Junge Luchse haben weniger Überlebenschancen als ausgewachsene Pinselohren. Da die
Jungtiere noch unerfahren und
auf der Suche nach einem geeigneten Revier sind, unternehmen
sie weite Streifzüge und werden
Bild: KORA
Wildkunde
10 PINSELOHREN
30
Schweizer Jäger 11/2012
deshalb häufiger Opfer eines
Verkehrsunfalls. Auch sonst
ist das Leben der jungen Wilden gefährlicher. «Mehrere der Jungen wanderten ab,
wurden überfahren oder verschwanden einfach spurlos»,
so Ryser.
Luchse entwickeln
sich positiv
Im Rahmen des Luchsmonitorings Schweiz wurden
zwischen Februar und April 52 Fotofallen in Teilen der
Kantone Appenzell Innerrhoden, Ausserrhoden, St. Gallen
und Zürich aufgestellt. Insgesamt tummeln sich 10 Luchse
im beobachteten Gebiet. Dabei befinden sich die bevorzugten Reviere im Alpstein,
in der Churfirsten/Alvier-Kette und dem nördlichen Tössstock. Damit ist die Anzahl an
Luchsen gegenüber 2009 angestiegen. Damals gingen die
Fachleute von sieben Pinselohren aus.
«Unter den insgesamt 10
nachgewiesenen Luchsen führen zwei der Weibchen Junge.
Vier der zehn Luchse sind im
Jahr 2010 in der Region geboren», sagt Andreas Ryser,
Projektkoordinator bei Kora
(Raubtierökologie und Wildtiermanagement).
Luchsmännchen werden
mit drei Jahren, Weibchen mit
zwei Jahren geschlechtsreif.
«Die Chancen stehen also gut,
dass sich diese jungen Luchse aktiv in den Bestand in der
Ostschweiz einbringen können», freut sich Andreas Ryser.
Noja fehlte dieses Mal
Neben den «neuen» Jungtieren aus der Region erhielt
die Population auch Zuwachs
eines jungen Männchens aus
dem Berner Jura. Dieses wanderte über den Thurgau und
das Rheintal ein und sorgte
dabei mehrfach für Schlagzeilen. «Möglich dass dieses Tier
hier bleibt, es kann aber auch
sein, dass es weiter zieht»,
sagt Andreas Ryser.
Von den aus dem letzten
Monitoring bekannten Luchsen konnten mehrere Luchse, darunter Alma und das
Männchen B112 erneut nachgewiesen werden. Bei diesem Monitoring nicht zu Gesicht bekommen haben die
Forscher allerdings Noja, die
zuvor genau wie Alma häufig
mit Jungen beobachtet werden
konnte.
Von den aus dem letzten
grossen Monitoring bekannten Luchsen konnten mehrere Tiere erneut nachgewiesen
werden. Darunter ist Alma,
die mehrmals Junge führte.
Auch Noja konnte in den letzten Jahren häufig mit Nachwuchs beobachtet werden,
sie wurde allerdings in diesem Frühjahr nicht mehr fotografiert. Alma ist somit noch
der einzige der umgesiedelten
Luchse, der in diesem Monitoring festgestellt wurde. Zu
den ältesten in der Region geborenen Luchsen gehören die
beiden Männchen B88 mit
Jahrgang 2003 und B112 aus
dem Jahr 2006. Beide wurden
im Frühjahr vom Forscherteam nachgewiesen.
Mit den Fotofallen wurden laut Ryser knapp 90 Prozent des für Luchse geeigneten Lebensraums abgedeckt.
Ausserhalb gab es keine Hinweise auf eine längere Luchspräsenz. Die Luchspopulation
in der Ostschweiz entwickelt
sich also positiv. Ob sie sich
auch langfristig hält, könne
allerdings noch nicht gesagt
werden. «Die Population besteht nach wie vor aus wenigen Einzeltieren», so Andreas
Ryser. Mehr wisse man erst in
zehn bis zwanzig Jahren.
Das nächste grössere Fotofallen-Monitoring
findet
voraussichtlich in drei Jahren statt. In der Zwischenzeit
läuft allerdings das ständige
Monitoring durch die kantonale Wildhut weiter.
Q
Norma Kalahari
In besonders weitläufigem Terrain wie der Steppe
oder dem Gebirge ist die Schussdistanz meist sehr
groß und das Wild läuft nach dem Schuss oft außer
Sichtweite. Idealerweise tritt das Geschoss aus dem
Wildkörper aus und legt so eine Schweißspur für die
Nachsuche.
Das einzigartige Geschossdesign der Kalaharis, ohne
Verwendung von Blei, setzt hier neue Maßstäbe.
www.norma.cc
Importeur: Glaser Handels AG
www.glaser-handels.ch
Wildkunde
FASZINATION
GAMSBRUNFT
Foto: Stefan Meyers
Foto: naturpix.ch/M.P.Stähli
Foto: naturpix.ch/Gansner-Hemmi
Wenn sich der Herbst in den schönsten Farben zeigt, dann
hat das Gamswild seine hohe Zeit. Die schwarzen Böcke
suchen die Geissrudel auf und liefern sich wilde halsbrecherische Verfolgungsjagden, denn nur die Stärksten sollen ihre
Gene weitergeben.
Suchend und unruhig ziehen die Böcke umher.
32
Schweizer Jäger 11/2012
Die Geissen bestimmen den Austragungsort der Brunft.
Imponieren, Drohen
und Umwerben
Es ist keine leichte Aufgabe, die
Geissen in ihrem Harem zusammenzuhalten, die Konkurrenz ist
gross und verlangt ständige Wachsamkeit der Haremsböcke. Es ist
ein stetiges Abstecken und Verteidigen des Brunftterritoriums und
die paarungsbereiten Geissen verlangen ebenfalls Beachtung.
Durch das Aufstellen des Gamsbartes wirken die Böcke noch
grösser als sie tatsächlich sind.
Der Platzbock duldet auch den Jährlingsbock nicht
in seiner Nähe…
Foto: Stefan Meyers
Foto: Stefan Meyers
Foto: naturpix.ch/M.P.Stähli
Es ist anfangs November und
in den Bergen liegt der erste
Schnee. Der Winter kann nun jeden Tag einkehren und die steilen
Bergflanken sind dann, mindestens für uns, unpassierbar unter
einer hohen Schneedecke begraben. Die Böcke sind stark erregt,
stellen ihren Gamsbart zur Schau,
damit sie im Schnee noch grösser erscheinen und «parfümieren»
sich mit ihrem eigenen Urin und
Sekret. Ständig werden die Krucken und Brunftfeigen an Ästen
und Grashalmen gerieben und das
markante «Blädern» der Böcke
ist am ansonsten stillen Berg weit
zu hören. Die Gamsbrunft hat nun
ihren Höhepunkt erreicht.
… und in einer wilden und kurzen Verfolgungsjagd «hackelt» der Bock den vermeintlichen
Konkurrenten beinahe.
Schweizer Jäger 11/2012
33
Wildkunde
Text: Kurt Gansner
Foto: Stefan Meyers
Die Jagden sind kräftezehrend.
Foto: naturpix.ch/M.P. Stähli
Wildkunde
Es ist die Abfolge eines sich
ständig wiederholenden Verhaltensmusters von sich zur Schau
stellen bis hin zum Werben mit
abgelegtem Gamsbart und zurückgelegtem Haupt, damit die
Waffen des Bockes für die Geiss
Gezeichnet fürs
Leben: nicht nur
der Bergwinter
stellt eine
Gefahr dar.
Foto: Stefan Meyers
Foto: Stefan Meyers
Foto: naturpix.ch/Gansner-Hemmi
«Zaungäste» beobachten das wilde Treiben
aus sicherer Distanz.
Beim Umwerben der Geiss wird der
Gamsbart abgelegt.
Von Ungeduld getrieben animiert der Bock die Geiss
zum Aufstehen …
34
Schweizer Jäger 11/2012
… die die Annäherungsversuche mit einer Flucht quittiert.
Foto: Stefan Meyers
Sie hat schon manche Brunft miterlebt.
Die Geduld und das Anwerben haben sich gelohnt
und es kommt zum Beschlag.
Schweizer Jäger 11/2012
35
Wildkunde
Foto: naturpix.ch/Gansner-Hemmi
Versteckte Dominanz
– die Geissen
Der Bock erkennt am Geruch
der Geiss, wann diese paarungsbereit ist. Jetzt duldet die Geiss
auch den Körperkontakt und
Foto: Stefan Meyers
ihre drohende Wirkung verlieren.
Ist eine Geiss paarungsbereit,
weicht der Bock nicht mehr von
ihrer Seite, es sei denn, das Ritual wird von einem ins Territorium eindringenden Bock gestört.
Dies wird mit sofortigem Drohen und Einschüchterungs-Gebaren quittiert und oft folgen darauf
halsbrecherische Verfolgungsjagden, bis der Konkurrent weit genug und ausserhalb des Brunftterritoriums geflüchtet ist.
Foto: naturpix.ch/Rolf Giger
Foto: naturpix.ch/Gansner-Hemmi
Wildkunde
ten, dass sich die Brunft nicht allzu lange hinzieht. Eine überlange
Brunftzeit zehrt an den Fettreserven und erhöht die Abgänge, steht
doch die härteste Jahreszeit dem
Gamswild erst noch bevor.
Q
Foto: naturpix.ch/M.P.Stähli
ein ausgeklügeltes Zeremoniell folgt um der Geiss zu imponieren. Aber nicht der Bock entscheidet schlussendlich über den
Beschlag, sondern die Geiss bestimmt über den Zeitpunkt und
wer der Auserwählte ist. Kommt
es während der ein bis zwei Tage
dauernden Fruchtbarkeit der
Geiss nicht zur Befruchtung, so
wird diese nach rund drei Wochen
abermals brunftig. Gerade auch
deshalb sind sozial reife Böcke
für die Brunft und deren Verlauf
wichtig. Denn nur sie gewährleis-
Im ersten Sonnenlicht.
36
Schweizer Jäger 11/2012
... ihm wird es zu viel.
Foto: naturpix.ch/gansner-hemmi
Die Kinder-Seite im «Schweizer Jäger»
Anfeuerhilfe
Wenn es draussen winterlich kühl wird, machen wir
es uns drinnen umso gemütlicher – und heizen dem
Ofen oder Cheminée mit diesem natürlichen Anzünder mächtig ein!
Das brauchen wir dazu:
– gut getrocknete, möglichst feine Föhren-,
Lärchen- oder Fichtenzapfen
– Sojawachs (als natürliche und umweltfreundliche
Alternative zu herkömmlichem Wachs)
– Muffin-Förmchen aus Papier
– gewachster Docht
B)
A)
A) Schmelzt das Sojawachs vorsichtig, z.B. im Wasserbad. In der Zwischenzeit schneidet ihr den Docht in
passende Stücke und wickelt ihn so um den Zapfen,
dass er von unten nach oben verläuft und von alleine
daran hält. Nun setzt ihr die Förmchen auf eine hitzebeständige Oberfläche (z.B. Backblech) und füllt sie
vorsichtig mit dem flüssigen Wachs. Lasst aber genügend Abstand (zirka 1 cm) zum oberen Rand frei.
B) Sobald das Wachs etwas angetrocknet, aber
noch nicht undurchsichtig ist, könnt ihr die
Zapfen inkl. Docht hineinsetzen. Jetzt müsst
ihr das Wachs vollkommen hart werden lassen
– dafür braucht ihr ein bisschen Geduld und
lasst alles am besten über Nacht stehen. Und
schon ist sie fertig, die tolle, selbstgemachte Anzündhilfe! Weil wir Papierförmchen verwendet haben, müssen wir sie nicht einmal
aus der Form nehmen.
Tipp: Nehmt die Papierförmchen doppelt,
so bieten sie etwas mehr Stabilität beim
Einfüllen des flüssigen Wachses. Mit farbigen Förmchen sieht’s auch ganz toll aus.
Diese natürliche und erst noch hübsche
Anzündhilfe eignet sich auch
bestens zum Verschenken:
wer bekommt in der kalten
Jahreszeit nicht gerne ein
wenig Wärme geschenkt?
Impressum «Schweizer Jäger», Redaktion Frechdachs
Nina Hemmi, Parschientschstrasse 12, 7212 Seewis Dorf
Tel. 081 325 22 71, nina.hemmi@gmail.com
Illustrationen: Doris Lecher, Layout: Heidi Kälin Diethelm
www.frechdachs.li
FrechDachs
Kinderseite
selbst gemacht
Hallo Kinder
Es wird immer kälter und bald erobert der Schnee die oberen Höhenlagen. Das ist der Zeitpunkt für die Hirsche, wie jedes Jahr ihren
Wanderstab zu packen und für die Wintermonate in tiefer gelegene Regionen umzuziehen. Im Sommer halten sich die Hirsche in der
Höhe auf, wo sie möglichst viel Ruhe und gute Äsungsbedingungen
vorfinden. Bevor aber in der Höhe permanent Schnee liegt, wandern
die imposanten Tiere in Richtung Tal
und beziehen ihre Wintereinstände. Bei
diesen oft sehr weiten Wanderungen
überschreiten die Hirsche auch Kantonsund manchmal sogar Landesgrenzen.
Wir hingegen wandern eher weniger,
wenn der Winter langsam ins Land zieht.
Im Gegenteil: wir machen’s uns zu Hause
richtig gemütlich, bereiten uns auf die kommende
Adventszeit vor, basteln und backen Weihnachtsguetzli!
Vielleicht ist ja auch ein Frechdachs aus Lebkuchen dabei?
Euer Frechdachs
Der 6-jährig
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Jegenstorf (B ils Wieland aus
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gangenen Ja dgruppe im verhr an vielen
Jagdtagen begleite
t. So konnte
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Vielen herzlic
hen Dank, lie einmal brauchen!
ber Nils!
Hinweis:
Wir veröffentlichen monat
lich Zeichnungen und Bild
er
unserer Frechdachs-Leser!
Schickt uns diese doch bitt
e
an die Frechdachs-Redakt
ion (Adresse links).
Schweizer Jäger 11/2012
37
Literatur
Die Küche
des europäischen
Haarwildes
Lässt sich in einem Atemzug von Jagd und Küche des
Haarwildes reden? Auf diese
ungewöhnliche Frage lautet
die Antwort ja. Dieses neue
Buch über die Kochkunst ist
das beste Beispiel. Indem
Benoît Violier die einzelnen
Kapitel mit Rezepten und einer Beschreibung des entsprechenden Wildes einleitet,
stellt er auch jeweils einen Beruf vor, der dem weiten Universum der Jagd zugewendet
ist. Damit öffnet der Autor einen neuen Weg in der Konzeption eines Kochbuches, wobei
er grosszügig dem reinen Aspekt des Kulinarischen etliche
weitere hinzufügt, was recht
ungewöhnlich für ein Buch
dieser Art ist. Vervollständigt
mit wertvollen Tipps und Hinweisen und einem Lexikon für
die Fachausdrücke aus Jägerei
und Küche, schickt sich dieses
Buch an, seinen angestammten Platz in jeder gediegenen
Bibliothek zu finden, die sich
der Jagd und der Kochkunst
widmet.
Benoît Violier ist Koch,
trägt die Ehrentitel eines
«Meilleur Ouvrier de France»
und eines «Compagnon du
Tour de France». Er hat unter
den besten Küchenchefs Europas gearbeitet, um sein Können zu vervollkommnen.
Bei der Jagd hat er ebenfalls sein hohes Können bewiesen, was ihm erst recht
erlaubte, dieses Buch vorzulegen.
Autor: Benoît Violier; Verlag: «Edition Attinger»,
St. Blaise NE. Das Buch ist ab Mitte November
erhältlich. Bezugsquelle: Verlag Schweizer Jäger,
Postfach 261, 8840 Einsiedeln, Tel. 055 418 43 43,
kontakt@schweizerjaeger.ch. Preis: Fr. 98.– zzgl.
Versandkosten. Die Verlagsprovision von Fr. 10.– geht
zu Gunsten von JagdSchweiz.
Vorstellung des neuen
Wildtierkalenders
Bereits zum 8. Mal darf der
Wildtierfotograf Marco Banzer seinen druckfrischen Wildtierkalender für das kommende Jahr präsentieren. «Meine
Absicht ist es, meine Eindrücke und Erlebnisse über die
Schönheit der Natur, die Wildtiere und ihre Lebensgewohnheiten aufs Papier zu bringen.»
Passion Wildtierfotografie
Marco Banzer ist seit Jahren passionierter Wildtierfotograf in der freien Natur. In
seiner Freizeit streift er zu jeder Jahreszeit mit seiner Fotoausrüstung durch die Glarner
und Bündner Berge. Die besten und eindrücklichsten Bilder trägt er jeweils zu einem
Kalender zusammen.
Schweizer Jäger 11/2012
Preis: Fr. 35.–, zuzüglich Porto. Der Wildtierkalender und neu auch der Tischkalender können
direkt bestellt werden bei Marco Banzer, Telefon 079
340 86 09, und unter www.wildtierfotos.ch, wo die
Bilder auch präsentiert werden.
Jagen in der Schweiz
Das Buch «Jagen in der
Schweiz – Auf dem Weg zur
Jagdprüfung» ist in deutscher Sprache im Buchhandel vergriffen. Es kann
jedoch unter folgender Website direkt beim Herausgeber
per E-Mail bestellt werden:
www.jageninderschweiz.ch
Das französischsprachige Buch «Chasser en Suisse – Sur la voie du permis
de chasse» ist seit Juni, das
italienischsprachige Buch
«Cacciare in Svizzera – Verso l’esame d’idoneità alla
caccia» seit Mitte Oktober
nur im Buchhandel erhältlich.
38
Spiegel der Jahreszeiten
Ob Steinböcke, Hirsche,
Gämsen, Rehe, einen balzenden Birkhahn oder Wildschweine, diese breite Palette
an einheimischen Wildtieren
ziert den Kalender 2013. Auf
dem Titelbild posiert eine stolze Gruppe Steinböcke mit dem
majestätischen Tödi im Hintergrund. Die Faszination der
Natur ist in jedem Bild zu spüren. Die Bilder beeindrucken
alle Naturbegeisterten, jeden
Monat mit einem speziellen
Sujet.
Jagd- und Fischereiverwalterkonferenz der Schweiz
JFK-CSF-CCP Herausgeber
JAGEN IN DER SCHWEIZ
Auf dem Weg
zur Jagdprüfung
Martin Baumann
Josef Muggli
Dominik Thiel
Conny Thiel-Egenter
Max Thürig
Philippe Volery
Peter A. Widmer
Urs Zimmermann
SALM VERLAG
Der Richtpreis für alle
Sprachversionen liegt bei
Fr. 86.–.
v. Harling, Zwischen Bast
und blanken Enden. Neumann-Neudamm; Fr. 28.50.
Der meistgelesene Autor
deutschsprachiger Jagdliteratur und
ausgewiesene
Rehwildkenner nimmt die
Leser mit auf ereignisreiche
Pirschgänge und stimmungsvolle Ansitze.
Kittel,
Von
Jägern,
Hunden und Jagden. Neumann-Neudamm; Fr. 28.50.
Das Jagen, das
muss man im
Blut
haben,
das muss von
klein auf in einem stecken.
Der Lausitzer
Manfred Kittel
ist so einer, der schon als Bub
in Wald und Flur den Kreaturen nachstellte und den Jagdschein erwarb, sobald es möglich war. Blickt er heute auf
sein Jägerleben, sieht er vor allem ein intensives Leben und
Erleben in enger Verbundenheit mit der Wildbahn seiner
sächsischen Heimat.
Dahms, Wild & Jagd vom
Darss bis zu den Alpen. BLVBuchverlag;
Fr. 33.50. Eine
Einladung zur
Pirsch – zu einer, die die
Augen des Betrachters in 15 Landschaften
Deutschlands führt – hat Paul
Dahms mit seinem opulenten
Bildband ausgesprochen. Er
zeigt in ausgezeichneten Fotos die typischen Wildtiere der
Regionen und öffnet dabei den
Blick für die Vielfalt wie die
Schönheit der Natur.
Svensson/Delin, Der Grosse BLV-Vogelführer für
unterwegs. BLV-Buchverlag; Fr. 27.90. In 1800 brillanten und detailgenauen
Zeichnungen sind alle Arten
Europas mit allen wichtigen
Gefiedermerkmalen und Flugbildern so präzise abgebildet,
dass eine Bestimmung jedes Vogels in
der Natur sicher gelingt.
Hinweise zur
Vogelbeobachtung und Artbestimmung runden diesen
exzellenten, didaktisch souveränen Vogelführer ab.
Mangold, Ansitzgedanken. Ansichten und Bilder
des Jägers und Malers. BLVBuchverlag;
Fr. 40.90. Die
«Ansitzgedanken» des Autors
lassen
den Leser teilhaben an einer Jagd, die auch ohne Knall
und Pulverdampf auskommt.
Umso mehr nehmen sie unsere Schwächen und menschlichen Unzulänglichkeiten aufs
Korn. Durch Mangolds Reflexionen in Texten und Illustrationen erscheinen selbst kleine
Begegnungen mit Mensch und
Tier draussen in der Natur einzigartig und wertvoll.
Hespeler,
Jagdwissen
kompakt. Daten und Fakten für Prüfung und Praxis.
BLV-Buchverlag; Fr. 28.50.
Das kompakte Kompendium ist ideal,
um sich den
Wissensstoff
vor der Jägerprüfung noch einmal einzuprägen. Und nach der Prüfung
ist eine praxisgerechte Faktensammlung zum immer wieder
Nachschlagen – auch unterwegs bestens zu nutzen.
Howse/Wolfe, Schmetterlinge der Superlative.
Pfauenspinner – Falter des
Mondlichts. BLV-Buchverlag;
Fr. 40.90. Dieser Bildband
zeigt die extravaganten Insekten in voller
Flügelpracht.
Im
Mittelpunkt der Betrachtung stehen die teils
Literatur
Interessante Literatur
für den Jäger
Die präziseste ROTTWEIL, die es je gab!
Beim Schuss mit der Flinte auf Schwarzwild kommt es auf
höchst mögliche Präzision an. Das Stück soll auf Entfernungen bis 50 Meter waidgerecht und ohne Nachsuche zur
Strecke gebracht werden.
Die neue Rottweil EXACT Flintenlaufgeschosspatrone
ist auf Präzision getrimmt und damit die präziseste Rottweil Flintenlaufgeschosspatrone, die es je gab. Außerdem
bietet sie eine preiswerte Alternative zu den klassischen
Flintenlaufgeschossen mit Filzlaborierung.
Erhältlich in Kal. 12/70, 16/70, 20/70, 20/76 Mag.
5 Schuss auf 50 Meter
Herkömmliche vollkalibrige
Patronen mit Flintenlaufgeschoss
Präziser mit
Bezug nur über den Fachhandel
Importeur: Glaser Handels AG
Schweizer Jäger 11/2012
www.glaser-handels.ch
39
Literatur
übergrossen Schmetterlinge
der Tropen. Arten, bei denen
– wie es scheint – die Natur
ihrer Kreativität freien Lauf
gelassen hat. Denn der Reichtum an Farben und Formen ist
überwältigend.
Stenzel, Bunter Herbst
und raue Nächte. Jagderzählungen.
BLV-Buchverlag; Fr. 28.50.
Einfühlsam erzählt, mit viel
Hintergrundwissen und einem
besonderen Blick für die schönen
Dinge im Leben bringt der Autor dabei seine Liebe zur Jagd
zum Ausdruck.
Lohmann, 1x1 der Vogelfütterung. Futter, Futterstellen, Vogelarten. BLV-Buchverlag; Fr. 14.90.
In leserfreundlichen Tipps
hebt der Autor das Wesentliche hervor, informiert
fachkundig über ungeeignetes Futter, den Sinn ganzjähriger Fütterung und weist in
den Bau eigener Futterstellen ein. Schliesslich speist der
Buchfink lieber ebenerdig, der
Gimpel besucht dagegen auch
das Futterhaus. So hilft dieser Band dabei, für jeden Geschmack das Passende zu finden.
Deutz, Wildbrethygiene
heute. Beurteilung, Versorgung, Verordnungen. BLVBuchverlag;
Fr. 28.50. Der
Jäger ist längst
zum Lebensmittel-Unternehmer geworden. Mit dieser
Rolle geht eine grosse Verantwortung einher, angefangen
beim Ansprechen des lebenden Wildes über das fachgerechte Zerwirken bis hin zum
Direktvertrieb des Fleisches.
Aus diesem Grund hat es sich
der Autor zum Ziel gesetzt,
mit seinem Rundum-Ratgeber «Wildbrethygiene heute»
massgeblich zur Steigerung
der Lebensmittelsicherheit beizutragen.
Bezugsquellennachweis siehe 1. Seite «Jägermarkt»,
oben links.
40
Schweizer Jäger 11/2012
Der Bergwald
vom Jauntal
Ein Film von Ronny Mast
Der neue Naturfilm führt
durch den verzauberten Bergwald im Jauntal. Er hat für
Mensch und Tier auch eine
wichtige
Schutzfunktion:
Wollte man in früheren Zeiten
nämlich ein warmes Zuhause,
so war das Sammeln von Holz
und Tannzapfen eine Notwendigkeit.
Hoch über dem Wald hat der
Steinadler sein Nest. Im mächtigen Adlerhorst duckt sich ein
weisses, etwa eine Woche altes Daunenjunges. Von diesem
wunderbaren Moment an be-
gleitete Ronny Mast den jungen Steinadler bis zu seinem
Jungfernflug.
Im Bergwald unter dem Adlerhorst ist der Förster unterwegs, um die Bäume für den
Holzschlag vom kommenden
Herbst anzuzeichnen. Dann
ist die Zeit der Holzfäller angebrochen. Mit Sack und Pack
steigen sie zum Holzschlag in
den Hang unter den Gastlosen. Wie in alten Zeiten werden die Holzarbeiter nun mit
der Axt, aber auch mit der Hobelzahnsäge, die Bäume fällen
und verarbeiten. Dann werden
sie das gerüstete Holz zusammenziehen, um Holzbeigen zu
erstellen.
Später, wenn viel Schnee
liegt, werden die Holzer ihre
«Ernte» durch den steilen
Ronny Mast begleitete mit
der Kamera den jungen Steinadler
bis zu seinem Jungfernflug.
Wald bis zum Bergweg «feldern». Von dort wird das Holz
dann mit Holzschlitten ins
Jauntal transportiert. Dem
Lauf der Jahreszeiten folgend
zeigt der Film die viel zu wenig beachteten Schönheiten
unserer Fauna und Flora.
Filmvorführungen
«Bergwald vom Jauntal»
in Zweisimmen im Gemeindesaal, am Samstag, 10. November 2012, um 20.00 Uhr
und in Plaffeien in der Mehrzweckhalle, am Samstag, 22.
Dezember 2012, um 20.00
Uhr (Eintritt frei).
Bestellung des Films: Ronny Mast, In der Au 15,
1656 Jaun, Tel. 079 616 08 35 oder Mail: ronny.
mast@bluewin.ch. Kosten: DVD, Fr. 35.– zzgl. Porto.
Dauer des Films 60 Minuten.
Weitere Infos unter: www.natur-film.ch
Viele Stunden verbrachte Ronny Mast in der Natur, um die Schönheiten des
Jauntales festzuhalten.
Filmvorführungen
«Bergwald vom Jauntal»
in Zweisimmen im Gemeindesaal, am Samstag,
10. November 2012, um
20.00 Uhr und in Plaffeien in der Mehrzweckhalle,
am Samstag, 22. Dezember 2012, um 20.00 Uhr
(Eintritt frei).
Kalender
Kalender
für den Jäger
Jagdkalender 2013, Wild
und Hund. Eine abwechslungsreiche Bilderschau aus
seltenen, schönen Wildtierporträts, Landschaftsaufnahmen und Jagdszenen. Woche
für Woche vermittelt dieser
Kalender dem Betrachter die
Stimmung und Spannung der
freien Wildbahn. 21x24,5 cm,
Fr. 20.90.
Rien Poortvliets grosser
Tierkalender 2013. 13 faszinierende Blätter mit Reproduktionen nach Gemälden des
grossen, unvergesslichen Tierund Jagdmalers Rien Poortvliet. 43x50 cm, Fr. 39.50.
Fisch&Fang Anglerkalender 2013, Wandkalender.
Die Welt des Fischens von ihrer schönsten Seite. 33x48 cm,
Fr. 22.50.
Greifvögel und Eulen
2013. Freibeuter der Lüfte
und Schatten der Nacht erstmals vereint und in eindrucksvollen Naturaufnahmen Monat für Monat präsentiert. Der
Jahreskalender für alle Naturfreunde, die für den besonderen Reiz unserer Greife und
Eulen offen sind. Fotografiert
von Naturfotograf Reinhard
Lodzig. 49x34,5 cm, Fr. 22.90.
Burkhard Winsmann-Steins
2013, Erlebte Natur. Fantastische Aufnahmen des grossen
Meisters der Wildtierfotografie. Der Meister der Wildtierfotografie, der seit Jahrzehnten
dem geheimnisvollen Leben
der Wildtiere auf der Spur ist,
hat seine schönsten Aufnahmen für seinen Kalender zusammengestellt. Lassen Sie
sich von diesen fantastischen
Bildern verzaubern. 50x43
cm, Fr. 35.50.
Jagd & Hund 2013. 14-tägiges Kalendarium; Mondphasen; Sonnenlauf; Auf- und Untergangszeiten; Namenstage;
Texte zum Jagdjahr von F. K.
v. Eggeling; Wire-O-Bindung
in der Mitte; Halbjahresplaner
zum Heraustrennen; verstärkte Öse zum Aufhängen; Raum
für eigene Notizen. 29x40 cm,
Fr. 24.50.
Zauber des Reviers
2013. Wildtierfotograf Michael Breuer hat die besondere Begabung, immer dann auf
den Auslöser seiner Kamera
zu drücken, wenn sich im Revier etwas Besonderes ereignet hat. 50x43 cm, Fr. 35.50.
Unsere Jagd 2013. Der
Taschenkalender für Jäger
und andere Naturfreunde. Der
Kalender im handlichen Einsteckformat mit Informationen zur Jagdpraxis und Platz
für eigene Notizen. 10,5x14,5
cm, Fr. 19.90.
Tierkalender 2013 Kurt Gansner
Unsere Jagd 2013, Wandkalender. Der Kalender für Jäger und andere Naturfreunde.
12 Kalenderblätter mit grossformatigen Porträts heimischer Wildtiere, jeweils mit
Monatskalendarium. 48x68 cm,
Fr. 24.90.
Bergjagd 2013. Zwölf
grossformatige Stimmungsbilder der Alpen-Bergjagd
geben Monat für Monat faszinierende Einblicke in den
Lebensraum der wetterharten,
urwüchsigen Wildtiere der
Berge. 49x34,5 cm, Fr. 22.90.
Wild und Hund Taschenkalender 2013. Mit Kalendarium, Tabellen, Informationen
zur Jagdpraxis, Vordrucken,
Adressen und Checklisten,
Anleitungen, Vertragsentwürfen und vielem mehr. 10,5x15
cm, Fr. 20.90.
Tierkalender 2013 von
Kurt Gansner. Der aufwendige Kunstdruck und die ansprechenden Wildtieraufnahmen verleihen dem Kalender
einen besonderen Charakter.
Die Aufnahmen versuchen,
die Schönheiten unserer Natur festzuhalten und das Bewusstsein für unsere Umwelt
zu stärken. 42x30 cm, Fr. 29.–
(zzgl. Porto und Verpackung).
Bezugsquellennachweis siehe 1. Seite «Jägermarkt»,
oben links. Alle Kalender zuzüglich Versandkosten!
Schweizer Jäger 11/2012
41
Früh übt sich
Der nächste Platzhirsch?
Aufnahme von Gallus Hungerbühler,
Düdingen, aus dem Gehege
Steinlera anlässlich eines Rundganges
im August. Der Hirsch trägt noch
einige Bastresten in seinem imposanten Geweih.
.
Brunft in Neustadt/D
Frust bei den Damen
Mein Vorgänger
Werner Grond sandte
uns diesen Schnappschuss,
den sein Jagdfreund
Gert Welp aus Deutschland
mit der Wildkamera
aufgenommen hat.
Gelungene Aufnahme
Perle der
Alpenwelt
«Einen Mauerläufer
zu sehen, geschweige
ablichten zu können,
wäre sicher von jedem
Ornithologen und
Naturfreund ein
Wunsch», schreibt
Ursula Sprecher aus
Grabs. Ihr ist es
gelungen.
42
Schweizer Jäger 11/2012
Schnappschuss
Weidmannsheil
Dreistangenbock aus
dem Appenzell
Am 15. September 2012
hat Karl Jordan nach
dreimaligem Ansitz diesen
braven und aussergewöhnlichen Bock im
Appenzellerland, Eggerstanden,
erlegt.
Pilzglück
Riesenbovist
Zu gross für den Pilzkorb war dieser
Riesenbovist mit 3452 Gramm und einem
Umfang von 119 cm, den Bert Inäbnit
aus Schönried auf einer Pilztour im Saanenland
gefunden hat.
Gruss aus dem Bündnerland
Neugieriger Bock
Peter Derungs aus Chur
sandte uns diesen gelungenen
Schnappschuss eines starken
und neugierigen Steinbockes.
www.schweizerjaeger.ch
Schweizer Jäger 11/2012
43
Wildtierkunde
Waldschnepfe
C
A
D
A
B
B
1
Stecher
Ständer
Sitz der
Bürzeldrüse
Bürzel
6
Die oben abgebildeten Geläufe
im weichen Boden stammen von
einer Schnepfe, einem Fasan und
einem Rebhuhn. Welches Geläuf
stammt von der Schnepfe?
7
Wann sind Waldschnepfen
überwiegend aktiv?
2
Welche Eigenart zeigt der Stecher
der Waldschnepfe?
A
nachts
A
Er ist an den Rändern «gezahnt».
B
tagsüber
B
Die vordere Hälfte des Oberschnabels
ist beweglich.
C
in der Dämmerung
C
Er ist wie bei den Enten als
«Seihschnabel» ausgebildet.
8
An welchen Örtlichkeiten
streichen die Schnepfen
besonders gern?
A
Waldränder an sumpfigen
Wiesen
B
Altholzbestände
C
offene Landschaften
3
44
Aus der artenreichen Gruppe
der Schnepfenvögel (Limicolen)
unterliegt die Waldschnepfe als
einzige Art dem Jagdrecht.
Die anderen Arten sind dem
Naturschutzgesetz zugeordnet.
Wie wird die Waldschnepfe
scherzhaft bezeichnet?
4
Wo sitzt der Schnepfenbart?
A
an der Bürzeldrüse
9
Wie halten Schnepfen ihren
Schnabel beim Fliegen?
B
unter dem Bürzel
A
er zeigt nach vorne
C
am Schwingenbug
B
er zeigt nach unten
5
Wo sitzen die Malerfedern?
A
im Bürzel
A
Würmer und Schnecken
B
am Schwingenbug
B
Insekten und Larven
C
an den Armschwingen
C
Beeren und Keime
Schweizer Jäger 11/2012
10
Woraus besteht die Nahrung
der Waldschnepfe?
Testlänge:
Testzeit:
39 Antworten
30 Minuten
Auswertung: 35 Antworten sehr gut
31 Antworten ausreichend
weniger
ungenügend
Abdruck aus den Lehrheften für Jungjägerausbildung mit freundlicher Genehmigung
von Heintges Lehr- und Lernsystem GmbH.
(Vervielfältigung, Fotokopie und Nachdruck
verboten!) Bezugsquellennachweis siehe
Rubrik «Jägermarkt», Seite 1, oben links.
Antworten Seite 25
Foto: Werner Nagel
C
12
Ordnen Sie zu!
Wie bezeichnet man…?
a
die männliche Waldschnepfe
A
Gekälk
R
Liegen
b
die weibliche Waldschnepfe
B
Stechen oder Wurmen
S
Balzzeit
c
die Nahrungssuche
C
Stichstellen
T
Brut
d
bei der Nahrungssuche
entstandene Spuren
D
Fährte
U
Aufstehen
e
den Balzflug
E
Schnepfenhahn
V
Paarzeit
f
die Exkremente
F
Schnepfenstrich
W
Stecher
g
das Absetzen der Exkremente
G
Gestüber
X
Meckern
h
die Spur
H
Schmelzen
Y
Zugschnepfen
i
den Schnabel
I
Geläuf
Z
Äsen
k
das Niederlassen auf den Boden
K
Kälken
l
die Lautäusserungen
L
Schnepfenhenne
m
das Auffliegen
M
Weiden
n
Schnepfen, die bei uns brüten
N
Standschnepfen
o
Schnepfen, die bei uns überwintern
O
Puitzen oder Quorren
p
das Sitzen auf dem Boden
P
Einfallen
q
die Begattungszeit
Q
Lagerschnepfen
Über welche Lautäusserungen
verfügt die Schnepfenhenne?
15
Welcher Zugvogel gilt bei seiner
Ankunft im Frühjahr als der
Vorbote des Schnepfenstriches?
19
Testen Sie Ihr Wissen
11
Wie oft brüten die Waldschnepfen
jährlich?
A
über dieselben wie der Hahn
A
immer nur 1x
B
über ein leiseres Puitzen
B
immer 2x
C
über gar keine
C
in der Regel 1x, manchmal auch 2x
20
Beteiligen sich die Männchen an
der Brutpflege?
16
13
Wann findet der Herbstzug der
Waldschnepfe statt?
Wann beginnt der durch Balzstimmung verursachte Suchflug der
männlichen Waldschnepfen?
A
bereits während des Herbstzuges
A
August – September
B
beim Frühjahrszug
B
Oktober – November
C
nach Erreichen der Brutgebiete
C
November – Dezember
14
Die Waldschnepfe ist überwiegend Zugvogel. Wo liegen ihre
Überwinterungsgebiete?
A
Süd- und Westeuropa
B
Nordafrika
C
in milden Wintern auch in
Mitteleuropa
www.schweizerjaeger.ch
17
ja
B
nein
C
manchmal
Wo brütet die Waldschnepfe?
A
im Schilf
B
in niedrigen Büschen
C
auf dem Waldboden
18
A
21
Sind die Jungen der
Waldschnepfe Nesthocker?
A
ja
B
nein
Aus wieviel Eiern besteht ein
Schnepfengelege in der Regel?
Schweizer Jäger 11/2012
45
Ausrüstung
Geradezugrepetierer
RÖSSLER TITAN 16
Über die Firma Rössler wurde im «Schweizer Jäger»
in der Ausgabe 8/07 geschrieben. Vorgestellt wurde
dabei der Repetierer Titan 6, eine gute solide Waffe.
Nun schien der Wunsch übermächtig, dem Angebot
von über einem Dutzend Geradezugrepetierern auf
dem Markt noch ein weiteres Exemplar anzufügen.
46
Schweizer Jäger 11/2012
Ausrüstung
Woher die neue Begeisterung
für Geradezugwaffen stammt, ist
schwer zu beantworten. Es ist nur
feststellbar, dass jeder Hersteller,
der etwas auf sich hält, glaubt,
in dieses Segment einsteigen zu
müssen. Es heisst dann, der Kunde verlangt das.
Der Grund dafür dürfte im
Drückjagdboom
zu
suchen
sein. Da werden häufig mehrere Schüsse auf eine – oder mehrere – Wildschweine abgegeben.
Dass die Zahl der Fehlschüsse bei
dieser Jagdart sehr hoch ist, wird
niemanden verwundern. Zudem
gibt es nach Meinung des Autors
klassische Repetierer, mit welchen genau so schnell repetiert
werden kann wie mit einem Geradezugrepetierer.
Der Mechanismus des Geradezügers ist komplizierter als
beim konventionellen Repetierer. Probleme können sich ergeben, wenn eine Patrone beim Ausziehen klemmt, sei es durch ein
winziges Sandkorn oder zu hohen
Gasdruck. Da ist dann meist ein
Hammer gefragt.
Hier ist aber die Beurteilung der
Waffe und nicht der Sinn der
Die zerlegte Titan 16. Das Zerlegen ist
einfach (siehe nebenstehende Bilder).
Ein Laufwechsel ist ebenso einfach. Die
beiden Schrauben unter dem vorderen ZF-Montagefuss werden gelöst. Der
Lauf kann nun nach vorne aus dem
Systemkasten herausgezogen werden.
Diese Kunststoff-Abdeckungen an der
Magazinhalteeinheit können mit dem
Fingernagel entfernt werden. Dadurch
wird die Inbusschraube freigelegt. Mit
zwei dieser Inbusschrauben ist der
Systemkasten mit dem Schaft verschraubt.
Text und Fotos: Peter Pulver
Schweizer Jäger 11/2012
47
Ausrüstung
Kammergriff vorne und Kammergriff
um 60 Grad nach hinten versetzt.
Waffenkonstruktion gefragt. Also:
Die Titanbüchse 16 erscheint als gefällige und solide Jagdwaffe. Der
Schaft mit klassischer bayrischer
Backe und leichtem Schweinsrücken erscheint matt, desgleichen
die Metallteile mit Ausnahme des
Verschlusszylinders.
Die Testwaffe war mit einem
Aimpoint «Hunter» Rotpunktvisier und Brücken-Schwenkmontage bestückt. Das ist für eine
Drückjagdwaffe für den Einsatz
auf kurze Distanz nicht falsch.
Der rote Punkt ist sehr fein und
natürlich dimmbar. Damit lässt
sich auch auf dem Ansitz vorzüglich weidwerken, wenn auch
die Möglichkeit des Ansprechens
durch die Optik entfällt.
Der Verschluss ist massiv gebaut mit zwei hintereinander liegenden Reihen von je acht Verriegelungswarzen.
Das Repetieren erfolgt in zwei
Phasen: Zuerst wird der Verschlusskopf aus den Laufwarzen
ausgeschwenkt, anschliessend erfolgt die lineare Rückbewegung
des Verschlusszylinders. Zwischen
diesen beiden Phasen ist ein leichtes aber deutliches «Ruckeln» zu
verspüren, welches während der
Jagd kaum bemerkbar sein wird.
Das erstaunt insofern, als der
Drehwinkel des Verschlusskopfes mit ca. 22 Grad recht gering
Der Verschluss mit
dem demontierten
Kammergriff. Der
Kammergriff kann
entsprechend der
Verzahnung (6 Nuten und 6 Kämme)
um jeweils 60 Grad
verdreht montiert
werden. Eine feinere Rastung wäre
wünschbar und
leicht zu realisieren.
Erhältliche Kaliber
.243 Win. / .25-06Rem. / 6,5-284 / 6,5x47Lapua / 6,5x55Se /
6,5x57 / 6,5x65 RWS / 7x64 / .270 Win. / 7mm-08Rem. / 308Win. /
.30-06 / 8x57IS / 9,3x62 / 6,5x68 / 8x68S / 7mmRem.Mag. /
.270WSM / .300WSM / .300Win.Mag. / .338 Win.Mag. / .375 Ruger
Neu sind in der Schweiz auch Läufe mit einer Länge von 45 cm
zulässig, bisher waren es 50 cm.
48
Schweizer Jäger 11/2012
ist. Die Waffe ist leicht, in der bei
Rössler üblichen Art, zu zerlegen.
Die vor dem Magazin und hinter
dem Abzugbügel gelegenen Inbusschrauben werden gelöst. Dann
kann die Magazinhalteeinheit mit
Abzugbügel nach unten herausgezogen werden. Der Lauf wird
nachher aus dem Schaft gehoben.
Der Magazinschacht mit Abzugbügel ist wie beim Titan 6
aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Die Bettung des Systems ist,
ebenfalls wie beim Titan 6, untadelig mit einem robusten Widerlager aus Aluminium hinten und
einem Stahlplättchen vorne. Beim
Titan 6 ist das System vorne in einer Kunststoffschale eingebettet,
was möglicherweise Kaliberabhängig sein kann.
Hochwertiger Stahllauf
Der Lauf ist aus hochwertigem Stahl gefertigt und wird von
einem spezialisierten Hersteller bezogen. Er ist wie das Systemgehäuse mattschwarz nitriert. Spiegelungen, welche Wild
beunruhigen können, fallen dadurch weg. Die Nitrierung bildet
eine widerstandsfähige Schicht
in der Oberfläche des Stahls und
reduziert die Gefahr des Rostens
wirksam. Das Patronenlager und
die Verriegelungsnuten werden
bei Rössler geschnitten, ebenso
der Lauf ins System eingepasst.
Dabei wird sehr genau gearbeitet.
Das erfuhr der Tester eins zu
eins als er, neugierig wie er ist,
den Lauf entfernen wollte. Dieser
sass so fest, dass er sich einiger
Tricks bedienen musste. Was den
einen zur Verabreichung von Minuspunkten veranlassen könnte,
sehen wir hier als Ausdruck von
Fertigungspräzision. Sollte das
einem Besitzer einer Waffe passieren, wird der Büchsenmacher
das Problem leicht beheben.
Die Visierung ist einfach, das
heisst, klassische Kimme und
Korn ohne irgendwelche Leuchtpunkte. Eigentlich könnte die sogenannte offene Visierung ganz
wegfallen, da kaum jemand damit jagen wird. Zudem ist bei
der Qualität der heutigen Zieloptik ein Versagen – zumindest bei
den hochklassigen Erzeugnissen
– praktisch auszuschliessen. Das
Korn der Titan 16 ist federnd, damit kann verhindert werden, dass
das Korn beim Anstossen irgendwo verbogen wird. Ein kleines,
aber feines Detail.
Ein Lauf-, Kaliberwechsel ist
ein beliebtes Verkaufsargument.
Es hört sich gut an und ist völlig unproblematisch. Trotzdem
sind mir nur ganz wenige Jäger
bekannt, welche das praktizieren.
Der Jäger wählt in der Regel ein
sogenanntes Universalkaliber und
ist damit in den meisten Fällen
gut bedient. Der Laufwechsel ist
beim Titan 16 genau gleich wie
beim Schwestermodell Titan 6
und kinderleicht in max. fünf Minuten zu bewerkstelligen. Allerdings ist beim Wechsellauf eine
separate Zieloptik nötig.
Direktabzug
Die vorliegende Waffe war mit
einem handelsüblichen Direktabzug versehen. Wer den Artikel
über Abzüge im «Schweizer Jäger» 08/12 gelesen hat, wird erkannt haben, dass der Autor kein
Freund dieser Abzugsart ist. Der
Abzug der Titan 16 ist mit 1200
bis 1300 Gramm eher hart, löst
aber perfekt ohne das geringste Kriechen des Abzuges aus.
So soll ein Direktabzug – wenn
schon – sein. Für einen Feinabzug
ist das Abzugsgewicht zu hoch.
Drei-Stellungs-Sicherung
Die Schiebesicherung auf dem
Kolbenhals wirkt auf den Abzug
und Abzugstollen. Im Zeitalter
der «Sicherheit über alles» verfü-
Sauber gefertigter Schaft
Der Schaft ist aus gutem Nussbaumholz sauber gefertigt. Er
ist als Ölschaft matt, kann aber
je nach individuellen Bedürfnissen auch glanzpoliert werden.
Die Fischhaut ist maschinell «geschnitten». Dies lässt sich nur mit
der Lupe erkennen und stellt keinen Makel dar. Nach hinten ist
der Schaft mit einer Gummiplatte
abgeschlossen. Zudem ist er mit
den bekannten, leicht abnehmbaren Riemenösen ausgestattet.
Magazin
Das einreihige Magazin für
2-Schuss bei Magnum-Kaliber
und 3-Schuss bei Standard-Kaliber ist das gleiche wie bei der Titan 6. Es gilt somit dasselbe wie
bei der Beschreibung dieses Modells. Wie bei vielen – auch hochpreisigen Waffen – ist das Einfüllen der Patronen ins Magazin eher
ein «Einfädeln».
Der Verschlusskopf
mit den kräftigen
zwei mal acht Verriegelungswarzen.
Der Gummipuffer
am Ende des
Verschlusszylinders.
Geradezugverschluss
Der Verschluss eines Geradezügers ist naturgemäss komplizierter als der eines klassischen
Repetierers. Beim klassischen
Repetierer wird am Anfang und
am Schluss des Repetiervorganges die Verriegelung manuell geöffnet bzw. geschlossen, durch
die Auf- und Abwärtsbewegung
des Kammerstengels. Beim Geradezugverschluss, der auch
«Ruckzuck-Verschluss» genannt
wird, wird das über Kurven im
Verschluss erledigt. Das vorgängig erwähnte «Ruckeln» beim
Öffnen kann auf diesen Vorgang
zurückgeführt werden.
Das ist auch der Fall bei den
wohl bekanntesten Vertretern dieser Gattung, den ehemaligen Ordonnanzgewehren der Schweizer
Armee. Bei diesen ist aber das
Entfernen des Verschlusses einiges einfacher als bei der Titan
16. Hier muss zuerst mittels Inbusschlüssel der Verschlussgriff
entfernt werden. Anschliessend
kann der Verschluss nach hinten
herausgezogen werden.
Der Weg des Verschlusses ist
mit 12 cm relativ lang im Verhältnis zur Patronenlänge von ca. 8,5
cm. Der Verschluss kommt denn
beim Repetieren auch bedrohlich
nahe an die Augen- bzw. Nasenpartie.
Beim Karabiner ist das zwar
noch schlechter, da kommt der
Verschluss 15 cm nach hinten. Daran hat sich der Soldat gewöhnt.
Heute wird dem Jäger das schnelle
Repetieren im Anschlag empfohlen. Das geht mit der Titan 16 eher
schlecht. Nun, man hat das Problem auch bei Rössler erkannt. Als
Abschluss nach hinten ist ein solider Gummipuffer aufgesetzt.
Zielfernrohr-Montage
Die passenden Gewindebohrungen sind bereits auf dem Verschlussgehäuse angebracht und
für die gängigen Montagen vorbereitet.
Der Verschlusszylinder kommt
nahe an den Gesichtsbereich, obwohl der Schütze
den Kopf bereits
nach hinten hält.
Beurteilung
Eine solide, gefällige Waffe, auf die man nicht speziell gewartet hat. Das soll keine Abwertung sein, sondern Ausdruck des
Erstaunens über die Gesetze des
Marktes.
Rösslers Philosophie ist, dem
Jäger, welcher ein solides Werkzeug sucht und auf Firlefanz,
Schnickschnack und Prestige verzichten kann, dieses in hochwertiger Qualität zu günstigem Preis
anzubieten. Das ist sicher gelungen. Speziell der Patentjäger, welcher nur wenige Wochen im Jahr
jagen kann, ist mit einer Rössler-Waffe gut bedient. Nachteile muss er nicht in Kauf nehmen,
bis auf die verbesserungsfähige
Ergonomie beim Repetieren. Insofern ist die Titan 16 eine gute
Investition.
Es dürfte für die Firma Rössler eine Auszeichnung sein, dass
RUAG in den umliegenden Ländern den Vertrieb der Rössler-Waffen betreibt. Denn RUAG Ammotec ist als Firma mit exzellentem
Ruf bekannt. Generalvertreter in
der Schweiz ist die KÜNG GmbH
in Liestal (www.kueng-waffen.ch).
Q
Preise Rössler Titan
ALL-ROUND mit Feinabzug
STANDARD mit Feinabzug
LUXUS mit Feinabzug
EXCLUSIV mit Feinabzug
CHF 1690.–
CHF 1740.–
CHF 1950.–
CHF 2150.–
Schweizer Jäger 11/2012
49
Ausrüstung
gen teurere Jagwaffen über eine
separate Handspannung. Diese ist
allerdings nur sicher bis zum ersten Repetiervorgang. Nach einem
Schuss und erfolgtem Repetieren
bleibt ein potenzielles Sicherheitsrisiko. Es kann vorkommen, dass
ein beschossenes Tier nicht in der
erwarteten Art und Weise reagiert.
Der Schütze kann auch durch andere Vorkommnisse in eine Stresssituation versetzt werden. In dieser
Situation wird jede Waffe gefährlich, ausser kombinierte Waffen
mit nur einem Schloss.
Die Titan 16 hat wie die Titan
6 eine Drei-Stellungs-Sicherung.
Sicherungsschieber vorne = ungesichert, schussbereit. Sicherungsschieber hinten = gesichert,
Verschluss gesperrt.
Bei Mittelstellung des Schiebers ist die Waffe gesichert, der
Verschluss kann aber z.B. zum
Entladen geöffnet werden. Die
Idee ist in Ordnung, die Ausführung ist verbesserungsfähig. Die
Mittelstellung hat zwar eine Raste, trotzdem ist es ein Fummeln
um die richtige Stellung zu erwischen. Meines Erachtens wäre
eine separate Taste oder dergleichen besser, um den Verschluss
in gesichertem Zustand zu öffnen.
Ausrüstung
EL Range:
BRILLANT SEHEN
PRÄZISE MESSEN
EXAKT TREFFEN
Mit der Vorstellung des EL Range im letzten Herbst vervollständigte
SWAROVSKI OPTIK nicht nur sein Produktsortiment, sondern setzte
vor allem auch dem jahrelangen Warten ein Ende. Auf Basis der EL-Linie
bietet das Range nun ein Fernglas mit bekannter Spitzen-Optik und Laserentfernungsmesser inklusive Winkelschussprogramm in einem.
Text und Fotos: Nina Hemmi
Bereits vor fast 20 Jahren gab
es von Swarovski die erste Jagdoptik mit eingebautem Entfernungsmesser. Schon damals
50
Schweizer Jäger 11/2012
setzte das Tiroler Traditionsunternehmen neue Massstäbe mit
dem LRS-Zielfernrohr mit integriertem Entfernungsmesser. Allerdings blieb es dann lange dabei
und Swarovski lancierte nicht wie
andere Optikhersteller laufend
verschiedenste Zielfernrohre und
Ferngläser mit Messtechnologie
– entsprechend hoch waren denn
auch die Erwartungen an diesen
Spiegel der EL-Serie mit digitaler Zusatzfunktion.
Die Elektronik
und die zusätzliche Optik für die
Entfernungsmessung sind in den
beiden Ausbauchungen an der
Unterseite des EL
Range verstaut.
Bild: zVg
Dem eleganten
EL-Design konnte
trotz Lasermessung
die Treue gehalten
werden, ohne
Kompromisse
bei der optischen
Leistung eingehen
zu müssen.
Bild: zVg
Grösste Herausforderung
der Firmengeschichte
Die Entwicklung des EL Range war wohl eine der grössten Herausforderungen in der Firmengeschichte von Swarovski Optik:
Das Projekt sollte im EL-Design
verwirklicht werden, ohne Kompromisse bei der optischen Leistung eingehen zu müssen. Bei
den herkömmlichen Bauweisen
kommt es durch den Einbau von
Strahlenteilern, die den aufgefangenen Messstrahl in die Messelektronik umleiten, zu einem
Lichtverlust. So mussten jeweils
Transmissionsverluste von fünf
bis sieben Prozent eingeräumt
werden.
Die ausgeklügelte Technologie
des EL Range macht’s aber möglich, dass trotz eingebautem Laserentfernungsmesser die optische Leistung derjenigen seines
Schwestermodells ohne Messtechnik in nichts nachsteht. Die
Laserelektronik wurde dafür ausgelagert und liegt beim EL Range an der Unterseite der beiden
Fernglashälften. Diese beiden
Ausbauchungen fallen im ersten Augenblick und aus ästhetischer Sicht vielleicht als störend
auf, überzeugen aber bereits nach
kurzer Zeit als ergonomische Unterstützung für eine gute Balance, auch bei einhändiger Bedienung. Durch perfekt abgestimmte
Vergütungen und bei einer hohen
Transmission von 91% ist eine
naturgetreue und helle Bildwiedergabe gesichert.
Dem eleganten EL-Design
konnte die Treue gehalten werden, unterscheidet sich das neue
doch kaum vom herkömmlichen
EL: Die offene Brücke für den bewährten Durchgriff, das griffige
Fokussierrad, abschraubbare und
in vier Stufen einstellbare Drehaugenmuscheln sowie eine Leichtigkeit von ca. 900 Gramm lassen
das Jägerherz bei den Modellen
8x42 und 10x42 höher schlagen.
Der bestens bewährte Durchgriff
der EL-Serie ist bei den RangeModellen durch die doch nicht
unerheblichen Ausbauchungen
nicht ganz so komfortabel wie
gewohnt.
Viel Technik für die Jagd
Das EL Range – «range» heisst
in Englisch übrigens «Reichweite» – unterscheidet sich abgesehen von den bereits beschriebenen Ausbauchungen auf der
Unterseite kaum vom EL-Basismodell. Die Messtaste auf der
Brücke fällt nämlich erst auf den
zweiten Blick auf. Mit dieser unscheinbaren und vor allem mit
Handschuhen nicht besonders
griffigen Taste misst man durch
einmaligen Druck die Entfernung.
Die integrierte Laserelektronik ermöglicht eine exakte Berechnung der Distanz. Dabei wird
eine sogenannte Einkanaltechnik
eingesetzt, d. h. Empfänger und
Sender sind hierbei gleich. Nach
Druck auf die Messtaste wird aus
dem rechten Kanal ein Lasersignal ausgesendet, vom Ziel reflektiert und mittels Laufzeitmessung ausgewertet und in Distanz
umgerechnet. Die Laufzeitmessung wird mit einem Laser der
Klasse 1 vorgenommen, welcher
Messdistanzen zwischen ca. 30
und 1.375 m ermöglicht. Im zivilen Bereich dürfen nur Laser der
Laserklasse 1 eingesetzt werden,
da diese absolut ungefährlich sind
und keine Augenschäden verursa-
Eine gute Balance – auch
bei einhändiger Bedienung.
Im Beispiel zeigt die digitale
Anzeige Distanz und Winkel
zum Ziel.
chen wie Laser höherer Klassen.
Wenn man die Messtaste gedrückt hält, kann man im sogenannten Scan-Modus fortlaufend
die wechselnde Entfernung ablesen. Die Messung passt sich dabei
automatisch an das jeweils fokussierte, sich bewegende Objekt an.
Für den Einsatz in wenig strukturiertem Gelände ist das eine sinnvolle Ergänzung.
Übrigens: Eine blinkende Zielmarke bedeutet nicht, dass das
Ziel nicht richtig erfasst werden
konnte, sondern signalisiert einen
niedrigen Batteriestand. Die Batterie sitzt hinter dem Fokussierrad und kann schnell und einfach
ausgetauscht werden.
Individuelle Einstellungen
Über den gut versteckten und
bewusst nicht allzu gut erreichbaren Menüknopf unterhalb des
linken Okulars können die verschiedenen Einstellmöglichkeiten
angesteuert und per Auswahl über
den oberen Messknopf an die individuellen Vorlieben angepasst
werden. Auf den ersten Blick
scheint die Bedienung des Menüs
etwas schwierig, ist aber mit Hilfe der mitgelieferten Kurzanleitung (Quick Guide) kein Problem.
Da jeder Mensch unterschiedlich lichtempfindlich ist, bietet
das EL Range fünf Helligkeitsstufen zur individuellen Anpassung
des LCD-Displays an das persönliche Empfinden. Nach Auswahl
der Grundhelligkeit unter Menüpunkt P1 kann auch eine automatische Anpassung an das Umgebungslicht aktiviert werden.
Unter Menüpunkt P2 können zusätzliche Anzeigen eingeSchweizer Jäger 11/2012
51
Ausrüstung
stellt werden. Der Winkel kann
dabei als Winkelangabe oder
als Kalkulation der korrigierten
Schussentfernung (SWAROAIM)
eingeblendet werden. Das Winkelschussprogramm kann aber
jederzeit auch deaktiviert werden.
Zudem kann unter Menüpunkt
P3 für die Angabe der Messdistanz zwischen Meter und Yard
gewählt werden. Die vorhin erwähnte automatische Helligkeitsanpassung wird unter Menüpunkt
P4 an- oder ausgeschaltet.
Exakt treffen mit SWAROAIM
Viele der Herausforderungen
des Jagdalltags entstehen durch
die geografischen Gegebenheiten. Bergauf oder bergab einen
gezielten Schuss anzubringen,
erfordert Gefühl und ballistische
Erfahrung – oder ein messgenaues Instrument. Deshalb wurde in
das EL Range ein Neigungsmesser eingebaut, mit dessen Hilfe
die Schussentfernung im extremen Steilgelände korrigiert werden kann. Durch den Schuss steil
bergauf oder hangabwärts verkürzt sich die scheinbare Schussentfernung, weil in diesen Fällen
die Erdanziehungskraft nicht so
stark auf die Geschossflugbahn
einwirkt wie bei einem horizon-
wieder, weil man diese Berechnungen nur in ausgesprochenen
Extremsituationen wirklich anstellen müsste. Selbst bei ausserordentlich steilem Gelände spielt
der Winkel bei normalen Schussdistanzen kaum eine Rolle. In der
Schweizer Jagdpraxis mit teilweise gesetzlich vorgegebenen
Schussdistanzen von weidmännischen 150 bis 200 Metern bleiben diese Berechnungen also eher
Spielereien.
Auch im praktischen Jagdbetrieb
hat das EL Range voll und ganz
überzeugt.
Technische Daten
EL Range
Vergrösserung
wirksamer Objektiv-Ø (mm)
Austrittspupillen-Ø (mm)
Austrittspupillenabstand (mm)
Sehfeld (m/1000m)
Sehfeld (Grad)
Sehfeld für Brillenträger (Grad)
augenseitiges Sehfeld (Grad)
kürzeste Einstellentfernung (m)
Dioptrieausgleich links/rechts (dpt)
Lichttransmission (%)
Pupillendistanz (mm)
Dämmerungszahl nach DIN 58388
Länge ca. (mm)
Breite ca. (mm)
Höhe ca. (mm)
Gewicht ca., ohne Batterie (g)
Display
Messbereich (m)
Messgenauigkeit (m)
Messdauer (Sekunden)
Winkelmessung (Grad)
Laser
Batterie
Betriebsdauer
52
Schweizer Jäger 11/2012
8x42
8x
42
5.3
19.2
137
7.8
7.8 (100%)
61
5
-7 / +5
91
56 – 74
18.3
166
117
81
910
LCD
30 – 1375
±1
)1
± 90
Klasse 1 EN/FDA
CR2
1000x
10x42
10x
42
4.2
17.3
110
6.3
6.3 (100%)
61
5
±5
91
56 - 74
20.5
160
117
81
895
LCD
30 - 1375
±1
)1
± 90
Klasse 1 EN/FDA
CR2
1000x
talen Schuss. Bei einem Winkelschuss fällt das Geschoss also
weniger schnell, was bei einer
Nichtbeachtung dieser Tatsache
einen Hochschuss ergeben würde.
Das einzeilig voreingestellte
LCD-Display des EL Range kann
je nach Vorliebe und Bedarf angepasst und eine zweite Zeile hinzugeschaltet werden. In der ersten
Zeile wird dabei immer die reale Schussdistanz angezeigt, in der
zweiten Zeile kann zwischen der
Anzeige des Winkels und der kalkulatorischen Schussdistanz gewählt werden.
Der Jäger muss also nur wie
gewohnt die Entfernung zum Ziel
messen, die korrigierte Entfernung für den Winkel ablesen und
schiessen… oder fehlen noch
mehr Informationen? Zusätzlich zur Kenntnis der korrigierten
Schussentfernung benötigt der Jäger nämlich detaillierte Kenntnisse über die tatsächliche Geschossflugbahn der eigenen Waffe, um
dann auf die entsprechende Entfernung auch tatsächlich zu treffen. In der Praxis bieten sich entweder ballistische Absehen oder
Zielfernrohre mit Ballistikturm
an, dass man den exakten Haltepunkt auch wirklich findet.
Ziemlich kompliziert hört sich
das alles an, relativiert sich bei
genauer Betrachtung aber auch
Hohe Erwartungen übertroffen
Das EL Range wurde den hohen Erwartungen absolut gerecht
und hat diese sogar übertroffen.
Dieses Fernglas ist ein optimaler
und absolut verlässlicher Partner
für die erfolgreiche Jagd, davon
hat sich der «Schweizer Jäger»
während der Bündner Hoch- und
Steinwildjagd selbst überzeugt.
Die optische Leistung begeistert mit einem gestochen scharfen, kontrastreichen und farbneutralen Bild. Zudem verfügt das
EL Range durch sein optimiertes
Weitwinkelsehfeld über das weiteste Sehfeld seiner Klasse (8x =
137 m, 10x = 110 m), wovon auch
Brillenträger zu 100% davon profitieren.
Die Messleistung ist genau,
schnell und arbeitet auch im
Scan-Modus absolut zuverlässig.
Über den gesamten Messbereich
(30–1375 m) misst das EL Range mit einer Messgenauigkeit von
+/– 1m. Bei Nebel oder starkem
Niederschlag hat das EL Range dieselben Probleme wie seine
Mitbewerber, was sich aber keinesfalls auf die Qualität des Produktes, sondern einzig auf die
erlaubte Lasertechnik im ZivilEinsatz zurückführen lässt.
Das Warten auf dieses neue
Spitzenglas mit integriertem Entfernungsmesser und Winkelschussprogramm hat sich also
definitiv gelohnt. Swarovski Optik hat einen grosszügigen Währungsrabatt auf ihre Listenpreise
eingeräumt. Beim EL Range beläuft sich der Preis für das Modell
8x42 somit auf Fr. 3275.– (statt
Listenpreis Fr. 3850.–) und für
das Modell 10x42 auf Fr. 3400.–
(statt Fr. 4000.–).
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Schweizer Jäger 11/2012
53
ZUM
ELEKTROFAHRZEUG
Jagdwagen von der Vorzeit
bis zur Gegenwart
Teil 2
Erst Pferdewagen, dann Kutschen und später motorisierte Fahrzeuge bis hin
zu Elektromobilen, die Bedeutung von Wagen für die Jagdausübung halten sich
von der Antike bis in die heutige Zeit. In unserer vierteiligen Serie greift unser
Autor Klaus Böhme dieses interessante Thema auf und verfolgt die Entwicklung bis in die heutige Zeitepoche.
Einen erstklassig restaurierten Willys-Jeep MB,
Baujahr 1944, zeigt dieses Foto aus dem Jahre
2008. Der Jeep wurde zum Synonym für die
Gattung der Geländewagen im Pkw-Format
schlechthin.
54
Schweizer Jäger 11/2012
Wikipedia Creative-Commons-Lizenz, Foto: Lothar Spurzem
Ausrüstung
VOM STREITWAGEN
wendig war, als Jagdwagen bezeichnet. In Johann Heinrich
Zedlers «Grossem vollständigen Universal Lexikon aller Wissenschaften und Künste» (1728–
1734), ist ein solcher Wagen, acht
bis neun Ellen lang, stabil gebaut,
mit Kästen an den Seiten und Planen und Vorhängen gegen Witterungseinflüsse genau beschrieben.
Tarnwagen in Mittelalter
und früher Neuzeit
Spätestens ab dem Hochmittelalter hatte man über die Verwendung von Fahrzeugen zur unmittelbaren Jagdausübung und zu
«Wie ein Karren
Transporten von Menschen, Hundem Wild zum
den und Material hinaus auch die
Möglichkeit entdeckt, Fahrzeuge
Verhängnis werauf der Jagd zur Tarnung einzusetden kann» wird
mit dieser farben- zen. Das berühmte, in zahlreichen
frohen Illustration Manuskripten und Auflagen überaus dem «Buch
lieferte «Buch der Jagd» des frander Jagd» des im zösischen Adligen Gaston Phoebus, Comte de Foix aus dem 14.
14. Jahrhundert
lebenden französi- Jahrhundert zeigt in einer der farschen Lehnsherren benprächtigen Illustrationen «Wie
ein Karren dem Wild zum VerhängGaston Phoebus
nis werden kann» und der Text eranschaulich darläutert dazu in etwas schwer vergestellt und im
ständlicher Weise:
Text ausführlich
erläutert.
«In der Absicht, sich dem Wild
auf seinem Weideplatz zu nähern,
tarnt man einen ländlichen Zweiradwagen mit blättrigen Zweigen und verbirgt auch den Fahrer
und einen Bogenschützen auf die
gleiche Weise. Soll das Tier nicht
von dieser wahrhaft märchenhaften Erscheinung verscheucht werden, hemmt man leicht die Räder
des Karrens, sodass sie ein kreischendes Geräusch verursachen,
das jedem Wild vertraut ist und
dabei auch jeden anderen Laut
übertönt.»
Eine besondere Bedeutung
hatte die Tarnung mit Hilfe eines Wagens, in dem Fall sogar eines grossen Fuhrwerkes, bei der
längst vergangenen Jagd auf die
äusserst scheuen, in der Schweiz
schon seit dem 16. Jahrhundert
ausgestorbenen
Grosstrappen.
Hierzu ist zum Beispiel aus Standardwerken wie dem «Jüngeren
Jagdbuch Wolfgang Birkners»
(1639–1651) und Hans Friedrich
von Flemings «Vollkommenen
Teutschen Jäger» (1719–1724)
der Einsatz eines so genannten
«Schiesskarrens» überliefert.
Grosskalibrige, spezielle «Karrenbüchsen» mit überlangen Läufen waren auf solchen Fuhrwerken
montiert, oft mehr als zehn Stück
an der Zahl, und daraus wurden
auf Entfernungen bis zu fünfhundert Schritt gewaltige «Hagelgeschosse» auf die Ansammlungen
der grossen Vögel abgefeuert, die
nach Fleming «wie einige Ladungen von Blech» wirkten.
Der bekannte Jagdschriftsteller
beklagt aber auch, dass «auf diese Art manches zuschanden geschossen wird, so dass es wohl
getroffen, aber nicht tödlich verSchweizer Jäger 11/2012
55
Ausrüstung
Einen kleinen Wurstwagen mit einer Pritsche für die Hunde zeigt dieses Ölbild eines unbekannten
Künstlers auf einer Blechtafel aus der Zeit um 1750, der Regierungszeit des Jäger-Landgrafen
Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt. Die Tafel hing einst im Kranichsteiner Wald an einem «Rendezvous», einem Versammlungspunkt der Jäger.
Repro: Verfasser
Wurstwagen – kein lustiges
Transportmittel
Einer der bekanntesten Wagen
zum Transport von Jägern und
Hunden zugleich war der so genannte «Wurstwagen». Die eher
amüsante Assoziation, die sich
bei diesem Wort heute aufdrängt,
führt in eine völlig falsche Richtung, denn es handelte sich um ein
grosses, meist ungefedertes Fuhrwerk, auf dessen Fläche eine längliche Sitzgelegenheit angebracht
war, die einer riesigen Wurst ähnelte und auf der die Jagdbediensteten nebeneinander oder Rücken
an Rücken, wohl recht unbequem,
quer zur Fahrtrichtung sassen. Auf
rückseitig angebrachten Plattformen konnten dann die Hunde und
auch Jagdutensilien mitgenommen werden.
Manchmal, obgleich es nur
schwer vorstellbar ist, stand man
leichtsinnigerweise offenbar auch
während der Fahrt auf einem solchen Wagen und dies führte bei
den holprigen Wegen – und noch
völlig in Unkenntnis jeglicher Sicherheitsvorkehrungen beim Umgang mit Waffen – zu gefährlichen
Situationen. So ist zumindest einem Brief vom 1. September 1797
des Weimarer Ministers Voigt an
seinen Kollegen Johann Wolfgang
von Goethe zu entnehmen: «Auf
der Jagd zu Ettersburg war auch
ein Unglück nahe. Auf dem Wurstwagen stehend, ging des Herzogs
von Meiningens Büchse los und
führ dem Forstmeister Stein an
der Stirn hinaus durch den Hut.
Die Stirn verletzt und die Augen
von Pulver beschädigt. Ein Federkiel breit näher wäre die Hirnschale oder der Stirnknochen gesprengt worden.» Der Forstmeister
Wilhelm Freiherr von Stein erholte sich jedoch offenbar vollkommen und starb erst 19 Jahre später
eines natürlichen Todes.
Letztlich wurde auch oft der
Zeug-Wagen, das Fuhrwerk zum
Transport der Lappen und Tücher
einschliesslich der Stangen und
des Zubehörs, das zur Durchführung eines solchen «eingestellten»
oder auch «teutschen Jagens» not-
Repro: Verfasser
Von Klaus Böhme
Repro: Verfasser
Aus: Hobusch, In alten Jagdchroniken geblättert. Repro: Verfasser
Ausrüstung
Der Tarnwagen
wundet ist, sondern wieder aufsteht und mit dem übrigen gesunden eine Zeitlang fortflieget, bis
es endlich verfällt, stirbet und zu
Niemandes Nutzen verfaulet und
verdirbt». Zwar galt die Klage
offenbar mehr dem entgehenden
Braten als der grausamen Metzelei, aber immerhin bemühte man
sich, durch effektiveres Verkleiden und phantasievolle Ausgestaltung der Karren als landwirtschaftliches Gespann sowie durch
Mitführen von «Blendkühen»,
die das gefährliche Fahrzeug als
harmlos suggerieren sollten, näher heranzukommen und die Verluste zu vermindern.
Das Automobilzeitalter begann
für Jagdwagen erst spät
Die Erfindung des Automobils wurde, was man sich heute nur schwer vorstellen kann, in
der breiten Öffentlichkeit zunächst
mit Skepsis betrachtet und ganz
besondere Zurückhaltung war bei
dem Einsatz von Motorfahrzeugen auf der Jagd zu beobachten.
Bis nahezu in die 30er-Jahre des
20. Jahrhunderts hinein waren von
Pferden gezogene Wagen, welcher
Art und zu welchem Zweck auch
immer, in den meisten Jagdrevieren Europas die einzigen Fahrzeuge, die man antreffen konnte.
Gewichtige Gründe für diese
Vorbehalte sind leicht nachvollziehbar: Die ersten Kraftwagen
entwickelten bis dahin unbekannte, unangenehme Geräusche und
Gerüche und waren zudem noch
lange nicht so zuverlässig, dass
man sich ohne Bedenken weitab
von befahrenen Strassen und damit fern von möglicher Hilfe hätte
bewegen können. Mangelnde Geländegängigkeit im Hinblick auf
56
Schweizer Jäger 11/2012
Bodenfreiheit, Reifenausstattung (oben links) für
und Antrieb kamen hinzu.
die Jagd auf GrossDie ersten allradgetriebenen trappen, ausgestatFahrzeuge waren dann auch über- tet mit gewaltihaupt nicht für einen Einsatz ab- gen Karrenbüchsen,
seits befestigter Wege konzipiert, lässt eher an einen
sondern es ging den Erfindern Einsatz im Kampf
allein darum, die Antriebskraft als auf der Jagd
möglichst gleichmässig auf alle denken.
vier Räder zu übertragen. Nach
Versuchen mit dampfmaschinen- Oben: «Pürschengetriebenen Fuhrwerken in Engfahren auf Edelwild» lautet der
land und Amerika um 1827 und
1895 stellte der 25-jährige Ferdi- Titel dieser Lithonand Porsche im Jahre 1900 ein graphie im «Jagdvon vier Elektromotoren ange- album» des Anton
triebenen Fahrzeug, den später so Strassgschwandter
genannten Lohner-Porsche vor.
(1826–1881) und
In Holland wurde 1904 ein zeigt das «AnfahAllradwagen für die schlech- ren» von Rotwild
ten Strassenverhältnisse in Nie- mit einem Schlitderländisch-Indien gebaut, allerten als Tarnung.
dings nur in einer Auflage von
vier Exemplaren. Ebenfalls für
den Einsatz in einer überseeischen Kolonie, nämlich für die
Polizei in Deutsch-Südwestafrika, baute die Daimler-Motoren-Gesellschaft 1907 ein Allrad-Fahrzeug, den so genannten
Dernburg-Wagen, der aber auch
noch keineswegs als Geländewagen bezeichnet werden konnte.
Die ersten wirklich als solche
eingesetzten und bekannten Geländewagen baute der französische Hersteller Citroën in den
20er-Jahren. Berühmt wurden besonders die bei der Durchquerung
der Sahara im Jahre 1922, der als
Croisière Noire bekannten AfrikaExpedition 1924/25 und der Croisière Jaune durch Asien 1931/32
eingesetzten Halbkettenfahrzeuge, die tatsächlich erstaunliche
Leistungen vollbrachten.
Neben solchen Halbkettenfahrzeugen für extremste Verhältnis-
se, die bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges vor allem in den
Armeen eingesetzt wurden, fanden auch ganz normale Automobile schon vor dem Ersten Weltkrieg
bei den Jägern in den wildreichen
Weiten der europäischen Kolonien
Afrikas und Asiens, wo es darum
ging, die oft gewaltigen Entfernungen in kürzerer Zeit und auch bequemer zu überbrücken, wesentlich schneller als in Europa ihre
Anhänger. Wer den wunderbaren
Film «Jenseits von Afrika» gesehen hat, erinnert sich sicher an die
motorisierten Jagdausflüge der Baronin Blixen mit ihrem Geliebten
Denys Finch Hatton, der übrigens
tatsächlich unter den weissen Jägern der Kolonialzeit eine ganz ungewöhnliche Persönlichkeit war, in
die weiten Steppen Kenias. Zumindest so ähnlich könnte es tatsächlich gewesen sein, denn in einem
anderen exotischen Land, damals
von Geheimnissen umwoben wie
der Schwarze Kontinent, zeigte ein
einheimischer Fürst seinen zahlreichen Besuchern gern, dass man
auch ein Automobil auf der Jagd
einsetzen konnte, das man eigentlich nur auf gepflegten Chausseen
vermuten sollte.
Der Rolls-Royce des
Maharadschas
Sahib Bahadur, auch Umed
Singh II. genannt, lebte von 1889
bis 1940 und war Maharadscha
von Kotah, einem Fürstentum im
ehemaligen britisch-indischen Rajasthan. Auf seinen riesigen Ländereien jagte er, oft in Begleitung
von Gästen, vor allem Tiger und
Elefanten und tat dies besonders
gern völlig gefahrlos vom Auto
aus. Dazu liess er sich im Jahre
1925 einen speziellen Rolls-Royce
Quelle/Foto: Bonhams
Phantom I bauen, der bei Barker
in London seinen aussergewöhnlichen Vorstellungen entsprechend
ausgestattet wurde.
Der Jagdwagen der besonderen Art verfügte nach dem Umbau nicht nur über ein Untersetzungsgetriebe für schwierigstes
Gelände und einen Neigungsmesser, um dem Umkippen entgegenwirken zu können, sondern auch
über zwei vom Cockpit aus zu bedienende Suchscheinwerfer, eine
kleine Kanone zur Abwehr von
Angriffen jeder Art, eine Lantaka-Heckkanone zur Elefantenjagd
und ein Maschinengewehr, der in
den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts bevorzugten Waffe zur
Jagd auf Tiger, auf einem Anhänger. Auch waren zwei abschliessbare Gewehrschränke an Bord und
ein Safe mit Bargeld, um Angehörige umgekommener Jagdbediensteter entschädigen zu können.
Das Fahrzeug existiert, natürlich nicht als Jagdwagen, in einem erstaunlich guten Zustand
noch heute. Mehrmals wechselte
das zwischenzeitlich restaurierte «Tiger-Car» nach dem Tod des
Herrschers den Besitzer, wurde
von grau auf rot umlackiert und
im Jahre 2011 bei der kalifornischen Dependance des bekannten, mehr als 200 Jahre alten Londoner Auktionshauses Bonhams
zum bisher letzten Mal versteigert – für mehr als eine Million
Dollar. Der einzige Rolls Royce,
der zum Jagdwagen umfunktioniert wurde, war es indes nicht …
Nur wenige Geländewagen
bis zum Zweiten Weltkrieg
Im Übrigen, ganz besonders
im «alten Europa», aber auch in
Amerika blieben motorisierte
Fahrzeuge auf der Jagd zunächst
für einige Jahrzehnte noch eher
die Ausnahme. Die Entwicklung
des Allradantriebs galt im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts
zeitweise sogar mehr dem Motorsport als militärischen Belangen, führte aber dann, ab 1933 natürlich vor allem in Deutschland
durch das NS-Heereswaffenamt
betrieben, zur Entwicklung verschiedener Allradfahrzeuge. Darunter zunächst der BMW 325
mit Sechszylindermotor und Allradlenkung, die riesigen Mercedes-Dreiachser der Baureihen G1
bis G 4, der Kommandeurswagen
Mercedes 170 VL und darauf basierend der Kübelwagen W 139,
später von Volkswagen neben
dem lediglich heckgetriebenen
Kübelwagen Typ 82, der Käfer
Typ 87 mit zuschaltbarem Allradantrieb und die Schwimm-Kübel
Typ 128 und 166. Alle diese Fahrzeuge wurden fast ausschliesslich
im militärischen Bereich genutzt
und dürften nur selten als Jagdwagen verwendet worden sein.
Urbild aller Geländewagen –
der Jeep
Gewissermassen das Pseudonym für Geländewagen ist jedoch
bis heute weltweit die Bezeichnung «Jeep». Ähnlich wie fast
zwanzig Jahre später in der jungen deutschen Bundesrepublik
verdankt der «Ur-Jeep» seine Entwicklung einer Ausschreibung des
amerikanischen Verteidigungsministeriums für ein kleines, leichtes
und kompaktes Allradfahrzeug.
Gegen Ende des Jahres 1940 – ein
baldiges Eingreifen der USA in
den Krieg war bereits vorhersehbar – führte dies in fast unglaublich kurzer Zeit zur Konstruktion
Der Rolls-RoyceJagdwagen des
Maharadschas von
Kotah, Umed Singh
II., in restaurierter Form und rot
lackiert, vor der
Versteigerung im
Jahre 2011.
Das Detail
(rechts) zeigt die
LantakaElefantenkanone
im transportgerecht zerlegten
Zustand.
und Produktion eines völlig neuen Fahrzeugtyps, der die besten
Eigenschaften von drei in Frage
kommenden Prototypen der kleinen American Bantam Car Company aus Butler/ Pennsylvania, der
nicht viel grösseren Willys-Overland Company aus Toledo/Ohio
und der Ford Motor Company aus
Detroit als einziges Grossunternehmen vereinte.
Wie es aber dazu kam, dass
Bantam, die als einzige innerhalb
der gesetzten Frist von 49 Tagen
einen Prototypen vorstellen konnte, völlig aus dem Rennen flog,
letztlich Willys bis 1945 etwa
370 000 Exemplare des «Willys
MB», der noch im Krieg den berühmten, jedoch erst ab 1950 geschützten Namen «Willys Jeep»
erhielt, herstellte und Ford nur
etwa 270 000 Exemplare des nahezu baugleichen Ford GPW, ist
selbst in den USA bis heute von
vielen Mutmassungen umnebelt
– und eine weitere Ähnlichkeit
mit den noch zu erwähnenden
Vorgängen in Deutschland in den
50er-Jahren.
Nach dem Krieg wurde der Jeep
im zivilen Einsatz, vor allem in der
Land- und Forstwirtschaft und natürlich auch bei der Jagd, unter der
Baureihenbezeichnung «CJ» – bis
hin zum legendären CJ-7 – überaus populär. Das Fahrzeug wurde
und wird zum Teil noch heute in
Indien, Taiwan, Japan und Frankreich in Lizenz gebaut und der
weltberühmte Name, dessen Herkunft übrigens ebenfalls nicht völlig geklärt ist, gehört nach Eigentümerwechseln über Kaiser und
AMC seit 1987 der Chrysler Corporation in Detroit, der grössten
Autostadt der Erde.
Fortsetzung folgt
Schweizer Jäger 11/2012
57
Ausrüstung
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geeignet für Outside-Aktivitäten bei kühlen Temperaturen. Der Pullover, den es auch
als Jacke mit Reissverschluss
gibt, ist den klassischen Skilehrer-Pullovern aus den 60er-
Jahren nachempfunden. Die
angenehme
Merino-Wolle
sorgt für maximalen Tragekomfort und der leicht taillierte Schnitt sowie der Kragen
verleihen dem Pullover einen
sportlich-schicken Look. Die
sorgfältige Verarbeitungsweise macht ihn zum langlebigen
Begleiter.
Alpine Club gibt es in
über 400 Läden in der ganzen
Schweiz zu kaufen. Die Marke ist u.a. bei Manor, in Edelweiss-Shops und vor allem in
Bahnhöfen und an Flughäfen
anzutreffen.
Erhältlich in den Farben Rot und Grau, als
Pullover oder Jacke und in allen Grössen von S bis
XXL. Preis: ab CHF 98.–. Alle Infos unter: wwww.
alpineclub.ch
In wenigen Wochen wird
der Winter Einzug halten und
somit wird die Kälte ein nicht
zu unterschätzender Faktor,
welcher über eine erfolgreiche
Jagd entscheidet.
Wer hat es nicht schon erlebt: Ein Ansitz an einem
traumhaften Winterabend. Alles passt. Schnee, optimale
Beleuchtung, nicht zu hell und
nicht zu dunkel, guter Wind,
die Sauen oder die Füchse
machen sich schon bemerkbar, allzu lange kann es nicht
mehr dauern für den erhofften
Anblick.
Doch langsam macht sich
an den Zehen die Kälte bemerkbar, die trotz Zehenübungen nicht weichen will. Im
Gegenteil, die Kälte erfasst
die Füsse und strahlt weiter in
den Körper hinein. Da nützen
das heizbare Gilet, die dicken
Handschuhe und die superwarme Mütze herzlich wenig.
Es wird schlicht zu kalt, man
hält es nicht mehr aus. An eine
gezielte, sichere Schussabgabe
ist nicht mehr zu denken, weil
man am ganzen Körper zittert.
Aus und vorbei, die Jagd muss
abgebrochen werden, trotz den
besten jagdlichen Voraussetzungen!
Damit dies nicht ein weiteres Mal passieren kann, empfiehlt es sich, dem Schuhwerk
mindestens so viel Aufmerksamkeit zu widmen wie den
anderen Jagdausrüstungsgegenständen. Ein guter Trekking- oder Gebirgsschuh eignet sich eben nur bedingt für
die Ansitz-, Pirsch- oder Treibjagd in der kalten Jahreszeit.
Bei Degiacomi Schuhmode in Bonaduz erhalten die Jäger/innen eine professionelle Beratung für die Jagd in
der kalten Jahreszeit. Es wird
eine breite Palette von warmen
Schuhen angeboten, welche
die Bedürfnisse der jeweiligen
Jagd abdecken kann. Ergänzt
wird das Angebot durch diver-
Aller guten Dinge
sind drei!
Blaser Gewehrriemen jetzt
auch in anthrazit
Gewehrriemen aus dunkelgrünem Cordura bzw. aus Leder gehören zu den meistverkauften Zubehörartikeln des
Jagdwaffenherstellers Blaser.
Diese beliebten Trageriemen
gibt es ab sofort in einer dritten Variante aus anthrazitfarbenem Cordura.
58
Schweizer Jäger 11/2012
Wie die beiden etablierten
Modelle ist auch dieser Gewehrriemen mit elastischer,
rutschsicherer
Neopren®Einlage versehen und bietet
damit höchsten Tragekomfort. Ebenfalls integriert sind
zwei Produktbesonderheiten,
die sich bereits bei den beiden
anderen Modellen bewährt
haben: die Halterung für zwei
Büchsenpatronen und die Riemenbügel mit Schnellverschluss, passend für fast alle
Waffentypen.
Erhältlich ab Mitte Oktober im Blaser Fachhandel
zum Preis von 86,– EUR (Schweiz: 98.– SFr.).
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Sohlen montiert werden. Alle
angebotenen Produkte werden
laufend durch die Betriebsinhaber Hildegard und Peter Degiacomi selber auf der Jagd
im In- und Ausland getestet.
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ein Paar Frotteereisefinken
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Degiacomi Schuhmode, der
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für Jagd- und Outdoorschuhe. Hildegard und Peter Degiacomi freuen sich auf Ihren
Besuch und wünschen für die
bevorstehende Ansitz-, Treibund Passjagd ein kräftiges
Weidmannsheil.
Auskünfte erhalten Sie unter der Telefonnummer
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Jagdgeschichten
SPANNENDE JAGDREISE
NACH
Am 11. Mai 2011 reisten wir –
eine Gruppe von sechs Jägern aus
dem Oberhasli – per Flug ab Zürich nach Warschau, wo wir von
unseren Gastgebern Bernadet und
Daniel Sulser am Flughafen abgeholt wurden. Das Mitführen der
Waffen stellte kein Problem dar
und die Zollformalitäten waren
zügig erledigt. Wir fuhren dann
drei Stunden, bis wir in unserem
zugeteilten Revier in der Nähe
von Lubin ankamen.
Untergebracht wurden wir in
einem ehemaligen Herrschaftshaus mit grossen Zimmern. Ein
sehr gutes Abendessen wurde serviert und die Kochmannschaft zeigte bereits ihr Können.
Anschliessend wurden wir mit
unseren Jagdführern bekannt gemacht und instruiert, damit wir
den offiziellen Jagdbeginn auf
60
Schweizer Jäger 11/2012
Rehböcke in Polen am kommenden Tag, Donnerstag, 12. Mai
2011, so richtig geniessen konnten.
Der Jagdbetrieb war wie folgt
organisiert: 03.30 Uhr Tagwache und Kaffee, 04.00 Uhr Abfahrt ins Revier und Jagdbetrieb
bis 09.00 Uhr, anschliessend
wurde ein kräftiges, tolles Frühstück serviert. Dann Ruhe bis um
15.00 Uhr. Anschliessend wurde
das Mittagvesper serviert und um
16.30 Uhr Abfahrt für die Abendpirsch, welche bis 21.00 Uhr dauerte. Nach der Rückkehr wurde
jeweils eine polnische Spezialität serviert. Natürlich durfte auch
der Erlebnisaustausch nicht fehlen, bevor es Nachtruhe gab.
Die Jagd wurde als Pirschfahrt oder vom Hochsitz
ausgeübt. Vielfältige Landschaftsformen, herrliche Moorlandschaften, Wiesen, Äcker,
Wälder, Au- und Feuchtgebiete, Sumpf- und Torfflächen und
Obstplantagen bildeten das Szenario mit viel Anblick und einem
reichen Wildbestand. Am Morgen
sass der Morgennebel über den
Mooren und gab den Rehen zusätzliche Deckung. Mit dem Sonnenaufgang um 04.45 Uhr löste sich der Morgennebel langsam
auf und die Umgebung sowie das
Wild tauchten mystisch darin auf.
Der erste Schuss am Eröffnungstag erfolgte bereits um
04.45 Uhr und ein schöner Sechserbock lag im Feuer. Die Pirschführer zeigten sich als gute Jagdkameraden und führten umsichtig
und mit Bedacht zum Erfolg. So
lagen bereits fünf Rehböcke auf
der Strecke nach der ersten Morgenpirsch. Es wurde auch zu Fuss
gepirscht und weite Wege gegangen.
Der alte Moor-Bock
Der Pirschführer kannte den alten Herrn und der sprang jeweils
ab, sobald ein Motorengeräusch
in seinem Revier ertönte. Deshalb
wurde das Fahrzeug weit ausserhalb des Reviers stehen gelassen
und zum Pirschgang zu Fuss gestartet. Nach einer halben Stunde
erreichten wir das Einstandsgebiet
des alten Moor-Bocks. Nebel lag
über dem Moor und wir pirschten
durch eine Birkenallee. Plötzlich,
im auflösenden Nebel, entdeckten wir im feuchten Gras den alten
Herrn noch liegend sichernd. Wir
mussten nun noch auf eine gute
Schussdistanz hinkommen, damit
ab dem mitgeführten Drei-BeinStock ein guter Schuss angetragen werden konnte. Das Unterfangen gelang, das Drei-Bein wurde
gestellt und ich machte mich zum
Schuss bereit. Der alte Herr hatte
aber Musse und Zeit und liess sich
nicht hochbringen.
Die Nebel verstrichen mit der
aufgehenden Sonne und die Umrisse des Bockes nahmen nun Formen an, welche das Jagdfieber
steigen liessen. Nach längerer Zeit
bemühte sich der Bock vom Lager
aufzustehen um selbstverständlich
spitz zu uns zu stehen und ein Antragen der Kugel unmöglich war.
Endlich begann er sich zu bewegen und der Moment kam, wo die
Kugel aus dem Lauf flog und den
alten Herrn niederstreckte. Beim
Tier angekommen war die Freude
gross, lag doch ein etwa sieben bis
acht Jahre alter Rehbock mit schöner Trophäe im Feuer.
Auf der Abendpirsch wurden nochmals drei Rehböcke gestreckt. Von der Gruppe hatten
bereits vier Jäger erfolgreich geweidwerkt.
Weitere Beute und
gemütliches Beisammensein
Am zweiten Jagdtag konnten
neun Rehböcke erlegt werden und
alle sechs Jäger hatten bereits einen oder mehrere Abschüsse tätigen können. Somit waren bereits
über die Hälfte des Kontingentes
erlegt worden. Der Jagdbetrieb
lief ruhig und geordnet und alle
hatten viel Anblick und Freude
auf den Pirschfahrten.
Am dritten Jagdtag wurden
weitere neun Böcke erlegt. Die
Pause zwischen den Pirschfahrten
wurde mit einer Ausfahrt auf zwei
Rosswagen gestaltet. Organisiert
von unseren Gastgebern machten wir eine Ausfahrt zu einem
Forsthaus mit Grillplausch. Mit
Harmonika-Begleitung ertönten
polnische Lieder und schweizerischer Jodel-Gesang. Es war ein
wunderschöner Nachmittag.
Die letzten vier Rehböcke
wurden
auf
der
Morgenpirsch des vierten Jagdtages erlegt, womit das Kontingent
erfüllt war und auf die Abendpirsch verzichtet werden konnte.
Stattdessen organisierten unsere Gastgeber einen Abschlussabend mit unseren Pirschführern
im Herrschaftshaus. Die Küchenbrigade lief zur Hochform auf und
es entwickelte sich ein schönes
gemütliches Abschlussfest mit gegenseitigem Erzählen der Jagderlebnisse, natürlich mit viel Jägerlatein und fröhlichen Liedern.
Die notwendigen Formalitäten
mit den Protokollen wurden zügig
und professionell erledigt und jeder Jäger konnte seine schön präparierten Trophäen nach Hause
mitnehmen.
Am Montagmorgen früh brachten uns unsere Gastgeber Bernadet
und Daniel zurück nach Warschau,
wo wir uns verabschiedeten und
den Retourflug nach Zürich antraten. Vier wunderschöne Jagdtage
mit viel Anblick, Jagderfolg und
ausgezeichneter Gastfreundschaft
lagen hinter uns.
Ein herzlicher Weidmannsdank
von den Haslitaler Gamsjägern an
Bernadet und Daniel, die Pirschführer sowie die Küchenmannschaft, die uns vorzüglich betreuten, ausgezeichnet verpflegten
und unvergessliche Momente mit
wunderschönen Jagderlebnissen
geschenkt haben.
Weidmannsdank mit Jeger’s
Gfell und herzliche Grüsse
Urs Wüthrich, Meiringen
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Schweizer Jäger 11/2012
61
Jagdgeschichten
POLEN
Jagdgeschichten
Irmgard Gisler:
ERSTE URNER
STEINBOCKJÄGERIN
Genau vor 30 Jahren hat die Flüelerin Irmgard Gisler-Merz als erste Frau
die Urner Jagdprüfung bestanden. Nun hat sie als erste Urner Jägerin auch
einen Steinbock im Surenengebiet geschossen.
Irmgard Gisler strahlt übers
ganze Gesicht, die Steinbockjagd
ging erfolgreich über die Bühne.
Das Jagdfieber erbte Irmgard von
ihrem Ehemann Jost Gisler (Axiger). Vor 30 Jahren entschied sie
sich, ebenfalls die Jagdprüfung
abzulegen, um mit Ehemann Jost
gemeinsame Ferien geniessen zu
können. Als erste Urner Jägerin
war sie bereits in den ersten Jagdtagen erfolgreich auf der Pirsch.
Als erste Urner Jägerin erlegte Irmgard Gisler-Merz
im Surenengebiet einen Steinbock.
Zuerst entschied das Losglück
Die Steinbockjagd ist natürlich speziell. Vor genau 50 Jahren
wurden im Gebiet Urirotstock die
ersten sechs Tiere ausgesetzt und
seit 1995 wird die Urner Steinwildkolonie durch Regulierungsabschüsse auf gesundes Niveau
dezimiert. Die Nachfrage nach
Steinwildabschüssen war natürlich am Anfang sehr gross. Nur
langjährige Hochwildjäger konnten sich für einen Steingeiss- oder
Steinbockabschuss melden. Lange Zeit brauchte es sehr viel Losglück, um für einen Reduktionsabschuss ausgewählt zu werden.
In der heutigen Verfügung
Steinwildreduktionsabschuss fordert die Sicherheitsdirektion, respektive das Amt für Forst und
Jagd für den Abschuss von Steingeissen mindestens acht Hochwildpatente und für den Abschuss
von Steinböcken mindestens 15
Hochwildpatente. Wenn man die
Bedingung zum Abschuss erfüllt,
kann man sich melden und aus
den Steinbockkolonien Brisen,
Oberalp/Tödi oder Susten/Meien auswählen. Auswählen kann
man sich auch das Alter der Tiere,
beim Steinbock gibt es drei Alterskategorien, nämlich 1½–5½;
6½–10½ oder 11½ und älter. Da
heute nicht mehr ausgelost wird,
sondern die Bewerber nach höherem Alter bestimmt werden, sind
die Chancen für ältere Jägerinnen
und Jäger relativ gross geworden,
eine Zuteilung zu erhalten.
Von der Familie motiviert
Nachdem Irmgard Gisler im
Jahre 1998 bereits eine Steingeiss
schiessen konnte, motivierte die
neunköpfige Familie, sich auch
für den Steinbock zu melden. Neben Jost und Irmgard haben nicht
weniger als fünf der sieben Kinder, unter ihnen auch Andrea die
Jägerprüfung erfolgreich über die
Bühne gebracht. Sie meldete sich
für einen 11½-jährigen oder älteren Steinbock in der Kolonie Brisen, genau im Surenengebiet, die
Zuteilung klappte.
62
Schweizer Jäger 11/2012
Jagdgeschichten
Irmgard Gisler war vorbereitet und wusste, dass es
nicht ganz einfach sein wird,
das zugeteilte Tier überhaupt
aufzuspüren und schlussendlich zu erlegen. Fast eine Woche lang behinderte Schnee
oder Nebel die Steinwildjagd, ein Jäger oder Jägerin
weiss genau, dass alles stimmen muss um die Jagd erfolgreich zu beenden.
Am Freitagabend, 7. September, war es soweit. Um
ca. 19.00 Uhr fiel aus rund
150 Metern Distanz der Abschuss im «Turenband» auf
ca. 2350 m ü.M. Nach dem
erfolgreichen Blattschuss
war Irmgard Gisler froh,
dass mit Ehemann Jost und
Sohn Erwin zwei kräftige
Männer halfen, um das ca.
70 Kilogramm schwere Tier
in den Talboden zu befördern. Sobald der Zugang mit
landwirtschaftlichem Fahrzeug möglich war, kam Kari
Muheim, der Flüeler Älpler
auf der Blackenalp zu Hilfe.
Hier lobte Irmgard Gisler die spontane Hilfsbereitschaft. Sie nannte nicht nur
Kari Muheim, sondern auch
Wildhüter Ruedi Herger und
Kari Kempf (Landweibel).
Kari Kempf, der übrigens
auch einen Steinbock zugeteilt bekam, bot sogar Gastrecht in seiner Jägerhütte.
Die Steinwildjagd ist «das
Pünktchen auf dem i»
Die Freude über das Erlebnis ist bei der 60-jährigen Irmgard Gisler gross,
sie jammert auch nicht über
die zu entrichtenden Gebühren von 460 Franken
für Anmeldung, Grundund Abschussgebühr. Irmgard meint: «Jedes Hobby kostet, als Entgelt bleibt
uns das einmalige Erlebnis, ausgezeichnetes Fleisch
und die rund 80 cm lange
Jagdtrophäe.» Sie betrachtet die Steinwildjagd quasi als Lohn für langjährige
Jagdtreue oder «das Pünktlein aufs i als Jägerin».
Sie zeigt sich auch überzeugt, dass die Reduktionsabschüsse nötig sind, um
den Bestand zu regulieren.
«Diese Überzeugung ist
aber Jagdgegnern nicht immer so leicht zu erklären»,
meinte Irmgard.
Inzwischen kam ein
Gämsbock dazu, geschossen
im Axenmätteli. Soviel man
weiss, ging die erste Urner
Hochwildjagdwoche ohne
Zwischenfälle oder mindestens ohne Unfälle über
die Bühne. Die Hochwildjagd endet am 22. September und die Steinwildreduktion am 31. Oktober.
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Schweizer Jäger 11/2012
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63
Bund und Kantone
Der Hegepreis 2012
geht an die
JAGDGESELLSCHAFT
LAUWIL
im Kanton Baselland
Jagd schützt und nützt: Zum ersten Mal vergibt JagdSchweiz, die Dachorganisation der Schweizer Jäger, einen Naturschutzpreis. 22 Projekte zugunsten der Vielfalt von Lebensräumen und Arten aus allen Landesteilen
wurden eingereicht. Als herausragendes Beispiel zeichnet eine hochkarätige Jury das Projekt der Jagdgesellschaft Lauwil (BL) aus.
Anfang Jahr forderte JagdSchweiz die rund 30 000 Jägerinnen und Jäger auf, ihre Naturschutzprojekte für den erstmals
ausgeschriebenen Hegepreis einzureichen. Projekte zugunsten der
Natur und Umwelt sind wichtiger
Bestandteil der Jagd. Bis Ende
Mai wurden 22 Dossiers aus allen
Landesteilen an die Jury übermittelt. Sie zeigen die ganze Breite
des jagdlichen Engagements zugunsten der Natur: zum Beispiel
Biotopverbesserungen, Schaffung oder Wiederherstellung von
attraktiven Lebensräumen, Pflanzungen oder Pflege von seltenen
Pflanzenarten. Insgesamt wurden
von allen Projekten mit einem Arbeitseinsatz von über 16 000 Stunden und rund 400 000 Franken
gegen 60 ha (rund 50 Fussballfelder) Lebensraum für Pflanzen
und Tiere aufgewertet. Insgesamt
leistet die Jägerschaft jedes Jahr
260 000 Stunden Freiwilligenarbeit im Gegenwert von rund 6.5
Mio Franken (Zahlen: 2011).
64
Schweizer Jäger 11/2012
Vernetzungsprojekt Goldseileren, Lauwil.
Die Jury, bestehend aus Mirjam Ballmer, pro natura; Patrick
Durand, Direktor ECOTEC environnement SA; Prof. Dr. Heinrich
Haller, Direktor Schweizerischer
Nationalpark; Dr. Andreas Moser, Biologe und Redaktor, NETZ
NATUR SRF sowie Hanspeter
Preis mit CHF 5000.–:
Vernetzungsprojekt
Goldseileren, Lauwil,
Basel Landschaft
Im Flurgebiet Goldseileren der
Gemeinde Lauwil, Kanton Basel-Landschaft, stand eine monotone Weihnachtsbaumkultur, die
ökologisch umgestaltet und aufgewertet wurde. Darüber hinaus
bestand eine Lücke im ansonsten
von Nunningen, Kanton Solothurn, bis Pratteln, Kanton BaselLandschaft, durchgängig bestehenden Waldgürtel. Das Projekt
konnte so eine wichtige Vernetzung in der Nordwestschweiz
wieder herstellen. Die Arbeit
wird weitergeführt und soll 2017
Unten: Naturschutzgebiet
Munté, Cazis.
Unten rechts:
Güterzusammenlegung
Le Noirmont.
Preis mit CHF 3000.–:
Naturschutzgebiet Munté,
Cazis GR
Das Naturschutzgebiet Munté bei Cazis (GR) ist in acht Abschnitte aufgeteilt. 1971 stellte der Kanton auf Ersuchen der
Jäger, Ornithologen und der Naturforschenden
Gesellschaft
Graubünden die ersten fünf Abschnitte unter Schutz. 1988 wurde das Schutzgebiet auf die heutige Fläche erweitert. Auf Wunsch
des Jägervereins Ausserheinzenberg wurden ihm 1989 Unterhalt
und Pflege der Abschnitte 1 bis
5 offiziell übertragen. Die Jäger
und Jagdkandidaten leisten jedes
Jahr zwischen 300 und 500 Arbeitsstunden. Jedes Jahr finden
Beobachtungstage und Führungen für Naturschutzinteressierte statt. Führungen sollen in Zukunft auch für Schulen angeboten
werden, um der Jugend die Natur
näher zu bringen.
Preis mit CHF 1000.–:
Güterzusammenlegung
Le Noirmont JU
1990 beschlossen die Grundeigentümer von Le Noirmont
(JU), eine Güterzusammenlegung durchzuführen. Zwar waren ökologische Kompensationen
vorgesehen, die Beeinträchtigung
von wichtigen Lebensräumen war
aber gross, insbesondere für den
Feldhasen. Der kantonale Jägerverband, die Fédération Cantonale Jurassienne des Chasseurs
(FCJC) hat dagegen Einsprache
erhoben und verlangte den Schutz
dieser Biotope und eine Garantie
für die geplanten ökologischen
Kompensationsmassnahmen. Im
Gegenzug verpflichteten sich die
Jäger, neue Hecken zu pflanzen
und ein Teil der bestehenden zu
erweitern. Für die Umsetzung des
Projektes arbeitet die Jägerschaft
mit der Fondation Territoires naturels und dem Jägerverein der
Schweizer Jäger 11/2012
65
Bund und Kantone
abgeschlossen werden. Die Jägerschaft leistete bisher einen grossen Arbeitseinsatz und wurde
dabei von Schulklassen tatkräftig unterstützt. Ohne die Unterstützung des Forstreviers Hohwacht wäre das Projekt aber nicht
so weit vorgeschritten. Der Kanton Basel-Landschaft und private
Sponsoren unterstützen das Projekt finanziell. Die einzelnen Arbeitsschritte und Arbeitseinsätze
wurden mit einer professionellen
Medienarbeit begleitet. Die Öffentlichkeit in der Region Basel
wurde über den Projektfortschritt
periodisch informiert. Das Projekt ist deshalb in den Augen der
Jury in vielfältiger Hinsicht vorbildlich.
Egli, Präsident JagdSchweiz, beurteilte die Projekte nach den Kriterien: Initiative und Beitrag der
Jäger, Grösse und Dauer, Auswirkungen auf die Wildtiere, Beteiligung der Öffentlichkeit und Öffentlichkeitsarbeit.
Die Besucher der Webseite
JagdSchweiz (www.jagdschweiz.
ch) konnten die eingereichten
Projekte im Internet beurteilen
und ihre Stimme für einen Publikumspreis abgeben. Die Gewinner sind verpflichtet, das Preisgeld für die Weiterführung oder
Weiterentwicklung des Projektes
zu verwenden.
Bund und Kantone
Franches-Montagnes zusammen.
Die Jäger haben sich vertraglich
verpflichtet, diese Pflanzungen
während fünf Jahren zu überwachen und zu pflegen.
Anerkennungspreis
mit CHF 1000.–:
Hegeprojekte Alpnach OW
Die Hegegemeinschaft Alpnach OW bewirtschaftet diverse
Waldwiesen am Pilatus. Durch
das Ausmähen und Ausräumen wird die Verwaldung dieser
Freiflächen verhindert und damit dem Schalenwild ungestörte
Äsungsflächen erhalten. Der Innerschweizer Ausflugsberg ist einem enormen Freizeitdruck ausgesetzt. Um die Einschränkung
der Lebensräume von Fauna und
Flora zu reduzieren, waren diese
Konflikte mit dem Tourismus zu
lösen. Damit die Adler mit Erfolg
brüten können und den Gämsen
ruhige Einstände für die Setzzeit
offen bleiben, galt es Kletterrouten zurückzubauen. Dazu wurden am Pilatus Wildruhegebiete ausgeschieden und mit der neu
gegründeten Interessengemeinschaft «Klettern am Pilatus» eine
freiwillige Vereinbarung getroffen um in zwei Gebieten die bereits eingerichteten Routen zurückzubauen. Klettern ist in
bestehenden Routen erlaubt. Das
Einrichten von neuen Routen und
die Publikation von Kletterrouten
und Klettergebieten muss mit der
Trägerschaft vorgängig abgesprochen werden. Ergänzt sind diese
Grundsätze und Massnahmen mit
einem Kletterkodex. Auch hier
zeichnet die Jury ein Projekt aus,
bei dem die Jägerschaft beispiel-
66
Schweizer Jäger 11/2012
Oben: Anerkennungspreis für
Hegeprojekte
Alpnach OW.
Oben rechts:
Publikumspreis
für Hegeprojekt
«Sayser Chöpfe»,
Trimmis-Says.
haft die Interessen von Flora und
Fauna vertreten konnte.
Publikumspreis der Birkenast
GmbH (Meopta Optics):
Hegeprojekt «Sayser Chöpfe»,
Trimmis-Says
Der Publikumspreis geht an
das Projekt «Sayser Chöpfe» in
Trimmis-Says. Die Jägersektion
Calanda GR pflegt jährlich abwechselnd Äsungsflächen die im
sehr steilen Gelände nur mit dem
Trimmer gemäht werden können,
sichert Wildeinstände und unterhält Lebensräume für das Wild.
Um das Gebiet zu erreichen, wurde ein Zugangsweg von 500 Meter Länge erstellt. Die Birkenast
GmbH, Importeurin von MeoptaProdukten, spendete den Gewinn
für diesen Preis, ein Fernglas der
Toplinie Meostar B1 8x42.
Weitere Infos unter: www.jagdschweiz.ch
Drei Fragen an die
Jagdgesellschaft Lauwil BL
Die Jagdgesellschaft Lauwil hat mit ihrem eingereichten Vernetzungsprojekt «Goldseilern» den durch
JagdSchweiz ausgeschriebenen 1. Hegepreis gewonnen. Dazu gratulieren wir von unserer Seite ebenfalls ganz herzlich.
«Schweizer Jäger»: Seit 2008
läuft das Vernetzungsprojekt
«Goldseilern». Was war der Auslöser um dieses Projekt zu starten
und bedurfte es grosser Überzeugungsarbeit innerhalb der Jagdgesellschaft?
Unser Jäger und Mitpächter
Ernst Moritz absolvierte den Lehrgang «Lebensraum Wild», welcher unter der Leitung von Dr. Robert Koller, ehemaliger Präsident
JagdBaselland, und Beat Bussinger, ehemaliger Obmann der
Kommission Lebensraum Wild
von JagdBaselland – KOLEWI,
durchgeführt wurde. Das Ziel des
Kurses war es, interessierten Jägerinnen und Jägern die Möglichkeit zu bieten, sich Grundkenntnisse über ökologische
Zusammenhänge anzueignen.
Als Naturschutzbeauftragter
der Jagdgesellschaft Lauwil reifte
Die ökologische Aufwertung
unserer Landschaft hat Priorität und entsprechende Ideen und
Projekte werden oft durch Jagdvereine oder Jagdgesellschaften ins Leben gerufen und realisiert. Wie war und ist die Reaktion
der nichtjagenden Bevölkerung –
wird das überhaupt wahrgenommen?
Bei den Einwohnern, Naturfreunden, Ornithologen, Lehrkräften und Schulkindern wurde das Projekt von Anfang an mit
Freude und Interesse aufgenom-
men. Vor allem die Lehrerschaft
und die Schulkinder schätzen
das Einbringen der praktischen
Naturschutzarbeit in den grauen
Schulalltag. Das Projekt Goldseileren, mit einer Laufzeit von
10 Jahren, sorgt selbstredend für
eine vertiefte Aufmerksamkeit in
der Bevölkerung.
Und eine letzte Frage, die unsere Leser/innen natürlich auch interessiert. Was geschieht mit dem
Preisgeld von Fr. 5000.– und sind
weitere Projekte vorgesehen?
Das Preisgeld möchten wir
sinnvoll in das Projekt inves-
tieren. Eines unserer Ziele, den
Neuntöter zu fördern, wurde mit
den Lebensraum-Aufwertungen
schon zum Teil umgesetzt. Jetzt
möchten wir für diese Vögel das
Nahrungsangebot
optimieren.
Also werden wir zusammen mit
den Schulkindern Wildbienenhäuser bauen. Diese werden zusammen mit der Lehrerschaft und
den Kindern in den Inselgruppen
aufgestellt. Im Weiteren möchten
wir Ergänzungspflanzungen und
andere noch nötige Aufwertungsmassnahmen realisieren.
Kurt Gansner
Erste Begehung in
der Goldseileren
im Jahr 2005. André Minnig, Revierförster Hohwacht,
Dr. Robert Koller
(damals Präsident
JagdBaselland),
Yvonne Schäublin,
damals zuständige
Gemeinderätin Lauwil, Beat Bussinger,
damaliger Obmann
der Kommission
Lebensraum Wild
von JagdBaselland
und Urs Moritz
mit Hund, Pächter Jagdgesellschaft
Lauwil (vl).
Foto: Ernst Moritz, Pächter JG Lauwil
in ihm der Gedanke resp. die Idee
aktiv zu werden und wenn möglich im «eigenen» Revier ein Projekt umzusetzen. An diesem sollte die Baselbieter Jägerschaft und
die Bevölkerung aktiv mithelfen
können, um etwas Nachhaltiges
für Flora und Fauna zu schaffen
(Lebensraumhege).
An einer ersten Begehung im
Revier Lauwil nahmen Vertreter der Jagdgesellschaft Lauwil,
der Gemeindebehörde Lauwil,
der Revierförster und zwei Vertreter von JagdBaselland resp.
KOLEWI, Kommission Lebensraum Wild, teil.
Die Begeisterung, die sich aus
den vorgefundenen LebensraumStrukturen und den Ideen entwickelte, übertrug sich offenbar
nachfolgend auf die Entscheidungsträger (Landbesitzer, Behörden, Forstdienst, Vorstand
JagdBaselland und KOLEWI,
Jagdgesellschaft Lauwil), und ermöglichte erst die konkrete Entwicklung des Projektes Goldseileren. Das Patronat übernahm
JagdBaselland.
Die Idee und weil sich unser
Revierförster André Minnig als
Projektleiter zur Ausarbeitung eines so tollen Vernetzungs- und
Aufwertungs-Vorhaben zur Verfügung gestellt hat, hat zuversichtlich gemacht, dass das Goldseileren-Projekt Hand und Fuss
hat. So aufgegleist war die Jagdgesellschaft Lauwil sofort «Feuer
und Flamme».
Das Projekt resp. «der Schlüssel dazu» kann auch als «Weghilfe» oder «Türöffner» für andere
ähnliche Vorhaben dienen.
Schweizer Jäger 11/2012
67
Bund und Kantone
CH
«Der grüne Bruch»:
Sommeranlässe 2012
Die unabhängige Jägervereinigung «Der grüne Bruch»
hat zurzeit rund 80 Mitglieder. Unser Mitgliederstamm
rekrutiert sich von Graubünden, Tessin, Wallis über Bern,
das Mittelland und die Innerschweiz. Die Jägervereinigung
ist in die Sektionen Ost (Tessin, Graubünden und die Innerschweiz) und West (Wallis
Bern und Mittelland) eingeteilt. Neben den regelmässigen
Anlässen wie Hocks, Grillabende, Biotoppflege und den
Sau- und Fuchsjagden in den
Sektionen werden jährlich drei
Anlässe des Gesamtvereins
durchgeführt. Es handelt sich
um die im Frühjahr stattfindende Generalversammlung,
das Grün-Bruch-Jagdschiessen und den Familienausflug,
jeweils im August. Nachfolgend meine Berichte zum
Jagdschiessen und dem Familienausflug.
28. Grün-BruchJagdschiessen 2012
Am Samstag, 4. August
2012, lud das OK unter Max
Baumann die Grün-Brüchler
und Gäste zum traditionellen
Grün-Bruch-Jagdschiessen im
Jagdschiessstand Standel in
Wassen UR ein. Je eine 5erKugelserie auf Gämsbock und
Keiler und eine 10er-Schrotserie auf Hase und Tontaube war
als Programm zu schiessen. Im
familiären und gut organisierten Umfeld absolvierten total
32 Schützen (22 Grün-Brüchler und 10 Gäste) das Programm.
Abends, vor dem Absenden, trat OK-Präsident Max
Baumann auf den unverhofften Tod im Mai 2012 unseres Ehrenmitglieds und Gründers unseres Jagdschiessens,
Heinz Merenda, ein. Die An-
Sonne Mond Solunar
Aufgang
Untergang
Aufgang
Untergang
November
Fr
16.
Sa 17.
So 18.
Mo 19.
Di 20.
Mi 21.
Do 22.
Fr
23.
Sa 24.
So 25.
Mo 26.
Di 27.
Mi 28.
Do 29.
Fr
30.
07.31
07.33
07.34
07.36
07.37
07.38
07.40
07.41
07.42
07.44
07.45
07.46
07.48
07.49
07.50
16.50
16.49
16.48
16.47
16.46
16.45
16.44
16.44
16.43
16.42
16.42
16.41
16.40
16.40
16.39
10.15
11.06
11.47
12.21
12.50
13.16
13.40
14.04
14.30
14.57
15.27
16.02
16.43
17.28
18.20
19.29
20.41
21.54
23.06
––
00.15
01.22
02.27
03.30
04.33
05.35
06.34
07.31
08.23
09.10
00.59
02.07
03.12
04.10
05.02
05.49
00.20
00.59
01.38
02.17
02.58
03.41
04.28
05.17
06.08
07.14
08.22
09.25
10.23
11.14
12.00
06.31
07.10
07.49
08.28
09.09
09.53
10.40
11.29
12.20
13.30
14.37
15.39
16.36
17.26
18.12
12.42
13.21
14.00
14.39
15.21
16.05
16.52
17.41
18.32
19.45
20.51
21.53
22.49
23.38
––
18.53
19.32
20.11
20.51
21.32
22.17
23.04
23.59
––
Dezember
Sa
1.
So
2.
Mo
3.
Di
4.
Mi
5.
Do
6.
Fr
7.
Sa
8.
So
9.
Mo 10.
Di 11.
Mi 12.
Do 13.
Fr
14.
Sa 15.
07.51
07.53
07.54
07.55
07.56
07.57
07.58
07.59
08.00
08.01
08.02
08.03
08.04
08.05
08.05
16.39
16.38
16.38
16.38
16.37
16.37
16.37
16.37
16.37
16.37
16.37
16.37
16.37
16.37
16.37
19.16
20.16
21.18
22.23
23.29
––
00.36
01.47
03.00
04.16
05.33
06.47
07.54
08.52
09.40
09.52
10.28
11.00
11.29
11.55
12.20
12.46
13.13
13.44
14.20
15.05
15.59
17.03
18.15
19.30
00.48
01.40
02.32
03.23
04.11
04.48
05.44
00.17
01.03
01.52
02.45
03.42
04.44
05.49
00.40
07.00
07.52
08.44
09.34
10.23
11.10
11.56
06.30
07.17
08.06
09.00
09.58
11.00
11.30
06.45
13.12
14.04
14.55
15.45
16.34
17.22
18.08
12.43
13.30
14.21
15.15
16.14
17.16
18.20
13.09
19.24
20.15
20.15
21.57
22.45
23.33
––
18.55
19.44
20.36
21.31
22.30
23.32
––
19.24
Solunarzeiten: Die fettgedruckten Zeiten erstrecken sich auf einen Zeitraum von 2½ Stunden, während die normal gedruckten Zeiten ungefähr 1½ Stunden
andauern. Die Solunarzeiten sind Beisszeiten der Fische, können aber auch für den Jagderfolg günstig sein. Entsprechenden Rückmeldungen sehen wir mit Interesse
entgegen.
Die Redaktion
68
Schweizer Jäger 11/2012
wesenden gedachten in einer
Schweigeminute mit Dankbarkeit des Verstorbenen. Den
Hinterbliebenen wünschen wir
auch an dieser Stelle viel Kraft
und Trost.
Rangliste
Schrotmeisterschaft Hase + Tontaube (max. 60 Punkte): 1. Edgar Hug, Hergiswil;
2. Balz Ambauen, Beckenried; 3. Aleksander Jovanovic,
Altdorf (je 54 Punkte).
Kugelmeisterschaft Gämsbock +
Keiler (max. 100 Punkte): 1. Franz Felder, Entlebuch; 2. Hanspeter Denzer, Erstfeld; 3. Edgar Hug,
Hergiswil (je 100 Punkte).
Gesamtmeisterschaft Mitglieder
und Gäste, Kugel und Schrot (max. 160
Punkte): 1. Edgar Hug, Hergiswil; 2. Balz Ambauen, Beckenried; 3. Kilian Lagnaz, Schattdorf (je 154 Punkte).
Vereinsmeisterschaft Grün-BruchMitglieder: 1. Dionys Imboden, Zermatt, 152
Punkte; 2. Hansruedi Schmid, Realp, 152 Punkte; 3.
Beat Schmid, Hospental, 151 Punkte.
Für jeden Schützen war ein
schöner Preis vorhanden. Unser Jagdschiessen schloss mit
dem gemeinsamen, im Standblattpreis inbegriffenen Nachtessen, zubereitet von Sepp und
Liesbeth Zgraggen. Danke an
die Organisatoren und Helfer.
Nächstes Jahr im August wieder im Standel.
Grün-BruchFamilienwanderung
Auch dieses Jahr führte
uns die Familienwanderung
am Sonntag, 5. August 2012,
ins Urner Schächental und
wurde wieder mit dem Datum des Jagdschiessens abgestimmt. Dieses Jahr waren
doch fünf Mitglieder aus der
Sektion West dabei, die nach
dem Jagdschiessen im Urnerland übernachteten.
Trotz sehr schlechter Wetterprognose fanden sich um
09.00 Uhr doch 15 GrünBrüchler bei der Seilbahnstation Brügg ein, um zum Rüegig hoch zu fahren. Das Wetter
zeigte sich besser als erwartet
und so konnten wir die Wanderung nach Biel und – bei
gutem Wetter – evtl. nach der
Bergstation Ratzi unter die
Füsse nehmen. Bei einem Pausenhalt vor Biel erklärte uns
Max Baumann die Schächen-
Liebe Leser, wie ihr seht
läuft in unserer unabhängigen
Jägervereinigung der GrünBrüchler etwas. Unsere Zusammenkünfte bringen immer
wieder interessante Gespräche über die verschiedenen
Jagdarten, Tierarten und Naturereignisse etc. in den jeweiligen Kantonen mit sich. Sollte ein Jagdkamerad/in oder
Gleichgesinnte/r Interesse an
unserer Vereinigung bekunden
kann er sich gerne bei unserem
Präsidenten Max Baumann,
Spirigen (Email: max-seld@
bluewin.ch) für die Sektion
Ost oder beim Obmann Sektion West, Christian Stettler,
Burgdorf (Email: stettlerchr@
bluewin.ch) melden. An unseren Anlässen kann immer
«reingeschaut» werden.
Hans-Peter Wälti
Vizepräsident
FR
Lettre de la
Romandie
Die Walliser Wildhut zieht
eine «global zufriedenstellende Bilanz» was die diesjährige Hirschjagd anbelangt. Das,
obwohl die 1350 getätigten
Hirschabschüsse den vorgesehenen Abschussplan um rund
hundert Exemplare verpassten. Im Vergleich mit 2011
blieben in der Kampagne 2012
auf Walliser Hoheitsgebiet gar
390 weniger Hirsche im Feuer
liegen, melden die Behörden.
Dem Strassentod den Kampf
angesagt
Ein Feuerwerk der innovativen Art inszenierte Anfang
des Sommers die Waadtländer
Regierungsrätin Jacqueline de
Quattro. Die Umweltministerin liess es sich nicht nehmen,
in den manikürierten Staatswäldern auf den Höhen des
im Hinterland der Stadt Lausanne gelegenen Chalet-à-Gobet einer Gruppe von geladenen Gästen eine neue Art von
akustisch und visuell abschreckenden Markierungsgeräten
VD
GE
NE
JU
vorzuführen. Frau de Quattro,
ihres Zeichens oberste Aufseherin über die Wildbestände
im Westschweizer Agrarkanton, will auf diese Weise der
verheerenden Schlächterei auf
dem Waadtländer Strassennetz
Einhalt gebieten.
Die Rede ist von den durch
Wildtiere verursachten Verkehrsunfällen. In der Schweiz
zählt man jedes Jahr 20 000
solcher Vorkommnisse: Dutzende von Verletzten sind die
Folge, von den jämmerlich
verendenden Tieren nicht zu
reden.
In der Waadt allein sind es
rund tausend Unfälle pro Jahr:
Hirsche, Dutzende von Wildschweinen und – erschreckenderweise mehrere hundert
Rehe (!) – fallen dem Verkehrstod zum Opfer. Obwohl
Fuchs und Dachs in der Bilanz keine Aufnahme finden,
muss man gerade auch für sie
Schlimmstes befürchten. Der
Kanton hat nach der Ausarbeitung eines sogenannten Kol-
lisionsplans, mit der Installation der solargespeicherten
Geräte begonnen. Die Kosten
belaufen sich auf ca. 130 000
Schweizer Franken.
Die ominösen Überstunden
der Genfer Umwelthüter …
… führen im finanziell eh
schon arg gebeutelten Kanton Genf zu Diskussionen.
Die sogenannten «Gardes
de l’environnement», zu deren Aufgaben die Kontrolle
(sprich die skandalösen Nachtabschüsse) auf das aufsässige
Schwarzwild am unteren Ende
des Genfersees gehört, machen fast 5000 Stunden Überzeit im Betrag von ca. 200 000
Franken geltend. Die Überstunden sollen zwischen den
Jahren 2002 und 2008 angehäuft worden sein.
Da kann sich der stille Betrachter der Genfer (Nichtjagd) Szene ein hämisches Lächeln nicht verkneifen.
In derselben Zeitspanne erreichten die durch die Wildhüter getätigten Wildschweinabschüsse ihren Höhepunkt.
Man rechne: Die Jäger, welche
diese Arbeit liebend gern verrichten würden, brächten den
obgenannten Betrag durch ihre
Jagdausweis-Gebühren locker
in die leeren Taschen des Genfer Säckelmeisters. «Verkehrte Welt», das hat schon mein
Grossätti gesagt.
Tell’s Geschoss: Die Armbrust wird
als Jagdwaffe wieder eingeführt –
zumindest in Kanada ...
Tell’s Geschoss
Jene Leser/innen, welche meine Kolumne über die
Jahre verfolgt haben, wissen,
dass ich meine Jagdsaison jeweils im November in der kanadischen Ostprovinz Neu
Brunswick verlängern darf.
Das trifft sich gut, weil ich
im Spätherbst meine Jagdhütte
für den strengen, kanadischen
Winter vorbereiten muss. Es
gibt tausend Arbeiten im und
rund ums Haus. Daneben stelle ich Elch, Weisswedelhirsch,
manchmal dem sich stark verbreitenden Schwarzbär, mit
Vorliebe auch Moorhuhn und
der Schnepfe nach. Dem Atlantiklachs gönnen wir ab Mitte Oktober seine Ruhe. Seine
ganze Aufmerksamkeit gilt
jetzt der Fortpflanzung.
Zwei Neuerungen in der
Jagdverordnung dieses 76,000
Quadratkilometer
grossen
Teilstaates lassen aufhorchen:
Das Alter für Jungjäger wird
auf 12 Jahre (bisher 14) heruntergesetzt. Die Youngsters
dürfen nach Bestehen eines Sicherheitskurses in Begleitung
eines Erwachsenen Kleinwild
bejagen.
Die andere, einschneidende, Änderung betrifft das
Jagdwaffengesetz. Unser Wilhelm Tell, so will es die Sage,
war ja ein geübter Jäger. Sonst
hätte er den Gravensteiner Apfel auf dem Kopf seines Sohnes kaum mit schlafwandlerischer Sicherheit getroffen.
Nun, Wilhelm dürfte seine
Schweizer Jäger 11/2012
69
Bund und Kantone
taler Bergwelt. In Biel ging’s
beim Skihaus Edelweiss zum
Apéro.
Leider
verschlechterte
sich das Wetter sehr schnell,
so dass beschlossen wurde,
bei der Bergstation Biel Unterschlupf zu suchen. Trotzdem wurden wir noch kurz
geduscht, bevor die Talfahrt
nach Brügg anstand. In Brügg
ging’s zum Mittagessen in ein
Restaurant, wo wir den Tag
in gemütlicher und kameradschaftlicher Atmosphäre ausklingen liessen.
Ich habe meine Brätliwurst,
wie letztes Jahr, auch dieses
Jahr wieder mit nach Hause
genommen. Ich hoffe doch,
trotz des schönen Ausfluges
mit versprochenem, aber wetterbedingt nicht möglichem
Bräteln, im nächsten Jahr doch
noch meine Wurst auf einer
Alp, bei offenem Feuer, zubereiten zu können.
Bund und Kantone
Armbrust in Neu Brunswick
als Jagdwaffe einsetzen.
Neben der Spezialjagd
(auf den Weisswedelhirsch)
mit Pfeil und Bogen, sind erlaubt: Flinten mit Rehposten und Schrot, Stutzen, und,
man höre und staune, Vorderlader (für die Puristen). Dazu
kommt jetzt die Armbrust.
Dazu gebe ich zu bedenken, dass in der Provinz Neu
Brunswick etwa 750 000 Menschen wohnen, dass die meis-
AG
«Speuzer»
Ferienpass
Erlinsbach AG:
Bei Jägern und Sammlern
Am 13. Oktober 2012 versammelten sich rund ein Dutzend Kinder auf dem Parkplatz
Rotholz in Erlinsbach. Sie erlebten im Rahmen des Speuzer
Ferienpasses einen spannenden Morgen mit viel Wissenswertem zu Bäumen, Sträuchern, Tannzapfen, Hunden
sowie Wildtieren. Eine Büchsen-Schiess-Meisterschaft (Gewinnerin ist Carola) und eine
Wurst vom Grill rundeten den
Anlass ab.
38 Angebote bot der Elternverein Erlinsbach dieses Jahr
den Kindern in der zweiten
Herbstschulferienwoche an.
Marcel Notter beobachtet Ryan
beim Büchsenschiessen.
70
ten Menschen in ländlichen
Gegenden ihr Häuschen auf
eigenem Grundstück besitzen,
meistens waldanstössig und
abseits der Siedlungen.
Die Armbrust als Jagdwaffe: Sinnvolle Bereicherung
und Ausweitung der Jagdmöglichkeiten oder Einladung an
die Wilderer? Andere Länder,
andere Sitten. Machen Sie sich
Ihre eigenen Gedanken dazu.
John Stucki
Schweizer Jäger 11/2012
Am letzten Tag waren die Jäger und Sammler an der Reihe.
Marcel Notter, Präsident der
Jagdgesellschaft ErlinsbachBerg und verantwortlich für
das Angebot, konnte rund ein
Dutzend Kinder und einzelne
Eltern begrüssen, die bei kühlem, aber strahlend schönem
Wetter den Weg in das Rotholz
(Gebiet um die Klinik Barmelweid) in Erlinsbach gefunden
hatten.
Apportierübung mit
Jagdhund
Christoph und Dr. Uli Cyrus wussten viel zu berichten
über Bäume und Sträucher,
über Hege und Pflege, aber
Den Kindern macht das Büchsenschiessen sichtlich Spass.
auch über die Waffen des Jägers und über die notwendige Regulierung des Wildbestandes in unseren Wäldern.
Jagdpächter Moritz Schneider stellte verschiedene Hunderassen und deren jagdlichen
Verwendungszweck vor. Karin Hindenlang, Leiterin Naturförderung von Grün Stadt
Zürich, präsentierte verschiedene Felle zum Anfassen und
Spurbilder, alles verknüpft
mit einem tollen Wettbewerb.
Einen Höhepunkt bildete ihre
Apportier-Demonstration. Die
Die Schussdistanz beim Büchsenschiessen wird bestimmt.
Kinder staunten, wie der Labrador, nur gelenkt mit Sichtzeichen und einer Pfeife, ohne
Probleme vier verschiedene
versteckte Gegenstände im
Waldboden finden und bringen konnte.
Büchsen-SchiessMeisterschaft
Wie bereits bei den letzten drei Durchführungen des
Moduls «Jäger und Sammler» innerhalb des Speuzer Ferienpasses, löste die BüchsenSchiess-Meisterschaft grosse
Freude bei den Kindern aus.
In zwei Durchgängen konnte
sich schliesslich Carola Notter
durchsetzen und versenkte 14
von 15 Büchsen. Alle Kinder
erhielten als Belohnung ein
kleines Geschenk in Form einer Solar-Taschenlampe oder
eines Messers.
Den Abschluss des spannenden Morgens bildete das
Lagerfeuer, auf dem alle Kinder die verdiente Servelat
bräteln konnten. In der heimeligen
Samichlaushütte
(Jagdhütte) konnten sie bei einem Becher Sirup Präparate
vom Eichhörnchen, Hermelin
und Murmeltier bewundern,
bevor sie den Jägerinnen und
Sammlern «Tschüss» sagten
und von ihren Eltern abgeholt
wurden.
Text: Marcel Notter
Jäger leisten jährlich tausende Hegestunden zugunsten der Bündner Natur
und Tierwelt.
LU
Die Bündner Jäger werden für ihre Aufgabe professionell geschult und dazu
gibt es heute ein vereinfachtes Anmeldewesen.
Kurse 2013/14 neu im Monat
November 2012 gleichzeitig
und einmalig mit der Anmeldung zur Eignungsprüfung
für Jäger bei den Anmeldestellen des AJF. Dabei können
die Kandidatinnen und Kandidaten direkt die gewünschte Ausbildungsregion sowie
eines der folgenden KoAWJKurspakete auswählen:
– Gesamtpaket: Schiessen,
Waffenkunde, Wildkunde,
Jagdkunde, Wild und Umwelt, Gesetzeskunde (wird
empfohlen)
– Theoriepaket: Wildkunde,
Jagdkunde, Wild und Umwelt, Gesetzeskunde
– Waffenpaket: Schiessen,
Waffenkunde
Vor Kursbeginn erhalten die
Angemeldeten vom KoAWJKoordinator der Ausbildungsregion das Aufgebot für die
KoAWJ-Kurse. Die KoAWJKursteilnehmer erhalten den
«Bündner Jäger» gratis zugestellt.
Weitere Informationen unter www.bkpjv.ch /
Jagdprüfung / KoAWJ Jungjägerausbildung.
Ein gediegenes Fest
zum 50-jährigen Bestehen
Mit
einer
eindrücklichen Hubertusmesse in der
Schlachtkapelle
oberhalb
Sempach, Apéro mit Besuchern und Gästen und bei kameradschaftlichem Beisammensein im «Buurenschopf»
des Wirtshauses Schlacht feierten die Luzerner Jagdhornbläser ihren 50. Geburtstag.
Kaplan Gerold Beck, der
die Hubertusmesse in der
Schlachtkapelle zelebrierte,
zitierte in seiner Predigt den
Text des alten Jägerliedes «Ich
schiess’ den Hirsch im wilden
Forst». Er erinnerte sich an
seine Studentenzeit und stellte fest, dass das Lied viel Romantik und Poesie beinhaltet
und die Jagd als Lebenslust
und Freude besingt, aber nicht
ohne Liebe. Liebe zur Natur,
zur Tierwelt und zur Schöpfung. Das bedeutet zu ihr Sorge zu tragen. «Wir haben kein
Recht, die Welt zu zerstören»,
sagte er zu den Gottesdienstbesuchern. «Auch das Tier hat
eine Seele und wir tragen Verantwortung für unsere Mitgeschöpfe». Die Natur sei eine
Lebensgemeinschaft. Die Jäger tragen dazu bei, dass diese stabil bleibt. Der Gottesdienst wurde umrahmt durch
die Darbietungen der jubilierenden Luzerner Jagdhornbläser unter der musikalischen
Leitung von Kurt Gabriel. Sie
bliesen die anspruchsvolle
«La Messe du St. Hubert» von
Charles Tyndare und ernteten
viel Applaus.
Der musikalische Leiter
Kurt Gabriel gibt den Ton an.
Gratulationen von allen
Seiten
Die anschliessenden Feierlichkeiten bei Apéro und Mittagessen wurden musikalisch
begleitet von Vorträgen der
befreundeten Jagdhornbläser
Schweizer Jäger 11/2012
71
Bund und Kantone
Aus- und Weiterbildung der
Jäger (KoAWJ) des Bündner
Kantonalen Patentjäger-Verbands (BKPJV) seit 15 Jahren
in acht Ausbildungsregionen
des Kantons die Jagdkandidatinnen und Jagdkandidaten
aus. Der fakultative Jagdlehrgang (KoAWJ-Kurse) ist eine
optimale Vorbereitung für die
erfolgreiche Jagdprüfung.
Dank der guten Zusammenarbeit der KoAWJ mit dem
Amt für Jagd und Fischerei
Graubünden (AJF) erfolgt die
Anmeldung für die KoAWJ-
Foto: Fabian Riedi
Bündner Jäger/innen sind
zweifelsfrei die tatkräftigsten
Naturschützer des Kantons.
Jährlich werden über 20 000
Hegestunden zugunsten der
Natur und auch zugunsten der
nichtjagdbaren Wildtiere geleistet. Anderseits ist es auch
nötig, mit der «Büchse» die
Wildtierbestände zu regulieren, resp. dem vorhandenen
Lebensraum anzupassen. Und
damit der Jäger zum Heger erzogen wird und professionell
für seine Aufgabe geschult
ist, bildet die Kommission für
Foto: Claudio Gotsch
Vereinfachte Anmeldung
zum Jagdlehrgang
Foto: Hermann Büttiker
GR
Foto: Hermann Büttiker
«Auerhahn». Franz Thürig,
Obmann der Auerhahn-Bläser, betonte die enge Verbundenheit der beiden Bläsergruppen als Patensektion.
Gratulationen wurden auch
von den «Gommer Spielhähnen» und den Jagdhornbläsern
«Lindenberg» überbracht. Dabei wurden die engen freundschaftlichen Bande, welche
die Jagdhornbläser seit Jahren
pflegen, unterstrichen. Fabian
Bieri, seit einem Jahr Obmann
der jubilierenden Bläsergruppe, dankte den Freunden und
Gästen für die Präsente, die
dazu dienen die Kameradschaft und Freundschaft zu
festigen. Auch erwähnte er
den guten Rückhalt bei den
Gönnern. Besonderen Dank
und Anerkennung sprach er
den zwei äusserst treuen Aktivmitgliedern Albin Bründler
und Josef Studerus aus. Albin
ist seit der Gründung dabei,
war während 23 Jahren musikalischer Leiter des Corps
und führte dieses zu grossen
Erfolgen. Josef, seit 1964 aktiv, führte den Verein während
Eine Erfolgsgeschichte
«Die
Luzerner
Jagdhornbläser haben Geschichte geschrieben und viel dazu
beigetragen, dass das Jagdhornblasen, als wichtiger Bestandteil unserer Jagdkultur, heute in unserem Kanton
und darüber hinaus diesen hohen Stellenwert hat», schreibt
Franz Egli im Vorwort zu seinem Rückblick auf die Erfolgsgeschichte. Die Gründung erfolgte am Ende eines
kalten November-Jagdtages
im Jahre 1962 im Revier Ufhusen.
Das Verblasen der Strecke
bewegte die damaligen Jäger,
allen voran Dr. Peter Ehret aus
Sursee, zum Entschluss, ein
Bläsercorps zu gründen. Vier
Jahre später wurde aus der losen Gruppe ein Verein.
Seit der ersten Teilnahme
an Eidgenössischen Jagdhornbläser-Wettbewerben 1965 in
Solothurn – Rang 1 mit der
Bewertung vorzüglich – haben sie an 22 Eidgenössischen
Wettbewerben teilgenommen
und dabei 10 Festsiege und
72
Franz Egli
erzählte aus der
Chronik Ernstes
und Heiteres.
Foto: Hermann Büttiker
21 Jahren als Obmann mit
Umsicht und Engagement.
viele Spitzenränge erzielt.
An 12 internationalen Wettbewerben waren sie immer in
den vordersten Rängen, sechs
Mal als Sieger, platziert. Dies
zeugt von hoher Qualität und
seltener Beständigkeit.
Auch mit ihren unzähligen
Auftritten an Hubertusmessen,
Firmenanlässen, Geburtstagen
und sonstigen Feiern haben
die Luzerner Jagdhornbläser überaus wertvolle Öffentlichkeitsarbeit geleistet, führt
Franz Egli aus. Er ist selbst
seit 1978 Aktivmitglied und
war lange Jahre Obmann und
Kassier des Vereins.
Und weiter schreibt er:
«Nebst den vielen Aktivitäten an Wettbewerben und Auf-
Die Patensektion
«Auerhahn»
spielte zur Unterhaltung.
Foto: Hermann Büttiker
Bund und Kantone
Die Luzerner Jagdhornbläser in
Feststimmung in der
Schlachtkapelle Sempach.
Schweizer Jäger 11/2012
tritten kam die Pflege der Geselligkeit und Kameradschaft
nie zu kurz. In der Erkenntnis, dass als Basis für den Erfolg nebst harter Probenarbeit
auch das ’Betriebsklima‘ stimmen und ein guter Geist herrschen muss, wurde diesem
Ziel immer eine grosse Bedeutung beigemessen. Die vielen
und unvergesslichen internen
Vereinsanlässe und die legendären Rucksackproben in der
Jagdhütte Walkern sind Zeugnis davon.»
Die Luzerner Jagdhornbläser werden nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Davon zeugt
das Programm, das bevorsteht.
Im Rahmen der Jagd- und Naturhorntage in der Hofkirche in Luzern führten sie am
Freitag, 2. November 12.20
Uhr, die Hubertusmesse von
Charles Tyndar (La Messe de
St. Hubert) zusammen mit
Wolfgang Sieber an der Orgel
und einem Waldhornquartett
als Konzert auf. Am Sonntag,
4. November 12, 09.30 Uhr,
führten sie die Hubertusmesse in der Pfarrkirche Buochs
NW auf.
Hermann Büttiker
Wildhüter Bruno Zweifel vermochte mit seinen Schilderungen und Hinweisen die Seetaler
Jägerschaft zu fesseln.
Anspruchsvolle Aufgabe für den Jäger
Sulz: Jagen im Siedlungsraum – ein Praxisseminar
der Seetaler Jäger
Fuchs, Marder, Dachs oder
auch Rehe sind enorm anpassungsfähige Wildarten. Sie erobern zunehmend Dörfer und
Städte als Lebensraum. Bruno Zweifel, Wildhüter in der
Grossraum-Agglomeration
Zürich, erzählte den Jägerinnen und Jägern der Sektion
Seetal von seinen Erfahrungen und wies darauf hin, was
der Jäger bei der oft notwendigen Bejagung besonders zu
beachten hat.
Der Jäger im Siedlungsraum hat eine sehr anspruchsvolle Aufgabe zu erledigen. Er
ist dafür verantwortlich, dass
ein korrekter Schuss angetragen wird, so dass ein Tier im
Feuer liegt, ohne dass dabei
Schäden an Sachen verursacht
oder sogar Menschen verletzt
oder gefährdet werden. Bei der
jagdlichen Schussabgabe geht
es um eine absolute Nullfehler-Kultur. Dies ist eine Kernaussage von Bruno Zweifel.
Es ist ein grosser Unterschied, ob man allein auf einer
einsamen Alpwiese oder in einem Wohnquartier mit ungebetenen Zuschauern einem Tier
einen Schuss antragen muss.
Jede Ausführung einer Tätigkeit wird als umso schwieriger empfunden, je weniger
Routine vorhanden ist und je
mehr man sich bewusst ist, von
Argusaugen beobachtet zu werden. Es komme vor, dass der
Jäger im Siedlungsraum plötzlich eine völlig vertrackte Situation vorfindet und es müssen
manchmal wegen Zeitdruck
einsam und ganz allein Entscheide gefällt werden.
Er erzählte vom Rothirsch
beim Portal des Autobahn-
tunnels, vom Reh auf einem
Verkehrsknotenpunkt, vom
Rotfuchs im Innenhof des
Kinderspitals und weiteren
Beispielen, die eine sofortige
Entscheidung verlangt hätten.
Neben dem Abschuss
kommt der Fallenjagd eine
grosse Bedeutung zu. Nach
den gesetzlichen Bestimmungen dürfen nur Kastenfallen
OW
men mit Mardern, Fuchs und
Dachs zu intervenieren. Viele Jäger machen dies aber gerne freiwillig, um der Bevölkerung mit ihrem Fachwissen
und ihrer Erfahrung zu helfen.
Hingegen ist verletztes und
krankes Wild möglichst rasch
von seinem Leiden mit einem
Fangschuss zu erlösen.
Hermann Büttiker
Waldweihnacht
mit Hubertusmesse
Einladung zur Waldweihnacht mit Hubertusmesse
Samstag, 8. Dezember
2012 um 19.00 Uhr
VS
zum Lebendfang verwendet
werden. Nicht sinnvoll ist es,
gefangene Tiere umzusiedeln,
erwähnte Otto Holzgang, Abteilungsleiter Natur, Jagd und
Fischerei des Kantons Luzern. Sie müssen daher mittels
Fangschuss getötet werden.
Die Jäger im Kanton Luzern sind gesetzlich nicht
verpflichtet, wegen Proble-
Auch dieses Jahr feiern wir
die Waldweihnacht mit einer
Hubertusmesse in der «Hinteren Untersteiglen», Stöckalp.
Die besinnliche Feier wird
umrahmt durch die Klänge der
Obwaldner Jagdhornbläser.
Es sind alle Verwandten,
Bekannten sowie Freunde
recht herzlich eingeladen.
Jagdschutz-Verein
Obwalden / Obwaldner
Jagdhornbläser
Vernehmlassung bezüglich
der Rehjagd 2013
Nach einer mehrjährigen
Beobachtungsphase kommt
die Jagdabteilung zum Schluss,
dass eine teilweise Änderung
bei der Rehjagd ansteht.
Das Rehwild wird an den
tieferen Talhängen zu wenig
bejagt. Mit dem Vorschlag der
Dienststelle sollen unter anderem das Geschlechtsverhältnis verbessert und Schäden an
Kulturen und Forst vermindert
werden. Es ist der Wunsch der
Jagdabteilung, dass der untenstehende Entwurf in den Dianas diskutiert wird.
Vorschlag
Schaffung eines Patentes A+, welches dem Inhaber gegen geringen Aufpreis
erlaubt, eine nichtführende
Rehgeiss in den tiefer gelegenen Talhängen zu erlegen.
(Das erlaubte Jagdgebiet
wird auf einer separaten Karte eingezeichnet.)
Der Inhaber des Patentes
A+B, G oder B darf auf der
Niederjagd in den tiefer gelegenen Talhängen (Karte) am
Donnerstag der dritten Rehbockjagdwoche ein Rehkitz
erlegen.
Die Änderung gilt für das
Jagdjahr 2013 und wird im
Anschluss aufgrund der gemachten Erfahrungen beurteilt
und neu diskutiert.
r.w.
Schweizer Jäger 11/2012
73
Bund und Kantone
Foto: Werner Hüsler
Foto: Werner Hüsler
Otto Holzgang, Abteilungsleiter Natur, Jagd
und Fischerei des Kantons
Luzern, steckte den gesetzlichen Rahmen der Jagd im
Siedlungsraum ab.
Max Alpsteg
Abschied
15. August 1933 – 9. Mai 2012
Max Alpsteg kam als erster Sohn von Walter und
Elsa Alpsteg-Bertschi am
15. August 1933 zur Welt.
Vater Walter war von Beruf
Schreiner und besass neben
dem elterlichen Bauernhof
im Sedel, Dürrenäsch, eine
eigene Werkstatt. Nach zwei
Dekaden war Max im Familienkreis umgeben von vier
Schwestern und zwei Brüdern.
Max besuchte nach der
Primarschule die Bezirksschule in Seon und begann danach eine Lehre als
Schreiner im elterlichen Betrieb. Diesem blieb er viele Jahre als Mitarbeiter treu
und auch sein Bruder folgte
diesem Beispiel. Beide unterstützten noch ihre beiden
Tanten im gegenüberliegenden Bauernhof und halfen
ihnen tatkräftig bei der Verrichtung der landwirtschaftlichen Arbeiten.
In der spärlichen Freizeit
widmete sich der schaffensfrohe Mensch naturverbundenen Tätigkeiten wie etwa
dem Skifahren, Wandern
und auch dem Schiesssport.
Er liebte ausserdem das Militär und dort besonders das
gesellige Beisammensein
und die Kameradschaft in
der Truppe. Im August 1963
schloss er den Bund der Ehe.
Nach Aufenthalten in
Nachbarkantonen
erhielt
Max Alpsteg im November
1965 das Diplom als Schreinermeister und gleichzeitig
wurde dem jungen Paar der
erste Sohn geschenkt. Bald
darauf zog es dieses zurück
in sein aargauisches Heimatdorf Dürrenäsch. Max gründete nun eine eigene Schreinerei im Brüehl ausserhalb
des Dorfes, von den Seinen
schlichtweg nur «Bude» genannt. Die Familie wuchs
1969 und 1974 um weitere
zwei Söhne an.
Max Alpsteg führte seinen Beruf mit ganzer Hingabe aus, aber es zeichneten
74
Schweizer Jäger 11/2012
ihn auch Weitblick, Pioniergeist und Mut aus. Auf Fachmessen erkannte er die Möglichkeiten,
welche
neue
Technologien im Fensterbau
boten. So entwickelte er seinen Betrieb schliesslich erfolgreich weiter, es entstand
die Alpsteg Fenster AG. Jedoch verführte ihn sein beruflicher Erfolg nicht dazu, seine
Verbundenheit zu den heimatlichen Wurzeln zu vernachlässigen. Im Gegenteil, die Familie zog aus ihrer Wohnung
im Dorfkern zurück in den Sedel, wo er das alte Bauernhaus
komplett renovierte. Sachverstand und hoher Fleiss kamen
ihm dabei zugute. Er stellte
diese Eigenschaften hilfsbereit
auch anderen zur Verfügung.
In seinen letzten Berufsjahren leitete er die Schreinereiabteilung eines grösseren
Industrieunternehmens
der
Region. Da er aber stets ein
gemütlicher, erdverbundener
Mann war, liebte er besonders
das Kleine, das Geistvolle und
Traditionelle, und richtete sich
daher eine kleine Werkstatt in
der Scheune seines Bauernhauses ein.
1988 konnte sich Max Alpsteg einen lange gehegten
Wunsch erfüllen: Er legte die
aargauische Jägerprüfung ab.
Seine kameradschaftliche Persönlichkeit, die gerechte Denkart und tiefe Naturverbundenheit waren die passenden
Voraussetzungen zur Pflege
des Weidwerks, welches ihm
bis ans Lebensende viel Freude bereitete. Wie alles, was
Max anfasste, tat er auch dies
gründlich und mit ganzer Hingabe. 1990 legte er die Walliser
Jägerprüfung ab, 1999 sogar
die deutsche und ein Jahr später die französische. Im Kreise
seiner Jagdfreunde genoss er
den Aufenthalt im Wald, in einer gemütlichen Hütte und um
ein wärmendes Feuer bei Speis
und Trank. Er war ein bemer-
Manfred Rudin
1948 – 2012
Manfred Rudin ist nach kurzer, schwerer Krankheit am 5.
September 2012, im 65. Lebensjahr, eingeschlafen und
durfte in die ewigen Jagdgründe gehen. Wir wussten um seine angeschlagene Gesundheit,
dennoch hat uns die Todesnachricht überrascht und tief
betroffen.
Manfred Rudin war zeitlebends als Bauer und Jäger mit
der Natur eng verbunden. Als
Bub begleitete er seinen Vater
schon in der Jagdgesellschaft
Wintersingen als Treiber. 1974
bis zum Todestag amtete Manfred Rudin als Jagdaufseher in
unserem Revier. In dieser Zeit
erlöste er manches kranke oder
Unfall-Wild von den Schmerzen. Nach 21 Jahren Jagdleiter
in unserer Gesellschaft übergab er dieses Amt im Frühling
einem jüngeren Pächter.
Manfred Rudin war nicht
nur Jäger, er war vor allem Heger. Während dem Heuet war
er zu allen Tageszeiten unterwegs, um Rehkitze vor dem
Mähtod zu retten. Seine Einstellung zur Natur und Schöpfung war von Respekt geprägt.
Seine Leidenschaft war der
Ansitz auf Schwarzwild. Manche Nächte bei jeder Temperatur verbrachte er auf dem
Hochsitz. Am 31. Januar 1978
erlegte Manfred Rudin die ers-
kenswert guter Koch und es
bereitete ihm Genugtuung,
andere zu erfreuen, dem Humor und Schalk freien Lauf
zu lassen, und seinen Mitjägern zur Seite zu stehen. Er
kannte auch alle Waldpflanzen und Pilze. Stets war es
ihm ein Anliegen, gute Stöberhunde zu halten und er hat
auch dieses Ziel erreicht.
In den letzten Jahren beabsichtigte der «Schriiner
Mäx», noch einige Reisen
in Gebiete, die ihn der Natur und der Jagd wegen interessierten, auszuführen.
Leider konnte er nicht mehr
alle Vorhaben verwirklichen, zeigte sich doch Anfang Februar 2012 bei ihm
ein Krebsleiden, das trotz
aller ärztlichen Kunst am 9.
Mai zu seinem Tod führte.
Ein vorbildlicher Mensch
und überall geschätzter
Weidmann ist zur ewigen
Ruhe eingegangen. Ein Halali über sein Grab!
Jagdgesellschaft
Leimbach AG
te Wildsau im Revier Wintersingen seit Menschengedenken. Das Ereignis wurde im
Dorf kräftig gefeiert.
Manfred Rudin war nicht
nur ein leidenschaftlicher
Jäger, er war auch ein ausgesprochener 50-m- und
300-m-Schütze. Er schätzte auch das Vereinsleben in
Wintersingen.
Uns bleiben nur noch die
unvergesslichen Stunden mit
Manfred am Aserfeuer, bei
den Versammlungen oder
beim Schüsseltrieb im Rössli
sowie bei der Jagdhütte. Vieles in unserm Revier erinnert
uns an ihn und er wird in unseren Herzen weiter leben.
Wir werden dir stets ein
ehrendes Andenken bewahren. Weidmannsruh Manfred!
Manfred du bist nicht tot.
Du bist lediglich gestorben.
Du lebst in unseren
Weidmanns-Herzen weiter.
Jagdgesellschaft
Wintersingen
Bruno Frey, Präsident
Ein besonderer Dank gilt
Alois Schnell, der zum 35. Mal
an diesem Anlass teilnahm
und es sich jeweils nicht nehmen lässt, bei der Preisverteilung helfend zur Hand zu gehen. Ein grosser Dank gebührt
ebenfalls den Helfern des Vereins und dem Jägerhaus-Wirt
mit seinem Team.
Jägerverein Kandertal
Aus der Rangliste
1. Montano Pesce, Zermatt; 2. Antonio Albuquerque, Zermatt; 3. Peter Schneider, Frutigen; 4. Dionys Imboden, Täsch; 5. Jvica Gjaic, Zermatt; 6. Béla
Széchényi, Hünibach; 7. Raimund Lauber, Täsch/VS; 8.
Enzo Di Blasi, Zermatt; 9. Franz Felder, Entlebuch; 10.
Anton Gruber, Euseignè; 11. Ludwig Imboden, Zermatt;
12. Josef Gwerder, Muotathal; 13. Carsten Ribbecke,
Gohl; 14. Rudolf Graber, Niederönz; 15. Alois Schnell
sen., Wahlen; 16. Gyula Széchényi, Thun (16 Schützen
mit je 30 Punkten); 17. Peter Baumer, Aeschi; 18.
Paul Zimmermann, Vitznau; 19. Rudolf Künzi, Kandersteg (3 Schützen mit je 29 Punkten); 20. Marco Lepori, Böckten; 21.Werner Allenbach, Adelboden; 22. Fritz
Zurbrügg, Kandergrund; 23. Jens Kelsch, Beatenberg
(4 Schützen mit je 28 Punkten); 24. Gerry Kuchta,
Niederbipp; 25. Werner Gasser, Heimenschwand; 26.
Emil Schmid, Frutigen; 27. Marian Zilincan, Baar (4
Schützen mit je 27 Punkten); 28. Heinrich Heynen,
Ergisch; 29. Bernhard Lauber, Baltschieder; 30. Ivana
Mellon, Hünibach; 31. David Arnold, Zermatt (4 Schützen mit je 26 Punkten); 32. Nino Iodice, Thun; 33.
Pascal Schranz, Scharnachtal; 34.Wilhelm Rieder, Reichenbach (3 Schützen mit je 24 Punkten); 35. Markus Renggli, Finsterwald, 23 Punkte; 36. Klaus Schmid,
Heiligkreuz, 21 Punkte.
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Schiessanlage im schönen Muotathal SZ
Öffnungszeiten
Schiesstunnel
während des ganzen Jahres rund um die Uhr für Vereinsmitglieder mit Vereinbarung, ausser montags von 08.00-16.00
Uhr (Unterhaltsarbeiten)
Jagdparcoursund Trapanlage
Dienstag bis Samstag, 08.00-12.00 und 13.30 bis
Dämmerung, max. 21.00 Uhr
Aussenanlage
(neue Betriebszeiten)
Dienstag bis Donnerstag, 17.00- Dämmerung, max.
21.00 Uhr, Freitag ab 13.30- Dämmerung, max. 21.00 Uhr,
Samstag, 08.00-12.00 und 13.30 bis Dämmerung, max.
21.00 Uhr
Benützung
Vereinsmitglieder mit Vereinbarung können die Anlagen nach
Anmeldung bei Waffen-Ulrich oder online über das Internet
selbständig nützen.
Ab November: Abruf der Anlagenbelegung
über das Online-Reservationssystem auf der Homepage
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Reservationen auch über das Sekretariat oder Waffen Ulrich, Selgis
Tel. 041 811 64 40 oder waffen-ulrich@bluewin.ch
14. Vereinsjagdschiessen des
Zuger Kantonalen Patentjägervereins
Bei bestem Schiesswetter
konnte am 25. August 2012
das 14. Vereinsjagdschiessen
des ZKPJV in der Chuewart in
Unterägeri durchgeführt werden. 81 Jägerinnen und Jäger
www.schweizerjaeger.ch
haben daran teilgenommen.
Tadellos und unfallfrei, von
fleissigen Helfern organisiert,
ging das eigentliche Schiessen
über die Bühne.
Jagdschiessen
Am 7. Oktober 2012 führte der Jägerverein Kandertal
den traditionellen Herbsttaubenmatch (60 Tauben) im vereinseigenen Jagdschiessstand
in Mitholz durch. 36 Schützen
fanden wie immer ideale und
faire Bedingungen vor.
Den Tagessieg erkämpfte sich wie im Vorjahr Montano Pesce, gefolgt von Antonio
Albuquerque (beide aus Zermatt), vor Peter Schneider aus
Frutigen. Die Sieger, wie auch
jeder andere Teilnehmer, konnten einen schönen Fleischpreis
mit nach Hause nehmen. Die
vollständige Rangliste und einige Eindrücke können unter
www.jägerverein-kandertal.ch
eingesehen werden.
Nach dem speditiv organisierten und auf sehr hohem
Niveau ausgetragenen Wettkampf wurde bei Speis und
Trank rege über die vergangene und bevorstehende Jagd
diskutiert und die Kameradschaft gepflegt.
Herzlichen Dank allen Teilnehmern und Gratulation für
die hervorragenden Resultate!
Jagd- und Sportschützenverein
Selgis
6436 Ried (Muotathal)
www.selgis.ch
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Herbsttaubenmatch
Jägerverein Kandertal
Nach dem Schiessen wurden
die Anwesenden mit einem feinen Mittagessen verwöhnt, organisiert durch unsere Festwirte Markus Biermann und Jörg
Rogenmoser. In der Zwischenzeit hatte das Auswertungsbüro, unter der Leitung von Kassier Daniel Hurni, eine Menge
Arbeit, bis alle Resultate der
einzelnen Kategorien korrekt
ausgewertet waren.
Peter Schön und Harald Frenademez konnten wiederum ihren grosszügigen und umfangreichen Gabentempel präsentieren. Gaben im Wert von fast
Fr. 10 000.– warteten auf die
glücklichen Gewinner. Herzlichen Dank an die vielen Sponsoren für ihre Grosszügigkeit!
Zum Schluss konnte Fabian Keiser, Zug, als glücklicher Gewinner die von der Direktion des Innern gespendete
Wahlmarke für die Rehwildjagd mit nach Hause nehmen.
Bruno Baldegger,
Schiessobmann
Aus der Rangliste
Vereinsmeisterschaft (Punktemaximum
90 Punkte): 1. Michael Peter, Menzingen, 89; 2. Alois
Arnold, Allenwinden, 87; 3. Bruno Baldegger, Baar, 86.
Fuchsstich (Punktemaximum 300 Punkte):
1. Oliver Häusler, Cham, 291; 2. Job Müller, Unterägeri,
291; 3. Giuseppe Solca, Hünenberg, 291.
Schrotmeisterschaft (Punktemaximum
50 Punkte): 1. Marian Zilincan, Baar, 47; 2. Ruedi
Iten, Neuägeri, 45; 3. Jörg Rogenmoser, Oberägeri, 43.
Veteranencup (Punktemaximum 90 Punkte): 1. Marian Zilincan, Baar, 85; 2. Klaus Wahl, Rotkreuz, 82; 3. Walter Stössel, Cham, 81.
Dianacup 1. Frieda Schön, Arth, 69; 2. Ursi
Meierhans, Buonas, 67; 3. Denise Rudin, Hünenberg, 66.
Schweizer Jäger 11/2012
75
AT
Ausland
Abstieg mit
zerschossener Hand
Bei Molln im oberösterreichischen Bezirk Kirchdorf pirschte ein 59-jähriger
Jäger in den frühen Morgenstunden im genossenschaftlichen Jagdbezirk seiner Gemeinde. Auf dem feuchten
Jagdsteig rutschte er aus und
stürzte mit seiner Waffe zu
Boden. Dabei löste sich ein
Schuss und traf ihn in die linke Hand. Der schwer verletzte
Jäger stieg noch selbst zu seinem eine halbe Stunde Fussmarsch entfernten Haus ab
und verständigte von dort den
Rettungsdienst. Er musste ins
Krankenhaus Kirchdorf eingeliefert werden.
Dieter Kannengiesser
AT
Bundestierschutzpreis an
BOKU-Mitarbeiter
Mag. Wolfgang Steiner von
der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) erhielt heute von Bundesminister Stöger den Bundestierschutzpreis
2012. Steiner wurde damit für
seine Forschungstätigkeit auf
dem Gebiet der Strassenfallwildvermeidung geehrt.
«Jährlich werden in Österreich tausende Rehe, Hasen und andere Wildtiere Opfer im Strassenverkehr. Durch
den gezielten Einsatz von
Wildwarneinrichtungen, angepasste Geschwindigkeiten und
Lebensraumverbesserungen
kann nicht nur sehr viel Tierleid vermieden werden. Auch
Mag. Wolfgang Steiner und Bundesminister Alois Stöger.
76
Schweizer Jäger 11/2012
menschliche Tragödien und
volkswirtschaftliche Schäden
werden somit deutlich reduziert», so Steiner.
Der Bundestierschutzpreis
wurde heuer zum zweiten Mal
vergeben und ehrt Personen,
die sich durch ihr grosses Engagement zum Wohle der Tiere besonders verdient gemacht
haben. Wolfgang Steiner setzte sich gegen 75 Mitbewerber
durch, wurde von der Jury für
die besten 14 Einreichungen
nominiert und siegte schlussendlich im Bereich Wissenschaft und Forschung.
Wolfgang Steiners Projekte in Österreich sind Teil seiner Dissertation am Institut
für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der BOKU Wien. «Das
Thema wurde vor Wolfgang
Steiners Engagement kaum
wissenschaftlich bearbeitet»,
so der Institutsleiter Univ.Prof.
Dr. Klaus Hackländer, der die
Dissertation betreut. «Gemeinsam mit Strassenbau, Jägerschaft, Behörden und Versicherungswirtschaft schafft
Wolfgang Steiner mit seinen
durch den Bundestierschutzpreis ausgezeichneten Forschungsarbeiten die Grundlage
für Strategien, die die Zahl der
angefahrenen oder getöteten
Wildtiere deutlich verringern
wird», so Hackländer weiter.
DE
Jäger erschiesst
jungen Mann
Ein Jäger hat in Oberfranken an einem Feld zwischen
Schönwald (Landkreis Wunsiedel) und der tschechischen
Grenze versehentlich einen
Spaziergänger
erschossen.
Wie der 51-jährige Unglücksschütze bei der Polizei aussagte, hatte er den 26-jährigen für
ein Wildschwein gehalten. Der
Schuss aus dem Jagdgewehr
hatte das Opfer in die Brust
getroffen.
Warum der junge Mann um
fünf Uhr morgens auf dem
Feld unterwegs war, blieb zunächst unklar. Normalerweise
verschlägt es dort in der Nacht
niemanden hin, sagte eine Polizeisprecherin.
Gegen den Jäger wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Nach seinen Angaben hatte er gerade das Gebiet
vor sich mit dem Fernglas abgeleuchtet. Die ungesicherte Waffe lag dabei auf seinem
Schoss, als sich plötzlich ein
Schuss löste. Er hatte noch erfolglos versucht, das Opfer
zu reanimieren. Die Beamten
fanden die Leiche des Mannes vor dem Hochsitz auf einem schmalen Grünstreifen,
der den Wald von einem Maisfeld trennt.
Unklar war, ob das Opfer
aus dem Feld kam oder am
Feld entlang gegangen war.
Jürgen Vocke, Präsident des
Bayerischen Jagdverbandes,
glaubt, dass der Jäger grob
fahrlässig gehandelt habe. Er
wies nochmals auf den ehernen Grundsatz hin, nachdem
man nicht auf etwas schiessen
darf, was man nicht genau angesprochen hat, berichtet die
Süddeutsche Zeitung.
Dieter Kannengiesser
AT
Steinadler
«versehentlich»
erschossen
Der Abschuss eines Steinadlers im österreichischen
Ötztal sorgt für polizeiliche
Untersuchungen und Empörung bei Tierfreunden. Eine
deutsche Wandergruppe hatte
den Abschuss des geschützten
Tieres gesehen und die beiden
Jäger zur Rede gestellt. Die
stellten das als «Versehen»
dar.
Der Adler war eine Zeit
über den Wanderern gekreist,
dann auf einem Felsblock gelandet. Wenig später fiel ein
Schuss, der Adler fiel tot herunter. Gerade noch rechtzeitig
fanden die Wanderer die Jäger, die gerade ihre Büchse in
ihren Wagen verstauen wollten. Ihnen gegenüber stritten
sie ab, mit der Sache zu tun zu
haben. Der Polizei gegenüber
gaben sie den Schuss zu. Sie
hätten nach der Landung des
Adlers das Fiepen eines Rehkitzes gehört. Daraufhin hätten sie einen «Warnschuss» in
den Fels neben dem Adler abgegeben, um ihn zu vertreiben.
Durch einen unbeabsichtigten
Abpraller sei der geschützte
Vogel getötet worden. Gezielt,
so der Jäger zur Polizei, habe
er 50 Zentimeter neben dem
Adler.
P.B.
Schlag gegen
Tiger-Wilderer
Bis auf 450 Tiere ist der Bestand des Amur-Tigers im Fernen Osten Russlands durch
Wilderei gesunken. Jetzt ist
den Behörden ein Schlag gegen die Schmuggler gelungen. Bei einer Razzia im Raum
Wladiwostok wurden nach einer Meldung der Agentur Interfax in einer Wohnung gleich
acht Tigerfelle sichergestellt.
Zusammen mit 1,5 Kilogramm
Ginseng-Wurzeln, Nerz-, Otter- und Fuchsdecken wollte
der festgenommene Wohnungsinhaber die Felle wohl im angrenzenden China verkaufen.
In Russland haben 2010 mehrere Staaten bei einem «Tigergipfel» ein Rettungsprogramm
für die letzten freilebenden Tiger beschlossen.
Dieter Kannengiesser
DE
Wildschweine
verwüsteten
Vogelschutz-Insel
Eine Rotte Wildschweine
verwüstete im Kreis Ostholstein an der deutschen Ostseeküste eine Vogelschutz-Insel
völlig. Die fünf Hektar grosse Insel wurde total umgedreht, muss jetzt mit Riesenaufwand wieder hergerichtet
werden. Das wird teuer, weil
sie mit schwerem Gerät umge-
brochen, gewalzt und neu bepflanzt werden muss. Alle Geräte wie Trecker oder Walze
müssen mit einem Boot übergesetzt werden. Die Sauen
waren vermutlich durch einen
flachen Moorbereich auf die
Insel gelangt.
P.B.
DE
Erlegte Sauen
werden auf Radioaktivität untersucht
Eine Routineuntersuchung
von über 300 Wildschweinen
auf Cäsium 137 in Sachsen,
einem ostdeutschen Bundesland, zeigte, dass jedes fünfte
Tier die EU-Grenzwerte von
300 Becquereln pro Kilo übersteigt. Ab September, so ordnete die sächsische Regierung
an, muss jedes im südlichen
Vogtlandkreis, an der Grenze
zu Tschechien, auf Radioaktivität untersucht werden. Überschreiten Tiere den Grenzwert,
ist die Abgabe an Wildhandel
und Gastronomen verboten.
Der Eigenverbrauch sei ungefährlich, so das Umweltministerium, da jeder Langstreckenflug eine höhere Belastung
bringt. Der Verzehr von 17
Portionen Wildschweinfleisch
zu je 200 Gramm, das etwa
mit 2.200 Becquerel pro Kilogramm belastet ist, entspreche in etwa der Strahlendosis
beim Flug von Frankfurt am
Main nach New York und zurück, rechnete es vor.
P.B.
KE
Berg wird
abgesperrt
Konflikte zwischen Mensch
und Tier sind vorprogrammiert, wenn Tiere die Grenzen ihrer Schutzgebiete überschreiten. Raubkatzen reissen
zuweilen das Vieh von Bauern,
Elefanten hinterlassen auf ihren Wanderungen verwüstete
Farmen. Immer wieder üben
die Geschädigten Selbstjustiz und töten die geschützten
Wildtiere.
Um die Konflikte zu entschärfen, will Kenia nun den
höchsten Berg des Landes, den
Mount Kenya, komplett einzäunen. Vor allem die in den
Waldgebieten an den Ausläufern des 5199 Meter hohen
Berges lebenden Elefanten
sollen vom Umland ferngehalten werden. Der Zaun soll
400 Kilometer lang werden
und mit niedriger Stromspannung geladen sein.
9,2 Millionen Euro kostet
das von den staatlichen Naturschutzorganisationen Kenya
Wildlife Service und Kenya
Forrest Service unterstützte
Projekt. Insgesamt umfasst der
Zaun ein 2500 Quadratkilometer grosses Waldgebiet.
Eine ähnliche Massnahme
hat sich bereits im AberdareGebirge nördlich von Nairobi bewährt. Nach Mitteilung
der Organisation Rhino Ark
konnten nicht nur Konflikte zwischen Mensch und Tier,
sondern auch unkontrolliertes Abholzen der Wälder und
Wilderei deutlich verringert
werden.
Dieter Kannengiesser
DE
Spaziergängerin
findet Nashornkopf
Bei der Polizei in Ellwangen meldete eine Spaziergängerin den Fund eines Nashornkopfes. Da Nashörner
nun nicht gerade zum Standwild im Ostalbkreis gehören und der Fundort in der
Nähe des Schlierbachsees
lag, glaubten die Beamten zunächst an eine verloren gegangene Schwimmhilfe. Zu ihrer Überraschung fanden sie
aber tatsächlich einen unter-
AT
halb des Trägers abgetrennten Nashornkopf. Das Horn
war säuberlich entfernt worden. Nach genauer Untersuchung des offenbar wegen des
wertvollen Horns entwendeten
Hauptes machte sich dann allerdings Schadenfreude breit.
Die vermeintliche Nashorntrophäe besteht nämlich aus Plastik und dafür dürfte es international wohl kaum einen Markt
geben. Dieter Kannengiesser
Verscharrtes
Mordopfer
Einem Jäger verdankt die
österreichische Polizei, dass
die Leiche eines Mordopfers gefunden wurde. Dem
Jäger war in seinem Revier
nahe Wien ein Erdhügel in der
Nähe einer Serpentinenstrasse aufgefallen, der mit Ästen
und Baumstämmen bedeckt
war. Darin entdeckte er eine
Leiche, die die Polizei als einen Wiener Wirtschaftsanwalt
identifizierte, der zwei Wochen zuvor entführt worden
war. Die Entdeckung verdankt
die Polizei der guten Revierkenntnis des Jägers.
Peter Bussmann
Schweizer Jäger 11/2012
77
Ausland
RU
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Redaktion
Kurt Gansner
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Redaktion Frechdachs
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Parschientschstr. 12, 7212 Seewis Dorf
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Konzept und Gestaltung
Rolf E. Jeker, Vreni Füchslin
Druck, Verlag, Administration
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Abonnemente Maya Kälin
Verlagsleiter
Hans-Peter Breitenmoser
Beglaubigte Auflage
8722 Exemplare (WEMF Basis 2011/2012)
Druckauflage 10’000 Exemplare
Abonnementspreis
(erscheint 12x jährlich)
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Anzeigenverkauf
RG-Annoncen GmbH, Nicole Gyr
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Publikation
FOKUSSIERT
KOMPETENT
TRANSPARENT
Gütesiegel vom Verband
SCHWEIZER MEDIEN für den
Schweizer Jäger. Geprüft bezüglich
redaktioneller Qualität und Transparenz gegenüber Werbeträgern.
Titelbild: Hohe Zeit des Gamswildes
Foto: Stefan Meyers
Ansprechpartner Schweiz: Tino Schenk +41 79 / 639 93 47, Werner Stauffacher +41 79 / 672 05 79
Welpenvermittlung Schwarzwälder Schweisshunde: Hubertus Schätzle, +49 7823-5831
www.ssh-ph.de
Plott Hound: Stefan Tluczykont, +49 7304-929320
Deutsche Wachtelhunde
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Zuchtwart S.K.D.W., Anton Moser
Tel. 034 413 15 26 abends. Siehe auch
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Schweizer Jäger 11/2012
81
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Der Experte
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Auflösung Wettbewerb
Ausgabe 9/2012:
Die Innentemperatur für Schalenwild
muss nach dem Erlegen auf 7 Grad
Celsius gebracht werden.
gingen anlässlich der
Ausschreibung des Naturschutzpreises bei JagdSchweiz ein?
Herzliche Gratulation den Gewinnern!
Mitmachen beim Wettbewerb lohnt sich!
Unter den richtigen Einsendern werden jeweils
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das neue Lehrmittel für die Jagd, Wert je Fr. 86.–
1 Taschenmesser Victorinox «Waiter», Wert Fr. 14.–, verlost.
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Je 1 Buch «Jagen in der Schweiz»:
Martin Weibel, Davos Platz; Heinz Schneider,
Bolligen; Jürg Brotzer, Valens
1 Taschenmesser Victorinox «Waiter»:
Ursin Murk, Samnaun-Compatsch
Senden Sie Ihre Antwort mit Angabe des Absenders bis zum
10. Dezember 2012 an: Verlag Schweizer Jäger, «Der Experte», Postfach 261,
CH-8840 Einsiedeln, oder per E-Mail an: kontakt@schweizerjaeger.ch
Die Gewinner/innen erhalten den Preis persönlich
zugestellt. Wir danken fürs Mitmachen und muntern Sie auf, die gestellten Wettbewerbsaufgaben
weiterhin zu lösen!
Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeiter/innen des Verlages, der Redaktion und der RG Annoncen und ihre Angehörigen.
Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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2 Jahre (24 Ausgaben) Fr. 199.– (Ausland CHF 240.–)
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3 Ausgaben gratis
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1 Jahr (12 Ausgaben) Fr. 99.50 (Ausland CHF 120.–)
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1 Taschenmesser Victorinox
«Waiter» im Wert von Fr. 14.–
2 Ausgaben gratis
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6 Ausgaben Fr. 39.–
(Ausland CHF 47.–)
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Bitte einsenden: Verlag Schweizer Jäger, Postfach 261, CH 8840 Einsiedeln
Telefon 055 418 43 43, Fax 055 418 43 44, kontakt@schweizerjaeger.ch
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