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7664-1 Bedienungsanleitung NT2MGF-E deutsch - Elcon

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NT2MGF-E
Digitales Übertragungssystem
für 2 MBit/s-Signale über Glasfaserkabel
Bedienungsanleitung
MNr. 40 154 939 - 396
Art.-Nr. 8489
Version: 2001/11/28
© ELCON Systemtechnik GmbH 2001
Inhalt
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Kurzbeschreibung NT2MGF-E
Schnittstelle NT2MGF-E
Blockschaltbild
Anzeigeelemente
Bedienelemente
Einbau des NT2MGF-E in einen Baugruppenträger
Technische Daten NT2MGF-E
Hinweise
Sicherheitshinweise
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Kurzbeschreibung NT2MGF-E
Das Gesamt-System zur Übertragung von 2 MBit/s-Signalen unter Verwendung der HDSL-Technologie
(HDSL: High bit-rate Digital Subscriber Line) besteht aus den Komponenten NT2MGF und LT2MGF und
ermöglicht die wirtschaftliche Nutzung der im Anschlussbereich verwendeten Glasfaserkabel.
Dabei ist das Gesamtsystem für verschiedene Einsatzfälle vorgesehen:
*
*
*
ISDN-Primärmultiplexanschluss (PMXA)
Strukturierte Festverbindung mit Rahmenaufbau nach ITU-T G.704
Unstrukturierte Festverbindung
Das System bietet außerdem die Möglichkeit, Konfigurationen des Systems sowie verschiedene Überwachungsfunktionen wie z.B. Alarmzustände und Qualitätsauswertung auszuführen.
Das NT2MGF-E passt bei dem ISDN-Primärmultiplexanschluss die aus zwei Doppeladern bestehende S2MTeilnehmerschnittstelle an die aus einer Glasfaser bestehende UGH-Schnittstelle an und gewährleistet damit
aus Sicht des Netzbetreibers den definierten Netzabschluss.
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Darüber hinaus dient das NT2MGF-E als Abschlusseinrichtung für strukturierte und unstrukturierte Festverbindungen (Leased Lines) nach 1 TR 805.
Bei strukturierten Festverbindungen wird ein gerahmtes 2 MBit/s-Signal nach ITU-T G.703 mit einem Rahmenaufbau nach ITU-T G.704 übertragen, während bei unstrukturierten Festverbindungen ein ungerahmtes
2 MBit/s-Signal (Transparentbetrieb) übertragen wird.
Auf der UGH-Schnittstelle wird ein CMI-Leitungscode (Coded Mark Inversion nach ITU G.703) mit einer
Übertragungsrate von 2320 kBit/s verwendet. Die Übertragung erfolgt bidirektional (Duplexverfahren) und
beruht auf dem WDM-Verfahren (Wavelength Division Multiplex). Auf der UGH-Schnittstelle (HDSL) wird
unabhängig von dem gewählten Übertragungsmodus permanent eine Überwachung der Übertragungsqualität
über das CRC-6-Verfahren durchgeführt. Dadurch ist es im Transparentbetrieb möglich, den Streckenabschnitt zwischen LT2MGF und NT2MGF auf Vorhandensein des Signals, Synchronverlust (HDSL-Rahmen)
und CRC-6-Fehler zu überwachen. Die Bearbeitung des HDSL-Overheads erfolgt ebenfalls in allen Betriebsarten.
Beim ISDN-Primärmultiplexanschluss wird durch Anwendung des CRC-4-Verfahrens nach 1 TR 218 (ITU-T
G.704 und G.706) zusätzlich eine höhere Sicherheit gegen Fehlsynchronisation und eine Überwachung der
Übertragungsqualität zwischen der S2M-Schnittstelle und der DIVO (ET) sichergestellt.
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Für strukturierte Festverbindungen wird das CRC-4-Verfahren für eine Ende-zu-Ende Überwachung
(NT2MGF ↔ NT2MGF) verwendet.
Auf der S2M-Schnittstelle werden 2 MBit/s-Digitalsignale nach ITU-T G.703 mit einem Rahmenaufbau nach
ITU-T G.704 übertragen.
Das bedeutet, dass in den strukturierten Betriebsmodi (PMXA und strukturierte Festverbindungen) die Informationen von 31 Nutzkanälen mit je 64 kBit/s vom NT2MGF bitfolgeunabhängig in beiden Richtungen
übertragen werden.
Im unstrukturierten Betriebsmodus (Transparentbetrieb) überträgt das NT2MGF das gesamte 2 MBit/s-Signal
bitfolgeunabhängig in beide Richtungen, d.h. es erfolgt keine Rahmensynchronisation auf das
2 MBit/s-Signal und keine CRC4-Anwendung. Die ankommenden Signale der S2M-Schnittstelle werden nur
noch auf Vorhandensein, HDB3-Codefehler und AIS überwacht.
Durch eine gesteuerte Schleife (über Sa6-Bits oder HDSL-Overhead) nahe der S2M-Schnittstelle ist eine
eindeutige Fehlereingrenzung auf die Zuständigkeitsbereiche des Netzbetreibers bzw. des Teilnehmers in
allen Betriebsmodi möglich.
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In der strukturierten Betriebsart ist es möglich, über die T3an-Schnittstelle des Baugruppenträgers BGTLT2M
(Takteingang) das 2 MBit/s-Signal an der S2Mab-Schnittstelle des Netzabschlussgerätes NT2MGF-E mit
dem Netztakt nachzutakten. Dabei wird der zentrale Netztakt über den HDSL-Takt übertragen und im
NT2MGF-E zurückgewonnen.
Die verschiedenen Einstellungen des NT2MGF-E können per HDSL-Overhead (EOC-Kanal) vom
BGTLT2M aus mit einem PC über die QD2-Schnittstelle konfiguriert werden.
Die Versorgungsspannung des NT2MGF-E wird von einer Amtsbatterie bereitgestellt. Die Schnittstelle ist
kurzschlusssicher und eine Verpolung führt nicht zum Ansprechen der internen Sicherung bzw. zur Zerstörung der Baugruppe.
Das NT2MGF-E ist als Steckbaugruppe in Form einer Doppel-Europa-Karte ausgeführt und mit einem Zieh/Steckgriff versehen. Ziehen und Stecken der Baugruppe ist ohne Spannungsabschaltung am Baugruppenrahmen möglich.
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Ansicht der Baugruppe
LWL-Anschluss (UGH-Schnittstelle)
LED
Mess- u. Trennbuchsen
Zieh- / Steckgriff
Bild 1: Frontplattenansicht
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2
Schnittstellen und Steckerbelegung NT2MGF-E
UGH-Schnittstelle
Die UGH-Schnittstelle führt die Anpassung an die HDSL-Leitungsschnittstelle durch. Im Wesentlichen besteht die Schnittstellenschaltung aus einem HDSL-Transceiver mit zugehöriger Glasfaser-Leitungsschnittstelle. Im HDSL-Framer werden die von der Teilnehmerschnittstelle S2Man kommenden 2 MBit/sSignale verarbeitet und nachfolgend über den HDSL-Transceiver auf der Leitung übertragen.
Die UGH-Leitungsschnittstelle überträgt Daten mittels CMI-Code, bei dem die Symbolrate doppelt so hoch
wie die Bitrate ist. Mit einer Übertragungsrate von 2320 kBit/s wird ein „optisches HDSL-Signal“ geliefert,
welches vergleichbar ist mit dem „elektrischen HDSL-Signal“ des 1-Doppelader-Systems der UKHSchnittstelle.
Für die Übertragung kommt das WDM-Verfahren zum Einsatz. Die Übertragungsrichtungen werden getrennt
im zweiten und dritten optischen Fenster der Glasfaser geführt, dies bedeutet, es findet eine bidirektionale
Übertragung über nur eine Glasfaser statt, wobei die Glasfaser dem Einmoden-Typ entspricht. Die Richtungstrennung wird mit Hilfe eines WDM-Filters realisiert.
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An der Rückseite der Baugruppe befindet sich die 32-polige Messerleiste (nach DIN 41612), welche die
Verbindung zum Baugruppenträger darstellt und gleichzeitig folgende Schnittstellen realisiert.
S2M-Schnittstelle
Die S2M-Schnittstelle realisiert die Teilnehmerschnittstelle gemäß Richtlinie 1 TR 237. Im Wesentlichen
besteht die S2M-Schnittstellenschaltung aus Überspannungsschutzkomponenten am Ein- u. Ausgang, einem
Transceiver und einem Framer.
UB-Stromversorgungs-Schnittstelle
Die Schnittstelle ist kurzschlusssicher und eine Verpolung führt nicht zu einer Zerstörung des Gerätes. Der
Speisespannungsbereich liegt im Bereich von -20 V bis -75 V.
T3ab-Schnittstelle Taktausgang
An der symmetrisch ausgeführten Schnittstelle kann bei störungsfreien Betrieb der aus dem Empfangssignal
UGHan abgeleitete Takt abgegriffen werden. Der Takt besteht aus einem 2.048 kHz-Signal mit einem Taktverhältnis von 1:1.
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Nr.
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10
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20
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28
30
32
Steckerbelegung
Erläuterung
a
c
Schirm
Schirm
FPE
S2Mab/b
Schirm
S2Man/b
FPE
S2Mab/a
Schirm
S2Man/a
-UB
T3ab/b
Schirm
0 V (+UB)
-UB
T3ab/a
Schirm
0V (+UB)
Funktions- und Schutzerde
reserviert für Schirm der StrV
Tabelle 1: Stiftanordnung & Belegung der 32-pol. Messerleiste (Rückansicht der Stiftleiste des NT2MGF-E)
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Blockschaltbild
Controller &
Peripherie
Netzteil
DC/DC
1
S2M
EMV
G.703
10
E1
Framer
&
E1
Transceiver
...
8
HDSL Framer
&
KanalEinheit
KanalEinheit
WDM
Optical
module
UGH
4
Anzeigeelemente
Auf der Frontplatte des NT2MGF-E befinden sich 3 Leuchtdioden, die die verschiedenen Betriebszustände
signalisieren. Die Bedeutung ist in folgender Tabelle definiert:
Bedeutung
Normalbetrieb
S2M
UGH
EIN
AN
Dringender Alarm an S2Man
(LOS/BER3/LOF)
AIS an S2Man (im unstrukturierten M.)
Dringender Alarm an UGHan
(LOS/LOF HDSL auf Pfad bezogen)
AIS an UGHan
HDSL-Startup*
S2M
AUS
UGH
AUS
AN
4 Hz
AN
4 Hz
1 Hz
Tabelle 2: Bedeutung der LED-Anzeigen
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Zeichenerklärung:
*
AN
AUS
1 Hz
4 Hz
12
blinkt, bis HDSL-Strecke aufgebaut ist
LED leuchtet permanent
LED leuchtet nicht
LED blinkt mit 1 Hz
LED blinkt mit 4 Hz
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Bedienelemente
Auf der Frontplatte befinden sich zwei Messund Trennbuchsen, die durch die vorhandenen
Brückenstecker auf Betrieb geschaltet sind. Nach
Entfernen der Brückenstecker werden die Signalwege aufgetrennt, es können nun externe
Messsignale eingespeist werden.
Achtung: Nach dem Einmessen der Übertragungsstrecke müssen die Brückenstecker wieder gesteckt werden, damit eine Datenübertragung möglich ist!
Bild 3: Mess- / Trennbuchse S2M (auf Frontplatte)
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Einbau des NT2MGF-E in einen Baugruppenträger
Zur Inbetriebnahme ist die Baugruppe bis zum Anschlag in den Baugruppenträger einzuführen. Anschließend
ist das NT2MGF-E mit den beiden Schrauben oben und unten am Baugruppenträger zu fixieren. Achten Sie
auf eine ordnungsgemäße Erdung der Baugruppen über den Baugruppenträger bzw. das Systemgestell.
Das Gerät ist nach Anstecken des Glasfaserkabels einsatzbereit. Achten Sie beim Anschluss des Glasfaserkabels darauf, dass die Nase des Steckers in die Aussparung der Buchse am Gerät gesteckt wird. Beachten Sie
beim Umgang mit den Glasfaserkabeln die in den Kapiteln 8 und 9 aufgeführten Hinweise.
Zur Inbetriebnahme des NT2MGF-E muss die Versorgungsspannung anliegen. Dies wird durch das Leuchten der grünen LED EIN angezeigt. Bei Vorhandensein der Versorgungsspannung beginnt sofort die Initialisierung des NT2MGF-E, die einige Sekunden Zeit in Anspruch nimmt. Dieser Zustand wird durch das Blinken der LED UGH angezeigt.
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Technische Daten NT2MGF-E
UGH-Schnittstelle:
Bitrate
Schrittgeschwindigkeit
Leitungscode
2320 kBit/s
4640 kBaud
CMI kodiertes
binäres 2B1QSignal
Impulsform
nominell rechteckförmig
Optische Wellenlänge
1310 nm (Empf.),
1550 nm (Sender)
Optisches Sendeelement
Laser
Spektrale Bandbreite d. Lasers < 10 nm
mittlere optische Sendeleistung an UGHab
-10 dBm
Extinktionsverhältnis
< 0,1
Reichweite (max. Leit.-dämpfg.) 20 dB
Empfindlichkeit des optischen Empfängers an UGHan
für Bitfehlerrate < 10-9 (dBm) -7 > P > -35
LWL-Anschluss
SC-APC / 9°untuned Steckverb.
S2M-Schnittstelle: entspr. ETS 300 011
Bitrate
Leitungscode
Impedanz
Impulsform
Amplitude an S2Mab
Zulässige Dämpfung des
Empfangssignal an S2Man
bezogen auf das Sendesignal
2048 kBit/s
HDB3 (AMI)
120 
nomin. rechteckig
3 VS0 ± 10%
6 dB
15
T3ab-Schnittstelle:
Takt-Frequenz nom.
Impedanz
Amplitude
8
Stromversorgung:
2048 kBit/s (abhängig von T3an)
120 
nach G.703:
2,9 V ± 30%
Betriebsspannungsbereich
Leistungsaufnahme
-20 V ... -75 V
<5W
Hinweise
Diese Anweisung aufbewahren!
Bei Inbetriebnahme der Baugruppe sind die Sicherheitshinweise zu beachten ( Kapitel 9).
Um die hervorragenden Übertragungseigenschaften von Glasfaserkabel zu erhalten, darf dieses nicht geknickt
werden. Es darf ein Umlenkradius von 60 mm bzw, der kleinste zulässige Biegeradius von 30 mm nicht
unterschritten werden. Siehe hierzu auch die TS 0011/02.96 (Schaltkabel für Fernmeldelinien; Glasfaser16
Schaltkabel der Ausführung SVH mit Einmodenfaser). Des Weiteren sind offene Kabelenden und Steckverbinder mit einer Staubschutzkappe zu versehen, um Verschmutzung und damit verbundene zusätzliche
Dämpfung zu vermeiden. Aus diesem Grund ist auch das Berühren der Faserendflächen zu unterlassen. Die
eventuell notwendige Reinigung der Glasfasersteckverbinder sollte mit speziell dafür bestimmten Reinigungspads und -materialien erfolgen. Verwenden Sie niemals Druck- oder Atemluft, um Verunreinigungen
wegzublasen.
Technische Änderungen sind dem technischen Fortschritt geschuldet und dienen der Verbesserung der Baugruppe.
9
Sicherheitshinweise
Folgende Sicherheitshinweise sind zu Ihrer Sicherheit zu befolgen. Lesen Sie diese, bevor Sie das Gerät in
Betrieb nehmen.
ESD-Schutzmaßnahmen
Beim Öffnen und bei Einbau von Komponenten des HDSL-Übertragungssystems sind die Schutzmaßnahmen
nach DIN 100 015 zu beachten.
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Vorsichtsmaßnahmen bei Gewitter
Vermeiden Sie Arbeiten am HDSL-Übertragungssystem und dessen Komponenten bei Gewittertätigkeit
(Ziehen und Stecken von Baugruppen bzw. Leitungen).
Erde und Potentialausgleich
Bei Installation, Betrieb und Wartung des HDSL-Übertragungssystems ist die DIN VDE 0800, Teil 2 zu
beachten.
Warnung vor gefährlicher elektrischer Spannung
Das HDSL-Übertragungssystem enthält Schnittstellen mit gefährlicher elektrischer Spannung. Alle Arbeiten
am System sollten von Fachpersonal durchgeführt werden.
Warnung vor gefährlicher Laserstrahlung - Laser Klasse 1
Blicken Sie niemals direkt oder indirekt (z.B. über Spiegel) in den Laserstrahl, d.h. auf das Ende des Glasfaserkabels bzw. des entsprechenden Steckverbinders. Um ein unbeabsichtigtes Hineinsehen in den Laserstrahl
zu vermeiden, sind offene Kabelenden bzw. Steckverbinder grundsätzlich mit einer Staubschutzkappe zu
verschließen.
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