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KLIMATHERM-MESSGERÄTE
BedienungsHandbuch
für
KLIMATHERM-MESSGERÄTE
DTH-7, BF-6, KTI-5
KLIMATHERM-Meßgeräte GmbH & Co.KG · Wörthstraße 2a · 46284 Dorsten · Telefon 0 23 62 / 94 44 - 0 · Telefax 0 23 62 / 94 44 20
Inhaltsverzeichnis
Einleitung ............................................................................................................................. Seite
3
Temperatur- und Luftfeuchtemessung mit
dem Digital-Thermohygrometer DTH-7 ............................................................................... Seite
4
Baufeuchte- und Holzfeuchtemessung mit
dem Baustoff-Feuchtemeßgerät BF-6 ................................................................................. Seite
10
Berührungslose Oberflächen-Temperaturmessung
mit dem Infrarot-Thermometer KTI-5 .................................................................................. Seite
18
Feuchtigkeit und Schimmelpilz in Räumen
Ursachen und bauphysikalische Einflüsse ........................................................................... Seite
23
Auszug aus dem weiteren Meßgeräte Lieferprogramm ................................................. Seite
33
2
Einleitung
Sie haben sich zur Durchführung Ihrer Meßaufgaben, die Ihnen vorliegende Meßgeräteausrüstung
angeschafft. Zu dieser Entscheidung gratulieren
wir Ihnen.
Die Geräte sind mit je einer 9 Volt Trocken-Batterie ausgerüstet, auf Wunsch können auch wiederaufladbare Accus bestellt bzw. verwendet werden.
Außer dem Spezial-Wandfühler Typ W, können
auch alle sonstigen KLIMATHERM Thermoelemente-Temperaturfühler für die unterschiedlichsten
Anwendungen und Meßaufgaben an das DTH-7
angeschlossen werden. Informieren Sie uns bei
Bedarf über Ihre spezielle Meßaufgabe, damit wir
Ihnen den geeigneten Temperaturfühler aussuchen und anbieten können.
KLIMATHERM-Meßgeräte werden seit 1978
erfolgreich für die unterschiedlichsten Meßaufgaben, vorzugsweise in den Bereichen Bau- und
Wohnungswirtschaft sowie Haus- und Energietechnik, eingesetzt.
Wenn Sie das komplette Meßset bestellt haben,
beinhaltet der Meßkoffer das Thermohygrometer
Typ DTH-7 mit Kombi-Meßsonde zur Temperatur
und Luftfeuchtemessung und den Spezial-Wandtemperaturfühler Typ W zur hochgenauen Oberflächen-Temperaturmessung an Bauteilen, sowie
das Holz- und Baustoff-Feuchtemeßgerät Typ
BF-6 mit der Einschlagelektrode, 2 isolierten Tiefenelektroden, 3 Satz Stahlnägel in unterschiedlichen Längen und dem Meßkabel zur Verbindung
des BF-6 mit der Einschlag-Kombielektrode oder
mit den Tiefenelektroden.
Die Meßinstrumente arbeiten wartungsfrei. Wir
empfehlen jedoch, das Thermohygrometer DTH-7
uns alle 2-3 Jahre einmal zur Überprüfung und
ggf. Nachkalibrierung zuzusenden.
Die nachstehenden Bedienungshinweise sollen
Sie mit der Handhabung und dem Einsatz der
Geräte schnell vertraut machen. Die Bedienung
der Instrumente ist relativ einfach und praxisgerecht.
Sollten sich bei der Anwendung der Meßgeräte
Fragen oder Wünsche ergeben, steht Ihnen unser
Fachpersonal gern mit Auskunft und Hilfe zur Verfügung.
Wenn Sie die Meßausrüstung Typ E bestellt
haben, ist in dem etwas größerem Meßkoffer
zusätzlich das Infrarot-Temperaturmeßgerät KTI-5
enthalten.
Meßkoffer Typ D
3
Bedienungsanleitung für Digital-Thermohygrometer DTH-7
Technische Daten DTH-7
Meßbereich Kombisonde:
10,0%...95,0% rel. Feuchte
0°C...+50,0°C
max. Einsatztemperatur:
-10°C....+60°C am Sensor
Anzeigebereich Taupunkt:
-25,3°C...+48,9°C
Temperaturmeßbereich
(mit Thermoelementen K):
-99,9°C...199,9°C...1300°C
Meßgenauigkeit:
± 3% rel. Feuchte
± 0,5°C bis 50°C darüber 0,75% vom angezeigten Meßwert.
Meßwertanzeige:
15 mm hohe LCD-Anzeigeziffern mit Funktionssymbolen
Sonderfunktionen:
Minimal- und Maximalwertspeicher, Meßwert-Haltefunktion (HOLD)
Stromversorgung:
1 x 9 Volt-Batterie oder Accu
mit Batterieüberwachung und Abschaltautomatik
Ext. Temperaturfühler:
NiCr-Ni (Typ K)
Abmessung Anzeigegerät:
195 x 68 x 30mm (HxBxT)
Abmessungen Kombi-Meßsonde:
26mm Ø x 160mm
Gewicht:
Gerät 240g, Kombisonde 75g
Meßkoffer Typ E
4
Bedienungsanleitung für Digital-Thermohygrometer DTH-7
3
4
11
2
5
1
6
8
7
9
10
12
1
POWER-Taste (Ein/Aus)
7
FUNCTION-Taste
2
Anzeigedisplay
8
CAL-Taste
3
Buchse für externe Temperaturfühler
9
Tisch-Aufstellbügel
4
Buchse für Kombi-Meßsonde
10
Batteriefach
5
HOLD-Taste
11
Kombi-Meßsonde
6
REC.MAX/MIN-Taste
12
Anschlußstecker
5
Bedienungsanleitung für Digital-Thermohygrometer DTH-7
Allgemeines/Funktion:
Als externe Temperaturfühler können alle Thermoelement-Temperaturfühler NiCr-Ni (K) nach DIN
IEC angeschlossen werden. Die Differenz zwischen der Temperatur an der Meßstelle und der
Temperatur der im DTH-7 eingebauten (elektronischen) Vergleichsstelle erzeugt eine Thermospannung, die dann nach Verstärkung und Linearisierung, digital in °C im Display angezeigt wird.
Das Digital-Thermohygrometer DTH-7 eignet sich
in Verbindung mit der zum Gerät gehörenden
Standardsonde, zur Messung der relativen Luftfeuchtigkeit im Bereich von 5%...bis...95% r.F., bei
Umgebungstemperatur von 0...bis... +50°C.
Außerdem kann auf Tastendruck auch die entsprechende Taupunkttemperatur in °C angezeigt
werden.
Stromversorgung:
Darüber hinaus können auch seperate, externe
Temperaturfühler für die unterschiedlichsten Meßaufgaben, an das Gerät DTH-7 angeschlossen
werden (z.B. der Spezial-Oberflächen-Temperaturfühler Typ W, der sich in idealer Weise zur hochgenauen Temperaturbestimmung an BauteilOberflächen eignet).
Das Digital-Thermohygrometer DTH-7 wird mit
einer handelsüblichen 9-Volt Batterie (nach IEC 6
F/22) ausgerüstet geliefert. Auf Wunsch kann auch
ein wiederaufladbarer Accu und ein Stecker-Ladegerät geliefert werden. Die Batteriespannung wird
automatisch überwacht. Bei Unterschreiten der
erforderlichen Spannung erscheint im Anzeigedisplay das Symbol:
Die kombinierte Temperatur/Luftfeuchte-Meßsonde (11) wird mit ihrem Stecker oben rechts am
Gerät, in die Buchse „INPUT“ (4) eingesteckt. Die
Buchse links daneben „Thermo-Couple“ (3) dient
dem Anschluß der seperaten Temperaturfühler.
Nun kann trotzdem nach ca. 1-2 Stunden gemessen werden, dann sollte die Batterie aber ersetzt
werden, da sonst irgendwann die Anzeige erlischt.
Meßprinzip:
Der Sensor zur Messung der relativen Luftfeuchte
arbeitet nach dem kapazitiven Prinzip, d.h. er
ändert seinen kapazitiven Widerstand mit der ihn
umgebenden Luftfeuchtigkeit. Diese Kapazitätsänderung wird elektronisch verarbeitet und ausgewertet, der relativen Luftfeuchtigkeit zugeordnet
und als Meßwert in % digital angezeigt.
Batteriewechsel (Bild 3):
Das Batteriefach befindet sich unten, auf der
Rückseite des Gerätes. Zum Batteriewechsel
schraubt man die mittlere Kreuzschraube auf und
schiebt den Batteriefachdeckel nach unten auf.
Nach dem Abziehen des Batterieclips die neue
Batterie (oder Accu) an den Clip anschließen, den
Deckel aufschieben und wieder verschrauben.
Der in der Kombi-Meßsonde eingebaute Temperatursensor ist ein Widerstandsthermometer, d.h. er
ändert seinen ohmschen Widerstand mit der ihn
umgebenden Temperatur. Diese Widerstandsänderung wird elektronisch ausgewertet und digital
in °C angezeigt.
Die Batterie sollte nur bei ausgeschaltetem Gerät
gewechselt werden!
6
Bedienungsanleitung für Digital-Thermohygrometer DTH-7
Nach nochmaligem Drücken der Taste „FUNCTION“ erscheint im Anzeigedisplay die Temperatur
des externen Temperaturfühlers (z.B. des SpezialOberflächenfühlers W). Wenn kein externer Temperaturfühler an die Buchse oben links „THERMOCouple“ (3) angeschlossen ist, erscheinen im Display oben fünf Querstriche „- - - - -“. Wenn dann
die Taste „FUNCTION“ nochmals gedrückt wird,
zeigt die Anzeige wieder die mit der Kombisonde
(2) gemessene, momentane Temperatur und Luftfeuchte an.
Mit der Taste „HOLD“ (5) können die angezeigten
Meßwerte festgehalten (eingefroren) werden. Im
Anzeigedisplay erscheint oben links das Wort
„HOLD“. Nach nochmaligem Drücken der Taste
„HOLD“ erlischt das Zeichen wieder und im Display werden die aktuellen Meßwerte angezeigt.
Das DTH-7 hat eine eigebaute Selbstabschaltung,
nach ca. 10 Minuten schaltet es sich automatisch
wieder aus, wenn innerhalb dieser Zeit nicht irgend
eine Taste betätigt wird. So wird verhindert, daß
sich die Batterie verbraucht, wenn vergessen
wurde das Gerät auszuschalten.
Bild 3
Bedienung und Messung:
Nach dem Einstecken der Kombimeßsonde in die
Buchse „INPUT“ (4) die Einschalt/Ausschalttaste
„POWER“ (1) drücken. Nun erscheinen im Anzeigedisplay (2) zunächst alle Ziffern fünffach von
99999 an abwärtszählend bis 00000 (Segmenttest). Danach erscheint der Meßwert für die relative Luftfeuchte in % r.H. (relativ Humidity). Die kleineren Ziffern rechts unten im Display, zeigen die
mit der Kombisonde gemessene Lufttemperatur in
°C an.
Durch Drücken der Taste „REC.MAX/MIN“ (6)
kann diese Selbstabschaltung außer Betrieb
genommen werden. Im Anzeigedisplay oben links
erscheint „REC“. Das Gerät schaltet nun nicht
nach 10 Minuten automatisch ab. Gleichzeitig
werden nun der maximale und der minimale
Meßwert für die rel. Feuchte und für die Temperatur gespeichert. Nach nochmaligem Drücken dieser Taste erscheint oben „REC Max“ und im
Anzeigedisplay werden die gemessenen MaximalMeßwerte für rel. Feuchte und Temperatur angezeigt. Wird die Taste „REC“MAX/MIN“ wieder
gedrückt, erscheint oben im Display „REC MIN“
und die niedrigsten, mit der Kombisonde gemessenen Werte für Temperatur und Feuchte, werden
angezeigt. Diese Funktion gilt auch für die Temperaturmessung mit einem externen Temperaturfühler.
Nach dem Drücken der Taste „FUNCTION“ (7)
erscheint im Anzeigedisplay die Taupunkttemperatur in °C. Rechts unten im Display steht „°C DEW“
(Dew Point = Taupunkt). Beträgt z.B. die rel. Luftfeuchte 70% und die Lufttemperatur 22°C, so
würde die Taupunkttemperatur mit 16,3°C angezeigt werden. Dies bedeutet, daß die Luft bei
Abkühlung auf weniger als 16,3°C, zu 100%
gesättigt ist. Wird sie weiter abgekühlt, indem sie
z.B. an kältere Oberflächen gelangt, kommt es
dort zur Kondensation. Dies zeigt sich z.B. an
Wandoberflächen dann später in Form von dunklen Stockflecken durch Schimmelpilzbildung.
Um diese Funktionen wieder aufzuheben, muß die
Taste „REC.MAX/MIN“ ca. 5 Sekunden gedrückt
gehalten werden. Danach erlischt das Symbol
„REC“ oben links im Display wieder.
7
Bedienungsanleitung für Digital-Thermohygrometer DTH-7
Die Taste „CAL“ (8) wird bei der Anwendung und
Messung mit dem DTH-7 nicht benötigt. Sie dient
dem Servicetechniker bei der Überprüfung und
ggf. Nachkalibrierung des Gerätes. Sie wird erst in
Verbindung mit anderen Tastenfunktionen aktiviert.
Vom Anwender des Gerätes bewußt oder versehentlich gedrückt, hat sie keinen Einfluß auf die
Messung oder auf die angezeigten Werte.
Anwendungsbeispiele:
Eine besonders häufige Meßaufgabe im Bereich
der Bau- und Wohnungswirtschaft, ist die Kontrolle der Raumluft sowie der Oberflächen-Temperaturen in Wohnungen, bei Stockflecken und Schimmelpilzbildung auf Grund von Kondensfeuchtigkeit
(Schwitzwasserbildung).
Mit der Kombi-Meßsonde wird die Raumfeuchte
und die Raumtemperatur gemessen, sowie der
zugehörige Taupunkt abgelesen. Anschließend
wird der Spezial-Wandtemperaturfühler W angeschlossen, und damit die Oberflächentemperatur
an den kritischen Stellen der Wand (Decke, Fußboden, Fensterrahmen) ermittelt (Bild 4). Liegt nun
die mit dem Fühler W gemessene Temperatur
unterhalb des Taupunktes, wird die Luft an diesen
Stellen kondensieren.
Anwendungsweise:
Da die relative Luftfeuchte von der Temperatur
abhängt, muß sichergestellt sein, daß der Meßsensor die Temperatur der ihn umgebenden Luft
angenommen hat. Deshalb sollte vor dem Ablesen
des Feuchtemeßwertes geprüft werden, ob sich
die Temperatur eingestellt hat (die Anzeige steht).
Erst wenn sich die Temperatur nicht mehr ändert,
sollte der Feuchtemeßwert abgelesen werden.
Auch kann mit dem Oberflächenfühler W sehr
anschaulich die Wärmespeicherung einer Wand
aufgezeigt werden.
Kondenswasser oder die gelegentliche Berührung
mit Wasser beeinträchtigen die Zuverlässigkeit des
Meßfühlers nicht. Sobald die Wasserspuren bzw.
das Kondensat verschwinden, ist die Meßsonde
wieder in ihrem ursprünglichen Zustand.
Temperaturmessung mit externen Meßfühlern:
Der Anschlußstecker externer ThermoelementTemperaturfühler (z.B. Spezial-Wandtemperaturfühler W) wird oben links am Gerät in die Buchse
(3) „Thermo-Couple“ eingesteckt. Wenn nun die
Kombi-Meßsonde (11) zur Feuchte/Temperaturmessung nicht angeschlossen ist, erscheint nach
dem Einschalten des Gerätes zunächst wieder der
Segmenttest. Danach erscheint im Display die
Anzeige 100,0% RH. Nun muß die Taste „FUNCTION“ (7) zweimal gedrückt werden, dann
erscheint ind er Anzeige die Meßtemperatur des
externen Temperaturfühlers in °C.
Bild 4
8
Bedienungsanleitung für Digital-Thermohygrometer DTH-7
Oft befürchtet der Wohnungsbenutzer, daß bei
Lüftung im Winter die Energie zum Fenster hinaus
geht. Mit dem Fühler W wird vor dem Lüften die
Wandtemperatur des jeweiligen Zimmers festgestellt. Nach dem Lüften wird dann die Wandtemperatur noch einmal gemessen. In der Regel hat sie
sich bei einer Lüftungsdauer von ca. 10 Minuten
gar nicht verändert. Diese Speicherwirkung der
Wand wirkt sich natürlich dann negativ aus, wenn
z.B. durch völliges Abdrehen der Heizung die
Wände ausgekühlt sind, und sich erst nach Stunden wieder langsam erwärmen. Bis dahin kondensiert natürlich jegliche erwärmte Luft (Kochdunst,
Körper- und Atemwärme) auf der kalten Wand.
für ai (Alpha i) wird die jeweilige Wärmeübergangszahl (z.B. 7,69) eingesetzt. tLi ist die Raumtemperatur, tLa ist die Außentemperatur, tWi ist die
Innenwandtemperatur.
Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Temperaturkontrolle an Heizungsanlagen und Heizkörpern. Mit
dem Spezialfühler W läßt sich schnell und genau
z.B. die Temperaturverteilung bei Fußbodenheizungen überprüfen. Der Präzisions-Oberflächenfühler Typ P eignet sich in idealer Weise zur Messung der Vorlauf/Rücklauf/Temperatur an Heizkörpern (Bild 5).
Aber auch Temperaturfühler zur Messung in Flüssigkeiten (z.B. Schwimmbädern) oder Abgasen
lassen sich an das DTH-7 anschließen (siehe unser
Standard-Temperaturfühler-Datenblatt Seite 30).
Das Auffinden von Wärmebrücken sowie die Kontrolle des tatsächlichen U-Wertes bei Alt- und
Neubauten, ist ein weiteres Anwendungsgebiet für
das DTH-7.
Allerdings sind für die Überprüfung des Wärmedurchgangswertes „vor Ort“, einige Voraussetzungen erforderlich und zu beachten: Die Temperaturdifferenz zwischen Innen- und Außen sollte mindestens 10°C betragen. Je größer der Unterschied
zwischen der Außentemperatur und der Innentemperatur, umso genauer wird das Meßergebnis
sein. Ideal ist ein kalter Wintermorgen mit wenig
Wind (nicht mehr als 5m/s) und ohne Sonneneinfluß.
Zunächst wird die Außentemperatur und danach
die Raumtemperatur mit der Kombisonde (11)
gemessen. Danach wird mit dem Spezialfühler W
die Wand- Innentemperatur an den interessierenden Stellen der Außenwände erfaßt. Der tatsächliche k-Wert errechnet sich dann nach der Formel:
U = ai (tLi - tWi)
tLi - tLa
Bild 5
9
Bedienungsanleitung für Baustoff-Feuchtemesser BF-6
Einsatzgebiet:
Mit dem Holz- und Baustoff-Feuchtemeßgerät Typ
BF-6, wird der Feuchtigkeitsgehalt von gängigen Baumaterialien in abgebundener Form, wie z.B. Estrich,
Kalkmörtel, Gips, Zementmörtel, usw. gemessen. Darüber hinaus kann mit dem BF-6 die relative Feuchtigkeit der bekannten und am häufigsten verarbeiteten
Bauhölzer gemessen werden. Vor allem aber bei der
schnellen Überprüfung, Einkreisung und Ermittlung von Feuchteerscheinungen in Wohnungen
(wenn es darum geht zu zeigen ob die Feuchtigkeit von Innen oder von Außen kommt), ist das
Gerät BF-6 ein ideales Hilfsmittel.
Meßergebnis ggf. zu korrigieren, bzw. zu „verfeinern“.
Das BF-6 besitzt einen eingebauten Mikroprozessor.
Eine Wartung der Nachkalibrierung ist nicht erforderlich.
Stromversorgung:
Das Gerät BF-6 wird mit einer handelsüblichen 9 Volt
Trockenbatterie (nach IEC6 F-22) geliefert. Auf Wunsch
kann statt der Trockenbatterie auch ein wiederaufladbarer NiCd-Accu mit Steckerladegerät bestellt werden.
Die Batteriespannung wird automatisch überwacht.
Wenn die erforderliche Batteriespannung abgesunken
oder unterschritten ist, zeigt die Anzeige (LLL). Dies
bedeutet, daß die Batterie erneuert werden muß (bei
Accubetrieb aufladen). Das Batteriefach befindet sich
auf der Rückseite des Gerätes unten. Nach dem
Lösen der Kreuzschrabe mit dem beigefügten kleinen
Kreuzschrabenzieher, wird der Batteriefachdeckel
nach unten hin, aufgeschoben.
Funktionsweise:
Das BF-6 arbeitet nach dem Prinzip der Leitfähigkeitsmessung (Widerstands-Meßmethode). Dies hat
gegenüber der Gravimetrischen Messung (DarrMethode) oder auch der CM-Messung (CarbidMethode), den großen Vorteil, daß keine Proben des
zu untersuchenden Materials, z.B. aus einer Wand,
entnommen zu werden brauchen, die dann recht aufwendig und vor allem zeitraubend, untersucht werden
müssen. Mit der Kombielektrode des BF-6 können
sehr schnell die interessierenden Stellen „abgefragt“
und auch eingekreist werden, dies ist wohl der größte Vorteil gegenüber den klassischen Methoden, die
nach der aufwendigen Ermittlung des Meßergebnisses, ja nur eine Aussage über eine Stelle z.B. der
Wand gestatten, deren Material untersucht wurde.
Displaybeleuchtung:
Wird auf das, in der Mitte zwischen den Holzfeuchtetasten befindliche Symbol (*) gedrückt, kann die
Beleuchtung des Anzeigedisplays ein- und ausgeschaltet werden.
Abschaltautomatik:
Um Batteriekapazität zu sparen, schaltet sich das BF6 nach ca. 20 Minuten automatisch aus. Wird vorher
eine beliebige Taste gedrück, wird dieser Zeitintervall
erneut gestartet.
Der digital angezeigte Wert darf jedoch nicht als Prozent rel. Feuchte angesehen werden (außer bei der
Holzfeuchtemessung), sondern als zunächst dimensionslose Zahl zwischen 0 und 100. Erst in Verbindung mit der zum Gerät gehörenden Tabelle kann der
Feuchtgkeitsgehalt des jeweils ja unterschiedlich
zusammengesetzten Baustoffes, in Gewichtsprozenten bezogen auf den Trockenzustand, ermittelt werden. Soll jedoch lediglich geprüft werden, woher die
Feuchtigkeit kommt, ob sie von Innen (Kondensfeuchte) oder von Außen eindringt, ist die Tabelle nicht
nötig, es reicht, die reine Anzeigewerte zu beobachten. Je mehr angezeigt wird, umso höher ist die
Feuchtigkeit.
Bedienung und Messung:
An der Kopfseite des Gerätes BF-6 befinden sich die
beiden Anschlußbuchsen für die Bananenstecker der
Meßleitung. Nach dem Einstecken, werden die
Stecker am anderen Ende der Meßleitung, in die
Buchsen am Metallblock der Kombielektrode
gesteckt. (Abb. 10)
Nun werden 2 Stahlnägel, je nach Länge und
Meßaufgabe ausgesucht, die Sechskantmuttern
abgeschraubt und die Stahlnägel mit ihrer Spitze
durch die Löcher der Sechskantmuttern, geführt (Bild
11). Danach werden die Muttern wieder aufgeschraubt und die Messung in Holz oder in Putz etc.
kann beginnen. Soll jedoch erst an der Oberfläche
(z.B. auf der Tapete oder auf Möbeln) gemessen werden. Läßt man die Nägel zunächst weg. Nun kann
„zerstörungsfrei“ an der Oberfläche der Wand feuchte
Stellen oder auch die feuchteste Stelle ermittelt werden.
Bei der Messung der Holzfeuchte zeigt das BF-6 die
relative Feuchte in % an. Lediglich wenn das Meßergebnis präzisiert werden muß, ist es erforderlich die
Holztemperatur zu ermitteln und unter Zuhilfenahme
der Tabelle für die Temperaturkompensation das
10
Bedienungsanleitung für Baustoff-Feuchtemesser BF-6
Bild 10
Bild 11
11
Bedienungsanleitung für Baustoff-Feuchtemesser BF-6
schäden, die eigentlich, gut zu lösende Aufgabe des
Baufeuchtemeßgerätes ist.
Durch Drücken der Taste „EIN/AUS“ wird das Gerät
eingeschaltet. Es ist nun zur Baustoffmessung vorbereitet und betriebsbereit. Nur bei der Messung von
Holzfeuchte, muß zusätzlich eine der beiden Tasten
„Hartholz“ oder „Weichholz“ (siehe Holzsortentabelle)
gedrückt werden.
Die Tabelle gibt den Feuchtgehalt in Gewichtsprozenten, bezogen auf den Trockenzustand, an. Die Ausgleichsfeuchte tritt bei 20 °C und 65% rel. Luftfeuchte, bei den schraffierten Werten ein. Diese Werte gelten bei Normaltemperatur als lufttrocken. In der
Meßwerttabelle sind nicht alle üblichen Baustoffe aufgeführt, so fehlt z.B. auch die Angabe für Kalksandstein. Da die Zusammensetzung von Mauerwerk sehr
unterschiedlich ist, können keine reproduzierbaren
Angaben gemacht werden, die bei dem Leitfähigkeits-Meßprinzip ausreichend genau wären. Es hat
sich jedoch als zweckmäßig erwiesen, in der Fuge in
ca. 6 cm Tiefe zu messen. Dort hat sich zwischen
Mörtel und Mauerstein eine Ausgleichsfeuchte eingestellt, so daß der Feuchtewert des Mörtels mit dem
des Mauersteines gleichgesetzt werden kann. Dabei
ist immer hilfreich, wenn an einer anderen, trockenen
Stelle im Mauerwerk eine Vergleichsmessung
gemacht wird, damit dieser Trockenzustand als Vergleich herangezogen werden kann. Diese Methode
gilt für alle nicht erfaßten oder unbekannten Baustoffe.
Die Meßwertanzeige 0...100 bei den mineralischen Baustoffen, ist immer dann völlig ausreichend, wenn es darum geht festzustellen ob die
Feuchtigkeit von Innen oder von Außen kommt.
Sollte jedoch die Rest-Materialfeuchte in Gewichtsprozenten ermittelt werden, kann die untenstehende
Tabelle hilfreich sein. Aber die dort aufgeführten Werte
können nur als grobe Näherung angesehen werden,
hat sich doch die Zusammensetzung des Baumaterials durch Zuschlagstoffe in den letzten Jahrzehnten
laufend verändert. Wer (aus welchen Gründen auch
immer), eine Angabe in Gewichtsprozenten benötigt,
kann eine Materialprobe mit Hilfe der Darr-Methode
untersuchen lassen. Aber auch diese Laboruntersuchung, die als genaueste Methode gilt, kann schon
eine Ungenauigkeit von bis zu 20% aufweisen, so daß
die Feststellung der Herkunft der Nässe bei Feuchte-
12
Bedienungsanleitung für Baustoff-Feuchtemesser BF-6
Tiefenmessung:
Nachdem die interessierende Oberfläche, z.B. einer
Wand, zunächst oberflächlich, zerstörungsfrei abgesucht wurde, werden zur werteren Messung die beigefügten Stahlnägel verwendet. Die Nägel je nach
gewünschter Länge aussuchen und durch die Bohrung in die Sechskantmutter einstecken, die Mutter
dann auf das Gewindestück fest aufschrauben. Nun
kann die „Gabelelektrode“ wie eine Gabel benutzt und
eingestochen oder auch mit einem Hammer eingeschlagen werden (Bild 12). Dies gilt auch für die Holzmessung.
feuchten Schicht her verursachter) Feuchtewert
gemessen, obwohl die Spitzen der Nägel trockenes
Material berühren.
Aus den vorgenannten Gründen sollte deshalb bei der
Tiefenmessung mit den zum Gerät gehörenden,
teflonbeschichteten, isolierten Tiefenelektroden
gemessen werden. Diese Tiefenelektroden (Bild 14)
messen nur an der Spitze. Der Isolationsüberzug ist
mit einer cm-Teilung markiert, damit die gemessenen
Werte der Meßtiefe zugeordnet werden können.
Zum Einbringen der Tiefenelektroden muß ein Loch
von ca. 6,0mm Ø gebohrt werden. Nach dem Bohren
Bild 12
Wenn es sich z.B. bei der Messung in einer Wand um
Feuchtigkeit handelt, die von Außen eingedrungen ist,
wird die Anzeige des BF-6 bei tieferem Eindringen in
die Wand einen höheren Wert zeigen. Wenn es sich
jedoch um z.B. Kondensfeuchte handelt, die von
Innen her eingedrungen ist, müssen die Meßelektroden isoliert sein. Es interessiert hierbei ja nur die
Feuchtigkeit an der Spitze der Elektroden, die obere,
feuchte Putzschicht, darf das Meßergebnis nicht
beeinflussen oder gar verfälschen. Dies würde aber
passieren, wenn man mit blanken, nicht isolierten
Stahlnägeln oder sonstwelchen, elektrisch leitenden
Stäben oder Elektroden messen würde, und die
Feuchtigkeit zum Innern der Wand hin abnimmt. Es
wird dann ein nach wie vor hoher (von der oberen
sollte mit dem einbringen der Elektroden ca. 5 bis 10
Minuten gewartet werden. Danach ist die Erwärmung
der Bohrstelle abgeklungen, die ansonsten die
Messung verfälschen würde. Die Tiefenelektroden
sind 11 cm lang und haben an ihrem oberen Ende
eine Lochöffnung. Dort werden die Bananenstecker
der Meßleitung eingesteckt (Bild 15).
Es ist allerdings nicht unbedingt erforderlich, bei jeder
Kontrolle eines Baustoffes auf Kondensationsfeuchtigkeit zu bohren, und mit den Tiefenelektroden
zu messen. In sehr vielen Fällen ist die Feuchtigkeit
noch nicht sehr tief eingedrungen, so daß man schon
nach wenigen Millimetern Tiefe, auf völlig trockenen
Baustoff trifft.
13
Bedienungsanleitung für Baustoff-Feuchtemesser BF-6
Bild 13
Bild 14
Als Sonderzubehör sind auf Wunsch 2 flache, isolierte Tiefenelektroden (Schwertelektroden) Typ BFS250 mit cm Aufdruck, lieferbar. Sie eignen sich z.B.
zum Durchstoßen der Randisolierung bei schwimmenden Estrich, Abmessung: 250 x 11 x 2,5 mm
14
Bedienungsanleitung für Baustoff-Feuchtemesser BF-6
In diesen Fällen empfiehlt es sich, die Ränder der
z.B. feuchten Tapete oder feuchten oberen Putzschicht etwas wegzukratzen (z.B. mit einem etwas
größeren Kreuzschraubendreher) und dann mit den
Nägeln in der Mitte so zu messen, daß die feuchten
Randschichten nicht berührt werden. Zur Sicherheit
können die Nägel auch etwas mit Isolierband (bis auf
die Spitze) isoliert werden. Wenn schon nach einem
halben Zentimeter keine Feuchtigkeit mehr gemessen
werden kann, wird man sich das umständliche Bohren gern ersparen. Da allerdings, wo die Feuchtigkeit
schon mehrere cm tief eingedrungen ist, dies vielleicht
schon über lange Zeit, so daß auch schon ein regelrechter Substanzverfall des Baustoffes zu befürchten
ist, werden 2 Bohrlöcher von 6 mm Durchmesser,
auch keinen größeren Schaden mehr verursachen
(diese Anmerkung nur, da der Fachmann aus der
Wohnungswirtschaft oder auch der Gutachter nicht
gern Löcher durch die Tapete eines bewohnten
Raumes bohrt). Soll nicht nur geprüft und nachgewiesen werden woher die Feuchtigkeit kommt, sondern
interessiert auch ihr Gehalt in Gewichtsprozenten
bezogen auf den Trockenzustand, kann der angezeigte Wert anhand der Baustofftabelle (Seite 12)
zugeordnet werden.
geschlagen werden. Damit die Kernfeuchte ermittelt
werden kann, sollten die Nägel mit ihrer Spitze bis zu
1/3 in das zu messende Holz eingeschlagen werden.
Bei der zerstörungsfreien Messung an Oberflächen,
z.B. von Furnierholz, sollten die Oberflächen Meßkappen ohne Bohrung verwendet werden. Man drückt sie
einfach nur mit der Gabelelektrode fest auf. Oberflächenmessung ist allerdings nur bei Feuchte bis zu
20% hinreichend genau.
Vor der Messung muß am BF-6 noch die Taste für
Hartholz oder Weichholz gedrückt werden (Bild 15).
Holzfeuchtemessung:
Mit dem Gerät BF-6 kann neben der Feuchtebestimmung abgebundener Baustoffe, auch die relative Holzfeuchtigkeit im Bereich von 5...bis...30% gemessen
werden. Nachstehend zunächst einige Richtwerte für
die relative Holzfeuchtigkeit:
Bild 15
Nachstehende Aufstellung beinhaltet übliche Bauhölzer und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Bei Unsicherheit ob das zu messende Holz dem Hartholz oder Weichholz zuzurechnen ist, empfiehlt es sich
in beiden Einstellungen zu messen und den Wert zu
mitteln. Die Holzfeuchtemessung mit dem BF-6 ist
eine praktische, hinreichend aussagefähige Messung.
Genauere Holzuntersuchungen sind in Laborgeräten
bzw. der klassischen Darrprobe analytisch vorzunehmen.
Fensterrahmen, Haustüren und sonstige
Bauhölzer, die einseitig mit der
Außenluft Berührung haben:
12% bis 15%
Zimmertüren und alle sonstigen Hölzer
innerhalb von geschlossenen Räumen
mit Zentralheizung beheizt:
6% bis 9%
Zimmertüren und alle sonstigen Hölzer
innerhalb von geschlossenen Räumen
mit Ofenheizung beheizt:
10% bis 12%
Bauhölzer:
15% bis 20%
Furnierhölzer, Spanplatten, Schichtholz:
Alle im Freien zum Einsatz kommende
Hölzer wie z.B. Eisenbahnwagen,
Transportkisten, Lastwagen oder auch
Holzböden in klimatisierten Räumen:
Musikinstrumente:
5% bis 7%
15% bis 20%
5% bis 6%
Zur Messung wir die Gabelelektrode verwendet, je
nach Meßtiefe müssen die Stahlnägel ausgesucht und
wie bei der Baustoffmessung, in die Sechskantmuttern
eingesetzt und festgezogen werden. Die Nägel sollen
quer zur Fasserrichtung in das zu messende Holz ein-
Hartholz:
Ahorn, Buche, amerik. Eiche, Linde,
Meranti (gelb und hellrot), Palisander,
Teak, Zeder
Weichholz:
Birke, Douglasie, europ. Eiche, Erle,
Esche, Fichte, Hemlock, Kastanie,
Kiefer, Kirschbaum, Lärche, Limba,
Mahagoni, Makore, Meranti (rot und
weiß), Nußbaum, Pappel, Pitch pine,
Ped pine, Rüster, Hainbuche, Tanne,
Ulme, Weymouth-Kiefer, Holzfasterplatten.
Temperaturkompensation:
Die gemessenen Holzfeuchtewerte beziehen sich auf
eine Holztemperatur von 20°C, bei Abweichungen
von +5°C sollte das Meßergebnis nach der Kompensationstabelle (Seite16) korrigiert werden.
15
Bedienungsanleitung für Baustoff-Feuchtemesser BF-6
Die linke senkrechte Spalte zeigt die vom Gerät BF-6
angezeigte Holzfeuchte. Die untere waagerechte
Spalte betrifft die Holztemperatur. Im Schnittpunkt
liegt die temperaturkompensierte, wirkliche relative
Holzfeuchte.
Beispiel: Bei angezeigtem Wert von 20% r. Holzfeuchte und bei 20°C Holztemperatur, entspricht die
tatsächliche Feuchte auch dem angezeigten
Meßwert. bei 15°C Holztemperatur wäre der tatsächliche Wert nicht 20% sondern 21% r. Holzfeuchte.
16
Anmerkung zur Feuchte in Baustoffen
Die massebezogene Feuchte
Zur Kennzeichnung der im Baustoff enthaltenen Wassermenge dient die massebezogene oder die volumenbezogene Feuchte, die beide in Prozent angegeben werden.
Die massenbezogene Feuchte um eines Stoffes in %,
vielfach auch als Gewichts-% bezeichnet, ergibt sich
aus dem Gewicht (Masse) GF des Stoffes in feuchtem
Zustand und aus dem Trockengewicht Gt r derselben
Stoffprobe zu.
Mit dem Baustoff-Feuchtemeßgerät BF-6 wird, in Verbindung mit der Baustofftabelle, die massbezogene
Feuchte (als Gewichts-% bezeichnet) ermittelt.
um = (GF-Gt r)/Tr t 100
Die Masse (m) ist eine physikalische Basisgröße, die
Dichte (g) eine abgeleitete Größe aus Masse und
Volumen, beide sind maßgebend für die Porösität.
(%)
Die volumenbezogene Feuchte
Aus dem Wert um und der Rohdichte ͳ2 des Stoffes in
kg pro m3 ergibt sich die volumenbezogene Feuchte
uv (VOL.%) zu:
Reindichte ͳ1
Masse eines Stoffes je porenfreier Volumeneinheit
u = (um t ͳ2)/1000
ͳ1 =m/v1 in kg pro m3 oder g pro cm3
v1 = Porenfreies Volumen
Rohdichte ͳ2
(%)
Beispiel: Ziegel
Beton
ͳ2 = 1850 kg pro m3
um = 1.88%
uv = (1.88 t 1850)/1000
u = 3.5 Vol. %
2400
1.88%
(2400 t 1.88)/1000
= 4.5 Vol. %
Masse je Volumeneinheit mit vorhandenen Poren
ͳ2 =m/v2 in kg pro m3 oder g pro cm3
v2 = Volumen mit eingeschlossenen Poren.
Technische Daten Baustoff-Feuchtemeßgerät BF-6
Meßbereiche
Baustoff-Restfeuchte:
0...100 digit = 10 MegOhm...0,1 Ohm
Holzfeuchtebereich:
...bei Hartholz: 6,3%...30,0% r.F
...bei Weichholz: 8,2%...30,0% r.F.
Umgebungstemperatur: -15°C...bis...+50°C
Meßwertanzeige:
18 mm hohe LCD Anzeige, beleuchtet
Bedienung:
Über Folientastatur
Versorgung:
9 Volt Trockenbatterie oder Accu
mit eingebauter Batteriekontrolle
Meßkabelanschluß:
über Bananenstecker
Maße und Gewicht:
150 x 80 x 32 mm (HxBxT) 200g
Lieferumfang:
Gerät mit Batterie, Meßkabel, KombiMeßsonde, 3 Satz Stahlnägel, 1 Satz
110 mm lange teflonisolierte Tiefenelektroden und Anleitungs-Handbuch
17
Bedienungsanleitung Infrarot-Thermometer KTI-5
den, Fußböden, Fenstern und Fensterrahmen im Bereich der Bau- und Wohnungswirtschaft (z.B. für das schnelle Aufspüren
von Wärmebrücken auch an schwer
zugänglichen Stellen) oder auch zur Kontrolle der Temperaturverteilung bei Fußbodenheizungen im Bereich der Haustechnik.
Allgemeines:
Das digitale Infrarot-Temperaturmeßgerät
KTI-5 eignet sich zur berührungslosen Temperaturmessung an Oberflächen (mit Ausnahme von metallisch-blanken, hochglänzenden und reflektierenden Oberflächen).
Das Meßgerät besitzt ein gut sichbares
Laser-Pilotlicht zur Anvisierung der Meßstelle. Die helle, gut ablesbare LCD-Anzeige hat
eine Displaybeleuchtung. Der Meßumfang
geht von -50°C bis zu 500°C, so dass man
mit dem KTI-5 auch viele Meßaufgaben
außerhalb der Bauphysik durchführen kann.
Die Infrarot-Temperaturmessung erfolgt im
Spektralbereich zwischen 5...14 µm. Der
Emissionsfaktor ist mit 0,95 fest eingestellt,
somit können damit nahezu alle Oberflächen-Temperaturmessungen im Baubereich vorgenommen werden.
Das Distanzverhältnis ist 12:1, das bedeutet,
bei einer Entfernung von 1m wird eine Meßstelle mit einem Durchmesser von ca. 8cm
erfasst, bei 2m Entfernung ca. 16cm, bei 3m
ca. 25cm.
Besonders gut eigent sich das KTI-5 zur
schnellen, berührungslosen Bestimmung der
Oberflächentemperatur an Decken, Wän-
18
Bedienungsanleitung Infrarot-Thermometer KTI-5
Bedienung:
Das Thermometer auf das zu messende
Objekt richten und die Auslösetaste (3, Abb.
2) gedrückt halten. Nach ca. einer Sekunde
wird das Meßergebnis in °C auf dem Display
angezeigt. Das Laserlicht zeigt die Meßstelle
mit einem roten Punkt an.
Unter dem Display befinden sich 4 Drucktasten (Abb. 1). Mit der oberen Taste wird die
Displaybeleuchtung ein- oder ausgeschaltet.
Mit der unteren Tast wird die Laser-Zielvisierung zu- oder abgeschaltet. Die Tasten links
und rechts sind ohne Funktion. Sie sind nur
bei Einsatz des Gerätes in bestimmten Ländern (z.B. Amerika) aktiviert und dienen der
Umschaltung von °C auf °Fahrenheit.
Hinweise zur Messung:
Abb. 1
Auf der oberen rechten Seite des KTI-5 ist
das Verhältnis von Meßentfernung zum
Meßfleck abgebildet. Je kleiner die Fläche
ist, die gemessen werden soll, umso kürzer
muss die Entfernung vom Gerät zur Meßstelle sein.
werden, wenn man sie mit mattem Klebeband oder mit dünner scharzer Farbe
bedeckt. Allerdings kann die Temperatur an
derartigen Oberflächen mit dem KLIMATHERM-Spezialfühler W, durch Kontaktmessung, hochgenau ermittelt werden.
Der fest eingestellte Emissionsfaktor von
0,95 ermöglicht die Messung an nahezu
allen Oberflächen im Bereich des Bauwesens und der Haustechnick, mit Ausnahme
metallisch blanker, glänzender Oberflächen.
Dort überwiegt die Reflexion die Emission.
Derartige Oberflächen können nur gemessen
Starke Temperaturwechsel führen zu Fehlmessungen. Wenn man z.B. das Gerät aus
dem kalten Kofferraum nimmt und in beheizter Umgebung messen will, sollte man warten bis sich das KTI-5 erwärmt (aklimatisiert)
hat.
19
Bedienungsanleitung Infrarot-Thermometer KTI-5
Warnhinweis:
Den Laserstrahl nie direkt oder indirekt (über
eine reflektierende Oberfläche) auf die Augen
richten!
Das Gerät sollte keinen elektromagnetischen
Feldern ausgesetzt werden (Induktions Heizund Kochgeräte, Elektroschweißgeräte,
o.ä.). Auch sollte es vor Spritzwasser
geschützt werden und darf natürlich nicht
eingetaucht werden.
Stromversorgung:
Das KTI-5 arbeitet wahlweise mit einer 9-Volt
Blockbatterie oder einem 9-Volt Accu. Wenn
die Anzeige im Display blass erscheint, sollte
die Batterie gewechselt- bzw. der Accu aufgeladen werden.
Das Gerät schaltet sich automatisch aus,
wenn etwa eine Minute lang keine Taste
gedrückt wurde.
Wartung:
Zur Entnahme von Batterie oder Accu, das
Vorderteil des Griffes nach vorne aufklappen
(siehe Abb. 2). In Höhe der Auslösetaste (3)
sind seitliche Schlitze an denen mit Daumen
und Zeigefinger durch Ziehen der Batteriefachdeckel (4) aufgeklappt wird. Ausgewechselte Batterie nicht im Hausmüll entsorgen.
Staub und lose Partikel vor der Linse mit
Druckluft wegblasen oder mit weicher Brüste
entfernen. Die Linse mit einem feuchten
Baumwolltuch reinigen. Das Gehäuse mit
Schwamm und milder Seifenlauge reinigen.
Keine scharfen Reinigungsmittel, kein Alkohol oder sonstige Lösungsmittel verwenden.
20
Technische Daten Typ KTI-5
Meßbereich:
-50,0°C...199,9°C...500°C
Genauigkeit:
± 2-3%, je nach Oberfläche
Auflösung:
0,1°C ab 200°C 1°C
Reaktionszeit:
0,8 Sekunden
Emissionsfaktor:
0,95, fest eingestellt
Distansverhältnis:
(Entfernung/Meßfleck)
12:1
Spektralbereich:
5 bis 14µm
Betriebstemperatur:
0....50°C
Stromversorgung:
9 Volt Blockbatterie
Abmessung/
Gewicht:
200x100x45mm, 190g
21
Gewährleistung
Die Mängelhaftung bezieht sich nicht auf Geräte
und Teile, die einem Verschleiß bzw. einer natürlichen Abnutzung unterliegen (z.B. Meßfühler), oder
auf Schäden die nach dem Gefahrübergang infolge fehlerhafter oder nachlässiger Behandlung,
übermäßiger Beanspruchung oder chemischer,
elektrochemischer oder elektrischer Einflüsse entstehen, die nach dem Vertrag nicht vorausgesetzt
sind.
Offensichtliche Mängel sind uns innerhalb von 8
Tagen nach Lieferung schriftlich anzuzeigen. Nicht
offensichtliche möglichst innerhalb von 8 Tagen
nach Feststellung des Mangels, spätestens aber
bis zum Ablauf von 24 Monaten seit Lieferung. Bei
fristgerechter, berechtigter Mängelrüge liefern wir
nach unserer Wahl kostenlos Ersatz oder bessern
nach. Hierzu muß uns angemessene Zeit und
Gelegenheit eingeräumt werden. Im Falle des
Fehlschlagens der Nachbesserung oder der
Ersatzlieferung, kann der Besteller Herabsetzung
der Vergütung verlangen oder vom Vertrag zurücktreten. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen, es sei denn, sie beruhen auf Vorsatz
oder grobe Fahrlässigkeit unsererseits.
Die Gewährleistungsfrist beträgt für Nachbesserungen 3 Monate, für Ersatzlieferung 6 Monate.
Die Frist für die Gewährleistung verlängert sich um
die Dauer der Nachbesserung oder Dauer der
Neulieferung.
Batterieentsorgung
Verbrauchte Batterie ordnungsgemäß entsorgen.
Verbrauchte Batterien sind Sondermüll und müßen
in die dafür vorgesehenen Sammelbehälter gegeben werden.
Geräte gehören nicht in den Hausmüll, bitte entsorgen Sie diese bei den zur Verfügung stehenden
Rückgabe- und Sammelsystemen.
22
Feuchtigkeit und Schimmelpilz in Räumen
Aufsätze erschienen bereits 1983, haben aber nichts
an Aktualität eingebüßt. Ganz im Gegenteil, gerade
bei den großen Modernisierungs- und Sanierungsaufgaben in den neuen Bundesländern, ist das Problem
der „Feuchteschäden nach Modernisierung“ so aktuell wie nie zu vor.
Seit 1978 liefern wir unsere Meßinstrumente an die
Fachleute aus dem Bereich der Bau- und Wohnungswirtschaft. Bei den Gesprächen unserer Fachberater
„vor Ort“, zum Thema Heizen, Lüften, Feuchtigkeit
und Schimmelpilz, werden wir oft auch nach weiterführenden Informationen oder auch nach Literatur zu
dieser komplexen Materie gefragt.
Als weiterführende Lektüre empfehlen wir auch die
Bücher: Schimmelpilz in Gebäuden, von Michael
und Rolf Köneke, erschienen im Hammonia-Verlag
Hamburg und Feuchtigkeit in Gebäuden von Oxley
und Gobert, erschienen im Verlag Rudolf Müller in
Köln.
Viele Informationsblätter und Broschüren von Baugesellschaften, aber auch von offiziellen Stellen, wurden
im Laufe der Zeit erstellt. Teilweise sehr anschaulich
und auch für den Laien verständlich gestaltet, wurden
diese Schriften, zumeist nach erfolgten Modernisierungsmaßnahmen wie z.B. dem Einbau neuer Heizungen oder neuer Fenster, an die Mieter verteilt. Die
Druckschriften sollten vor allem ein Ändern des Heizund Lüftungsverhaltens bewirken, welches nach dem
Einbau von z.B. dichten Fenstern erforderlich wurde.
Wer tiefer in die Bauphysik einsteigen möchte, dem
empfehlen wir das Buch Schall-Wärme-Feuchte der
Professoren Karl Gösele und Walter Schüle, erschienen im Bauerverlag Wiesbaden/Berlin.
Sehr interessant und nützlich, ist auch die Broschüre
„Richtiges Heizen und Lüften in Wohnungen“ von Dr.
Ing. Helmut Künzel. Zu beziehen über den Frauenhofer IRB Verlag, oder zum Preis von 4,50 Euro + MwSt.
bei KLIMATHERM.
Nach allem, was wir so an Erfahrungen und Informationen sammeln konnten, erschienen uns 2 Aufsätze
mit den Überschriften „Warme Wände schwitzen
nicht“ und „Schimmelpilz gibts gratis“, aus der Zeitschrift „test“, so gut und praxisnah verfaßt, daß wir
beide Aufsätze nachstehend abgedruckt haben. Die
23
„Warme Wände schwitzen nicht“ aus „test“ 1/83
24
„Warme Wände schwitzen nicht“ aus „test“ 1/83
25
„Warme Wände schwitzen nicht“ aus „test“ 1/83
26
„Warme Wände schwitzen nicht“ aus „test“ 1/83
Ein falscher Wandaufbau ist allerdings
in den seltensten Fällen noch zu korrigieren. Allenfalls können nachträglich
wärmeisolierende Schichten in Form
von Kunststoff- oder Mineralfaserplatten außen angebracht werden. Die Temperatur der Außenwand wird höher, im
Raum schlägt sich Feuchtigkeit nicht
mehr nieder.
27
„Warme Wände schwitzen nicht“ aus „test“ 1/83
28
„Schimmelpilz gibts gratis“ aus „test“ 11/83
29
„Schimmelpilz gibts gratis“ aus „test“ 11/83
me von einem beheizten Raum nach außen
durchlassen. Von Nachteil ist aber nicht
nur dieser erhöhte und energievergeudende Wärmefluß, sondern auch die Gefahr
der Tauwasserbildung auf der Innenseite
der Wand. Tauwasser bildet sich immer
dann, wenn warme Luft mit hoher relativer Luftfeuchtigkeit auf Oberflächen trifft,
deren Temperatur unterhalb des Taupunktes der Luft liegt. Jeder kann diesen Vorgang im Bad beobachten: Nach warmem
Baden oder Duschen beschlägt der Spiegel; die mit Wasserdampf gesättigte Luft
kühlt an der Spiegeloberfläche ab und
scheidet Feuchtigkeit aus, die sich als Tauwassertröpfchen niederschlägt.
30
„Schimmelpilz gibts gratis“ aus „test“ 11/83
31
„Schimmelpilz gibts gratis“ aus „test“ 11/83
32
Auszug aus unserem Lieferprogramm
Schallpegelmeßgeräte zur Orientierung und Versachlichung bei Lärmbeschwerden.
Thermohygrograph TH-300 mit Manipulationsmeldung, zur Langzeitüberwachung des Heiz- und
Lüftungsverhalten in Wohnungen
Meßdatenspeicher MDS-200 Zur Erfassung, Anzeige
und Speicherung von Luftfeuchte, Raumtemperatur
und Oberflächentemperatur
Thermoanemometer TYP TA-20 Zur Messung der
Luftgeschwindigkeit in Räumen und Luftkanälen
Bei Interesse, senden wir Ihnen gern ausführliche Unterlagen zu.
33
Auszug aus unserem Lieferprogramm
Wohnklima-Kontrollgeräte Typ DTH-10-M mit Meßwertspeicher zur Langzeitüberwachung des Heizund Lüftungsverhalten während der Heizperiode.
Elektronisches Rauchalarmgerät HS-104 mit SuperMagnet/ Klebebefestigung zur schnellen Installation
ohne Bohren und Schrauben.
Wohnklima-Meßgeräte Typ DTH-10-S mit Temperaturund Feuchteanzeige sowie Warnblinkleuchte. Der
ideale Schutz vor Stockflecken und Schimmelpilz,
sowie zur Energieeinsparung durch kontrolliertes Heizen und Lüften in Wohngebäuden.
Haushalts-Gasalarmgerät HS-109. Das hochempfindliche, mit Netzspannung betriebene Warngerät,
erfaßt den Austritt von Erdgas oder Flüssiggas und
gibt akustischen Alarm.
Bei Interesse, senden wir Ihnen gern ausführliche Unterlagen zu.
KLIMATHERM-Meßgeräte GmbH & Co. KG · Wörthstraße 2a · 46284 Dorsten
Telefon 0 23 62 / 94 44 - 0 · Telefax 0 23 62 / 94 44 - 20
www.klimatherm.de - verkauf@klimatherm.de
34
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