close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Download des Heftes - Universitätsbibliothek Freiburg - Albert

EinbettenHerunterladen
Informationen aus dem
Freiburger Bibliothekssystem
Aus dem Inhalt
ɶɶ Designing the sustainable Library
ɶɶ iPads in der Bibliothek
ɶɶ Fundstücke aus St. Peter # 3
ɶɶ Fakultätsbibliothek Biologie II + III
ISSN 0943-7258
Expressum
Hrsg. von der Universitätsbibliothek Freiburg i. Br.
2012, Nr. 3
Expressum 2012 - 3
Inhaltsverzeichnis
Mittagsgespräch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Designing the sustainable Library . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Citavi landesweit verfügbar ! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
iPads in der Bibliothek . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Schmunzelecke : Die EM ist auch in der UB 1 angekommen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Technische Konfigurationsmöglichkeiten für den iPad-Verleih in der Bibliothek . . . . . 12
Fundstücke aus St. Peter # 3 : Positiones Selectae ex Philosophia universa et Mathesi
– von Thaddäus Rinderle, Ausg. Freiburg <Breisgau> 1778. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Kurzmeldungen : Gebundene Zeitschriften der UB komplett ausleihbar /
Uni-Account für Klinikumsangehörige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
„Zu schön für ein Provisorium“ : Fakultätsbibliothek Biologie II + III . . . . . . . . . . . . . 18
Vorträge von UB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Günter Paschek geht in den Ruhestand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Testaufstellung Buchscanner in der UB 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Veröffentlichungen von UB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Kurzmeldungen : Testzugänge zu Online-Produkten von Springer / Neu : Empfehlungen bei 'Artikel & mehr' im Katalog plus / DFG Unterausschuss
Elektronisches Publizieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Presseschau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Impressum:
ISSN 0943-7258
Herausgeberin :
Dr. Antje Kellersohn, Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., Postfach 1629
UB 1, Schwarzwaldstraße 80, 79102 Freiburg | UB 2, Rempartstraße 10-16, 79098 Freiburg
Redaktion :
Regina Bickmann (-3488) | Stephanie Gantert (-5995) | Karin Grünleitner (-2153/3853)
Ulrike Klaster (-3953) | Winfried Molz (-3561) | Christine Schneider (-2407)
Thomas Würger / Layout (-3999)
E-Mail : expressum@ub.uni-freiburg.de
Im Web : http://www.ub.uni-freiburg.de/index.php?id=expressum
Fotos : Rolf Hermkes, Antje Kellersohn, Medienzentrum, Holger Richter, Susanne Röckel
Redaktionsschluss : 12. Juni 2012 • Redaktionsschluss nächste Ausgabe : 31. August 2012
2
Expressum 2012 - 3
Mittagsgespräch
Gast beim gemeinsamen Mittagessen war diesmal
Prof. Dr. Dieter Speck. Er ist Leiter des Universitätsarchivs und des Unimuseums. Beide Institutionen sind zwar eigenständig, jedoch liegt die
Leitung in einer Hand, der des Leiters des Universitätsarchivs. Im Theatercafé haben wir auf die
gemeinsame Vergangenheit (UB und Uni-Archiv)
zurückgeschaut und uns ebenso der Gegenwart
gewidmet.
so dass hier auf Synergieeffekte gesetzt wird. Noch
vielversprechender und inhaltlich gemessener wäre
freilich das Verbundarchiv, der Zusammenschluss
von Universitäts-, Staats- und Stadtarchiv. Dieses
Vorhaben wurde in Freiburg generell begrüßt und
vielfach in der Presse erwähnt, jedoch wurde es
bislang aus finanziellen Gründen und anderweitigen Prioritäten nicht umgesetzt.
Frau Schneider : Das Uniarchiv, das eigentlich
nur für Schriftgut zuständig ist, hat in seinem
Depot wegen des zweiten Aufgabengebietes - des
Uniseums - viele wissenschaftliche Gerätschaften
und Kunstgegenstände. Wollte man dies der Öffentlichkeit zeigen, war dies die Idee für die Gründung des Uniseums ?
UB und Uniarchiv
Die Universitätsbibliothek und das Universitätsarchiv blicken bereits auf eine lange gemeinsame Geschichte zurück : Bevor das Landesarchivgesetz in
Kraft trat und die Stelle eines Universitätsarchivars
in Freiburg geschaffen war und mit Herrn Speck
die Leitung besetzt werden konnte, oblag die Betreuung des Archivs der Universitätsbibliothek.
Die Aufgabe des Universitätsarchivs ist von jeher,
die Unterlagen der gesamten Universität und der
Universitätskliniken zu bewerten, zu übernehmen,
zu erfassen und zugänglich zu machen. So war bereits vor dem Umbau der UB das Uni-Archiv im
4. Stock der UB integriert. Sobald die UB in ihr
Stammhaus wieder einziehen wird, wird voraussichtlich auch das Universitätsarchiv zurückkehren. Das Uniarchiv wird im Degelo-Bau unmittelbar neben dem Sonderlesesaal angesiedelt sein,
Herr Speck : „In der Tat ist heute noch allerhand
Kurioses und Interessantes in der Universität zu
entdecken, vor allem wenn Gebäude geräumt
werden. Bei den Umbauarbeiten der Frauenklinik
wurden z.B. Wehenschreiber der ersten Generation unter der Treppe gefunden.“
Die Idee für das Uniseum brachte Altrektor Jäger
von seinen Reisen nach England und den USA
mit. Die angelsächsischen Universitäten unterhalten ganz selbstverständlich universitätseigene Museen. So wurde auf Betreiben von Wolfgang Jäger
eine Kommission des Uniseums, der u.a. Dieter
Mertens (Emeritus der Philosophischen Fakultät)
und Dieter Speck angehörten, ins Leben gerufen.
Die Geschichte der Universität hat seit der Eröffnung im Jahre 2004 nun ein Gesicht.
3
Expressum 2012 - 3
Derzeit wird im Uniseum neben dem regulären
Betrieb eine Reihe von Sonderführungen mit dem
Titel „Neugier entdecken ! “ gezeigt, es werden thematische Kurzführungen zu verschiedensten Aspekten aus Wissenschafts- und Kulturgeschichte
von Studierenden angeboten. Auch die Universitätsbibliothek wird am 31. Mai aus diesem Blickwinkel beleuchtet !
es ist, Kulturgut mit besonderem Bezug zu BadenWürttemberg zu sichern und zugänglich zu machen, bezuschusst die Erschließung des Fotoarchivs mit 128.000 €. Das Projekt wird zusammen mit
Prof. Dr. Rainer Warland, dem Lehrstuhlnachfolger von Joseph Sauer, durchgeführt. Für die Eröffnung der Ausstellung wird auch die 2. Replik von
Nofretete in Freiburg zu sehen sein.
Foto : Universitätsarchiv Freiburg. Bergung des Kopfes der Nofretete am 6.12.1912 im ägyptischen Tell elAmarna, Fotograf : Prinz Johann Georg von Sachsen.
Auffindung der Nofretete im Foto
Für den Herbst, berichtet Dieter Speck, ist eine
kleine Ausstellung geplant, die Teile des Fotoarchivs des Prinzen Johann Georg von Sachsen zeigen
wird. Dieses Fotoarchiv kam im Zuge des Nachlasses von Joseph Sauer, christlicher Theologe an
der Universität Freiburg, ins Universitätsarchiv.
Prinz Johann Georg von Sachsen unternahm zwischen 1905 und 1930 einige Orientreisen nach
Syrien, Palästina und Ägypten. 1912 war er bei
der Auffindung Nofretetes im ägyptischen Tell elAmarna dabei. Der begeisterte Hobby-Fotograf
dokumentierte die Bergung dieser antiken Kulturgüter. Die Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg,
die 1986 ins Leben gerufen wurde und deren Ziel
Wie kommen Nachlässe und Unterlagen ins
Uniarchiv ?
Normalerweise kommen die Akten der Universitätseinrichtungen in der Regel beim Ausscheiden
der Professorinnen und Professoren ins Uni-Archiv,
aber nur ca. 5-10% werden aufbewahrt und nach
archivischen Gesichtspunkten erschlossen. Am
Anfang seiner Amtszeit musste Dieter Speck über
300-400 m Akten aus allen Fakultäten und aus
den letzten 100 Jahren aufarbeiten, so stand auch
in der UB und auch in anderen Abstellräumen
noch so manche ungeöffnete und unangetastete
4
Expressum 2012 - 3
Kiste, wie z.B. die Mitgliedsakten des NS-Dozentenbundführers oder der Entnazifizierungsakten
der Universität.
Vor kurzem kamen sogar Akten aus der Zeit vor
dem 30-jährigen Krieg zu Tage. Via Postweg erreichte ein Päckchen das Uniarchiv, darin waren
die Akten, die ein wissenschaftlicher Mitarbeiter
vor dem 1. Weltkrieg nach Fulda mitgenommen
hatte.
So sollte man im Grunde mit Dieter Speck nicht
nur ein Mittagsgespräch führen, sondern am besten einen Kaminabend verbringen, da er die
Geschichte der Universität mit vielen Anekdoten
spannend zu erzählen vermag. Die Alternative ist
die Lektüre seines Buches
„Eine Universität für Freiburg : ‚ ... zu erlöschung des
verderblichen fewres menschlicher unvernunft und blintheit... ‘" erschienen 2006 im
Rombach-Verlag mit den
Standnummern der UB
GE 2006/5881, LB 0/704
und LS: Allg 385/20.
(Christine Schneider)
Expressum Sonderheft zum Bibliothekartag 2012
Anlässlich des diesjährigen Bibliothekartags mit
dem Titel "Bibliotheken - Tore zur Welt des Wissens" wird gleich im Anschluss an Heft 3 ein Sonderheft erscheinen. Darin geben Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter der Universitätsbibliothek ihre
Eindrücke von den Veranstaltungen in Hamburg
wieder.
Informationen aus dem
Freiburger Bibliothekssystem
Wir wünschen eine spannende Lektüre !
Die Expressum-Redaktion
5
Bibliothekartag 2012, Hamburg
Aus dem Inhalt
ɶ Open Access
ɶ Pleiten Pech und Pannen
ɶ Elektronische Rauminformationssysteme
ɶ Hamburger Bibliotheken
ɶ Eindrücke
ISSN 0943-7258
Expressum
Hrsg. von der Universitätsbibliothek Freiburg i. Br.
2012, Sonderheft
Expressum 2012 - 3
Designing the sustainable Library
in ganz Europa zu fördern. Sie organisiert regelmäßige Tagungen und veröffentlicht Dokumentationen über interessante Bauprojekte in Europa sowie Proceedings-Bände, die großenteils im
Volltext über die Website der LAG zugänglich sind
(http://147.88.230.242/liber-lag/). Vertreter aus
Deutschland in der LIBER Architecture Group sind
Prof. Dr. Elmar Mittler, ehemaliger Direktor der
Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, und
Dipl.-Ing. Inken Feldsien-Sudhaus, Direktorin der
Universitätsbibliothek der TU Hamburg-Harburg.
Vom 17. bis zum 20. April 2012 fand das 16.
Seminar der LIBER Architecture Group statt. Tagungsort war die neue Technische Nationalbibliothek (NTK - Národní technická knihovna) in
Prag. Die Veranstaltung firmierte unter dem Motto „Reshape, refurbish, reorganise : designing the
sustainable library”. Gut 120 Teilnehmer aus fast
allen Ländern Europas, aus den USA, Kanada und
sogar aus Nigeria waren registriert.
Publikumsbereiche der Technischen Nationalbibliothek Prag mit Zeichnungen von Dan Perjovschi
Der Neubau der Technischen Nationalbibliothek
Prag wurde im September 2009 eröffnet. Vorher
war die NTK im Klementinum untergebracht,
das auch Sitz der Nationalbibliothek der Tschechischen Republik ist. Der innovative Gebäudeentwurf der NTK stammt von Projektil Architekti
in Prag ; die Bauzeit betrug drei Jahre. Die Bibliothek beherbergt die größte Sammlung an Literatur
in den Bereichen Technik und angewandte Naturwissenschaften sowie Sozialwissenschaften mit
Bezug auf Technik in der Tschechischen Republik.
Einen sehr programmatischen Eröffnungsvortrag
unter dem Titel „The library - a catalyst for urban development“ präsentierte Helle Juul von
JuulFrost Architects aus Kopenhagen. Sie beschäftigte sich mit den gesellschaftlichen Veränderungen, den städtebaulichen Auswirkungen
und den Anforderungen an den Lernort Bibliothek. Viele Ideen und Ansätze sind auch für die
Neubau der technischen Nationalbibliothek Prag
Die LIBER Architecture Group (LAG) ist ein
Expertenkomitee der LIBER Division of the Library Management and Administration. Die LAG hat
es sich zur Aufgabe gemacht, den Erfahrungsaustausch zwischen Bibliothekaren und Architekten
6
Expressum 2012 - 3
Konzeption der Universitätsbibliothek Freiburg
von großem Interesse. Die Vortragsfolien sind
abrufbar unter : http://147.88.230.242/liber-lag/
PP_LAG_12/Wednesday/Juul_Liber_prag_2012_
vorbereitet.pdf.
Ein weiteres Bauprojekt – in direkter Nachbarschaft zu Freiburg – sei noch besonders hervorgehoben : Der Umbau der BNU in Straßburg. Vorgestellt wurde es vom stellvertretenden Direktor
der BNU, Christophe Didier – vielen in Freiburg
aus der langjährigen Kooperation in EUCORVerbund gut bekannt. Sehr beeindruckend waren
die Bilder von den Bauarbeiten im historischen
Kuppellesesaal – mit freischwebend von der Decke
hängenden Säulen (sic !). Die Vortragsfolien sind
ebenfalls im Internet zugreifbar unter
http://147.88.230.242/liber-lag/PP_LAG_12/
Thursday/Prague%202012_Didier_vorbereitet.
pdf.
Graham Bulpitt von der Kingston University
London und Hans Geleijnse, Past President von
LIBER und Consultant für Bibliotheksstrategie
skizzierten die zukünftigen Rahmenbedingungen
für Bibliotheksgebäude vor dem Hintergrund der
dynamischen Entwicklungen auf dem Informationsmarkt (Digitalisierung, Open Access, Studienreform, etc.) und der gesellschaftlichen Veränderungen.
In der Session “Sustainability” (Nachhaltigkeit) erklärte Anna Wagner, Architektin von Chanson et
Wagner architectes in Paris, die unterschiedlichsten
Möglichkeiten für eine energieeinsparende Konzeption von Bibliotheksgebäuden. Einige der
vorgestellten Ansätze sind auch für das neue Gebäude der UB Freiburg vorgesehen: der kompakte
Baukörper, die Wärmedämmung der Fassade, der
Verzicht auf eine herkömmliche Klimaanlage, die
Heizung und Kühlung mit dem Schöpfbrunnen
usw.
Umbau der BNU in Straßburg
Last but not least konnte auch das Projekt der
neuen Universitätsbibliothek Freiburg vorgestellt
werden und stieß bei den Teilnehmerinnen und
Teilnehmern der Veranstaltung auf sehr großes Interesse und Begeisterung.
Der Leitende Technische Ingenieur des Nationaltheaters Prag stellte diverse Projekte zur energetischen Sanierung der verschiedenen, teilweise
schon sehr betagten Gebäude vor – von der Solaranlage auf dem Dach bis zur neuen Heizungs- und
Lüftungsanalage. Besonders interessant ist der Ansatz zur Finanzierung dieser sehr kostenintensiven
Vorhaben über das sog. Energieeinspar-Contracting. Da bei öffentlichen Gebäuden häufig die für
den Kauf der neuen Anlagen erforderlichen Investitionsmittel nicht zur Verfügung stehen, wird ein
Vertrag mit einem Finanzierungspartner mit einer
Laufzeit von 5-10 Jahren abgeschlossen und die
Kosten über die Energieeinsparung finanziert. Das
Nationaltheater verzichtet also lediglich während
der Finanzierungslaufzeit auf diese Einsparung,
kann diese aber danach voll abschöpfen. Eine sicherlich sehr interessante Vorgehensweise auch für
viele öffentliche Gebäude in Deutschland.
Neben einem dicht gepackten Vortragsprogramm
werden auf den Tagungen der LIBER Architecture
Group immer auch zahlreiche Besichtigungen besonders sehenswerter Bibliotheken angeboten – so
auch der Bibliothek des Prämonstratenserklosters
Strahov in Prag. Die Tagungsteilnehmer bekamen eine Privatführung – fachkundig moderiert
von einem der Mönche des Klosters – mit vielen interessanten Einblicken in die wechselvolle
Geschichte des Hauses und insbesondere seiner
prachtvollen Bibliothek. Eines der bedeutendsten
Besitztümer der Bibliothek ist das Strahov-Evangeliar, eine Handschrift aus dem 9./10. Jahrhundert.
7
Expressum 2012 - 3
Ein Highlight des Besuches war aber sicherlich
die Besichtigung des Privatgartens und der Aussichtsterrasse des Klosters. Sie bot wohl einen der
schönsten Ausblicke über Prag überhaupt und das
lag nicht allein am Sonnenschein !
In den Flurgesprächen kursierte übrigens hartnäckig das Gerücht, dass die übernächste Veranstaltung 2016 (die nächste wird voraussichtlich in
Helsinki ausgerichtet) in Südbaden und parallel
im angrenzenden Elsass stattfinden könnte. Für
ein interessantes Besichtigungsprogramm kann
in Strasbourg und in Freiburg bestimmt gesorgt
werden !
(Dr. Antje Kellersohn)
Blick in die Bibliothek des Strahov-Klosters
Fotos : Antje Kellersohn
Blick von der Aussichtsterrasse des Strahov-Klosters über Prag
8
Expressum 2012 - 3
Citavi landesweit verfügbar !
Das Konsortium Baden-Württemberg erwirbt eine Landeslizenz für Citavi
Konsortium
Baden-Württemberg
Abgesehen davon, dass der Lizenzerwerb des Konsortiums den campusweiten Zugriff auf Citavi bis
zum 31.3.2015 sicherstellt, ist er auch in anderer Hinsicht von Bedeutung: Zum einen eröffnet
die Landeslizenz rund 270.000 Studierenden in
Baden-Württemberg(3) an allen Hochschulstandorten einen einheitlichen Zugang zu diesem Literaturverwaltungsprogramm und zwar unabhängig
davon, an welcher Hochschule sie studieren. Zum
anderen erweitert das Konsortium mit dem Erwerb der Citavi-Lizenz sein Produktspektrum, das
bislang nur Datenbanken und Zeitschriftenpakete
umfasst hat, um eine Software, die den effektiven
Umgang mit Literatur und Information unterstützt. Diese Literaturverwaltungsprogramme haben in den letzten Jahren eine sehr dynamische
Entwicklung durchlaufen und sind heute im Servicespektrum vieler Bibliotheken fest etabliert. In
diesem Sinne reiht sich die Lizenzierung von Citavi in die bisherigen erfolgreichen Bemühungen des
Konsortiums ein, die Bibliotheken bei dem Aufbau und der Weiterentwicklung einer zeitgemäßen
und bedarfsgerechten Informationsinfrastruktur
zu unterstützen.
Die Einkaufsgemeinschaft der wissenschaftlichen Bibliotheken
Zum 1. April 2012 hat das Konsortium BadenWürttemberg einen Lizenzvertrag mit der Firma
Swiss Academic Software GmbH für das Literaturverwaltungsprogramm Citavi abgeschlossen. Der
Vertrag ist auf drei Jahre angelegt und beinhaltet eine Landeslizenz, die allen Angehörigen der
staatlichen Hochschulen in Baden-Württemberg
sowie den registrierten Nutzerinnen und Nutzern
der beiden Landesbibliotheken in Karlsruhe und
Stuttgart einen kostenlosen Zugang zu diesem leistungsfähigen und mittlerweile weit verbreiteten
Programm zur Literaturverwaltung und Wissensorganisation eröffnet. Zwar konnten die Studierenden und Mitarbeiter der Albert-LudwigsUniversität Citavi dank einer im Jahr 2010 vom
Rechenzentrum abgeschlossenen Campuslizenz
schon bisher nutzen(1), aber die neue Landeslizenz
eröffnet den Freiburger Nutzerinnen und Nutzern
zusätzliche Möglichkeiten. Denn die Landeslizenz
umfasst nun die Team-Version von Citavi, die sich
sowohl für Team- als auch für Einzelprojekte eignet.(2)
(Michael Becht)
1 Vgl. Degenhardt, Detlev : Campuslizenz für das Literaturverwaltungsprogramm Citavi. In : Anruf : Magazin des
Rechenzentrums der Universität Freiburg, Heft 2 (2009),
S. 11-12. Online im Internet : http://www.rz.uni-freiburg.
de/inhalt/dokumente/pdfs/anruf/anruf0902 [Abrufdatum
31.5.2012].
2 Weitere Informationen zur Benutzung auf der Homepage der UB Freiburg : http://www.ub.uni-freiburg.de/
index.php?id=3631&no_cache=1&sword_list[0]=citavi
[Abrufdatum 31.5.2012].
3 Die Angaben beziehen sich auf das Wintersemester
2010/11.
9
Expressum 2012 - 3
iPads in der Bibliothek
Zum 2. Mai 2012 hat die
Bibliothek für Chemie
und Pharmazie ein Projekt gestartet, das sie auf
ihrem Weg von der traditionellen Bibliothek zur
modernen mobilen Bibliothek weiter voran bringt.
Getestet wird der Einsatz von mobilen Geräten
in der Präsenzbibliothek. Über Studiengebühren
der Fakultät wurden zwei iPads finanziert und den
Studierenden zur Ausleihe in den Räumen der Bibliothek zugänglich gemacht.
Diese Seite ist auf der Homepage der Bibliothek
abgelegt und kann dort jederzeit ergänzt und verändert werden. Einzelne Kapitel der eBooks können auch im virtuellen Buchregal „iBooks“ abgelegt werden.
Ein Icon führt zu einer kurzen Anleitung zur Benutzung der iPads in der Bibliothek und ein anderes zum kompletten iPad Manual. Eine App
der Fa. Merck zeigt ein Periodensystem mit vielen
Informationen zu den jeweiligen chemischen Elementen.
Damit soll das Angebot an elektronischen Ressourcen wie eJournals, eBooks und Datenbanken,
näher gebracht werden. Gleichzeitig wurden zusätzlich elektronische Bücher der Verlage deGruyter, Wiley und Cambridge University Press für
ca. 10.000 Euro aus dem Fachgebiet der Chemie
lizensiert.
Die Gestaltung der Oberfläche und die Nutzungseinschränkungen der iPads erfolgte in enger
Zusammenarbeit mit der PC-Abteilung, Herrn
Diekmann, und der Abteilung Informationsmanagement, Herrn Argast.
Die iPads werden an der Theke ausgegeben. Verliehen wird nach der Regel : First come first serve.
Dazu müssen die Studierenden einen Vertrag ausfüllen und ihren Personalausweis hinterlegen. Auf
dem Vertrag wird auch die Uhrzeit der Ausgabe
und Rückgabe notiert. Private gespeicherte Dokumente müssen vor Rückgabe gelöscht werden.
Schon nach den ersten Tagen des Tests mit der
iPad-Ausleihe kann man sagen, daß die Studierenden von dieser Möglichkeit begeistert Gebrauch
machen und Erklärungen zur Nutzung des Gerätes unnötig sind. Smartphone-Besitzer (vor allem
iPhone-Besitzer) gehen spielend mit dem iPad um.
Ob das bei den zwei weiteren, ebenfalls für die
Bibliothek, angeschafften Tablets der Firma Asus,
auch der Fall sein wird, wird sich demnächst herausstellen. Die PC-Abteilung und die Abteilung
Informationsmanagement versuchen gerade, die
zwei „ASUS Eee Pad Transformer Prime“ wie die
iPads zu gestalten.
Es wurden Icons auf der Tablet-Oberfläche abgelegt, die sofort auf den Katalog Plus, die EZB,
DBIS, iTunesU und auf eine Seite mit einer Auswahl an chemischen eBooks führt.
10
Expressum 2012 - 3
Foto : Susanne Röckel
Die Studierenden werden uns nach der Testphase
mit Hilfe einer kleinen Umfrage sicher mitteilen,
welches der Geräte für den mobilen Einsatz in der
Bibliothek das richtige sein wird.
(Susanne Röckel)
Foto : Rolf Hermkes
Schmunzelecke
Die EM ist auch in der UB 1 angekommen.
. . . jedoch nicht bei allen Fachgebieten . . .
11
Expressum 2012 - 3
Technische Konfigurationsmöglichkeiten für den iPad-Verleih
in der Bibliothek
Der Verleih eines iPads der Firma Apple in einer
Bibliothek geht mit einer ganzen Reihe von technischen Vorüberlegungen einher. Das iPad ist wie
alle anderen sogenannten Mobile Devices (Smartphones, Handys) ein Gerät, das von der ursprünglichen Konzeption als ein persönliches Gerät eines
Nutzers gedacht ist und das mit anderen Geräte
oder Daten des Nutzers möglichst bequem und
automatisch synchron gehalten werden soll. So
gibt es z.B. keine Mehrbenutzerverwaltung mit
unterschiedlichen Administratoren- und Benutzerrechten.
der Geräte gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.
In der Bibliothek für Chemie und Pharmazie wird
derzeit der Verleih von iPads und Tablet PCs getestet. An dieser Stelle sollen deshalb alle technisch
realisierbaren Varianten aufgezeigt werden, auch
wenn in der Praxis nicht alle in Frage kommen.
1. Einzelkonfiguration am Gerät
Die Einzelkonfiguration eines iPads direkt am
Gerät stellt wahrscheinlich die einfachste Variante
dar. Auf sie kann zurückgegriffen werden, wenn
nur ein oder zwei Geräte verwaltet werden sollen.
Einige wichtige Einstellungen lassen sich vor Veränderungen durch den Nutzer mit einem Zahlencode schützen. Diese Konfigurationsvariante ist jedoch eher als Familien- und Kinderkonfiguration
gedacht, bei der Eltern z.B. verhindern möchten,
dass ihre Kinder kostenpflichtige Apps und/oder
Musik bzw. Videos herunterladen.
Da man dem Nutzer in der Bibliothek nicht einfach ein fabrikneues Gerät ohne jegliche Anpassung für den beabsichtigen Verwendungszweck
überlassen möchte, stellt sich die Frage, wie man
das iPad zwar benutzerfreundlich vorkonfigurieren
kann, gleichzeitig aber auch nutzerseitige Veränderungen an den Einstellungen möglichst verhindern kann. Im Idealfall hat jeder Nutzer eine ebenso „saubere“ Einstellung wie der vorherige Nutzer.
Neben den Geräteeinstellungen sollte auch sichergestellt sein, dass während der Nutzung entstandene persönliche Daten, Downloads und Notizen
eines Nutzers möglichst nicht für den nächsten
Nutzer einsehbar sind.
Das iPad wird wie auch das iPhone oder der iPod
üblicherweise über die Software iTunes synchronisiert. Hierbei wird im Normalfall auch immer
ein Backup der Einstellungen auf dem Computer angefertigt, über das man bei Bedarf die Einstellungen auf dem iPad in einem beschränkten
Umfang zurücksetzen kann. Lädt sich aber ein
Nutzer z.B. ein eBook oder eine PDF-Datei auf
das iPad in die App iBooks(1) herunter, so landen
diese nach der Synchronisation auch auf dem PC.
Dort müssten sie gelöscht und das Gerät erneut
synchronisiert werden, damit der nächste Nutzer
des iPads nicht die Dateien des vorherigen Nutzers
bekommt. Hier gilt es auf Erfahrungswerte der
Testphase in der Bibliothek zu warten, wie „sauber“
die Nutzer ihr Ausleihgerät wieder zurückgeben.
Im Idealfall löschen sie die herunter geladenen
Dateien vor der Rückgabe des Geräts selber.
Mobile Devices als geschäftlich oder dienstlich
verwendete Geräte in Firmen oder Universitäten
sind in vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken.
Hier zeigt sich aber recht schnell die Notwendigkeit einer zentralen Verwaltung der Geräte: Sicherheits- und Datenschutzüberlegungen, zentrale
Software-Updates u.a. Aspekte spielen hier eine
wichtige Rolle.
Welche Möglichkeiten gibt es, iPads für den Verwendungszweck einer Ausleihe in einer Bibliothek
zu konfigurieren und zu verwalten? Je nach Anzahl
1 http://itunes.apple.com/de/app/ibooks/
id364709193?mt=8
12
Expressum 2012 - 3
2. Konfiguration mit Hilfe von Profilen
Die Firma Apple stellt mit der Softwarelösung des
iPhone Konfigurationsprogramms(2) (iCU) ein
Werkzeug für Mac OS X und Windows-Rechner
zur Verfügung, mit dessen Hilfe Konfigurationsprofile erstellt werden können. Diese Profile
können dann mit iCU auf unterschiedliche und
beliebig viele Geräte kopiert werden. Mit den
Konfigurationsprofilen können die folgenden
Aspekte vordefiniert und vor Veränderungen geschützt werden: WLAN, VPN, E-Mail, ExchangeActiveSync, LDAP, CalDAV, CardDAV, Kalender,
Webclips, Zertifikate, SCEP, Mobile Device Management Server, Codesperre, APN sowie Funktionseinschränkungen wie die Verwendung der
Kamera, YouTube, des iTunes Stores usw. Selbstverständlich sind nicht alle Optionen für jeden
beabsichtigten Einsatzzweck notwendig.
und gesichert. Der nächste Nutzer B bekommt
Gerät 5 wieder in einem frisch konfigurierten Zustand. Kommt Nutzer A einige Tage später wieder,
so werden ihm seine gespeicherten Daten auf ein
beliebiges anderes Gerät kopiert, so dass er damit
wieder an der Stelle weiterarbeiten kann, an der er
einige Tage zuvor aufgehört hat.
Die Hauptfunktion von Apple Configurator besteht aus den drei Aufgaben
Geräte vorbereiten,
Geräte betreuen und
Geräte einer Person zuweisen.
3. Konfiguration mit Hilfe von „Apple Configurator“
Über eine spezielle Webseite(3) für den Einsatz von
iPads und iPhones in Unternehmen bietet Apple
neben umfangreichen Supportlösungen und Einsatzszenarien auch das kostenlose Software-Tool
„Apple Configurator“ für Mac OS X an, mit dem
eine größere Anzahl von iPads konfiguriert werden
kann. Das besondere am Configurator ist, dass bis
zu 30 Geräte gleichzeitig angeschlossen, konfiguriert und verwaltet werden können. Im Gegensatz
zum iCU können sogar die Geräte bzw. die enthaltenen Daten und Dokumente der Benutzer personalisiert werden. Hier hat Apple gezielt das iPad als
Leihgerät an Schulen und Universitäten im Visier:
bekommt z.B. der Nutzer A Gerät 5 ausgehändigt,
werden seine persönlichen Daten bei der Rückgabe des Geräts auf einen zentralen Rechner kopiert
4. Konfiguration mit Hilfe eines Mobile
Device Management Servers
Zusätzliche Optionen bietet die Nutzung eines
Mobile Device Management Servers, wie er von
zahlreichen Drittherstellern für herstellerunabhängige Geräte angeboten wird. Apple stellt den
MDM-Server für die eigenen Geräte wie iPad und
iPhone als Teil der Server-Version des Betriebssystems Mac OS X innerhalb des Profile Managers
(4)
zur Verfügung.
Mit einem MDM-Server können mobile Geräte
z.B. zusätzlich aus der Ferne verwaltet werden. Diese Funktion dürfte für die Nutzung als Leihgerät
in einer Bibliothek jedoch selten erforderlich sein.
Sie ist hier nur der Vollständigkeit halber genannt.
(Thomas Argast)
2 Version für Windows : http://support.apple.com/kb/
DL1466?viewlocale=de_DE ; Version für Mac OS X :
http://support.apple.com/kb/DL1465?viewlocale=de_DE
4 http://help.apple.com/profilemanager/
mac/10.7/#apd05B9B761-D390-4A75-9251-E9AD29A61D0C
3 http://www.apple.com/de/support/ipad/enterprise/
13
Expressum 2012 - 3
Fundstücke
aus St. Peter # 2
Fundstücke
-aus
Lehrsätze
aus der praktischen PhilosoSt. Peter
# 3
phie - Weiler bei, ein Titel, der aktuell nicht im SWB
nachweisbar ist, wohl aber im GBV (u.a. bei der
HAAB Weimar).
Positiones Selectae ex Philosophia universa et Mathesi – von Thaddäus Rinderle,
Ausg. Freiburg <Breisgau> 1778
Das vorliegende Werk fand ich in St. Peter beim
Aufräumen des Büros neben der Historischen Bibliothek in einem Stapel ähnlicher Stücke ohne
Signatur.
Es handelt sich dabei um eine Aufstellung von
Prüfungsfragen zu den Gebieten der Mathematik
und Philosophie, die Thaddäus Rinderle 1778 in
seiner Eigenschaft als Prüfer an der Universität
Freiburg seinen Schülern gestellt hatte. Das Heftchen besteht aus 3 Lagen leicht verfärbtes Papier
mit einem angebundenen gefalteten Blatt für die
letzten beiden bedruckten Seiten. Die nachlässige
Lagerung in einem Stapel weiterer dünner Hefte
hat zu zahlreichen Knicken und Falten, besonders
an den Ecken, geführt. Als loses Blatt liegt dem
Heft eine handschriftliche Namensliste bei, möglicherweise die Namen der Prüflinge. Außerdem
liegt lose das Titelblatt einer anderen Veröffentlichung, „Logica Novo Systemati Philosophiae Accommodata“ von dem Würzburger Jesuit Heinrich
Der 1748 in Staufen geborene Mathias Rinderle
besuchte von 1763 bis 1766 das Klostergymnasium St. Peter im Schwarzwald, trat dann 1767 in
den Benediktinerorden ein. Dabei erhielt er seinen
Mönchsnamen Thaddäus. Nach dem Noviziatsjahr
________
Durch die historischen Beziehungen zwischen St. Peter und
Universität Freiburg (mit Bibliothek) ist dieses Projekt über
den einfachen Titelnachweis hinaus auch für weiterführende regional- und bibliotheksgeschichtliche Fragenstellungen von einigem Wert. Dass Katalogisierung und Bearbeitung der genannten Bestände unter manchem historischen
Staub – im Wortsinn ! – auch interessante Einzelfunde
bereit halten können, zeigen die „Fundstücke aus St. Peter“, die als lose Folge in Expressum veröffentlicht werden.
(Angela Karasch)
Seit Ende 2009 laufen im Bereich der Historischen Sammlungen der UB Freiburg Projekte zur Erschließung der
historischen Bibliothek des Klosters St. Peter auf dem
Schwarzwald. Im Projekt 1 „Katalogisierung Alter Drucke
vor 1800 aus der Bibliothek St. Peter“, das im Rahmen
eines Kooperationsvertrages zwischen der Universität Freiburg und der Erzdiözese Freiburg derzeit von der Universitätsbibliothek - und zwar von Holger Richter - bearbeitet wird, wird der Bestand an Alten Drucken im heutigen
St. Peter erstmals erschlossen und im SWB nachgewiesen.
14
Expressum 2012 - 3
studierte er Themen der Philosophie, Theologie
und – wofür er später an der Universität Freiburg
bekannt war – Mathematik. Im Anschluß an sein
3jähriges Studium reiste er mit dem ebenfalls aus St.
Peter stammenden Mönch Anselm Dörflinger zur
Fortführung des Studiums der Mathematik nach
Salzburg. Diese Tatsache (die beiden Mönche wurden von Abt Steyrer persönlich nach Salzburg geschickt) wurde – nebenbei bemerkt – vom Abt des
in Salzburg und kehrte zur Priesterweihe nach St.
Peter zurück. 1775 lehrte er ein halbes Jahr in Villingen, bevor er 1776 in St. Peter vom Abt Steyrer
den Lehrstuhl für Mathematik und Philosophie
erhielt. Dies ist in den Kapitelsprotokollen von St.
Peter schriftlich nachgewiesen. Interessanterweise
aber gibt Rinderle selbst in seinem Bericht an die
Klosteraufhebungskommission an, 1778 zum Professor ernannt worden zu sein. Ein Widerspruch
Klosters St. Märgen eher kritisch beobachtet. Er
war der Meinung, Dörflinger und Rinderle hätten
sich nur in Salzburg der Mathematik verschrieben,
weil sie als Theologen schwache Leistungen gezeigt
hätten. Darüber gibt es jedoch keinen Nachweis.
Fakt ist aber, daß Rinderle sich als außerordentlich
talentierter Mathematiker erwies. 1771 verteidigte
Rinderle seine mathematischen Thesen erfolgreich
zu den Angaben in den Kapitelsprotokollen, die
eindeutig den 1. Juli 1776 nennen. 1778 hielt er
schließlich die hier vorliegenden Prüfungen in
Mathematik und Philosophie ab. Unter diesem
Titel „Positiones Selectae Ex Philosophia Universa Et Mathesi“ wurden die Prüfungsfragen zu den
Teilbereichen Logik, Psychologie, Fundamentaltheologie, Physik, Mineralogie, Botanik, sowie
15
Expressum 2012 - 3
einige Fragen zur angewandten und reinen Mathematik veröffentlicht. Später in einem Schreiben
an die Klosteraufhebungskommission erinnert
sich Rinderle an diese Prüfung und erwähnt, dass
die anwesenden Vertreter der Universität Freiburg
recht beeindruckt über das von den Prüflingen
geforderte und auch gelieferte Wissen gewesen
seien.
1781 und 1784 half er Landelin Biecheler in St.
Peter bei der Konstruktion zweier Globen. Kurz
nachdem er seine bekannte astronomisch-geographische Pendeluhr fertiggestellt hatte, erhielt er
ein Gesuch der Universität Freiburg – es war gewünscht, dass er dort über Mathematik dozieren
sollte. Zum Wintersemester 1787/88 begann er
seine provisorische Lehrtätigkeit, ein halbes Jahr
später wurde er zum ordentlichen Professor der
angewandten Mathematik und praktischen Geometrie ernannt. Später wurde er noch mehrmals
zum Dekan ernannt, eine erfolgreiche Wahl zum
Prorektor der Universität Freiburg verweigert er.
1819 begibt sich Thaddäus Rinderle in den Ruhestand.
Nach seinem Tod 1824 wurde Rinderle in Freiburg
begraben, sein Grabstein wurde mittlerweile zum
Friedhof seines Geburtsortes Staufen transferiert.
Rinderle war zweifellos eine bemerkenswerte Person, die viel zum Ruf von St. Peter beigetragen hat.
Neben seiner mathematischen Begabung und damit einhergehender Lehrtätigkeit war er auch dafür bekannt, die oben erwähnte Uhr zu konstruieren, die als nachweislich erstes käuflich erworbenes
Objekt in der Uhrmacherschule Furtwangen (heute : Deutsches Uhrenmuseum Furtwangen) steht.
Im SWB war dieses wichtige Stück bisher nicht
nachweisbar, so dass ich unter der PPN 345059093
eine neue Aufnahme angelegt habe. In der Historischen Bibliothek St. Peter trägt es die Signatur
HB 57.
Quellen:
Kurt Schmidt : Thaddäus Rinderle, Mönch und
Mathematiker, Eos Verlag St. Ottilien 1981, S. 51f.
[UB Freiburg: GE 81/5498]
Adolf Kistner : Thaddäus Rinderle (1748-1824),
ein Förderer der Schwarzwälder Uhrmachertechnik, Leipzig 1931 [Freiburg: U 5284,p]
Deutsche Ausgabe der Wikipedia (http://
de.wikipedia.org/wiki/Thadd%C3%A4us_Rinderle) [Abrufdatum : 4.5.2012]
Konradsblatt Online (Mann des Tages 7. Okt.)
(http://www.konradsblatt-online.de/html/liste/
frau_mann_des_tages.html?t=&&modul=50&
cat=2&cat=2&tab=detail&scene=detail&id=94)
[Abrufdatum : 4.5.2012]
(Holger Richter)
16
Expressum 2012 - 3
Kurzmeldungen :
Gebundene Zeitschriften der UB komplett
ausleihbar
Ab Ende Mai können Sie alle gebundenen Zeitschriften der Universitätsbibliothek ausleihen.
Uni-Account für Klinikumsangehörige
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums
können sich nur noch bis zum 15.8.2012 mit ihrer LDAP-Kennung in myLogin - und damit in
ReDI (Datenbanken, Zeitschriften), Katalog plus
und andere Angebote (siehe https://mylogin.unifreiburg.de/idp/mylogin/anwendungen.jsp) - einloggen.
Bislang konnten die letzten 20 Jahrgänge vieler
Titel nur vor Ort im Lesesaal der UB 1 genutzt
werden.
Diese Zeitschriften der Standnummerngruppen
ZG, ZM, ZN und ZR sind zukünftig über das
Ausleihsystem bestellbar, haben eine Leihfrist von
14 Tagen und die Möglichkeit zur dreimaligen
Verlängerung.
Danach muss statt dessen der Uni-Account verwendet werden.
Informationen zur Umstellung und die notwendigen Schritte auf :
https://mylogin.uni-freiburg.de/idp/mylogin/
ukl2uni.jsp
(Frank Reimers)
Die noch ungebundenen Zeitschriftenhefte stehen
Ihnen weiterhin im Lesesaal der UB 1 zur Verfügung.
(Ralf Ohlhoff)
17
Expressum 2012 - 3
„Zu schön für ein Provisorium“
Seit Anfang diesen Jahres erscheint die Fakultätsbibliothek Biologie II + III in
einem neuen (provisorischen) Glanz.
Der Weg dahin war lang und verlangte viel Ausdauer und Geduld.
Außerdem hat der dunkelgraue Steinboden des
ehemaligen Foyerbereichs die Lichtsituation auch
nicht verbessert.
Ab 2006 - 12 Jahren nach dem Umzug ins Provisorium - wurden zwar konkrete Neubaupläne vom
Universitätsbauamt vorgestellt, es wurden aber die
Sanierung der Kellerräume, Sanierung der Elektrik
(die erst 2011 beendet wurde), sowie der Einbau
von Phytokammern(1) vorgezogen und die Bibliothekspläne vertagt.
Bis zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch die
Möbel der Erstausstattung in der Bibliothek. Die
Atmosphäre war dunkel, düster und es war sprichwörtlich „dicke Luft“.
Bis 1994 befand sich die Fakultätsbibliothek Biologie II + III <Botanik> im 3. Obergeschoss des
Instituts. Wegen Berufung eines neuen Lehrstuhlinhabers und der damit verbundenen Zusage des
3. Obergeschosses musste die Bibliothek ihre Räume aufgeben und ins Erdgeschoss umziehen. Dort
befanden sich früher die Cafeteria des Instituts
und ein kleiner Aufenthaltsraum der Reinigungskräfte. Um den Bibliotheksbestand unterbringen
zu können, musste ein Teil des Foyers mit einbezogen werden.
Die grauen Regale dominierten die Bibliotheksräume und die hölzernen Klappdeckel der Zeitschriftenauslageschränke gaben dem Raum zusätzlich eine gedrückte Stimmung.
2008 wurde ein Teilbereich der Fakultätsbibliothek umgestaltet. Die hölzernen Zeitschriftenauslageschränke konnten, dank eines Geschenkes der
Bibliothek für Chemie und Pharmazie, durch vier
luftige Doppelregale aus Metall ersetzt werden.
Dadurch konnte Platz für den in der Zwischenzeit
eng stehenden Monographien-Bereich geschaffen
werden. Des Weiteren wurden die Lernplätze anders angeordnet und mit Steckdosenleisten für das
Arbeiten mit Laptops versehen.
Dieses Provisorium war als Übergangslösung für
maximal zwei Jahre angedacht. Danach sollte ein
Bibliotheksneubau geplant werden.
2005 wurde die Bibliothek für sechs Wochen
wegen Asbestsanierung geschlossen und teilweise ausgeräumt. Die verbleibenden Regale wurden
mit Plastikfolie verkleidet, um die Verschmutzung
so gering wie möglich zu halten. Die Deckenverkleidung wurde abgenommen und vorerst nicht
ersetzt, da man immer noch von einem baldigen
Neubau der Bibliothek ausging. Der Blick auf die
nun sichtbaren Rohre und den dunkelgrauen Beton verstärkten die düstere Stimmung nur noch
mehr. Die vorhandenen Oberleuchten konnten
den Raum nur unzureichend ausleuchten.
Der Fortschritt hatte endlich Einzug gehalten.
1 "Es sind quasi Mini-Gewächshäuser", mit deren Hilfe
man sehr genau die Bedingungen zur Anzucht bestimmter
Pflanzen definieren kann. So können die Forscher Versuche
unter exakt gleichen Faktoren wie etwa Licht, Luftfeuchtigkeit und Temperatur wiederholen. " Quelle : (http://www.
mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&at
ype=ksArtikel&aid=1269291676736)
18
Expressum 2012 - 3
Dazwischen hatte die Bibliothek im November
2008 einen Wasserschaden, der durch Arbeiten
an einer Leitung an einem der Heizkörper verursacht wurde. Das Wasser wurde sofort bemerkt und
abgepumpt. Die Institutsleitung reagierte sehr
schnell und stellte innerhalb kürzester Zeit die drei
neu gebauten Phytokammern für die Trocknung
der rund 500 Zeitschriftenbände zur Verfügung.
Durch die Regulierung der Raumtemperatur auf
28°C konnten die Bände über Nacht trocknen.
Um den Schaden so gering wie möglich zu halten,
wurden die Bände an eine externe Buchsanierungsfirma gegeben. Nach erfolgter Behandlung konnte
der größte Teil der betroffenen Zeitschriftenbände
wieder benutzt werden.
Dafür gab es mehrere Gründe :
1.Die Fakultätsbibliothek Biologie II + III
<Botanik> konnte dank Studiengebühren
Öffnungszeiten bis 19.00 Uhr anbieten. Ab
dem Sommersemester 2011 wurden die Gelder für verlängerte Öffnungszeiten gestrichen.
Dadurch konnten die Öffnungszeiten nur bis
17.00 Uhr aufrecht gehalten werden. Durch
die frühe Schließung war kaum Benutzung
der Bibliothek durch die Studierenden möglich. Praktika, Vorlesungen und Seminare
enden in der Biologie oft zwischen 17.00
und 18.00 Uhr.
2.Die Fakultätsbibliothek Biologie I <Zoologie>
wird seit Jahren im Unterschied zur Biologie
II + III (ganztägige bibliothekarische Betreuung) nur stundenweise betreut. Die restliche
Zeit sind die Benutzer auf sich selbst gestellt.
Die Kommission war daher der Meinung,
dass zwei „Systeme“ innerhalb einer Fakultät
auf Dauer nicht ratsam sind, zumal sich die
Studierenden zu Recht über die unterschiedliche Handhabung beschwert hatten.
3.Seit Beginn der Sanierung gibt es für die Studierenden keinen Aufenthaltsraum mehr.
Nun ergab sich aber ein weiteres Problem. Der
Lärmpegel durch die sehr frequentierten Kopierer vor der Bibliothek war nach Asbest-Sanierung
durch die fehlende Decke so hoch, dass kaum noch
Studierende zum Lernen in die Bibliothek kamen.
Es dauerte bis 2009, als endlich auf Drängen der
Bibliothekskommission die Bibliothek ein weiteres
Mal geschlossen wurde, um die fehlende Decke
einzubauen. Auch diesmal musste ein Teil der Bibliothek ausgeräumt werden. Um die Verschmutzung so gering wie möglich zu halten, wurden die
verbleibenden Regale nochmals mit Folien verkleidet. Zusätzlich wurden die Räume mit einem neuen Lichtsystem ausgestattet, die alten verkratzten
Tischplatten durch helle Kunststoffplatten und die
alten Holzstühle durch neue bunte ausgetauscht.
Des Weiteren wurden „rote Dosen“ und eine WLAN-Verbindung eingerichtet, um das Arbeiten
mit dem Laptop zu verbessern.
Im Februar 2011 beschloss die Bibliothekskommission Biologie eine Reorganisation der Fakultätsbibliothek Biologie II + III in Anpassung an
die Biologe I <Zoologie>.
Es musste somit über eine Alternative nachgedacht
werden.
So wurden in Absprache mit der Fachschaft Biologie die Öffnungszeiten ab Sommersemester 2011
dahingehend verändert, dass die Bibliothek ohne
UniCard von Montag bis Freitag von 8.00 – 18.00
Uhr, mit UniCard vorerst von 8.00 – 20.00 Uhr
und am Samstag von 8.00 – 13.00 Uhr für die Studierenden der Biologie zugänglich ist.
19
Expressum 2012 - 3
Die Bibliothekarin betreut die Bibliothek drei
Stunden täglich. Außerhalb dieser Zeiten sind die
Studenten auf sich selbst gestellt.
Gleichzeitig und im Hinblick auf den Doppeljahrgang(2) 2012 wurden alle gedruckten Zeitschriftenbestände auf digitale Nationalarchive geprüft.
Alle Zeitschriftendruckausgaben, die als gesicherte DFG-Nationallizenzen vorliegen, wurden entsorgt.
Nach mehreren Jahren der schrittweisen Umwandlung stehen den Studierenden nun 32 Lernund Leseplätze (früher 21) zur Verfügung. Zusätzlich bietet der Lounge-Bereich weitere 6 Plätze für
das etwas „andere Lernen“. Dieser Zustand ist bei
Weitem nicht befriedigend. Bei über 1.000 Biologie-Studenten wäre ein größeres Angebot wünschenswert.
Des Weiteren wurde der Bestand auf dublette Jahrgänge geprüft, die auch in der UB vorhanden sind.
Als Konsequenz wurden insgesamt 6.751 Bände mit Hilfe von Kolleginnen aus dem Dezernat Bibliothekssystem und Hiwis makuliert. Der
Zeitschriftenbestand konnte somit von 644 m
auf 426 m reduziert, der verbleibende Bestand
wurde zusammengerückt und die freigewordenen
Regale abgebaut. Aus der Bibliothek für Chemie
und Pharmazie erhielt die Biologie nochmals einige Doppelregale und konnte damit ältere, graue
Monographienregale ersetzen. Der freigewordene
Platz wurde um weitere 11 Lernplätze und eine
Lounge erweitert. Zur Dämmung des Trittschalls
wurde auf dem Steinboden im alten Foyer ein Teppichboden verlegt.
Seit den geänderten Öffnungszeiten und der
„Übergabe“ der Selbstverantwortung an die Studierenden ist nun ein Jahr vergangen.
Ein Neubau ist immer noch nicht in Sicht. Dennoch haben sich die Anstrengungen gelohnt. Die
Studierenden behandeln „ihre Bibliothek“ sehr
umsichtig. Dass dann da manchmal ein Brötchenkrümel rumliegt, ist zu verschmerzen.
Danken möchte ich ganz besonders den Kolleginnen aus der Abteilung Bibliothekssystem, die
mir seit 2003 immer wieder geholfen haben. Außerdem gilt der Fakultät ein Dankeschön, die nach
ein wenig Überzeugungsarbeit die Umbaumaßnahmen finanziert hat.
Selbst der Dekan war sehr angetan und findet nun,
dass die Räume zu schön für ein Provisorium wären.
(Julia Schwarz)
2 „Unter dem Doppeljahrgang versteht man im
Bildungsbereich den Abiturjahrgang, in dem die letzte
G9-Klasse des Gymnasiums gleichzeitig mit der ersten
G8-Klasse Abitur macht.“ Quelle : (http://wiki.zum.de/
Doppeljahrgang)
20
Expressum 2012 - 3
Vorträge von UB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern
Am 12.06.12 hielt Frau Dr. Antje Kellersohn an
der Universität Marburg einen Vortrag „Wie viel
Bibliothek braucht die Wissenschaft“ in der Veranstaltungsreihe „Medien und Recht“.
Auf dem Bibliothekartag 2012 in Hamburg
wurden folgende Vorträge gehalten :
Vortragsreihe: Medien & Recht
22.05.2012
Sitzung : Bibliotheksportale mit integrierten
Discovery Service
Ruppert, Ato : Katalog plus : Ein Vorschlag zur
Kombination von Katalogdaten mit einem RDSIndex
Wissenschaft >< Urheberrecht? Aktuelles zur Urheberrechtsdebatte
Dr. Ulrike Elteste (Rechtsanwältin, Frankfurt/M.)
Dienstag, 5. Juni 2012, 18:00 – 20:00 Uhr
Vortragsraum der Zentralbibliothek, Wilhelm-Röpke-Straße 4
****
Wie viel Bibliothek braucht die Wissenschaft?
Dr. Antje Kellersohn (Direktorin der Universitätsbibliothek Freiburg)
Dienstag, 12. Juni 2012, 18:00 – 20:00 Uhr
Vortragsraum der Zentralbibliothek, Wilhelm-Röpke-Straße 4
Moderation: Dr. Hubertus Neuhausen (Direktor der Universitätsbibliothek Marburg)
23.05.2012
Sitzung : Virtuelle Forschungsumgebungen
Moderation: Ato Ruppert
Borel, Franck : Tambora - eine virtuelle Forschungsumgebung für die umweltgeschichtliche
Forschung
****
Podiumsdiskussion
Vom Recht der Geisteswissenschaften.
Die Folgen der Digitalisierung für die wissenschaftliche Praxis
Prof. Dr. Thomas Anz (literaturkritik.de, Neuere deutsche Literatur)
Prof. Dr. Lothar Schmidt (Musikwissenschaft)
Prof. Dr. Hubert Locher (Kunstgeschichte, Bildarchiv Foto Marburg)
Dr. Dietmar Kammerer (Medienwissenschaft)
Dr. Hubertus Neuhausen (Direktor der UB Marburg)
Dienstag, 3. Juli 2012, 18:00 – 20:00 Uhr
Vortragsraum der Zentralbibliothek, Wilhelm-Röpke-Straße 4
Moderation: Prof. Dr. Malte Hagener (Medienwissenschaft)
23.05.2012
Sitzung : Open Access und freie Internetressourcen: Auswirkungen auf Erwerbung und Bestandsaufbau
Kellersohn, Antje : Open Access – Akteure,
Finanzierung, Wirkung
****
Eine Veranstaltungsreihe des Präsidiums, der Universitätsbibliothek und
des Instituts für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg.
Konzeption: Dr. Lydia Kaiser, Prof. Dr. Malte Hagener, Dr. Dietmar Kammerer
Fotos : UB 3-Webcam
Schirmherrschaft:
Prof. Dr. Joachim Schachtner (Vizepräsident der Philipps-Universität Marburg)
21
Expressum 2012 - 3
Günter Paschek geht in den Ruhestand
Er feierte im April dieses Jahres sein 40-jähriges
Dienstjubliäum und nun, am 31. Juli 2012, geht
Günter Franz Paschek in den wohlverdienten Ruhestand.
Seminarbibliothek Frei 9 sowie weiteren größeren
Bibliotheken mit eigenem Sigel (Frei 65, Frei 79,
Frei 81, Frei 82).
Den Bestandsaufbau gestaltete Günter Paschek
mit großem Sachverstand. Mit Fug und Recht
kann man sagen, dass kaum eine Bibliothek in
Deutschland neben einem umfangreichen Angebot an Print-Literatur eine derartig umfassende
Versorgung mit juristischen Datenbanken für das
deutsche und ausländische Recht vorweisen kann.
Die Früchte der jahrelangen Aufbauarbeit von
Herrn Paschek wurden immer wieder in Rankings
der verschiedenen Zeitschriften und Institutionen
(Focus, CHE-Ranking) eindrucksvoll belegt. So
kam das Centrum für Hochschulentwicklung im
Ranking der Hochschulen zu dem Ergebnis, dass
die Universität Freiburg im Fach Jura besonders
gut abschnitt : „… Die Studierenden sind mit dem
Studium insgesamt sehr zufrieden. Bei dem Kriterium Reputation unter den deutschen Jura-Professoren behauptet sich Freiburg neben vier weiteren
Hochschulen. Auch bei Bewertung der Studiendauer, der Bibliotheksausstattung und im Gesamturteil der Studierenden liegt Jura vorn.“ [http://
www.pr.uni-freiburg.de/pm/2005/pm.2005-0527.131. Zugriff : 06.06.12]. Aber auch direkt vor
Ort wurde mit der Nutzerumfrage 2005/2006 die
Zufriedenheit der Studierenden bestätigt. 67% beurteilten die Bibliothek für Rechtswissenschaft mit
„gut“, 21,5% sogar mit „sehr gut“.
Er wurde im Juni 1947 in Stockheim/Oberhessen
geboren ; 1972 absolvierte er das erste Juristische
Staatsexamen und 1974 das zweite. Nach kurzer Tätigkeit als Rechtsanwalt entschied sich der
Volljurist 1975 für ein weiteres Referendariat, das
des höheren Bibliotheksdienstes. Den beruflichen
Aufstieg nahm er sehr zügig : 1977 Abschluss als
Bibliotheksassessor an der Bibliotheksschule in
Frankfurt a.M., im gleichen Jahr wurde er Bibliotheksrat zur Anstellung an der UB Trier, 1979
wurde er zum Bibliotheksrat ernannt und zwei
Jahre später bereits zum Oberbibliotheksrat.
1987 wechselte er Universität, Bundesland, Position und Amtsbezeichnung. Denn er übernahm
die Leitung der Bibliothek für Rechtswissenschaft
und wurde zum Akademischen Direktor ernannt.
In die UB kam er erst 2002, als die Seminarbibliothek organisatorisch der Universitätsbibliothek
zugeordnet wurde.
Die Bibliothek für Rechtswissenschaft mit ihren
insges. 12 MitarbeiterInnen ist die größte dezentrale Einrichtung im Freiburger Bibliothekssystem. Sie besteht aus der Seminarbibliothek mit
einem Bestand von ca. 180.000 Bänden, 14 Lehrstuhlbibliotheken unter dem Dach bzw. Sigel der
Abb. : Ergebnis der Benutzerbefragung in der Bibliothek für Rechtswissenschaft 2005/2006 – Häufigkeitstabellen. [http://www.jura.uni-freiburg.de/biblio/
Bibliothek/benutzerbefragung/benutzerbefragung.pdf/
view. Zugriff : 06.06.2012]
22
Expressum 2012 - 3
Unerlässlich zu erwähnen ist, wie wichtig Herrn
Paschek der Kontakt zu den Studierenden war. So
ließ er es sich nicht nehmen jedes Wintersemester
in der Einführungsveranstaltung für die Jura-Erstsemester diese persönlich zu begrüßen und ihnen
die Bedeutung der Bibliothek vor Augen zu führen: „Was das Labor für den Chemiker ist, das ist
die Bibliothek für den Juristen.“
sehr attraktiven neuen Standort mit bester technischer Ausstattung und Öffnungszeiten rund um
die Uhr.
Eine große Leidenschaft von Herrn Paschek ist das
Singen und wir hoffen, dass er mit seinem voluminösen Tenor auch weiterhin im Uni-Chor zu
hören sein wird. Und dies nicht nur unter dem Aspekt, dass Tenöre bei den Männerstimmen immer
sehr gesucht sind.
Eine große Veränderung für die Bibliothek für
Rechtswissenschaften bereitete Herr Paschek zwar
maßgeblich mit vor, wird aber das Ergebnis aus
den Augen des Pensionärs betrachten : Die Bibliothek für Rechtswissenschaften wird voraussichtlich Ende 2013 aus dem Kollegiengebäude II ausziehen und als Juridicum in den Neubau der UB
integriert. So findet die Bibliothek für Rechtswissenschaft, die 1889 aus dem Juristischen Seminar
hervorgegangen ist und 1975 die Bibliotheken der
Institute und Seminare zusammenfasste, einen
Lieber Herr Paschek, für Ihr langjähriges Engagement an der Universität Freiburg möchte ich Ihnen heute auch im Namen aller Kolleginnen und
Kollegen der UB sehr herzlich danken. Für Ihren
neuen Lebensabschnitt wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie alles erdenklich Gute !
Herzlichst Ihre
Antje Kellersohn
Testaufstellung Buchscanner in der UB 1
Im Zeitungslesebereich der UB 1 konnten unsere
Benutzer für einige Wochen einen neuen Buchscanner testen. Das Gerät book2net public der Firma Microbox bietet die Möglichkeit hochwertige
Farbscans zu erzeugen.
Easy Scan die intuitive grafische one-touch2scan
Benutzeroberfläche führt selbst ungeübte Bediener zu
einem guten Scan. Sechs von neunzehn möglichen
Menüsprachen stehen zur Auswahl.
Nach dem Scanvorgang entscheidet der Bediener mit nur
einem Fingertip auf dem Touch - Screen ob er die Datei auf
einem USB - Stick oder auf einem angeschlossenen
Drucker ausgeben möchte.
Eine Kontrolle der Scan-Qualität ist jederzeit per Fingertip
am Touch Screen über die Zoom Control Funktion möglich.
Easy Scan Plus Expert Modus ermöglicht die Erweiterung
der Software für professionelle Anwendung.
Farbwahl (COL, GS, SW), Formatwahl (TIFF, PDF, JPEG),
Thumbmail - Darstellung (Einfügen, Ansehen, Löschen),
Seitentrennung, linke Seite, rechte Seite, Anpassung der
Mitte, Fullsize-Scan, Zoomfunktion, Ausschnitt drucken,
Buchfalzkorrektur, Fingerremoval stehen als erweiterte
Funktionen zur Verfügung.
wir während der Testaufstellung die Benutzer in einer Umfrage nach Ihrer Meinung zu Faktoren wie
Bedienbarkeit, Geschwindigkeit und Scanqualität
gefragt. Derzeit werden Überlegungen angestellt,
wie wir unseren Benutzern auch zukünftig ein
qualitätsvolles Scanangebot bieten können. In diesem Zusammenhang wurde die Frage gestellt, ob
die Benutzer bereit wären, für einen hochwertigen
Farbscan zu zahlen.
book2net public
Durch Aktivieren bzw. Deaktivieren der einzelnen
Funktionen entsteht eine individuelle anpassbare
Benutzeroberfläche.
Unter dem Motto „testen - bewerten - gewinnen“
haben wir unter allen Teilnehmern 10 USB-Sticks
verlost, welche die Firma netterweise als Gewinn
zur Verfügung gestellt hat. Wir haben uns über
einen großen Rücklauf gefreut, auch das freie
Feld für Feedback wurde von Vielen ausführlich
genutzt. Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer
bewertete das Testgerät in allen Gesichtspunkten
sehr positiv, etwa ein Drittel zeigte sich auch bereit, für Scans zu zahlen.
(Katrin Rauhut)
Ein einfaches Wechseln zwischen den Bedienerebenen, Easy Scan für ungeübte (Basic Mode) und Easy Scan Plus
für erfahrene Benutzer (Expert Mode), ist jederzeit über nur einen Klick möglich. Auf diese Weise können auf dem
book2net SPIRIT sowohl einfache als auch professionelle Scan-Arbeiten durchgeführt werden.
Technische Daten
Farbtiefe:
Sensor:
Hochleistungs-Flächensensor
Optik:
Rodenstock Rodagon
Verschluß:
Drehverschluss mit 300 Mio. Aufnahmezyklen
Lichtquelle:
300 dpi - 600 dpi
12 cm
Scanzeit:
0,3 Sekunden für A2 Color bei 300 dpi
Prozesszeit:
1,9 Sekunden (Scannen - Imaging - Speicherzeit)
Ausgabeformate:
Urheberrechtsschutz:
Gewicht:
100 V - 240 V, 47 Hz - 63 Hz
Standby: 75 VA
Durchschnitt: 96 VA (1200 Scans/Stunde)
Höhenausgleich für Bücher bis 15 cm
Verbrauchsspitze: 137 VA
Freistellung des Buchrückens
Optional mit einstellbarem, transparentem
Andrucksystem
Benutzung:
Touchscreen mit mehrsprachriger Oberfläche
Interface:
2 x USB 2.0 professional
Integrierter PC: MS embedded Betriebssystem mit Enhanced Write
Filter Technologie für maximale Sicherheit gegen
Computerviren, AMD Turion 64 X2 mit 1,8 GHz,
2 GB Arbeitsspeicher, 160 GB HDD, LAN und
Drucker Schnittstelle, 15" Touchscreen, vorinstallierte
Software mit intuitiver Benutzer-Anleitung
Software:
660 mm x 940 mm x 1215 mm
61 kg
Anschlusswerte:
Energiebedarf:
Anpassbar und selbstjustierend
Farbe, Graustufe, S/W
TIFF, PDF, JPEG, JPEG 2000
Copyright und Wasserzeichen (optional)
Accounting-Schnittstelle: Schnittstelle zur Verbindung mit
Abbrechungssystemen
Abmessungen:
(B x T x H)
Vorlagengröße: 601 mm x 457 mm (A2+)
Buchwippe:
36bit color intern, 24bit color extern
Image Formate:
Kaltlicht LED-Technologie mit integriertem
Light-Control-System (LCS)
Auflösung:
Tiefenschärfe:
Geräuschentwicklung:
44 dB(A)
Sicherheitsstandard:
CE EMV
Umgebungsbedingungen: vibrationsfreie, ebene Standfläche, keine
direkte Sonneneinstrahlung, 10°C - 38°C,
10% - 85% relative Luftfeuchtigkeit
(nicht kondensierend)
Lieferung:
Vormontiert und betriebsbereit
Fernwartung:
Wartung per Fernservice
Technische Änderungen vorbehalten
Easy Scan - Software mit integrierter
Bildverarbeitung
Easy Scan Plus - Software Erweiterung für
professionelle Ansprüche
Easy Scan Professional - Software Erweiterung für
Jobverwaltung / Bearbeitung
MICROBOX GmbH
Salinenstraße 52
61231 Bad Nauheim
... der Profi im öffentlichen Bereich
www.book2net.net
Tel. +49 (0)6032 34 02 0
Fax +49 (0)6032 34 02 88
Abb. : book2net public Broschüre (Microbox GmbH)
Uns war es wichtig zu erfahren, wie sich der Scanner in der (24 h)-Praxis bewährt. Deshalb haben
23
Expressum 2012 - 3
Veröffentlichungen von UB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern
Sühl-Strohmenger, Wilfried [Hrsg.] unter Mitarbeit von Martina Straub :
Handbuch Informationskompetenz. - Berlin : DeGruyter, 2012. - ISBN 978-3-11-025473-0
Darin :
Sühl-Strohmenger, Wilfried : Informationskompetenz und die Herausforderungen der digitalen Wissensgesellschaft. - S. 3-11
Ohlhoff, Ralf : Förderung von Informationskompetenz als Schlüsselqualifikation: Modell
Freiburg im Breisgau (BOK-Bereich). - S. 250260.
Raffelt, Albert : Theologische Informationskompetenz. - S. 326-336
Straub, Martina : Lernerfolgskontrolle, Evaluierung und Messung der Informationskompetenz. - S. 407-422
Sühl-Strohmenger, Wilfried : Zukunftsfähigkeit des Konzepts der Informationskompetenz und weiterer Forschungsbedarf. - S. 567576
1
Brunner, Antje ; Weinmann, Anja und Katrin
Rauhut : Durch selbstständiges Ausprobieren die
Informationskompetenz stärken : ASK UB : Die
Neukonzeption des Angebots für Seminarkurse an
der Universitätsbibliothek Freiburg. - In : BuB 64
(2012), Heft 6, S. 460-464
24
Expressum 2012 - 3
Kurzmeldungen :
Testzugänge zu Online-Produkten von
Springer
Bis 31.7.2012 stehen die Produkte Springer
eBooks : Engineering, Springer Protocols und Springer Reference online zum Testen zur Verfügung.
Neu : Empfehlungen bei 'Artikel & mehr'
im Katalog plus
Analog zu den Empfehlungen von Bibtip bei 'Bücher & mehr' gibt es nun auch einen Empfehlungdienst von bX bei 'Artikel & mehr' im Katalog
plus.
Springer eBooks : Engineering :
Volltexte von derzeit 4.570 englischsprachigen Büchern der Copyright-Jahrgänge 2005 bis 2012 aus
dem Fachgebiet Technik/Ingenieurwissenschaften.
Zugang über
http://www.ub.uni-freiburg.de/dbis/6947
Springer Protocols :
Die Datenbank enthält mehr als 24.000 LaborProtokolle aus den Bereichen Biowissenschaften
und Umweltwissenschaften. Die Protokolle wurden u.a. folgenden Buchreihen bzw. Büchern
entnommen: Methods in Molecular Biology, Methods in Molecular Medicine, Methods in Biotechnology, Methods in Pharmacology and Toxicology,
Neuromethods, The Biomethods Handbook, The
Proteomics Handbook und den Springer Laboratory Manuals.
Weitere Informationen und Zugang unter
http://www.ub.uni-freiburg.de/dbis/7985
Falls es Empfehlungen zu einem Artikel gibt, wird
ein weiterer Reiter angeboten auf dem Sie Links
zu ähnlichen Werken finden. Wenn Sie den Links
folgen wird über den Linkresolver geprüft, ob und
wie Sie auf den entsprechenden Titel zugreifen
können.
Springer Reference :
Das Portal "Springer Reference" enthält ca. 150
"Live Reference Works", d.h. Nachschlagewerke,
Handbücher, Wörterbücher und Datensammlungen verschiedener Fachgebiete, die ständig
durch einen dynamischen und wissenschaftlich
begutachteten Veröffentlichungsprozess aktualisiert werden und somit immer auf neuerem Stand
sind als die statischen eReference Works bzw. Printausgaben.
Zugang über
http://www.ub.uni-freiburg.de/dbis/11211
(Jochen Lienhard)
DFG Unterausschuss Elektronisches Publizieren
Frau Dr. Antje Kellersohn wurde in den DFG
Unterausschuss Elektronisches Publizieren gewählt.
(Bernard Hauck)
25
Expressum 2012 - 3
Presseschau
Aus urheberrechtlichen Gründen sind die kompletten Artikel nur für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
Universitätsbibliothek in der UB-internen Version verfügbar.
Dienstleistungen der UB
Während die Stimmen zum Umbau des alten und
zukünftigen Bibliotheksgebäudes eher in den Hintergrund traten, machte die UB mit ihren Dienstleistungen und Projekten umso mehr von sich
reden. Dabei wurden die verschiedensten Aufgabenbereiche von der lokalen und regionalen Presse
beleuchtet.
Zum Umbau der UB wurde in diesen Wochen eher
wenig berichtet – ob die Artikelflut vergangener
Monate wieder ansteigt, sobald die Arbeiten am
Gebäude auch von außen wieder sichtbar werden ?
25.4.2012
(Freiburger Wochenbericht)
Die Neuerfindung Freiburgs
Freiburg wächst und bietet neuerdings sogar Jobs Stadtbild verändert sich in rasantem Tempo.
April 2012
(LEO-BW - Landeskunde entdecken online /
Highlights)
Die Virtuelle Bibliothek St. Peter
 http://www.leo-bw.de/highlights/die-virtuellebibliothek-st.-peter (Aufruf : 30.4.2012)
30.5.2012
(Badische Zeitung / Freiburg)
Per Mausklick in virtuelle Bibliothek
Das Internet ermöglicht die digitale Zusammenführung der verstreuten Bestände aus dem ehemaligen Kloster St. Peter
27.4.2012
(Badische Zeitung / Stadtteile / Tipps und Termine)
Ausstellung - Auf-Bruch
2'2012
(uni'leben / uni'campus)
Die Universitätsbibliothek hat sich zur ''Teaching Library'' entwickelt
2'2012
(uni'leben / uni'campus)
campus
Probesitzer für neue Stühle
Die Universitätsbibliothek plant zusammen mit
Probesitzer für neue Stühle
Studierenden die Bestuhlung für den Neubau.
02 2012
(", leben
Impressum
=624.+.6-2.).2<=60-.:&62>.:;2<D<:.2+=:0
erscheint sechs Mal jährlich.
Herausgeber
4+.:<=-?20;&62>.:;2<D<:.2+=:0-.:#.3<7:
!:7/::1,*6;7,1.6$,12.?.:
Verantwortlich für den Inhalt: Rudolf-­Werner Dreier, Leiter Öffentlichkeits-­
arbeit und Beziehungsmanagement
Die Zeitung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Mai 2012
(Der Personalrat informiert / Albert-Ludwigs-Universität)
Terra incognita - die unbekannte Uni
Das UB-Magazin - tief in Freiburg verwurzelt.
 http ://www.personalrat.uni-freiburg.de/aktuell/pr-info-2012-05-pdf (Aufruf: 15.5.2012)
www.leben.uni-freiburg.de
Die Universitätsbibliothek plant zusammen mit Studierenden die Bestuhlung für den Neubau
Redaktion
Eva Opitz (Redaktionsleitung), Rimma Gerenstein, Nicolas Scherger
Anschrift der Redaktion
!:.;;.=6-C//.6<42,13.2<;*:+.2<
4+.:<=-?20;&62>.:;2<D<
Fahnenbergplatz
79085 Freiburg
Telefon 0761/203-­4301
*@
E-­Mail: unileben@pr.uni-­freiburg.de
@.584*:.
Fotos
Soweit nicht anders gekennzeichnet,
von der Universität
#"*$'#"&'!'("%&'!!("
9=N6<| marken | medien | kommunikation
4<.:)74417/:.2+=:0
www.qu-­int.com
%# '!'(""*"
:.2+=:0.::=,35+7
%'%
)#"%"*& '%
D
(+
*62.4-4.:9=26<
Telefon 0761/28288-­16
*@
uni-­publikationen@qu-­int.com %( ("%%'("
ie Freiburger Universitätsbib-­
liothek (UB) hatte Studierende .260.4*-.6;2,1*6-.:=;?*14-.:
zukünftigen Stühle für die umgebaute & -=:,1 !:7+.;2<B.6 B= +.<.2420.6
2< -2.;.: 3<276 ;744<.6 -2. "=*42-­
täts-­ und Funktionsmerkmale für die .=:78*?.2<.=;;,1:.2+=60+.;<255<
werden. Die Studierenden ließen sich auf 14 Stühlen von neun Herstellern nieder und beurteilten Sitzkomfort, :+.2<;1*4<=60 8<23 *<.:2*4 =6-
$<*+242<D< :2<.:2.6 /F: -2. =;?*14
-.:!:7+.;<F14.?*:.6=6<.:*6-.:.5
.26.;,142,1<.=6-;<*+24.=;/F1:=60
sowie eine aufrechte und ergonomisch richtige Sitzhaltung. Da sie aus mög-­
lichst wenigen Materialien hergestellt und stapelfähig sein sollten, besitzen -2.$<F14.3.26.:54.16.6.1:*4;
400 Rückmeldungen haben die Mitar-­
beiterinnen und -­mitarbeiter der UB F:=62K4.+.61*+.6;2,1!4F;,1 Das optisch ausgefallenste Modell Co. zum Test bereit erklärt, damit mög-­ ist dieser Stuhl aus grünem Kunststoff lichst viel Stuhl zu sehen ist. und Chrom, der zwischen den gedeck-­
ten Farben der UB hervorsticht.
Kein schwarzes Schaf: Gefertigt aus wenigen Materialien, in schlichtem :;,1E8/<>76-.::+.2<(.:;2,1
Design und mit matter dunkler Farbe nach anstrengenden Stunden in der .6<;8:2,1<-2.;.;7-.44-.66/7:-.-­ UB entspannen möchte, kann sich ge-­
rungen an einen zukünftigen UB-­Stuhl. gen den federnd nachgebenden Kunst-­
stoffrücken dieses Stuhls lehnen und Der Stuhl aus hellem Holz ist durch für einige Zeit abschalten.
seine hohe Lehne ideal für Studieren-­
-.-2.;2,1?D1:.6--.;:+.2<.6; Dieses Modell dürfte allen Studie-­
gerne mal zurücklehnen und entspan-­ renden aus den Mensen bekannt sein: nen wollen. Sich dafür auf den Bauch Nun wechselt es die Farbe zu einem zu legen und den Kopf auf die Hände neutralen Weiß und versucht sich als zu stützen, gelingt bei diesem Modell Bibliotheksstuhl.
nur Fröschen.
Damit Freunde in Zukunft ihren ei-­
Mit attraktiven Rundungen buhlt genen ergonomisch optimalen Stuhl dieses Modell aus Holz und Chrom bekommen, konnten sie auch dieses um die Gunst der Studierenden. Einen schwarze Modell aus Vollplastik pro-­
plüschigen Verehrer hat er bereits für besitzen und bewerten.
sich gewonnen.
Hier punktet nicht nur das Modell Wie bei einem ergonomischen in Weiß durch die originelle Stoffbe-­
Dieses Modell orientiert sich -.=<42,1 *6 -.6 =;?*143:2<.:2.6
Eine gerade Lehne sorgt für eine auf-­
rechte Haltung, während das Design schlicht ist und mit wenigen Materia-­
lien realisiert wurde.
Schwarz, schlicht, schnörkellos: Mit geraden Linien und filigranen Bei-­
nen möchte dieser Stuhl die Studie-­
renden für sich einnehmen. 4<+.?D1:< =6- <:7<B-.5 6.=
das Modell der alten Stühle aus der &=6-2,3A*=;*4;%.;<;2<B.:
2.:3755<6=:-2.=;/F1:=60716.
:54.16.26.<:*,1<-*-2.$<F14.
stapelbar sein müssen.
Schlicht, stabil, bärenstark: Selbst große Raubtiere fühlen sich wohl auf diesem elegant geschwun-­
genen Stuhl.
Luftiges Design, lässiger Frosch: =/-2.;.57-.44*=;;,1?*:B.5
26
Expressum 2012 - 3
6.5.2012
(Der Sonntag / Lokales)
An einer Top-Adresse der Stadt
In der Werthmannstraße soll voraussichtlich 2015
das Freiburger Literaturhaus seine Heimat finden.
2012
(uni'lernen. Das Lehr- und Lernbuch der AlbertLudwigs-Universität Freiburg)
Texte, Töne, Videos
Das Medienzentrum der Universitätsbibliothek
hat ein Ausbildungskonzept für die studentischen
Mitarbeiter von uni.tv, Uni-Radio und OnlineRedaktion entwickelt - und das gemeinsame Internetportal uniCross eröffnet.
20.5.2012
(Der Sonntag in Freiburg)
Sponsor gesucht
Kulturfreunde wollen das Swetlana-Geier-Haus zu
einem Übersetzerzentrum machen.
12.6.2012
(Albert-Ludwigs-Universität Freiburg / Öffentlichkeitsarbeit und Beziehungsmanagement /
Newsroom)
Mit wenigen Klicks direkt zum vollen Text
Neuer Katalog plus der Universitätsbibliothek
Freiburg erschließt Informationswelten mit einem
Sucheinstieg
 http://www.pr.uni-freiburg.de/pm/2012/
pm.2012-06-12.135 (Aufruf : 12.6.2012)
Mit­Artikeln­und­Fotos­informiert­die­Online-Redaktion­
auf­dem­Internetportal­uniCross­über­aktuelle­Themen­
vom­Campus.­Fotos: bender
uni.tv
Einmal im Monat produziert die uni.tvRedaktion das Magazin alma* mit Themen
rund um den Campus: aus Wissenschaft
Lernangebote
Freiburg. Das mehrfach ausgezeichnete
Programm wird im Hochschulkanal HDCampus-TV, im Internet und jeden Mitt-
bieten zudem Seminare und Schulungen mit
woch bei TV Südbaden ausgestrahlt. Die
studentischen Mitarbeiter von uni.tv, Uni-Radio und Online-Redaktion entwickelt –
externen und internen Dozierenden an – zu
Redaktionskonferenzen finden montags
und das gemeinsame Internetportal uniCross eröffnet.
Themen wie Schreiben fürs Web, Sprechen
ab 20 Uhr im Medienzentrum der Univer-
vor der Kamera oder Fotografieren: „Wir fan-
sitätsbibliothek, Rempartstraße 10, statt.
Artikel über die Proben, Gespräch mit einem
kennen, die Inhalte laufen auf uniCross zu-
gen ganz von vorne an“, sagt Cavallucci. Der
Hauptdarsteller im Radio, Film und Fotos von
sammen. „Ziel ist aber auch, dass die Redak-
Aufwand, die Studierenden zu betreuen, ist
der Premiere: Gemeinsam haben studen-
tionen gemeinsam überlegen, welche As-
zunächst hoch. Veronika Schlimpert, Mitglied
tische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von
pekte eines Themas wir mit Video, Fotos,
der Online-Redaktion, hat an ihrem ersten
uni.tv, Uni-Radio und Online-Redaktion cross-
Ton und Text zeigen“, sagt Silvia Cavalluc-
Artikel fast zwei Monate lang gefeilt. „Ich habe
medial darüber berichtet, wie Studierende ein
ci, Leiterin der Online-Redaktion. Journalis-
aufgeführt
haben.
Veröffentlicht
haben sie die Beiträge auf dem Internetportal
tinnen und Journalisten benötigten heutzutage Kenntnisse aus verschiedenen Sparten,
mehrfach Rückmeldungen bekommen und
gepasst hat“, berichtet die Studentin der Mole-
sagt Leithold: „Wer zum Beispiel beim Radio
kularmedizin. Der Lerneffekt sei hoch, sagt
arbeitet, sollte zumindest fürs Internet Fotos
Cavallucci: „Bei den meisten ist der dritte oder
machen und Teaser schreiben können.“ Zu-
Leithold. Er leitet das Medienzentrum der
dem müssten sie mehr Technik beherrschen.
Universitätsbibliothek (UB), an dem die drei
Fernsehjournalisten etwa ziehen oft nicht
Redaktionen angesiedelt sind.
mehr im Team, sondern alleine mit der Ka-
vierte Artikel schon viel besser als der erste.“
Auch in den anderen Redaktionen lernen die
Studierenden vor allem aus der Praxis. Lara
mera los.
Kersken etwa produziert beim Uni-Radio
allem: Studierende lernen die journalistische
Silvia Cavallucci und ihre Kollegen Jan Fillisch
„Das gibt schon einen Adrenalinkick, so ins
Arbeit für Fernsehen, Radio und Internet
von uni.tv und Manuel Devant vom Uni-Radio
kalte Wasser geschmissen zu werden und
Beiträge und moderiert ganze Sendungen.
>>>
Kamera,­Licht,­Ton,­Schnitt:­Im­Uni-TVStudio­lernen­Studierende­die­Grundlagen­
der­Fernsehtechnik.­
19
Fotos : UB 3-Webcam
„Crossmedial“ bedeutet dort bislang vor
www.uni-tv.uni-freiburg.de
www.hd-campus.tv
den Text so lange überarbeitet, bis alles
uniCross, das seit Juli 2011 online ist. „Es soll
sich zum zentralen Organ von Studierenden
für Studierende entwickeln“, sagt Dr. Franz
uni'lernen 2012
tag und über Kultur und Lifestyle in
Das Medienzentrum der Universitätsbibliothek hat ein Ausbildungskonzept für die
Musical
18
und Forschung, dem studentischen All-
trum für Schlüsselqualifikationen auf die Mit­
arbeit bei uniCross vor. Alle Redaktionen
uni'lernen 2012
Texte, Töne, Videos
bereiten Studierende in einem Kurs am Zen-
27
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
14
Dateigröße
14 634 KB
Tags
1/--Seiten
melden